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ARIS-House of Business Engineering

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Von der Geschäftsprozeßmodellierung zur Workflow-gesteuerten Anwendung; vom Business Process Reengineering zum Continuous Process Improvement.

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) an der Universität des Saarlandes Im Stadtwald, Geb. 14.1, 66123 Saarbrücken scheer@iwi.uni-sb.de

Heft 133 A.-W. Scheer: ARIS-House of Business Engineering September 1996

Scheer: ARIS-House of Business Engineering

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Inhaltsverzeichnis:
1 GESCHÄFTSPROZEßORGANISATION ................................................................................................. 3 1.1 GESCHÄFTSPROZEßOPTIMIERUNG UND -STEUERUNG ALS KERNAUFGABEN DES MANAGEMENTS .................. 3 1.2 BEHERRSCHUNG VON FERTIGUNGSPROZESSEN ALS VORBILD FÜR DIENSTLEISTUNGSPROZESSE .................. 5 2 ARCHITEKTUR ZUR UNTERSTÜTZUNG VON GESCHÄFTSPROZESSEN (ARIS-HOUSE OF BUSINESS ENGINEERING)..................................................................................... 7 2.1 PROZEßOPTIMIERUNG ............................................................................................................................. 10 2.2 PROZEßMANAGEMENT ............................................................................................................................ 16 2.3 WORKFLOW ........................................................................................................................................... 20 2.4 ANWENDUNG ......................................................................................................................................... 24 2.5 DAS ZUSAMMENWIRKEN DER EBENEN (CUSTOMIZING) ........................................................................... 26 3 WEITERENTWICKLUNGEN.................................................................................................................. 29 3.1 GESCHÄFTSPROZEßMODELLIERUNG IN VIRTUELLEN RÄUMEN................................................................... 29 3.2 COMPUTERUNTERSTÜTZTES LERNEN DER ARIS-METHODE ..................................................................... 31 3.3 VERTEILTES MODELLIEREN .................................................................................................................... 32 3.4 INTERNET-UNTERSTÜTZTE GESCHÄFTSPROZEßSTEUERUNG ...................................................................... 32 3.5 GESCHÄFTSPROZEßSTEUERUNG IN VIRTUELLEN ORGANISATIONEN ........................................................... 34

Zusammenfassung: Trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Reorganisationskonzepte haben sich in den letzten Jahren die Geschäftsprozesse als zentraler Betrachtungsgegenstand organisatorischer Umgestaltungen herausgebildet. Während Geschäftsprozesse in der Fertigung seit langem methodisch beherrscht sind, gilt dieses für die Prozesse der indirekt-produktiven Bereiche eines Industrieunternehmens bzw. von Verwaltungs- und Dienstleistungsunternehmungen noch nicht. In diesem Beitrag wird mit dem "ARIS-House of Business Engineering" eine generelle Geschäftsprozeßarchitektur vorgestellt, die aus den vier Ebenen Geschäftsprozeßoptimierung, Geschäftsprozeßmanagement, Vorgangssteuerung (Workflow) sowie Anwendungsausführung besteht. Sie gilt für alle Geschäftsprozeßtypen in Industrie, Dienstleistung und Verwaltung. Durch Rückkopplungen zwischen den Ebenen wird eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse erreicht. Die Architektur reicht somit von der betriebswirtschaftlich-organisatorischen Gestaltung von Geschäftsprozessen bis zu ihrer DV-technischen Unterstützung und führt zu einem neuartigen prozeßorientierten Softwarekonzept. Das "ARIS-House of Business Engineering" ist Basis der Softwareprodukte der IDS.

Scheer: ARIS-House of Business Engineering

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Geschäftsprozeßorganisation 1.1 Geschäftsprozeßoptimierung und -steuerung als Kernaufgaben des Managements

Beim Business-Frühstück beklagt ein Fabrikmanager gegenüber seinem Kollegen aus dem Vertrieb, daß die Auslastung seiner Kapazitäten im letzten Monat um 3 % gesunken ist, sich die Durchlaufzeiten der bearbeiteten Fertigungsaufträge um 2 % erhöht haben und die Abweichung zwischen den geplanten Kosten eines wichtigen Auftrags zu den tatsächlichen Kosten bereits über 500.000 DM beträgt. Allerdings habe er einen neuen Eilauftrag mit Hilfe seines Fertigungsleitstandes einplanen können, ohne die Termine anderer Aufträge zu verletzen. Auf die Frage, wie die Situation im Vertrieb sei, kann der Vertriebsmanager nur allgemeine Bemerkungen über die Auftragslage machen, über konkrete Angaben der Auslastung seiner Mitarbeiter, die Durchlaufzeiten der Auftragsbearbeitungsprozesse oder deren Kosten sowie über Einlastungsverfahren von Eilaufträgen verfügt er aber nicht. Dieses Beispiel zeigt, daß Methoden zur Steuerung von Fertigungsabläufen wesentlich stärker ausgearbeitet sind als die Steuerung von Abläufen in anderen betrieblichen Bereichen. Es stellen sich deshalb die Fragen, warum außerhalb der Fertigung solche Verfahren nicht eingesetzt werden und ob nicht Gedanken der Steuerung von Fertigungsabläufen generalisiert und damit auf andere Bereiche übertragen werden können. Trotz der vielfältigen Organisationsbegriffe wie CIM (Computer Integrated Manufacturing), Lean Management oder BPR (Business Process Reengineering), die in den letzten Jahren als Schlagwörter die Diskussion der Unternehmensführung bestimmt haben, besteht ein stabiler Trend, die Gestaltung und Steuerung von Geschäftsprozessen als wichtigste Organisationsaufgabe zu betrachten. Ein Geschäftsprozeß beschreibt den Ablauf eines für die Wertschöpfung einer Organisation wichtigen Ablaufs von seiner Entstehung bis zu seiner Beendigung. Abbildung 1 veranschaulicht den Geschäftsprozeß der Kundenauftragsbearbeitung vom Auftritt des Bedarfs beim Kunden, über die Auftragsannahme durch die Vertriebsabteilung des Herstellers und die Weiterleitung von Informationen an die Beschaffung zur Bereitstellung von Zukaufteilen, bis hin zur Einplanung und Durchführung des Auftrages in der Produktion. Dieser Ablauf ist in Abbildung 1 durch eine Folge von Ereignissen, die Funktionen auslösen, beschrieben. Das Startereignis des Prozesses ist der aufgetretene Bedarf des Kunden und das Endereignis ist die Fertigstellung des Produkts in der Fertigung. Ereignisse lösen nicht nur Funktionen aus, sondern sind selber Ergebnisse von Funktionen. Prozesse können sich in Teilprozesse aufspalten, Teilprozesse können sich wiederum verbinden. Die in Abbildung 1 durch eine ereignisgesteuerte Prozeßkette (EPK) dargestellte Kontrollstruktur läßt sich durch Einführung von logischen Verknüpfungen zu beliebig komplizierten Abläufen erweitern.

Hier werden beispielsweise Kundenauftragsdaten um Daten des Artikels (z. also Transportfunktionen. Maschinenressourcen Abbildung 1: Geschäftsprozeß Neben der Beschreibung der Ablaufstruktur aus Ereignissen und Funktionen ist auch die Angabe der den Funktionen zugeordneten Organisationseinheiten von Interesse.B. der Beschaffung oder des Rechnungswesens selten. erhöhter Kundenauftragsbestand) transformiert.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 4 Kunde Unternehmung Lieferantendaten Materialdaten Bestellung Bestellabwicklung Lieferant Bestellung bereitstellen Lieferung Freigabe Beschaffung Zeichnungsdokum ente Legende Ku ndendaten Artikeldaten Daten Funktionen Bedarf aufgetreten Auftrag erstellen Auftrag Auftrag bearbeiten Ann ahm e M aschine Fertigung Vertriebsniederlassung Produkt erstellt Organisation DV-System Material Gießerei Produkt Material DV-Ressourcen bzw. In vielen Industriebetrieben liegen aber heute die Zeit. Neben der Transformation von Daten kann in einem Geschäftsprozeß eine zweite Transformationsart durchgeführt werden. . reservierte Lagerbestände. Die Materialtransformation umfaßt körperliche Veränderungen. Nun besteht die merkwürdige Situation. daß die Materialtransformationsprozesse in Industrieunternehmungen seit vielen Jahren sehr gut beherrscht werden. sind Beschreibungen über den Geschäftsablauf innerhalb des Vertriebes. Sie sind genau beschrieben und werden detailliert zeitlich und kostenmäßig gesteuert.B. Lagerbestand) oder des Kunden (z. Die erste Funktionsklasse beschreibt. kann aber auch örtliche Veränderungen. Während der Ablauf eines Fertigungsauftrages durch Arbeitspläne beschrieben ist. wie Input-Daten durch Bearbeitungsregeln in Output-Daten transformiert werden. Derartige Funktionen werden im „Bürobereich“ durchgeführt. Bonität) ergänzt und in Ergebnisdaten (angenommener Kundenauftrag. die von Input-Material zu Output-Material. Viele Reorganisationsprojekte beziehen sich gerade auf eine neue Zuordnung von Funktionen zu Organisationseinheiten. Die als Input eingehenden Daten sowie die Output-Daten gehören somit ebenfalls zur Beschreibung eines Geschäftsprozesses. Dagegen sind die Kenntnisse des Managements über Prozesse im Verwaltungsbereich relativ gering. einschließen.und Kostenprobleme eher in den verwaltungsorientierten Bereichen als in der Fertigung. In einem Geschäftsprozeß gibt es zwei Funktionsklassen. Diese wird als Fertigung bezeichnet.

wie Banken. Abbildung 2: Fertigungssystem Grundlage hierfür sind die Arbeitspläne. Im folgenden werden deshalb zunächst die grundsätzlichen Methoden zur Beherrschung von Fertigungsprozessen skizziert und zu einer allgemeinen Architektur zur Steuerung von Geschäftsprozessen („ARIS-House of Business Engineering“) generalisiert. ob und wie Verfahren. Diese führt auch zu einer neuartigen Software-Architektur zur Unterstützung dieser Prozesse. daß viele Industrieunternehmungen ihre Produkte immer mehr mit Dienstleistungen wie "Engineering" oder "After Sales Services" anreichern und Dienstleistungsunternehmungen wie Banken aufgrund der zunehmenden Automatisierung industrielle Strukturen annehmen. Die einzelnen Funktionen (Arbeitsgänge) .und Dienstleistungsunternehmungen werden auch bereits daran deutlich. zu beschreiben und zeitlich sowie kostenorientiert zu steuern. Dabei wird in allen Schritten die Analogie der Prozeßbetrachtung zwischen der Fertigung und den Dienstleistungen betont.2 Beherrschung von Fertigungsprozessen als Vorbild für Dienstleistungsprozesse Die hohen Investitionskosten für Fertigungssysteme (vgl. auch auf die der Fertigung vorgelagerten Dienstleistungsbereiche eines Industriebetriebes bzw. generell auf Dienstleistungsunternehmungen. die Fertigungsabläufe sehr genau zu analysieren. Die Verbindungen zwischen Industrie. 1. Versicherungen bis hin zur Öffentlichen Verwaltung.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 5 Deshalb wird geprüft. in denen die Prozesse durch Angabe der auszuführenden Materialtransformationsfunktionen und der zuständigen Organisationseinheiten (Maschinen) aufgeführt sind (vgl. übertragen werden können. die sich zur Prozeßbeherrschung in der Fertigung bewährt haben. Abbildung 3a). Abbildung 2) haben dazu geführt.

In der Auflistung der einzelnen Arbeitsgänge wird zugleich die Reihenfolge. Der Leiter einer Fertigungseinheit.und Endereignisse nicht aufgeführt. Abbildung 1) werden Anfangs. der für die Prozesse eines Fertigungssystems verantwortlich ist.B.00 1 2 3 Bohren Fr ä sen S ä gen 5 10 8 B1 F2 S5 (a) Arbeitsplan (b) Gantt-Diagramm eines Leitstands Kosten pro Fertigungsauftrag Fr äserei Std. Dieses ist bei einem rein sequentiellen Ablauf auch nicht erforderlich. errechnet werden (Abbildung 3d). heute zur Verfügung.00 9. wie es das Gantt-Diagramm eines Leitstandsystems in Abbildung 3b zeigt.5 5.) Maschine Bohrerei Fr ä serei S ä gerei 8.00 10.00 12. Gleichzeitig können diese Angaben aus mehreren Aufträgen auch zu globalen Kapazitätsauslastungsinformationen eines Bereiches verdichtet werden (Abbildung 3c). daß in der Fertigung durchaus kompliziertere Abläufe auftreten können. Es muß aber angemerkt werden. MTM oder REFA) erhoben. wie sie in Abbildung 2 dargestellt ist. ARBEITSPLAN f ü r Teil Nr. also die Kosten seines Produktionsprozesses.00 11. ausgedrückt.0 10 10 10 50 250 400 700 Periode (c) Kapazit ä tsauslastung (d) Kalkulation Abbildung 3: Methoden zur Prozeßbeherrschung in der Produktion Durch Multiplikation der Vorgabedauern der einzelnen Arbeitsgänge mit Kostensätzen und den zu bearbeitenden Mengen können auch die Kosten eines Produktionsauftrages.Menge Kosten pro AGA satz Bohren Fr ä sen S ä gen Gesamtkosten 5 10 8 1 2. 427 Zeit Kapazitä t AGA. . in der die Arbeitsgänge bearbeitet werden. Arbeitsgang Teil 427 Dauer Minuten. indem Vorgänge parallel durchgeführt werden oder alternative technische Reihenfolgen von Arbeitsvorgängen bestehen. kann die einzelnen Aufträge aufgrund der verfahrensmäßigen und zeitlichen Angaben des Arbeitsplanes den Kapazitäten zuordnen. Diese Freiheitsgrade werden aber bei der gebräuchlichen tabellarischen Darstellung von Arbeitsplänen aus Vereinfachungsgründen nicht wahrgenommen. Gegenüber der Darstellung als ereignisgesteuerte Prozeßkette (vgl.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 6 werden im Detail erfaßt und auch ihre Zeitdauern durch vielfältige Verfahren (z.00 13.Nr. Diese in sehr vereinfachter Form skizzierten Methoden stehen dem Betriebsleiter eines modernen Industrieunternehmens. Arbeitsgang (AGA) Dauer (Min.

Es werden lediglich unterschiedliche Transformationen ausgeführt. während in den Dienstleistungsbereichen von Industriebetrieben die Probleme ansteigen. In anderen Fällen können die Unternehmungen aufgrund von Wettbewerbsverengungen lange administrative Bearbeitungszeiten bei Kundenaufträgen nicht mehr tolerieren. Für viele Industriebetriebe steht bereits heute die Koordination der Beschaffungsaufträge und die Steuerung von Konstruktionsprozessen im Mittelpunkt.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 7 Durch den Abbau der Fertigungstiefe in vielen Industrieunternehmen verlagern sich aber die Probleme. Unterstützung der Funktionsausführung. daß in der Fertigung ausgefeilte Methoden zur Prozeßsteuerung zur Verfügung stehen.und kostenoptimale Planung der laufenden Geschäftsprozesse (Fertigungssteuerung) 3. Damit besteht die Situation. auch für Dienstleistungsprozesse bestehen. hier aber Methoden zur Prozeßsteuerung vergleichsweise unbekannt sind. Die Bedeutung der Produktionsprozesse nimmt sowohl hinsichtlich der Kosten als auch der Planungskomplexität an Gewicht ab. in denen die Datentransformation im Vordergrund steht. In Abbildung 4 sind dazu die vier Aufgaben einem 4-Ebenenmodell zugeordnet. Falls also ähnliche Prozeßbeschreibungen. Bei einer generalisierten Betrachtung eines Geschäftsprozesses. dann ergeben sich folgende vier Bereiche: 1. Dieses Modell wird als "ARIS-House of Business Engineering" bezeichnet. Steuerung der Ausführung der einzelnen Abläufe (Materialflußsteuerung) 4. nämlich bei Fertigungsprozessen vornehmlich Materialtransformationen und bei Dienstleistungsprozessen vornehmlich Datentransformationen. 2 Architektur zur Unterstützung von Geschäftsprozessen (ARIS-House of Business Engineering) Werden die Methoden zur Prozeßsteuerung in der Fertigung analysiert. Kapazitäts-. also der Material. Abbildung 4 beschreibt in komprimierter Form die vier Ebenen des "ARIS-House of Business Engineering" mit ihren Beziehungen. besteht jedoch kein Unterschied zwischen der Struktur eines Dienstleistungsprozesses und der eines Fertigungsprozesses. hier aber die Probleme eher reduziert werden. zeit.oder Datentransformationsregeln (Maschinensystem) Diese Aufgaben können weitgehend auch auf Dienstleistungsprozesse übertragen werden. Sie steht damit im Zentrum der weiteren Ausführungen. Beschreibung und Optimierung der Prozeßstruktur durch Ablaufpläne 2. können auch die Steuerungsmethoden übertragen werden. wie sie in Abbildung 1 bereits vorgenommen wurde. . wie sie bei Fertigungsprozessen durch Arbeitspläne vorliegen.

B. Die Dokumente werden dabei durch den Begriff "Mappe" gekennzeichnet. von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz transportiert.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 8 Prozeßoptimierung E b e n e I CPI Prozeßmanagement E b e n e II Workflow E b e n e III Anwendung E b e n e IV Internet QMHandbuch BPR Referenzmodelle Modellierung Analyse Navigation Simulation Qualitätssicherung Build .und Kapazitätssteuerung sowie zur Kostenanalyse angeboten. In der Ebene II werden aus Sicht des „Business Process Owners“ die laufenden Geschäftsprozesse geplant und aktuell verfolgt. Kundenaufträge mit ihren Dokumenten oder Schadensmeldungen in einer Versicherung.Time . Die Ebene I wird als "Prozeßoptimierung" bezeichnet. Über ein Prozeßmonitoring kann sich der Prozeßmanager aktuell über die Bearbeitungszustände seiner Prozesse informieren. Ihm werden dazu Verfahren zur Zeit. Gleichzeitig werden Verfahren zur Optimierung und Qualitätssicherung der Abläufe angeboten. das alle Aspekte von Geschäftsprozessen abdeckt.und Zeitsteuerung Mappe ObjektStandardsoftwarebibliotheken module Funktionsbausteine Applets Datenbank Abbildung 4: Geschäftsprozeßarchitektur („ARIS-House of Business Engineering“) Auf der Ebene I werden analog einer Arbeitsplanung in der Fertigung die Geschäftsprozesse beschrieben. In Ebene III werden die zu bearbeitenden Objekte. . also z. Dazu wird mit dem ARIS-Konzept ein Methodenangebot bereitgestellt. Die Ebene III wird als "Workflow" bezeichnet.Konfiguration EIS Controlling Monitoring Kapazitäts. Diese Ebene wird als "Prozeßmanagement" bezeichnet. Bei elektronisch gespeicherten Dokumenten wird der Transport von Workflow-Systemen ausgeführt.

. Da die Workflow-Steuerung der Ebene III die Beschreibung der Geschäftsprozesse benötigt. Gleichzeitig meldet sie Ist-Daten über die auszuführenden Prozesse (Mengen. Die Anwendungen der Ebene IV werden vom Workflow-System der Ebene III aufgerufen und über die Geschäftsprozeßmodelle der Ebene I konfiguriert. Die Ebene IV wird als "Anwendung" bezeichnet. ist sie mit der Ebene I verbunden. Die vier Ebenen sind durch Regelkreise miteinander verknüpft. Gleichzeitig werden die von der IDS bereits entwickelten Methoden und Softwaresysteme in das Konzept eingeordnet. Ein Ausblick auf Weiterentwicklungen zeigt Zukunftsperspektiven des Konzeptes und der darauf aufbauenden Softwarelösungen. Zeiten. also die Funktionen des Geschäftsprozesses ausgeführt. Informationen der Ebene II über die Wirtschaftlichkeit der laufenden Prozesse werden zur kontinuierlichen Anpassung und Verbesserung der Geschäftsprozesse der Ebene I im Sinne eines Continuous Process Improvement (CPI) genutzt.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 9 In der Ebene IV werden die zu den Arbeitsplätzen transportierten Dokumente konkret bearbeitet. organisatorische Zuordnungen) an die Ebene II zurück. Dazu werden computergestützte Anwendungssysteme von einfachen Textverarbeitungsprogrammen bis hin zu komplexen Standardsoftwaremodulen und Internet-Applets eingesetzt. Jedes System wird dabei zur Veranschaulichung mit einer typischen Bildschirmmaske repräsentiert. Das zunächst nur skizzierte Konzept des "ARIS-House of Business Engineering" der Abbildung 4 wird im folgenden anhand der einzelnen Ebenen detaillierter beschrieben.

Funktionen Daten F2 F1 F3 F4 F6 F5 F Bearbeitung F1 dialog F2 automatisch F3 dialog Ablauf Legende: ERM Fn E D O L S A VKD EPK OOD Zugriff Daten .Scheer: ARIS-House of Business Engineering 10 2.und Steuerungssicht). In der Steuerungssicht werden die Beziehungen zwischen den anderen Sichten erfaßt.1 Prozeßoptimierung In der Ebene I wird der Geschäftsprozeß analog der Arbeitsplanung für Fertigungsprozesse beschrieben. Daten. Organisations-. Titelleiste Menüleiste (Text) Menüleiste (Icons) Aktives Fenster Werkzeugleiste Arbeitsbereiche Abbildung 6: ARIS-TOOLSET-Benutzeroberfläche . diese Sicht enthält auch die bereits in Abbildung 1 verwendete Methode der ereignisgesteuerten Prozeßkette (EPK).Funktionen XOR E F D O F F1 F2 F3 Bearbeitungsformen F4 Ereignissteuerung (EPK) F1 VKD Input Output F1. Mit ARIS (Architektur integrierter Informationssysteme) ist ein Rahmenkonzept und eine Methodologie zur vollständigen Beschreibung von Geschäftsprozessen entwickelt worden (vgl. F2 F3 Funktionsebenen Organisation .F2 Hierarchie OOD = = = = = = = = = = = Entity Relationship Model Funktion n Ereignis Daten Organisationseinheit Lesen Schreiben Anlegen Vorgangskettendiagramm Ereignisgesteuerte Prozeßkette Object Oriented Design Daten Steuerung Funktion Abbildung 5: ARIS-Fachkonzept ARIS richtet verschiedene Sichten auf einen Geschäftsprozeß (Funktions-. Abbildung 5). Zentrale Betrieb Bereich Organisation Organigramm Dispositionsebenen Organisation .Funktionen Daten EntityRelationshipDiagramm (ERM) O LSA LAL F1.Daten Organisation .

Um zu zeigen. B ü rger (Kunde) Beh ö rde Externe Fachreferate Ak te G uta chten e rforderlich Begutachtung Begutachtung erfolgt Antragsprüfung Stellungnahme erfolgt G re m ium G ese tzliche Vo rla g en Legende B ü rge rd ate n An tra gsd ate n Daten Antragsstellung erforderlich An tra gsstellun g An tra g ist e ingereich t An tra gserfa s s ung A ntrag erfa ß t Funktionen An tra gsb ea rbe itung Am t DV-System An tra g b ea rb e itet Organisation DV-Ressourcen An tra gse ckw erte Fa chre ferat G ene hm igun gs b esch eid Abbildung 7: Verwaltungsprozeß als ereignisgesteuerte Prozeßkette (EPK) Arbeitsplan für Teil 427 Bohrmaschine Arbeitsplan für Teil 427 Fr äsmaschine Arbeitsplan für Teil 427 Säge Auftrag für Teil 427 freigegeben Bohren Arbeitsgang Bohren beendet Fr äsen Arbeitsgang Fr äsen beendet Sägen Auftrag für Teil 427 beendet Rohteil 427 Teil 427 b Teil 427 bf Teil 427 Abbildung 8: Arbeitsplan und Materialfluß als ereignisgesteuerte Prozeßkette (EPK) Dadurch bieten sich größere Möglichkeiten zur Darstellung alternativer Verfahrensabläufe.und Geschäftsprozeßmodellen behandelt werden. auch auf die Beschreibung von Dienstleistungs-Geschäftsprozessen übertragen werden. Analyse und Navigation von Geschäftsprozessen. Durch Einbeziehung des Materialflusses in das ARIS-Konzept können auch Zusammenhänge zwischen Produkt. In Abbildung 8 wird der in Abbildung 3 verwendete Arbeitsplan einschließlich des Materialflusses als EPK gezeigt. . daß die Prozeßdarstellung wirklich universal verwendet werden kann. wird in Abbildung 7 ein Beispiel zur Antragsabwicklung in einer öffentlichen Verwaltung angeführt. Abbildung 6 zeigt die ARISTOOLSET-Benutzeroberfläche. Auch ist die grafische Darstellung der Produktionswege gegenüber einer tabellarischen Darstellung von Arbeitsplänen wesentlich benutzerfreundlicher. Umgekehrt können Konzepte. Damit kann das ARIS-TOOLSET als Frontend eines Systems zur Verwaltung von Fertigungsarbeitsplänen und des Materialflusses eingesetzt werden. die zur Verwaltung von Varianten von Fertigungsarbeitsplänen entwickelt worden sind (bis hin zu Expertensystemen).Scheer: ARIS-House of Business Engineering 11 Das ARIS-TOOLSET basiert auf dem ARIS-Konzept und unterstützt den Benutzer bei der Modellierung.

. Abbildung 9). Bei der Fertigung werden dagegen Arbeitspläne für jedes einzelne Teil geführt. sondern in gröberer Form für Objektgruppen. Beispielsweise im Beschaffungsbereich für Ersatzteile. Damit wird nochmals die universelle Bedeutung des ARIS-Konzepts und des ARIS-TOOLSETS deutlich. Allerdings wird im Dienstleistungsbereich nicht für jedes einzelne zu bearbeitende Objekt ein eigener Ablauf definiert. Sie ermöglicht die benutzerfreundliche Aufbereitung schon vorhandener Informationen (vgl. Just in Time-Abwicklungen und ähnliche Gruppen. Normalbeschaffungen. nicht aber für die Beschaffungsprozesse einzelner Teile.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 12 Mit der ARIS-LAYOUTGENERIERUNG können aus beliebigen logischen Prozeßbeschreibungen (also auch aus tabellarischen Arbeitsplänen) grafische ARIS-Geschäftsprozeßmodelle automatisch generiert werden. Layoutgenerierung Layout-Ausgangslösung Optimiertes Layout Abbildung 9: ARIS-LAYOUTGENERIERUNG Die Ebene I entspricht somit der Beschreibung von Stamm-Arbeitsplänen bei der Fertigung.

Abbildung 11). Abbildung 10). D u rc h la u fz e i te n 2 1 0 Pr o z e ß . 7 Pr o z e ß . 1 2 Pr o z e ß .Nr . 1 4 Abbildung 11: Oberfläche von ARIS-SIMULATION .Scheer: ARIS-House of Business Engineering 13 Im Rahmen der ARIS-ANALYSE können Prozesse hinsichtlich ihrer Zeiten und Kosten bewertet und verglichen werden (vgl. Abbildung 10: Oberfläche von ARIS-ANALYSE Mit Hilfe der ARIS-SIMULATION können Engpässe in Geschäftsprozessen analysiert und durch Neustrukturierung der Prozesse behoben werden (vgl.Nr .Nr . 2 Pr o z e ß .Nr .

Referenzmodelle können nach dem ARIS-Konzept beschrieben und im ARIS-TOOLSET gespeichert werden. Vorgehensmodelle beschreiben Projektabläufe wie Durchführung eines BPR-Projekts oder Einführung einer Standardsoftware. bringen erhebliche Einsparungen bei der Gestaltung von optimalen Abläufen. Bei Referenzmodellen kann zunächst zwischen Vorgehensmodellen und Branchenmodellen unterschieden werden. die aus empirisch erhobenen Best-Practice-Beispielen oder aus theoretischen Überlegungen abgeleitet werden. Abbildung 12).. ob Bestätigung erforderlich Beschreibung / Definition Das SAP-System prüft. Zur Unterstützung der Modellierung von Geschäftsprozessen kann vorhandenes Wissen über sinnvolle Strukturen von Geschäftsprozessen als Ausgangslösung einbezogen werden. Arbeitsanweisung: WI0025 Ereignis Vorgang Ereignis Vorgang Ereignis Abbildung 12: ARIS-generierter ISO 9000 Bericht Damit stehen mit ARIS umfassende Methoden und Werkzeuge zur Geschäftsprozeßoptimierung zur Verfügung. Diese Beschreibungen und Formulare können direkt aus der ARISGeschäftsprozeßbeschreibung generiert werden (vgl. ob eine Bestätigung des Lagervorgangs notwendig ist Prüfung auf Vollständigkeit Beschreibung / Definition Nach der Lagerbewegung müssen die Teile auf Vollständigkeit geprüft werden Bestätigung der Auftragsteile Beschreibung / Definition Die Auswahl der richtigen Auftragsteile muß bestätigt werden. . Damit können bei der Prozeßgestaltung alle Funktionen wie Analyse. Nach der Bestätigung erfolgt die Zwischenlagerung der Teile abhängig von ihren Merkmalen. Hierfür und für die Durchführung einer ISO 9000-Zertifizierung sowie die Einführung von Workflow-Systemen stehen entsprechende von der IDS entwickelte Referenzmodelle in ARIS zur Verfügung. Gefahrenklasse. Attribute Qualitätshandbuch Ereignis Vorgang Report über die Datenbank Ereignis Vorgang 3. 4. Vergleich sowie Modellanpassung und -änderung genutzt werden. Leitlinie Funktionen: Prüfung. Diese Referenzmodelle. Umschlagshäufigkeit Der Pfad innerhalb des SAP-Systems ist: Logistik -> Materialwirtschaft -> Lagerwirtschaft -> Transportauftrag -> Bestätigung (Transaktionscode LT11) Vgl. wie: Lieferant.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 14 Im Rahmen der ISO 9000-Definitionen bestehen Kriterien zur Qualitätsdefinition von Geschäftsprozessen.. Leitlinie Start-Ereignisse: Lieferung eingetroffen unterliegt Regel: Lieferung eingetroffen AND.

a.und Rechnungswesen. GrobSollkonzept Kick-Off Sitzung durchgefü hrt Kick-off Sitzung durchgefü hrt XOR XOR Kern-Datenstrukturen (Soll) definieren Relevante Szenarien bestimmen XOR Kern-Datenbereiche (Soll) definiert Organisationsstruktur modelliern kritische Datenstrukturen bestimmen Installation SAP-R/3 System Kerngesch äftsprozesse (Soll) definieren relevante Szenarien bestimmt Organisationsstruktur modelliert kritische Datenstrukturen bestimmt SAP R/3 System installiert Kerngesch äftsprozesse (Soll) definiert Abbildung 13: ARIS-Vorgehens-Referenzmodell für die SAP R/3-Einführung Branchenmodelle beziehen sich auf typische operative Geschäftsprozesse wie Logistik. Schulung Mitarbeiter SAP R/3 Strategische Planung Ist-Analyse Erstellung UnternehmensSollkonzept Erstellung SAP R/3 bas. Anlagenbau und Energieversorgungsunternehmungen zur Verfügung und werden von der IDS laufend ergänzt und erweitert. als eine weitere Informationsquelle zur Gestaltung seiner Geschäftsprozesse genutzt werden oder aber bei der Auswahl und Einführung der Software zum Modellvergleich zwischen Anforderungen und Angebot der Software sowie zum Customizing. Fein-Sollkonzept Einrichtung und Test kundenspez. Produktentwicklung oder Finanz. der sich noch nicht für eine Software entschieden hat. Chemische Industrie.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 15 Abbildung 13 zeigt einen Ausschnitt aus dem Referenzmodell zur SAP R/3-Einführung. Grob-Sollkonzept Erstellung SAP R/3 bas. . Abbildung 14 zeigt einen Ausschnitt aus dem Referenzmodell des SAP-Systems R/3. System Vorbereitung Produktivbetrieb Aufnahme Produktivbetrieb Ist-Analyse Projektplanungsfestschreibung Erstellung UnternehmensSollkonzept Projektplanungsfestschreibung Ist-Analyse durchgefü hrt Phasenschritt ist freigegeben UnternehmensSollkonzept erstellt Phasenschritt ist freigegeben Kick-Off UnternehmensSollkonzept Kick-Off SAP-bas. Sie stehen in ARIS u. Maschinenbau. das vollständig mit dem ARIS-TOOLSET modelliert ist und von der IDS als "ARIS-ANALYZER for R/3" angeboten wird. Gleichzeitig sind in ARIS die in betriebswirtschaftlicher Anwendungssoftware enthaltenen Modelle dokumentiert. Diese können von einem Anwender. für die Branchen Papierindustrie.

Strässle etc. so daß der zeitliche und örtliche Ablauf sowie die Beanspruchung der einzelnen Kapazitätseinheiten bekannt sind. Abbildung 15).2 Prozeßmanagement Auf der Ebene II analysiert und plant der Geschäftsprozeßeigner die konkreten Geschäftsvorfälle eines Zeitraums. Auch eine verdichtete Darstellung der Kapazitätssituation für Arbeitsplatzgruppen ist aus diesen Angaben ableitbar. Bei Projektabläufen. modelliert. Zur zeitlichen und kapazitiven Steuerung der Geschäftsprozesse werden die Funktionen den einzelnen Arbeitsplätzen oder Organisationseinheiten zugeteilt. Auch Änderungen innerhalb von MS-Project werden direkt in das ARIS-Referenzmodell zurückübertragen. . wie der Durchführung eines BPR-Projekts oder der Einführung einer Standardsoftware. Baan 4. Baan-Triton bzw. können aus dem ARIS-Vorgehens-Referenzmodell automatisch die Projektprozeßketten sowie die Ressourcendefinitionen des Projektsteuerungssystems MS-Project generiert und als Gantt-Diagramme oder Netzpläne abgebildet und verwaltet werden (vgl. 2.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 16 Abbildung 14: ARIS-Referenzmodell für SAP R/3 (ARIS-ANALYZER for R/3) Darüber hinaus sind in ARIS die Modelle der Standardsoftwaresysteme XI-2 der IDS zur Fertigungssteuerung.

-B ü ro B Ing.-B ü ro C Projekt_80319-157 Projekt_14227-157 Projekt_18518-157 Projekt_13035-161 Projekt_18518-161 Projekt_13043-161 Projekt_18593-161 Projekt_11480-161 Projekt_14227-161 Projekt_16582-161 Planung Bearbeitungslos Information Freigabe Meldung Anzeige System Engineering Leitstand EI-2(c) 1993 by IDS Prof. Saarbrü cken Abbildung 16: Geschäftsprozeßsteuerung mit EI-2 . Planoptionen Peters Meier Mü ller Schulz Zeller Engel Paulus Sch äfer Claus Hildebrand Kontr002 Konstruk. Scheer CAM GmbH.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 17 Darstellung des Vorgehensmodells als Prozeßkette im ARIS-Toolset Darstellung des Projektes als Gantt Diagramm in MS-Project KW1 KW2 KW3 KW4 KW5 Auftragsklärung Istanalyse A Istanalyse B Istanalyse C Präsentation Istanalyse Sollkonzept A Sollkonzept B Sollkonzept C Schwachstellenanalyse Einführungsstrategie Dokumentation Einführung Abbildung 15: Projektsteuerung mit MS-Project Bei operativen Prozessen können auf der Ebene II mächtigere Steuerungssysteme als zur Projektsteuerung erforderlich sein. Abbildung 16 zeigt die Benutzeroberfläche des Leitstandsystems EI-2 für Verwaltungsabläufe. AV Normung QS Einkauf Vertrieb Ing. Das zunächst von der IDS für die Steuerung von Fertigungsprozessen entwickelte Leitstandsystem FI-2 wird inzwischen zur Steuerung von Softwareentwicklungsprozessen eingesetzt und zum Einsatz bei Verwaltungsprozessen und medizinischen Operationen diskutiert.-B ü ro A Ing.

das von den Firmen Plaut und IDS entwickelt worden ist. Aber auch nach dessen Abschluß bleiben die Prozesse in Bewegung: neue Organisationskonzepte können aufkommen. die insgesamt zur neuen Prozeßanpassung führen. so daß die Kosten pro Prozeß ermittelt werden können (vgl. grundsätzlicher über ihre Strukturen nachzudenken. Überhaupt sollte kein Gegensatz zwischen BPR und CPI konstruiert werden. also zunächst ein neues Organisationskonzept zu entwickeln. neue Best-Practice-Fälle als Referenzmodelle verfügbar sein. Abbildung 17). zur laufenden Verbesserung der Geschäftsprozesse genutzt. da BPR und CPI eng verzahnt sind. daß überflüssige und umständliche Abläufe in ein neues Softwarekonzept übernommen werden. Die Kostensätze eines traditionellen Kostenrechnungssystems werden mit den in ARIS modellierten Geschäftsprozessen verknüpft. die nach Funktionen gebildeten Kostenstellen kostenoptimal zu steuern. . Ziel der Plankostenrechnung ist es beispielsweise.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 18 Die Projekt. Deshalb ist die Prozeßoptimierung ein kontinuierlicher Prozeß.und Leitstandsysteme liefern auch Soll-Ist-Abweichungen über Zeiten und Kosten der durchgeführten Geschäftsprozesse. Häufig werden aus Interessengegensätzen scheinbare Gegensätze zwischen BPR und CPI aufgebaut: Anbieter von Anwendungssoftware sehen sich Vorwürfen hinsichtlich zu langer Einführungszeiten ihrer Software ausgesetzt und fürchten. Abbildung 4). dann kann dieses zu einem BPR-Projekt führen. Die Gegensätze beider Ansätze lösen sich in dem „ARIS-House of Business Engineering“ auf. Das gegenwärtige betriebswirtschaftliche Kostenrechnungssystem betont mit seiner Konzentration auf die Kostenstellenrechnung eine funktionale Sicht. werden Konzept und Tool zur Prozeßkostenrechnung bereitgestellt. Deshalb wenden sie sich gegen den BPR-Gedanken und empfehlen eine schnelle Softwareeinführung mit nachträglicher kontinuierlicher Prozeßverbesserung. ISO 9000-Zertifizierung oder Simulation können auch bei der kontinuierlichen Prozeßverbesserung eingesetzt werden. Dagegen sind die Kosten der Geschäftsprozesse unbekannt. Falls eine besondere Situation für eine Unternehmung besteht. Diese werden. Hierdurch wird vermieden. Beratungsunternehmen empfehlen aus ihrem Interesse an Beratungsleistungen dagegen eher den umgekehrten Weg. Damit ist ein enger Regelkreis zwischen der Ebene I (Prozeßoptimierung) und Ebene II (Prozeßmanagement) zur kontinuierlichen Geschäftsprozeßverbesserung (CPI = Continuous Process Improvement) geschlossen (vgl. neue Technologien erfunden werden oder Erfahrungen mit den gerade eingeführten Prozessen gewonnen werden. zusammen mit weiteren Informationen. Alle bei der Beschreibung der Ebene I angeführten Methoden wie Prozeßanalyse. Modellvergleich. um dieses dann mit einer neuen Software zu unterstützen. falls ein BPR-Projekt mit der Softwareeinführung verbunden wird. Mit dem Modul ARIS-PROMT. daß dessen Dauer der Softwareeinführung angelastet wird.

6 Akte neu Akte aktualisieren Patient anlegen aktualisiert angelegt Abbildung 17: ARIS-PROMT Die in den letzten Jahren intensiv geführte betriebswirtschaftliche Diskussion um eine Prozeßkostenrechnung löst sich weitgehend auf. wenn dieser generalisierten Geschäftsprozeßbetrachtung gefolgt wird. . bei der die Ist-Kosten eines Fertigungsauftrages und damit eines Fertigungsprozesses aktuell zur fortschreitenden Bearbeitung ermittelt werden. allerdings nur in solchen Bereichen. in denen Prozeßbeschreibungen vorlagen. Abbildung 18). Der „Business Process Owner“ interessiert sich auch für die Bearbeitungsstatus der gerade ausgeführten Prozesse.4 Akte existiert p=0. Hier gibt es deshalb auch Begriffe wie den der mitlaufenden Kalkulation. Dazu kann er sich über das ARIS-MONITORING in grafischer Form die einzelnen. Es hat eben schon immer eine Prozeßkostenrechnung gegeben.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 19 Patient eingetroffen Aufnahme Funktion Prozeßleistung Prozeßmenge Cost Driver Prozeßkosten Prozeßkostensatz Patient aufgenommen Akten vorbereiten p=0. gerade ausgeführten Prozesse anzeigen und die bereits beendeten Funktionen grafisch hervorheben lassen (vgl. also bei der Berechnung von Fertigungsprozessen.

Vor 30 Jahren war ein Anwendungssoftwaresystem eine Einheit von Funktionsbeschreibung (Programmstatements). unabhängig davon.14 zu erledigen bis: 08. kann dann. R. Der gesamte Ablauf eines Geschäftsprozesses (vgl. sondern von mehreren Funktionen bearbeitet werden.00 Bearbeiter: Sachbearbeiter Herr Müller Status: in Bearbeitung Abbildung 18: ARIS-MONITORING Neben der Kostensicht sind dem „Business Process Owner“ damit auch alle zeitlichen. 10. Eine ähnliche Entwicklung wie bei den Daten zeigt sich nunmehr bei der Steuerung der einzelnen Funktionsbefehle. 16. Abbildung 1) wird i. bei der gilt: "ein Prozeß ist ein Prozeß ist ein Prozeß". wurden sie den einzelnen Funktionsprogrammen entzogen und als ein unternehmensweites Organisationsobjekt definiert. d. Aufgrund der Erkenntnis.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 20 aktueller Bearbeitungsschritt Starttermin: 08.94. ob er in der Fertigung.08. Vielmehr werden . der Leiter des Vertriebs mit den gleichen Kennzahlen diskutieren wie sein Kollege in der Fertigung. um das Eingangsbeispiel wieder aufzunehmen.3 Workflow Die dritte Ebene der Abbildung 4 ist für die Gestaltung von Informationssystemen besonders wichtig. nicht von einem einzelnen Anwendungssoftwaresystem betreut. kapazitiven und organisatorischen Zustände der Prozesse bekannt. Ablaufsteuerung (durch die Reihenfolge der Statements definiert) und Daten. daß Daten nicht einer einzelnen Funktion gehören.08. in der Beschaffung oder im Vertrieb abläuft. Bei Realisierung des Gedankens einer unternehmensweiten Geschäftsprozeßsteuerung. Die Prozeßdaten können zur Unterstützung des Prozeßmanagements zu einem EIS oder Data Warehouse verdichtet werden.94. 2.

Damit liegt es nahe. Lieferantenauswahl 2. Die Mappe enthält elektronische Verweise auf die zur Bearbeitung benötigten Daten und die aufzurufenden Funktionsbausteine. anstelle des allgemeinen Auftragsbegriffes wird ein auf den konkreten Kunden bezogener Auftrag definiert. A LT. Kunden Artikel Lieferanten Lager Kunden Kundenauftrag Auftragsannahme Auftrag angenommen Beschaffung Beschaffung abgeschlossen Versand Versand abgeschlossen Vertrieb Beschaffung Vertrieb Beschaffung eingescannter Brief Kundenauftrag YO UR NA M E HER E 1 2 3 EA SYSTREET DO WN TOWN. zu geben. den Bearbeitungsstatus eines Auftrages. 0 0 0 0 0 PHON E9 8 7 /1 2 3 -4 5 67 D AT E AC COUN TN U M BE R T ER M S : A MO UNT EC N LO S ED $ YO UR NA M E HER E 1 2 3 EA SYSTREET DO WN TOWN. Keines dieser Systeme ist in der Lage. Preisverhandlung BAL AN CE YO UR NA M E HER E 1 2 3 EA SYSTREET DO WN TOWN. Hierzu ist eine detaillierte. 0 0 0 0 0 PHON E9 8 7 /1 2 3 -4 5 67 D AT E AC COUN TN U M BE R T ER M S : A MO UNT EC N LO S ED $ ( PL EA S E D T E AC H A N D R E TU R N W I TH YO U R R E M I T TA N E C) Lieferant 3270 Lager L7 Herr Y To do-Liste 1. die zu bearbeitenden Objekte (Dokumente) von einem Arbeitsplatz zu einem anderen weiterzureichen oder besser. von dem Computersystem eines Arbeitsplatzes zu dem System des nächsten Arbeitsschrittes elektronisch weiterzusenden. auf den einzelnen Vorgangstyp bezogene Beschreibung des Ablaufs sowie der beteiligten Bearbeiter erforderlich. A LT. die von einem Arbeitsplatz zum nächsten transportiert wird. Fertigung oder Rechnungswesen eingesetzt.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 21 funktionsorientierte Systeme für Vertrieb. A LT. Auskunft über den gesamten Prozeß. 0 0 0 0 0 PHON E9 8 7 /1 2 3 -4 5 67 D AT E ( PL EA S E D E T AC H A N D R E TU R N W I TH YO U R R E M I T TA N C E) AC COUN TN U M BE R DATE CHAR GESAND CRED IT S BAL AN CE BAL ANCEFOR WARD T ER M S : A MO UNT EC N LO S ED $ ( PL EA S E D E T AC H A N D R E TU R N W I TH YO U R R E M I T TA N E C) DATE CHAR GESAND CRED IT S BAL ANCEFOR WARD DATE CHAR GESAND CRED IT S BAL AN CE BAL ANCEFOR WARD PAY THISAM OUN T PAY THISAM OUN T PAY THISAM OUN T Kunde 4711 Artikel XY Herr X Auftragsannahme Kunde 4711 Artikel XY Tour 25 Herr Z Versand Abbildung 19: Workflow-Steuerung In Abbildung 19 ist gezeigt. z. Workflow-Systeme übernehmen es. Der Dokumentenfluß ist in Abbildung 4 durch eine „Mappe“ gekennzeichnet. Beschaffung. Diese Ebene wird als Workflow bezeichnet. . Anstelle allgemeiner Bezeichnungen der Organisationseinheiten sind nun konkrete Sachbearbeiter getreten. sondern einer eigenen Systemebene zuzuordnen. die Verantwortung für die gesamte Ablaufsteuerung nicht einer einzelnen Funktion. wie aus einem auf der Ebene I definierten Ablauf ein konkreter Prozeß der Ausführungsebene abgeleitet wird.B.

und Zeitauswertungen zurück und stellt die Prozeßinformationen für das Prozeßmonitoring bereit. eine Vereinigung von Workflow-Anbietern zur Standardisierung von Schnittstellen. Sobald dann ein Sachbearbeiter die Bearbeitung beginnt. Durch die Entwicklung von einheitlichen Regeln durch die Workflow Management Coalition. Es meldet die Daten für Kosten. Stehen mehrere Bearbeiter zur Verfügung. dann kann der Vorgang in mehrere Eingangskörbe eingestellt werden. Ausgangsund Zwischenablagekörbe. Ausführungszeiten und -mitarbeiter aller konkreten Geschäftsprozesse. Dies erhöht ihre Einsicht in die organisatorischen Zusammenhänge der Geschäftsprozesse. . Das Workflow-System kennt Bearbeitungsstatus. Das Workflow-System ist deshalb auch die Grundlage für das Prozeßmanagement der Ebene II. wird der Vorgang aus den anderen Eingangskörben gelöscht. können auch unterschiedliche Workflow-Systeme miteinander verbunden werden. Die Prozeßdarstellung des Workflow-Systems kann auch zur Benutzerführung der Sachbearbeiter dienen.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 22 Das Workflow-System übernimmt nach Abschluß eines Arbeitsschrittes das Dokument aus einem elektronischen Postausgangskorb des Sachbearbeiters und transportiert es in den elektronischen Eingangskorb des nächsten Bearbeiters. Eingangskorb Ausgangskorb Zwischenablagen Dokumentenliste Abbildung 20: Benutzersicht der Workflow-Steuerung über Ablagekörbe Abbildung 20 symbolisiert die Oberfläche von ARIS-WORKFLOW mit den Icons für Eingangs-.

ihre Reihenfolge. daß für ihn nur der linke Zweig des Geschäftsprozesses relevant ist. d. Andere Prozesse können dagegen nur teilweise beschrieben werden. So sieht er auch. Beispielsweise können lediglich die Funktionen in . Die Konkretisierung betrifft die Angaben individueller Bearbeiter sowie die Auswahl eines bestimmten Weges aus alternativen Möglichkeiten. da sich Funktionen erst während der Bearbeitung ergeben. ist hier lediglich der Abteilungsname "Lager" angegeben und wird erst nach Beendigung seiner Tätigkeit aufgrund der aktuellen Kapazitätssituation bestimmt. Da eine Konkretisierung auf den einzelnen Sachbearbeiter bei der nachfolgenden Tätigkeit noch nicht stattgefunden hat. der Kontrollfluß des rechten Zweigs ist gelöscht. Bei vielen operativen und sich wiederholenden Vorgängen wie Auftragsabwicklung oder Darlehensbearbeitung liegen Funktionen. wie er in den Ablauf eingebettet ist. Bearbeiten Objekt 4710 4711 4712 To Do Liste Ansicht Optionen Funktion Priorität Einkaufssicht pflegen Bestellung reservieren Buchen 1 4 3 ? F4 Lager E6 Abbildung 21: Prozeßgesteuerte Benutzerführung Aus einem allgemeinen Geschäftsprozeßablauf ist dazu der konkrete Ablauf in Abbildung 21 (rechtes Fenster) abgeleitet. eingeben.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 23 InstProz Logistik ARIS-Applications Büro System Fenster ? Ansicht eEPK Optionen ? Qualitätsprüfung WE mit Bestellreferenz WE buchen Material anlegen Verfügbarkeit prüfen Kurzbezeichnung : E1 4711 Alfred Müller GmbH 1734 Hohlblocksteine E2 E3 F1 Meier Lagerort Bewegungsart Menge : Außenlager : WE mit Bestellreferenz : 560 ME: Stck Schulz F2 F3 WE Bestellung Buchen Abbrechen Hilfe E4 E5 Bitte die Bestell-Nr. Bei der Vorgangssteuerung können Prozesse mit wohldefinierter Ablaufstruktur und Prozesse mit nur grob bestimmter Ablauffolge unterschieden werden. die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte ad hoc festgelegt wird und auch die auszuführenden Organisationseinheiten erst aufgrund von Ad-hoc-Bedarfen bekannt werden. In diesem Fall wird der Prozeß als schlecht strukturiert bezeichnet und kann nur unvollkommen modelliert werden. der Prozeß ist wohlstrukturiert und kann mit Hilfe der EPK-Methode beschrieben werden. die in der generellen Geschäftsprozeßbeschreibung vorgesehen sind. Ablaufverzweigungen und Organisationseinheiten von vornherein fest. wer sein Vorgänger bei der Bearbeitung war und wer sein Nachfolger wird.h. Der Sachbearbeiter sieht also genau.

So sehen auch Workflow-Systeme "Ausnahmebehandlungen" vor. 2. an. als schwach strukturierter Ablauf. d. Die operativen Daten dieser Anwendungen werden von Datenbanken verwaltet.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 24 Form einer "To do-Liste" vorgegeben werden . in Zukunft sogar verschmelzen werden. Dieses wird EDV-gestützt von Funktionsbausteinen übernommen.h. Insgesamt besteht ein klarer Trend zur stärkeren Zerlegung von Anwendungssoftware in Komponenten (Componentware). Diese Funktionalität kann dann mit Groupware-Werkzeugen verknüpft werden. COSA usw. Video Conferencing. Shared Application usw. ihre Systeme in kleinere Module zu zerlegen und diese lediglich lose zu koppeln. die lediglich Werkzeuge wie Electronic Mail. In der Realität wird aber immer eine Mischung aus beiden Strukturierungsformen vorliegen. Funktionsbausteine können Bearbeitungsmodule klassischer Anwendungssoftware oder auch Bearbeitungsobjekte aus sogenannten Objektbibliotheken sein.4 Anwendung Auf der vierten Ebene der Abbildung 4 werden die Funktionen innerhalb des Prozesses ausgeführt. In Abbildung 22 ist ein Prozeß zunächst strukturiert dargestellt und dann. so daß sich Workflow und Groupware ergänzen. Schwächer strukturierte Prozesse werden dagegen eher von GroupwareSystemen unterstützt. Auf den ersten Blick sind Workflow-Systeme eher zur Steuerung wohlstrukturierter Prozesse geeignet. Auch die gegenwärtigen Anbieter integrierter Softwaresysteme sind dabei. Bei Internetanwendungen entsprechen die Applets solchen gekapselten Programmbausteinen. aber keine logischen Prozeßkenntnisse benötigen. Kundenauftrag Traditioneller Ablauf Kundenauftrag To do-Liste Teamorganisation Abbildung 22: Prozeßstruktur vor und nach Einführung eines Teamkonzepts Neben ihrem selbst entwickelten ARIS-WORKFLOW-System bietet die IDS Schnittstellen zu den Workflow-Systemen File Net. Releasewechsel auf Modulebene durchzuführen und nicht nur auf der Ebene des Gesamtsystems. Flowmark. die über Prozeßmodelle zu Gesamtlösungen montiert werden.die Reihenfolge wird aber von dem Arbeitsteam während der Ausführung festgelegt und dabei auch die auszuführende Person zugeordnet. Damit wird es möglich. die Ablaufsteuerung kann während der Bearbeitung ad hoc geändert werden. nach Einführung einer Teamorganisation. anbieten. .

daß die Software der Ebene IV in so feine Module zerlegt wird. Hierzu ist es allerdings erforderlich. Um so wichtiger ist dann aber die Steuerung des Zusammenhalts des Ablaufs durch das Workflow-System. Durch die Trennung der Ablaufsteuerung von den Statements der Funktionsausführung werden damit Informationssysteme in die Komponenten Datenverwaltung. Für den Anwender bedeutet dies. ein neuer Einstiegspunkt durch die Entwicklung von Workflow-Systemen. die dann die zu bearbeitenden Objekte. Ablaufsteuerung und Funktionsausführung zerlegt.oder Textverarbeitungsprogrammen erfüllen lassen. Dort sind die zur Ausführung des Fertigungsprozesses benötigten Ressourcen in die Subsysteme Lager (in dem die zu transformierenden Materialien gelagert sind). dem zur Material- . an die entsprechenden Bearbeitungsstellen weitergibt und die Programmbausteine aufruft. daß sie lediglich das Eintragen oder Verändern von Dokumenten betreffen. R.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 25 Bei einem objektorientierten Ansatz sind Daten und Funktionen gekapselt und kommunizieren über ein Nachrichtensystem. Gerade bei Dienstleistungsanwendungen können die Bearbeitungsregeln auf der Ebene IV so einfach sein. ein elektronisches Formular für eine Schadensmeldung in der Versicherung. einen Kreditantrag in einem Kreditbearbeitungsprozeß oder einen Kundenauftrag innerhalb einer Kundenauftragsbearbeitung. Auf der Ebene IV können sie noch ihre alte Software zur Unterstützung der Bearbeitungsregeln einsetzen. Wichtig ist. die bisher noch wenig Anwendungssoftware-Erfahrung haben. keinem großen Angebot an Standardsoftware zur Unterstützung ihrer operativen Abläufe gegenüber. daß die Ebene III die Verantwortung für den gesamten Ablauf des Vorgangs übernommen hat. Hersteller von konventioneller Anwendungssoftware werden sich entscheiden müssen. Gerade Dienstleistungsunternehmungen wie Banken und Versicherungen sehen sich i. Dazu wird wieder auf die Betrachtung des Fertigungssystems in Abbildung 2 Bezug genommen. Hier können sie durch den Einstieg in Ebene I ihre Geschäftsabläufe zunächst dokumentieren (modellieren) und diese mit der Ebene III zur Ablaufsteuerung durch ein Workflow-System umsetzen. Damit würden sich viele Funktionen durch einfache Aufrufe von Spreadsheet. daß sie einer Workflow-Steuerung zugänglich wird. Auch hier ergeben sich Parallelen zu den Komponenten eines Fertigungssystems. Die Trennung zwischen dem Kontrollfluß von Programmen und der Funktionsausführung bewirkt gravierende Änderungen auf dem Software-Markt. ob sie lediglich auf der Ebene IV als Modul-Broker "Componentware" mit Bearbeitungsfunktionen anbieten werden oder ob sie auch in das aufstrebende Geschäft der Workflow-Systeme einsteigen. z. Umgekehrt ergibt sich für Software-Hersteller.B. daß eine neue Anwendungssoftware-Architektur beginnt. Das Kommunikationssystem entspricht dann dem Workflow-System als Transportsystem und die Objekte entsprechen der „Mappe“ mit Hinweisen auf Daten und Funktionen. d.

LT . Prozeßoptimierung Datenbank "Data Warehouse" YU ORNM AEHR EE 1 3 2 EA SYS T RET DW O N T O WN .7 6 DT AE CCU A ON TN UB MR E Workflow YO U R N M A E H ER E 123 E A SYST R EET DO W N TO WN A . Das gleiche gilt für die Versorgung der Ebene II mit Ergebnissen des Workflow. Angaben über Ist-Zeiten und -Mengen an die Ebene II zur Auswertung gegeben werden. 000 0 PH O N E 98 7 / 1 2 3 45 67 D AT E AC CO U N TU NM BER Abbildung 23: Workflow-getriebenes Informationssystem 2. . 000 0 PH O N E 98 7 / 1 2 3 45 67 D AT E AC CO U N TN UM BER Bearbeitungssystem YO U R N M A E H ER E 123 E A SYSR T EET DO W N TO WN A . indem z.B. sondern gleichermaßen deren Verbindung. transportiert sie an die zur Funktionsausführung bestimmten Maschine und transportiert nach abgeschlossener Funktionsausführung die Objekte zur nächsten Bearbeitungsstation oder zurück ins Lager. das Transportsystem dem Workflow-System und das Bearbeitungssystem den Funktionsbausteinen des Informationssystems.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 26 transformation eingesetzten Bearbeitungssystem und dem dazwischen vermittelnden Transportsystem getrennt. Das Transportsystem übernimmt die zu bearbeitenden Objekte aus dem Lager.5 Das Zusammenwirken der Ebenen (Customizing) Für die ganzheitliche Unterstützung der Geschäftsprozesse ist nicht nur die gedankliche oder auch systemmäßige Trennung in die vier Ebenen wichtig. 0 0 PH ON9 E8 7 1 / 3 2 4 5 . 000 0 PH O N E 98 7 1 / 2 3 45 67 D AT E AC CO U N TN UB ME R YO U R N A M E H ER E 123 E A SYSR T EET DO W N TO WN A . Damit ähneln sich die Systemstrukturen der Abbildung 2 für ein Fertigungssystem und der Abbildung 23 für ein Informationssystem frappierend. AT L. Es wurde schon angemerkt. Bei der Übertragung dieser Struktur auf Informationssysteme entspricht das Lagersystem dem Datenverwaltungssystem. Diese Generierung ist somit eine Verbindung zwischen dem Geschäftsprozeßmodellierungswerkzeug und dem Workflow-System. In der Workflow Management Coalition wird an einer generellen Regelung dieser Verbindung gearbeitet. daß auf der Ausprägungsebene die einzelnen Geschäftsvorfälle durch Kopieren der in Ebene I festgelegten Geschäftsprozeßstruktur erzeugt werden. LT . LT .

B. So kann aus der Modellierungsebene nicht nur die Ablaufsteuerung abgeleitet werden. Somit wird die Anwendung direkt aus dem Prozeßmodell des Unternehmens abgeleitet und aus Business-Objekten konfiguriert (vgl. Ebenso ist die Verbindung zwischen Ebene I und Ebene IV organisatorisch wichtig. daß ein auf der Ebene I abgeänderter Geschäftsprozeßablauf auch auf der Ausführungs.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 27 Durch diese beiden Verbindungen ist es möglich. Die organisatorische Gestaltungsebene I bekommt damit ein überragendes Gewicht innerhalb der gesamten Architektur. Aus einer zunächst allgemein definierten Schar von Bearbeitungsregeln können z. für Tabellen und Spalten). Durch Änderungen der Prozeßmodelle werden Reihenfolgen von Funktionsabläufen geändert.und Auswertungsebene sofort aktualisiert wird. Dialogmasken und der Ablauforganisation. Mit den ARIS-APPLICATIONS wird dieser Gedanke eines modellgetriebenen Customizings konsequent verfolgt. Abbildung 24). Dabei greift es auf eine Klassenbibliothek zu. Das BuildTime-System setzt das firmenspezifische ARIS-Modell auf der Grundlage objektorientierter Programmierung in ein operatives Anwendungssystem (Run-Time-System) um. die Beschreibung der Datenbankobjekte sowie die Verbindungen zwischen externen und internen Bezeichnern (z. die aus vordefinierten betriebswirtschaftlichen und DVtechnischen Klassen besteht. Sie gewährleisten z. die für konkrete Geschäftsabläufe wichtig sind. Die Bearbeitungsregeln für die Umsetzung sind im Konfigurations-Modell hinterlegt. . steht ein Build-TimeSystem. Das modellgestützte Customizing ermöglicht neben der Beeinflussung der Ablaufregeln die Anpassung oder Erweiterung von Datenmodellen. die DV-technische Umsetzung der ARIS-Modelle in Datenbankobjekte. Über das Organisationsmodell werden Funktionen bestimmten Organisationseinheiten zugeordnet und darauf auch der Maskenablauf ausgerichtet. Die ARIS-APPLICATIONS leiten sich direkt aus den branchenspezifischen Referenzmodellen ab. diejenigen herausgefiltert und adaptiert werden. Durch die Änderung von Funktionsmodellen werden Funktionen ausgeschaltet oder aktiviert.B. Über die Änderung von Attributen des Datenmodells auf der ersten Ebene werden die Datentabellen der vierten Ebene eingestellt. Um das Modell in eine Anwendungssoftware umsetzen zu können. die mit der ARIS-Methode beschrieben sind und mit Hilfe des ARISTOOLSETS zu einem unternehmensindividuellen Soll-Modell entwickelt werden. ohne daß ein Eingriff in Computerprogramme erforderlich ist. sondern es können auch Bearbeitungsregeln und Datentransformationen generiert werden.B. eine Klassenbibliothek und ein Konfigurations-Modell zur Verfügung.

da sie eng mit ihrer Systemarchitektur verzahnt sind. seine Prozeßmodelle in einer Methode zu erstellen. die Schnittstellen zu verschiedenen Customizingwerkzeugen besitzt. Deshalb ist es für den Anwender wichtig.1 ARIS Link for R/3 ARIS-Repository AR I S ufe AR I S SD MM . T T T T T Modellierung Analyse Simulation Prozeßkostenrechnung Navigation ARIS-Toolset 3.. Krankenhäusern und Verwaltungen entwickelt..0E SD V e rtr ie b FI F in a nz w es e n MM PP QM Qu al itä ts M a na ge m e nt M a te r ia lw i rts c ha ft P ro duk tions pl a nung CO C ontr ol ling T Checkin-/ Checkout von SAP-Modellen Checkout-Modi der Modelle: T Read-Only T Redlining T Full-Control Locking-Mechanismen Fu nkt io A P I R/3 C lient/S lient/Server erv er A B AP /4 A P/4 HR P er s o na l w irts c ha ft PS O ffic e & C om muni c a tio n PM In sta ndha ltung OC P r oj ek ts y s te m IS B r anc he nlö sunge n R3Referenzmodell Abbildung 25: Verbindung von ARIS und SAP R/3 n . Abbildung 24: Modellgestütztes Customizing mit ARIS-APPLICATIONS ARIS-APPLICATIONS werden gegenwärtig von der IDS für Logistiksysteme und Anwendungen in Energieversorgungsunternehmungen. Grundsätzlich besitzen die Standardsoftwaresysteme verschiedener Hersteller eigene Customizingmethoden und -werkzeuge. Business Navigator R3-Repository AM A nla ge nw ir ts cha ft nsa ufr T T Da te R/3-System 3. insbesondere zum SAP-System R/3. Bei den ARIS-Methoden und -Werkzeugen bestehen derartige Schnittstellen zu rund zehn Anwendungssoftwaresystemen.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 28 ARIS-Modell: Attributzuordnungsdiagramm: Artikel-Stammdaten Eingabemaske: Artikel-Stammdaten Artikel-Stammdatenverwaltung Anlegen Ändern Löschen ? Artikelnummer Bezeichnung Mindestbestand Produktgruppe Mengeneinheit Transportlos Abmessung Recycling : -----------: ---: -------: -------: ---: ---: -------------------: ---- Bitte die Artikelnummer eingeben.

Der Einsatz multimedialer Voice. .h. Einen Niveausprung in Darstellung und Modellmanipulation bieten aber Virtual Reality (VR)-Systeme. Die Metaphern können dabei bis zu fotorealistischen Darstellungen von Geschäftsprozeßobjekten ausgearbeitet werden. Der Benutzer sieht den Mitarbeitern eines Geschäftsprozesses bei ihren Tätigkeiten zu. Abbildung 25). geändert und wieder in das R/3-Repository zurückgeladen und deren Informationen für das Customizing genutzt werden (vgl. sind aber noch entwicklungsfähig. andere sind bereits auf dem Weg zur Produktreife.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 29 Durch eine Check-in/Check-out Verbindung können R/3-Modelle in das ARIS-TOOLSET geladen. Auch kann der Benutzer frei zwischen verschiedenen Modelltypen wandern. Abbildung 26 zeigt einen Geschäftsprozeß des am Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) in Saarbrücken entwickelten VR-Systems VIRTUOS. die bei weiterer Entfernung lediglich schemenhaft zu sehen sind. 3 Weiterentwicklungen Das "ARIS-House of Business Engineering" ist offen für Weiterentwicklungen. Objekte werden sichtbar. sondern durch dreidimensionale realitätsnahe Metaphern.und Videotechniken erweitert bereits in einigen ARISKomponenten wie Simulation und Modellierung die Darstellung.1 Geschäftsprozeßmodellierung in virtuellen Räumen Die grafischen Darstellungsmethoden des ARIS-TOOLSETS bringen zwar bereits erhebliche Fortschritte gegenüber traditionellen textlichen oder systemnahen Dokumentationen von Anwendungssoftware. Hier werden die Modellobjekte nicht mehr durch zweidimensionale abstrakte Symbole dargestellt. so daß der Anwender die Geschäftsprozesse quasi "erleben" kann. d. 3. Hierzu bestehen bereits konkrete Ansätze für • Geschäftsprozeßmodellierung in virtuellen Räumen • Computerunterstütztes Lernen der ARIS-Methode • Verteiltes Modellieren • Internet-unterstützte Geschäftsprozeßsteuerung • Geschäftsprozeßsteuerung in virtuellen Organisationen Einige Ansätze sind bisher als Forschungsprototypen realisiert. der durch die Metapher "Highway" dargestellt ist (er beschreibt den "Implementation-Highway" für die R/3-Einführung) und Abbildung 27 das Eintauchen in die Ausführung der Funktion „Ermittlung des R/3 Sollkonzepts“ innerhalb des Prozesses. Weiterhin stehen ihm neuartige Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung: Durch das stufenlose Annähern an Objekte wird die Detaillierung der Beschreibung erhöht.

Scheer: ARIS-House of Business Engineering 30 Abbildung 26: VR-Geschäftsprozeß des Systems VIRTUOS Abbildung 27: Eintauchen in eine Funktion mit dem System VIRTUOS Hier werden neben den beteiligten Mitarbeitern und dem Arbeitsumfeld auch die verwendeten Werkzeuge (ARIS-TOOLSET und R/3-Referenzmodell) sichtbar. Bei der Weiterentwicklung des VIRTUOS-Systems wird eine direkte Verbindung zu diesen realen Systemen .

werden immer höher. Neben der Dokumentation und Navigation von Geschäftsprozessen kann auch die Modellierung selbst durch VR-Ansätze unterstützt werden. . Schulungsunterlagen und Hilfefunktionalitäten bei schneller werdenden Releasewechseln aktuell zu halten. ihre mehrsprachige Benutzerdokumentation. sich neue Organisationskonzepte. neue Inhalte von Anwendungssoftware und neue Technologien anzueignen.2 Computerunterstütztes Lernen der ARIS-Methode Die Anforderungen an Mitarbeiter. Die Trainingsfunktionen sind nach dem Erfahrungshintergrund des Benutzers steuerbar und werden als Hilfefunktionen dem ARIS-TOOLSET hinterlegt. Dazu müßte die Fachkonzeptbeschreibung durch auf die jeweiligen Zwecke ausgerichtete Sichten ausgewertet werden. so daß der VIRTUOS-Benutzer quasi zwischen virtuellen und realen Welten wandern kann. Multimedia-Techniken wie Video und Animation erreichen ein spielerisches Lernen des Systems. daß sie für die genannten Zwecke Dokumentation. die für das System entwickelte Fachkonzeptbeschreibung so zu gestalten. Ideal wäre es. 3. Mit dem am Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) in Saarbrücken in Kooperation mit der IDS entwickelten System ARIS-MENTOR wird ein computergestütztes Lernsystem für die ARIS-Methode und Nutzung des ARIS-TOOLSETS geschaffen. Gleichzeitig wird es für Anbieter von Anwendungssoftware immer schwieriger. das in Form einer EPK den Modellierungsprozeß abbildet. Beide Aspekte führen dazu. die Dokumentation von DV-Systemen neu zu gestalten.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 31 hergestellt. Über das Fachkonzept des ARIS-TOOLSET. das einige dieser Anforderungen erfüllt. Schulung und Benutzerhilfe genutzt werden könnte. kann auch die Systembedienung geschult werden.

müssen sie auch bei ihrer Definition (Modellierung) beteiligt sein.und Antwortabläufe innerhalb des Modellierungsprozesses umfaßt. Als wichtiges Vernet- . Abbildung 28: ARIS-MENTOR 3.4 Internet-unterstützte Geschäftsprozeßsteuerung Wie bereits aus Abbildung 1 hervorgeht.3 Verteiltes Modellieren Da an Geschäftsprozessen mehrere Organisationseinheiten beteiligt sind.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 32 Abbildung 28 zeigt die Benutzeroberfläche des Systems mit multimedialen Komponenten. bis hin zu länderübergreifenden Projekten. können sich Geschäftsprozesse über mehrere Unternehmensstandorte für Vertrieb oder Produktion und zu externen Partnern der Unternehmung (Lieferanten und Kunden) erstrecken. Dieses kann auch in einer ortsübergreifenden Zusammenarbeit geschehen. der neben Groupware-Techniken zur Modellierung auch Verfahren für konsistente Anfrage. 3. Deshalb wird die Statusverfolgung und aktive Steuerung unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse immer wichtiger. Zur Steuerung auch asynchroner Modellierungsprojekte wurde am IWi in Kooperation mit der IDS und der IBM mit dem System CONTACT ein Prototyp entwickelt.

die über Internet abgewickelt werden. Abbildung 29: Internet-Benutzeroberfläche von WODAN: Multimedialer Produktkatalog . die Anwendung wird über Referenzmodelle generiert und ist workflowgesteuert. d.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 33 zungskonzept zeichnen sich die Internet-Standards aus. In Abbildung 29 ist die Benutzermaske des Systems mit dem multimedialen Produktkatalog dargestellt. daß sie für weltweite Geschäftsprozesse. wählt für ihn geeignete Artikel aus. Das ARIS-WORKFLOW-System und die ARIS-APPLICATIONS sind bereits so allgemein entwickelt worden. Das System WODAN ist Bestandteil der ARIS-APPLICATIONS.h. stellt sie zu einem Auftrag zusammen und sendet diesen an den Hersteller. Für eine Logistikanwendung ist mit dem System WODAN ein Prototyp entwickelt worden. während der gesamten Auftragsbearbeitung den jeweiligen Status des Auftrags abzufragen. geeignet sind. Ein (Privat-) Kunde greift über Internet auf einen multimedialen Produktkatalog eines Herstellers (in diesem Fall von Befestigungsdübeln) zu. Da sich InternetStandards auch immer mehr innerhalb von Unternehmungen durchsetzen. unterstützen sie auch unternehmensinterne Anwendungen (Intranet). Der Hersteller übernimmt den Auftrag in sein internes Logistiksystem und ermöglicht es dem Benutzer.

Es ist zu erwarten.umso wichtiger ist somit ihre Modellierung. daß Partner über eine elektronische Kooperationsbörse gefunden werden können und alle gemeinsamen Aktivitäten über E-Mail. die sich wie eine Unternehmung verhält. die ihre Arbeitsleistung vom HomeOffice über Netzwerke an mehrere Unternehmungen vermarkten. Je weicher solche Organisationsformen sind. . Mit dem Projekt KIESEL wird am IWi eine virtuelle Organisation für 15 mittelständische Unternehmungen aus dem Gebiet der Umwelttechnik aufgebaut.Scheer: ARIS-House of Business Engineering 34 3.5 Geschäftsprozeßsteuerung in virtuellen Organisationen Informationstechniken sind immer dann von besonderer Bedeutung. Die leichtere Vernetzungsmöglichkeit mit den Techniken zu verteiltem Arbeiten an gemeinsamen Projekten fördert sogenannte virtuelle Unternehmungen. Die Abläufe zum Aufbau der Organisation sowie das Management der Prozesse werden über ARIS gesteuert. Arbeitsgemeinschaften in der Bauwirtschaft. Traditionelle ähnliche Formen sind z. bis hin zu aus einer Person bestehenden "Miniunternehmungen". umso mehr müssen die Zuständigkeiten der Beteiligten innerhalb der Prozesse festgelegt werden . Eine virtuelle Unternehmung ist eine Organisation. wenn sie zu neuen Organisationskonzepten führen. ohne deren rechtliche Eigenschaften zu besitzen. Video Conferencing und Shared Application-Anwendungen unterstützt werden können. Das besondere an der gegenwärtigen Diskussion um virtuelle Unternehmungen ist. daß in Zukunft immer mehr virtuelle Strukturen entstehen werden.B.