HERAUSGEBEN- H.

HAAI(E

HE,FT 95
KREKETER - STEII\IEI}TER

SPR,INGER,-\IER,I*AG BERIIN

.wERKSTATTBUCHER
rün nntnrnBSANGEslELL[n,
Jeilea

KoNslrn,uKIEUB,E uI'[D FÄcHÄB,BET[Eß. IIEIiAU§GDGEBEN YON DII,..ING. II. HAAKE, HAMBUBG
Eeft 5lr-70 §eiton etark, mit zahlreichen Abbililungen

Die Werkstattbücher behandeln das Gesamtgebiet der Werkstatts' :technik in kurzen selbständigen Dinzeldarstellungen: anerkannte Fachleute
und tüchtige Praktiker bieten hier das Beste dus ihrem Arbeitsfeld, um ihre Fachgenossen sebnell und gründlich in die Betriebspraxis einzufübren. Die Werkstattbüeher .stehen wissenschaftlich und betriebsteehnisch au{ der Höhe, sind dabei aber im besten Sinne gemeinverständlich, so daß alle im .Betrieb und auch im Büro Tätigen, vom vorwärtsstrebenden Facharbeiter bis zum leitenden fngenieur, Nutzen aus ihnen ziehen können. Indem die Sammlung so den Einzelnen zu fördern sucht, wird sie dem Betrieb 'als Ganzexn nutzen und damit auch der deutschen technischen Arbeit im
Wettbewerb der Völker. Einteilung iler bisher erschienenen Eefte aach Fachgebieten

I. Werkstoffe; Ililfsstoffc, Ililfsverfahren Der Graueuß. 3. Aufl. Von Chr. Gilles . .Einwandföier Formguß. 3. Aufl. Von E. Kothny (Im Druck) §tahl. und Tempergüß. 3. Aufl. Von E. Kothny (Im Druck).
Die Baustähle für den Maschinen- und Fahrzeugbau. Von K.

Eert 19

.Hitzehärtbare Kunststoffe ...... f09 - Duroplaste -. Von A. Nielsent 'Nichthitzehärtbare Kunststollo Thermoplasto Von H. Determann (Im Druck). ll0 r:Die Brennstoffe. 2. Aufl. Von E. - Kothny (Im Druck). -. 32 48 Öl im Betrieb. 3. Aufl. Von K. Krekeler u. P. Beuerlein (Im Druck) 'Farbspritzen. 2. Aufl, Von R. Klose.,...,... 49 i.Anstrichstoffe und Anstrichvärfahren. Von B. Klose.. ....,.. 103 I iBozepte für die Werkstatt. 5. Aufl. Von F. Spitier. I Furniere-Sperrholz-Schichüholz I. 2. Aufl. Von J. Bittner. 76 i Eurniere-Sperrholz-Schichtholz II. 2. Aufl. Von L. Klotz. . 77
.
,

i,Brennhärten.2.Aufl.

Die'Werkzcugstähle. Von II. Herbers. -Nichteisenmetalle I l\(essing, Bronze, Rotguß-.2. Aufl. Von R. I{inzmann ........ Aufl. Von 11. Hinzmann Nichteisenmetalle II -Kupfer, -. 2.Von 7 des Stahles. 5, Äufl. II. Ilerbers (Im DrucL) Härten und Vergüten-Leichtmetalle 8 Die Praxis der Warmbehandlung des Stahles, 6. Aufl. !s1 P. Klostermann. -Elektrowärme in der Eisen- und Metallindustrie. 2. Aufl. yon O. lVundram......... 69

Krekeler

30 24 75 50 45 53

VonH.W'.Grönegreß

.,...,.,

89

II.

Spangobcnale tr'ormung
3.

Di" Z.rsp"rbarkeit der Werkstoffe.

Hartmetall'e in der lYcrkstatt. Von F. W. Leier. Ges'indeschneiden. 5. Aufl. Von O. M. Müller.

Aufl, Von K. Kreheler.

61

62

.Innenräumen.3.Aufl.

lYechselräderberechnung für Drehbänke. 6. Aufl. Yon E, Bohren. 4. Aufl. Vou J. Dinnebier. Senken und Reiben. 4. Aufl. Vsn J. Dinnebier.

Mayer. i......

I

VonA.Schatz.

4 15 16

26

L

l*

'ta'\

r'ün nnInIEBSaNGESTELLTE, K 0NSTRUKTEURE uND
::HEFTSS:-

FACEARBEITER. HERAUSGEBER, DR..ING. H. EAAKE, HA}IBURG

Metallspritzeln
Von

Karl Krekeler
Dr.-Ing. habil. a. pl. Prof. a. d. T, E. Aachen

und Karl

Steinemer
Dipl..Ing.

Mit

53 Abbildungen

S

pri nger-V erlag
7952

B

erlin/Göttingen /H ei de lb erg

(

Inhaltsverzoichnis. f. Einführung
1. Begriflstrestimmmg keiten S.5.
S.

Seitel

3 B.

-

2. Geschichtlicher Räckblick S.3.

-

3. Etrtwicklungsmöglich-

II. Die Theorie des Metallspritzens LlI, Die Metallspritzanlage . . .
Der 1. Der Spritzraum S.7. §.8. 3. Daß Eeizgas S.8. 4. Der §auer- 2.S.8. Sand.strahlraum stoff 9.8. 6. Die Druckminalerventile S.9. 5. Die Preßluft 7. Die Sandstrahlanlage S.9. 8. Der Exhaustor S.9. 9. Die Drahtabspulvorrichtung beim Verspritzen yon Draht S.10. - 10. Die Drehvorrichtung - für die zu spritzenden Teile S.10. 11. Der zu verspritzende yeßpritzende Pulyer §.10. Draht und alas zu

fY. Die Metallspritzpistole n A. Die Schmelzmetallspritzpistole B. Die Pulverspritzpistole
C. Die Drahtpistole
1. Das Schori-Yerfahren S.12.

I1

l1

-

2. Das Colmonoy-Yerfahren §.1i1.
14.

ll
14

D.

1. Die gasbehelztetr Pistolen und ihre gebräuchliahsten Ausführungen S. beh€izten Pistolen S. 21. 1. winkeldüsen s.23.

-

2. Die elektriseh

Zrsatzeitrichtungen

Y. Das Yerfahren des Metallspritzens A. Die Vorbereitungen der zu bespritzenden Unterlage
1. Sanalstrahlen

-

z.'oii*"rrä.üog*""e

d.

zi.

23

24
24

mit Quarzsaaal S.25. 2, Strahlen mit §tahlBand S.25, 3, Beizen S.25. MaschinelleAufrauhungsyerfahren- S.25 5.Äufrauhen mittels Ni-Elektrode utrd dem - einer -4. elektrischen lichtbogen S.26. 6. Äufspritzetr Eaft. urd Ctrundschicht §.26.

B.
C.

Das Aufbringen der Schichten
1. Eandbetrieb §.27.

-

27

trieb S.28. S- 28-

pistolen S.29.

2, Spritzbedingungetr bei Eandbetrieb 5,2?. Spritzbed B. Automatischer Be- Leistungen pritzen S4- Der-Wirkunsssrad Wirkungsgrad beim MetallsDritzen 28^ 5Leistunsen iler §pritzSnritz. 4, S.28. 5,
6. Schutzmaßrahmen S.29.

Das Messen der Schichtdicke D. Die Nachbehandlung der Schicht
1. Mechaolsche Yerfahren S.30.

-

-

30 30 32

VT. Dio Eigenschaften der Spritzschichten . . 1. Das Gefäge tler §chicht §. 33. 2. Die Dichte S. 35. 3. Die Dichtigkeit uncl Porosität $. 36, (Biegewinkel) 4, Die .Eärte S. 37. Die Vexschleißfestigkeit S. 38, 5. Die Ealtfestigkeit S. 37. - 6. 7. Die Schrumpfurg S.39.

-

2. Thermische Verfahren §,31.

VII. Die Anwend.ungsgebiete des Metallspritzens. A. Die .A.nwendung im Ma,schinenbau

39

B.
C.

1. Atrweudung zur Ausbesserutrg verschlissener oder fehlerhafter spritzen zum Yeßohleißschutz $, 41.

Teile

S. 39.

-

2. Metall-

39

Aawendung zum Zwecke des Korrosionsschutzes. Spritzen

1. Zink S. 42, 2. Äluminiüm S.43. 3. Kaalmlüm S.43. 4. Nickelund säurebeständige - MessingS.44.- 6. - KupferS.44. §tähle S.43.-5. BronzeS.44. ZinaS.44. -7. - 8. 9. Blei S.44. Weißmeüall S.44.

mit:

42

Metallisierung nichtmetallischer Stoffe D. Das X'lammspritzen von Kunststoff en

-

I,

Nach dem Schori-System S.45,

E. §onstige Spritzverfahren
1. Einfluß

-

2. Nash Griesheim S.46.

44 44 46 46

VIII. Die Wirtschaf tlichkeit des Metallspritzverf ahrens
IX. Nachtrag
S.46.

Werkstückgröße S. 46. zwischen Spritz- untl Anstricharbeiten - 2.S.Yergleich 3. Die Kosten der Spritzaultragungen 47.

tler

48

Alle Rechte,

insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten, Printed in. Germany.

f. Einführung.
umls

r.

d"iese drei Terlahren k:urz zt kennzeichnen und nach den jetzt festgelegten Bezeiäf,nungen zu

a) für das Spritz§ießen (Druckguß), b) {ür q* Spritzpressen (Fließpressen oder Kaltspritzen), c) fär das hier zu behandelnde Metallspritzverfahren. um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, ist es notwendig,

wort ,,lvletalrspritzen" wird. in der Tecbnik oftftir drei verschiedene Arbeitsverfahren gebraucht, und zwar:
Begriffsbestimmung. Das

benennen.

a) Spritzgießen. Ilierbei wird b) spritzpressen. Durch

Düse in e-ine x'orm gepreßt. Es entsteht so der bekannte Spritzguß, heute allgemein e,ls Druckgu B1 bezeicbnet

derflüssige Werkstoff unter Druck durch eine

oder Kaltsyi,tzem genannt,, c) Met all spr it z en. Hierbei wird der zu verarbeitende Werkstoff auf eine der später beschriebenen Arten geschmolzen, durch Druckluft odey Z:uisatz eines inerten Gases zerstäubt und auf einen anderen Gegenstand aufgespritzt. trls können hierbei Stahl, NE-Metalle und nichtmetallische Werkstoffe äuf-metallische oder nichtmetallische Unterlagen verspritzt werden. In den beiden ersten X'ällen spricht man mi allgemein von Metallspritzen, imletzten Fall I präzisiert von Kunststoffspritzen, Emaille-Srrritzen u. a. m] 2. Geschichtlicher Rückblick. IJrsnrür
.-D rrrvu@uüprruzvurra

unter hohem Druck zum Sließen gebracht', um die vorhandene tr'orm auszu{üllen. Äuwendungsgebiet ist die Irerstellung von Tuben, Töpfen usw., jetzt xl,iespressen

schlagartiges Pressen

wird der kalte werkstoff

Hdtallpulver verwendet und erstmalig im Jahre 1882 durch DB,P 24460 geschützt (Abb.f ;a. Man ließ hochgespannte Gase oder Dämpfe aus einem Rohr austreten und goß in diesen Gasstromflüssiges Hetall (nur NE.Metalle), welches hierbei zerstäubt wurde. 10 Jahre später wurde als DRp 869g8 (Abb.2), eine Vorrichtung patentiert, bei der leichtschmelzbare Metalte

g

yon

Abb. 1. Zerstäubung geschmolzener Metalla mittels hochgespannter case, DIip24460 (1882).

und mit hochgesparntem Dampt duröh fnlektorwirkung zerstäubt wurden^ Von anderer Art waren die mechanischen Zerstäubervorrichtungen wie z. B. die durch DB,P I 16 798 vom Jahr6 l89g geschützte Apparatur (Abb.S;2. Hierbei wird auf eine rotierende Scheibe lung voo flüssigeslretall gegossen. Durch die Ftiehkratt wira noo#;*Xi,','#liy§"t'rffi.ää'?lääti. dieses in X'orm feinster Metalltröpfchen nach atrßen über den Rand der scheibe in ein wassergefäß geschleudert. wenn auch bei diesen Yorrichtungen schon angedeutet wuide, däß man durch aufschleudern der Metallteilchen auf eine feste wand poröse Schichten erzeugen könne, so wurde dieser Anwendung damals noch keine Bedeutung beigemeJsen. Vor ailem .. YDlßtchtlinien 2501, März 1950.
2 Scsoop u. Denscsts: Eandbuch der Motallspritztechuik. Ztaichz Rascher lg35.

in einem Kessel geschmolzen

l*

E

Einführung. auch deshalb, weil die mit, diesen Apparaten unabsichtlich erzeugten Metallschichten sehr unYollkommen waren. Erst die deutschen Ingenieure FnlNz llnnxnNners und Frr,rx Mrvnn, beide

aus Aachen und der schieizer Ing. M. IJ' SCnoor, in Beuel geboren, versuchten von den schon bestehenden Vorrichtungen, MetaII zu zerst'äuben und ""uUne"gig aufzuschleud.ern mit dem Ziel, eine dichte, zusammenhängende ,rf "in""frund zil eüp11gen Die ersten versuche wurden mit ähnlichen Yorrichtungen schicht r.vie die oben er-wähnten gemacht (Abb.4)1. Durch weitere Yerbesserungen er-

Abb. 3. Vonichtung zür Eerstellutrg von Metallpulver aus flüssigem Metall, DRP 116 798 (1899).

Abb.4, Eßte stationäre Metallspritzanlage

(1910).

-l

zielte Scuoop auch schon brauchbare Ergebnisse. Ein großer Nachteil dieser mit flüssigem Metall arbeitenden Apparatur bestand, d,ari-n,- daß der- zu übetziehende Gegeästand an dem stationären Apparat vorbeigeführt werden mußte. Man gin! uun dazu über, fein gepulvertes Metall als Ausgangsmaterial zu benutzen, um äo äi" Apparatur beweglicher zu machen. Versuche, kaltes Metallpulver_aufzuschleuder;, scheiterten, da die Aufprallwucht allein nicht genügt, um die.lVletallzu macheo, daß sie einen dichten, fäst häftenden Überzug i"if"fru" so plastisch -dies zu erreichen, muß das Metallpulver entweder vorher ethibzb bilden. Um oder d"urch heißo Gase aufgeschleudert werd.en. Die Ausführung§formen der nun

entwickeuenappararurenunterschiedenr#ff

b

Sofern heute Metallpulverspritzapparate in sind, arbeiten sie durchweg nach dem Betrieb _=* letrten System. Ein Teil der Preßluft wirbelt dasMetallpulver auf , während der andere Teil es injektorartig ansaugt und nach Erhitzung mittels einer Flamme fortschleudert. Dieses Yerfahren bezeichnet man als Pulaerspri,tzaeffAhfen'

:"1"##ii,""T"r§:lf ,^f l;;il

arten des Metallpülverspritzverfährens. ä Sandstrahlprinzip' b zvklonprinzip'

Abb. 5. SchematischeDarstellung derAusführungs-

^u,, auch in prahtform zu Draht verarbeiten ließen, der Apparatur

Die EntwiCklung ging nUn dahin Weiter, aas o".*u"htef a"iefuerkstoffe, die sich
zuzuführen.

Der Draht wurde durch eine FlammJleführt, geschmokLn und durch die konzentrisch zugeführte Druckluft zerstäubt und weggeschleudert. Es zeigte 1ich, d_aß mit diesem Verfahren sehr günstige Ergebnisse, sowohl in bezug auf die Güte der Schiohten als auch auf die praktische Handhabung und Wirtschaftlichkeit eruielt wurden. Dieses Drahtspri,tzaerfahren wurde dann eine längere Zeit hindurch fast ausschließlich angewendet. Erst in neuerer Zeit wurde das Pulaersyi,tzaerfahreit weiterentwickelt, da mit diesem Verfahren auch solche Werkstoffe verspritzt, werden können, deren Herstellung in Drahtform nicht möglich ist.
1 Sonoop u. Depscsr,r: Handbuch der Metallspritztechnik s. S.
3.

!

,. r §dsl-

Die Theorie des

Metallspritzens.

5

Seqn es die Wirtschaftlichkeit zuläßt,kann man statt Druckluft zur Verminder Oxydation auch ein inertes (untätig, träge, neutral) Gas benutzen lsnr:;zen mit Schutzgas). Eine Schutzwirkung ist aber auch schon durch ent*[r-relende Einstellung der Heizf]amme möglich (vgl. Abschn.Vl, I S.33). fr. Entn'icklungsmöglichkeiten. Trotzdem das Metallspritzverfahren nun schon mmr 4rl Jahre angewandt wird und ständig yerbessert wurde, ist die Entwicklung ur:,:i .ange nicht abgeschlossen. Im Gegenteil beginnen sich gerade jetzt durch das ,,*r=*hrte Interesse, welches das Yerfahren in der Industrie findet, neue Anwennm:esmögliehkeiten abzuzeichnen. Erst in den letzlen 20 Jahren werden auch '$fi;irts verspritzt. Die deutsche Drahtindustrie liefert alle Stahldrähte bis zu einer :i-i;re von 450 HB. Fines dieser Alwondungsgebiete ist die erweiterte Einführung des Verfahrens r: d,er chemischen Indusürie. Diese stand dem Metallspritzen bisher noch abw'r;':end gegenüber, da für die hohen Ansprüche bezüglich des Korrosionsschutzes -'= Dichtigkeit dünner Überzugsschjchten ungenügend war. Dies traf vor allem i:.;: die Yeibleiung und Verzinnt ng zu. Hier würden sich durch Verbesserüng der Silichtdichten lohnende Arwendungsgebiete ergeben. Auch die stärkere Anweni:rq im Masch,i,nenbatz, die Metallisierung von Kunststoffen sowie das Verspritzen rcn Kunststoffen selbst nach dem Pulverspritzverfahren, sind Arbeitsverfahren, rn deren Entwicklung und Yerbesserung ständig gearbeitet wird. Es ist zu wün*"hen, daß die großen Vorteile des Verfahrens, yor allem in bezug auf Einfachreit uld Wirtschaftlichkeit, von weiten Kreisen der Industrie erkannt werden, ,:amit. das Metallspritzen in der Fertigung und der Reparatur die Stelle einnimmt, d:e ihm seiner Bedeutung nach zukommt.
,dmm:E

II. Dio fheorio iles Motallspritzens.
Zuerst nahm man an, daß die Metallteilchen in erstarrtem Zustand auf die fnterlage auftreffenl. Die ihnen erteilte kinetische Energie sollte sich dabei in Närme umsetzen, wodurch die Teilchen für einen Augenblick plastisch würden, um zu einer zusammenhängenden Schicht zu verschweißen. Die Unrichtigkeit
dieser Theorie läßt sich durch Berechnung der hierzu notwendigen Geschwindigkeit

]Ian hat das Verfahren des Metallspritzens schon lange gekannt und angeweudet, ehe man sich über die wirklichen Vorgänge hierbei klar geworden ist.

leicht nachweisen

2.

Die Energie, die zum Schmelzen der Metallteilchen notv-endig ist, ergibt sich zu
D.t:2

z.siet.+zt

:

P

lc(t'-

/')

*sl'

Hierbei bedeuten: ,pt das Gewicht der Metallteilchen in g, o die Geschwindigkeit der Metallteilchen in m/sec,

427 die lJmrechnungszahl für Wärme und Arbeit: I cal : 427 g .

9,81 die Erdbeschleunigung

in

mfsecz,

o t.

die spez. Wärme des Metalls in cal je g und 'C, die Schmelztemperatur des Metalls in oC, ü, die Temperatur der auftreffenden Metallteilchen s die Schmelzwärme des Metalls in cal je g.

Lkcal:427 kg.*,

m

bzw.

in "C,

1 Güururn-Scuoop: Scsoopsche Metallspritzverfahren. Stuttgart : tr'ranckhsche Vorlagshantllung. 2 Scsoop u. Dlrsculn: X[andbuch d.er Metallspritztechnik s. S. 3.

{;:.
J

I

l
l
1

6

Die Theorie

d.es Metallspritzens,

\

l-

I

Ilieraus ergibt sich unter der Annahme, daß d.ie Temperatur der auftreffenden Teilchen t2-_70oC beträgt, für die Geschwindigkeit

a:9L,51c(t-70) +s
Blei
33 7 m/s ec,

.

Diese X'ormel ergibt die nacirfolgenden Geschwindigkeiten:

Zink

763

m/sec, Kupfer 104 6 m/sec, Zinn 446 ml sec, Aluminium

1274m/sec.

pemgegenüber liegen die versuchsmäßig festgestellten tatsächlichen Geschwin-

.

digkeiten weitaus niedriger, z.B. für Zirk.bei etwa l40m/sec12.
Die zwei,te aulgestellte Theorie besagt eben{alls, daß die Teilchen kalt auftreffen, jedoch wird das Zustandekommen einer zusam.menhängenden Schicht auf eine überelastische Beanspruchung beim Aufprall, also eine Kaltverformung zurück-

geführt. Diese Theorie findet man in den meisten Veröffentlichungen der Jahre 1920-30. Auch sie läßt sich einwandfrei widerlegen durch die Tatsache, daß ge-

spritzte Eisenteilchen noch nach 2m X'lugweg leuchten und die Unterlage sich beim Bespritzen erwärmt; Durch optische Messungen wurde außerdem festgestellt, daß die Eisenteilchenwährend des Spritzens in der Spritzentfernung, also 100.. .200mm hinter der Düse noch eine Temperatur von etwa 1000"C besitzens.
Eine d,ri,tteTheorie besagte, daß die Temperatur der aufprallenden Teilchen über

dem Schmelzpunkt liegen müsse2. Diesem stehen erstens die oben angeführten Messungen entgegen und zweitens die Überlegung, daß das Metall sofort nach seinem Schmelzen durch die vorbeiströmende Preßluft abgerissen und schnell aus der Flammenzone geführt wird. Auf ihrem Wrege erkalten dieMetallteilehen außerdem noch. Eine Erhitzung über den Schmelzpunkt ist daher nicht möglich.
Die neuerdi,ngs aufgestellte Theorie behauptet wohl mit Recht, daß die Teilchen daher plastischem Zustand auf die Unterlage aufprallens. Dieses wird unter anderem dadurch bewiesen, daß die Metallteilchen in angespritz" tes Glas einbrennen, jedoch nur dann, \renn der Schmelzpunkt des verspritzten Metalls über dem Erweichungsgrad des Glases liegt. Bei metallischen Unterlagen tritt trolz des Auftreffens imhocherhitzten Zustand keinYerschweißen der Teilchen und keine Legierungsbildung auf, weil das vorüberstreichende Druckgas die Teilchen nach dem Auftreffen schnell abkühlt und diese Teilchen ihre hohe Temperatur dahernur zu einem gerirrgen Teil, bedingt durch die kleine Korngröße, an die Unterlage abgeben können. Dies ist begründet in der hohen Wärmeübergangszahl von schnell strömender Luft auf eine senkrecht dazu stehende Wand. Man bezeichnet dies als Pralleffekt. Es ist versuchsmäßig festgestellt worden, daß sich die Teilchen beim Aufspritzen auf eine wärmeisolierende Unterlage fast genau so schnell abkühlerr wie auf einer wärmeleitenden Unterlage. Ein weiterer Beweis ist darin zu sehen, daß man brennbare Stoffe ohne weiteres bespritzen kann, allerdings nur mit niedrigschmelzenden Metallen. Bei Eisen dagegen wählt man einen größeren Spritzabstand, um ein Verbrennen oder ein Ansengen der Unterlage zu verhindern. Bei Kupfer und Silber wählt man ein feines Korn, da dieses eine kleinere Wärmemenge aufnimmt. Auf dem Wege von der Pistole zur lJnterlage kühlt das Druckgas die Metallteilchen nur wenig ab, weil sich Druckgas und Metallteilchen ohne Relativbewegung mit nahezu gleicher Geschwindigkeit fortbewegen. Außerdem ist die Tlugdauer der Teilchen wegen des geringen Spritzabstandes (Abstand zwischen Düse der

in hocherhitztem und

Karlsruhe 1933.

Anror,o: Metallspritzverfahren. Angew. Chem. 99 (1917) S.209. 2 Sornur, G.: Üb6r die llaftfähigkeit"und Dichte dei nach dem Scuoorsclen Metallspritzverfahren hergestellten Schutzschichten. 1933. Serlin: Verlag Kück & Kubke. 3 TuonuewN, II. U.: Untersuchungen über das Metallspritzverfahren. Diss. T. I[,

1

Y
I

F

Die !-=-iole und Werkstück) sehr

Metallspritzanlage.

7

Es rrt- rde vielfach behauptet, daß die Teilchen durch den Einfluß der Luftreieine Stromlinienform annehmen2. Dies könnte jedoch nur der I'all sein, wenn ". lletallteilchen sich in flüssiger Form durch ruhende Luft fortbewegen würden . 1"r zumindest ihre Geschwindigkeit größer wäre als die der umgebenden Luft. trr: diese Bedingungen jedoch keineswegs erfüIlt sind, liegt die Annahme nahe, daß ::e Teilchen sich ohne Formänderung im Spritzstrahl bewegen, so wie sie vom Draht ,t rerissen werden bzw. beim Pulververfahren aus der Pistole austreten. Sie können : nach <ler Art des verspritzten Metalls nregelmäßige (2.8. Zink) oder auch :lrnde Form haben (2.8. Kupfer). Durch :

::i'.d ron 200mm nur 0,0014sec1. Hinzu kommt, i:: Düse ebenfalls eine höhere Temperatur hat.
:-s

kurz. Bei Zinkbeträgt

sie z.B. bei einem Spritzabdaß diePreßluft in derl{ähe

eilgehende Versuche wurde diese Anrahme bestätigt 3 (kugelige oder spratzige

Durch die Wucht des Aufprallens sich die plastischen Teilchen platt und dringen in alle Unebenheiten cier Unterlage, mit der sie sich verklammern, ein. Die nächsten Teilchen verklammern sich wieder mit den vorhergehenden und hämmern sie noch fester Abb.6. oxydeinschlüsseu.Porenzwischenden§pritzäufeinander. Da kein verschweißen mft "'T'&;ä1:1.*ff'o'J::Ii'dilir",1'"',ljÄJ";:of"*.?"" der I)nterlage auftritt, ist die Haftung nur mechanisch. Auch untereinander haften die Spritzteilchen nur infolge der
-.chlagen

Form).

Yerklammerung. Zwischen den Teilchen befinden sich mehr oder weniger zahlreiche Oxydeinschlüsse und Poren (Abb.6). Diese Oxyde entstehen beiderinnigenl]mspülung des hocherhitzten Metalls mit Luft. Bei neutraler oder reduzierender Ilammeneinstellung ist die Oxydation nur gering, z,lrmal dieZeit vom Abschmelzen der Teilchen bis zu ihrem Aufprallen nur etwa 1/.ooobis 2/rrrosec beträgt. Wenn allerdings mit Sauerstoffüberschuß gearbeitet wird, so nimmt die Oxydation schnell zu und kann so stark werden, daß die aufgespritzte Schicht unbrauchbar wird. Leichtmetall wird mit Gasüberschuß, Kupfer und seine Legierungen werden mit Sauerstoffüberschuß verspritzt. Die Oxydeinschlüsse können fein verteilt oder in Form von Nestorn auJtreten. Welchen EinJluß die Oxydeinlagerungen auf die Eigenschaften der Schicht haben, wird in dem Abschnitt über die Eigenschaften der Spritzschicht behandelt (vgl. Abschn. YI S. 32-39).

1. Der Spritzraum. Für das Metallspritzen ist wegen des Metallstaubes und der Metalldämpfe ein besonderer Raum notwendig, der mit einer guten Entlüftung versehen sein muß. Die Größe des Raumes richtet, sich nach den Abmessungen der zu bespritzenden Teile. Tolgende Einrichtungen müssen vorhanden sein (Abb.7): eine Spritzkabine mit Absaugeventilator für kleinere Teile, Azetylen-, Sauerstoff- und Preßluft-Anschlüsse sowie eine Drehvorrichtung zum Drehen
1 AnNoro: Metallspritzverfahren. Angew. Chem. 99 (1917) S'209.
2

III.

Die Metallspritzanlage.

s.42. s TuonulNr,

F,urlrrxepn: Wesentliche Merkmale gespritzter Metallüberzüge. Z. Metallkunde

1933,

II.U.:

Untersuchungen über das Metallspritzverfahren s. S.6.

Die Metallsprit zatlage, derzu bespritzendenTeile. WennDraht Yerspritzt, wird, ist eine Haspel vorzu§ehen, um einen glatten Ablauf des Drahtes zu ermöglichen. Z. Der Sanilstrahlraüm. Ztr Vorbereitung von Oberflächen zumMetallspritzen wird meistens das Sandstrahlenbenutzt. Ilierfür ist wegen derumherfliegenden Sandkörner und des Staubes ein besonderer Raum nötig. Zweckmäßig werden die Wände des B,aumes mit Blech- oder Gummiplatten ausgekleidet. Der Boden besteht aus einem Gitterrost, durch den der verbraucht,e Sand fällt. Er karin dann hier aufgefangen und wieder verwendet werden. Zur Entlü{tung des Raumes ist ein kräft"iger üxhaustor mit einer Antriebsleistung Yon etwa 3PS vorzusehen. 3. DasEoizgas. Die älteren Metallspritzanlagen arbeiteten meistens mit Wasserstoff/Sauerstoff- oder Leuchtgas/Sauerstoff-Flamme. Doch mit der Zeit hat sich wie äuch in der Schweißtechnik die Azetylen/Sauerstoff-X'lamme durchgesetzt. DasL Azetylen ist als X'laschengas

überall erhältlich; sofern man nicht die Herstellung im eigenen Betrieb mittels
Entwickler aus Karbid vorzieht,. Die Azetylenentwick-

lerl werden für die Schweißtechnik in den verschiedensten Fomo.en gebaut, und es erübrigt sich, sie hier zu beAbb. 7. §shematische Daßtellung einer trIetallspritzaLlage.

schreiben. Tür die Metall-

spritztech 4ri k korrmen wegen der benötigten hohen Gasdrücke bis l,5atü nur Hochdluckentwickler in Frage, die den notwendigen und eingesteliten Druck unbedingt konstant halten. Ist dies nicht der Fall, so ist der Erfolg des Metallspritzens sehr in Frage gestellt. Wennnicht ständig gespritzt wird, ist die Verwendung von Flaschengas (Drssous-Gas) vorteil-

haft und bäquem. Der hoho Flaschendruck wird durch ein Druckminderventil auf den Betiiebsdruck von höchstens 1,5 atü reduziert. wegen der Explosionsgefahr des Azetylens bei höheren Drücken darf der Druckän der Pistäle keinäsfalls 1,5 atü überschreiten. In einzelnen Fällen wird auch die Propan-Sa,uerstoff-Flamme verwendet. Die Belieferung mit Propangas ist überall gesichert. 4. Der Sauerstoff wird durchweg in Stahlflaschen von dem Ilerstellerwerk bezogen. X'ür Großverbraucher hat es sich bewährt, den Sauerstoff aus Gründen der Frachtersparnis in flüssiger Form in Tanls, anzuliefern. Er wird dann rnit besonderen Vergasern in gasförmigen Zustand überführt und durch Rohrleitungen oder in vorschriftsmäßigen Stahlflaschen an die Verbrauchsstelle gebracht. Der Sauerstoff muß den gläichen Reinheitsgrad wie beim Schweißen haben. Wie beim Azetylen muß auch hier mittels eines Druckminderventils der Tlaschendruok auf die notwendige Höhe gemindert werden. 6. Dio Preßluft wird sowohl zum Botrieb d.er Spritzanlage als auch der Sandstrahlanlage benötigt. Die genaue Yerbrauchsmenge richtet sich nach der Art der verwendeten Anlagen, u.a. danach, ob der Draht in der Pistole mittels einer Preßluftturbine oder eines elektrischen Motors.vorgeschoben wird. Um jedoch für alle Fälle gerüsfet, zu sein, ist es zweckmäßig, eine Prgßluftmenge von 4Om3lh (aut den Ansaugezustand gerechnet) je Spritzpistole und mindestens 100ms/h je
Sandstrahlgebläse vorzusehen. Der Betriebsdruck soll 6atü sein. Aus diesen Zahlen

--T

St"h" Werkstattbuch Heft

13.

Die Metallspritqanlage.

ist zu ersehen, daß die Verwendung Yon PreßIuft in Flaschen nicht in Betracht Lo*mt, da eine X,lasche bei 150 atü Druck nur 6mB Preßluft enthält. Die benötigte keßluft muß also durch einen Komptressor erzeugt werden, wobei es gleichgültig

i;t, ob ein Kolben-

oder Turbokompressor verwendet wird' durch ein Reduziervenl,il auf den Arbeitsdruck reduziert. wird. Det Druck Es ist, unbedingt notwendig,- daß .der Preßluftdruck' konstant _ge!1!,en wild und die Luft freivon Öl und iI-u.*", ist. Daher müssen in Cie PreßIuftleitung ein 5001 Inhalt zum Ausgleich der Druckschwankungen Wi:rdkessel von mindestens 'Wasserabscheider zum Reinigen der Luft eingeschaltet werden. ,od öI- und "io 6. Die Druckminlorventile sind ftir den Erfolg und für ein einwandfreies Arbeiten der spritzpistole von besonderer Bedeutung. Zur -Erzielung einer -gften Spritzschicht miJsen die vorgeschriebenen prti$e gleichbleibend eingehalten #"rder, da jede Druckschwaoüoog sich auf die Flammenzusammensetzung und damit auf die Eigenschaften der gespritzten Schicht auswirkt, insbesondere dlnn, wenn es sichumein Gleichdruck-

gerät und nicht um ein Injektorgerät handelt. Weiterhin sind genau arbei-

tende Manometer erforderlich, die den tatsächlichen Druck anzeigen. Dies ist sor allem zur Vermeidung von Blammenrückschlägen beim Anzünden der Pistole notwendig. Die älteren Pistolen arbeiten nach dem Gleichdruck- und die

neueren nach dem Injektorsystem. Hierbei sind ungleiche Arbeitsdrucke, höhere

Sauerstoffdrucke als Gasdruck einzu-

Schlecht arbeitende Yentile oder ungenau anzeigende Manometer sind Abb. 8. Spritzkabitre für lletallspritzarbeiten. in den meisten Fällen die l]rsache für ein versagen der Pistole und für sonstige Mißerfolge. lvlal muß. ilaher auf die Qualität der Vintite größten Wert Iegen und e. ist falsch, beim Anschaffungspreis zu sparen. Die Heritellerfirmen von Spritzpistolen liefern sehr oft die notwendigen fentile selbst mit oder geben eine zuverlässige Lieferfirma an' Da sichdas Sandstrahlverfahren zur notwendigen Auf?. Die Sanlstrahlanh!0. "sehr gut eignet, ist eine entsprechende Anlage für. den rauhong der Oberfläche Spritzbätrieb vorzusehen. ftrJ Große und Art (Freistrahlgebläse oder RotationstÄmmeln) hängt von den abzustrahlenden Teilen ab. Bei größeren Teilen ist das

steIIen.

FreistrahlgebläJeund beikleinenMassenartikeln die Rotationstrommelvorzuziehen. Die Sairdstrahlgebläse (tr'reistrahlgebläse) arbeiten durchweg nach dem Drucksystem, d.h. ein läit aer Preßluft wiid in den Sandbehälter geleitet, um auf den §rrrd ,u drücken. Der Hauptteil strömt jedoch an der Sandaustrittsöffnung vorüber, wo sie don Sand duräh Injektorwirkung ansaugt und mitreißt (Abb. 5 (a)). Die Düsen sollen mindestens 500-..700Blasstunden ohne nennenswerte Aulweitung durchhalten, damit der luft- und sandstrom gleichmäßiglleibt. Die zu v'erwenäende Sandart undKörnung wird in dem Abschnitt über die Yorbereitungsverfahren behandelt (S. 25). 8. Der Exhaustor ist in einem Metallspritzbetrieb zur Absaugung des sandund Metallstaubes unbedingt erforderlich. Noch günstiger ist es, zwei Exhaustoren anzubringen, einen stärkeien mit einer Antrie6sleistung von etwa 3PS für den

I
;

!
.

j

10

Die Metallspritzanlage.

Sandstrahlraum und einen schwächeren mit etwa 2 PS für den eigentlichen SpritzIaum. X'ür das Spritzen kleiner Teile ist eine dreiseitige geschlossene Spritzkabinel mit festem Exhaustoranschluß zweckmäßig (Abb. 8). Die vierte Seitä wird durch einen Vorhang abgeschlossen. Für das Aufspritzen von größeren Teilen wird die Anbringung ejner beweglichen und ausziehbaren saugleitung empfohlen, damit abgesaugteMetallstaub wird in Staubfiltern aufgefangen und kam weiter verwendet werden. Dies ist besonders bei Pulverspritzanlagen und teuren Metallen sehr wirtschaftlich. 9. Die Drahtabspulyorrichtung beim Yerspritzon von Draht. Um ein Ineinanderschlingen und Knicken des Spritzdrahtes und die damit verbundenen Stockungen in der Drahtzufuhr zu vermeiden, ist eine Abspulvorrichtung notwendig. Sie lesteht entweder aus einer Kegeltrommel mit senkrechter Achse, um die d'er Drahtring gelegt wird (Abb.9), oder aus einer Zylinderrolle mit waagerechter Achse und mit Seitenwänden, auf die der Draht nar.rh Abnehmen einer Seitenwand aufgeschoben wird (Abb.10). Die Trommel muß leicht laufen, damit der Draht ungehindert abrollen kann. Die Abspuleiruichtung kann von jedem Betrieb selbst angefertigt werden, anderni falls kann man sie aus der Drahtzieherei übernehmen. 10. Die Drehvorriohüung ist notwendig, um zylindrische Teile gleichmäßig aufspritzen zu können. Hierzu kann man z. B. eine alte Drehbank verwenden, die außer der guten G+

man unmittelbar an der spritzstelle absaugen kann (Abb.z). Derlmspritzraum

schwindigkeitsstufung auch noch

den großen Vorteil hat, daß

die --4\

$"',1',',:T:"i:r#*Tl,J""ffilY

Zweckmäßig ist es, wenn eine waagerechte ,äd uin"'senkrechte

fil Dreheinricbtung vorhanden sind lil (Abb.Il). Dabei kann die senk- I ll ieehteSpinaet inein-facherWeise lll von einer im waagerechten Futter IiI eingespannten Riemenscheibe aus /hK angetrieben werden. / ll \ 1I. Der zu verspritzenile Draht // ll \ [l \ unil das zu verspritzenilo Pulver. /
ßtelluns einer.Drarräuispui- alleMetal]e verspritzt vorrichtung mit senkrechter :_- n-^r_rr-_-_-- -_-i.r.r.
Äbb.

tffi Wffi I öll
Ii

||-J

ffi-lll ltl lil
W

9.

schemarische

Ächse.

Dar- In den Drahtspritzpistolen können 466.19. schematische Dar. Dralltaufspulvor werden, die :*ilY:s_jiuer '^. rrcntuDgml richtunsmitwaaserechterachse'
, . , inDrahtfor*ur'natturn;;ä.'ü;

gebräuchlichsten Drahtdurchmesser liegen zwischen

Der meistens verwendete Drahtdurchmesser beträgt 2 mm. Zar B,rzielung eines gleichmäßigen und stetigen Drahtvorschubes müssen die verwendeten Drähte genau kalibriert und frei von Rost und n'ett sein. Es ist Grundbedingung, daß der Spritzdraht von vornherein den Ansprüchen bezüglich llärte, Yerschleißfestigkeit oder Korrosionsbeständigkeit genügt, die später an die Spritzschicht gestellt werden. Gute Spriüzdrähte2 werden rron allennamhaftenDrahtwerken und
3

-m.

I

und

den Spritzpistolenherstellern geliefert. - 1 Siehe.auch F.nrrz, I. C.: Eine kombinierte Schweiß.Strahl- u. Spritzkabine. Maschine u.
Werkzeug (I9 5l) TI. 22 123.

2 Siehe'auch Fnrri, I. C.: Über Spritzdrähte. Drahtwelt (195f) E. 11.

Die PulversPritzPistole'

t1

Für das Pulaerspri,tzuarfahten Y-erwendet *u",1111-1"t**r*^::,*:illl*1T; ist, um so feinkörniger wird x,is*"'ä:r:;;:"f;i;,1'#ä; LEtrstsEoflpurvur' u're,ßvrru.vr a3,- q"is,"sspurver ' auch metallische oder konnen können rioi* Pulieriäim ,ri^ Oierfläche Ah^r-slänhc ,l; s;ht""?t. In Pulve der Schicht' ---r. d; ;.ü , ,-rr:-^L^ rr7^-r-^+^++^ -aranr*zr nichtmetallische Werkstoffe verspritzt werden, die nicht in Drahtform elha!!Tabelle 1. SPez' Gewichte und ,das Metall' d"r-für lich sinä. Diö hauptsächlich für das MetallS"t--Jrpu"kfo
gebräuchIichsten I*iitr""üuu,"" ' M"tulle in Drahtform'
Serhstoff
C

SchmelzPunkt

Stahl Eupfer
Bronze }[essing

etwa, 8,0 8,93

1350...1450
1083 900. . . 1000 900... 1000 658
qon

etwa 8,7 etwa 8,5
2,1 7,13 11,34 7,28

§nminium Zink.

420.
232

Blei. flinn. ,

Abb. 11. Schematische Darstellung einer Drehv-orrich' fü"" i,iit *ä-rlt*cLter und sentrechter Ächse' m Motor.;

,

; Riemenscheibe; o vorgelege-; .t Äut' ';"s""";;ir;i;;:' ipanntischi s SLützrolletr für laüge \YerkstucKe'

in Tabelle 1 mit ihren spczifischen soritzverlahren verwendeten Draht-Metalle sind Siehe auch Nachtrug.S: ag: . zusammengefaßt. b#üäffi;ä ö;h*;irpunkten genannten "werkstoffen werden noch viele unteri, a"rr't'un"ul"
gruppen von Legierungen verspritzt'

außer den

IY.

Die MotallsPritzPistolen'.

A. Die §chmelzmetallspritzpistole'

..03:i,HtriHäi1.1*äl#5ä""tLf;'r."*'i;f #'il":"f
Topf bef and sich geschmol zenesMetall, welches durch das an der Austritts-

,!it'.'rft

,ämf 'r"l:1"ää

ffi,
t'n

hr*ruoerdüre

n{r:! tii*;r*111 äl#"T'#
wicklungen undist,wegenihreru\b:.

nicht ll 5\d e ffi äehrinAr:wendung.
quemen rlandhabung heute

ffi 1fl V

ffi

l'l'tukry"t*T-#Y}!
t

l-ffiI I
|.jgi',tttrl

B. Die

"W Wffi'J57 pulvorspritzpistole. 'W
§/-

ll

zr,rruar"ftf|1,{fl1

\ mP#

,-,'l;l:"HfrH-',F,ffi';#:'-{f ist die Pulverspritzpistole zur
länd 'Z;{i

w-ffiff@
Metallpulver-spritzanlagevon

abb'12' noch nichtäent'enswert im mehr jedoch so um dafür Gebrauch, (Colmonoy) und anderen Ländern' Die Dntwicklung in England (Schori), il"'iü fi"".tstoffen haben nunmehr auch verspritz-e" pulverspritzpistolä zum von "* und Arbeitsgemeinschaft

;;"t

so,oo?'

d1e deutschen

Eirmen äri"."g"",-l'"ankfurt,

iriftelerstr'

II.

1 Siehe auch 83.

Fnrtz, I. C.: NeueSpritzpisüolenu.ihreAnwendung.Industrieanzeiger(1951)

12

Die Metallspritzpistolen.

bei großen Drahtstärken durch das Gewicht hegrenzi_ Eine gewisse Unsicherheit bei der Anwendung der Pulverpistole ist durch folgenden-umstand gegeben. Der Bedienungsmann hat nicht imlmer die Gewähr dafür, daß das durch die n'lamme gehende Metallpulver auch wirklich geschmolzen wird. Bei unrichtiger Einstellung der Pistole oder schlechter Bedienun-g ist es sehr leicht möglich, daß zwar das Pulver durch die Fr.amme geht, jedoch infol§e zu großer
l

von größeren X'lächen mit großen Düsen arbeiten und so eine größere M"og"'M"tuii in der Zeiteinheit verspritzen. Dies ist allerdings wegen der eintretenden kontraktion, die später behandelt wird, begrenzt. Beider Drähtpistole ist der Hand.betrietr

Biel-Elisental, NeuIIen (wttbg.) u.. Neuenrade (westf.) und RolandFienemann, Hamburg,_alfgegriffen, wodurch sich hier ein erweitertesAnwendu"g.g"bi"i *i geben wird. Boi dem Pulverspritzyerfahren wird der Düse das durch d"ie"preßluft lnqeslYgt_e und mitgeführte metaliische oder nichtmetallische Pulver zugeführt. Beim Verlassen der Düse wird es durch eine konzentrische Gas/Sauerstoff-Flamme geschmolzen und durch die Preßtuft auf die unterlage geschläudert. Der Vorteil der Pulverpistole liegt darin, daß man mit ein und derselben pistole sämtliche Metalle und sogar Kunststoffe verspritzen kann, ohne größere veränderungen an der Pistole vorzunehmen. Weiterhin kann man bei däm Aufspritzen

Ges-chwindigkeit oder

zr-r

evtl' sogar nur erwärmt wird. Dies verschlechtert, natürlich sehr die Gtite äär Schicht. Andererseits ist es auch möglich, daß das pulver zu starlc der Flamme ausgesetzt ist, und infolgedessen kräftig oxydiert. Dies wirkt sich ebenfalls sehr nachteilig für die Schichtgüte aus. Der erste Fehler tritt hauptsächlich bei hoch schmelzenden, der letzte bei niedrig schmelzenden Metallen ui,t. E. ist daher auf eine genaue Einhaltung der Spritzbed,ingungen zu achten.

schwacher X'lamme_ai,cht gesöhmolLez, sonderrinurTeigig,

|. n3,pt_utvgrspritzverfahren naeh ilem schori-systeml verwendet als Ausgangswerkstoff Metallpulver von sehr feiner Körrrung. - Es befindet sich in einä üehälter ähnlich einer Eieruhr.
Ein durch Preßluft
angetriebener Vibrator sorgt für einen sicheren Durchsatz des Pulvers innerhalb des Behälters.

Die Pistole (Abb.13) wird
mittels Sauerstoff und Azetylen

bzw. Propan oder Leuchtgas

ist mit dem Pulvorbehälter verbunden. Jedoch ist diese Verlin{rng^-dyrÄ eine Rohrung an der Pistole unterbrochen. rm Betrieu rrugtärrr", diePreßluft durch dieBohrungAußenluft an und erst dann, wenn die üohrung durch den Bedienungsmann mit dem Daumen geschlossen wird, saugt die preßI luft das Metallpuiver durch den Injektor an. Dis Pu1ver wird mittets"der Preßluft durch die ringförmige Flamme geführt und in dieser während des Durchganges bis zum Schmelzpunkt erhitzt. Anschließend schleudert die Preßluft die einäehien Teilchen in der gleichen Art wie bei den Drahtspritzpistolen auf die zubespritzende
Äbb. 13. Schori-Metallpulvcr- Spritzpistole.

beheizt. Die der Pistoie zugeführte Preßluft strömt teils zu Kühlungszwecken durch eine Ringdüse und zumanderen Teil durch einen Injektor. Dieser

I

Schori Metatlising Pro<ess I-td. Brent Cresrent, North Cirrular Road. London.N.W'. 10.

Die Pulverspritzpistole,
Tabelle 2. Angaben über Flammeneinstellung, Yerbrauch und Met,allpulver-Spritzpistole nach Schori.
Yerbrauch
A-ze-

13

Leistung der
Leistung

r an

Frerkstoff

tylendruck atü

Seuerstofi-

PreßluJt-

druck

druck atü

o,"- l*,,".-l n*otylenlstoffl lutt

atii
2,1

*rrl,u,nl-rn

cewicntl Bedeckte I spritzzei des ver-JFläche beil bei spritz- | 0,1mm I o,t *m ten I Schicht- | SchichtPulversl stärke stärke

kg/h

1 ca.

mr/h

Ica. min/m
50 50 50 46 46 46 7,5
6

§ §ic'kel
Eupfer
Bronze

Gufeisen Srabl

0,42

.

0,42
.

2,t
2,L 2,1

A1 §uminium

llessing

0,42 0,42 0,42 0,42 0,42 0,42 0,35 0,35

I 0,7... I
0,7...

0,7...r
1,0 1,0
1r0

2,t
2,r
2,1'
2,1

s,B 3.3 I 3,3 | 3'4 I 3.4 |

I
I |

t,z
r.2
1,2 1,3

und
r,4...1,7 1,4,..2,r 2,8...3,5 3,5...4,2
3,5...4,2

,,0 |

r,3
1,3

link Zinn.....
Blei

Al-Legierung

rJl,"-l

t.4

t-l-

za

z,s ro,0 e,5

8,0

I rr,0 I

ro,o
e,0 6,5

6,6
9,1

L-nterlage. I{ach demSchori-System können alleMetalle bis zu einemschmelzpunkt von 1600' yerspritzt werden (Tab. 2). Das Spritzen von KunststoJfen nach dem Schori-Verfahren wird in einem späteren Abschnitt behandelt. 2. Das Pulverspritzverfahren nach ilem Colmonoy-System2 wurde in Amerika entwickelt und stellt eine Yerbindung zwischen Metailspritzen und Schweißen dar. Au{ Werkstücke aus den verschiedensten Grundmetallen wird eine besondere Hartlegierung (Tab. 3) bis zu 2 mm Schichtstärke aufgespritzt. Diese Hartlegierung
Tabelle 3. Die

wichtigstelr Daten der gebräuchlichsten ColmonoyH
a

rt - Leg

ie

rungens.

Ungefähre, Zusammensetzung itr v. E. PulYer-

Nr.

EärteRockwell

C

Spez. Gew.

Schmelz-

punkt

Ni | .. I I I

|

|

n" I

I

rc+
§,.

Besrbeitung

höchstcus

6

5ß...62 45...50

7,8 8,02 8,22

1050 1093 1150

5 4

35...40

;* l{.''li I

"i
:"
1

':

nur durch
Schleifen

Elartmetall-

Ilartmetall.
Werkzeuge

Werkzeuge

diffundiert in den Haftgrund, besitzt eine große Härte (35...62 Rockwell C bzw. 335.. .620 kgfmmz Brinellhärte) und ist in hohem Maße korrosionsbeständig. Der Ausdehnungskoeffizient ist etwa dem des austenitischen Stahles gleich. Das Yerfahren besteht aus drei Arbeitsgängen: 1. Yorbehandlung: Säubern und mäßig aufrauhen. 2. Aufspritzen. Zur Vermeidung von Rißbildungen infolge Volumenkontraktion beim Aufschmelzen wird emp{ohlen, keine stärkeren Schichten als 2 mm zu spritzen. 3. Aufschmelzen und gleichzeitiges Diffundieren. Behandlungstemperatur
1000...1150"c. 1 Nur für Zink bekannt.
2 Entwickelt von der 'Walt-Colmonoy Corporation, Detroit USA, 3 RntNtxenn: Neuartige Spritzschweißverfahren. Metalloberfläche

4

(f 950)

E.

?.

L4

Die Metallspritzpistolen.

D- er schmelzpunkt des Grundwerkstoffes muß daher über r200"cliegen. wesentlich ist beim Aufschmelzen der Colmonoy-Legierungen, daß bei den Diffusionstemperaturen keine tropfbar flüssige 't Phase gebildet wird, sondern eineteigige,
I

I I I I

hochplastische. Dadurch

wird ein Ab-

I I
I I

tropfen vermieden. Nach diesen drei Behandlungen wird die Schicht durch Schleilen lertig bearbeitet.

I I
I I I

0. Die Drahtspritzpistole.
1. Die gasbeheizton Pistolen unil ihre apparatur kam man zur Drahtspritzpistole. Der trYerkstoff wird bei dieser Pistole in Drahtform zugeführt. Mittels
gebräuchliehsten Ausfütrrungen. ImZtge der Weiterentwicklung der Pulverspritz-

,

.J

Äbb. 14. Düsensystem einer gasbeheizten

Drahtspritzpistole.

einer eingebauten Preßluftturbine, eines angebautenElektromotorJoder aucheiner biegsamen welle werden gerändelte vorscLubrollen angetrieben, die den Draht erfassen und durch die Pistole führen. Beim Austritt aus der Drahtdüse gelangt der Draht in die konzentrisch brennende Autogenflamme und wird abgeschmolzen. Durch einen
um die n'l amme strömenden Preß-

luftmantel wird das abschmelzende Metall sofort efiaßt, zer-

Abb.15. fnnenansicht einer Drahtspritzpistole mitTurbiner_
antrieb
(

,.Luftdüse;JLuftrichter; J Cashülse mjt Lultkanälen: 4 Cas_ o.u,se mrt 4 ljohruDgeni d Drahtdüse; 6 Düsetrkopf: ZDr;ht_
lunrutrgsschalt; 8Casmischplatte; gTransportrolien: J0X,oil_
scheibe

EerkeDrath).

; iI preßluftturbine.

Abb, 16. Drahtspritzpistole

,,Ilisental".

die rlnterlage geschleudert (Abb. l4). Die Nachteile der pulver_ spritzpistole fallen hier fast vollstandig fort, äa der lferkstoff nrrr d.ann o.do;;;;gemiß _verspritzt werden kann, wenn är sicü im geschmor,",r"izortnrlde befindet. Läuft der Draht zu schnell, so wird das Metall-nicht oder nurz.T.geschmolzen und tritt wieder als Draht aus der Flamme aus. Neuere Pistolenarten arbeiten daher mit synchronischer Drahtvorschubeinstellung.

stäubt und

a,f

Die' Drahüspritzpisüolo.

t5

der Draht zu langsam durch die Pistole, so wird das Metall nur so schnell in die I'lamme gelangt und so{ort zerstäubt. Es verringert sich in beiden tr'ällen die Menge des verspritzten Metalls. Obwohl auch bei der Drahtpii"=role eine falsche Einstellung ungünstig auf die Güte der'schicht wirkt, ist diese tlefabr nicht zu groß, da das auftreffende Metall auf jeden X.ali den geschmolze,rerr Zustand durchlaufen hat, und eine falsche Einstellung sich sofort an der Körnigheit der Schicht zeigt. Die Pistole muß so eingestellt werden, daß der Draht gleichmäBig vorgeschoben und 2. . .3 mm vor der Düse abgeschmolzen wird. Ein Nachteil der Drahtpistole liegt darin, daß im Handbetrieb die Pistolenleistung durch
geschmolzen wie es

Iäult

die Drahtstärke begrenzt ist. Bei einer Drahtstärke über 2 mm, allenfalls 3.mm, rird diePistole zu schwer uncl unhandlich. Im maschinellen Betrieb kann natüriich bei mechanischer Halterung eine wesentlich größere.Drahtstärke verspritzt werden. Eine Erschivernis liegt bei vielen gasbeheizten Pistolen darin, daß sie mit einem §lei,chd,rucl"-Düsensystem arbeiten, d. h. Gas uncl Sauerstoff werden mit nahezn gleichem Druck ohno Injektorwirkung in eine Mischkammer des Düsensvstems geleitet und treten dann erst durch die Gasdüse.aus. Die neueren Pistolen arbeiten mit Injektor und Mischkammer. Bei größeren Druckunterschieden, die manchmal durch schlecht arbeitende
Reduzierventile oder ungenau anzeigende Manometer auftreten, ist ein Flamm6prückschlag unvermeidlich. Dahermuß man in die Gas- und Sauerstoffleitung R,ückschlagpatronen einsetzen. Von verschiedenen Seiten wird angestrebt, diä Metallspritzpistolen, wie in der Schweißtechnik, mit Injektordüsen zu versehen. Aber auch in diesem tr'all muß der Azetylendruck nach oben mit I,5 atü begrenzt werden, um unter der Explosionsgrenze zu bleiben. Im nachJolgenden werden in alphabetischer Reihenfolge die gebräuchlichsten lletallspritzpistolen besclrieben" Bei jeder Pistole werden die Werte für die Einstellung der X'lamme, des Yorschubs und des Verbrauches, die auf Grund von
Yersuchen und praktischen Erfahrungen
Tabelle 4.

ermittelt wurden, angegebenl.

Angaben über Flammeneinst,ellung, Vorschub und Verbrauch der DrahtspritzpisüoIe System,,Elisental".
p
Verbrauch ar
E

§
o


o n

3 t-t | : lr
> I a l=
Pr

ll

Werkstoff

d d

A
mm

a
atii
1...113
atü

NIIIZ : !

tl ti
I

rh

la

m/min

atü

ms/h I ms/h

]mr7rr

Hoehleg.

Stahl. I I Niedrigleg. I Stahl. I 1 Kupfer. .l t Bronze..l 1 Messins. I I
Alumiiium
I

I

2,0...2,5
2,0...2,5

3,5 3,5

3,5...3,9

3,0...3,5
3,0...3,5

3,0...3,5
3rg 5,5 6,7 6r5

1...1,3 0,9...1,1 0,9...1,1 0,9...1,1 0,8 0,8 0,6 0,6

3,0 3,0
3,0

3,5...3,8 3,5...3,8 3,5...3,8 3,5.'.3,9
3,5...3,9

Zink. Blei
Zian

u.Al-Leg.

.1I,5 I 2 '
2

I t,s

2,9
2,9 2,5 2,5

3,5...3,8
3,5
3,5

'

| 0,86 | o,eo | 0,80 | o'80 o,8o I I o,zs I 0,75 0,43 I 0.70 0,43 i 0,70
0,6 0,6 0,5 0,5 0,5 o,s 0,5

28 28 28 28 28 28 28 25 25

r Die Unterlagen

fügung gestellt.

wurden von den Ilerstellern cler Spritzpistolen freund.lichst zur Ver-

!

16

ie MetallspritzPistolen.

1

a) Deutsche Metallspritzpistolen. Die Metq,tlspri,tzpistole,,Elisental," (Abb.16) der X'irma Drahtwerke Elisentail, Neuenrade, kann Drähte aller Metalle mit einem Durchmesser von I, 1,5 und 2mm verspritzen. Der Draht wird durch eine Turbine, die mittels Preßluft angetrieben wird; vorgeschoben (Tab. 4).

J

i
ll

Äbb. 17. Drahtspritzpistole,,Isser".

Di,e Metallspritz,pistole ,,Esser" (Abb.17) der Firma Paul Esserz, Wuppertal, verspritzt Drähte von 2mm Q. Der Draht wird hier über ein Getriebe durch einen kleinenangeflanschten42-V-Elektromotor vorgeschoben. Der Vorschub läßt sich in geringen Grenzen durch Umschaltung des Transforma.tors verändern. Bei grö' ßeren IJnterschieden muß das Getriebe gewechselt werden. Mit vier vorgesehenen ; Getrieben und der Teineinstellung am Trafo

,

läßt sich jeder benötigte Vorschub
stellen (Tab. 5).

ein-

' , .; ',

piil",

Di,e Metatlspri,tzpi,stole ,,Metalli,sator RaBerl,,i,n (Abb.18) der Fa.. Metallisators,

tserlin, verspritzt Drähte von 2mm Durchmesser.

Mit anderen Düsen können jedoch

,,Metallisator B,äpid", BerIin.

Abb.18.

Drahtspritzpistole

Abb.19. Äbb. 19. Metallspritzpistole,,Schliha". -vretallspritzpi§tule'

auch Drähte von 1,5...4mm Durchmesser verspritzt werden. Der Draht wird über ein Getriebe mittels einer Preßlu{tturbine oder einer biegsamen Welle vorgeschoben. Einstell-, Verbrauchs- und Leistungsangaben gibt die Tabelle g (S. 20) der Metallspritzpistole ,,Metallisator Rapid", Wien. Dies ist, die gleiche Pistole; sie wird inLizenz gebaut. Di,e Metallspri,tzpistole ,,Schliha" (Abb. fg u. 20) ist eine Konstruktion der Fa. Schlihaa, Berlin-Adlershof. Diese Pistole ist mit einer Injektordüseausgestattet,.
2 Fa. Paul Esser, Oberflächentechn. Metallscbutz, Wuppertal-Elberfeld, Untergrünewalderstr. S. 3 Fa. Metallisator, BerlinA.-G. Berlin-Neukölln, Lahnstr. 25-27. a Fa.,,Schliha"Schlüpmannschelndustr.u.Handelsges.Berlin-Adlershof,Adlergestell 265.
1 Fa. Drahtwerk Elisental, Inh. W, Erdmann, Neuenrade (Westf.).

i

\'1.-u

.

DieDrahtspritzpistole.

17

TabelleS. Angaben über Flammeneinstellung

Verbrauch der Metallspritzpistole,,Essor".
Draht-

Vorschub unil
Yerbrauch an

\ferkstoif

o
at

tylen ^ze-

Sätrer-

Preß-

mm

m'/h
1r1

C&,

stoff
ca. ma/h

ca. m"/h

luft

\iedrigleg. Stahl
Kupfer
Bronze Jlessing A1. u. -Leg.

Hochleg. Stahl

.

Zink.
Blei

Znn.

.

2 2 2 2 2 2 2 2

L,2

r,75

1,25 L,25 1,25

t,25
1,25 1,25 L,25 L,25

3,5...4

3,5"'4 3,5"'4
3,5...4
8,5'.:'4

lr5 0,25bis0,7 I,5
I,5
L,5 Tr5 1r5 1,5
1r5

t2 t2
L2

t,75
2r0
4,O

r,25
1,25

I,25 r,25 \r25
t,25
1,25

t2
T2

3,5...4

6,0

3,5"'4
3,5-..4

t2
L2

8,0 9,5

r,25

t,25

t,25

3,5'..4

I,5

t2

t2

Das bedeutet, daß das Brenngas in einer entsprechend konstruierten Düse inlektorartig angesaugt wird. Die Pistole verspritzt Drähte von 2 mm Durchmesser. Der Draht wird über

ein

Mehrganggetriebe

Erittels eines Elektro@otors yorgeschoben.
Die Feineinstellung der
Iorschubgeschwindig-

keit bewirkt ein Fliehhaftregler (Tab.6). Di,e Metal,lspr,itzpistole,,B MS': (Abb. 2I) ist eine Neukonstruktion der Schliha-Pistole, die
von der in die 'Westzonen
Abb.20. §chnitt durch die,,Schliha-Spritzpistole.'.

serlegten Fa. Schlüpmann1, Menden, heraus-

gebracht wurde. Sie isl,
j

ebenlalls mit einer Inektordüse ausgestattet
und hat Regulierventile clie X'eineinstellung der X'lamme. Die Pistole

für

verspritzt Drähte von
2mm Durchmesse.r. Der

Draht wird wie bei der ,,Schliha"-Pistole über

ein

Mehrganggetriebe yorgeschoben
Äbh. 21. Dralitspritzpistole,,SMS".

motors

mittels eines Elektro-

und .die Vorschubgeschwindigkeit durch einen Fliehkraftregler fein eingestellt (Tab.7).
1 tr'a. Schlüpmann, Menden, Kreis Iserlohn.
Krekeler-Steinemer, Metallspritzetr.

-t

) I

i

18
Tabelle 6. Angaben

Die Metallspritzpistolen.

über Flammeneinstellung Vorsc hub und Yerbrauch der Metallspritzpistole,,Schliha".
DrahtDraht-

Werkstoff

a

vor'

tylendruck

Äze.

Sauer.

Preß-

Yerbrauch an

schub

stoffdruck atü

druck

luftatü

mm

m/min

atii
1,5

tylenl stotfllutt m3/h I m3/h lms/h
so r,slr,rlso l,8lr,rlso r,ffi r,r

Äze- I saue"-lP"eß-

Stahl, hochu.niedrigleg.

2 2 2 2 2 2 2

1,0 1,35 T,4

1,5 1,5 1,5 1,5 1,5

2,5 2,5 2,5

Kupfer
Bronze

.

I,5 t,5
1r5

.

Messing. 41. u. -Leg.

t,4
3,9

I,5

r,96i 1,1 I r,e6l r,r ]

SO

Zirtk

.
.

4,0
7,25 9,0

Blei

Zhn

0,9 0,6
0,5

2

0,9 0,6 0,5

2,5 2,5 2,5
2,5 2,5

1,631 0,9 r,631 0,e r,631 0,e

|

I I I

30 30 30 30

Tabelle7. Angaben über

Flammeneinstellung, Yors chub un Verbrauch der Metallspritzpistole,,SMS".
Terbrauch an
AzeSauer-

d

tylen m'/h

Preß-

stoff m"/h

luft

m"lh 22

Eochleg. Stahll Niedrigleg.St. /

2 2 2
2

L'2

rr5

lrl
t,1
1,7

4,5 4,5

I,71

Kupfer

t,5
1,6

t,5
1,5 L,5
1r5

t,7t
L,7L

1,2

Messing

I,75

Al. u.-Leg..

lr7
t,7

4,5 4,5
4,5

2
2

Zirtk

Blei
Zinrt

2
2

n,3 t2,t

4,0 4,4

1,5

t,5
L,5

lr7
T,7 1,1

I,71 L,7t

lr2 I,2
T,2

22 22

22
22

4,5 4,5
4,5

l,7l
t,7l

I,71

l12 l12

22
22 22

t,2

Tabelle 8. Ängaben über Flammeneinstellung,

Yerbrauch der Metallspritzpistole,,Torpedo.Universal!(.
p
o

Vorschub und
Yerbrauch an

9]n
A'

I

o

a

a
m"/h

Sta,hl

o,s2
1,53 L,57 2,34

1,2...1

2,0...
1,9
qq

Kupfer
Bronze . . Aluminium
Messing

t,40 L,2
T,4

t,4
1,3

lr4
0,9...1,

Zink.

lr7
1,5
1,0..

3,4r
, .

I

wM 80.
Zinrt

Blei

I
I

.

6,00 6,2 6,33

.I,

3,0...4, 3,5 3,0...3, 3,0...3, 3,0 3,2 2,5...3,
2rg

18 18 18 18

t8
18

0rg

'

1,0

0,6...0,

0,9

3,0

I

i I i

Die Werte für Blei, Weißmetall und Zinn gelten für die Yerwendung von 'Wassersüoff als IIeizgas. Verhältnis: Sauerstoff : Azetylen : Oz:CzHz r:t1.,4...1,9.

liä

l8

l8

ll, I]

i

\\-"o-

Die

Drahtspritzpistole.

4i

19

Si*l*roann

I'is- )lslrlltrri,tzpistole ,,Torpeilo-(Jnioersa,l" (Abb.22), clie von der Firma Roldndlt 1, Hamburg, hergestellt wird, hat im Gegensat r, rn der früher von dieser

a-i; Injektor-Düsen ausgestattet, i- die Feineinstellung der n'lamme tu:d llengen-Regelventile angei. r:r'ht. Der hellgrüne Flammenkern :w-,f so eingestellt, daß der Punkt

-':'üte von 2 bis 5 mm Durchmesser r=r:critzt werden. Die Pistole ist

*n:.!icht dadurch selbsttätig der t"-*stigsten Betriebsweise. Mit den *r:=r.-,rechenden Düsen können

,rr:--i :rnchronisch eingestellt und

/i,r.rh.q" keinen angebauten Elektro:ui,r:,:.:: mehr, sondern das Vorschubgr*'r=l-.e wird über eine biegsame jrr ilq flu161 einen getrennt stehen:]dotor angetrieben. DerVorschub
uLii*

[nter-

rI:m vor der Austrittsdüse liegt. lurch diese Maßnahme wird die a.:tschaftlichste Ausnutzung der Ilamme gesichert. Die Flamme Lann je nach Bedarf mit Sauerstoffä

i.:l

höchsten Flammentemperatur

.;L",

Abb. 22. Drahtspritzpistole,,Torpealo-

Uniyersal..,

Fioo größer. Als Zusätze gehören zu dieser Pistole noch Schmalstrahl-, Flachstahl- und Winkeldüsen (vgl. S. 23). Die Eirma Fienemann baut neben der eben beschriebenen noch eine Metall-, Eunststoff-und,Hartgummi,-PulaersTtri,tzptistole,,Torpedo-Gigant" (Abb. 2B), dievorwiegend für den Korrosionsschutz rerwendet wird. Diese Pistole sei h-ier erwähnt, obwohl das Pulver-

Tabelle 8 für einen Drahtdurchmesser von 3 mm angegeben. Bei größerem Drahtitrrchmesser (bis 5 mm) sind die Leistungen je mm größerer Drahtdicke um etwa

oder Überschuß eingestel]t werden. Die Leistungen dieser Pistole sind in

spritzen auf S. 12 besprochen rurde, während das Kunststoff"spritzen erst auf S. 45 behandelt

ebenfalls für das Gasgemisch nach dem Injektorsystem und besitzt auch llengenregelventile zur FeineinAbb. 2J..Mpta Il-, K u nct(tof f- u. Er rtgummi-Pulverstellung der Flamme. Für das Spritzpisi olc,,Torpedo-Cigant". Pulver-Luft-Gemisch kommt ein Drucksystem zur Anwendung. Eine vollständige Pulverspritzanlage besteht aus Pistole, Wasser- und Ölabscheider mit Filtereinsatz für die Preßluft, zwei Reduzierventilen und dem Pulveraufnahmebehälter nebst Rohr- und Schlauchverbindungen, mit denen sie an Preßluft und Brenngas, sowie bei Metallpulver auch

rrird. Sie arbeitet

I Fa. Roland Fienemann, tr'a. der,,Torpedo" Schweiß-, Schneiil- und Löteinrichtuagen, Eamburg 11, Rödi:rgsmarkt 79, 2*

i.d,is{"-

I

--i
I

I

Die Meüallspritzpistolen.
Tabelle 9. Anga ben li.ber Flammeneinstellung, Vorsch.ub u-nd' Verbrauch der" Metallsprit,zpistole,,Metallisator R,apid Wien"
DrahtWerkstoff Drubfi-fr
mm
VL

r-

Propan-

Sauer-

schub

druck atü

stoffdruck atü

Preßluftd.ruck

Yerbrauch an

Propan

m/rnin

atü

I mo/h I I
I

s*o""stoff

Preß-

luft

*r/rt
|

m3/h

Stahl, hochu. nieclrigleg.

Kupfer
Bronze

.
.

Messing Al. u. -Leg.

Ztak
Blei

.

2,0.-.3,25 2,0...3,25 1,5...4,0 T,5..-4,0 1,5...4,0 1,5...4,0 1,5...4,0

Ir0
1,0 2,0

I,8
1;8 1,8
1r8

qn
2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2r0 2,0
2rO

2,0 2,0
3,5

2,8...8,2 2,8...3,2 2,8...3,2 2,8...3,2

0,65..'0,75 3,0...3,5
3,0...3,5
| | | I
I
J

6,0
6r0 6,0

L,5"'4,0
.

1r8 1,8 1,8 1,8

Ziwt

1,5...4,0

1,8

0,65...0,75 0,65...0,75 0,65...0,75 2,8...3,2 0,65.'.0,75 2,8...3,2 0,65.-.0,75 2,8...3,2 0,65...0,75 2,8"'3,2 0,65...0,75 2,8...3,2 0.65...0,?5

I
|

3,0.'.3,5
3,0...3,5 3,0...3,5

I
|

3,0.'.3,5
3,0...3,5

I
| |

3,0.'.3,5

i 3,0...3,5

i

30 30 30 30 30 30 30 30 30

an Sauerstoff angeschlossen wird. Die Leistungen dieser Pulverspritzpistole entsprechen etwadenjenigen einerDrahtpistole mit einemDrahtvon 2 mmDurchmess.er.
süto; ßapid. W'i,en" (Abb.24)

b) ÖsterreichischeMetallspritzpistolen. DieMetallspri,tzpi,stole,,Metal,l,'i,ist die gleiche Drahtspritzpistole wie die deutsche Spritzpistole,,Metallisator Rapid, Berlin" (Abb.18). Sie wird von der Fa. Rudolf Rengshausenl, Wien, in Lizenzhergestel$. Die Pistole verspritzt Metalldrähte Yon 1,5 "'4mm Durchmesser und Stahldrähte Yon 2"' 3,25 mm Durchmesser. Der Draht wird mittels einer PreßIuftturbine oder einer biegsamen Welle über ein Getriebe yorgeschoben. Durch zweiauswechselbare Wechselrädersätze läßt sich der Vorschub in vier llauptgeschwindigkeiten einstellen. Die n'eineinstelüng erfolgt durch eine Drosselschraube.

Abb. 24. Drahtspritzpistole,,Metallisator' Bapid wien". (T,izenzbau der X'4. B,udolI X,engshausen, Wien.)

Die Pistole kann mit Düsen für Propan, Erdgas, Leuchtgas oder Azetylen geliefert werden. Die Normalausführung ist für die Verwendung von Propan eingerichtet (Tab'9)'
s

t olen 2. Di,e Color- Metal,lspri,tzpi,stole,,Color'

c) Schweizerische Metallspritzpi-

MetanGP;, (Abb.25) ist einegasbeheiztePistole. Der Yorschuberfolgt mitteis
einer Preßluftturbine (Tab. I0a). und

,,Color-MetallHP{' (Abb.26)ist einespezialpistole zum Yerspritzen Yon Zinn Blei. Der Werksioff wird indirekt geschmolzen, d.h., daß in einem Düsentopf erhitzte Preßluft den Werkstoff beim Austritt aus dem Düsenkopf schmelzt. Mit dieser Pistole soll die Oxydation vermieden und eine homogene Schicht erzeugti werden (Tab.I0b). Di,e Metallspri,tzTti,stole ,,Heilcenrath" (Abb.27) ist eine Konstruktion der 3a. Her' kenrathA. G.3,Zürich, Schweiz. Sie verspritztDrähte von 0,8.''2mmDurchmesser.
1 Fa. Ruclolf Rengshausen K, G., Werkstätten für Metallisierungen, WienIII/40. Yer' längerte Erdbergstr. 88. 2 Ta. Color Metal S. L. Zäricb, Siege social, Netliberstr. 113. Yertreten durch M. C' Meister, Z.urich, Löwenstr. 3 Fa. tr'ranz Ilerkenrath A.G., Zürich, Stampfenbachstr. SS.

Die Drahtspritqpistole.
T-r,id1e

2L der

I0. Angabeu über tr'lammeneinstellung, Vorschub und Leistung
Metallsprit zpistolen,,Color".
tylendruck
AzeSauer-

Draht.

iE::i=iofr

a

Drahtvorschüb

stoftatü

Preß.

druck

druck

luitatil

Äzetylen j Sauerstoff I Preßluft

I

mtn

m/min

atil

m'/h]-Vnl*"1r,

a) Color-Metal GPr. §:,:;leg. Srail
S.t:'i.ngleg.
1,0 1,0

3,2...4,0 1,5"'1,7 1,5...1,7 3,5...3,7 0,48.'.0,54 5,0...5,5 ,5...I,6 1,5..'r,6 J,U"'J,, 5,2...5,5 1,5. 1,6 1,5 "1,6 öru"'ö, 5,3...5,6 I,5...1,6 I,5...r,6 JrU"'r), 5,5...6,0 1,5..'r,6 I,5.'.1,6
10,0

0,48...0,54 46,8...48,0

i;ah1 Erp{er

:lEi. nze

li[rt-.ing

.

rr0
.

1r0

I ,

0,45...0,5L 0,45...0,51 46,8...48,0 0,45...0,51 0,45'..0,51 46,8...48,0 0,45...0,51 0,45...0.5r 46,8.'.48,0 0,45...0,51 0,45'.'0,5I 47,4,..48,6 0,45...0,51 0,45...0,5I 47,4...48,6

-i9-::dnium I

:- Al.-Leg./ f-k
!'-i

lr5
1,5

1,5...1,6 1,5.'.r,6

Z-nr

1,5
.

2r5

lr,0

b) Color-Metal HPr.
1r,3...r,5 fr,3...1,5

r1,0

Ir,3.'.1,51 Ir,3...t,51

3,5 3,5

| 0,33...0,39 I 0"33...0,39 | O,SS...O,S9 | O,rS...O,SS

|

48...48,6 48...4s,2

Der Draht wird von einer Preßluftturbine vorgeschoben (Tab.1I). 2. Die elektrisch beheizten Pistolen. Nachdem es gelungon war, das Metall:Tritzen mit Hilfe der autogenen Beheizung zu einem brauchbaren Verfahren zu entsickeln, lag der Wunsch nahe, ähnlich wie beim Schweißen nun auch den elek-

Abb. 25. Drahtspritzpistole,,Color-

Metall GP2".

Abb.26. Drahtspritzpistole,,Color-MetalI EP L" zum Verspritzen von Zintr und Blei.

trischen Strom zur Metallschmelzung auszunutzen. Die Yersuche auf diesem Gebiet gingen in zwei Richtungen : einmal versuchte man den Werkst off mit Hilfe des
Lichtbogens und zum anderen mit Hilfe der induktiven Erwärmung zu ßchmelzen. Die Schwierigkeit bei der elektrischen Erschmelzung lag in derHauptsache darin, daß das Metall in kleinen Mengen bis zu 60 g/sec stetig und gleichmäßig abgeschmo]zen werden mußte.

Die Metallspritzpistolen,
Tabelle
1_1. über Flammeneinstellung, Yorschub und -Angalen Yerbrauch der Metallspritzpistole,,Ilerkenrath,,.

Yerbrauch an
\1-erkstoff

Draht"

schub ldEuck ldruck

| Äze- lSauervor- ltylen-l stofflatü
2,0 1,8

Preß-

druck
&tu

luft-

]r."tiluft
m'/h 6,62 0,55 0,55 0,55 0,55

m/minlatü
Hochleg. Stahl. Niedrigleg. Stahi
1,0 1,0 3,0 +,0 5,0

.

2,0
1,8 1,8

3,5 3,5 3,5 3,5 3,5

0,7
0,64

2S

Kupfer

Bronze Messing

29
29

I,O
.

I,B

Aluminium
u. AI-Leg.

2,01
1,5 I

1,0 1,2 \

5,0
5,0 7,0 10,0

I,8
1,8

I,8
1,8 1,6 1,0

0,M
0,64 0,64

29 29
2S

Zink
Blei Zinn

.

2,01
2,0 2,0

I,6

0,4s
J,O

0,57
0,35 0,35

I,0
1,0

I0,0

lr0

0,31 0,31

29 29

- f) Erwarmung in Lichtbogen. Bei diesem Verfahren werden zwei Spritzdrähte der Pistole zugeführt und zwar so, daß sie sich in der Düse kreuzel (Abb.2g). Da diese Drähte gleichzeitig als Stromstehende Wärme schmelzt die Drahtenden ab, und das geschmolzene Metall'wird wie bei den anderen Pistolen von der Preßluft

leiter benutzt werden, entsteht an ihrer Berührungsstelle ein Kurzschluß und damit ein Lichtbogen. Die hierbei ent-

er{aßt und fortgeschleudert. Man kann Gleichstrom und Wechselstrom yerwenden. Von Soroop wurden für seine Elektropistole als Anhalt die Werte der Tab. 12
gegebenl:

Die Schweizer Fa. Color-Metal2liefert eine Elektrospritzpistole Color Metall EP,
(Abb.29).
Durch die im Lichtbogen auftretenden hohen Temperaturen können die schwer

schmelzbaren Metalle

wie

Wolfram,

Äbt,. 2?. Drahtspritzpistole,,Eerkenrath".

keit geschmolzen und yerspritzt werden.
der ElektroMessitrg

Molybdän usw. ohne besondere Schwierig-

Tabelle12. Betriebsbedingungen

Metallsprit zpist ole

na

ch Scuoor.

Drahtdurchm. mm Drahtvorsch. m/min Spannung VoIt Stromstäike . A-p.

1,5

Lr5

2...5
20 45

0,8

0,8

2...5
20 45

2...4
60

2,9...3,5

60-70

22

Abb. 28. §chematischeDarstellung
des Düsensystems einer elektrisch

bcheizten Metallspritzpistole.

1 Scnoop-D,ruscnr,n: s. S. 3. 2 tr'a. Color-Metal s. S. 19.

Zusatzeinrichtungen.

23

flieri:r und in den gegenüber den gasbeheizten Pistolen niedrigen Betriebskosten liegt der Hauptvorteil {er Elektropistolen. Allerdings ist bis heute die llandLabung und Betriebssicherheit, der autogenheheizten Gaspistolen noch wesentlich einfacher und zuverlässiger.

b) InduktiYe Erwärmung. Die Anrendung der indukt,iven Erwärmung ist in der Met'allspritzteohnik noch nieht fertigungsreif , sondernnoch imYersuchsstadium.

D. Zrsatzeinrichtungen.
Um schwer zugängliche Stellen mit
einem Spritziberutg versehen zu können, sind einige Zasatzeiwichtungen entwickelt rrorden, die besonders für fnnenausspritzungen von engen Behältern und Rohren
zweckmäßig sind.

1. WinkelilüsQn. Oft

ist

es nötig, an

Abl;. 29. Elektro-Metallspritzpistole ,,Color-Metal EP 1".

Behältern, Rohren, Lagerschalen usw. Innenausspritzungen auszuführen. Mit den gewöhnlichen Pistolen ist dies nur bei geringer Tiefe des Hohlraumes, z.B.karzen Lagerschalen, möglich, da die Spritzpistolen immer möglichst senkrecht zur aufzuspritzenden Fläche gehalten werden müssen, um eine möglichst gute Haftfestig-

keit und möglichst wenig Spritzverluste zu erzielen. Sind die }Iohlräume tiefer, z.B.beiBehälternundRohren,soisthierzu eine Winkeldüse erforderlich, die den Spritzstrahl bis zu 90o umlenkt. Dadurch wird erreicht, daß die Spritzteilchen

Äbb.31. Umlaufenale Winkeldüse nach dem
befinden.sich kleine Sohrungen ä
Äbb.30. §chematische Darstellung einer umlaufetrden Winkeldüse. SETGER-Prinzip.

fn tler Zerstäubüngsdüse o in einem bestimmten Witrkel, durch die PreßItrft
strömü. Durch die rückwirkende Eraft wirtl
die Düse gedrehü.,

mit dem notwendigen Spritzahstand au.f die aufzuspritzende I'läche auftreffen, wenn die Pistole so in den lIohlraum eingeführt wird, daß die.Richtung des Drahtvorschubes parallel zur aufzuspritzenden Fläche liegt.
auch dann senkrecht und

Von den einzelnen tr'irmen werden teils feststehende und teils umlaufende Winkeldüsen geliefert. Diefeststehenden Düsen sind genau wie gewöhnliche Düsen fest mit der Pistole verschraubt. Beim Spritzen mit diesen Düsen muß also entweder die Pistole oder das Werkstück dauernd gedreht werden. Bei den umlaufenden Winkeldüsen (Abb.30 u. 31) ist dies nicht notwondig. Hier dreht sich während des Spritzvorganges die l)üse, so daß die Innen{lächen bei ruhenden Werkstücken gleichmäßig ausgespritzt werden. Bei Verwendung dieser feststehenden oder umlaufenden Winkeldüsen muß der Durchmesser des auszuspritzenden fnnenraumes jedoch mindestens noch so groß

24

Das Verfahreu des Metallspritzens,

sein, daß d.ie Pistole in üblicher Haltung eingeführt werden kann. Im anderen Fall kann nur.so weit ausgespritzt werden, wie die Pistole in die öffnung hineingeht. Bei zwei offnungen kann man von beiden Seiten spritzen, wenn das Werkstück

nicht zu lang ist. 2. Düsenverlängerung. Soll eine größere Tiefe ausgespritzt werden, so ist dis Yerwendung einer Düsenverlängerung notwendig. sie wird zwischen Düse und Pistole eingesetzt und besitzt einen geringeren Durchmesser als die Düse selbst.

Abb. 32. Gasbeheizte ilIetallspritzpistole mit Düsenyerlängerung und Witrkeldüse zum Aufspritzen von .Eohlkörpern.

Winkeldüse zum Aufspritzen der seitenwände verwendung finden. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß der Spritzabstand nicht zu gering wird".

g_e-wöhnlichen Düse zum Aufspritzen tiefliegender Bodenflächen als auch

rlierdurch wird es möglich, die Düse tief in enge Hohlräume z. B. enge Rohre einzuführen (Abb.32). Die Düsenverlängerung kann sowohl in verbinding mit einer

mit einer

Y. Das Yerfahren iles Metallspritzens.
YorbereitungdesUntergrundes,dasAufspritzender Schichtundäiefuachbehandlung.
Das Yerfahren des Metallspritzens läßt sich in drei Arbeitsgänge unterteilen, d.ie

A. Die Yorbereitung

der zu bospritzenilen Untorlage.

Bei, d,iesem, Arbei,tsuorgang ist d,ie attergröl\te sorgfatt anzuwend,en, wobei d,i,e folgend,en grund,scitztichen Beilingungen zu beachten sind, : _ 2in aüerlage muB uolllcommen sauber und, metall,isch blanlc se,in. rettsTturen, zttnrler, schmutz oder sonsti,ge rremdstoffe aerhi,nd,ern ei,ne gute verklamÄerung d,er spri,tatei,lchen mi,t d,em (Jntergrund, ind, rufen oft e,ine Koruosion heraor, d,,iZ zum bald,i,gen abblcittern cler spritzschicht führt. Dei (Intergrund, mufi rauh se,in, d'amit si,ch ilie ersten auftreffend,en spritzteitchen gut mit d,er ob'erflciche aerklammern hönnen. wie schon erwcihnt, ist d,ie Haftung d,er schi,cht nur mechani,sch, il.h. si,e beruht nur auf der veilctammerung d,ei spittzteilchen mit d,en (Jnebenheiten

spritzenden Oberfläche und den betrieblich gegebenen Möglichkeiten anzuwenden.

Für die Aufrauhung selbst haben sich verschiedene verfahren bewährt, die nachstehend beschrieben worden. Sie sind je nach Art und x'orm der a:ufzlu-

eine Aufrauhung stattfind,et.

.d,er Unteilage.

Sie ist

r.tn1, so

gröl\er,

je

,intens,iaer und, zweckentsTtrecheniler

Die Yorbereitung der zu bespritzenden

llnterlage.

Zb

Es ist ilarauf zu dchten, d,al| d,ie aorbehand,elten,Ilcichennicht wi,ed,er d,urch Antassen uerschnxutzt od,er fettdg werd,en und, d,afi sie möglichst innerhalb 4 Btd,. hfuhstens jed,och, bei, troclcener W,itterung, 'innerhalb 24 Btd. gespritzt werden. 1. sandstrahlen mit Quarzsanil. Zur Aufrauhung großer x'lächen hat sich am bestendasAbstrahlenmit Quarzsandbewährt. MittelsPreßIuftwird scharfer Quarzsandvon 0,5 "'2mmKörnung mit großerwucht unter einemwinkelvon etwa 60o auf die aufzuspritzende X'läche aufgeschleudert. Beim Aufprall schlagen d.ie scharfen sandkörner in die oberfläche der Unterlage gratige Poren und Kerben, in d.enen sich die Spritzteilchen.gut verankern könnän.-NaäL dem Sandstrahlen ist ein Abblasen der gestrahlten Oberfläche mit wasser- und ölfieier Preßlu{t zur Entfernung
des Sandstaubes zweckmäßig. 2. §trahlen mit Stahlsanil. An Stelle von Quarzsand kann, wenn die Möglich-keit der Rückgewinnung gegebenist, auch scharfkantigel stahlsand genommen werden. 3. Boizen. Eine andere Aufrauhmöglichkeit ist das Beizen in Salzsäure. Hierdurch wird dieMetalloberfläche zwar auch aufgerauht, jedoch nicht in einer für das Yetallspritzerr günstigen Form. Die llaftfestigkeit ist dementsprechend auch gering. Bei diesem Yerfahren kommt noch hinzu, daß bei nicht genügender Neutralisation auf der Oberfläche Säurereste zurückbleiben, die unterder SpritzschichtKorrosionen hervorrufen. Diese haben sehr bald ein Abblättern der schicht zur tr'olge.

it

ii
il
I

!, i

Rundkörpern vollkommen, da die Haftung der Spritzschicht noch aurctr die ueim Erkalten auftretende Schrumpfung verstärkt wird. Die Schnittgeschwindigkeit soll klein sein, damit die Gewindeflanken möglichst rauh sind. Kerbwirku-ngen durch scharfes Eindrehen müssen vermieden werden. , b) R,ändeln ist dem Gewindeschneiden etwa gleichwertig und wird auch in den gleichen Fällen angewandt. c) Nuten. Diese Art der,Aufrauhung eignet sich sowohl {ür Rundkörper als auch für Bohrungen und ebene x'lächen. Die lorm, Tiefe und Breite der Nrit kann sehr vielseitig sein und ist den jeweiligen Erfordernissen z.B. Größe und Iorm des Werkstückes, Beanspruchung der spritzschicht und spritzrichtung anzupassen; letzteres besonders bei Bohrungen oder sonstigen auszuspritzenden Eontärm"rr. Allgemein kann g_esagt werden, daß immer darauf zu achten ist, daß d.ie Nuten ganz ausgespritzt werden und das Spritzmetall sich nicht herauslösen kann. Aus diäsem Grunde ist wohl die mer,st angewandte Nutform schwalbenschwanz_ oder sägen_ förmig hinterstochen (Abb. 33).

in der Praxis vier Arten angewandt. a) Gewindeschneiden. Dieses verfahren kommt nur für Rundkörper in _ Betracht. Auf Wellen oder sonstigen runden Maschinenteilen wird ein GJwinde von e-üwa 0,5mm Tiefe und lmm Steigung aufgeschnitten, welches für das nachplgelde aufspritzen einen guten Haftgrund bietet. Diese Aufrauhung genügt bei
werden

, 4. Maschinelle aufrauhungsverfahren (Abb.33). Die bisher angeführten Aufrauhungsverfahren werden hauptsächlich dann angewendet, wenn große X'lächen und Bauwerke (Gasbehälter, Eisenkonstruktionen) zum Zwecke des Korrosionsschutzes mit einer Spritzschicht versehen werden sollen. Die nachfolgenden Verfahren werden dagegen im Maschinenbau angewendet, also an wellen, Lagern, Gußstücken usw. sie haben den vorteil, daß man die Aufrauhung sehr g"rruo un der aufzuspritzenden Stelle antrringen kann. Weiterhin werden diä benachbarten Stellen nicht in Mitleidenschaft gezogen, und ihre Anwendungist nicht mit Schmutz und Staub verbunden. Auch kann die n'orm der Aufrauhung bei dem maschinellen Yerfahren sehr gut den jeweiligen Erfordernissen und der Spritzrichtung angepaßt werden. Von Nachteilist es, daß die Aufrauhung der Gesamtfläche nicüt so dicht erfolgt wie dies z.B. beim Strahlen der Fallist. Bei den maschinellen Verfahren

l,

.*l*riay'

,+::j=:;:+ drj:

-l:--:T*"-re 26
Das Verfahren des Metallspritzens.

{i} I

tI I

if i il I fl l|| t,il IH }j$' Ii{, ['f t:
iH

i$

Die Nuten werden durch Drehen, I{obeln, Hobeln, Stoßen, Schleifen oder X'räsen Fräsen herI gestellt. Auch hier sollen die Grundfläche und die I'lanken möglichst raui. raul. sein. Br
Auszuspritzende Lunker in Gußstücken müssen schräg hinterarbeitet werden, wero um ein Loslösen des Spritzmetalls zu vermeiden (Abb.33). il) Schleifen. göl Schleif en. Können die Verfahren a) bis c) bei Werkstücken aus göhärtetem Stahl nicht angewandt werden, so können sie durch das Schleifen des I{aftIlr grundes mit einem rauhen, leicht schlagenden Stein ersetzt werden. 5. Auftragung mittels Ni-Elektroile unil ilem elektrischen elektrisehen Lichtbogen. Lichtbogen. Dieses Die Verfahren ist in inDeutschland wenigbekannt. Deutschland. noch wenig einer Nicketelektrode bekannt. Zwischen ZwischeneinerNickelelektr

jl »%_@NffTr ir t» WW @N,m il i:l
il ii
I
vom erundnolenT/ erundnoferva/

@@re RL li N@6»ryaR
Ausfuhrung-äFtl Ausführungdurah Schrog.+et/nut )ngno/ Sr?tlerungdurul,9chrog/ret/nut ntt flrhbr Srherung An-Oano-Oewndemi/liobriin:€oig-1ewnde kin übertlehender iond wenn wenn*enübenlehenderfond wenn*inübenlehenileriond Rundwe//en beiüberslehendem qrunt Rundwe//enbeiüberslehendem

't,i,;;i;;; " We//en

Ongno/

b/eiÜt b/eiÜl

molerio/ mOlerio/

6runi-*

;.: i. ,I ri

i : ilr
i

i:

i

»topp,sewide- i
zwetsetlt,1oi!.r1tu'tttnerduu

alll^lL itrnte(tgnochwerQrcls/Üerl ,\Ny4, " \§fa '!#tr!;üx'#',Iiyf!"i{;fi *i#tr#:;i;i:, *i#fg:;fr{X* N**5*5lsN N*\***ls\N \\\\\\\\') ffff:#;;';fl'lf;;{*' 'o**'Yl#f'* keihul Logerccho/e rK
h*s-hearb-seitnli

"

I

t7oo//(0rPer

«
Endunq durch

^ \ t---------------l
erhqesüe f/aähkopßdtra-uöen

" -=-0rr.r,*r-

%r,.9 M W,VZ%h VZryf:V/A
'.-r-'2ngno/
Auslührung

;*

;"

freparolur durch ,fpn'lzen bei /oka/en

4i'irainri

W"m
Y/////Z///////) Zngrho/

%",ffi
V////,Za/////
Ausfihrung

Z«%:

l,
ll
t:

Schrdgung

0n!7na/
Aärbatuns
öei

Awfuhrung

,f;!tr/"ffi*;;!1,ff,r, nundwüeiÄ,nusnhruns der tndkonten toene f/richen

lußreh/ern"

il
ll 'i

Äbb.33. Beispiele für die maschinelle Aufräulung des Eaftgrundes

ili li j! ]j ll li ii il ii r: ii ll .1l

der aufzuspritzenden tr'läche wird ein elektrischerLichtbogen erzeugt,den man "nd tber die Fläche wandern läßt. Dadurch entsteht auf der Werkstückoberfläche Nickelbelag mit sehr rauher Oberftäche. Der Belag muß mindestens 90olo der "in Oberfläche bedecken. Die Oberfläche des Werkstückes bietet dadurch einen ausgezeichneten Haftgrund für die nachfolgende Aufspritzung.12 0. Aufspritzon einer Eaft- unil Grunilschicht. Ein weiteres, aus Amerika kom*endes Verfahren dürfte sehr interessant sein und bei Bewährung einen großen ortschritt in der Metallspritztechnik darstelldn. Hierbei wird eine molybdänreiche Metallegierung als Haftschicht auf die glatte, jedoch sorgfältig gereinigte IJntert Fnirz I. C., Vielseitige Verwendba,rkeit des el. Schweißumspanners. Der Elekrotech,iker (1951) H.5. t RontrNcnn H., Neuartige Spritzschweißverfahren. Metalloberfläche (1950) H. 7.

Das Au{bringen der Schichten.

27

auf glatten sauberen Flächen ohne jede vorherige Aufrauhung festzuhaften. Es findet eine oberflächliche Legierung ähnlich einer lotartigen Bindung statt. Die rauhe Oberfläche der gespritzten Haftschicht bietet dann für die nachfolgende Spritzmetallisierung einen sehr guten Haftgrund. Bei Kupfer und seinen Legierongen kanh dieses Verfahren nicht angewendet werden,'dagegen bei austenitischen Edelstählen, Monelmetall, Nickel, Magnesium und den meisten Al-Legierungen. S. a. Naehtrag S.49.
l

Xagenoberfläche aufgespritzt 1. Diese Haftschichtlegierung hat die Eigenschaft, auch

1. Han.betui*r. die schichten mit der Eandpistole aufgebracht. Dies erfordert natürlich handliche Pistolen, wodurch bei den Drahtspritzpistolen die Drahtstärke begrenzt wird. Als günstiger Drahtdurchmesser hat sich im laufe derZeil 2mmbewährt. Diesensollmanaberauchnicht unterschreiten, um nicht die Wirtschafttichkeit des Yerfahrens stark zu mindern. Die obere Grenze liegt bei 3mm, weil sonst der Handbetrieb zu schwierig wird. Da die Spritzteilchen heiß auf die Unterlage aufprallen, hat {ie Spritzschichi eine relativ hohe Temperatur. Dies bedingt selbstverständlich beim Erkalten eile Kontraktion, die umso stärker ist, je heißer die Schicht ist und je schneller eine zusammenhängende Schicht erzoogl wird. Sie kann u. IJ. so starkwerden, daß sie ein Loslösen der Schicht von derUnterlagezurFolge hat. Sowohl die Temperatur als auch die Erzeugungsgeschwindigkeit der Schicht ist aber eine Frage der in der Zeiteinheit aufgespritzten Menge. Je schneller man aufspritzt, umso schneller wird sich eine zusammenhängende Schicht bilden. Dies hat zur Folge, daß die einzelnen Spritzteilchen zt wenigZeit zum Erkalten und damit zur Kontraktion haben. Bis dies geschehen ist hat sich schon eine zusammenhängende und heiße Schicht gebildet, die als ganzes der Kontraktion unterworfen ist. Dabei tleten leicht Risse in der Schicht und auch ein Abheben von der Unterlage auf. Da nun die in der Zeiteinheit aufgespritzten Menge außer vom Drahtvorschub in großem Maße von dem Durchmesser abhängig ist und im Quadrat wächst, sollte man auch aus diesem Grund den Drahtdurchmesser mit höchstdns
3

,,1;l*1,äH'#ä:l Tl§f#$iil;

mm begrenzen. Z. SpiitzUoAingungen. Es wurde schon erwähnt, daß vorläufig, bis zu einer

Normung; von den einzelnen Pistolenherstellerndienotwendigen Spritzbedingungen

für ihre Pistolen angegeben werden. Man wird jedoch fast immei gute Ergäbniise haben, wenn man bei den meistens üblichen Gleichdruckbrennern folgende Bedingungen wählt: t,2...1,5 aitt Azeüylendruck

3...4 atü Bei dioser Flamme stellt man den Drahtvorschub so ein, daß der Draht etwa 1-3mm vor der Düse abschmilzt und der Spritzstrahl möglichst schlank bleibt. Über den günstigsten Spritzabstand kann die Abb.34 Aufschluß geben. Mit zunehmendem Spritzabstand vorlieren die Teilchen einmal an Temperatur und damit an Bildsamkeit und zum anderen vergrößert sich die Zahl det schräg auftref.fenden Teilchen, da dieso ja auch in der Mitte des Spritzstrahles nicht parallel zueina,nder fliegen (Abb.35). Man darf jedoch nicht zu nahe an das Werkstück gehen, da dann die Schicht verbrennt und porös und schaumig wird. - t We.rnrrrr,o, JorNE.: New developments widen metallizing uses. ThefronAg e. L7.3,49. s.8u85.

Sauerstoffdruck Preßlu{tclruck

1,2...T,5 atü

.i,
,

,ti.t

.r:,r.i Verfahren des Metallspritqens., :. ä..r:r§.Das tl i:,..:.,. "'ti.
::

3. Automatiseher Betrieh. In Amerika vor allem ist man dazu übergegangen, autoinatische,Spritzanlagen zu bauen. Hierbei werden mehrere Spritzpistolen der. " Borm der Werkstücke entsprechend aufgestellt und die Werkstücke an den Pistolen ,., vorbeigeführt.. Auf diese Weise werden z.B. Eisenträger und große Walzen aufgespritzt. Die Walzen laufen auf einer Drehbank um und eine Reihe Spritzpistolen'
fit §tahl, frien,flron ze l(upfeC Musing ouf 0/os, Puze/lon, 9ipa Slein u.ö.
Spntzberehh
hereich füV

lnn-l bererü, heiße tssnq,Znk'Aluni-l Zone!
Ni*d,
l(upfeq

6lohl,

I kein Atbeits-

iuni

ouf

nelnlli-

|

,tltilzbe?etch fi? 8/eilund Znn auf O/os, Porzel/on, {tein, fose$ofe, Gewebe lede4 Pappe, Popreri lhlk u.
i

"

:j

-

i
1

I

ehh
ouf

fur, §lahl, fr'sen, Kupfqt Bronzq llo/2, Pre0stof. 6ud flen, fahewebe, ledq ?appe, Popieri /htk

für, Znk ind Alunniun ouf
und Zrnk auf Ho/2, Preß-und

4oomn

Joo
-aXlbrt

rd

/oo .j:

1

Abb.34. Schaubild für die Spritzabstätrtle beim Verspritzen vemchiedener Metalle (rächFIENEMANN).

I

wird mit einem Schlitten daran entlangbewegt. Eisenträger oder sonstige Tormeisen gehen mit einer der verlangten Schichtdicke entsprechenden Geschwindigkeit (bei Verzinkungen meistens etwa 3m/min) durch einen Ring von Spritzpistolen und werden so fortlaufend allseitig gespritzt. Kleinteile werden in einer umlaufenden Trommel gesandstrahlt und änsc[[eßend metallisiert. 'Man ist b"i diu.", maschinellen Ver{ahren, bei denen es auf die Handlichkeit nicht ankommt, mit demDrahtdurchmesser bis zu 5mm heraufgegangenl2. Aus den schon angeführten Gründen der starken Kontraktion bevorzugt man jedoch vielerort's wieder einen Drahtdurchmesser von 2... 3mm. 4. Der 'Wirkungsgrail beim Metallspritzen hinsichtlich des abgeschleuderten und anhaf. tenden Metalls kann nicht, als besonders gut angesprochen werden. Die hierdurch besonders bei teueren Metallen auftretenden Kosten werden jedoch durch andere Vorteile, wie Arbeitsersparnis oder gar Ersparung einer NeuAbb. 35. Werkstoflverlust durch abprallende beschaffung des Werkstückes aufgehoben. Der §pdtzteilchetr infolge der Streuung Wirkungsgrad schwankt in weiten Grenzen des Spritzstrahles. zwischen etwa 30 und 70%. Er wird beeinflußt durch die Materialverdampfung, das Abprallen schräg auftreffender Spritzteilchen, den Spritzabstand und die Werkstückgröße. Gegen d.as Verd,ampfei des Metalls

I
l
1

j I j
1

l

l

l

I
l
I

I I

I {

t{
I
{

t1I
I

I

1

I

I
I
,i

l

rFnrrzI.C.,NeueSpritzpistolenu.ihreAnwendungs'S.1l.
2 Püscnur,: Problemstellung der Metallspritztechnik. Metalloberfläche (1950) H. 9.

i
l
1

: l
,

{ j

rDas Aufbringen der Schichten.

29

kann nichts unternommen werden. Dies tritt bei allen Metallen auf und ist um so größer, je niedriger der Schmelzpunkt des verspritzten Metalls ist. Aiadas Abpral,lenschrägauftreffender Teilchen soweit wie möglich herunterzusetzen, ist es nötig, den Spritzstrahl möglichst schlank zu halten, denn je stärker er streut, um so mehr Teilchen treffen schräg auf und haften nicht (Abb.B5). von besonderem Einlluß ist die werkstückgröße, d.h. die Größe der'senkrecht zur Spritzrichtung stehend.en Werkstückfld,che. bs isü verständ.lich, daß um s9 Eehr Teilchen vorbeifliegen, je kleiner diese Fläche ist. Der ungünstigste x'äll liegt dann Yor, wenn diese X'lächen kleiner werden als es der-Durchmesser desSpritzstrahlesin Spritzabstand ist. Die Verwendung von Schmalstrahldüsen ist dann vorzuziehen. 5. Leistungen der Spritzpistolen. Die Leistung der Spritzpistolen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Es sind dies die Ar"t des verspritzten Metalles, die Pistolenkonstruktion und als tr'olge dieser beiden der Drahtdurchmesser und der Drahtvorschub. Weiter ist von entscheidender Bed.eutung der 'Wirkungsgrad, dessen bestimmende Faktoren

im vorigen Abschnitt erwähnt wurden.

gebräuc

TabellelS. Anhaltswerte f ür die Leistungen der hl i c hs t e nDr a ht s p r it zp is t o I e n, b e1 ei 4e m angeqo mmenen Wirkungs gra,d voq 80%.
Bedeckte n'läche

Werkstoff

bei 0,1mm Schichtstärke ca. m,/h

§pritzzeit bei 0,1mm §chichtstärke
ca, min/m2

Hochlegierter Stahl

Kup{er.
Bronze
Messing

Iti.o.iel"giäri",

§äti . .
.:..".

.

Aluminium u. Ml-legierung

Zink.
Zinn,.

8 -27 7,5- 2 6. §chutzmaßnahmen. Zur Yermeidung von Unf ällen und Gesundheitsstörungen der Arbeiter in Metallspritzbetrieben sind verschiedene Schutzmaßnahmen zu beachten, die zwar noch nicht behördliche Vorschrift sind. Jedoch befassen die Unfallverhütungsbehörden sich schon eingehend mit diesen tr'ragen. ' An den Pistolen, Druckminderventilen, Rückschlagsicherungen und Schnellschlauchkupplungen sollen die Schlau,chanschlüsse so eingerichtet sein, daß sie nicht verwechselt werden können. Wegen der Rückschlaggefahr sollten unbedingt Räaloschlagsicherungenverwendet werden. Die Arbeiter müssen während der Arbeit je nach dem verspritzten Metall eine Bri,lle, eine Maslce oder ein lri,schluftgerät tragen. Bei Stahlauftragungen genügt eine schwach-grüne Brille zum Schutle des Auges. Bei Buntmetallauftragungen genügt, meistens eine Staubmaske, während beim Verspritzen Yon Zink und Blei ein tr'rischluftgerät unbedingt notwendig ist, da sonst Gesundheitsschädigungen auftreten können. Bei Verwendung von Pistolen mit elektromotorischem Antrieb des Drahtvorschtrbes muß die Pistole geerilet sein, gute Entläftung und evtl. AuJstellung von Spritzkabinen mit EntlüJtung ist selbstverständlich. Dies gilt auch ganz.besonders für den Sandstrahlraum. Bei den Sandstrahlarbeiten ist ebenJalls ein iirischluftgerät zu tragen.

Blei ..

t2,o-28,o

4,5-10,o

o,8- 2,5 0.8- 2"5 t,s-' r,o 1,5- 5,5 1,5- 5,5 1,2- 2,7

0,8- 2,5 0,8- 2,5 L,2- 4 1?3- 5 1,3- 5 3,5- 8 4,5-t0 8 -20 8 -27

75 -24 75 -24 50 46 -15 46 -L2 -r2 L7 7,5

r3 -6 7,5- 3

:
.,

l

.i
i
I I I I t

rl

-'r**r*./

30

Das Yeifahren des Metallspritzeqs.

1"

werden

P"j Beachtung dieser Shutzmaßnahmen kann die Arbeit in Metallspritzbetrieben ohne weiteres als ungefährlich und nicht gesundheitsschädlieh bezeiähnet

1'

c. Das Messen der schichtiticke. Die stärke der spritzschichten läßt sich'nur dann messen, wenn ein nicht magnetischer Werkstoff auf einen magnetischen gespritzt wurde. Zu diesen Messungen wird das ,,T.eptoskop" (Abb.BG) von der tr'a. Hahn & KoIb,Stuttgart, verwendet. Es arbeitet auf elektromagnetischerBasis. Zwei Kontaktpole werden auf die Schicht aufgesetzt. Die Unterbrechung des Kraftlinien-flusses durch die zu
mes sende

nichtmagnetische

Schicht auf einem magnetischen Grundwerkstoff ist

ein Maß für die Schicht-

st,ärke.Dieses wird auf einen

einer Skala die SchichtAbb,36.,,Leptosk_9q'l zum llessen der Schichtdicken unmagnetischer §chichten auf magnetischen Unterlagen.

Zeiger übertragen, der auli

stärkein Millimeter anzei gt. Bei Wellen, Buchsen usw.

bedient man sich der bekannten Meßwerkzeuge.

Spritzschicht verschiedenen Nachbehandlungerr unterwoiJen. Eshabensichbeidiesen vcrsuchen-einige Arten der Nachbehandlurg ergeben, durch die es möglich ist,, die oben angeführten Mängel, wenn auchnichtgan-zznbeheben,sodochsoweitzuverbessern, daß die schicht den verlangten Aisprüchen genügt. Man unterscheidet, hierbei zwischen den mechanischen ünd therÄischen Nachüehandlungsverfahre4. 1. Die mechanischon Yerfahren dienen weniger dazu, d.ie Haftfeitigkeit der . Schicht zu verbessern, als ihr eine maßgerechte Form, eine glatte Oberfäche und; u.U. eine größere Dichtigkeit zu geben. IJm dem Werkstück eine maßserechte'1 Form zu geben dies ist tast immer bei Aufspritzungen im Maschinenbauäer FaI l - sich beclient man der üblichen spanabhlbendei Bearbeitungsvorgänge wie Drehen, Hobeln, Fräsen, schleifen usw] rlierbei ist zu beachten, aaß maä bä einer mittleren Schnittgeschwirdigkeit den Vorschub und die Spantieie gering wählt, um nicht zu große Beanspruchungen an d.ie Haftung zu stellJn. Die ii das"Werksitick gehende Komponente des schnittdrucks muß mogH"h*t klein sein, um die auf'

Schieht. Der Spritzschicht haften infolge ihrer naturgegebenen Eigenschaften noch für manche Anwendungsmöglichkeiten mehr ocler weniger starklns Gewicht fallende Mängel an. fn der Hauptsache sind dies die verhältnismäßig geringe Haftfestigkeit; diePorosität und die rauheoberf,äche. UmdieseMängela'b'zuste"llen,hatman.die

D. Die Naehhehanillung iler

oben angefrihrten Verfahren auch noch das Bürsten nit weichen Stahlbürsüen und das schwabbeln angewandt. rrie rbe i ist immer daraui zu achten, daß der Anpreßdruck nicht zu groß ist,da sich sonst die Schicht lösen kann. Diese beidenVerfahren

gespritzte Schicht nicht abzulösen. Zur Erzielung einer glatten Oberfläche werden bei weichen Metallen außer

d.en

t fnrtz t. C., Über Unfallverhütung beim Flammspritzen.

Metalloberfläche (1951)

H.l.

,ru *l.oo"ouituag der Schicht.
Schicht werden die Poren verschmiert und geschlossen. Die Wirkung je weicher das aufgespritzte Metall ist.

tb'§"
81

dienen auch zur Verdichtung der Schicht. Durch das Bürsten und Schwabbeln der

ist um

so

besser,

Eine ähnliche wirkung wird durch das walzen, Abhämmern oder Kugelstrahlen der Schicht erreicht. Ilierbei werden die Poren durch die hämmeride wirkuhg des angewendeten verfahrens zugeschlagen. Der Walzdruck od.er dje Schläge bzw. die Wucht der aufprallenden Stahlkugeln dürfen jedoch nicht so groß sein, daß die Schicht losgeschlagen wird. Die nachfolgenden Tabellen geben an1, inwieweit es möglich ist, durch diese Nachbehandlungen eine Yerdichtung der Schichten zu erreichen. Hierbei handelt
Erhöhung der Dicht,igkeit durch
Sch
Werkstoff

Tabelle 14.

leifen-

Erhöhu ng der Dichtigkeit

Tabelle 15.

durch Polieren.-

Im Mittel

'Werkstoff

Im Mittel

Nichtrostender Srahl Srahl

Kupfer Aluminium Blei

Zink

.

bis L7tach bis 1 5- bis 48fac 5- bis 380fach 5- bis 860fach 5 bis 2700fach
24-

4,9fach
5,4fach

Nichtrostender Stahl

l9fach
100fach 235fach
61Ofach

Zlnk

Kupfer

Blei.

30-bis 290fach
5-

3-bis

4-bis 2Ifach
122fach

llfach
40fach lSTfach 270fac}l
320fach 800fach

bis l500fach

Aluminium.
Stahl

137-bis 493fach
21-bis I590Iach

Bitumen - _lEEqiNcnn, I[. u. _4..§,rypsre: De-r gegenwärtige Entwicklungsstang dor Metallspritztechnik. WerksrattstechnikS2 (1988) S.5B/7, S. 55/9, S.Z6l8L H.: Die- Gefüge gespritzter Meiiallüberzüge. Metalloberfläche2 (1948) - --'8,§grxrNoln, S-97/_111. ^ pe,r1se$e-1 Die prakt.-§ützanwendung rles Mäta[spritzverfahren.. lVi"tulll
oberfläche

es sich natürlich um Mittelwerte, da die ArbeitsbeTabelle 16. ErhOhung der Di chtigkeit dingungen bei denVerdichtungsarbeiten nicht immer durch I[ämmern. gleichgehalten wurden. So erhöht z. B. ein etwas kräftiger Aapreßdruck die Dichtigkeit. Werkstoff Verdlchtung Eine bedeutende Yerbesserung der Haftfestig| I,5fach keit, Dichtigkeit und.Beanspruchung läßt sich auf NichtrostenderStahJ l,6fach Kupfer Grund der Kapillarwirkung der porösen Schicht Aluminium 2,ltach durch Auftragen verdünnter Lacklösungen erreichen. Blei 3,5fach 26,Aüach Ilierbei werden die ursprünglichen Mikrohohlräume Zink . der Schicht durch die nach der Verdunstung der Lösungsmittel als Bindekitte zurii.pkbleibenden Lackreste ausgefüllt. ' 2. fhermischoYerfahren dienen neben der Schichtverdichtung vor allem derYerbesserung der Ilaftfestigkeit. Man sucht hierbei durchWärmeeinwirkung das Gefüge der Schicht zu verdichten und möglichst das aufgespritzte Metall in den I]ntergrund diffundieren zu lassen. Dies erreicht man allerdings nur in wenigen Fälten. Das bekannteste thermische Yerfahren ist das sogenannte ,,alumetieren" (s. auch Abschn.VII82, S. 43). Wenn ein mit Aluminiirm (Stärkä etwa 0,Bmm) gespritztes Werkstück einige Zeil auf 760...800"C er]rLitzt wird, so diffundieri ein Teil des aufgespritzten Aluminiums in das Eisen und bildet dort eine vor allem gegen Hitze sehr widerstandsfähige Fe-Al-Legie-rung. um das Aluminium während des Erhitzens vor vorzeitiger und unerwünschter Öxydation zu schützen, wird es zweckmäßig mit einem Blußmittel bohandelt 2. Deutsches Y_erf.: bei 800'C lsMinuten Schutzschicht Wasserglas Franz. ,, | ,, 600o C 30 ,) Borax ,,

.

'j .jl
.,n

.ti

Engl.

,, i ,, 760'C l0 ,,

,,

',j

3

(1949) S.173.

it i:

[,i ,!
..,!

.

32

Dio Eigenschaften der Spritzschichteu.

Um eine große Diffusionszone zu erhalten, ist esin manchen Fällen zweckmäßig, die Werkstücke nach einer längeren Erhitzung auf 800"C bei dieser Temperatur noch einmal genügend .tr6ft vnit Aluminium zu spritzen. Die _verläng9rYtg. dg,
Lebensdauer alumetierter Eisenwerkstücke bei

llitze-

angriff zeigt, die Kurve Abb. 371.

vorgänge in Verbindung mit dem Metallspritzverfahren hingewiesen, so z.B. Kupferin Eisen, Zink in Kupfer sowie Nickel, Chrom und deren Legierungen

Außer diesem Alumetierverfahren vrrrde im Schrifttum schon auf andere mögliche Diffusions-

in Eisen, diese Legierungen auch in Verbindung mit Aluminium und Silizium. Durch eine Erhitzung der Spritzschicht über die

700

600

Anlaßtemperatur hinaus ist es möglich, sie zu verdichten. DieseVerdichtung entsteht durch dasin den Poren sich bildende Oxyd. Inwieweit dies der Fall bei den einzelnen Metallen ist, gibt Tab. 172 an'

Abb. 87. yerbesserüns tler

-bes[ändigteit tlurcü Äufspritzen

wärme- Es bleibt bei diesen thernt!,schsn S6chbeha'ndlungen des Metall= nicht aus, daß einer der Hauptvorteile 'Es Yon aluminium' ist dies die geringe spritzverfahrens hinlällig wird.

Erwärmung des Werkstückes beim Aufspritzen. Aus diesem Grunde können die 'wo die Anwendung thermischÄ Yerfahren auch nur dort angewandt werden' hat. das werkstück auf Einfluß schädlichen keinen höherer Temperatur
TabeIIelT, Größe tler Verclichtungvon Spritzschichten durch
Yersuchsdauer etwa 3 min.
Werkstoff Verdichtung

eine Wärmebehandlung.

Kupfer Kupfer Äluminium
Nichtrosteuder Stahl

Erhitzen (blau anlaufend) Glühen Glühen

Zink

Erhitzen
Glühen u. Abschrecken Glühen

etwa llfach 3,5- bis l7fach etwa llfach

I,5- bis llfach

Stahl

3,3- bis Sfach 2,5- bis 3,5fach

Die Spritzschichten besitzen einige kennzeichnende Eigenschaften die mehr
oder weni[er von den entsprechenden Eigenschaften des gewalzten oder gegossenen Werkstoffes abweichen. Diese Eigenschaften sind in der Hauptsache L das Gefüge der Schicht, 2. die

YI. Die Eigensehatten iler Spritzsehichten.

Dichte3 bzw. Wiclte, im X'alle einer Spritzschicht, besser Raurneinheitsgewicht (Rohwichte), 3. die Dichtigkeit, 4. die Härte, 5. die Haftfestigkeit, 6. die Verschleißfestigkeit, sowie 7. äie Schrumpfung. Diese Eigenschaften werden maßgebend. bestlimmt durch die Art der Entstehung der Spritzschicht und lassen sich
2 RnrxrNcrn, H. u. Ä. Rnrssre: Der gegenwärtige Entwicklungsstand der Metallspritztechnik s. S.31. 3 Definition nach ,,Ilütte" 1949, Bd. l, S.784: Dickte g: spez. ivlasse : Masse/Voluryen : Masss der ßaumeinheit eines Körpers. . W dckte-y : Gewicht/Volumen : Gewicht der ß,aumoinheiü eines Körpers' -- .. Raunzei,kkeitsgewi,ckt'(Rohwichte) ist das spez- Gewicht nicht homogener Körper in
dem jeweils angegebenen Zustand'

1 Scgooru. Densosr,u: s. S.3.

Die Eigenschaften der Spritzschichten.

oo

durch Ändelung d.er spritzbedingungen in kleineren Grenzen zu mehr reniger brauchbaren werüen abwandlh. Die Art des EinJlusses der od.er spritz_ p{inqnngen auf die Dichte, die Härte, die rraftfestigkeii, ai" %r..t t"ißiäJi;keit gibt die Kurvenzusammenstellung Abb. Bg an.
Teno. d.

g-72pö1

Untedoot

0isenobstqnd

0*40cm

0rohfuorschub

0*Snlnin 0+ 2üii

lnt tano|^§t^,,^t q9v,9lv!v,

uU,.

0-2

olit.

Pteßlufdruck

0-:*2otä.

&inellhät

te

26t
L

lr<s/mm2l

I

\:--__-..i:-:: / .--.
---------------.::.

/.._=:-.- ---_.;.-- ----== ::-.--' \
.t\

tuimleilltesfiok.et

{yetmgenßf dl aüa6aDn0hne I

'*!"YlMl'ß
hichte
ls/cms1
M.mestrykett
iumelfoqcn
lpon in t

b

i
|

0

lnhurcfbieounol his zun Abiolil! I

ttl

25

t

mÄ1

n
1
I

0.0000125

Ausdehnungt
n

oetwePt

lmm/mmoCl
Wrrkunosorod

I

nnDnlnh

/04

0rchtigken I

I t/4 lo %xZ ZilIilL
I

AZ ZxZ ,Z§:%
--\ --*i':l--

%

\

-'-\-'-..

%;
%AZ
'l/,,,i

.::\

//.8:Z /4 \:

-:-::--

%§'z
----Monel

"""':"-";1'\.

[Lcmz]

L§!!_l

i./

i

b

Stohl .-...----A/uminrum Äbb.38. Die Eigenschaften der spritzschichten in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen.

(6mpromißlösungen kommen müssen. 1. Das Gefüge iler Schicht. Um das Gefüseeiner gespritzten Metallschicht und die Bindung" dieser Schicht mit dem Grundwerkstoff untersu-chen zu können, werden Proben derart herausgeschnitten,
daß Spritzschicht und Grund.werkstoff

Kenntnis dieser EinJlüsse ist notwendig, um Mißerfolge zu vermeiden. In jedem einzelnen Bedarfsfalle sind die wichtigsten Anforderungen an die Schicht festzustellen. Man wird. sehr oft zlt

Eine genaue

^%

-.-.-Kupfer

'zwischen Grundwerkstoff und Spritzschicht nicht d.urch eingepreßte Poliermasse eiweitert wird oder Äbb.3e. §ch-ematischeDarstellung d.es sich ausgeprägter zeigt als sie in wirklichkeit-isi. Gerüsebildes einer spritzschicht. Da die Spritzschicht (Abb. 39) sich au s vielen kleinen Metallteilchen zusammensetzt, die nicht miteinander verschweißen, bild.et sie auch kein gewöhnliches zusammenhängendes Gefüge bekannter Art. Die einzelnen Teilchen sind. entweder ein Einkristall oder besitzeninfolge des schmelz- undErstarrungsvorganges das Gefüge

zi sehen sind. Beim Polieren ist darauf zu achten, daß clie Naht

desentsprechendenMetaltslAbb.agu.40). Dieaufgespritzt"äf"itZn"rrtagernsichln
Krekeler.Steinemer,

Metellspritzen.

g

34

Die Eigerrscha{ten der Spritzschichten.

unregelmäßigernrorm schicht,enweise an den Grundwerkstotf an,wobei die nachfolgendenTeilchen infolge ihrerBildsamkeit und Wucht beim Auftreffen sich weitgehend. in dieUnebenheiten der vorhergehendenTeilchen bzw. des tlntergrundes

Abb,40. Gespritzte Zinkschicht. ü : 5oo geätzL. ,d Spritzteilchen ö Clrundwerkstoff,

Äbb.41. Verklammerung der Spritzteilchen mit den Unebenheiten der Utrterlage. c : 500 geätzt, e Spritzschicht, ö Grundwerkstoff.

At,b. 42. Oxyileinechlüsse a

Gespritzte Zinkschicht, a

in der Spritzschicht. : 50O gealzb.

Äbb.43. X'einkörnige Spritzschicht mit mäßigen Poren
unal Oxydeinschlüssen bei normalen $pritzbedingungcn.

Gespritzte Zinkschicht. a

:

5oo geätzi.

Abb.44. Anstieg der Porösität ünd Verriugerung der
Oxydation beiAzetylenüberschuß und zu großemDrahtvorschub. Gespritzte Zinkschicht. D : 5O0 gedtzt. & PoreDkanal, ö Spritzteilchen, c Pore.

Abb. 45, Starke Zunahme d.er Oxydation infolge Sauerstoffüberschusses. Gespritzte Zinkschicht, ? : 500 geätzt. ., Oxydeinschluß.

einpassen
1

und verklammern. Abb. 40 zaigt sechs solcher Schichten übereinander mit guter Verklammerungl. In Abb. 4l zeigt sich die Anpassung der Spritzschicht
Heft

I0, S.l5I/5.

Knnrpr,nn: Über ilie Metallurgie des Metallspritzens. Metalloberfläche

4.

Aufl.

1950,

\
Die Dichte der

Spritzschichten.
d.a

85

e'

die die Porosität der schicht, hervorrufen. Da sich die Teilchen infolge der Flammeneinstellung und während ihres x'luges mit mehr oder weniger siarken kll.ltg"_1mgeben, finden sich diese im defüge wieder. sie lageä sich teils
um die Teilchen herrrm oder bilden an einzelnen ställen oxydnester

den Grundwerkstof{. Natürlich bleiben hier und

auch Hohlräume bestehen,

Größe der Spritzteilchen sowie die Porosität und Menge der Ox'ydein..hiü.." rerden in starkem Maße durch die spritzbedir:gungen heäinftußt.

iatu.+zl. pi"

nter gewöhnlichen Spritzbedingungen zeigt das Gefügebild feinkörnige Spritz-U_ teilchen mit' z. T. Einzelkristalerr und maßigen porei und oxydeir-."hftisrun (Abb.43). Bei Sauersto{f- oder Azetylenüber*ährß sowie bei zu §roßem Draht_ vorschub steigt die Größe

der Spr-itzteilchen an,

so

g,i{S*ifili-{IPb

gefägo des Spritzdrahtes rrieder finden kann. Bei
Azetylenüberschuß oder zu großem Drahtvorschub süeigt gleichzeitig die Porosität sehrstark an,während

daß man innerhalb dieser Großteilchen das Mikro-

[lfi+iiliElNi

f--1
f iliäirslüi:$i:j

0tonze

l---lMasng
jlSSIlTf cu
C-

[üläräilSn

§Ifüjfiff
STf"täti";Tif zn

fiaht u ftußeiten

inlolge der red.uzierenden Flamme die O:qydation abnimmt (Abb.44). Bei

{§il§itunn
Ei,{ffi)nein-AL
ffll1g-Legierungen

des 6uß- u. gl#;fi{!f yenfornten -0tchre I lnrcht bekannt gcwlrdene Ubetqangsdrblten

die Oxydation stark
(Abb.45).

Sauerstof füberschuß nimmt

0rctpn geUnhen Pnndn

- u.

zu

t?3(

[ekundtiVgefüge

09
Oahlen

2. Die Di'chie iler Spritzsehichten, d.b. die Raumeinheitsdichte gespritzter Schichten, als Masse/Volumen definiert, liegt naturgemäß unter der Dichte vongewalztenodergägossenen @"Ttl Werkstoffen. Wenn sich diese Eigenschaft auch d,urch äechanische Nicüfelanalungen der Schichten weitgehend verbessern I{,ßt, so erreicht sie doch nie dieWerte gewalzter oder gegossener Werkstoffe (Abb.46). Der Grund hierfür liegt in der durch die_Eigenart des Zustandekommens einer Sptitzschicht begründeien porosität und oxydhaltigkeit der schicht, die sich nicbt ganz beseitigei laßt. Die Dichte wird in den üblichen Grenzen durch den Düsenabstand wenig beeinflußt. rst der Düsena,bstand jedoclr sehr gering, so sin-kt die Dichte *"g"fi J"" §ghyagmigkeit der schicht ab. auch bei ungew-öhnlich großem Abstand"nimmt die Dichte ab, da hier die Porosität in{olge der zu geringen-Aufprallwucht stark ansteigt.

Abb.46. Die Dichten von verschiedeneä Metallen. Gußzustand, mechanisch spanlos verformter ünd gespritzter ZustenO.

Drlch den Drahtoorschub wird die Dichte infolge des hei steigendem Vorschub größeren Kornes und abnehmenden oxydgehaltes beeinJlußt. rnfäfue des gröberen Kornes steigt die Porosität und damiL sinkt die Dichte. Je nalchdem-nun die des verspritzten Metalles spezif. leichter oder schwerer sind, wird dieses _OIydg Absinken der Dichte au_fuewogen oder verstärkt. Bei AI z. B. sind die oxyde spezif . schwerer als das Metall. Der abnehmende Oxydgehalt verstärkt also die in{otje aer
AI eine größere Dichte festgestellt wurde als bei gegossenem Al.
größeren Porosität absinkende Tendenz aer lrictrte. Durch das größere Sezif. der Al-oxyde ist es auch za erklären, daß von Rolr,esoxr üei gesprifztem $-ewjcht

l

Rottasor.r, E. C.: J. fnst. Metals Yol.LX. No.

I

(1987) S.g5/66.
3{,

36

Die Eigenschaften der Spritzschichten.

Da mit wachsendem Sauerstoffd,ruclc die Oxydation zunimmt, ist auch hier im allgemeinen ein Absinken der Dichte festzustellen. Lediglich in den X'ällen, in denen das Metalloxyd spezif . schwerer ist als das reine Metall, ist ein Ansteigen der Dichte
möglich. Steigender Gosdruck läßt die Dichte inlolge der starken Porosität der Schicht absinken, während der in üblichen Grenzen steigende Preßluftdruck sie anwachsen

läßt. Anhaltspunkte
belle 18.

für

Spritzbed.ingungen zur Erzielung hoher Dichten

gibt Ta-

Tabelle 18. Spriüzbedingungen
WerkstoII
Äbstand cm

zur Erzielung hoher Dichtenl
Sauerstoff-

'Wasserstoff-

tlruck
atü

druck

Preßluftdruck

Drahtvorschub

atii

Eisen

Kupfer
Monelme

Aluminir

20 20 20 20

lrg
1,6 1,6 1,3

t,7

I,5
t,5
L,2

oq oo q.> oq

2rO

3,0 3,0
5r5

Von großem Einfluß auf die Dichte ist nach zahlreichen lJntersuchungen die Diese Untersuchungen haben z. B. in Übereinstimmung ergeben, daß die Dichten der mit einer Pulverpistole gespritzten Schichten weit unter denen der mit einer Drahtpistole gespritzten Schichten liegen. Dies liegt wohl d,arin begründ.et, daß die Spritzteilchen bei einer Pulverpistole oft nicht so hoch erhitzt und ganz geschmolzen werden wie bei einer Drahtpistole. In{olgedessen treffen sie kälter auf und passen sich schlechter den Unebenheiten an. Dies hat eine stärkere Porosität zur 3olgo. 3. Die Dichtigkeit unil Porosität iler Spritzsehichten werden gemeinsam behandelt, da sie miteinander gegenläufig ansteigen oder absinken. Dies ist ohne weiteres verständlich, wenn man beabhtet, daß die Dichtigkeit, d.h. die Durchlässigkeit einer Schicht, die Folge ihrer mehr oder weniger starken Porosität ist. Diese beiden Eigenschaften werden d"urch die Spritzbedingungen derart beein{lußt, daß d.ie Dichtigkeit bei steigendem Spritzabstand infolge des durch geringere Aufprallwucht bedingten lockeren Gefüges stark absinkt. Die Porosität steigt also an. Ebenso ist es bei steigendem Drahtvorschub wegen der auftretenden Kornvergrößerung und der damit yerbundenen schlechteren Anpassung an die Unebenheiten der Unterlage. Das gleiche gilt für den Gasüberschuß. Durch Sauerstoffüberschuß steigt dagegen die Dichtigkeit an, d.h. ilie Porosität nimmt ab. Dies ist dadurch begründet, daß die Poren sich z.T. mit Oxyden ntsetzen. Ebensobewirktsteigender Preßluftdruck eine Abnahme der Porosität und damit eine größere Dichtigkeit. Durch die erhöhte Aufprallwucht werden die Spritzteilchen fest in alle l)nebenheiten gehämmert, wobei die Anzahl der Poren gering bteibt. Anhaltswerte zur Erzielung einer hohen Dichtigkeit gibt die Tab.lg. Stark beeinllußt ist die Dichtigkeit verständlicherweise durch die Schichtdicke Beidickeren Schichten nimmt die Dichtigkeit trotz Porosität bis zur vollkommenen Undurchlässigkeit in{olge Porenüberschichtung zu.'IIm dies zu erreichen, muß die Schichtdicke für alle Metalle im Mittel etwa 0,5 mm betragen. Dies stellt natürlich die Haftfestigkeit und die Rentabilität des Verfahrens oft in Frage und bedarf vor Ausführung einer sorgfältigen Betrachtung bezüglich der Zweckmäßigkeit, wobei maßgebend sind, ob erstens die rraftfestigkeit noch gegeben ist

Art der verwendeten Pistole.

tb"Afagen

1 TaoanreNr, H.

U.:

S. S. 6.

Die Dichte der Spritzschichten,
'i.

qo t)I

Tabelle 19,

Spritzbedingungen zur Erzielung einer hohen
RnrxrrvcrR.
§pritzabstand
cm

Dichtigkeit

nach

Werkstoff

Drahtyorschub

\ichtrostender Stahl .lluminium
StahI Kupfer

20 20
10 5 5 5

1,9 1,8

T,7

I,9
2,4

2,7

,,

1,6
r12

link
Blei

2,4 2,4

4 2,4 2,0
6 5

lrg lr6

I,65
1,5

4.4

zylindr. Teile ohne weiteres), und zweitens, ob die entti.p. stehenden Kosten die Anw-endung des verfahrens noch rechtfertigen. Diq lrärte iler spritzsehichten liegt fast immer über der Härteäes ausgangs1. werkstoffes. Dies ist einmal durch dön oxyclgehalt der schicht bedingt orärfr* andeten dadurch, daß die hocherhitzten Spritzteilchen einer schne]Ien"Abkühlung unterworfen sind, also praktisch abgeschreckt werden. Ein weiterer Grund isi darin zu sehen, daß die aufgespritzten Teilch"n durch die Aufprallwucht der nachfolgenden zusammengepreßt und eingehämmert werden, *u. mechanische ver"iio"Spritzschicht festigung zur n'olge hat. Ausschlaggebend für die llärte einer sind, abgesehen von der Härte des verwendeten rverkstoffes, die spriizbed"ingungen. Mit zunehmendem Spritzabstand sinkt die Härte bis auf einen verhältnismäßig niedrigen konstanten Wert ab. Der Grund trierfür ist darin zu suchen, daß die Teill chen bei größerem Abstand nicht mehr rrrit so großer Wucht ineinander gehämmert werden._ Mit steigendem Drahtvorschub, steilendem Gas-, sauerstofj--und. preß_ luftdruck nimmt die Härte zu. während in den beiden ersten x'ällen diese Här,tezunahme durch eine Kornvergrößerung hervorgerufen wird, kommt im Falle des ansteigenden Sauerstoffdruckes noch ein starkes anwachsen der oxydation hinzu. Befsteigendem preß_ luftdruck wächst die Härte durch die grtißere Aufprallwucht, die die "spritzteilchen besser ineinander hämmert. anhaltswerte übef die spritzbedingungen zur ErLellgs einer g_roßen lrärte, gibt die Tab. 20. Durch diJangegebenen werte wird. die Ilaftfestigkeit nur mäßig beeinflußt.
U9i Aulspritzungen rabene 20.

spritzbeu,Jltti"*.:",iä:0"+,+:#l$*",H*"#l.ferschiedenen werkWasseßtoffdruck
VoNchut)

Metail

atii

Stahl

Kupfer
Monelmetall

10...15

I0'..15
r0...15
10...15

2..'2,3
1,8

lrg
2,0
1,6

3,0
3r1

2,5"'3,0
4,5 3,0 6,0

Aluminium

2r0
1,6

3,0 3,0

5.. Die Eaftfestigkeit iler spritzschichten. über die vorbereitung des untergrundes wurde auf s. 24-27 das r{otwendige gesagt, so daß hier nur noch die reinen Spritzbedingungen behandelt werden. Mit wachsendem Düsenabstand sinkt dieHaftfestigkeit, da die Teilchen sowohl an Aufprallwucht als auch an Bildsamkeit verlieren uäa .l.n nicht mehr genügend verankern. Durch steigenden Drahtvorschub sinkt die Haftfestigkeit ehä{aili ab, da die Korngröße der spritzteilchen wächst und diese sich diher den uneben-

38

Die "Eigenschaften

der Spritzschichten.

heiten der^Unterlage_schlechter anpassen können. Das gleiche ist bei steigendem Gas- und Sauerstoffdruck der X'all. Yon weiterem Einfluß auf die Haftfestigkeit ist auch die Dicke der aufgespritzten schicht. Mit deren Anwachsen sinkt die lraftfestigkeit stark ab. DJr 'atig"_ ini,nkel wird ebenfalls mit steigender schichtdicke geriiger (Abb.4z). D er B i eg ewi,nlc el, wft d nach DrN 50 r 2l in f olgender we]se b estimmt : Eine probe von 30mm Breite wird mit einer schicht bespritzt und so gebogen, daß die spritz_ schicht auf der dem Biegeilorn entgegengeseizten seite He!t. il", Doro hatäinen Durchmesser von l0mm, die
Auflagerollen einen solchen von
Spritzbedingungen:

.l

50mm. fhr Abstand beträgt

b

Dorndurchmesser plus dreifac[e

S_auerstoffdruck atü 7,5 I t,s Preßluftdruck atü S,S I 4
Abb. 47.. Die Eaftfestigkeit und der Biegewinkel zweier gespritzüer Zitrkschichten in Äbhäasis keit vän der schichtdiäLel-

Drahtvorschub cmnioizso Probendicke.
G_asdruck

atü l,Zsl l,S

gilt der Winkel,

Als

Biegewinkel

bei dem die Probo den ersten Anriß zeigt.

Untersuchungen verwandten Spritzpistolen. Sie können auch als Richtlinien für andere Pistolen gelten.
Yerschleißfosligkeit_ rler Spritzschichton. Bezüglich der Verschleißfestigkeit lassen sich schier.vrergleicüe zwischen a"* g"*p-.iirten ono gewalzten ode.r gegossenen Workstoff ziehän; insbesonderg aa äieäe Eige.r*"hufi ;;;-;;: spritzten Schichten noch Gegenstand eingehenderVersuehe ist. Hi-er spielenArt uäd

Als Anhalt für die günstigsten Bedingungen für eine guteHaftfestigkeitkann die Tab.2I gelten. Die Werte gelten für die bei den

q* 6. Dio

Tabelle2l' sprit'zbe{ingung^e-n f ür__eine gute Haftfestigkeit bei verschiedenen Werkstoffen. (Nach TuonulsN u. RorfrrNonn.)
Werkstoff
Spritzabstantl cm
Wess ers toff -

druck

Sauerstoffdruck

Preßluftdruck atit

Drähtvorschub

atü.

atü

N
Eise.n

10

2,5

20...25
15

lrg

2,5

t,7
1r5

3,0
oq oo

2,r

2,3

AI

t5

1r6

lrg
2,0 2,5
orU

t,4
1r3 0r7

l5

15

1,3 L,2

0,6

2,4...3

4,2

nahme des oxydgehaltes.

umstände der verschleißbeanspruchung eine sehr große Rolle. TnonmaNN kommt auf. Grund^v-on_eigenen Versucden zu dJm Schluß,äaß die Verschleißfestigkeit gespritzter schichten immer weit unter der des gegossenen werkstoffes il"gt. -r" mehreren Veröffentlichungen anderer X'orscher wld angegeben, daß die yerschleißfestigkeit gespritzter Schiähten bei Gleitlagern infolge"ih-rer pärositat und der damit verbundenen ausgezeichneten Lauf- ind Notläufgemeinschaften wesentlich besser als die des urspränglichen Werkstoffes sei. P"i vergleiohender Betra-chtung der bisherigen veröffentlichungen kann man zy {em Schluß kommen, daß die Yerschleißfest"igkeit gespritzter Schichten höher als bei gewalzten und niedriger ars bei g"go..".ä weiksloffen ist. Mit steigendem Spritzabstand fällt nach TsonuaxN d"er Verschleiß stark ab und Yergrößerung des spritzabstandes von lQ auf 40cm um etwa 800%. 1Y*...!"i Gleichfalls sinkt der Yerschleiß mit steigendem Drdhtvor*"hotr in{olge,der AL--

Mit

steigended sauerstoffdruck steigt er -wegen

zv

Die Anwentlung im

Maschinenbau.

39

n*hms des Oxydgehaltes an. Mit dem Gasdruck nimmt der Verschleiß auch rieder zu. , Dieses dürfte in der größeren Porosität der Schicht begründet sein. Ihgegen nimmt der Verschleiß mit, steigendem Preßluftdruck ab, da die feilchen eine dichtere und damit auch glattere Schicht bilden. Tab.22 gibt die §pritzbedingungen für größtmögliche Verschleißfestigkeit an.
rlabelle 22.

spritzbedingungen
Spritzabstand cm

iff;"r;"*li*l"r."nr"ißfestigkeit
Wasserstoff-

bei stahl.
Drahtvorschub

Werkstoft

druck atü r12

auerstoffdruck atü

Preßlüftdruck atü

Stähl

3,0

3,0

7. Die Schrumpfung der Spritzsehiehten. Jedes Spritzteilchen unterliegt beim Erkalten einer Schrumpfung. Wird eine zusammenhängende Schicht sehr schnell gespritzt, so wird die Schrumpfung der einzel:ren Teilchen verhindert und die
Schicht zieht sich als Ganzes zusammen. Infolge der großen Längenänderung kann die Schicht vom Haftgrund gelöst, werden. Durch geeignete Arbeitsverfahren kann dies jedoch weitgehend vermieden werden, falls die Schrumpfung unerwünscht ist 1. In diesem X'alle ist es notwendig, den llntergrund erst so dünn aufzuspritzen, daß keine zusammenhängende Schicht entsteht. Dann kann sich jedes Teilchen mit der l]nterlage verklammern und für sich zusammenziehen. Die entstehenden Zwischenräume werden von den nachfolgenden Teilchen ausgefiilIt, die dann nicht mehr in der Lage sind, die ersten Spritzteilchen von der lJnterlage loszureißen. Die Schrumpfung ist also weniger den Spritzbedingungen als der Art der Arboitsführung unterworfen.

YII. Dio Anwentlungsgehiete

iles Metallspritzens.

I)ie Anwendungsgebiete sind sehr vielseitig, doch sind dem Verfahren viele und manchmal sehr enge Grenzen gesetzt, die beachtet werden müssen2.Man kann
folgende Anwendungsgebiete unterscbeiden3 : 1. Die Anwendung im Maschinenbau. 2. Die Anwendung zum Zwecke des Korrosionsschutzes. 3. Die Metallisierung nichtmetallischer Stoffe. 4. Das Yersprit'zen von Kunststoffen.

A. Dio Anwenilung im Maschinenbau. Im Maschinenbau wird in derHauptsache Stahl gespritzt, um beschädigteTeile auszubessern oder abgenutzte wieder gebrauchsfähig zu machen. Weiterhin kann man von vornherein die dem Verschleiß ausgesetzten Stellen von Werkstücken au.fspritzen, um nicht das ganze Werkstück aus versehleißfestem Werkstoff horstellen zu müssen. 1. Anwenilung zw Aushesserung verschlissener oiler fehlerhafter Teile. In der ersten Zeil, wurde das Stahlspritzen nur zu Ausbesserungszwecken verwandt. Verscblissene Wellen, Zapfen, Lager, Kugellagersitze, Kurbelwellen und Gleit1 Srnrruunn, K.: Das §pritzen auf Dichtigkeit bei Stahl- uudMetallspritzen. Maschinen. markt 56 Nr.87/88. 2 Püscsnl,: ProblenmstellungderMetallspritztechnik, s. S. 28. 3 SrnrNnlrnn, K.: Oberflächenschutz durch das Metallspritzverfahren. Maschinenmarht 57 (1951 ) Nr. 88.

40

Die Anwenilungsgebiete des Metallspritzens.

bahnen wurden nach einer entsprechenden vorbehand.lung (säubern, Aufrauhen) (Abb. 33) mit einem verschleiß{esten Stahl bespritzt und nelu geschliffen. Sie waren

dann wieder voll verwendungsfähig (Abb.48, 4g).

Ein anderes Anwendungsgebiet ist die Ausbesserung von fehlerhaften Metallgußstüoken. Lunker, Blasen oder Ausbrüche werden nach einer Vorbehandlung ausgespritzt und so voll verwendungsfähig gemacht (Abb. gB). Wenn die Fehlerl stellen mit dem gleichen Werkstoff ausgespritzt werden, aus dem das Gußstück besteht, verhalten sich die ausgebesserten Stellen

In der Gießereipraxis wird das Aufspritzen metallischer Überzüge auf Gußstücke einschließlich
Grauguß auch zum Zwecke des Schutzes gegen Korrosion und Zundern oder zur Ausbesserung
angewandt.

auch gegen Korrosion genau so wie das Gußstück1.

Nachdem es anfangs nicht möglich war, Risse oder Ausbrüche an Gußkörpern, wie Motoren, Zylinderköpfen, Ölwannen, Heizungsgliedern, Kom.pressoren, pumpengehäusen usw., mit Stahl auszubessern und dicht zu spritzen, ist auch dies in den letzten Jahren gelungenz. An der Stelle des
Risses wird eine schwalbenschwanzförmige

Äbb.48. a Aßgeschlagetrer Kugellagersitz einer Einterachsbrücke yor

f#$ü'f,'J'"';:''.l"#iJ?tl?i,1!,11fi. könnettreim Erkalten jedes für sich schrumpfen. Beim Uberspritzen füllen die nachfolgenden TeiIchen die Lücken. Nachdem dieser Yorgang oinige Male wiederholt woiden ist, hat sich auf dem Boden der Nut eine zusammenhängende dichte Schicht gebildet, d,ie keiner Schrumpfung mehr unterworfen ist. Nunmehr kann der Rest der Nut in

von Spezialfräsern eingearbeitet, wobei die gena,ue n'orm der Nut wichtig ist. I{ach mechanischer oder elektrischer Aufrauhung wird dann in diese vorbereitete Nut mit geringem Spritzabstand und unter schnellem Yorbeistreichen mit der Pistole eine dünne Lage Stahl gespritzt, wobei sich eine zusammenhängende Schicht noch nicht bilden kann. Die einzelnen Spritzteilchen verankern sich hierbei fest in die Unebenheiten und

Ililfe

Nut mit

Schicht in der Lage ist, die Grundschicht

einem Arbeitsgang ausgespritzt werden, ohne daßdiese zweite

von der

Unterlage

abzureißen. Können
Abb. 49. Eurbelwelle mit aufgespritzten LagersteIIen. (Werkloto iler Fa. Schlüpmann, Msnden.)

am oder in der Nähe des Risses Zugspan-

ist

zweckmäßig_ erst elektrisch zu schweißen und dann iach Aufrauhung dicht zu spritzen, da die Schicht nur geringe Zugfestigkeit aufweist.
Gießerei (1950)

der

Riß

nungen auftreten, so

^ ' Ih*rJ.

neues Instandsetzungsverfahren für verletzte Gußkörper. Die neue H. 12. 2 Stnn*ortnn, K.: Das Spritzen auf Dichtigkeit beim Stahlund Meta,Ilspr;,s. S. Bg.

C.: Ein

Die Anwendung iru tr{aschinenbau.

4t

(+leitflächen in mancher Hinsicht den normalen Gleitflächen überleg"n wr""rr. Die Verschleißfestigkeit ra'ar angestiegen und diese n'lächen hatten bedeutend bessere Lauf- und Notlaufeigenschaften. Dementsprechend ist auch die Abnutzung der l,agerschalen bedeutend geringer. Die Porosität rler gespritzten l'lächen, die beim Korrosionsschutz ein Nachteil ist, ist hier von großämNutzen lür die Laufeigenschaften. Die Poren der Spritzschicht nehmen-öl auf, welches sie u-ährenil der Laufzeit cler Maschine oder heim Yersagen der Schmierung l-ieder abgeben. Auch zrvei gespritzte f,auffiächen laufen befriedigend miteinl ande{. In ,A.usnutzung obiger \-orteile gespritzter Gleitf 1ächen
ging manbald dazu über, Weilen

Geschweißte oder genietete Nähte, die nicht dicht sind, können durch Aufrpr-itzen eines metallischen Überzuges abgedichtet und gleichzeitig gegen Korrosion :-eschützt rverdenl. 2. lletallspritzen zurn Yerschleißschutz. Man stellte fest, daß die gespritzten

und Zapfen von vornherein mit einer gespritzten Lauffläche zu r-ersehen (Abb.50). Man hat darnit die besten Erfahrungen gemacht. In einern FaIl zeigten gußeiserne Tauchkolben nach einem Betriebsjahr noch keine rnerkbare Abnutzung. Bei der llerstellung von Yer-

bundlagern nach dem Metall-

Abb. 50. Äufspritzen einer lägerstelle mit verschleißfestem (\Yerkfoto dcr tr'ä. Rudoli X,engshausetr K.G. Wien.)

sptitzverfahren zeigten sich ebenfalls sehrguteErgebnisse2. Gußeiserne Stützschalen u'urden mit Bronze ausgespritzt und u.aren selJrst den Yollbronzelagern äberlegen. Die Schalen tverden nach entsprechender Yorbereitung ohne \rorrvärmung bei einer LTmf,angsgeschrvindigkeit,von I0'"'30m/min und einem Yorschub von I...2mml LTmdr. auf einer Drehbank gespritzt, rvobei GBz t4 als Spritzmaterial vollkommen genügt. Zum n'ertigbohren dienen geiäppte Hart'rnetallwerkzeuge mitden üblichenSchnittgeschwindigkeiten und Yorschübenfür Bronze3. Ein Selbstkostenvergleich zeigt, die gute Wirt-

schaftlichkeit dieses Yerfahrens. Wenn Werkstücke nur an einzelnen Steiien lioch beansprucht werden, so kann man sie clort leicht mit einem verschleißfesten'Werkstoff aufspritzen, r'vährend ais Grundwerkstoff ein minderwertigeres Material verl,vendet wird (Abb.50). Durch diese An'r.vendungsmöglich-

Schulrubsi,tze. Link- : Origina I-Absrtz, l\tirte

Abb, 51. Ilerstellung einer Matrize für

Bleinratrizc. Rechfs: I n 3i nrin gcipritzte SIt-Sta hl--tlrrrlz(.

:

keit lassen sich sehr oft hohe Kosten und große Merigen hochlrertiger Werkstoffe einsparen. Durch die l\föglichkeit, schlrer schme]zbare ]Ietalle unrl sogar Hartmetalle mit Hilfe der Elektropistole zu verspritzen, kann das Verfahren utrch in de. spanlosen n'ormgebung ange'r,andt r'verden. Die Herstellung von Itormen untl
Ver. Gas- und Wasserfachmann 23 (1943) 7, S. 139. _ s RorunNanne, O.: Werkzeugmaschinenlager mit Gußeisenstützschale und aufgespritzter
Bronzelauffläche. Masch.-Bau-Betrieb 20 (1941) S. 527/80. (1942) S.93 u. 216.
3 R,otrrmNemnc, O.: Das Nletallspritzen als Fertigungsmittel. Masch.-Bau-Betrieb 1 Mnvnn, M.: Dichtung eines GasbehäIters durchnletallspritzen. Monatsbericht schu.eiz.

2l

42
Matrizen

Die Anwenilungsgebiete des MetallspritZens.

Wesentliches herabsetzen. Man stellt Kunststofformen aus Gips, Holz oder Blei als Grundwerkstoff her und überspritzt sie dann mit Metall. Die erforderliche Steifigkeit wird durch Bespritzen

ist nach den üblichen verfahren sehr umständlich und teuer. DurcLr $le Anrarendung des Meta,llspritzens lassen sich diese Aufwendungen um ein

derRückseiteerreicht. AlsBeispiel{ürd"ieZeitersparnisleidieHerstellungeiieraUsatzmatrize Sngeführt, die in 35 Minuten mit sM-stahl fertiggespritzt werden kann (Abb.5I). um die Härte der x'orm noch zu steigern, *irdä"iReßluftdruck er_ höht. Bei einer Erhöhulg von T auf r4atü ni_mr"jt die Härte in{otge a", groß"Ä Auftreffwucht der Teilchen um 30% zu r. Nach neueren n.gun"i.rli ist bei martenmöglich.

l

j

sitischem stahl und hohem Kohrenstoffgehalt eine Aufharlung

"o"

rrorr.,rt"",

iof,

l j

j

Korrosionss ehatz. um das verfahren mit Erfolg anwenden zu können, ist eine genaue Kenntnis -*"i"?ur der Korrosionsvorgänge __ __o,---o, notwenäig. Es muß bekannt uvÄ@ruu §vtrl, ."i", wuluflel- AIü Art ole d.ie aul_ auftretende Korrosion ist, welchen pr,atz die !u in I tr'rage r aSE auuuurl(lerl kommenden werkstoffe vy et K§loIIe In in der spannungsreihe uausu, ur,qruruug§reurv haben, und wle §rurr uuu wie sich ure die porositäider rorosltra! oer §plrtzschicht spritzschicht auswirkt. Tritt l der x'all ein, daß diese porosität die schutzwirkung däs üu"rr"gu. erheblich ver_ schlechtert, so ist sehr genau zu präfen, inwieweit änd wodurch äie porosität ver_ mieden werd-en kann, und ob diä hierfür aufzubringenden Kosten das verfahren
abzuraten.

B. Die anwenilung des }retallspritzons für ilen

I

noch wirtschaftlich machen. rst d,ie porositd,t mlt rentoblen Mtttr[n ni,chü m,it Bi,cherhei,t zu bese,i,ti,gen, so ,i,st unbed,,ingt oon d,er Anwedd,ung des Verfahrens

gibt, molekularisierü wird und dieses Motall zur i(athoau mä"nt. Das unedlere
Überzugsmetall zersetzt sichalso undschütztdas Grundmetall auch bei vorhandenen Poren. Der sich bei diesem elektrolytischen Vorgang Uifdende ßauerstoff scheid.et

ronen in Lösung. Diese- verdrängen den wasserstoff des uiltäoryt"", der als Kation zum edleren kathodischerän Metall w-andert, dort *"i"" po.itiie Ladung ab-

Grundsätzlich kann-gesagt werden, daß die porosität immer dann schädlich es sich um elektrolJrtische Korrosionen hand.ert und da,. d;*ü;;l;ll edler als das Grundmetall, d.h. in der spannungsreihe kathodischer ist. Dies ist z. B. der x'all, wenn Kupfer, Blei oder ziniauf Eiäen aufgespritzi wird. rn der pore bildet sich dann bei Ilinzutreten eines Elektro§rüen einiolalelement, welches das unedlere, also in diesen FäIlen das GrundmetariEisen, ,.i"gü, i;iösung zu gehen und so den.Beginn der Zersetzttng einleitet. rs| {ag überzugsmetall unedrei ars das Grundmetall, so verläuft der vorgang ymgekehrt. Das unedJere Metall wird zur Aaode und schickt seine positiv geladänei

ist, wenn

sich

an

abgeschieden

dem unedleren Metall

beständig und nicht wusserrö*lich sind und das Fortschreite.r-a", z.r."trrog f1em1en. rm folgenden werden die für den Korrosionsschutrin tr'rage komm"nden
Metalle angeführt.
zuges auf Eisen

zeichn-et dies auch als ,,T's1nwr1kung". Der Zersetzu"g*"o"g""g-äiÄu; metalle_ geht nur sehr rangsam voran, da die sicn iitaeia"i

ab, während ä ä"- udl"r"r, ä", wasserstoff wird und ein Hinzutreten von sauerstoff verhindert. Man be_

d;;;ü;-

itt"tuttoxyau *Jh,

1. Zink eignet sich zur Erzie-rung-eines gegen-Atmosphärilien beständigen übermit Hil.fe djp Metallspritzv"-rtuhr"rr.. bies ist in ä", ouä geschil_ derten ,,Fernwirkung" des Zinks begrindet (vgt. Zinksch;t;pl;i;; i* §.rr?ttuä"j.
u.

,äl"too,,

M. U. : Elektrospritzverfahren für Kunstharzpreßformen.

Kunststoff,Bl (rg4l

)

Dio Anweqalung des Metallspritzens für den

Korrosionsschutz.

48

fm Ausland ist die Yerwendung rron gespritzten Zinkschichten für den Korrosionsschutz weit verbreitet und hat sich gut Lewährt. In Deutschland war man bisher noch zurückhaltend. Die Schutzwirkung einer gespritzten Zinkschicht beginnt gegen atmosphärilien schon bei etwa 0,05mm Schichtdicke. Mit zunehmender Schichtdicke steigt die Haltbarkeit, des Überzuges natürlich an. Doch sollte unter Berücksichtigung der Haft- und Biegefestigkeit sowie der Kosten die Schichtstärke 0,1 ... 0,125mm (etwa 900.. . 1000 g/m2 verspritztes Zink) nicht übersteigen. 2. Aluminirm. Einen ähnlichen Korrosionsschutz wie Zink,überzüge bewirken aluminiumüberzüge. Auch dieses Metall ist gegenüber den meisten anderen Metallen anodisch. Jedoch ist die tr'ernwirkung hier nicht so ausgeprägt wie bei Zink und es muß auf eine gute Dichtigkeit geachtet werden. Kombinierte überzüge aus zn-al und al-Zn haben sich gut bewährt, erstere gegen vorstärkte Angriffe von Wasser und Dampf, Ietztere gegen sauTe .Atmosphäre und Ind-ustriegase. Einen besonderen schutz bieten aluminiums"üicht"o gegen verzänd,erung. Bei diesem Yerfahren, Alumetierung genannt (vgl. Abschn. VD2, S.Bl), wird das mit Aluminium gespritzte Werkstück mit einerWasserglaslösung zur Verhinderung

einer vorzeitigen Oxydation überzogon. Hierauf wird dasWerkstückeinigeStunden (clie Angaben hierüber sind sehr unterschiedlich) einer Temperatur von 600 ... 900' C ausgesetzt. Durch diose Wärmebehandlung erreicht man, daß das aufgespritzte Aluminiumin dasEisen derl)nterlagediffundiert. Diesich ander Oberflächebildende

Fe-4l-Legierung ist bis zu einer Temperatur von 1000' äußerst beständig gegen Verzunderung (Tab. 23 v 24)1.

höhung der Dif f usionstemperatur nach rrorausgegangener zweimaliger Al-Aufspritzung.
Yerlust bei 850',
456 Stdn.

Zunderbeständigkeit duich Er-

Ta,belle

23. Verbesserung der

Zw Er ziehtngeiner korro sionsbeständigen Schicht soll die Al-

Abb.52. Äufspritzen einer Walze gleichzeitig mit zwoi Spritzpistoletr. (Werkfoto der n'a. Rudolf B,engshausen K.G. Wien.)

bewährt wie Zink und wird in
Amerika häufig angewendet. In
Deutschland wird os wegen der geringen Vorkommen nicht ver0,75

Auftragung für Gase mindestens 0,3 mm stark sein. 3. Kailmirrm hat sich ähalich

24. Energie- und Zeitauf wand sowie Al-Verbrauch bei Sverschiedenen ZunderTabelle
s

chut zver fahren.

wendet. Zudem ist die Schutzt,2...2,5 wirkungoft schlechter als b eiZink. 4. Niekel unil säurebestänilige Stähle. Die verwendung von Nickel und säurebeständigen Stählen hat sich nur da durchgesetzt, wo es auf Grund d.er Werkstückf,orm möglich ist, dickere Schichten aufzuspritzen (Abb.52), ohne daß einAbblättern der Schichten zu befürchten ist, z.B. bei Trockenzylindern von Papiermaschinen.
1

r,2-.2,5

Rurrrrern, rr,: Die p:rklische l{uizanrenlun3

des Meüallspritzverfahrens

s. s.

31.

44

Die Alwendungsgebiete des Metallspritzens,

A-uftragunggn-tritt bei porösen schichten der umgekehrte P'.'9r"§"" beizi^k-, Al- und cd-ariftragunge-n auf. Dies hat r;, x,;k;ä;äi" vorgang wie Ko"rosiorr r, den Poren in verstärktem MaßJauftritt. 5- Messing ist ebenfalrs dem Eisen gegenüber kathodisch und würde dahor nur. bei einer Auftragung in dicker SchiäÜt vor Korrosion schützen. Diese Starkauftrlsuns wenn die Fräche mimels Lichtb;;;;ti"irru

6. Kupfer kommt auch bei Dünnauftragungen ars Korrosionsschutz kaum in Betracht, da das Eisen dann bei porosität Jehr"schneir wird. Es wird öfters in den n'ä[en a,fgespritzt, in denen man sich *"ir" ""g"ärli"" gr?"i warme- urrd stromleitfähigkeit nutzbar mucht, z.B. bei fnduktionsöfen.
? ' Bronze. Bronzen werden hauptsächlich für seewasserbeständige Auftragungen und T,agerlaufflächen jeder Art versfritzt.
I

1st -möglich, aotr"hmelzpunkte erhält, die durch ihre Rauhigkeit eine gute verklamäerungergeben. vielf ach di enen Mes singüb erzt[e au ch r,i o uror-uTi ä"ä;;"1?".

8. Zinn. Durch die Beständigkeit von zinn gegeniber organischen substanzen wird dieses Metalt sehr viel alskorrosior...h..ir"i, ä;;üi;;;smittelindustrie verwendet' Eine Anwendun-g-des Metallspritzverfahrens *;." hi;r"."hr vorteilhaft. Jedoch ist auch dieses Me-tall zu Eisän kathodisch, *"*rrrru gungen in Frage kommen. wregen au, w"i"nn"it "". starkauftrail; M";;lüi.ijuao"n die Mög_ lichkeit-gegeben, die Zinnschicf,t bei dünneren Auftragung"" a"rln mechanische Nachbehandlun-gen, wie Bürsten, schwabbeln, schreif"en -rrrJ r<rg"t*trahlen, zu verdichten, und die Poren zu schließen. pi"" *""r,u"td""üilätung ist immer
zu empfehlen.

würden die *^"3;Ir_:l: ,qil! r\o§f,en rurTl"-1 verroreiun_gen. wesenflich senken. Jedoch koüm"n nur Starkauftragungen in Betracht. fn Ausnahmefällen können auch hier dtirrner. Schichten bei schwachen Angriffen durch Nachbehandlung verdichtet

das gteiche wie

für Zinn.

Breiaufspritzunsen

10. w'eißmetalt wird in- alen gewünschten euaritäten, in Draht oder in purverform verspritzt. Die Laufeigensch'aften der Lager sind gui.

*"ra"r.

dienen. Auch fsolatoren können teilw?i ilweise mit einer Metallschicht üLerzogeä werden.
Das Flammenspritzen in der Elektrotechnik, Elektro-Anzeiger

L.::::*f,*t?"::i^1}tl1*b."'",t;;;;;;ä;tf ä;il'ä;:;:ffi#ä

C. Metallisierung nichtmotallischer Stoffe. Ein sehr wichtiges Änwendungsgebiet ist das-Metarspritzer:r in verbindung mit Kunststoffen. Es ist ohne weiterÄ äöghch, auf Kunststäte metatrtiuerzüge durch Aufspritzen aufzubringen.._Dies trifft";edoctr ohr" uu*orrä"ru-urrt"rruge nur bei niedrigschmelzenden Metallen bis etwa 7a0" za, da dann die Bespritzen nicht angegriffen werden. Bei hochschmerzenden Kunststoffe beim Metailen muß die Kunststoffftäche zuü s"chutz geger., verbr;;";;;J ;il;t"*"s.;-;cht, aus niedrig_ schmelzendeu Metallen_ resprität werden, auf die dann das höherschmelzende Metall aufgebracht wird. 'Weiterhin können viele andere nichtmetallischen Stoffe metallisiert werden, yte {-olz (zur Konservierung), Papier, Gewebe, Glasund porzellan. Dieses eröffnet dem verfahren vieleAnwe"a""g*äögiiJr"it"r, vor allem in der Elektroindustriel. Glas und Papier können zur Härsteilu"g Ko"d;;;;"" rJ.pritrt werden. "o" *,^it". * ut e Verwendu n g als S c hut z g"g", Ä o,rtgenst rahlen, I::Y":r:, 9"^**:

(lg5l ) H. 48.

Das Flammenspritzen von

Kuqststoffen.

45

Weiterhin ist das Überziehen von Kohlewiderständen und Kohlebürsten an den Kontaktstellen durch Motallspritzen an Stelle der bisherigen Verfahren ohne weiteres möglich. rn der Radioindustrie ist man in Amerika dazu übergegangen, an stelle der verwirrenden und umständlichen llandverdrahtung eine Spritzverdrahtung einzuführen. Das Chassis wird aus Kunststoff gepreßt, wobei die Kanäle für die Drahtleiturrg in Form von Einschnitten mit eingepreßt werden. Nach einer Aufrauhung werden diese Einschnitte automatisch ausgespritzt. Man spart durch dieses Ver-{ahren das Einlegen der Drähte sowie die vielen Lötstellen. Es ist in allen Fällen wiehtig, ein Feinkorn mit ausreichendem Spritzabstand zu
verspritzen.

D.

Das f,'lammenspritzen von Kunststoffen.

von Metallen Kunststoffe zu verspritzen. Seit etwa zehn Jahren ist dieses bei Verwendung von Kunststoff-Pulaer möglich. Das Problem des Drahtspritzens ist noch nicht gelöst. Das Kunststof{-Biammspritzen geschieht nach dem gleichen prinzip wie das Metallpulverspritzen, doch erzielt man eine glatte homogene Schicht. Der Grundwerkstoff wird vor dem Aufspritzen gesandstrahlt und danrr auf etwa 150...200' erwärmt, um den au{prallenden Teilchen die nötige Schmelzwärme zu erhalten. Nach Erwärmung des Grundwerkstoffes wird das Kunststoffpulver aufgespritzt, wobei die
einzelnen Teilchen die Flamme durchfliegen und geschmolzen werden. Durch richtige Einstellung des

Seit langem war es erstrebenswert, zumZwecke des Korrosionsschutzes an Stelle

LuJtdruckes läßt sich die günstigste Flugzeit der Polverteilchen festlegen und ein überhitzen des Kunststof{es vermeiden. Die Anwendung ist auf solche Kunststoffe beschränkt, die in der Flamme
schmelzbar und trotzdem hitzebeständigsind. Außerdem müssen sie sich in Pulverform herstellenlassen. Die sich bildenden Überzüge haben eine mechan.

Haftfestigkeit von etwa 130 kg/cm2. Sehr nachteilig ist es, daß bei großen Flächen die Schicht nach dem Erkalten infolge des starken Äbb, 53. Kunststoff-X'IammSchrumpfens rissig wird. Dies läßt sich auch nicht Spritzanlage Griesheim). durch Vorwärmen der Werkstücke ganz verhindern. Man kann die Rißbilctung nur vermeiden, indem man kleinere tr'elder mit dazwischenliegenden freien Räumen au-fspritzt. Die Zwischenräume werden dann
(

anschließend nach gespritzt.

I. Das Kunststoff-f,'lammspritzen nach dem Schori-System. In England war es die tr'a. Schoril, die auch bei dem Metallspritzen nach dem Pulververfahren arbeitet und auf Grund ihrer dort gesammelten Erfahrungen zu den ersten brauchbaren Ergebnissen auf dem Gebiete des Verspritzens von Kunststoften gelangte. Siebenlrt'zt ztt diesem Kunststof f -X'lammspritzen die glei che Pulverspritzpistole wie zum .Metallspritzen und setzt nur eine andere Düse ein.
1 Siehe Fußnote S. 12.

46

Die Wirtschaftlichkeit des Meüallspritzverfahrens.

Es werden nach dem Verfahren Polyühen und Thiokol verspritzt, weiterhin auch Bitumen und Schellack mit Glimmer. Die Schichten können in einem Arbeitsgang bis zu einer Stärke von 3,5mm aufgetragen werden. 2. Das Kunststoff-Flammspritzen nach ,rGrieshoim.61. Das Griesheim-n'lammspritzgerät (Abb.53) arbeitet ohne reinen Sauerstoff nur mit Preßluft von mindestens 3,5atü und Azetylen von 0,3...0,5a1ü. Verspritzt wird ein Kunststoffpulver auf der Basis von Polyäthylen, welches einer besonderen Abwandlung unterworfen wurde und unter dem Namen Lupolen Ir geführt wird. Es ist ungefärbt, kann jedoch auch farbig geliefert werden. Die mit Lupolen I{ hergestellten überzüge sind korrosionsbeständig, wasserabweisend und wasserunduichlässig. Dazu biesitzen sie gute mechanische Eigenschaften. Die tfberzüge können in beliebiger Stärke aufgetragen werden. Meistens genügt jedoch eine Schichtstärke von 0,8...1,2mm. Sie sind gegen viele chemische Angriffsmittel beständig, teilweise bis zu 60"C.li Sonstige Spritzverfahren. Außer dem Verspritzen von Metallen und Kunststoffen ist man dazu übergegangen, auch andere Stoffe zu verspritzen, so z.B. Bitumen, Email und neuer.

E.

dings sogar x'aserstoffe. Diese Yerfahren gehören jedoch mehr in das Gebiet der Farbspritztechnik und sollen daher hier nicht erörtert werd.en.

Y[I.

Die Wirtschaftlichkeit iles Metallspritzvorfahrens.

letzl,en Endes die dung des Verfahrens

Unter Anerkennung der mannigfaltigen Vorteile des Metallspritzverfahrens ist 'Wirtschaftlichkeit von entscheidender Bedeutung. Bei Arrwenist daher immer zu prüfen, ob -die entstehenden Kosten noch wirtschaftlich sind. Die Preise, die hier eingesetzt sind, können naturgemäß großen

1. Einfluß iler 'Werkstäckgröße. Bei Tauchverfahren pnd galvanischen Yerfahren erfordern größere Werkstücke größere Aalagen an ilehältern und Bädern. Dies bedingt ein Ansteigen der Kosten. Beim Metallspritzen werden dagegen die Kosten je Quadratmeter gespritzter FIäche nicht größer. Weit er ist zu beachten, daß die Anwendung der erstgenannten Yertahren durch die zur Yerfügung
stehende Badgröße begrenzt ist . Die Anwendung desMetallspritzverfahrens ist also einmal von der Werkstückgröße unabhängig und zweitens aus obigen Gründen mit wach sender Werkstückgröße wirtschaftlich er. 2. Yergleich zwischen Spritz- unil Anstricharbeiten. Bei Spritzarbeiten zum Zwecke des Korrosionsschutzes liegen die Kosten meist über denen des Anstrichverfahrens. Jedoch ist dies für die Wirtschaftlichkeit nicht ausschlaggebend, wie, das nachfolgende Kalkulationsbeispiel zeigt.

Schwankungen untetworfen sein. Sie müssen jeweils in der Praxis nach oben oder unten korrigiert werden. Das gleiche gilt auch für die angegebenen Verbrauchszahlen.

Anstrich.

Sandstrablentrostung metal Irein 2 Grunda,nstriche Bleimennige . 2 Deckanstriche Eisenglimmär

Laut Bundesbahnvorschrilt (Ro St

1950)

,, . - 2,50 ,,

. . 1,95

.

1,15 DM/m'
,, ,,

Spritzverzinkung.
Sandsürahlententrostung metallblank Zinkaufspritzung 0,1 mm stark

5,60 DM/m2 2,1b DM/mz

5,50 ,,

,,

----Eosd[t

7,60 DM/m2

der tr'a. ,,Griesheim-Autogen", X'rankfurt/M., Kri{telterstr. 1-48.

Die Wirbscha{tlichkeiü ctes Metallspritzverfahrens.

47

DieKosten der Spritzverzinkung liegen also um etwa 360lo über denKosten eines Farbanstriches. ErhäIt der Zinküberzug noch einen Deckanstrich, so erhöhen sich die Kosten um etwa 1,20DMim2 auf 8,I0DM/m2 und liegen damit um 57olo über den Anstrichkosten. Bei Berücksichtigung der Vorteile einer Spritzverzinkung zeigt sich jedoch deutlich, daß die Wirtschaftlichkeit, trotzdem gegeben ist. Die Yorteile sind: l. Bei vorsichtigster Beurteilung eine mindestens dreifache Dauer der Schutzwirkung. 2. Kein Sandstrahlen bei Erneuerung des Deckanstriches.

3. Aüsgezeichnete Haftung des Farbüberzuges. 3. Die I(osten iler Spritzauftragnngen unterteilen sich in die Anlagekosten und
Betriebskostenl.

fnstandhaltungskosten dor Met'allspritzanlage und den Raumkosten. Sie sind natürlich für die einzelnen I'abrikate etwas unterschiedlich.

a) Die Anlagekosten

setzen sich zusammen aus den Anschaffungs- und

.Im

nach{olgenden sind ungefähre Mittelwerte

für ein Gleichdruckgerät mit

Preßluftturbine angenommen:

. . . etwa 1200,- DM . ,, 45,- ,, ,, 50,- ,, t50,- ,, ,, Gas 5. 2 Rückschlagpatronen ,, 20,- ,, 6. I Kompressor mit Anüriebsmotor ,, 3000,- ,, 80,- ,, 7. I Öl- und Wasserabscheider 8. l Drahtspulvorrichtung ,, 80,- ,o 9. 1 Spritzkäbine mit Exhaustor ,, 600,- ,, 1000,- ,, 10. 1 Drehvorrichtung l. l vollständige
2, l§atz Schläuche etwa 3N6m:l8m 3. I Reduzierventil fär Sauerstoff.
Metallspritzpistole

_a,rt,-

"*_

DieseKosten müssenteils in einemJahr undteilsinetwa l0Jahren abgeschrieben werden. fn einem Jahre sind die Positionen l "'5 im Gesamtbetrage von l365DM zweckmäßig ganz abzuschreiben. Wird das Jahr zu 280 Arbeitstagen gerechnet und angenommen, daß die Anlage durchschnittlich 5 Stunden täglich in Betrieb ist,
so

eriibt sich hierfür

eine stündliche Abschreibungssumme oo"

fiq.

- lDMih.

I)ie übrigen Pos. in Höhe von 4760,-DM können in etwa l0Jahren abgeschrieben werden. IJnter Annahme der gleichen Ausnutzung ergibt sich eine stündliche
Abschreibung von

m+:fi.u =0,34DM/h'

Die Aalageabschreibungen betragen demnach je Betriebsstunde etwa 1,34 DM. Rechnet mao dazo die Zinsen für das Aalagekapital mit 8olo, also 8'6L,25 x 500,-DM/Jahr, somit für eile Betriebsstunde

+ 0,36 : l,70DM. Die Raum- und Instandhaltungskosten sind hierbei nicht berücksichtigt, sondern sollen in den Gemeinkosten enthalten sein.
so betragen die Kapi,tal,kosten ie Betriebsstunde 1,34 (1951) H.8.

#h:

o,BGDM,

1 Siehe auch Fnrrz, I. C,: Über

die Kosten beim Flammspritzen.

Metalloberfläche

4B

Nachtrag.

b) Betriebskosten. Diese Kosten setzen sich aus den Kosten der verbrauchten Betriebsstoffe zusammen. Als mittlere Werte seien hier die nachfolgenden Selbstkosten je Stunde angenommen.
Preßluft, 4

Azetylen 1,5 ms Arbeitslohn

kwh

.

Sauerstoff 0,75 ma etwa 200Y" Gemeinkosten.

1,20 DM 3,75 ,, 0,60 ,, 1,50 ,,
os;t

10,-DM Hinzu kommen noch die Kosten des je stunde verspritzten Drahtes. c) Die Gesamtkosten setzen sich aus Kapitalkosten und Betriebskost e\ü)sammen und betragen ohne Berücksichtigung der Drahtkosten'ungefähr je Stunde
Kapitalkosten
Gesamtkosten

Betriebskosten

. . etwa 1,70 DM ,, T0,- ,, . . etwa 11,70DM.

Hinzu kommen noch dio Kosten des verspritzten Drahtes, z.B. bei spritzverzinlrung (verspritzte Menge Zinkdraht je Stunde etwa 8 kg): ' 8 kg je :16,-

2,-

DM (Preis vom I. L 60)

DM
,,

Es ergeben sich insgesamt

:

16,27,7 O

It,Z0 DM.
DM je Betriebsstunde.

Teilt man die Kosten je Stunde durch die 3läche von etwa 6m2, so erhält man die
Selbstkosten Dieser Selbstkostenbetrag

in

einer Stunde zu verarbeitende

:"!o

6

:

4,62DMlmz.
Spritzverzinkung

oberfläche.

angenommenen mittleren Werte und kann sich bei den einzelnen Pistolensystemen etwas verschieben von etwa 3,50. . .5,50DM/m2. Bei Yerwendung von and.eren Metallen ergeben sich entsprechend andore Werte. Die Kosten ftii das Sandstrahlen botragen etwa 2,-...3,-DM/m2 je nach Beschaffenheit und x'orm der werkstück-

je Quadratmeter

gilt für die hier

IX.

Nachtrag.

Während der Drucklegung des vorgenannten Werkstattbuches sind r:och einige reuere Ergebnisse bekanntgeworden, die infolge des schon geschehenen Umbruc[s nur in Form eines Nachtrages berücksichtigt werden können.

Lü sei,te 10 sind in Tab. 1. ,,spezifische Gewichte und schmelzpunkte der für das Metallspritzverfahren gebräuchlichsten Metalle in Drahtform" noch die Werte für die Pulvermetalle nachzutragen. Bei Pulvermetallen wird nicht das spez. Gewicht, sondern die Fülldichte in g/cm3 als Kennzeichnung genannt:
Sn - Bz 5 Sn-Bzi Sn-Bzg Sn-Bzg Ms 60 Ms 70

?ülld,i.chte 3,7 glcm3, wenn spratzig ,, 4,9 ,, kugelig 3,4 ,, ,, spratzig ,, 4,8 ,, kugelig

,, ,,

2,8 3,1

;; "'il"*

Nachtrag. 70 90 5 Pb - Bz 30 Pb-Sn-Bz2O Al gg,5 Pb 99,99 2n99,9 Cu 99,9 Sn 99,9
Ms

49

f
ü

Ms Rg

Fültd,ickte 4,6 glcms, wenn kugelig 3,2 ,, ,1, spratzig ,,

I
i
j
r

,, ,, ,, ,, ,, ,, ,,. ,,

2,2 5,1 4,1 1,2 5,5 5,3 5,2 3,9

,, ,, ,, ,, ,, ,,

,, ,,

,, ,,
,,

,,

kugelig kugelig oder spratzig.

über die Tabelle spritzt, u. a.:

Ohne die vorgenannten NE-Metalle, die in Pulverform verspritzt werden, werden I hinaus noch eine Reihe vonUntergruppen von Legierungen veri

Ms 58 bis Ms 90 mit alleq Tombakgruppen und Sonderlegierungen, §owie Walz-, Mangan-, Isema-, Zinn-, Alu-, Phosphor-, Blei-Bronzen und Resistin. Weißmetalle, wie WM 80, WM 70, WM 50, WM 42 usw. und Kupfer-, Nickel-,

Alu-, Zink-, Zink-Kupfer-Legierungen, wie auch Konstantan, Molybdän, ArmcoEisen, martensitische Stahlqualitäten bis 450 HB und die Alu-Legierungen. A.uf Sei,te 26 ist bei der Aufzählung der Verfahren zur Vorlpereitung der zu bespritzenden Unterlage zwischen Absehnitt 5 und 6 folgendes nachzutragen:

in

Aufrauhung ilurch oloktrischen Lichtbogen. Mit einem Elektro-Aufrauhgerät, der Regel bis 6 Wolframelektroden von 'etwa 3 mm @ spannend, mit Preßluftzufuhr, wird das betreffende aufzurauhende Maschinenteil, meistens eine Kurbelwelle, also gehärtete Wellen usw., nach Anscbluß über einen handelsüblichen Umspanner, laufend, bewegend berührt; hierbei ergeben,sich auf dor Berührungsoberfläche kleine Unregelmäßigkeiten, deren Rauhigkeit für eine Spritzgutverklammerung ausreichend ist.

Zt Sei,te 37: Nach Meinung der Firma Roland Fienemann, Hamburg, ist die Härte der durch das Metallspritzverfahren erzeugten Stablschicht praktisch unabhängig vom Mischungsverhältnis Sauerstoff zu Azetylen. Eine Steigerung der Gasund Sauerstoffmenge hat somit keinen Einfluß auf die l[ärte der Spritzschicht. Die Härte gespritzter Stahlschichten erreicht bei etwa 150 bis 250 mm Spritzabstand ihren Höcbstwert. Das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit der Teilchen, ihrer Auftreff-Temperatur und der Abkühlungsgeschwindigkeit ist also für
diese Entfernungen besonders günstig.

Die Korngröße der Spritzteilchen ist wesentlich bestimmt vom Drahtvorscbub, MischungsverhäItnis und Ausströmgeschwindigkeit der Luft aus der Düse. Bei konstantem Drahtvorschub und konstanter Ausströmgeschwindigkeit ist dio durchschnittliche Teilchengröße wesentlich vom Mischungsverhältnis Sauerstoff zu Azetylen und damit von der erzielten Flammentemperatur abhängig Der Oxydgehalt der gespritzten Stahlschicbten ni:runt mit wachsendem Spritzabetand zu. Die Oxydbildung ist bei kleineren Spritzabstäuden an den Randzonen des Spritzkegels erheblich höher als in der Kernzone.

Za Sei,te 432 lmAbschnitt 4. N i c k e I u n d s ä u r e b e I t ä n d i g e Stähle, ist noch utergänzenz Nichtrostende Stähle werden nur dann verspritzt, wen:r eine spanabbebende Bearbeitung nach dem Verspritzen möglich ist, da nur eine glatte Oberfläche einen ausreichenden Schutz bietet. Die Verhältnisse sind die gleichen wie beim VerKrekeler/$teinemer, Metallspritzen.

i

--

.=-drrj1':,5ffi

1
50.

Nachtrag.

schweißen von Cr-Ni-Bleehen. Auch diese bieten nur einen ausreicbenden Sehutz, wenn die Naht nacbträglich sauber bearbeitet werden kann.

wellen, , !/r1der usw., arso Teile, die spanabhebend bearbeitet,werden können, haben sieh für Neufertigung
rostenden Stählen bestens bewährt.

und Regen".i"rrrE a"""n §p.itr""rirnr"., mit nicht-

rm Behälterbau kann es vorkommen, daß große Frächen naehgearbeitet werden müssen. Dies ist aber nur möglich durch von frand geführte Schleifteller mit flexibler Welle.

gehaltes eintritt. . , Die Auftragsstärke soll mindestens 1,g bis 2,0 mm betragen, da man für die naehfolggn{g spanabhebende B_ea^rbeitung eine ztgabe von Ojo bis 0,g mm anreehnen muß' .Tlieraus ergibt sioh, daß sehr of=t eine Plaitierung nifigeri.i. bi". ist von x'all zu Fall zu entseheiden.

- c-r-Ni-spritzdrähte müssen-unbedingt mit neutraler Flamme verspritzt werden, da sich sonst Chromoxvde bilden und äine unzulässige n.non"rg äes Kohlenstoff-

ist die Auftragung von niehtrostenden Stählen immer lohnend.

Wennessich umTeile handelt, die dureb Dreben nachbearbeitet werden können,

I

I 1

I

I

I

72111416l (61 W 67 276 4022

.

a'.i

.

I

a

,

"

SPBINGER.YDRI]AG

/ BEBLIN . GöTIINGEN. HEIDELBERG
1951.

Die Zerspanbarkeit ilor metallischen unil nichtmetallisehen lVerkstoffe. von Dr.'Ing. habil- KarI firekeler, Professor a. d. Techn. Hochschule Aachen. Mit I4g Abbildungen.

XII,

358 Seiten.

Ganzleinen DM g4.80

Die Zerspanbarkeit der lMerkstoffe. von K. Krekeler, Aachen. (werksra6bücf,er für Betriebsangestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Herausgeher: Dr.-rng, H. Iraake, Hamburg, Heft 6l). Dritte, verbesserte Auflage. Mit z0 abbildungen und zahlreichen Tabellen im Text. 64 Seiten. Ig4g. DM 8:60

öt im Betrieb. von '

K. Krekeler und P. Beuerlein. (werkstartbücher

angestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Herausgeber: Dr,-Ing. H. Haake, Hamhurg, Ileft 48). -Dritte, verbesserüe Auflage. Mit 55 Abbildungen im, Text. Etwa 56 Seiten. (In Yorbereitung).

für

Berriebs-

DM 8.60

l'arbspritzen. Verfahren, Stoffe und Einrichtungen. Von Obering. B. Klose. (Werk. stattbüeher für Betriebsangestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Herausgeber: Dr,-fng. H. Haake, Hamburg, Heft4g). Zweite, verbesserte Auflage. Mit l0g Abbildungen. 75 Seiten. lg5l.
DM 3.60

Anstrichstoffe unil Anstrichverfahren mit

grund- und Zwisohengrundbehandlung. Von Obering. ß. Klose. (Werkstattbücher für , Betriebsangestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Itrerausgeber; Dr.-rng. H. Haake, Ilamburg, Eefr 108). Mir 49 Abbildungen. 59 Seiten. tg5l. DM g.60

besonderer Berüeksichtigung iler uater-

Masehinelle Hanildbrkzeugo. von Baurar H. Graf. (werkstattbücher für

'

üen.

angestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Herausgeber: Dr.-Ing. Ir. Haake, Hamburg, Heft 79). Zweibe Auflage. Mit L24 Abbildungen und 6 Tabelien

Beüriebs-

1e50.

im Text. 60
DM

t;b

Sei-

Rezepte fär die IMerkstatt. von F. spitzer. (werkstaürbücher für Berriebsangestellre, Konstrukteure und Facharbeiter. rlerausgeber: Dr.-Ing. H. Haake, Hamburg, Heft g). -Fünfüe,. neubearbeitete Auflage. 64 Seiten. lg4g. DM g.60 Messung iler Oberflächengüte.

.

lnre praküische Anwendung auf die Funktion zusammenarbeitender Teile. Von Dr.-Ing. Georg Sohlesinger f, ehemals Professor an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. Mit f54 Abbildungen und vielen Zahlellrtafeln. VIII, 248 Seiten. lg5l. Ganzleinen DM 4f.50

Zt beziehen durch jede Buchhandlq:rg

-.-rcffi'

§PRTNGER-VEB,LAG

/

BERr.,rN

:

GÖTf TNGEN

'

EETDELBDR

G

Korrosionstabellen metallischer lMerkstoffe geordnet

Von Dr. iechn. Franz Bitter, Leoben'Lirrz. Dritte, erweiterte Auflage. Mit 29 TextGanzleinen DM 34.50 abbildungen. IV, 283 Seiten. 1952. (Springer'Verlag, Wien)'

nach angreifetralen Stoffen.

Lehrbuch tler allgemeinon Metallkuntle. Von Dr.

Georg Masing, _o-. ö. Professor an Göttingen. Meüalll-runde.GOtli-nge.1. für Allg_emeine Allgemeine Meüallkunde *"" Instituts _'_:-_-_-" rektor des Direktor döttingen, uvuutu6vu, der uEf Universitäü ulllYvl-ruau (rrrt T,äcke. Allsemeine Metall' Assistent am Institut für Allgemeine Lücke, Assist€nt Dr. Kurt Ü"t"r-fflii*i.L""g "ori495 Abbildungen. XY, 620 Seiten' 1950' kuncte Göttingen.- Mit DM 56.-; Ganzleinen DM 59.60

GrundlageU

iler Metallkunale in anschaulichel Darstellung. Von Dr. GeorgMasing, o. ö. äofessor an der Universitäü Göttingen, Direkü'or des Instituts für AttgeT-gi-nJ ifieiatit<"nae Göttingen. Dritte, verbesselte'Auflage. Mit l4-0 Abbildungen. -V^III, Steif geheltet DM 12'60 I48 Seiten. 195I.

Hitzehärthare Kunststoffe (Duroplaste). Von Dr. Andreas Nielserr f, HtPburs. (Werkstattbücher für Betriebsangestellte, Konstrukteure und Facharbeiter. Ileraus' ;;;;;1" D..:I"*--H. Haake, Ham"burg, Heft 109). Mit 123 Abbildungen' 0l§gi!"1:

tg1z.

DM 3.60

KUnStharzpreßStgffe unal, andere Kunststoffe. Eigenschaften, Verarbeitung und 4rr-

- *""A""S.' Von Oberingenieur
ZZO

Walter Mehdorn. Dritte, erweiterte Aufllg-e, ^1VIit Ät5ta""gen und ein"er Ausschlagtafel. VIII, 354 Seiten. 1949. Ganzleinen DM 36.-

Chemische Technologie

von Dipl.-Ing. Dr. techn. Franz Kainer. i;iü;'yi.hü;i6-ünA iinytchlorid-Misch-polymerisate. Von D_ipL-Ins, .Dr. techn. Franz faine*, put*,rtanwalt in lleidelberg. U'lt tif ettitaungen' XI{,

{er Kulststoffe in Einzelil,arstellungen. Herausgegeben

['rt"n'r'fä ;if'dr.-

TV'erkstattstechnik und Maschinenbau
"na
Organ der Arbeitsgemeinschaft Deutscher. Betri-ebsingenieure --- der Lteitsgemeinscüaft für fertigungstechnisches Meßwesen im VDI. Herausgeber: Profes§or Dr.'Ing. O. Kienzle'
Behandelü werden alle werkstattstechriischen Fragen im Maschinen- und Apparatebau sowie in der Feinmechanik, Arbeitsverfahren, Verhalteq-der wäk.ioff" bei der Verarbeitung, Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, Vor' richtungen der spanenden und umformenden Bearb-eitung, rationelle n""tig"äg, Normüng, Austauschba,u, Prüfverfahren,-. Meßzeuge,- Wg'{: Ärbeitsschutz. Berichte über die Gemeinschaftsarbeit rtat[ä"iäri.t tung, - der ADB, AFM, AWF und ßEFA Bücher' und Zeitschriftenschau. Monatlich ein Heft DIN A 4. Vierteljährlich DM 6'-

Zu beziehen durch jede B.uchhandlung

Einteilung ilor bisber erschienenen Eefte nach Faehgebieten (Fortsetzung)

tr. §pangebenilc Formung
.r

,

: t.
{
li

Eef t Äußenräumen. Von A. Schatz. .,...,....,.. 80 Das §chleifen und Polieren der l\tetalle. 4. Aufl. Von O. Werkmeister. 5 Spitzenloses Schleifen I Maschinonaufbau und Arbeitsweise Von W. Hofmann 97 -. Spitzgnloses Schleifen Il Zusatzvorrichtungen, Genauigkeits- und Schönheitsschliff - 107 Von W. Hofmann. -

(Fortsetzune)

Läppen. Von H. H. FinkelnburC.. .. . . Werkzeugschleifen. Von A. Rottler. Feilen. Von B. Buxbaum. Das Sägen der Metalle. 2. Aufl. Von J. Hollaender. Die Fräser. 4. Aufl. Von E. Brödner, Das Fräsen. 2. Aufl. Von Dipl..Ing. H. H. Klein. .

10ö

94 46 40 oo 88
81 7L

Die wirtschaftliche Verwendung von Einspindelautomaten. 2.Aufl. Von. H.H.Finkeinburg Die wirtschaltlicheVerwendung von Mehrspindelautomaten.2.Aufl.Von"H.Il.Finkelnbur[ lYerkzeugeinrichtungen auf Einspindelautomaten. 2. Aufl. Von F. Petzoldt........:

'l,Yerkzeugeinrichtungen auf l\fehrspindelautomaten. Von E. Petzoldü (hn Druek)..... llaschinen und Werkzeugo für die spangebende llolzbearheitung. 2. Aufl. Von H.

83 95 78

Wichmann

III.

Spanloso Formung
11

Freiformschmiede I Grundlagen, lVerkstoff der §chmiede, Technologie des Schmie. - Von dens 4. Aufl. F. W. Duesing und A. Stodt (Im Druck). -. Freiformschmiede II undAusführungvonSchmiedestücken. Schmiede" -Konstruktion beispiele 3. Aufl. Von A. Stodt . -. Freiformsehmiede III u. lYerkzeuge der Schmiede-. 2. Aufl. Von A, Stodt - Einrichtung Gesenkschmieden von Stahl I Technologische Grundlagen der Gestaltung von Schmie. destücken und Schmiedewerkzeugen-. 3, Aufl. Von H. Kaessberg.,.......... Gesenkschmieden von Stahl II - Die Gestaltung der Schmiedewerkzeuge -. 2, Aufl. Von H. Kaessberg. Das Pressen der l\fetalle. Von A. Peter. . Die Ilerstellung roher Schrauben I der Köpfe-. Von J. Berger.......

t2
oo
31

I - Schnittechnik -.-Anstauchen 2, Aufl. Von E. Krabbe (Im Druck). II - Die Bauteile des Schnittes -. 2. Aufl. Von E. Krabbe Stanztechnik III Grundsätze für den Auf bau von Schnittwerkzeugen-. Von E. Krabbe Stanztechnik IV - Formsta,r,z.en Von W, Sellin.. . .. ., .. -. 2. Aufl. Die Ziehtechtrik in der Blechbearbeitung. 3. Aufl. Von W. Sellin.
Stanztechnik Stanztechnik Hydraulische Preßanlagen für die Kunstharzverarbeitung. 2.

58 41 39

44
57 59

60
25

Aufl. Von H. Lindner.

.

82

lY. Schweißen, Löten, Gießerei
l3
43

74 to 85 102 93
28 14

Maschinenformerei.

Von

Fr.

t7
und Fe.
10

70 66 68

Einteilung der biahcr crgchienenen lfeftc nach Fachgclietsn (Fortrotztrng) Y. Antriobe, Getriebc, Yorrichtungen Ectt Elektrische Antriebe von Werkzeugmaschinen. 2. Aufl. Von H.Birett,.............. 64 Ilohe Drehzahldn durcb schnellfrequenz-Antriob, Yon F. Beinert und Ir. Rirett..,.. g{ sbufe_lgetriebe an \{erkzeugmaschinen mit kreisender lrauptbewegung. B. aufl. von H. Rögnitz (Im Druck). ........,.................... 55 Hydraulische und mechanische Triebe für Geradwege an werkzeugmaschinen. yon

Die Zabnformen der Zahnräder. 3. Aufl. Yon H. Trier. Dio Kraftübertragung durch Zahnräder. 2. Aufl. Yon E. Trier. plnpau und 1V-artung der Wälzlager. 2. Aufl. Yon IV. Jürgensmeyer

Stufenlosv1rstollbareGetriebe.VonF.W.§imonis. Iflaschinolle Flandwerhzeuge. 2. Aufl. Yon H. Graf . . .

Il.Rögnitz

......

lOf
Zg

47

Dichtungen, Von K. Trutnovsky. Teilkopfarbeiten. 4. Aufl. Von W' Pockrandt. Span_nen im Maschinonbau. 2. Aufl. Von K. Deuring (Im
Der Yorrichtungsbau

... . .. . .

B7

Druek), 5l I - Einteilung, Einzelheiten und koneüiuktive Grundeätze -. gB S.AufI.VonH.Mauri. :...... ....... DerVorrichtungsbau II Einzelvorrichtungen und Bearbeitungsbeiepielo mit -Typische Vorrlchtungen Reiben planmäßig konstruierter Aufl. Yon ll.fuauri ?5 -. 5.und Der Yorlichtung^sbqu Wirtschaftliche Heistellung Ausnutzuug dor Yorrich. -III tungen 12 -. 3. Aufl. Yon H. Mauri..
YI. Prüfon, lfessen, Anreißon, Rechncn
Werkstoffprüfung

29 gg 6

-

Metalle

-.

4.

Aufl. Von P. Riebensahm

. .:. . . .

. 84
18

.. I

Längenmessungen. VonH.Schmidt. Technische Winkelmessungen. 2, Aufl. Von G.
Messen und Prüfen von Gewinden, Von

HärtemessungeninderWerkstatt.VonL.[Iermann(ImDruck).

Schnitthraft- und Drehmomentmesser für werkzeugmaschinen. von rI. schallbroch und H. Balzer . Das Anreißen in Maschinenbau-Werkstätten. 3. Aufl. Von II. Mauri.. Das Vorzeichnen im Kessel..und Apparaüebau. 2. Aufl. Von A. Dorl... Technisches Rechnen L 5. Aufl. Von V. Eappach. Technisches Rechnen II. 3. Aufl. Von V. Happach. Der Dreher als Rechner. 4. Aufl. Yon E. Busch. Feinstarbeit, Rechnen und Messen im Lehren-, vorrichtungs- und werkzeugbau. 2.aufl. Von E. Busch und F. Kähler t. . .... Prüfen und Instandhalten von Werkzeugen und anderen Betriebshilfsmitteln. 3. Aufl. Von P. Ileinze (Im Druck)

Berndt. K. Kress.,

..,,..,. 104
65

:i

gl

g8
52
gO OB

B

,:

Bo 6?

YII. Betriobsfragen, 0rganisation
Der Aufgabenkreis des Betriebsingenieurs. Von J. Paul. Die Instandhaltung von Werkzeugmaschinen. Von H. H. Peineke. Arbeitsvorbereitung I. Von F. Prietl.. Arbeitsvorbereitung II. Yon F. Pristl..

..,,.
,,
.

lO0
gB

gg

...

lO0

L*,