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Lehner übernimmt Mehrheit an Peters
Deggendorf. (ta) Johann Lehner, geschäftsführender Gesellschafter der Deggendorfer Quin-Akademie und Geschäftsführer des Gebrauchtwarenkaufhauses WahrenWert, hat die Mehrheit an der Peters-Bildungsgruppe von der Endurance AG übernommen. Künftig wird das Unternehmen Peters, das zu den 20 größten privaten Bildungsanbietern Deutschlands gehört und rund 25 Standorte in Bayern hat, unter dem Dach der neu gegründeten Bayerischen BildungsHolding firmieren. Die Verhandlungen laufen laut Lehner seit etwa einem halben Jahr. Die Endurance AG mit Sitz in München, die das Geschäft von Peters vor zwei Jahren übernommen habe, sei auf der Suche nach einem Unternehmer mit Erfahrung im Bildungsgeschäft auf ihn zugekommen, so Lehner weiter. Für die Übernahme der Peters-Bildungsgruppe habe nicht nur ihr Renommee gesprochen, sondern vor allem ihr Profil, das eine Ergänzung zu dem der Quin-Akademie darstelle. So werde im Berufs-Förderungs-Zentrum von Peters am Hauptsitz in Waldkraiburg in Oberbayern der Schwerpunkt auf die berufliche Reintegration von Arbeitnehmern gelegt. Dafür biete man Weiterbildungen und Umschulungen in über 30 Berufen. Wie Lehner mitteilt, bleiben die Quin-Akademie und die Peters-Bildungsgruppe eigenständig. Mit der neu gegründeten BildungsJohann Lehner Holding entstehe einer der größten privaten Bildungsanbieter Bayerns. Mit der Peters-Bildungsgruppe steigt die Zahl von Lehners Mitarbeitern von bisher rund 50 auf nunmehr rund 350.

WIRTSCHAFT IN DER REGION

Donnerstag, 1. August 2013

Erlus steigert 2012 seinen Umsatz
Neufahrn. (ta) Das Unternehmen Erlus aus Neufahrn im Landkreis Landshut schüttet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 wie im Vorjahr eine Dividende von einem Euro je Aktie aus. Das hat die Hauptversammlung des Herstellers von Dach- und Kaminbaustoffen beschlossen. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, habe Erlus 2012 einen Umsatz in Höhe von 119 Millionen Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um rund 3,1 Prozent. Der Jahresüberschuss lag im vergangenen Geschäftsjahr mit 2,6 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Caverion: Umsatzminus und zwei neue Chefs
Die neu gewählte DGQ-Regionalkreisleitung Niederbayern und der Referent des Abends (v. l.): Markus Kosel, Robert Jugan-Elias, Stefan Lommer und Karl Hacker, Leiter des Personalwesens im BMW-Werk Regensburg. (Foto: tie) Deggendorf. (ta) Das Gebäudetechnikunternehmen Caverion, das Niederlassungen in Deggendorf, Mallersdorf-Pfaffenberg und Regensburg hat, musste im ersten Halbjahr 2013 einen Rückgang des Umsatzes auf 1,26 Milliarden Euro verbuchen. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 1,39 Milliarden Euro, so das Unternehmen. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen sank um 55 Prozent auf 22,3 Millionen Euro (2012: 49,2 Millionen Euro). Caverion firmiert erst seit Kurzem als eigenständiges Unternehmen. Die Caverion Group ist durch die Ausgliederung der Bereiche Gebäudetechnik und Industrieservice aus der finnischen YIT Group entstanden. Der Handel mit Caverion-Aktien an der Börse Helsinki begann am 1. Juli. Mit der Ausgliederung erhielten alle YITAktionäre eine Caverion-Aktie pro YIT-Anteil. So hat Caverion rund 39000 Anteilseigner. Zudem strukturierte das Gebäudetechnikunternehmen seine Geschäftsführung um. Johann König und Frank Zulauf wurden den Firmenangaben zufolge zu Geschäftsführern berufen. Zulauf werde neben der Vertriebsleitung die Bereiche Planung sowie Forschung und Entwicklung führen. König sei als Technik-Geschäftsführer unter anderem für die Leitung des Großanlagenbaus zuständig. Die kaufmännische Verantwortung verbleibe bei Albert Vonnahme. Ralf Lutz, bisher Sprecher der Geschäftsführung, werde das Unternehmen verlassen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren ehrgeizigen Wachstumskurs mit ihnen fortsetzen können,“ so Karl-Walter Schuster, Aufsichtsratsvorsitzender von Caverion Deutschland, über die neue Geschäftsführungsriege.

Führungsteam für DGQ-Regionalkreis
Robert Jugan-Elias zum Leiter gewählt – Vortrag über Unternehmensführung
L a n d s h u t . Der im Juni gegründete niederbayerische Regionalkreis der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) hat nun ein Führungsteam. Am Dienstagabend wurde Robert Jugan-Elias aus Landshut zum Leiter gewählt, Markus Kosel und Stefan Lommer zu seinen Stellvertretern. Kosel ist ebenso wie Jugan selbstständiger Unternehmensberater und in Rieden (Kreis Amberg-Sulzbach) tätig. Lommer ist Qualitätsmanager beim Filterhersteller Mann und Hummel am Standort Marklkofen (Kreis Dingolfing-Landau). Ihre Ehrenämter werden sie für die nächsten vier Jahre ausüben. Auf Jugans Initiative hin wurde der Regionalkreis gegründet. „Niederbayern war ein weißer Fleck auf der DGQ-Landkarte, das wollte ich ändern“, sagte er. Seit der Gründung im Juni habe er viele positive Rückmeldungen erhalten. Der Regionalkreis werde gut angenommen, denn in den vergangenen Wochen konnten neue Mitglieder gewonnen werden. Laut Marco Gutöhrlein, Leiter der DGQ-Landesgeschäftsstelle Süd, liegt die Gesamtzahl der Mitglieder in Niederbayern bei rund 150. Bundesweit hat die DGQ etwa 1000 Firmenmitglieder und mehr als 6000 persönliche Mitglieder. Im Anschluss an die Wahl referierte Karl Hacker, Leiter des Personalwesens im BMW-Werk Regensburg, über das Thema nachhaltige Führung im Unternehmen. In Zeiten, in denen die Technologievorsprünge unter den Firmen immer kleiner werden, seien die Mitarbeiter und die Führungskräfte die entscheidenden Faktoren, so Hacker. Zu den Führungsaufgaben gehöre es unter anderem, den Mitarbeitern Werte und den Sinn des täglichen Handelns zu vermitteln. Nur so könne an einem Strang gezogen werden, um gesteckte Ziele zu erreichen. Um nachhaltige Führung gewährleisten zu können, setzt BMW auf verschiedene Methoden. So wird zum Beispiel regelmäßig überprüft, wie sich die Führungskräfte selbst sehen und wie die Mitarbeiter sie sehen. Selbst- und Fremdbild werden anschließend abgeglichen. Die Bewertung geschehe mithilfe eines Fragebogens, der über alle Hierarchieebenen seit drei Jahren angewandt wird. „Die Führungsleistung hat sich seither verbessert“, sagte Hacker. –tie–

Auto-König-Insolvenz: Zwei Standorte verkauft
Weiden/Tirschenreuth. (ta) Der Investorenprozess für die insolvente Autohandelsgruppe Autowelt König steht kurz vor dem Abschluss. Wie Insolvenzverwalter Joachim Exner mitteilte, konnte er zwei weitere Standorte an Investoren veräußern. Für weitere sechs Standorte seien Fortführungslösungen in Aussicht. Allerdings müsse der Hauptsitz Wunsiedel mit rund 40 Arbeitsplätzen geschlossen werden. Bereits am vergangenen Freitag konnte Exner den ehemaligen Autowelt-König-Standort Weiden an die Firma „RSZ Automobile“ (Weiden) und den Standort Tirschenreuth an „Enslein und Schönberger“ (Mitterteich) veräußern. Am Standort Tirschenreuth seien dadurch alle 30 Arbeitsplätze gerettet, am Standort Weiden alle 17 Arbeitsplätze. Damit stehen noch acht der ursprünglich 14 Autowelt-König-Standorte zum Verkauf. Der Standort in Coburg wurde bereits vor rund drei Wochen von einem lokalen Wettbewerber übernommen; die Standorte HofMühlwiesen und Niederfüllbach mussten Anfang Juni geschlossen werden.

Die energieautarke Brauerei
Die Karmeliten-Brauerei aus Straubing ist, gemessen am jährlichen Bierausstoß, eher eine der kleineren Vertreterinnen der deutschen Brauer-Branche. Aufgrund einer innovativen Technologie sorgt sie derzeit aber in Fachkreisen landesweit für Aufsehen: Sie ist die weltweit erste Brauerei, die energieautark arbeiten will und bereits erste Schritte dahingehend unternommen hat. In etwa fünf Jahren werde die Brauerei so weit sein und das Gesamtkonzept umgesetzt haben, sagte KarmelitenBrauerei-Geschäftsführer Christoph Kämpf in dieser Woche vor Fachjournalisten. Die Vertreter der Fachpresse informierten sich in Straubing nicht nur über die technischen Neuerungen in der Karmeliten-Brauerei, die insgesamt zwischen 3,5 und vier Millionen Euro in das Projekt „energieautarke Brauerei“ investieren will, sondern auch über Produkte der Firmen Siemens und Ziemann. Gunther Walden, der bei der Siemens-Industriesparte den Bereich Essen und Trinken leitet, präsentierte dabei unter anderem die neue Generation eines Prozessleitsystems für Brauereien. Klaus Gehrig, Geschäftsführer des Abfüllanlagenherstellers Ziemann aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg, stellte neue Lösungen für die Energieeinsparung sowie für die verbesserte Rohstoffausbeute vor. – Foto: Brauerei-Geschäftsführer Christoph Kämpf (Zweiter von rechts) erläutert den Fachjournalisten das Konzept der energieautarken Brauerei. (Foto: hal)

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