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MÄRZ 2009

REGION

KÖNIZER ZEITUNG DER SENSETALER

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Nacht der Sterne auf dem Gurten
Die Universität Bern «entführt» Interessierte ins weite Weltall
GURTEN – Im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie ndet in diesem Frühling eine Welt umspannende Beobachtungskampagne statt: 100 Stunden Astronomie für alle. Am 4. April organisiert die Universität Bern auf dem Gurten eine «Nacht der Sterne».
1609, vor 400 Jahren, schaute Galileo Galilei zum ersten Mal durch ein Teleskop in den Weltraum hinaus und entdeckte die sogenannten Galileischen Monde des Jupiters. Unter anderem deswegen wird 2009 das Internationale Jahr der Astronomie begangen. Doch es gibt auch «kleinere» Jubiläen, die ganz konkret die Region Bern betreffen: 1969, vor 40 Jahren, landeten zum erstem Mal Menschen auf dem Mond – im Gepäck ein Sonnenwind-Experiment der Universität Bern. 2004 startete die Raumsonde «Rosetta» mit der Bernerin «Rosina», einem Massenspektrometer, zum Kometen Churyumov-Gerasimenko und hat 2009 die Hälfte ihrer Reise zurückgelegt. Die Universität Bern selbst feiert heuer ihr 175-Jahr-Jubiläum. Deshalb beteiligen sich die Angehörigen des Physikalischen Instituts und des Astronomischen Instituts der Universität Bern zusammen mit den astronomischen Gesellschaften des Kantons an einer Kampagne: vom 2. – 5. April beobachten weltweit Menschen während 100 Stunden den Nachthimmel. Neue Welten Als der Italiener Galileo Galilei vor 400 Jahren zum ersten Mal durch ein Teleskop in den Himmel schaute, eröffneten sich ihm ganz neue Welten. Am Samstag, dem 4. April 2009 lädt die Universität Bern alle ein, während der «Nacht der Sterne» dasselbe zu erleben, wie einst Galileo und wie er Blicke in ferne Bereiche des Weltalls zu werfen. Für jeden etwas Schon nachmittags wird auf dem Gurten einiges geboten: Ab 14.00 Uhr sind die Kinder eingeladen, Planeten und Raumsonden zu basteln. Es wird auch ein Malwettbewerb zum Thema «Raketen» veranstaltet. Sie können sich in einem Astronautenparcours messen und Interessantes über unser Sonnensystem erfahren. Im Sternenzelt werden Geschichten aus dem All erzählt. Jugendliche können gegen einen kleinen Unkostenbeitrag ein Teleskop bauen und eine Sternenkarte erstellen. Auch eine Einführung in die Astronomie wird geboten. Die Einführung in die Kunst des Beobachtens, die ebenfalls ab 14.00  Uhr besucht werden kann, richtet sich an alle. Es können Sonnenbeobachtungen gemacht werden. Fachleute erklären den Interessierten wie ein Teleskop funktioniert. Es wird über die Weltraumforschung einst und jetzt informiert. Auch wird gezeigt, wie einfach Astro-Fotogra en gemacht werden können. Ab 17.00 Uhr werden Vorträge gehalten und Filme vorgeführt. Wie funktioniert eigentlich die Sonne? Was beinhaltet das neue Planetariumsprogramm des Verkehrshauses? Neben vielem anderen, erfährt man zum Beispiel auch wie die Jahreszeiten entstehen. Etwa ab 19.30 Uhr ndet die Beobachtung des Nachthimmels statt. So werden zum Beispiel neben vielen anderen Himmelskörpern die Plejaden (siehe Bild), der Mond und der Saturn zu sehen sein. Der Anlass ndet bei jeder Witterung statt. BI
INFO | www.space175.unibe.ch

Die Plejaden (auch Siebengestirn), die auf dieser Seite abgebildet sind, sind ein offener Sternhaufen. Sie sind Teil der Milchstrasse und können an der Nacht der Sterne «aus der Nähe» betrachtet werden. Foto: NASA