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Wie spät ist es auf Gottes Uhr Reinhard Bonnke Juli 2008

Läuft die Vorsehung nach einem vorausbestimmten Programm ab, oder entwickelt sich alles nur nach dem Zufallsprinzip? Ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt Gegenwärtig sind viele Kalender im Umlauf. Nach dem jüdischen Kalender schreiben wir das Jahr 5768. Es gibt auch den Weltkalender, den immer währenden Kalender und den Internationalen Ewigen Kalender. Die Druiden, Ägypter, Babylonier und die Römer hatten alle ihre eigenen Kalender. Julius Cäsar führte einen neuen ein. Er nahm vom Februar ein paar Tage weg, um einen langen Monat zu schaffen, den er dann nach seinem eigenen Namen Juli benannte. Der Julianische Kalender wurde Anfang des letzten Jahrhunderts angepasst. Die Idee eines Kalenders ist es, eine Vorschau auf nationale und internationale Ereignisse zu ermöglichen. Existiert ein wirklicher Kalender? Läuft die Vorsehung nach einem vorausbestimmten Programm ab, oder entwickelt sich alles nur nach dem Zufallsprinzip? Wenn das Erste zutrifft, welches Datum gilt dann für heute und welche Ereignisse und festgesetzten Daten gibt es? Abgesehen von der Bibel ist man allgemein der Meinung, die Geschichte gehe beständig weiter. Zumindest verhalten sich die meisten Menschen so. Ich meine, die Menschheit lebt in einem Zustand der Katastrophe. Die Wissenschaft spricht von Millionen von Jahren, die vor uns liegen und von einer Natur, die sich nicht aufhalten lässt. Ich nehme an, dass hier die Grundidee vorherrscht, dass alles so lange weitergeht, bis die Sonne erkaltet oder eine kosmische Katastrophe die Scharade beendet. Welch ein
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niederschmetternder Gedanke! Was für eine leere und vergebliche Scharade. Der Schreiber des Predigerbuches schrieb: „All die Taten, die unter der Sonne getan werden, alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind“ (Prediger 1,14). Biblische Prophetie Ich persönlich bin nicht leichtgläubig. Milliarden Menschen lebten bisher auf der Erde. Stell dir die Menge aller menschlichen Anstrengungen vor, unsere Bemühungen nach oben zu gelangen, unser ganzes Lernen und Wissen, Leiden, Glauben, Hoffnung und Liebe. Werden sie möglicherweise alle im großen Abfallkorb des Vergessens landen? Wird es eine endlose Nacht geben? Ich nehme mal an, dass der Buddhismus in dieses Bild einer Religion passt. Sie hat keinen Gott. Meine Religion passt ganz bestimmt nicht in dieses Bild. Was ist die Alternative zu einer derart trostlosen und Furcht erregenden Aussicht? Es gibt hierzu keine Alternative – außer der christlichen. Hier scheint uns das Tageslicht. Die Bibel ist ein Kalender, und zwar ein verlässlicher. Viele versuchen die Zukunft vorauszusagen. Manchmal trifft es ein, aber meistens irren sie sich. Das Einlochen auf den ersten Schlag beim Golf macht noch keinen Golfspieler und eine einmalig treffende Voraussage macht noch keinen Propheten. Die Bibel hatte und hat immer Recht. Sie zu lesen verändert unsere Einstellung. Sie stellt das Leben nicht so dar, als liefe nur alles automatisch ab, wie ein Weg, der entlang karger und öder Landschaften nirgendwohin führt. Menschen und ganze Völker machen was sie wollen. Sie führen Kriege und zerstören dabei alles. Das scheint der Lauf des Lebens zu sein, doch die Bibel zeigt, dass eine Hand unablässig am Wirken ist, um aus dem Chaos wieder Ordnung zu schaffen. Es sind deutliche Zeichen der Planung. Gott hat Zeiten gesetzt. Wenn Sie je etwas von biblischer Prophetie gehört haben, dies ist es. Biblische Propheten waren Menschen mit der Gabe, den Kalender Gottes zu lesen und zu beobachten, wie Gott die Dinge formt. Wir wollen kurz einen Blick auf diesen Kalender werfen. Der biblische Kalender Sie wissen sicher, dass der biblische Kalender mit den Worten beginnt: „Und die Erde war wüst und leer und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: ‚Es werde Licht!‘ Und es wurde Licht“ (1. Mose 1,2.3). Hier kommt deutlich zum Ausdruck: Gottes Absicht war es, eine ereignisreiche und sinnvolle Zukunft zu schaffen. Er schuf die Menschen. Das Böse traf unmittelbar als nächstes großes Weltereignis ein. Der tiefe Fall des Menschen in die Fänge der Sünde und in die Hände des Teufels erschüttert noch immer die Welt. Das Böse grassierte jahrhundertelang bis zum

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nächsten Ereignis im Kalender – der Sintflut. Für einige Jahrhunderte bekam die Welt eine zweite Chance. Bis zu diesem Punkt befasst sich die Bibel mit Weltereignissen. Dann wird der Text plötzlich unterbrochen. Ein Neubeginn ist angesagt, und zwar diesmal einen Mann und nicht mehr die ganze Welt betreffend. Es war Gottes persönliche Berufung eines Mannes namens Abraham. Gott sprach zu ihm: „Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein“ (1. Mose 17,7). Leider wurde diese Offenbarung nur zaghaft befolgt und dies geschah nur 2000 Jahre lang durch das Volk Israel. Dann stand ein weiteres Ereignis bevor, das bereits im biblischen Kalender fixiert war: das Kommen des Messias. Und er kam genau wie geplant. Dies war Gottes Krise und der größte Eingriff in die Geschichte. Der Sohn Gottes wurde Fleisch. Jesus Christus erschien. Dieses Ereignis veränderte das Bild der Welt. Die meisten Menschen würden einfach sagen, damit begann das christliche Zeitalter, doch die Bibel öffnet einen tieferen Einblick. Das christliche Zeitalter ist das Zeitalter des Heiligen Geistes. Das Zeitalter der Offenbarung göttlicher Macht. Das Zeitalter des Handelns Gottes. Übernatürliche göttliche Handlungen wurden sichtbar. Was zuvor nie geschah, fing zu geschehen an und geschieht noch immer, mehr denn je. Menschen werden neu geschaffen, wiedergeboren, vom Bösen und von der Sünde befreit und geheilt. Wunder geschehen, Kranke werden geheilt und Gebete werden erhört. Solche Dinge waren vorher seltene Ereignisse, wurden aber klar im biblischen Kalender niedergeschrieben. Die Propheten Israels lasen sie und verkündeten, was geschehen würde. Gott erfüllte sie an den angekündigten Tagen und Stunden in unglaublicher Exaktheit bis auf den heutigen Tag. Die letzten Worte Jesu: „Ja, ich komme bald!“ Wenn Gott einen Kalender hat, dann befinden wir uns Anno Domini, dem Jahr unseres Herrn, im 21. Jahrhundert. Welches Datum ist auf Gottes Kalender und was ist das nächste spezielle Ereignis? Wird es ein Dritter Weltkrieg sein? Das Ende der Welt? Ein Meteor, der unseren Planeten trifft und uns alle auslöscht? Die Antwort ist absolut klar. Jesus, der Messias, wird zum zweiten Mal kommen. Er selbst hatte es versprochen, als er zum ersten Mal hier war. Er sagte: „Denn wie der Blitz im Osten aufzuckt, und bis zum Westen leuchtet, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein“ (Matthäus 24,27). Tatsächlich lauten die letzten Worte Jesu: „Ja, ich komme bald!“ Gottes Kalender hat sich noch nie geirrt. Da gibt es keine Zweifel. Es steht als nächstes Ereignis auf dem göttlichen Programm. Die Frage lautet allerdings: Wann? Dieselbe Frage haben die Jünger Jesus auch mehrmals gestellt. Aber Jesus antwortete ihnen: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand,

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auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater“ (Markus 13,32). Gottes Daten sind nicht provisorisch eingetragen, sie stehen fest. Nur er allein kennt diesen Tag. Natürlich wagen menschliche Neugier und Hoffnung einen Blick in die Zukunft, um herauszufinden, wann dieses große Ereignis stattfinden wird und die Welt erlöst sein wird. Es gab viele Spekulationen, dass es im Jahr 2000 n. Chr. stattfinden würde. Dieser Zeitpunkt liegt inzwischen hinter uns. Irenaeus, der die Apostel kannte, nannte auch dieses Datum. Im Brief des Barnabas, der etwa 450 n. Chr. geschrieben wurde, steht es auch. Der jüdische Talmud sagt, die Welt würde 6000 Jahre bestehen, 2000 Jahre im Chaos, 2000 Jahre unter dem Gesetz Moses und 2000 Jahre für den Messias. Gott hat für uns eine Zukunft und diese ist direkt mit seinem Sohn Jesus Christus verknüpft, der einst als König aller Könige über den ganzen Erdkreis herrschen wird. Zeitbestimmung der Wiederkunft Jesu Immer wieder versuchten Menschen, den Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu vorherzubestimmen. Etwa 100 Jahre nach den Aposteln erwarteten die Montanisten, Jesus würde jeden Augenblick das Gottesreich in Phrygien (Kleinasien) aufrichten. Der amerikanische Fernsehprediger Harold Camping erklärte vor Millionen von Zuschauern, dass die Welt im September, beziehungsweise Oktober 1994 untergehen werde. Andere wiederum suchten nach Datenhinweisen in den Pyramiden. Nostradamus sagte die Zukunft voraus. Die Zeugen Jehovas verkündeten im Jahr 1922: „Millionen, die jetzt leben, werden niemals sterben“, doch die meisten von ihnen sind inzwischen verstorben! Tatsächlich hat es diese Organisation seither noch mit weiteren Voraussagen versucht, aber inzwischen haben sie aufgehört, ihre Fehler einzuräumen. Eine Gruppierung der Brüderbewegung war davon überzeugt, dass Jesus noch vor 1900 wiederkommen würde. Sie kauften deshalb auch keine Grundstücke für ihre Versammlungsräume. Ein Koreaner verbüßt zurzeit noch eine Gefängnisstrafe, weil er Tausende von Gläubigen dazu überredet hatte, sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Sie gaben ihm ihr Geld und nachdem Jesus nicht erschienen war, wurde er wegen schweren Betrugs angeklagt und zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt.

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Falsche Zukunftsvoraussagen Es gibt alle möglichen neuen religiösen Gruppen, die uns weismachen wollen, was geschehen wird. Die Anhänger der New-Age-Bewegung sagen, wir befänden uns am Rande des „Wassermann-Zeitalters“ und sie erwarten die Ankunft eines geistlichen Weltherrschers – in Gestalt eines mächtigen hinduistischen Gurus. Die Davidianer in Waco (Texas) unter David Koresh setzten den Apokalypsen-Gedanken fort, indem sie glaubten, in der Zeit des Jüngsten Gerichtes zu leben, was schließlich in einem Massenselbstmord endete. Genauso wie die 900 Toten der Jim Jones-Volkstempelsekte im Urwald von Guyana und die Mitglieder des Sonnentempler-Ordens, die sich ebenfalls durch Massenselbstmord den Übergang in eine bessere Welt verschaffen sollten. Die Anhänger der Mun-Sekte sahen in ihrem Führer Mun Seon-myeong den Messias. Diese Hoffnung auf ein tausendjähriges Reich, ein goldenes Zeitalter, ist ein Traum, der sich weigert zu sterben. Karl Marx versprach es, wie auch der große Vorsitzende Mao Tse-tung. Beide unternahmen gewaltige Anstrengungen, es zu verwirklichen und vergossen dabei das Blut von schätzungsweise 180 Millionen Menschen. Statt ein Paradies auf Erden zu schaffen, hinterließen sie eine wahre Hölle. Verschiedene andere prophezeiten alle möglichen globalen Katastrophen: Überbevölkerung, Luftverschmutzung, eine neue Eiszeit, Erderwärmung, Verknappung der Ressourcen, Zusammenbruch des Weltwährungssystems und viele andere. Hätten sie alle Recht behalten, hätten wir längst unser Verfalldatum überschritten – und würden nicht mehr am Leben sein. Untergangspropheten Diese Untergangspropheten beeindrucken die Christen nicht. Der amerikanische Historiker Brooks Adams war einer von ihnen, der versuchte, den Darwinismus auf die Geschichte zu übertragen (Sozialdarwinismus) und daraus Untergangsprognosen abzuleiten. Der britische Nationalökonom Thomas Robert Malthus schrieb vor 200 Jahren die erste sachliche Abhandlung über das Prinzip des Bevölkerungswachstums und prognostizierte, dass bis 1900 die meisten Menschen wegen Nahrungsmangel verhungern würden. Seit 1945 lebt die Welt in Angst vor einem nuklearen Holocaust, der alles Leben auf der Erde auslöschen könnte. Aber wir Christen lesen die Einträge in Gottes Kalender. Und in Johannes 3,16 steht: „So sehr hat Gott die Welt geliebt ...“ Es ist unsere Welt, die von Gott geliebt wird, und er hat die Menschheit nicht dazu geschaffen, damit sie spurlos ausgelöscht wird. Er hat eine Zukunft für uns und diese ist direkt mit seinem Sohn Jesus Christus verknüpft, der einst als König

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aller Könige über den ganzen Erdkreis herrschen wird. Das ist das nächste Zeitalter. Auch Israel erwartet den Messias. Wenn er kommt, werden sie entdecken, dass er derselbe Messias ist, der vor 2000 Jahren von den Römern in Israel gekreuzigt wurde. Etliche der orthodoxen Juden studieren eifrig die mosaischen Gesetze, um wieder Tieropfer zu bringen, wenn der Messias den salomonischen Tempel wieder aufgebaut hat. Welches Ereignis steht unmittelbar bevor? Matthäus 24,32.33: „Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr das alles seht, dass das Ende vor der Tür steht.“ Und welches Ereignis ist es? Vers 30.31: „Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde jammern und klagen und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Er wird seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis zum andern. Das Zeichen des Feigenbaums Der Feigenbaum war für die Menschen im antiken Israel ein heimischer Baum. Die meisten Familien mit einem Garten besaßen einen. Er verkörperte Israel. Doch Jesus verfluchte einen davon, um ein Gleichnis zu vermitteln. Israel hatte Jesus abgelehnt und trug keine christliche Frucht. Israel, die Feigenbaum-Generation, war abgestorben. Normalerweise stirbt ein Baum im Winter ab, doch im Frühjahr erwacht er zu neuem Leben. Jesus wies auf den vertrockneten Feigenbaum und sagte, dass Israel als Nation wieder zu neuem Leben erwachen würde. Das geschieht seit 1948, während die Juden aus Ost und West herbeiströmen und sich im „verheißenen Land“ wieder als Nation sammeln. 1998 feierten sie ihr erstes „Halljahr“. Für Israel im Alten Bund bedeutete das ein Ruhejahr, völliger Schuldenerlass und Freiheit für alle Sklaven – als Vorschau auf das „Tausendjährige Reich“, in dem Christus regiert und der Erde ihren Glanz und Glück zurückbringt. Dies ist ein zweites Zeichen dafür, wie nahe der Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu ist. Das Evangelium breitet sich weltweit aus Das zweite Zeichen finden wir in Matthäus 24,14: „Aber dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende.“ Von Anfang an und im weiteren Verlauf der Kirchengeschichte war die Gemeinde

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Jesu von dem Verlangen erfüllt, die ganze Welt für Christus zu erobern. Manchmal geschah das auf verkehrte Weise, zum Beispiel durch die Grausamkeiten der spanischen Eroberer oder die Unterwerfung der Menschen in Zentraleuropa durch einen englischen König. Doch zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann eine Erweckung unter denen, die an das Evangelium glauben. Ein Engländer namens William Carey wurde zum Vater moderner Missionsarbeit und Gründer der „Baptist Missionary Society“. Seither folgten Gründungen zahlreicher anderer Missionsgesellschaften. Tausende Missionare gingen auch auf eigene Verantwortung in die Mission. Sie säten zunächst den Samen des Evangeliums, ohne anfangs überhaupt Frucht zu ernten. Aber sie glaubten unverdrossen daran. Heute galoppiert das Evangelium buchstäblich über die Kontinente wie in Indien, Russland, Afrika, China, Korea, Indochina und Lateinamerika. Man sagt, täglich bekehren sich rund 150.000 Menschen zu Christus und Millionen mehr hören das Evangeliumszeugnis. Es ist möglich, dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts jedes Volk dieser Erde durch das Evangelium erreicht sein wird. Es gibt nur eine ewige Heimat und die ist bei Gott. Ohne ihn sind wir heimatlos. Jesus Christus kam, um uns auf die Zeit vorzubereiten, wenn er sein Reich aufrichtet, in dem er einen Platz für uns bereithält. Gottes Kalender erweist sich als der einzig richtige Als die Christen des letzten Jahrhunderts merkten, dass sich das Jahr 2000 näherte und sie glaubten, dass Christus etwa um diese Zeit wiederkommen könnte, beteten sie intensiv um Vollmacht, um das Evangelium bezeugen zu können und den Erdball in der noch verbleibenden Zeit des Jahrhunderts zu evangelisieren. Diese Gebete wurden erhört. Die Kraft Gottes fiel und sie fällt noch täglich auf alle, die ihm dienen. Sie erleben eine mächtige Taufe im Heiligen Geist und die nachfolgenden Zeichen und Wunder. Biblische Zeiten sind wieder angebrochen. Das alles stand bereits in Gottes Kalender und wurde sehnlichst erwartet. Noch bevor Jesus auf diese Erde kam, sprachen die Gottesmänner und Propheten des Alten Testaments im Voraus über dieses Ereignis, obwohl es zu ihren Lebzeiten dafür keinerlei Anzeichen gab. Wieder einmal hatte sich Gottes Kalender als der allein zutreffende erwiesen. Wir gehören zu der Generation, von der Jesus sprach, als er sagte, das Evangelium wird auf der ganzen Erde verkündigt werden. Er wusste, er würde uns dazu berufen, befähigen und mit Vollmacht ausrüsten.

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Er ist „der Mensch“ Jesus kommt wieder. Weil er hierher gehört. Er ist der Mensch Jesus Christus und deshalb möchte er wieder dorthin zurückkehren, wo wir Menschen leben. Einst kam er zu den Seinen. Jetzt kommt er für die Seinen, damit auch wir dort sein können, wo er ist. „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Johannes 1,12). Wenn wir ihn angenommen haben, kommt er zurück, um uns anzunehmen. Er wird nur die annehmen, die ihn angenommen haben. Dies geschieht nicht nur durch unseren Verstand, sondern es ist eine Erfahrung, die der Heilige Geist bewirkt. Es ist nicht nur Glaube, sondern Jesus selbst. Wenn du nicht zu Jesus gehörst, zu wem gehörst du dann? Zum Teufel? Die Welt gehört Gott, aber wenn du nicht zu Gott gehörst, dann bist du von allem ausgeschlossen. Du gehörst nirgends dazu! Du lebst in einem Haus, hast aber nur zeitlich begrenztes Wohnrecht. Es sei denn, du gehörst zu Gottes Familie, sonst müsstest du den Ort verlassen, zu dem du nicht gehörst. Wenn du deinen Hausbesitzer verleugnest, wohin willst du dann gehen? Was wirst du dann tun? Nur als Überbleibsel existieren, als heimatlose Seele, die nirgendwo zu Hause ist? Es gibt nur eine ewige Heimat und die ist bei Gott. Ohne ihn sind wir heimatlos. Jesus kam, um uns für die Zeit vorzubereiten, wenn er sein Reich aufrichtet. In diesem Reich hält er einen Platz für uns bereit. Nichts und niemand kann den Kurs ändern, den Gott festgesetzt hat. Wenn wir in die entgegengesetzte Richtung laufen, gleichen wir jemandem, der versucht, auf einer nach oben führenden Rolltreppe nach unten zu laufen. Es ist der Lauf der Dinge, dass wir natürlich geboren und vom Heiligen Geist zur Wiedergeburt geführt werden. Das Leben ist eine zweistufige Angelegenheit mit der natürlichen und der geistlichen Geburt. Nur darin liegt unsere Zukunft. Keine Alternative Gott wird seinen Kurs für die Zukunft nur wegen ein paar ewig gestrigen, altmodischen Atheisten oder Ungläubigen nicht ändern. Gott hat die Zukunft festgelegt und nicht der Mensch, und niemand kann überleben, der sich dagegenstellt. Entweder entscheiden wir uns für die göttliche Geschichte oder wir werden zu Reaktionären und kommen unweigerlich dabei um. „Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm“ (Johannes 3,36).Er kommt zurück für diejenigen, die seinen Geist in ihrem Leben empfangen haben. Natürlicherweise zieht seine Gegenwart alle an, die seinen Geist besitzen. Sie ist wie ein Magnet, der alle Eiseneile aus einem Schutthaufen ziehen kann. Wenn Jesus kommt, wird sein Erscheinen ein gewaltiges Echo unter Millionen von Menschen auslösen. So wie wir lesen: „Seine Engel werden die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen

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zusammenführen“ (Matthäus 24,31). Er sagte: „Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin“ (Johannes 14,3). Was ist die Alternative? Es gibt keine. Es ist die Hölle, ewig heimatlos zu sein und nach irgendjemandem zu suchen – einfach verloren zu sein. Unsere einzige Zuflucht ist bei Gott.

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