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E X T R E M kurze
MonopoIantennen
für den
KurzweIIenbereich 3,5 MHz bis 30 MHz
Optimierungsversuche
durch längst bekannte
physikalische Besonderheiten
DL 6 QA
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DL6QA T16 OV-Heim, Mai 2001
http://www.flakotel.de
Kurze Sende- / Empfangsantennen
für die KurzweIIenbänder, mit Schwerpunkt " extrem kurze MonopoIe"
Mein heutiges Referat widmet sich ausschließlich den sogenannten gestreckten
kurzen Antennen und informiert über die grundsätzlichen Eigenschaften von kurzen
Dipol- und Monopolantennen. Das Thema der mechanisch etwas aufwendigeren,
gefaIteten kurzen Dipol- und Monopolantennen aus Zwei- (Faltdipole) oder
Mehrdrahtleitungen wird hier nicht behandelt.
Um die Wirkungsweise und auch den berechtigten und sehr erfolgreichen Einsatz von
kurzen Antennen unter bestimmten Bedingungen zu verstehen, sind einige
theoretische Betrachtungen erforderlich. Die Verkleinerung einer Antenne ist noch
lange nicht gleichbedeutend mit einem wesentlichen Abstrich an Leistungsfähigkeit,
wenn es gelingt, die Verluste klein zu halten und einige Voraussetzungen zu
beachten. Wie heißt es immer? Es ist schon alles einmal da gewesen, jedoch kaum
einer hat sich um Optimierungsversuche gekümmert. Die theoretischen Grundlagen
über kurze Strahler sind schon lange bekannt (TU München, NTZ, 11/ 1973) aber die
Ursachen für Misserfolge liegen fast immer im mangelnden Verständnis der
physikalischen Zusammenhänge und es gibt für viele sogenannte "Spezialisten" nichts
Schlimmeres, als eine vorgefasste Meinung abzulegen. lch erinnere hier an die
unhaltbaren negativen Meinungen über magnetische Antennen, als die ersten
kommerziell gefertigten Antennen von Christian Käferlein 1983 in DL angeboten
wurden. Die Kritik hat nachgelassen, nachdem es sich jetzt herausgestellt hat, dass
der Strahlungswiderstand ca. 12 mal höher ist, als die Anhänger der klassischen
Theorie es immer wissen wollten. Magnetische Antennen gehören wegen ihrer kurzen
Strahlerlänge auch zu den "kurzen Antennen", sind hier aber heute nicht das Thema.
Ich möchte aber gIeich vorausschicken, dass es keine Wunderantennen gibt.
Weder bei langen, noch bei kurzen Antennen. Alle sogenannten "Wunder" sind
technisch erklärbar.
Definition der "kurzen" Antenne
Ein Dipol oder ein Monopol wird dann als "kurze" Antenne bezeichnet, wenn die
tatsächliche geometrische Antennenlänge einer Dipolhälfte oder des Monopols kürzer
oder wesentIich kürzer ist als ein Viertel der Betriebswellenlänge ì, d.h. Länge = ì
0,24 oder << ì 0,24.Die fehlende elektrische Länge wird durch induktive oder
kapazitive Verlängerungen auf die gewünschte Viertelwellenresonanz gebracht.
AbbiIdung 1 zeigt den "Bereich der kurzen Antenne" sowie den Realteil R
AD
und
lmaginärteil X
AD
des komplexen Eingangswiderstandes Z
AD
eines mittengespeisten
gestreckten Dipols in Abhängigkeit von der normierten DipolhaIbIänge und
Ersatzschaltbilder für verschiedene Antennenlängen bis zu 2 ì.
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Das obere Diagramm zeigt den Realteil R
AD
des komplexen Eingangswiderstandes
Z
AD
, das mittlere Diagramm den lmaginärteil X
AD
oder den sog. Blindwiderstandsanteil.
Man erkennt, dass der Realteil R
AD
des Eingangswiderstandes für kurze Antennen
klein ist, und er bei ì/2 ein erstes Maximum erreicht, d. h. der komplexe
Eingangswiderstand zeigt ein "oszillierendes" Verhalten in Abhängigkeit von der
Antennenlänge. Auffällig sind die positiven und negativen Maxima des lmaginäranteils
X
AD
. Sie weisen darauf hin, dass der Eingangswiderstand stark induktiv oder kapazitiv
ist. Technisch interessant sind die Antennenlängen bei denen der lmaginäranteil
(Blindwiderstand) einen Nulldurchgang aufweist. Bei diesen Längen verhalten sich
Antennen wie Reihen- oder Parallelresonanzkreise (siehe Ersatzschaltbilder Bild 1).
Hier erkennt man auch, dass der kapazitive lmaginäranteil des komplexen
Eingangswiderstands einer kurzen Antenne immer negativ ist. Er wird im
Ersatzschaltbild als Kondensator C dargestellt. Dies ist nachher bei der Betrachtung
des Strahlungswiderstandes wichtig.
Die Amplituden (Höhen und Täler) der Maxima und Minima von R
AD
und X
AD
sind
übrigens stark abhängig vom Durchmesser des Antennendrahtes oder bei
Vertikalantennen vom Durchmesser des Antennenstrahlers (Rohrdurchmesser), d. h.
das Verhältnis von Länge zu Durchmesser des Antennendrahtes / Strahlers, der sog.
SchIankheitsgrad, beeinflussen den Realteil R
AD
des komplexen
Eingangswiderstands Z
AD
.
AbbiIdung 1 (Quelle: Kurze
Antennen, Gerd Janzen, 1986)
Die durchgezogenen Kurven
gelten für schlanke Antennen,
d/ì = 1/50 000, die gestrichelten
für gedrungene Antennen d/ì =
1/500.
d = Durchmesser des
Antennendrahtes in Meter
R
AD
= Realteil des kompl.
Eingangswiderstandes
X
AD
= lmaginäranteil
(Blindwiderstand) des kompl.
Eingangswiderstandes
AD
= Antenne Dipol
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Die in Abbildung 1 gemachten Angaben beziehen sich auf eine Dipolantenne und sind
auf eine Monopolantenne übertragbar, weil die Monopolantenne eine halbierte
Dipolantenne ist. Ein kurzer Monopol besteht im Gegensatz zu einem gestreckten
Dipol aus nur einer Dipolhälfte, der meist vertikal über einer gut leitenden
(spiegelnden) Ebene angeordnet ist. Deshalb ist auch der Eingangswiderstand einer
Monopolantenne nur halb so groß wie bei einer Dipolantenne.
Wo kommen kurze Antennen zum Einsatz?
Kurze Antennen kommen überall dort zum Einsatz, wo die Errichtung größerer
Antennen wegen räumlicher Verhältnisse ( Platzmangel) nicht möglich ist oder man
wegen Hauseigentümer oder Grundbesitzer keine Antennengenehmigung erhält oder
der Anblick einer Antenne der Nachbarschaft nicht gefällt. Der letztgenannte Fall ist
aber oft auch nicht mit kurzen Antennen zu lösen, wenn man in die Schusslinie von
Gunda Röstel Anhängern gerät, die wegen einer Sendeantenne nicht mehr schlafen
können oder Kopfschmerzen bekommen (selbstverständlich auch wenn der OM
keinen Betrieb macht), die aber andererseits ihr eigenes Handy 20 mm von der
Gehirnschale entfernt betreiben. ln diesem Fall hilft dann nur noch der verdeckte
Betrieb einer magnetischen Antenne im Haus.
Kurze Antennen werden auch oft in folgenden Fällen eingesetzt:
- Caravan- / Campingbetrieb
- im Urlaub als Ersatzantenne (Ferienwohnung)
- in Zweitwohnungen
- während eines Fielddays
- eingeschränkt auf Schiffen / Segelyachten
- bei Streitkräften (Heer)
- bei bestimmten Organisationen (wie z.B. ClA, BND, MFS, KGB)
- bei Funkamateuren aus lnteresse an der Technik
Wenn man sich aus räumlichen Verhältnissen für kurze Antennen entscheiden muss
und nicht auf DX verzichten möchte, sollte man sich jedoch nicht für einen kurzen
Dipol entscheiden, sondern für eine kurze Vertikalantenne. Kurze Dipole haben wie
Halbwellendipole oder Ganzwellendipole den großen Nachteil, dass sie in Bodennähe
keine Flachstrahlung besitzen und somit für DX-Betrieb ausscheiden oder mindestens
in einer Höhe von ì/2 aufgehängt werden müssen. Deshalb wird bei fast allen Fällen
mit Platzmangel ein kurzer Dipol uninteressant.
Antennengewinn kurzer Antennen
Die folgende TabeIIe 1 zeigt eine rein theoretische Betrachtung über
Antennengewinne von speziellen elektrischen (kurzen und resonanten) Antennen. Es
wird vorausgesetzt, dass alle Antennen verlustlos und angepasst sind.
Die Angaben gelten bei den Antennen Nr. 1 bis 7 für den freien Raum, bei den
Antennen Nr. 8 bis 12 für den sog. Halbraum über ideal leitender Erde.
Bei der Reflexion an der als ideal leitend und reflektierend angenommenen Erde ergibt
sich für Antennen über Erde eine Feldstärkeverdopplung entsprechend einer
Gewinnerhöhung um den Faktor 4 (Leistung) oder ca. 6 dB.
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Bei direkt gegen Erde erregten Dipolhälften (Vertikalantennen) wirken Antennen
wegen der gleichphasigen Spiegelbilder wie Freiraumstrahler. Da die Leistung aber
nur in den oberen Halbraum abgestrahlt wird (theoretische Betrachtung), ergibt sich
eine Leistungsverdopplung entsprechend einer Gewinnerhöhung um den Faktor 2
(Leistung) oder ca. 3 dB.
Wenn man nun die theoretischen Werte für die Antennen Nr. 8 und 9 in der Spalte
"Gewinn über Halbwellendipol" betrachtet, so schneiden elektrisch kurze
Vertikalantennen (h < ì/10) und kurze Vertikalantennen mit Dachkapazität gar nicht so
schlecht ab.
TabeIIe 1
Antennengewinne / StrahIungswiderstand
(Quelle: Karl Rothammel, Antennenbuch, 10. Auflage 1991)
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Wie wird der StrahIungswiderstand definiert?
Ein resonanter Schwingkreis stellt den Ursprung einer jeden Antenne dar (Abbildung
2). Damit das elektromagnetische Feld des Schwingkreises in den Raum hinaustreten
kann, stellen wir uns vor, dass wir die Kondensatorplatten immer weiter
auseinanderziehen, bis die gestreckte Form einer Antenne entsteht. Die
Kondensatorplatten sind dann nicht mehr notwendig, da der Antennendraht selbst die
Funktion des Kondensators übernimmt. Schließlich wird dann noch die Spule des
Schwingkreises gestreckt bis nur noch ein gestreckter Draht (unsere Antenne) zurück
bleibt. Dieser Draht ist nichts anderes als ein offener Schwingkreis. Genau wie der
Schwingkreis besitzt dieser Draht eine exakt definierte Resonanzfrequenz f
0
, wobei im
Resonanzfall die einzelnen Beträge des kapazitiven und des induktiven
Blindwiderstandes gleich groß sind, sich aber wegen der Phasendrehung von
insgesamt 180° gegenseitig aufheben, d. h. der induktive Betrag ist positiv und der
kapazitive Betrag ist negativ (Abbildung 3). Es gilt dann die Gleichung
0
0
1
0
=

÷
&
/
Z
Z
AbbiIdung 2 AbbiIdung 3
Offener Schwingkreis Zeigerdiagramme je
nach Ablage der
Arbeitsfrequenz
(Quelle Abb.1 und 2, Antennenbau und Optimierung, DJ5lL, cq-DL 10/81, Seite 477)
Nur wenn eine Antenne auf ihrer Arbeitsfrequenz (Resonanzfrequenz f
0
) erregt wird,
erfolgt eine Abstrahlung der zugeführten Leistung in Form von elektromagnetischer
Energie. Wenn die Resonanzfrequenz unter der Arbeitsfrequenz liegt, ist die Antenne
zu lang und der induktive Blindanteil X
L
wird größer als X
C.
Liegt die Resonanzfrequenz
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über der Arbeitsfrequenz ist die Antenne zu kurz und der kapazitive Blindanteil X
C
wird
größer als X
L
.
Jede Antenne ist für einen Sender ein Lastwiderstand. Der Sender liefert ständig
Leistung nach. Die zugelieferte Leistung kann aber von der Antenne nur dann
vollständig abgestrahlt werden, wenn eine 100%ige Anpassung besteht und dies ist
nur bei der Resonanzfrequenz f
0
möglich. Das Vektordiagramm (Abb. 3) zeigt einen
komplexen Zeiger Z und einen Widerstand R. Der Widerstand R ist ein Wirkwiderstand
der unerwünschte, aber unvermeidliche, VerIustwiderstände R
V
(z.B. die ohmschen
Verluste des Antennendrahtes, elektrische Verluste des Leitermaterials, fehlerhafte
Kontakte, Erdwiderstand) und einen für jede Antennenkonfiguration typischen,
sogenannten StrahIungswiderstand R
S
zusammenfasst. Dieser Widerstand R
S
wirkt
wie ein ohmscher Verlustwiderstand und liegt in Reihe mit allen anderen
Widerständen. Der Zeiger Z ist der lmaginäranteil (Blindanteil) der Antenne, der sich
aus den induktiven und kapazitiven Blindanteilen zusammen setzt, er bestimmt den
Eingangswiderstand. Alle Wirk- und Blindanteile in der in Abb. 2 dargestellten
gestreckten Antenne sind in Reihe geschaltet. Fasst man alle ohmschen
Verlustwiderstände als R = R
V
+ R
S
und alle Blindwiderstände in X
A
zusammen, so
ergibt das einen komplexen Eingangswiderstand Z
A
.
Z
A
= R
A
+ j X
A
= R
S
+ R
V
+ j X
A
Versorgt man jetzt den komplexen Eingangswiderstand über einen HF-Generator
(Sender) mit Energie und liegen alle Wirk- und Blindwiderstände in Reihe
(einschließlich der Widerstände des Generators),so ist der Strom nach dem
Ohmschen Gesetz in aIIen Widerständen gIeich groß. Das Produkt aus dem Strom
und dem Spannungsabfall am Strahlungswiderstand R
S
ergibt die Strahlungsleistung
der Antenne, die von ihr in den Raum abgegeben wird. Diese Strahlungsleistung ist
eine Wirkleistung. Strom und Spannung sind in Phase. Die Abstrahlungseigenschaften
einer Antenne können somit durch einen ohmschen Widerstand dargestellt werden. Er
ist für die "gewünschten" Strahlungsverluste der Antenne verantwortlich. Je größer der
Strahlungswiderstand R
S
im Vergleich zum Verlustwiderstand R
V
ist, desto mehr
Hochfrequenzleistung kann von der Antenne abgestrahlt werden. Es ist also immer ein
möglichst hoher Strahlungswiderstand anzustreben. Er bestimmt auch den
Strahlungswirkungsgrad (Verhältnis von abgestrahlter Leistung zu Gesamtleistung)
Leider ist mit dem Strahlungswiderstand der Verlustwiderstand untrennbar verbunden.
Weil beide nicht zu trennen sind, muss ein Sender immer beide gleichzeitig speisen
und liefert somit seine Energie an R
S
und R
V
. Diese Energie wird im
Strahlungswiderstand als HF Energie abgestrahlt und im Verlustwiderstand in Wärme
umgesetzt. Die Sendeleistung die der Sender liefern muss ist P = l
2
x (R
S
+ R
V
) Watt.
Die genaueste Beschreibung des Strahlungswiderstandes R
S
lässt sich nur in einer
kompakten mathematischen Form machen, die ein lntegral enthält. Die Lösung dieses
lntegrals bereitet jedoch Schwierigkeiten und führt auf höhere mathematische
Funktionen, die wiederum nur näherungsweise in analytischer Form dargestellt
werden können. Es gibt jedoch Programme, mit denen man auch komplizierte
lntegrale numerisch lösen kann. Es würde hier aber zu weit führen, auf die
Berechnung von voraussichtlichen Strahlungswiderständen einzugehen. Tabelle 1
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führt Strahlungswiderstände für allgemein bekannte Antennenformen auf. Wer sich
näher damit beschäftigen will, empfehle ich das Buch "Kurze Antennen" von Prof. Dr.
Gerd Janzen (DF 6 SJ), Fachhochschule Kempten, zu beschaffen.
Es ist bekannt, dass je kürzer eine Antenne im Verhältnis zur Wellenlänge ì wird, auch
der Strahlungswiderstand abfällt. Wenn man kurze Antennen einsetzen möchte, muss
man deshalb zusehen, dass man durch bestimmte Maßnahmen einen möglichst
großen Strahlungswiderstand erreicht.
Die folgende Grafik AbbiIdung 4 zeigt Strahlungswiderstände R
SM
der gestreckten
Monopolantenne für verschiedene Längenverhältnisse l /ì. Der Strahlungswiderstand
ist hier auf den Fußpunkt bzw. Einspeisepunkt der Antenne bezogen. Die Kurve gilt
jedoch nur für "unbeIastete" Antennen im eingeschränkten Längenbereich I/OO 5 0,38.
Für gestreckte Dipolantennen sind die angegebenen Strahlungswiderstände R
SM
zu
verdoppeln.
AbbiIdung 4 Strahlungswiderstände der gestreckten Monopolantenne
Faktoren, die den Strahlungswiderstand einer Antenne beeinflussen können, sind die
Form (Schlankheitsgrad), Länge, Höhe über dem Erdboden und die Stromverteilung.
lrgendwie muss man bei einer Verkleinerung der Antenne den Abfall des
Strahlungswiderstandes verhindern können und dies scheint auch über eine
erzwungene, gIeichförmige Stromverteilung und einen sogenannten
Schlankheitsgrad möglich zu sein.
Der Schlankheitsgrad ist hier aber nicht das Verhältnis (Quotient) d
(Strahlerdurchmesser) zu (Wellenlänge Lambda) wie in Abb. 1 dargestellt, sondern
das VerhäItnis Länge des StrahIers zum StrahIerdurchmesser, also l (cm) / d (cm).
lch komme später nochmals auf diesen Schlankheitsgrad zurück.
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Tabelle 1 zeigt bereits die Stromverteilung verschiedener Antennen. Wir betrachten
jedoch nun die Stromverteilung von drei verschiedenen Antennen etwas näher.
AbbiIdung 5 zeigt die Stromverteilung längs verschieden langer Dipol- und
Monopolantennen.
AbbiIdung 5 (Quelle: Janzen, Kurze Antennen, 1986)
Mehrheitlich findet man in der Fachliteratur die Ansicht vertreten, dass eine möglichst
gIeichförmige StromverteiIung an den Strahlern im Sinne einer besseren HF-
Abstrahlung anzustreben ist.
AbbiIdung 5a zeigt eine sinusförmige Stromverteilung an einem ì / 2 Dipol und
einem ì / 4 Monopol. ln der Dipolmitte erscheint ein Strommaximum, während an den
Enden kein Strom fließt. Bei der halbierten ì / 2 Dipolantenne, dem ì / 4 Monopol,
fließt bei vertikaler Aufstellung an der Spitze der Antenne kein Strom. Das
Strommaximum tritt am Fußpunkt des Strahlers auf.
Die Speisung beider Antennenhälften erfolgt im Strommaximum, welches mit dem
Spannungsminimum zusammenfällt. Der Speisepunkt weist also die niederohmigste
Eingangsimpedanz auf. ln der Antennentheorie wird dieser Widerstand bei der
idealen, verlustlosen Antenne als Strahlungswiderstand bezeichnet. Jede
Verschiebung des Speisepunktes ( Dipol nach links oder rechts, Monopol nach oben)
führt zu einer Erhöhung der Eingangsimpedanz.
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AbbiIdung 5b. Werden die Antennenelemente auf << ì / 4 verkürzt, so verändert sich
die Stromverteilung. Erzwungen ist nach wie vor der Stromwert Null an den
Antennenenden. Es bleibt nur noch ein kleiner Teil der vorher sinusförmigen
Stromverteilung erhalten. Übrig bleibt eine dreieckförmige Stromverteilung. Durch die
Verkürzung hat sich auch der Eingangwiderstand (sprich Strahlungswiderstand R
S
)
verändert, er ist kleiner geworden.
AbbiIdung 5c. "Belastet" man die Antennenelemente an den Enden durch einen
Blindwiderstand (z. B. kapazitiv), so lässt sich nach Janzen mit einer
rechteckförmigen StromverteiIungen längs den Antennenelementen ein viermaI
höherer StrahIungswidertand erzielen. Die Dipolantenne mit dieser speziellen
Stromverteilung wird Hertz'scher Dipol genannt. lm Vergleich zu Abb. 5b ist deshalb
der Strahlungswiderstand R
SM
der Vertikalantenne hier um den Faktor viermal höher.
Diese Tatsache ist der wichtigste Ansatzpunkt für aIIe weiteren ÜberIegungen,
extrem kurze Antennen mit einem akzeptabIen StrahIungswiderstand R
S
zu
reaIisieren.
Typische Vertreter dieser kapazitiv belasteten Monopolantennen sind zum Beispiel die
bekannten in den USA entwickelten lsotron Antennen, die neue MicroVert von DL7PE
und ähnliche Varianten, die es bereits vorher gab. Die lsotron Antenne, ein
Serienschwingkreis aus einem L und C, hat sich nicht überall durchsetzen können,
weil sie wegen der großen Windflächen nur in Regionen mit kleinen
Windgeschwindigkeiten eingesetzt werden kann. Außerdem reagieren die großen
Blechflächen auf mechanische Schwingungen (vorbeifahrende Fahrzeuge,
Hubschrauber, usw.) und modulieren die Sendefrequenz (FM).
Abb. 6a Abb.6b
AbbiIdung 6a zeigt eine lsotron Antenne. Diese Antenne wurde bereits 1980 in den
USA industriell gefertigt.
AbbiIdung 6b veranschaulicht eine vertikal montierte MicroVert Monoband Antenne
nach dem Prinzip von DL7PE.
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Das ErsatzschaItbiId einer kapazitiv beIasteten kurzen Antenne
Hierzu betrachten wir zunächst das Ersatzschaltbild kurzer Dipol und kurzer
Monopolantennen.
Das Ersatzschaltbild einer kurzen Antenne (l / ì < 0.25) ist in Abbildung 1 dargestellt
und repräsentiert die größtmögliche Vereinfachung. Es ist die Reihenschaltung eines
Wirkwiderstandes R
A
mit einem kapazitiven Blindwiderstand X
A
. Der Wirkwiderstand
R
A
wird seinerseits aus der Reihenschaltung des Strahlungswiderstandes mit dem
Verlustwiderstand R
V
gebildet. Bei gestreckten Antennen ist der Blindwiderstand X
A
negativ. Er wird im Ersatzschaltbild als Kondensator C
A
dargestellt. Der Wert des
Kondensators C
A
ergibt sich aus
X
A
= -
&$ Z
1
zu C
A
=
$ ; Z
1
AbbiIdung 7
Ersatzschaltbild der verlustbehafteten
kurzen Antenne
Wie vorhin bereits beim Strahlungswiderstand R
S
erklärt, ergibt sich der komplexe
Eingangswiderstand Z
A
aus R
A
+ j X
A
= R
S
+ R
V
+ j X
A.
Friedrich Landstorfer und
Heinrich Meinke haben nun bei ihren Untersuchungen an der Technischen Universität
München in den 70er Jahren festgestellt, dass bei einer verkürzten Monopolantenne (l
< ¼ ì) im fußpunktnahen Bereich eine weitere Kapazität außer C
A
vorhanden ist, die
als "Totkapazität" bezeichnet wird. Diese Kapazität existiert bei einem
Viertelwellenstrahler "noch" nicht und wächst mit Verkürzung der Antenne. Die
Totkapazität trägt nicht zur Abstrahlung der Antenne bei (deshalb die Bezeichnung
"tot"). Das herkömmliche Ersatzschaltbild der kurzen Antenne muss daher nach
Landstorfer und Meinke umgestellt werden. Siehe Abbildung 8. lm "verbesserten"
Ersatzschaltbild ist parallel zu den Elementen R
S
und C
A
ein weiterer Kondensator C
1
angeordnet, der das Verhalten der elektrischen Felder im allernächsten Nahbereich
der kurzen Antenne besser beschreibt und die Totkapazität darstellen soll. Durch die
Parallelschaltung dieses Kondensators C
1
haben sich die ursprünglichen Ersatzwerte
R
S
und C
A
in R'
S
und C'
A
verändert. Es verbleibt dann eine wesentlich kleinere
Kapazität C'
A
in Serie zu einem neuen, jetzt größeren Strahlungswiderstand R'
S
.
StrahIungswiderstände beschreiben den unendIichen Raum aIs Verbraucher, in
den die abgestrahIte WeIIe / Energie hineinIäuft. Die Antenne ist jetzt an diesen
Raum durch die kleinere Kapazität C'
A
gekoppelt, die auch als "Raumkapazität"
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bezeichnet wird. Wie bereits erklärt, ist der Strahlungswiderstand ein "gedachter"
Wirkwiderstand. Landstorfer und Meinke haben festgestellt, dass dieser
Wirkwiderstand nahezu unabhängig von der Frequenz und von der Stabdicke einer
kurzen Monopolantenne ist.
AbbiIdung 8 Totkapazität C
1
und verbessertes Ersatzschaltbild der kurzen Antenne
Nach Untersuchungen von Landstorfer und Meinke besitzt der Strahlungswiderstand
R'
S
jetzt den nahezu konstanten Wert von 30 ± 3 .
Die Totkapazität C
1
repräsentiert einen reinen Blindleistungsspeicher im Antennenfeld,
sie verschwindet bei der Viertelwellenresonanz, und sie wird sehr groß, wenn die
Antenne stark verkürzt wird. Je größer C
1
ist, umso größer wird die Feldenergie in
unmittelbarer Nähe am Fußpunkt der Antenne. Zwischen der Antenne und C
1
laufen
sehr komplizierte Wechselwirkungen (Ladungs- und Entladungsvorgänge) ab. Diese
im Rahmen dieses Vortrages nachzuvollziehen ist sicherlich nur für Theoretiker
interessant. Durch Messungen hat man festgestellt, dass jede Vergrößerung von C
1
schädlich und jede Vergrößerung von C '
A
günstig ist. Eine Erhöhung der Totkapazität
C
1
am unteren Teil des Monopols verkIeinert die wirksame Höhe h
eff
der Antenne,
während eine entsprechende Vergrößerung der Raumkapazität C'
A
, d. h.
kapazitätserhöhende Maßnahmen am oberen Teil des Monopols, die wirksame Höhe
h
eff
vergrößert. Landstorfer und Meinke haben außerdem festgestellt, dass durch eine
Vergrößerung von C'
A
die Frequenzabhängigkeit der lmpedanz auch bei kürzeren
Antennen geringer wird.
Soweit zu den weniger bekannten, aber wichtigen Fakten, die aber erst die
Realisierung extrem kurzer Antennen ermöglichen. Wer sich eingehend mit den
theoretischen Grundlagen dieser Untersuchung beschäftigen möchte, empfehle ich
einen Aufsatz über " Ein neues Ersatzbild für die Impedanz kurzer Strahler" von
Landstorfer und Meinke, der vom lnstitut für Nachrichtentechnik der TU München in
Heft 11 / 1973 der Nachrichtentechnischen Zeitung (NTZ) veröffentlicht wurde.
Janzen schreibt in seinem Buch "Kurze Antennen" zur Optimierung kurzer Antennen
folgende Zusammenfassung (gekürzte Wiedergabe)
Zitat Anfang:
Alle Verbesserungen an kurzen Antennen sind letztlich darin begründet den
Strahlungswiderstand der Antenne zu erhöhen und den Blindwiderstand des
Antenneneingangswiderstandes zu verringern. (Blindwiderstand=
Wechselstromwiderstand eines Kondensators oder einer Spule. Ein idealer
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Blindwiderstand besitzt keine ohmschen Verluste. Er kann positiv >Spule< oder
negativ > Kondensator < sein). Die erste Maßnahme erhöht den Wirkungsgrad direkt,
die zweite indirekt dadurch, dass stark verlustbehaftete Kompensationsmaßnahmen
reduziert werden können.
Drei Maßnahmen sind zur Verbesserung des StrahIungswirkungsgrades einer
kurzen Antenne mögIich:
1.Verwendung eines dicken Antennendrahtes
2.Anbringung einer kapazitiven Endbelastung
3.Wegrücken der Kompensationsspule vom Speisepunkt
Maßnahme 1:
Durch die Verwendung eines dicken Antennendrahtes wird der
Strahlungswiderstand der kurzen gestreckten Antenne nur unwesentlich beeinflusst.
Verändert wird jedoch der kapazitive Blindanteil des Antenneneingangswiderstandes.
Dicke Drähte führen zu kleineren Blindwiderständen als dünne Drähte. Die
Kompensation dieses kleineren Blindwiderstandes ist mit einer kleineren Spule mit
geringeren ohmschen Verlusten möglich. Hierin liegt der Vorteil der dicken Antenne (
Bemerkung: bei Monopolen dicke Rohrdurchmesser).
Maßnahme 2:
Die kapazitive EndbeIastung einer Antenne verändert die Stromverteilung der
Antenne und verbessert sowohl den Strahlungswiderstand als auch den
Blindwiderstand der gestreckten kurzen Antenne.
Wo es möglich ist, sollte eine kapazitive Verlängerung der Antenne vorgenommen
werden, da sie keine neuen Verluste in den Antennenkreis einbringt. Es sollte aber
bedacht werden, dass eine große Endkapazität die Strahlungseigenschaften einer
Antenne verändert.
Besonders wirksam ist eine kapazitive Endlast bei Antennen mit großem mittleren
Wellenwiderstand, also bei schlanken Antennen. Eine Anbringung der kapazitiven Last
zwischen Antennenende und Speisepunkt ist weniger wirksam als eine kapazitive
Endlast. Näherungsweise ist für eine Kapazität, die eine kurze Antenne resonat
machen soll, in der Antennenmitte schon die doppelte und im inneren Drittel der
Antenne bereits der dreifache Kapazitätswert gegenüber dem Wert einer Endkapazität
nötig (siehe Abb. 9).
Maßnahme 3:
Eine SpuIe, die am Speisepunkt einer Antenne angebracht ist, dient zur
Kompensation des kapazitiven Blindwiderstandsanteils der kurzen Antenne. Die Spule
verlängert damit die kurze Antenne auf Viertelwellenresonanz. Ein Einfluss der
Spuleninduktivität auf den Strahlungswiderstand ist hierbei nicht vorhanden. Von
Nachteil ist, dass die ohmschen Verluste der Spule den Wirkungsgrad der Antenne
erniedrigen.
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Wird die Spule vom Speisepunkt weggerückt, so wird der Strahlungswiderstand in
vorteilhafter Weise vergrößert. Allerdings muss jetzt auch die
Kompensationsinduktivität vergrößert werden, um dieselbe kompensierende Wirkung
zu erreichen. Die ansteigenden ohmschen Verluste verringern wiederum die Vorteile
des erhöhten Strahlungswiderstandes. Es lohnt sich meist kaum, die
Kompensationsspule außerhalb des Speisepunktes der Antenne anzubringen
Zitat Ende.
AbbiIdung 9.
Beispiele für die kapazitive Resonanz-
Belastung einer Monopolantenne in drei
unterschiedlichen Höhen
(Quelle: Janzen, Kurze Antennen, 1986)
ln den 50er Jahren wurde bereits in den bekannten ARRL Antenna Books darauf
hingewiesen, dass der Strahlungswiderstand bei Mobilantennen (Peitschen) sich fast
verdoppelt, wenn die Kompensationsspule in der Mitte einer Peitsche platziert wird,
dies aber zur Folge hat, dass auch die lnduktivität der Kompensationsspule fast
verdoppelt werden muss. Zum Beispiel wird für eine 7 MHz Antenne bei einer Spule
(Q=300) am Fußpunkt der Antenne ein Strahlungswiderstand von 1,35 Ohm
angegeben. Bei einer Spule in der Mitte der Antenne würde der Strahlungswiderstand
3 Ohm betragen, aber der ohmsche Widerstand der Spule wäre dann doppelt so groß,
mechanisch größer und schwerer. Diese Maßnahme also ist nicht neu. Heute weiß
man aber, dass es sich bei Mobilantennen kaum lohnt, die Kompensationsspule
außerhalb des Speisepunktes der Antenne anzubringen.
Es geht jetzt darum, diese teils längst bekannten physikalischen Besonderheiten und
Erkenntnisse für unsere Zwecke zur Optimierung kurzer Antennen zu nutzen.
Der wirkungsvollste Optimierungsversuch an einer kurzen Annenne ist also eine
kapazitätserhöhende Maßnahme am oberen Teil der Antenne, d.h. eine kapazitiv
belastete kurze Antenne mit einer Kompensationsspule direkt am Speisepunkt der
Antenne (Monopol).
Praktische Ausführungen kurzer Antennen
Es gibt eine Vielzahl von kurzen Antennen. Die meisten sind es aber nicht wert
genannt zu werden, weil sie nur "kurz" aber nicht leistungsfähig sind. Hierzu gehören
u.a. stark verkürzte Dipolantennen, Angelrutenantennen, die sogenannten
Wendelantennen und die bekannten Mobilfunkstrahler mit ihrem sehr schlechten
Wirkungsgrad von nur einigen Prozent.
Wie werden aber der Wirkungsgrad und der Strahlungswirkungsgrad definiert?
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Der Wirkungsgrad wird ganz allgemein bestimmt durch das Verhältnis von
Nutzleistung P
Nutz
zu Gesamtleistung P
ges
.Die Nutzleistung einer Antenne ist die
Strahlungsleistung, die von ihr in den Raum abgegeben wird. Diese Strahlungsleistung
lässt sich aus dem Strom l
F
im Antennenfußpunkt (dem Speisepunkt) und dem bereits
erklärten Strahlungswiderstand R
S
berechnen.
lnteressant für den "antennengeschädigten" Funkamateur ist nur eine Antenne mit
einem annehmbaren Wirkungsgrad. "Annehmbar" ist aber eine kurze Antenne nur,
wenn sie mindestens einen Wirkungsgrad von mehr als 50 % hat.
Vorraussetzung ist natürlich, dass man den Wirkungsgrad auf die jeweilige
Betriebsfrequenz bezieht. So kann man zum Beispiel eine magnetische Loop mit
einem viel zu kleinen Durchmesser nicht für den Betrieb auf einer zu niedrigen
Frequenz vergewaltigen und dann behaupten, die Antenne habe einen sehr
schlechten Wirkungsgrad. Die Dimensionen müssen schon zur Betriebsfrequenz
passen, sonst hat ein Vergleich mit anderen Antennen keinen Sinn.
lch möchte auch gleich in diesem Zusammenhang mit der Meinung aufräumen, DX im
Amateurfunk ist nur mit QRO und Antennen mit sehr hohem Wirkungsgrad machbar.
Welche Folgen ein kleinerer Wirkungsgrad einer kurzen Antenne im Vergleich zu einer
idealen Antenne von theoretisch 100 % Wirkungsgrad im praktischen Funkbetrieb hat,
ist aus folgender TabeIIe 2 ersichtlich. ln der Tabelle ist für verschiedene
Strahlungswirkungsgrade die zu erwartende Abnahme der S-Meter-Anzeige (S 9 =
100 V EMK oder 50 V an 50 ) im Vergleich zum ldealfall aufgelistet.
TabeIIe 2 Strahlungswirkungsgrad und Abnahme des S-Meter-Ausschlages
(Quelle: Janzen, Kurze Antennen, 1986)
Die angegebenen Werte sind berechnete Werte. Die relativ geringe Abnahme der S-
Meter-Anzeige lässt sich im praktischen Funkbetrieb bei störungsfreien Bedingungen
(kein QSB und QRM) nachweisen. lch habe dies seit nunmehr fast 10 Jahren mit
vertikal polarisierten magnetischen Antennen und unterschiedlichen Wirkungsgraden
bei vielen DX-Verbindungen ausprobiert. Der Gerechtigkeit wegen möchte ich aber
bemerken, dass die Leistungsfähigkeit vertikal polarisierter magnetischer Antennen
16/27
wegen ihrer räumlichen Abstrahlcharakteristik sich nicht ohne weiteres mit einer
Vertikalantenne vergleichen lassen (man erwischt mit magnetischen Antennen immer
den günstigsten Ausbreitungsweg).
Eine Antenne mit einem Strahlungswirkungsgrad von nur 10 % führt gegenüber der
idealen Antenne mit dem Strahlungswirkungsgrad = 100 % zu einer Abnahme der S-
Meter-Anzeige von lediglich 1,6 S-Stufen. Bei einem Strahlungswirkungsgrad von nur
0,5 % (solche schlechten Antennen gibt es im Amateurfunk nicht) geht die S-Meter-
Anzeige lediglich um 3,8 S-Stufen (ca. -23 dB) gegenüber der ldealantenne zurück.
Welche Berechtigung hat da Amateurfunk mit QRO und ldealantennen? Diese
Beispiele zeigen deutlich, dass der Strahlungswirkungsgrad der Antenne nicht die so
entscheidende Rolle spielt, die ihm oft zugesprochen wird (kleine Antenne = kleiner
Wirkungsgrad = kleine Leistungsfähigkeit = schlechte Antenne). Man könnte es sich
also in den meisten Fällen durchaus leisten, sogar eine Antenne mit einem
Wirkungsgrad von nur 10 % zu betreiben. Da wollen wir aber nicht hin, sondern wir
wollen einen Wirkungsgrad von mindestens mehr als 50 %. Das kann man mit
Leichtigkeit mit einer magnetischen Loop (aber nur wenn sie mit sehr großer Sorgfalt
gefertigt wird) oder auch mit einem kapazitiv strahlenden kurzen Monopol mit hohem
Wirkungsgrad nach dem Prinzip von DL 7 PE, der sogenannten "MicroVert" erreichen.
Die MicroVert Antenne von DL7PE
Wir kommen nun zur praktischen Ausführung eines kapazitiv strahlenden kurzen
Monopols mit einem hohen Wirkungsgrad. Dazu sind aber noch
a) der SchIankheitsgrad ÷ nicht d/ì , sondern l/d ÷ (Strahlerlänge l in cm zu
Strahlerdurchmesser in cm)
und
b) das L / C VerhäItnis zu betrachten.
Es sind zwei Faktoren, die zur weiteren Optimierung von kurzen Kurzwellenantennen
beitragen.
Die von DL7PE entwickelte MicroVert ist ein weitgehend unauffälliger Monopol für den
Kurzwellenbereich zwischen 3,5 MHz und 30 MHz. Die Abmessungen sind im
Verhältnis zur Wellenlänge extrem kurz. Es wird kein extra Gegengewicht benötigt
aber man verwendet einen Teil des koaxialen Speisekabels als Gegengewicht, indem
man die Abschirmung des 50 Koaxialkabels "offen" lässt. lch komme gleich darauf
zurück.
Die theoretischen Grundlagen für die Entwicklung dieses Monopols sind die bereits
vorgestellten Untersuchungen von Landstorfer und Meinke.
Die Abstrahlung erfolgt vor allem kapazitiv über einen offen L / C Schwingkreis. Dabei
bietet die Antenne im günstigsten Fall einen Fußpunktwiderstand von 50 , so dass
kein Anpassgerät (Antennentuner) benötigt wird.
Und das Wichtigste an der ganzen Sache ist, dass die Antenne einen vergleichsweise
hohen Wirkungsgrad von ca. 52 % hat und der Strahlungswiderstand zwischen 27
und 33 liegt. Sie ist daher auch wie eine magnetische Loop eine ideale Antenne für
17/27
"antennengeschädigte" Funkamateure. Und sie ist in der Herstellung sehr
preisgünstig. Die MicroVert ist allerdings immer nur eine Monobandantenne.
Die MicroVert ist eine sog. "eIektrische" Antenne, weil sie. eine kapazitiv belastete
Antenne mit einer gleichförmigen Stromverteilung ist und vergleichsweise ein sehr
großes E- und ein kleines H ÷ Feld hat. Der Unterschied zwischen beiden Feldern
beträgt mehr als 30 dB. Wegen des kleinen H-Feldes eignet sie sich weniger gut für
den Betrieb in geschlossenen Räumen oder unter einem Dach. Da ist diese Antenne
einer "magnetischen" Antenne weit unterlegen.
AbbiIdung 10 AbbiIdung 11
Abbildungen 10 und 11 © Copyright DL7PE
AbbiIdung 10 zeigt den prinzipiellen Aufbau der MicroVert von DL7PE. Das
verschiebbare Kompensationsrohr dient zum genauen Abgleich.
AbbiIdung 11 zeigt das Horizontaldiagramm einer liegenden (horizontale Montage)
MicroVert. ln der vertikalen Position hat die Antenne eine Rundstrahlcharakteristik mit
annähernd gleichmäßigen Erhebungswinkeln. ln der horizontalen Anordnung hingegen
sind leichte Einschnürungen in der Größe von ca. ÷ 3 dB zu beobachten.
ln der Literatur wird darauf hingewiesen, dass durch die Wahl eines kleinen
Schlankheitsgrades l/d, also bei Verwendung eines dicken Strahlerdurchmessers, sich
der Wert des kapazitiven Blindanteiles (Blindwiderstand X
A
) am Antenneneingang
verringert. Bei sehr dünnen Antennen kann X
A
zum Beispiel bei 1000 liegen,
während bei der Wahl eines dickeren Strahlers der kapazitive Blindanteil der gleichen
Antenne nur noch zum Beispiel 200 betragen würde. Das ist nur ein fünftel des
Wertes. Der zur Kompensation erforderliche gleich große induktive Widerstand
(Resonanzfall) wäre dann bei der Wahl eines dickeren Strahlers auch wesentlich
kleiner als bei einer dünnen Antenne. Das bedeutet, es wird eine wesentIich
kIeinere SpuIe benötigt = kIeiner ohmscher Widerstand = geringerer
VerIustwiderstand = besserer Gesamtwirkungsgrad.
18/27
Deshalb sind bei den von DL7PE entwickelten MicroVert Antennen durch die
Verwendung dicker Strahlerrohre sehr günstige Wirkungsgrade zu erwarten. DL7PE
empfiehlt deshalb bei kurzen Antennen für niedrige Frequenzen einen möglichst
dicken Strahler zu verwenden, der eine möglichst große kapazitive Endbelastung
(großes C) der Antenne bewirkt. Er empfiehlt für seine 40 m MicroVert Antenne mit
einer Strahlerlänge von 580 mm ein l/d von ca. 20 bis 27 und hat hierzu ein Diagramm
für 22 mm und 28 mm Rohrdurchmesser veröffentlicht. Siehe AnIage 1.
Zur weiteren Optimierung eines kurzen Strahlers ist es erforderlich, das richtige L / C
Verhältnis einzuhalten, nicht nur zur Herstellung der Resonanzbedingung, sondern
auch die nutzbare Bandbreite der Antenne zu beeinflussen. Wird die Kapazität C
vergrößert, verkleinert sich die nutzbare Bandbreite, gleichzeitig erhöht sich aber dabei
die Kreisgüte Q. Umgekehrt, wird die Kapazität verkleinert, so wird damit die nutzbare
Bandbreite größer und die Kreisgüte geringer. Man muss sich auf einen Kompromiss
festlegen. Bestimmte L / C Verhältnisse sind auch deshalb einzuhalten, weil wir eine
optimale Abstrahlung der HF Energie erreichen wollen und hierzu am
Antenneneingang ein möglichst reeller Widerstand von 50 ohne Blindanteile
vorhanden sein muss. DL7PE hat zur Wahl optimaler L / C Verhältnisse im
Frequenzbereich 3,5 bis 29 MHz ein weiteres Diagramm veröffentlicht. Siehe AnIage
2. Außerhalb der im Diagramm angegebenen Grenzen Minimum und Maximum erhöht
sich das VSWR. Für eine 7 MHz MicroVert Antenne wird zum Beispiel ein Wert von
5,5 an der oberen Grenze empfohlen. Dieser Faktor ist das Verhältnis H / pF, zum
Beispiel 52,8 H zu 9,6 pF. Wenn man die Kapazität des Strahlerrohrs errechnet hat,
kann man nach Wahl des erforderlichen L / C Verhältnisses auch die erforderliche
lnduktivität bestimmen.
Wie bei jeder unsymmetrischen Stabantenne ist auch bei der MicroVert ein
Gegengewicht unerIässIich. DL7PE verwendet hierzu einen Teil des
Abschirmgeflechtes des koaxialen Speisekabels. Die Länge kann und muss nicht auf
den cm genau berechnet werden, weil die Länge von den örtlichen Verhältnissen sehr
stark abhängig ist, aber man soll die erforderliche Kabellänge nach Aussage von
DL7PE mit folgender Formel empirisch ermitteln können:
) (
55
0+] I
ON =
(Koaxialkabellänge in m)
Bei meinen Versuchen habe ich keine Bestätigung dieser Formel feststellen können.
Die Formel eignet sich nur zur ganz groben Längenbestimmung des Gegengewichtes
und aus Sicherheitsgründen sollte man mindestens 10 % des errechneten Wertes
hinzugeben und das Kabel für das untere Ende des Bandes berechnen. Jede
Längenveränderung bewirkt sofort eine Resonanzverschiebung der Antenne. "Cut
and try" ist angesagt. Man muss das Gegengewicht auf die örtIichen
VerhäItnisse "abgIeichen". Da MicroVert Antennen für 80 m und 40 m nur eine
gewisse Bandbreite besitzen, sollte man vorher festlegen, welchen Frequenzbereich
man innerhalb eines Bandes bevorzugt. Siehe SWR ÷ Werte Abb. 12 und 13. ln den
oberen Amateurfunkbändern ab 10 MHz gibt es weniger Probleme.
19/27
AbbiIdung 12 AbbiIdung 13
Abbildungen 12 und 13 © Copyright DL7PE
ln der Praxis muss man davon ausgehen, dass der Transceiver nicht direkt am Ende
des Gegengewichtes angeschlossen werden kann und das Anschlusskabel verlängert
werden muss. ln diesem Fall muss das Gegengewicht elektrisch von dieser
Verlängerung isoliert werden, weil andernfalls das System auf der gewünschten
Wellenlänge nicht mehr resonant ist. Um die Verhältnisse zu stabilisieren sollte
deshalb zwischen dem Gegengewicht und der Verlängerung des Speisekabels eine
sog. Mantelwellendrosseldrossel (Sperrglied) mit 2 PL- Buchsen eingefügt werden.
Das ermöglicht eine beliebig lange Verlängerung des Speisekabels hinter der
Mantelwellensperre. lch gehe davon aus, dass die Herstellung einer
Mantelwellensperre allgemein bekannt ist. Siehe Abb. 14.
Quelle: Antennenbuch, Karl Rothammel, 10. Auflage
1991
Die beiden Wicklungsabschnitte sind nur scheinbar
entgegengesetzt gewickelt. ln Wirklichkeit haben sie
gleichen Wicklungssinn und vergrößern dadurch die für
die Sperrung der Mantelwellen verantwortliche
lnduktivität. Der Vorteil dieser Wicklungsart ist, dass
Eingang und Ausgang nicht nebeneinander liegen,
sondern gegenüber. Das verringert die Streukapazität
und erleichtert die Steckermontage. Es ist zu
empfehlen, einen kurzen und einen langen Anschluss
vorzusehen. Das kann beim "Abgleichen" des
Gegengewichtes vorteilhaft sein.
Da die MicroVert auf 80 m bei einem SWR von 2:1 bereits nur 60 kHz "breit" ist, siehe
Abb. 12, ist das Konzept von DL7PE für das 160 m Band sehr wahrscheinlich nicht
anwendbar. Hier würde ich eher eine sehr kurze Reuse von ca. 10, 5 m Länge und ca.
35 cm Durchmesser mit einem guten Gegengewicht nach dem Muster von SV 0 LK
(DJ 4 TR, Helmut Muschalle) einsetzen. Die Reuse wird über einen Smarttuner
abgestimmt und besteht aus 6 dicken Drähten, die durch sechs 60° Bohrungen in
mehreren dünnen Blumentopfuntersätzen aus Kunststoff geführt und auseinander
gehalten werden.
AbbiIdung 14
20/27
FormeIn für die Berechnung und den SeIbstbau von MicroVert Antennen im
Frequenzbereich 3,5 MHz bis 30 MHz (Formeln a bis e nach Vorgaben von DL7PE)
a) MindestIänge des kapazitiven StrahIers
Nach folgender Formel kann eine Überschlagkalkulation für die erforderliche Länge ls
in mm des kapazitiven Strahlerrohres durchgeführt werden
Empfohlene Rohrdurchmesser in Abhängigkeit von der Frequenz sind aus AnIage 3
zu entnehmen.
b) Berechnung der StrahIerrohr Kapazität C in pF
Mit dieser Formel kann die Kapazität eines Rohres der Länge ls in m mit einem
Durchmesser d in m bestimmt werden.
c) Berechnung der SpuIeninduktivität L in H, f in MHz, C in pF
&
I
+ /
2
155 , 159
|
|
.
|

\
|
= P
d) SchwingkreisformeI (f in MHz)
) ( ) (
) ( 155 , 159
S) & [ + /
0+]
UHV I
P
=
e) Berechnung der WindungszahI für die SpuIe (hier nur für 40 m)
) ( 028 , 0
7 , 25 ) (
FP G [
[ + /
Z
P
=
Richtwerte für den Drahtdurchmesser:
Bis 120 W Ausgangsleistung (SSB / CW): ca. 1,0 mm CuL
Bis 250 W Ausgangsleistung (SSB / CW): ca. 1,5 mm CuL
Bis 500 W Ausgangsleistung (SSB / CW): ca. 2,0 mm CuL
) (
4700 4100
) (
0+] I
ELV
PP OV =
G
OV
[
[ OV [ S) &
575 , 0 log
1
1 , 19 =
21/27
Für die lnduktivität der Spule ist keine sehr hohe Güte wie zum Beispiel bei
herkömmlichen Mobilfunkstrahlern erforderlich. Eine geringere Güte ist sogar von
Vorteil, da man dadurch leichter zu einer genügend großen Bandbreite kommt. Der
dadurch auftretende etwas größere Verlustwiderstand wirkt sich bei der MicroVert
wegen des wesentlich höheren Strahlungswiderstandes ohne große Nachteile aus.
Somit sind hier auch sehr schlanke Spulen möglich, ohne den Wirkungsgrad stark zu
beeinträchtigen.
f) Induktiver BIindwiderstand X
L
in . Vorbereitete Gleichung.
+
/
0+]
I
;/
P
O = 2832 , 6
g) Kapazitiver BIindwiderstand X
C
in . Vorbereitete Gleichung.
S)
&
0+]
I
;F
O
=
159155
Richtwerte für 80 m und 40 m MicroVert Antennen
80 m Antenne 150 W SSB 40 m Antenne 150 W SSB
Strahlerrohrlänge 1280 mm 580 mm
Strahlerrohrdurchmesser 22 mm Alu-Rohr 22 mm Alu-Rohr
Spulenträgerrohr PVC-Rohr 25,3 mm - PVC-Rohr 18 mm -
Windungszahl W = 176, L = 104 H, W = 165, L = 52,8 H
Drahtdurchmesser 1,0 mm CuL 1,0 mm CuL
Länge Gegengewicht zwischen 13 bis 18 m RG
58 U Koaxialkabel
Zwischen 7 und 9 m RG 58
U Koaxialkabel
DL7PE empfiehlt die Verwendung eines leichten und sehr stabilen Alu-Rohres wie
zum Beispiel den Gerätestiel Nr. 1024 der Firma Bürstenmann. Dieser Gerätestiel ist
im Praktiker Markt in Neu - Ulm vorrätig und hat einen Durchmesser von 22 mm. Zu
beachten ist, dass an der Verbindungsstelle zwischen Strahlerrohr und Spule die
Eloxalschicht XQEHGLQJW entfernt wird.
Praktische Vorführung mit geringer Leistung
Achtung !
Es entstehen am StrahIer enorme FeIdstärken. Bitte den
StrahIer nicht berühren ! Verbrennungsgefahr.
22/27
23/27
24/27
25/27
AnIage 4
NäherungsformeI zur Berechnung der übrigen
WindungszahIen (Zusammenfassung DL6QA)
D
sp
= mittlerer Durchmesser der Spule in cm = Durchmesser Wickelkörper +
Durchmesser Spulendraht
l
sp
= Spulenlänge in cm
w = Windungszahl
StammformeI:
VS O
VS '
OVS
'VS
FP
OVS
FP
'VS
Z
+
/
2
2
2
2
003 , 0 45 , 0 1
1
01 , 0
÷ +

|
.
|

\
|
~
P
GüItigkeitsbereich 03 , 0 >
'VS
OVS
bis ·, d.h. für kurze, dicke Spulen bis hin zu
unendlich Iangen Zylinderspulen
Für die Praxis nach w aufgelöst haben sich folgende Formeln bewährt:
oder
FP
'VS
+
/
)] Z
P
=
und hieraus wiederum
FP
'VS
)]
Z
+
/

|
.
|

\
|
=
2
P
Fz = Geometriefaktor hängt von lsp / Dsp ab. Siehe Grafik
auf der folgenden Seite
Spulenlänge lsp:
(
(
(
(
¸
(

¸

÷ |
.
|

\
|
= 1
74 , 6 2 , 2
2
+
/
FP
'VS
Z
FP
'VS
FP
OVS
P
FP
'VS
+
/
OVS
'VS
'VS
OVS
Z
P
÷ + = 003 , 0 45 , 0 07 , 10
26/27
Wer schon mal einlagige Zylinderspulen / Luftspulen berechnet hat, weiß wie ungenau
die Ergebnisse sein können. Meistens wird das Ergebnis nicht auf Anhieb stimmen,
weil diverse Faktoren die lnduktivität einer Spule beeinflussen. Faktoren sind zum
Beispiel: Spulenkapazität, Frequenzabhängigkeit der lnduktivität, Spulengüte,
Proximity-Effekt (Windungsabstand), usw. Es gibt auch kein Rechenprogramm, das
nicht ohne lterationsschleifen auskommt.
Zur untenstehenden Grafik: (Quelle: Kurze Antennen, Prof. Dr. G. Janzen, DF6SJ)
Für die MicroVert Antennen im Bereich 3,5 MHz bis 30 MHz eignen sich
Geometriefaktor-Werte Fz zwischen 20 bis 28.
Zum Beispiel hat die hier vorgestellte Antenne für den 7 MHz Bereich mit ca. 0,8 mm
Cu-Lackdraht und einem Wickelkörper von ca.18,5 mm ein lsp / Dsp Verhältnis von
6,58. Dies entspricht einem Fz von ca. 26. Multipliziert man Fz mit dem Betrag aus der
Quadratwurzel von 52,8 H / 1,93 cm ergibt das eine Windungszahl von 136 Wdg. Die
lnduktivität von 52,8 H gilt für eine Resonanzfrequenz von 7060 kHz.
Für den CW bis PSK Bereich (7000 kHz bis ca. 7036 kHz) liegen die Windungszahlen
bei etwa 140 bis 144 Windungen.
Die Grafik dient zur überschIägigen Bestimmung der SpuIendaten:
Fz = Geometriefaktor
Erprobte Praxiswerte für den PSK Betrieb auf 20 m (14 070 kHz) gemäß DK1SFA,
AIbert:
Strahlerlänge (22 mm Durchmesser) = 304 mm
27/27
PVC Rohrdurchmesser = 18 mm
Cu Lackdraht Durchmesser = 1,0 mm
Spulenwindungszahl = 67 Wdg.
Länge der Spule (lsp) = 6,8 cm
lsp / Dsp = 3,58
Fz = ca. 20
Länge Koaxialkabel Gegengewicht: = ca. 3,36 m
Nachtrag (DL6QA)
SpieIerei mit FaustregeIn
a) GIeichbIeibende Abstimmkapazität
Doppelte Windungszahl = doppelte Wellenlänge
Halbe Windungszahl = doppelte Frequenz
b) GIeichbIeibende Kapazität
Vierfache Selbstinduktion = doppelte Wellenlänge
Ein Viertel Selbstinduktion = doppelte Frequenz
c) GIeichbIeibende SeIbstinduktion
Vierfache Kapazität = doppelte Wellenlänge
Ein Viertel Kapazität = doppelte Frequenz
d) DoppeIte Kapazität u n d SeIbstinduktion = doppeIte WeIIenIänge
e) HaIbe Kapazität u n d SeIbstinduktion = doppeIte Frequenz
AIIes kIar ?

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