Freiherr Karl von Reichenbach Odisch-magnetische Briefe

Nach der Originalausgabe Stuttgart 1852

© Paul Allen HTML-Version Juni 2004 Ariadne's Rope Research (ARR) (englisch) Forschungsprojekt Ariadnes Richtschnur (ARR) (deutsch)

Anmerkung zur HTML-Ausgabe: • • Worttrennung zwischen 2 Seiten wurde hier nicht mitübernommen. Für eine Benachrichtigung über nicht entdeckte Tippfehler bin ich dankbar; die jeweils aktuelle email Adresse: : hier (solange diese Web-Adresse existiert; eventuell kann sonst eine Suche mit dem Begriff "Ariadnes Richtschnur" "ARR" erfolgreich sein). Zum Copyright: o Das Copyright der Original-Ausgabe 1852 ist längst erloschen. Allerdings ist jede NEUE Ausgabe, mit neuem Satz und in neuer Aufmachung eines Werkes wiederum 80 Jahre lang durch das Copyright geschützt. Ich möchte darauf hinweisen, daß also das Copyright dieser html-Ausgabe durch weltweiteite gültige Gesetze geschützt ist. o Diese HTML-Ausgabe wird allen Menschen gratis online zur Verfügung gestellt. :-) Ich untersage allerdings ausdrücklich jede Art von gewerblicher Weiterverbreitung dieser Ausgabe ohne Rücksprache mit mir z.B. mittels bezahltem Download, DVD, CD-Rom, und anderen Medien (ausdrücklich erlaubt ist jedoch jede kostenlose Weiterverbreitung auch mittels der genannten Medien). o Ich möchte alle Freunde der Esoterik hiermit auffordern, alle wichtigen Werke, die nicht mehr durch das Copyright geschützt sind, zum Nutzen Aller frei zugänglich ins Internet zu stellen !

Paul Allen, Juni 2004.

(Seite 3 und 4 im Orginal)

Inhalt:
Seite

1. Brief Die sensitiven Menschen. Beispiele aus dem täglichen Leben. 2. Brief Das Od ein Zweig der Naturkräfte. Die Kristalle, ihr Leuchten und ihre Gefühlserregungen. Die Dunkelkammer. 3. Brief Das Sonnenlicht. Das Mondlicht. Das prismatische Farbenbild. Das polarisierte Licht. Geodetes Wasser. Od als kosmisches Dynamide. 4. Brief Der Magnetismus. Gefühls- und Gesichtserscheinungen. Verschiedenheit von Od und Magnetismus. 5. Brief Sogenannter tierischer Magnetismus. Leuchtende Pflanzen, Tiere, Menschen. Rechte und linke Seite der organisierten Wesen in odpolarem Gegensatze. 6. Brief Menschenod. Beispiele von mancherlei odischen Paarungen aus dem täglichen Leben. 7. Brief Mesmerismus und Od, dieses als Weltkraft, jenes als ihre spezielle Anwendung und Benützung in der Heilkunst. Der Strich. Das Verfahren der Ärzte. 8. Brief Der Chemismus. Die Verdampfung mit der Destillation. Die Gährung und Fäulnis. Grablicht. 9. Brief Der Klang. Die Reibung. Die Quellensucher. 10. Brief 11. Brief Die Wärme. Die Elektrizität. Die gesamte Körperwelt als Odträger. Einzelne Stoffe von größerer odischer Wirksamkeit. Metalle. Spiegel. Geschmeide, Kupfer. Messing und Eisengeräte. Erzlager und Bergbau. Ausbildung des sensitiven Gefühls Verladung des Odes auf feste Körper, auf Wasser, auf Luft, Atem, Kleider und Betten. Durchleitung des Odes. Annäherungsverladung und Durchleitung. Odischer Dualismus. Odchemische Reihe der einfachen Stoffe. Unipolarität jedes einzelnen. Alkalien und Säuren. Magnetpole, Kristallpole, lebendige Pole, linke und rechte Hand. Das Farbenbild des Odlichtes. Das Polarlicht der Erde.

7 11

14

17

21

24 27

30 34 37 41

12. Brief

44

13. Brief

48

14. Brief

52

15. Brief

Der Erdmagnetismus und das Erdod. Die Lagerung der Sensitiven im Wachen und Schlafen. Kirchen- und Theaterbau, Stellung von Stühlen, Klavieren, Werktischen, Schreibpulten. Leitungsgeschwindigkeit. Strahlung. Tragweite. Odische Atmosphäre der Menschen in Gesundheit und Krankheit. Odoskop. Etymologie des Wortes Od. Schluß

55

16. Brief

59

Seite 7

1. Brief
Die sensitiven Menschen. Beispiel aus dem täglichen Leben.

Sind Sie niemals, mein werter Freund, im Leben einzelnen Menschen begegnet, welche die sonderbare Eigentümlichkeit hatten, eine ausgesprochene Abneigung gegen alles, was gelb ist, gegen die gelbe Farbe ganz überhaupt, zu hegen? Ein feines Zitron, ein glänzendes Gold, ein feuriges Orange gewähren doch gewiß einen reizenden Anblick; was sollte daran Widriges sein? Fragen Sie diese Leute, welche Farbe ihnen etwa angenehm sei, so werden Sie von allen aus einem Munde hören: blau. Das Azur des Himmelstiefen ist ein wohltuender Anblick; aber wenn der Abend es in goldene Rahmen faßt, so gesellt sich zum Schönen doch gewiß noch das Schönere: das Prachtvolle. Wenn man mir die Wahl stellte, ob ich lieber in einem strohgelb ausgemalten Zimmer meine Tage verleben wollte oder in einen hellblauen, so würde ich wahrscheinlich das gelbe vorziehen. Alle Feinde des Gelben, denen ich dies sagte, verlachten mich und beklagten meinen Geschmack. Ich kehre die Frage um und möchte von Ihnen hören, ob Sie irgend einen Menschen getroffen haben, der Ihnen gesagt hätte, blau sei ihm zuwider? Gewiß nie; kein einziger hat jemals blau verabscheut. Woher nun bei gewissen Menschen solche Übereinstimmung in der Abneigung gegen Gelb und der Vorliebe für Blau? Wir wissen aus der Farbenlehre, daß Gelb und Blau in einer gewissen Wechselbeziehung zueinander stehen. Es sind Komplementärfarben, die eine Art von polaren Gegensatz zueinander bilden. Sollte in diesem noch etwas anderes verborgen liegen als die bloße Wirksamkeit auf unser Sehvermögen? Noch ein unbekannter tieferer Unterschied als der einfache optische Farbenunterschied, den wir alle kennen? Und sollte für das Empfinden eines Unterschieds auch unter den Menschen ein Unterschied bestehen, so

zwar, daß die einen wahrzunehmen imstande wären, was die anderen nicht zu erkennen vermöchten? Sollte es sozusagen Menschen von zweierlei Sinnen geben? Das wäre doch eine ziemlich sonderbare Sache! Versuchen wir ihr weiter nachzugehen. Ein Mädchen schaut wohl gern in den Spiegel. An Männern fehlt es vielleicht auch nicht, die des lieben Widerscheins sich freuen. Wer möchte es ihnen auch verdenken, wenn ein wohlgelungenes Abbild von Gottes schönem Meisterwerke daraus entgegenlacht und all das Vorgefühl der Siegeslust erweckt,die ihnen blüht? Gibt es doch nichts herrlicheres,

Seite 8 nichts beseligenderes in der Welt als ein schönes Ichselbst. Wie aber, und dies sollte möglich sein, daß es Mädchen, Frauen, daß es Männer gäbe, die den Spiegel scheuen? Die sich davon abwenden und ihren eigenen Anblick nicht vertragen? - Wahrhaftig, es gibt solche. Es gibt Menschen, und sie sind nicht eben selten, denen der Spiegel ein eigenes Gefühl von Bangigkeit, wie wenn ein laulich widriger Hauch sie anginge, verursacht, daß sie nicht eine Minute lang ruhig aushalten mögen. Der Spiegel wirft ihnen nicht bloß ihr Bild, er wirft ihnen noch einen unnennbar peinlichen Eindruck zurück, manchen stärker, manchen schwächer, manchen nur kaum noch so weit fühlbar, daso eine unbestimmte Abneigung gegen den Spiegel übrig bleibt. Und was ist dies? Woher rührt es? Warum empfinden diese Widrigkeit nur gewisse Menschen, warum nicht alle? Sie haben viel Reisen gemacht, es ist unmöglich, daß Sie nicht in Eilwagen, im Omnibus,auf der Eisenbahn mit Leuten zusammengetroffen wären, die mit den zudringlichsten Eigensinne überall die Forderung durchsetzten, die Wagenfenster aufzureißen. Mochte es Unwetter, Zugwind oder Eiskälte geben, sie wollten keine Rücksicht auf rheumatische Gefährten nehmen und benahmen sich unerträglich. Sie halten dies für Ungezogenheit. Aber ich bitte Sie, schieben Sie Ihr Urteil ein wenig auf. Wenigstens solange noch, bis einige meiner Briefe an Ihnen vorübergegangen sein werden. Vielleicht werden Sie daraus die Überzeugung schöpfen, daß im Raume einer eng beisammen befindlichen Gesellschaft noch unbekannte Dinge vorgeben, stark genug, manchen Mitgliedern derselben ganz unausstehlich zu werden, während andere davon auch nicht das geringste wahrnehmen. Sollten Sie keinen unter Ihren Freunden haben, der die Grille hegt, bei Tisch, im Theater, in der Gesellschaft, in der Kirche nicht in der Reihe zwischen andern sitzen zu wollen, sondern der imer fÜr sich das Besondere haben will, den Ecksitz einzunehmen, den Flügelmann zu machen? Merken Sie sich diesen, er ist unser Mann, und wir werden bald nähere Bekanntschaft mit Ihm machen. Gewiß haben Sie schon weibliche Personen

bemerkt, denen es in der Kirche öfter übel wird,während sie sonst gesund sind. Geben Sie diesen einen Ecksitz. Es wird Ihnen hier dennoch Übel werden; man muß sie bisweilen ohnmächtig hinwegtragen. Wenn Sie darauf achten, so werden Sie finden, daß es immer die nämliche, immer nur gewisse Personen sind, welche hiervon befallen werden. Diese sind durchaus unfähig, das Sitzen in Schiff einer Kirche längere Zeit zu ertragen, ohne in Übelbefinden zu geraten, und doch sind es sonst gesunde Leute. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, um gut und gesund zu schlafen, müssen Sie sich auf die rechte Seite legen. Fragen Sie Ihn einmal warum? Er wird, wenn er ehrlich ist, Ihnen die Antwort schuldig bleiben. Er weiß die Ursache nicht, aber er weiß aus vielfältiger Erfahrung, daß viele Menschen auf der linken Seite liegend nicht einschlafen können. Das hat er oftmals gehört, aber was es damit für ein inneres Bewandtnis hat, ist ihm unbekannt. Wollen Sie etwas genauer darauf acht geben,

Seite 9 so werden Sie gewahr werden, daß nicht alle Menschen rechts liegen müssen, um schlafen zu können: daß sehr viele auch links schlafen-, ja, daß es deren genug gibt, denen es ganz gleichgültig ist, links oder rechts einzuschlafen, und denen eine ruhige Nacht auf dem linken Ohre ganz ebenso erquicklich wird wie auf dem rechten. Aber Sie werden dann auch finden, daß diejenigen, welche nicht links, sondern nur rechts zu schlafen vermögen, eine kleinere Anzahl bestimmter Personen sind, denen diese Eigenschaft so fest anhaftet, daß sie stundenlang, ja halbe Nächte auf der Linken liegen können ohne einzuschlafen, während sie, sowie sie sich auf dem Lager auf die rechte Seite umkehren, augenblicklich einschlafen. Das ist wohl eine sonderbare Sache, aber Sie können sie überall beobachten. Wie viele Menschen gibt es, die ohne Ekel nicht vertragen, mit einen Löffel von Packfong, von Argentan, von Neusilber, von Chinasilber, und wie das Stoppelwerk alles heißt, zu essen, während andere gar nicht spüren, was da für ein Unterschied von echtem Silber für den gewöhnlichen Gebrauch sein soll. Wie viele Personen trifft man, die nicht imstande sind, Kaffee, Tee, Schokolade aus messingenem Kochwerkzeug zu genießen, was die meisten andern gar nicht merken. Wie viele Leute hegen Abneigung gegen warme, besonders vielgekochte Speisen, dann gegen Fettes, gegen Süßigkeiten, und ziehen kalte, einfache, besonders schwach säuerliche unendlich vor. Es gibt darunter nicht wenige, die eine solch außerordentliche Vorliebe fÜr Salat haben, daß man sie sagen hört, sie würden alle anderen Speisen unbedingt hingeben bloß um den Salat. Andere können gar nicht fassen, was dies für eine grenzenlose Lust sein soll.

Es finden sich nämlich all die angegebenen Eigenschaften jener Menschen nicht einzeln. daß sie alle sich zurückbeziehen auf einen Grundverband. Es erhellt hieraus klar: sie stehen unter sich in einem unverkennbaren Zusammenhange. An einem und demselben Individuum finden Sie. die Messing-. aus dem sie miteinander hervorgehen. Wenn nun dieser Quell in einigen Menschen liegt. So zeigt es allenthalben die Erfahrung. sind verliebt in Salat usw. die gewissen Menschen eigen sind? Und nun. Diese fliehen alle Volksaufläufe. so ist es offenbar. alle Menschenhaufen.Es gibt Leute. wenn Sie nachforschen wollen. dem Rechtsschläfer wird in der Kirche übel. und wer eine von ihnen hat. und unausstehlich. die von allen jenen Reizbarkeiten nichts besitzen. die meisten. und eigentümlich reizbare. und von diesem Scheine hat man sich leider nur zu häufig verleiten lassen. von der Blauliebe bis zur Salatgier. die von ihnen bei jedem kleinen Anlasse in obig bestimmtem Sinne erregt werden. Seite 10 sondern immer vergesellschaftet ein. soll ich Ihnen noch Hunderte von solchen Wunderlichkeiten aufzählen. zerstreut als Zufälligkeiten unter verschiedenen Menschen in mancherlei Lagen. auf einen verborgenen gemeinschaftlichen Quell. vielleicht aus Anlaß örtlicher Gesundheitsstörungen? So mag es allerdings denen scheinen. die es durchaus nicht vertragen. Es besteht Solidarität dieser wunderlichen Eigenschaften bei ihren Trägern. geringschätzig davon zu denken. nicht ein einziges Mal treffen Sie eine allein an. der bis jetzt der Aufmerksamkeit nicht wert gehalten worden. und niemals. daß es von diesem Gesichtspunkte aus in der Tat zweierlei Menschen gibt: gewöhnliche. Und ist dem so. in andern aber nicht. . wenn jemand nahe hinter Ihnen steht. wenn man ihnen die Hand reicht. so kann es nur dadurch geschehen. verschmähen Fettes und Süßes. allen Markt. sehr gut aber die aus einem steinernen! Soll ich noch mehr. hat in der Regel die andern alle auch. Andern ist es widerwärtig. Allein ein merkwürdiger Umstand. sind es üble Gewohnheiten. oftmals alle jener Eigentümlichkeiten beisammen. Der Gelbfeind scheut den Spiegel. Und dies geht überall bei derselben Person in einer ununterbrochenen Reihe fort vom Gelbhasse bis zum Zuckerekel. Sie machen sich los oder reißen aus. was haben wir davon zu halten? Sind es Einbildungen aus vernachlässigter Erziehung. so wäre man vielleicht berechtigt. der Ecksitzer reißt die Wagenfenster auf. jenen empfindlichen Leuten Unrecht zu tun. stellt die Sache wesentlich anders. Wie viele gibt es nicht. Einfaches. welche nur über die Oberfläche der Sache hinblicken. die Packfong Ekeln speisen gern Kaltes. welche die Wärme aus einem eisernen Heizofen nicht vertragen. wenn man ihre dargebotene Hand eine Zeit lang festhalten will. Treten nämlich diese seltsamen Erscheinungen vereinzelt auf.

und überall. Mit seltener Ausnahme sind alle diese Leute von mehr oder minder sensitivem Naturell. die ich Ihnen gab. Verschaffen Sie sich einmal einen natürlichen Kristall. Aber dies sind alles nur die trivialen Seiten des Gegenstandes. sich gern zu wenigen Freunden halten oder selbst das Einsame gerne suchen. und wir werden bald sehen. Und stehen Ihnen nicht alsbald ganz Gesunde zu Gebote. Ihre Anzahl ist nicht klein. einen Schwerspat oder einen fußlangen Gotthardter Bergkristall. viel von kurzer Migräne geplagt sind. unter Ihren Bekannten einige herauszufinden. über nervöse Verstimmungen klagen. Brief Das Od. denn sie sind in der Tat häufig reizbarer als eine Mimose.Man kann die letzteren 'Sensitive' nennen. Auf den wissenschaftlichen Prüfstein gelegt. ein Zweig der Naturkräfte. Ohnehin haben sie unter ihrem bisher nirgends anerkannten Eigengefühl von unserer darauf nicht berechneten Umgangswelt genug zu leiden und sind zu mehr Rücksichtnahme berechtigt. im Traume reden oder gar aufstehen. auf der Oberfläche liegenden Andeutungen geben wollte. Seite 11 2. die unruhigen Schlaf haben. etwa einen Gipsspat von zwei Spannen Länge. Legen Sie ihn horizontal über eine Tischdecke oder Stuhllehne. so fragen Sie nur nach solchen. Es ist auch gar nicht schwierig. solche zu treffen. sie sind überall zahlreich vorhanden. so groß wie Sie ihn bekommen können. Die Dunkelkammer. über den Sie mich befragen. als man ihnen bisher angedeihen ließ. Ohne Zweifel ist es Ihnen gelungen. die ich Sensitive nannte.so daß die beiden Enden frei darüber hervorstehen. ist man ihnen wohl zu nahegetreten. größere Gesellschaft nicht lieben. wie tief diese Dinge in die menschliche Gesellschaft einschneiden. wo man ihre Absonderlichkeiten für Grillen und Unarten nahm. im Schlafe die Decke häufig abwerfen. zu denen gehörig. das sie weder ablegen noch willkürlich bewältigen können. nach den Merkmalen. häufig an schnell vorübergehendem Magenweh leiden. und führen Sie nun eine sensitive Person . da kommen Dinge von ganz anderer Erheblichkeit zum Vorscheine. von denen ich Ihnen heute nur die ersten. Die Kristalle. Sie sind es ihrem innersten Naturell nach. ihr Leuchten und ihre Gefühlserregungen.

Es wird keine zehn Sekunden anstehen und der Sensitive wird Ihnen schon sagen. Das Kühlige wird er angenehm und erfrischend finden. das Lauliche unangenehm und von einer widrigen. daß von diesen sozusagen halborganisierten Steinen etwas ausgehe. vier oder sechs Zoll zu Nähern. ob sie nicht auch in Gesichtssinne in gewissen Beziehungen uns übertreffen könnten. aber überall ohne Vergleich schwächer als an den beiden Enden. die sich polar entgegenstehen. Inzwischen habe ich sie mit Hunderten von sensitiven Menschen (in Wien) wiederholt. Ihr Arzt. so empfinden sie zwar ebenfalls bald lauliche. bald kühlige Anwandlungen. wenn wir es auch nicht zu sehen vermögen. man hat sie in England. etwas Lauliches der Hand zugebe. Seite 12 etwa der Seitenkanten. das die Physik noch nicht kennt und das. Nun die Sensitiven den Gefühle nach so ausserordentlich viel mehr zu leisten imstande sind als andere Menschen. wo der Kristall war. Halten diese ihre Hände in die Nähe von anderen Stellen der Kristalle. Es verging nur kurze Zeit. daß aus dem Ende der obern Zuspitzung ein feiner kühler Hauch der Hand entgegenwehe. führten wir das Mädchen in das Zimmer. war zufällig zugegen. Nichtsensitive empfinden von alldem nichts. dennoch durch körperliche Wirkungen sein Dasein kundgibt. die bei kurzer Andauer den ganzen Arm ergreifen und wie müde machen wird. der unteren Bruchfläche aber. Da diese entgegengesetzten Empfindungen erregt werden. war sie ebenso neu wie rätselhaft: man wollte sie mir nirgends glauben. von diesen sonderbaren Emanationen der Kristalle im tiefen Finstern irgend etwas wahrzunehmen? Um dies zu prüfen. Als ich diese Beobachtung das erstemal machte. in deren einem ich den Kristall auf eine jedermann unbekannte Stelle brachte. Nach einigem Verweilen. in Frankreich bewährt gefunden. so kam ich auf den Gedanken. denn Sensitive gibt es überall. Fräulein Angelika Sturmann. die linke innere Handfläche den Kristallenden nacheinander bis auf drei. brachte ich in einer finstern Nacht (Mai 1844) einen mächtigen Bergkristall zu einem hochsensitiven Mädchen. um die Augen erst an Finsternis zu gewöhnen. in Schottland. ausströme. und jeder kann sie leicht selbst erproben. aus dem ändern Ende. fast ekligen Empfindung begleitet. ohne daß man die Kristalle berührt.davor mit der Weisung. ausstrahle. auf Abstand von mehreren Zoll ja bei stark sensitiven Personen auf mehrere Fuß Entfernung. als sie mir schon die Stelle . so war es augenscheinlich. an welcher der Kristall aufgewachsen war. ob sie nicht vielleicht imstande wären. Wir stellten vollkommene Finsternis in zwei Zimmern her. der unter den Pathologen rühmlich bekannte Professor Lippich.

rege machen. und Ableitung nach elektrischen Gesetzen ist wirkungslos. Denn hier liegt kein denkbarer Wärmequell und wenn einer da wäre. ein Elektroskop wird nicht affiziert. welche ihnen gleichen Schritts folgen. daß. Kristalle recht gut leuchten zu sehen und sich von der Realität dieser Erscheinung zu überzeugen. ist kein Erreger da. seine Reizfähigkeit für so äußerst schwaches Licht zeitweilig abzustumpfen. welche Freude mir diese Erklärung machte. wo ich denselben niedergelegt hatte. oben in einen feinen Dunst sich verlierend. stumpfen Ende des Kristalls einen dumpfen. in beständig wogender Bewegung. den sensitiven Beobachter zu blenden. Magnetismus können sie nicht sein. obgleich sie Empfindungen. die von Kristallen erzeugt werden. rotgelben Rauch sich erheben. so sah sie über dem andern. bis ihr Auge von der Überreizung des Tages. Wenn ich ihn umkehre. Das Kristallicht ist so fein und so überaus schwach. um nach so kurzem Aufenthalt im Finstern schon dies zarte Licht gewahren zu können.h. so würden nicht bloß Sensitive ihn empfinden. was dies denn eigentlich sei und wohin in der Physik und Physiologie diese Erscheinungen nach ihrem subjektiven und objektiven Bestande gehören. wenn man auch nur eine Spur von anderem Lichte in der Dunkelkammer irgendwo wahrnehmen wird. daß der ganze Körper des Kristalls in einem feinen Lichte durch und durch erglühe und daß über seiner Zuspitzung eine handgroße Leuchte emporströme. Lichterscheinungen zur Seite gehen. Ja ich habe viele Fälle gehabt.bezeichnete. ähnlich denen von lau und kühl. mitunter scintillierend. Elektrizität sind sie nicht. sondern auch Nichtsensitive oder doch ein feines Thermoskop.denn zu dem ewigen Strom. die mit Kristallen in unzähligen Abänderungen von da bis heute folgten und in denen durch eine Menge sensitiver Personen die Tatsache festgestellt wurde. Es war dies die erste Beobachtung von tausenden ihresgleichen.oder Lampenlichts gehörig befreit und für die Erkennung des Kristallichts zureichend vorbereitet war. Sie sind nun ungeduldig zu erfahren. Ferner sind nur wenige Menschen so Seite 13 hochsensitiv wie das genannte Fräulein. in der vierten dennoch dazu gelangten. d. sich blau und rotgelb polar gegenüberstehen und nur von sensitiven Menschen wahrgenommen werden. daß Sie nur in absoluter Finsternis das Gelingen derselben erwarten dürfen. weil . der hier entquillt. daß Gefühlserscheinungen. dies hinreicht. Wenn Sie diese Versuche wiederholen wollen. blau. Wärme sind sie nicht. so muß ich Sie aufmerksam machen. wo Schwachsensitive in der dritten Stunde noch nichts gewahrten. Sie sagte mir. Bei mittleren Sensitiven hat es meist einer bis zweier Stunden Aufenthalt im Finstern bedurft. tulpenförmig. Sie können sich denken.

Elektrizität und Wärme. so stellt es sich in die Mitte zwischen Magnetismus.Kristalle nicht magnetisch sind. sie quillt aus zahlreichen anderen Bornen des Weltalls eben so stark. die ich unter die bekannten nirgends zu registrieren vermag. Das prismatische Farbenbild. das Dynamide nämlich. Ich erkenne überall neue Eigenschaften der Materie. Jene merkwürdige Kraft entströmt nicht den Polen der Kristalle allein. Bald werden Sie von diesem einfachen Versuch etwas hören. In dieser Verlegenheit habe ich es einstweilen mit dem Worte "Od" bezeichnet. und zwar zur Sonne. Gemeines Licht können sie nicht sein. Geodetes Wasser. nur erst eine Ecke des Saumes berührt. Sie kennen die Sensitiven und sie kennen das Element. Seite 14 3. Das Polarisierte Licht. in welches die gesamte Natur sich mit letzterem gehüllt hat. weil. der Sonnenschein kann ihn ja höchstens erwärmen. geben Sie Ihr eine gewöhnliche leere Barometerröhre oder jeden andern Glasstab. Beurteile ich die gewonnenen Tatsachen nicht irrig. Ich nehme die Kundgebungen eines Dynamides wahr. wovon die Ethymologie ein andermal folgt. weil diese uns nur erglühende Erscheinungen liefert. daß die prüfende Person den Stab vielleicht warm werden fühlt. Was also sind nun die geschilderten Erscheinungen? Wenn Sie es durchaus zu wissen begehren. das bloße Licht nirgends laue und kühle Empfindungen erzeugt usw. wenigstens in dem Sinne nicht. das Sie überrascht. wenn hier auch Licht beigesellt vorkommt. in welchem wir den gewöhnlichen Magnetismus verstehen. Phosphoreszenz sind sie nicht. Ihnen einzugestehen. welches ich mit den Worte Od bezeichnet habe. Aber damit haben wir von dem großen Gewande. während Person und Hand im Schatten bleiben. ja wohl stärker! Zunächst will ich Sie zu den Gestirnen führen. Sie werden erwarten. Stellen Sie eine sensitive Person in den Schatten. von denen wir bis jetzt nichts wußten. Aber gerade das Gegenteil werden Sie vernehmen: die sensitive . Brief Das Sonnenlicht. kann aber mit keinem von allen dreien identifiziert werden. nicht aber leuchtende Materie aussendende. so zwingen Sie mich. Od als kosmisches Dynamide. oder auch nur einen hölzernen Stock in die linke Hand und lassen Sie diesen Stab in den Sonnenschein halten. Das Mondlicht. worin diese sich bewegen. daß ich es selbst nicht weiß.

Wenn nun diese Kühle von der Natur des Odes ist. Bringt sie statt dessen den Stab in den gelben. Kaum war dies geschehen. Bringt sie ihn nochmals in den Sonnenschein. Wenn sie ihn so hält. viel reiner und kühler als vom Gesamtsonnenstrahl geschehen. Aber gehen Sie einen Schritt weiter. Ich wählte den Stab bloß. sich mit einem feinen Lichtschein umhüllte und an seinen Ende eine kleine flammenartige Erscheinung Seite 15 von Fingergröße aufstieg. Sie können statt des vermittelnden Stabes auch einen bloßen Finger der Sensitiven in die Farben halten lassen. daß sie damit in der Luft nur die blaue oder violette Farbe auffängt.Kühle sein. Es strömt uns in unermesslicher . welche die obere Zuspitzung des Bergkristalls besaß. Sie sehen hieraus: Od von beiden Wirkungsarten ist im Sonnenstrahl enthalten. Diese Wirkungen des zerlegten Sonnenlichts werden genau denen der Kristallpole ähnlich befunden werden. Und von dieser Kühle werden Ihnen die Sensitiven sagen. daß sie in ihrer Wirkungeweise alle Ähnlichkeit mit jener habe. so wird er ihr wieder kühl werden. Dies wird Ihnen auch gelingen. unter denen der unmittelbare Sonnenstrahl nicht nur nicht warm macht. statt deren wird Wärme eintreten. Dann führte ich das äußere Ende desselben in den Sonnenschein. so muß sie sich auf irgend eine Weise in der Finsternis als Lichterscheinung ausprägen lassen. das Sensitive fühlten und lichtförmig in der Finsternis ausströmen sahen. Lassen Sie die sensitive Person mit dem Glasstabe in der linken Hand die Farben nacheinander prüfen. eine widrige Läue wird bald den ganzen Arm schwer machen. sondern höchst unerwarteter und seltsamer Weise sogar kalt. Es gibt also höchst einfache. wenn Sie meinen folgenden Versuch wiederholen wollen.Hand wird verschiedene Einwirkungen empfinden. die Wirkung wird die nämliche sein. Der Sonnenstrahl goß also odisches Wesen in den Draht. besser noch in den roten Strahl. so wird ihr Gefühl höchst angenehm kühl angeregt werden. um die Mitwirkung der wirklichen Wärmestrahlen auf die Hand durch einen schlechten Wärmeleiter auszuschließen. als der im Finstern befindliche Teil des Drahtes leuchtend zu werden begann. Zieht sie den Stab in den Schatten zurück. so wird die Kühle verschwinden und sie wird ihn warm werden fühlen. so wird die wohlbehagliche Kühle unverzüglich verschwinden. Lassen Sie den Sonnenstrahl auf ein gutes Glasprisma fallen und werfen Sie damit Regenbogenfarben an die nächste Wand. Ich leitete aus einem erhellten Zimmer einen Kupferdraht durch ein enges Löchelchen in die Finsternis der Dunkelkammer. der Ausschlag davon aber wird . bis jetzt nicht beachtete Umstände. Sie kann so abwechslungsweise die Genauigkeit Ihrer eigenen Empfindung kontrollieren.

daß der Kristallpol. Polarisieren Sie die Seite 16 selben auf die bekannte Weise. einerseits von den Gläsern zurückgeworfenes. Sie sehen. dessen Tragweite wir noch gar nicht übersehen können. blaues Licht gab? Und finden wir hier nicht auf ganz anderem Wege das Sonnenlicht mit dem blauen Strahl überaus angenehme. Sie erhalten dann geteiltes Licht. daß in der Tat in dem Gelb und in den Blau unserer Farben noch etwas anderes verborgen liegen muß als bloße optische Wirkung auf die Netzhaut unseren Auges. Rotgelb aber mißbehagliche sinnliche Empfindungen in seinem Gefolge hatte. das andere in das durchgelassene. daß ich Sie jetzt um einen kurzen Rückblick auf die Gelbfeinde und auf die Blaufreunde meines ersten Briefes bitte. daß das Wasser aus dem zurückgeworfenen Lichte kühl und etwas säuerlich. Lassen Sie den sensitiven Beobachter den Stab in seiner linken Hand abwechslungsweise in das zurückgeworfene und in das durchgelassene Licht halten. Somit haben Sie den ersten Fingerzeig. oder stellen Sie ein solches an das zugespitzte Ende eines großen . Nehmen Sie zwei gleiche Gläser Wasser.daß das erstere odische Kühle. erfrischende Kühle spenden? Umgekehrt hatte nicht das rotgelbe Licht des andern Kristallpoles und eben so der gelbe und rote Strahl der Sonne lauwidrige Peinlichkeiten bei den Sensitiven erzeugt? Sie sehen. Haben wir nicht gesehen. Er wird Ihnen sogleich sagen. so können Sie hierbei die Chemiker ein wenig necken. stellen Sie das eine in das zurückgeworfene Sonnenlicht. das letztere odische Lauwidrigkeit durch den Stab in die befühlende Hand liefere. andererseits durch sie hindurchgelassenes. Wenn Sie bei Laune sind. daß ein tiefliegender Instinkt für ein unbekanntes feines Etwas hier das Gefühl und das Urteil unserer Sensitiven leitet. den ich oft gemacht habe. daß in beiden so unendlich weit von einander abgelegenen Allen jedesmal Blau wohlbehagliche. Tun Sie noch eins: stellen Sie ein kleines Glasgefäß mit Wasser in das blaue Licht der Iris und ein gleiches in das rotgelbe. das aus dem Durchgelassenen lau und wie bitterlich schmecke. Aber auch abgesehen von den Farben. welcher angenehme Kühle aushauchte. der Sie bedenklich machen mag gegen schnelle Verurteilung der vermeintlichen Caprizen sensitiver Personen. Nach sechs bis acht Minuten des Verweilens darin lassen Sie es einen Sensitiven kosten. will ich Ihnen noch einen anderen leichten Versuch an die Hand geben. Nun werden Sie es mir vergönnen. und daß dies der äußersten Spannung unserer Aufmerksamkeit wert ist. daß Sie unter 35 Graden auf ein Bündel von einem Dutzend aufeinandergelegter Glasscheiben fallen lassen.Menge jeden Augenblick von unserem Tagesgestirn mit dem Lichte und mit der Wärme zu und bildet ein neues mächtiges Agens in demselben. Sie werden immer hören. den Odgehalt der Sonnenstrahlen zu unterscheiden.

dafür aber Läue geben. Mit dem Sonnen. so ist er als odausgebendes Gestirn von großer Bedeutung für uns. wenn Sie ihn aber zum andern nötigen. die auch durch andere Odquellen auf sie hervorgebracht werden können. Warum denn aber magnetisch? Was ist denn magnetisches dabei. daß wir es bequem auffangen und in einfachen Versuchen handhaben können. Das Od ist dem allem nach ein kosmisches Dynamide. Sie werden ähnliche. sie sollen Ihnen das Amarum und das Acidum herausanalysieren.und Pflanzenwelt ist. Nun geben Sie die Wasser den Herren Scheidekünstlern. Ein Glasstab von einem Sensitiven mit der Linken in volles. daß der Sensitive kurz darauf sich heftig erbricht. Verschiedenheit von Od und Magnetismus. das mittlerweile im Schatten stehen geblieben. was mir geschah. fein säuerlich. Ein Glas Wasser. Verfahren Sie wie mit dem Sonnenlichte. den der Mond auf manche Menschen nimmt. Den großen Einfluß. wird ihm nicht Kühle. Wie unermesslich sein Einfluß auf die ganze Menschheit und auf die gesamte Tier. Und da er erweislich odische Wirkungen ausübt. Gefühls.Bergkristalls und eines an das stumpfe untere. sein Einfluß auf die Mondsüchtigen aber mit denen genau übereinstimmt. das im Mondenschein verweilt hat. das aus dem rotgelben ekelhaft. wird er lauer und widriger schmeckend finden als ein anderes.und Gesichtserscheinungen. Das erste Glas wird er mit Lust austrinken. Alle die Personen. das von Stern zu Stern strahlt und wie Licht und Wärme das Weltall umspannt. fragen Sie. sind ohne Ausnahme Sensitive. kennt jedermann. so kann Ihnen begegnen. wenn Sie es zulassen. davon sollen sie bald Proben empfangen. In allen diesen Fällen können Sie sicher sein. Aber . Seite 17 4. welche ihm unterliegen. in der Regel ziemlich empfindliche. Fast muß ich Ihnen antworten: wenig oder gar nichts. selbst Physiologen und Ärzte räumen ihn ein. bitterlich und herb finden wird. aber zum Teil polar umgekehrte Ergebnisse erhalten. reines Mondlicht gehalten. daß der Sensitive das Wasser aus dem blauen Lichte lieblich. Odisch-magnetisch heißen diese Briefe. so mit dem Mondlichte. Brief Der Magnetismus.und Mondlichte also strahlt uns odisches Kraftwesen so reichlich zu.

der gen Süden gekehrte. Den ersten Versuch machte ich mit Fräulein Waria Seite 18 Nowotny in Wien (April 1844) und wiederholte ihn später hundertfältig mit anderen Sensitiven in der Dunkelkammer. Lassen Sie uns auf die Wechselbeziehungen zwischen Od und Magnetismus jetzt einige Blicke werfen.der Welt hat es gefallen. rauchend und funkenwerfend. Die Herren werden wider Willen bald eines besseren sich besinnen müssen. was denn in dem so auffallend veränderten Wasser nunmehr enthalten sei. magnetische zu nennen. von ferne nichts gemein haben. am gen Südpol gelbrot. wie Sie mit dem großen Kristalle getan. Aber machen Sie den leichten Versuch selbst. der andere. acht Minuten davon den Sensitiven kosten lassen. auch bei Magneten in mir aufgestiegen sein müssen. die der Katheder hier und dort gibt. so nämlich wie die Kompassnadel. daß nämlich der eine Pol. stellen Sie den Magnetstab . das am gen Südpol lau und ekel erklären. mit dem Nordpole gen Norden und mit dem Südpole gen Süden. wie wir ihn bis jetzt verstanden. Sie können lächeln zu der Blöße. Mit freudiger Befriedigung vernahm ich meine Vermutungen gerechtfertigt. Führen Sie einen Sensitiven davor und lassen Sie ihn mit der linken hohlen Hand bald dem einen. laulichen. Sie können wieder an jeden Pol ein Glas Wasser stellen und nach sechs. finden Sie selbstverständlich. wie sie aus den Kristallpolen hervorgehen und wie sie noch aus zahlreichen Quellen fließen. leuchtend und feurig. Sie werden bei diesem erfahren ganz die nämlichen Erklärungen von ihm erhalten. werden sie Ihnen die sonnenklare Beobachtung rundweg abstreiten und behaupten. als jene mir zuerst erklärte: an beiden Enden des Stabes brenne eine Flamme. widrigen Hauch ausgebe. so daß beide Enden darüber hinausragen. wie er sie bei den Kristallen gab. Die Veranlassung dazu liegt in dem Umstande. und zwar hier der gen Norden gerichtete. Legen Sie einen guten Magnetstab schräg über eine Tischecke. die mit dem Magnetismus. dann ändern Sie ihn ab. sie sei nicht wahr. eine Anzahl von Erscheinungen. bald dem anderen Pole auf drei bis sechs Zoll Abstand langsam sich nähern. und wenn Sie noch einmal unseren Chemikern damit das Hölzchen werfen wollen und sie fragen. daß der Magnetismus odische Kräfte mit sich führt. Rücken Sie den Tisch so zurecht. Er wird das Glas am gen Nord gerichteten Pole frisch und kühl. daß der Stab hierbei in den Meridian zu liegen kommt. am gen Nordpol blau. so werden sie ärgerlich werden. kühles Lüftchen gegen die Hand sende. und so muß ich mich wohl ihrer Nomenclatur derzeit noch fügen.die hierher Bezug haben. denn Naturwahrheit kann durch ungeprüften Widerspruch nicht in Unwahrheit verkehrt werden. daß die Vermutungen. und um aus der Verlegenheit zu kommen. wie der Sonnenschein und der Mondschein sie in seinem Gefolge hat. welche mich mit Kristallen in die Finsternis führten.

emporsteigen fast bis zur Decke des Zimmers. die ich Ihnen gegeben. die man dazwischen bringt. die jeder. gerade wie eine jede andere Feuerflamme. wie dies die magnetischen Kräfte beider Pole tun. Hinter einer Hand. versäumen Sie keine von den Vorsichtsmassregeln zu absoluter Finsternis und stundenlanger Augenvorbereitung darin. eine Glasscheibe. Aber ich warne Sie. die er dort gewahrt. Bläst oder haucht man darein. so erleuchtet die flammende Emanation seine Fläche. so werden Sie hören. sondern sie durchdringen sich gegenseitig und beide setzen ihren Weg ungehindert fort. so hell. wenn der Sensitive reizbar genug ist. von zahllosen weissleuchtenden Pünktehen wimmeln und zusammen eine mannsgroße Lichtsäule bilden. ein Brettchen. Die Erscheinung ist also sehr körperlich und hat viele Eigenschaften mit gewöhnlicher Flamme gemein. ja sie wird am Plafond selbst einen erleuchteten rundlichen Fleck hervorbringen. sie wird. daß sie kreuzend sich treffen. daß die Leuchte wachse. einen Topf darein bringt. er Ihnen die Malerei angibt. Hält man einen flachen Körper. so läßt sich ihr Licht in seinem Focus sammeln und verdichten. so biegt sie sich daran um und strömt darunter ein. so stören sie einander nicht durch Anziehungen oder Abstoßungen. Dauert das Schauspiel eine zeitlang an. so legt sie sich auf die Seite in der Richtung der Luftströmung wie eine in Bewegung befindliche Fackel. daß. Sie arbeiten umsonst. und die Genauigkeit meiner Worte gerät in Gefahr unverschuldeten Verdachts. der sie sah. so wird nach und nach die ganze Zimmerdecke sichtbar. von jedem seiner Pole sehen alle Sensitiven eine feine Leuchte. zwei bis drei Fuß im Durchmesser. so zerflackert sie. Steht ein solcher Magnet auf einem Tische. Und die Geräte auf demselben auf Ellenweite. Sie erhebt sich vertikal bis zum Plafond und bildet dort einen erleuchteten runden Flächenraum von beinahe einem Klafter Durchmesser. ergreifend schön schilderte.vertikal auf. Ich habe ein neunblättriges Hufeisen von hundert Pfund Tragkraft. Bringt man ein Brennglas in ihre Nähe. entsteht sichtlich ein Schatten. die sich nicht anziehen. nicht aufeinander einwirken. ein Metallblech waagerichtet in die flammenartige Erscheinung hinein. Entsteht ein Luftzug oder bewegt man sich mit dem Magnet. sondern die ruhig nebeneinander hoch emporströmen. mit beiden Polen nach oben. wenn man eine Pfanne. wie wenn man eine brennende Kerze vor sich hätte. Schöner noch wird die leuchtende Erscheinung ins Auge fallen. wenn der Magnet nur stark genug ist. den gen Südpol nach oben. also zwei nebeneinander ausströmen. sonst sieht Ihr Gehilfe nichts. Seite 19 . nicht aufheben. wenn Sie einen Hufmagnet dazu verwenden und ihn aufrecht stellen. Bringt man zwei derselben so zusammen. einen.

wenn man einen Stab hineinhält. sie sind eigentümlich odisch. und diese vereinigt sich wieder hinter ihm. usw. den gemeinschaftlichen Ausgangspunkt nachzuweisen.Ist eine davon stärker. jedes als eine abgesonderte Gruppe von Erscheinungen für sich zu behandeln. daß die odischen Ausströmungen der gleichnamigen Pole sowohl an Gefühlswirkung als an Leuchte nicht wesentlich verschieden. diese Einheit des Herkommens darzutun. und ich werde Ihnen eine Menge von noch schlagenderen Beispielen aufführen. alle Augenblicke geben sie ineinander über. des Lichts etc. wie es scheint mit stärkerer Wurfkraft versehen. sich einstellt. *) Diese Eigenschaften besitzen. der Sonnenstrahlen und vier anderer Naturerscheinungen. ja daß der Kristall dem Magnet an odischer Kraft noch überlegen ist. Man kann also schlechterdings nicht sagen. in beiden Fällen Od von gleicher Stärke. als Elektrizität. daß wir schon nahe daran waren. er spaltet die Flamme. Wir kennen die großen Ähnlichkeiten des Magnetismus und der Elektrizität. der Elektrizität. Und wie die Kristalle von den Sensitiven in feiner Leuchte gesehen wurden. Lichtstärke größer. Vergleicht man einen Gipsspat mit einem Stabmagnet. in . keinen Parallelismus mit Magnetismus. wie Sie leicht erkennen. Der Kristall hat aber keinen Magnetismus oder doch verschwindend wenig. beide von beiläufig gleichem Gewichte. Indem wir nun ------------------------* Ausführlich und mit den nötigen Beweisen belegt findet man diese Magnetlichterscheinungen abgehandelt in der Schrift "Untersuchungen über die Dynamide des Magnetismus. die dann auf beiden Seiten um sie herumstreicht. eines ruft das andere hervor. seine Kühle und Wärme deutlicher. so durchdringt sie die schwächere in der Weise. der Wärme. Das Od muß demnach als ein für sich bestehendes Dynamide angesehen werden. das im Gefolge des Magnetismus auftritt. So verhält es sich mit dem Ode. wo das Od in größter Stärke vorkommt. Ähnlich verhalten sich Licht und Wärme. sie für identisch zu halten. es sei Magnetismus selbst. Wärme. Aber so lange wir noch nicht im Stande sind. Wir ahnen freilich. während von weitem kein Magnetismus (im gewöhnlichen Sinne) zugegen ist. ebenso sehen sie den Stahl des Magnets durch und durch wie in einer Art von weißlicher Glut befindlich. daß diese dynamidischen Erscheinungen in letzter Instanz aus einem gemeinschaftlichen Quell hervorgehen. Ganz ebenso verhalten sich Elektromagnete. das Od sei ein Angebinde oder gar nur eine von den Eigenschaften des Magnetismus. von dem sie sich beide herleiten. so findet man. Magnetismus. Sie haben also hier neben einander Od mit Magnetismus gepaart und Od ohne Magnetismus. so lange bleibt uns nichts übrig. Im Kristall tritt das Od getrennt vom Magnetismus auf. die ihre ganze Substanz durchdrang. wie es im Gefolge der Kristalle. Licht. Ähnliches geschieht. daß der eine so sehr im Gefolge der andern und umgekehrt erscheint. daß sie sich spaltet. wir wissen. die wir berühren werden. Dessen ungeachtet sind wir noch nirgends im Stande.

ohne viel Präambel. Rechte und linke Seite der organisierten Wesen in odpolaren Gegensatze. Worauf beruht denn dieses zähe Leben? Auf "Lug und Trug und Aberglauben". werden meine folgenden Briefe überzeugend dartun. Seite 20 sehen. ob diejenigen wohlgetan. und einige blühende Blumentöpfe mit. Endlich werden sie auseinander gehen. . Seite 21 5. von Freiherrn von Reichenbach. Fassen wir. einen Vogel.und Urgroßväter haben es mit Haut und Haar hinweggeworfen. als sie für sich zu vereinigen und ebenfalls als eine eigene solche Gruppe aufzustellen. welche in der physikalischen Doktrin bereits Bürgerrecht genießen. Jetzt hört man wieder viel von dem wunderlichen Dinge. Leuchtende Pflanzen. es diesmal. . so bleibt uns nichts anderes übrig. . Wir wollen einmal sehen. Brief Sogenannter tierischer Magnetismus. und dennoch steht es immer wieder auf und will nicht sterben.oder einen Hochsensitiven in die Finsternis der Dunkelkammer. Später werden sich darin hellere Stellen bilden. Menschen. daß sie weder an Umfang noch an Bedeutung denen.ihren Beziehungen zur Lebenskraft". die einzelnen Blüten werden unterscheidbar werden. die nichts besseres wußten. wenn er zu haben ist. Die Blumen werden aus dem Dunkel heraustreten und wahrnehmbar werden. daß die zahlreichen odischen Erscheinungen unter keines von den bekannten Dynamiden eingereiht werden können. Tiere. immer heller erscheinend werden Gestalten sich erkennen lassen. unsere Groß. einen Schmetterling. das schon um 1800 von Mesmer tierischer Magnetismus genannt wurde. und als ich dem verstorbenen Professor Endlicher. Erst werden sie in Form einer verschwommenen grauen Wolke sich aus der Schwärze der allgemeinen Finsternis herausheben. Nach Verlauf von ein paar Stunden werden Sie seltsame Dinge hören. irgend etwas nachgibt. Führen Sie einen guten Mittel. nehmen Sie eine Katze. gleich bei den Hörnern. als solche Rede nachzubeten. als welche es ein berühmter Berliner Physiolog kurzweg abgefertigt hat? . Unsere Väter.

ihre Katze . Blumenkronen. daß die ganze rechte Seite Ihres gesamten Leibes . Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Hände. als jeder Finger selbst. Sie wird mit einiger Betroffenheit sich selbst leuchtend finden. Ihr Schmetterling. der Mittelsensitiver war. daß der gleiche Unterschied zwischen beiden Füßen stattfinde. Sie leuchtete! Fruchtknoten. ihren Leib durch die Kleider hindurch. daß diese zwischen verschiedenen Teilen des Leibes nicht gleich sei. die an jedem Finger sich befinden. coerulea. wenn man seine Hand dicht vor eine Kerzenflamme hält. Alles erschien in einer zarten Glut. ihre wirkliche Länge um das Doppelte zu überschreiten scheinen. Erst Seite 22 werden Sie ihm erscheinen wie ein ungestalter weißlicher Schneemann. die Genitalien am deutlichsten. ihr Vogel. und daß eben darum jene dunkler. diese heller seien.alle werden in der Finsternis zum Vorschein kommen. daß die rechten Hände in bläulichem Feuer leuchten. und auch an diesen werden die Nagelwurzeln vorleuchten. sie werden das Ansehen haben. Erst werden sie einem grauen Rauche ähneln. alles zeigte sich feinleuchtend. Am hellsten werden die letzten Gliedchen der Finger sein. so werden sie vielleicht mit neuer Überraschung hören. Aber bald werden Sie von Sensitiven die Erklärung empfangen. daß nicht bloß die Gestalt. selbst das Laub konnte. auch ihre Füße. Licht muß also dagewesen sein. ihre Brust. die nach Umständen halb bis ganz so lang ist. der Schaft heller als das Laub.es ist eine Gloxinie! Es war in der Tat Gloxinia speciosa. um die Pflanze mit solcher Deutlichkeit wahrnehmen zu können. sondern sogar die Farbe erkannt wurde. var. endlich werden die Finger selbstleuchtend auftreten. Und woher kam hier dies Licht? Es kam in der Tat aus der Pflanze selbst. einen solchen Topf vorgesetzt hatte. Schaft. Die Hand wird länger erscheinen als sie wirklich ist. daß selbst die ganze rechte Seite Ihres Gesichts dunkler. Wie durchscheinend. dann werden sie einen Schattenrisse auf schwach erhelltem Grunde gleichen-. ihre Beine. alles wird sie in feiner Glut schimmernd erblicken. an jedem Finger wird sich eine leuchtende Verlängerung befinden. Wenn die erste Verwunderung über diese bis jetzt verborgen gebliebene Selbstleuchte aller Menschen sich gelegt haben wird und Sie wollen die Frage auf ihre Farbe richten.Sie selbst sehe. die er in absoluter Finsternis gesehen und nach Form und Farbe erkannt hatte. Staubfäden. bläulicher sei als die linke. Lassen Sie die sensitive Person ihre eigene Gestalt beschauen. rief er mit erschrockenem Erstaunen: Es ist eine blaue Blume.dem berühmten Botaniker. endlich furchtbar wie ein leuchtender Riese. daß er . ja. nicht bloß ihre Arme. und es wird von feiner Spitze eine Leuchte außtrömen. Teile derselben werden leuchtend werden und sich mit ihnen hin und her bewegen. das sie gewinnen. erblickt werden. Staubbeutel. während die linken gelbrot erscheinen. Die Hand wird durch diese feurigen Schweife. wenn auch matter. Ohne Licht kann man aber in der Finsternis nichts sehen. bald wie ein Geharnischter mit hohem Helm.

Hühner. Nasenflügel. an denen es sich ebenso oft bestätigte. im Sonnenschein und in den Magnetflammen begegnet ist. so wird Ihnen ein neuer Tag anbrechen für das. Das Gesuchte war gefunden. daß mittels der linken sensitiven Hand die Rechte jedes Menschen.bläulich und etwas dunkler. Pflanzen. Und da die Wirkungen mit ihren Merkmalen dieselben sind. daß der Sensitive meine rechte blauleuchtende Hand kühler empfand als meine linke gelbleuchtende. die Linke dagegen wärmer empfunden wurde. so nämlich. Und somit sehen Sie. so haben wir ein Recht zurückzuschließen. Wird der Parallelismus. daß unsere Finger sich kreuzten. daß auch der Mensch Od emaniert. würde die Natur des Menschenlichtes rätselhaft darstehen. kühler. aber kaum berührten. sie wurden alle ebenso gefunden. und wenn Sie diese weitumfassende Tatsache in ihrer unermeßlichen Tragweite durch das All der Schöpfung überschauen wollen. gleichviel ob männlich oder weiblich. die ich von der Wurzel bis zu den Blättern hinaus untersuchen ließ. wie zwischen blau und rotgelb überall einfand. wenn eine solche Tatsache sich nicht herstellen ließe. Unverzüglich muß Ihnen beifallen. Ich habe Katzen. immer erhielt ich nur ein Ergebnis. jetzt mit der Leuchte der Theorie in der Hand. daß Sie hier auf denselben Farbengegensatz von Blau und Rotgelb stoßen. welche ihm um vieles wärmer erschien. daß auch die Ursachen dieselben sein werden. wie wir sie in allen anderen Odquellen bisher beobachtet haben. Ohren. und gerade in denselben zweierlei Formen. Nach einer Minute ersetzte ich meine Rechte durch meine linken Finger. durch dieses verworrene Gebiet. wie der Magnet zwischen seinem Nord und Süd. Rinder auf dieselbe Weise prüfen lassen. Augen. einem Mittelsensitiven (August 1845). Alles also. und doch. und dies ist folglich. Ich wiederholte das Erforschte nach gerade mit mehr als hundert anderen Sensitiven in unzähligen Seite 23 Abänderungen. Enten. zeigten sich denselben Gesetzen untertan. So wechselte ich einige Male hin und her ab und erfuhr dabei. Ich habe mit dem fünfzigjährigen Tischler Bollmann in Wien. die ganze organische lebendige Natur leuchtet und überfließt von strömendem Reichtum an odischem Dynamid. Pferde. Hunde. ja über Zungenhälften in zahllosen Varianten aus. Dann dehnte ich es über Wangen. wovon man einen kleinen Bruchteil bis jetzt ebenso uneigentlich als unpassend tierischen Magnetismus genannt hat. die ganze linke Seite aber rötlich-gelblich und merkbar heller sich darstelle. wie das Sonnenlicht zwischen Blau und Rotgelb. daß der Mensch von der Rechten zur Linken geradeso und mit den nämlichen Merkmalen dual ist. auch beim Menschenlicht sich finden und beweisen lassen? Das halten Sie für zweifelhaft. der ihnen im Kristallicht. wie ein Kristall zwischen den Polen seiner großen Are. mit Ihnen einen raschen . der sich zwischen kühlem und blauem Odlichte. Ich werde es versuchen. folgenden Versuch gemacht: in seine linke Hand legte ich meine Rechte.

wenn sie in Reih und Glied stehen. Tun Sie daßelbe auf der rechten Seite mit ihren linken Fingern. sich aus meinen ersten Briefe der Bemerkung zu entsinnen. lauwidrige Empfindung entstand. wenn ich in eine sensitive linke Hand meine Rechte lege. unter die Achsel. es wird dies kühlig angenehm empfunden. so wird lauwidriges Gefühl eintreten.Durchflug zu machen: den Schlüssel zur Pforte habe ich Ihnen soeben ausgeliefert. auf die Schulter. daß es Leute gebe. Man reicht sich aber einander nach üblicher Sitte immer die rechten Hände. so wird alles lau empfunden werden und jede Berührung unangenehm sein: es sind lauter gleichnamige Paarungen. an die Zehenspitzen. Vollbringen Sie aber all diese Berührungen auf der sensitiven Linken mit Ihren linken Fingern. auf das Knie. wird den Sensitiven peinlich und sofort schnell unerträgglich. daß. wenn ich aber mit meiner Linken daßelbe tat. Diese ist lauwidrig. sie machen sich los. wenn man ihnen die Hand reiche. Seite 24 6. setzen Sie Ihre rechten Finger auf den linken sensitiven Arm. überall auf der linken Seite des ganzen sensitiven Leibes werden Ihre rechten Finger kühl und wohlbehaglich empfunden werden: es sind lauter ungleichnanige Paarungen. an die Schläfe. tut man es mit einer Rechten. Nun bitte ich Sie. Sie haben gesehen. Gehen Sie auf diesen Weg weiter. den Fuß. in die Lende. so werden Sie die nämlichen Gefühle von Kühle erzeugen: es sind ebenfalls ungleichnamige Paarungen. . oder auf der sensitiven Rechten mit Ihren rechten Fingern. man macht also eine odgleichnamige Händepaarung. so dicht wie die Soldaten. denen es widerwärtig sei. Beispiele von mancherlei odischen Paarungen aus dem täglichen Leben. Man kann dies umkehren und kann in die sensitive rechte Hand eine Linke legen. Brief Menschenod. ein Gefühl von angenehmer Kälte erregt wurde. Setzen Sie meine Angaben auf die Probe und wählen Sie dazu eine andere Form von Paarung aus dem gemeinen Leben. odisch ungleichnamige Händepaarungen (Rechte in Linker) sind kühl und angenehm. wenn man die dargebotene Hand eine zeitlang festhalte. Dies gibt ein Gesetz: odisch gleichnamige Händepaarungen (Linke in Linker oder Rechte in Rechter) sind laudwidrig. unangenehme Wärme. Stellen Sie sich neben einen Sensitiven. und die sich losreißen.

Aber auf dem Pferde reitend kehrt man dem Tiere die odgleichnamigen Seiten zu. Ebenso gibt es Frauen. Der Sensitive hält sie nicht aus. Viele Menschen sind schlechterdings nicht im Stande. so daas Ihre Linke die linke Seite des Sensitiven berührt. als Beispiele darf ich die Freiherren August und Heinrich von Oberländer nennen. Man sagt zwar. bei welchen ich diese Abneigung fand. und wenn Sie die Situationen nicht schnell ändern. die rechte Seite zuzugestehen. findet ihre tiefe Begründung in unserer odischen Natur. Hier muß ich Sie wieder um einen Rückblick auf die Stelle meines ersten Briefes bitten. links sich neben sie setzt. so ändert er sie.Ihre ganze rechte wird dann die ganze sensitive linke Seite berühren. Ich kenne Junge. am linken Arm sie führt. Wählen sie ein anderes Verhältnis. Dies mag seinen Anteil an dieser Sitte haben. welche kein Kind auf dem Rücken zu tragen im Stande sind. Nun aber kehren Sie sich auf Ihrer Stelle um. indem man sich auf ihre linke stellt. auch nicht einige Minuten zum bloßen Scherze. Ihre Vorderseite seinem Rücken zugekehrt. wie sehr sie Grund dazu haben. Ihren Rücken seiner Vorderseite zugekehrt. im zweiten eine gleichnamige Paarung. diese Frauen sind immer Sensitive. Der Fall ist also ganz ebenso. Aber auch die allgemeine Sitte aller Kulturvölker. Dieser Fall ist nahezu der gleiche mit dem vorigen. waren alle sensitiv. In ersten Seite 25 Fall bewirkten Sie eine ungleichnamige. er wird lauwidriges Mißbehagen fühlen. oder ebenso vor ihn. dies geschehe um der bevorzugten Person die rechte Hand frei zu lassen. Sie sehen nunmehr. Die Männer. wo man jemand dicht hinter sich hat. Stellen Sie sich dicht hinter Ihren Sensitiven. welcher man den Vorzug einräumt.so wird er nicht aushalten. die mauvais coucheurs sind sprichwörtlich. alle Menschenhaufen. die es durchaus nicht vertragen. allen Markt fliehen. wenn jemand nahe hinter ihnen oder vor ihnen steht. Dies sind beiderseits odgleichnamige Paarungen. Unverzüglich wird Beschwerde laut werden. sondern zurücktreten. kräftige und lebhafte Männer. zu zweien in einen Bett zu schlafen. der Person. und gleichzeitig ihre Linke an seine Linke. indem er weggeht. daß es Menschen gibt. wie wenn man den Rücken eines Menschen dicht vor sich hat. und wenn Sie sich nicht bald wieder umwenden. allein ungleich schwerer in die Wagschale fällt hier der Einfluß der Sensivität. Der Grund ist nach dem Erörterten einleuchtend. Das ist doch beinahe wider die männliche Natur: der Jugendkraft ist das Tummeln eines Pferdes Hochgenuß. In beiden Fällen kommt Ihre rechte Seite zunächst an die sensitive rechte Seite zu stehen. welche nicht gern reiten. die deshalb alle Volksaufläufe. darüber werden Sie nichts Mißfälliges hören. er kommt überein mit dem. wo ich Sie darauf aufmerksam machte. Wenn zwei Menschen .

Dies geht soweit.das sogenannte Magnetisieren eines Menschen sei. Nun ist aber Zustand der größten odischen Negativität. und werden daßelbe vielleicht als den Angelpunkt ansehen. um den sich meine Briefe drehen. Mesmer in die Medizin eingeführten Methode. daß etwas stark sensitive Personen auf der linken Seite gar nicht auszuhalten vermögen. als der linke davon verliert. jener als ihre spezielle Anwendung und Benützung in der Heilkunst. so verladen sie von ihrem Ode gegenseitig auf einander. Man wird aber durchaus erkennen. das ist zu einer von Dr. sondern er findet sich im Innersten unseres Naturells. dieses als Weltkraft. was denn . welcher rechts steht. nach dem Stande der Naturwissenschaft . sie lassen sich alle nach dem hier entwickelten Gesetze erklären und beurteilen. Sie werden mich nun fragen. welcher links steht. Brief Mesmerismus und Od. was man Mesmerismus nennt. Es gewinnt also der Rechte an Negativität so viel. Seite 27 7. der. vom andern odpositive. als der Seite 26 Mann links an Mißbehagen auf sich nimmt. gewinnt an Wohlbehagen eben so viel. Dies ist nun zwar auf keine Weise der Fall. wie Sie wissen. andererseits gewinnt der Linke so viel an Positivität. Der Strich. erhält vom linksstehenden odnegative Zuladung. das odische Dynamid zum Heilungsverfahren in Krankheiten zu benützen. Die Frau also.seitwärts nahe aneinander stehen. dennoch ist es eine sehr beachtenswerte Seite der odischen Erscheinungen. Der. Mesmer. wie wohlbegründet oftmals die Ansprüche der Sensitiven auf Rücksichtnahme und Schonung sind.von unserem Gesichtspunkte aus . als der Rechte auf ihn ablädt. Das Verfahren der Ärzte. Es hat eine weite praktische Bedeutung gewonnen und zu dem geführt. Solche Fälle kommen im menschlichen Leben unzählig viele in tausend Verbindungen und Abänderungen vor. der der größeren Positivität der lauere und widrigere. der kühlere und angenehmere. die wir rechts stellen. Der Schlüssel zu dieser uralten Sitte liegt also nicht bloß im Herkommen.

dem sie genähert werden. es sind beides ungleichnamige Paarungen. daß. so erzeugen Sie hier die nämlichen Wirkungen wie dort. wo immer Sie mit Ihren Fingern einen Sensitiven berühren. Paarungen ohne Bewegung. Es ist aber nicht einmal notwendig. Tun Sie daßelbe auf anderen Stellen. eine fühlbare und im Finstern sichtbare Einwirkung auf ihn ausgeübt wird. Die Ausströmung. Setzen Sie z. Sie werden einen kühlen Streifen bewirken. wo die Wirkung auf die überraschende Weite von zwanzig. den man als eine Kette von unzählig vielen kühl gemachten Punkten betrachten kann. Ihre rechten Fingerspitzen Seite 28 auf die linke Schulter Ihres Sensitiven und streifen Sie damit gelinde und langsam herab bis ins Ellenbogengelenk. Auf mehrere Zoll Abstand können Sie noch sehr kräftige Reize hervorbringen: aber auch auf einen Fuß. welche im Dunkeln sichtlich Ihre Finger weit überragt. Dies nennen die Ärzte einen Strich. und wirkt auf ihn ein. daß diese Berührung wirklich vollzogen werde. den linken Leib. Bei Hochsensitiven aber geht dies weit. über die linke Kopfseite. Bis hierher betrachteten wir nur stillstehende Berührungen. oder wenn Sie wollen. mit der Leuchte der gewonnenen Therorie in der Hand im raschen Durchfluge durch das verworrene Gebiet jenes sogenannten tierischen Magnetismus mich zu begleiten. wo ich Sie einlud. dreißig und mehr Schritten sich noch deutlich fühlbar machte. Lassen Sie uns hier an den fünften dieser Briefe anknüpfen.seiner Zeit. Vollbringen Sie dieselben Bewegungen mit Ihrer linken Hand über die rechte Seite hinab. Sie wissen. Wie bisher bei den unbeweglichen Berührungen.B. selbst mehrere Fuß Entfernung werden sie von Mittelsensitiven noch empfunden. ja ich habe viele Fälle gehabt. erreicht unverzüglich den Körper. hielt es für Magnetismus und nannte es tierischen Magnetismus. den ganzen Arm hinab bis über die Finger hinaus. so hier bei der fortbewegten Berührung werden Sie auf der ganzen Linie herab eine Einwirkung hervorbringen. schon die bloße Annäherung Ihrer Finger bringt erhebliche Wirkungen hervor. mit Ihren Fingerspitzen oder mit Ihrer flachen Hand oder mit einem Kristallpol oder mit einem Magnet von irgend einer Stelle am Leibe des Sensitiven zu irgend einer anderen eine Fortbewegung zu machen. auf Zimmerlänge. Nehmen Sie endlich Ihre beiden Hände zugleich und führen Sie beide angegebene Striche . Nun aber lade ich Sie ein. den linken Fuß herab bis über die Zehen hinaus. so werden Sie entlang eine kühle Empfindung hinterlassen. der andere gilt einer speziellen Anwendung dieser Kraft in der Therapie und gehört der Heilkunde. Die Ausdrücke Od und Mesmerismus werden einander nicht im Wege stehen: der eine gehört in die Physik und bezeichnet eine Weltkraft.

so begreift es sich. auf ihrem eigenen Leibe einen in stärkere Leuchte geratenden Fleck entstehen. Es ist hierbei. Der Einfluß also. ungleichnamige Odemanationen auf die Seiten eines Sensitiven nehmen. im wesentlichen gleichgültig. wo diese Flammen gerade hinströmen. Immer wird der Art nach gleiche Wirkung erzeugt werden. Fragen Sie mich aber nach dem wirklichen Gewinne. den man einen bedeutungsvollen nennen muß: daß das Od. so hege ich zwar die Überzeugung. einen mesmerischen Strich nennen. in ganz eigener Weise erregend einwirkt. und zwar einen. welche sich nie die Mühe haben geben mögen. nur der Stärke nach wird sie mit dem wachsenden Abstand abnehmen. können solch unreife Urteile darüber sich entschlüpfen lassen. was Sie soeben getan haben. Sie können jetzt magnetisieren. Einflüsse auf krankhafte Störungen im Leibe. Nur diejenigen. wenn die Physik und Physiologie des Odes erst . nützliche und schädliche Einwirkungen durch "Händeauflegen. Bestreichen und dergleichen" sind daher nicht ein "bedauernswertes Irrsal von Lug und Trug und Aberglauben". Aus dieser Lichterscheinung sowohl als aus dem erzeugten Kühlegefühl erkennen Sie klar. Erzeugung von Schlaf oder von Unruhe. den fremde. daß der Streichende auf den Organismus des Gestrichenen einen Reiz ausübt. so wird der ganze so gestrichene Mensch ein angenehmes Kältegefühl und Ruhegefühl über sich kommen sehen. odisches Wesen mithin mächtigen Anteil an seinem Tiefinnersten hat. was die Jünger Mesmers und alle sogenannten magnetischen Ärzte einen animalischmagnetischen. macht das Wesen des sogenannten Magnetisierens aus. Und dies nun. sondern sehr Seite 29 naturgesetzliche und in der Erfahrung wohlbegründete physiologische Tatsachen. daß er unermeßlich groß werden kann. über Kleider. sie sehen ferner da. wie man anderwärts behaupten zu können vermeint. der mit dem leuchtenden Erreger über sie hinunter läuft. ob Sie ihn unmittelbar auf der nackten Haut. den die Heilkunde aus dem odischen Streichverfahren zieht. aus Abstand einer halben Spanne. wie Sie leicht einsehen. ob Sie den Strich mit den Händen oder mit Kristallpolen oder mit Magneten machen. das ist es. so sehen die Sensitiven die feurigen Büschel der streichenden Finger oder Pole über sich herabstreifen. das mit blauem Lichte ausströmt. und da der menschliche Leib ein starker Träger von Od ist. das ist ungleichnamiges auf ungleichnamiges. sie zu prüfen.rechts und links zumal über den Sensitiven von der Stirn bis zu den Fußzehen hinab. Wenn Sie es in der Finsternis tun. daß odische Striche tief in die psysische und geistige Ökonomie des Menschen eingreifen können. einer Elle oder mehr vollziehen. auf die Träger des Odes mit rotem Lichte.

zu welcher Schule er immer gehören mag. auch unsere Ärzte anfangen werden. ohne Erwägung. Brief Der Chemismus. so sind sie freilich. auf dem Wege eines fast blinden Tatonnements. wie Mesmer schon vor 30 Jahren. so habe ich sie. In Krankheiten. zeigt sich odische Behandlung überraschend wirksam. daß. . fast alle Krankheiten zu heilen. eine Steigerung der Lebenstätigkeit statthatte. Wo also örtliche Erschlaffung statthat. wenn die Natur des Odes und seine Komplikation mit den Kräften des lebenden Organismus durch gründliche Forschungen erkannt und wissenschaftlich entfaltet sein wird. wie vollständig der eine Pol den Wirkungen des andern entgegentritt und sie aufhebt. wenn der Kranke gesundet. die mit Somnambulismus. die bald tief hineinwirkte bis auf die innersten Organe. daß er mir bis jetzt noch ziemlich eingeschränkt und unsicher erscheint. Mondsucht und ähnlichen Nervenzuständen verbunden sind. was konnte da bis jetzt irgend Solides gewonnen werden? Hoffen dürfen wir aber. so noch heute im Stande. Hört und liest man die Magnetiseure. Soviel indes habe ich im allgemeinen als sicher gefunden. Im besonderen alsdann erachtete ich den Einfluß des Odes auf Krämpfe für entschieden. bildet sich ein. auf welchen man eine Hand legte oder bewegte. die Wirksamkeit des Odes auf den kranken Leib unter feste Gesetze zu bringen und für die Welt einiges verläßliche Heil aus diesen außerordentlichen Dingen zu ziehen. ohne alle Rücksicht auf die dualen Gegensätze in Streicher und in Gestrichenem. er und seine Kunst allein habe ihn geheilt. an die Stelle des bisherigen Herumtappens ein rationelles Verfahren zu setzen. dahin kann man Belebung und erhöhte Tätigkeit leiten. wie sie es schon so lange mit Recht davon erwartet. und zwar in odungleichnamiger Paarung. und zwar nicht bloß eine oberflächliche. Katalepsie. mit seltener Ausnahme. daß hieraus etwas Ersprießliches für den Kranken hervorgehen konnte. Jeder Arzt. daß es ganz unmöglich war. das einsichtige Ärzte zu würdigen wissen werden. daß unter zwanzig Genesenen neunzehn von selbst oder wohl trotz des Arztes wieder auf die Beine kommen.entwickelt sein wird. Dies ist ein großes und vielumfaßendes allgemeines Ergebnis. ich habe sie unzähligemal willkürlich gestillt und willkürlich hervorgebracht. Aber wenn ich Ärzte am Krankenbette operieren sah. daß auf jedem Fleck des menschlichen Körpers. Die Verdampfung mit der Destillation. verberge jedoch nicht das Bekenntnis. sondern eine. Ohne irgendwelche Kenntnis von dem Wesen und von den Gesetzen einer so verwickelten Kraft wie das Od. Seite 30 8. solche aller gesunden Physik des Odes zuwiederlaufende Sprünge machen sehen. warum sollte der magnetische Arzt weniger Selbstzufriedenheit nähren? Wir anderen wissen wohl.

wird er unverzüglich das Wasser samt dem Glase leuchtend werden sehen. so wie Sie sie aber im Wasser miteinander umrühren. so wissen Sie schon. das rasch wieder erlischt. sie ist ein Odquell. Mit freudigem Erstaunen wird er einen Feuerstrahl sehen. Sie kennen Od. Von beiden sah Ihr Sensitiver vorher wenig. aus den Kristallpolen. der dabei auch nur als gelegentlicher Odträger und nicht als Magnet wirkt. Die bloße einfache Lösung also entwickelt Od. so wird er es stark kalt werden fühlen. die durch zahlreiche andere Odträger ebenso gut und mitunter viel besser ausgeübt wird als durch den Magnet. welches die chemische Kraft bezeichnet. das aus allmählich sich schwächendem. Da sie von all dem köstlichen Feuerwerk nichts sehen. Dann wird die ganze Flasche in heller Weißglut erscheinen. Sie kennen solches. und das ist das aus dem chemischen Hergange. daß es ein odisches Phänomen ist. und über ihr wird eine lichte wallende Wolke spielen. Grablicht. aus Stahlmagneten. Lassen wir daher das unpassende Wort "tierischer Magnetismus" als obsolet fallen. das ewig und unveränderlich aus unbekannter Ursache fortströmt. und wollen Sie es verstehen. Ehe ich Sie jedoch auf dieser Seite weiter in die Tiefe der Sache hineinführe. Stellen Sie einen Eisendraht. Jetzt will ich Sie zu augenblicklich aufflammendem führen. Hält er es in der linken Hand. Sie kennen endlich solches Od. Kupferdraht. so folgen Sie mir auf einigen Versuchen. worin verdünnte Schwefelsäure ist. aber lebendigem Borne quillt. aus organisch belebtem.Die Gährung und Fäulnis. Der ganze Draht wird in Seite 31 . sondern eine odische Einwirkung auf den menschlichen Leib. aus schwindendem Quell herkommt. Ich habe ihnen bereits gezeigt. vielleicht nichts. wo man von diesen Dingen die dunkelsten und verworrensten Vorstellungen sich machte. Zinkdraht in ein Glasgefäß. Werfen Sie im Finstern einen Löffel von feinzerstoßenen Zucker oder abgeknistertes Kochsalz in ein Glas Wasser. was man unter animalischem Magnetismus versteht. der vom Flaschenmunde bis zur Zimmerdecke dem Fluge des Stöpsels folgt. Öffnen Sie eine Flasche Champagner im Finstern Ihrem Sensitiven. Es stammt aus einer Zeit. muß ich Sie zuvor mehr mit dem Umfange des Odes in der Natur bekannt machen. und verträgt sich nicht mehr mit dem jetzigen Stande wissenschaftlicher Aufklärung darüber. das aus vergänglichem. hier wohl zu unterscheiden von Affinität. als ob sie aus leuchtendem Schnee wäre. dem Chemismus sage ich. Es ist keine magnetische.

Das Aufgehen Ihres Champagners in Feuer und Flammen werden sie sich ohne mein Zutun erklären.Gewicht. verhalten sich ebenso-. Aber nicht nur Stoffe. als er zuvor war. wie Quecksilber mit seinem äußerst schwachen Verdunstungsvermögen. kaum sichtbaren Saume. Ätzammoniak. besonders ist es Jod. Während dies geschieht. . so wie das Spiel der Affinitäten sein Ende hat. der aber unverzüglich wieder versiegt. alsbald wird es leuchten . Schwefelkohlenstoff. nur unendlich schwächer an Leuchtvermögen. die Luftblasen steigen darin wie glühende Perlen auf. so sieht eine sensitive Person eine leuchtende Säule aus der Mündung lotrecht emporsteigen. Die Verdunstung und Verdampfung also. besser Äther. und aus seinem oberen Ende wird schnell eine Lichterscheinung heraustreten. Der jährende Weinmost ist eine solche chemisch tätige Flüssigkeit. wird Ihr Sensitiver das Wasser leuchtend und zunehmend heller werden sehen. treiben durch die Flaschenöffnung einen leuchtenden Rauch aus. Die Auflösung ist also ebenso ein Odquell.65 spez. In einem anderen halben Glase Wasser lösen Sie die Weinsteinsäure. Führen Sie von einem Voltaschen Apparate die beiden Polardrähte ins Wasser. in der linken Hand eiskalt erscheinen. um so rascher. Der Draht wird in der sensitiven Linken viel kälter erscheinen. Alle chemische Aktion also entwickelt Od. Die Sensitiven verglichen sie mir oftmals mit den feinen. die fortwährend in Leuchte steht.Machen Sie eine Lösung von Bleizucker und gießen Sie eine Lösung von Alaun hinein: augenblicklich wird die ganze Flüssigkeit im Finstern sichtbar erscheinen. sondern auch andere Körper. plötzlich auftretender Odquell. welches einen helleuchtenden Rauch ausstößt und gleichzeitig für sich leuchtend wird. Erst lösen Sie im Finstern das doppeltkohlensaure Natron in einem halben Glase Wasser. je größer die Tension der Substanz ist. Jede gährende Zuckerflüssigkeit leuchtet beständig fort. wie Kampfer. Die chemische Zerlegung also entwickelt heftig reichliches Od. . Machen Sie mit Brausepulver ein Sauserwasser. deren Verflüchtigung so rasch ist wie der genannten. in welchen eine gewöhnliche Kerzenflamme gehüllt ist und in dem die eigentliche Verbrennung vorgeht. Oben wird sie in Rauch mit vielen feinen Fünkchen übergehen. am besten von reinem Rupion von 0. im Finstern der Stöpsel abgenommen wird und die Luft unter Abhaltung von Atemzügen ruhig ist. hellweißliche Wolke wird über dem Glase sich auftürmen. und folglich die Destillation geht unter beständiger Odentwicklung vor sich. wird auch die Flüssigkeit im Gefäße leuchtend. Feste Stoffe. die vertikal in die Höhe strömen. Augenblicklich wird das Gemisch hellauf leuchtend werden. Der Chemismus ist ein heftiger. der Form nach ziemlich ähnlich der Flamme einer gewöhnlichen Kerze. gießen Sie die Lösungen zusammen. Wenn nach einigen Minuten beide wieder dunkel geworden. Wenn von einer Flasche Alkohol. und eine mächtige. es wird ebenfalls und noch stärker leuchtend werden.eine Art von Glut geraten. Sobald die Zerlegung beginnt. das Gefäß aber wird er in der Linken kalt finden.

sah sie eine Menge Totenhügel mit beweglichen Leuchten besetzt. Einige waren groß. so stehen sie doch für die Sensitiven in vollem Lichtglanze. Mit ihrer Annäherung zerflossen die menschlichen Gestalten: sie erkannte. die alten Grabhügel trugen keine feurige Bewachung. Gespenster und Seelen der Abgeschiedenen zu sehen. Darauf nach den ungeheuren Leichenhöfen von Wien gebracht. gesühnt. in einer recht finsteren Nacht auf den Friedhof von Grinzing bei Wien. haben wir noch nicht besprochen.Seite 32 Aber auch die Fäulnis ist ein Gährungsprozeß. In der Tat sah sie (November 1944) auf mehreren Gräbern feurige Erscheinungen. sahen alle die feurigen gespenstischen Gestalten mehr oder minder stark. Ich wollte wissen. Folgen Sie mir einen Augenblick ins Reich der Toten. Nun wagte sie sich heran. Dies alles fiel mir warm aufs Herz. fast wie Männer. ob ich mit den feurigen Toten nicht Bekanntschaft machen könnte. je nach der verschiedenen Höhe ihrer sensitiven Reizbarkeit. wie sie in meiner Dunkelkammer tausendfältig gesehen. sie fand nichts als hellen Dunst. bis sie alles Irdische. als ich mit guten Sensitiven über Fäulnis von Fischen arbeitete. daß die abgeschiedenen Seelen der Verblichenen eine zeitlang feurig auf ihren Gräbern herumwandeln. auf mein Wort. Fräulein Leopoldine Reichel willigte ein. denn diese Geister werden ja gesehen. das sie diesseits noch anging. geführt zu werden. so haben wir nicht weit zu den Verstorbenen. Sie fanden es wie leuchtende Luft auf jungen Gräbern. und wenn wir Nichtsensitive an faulenden Stoffen keine Spur von Phosphoreszenz mehr wahrnehmen. Fräulein Reichel ging schüchtern und langsam darauf zu. Sie können genug der Zeugen vernehmen. aber wie nahe diese das Odlicht angeht. daß es nicht jedermann gegeben sei. alles Faulende wird darum leuchtend. Alle aber waren in den Reihen der Jüngeren Gräber. In einen davon ging sie unerschrocken hinein: er ragte ihr bis an den Hals. daß es nichts anderes als leuchtende Nebel waren. daß auf den Wege dahin mehrmals einige zu Boden fielen. Der Tanz und das exerzieren lösten sich auf in die Bewegungen des Windes. Eine von Ihnen zeichnete mit ihren Stockschirme . Ein andermal schickte ich vier sensitive Personen auf den Friedhof zu Sievering. bereichert mit einem lehrreichen Blick in ihr nächtliches Treiben. sondern daß nur gewisse Menschen auserwählt seien. gelöst. und die ewige Ruhe gefunden haben? Sie schauen mich zweifelhaft an? Mir aber ist es Ernst. von meiner Wohnung nicht allzufern. fast wie Reihen Tanzender oder exerzierender Soldaten. Sie werden aber auch von Ihrer Amme gewiß gehört haben. ihrer ansichtig zu werden. am Boden kriechend wie zwerghafte Kobolde. Sie wissen doch. der mit allen diesen Leuchten gleichförmig gespielt hatte. Das wissen wir zwar alle längst aus der Lehre von der Phosphoreszenz. sie konnte ihn mit den Bewegungen Ihres Kleides zerwehen. Sie schnell zurückzuführen. Aber bei den Gräbern angekommen. Sie machten gleichförmige Bewegungen hin und her. andere klein. Es war so finster. Und da wir eben an der Verwesung sind.

Die Quellensucher. wuchs an Leuchte. ein Magnethuf. sondern nur von Auserwählten (den Sensitiven).Lassen Sie uns dem Umfang des Odes in der Natur weiter nachgehen. Ich hatte den Wiener Mechaniker. Phosphorwasserstoff und andere bekannte und unbekannte Verwesungsprodukte. desto heller die Leuchte. so hören die Leuchten auf. Es ist kohlensaures Ammoniak. Herrn Euter. der die Leichen zersetzt. Ist die Verwesung zu Ende. daß im ganzen Zimmer . Nicht ihre Schuld ist's. klingend angeschlagen. die Toten sind gesühnt und kehren ein zur ewigen Ruhe. Eine Metallglocke von starkem einschneidendem Klange. längere Zeit fortwährend angeschlagen. Seite 34 9. in welchem er seit Jahrtausenden nistet. So wie sie erklang. faßte sie am Kopfe und schlug sie mit einem Schlüssel behutsam an. daß wir so lange nicht begriffen.Figuren in solche Grabhügel. Ich brachte eine Luftpumpenglocke. in der Dunkelkammer (Oktober 1351) und wollte prüfen. ihr Dasein kann nimmer geleugnet werden. was ist nun das? Gar nichts anderes Seite 33 als die faulenden Miasmen. welche die Gräber aushauchen und die über ihnen in die Luft aufsteigen. Es ist einfach und klar Chemismus. sie teilweise gasifiziert und leuchtend in die Luft aushaucht.und sie behalten Recht. Ein Metallstab. ein Unrecht ihnen abzubitten. einen Mittelsensitiven. mein Freund. je stärker der Anschlag. die bei der Verdunstung Odlicht entwickeln. wir müssen wohl oder übel es ihnen einräumen. Die Reibung. Ja sogar. Mit meinem letzten Briefe sind sind wir dem Aberglauben zu Leibe gegangen und haben ihn in einem Schlupfwinkel aufgesucht. . Brief Der Klang. die Striche blieben in verstärkter Leuchte über der aufgeritzten Erde zurück. wurde sie leuchtend und sichtbar. daß die Gespenster nicht von jedermann gesehen werden. bei unseren alten Weibern haben wir etwas gut zu machen. Aber. Was war. auch davon müssen wir beschämt die Wahrheit eingestehen. ob auch nicht der Schall mit dem Ode in einigem Verbande stünde. wo der Wind mit ihnen spielt und die Furchtsamkeit ihre Schwankungen im Luftzuge wie Tänze lebendiger Geister ausdeutet. Heute will ich ihm noch einen solchen Streich versetzen. was sie uns seit Jahrtausenden beteuerten. wurde so leuchtend. Die feurigen Geister über den Gräbern existieren also doch in Tat und Wahrheit.

Jedes Trinkglas.sich ein heller Schein verbreitete. Ein andermal faßte ich die Reibung ins Auge und gab den Fräulein Maria Malz (Juli 1344) einen Kupferdraht in die linke Hand. das ich mit einem Messer anschlug. die ich überredete. so fand sich die Linke kühl. Zur Gegenprobe nahm ich eine gläserne Barometerröhre. Sie zeigte ein merkliches Zittern. sondern sie verbreiteten auch eine lichte Helle rund um sich her. Die ganze Röhre ward leuchtend samt dem Glase Wasser. die Verladbarkeit des Schallodes zu prüfen. der Rand aber nach aufwärts schaute. der auf der Drechselbank lief. Noch lag die Aufgabe auf mir. doch so. des oberen Kristallendes. Zu dem Ende stellte ich ein Glas Wasser mitten in eine Metallglocke hinein. das Glas leer zu trinken. und eine davon. im Schalle einen neuen. sehr starken Odquell aufzufinden. und zwar im Sinne des blauen Sonnenstrahls. sondern der ganze Resonnanzboden leuchtend. daß die nirgends den Glockenkörper berührten. die in der Weise gestellt war. Seite 35 Ich hatte mit einem Worte die Genugtuung. In solche Glocken von Glas und von Metall hinein ließ ich Sensitive die Hände stecken. so wie ein stehender Topf. den das Instrument angab. wie man pflegt. Sehr lebhafte Odentwicklung aus dem Quell der Reibung war also außer . so wurde der ganze Draht odglühend und hüllte sich entlang in einen leuchtenden Schein. strömte Wärme durch den langen Draht in die sensitive Hand. stellte sie mit einem Ende in ein Glas Wasser. wiederholtes Erbrechen. daß ihre Kuppel sich unten befand. des magnetischen gen Nordpols. mit dem anderen rieb ich sie einige Minuten an dem schnell umlaufenden Drehreibstein. bitterlich und ekel. wo ich anschlug. an dessen anderes Ende ich ein Brettchen befestigt hatte. Schlug ich nun außen an und der Klang ertönte. Auf einer angestrichenen Violine wurden nicht allein die Saiten. Alle Sensitiven fanden es beim Kosten lau. je höher der Ton war. und eine um so hellere. den alle Sensitiven sahen. sie waren wie mit einem Heiligenschein umgeben. fanden sie es wohlkülig. Als ich mit einem änlichen Brettchen darauf rieb. Als ich hierauf das Glas Wasser heraus hob und Sensitive es kosten liese.frisch und angenehm odnegativ geworden: es hatte also von Schalle odische Verladung empfangen. An seinem abgewendeten Ende stieg eine Leuchte empor von der Gestalt einer Kerzenflamme. Die odische Gefühlswirkung trat also ein. geriet kurz darauf in heftiges. die Rechte lau angeregt. Ich schlug nun die Glocke an und fuhr damit einige Minuten lang fort. An lichtesten war jedesmal gerade der Fleck. Rieb ich den Draht selbst in der Finsternis an einem Schleifstein. wenn man Bediente herbeiruft. Die klingenden Körper wurden nicht bloß für sich odglühend. wie der Schall selbst. gewann eine Lichthülle.

Äther. Alle fanden. wurde es in wenigen Sekunden unsichtbar und durch den Rückschlag kühlend. von dem ich mir verspreche. Sie stand in der Tat genau über der Röhrenfahrt. Dies zu prüfen. es ist nichts anderes als die Wirkung des durch die Wasserreibung in Tätigkeit gesetzten Odes.das mag wohl nur Gewand sein. besonders im linken Fuße. die tief verrufene. in welches sich die Wahrheit hüllte. der da verborgen lag und der sich nicht zur Geltung zu bringen vermochte. ob die Reibung von Flüssigkeiten auch Od verriete. eine Mittelsensitive. So wie es wieder in Ruhe kam. als sie im Finstern geschüttelt wurden. Es war kein Zweifel. wobei sie die Richtung der Wasserleitung schneiden mußte. wurden mit ihrem Inhalte alle leuchtend.und rückwärts schreiten und endlich stehen bleiben. erschrecken Sie nicht. Nun wohlan. Machte ich den Versuch im Finstern. Ich ließ sie nun langsam quer über die Wiese gehen. Jetzt nahm ich Fräulein Zinkel. umwickelte ich eine Glasröhre dick mit Papier. Als sie in deren Nähe kam. Meine Hoffnung wuchs. daß ihnen Wärme durchs Papier zukam. durch welche eine Quelle eine halbe Stunde weit her der Meierei zugeleitet wurde. sah ich sie in Seite 36 ihrem Gange stocken. wenn geschütteltes Wasser Od in Bewegung setzt. Wie. die Wünschelrute steht auf aus der tiefen Erniedrigung. Kühle zurückkehrte. Die Wassersucher.Zweifel. dachte ich. der berühmte . vor. In der Tat. worin Alkohol. die Wellenfinder stiegen mir in der Erinnerung auf. verschlossene Glasgefäße. Dies führte in der Anwendung zu einem Ergebnis. Ich wollte wissen. Essiggeist. Hier. in verstöpselten Flaschen geschüttelt. so lange ich zugoß. Ich wiederholte den Versuch mit mehreren anderen Sensitiven mit immer gleichem Erfolge. wurde leuchtend und in der linken Hand lauwidrig. gab sie an dieser Stelle in die linke Hand von Sensitiven und goß durch einen Glastrichter aus gläsernen Gefäßen oben Wasser hinein in fortdauerndem Strahl. der mein Landhaus umgibt. in welche Unkenntnis und unverschuldeter Spott sie geschlagen! Nicht die Rute zwar als solche . so oft ich zu gießen aufhörte. dessen Bewegungen von Sensitiven empfunden werden. empfinde sie bis zu den Knien herauf. Jetzt fiel mir etwas Seltsames ein-. Terpentinöl. Aber auch Wasser. auf der Oberfläche aber unkennbar ist. allein desto gewisser Ihr innerer Kern. im bloßen Durchlaufen durch eine Röhre entwickelte das Wasser Od. die unter einer großen Waldwiese geführt. versicherte sie. Monsieur Sourcier in Frankreich. daß es Ihnen Vergnügen gewähren wird. könnte fließendes Wasser nicht vielleicht Gleiches tun? Es ist ja auch Wasser in Reibung. und siehe da. hinaus in den Park. Ich kannte die Richtung einer Wasserleitung. es war nicht mehr und nicht weniger als die Wünschelrute. Kreosot enthalten waren. was auf der ganzen übrigen Wiese nirgends der Fall gewesen ist. so ward das Wasser im Trichter während des Zugusses und sogleich im Laufe die ganze Röhre abwärts alles leuchtend. laue Widrigkeit.

Abbe Paramel. oder werfen Sie ihm gegenüber einige Kaliumkugeln auf Wasser und fragen Sie ihn nach der Empfindung. eine Porzellanröhre in die Hand und lassen Sie ihn dieselbe über der Zugröhre einer Argandschen Lampe erhitzen. oder zünden Sie in seiner Nachbarschaft Weingeist an. Sein Geheimnis. Bringen Sie ein Becken mit glühenden Kohlen einem Hochsensitiven entgegen. die ihm die Bewunderung und den Dank der halben französischen Welt zuwandte. nicht Wärme sondern Kühle sei die vorherrschende Empfindung. ist jetzt aufgedeckt. Es bedarf gewiß meines Zutuns nicht. Die Erklärung dieser Anomalie im Wärmegesetz ist . die ihm all dies verursache. Er wird finden. Seite 37 10. die ihn durch all dies Feuerwerk erzeugt werde. und vielleicht bald werden wir in Deutschland hunderte von Quellmännern und Quellfrauen haben. Er wird Ihnen mit Kopfschütteln sagen: sie werden alle kalt. das in Bewegung ist. Sie und Ihr Sensitiver werden aber betroffen sein. empfindet er dessen odischen Einfluß auf seinen reizbaren Leib. auf größere oder geringere Tiefe. einen Glaßtab. etwa ellenlang. die so mächtige Agentien wie die Wärme und die Elektrizität gegenüber dem Od spielen müssen. Gewiß erwarten Sie. Geben Sie ihm statt dessen eine Eisenstange. daß er ihn in der Hand kalt wird. während er brennt. Brief Die Wärme. ist sicherlich nichts anderes als ein guter Sensitiver. fühlen und hören zu müssen. das ihm selbst ein Rätsel war und daß er zu verraten sich außer Stande sah. am andern soll er ihn anzünden. nach Maßgabe des größeren oder geringeren Reizes. alle Hochsensitiven werden sich nach kurzer Übung vortrefflich dazu eignen. so oft er über unterirdisches Wasser schreitet. Und die Wünschelrute ist von nun an ein aller Welt enthülltes Gemeingut. Die Verwicklung wächst jedoch hier so sehr. daß er Ihnen antworte: Wärme. um Sie auf die Rolle aufmerksam zu machen. daß ich in dem engen Rahmen einiger Briefe keinen Raum für sie sehe und mich auf einige kurzgefaßte Tatsachen werde beschränken müssen.Quellensucher. auf größere oder geringere Menge des Wassers schließen und hat es darin durch Ubung zu einer Fertigkeit und Sicherheit gebracht. Er kann. Die gesamte Körperwelt als Odträger. Geben Sie ihm einen leichten hölzernen Stab. oder führen Sie ihn in Abstand von einigen Schritten vor ein Holzfeuer. Die Elektrizität. an einem Ende soll er ihn in die linke Hand fassen. den man weithin im Lande kommen läßt und der das Wasserfinden zu einer bewundernswürdigen Fertigkeit gebracht hat.

Steht die Maschine ruhig. das kann hier jedes sensitive Kind so zu sagen mit Händen greifen und ihnen als Sinnenanschauung mit allen Nebenumständen schildern: die . der einen ähnlichen. von der inneren Belegung nämlich nach der äußeren. Einige Sensitive machten die sonderbare Vergleichung mit einem geladenen Kalkwagen. daß nirgends elektrisches Licht sichtbar werden kann. elektrisierten größeren Körpern geführt werden.die mit dem Stativ auf dem Zimmerboden steht. daß diese einzige Tatsache die Physiker zur lebhaftesten Teilnahme veranlassen müßte. Führen Sie einen Metalldraht von etwa Strohhalmdicke so in die Dunkelkammer. wenn Sie in die Nähe von positiv. Im Augenblicke der Entladung sehen die Sensitiven eine blitzschnelle stärkere Helle an ihm hinfahren. wie Sie es von Kristallen und Magnetpolen wissen. Die Kuchenflamme wird nach einigen Minuten verschwinden. so sehen Mittelsensitive davon im Finstern fast nichts.Das Äußere führen Sie auf eine Glutpfanne und erhitzen es über ihr.5 Fuß hoch. durch den ich von außen eine Flaschenladung entlud. sondern daß er außerdem mit einer schraubenartigen Leuchte umgeben ist. Ein langer Eisendraht. Der Schwanz wird einer Seite 38 weißleuchtenden Walze gleichen. ist Kühle. doch auch nur. so wird dennoch das ganze Bauwerk weißleuchtend. die heftig strömend um ihn herumeilt. der bis zur Zimmerdecke aufsteigt und dort eine große erhellte Platte verursacht. wird die Scheibe so langsam in Bewegung gesetzt. Was sie mit unendlichem Aufwand von Scharfsinn erschlossen haben. daß der geschlossene Polardraht nicht bloß für sich glutleuchtend wird. So wie die Erwärmung außen beginnt. wie der Akt der Verbrennung.einfach die. Das Ganze macht somit ein etwas großes Gerüst. ebenso der Konduktor. Od entwickelt. daß die Erhitzung. um sie mit wenigen Zügen abzufertigen. Die vorwaltende Empfindung. Von der Voltaschen Säule will ich hier nur das eine anführen. etwa 1. wird sie einen leuchtenden Rauch von sich geben. anzugeben vermochten. Ohne mich aufzuhalten will ich zur Elektrizität eilen. wird Ihr Sensitiver im Finstern Ihnen das Auftreten eines leuchtenden Flämmchens auf der bei ihm befindlichen Drahtspitze melden. wurde nach jedem Schlage entlang auf die Dauer von vier bis fünf Minuten weißleuchtend. etwa durch ein enges Loch der Türe hindurch. Ein geriebener Elektrophor aber gibt Läue. während der Pelz Kühle aushaucht Schlagen Sie Ihrem Sensitiven einen Harzkuchen stark mit einen Fuchsschwanz in der Finsternis und lassen Sie ihn denselben von der Seite beschauen. mit seinen beiden Enden aber außerhalb derselben. Ich habe eine größere Elektrisiermaschine. Man sollte glauben. Eine geladene Kleistsche Flasche erschien durch und durch leuchtend. Aber während sie lodert. Sie werden hören. daß ein Stück davon innen und ein anderes außerhalb ihr endet. daß er davon eine flammenartige leckende Leuchte aufsteigen sieht. durch die Dunkelkammer geführt. welche alle Sensitiven äußern. wovon sie mir genau die Richtung. durchaus weißen Anblick gewährt.

Jod. daß sie als Selbstleuchter wirkten. muß ich mir für jetzt versagen. das weiß ich nun freilich nicht. Blei. bis das Interesse der Physiker in Bewegung gelangt. Zinn. andere weniger helle. während dessen hatte sich seine Reizbarkeit überaus gesteigert. Das Ansehen dieser Körper war wie bei der Phosphoreszenz dem Glühen ähnlich. man konnte in sie hineinschauen. die Beschläge. aber allen sichtbar. Ich stellte eine kleine Musterkarte von mehreren Metallen zusamen. Herr Anschütz. Versuchte ich Körper von anderem Charakter. aber nur Hochsensitive. sahen alle Möbelbeschläge. zu beleuchten. mit grüner Flamme umhüllt. Der jetzige Österreichische Offizier. Wärme und Elektrizität sind also kräftige Odquellen. so daß sie wie durchscheinend aussahen. welche uns schon von konzentrierten Odausflüssen bekannt ist. So wurde alles. Selen. Und endlich werden sich ja doch wohl auch einige sensitive Physiker finden. alle Schlüssel. Wie lange es aber noch dauern wird. Schlaflos auf dem Lager liegend. und dies gab ein sicheres Mittel ab. ein guter Mittelsensitiver. die Genauigkeit der Beobachtungen zu kontrollieren. zwischen welche die Körper gefaßt wurden. Kohle. wie ich schon wenigstens ein Dutzend sensitive Ärzte gefunden habe. hier auseinander zu setzen. daß er jedesmal dann. was von Kupfer war. Andere. einige mehr. wenn die Nächte recht finster waren. in Rauch sich verlierende Lichtemanation beobachtet. Schwefel. Auch hier wie dort ließ sie sich durch Hauch und Luftbewegung zerflackern und verwehen und war in manchen Fällen fähig. während er sonst nichts anderes im Zimmer zu erkennen vermochte. alle vergoldeten Gegenstände in Ihren Zimmer. so wurden auch diese leuchtend gefunden. der Elektrizität. die Finger. ------------------------*) Näheres hierüber in der schon angeführten Schrift Reichenbachs: »Physikalisch-physiologische Untersuchungen über die Dynamide des Magnetimus. fiel es ihm auf. Von Farbe wurden sie keineswegs gleich gefunden. Sie wurden von Hochsensitiven alle schwach leuchtend gefunden.*) Statt dessen will ich Sie zur letzten und wichtigsten dieser Odquellen führen.Ampereschen Schrauben des Voltasschen Stroms. rotglühend gesehen. Angeln und das Schloß seiner gegenüberstehenden Tür wahrnahm. Seite 39 Er erkannte. aber den Reichtum der Erscheinungen. jeden Nagel an der Wand leuchten und kleine Flämmchen oder leuchtenden Rauch außenden. die sie darbieten. . lag krank in Baden. daß sie einen Schein hatten. Nächst dieser Glut wurde von den Hochsensitiven rund um diese Stoffe her dieselbe flammenähnliche. Ein Glasschrank mit Silbergeschirr aller Art angefüllt erschien in der Finsternis nach und nach ganz voll feinen Feuers.

weil sie alle Charaktere derselben an sich trägt. alles! Wir sind in einer Welt voll leuchtender Materie. angenehmer und widriger. offen oder in Gläser eingeschmolzen. Sie werden jeden anders empfinden.Palladium und Kobalt blau: Wismuth. Hochsensitive aber alle ohne Ausnahme schwächer und stärker leuchten. am Arm nahmen und mit größter Sicherheit zwischen meinen Apparaten herumführten. Arsen. Brom. Nickel. Parabansäure auffallend schön blau. Kupfer. daß sie sich kühl oder lau. welche Sie wollen. am hellsten unter den amorphen Körpern leuchten die Metalle und die einfachen Stoffe überhaupt. Platin. ist schwächer an Intensität als alle vorher engegegebenen. in die entblößte oder mit Handschuhen bedeckte Hand. Kalium rot. z. dieser selbst von Mittelsensitiven oftmals blau gesehen. aber dafür unendlich an Ausdehnung. bewahrte sie im Finstern und schloß sie nur in Finstern der Dunkelkammer wieder auf. Jod. kühler und lauer. Quecksilber. Osmium. Selbst die gemauerten Wände der Dunkelkammer erschienen nach längerem Aufenthalt im Finstern fein weißlich leuchtend.B. Diese Quelle des Lichts aus allem Ding. das ja ist. Kohle. Sauerstoffgas. Am schwächsten leuchten lockere Körper. so werden Sie vernehmen. auch die Gefühlseinwirkung aller Odträger. daß meine Seher am Ende alles im Zimmer wie in einer Dämmerung gewahrten. einzelne auffallend stark. Antimon. legen Sie Schwefel. Holz. Arsen. z. angenehm oder widrig davon affiziert fühlen. Lehm. Theobromin weiß. was da vorhanden ist. Alles also leuchtet. mitunter viele mit eigentümlichen Nebenwirkungen verbunden. alle Steine sind Licht. Wie in der Sonne eine heftige. der ich schlechterdings gar nichts sah. Ich stellte mehrere hundert chemische Präparate in eine dichtgereihte tragbare Sammlung. Aber alles werden sie nach seinem . feste und flüssige. gebrannter Kalk rot. Gold. Jod und Selen rot. Schwefel. Titan. Kohle. Wollgewebe. Zink. etwa von Lindenholz. Legen Sie Metalle. Dies ging soweit. Chrom grünlich. Oder geben Sie ihnen abwechselungsweise Körper aller Art. Mittelsensitive sahen nur einzelne davon. alles. mit Regenbogenfarben spielend. Silber. Eisen beinahe bunt. so auf der Erde eine äußerst schwache Lichtaussendung findet ganz allgemein von allen statt. am schwächsten bis gar nicht von den mattest leuchtenden. Schwefel blau. am stärksten von den hellst leuchtenden.B. Cadmium weise. ja mich. Graphit auf irgend ein Brettchen. und lassen Sie stark sensitive Personen die hohle linke Hand zunächst darüber halten. Seite 40 Und die Leuchte ist odisch? Sie ist es. Aber auch zusammengesetzte Stoffe leuchteten. doppelchromsaures Kali. wie Baumwollzeuge. ins Grüngelbe ziehend.

ja Zungenkrämpfe. er fühlt sich weggedrückt und weggetrieben. Es ist ihm. wie es Elektrizität. wie ich Ihnen sagte. Kupfer. weil es ihnen peinlich wird. der sehr widrig lau und ekelerregend reagiert. Messing und Eisengeräte. ja. als ob ein lauer. Kopfschmerz. daß sie ihn verhängen. daß sie kein Geschmeide tragen können. Es durchdringt und erfüllt das Weltgebäude im kleinsten wie im größten. sondern es ist eine allgemeine Beigabe der ganzen Natur. ist ein vorzugsweise stark odischer Körper. Nähert sich ein solcher einer großen Spiegelfläche. dies ist alles umsonst. Spiegel. Das Quecksilber ist eines von jenen Metallen. Übelkeit. Licht etc. wird schon Mittelsensitiven unerträglich und erzeugt Hochsensitiven nicht selten Magenweh. Argentan. Kupfer. daß manchmal das schönste Mädchen den Spiegel fliehe? Aus dem Inhalte meines letzten Briefes werden Sie die Erklärung dieser seltsamen Erscheinung geschöpft haben. Mundsperre. sind. Ausbildung der sensitiven Gefühle. Also nicht bloß auf speziellen Quellen fließt konzentriertes Od. wenn sie ihn nicht wegschaffen können. Geschmeide. ein ungleich verteiltes. Neusilber. ekler Hauch ihn anginge. Metalle. die am meisten lauwidrig auf sensitive Menschen reagieren. Erzlager und Bergbau. selbst Erbrechen. Brief Einzelne Stoffe von größerer odischer Wirksamkeit. Mag man galvanische Versilberung darauf tragen. so viel man will. Oft genug habe ich von sensitiven weiblichen Personen gehört. daß . so ergreift ihn Magenweh. er muß weichen. daß es bei Hochsensitiven bis zum Schauder vor dem Spiegel führt. Auch zu dem Ekel vor Esslöffeln aus Packfong. Seite 41 11. Chinasilber wollen wir jetzt einen Blick zurückwerfen. das Kupfer wirkt odisch durch. Erinnern Sie sich noch. das in allen diesen Zusammensetzungen den Grundbestandteil ausmacht. aber allverbreitetes Dynamid. so empfindet er über seinen ganzen Körper die peinliche Quecksilberwirkung ausgegossen.odischen Charakter durchs Gefühl unterscheiden und abstufen. wie es Wärme. Dies geht soweit mit der zunehmenden Erfahrung. und will er dem Trotz bieten.

aber ein Hochsensitiver wird mit voller Bestimmtheit ansagen: da oder dort befindet sich unterm Boden dieses oder jenes Mineral. von Rotgültigerz und dergl.es ist nichts als ein rein physiologischer Einfluß des odischen Dynamids auf das menschliche . ohne Berührung. Für sensitive Mädchen. es sogleich erkennen. Speisen oder Getränke zu genießen. beobachtet und sich zu eigen gemacht hat. so ist gar kein Zweifel. die in messingenen Gefäßen bereitet worden sind. wo ich von der Wasserreibung und Monsieur Sourcier sprach? Gesetzt. werden auf einen für Od sehr reizbaren Menschen anders einwirken als der Sandstein und der Schieferton. daß sie nicht einmal Haarnadeln in ihren Kopfputz zu dulden vermögen . daß sie keine stählene Planchette anlegen können. wo sie liegen. Nehmen Sie nun den Fall. und ein Hochsensitiver schritte mit einiger Aufmerksamkeit darüber. aus. die Stellen aufzufinden. nach dem bloßen Gefühle ihrer darüber gehaltenen hohlen linken Hand. es lägen unterm Boden nicht tief unter der Oberfläche. welche Kohlenmaßen auf ihn hervorbringen. in denen sie eingelagert sind. ein guter Mittelsensitiver. nicht allzutief unter der Erdoberflläche fließe ein Gang von Bleiglanz. die im Haushaltungsdienst beschäftigt sind. genau angeben könnte? Aber auch andere Dinge.Fichtner. daß er sie empfinden würde und die Stelle. Ausbisse von Steinkohlenflötzen. und die Nachgrabung wird dies scheinbare Wunder rechtfertigen. ja. etwa in einem Keller. Das Wunder ist nun aufgedeckt . als meine Mittelsensitiven die Wasserleitung durch den Park fanden. daß sie keinen stählenen Haarkamm vertragen. sie sind jedesmal im Stande. Seite 42 Leinwand oder jeder anderen leichten Bedeckung verbergen. Der geachtete Fabrikherr zu Azgersdorf bei Wien.alles dieses einzig der lauwidrigen odischen Reaktion wegen. daß ein Hochsensitiver sie durch das Gefühl noch leichter und schneller finden würde.sie keinen metallenen Fingerhut aushalten. es ist ihm unleidlich. Herr J. wenn er vorher die odischen Gefühle. können Sie nach dem. wie sie sich so oft wenige Fuß unter der Dammerde verborgen finden. irgend befriedigende Rechenschaft darüber zu geben im Stande war. wo die Metallstücke liegen. was Sie nun wißen. das bis jetzt um so staunenswürdiger erschien. weder sich noch viel weniger andern. Hochsensitiven kann man Metalle unter Papier. sind messingene Mörser. wenn er ein solches Lager überschreitet. von Kupferkies. kupferne Kochgeräte. hat aus seiner Küche alle Messinggeräte entfernen lassen. am meisten metallene Bügeleisen Gegenstände des Abscheues. Fällt Ihnen dabei nicht unwillkürlich der neunte dieser Briefe ein. Metalle. Geld in einiger Menge vergraben. Er wird. als der Finder selbst. noch einen Augenblick zweifeln. sondern einen elfenbeinenen haben müssen. Kein anderer Mensch wird etwas davon wahrzunehmen vermögen.

aber den bisher tiefverborgenen haltbaren Kern der Sache. Nach zwei. das mit Kupfer legiert ist. da haben Sie vollends die letzten Geheimnisse der Wünschelrute. so sind ihre Angaben bisweilen auffallend schwankend. Er wirkt auf einen dunklen Sinn. ihrer Gegenden. ihres Landes.und Erzfinder gebe. in der sie es neuen Hochsensitiven öfters zuvortun. und dies nicht bloß in Aufdeckung neuer Erzlagerstätten. . nicht zwar der Rute als solcher im wörtlichen Sinne und ihres angebliches Neigens. drei Sitzungen gewinnt alles schon Klarheit und Bestimmtheit.Nervengebäude.B. worüber man nicht Aufschluß zu geben im Stande ist. die Schlafwandler stehen. um neue Anbrüche aufzuhauen? Wo hat man das verlorene Trumm wieder zu suchen. welche überraschende Erkennungen an Kranken durch das bloße Gefühl gesunder Sensitiver erlangt werden. wenn das Flötz verfahren wird. Dies kann aber für Mischungen aller Art ausgebildet werden. in Hangenden oder im Liegenden? Über alles das läßt. Seite 43 sondern auch für den inneren Grubenbetrieb selbst. daß z. ob sie die wirksamen Prinzipe enthalten oder verloren haben. Und nun. so sehr. welche durch sechs. ich werde Ihnen vielleicht später zeigen. gekauft. auf welchem ich hier die der Metall. werden bald gesucht. und eine Menge instinktartige Vorkommnisse bei Tieren werden auf demselben Wege ihre Erklärung finden. wenn die Gänge sich verwerfen. welche überaus praktische Bedeutung die Sensitivität gewinnen muß und welche Rolle ihr bevorsteht. mein Freund. die Mondsüchtigen. Diese Leute. gezahlt werden. Wohin soll man sich wenden. Solche Menschen werden künftig in Beziehung auf Fälschung von Waren von großem Nutzen sein. in einer Apotheke die Vorräte unterschieden werden könnten. Schon jetzt ist eine gute sensitive Person sehr leicht im Stande.das war wohl kaum etwas anderes als der Hokuspokus dabei für die neugierige Menge. und ich habe Mittelsensitive. sehr oft aber wird ein einigermaßen in die odischen Sensationen eingeübter Sensitiver augenblicklich auf die rechte Fährte zurückverhelfen. Wenn ich neue Leute bekomme. die rationellste Grubenkunde den Bergmann nur zu oft im Stiche. Dem Bergbau zunächst verspricht diese Entdeckung einen ungemeinen Aufschwung. reines Silber oder Gold von solchem zu unterscheiden.und siebenjährigen Umgang damit eine Schärfe der Unterscheidung erlangt haben. wie Wohltäter ihrer Umgebungen. Sie sehen daraus. der die Vielbefragten etwas Handgreifliches hingeben mußten . Aber längere Beschäftigung mit diesen Empfindungen gewährt Deutlichkeit und Fertigkeit. wenn die Nester ausgebaut sind. Ja. an deren äußerster Spitze endlich die Kataleptischen. Das sensitive Gefühl ist einer ungemeinen Ausbildung fähig. Drehens und Anschlagens .

sie alle senden die merkwürdigen fühlbaren und sichtbaren Erscheinungen aus. Ähnlich verhält sich das Od. und nicht im . der Chemismus samt Gährung und Verwesung. der Schall. oder in Sonne oder Mondlicht gestellt. auf Wasser. Und bemerken Sie wohl. Er wird es verändert finden. auf die wir stoßen. Sie haben gesehen. die wir keinem der bekannten Dynamide einreihen können. bringen Sie es kurze Zeit. daß ein Glas Wasser.Seite 44 12. wenigstens so weit es mir bis jetzt gelungen ist. Annäherungsverladung und Durchleitung. einen kleinen Stein. einige Minuten. Tiere und Menschen. Nehmen Sie ein Stückchen Holz. das als ihnen zu Grunde liegend gedacht werden muß. Pflanzen. ein Stückchen Zucker. die Dynamide lassen sich verladen. Atem. Sonne und Mond. zuletzt die ganze Körperwelt in abgestufter Stärke . Magnete. lassen Sie es erst eine sensitive Hand einen Augenblick fassen und prüfen. daß er es wärmer oder kühler zurückempfange. Die nächste. auch elektrisiert. das ist seine Verladbarkeit. der heiß oder der elektrisiert ist. Durchleitung des Odes. in die blauen oder roten Regenbogenfarben gebracht. was Ihnen immerhin zufällig in die Hände geraten mag. Brief Verladung den Odes auf feste Körper. Das Prinzip. auf Luft. an die Pole der Kristalle oder Magnete gehalten oder mit einem geriebenen Glasstabe verbunden. sie aufzufinden. von welchem aus sie Zusammengehörigkeit erkennen lassen und daher als eine für sich bestehende physikalische Disziplin behandelt werden müssen. Die Kristalle. er wird es gerade in den Sinne verändert finden. macht einen anderen. wollen wir nun nach einigen seiner Eigenschaften betrachten. Ihre Taschenuhr. in welchem die Odquelle auf ihn gewirkt haben würde. Sie können aber jeden anderen beliebigen Körper jenem Glase Wasser unterschieben. ist die seiner Überführung von einen Körper auf den anderen. auch heiß. man sagt dann. eine Porzellanschale. er wird sagen. odische Beschaffenheit annahm. die Wärme. die Reibung mit der Wasserbewegung. und dann geben Sie es dem Sensitiven in dieselbe Hand zurück. vor einen odausgebenden Pol. die Elektrizität. einen Knäuel Garn. den man mit ihm in Berührung setzt. Sie kennen jetzt die wichtigsten Odquellen. Kleider und Betten. Ein Körper. die aber einen gemeinschaftlichen Gesichtspunkt darbieten. welcher Sie den geprüften Gegenstand aussetzten.

oder gehen Sie mit einer Feile reibend darüber. Sie werden sich jetzt mit ihnen aussöhnen. aus Ihren Fußzehenspitzen. oder halten Sie ihn über ein Kohlenfeuer. hier wohl zu unterscheiden von Induktion. einen Magnetpol.In allen diesen Fallen wird Ihr Sensitiver in der Finsternis den Draht leuchtend werden und an seinem Ende ein rauchendes Flämmchen mit Funken versetzt so lange ausströmen sehen. von den er selbst überfloß. Dies ist Seite 45 Mitteilung. was lebt. wenn Sie sich des dritten und vierten dieser Briefe entsinnen. Verladung. letzteres ist eigentümlich magnetische Einflußweise auf andere Körper. Die Änderung in geodetem Wasser ist keine stoffliche. Od tritt also nach seiner Regel in Bewegung und verlädt sich . wird aus seiner Endspitze für das sensitive Auge sichtbar ausströmen und sich in die Luft zerstreuen. Es ist daßelbe Wasser. geodet. daß sie für uns und die gesamte Chemie weit jenseits der Grenzen des Begreiflichen und des Erklärbaren liegt. Es findet also nichts anderes statt. Eine der stärksten Verladungen dieser Art geschieht durch den Atem alles dessen. Sie ruht bei weiten tiefer im Innern der Natur und ist eine so verborgene. oder bringen Sie ihn in die Verteilungssphäre des elektrischen Konduktors. Eine dynamidische Umstimmung nur ist damit vorgegangen. worin Sie ein Brausepulver bruchteilweise anmachen. als Sie die Einwirkung auf den Draht fortsetzen. eine Ihrer Hände. und bringen nun an dieses nacheinander einen starken Kristallpol. eine Umstimmung. oder stecken Sie ihn in ein Glas. aus Ihrem ganzen Leibe fortwährend Odausströmung in die Luft. und die Veränderung. . Führen Sie einen Kupferdreht mit den einen Ende in die Dunkelkammer. die Sie mancherlei Odquellen ausgesetzt sahen. wurden also mit Od geladen. etwas schmollend von den Chemikern geschieden. Alle die verschiedenen Gläser Wasser. Sie können dies auch auf Leuchte prüfen. aber merkwürdig genug. In den Lungen geht bekanntlich eine sehr lebhafte chemische Tätigkeit vor sich. welche in einem Glase Wasser stattfindet. die in ihnen vorging.entgegengesetzten. die gleichwohl auf den Geschmacksinn wirkte. Ich denke. sie kann nicht mit chemischen Reagentien erreicht werden. muß betrachtet werden als analog jener. Erstere ist odische Wirkung. Das auf den Draht verladene Od wird ihn in höhere Leuchte versetzen. wenn man es erwärmt oder erkaltet. das andere lassen Sie außerhalb derselben an Tageslichte. Sie sind. nichts Greifbares ist hineingekommen. wie dies in solchen Fällen der Magnetismus im Eisen bewerkstelligt. als daß der odausgebende Pol den in seinen Wirkungskreis gebrachten indifferenten Gegenstand in denselben odischen Zustand versetzt hat. Auf gleicher Weise geht aus Ihren Fingerspitzen. Diese Entweichung in dieselbe ist nichts anderes als eine wahre Verladung von Od auf die Luft.

mit welchem er nicht ebenso stark schon geladene Luft einzöge. den fast alle Sensitiven in Finstern wie Tabakwölkchen aus ihren eigenen Munde quellen sehen. so sehe sie doch immer ihren schlafenden Mann und ihr Kind wie leuchtend neben sich liegen und aus den Munde von beiden gehen bei jeden Atemzug leuchtende Dunstwolken empor. Seite 46 Denken Sie sich nun zurück zu meinem ersten Briefe in den gefüllten Wagen eines Omnibus oder der Eisenbahn. Kleider und Glieder in gleichnamiger Ladung reagieren gegenseitig lauwidrig aufeinander. Nicht einen Atemzug kann der Sensitive mehr tun. deren Decke nicht sehr hoch ist. warum ein höherer Sensitiver in vollen Gesellschaften nicht aushält. Die Luft wird bald odisch überladen. wörtlich ein mauvais coucheur. Nun aber wird die Luft in engem. Decke und Lager. und niemand erkennt seine Pein an. am allerwenigsten in Räumen. so wird er mißlaunisch. und alles will ihm immer zu viel werden. und muß es aus Naturell sein.auf die Respirationsluft. Er sitzt auf einer Folterbank. Nach beständigem Wechsel der Lage und der Beschäftigung fühlt er einen immerwährenden Drang. worin ein Sensitiver zwischen anderen Menschen eingeklemmt sitzt. Sie aber werden von nun an ihm Ihr Mitgefühl und Ihre Hilfe zuwenden. Der Sensitive erleidet also in der Ruhe beständig Belästigung und findet nur in der Bewegung einige Erleichterung durch Fortschaffung von Od in die Luft. wenn ihm das Öffnen eines Wagenfensters verweigert wird. kommen um ihr Bedeckung. und kann er nicht fliehen. Das ist der odisch geladene Atem. Frau Cäcilie Bauer. Ebenso wird es Ihnen jetzt klar geworden sein. wenn sie in finsterer Nacht erwache und nichts zu erkennen vermöge. Er verträgt darum wenig Bekleidung. gereizt und ärgerlich beim geringsten Anlasse. das sie bedecken. So geht es den Sensitiven im Bette. Je länger er weilen muß. und erst wenn sie bloß liegen. Er lädt von sich selbst aus immer alle seine Kleider gleichnamig odisch mit dem Gliede. ihm wird bange. Dies wird bald widrig und beunruhigt sie. Ein Mensch von hoher Sensivität ist immer ein unruhiges Wesen. kerngesunde und dabei stark sensitive Gattin eines Gastwirts in Wien. geschlossenem Raum in ganz kurzer Zeit von den vielen menschlichen Gliedern und von dem Hauche sämtlicher Lungen odisch vollständig geladen und überladen. Sie wenden und drehen sich hin und her die ganze Nacht hindurch. unleidlich. dem die Rückwirkung alles gleichnamigen Odes peinlich wird. heiß. als auszuhauchen ihm unerläßliches Bedürfnis ist und denken Sie sich jetzt in die Lage des Gequälten. die dann in starker Beladung ausgeatmet wird. desto höher steigt seine Verstimmung. erzählte mir mit einiger Ängstlichkeit. . die sehr kräftige. Sie laden mittels Ihrer eigenen Odausströmungen ihre Pfülben. werden sie einigermaßen ruhig.

Das Od läßt sich nicht nur verladen auf alle anderen Körper. eine Flasche gährenden Weinmost nur in die nächste Nähe eines solches Stabes. in ein Brausepulver. eine Katzenpfote. dessen Ende der Sensitive in der Hand hält. als Ihr Sensitiver einen Stab in den Sonnenschein hielt. Bei alledem ist es nicht einmal nötig. mit den Odträgern wirklich in Kontakt setzen. ohne ihn irgend zu berühren. wie Metalle. Brief . daß der Stab kühl werde. Nach einigen Sekunden werden Sie hören. Setzen Sie aber einen künstlichen Stab zusammen. werden von jeder stärkeren Verladung oder Durchleitung leuchtend und umgeben sich entlang mit einer lichten Dunsthülle. Bringen Sie die Seidenschnur auf Kristallpole. fassen Sie die Seidenschnur mit Ihren rechten Fingern. auf Schwefel. in Mondschein. Es gibt keinen Isolator für dieses Dynamid. Dies stimmt überein mit den leuchtenden Ausströmungen aus allen diesen Odquellen. überall her werden Sie die dem Odquell entsprechenden Wirkungen zuleiten. die es jeder Untersuchung entgegenstellt. daß Sie. und sogleich wird die sensitive Hand die entsprechende Reaktion empfinden. zwar etwas schwächer. Sie können auch Leitstangen aus Schwefel. Guttapercha und jedem beliebigen idioelektrischen Körper zusammensetzen. es genügt sogar bloße Annäherung. sie werden durch alle die verschiedenen Leitungsstoffe der sensitiven Hand zufließen. Harz. an diese fügen Sie eine Wachskerze und zuletzt hängen Sie noch eine Seidenschnur daran. daß Sie den Stab. Bringen Sie einen Kristallpol. Das Od vom Sonnenschein (Heliod) ging durch den Stab hindurch in seine Hand. jedoch qualitativ ganz gleiche Wirkung auf Stab und sensitive Hand ausüben. Seite 48 13. aus Glas. ein Stück Schwefel. sie werden alle eben so gut Od leiten wie die Metalle. möge durch wirkliche Berührung oder nur durch Annäherung auf sie eingewirkt werden. so wird er umschlagen und lauwidrig werden. und nachdem er innerhalb einer halben Minute sich damit vertraut gemacht hat. Glas. Seide. Gute Leiter. reihen Sie an einen Holzstab eine Metallstange. Darin liegt die Schwierigkeit. Alsbald werden Sie erfahren. Einen Beweis davon haben wir schon erhalten. Geben Sie diesen vierfach zusammengesetzten Stab am Holzende in die linke Hand des Sensitiven. Seite 47 in die Iris. Legen Sie statt dessen ihre linken Finger an. Seide. eine Gabe in Glas eingeschmolzenes doppelchromsaures Kali. es läßt sich auch durchleiten. Geben Sie ihm einen Glasstab in die Hand und nähern Sie ihm am anderen Ende Ihre Fingerspitzen.

Tellur. sie gehört zum innersten Wesen dieses Dynamids. Wo man nur immer in der Natur den Blick hinwirft. daß Sie sie in eine Reihe bringen. trifft man auf duale Gegensätze. Kristallpole. Odchemische Reihe der einfachen Stoffe. die wir die odchemische Reihe nennen müssen. lebendige Pole. auch auf dem Felde. Unipolarität jeder einzelnen. an deren einem Ende Kalium als der am meisten lauwidrige. Wir sind auf einem ganz anderen Wege zu dem nämlichen Ergebnis gelangt. und an deren anderem Ende Sauerstoff als der am meisten kühle Körper steht. Quecksilber. zu einer jener gleich kommenden. so werden sie von ersteren lauwidrige. von letzteren kühle Wirkung erhalten. Alkalien und Säuren. Linke und rechte Hand. daß sie mit geringen Abweichungen mit derjenigen zusammentrifft. auf den beiden Hälften der Tiere und Menschen.Odischer Dualismus. Sie werden bald die Erklärung erhalten. Ist es nicht etwas in hohem Grade Überraschendes. Tun Sie daßelbe mit Natrium. von jedem etwas stärker oder schwächer. Geben Sie nacheinander eine kleine Flasche mit Kalium und eine andere mit Schwefelpulver Ihrem Sensitiven in die linke Hand. Phosphor. auf dem wir hier uns ergehen. Schon sind Sie ihnen einzeln begegnet bei den Kristallen. Magnetpole. Ja Sie können diese gradweise Verschiedenheit in der odischen Kraft der einfachen Körper dazu benützen. schlichtes Mädchen nach dem bloßen Gefühl mit ihren leeren Fingern die gesamte einfache Körperwelt innerhalb einer Stunde in eine Reihe zu ordnen imstande ist. Kupfer einerseits. daß ein unkundiges. bei den Magneten. daß die erstere lau und widrig. Nehmen wir diesmal die chemisch-einfachen Körper zum Ausgangspunkte. wo Sie immer einerseits rötlichgelbes Odlicht mit laudwidrigen Gefühlen. Arsen andererseits. deren Aufstellung die größten Geister und die gelehrtesten Männer unserer Zeitperlode mehr als ein halbes Jahrhundert unendlichen Fleißes und die Anstrengungen des äußersten Scharfsinnes gekostet hat? . so werden Sie mit Erstaunen finden. die andere kalt und angenehm wirke. und schauen Sie die Reihe prüfend an. Platin. fehlen sie nicht. andererseits blaues Licht mit Kühle vorfanden. Jod. Gold. Aber diese Opposition tritt in den Oderscheinungen zahllos auf. welche die Chemie nach den Affinitätsstärken zum Sauerstoff ausgemittelt hat und die elektrochemische Reihe nennt. dann mit Selen.

Einige Physiker**). hat dies sehr lebhaft gefühlt. und man muß jeden einzelnen für unipolar ansehen. was ihren Charakter trägt. ohne Angabe eines bestimmten Grundes. allerdings keine dualen Eigenschaften. folglich odnegativ. magnet-positive müssen gleichen Schritt mit ihnen halten. so muß ich in gleichem Sinne und konsequenterweise die ersten odpositive. benötigte der junge Herr weiter nichts als die bescheidene Versicherung: Berzelius habe in seinen letzten Lebensjahren beiläufig den Verstand verloren. die letzteren odnegative nennen. erklären den gen Nordpol der Magnetnadel für magnetpositiv. weil er diese Ergebnisse meiner Untersuchungen nachdrücklich öffentlich in Schutz genommen*). daß immer die Stelle. . die obere Zuspitzung aber. also hier odpositiv. Stärkemehl. an der sie fortwuchsen. am anderen kühle Empfindungen in der sensitiven Hand erzeugt werden. auch Paraffin. miteinander. wo das Kristallgefüge kaum mehr nachzuweisen ist. Odpositive und elektropositive Körper gehen. dagegen die Haloidsalze. Um der Haltlosigkeit seines eigenen entgegengesetzten Urteils hierüber nachzuhelfen. Diese Regel kann man verfolgen bis zu Faserkristallisationen und zu Erstarrungen hinaus. nach welchem an dem einen Ende lauwidrige. wo sie aufgewachsen waren. jeder für sich. Die Basis der Kristalle ist dennoch odpositiv. beiläufig die Mitte haltend. den toten Berzelius der Altersschwäche darum zu beschuldigen. als ich ihm im Jahre 1845 in Karlsbad Beweise davon vorlegte. wie wir sahen. Es ist odische Polarität in der Körperwelt gegeben. die kühlen die elektronegativen sind.Der große Berzelius. Seit seinem Tode aber haben die ihn überlebenden Chemiker diese Kleinigkeit nicht weiter für beachtenswert Seite 49 gehalten. ungefähr wie die Elektriker die Seife als unipolar ansahen. kühl und blauleuchtend sich aussprach. Allein sie alle in Gesamtheit erfaßt und in solcher als kollektive Einheit alles Stoffes genommen. Magnete sind am gen Süd gerichteten Pole links lau und rotleuchtend. Einem Physiologen gar hat es nicht an Mut gemangelt. Odischen Ergebnissen zufolge muß ich an der Richtigkeit hiervon zweifeln. die Spitze odnegativ. In dieser odischen Reihe zeigen die amorphen Körper. der Schöpfer des elektrochemischen Systems. odpositiv. Bei zusammengesetzten Körpern fand ich die Alkalien und Alkaloide und alles. manche fette Öle. links lauwidrig und gelbrotleuchtend sich ergab. wie Gummi. am gen Nordpole kühl und blauleuchtend. organische Stoffe. aber nicht alle. die Mehrzahl der Oxyde und Säuren odnegativ. und da die links lauen Stoffe die elektropositiven. Bei den Kristallen habe ich gefunden. findet jener Gegensatz sehr ausgesprochen statt.

401. Bd. vom Wirbel bis zur Zehe. ja. und auch hier wieder vorzugsweise an den Nagelwurzeln. den Stellen der lebhaftesten organischen Tätigkeit an der ganzen Hand. wie Sie schon wissen.Folglich kann der gen Nord gerichtete Pol der Nadel. minder stark hervortretende odische Axen. daßelbe gilt vom Mondspektrum. sämtlich odpositiv. eine Längenaxe und eine Dickenaxe. es gilt selbst vom schwachen Spektrum einer Argandschen Lampe.34. Seite 50 zurückgeworfenen odnegativ. während er jedesmal das andere Auge verdeckt hält. die blauen. **) Handwörterbuch der Chemie von Liebig etc. Die Wärme. bald mit dem rechten Auge betrachten. Legen Sie einem Sensitiven einen Bogen reines mittelblaues Papier vor und lassen Sie ihn daßelbe abwechslungsweise bald mit dem linken. Der Mensch ist also der Breite nach polarisiert. Es trafen also ungleichnamige Agentien aufeinander. sowie die Strahlen. Im Spektrum sind die roten. Die Versuche müssen behufs der odischen Gegensätze hier weiter ausgedehnt werden. in seinem ------------------------*) Du Bois-Reymond in Karatens "Fortschritte der Physik". violetten und die chemischen Strahlen odnegativ. den mit dem rechten aber unangenehm finden. zeigt sich auf seiner ganzen linken Seite. Befestigen Sie dies in Ihrer Überzeugung noch weiter durch einige leichte Versuche. Im anderen Fall. aber auf den umgekehrten Augen erhalten. und die Wirkung war auf die Empfindung widrig. Besonders der menschliche Leib. Er besitzt aber auch noch andere. Das polarisierte Sonnenlicht ist in seinem durchgelassenen Teile odpositiv. Kontrollieren Sie diesen Versuch mit einem Blatt oraniengelben Papiers: überall werden sie dieselben Ergebnisse. S. nur magneto-negativ sein. wie auch der der Tiere. trafen gleichnamige aufeinander. der blau leuchtet. der Chemismus und der Schall haben bei den bisherigen Prüfungen bloß odnegative Wirkungen gezeigt. Sie sehen aber auch aus diesem zarten Versuche.Jahrgang S. Das linke Auge ist odpositiv. odnegativ. die Reibung nur odpositive. wie wir schon wissen positiv odisch. deren Entfaltung jedoch hier im engen Raume von Briefen ich mir versagen muß. die blaue Farbe wirkt. Am stärksten spricht sich dies in den Zehen und Fingerspitzen aus. daß die Widrigkeit der gelben Farbe und die Annehmlichkeit der blauen bei den Sensitiven vorzugsweise auf der Auffassung mit dem linken Auge beruht und daß die Wirkung auf dieser Seite im Bewußtsein . brandgelben und gelben. III. und dies wirkte angenehm. wo das rechte Auge in das Blaue schaute. die sich unterhalb rot finden. auf seiner ganzen rechten negativ. Er wird den Anblick mit dem linken Auge angenehm.V.

Auf seiner anderen Seite ist die Empfindung die umgekehrte. Kühl oder lau sind keine absoluten Einwirkungen äußere Reize auf den reizbaren. Die Ergebnisse wären dieselben gewesen. innerhalb deren die Wasser negativ geodet sein mußten. daß er sich erbrechen muß. Er wird unverzüglich in Unruhe geraten und sich nicht eine halbe Minute festhalten lassen. ja es wird. weil die Einwirkungen auf diese in der Regel größere Stärke und mehr Klarheit haben und daher auch vorzugsweise deutlich wahrgenommen werden. bezog ich alle Versuche stets nur auf eine Seite. Brief . Seite 52 14. Linker in linken Blick ist gleichnamige Paarung. Hierauf stellte ich beide einem sensitiven Manne gegenüber und verfuhr ebenso. Nun blicken Sie mit Ihrem linken Auge in sein linkes. so wird eine kurze solche Fixierung so widrig und stark auf ihn einwirken. niemals der rechten. das aus der Manneshand aber weit kühler und angenehmer als das aus der Frauenhand. er wird nichts dawider einwenden. wird er sich abwenden. Ich hätte ebensogut die rechte wählen können. Es versteht sich. und wenn Sie ihn nötigen wollen. Ist es ein Hochsensitiver. Sie fand beide kühl. Um nun keine Verwirrung in meinen Darstellungen aufkommen zu lassen. bezüglich nur auf eine bestimmte Leibesseite desselben. daß ich mich zu allen Gefühlsversuchen immer der linken Hand ihres Sensitiven bediente. und zwar auf die linke. Einer sensitiven weiblichen Person gegenüber stellte ich einen Mann und eine Frau. manchmal geschehen. Sie sehen klar. und solcher wird ihm unaushaltbar. auch Mann und Weib stehen in odpolarem Gegensatze. daß während dessen die anderen Augen verdeckt werden. Blicken Sie mit Ihrem rechten Auge auf kurzen Abstand in das linke Auge eines Sensitiven. Nach sechs Minuten. Sie haben bemerkt. jedem von beiden letzteren gab ich ein Glas Wasser in die rechte Hand. daß er nachher einige Sekunden aus dem Auge nichts mehr sieht.vorwaltend und merklich überwiegend wird über die rechte. wenn Sie ihn zur Ausdauer nötigen. Ob in dem Gegensatze beider Geschlechter odischer Dualismus auch vorhanden und aufzufinden sei? Seite 51 Diese Frage stellte ich an die Natur mittels folgenden einfachen Versuches. Der Grund hiervon muß Ihnen nun einleuchten. Er wird Ihren Blick nicht aushalten. Er aber fand das Wasser aus der Frauenhand kühler. ließ ich die Sensitive beide Gläser kosten. sondern nur relative. nur mit umgekehrten Leuchten und Gefühlen.

Eine rötliche Tinte beherrschte all die Regenbogenfarben. darauf zeisiggelb. grün. am anderen gelb und gelbrot ist. Was ich von diesem Manne zuerst erfuhr. seinen gen Südpol nach oben.. dann hochgelb. sondern daß innerhalb desselben noch allerlei andere Farben. gerade wie seine rechte und linke Hand. genauer genommen. was endlich in rauchigem Dunst sich verliere und alles mit vielen kleinen. seinen gen Nordpol nach oben: ein bläulicher Farbenschein lag über der gedämpften Seite 53 . daß diese Farben nicht immer in unruhigem Treiben durcheinander spielen. daß zuunterst immer Rot sich absetze. hell leuchtenden Fünkchen oder Sternchen untermischt sei. welch ein wunderbarer Anblick! Alle Hochsensitiven schilderten ihn als das prachtvollste. der mich (Februar 1846) zuerst darauf aufmerksam machte. und jede der beiden Polflammen.Das Farbenbild des Odlichtes. orange. Ich kehrte ihn um. sie zu einem Regenbogen in Finsternis und Nacht zu führen. rot. durcheinander zucken. und das zuoberst veilchenrot erscheine. erst in helles. Ich will es unternehmen. daß dies in Blau übergehe. violett. buntes Aussehen besitzt. Ein schwacher Sensitiver gewahrt an beiden Kristallpolen im Dunkeln nichts als eine graulich unbestimmte Wolke. das sagten mir seitdem viele Sensitive in tausend nächtlichen Versuchen. daß auf diesem brandgelb. Die Herrlichkeit des Regenbogens in des Tages Glanze hat schon oft Ihr Herz erwärmt. Ein Mittelsensitiver unterscheidet. erfuhr ich. als untergeordnete Farbenflecke in dem allgemeinen Blau des einen und dem allgemeinen Rot des anderen Pols auftreten. Einen starken Magnetstab stellte ich lotrecht auf. daß die Helle an einem Pole blaugrau und blau. Das Polarlicht der Erde. daß diese letzteren nur als Nebenfarben. und grün erscheine. dann blaßgelb. von vielem Rauche getrübt. Friedrich Weidlich. daß dieses Blau und Gelb nicht einfach ist. die sich in der Ruhe über ihn lagerten. Es war ein sensitiver invalider Matrose. Was ist aber dies anderes als die Farbenordnung des prismatischen Spektrums? Die Erscheinung einer lichten Iris in absoluter Finsternis. Dies jedoch so verstanden. sondern daß sie sich ruhig übereinander lagern und ordnen. dann in dunkles-. wenn sie durch den Luftzug meiner Bewegungen und des Atems gestört und vermengt werden.. einen trüben Schein inmitten der allgemeinen Finsternis. dessen sie je in ihrem Leben ansichtig geworden. Ein höherer Sensitiver endlich erkennt. Und als ich mich um die Lagerungsordnung erkundigte.

das Gelbe auf der gen West. Die Bedeutung desselben war bald aufgefunden. in Nordosten violett. gen Süd Hochrot. welche auf die Farben des Stabes Einfluß ausübten. dann gen Ost in grau über. Hierauf ließ ich mir eine hohle eiserne Kugel anfertigen. Nun sprangen Leuchten aus beiden. jetzt zeigte jede Zinke eine andersfarbige Leuchte. das grau in Rot usw. welche gen Nord gerichtet war. aber die Regenbogenordnung der Farben blieb. und zuletzt Norden sich nähernd. alle vier stiegen lotrecht neben einander von den vier Ecken des Magnetstabes empor. traten die blauen Tinten wieder ein. Endlich setzte ich eine Kappe mit vier Zinken auf. Der Querschnitt des Stabes an den Polen betrug einen Quadratzoll. aus der andern eine gelbrote. es waren die Himmelsgegenden. Drehte ich den Stab langsam um seine Vertikalachse. Kaum lag sie auf dem Pole. Die Farben waren also nicht vom Stab abhängig. eiserne Kappe darauf.Iris. des Gelb. so war das Gelb in Blau übergegangen. Es tauchte das schöne Bild eines Kreisregenbogens aus der Finsternis auf. Ich mochte den Stab mit seinen vier Zinken drehen wie ich wollte. Die erste trug ein blaues Flämmchen. in Südosten graurot. einige Farben dieser rätselhaften Iris voneinander zu trennen und jede für sich von den anderen sozusagen unabhängig aufzustellen. das Rote auf der gen Süd und das Grauweiße auf der gen Ost. Es war mir also gelungen. Drehte ich die Platte um einen halben Quadraten. die zweite ein gelbes. die Farben derselben wichen nicht. die dritte ein rotes. so traten an ihren Ecken die Mischfarben auf: in Nordwesten grün. Das blaue Licht stand immer auf der Zinke. so zogen die Farben nicht mit ihm. leuchtender und länger. Es ging von Nord aus durch alle Schattierungen des Blau in alle des Grün und von da gen West in die des Grüngelb. wo zuvor die mit dem blauen sich befunden hatte. daß ich sie mit beiden Armen noch nicht ganz umfassen konnte. Um diese Fläche zu verengen. im Nordosten sonderte sich ein ziemlich scharf abgegrenzter roter Streifen aus. Nun griff ich zu einer runden Eisenscheibe und legte sie wagerecht auf den stehenden Magnetstab. wie von den vier Zinken vertikale ausgegangen waren. Statt der vier aufrechten Zinken befestigte ich auf meinem Magnetstabe eine horizontale viereckige Eisenplatte von einen Quadratfuß Fläche. Die Lichtemanation wurde dünner. groß genug. und hing sie mitten in meiner Dunkelkammer an einem seidenen Stricke . die vierte ein weißlichgraues. und wenn die Zinke mit dem ursprünglich gelben Flämmchen an die Stelle gelangt war. Statt der einspitzigen setzte ich eine Eisenkappe mit zwei Zinken auf. sondern blieben in derselben Himmelsrichtung gegeneinander aufgestellt. sondern sie beharrten auf ihrer Stelle. Graurot. in Südwesten orange. setze ich eine spitze. sondern standen noch in Verband mit irgend einem äußeren Verhältnisse. Rund um den Rand der Scheibe herum strömte Licht aus. so strömten von allen vier Ecken ebenso farbige horizontale Leuchten aus. des Oranienrot. aber aus der einen eine ganz blaue. das Blau in Grau.

befestigte ich lotrecht Seite 54 einen Eisenstab. und strömte ringsum über die Kugel hinab. gen Südost graurot. die gen Nordwest grün. gen Südwest brandgelb. als ich den Eisenstab in einen Elektromagnet verwandelt hatte. Die obere odnegative Hälfte besaß durchaus einen mehr bläulichen Schein über alle ihre Farben. die untere odpositive einen mehr rötlichen. Im Augenblicke. Außen war davon nichts sichtbar. durch sie hindurch. Vom anderen Pol. daß ich mit der Kugel eine Terelle im Sinne Barlows herzustellen beabsichtigte. Nähere Vergleichung halten sie bei einer weiteren Parallelisierung. mit Kupferdraht sechsfach umwickelt. als hier gestattet ist. So sehen wir. in einem Abstand von zwei bis drei Zoll von ihr. eine schwebende kleine Erdkugel mit einen Nord. den ich mit einem Voltaschen Apparat von Zink und Silberplatten nach Smee und Young verbinden konnte. mit den dazu gehörigen magnetischen Kräften ausgerüstet und auf den Prüfstein des Odlichtes gelegt. gen Ost grau. stieg eine ins Blaue ziehende armdicke Lichtsäule über die Kugel handhoch empor. getrennt durch je eine dunklere Linie. sahen meine Sensitiven die schwebende Kugel leuchtend in bunten Farben aus der Finsternis heraustreten. wo der gen Nordpol des Elektromagnets sich befand. Zu oberst an der Stelle. In der Tat sieht man. das Nordlicht sei positiven Odlicht. . bog denn nach allen Seiten um. daß die Annahme. Die Kugelschalen gen Nord waren blau von Pol zu Pol. wie ein geöffneter Regenschirm. Ihre ganze Oberfläche prangte in Regenbogenlicht.in die Luft. sondern sich bei genauer Betrachtung in eine regelmäßige Iris auflösen.und einem Südpole. Die ganze Kugel war in einen feinen. die gen West gelb. ging ein gleicher Feuerbüschel in rötlichem Lichte rundum an der Kugel hinauf. daß alle Odlichterscheinungen nicht einfarbig sind. Seite 55 15. leuchtenden Dunstkreis gehüllt. ehe sie den Äquator der Kugel erreichten. alle Wahrscheinlichkeit für sich gewinnt. In ihrem Innern. Brief Der Erdmagnetismus und das Erdod. eine neben der anderen. Beide zerfaserten und verloren sich. Die Farben bildeten sichtlich feine Linien. gen Nordost rotgestreift mit wiederkehrendem Blau. so vollkommen gut aus. dem unten befindlichen gen Südpol. Es ist einleuchtend. daß die Ergebnisse in überraschendem Maße denen des Nordlichtes und Südlichtes unseren Planeten ähnlich sind. gen Süd rot.

Sie wirkt lauwidrig. Klavieren. wann er in der Boussole Freiheit der Bewegung erhält. wie dies die elektronegativen Körper tun. der ihn nach dieser Richtung anzieht. daß die ganze nördliche Erdhälfte odpositiv. so folgt. daß alle Sensitiven nicht auf der linken. die südliche dagegen odnegativ sich verhalten muß. und diese verträgt er nicht.und Theaterbau. Wenn die Farbenlagerung des Odlichts nach den Himmelsgegenden sich richtet. Davon wollen wir nun gleich eine ganz naheliegende Anwendung aufs tägliche Leben machen. Es muß wohl so sein. der Erdmagnetismus also. im Gegenteil. Wir mußten ihn daher als negativ erkennen und ebenso das ihm zugesellte Od. daß dort alle Sensitiven nur auf der Linken werden schlafen wollen. ungleichnamige Paarung tritt ein. wie Sie aus meinem letzten Briefe entnahmen. daß der Magnetismus. so ist dies eine gleichnamige Paarung. Werktischen und Schreibpulten. so müssen diese etwas in sich tragen. negative Seite und positiver Erdboden sind einander zugekehrt und alles tritt jetzt in Ruhe und Behagen.Die Lagerung der Sensitiven im Wachen und Schlafen. so ist der Mißtand gehoben. Kirchen. ein ungleichnamiger sein kann. der von einem so ungeheuren Träger ausgeht. das folglich auch den magnetischen Erdpolen beigesellt und von ihnen aus über den ganzen Planeten wirksam ist. was zu Od in naher Beziehung steht. von dem größten Einfluß auf alle und jede odische Erscheinungen in unserer Sphäre sein muß. Der nördliche Erdboden ist odpositiv. Ich getraue mir mit voller Zuversicht die Behauptung aufzustellen. Man könnte es Erdod nennen. Daraus folgt dann weiter. Sie nahen. in Buenos Aires nicht ebenso sein wird. Legen Sie Ihren empfindlichen Freund aber auf seine odnegative Rechte. Kehren Sie ihm die linke. daß derjenige Magnetpol. ob sie rechts oder links liegen. beunruhigend. in Chile. wie vom ganzen Erdball. . schlafverscheuchend auf ihn. daß dies in Neuholland. Hat nun schon ein Taschenmagnet vermöge seines Odgehalts Einfluß auf diese Dinge. In der Nähe des Äquators wird es ihnen gleichgültig sein. so springt es in die Augen. dann der Nordpol des Erdballs odpositiv sein muß und demnach der Südpol odnegativ. Dieser Einfluß ist kein anderer als das dem Magnetismus überall vergesellschaftete Od. welcher in die linke Hand odische Kühle gibt. nach Norden sich kehrt. ebenfalls odpositive Seite einen Sensitiven zu. Schon in meinen ersten Briefe habe ich Sie darauf aufmerksam gemacht. Und da der Erdpol. Stellung von Stühlen. sondern nur auf der rechten Seite liegend einschlafen können.

und in jedem Gasthof ihr Bett nach der Nadel richten. Mit Unterdrückung der Beweisführung will ich Ihnen also in Kürze oktroyieren. Hochsensitive habe ich durchaus unfähig gefunden. Aber auch auf mittlere und selbst auf Niedersensitive. Dies vorausgestellt. dem Gehirn zu. dem Bauche zu. beunruhigend. Sind sie einander zugekehrt. ein sensitiver Kranker aber muß schlechterdings und vor allem andern in diese Richtung gebracht werden. vom andern nach West. und am unbehaglichsten auf dem. Ein sensitiver Gesunder muß also als diätetische Regel sich merken. . auf welchem er den Rücken nach Nord und das Gesicht nach Süd kehre. bitte ich Sie. odnegativ. Und fragen Sie einen guten Sensitiven. in einer andern Lage als in der Nord-SüdRichtung Ruhe zu gewinnen. Von dem einen richten Sie die Lehne nach (magnetisch) Nord. in die Mitte eines Zimmers vier Stühle zu setzen. daß sie nicht nur über seine Nachtruhe.um Raum zu sparen . auf sein Bett auszudehnen. dagegen Sie einladen. daß er sich am behaglichsten auf dem fühle. Ich habe Ihnen . daß sein Lager mit dem Kopf immer nach Nord gerichtet sein soll. Die untere Körperhälfte ist odpositiv und bildet mit dem negativen Südpol der Erde einen ungleichnamigen Gegensatz. vom vierten nach Ost. auf welchem von diesen vier Sitzen er einige Zeit ruhen müße? Wenn er sich auf allen herum versucht hat. die immer mit dem Kompaß reisen. den Versuch. wird er Ihnen sagen. hat die Bettlage einen solch mächtigen Einfluß. so gibt dies eine ungleichnamige. also angenehme Paarung. daß ich den Menschen nach oben. Legen Sie ihn hinein und rücken Sie ihn mit seinem Bette nach einander in die vier Weltgegenden. Es gibt welche unter meinen Sensitiven. der Nordpol der Erde odpositiv. Jede andere sitzende oder liegende Lagerung ist minder angemessen und mehr oder weniger unangenehm. Umgekehrt verhält sich der Fall auf der südlichen Hemisphäre. und die Pathologie mag ihn registrieren. Herrn Delhez. den französischen Sprachlehrer in Wien. Sie werden bald von ihm hören. seit die diese Belehrung von mir empfingen. Einen ähnlichen. ob es ihm gleichgültig sei.Seite 56 Der Sensitive schläft unverzüglich ein. Die Erklärung liegt auf der Hand. vom dritten nach Süd. den Sie mit dem Sitze Ihres Sensitiven machten. auf welchem er den Rücken nach West und das Gesicht nach Morgen richte.B. nach unten. Da haben Sie denn die tiefe Ursache einer anscheinend sehr oberflächlichen Sache. odpositiv gefunden habe. aber belangreichen Gegenstand will ich im Vorbeigehen mitnehmen. Über die Eigentümlichkeiten der andern Sitze will ich hier hinwegeilen. daß er nur in der Lage sich behaglich fühle. z.nichts gesagt von der odischen Beschaffenheit der menschlichen Längenachse. lauwidrig. Die obere Körperhälfte ist in Beziehung auf die Längenachse odnegativ. Ohne sie ist jedes andere Bemühen um seine Heilung und jedes Medizinieren nahezu vergeblich. wo er mit dem Kopf nach Nord und mit den Füßen nach Süd gerichtet sei. sondern infolgedessen über sein allgemeines Wohlbefinden entscheidet.

welcher ein Sensitiver am allerschlechtesten verträgt. Bei einigem Nachsinnen darüber entging mir nicht länger. daß sie mit dem Gesicht dem Altar zugewendet. daß sie z. daß die Saiten des Flügels im Meridiane sich befanden und die Spielerin vor dem gen Südpol derselben. Das sehen wir täglich in großen Kirchen. Jeder sensitive Seemann wird dies bald lernen und den Pol nach demselben Gesetze finden. den Rücken nach Abend kehrt. wo West und wo Nord liegt. als Stahlsaiten gegen sie aufgezogen waren. über die Stellung eines Möbels. kein Sofa. Sie saß also vor den odpositiven Polen eben so vieler langer Magnete. seine odnegative Rechte gleichzeitig dem odnegativen Südpol derselben. Das ist aber. an meinem sonst guten Instrument sitzend. so fällt er endlich ohnmächtig nieder. mit dem Rücken nach Süd gekehrt war. Er dreht sich nur stehend langsam um sich selbst und fühlt deutlich heraus. Er sitzt also unter dem doppelten Einfluß gleichnamiger Paarungen.Stunden eines ganzen Gottesdienstes über . so daß dadurch das Schiff auf die entgegengesetzte Seite kommt. Im christlichen Kirchenbau hat man den von den heidnischen Völkern zu uns herübergekommenen Gebrauch als Regel aufgenommen.Jetzt kann ich mit Ihnen auch wieder in die Kirche zurückkehren. eines Klaviers entscheiden. Seine odpositive Linke ist dann dem odpositiven Nordpol der Erde zugekehrt. so überkommt ihn eine Unbehaglichkeit über die andere. Kein Stuhl. jedesmal Unwohlsein anwandelte. Es wird ihm heiß. Eine sensitive Dame spielte in meinem Hause öfters Piano. und das vermag er nicht zu ertragen. einer Maschine. der ihn einnimmt. er wird von Migräne oder von Übelkeit. den Altar auf die Morgenseite zu stellen. Diese Dinge greifen so weit in das Alltagsleben. um jederzeit die Himmelsgegenden bestimmen zu können. und daran ist nichts anderes schuld als ihre unzweckmäßige Baustellung. also mit dem Rücken nach West gerichtet ist. gerade die Richtung. bedarf zu Schiff keines Kompasses. ein guter Mittelsensitiver und erfahrener Seemann. warum sie. und kann er nicht entfliehen.B. daß derjenige. Der Ingenieur-Major Herr Philippi. Die Versammlung sitzt bei dieser Anordnung so. Aber es war Ihr dabei niemals behaglich und sie wußte nicht. Unruhe und Bangigkeit befällt ihn.und ist die Sensitivität nicht schwach. in der ich Sie in meinem ersten Briefe bei den ohnmächtig gewordenen verlassen Seite 57 habe. Das konnte sie unmöglich vertragen. sie würde nach längerem Verweilen ohnmächtig vom Stuhle . wie Sie sahen. kein Sitz darf so gestellt sein. nach welchem der sensitive Quellenmann rinnendes Wasser herausfühlt. Aber dies dehnt sich auch auf das tägliche häusliche Leben aus. dann von Magenweh gepeinigt. wenn er ein Sensitiver ist. Dauert es eine Zeit lang an . ja sogar das Stehen mit dem Rücken nach West wird ihm unleidig.

Seite 59 16. Künstler. Der Webstuhl stand in der alten Wohnung in Nordrichtung. aber deren widrigen Solliziationen er nicht zu widerstehen vermochte. Ich kenne einen Mann. Brief Der Erdmagnetismus und das Erdod. Er hatte kein Sitzleder mehr auf seinem Stuhl. Tausende. Handarbeiter. geriet ins Weinhaus und in die Bierschenke. Die odische Pein. Schluß. daß der Spieler im Süden oder Westen desselben zu sitzen kommt. welche das Licht von Norden einfallen lassen und dann mit dem Rücken nach West sitzen müssen und auf diese Weise um die Arbeitslust gebracht wurden. Sie kennen die Durchleitung des Odes durch die Körper. besonders Maler. Ich kehrte das Klavier um. Schreibende. vernachlässigte seine Arbeit und ging zu Grunde. sind die unschuldigen Opfer der bisherigen Unkenntnis dieser verborgenen physischen Verhältnisse geworden. Dies letztere konnte er nicht aushalten. Odische Atmosphäre der Menschen in Gesundheit und Krankheit. Nähende. Er zog in eine andere Wohnung. Leitungsgeschwindigkeit.gefallen sein. Beamte. in der neuen in Westrichtung für den Rücken des Arbeiters. Tragweite. kein Sensitiver wird davor sich wohlbefinden. der ein braver Hauswirt und fleissiger Weber. Strahlung. sobald die Dame im Norden derselben und vor nur gen Nordpolen saß.dabei ziemlich sensitiv war. Odoskop. Niemals darf ein flügelförmiges Fortepiano so stehen. Nun war augenblicklich alles gut und sie spielte jetzt mit Wohlbehagen und Lust. aber Sie kennen die Geschwindigkeit nicht. deren Ursache er nicht kannte. welche ihr Leben sitzend gewinnen müssen. und von der Seite 58 Stunde an schmeckte ihm sein Webstuhl nicht mehr. mit der sie sich . Etymologie des Wortes Od. brachte den armen Mann ins Verderben.

und zwar unverzüglich. Entfernen Sie sich stufenweise noch weiter von ihm durch das nächstanstoßende Zimmer: die Wirkung wird nun schwach werden. Treten Sie um zwei. bis die Empfindung ihres Striches unsicher und endlich unfühlbar wird. Eine hochsensitive Person empfand die Ankunft der entsprechenden Wirkung am andern Drahtende in ihrer Hand. vier Schritte zurück. wenn Sie sich um die ganze Zimmerlänge von ihm entfernten. Treten Sie zurück um einen Schritt und wiederholen Sie gegen ihn die Bewegung des Striches. Ob dies durch Einsaugung der leuchtenden Emanationen des Odträgers oder durch Strahlung geschah. drei. wie die des Lichtes. er wird ihn recht gut fühlen. noch nicht erschöpft war. Ein Strich von unten nach oben wird noch etwas weiter empfunden als einer von oben nach Seite 60 unten. ja er wird sie noch fühlen. Auch Kristallpole und starke Magnete empfanden sie eben so weit. Magnete nach einander. daß die Verladung und Fortleitung sich bewerkstelligen ließ auch ohne wirkliche Berührung der Odquelle. Infolgedessen schleppen wir an unsern Fingern. Ihr Sensitiver wird mit abnehmender Stärke. Zehen und Gliedern . Kristalle. durch Glasprismen mit ihnen durchgeführt. Hände. Ihre Striche fühlen. daß eine ungemein weite Radiation dem odischen Dynamide zukommt. Bei einer mittelsensitiven Person können Sie sich auf solche Weise auf die Entfernung von 40 bis 90 Fuß zurückziehen. noch nicht ganz zuverlässig. um daß ein Mensch im Laufe ihm zu folgen imstande war. bei denen die Wirkung meiner streichenden Hände mit einem Abstand von 150 Fuß. daß das Od langsam genug in dem Draht fortschritt. sowie ich sie auf jene gerichtet hatte. aber immer deutlich genug. daß das Od mit den Sonnenstrahlen kommt. wissen wir noch nicht. über welche hinaus ich nicht weiter verfügen könnte. Sie können daraus entnehmen. Aber stellen Sie sich einen Sensitiven gegenüber und führen Sie den doppelhändigen Strich über ihn herab auf den Abstand von einer halben Armlänge. Ob überhaupt Od strahlenförmig sich ausbreitet oder nicht. aber immer noch kenntlich sein. denn das Od dieser Hergänge könnte noch das Erzeugnis des Auffallens der Lichtstrahlen auf die festen Auffänger sein. Das Od hält eine Art von Mittel.vollzieht. Er wird die Kühle noch empfinden. Ich spannte einen Eisendraht von 100 Fuß Länge aus und brachte an sein Ende verschiedene Odquellen. Aber ich habe Hochsensitive gehabt. dagegen die der Wärme überaus träge. wie wenn ein kühler Hauch über ihn herabliefe. Sie ersehen hieraus. meistens nach Ablauf von ungefähr einer halben Minute. Die der Elektrizität ist bekanntlich äußerst groß. deren Grenze vielleicht in der Unendlichkeit liegt. darin gebrochen und durch Glasscheiben polarisiert werden kann. allein durch bloße Annäherung an sie. wenn ich die gerade Reihe meiner Zimmer geöffnet hatte. Sie haben gesehen. darüber belehrt uns der Umstand. doch etwas schwächer.

die Geschmackseinwirkungen verschieden sind. Oftmals hörte ich in der Dunkelkammer die Bemerkung aussprechen. welche für . was ich Od genannt habe. sondern bei jedem etwas verschieden. Doch ich würde die Grenze. die mit uns umherwandelt. wie das Licht in Farben.. daß Hunde die Spur auf einem Blatte erkennen. welche die Wissenschaft bereits kennt. Sie finden hierin die ersten Winke über die Möglichkeit. wollte ich in Darlegung dieser höhern odischen Verhältnisse eingehen. Ich nehme daher hier von Ihnen Abschied. aber sinnlich wahrnehmbarer Vorgänge in der Natur. die von jedem lebenden Individuum ausgeht. ist nicht überall völlig gleich.B. der Schall in die Tonleiter zerfällt. die ich mir für diese Briefe gezogen habe. daß sie vor manchen Menschen auf das erste Zusammentreffen eine ebenso unüberwindliche Abneigung haben als für andere eine unbegründete Vorliebe. Kranke in extremen Sensitivitätszuständen das Nähern ihres Arztes schon erkennen. mit welchen sie in der materiellen Welt ganz gesetzmässig und einfach zusammenhängen. ja von der Wissenschaft geradezu und hartnäckig zurückgestoßen und ausgeschlossen worden ist. die wunderbar scheinen. bei einem Gesunden verschieden von einem Kranken.und alle diese Unterschiede werden von Hochsensitiven. aber auch nur scheinen. ich sei in einen Heiligenschein gehüllt. bei einem Jungen verschieden von einem Alten. so lange man die physischen Fäden nicht kennt. bei einem Sanguiniker verschieden von einem Choleriker. die jeder Mensch um sich hat. die schon vor Jahrtausenden im Orient leuchtend gesehen worden. wenn Gesunde ihn noch nicht wahrzunehmen vermögen. Es ist ein Dynamid. mein Kopf sei mit einer Strahlenkrone umgeben. Sie ist bei einem Weibe etwas verschieden von einem Manne. analog und nahe verwandt ist.unermeßliche Schweife von uns unsichtbaren Ausstrahlungen beständig mit uns herum und sind außerdem als stoffliches und lebendes Wesen mit einer leuchtenden Atmosphäre umgeben. für welche wir bis jetzt weder ein Maß noch ein anderes Reagens haben als den menschlichen Nerv. daß Raubtiere. von einem Typhus mit seinem calor mordax usw. so leitet sich die Mythe davon geraden Weges aus dieser Erscheinung her. Der Grund. Es umfaßt eine Gruppe unwägbarer. daß z. Und wenig wird fehlen. warum es der wissenschaftlichen Forschung bis jetzt gänzlich entgangen. auf welches ihre Beute fliehend den Fuß gesetzt. Diese odische Atmosphäre. nach seinen äußern Umrissen. und auch diesen nur Seite 61 unter den eigentümlichen Umständen der sensitiven Reizbarkeit. ungefähr wie die Gerüche. Sie kennen jetzt die Erscheinung dessen. überschreiten. das denen. wie heute hier. und ähnliche Dinge mehr. liegt eben in dem Mangel an einem allgemeinen Odoskop und Odometer. Ja sie ist unter den Kranken verschieden in einem Katarrh von einem Scharlach. ja oftmals schon von Mittelsensitiven erkannt und bestimmt wahrgenommen.

. ins Herz sehen. alle Stoffe und Räume zu durchdringen und sich nirgends anhäufen. die zuletzt in einer germanischen Gottheit personifiziert wird. Für Wärme. Wir würden Wahrheit und Täuschung vermittelst jener Alldurchdringlichkeit ohne allen Vergleich leichter. Und die Ursache. so klar und deutlich etwa wie für Licht und Schall. hat uns darum versagen müssen. nämlich aus seiner Kraft. Die Allweisheit. im Altnordischen vada heißt: ich gehe schnell. Hätte uns die Natur einen Sinn für Od verliehen. Elektrizität. mit einem Odsinne begabt. und daß eine solche Fähigkeit uns nur verliehen zu werden brauchte. Davon Wodan bezeichnet im Altgermanischen den Begriff des Alldurchdringenden. ströme fort. um seine Gedanken zu verbergen. niemals bis zur allgemeinen Wahrnehmbarkeit verdichten zu lassen. ich eile dahin. Va im Sanskrit bezeichnet: wehen.jedermanns Gebrauch zugänglich wären und womit sein Dasein leicht und in die Augen fallend aller Welt darzutun gewesen sein würde. Talleyrand könnte nicht mehr die Sprache mißbrauchen. und wir würden in weiterer Folge dessen ein Wesen höherer und edlerer Art sein. Es ändert in den verschiedenen alten Idiomen ab in Wodan. wie man zu sagen pflegt. für Od habe ich noch keinen aufzufinden vermocht. Odin. Es läßt sich leicht dartun. Wir würden einander. ist also das Lautzeichen für ein alles in der gesamten Natur mit unaufhaltsamer Kraft rasch durchdringendes und durchströmendes Dynamid. ohne noch unsere Verstandeskräfte zu steigern. Dieses Mangels an aller Sperrbarkeit habe ich mich bedienen zu sollen geglaubt. Licht gibt es bis auf einen gewissen Grad Isolatoren. warum hinwiederum ein Odoskop bis jetzt sich nicht hat finden lassen. daß wir. Im Lateinischen vado. was uns Halbgöttern gleichgestellt haben würde. so ständen wir auf einer bei weitem höhern Stufe der Erkenntnis. wo es die alldurchdringende Kraft bezeichnet. Odan. die nur irrende Menschen wollte. um uns unverzüglich auf eine höhere Stufe der Sittlichkeit emporzuheben. um ihm einen zu mannigfaltigen wissenschaftlichen Beugungen bequemen Namen zu bilden. "OD". entspringt aus der Natur des Odes selbst. schneller und sicherer unterscheiden. eine Art Engel sein müßten.

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful