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CALL FOR PAPERS EUROPÄISCHE ARBEITSMARKTSTRATEGIEN AUF DEM PRÜFSTAND - Einsatzmöglichkeiten von alternativen Arbeitsmarktinstrumenten zur Reintegration von

Arbeitssuchenden Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosigkeit in Europa – es sind derzeit insgesamt ca. 25 Millionen (11,7%) Arbeitssuchende (Eurostat, Dezember 2012, EU 27) – stehen wir in Zukunft vor der Herausforderung, sobald die wirtschaftliche Situation sich wieder etwas erholt hat, eine möglichst schnelle Reintegration dieser Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten. Dabei sind zwei Aspekte zu beachten: Zum einen beeinflusst ein sicherer Arbeitsplatz die Lebensqualität der Werktätigen in entscheidender Weise, andererseits hat die schnelle Reintegration von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt zur Folge, dass die sozialen Sicherungssysteme entlastet werden. Ziel der Veröffentlichung ist die Diskussion verschiedener Ansätze (z.B. Minijobs, Lohnsubventionierung, verschiedene Formen der Weiterbildung usw.) zur Reintegration von Arbeitssuchenden auf dem ersten Arbeitsmarkt. Als exemplarischer Ansatz dient die Lohnwertmethode aus den Niederlanden (Beschreibung s.u.). Gerne kann auch diese Methode vergleichend integriert und somit aus verschiedenen Blickwinkeln eingeschätzt werden. Selbst in Deutschland ist es schwierig, Langzeitarbeitslose wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Ein Konzept, welches an dieser Stelle ansetzt ist die „Activa Loonwaarde Methodiek“, das Konzept der Lohnwertmethode. Dieses wird in den Niederlanden seit mehreren Jahren erprobt. Hier wurde ein Instrumentarium entwickelt, um den auf dem Arbeitsmarkt mehrfach Benachteiligten zu einem Beschäftigungsverhältnis zu verhelfen, ohne dass dabei eine Konkurrenz mit regulären Arbeitnehmern entsteht. Im Rahmen des niederländischen Konzepts der Lohnwertmethode erhält jeder Langzeitarbeitslose, der am Programm teilnimmt, einen geförderten Arbeitsplatz in einem Unternehmen. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase messen professionell ausgebildete Kompetenzexperten zum ersten Mal die beruflichen Kompetenzen des Arbeitnehmers und vergleichen diese mit den konkreten Anforderungen des entsprechenden Arbeitsplatzes. Dies geschieht im Dialog zwischen dem jeweiligen Mitarbeiter, dessen Vorgesetztem sowie dem Kompetenzexperten. Am Ende dieser Einschätzung steht nicht nur ein prozentual ermitteltes Ergebnis des Lohnwerts, sondern auch eine ausführliche Beschreibung der Stärken, des Entwicklungspotentials und der Defizite des befristet Beschäftigten. Diese bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung eines individuellen Entwicklungsplans, durch den die Beschäftigten sich mit der Unterstützung ihrer Führungskraft arbeitsplatznah weiterqualifizieren können.

Für unsere Buchveröffentlichung im LIT-Verlag im Anschluss an die Konferenz des INKAS- Projekts können noch Beiträge eingereicht werden. Für die Publikation konnten bereits renommierte Arbeitsmarktforscher aus der EU gewonnen werden. Die Titel der derzeit vorliegenden Beiträge lauten: „Flexicurity auf dem Prüfstand“, „Die Rolle der geringfügigen Beschäftigung für arbeitslose Personen: Sprungbrett oder Sackgasse?“, „Geförderte Weiterbildung geringqualifizierter und älterer Arbeitnehmer durch die Bundesagentur für Arbeit“, „Arbeitsmarktintegration durch Weiterbildung“, „Rückkehr der Langzeitkranken an den Arbeitsplatz : Ein unterschätztes Thema in der psychologischen Forschung” und “Potenziale und Widerstände bezogen auf die Umsetzung des Konzepts der Lohnwertmethode in ausgewählten EU-Ländern.“

Die Paper können sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch eingereicht werden. Die eingereichten Paper werden einem Review-Verfahren unterzogen. In Bezug auf die Formatierung verwenden Sie bitte unsere angefügte Formatierungsvorlage. Kontaktdaten: Dr. Martin Kröll, Institut für Arbeitswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum, Gebäude NB 1/174, 44780 Bochum; E-Mail-Adresse: martin.kroell@rub.de