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Einzelne Steuern

Wehrpflichtersatzabgabe November 2009

Die Wehrpflichtersatzabgabe

(Stand der Gesetzgebung: 1. Januar 2010)

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Eidgenössische Steuerverwaltung Bern, 2009

................... Stundung und Erlass .................................................................................................................................................................... 7 7 7 8 9 10 10 10 10 10 11 11 11 .................................................. Verjährung ...................................... Verfassungsmässige Grundlage ..................................................... Kriterien für die Ersatzpflicht .................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................... Sicherung des Abgabeanspruchs ........................................................................................................................ Ersatzbefreiung ..................................................... Gegenstand..... 1 1 2 2 2 21 211 212 22 23 231 232 MATERIELLES ERSATZRECHT .................................................... Bezug ....................................... Ansatz .................................... Veranlagung ........................................ Rückerstattung ..................................................................................................................................................................................... Beginn und Ende der Ersatzpflicht ............................................................................................................................................................................................................................................................................ Revision ...................................................................................................................................... Was ist und will die Wehrpflichtersatzabgabe? .............................. Mahnung ........................................................................................... Strafbestimmungen ........................................................ 3 3 3 3 4 6 6 6 3 31 32 33 34 35 351 352 353 354 36 37 38 FORMELLES ERSATZRECHT ............................................................................................................................................................................................................................................. Rechtsmittel ................................................................................................................................................................................................................................................... Ersatzpflicht .......... Behörden ........ Gegenstand und Berechnung ........................................... Abrechnung mit dem Bund ................ Berechnung und Ansatz der Ersatzabgabe ........................D Einzelne Steuern -I- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 INHALTSVERZEICHNIS ____________________ Seite 1 11 12 13 EINLEITUNG .............................................. Ersatzpflichtige und Erträge .....................

D Einzelne Steuern . Juni 2005 Personal-Informationssystem der Armee Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. Februar 1995 (Militärgesetz) Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 1959 Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe vom 30. April 1889 Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht vom 22.II - Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 VERZEICHNIS DER ABKÜRZUNGEN _______________________________ AHV BV IV MG BGG PISA = = = = = = Alters. Oktober 1995 (Zivildienstgesetz) Informationssystem des Zivildienstes SchKG = SUVA VStrR WPE = = = WPEG = WPEV ZDG ZIVI = = = * * * * * . März 1974 Wehrpflichtersatzabgabe Bundesgesetz über die Wehrpflichtersatzabgabe vom 12. August 1995 Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst vom 6.und Hinterlassenenversicherung Bundesverfassung Invaliden-Versicherung Bundesgesetz über die Armee und die Militärverwaltung vom 3.

Des Weiteren wurde die Ermässigung von im Ersatzjahr geleisteten und besoldeten Schutzdiensttagen von 10 auf 4 % reduziert.– auf 400.noch Ersatzdienst leisten. 59 der Bundesverfassung (BV): «Jeder Schweizer ist verpflichtet. der Verheiratetenabzug sowie der Abzug der invaliditätsbedingten Kosten. Heute bilden das Bundesgesetz über die Wehrpflichtersatzabgabe vom 12. Diese wird vom Bund erhoben und von den Kantonen veranlagt und eingezogen» (Abs. 3). Die Motion forderte eine Erhöhung der WPE. Im Sinne der Wehrgerechtigkeit wurde das Abgabemass von 2 auf 3 % und die Mindestabgabe auf CHF 200. d. schulden eine Abgabe. Altersjahr. die weder Militär. 2 BV stellt die grundsätzliche Unterstellung der Auslandschweizer unter die Wehrpflicht fest.1. genannt wurde) stammt vom 28. Revision 2008/2009: Auf den 1. wenn die Gesamtdienstleistungspflicht erfüllt ist. «Schweizer. bis zur Einführung des zivilen Ersatzdienstes. Die Wehrpflichtdauer ist vom 42. Verkürzung der Wehrpflichtdauer und Wegfall der Heeresklassen. 40 Abs. Altersjahr zurückgenommen worden (34. Damit endete auch die Ersatzpflichtdauer für Dienstuntaugliche nach dem erfüllten 30. Auch die neue Rückerstattungsregel.1. Die frühere Anrechnung von Feuerwehrdienstleistungen an die Ersatzabgabe wurde aufgehoben. auf das 30.– erhöht. Vergünstigungen und Doppelspurigkeiten mit der dBSt wie z.zur Postnumerandobesteuerung führte auch bei der Ersatzabgabe zu Anpassungen (Einführung von Rechnungen und Zinsen). Art. das zwei auch für den Militärpflichtersatz relevante Änderungen beinhaltete. Januar 1997 (Ersatzjahr 1997) den Militärdienstpflichtigen ersatzrechtlich gleichstellte.B. andererseits aber auch das Konzept «Armee 95». Der Übergang bei der direkten Bundessteuer von der Prae. die dem Postulat der Wehrgerechtigkeit nicht mehr genügend nachkomme. 1). soll zu einer besseren Wehrgerechtigkeit führen. 1) Diese Erlasse wurden bereits in wesentlichen Teilen überarbeitet und vereinfacht:  Revision 1994/1995: Grundlage für die Revision waren einerseits eine Standesinitiative des Kantons Jura vom September 1990. mit der die Abschaffung des Militärpflichtersatzes für Behinderte gefordert wurde.2004 überarbeitet werden.   1) Das erste Bundesgesetz über den «Militärpflichtersatz» (wie der Wehrpflichtersatz bis 1996. Änderungen formeller Natur brachte das Bundesgesetz über den zivilen Ersatzdienst vom 6. d. So wurde das MPEG zum Bundesgesetz über die Wehrpflichtersatzabgabe (WPEG).– erhöht. Das Gesetz sieht einen zivilen Ersatzdienst vor» (Abs. Juni 1959 (WPEG) sowie die Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe vom 30. Revision 2002/2003: Im Zuge der Umstrukturierungen mit der Armee XXI musste auch das WPEG und die WPEV auf den 1. Die Mindestabgabe wird von CHF 200. werden abgebaut. h. August 1995 (WPEV) die gesetzliche Grundlage. Militärdienst zu leisten. Einführung des Tatbeweises) wiederum angepasst.h. Oktober 1995.2010 wird das WPEG und die WPEV aufgrund einer Motion Studer (Zivildienst. dass die Rückerstattung erst erfolgt. das die Zivildienstpflichtigen ab dem 1. Altersjahr für Dienstverschieber). Durch das Zivildienstgesetz musste das MPEG im Titel und in 20 Artikeln erneut geändert werden. Juni 1878. weil das aktuelle Abgabemass eine viel zu attraktive Lösung sei. . welche festlegt.D Einzelne Steuern -1- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 1 11 EINLEITUNG Verfassungsmässige Grundlage Verfassungsmässige Grundlage der Wehrpflichtersatzabgabe (WPE) ist Art.

unabhängig von seinem Wohnsitz inner. Ihre Bemessung erfolgt nicht nach einem progressiven. Deshalb wird die Abgabe nach den finanziellen Verhältnissen des Pflichtigen bemessen. Wie bereits erwähnt. sondern vielmehr den staatspolitischen Zweck der Durchsetzung des verfassungsmässigen Grundsatzes der allgemeinen Wehrpflicht. Die WPE hat keinen fiskalischen Zweck.D Einzelne Steuern -2- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 12 Was ist und will die Wehrpflichtersatzabgabe? Die WPE ist eine öffentlich-rechtliche Abgabe des Bundes. Kanalisation usw.B. Kausalabgaben werden durch ein öffentliches Gemeinwesen von bestimmten Personen für die Gewährung bestimmter Dienste oder Sondervorteile erhoben. Militärdienst. d.  3) Die Erträge der WPE sind also nicht. wie ihr Charakter vielleicht vermuten liesse.B. sondern nach einem proportionalen Satz. h. Nach Abzug der Bezugsprovision der Kantone von 20 % fliesst der Ertrag der WPE ohne Zweckbindung in die allgemeine Bundeskasse.oder ausserhalb der Schweizergrenze. wird die Wehrpflichtersatzabgabe – gleich wie die direkte Bundessteuer – von den Kantonen für Rechnung des Bundes und unter Aufsicht der Eidgenössischen Steuerverwaltung veranlagt und eingezogen. = Ersatzabgaben werden erhoben bei Nichterfüllung (wegen Freistellung oder wegen Verweigerung) einer dem Bürger vom Gemeinwesen auferlegten persönlichen Dienstleistung (z. 2) 13 Ersatzpflichtige und Erträge 2008 wurden 220’000 Wehrpflichtersatzpflichtige gezählt. es sind voraussetzungslose Leistungen. sie tritt als finanzielle Leistung an die Stelle einer nicht erbringbaren Naturallast (Militär. Zivildienst. . = Vorzugslasten (Beiträge) werden zur Deckung der Kosten öffentlicher Anstalten oder Einrichtungen von jenen Personen erhoben. für das Ausstellen eines Passes) oder für die Beanspruchung einer öffentlichen Einrichtung (Benutzungsgebühr. Zivildienst ein. Faktisch dämmt sie Befreiungs. Es handelt sich um eine Ersatzabgabe. sondern sie dienen mit zur Finanzierung der gesamten.). ob er die persönliche oder die finanzielle Leistung erbringen will. Feuerwehrdienst). den Militärausgaben vorbehalten. die besonders daran interessiert sind oder einen wirtschaftlichen Sondervorteil daraus ziehen (Strassenbau. Damit unterscheidet sie sich wesentlich von den anderen öffentlichen Abgaben. die ohne Gewährung einer besonderen Gegenleistung von einem öffentlichen Gemeinwesen zur Deckung seines Finanzbedarfes erhoben werden. Der Pflichtige verfügt nicht über ein Wahlrecht. Als Folge der Wehrhoheit kann sie jeden männlichen Schweizerbürger im dienstfähigen Alter treffen. Die WPE entspringt dem Bestreben nach einem Opferausgleich im Wehrdienst. z.B. z.und Dispensationsbegehren beim Militär.oder Zivildienst). für das Grundbuch) erhoben. vielfältigen Aufgaben der Eidgenossenschaft.bzw. 3) 2) Die öffentlichen Abgaben umfassen Steuern und Kausalabgaben:  Steuern sind Geldleistungen. Sie lassen sich in drei Kategorien aufteilen: = Gebühren werden als Entgelt für bestimmte Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung (Verwaltungsgebühr. Dies führte zu Einnahmen von 140 Millionen Franken.

Altersjahrs im Ausland weilt. Trotz Vorliegen eines Ersatzpflichtgrundes entfällt die Ersatzpflicht. Nicht in einer Formation eingeteilt ist z. 1bis WPEG). B. . Altersjahr vollendet (bei Dienstverschiebung). in dem er das 30. 2 Abs. B. in dem der Pflichtige das 20. in dem der Entscheid über die Zulassung zum Zivildienst rechtskräftig geworden ist. 8 Abs. nicht jährlich einen Einsatz von mindestens 26 anrechenbaren Diensttagen leistet (Art. 212 Kriterien für die Ersatzpflicht Ersatzpflichtig sind die militär. Als Dienstverschieber gilt auch der Dispensierte. Wer also z. den Dienstpflichtige gleicher Einteilung. der die Rekrutenschule mit 19 Jahren besteht und während mehr als sechs Monaten des 20. sofern er während der Dauer der Dispensation einen Dienst nicht leisten kann. wenn der Dienstpflichtige ab dem Jahr nach dem Kalenderjahr. Altersjahr zu bestehen ist und infolgedessen auf dieses Jahr «angerechnet» wird. da die Rekrutenschule ordentlicherweise erst im 20.D Einzelne Steuern -3- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 2 21 211 MATERIELLES ERSATZRECHT Ersatzpflicht Beginn und Ende der Ersatzpflicht Gemäss Art.und zivildienstpflichtigen Männer. Altersjahr vollendet (bei Untauglichkeit). sofern der Wehrpflichtige im Ersatzjahr seine Dienstpflicht tatsächlich erfüllt hat (Art. die in einem Kalenderjahr (Ersatzjahr)   während mehr als sechs Monaten nicht in einer Formation der Armee eingeteilt ist und nicht der Zivildienstpflicht untersteht als Dienstpflichtiger seinen Militär. Altersjahr vollendet und dauert grundsätzlich bis zum Ende des Jahres. 2 WPEG). 13 des Bundesgesetzes über die Armee und die Militärverwaltung (MG) beginnt die Ersatzpflicht am Anfang des Jahres. gleichen Grades. wenn der Dienstpflichtige nicht den Militärdienst leistet. 8 Abs. Ebenso ergeht es einem Dienstpflichtigen. der bei der Rekrutierung oder später von einer sanitarischen Untersuchungskommission (UC) untauglich erklärte Wehrpflichtige. im März den Wiederholungskurs besteht und im Juni wegen Unfall dienstuntauglich erklärt wird oder sich für den Rest des Jahres ins Ausland begibt. längstens aber bis zum Ende des Jahres. in dem er das 34. schuldet für dieses Jahr keine Ersatzabgabe. Ein Zivildienst gilt als nicht geleistet. gleicher Funktion und gleichen Alters leisten müssen (Art. Ein Militärdienst gilt als nicht geleistet.oder Zivildienst nicht leistet. 1 WPEG).

4 Abs. der im Landesinteresse dienstfrei ist. die Grenzwächter und Polizisten sind ersatzfrei.oder Zivildienst in der Armee oder im Zivildienst des ausländischen Wohnsitzstaates oder bei Entrichtung einer der WPE entsprechenden Abgabe (Bst. eine Ersatzabgabe schuldet. dass derjenige. Grenzwächter oder unentbehrlicher Angestellter von Krankenhäusern. c). a. 4 Abs. wer als dienstuntauglich erklärt oder im Ersatzjahr vom Dienst dispensiert worden ist. Strafanstalten und öffentlichen Verkehrsanstalten von der persönlichen Dienstleistung nach Art. b). weil sie in ihrem Beruf Aufgaben der Armee erfüllen. geistiger oder psychischer Behinderung = ein taxpflichtiges Einkommen erzielt. Paraguay und Portugal erhoben = Wer nach Leistung der ordentlichen Dienste als Bürger des ausländischen Wohnsitzstaates der Armee oder dem Zivildienst dieses Staates zur Verfügung steht (Bst. abis und ater WPEG ersatzfrei. dass der Schweizer die Wehrpflicht in zwei Staaten erfüllt. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen. die allerdings keine allzu grosse praktische Bedeutung mehr haben. a).  . Das militärische Personal (Ausbildner usw. seitdem die dreijährige Landesabwesenheit generell für die Ersatzbefreiung genügt. Keine WPE schuldet schliesslich. c WPEG sowie von behinderungsbedingten Lebenshaltungskosten sein betreibungsrechtliches Existenzminimum um nicht mehr als 100 % übersteigt = als dienstuntauglich gilt sowie eine Rente oder eine Hilflosenentschädigung der Eidgenössischen Invalidenversicherung oder der Unfallversicherung bezieht = als dienstuntauglich gilt und keine Hilflosenentschädigung bezieht. Polizist.  Für Landesabwesende (Auslandschweizer) sieht Art. Kolumbien. 18 MG oder nach Art. das nach nochmaligem Abzug von Versicherungsleistungen gemäss Art. auch ersatzfrei sein soll. Ausschlaggebend für die Ersatzbefreiung der übrigen Dienstbefreiten ist nach Auffassung des Gesetzgebers der Gedanke. 1 Bst. dass diese Wehrpflichtigen unter anderen Verhältnissen leben als die in der Schweiz ansässigen = bei Leistung von Militär. gibt es einige Ausnahmen:  So ist nach Art. 1 Bst. wird verhindert. 1 Bst.oder Zivildienst geschädigt wurde (Art. 12 Abs. 13 ZDG befreit ist (Art. weil seine Gesundheit durch den Militär.D Einzelne Steuern -4- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 22 Ersatzbefreiung Vom Grundsatz. Ecuador. der die Wehrpflicht nicht oder bloss teilweise durch persönliche Dienstleistung erfüllt. Solche Abgaben werden noch in Bolivien. Mit den beiden zuletzt genannten Ersatzbefreiungen. 2 WPEV). aber dennoch eine der zwei mindestens erforderlichen Voraussetzungen für eine Hilflosenentschädigung erfüllt. 4a WPEG folgende Ersatzbefreiungen vor: = bei dreijährigem ununterbrochenem Wohnsitz im Ausland (Bst.  Sodann ist ersatzfrei. b WPEG sowie Art. c WPEG). wer wegen erheblicher körperlicher. dass jeder Wehrpflichtige. 4 Abs. wer zum militärischen Personal gehört oder wer als Bundesrat.). Geistlicher. 1 Bst.

die ihre militärischen Pflichten in Italien erfüllen oder erfüllt haben. ein Doppelbürger seine militärischen Pflichten in Frankreich erfüllt und seinen Wohnsitz später in die Schweiz verlegt. November 1995 zwischen der Schweiz und Frankreich über den Militärdienst der Doppelbürger. wenn der Aufenthalt nicht über die Dauer von zwei Jahren ausgedehnt wird. Mai 1997).    . so ist er nicht mehr der Ersatzpflicht unterstellt (Abkommen vom 16. Italienisch-schweizerische Doppelbürger. in Kraft seit dem 1. solange er dort wohnt. Februar 2007 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Italien betreffend den Militärdienst der Doppelbürger. November 1937 ist der in den USA geborene Schweizer ersatzfrei. Begibt er sich vorübergehend in die Schweiz. B. September 2008). Französisch-schweizerische Doppelbürger sind nur noch in einem Staat wehrpflichtig. Hat z. in Kraft seit dem 1. in Kraft seit dem 1. März 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich betreffend den Militärdienst der Doppelbürger.D Einzelne Steuern -5- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 Ausser den gesetzlich vorgesehenen Ersatzbefreiungen gibt es noch vier staatsvertragliche:  Gemäss Staatsvertrag mit den USA vom 11. sind von der Ersatzpflicht befreit (Abkommen vom 26. so bleibt er ersatzfrei. Januar 2001). die ihre militärischen Pflichten in Österreich erfüllen oder erfüllt haben. Österreichisch-schweizerische Doppelbürger. sind von der Ersatzpflicht befreit (Abkommen vom 19.

der nach Art. Kranken.D Einzelne Steuern -6- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 23 231 Gegenstand. 15 Abs. der Invalidenversicherung. Schutzdienstleistenden wird die nach dem Gesetz berechnete Ersatzabgabe für jeden im Ersatzjahr geleisteten Tag Schutzdienst. 232 Ansatz Die Ersatzabgabe beträgt 3 Franken je 100 Franken (3 %) des abgabepflichtigen Einkommens. die der Ersatzpflichtige von der Militärversicherung. das der Ersatzpflichtige im In. Hingegen fällt das Erwerbseinkommen und der Vermögensertrag der Ehefrau nicht in die Einkommensberechnung.und Zivilschutzgesetzes vom 4. um 4 % ermässigt (Art. mindestens aber 400 Franken. Berechnung und Ansatz der Ersatzabgabe Gegenstand und Berechnung Die Ersatzabgabe wird nach der Gesetzgebung über die direkte Bundessteuer auf dem gesamten Reineinkommen erhoben. 15 Abs. wenn der Militärdienstpflichtige im Ersatzjahr mehr als die Hälfte seines Militärdienstes geleistet hat (Art. umschreibt Art. . Welche Tage als Diensttage zählen.149 Zivildiensttage) und einen weiteren Zehntel für je 50 weitere Militärdiensttage (75 Zivildiensttage) oder Bruchteile davon (Art. 1 WPEG). die der Ersatzpflichtige bis zum Ende des Ersatzjahres bestanden hat. die schweizerischen Einkommenssteuern nicht unterliegen. der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt oder von einer andern öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Unfall-. und zwar um einen Zehntel für 50 bis 99 Militärdiensttage (75 . Dazu gibt es aber zwei Einschränkungen:   Durch die WPE werden auch im Ausland erzielte Einkünfte erfasst.oder Invalidenversicherung erhält. 11 WPEG). 7 WPEG. 2 WPEG). Dabei werden zur Ermittlung des abgabepflichtigen Einkommens abgezogen:   die Sozialabzüge nach den für das Ersatzjahr geltenden Bestimmungen für die direkte Bundessteuer die steuerbaren Leistungen. Die Ersatzabgabe wird halbiert. 19 WPEG). profitiert von der totalen Ermässigung. schuldet die halbe Ersatzabgabe (Art. Oktober 2002 anrechenbar ist. 5a WPEV).und Ausland erzielt. Die verbleibende Ersatzabgabe wird entsprechend der Gesamtzahl der Diensttage ermässigt. Die Reineinkommensberechnung für die WPE geht von dem für die direkte Bundessteuer ermittelten Reineinkommen aus (Art. Wer also mindestens 500 Militärdiensttage (750 Zivildiensttage) bestanden hat. Wer im Ersatzjahr als Zivildienstpflichtiger zwischen 14 und 25 anrechenbare Diensttage geleistet hat. 24 des Bevölkerungsschutz.

27 WPEG sowie Art. öffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts. 25 WPEG).29 WPEV). 3 WPEG haben die Kantone eine von der Verwaltung unabhängige Rekurskommission zu bestellen. Andernfalls werden die Grundlagen der kantonalen Steuern herangezogen. die Zentrale Ausgleichsstelle AHV/IV. Die Ersatzabgabe wird in der Regel am 1. Zuständigkeit: Zuständig zur Erhebung der Ersatzabgabe ist der Kanton. wenn der Pflichtige diese Steuer vom Gesamteinkommen für das ganze Ersatzjahr zu bezahlen hat. Auskünfte. die Betreibungs. 32 WPEG). Letzte Instanz ist die II. die kantonalen IV-Stellen. In den meisten Kantonen unterstehen die Behörden für die Wehrpflichtersatzabgabe den kantonalen Militärdirektionen. Gemäss Art. die Zivilschutzstellen der Gemeinden. erfolgt die Veranlagung aufgrund einer besonderen Ersatzabgabe-Erklärung. über ihre Legitimation zum Weiterzug kantonaler Entscheide und durch ihre Dienstleistungen an die kantonalen Behörden. Ihre Funktion übt sie aus über ihr Weisungsrecht. in dem der Ersatzpflichtige am Ende des Ersatzjahres militärisch oder zivildienstlich angemeldet ist oder wohnt. In allen anderen Fällen. die SUVA Militärversicherung. . Veranlagungsjahr ist im Prinzip das auf das Ersatzjahr folgende Kalenderjahr (Art.und Zivildienstbehörden. 27 . 22 Abs. namentlich bei Landesabwesenheit und bei Rückkehr aus dem Ausland. der Kantone.D Einzelne Steuern -7- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 3 31 FORMELLES ERSATZRECHT Behörden Organisation: Nach Art.und Konkursämter in den Kantonen sowie die kantonalen und kommunalen Fürsorgebehörden sind zur Amtshilfe verpflichtet (Meldungen. Übermittlungen. Die Militär. 22 WPEG wird die Ersatzabgabe unter Aufsicht des Bundes von den Kantonen erhoben. Deren Aufgaben sind in den meisten Kantonen der Steuerrekurskommission übertragen. die Träger der obligatorischen Unfallversicherung. Die Organisation variiert im Detail von Kanton zu Kanton. Die Bestreitung der Ersatzpflicht entbindet nicht von den Mitwirkungspflichten. Akteneinsicht). Für die Feststellung von Bestand und Umfang der Ersatzpflicht haben der Pflichtige und Dritte Auskunft zu erteilen (Art. Die Veranlagungsgrundlagen (Art. Mai fällig (Art. 26 WPEG) sind für die WPE die gleichen wie für die direkte Bundessteuer. Als Aufsichtsbehörde des Bundes wirkt die Eidgenössische Steuerverwaltung (Wehrpflichtersatzabgabe). Bezirke. die Steuerbehörden des Bundes. Die Veranlagung wird in den Kantonen durch die WPE-Verwaltungen vorgenommen. Kreise und Gemeinden. 32 Veranlagung Veranlagungsjahr: Die Ersatzabgabe wird jährlich veranlagt.

den Abgabebetrag. Verfügungen über Ersatzbefreiung oder Ermässigung: Hat die Veranlagungsbehörde festzustellen. wird das Verfahren fortgesetzt (Art. Zu wenig bezahlte Beträge werden nachgefordert. die Bemessungsgrundlage. so wird die Ersatzabgabe provisorisch bezogen. Für die Verzinsung gelten die Bestimmungen über die direkte Bundessteuer (Verordnung vom 10. Die Verfügung wird definitiv eröffnet. Provisorisch bezogene Abgaben werden auf die gemäss definitiver Veranlagung geschuldeten Abgaben angerechnet. Das Beschwerdeverfahren ist trotz Rückzug der Beschwerde weiterzuführen. 36 WPEV). zu viel bezahlte Beträge zurückbezahlt. Die kantonale Behörde für die Wehrpflichtersatzabgabe kann bis zu ihrer Vernehmlassung den angefochtenen Einspracheentscheid in Wiedererwägung ziehen. 33 Rechtsmittel Die Rechtsmittel sind die gleichen wie bei der direkten Bundessteuer: Einsprache. Die Beweislast wird für die Folgejahre umgekehrt und nur beim Vorliegen neuer wesentlicher Tatsachen wird auf das Begehren eingetreten. dass der Entscheid dem Gesetz nicht entspricht oder wenn ein unmittelbar Betroffener. jeweils innert 30 Tagen nach der Eröffnung der Verfügung oder Entscheidung. den Zahlungstermin und eine Rechtsmittelbelehrung zu enthalten. 38 WPEV). so bleibt sie gültig. ob einem Ersatzpflichtigen ein das Ersatzjahr überdauernder Anspruch auf Befreiung von der Ersatzpflicht oder auf Ermässigung der Ersatzabgabe zusteht. für welche noch keine rechtskräftige Veranlagungsverfügung vorliegt (Art. Erwächst eine solche Verfügung in Rechtskraft. Ist die Veranlagung im Zeitpunkt der Fälligkeit noch nicht vorgenommen. 37 Abs. 29 WPEG).42 WPEV). Art. einen neuen Entscheid eröffnen und ihn der Rekurskommission zur Kenntnis bringen. Drei Besonderheiten des Ersatzabgaberechts sind jedoch zu erwähnen:  Mit Zustimmung des Einsprechers kann jede Einsprache zur Behandlung als Beschwerde an die Rekurskommission weiter geleitet werden (Überspringen des Einspracheverfahrens. wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen. 4 WPEV). indem nicht alle Jahre wieder wegen aussichtslosen Ersatzbefreiungsbegehren das ganze Verfahren neu durchgespielt werden muss. solange keine neuen wesentlichen Tatsachen eintreten (Art. 40 . Mit dieser Bestimmung wird die Effizienz der Verwaltung wesentlich erhöht. Diese «kleine Revision» (siehe Ziffer 34) betrifft nur Ersatzjahre. Wenn die Beschwerde durch den neuen Entscheid nicht gegenstandlos geworden ist. Beschwerde an die kantonale Rekurskommission und Beschwerde an das Bundesgericht. so trifft sie eine besondere Verfügung. Dezember 1992 über die Fälligkeit und Verzinsung der direkten Bundessteuer).   . die kantonale Behörde für die Wehrpflichtersatzabgabe oder die Eidgenössische Steuerverwaltung Anträge gestellt haben und aufrecht erhalten (Art.D Einzelne Steuern -8- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 Die Veranlagungsverfügung hat den Rechtsgrund der Ersatzpflicht.

weil die Interessenabwägung im Einzelfall meist den Vertrauensschutz des Bürgers und die Rechtssicherheit über die Rechtsverwirklichung stellt (BGE in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA]. 1 WPEV abschliessend aufgezählt: a) b) c) Vorbringen neuer erheblicher Tatsachen oder Beweismittel Übersehen aktenkundiger erheblicher Tatsachen oder bestimmter Begehren durch die Behörde Verletzung wesentlicher Verfahrensgrundsätze durch die Behörde. «kleine Revision» in Ziffer 32). 40 WPEV). Nur beim Vorliegen streng umschriebener Voraussetzungen kann ein abgeschlossenes Verfahren mit dem Rechtsbehelf der Revision neu aufgerollt werden (vgl. Die Revisionsgründe sind in Art. Die formellen Voraussetzungen an das Revisionsbegehren sind in Art. spätestens aber 10 Jahre seit der Eröffnung des in Revision zu ziehenden Entscheides. gelegentlich durch die Behörde von Amtes wegen eingeleitet (Art. Die Veranlagungsbehörde oder die Rekurskommission führt die Revision eines rechtskräftigen Entscheids von Amtes wegen oder auf Verlangen der betroffenen Person durch. Sie binden die Behörden gleichermassen wie den Bürger. Im Wehrpflichtersatzabgaberecht wird das Revisionsverfahren meist durch den Pflichtigen durch schriftliches Begehren. 41 WPEV umschrieben.D Einzelne Steuern -9- Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 34 Revision Rechtskräftige Entscheide können grundsätzlich nicht umgestossen werden. Band 48. Die Revision ist ausgeschlossen. Eine Revision zu Ungunsten des Pflichtigen wird jedoch nur mit äusserster Zurückhaltung vorgenommen. 40 Abs. wenn der Antragsteller als Revisionsgrund vorbringt. was er bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können. S. 191). . namentlich die Frist zur Einreichung von 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes.

Wird die Ersatzabgabe nach der Mahnung nicht bezahlt. Die rechtskräftigen Entscheide über die Veranlagung sind definitive Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 43 SchKG). dass sie fällig ist. Zuständig für Stundung und Ratenzahlungen ist der veranlagende Kanton. 351 Mahnung Wird die Zahlungsfrist nicht eingehalten. 34 WPEG). 37 WPEG). 38 Abs. so wird der Pflichtige unter Ansetzung einer 15-tägigen Nachfrist gemahnt. 3 WPEG).10 - Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 35 Bezug Der Bezug der Ersatzabgabe setzt voraus. Über Beschwerden entscheidet ein oberes kantonales Gericht als einzige Instanz. Fällig wird die Abgabe mit dem Ablauf der gesetzten Zahlungsfrist von 30 Tagen (Art. Bei stossender Härte oder Notlage ist ein teilweiser oder ganzer Erlass möglich (Art. Die Verjährungsfrist kann auch unterbrochen werden (Art. 80 Abs. 2 SchKG (Art. 4 WPEG). Die Verjährung beginnt nicht und ruht während eines Rechtsmittelverfahrens und während Landesabwesenheit. Über Erlassgesuche verfügt die zuständige kantonale Behörde. Die Ersatzabgabeforderung verjährt in jedem Fall spätestens nach zehn Jahren (Art. so wird gegen den Zahlungspflichtigen die Betreibung eingeleitet. 32b WPEG). Die Mahnung erfolgt gebührenfrei. .D Einzelne Steuern . 352 Sicherung des Abgabeanspruches Als Mittel zur Durchsetzung des Abgabeanspruches dient die Schuldbetreibung auf Pfändung (Art. 38 Abs. 354 Verjährung Die Verjährung der Ersatzabgabeforderung tritt im Prinzip fünf Jahre nach Ablauf des Veranlagungsjahres ein. 353 Stundung und Erlass Zur Vermeidung erheblicher Härte kann die Zahlungsfrist verlängert oder eine Zahlung in Raten bewilligt werden.

Im WPEG lassen sich zwei verschiedene Kategorien von Strafbestimmungen unterscheiden:  Durch die Verwaltungsorgane werden erstinstanzlich Bussen mit strafrechtlichem Charakter ausgefällt. 39 Abs. und zwar wegen Abgabebetrug und wegen Hinterziehung (Art. für Hinterziehung Busse. dass der Wehrpflichtige mit der verspäteten Dienstleistung genau das erbringt.D Einzelne Steuern . welche dem Bürger Pflichten auferlegt. 37 Strafbestimmungen Jede gesetzliche Regelung. 54 Abs. Wiegt das Verhalten des Täters so schwer. Er ist bei der Behörde für die Wehrpflichtersatzabgabe des Kantons geltend zu machen. erklärt sich daraus. für den die Abgabe bezogen wurde. 44 Abs. Der weitere Instanzenzug folgt – wie bei Freiheitsstrafen – dem ordentlichen Strafprozessrecht.) weiter gezogen werden. Dementsprechend können derartige Bussenverfügungen auf dem Verwaltungsweg mit den gleichen Rechtsmitteln wie z. 27 WPEG) nicht nachkommt. hat Anspruch auf Rückerstattung der Ersatzabgabe. Es handelt sich um eine Ordnungsbusse. 1 WPEG). ***** . 44 Abs. so ist bereits erstinstanzlich ein Gericht zuständig (Art. 3 und 4 WPEG). nachdem er seine Gesamtdienstleistungspflicht erfüllt hat (Art. Dieser besteht aus den vereinnahmten Ersatzabgaben nach Abzug der Rückerstattungen (Art. dass die Voraussetzungen für eine Freiheitsstrafe erfüllt sind. Im Unterschied zur direkten Bundessteuer sind sie nicht nur am Nettoertrag beteiligt. Erfährt die Verwaltung von sich aus von einem Rückerstattungsanspruch. zurückerstattet (Art. so hat sie die Rückerstattung von Amtes wegen vorzunehmen (Art. Der Anspruch auf Rückerstattung verjährt fünf Jahre nach Ablauf der Wehrpflicht. Wer seinen Mitwirkungspflichten bei der Veranlagung (Art.oder Zivildienst nachholt. Die antragslose Rückerstattung erfolgt aufgrund der PISA. Der Strafrahmen für Abgabebetrug ist Gefängnis oder Busse. B. Die 20 % werden vom Bruttoertrag berechnet. Dass auf den Rückerstattungsbeträgen kein Zins vergütet wird. 2 WPEG oder Art. 21 VStrR). Bussenentscheide mit strafrechtlichem Charakter können vom Bestraften der gerichtlichen Beurteilung zugeführt werden (Art. 45 Abs. 45 Abs.11 - Wehrpflichtersatzabgabe November 2009 36 Rückerstattung Wer den Militär. wird mit Busse bis 200 Franken bestraft.  38 Abrechnung mit dem Bund Nach Art. 1 und 3 WPEG haben die Kantone Anspruch auf eine Bezugsprovision von 20 %. 54 Abs.und ZIVI-Meldungen. was ihm seinerzeit oblag (Art. 2 WPEG). also um ein Mittel des Verwaltungszwanges. 5 WPEG). 40 und 41 WPEG). 2 WPEV). bedarf zu ihrer Durchsetzung einer Sanktion. Veranlagungsverfügungen (Einsprache usw. 39 Abs. der seinerzeit dem zuständigen Kanton gutgeschrieben wurde. 4 WPEV). In fremder Währung bezahlte Ersatzabgaben werden in Schweizerfranken und mit dem Betrag.