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AAWA AKTUELL NR.

66 MÄRZ 2013

PUBLIKATION DES VEREINS AAWA E.V.

http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=44418#.UVBWeDebp7N

Irak: Ban Ki-Moon fordert Dialog wegen erhöhter Spannungen und begrüßt Angebot an iranische Gruppe
18. März 2013, UN News Center
UN Generalsäkretär Ban Ki-Moon äußert sich in einem neuen Bericht besorgt über die politischen Spannungen und sicherheitsrelevanten Zwischenfälle im Irak, die in den letzten Monaten zugenommen haben, und fordert alle Parteien auf, die noch offened Fragen in einem Dialog zu lösen. Abgesehen davon haben Herr Ki-Moon und der UNHochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, heute ein großzügiges Angebot von Albanien begrüßt, aus humanitären Gründen 210 Bewohner von Camp Hurriya, das in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad liegt, aufzunehmen. Das Camp dient als Übergenagslager für mehr als 3.000 Flüchtlinge, die meisten von ihnen Mitglieder der Organisation „Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK)“. Dort führt das UNHCR ein Feststellungsprozess über die Ban Ki-Moon Flüchtlingseigenschaft dieser Personen durch. Bei einem Angriff auf das Lager im letzten Monat, wurden sieben Menschen getötet und mehr als 40 verletzt. "Er erwartet, dass die Bewohner positiv auf das Angebot Albaniens reagieren und fordert sie auf, mit dem UNHCR zusammenzuarbeiten, um in den kommenden Tagen Ausreisen zu können ", so ein Statement, dass von Ban Ki-Moons Sprecher ausgegeben wurde. "Der Generalsekretär fordert die anderen Mitgliedstaaten auf, diesem Beispiel zu folgen und den Bewohnern, im Hinblick auf ihre internationale Schutzbedürftigkeit, eine sichere Ausreise aus dem Irak zu ermöglichen." Das Statement fügt an, dass Herr Ki-Moon die Bemühungen seines Sonderbeauftragten für den Irak, Martin Kobler, der "mutig und kreativ, unter außergewöhnlich schwierigen Umständen hilft, diese Situation zu lösen, ... eindeutig unterstützt" In seinem Bericht fordert Herr Ki-Moon die Unterstützer der Bewohner von Camp Hurriya
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Fortsetzung von Seite 1: und des anderen Lagers,Camp New Irak, auf, damit aufzuhören, Beleidigungen und Unwahrheiten über Herrn Kobler, der die UN Assistance Mission for Iraq (UNAMI) leitet, zu verbreiten und statt dessen zu helfen, eine dauerhafte Lösung zu fördern. Er fügt hinzu, dass die erheblichen Mittel, die offenbar auf hochkarätiges Lobbying aufgewendet werden, sinnvoller dazu genutzt werden könnten, um die Aspekte der humanitären Bedingungen, die so oft in den Medien und LobbyingKampagnen zitiert werden, zu verbessern. Ganz allgemein, schreibt Herr Ki-Moon in dem Bericht, dass die Sicherheitslage im Irak in den letzten Monaten, angeheizt durch politische und konfessionelle Spannungen, "unbeständig und unberechenbar " geblieben ist. Er appelliert an alle Parteien, ihre Bemühungen zu intensivieren, um in im Dialog und in einem Geist der Kompromissbereitschaft und Flexibilität, Lösungen für die langjährigen politischen, legislativen und rechtlichen Fragen zu finden. Die Proteste, die im späten Dezember in verschiedenen Teilen des Landes ausgebrochen sind, sowie die Beziehungen zwischen der irakischen Regierung und der kurdischen Regionalregierung, die sich Ende November wegen der Frage der Koordinierung der Sicherheit in den umstrittenen Gebieten verschlechtert hat, stellen für die Regierung des Irak im Vorfeld der kommenden Gemeinderatswahlen, die für den 20. April geplant sind, "große Herausforderungen" dar, so Herr Ki-Moon. Er fordert die Regierung des Irak und die kurdischen Regionalregierung auf, den Dialog wieder aufzunehmen, und betont, dass transparente und verantwortliche Aufteilung von Macht und Ressourcen die Grundlage für eine Gewährleistung weiterer politischer Stabilität, wirtschaftlichen Wachstums und Wohlstands für alle ist. " Es gibt keine Alternative zu einem friedlichen Zusammenleben in einem geeinten föderalen Irak", betont er. In einem Kommentar zu den bevorstehenden Wahlen, fordert Ban die zuständigen Behörden auf, eine gerechte Vertretung von Frauen und Minderheiten in den gewählten Gremien sicher zu stellen, auch durch das Annehmen der Empfehlung der UN Assistance Mission for Iraq (UNAMI), dass eine 25-Prozent-Quote für Frauen in den Wahlgesetze verankert werden soll, die für alle Wahlen gilt. Inzwischen habe er weiterhin ernsthafte Bedenken hinsichtlich einiger Aspekte der Justizverwaltung im Irak, einschließlich der Berichte über Missbrauch und Misshandlung von Gefangenen und Inhaftierten, des Versagens ordnungsgemäße Verfahren zu respektieren und der Mängel bei der Erfüllung der Standards für faire Gerichtsverfahren. "Ich bin auch besorgt über die besonderen Schwierigkeiten von Frauen, die mit der Strafjustiz gekommen konfrontiert werden", schreibt er. "Ich fordere von der Regierung des Irak, zu gewährleisten, dass ein ordnungsgemäßes Verfahren vollständig im Einklang mit der Verfassung sowie den Verpflichtungen aus internationalen Menschenrechtsnormen steht, und gleichzeitig sicherzustellen, dass angebliche Fälle von Missbrauch und Misshandlung gründlich untersucht und die Verantwortlichen vollständig zur Rechenschaft gezogen werden“. Er fordert die Regierung auf, den Angriff auf Camp Hurriya vom 9. Februar zu untersuchen und Flexibilität bei der Suche nach einer konstruktiven Lösung in der Eigentumsfrage in Camp New Irak zu zeigen. Die 100 Bewohner dort, bestehen darauf, dass sie nicht Umziehen können, bis die Frage der beweglichen und unbeweglichen Sachen geklärt ist. Er fordert die Einwohner auf, sich sowohl zu diesem Thema engagieren, Sowie sich an dem Umsiedlungsprozess des UNHCR zu beteiligen. 

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Fortsetzung von Seite 4: Rudolph Giuliani, einer der MEK Top-Lobbyisten bezeichnete Kobler als „professionellen Lügner“ und warf ihm vor, er mache „die schmutzige Arbeit der Irakischen und der Iranischen Regierung“.[5] Ex-US Botschafter Marc Ginsberg proklamiert auf einer MEK -Konferenz am 22.02.2013 in Houston, Kobler sei „gescheitert“ und forderte seinen Rücktritt.[6] Auch Koblers Ehefrau, Brita Wagener, deutsche Botschafterin im Irak, wird von der MEK heftig angegriffen, nachdem sie in einem Statement zu dem Anschlag auf Camp Liberty den Angehörigen ihr Bedauern ausspricht, die irakischen Sicherheitskräfte auffordert, „das Leben der Bewohner von Camp Liberty zu schützen“ und auch an die Führung der MEK apelliert, den Bewohnern ihre „vollen Rechte“ zu gewähren.[7] Außerdem sprach sie der UNAMI die „volle Unterstützung der Bundesregierung “ aus. Mit der Ermahnung der MEK-Führung, habe sie sich „der bekannten Taktik bedient, Opfer und Täter zu vertauschen“. [8] Sie vermeide es, „den Angriff auf Liberty zu verurteilen“ und „indem sie schwere und grundlose Vorwürfe erhebt und die irakische Regierung in jeder Hinsicht unterstützt,“ versuche Brita Wagener „dieses Verbrechen zu verharmlosen“. Wer solche „vagen und mysteriösen Beschuldigungen“ erhebe, müsse auch „die katastrophalen Folgen“ mitverantworten. Aus welchen Stellen des Statements die MEK ihre Anschuldigungen herauslesen ist wohl nur für sie selbst nachvollziehbar. Der Grund die Botschafterin eines möglichen und sicheren Aufnahmelandes für ihre Mitglieder derart anzugreifen scheint einzig und allein in ihrem Feldzug Wageners Ehemann, Martin Kobler, zu liegen. Dass die MEK eher konfliktverschärfend, als kooperationsbereit handeln, darüber haben sich die irakische Regierung, die Vertreter der US Regierung, die UNAMI, das UNHCR und alleanderen Beteiligten an der Umsiedelung nach Camp Liberty in der Vergangenheit bereits mehrfach beschwert. Die MEK versuchen aber auch diesen Vorwurf zu entkräften, indem sie einen alternative Forderung stellen: „Die US-Regierung, die mit jedem Einzelnen der Bewohner eine Vereinbarung zu ihrem Schutz bis zur endgültigen Bestimmung unterzeichnet hat,... kann alle Bewohner, selbst vorübergehend und als Zwischenstation, auf Kosten der Bewohner schnellstens in die USA verlegen“.[9] Generös bieten sie auch an, eine solche kollektive

Verlegung könne „unter der Aufsicht des UNHCR auch in andere Länder erfolgen“. Sollte dies allerdings nicht möglich sein, „ist die einzige praktikable Lösung unsere sofortige Rückkehr nach Camp Ashraf. Zumindest sollten die 2.000 Bewohner, für welche ihr RSD-Prozess (Feststellung der Flüchtlingseigenschaft) abgeschlossen worden ist, nach Ashraf zurückgebracht und von dort aus umgesiedelt werden“. Letztendlich läuft diese Forderung, betrachtet man sie realistisch, auf die Rückkehr nach Camp Ashraf hinaus. Es bleibt lediglich, an die Lobbyisten der MEK zu apellieren, dass sie ihre Augen öffnen und erkennen, dass die einzige Rettung für die Menschen in Camp Liberty, die aufnahme in Drittstaaten ist. Alles andere kann letztendlich nur den Konflikt verschärfen und gewalttätige Übergriffe provozieren. Wir fordern die MEK und ihre Syphatisanten und Lobbyisten auf, sich im Sinne der Campbewohner für eine Aufnahme in Drittstaaten einzusetzen und mit allen, die auf dieses Ziel hin arbeiten, an einem Strang zu ziehen, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen! 
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[1] http://www.ncr-iran.org/en/news/iran-resistance/12969-remy-paganimeets-maryam-rajavi-calls-for-return-of-iranians-in-camp-liberty-toashraf.html. [2] http://www.achtung-mojahedin.org/index.php/nachrichten/ analyse/114-wie-geht-es-weiter-mit-camp-liberty. [3] http://www.ncr-iran.org/de/startseite-mainmenu-1/19-soutieninternational/5798-der-ehemalige-us-kommandeur-in-ashraf-martin-kobler -ist-fuer-das-todeslager-liberty-verantwortlich. [4] http://www.freiewelt.net/blog-5041/wie-mullah-freundlich-sind-die-gr% FCnen%3F.html. [5] http://www.ncr-iran.org/en/news/ashraf-liberty/12946-rudy-guilianimartin-kobler-is-a-professional-liar-doing-iran-and-iraq-s-dirty-work.html. [6] http://www.ncr-iran.org/de/globale-bedrohung-othermenu-77/19soutien-international/5817-botschafter-ginsburg-martin-kobler-ist-in-campliberty-gescheitert--er-sollte-zuruecktreten. [6] http://www.ncr-iran.org/de/globale-bedrohung-othermenu-77/19soutien-international/5817-botschafter-ginsburg-martin-kobler-ist-incamp-liberty-gescheitert--er-sollte-zuruecktreten. [7] http://www.bagdad.diplo.de/. [8] http://www.ncr-iran.org/de/menschenrechte-mainmenu-56/5812-diegefaehrliche-haltung-martin-koblers-und-seiner-ehefrau-zumraketenangriff-auf-camp-liberty-koennte-weitere-angriffe-rerleichternl. [9] http://ncr-iran.org/de/menschenrechte-mainmenu-56/5801-allebewohner-libertys-rufen-den-unhcr-auf-sich-auf-die-dringlicheangelegenheit-der-sicherheit-zu-konzentrieren.

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http://achtung-mojahedin.org/index.php/nachrichten/analysen/135-quo-vadis

Quo Vadis Volksmojahedin ?
AAWA Association, e.V. Februar 2013, Nach der erfolgreichen Propagandaschlacht um die Streichung von der US Terrorliste ist die neue Zielsetzung für die Lobbymarionetten der MEK klar definiert: Camp Liberty ist nicht sicher – Die Bewohner von Liberty müssen zurück in ihre „Heimat“, nach Camp Ashraf! Auf einer „internationalen Konferenz“ des Nationalen Widerstandsrates in Genf, am 27.02.2013, forderte Maryam Rajavi: „All die internationalen Organisationen, die in Genf sitzen, einschließlich des UNHCR, dem hohen Kommissar für Menschenrechte und dem Internationalen Roten Kreuz, sollten jetzt handeln, um die Bewohner von Liberty nach Ashraf zurück zu bringen, wo sie die letzten 26 relativ gefahrlos und in Sicherheit gelebt haben.“[1] Wie bereits in unserem Artikel „Wie geht es weiter mit Camp Liberty“ dargelegt, haben bereits etliche Lobbyisten ihre Arbeit aufgenommen und die Forderung der MKE unterstützt.[2] Aber in der Realität ist Camp Ashraf nicht diese sichere Heimat, die sich dei MEK so vorstellt. Das UNHCR und Martin Kobler hat im letzten Moment die von der irakischen Regierung angekündigte gewaltsame Räumung von Camp Ashraf verhindert. Betrachtet man die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Campbewohnern und den irakischen Sicherheitskräften, die bereits in den Jahren 2009 und 2011 etliche Tote und Verletzte forderten, dann kann man sich ausmalen, wie eine gewaltsame Räumung durch das irakische Militär aussehen würde. Und in diese „sichere Heimat“ wollen die MEK jetzt zurück. Diejenigen aber, die dieses drohende Blutbad verhindert haben, werden jetzt von der MEK und ihrer Lobbymaschinerie heftig angegriffen. Der Vorwurf: Martin Kobler und die irakische Regierung agieren Hand in Hand auf Geheiß der iranischen Regierung.

Die Angriffe auf Kobler sprechen ganz deutlich die Sprache der MEK. Propaganda: Kobler habe „ein Todeslager errichtet“ und man solle gegen ihn „wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ Nuri al-Maliki und Martin Kobler vorgehen.[3] Er habe „ über Schicksal der Opfer (Bewohner im Camp Ashraf und „ Liberty“) mit den Henker verhandelt“.[4] Fortsetzung auf Seite 3

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