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Verlagsbeilage zur Börsen-Zeitung I 5. Juni 2013 I Nr. 104

Pensionsfonds & Stiftungen

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Verlagsbeilage 5. Juni 2013

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Inhalt
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Das Risiko in den Mittelpunkt der Portfolio-Optimierung stellen
Von Dr. Dennis Hänsel | Deutsche Asset & Wealth Management

6 Mit mandato den optimalen
Vermögensverwalter für Stiftungen finden
Von Miriam Korn | Bayerische Börse AG

8 Europäische Small Caps bieten
große Renditen mit kleinen Namen
Von Christian Petter | BNP Paribas Investment Partners

10 Totgesagte leben länger –
dieser Spruch bewahrheitet sich wieder
Von Susanne Hellmann | ING Investment Management Germany

Impressum
Redaktion: Claudia Weippert-Stemmer Anzeigen: Dr. Jens Zinke (verantwortlich) und Andrea Kineke Technik: Tom Maier Gestaltung und typografische Umsetzung: Thomas Schumann Titelfotos: ksch/fotolia Druck: Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH, Kurhessenstraße 4–6, 64546 Mörfelden-Walldorf Verlag Börsen-Zeitung in der Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG, Düsseldorfer Straße 16, 60329 Frankfurt am Main Tel.: 069/27 32-0 Anzeigen Tel.: 069/27 32-115, Fax: 069/23 37 02 Vertrieb Fax: 069/23 41 73 Geschäftsführer: Ernst Padberg

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Das Risiko in den Mittelpunkt der Portfolio-Optimierung stellen
Dynamische Risikobudget-Steuerungen können Performance-Chancen erhöhen

Dr. Dennis Hänsel Client Solutions Deutsche Asset & Wealth Management

rundsätzlich gilt für die Kapitalanlage: Wichtigster Bestandteil eines Investments ist eine gut strukturierte, langfristige strategische Asset-Allokation mit einem adäquaten Anteil an risikoreichen Anlagen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat allerdings gezeigt, dass Portfolioallokationen nicht mehr so statisch sind wie früher. Indizien sprechen dafür, dass das Niedrigzinsniveau in den nächsten Jahren weiterhin bestehen bleibt und Investoren folglich indirekt gezwungen werden, risikoreichere Allokationen aufzubauen als in den vergangenen zehn Jahren. Vor diesem Hintergrund können risikogleichgewichtete Ansätze als eine gute Ausgangsallokation für institutionelle Multi-Asset-Portfolien angesehen werden. Berücksichtigt man darüber hinaus Ertragschancen der jeweiligen Anlageklassen, lassen sich die Ergebnisse solcher Portfolien noch weiter verbessern. Alle gängigen Ansätze für Portfoliooptimierungen basieren hauptsächlich auf quantitativen Modellen, die Vergangenheitswerte oder auch Prognosen für die unterschiedlichen Parameter nutzen und benötigen. Für die strategische Aufstellung in einem Portfolio sind quantitative Modelle unumgänglich, um zukünftige Renditen und Risiken besser einschätzen

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Indirekt zur risikoreicheren Allokation gezwungen

zu können. Entscheidend für die Berechnung von zukünftigen Risiken sind die Volatilitäten der einzelnen Anlageklassen und deren Korrelation zueinander. Die wichtigsten Annahmen in einem der meistgenutzten Optimierungsverfahren, und zwar der nach Markowitz konzipierten Mittelwert-Varianz-Methode, sind eine erwartete Mehrrendite von Aktien über Staatsanleihen, normalverteilte Renditen und konstante Volatilitäten und Korrelationen. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass diese Annahmen nicht der Realität an den Kapitalmärkten entsprechen. Die negativen Erfahrungen der Markowitz-Optimierung und die Not-

wendigkeit, effiziente Allokationen zu generieren, führten in den letzten Jahren zu unterschiedlichen Ansätzen. Viele der Modelle vereinfachen die Mittelwert-Varianz-Methode, indem sie nicht mehr beide Parameter Rendite und Risiko verwenden, sondern sich hauptsächlich am Risiko der unterschiedlichen Anlageklassen orientieren. Der bekannteste Ansatz unter den aktuellen Optimierungsansätzen ist die Risiko-Gleichgewichtung (Risk Parity) aller ausgewählten Anlageklassen in einem Portfolio. Ausschlaggebend für das große Interesse an der Gleichgewichtung des Risikos ist das gute Abschneiden der Risiko-Gleich-

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satzes über eine dynamische RisikoBudgetierung dringend erforderlich. Dabei erhalten die einzelnen Anlageklassen ein vom Risikoparitätsansatz abweichendes Risikobudget. Durch die Erhöhung der einzelnen Risikobudgets ändern sich die Gewichte der Anlageklassen. Bei der Anpassung der Risikobudgets der einzelnen Anlageklassen werden folgende Faktoren berücksichtigt: die erwartete Rendite der Anlageklasse (Sensitivität zu langfristigen Risikoprämien), die Konfidenz der erwarteten Renditen sowie Implementierungskosten. Bereits leichte Anpassungen der Anteilsgewichte der im Portfolio enthaltenen Anlageklassen können zu einer Verbesserung des Risikoparitätsansatzes führen. Im Beispiel wurde der Risikoparitätsansatz durch eine einfache Momentum-Komponente ergänzt. Dabei erhalten die Anlageklassen, die über die vergangenen zwölf Monate eine relative Überrendite erwirtschaftet haben, ein erhöhtes Risikobudget (Trendfolge). Diese konstruktive Erweiterung führt nicht nur zu einer Erhöhung der Rendite, sondern auch zu einer Reduktion des Maximalverlustes. Durch das dynamische Risikobudget-Konzept ergibt sich aktuell eine stärkere Gewichtung in Aktien und Anleihen der Emerging Markets. Aus dem momentanen Niedrigzinsumfeld leitet sich ein geringeres Risikobudget für Staatsanleihen ab. Durch diese beiden Anpassungen im Risikobudget-Ansatz ergibt sich eine Erhöhung des Aktienanteils von 15 % gegenüber dem Risikogleichgewichtsansatz. Risikogleichgewichtete Ansätze sind gut geeignet, um ein Multi-AssetPortfolio strategisch auszurichten. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den Rentenmärkten sollte dieses Konzept allerdings um dynamische Risikobudget-Steuerungen innerhalb der jeweiligen Anlageklassen erweitert werden. Eine Möglichkeit, die Gesamtrendite eines Portfolios positiv zu beeinflussen, ohne die Bedeutung des Risikos als Kriterium für Allokationsentscheidungen zu schmälern.

Fotos: pogonici/fotolia

gewichtung in den vergangenen zehn bis 15 Jahren und insbesondere in der Finanzmarktkrise. Risiko-Gleichgewichtsansätze kommen aus dem Segment der risikobasierten Optimierungsansätze. Bei diesem Ansatz wird das Risiko bzw. der Risikobeitrag eines Portfolios in gleicher Höhe durch jede Anlageklasse erzeugt. Zentrale Annahme des Risiko-Gleichgewichtsansatzes ist: Alle Anlageklassen erzielen langfristig den gleichen risikoadjustierten Ertrag. Um eine Risikogleichgewichtung aller Anlageklassen in einem Portfolio zu erreichen, müssen die Anlageklassen mit einer geringen Volatilität einen höheren Anteil im Portfolio besitzen als Anlageklassen, die durch ein hohes Risiko gekennzeichnet sind. Dies hat zur Folge, dass beim Risiko-Gleichgewichtungsansatz festverzinsliche Wertpapiere durch ihr geringes Risiko einen höheren Anteil im Portfolio einnehmen als risikobehaftete Anlageklassen.

Risikobasierte Allokationen sind durch ihren hohen Anteil an festverzinslichen Anlageinstrumenten unter Rendite- und Risikogesichtspunkten in der Vergangenheit am effizientesten gewesen. Diese Überlegenheit der risikogleichgewichteten Anlagekonzepte wurde im Krisenjahr 2008 noch deutlicher. Während ein gleichgewichtetes Portfolio mit 40 % risikobehafteten Anlagen über 25 % an Wert verloren hat, war der Maximalverlust in dieser Zeit für ein risikogewichtetes Portfolio nur 8 %. Eine weitere positive Entwicklung von festverzinslichen Wertpapieren ist durch progressiv sinkende Zinsen aber stark limitiert. Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre ist aufgrund des aktuellen Zinsniveaus nicht in die Zukunft übertragbar. Aus diesem Grund ist eine Anpassung des Risiko-Gleichgewichtsan-

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Mit mandato den optimalen Vermögensverwalter für Stiftungen finden
Die neue Plattform führt Angebot und Nachfrage zusammen – Ganz im Sinne der Börse

Miriam Korn Direktorin Privatbanken & Stiftungen Bayerische Börse AG

er Trend zur Gründung von Stiftungen hält weiter an. Mehr als 600 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts sind nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Stiftungen im vergangenen Jahr neu errichtet worden. Der Bestand erreicht mit über 19 000 Stiftungen ein historisches Hoch. Die Mehrzahl der Stiftungen verfügt nur über ein begrenztes Vermögen und keine eigenen Vermögensverwalter. Deshalb sind sie in besonderem Maße auf den Rat und die Tatkraft ausgewiesener Spezialisten – Vermögensverwalter und Asset Manager – angewiesen. Um die Qual dieser Auswahl zu erleichtern und schnell zu einem optimalen Ergebnis zu kommen, schuf die Börse München mit „mandato.de“ eine Plattform, die – wie an der Börse üblich – Angebot und Nachfrage zusammenführt. Etwas Langlebiges und Nachhaltiges zu schaffen, das ist eine wichtige Intention bei der Gründung einer Stiftung. Um das zu garantieren, muss auch das Vermögen langfristig genügend Geld abwerfen. Denn nur dann ist die notwendige Finanzierungsbasis geschaffen, um den Stiftungszweck erfüllen zu können. Denn ein Grundprinzip des deutschen Stiftungsrechts lautet: Der Vermögensstock muss in seinem Bestand ungeschmälert erhal-

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ten bleiben – idealerweise sogar mit Inflationsausgleich. Die Finanzierung der Projektarbeit und die Verwaltung und Organisation der Stiftung müssen also aus erwirtschaftetem Vermögen – aus der Rendite – finanziert werden. Die missliche Folge für manche Stiftung: Der finanzielle Spielraum fällt kleiner aus als erwartet, und zugesagte Projekte können nicht weiter oder nicht im vollen Umfang unterstützt werden. Nach einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen schätzen 26 % der Stiftungen das Thema „realer Kapitalerhalt“ als besonders fehleranfällig ein.

Einer Quadratur des Kreises nahe

Umso wichtiger ist es, eine seriöse und zugleich risikoarme Geldanlage zu finden, die überdies noch ein attraktives Zinsniveau bietet. Doch das Erzielen einer ausreichenden Rendite zur Erfüllung des Stiftungszwecks kommt in Zeiten der Finanzkrise einer Quadratur des Kreises nahe. Weil nur die wenigsten Stiftungen eigenes Know-how in Sachen Vermögensmanagement mitbringen, ist es wichtig, einen geeigneten, qualifizierten und mit den besonderen Bedürfnissen von Stiftungen vertrauten Vermögensmanager, an der Seite zu haben. Doch wo gibt es solche stiftungsaffine Vermögensmanager und wie findet die Stiftung den für sie besten heraus? Um diesen Findungsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, hat die Bayerische Börse AG mit „mandato.de“ eine neue Plattform erstellt. Diese erste unabhängige, elektronische Plattform für Vermögensausschreibungen unter dem Dach einer Börsenorganisation richtet sich in erster Linie an kleinere und mittlere institutionelle Investoren auf der einen und an Asset Manager auf der anderen Seite. Hier können Stiftungen anonym Ausschreibungen einstellen und auf diese Weise einen geeigneten Vermögensverwalter finden – für eine geringe Schutzgebühr.

Mehr als

600
Stiftungen wurden 2012 neu errichtet. Dabei wurde mit über

19000
Stiftungen ein historisches Hoch erreicht.

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Beim Einstellen der Ausschreibung wird der Mandategeber – der Stiftungsverantwortliche – durch ein klar strukturiertes Menü geführt, das es ihm ermöglicht, so detailliert wie möglich zu formulieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die einzelnen Punkte in der Ausschreibung zu gewichten. Dann erstellt mandato automatisch eine Auswertung der eingegangenen Bewerbungen und dokumentiert diese Auswahl. Erst nach dieser Vorauswahl treffen sich die beiden Partner zum persönlichen Gespräch. Das verschont die Ausschreibenden vor einer Unzahl von Anfragen und gestaltet für die Asset Manager die Klientenfindung so effizient wie möglich. Auf der Plattform sind nur zertifizierte Asset Manager zugelassen, die Erfahrung im Verwalten von Stiftungskapital aufweisen. Wie erste Mandateerteilungen beweisen, führt die Plattform tatsächlich Angebot und Nachfrage zusammen – ganz im Sinne der Börse. Die Bayerische Börse AG betreibt mit der Börse München eine öffentlichrechtliche Börse. Die öffentlich-rechtliche Struktur garantiert die Neutralität, die für die Wahrung der Interessen der Marktteilnehmer, Anleger und Emittenten unverzichtbar ist. Die Bayerische Börse AG spielt eine zentrale Rolle als Vorreiter und Knowhow-Träger im Bereich von Kapitalmarkt- und Marktorganisationsfragen. Die Börse München bietet mehr als 4 000 Kreditinstituten und Emittenten im deutschsprachigen Raum den Zugang zum Primär- und Sekundärmarkt. Es werden mehr als 12 400 Wertpapiere der verschiedensten Gattungen aus über 60 Ländern gehandelt. Seit 2005 betreibt die Börse München mit m:access ein sehr erfolgreiches Qualitätssegment für den Mittelstand. Mit der Plattform mandato unterstützt die Bayerische Börse institutionelle Investoren, vor allem Stiftungen, bei der Suche nach geeigneten Asset Managern. Darüber hinaus ist die Bayerische Börse AG Mitbetreiberin der Handelsplattform zweitmarkt.de für den Handel geschlossener Fonds. Diese ist Marktführer in ihrem Segment.

Persönliches Gespräch nach Vorauswahl

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Europäische Small Caps bieten große Renditen mit kleinen Namen
Firmenkontakte und Unternehmensbilanzen weisen den Weg

Christian Petter CEO Deutschland BNP Paribas Investment Partners

ei Aktieninvestments denken viele Investoren reflexartig zuerst an große Namen und Konzerne, in Deutschland wahrscheinlich hauptsächlich an Dax-30-Titel oder Blue Chips. Neben den Branchengrößen gibt es aber gerade in Europa viele kleinere Unternehmen, die gewissermaßen unter dem Radar der Anleger fliegen, aber gleiche oder bessere Renditechancen bieten. Allerdings spielt aktives Management bei Unternehmen der zweiten Reihe eine noch größere Rolle als bei den Pendants im Rampenlicht. Gerade für Pensionsfonds, die ihr Kapital sorgfältig anlegen und die Rendite dabei nicht vernachlässigen wollen, lohnt ein Blick auf die kleineren Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe: Seit der Jahrtausendwende hat der deutsche Index für Small Caps, der SDax, den großen Bruder deutlich hinter sich gelassen. Während der Dax in diesem Zeitraum 15 % zulegen konnte, schaffte der SDax mit 115 % ein deutlich besseres Ergebnis. Auch international bestätigt sich der Trend: Die Jahresperformance des MSCI Europe Small Caps fiel 2012 mit knapp 27 % deutlich höher aus als die des MSCI Europe mit 17,3 % und die des MSCI Emerging Markets mit 16,4 %. Der Grund für die gute Entwicklung: Bei den kleineren Unternehmen

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Viele kleinere Unternehmen unter dem Radar der Anleger

entscheidet vor allem der Unternehmenserfolg über den Aktienkurs und nicht das Indexgewicht oder die allgemeine Aktienmarktentwicklung wie beispielsweise bei Dax-Konzernen. Viele Small Caps sind Nischenanbieter mit einer starken Marktposition oder sogar Marktführer mit Preissetzungsmacht. Solche Unternehmen können in der aktuell schwierigen Marktsituation gute Ergebnisse erzielen, unabhängig von der Entwicklung des Gesamtmarktes: So generierte beispielsweise Jazztel, ein spanisches Telekom-Unternehmen, welches ausschließlich auf dem heimischen Markt agiert, seit Mitte 2010 eine Rendite von gut 100 %, während der spanische

Blue-Chip-Index im gleichen Zeitraum rund 20 % eingebüßt hat. Ein weiteres Beispiel ist das englische Telekom-Unternehmen Talk Talk Telecom: Das Unternehmen ist auf günstige Produkte in Märkten mit weniger konsumstarken Käufern spezialisiert und erzielte mit dieser Strategie im vergangenen Jahr Zuwächse von rund 70 %. Auch Unternehmen, die Zugang zu den Wachstumsmärkten in den Schwellenländern haben, zeigen sich von der Euro-Krise und dem schwachen Wirtschaftswachstum in Europa unbeeindruckt: Der britische Finanzdienstleister International Personal Finance bietet Pri-

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da sie bei fallenden Märkten schnell in Finanznöte geraten können. Dennoch lassen sich auch in schwierigen Marktlagen profitable Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen identifizieren. Defensiv agierende Unternehmen können Reserven nutzen, um Aktienrückkäufe zu tätigen oder Dividenden auszuschütten und flexibel auf das Marktgeschehen zu reagieren. Nach den schlechten Erfahrungen mit der Finanzkrise 2010 haben viele Unternehmen Lehren gezogen und ihre Bilanzen gestärkt. Dividendenrenditen von 3 bis 5 % übertreffen bereits die Renditen für erstklassige Staatsanleihen. Der Zugang zu direkten Investments in Small-Cap-Aktien ist, auch für professionelle Anleger wie Pensionsfonds und Stiftungen, nicht ganz einfach. Grund hierfür ist die große Anzahl an Small Caps und die oft spärlichen Informationen zu den emittierenden Unternehmen. Informationen aus eigenen Kontaktnetzwerken und die Fähigkeit, Bilanzen auswerten zu können, liefern in diesem Fall wichtige Indikatoren über den Zustand des Unternehmens. Wegen der starken Kursschwankungen ist eine strikte Verkaufsdisziplin notwendig, wenn das Aufwärtspotenzial einer Aktie zweifelhaft erscheint. Wenn man Markteinbrüche zum Nachkauf von aussichtsreichen Titeln nutzt, lassen sich mit einem langfristigen Investmentansatz aber viele Indizes outperformen. BNP Paribas Investment Partners bietet Investoren Zugang zur Anlageklasse mit dem Fonds Parvest Equity Europe Small Cap. Im Portfolio befinden sich 70 mit einem quantitativen Auswahlverfahren identifizierte Unternehmen. Das Fondsmanagement konzentriert sich dabei auf Titel, bei denen es in den nächsten drei Jahren mit starkem Wachstum rechnet. Dass dieser Ansatz bislang funktioniert, zeigen die Auszeichnungen, die der Fonds in letzter Zeit erhalten hat: Der Fonds ist LipperLeader über drei und fünf Jahre und wurde im gleichen Zeitraum von Morningstar mit vier Sternen ausgezeichnet. In Deutschland erhielt er im März dieses Jahres den Morningstar Award 2013 für den besten europäischen Nebenwerte-Fonds.

Fotos: Eisenhans/fotolia

vatpersonen in Schwellenländern Kredite an – der Aktienkurs des Unternehmens stieg 2012 um 120 %. 2011 war das Unternehmen in einem Umfeld fallender Aktienmärkte sogar in der Lage, Aktienrückkäufe zu tätigen und die Dividenden zu erhöhen. Aktien aus dem Small-Cap-Bereich können für Investoren ebenfalls attraktiv sein, wenn das emittierende Unternehmen übernommen wird. Aktuell sind die Cash-Polster bei Konzernen hoch, organisches Wachstum aber ab einer bestimmten Unternehmensgröße schwierig. Deshalb können Übernahmen ein Weg für Konzerne sein, um neue Märkte zu erschließen oder das bestehende Produktportfolio zu erweitern. Übernahmen treiben in der Regel den Aktienkurs des Übernahmekandidaten in die Höhe, wovon Investoren profitieren. Ein Beispiel ist der britische IT-Dienstleister Logica, der im vergangenen Jahr durch den kanadischen Konzern CGI übernommen wurde. Nach Ankündigung der Transaktion stieg der Aktienkurs von Logica innerhalb von sechs Monaten um 70 %. Während sich der Dax eher seitwärts bewegt, ist das Marktumfeld für SmallCap-Aktien günstig. Die Bewertung von Aktien mit geringem Börsenwert liegt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell 12,6 unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre, wo das KGV bei 17 lag. Allerdings fallen Kursbewegun-

gen bei Small Caps in der Regel stärker aus als bei großen Unternehmen. Einerseits sind bei Unternehmen, die wachsen, Umsätze im Millionenbereich leichter prozentual zu steigern, als im Milliardenbereich. Andererseits machen sich Abflüsse von Investorengeldern bei Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung stärker bemerkbar und haben sofort Auswirkungen auf den Aktienkurs. Dennoch haben Small Caps in etwa das gleiche Risikoprofil wie Large Caps, wenn man die erzielten Renditen in Relation zur Volatilität der Anlageklasse stellt. Das Ausfallrisiko lässt sich begrenzen, wenn die Einzeltitelauswahl diszipliniert und mit Fokus auf defensiv agierende Unternehmen erfolgt. Aktuell gibt es in Europa allein mehr als 2 000 gehandelte Small Caps, das Investmentuniversum ist also sehr groß. In der Asset-Klasse ist daher die Einzeltitelauswahl für den Anlageerfolg entscheidend und nicht die Sektor- oder Länder-Allokation. Eine Fundamentalanalyse des emittierenden Unternehmens liefert dabei wichtige Informationen: Die CashPositionen sagen viel darüber aus, ob ein Unternehmen auch in schlechten Zeiten seine Verbindlichkeiten bedienen kann. Ein Ausschluss aller illiquiden Titel im Anlageuniversum reduziert die investierbaren Unternehmen bereits auf etwa 1 000. Auch Unternehmen, die aggressiv expandieren, sind als Investmentziele ungeeignet,

Spärliche Informationen

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Totgesagte leben länger – dieser Spruch bewahrheitet sich wieder
Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern sind eine interessante Alternative – Erfahrung ist essenziell

Susanne Hellmann Geschäftsführerin ING Investment Management Germany

ch finde es immer wieder spannend zu sehen, wie sich Dinge ändern können. Manchmal zum Schlechten, aber auch zum Guten. Vor wenigen Jahren galt Deutschland noch als „kranker Mann“ Europas, das Wachstumsmodell der US-Wirtschaft schien nach der Lehman-Pleite hinfällig, und Japan litt unter schier endloser Stagnation. Doch Totgesagte leben länger, dieser Spruch bewahrheitet sich. Die aktuelle Erholung der Weltwirtschaft wird angeführt von ebenjenen drei Staaten. Auch in den Peripheriestaaten Europas, auf die kaum jemand einen Cent gewettet hätte, bessert sich die Lage. Dies zeigt ein Wirtschaftsklima-Index, der Erhebungen aus Deutschland, den USA und Japan sowie aus Spanien, Portugal und Griechenland miteinander kombiniert. Dieser Index erholte sich in den letzten drei Monaten deutlich von seinem Tief im November 2012, mit einem Stand von 48,2 notiert er fast wieder auf seinem Durchschnittswert seit 2006. Dass die Entwicklung so positiv verläuft, ließ Investoren zuletzt verstärkt zu riskanteren Anlageklassen wie Aktien greifen, zumal das Zinsniveau von „sicheren“ Anleihen aus Industriestaaten niedrig bleibt. Auch Schwellenländer waren schon abgeschrieben. Was aber können Anleger tun, die zwar attraktive Renditen suchen, aber Aktienrisiken scheuen? Für sie sind Hartwährungsanleihen

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aus Schwellenländern eine interessante Alternative. Diese Bonds rentieren höher als vergleichbare Papiere aus der entwickelten Welt, tragen aber keine mit Lokalwährungsanlagen verbundenen Währungs- und Zinsrisiken. Auch die Ausfallraten sind im historischen Vergleich niedrig, ebenso wie die Korrelationen zu anderen Anlageklassen, sodass gute Diversifikationsmöglichkeiten entstehen. Fundamental kommt der Anlageklasse zugute, dass sich Bonität und Ratings von Schwellenländern und dort beheimateten Unternehmen stetig verbessern. Auch dies ähnelt einer Wiederkehr der Totgesagten, denn vor wenigen Jahren waren die meisten Schwellenländer noch hoch verschuldet, politisch und wirtschaftlich instabil. Heute sind ihre Schuldenquoten im Schnitt niedriger als in den Ländern der entwickelten Welt, die Fremdwährungsreserven sind hoch, und politische und wirtschaftliche Reformen sowie günstige demografische Strukturen lassen ein nachhaltiges Wachstum erwarten. Fondsmanager finden zudem in Schwellenländern höhere AlphaChancen als anderswo, weil die Märkte wegen des Mangels an guten Analysen, der Heimatmarktneigung lokaler Investoren und Kapitalverkehrsbeschränkungen relativ ineffizient sind. Ohne Erfahrung geht dabei gar nichts, was der ING Renta Fund Emerging Markets

Debt Hard Currency im positiven Sinne beweist: Der im Februar zwanzig Jahre alt gewordene Rentenfonds gehört zu den Pionieren in seiner Anlageklasse und erzielte seit Auflegung bis Ende 2012 in US-Dollar jährlich einen Ertrag von 12,88 %. Wenn Rückschläge in Sachen Weltkonjunktur ausbleiben, sind in diesem Jahr mit Hartwährungsbonds aus Schwellenländern 3 bis 6 % Rendite möglich, gute Fondsmanager können diesen Wert aber durchaus übertreffen. An den entwickelten Märkten dagegen dürften die Anleiherenditen zwischen 1 und 3 % verharren.

Deutschland einst „kranker Mann“ Europas

Auch Senior Loans sind eine attraktive Alternative für aktienscheue Anleger. Diese an Unternehmen mit einem Rating von „BB+“ oder niedriger vergebenen erstrangig besicherten Großkredite werden verbrieft und am Sekundärmarkt gehandelt. Deshalb ist ein Zugang nicht für jeden möglich, nur institutionelle Investoren mit guten Beziehungen kommen an die attraktivsten Pakete. Senior Loans werden im Konkursfall noch vor Anleihen eines Unternehmens bedient, Investoren erhalten eine variable, am Interbankenzins Libor orientierte Verzinsung plus Risikoaufschlag, der im Schnitt bei 250 bis 600 Basispunkten liegt. Senior Loans sind daher nicht nur aus Risiko-Rendite-Aspekten interessant, sie sichern auch gegen steigende kurzfristige Zinsen ab.

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Auf der Hauptzeile 5000 Anschläge ohne Bildelement
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„Hier soll ein griffiges Zitat oder einbesonderer Fakt stehen“

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Deutsche Asset 12 Verlagsbeilage 5. Juni 2013 & Wealth Management

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„Hier soll ein griffiges Zitat oder einbesonderer Fakt stehen“

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