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Das Wörterbuch des NLP
A
Absicht -> Gute Absicht Accessing cues -> Zugangs-Hinweise Affirmationen Als ob Analog Analoger Anker -> Gleitanker Analoges Markieren Änderungs-Techniken Angleichen -> spiegeln Anker Anker entmachten -> Anker löschen Anker kollabieren -> Anker verschmelzen Anker löschen Anker setzen Anker stapeln -> Stapel-Anker Anker testen Anker verketten -> Ketten-Anker Anker verschmelzen Äquivalenz -> Komplexe Äquivalenz As if-Frame -> Als ob Assoziiert Assoziierungs-Techniken Atem Auditiv Augenbewegungen

B
Backtrack Bagel-Modell Bail out -> Unterbrecher Basisannahmen des NLP -> Grundannahmen des NLP Bateson-Lernkategorien Bateson-Lernstrategie Bedeutungs-Reframing Behavio(u)r Generator -> Neues Verhalten Behaviorismus Belief Between time Bevorzugtes Repräsentations-System Bewegungs-Anker Bewußte (In)Kompetenz -> Lern-Stadien Bewußtsein Beziehungs-Reframing Block -> Stuck state Boden-Anker Boden-Zeit-Linie Breaker -> Unterbrecher

C
Calibrated loops -> Kalibrierte Schleifen Chaining -> Ketten-Anker Change history -> History change Chunking Circle of Excellence

Collapsing anchors -> Anker verschmelzen Columbo-Technik Computer-Metapher des Geistes Core state Core transformation -> Imperative S.Analyse Cross-pacing -> Überkreuz-Spiegeln

D
Denken Deskriptive Regeln Digital -> analog Dissoziieren Dissoziierungs-Techniken Dritte Position Down-time Durch-Zeit

E
Eingebettete Befehle Eingebettete Fragen Einheitliche Feldtheorie Erinnerungen -> Gedächtnis Erste Position -> W.Positionen Exaktes Wahrnehmen -> Genaues Wahrnehmen

F

Fähigkeiten Filter -> Wahrnehmungs-Filter Fokus d.Bewußtseins Frage-Techniken Frame Führen 5-4-3-2-1-Methode Führungs-System -> Leit-System Future pace

G
Gedächtnis Gefühle Genaues Wahrnehmen Generalisierung -> Verallgemeinerung Gestalt Gestaltungs-Ebenen -> Logische Ebenen Glaubenssatz Gleit-Anker Glücks-Anker Grundannahmen des NLP Gustatorisch Gute Absicht

H
Haptisch Hierarchie von Kriterien -> Werte Hindernisse

History change Hypnotische Sprache

I
Identität Ideomotorische Bewegungen Imperative Selbst-Analyse Indirekte Suggestionen Informations-Sammlung Inhalts-Reframing Inkongruenz Innerer Dialog Innere Repräsentation Innerer Zustand Installieren Integration Intention -> Gute Absicht Interferenzen -> Hindernisse Intervention In-Zeit

J
Johari-Fenster

K
Kalibrieren

Kalibrierte Schleifen Kapazität -> Fähigkeiten Kern der Persönlichkeit Ketten-Anker Kinästhetisch Kinästhetisches Selbst Kognitive Psychologie Kollaps-Anker -> Anker verschmelzen Kommunikations-Techniken des NLP Komplexe Äquivalenz Konfusion Kongruenz Kontext Kontext-Reframing Konversations-Postulate Körper Körper-Sprache Körper-Wahrnehmung Kraft-Quelle -> Quelle Kriterien Kritiker(in) Kulturelles NLP Kurzschließen

L
Laterale Augen-Bewegungen Leading -> Führen Leit-System Lern-Stadien

Lern-Stile Lern-Zyklus -> Lern-Stadien Life Line -> Zeit-Linie Logische Ebenen Lokaler Anker -> Raum-Anker Loop -> Kalibrierte Schleife

M
Manipulation Mapping Mapping around Matchen Mechanistisches Welt-Bild Mehrfache Beschreibung Mentoren-Technik Meta Meta-Botschaft Meta-Mirror -> Meta-Spiegel Meta-Modell der Sprache Metaphern Meta-Programme Meta-Spiegel Milton-Modell Mirroring -> Spiegeln Misch-Physiologie Mismatchen Mitgehen -> Spiegeln Modalverben Modaloperatoren

Modalitäten Modell Modell der Welt -> Welt-Bild Modellieren Moment of Excellence Moment of Importance Multiple Beschreibung -> Mehrfache Beschreibung Muskelspannungen

N
Negative Befehle Neues Verhalten erzeugen Neuprägung Neurologie Neurologische Ebenen -> Logische Ebenen Nominalisierung Nonverbale Kommunikation -> Körpersprache Notation des NLP New Behaviour Generator -> Neues Verhalten

O
Oberflächen-Struktur der Sprache Olfaktorisch Onkel-John-Geschichten Ökologie Ökologischer Check

P

Pacing Parental Time-Line Person -> Identität Personale Identität Phobie Physiologie Placebo-Effekt Polaritäten Polare Reaktionen Positive Absicht -> Gute Absicht Positiver History Change Pragmagraf. Swish-Design Prädikate Prägung Präskriptive Regeln Präsuppositionen -> Vorannahmen Primäres Repäsentations-System -> Bevorzugtes R.-S. Problem-Physiologie Problem-Zustand Propriozeptive Empfindungen Prozeß Punch-Reframing

Q
Quelle

R
Rapport

Raum-Anker Realist Referenz Referenz-Erfahrung Referenz-System Reframing Regeln Re-imprint -> Neuprägung Repräsentations-Systeme RepSysteme der Sprache Ressourcen Ressourcen-Fokus Ressourcen-Physiologie Ressourcen-Zustand

S
Satir-Kategorien S.C.O.R.E-Modell Sechs-Stufen-Reframing Selbst-Anker Selbst-Bild Selbststeuerung Selbstwert Sensorische Systeme -> Sinnes-Kanäle Separator -> Unterbrecher Sex und NLP Sinnes-Kanäle Six-Step-Reframing -> Sechs-Stufen-Reframing Sleight-of-Mouth-Patterns

Sorting Styles -> Meta-Programme Soziale Identität Soziales Panorama-Modell Spiegeln Standard-Swish Stapel-Anker State of excellence -> Moment of excellence Stimme Strategie Strategie erkunden Strategie installieren Strategie-Swish Stuck State Submodalitäten Swish Swish-Design Symptom-Reframing Synästhesie System-Matrix

T
Taktil Teile Through time Tiefenstruktur der Sprache Tilgung Time Frame Time-Line -> Zeit-Linie Trance

Trans-derivationale Suche Transfer Transformations-Grammatik Traumata-Techniken Träumer(in) Tu-so-als-ob-Rahmen -> Als ob

U
Überkreuz-Spiegeln Überlappen Überzeugungen -> Beliefs Ultrakurzzeit-Therapie Umfassungswörter Umwelt Unbewußtes Und-Haltung Unified Field Theory Universalquantoren Unterbrecher Untereigenschaften Up-Time Ur-Credo Ursache-Wirkung -> Beliefs Utilisation

V
VAKO Verallgemeinerung

Verbindung -> Zugehörigkeit Verdecktes Arbeiten Vergangenheit Verhalten Verhaltensflexibilität Verhaltenshinweise -> Zugangshinweise Verhandlungs-Reframing Verketten mehrerer Anker -> Ketten-Anker Versöhnungs-Physiologie Versteckte Befehle -> Eingebettete Befehle Versteckte Fragen -> Eingebettete Fragen Verzerrung Vierte Wahrnehmungs-Position Viszerale Körperempfindungen Vollständige Sätze -> Wohlgeformte Sätze Vorannahmen

W
Wahrnehmungs-Ebenen -> Repräsentations-Systeme Wahrnehmungs-Filter Wahrnehmungs-Positionen Wahrnehmungs-Training -> Genaues Wahrnehmen Wahrnehmungs-Typen Walt-Disney-Strategie Warum-Fragen Weg von Welt-Bild Werte Wieder-Prägung -> Neuprägung

Wohlgeformt Wohlgeformte Sätze Wohlgeformtes Ziel

X Y Z
Zeit Zeit-Linie Zeit-Linie der Eltern Zeit-Orientierung Zeit-Rahmen Zeit-Verzerrung Ziel Ziel-Arbeit Ziel-Bild Ziel-Konflikt Ziel-Physiologie Ziel-Rahmen Ziel-Satz Ziel-Zustand Zitate Zugangs-Hinweise Zugangs-System Zugehörigkeit Zweite Position Zwischen-Zeit

Gestalt ein geschlossenes Ganzes, dessen Teile in gegenseitiger Abhängigkeit stehen und das mehr darstellt als die Summe seiner Teile. Der Gestaltpsychologe Köhler definierte Gestalt "als solche Gebilde (Melodien, Raumgestalten, Gedanken), die als Ganze spezifische Eigenschaften haben und deshalb mit gutem Recht als Einheiten aufzufassen sind." Die Gestaltpsychologe behauptet, daß das Gehirn die Realität nur in Gestalten wahrnehmen kann. Als Beleg gelten u.a. die sogenannten Sinnestäuschungen, z.B. die bekannten Kipp-Bilder, bei denen immer eine andere Gestalt "wahrgenommen" wird. Gestalt-Therapie Gestaltungs-Ebenen Logische Ebenen

Glaubenssatz, Belief Ein Glaubenssatz ist der sprachliche Ausdruck von etwas, an das jemand glaubt, was jemand für wahr hält. Glaubenssätze sind für NLP ein Ausdruck innerer Modelle, die jede Person andauern entwirft und andauernd entwerfen muß, um sich in der Welt zu orientieren. Glaubenssätze in der NLPTerminologie sind ein alltägliches Phänomen. Sie haben mit Glaubenssätzen im religiösen Sinn nichts zu tun (Religiöse Glaubenssätze sind ein Sonderfall der Glaubenssätze in der NLPBedeutung).Wir haben es in diesem Lexikon vorgezogen, für den NLP-Begriff von Glaubenssatz das englische Wort Belief zu verwenden. Gleit-Anker Ein Berührungs-Anker (kinästhetischer Anker) mit einer gleitenden Bewegung z.B. mit den Fingerkuppen am Oberarm. Gleit-Anker können in einer kleinen Bewegung bestehen, z.B. ein paar Zentimeter, oder in einer großen Bewegung entlang einer Körperlinie, z.B. von der Armbeuge bin zu den Knöcheln. GleitAnker können manchmal sehr wirksame Anker sein, besonders auch,

wenn ungewohnte Körperberührungen gewählt werden. für einen Gleit-Anker zum Intensivieren von Gefühlen

Anleitung

Glücks-Anker Ein Selbst-Anker und ein Stapel-Anker, der sich auf Glücks-Zustände bezieht. Angenommen der Selbst-Anker besteht darin, Daumen und Zeigefinger der linken Hand zusammenzupressen und die Hand leicht zu drehen. Der Anker wird so gesetzt: Sie machen diese (oder eine andere frei gewählte) Bewegung in Alltag immer dann, wenn Sie etwas erleben, was in Ihnen viel oder wenig "Glück" auslöst (wenn Sie sich über etwas freuen, über etwas lachen, stolz sind, usw.). Jedes dieser (kleinen oder großen) Ereignisse wird auf die gleiche Art geankert. Mit der Zeit verfügen Sie über einen sehr wirkungsvollen Selbst-Anker. Ein Glücks-Anker ist hervorragend geeignet, unerwünschte innere Zustände zu verändern. Er wird dann aktiviert, wenn Sie Ihren inneren Zustand positiv verändern wollen (z.B.: wenn Sie sich über etwas ärgern und diesen Ärger beenden wollen). In vielen Fällen kann die Aktivierung eines Glücks-Anker den inneren Zustand auf eine kleine Weise verändern, die innerlich angenehm erfahren wird. ( Anker verschmelzen) Grundannahmen des NLP Eine Menge von Annahmen, die grundlegende Beliefs des NLP zum Ausdruck bringen. Welche Annahmen als Grundannahmen des NLP gelten, ist nach Richtung und Schule unterschieden. Typische Grundannahmen sind: (1) Die Landkarte ist nicht das Territorium. (2) Jede Person hat alle Ressourcen, die sie zum Erreichen ihrer Ziele benötigt. (3) In Kommunikation gibt es keine Fehler, sondern nur Ergebnisse. (4) Die Bedeutung der Kommunikation ist das Resultat, das erzielt wird. (5) In guter Kommunikation gibt es nur Gewinner. (6) Jeder Mensch ist einzigartig. (7) Jeder Mensch hat sein eigenes Modell der Welt.

(8) Jedes Individuum ist als Person in Ordnung. Hinterfragt wird nur die Angemessenheit seines Verhaltens. (9) Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich. (10) Ich bin verantwortlich für mein Verhalten. (11) Wenn etwas nicht funktioniert: Hör damit auf und probier etwas Neues. (12) In jeder Situation gibt es mindestens drei Wahlmöglichkeiten. (13) Körper und Geist sind eine Einheit. (14) Individuen haben zwei Ebenen der Kommunikation: die bewußte und die unbewußte Ebene. (15) Widerstand ist eine Aussage über die Inflexibilität des Kommunikators. Die Frage, welche dieser Annahmen jemand für nützlich erachtet und in welchem Ausmaß jemand fähig ist, sie in das eigene Leben zu integrieren, bildet einen wichtigen Bestandteil einer ernsthaften Auseinandersetzung mit NLP. Gustatorisch bezieht sich auf den Geschmack oder das Schmecken, eines der Sinnes- bzw. Repräsentations-Systeme des NLP. Gute Absicht, positive Absicht, positive Intention Das TeileKonzept des NLP beruht auf der Annahme, daß alle "Teile" im Unbewußten eine positive Funktion ausüben, - daß also, dem was sie tun, eine positive Intention zugrundeliegt. Die Idee der guten Absicht ist eine Arbeitshypothese für viele Änderungs-Techniken des NLP. In den Techniken des Reframings wird diese Hypothese als Faktum eingeführt. Das heißt eine Person, die z.B. den Prozeß des Sechs-Stufen-Reframing oder des Symptom-Reframing auf ein Problem anwendet, wird nicht gefragt, ob der "Teil", der sie ärgert, stört oder Schmerzen verursacht, möglicherweise eine "gute Absicht" haben könnte, sondern sie wird gefragt, was die "gute Absicht" dieses "Teils" ist. Die Antworten, die dabei kommen, werden in den

Techniken des Reframings nicht hinterfragt, abgewertet oder lächerlich gemacht, sondern für bare Münze genommen. Reframings dieser Art beziehen sich in der Regel auf die logische Ebene des Verhaltens. Es wird gesagt, daß dem "Teil", der für dieses Verhalten verantwortlich ist, eine positive Absicht zugrundeliegt. Diese Absicht wird in Erfahrung gebracht und akzeptiert. Punktum. Auf der Ebene der Beliefs sieht die Sache anders aus. Absichten, die hier geäußert werden ("Ich mache das, weil ") werden kritisch hinterfragt, weil diese Beliefs genau das Problem sein können. Dies bezieht sich nicht nur auf "bewußt" geäußerte Beliefs, sondern auch auf Beliefs, die erst in einem längeren Prozeß des Nachfragens vom "Unbewußten" ans Tages-Licht gebracht wurden. Das kritische Hinterfragen von "Absichten" auf der Ebene der Beliefs (eine logische Ebene, die der Ebene des Verhaltens übergeordnet ist), bezeichnet somit auch eine Grenze für die Anwendbarkeit bestimmter Techniken des Reframings: manchmal schmoren die Reframings im Saft der eigenen Beliefs. Darüberhinaus beschreibt das Prinzip der guten Absicht eine grundsätzliche Einstellung Menschen gegenüber. Dem Verhalten anderer eine positive Absicht zu unterstellen, auch wenn wir sie nicht "verstehen", kann Kommunikation qualitativ verbessern. Dazu ist es nützlich, die Ebene des Verhaltens von der Ebene der Person, der Identität, zu trennen. Auf der Verhaltens-Ebene geht es um Regeln, um Normen - und um Sanktionen, falls die Regeln und Normen überschritten werden. Auf der Personen-Ebene geht es um den Kern der Person, ihre eigentliche Identität. Auf der Verhaltens-Ebene ist es notwendig, anderen klare Grenzen zu setzen (und ihre Überschreitung zu ahnden). Auf der Verhaltens-Ebene geht es um Bedingungen, - vielleicht um Bedingungen, die notwendig sind, will eine soziale Gemeinschaft überleben. Auf der Ebene der Person, des Kerns der Person, geht es nicht um Bedingungen. Die Würde von

Menschen ist nicht an Bedingungen geknüpft (eine der Grund-Ideen der Demokratie). Auf der Ebene der Person ist jede Person in Ordnung, auch wenn ihr Verhalten nicht in Ordnung ist. Diese Einstellung ist geeignet, Energie zu sparen, den Fokus auf die eigentlichen Ziele, und nicht auf Nebenschauplätze (den Kampf gegen die schlechten anderen) zu richten. "Feinde" (als Personen) hat nur, wer sich Feinde innerlich konstruiert. Einstein hat einmal gesagt, die wichtigste Frage ist, ob wir in einem feindlichen oder in einem freundlichen Universum leben. Das Märchen vom Tempel der tausend Spiegel.

Lern-Stile. Arten des Lernens. In NLP gibt es unterschiedliche Modelle zur Erkundung individueller Lernstile. Beispiel sind das bevorzugtes Repräsentationssystem, das Leit-System, das Referenz-System, Lern- Strategien oder Meta-Programme. Lern-Zyklus Life Line Lern-Stadien

Zeit-Linie

Logische Ebenen Die logische Ebenen, auch neurologische Ebenen oder Gestaltungs-Ebenen genannt, sind ein einfaches hierarchisches Modell von fünf oder mehr Ebenen. Im ursprünglichen Ansatz von Dilts handelt es sich um fünf Ebenen: (1) die Umwelt (enviroment and external constraints), (2) das Verhalten (behavior), (3) die Fähigkeiten (capability), (4) die Überzeugungen (belief systems) und (5) die Identität (identity). (1) Jedes Ereignis findet in einere bestimmten Umwelt statt. Das ist die Umgebung, der zeitliche und räumliche Kontext, die äußeren Umstände, die äußeren Auslöser. Die Ebene der Umwelt enhält alle äußeren Bedingungen, die auf eine Person einwirken. Die Phänomene der Umwelt sind äußerlich mit den Sinnen erfahrbar. Umwelt ist sinnlich beschreibbar. Umwelt kann mit den Fragen "wo?", "wann?" "wer?", "wer noch?" in Erfahrung gebracht werden. (2) Die Ebene des Verhaltens bezieht sich auf alle Aktionen und Reaktionen einer Person, die von außen, durch andere Menschen, wahrnehmbar sind: das Verhalten dieser Person, ihr Tun, ihr Handeln, ihre Worte, ihre Stimmwahl, ihre Gestik, ihre Bewegungen, ihre Motorik, ihre Atmung. Auch Verhalten kann mit sinnesspezifischen Begriffen beschrieben werden. Hier geht um das Was: "was wird getan?".

(3) Die Fähigkeiten sind kognitive Prozesse, die eine Person durchläuft, damit ein bestimmtes Verhalten möglich wird. Es geht um das Können und Denken, auch um das Bewußtsein über diese Fähigkeiten. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in NLP auch mit den Strategien und Meta-Programmen beschrieben. Die Frage dazu ist das "Wie?": wie führt jemand Tätigkeiten aus, welche inneren Prozesse und Programme laufen ab? Die Ebene der Fähigkeiten und alle folgenden Ebenen sind von außen sinnlich nicht direkt wahrnehmbar. Alle Aussagen über diese Ebenen bei anderen Menschen sind Interpretationen äußerer Beobachter. (4) Die nächste Ebene sind die Beliefs, die Glaubenssätze, die Überzeugungen, die Werte, die inneren Kriterien, die dem Handeln (bewußt und unbewußt) zugrundeliegen, auch die höchsten Werte und eigentlichen Motive einer Person. Hier geht es um die LeitIdeen, die Menschen für wahr halten und die Menschen als Motive für den Einsatz ihrer Fähigkeiten anwenden. Menschen setzen Fähigkeiten, die sie besitzen, nur dann ein, wenn entsprechende Glaubenssätze und Kriterien vorhanden sind, die den Einsatz dieser Fähigkeiten erlauben. Glaubenssätze sind Interpretationen aus früheren Erfahrungen. Glaubenssätze sind individuelle Theorien, warum etwas so und nicht anders ist. Diese Ebene wird erfragt durch. "Warum?", Wofür?, "Was ist wichtig?". (5) Die fünfte Ebene ist die Ebene der Identität: das Selbst-Bild, die Vorstellungen, die Menschen von sich als ganze Person in ihrem Verhalten, in ihren Fähigkeiten und in ihren Überzeugungen meist unbewußt mitkonstruieren. Identität ist eine hohe Ebene von Interpretationen: die Interpretation zahlreicher Interpretationen vergangener Erfahrungen. Identität - mit den Polen der personalen und der sozialen Identität - kann auch als besonderes Belief gedacht werden: ein Belief, das Menschen auf sich selbst anwenden, das zentrale Modell über sich selbst. Die Frage dazu ist."Wer bin ich

(wenn ich diese Beliefs, Fähigkeiten, lebe)?". (6) In vielen Ansätzen wird das Modell der logischen um eine weitere Ebene (bei manchen auch unterteilt in mehrere Ebenen) ergänzt. Diese "letzte" (und wichtigste) Ebene ist eine "überindividuelle Ebene". Sie beinhaltet die Vorstellungen, Gedanken, Beliefs von Menschen über etwas, das mehr ist als sie als Person, das ihre Individualität überschreitet. Hier geht es um die Zugehörigkeit zu etwas Größeren oder Höheren, - für manche: die spirituelle Ebene, umfassende Visionen, der Sinn des Lebens, Lebensaufgaben, eine Mission, das Erleben von core state oder der Quelle. Menschen, die ihr Bewußtsein auf die Inhalte dieser Ebene richten, fühlen sich anderen Menschen, der Menschheit insgesamt, der Natur, dem Leben, einer umfassenden Idee oder dem Göttlichen verbunden. Auf der Ebene der Zugehörigkeitgeht es um die "großen Fragen" im Leben: Warum leben wir? Warum sind wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? Kurzfassung zu den Fragen zu allen Ebenen Gundl Kutschera unterscheidet die Ebene der Beliefs von der Ebene der Werte und ordnet die Werte über den Beliefs. Werte werden von ihr als "spezielle Überbegriffe von Glaubenssätze" definiert: "Sie sind die treibende Kräfte dafür, warum etwas wichtig und lohnenswert ist - was der Sinn des Lebens ist". Ihre Einteilung geht so: (1) Umfeld, (2) Verhalten, (3) Fertigkeiten und Fähigkeiten, (4) Belief-Systeme (Glaubenssätze) , (5) Werte, (6) Spiritualität, KraftQuelle. Sie assoziiert dabei (2) mit Lernen 1, (3) mit Lernen 2, und (5) mit Lernen 3 in den Bateson-Lern-Kategorien. Das Modell der logischen Ebenen ist eines der zentralen Modelle des NLP, wie es sich heute präsentiert. Es wird unterschiedlich interpretiert und unterschiedlich angewandt. Der gemeinsame Gedanke, der in allen Interpretationen zu finden ist, ist der Gedanke einer Hierarchie. Die logischen Ebenen sind eine Klassifikation von

"äußeren" und "inneren" Phänomenen hinsichtlich ihrer Wichtigkeit und ihrer Bedeutung. Es wird immer davon ausgegangen, daß höhere" Ebenen "niedrigere" Ebenen beeinflussen und steuern. Eine Veränderung auf einer höheren Ebene verändert die darunterliegenden Ebenen. Personen, die z.B. ihre Beliefs oder ihre Identität verändern, verändern "automatisch" ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten. Jede Ebene in diesem Modell bestimmt, welche Veränderungen auf den Ebenen unter ihr möglich sind. Ein Reframing, angewandt auf Verhalten, kann an die Grenze der Beliefs stoßen und dadurch (wenn mächtige hindernde Beliefs dem neuen erwünschten Verhalten entgegenstehen) wenig oder nicht wirksam sein. Im allgemeinen versucht man in NLP, bei einer Veränderungs-Arbeit auf der höchsten logischen Ebene zu beginnen, die für das jeweilige Problem Sinn ergibt. (Wer unter einer Spinnen-Phobie leidet, braucht in der Regel seine Identität nicht verändern). Die Frage, welche Ebene die richtige für Veränderungs-Arbeit ist, kann allgemein nicht beantwortet werden. Sie hängt von vielen Faktoren ab, die auch die Persönlicheit des Beraters oder der Beraterin und die Art der Beziehung und der Kommunikation mit dem Klienten, der Klientin betreffen. Bemühungen über Änderungen auf einer zu niedrigen Ebene können ins Leere gehen. "Wenn der Klient auf der Ebene der Identität glaubt, er habe es letztlich nicht verdient von der Schmach, eine Suchtpersönlichkeit zu sein, erlöst zu werden, dann ist jeder Versuch verlorene Liebesmühe, ihm z.B. auf der Ebene des Verhaltens helfen zu wollen, sein Ziel zu erreichen" (Thies Stahl). Das hierarchische Modell der logischen Ebenen darf nicht im Sinne einer kausalen "Einbahn-Straße" mißverstanden werden. "Hohe" Ebenen bilden sich nicht im luftleeren Raum, sondern basieren auf Erfahrungen und "Beweisen". Der Glaubenssatz "ich kann nicht schwimmen" (Ebene 4) wird in der Regel mit mangelnden Fähigkeiten (Ebene 3) zu tun haben. Schwimmen zu lernen (sich

diese Fähigkeit anzueignen) verändert "automatisch" den Glaubensatz, wie jemand hier über seine Fähigkeiten denkt. Inke Jochims schlägt eine pragmatische Unterscheidung nach "angemessenen" und "unangemessenen" Beliefs vor. Ein unangemessener Glaubenssatz wäre zum Beispiel: "Ich kann nicht schwimmen lernen", eine Konstruktion der Zukunft, die (vermutlich) auf unüberprüften Vorannahmen beruht. "Daher ist die Reihenfolge der Veränderungsarbeit, wenn man einem angemessenen Glaubenssatz verändern will: erst das Erlernen einer neuen Fähigkeit, dann verändert sich auch der Glaubensssatz ohne weitere Interventionen. Aber wenn man einen unangemessenen Glaubenssatz verändern will, dann gilt: erst die Veränderung des Glaubenssatzes, dann das Erlernen einer neuen Fähigkeit". Das Modell der logischen Ebenen ist (wie auch das Beispiel zeigt) ein Instrumentarium zur Klassifikation von Problemen und von NLPTechniken, die zur Lösung empfohlen werden. Beispiele für typische Zuordnungen sind: (1) Ebene der Umwelt: die meisten Techniken der Ziel-Arbeit, wie Problem- und Zielbestimmung und der Ziel-Rahmen. (2) Verhalten: die meisten Anker-Techniken, wie Anker verschmelzen, die Techniken des Reframing, wie das SechsStufen-Reframing und das Symptom-Reframing. (3) Fähigkeiten: die drei Wahrnehmungs-Positionen, die MetaProgramme, Techniken der Veränderung und Installation sowohl von Mikro- wie von Makro- Strategien, wie z.B. die BatesonLernstrategie. (4) Beliefs: alle Techniken der Veränderung von Beliefs, für manche auch die Walt-Disney-Strategie. (5) Identität: History change, Neuprägung, Übungen im Rahmen der Imperativen Selbst-Analyse und des Sozialen-PanoramaModells, in machen Fällen auch die Änderung der inneren Zeit-

Linie. (6) Zugehörigkeit: Core transformation, Installieren der Quelle, Ur-Credo-Prozeß. Diese Zuordnungen dürfen nicht überinterpretiert werden. Manche Zuordnungen sind strittig und werden in der Literatur zu NLP auch anders vorgenommen. Im konkreten Fall kann oft nicht gesagt werden, welche der logischen Ebenen tatsächlich durch eine Intervention tangiert wird. Änderungs-Prozesse geschehen auf vielen Ebenen, und vieles davon bleibt unbewußt. Das Modell der logischen Ebenen kann sowohl für den Vergleich von Problemen und Techniken als auch zur Beschreibung der Dimensionen eines Problems oder eines Ziels verwendet werden. In der Ziel-Arbeit kann es generell nützlich, sein, die verschiedenen Ebenen explizit anzusprechen. Das Modell der logischen Ebenen ist gut geeignet, die Dimensionen bestehender Probleme und möglicher Ziele in einem umfassenden Sinn zu beschreiben. Darüberhinaus kann es bestehende Ziele zusätzlich anreichern und vertiefen. Robert Dilts hat dazu eine Intervention entwickelt (er nennt sie "logical level alignment", wir bezeichnen sie "Integration der logischen Ebenen"). Dabei geht es darum, für ein bestimmtes Ziel die einzelnen Ebenen in folgender Reihenfolge anzusprechen (und assoziiert zu erleben): Umwelt - Verhalten - Fähigkeiten - Beliefs - Identität Zugehörigkeit- Identität - Beliefs - Fähigkeiten - Verhalten - Umwelt (in der Regel macht man das mit Boden-Ankern). Man durchläuft also eine Kette von außen - innen - außen und vom konkreten zum allgemeinen Kontext und zurück. Diese Intervention stellt konkrete Ziele, z.B. auf der Verhaltens-Ebene, in einen umfassenden Zusammenhang. Dadurch wird meist eine stärkere Motivation und zusätzliche Energie für das Ziel aktiviert. Diese Technik kann auch für Teams oder Partner angewandt werden, vor allem dann, wenn es um große umd wichtige Entscheidungen geht (Es kann ein tiefes Erlebnis sein, diese Übung für eine wichtige Frage gemeinsam mit seiner, ihrem PartnerIn zu machen). Hilfreich ist es, die Identität

(Ebene 5) als Metapher auszudrücken (der Klient, die Klientin findet eine Metapher für sich selbst: "Ich bin wie ...") und sich für die Zugehörigkeit (Ebene 6) ein Symbol schenken zu lassen, das man in die Hand nimmt und auf der Reise zurück bis zur Umwelt mitnimmt. Übungs-Anleitung dazu. Lokaler Anker Raum-Anker kalibrierte Schleife

Loop bedeutet Schleife,

Meta-Spiegel Robert Dilts hat vorgeschlagen, die drei traditionellen Wahrnehmungs-Positionen durch eine vierte Position zu ergänzen, die er Meta-Spiegel (meta mirror) nennt. Der Meta-Spiegel ist eine Meta-Position zu den drei anderen Positionen. Vom Meta-Spiegel (in einer NLP-Intervention meist als Boden-Anker definiert) kann das Beziehungsmuster zwischen dritter und erster Position erkundet werden: die Art, wie die dritte Person mit der ersten Person umgeht, z.B. ob sie übertrieben kritisch ist. Dilts meint, daß eine Reflexion über diese Interaktion einen "Spiegel" abgibt, wie sich Menschen selbst behandeln (welche Beziehung sie zu Ihrem Selbst-Bild) haben. Die vierte Position dient dazu, diese Beziehung zu erkunden. Dazu ist es hilfreich, von der Interaktion von dritter und erster Position zu abstrahieren, sich von den dabei beteiligten Gefühlen zu dissoziieren und dieses (innere) System von außen zu erkunden. Übungs-Anleitung Milton-Modell Das Milton-Modell ist nach Milton Erikson benannt. Das Milton-Modell beschreibt, wie sprachlich Tilgungen, Verallgemeinerungen und Verzerrungen als Prozeß-Elemente so eingesetzt werden können, daß der Zuhörer die konkreten Inhalte aus seiner Erfahrungs-Welt hinzufügt. Das Milton-Modell ist ein Katalog von Sprach-Muster, um den inneren Zustand einer Person zu spiegeln, Zugang zu unbewußten Ressourcen zu bekommen und eine Person sprachlich zu führen. Es besteht aus zwei großen Teilen: (A) einer Umkehrung des Meta-Modells und (B) zusätzlichen Elementen hypnotischer Sprache. (A) Das Milton-Modell ist die Umkehrung der Sprachmuster aus dem Meta-Modells (es wird auch inverses Meta-Modell genannt). Im Meta-Modell will man die Tiefen-Struktur erkunden. Das Ziel ist die Gewinnung präziser Informationen. Die Sprache ist konkret und genau. Im Milton-Modell will man Personen in innere Zustände führen: die Sprache ist kunstvoll vage und ungenau. Im Meta-Modell

werden jene Sprachmuster hinterfragt, die als "Verletzung des MetaModells" gelten. Im Milton-Modell werden diese Sprachmuster bewußt angewandt. Beim Meta-Modell will man die Tiefen-Struktur entdecken. Beim Milton-Modell will man auf der OberflächenStruktur bleiben. Der Katalog der Sprach-Muster des Milton-Modell folgt dem Katalog aus dem Meta-Modell. Es geht um den Einsatz von Tilgungen, Verallgemeinerungen undVerzerrungen.Tilgungen lassen Informationen weg: "Es ist so interessant" (unspezifisches Subjekt, unbestimmter Inhaltsbezug) "immer wieder wahrzunehmen" (unspezifische Verb), "daß es besser ist" (Vergleich, Bewertung) "die Neugierde" ( Nominalisierung). "zu wecken". Ein anderes Beispiel: "Jeder" (Universalquantor) "kann" (Modaloperator der Möglichkeit) "und jeder muß" (Modaloperator der Notwendigkeit) "diesen Sätzen Bedeutung geben. Und indem Sie das tun, haben Sie gerade etwas sehr Wichtiges erfahren" (komplexe Äquivalenz). "Und genau das macht es Ihnen leicht" (Ursache-Wirkungs-Konstrukt) "zu verstehen" (gewagte Vorannahme!, gleichzeitig Gedankenlesen), "wie all das natürlich in Ihr Unbewußtes eingefügt werden kann, ohne daß Sie wissen, wie dies geschieht". Kurzüberblick über diese Sprach-Muster. (B) Daneben zählen zum Milton-Modell eine Reihe weiterer hypnotischer Sprach-Mustern. Beispiele sind: eingebettete Befehle, eingebettete Fragen, negative Befehle, KonversationsPostulate, Vorannahmen oder Zitate. Die Sprachmuster des Milton-Modells kann man im Alltag oft beobachten. Im NLP geht es darum, (1) die Sprachmuster des MiltonModells zu kennen, (2) die Sprachmuster des Milton-Modells bei anderen zu entdecken, (3) die Sprachmuster des Milton-Modells

gezielt einzusetzen. . Mirroring spiegeln

Misch-Physiologie Physiologie, die eine Person bei einer erfolgreichen Änderungs-Technik zeigt. Eine Misch-Physiolgie tritt in dem Augenblick auf, bei dem sich Problem- und RessourcenZustand mischen, z.B. bei der Technik des Anker-Verschmelzen. Wenn jemand in seiner Vorstellung eine problematische Situation mit Ressourcen anreichert, dann "vermischen" sich beide Zustände und eine eigene Physiologie als Mixtur von Problem- und RessourcenPhysiologie wird sichtbar. Das Auftreten einer Misch-Physiologie ist ein Zeichen, daß einen innere Umorientierung stattfindet. Mismatchen, Mismatching Gegenteil von matching, in beiden Bedeutungen: (1) Das Verhalten einer Person bewußt nicht spiegeln, um Rapport zu brechen oder zu beenden. (2) eines der (komplexen) Meta-Programme. Beim Mismatching wird die Aufmerksamkeit auf das gelenkt wird, was ungleich oder unähnlich ist. Mitgehen Wörtliche Übersetzung des Englischen pacing. Spiegeln.

Modalverben Modalverben sind die Verben: wollen, sollen, müssen, dürfen können und mögen. In NLP wird dafür meist der Ausdruck Modaloperator verwendet. Modaloperatoren Modaloperatoren (im Englischen modal operators) modifizieren den Inhalt eines anderen Verbes: "Sie können sich das merken". Modaloperatoren werden meist in zwei Gruppen unterteilt: in Modaloperatoren der Notwendigkeit (müssen, sollen, ) und in

Modaloperatoren der Möglichkeit (dürfen, können, ). Modaloperatoren sind ein Hinweis für verinnerlichte präskriptive Regeln, und damit oft für einschränkende Beliefs. Sätze mit Modaloperatoren gelten als Verletzungen des Meta-Modells. Sie werden meist den Verallgemeinerungen zugeordnet. Modalitäten Mit Modalitäten meint man im NLP die fünf (meist zu vieren zusammengefaßten) Sinnes-Kanäle (die SinnesModalitäten). Die Submodalitäten sind die Untereigenschaften. Modell Der Ausdruck Modell findet sich in NLP in mehreren Bedeutungen. (1) Bewußtsein ist ein ungeheurer Auswahl-Prozeß: jede Repräsentation, alles was wir wahrnehmen, denken, fantasieren, ist nur ein Modell. Wir sind nicht fähig, die Welt so wahrzunehmen, "wie sie ist", sondern wir können die Welt nur in Form innerer Landkarten, innerer Modelle erfahren. Eine Landkarte ist nicht das Territorium. Wir kennen das Territorium unserer Welt nur in Form unserer Landkarten der Welt. Landkarten wählen aus: sie betonen bestimmte Aspekte und blenden andere aus. Landkarten sind Wahrnehmungs-Filter Landkarten enthalten Beliefs und Vorannahmen, die als solche nicht erkannt werden. Modelle zu bauen ist ein natürlicher Vorgang. Wir bauen die ganze Zeit Modelle von der Welt, von anderen, von uns selbst. Jede innere Repräsentation über innere und äußere "Tatbestände" ist ein Modell. Jeder Akt der Wahrnehmung ist auf unbewußter Ebene eine ModellBildung.Wahrnehmen heißt für wahr nehmen. Wie Menschen Modelle im allgemeinen machen, beschreibt NLP im Meta-Modell der Sprache.

(2) NLP ist ein praktischer Ansatz. NLP liefert praktische HandlungsAnleitungen und konkrete Prozeß-Schritte, die auf konkrete inhaltliche Probleme angewendet werden können. NLP hat aufgrund seiner Tradition (NLP hat sich im nicht-akademischen Bereich entwickelt) und aufgrund seiner konstruktivistischen Basis kein großes Interesse an der Schaffung von "Theorien". NLP präsentiert sich oft als "theorieloser Ansatz" - und legt gleichzeitig Wert auf seine empirische Überprüfbarkeit. (In meiner Ausbildung habe ich die Trainer mit dem Spruch genervt: "NLP hat keine Theorie, aber diese Theorie kann man testen"). Die Ansicht, NLP sei theorielos, wird langsam revidiert und mittlerweilen gibt es auch im deutschen Sprachraum fundierte theoretische Arbeiten von und zu NLP. (Tatsächlich hat NLP theoretische Tiefe, viele Implikationen sind aber noch nicht erforscht). Die scheinbare Theorielosigkeit in NLP hat auch mit der pragmatischen Wurzel des NLP zu tun. Der amerikanische Pragmatismus (die Hauptströmung der Philosophie der USA in diesem Jahrhundert) versteht alle Begriffe und Theorien (auch wissenschaftliche Begriffe und Theorien) nicht als Widerspiegelungen, als Abbilder einer "äußeren Realität", sondern als Mitteln, die sich durch soziale Konventionen gebildet haben. Modelle in NLP sind Theorien im einem pragmatischen WissenschaftsVerständnis. Grinder und Bandler gehen noch weiter und grenzen ihre Modelle von "Theorie" (was ist das?) strikt ab. Sie argumentieren dabei in der Denk-Tradition des amerikanischen Pragmatismus: "Ich wähle bewußt den Ausdruck "Modell" im Gegensatz zu dem Begriff "Theorie". Ein Modell ist einfach eine Beschreibung, wie etwas funktioniert, ohne Festlegung, warum es so sein mag. Eine Theorie hat die Aufgabe, eine Rechtfertigung dafür zu liefern, warum verschiedenen Modelle anscheinend mit der Realität übereinstimmen. Wir sind Modellbauer und bitten Sie, diese Arbeit als ein Modell zu beurteilen, unabhängig davon, ob es wahr oder falsch, richtig oder unrichtig, ästhetisch oder unästhetisch ist. Sie sollten herausfinden, ob es etwas nützt oder unnütz ist." (3) Ein Modell ist die Person, die von einer NLP-erfahrenen Person

modelliert wird (siehe unten). Modell hat hier die Bedeutung von VorBild. Modell der Welt Welt-Bild

Modellieren, modeling Modellieren ist der Prozeß des Ab- und Nachbildens menschlicher Höchstleistungen. Modellieren ist ein Kernstück des NLP. Das NLP begann als 1972, als John Grinder und Richard Bandler anfingen, sich gegenseitig zu modellieren und dann andere erfolgreiche Therapeuten modellierten. Dabei ging es nicht um eine Erklärung der "Ursachen" hervorragender Leistungen (in NLP oft Exzellenz genannt), sondern um das "Wie": was sind die Muster erfolgreicher Menschen? Welche inneren Prozesse laufen dabei ab? Was genau müßte jemand denken und tun, um die gleichen Resultate zu erzielen? Ein vollständiger Modellierungs-Prozeß umfaßt drei Phasen: (1) Die Phase der Informations-Sammlung beim Modell. Die Methoden dazu können sein: (a) ein Modell befragen, (b) es veranlassen, exzellente Tätigkeiten zu tun oder davon zu sprechen und dabei genau zu beobachten, welche inneren Prozesse ablaufen, (c) eine Identifikation mit einem Modell (das können auch fiktive Personen sein) aus der zweiten Wahrnehmungs-Position. Dabei werden u.a. das Verhalten, die Physiologie, die Beliefs und Werte, die inneren Zustände, die Strategien und MetaProgramme eines Modells erkundet. Durch Identifikation und Nachspielen wird versucht, diese inneren und äußeren Prozesse, so gut dies geht, im eigenen Verhalten und Erleben nachzuvollziehen. Das Ziel ist die Erreichung eines körperlichen und inneren Zustand, bei dem man glaubt, gleiche oder ähnliche Ergebnisse erzielen zu können.

(2) In der zweiten Phase wird versucht, das komplexe (äußere und innere) Verhalten des Modells auf seine Kern-Elemente zu reduzieren. Dies kann dadurch ereicht werden, indem gewisse Elemente weggestrichen werden, um herauszufinden, was wesentlich ist und was nicht. In dieser Phase formt sich ein bewußtes Verständnis der "Funktionsweise" des Modells. (3) In der letzten Phase werden die Kern-Elemente in eine Struktur gebracht, meist Strategie genannt. NLP ist immer darauf aus, komplexe Verhaltensmuster und komplexe innere Prozesse (a) in einfache Zusammenhänge zu übersetzen, die man sich selbst und anderen erklären kann, und (b) in einfachen Prozeß-Schritten festzuhalten, die man sich selbst und anderen lehren kann. NLP geht davon aus, daß Exzellenz erlernt und trainiert werden kann. Strategien erkunden, Strategien installieren.

Belief Ein in NLP üblicher Begriff für Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssätze. Beliefs sind Verallgemeinerungen über "die Welt", über andere Personen und über uns selbst (unser Verhalten, unsere Fähigkeiten, darüber, wer wir sind). Beliefs bezeichnen alle Überzeugungen von Menschen, denen ein Wahrheitscharakter zugeschrieben wird. Beliefs sind Überzeugungen, nach denen wir leben. Beliefs sind Interpretations-Muster, mit denen wir unsere Sinnes-Erfahrungen ordnen. Beliefs sind Wahrnehmungs-Filter, die die ungeheure Fülle von Informationen aus der Außen-Welt ordnen. Ohne Beliefs wären wir nicht in der Lage, die Welt sinnvoll wahrzunehmen und ihr Bedeutung zu geben. Beliefs entstehen auf einer sehr hohen (abstrakten) Ebene der Verarbeitung von Sinnes-Eindrücken. Beliefs sind Interpretationen von Wahrnehmung, verdichtete Erfahrung. Beliefs können als Regeln verstanden werden. Inke Jochims unterscheidet hier (nach Dilts) zwischen (1) präskriptiven und (2) deskriptiven Regeln. (1) Präskriptive Regeln sind Regeln, die ein Verhalten vorschreiben, was in einem besonderen Kontext erlaubt ist und was nicht. Präskriptive Regeln sind Normen, Werturteile, soziale Regeln, "Beliefs über Grenzen". Sie sind rational nicht begründbar und werden meist nonverbal vermittelt. Präskriptive Regeln wurden von einer Autorität formuliert und sind oft mit intensiven Gefühlen verbunden. (2) Deskriptive Regeln sind Beliefs über Zusammenhänge, Interpretations-Muster über Zusammenhänge, kombinierte Beschreibungen von Ereignissen. Einschränkende deskriptive Beliefs äußern sich in der Regel als Verletzungen des Meta-Modells. Sie können meist als Verzerrungen anhand der Kategorien "komplexe Äquivalenz" und "Ursache-Wirkung" identifiziert werden (Inke Jochims definiert sie als Verallgemeinerungen).

Dilts beschreibt zwei Hauptformen, wie sich deskriptive Beliefs sprachlich äußern: (1) als kausale Beziehungen ("A verursacht B"), und (2) als Bedeutungs-Beziehungen ("A bedeutet B"). (1) Ursache-Wirkungs-Beliefs suggerieren, daß das das Auftreten von A das Auftreten von B bewirkt: "Häufiges Bildschirm-Schauen verursacht Glücks-Gefühle". "Dieses Lexikon macht Sie klug." Kausale Beliefs suggerieren einen Zwang: es muß so sein. Kausale Interpretationen sind für innere Zustände und soziale Beziehungen fast immer inadäquat. Für unerwünschte innere Zustände bedeuten sie eine Einschränkung der Wahl-Freiheit: "Du machst mich traurig". Beliefs dieser Art torpedieren den Gedanken der Selbst-Steuerung: innere Zustände erscheinen als von außen determiniert. Im sozialen Bereich aktivieren kausale Beliefs Macht-Illusionen und schreiben Opfer-Täter-Rollen fest. (2) Bedeutungs-Beziehungen verbinden Beschreibungen mit Schlußfolgerungen: "Wenn Sie das verstehen" (eine Beschreibung A), "dann bedeutet das, daß Sie O.K. sind" (eine Schlußfolgerung B). Die Suggestion hier ist: wenn die Beschreibung A wahr ist, dann ist auch der daraus gezogene Schluß B wahr. Beliefs dieser Art beruhen nach Inke Jochims auf zwei Irrtümern: (a) aus einer Beschreibung kann man nicht zwingend eine Schlußfolgerung ziehen ("Weil Du mich so ansiehst, hast Du mich nicht lieb!"), (b) Beschreibungen (Sinnes-Eindrücke) und Schlußfolgerung (Interpretationen) werden gleichgesetzt, obwohl sie anderen logischen Ebenen angehören. NLP räumt Beliefs einen umfassenden Stellenwert ein. Wir brauchen soziale Regeln, wir brauchen Vorstellungen über Ursache-WirkungsZusammenhänge und wir müssen Ereignissen Bedeutung geben. Beliefs beschreiben, wie sich Menschen in der Welt orientieren. Ohne Beliefs könnten wir nicht leben, weil wir vollkommen orientierungslos wären. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. Alles, was wir denken und tun, ist von Beliefs strukturiert. Beliefs sind machtvolle Wahrnehmungs-Filter. Wir nehmen nicht das wahr, was ist ist, sondern das, was wir glauben, was ist. NLP geht von einer

engen Wechselwirkung von Beliefs und Wahrnehmung, sowie von Beliefs und Verhalten aus. NLP als Theorie von subjektiven Erfahrungen ist das Studium dieser Wechselwirkungen, bei sich und bei anderen. Beliefs entstehen nach Gundl Kutschera: (1) in intensiv empfundenen Situationen, (2) durch kognitives Wissen, (3) durch Ergebnisse, die wir in der Vergangenheit erzielt haben, (4) indem wir klare Ziele setzen. 0'Conor und Seymour beschreiben die Herkunft von Beliefs so: "Glaubenssätze und Einstellungen entspringen vielen Quellen aus Erziehung, Modellieren von bedeutsamen anderen Menschen, Vergangenheitstraumen und wiederholten Erfahrungen. Wir entwickeln Glaubenssätze dadurch, daß wir unsere Erfahrungen mit der Welt und mit unseren Mitmenschen generalisieren, das heißt, Verallgemeinerungen ableiten. Woher wissen wir, aus welchen Erfahrungen wir generalisieren sollen? Einige Einstellungen kommen fertig aus der Kultur und der Umgebung, in die wir hineingeboren werden. Die Erwartungen der bedeutsamen Menschen, die in unserer Kindheit um uns sind, prägen uns Glaubenseinstellungen ein. Hohe Erwartungen (vorausgesetzt, sie sind realistisch) bilden Kompetenz. Niedrige Erwartungen flößen Inkompetenz ein. Wenn wir noch jung sind, glauben wir, was uns gesagt wird, denn wir haben keine Möglichkeit, es zu überprüfen. Diese Glaubenssätze können überdauern, ohne durch unsere späteren Leistungen modifiziert zu werden." NLP klassifiziert Beliefs nicht nach wahr oder falsch, sondern nach nützlich oder schädlich. NLP kennt keinen Wahrheits-Begriff. NLP überprüft nicht die Richtigkeit von Beliefs (wie könnte man das tun?), sondern die möglichen Folgen von Beliefs: welche Auswirkugen hat es, wenn ich überzeugt bin, erfolglos zu sein, welche, wenn ich überzeugt bin, erfolgreich zu sein? Übungsanleitung für das Studium begrenzender Beliefs. NLP klassifiziert die Wirkungen von Beliefs in Hinblick auf Ziele,

Kriterien und Werte. Beliefs können Ziele fördern und Beliefs können Ziele verhindern. NLP hat diesen Gedanken auf sich selbst angewandt und einen Katalog von fördernden Grundannahmen des NLP erstellt, mit dem sich alle, die ernsthaft NLP betreiben, auseinandersetzen (und auseinanderzusetzen haben). Beliefs sind eine der logischen Ebenen des NLP. Als übergeordnete Ebene reguliert sie die Ebenen der Fähigkeiten und des Verhaltens. Auch die übergeordneten Ebenen der Identität und der Zugehörigkeit können als Beliefs definiert werden. Auf der Ebene der personalen Identität sind alle Vorstellungen über uns selbst enthalten, unsere Selbst-Bilder, unsere Beliefs über uns, was wir glauben, wer wir wirklich sind. Die Ebene der Zugehörigkeit beinhaltet alle Überzeugungen über etwas, was mehr als unsere Individualität, unsere Person ist. NLP ist das Studium der Wirkungsweise von Beliefs: wie übergeordnete Beliefs untergeordnete Beliefs, Fähigkeiten und Verhaltensweisen beeinflussen und wie diese wiederum auf höhere logische Ebenen rückwirken. NLP hat viele Techniken entwickelt, um Beliefs zu erkunden und Beliefs zu verändern. Für die Erkundung von Beliefs sind insbesondere die Frage-Techniken des Meta-Modells, WarumFragen sowie die Untersuchung von Vorannahmen geeignet. Umfangreiche Anleitung zum Studium der langfristigen Wirkungen von Beliefs. Fast alle Änderungs-Techniken des NLP sind geeignet, unerwünschte Beliefs in einer Richtung, die mehr den eigenen Zielen entspricht, zu verändern. Mit Hilfe der Neuprägung ist es oft möglich, auch tiefsitzende (und in Vergessenheit geratene) Beliefs aus der Kindheit bewußt zu machen und nachhaltig zu verändern. Beliefs werden in NLP auch mit den Methoden des Reframings, insbesondere des Punch-Reframings (Sleight-of-

Mouth-Patterns) verändert. In NLP gibt es eigenes Set von Interventionen, die "Belief-Änderungen" genannt werden. Dabei geht es darum, die innere Vorstellung, die mit einem hinderlichen Belief verbunden ist, zu erkunden und zu verändern. Von besonderer Bedeutung sind die Belief-Änderungen durch direkte Veränderungen von Untereigenschaften ( Anleitung 1, Gundl Kutschera, Anleitung 2, Walter Ötsch) spwie der Belief-Änderungen mit Hilfe von Boden-Ankern ( Anleitung dazu) (eine Varinate: Belief Change Cycle, Anleitung dazu) bzw. der Boden-Zeit-Linie ( Übung dazu) . NLP ist praktizierter Konstruktivismus. Der Belief-Gedanke ist der zentralste theoretische Gedanke des NLP. Er besagt, daß alles, woran wir glauben, alles, das für uns existiert, alles, was wir für wahr halten, jede Art von Bedeutungs-Gebung nicht zwingend aus den Umständen, aus unserer Lebens-Geschichte, aus der Umwelt folgt, sondern innerlich konstruiert wird, ein Konstrukt ist. Im englischen Wort BeLIEf ist LIE, die Lüge, enthalten. BeLIEfs sind keine Lügen im wörtlichen Sinn, aber sie sind immer nur mögliche Deutungen, die auch anders ein könnten. Im deutschen Wort ÜBER-Zeugung ist ein anderes Wort-Spiel enthalten. ÜBER verweist auf eine MetaEbene: dem was ist, wird noch eine Ebene hinzugefügt, die Ebene der Deutungen, der Interpretationen. Zeugung ist ein sehr machtvolles Wort. So wie Vater und Mutter ein Kind zeugen, so zeugen wir mit unseren ÜBER-Zeugungen die Realität, in der wir leben. Das Belief-Konzept des NLP ist die Basis jeder Änderungs-Arbeit im NLP. Weil alles innerlich konstruiert ist, ist es prinzipiell möglich, alles zu verändern. In der praktischen Arbeit, in der tatsächlichen Erfahrung, kann immer nur ein kleiner Teil von Beliefs verändert werden. Viele Beliefs, die unser Leben auf grundlegende Weise regeln, sind uns nicht bekannt. Beliefs, die nicht bekannt sind, können nicht als Beliefs erkannt und verändert werden. Die

machtvollsten Beliefs sind Vorannahmen, die uns nicht bekannt sind. Unsere Art, zu denken und zu leben, wird von Vorannahmen reguliert, die uns nicht bekannt sind. Das Ziel der SelbststeuerungsTechniken des NLP ist die schrittweise Entdeckung hinderlicher Vorannahmen, ihre Überprüfung, ihre Veränderung, die Konstruktion neuer Vorannahmen und ihre Integration ins Leben. Der BeliefGedanke des NLP ist ein tiefer Gedanke. Er beinhaltet ein lebenslanges Lern-Programm, wo wir immer mehr lernen, in welcher Weise wir unser Leben, seine Sonnen- und Schatten-Seiten, seine Erfolge und Dramen, durch unsere Beliefs gestalten. Den BeliefGedanken als kognitiven Gedanken zu "verstehen", - und versuchen, ihn in sein Leben zu integrieren, sind zwei Paar Schuhe. Viele NLPler reden von Beliefs, meinen aber nur die Beliefs der anderen (die nicht ihre eigenen Beliefs sind). Den Belief-Gedanken auf sich selbst anzuwenden (oder versuchen, es zu tun oder sich darum zu bemühen), liegt auf einer anderen Ebene. Wie können wir diesen Prozeß beschleunigen? Was würde es bedeuten, den Belief-Gedanken auf den Belief-Gedanken anzuwenden? Ein Märchen zum BeliefGedanken

Anker Ein Reiz, auf den eine Person auf eine bestimmte Weise reagiert. Natürliche Anker sind z.B. Farben, die uns in eine bestimmte Stimmung versetzen, Musik, die uns aktiviert oder beruhigt oder ein Geruch, der uns an ein bestimmtes Ereignis erinnert. Das Wort Anker kommt von anchormen, das sind prominente Moderatoren in Talkshows. Allein das Auftreten eines bestimmten Anchorman soll das Publikum veranlassen sich diese Sendung anzusehen. Werbung ist ein gutes Beispiel für die Wirkung von Anker. Werbung produziert sinnliche Reize: Bilder von sympathischen Menschen und schönen Landschaften, das Logo des Produktes, markante Stimmen, ein einprägsamer Satz, Musik. All das soll positive Gefühle hervorrufen. Die Werbe-Industrie versucht, diese Anker oft und oft zu setzen. Das Gehirn lernt so die einzelnen Elemente als Einheit zu kodieren: auf unbewußte Weise werden der Slogan, das Logo, die Stimmen, die Musik und das Gefühl miteinander verbunden. (Das Gehirn lernt eine Synästhesie). Beim Kaufen soll diese Synästhesie aktiviert werden. Wir sehen das Logo des Produktes und - ohne daß uns dies zu Bewußtsein kommt - wird die gesamte Einheit von Sehen, Hören und Fühlen innerlich aktiviert. Das Logo des Produktes wirkt als visueller Anker, der visuelle Reiz führt zu einem positiven Gefühl: der Kunde kauft. Das Konzept der Anker stammt aus dem Behaviorismus, wo Menschen als Reiz-Reaktions-Automatismen beschrieben werden. NLP als pragmatischer Ansatz verwendet die behavioristische Idee konditionierter Reize auf vielfältige Weise, ohne dabei das Menschen-Bild des Behaviorismus und seine Idee einer unbegrenzten Manipulation von Menschen zu übernehmen. Anwendungen von Anker im NLP sind: (1) das Studium natürlicher Anker im Alltag, die uns - automatisch und meist unbewußt - die ganze Zeit in die eine oder die andere Richtung lenken. Für die Erkundung von Problemen kann es nützlich sein, die genauen Anker zu kennen: was genau löst die schlechte

Stimmung aus, wenn ich mit diesen Menschen zusammen bin? NLP konzentriert sich dabei auf die sinnlichen Aspekte: was genau muß ich sehen, hören, um in dieses Gefühl zu kommen? Anleitung zu einer Analyse Ihres Arbeitsplatzes auf positive und negative Anker. (2) Anker werden im NLP verwendet, um Zugang zu persönlichen Ressourcen zu schaffen. Eine Beraterin B kann z.B. einen Klienten K immer dann in einer bestimmten Weise berühren (z.B. auf die Schultern tippen), wenn K an ein schönes Erlebnis denkt und dabei eine Ressourcen-Physiologie zeigt. Nach einigen Wiederholungen "sitzt" der Anker: immer wenn B K auf genau dieselbe Weise (und sei es nur scheinbar unabsichtlich) berührt, verändert sich die Physiologie von K auf wahrnehmbare Weise. Damit hat B ein Instrumentarium, um K gezielt in seine Ressourcen zu führen. In NLP werden Anker systematisch eingesetzt, um Wirkungen bei anderen und bei sich selbst zu erzielen. Wenn K diesen Prozeß mit sich selbst macht, spricht man von Selbst-Anker. Selbst-Anker können ein hervorragendes Instrumenarium der Selbst-Steuerung sein. Glücks-Anker. (3) Mit NLP können Menschen lernen, im Alltag klare Anker zu installieren und bewußt zu setzen. Ein Beispiel ist der Einsatz räumlicher Anker, z.B. im Büro oder bei einem Vortrag, mit genau definierten inneren Zuständen. Ein anderes Beispiel ist der pointierte Einsatz des Körpers. Körper-Sprache in Kommunikation kann auf andere als Anker wirken und die Präsentation eigener Ideen und Vorschläge erleichtern. (4) Das Anker-Konzept des NLP schafft ein Verständnis für viele zwischenmenschliche Prozesse im Alltag: wie Personen sich selbst und andere beeinflussen, indem sie - oft unbewußt - innere Zustände steuern. Von besonderer Wichtigkeit ist die Kenntnis von Anker, die

andere auslösen und die auf mich eine Wirkung ausüben. Die Fähigkeit, kalibrierte Schleifen zu erkennen, ist die Vorbedingung, um sie bewußt und zielgerecht zu verändern. (5) Viele Änderungs-Techniken des NLP zielen darauf hinaus, natürliche Anker, die unerwünschte Reaktionen hervorrufen (z.B. immer, wenn jemand laut mit mir redet, werde ich ärgerlich), in ihrer Wirkung abzuschwächen oder zu löschen. Die Standard-Technik ist das Anker löschen: Dabei werden zwei Anker gesetzt: der negative (die laute Stimme) und ein positiver Anker, der mit Ressoucen verbunden ist (z.B.: Quelle). Werden dann beide Anker gleichzeitig aktiviert, dann verschmelzen beide Anker und der positive Anker kann den negativen Anker überlagern, so daß er in seiner Wirksamkeit gemildert oder gänzlich gelöscht ist. Anker entmachten Anker kollabieren Anker löschen Anker verschmelzen

Anker löschen Der Prozeß, bei dem ein Anker, der eine unerwünschte Wirkung ausübt, in seiner Wirkung gemildert oder aufgehoben wird. Anker löschen geschieht in NLP (1) durch bewußte Techniken und (2) unbewußt, automatisch - als Begleit-Prozeß anderer NLP-Interventionen. (1) Im ersten Fall ist notwendig, einen Anker und seine Wirkung bewußt zu kennen (viele Anker wirken unbewußt). Anleitung: Welche positiven und negativen Anker hat Ihr Arbeitsplatz?. Das Bewußtwerden eines Ankers kann in manchen Fällen schon genügen um seine Wirkung entscheidend zu schwächen. Die StandardTechnik des NLPs für das bewußte Löschen von Anker ist das Anker verschmelzen. Dabei wird. ein Anker, der unerwünschte

Wirkungen ausübt, durch einen stärkeren Anker überlagert, der mit erwünschten inneren Zuständen verbunden ist. Anleitung zum Löschen eines negativen Ankers, Gruppenübung zum Löschen eines auditiven Ankers (2) Anker löschen geschieht als automatischer Begleit-Prozeß bei vielen Änderungs-Techniken des NLP. Wenn es z.B. gelingt, in einer Neuprägung eine traumatische Situation aus der Kindheit durch kraftvolle Ressourcen anzureichern (z.B. dem kleinen Kind, das verletzt worden ist, imaginativ Schutz und Liebe zu geben), dann können eine Vielzahl starker Anker in ihrer weiteren Wirksamkeit geschwächt oder gänzlich aufgehoben sein. Eine traumatische Prägungs-Situation ist eine Situation, bei er eine Person es nachhaltig lernt, auf einen äußeren Reiz (z.B. die laute Stimme des Vaters) in einer ganz bestimmten Weise zu reagieren (z.B. mit einem inneren Rückzug und Kopfschmerzen). Dieser Prozeß kann ein automatischer, unbewußter Prozeß werden: die Person reagiert im weiteren Leben auf laute Stimmen männlicher Autoritäts-Personen meist mit innerem Rückzug und Kopfschmerzen. Eine erfolgreiche Neuprägung kann diese Automatik unterbrechen. Der Anker (die laute männliche Stimme) hat für das weitere Leben andere Auswirkungen als Kopfschmerzen zu produzieren. Anker setzen, ankern Der Prozeß, bei dem gewünschtes Verhalten mit einem bestimmten sinnlichen Reiz verknüpft wird, - das gewünschte Verhalten oder der erwünschte innere Zustand wird also verankert. Anker setzen kann in jedem Repräsentations-System erfolgen. Alles, was sinnlich wahrnehmbar ist, kann ein Anker sein. Visuelle Anker können Gesten sein, ein Blick, das Foto aus dem Urlaub, das Logo eines Produktes, ein bestimmter Platz in der Wohnung. Beispiele für auditive Anker sind Musikstücke, Stimmen, Zitate, Räuspern oder Worte, die mit einer bestimmten Lautstärke oder einem eigenen Tonfall analog markiert werden.

Kinästhetische Anker sind z.B. Berührungen durch andere oder wenn wir uns selbst in einer bestimmten Weise berühren. Auch Geruch oder Geschmack können wirkungsvolle Anker sein: der Geruch dieser Person, in die ich damals so verliebt war Bei vielen NLP- Interventionen sind kinästhetische Anker Teil des Prozesses (d.h. explizit in den Prozeß-Anweisungen zu finden) oder sie werden begleitend verwendet, z.B. um einen schnellen Zugang zu bestimmten inneren Zuständen zu finden. Starke positive Anker (z.B. Quelle) können für Veränderungs-Prozesse generell als Schutznetz dienen. Sie werden am Anfang einer Übung gesetzt. Sollte der Klient oder die Klientin im Verlauf der NLPBeratung in unerwarteter und unerwünschter Weise mit negativen Gefühlen assoziiert sein, dann kann der positive Anker aktiviert werden, um das Herausführen aus dem negativen Zustand und den Aufbau eines wirksamen Unterbrechers zu erleichtern. Beim Setzen von kinästhetischen Ankern ist u.a. zu beachten: (1) Rapport. Ohne Rapport ist es schwierig, eine andere Person zu ankern (weil sie vielleicht innerlich etwas anders macht als intendiert ist) und ohne Rapport sollte keine andere Person geankert werden (NLP soll kein Manipulations-Instrument sein). (2) Wo, an welcher Stelle des Körpers soll der Anker gesetzt werden? Anker sollen an einer sicheren und erreichbaren Stelle gesetzt werden. Aus Rapport-Gründen ist es nützlich, den Klienten oder die Klientin vorher um Erlaubnis zu fragen, wo eine Berührung angenehm ist. (3) In welcher Weise, mit welchem Druck und mit welcher Intensität soll der Anker gesetzt werden? Hier geht es wiederum um Rapport und um klare Anker, d.h. um eindeutige Körper-Signale. (4) In welchem Moment? Am elegantesten ist das Anker in der Phase des "Hineingehens" in einen Zustand, d.h. bis zum Höhepunkt des Erlebens, zu setzen. Dabei wird nicht nur der Zustand, sondern der

Prozeß des Hineingehen in diesen Zustand verankert. Genau dieser Prozeß soll später durch das "Abfeuern" des Ankers ausgelöst werden. (5) Wie lange? Die Berührung, die den Anker ausmacht, darf nur für die Dauer des Vorhandenseins des inneren Zustandes erfolgen, ansonsten kann der Anker (unabsichtlich) wieder gelöscht werden. Anker setzen soll präzise erfolgen: ein Anker soll mit einem genau definierten inneren Zustand verbunden sein. Dazu muß der Coach exakt die dazupassende Physiologie kennen und fähig sein, sie genau wahrzunehmen. Anker setzen ist eine der Basis-Techniken des NLP, mit vielen Varianten und Modifikationen. Selbst-Anker, Stapel-Anker, Glücks-Anker, Gleit-Anker, Anker verschmelzen. Räumliche Anker Boden-Anker Anker stapeln Der Prozeß, bei dem ein Stapel-Anker gesetzt wird.

Anker testen Ein etablierter (gesetzter) Anker wird in seiner Wirksamkeit überprüft, indem der Coach (Berater, Therapeut) den Auslöser aktiviert und der Klient mit genau dem geankerten Zustand reagiert - und zwar unabhängig davon, in welchem Zustand der Klient ist, wenn der Coach diesen Anker einsetzt. Die Wirkung des Ankers wird daran gemssen, ob der Coach die dazupassende Physiologie wahrnehmen kann. Anker verketten Der Prozeß, bei dem ein wird. Ketten-Anker gesetzt

Anker verschmelzen, Anker kollabieren Der Prozeß bei dem zwei Anker mit unterschiedlichen internen Erfahrungen gleichzeitig aktiviert werden. Der stärkere Anker dominiert und es entsteht etwas Neues. Anker verschmelzen ist eine bekannte NLP-Intervention.

Dabei werden, getrennt voneinander, (1) zuerst ein negativer Anker (z.B. eine Erinnerung an ein unerwünschtes Ereignis) und (2) dann ein positiver Anker (z.B. eine Ressource, die man sich bei diesem Ereignis gewünscht hat) gesetzt, (3) beide Anker getrennt voneinander, in ihrer Wirkung überprüft (getestet) und (4) anschließend gleichzeitig aktiviert ("abgefeuert"). Wenn der positive Anker der stärkere Anker ist (z.B. weil er länger und intensiver gesetzt wurde, weil er eine intensivere Erfahrung verkörpert oder weil er ein Stapel-Anker ist), dann "überlagert" er den negativen Anker. Der Verschmelzungs-Vorgang kann mit intensiven physiologischen Reaktionen (z.B. erröten, durchatmen, schwitzen) verbunden sein und kann unterschiedlich lang dauern (einige Sekunden bis einige Minuten). Das Ende des Verschmelzungs-Vorgangs kann von einem geschulten Beobachter meist exakt identifiziert werden ( Versöhnungs-Physiologie). Wenn dieser Prozeß erfolgreich abläuft, dann kann der negative Anker in seiner weiteren Wirksamkeit entscheidend geschwächt oder gänzlich gelöscht sein. Anleitung zum Verschmelzen zweier kinästhetischer Anker, Übungs-Anleitung zur Integration zweier dissoziierter Physiologien.

Gleitender Anker Intensivieren von Gefühlen Ziele: Intensivierung eines Ressourcezustandes (Gefühle sind nicht an- oder abzuschalten, sondern verstärken sich gleitend). Weitere, verdeckte Ziele: Rapport; Pacing-Leading; Anker setzen. Historische/allgemeine Metapher: Medikamente wirken nicht sofort, sondern "gleitend". Der Schmerz läßt langsam nach. Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Ihr Übungspartner findet einen Inneren Zustand (I.Z., Wert), den er noch intensiver erleben möchte, in dem die Submodalitäten der Quelle erkennbar sind (z.B. I.Z. von Geborgenheit). Sie führen nun Ihren Partner in die Situation (VAKOG), erfragen die einzelnen Submodalitäten und bitten ihn, jede dieser Submodalitäten zu verstrken (größer/heller/farbiger/lauter/leiser etc.). Nach jedem Ausprobieren einer SM wieder zur Ausgangssituation zurückkehren. Fragen Sie ihn, ob und in welcher Art diese Veränderungen sein Gefühl intensivieren. Merken Sie sich die 3 wichtigsten, am intensivsten wirkenden Submodalitäten.

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Führen Sie Ihren Partner nun wieder bewußt in die ursprüngliche Situation und ersuchen Sie ihn, die erste wichtige Submodalität (z.B. Helligkeit) zu verändern, indem Sie Ihren Partner anleiten, die Situation heller und heller werden zu lassen, bis Sie durch Kalibrieren feststellen, daß ein Optimum erreicht ist. Setzen Sie am Arm Ihres Partners mit einer gleitenden Bewegung einen Anker (gleitender Anker). Wiederholen Sie die Prozedur mit der zweiten und dritten Submodalität. Führen Sie Ihren Partner wieder in die Situation ein und benutzen Sie dabei den gleitenden Anker. Die Situation wird jetzt intensiver erlebt.

Übungsdauer: 15-20 Minuten Gruppengröße: 2 Personen Auswertung im Plenum: Erfahrungen austauschen. Was war Ihnen beim Führen/Geführtwerden angenehm, was unangenehm? Anwendungsmöglichkeiten: Für all jene, die mehr und intensiver fühlen wollen; zum Verstärken von Gefühlen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Sechs-Stufen-Reframing Das Standard-Verfahren des Reframings, von Bandler und Grinder ursprünglich in sechs Schritte unterteilt (mittlerweilen wird es in bis zu neun Schritte aufgeteilt). Die sechs Schritte sind: (1) Das störende Verhalten, die störende Reaktion identifizieren. Reframing ist für Symptome auf der Verhaltensebene geeignet. Beispiele: ein Verhalten, das jemand aufgeben will (wie Schüchternheit oder zuviel essen), eine Gewohnheit, Körpersymptome (wie Beklemmungszustände in Gegenwart bestimmter Menschen), innere Stimmen (die z.B. in bestimmten Sitautionen jemanden übermäßig kritisieren). Dabei ist es günstig, das Verhalten möglichst exakt und spezifisch zu benennen. (Es ist allerdings auch möglich, das Sechs-Stufen-Reframing ausschließlich auf der Prozeß-Ebene durchzuführen, d.h. der Coach leitet die einzelnen Schritte an, ohne eine Kenntnis vom Inhalt zu haben). Vage Wünsche, wie "ich möchte glücklich sein!" sind für das Sechs-StufenReframing nicht geeignet. Reframing ist geeignet für Verhalten, das eine Person aufhören will. (D.h. - wie immer im NLP - es müssen vorher die Ziele geklärt sein). Schon in dieser ersten Phase erfolgt eine erstes Reframing: Es wird ein fiktiver "Teil" konstruiert, dem die Verantwortung für das störende Verhalten zugeschrieben wird. D.h. meine Schüchternheit oder meine Kopfschmerzen, unter denen ich leide (die ich weghaben will), werden einem Teil, der im Unbewußten agiert, zugeschoben, der sie ohne mein bewußtes Einverständnis produziert hat. Dies wird vom Berater / von der Beraterin durch die Wortwahl unterstützt: "Der Teil, der Sie schüchtern werden läßt", "Der Schüchti-Teil", usw. (2) Mit dem Symptom-Teil wird Kontakt aufgenommen. Da der Symptom-Teil als Teil des Unbewußten gilt, wird er gefragt, ob er bereit ist, mit dem Bewußtsein zu kommunizieren. Implizit wird

damit erreicht, daß der Klient / die Klientin irgendeine Vorstellung von dem Teil entwirft (meist irgendwo innerhalb des Körpers), die jedoch in der Regel nicht direkt angesprochen wird. Der Kontakt mit dem Symptom-Teil kann auf verschiedene Arten geschehen. In den meisten Anleitungen zum Sechs-Stufen-Reframing wird ein Ja/NeinSignal vorgeschlagen. Dies kann ein Körpergefühl sein (eine Empfindung an einer Körperstelle hat die Bedeutung von "Ja", eine andere von "Nein"), ein Bild, ein Wort, ein Klang usw. Es ist auch möglich, sich den Symptom-Teil visuell außerhalb des Körpers vorzustellen (als Symbol, als Person, als Tier, ... ) und mit dieser Vorstellung direkt - wie mit einer Person - zu kommunizieren (all dies hängt stark von den Suggestionen des Coach ab). Für Ja/Nein-Signale hat Alexa Mohl folgende Klassifikation entwickelt: (a) Kommt auf die Frage nach der Bereitschaft zur Kommunikation mit dem Bewußten kein Signal, wird die Frage wiederholt, ein Bedeutungs- Reframing gemacht und der Prozeß beendet. (b) Kommt ein Nein-Signal, wird die Frageform und die innere Haltung zu diesem "Teil" überprüft. Kommt wieder ein Nein, wie (a). (c) Kommt ein unklares oder mehrdeutiges Signal, wird nochmals gefragt. (d) Kommen mehrere Signale, werden sie als unterschiedliche "Teile" reframt und gebeten, mit einer Stimme zu sprechen. (e) Meldet sich das Körper-Symptom, wird der SymptomTeil gefragt, welche Absicht er damit verfolge und gebeten, dieses Signal abzuschwächen. (f) kommt ein Ja-Signal, geht der Prozeß weiter. (3) Der Symptom-Teil wird im nächsten Schritt nach seiner guten Absicht befragt. Dazu ist es notwendig, das Verhalten von der Intention zu trennen. Dies kann direkt angesprochen werden ("Du bist verantwortlich für X"). Im Anschluß daran wird nach der "guten Absicht", "dem positiven Sinn in meinem Gesamtsystem", usw. gefragt. Fragen und Antworten können in mehreren Runden ablaufen. Unverständliche Antworten werden mit dem Meta-Modell

hinterfragt. Nein-Signale werden in dieser Phase reframt ("Das Unbewußte hat seine Gründe, die positive Absicht dem Bewußten nicht mitzuteilen") und nicht weiter beachtet. Bei all dem empfiehlt sich eine respektvolle Einstellung zum Symptom-Teil, eine Haltung von: "Ich würdige das, auch wenn ich es nicht verstehe". Im Abschluß an diesen Schritt wird der SymptomTeil gefragt, ob er neugierig sei, neue Verhaltensweisen für seine positive Absicht kennenzulernen. (4) Der vierte Schritt ist der Kontakt mit einem weiteren "Teil", dem "kreativen Teil". Als Zwischen-Schritt muß manchmal ein kreativer Teil erst etabliert werden (manche Menschen glauben, sie seien nicht kreativ). Möglichkeiten dazu sind (a) sich an fünf kreative Situationen zu erinnern und das zu ankern, (b) eine kreativen Teil autoritativ zu behaupten ("Kein Mensch verhält sich immer wie ein Automat"), oder (c) das Modellieren einer kreativen Person. Der Kontakt mit dem kreativen Teil kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: (a) assoziiert, d.h. man geht in den inneren Zustand von Kreativität und denkt hier ("läßt sich vom Unbewußten schenken") an neue Möglichkeiten, an neue Verhaltensweisen für die positive Absicht des Symptom-Teils. (b) Viele Varianten des Sechs-Stufen-Reframings schlagen eine dissoziierte Kontaktnahme mit dem kreativen Teil vor. Man kann hier (ba) das "Ich" bitten, mit dem kreativen Teil Kontakt aufzunehmen oder (bb) den Symptom-Teil direkt. Letzteres kann als bewußter (man "sieht" zu, man erlebt bewußt, wie die beiden Teile miteinander in Kontakt treten) oder als unbewußter Vorgang ablaufen (der Symptom-Teil wird gebeten, wegzugehen, mit dem kreativen Teil Kontakt aufzunehmen und wieder zu kommen). All dies kann auf einer sprachlichen oder auf einer nicht-sprachlichen Ebene

geschehen, z.B. die beiden Teile werden durch Licht verbunden und mit dem Licht fließen die guten Ideen vom kreativen zum SymptomTeil. Nachdem dieser Kontakt stattgefunden hat, wird der Symptom-Teil gefragt, (a) ob er die neuen Verhaltensweisen dem Bewußtsein mitteilen will (das ist nicht immer notwendig und sinnvoll) (es entpricht den Grundannahmen des NLP, hier zumindest drei neue Möglichkeiten zu suggerieren) und (b) ob er in Zukunft bereit ist, die Verantwortung dafür zu übernehmen. (5) Der nächste Schritt ist der traditionelle Öko-Check des NLP, hier angewandt auf alle anderen "Teile" im Unbewußten. Die Kontaktaufnahme mit diesen Teilen kann in all den Varianten erfolgen, die in (4) genannt wurden. Das Ziel ist das Einverständnis aller anderen Teile bzw. das Überprüfen möglicher Einwände. Bei Signalen wird nachgefragt, ob es sich um einen Einwand handelt. Gibt es Einwände, wird jeder "Teil", der einen Einwand erhebt, wie ein Symptom-Teil behandelt und die Schritte (3) bis (5) auf ihn angewandt. (6) Der letzte Schritt ist das übliche Future pace. (Die Reihenfolge von Schritt 5 und 6 wird in manchen Anleitungen auch vertauscht). Hier wird meist dem unbewußten Teil direkt die Verantwortung für die praktische Umsetzung des neuen Verhaltens übertragen. Weigert sich der Teil, dies zu tun, können (a) neue Ideen in Wiederholung von Schritt (4) erkundet werden, (b) eine Unterstützung anderer Teile versucht werden, (c) gefragt werden, ob eine Unterstützung durch das Bewußtsein gewünscht wird, usw. Am Schluß des Prozesses kann der Symptom-Teil verabschiedet und eventuell eine neuerliche KontaktAufname in der Zukunft vereinbart werden. Zusammenfassung dieser Beschreibung, Kurzform in neun Schritten

Selbst-Anker Ein Anker, den sich eine Person selbst setzt, meist in Form eines kinästhetischen Ankers: eine Körper-Haltung, eine Bewegung, eine Berührung. Als Beispiel wird auf einen GlücksAnker verwiesen. Selbst-Bild Vorstellung über sich selbst als eigene Person, das innere Modell der Identität und der personalen Identität. Selbststeuerung Die Fähigkeit, seinen eigenen inneren Zustand frei wählen zu können, in "seinem Haus" der "eigene Chef", die "eigene Chefin" zu sein. Selbststeuerung, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln, beinhaltet viele Fähigkeiten, z.B.: (1) sich von einem schlechten Zustand zu dissoziieren, (2) sich gegen unerwünschte Anker wirkungsvoll abzugrenzen, (3) den inneren Dialog zu kontrollieren, (4) frei zu sein, mit den vielen Polen in sich zu spielen, (5) seinen Körper wahrzunehmen, (5) seine eigenen Überzeugungen und die Überzeugungen anderer als Beliefs zu erkennen, (6) seine persönliche Identität aus sich heraus, unabhängig von äußeren Leistungen und Erfolgen zu definieren. Alle Änderungs-Techniken, des NLP, auf sich selbst angewandt, sind geeignet, eines oder mehrere dieser Fähigkeiten zu schulen. Sich in Selbststeuerung zu üben, kann nur ein langfristiges Ziel sein. Es erfordert dauernde Aufmerksamkeit und ein geduldiges Üben im Alltag. Die wichtigste Fähigkeit zur Selbststeuerung ist die SelbstWahrnehmung, die Selbst-Beobachtung. Viele Menschen verändern die ganze Zeit ihren inneren Zustand, ohne dies bewußt zu merken.

Bewußtsein ist ein Auswahlprozeß. Ein selbst-bewußtes Bewußtsein kennt seinen eigenen inneren Zustand und erfaßt bewußt seine Veränderungen. In der Selbst-Beobachtung richtet sich der Fokus des Bewußtsein auf einen Meta-Standpunkt, auf einen ProzeßStandpunkt in Bezug auf die Inhalte des Bewußtseins. Die ProzeßTechniken des NLP sind hervorragend geeignet, diese Fähigkeit zu schulen. In jeder Prozeß-Anweisung zu jeder NLP-Technik ist stillschweigend ein Meta-Standpunkt zu allen anderen inneren Zuständen, die Gegenstand der Technik sind, enthalten. Dieser Standpunkt wird, ohne daß davon gesprochen wird, bei jeder NLPIntervention geschult. Je mehr sich Menschen in ihrer SelbstBeobachtung schulen, desto mehr werden sie fähig (nach und nach in einem langsamen Lern-Prozeß) sich selbst und ihre Zustände zu steuern. NLP, richtig verstanden und richtig praktiziert, ist ein hervorragendes Mittel, um schrittweise Selbststeuerung zu lernen. Selbstwert Die Wertschätzung, das Gefühl, die Bedeutung, die Wichtigkeit, die jemand sich selbst entgegenbringt. Selbstwert im Sinne von Satir entsteht durch die Akzeptanz der verschiedenen Teile in uns und all der Gefühle, die dazu gehören. Selbstwert ist Ausdruck innerer Kommunikations-Prozesse, z.B. der Art, wie der innere Dialog eingesetzt wird. Der Selbstwert einer Person manifestiert sich in ihrem Selbst-Bild. Das Selbst-Bild ist ein Modell und als Modell kann es verändert werden ( personale Identität). Menschen mit hohem Selbstwert haben viele Teile in sich integriert und leben kongruent. Der Kontakt zur Ebene der Zugehörigkeit, der höchsten der logischen Ebenen des NLP, ist geeignet, Selbstwert zu erhöhen. Dazu kann es hilfreich sein, den Zugang zur Quelle und zu core states im Alltag zu üben. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken von NLP ist eine Person mit hohem Selbstwert.

Sensorische Systeme

Sinnes-Systeme Unterbrecher

Separator, Separator-state

Sex und NLP Wir suchen Leserinnen und Leser, die uns dieses Stichwort schreiben. Sinnes-Kanäle, Sinnes-Systeme, Modalitäten, Sinnes-Modalitäten Mit Modalitäten meint man im NLP die fünf (meist zu vieren zusammengefaßten) Sinnes-Kanäle (die Sinnes-Modalitäten), also die Unterscheidung, ob es sich um visuelle (den Sehsinn betreffende), um auditive (den Hörsinn betreffende), um kinästhetische (den Körpersinn, die Körperempfindungen betreffende), um olfaktorische (den Riechsinn betreffende) oder um gustatorische (den Geschmackssinn betreffende) Wahrnehmungen handelt. Abgekürzt und zusammengefaßt werden die Sinnes-Kanäle in der Notation des NLP oft mit [V,A,K,O]. Hier werden die olfaktorischen und gustatorischen Wahrnehmungen unter O zusammengefaßt (was aufgrund der anatomischen, physiologischen und neurologischen Nähe beider Wahrnehmungsmodalitäten zwar sinnvoll erscheint, aber als Strategie für Kochen den Leserinnen und Lesern nicht empfohlen wird). Die intensive Beschäftigung mit, und die deutliche formale Unterscheidung nach Sinnes-Modalitäten im System des NLP geht auf seine Vorbilder Perls, Satir und Erickson zurück. Fritz Perls sprach von "Löchern in der Person", und meinte damit, daß es Menschen gibt, die ganze Wahrnehmungs-Bereiche, bzw. sämtliche Wahrnehmungen eines Sinnesorganes in bestimmten Kontexten oder bei bestimmten Themen vollständig ausblenden - ein Umstand, der aufs engste mit der speziellen Problem-Konstruktion zusammenhängt. Auch Virginia Satir hat besonders darauf geachtet, wie die Menschen ihre Sinnesorgane einsetzen, wen sie z.B. in einer

Familienskulptur sehen oder hören können, wen sie gefühlsmäßig wahrnehmen und evt. sogar auch, wen sie "gut riechen" können. Milton H. Erickson hat die Sinnes-Systeme seiner Klienten in hohen Maße beachtet und sie für den therapeutischen Prozeß effektiv eingesetzt. (Dies kann an vielen Transkripten von Tranceinduktionen und von psychotherapeutischen Interventionen gezeigt werden). Die Aufteilung der Sinneswahrnehmungen in Sinnes-Kanäle entspricht im NLP der Aufteilung der Gesamt-Repräsentationen, die sich ein Mensch von der Welt macht (wie er seine innere Landkarte, sein Modell der Welt gestaltet), in die Repräsentations-Systeme. Die Aufteilung inSinnes-, bzw. Repräsentations-Systeme wird von einigen Vertretern (wie hier unter dem Stichwort Denken) so weit durchgehalten, daß die Existenz von "sinnes-unspezifischen Kognitionen", wie Gedanken, Denkinhalte, Erinnerungen oder Antizipationen, bestritten wird. Sagt z.B. jemand: "ich denke mir das und das so und so", so werden seine Zugangs-Hinweise Hypothesen darüber zulassen, in welcher der fünf Sinnes-Modalitäten er "gedacht" hat. Six-Step-Reframing Sechs-Stufen-Reframing

Sleight-of-Mouth-Patterns Sleight-of-Hand ist ein TaschenspielerTrick. Sleight-of-Mouth-Patterns sind kurze, pointierte Redewendungen. Sie werden vor allem eingesetzt, um Beliefs kraftvoll zu reframen. Sie werden hier unter dem Stichwort Punch-Reframing erklärt.

Sorting Styles, Sortier-Programme Gemeint sind die Wahrnehmungs-Filter. Eine Klassifikation dazu findet sich in den Meta-Programmen (Die Ausdrücke Sorting Styles und MetaProgramme werden oft gleichbedeutend verwendet). Soziale Identität Die Gesamtheit der Repräsentationen und Beliefs einer Person über ihre Stellung in sozialen Systemen: die Konstruktion von Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit, von Rollen, Gruppen, Geschlecht usw. Soziale Identitäten können im NLP durch Anwendung der Meta-Programme auf soziale Gegebenheiten erkundet werden: ob jemand z.B. matching oder mismatching mit bestimmten Gruppen praktiziert, sich mit anderen vergleicht, sich polarisierend wahrnimmt, usw. Im Sozialen Panorama-Modell wird die soziale Identität vor allem durch den Abstand und die Größe des Selbst-Bildes im Vergleich zu anderen Personen, Gruppen und Systemen im sozialen Panorama erkundet. Auf diese Weise kann direkt in Erfahrung gebracht werden, welcher Gruppe sich eine Person zugehörig fühlt und wo sie sich als nicht zugehörig sieht (In-Group und Out-Group-Konstruktionen). Als zentrale kritische Variable für die Autoritäts-Konstruktion von Menschen gilt dabei die horizontale Ebene in Augenhöhe. Personen, die oberhalb dieser Ebene repräsentiert werden, werden als Autorität erlebt (unterhalb das Gegenteil). Im Extremfall werden andere Personen als überragend groß konstruiert: das Gefühl für das eigene Selbst (und seine Wichtigkeit) schwindet und Menschen reagieren "schüchtern", "überwältigt", "unterwürfig", usw. (Vermutlich identifiziert sich das Gehirn mit dem größten Bild einer Person, die es repräsentiert). Die soziale Identität kann wie alle anderen Beliefs mit den BeliefÄnderungs-Techniken des NLP gezielt verändert werden. Im Sozialen Panorama-Modell (siehe unten) wird vorgeschlagen, den Ort, die Größe und andere Untereigenschaften von Personen, Gruppen und Systemen im Sozialen Panorama zu verändern.

Soziales Panorama-Modell Eine Weiterentwicklung durch Lucas C. Derks (Niederlande). Das Soziale Panorama-Modell (SPM) beschreibt die soziale Repräsentation von Menschen, wie wir uns die soziale Welt, alle sozialen Systeme innerlich vorstellen. Das SPM ist ein Werkzeug, um die sozialen Modelle von Menschen zu erkunden und zu verändern. Das Soziale-Panorama-Modell geht von der Hypothese aus, daß sich die meisten Menschen ihre Beziehungen zu anderen Menschen in Form einer inneren Landschaft vorstellen. Diese Landschaft wird "soziales Panorama" genannt. Das Selbst (das Selbst-Bild) steht dabei in der Mitte, umgeben von allen anderen Personen und Gruppen, die im Leben eine Rolle spielen. Bild dazu. Eine NLP-erfahrene Person kann das Soziale Panorama-Modell einer anderen Person auf einfache Weise so erkunden: (1) Bitten Sie die Person, die Augen zu schließen. (2) Fordern Sie die Person auf, an "alle Menschen auf der Welt" zu denken. (3) Fordern Sie die Person anschließend auf, an eine einzelne Person oder an eine bestimmte Gruppe zu denken (z.B.: Familie, Arbeitskollegen, alle Männer oder alle Frauen). (4) Fragen Sie die Person, wo sie sich innerlich diese Person oder diese Gruppe vorstellt: vorne, hinten, links, rechts, oben, unten? (5) Erkunden Sie den genauen Ort (Richtung, Entfernung) dieser Vorstellung. (6) Erfragen Sie anschließend weitere Untereigenschaften, wie Helligkeit, Farben, Körpergröße oder Gefühle. Das Soziale Panorama-Modell basiert auf zwei Grund-Ideen: (1) "Ort = Beziehung". Die räumliche Positionierung anderer Menschen im sozialen Panorama entscheidet über die Art der Beziehung, die wir mit ihnen konstruieren. (2) Das soziale Panorama ist die primäre oder Basis-Repräsentation sozialer Beziehungen. Sie ist die Vorlage, das Layout für unser

soziales Handeln. Es gibt keine tiefere Struktur dahinter. Nach dem SPM sind die Richtung und Distanz (in der wir uns andere Menschen vorstellen) die wichtigsten sozialen Untereigenschaften. Wir repräsentieren vermutlich unsere sozialen Beziehungen ganz fundamental in einer räumlichen Ordnung: wir sehen, hören und fühlen Personen innerlich in und aus einer bestimmten Richtung und in und aus einer bestimmten Distanz. Die vertikale Positionierung (die Körpergröße anderer Personen verglichen mit dem Selbst) ist meist direkt mit Status und Selbstwert-Gefühlen verbunden. Wer sich andere Personen in seinem Sozialen Panorama-Modell größer als sich selbst vorstellt, fühlt sich meist diesen Personen unterlegen, weniger wertvoll und ordnet sich selbst einen geringeren Status zu. Die räumlichen Repräsentationen sozialer Beziehungen dürften für die Konstruktion der Wirklichkeit ähnlich bedeutsam sein, wie die Repräsentation der Zeit in Form der inneren Zeit-Linie. Dies könnte auch den Erfolg von Techniken und Therapien erklären, die direkt mit der lokalen Repräsentation von Personen arbeiten, wie im Sculpturing, beim Familienbrett, im Psychodrama, bei der Familienrekonstruktion oder bei Familienaufstellungen. Das Soziale Panorama-Modell könnte damit auch für die Verbindung und wechselseitige Integration von NLP und systemischen Ansätzen bedeutsam sein. Spiegeln, pacing, pacen, mitgehen, angleichen Spiegeln ist die NLP- Methode, um raschen Rapport mit einer Person zu bekommen. Beim Spiegeln paßt sich ein Kommunikator (eine Kommunikatorin) an Teile des beobachten Verhaltens einer Person an. Spiegeln kann sprachlich oder nichtsprachlich geschehen. Nonverbales Spiegeln bedeutet, die Physiologie des anderen nachzumachen, z.B. die Körperhaltung, Bewegungen der Hände, den Gesichtausdruck oder den Rhythmus des Lidschlages. Sehr

wirkungsvoll ist es, im gleichem Rhythmus zu atmen: beide Körper "schwingen auf einer Wellenlänge" und ein tiefer Rapport kann entstehen. Nonverbales Spiegeln (das tatsächlich oder auch nur in Gedanken geschieht) ist eine gute Anleitung, die Innen-Welt anderer Menschen zu erfahren, um z.B. die zweite WahrnehmungsPosition zu aktivieren. Verbales Spiegeln bedeutet, die verbale konstruierte Welt des anderen zu betreten und dort zu verweilen. Ein NLP-geschulter Kommunikator ist fähig, die sprachlichen Prädikate das anderen zu erkennen und seine Sprache dem bevorzugten RepräsentationsSystem des Gegenüber anzupassen. Spiegeln in der Sprache bedeutet auch (1) eine Anpassung der Untereigenschaften der Sprache, wie der Tonhöhe, der Lautstärke, des Sprech-Tempos und und der Klangfarbe, (2) sprachlich das zu würdigen, was ein anderer sagt (d.h. z.B. das Wort "aber" durch das Wort "und" zu ersetzen), (3) die Verwendung gleicher Phrasen, z. B. im Back-track, (4) die Übernahme ganzer Sprach-Sequenzen, die z.B. die Motivations- oder Entscheidungs- Strategie ausdrücken. Spiegeln ist ein natürlicher Prozeß, der im Alltag oft beobachtet werden kann. Wir spiegeln die ganze Zeit und je sympathischer oder interessanter uns andere sind, desto mehr spiegeln wir sie. Spiegeln ist die Begleit-Erscheinung von Rapport. Es eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, ein Gespräch aktiv zu steuern, d.h. vom Spiegeln zum Führen überzugehen. Das NLP-Prinzip von Spiegeln und und Führen (pacing und leading) ist die Grundlage jeder Art von ÄnderungsTechnik: zuerst ist es notwendig, den anderen zu spiegeln, seine Welt zu betreten, mit ihm in Rapport zu kommen, erst dann kann der andere in eine bestimmte Richtung, z.B. in einen anderen inneren

Zustand, geführt werden. Führen bedeutet auch, das eigene Verhalten so zu verändern, daß die andere Person folgt, z.B. langsamer zu atmen und zu beobachten, ob die andere Person auch beginnt, langsamer zu atmen. Diese Sequenz gilt in NLP als Indiz für tiefen Rapport und wird von NLP-erfahrenen Personen eingesetzt, um die Tiefe des Rapports auf sinnlich wahrnehmbare Art zu testen. Standard-Swish Die Haupt-Variante der Swish-Techniken. Beim Standard-Swish wird ein visuelles Problem-Bild schnell durch ein visuelles Ziel-Bild ersetzt. Das Problem-Bild zeigt das, was der Klient /die Klientin K sieht, wie er /sie mit dem unerwünschte Verhalten beginnt, z.B. anfängt, Nägel zu beißen oder nach einer Zigarette zu greifen. Das Ziel-Bild ist ein Bild von K, wo er / sie frei von dem Zwang ist. Das Bild soll einen Zustand zeigen, wo die gewünschte Verhaltens-Änderung bereits geschehen ist. Der Klient sieht zunächst das Problem-Bild (Bild Nr.1) in normaler Größe und Helligkeit. K soll genau das sehen, was es zu sehen gibt, wenn er / sie auf "Autopilot" schaltet, d.h. wenn der ZwangsAutomatismus zu laufen beginnt. In die untere linke oder rechte Ecke dieses Bildes wird dann das positive Selbst-Bild verkleinert und verdunkelt eingesetzt. (Richard Bandler hat in Bezug auf die Ecken im Laufe der Jahre unterschiedliche Vorlieben bei seinen Demonstrationen entwickelt). Der eigentliche Swish ist eine blitzschnelle Veränderung der beiden Bilder, gleichzeitig und in gleichem Tempo: das Bild Nr.1 wird kleiner und dunkler, das Bild Nr. 2 größer und heller. Durch die simultane Veränderung zweier Untereigenschaften wird die innere Aufmerksamkeit vom Bild Nr.1 abgezogen und im gleichen Tempo auf das Bild Nr.2 hingelenkt. Die ursprüngliche Reaktion (der Autopilot, die Zwangs-Automatik) verliert an Intensität, während die positive Reaktion auf das Selbstbild zunimmt. Der Zwang zu der unerwünschten Handlung soll durch einen "Sog" zum positiven Selbst-Bild ersetzt werden. Nach Richard Bandler bekommt das Gehirn dabei die Meta-Botschaft:

"Hier nicht, da entlang!" Die Verbindung zwischen den beiden Bildern entsteht durch die zwei gleichzeitig ablaufenden Untereigenschafts-Veränderungen. Die Nutzung der beiden visuellen Untereigenschaften Größe und Helligkeit des Bildes beim Standard-Swish ist nach Connirea und Steve Andreas ungefähr bei 70% der Klienten erfolgreich (in "Gewußt Wie"). (Für die restlichen Fälle wird eine andere SwishTechnik empfohlen). Anleitung zu einem Standard-Swish. Stapel-Anker Mehrere Ereignisse, mehrere innere Zustände werden mit dem selben Anker versehen, werden auf gleiche Art geankert. Auf ein und denselben Anker werden also verschiedene Erfahrungen, Erinnerungen, Zustände, ... "übereinandergestapelt". Eine Person kann z.B. im Alltag, immer wenn sie etwas mit "Freude" erfährt (ein schönes Ereignis, ein Lob, eine freudige Überraschung, ein positiver Gedanke, ... ) eine bestimmte Handbewegung machen. Viele Erfahrungen von "Freude" sind dann mit dieser Handbewegung gekoppelt ( Glücks-Anker). Stapel-Anker aktivieren verdichtete Information aus einer Vielzahl von Erlebnissen und ReferenzErfahrungen. Stapel-Anker können sehr wirkungsvolle Instrumente sein, um einen schnellen Zugang zu Ressourcen, auch in belastenden Situationen, zu erlangen. State of excellence Ein Top-Zustand Moment of excellence

Stimme Die Untereigenschaften der Stimme sind eines der Zugangs-Hinweise, mit denen auf innere Prozesse rückgeschlossen werden kann. Visuelle Menschen reden oft sehr schnell, meist in einer hohen Tonlage, manchmal auch nasal oder mehr gepreßt. Langsames Sprechen mit Pausen deutet auf kinästhetische Prozesse hin. Stimme in Mittellage, mit gleichmäßigem, rhythmischen Tempo

und einer klaren Aussprache können auditive begleiten.

Repräsentationen

Regeln Regeln sind Anleitungen, Vorschriften. Präskriptive Regeln sind Regeln über Verhaltensweisen, was sozial richtig ist. Deskriptive Regeln beschreiben Zusammenhänge, z.B. UrsacheWirkungs-Konstruktionen. Es ist sinnvoll und hilfreich, Beliefs als Regeln zu verstehen. Re-imprint, Reimprint Neuprägung

Repräsentations-Systeme Als Repräsentations-Systeme werden in NLP die Wahrnehmungs-Systeme bezeichnet, mit denen wir die Umwelt wahrnehmen. Es sind die fünf Sinne: das Sehen (das visuelle System, visuell), das Hören (auditiv), das Fühlen (kinästhetisch), das Riechen (olfaktorisch) und das Schmecken (gustatorisch), abgekürzt: VAKOG oder VAKO. Der Tast-Sinn (taktil, haptisch) wird nicht als eigener Sinn behandelt, sondern dem Fühlen, den Körper-Empfindungen, zugeordnet. Das Modell der Repräsentations-Systeme ist der Kern des NLP. Es basiert auf zwei Annahmen. (1) Wir nehmen über unsere Sinne an der Umwelt teil. Wahrnehmen bedeutet, daß wir innerlich sinnliche "Bilder" (Seh-, Hör-, Fühl-, usw. "Bilder") konstruieren. (2) Diese "Bilder" beschreiben die grundlegende Ebene des Bewußtseins. Sie gilt in NLP als Basis, als Form aller mentalen Operationen. Alle mentalen Operationen können auf RepräsentationsSysteme reduziert werden und alle mentalen Operationen bauen auf Repräsentations-Systemen auf. Die Ebene der RepräsentationsSysteme ist die Basis-Ebene für alles, was wir uns bewußt machen können. "Denken" bedeutet nach NLP, "die Sinne innerlich zu nutzen". NLP geht davon auf, daß jede mentale Operation, der wir uns bewußt werden können, sinnlicher Natur ist und durch sinnliche Elemente gestaltet und zusammengesetzt ist. "Denken" ist im NLP immer sinnliches Denken.

Das Modell der Repräsentations-Systeme ist damit auch ein Modell der vorsprachlichen Ebene, auf der alle anderen VerarbeitungsSchritte aufbauen. Alle weiteren Ebenen basieren auf dieser Ebene und sind von ihr abhängig. Die vorsprachliche Ebene ist unendlich reichhaltiger als die sprachliche Ebene (Inke Jochims). Das NLPModell der Repräsentations-Systeme ist ein "logisches Modell, das hochkomplexe kognitive und präkognitive Vorgänge so vereinfacht darstellt, daß sie im therapeutischen Alltag nützlich angewandt werden können" (Alexa Mohl). Die Repräsentations-Systeme beschreiben ein mentales Modell des Bewußtsein. Dieses Modell ist ein Erfahrungs-Modell, das jede Person erfährt, die NLP-Techniken auf sich selbst anwendet. Ob und in welcher Weise es als wissenschaftliches Modell anzusehen ist, ist weitgehend ungeklärt. (Die hat auch damit zu tun, was jemand unter "wissenschaftlichen Modellen" versteht, - nachdem im 20. Jahrhundert das mechanistische Welt-Bild zerstört worden ist). Von Bedeutung ist auch, daß der Zusammenhang des Modells der RepräsentationsSysteme mit neurologischen Modellen des Gehirns weitgehend unerforscht und ungeklärt ist. Die Repräsentations-Systeme bilden den Rahmen, dem in NLP jede innere Erfahrung (jede Erfahrung ist eine innere Erfahrung) zugeordnet wird. Wahrnehmen und Imaginieren wird in NLP nicht prinzipiell getrennt. Die Unterschiede liegen nicht auf der ProzeßEbene der Repräsentations-Systeme, sondern in einer inhaltlichen Interpretation dieser Ebene. Etwas "Äußeres" zu sehen, bedeutet das visuelle System "extern" zu nützen, etwas zu imaginieren, es "intern" zu nützen, usw. (Ob eine Person eine visuelle Repräsentation als "intern" oder "extern" interpretiert, das heißt ihre WirklichkeitsKonstruktion, hängt wiederum von spezifischen sinnlichen Elementen ab. Sie können für eine konkrete Person exakt erkundet werden. Referenz-System).

Die Repräsentations-Systeme werden in NLP in weitere ProzeßElemente unterteilt, die Submodalitäten oder Untereigenschaften genannt werden. Beispiele für visuelle Untereigenschaften sind die dominanten Farben, die Art des Lichtes, für auditive das Tempo oder den Rhythmus, usw. Liste von Untereigenschaften. Repräsentations-Systeme und Untereigenschaften gelten im NLP als die allgemeinen Prozeß-Elemente für jedes innerliche Konstrukt. NLP verfügt damit über eine vereinheitlichte Prozeß-Sprache für das Bewußtsein. Notation des NLP. Das Modell der RepräsentationsSysteme ist das grundlegende Modell des NLP. In NLP geht es immer um das Bewußtwerden und Bewußtmachen von Repräsentations-Systemen und Untereigenschaften, - bei anderen und bei sich selbst. Die Wahrnehmungs-Techniken des NLP zielen darauf hinaus, die Repräsentations-Systeme bei anderen zu erkennen und so einen schnellen Zugang zur inneren Welt anderer zu bekommen. NLP-geschulte Personen sind geübt, durch genaues Wahrnehmen der Physiologie anderer Personen eine Vielzahl von ZugangsHinweisen zu erfassen, die exakte Informationen über die Repräsentations-Systeme und die inneren Zustände anderer Personen enthalten. Bekannte Beispiele sind die RepräsentationsSysteme der Sprache (siehe unten) und das Augen-Muster-Modell des NLP. Sie erlauben es beispielsweise, die Problem-, Ziel-, Ressourcen- oder Versöhnungs-Physiologie anderer Personen exakt zu erkunden. Alle Änderungs-Techniken des NLP können auf Veränderungen von Repräsentations-Systemen und Untereigenschaften zurückgeführt werden. In den Selbst-Steuerungs-Techniken geht es um das Bewußtwerden der Repräsentations-Systeme und der Untereigenschaften eigener Konstruktionen und der Freiheit, sie gezielt zu verändern.

Repräsentations-Systeme der Sprache Viele Worte in unserer Sprache spiegeln sinnliche Elemente wider. Wenn jemand von einer "glänzenden Idee" spricht, dann beschreibt er ein inneres visuelles Bild. "Diese Idee ist für mich stimmig", sagt eine andere Person und drückt damit etwa Auditives aus. NLP basiert auf der Annahme, daß solche Aussagen nicht metaphernhaft gemeint sind, sondern reale innere Prozesse widerspiegeln. Sprache (die RepräsentationsSysteme der Sprache) und inneres Erleben (die RepräsentationsSystem) korrespondieren miteinander. Die Repräsentations-Systeme der Sprache drücken sich in sinnes-spezifischen Worten aus, die Prädikate genannt werden. Sie liefern einen Aufschluß darüber, welches Repräsentations-System eine Person eben verwendet. Beispiele für Sätze in unterschiedlichen Repräsentations-Systemen, Beispiele für Prädikate. Ressourcen sind im NLP alles, was der Erreichung gewünschter Ziele dient. Ressourcen können äußerer oder innerer Natur sein. Äußere Ressourcen sind z.B. andere Menschen oder finanzielle Mittel. Innere Ressourchen sind Qualitäten, die jemand als Teil seines Potentials besitzt, z.B. Verhaltensweisen, Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen, Beliefs, über andere Menschen oder über die Aufgabe, Selbst-Bilder ( Identität), Strategien, MetaProgramme, usw. NLP ist Ressourcen-orientiert. Eine der Grundannahmen des NLP ist, daß jede Person alle Ressourcen in sich hat, um ein befriedigendes und erfolgreiches Leben zu führen. NLP lenkt damit den Fokus auf das Potential von Menschen: das, was am positiven Entwicklungsmöglichkeiten in jedem Menschen vorhanden ist, aber in bestimmten Situationen und Kontexten nicht automatisch oder selbstverständlich zur Verfügung steht. NLP kennt viele Techniken, um nicht ressourcevolle Situationen ( stuck states) in ressourcevollen Situationen zu verwandeln. Der

Erleben von nicht-ressoucevollen Zuständen ("Problemen") dient bei NLP (im Unterschied zu anderen psychologischen oder therapeutischen Richtungen) nur zurInformationsgewinnung und erfolgt im Regelfall sehr kurz. In in allen Änderungs-Techniken geht es darum, sich (oder andere) zuerst wirksam vom Erleben nichtressourcevoller Zustände zu dissoziieren. Das Ziel ist immer, das Bewußtsein vom Problem-Fokus auf einen Ressourcen-Fokus zu lenken. In vielen Fällen werden Ressourcen dadurch aktiviert, daß der Fokus des Bewußtseins auf Erinnerungen gelenkt werden, wo genau die gewünschte Ressource erlebt wurde. Eine Person, die z.B. einem Vorgesetzten gegenüber wenig selbstbewußt auftritt, kann sich selbst (oder geführt durch eine NLP-kundige Person) einüben, in der Begegnung mit ihrem Vorgesetzten Erinnerungen an Ereignisse zu aktivieren, wo sie selbst sehr selbstbewußt gewesen ist (meist in einem ganz anderen Kontext, wie z.B. beim Sport). Weil jede Person Referenz-Erfahrungen über gewünschte Ressourcen hat (jeder und jede war schon einmal in seinem/ihrem Leben selbstbewußt, überzeugend, energievoll, ruhig, ... usw.), deshalb kann jede Person so die Überzeugung von NLP - lernen, diese Ressourcen in Situationen einzusetzen, wo sie scheinbar nicht verfügbar sind. Ressourcen-Fokus, -Physiologie, -Zustand Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. In jeder Sekunde können wir unseren Geist auf viele unterschiedliche Phänomene richten. Im Ressourcen-Fokus wird die innere Aufmerksamkeit auf Ressourcen ausgerichtet. Ein starker Ressourcen-Fokus bedingt einen Ressourcen-Zustand, außen erkennbar durch eine Ressourcen-Physiologie. Ressourcen können überall gefunden werden: in unserer Vergangenheit ( Positiver History change), in der Gegenwart und in der Zukunft. Ressourcen können wir in uns und außerhalb von uns entdecken. Ressourcen können auf jeder logischen Ebene aktiviert werden. Starke Ressourcen sind mit hohen Werten, mit einem

gutem Selbst-Bild ( personale Identität) und mit dem Zugang zur Ebene der Zugehörigkeit, aktiviert in der Quelle und in core states, verbunden.

Taktil bezieht sich auf berühren und tasten und auf den Tast-Sinn. Taktile oder haptische Empfindungen enstehen aus dem Ertastung von Oberflächen-Strukturen von dem, was berührt wird. In NLP wird der Tast-Sinn nicht als eigener Sinnes-Kanal aufgefaßt, sondern dem Fühlen, dem kinästhetischen System, untergeordnet. Teile In NLP oft verwendete Metapher für Einheiten im Unbewußten, um über abgegrenzte, scheinbar unabhängige Programme, Strategien und Verhalten einer Person zu sprechen. Teile sind in NLP immer "unbewußte Teile" bzw. "Teile des Unbewußten". (Man spricht auch von "Teilen der Person auf der unbewußten Ebene" oder von "unbewußten Persönlichkeitsanteile"). John Grinder und Richard Bandler weisen ausdrücklich darauf hin ("Neue Wege der Kurzzeittherapie"), daß nahezu alle Psychotherapien die Person des Klienten in Teile oder Anteile aufteilen. (Beispiele sind die Transaktionsanalyse, die Psychoanalyse, die Gestalttherapie und die Familientherapie nach Virginia Satir). In NLP werden "Teile" immer eindeutig in einen größeren Verstehens-Zusammenhang eingeordnet. Teile führen eine Art von Eigenleben und sind gleichzeitig immer in ein System mit anderen Teilen eingebunden. Teile haben eine genau definierte Aufgabe, eine Funktion im System-Ganzen einer Person. Diese Aufgabe, diese Funktion wird in NLP immer positiv interpretiert. Teile werden in NLP oft wie Personen bezeichnet und wie Personen behandelt. Man spricht auch von der "guten Absicht" eines Teiles, als ob es sich um eine Person mit eigenem Willen handeln würde. Daneben gibt es auch ein eher klinisches Teile-Konzept in NLP. Der klinisch-psychoanalytischen Tradition folgend spricht man auch von einem sekundären Gewinn (oder auch sekundärem Krankheitsgewinn). Beide Aspekte des Konzeptes "Teil" (der anthropomorphisierende und der eher klinische) können im Sechs-

Stufen-Reframing und im Verhandlungs-Reframing ( Übung: "Das alte und das neue Ich") studiert werden. Manchmal wird der Begriff "Teil" auch in der Bedeutung eines "fremden Teils" verwendet, - im Sinne einer "fremden Energie", die weggeben werden sollte. ( Übungsanleitung dazu). Through time (Durch-Zeit) Eine Variante der inneren Zeit-Linie: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen außerhalb der Person Zeichung zu Zeit-Linien Tiefenstruktur der Sprache Sprache, die sinnliche Erfahrungen in hohem Maße widergibt. Durch die Prozesse von Tilgung (siehe unten), Generalisierung und Verzerrung wird daraus die Oberflächen-Struktur der Sprache gebildet. Genaueres unter MetaModell der Sprache. Tilgung Prozeß der Überführung der Tiefen-Struktur in die Oberflächen-Struktur der Sprache, bei dem einzelne Elemente "getilgt" werden bzw. nicht ins Bewußtsein treten. Tilgungen bewirken unvollständige innere Landkarten: wesentliche Informationen fehlen. Im Meta-Modell der Sprache werden Tilgungen spezifisch hinterfragt. Im Milton-Modell werden Tilgungen bewußt in der Sprache eingesetzt. Tilgungen werden in NLP meist in fünf Gruppen unterteilt: (1) unspezifische Subjekte, unbestimmter Inhaltsbezug, unbestimmte Substantive, (2) unspezifische Verben, (3) Vergleiche, (4) Bewertungen und (5) Nominalisierungen. (1) Zur ersten Gruppe gehören Sätze wie: "Man kann sich am Bildschirm entspannen.", "Surfen ist ganz in Ordnung.", "Den Usern gefällt das Lexikon.". Im Meta-Modell wird empfohlen, solche Sätze zu hinterfragen, mit: "Wer genau?", "Was genau?",

"Welche?" usw. (2) Bei Sätzen mit unspezifischen Verben fehlt das 'Wie'. Beispiele: "Er veränderte sich am Bildschirm", "Sie zwang sich weiterzulesen". Klärende Fragen sind: "Wie genau geschieht das?", "Wie?", "Wodurch?", "Auf welche Weise?", "Wann?". (3) Bei Vergleichen fehlt der Bezug: "Dieses Lexikon ist gut", "Hier finden sich die besseren Leser". Nützliche Fragen sind: "Verglichen womit?", "Besser als wer?", "Gemessen woran?", "In Bezug auf was?". (4) Bewertungen sind ähnlicher Natur (und treten oft als Vergleiche auf): "Offensichtlich sind diese Seiten nützlich", "Sie sind wißbegierig". Bewertungen werden geklärt, indem man fragt: "Für wen offensichtlich?", "Nach welchen Standard?", "Worauf?". (5) Nominalisierungen schließlich sind Hauptwörter, die von Prozeßwörtern abgeleitet sind. Ein Prozeß erscheint wie ein statisches Ding: die Liebe, die Beziehung, das Gedächtnis, das Wissen: "In der Beziehung zum Leser wird Wissen transportiert und das Gedächtnis geschult". Klärung kann erfolgen, indem die fehlende Information nachgefragt wird: "Wer behauptet das?", "Wie denn?", "Wer genau?", "Was genau?". Tilgungen, bei denen es um vergangene Informationen geht, beziehen sich nach Inke Jochims vor allem auf folgende Elemente: auf (1) Personen: Wer tat etwas?, (2) Objekte: Wem oder was wurde dabei etwas getan?, (3) Raum: Wo geschah etwas?, (4) Zeit: Wann geschah etwas?, (5) Methoden: Wie wurde etwas getan?, (5) Optionen: Welche Möglichkeiten gab es? und (6) Anzahl: Wie oft? Wieviel? Syntaktische Konstruktionen, die auf getilgtes Material hinweisen, sind: (1) Verben, (2) Adjektive und Adverbien, (3) Komparative und Superlative und Modaloperatoren (Letztere werden meist den Verallgemeinerungen zugeordnet). Time Frame, Zeit-Rahmen Gefühle können einen

unterschiedlichen Zeit-Rahmen, eine anderen Zeit-Bezug haben. "Bedauern" bezieht sich meist auf die Vergangenheit, "unruhig" oft auf die Gegenwart, "erwartungsvoll" meist auf die Zukunft. Time-Line Zeit-Linie

Trance Im NLP wird Trance mit Milton H. Erickson definiert als Zustand hochfokussierter, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit. Dem Prozess einer Herbeiführung einer Trance nennt man TranceInduktion, die therapeutische Nutzung desselben nennt man TranceUtilisation. Die meisten, wenn nicht alle NLP-Interventionen beeinhalten als integrale Bestandteile Trance-Induktionen und Trance-Utilisationen. (Beispiele sind History Change, Moment of excellence, Phobie-Techniken, die verschiedenen Arten des Reframings, Anker verschmelzen, Neues Verhalten generieren, Neuprägung, Walt Disney-Technik, usw.) Die Einbeziehung von Hypnose, von Trancezuständen und hypnotischen Phänomenen ist eines der großen Verdienste der NLP-Begründer Bandler und Grinder. Sie haben damit das Lebenswerk von Milton H. Erickson mit den innovativen Vorgehensweisen und Konzepten von Virginia Satir und Fritz Perls verbunden. (Milton Erikson nützte Hypnose und Trance systematisch für die klinische-therapeutische Praxis, vgl. Milton-Modell). Ein Beispiel für eine Trance-Induktion. Trans-derivationale Suche "Derivativ "bedeutet "durch Ableitung entstanden". Die Trans-derivationale Suche (auch abgekürzt mit TDS) ist eine kinästhetische Erinnerungs-Strategie. Ausgehend von einem körperlich erlebten inneren Zustand (einem Gefühl) wird in der Vergangenheit eine Referenz-Erfahrung gesucht. Diese Methode ist ein Standard-Ansatz von NLP zur Erkundung der

Vergangenheit, insbesondere in der Aktivierung von Ressourcen. Die Annahme dabei ist, daß zu jedem positiven inneren Zustand, den wir denken können, eine Referenz-Erfahrung aus der Vergangenheit existiert, - sonst wären wir nicht in der Lage, diesen Begriff zu verstehen. Kinästhetische Erinnerungs-Strategien werden auch bei der Neuprägung eingesetzt, um das ursprünglichen PrägungsErlebnis (oft in der frühen Kindheit) ausfindig zu machen. Transfer Die Übertragung einer Ressource (wie einer Fähigkeit, eines Verhaltens, einer Einstellung) in die Zukunft. Der Ausdruck Transfer findet sich in NLP in zwei Bedeutungen: (1) im Sinne des Future Pace, bei dem die Ziel-Konstruktion mit der Konstruktion der Zukunft verknüpft wird, (2) im Sinne eines chunking-ups auf einen weiteren oder allgemeinen Kontext in der Zukunft: "Wenn Sie sich vorstellen, daß Sie diese Fähigkeit, in der Zukunft leben können, was wird sich dann in Ihrem Leben noch verändern?". Transformations-Grammatik Die Sprachlehre des Sprachwissenschaftlers Noam Chomsky. Sie beschreibt die Regeln, wie die Tiefen-Struktur und die Oberflächen-Struktur der Sprache zusammenhängen. Dieser Gedanke findet sich (in einer sehr vagen Übersetzung) im NLP- Meta-Modell der Sprache. Traumata-Techniken Ein Trauma ist ein intensives negatives Erlebnis (oft in der Kindheit), das zu einer negativen Prägung führt. NLP hat dazu das Konzept der Neuprägung entwickelt. Daneben gibt es eine Klasse von Interventionen, die TraumataTechniken genannt werden. Als Beispiel wird auf die Timelie Traumata-Technik der beiden Andreas verwiesen. (ÜbungsAnleitung dazu) Träumer(in) Einer von drei Zuständen bei der Walt-Disney-

Strategie. Im Zustand des Träumens entstehen neue Ideen, Visionen und Ziele. Tu-so-als-ob-Rahmen Als ob

Überkreuz-Spiegeln Eine besondere Art des Spiegelns, und zwar (1) in einem anderen Repräsentationssystem oder (2) mit einer anderen Art von Bewegung. Beispiele: (1) Der Atem-Rhythmus einer Person wird durch meinen Sprech-Rhythmus gespiegelt. (2) Der Sprech-Rhythmus einer Person wird von einer gleichschnellen (unmerklichen) Bewegung meiner Hand begleitet. Kreuzspiegeln ist eine effektive Methode, um Rapport herzustellen. Überlappen ein Prozeß, von dem eine Person durch Sprache von einem Repräsentations-System in ein anderes geführt wird. Am Beginn wird das Leit-System oder das bevorzugte Repräsentationssystem angesprochen, um sprachlich Rapport zu bekommen (z.B. eine Szene visuell beschrieben), dann wird auf ein anderes System (z.B. das auditive System) übergegangen. Durch Überlappen soll eine volle innere Erfahrung vermittelt werden, indem eine Synästhesie (möglichst viele RepräsentatationsSysteme) konstruiert wird. Die Vorstellung und das innere Erleben wird dadurch plastischer und realer, die Person erlebt einen bestimmten inneren Zustand mehr assoziiert. Überzeugungen Beliefs

Ultrakurzzeit-Therapie Bezeichnung von Richard Bandler für eine sehr kurze Phobie-Technik mit visueller Dissoziation und Musik als Ressource. Dabei wird (1) die phobische Reaktion dissoziiert als Film erlebt, (2) der Film im zweiten Durchgang mit lauter Zirkusmusik unterlegt, und (3) im dritten Durchgang getestet, ob das ursprüngliche unangenehme Gefühl noch vorhanden ist. Umfassungswörter Umfassungswörter, meist Universalquantoren genannt, sind Wörter wie: alle, keine, jeder, sämtliche, nirgends, niemals, nichts. Sätze mit diesen Wörtern sind

Verallgemeinerungen, sie verletzen das

Meta-Modell.

Umwelt Mit Umwelt bezeichnet man im NLP die "Außen-Welt": andere Menschen, das Umfeld, in dem Verhalten passiert. Umwelt ist die erste der logischen Ebenen des NLP. Unbewußtes NLP hat kein entwickeltes Modell des Unbewußten, unterscheidet jedoch in seiner Sprache und in vielen Techniken (insbesondere beim Reframing) bewußte von unbewußten Prozessen (Zwei-Instanzen-Theorie). Das NLP-Konzept vom Unbewußten beruht nach Alexa Mohl u.a. auf folgenden Prinzipien: (1) Es gibt ein Unbewußtes. (2) Bewußte und unbewußte Prozesse unterscheiden sich nicht prinzipiell. Beide werden anhand der NLP-Begriffen von Repräsentations-Systemen und Untereigenschaften beschrieben. (3) Die Grenze zwischen dem Bewußten und dem Unbewußten ist keine prinzipielle Grenze. Die Grenze ist flexibel und eher graduell. (4) Das Unbewußte wird prinzipiell positiv interpretiert. Auf der Ebene des Unbewußten herrscht das Prinzip der guten Absicht. (5) Das Unbewußte ist mächtiger als das Bewußte, weil es (a) die meisten Lebensprozesse steuert, und (b) dem Bewußten nicht direkt zugänglich ist. Daten zum Auswahl-Prozeß des Bewußtseins. (6) Das Unbewußte hat eine Struktur, meist "Teile" genannt. Diese "Teile" organisieren "Verhalten", um "positive Absichten" zu erfüllen. (7) Es ist möglich, mit dem Unbewußten Kontakt aufzunehmen. (8) Wie sich eine Person dabei ihr Unbewußtes vorstellt ist für die Arbeit mit dem Unbewußten nicht von Belang (z.B. in Form von Symbolen, Personen oder einer Landschaft), ebenso nicht ihre sprachliche Bezeichung (als "Teile", "Tendenzen", "Persönlichkeitsaspekte" usw.) sowie das individuelle BeliefSystem zum Unbewußten ("Geist", "Seele", "überpersönliches Wissen", "die Weisheit des Körpers", usw.)

In diesem Konzept werden dem Unbewußten nach Gernot Schauer u.a. folgende Funktionen zugesprochen: (1) Das Unbewußte speichert alle wichtigen Informationen, die auf eine Person das ganze Leben einströmen. Dies kann z.B. im MetaModell der Sprache im Unterschied von der Oberflächen- und der Tiefenstruktur studiert werden. Die reichhaltigen Informationen der Tiefenstruktur sind oft unbewußter Natur und können durch geeignete Fragen einer Person bewußt zugänglich gemacht werden. (2) Das Unbewußte organisiert die psychische Stabilität einer Person (im Fremdwort: ihre psychophysische Homöostase), indem es dem Bewußten manche Informationen zugänglich macht und manche nicht. Das Unbewußte kontrolliert also den Informationsstand des Bewußten. Traumatische Erfahrungen aus der Kindheit z.B. werden oft "vergessen" (in der Psychoanalyse sagt man "verdrängt") und z.B. im Prozeß einer Neuprägung dem Bewußtsein wieder zugänglich gemacht. (3) Das Unbewußte kann durch bestimmte Ereignisse angesprochen werden und dadurch zum Auslöser innerer Änderungs-Prozesse werden. Ein Beispiel ist die hypnotische Sprache, wie es das Milton-Modell beschreibt. Sie wirkt direkt auf das Unbewußte und kann von dort Einfluß auf das weitere Verhalten einer Person ausüben. In manchen Techniken des NLP, wie dem Reframing, bittet das Bewußte das Unbewußte direkt oder erteilt ihm Aufträge, die Verantwortung für Änderungs-Prozessse zu übernehmen, die in der Zukunft automatisch, ohne aktiven Einfluß des Bewußten, geschehen sollen. Und-Haltung In NLP geht es niemals darum, ein Verhalten als negativ zu bewerten und durch ein anderes, positiv gedachtes, Verhalten zu ersetzen. (Das wäre eine Oder-Haltung). In NLP wird der Wert jedes Verhaltens betont. Eine der Grundannahmen des NLP ist: "Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich". Es

geht darum, automatische Reaktionen zu unterbrechen und die Freiheit zu erlangen, jenes Verhalten zu wählen, das für einen Kontext als passend erachtet wird. Die Und-Haltung in NLP ist Ausdruck eines polaren Denkens, wie es in seinem TeileKonzept zu finden ist. Sie kann insbesondere an den Ansätzen des Reframings studiert werden. Unified Field Theory, Einheitliche Feldtheorie (die Übersetzung "Vereinigtes Feld" ist m.E. falsch). Ein Begriff, mit dem Dilts und Epstein versucht haben, Elemente des NLP in einem einfachen Schema zusammenzufassen (Der Begriff selbst ist m.E. überzogen: die heutige Physik verfolgt das ehrgeizige Ziel, eine einheitliche Feldtheorie unter Einschluß aller Kräfte und Elementar-Teilchen zu erreichen) System-Matrix des NLP. Universalquantoren Universalquantoren, auch Umfassungswörter genannt, sind Wörter wie: alle, keine, jeder, sämtliche, nirgends, niemals, nichts. Sie sind ein Zeichen dafür, daß eine Person zu sehr verallgemeinert. Im Meta-Modell des NLP wird vorgeschlagen, Verallgemeinerungen zu hinterfragen, auch um die spezifischen Erfahrungen zu erkunden, die die Referenz-Erfahrung für die Gültigkeit der Verallgemeinerung abgibt. Sätze wie "Frauen sind dumm", "Männer sind aggressiv" enthalten stillschweigend einen Universalquantor, weil alle Frauen und alle Männer gemeint sind. Unterbrecher, Separator, Separator State, Bailout, Breaker, Breaker State NLP-Technken weisen einen schnelle Wechsel innerer Zustände auf. Im Heraus-Führen aus einen Zustand, bevor ein neuer Zustand aktiviert wird, ist es immer notwendig, einen "Unterbrecher" zu setzen: den Klienten / die Klientin zu veranlassen, sich von diesem Zustand zu dissoziieren. Dazu ist es notwendig, den Wechsel der Physiologie genau wahrzunehmen. Für einen

Unterbrecher sind alle geeignet.

Dissoziierungs-Techniken des NLP

Untereigenschaften, Submodalitäten Unterteilungen der Repräsentations-Systeme in kleinste Prozeß-Elemente. Visuelle Untereigenschaften sind z.B. die Farbe innerer Bilder, ob es eine Bewegung zu sehen gibt oder nicht. Auditive Untereigenschaften sind die Lautstärke oder der Rhythmus, usw. Die Untereigenschaften gelten in NLP als die grundlegenden Komponenten von Bewußseins-Prozessen. Alles, was wir uns bewußt machen können, ist eine Mixtur von Untereigenschaften. Liste von Untereigenschaften Vieles in NLP ist (ihrem pragmatischen Ansatz folgend) nichts "Eigenständiges", sondern aus anderen Richtungen entommen. Der Ansatz der Untereigenschaften ist der (vermutlich) bedeutsamste eigenständige Beitrag von NLP zu einer Theorie des Bewußtsein (Diesen Beitrag hat Richard Bandler geleistet). Der Erfolg des NLP beruht zu einem großen Teil auf einem klaren Verständnis, wie bedeutsam Untereigenschaften für die Konstruktion unserer subjektiven Realität sind. Alles in NLP kann auf RepräsentationsSysteme und Untereigenschaften zurückgeführt werden. Jede Intervention in NLP läuft letztlich auf einen Wechsel von Untereigenschaften hinaus. Die zentrale Frage für die SelbstSteuerung könnte sein: von welchen Untereigenschaften wird mein Bewußtsein dominiert? Neben dieser allgemeinen Wchtigkeit gibt es (auf einer konkreteren Ebene) ein Set von Techniken, wo die Prozeß-Anweisung in einer direkten Veränderung von Untereigenschaften besteht. Beispiele sind die Techniken des Belief-Änderns mit Untereigenschften (Anleitung dazu) oder die Arbeit mit den Untereigenschaften von

Top-Zuständen, wie der Quelle. Ein Beispiel: Scham-und Schuldgefühle mit den Untereigenschaften der Quelle heilen. Up-Time Gegenteil von down-time: der Fokus der Aufmerksamkeit ist auf außen, auf die Umwelt, auf andere Menschen gerichtet. Ich bin nicht auf mein Innenleben, meinen inneren Dialog konzentriert: die Aufmerksamkeit richtet sich voll nach außen. Die Fähigkeit zu Up-time ist eine der Vorausbedingungen für genaues Wahrnehmen und für Rapport. Ur-Credo, Ur-Credo-Prozeß Eine Weiterentwicklung des NLP durch Wolfgang Bernard. Das Ur-Credo ist das grundlegende Belief, das unsere personale Identität organisiert. Es ist der Grundbaustein unseres Ich-Bewußtseins, welches sich in der frühen Kindheit entwickelt, - eine der grundlegenden Vorannahmen, über die selten reflektiert wird. Im Ur-Credo-Prozeß geht es darum, dieses Grund-Belief zu entdecken (bewußt zu machen) und zu überschreiten. Dieses Prozeß beruht auf zwei Annahmmen: (1) Die Konstruktion des Ur-Credos in der frühen Kindheit ist ein wünschenswerter Prozeß, der ein "normales" Funktionieren in der Gesellschaft erlaubt. Im Kern geht es dabei um die Konstruktion einer "trennenden Identität", welche bewirkt, daß sich der Mensch als vom anderen und von der Umwelt getrennt erlebt. Sie öffnet dem Kind den Zugang zur Fähigkeit der Repräsentation und zu all dem, was für ein Leben in der Gemeinschaft notwendig ist. (2) "Für den Erwachsenen hingegen wird sie das Haupthindernis, wenn er sich seiner Ursprünge erinnern will und seine Erfüllung anstrebt." (Wolfgang Bernard).

Das Ur-Credo wird im Ur-Credo-Prozeß (ein längerer geleiteter Prozeß) "entdeckt", in dem sich eine Person (im Gegensatz zu herkömmlichen NLP-Techniken) bewußt und intensiv mit ihren "Schatten-Seiten" assoziiert. (Dabei werden die DissoziierungsTechniken des NLP gezielt eingesetzt und bilden die Voraussetzung für diesen Prozeß). Im Ur-Credo-Prozeß sollen die Strukturen der Identität vorübergehend aufgehoben werden und ein besonderer innerer Zustand erreicht werden, der "vorsinnliche Wahrnehmung" genannt wird. "Es handelt sich um die Wahrnehmung unseres Ursprungs und all dessen, was in jedem Augenblick aus ihm erwächst. Vorsinnliche Wahrnehmung ist ein Ausdruck für das Unausdrückbare: die Dimension der ungefilterten Wahrnehmung, die alle Phänomene, wahrgenommene und nicht wahrgenommene, existierende und nicht existierende, vereint. Wir sind mit ihr geboren und mußten sie vergessen, um unser Ichbewußtsein, unsere Identität entwickeln zu können. Durch gezielte Vorgehensweisen können wir den Boden dafür bereiten, diese in Vergessenheit geratene, alles miteinander versöhnende Wahrnehmung in uns wiederzuentdecken" (Wolfgang Bernard). In diesem Zustand eines intensiven Erlebens von Zugehörigkeit werden Menschen sich ihres "essentieller Wertes" bewußt: ihrer Einzigartigkeit, ihres "Wesens", - jener Aspekte, die Connirae Andreas als Core States beschreibt. Ursache-Wirkungs-Beliefs Unterklasse der deskriptiven Beliefs.

Utilisation, utilisieren Im Englischen heißt to utilize nutzbar machen, auswerten. Der Begriff Utilisation wird in NLP in verschiedener Weise verwendet: (1) Utilisation ist einer der Grundbegriffe in der Hypnotherapie nach

Milton Erikson, eine der Wurzeln des NLP. Er besagt, daß der Therapeut versuchen soll, die Eigenschaften und Eigenheiten des Klienten für therapeutische Ziele einzusetzen. Dazu ist es notwendig, das Verhalten des Klienten genau zu beobachten und es vorerst zu akzeptieren, so eigenartig es sein mag. Bandler und Grinder haben dieses Prinzip in prozeßorientierte Anweisungen übersetzt, u.a. in die Techniken des Spiegelns (pacing) und Führens (leading), des Reframings und in das Milton-Modell. Das Prinzip der Utilitisation kommt auch in den Vorannnahmen des NLP zum Tragen, z.B. in dem Satz, daß jede Person alle Ressourcen in sich hat, die sie braucht, um ihre Ziele zu erreichen. (2) In einer anderen Verwendung bedeutet Utilisation den gezielten Einsatz von Erkenntnissen, Fähigkeiten, Verhalten , ... So spricht man von der Utilisation von Strategien, die vorher erkundet wurden. Utilisieren bedeutet hier, Strategien oder StrategieElementen bewußt für die eigene Ziele einzusetzen.

Absicht

gute Absicht Zugangs-Hinweise

Accessing cues

Affirmationen Im Lateinischen heißt affirmatio Bejahung. In NLP wird der Ausdruck Affirmationen für suggestive, meist kurze Sätze verwendet, die einen positiven und bejahenden Sinn haben, wie z.B.: "Ich bin am Bildschirm ruhig und gelassen." Affirmationen können ein wirksames Mittel sein, innerlich einen Ressourcen-Fokus zu aktivieren. In der NLP- Ziel-Arbeit werden oft Ziel-Sätze in prägnanter und kurzer Weise als Affirmationen formuliert. Der Wert von Affirmationen zeigt sich in der (innerlichen und äußeren) Reaktion einer Person, die sie hört oder liest. Wirkungsvolle Affirmationen können den inneren Zustand schnell verändern (Wechsel von der Problem- zur Ressourcen-Physiologie). Affirmationen beeinflussen den inneren Dialog, das innere Zwiegespräch, das viele Menschen andauernd haben. Dem inneren Dialog kommt eine große Wirkung für die Konstruktion unserer Realität zu. Wir erklären uns innerlich andauernd, was gerade wichtig ist, was um uns herum passiert, wie andere Menschen sind, wer wir selbst sind. Welche Gedanken schwirren jetzt in Ihrem Kopf herum? Durch welche Affirmationen könnten Sie diese ersetzen? Liste von Affirmationen. Als ob Die Simulation eines gewünschten Ziels oder auch eines Zustandes, den jemand erreichen will. Ziele in NLP sind imaginierte Ziele. "Als ob" ist Bestandteil jeder Ziel-Arbeit in NLP. Eine Person versetzt sich dabei innerlich assoziiert in den Zustand, ALS OB das Ziel schon erreicht wäre. "Was gibt es da zu sehen, zu hören, zu spüren .......". Wenn es nicht möglich ist, ein Ziel sinnlich-konkret zu simulieren, sich gedanklich und im Erleben zu konstruieren, dann wird dieses Ziel - so die Ansicht von NLP - nicht erreicht werden.

Wenn es nur möglich ist, sich ein Ziel vage vorzustellen, dann wird es vermutlich nur vage erreicht werden. Das Ziel der Ziel-Arbeit in NLP ist die Konstruktion einer konkreten sinnlichen Simulation und das Training für einen leichten Zugang zum Ziel-Zustand. Die Technik des ALS OB wird auch verwendet: (1) um ein Ziel ökologisch zu überprüfen. Das kann auch an der Physiologie im Ziel-Zustand abgelesen werden. Möglicherweise treten bei Erreichung des Zieles neue Probleme auf, d.h. die Ziel-Arbeit bedarf weiterer Schritte und das Ziel muß modifiziert werden. (2) um kreative Lösungen für die Erreichung des Zieles zu erkunden. Der Ziel-Zustand ist ein Ressourcen-Zustand, in dem der Zugang zum kreativen Potential leichter gelingt. Eine typische Technik ist die Simulation des Zieles (assoziiert im Ziel sein) und von da auf die Gegenwart oder das Problem zu blicken und sich die Frage zu stellen: "Was habe ich genau gemacht, um dieses Ziel zu erreichen?" Übung: vom gegenwärtigen zum künftigen Zustand. Analog Die Gegensatz-Paare analog und digital werden in der Sprache des NLP in zumindest drei Bedeutungen verwendet: (1) als Beschreibung der inneren Welt der Repräsentations-Systeme generell, (2) zur Klassifikation von Untereigenschaften und (3) zur Klassifikation von - von außen beobachtbaren - KommunikationsVerhalten. (1) Eine analoge Uhr, eine Ziffernblatt-Uhr, zeigt die Zeit in Form eines Kreises, eine digitale Uhr in Form von Ziffern. In der analogen Darstellung besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Strecke, die der Zeiger zurücklegt, und der Zeit, die verstrichen ist. Je weiter die Zeit voranschreitet, desto weiter schreitet der Zeiger voran, auf seinem Weg um das Ziffernblatt herum Analoge Darstellungen sind mehr sinnlicher Natur, digitale Darstellungen mehr logischer Natur. NLP beschreibt die Repräsentations-

Systeme prinzipiell als analoge Systeme. Vorsprachliches "Denken", wie es sich auf der Ebene der Repräsentations-Systeme manifestiert, ist nach NLP prinzipiell analoger Natur. In NLP geht es um die Erkundung und Veränderung der analogen Elemente der Repräsentations-Systeme und ihrer Untereigenschaften. (2) Die zweite Begriffs-Verwendung bezieht sich auf eine Klassifikation von Untereigenschaften. Manche Untereigenschaften haben analoge Qualitäten, z.B. die Helligkeit, der Kontrast, die Größe und die Entfernung innerer visueller Bilder. Analog bedeutet hier kontinuierlich veränderbar (dychoton), wie auf einer Skala (ein Bild kann heller oder dunkler sein). Im Gegensatz dazu sind manche Untereigenschaften nur diskontinuierlich veränderbar (wie der Wert 0 oder 1 in der digitalen InformationsVerarbeitung). Digitale Unterscheidungen sind z.B. dissoziiert versus assoziiert, lokalisiertes versus ganzheitliches Körper-Gefühl oder die Stereo- oder Mono-Qualität eines Hör-Erlebnisses. (3) Mit analogem Kommunikations-Verhalten ist die InformationsVermittlung gemeint, die durch das Senden und Empfangen der Körper-Sprache geschieht (Haltung, Mimik, Gestik, Stimmqualität etc.). Mit digitalem Kommunikations-Verhalten ist die InformationsVermittlung gemeint, die durch das Aussprechen und Verstehen von Worten und Sätzen geschieht. (Hier gilt wieder die Analogie von analoger und digitaler Uhr). Wenn man nach dem Meta-Modell des NLP davon ausgeht, daß die verbale Sprache innere Zustände transportieren will, dann ist die analoge Körper-Sprache prinzipiell präziser als die digitale verbale Sprache. In einer analogen Abbildung werden Struktur- und Intensitäts-Merkmale des "Territoriums" in der "Landkarte" gespiegelt, wie bei der ZeitStrecke und der Strecke des Zeigers auf der Uhr. Eine geballte Faust und schlagende Gesten in der Körper-Sprache spiegeln demnach einen innerer Zustand, z.B. den Wunsch, tatsächlich zuzuhauen.

Analoge Kommunikation ist demnach weniger störanfällig, als die digitale, zumindest in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Dieses mag dazu geführt haben, daß in der Kommunikationstheorie und in der Praxis der Psychotherapie in den letzten Jahrzehnten die digitale Kommunikation der analogen Kommunikation untergeordnet wurde, was deren Wahrheitgehalt, deren Authentizität anbelangte. Im NLP werden analoge und digitale Kommunikationsanteile als ParaBotschaften und nicht als Meta-Botschaften (in der Bedeutung von übergeordnet) betrachtet. Analoger Anker Gleit-Anker

Analoges Markieren Der Einsatz sinnlicher Elemente, wie Lautstärke, Schrift-Bild oder einer Geste, um ein bestimmtes Wort in einem Satz oder eine bestimmte Sequenz in einer Präsentation zu betonen. Man kann damit Informationen auf einer unbewußten Ebene geben, ohne dies bewußt anzusprechen, z.B. ihr SEHEN zu lenken, daß SIE automatisch HIERHER schauen. Analoges Markieren in der Sprache ist Teil des Milton-Modells. Änderungsarbeit 1. und 2. Ordnung Änderungs-Techniken Die Gesamtheit aller NLP- Interventionen, bei denen ein Problem nachhaltig verändert werden soll. Dazu gehören u.a.: Anker verschmelzen, Reframings, History change, Neuprägung, alle Techniken unter Verwendung der (äußeren) Zeit-Linie und alle Techniken zur Veränderung von Meta-Programmen und von Strategien. Die meisten Änderungs-Techniken des NLP sind in einen Abfolge von sechs Prozeß-Schritten eingebettet. Diese sechs Schritte geben einen Rahmen für die Zuordnung von NLP-Techniken ab. Es sind

dies: (1) das Problem erkunden, (2) sich vom Problem dissoziieren, (3) das Ziel festlegen, (4) Ressourcen für das Problem erkunden, (5) aktivieren und (6) damit das Problem verändern. Diese sechs Schritte beziehen sich auf drei Bereiche: auf einen Problem-Bereich PB, auf einen neutralen Bereich NB und einen Ressourcen-Bereich RB. (1) Im ersten Schritt wird das Problem und der Problem-Zustand erkundet. Dies erfolgt im PB, oft assoziiert, d.h. der Klient oder die Klientin befindet sich im Problem-Zustand. Die Phase des Assoziiert-im-Problem-sein wird in NLP in der Regel kurz gehalten. Es geht nicht darum, belastende Gefühle und Situationen zu aktivieren, sondern um das Sammeln von Informationen. (2) Im nächsten Schritt geht es darum, sich vom Problem und vom Problem-Zustand zu disoziieren, d.h. vom Problem innerlich wegzugehen (vom PB in den NB). Damit wird ein Unterbrecher für den Problem-Zustand geschaffen. Die Dissoziation vom Problem ist entscheidend für eine Veränderung-Arbeit mit NLP. (3) Ist die Ist-Analyse beendet, geht um die Ziel-Arbeit, d.h. um die Festlegung eines Zieles nach den Ziel-Kriterien des NLP.Ziele in NLP sind imaginierte Ziele. je mehr sich eine Person mit ihrem Ziel beschäftigt, desto mehr kommt sie in einen Ziel-Zustand, der ein Ressourcen-Zustand ist, d.h. vom NB in einen RB. (4) Ein Ziel ist etwas, das noch nicht erreicht ist, d.h. es gibt innerliche Hindernisse. Sind diese erkundet (als eigener Prozeß oder als Teil der Problem- oder Ist-Analyse), dann geht es darum, jene Ressourcen zu ermitteln, die helfen können, bestehende Hindernisse zu beseitigen (wiederum im NB oder im RB). (5) Der nächste Schritt ist die Aktivierung der Ressouren, die für das Ziel hilfreich sind. Die geschieht in NLP meist durch ein assoziiertes Erleben eines Ressourcen-Zustandes, z.b. durch Aktivierung einer Erinnerung. (6) Im letzten Schritt wird dieser Zustand (als körperliches Erleben

und/oder mit seinen Untereigenschaften) in das ursprüngliche Problem hineingegeben. Das Ziel der Veränderungs-Arbeit in NLP ist die Veränderung der inneren Repräsentation des Problems (meist ergänzt durch ein Future pace). Angleichen (pacen, pacing) spiegeln

Referenz-Erfahrung Eine Erfahrung aus der Vergangenheit, die als"Beleg" oder als "Beweis" für einen inneren Zustand, eine Fähigkeit oder ein Belief dient. Wenn ich zu mir sage: "Ich bin eine interessante Person" und ich aktiviere das Gefühl dazu, dann erinnere ich mich (meist schnell) an Ereignisse, wo ich genau dieses Gefühl und das dazupassende Belief hatte. Diese Erinnerungen sind meine Referenz-Erfahrungen, die mir "beweisen", daß mein Belief "richtig" ist. (Gefühle zu aktivieren und nach Ereignissen in der Vergangenheit zu suchen, beschreibt die Technik der transderivationalen Suche. Sie dient der Ermittlung von ReferenzErfahrungen). Referenz-System Das Repräsentations-System, mit dem intern die Richtigkeit einer Erfahrung, die Wahrheit abgerufener Informationen überprüft wird. Eine Person reagiert z.B. auf die Frage nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit mit folgender ErinnerungsStrategie: (1) zuerst wird die Frage innerlich kommentiert (auditives Leit-System), (2) dann visuell repräsentiert (visuelles bevorzugtes System) und (3) das Ergebnis gefühlsmäßig überprüft. Diese Person verfügt also über ein kinästhetisches Referenz-System. In vielen Fällen ist das Referenz-System unbewußt. Es kann u.a. durch genaues Wahrnehmung der Augenmuster erkundet werden. Reframing, reframen Die Bedeutung, die ein Ereignis, eine Aussage, ein Verhalten, ein Glaubenssatz, ein Auslöser, ein Reiz hat, hängt vom Kontext, vom Rahmen ab, in den wir es hineinstellen, den wir ihm geben. Frame ist der Rahmen. Reframing bedeutet, einen neuen Rahmen zu konstruieren, eine neue Bedeutung zu geben. Ein Bild kann in einem neuen Rahmen ganz anders aussehen und anders wirken. Wird ein Problem reframt, dann bekommt dasselbe Ereignis, eine neue Bedeutung: neue Reaktionen und neues Verhalten werden möglich. Reframing bezeichnet den Prozeß des Umdeutens: des

Einnehmens einer neuen Perspektive, einer neuen Art der Wahrnehmung, einer neuen Interpretation. Generell wird in NLP nach (1) Kontext-, (2) Bedeutungs- und (3) Inhalts-Reframing unterschieden (in manchen Fällen ist diese Einteilung nicht brauchbar). (1) Beim Kontext-Reframing wird direkt der Rahmen verändert. Ein Problem wird einen neuen Rahmen gestellt, wo es als Problem verschwindet. Eine scheinbare Ressource wird in einen neuen Rahmen gestellt, wodurch sie zum Problem wird. Ein Beispiel für ersteres: Ein Vater hält seine Tochter für "aggressiv". Man könnte den Vater fragen: in welchem Kontext könnte "die Fähigkeit, sich durchzusetzen und sich zu wehren, wenn sie belästigt wird" nützlich und willkommen sein? (2) Beim Bedeutungs-Reframing (auch Inhalts-Reframing genannt) bleiben Kontext und Situation erhalten, aber die Bedeutung wird verändert. Ein Beispiel: Eine Mutter ärgert sich über die Fußabdrücke ihrer Kinder am Teppich. "Fußabdrücke auf dem Teppich" haben für Sie die Bedeutung: "Niemand respektiert mich." Eine neue Bedeutung könnte sein: "Fußabdrücke auf dem Teppich" haben die Bedeutung: "Liebe Menschen sind im Haus". 3) Der Ausdruck Inhalts-Reframing wird in NLP unterschiedlich verwendet. Manche AutorInnen setzen diesen Ausdruck mit Bedeutungs-Reframing gleich: es geht um die inhaltliche Bedeutung einer Aussage und die Veränderung des Bedeutungs-Inhaltes. Für andere ist der Ausdruck Inhalts-Reframing ein Überbegriff mit dem Kontext- und dem Bedeutungs-Reframing als Sonderfälle. Beide Reframings können nämlich nur dann durchgeführt werden, wenn der Coach den Inhalt (den Wortlaut) der problematischen Aussage kennt. D.h. im Unterschied zu anderen NLP-Interventionen kann der Coach nicht alleine auf der Prozeß-Ebene agieren, sondern muß auch gewisse Inhalte des Problems kennen. NLP hat eine Vielzahl von Reframing-Techniken entwickelt, z.T. von anderen Richtungen übernommen, und sie in einfache Prozeß-

Anleitungen übersetzt. Beispiele sind: (1) das Punch-Reframing (Sleight-of-Mouth-Patterns), ein Liste von Sprach-Mustern zum schnellen Uminterpretation von Aussagen, (2) das Verhandlungs-Reframing, dessen Struktur sowohl für innere Konflikte ("zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust") als auch für Verhandlungen mit anderen Menschen hilfreich sein kann, (3) das Symptom-Reframing, geeignet für den Umgang mit KörperSymptomen, wie Krankheit, (4) das Paar-Reframing, angewandt für Konflikte bei Partnern ( eine Übungs-Anleitung dazu) oder (5) Techniken, die sich gut zur Selbststeuerung eignen, wie die Übung "Aus Fehlern lernen" ( Anleitung dazu). Die meisten Reframing-Techniken des NLP beinhalten zwei Konzepte: (1) das Konzept der Teile: unerwünschtes Verhalten nach außen (wie z.B. Agressivität) oder nach innen (z.B. Krankheit) wird einem "Teil" im Unbewußten zugeordnet. Dieser Teil wird vom "restlichen Ich" abgetrennt und mit ihm (wie mit einer fremden Person) Kontakt aufgenommen, und (2) das Konzept der guten Absicht: unerwünschten, störenden und unverständlichen "Teilen" wird - als grundlegende Vorannahme eine positive Intention unterstellt, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht erkennbar sein mag. Das Umdeuten besteht darin, diese positive Absicht herauszufinden, bewußt zu machen und in neues Verhalten umzusetzen. Das Standard-Verfahren des Reframings ist das Sechs-StufenReframing. Die sechs Stufen sind: 1) Das, was stört, identifizieren (ein Verhalten, eine Symptom, innere Stimmen, andere Personen, etc.) (2) Kontakt mit dem dafür verantwortlichen Teil herstellen (3) Die gute Absicht dieses "Teils" herausfinden

(4) Kontakt mit dem kreativen "Teil" herstellen und neue Verhaltensweise für das ursprünglich Störende finden (5) Ökologie-Check, ob alle anderen "Teile" im Unbewußten einverstanden sind (6) Future Pace. (Die Reihenfolge von Schritt 5 und 6 wird auch manchmal vertauscht). Eine ausführliche Erklärung finden Sie im Stichwort Sechs-Stufen-Reframing. Sich in der Kunst des Reframings zu üben, ist ein hervorragendes Training, innerlich flexibel zu werden. Wenn alle Deutungen, die wir Menschen machen, nur Konstrukte ohne Wahrheits-Anspruch sind, dann kann jede Deutung, (auch die, and die wir lange geglaubt haben) verändert, umgedeutet werden. Deutungen sind Beliefs und die Reframing-Techniken des NLP sind gut geeignet, den BeliefGedanken zu illustrieren. "Reframing ist auch das entscheidende Element im kreativen Prozeß", meinen Bandler und Grinder, "da es die Fähigkeit ist, ein ganz gewöhnliches Ereignis in einen neuen Rahmen zu stellen, der nützlich oder unterhaltsam ist." Witze basieren fast immer auf Reframings. Einige (nicht so ernst gemeinte?) Reframes zu Therapie, Beratung und NLP.

Swish-Design, individualisierter Swish. Eine bekannte Variante einer Swish-Technik. Im Unterschied zum Standard-Swish ist das Problem-Bild nicht irgendeine visuelle Repräsentation, die das zwanghafte Verhalten oder das dahinterliegende Belief ausdrückt, sondern genau jene visuelle Repräsentation, die ein Teil der Strategie ist, die zu dem zwanghaften Verhalten führt. Man erkundet dazu das innere Bild, das dem unerwünschten Verhaltens-Ablauf zeitlich unmittelbar vorausgeht. Es geht also um die Erkundung eines "Auslöser-Bildes", das zu der Strategie führt, die es zu ändern gilt. Dieses Auslöser-Bild wird einem positiven Selbst-Bild (eine Person, die frei von diesem Zwang ist) gegenübergestellt und geswisht. Das Ziel dieser Technik ist es, die automatische Konstruktion des inneren Bildes, das zum zwanghaften Verhalten führt, zu unterbrechen und durch ein positives Selbst-Bild zu ersetzen. Übungs-Anleitung dazu. Details zu dieser Technik sind auch im Stichwort StandardSwish zu finden. Symptom-Reframing Eine Sonderform des Reframing, meist in der Variante des Sechs-Stufen-Reframings, angewandt auf KörperSymptome. Übungsanleitung dazu. Synästhesie Synästhesie bedeutet im Griechischen Mitempfinden. In der Medizin wird damit ein Sinnes-Eindruck bezeichnet, der durch einen nichtspezifischen Reiz ausgelöst wurde (z.B. ich reibe mir die Augen und "sehe" Sterne). In NLP ist eine Synästhesie eine spontane Verbindung zwischen mehreren Repräsentations-Systemen. Dies kann gleichzeitig oder nacheinander, in einer Abfolge, geschehen. Synästhesien können bewußt oder unbewußt auftreten. Eine Person besitzt z.B. für Erinnerungen ein auditives Leit-System und ein visuelles bevorzugtes Repräsentations-System. Sich an etwas zu erinnern, bedeutet für diese Person, unbewußt eine sequentielle Synästhesie vom auditiven zum visuellen System zu konstruieren. Es

gibt viele Beispiele für gleichzeitig auftretende Synästhesien: die Gefühle beim Sehen von Farben, die "Klangfarbe" von Musik, die "schrillen" Farben eines Bildes, die "Wärme" von Rot oder die "Kälte" von Blau. Alle Erlebnisse und Erfahrungen, bei denen wir voll assoziiert sind, erleben wir in einer Synästhesie. In NLP werden für positive, erwünschte Zustände Synästhesien bewußt konstruiert, z.B. für einen Moment of Excellence, für Ziel-Bilder, den Zugang zu core states oder zur Quelle. Je mehr Repräsentations-Systeme dabei beteiligt sind, desto reichhaltiger und intensiver ist das Erleben. Die Grundregel im NLP lautet: für erwünschte Zustände Synästhesien aufbauen und für unerwünschte Zustände Synästhesien abbauen. Intensive stuck states können kurzfristig verändert werden, wenn es gelingt, die Synästhesien. dieses Zustandes zu erkunden und die einzelnen Repräsentationen räumlich zu trennen. (Die Methode des Auflösen von Synästhesien wird unter den DissoziierungsTechniken beschrieben). System-Matrix des NLP Eine einfache Klassifikation von Dimensionen des NLP als Zusammenfassung des PersönlichkeitsModells von Dilts und Epstein. Die Matrix besteht aus drei Dimensionen: (1) den fünf logischen Ebenen, (2) den drei Zeit-Ebenen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und (3) den drei Wahrnehmungs-Positionen (erste, zweite und dritte Position). Damit erhält man in der visuellen Vorstellung einen Würfel mit 45 (3 mal 5 mal 3) Elementen. Die Matrix dient u.a. als diagnostisches Werkzeug zur Problem-Analyse, z.B. in folgender Form: es besteht ein Problem in der Gegenwart auf der Umweltebene, welches in assoziierter Form und in Wahrnehmungs-Position 1 mit intensiven

negativen Emotionen begleitet ist. Die Ursache dafür liegt in einer traumatischen Erfahrung der Vergangenheit, in welchem sich ein bestimmter Wert in Identifikation mit einer Bezugsperson (Position 2) entwickelt hat (nach Gernot Schauer).

Verhalten NLP kennt einen zweifachen Verhaltens-Begriff. (1) Verhalten ist jede menschliche Lebensäußerung innerer und äußerer Art, "das reicht von Mikroverhalten, wie Augenbewegungen, Veränderungen der Stimme oder Atemfrequenz bis zu Makroverhaltensweisen, wie Streiten, Erkranken und Fußballspielen" (Robert Dilts). (2) Im Modell der logischen Ebenen bezeichnet Verhalten nur das, was an einer Person von außen beobachtet werden kann, wie z.B. physische Aktionen, Handlungen, das Tun. Typische Verhaltenselemente sind Körperhaltung, Gesten, die Art des Redens, wie Spiegeln (pacing) stattfindet, beobachtbare Strategien, usw. Verhaltensflexibilität Die Fähigkeit, sein Verhalten so zu verändern, um gewünschte Ziele zu erreichen. Alle ÄnderungsTechniken von NLP dienen auch dem Ziel, auf Reize von außen frei, selbstbewußt und zielgerecht zu reagieren. Verhaltens-Flexibilität ist ein Kern-Element von NLP. John Grinder schlägt vor, jeden Abend vor dem Einschlafen den Tag Revue passieren zu lassen und sich vorzustellen, man hätte auf wichtige Reize von außen auf drei andere Weisen reagiert. Verhaltenshinweise Zugangs-Hinweise

Verhandlungs-Reframing Eine Sonderform des Reframings, bei dem zwei innere "Teile" miteinander in Konflikt liegen ("Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust"). Meist treten diese beiden "Teile" gleichzeitig auf und stören sich gegenseitig: "Immer, wenn ich im Internet surfe, denke ich mir, ich sollte wieder etwas arbeiten", Und: "Immer, wenn ich arbeite, möchte ich lieber im Internet surfen". Die Lösung für einen solchen Konflikt basiert in NLP auf den generellen Prinzipien des Reframings: (1) beide "Teile"

sollen sich kennenlernen, (2) gegenseitig ihre gute Absicht erzählen, (3) sich gegenseitig würdigen und (4) beratschlagen, in welcher Weise eine Zusammenarbeit - unter Beachtung ihrer Absichten - auf einer höheren Ebene möglich wäre. Das typische Verhandlungs-Reframing basiert auf folgenden Schritten: (1) Das Problem nennen, die beiden "Teile" identifizieren und voneinander trennen (z.B. in Form von Booden-Ankern). (2) Jeden "Teil" getrennt nach seiner positiven Absicht befragen. (3) Diese positive Absicht würdigen. (4) Jedem "Teil" von der positiven Absicht des anderen "Teil" zu erzählen, ihn veranlassen, sie zu würdigen und dies dem anderen "Teil" zur Kenntnis bringen. (5) Eine Lösung im "Dialog" mit den "Teilen" erarbeiten, wo sich beide "Teile" gegenseitig tolerieren oder zur Zusammenarbeit bereit sind. Bei dieser "Verhandlung" können auch die genauen Bedingungen der Abmachung festgelegt werden. (6) Öko-Check mit allen anderen "Teilen" im Unbewußten. (7) Die Besiegelung des Vertrages in Form eines Rituals: vom Händedruck bis zu Verschmelzung beider "Teile" im Körper, (8) Future pace. In gewissem Sinne wohnen immer mindestens zwei Seelen in unser Brust. Jede Person, die sich für NLP interessiert, und NLP-Seminare besucht, kennt zwei "Teile" in sich: (1) einen "Teil", der eine Sehnsucht nach Veränderungen hat, und der Lust hat, mit dem Bewußtsein zu spielen, neue Erfahrungen zu machen und Ziele zu setzen, und (2) einen anderen "Teil", der die Hindernisse zu den Zielen verkörpert, - auf einer allgemeinen Ebene: jener "Teil", der für die Organisation des Bewußtseins, so wie es eben ist, verantwortlich ist, der das Alte bewahren will und keine Veränderung anstrebt.

Auf der Ebene der Identität kann dieser Zwiespalt als das "alte" und das "neue Ich" bezeichnet werden. Übung: das alte und das neue Ich. Verketten mehrerer Anker Prozeß, bei dem ein gesetzt wird. Ketten-Anker

Versöhnungs-Physiologie Eine Physiologie, die dann beobachtet werden kann, wenn einer Person bewußt wird, daß ein ProblemVerhalten nicht nur negativ zu bewerten ist, in bestimmten Kontexten sinnvoll und unverzichtbar ist, d.h. also positiv zu bewerten ist: die Person ist mit sich, mit ihrem Verhalten "versöhnt". Versteckte Befehle, versteckte Fragen Eingebettete Fragen Eingebettete Befehle

Verzerrung Der Prozeß bei dem bestimmte Teile der Welt von der Repräsentation der Welt ausgeblendet werden. Wir erleben z.B. bestimmte Menschen als aggressiv, ohne bewußt zu sein, daß diese Menschen vielleicht liebevolle Eltern sind. Verzerrung ist eine der Verletzungen des Meta-Modells der Sprache. Verzerrungen bezeichnen den Prozeß, bei dem bestimmte Teile der Tiefen-Struktur der Sprache entfernt werden, so daß sie an der Oberflächen-Struktur nicht mehr aufscheinen. Negative Selbst-Bilder sind oft durch Verzerrungen gekennzeichnet. Wenn eine Person von sich selbst z.B. sagt: "Ich bin ein schlechter Surfer", dann "vergißt" sie oft die Umstände, bei denen diese Aussage eine gewisse Berechtigung hat bzw. all jene vielen Umstände und Erfahrungen, bei denen diese Person sehr wohl in der Lage ist, das Gegenteil zu leben. Verzerrungen werden in NLP meist als sprachliche Äußerungen von

Beliefs aufgefaßt und in vier Gruppen unterteilt: (1) Komplexe Äquivalenzen (Komplexe Äquivalenz liegt vor, zwei verschiedene Aussagen in einer solchen Weise miteinander verbunden sind, das man sie für gleichbedeutend hält): "Wenn Du nicht aufhörst, mit dem Computer zu spielen, dann hast Du mich nicht gern." Komplexe Äquivalenzen werden im Meta-Modell geklärt, indem die Gleichsetzung direkt befragt wird. (2) Ursache-Wirkungs-Konstrukte: "Ich würde jetzt gern aufhören zu lesen, aber ich bin zu träge,", "Diese Sätze machen mich fertig". Mehr an Tiefen-Struktur können Fragen bewirken, wie: "Was müßte passieren, damit dies nicht stimmt", "Wie verursacht denn das eine das andere?", "Wie machen Sie das, das das bei Ihnen so ist?" , (3) Vorannahmen, oft in Form von "weil", "wenn, "falls": "Wenn Du klug wirst, wirst Du das alles verstehen" (die Vorannahme ist. "Du bist nicht klug"). Hier kann man die Vorannahmen direkt hinterfragen: "Wie kommst Du darauf?", "Was führt Dich dazu anzunehmen, daß ", - und (4) Gedankenlesen: "Der Autor sollte doch wissen, daß ich das nicht mag". Fragen sind: "Woher kann ich das wissen?", "Wie wissen Sie das?". Inke Jochims definiert Verzerrungen als innere Landkarten, bei denen die Relationen oder die Beziehungen zweichen den Elementen anders abgebildet sind, als dies dem Gebiet entspricht. Verzerrungen sind Landkarten mit falschen Maßstäben. Hier gibt es zwei Arten von Verzerrungen. (1) Dispositionsprädikate, das sind Aussagen, die auf Möglichkeiten in der Zukunft hinweisen: "Computer-Sucht ist heilbar", und (2) Nominalisierungen, ansonsten den Tilgungen zugeordnet. Vierte Wahrnehmungs-Position Eine Erweiterung des traditionellen Modells der drei Wahrnehmungs-Positionen durch eine vierte Position. Zwei Möglichkeiten sind:

(1) im Sinne des Meta-Spiegels: eine Meta-Position zu den drei Wahrnehmungs-Positionen, von der aus die Interaktionen zwischen erster und dritter Position analysiert werden. (2) im Sinne einer Wir-Position als Position zwischen der ersten und der zweiten Position, wo das Geneinsame des Systems (auch gefühlsmäßig) wahrgenommen werden kann. Viszerale Körperempfindungen Die viszeralen Körperempfindungen (als ein Teilbereich der Kinästhetik) entsprechen im NLP am ehesten dem, was in anderen Therapieformen oder umgangssprachlich "Gefühle" genannt wird. Es handelt sich um das Feedback, das die Nerven dem Gehirn über den Zustand der inneren Organe übermittelt (viscera sind im Lateinischen die Eingeweide). Die Medizin beschreibt "Gefühle" (im NLP Kinästhetik genannt) als komplexe Mischung aus propriozeptiven, viszeralen, haptisch/taktilen Körper-Empfindungen, sowie aus Temperatur- und Schmerz-Empfingungen aus dem Körper-Inneren und der -Körper-Oberfläche. Vollständige Sätze Wohlgeformte Sätze

Vorannahmen, Präsuppositionen (1) in der Bedeutung von Grundannahmen. Grundannahmen des NLP (2) in der Bedeutung von Vorannahmen, die nicht bekannt sind bzw. nicht explizit gemacht sind. Unbekannte Vorannahmen sind insbesondere für hinderliche Beliefs relevant. Präsuppositionen bilden ein System von Glaubenssätzen, die einen schädlichen Glaubenssatz stillschweigend fundieren. Vorannahmen können Vermutungen, Ideen, Schlüsse, ... sein, die eine Person für wahr hält und daher nicht mehr mit ihren Sinnen überprüft. Die meisten Vorannahmen, nach denen wir leben, sind uns nicht bewußt.

In NLP werden Vorannahmen aus sprachlichen Äußerungen erschlossen. Sprachliche Äußerungen auf der Oberflächen-Struktur der Sprache, die Präsuppositionen "erzeugen", werden Präsuppositions-Auslöser genannt. Diese Sprach-Muster können bewußt eingesetzt werden. Im Satz "Gab es nicht irgendeine Zeit in Ihrem Leben, wo Sie sehr glücklich waren?" ist die Vorannahme enthalten, daß es eine solche Zeit gegeben hat.

Identität Eine Vorstellung, ein inneres Bild, ein Gespür dafür, daß wir Kontinuität besitzen, daß wir tagaus, tagein dieselben sind. In NLP wird der Begriff Identität meist mit den Begriffen Person, SelbstBild und Selbstwert-Gefühl gleichgesetzt. NLP konzentriert sich dabei auf die Repräsentation von Identität, auf das Selbst-Bild, auf die Vorstellung, die wir von uns haben, auf das, wovon wir glauben, daß wir "wirklich" sind. Identität bezeichnet so das vermutlich wichtigste Belief jedes Menschen, das Überzeugungs-System, das eine Person für sich selbst für wahr erachtet und das in einer grundlegenden Art und Weise die Wahrnehmung und die inneren Prozesse einer Person strukturiert. In NLP wird traditionellerweise die Einzigartigkeit und Individualität jeder Person betont. NLP konzentriert sich damit auf die personale Identität. Erweiterungen von NLP, wie das soziale Panorama-Modell betonen demgegenüber die soziale Identität von Menschen, die Art, wie sich Menschen im Vergleich zu anderen Menschen innerlich repräsentieren. Personale und soziale Identität können als zwei Pole in den IdentitätsKonstruktionen von Menschen gesehen werden, die stets gleichzeitig vorhanden sind und sich wechselseitig beeinflussen und bedingen. Das Ziel von NLP ist die Einheit einer Person, ihr innerer Zusammenhalt, ihre Kongruenz. Das Teile-Konzept des NLP legt demgegenüber den Fokus auf innere Widersprüche und widerstrebende Subsysteme in einer Person. Werden die Teile in einer Person betont, dann löst sich die Identität in verschiedenen TeilIdentitäten auf, die in verschiedenen Kontexten ihre Wirkung entfalten. In NLP ist man darauf aus, widersprüchliche Teile zu erkennen und auf einer übergeordneten Ebene zu integrieren. Identität in der Bedeutung von Einzigartigkeit und Kontinuität ist eine der logischen Ebenen des NLP. Als übergeordnete Ebene (so die Annahme) reguliert sie die untergeordneten Ebenen der (anderen) Beliefs, der Fähigkeiten und des Verhaltens von Menschen. Identität erscheint hier als Ausdruck einer inneren hierarchischen

Organisation. Der Ebene der Identität kommt dabei die Aufgabe zu, die Einheit einer Person herzustellen (zu konstruieren). Ein geeignetes Selbst (ein Selbst, das sich als Einheit repräsentiert) ist fähig, innere Konflikte zu lösen und "nach außen", im sozialen Bereich, als abgegrenzte Person mit anderen Personen kongruent zu agieren. In NLP gelten Identitäts-Konstrukte, wie alle anderen Konstrukte als prinzipiell veränderbar. Manche Techniken des NLP, wie Neuprägung oder Prozesse, die mit der inneren Zeit-Linie arbeiten, können nachhaltigen Einfluß auf die Identität einer Person bewirken. Weiterentwicklungen des NLP, wie Core Transformation und UrCredo-Prozeß, ziehen auf die Erkundung des Kerns der Persönlichkeit und ihrer Veränderung. Ideomotorische Bewegungen Das Wort ideomotorisch kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Eigenbewegungen. Nach dem Fremdwörterlexikon werden ideomotorische Handlungen unmittelbar ohne Beteiligung des Willens, durch entsprechende Vorstellungen ausgelöst. Ideomotorische Bewegungen sind kleine unwillkürliche Bewegungen, wie ein Zucken eines Fingers, eines Gesichtsmuskels oder das Wippen eines Fußes. Der geschulte NLP-Anwender erkennt durch genaues Wahrnehmen minimale körpersprachliche Signale und gibt ihnen eine personenspezifische Bedeutung für den Kommunikations-Prozeß und den inneren Zustand von Kommunikations-Partnern. Regelmäßige ideomotorische Bewegungen sind für Überkreuz-Spiegeln gut geeignet.

Kalibrieren Kalibrieren bedeutet wörtlich eichen. Auf meinem Bildschirm erscheint von Zeit zu Zeit ein Insert, in dem mir mitgeteilt wird, daß der Bildschirm seit soundsoviel Tagen nicht "kalibriert" wurde. Gebe ich den Befehl zum Kalibrieren ein, dann werden die Parameterwerte, die den Bildschirm regeln (wie Helligkeit, Farbauflösung, Kontraste) neu eingestellt, der Bildschirm wird neu geeicht. Kalibrieren in der NLP-Sprache bezieht sich auf den Kommunikationsprozeß. Wenn ich eine Person kalibriere, dann stelle ich mich auf diese Person ein. Kalibrieren verlangt die Fähigkeit, durch genaues Wahrnehmen nonverbaler Signale den inneren Zustand einer Person (oder einer Gruppe) zu erkennen und sich präzise darauf einzustellen. Kalibrieren heißt den inneren Zustand zu kennen, indem die dazupassende Physiologie wahrgenommen wird. Beim Kalibrieren konzentriert sich ein geschulter Beobachter auf exakte Details im beobachteten Verhalten einer Person, wie dem Rhythmus von Körperbewegungen oder des Atems. Kalibrieren ist eine der Basis-Technik des NLP. Sich auf eine Person präzise einzustellen, verlangt die Fähigkeit, sich nach außen zu konzentrieren ( up-time). Kalibrieren ist die Voraussetzung dafür, sich mit dem eigenen Körper und mit der eigenen Stimme einer anderen Person anzupassen, sie zu spiegeln, und mit ihr in Rapport zu gehen. In vielen NLP-Prozessen ist das Kalibrieren des Problem-Zustands ein wichtiger erster Schritt für eine erfolgreiche Intervention. Die NLP-geschulte Kommunikatorin erlangt dadurch exakte Kenntnis über die Problem-Physiologie, wie sich eine Person dabei bewegt, wohin sie schaut, wie sie atmet, usw. Den inneren Zustand einer Person zu kalibrieren, bedeutet sich von diesem Zustand ein exaktes inneres Bild zu machen, es sich innerlich einzuprägen und dazu eine gefühlsmäßige Vorstellung zu entwickeln (z.B. durch Einnahme der zweiten Wahrnehmungs-Position durch die Kommunikatorin). Dieses Bild und das darin enthaltene Wissen

ist ein Referenzpunkt für die weitere NLP-Intervention, an dem ihre wahrscheinliche Wirksamkeit getestet wird. Wird z.B. am Ende der Intervention der Problem-Zustand noch einmal aktiviert, so muß die Kommuniktorin durch erneutes Kalibrieren deutlich wahrnehmbare Unterschiede feststellen können, z.B. veränderte Bewegungen oder ein anderes Atem-Muster. Sind keine Unterschiede erkennbar oder gehen die Unterschiede nicht in die gewünschte Richtung, dann weiß die Kommunikatorin, daß die angewandte NLP-Intervention wenig Wirkung oder vielleicht sogar eine gegenteilige Wirkung haben kann. Kalibrierte Schleifen, calibrated loops Ein unbewußter Kommunikations-Prozeß, in dem eine Person auf Auslöser einer anderen Person gleichsam automatisch reagiert. Eine kalibrierte Schleife ist eine sich ständig wiederholende Sequenz, wo der Kommunikationspartner A einen Anker setzt, worauf Partner B mit einer Problem-Physiologie reagiert. Mit kalibrierter Schleife meint man im NLP das, was in anderen Ansätzen auch Interaktionsoder Kommunikations-Sterotypien oder Interaktions- oder Kommunikations-Redundanzen heißt. Kalibrierte Schleifen können bei A und B gleichzeitig auftreten. A setzt einen Anker für B, B reagiert mit einem bestimmten Verhalten, was für A zum Anker für genau dem Verhalten wird, was am Anfang der Schleife stand, usw. Ein Beispiel für eine visuelle kalibrierte Schleife ist ein ausgestreckter Zeigefinger (visueller Anker), der immer wieder beim Kommunikations-Partner eine Problem-Physiologie mit verminderter Atmung, etc., induziert (oder eine einseitig hochgezogene Augenbraue oder ein bestimmter Blick). Ein Beispiel für eine auditive kalibrierte Schleife ist eine Zunahme der Lautstärke, vielleicht verbunden mit einer Steigerung der mittleren Tonhöhe. Gut geeignet für die Installation kalibrierter Schleifen (Wollen Sie Ihre Fähigkeit, jemanden zu ärgern, verbessern?) sind auch bestimmte Reizworte, oder auch Redewendungen, bzw. einleitende Floskeln

wie "Weißt Du, äh, ....", die jedes Mal eine Problem-Physiologie beim Kommunikations-Partner induzieren (Dabei genau auf die Wirkung achten!). Die Problem-Physiologie kann sehr unterschiedlich sein: manchmal nimmt der Muskeltonus eher ab (Erschlaffung), manchmal nimmt er eher zu (Anspannung). Gemeinsam ist den Problem-Physiologien, die Interaktions-Partner in Clinch-Situationen zeigen, die Verminderung der Frequenz und der Tiefe der Atmung (oder auch ein Stocken oder ein Anhalten des Atems). Kapazität Fähigkeiten

Kern der Persönlichkeit Die Vorstellung, daß es ein "innerstes Wesen" einer Person gibt. Den Kern der Persönlichkeit wollen unterschiedliche Weiterentwicklungen des NLP erkunden. Beispiele sind die Imperative Selbst-Analyse, die Core transformation oder der Ur-Credo-Prozeß. Sie alle basieren auf der Annahme, daß der Kern der personalen Identität auf der über- oder vor-personalen Ebene der Zugehörigkeit liegt. Ketten-Anker Eine bewußt gesetzte Kette von Ankern (z.B. hintereinander auf den fünf Knöchel einer Hand), die es erlauben ein Spektrum innerer Zustände nach und nach zu durchwandern. Ein Beispiel ist folgende Kette: (1) stuck state, (2) Zweifel, (3) Erleichterung, (4) Freude, und (5) Selbstvertrauen. Ein wirkungsvoll gesetzter Ketten-Anker, der einige male gesetzt ist, kann die Tendenz zu einer Automatik entwickeln, - d.h. der Organismus hat gelernt auf den ersten Reiz (in unserem Fall: den stuck state) gleichsam automatisch mit einem Prozeß zu reagieren, die schließlich zu einem Zustand von Selbstvertrauen führt. Der gesamte Prozeß kann sehr schnell ablaufen, vielleicht in 10 Sekunden.

Ketten-Anker können kinästhetischer (z.B. Berührung), visueller (z.B. Zeichen), auditiver Art (z.B. durch Abfolge unterschiedlicher Töne), usw. sein. Kinästhetisch bezieht sich auf Körper-Eindrücke, KörperSensationen, Körper-Empfindungen, Gefühle, innere körperliche Zustände. Im NLP wird der Ausdruck kinästhetisch in einem sehr weiten Sinn verwendet. Er umfaßt jede Art von Gefühlen und Emotionen, alle Arten von körperlichen Eindrücken, - in der Regel auch inklusive der körperlichen Sensationen auf der Haut, wie berühren. Kinästhetik im NLP bezeichnet den Gesamtbereich der Körperempfindungen. Die Medizin unterscheidet hier die propriozeptiven Empfindungen (von den Bewegungs-Organen), die viszeralen Empfindungen (aus dem Körper-Inneren), die haptisch/taktilen Empfindungen (von der Körper-Oberfläche), sowie auch Temperatur- und Schmerz-Empfindungen. Die Kinästhetik ist eine der fünf (im NLP meistens zu vieren zusammengefaßten) Sinnes-Kanäle (auch Modalitäten genannt). Kinästhetische Eindrücke (und Vorstellungen) sind eines der RepräsentationsSysteme im NLP, untergliedert nach einzelnen Untereigenschaften. Typische kinästhetische Untereigenschaften sind der Ort von Gefühlen im Körper, ihr Rhythmus, ihre Intensität, Wärme-Empfindungen oder -Vorstellungen oder Eindrücke und Empfindungen von hart oder weich, glatt oder rauh, feucht oder trocken. Liste von Untereigenschaften. Kinästhetisches Selbst Ein Gefühl im Bauch zum eigenen SelbstBild, als Ausdruck der personalen Identität. Kognitive Psychologie Anmerkungen zur kognitiven Psychologie finden Sie unter dem Stichwort Computer-Metapher des Geistes.

Kollaps-Anker

Anker verschmelzen

Kommunikations-Techniken des NLP NLP beschäftigt sich mit der Kommunikation mit anderen und mit sich selbst, d.h. alle Techniken des NLP sind definitionsgemäß KommunikationsTechniken. Unter Kommunikations-Techniken im engeren Sinn sind alle Techniken gemeint, die unmittelbar der Verbesserung der Kommunikation mit anderen dienen. Beispiele sind: (1) genaues Wahrnehmen, (2) kalibrieren, (3) spiegeln, (4) führen, (5) die Herstellung von Rapport, der Wechsel in den Zuständen von (6) assoziiert und (7) dissoziiert sein, (8) das Augenmuster-Modell, (9) der Einsatz von Ankern, (10) die Verwendung wechselnder Wahrnehmungs-Positionen, sowie der Einsatz (11) des MetaModell und (12) des Milton-Modells. Die KommunikationsTechniken des NLP werden in der Ausbildung zum NLP-Practitioner vermittelt. Ihr Einsatz im Alltag verlangt in der Regel ein längeres Training. Komplexe Äquivalenz Äquivalenz kommt vom Lateinischen aequivaleo: gleich wert sein. Komplexe Äquivalenz liegt vor, wenn zwei verschiedene Aussagen in einer solchen Weise miteinander verbunden sind, das man sie für gleichbedeutend hält: "Wenn Du nicht aufhörst, mit dem Computer zu spielen, dann hast Du mich nicht gern." Komplexe Äquivalenzen gelten als Verletzungen des Meta-Modells. Sie werden meist den Verzerrungen zugeordnet (Inke Jochims definiert sie als Untergruppe der Verallgemeinerungen). Komplexe Äquivalenz ist eine Form der sprachlichen Äußerung von Beliefs. Konfusion Verwirrung, Der Zustand von Verwirrung, Verwirrtheit, Unklarheit oder Unsicherheit. Konfusion kann ein inneres Hindernis für die Erreichung von Zielen sein: es fehlt an Klarheit

über die Ziele und die dazu notwendigen Schritte. Konfusion entsteht nach Bandler oft dann, wenn wir über zuviel anstatt zu wenig Informationen verfügen. Konfusion wird im NLP manchmal bewußt eingesetzt, um einen Lernprozeß zu ermöglichen. Beispiele sind Elemente des Milton-Modells und des Punch-Reframings. In der Trance-Arbeit nach Milton Erikson (einer der Wurzeln des NLP) findet sich eine Liste von Konfusions-Techniken. Beispiele sind Sätze mit mehreren Verneinungen ("Ich weiß nicht, ob Sie nicht wissen, daß das das Nichtwissen mancher Worte im Lexikon nichts zu bedeuten hat."), zwei hintereinandergestellte Sätze, bei dem ein oder mehrere Worte zugleich das Ende des ersten und der Beginn des zweiten Satzes sind ("Sie lesen diese Sätze sind leicht zu verstehen"), mehrdeutige Worte oder bewußt undeutlich ausgeprochene Worte. Diese Techniken sollen das Bewußtsein verwirren, es mit mehr Informationen füttern, als es sinnvoll verarbeiten kann. Es klammert sich dann - so die Theorie - an den Sinn, der ihm durch die Suggestionen angeboten wird. Kurze Konfusionphasen können bei NLP-Interventionen manchmal genau in dem Moment beobachten werden, in dem zwei widersprüchliche Anker verschmelzen ( Misch-Physiologie). Konfusion dieser Art ist ein Indikator für einen Lernprozeß auf einer tiefen Ebene.

Fähigkeiten Die Beherrschung einer Klasse von Verhaltensweisen, das Wissen, wie man etwas macht. Fähigkeiten ist eine der logischen Ebenen. Dabei wird der Ausdruck Fähigkeiten im Sinne der kognitiven Prozesse verstanden: wie jemand denkt, welche Strategien ablaufen, welche Meta-Programmen verwendet werden. Fähigkeiten dieser Art sind von außen nicht direkt beobachtbar (wie Verhalten). Filter Wahrnehmungs-Filter

Fokus der Aufmerksamkeit, Fokus des Bewußtseins Eine Metapher, um die enorme Auswahl-Leistung des Bewußtseins zu verdeutlichen: "Bildlich gesprochen ist unser Bewußtsein einem Bühnen-Scheinwerfer ("spot light") vergleichbar, der das Gesicht eines einzigen Schauspielers grell erleuchtet, während sich alle übrigen Personen, Gegenstände und Kulissen eines riesigen Bühnenraumes im tiefsten Dunkel befinden. Der Scheinwerfer kann gewiß wandern, aber es würde sehr lange dauern, bis er uns, eines nach dem anderen, sämtliche Gesichter des im Dunklen verharrenden Chores enthüllt hätte. Diese erst seit kurzem bekannte Tatsache hat für alle Bereiche des menschlichen Lebens größte praktische Bedeutung." (Trincker 1966 nach Norretranders 1994, 192). NLP nimmt diese Tatsache ernst. Bewußtsein wird hier als Auswahl-Prozeß aus einer Fülle von Möglichkeiten definiert. NLP studiert, auf welchen Fokus das eigene Bewußtsein und das Bewußtsein anderer Menschen gerichtet ist. Beispiele sind der Problem-, der Ressourcen- oder der Ziel-Fokus. Beliefs, MetaProgramme und Werte gelten in NLP als wichtige Faktoren, die den Fokus des Bewußtseins in eine bestimmte Richtung lenken. Alle polaren Modelle des NLP beschreiben Typologien von Aufmerksamkeit, z.B. die Einteilung nach assoziiert und

dissoziiert, nach up-time und down-time, nach den drei Wahrnehmungs-Positionen oder den Klassifikationen der WaltDisney-Strategie. Führen bedeutet in NLP immer, den Fokus des Bewußtseins auf ein bestimmtes Gebiet der sogenannten Bühne des Lebens zu richten. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken von NLP ist das bewußte Steuerung des inneren Scheinwerfers. Frage-Techniken des NLP NLP hat im Meta-Modell der Sprache einen umfangreichen Katalog von Fragen aufgestellt, die es ermöglichen, vage und unklare Sprach-Muster zu hinterfragen und damit (meist in kurzer Zeit) präzise und klare Informationen zu bekommen. Dies ist insbesonders zur Problem- und ZielBestimmung wichtig. Frame, Framing Frame ist der Rahmen, die Bedeutung für eine Aussage, ein Handlung, ein Ereignis. Framing bedeutet etwas in einen Rahmen zu stellen, ihm Bedeutung zu geben. Wir können nur das wahrnehmen, was für uns Bedeutung hat, was wir vorher in einen bedeutungsgebenden Rahmen gestellt haben. Bedeutungsgebung ist ein normaler Prozeß. Wir machen diesen Prozeß die ganze Zeit. Jeder Akt der Wahrnehmung ist ein Akt der Bedeutungsgebung.Wir bilden die ganze Zeit Modelle von der Welt, Modelle von anderen Menschen und Modelle über uns - und ohne diesen Prozeß wären wir orientierungslos und unfähig zu handeln. Weil in diesem Prozeß nur Modelle entstehen, ist jeder Frame, jeder Rahmen, jede Bedeutungsgebung prinzipiell veränderbar. Reframing bedeutet, einen neuen Rahmen zu konstruieren, eine neue Bedeutung zu geben. Führen Führen (auch leaden oder leading genannt) wird in NLP in einer (1) allgemeinen und einer (2) spezifischen Bedeutung verwendet.

(1) In der allgemeinen Bedeutung stimmt er mit dem englischen lead überein, - ein Begriff, der im angloamerikanischen Sprachraum einen positiven Beiklang hat. In Kommunikation zu führen bedeutet auch, zu wissen, was man will, d.h. über ein Ziel zu verfügen. Das Ziel gibt die Richtung vor, wohin das Führen führen soll. NLP als Anleitung für Beratung, Coaching und Therapie ist führungsorientiert. Der Berater, der Coach, der Therapeut läßt die Dinge nicht treiben, sondern agiert gezielt, indem er oder sie gezielt Fragen stellt, gezielt Hypothesen entwirft oder gezielt Interventionen anbietet und durchführt. NLP hat sich in seiner Anfangszeit vor allem als KurzzeitTherapie verstanden und kurze, wirkungsvolle Interventionen entwickelt. Alle Techniken des NLP sind Prozeß-Anweisungen, die nur wirken können, wenn die Person, die diese Techniken durchführt, sich selbst oder andere gezielt führen kann. NLP betont die Verantwortung des Therapeuten (der Therapeutin), gezielt Prozesse zu erkennen und zu verändern. Diese Verantwortung ist nicht auf den Therapie-Kontext beschränkt. Sie trifft letztlich jeden Menschen. Ein bekannter Slogan im NLP besagt, daß es nicht möglich ist, nicht zu kommunizieren. Dies bedeutet auch, daß es nicht möglich, andere nicht zu beeinflussen. Es ist nicht möglich, andere nicht zu führen. Alles, was wir tun, jeder Satz, jede Handlung kann andere Menschen beeinflussen und kann auf andere große Wirkungen haben. Anhand des Milton-Modells kann der Einfluß von Sprache im Alltag studiert werden: wie wir uns andauernd durch scheinbar harmlose Sprach-Wendungen in innere Zustände führen. Zwei Beispiele: Kinder zu erziehen oder Unterricht zu geben, ist ein riskanter Job, weil ein einziger Satz das Leben eines Menschen verändern kann. NLP ist ziel-orientiert. Sich an Ziele zu orientieren, bedeutet sich am Führen zu orientieren, Verantwortung zu übernehmen und Risiken einzugehen. In guten NLP-Ausbildungen (es soll auch schlechte geben) werden die Pole von Führen und Führen lassen bewußt geübt. Kongruente Personen verfügen über die Fähigkeit, andere zu führen, Verantwortung zu übernehmen und sich von anderen führen

zu lassen, ihnen Vertrauen zu geben. Die KommunikationsTechniken des NLP bieten die Anleitung, andere wirkungsvoll zu führen. Die Selbststeuerungs-Techniken des NLP bieten die Anleitung, sich selbst wirkungsvoll zu führen. (2) In einer spezifischeren Bedeutung beschreibt Führen im NLP einen Prozeß, bei dem eine Person ihr Verhalten ändert (z.B. langsamer redet), worauf diese Person mit ihrem Verhalten folgt (d.h. ebenfalls im Reden langsamer wird). Führen dieser Art kann nur gelingen, wenn ein bestimmte Intensität an Kontakt mit dieser Person vorhanden ist. (Im NLP wird das Rapport genannt). NLP basiert auf dem Prinzip des Pacing und Leadings, des Angleichens und Führen, des Spiegelns und Führen. Dieses Prinzip beschreibt zwei Phasen guter Kommunikation. In der ersten Phase geht es darum, die Welt des anderen zu betreten, mich ihr anzugleichen, sie zu spiegeln. Wenn ich z.B. im dem Rhythmus rede, wie eine andere Person atme, dann spiegle ich den inneren Rhythmus dieser Person. Ich werde ihr ähnlich und gehe in einen ähnlichen inneren Zustand. Dies ist eine der Möglichkeiten, um Rapport zu erreichen. Wenn ich nach einer gewissen Zeit meinen Sprech-Rhythmus verändere (z.B. langsamer rede) und die andere Person beginnt ebenfalls langsamer zu sprechen, dann führe ich diese Person (auf eine unmerkliche und wirksame Weise) in einen anderen inneren Zustand (sie kann dabei ruhiger werden). Gelingt dieses Führen, dann ist dies ein Zeichen für das Vorhandensein von Rapport. NLP-erfahrene Personen wenden diesen Check in Kommunikation routinemäßig an. Wenn sie erkennen, daß es möglich ist, mit dem Körper zu führen, dann ist vielleicht der Zeitpunkt gekommen, auch im Gespräch die Führung zu übernehmen, und z.B. ein Anliegen vorzubringen. Fünf-vier-drei-zwei-eins-Methode, 5-4-3-2-1-Methode Eine Trance-Anleitung, die Bandler und Grinder vorgeschlagen haben. Fünf sinnlich wahrnehmbare Tatbestände werden nacheinander aufgezählt, worauf ein innerer Zustand angesprochen wird: "Du sitzt

auf Deinem Sessel (1), während Du meine Stimme hörst (2) und das Sonnenlicht von außen wahrnimmst (3). Von Ferne hörst Du ein Rauschen (4) und spürst, wie Deine Füße den Boden berühren (5) und Du kannst anfangen, es Dir wohlergehen zu lassen". In der nächsten Sequenz werden vier sinnlich wahrnehmbare Tatbestände angesprochen. Es folgen zwei Suggestionen, dann 3 plus 3, usw. - bis schließlich ein sinnlicher Tatbestand von fünf Suggestionen begleitet wird. Dieser Prozeß lenkt die Aufmerksamkeit von der Außen-Welt ( up-time) nach und nach auf die Innen-Welt ( down-time). Die 5-4-3-2-1-Methode ist ein gutes Beispiel für die Prinzipien von Spiegeln (pacing) und Führen (leading). Werden sinnlich wahrnehmbaren Tatbestände angesprochen, denen der Klient innerlich zustimmen kann, dann beschreibt der Therapeut mit eigenen Worten etwas, was der Klient innerlich konstruieren muß, will er den Sinn der Worte verstehen: der Therapeut beschreibt die Innen-Welt des Klienten. Der Klient, der seine Aufmerksamkeit auf etwas richtet, was unleugbar vorhanden ist, entwickelt eine Ja-Haltung zu den Worten des Therapeuten. Dadurch entsteht Rapport und in dieser JaHaltung kann Führen gelingen: der Klient akkzeptiert die angebotenen Suggestionen, die seinen inneren Zustand in eine bestimmte Richtung lenken. Varianten dieser Methode sind "oder-Verknüpfungen" ("Ich weiß nicht, ob Du, während Du auf Deinem Sessel sitzt (1), meiner Stimme zuhören willst (2) oder lieber nach außen in die Sonne schaust (3), ... aber ich weiß gewiß, daß Du es Dir hier gutgehen lassen willst.") oder kausale Verknüpfungen ("Da Du hier auf Deinem Stuhl sitzst (1) , kannst Du meine Stimme hören (2), ... und all dies bringt Dich in eine angenehme Stimmung"). Führungs-System Leit-System

Future pace, future pacing (1) Der Prozeß, bei dem eine Person ihre Zukunftsvorstellungen für einen bestimmten Kontext, eine bestimmte Aufgabe, usw. erkundet. Future pace ist ein Standard-Verfahren des NLP am Schluß von Änderungs-Techniken. Angenommen, es ging über ein Problem X (z.B. mein Verhalten meinem Chef gegenüber) und die Technik bezog sich auf eine Situation Y (z.B. die wöchentliche Referenten-Besprechung mit dem Chef). Zum Abschluß der NLP-Intervention wird mein Zukunfts-Bild über Y befragt: Wie stelle ich mir jetzt die nächste Besprechung vor? Was gibt es da zu sehen, zu hören, zu fühlen? Wie nehme ich mich wahr? Wie werde ich agieren, etc?. Die Vorstellung, die jetzt entwickelt wird, gilt als Test für die Qualität und Intensität der erfolgten Intervention. Eine positive Zukunfts-Vorstellung nach einer NLP-Intervention ist ein Indiz dafür, daß die gewünschte Veränderung natürlich und automatisch eintreten kann. Eine negative Zukunfts-Vorstellung ist ein Indiz dafür, daß die verwendete NLP-Intervention wenig Auswirkung auf das tatsächliche Verhalten in der Zukunft ausüben wird. (2) Der Ausdruck Future Pace wird auch in der Bedeutung einer bewußt konstruierten Verbindung eines Zieles mit der Zukunft verwendet. (Das wird manchmal auch als Transfer bezeichnet). Dabei es geht - im Unterschied zu ersten Bedeutung von Future Pace - um die bewußte Gestaltung von Zukunfts-Bildern und ihre Verfestigung in der Zeit. Der größte Feind ist, so könnte man sagen, die mangelnde Erinnerung: wir vergessen im Alltag nur allzuoft unsere Ressourcen und unsere Ziele. Mit dem bewußten Future pace soll sichergestellt sein, daß die gewünschte Veränderung nicht nur um BeratungsKontext, sondern auch im Alltag auftritt. Möglichkeiten dazu sind: (1) die Imagination des Zieles für konkrete Zukunfts-Situationen, (2) die Verknüpfung des Zieles mit der inneren Zeit-Linie, (3) das Befragen von mindestens drei konkreten Anwendungs-Möglichkeiten für die Fähigkeiten, Verhaltensweisen, , die im Ziel enthalten sind, (4) das Einüben der Veränderung als innerer Strategie, bei dem schon jetzt ein externer Reiz festgelegt wird, der die Erinnerung an das Ziel

aktivieren soll, (5) die Installation einer innere Instanz (im Unbewußten), die automatisch für die gewünschte Veränderung sorgen soll.

Zeit-Linie der Eltern Eine Form der Neuprägung, die auf die Eltern und ihr Leben erweitert wird. Übungs-Anleitung dazu. Zeit-Orientierung Menschen haben eine unterschiedliche Vorliebe für Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft. Vergangenheitsorientierte Menschen erzählen gerne Geschichten, geben sich nostalgisch und beziehen ihre Standards aus der Vergangenheit. Änderungen müssen versucht und getestet werden, bevor sie akzeptiert werden. Gegenwartsorientierte Menschen leben mehr im Hier und Jetzt, lieben sofortige Belohnungen und entwickeln meist keine langfristigen Ziele. Zukunftorientierte Menschen planen, arbeiten und leben für die Zukunft, mnachmal auch oft Kosten von Gegenwarts-Erfahrungen und -Erlebnissen. Die drei Orientierungen beschreiben Pole, die Menschen in bestimmten Kontexten oder immer leben. Wie immer in NLP geht es um den Wert jedes Poles und um den Versuch, die Vorteile jedes Poles für sich erfahrbar zu machen und sie zu nützen. Zeit-Rahmen, Time Frame Gefühle können einen unterschiedlichen Zeit-Rahmen, eine anderen Zeit-Bezug haben. "Bedauern" bezieht sich meist auf die Vergangenheit, "unruhig" oft auf die Gegenwart, "erwartungsvoll" meist auf die Zukunft. Zeit-Verzerrung Subjektiv erleben wir Zeit sehr ungleich: Zeit vergeht manchmal "wie im Flug" und manchmal "schlagen wir uns die Zeit tot". Nach NLP sind dafür unterschiedliche Repräsentationen und Untereigenschaften verantwortlich. Wer weiß. wie er innerlich "schnelle" und "langsame Zeit" konstruiert, kann die Zeit in seinem Erleben bewußt verzerren. Dies kann in manchen Fällen hilfreich sein, z.B. um in wenigen Minuten innerlich über viel Zeit zu verfügen, Simulationen für ein kommendes Ereigniss zu machen, um sich so auf alle Möglichkeiten

vorzubereiten. von Zeit.

Übungs-Anleitung zum unterschiedlichen Erleben

Ziel NLP ist ziel-orientiert. In NLP konzentriert man sich nicht - im Unterschied zu anderen beraterischen und therapeutischen Richtungen - auf die Probleme und ihre (vermeintlichen) Ursachen, sondern auf ein Ziel. Das Ziel ist die Lösung für das Problem. Es geht nicht vorrangig um die Ursachen-Analyse von Problemen, sondern um die Konstruktion von Zielen, die ein Klient oder eine Klientin für sich in Eigen-Kompetenz mit Hilfe eines Beraters oder einer Beraterin festlegt. Ziele sind auf einer Prozeß-Ebene definiert, sie verkörpern einen Ressourcen-Zustand. Ziele sind in NLP nicht inhaltlich vorgegeben. Sie werden vom Berater oder der Beraterin niemals inhaltlich festgelegt. Das Ziel ist die Erhöhung der Eigen-Kompetenz des Klienten oder der Klientin. Ziele sind persönliche Ziele, die jede Person für sich, in ihrer Eigenverantwortung und mit ihren Werten festlegt.. Ziele im NLP sind imaginierte Ziele, Vorstellungen, was eine Person in einer bestimmten Zeitspanne erreichen will, Imaginationen für die Zukunft. Ziele sind kein Wünsche, z.B. der Wunsch im Casino zu gewinnen. NLP beschäftigt sich mit wohlgeformten Zielen, das sind Ziele, die bestimmten Kriterien des Ziel-Rahmens genügen. Beispiele sind: (1) Eigen-Kompetenz. Ziele enthalten keine Wünsche an andere Menschen, ihr Verhalten zu ändern. NLP lenkt den Fokus auf das Potential jedes Menschen: auf das, was selbstbestimmt verändert werden kann. (2) Positiv formuliert. Auf der vorsprachlichen Ebene der Repräsentations-Systeme gibt es kein Nicht. Wer sich wünscht, mit dem Rauchen aufzuhören, repäsentiert sich innerlich das Rauchen (und bleibt damit zum Teil im Problem-Fokus gefangen). Positiv formulierte Ziele schließen Negationen ("Ich möchte nicht so

depressiv sein!") und Vergleiche ("Ich möchte energievoller sein.") aus. (3) situations-spezifisch. Ziele sind konkret, auf einen genauen Kontext bezogen und keine vagen Wünsche, wie "Ich möchte glücklich sein!". (4) sinnesspezifisch-konkret. Ziele enthalten ein genaues, sinnlich konkretes Kriterium für ihre Erfüllung: Was muß ich sehen, hören, fühlen, - um zu wissen, daß mein Ziel erreicht ist ? Ziel-Arbeit Die Summe aller Maßnahmen, die in NLP für die präzise Bestimmung eines wohlgeformten Zieles gesetzt werden. Dies umfaßt u.a. den Fragen-Katalog des Ziel- Rahmens, die Aktivierung des Ziel-Zustandes unter Einschluß des ÖkologieChecks sowie das Erkunden von Hindernissen für das Ziel. Ziel-Bild Eine innere Vorstellung von dem Ziel. Eine Person sieht sich im Ziel in einem Zustand, wo das Ziel schon ereicht ist. Bei der Ziel-Arbeit wird typischerweise ein Ziel-Bild dissoziiert entworfen und dann assoziiert als Ziel-Zustand erlebt. Das "Hineingehen" in das Ziel ist ein guter Check, ob das Ziel auch ein richtiges Ziel ist. Längere Übung dazu: Ziele erreichen auf der Boden-Zeit-Linie Ziel-Physiologie Die Physoiologie, die eine Person entwickelt, wenn sie an das Ziel denkt und sich vorstellt, assoziert im Ziel zu sein.

Das Märchen vom Tempel der tausend Spiegel In einem fernen Land gab es vor langer, langer Zeit einen Tempel mit tausend Spiegeln und eines Tages kam, wie es der Zufall so will, ein Hund des Weges. Und der Hund bemerkte, daß das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war und vorsichtig und ängstlich öffnete er das Tor und ging in den Tempel hinein. Und Hunde wissen natürlich nicht, was Spiegel sind und was sie vermögen und nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Und der Hund begann zu knurren und er sah auf die vielen Spiegeln und überall sah er einen Hund, der ebenfalls knurrte. Und er begann die Zähne zu fletschen und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde die Zähne zu fletschen und der Hund bekam es mit der Angst zu tun. So etwas hatte er noch nie erlebt und voller Panik lief er, so schnell er konnte, aus dem Tempel hinaus. Dieses furchtbare Erlebnis hatte sich tief in das Gedächtnis des Hundes vergraben. Fortan hielt er es als erwiesen, daß ihm andere Hunde feindlich gesinnt sind. Die Welt war für ihn ein bedrohlicher Ort und er ward von anderen Hunden gemieden und lebte verbittert bis ans Ende seiner Tage. Die Zeit verging und wie es der Zufall so will, kam eines Tages ein anderer Hund des Weges. Und der Hund bemerkte, daß das Tor zum Tempel der tausend Spiegel geöffnet war und neugierig und erwartungsvoll öffnete er das Tor und ging in den Tempel hinein. Und Hunde wissen natürlich nicht, was Spiegel sind und was sie vermögen und nachdem er den Tempel betreten hatte, glaubte er sich von tausend Hunden umgeben. Und der Hund begann zu lächeln und er sah auf die vielen Spiegeln und überall sah er einen Hund, der ebenfalls lächelte - so gut Hunde eben lächeln können. Und er begann vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde mit ihrem Schwanz zu wedeln und der Hund wurde noch fröhlicher. So etwas hatte er noch nie erlebt und voller Freude blieb er, so lange er konnte, im Tempel

und spielte mit den tausend Hunden. Dieses schöne Erlebnis hatte sich tief in das Gedächtnis des Hundes vergraben. Fortan hielt er es als erwiesen, daß ihm andere Hunde freundlich gesinnt sind. Die Welt war für ihn ein freundlicher Ort und er ward von anderen Hunden gern gesehen und lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Ziel-Rahmen Ein Katalog von Fragen und Anleitungen für wohlgeformte Ziele. Fragen-Katalog zum Ziel-Rahmen, Großer Ziel-Rahmen unter Verwendung von Meta-Programmen. Ziel-Satz Ein Merksatz, der in knapper Form ein Ziel und seine Qualitäten in Ich-Form beschreibt. Ziel-Sätze wirken selbsthypnotisch. "Ich bin ruhig und gelassen!" Übliche Kriterien sind: (1) positive Frmulierung: keine Negationen und Vergleiche, (2) in Eigenverantwortung: keine Wünsche an andere, und (3) in Gegenwart formuliert: keine Zukunft oder Konjunktive. Ziel-Zustand Der innere Zustand bei der Vorstellung, man sei im Ziel und habe das Ziel ereicht. Zitate Ein Sprachmuster, in dem eine Botschaft in Form eines Zitates verkleidet wird. Elegant erzählte Zitate erlauben es, jeder Person jede Botschaft zu sagen, die man sagen will, ohne einen Konflikt, eine Verstimmung usw. zu riskieren. Will ich zum Beispiel eine Person loben, von der ich weiß, daß sie direktes Lob wenig mag, so kann ich das in Form eines Zitates versuchen: "Herr Meyer, also wissen Sie, was mir vor vierzehn Tagen passiert ist, da habe ich im Zuge jemanden getroffen, - leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt, der hat mir erzählt, wie gut sie dieses Projekt gemacht haben. Der hat gesagt: "Der Meyer ist wirklich ein tüchtiger Arbeiter!", usw. Wenn es darum geht, die Botschaft wirklich an den Mann (in unserem Fall: an den Herrn Meyer) zu bringen, dann ist es nützlich, die Pointe analog zu markieren und durch genaues Wahrnehmen ihre Wirkung zu studieren. Erzielt die Pointe keine Wirkung, kann sie noch einmal erzählt werden. (Beispiele für boshafte Pointen überlasse ich der Phantasie des Lesers / der Leserin). Ein anderer Ausdruck für Zitate in NLP ist "Onkel John-Geschichte",

wobei Onkel John die Person ist, die das Zitat (angeblich) gesagt hat. Zitate gelten in NLP als Teil des Milton-Modells. Zugangs-Hinweise, Zugangs-Signale Zugangs-Hinweise (im Englischen accessing cues) sind nach außen sichtbare non-verbale Hinweise, die es einem Beobachter deutlich machen, über welches der fünf Repräsentations-Systeme sich eine Person eine bestimmte Erfahrung (eine Erinnerung, eine Vergegenwärtigung, eine Phantasie, eine Vorstellung oder eine Antizipation) zugänglich macht, bzw. in welchem Repräsentations-System sie sich gerade befindet oder "aufhält". Zugangshinweise sind oft nur kleine Details im beobachtbaren Verhalten einer Person. Sie werden im Wahrnehmungs-Training von NLP als Indikatoren verwendet, welches Repräsentations-System eine Person zur Zeit vorrangig nützt ( Bevorzugtes Repräsentations-System, Leit-System ReferenzSystem). Typische Beispiele sind: Augenbewegungen, Atmen, Muskelspannungen, nonverbale Elemente in der Sprache, Gesten, Körperhaltung Die Zugangshinweise entdeckten Bandler und Grinder, als sie über längere Zeit das Meta-Modell der Sprache ausprobierten, und sich in ihren therapeutischen Interventionen auf die entsprechenden Fragetechniken beschränkten. Sie hatten dabei sehr viel ihrer bewußten Aufmerksamkeit frei, um den Klienten zu beobachten, denn die Meta-Modell-Fragen konnten sie quasi automatisch stellen. Während dieser Experimente fiel ihnen auf, daß ihre Klienten häufig in Worten des Sehens, Hörens oder Fühlens berichteten, wenn es um bestimmte Problemkontexte ging. Eines Tages sagten sie (John Grinder meinte, er wisse nicht mehr, ob er oder Richard es gewesen sei): "Laß und doch einmal so tun, als ob jemand, der in visuellen Worten spricht, innerlich auch tatsächlich sieht, d.h. sich visuelle Repräsentationen vergegenwärtigt!" Aus diesem Als-ob -Frame entstand die Klassifikation der Augenmuster, die später durch andere

Zugangs-Hinweise ergänzt wurde. Diese Annahme gilt heute als eine der Basis-Postulate des NLP. Zugangs-System Das Repräsentations-System, mit dem sich jemand Informationen intern zugänglich macht. Leit-System Zugehörigkeit, Verbindung Die sechste der logischen Ebenen, die Ebene, bei der Menschen sich auf etwas beziehen, was mehr ist als sie als Person. Eine Konstruktion, bei der eine Person ihre reine Individualität überschreitet. Hier geht es um die Zugehörigkeit zu etwas Größeren oder Höheren, - für manche: die spirituelle Ebene, umfassende Visionen, der Sinn des Lebens, Lebensaufgaben, eine Mission, das Erleben von core state oder der Quelle. Menschen, die ihr Bewußtsein auf die Inhalte dieser Ebene richten, fühlen sich anderen Menschen, der Menschheit insgesamt, der Natur, dem Leben, einer umfassenden Idee oder dem Göttlichen verbunden. Auf der Ebene der Verbindung geht es um die "großen Fragen" im Leben: Warum leben wir? Warum sind wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? (Bei all folgt NLP als Prozeß-Theorie strikt dem BeliefGedanken und nimmt zu Antworten auf diese Fragen inhaltlich nicht Stellung. NLP ist keiner Ideologie, keinem religiösen oder spirituellen Glaubenssystem verbunden. NLP nimmt dazu eine Meta-Ebene ein: NLP studiert die Wirkungen von Glaubenssystemen). Zweite Position Die zweite der drei Wahrnehmungs-Positionen: das Erleben einer Situation aus der Perspektive einer anderen Person. Zwischen-Zeit (between time) Eine Variante der inneren ZeitLinie: Vergangenheit und Zukunft werden wie ein V angeordnet, die

Gegenwart liegt in der Person

Zeichung zu Zeit-Linien

Zielrahmen 1.) Themenliste Schreibe soviele Ziele oder Probleme auf die Dir einfallen. Geh möglichst ins Detail. Wähle Dir ein Ziel aus und frage Dich, was muß ich alles können, um dieses Ziel zu erreichen: überlege Dein Verhalten, Deine Einstellungen. 2.) Mach einen Spaziergang und laß dich zu jeder Frage an einem anderen Platz nieder. Wo bin ich jetzt? Wo will ich hin? Was muß ich glauben? Was sind die nächsten Schritte? 3.) Was ist Dein Ziel? (positiv formuliert / in Eigenverantwortung) 4.) Woran erkennst Du, daß Du das Ziel erreicht hast? (sinnlich genau) 5.) Kontextbestimmung für das Ziel: wann, wo, mit wem, wie oft ? 6.) Wie wirkt sich Dein Ziel auf alle anderen Lebensbereiche aus?

7.) Halte nochmal alle Auswirkungen auf folgende Bereiche fest: Ich mit mir alleine Partnerschaft Hierarchie in Familie (Eltern / Kinder) alle Bereiche in Beruf und Arbeit Freundeskreis Alle anderen sozialen Kontakte 8.) Zeitaspekt des Zieles: kurz- mittel- oder langfristig 9.) Welche Aswirkungen ergeben sich aus dem Ziel auf die kurze, die mittlere und die lange Sicht? 10.) Allgemeine - konkrete Ziele Was bedeutet Dein Ziel auf einer allgemeinen Ebene? Was bedeutet Dein Ziel auf einer konkreten Ebene? 11.) Was ist Deine Motivation Dein Ziel zu erreichen? 12.) Welche Konsequenzen hat Dein Ziel? 13.) Woran mußt Du glauben, damit Du Dein Ziel erreichst?

14.) Was ist das Gute am jetzigen Zustand? Was gibst Du auf? Welchen Preis mußt Du zahlen um das Ziel zu erreichen? 15.) Warum hast Du das Ziel noch nicht erreicht? 16.) Welche Ressourcen hast Du jetzt schon, um das Ziel zu erreichen? Welche sind die wichtigsten? 17.) Wer kann Dich unterstützen? 18.) Was sind die nächsten Schritte um Dein Ziel zu erreichen? 19.) Die logischen Ebenen zum Ziel Umfeld Verhalten Fähigkeiten Einstellungen, Werte Identität Zugehörigkeit 20. Vier plus Drei: Was wird geschehen, wenn Dein Ziel verwirklicht ist?

Was wird geschehen, wenn Dein Ziel nicht verwirklicht wird? Was wird nicht geschehen, wenn Dein Ziel verwirklicht ist? Was wird nicht geschehen, wenn Dein Ziel nicht verwirklicht ist? Was hat Dich bisher daran gehindert, Dein Ziel zu erreichen? Was müßte sich insbesondere im einzelnen ändern, damit Du nicht mehr gehindert wirst, Dein Ziel zu erreichen? Was wird Dein persönlicher Nutzen sein, wenn Du das Ziel erreicht hast?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Großer Zielrahmen mit Meta-Programmen A) Wahl des Lösungsraumes 1. Spezifischer Ziel-Satz 2. Welche Lösungsversuche wurden bisher unternommen? 3. Gab es dabei hinderliche Überzeugungen über die Aufgabe / über mich / über andere? 4. Wie lauten die neuen förderlichen Einstellungen darüber? 5. Welche Beispiele aus meinem Leben kenne ich als Belege für die Gültigkeit dieser Einstellungen? B) vom müssen zum wollen 6. Wozu gibt mir die neue Aufgabe Gelegenheit? 7. Was kann ich bei der Lösung der Aufgabe lernen bzw. ausprobieren? 8. Was hat für mich bei der Lösung der neuen Aufgabe einen so großen Reiz / so hohen Wert, daß ich mich entscheide, die Aufgabe lösen zu wollen? C) meine Fähigkeiten nutzen 9. Welche Fähigkeiten habe ich bei den bisherigen Lösungsversuchen noch nicht voll eingesetzt?

10. Was hindert mich meine Fähigkeiten voll einzusetzen? 11. Aufzählung von Beispielen, wo ich die relevanten Fähigkeiten automatisch einsetze, ohne darüber nachzudenken. D) Feedback nützen 12. Welche wertvollen Informationen sind in früheren Lösungsversuchen enthalten? 13. Wie lassen sich diese Informationen in die Lösung einbauen? E) Wahl der Referenz-Perspektive 14. Wie weiß ich, daß das Ergebnis gut ist? Aus mir oder aus anderen? 15. Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich, wenn ich die weniger vertraute Perspektive wähle? F) chunk 16. Gehe ich vom Großen aus (Grundidee / generelles Ziel) und komme dann Schritt für Schritt zu den Details oder fange ich an einem konkreten Punkt an und lasse dann die Idee oder die Gesamtstruktur wachsen? 17. Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich, wenn ich umgekehrt vorgehe? G) Ähnlichkeiten und Unterschiede nützen

18. Diese Aufgabe ist so ähnlich wie ... (Analogie, Metapher) 19. Wie haben Sie diese Aufgaben gelöst? 20. Was können Sie davon auf die jetzige Aufgabe übertragen? 21. Was ist neu an dieser Aufgabe (verglichen mit anderen) und was kann ich daher zum ersten mal ausprobieren? H) Wahl des Lösungstempos 22. Wie mache ich es, wenn ich mich entscheide, die Aufgabe schnell zu lösen? 23. Wie mache ich es, wenn ich mich entscheide, die Aufgabe langsam zu lösen? I) manchmal allein / manchmal mit anderen 24. Will ich die Aufgabe alleine lösen? 25. Wie kann ich mir Tips / Unterstützung/ Ratschläge von anderen holen? 26. Will ich die Aufgabe mit anderen lösen / im Team ? 27. Wie kann ich andere dafür gewinnen? 28. Wie ist die Aufgabenverteilung?

29. Wie erfolgt die gegenseitige Unterstützung?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Gedächtnis Die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen, Erfahrungen und Bewußtseins-Inhalte zu registrieren, über längere oder kürzere Zeit zu speichern und bei Bedarf wieder zu reproduzieren. In der Regel wird nach Kurzzeit- und Langzeit-Gedächtnis unterschieden. Das KurzzeitGedächtnis umfaßt nur wenige Informationseinheiten (meistens wird gesagt: 7 plus/minus 2). Der größte Teil des Gedächtnisses macht das Langzeit-Gedächtnis aus. In ihm sind Ereignisse und Vorstellungen über Tage, Monate und Jahre gespeichert. Das Langzeit-Gedächnis hat mit der Konstruktion von Zeit zu tun ( Zeit-Linie) und muß auch mit der Konstruktion von Identität zu tun haben: wenn wir am Morgen aufwachen, erinneren wir uns, wer wir sind. Ein Teil des Langzeit-Gedächtnisses ist unbewußter Natur, d.h. oft nicht bewußt zugänglich (Der Neurologe Wilder Penrose hat in den dreißiger Jahren nachgewiesen, daß eine Reizung der Hirnrinde durch schwache elektrische Ströme Erinnerungen an weit zurückliegende Ereignisse aktivieren kann, die vorher als "vergessen" gedacht wurden). Die flexible Natur des Langzeit-Gedächtnisses kann in NLP an Verfahren studiert werden, die mit der eigenen Vergangenheit zu tun haben, z.B. am positiven History Change oder bei der Neuprägung. Dabei wird ein innerer Zustand in der Gegenwart aktiviert, - beim positiven History Change eine Ressource (z.B. das Gefühl, kompetent zu sein), bei der Neuprägung ein stuck state (z.B. das Erleben eines negativen Selbst-Bildes in der Gegenwart von (vermeintlichen) Autoritäts-Personen). In diesem Zustand stellt sich jemand vor, jünger und jünger zu werden (meist unter Verwendung einer Zeit-Linie am Boden, d.h. es wird eine Strecke abgeschritten), wobei der Fokus des Bewußtseins auf alle jene Ereignisse in der Vergangenheit gerichtet sind, die zu dem Ausgangs-Zustand passen. In vielen Fällen ist es möglich, dabei Erinnerungen aus der sehr frühen Kindheit ins Gedächtnis zu rufen, die vorher "unbekannt" waren (d.h. das Paradies der Kindheit oder Verletzungen der Kindheit wiederaufleben zu lassen). NLP hat keine eigene Gedächtnis-Theorie entwickelt, sondern greift

pragmatisch auf verschiedene Ansätze zurück. Wie immer im NLP spielen dabei die Repräsentations-Systeme eine bestimmende Rolle. Für Lernen und Gedächtnis ist die Unterscheidung nach LeitSystem (das System, das den Zugang zum Informationsabruf sucht), bevorzugtem Repräsentations-System (das System, das meist bewußt ist und das sich auch in der Sprache spiegelt) und ReferenzSystem (das System, das entscheidet, ob die abgerufenen Information als wahr oder als falsch gedeutet wird) bedeutsam. NLP bietet ein breites Spektrum von Verfahren, die beim Lernen und Lehren zur Steigerung der Gedächtnis-Leistung eingesetzt werden können. Beispiele sind das Erkunden fördernder und hindernder Lern-Stile, Lern-Strategien und Beliefs (für Lehren und Lernen bzw. für einzelne Lernthemen) und ihre Veränderung. Gefühle Unter Gefühlen versteht man in NLP meist die körperlichen Empfindungen, das körperliche Erleben. Dies wird dem kinästhetischen System zugeordnet (das kinästhetische System wird manchmal als "Gefühls-System" interpretiert). NLP hat keinen eigenen Gefühls-Begriff. Gefühle sind für NLP nichts eigenes, sondern etwas, das immer vorhanden ist. Jede Person hat nach NLP dauernd Gefühle. Jede Repräsentation ist prinzipiell eine Synästhesie - und kann als solche bewußt gemacht werden. Jeder innere Vorgang hat nach NLP eine gefühlsmäßige Komponente. Denken und Fühlen gelten hier als Einheit. Auch sogenannte abstrakte Operastionen, wie das "Verstehen" einer mathematischen Formel sind gefühlsmäßige Vorgänge. "Verstehen" ist ein kinästhetisches Prädikat und für viele Menschen ist "Verstehen" tatsächlich ein gefühlmäßiges Erleben. Kognitive Aspekte von Gefühlen können in NLP auch an den Meta-Programmen studiert werden. Gefühle sind Bestandteil jedes inneren Zustandes. NLP will die

Selbststeuerung aktivieren, die Fähigkeit von Menschen, erwünschte Gefühle assoziert erleben zu können und, sich von unerwünschten Gefühlen dissoziieren zu können. In vielen NLP-Interventionen, wo es um einen raschen Wechsel von Zuständen und Gefühlen geht, werden diese Fähigkeiten trainiert. NLP hat Verfahrensweisen entwickelt, um auch mit sehr intensiven Gefühlen umgehen zu können. Beispiele sind (1) die Technik des Auflösen von Synästhesien (beschrieben unter den Dissoziierungs-Techniken), (2) die Trauer-Strategie ( Anleitung dazu) oder (3) Interventionen zu Scham- und Schuld-Gefühlen ( Anleitung dazu). Genaues Wahrnehmen NLP-geschulte Personen trainieren sich auf die exakte Wahrnehmung von Details bei einem Gesprächs-Partner. Sie nehmen z.B. wahr, in welcher Weise sich das Atem-Muster, die Pupillen-Größe, das Sprechtempo und Muskelspannungen beim Gegenüber in einem Gespräch verändern und können darauf gezielt reagieren. Liste zum Training. Exaktes Wahrnehmen ist dieGrundlage und Vorbedingung zum Kalibrieren. Durch genaues Wahrnehmen können eine Vielzahl von Zugangs-Hinweisen in Erfahrung gebracht werden, die eine Auskunft über den inneren Zustand und über innere Prozesse bei Kommunikations-Partnern geben. Typische Beispiele sind das Erkunden der Problem-, Ziel, Ressourcen- und Versöhnungs-Physiologie. Exaktes Wahrnehmen ist die Vorbedingung für die bewußte Gestaltung von Kommunikations-Prozessen, z.B. durch spiegeln (pacing) und führen (leading). Generalisierung Verallgemeinerung

Between time (Zwischen-Zeit) Eine Variante der inneren ZeitLinie: Vergangenheit und Zukunft werden wie ein V angeordnet, die Gegenwart liegt in der Person Zeichung zu Zeit-Linien Bevorzugtes Repräsentations-System Das bevorzugte oder primäre Repräsentations-System ist jenes Repräsentations-System, das Menschen im allgemeinen oder in bestimmten Kontexten vorrangig verwenden. Nicht alle Menschen besitzen eine eindeutig erkennbares bevorzugtes Repräsentations-System, manche Menschen haben in verschiedenen Kontexten verschiedene bevorzugte Systeme. Wer aufmerksam auf die Sprache und ihre Prädikate achtet, wird feststellen, daß viele Menschen alle Sinnes-Systeme in Sprache transportieren. Von bevorzugtem Repräsentations-System spricht man dann, wenn ein Sinnes-System eindeutig dominant ist, wenn eine Person z.B. in der Mehrzahl der Fälle visuelle Prädikate verwendet. In diesen Fällen spricht man auch von WahrnehmungsTyp, z.B. dem visuellen Typus. Das bevorzugte RepräsentationsSystem ist vom Leit-System (das System, mit dem man sich Informationen intern zugänglich macht) und vom Referenz-System (das System, mit dem man den Wahrheitsgehalt von Informationen überprüft) zu unterscheiden. Zwei Tests zum Erkennen Ihres Wahrnehmungs-Typus Bewegungs-Anker Ein kinästhetischer Anker, bei dem eine Körper-Bewegung (ein leichtes Schaukeln, eine Drehung der Schulter, ein Heben des Kopfes, ) mit einem erwünschten inneren Zustand verankert ist. Bewegungs-Anker sind meist Selbst-Anker, d.h. eine Person ankert sich selbst mit dieser Körper-Bewegung. Bewegungs-Anker werden bei vielen NLP-Interventionen systematisch eingesetzt, z.B. indem eine Person aufgefordert wird, (1) sich an eine Ressource zu erinnern, (2) dies assoziiert zu

erleben, und (3) in diesem Zustand den Körper so zu bewegen, daß die Erfahrung auf eine natürliche Art noch intensiver und reichhaltiger wird. Gesetzte Bewegungs-Anker erlauben in der Regel einen leichten Zugang zu der geankerten Ressource. Sie sind ein effizientes Mittel, um Personen rasch in einen Ressourcen-Zustand zu führen. Bewegungs-Anker sind auch als Selbst-Anker für den Alltag hervorragend geeignet. In diesem Falle wird man (1) eine sozial akzeptierte Bewegung wählen und (2) die entsprechende Bewegung so minimalisieren (z.B. die Schultern nur zwei Zentimeter zu drehen), daß sie von ungeschulten Personen nicht wahrgenommen wird. Glücks-Anker Moment of Excellence Bewußte Inkompetenz, Bewußte Kompetenz Das zweite und dritte Stadium des Lern-Zyklus. Bewußtsein Bewußtsein kann man nicht definieren. Was ist für Sie Bewußtsein? Welche Vorstellung haben Sie vom Bewußtsein? Bewußtsein ist die Fähigkeit, sich etwas bewußt zu sein (eine ScheinDefinition). Was Bewußtsein ist, wissen wir nicht. Wir können es erleben und erfahren. NLP kennt viele Instrumente, unser Bewußtsein zu erkunden und zu verändern. Der wichtigste Gedanke dabei ist der Gedanke der Auswahl. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. Die bewußte Wahrnehmung ist ein winziger Ausschnitt der Informationen, die wir dauernd über die Sinne aufnehmen und innerlich verarbeiten. Das Auge sendet pro Sekunde mindestens 10 Millionen Bit an das Gehirn, die Haut 1 Million, das Ohr 100.000, der Geruchsinn weitere 100.000 und der Geschmacksinn ungefähr 1000 Bit. Alles in allem sind das mehr als 11 Millionen Bit/Sekunde. Im Bewußtsein erscheint ein unglaublich winziger Teil, vielleicht 10 Bit/Sekunde: ein Millionstel dessen, was wir über die Sinne aufnehmen. Wenn Sie in den Spiegel schauen und sich selbst sehen, sehen Sie in jedem Augenblick bewußt nur ein Millionstel von dem, was es zu sehen gibt.

Die bewußte Wahrnehmung hat mehr mit Erinnern zu tun als mit Informations-Aufnahme. Das Gehirn hat (so schätzt man) eine Billion Nervenzellen, das sind tausend Milliarden, eine Eins mit 12 Nullen. Diese Billion Nervenzellen sind durch mindestens eine Trillion Verknüpfungspunkte verbunden, Synapsen genannt, das sind tausend Billionen. Jede dieser Synapsen hat sehr viele, vielleicht 100 Freiheitsgrade. Das Gehirn ist wie ein riesige Kosmos, der sein Eigenleben führt. Nur ein überraschend kleiner Teil beschäftigt sich direkt mit Wahrnehmungsprozessen. Kaum mehr als einige Millionen Nervenzellen haben mit der periphären Sensorik, den Sinnesorganen und der Motorik zu tun. Die zentrale Erregungsverarbeitung und Auswertung wird hingegen von mindestens 500 Milliarden Zellen bewerkstelligt, d.h. auf jede Nervenzelle, auf jedes Neuron, das primäre Sinneseindrücke verarbeitet, kommen rund 100.000 Neurone, die diese "Information" weiterverarbeiten: überprüfen, unterdrücken, mit Erfahrungen vergleichen. Das Gedächtnis ist das größte Sinnesorgan. Wahrnehmen ist Umgestalten von Informationen anhand von Erinnerungen, Modellierung von Informationen anhand erlernter Wahrnehmungs-Filter. Bewußtsein hat mit einer enormen Auswahl zu tun. Bewußte Wahrnehmung ist keine Informations-Aufnahme aus der "AußenWelt". Bewußtsein hat fast nichts mit der ursprünglichen Information zu tun. Bewußtsein ist ein Modell-Bildungs-Prozeß. Wenn das Bewußtsein die Welt erlebt, dann sind die Dinge längst gedeutet. Bewußtsein ist kondensierte Modell-Bildung. Wenn wir auf die Welt sehen, sehen wir nicht die Welt, sondern unser Modell der Welt, unsere Beliefs über die Welt. Wenn Sie in den Spiegel schauen, sehen Sie Ihr Modell über sich selbst. Wir sehen nicht, was wir wahrnehmen, sondern das, was wir wahrzunehmen glauben. Wir erleben die Welt nicht als rohe Daten. Daten als solche sind nutzlos und unverständlich. Wahrnehmen ist Bedeutungsgebung,

Interpretation. Bewußtsein ist Modell-Bildung. Modelle entstehen nach NLP aus Tilgung von Information, aus Verzerrung von Information und aus dramatischen Verallgemeinerungen. Das Bewußtsein ist eine kleine Insel im Meer des Unbewußten. Der größte Teil der Information, die der Mensch verarbeitet, wird vom Bewußtsein nicht erfaßt. Wir sehen in jedem Augenblick mehr als uns bewußt ist. "Das Bewußtsein macht einen sehr viel geringeren Teil unseres Seelenlebens aus, als uns bewußt ist - weil wir kein Bewußtsein davon haben, wovon wir kein Bewußtsein haben." (Julian Jaynes). In jedem Augenblick sind mehr Informationen verfügbar als uns bewußt sind. Was bleibt ihnen unbewußt, wenn Sie sich im Spiegel sehen? Beziehungs-Reframing Eine Sonderform des Reframings, angewandt auf Konflikte in einer Partnerschaft. Typische Schritte sind: (1) Die Festlegung des Themas. (2) Eine Vereinbarung über ein Meta-Ziel: wir wollen uns auf etwas Neues einigen. (3) Identifikation einer oder mehrer kalibrierter Schleifen für einen typischen Streit zum Thema. (4) Bewußtmachen und Analyse dieser Schleifen aus einer Meta-Position. (5) Erkunden der jeweiligen guten Absicht hinter dem Verhalten. (6) Gegenseitige Würdigung dieser Absicht. (7) Erarbeitung neuer Verhaltensweisen, in denen diese Absicht ohne Streit gelebt werden kann. (8) Treffen einer Vereinbarung. (9) Future pace. Übungsanleitung dazu. Block ein Problem-Zustand, der innerer Zustand einer Blockade, in NLP meist als stuck state bezeichnet. Boden-Anker Boden-Anker sind ein Sonderfall räumlicher Anker, wo Plätzen im Raum eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben wird.

Ein Boden-Anker ist ein Anker, bei der eine Stelle am Boden mit einem bestimmten inneren Zustand verankert ist. Boden-Anker sind im NLP weit verbreitet. Viele Änderungs-Übungen des NLP werden mit Boden-Ankern durchgeführt, d.h. Plätze am Boden werden als Boden-Anker aufgebaut. In vielen Fällen genügt ein einmaliges Ankern eines bestimmten Platz am Boden: immer wenn eine Person diesen Platz im Verlauf einer NLP-Intervention betritt, ist an ihrer Physiologie deutlich erkennbar, daß sie innerlich genau diesen Zustand erfährt. Beim Ankern wird dabei (1) eine bestimmte Stelle am Boden festgelegt (gedanklich oder durch eine Markierung, z.B. durch Zettel), (2) dieser Platz betreten, (3) auf diesem Platz assoziiert ein bestimmter Zustand erlebt und (4) dieser Platz sprachlich für den weiteren Verlauf der Übung eindeutig festgelegt, z.B. als "Problem-Platz", "Ort der Ruhe", "Ort des Zweifels", "Platz, wo Sie drei Jahre alt waren", usw. Die Arbeit mit Boden-Anker hat für den Berater (die Beraterin) und den Klienten (die Klientin) viele Vorteile. (1) Boden-Anker erlauben es, innere Zustände sehr präzise zu definieren und exakt zu erleben. Eine Person, die einen (vorher festgelegten) Boden-Anker für sich nützen will, muß in vielen Fällen nichts anders tun, als diesen Platz zu betreten und jene Körperhaltung einzunehmen, die diesem Zustand entspricht. (2) Damit sind Boden-Anker eine Instrument, um einen raschen Zugang zu genau definierten inneren Zustände zu finden, und (3) sie exakt von anderen Zuständen zu trennen, indem dieser Platz verlassen und ein anderer Platz eingenommen wird. (4) Dabei verfügt der Berater (die Beraterin) über klare Kriterien, um zu kontrollieren, ob bestimmte Prozeß-Schritte tatsächlich gemacht werden, weil jedem Ort eine eindeutige Physiologie zugeordnet ist. (5) Diese Kriterien erlauben es einer geübten Person (die auf genaues Wahrnehmen trainiert ist), auch komplizierte NLPInterventionen (wo es immer um innere Prozesse geht) mit mehreren Personen gleichzeitig durchzuführen.

Einfache NLP-Methoden mit Boden-Anker sind der Circle of Excellence oder die Übung vom gegenwärtigen zum künftigen Zustand. Beispiele für komplexere NLP-Interventionen mit mehreren Zuständen und mehreren Boden-Ankern sind: (1) die Walt-Disney-Kreativitäts-Strategie (mit zumindest drei Boden-Ankern für die Zustände des Träumers, des Realisten und des Kritikerns), (2) Übungen zur Entschärfung von Konflikten mit anderen Personen unter Verwendung der drei Wahrnehmungs-Positionen oder (3) des Meta-mirrors, (4) die Verwendung von Mentoren oder (5) der Bateson-Lernstrategie für stuck states, die durch neue Ideen angereichert werden sollen, (6) komplexere Übungen zum Ändern von Beliefs, z.B. unter Verwendung von vier Boden-Positionen ("Innere Kraft", "Sicherheit", "Kann sein/muß nicht sein", "altes Belief") ÜbungsAnleitung dazu, oder der Belief Change Cycle (Anleitung dazu) (7) Interventionen zur Integration von Teilen, wie dem "alten" und dem "neuen Ich" Übungs-Anleitung dazu, oder (8) Interventionen, mit denen Ziel-Zustände mit Hilfe der logischen Ebenen verstärkt und integriert werden sollen, sowie (9) alle Methoden unter Verwendung der Boden-Zeit-Linie. Boden-Zeit-Linie Bei der Boden-Zeit-Linie wird eine Linie am Boden markiert (gedanklich oder mit Karten, einer Schnur usw.) und dieser Linie eine Zeit-Interpretation gegeben. Eine bestimmte Stelle auf dieser Linie hat die Bedeutung der Gegenwart, in eine Richtung geht es in die Vergangenheit, in die andere in die Zukunft. Die Boden-Zeit-Linie vernüpft das Konzept der Boden-Anker mit dem Konzept der Zeit-Linie. Boden-Anker sind ein hervorragendes

Instrument, um Erinnerungen an vergangene Erlebnisse und Vorstellungen über künftige Ereignisse zu aktivieren und systematisch zu nützen. Sie erlauben in besonderer Weise diese Erinnerungen und Vorstellungen exakt und abgegrenzt assoziiert und dissoziiert zu erleben. Viele Vorgangsweisen des NLP werden heute mit Boden-Zeit-Linien durchgeführt. Bekannte Beispiele sind: History change, Positiver History change, Phobie-Techniken, Traumata-Techniken und Neuprägung oder die Verwendung der Boden-Zeit-Linie bei der Ziel-Arbeit ( Übungsanleitung dazu). Breaker, Breaker-State Unterbrecher

Laterale Augen-Bewegungen Seitliche Bewegungen der Augen, ungefähr in Augenhöhe. Sie werden im NLP- Augen-Modell als Zugangs-Hinweise für das auditive System interpretiert. Leading, leaden Ein oft verwendeter Ausruck für den NLP-Begriff Führen. Leit-System Das Leitsystem (auch Führungs-System genannt) ist jenes Repräsentations-System, mit dessen Hilfe sich ein Mensch intern Informationen zugänglich macht. Das Leitsystem unterscheidet sich manchmal vom bevorzugten RepräsentationsSystem. Ein Beispiel sind die Prozesse beim Erinnern. Frägt man eine Person nach einer vergangenen Erfahrung, dann kann sein, daß eine Person zuerst ein visuelles Bild aktiviert und dann innerlich den Dialog hört, der damals gesprochen wurde. (Diese Sequenz nennt man in NLP Erinnerungs-Strategie). Das visuelle System ist hier das Leitsystem, das auditive das bevorzugte System. Das visuelle Bild wird hier benötigt, um sich die Erinnerung überhaupt zugänglich zu machen, das weitere "Denken" erfolgt dann im auditiven System. Ein Leit-System, das vom bevorzugten System abweicht, ist in der Regel ein unbewußtes System: der Prozeß des Zugangs zu Informationen läuft auf einer unbewußten Ebene ab. Das Leit-System anderer Menschen kann an der Körperhaltung, der Gestik, der Atmung und an den Augen-Bewegungen erkannt werden. Lern-Stadien Abfolge von vier Lern-Phasen für die Aneignung gewohnheitsmäßiger Fähigkeiten und Eigenschaften. Stadium 1: unbewußte Inkompetenz, 2: bewußte Inkompetenz, 3: bewußte Kompetenz, und 4: unbewußte Kompetenz. (1) Das erste Stadium bezeichnet eine Phase, wo wir (bewußt) nicht wissen, daß wir nichts wissen. Viele Menschen wissen z.B. nicht,

daß es möglich wäre, ihr eigenes Verhalten in Gegenwart von Personen gegenüber, die für sie problematisch sind (z.B. ein Chef, der sie einschüchtert), frei wählen zu können. Sie glauben, daß ihr eigenes Verhalten nur eine Reaktion auf das Verhalten des Chefs ist, d.h. der Chef bestimmt letztlich ihr Verhalten. Würde der Chef sich ändern (z.B. freundlicher sein), dann könnte sie ihm gegenüber freier agieren (Das Muster in diesem Spiel lautet: "Ich könnte schon, aber die anderen lassen mich nicht!"). Wenn Menschen in dieser Phase verharren, gibt es für sie nichts zu lernen. Der Fokus des Bewußtseins liegt auf dem "Problem" (dem Chef), dem die Ursache für das eigene Verhalten zugeschrieben wird. Die eigene kommunikative Inkompetenz erscheint dabei nicht als "Problem". (2) In der zweiten Phase wird das "Problem" umdefiniert: der Fokus verlagert sich vom "außen" (dem Chef) zum "innen", den eigenen Möglichkeiten. Eine Person "entdeckt" zum Beispiel, daß andere Kollegen überhaupt kein Problem mit dem Chef haben und ist neugierig zu lernen, was diese Kollegen tun: was ihre Strategien sind, welche inneren Prozesse dabei ablaufen, wie sie auf das unfreundliche Verhalten des Chefs reagieren. In dieser Phase wächst das Bewußtsein, daß es etwas zu lernen gibt, es formulieren sich auch schon erste Ziele, es fehlen aber noch die Fähigkeiten, um diese Ziele in praktisches Verhalten umzusetzen. (3) In der nächsten Phase weiß die Person genau, welche Fähigkeiten ihr abgehen, sie kennt Methoden, die fehlenden Fähigkeiten zu üben und sie erlangt darin bewußte Kompetenz. Angenommen, es geht darum, sich gegen die Kritik des Chefs abzugrenzen, und die Person, um die es geht, übt sich darin, sich wirkungsvoll zu dissoziieren, vielleicht begleitet von einem Selbst-Anker, der das Gefühl von Abgegrenztheit und Schutz aktiviert. Bewußte Kompetenz bedeutet, im Angesicht und vor dem Chef an diese Ressourcen zu denken und sie bewußt anzuwenden.

(4) Nach einiger Zeit kann das Kommunikations-Muster dem Chef gegenüber verändert sein: unsere Person fühlt sich in der Anwesenheit ihres Chefs selbstbewußt und sicher. Die Techniken und Fähigkeiten, die sie bewußt trainiert hat, werden spielerisch und automatisch angewandt. Sie sind unbewußt geworden und das Bewußtsein ist frei, sich neuen Lern-Möglichkeiten zuzuwenden. Die vier Lern-Stadien bezeichnen einen natürlichen Prozeß, den wir schon oft erfahren haben. Ein Baby ist sich nicht bewußt, daß es nicht aufrecht gehen kann (Phase 1). Es merkt, daß andere Menschen gehen können und möchte sie nachahmen, verfügt aber noch nicht über die Fähigkeit, den eigenen Körper entsprechend zu koordinieren (Phase 2). Es übt sich oft und oft im Aufstehen und Gehen und muß dabei sein ganzes Bewußtsein auf die ungewohnten Körper-Abläufe konzentrieren (Phase 3), bis es schließlich fröhlich herumläuft und dabei an etwas anderes denken kann (Phase 4).

Äquivalenz As if - Frame

Komplexe Äquivalenz. Als ob

Assoziiert Der NLP-Ausdruck für ganz da sein, intensiv in einem Zustand sein, voll auf etwas konzentriert sein. Wenn ich mich über etwas intensiv freue oder wenn ich sehr verärgert bin, dann bin ich assoziiert. Sich zu assoziieren beschreibt den Prozeß des "Hineinsteigens" in den Zustand des Assoziiert-Seins. Assoziiert sein kann die Gegenwart betreffen (ganz im Körper sein, intensive Gefühle verspüren, voll im Hier und Jetzt sein, ganz dabei sein) oder sich auf die Vergangenheit oder die Zukunft beziehen. Assoziiert sein hat immer mit Zugehörigkeit zu tun: in einer Situation voll präsent sein, mit meinen Gefühlen verbunden sein, usw. Assoziierte Erinnerungen sind Erinnerungen, wo eine Person das damals Geschehene für sich so aktiviert, als ob sie mit ihrem eigenen Augen die Szene sehen würden (visuell assoziiert) oder mit ihren eigenen Ohren das hören würden, was es damals zu hören gab (auditiv assoziiert) und ihre damaligen Gefühle so spüren würde, als ob dieses Geschehen jetzt stattfinden würde (kinästhetisch ist immer assoziiert). Das Gegenteil von assoziiert ist dissoziiert. Dissoziiert heißt innerlich Abstand zu haben, sich einer Situation nicht zugehörig zu fühlen. Eine dissoziierte (visuelle) Erinnerung ist eine Erinnerung, wo eine Person die damalige Szene von außen betrachtet, d.h. sie sieht sich selbst, was sie damals getan hat, oder was ihr damals zugestoßen ist, sie hört von außen, was es dabei zu hören gegeben hat, usw. Dissozierte Erinnerungen sind von weniger intensiven oder gar keinen Gefühlen begleitet. Assoziiert und dissoziiert sind Polaritäten. Menschen sind unterschiedlich geübt, in bestimmten Kontexten assoziiert oder dissoziiert zu sein. Für Beratung und Therapie sowie für Selbststeuerungs-Zwecke werden im NLP Assoziierungs- und Dissoziierungs-Techniken systematisch

eingesetzt. Assoziierungs-Techniken Prozesse, die bewirken, daß eine Person mehr assoziiert ist. Diese Prozesse können in allen RepräsentationsSystemen ablaufen. Visuell (auditiv) sich zu assoziieren bedeutet, eine Szene ganz mit den eigenen Augen zu betrachten (mit seinen eigenen Ohren zu hören). Eine visuell (auditiv) assoziierte Erinnerung ist eine Erinnerung, bei der sich eine Person vorstellt, sie würde das Geschehen mit ihren eigenen Augen (mit ihren eigenen Ohren) wiederererleben. Visuelle und auditive Assoziation bedingt die erlebnismäßige Konzentration auf visuelle und auditive Untereigenschaften. Dabei kann es hilfreich sein, sich jene Untereigenschaften ins Bewußtsein zu rufen, die innerlich die stärkste Wirkung ausüben. Sie sind in der Regel ein hervorragendes Instrumenatrium, sich schnell zu assoziieren (z.B. um einen Moment of Exzellence oder die Quelle zu aktivieren). Zusätzlich kann man sich vorzustellen, diese Untereigenschaften (z.B. Farben oder Musik) würden in den eigenen Körper hineinfließen und ihn ausfüllen (das hat oft eine starke Wirkung). Sich kinästhetisch zu assoziieren bedeutet, sich auf Körper-Gefühle zu konzentrieren und diese zu verstärken. Eine gute Methode ist es, (1) sich auf jene Körperstelle zu konzentrieren, wo das Körper-Gefühl am stärksten ist, (2) die spezifischen Untereigenschaften dieses Gefühls zu erkunden, (3) zu verstärken und (4) dann mit dem Atem über den ganzen Körper zu verteilen. Gefühle sind immer mit einem spezifischen Atem-Muster verbunden. Genau in diesem Atem-Muster zu atmen, kann eine gute Strategie sein, Ereignisse assoziierter zu erleben. Gefühle und die dazupassende Atmung versetzen den Körper in einen bestimmten inneren Rhythmus. In vielen Fällen ist es möglich, den inneren Rhythmus von Gefühlen zu erfahren. Viele Menschen erleben dies in Form einer Welle, die durch den Körper geht. Um sich schnell mehr zu assoziieren, kann es hilfreich sein, sich diese Welle vorzustellen und dann die Höhe und den Rhythmus

dieser Welle zu verändern. Typischerweise wird in einer Richtung das Gefühl stärker, in einer anderen schwächer. Ein Beispiel: ich denke an "Begeisterung", aktiviere mein Körper-Gefühl dazu, erkunde die Welle und mache sie größer und schneller. Dies bewirkt bei mir, daß ich noch begeisterter werde, - bei einer anderen Person vielleicht das Gegenteil (Wie ist das bei Ihnen?). Mehrere Repräsentations-Systeme gleichzeitig zu erleben, d.h. eine Synästhesie zu konstruieren, hat immer die Wirkung, mehr assoziierter zu ein: das Erleben wird reichhaltiger und intensiver. Die Konstruktion von Synästhesien wird in NLP routinemäßig für positive, erwünschte Zustände angewandt. Dies gilt in besonderem Maße für Vorstellungen, die eine besondere Wirkung entfalten sollen, z.B. Ziel-Bilder, Moments of Excellence, core states oder die Quelle. Atem Die Art des Atems ist eines der Zugangs-Hinweise des NLP. Atem zu beobachten, bedarf eines weichen (defokusierten) Blickes: der Fokus der Augen ist vor oder hinter eine Person gerichtet. In dieser Art des Sehens wird der Körper als Ganzes wahrgenommen: der Atem-Rhythmus, in dem der Körper schwingt, ist so leicht erkennbar (Man kann es üben, den defokusierten Blick in einem Gespräch schnell ein und auszuschalten). Kennzeichnen von visuellen internen Vorgängen können hohes und flaches Atmen in der Brust sein und ein Atem, der manchmal aussetzt. Tiefes, volles Atmen in der Brust ist ein Indiz für kinästhetische Prozesse. Bei intensiven Gefühlen ist oft eine heftige Atmung zu beobachten. Innerer Dialog ist oft von regelmäßigem Atmen mit dem Zwerchfell oder der ganzen Brust begleitet. Spontanes Ausatmen oder Gähnen kann ein Zeichen plötzlicher Zustands-Änderungen (body shift) sein. Atmen ist ein interessanter physiologischer Prozeß, weil er unbewußt abläuft und bewußt leicht gesteuert werden kann. Innere

Zustände sind immer mit einem bestimmten Atem-Muster verbunden. Auf Atmung zu achten ist eines der treffendsten Zugangs-Hinweise für innere Zustände. Im Zugang zu einem guten Zustand, wie Moment of Excellence, ist es immer hilfreich, sich das Atem-Muster genau zu merken und es zu üben. Auditiv bezieht sich auf hören, auf den Hör-Sinn, eines der SinnesSysteme und auf das Hören, eines der Repräsentations-Systeme des NLP. Augenbewegungen, Augen-Muster Die (oft unbewußten) Augenbewegungen von Menschen können ein Zugangs-Hinweis dafür sein, in welchen Repräsentations-Systemen innere Prozesse ablaufen. In NLP gibt es ein einfaches Modell mit sechs Positionen, das am besten anhand einer Zeichnung erklärt werden kann. Dieses Modell darf nur als grober Orientierungsrahmen gedacht werden (Bei Linkshändern kann es seitenverkehrt sein) und kann im Einzelfall nicht zutreffend sein. Fragen zum Erkunden der Augen-Muster bei anderen Personen. In der Anwendung des Modells ist immer nach Leit-System, bevorzugtem Repräsentations-System und ReferenzSystem zu unterscheiden. Wichtiger als die mechanische Anwendung des NLP-Augen-Modells ist der grundlegende Gedanke, der hinter dem Modell steht: auf Augenbewegungen bei anderen Menschen sorgsam zu achten und ihnen für innere Prozesse eine systematische Bedeutung zu geben. Wenn z.B. eine Person von einem Problem spricht und dabei mit ihren Augen (und sei es nur für Augenblicke) immer in die gleiche Richtung und auf den gleichen Ort schaut, dann ist dieser Ort im inneren Raum bedeutsam und kann für Veränderungs-Prozesse systematisch genutzt werden (dasselbe für mögliche Lösungen und Ziele). Die Wahrnehmung von Augen-Bewegungen ist auch für die

Erkundung persönlicher Strategien hilfreich. Um die oft schnellen Bewegungen der Augen bewußt erfassen zu können, ist ein Training im genauen Wahrnehmen notwendig.

Moment of Excellence Der NLP-Ausdruck für einen Top-Zustand, das Erleben einer Situation, in denen viele Ressourcen vorhanden waren, ein besonderer innerer Zustand. Beispiel sind Erlebnisse von Freude, Kreativität, Energie oder Zustände, in denen eine Person sich kraftvoll, mutig, erfolgreich, gefühlt hat. Ein Moment of Excellence ist immer mit einem positiven Selbst-Wert, mit einer positiven Vorstellung über die eigene Identität verbunden. In NLP wird der Zugang zu Moments of Excellence trainiert. Das Ziel ist, im Alltag genau jene Ressourcen zur Verfügung zu haben, die unseren persönlichen Moments of Excellence entsprechen. Kurzanleitung, um einen Moment of Excellence zu nutzen: (1) sich an eine Ressource erinnern ("Denk an eine Situation, in der Du Dich sehr wohl und angenehm gefühlt hast, und/oder sehr erfolgreich warst, und/oder all Deine Ressourcen zur Verfügung gehabt hast.") (2) mit allen Sinnen erleben ("Du schaust Dir diese Situation mit Deinem inneren Auge an, siehst was es dort zu sehen gibt, die Menschen, die Dinge, die Farben, den Ort . Du hörst hin, was es dort zu hören gibt, die Stimmen von anderen, Deine Stimme, Geräusche, Töne. Du riechst hin, was es dort zu riechen gibt. Du spürst hin, wie angenehm das war, wie Du Dich fühlst"). (3) in eine Bewegung umsetzen ("Und dann kreierst Du aus all dem eine Bewegungsfolge, die zu diesem Erlebnis natürlich dazupaßt und die das Erlebte für Dich wiedergibt"), d.h. einen BewegungsAnker setzen. (4) eine Bezeichnung finden ("und wählst dir ein Kennwort oder einen Satz, der dich an diesen Moment of Excellence erinnert."). (5) Future pace ("in welcher Situation kannst Du diesen inneren Zustand brauchen?"). Übungs-Anleitung dazu Anleitung zum Löschen eines negativen Ankers mit einem Moment of Excellence. Eine andere Möglichkeit wird unter dem Stichwort Circle of Excellence beschrieben.

Moment of Importance Ein Moment of Excellence, bei dem der innere Zustand von Wichtig- und Wertvoll-Sein aktiviert wird. Der Moment of Importance soll helfen, ein positives Selbstwert-Gefühl im Alltag verfügbar zu haben. personale Identität. multiple Beschreibung mehrfache Beschreibung

Muskelspannungen Wahrnehmbare Spannungen im Körper sind eines der Zugangs-Hinweise für inneres Erleben. NLP-geübte Personen achten genau auf Muskel-Spannungen von Kommunikations-Partner und Veränderungen im Verlaufe eines Gesprächs. Spannungen in Schultern, im Hals und manchmal im Bauch sind ein Indiz für visuelle Prozesse, ebenso, wenn Schultern und Hals nach vorne gestreckt sind. Entspannte Muskeln und fallende Schultern deuten oft auf kinästhetische Aufmerksamkeit hin. Auditive Prozesse sind oft durch gleichmäßige Muskelspannungen gekennzeichnet, oft ist ein Kopf zur Seite geneigt.

Kongruenz Die Übereinstimmung verbaler und nonverbaler Elemente in der Kommunikation. Bei einer Person, die kongruent ist, stimmen der Inhalt der Botschaft mit der Körpersprache und mit den auditiven Untereigenschaften der Botschaft überein. Alle kommunikativen Aspekte, wie die Worte, der Tonfall oder die Körpersprache passen zueinander. Sie transportieren die gleiche Botschaft. Inkongruenz bedeutet demgegenüber einen Widerspruch, z.B. zwischen dem Gesagten und dem Verhalten. Kongruente Menschen haben widerstrebende innere Teile in sich integriert: ihre Beliefs, ihre Strategien und ihr Verhalten sind in Übereinstimmung. Kongruenz ist eine der Satir-Kategorien im Kontrast und Gegensatz zu den vier Kategorien von inkongruenter Kommunikation. Das Ziel der Änderungs-Techniken des NLP ist die Erlangung oder Wiederherstellung von Kongruenz in bestimmten Situationen. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken von NLP ist die Schaffung einer kongruenten Persönlichkeit. Kontext Der Ausdruck Kontext wird in NLP in einem zweifachen Sinne verwendet: (1) als die Umstände, der Rahmen für ein bestimmtes Ereignisses, und (2) als die Umstände oder der Rahmen, den eine Person um ein Ereignis herum mitdenkt oder mitkonstruiert. (1) In der ersten Begriffs-Verwendung spricht man vom Kontext der Arbeit, der Partnerschaft, der Freunde, usw. Kontexte sind LebensUmstände, Lebens-Bereiche. Alle Menschen leben in vielen Kontexten, mit vielen Rollen. NLP hat kein fixes PersönlichkeitsModell, in dem Sinn, daß Menschen so oder so sind. NLP betont die Kontext-Abhängigkeit des Verhaltens: in dem einen Kontext sind Menschen vielleicht mutig oder liebevoll, in dem anderen Kontext ängstlich oder aggressiv. Menschen, die in einem Kontext einen Pol leben, leben in einem Kontext den anderen. Alle Modelle des

NLP, die Typen von Persönlichkeiten beschreiben (wie das bevorzugte Repräsentations-System, Strategien oder MetaProgramme) sind als kontext-abhängige Modelle zu verstehen, die keine oder nur eingeschränkte Aussagen über eine Person als ganzes erlauben. (2) In der zweiten Bedeutung bezeichnet der Kontext einer Situation nicht die "objektiven" Umstände, sondern die subjektive Interpretation, der subjektive Rahmen, in dem ein Ereignis eingebettet ist. Wahrnehmen bedeutet, etwas Bedeutungsvolles für wahr zu nehmen, etwas Bedeutung zu geben, etwas in einen Kontext zu stellen. Die Konstruktion eines Kontextes ist ein alltäglicher Prozeß menschlicher Modell-Bildung (wie ihn auch das MetaModell beschreibt). Jeder Kontext, den Menschen für wahr erachten, ist auch ein konstruierter Kontext, eine Bedeutungs-Gebung, die auch anders sein könnte und die von anderen Menschen auf eine andere Weise vorgenommen wird. NLP geht davon aus, daß das Verhalten jeder Person Sinn ergibt , wenn es im Kontext der Realität dieser Person interpretiert wird. "Probleme", die sich Menschen konstruieren, sind oft deshalb Probleme, weil sie in einem spezifischen Kontext konstruiert wurden. Kontext oder Rahmen heißt im Englischen Frame. Die NLPTechniken des Reframings basieren auf der Idee der Beliebigkeit von Kontext-Konstrukten und der Möglichkeit, sie zu verändern. Kontext-Reframing Beim Kontext-Reframing wird ein Problem in einen neuen Rahmen gestellt, d.h. reframt. Mehr dazu unter Reframing. Konversations-Postulate. Konversations-Postulate sind Ja/NeinFragen, die statt einer Antwort normalerweise eine bestimmte Reaktion bewirken. Beispiele: "Wissen Sie, wie spät es ist?",

"Können Sie die Tür schließen?", "Klingelt das Telefon?". Konversations-Postulate sind keine wirklichen Fragen. Üblicherweise werden solche Fragen nicht mit einer Ja/NeinAntwort, sondern mit einer Handlung beantwortet: Man sagt, wie spät es ist, macht die Tür zu, Konversations-Postulate sind versteckte Befehle. Sie gelten in NLP als Teil des Milton-Modells. "Können Sie im Lexikon weiterlesen?", "Werden Sie uns gleich oder erst später ein Feedback geben?" Körper NLP geht von der Einheit von Körper und Geist aus. Fast alle körperlichen Vorgänge werden vom Unbewußten reguliert. Die Gesamtheit der Körper-Empfindungen werden in NLP dem kinästhetischen Sinnes-System zugeordnet. Genaues Wahrnehmen bezieht sich auf die Körper-Signale anderer Menschen und ihrer Physiologie. NLP-geschulte Personen achten auf die ZugangsHinweise des Körpers, um Informationen über innere Prozesse anderer Menschen zu bekommen. Innere Zustände sind zugleich körperliche und geistige Zustände, sie äußern sich auch in einer bestimmten Atmung und einer bestimmten Art, den Körper zu bewegen. Diese Tatsache wird im Konzept der Bewegungs-Anker verwendet, um Körper-Bewegungen mit erwünschten inneren Zuständen zu koppeln, sie miteinander zu verankern. Körper-Sprache Die Körper-Sprache anderer Menschen enthält erstaunlich viele Informationen, die Auskunft geben über ihre Befindlichkeit, ihren inneren Zustand und ihre inneren Prozesse. Die Menge an Informationen, die in Körper-Signalen enthalten ist, ist unvorstellbar groß. Rein quantitativ betrachtet, senden wir in jeder Sekunde 10 Millionen Bit an die Umwelt. (Nach der Erlanger Schule davon 32 Prozent über das Skelett, 26 Prozent über die Hände, 23 Prozent über die Sprachmuskeln und 19 Prozent über das Gesicht). Die Menge an Informationen, die wir über verbale Sprache transportieren, ist demgegenüber verschwindend klein. Die verbale

Informations-Vermittlung macht einen winzigen Teil aller Informationen aus. Wir "reden" fast nur mit dem Körper und fast gar nicht mit der Sprache. Die Sprache des Körpers sagt viel mehr als die der Rede. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß und kulturell sind wir trainiert, bewußt auf die wenigen Informationen, die in Worten enthalten sind, zu achten und den riesigen Kosmos der KörperSprache nicht wahr-zu-nehmen (vielleicht eine Auswirkung des mechanistischen Welt-Bildes). Was "sehen" Sie, wenn Sie sich im Spiegel ansehen? Kommunikation zwischen zwei Personen ist ein InformationsAustausch in folgenden Größen-Ordnungen. Jede Person sendet über ihren Körper 10 Millionen Bit pro Sekunde. Jede Person empfängt über ihre Sinne mindestens 10 (vielleicht sogar 100 oder 1000) Millionen Bit pro Sekunde (Die genauen Zahlen sind umstritten, spielen aber für das Argument keine Rolle). Dazwischen steht das Bewußtsein, das ungefähr 10 Bit pro Sekunden an Informationen enthält: höchstens ein Millionstel der Informationen, die wir bekommen und die wir aussenden, ist uns bewußt. Wie nehmen viel mehr Bits auf und wir geben viel mehr Bits ab, als uns überhaupt bewußt wird. Daraus kann ein interessanter Schluß gezogen werden: "Andere Personen wissen mehr als wir selbst, da ihnen über unsere KörperSprache die Millionen Bit/Sekunde in unserem Gehirn zugänglich sind, die nicht in unser Bewußtsein gelangen." (Norretrander). Andere Personen wissen potentiell viel mehr über uns, als wir über uns selbst wissen. Dieses Wissen wird über Körper-Sprache transportiert. Wesentliche Teile unserer Persönlichkeit existieren jenseits unserer eigenen Aufmerksamkeit, sind aber für alle anderen vorhanden und sichtbar. (Ist das Johari-Fenster 2 unvorstellbar groß?).

In NLP trainieren sich Menschen, Signale des Körpers wahrzunehmen, die im kulturellen Wahrnehmungs-Training verborgen bleiben. Körper-Signale werden in NLP ZugangsHinweise genannt. Liste von Zugangs-Hinweisen, die Sie trainieren können. Manche Personen, die dieses Training ernsthaft betreiben, haben den Eindruck, "eine neue Welt zu betreten", wo sie Informationen wahrnehmen und Informationen aussenden, die andere bewußt nicht erfassen. John Grinder und Richard Bandler haben einmal zu einem Klienten gesagt. "Wir kommunizieren besser mit ihrem Unbewußten als sie selbst." Körpersprachliche Informationen werden manchmal als MetaBotschaften über verbale Botschaften definiert. In NLP wird dies nicht im Sinne einer Hierarchie gedeutet, wenn beide Botschaften zueinander inkongruent sind. D.h. es wird nicht der Standpunkt vertreten, die nonverbale Botschaft sei "wahrer" als die verbale Botschaft. NLP interpretiert hier die "Meta"-Botschaft als "Para"Botschaft: die beiden widersprüchlichen Botschaften stehen gleichberechtigt nebeneinander. Sie sind Ausdruck von nicht zusammenpassenden Teilen des Welt-Bildes einer Person: ein Teil wird verbal-sprachlich, der andere körper-sprachlich transportiert. (Vgl. damit auch die Technik des Kurzschließens). Körper-Wahrnehmung Körper-Wahrnehmung bedeutet KörperBewußtsein zu haben, sich seines Körpers bewußt zu sein. Weil wir unser Bewußtsein in jedem Augenblick auf tausend verschiedene Phänomene richten können, können wir uns unseres Körpers mehr oder weniger bewußt sein. Die Intensität, mit der wir unseren Körper erfahren, kann sehr unterschiedlich sein. Körper-Bewußtsein bedeutet ein Modell über den eigenen Körper, eine innere Landkarte präsent zu haben. Diese Landkarte ist nicht konstant, sondern ändert sich dauernd. Manchmal verfügen wir nur über ein reduziertes Körper-Modell, wir sind uns unseres Körpers nur wenig bewußt,

weil das Bewußtsein auf andere Inhalte gerichtet ist. Das Modell des Körpers verfügt dann (um in der visuellen Metapher zu bleiben) über weiße Flecken, - wie in den alten Landkarten, in denen das unbekannte Gebiet als weiße TERRA INCOGNITA eingetragen war. Körper-Bewußtsein ist die Fähigkeit, in den Körper "hineinzusehen" (visuell), in ihn "hineinzuhorchen" (auditiv), ihn "zu spüren" (kinästhetisch). Menschen sind unterschiedlich trainiert, zu ihrem eigenen Körper Zugang zu haben und ihn wahr-zu-nehmen. Ein Großteil der NLPTechniken kann nur dann wirksam durchgeführt werden, wenn Menschen in einer gewissen Intensität ihren Körper wahrnehmen können. (Ein Beispiel ist das "Horchen" auf Körper-Signale für Ja/Nein-Botschaften im Sechs-Stufen-Reframing). In NLP wird die Fähigkeit zur Körper-Wahrnehmung positiv interpretiert. Körper und Unbewußtes gehören zusammen: Körper-Wahrnehmung fördert den Zugang zum Unbewußten, zu seinen Teilen und ihren guten Absichten. In NLP geht es nicht darum, "im Körper zu versinken" oder "sich seinen Gefühlen hinzugeben". NLP betont das Moment der Selbst-Steuerung, eines produktiven Umgangs mit den Gefühlen. Erwünschte Gefühle können verstärkt werden, in dem Menschen assoziierter ihr Erleben genießen ( AssoziierungsTechniken des NLP). Unerwünschte Gefühle können abgeschwächt werden, in dem Menschen sich von ihrem Erleben mehr dissoziieren ( Dissoziierungs-Techniken des NLP). Viele NLP-Techniken sind geeignet, die Fähigkeit zur KörperWahrnehmung zu schulen und zu verbessern. Ein Beispiel ist die sogenannte trans-derivationale Suche nach Ressourcen (Diese Technik wird bei vielen NLP-Interventionen angewandt): hiuer werden Gefühle aktiviuert, um so Zugang zu Ressourcen aus der Vergangenheit zu bekommen. Viele NLP-Techniken beinhalten einen schnellen Wechsel innerer Zustände, die immer auch

körperliche Zustände sind. Je mehr und je öfter Menschen den Zugang zu ihren Ressourcen, wie Moment of Excellence oder Quelle, schulen, desto leichter fällt es ihnen, ihren Körper wahrzunehmen, sensibel zu sein und auf seine Bedürfnisse zu achten.

Meta-Modell der Sprache. Sprache ist ein Modell. Das Meta-Modell des NLP ist ein Modell über Sprache, - ein Modell, wie Menschen auf eine unbewußte Art Sprach-Modelle entwerfen. Das Meta-Modell des NLP basiert auf der Annahme, daß es drei Ebenen gibt, die miteinander in Wechselwirkung stehen: (1) eine vorsprachlichen Ebene der Erfahrung, (2) eine Tiefen-Struktur der Sprache und (3) eine Oberflächen-Struktur der Sprache. (1) Die Ebene der Erfahrung hat mit der vorsprachlichen Ebene der Repräsentations-Systeme zu tun, mit dem inneren Erleben, den inneren Zuständen. Dieses Erleben kann bruchstückhaft in das kulturelle und gesellschaftlich geformte Medium der Sprache übersetzt werden (nur für Teile unserer Erfahrung verfügen wir über Begriffe). (2) Die Tiefen-Struktur der Sprache drückt eine Sprache aus, die so nahe als möglich an der ursprünglichen Erfahrung ist. Sie ist eine reichhaltige Sprache mit vielen sinnlichen Informationen. (z.B. der Satz: "Ich sitze in diesem Raum auf einem harten Stuhl, mein Körper ist vorgebeugt, ich spüre meine Füße kaum und blinzle in einen Bildschirm, auf dem Schrift zusehen ist, die Informationen über NLP enthalt."). (3) Im Alltag verwenden wir demgegenüber die Oberflächen-Struktur: eine Sprache, die sich weit vom dem ursprünglichen Erleben entfernt hat. (Wir sagen vielleicht: "Ich surfe im NLP-Lexikon".) Das Meta-Modell der Sprache beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Oberflächen- und Tiefen-Struktur der Sprache. Diese Unterscheidung wurde 1973 von dem Sprachwissenschaftler Noam Chomsky vorgeschlagen. Chomsky geht davon aus, daß die beide Strukturen durch beschreibbare Überführungsregeln zusammenhängen, die Rückschlüsse von der Oberflächen- auf die Tiefen-Struktur erlauben (das ist der Kern seiner TransformationsGrammatik). Bandler und Grinder haben diese Idee (in einer sehr einfachen Analogie, die nicht streng-wissenschaftlich interpretiert werden darf) auf den Kommunikations-Bereich übertragen und daraus

das Meta-Modell entwickelt. Das Meta-Modell ist ein Modell, wie Menschen Sprach-Modelle und Modelle überhaupt bilden. Das MetaModell ist ein Modell über Bewußtsein und Denken generell. Das Meta-Modell beschreibt Grund-Gedanken des NLPs. Erfahrung und Sprache, Tiefen-Struktur und der Oberflächen-Struktur unterscheiden sich nach dem Meta-Modell durch drei Prozesse: (1) Tilgung, (2) Verallgemeinerung und (3) Verzerrung. (1) Tilgung entsteht aus einer mangelnden Wahrnehmung der Welt: nur ein Teil von dem, was (nach dem Standpunkt einer anderen Wahrnehmung!) vorhanden ist, wird wahrgenommen. Der Rest wird nicht bewußt aufgenommen. Er wird getilgt und erscheint nicht in der Sprache. Ein Beispiel: im Satz "Ich habe Angst" sind viele Umstände getilgt, die meine Angst ausmachen. (2) Verallgemeinerungen sind Generalisierungen: eine spezifische Erfahrung wird auf eine ganze Klasse von Erfahrungen übertragen. Der Satz "Niemand liebt mich" überträgt den Tatbestand, der vielleicht für einige Menschen gelten mag, auf alle Menschen. (3) Verzerrungen entstehen, wenn alte Modelle so dominant sind, daß sie durch neue Fakten schwer oder kaum zu korrigieren sind. Weil alle Wahrnehmung modell-abhängige Wahrnehmung ist, ist Verzerrung ein alltägliches Phänomen. Von Verzerrung im engeren Sinn spricht man im NLP insbesondere dann, wenn das Wirken hinderlicher Beliefs beobachtet werden kann (dabei wird vorausgesetzt, daß die Person, die beim anderen eine Verzerrung behauptet, über ein reicheres Modell der Welt verfügt!). Der Satz "Peter mag mich nicht" verzerrt die Realität insoferne, als unklar bleibt, nach welchen Kriterien er gültig ist und welche neuen Ereignisse ihn ungültig machen können. Das Meta-Modell ist eine nützliche Landkarte, wie Sprache funktioniert. Es besteht in seiner praktischen Anwendung aus: (1) einem Katalog von "Verletzungen des Meta-Modells": das sind häufig zu beobachtende Sprach-Muster, die Tilgungen,

Verallgemeinerungen und Verzerrungen beschreiben (Es gibt in NLP kein allgemein akzeptiertes Schema für die Zuordnung einzelner sprachlicher Muster zu diesen drei Kategorien, - ein Tatbestand, der für die praktische Arbeit mit dem Meta-Modell unwichtig ist und keine Auswirkungen hat). Die Kenntnis dieser Muster erlaubt es, die drei elementaren Prozesse menschlicher Modell-Bildung im Alltag bei anderen und bei sich zu erkennen. Liste dazu, und (2) einem Katalog von sprachlichen Reaktionen auf diese "Verletzungen". Mit diesen Reaktionen soll beim Gesprächspartner einen Prozeß in Richtung Tiefen-Struktur ausgelöst werden. Im MetaModell wird zum Beispiel vorgeschlagen, auf den Satz "Niemand liebt mich" mit den Fragen "Niemand?" oder "Wirklich keiner?" zu reagieren. Liste dazu. Das Meta-Modell ist ein wirkungsvolles Instrument in alltäglicher Kommunikation. Es kann u.a. für folgende Zwecke angewandt werden: (1) zum Sammeln von Informationen, z.B. darüber, worin ein behauptetes Problem nun wirklich besteht. Die Informationen, die wir mit Sprache austauschen, sind oft vage und mehrdeutig. Das MetaModell schärft die Sinne für die Gefahren einer vagen Sprache und gibt Anleitungen für eine präzise Sprache. Das Meta-Modell wird in NLP in der Ziel-Arbeit immer angewandt, um ein Problem genau zu erkunden und um konkrete Ziele und präzise Ziel-Sätze zu formulieren. (2) zum Klären von Bedeutungen. Sprache, die sich auf innere Zustände bezieht, ist oft eine persönliche Sprache (z.B.: was versteht jemand wirklich unter "glücklich sein"?). Mit dem Fragen-Katalog des Meta-Modells können personenspezifische Bedeutungen erkundet und für sich selbst und für andere "übersetzt" werden. (3) zum Vermeiden von "Gedankenlesen", d.h. von vorschnellen Interpretationen auf dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen und Beliefs. Mit dem Meta-Modell wird die Einstellung geschult: "Das, was andere sagen, ist nur ein Modell und dieses Modell ist anders als

mein Modell". (4) zum Erkunden von Einschränkungen und hinderlichen Beliefs, d.h. von verdeckten Vorannahmen. Dies kann z.B. im BeratungsKontext von großem Nutzen sein, weil viele Probleme durch Beliefs verursacht sind, die nicht als Beliefs erkannt werden. (5) zur exakten Kenntnis eigener Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen und damit zum Studium des eigenen Bewußtseins. (6) um ein Gespräch am "Köcheln" zu halten, ohne das Thema zu wechseln. Das kann in einer Beratung nützlich sein, wenn der/die BeraterIn noch keine Hypothese über das Problem gefunden hat. Mit dem Fragen-Katalog des Meta-Modells wird der Ball immer wieder an den/die KlientIn zurückgespielt. Das Meta-Modell ist auch ein Instrument, um andere Menschen im Gespräch wirkungsvoll zu führen. (7) zum Entschärfen von Provokationen. Das Hinterfragen der TiefenStruktur entzieht Provokationen die Wirkung. Mit dem Meta-Modell kann man auch das Punch-Reframing (Sleight-of-Mouth Pattern) unterlaufen. (8) zum Gewinnen neuer Wahlmöglichkeiten, d.h. neuer Ressourcen. Das Bewußtwerden der Tiefen-Struktur von Sätzen und Gedanken aktiviert in vielen Fällen einen Ressourcen-Fokus. Das Meta-Model ist damit mehr als ein nützliches Instrumentarium, um gezielt Informationen zu sammeln. Die Anwendung des MetaModells und seiner Frage-Techniken ist in vielen Fällen bereits eine Intervention, die den inneren Zustand von Menschen verändern kann. Simples Nachfragen ist manchmal schon eine massive Intervention. NLP-erfahrene Menschen wenden das Meta-Modell in Kommunikation routinemäßig an, insbesondere zur exakten Problemund Ziel-Bestimmung. Das Einüben in die Fragen des Meta-Modells begünstigt die innere Haltung des Neugierigseins und des Nachfragens und der Einstellung, den anderen für ihre Gedanken und ihre persönlichen Welten Raum zu geben. Was uns andere in ihren

Worten erzählen, gibt für sie sicherlich Sinn, aber wir wissen nicht, wie weit wir sie wirklich verstanden haben. Mit dem Meta-Modell schulen sich Menschen, nicht vorschnell auf Worte zu reagieren, sondern zu tun, als ob sie nichts wüßten, und oft und gezielt nachzufragen ( Columbo-Technik). Dies eröffnet sowohl die Möglichkeit für wirksamen Rapport als auch die Chance, sich von anderen und ihren Beliefs wirkungsvoll abzugrenzen. Metaphern Im NLP ein Sammelbegriff für Geschichten, Märchen, Parablen, Mythen, Vergleiche, Analogien. Metaphern sind Teil des Milton-Modells. Märchen und Geschichten zu erzählen ist eine wirkungsvolle verbale Strategie. Gute Kommunikatoren erzählen die ganze Zeit Geschichten. Mit Metaphern ist es möglich, indirekt zu agieren: Probleme anzusprechen, Ziele zu nennen und Lösungen vorzuschlagen, ohne das dies direkt angesprochen wird. Metapher geben sich sanft und können eine enorme Sprengkraft haben. In NLP werden Metaphern bewußt eingesetzt und ihr Einsatz geübt. (Metaphern gelten das Teil des Milton-Modells). Dies reicht vom Einsatz metaphorischer Vergleiche ("Im Lexikon zu surfen ist wie von einer Insel zu einer andern zu hüpfen") und metaphorischen Äußerungen (z.B. wird zur Äußerung: "NLP ist eigenartig" gesagt: "Bevor die Schwalben nach Süden fliegen, suchen sie aufgeregt ihren Schwarm") bis hin zu komplexen Metaphern zur Lösung von Problemen. Dabei wird eine Problem-Struktur mit einer erwünschten Lösung in eine Metapher übersetzt. (Isomorphe MetapherGeschichten. Isomorphie bedeutet gleiche Struktur). Der Klient hört ein Märchen zu seinem Problem, zu seiner "Geschichte", und gibt diesem Märchen einen Sinn. Dabei wird, so die Theorie, bewußt und unbewußt eine Such-Prozeß für Lösungen aktiviert und so ein Zugang zu verborgenen Ressourcen eröffnet. Eine Fall-Beispiel dazu: "Die Katze und der Papagei". Eine Metapher zum BeliefGedanken: Das Märchen vom Tempel der tausend Spiegel.

Calibrated loops

Kalibrierte Schleifen Ketten-Anker History change

Chaining, chaining anchors

Change history, changing history

Chunking, chunks Chunks sind die Größenordnungen, in denen Informationen organisiert werden. Chunking ist ein Ausdruck in der Computer-Sprache. Es bedeutet, komplexe Informationen in einzelne Bits zu zerlegen. Chunking im NLP bezeichnet die Organisation und Zusammenfassung menschlicher Erfahrungen in einzelne Einheiten oder Chunks. Im großen Chunk ist der Fokus auf allgemeine und abstrakte Informationen gerichtet, im kleinen Chunk auf spezifische und konkrete Informationen. Chunking down und Chunking up bezeichnet den Prozeß, bei dem der Fokus von groß zu klein bzw. vom Kleinen zum Großen wandert. Im chunking down wird eine große Menge an Informationen in kleinere und handlichere Einheiten zerlegt und im Detail studiert. Im chunking up werden kleinere Einheiten zu größeren zusammengefaßt und in einem größerem Kontext studiert. Chunking down ist oft eine angemessene Strategie, um komplexe und schwierige Aufgaben zu bewältigen. Die bewußte Konzentration auf kleine Chunks kann für große Ziele und langfristige Projekte hilfreich sein. Chunking up hilft in machen Fällen, aus einem stuck state herauszukommen und das Problem auf einer höheren Ebene, in einem größeren Zusammenhang zu studieren. Chunks bezeichnen eines der Meta-Programme des NLP. Die Kenntnis, auf welchen Chunks einzelne Personen bestimmte Aufgaben üblicherweise angehen, kann für die Zusammenarbeit in einem Team nutzbringend sein.

Circle of Excellence Ein Moment of Excellence, der mit einem Boden-Anker verbunden ist. Dabei stellt sich eine Person einen Kreis am Boden vor. Der Bereich innerhalb des Kreises wird mit einem Moment of Excellence verankert und mit zusätzlichen Untereigenschaften angereichert (z.B. eine bestimmte Farbe oder Musik). Am günstigsten ist die Konstruktion einer Synästhesie: z. B. einen kinästhetischen Selbst-Anker mit einer visuellen Vorstellung zu verbinden und dabei an ein Code-Wort zu denken. Ein Circle of Excellence ist eine wirkungsvolle Methode, um rasch in einen Ressourcen-Zustand zu kommen. Personen können sich trainieren, im Alltag, wenn immer dies erforderlich ist, (1) sich ihren Kreis mit ihren Untereigenschaften vorzustellen, (2) mit einem Schritt diesen Kreis zu betreten und (3) diesen Zustand zu erfahren. Ein Circle of Excellence ist auch geeignet, um unerwünschte Anker zu löschen. Dabei wird eine Person veranlaßt, (1) ihren Circle of Excellence aufzubauen, (2) zu testen, (3) sich neben den Kreis zu stellen, von Problemen und Zielen zu sprechen, und (4) immer dann, wenn eine Problem-Physiologie beobachtet wird, rasch in den Kreis zu treten und den Ressourcen-Zustand zu aktivieren. Auf diese Weise kann auch der rasche Zugang zu den Ressourcen des Circle of Excellence im Alltag geübt werden. Übungs-Anleitung Collapsing anchors Anker kollabieren, Anker verschmelzen

Columbo-Technik Die Columbo-Technik geht auf Inspektor Columbo, den Helden einer amerikanischen Endlos-Serie, zurück. Bei der Columbo-Technik nimmt sich eine Person ganz zurück, sie agiert wenig ichhaft, gibt den anderen viel Raum, arbeitet mit Understatements und Entschuldigungen und agiert scheinbar nebenbei und zerstreut. In der Haltung, die Inspektor Columbo vermittelt, kann man andere Personen respektvoll führen ("Verzeihen Sie bitte, da habe ich auf einmal eine Idee, ich weiß

nicht, ob das eine gute Idee ist, aber erlauben Sie es mir trotzdem, daß ich " usw. ). Dies kann (die passende innere Einstellung vorausgesetzt) eine gute Basis sein, um unauffällig und unbemerkt NLP-Techniken anzuwenden und sehr zielgerichtet zu handeln. Inspektor Columbo selbst ist ein gutes Modell für manche Kommunikations-Techniken des NLP. Inspektor Columbo löst seine Kriminalfälle, indem er u.a. (1) genau wahrnimmt, (2) gezielt nachfragt, d.h. das Meta-Modell verwendet, (3) andere ablenkt und Trancen induziert, indem er das Milton-Modell einsetzt, (4) dabei unbemerkt Anker setzt, (5) ständig den Prozeß beobachtet, d.h. auf der Meta-Ebene präsent ist, (6) wirksame Unterbrecher setzt, (7) Interpretationen anbietet (er entschuldigt sich, spielt den Verwirrten, ... ), die es anderen ermöglichen, seinem ungewöhnliches Verhalten Sinn zu geben, und (8) abgegrenzt von anderen seinen inneren Zustand selbst bestimmt. Lediglich Columbos Outfit hat es bislang verhindert, daß er von der NLP-Gemeinde heiliggesprochen wurde. Computer-Metapher des Geistes. Ein Computer ist eine Maschine zur Manipulation von Symbolen. Computer sind wie universelle Maschinen, durch Programmierung können sie zu beliebigen speziellen Maschinen gemacht werden. Ein Computer ist definiert durch ein Programm. Ein Programm ist ein logisch geordnetes System und zwar unabhängig von seiner physischen Grundlage. Die Unabhängigkeit von der physischen Manifestation, von der Hardware des Computers, führte dazu, den Computer als Analogon, als Metapher für den menschlichen Geist anzusehen. In der Psychologie wird diese Metapher von der kognitiven Pychologie vertreten. Sie hat heute den Behaviorismus weitgehend verdrängt und übt einen enormen Eifluß auf fast die gesamte Neurobiologie aus. Die kognitive Psychologie versteht den Menschen als ein informationsverarbeitendes System, das Daten nach bestimmten

Regeln transformiert. Dieses System wird in Analogie zur Informationsverarbeitung in einem Computer gesehen. "Die Aufgabe eines Psychologen, der die menschliche Kognition verstehen will, ist analog derjenigen eines Menschen, der entdecken will, wie ein Computer programmiert ist", schrieben Miller, Galanter und Pribram im Jahre 1973 (Autoren, die im NLP einen guten Ruf besitzen). Der Kognitionspsychologe agiert wie ein Programmanalytiker, er will einen Bericht geben über die Art, in der sich Information im Menschen fortpflanzt. Die kognitive Psychologie steht im engen Zusammenhang mit dem Forschungsprogramm der "künstlichen Intelligenz". Sein Ziel ist es, reale Computer zur Simulation von Gehirnvorgängen zu programmieren. Dabei wird angenommen, daß das menschliche Gehirn ausschließlich nach formal-logischen Prinzipien funktioniert. Jedes Neuron wird als kleiner Computer, als Mini-Maschine definiert. Das gesamte Gehirn gilt als logisches Netz von Neuronen, als komplizierte deduktive Maschine. Als Beispiel für die "harte"Künstlicher-Intelligenz-Variante wird auf Marvin Minsky verwiesen. Minsky, ein konsequenter Materialist, schrieb 1985 in seinem Buch "Mentopolis" "Es besteht nicht der geringste Anlaß daran zu zweifeln, daß Gehirne Maschinen mit einer gewaltigen Zahl von Einzelteilen sind, die in perfekter Übereinstimmung mit den Gesetzen der Physik funktionieren. Soweit wir wissen, ist unser Geist nur ein komplexer Prozeß." Daß der Geist eine Maschine ist, steht außer Zweifel. Es geht nur um die Frage, was für eine Maschine der Geist ist: "Die schwerwiegenden Probleme bestehen darin, daß uns unsere geringe Erfahrung mit Maschinen von derartiger Komplexität noch nicht erlaubt, mit Erfolg über sie nachzudenken". Die Computer-Metapher des Geistes ist Ausdruck des mechanistischen Welt-Bildes, wo alles als Maschine gedeutet wird. Im mechanistischen Welt-Bild ist Bewußtsein das große Rätsel. In der Geschichte dieses Welt-Bildes wurde immer die technisch

fortgeschrittenste Maschine als Analogon für den menschlichen Geist genommen. Descartes beschrieb die Interaktion von Körper und Geist durch Hebeln und Fäden (das, was im Gehirn denkt, macht den Körper beweglich wie ein Marionetten-Spieler eine Puppe). Im 19. Jahrhundert glaubte man, der Geist sei eine komplizierte DampfMaschine (mit kleinen Ventilen im Gehirn. Zischt es in Ihrem Gehirn auch manchmal?) Heute ist man auf den Computer gekommen - und in hundert Jahren wird man über die Computer-Metapher des Geistes genauso lachen, wie wir über die Dampfmaschinen-Metapher lachen. Die Computer-Metapher des Geistes ist für NLP bedeutsam. Sie findet sich in vielen NLP-Texten und ist auch im Wort "Programmieren" enthalten. Die Computer-Metapher des Geistes hat die Anfangs-Zeit des NLP geprägt (und ist vielleicht teilweise für den Erfolg in dieser Phase verantwortlich). Man kann zeigen, daß die Computer-Metapher des Geistes grundlegend falsch ist (ein elegantes Argument verwendet die Unvollständigkeits-Sätze von Gödel, wo mit den Mitteln der formalen Logik eine prinzipielle Grenze des formal-logischen Denkens bewiesen wird). NLP heute widerspricht dem mechanistischen Welt-Bild und der Computer-Metapher des Geistes. NLP widerlegt alle Annahmen dieses Welt-Bildes. Die Methoden des NLP sind eine Möglichkeit, auf praktische Weise das mechanistische Welt-Bild und seine Grenzen zu überschreiten und damit zu experimentieren. NLP heute basiert auf konstruktivistischen Ideen. Im Konstruktivismus gilt der Geist als das primäre Phänomen. Er ist nicht durch äußere Vorgänge erklärbar und schafft eine Welt für sich. In NLP studieren wir, wie wir durch Vorgänge und Prozesse in der Welt "innen" die Welt "außen" gestalten und beeinflussen. Core state Bezeichnung für Quellen-Zustände im Rahmen der Core transformation. Connirae Andreas (Core Transformation. Reaching the Wellspring Within, Real People Press 1994) beschreibt fünf Gruppen von Quellen-Zuständen, denen ihrer Meinung nach eine allgemeine Bedeutung zukommt: (1) "Sein" (being): die direkte

Erfahrung der Gegenwart, voll da sein, sich als ganz gegenwärtig erleben, sich ganz erleben, voll im Hier und Jetzt sein. (2) "Innerer Friede" (inner peace): ganz in innerer Ruhe sein, eine innere Stille genießen, voll in sich ruhen. (3) "Liebe" (love): bedingungslose Liebe schenken, bedingungsloses Geliebtwerden erfahren, umfassende Liebe erleben. (4) "Akzeptanz" (OKeness): das Gefühl, ganz o.k. zu sein, Selbstwert ohne jedes Tun oder Leistung erleben, seinen Eigenwert intensiv spüren, das Gefühl haben"Ich bin liebenswert, weil ich lebe". (5) "Einheit" (oneness): die Erfahrung der Verbindung zur Natur, zu den Menschen, zu Gott, das Erleben umfassender Einheit, das Gefühl, mit allem eins zu sein. Diese Quellen-Zustände sind durch sechs Kriterien gekennzeichnet: (1) Es handelt sich um Seins-Zustände (bei denen nichts getan werden muß und bei dem nicht von außen passieren muß). (2) Sie haben keine äußeren Ursachen (wie: "ich bin glücklich, weil das geschehen ist"). Sie können zu jedem Zeitpunkt unabhängig von äußeren Umständen erlebt werden. (3) Sie sind nicht reflexiv (wie: ich liebe mich). (4) Sie enthalten keine spezifischen Gefühle, wie hoffnungsvoll, stolz, befriedigt, (5) Sie enthalten ein spürbares körperliches Erleben, das die ganze Person ergreift. (6) Sie sind der Endpunkt in einer Kette von "sich noch besser fühlen". Auf die Fragen: "Was könnte noch wichtiger sein?" gibt es keine Antwort bzw. es werden die Konsequenzen des Quellen-Zustandes beschrieben (z.B. "mein ganzes Leben würde sich ändern"). Core transformation Cross-pacing Imperative Selbst-Analyse

Überkreuz-Spiegeln.

Positive Absicht

gute Absicht

Positiver History Change Beim History Change geht es um das Kennenlernen und Auflösen einer belastenden Situation aus der Vergangenheit. Ausgangspunkt ist meist ein negatives Gefühl, das in seine Ursprünge in der Jugend oder in der Kindheit zurückverfolgt wird. Beim Positiven History Change wird diese Technik mit einem positiven Inhalt eingesetzt. Ausgangspunkt ist eine Ressource (die z.B. für ein Ziel benötigt wird),wie das Gefühl von Freiheit. Mit diesem Gefühl geht es in der Erinnerung zurück und man sammelt alle Ereignisse, die zu diesem Gefühl passen.(Es wird also ein bestimmter "roter Faden" im Leben aufgerollt). Der Positive History Change ist ein Gegenpol zu den Techniken des History Change und der Neuprägung. History Change und Neuprägung aktivieren die "Hölle der Kindheit", der Positive History Change das "Paradies der Kindheit". Kinder können intensiv genießen, ganz im Hier und Jetzt leben und vollkommen glücklich sein. Ein Positiver History Change ist geeiget, das Bild über die eigene Vergangenheit positiv zu verändern. Übungs-Anleitung. Prädikate Prädikate sind sinnespezifische Wörter, die mit einem Repräsentations-System korrespondieren. Wir verwenden Worte, um unsere Erfahrungen zu beschreiben ( Meta-Modell der Sprache). D.h. die Wahl der Worte wird uns einen Hinweis liefern, welches Repräsentations-System eine Person eben verwendet. "Ich sehe den Punkt, auf den es Dir ankommt" gibt eine andere Information als "Ich verstehe Dein Anliegen". Liste von Prädikaten. Mehr unter Repräsentations-Systeme der Sprache. Die gewohnheitsmäßige Verwendung einer Sorte von Prädikaten (z.B. visuelle Prädikate) gibt einen Hinweis auf das bevorzugte Repräsentations-System einer Person. Um sich einer Person anzugleichen, sie zu spiegeln, ist es

günstig, Prädikate ihres bevorzugten Repräsentations-Systems zu verwenden. Beim Sprechen vor Publikum oder im Unterricht ist es günstig, eine ausgewogene Mischung von Prädikaten zu benutzen. Pragmagrafisches Swish-Design, Pragmagraphic Swish Design Pattern. (welcher deutsche Ausdruck wäre hier passend?) Eine komplexe Variante einer Swish-Technik, entwickelt von Robert Dilts und Todd Epstein. Im Unterschied zum Standard-Swish und zum Swish-Design ist das Ziel-Bild kein direktes (positives) SelbstBild, sondern eine Situation, in der der Klient in der Lage ist, frei und kreativ beliebige andere Verhaltensweisen wählen zu können. Beim Problem-Bild geht es in dieser Variante nicht um das "wahre" Auslöser-Bild (das durch Befragen ermittelt wird), sondern um eine innere Repräsentation, die im ursprüngliche Ablauf der problematischen Strategie eine auslösende Funktion gehabt haben könnte. Anders als beim einfachen Swish-Design, bei dem der Coach versucht, diejenigen inneren Repräsentationen herauszufinden, die direkt als Auslöser angesehen werden können, macht man beim Pragmagraphic Swish Design Pattern einen "Umweg" über die Gefühle. Die automatische zwanghafte Reaktion wird dabei als Abfolge (Strategie) von gefühlsmäßiger (kinästhetischer) Reaktionen gedacht: ein Gefühl K1 "verursacht" ein anderes Gefühl K2 usw. Die Prozeß-Schritte dieser Technik sind: (1) Im ersten Schritt versucht man, das Gefühl K1 zu erkunden, das bei dem zwanghaften Verhalten auftritt: jenes Gefühl, das eine Person erlebt, wenn sie dieses Verhalten tun "muß". (2) Im zweiten Schritt wird eine zeitliche Kette in die Vergangenheit konstruiert: was macht diese Person unmittelbar bevor K1 auftritt und welches Gefühl K2 ist damit verbunden? Danach soll der Klient seine Reaktion erkunden, die unmittelbar vor K2 kommt und das Gefühl K 3, das damit verbunden ist. Die Konstruktion dieser Gefühls-Kette enthüllt meist einen Ablauf, der in Regel außerhalb der bewußten Wahrnehmung stattfindet. (Klienten stoßen manchmal auf Gefühle,

die sie bewußt noch niemals mit dem zwanghaften Verhalten in Verbindung gebracht haben). (3) Im nächsten Schritt wird das Ziel konstruiert: ein Zustand von Wahlmöglichkeiten und Kreativität und die speziellen Gefühle K4, die mit diesem Zustand einhergehen. (4) Dann werden die kritischen Untereigenschaften der visuellen Repräsentationen zu K3 und K4 erkundet, die beide gemeinsam haben. (5) Mit Hilfe dieser kritischen Unteriegenschaften und einer gemeinsamen, nicht-kritischen Untereigenschaft erfolgt dann der Swish. Dabei wird das visuelle Bild, das zu K3 paßt durch das visuelle Bild ersetzt, das zu K4 paßt - frei nach dem Bandler'schen Motto "Durchsage an's Gehirn: Nicht da geht es längs (nach K2 und K1), sondern da längs (nach K4)!" Diese Technik orientiert sich - im Unterschied zu anderen SwishTechniken, die vor allem mit visuellen Bilder arbeiten - an den Gefühlen. Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob die visuellen Untereigenschaften des Bildes zu K3 dem "wahren" Auslöser-Bild (das bei dieser Technik nicht in Erfahrung gebracht wird) entsprechen (und ein Teil der Strategie sind, die das zwanghafte Verhalten hervorgebracht hat), oder ob sie erst im Prozeß der Befragung aus dem Gefühl K3 entstanden sind bzw. vom Coach induziert wurden. Der "Autopilot" (die automatische Reaktion, die zum dem unerwünschten Zwangs-Verhalten führt) wird dabei in jedem Fall verändert. Möglicherweise hat diese Veränderung damit zu tun, daß in der Befragung erst eine Assoziation zwischen der Kinästhetik K3 und der dazugehörenden visuellen Repräsentation konstruiert wird (ebenso für K4). Das pragmagrafische Swish-Design ist gut geeignet, die sekundären Gewinne zu erkunden, die mit dem ursprünglichem ZwangsVerhalten verbunden sind. (K3 gibt meist einen deutlichen Hinweis darauf).

Prägung, Imprint Ein Prozeß, bei dem ein Verhalten in einen Organismus "eingebrannt" oder geprägt wird. Entdeckt wurde dieses Phänomen von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Lorenz fand heraus, daß Graugänse während einer kritischen Phase in den ersten Tagen ihres Lebens "geprägt" werden: sie machen sich ein "inneres Bild" von ihrer Mutter und ihrer Spezies. Was immer die junge Gans in dieser Phase sieht, erhält, wenn es sich bewegt, die Bedeutung "Mutter", ob es nun die wirkliche Gänsemutter ist, ein Ball oder Konrad Lorenz selbst. Viele der von Lorenz aufgezogenen Gänse hielten ihn für die Mutter und glaubten, sie gehören der gleichen Spezies an wie er. Dieses Konzept wurde auch auf die Psychologie übertragen. Prägungserfahrungen sind intensive Erlebnisse, oft in der frühen Kindheit, die eine Person nachhaltig formen. Robert Dilts bezeichnet damit Erfahrungen, die das Verhalten und die Beliefs eines Menschen nachhaltig und intensivst beeinflussen. Negative Prägungen (die oft unbewußt wirken und "vergessen" wurden), werden im NLP mit der Technik der Neuprägung erkundet und in ihrem Erinnerungs-Bild verändert. Dies kann eine intensive Erfahrung sein, mit oft dramatischen Resultaten und bleibendem Wert. Präskriptive Regeln Präskriptive oder normative Regeln sind Regeln über soziale Verhaltensweisen: was in einem bestimmten Kontext angebracht und was nicht. Präskriptive Regeln sind nicht rational begründbar. Sie werden meist nicht explizit verbal, sondern implizit nonverbal vermittelt. Präskriptive Regeln sind Beliefs. Präsuppositionen Vorannahmen Bevorzugtes Repräsentations-

Primäres Repräsentations-System System

Problem-Fokus, Problem-Physiologie, Problem-Zustand Das Erleben eines Problems, das sich in einer entsprechenden Physiologie

ausdrückt. Eine Person zeigt ihre Problem-Physiologie, wenn sie von ihrem Problem spricht, sich an eine Situation erinnert (oder sich eine Situation in der Zukunft vorstellt), die nicht zu ihrer Zufriedenheit abgelaufen ist (ablaufen wird). Problem-Physiologien können genau wahrgenommen werden, sind jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich. In NLP versucht man immer - im Unterschied zu anderen Ansätzen - Menschen aus einem Problem-Zustand aktiv herauszuführen, sie von ihrem Problem zu dissoziieren. Das Belief dazu ist, daß es in diesem Zustand nichts zu lernen gibt, bzw. alles, was es zu lernen gibt, schon gelernt wurde. Problem-Zustände werden in NLP nur zur (kontrollierten) Informationssuche verwendet. Als Beispiel wird auf die Prozeß-Instruktionen für die Technik der Neuprägung verwiesen, wo es NLP-erfahrenen Personen gelingt, gezielt und wirkungsvoll mit intensiven negativen Zuständen (wie Erinnerungen an traumatische Erlebnisse in der Kindheit) umzugehen. Propriozeptive Empfindungen, propriozeptives Feedback Die propriozeptiven Empfindungen werden in der Medizin, neben den viszeralen, den haptischen, bzw. taktilen Empfindungen und den Temperatur- und Schmerzempfindungen zu den Bereichen der Gesamtkörper-Empfindungen gerechnet. (Im NLP wird all das unter dem Begriff der Kinästhetik zusammengefaßt). Das propriozeptive Feedback besteht aus den Impulsen der Propriorezeptoren (das sind Nerven, die in einem ausführenden Organ enden und dessen Eigenreflexe auslösen). Sie vermitteln uns Informationen über die Körperhaltung, über Bewegungen des Körpers oder einzelner Körperbereiche: Wir fühlen, in welcher Körperhaltung wir sind oder welche Bewegungen wir machen, ohne daß wir dazu gezwungen wären, uns selbst dabei zuzuschauen (visuell) oder uns von anderen Leuten erzählen (auditiv) zu lassen, was wir tun. Wir fühlen es (kinästhetisch) dank dem propriozeptiven Feedback. Prozeß-Ebene, Prozeß-Perspektive, Prozeß und Inhalt Der Inhalt

ist, was getan wird, - der Prozeß das Wie. Was jemand sagt, ist der Inhalt, die Wörter, - wie jemand etwas sagt, der Prozeß. Mit NLP will man innere und äußere Kommunikations-Prozesse verstehen. Einer der großen Vorteile von NLP ist die Orientierung auf die ProzeßEbene. Es ist z.B. möglich, eine NLP-Beratung durchzuführen, ohne die Inhalte eines Problems im Detail zu kennen. (Dies wird manchmal verdecktes Arbeiten genannt). Überspitzt formuliert: wenn eine Person K (der Klient, die Klientin) einer Person B (dem Berater, der Beraterin) erzählt: "Ich habe ein Problem mit der Person C im Kontext X", so kann B (ein entsprechendes Können vorausgesetzt) K durchaus wirksam helfen, ohne viel mehr von dem Problem zu wissen (Dies steht durchaus in Widerspruch zu der gängigen NLP-Ideologie einer langen Informations-Sammlung). B konzentriert sich dabei ausschließlich auf Prozeß-Elemente: Welche Physiologie zeigt K im Reden über das Problem? Welche Zugangs-Hinweise sind im stuck state zu beobachten? Welche Ressource könnte fehlen? Wie reagiert K auf vorgeschlagene Ziele und Ressourcen? Welche Hindernisse sind erkennbar?, usw. B könnte schließlich eine Änderungs-Technik anbieten und bei all dem strikt auf der ProzeßEbene bleiben. Die Konzentration auf die Prozeß-Ebene von Kommunikation hat viele Vorteile im Beratungs-Prozeß. (1) B kann sich ganz auf den Prozeß konzentrieren und wird durch Inhalte nicht abgelenkt. (2) Die Prozeß-Ebene erlaubt den Schutz der Integrität und Intimität von K. K kann über belastende, intime und peinliche Probleme "arbeiten", ohne genau sagen zu müssen, um was es "wirklich" geht. (Ein Teilnehmer in einem Seminar hat einmal gesagt: "NLP ist wie Striptease ohne sich auszuziehen.") (3) Dies kannfür B zusätzlich hilfreich sein, weil es die Abgrenzung zu den Problemen von K erleichtert, - eine Vorausbedingung für eine effiziente Beratung. (4) Prozeß-Instruktionen fördern die Mitarbeit von K, weil K aktiv

den Inhalt, der nicht vorgegeben wird, selbst konstruieren muß. Die Wahrnehmung der Prozeß-Elemente von Kommunikation erfordert die Schulung eines Meta-Standpunktes, unabhängig und zusätzlich zu den Inhalten von Kommunikation. Die Konzentration auf Prozeß-Aspekte von Kommunikation bedingt eine spezielle Denkweise, die im Umgang mit NLP-Techniken erworben werden kann. Anleitungen zu NLP-Übungen (wie sie auch in diesem Lexikon zu finden sind) sind Prozeß-Anleitungen. Sie beschreiben ProzeßSchritte, die eine erfahrene Person machen kann. Die meisten Änderungs-Techniken des NLP können bei jedem Prozeß-Schritt unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt bei diesem Schritt fortgeführt werden (dabei muß B immer auf den inneren Zustand von K achten). Punch-Reframing, Sleight-of-Mouth-Patterns Eine Liste von Sprachmustern, um schnell einen Aussage zu reframen. Diese Muster wurden Anfang der 80er Jahre von Robert Dilts beschrieben. Dilts beobachtete, daß Richard Bandler im Gespräch wiederkehrende Strukturen benutzte, um fehlgeformte Glaubenssätze von Gesprächspartnern zu verändern. Punch-Reframing ist eine Möglichkeit, im Gespräch Veränderungsarbeit machen zu können. Die Sprachmuster des PunchReframings sind rhetorische oder formale Mittel, um mit bereits identifizierten Beliefs zu arbeiten. Sie verändern die Beziehung zwischen einzelnen Elementen des Glaubenssatzes. Sleight-of-MouthPatterns sind Vorschläge, wie man das, was man mitteilen möchte, in eine nützliche Form bringen kann. Die Wirkungsweise der einzelnen Sprach-Muster orientiert sich an den Arbeiten des Mathematikers Polya, der herausfand, unter welchen Bedingungen Menschen bereit sind, ihre Glaubenssätze aufzugeben

oder zu modifizieren. Er argumentierte, daß Menschen, wenn sie sich entscheiden etwas zu glauben oder nicht zu glauben, sich vor allem an Wahrscheinlichkeiten orientieren. Wenn etwas nach ihrer Einschätzung wahrscheinlich ist, wird es für wahr gehalten, als wenn es eher unwahrscheinlich ist. Durch bestimmte formale Interventionsformen, wird unabhängig vom Inhalt, suggeriert, daß ein Glaubenssatz weniger wahrscheinlich ist, als angenommen. Da Glaubenssätze nicht an der aktuelle Erfahrung überprüft werden, und da es nicht möglich ist, einen Glaubenssatz zu ändern, indem man ihn logisch widerlegt, sind Sleight-of-Mouth-Patterns eine Möglichkeit, Glaubenssätze zu ändern, indem man für wahr gehaltenes unwahrscheinlich erscheinen läßt. Die Muster des Punch-Reframings werden vor allem bei vor allem bei Beliefs eingesetzt, die das MetaModell in Bezug auf Ursache-Wirkung und auf komplexe Äquivalenz verletzen. Ausführliche Beschreibung der 14 SprachMuster von Robert Dilts mit Beispielen. Quelle Bezeichnung für eine innere Vorstellung, die in besonderem Maße eine Person in einen Ressourcen-Zustand führt. Die Quelle ist oft die Vorstellung einer (realen oder fiktiven) Landschaft, ein Platz in der Natur, ein besonderer Ort. Die Quelle ist wie eine Tankstelle. Sich diesen Ort vorzustellen, "sich in die Quelle zu begeben", d.h. diese Vorstellung assoziiert zu erleben, hat die Wirkung, sich energievoll und voller Kraft zu fühlen. Die Quelle beschreibt einen core state, die Erfahrung von Zugehörigkeit. Sie hat mit der höchsten der logischen Ebenen zu tun. Die markanten Untereigenschaften der Quelle (z.B. ein bestimmtes Licht, eine Musik oder ein Geruch) verfügen über besondere Wirkungen auf eine Person. Sie sind hervorragend als Ressource für viele Interventionen geeignet, z.B. (1) dem Ändern von Beliefs mit Hilfe von Untereigenschaften, (2) dem Standard-Swish, (3) der Befreiung von unerwünschten intensiven Gefühlen, wie

Scham- und Schuld-Gefühle ( # Übungs-Anleitung dazu) (4) oder der Verwandlung "fremder Teile" in uns ( ÜbungsAnleitung dazu). Personen, die die markanten Untereigenschaftem ihrer Quelle kennen, können in der Regel ihre Ziele deutlich verbessern (in jedem großen Ziel sollten die markanten Untereigenschaften der Quelle zu finden sein). Ein Ziel der Selbststeuerungs-Techniken des NLP könnte es sein, den raschen Zugang zur Quelle im Alltag sicherzustellen. Anleitung für eine Trance zur Quelle.

Mehrfache Beschreibung Die unterschiedliche Beschreibung des gleichen Tatbestandes, aus unterschiedlichen Perspektiven, mit unterschiedlichen Inhalten. Wenn alle Wahrnehmung durch Wahrnehmungs-Filter getrübt ist, dann gibt es keine "wahre" Beschreibung von etwas, sondern eine Vielzahl möglicher Beschreibungen, die alle eine gewisse Plausibilität haben können. Effiziente Kommunikation bedingt auch die Fähigkeit, sogenannte "Tatsachen" mehrfach beschreiben zu können und einen Zugang zur Beschreibung anderer Menschen zu finden. NLP präsentiert eine Reihe von Modellen und Verfahren, die zur Mehrfach-Beschreibung geeignet sind. Beispiele sind der Unterschied zwischen einer assoziierten und einer dissoziierten Beschreibung, das Modell der Wahrnehmungspositionen, die Meta-Programme oder die Verfahren des Reframings. Mentoren-Technik Ein Mentor ist ein Ratgeber, ein Berater, ein wohlwollender weiser Freund. Bei der Mentoren-Technik des NLP werden reale oder fiktive Mentoren als Ressource genutzt. Dies können Personen sein, die jemand kennt, von denen er/sie gehört oder gelesen hat, Personen aus Romanen oder Filmen, MärchenFiguren, Tiere, Pflanzen, mystische Gestalten oder abstrakte Wesen (alles, was im Belief-System des Klienten / der Klientin Platz hat und Sinn macht. In NLP werden fiktive Wesen nicht als "real", sondern als metaphernhafte Beschreibungen von Teilen im Unbewußten interpretiert). Die Mentoren-Technik eignet sich für stuck states, die mit neuen Ideen angereichert werden sollen. Sie wird in der Regel mit Hilfe von Boden-Ankern durchgeführt. Die wichtigsten Schritte sind: (1) Das Problem assoziiert erleben, (2) sich vom Problem dissoziieren, (3) Mentoren bestimmen, (4) dissoziiert befragen oder assoziiert aus einer zweiten

Wahrnehmungs-Position erleben und durch die Mentoren neue Ideen für das Problem bekommen, und (5) alle neuen Ressourcen ins Problem (an den Ort des Problems) hineinbringen (und das Verschmelzen der Anker genießen). Anleitung zur Übung "Die drei Mentoren". Meta Das Wort Meta kommt aus dem Griechischen und wird meist in der Bedeutung von über, ober- oder außerhalb verwendet (die zusätzliche Bedeutung "neben" findet sich im NLP-Begriff MetaBotschaft, siehe unten). Das Meta-Modell des NLP ist ein Modell über menschliche Modell-Bildung generell. Eine Meta-Position ist eine Position außerhalb einer anderen Position, von der über sie reflektiert werden kann. Im Modell der Wahrnehmungs-Positionen ist die dritte Position eine Meta-Position zu den ersten beiden. Der Meta-Spiegel, die vierte Position, ist eine Meta-Position in Bezug auf erste und dritte Position. Die Fähigkeit, eine unendliche Zahl von Meta-Positionen und Meta-Ebenen entwerfen zu können, ist eine grundlegende Fähigkeit des Bewußtseins, das immer wieder über die Inhalte einer bestimmten Ebene von einer höheren Warte aus reflektieren kann. Effiziente Kommunikation bedeutet auch, auf Inhalte zu achten und gleichzeitig eine Meta-Position zu aktivieren, d.h. Prozesse zu erkennen. Die Prozeß-Techniken des NLP aktivieren generell eine Meta-Position zum aktuellen Geschehen. Die Selbststeuerungs-Techniken des NLP fördern die Fähigkeit, zu sich selbst und seinen inneren Zuständen eine Meta-Position einzunehmen. Meta-Botschaft Das Wort Meta-Botschaft findet sich in NLP in zweifacher Bedeutung. (1) Eine Meta-Botschaft ist eine Botschaft über eine Botschaft. Jede Information, die eine Person gibt, enthält vielfältige Informationen

über die Botschaft selbst. Beispiele sind die Art der Botschaft (ob es sich z.B. um einen Liebes-Brief oder um einen Droh-Brief handelt), über den Status (z.B. in einer sozialen Hierarchie) und den inneren Zustand von Sender und Empfänger. Mit jeder Botschaft wird ein Kontext angesprochen oder neu festgelegt, in dem die Botschaft ausgetauscht wird. Die Meta-Botschaften von Botschaften werden in vielen Fällen durch nonverbale Signale, durch die Körper-Sprache, transportiert, z.B. durch den Tonfall, mit der jemand etwas sagt, oder durch Körperhaltung und Gesten, die einen Satz begleiten. Kongruenz bedeutet die Übereinstimmung von Botschaft und MetaBotschaft. (2) Als Meta-Botschaft wird in der Folge der Untersuchungen von Gregory Bateson und den anderen Mitgliedern des MRI (Mental Research Institutes) der nonverbale Teil einer Kommunikation bezeichnet, wenn er mit dem verbalen Teil im Konflikt steht. Eine Meta-Botschaft in dieser Bedeutung ist immer eine inkongruente Botschaft. "Meta"-bedeutet hier nicht übergeordnet, in Sinne eines hierarchischen Verhältnisses (der nonverbale Teil ist die "Wahrheit", der verbale Teil ist "gelogen"), sondern mehr eine "Para"-Botschaft: beide Botschaften stehen gleichberechtigt nebeneinander. Sie sind Ausdruck von nicht zusammenpassenden Teilen des Welt-Bildes einer Person. Einen Teil dieses Welt- oder Selbstbildes, bzw. der "inneren Landkarte" wird im verbalen Teil deutlich (Jemand sagt ich: "Ich liebe dich"), ein anderer Teil wird im Nonverbalen deutlich: seine Stimme drückt Verzweiflung oder Wut aus. Die Interpretation als Para-Botschaft findet ihren praktischen Ausdruck in der Technik des Kurzschließens. Ist der Körperausdruck oder die Stimmqualität nicht in Übereinstimmung mit den Worten des Kommunizierenden, so gehen Therapeuten anderer Schulen davon aus, daß der nonverbale Teil der Kommunikation die "Wahrheit" übermittelt und der verbale Teil

quasi "gelogen" ist. Damit wird ein eigenartiger WahrnehmungsFilter installiert, der eine detektivistische oder inquisitorische Haltung Klienten gegenüber begünstigen kann. Sagt ein Klient etwa: "Ich liebe meine Frau wirklich", ballt dabei die Hände zu Fäusten und spricht mit harter Stimme, dann sagt der Therapeut vielleicht "Ich höre ZWAR, daß Sie sagen, sie lieben sie, ABER (mit Zeigefinger und Blick auf die Hände des Klienten gerichtet) was haben wir denn hier?!" NLP vermeidet solche Spiele. Meta mirror Meta-Spiegel

Wahrnehmungs-Positionen Die bewußt oder unbewußt eingenommene Pespektive, aus der eine Situation erlebt wird. NLP kennt traditionellerweise drei Wahrnehmungs-Positionen, die als erste, zweite und dritte Wahrnehmungs-Position bezeichnet werden. (1) Die erste Position ist das Erleben ganz aus der eigenen InnenPerspektive, assoziiert mit der eigenen Rolle, den eigenen Gedanken und Gefühlen. In der ersten Position ist die Wahrnehmung direkt, unmittelbar und unvermittelt: ich sehe mit meinen Augen, höre mit meinen Ohren und fühle meine Gefühle in dieser Situation. Es ist das ungefilterte, eigene Erleben aus der eigenen InnenPosition. Ich bin ganz ich selbst, in Kontakt mit meinem Körper und meinen Gefühlen. Ich erlebe eine Situation ganz aus mir. (2) Die zweite Position ist die Wahrnehmung einer Situation aus der Perspektive einer anderen Person. Ich schlüpfe "in die Schuhe" einer anderen Person und erlebe die Welt aus der Warte dieser Person: ich sehe mit den Augen dieser Person, höre mit ihren Ohren und fühle aus der Perspektive des anderen. Ich stelle mir vor, wie es wäre, die Situation als diese Person zu erleben und was ich da wahrnehmen könnte. Die Fähigkeit zur zweiten Position ist eine natürliche Fähigkeit. Im Klischee sind es Eltern, die "instinktiv" die Bedürfnisse eines kleines Kindes "erraten". In der zweiten Position imaginieren sich Menschen die Innen-Perspektive anderer Menschen. Sie sind von ihrem eigenen Erlebnis dissoziiert und mit dieser Person assoziiert. Sie tun so, als ob sie eine andere Person wären. (3) Die dritte Position schließlich entspricht der Wahrnehmung einer außenstehenden Person, die von außen die Situation betrachtet. In der dritten Position gehe ich in die Haltung eines Beobachter, der ohne große Gefühle von außen eine Situation wahrnimmt. Ich sehe, höre und denke wie ein neutraler Beobachter, der eine

Kommunikations-Situation beobachtet. In der dritten Position bin ich von den Gefühlen der Innen-Position (der ersten Position) und den Gefühlen anderer (der zweiten Position) dissoziiert. Im Klischee ist dies ein "objektiver Wissenschaftler", der von außen ein System analysiert, dem er sich nicht zugehörig fühlt und von dem er glaubt, daß er nicht ein Teil davon ist. Die dritte Position ist eine MetaPosition zu den beiden anderen Positionen. In der Distanz zur ersten und zurzweiten Position können die Interaktionen zwischen mir und anderen Personen erkundet werden, und z.B. kalibrierte Schleifen in Erfahrung gebracht werden. Das Modell der drei Wahrnehmungs-Positionen kann durch die Schaffung beliebiger Meta-Positionen erweitert werden. Robert Dilts hat den Meta-Spiegel als vierte Position und als Meta-Positionen zu den drei anderen Positionen definiert. Der Meta-Spiegel dient der Erkundung des Beziehungsmuster zwischen dritter und erster Position: der Art, wie die dritte Person mit der ersten Person umgeht. Das Modell der drei Wahrnehmungs-Positionen spielt für die Kommunikations-Techniken des NLP eine große Rolle. Erfolgreiche Kommunikatoren beherrschen die Fähigkeit, alle drei Positionen einnehmen zu können. Sie können Kommunikations-Situationen aus allen drei Perspektiven erfahren. Dabei geht es um eine ausgewogene Balance zwischen allen drei Positionen. Sie können als dreifache Polaritäten definiert werden. Menschen unterscheiden sich auch danach, in welchen Kontexten sie - gleichsam automatisch welche der drei Positionen bevorrangt einnehmen. In NLP wird der Wert jeder Position betont, weil es in jeder Position etwas zu erfahren gibt, was den beiden anderen Positionen verborgen ist. Der Wert der ersten Position ist die Fähigkeit, ganz assoziiert sein zu können und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Der Wert der zweiten Position sind soziale Fähigkeiten: den Standpunkt und die Bedürfnisse anderer zu erkennen, zu respektieren und für andere da

zu sein. Der Wert der dritten Position ist die Fähigkeit, dissoziiert sein zu können, sich aus dem emotionalen Sog von Situationen befreien zu können. In der dritten Position sind Menschen fähig, Kommunikations-Strukturen zu erkennen und zu analysieren, Muster zu entdecken, Strategien und Meta-Programme in Erfahrung zu bringen. Jede Wahrnehmungs-Position ist ein Gewinn und jede Position kann gleichzeitig eine Hindernis sein. Kommunikations-Konflikte sind nach NLP durch ein Mißverhältnis der drei Positionen gekennzeichnet. Wird die erste Position zu sehr betont, können Menschen zu starke Selbst-Sortierer sein, unfähig zur Wahrnehmung der Welten anderer oder unfähig, sich selbst von den eigenen Gefühlen zu distanzieren und sich selbst aus einer Außen-Position Feedback zu geben. Menschen, die zu sehr in der zweiten Position leben, leben nicht ihr Leben, sondern das anderer Menschen. Dies kann mit einem geringen Selbstwert und einer schlechten personalen Identität verbunden sein. Ist die dritte Position zu dominant, so kann dies mit einem mangelnden Zugang zu den eigenen Gefühlen, einem Mangel an Genuß-Fähigkeit, am assozierten Erleben schöner Momente verbunden sein. Mit NLP können Menschen lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen und alle drei Positionen abwechselnd zu erleben. Das Ziel ist Flexibilität: die Fähigkeit, eine Kommunikations-Situation mehrfach beschreiben und erleben zu können. (1) Ein verstärktes Erleben der ersten Position kann durch alle Assoziierungs-Techniken trainiert werden. (2) Die Anleitung zur zweiten Position ist (a) die Imagination der gewünschten Person und (b) zu tun als ob man diese Imagination wäre. Manchmal ist es hilfreich, die zwei Prozeß-Schritte bewußt zu trennen: (a) sich diese Person dissoziiert (z.B. in zwei Meter Abstand)

vorzustellen und sich dabei auf typische Verhaltens-Merkmale, wie Körperhaltung, Bewegung, Gesten, der Art des Redens, der Art der Kleidung, zu konzentrieren. Dabei genügen in vielen Fällen vage Eindrücke, eine Ahnung, das könnte so oder so sein. (b) in diesen imaginierten Körper "hineinzugehen": genau diese Körperhaltung einzunehmen, sich genau so zu bewegen, so zu reden oder sich das vorzustellen, usw. (Manche Personen stellen sich vor, sie würden in den Körper "hineinschlüpfen" oder diesen Körper "wie einen Taucher-Anzug anziehen"). Dabei kann dies so erfahrene Körper-Gefühl eigenartig sein (z.B. auch, wenn es sich um eine Person des anderen Geschlechts handelt). (3) Die dritte Position wird durch die Dissoziierungs-Techniken gefördert. Weil es viele Arten von dritter Position gibt, ist es oft hilfreich, bewußt positive Eigenschaften in diese Position zu geben: z.B. die Vorstellung von einem kompetenten Schauspiel-Direktor, der die Performance seines Lieblings-Schauspielers begutachtet, oder eine sachkundige Regisseurin, ein selbstbewußter Kinobesucher, ... . Dabei kann es hilfreich sein, in der eigenen Körperhaltung die Dissoziierung zu betonen: z.B. die Hände zu verschränken, den Körper zurückzulehnen, usw. In jedem Fall soll mit jeder der drei Positionen ein klar erkennbare und deutlich unterscheidbare Physiologie verbunden sein. Oft sind kleine Veränderung in der Körperhaltung geeignet, den Zugang zu einer der drei Positionen zu finden. Dies kann im Alltag nützlich sein. NLP-erfahrene Menschen können sich trainieren, im Alltag (z.B. bei Gesprächen) rasch die Positionen zu wechseln, und z.B. ohne das dies auffällt - für kurze Zeit die zweite oder die dritte Wahrnehmungs-Position zu aktivieren. Die Informationen, die hier gewonnen werden, können in vielen Fällen hilfreich sein, auch schwierige Kommunikations-Situationen zu bewältigen. Das Modell der drei Wahrnehmungs-Positionen kann direkt in einer Kommunikations-Situation, als auch für die Vor- und Nachbereitung wichtiger Situationen genützt werden.

Die typische Prozeß-Anweisung, hier am Beispiel eines Kommunikations-Konfliktes, geht über neun Schritte. (1) Das Thema und eine typische Szene festlegen und die Kommunikations-Partner benennen. Wenn es sich um einen Konflikt handelt, ist auf eine wirkungsvolle Dissoziierung vom Konflikt zu achten. Meist werden die drei Positionen als Boden-Anker etabliert. Sind mehrere Personen an der Szene beteiligt, kann es nützlich sein, die zweite Position nach mehreren Personen zu unterteilen. (2) Die erste Position aktivieren. Typische Fragen dazu sind: "Wie geht es mir da?", "Wie denke ich da über mich?", "Wie denke ich da über die anderen Personen?", "Wie denke ich über die Situation?". (3) Dasselbe für alle zweite Positionen. (4) Die dritte Position einnehmen und aktivieren: die Szene mit den Augen eines neutralen und kompetenten Beobachters / einer neutralen und kompetenten Beobachterin von außen betrachten, den Dialog zwischen der ersten und allen zweiten Personen von außen zuhören, usw. Die Interaktionen der ersten und der (oder den) zweiten Person(en) von außen analysieren. Typische Fragen sind: "Was machen die 1. und 2. Person, daß immer wieder das Gleiche abläuft?", "Welche Anker werden hier von wem gesetzt?", "Wie reagieren die anderen darauf?". usw. Das Ziel ist ein besseres Verständnis des Systems und die Erkundung kalibrierter Schleifen zwischen allen Akteuren. (5) Aus der dritten Position: das Ziel für die KommunikationsSituation festlegen und die fehlenden Ressourcen für die erste Person erkunden. (6) Eine oder mehrere Ressourcen (an einem neuen Ort am Boden) aktivieren und in die erste Position hineinbringen. (7) Die beiden letzten Schritte, falls erforderlich, auf alle anderen Personen in dieser Situation anwenden. (Bei schweren Konflikten besteht oft eine innere Hemmung dies zu tun. Warum soll ich meinem "Feind" eine Ressource geben? Hier kann es hilfreich sein, sich klar zu machen, daß es nicht um den "Feind", sondern nur um

mein Modell über den "Feind" geht, und zu fragen, ob es dem gewählten Kommunikations-Ziel nützen könnte, das eigene Modell über den "Feind" zu verändern.) (8) Ein abschließender Check aus der ersten und / oder der dritten Position: "Wie wird die Szene jetzt innerlich wahrgenommen?", "Was hat sich verändert?". (9) Future Pace. Übungsanleitung dazu.

Zeit-Linie, Time Line In NLP wird der Ausdruck Zeit-Linie in zweifacher Weise verwendet. Wir wollen Sie die (1) äußere und die (2) innere Zeit-Linie nennen. (1) Bei der äußeren Zeit-Linie wird die innere Zeit-Linie (siehe unten) in den eine Person umgebenden äußeren Raum projiziert. D.h. bestimmte Orte im Raum werden zeitlich interpretiert (in der NLPSprache: als räumliche Anker installiert). Die Zeit-Linie erscheint hier als "materialisierte, verräumlichte Zeitlinie". Meist geschieht dies in Form der Boden-Zeit-Linie: eine Linie, die am Boden ausgebreitet wird. Ein Punkt auf dieser Linie repräsentiert die Gegenwart, eine Richtung die Vergangenheit, die andere die Zukunft. Das Abschreiten dieser Linie bzw. das Denken an bestimmte Orte auf dieser Linie entspricht einem assoziierten bzw. dissoziierten Erleben vergangenener bzw. künftiger Ereignisse. Das Konzept der BodenZeit-Linie ist im heutigen NLP weit verbreitet. Boden-Zeit-Linien sind ein effizientes Instrument, um zeitliche Erfahrungen systematisch zu nützen, sie assoziiert oder dissoziiert (meist in schnellem Wechsel) zu erleben und Ressourcen gezielt zeitlich zu verschieben. Bekannte Beispiele für NLP-Interventionen unter Verwendung der äußeren Zeit-Linie sind: History change, Positiver History change, Phobie-Techniken, Trauma-Techniken und Neuprägung sowie die Zeit-Linie der Eltern ( ÜbungsAnleitung dazu). (2) Die innere Zeit-Linie ist eine Linie, die nur innerlich, in der persönlichen Repräsentation von Menschen zu finden ist. Sie ist das NLP-Konzept für die Art, wie wir uns die lineare Zeit vorstellen. Die innere Zeit-Linie ist eine visuelle Linie (ergänzt durch auditive und kinästhetische Qualitäten) in einem fiktiven, meist dreidimensionalen Raum. Orte auf dieser Linie haben einen systematischen Zeit-Bezug. Die Linie selbst verkörpert den Fluß der Zeit von der Vergangenheit bis zur Zukunft. Die innere Zeit-Linie

und die zeitliche Konstruktion von Ereignissen (die dauernde Zuordnung zu dieser Linie) ist meist unbewußter Natur. Sie kann durch gezieltes Befragen schnell erkundet und bewußt gemacht werden.Welches Zeit-Konzept besitzen Sie? Eine Anleitung, um Ihre innere Zeit-Linie zu erkunden. Die Konstruktion von Zeit ist demnach vor allem visueller Art: die zeitliche Zuordnung von Ereignissen wird durch eine Art "inneres Sehen" vermittelt. Ereignisse werden nach diesem Ansatz deshalb als vergangene oder zukünftige Ereignisse interpretiert, weil wir sie innerlich einem bestimmten Ort auf der Zeit-Linie zuordnen. Ein und dieselbe Imagination (z.B. die Vorstellung, beim Frühstück zu sitzen) wird zeitlich je nach dem Ort gedeutet, an dem sie auf der inneren Zeit-Linie erscheint. Zeit wird damit durch eine räumliche Vorstellung repräsentiert. Die innere Zeit-Linie ist für die Realitäts-Konstruktion von Menschen von zentraler Bedeutung. Zeit ist ein zentrales Element der Realität, wie sie die meisten Menschen für wahr halten. Die innere Zeit-Linie sagt viel über die Persönlichkeit aus. Knicks in der Zeit-Linie stehen in der Regel für einschneidende Erlebnisse im Leben. Wechselnde Untereigenschaften auf der Zeit-Linie sind immer bedeutungsvoll. So können z.B. manche Strecken-Abschnitte in unterschiedliche Farben getaucht sein und andere Gefühle auslösen. Hat Ihre innere ZeitLinie helle und dunkle Teile? Könnte es für Ihre innere Welt nützlich sein, dies zu verändern? Machen Sie folgendes: Immer, wenn Sie einen dunklen Bezirk entdecken, machen Sie ihn heller. Wenn Ihnen das schwer fällt, nehmen Sie ein Ereignis, das Ihnen nicht wichtig ist. Machen Sie es zuerst dunkler und dann heller. Wenn Ihnen das gelingt, wird es Ihnen bei allen anderen Ereignissen gelingen. NLP kennt eine einfache Klassifikation von drei typischen inneren Zeit-Linien: (1) die In-Zeit (in time), (2) die Durch-Zeit (through

time) und (3) die Zwischen-Zeit (between time). (1) Von In-Zeit spricht man, wenn die Zeit-Linie in der Achse vorne / rückwärts durch den Körper hindurchgeht, d.h. ein Teil der Zeit liegt hinter der Person. Die Vergangenheit befindet sich dabei meistens rückwärts, die Zukunft vorne. (2) Die Durch-Zeit schließlich bezeichnet alle Zeit-Linien, die zur Gänze außerhalb des Körpers sind. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen außerhalb der Person und können betrachtet werden, ohne daß die Person den Kopf verdrehen muß. Die Zeit kann von rechts nach links oder auch von links nach rechts verstreichen. Auch die Gegenwart wird von außen betrachtet, meistens liegt sie direkt vor (und / oder unterhalb) der Betrachterin oder dem Betrachter. (3) Die Zwischen-Zeit ist eine Abwandlung der Durch-Zeit, wobei die gesamte Zeit-Linie mit Ausnahme der Gegenwart (sie befindet sich innerhalb des Körpers) im Beobachtungsfeld vorne liegt. Zeichnung zu den drei Zeit-Linien Einige Informationen zur In-Zeit und zur Durch-Zeit: (1) Bei der In-Zeit fließt die Zeit meist von hinten nach vorne oder von unten nach oben. Ein Teil der Zeit ist dem direkten Blick verborgen: "Die Vergangenheit liegt hinter mir". Der Zugang zur Vergangenheit ist damit schwieriger. Erst durch bewußtes Umdrehen und Fokussieren werden Ressourcen aber auch Mißerfolge aktiviert. Menschen, die in dieser Zeit-Variante leben, können unangenehme Ereignisse meist gut hinter sich lassen. Auf der anderen Seite können Sie Erfolge oft nicht lange genießen. Der Blick ist auf die Zukunft gerichtet (Die idealen Kunden für die Ziel-Arbeit im NLP?). In-ZeitPersonen leben oft intensiv im Hier und Jetzt, ohne viel Gefühl für die aktuelle Zeit. Sie vermeiden es, Fristen zu setzen, und wenn, dann sind es oft (unrealistische) zu frühe Termine. Verabredungen werden oft verspätet eingehalten, weil das Gespür für die Zeit weniger entwickelt ist. (Dies wird oft dem "arabischen Gefühl für Zeit" zugesprochen). Entscheidungen werden nicht gerne getroffen bzw. hinausgezogen, weil sich Menschen mit diesem Zeit-Konzept nicht auf die Zukunft festlegen wollen. Erinnerungen werden meist

assoziiert abgerufen: die Person geht in der Zeit einfach zurück und ist dann "in der Zeit" da. (2) Bei der Durch-Zeit fließt die Zeit von rechts nach links oder von links nach rechts. Die gesamte Zeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist im Blickfeld. Die Zeit verläuft kontinuierlich und ist immer außerhalb des Körpers. Der Zugang zur Vergangenheit ist leicht möglich. Positive und negative Erinnerungen können schnell aktiviert werden. Erfolg und unangenehme Erlebnisse halten lange an. In diesem Zeit-Konzept ist alle Zeit präsent und Menschen entwickeln ein gutes Gespür für die Zeit. Sie wissen meist genau, wie spät es jetzt ist und entwerfen für Projekte realistische Zeit-Vorgaben. Verabredungen werden meist pünktlich eingehalten: Zeit ist kostbar. Durch-Zeit-Menschen können gut planen. Sie rufen Erinnerungen meist dissoziiert ab: sie sehen, hören und fühlen sich selbst von außerhalb. Tad James und Wyatt Woodsmall fassen sechs Möglichkeiten zusammen, die Zeit-Linie für therapeutische Veränderungen zu nützen. "Jeder Weg wird", so die beiden Autoren, "große Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Betreffenden haben. (1) Die Beseitigung von Erinnerungen: ein Ereignis aus der Zeit-Linie herausnehmen, in die Sonne explodieren lassen und durch ein vorteilhafteres Ereignis ersetzen. (2) Die Veränderung von Ereignissen aus der Vergangenheit (durch Anreicherung mit Ressourcen). (3) Die Beseitigung negativer Gefühle, z.B. über die Zeit-Linie schweben bis 15 Minuten vor ein Ereignis, das Schuldgefühle auslöst und von diesem Zeitpunkt auf die Gegenwart sehen. (4) Die Zerstörung von Ereignissen durch Phobie-Techniken. (5) Die Schaffung altrnativer Zukünfte. (6) Die Veränderung der Form der inneren Zeit-Linie, z.B. von der InZeit zur Durch-Zeit.

Drei Formen der inneren Zeit-Linie

1. Die In-Zeit (in time)

Die Zeit-Linie verläuft in der Achse vorne / rückwärts durch den Körper hindurch und ein Teil der Zeit liegt hinter der Person. Die Vergangenheit wird meist hinter sich, die Gegenwart im Körper und die Zukunft meist vor sich konstruiert.

2. Die Durch-Zeit (through time)

Die Durch-Zeit bezeichnet alle Zeit-Linien, die zur Gänze außerhalb des Körpers sind. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen außerhalb der Person und können betrachtet werden, ohne daß die Person den Kopf verdrehen muß. Die Zeit kann von rechts nach links oder auch von links nach rechts verstreichen.

3. Die Zwischen-Zeit (between time)

Die Zwischen-Zeit ist eine Abwandlung der Durch-Zeit, wobei die gesamte Zeit-Linie mit Ausnahme der Gegenwart (sie befindet sich innerhalb des Körpers) im Beobachtungsfeld vorne liegt. Fragen, mit denen Sie Ihr Zeit-Konzept erkunden können

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Innerer Dialog Wir reden die meiste Zeit innerlich mit uns. Wir hören die meiste Zeit innere Stimmen. Wir führen oft einen inneren Dialog. Der innere Dialog gilt in NLP als auditive (digitale und konstruierte) Repräsentation: es gibt etwas zu hören. Dem inneren Dialog kommt eine große Bedeutung für die Konstruktion unserer subjektiven Realität zu. Bewußtsein ist ein Auswahlprozeß und dieser Auswahl-Prozeß wird durch unseren inneren Dialog begleitet und gesteuert. Im inneren Dalog erklären wir uns, was wichtig und bedeutend ist und welche Deutung wir Ereignissen geben. Nach NLP kann der innere Dialog meist an einer Bewegung der Augen nach links unten wahrgenommen werden. Der innere Dialog tritt oft in Form eines Zwiegesprächs auf, in Form von PhantasieDialogen mit anderen Menschen. Ein belastender innerer Dialog kann ein Ausdruck eines "Kampfes" unterschiedlicher Teile in einer Person sein. Die Inhalte des inneren Dialogs drücken die Beliefs eines Menschen aus, daß was jemand für wahr, wichtig oder bedeutungsvoll hält. Der innere Dialog ist vielen Menschen unbewußt. Es lohnt sich, sich seines inneren Dialoges bewußt zu werden und zu üben, den inneren Dialog bewußt zu steuern. NLP untersucht den inneren Dialog einer Person anhand seiner auditiven Untereigenschaften. Der innere Dialog kann durch eine Änderung dieser Untereigenschaften in seiner Wirksamkeit auf den inneren Zustand einer Person entscheidend verändert werden. Für die Konstruktion eines erwünschten inneren Dialoges sind alle auditiven Assoziierungs-Techniken geeignet. Erwünschte positive Inhalte werden in NLP durch geeignete Affirmationen und ZielSätze geschaffen und geübt. Zur Milderung eines unerwünschten inneren Dialoges (z.B. von übermächtigen inneren Kritikern) sind alle auditiven Dissoziierungs-Techniken geeignet. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken des NLP ist auch eine aktive und

bewußte Kontrolle des eigenen inneren Dialoges im Alltag. Innere Repräsentation, interne Repräsentation Im Bewußtsein kreierte Informationsmuster. In NLP wird der sinnliche Zugang zur Welt betont. Alle inneren Repräsentationen (wie Wahrnehmung, Tagträume, Erinnerungen, Zukunftsvorstellungen,...) sind sinnlicher Art und laufen in einem oder mehreren Repräsentations-Systemen ab: in Form visueller Bilder, auditiver Ton-oder Klang-"Bilder", gefühlsmäßigen (kinästhetischen) Sensationen, Geruchs- oder Geschmacks-Eindrücken oder -Vorstellungen. (Mehr dazu unter Repräsentations-Systemen). In NLP werden die inneren (sinnlichen) Repräsentationen in Einzelbausteine zerlegt, die Untereigenschaften genannt werden; z.B. die Helligkeit des Lichts, die dominanten Farben etc. ( Liste von Untereigenschaften). Alle Änderungs-Techniken des NLP laufen letztlich auf eine Veränderung von Untereigenschaften hinaus. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken des NLP ist das Bewußtwerden innerer Repräsentationen (und ihrer Untereigenschaften) und ihre gezielte Beeinflussung im Alltag. Innerer Zustand Ein Sammel-Begriff für die innere Befindlichkeit, das innere Erleben, die Summe der gesamten Erfahrung in jedem beliebigen Augenblick, ob jemand z.B. motiviert, energievoll, ruhig oder deprimiert ist. Innere Zustände sind immer zugleich körperliche und geistige (seelische) Zustände. NLP untersucht ein breites Spektrum innerer Zustände: von stuck states auf der einen Seite (das Erleben, in einem negativen, bedrückenden Zustand gefangen zu sein) bis zu Top-Zuständen, meist Moment of Excellence genannt. NLP-geübte Personen erkennen durch genaues Wahrnehmen von Zugangs-Hinweisen innere Zustände bei anderen Menschen, auch ohne daß diese explizit darüber reden.

Alle Modelle des NLP sind eine Klassifikation innerer Zustände. In Beratung, Coaching und Therapie wird versucht, innere Zustände bei anderen zu erkennen, bewußt zu machen, nachzuvollziehen und zu verändern. Standard-Fragen zum Bewußmachen innerer Prozesse sind: "Wie machen Sie das?", "Welche inneren Prozesse aktivieren Sie jetzt?", "Was genau müßte ich machen, daß ich auch in diesem Zustand bin?", "Was müßte ich tun, daß es mir genauso geht, daß ich genauso denke und genauso handle?". Die Produktion innerer Zustände gilt in NLP als komplexes und faszinierendes Phänomen, das im Detail untersucht wird. NLPler richten ihr Augenmerk u.a. auf folgende Fragen: Welche inneren Prozesse laufen in welchen Repräsentations-Systemen ab?, Welche Untereigenschaften spielen eine wichtige Rolle?, Welche Strategien sind erkennbar?, Welche Meta-Programme werden aktiviert? Welche WahrnehmungsFilter können erkannt werden?, Welche Beliefs werden für wahr gehalten?, Welches Selbst-Bild wird aktiviert?, usw. Mit den Methoden des NLP untersuchen Menschen bei sich und bei anderen die Auslöser innerer Zustände: ob und wie sie durch innere oder äußere Ereignisse "verursacht" werden. Der Einfluß äußerer Ereignisse wird durch das Anker-Konzept erfaßt. Anker können kalibrierte Schleifen auslösen und erwünschte oder unerwünschte Regelkreise in Gang setzen. Der innere Zustand ist eine entscheidende Schlüssel-Variable für die Beeinflussung von Verhalten im NLP. NLP betont die Zustandsabhängigkeit von Verhalten. Verhaltens-Training in NLP ist immer Zustands-Training, wie die Imagination von Ziel-Bildern und die Vorstellung, man könne (früher) belastend elrlebte Situationens in einem Ressourcen-Zustand erleben. NLP wendet sich strikt gegen die Alltags-Theorie, der viele Menschen anhängen, innere Zustände seien letztlich von außen verursacht: durch die eigene Geschichte, andere Menschen, äußere Erfolge oder

Mißerfolge, - durch Glück, die Sterne, die Gene oder das Schicksal. NLP betont das Potential im Menschen, seine potentiellen Fähigkeiten, innere Zustände selbstbestimmt zu gestalten. Nur auf äußere Umstände einwirken zu wollen, kann unter Umständen sehr energieraubend sein. In der der Gedanken-Welt des NLP lernen Menschen, ihre inneren Prozesse zu erforschen, wie sie äußeren Ereignissen eine bestimmte Bedeutung geben und wie scheinbare Automatismen in Gang gesetzt und am Leben erhalten werden. Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken des NLP ist das Bewußtwerden innerer Zustände und die Schukugn der Fähigkeit, innere Zustände immer mehr selbst zu gestalten. Installieren NLP-Techniken, durch die neues Verhalten oder neue Strategien leichter verfügbar gemacht werden sollen. siehe: Strategien installlieren. Integration Der Begriff Integration (von lat. "Wiedereingliederung) wird im NLP (1)im Kontext des Begriffes Dissoziation gebraucht: etwas, was dissoziiert (oder separiert) ist (egal, ob vom Therapeuten so vorgefunden oder durch eigenes Handeln kreiiert) wird integriert. Die Integration dissoziierter Physiologien hilft dem Klienten (wobei der Therapeut entsprechende Anker benutzt), Fähigkeiten und Ressourcen in Kontexte zu transferieren, in denen er vor dieser Integration von diese Ressourcen und Fähigkeiten dissoziiert war (Die bekannteste Form dieser Technik ist das History change). Übungs-Anleitung dazu. (2) Gelegentlich spricht man im NLP, wie in der Gestalttherapie, von einer Integration abgespaltener (Persönlichkeits-) -Teile. Intention gute Absicht

Interferenzen

Hindernisse

Intervention Überbegriff über alle Maßnahmen und Prozesse im NLP, die eine Person mit sich oder anderen bewußt macht, um innere oder äußere Wirkungen zu erzielen. Interventionen bezeichnen die Anwendung bestimmter, abgegrenzter Prozeß-Schritte, die in einer mehr oder weniger vorgegebenen Reihenfolge gemacht werden. (Als Beispiel wird auf das Sechs-Stufen-Reframing verwiesen). Die Abfolge dieser Schritte wird in NLP oft "Übung" genannt, eine Bezeichnung, die sich vermutlich aus dem Seminar-Kontext entwickelt hat. Interventionen können wenige Schritte umfassen (wie das Ankern einer Person mit einer Geste) oder bis zu mehren Dutzend Schritte umfassen. Die Zahl der Schritte ist für die Zeitdauer von Interventionen nicht entscheidend. Interventionen mit vielen Schritten dauern in der Regel lange (bis zu einigen Stunden oder mehreren Beratungs-Einheiten). NLP kennt auch Interventionen über mehrere Schritte (wie z.B. die Installation von Strategien), die in sehr kurzer Zeit (manchmal unter einer Minute) passieren können. NLP in der Tradition als Kurz-Zeit-Therapie ist auf zeitsparende Interventionen konzentriert. Manche NLP-Techniken sind eine effiziente Zusammenfassung von Prozeß-Schritten, die anderen therapeutischen Richtungen eine beachtlich längere Zeit erfordern. (Als Beispiel wird auf die Neuprägung in der Definition von Dilts verwiesen, wo der Kern einer Familien-Rekonstruktion in einer Intervention von vielleicht ein halben oder einer Stunde zu finden ist). Steve und Connirae Andreas definieren NLP als eine Schachtel, in der drei andere Schachteln enthalten sind. Die Schachteln sind nacheinander zu öffnen. Die äußerste Schachtel ist der Rapport. Ohne Rapport ist NLP unwirksam. Ist Rapport hergestellt, kann man die nächste Schachtel öffnen und die Ziele klären. Die Ziele geben

die Richtung für die Anwendung von NLP-Techniken an. Ohne ein Ziel weiß man nicht, was man ändern will und man hat keine Kriterien für die Überprüfung eines möglichen Erfolges. Die nächste Schachtel ist die Ökologie: wie paßt das Ziel mit anderen Zielen in der Person und mit Zielen anderer Menschen zusammen, die als wichtig erachtet werden? Muß es modifiziert werden, in welcher Weise? Wenn das geklärt ist, kommt man zur letzten Schachtel, dem Kern des NLP: seine Änderungs-Techniken. Die NLP-Begriffe "Intervention", "Technik" und Führen haben für manche Menschen einen negativen Beigeschmack: sie klingen nach Manipulation. NLP als "Programmierungs-Ansatz" grenzt sich manchmal in seinem Sprach-Gebrauch gegen diese Interpretation nicht klar genug ab. Dies hat auch mit seiner Nähe zur ComputerMetapher des Geistes und zum mechanistischen Welt-Bild zu tun, die in der Anfangs-Zeit des NLP häufig vertreten wurden. NLP im Verständnis vieler Menschen, die NLP heute praktizieren und weitergeben, widerspricht dieser Ideen-Welt zutiefst. NLP heute hat mit seiner Selbst-Interpretation aus der Anfangs-Zeit wenig zu tun. NLP heute widerspricht der Computer-Metapher und dem mechanistischen Welt-Bild. Die "Techniken" des NLP sind kein Ausdruck eines rein technischen Verständnisses der Welt. Die "Techniken" des NLP sind nicht NLP. NLP-Techniken sind keine magischen Praktiken, die man nur auf andere anzuwenden hat. NLP funktioniert NICHT. Menschen funktionieren. NLP ist ein Modell um zu verstehen, wie Menschen, ausgestattet mit Bewußtsein, mit der Fähigkeit zur Selbststeuerung, funktionieren. In-Zeit (In Time) Eine Variante der inneren Zeit-Linie: die Vergangenheit wird meist hinter sich, die Gegenwart im Körper und die Zukunft meist vor sich konstruiert. Zeichung zu Zeit-Linien

Johari-Fenster Eine Klassifikation von Wissen, dargestellt in Form einer 2x2-Matrix. Dabei wird das "was ich weiß" mit dem "was die anderen wissen" kombiniert. Die vier Fenster sind: (1) "ich weiß / die anderen wissen", (2) "ich weiß nicht / die anderen wissen", (3) "ich weiß / die anderen wissen nicht", und (4) "ich weiß nicht / die anderen wissen nicht". In Feld 2 findet die größte Lernmöglichkeit statt. (Wir transportieren z.B. mit unserer Körper-Sprache eine riesige Menge an Informationen, die uns nicht bewußt ist. Andere Menschen wissen potentiell viel mehr über uns als wir selbst).

Affirmationen zu Kreativität * Ich bin kreativ. Ich bin es immer gewesen. * Ich kann alles an mir akzeptieren. * Ich schätze die Fülle des Wissens in mir. * Mein kreativer Teil hilft mir gerne. * Ich kann alles aus verschiedenen Richtungen betrachten. * Ich bin flexibel und schöpferisch. * Ich kann jedes Ergebnis als Feedback nehmen und daraus lernen. * Ich kann jede Erfahrung positiv nützen. * Ich kann das Kind in mir auf erwachsene Weise leben. * Ich hab alle Fähigkeiten in mir, um meine Ziele zu erreichen. * Ich bin es wert, meine Ziele zu erreichen. * Mein Unbewußtes denkt für mich. * Ich vertraue auf die Kraft meines Unbewußten, die richtigen Lösungen zu finden. * Ich genieße es, mich lebendig zu fühlen und neue Ideen zu erschaffen.

* Ich stelle die richtigen Fragen. * Mein Leben ist ein kreativer Ausdruck meiner Ideen. * Ich bin liebevoll zu mir und meinen Ideen. * Andere Menschen helfen mir , meine Ideen umzusetzen. * Ich bin von kreativen Menschen umgeben und lerne von ihnen. * Ich kann jeden Tag etwas Wichtiges lernen. * Lernen ist für mich wie ein Spiel. * Ich spüre den Lerntrieb in mir. * Mein Leben wird jeden Tag schöner. * Mein Unbewußtes sagt mir, was zu tun ist. * In jeder Situation kann ich auf viele Weisen reagieren. * Ich bereichere das Leben anderer. * Kreativität breitet sich wie ein Licht in mir aus. * Ich verströme kreative Energie. * Ich lebe in einem kreativen Kosmos.

* Ich bin stolz auf meine guten Ideen. * Ich schöpfe aus meiner Tiefe. * Um mich herum gibt es genug Kreativität. * Jeder Tag bringt etwas Interessantes. * Ich lebe ein kreatives Leben. * Ich finde leicht den Zugang zu meiner Kreativität. * Die Kreativität der Natur umgibt mich. * Mein Körper ist kreativ. * Je mehr ich lerne, desto leichter lerne ich. * Ich gestalte die Zukunft. * Je älter ich werde, desto mehr kann ich so leben, wie ich es wirklich will. * Ich setze mir hohe Ziele, weil ich wertvoll bin. * Ich lebe in einer freundlichen Welt. * Das Universum ist für mich da. * Ich bereichere die Welt, indem ich Neues erschaffe.

* Mein Geist und mein Körper unterstützen sich gegenseitig.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Andrea Ötsch 1996.

Oberflächen-Struktur der Sprache Sprache, wie sie geäußert wird, abgeleitet von der Tiefen-Struktur und verformt durch die drei generellen Prozesse der Tilgung, Verallgemeinerung (Generalisierung) und Verzerrung. Genaueres unter MetaModell der Sprache. Olfaktorisch bezieht sich auf Riechen oder den Geruch, eines der Sinnes- bzw. Repräsentations-Systeme. Onkel-John-Geschichten Wenn irgendwo zu lesen ist. > Onkel John hat gesagt: "Sie dürfen ruhig weiterlesen!"< so ist das eine Onkel-John-Geschichte, weil hier eine Aufforderung in ein Zitat gekleidet war. Ökologie Den Begriff Ökologie hat NLP aus der systemischen Familientherapie und der Systemtheorie übernommen. Er bezeichnet hier wie dort die Unversehrtheit, die Integrität eines Systemes als Ganzes. In NLP spricht man von (1) der Ökologie einer Person. Hier gilt eine Person mit ihren vielen Teilen als System. Es geht um die persönliche Ökologie. (2) der Ökologie eines interpersonellen Systemes. Hier gilt eine Familie, eine Organisation, eine Institution als System) und (3) der Ökologie einer Situation (eigentlich als Teilbereich der persönlichen Ökologie): die Ökologie einer beruflichen Situation, die Ökologie der finanziellen Situation etc. Ökologie ist ein wichtiges Prinzip in NLP. Änderungen in einem Lebensbereich können Auswirkungen auf alle Lebensbereiche haben. Ökologischer Check, Ökologie-Check, Öko-Check Die Überprüfung individueller Ziele und individuellen Verhaltens auf ihre Auswirkungen auf andere Kontexte und größere Systeme, wie auf die Familie, auf Kollegen in der Arbeit, auf die Politik oder die Umwelt. NLP kennt- im Gegensatz zu ihren Vorläufern

(Gestalttherapie, Familientherapie, Hypnosetherapie etc.) explizite Handlungsanweisungen, bzw. auch Wahrnehmungs-Filter (Organisationsprinzipien, Begriffe, Konzepte), mit denen der Kommunikator / Coach / Therapeut überprüfen kann, ob die Auswirkungen seines eigenen Tuns für seinen Klienten ökologisch sind. Diese Überprüfung nennt man im NLP den Öko-Check. Ein Öko-Check kann durch verschiedene Methoden erreicht werden. Eine wichtige Methode ist, bei einer Änderungs-Technik auf Inkongruenz-Phänomene zu achten. Inkongruenzen können als innere Einwände (bzw. innere Botschaften von einwanderhebenden Teilen des Unbewußten) interpretiert werden. Ein ökologischer Check verfolgt das Ziel, diese Einwände in Erfahrung zu bringen, zu würdigen und zu nutzen. Das Prinzip solcher Instruktionen kann im Sechs-Stufen-Reframing studiert werden. Ein ökologischer Check ist ein systematischer Bestandteil jeder Ziel-Arbeit im NLP. Dabei geht es auch um die Erkundung der Konsequenzen eines Zieles aus unterschiedlichen WahrnehmungsPositionen: aus der zweiten Position (auf andere Personen) und aus der dritten Position (auf ein System). Ein Öko-Check soll auch klären, ob andere Personen Ressourcen für angestrebtes Ziel sind oder ob sie das Ziel eher behindern werden. Tauchen im ÖkologieCheck Bedenken auf, dann muß das Ziel so lange verändert werden, bis die Bedenken angemessene Berücksichtigung finden.

Phobie, Phobie-Technik Eine Phobie ist eine "unvernünftige" Angst vor bestimmten Situationen, Menschen, Tieren, Gegenständen. Phobien sind z.B. Angst vor dunklen oder überfüllten Räumen oder vor Schlangen oder Spinnen. Phobien sind automatisch und schnell ablaufende Reaktionen mit unangenehmen, manchmal sehr intensiven Empfindungen: "Immer, wenn ich eine Spinne sehe, ekelt es mich!". Für NLP ist das Problem einer Phobie die zu starke Assoziation. Personen, die an phobischen Reaktionen leiden, sind mit ihrem Zustand zu stark assoziiert. Sie sind in ihrem Erleben gefangen und fühlen sich unfähig, sich davon zu distanzieren (und z.B. darüber nachzudenken, daß von einer Spinne in der Regel keine Bedrohung ausgeht). NLP hat Phobie-Techniken entwickelt, die manchmal andauernde Wirkungen haben können. In der Regel handelt es sich um sehr kurze Interventionen (auch Ultrakurzzeit-Therapie genannt) Diese Verfahren bestehen in ihrem Kern aus zwei Schritten: (1) sich eine phobische Situation in einer sehr dissoziierten Weise in Erinnerung zu holen, und (2) die so betrachtete und von außen erlebte Szene imaginativ in irgendeiner Weise zu verändern, die innerlich als positiv und weniger bedrohlich erlebt wird. Varianten für (1) sind: (a) eine einfache Dissoziation; z.B. im Kino einen Film betrachten, in welchem diese Szene gespielt wird, (b) eine zweifache Dissoziation, z.B. vom Projektor-Raum sich selbst im Zuseherraum beobachten, wie man den Film auf der Leinwand sieht. Varianten für (2) sind: (a) eine oder mehrere Untereigenschaften des Films verändern. Beispiele: mit lauter Zirkusmusik unterlegen, in einen Schwarz-Weiß-Film verwandeln, den Film rückwärts laufen lassen, sehr schnell oder sehr langsam, in Zeitlupe, ablaufen lassen. (b) der Person (sich selbst) im Film eine Ressource geben, wie: einen Schutzschirm, ein hilfreiches Symbol oder mit Farbe umhüllen. Konkrete Phobie-Techniken reichern diese zwei Schritte, je nach Problemlage, mit zusätzlichen anderen Schritten an. Anleitung zu einer Phobie-Technik mit zweifacher Dissoziation, Anleitung zu

einer Phobie-Technik mit Ressourcen-Anker, Techniken auf Traumata.

Anwendung dieser

Physiologie Die Medizin unterscheidet nach Physiologie und Pathologie. Physiologie ist die Lehre von den normalen (gesunden) Lebensvorgängen, Pathologie die Lehre von den Krankheiten. In NLP wird der Ausdruck Physiologie zweifach verwendet: (1) Physiologie bezeichnet alles, was mit dem phyischen Körper (im Unterschied zum psychischen Geschehen) zu tun hat. Die Physiologie einer Person umfaßt alles, was durch genaues Wahrnehmen von außen beobachtet werden kann, d.h alle Zugangs-Hinweise, wie Körperhaltung, Atmung, Lippengröße, Gesichtsfarbe, Muskelspannungen, Augen-Bewegungen, alle auditiven Untereigenschaften der Stimme, die gesamte Körper-Sprache. NLP geht von der Einheit von Körper und Geist aus. Die Physiologie eines Menschen hat einen direkten Einfluß auf seine kognitiven Prozesse und auf seinen inneren Zustand. Kleine Veränderung in der Physiologie (z.B. den Kopf ein klein bißchen höher halten) können auf eine großen Einfluß auf die innere Befindlichkeit ausüben. Im Anker-Konzept des NLP wird der direkte Zusammenhang von Körper und innerem Zustand erfahren. In den Selbststeuerungs-Techniken des NLP geht es auch um die Schulung von Körper-Wahrnehmung und dem bewußten Einsatz des Körpers für die eigene Befindlichkeit. (2) Physiologie ist der körperliche Gesamt-Eindruck, der sich auf einen bestimmten inneren Zustand bezieht. Thies Stahl unterscheidet nach Problem-Physiologie, Ziel-Physiologie, RessourcenPhysiologie, Versöhnungs-Physiologie und Misch-Physiologie. Placebo-Effekt Das Wort "placebo" kommt aus dem lateinischen und bedeutet "ich werde gefallen". Ein Placebo ist ein Heilverfahren (eine

Pille, eine Spritze, ein chirurgischer Eingriff, ein psychotherapeutisches Verfahren), das keine "wirkliche" Wirkungen hat (z.B. eine Pille, in der nur Traubenzucker enthalten ist). Ein Placebo-Effekt entsteht, wenn ein Placebo nachweisbare Wirkungen hervorruft (z.B. Schmerzen lindert), ohne das ein genauer WirkungsMechanismus bekannt ist. Placebo-Effekte werden vor allem durch psychische Faktoren "erklärt": von den Erwartungen der Patienten, den Ruf einer Behandlungsmethode, oder dem Glauben des Arztes an seine eigene Diagnose. Placebo-Effekte sind in Hunderten Untersuchungen genau erforscht. Man weiß z.B. daß die Größe, Form oder Farbe einer Pille einen systematischen Einfluß auf ihre Wirksamkeit haben kann. Fast jedes Verfahren kann - im entsprechenden Setting verabreicht- bei gut 30 - 40 Prozent der Patienten (je nach Suggestion) toxische (giftige) oder heilende Wirkungen hervorrufen. Vermutlich handelt es sich um ein generelles Problem jeder "Behandlungsmethode" (inklusive NLP!). In der Gedanken-Welt des NLP sind Placebo-Effekte ein Indiz für die Wirksamkeit mentaler Repräsentationen, im besonderen von Beliefs, von Framings und von hypnotischer Sprache (z.B. verkörpert durch die Autorität des Arztes, der unverständliche Fremdworte mit hohem Prestige-Gehalt verwendet). MiltonModell. Polaritäten Das Fremdwörter-Lexikon definiert Polaritäten als "Gegensätzlichkeiten bei wesensmäßiger Zusammengehörigkeit". Ein polares Denken konstruiert gegensätzliche Begriffe nicht als "Widersprüche", sondern als Pole, die wie der Nord- und der Südpol grundsätzlich zusammengehören und nicht für sich alleine existieren können. Viele Begriffs-Paare im NLP-Begriffe sind sinnvoll als polare Begriffe zu verstehen. Beispiele sind die "Gegensätze" von assoziiert und dissoziiert, von up-time und down-time, der unterschiedlichen Wahrnehmungs-Positionen, der drei Zustände im Walt-Disney-Modell und vieler Meta-Programme. NLP versteht diese "Gegensätze" als Teile, die sich nur oberflächlich

widersprechen, aber "wesensmäßig" zusammengehören. Jeder Teil ist auch in seiner Beziehung zu anderen Teilen definiert und kann nicht isoliert für sich bestehen. Bei behaupteten "Gegensätzen" können immer Elemente des scheinbaren Gegenteils entdeckt werden. Das polare Denken über "Gegensätze" in der "Innen-Welt" basiert auf einer grundsätzlichen UND-Haltung. Niemand kann (nicht einmal für einen genau definierten Kontext) in seinem Verhalten und Denken ausschließlich einem Pol zugeordnet werden. NLP verwendet keine Persönlichkeits-Modelle, wo Menschen in starre Kästchen eingesperrt werden. NLP betont die Kontext-Abhängigkeit von Personen. Menschen, die in bestimmten Kontexten mehr den einen Pol aktivieren (z.B. bei Konflikten oft assoziiert sind), leben in einem anderen Kontext den anderen Pol (d.h. sind hier bei Konflikten meist dissoziiert). Das Wissen um die Automatik eines Poles (d.h.: in einem bestimmten Kontext, mit bestimmten Ankern wird automatisch ein Pol aktiviert) birgt die Lernchance, auch in diesem Kontext einen leichten Zugang zum anderen Pol zu finden. NLP will niemals den einen Pol durch den anderen ersetzen (das wäre eine ODER-Haltung). Das Ziel ist eine Person, die fähig ist, jeden Pol frei wählen zu können. Jeder Pol ist eine Ressource, dessen Wert immer betont wird. Das polare Denken ist die Grundlage der Teile-Arbeit im NLP, insbesondere in den Techniken des Reframings. Polare Reaktionen, polarity response Manche Personen sind auf Mismatching spezialisiert: sie nehmen (in manchen Kontexten) mehr und deutlicher das wahr, was abgeht, fehlerhaft ist oder nicht einem Ideal oder einem Ziel entspricht. Polarity response ist eine Reaktion auf das, was beim Mismatching wahrgenommen wird. Eine polare Reaktion ist eine gegenteilige Reaktion. Eine Person mit diesem Reaktions-Muster kann oft dadurch motiviert werden, indem das Gegenteil angesprochen wird ( Meta-Programm: weg von). Das Interesse eines Polarity-Responder kann geweckt werden, wenn er etwa hört: "Ein NLP-Lexikon wird Sie sicher nicht interessieren". Im

Milton-Modell werden für Personen mit polaren Reaktionen eingebettete Befehle vorgeschlagen, wobei der Befehl mit der Stimme analog markiert werden soll: "Ein NLP-Lexikon wird sie sicher nicht interessieren."

Vom gegenwärtigen Zustand zum Zielzustand Übung mit zwei Boden-Ankern 1. Wähle zwei Plätze aus, einen für den gegenwärtigen Zustand ( Platz A) und einen für den Zielzustand (Platz B) 2. Stell dich auf den Platz A und schau dir dein Ziel genau an. Entscheide dich, ob du dieses Ziel wirklich erreichen willst. 3. Tu so als ob du das Ziel schon erreicht hättest und stell dich auf Platz B. Erlebe wie du dich fühlst, wenn du im Ziel bist.
q q q

Was ist um dich herum, was ist alles passiert? Wie ist dein Verhalten? Was siehst du, was gibt es zu hören?

Wie hört sich deine Stimme an? Genieße diesen Zustand. 4. Dann wende dich dem Platz A zu und schau dir den Weg von A nach B an.
q

Was waren die wichtigsten Schritte um dein Ziel zu erreichen?

Was ist zu tun, damit du weißt, du bist am Weg zum Ziel?

5. Geh wieder auf Platz A. Schau dir mit dem Wissen um die notwendigen Schritte dein Ziel an. 6. Geh den Weg bis zum Ziel ganz in deinem Tempo. Treten Hindernisse auf diesem Weg auf, dann wiederhole die Schritte 4 bis 6. Gib dir dann aus dem Platz B Tips, wie du die Hindernisse umgehst, vermeidest oder veränderst. 7. Im Ziel genießt du den Erfolg angekommen zu sein. Erlebe noch einmal, wie es dir im Ziel geht (VAKO).

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Denken NLP verwendet keinen eigenen Begriff "Denken". "Denken" wird (so die Meinung vieler NLP-Autoren) in Repräsentations-Systeme und Untereigenschaften zerlegt und in diesen Elementen studiert. Denken kann in jedem RepräsentationsSystem erfolgen: in Form von Seh-, Hör-, Fühl-, Riech- oder Schmeck-"Bildern". An etwas Vergangenes zu denken, bedeutet, sich die sinnlichen Qualitäten des ursprünglichen Erlebens ins Bewußtsein zu rufen: Was gab es da zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu ...? NLP studiert auch die sinnlichen Komponenten sogenannter abstrakter Vorstellungen, z.B. die inneren Prozesse beim "Denken" an eine mathematische Formel. (Abstrakte und digitale "Gedanken" werden in NLP generell auf konkrete und analoge "Bilder" zurückgeführt). Mathematisches Denken erfolgt in vielen Fällen in Form visueller innerer Bildern unter Verwendung symbolischer nonverbaler Konzepte (Hadamard, The psychology of invention in the mathematical field, 1945). Mathematiker allgemein sind Personen, die in hohem Maße auf Visualisierungen trainiert sind, und fähig sind, ihre inneren Bilder stabil zu halten. Ein Beispiel, das die meisten Menschen nachvollziehen können, ist der Zahlenraum, sagen wir von 1 bis 100. Für viele Menschen ist das tatsächlich ein visueller Raum, manchmal mit unterschiedlichen Farben ausgekleidet, und oft sind die Zahlen in ihrer Reihenfolge durch eine gedachte Linie verbunden (Wie ist das bei Ihnen?). Ein anderes Beispiel ist die Zeit-Vorstellung. Zeit wird von fast allen Menschen in Form einer gekrümmten Zeit-Linie repräsentiert. Eine Erinnerung zeitlich zu datieren, bedeutet ihr einen Ort auf dieser Linie zuzuweisen, - begleitet von Elementen in anderen Repräsentations-Systemen, z.B. mit bestimmten Gefühlen. Abstraktes "Denken" hat manchmal auch vorrangig gefühlsmäßige Komponenten. Einstein z.B. hat sich (so hat er das einmal formuliert) intensiv das Körper-Gefühl vorgestellt, das er hätte, würde er auf einem Lichtstrahl reiten, - und hat so "gesehen", daß die Gegenstände dann in ihrer Ausdehnung schrumpfen werden. In

vielen Fällen ist beim "Denken" das auditive Element vorherrschend, d.h. "Denken" bedarf der Vorstellung einer inneren Stimme, oft im Dialog mit anderen inneren Stimmen. Der innere Dialog tritt in vielen Fällen auf, in denen wir in "negativen Gedanken" gefangen sind, in denen wir einen stuck state aktivieren (oft blicken dann Personen nach links unten Augen-Muster). Das Bewußtwerden und die Kontrolle des inneren Dialogs ist ein zentrales Element der Selbststeuerungs-Techniken von NLP. Deskriptive Regeln sind Regeln, die beschreiben, wie zwei Ereignisse zusammenhängen, z.B. als Ursache-Wirkungs-Aussage. Deskriptive Regeln sind Schlußfolgerungen vom Besonderen zum Allgemeinen, Verallgemeinerungen, Beliefs. Digital Gegenteil von analog.

Haptisch bezieht sich auf berühren und tasten und auf den Tast-Sinn. Haptische oder taktile Empfindungen enstehen aus dem Ertastung von Oberflächen-Strukturen von dem, was berührt wird. In NLP wird der Tast-Sinn nicht als eigener Sinnes-Kanal aufgefaßt, sondern dem kinästhetischen System zugeordnet. Hierarchie von Kriterien Werte

Hindernisse (Interferenzen) Innere Prozesse, die ein Problem aufrechterhalten. Hindernisse erlauben es nicht, ein gewünschtes Ziel zu erreichen. Nach Robert Dilts sind sieben Arten von Hindernissen bedeutsam, wozu er folgende Ressourcen vorschlägt: (1) Hindernis Konfusion: keine Klarheit in Bezug auf die Ziele und die dafür benötigten Schritte. Ressourcen: InformationsSammlung, Meta-Modell. (2) Hindernis Inhalt: Festgefahreneinsein in nicht-relevanten Inhalten. Ressourcen: genaues Wahrnehmen, Herausfinden der relevanten Wahrnehmungs-Filter. (3) Hindernis Katastrophen: alte Traumata und negative Prägungen aus der persönlichen Vergangenheit. Ressourcen: Anker löschen, dissoziieren, Neuprägung. (4) Hindernis Vergleiche: unangemessene Erwartungen oder Kriterien. Ressourcen: Wechsel der chunks, Neues Verhalten generieren. (5) Hindernis Konflikt: Inkongruenz, verstecke Bedingungen, Sekundärgewinn. Ressourcen: Reframing, Rapport, Verhandlungsfähigkeiten. (6) Hindernis Kontext: festgefahrene Verhaltensmuster (Teufelskreis). Ressourcen: Flexibilität im Verhalten, genaues Wahrnehmen. (7) Hindernis Zweifel: Unsicherheit darüber, ob das Ziel erreicht werden kann. Ressourcen: Future pacing, Belief ändern,

Swish. History change History change, auch change history oder changing history genannt, ist eine NLP-Technik, um Erinnerungen (die in der Gegenwart immer noch belastend sind) positiv zu verändern, so daß sie weniger gegenwarts-wirksam sind. Die "Veränderung der persönlichen Geschichte" basiert auf der Tatsache, daß Bewußtsein ein Auswahl-Phänomen ist: jede Erinnerung an eine Situation ist auch etwas Konstruiertes und weil sie konstruiert ist, kann sie verändert werden. Dazu ist es lediglich notwendig, sich diese Erinnerung ins Bewußtsein zu holen und sie mit Ressourcen anzureichern. Eine typische Anleitung geht so: (1) Aktivieren und ankern Sie (bei einer anderen Person) ein belastendes Gefühl, das diese Person verändern will. (2) Führen Sie diese Person mit diesem Anker zurück in die Vergangenheit. (3) Sammeln Sie dabei Erinnerungen, wo dieses Gefühl aufgetreten ist, bis zu einer Erinnerung, die als erste Erinnerung gedeutet wird. (4) Setzen Sie einen kräftigen Unterbrecher. (5) Machen Sie eine doppelte Dissoziierung: z.B. die Person sieht sich selbst im Kino sitzen, wo auf der Leinwand die erste Erinnerung zu sehen ist. (6) Bereichern Sie die erste Erinnerung mit Ressourcen, bis die Situation nachhaltig positiv verändert ist. (7) Führen Sie die Person - der Erinnerungs-Kette entlang - zurück in die Gegenwart. (8) Future Pace. Übungs-Anleitung dazu. Hypnotische Sprache Hypnose ist ein anderer Ausdruck für Trance. Hypnotische Sprache ist eine Sprache, die andere Menschen suggestiv in bestimmte innere Zustände führt. Hypnotische SprachMuster werden in NLP im Milton-Modell zusammengefaßt.

Negative Befehle Eine Botschaft wird durch analoges Markieren in einem Satz vermittelt, der scheinbar das Gegenteil besagt: "Sie brauchen sich selbst nicht gernhaben, um den Wert um NLP zu erkennen." Indirekt negative Auträge können wie positive Aufträge wirken. NLP geht davon aus, das das Unbewußte keine Negationen "denken" kann (dies findet sich auch in der Forderung, Ziel-Sätze ausschließlich positiv zu formulieren). Im MiltonModell werden negative Befehle verwendet, um Ziele indirekt anzusprechen. "Bitte nicht im Lexikon weiterblättern, bevor Sie nicht diesen Satz zu Ende gelesen haben!" Neues Verhalten erzeugen, Neues Verhalten generieren, New Behavio(u)r Generator Ein Prozeß, bei dem eine Person eine Situation erkundet, bei dem sie sich nicht so verhält, wie es ihren Zielen entspricht, und sie dann mit Ressourcen anreichert. Neues Verhalten erzeugen ist eine der Standard-Techniken des NLP mit vielen Varianten. Beispiele: (1) die Aktivierung einer Erinnerung, bei dem ein leichter Zugang zu dieser Ressource möglich war, (2) tun als ob diese Ressource jetzt vorhanden wäre, (3) eine andere Person finden, die für diese Situation als "Modell" dienen könnte. Dazu sind viele Varianten möglich: (a) Das Verhalten einer (realen) erfolgreichen Person erkunden und sie modellieren, (b) sich ein Modell gedanklich vorstellen, mit ihm in Dialog treten und es nach konkreten Tips befragen, (c) sich neben diese Vorstellung stellen, alle Einzelheiten von dem Modell auf sich übertragen und mit den Ressourcen des Modells die problematische Situation von außen kommentieren oder von innen erleben, (d) sich assoziiert als dieses Modell erleben, d.h. eine zweite Wahrnehmungs-Position aktivieren und als diese Person die Situation von außen oder von innen erleben. Übungs-Anleitung dazu.

Neuprägung, Wieder-Prägung, Re-Imprinting Ein komplexes Interventions-Muster, das Robert Dilts entwickelt hat. Sein Ziel ist es, negative Prägungs-Situationen (wie traumatische Erlebnisse) aus der Vergangenheit (meist Kindheit oder Pubertät) zu erkunden und ihrer weiteren Wirkung zu berauben. Prägungen (imprints) sind nach Dilts bedeutsame Erfahrungen aus der Vergangenheit eines Menschen, die zu einem festen Belief von sich selbst geführt haben. Prägungen sind eingeprägte und prägende Erfahrungen, die die Identität einer Person nachhaltig beeinflußt haben und immer noch beeinflussen. Eine negative (traumatische) Prägung bewirkt, daß eine Person in ganz bestimmten Kontexten (ohne daß ihr dies meist bewußt ist) selbst genau jenes Verhalten zeigt, unter dem sie in der entsprechenden Szene ihrer Vergangenheit gelitten hat. Das Prägungs-Erlebnis hat sich als inneres "Bild" (in allen Repräsentations-Systemen) so intensiv eingeprägt, daß es durch entsprechende Anker in der Gegenwart immer wieder aktiviert werden kann. Bei einer Neuprägung wird (A) zuerst die Prägungs-Situation in Erfahrung gebracht, (B) näher erkundet, (C) mit Ressourcen angreichert und (D) mit der Gegenwart verbunden. (A) Ausgangspunkt einer Neuprägung ist ein einschränkendes Belief, ein stuck state, ein Hindernis für ein Ziel, usw., das vom Klienten/der Klientin K assoziiert erlebt wird. Dieses Gefühl, begleitet von der entsprechenden Physiologie, wird durch den Coach/Therapeuten/die Therapeutin T geankert. Während T den Anker hält, stellt sich K vor, immer jünger und jünger zu werden. K aktiviert dabei Erinnerungen, die zu diesem Zustand passen, bleibt bei jeder Erinnerung nur kurz und geht innerlich weiter (wird diese Suche mit Hilfe eines Boden-Zeitlinie unternommen, dann geht A auch physisch weiter). (K erfährt also eine Regression, K unternimmt

eine intensive trans-derivationale Suche). Das Ziel ist die Erkundung jener Situation, wo dieses Gefühl zum ersten Mal im Leben aufgetreten ist (Dies gilt als Prägungs-Situation. Die Suche nach der Prägungs-Situation kann u.U. einige Zeit dauern). In vielen Fällen werden hier Erinnerungen aktiviert, die dem Gedächtnis verborgen waren, und die mit intensiven negativen Gefühlen (z.B. Scham-Gefühlen) verbunden sind. Die Kunst von T besteht darin, darauf zu achten, daß K im Prozeß bleibt (daß er/sie mit dem ursprünglichen Gefühl verbunden bleibt) und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß K nicht voll assoziiert in eines dieser Erlebnisse "hineingeht". Die erste Szene kann getestet werden, indem K in der Erinnerung noch weiter zurückgeht und in Erfahrung bringt, ob dieses Gefühl (dieser Körper-Zustand) in noch früheren Erinnerungen zu finden ist. (In manchen Fällen werden dabei "Erinnerungen" an die ganz frühe Kindheit oder sogar im Mutterleib aktiviert. Prägungs-Erlebnisse können auch aus dieser Zeit stammen). Das Ziel ist es, eine konkrete Szene zu finden, in der das ursprüngliche Gefühl aufgetreten ist. Auf diese Szene beziehen sich die Schritte (B) und (C). (B) Im nächsten Schritt wird die Prägungs-Situation genau erkundet. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Wichtig ist auf jeden Fall zu verhindern, daß K vollends und so tief in die Szene regrediert, daß sie mit ihren unangenehmen und schmerzhaften Gefühlen einfach nur wiedererlebt wird. Dazu ist es notwendig, gleich nach der Erkundung der Szene oder etwas später, einen wirksamen Unterbrecher zu setzen und eine Dissoziation aufzubauen, die eine gewisses Zeit stabil gehalten werden kann. Die Erkundung der Szene, der näheren Umstände, welche Personen hier beteiligt waren, kann aus dieser dissoziierten Perspektive oder auch assoziiert (mit der Möglichkeit, sich jederzeit dissoziieren zu können) erfolgen. Aus der Außen-Position können auch die Folgen der Prägungs-Sitaution für das weitere Leben befragt werden. In vielen Fällen wird durch die Regression in die Kindheit ein "roter

Faden" im Leben erkennbar: wie all diese schmerzlichen Erfahrungen zusammenhängen und um ein einziges Thema kreisen. Ein wichtiger Teil der Erkundungs-Phase ist die Erkundung der Innen-Perspektive aller beteiligten Personen, auch der Täter. In der Regel geschieht dies durch das Einnehmen der ersten (für das jüngeres Selbst) und der zweiten (für alle anderen Personen) Wahrnehmungs-Position. Wiederum geht es darum, diese Positionen nur zur Informations-Gewinnung zu nützen, nicht aber "in die Hölle" hineinzugehen und dort zu bleiben. K geht also als erwachsener, ressourcevoller Mensch in die Szene der Vergangenheit hinein, und nimmt Rapport zu allen Beteiligten auf. (Kann K dabei diese Ressourcen des Erwachsenen-Selbst nicht halten, muß T Hilfe dafür anbieten, die notwendigen Ressourcen für diesen Schritt zu organisieren). Die Erkundungs-Phase wird solange unternommen, bis K ein gewisses Verständnis über das Verhalten und die Reaktionen aller Beteiligten entwickelt hat. Dieses Verständnis kann unmmittelbar aus dem Einnehmen der Innen-Positionen kommen, z.B. zu erleben, aus welchen Zwängen ein Täter als Person gehandelt. Meist wird hier auch die eigentliche Intention, die verborgene positive Absicht, der Beteiligten erkundet. (K fragt so lange nach, bis alle Schichten von Absichten durchdrungen sind und die gute Absicht zum Vorschein kommt). Diese positive Intention bezieht sich auch auf K selbst, auf seine Reaktion, das Tun und das Denken in dieser Szene. Hier wird angenommen, daß das jüngere Selbst (egal, was passiert ist) eine gewisse Wahl-Freiheit gehabt hat. Es hat z.B. mit Rückzug, mit Schweigen, mit Körper-Symptomen oder mit einer bestimmten Interpretation reagiert, aus dem dann das prägende Belief entstanden ist. In dieser Phase findet das Reframing im Prozeß der

Neuprägung statt, d.h. das Verhalten aller Beteiligten in der Szene, einschließlich des jüngeren Selbstes, "erscheint in einem anderen Licht", es bekommt eine neue Bedeutung (K zeigt dabei T mit einer Versöhnungs-Physiologie an, daß er/sie diesen Schritt einer Umstrukturierung von Bedeutungen innerlich durchlaufen hat). (C) Im nächsten Schritt wird die Prägungs-Situation weiter positiv verändert, indem von außen in alle Beteiligten, sofern dies nötig ist, Ressourcen hineingebracht werden. Dies kann direkt geschehen ("Was hätte diese Person damals gebraucht, um anders reagieren zu können?" und / oder auf die positive Absicht Bezug nehmen ("Wie hätte diese Person ihre eigentliche Absicht besser umsetzen können?"). Diese Ressourcen werden aktiviert (z.B. durch Einnehmen eines passenden Ortes auf der Boden-Zeitlinie) und den Beteiligten (assoziiert) "gegeben" (Dabei verschmelzen jeweils zwei Anker). Dieser Prozeß geht über mehrere Stufen. K überprüft (unter Umständen mehrmals), ob die Beteiligten mit ihrem neuen Verhalten und mit den neuen Verhaltensweisen der anderen Beteiligten zufrieden sind. Dies gilt auch und vor allem für das jüngere Selbst. Ist das der Fall, erlebt K die nunmehr veränderte Szene nochmals assoziiert in allen Repräsentations-Systemen, zuerst in den Wahrnehmungspositionen der Beteiligten und zuletzt in der Wahrnehmungsposition des jüngeren Selbstes. (Hierbei achtet T darauf, ob K kongruent in allen Positionen eine RessourcenPhysiologie zeigt. Wenn nein, werden aus der dissoziierten Position heraus zusätzliche Ressourcen in die Szene hineingebracht, solange, bis von außen betrachtet und von innen erlebt, alle Beteiligten mit dem, was in der Szene passiert und wie sie sich verhalten können, zufrieden sind). (D) In der letzten Phase wird die veränderte Prägungs-Sitution mit der Gegenwart (oder auch mit der Zukunft) verbunden. K geht dabei assoziiert in die neue Situation heinein, aktiviert und erlebt alle

Ressourcen, die jetzt in der Szene enthalten sind, und unternimmt mit diesem Gefühl den Weg zurück in die Gegenwart (Science-FictionFans nennen diesen Prozeß "back to the future"). In vielen Fällen werden jene Erinnerungen wieder aktiviert, die auf der Reise von der Gegenwart in die Vergangenheit erlebt wurden: das Leben wird "neu geschrieben", der "rote Faden" wird neu aufgerollt. (Dieser Prozeß kann einige Zeit dauern). Wurde die Neuprägung für ein Hindernis zu einem Ziel gemacht, so ist es hilfreich mit diesem Gefühl bis jenem Zeitpunkt in der Zukunft zu gehen, wo das Ziel erreicht ist und den Weg ins Ziel zu genießen. Die Technik der Neuprägung gilt für viele als einer der Höhepunkte des NLP. (Eine Sonderform ist die Neuprägung der Eltern. Ausführliche Übungs-Anleitung dazu). Neuprägung ist eine Erweiterung und Kombination der Techniken History change, Phobie-Technik, Neues Verhalten erzeugen (new behavior generator) und Reframing. Sie verlangt die Beherrschung aller NLP-Methoden und soll nur von NLP-erfahrenen Personen durchgeführt werden. Sie ist in der Regel ein tiefgehendes Erlebnis und kann oft nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten und die Identität einer Person ausüben. Übungs-Anleitung 1 (Walter Ötsch), Übungs-Anleitung 2 (Alexa Mohl).

Meta-Programme, Sorting Styles Meta-Programme sind Programme über Programme, wie einzelne Strategien. MetaProgramme sind Klassifikationen über häufig wiederkehrende Eigenarten eines Menschen. Meta-Programme sind systematische, gewohnheitsmäßig ablaufende Prozesse, die meist nicht bewußt sind. Eine Person motiviert sich zum Beispiel in vielen Lebens-Bereichen dadurch, daß sie - in ihrer inneren Konstruktion - von etwas weg geht: sie befolgt, ohne dies zu wissen das Meta-Programm "weg von". Meta-Programme sind dauerhafte Wahrnehmungs-Filter. Sie formen unsere Persönlichkeit und bilden Strukturen unserer Orientierung im Beruf und im Privatleben. Meta-Programme sind vermutlich durch Prägungen enstanden. Sie sind tief im Unbewußten verankert. Das NLP bietet Möglichkeiten, diese grundlegenden Muster unserer Persönlichkeit bewußt zu machen und bei Bedarf zu verändern. NLP kennt zwei unterschiedliche Varianten von Meta-ProgrammKatalogen: (A) Die ursprüngliche Variante stammt von Robrt Dilts und wurde von Roger Bailey erweitert. O'Connor und Seymour (in der Tradition dieser Variante) unterscheiden sieben Meta-Programme: (1) proaktiv - reaktiv. Proaktive Menschen setzen Handlungen und initiieren Neues. Reaktive Menschen warten, daß andere tun. Sie lassen die Dinge mehr geschehen und wollen zuerst verstehen und analysieren, bevor sie handeln. (2) hin zu - weg von. Hin-zu-Menschen werden durch positive Ziele motiviert. Weg-von-Menschen gehen von Problemen weg. Sie wollen eher Probleme vermeiden als Ziele erreichen. (3) Innenorientierung - Außenorientierung bzw. Innen-Referenz Außen-Referenz. Menschen mit innerer Referenz entscheiden nach

ihren eigenen Maßstäben, außenorientierte Menschen eher nach den Maßstäben anderer. (4) Option - Verfahren. Optionsorientierte Menschen wollen Wahlmöglichkeiten haben und können gut Alternativen entwickeln. Verfahrensorientierte Menschen können gut vorgegebenen Verfahrens-Richtlinien folgen. (5) allgemein - spezifisch. Allgemein orientierte Menschen fühlen sich im großen Chunk mehr wohl. Spezifisch orientierte Menschen sind darauf geschult, auf Details zu achten. (6) Gemeinsamkeiten - Unterschiede. Menschen, die matchen, achten bei Vergleichen auf Gemeinsames und Ähnliches. Menschen, die mismatchen, achten bei Vergleichen auf Unterschiede. (7) Überzeugungs-Muster (7a) Überzeugungs-Kanal: durch welches Repräsentations-System wird jemand von der Wahrheit oder Existenz von etwas eher überzeugt, - ob eine Person einen Beweis eher sehen, hören, lesen oder tun muß. (7b) Modalität: in welcher Art wird jemand überzeugt, - wie oft müssen Informationen kommen, damit jemand überzeugt ist, mit welcher Konsequenz oder in welchem Zeitraum. Tad James und Wyatt Woodsmall bezeichnen diese Kategorie von Meta-Programmen als "komplexe Meta-Programme". (Sie haben dazu eine Liste von 21 Meta-Programmen vorgelegt). (B) Die zweite Variante von Meta-Programmen lehnt sich an die "Psychologischen Typen" von C.G. Jung (1923) an, die später als "Myers-Briggs-Typen" weiterentwickelt wurden. Tad James und Wyatt Woodsmall bezeichnen sie als "einfache Meta-Programme". Sie umfassen vier Kategorien: (1) Äußeres Verhalten: introvertierter vs. extravertierter Typus (2) Innere Prozesse: intuitiver vs. Empfindungs-Typus (3) Innere Zustaände: Denktypus (dissoziiert) vs. Fühl-Typus (assoziiert)

(3) Adaptive Raktion: Beurteiler vs. Wahrnehmer Die Meta-Programme beschreiben Pole in Menschen. In NLP werden sie nicht als starre Persönlichkeits-, sondern als kontextabhängige Merkmale eines Menschen gedeutet: in einem Kontext wendet jemand dieses Meta-Programm, in einem anderen sein scheinbares Gegenteil an. In NLP geht es um das Bewußtmachen der Meta-Programme bei sich und bei anderen, in unterschiedlichen Kontexten. Es kann z.B. sehr interessant sein, die Unterschiede in den Meta-Programmen in individuellen Erfolgs- und Mißerfolgs-Kontexten zu studieren. Ziel-Rahmen mit MetaProgrammen.

Strategie Der Ausdruck Strategie wird in NLP in einer zweifachen Bedeutung verwendet, - ich bezeichne sie als (1) Mikro- und als (2) Makro-Strategien. (1) Mikro-Strategien sind schnell ablaufene Sequenzen sinnesspezifischer Aktivitäten, die in einem geordneten Muster auftreten. Strategien dieser Art beziehen sich auf "RoutineTätigkeiten" des Geistes. Wenn Menschen z.B. Entscheidungen treffen, dann aktivieren sie (unbewußt) ihre Entscheidungs-Strategie, eine Sequenz, eine Abfolge bestimmter innerer Prozesse. Eine Person hat z.B. folgende Entscheidungs-Strategie: Eine Person stellt sich visuell die Alternativen vor (visuell konstruiert), frägt sich dann, was ihr besser gefällt (innerer Dialog) und entwickelt ein Gefühl zu der gewählten Variante (kinästhetische Repräsentation). Ein solche Sequenz kann sehr schnell ablaufen, vielleicht in drei Sekunden. (Konkrete Strategien werden in der Notation des NLP dargestellt). Wir haben viele solche Strategien, z.B. um uns zu erinnern, zu motivieren, um ein Buch zu lesen, zu lernen oder kreativ zu sein. Viele Strategien sind gut und wirksam, manche Strategien sind schlecht und unwirksam. NLP hat Instrumentarien entwickelt, um Strategien zu erkunden und zu verändern (siehe unten). (2) Der Ausdruck Strategie wird in NLP oft auch in einem allgemeineren Sinn verwendet. Hier sind Strategien komplexe Verhaltensmuster oder Handlungs-Sequenzen (die, wenn überhaupt, als Bündel von Mikro-Strategien aufgefaßt werden können). Man spricht z.B. von der Walt-Disney-Kreativitäts-Strategie, der Bateson-Lernstrategie oder der Strategie für Trauer (ÜbungsAnleitung dazu) Strategie erkunden, Strategien evozieren, Strategien auspacken NLP kennt verschiedene Methoden um herauszufinden, welche Mikro-Strategie eine Person für eine bestimmte Tätigkeit anwendet. Beispiele sind:

(1) auf die Sprache und ihre Prädikate achten. Eine Person, die z.B. eine Entscheidung so begründet:" Ich habe mir Ihren Bericht angesehen und mich dabei gefragt, was darin Neues enthalten ist. Ich habe das Gefühl, daß Sie hier gute Arbeit geleistet haben" enthüllt (vermutlich) folgende Entscheidungs-Strategie: Visuell erinnert Innerer Dialog - Gefühl. (2) auf die Augen-Bewegungen achten. Es ist wahrscheinlich, daß der eben erwähnte Satz von den Augen-Bewegungen begleitet wird, wie sie im NLP-Augenbewegungs-Modell zu finden sind. (3) auf andere Zugangs-Hinweise achten, wie auf Gesten, Veränderungen des Atems und der Körperhaltung. (4) gezielt nachfragen. Eine Strategie kann auch dadurch erkunden werden, daß eine Person angeleitet wird, diesen Prozeß (z.B. bei einer Entscheidung) langsam (zeitverzögert) zu wiederholen und zu beschreiben. (In der Regel wird durch die Wiederholung und das langsame Erleben dieser schnell ablaufenden Vorgänge die Strategie nicht verändert. Personen, die auf genaues Wahrnehmen trainiert sind, können meist jedesmal dieselbe Strategie erkennen). Strategie installieren Eine Strategie zu installieren, bedeutet, einer Person eine Strategie (die sie noch nicht in ihrem Repertoire hatte) so verfügbar zu machen, daß diese Strategie in Zukunft "automatisch" ablaufen kann. Möglichkeiten dazu sind (1) der Einsatz eines Ketten-Ankers (bei der die einzelnen Glieder der "Kette" einzelnen Schritten in der neuen Strategie entsprechen) oder (2) das bewußte Einüben in die Strategie-Sequenz. Hier wird z.B. eine Person angehalten, ihren Körper in Einklang mit den ZugangsHinweisen der neuen Strategie zu verändern (z.B. mit den Augen genau die "richtigen" Bewegungen zu machen). Strategie-Swish Eine Strategie ist eine Abfolge von Repräsentationen. Jeder Übergang von einer Repräsentation zu einer

anderen (z.B. von einer visuellen zu einer kinästhetischen Repräsentation) kann als "natürlicher Swish" aufgefaßt werden, weil die Aufmerksamkeit blitzschnell (wie bei den Techniken des Swish) von einer Repräsentation zu einer anderen wechselt. Für einen Stratgeie-Swish muß man ein "kritisches" Strategie-Element in der Strategie, die zu einem unerwünschten Verhalten führt, kennen. (Ein "kritisches" Element tritt notwendigerweise und immer in der unerwünschten Strategie auf). Ist ein solches Element bekannt, so kann man von diesem Element aus den Klienten aus der betreffenden Strategie "heraus-swishen", indem man es so behandelt, wie das Auslöser-Bild bei den Swish-Varianten Standard-Swish oder Swish-Design - und von ihm aus eine Verknüpfung von Untereigenschaften zu einem positiven Selbst-Bild installiert. Stuck State Bedeutet wörtlich übersetzt: festgefahrener oder festgezurrter Zustand. Ein Problem-Zustand, in dem eine Person feststeckt, der für sie ein "Problem" darstellt. Probleme sind oft durch bestimmte Auslöser, bestimmte Anker gekennzeichnet. Immer wenn dieser Anker aktiviert wird (z.B.: jemand spricht laut mit mir) tritt eine bestimmter unerwünschter Zustand ein(z.B. fühle ich mich klein). Ein stuck state weist eine spezifische Physiologie auf ( Problem-Physiologie) Er ist meist auch körperlich von einem Gefühl von Starre begleitet: ich fühle mich starr und wenig flexibel. Die Änderungs-Techniken des NLP zielen darauf ab, stuck states positiv zu verändern. Submodalitäten Die Repräsentations-Systeme sind die Modalitäten, ihre Prozeß-Elemente die Submodalitäten. Das deutsche Wort dafür sind Untereigenschaften. Liste von Untereigenschaften.

Wahrnehmungs-Ebenen

Repräsentations-Systeme

Wahrnehmungs-Filter Alles was wir an der Welt rings um uns wahrnehmen, ist kein Abbild der Welt, sondern ein Konstrukt, eine Konstruktion. Bewußtsein ist ein enormer Auswahl-Prozeß, bei dem einzelne Aspekte erkannt und andere nicht erkannt werden. Wahrnehmen ist ein Filterprozeß, - wie eine Brille, bei der bestimmte Arten des Lichts durchgehen und andere nicht. Der Filter-Prozeß der Wahrnehmung ist allgemein bekannt. Wenn jemand ein neues Auto kauft, dann "sieht" er nach dem Kauf mehr Autos dieser Marke, nimmt die Werbung bewußter wahr, usw. Der Kauf eines Autos (für die meisten eine größere Entscheidung) hat den WahrnehmungsProzeß verändert: ein neuer Filter wurde wirksam. NLP geht davon aus, daß alle Modelle, die Menschen entwerfen, "gefilterte" Modelle sind. Das Meta-Modell des NLP ist ein allgemeines Modell der Modell-Bildung bei Menschen. Danach gibt es drei große Arten von "Filter-Prozessen": Tilgung, Verallgemeinerung und Verzerrung. Die Frage-Techniken des Meta-Modells dienen auch dazu, einige der Filter-Prozesse, wie sie sich in Sprache spiegeln, bewußt zu machen, und Anleitungen zu einer "weniger gefilterten Sprache" zu geben. Neben dem Meta-Modell der Sprache gibt es in NLP eine Vielzahl von Modellen, um Wahrnehmungs-Filter zu studieren und zu verändern. Beispiele sind die Repräsentations-Systeme im Denken und in der Sprache, die drei Wahrnehmungs-Positionen, der Unterschied zwischen assoziiert und dissoziiert und alle MetaProgramme, die als Katalog von Wahrnehmungs-Filtern gelten. Wirksame Wahrnehmungs-Filter sind die Beliefs, die Werte und die personale Identität einer Person. NLP offeriert eine Reihe von Änderungs-Techniken, die eine direkte Veränderung der

Wahrnehmung bewirken können. Ein wichtiger Gedanke von NLP ist die Zustandsabhängigkeit der Wahrnehmung. Die Art, wie wir bestimmte Ereignisse, bestimmte Menschen und uns selbst wahrnehmen, hängt in hohem Maße von unserem inneren Zustand ab. Die Selbststeuerungs-Techniken des NLP zielen darauf hinaus, den Wahrnehmungs-Prozeß in einer Weise zu verändern, wie es unseren Zielen und Werten mehr entspricht. Der Filter-Prozeß der Wahrnehmung wird in allen konstruktivistischen Theorien betont. NLP ist praktizierter Konstruktivismus. In NLP studieren wir die Veränderung von Wahrnehmungs-Filtern bei anderen Personen und bei uns selbst. Weil alle Wahrnehmungen gefilterte Wahrnehmungen sind, sind alle Gedanken über die Welt, alles, was wir für "wahr" halten, keine Abbilder der Welt, sondern nur unsere Überzeugung, unsere Beliefs. NLP unterscheidet nicht nach "wahren" oder "falschen" Beliefs und nicht nach "wahrer" oder "falscher" Wahrnehmung. Ein spannender Punkt an NLP ist das Studium der Wechselwirkung von Beliefs und Wahrnehmung im Alltag: wie unsere Wahrnehmungs-Prozesse durch unsere Beliefs strukturiert werden und wie neue Beliefs durch neue Wahrnehmungen entstehen. In NLP wird die Plastizität und Veränderbarkeit von Beliefs und Wahrnehmungen betont. Alle Techniken, die Beliefs verändern, zielen auch darauf hinaus, Wahrnehmungsprozesse zu verändern. Wenn man den Belief-Gedanken des Konstruktivismus ernst nimmt, dann ist die Filter-Metapher selbst eine unglückliche Metapher. Modell-Bildung, wie sie im Meta-Modell beschrieben wird, ist kein "Filter-Prozeß", sondern etwas anderes: "Filter haben nur eine einzige Funktion, nämlich die, eine Substanz aus einer anderen herauszufiltern. Ein Kaffeefilter filtert die Kaffeereste aus dem

flüssigen Kaffee-Wasser-Gebräu. Der Kaffee ist im Wasser gelöst. Im Falle der Modellbildungs-Prozesse würde das bedeuten, daß sie nur die Funktion hätten, schon vorhandene Informationen von anderen zu trennen oder "herauszufiltern". Tatsächlich handelt es sich um erlernte Methoden, Modelle zu konstruieren. Symbole oder Sinneseindrücke haben "an sich" keine Bedeutung, sie bekommen erst Bedeutung während eines bedeutungsgebenden Prozesses. Welche Bedeutung sie bekommen, entscheidet sich unter anderem durch die Art der angewandten Modellbildung-Prozesse. Die Modellbildungs-Prozesse sind keine "Filter", sondern Methoden auf der Basis von Sinneseindrücken, um Bedeutung zu konstruieren." (Inke Jochims).

Das soziale Panorama

Copyright Lucas Derks 1996, E-mail: iep@pi.net.

Rapport In der Militär-Sprache ist ein Rapport eine Meldung. In der Textilkunde ist Rapport ein regelmäßiges Muster in einem gewebten Stück. In NLP bezeichnet Rapport eine unmittelbare Verbindung zwischen Menschen. Rapport beschreibt eine intensive Beziehung in der Kommunikation, das Erleben eines Kontakts, eines Gleichklangs, manchmal auch Resonanz genannt. Das Ziel der KommunikationsTechniken von NLP ist die Herstellung von Rapport in Kommunikation. Rapport basiert auf der inneren Einstellung von Respekt für den anderen. Allein mit dieser Haltung können im Alltag die "Techniken" des Spiegelns (pacing) beobachtet werden, die NLP zur Herstellung von Rapport empfiehlt. Spiegeln (pacing) bedeutet, dem anderen ähnlich zu werden, sich ihm anzugleichen, seine Welt zu betreten. Je tiefer der Rapport zwischen zwei Menschen, desto mehr gleichen sich ihre Körper und Stimmen "wie von selbst" einander an: sie "schwingen auf der gleichen Welle", sie sind in Kontakt, in Resonanz. In Resonanz mit jemanden zu sein, beschreibt einen bestimmten inneren Zustand, den NLP-geschulte Personen für sich genau kennen. In NLP wird die Fähigkeit, mit anderen in Rapport zu treten, systematisch geschult. Elemente dieser Schulung sind die Fähigkeit der konzentriertes Wahrnehmung nach außen ( up-time), der genauen Wahrnehmung minimaler Zugangs-Hinweise und des Kalibierens der Physiologie des oder der Gesprächs-PartnerIn. Die Standard-Technik ist das Spiegeln. Eine subtile und wirkungsvolle Art, den Grad von Rapport in Kommunikation zu testen, ist den Körper oder die Stimme zu verändern, und zu beobachten, ob und in welchem Ausmaß die andere Person diese Veränderung mitmacht ( Führen als Rapport-Check). Darüberhinaus wird die Fähigkeit zu Rapport in NLP durch ein

Verständnis von Ideen gefördert, die manchen NLP-Techniken zugrundeliegen. Beispiele sind: (1) der Belief-Gedanke: allen Meinungen einen Glaubens- und keinen Wahrheits-Charakter zuzuschreiben. Dies kann die Fähigkeit fördern, "unverständliche" Beliefs anderer Menschen mehr zu respektieren. (2) der ReframingGedanke, Verhalten und Absicht zu trennen. Dies kann die Fähigkeit fördern, mit unerwünschtem Verhalten anderer konstruktiver umzugehen. (3) der Gedanke der Tiefen-Struktur der Sprache, der dem Meta-Modell zugrundeliegt. Dies kann die Fähigkeit fördern, fremde Innen-Welten zu erforschen (und sie weniger kritisch zu bewerten). Räumlicher Anker, Raum-Anker, lokaler Anker Die Verwendung räumlicher Elemente, wie bestimmter Plätze am Boden, bestimmte Räume, Gesten in eine bestimmte Richtung, usw. als Anker. Räumliche Anker kommen in Form von Boden-Ankern bei vielen NLP-Techniken zum Einsatz. Beispiele sind Interventionen mit den 3 Wahrnehmungs-Positionen, mit der Walt-Disney-Strategie, Neuprägung und die Technik der Belief-Veränderung mit lokalen Ankern ( Anleitung dazu). Das bekannteste Beispiel räumlicher Anker ist das Konzept der Boden-Zeit-Linie mit vielen Anwendungen. Realist Einer von drei Zuständen bei der Walt-Disney-Strategie. Im realistischen Zustand sollen die Ideen, Visionen und Ziele aus der Phase des Träumens in einen konkreten Plan gegossen werden. Referenz Referenz bedeutet Beziehung. Innere und äußere Referenz gelten in NLP als eines der (komplexen) Meta-Programme. Bei innerer oder interner Referenz entscheiden Menschen nach eigenen Maßstäben. Bei äußerer oder externer Referenz richten sich Menschen nach den Maßstäben anderer. Menschen, die sich stark

nach anderen ausrichten, repräsentieren sich diese Personen in ihrem sozialen Panorama als sehr groß. Übungs-Anleitung zur Stärkung der inneren Referenz

Backtrack Eine Technik des Spiegelns (Pacings). Im Gespräch mit einer Person oder in Präsentationen wird eine Zusammenfassung des Gesagten gemacht, wobei bestimmte Schlüsselworte mit demselben auditiven Untereigenschaften verwendet werden, die die andere Person oder andere Personen ursprünglich verwendet haben. Bagel-Modell Das Bagel-Modell (im Englischen B.A.G.E.L. Model geschrieben), von Robert Dilts vorgeschlagen, ist eine Liste von Kriterien, um innere kognitive und physiologische Zustände zu erkunden. Die Buchstaben bedeuten: B für Body posture: Körperhaltung, A für Accessing cues: Zugangs-Hinweise, G für gestures: Gesten, E für Eye movements: Augen-Bewegungen, L für Language patterns: Sprach-Muster, wie Meta-Modell und Milton-Modell. Bail out Unterbrecher Grundannahmen des NLP

Basisannahmen des NLP Bateson-Lernkategorien

Bateson-Lernstrategie Eine Änderungs-Technik, die Robert Dilts für einen stuck state vorgeschlagen hat, in der es einer Person schwer fällt, neue Ideen und neue Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. (Dilts hat diesen Prozeß durch Modellieren von Gregory Bateson entwickelt). Die Pointe dabei ist (1) die Übersetzung eines Problems (z.B. aus der Arbeit) in ein "Problem" aus einem Ressourcen-Bereich (z.B. eine sportliche Aktivität, die der Klient oder die Klientin K gerne macht, (2) das Bewußtwerden, welche Lösungen K im Ressourcen-Bereich

routinemäßig anwendet und (3) die Rückübersetzung dieser Lösungen für das ursprüngliche Problem. Übungsanleitung dazu. Bedeutungs-Reframing Beim Bedeutungs-Reframing wird die Bedeutung eines Problems im gleichen Kontext verändert. Mehr dazu unter Reframing. Behavio(u)r Generator Neues Verhalten generieren

Behaviorismus Von 1913 bis etwa 1970 eine der Hauptrichtungen in der Psychologie. Der Behaviorismus vertrat die Meinung, die Psychologie dürfe sich nur mit dem von außen beobachtbaren Verhalten von Mensch (und Tier) beschäftigen. Der Behaviorismus untersucht, wie äußere Reize (stimuli) ein bestimmtes (äußerlich beobachtbares) Verhalten (reponses) hervorruft. Der Behaviorismus untersucht nichts "im Menschen". Es gibt hier keine "Innen-Welt". Die Behavioristen lehnen es ab, das Verhalten des Menschen aus Gedanken, Gefühlen, Absichten oder anderen geistigen Prozessen zu erklären. Der Mensch ist hier eine biologische Maschine, ein reiner Reiz-Reaktions-Mechanismus. NLP als pragmatischer Ansatz hat die Reiz-Reaktions-Idee in Form des Anker-Konzeptes übernommen. Viele Anker-Techniken des NLP gehen auf behavioristische Verfahren zurück. NLP hat damit, so könnte man sagen, den Behaviorismus auf der Ebene der Techniken integriert. Auf der theoretischen Ebene eignet sich der Behaviorismus jedoch nicht für eine Fundierung von NLP. Dies hat viele Gründe. (1) NLP ist das praktische Studium des eigenen Bewußtseins. Der Behaviorismus lehnt den Begriff Bewußtsein als unwissenschaftlich ab (oder führt Bewußtseins-Phänomene immer auf Verhalten zurück).

(2) NLP-erfahrene Menschen üben sich darin, sich des eigenen Bewußtseins und seiner Repräsentationen immer mehr bewußt zu werden. Der Behaviorismus lehnt alle Methoden einer "Innen-Schau" (Introspektion) ausdrücklich ab. (3) NLP betont das Potential im Menschen, seine potentielle Freiheit, sein eigenes Leben nach seinen Werten zu leben. Im Behaviorismus sind die Menschen konditionierte Apparate ohne freien Willen. (4) NLP hat einen umfassenden Lern-Begriff. Der Behaviorismus kennt nur Lernen 1 ( Bateson-Kategorien). (5) NLP schließlich basiert auf dem Belief-Konzept. Der Behaviorismus glaubt immer noch an das Konzept einer "objektiven Wissenschaft"

Swish Swish ist eine Interventions-Technik, die Richard Bandler erfunden hat (Er hat sie einmal als die wirkungsvollste NLP-Technik bezeichnet). Bei einem Swish werden zwei innere Bilder (zwei visuelle Repräsentationen) sehr schnell ausgetauscht. Swish ist im Englischen ein lautmalendes Phantasiewort (to swish), daß sich im Deutschen am besten mit "zischen" übersetzen läßt. Ein zischendes Geräusch entsteht, wenn sich zwei Dinge schnell aneinander vorbeibewegen. Genau diese Vorstellung wird bei der Technik des Swish aktiviert: ein Bilder bewegt sich schnell von einem Ort weg und ein anderes Bild zischt an diesen Ort. (Das ganze dauert vielleicht zwei Sekunden). Diese Bewegung wird oft durch den Coach, der diese Technik anleitet oder die Person, die dies in einer Selbst-Anleitung macht, mit Gestensprache oder Zisch-Lauten unterstützt. (Richard Bandler zischte mit seinem Mund, um dem Klienten zu signalisieren, wie schnell er diese Technik innerlich ausführen sollte). Die Technik des Swish basiert auf zwei Bildern: (1) ein Bild, das das Problem beinhaltet (ich sehe assoziiert das, was es beim Beginn des Problems zu sehen gibt, z.B. mein Griff zu der Zigarette, oder ich sehe dissoziiert mich selbst, wie ich rauche) und (2) ein Bild, das das Ziel enthält (ich sehe mich selbst, wie ich etwas anderes mache, das mir gefällt), - wobei sich das Ziel-Bild inhaltlich immer auf das Problem-Bild bezieht: es soll es ja ersetzen. Swishen bedeutet, daß die Aufmerksamkeit schnell vom ProblemBild zum Ziel-Bild gelenkt wird. Im Standard-Swish wird: (1) das Problem-Bild als großes und helles Bild entwickelt, (2) das Ziel-Bild als kleines dunkles Bild in eine Ecke des ProblemBildes plaziert und (3) mit Husch und Swish das kleine dunkle Ziel-Bild größer gemacht, sodaß es das Problem-Bild bedeckt, welches gleichzeitig verblaßt und verschwindet. Anleitung zu einem Standard-Swish.

Die Grund-Idee dieser Technik wurde in vielen Varianten abgewandelt. Beispiele: (1) Beide Bilder stehen in einer gewissen Entfernung nebeneinander. Das Problem-Bild entschwindet nach hinten, das Ziel-Bild kommt blitzschnell nach vorne und nimmt das Gesichtsfeld ein. (2) Beide Bilder stehen nebeneinander. Die Augen wandern blitzschnell hin und her, dazwischen wird geblinzelt und der innere Bildschirm geleert. (3) Das Problem-Bild wird in die linke Handfläche projiziert, das Ziel-Bild in die rechte. Die linke Hand wird ausgestreckt vor das Gesicht gehalten, die rechte hinter den Kopf. Mit einer raschen und powervollen Handbewegung (die linke Hand geht nach hinten, die rechte nach vorne) schießt das Problem-Bild durch den Kopf und das Ziel-Bild wird gleichzeitig nach vorne gerückt ("HandflächenSwish"). (4) Das (kleine) Ziel-Bild rast aus der Zukunft nach vorne und steht groß in der Gegenwart, während das (große) Problem-Bild klein wird und in die Vergangenheit abzischt.(Dabei aktiviert man das Bild der inneren Zeit-Linie). (5) Das Problem-Bild hat in der Mitte ein Loch, durch das das ZielBild zuerst durchschimmert und dann ins Ziel-Bild explodiert (die Schweizer nennen das "Löchli-Swish"). (6) Ebenso, aber jetzt geht es um eine Aufgabe, die man zu Ende bringen will, aber in Augenblick keine rechte Lust hat (ProblemBild). Das Ziel-Bild zeigt etwas, auf das man Heißhunger hat (eine "Obsession", wie Schokolade für manche Menschen. Bandler hat diese Variante auch Godiva chocolate-pattern genannt). Das ZielBild scheint durch das Loch im Problem-Bild so stark durch, daß das Problem-Bild (die Aufgabe) attraktiv wird. Das Loch wird schnell geschlossen, aber nur so schnell, daß die Anziehung erhalten bleibt. Bei all diesen Varianten wird der Swish in der Regel meist hintereinander durchgeführt, vielleicht dreimal oder fünf oder zehn mal.

Die Swish-Techniken eignen sich für zwanghaftes Verhalten, wie Nägelkauen, rauchen oder zuviel essen oderfür Beliefs, die Zwänge beinhalten. Zwanghaftes Verhalten kommt nach NLP dadurch zustande, daß automatisch ein inneres Bild produziert wird, von dem eine große suggestive Kraft ausgeht. Bilder mit diesen Wirkungen sind - in ihrer visuellen Repräsentation - große, helle und nahe Bilder. Bei Swish wird ein großes, helles und nahes Zwangs-Bild blitzschnell durch ein großes, helles und nahes Ziel-Bild ersetzt. Durch diesen Vorgang soll, so die Theorie, der alte unerwünschte Zwangs-Automatismus durch einen neuen erwünschten ZwangsAutomatismus ersetzt werden. In Bezug auf die verwendeten Bilder kann man (1) den StandardSwish, (2) das Swish-Design, das (3) pragmagrafische Swish-Design und (4) den Strategie-Swish unterscheiden. (1) Beim Standard-Swish wird ein innerlich oder äußerlich (durch den Coach) erzeugtes Problem-Bild genommen, das beim ZwangsVerhalten zu sehen ist oder zu diesem Verhalten paßt. (2) Beim Swish-Design oder individualisiertem Swish geht es um jene visuelle Repräsentation, die unmittelbar vor dem zwanghaften Verhalten vorhanden ist, d.h. um das "Auslöser-Bild", das den Zwang "verursacht". Man will dabei die Mikro- Strategie zum zwanghaften Verhalten unterbrechen. Beide Varianten verwenden als Ziel-Bild ein positives "Selbstbild": ein Bild, das den Klienten als eine Person zeigt, für die das unerwünschte Verhalten kein Problem mehr ist. Dieses Selbstbild soll eine "Sog"-Wirkung erzeugen, gleichsam ein neuer Zwang, genau dieses Selbst zu werden. (3) Im pragmagrafischen Swish-Design wird eine Gefühls-Kette erkundet, die unbewußt vor dem zwangshaften Verhalten abläuft. Das "auslösende Gefühl" wird in ein (konstruiertes) visuelles Bild übersetzt und mit einer Vorstellung geswisht, wo der Klient / die

Klientin in der Lage ist, frei und kreativ beliebige andere Verhaltensweisen wählen zu können (es geht also nicht direkt um ein positives Selbst-Bild). (4) Beim Strategie-Swish wird der Übergang von einer Repräsentation zu einer anderen in einer Strategie (Strategien sind Abfolgen von Repräsentationen) als "natürlicher Swish" interpretiert und durch einen "konstruierten Swish" ersetzt. Die Swish-Techniken des NLP sind in vielen Fällen trotz oder wegen ihrer kurzer Dauer äußerst wirkungsvoll. Bei allen Swish-Arten wird eine unerwünschte innere Repräsentation so mit einer erwünschten Repräsentation verbunden, daß ein neuer "Zwang" entstehen soll: immer wenn später die unerwünsche Repräsentation auftaucht, soll quasi automatisch die erwünschte Repräsentation in das Unbewußte "hineingeswischt" werden. In den Ablauf der alten zwanghaften Handlung wird eine neue nützliche Automatik eingebaut: ich sehe z.B., wie sich meine Hand meinem Gesicht nähert, z.B. zum Nägelbeißen oder zum Rauchen, und "denke" automatisch und intensiv an das Ziel-Bild (wie ich sein werde, wenn ich das entsprechende Problem überwunden habe). Die Erfolge dieser Technik sind manchmal erstaunlich. In manchen Fällen ist eine einzige kurze Swish-Intervention geeignet, langbestehendes zwanghaftes Verhalten abzulegen. Man kann die Swish-Techniken sowohl als Variante einer Arbeit mit Untereigenschaften als auch einer Strategie-Arbeit auffassen. Ein erfolgreicher Swish verbindet zwei vorher nicht verbundene Repräsentation mit Hilfe von Untereigenschaften, d.h. es wird eine neue Strategie bzw. ein neues Strategie-Element installiert. Für den Erfolg dieser Technik sind neben dem Einüben (vorher) und der Nacharbeit (nachher) vor allem drei Bedingungen wichtig: (1) die Auswahl des Problem-Bildes, (2) die Art der Verknüpfung der

beiden Bilder und (3) der Aufbau des positiven) Selbst-Bildes. (1) Die Auswahl des Problem-Bildes beim Swish. Das Problem-Bild (das Bild Nr.1, auch Auslöser-Bild genannt) oder allgemein die auslösende Repräsentation soll ein assoziiertes visuelles Bild (oder ein assoziiertes Erleben in einem anderen Repräsentations-System) sein. Es soll genau zeigen, was dem inneren Erleben unmittelbar vor Einsetzen des "Autopiloten" (die Zwangs-Automatik wird eingeschaltet) entspricht. Wichtig ist dabei die Wahl des richtigen Repräsentations-Systems. Der "Autopilot" kann nicht nur durch einen visuellen Eindruck ausgelöst werden (man sieht, wie eine Hand eine Zigarette zum Mund führt), sondern auch durch einen kinästhetischen Eindruck (man fühlt die Zigarette oder die Zigarettenpackung). Möglich ist auch ein olfaktorischer Auslöser (der Geruch der noch nicht angezündeten Zigarette) oder ein auditiver Auslöser (das Geräusch das durch das Öffnen und Manipulieren mit der Zigarettenschachtel entsteht). (Bei multiplen Auslösern ist es manchmal wichtig, den Swish mit den verschiedenen Auslösern in den unterschiedlichen Sinnes-Systemen zu wiederholen). (2) Die Art der Verknüpfung der beiden Bilder. Für die Verknüpfung der Repräsentationen im Swisch kann der Therapeut / Coach die Größe/Helligkeits-Verknüpfung des Standard-Swishes anwenden, oder er kann genaue Informationen darüber sammeln, welche der unzählig möglichen Verknüpfungen sich bei seinem Klienten anbieten. Er kann ein Design machen für den geplanten Swish ( Swish-Design), indem er entweder (a) den Klienten direkt fragt, wie er Repräsentation 1 und Repräsentation 2 verbinden könnte, oder (b) sich selbst Möglichkeiten ausdenkt und prüft, ob der Klient sie möglichst mit Vergnügen, Neugierde oder Interesse - ausführen kann, oder (c) in anderen Strategien des Klienten nachforscht, ob dieser Vorlieben hat in Bezug auf bestimmte submodale

Verknüpfungsweisen. (Er würde dann das tun, was Richard Bandler beim Informationssammeln über die Besonderheit einer Strategie gemacht hat: "Bei einer Strategie, die man notiert hat, wie z.B. "V>A->K", interessiert mich am meisten, was in den Pfeilen passiert!") Strategie-Swish. (3) Der Aufbau des Selbstbildes beim Swish. Beim Aufbau des Selbstbildes für einen Swish sind neben den Hinweisen zur Wohlgeformtheit des Selbstbildes (wie sie Steve und Connerea Andreas in ihrem Buch "Gewußt wie" geben) nach der Erfahrung eines der Autoren (Thies Stahl) noch zwei weitere wichtig: Es soll (a)"physiologisch reflektieren" und (b) "symbolisierungsflexibelredundant" sein. (a) "physiologisch reflektieren". Damit ist folgendes gemeint: wenn der Klient oder die Klientin sich das Selbst-Bild innerlich ansieht, muß von außen eine Ressourcen-Physiologie zu beobachten sein und die Frage "Ist er/sie anziehend?" muß kongruent bejaht werden. Ist dies nicht der Fall, ist folgende Hypothese angebracht: Es gibt einen oder mehrere Teile, die wichtige sekundäre Gewinne des alten Verhaltens vertreten. Diese Gewinne sind im neuen SelbstBild nicht oder zu schwach vertreten, worauf mit einem (nonverbalen) Einwand reagiert wird. Um diese Einwände zu würdigen und um eine volle Ressourcen-Physiologie zu erreichen, kann der Coach C u.a. folgende Phänomene des Klienten / der Klientin K nützen oder auch einbauen: (aa) Asymmetrie, z.B. der Beinhaltung: "Während Du weiterhin das Bild anschaust, schlage mal deine Beine andersherum übereinander und laß dich überraschen, wie es sich verändert, in seinen Untereigenschaften und in seinem Inhalt." (ab) Ideomotorik: "Während du das hier (z.B. rechter Finger streichelt linken Handrücken) weitermachst, achte genau darauf, wie sich dein Bild verändert, wenn du es mehr (weniger, bzw. gar nicht mehr) machst."

(ac) Inkongruenzen, z.B. eine auditive oder kinästhetische Kritik zu dem visuellen Bild (Einwände in Form von "Meta-auditiven oder Meta-kinästhetischen-Repräsentationen"): "Diese Stimme, mit der du dein Selbstbild kommentierst (bzw. diese Gefühl zum Selbstbild), tue einmal so, als enthielte sie/es wertvolle Information und Energie, die, je mehr du sie für die Anreicherung deines Selbstbildes nutzt, ...JETZT, desto mehr wieder in den Hintergrund treten kann, während du dir erlaubst, die überraschenden Veränderungen in deinem Selbstbild einfach so zu genießen, ohne verstehen zu müssen, was sie bedeuten." (ad) Symptome (z.B. Nackenverspannung): "Vielleicht gestattest du mir, während du das Bild weiterhin anschaust, hierdurch (C berührt K oder massiert den Nacken von K) dein Bild etwas zu verändern. Wird es noch anziehender so?" (ae) Die Haltung, und damit auch die Physiologie, verändern lassen, in der K das Selbstbild zu visualisieren versucht (z.B. hinstellen, hinsetzen, hinlegen lassen). Ein Beispiel für eine Variation der Haltung ist ein Klient, der beim unbefriedigenden Versuch, sein Selbstbild zu visualisieren, in der Haltung eines zum Duell bereiten Cowboys dastand, und der auf die Aufforderung hin, so zu tun, als ziehe er plötzlich, sein Selbstbild plastischer, beweglicher und vitaler sah. Bei Brillenträgern kann C deshalb K sowohl in die "Brille auf "als auch in die "Brille ab"-Physiologie hineinhypnotisieren und die dabei auftretenden Phänomene nützen (utilisieren). Zwischen KurzSichtigkeit und Selbstbild-Wahrnehmung besteht oft ein enger Zusammenhang: man will oder kann sich "nicht sehen". So sagte ein Klient z.B., als er die Brille abnahm, das Selbstbild sei näher und attraktiver - was er auch physiologisch zeigte. Diese Veränderungen in den Untereigenschaften konnten dann systematisch genutzt werden, um das Selbst-Bild zu stabilisieren und um noch fehlende Sekundär-Gewinne zu berücksichtigen. (af) Interaktionsphänomene, z.B. Äußerungen von Unbehagen, Ärger, aber auch Komplimente oder Flirtangebote: "Vielleicht kannst du (das, was hier zwischen uns eben passiert ist = C benennt es), nehmen, als Produkt und Botschaft deines/unseres Unbewußten, um

dein Selbstbild damit noch in Bezug auf deine Möglichkeiten zu bereichern, mit einer solchen Situation hier umzugehen, insofern sie interessant sind für das, was du in der Zukunft können willst, wenn (das unerwünschte Verhalten = C benennt es) kein Problem mehr für dich ist." (ag) Kontexteinbeziehung: K versucht (meist unbewußt, manchmal in einer ritualisierten Weise) während der Visualisierung des Selbstbildes den Kontext, die Hier-und-Jetzt-Umgebung, einzubeziehen. Versucht K z.B. sein Selbstbild an einer Stelle im Raume mit offenen Augen zu visualisieren, an der sich seine reale, gegenwärtige Gestalt spiegelt, so kann ihm C etwa folgende Prozeßinstruktionen geben: "Und während Du weiterhin vor Deinem geistigen Auge das Du ansiehst, das Du bald sein wirst, möchte ich, daß Du ganz einfach, ohne es zu verändern, registrierst, in welcher Weise Du Dein Spiegelbild dort wahrnimmst. Nimm (wenn K durch leichtes Nicken etc. anzeigt, daß das angesprochene Phänomen nunmehr bewußt verarbeitet wird) diese Dir im Moment verfügbare Information, Energie, Erkenntnis etc., laß das Spiegelbild im Kontext hier Hintergrund werden und erlaube Deinem Selbstbild, in der Art, wie er schaut, sich bewegt, die Gesten, die er benutzt, die Mimik, die er zeigt, dieses Wissen oder diese Information auszudrücken (Physiologiewechsel abwarten). (b) symbolisierungsflexibel-redundant. Hier geht um Flexibilität bezüglich der Möglichkeiten, die sekundären Gewinne des alten Zwanges auszudrücken. Wenn K einen Weg gefunden hat, die sekundären Gewinne im Selbstbild symbolisch (durch Gesten, Bewegungen etc.) abzubilden, dann soll ihm/ihr geholfen werden, aus diesem einen Weg mehrere andere Wege zu entwickeln. Diese Alternativen sollen nebeneinander existitieren (sie sind redundante Abbildungsweisen). Das Selbstbild soll variabel sein bzw. variabler werden. Dies bezieht sich u.a. auf folgende Bereiche (vgl. damit auch die entsprechenden Meta-Programme. Es geht auch um eine Flexibilität in Bezug auf Meta-Programmme):

(ba) Selbst, Andere und Kontext: "In der Weise, wie du jetzt erkennst, daß der/die es kann, also daran, daß in deinem Bild dieser Kontext, bzw. diese anderen Person(en) wichtig sind... (C wartet ein Nicken ab!), kannst du diese Art und Weise, es zu erkennen, umändern, umformatieren, so daß du es auch an ihm/ihr selbst, an seinem/ihrem Gesicht (an seinen/ihren Bewegungen, etc.) erkennen kannst, daß er/sie es gut kann?" Ein wohlgeformtes Selbstbild beim Swish ist kontextunabhängig, es darf für die Demonstration der Fähigkeiten, die für das neue Verhalten notwendig sind, an keinen spezifischen Kontext gebunden sein. (bb) Haltung, Mimik, Gestik, ideomotorische und ganzkörperliche Bewegungen, Gesichtsausdruck, Körperausdruck: "So wie du jetzt in der Haltung erkennen kannst, da er/sie das gut kann, kannst du das auch sehen, wenn du ihn/sie in Bewegung sieht... Gibt es eine spezielle Bewegung, oder irgendein anderes gewisses Etwas, an dem du es auch sehen kannst?" (bc) Repräsentationssysteme: "Bringe all die Informationen, die jetzt in dem Bild sind, in eine Darstellung deiner Stimme, bzw. in eine kinästhetische Darstellung!" (Eventuell kritische Untereigenschaften mitübersetzen). (bd) Ass.-Diss.-Flexibilität: "Wenn du es assoziiert kannst, mache es jetzt bitte dissoziiert!"

Der Standard-Swish 1. Identifizierung des Kontextes "Stelle bitte einmal fest, wo etwas bei Dir nicht in Ordnung ist, oder wo Du in der Klemme steckst. Wo oder wann würdest Du Dich gerne anders verhalten oder anders reagieren als bisher? Du könntest etwas wie Nägelkauen wählen, oder auch so etwas wie Wutanfälle, die Du auf Deinen Partner bekommst." 2. Identifizierung des auslösenden Kontextbildes "Jetzt möchte ich, daß Du herausfindest, was Du in dem Moment tatsächlich siehst, der dem unerwünschten Verhalten unmittelbar vorausgeht. Wenn Dir das schwerfällt, kannst Du Dir eventuell helfen, indem Du tatsächlich das tust, was dem zu verändernden Verhalten vorausgeht, um herauszufinden, wie das aussieht." (Das Bild sollte assoziiert sein) 3. Schaffung eines Zielbildes "Mache Dir nun ein zweites Bild davon, wie Du in Deinen eigenen Augen anders aussehen würdest, wenn Du die gewünschte Veränderung bereits erreicht hättest. Ich möchte, daß Du dieses Bild so lange abänderst, bis es für Dich außerordentlich attraktiv ist - ein Bild, das Dich sehr stark anzieht." (Das Bild sollte dissoziiert sein) (Die Physiologie sollte strahlend sein) 4. Ökologie-Check "Bevor Du den Swish ausführst, überprüfe bitte, ob es irgendwelche Einwände gibt, das unerwünschte Verhalten auf diese Weise zu überwinden. Wenn ja, verzichte auf die Veränderungarbeit oder suche Dir ein anderes unerwünschtes Verhalten, mit dem Du einen Swish machen könntest!"

5. Swish "Mache nun mit den beiden Bildern den S w i s h. Beginne damit, daß Du das auslösende Bild des Kontextes groß und hell siehst. Setze dann ein kleines dunkles Bild der Zielvorstellung in die untere rechte Ecke. Das kleine dunkle Bild wird größer werden und das erste Bild ganz bedecken, welches gleichzeitig ebenso schnell verblassen und schrumpfen wird, wie Du S w i s h sagen kannst. Lösche dann die ganze Bildfläche oder öffne die Augen. "Wiederhole den Swish insgesamt fünfmal. Vergewissere Dich, daß Du nach jedem Mal das innere Bild löschst." (Der Prozeß sollte schnell ablaufen) 6. Test 1 "Stelle Dir nun das erste Bild vor. Was passiert?" (Wenn das schwierig ist, hat es funktioniert) 7. Test 2 "Wenn es möglich ist, solltest Du Dich jetzt den Reizen aussetzen, die in dem auslösenden Kontextbild dargestellt sind. Falls das alte Verhalten beim Test noch vorhanden ist, solltest Du ein paar Schritte zurückgehen und das Swish-Muster erneut durchführen. Versuche herauszubekommen, was Du noch tun könntest, um den Prozeß erfolgreich ablaufen zu lassen."

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Manipulation Die Beeinflussung anderer Menschen für eigene Zwecke und Ziele auf Kosten der anderen und gegen den Willen und die Interessen anderer. NLP wird manchmal der Vorwurf der Manipulation gemacht. Auf diesen Vorwurf zu antworten, ist ein interessanter Tatbestand, weil NLP-Ideen auf NLP angewandt werden: (1) NLP ist kein Ding, sondern ein Prozeß. Zu sagen NLP ist so und so, impliziert eine Nominalisierung, d.h eine Verletzung des Meta-Modells. NLP ist nicht so oder so, sondern ein Prozeß, bei dem Menschen die Ideen, Techniken und Verfahrensweisen des NLP in Kommunikation mit anderen anwenden und entwickeln. Kein Kommunikations-Prozeß ist an sich manipulativ. Sprache z.B. ist ein Prozeß. Ob Sprache manipulativ ist oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab, die nicht in der Sprache allein liegen. (2) NLP gibt es nicht, sondern nur Beliefs über NLP. Jede Person, die von NLP gehört hat, NLP anwendet, NLP weitergibt, macht dies in ihrem Deutungs-Zusammenhang, im Kontext ihrer Erfahrungen, die sie mit NLP gemacht hat. Die Autoren dieses Lexikons teilen hier (im Kontext ihrer Erfahrungen) folgende Überzeugung: Eine Minderheit von Personen, die NLP anwenden und dafür werben, macht dies in einer Art, die uns manipulativ erscheint (manchmal nicht so sehr durch die Worte, sondern durch das Verhalten: die Art, wie NLP präsentiert wird). NLP erscheint hier als Bündel von Techniken, mit denen das Verhalten anderer Menschen effizient und unbemerkt gesteuert werden könne. Hier wird insbesondere an manchen Kommunikations-Techniken sowie am Anker-Modell des NLP angeknüpft, oft auch in Verbindung mit dem MenschenBild des Behaviorismus, welches Menschen als - von außen lenkbare - Reiz-Reaktions-Mechanismen beschreibt. Die meisten Personen, die heute NLP praktizieren und lehren,

verstehen (das ist unser Belief) NLP in einem ganz anderen Deutungs-Zusammenhang. "Effiziente" Kommunikation entsteht vor allem aus einer inneren Haltung, in der die Integrität und der Wert von Kommunikations-Partnern betont wird. Dies kann z.B. an der Interpretation der Sprach-Muster des Milton-Modells studiert werden. Sie dienen dazu, andere Menschen ganz gezielt in bestimmte innere Zustände zu führen, d.h. sie z.B. zu "manipulieren", in Kontakt mit ihren Ressourcen zu kommen. In der Erikssonschen Hypnotherapie (die Basis für das Milton-Modell), wird das Prinzip der Kooperation zwischen Klient und Therapeut betont. (z.B.: Gilligan, Therapeutische Trance, 1991). Elemente sind: die Integrität und Kongruenz des Therapeuten, die Konstruktion einer gemeinsamen "interpersonellen Trance" zusammen mit dem Klienten, die respektvolle Annahme der Welt des Klienten und die Suche nach Ressourcen in dieser Welt, so sonderbar sie sein mag. Die NLP-Strategien des Spiegelns (pacing) und Führens (leading) gelten in diesem Kontext ausdrücklich als KooperationsStrategien, in strikter Abgrenzung zu Macht- und KontrollInterpretationen. Die Macht-und Kontroll-Metapher ist ein Element des mechanistischen Welt-Bildes, das als kulturelles Grund-Belief den Alltag vieler Menschen beherrscht. Die Computer-Metapher des NLP, welche auch im Wort "Programmieren" anklingt, kann dieses Welt-Bild fördern und unbewußt aktivieren. Im mechanistischen Welt-Bild sind "innen" und "außen" prinzipiell getrennte Bereiche. In einer solchen Welt zu handeln, bedeutet, auf etwas "außerhalb von mir" einzuwirken, auf etwas, was von mir prinzipiell getrennt ist. Handeln heißt hier, etwas "Äußerliches" zu verändern, es zu steuern, es zu manipulieren. Manipulation, Herrschaft und Macht sind systematische Elemente im Denkens und Handeln dieses Welt-Bildes (z.B. "Wissen ist Macht"). Menschen, die in dieser (verbreiteten) Denkweise gefangen sind, unterliegen einer Macht-Illusion, für die

(oberflächlich betrachtet) Teile von NLP brauchbar sind. NLP als konstruktivistischer Ansatz kritisiert das mechanistische Welt-Bild auf eine praktische Weise. Je mehr wir lernen und je mehr wir verstehen, in welcher Weise wir unsere Welt, die Wahrnehmung unserer Welt durch unsere Beliefs und unsere WahrnehmungsFilter gestalten (wofür viele Änderungs-Techniken des NLP hervorragend geeignet sind), desto mehr verschwinden die strikten und prinzipiellen Grenzen zwischen "innen" und "außen". Dies ist ein langsamer Prozeß, in der es für jede Person, die sich darin übt (das ist unser Belief) noch viel zu lernen gibt. Erfaßt er nach und nach größere Bereiche, sind seine gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen noch nicht absehbar. In dieser Interpretation erscheint NLP vor allem als Sammlung effizienter Verfahren zur Steuerung des eigenen Bewußtseins, zur Selbststeuerung, was eine nicht-manipulative Einstellung zur "Welt" bedingt. Die eigentliche (und lohnendere) "Manipulation", um die es hier geht, ist die "Eigen-Manipulation", das Einüben in der bewußten Steuerung der Innen-Welt, der Gedanken und Gefühle, - sowie das Studium, welche Resultate und Auswirkungen auf andere damit erzielt werden. In diesem (lebenslangen) Lern-Prozeß üben sich Personen darin, Zugang zum Kern ihrer Persönlichkeit zu finden, zu ihren core states, zu ihre Quelle, - und all dies in ihrem Alltag mehr und mehr zu leben. In dieser Entwicklung ist (so die Hoffnung vieler Menschen, die NLP für nützlich halten), eine "ethische Kontrolle" eingebaut: das Einüben und Praktizieren (manchmal sehr) effizienter Kommunikations-Techniken im Kontext der eigene Werte, in Rapport und im Erleben von Zugehörigkeit. Mapping eine Sonderform des Kalibrierens, wo das bevorzugte Repräsentations-System und die Augen-Muster erkundet werden.

Mapping around Der Prozeß des Erforschens der logischen Ebenen, eine Anwendung der Techniken der InformationsSammlung Matchen, Matching (1) Im Sinne von spiegeln: sich anpassen an Teile des Verhaltens einer anderer Person, um Rapport zu bekommen. (2) eines der Meta-Programme. Matching ist ein innerer Sortier-Mechanismus, bei dem die Aufmerksamkeit auf das gelenkt wird, was gleich oder ähnlich ist. Eine Person, die matching als Wahrnehmungs-Filter verwendet, sortiert (meist unbewußt) innerlich nach den Kriterien von Gleichheit und Ähnlichkeit.

Analyse des Arbeitsplatzes auf positive und negative Anker (nach Josef Weiß) 1. Arbeitsplatz vorstellen Nehmen Sie eine entspannte Haltung ein. Falls Sie sich nicht an Ihrem Arbeitsplatz befinden, stellen Sie sich vor, Sie sind dort. 2. Anker entdecken Überprüfen Sie Ihre Umgebung mit allen Sinnesorganen auf die Reize und die Erlebnisqualität, die diese in Ihnen auslösen. In welche Zustände bringen sie Sie, in angenehme, vielleicht sogar einen Moment of Excellence oder in eher unangenehme? Prüfen Sie sorgfältig: Sehen Sie sich um, was es dort zu sehen gibt und wie das auf Sie wirkt! Hören Sie bewußt auf die Geräusche, Töne und Klänge und wie diese auf Sie wirken! Fühlen Sie, wie Sie auf Ihrem Stuhl sitzen, ob er bequem oder unbequem ist! Riechen und schmecken Sie, was immer Sie dort auf diese Weise wahrnehmen und überprüfen Sie dabei Ihre Gefühle! 3. Negative Anker entfernen Wenn Sie bei dieser Untersuchung etwas wahrnehmen, was in Ihnen ein unangenehmes Erleben auslöst, haben Sie einen negativen Anker entdeckt, den Sie, wenn möglich, entfernen oder auflösen sollten. 4. Positive Anker vermehren Wenn Sie bei dieser Untersuchung etwas wahrnehmen, was in Ihnen ein angenehmes Erleben auslöst, haben Sie einen positiven Anker entdeckt. Wenn Sie sich vorstellen können, daß es etwas gibt, wobei Sie sich noch wohler fühlen, wenn Sie es hier sehen, hören, fühlen riechen oder schmecken könnten, dann haben Sie zusätzliche Anker entdeckt, die Sie sich, wenn möglich, an diesem Ort auch zugänglich

machen sollten.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Negative Anker löschen 1. Der Coach fragt: "Welchen negativen Anker wollen Sie löschen?" Der Anker wird sinnlich-exakt erkundet. 2. Der Coach löst den Anker nach den Anleitungen des Klienten aus: er sagt z.B. einen bestimmten Satz mit einem bestimmten Tonfall, macht eine Geste oder spielt eine Person. Der Klient modelliert den Coach solange, bis die Wirkung des Ankers klar erkennbar ist. 3. Unterbrecher. 4. Diesen Anker testen. 5. Der Coach fragt: "Welches Erlebnis (welchen Moment of excellence, MoE) wollen Sie diesem Anker entgegenstellen?" 6. Der Coach führt den Klienten intensiv in dieses Erlebnis und ankert es. 7. Den MoE-Anker testen. (Die Intensität des MoE-Ankers muß stärker sein als der negative Anker). 8. Der Coach bittet den Klienten, an den negativen Anker zu denken und sich diese Situation intensiv vorzustellen. 9. Wenn der Klient assoziiert ist, löst der Coach den Anker für MoE aus und bleibe eine Weile bei dem Anker. 10. Zeit für den Verschmelzungsprozeß geben.

11. Unterbrecher 12.Future pace

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Einen negativen auditiven Anker löschen Übung in einer Dreiergruppe: A ist der Klient, B aktiviert den negativen auditiven Anker, C aktiviert den positiven auditiven Anker.

1. Der negative Anker wird gesetzt: B mit A: a) B befragt A:
q

q q

Welchen Situation möchtest Du verbessern? Stell Dir diese Situation vor. Welche auditiven Anker können diese Situation auslösen? Welche auditiven Anker können diese Situation verstärken?

b) A trainiert B auf einen negativen auditiven Anker. c) Gemeinsam wird die Intensität des Ankers überprüft.

2. Der positive Anker wird gesetzt: C mit A: a) C befragt A:
q

Welchen Moment of Excellence (MOE) willst Du diesem Anker entgegenstellen? Stell Dir diese Situation lebhaft vor.

b) C ankert diesen MOE kinästhetisch.

c) C überprüft die Intensität dieses Ankers. Hinweis: Der positive Ankers muß intensiver wirken als der negative Anker !!

3. Der negative Anker wird gelöscht: a) B löst den negativen Anker aus (eventuell: mehrmals). b) C löst kurz darauf den positiven Anker aus und bleibt dabei.

B und C lassen A Zeit, den Verschmelzungsprozeß zu erleben!

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Anker verschmelzen (kollabieren) für zwei kinästhetische Anker (Anker A und Anker B) 1. Negative Situation (Gefühl oder Verhalten ) finden. Assoziiert erleben (der Coach merkt sich die Physiologie). Anker A setzen. Unterbrecher. 2. Anker A testen (anhand der Physiologie überprüfen). Unterbrecher. 3. MOE (Moment of Excellence) intensiv aktivieren und assoziiert erleben (VAKO). Anker B setzen. Unterbrecher. 4. Anker B testen (überprüfen). Unterbrecher. 5. Intensität der beiden Situationen befragen. MOE muß intensiver, d.h. stärker sein. 6. Negativen Anker auslösen und kurz darauf den positiven Anker auslösen.
q

Mit den beiden Ankern dabei bleiben, bis die Verschmelzung ihren Höhepunkt überschritten hat. Wechsel in der Physiologie beobachten.

7. Zuerst den negativen Anker loslassen, dann den positiven. 8. Laß Deiner Partnerin / Deinem Partner noch Zeit sich neu zu strukturieren. 9. Future pace

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Integration zweier dissoziierter Physiologien

1. Rapportcheck Ihr überprüft die Berührungspunkte für eure kinästhetischen Anker. Wichtig ist ein neutraler physiologischer Zustand eures Klienten, wenn ihr ihn oder sie berührt. 2. Induktion der Physiologie I a) Identifikation der ersten Situation: Gehe bitte innerlich in eine Situation, dir typisch ist für dich in dem einen Zustand bzw. bei der einen Tätigkeit. b) V.A.K.O.-Hypnose: Dann hypnotisiert ihr euren Klienten unter Hinweis auf alle Sinnessysteme in diese Situation hinein. Was gibt es dort zu sehen, ... zu hören, ... zu fühlen, ... zu riechen ... und zu schmecken? In a und b ankert ihr fortwährend synchron zur Zu- und Abnahme der Physiologie. 3. Separator-State 4. Induktion der Physiologie II Ihr induziert die zweite Physiologie wie in Schritt 2 und ankert während der V.A.K.O.-Hypnose. 5. Separator-State und Test der Anker

6. Integration a) Instruktion/Vorankündigung: Wollen wir ein Experiment machen? Oder alternative Formulierungen. Wichtig sind Prozeßinstruktionen, die euch erlauben, mit beiden Ankern zu spielen. b) Anker benutzen: Ihr benutzt beide Anker, um dem Klienten zu helfen, beide Physiologien zu mischen. c) Lösen der Anker: Wenn die Integration "unterwegs" ist, das heißt, wenn Anteile beider Physiologien zu sehen sind, laßt ihr die Anker los. Ihr könnt dann sagen, nimm dir Zeit, die Situation innerlich so zu gestalten und zu vollenden, daß du maximal zufrieden bist, und komm dann zurück hierher. 7. Kongruenz-Check Wenn euer Klient aus der Trance zurückkommt, fragt ihr: Bist du zufrieden mit dem, was du eben getan hast? Dabei achtet ihr darauf, ob die Antwort kongruent und die Haltung symmetrisch ist. Wenn nein, macht ihr ein Kurz-Reframing über das Finden von Kontexten und Konsequenzen oder eines der Berater-Modelle. 8. Future Pace Ihr fragt den Klienten: So eine Situation wird in der Zukunft ähnlich wieder auftreten, oder? Hier solltet ihr beide Physiologien sehen

können, im integrierten Zustand.

Quellenangabe: Thies Stahl, Triffst du 'nen Frosch unterwegs ... . NLP für die Praxis, 6. Auflage, Paderborn 1995. Copyright Junfermann 1995. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann Verlages.

Imperative Selbst-Analyse Eine Anwendung von NLP auf den "Kern der Persönlichkeit", entwickelt von Leslie Cameron-Bandler. Das imperative Selbst ist ein Selbst, das - meist auf verborgene Weise - die Motive und Absichten eines Menschen lenkt ("imperativ" bedeutet "befehlend"). In der imperativen SelbstAnalyse, abgekürzt, ISA, soll dieses Selbst erkundet werden. Damit soll eine erhöhte Wahlfreiheit erreicht werden, sich selbst über dieses Selbst und seine Zwänge hinausentwicklen zu können. Die imperative Selbst-Analyse ist die linguistische Beschreibung der Kernmuster der persönlichen Organisation eines Menschen, ein umfassendes Modellieren der ganzen Person. Die Erkundung des Imperativen Selbst wird ermöglicht durch eine komplexe Sammlung von Informationen über die Gefühle / Stimmungen und die darin enthaltenen Lebensthemen eines Menschen. In der ISA geht es nicht um eine einzelne Emotion, sondern um ein ganzes Set von Emotionen. Das imperative Selbst drückt sich auch in einer "Scheinfrage" oder "Scheinaussage" aus. Die Scheinfrage ist eine Zusammenfassung der grundlegenden Beliefs, der Grundüberzeugungen eines Menschen (Core Beliefs) in einem Satz oder einer Frage. So stellt sich jemand beispielsweise völlig automatisch und unbewußt in allen Situationen immer wieder die Frage: "Kann ich hier jemanden helfen?" Diese Frage wirkt als machtvoller Wahrnehmungs-Filter. Sie zwingt ihn dazu, in einer bestimmten Weise zu denken, zu fühlen und zu handeln. Ein anderes Beispiel: Wenn sich jemand fragt: "Weiß ich, wie ich es richtig tun kann?", so drückt sich in dieser Frage die Überzeugung aus, daß es einen richtigen Weg gibt, Dinge zu tun und daß die Aufgabe nur dann erledigt werden sollte, wenn man den richtigen Weg kennt, sie zu erledigen. Schein-Aussagen und Schein-Fragen stehen nach der ISA im Dienste von "Grundmotiven" (Leitmotiven) einer Person. Diese Haupttriebkräfte werden häufig spürbar als eine Art innerer Zwang

oder Druck. Die Erfüllung dieser Motive stellt das höchste Ziel, den höchsten Wert dar, für dessen Verwirklichung ein Mensch sich (oft erfolglos) einsetzt. Solche Triebfedern sind zum Beispiel Freiheit, Sicherheit, Macht, innerer Frieden, ein Gefühl von Zugehörigkeit, sich ganz lebendig zu fühlen. Ob diese dringenden Wünsche überhaupt erfüllbar sind und ob sie in einer konkreten Situation erfüllt werden, bestimmt darüber, ob die Person sich unglücklich und unzufrieden fühlt, oder ob sie ihr Leben als Blühen und Gedeihen empfindet. Die ISA besteht aus drei Phasen: (1) In der Erkundungs-Phase erzählt der Klient von verschiedenen Ereignissen, die in seinem Leben wichtig waren. Der Therapeut/Coach frägt immer nach den Motiven und versucht ein allgemeines Muster, einen roten Faden, hinter den Berichten zu erkennen. Der Klient soll die Erkundung seiner Persönlichkeit auf eine angenehme Weise erleben: er bekommt einen Zugang zu dem, was für ihn im Leben eigentlich zählt. Er entdeckt Gedankengänge, Vorstellungen, Wünsche, die in seiner Seele gut bewahrt möglicherweise Jahrzehnte schlummerten, ohne daß sein Bewußtssein eine Ahnung davon hatte, daß genau diese Werte sein Handeln im Innersten die ganze Zeit über bestimmten. Die Entdeckung des imperativen Selbst ist in der Regel mit einem Gefühl der Erleichterung und einem tiefen Verständnis für die eigene Lebensgeschichte verbunden. (2) Das Verständnis des inneren Lebenszusammenhanges bildet das Fundament für den Aufbau eines umfassenden neuen Selbstverständnisses (Selbstkonzept), das dem Leben des Klienten die Qualität des Blühens und Wachsens ermöglicht. Dazu gehört:
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Das Erleben des eigenen Wertes, des naturgemäß eigenen Einflusses und der Fähigkeit zu lernen - in allen Situationen und unabhängig von der Anwesenheit anderer Menschen, unabhängig auch von der Kompetenz, die der Mensch im

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Augenblick besitzt. Die Etablierung und Aufrechterhaltung von Kriterien und Verhaltensweisen, die dazu führen, daß sich jemand gut behandelt, und dazu, daß andere wissen, wie sie ihn gut behandeln können.

(3) Der dritte Schritt besteht im Aufbau eines neuen Imperativen Selbsts, in dem die erfolgreichen Anteile des alten aufgehoben sind und das dem Klienten auf ökologische Weise ermöglicht, mehr von dem zu leben, was er ist und was er werden kann. Das Ziel ist die Schaffung einer neuen Landkarte und einer neuen personalen Identität. Indirekte Suggestionen Alle Methoden, mit denen innere Zustände anderer Personen beeinflußt werden sollen, ohne dies direkt anzusprechen. Indirekte Suggestionen können verbaler und nonverbaler Art sein. Der bewußte Einsatz des Körpers, z.B. um eine Person in ihrem Atem-Rhythmus zu führen ist ein Beispiel für eine nonverbale indirekte Suggestion. Beispiele für verbale indirekte Suggestion sind eingebettete Befehle, eingebettete Fragen, negative Befehle und Zitate. In NLP werden verschiedene Formen von indirekten verbalen Suggestionen im Milton-Modell zusammengefaßt. Informations-Sammlung Prozeß der Erkundung der inneren und äußeren Wirklichkeit anderer Menschen. Am Beginn einer NLPBeratung (einer NLP-Therapie, eines NLP-Coachings, ...) steht immer eine ausführliche Informations-Sammlung unter Einsatz aller Kommunikations-Techniken des NLP. Aus diesen Informationen formt die Beraterin oder der Berater eine Hypothese über den Kern des Problems und mögliche Abhilfen. Erst dann ist es sinvoll, eine der Änderungs-Techniken des NLP anzuwenden. In NLP wird (jedenfalls in der Theorie) der Phase der Informations-Sammlung

große Bedeutung beigemessen. Ein oft verwendeter Slogan für die zeitliche Aufteilung in einer NLP-Beratung ist: "90 Prozent Information und 10 Prozent Intervention". Inhalts-Reframing Beim Inhalts-Reframing, meist BedeutungsReframing genannt, wird die Bedeutung eines Problems im gleichen Kontext verändert. Mehr dazu unter Reframing. Inkongruenz, inkongruent Gegenteil von Kongruenz, kongruent. Inkongruenz ist z.B. gegeben, wenn die verbalen und die nonverbalen Signale nicht übereinstimmen. Bei simultaner Inkongruenz geschieht die Nichtübereinstimmung gleichzeitig. Ein Bekannter sagt z.B. "Ich freue mich, daß ich Dich sehe" und geht dabei mit dem Körper etwas zurück. Bei sequentieller Inkongruenz geschieht die Nichtübereinstimmung hintereinander, z.B. wird eine verbale Aussage durch eine nachfolgende nonverbale Äußerung wieder aufgehoben. Jemand sagt: "Ich freue mich auf diese Aufgabe" und schüttelt anschließend den Kopf. Inkongruenzen können sich auch in in der Stimme ausdrücken, wenn Inhalt und Untereigenschaften (wie Klang, Betonung, Lautstärke) nicht miteinander übereinstimmen. Inkongruenzen sind oft Ausdruck eines inneren Konfliktes, bei dem zwei oder mehrere Teile miteinander streiten. Eine einfache Klassifikation von vier Arten inkongruenter Kommunikation (in der Definition von Virginia Satir) findet sich in den Satir-Kategorien. Die Wahrnehmungs-Techniken des NLP zielen auch darauf hinaus, inkongruentes Verhalten zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Das Ziel der Veränderungs- und Selbststeuerungs-Techniken des NLP ist die Herausbildung einer kongruenten Persönlichkeit.

Pacing, Pacen Im Englischen bedeutet to pace im gleichen Schritt gehen. Der NLP-Begriff pacing, von J. Grinder und R. Bandler geprägt, bedeutet das Spiegeln des verbalen und nonverbalen Verhaltens in Kommunikation, um schnellen Rapport zu erzielen. Parental Time-Line Eine Form der Neuprägung unter Einbeziehung der Lebensgeschichte der Eltern, wobei die persönliche Boden-Zeit-Linie um eine Zeit-Linie für die Eltern erweitert wird. Übungsanleitung dazu. Person Identität

Personale Identität Die Summe der Repräsentationen und Beliefs einer Person über ihre Einzigartigkeit als einmaliges Individuum. Auf der sprachlichen Ebene kann die personale Identität nach Lucas Derks auf sechs verschiedene Arten ausgedrückt werden: (1) "Ich bin X" (wobei X ein Synonym ist), z.B. "Ich bin ich", (2) "Ich bin Y" (Y = mein Name), z.B. "Ich bin Walter", (3) "Ich bin wie Z" (Z = eine Metapher), z.B. "Ich bin wie ein Eichhörnchen", (4) "Ich bin U" ( U = eine persönliche Eigenschaft), z.B. "Ich bin kreativ", (5) "Ich bin ein V" ( V = ein Name für eine soziale Kategorie), z.B. "Ich bin ein NLP-Trainer",. (6) "Ich bin ein wW" (wobei w eine bewertete Eigenschaft in einer sozialen Kategorie W ist), z.B. " Ich bin ein guter NLP-Trainer". (1-6 beschreiben auch ein Spektrum von der personalen zur soziale Identität.) Im Sozialen Panorama-Modell wird die personale Identität durch zwei gleichzeitige Repräsentationen definiert: durch ein Selbst-Bild und durch das kinästhetische Selbst. Das Selbst-Bild ist eine visuelle Vorstellung von sich selbst, d.h. ein dissoziiertes Bild der eigenen Person (begleitet von Elementen in anderen Repräsentations-

Systemen, wie einem inneren Dialog). Im Unterschied zu anderen dissoziierten Bildern über die eigene Person (wie bei der Erinnerung an ein vergangenes Ereignis) kommt dem hier definierten Selbst-Bild ein genereller, allgemeiner Status zu. Es gilt nur dann als (relativ kontextfreies) Identitäts-Bild, wenn es zugleich von einem KörperGefühl im kinästhetischen Selbst begleitet ist. Das kinästhetische Selbst ist definiert als ein Gefühl, das auf einem kleinen (meist eng abgegrenzten) Bereich des Körpers konzentriert ist. Gewöhnlich tritt es im Bauch auf: der Ki-Punkt im Aikido, etwas unterhalb des Nabels. ( Bild dazu). Starke oder schwache personale Identitäten unterscheiden sich nach der Intensität, mit der eine Synästhesie zwischen dem Gefühl (dem kinästhetischem Selbst) und dem SelbstBild auftritt. Diese Synästhesie gilt als die entscheidende kritische Variable. Die zentrale Veränderungs-Technik ist die Änderung des Selbst-Bildes, wobei ein verstärktes positives Gefühl im kinästhetischen Selbst als Kontroll-Variable gilt. Wollen Sie Ihr Selbst-Bild verbessern? Die Standard-Technik geht so: (1) Aktivieren Sie ihr Selbst-Bild. Denken Sie an sich selbst und stellen Sie sich selbst visuell außerhalb von Ihnen vor. Halten Sie die Distanz und die Größe dieses Bildes fest. (2) Machen Sie Ihr Selbst-Bild größer und lassen Sie es näher kommen. Nehmen Sie dabei Ihr Gefühl im kinästhetischen Selbst wahr. In welcher Weise verändert sich dabei Ihr Selbstwertgefühl? Welche Gedanken über Sie selbst kommen Ihnen dabei spontan in den Sinn? Manche Personen beschreiben es als interessante (und intensive) Erfahrung, das Selbst-Bild näher und näher kommen zu lassen und schließlich assoziiert zu erleben.

Liste von Untereigenschaften Visuell (Sehen)
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Ein Bild (Foto) / Film Dissoziiert (ich sehe mich)/ Assoziiert (ich bin im Bild, ich sehe mit meinen Augen) Bei dissoziierter Vorstellung: Ort im Gesichtsfeld, Entfernung, Größe des Bildes, Form der Bildes, Art des Rahmens Schwarz/ Weiß, die wichtigsten Farben Tageszeit, Jahreszeit Lichteinfall, von wo ? Art des Lichts Dreidimensional / Zweidimensional (wie Foto) Helle und dunkle Teile Klare und verschwommene Teile, Kontrast Bewegung (Art, Tempo, Rhythmus) / keine Bewegung

Auditiv (Hören)
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Von wo Töne, Klänge, Geräusche, Stimmen, Stereo / Mono Stimmen von wem Monoton oder Melodie Geschwindigkeit, Tempo, Rhythmus Klangfarbe Lautstärke Tonlage Tonalität Modulation (Betonung einzelner Teile) Innere Stimmen: alle auditiven Untereigenschaften dazu Modalverben: ich darf, kann, muß, soll, ...

Kinästhetisch (Fühlen, spüren, berühren) a) Gefühlseindruck der Vorstellung:
q q q q

Temperatur feucht / trocken weich / hart glatt / rauh

b) Körperausdruck der Person (en):
q q q

Körperhaltung / Bewegung / Gestik sicher / gelassen / freudig woran erkennt man diese Gefühle ?

c) Mein Körper-Gefühl bei dieser Vorstellung:
q q q q q q

Ort im Körper (eine Stelle / überall) ruhig / Bewegung (von wo nach wo ?) Druck (von innen / von außen) / Kribbeln /... Intensität Welle zu diesem Gefühl (Tempo, Höhe) wie oben a)

Olfaktorisch (Riechen)
q

riecht wie ..., riecht nach ...

Gustatorisch (Schmecken)
q

schmeckt wie ..., schmeckt nach ...

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Dissoziieren, dissoziiert sein Gegenteil von assoziieren und assoziiert sein. Dissoziieren bedeutet: Abstand haben, nicht voll dabei sein, nicht zugehörig sein, innerlich Distanz halten, eine MetaPosition einnehmen. Die Fähigkeit, sich zu dissoziieren ist eine der Grund-Techniken des NLP. Sie ist auch eine der Vorbedingungen, um mit sich oder mit anderen Personen eine der ÄnderungsTechniken des NLP anwenden zu können. Am Ausgangspunkt steht meist die Vorstellung oder das Erleben eines Problem-Zustandes ( stuck state), der positiv verändert werden soll. NLP schreibt dem Erleben des Problem-Zustands keinen Eigenwert zu. Das, was es in diesem Zustand zu lernen gab, wurde schon erlernt. Einen ProblemZustand assoziiert zu erleben, dient in NLP lediglich der Informations-Gewinnung und dauert meist nur kurz. Im Anschluß daran wird sofort eine Dissoziation von diesem Zustand versucht, d.h. eine Person leitet sich selbst an oder wird von einer anderen Person angeleitet, "aus dem negativen Zustand heraus zu gehen". Erst im dissoziierten Zustand beginnt die Ziel-Arbeit für diese Situation und die Anreicherung des Problems (der ProblemKonstruktion) mit Ressourcen. Dissoziierungs-Techniken Prozesse, die bewirken, daß eine Person mehr dissoziiert ist. Die Dissoziierungs-Techiken des NLP sind das Gegenstück zu den Assoziierungs-Techniken des NLP. Beide können in allen Repräsentations-Systemen ablaufen. Visuell (auditiv) sich zu dissoziieren bedeutet, eine Szene von außen zu betrachten (von außen zu hören). In der visuellen Dissoziation einer Erinnerung sehe ich mich, wie ich da dies tue. Ich betrachte die Szene von außen wie einen Film oder ein Foto. In der auditiven Dissoziation einer Erinnerung höre ich von außen, aus Distanz, was es da zu hören gab. Wenn ich in dieser Szene selbst gesprochen habe, dann höre ich in einer disoziierten Erinnerung meine Stimme aus Distanz, von weit weg.

Eine visueller Dissoziation wird in den meisten Fällen möglich, wenn eine Person die Szene, um die es geht, weit weg und / oder nach unten schiebt. In der visuellen Dissoziation betrachte ich eine Szene, die sehr weit weg (im Extremfall am Horizont) oder weit unten ist: Ich bin auf einem hohen Berg, sitze in meinem LieblingsUfo, auf einer Wolke, auf einem großen Adler, und betrachte weit unten im Tal die Szene und sehe mich selbst, was ich damals getan habe. Andere Beispiele sind, sich vorzustellen: (1) man sei hinter einer dicken Glasmauer und könne so die Szene betrachten, (2) man sei mit einer schützenden Licht-Hülle umgeben, (3) man befände sich hinter einer Hülle aus Bienenwaben, könne durch die Waben durchsehen und in den Waben bleibe die negative Energie hängen, die von der Szene da vorne ausgehe, (4) man befände sich hinter einer Licht-Schranke, die alle schädlichen Strahlen aufhält, usw. In sehr belastenden Erinnerungen oder bei Szenen, die jemanden "überfallen" (die Person muß immer daran "denken") kann eine doppelte oder dreifache Dissoziation hilfreich sein. Bei der doppelten Dissoziation wird eine weitere Meta-Ebene konstruiert: ich (aus Ebene 3) betrachte mich (in Ebene 2), wie ich dasitze und auf das Geschehen in Ebene 1 schaue, wo ich zu sehen bin. In der dreifachen Dissoziation gibt es eine zusätzliche vierte Ebene, usw. Mehrfache Dissoziationen sind in beliebiger Zahl möglich. Für eine auditve Dissoziierung ist oft eine Veränderung des inneren Dialogs nützlich. Hier werden die Untereigenschaften innerer Stimmen erkundet (Von wo kommen sie her? Aus dem Körper oder von außen? Wo genau stelle ich mir den Ort dieser Stimmen vor? Handelt es sich um männliche oer weibliche Stimmen? Laut oder leise?) und anschließend verändert (z.B. sich vorzustellen, die Stimmen kämen von weit weg, sie würden langsamer oder schneller sprechen, usw.). Kinästhetische Dissoziation wird durch eine Veränderung des

Körpers ermöglicht. In vielen Fällen genügt es, den Körper etwas zu verändern, vielleicht etwas zurückzunehmen, um sich von der aktuellen Situation dissoziieren zu können (und z.B. fähig zu sein, die Situation aus der dritten Wahrnehmungs-Position zu analysieren). Dissoziieren im Alltag kann durch bestimmte Gesten oder Körper-Bewegungen erreicht und trainiert werden, z.B. durch einen Selbst-Anker. Eine Kombination von visueller und kinästhetischer Dissoziierung ist folgendes Verfahren: (1) Stellen Sie sich eine belastendes Körper-Gefühl (den Knödel im Bauch, das Kopfweh) visuell in ihrem Körper vor (als Ding, wie den Knödel, als Symbol, ), (2) Geben oder werfen Sie diese visuelle Vorstellung aus Ihrem Körper (Nehmen Sie den Knödel in die Hand und werfen Sie ihn weit weg), (3) Betrachten Sie dieses Ding von außen (Blicken Sie auf den Knödel, der weit entfernt ist). Eine andere Methode, die oft hilfreich ist, ist die Veränderung der Körper-Welle von Gefühlen, die bei den Assoziierungs-Techniken beschrieben wurde. Eine schnelle Dissoziierung von inneren Zuständen wird oft möglich, wenn die Aufmerksamkeit bewußt nach außen gerichtet ist ( uptime). Dieses Verfahren findet bei vielen NLP-Interventionen Anwendung, wo es um einen schnellen Wechsel innerer Zustände und einen raschen Zugang zu wirkungsvollen Unterbrechern geht. Sehr massive schlechte Zustände (akute stuck states) sind oft durch eine Synästhesie visueller, auditiver und kinästhetisher Repräsentationen gekennzeichnet. Gelingt es, diese Synästhesie aufzulösen, so können Menschen sich rasch dissoziieren und sich so aus ihrem schlechten Zustand befreien. Eine einfache Anleitung dazu, - in der Anwendung auf eine Person, die in einem stuck state gefangen ist: (1) Erkunden Sie die visuelle, auditive und gefühlsmäßige Repräsentation des stuck states dieser Person. Sie stellt sich z.B. die belastende Situation visuell vor (d.h. sie sieht eine Szene), hört in

ihrem Kopf einen lauten Dialog und verspürt ein Gefühl von Übelkeit im Bauch. (2) Geben Sie diese drei Repräsentationen aus dem Körper hinaus und weisen Sie ihnen drei weit voneinander getrennte Plätze zu. Veranlassen Sie die Person, sich z.B. vorzustellen, die belastende Szene sei weit oben am Himmel zu sehen, der Dialog käme von weit rechts und das Gefühl der Überkeit sei weit links plaziert. (3) Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Person in schnellem Wechsel hintereinander auf diese drei Plätze. Deuten Sie in keiner bestimmten Reihenfolge mit dem Finger auf die drei Orte und nennen Sie dazupassende Stichworte, wie "Sehen", "Hören", "Fühlen". Dabei soll die Person ihre Aufmerksamkeit blitzschnell zwischen den drei Orten wechseln lassen. In der Regel kann dabei eine Phase von Konfusion (Verwirrung), gefolgt von einer deutlichen Veränderung der ProblemPhysiologie beobachtet werden. Dritte Position Die dritte der drei Wahrnehmungs-Positionen: das Erleben einer Situation vom Standpunkt eines unbeteiligten Beobachters. Down-time Gegenteil von up-time: mit sich selbst, mit seinem Innen-Leben beschäftigt sein. Die Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet, z.B. auf innere Bilder, auf Gefühle, auf den inneren Dialog. Die "Außen-Welt" bleibt dabei weitgehend ausgeblendet. Die Fähigkeit zu down-time ist eine der Vorbedingungen für die Erkundung innerer Repräsentationen, der Grundlage des NLP. Durch-Zeit (through time) Eine Variante der inneren Zeit-Linie: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen außerhalb der Person Zeichnung zu den Zeit-Linien

VAKO oder VAKOG Kurzformel für die wichtigsten Repräsentations-Systeme: Visuell (sehen), Auditiv (hören), Kinästhetisch (fühlen), Olfaktorisch (riechen) und Gustatorisch (schmecken). Notation des NLP. Verallgemeinerung Prozeß der Überführung der Tiefen-Struktur in die Oberflächen-Struktur der Sprache, bei dem Elemente eines spezifischen Kontextes zu Elementen eines umfassenderen Kontextes werden. Eine bestimmte Erfahrung repräsentiert dabei alle Erfahrungen einer ganzen Kategorie. Die innere Landkarte wird damit vage und unbestimmt. Wer z.B. Erfahrungen mit Personen einer bestimmten Berufsgruppe auf alle Personen dieser Gruppe überträgt, verallgemeinert und konstruiert ein ungenaues Modell. Verallgemeinerungen drücken sich meist durch Universalquantoren (auch Umfassungswörter genannt) aus. Das sind Wörter wie: alle, keine, jeder, sämtliche, nirgends, niemals, nichts: "Internet-Surfer sind nervöse Menschen". In manchem Fällen sind Universalquatoren im Satz nur implizit enthalten: "Surfen ist ungesund", "Computer sind Zeitverschwendung" ( Zeit). Verallgemeinerungen sind besondere Sprach-Muster. Sie werden in NLP im Meta-Modell hinterfragt und im Milton-Modell bewußt angewandt. Das Meta-Modell empfiehlt als Reaktion auf Verallgemeinerungen: (1) direktes Nachfragen (mit fragendem Ton wiederholen: "Alle?". "Immer?"), (2) übertreiben ("Glauben Sie wirklich, daß jeder einzelne Surfer...?"), (3) Gegenbeispiele befragen ("Kennen Sie einen Surfer, bei dem das nicht zutrifft?") oder (4) die zugrundeliegende Referenz-Erfahrung direkt zu befragen ("Wann haben Sie das beobachten können?").

Verallgemeinerungen werden in NLP meist in drei Gruppen unterteilt: (1) Universelle Quantifizierungen, erkennbar an Universalquantoren, (2) Modaloperatoren der Möglichkeit und (3) der Notwendigkeit. Modaloperatoren oder Modalverben sind Worte wie: wollen, sollen, müssen, dürfen, können und mögen. Modaloperatoren definieren Grenzen in inneren Landkarten. Sie sind ein Hinweis auf einschränkende Beliefs: "Ich kann nicht aufhören, im Lexikon zu lesen". Im Meta-Modell werden Modaloperatoren folgenermaßen hinterfragt: "Was würde passieren, wenn Sie es täten?", "Wer oder was hält Sie davon ab?", "Was würde passieren, wenn Sie es nicht täten?". Inke Jochims rechnet die Modaloperatoren zu den Tilgungen. Verallgemeinerungen werden hier in 10 Kategorien unterteilt: (1) Universalquantoren, (2) fehlender Bezugsindex: "Surfer sind so", (3) unspezifische Verben: "Machen Sie es sich beim Lesen gemütlich", (4) Semantische Fehlgeformtheiten, gekennzeichnet durch "aber": "Ich würde gern aufhören zu lesen, aber es geht jetzt nicht", (5) Symmetrische und asymmetrische Prädikate (Prädikate, bei denen das Gegenstück wahr bzw. falsch ist. Im Satz "Ich sehe auf den Bildschirm" ist die Beziehung zwischen mir und dem Bildschirm asymetrisch. Das Gegenstück "Der Bildschirm sieht auf mich" ist falsch. Im Satz "Der Autor spricht innerlich mit den Lesern" ist symmetrisch, weil der Satz "Die Leser sprechen innerlich mit dem Autor" auch richtig ist.) Symmetrische Prädikate, bei denen die Symmetrie der Beziehung geleugnet wird, verletzten das MetaModell. (6) verlorener Performativ (Sprache spricht immer auch Handeln an. Beim verlorenen Performativ geht der Akteur verloren): "Es ist falsch, zulange auf den Bildschirm zu starren", (7) semantische Fehlgeformtheit, das sind Landkarten mit falschen Struktur-Aussagen: "Wenn Sie den Knopf links oben drücken,

erscheint am Bildschirm ein blauer Stern". (8) Komplexe Äquivalente und (9) Ursache-Wirkungs-Konstrukte, als die beiden Hauptformen, in denen Beliefs sich sprachlich äußern, und (10) Gedankenlesen. In dieser Terminologie haben Verallgemeinerungen auch mit Beliefs zu tun, bzw. Beliefs sind als spezifische Verallgemeinerungen definiert (andere Autoren ordnen die sprachlichen Äußerungen von Beliefs den Verzerrungen zu). Verbindung Zugehörigkeit

Verdecktes Arbeiten Der Einsatz von NLP ausschließlich auf der Prozeß-Ebene, ohne daß die Probleme, um die es geht, inhaltlich angesprochen werden. Prozeß und Inhalt. Vergangenheit Für NLP gibt es keine "objektive" Vergangenheit. Zeit ist etwas Konstruiertes (und wird im Konzept der inneren ZeitLinie studiert und - wenn nötig - verändert). Jede persönliche Erfahrung kommt durch Wahrnehmungs-Filter zustande. Jede Erinnerung ist eine gefilterte Erinnerung, wo das Bewußtsein bestimmte Apekte auswählt und andere unterdrückt. Als Konstruktivist könnte man sagen: "Unsere Erinnerungen stammen nicht aus der Vergangenheit, sondern wir konstruieren uns unsere Vergangenheit durch unsere Erinnerungen." Vergangenheit wird in der Gegenwart konstruiert. Die Konstruktion der Vergangenheit kann in der Gegenwart verändert werden. Die persönliche Geschichte eines Menschen, besser: das persönliche Modell von der eigenen Geschichte, gilt für NLP als nichts Gegebenes. Die Veränderung der persönlichen Geschichte kann vor allem an den Techniken des History change, des Positiven History Change und der Neuprägung studiert werden. Werte in

der Vergangenheit finden

Das Augenmuster-Modell des NLP

VK Visuell Konstruiert (visuelle Bilder) VE Visuell Erinnert (visuelle Bilder) AK Auditiv Konstruiert (Klänge, Geräusche, Töne, Worte) AE Auditiv Erinnertt (Klänge, Geräusche, Töne, Worte) K Kinästhetisch (Empfindungen, Gefühle, Geruch, Geschmack) ID Innerer Dialog (auditiv digital, "Nachdenken", "Zwiegespräch") Fragen zum Erkunden der Augenmuster

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Fragen zum Erkunden der Muster von Augenbewegungen
Bild zu den Augenmustern Visuell erinnert (Ver) Welche Farbe haben die Augen deines Partnrs / deiner Partnerin? Welche Farbe hat dein Auto? Wo hat du mich heute das erste mal gesehen? Wie viele Zimmer hat euer Wohnung? Wen hast du heute beim Frühstück zuerst gesehen? Wo hat du dich das letzte mal im Spiegel gesehen? Visuell konstruiert (Vk) Stell dir eine giftgrüne Kuh vor. Wie würdest du aussehen, wenn du dreißig Kilo schwerer wärst? Wieviel ist 88 geteilt durch 4? Wie würdest du als Fernsehstar auftreten? Wie glaubst du, schaut ein echter Marsmensch aus? Wirst du im hohen Alter weiße Haare haben? Auditiv erinnert (Aer) Worüber hast du heute beim Frühstück gesprochen? Wie klingt die Stimme deines Partners / deiner Partnerin? Hat dein Auto irgendein besonderes Geräusch? Hast du ein Lieblingslied? Wann hast du das letztemal herzhaft gelacht? Hörst du gerne Kirchenglocken?

Auditiv konstruiert (Ak) Wie würdest du als Opernstar singen? Stell dir vor, du stehst neben einem Flugzeug, das startet. Laß in Gedanken einen Plasterstein auf eine Glasvase fallen. Was hörst du? Wie wirst du als alter Mensch reden? Wie glaubst du, sprechen Marsmenschen? Wie klngt dein Lieblingslied, wenn es ganz schnell gesungen wird? Kinästhetische Vorstellungen (K) Fühlt sich dein rechter oder dein linker Arm kälter an? Stell dir einen heißen Tag in der Sahara vor. Kannst du manchmal richtig lustig sein? Wie wirkt schwüles Wetter auf dich? Wie fühlt es sich an, eine Katze zu streicheln? Frierst du leicht? Innerer Dialog auditiv (Aid) (Fragen, die zum Grübeln, Nachdenken, Fantasiegesprächen führen) Möchtest du einmal jemanden richtig deine Meinung sagen? Was würdest du da sagen? Gibt es etwas, wo du dich schwer entscheiden kannst? Bist du manchmal in einem Zweispalt. Um was geht es da? Über was grübelst du gerne?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Bateson-Lernstatrategie Diese Technik erfolgt meist mit Hilfe von drei Boden-Ankern: dem Problem-Ort, einem neutralen Ort und einem Ressourcen-Ort. 1. Die drei Orte werden festlegt. 2. Die Problem-Situation wird (am Problem-Ort) kurz assoziert erlebt. 3. Der Klient oder die Klientin K dissoziiert sich vom Problem und geht auf den neutralen Ort. 4. Am neutralen Ort wird erkundet, welche Ressource für das Problem hilfreich wäre (z.B. Wendigkeit, Freude, Ausdauer usw.). 5. Am neutralen Ort wird eine Referenz-Erfahrung aus der Vergangenheit gesucht, wo K diese Ressource gelebt hat. Hier ist es günstig, einen anderen Kontext als im Problem zu wählen.
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Angenommen das Problem besteht in einer Aufgabe, die im Beruf zu lösen ist. Als Ressourcen-Kontext könnte hier z.B. eine sportliche Aktivität hilfreich sein.

6. Die Ressource wird am Ressourcen-Ort aktiviert (z.B. durch eine Erinnerung), günstig ist auch ein dazupassender Bewegungs-Anker, der bis zum Ende der Übung beibehalten wird.
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K macht eine Bewegung, die zu dieser sportlichen Aktivität paßt.

7. K betrachtet am Ressourcen-Ort von außen das Problem (K bleibt

dabei im Ressourcen-Zustand), und übersetzt das Problem (aus dem Problem-Kontext) in ein analoges "Problem" im RessourcenKontext.
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Angenommen, im Problem geht es um eine stressige Situation am Arbeitsplatz. K könnte jetzt gefragt werden: "Gibt es bei dieser sportlichen Aktivität auch manchmal stressige Situationen"?

K findet eine Analogie, eine Ähnlichkeit für das Problem: "das Problem dort ist so wie hier", "das wäre so, wie wenn ich hier ...".
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Beispiel: "Das Problem dort ist so, wie wenn ich hier, beim Schifahren, auf eine Eispiste gerate."

Dabei muß ein "Problem" gewählt werden, für das K gute LösungsStrategien verfügbar hat. 8. Am Ressourcen-Ort spielt K für sich innerlich diese "problematische" Situation (die Eispiste) durch und erkundet, welche Lösungs-Strategien (Verhalten, Fähigkeiten, Einstellungen, ...) er oder sie gleichsam automatisch anwendet (ein "Problem" in einem Ressourcen-Kontext wird oft nicht als Problem definiert).
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z.B.: "Wenn ich auf eine Eispiste gerate, 1. dann nehme ich mein Tempo zurück, 2. denke mir, jetzt muß ich aufpassen, 3. fahre vorsichtig außen herum, 4. freue mich über mein kluges Verhalten, 5. komme wieder auf eine gute Piste und 6. es geht mit Schwung weiter."

9. K bleibt im Bewegungs-Anker, nimmt die Lösungen-Strategien

mit und geht zum Problem-Ort. K erlebt dort assoziiert das Problem, erzählt sich selbst die Lösungs-Strategie aus dem ResssourcenBereich und findet für jeden Schritt eine passende Analogie (die Analogie wird rückübersetzt).
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z.B.: "Das Tempo rückzunehmen, würde hier bedeuten, mit der Arbeit aufzuhören, zu denken, jetzt muß ich aufpassen, würde hier bedeuten, zu überlegen, was wirklich meine Proritäten sind," usw.

10. Die neuen Möglichkeiten werden am Problem-Ort simuliert und innerlich erlebt. 11. Future Pace

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Welt-Bild, Welt-Modell Die innere Landkarte, die Repräsentation von dem, was für uns als real und wirklich gilt. NLP betont die Einzigartigkeit des Welt-Modells jeder Person, geformt von einzigartigen Erfahrungen und personenspezifischen WahrnehmungsProzessen. Der Ausdruck Welt-Modell wird unterschiedlich verwendet. (1) Er bezeichnet das innere Modell einer Person für einen bestimmten Kontext oder eine bestimmte Aufgabe, ihre mentale Landkarte, - wie eine Person die Welt hier sieht, hört, fühlt,... (2) Der Ausdruck Welt-Bild wird auch in einem abstrakteren Sinn verwendet: als die Gesamtheit dessen, was für eine Person allgemein und generell - "real" ist, sozusagen die allgemeine "Sicht" der Welt, über andere, über die Realität. Welt-Bilder können auf verschiedenen Ebenen studiert werden: auf der rein persönlichen Ebene, auf der Ebene einer Familie, einer Firma, einer Altersgruppe usw. ( Soziales Panorama-Modell). Die allgemeinste Ebene ist die Kultur. Das Welt-Bild einer Kultur ist das allgemeinste und verbindlichste "Bild" von Realität insgesamt, die kulturellen Überzeugungen über das, was die meisten Menschen für wirklich und real halten. Das (offizielle) Welt-Bild unserer Kultur ist das mechanistische Welt-Bild. NLP ist eine praktische Kritik dieses Welt-Bildes, weil durch NLP-Techniken alle Basis-Annahmen dieses Welt-Bildes in Frage gestellt und verändert werden können. Werte, Werte-Hirarchie, höchster Wert Werte bezeichnen im NLP das, was einem Menschen wirklich wichtig ist, was ihm Bedeutung gibt, was ihn motiviert. Werte sind z.B. "Friede", "Freude", "Gerechtigkeit" oder "Liebe". Werte sind auf einem hohen Chunk. Sie bezeichnen etwas Übergeordnetes, etwas Allgemeines. Werte sind Ausdrücke, die Konzepte von Lebensqualität beschreiben. Werte sind nicht einfach Begriffe. Ein Wert ist etwas, das eine Person körperlich intensiv erfaßt. Werte von A bis Z.

Die sprachliche Verpackung von Werten sind Nominalisierungen. Sie sind auf hohen logischen Ebenen angesiedelt. Was Werte auf der Ebene des Verhaltens bedeuten, muß erst geklärt werden. Gleiche Werte (die Personen mit den gleichen Worten belegen), können auf der Ebene des Verhaltes Verschiedenes bedeuten. Werte werdn in einer persönlichen Sprache erzählt. Gleiche Worte bezeichnen hier meist Unterschiedliches. Werte treten typischerweise in einer Hierarchie auf. Der höchste Wert bezeichnet jenen Wert, dem in einem bstimmten Kontext die erste Priorität zukommt. Höchste Werte werden durch Befragen erkundet. Dabei wird eine Person gefragt, ob Wert A wichtiger als Wert B sei bzw. ob A das Vorhandensein von B bedingt (in diesem Fall ist A ein höherer Wert als B). Werte in der Vergangenheit finden Wieder-Prägung Neuprägung

Wohlgeformt Etwas, das bestimmten Kriterien für seine Form genügt. Wohlgeformte Sätze Sätze, bei denen die Tiefen-Struktur der Sprache vollständig und explizit erkennbar ist. Meta-Modell. Wohlgeformtes Ziel Ein Ziel, das bestimmten Kriterien des ZielRahmens genügt. Joseph 0'Connor und John Seymour definieren ein wohlgeformtes Ziel anhand von sieben Kriterien: (1) positive Formulierung, d.h. keine Negationen, (2) aktive Beteiligung, d.h. unter Eigenkontrolle, (3) spezifisch, in einem genauen Kontext, (4) ein sinnlich wahrnehmbarer Beweis für die Erfüllung des Zieles, (5) das Vorhandensein von Ressourcen, (6) eine angemessene Größe, d.h. der richtige chunk, (7) die Überprüfung der Ökologie, d.h. der Auswirkungen auf andere Menschen und Systeme.

Belief ändern mit Untereigenschaften

A) Erkundung 1. Anker für Ressource 2. UE des hinderlichen Beliefs (HB) erkunden.
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Liste über alle Repräsentations-Systeme anlegen

3. Unterbrecher 4. UE des förderlichen Beliefs (FB) erkunden.
q

Liste über alle Repräsentations-Systeme anlegen

5. Markante Unterschiede anhand der Liste festhalten.
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Die drei wichtigsten Unterschiede markieren.

B) Intervention 6. Die erste 1 Untereigenschaft aus dem Bild vom FB wird in das Bild vom HB hineingebracht.
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Das Ziel ist eine Verbesserung des Bildes des HB. Kalibrieren! Sollte eine Verschlechterung des Bildes des HB auftreten: diese UE sofort wieder aus HB herausnehmen!

7. Dasselbe mit der zweiten un der dritten Untereigenschaft.
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Dabei bleibt das Bild des FB unverändert. Verändert wird nur das Bild des HB. Dies solange, bis eine erkennbare Verbesserung im Bild des HB eingetreten ist.

8. Das gesamte Bild von FB wird auf das Bild von HB gebracht.

C) Das neue Belief . 9. Am Ort des (umgewandelten) HB ensteht - von selbst, ein Geschenk vom Unbewußten - ein neues Belief.
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Dieses neue Belief aktivieren und erleben.

10. Future Pace

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Werte in der Vergangenheit finden Ziele: Natürliche Schritte finden, wie Sie Ihre Werte erleben können. Weitere, verdeckte Ziele: Belief: "Wir haben alles schon in uns." Sprachmuster üben. Historische/allgemeine Metapher: Das Austauschen von Erinnerungen war - vor dem Fernsehzeitalter - ein wesentliches Element des menschlichen Miteinanders. Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Wenn Sie Lust haben mitzumachen, schließen Sie Ihre Augen und lassen Sie Ihre Gedanken zu all den Plätzen Ihrer Vergangenheit wandern, wo Sie Ihren Wert (z.B. "Liebe" oder "Lebensfreude") gelebt haben. Vielleicht waren Sie dabei manchmal allein, manchmal mit anderen, manchmal in der Natur, manchmal in einem Raum. Finden Sie, was all den Situationen gemeinsam ist, wählen Sie die Erinnerung, die für Sie im Moment am intensivsten ist. Finden Sie, was für Sie wesentlich ist, um Liebe (bzw. Lebensfreude etc.) spüren zu können. Ist es eher hell in der Erinnerung, sind die Farben kräftig oder eher pastellfarben, ist viel oder wenig Bewegung da, sehen Sie eher verschwommen oder klar und deutlich, hören Sie etwas oder ist Stille da, gibt es bestimmte Gerüche? Wie ist Ihre Körperhaltung, Ihr Atem, wie fühlen Sie Ihre Gesichtsmuskeln? (Gehen Sie möglichst viele Submodalitäten durch).

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Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie diese Erinnerungen. Mit welchem Verb können Sie das, was Sie im Körper spüren, benennen? Ist es eher: fließen, schwingen, kribbeln, pulsieren? Schreiben Sie die Wahrnehmungen aller Sinneskanäle genau auf. Nun haben Sie Ihre ganz persönlichen Schritte, Ihr ganz persönliches "Rezept": Wenn Sie Ihre Gedanken mit all den gefundenen Eigenschaften wie: Farbe, Helligkeit usw. ausstatten, und Ihren Körper (Atem, Gesichtsmuskeln) in diese Position bringen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Sie Ihren Wert (z.B. Liebe oder Lebensfreude) in sich spüren und keine äußeren Ersatzmittel dafür benötigen werden. Schreiben Sie Ihren Wert auf (Nominalisierung) und ein dazu passendes Verb, z.B. "in Liebe schwingen" oder "in Lebensfreude pulsieren"

Übungsdauer: 20-30 Minuten pro Person Gruppengröße: 2-3 Personen Auswertung im Plenum: Unterschiedliche Werte und Submodalitäten vergleichen. Anwendungsmöglichkeiten: Zum Verwöhnen; zum Lernen der 1.Position; für Menschen, die gerne über Werte reden, sie aber schlecht spüren können.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Aneignung neuer Fähigkeiten, Übung der Grundform 1. Zielbestimmung "Was möchtest Du gerne tun können?" "Welche Fähigkeit (x) möchtest Du besitzen?" "Formuliere ein Ziel (Y), d.h. die Funktion eines Persönlichkeitsanteils (X), der für Dich automatisch Verhaltensweisen organisiert, um dieses Ziel zu erreichen!" 2. Vergegenwärtigung früherer Erfahrungen "Verschaffe Dir Zugang zu allen zurückliegenden Erlebnissen, in denen Du x oder etwas Ähnliches gemacht hast. Mache Dir alle Erfahrungen zugänglich, in denen Du das getan hast, was Du jetzt systematisch oder häufiger tun willst. Vergegenwärtige Dir jedes Erlebnis und verschaffe Dir Zugang zu allen Aspekten des Verhaltens x oder den Elementen von x. Durchlebe diese Erinnerungen in allen Sinneskanälen." 3. Aufbau eines Entwurfs "Mache Dir bildhafte Vorstellungen darüber, wie Du Dich verhalten würdest, wenn Du gerade das Verhalten demonstrierst, was dieser Persönlichkeitsanteil Dich tun lassen wird, um das Ziel Y zu erreichen." a. visuell-auditiver Entwurf "Als erstes lasse einen dissoziierten, visuell und auditiv konstruierten Film entstehen." b. visuell-auditiv-kinästhetischer Entwurf "Sobald Du eine ganze Sequenz vor Augen hast, mit der Du zufrieden bist, gehe in das Bild hinein, durchlaufe die ganze Sequenz noch einmal von innen und fühle, wie das ist, wenn Du Dich so verhältst."

c. Korrektur des Entwurfs "Wenn Du unzufrieden bist, gehe zurück zu Schritt 3a und verändere den Film. Setze das solange fort, bis Du mit der Phantasie von außen und von innen zufrieden bist." 4. Ökologie-Check "Überprüfe, ob irgendein anderer Teil Deiner Persönlichkeit etwas dagegen einzuwenden hat, daß Du einen Teil haben wirst, der verantwortlich dafür sein wird, aus der Phantasie Wirklichkeit zu machen. Stelle sicher, daß Du in allen Sinneskanälen überprüfst, damit Du alle Teile findest, die Einwände haben." a. Signal verdeutlichen "Dann bitte jeden einwanderhebenden Teil, das Signal für "ja" zu intensivieren und für "nein" abzuschwächen." b. Positive Funktion erfragen "Frage, welches die Funktion des einwanderhebenden Teiles ist, was er für Dich tut." c. Einwand oder Befürchtung erfragen "Falls die Funktion Dich nicht erkennen läßt, welchen Einwand der Teil hat, frage nach, was genau der Einwand oder die Befürchtung ist." d. Schriftlicher Überblick über einwanderhebende Teile, Funktionen, Einwände und Befürchtungen Stellen Sie eine komplette Liste aller Teile auf, die Einwände haben, und notieren Sie ihre Funktionen! 5. Berücksichtigung aller Einwände "Stelle alle Teile, die Einwände haben, zufrieden."

a. Reformulierung des neuen Teils "Definiere den Teil, den Du schaffen willst, neu, so daß Du alle Funktionen und Befürchtungen der Teile, die Einwände haben, berücksichtigst." b. Entwicklung einer modifizierten visuell-auditivenkinästhetischen Phantasie "Gehe zurück zu Schritt 3 (Aufbau eines Entwurfs) und entwickle eine neue oder veränderte Phantasie, die die Befürchtungen aller Teile, die etwas einzuwenden haben, berücksichtigt." c. Endkontrolle "Überprüfe mit jedem Teil, daß diese neue Repräsentation des Verhaltens des neuen Teils nicht mit einer der Funktionen kollidiert, und stelle sicher, daß alle zufriedengestellt sind." 6. Übernahme von Verantwortung "Bitte Deine unbewußten Ressourcen, diese Phantasie zu analysieren und die wesentlichen Bestandteile zu extrahieren. Dein Unbewußtes soll diese Information für den Bau des Teils benutzen und ihm Existenz verleihen: Hole Dir alles, was Du brauchst, aus dieser Phantasie, damit Du einen Teil von Dir bauen kannst, der das mit Leichtigkeit und hervorragend tun kann und auch zu jedem Zeitpunkt, in dem es notwendig ist." 7. Future-Pace "Prüfe den Teil, um sicherzustellen, daß er vorhanden ist:" a. Test 1 "Gehe nach innen und frage ihn, ob er da ist." b. Test 2 "Stelle Dir eine zukünftige Situation vor und überprüfe, ob der neue

Teil Dich das neue Verhalten zeigen läßt." Überbrücken Sie in alle Zukunft, mehrmals. Sorgen Sie dafür, daß sich der Teil verhaltensmäßig engagiert, um herauszufinden, ob er angemessen reagiert.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Parental-Time-Line Zeitlinie über Generationen Ziele: Muster, die über Generationen weitergegeben worden sind, unterbrechen. Weitere, verdeckte Ziele: Ändern und Neufinden von Familienbeliefs; Schwierigkeiten, die immer wieder kommen, effektiv verändern. Historische/allgemeine Metapher: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Lassen Sie Person A einen Platz im Raum festlegen, der für A der Punkt der Gegenwart ist. A wählt dann von dort aus rückwärts gerichtet den Platz für den Zeitpunkt ihrer Zeugung und stellt sich auf diesen, so daß A ihr Leben seit der Zeugung vor sich sieht. Fragen Sie nun Person A, auf welcher Seite (leicht hinter ihr) ihr Vater und auf welcher ihre Mutter steht. Von diesen beiden ausgehend, führt jeweils deren Zeitlinie, identisch wie die von A, bis zum Zeitpunkt der Zeugung zurück. Lassen Sie A nun zum Platz der Zeugung des einen Elternteils zurückgehen und spüren, was die Beteiligten (die Großeltern) gebraucht hätten. A verschenkt diese Werte nun

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an die Beteiligten. Dann geht A das Leben dieses Elternteils mit den neu hinzugekommenen Werten durch, bis zu dem Zeitpunkt seiner eigenen Zeugung. Gleiches für den anderen Elternteil. Lassen Sie die Person A spüren, wie sie nun selbst all diese Werte bei ihrer Zeugung mitbekommt und damit ihr Leben bis zum Punkt der Gegenwart transformieren. Wenn A bei der Gegenwart angekommen ist, läßt sie all das mit einem "Hush" in die Zukunft fließen und sieht/spürt, wie sich die Zukunft verändert. Am Punkt der Zeugung überprüfen, welche Werte zusätzlich hilfreich wären und ins bisherige Leben und die Zukunft mitnehmen (s.o.), bis alle Situationen bereinigt sind. Future-Pace und Test.

Übungsdauer: ca. 45 Minuten Gruppengröße: 2 Personen Auswertung im Plenum: Wie war es für Sie, Eltern und Großeltern neu zu erleben? Wie fand der Versöhnungsprozeß statt? Welche neuen Beliefs haben Sie gefunden? Anwendungsmöglichkeiten: hinderliche Beziehungsmuster bereinigen, bei beruflichem Versagen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Neuprägung (Reimprint) mit Hilfe einer Boden-Zeit-Linie A- Erkunden des Prägungs-Erlebnisses 1 - Zeit-Line am Boden festlegen, auf Gegenwart stellen und Zielvorstellung aktivieren. 2 - Was hält Dich zurück? Gefühl dazu aktivieren, Körperanker setzen 3 - Mit dem Körperanker auf der Zeit-Line zurückgehen (Assoz.) Erinnerungen sammeln, wo dieses Gefühl vorhanden war Jede Erinnerung wie in einem Fotoalbum speichern - und weitergehen Bis in die erste Erinnerung (Prägungs-Erlebnis: PE) 4 - Dies aus 1. Position (assozziert) erleben 5 - Wirksamer Unterbrecher B - Änderung des Prägungs-Erlebnisses 6 - Von der Zeit-Line weg an einen neutralen Ort (NO), PE aus 3. Position (dissoz. zu PE) erkunden

7 - Von NO Ressourcen für 1. Person (in PE) erkunden 8 - Diese Ressourcen aus der Vergangenheit auf der Time-Line aktivieren, ankern 9 - und in 1. Pos. in PE hineinbringen und Veränderung erleben 10 - aus NO Änderung in PE von außen erkunden 11 - Schritte 6 bis 10 für zusätzliche Ressourcen (für 1. Person ) wiederholen (andere Ressourcen-Orte auf der Zeit-Line) 12 - in PE die 2. Position für andere beteiligte Personen (meist Eltern) erleben. 13 - Schritte 6 bis 10 für Ressourcen für die anderen Personen aus PE + all dies solange, bis PE nachhaltig positiv verändert ist. + C - Neue Ressourcen in die Gegenwart bringen 14 - 1. Position in PE aktivieren, neue Gefühle erleben, ankern 15 - Mit diesem Anker die Zeit-Line zurück alle Erinnerungen (Schritt 3) vom Unbewußten verändern lassen 16 - bis zur Gegenwart. Das neue Gefühl für das Ziel genießen

17 - auf der Zeit-Line zum Ort des Zieles (in der Zukunft) hingehen und das Ziel assoziiert erleben

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Re-Imprinting, Übung nach Robert B. Dilts 1. Identifizierung einer Sackgasse "Was hindert Dich daran, Dein Ziel zu erreichen?" (Identifizieren Sie spezifische Gefühle, Worte oder Bilder, die mit einer Sackgasse assoziiert sind, in der A mit einer Veränderungsarbeit nicht weiterkommt). 2. Ankerung des Gefühls und Regression "Nimm Dir einen Moment Zeit, dieses Gefühl (diese Worte, dieses Bild) wahrzunehmen. (Ankern! Und weiterhin den Anker halten) Nimm das Gefühl (...) in gehe damit zurück in der Zeit zu Erlebnissen und Erfahrungen, in denen Du auch dieses Gefühl(...) hattest!" (Lassen Sie A am Gefühl (an den Worten oder dem Bild) bleiben, d.h. halten Sie den Anker und lassen Sie A zurückerinnern bis zu dem frühesten Erlebnis, das mit der Sackgasse verbunden ist). 3. Identifizierung der prägenden Situation(en) "Wo bist Du in diesem Erlebnis? Wer ist außer Dir an dieser Erfahrung beteiligt? Was siehst Du? Was hörst Du? Was fühlst Du?" 4. Identifizierung der einschränkenden Glaubenssätze "Welche Glaubenssätze bildest Du über Dich in der Situation?" (Während A noch in dem assoziierten, regredierten Zustand ist, veranlassen Sie sie oder ihn, die Generalisierungen oder Glaubenssätze auszusprechen, die aus dieser Erfahrung gebildet wurden). 5. Dissoziation "Ich möchte Dich jetzt bitten, auf dieses Erlebnis zurückzublicken, wie auf einen Film, in dem Du Dich selber siehst als jüngere Person, die diese Erfahrung durchmacht. Wenn Du möchtest, laß den Film in

großer Entfernung ablaufen, und bleibe Dir dessen bewußt, daß Du hier sicher und bequem sitzt." (Dissoziieren Sie A von der Erfahrung. Ermöglichen Sie A, das Erlebnis zu beobachten, als wenn er oder sie einen Film von sich selbst anschaut). 6. Folgen des Prägeerlebnisses erfragen "Wie hat sich das Erlebnis und der betreffende Glaubenssatz auf Dein weiteres Leben ausgewirkt?" 7. Identifizierung der positiven Absicht "Entstand der Glaube, den Du in dieser Situation gebildet hast, nur aus der Erfahrung selber oder haben andere Leute zur Bildung dieses Glaubens beigetragen?" Wenn aus der Erfahrung: "Kannst Du Dir eine positive Absicht vorstellen, daß Du diesen Glaubenssatz gebildet hast?" Wenn andere Leute: "Wollte die betreffende Person die Folgen des Prägeerlebnisses, oder hatte sie vielleicht eine ganz andere, positive Absicht?" (Lassen Sie A die positive Absicht des Sackgassengefühls finden. Wenn im Prägeerlebnis bedeutsame andere Personen beteiligt sind, lassen Sie A auch die positive Absicht von deren Verhaltensweisen finden. Das kann geschehen, daß man die Leute im Erlebnisbild direkt fragt). 8. Integration von Ressourcen und Formulierung neuer Glaubenssätze - "Was bräuchte die andere Person, um anders reagieren zu können?" - "Hast Du selber jemals diese Ressource gehabt und erfolgreich eingesetzt?" - "Vergegenwärtige Dir die Ressource!" (Ankern!) - "Nimm die Ressource, gehe in die Prägesituation und gib sie der anderen Person! Bemerke, was macht diese Person jetzt anders? Wie reagiert das jüngere Selbst? Welche Glaubenssätze baut es auf?"

- "Vergegenwärtige Dir, wie wären die Dinge im Folgenden anders verlaufen, wenn Du damals diese Erfahrung hättest machen können?" - "Was bräuchte das jüngere Selbst, um anders reagieren zu können?" - "Hast Du jemals im späteren Leben diese Ressource gehabt und erfolgreich eingesetzt?" (Ankern!) - "Nimm die Ressource, gehe in die Prägesituation und gib sie dem jüngeren Selbst! Bemerke, was macht es jetzt anders? Welche Glaubenssätze baut es auf?" - "Vergegenwärtige Dir, wie wären die Dinge im Folgenden anders verlaufen, wenn Du damals diese Erfahrung hättest machen können?" (Lassen Sie A Ressourcen finden für jede der am Prägeerlebnis beteiligte Person. Lassen Sie diese Ressourcen im dissoziierten Zustand integrieren und durchspielen, wie das Prägeerlebnis anders abgelaufen wäre, wenn der betreffenden Person die Ressource zur Verfügung gestanden hätte. Lassen Sie A das nacheinander für jede einzelne Person durchführen und stellen Sie sicher, daß die Ressourcen ausreichen, um die Erfahrung zu verändern. Wenn nicht, gehen Sie zurück zu Schritt 4, um weitere wichtige positive Absichten oder Ressourcen zu identifizieren). 9. Re-Assoziationen "Ich möchte, daß Du nochmal zurückgehst und in das Erlebnis hineingehst. Erinnere Dich, Du hast der wichtigen Person die nötige Ressource gegeben. Nun möchte ich, daß Du zurückgehst hinter die Augen der anderen Person. Sieh, was Du sehen würdest. Sage, was Du sagen würdest. Nimm Dir alle Zeit, die Du brauchst, um das zu Ende zu führen und dann komme hierher zurück!" "Und dann möchte ich, daß Du zurückgehst in das Erlebnis und Dich mit Deinem jüngeren Selbst vereinigst. Nimm die Ressourcen mit (Ankern) und schau jetzt durch seine Augen und durchlaufe die

ganze Situation mit den Ressourcen." (Lassen Sie A die Prägeerfahrung aus der Perspektive aller wichtigen Personen, die an der Erfahrung beteiligt waren, erleben. Lassen Sie A das Erlebnis aus den Augen dieser Menschen sehen. Lassen Sie das Re-Imprinting damit beenden, daß Sie A in das eigene jüngere Selbst assoziieren und die neue veränderte Erfahrung erleben lassen, bis die neue Erfahrung genau so stark ist wie die ursprüngliche Prägung). 10. Reformulierung der neuen Glaubenssätze "Wie würdest Du jetzt Deinen neuen Glauben formulieren?" (Bitten Sie A, die Glaubenssätze gemessen an diesen assoziierten Erfahrungen neu zu formulieren). 11. Aufhebung der Regression "Dann möchte ich Dich jetzt bitten, mit Deinen veränderten Erfahrungen und mit Deinen veränderten Glaubenssätzen die folgenden Jahre Deines Lebens bis heute zu durchlaufen. Und vielleicht kannst Du auf Deinem Weg in die Gegenwart noch einige andere Erfahrungen anders erleben und bewerten. Nimm Dir die Zeit, die Du dazu brauchst!" (Lassen Sie A mit ihrem neuen Glaubenssystem durch die Zeit zur Gegenwart zurückkommen, und dabei an andere spätere Ereignisse in seinem oder ihrem Leben denken, in denen das neue Glaubenssystem zu veränderten Erfahrungen geführt hätte).

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Die Ganzheit von Beliefs in drei Teilen erkennen und ändern Ziele: Es sollen die Konsequenzen des begrenzenden Beliefs bewußt gemacht und eine Motivation zur Änderung des Beliefs erreicht werden. Weitere, verdeckte Ziele: Bewußtmachen, daß Beliefs nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Historische/allgemeine Metapher: Oft erreichen wir Ziele und bemerken, daß das Ergebnis nicht das ist, was wir wollten. Persönliche Metapher:

Übungsablauf: Beliefs ändern: 1. Teil
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Benennen Sie Ihre begrenzenden Beliefs und schreiben Sie sie auf. Wählen Sie 5 Beliefs, die Sie am stärksten einschränken. Schreiben Sie alle Konsequenzen auf, die ein Beibehalten dieser 5 Beliefs mit sich bringt. Was haben Ihnen diese Beliefs in der Vergangenheit gebracht?

Beantworten Sie folgende Fragen, während Sie das volle Gewicht dieser Beliefs im gesamten Körper spüren:
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"Was haben Sie diese einschränkenden Beliefs gekostet?"

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"Was haben Sie aufgrund dieser Beliefs verloren?" "Auf wie viele Arten haben Sie sich durch diese Beliefs selbst betrogen?" "Auf wie viele Arten haben diese Beliefs Ihre Beziehungen beeinflußt?" "Wie geht es Ihnen, wenn Sie daran denken, welche Beziehungen Sie hätten haben können, wenn Sie diese einschränkenden Beliefs nicht gehabt hätten?" "Welche unangenehmen Emotionen erleben Sie durch diese Beliefs täglich?" "Wieviel Energie haben Ihnen diese Beliefs abverlangt?" "Wie viele Dinge haben Sie wegen dieser Beliefs nicht begonnen? Wie fühlen Sie sich damit?"

Was werden diese einschränkenden Beliefs Sie in der Zukunft kosten? Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und nehmen Sie die oben aufgeführten Fragen dorthin mit. Welche Konsequenzen haben diese Beliefs hier? Beantworten Sie folgende Fragen:
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"Was werden diese Beliefs Sie die nächsten 5 Jahre kosten? " Schauen Sie - 5 Jahre in der Zukunft - in den Spiegel. Wie schauen Sie aus? Wieviel haben Sie durch diese Beliefs nicht in Angriff genommen? Wie haben diese Beliefs Ihre Lebensqualität vermindert und Ihren Wert weniger und weniger werden lassen? Ihre Karriere? Was sonst noch? Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und beantworten Sie die Fragen erneut. Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft, stellen Sie die obigen Fragen und zusätzlich: "Wo sind Sie angekommen, wie sehen Sie aus, wie beweglich sind Sie?"

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"Sind andere gerne mit Ihnen zusammen?" "Wie weit haben Sie Ihre Werte vergessen?" "Wieweit sind Sie ein Modell für die Kinder?" "Welchen Schaden haben diese einschränkenden Beliefs Ihnen zugefügt?" "Wie sehr bedauern Sie, daß Sie diese einschränkenden Beliefs vor 20 Jahren nicht geändert haben?" "Ist Ihr Leben ein Beispiel oder eine Warnung für andere gewesen?"

Beliefs ändern: 2.Teil Ändern Sie Ihren inneren Zustand. Wie in einem Märchen haben Sie einen Wunsch frei und können sich ein bestimmtes Gefühl (inneren Zustand) wünschen, das Sie schon immer wollten. Lassen Sie sich in einen freudigen, verspielten, begeisterten, kraftvollen Zustand bringen! Benennen Sie gegenteilige, bereichernde Beliefs. Betrachten Sie Ihre einschränkenden Beliefs, streichen Sie sie durch und schreiben Sie ein neues bereicherndes Belief darunter, das die gegenteilige Konsequenz des alten Beliefs hat. Beispiel: Einschränkendes Belief: "Niemand ist gerne mit mir zusammen." Bereicherndes Belief: "Jeder mag mich." Meine 5 neuen bereichernden Beliefs sind: (aufschreiben) Die Konsequenzen meiner neuen Beliefs sind: (aufschreiben)

Beliefs ändern: 3.Teil Future-Pace der neuen Beliefs - neue Möglichkeiten für die Zukunft sehen. Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und erleben Sie voll assoziiert all das Vergnügen und die Freude der Konsequenzen dieser neuen Beliefs. Wenn Sie in der Zukunft sind und zurückschauen, beantworten Sie folgende Fragen:
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"Wie hat sich durch diese neuen Beliefs Ihr Leben in den letzten fünf Jahren bereichert?" "Wie gut fühlen Sie sich damit?" "Inwieweit sind durch diese neuen Beliefs Ihre Beziehungen verbessert - freudiger und angenehmer geworden?" Schauen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich: "Wie kommt es, daß ich so gut aussehe?" "Wieviel konnten Sie aufgrund dieser neuen Beliefs beginnen und beenden?" "Was können Sie zu sich selber sagen, was Sie sich vorher nicht getraut haben? Was können Sie sehen, hören und fühlen, was Sie vorher nicht konnten? " "Was haben die Kinder durch diese neuen Beliefs gewonnen, und wieweit sind Sie dadurch ein anderes Modell für sie? Wie wird dadurch die nächste Generation beeinflußt?"

Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und genießen Sie alles Vergnügen und all die Freude. Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft und genießen Sie, wie frei und mit wieviel Freude Sie Ihre Werte mit anderen Menschen leben. Gehen Sie 40 Jahre in die Zukunft und wenn Sie auf Ihr Leben

zurückschauen, seien Sie dankbar, stolz und glücklich und freuen Sie sich darüber, daß Sie vor 40 Jahren jene Beliefs geändert haben. Übungsdauer: 45 Minuten Gruppengröße: 1-5 Personen oder Großgruppe Auswertung im Plenum: Wie geht es Ihnen jetzt mit Ihren gewählten Beliefs? Vergleichen der Erfahrungen. Anwendungsmöglichkeiten: Den großen Rahmen der inneren Landkarte finden. Für Personen, die an Beliefs-Änderungen zweifeln.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Kraft-Quelle

Quelle.

Kriterien Der Wert oder Standard, nach dem eine Person Entscheidungen trifft oder Aussagen über sich selbst oder über andere, über Situationen, Probleme, usw. tätigt. Kriterien zeigen an, was einem Menschen wichtig ist, was ihn motiviert. Von Werten spricht man in NLP eher, wenn übergeordnete Wichtigkeiten gemeint sind, wie etwa "Freude am Leben", "Selbstverwirklichung", "Wahrhaftigkeit" oder "Gerechtigkeit", Von Kriterien spricht man eher, wenn spezielle Wichtigkeiten in einem speziellen Kontext gemeint sind, wie etwa ein bestimmter Aspekt in der Arbeit. Näheres unter Werten. Kritiker(in) Einer von drei Zuständen bei der Walt-DisneyStrategie. Der Kritiker ist dafür zuständig, dem Plan des Realisten ein Feedback aus einer Außen-Position zu geben. Kulturelles NLP NLP ist traditionell auf das Individuum konzentriert, es dient in der Regel der Verbesserung individueller Lebens-Qualität. Die Übertragung von NLP auf soziale Gegebenheiten ist noch wenig erforscht. Kulturelles NLP beschreibt den Versuch, Grundannahmen, Ideen, Konzepte und Techniken des NLP auf Kulturen anzuwenden. Unter Kultur verstehen wir hier große soziale Gebilde, die über eine längere Zeit andauern, wie die Kultur des Mittelalters, der Neuzeit oder der Aborigines. Kulturelles NLP will zum Verständnis unterschiedlicher Kulturen beitragen und einige Aspekte der Dynamik und Weiterentwicklung von Kulturen erhellen. Dazu ist inbesondere der Belief-Gedanke geeignet. Er besagt, daß jede Art von Wahrheits- oder Wirklichkeits-Konstruktion nur eine Modell-Bildung, eine Konstruktion ist. Beliefs können auf verschiedenen Ebenen studiert werden, wie rein pesönliche Beliefs oder die Beliefs einer Grupee oder einer sozialen Schicht. Kulturelle Beliefs sind beliefs, die die meisten Mitglieder einer Kultur teilen.

Kulturelle Beliefs beinhalten die "fundamentalen Wahrheiten" einer Kultur, - das, was die Menschen einer Kultur als letzte Wahrheit erachten, das, was als "eigentliche Wirklichkeit" definiert ist. Im Mittelalter zum Beispiel glaubten die Menschen, daß sie in einer Welt aus hierarchisch geordneten Ebenen lebten, die Gott erschaffen hat. Ein Kleriker zum Beispiel wurde einer höheren Ebene zugeordnet als ein Bauer und man glaubte, daß diese Ebenen wirklich existieren und Unterschiede zwischen Menschen beschreiben, die so real sind wie die Unterschiede zwischen vrschiedenen Arten von Tieren. Wenn viele Menschen eine solche Überzeugung teilen, dann wird sie "real", weil die meisten ihr soziales Leben danach ausrichten. Kulturelle Beliefs geben die Orientierung für ein "normales" Leben in einer Kultur vor. Sie beschreiben die "Selbstverständlichkeiten" einer Kultur, ihre geheimen Vorannahmen, - das, worüber die meisten Menschen nicht nachdenken (über Selbstverständlichkeiten denkt man nicht nach). Kulturelle Beliefs lenken die Wahrnehmung im Alltag: ein Keriker wurde im Mittelalter als "wertvoller" wahrgenommen als ein Bauer. Wenn beide, Bauer und Kleriker, dieses Belief teilen, dann konstruieren sie gemeinsam eine soziale Realität, die ihnen selbstverständlich vorkommt. Von außen betrachtet, erscheint die soziale Hierarchie des Mittelalters absurd: aus unserer Perspektive handelt es sich um ein Herrschafts-System, wo Kleriker über Bauern unrechtmäßig Macht ausüben. Im Kontext der Kultur geht es nicht um "Herrschaft", sondern um eine legitime Ordnung, die in Ordnung ist. Für jede Kultur kann ein enger Zusammenhang ihrer RealitätsDefinition (jede Kultur muß definieren, was sie für "real" hält) mit ihrer Ziel-Definition - mit dem, was die großen (kulturellen) Ziele sind - gezeigt werden. Wenn Menschen gemeinsam etwas für real halten, an irgendeine Wirklichkeit glauben, dann konstruieren sie

gemeinsam ein gewaltiges Ziel-Bild, das ungeheure Energien freisetzt. Im Mittelalter glaubten die Menschen an Gott und die Seele. Das kulturelle Ziel war "ein frommes Leben", "edel" zu werden. Wenn die Menschen aufhören, an diese Realität zu glauben, dann lenken sie ihre Energien kollektiv auf andere große Ziele: sie wollen zum Beispiel reich werden, viele Dinge besitzen und viel konsumieren (im Mittelalter was all das verpönt, und Menschen, die diesen Zielen nachjagten, wurden verachtet). Diese Überlegungen können auch für unsere Kultur relevant sein. Welche Annahmen liegen unseren Ansichten über die "eigentliche Wirklichkeit" zugrunde? An welche Realität glauben wir? Was sind die geheimen Vorannahmen unserer Kultur? Welche kulturellen Beliefs teilen wir? Wie sind diese Beliefs geschichtlich gewachsen und wie verändern sie sich? Welche Auswirkungen hat das auf den Alltag? Einige Gedanken dazu finden Sie unter dem Stichwort mechanistisches Welt-Bild. Kurzschließen Mit Kurzschließen bezeichnet man im NLP eine spezielle Art des Spiegelns (Pacing). Angenommen, eine Person A zeigt ein inkongruentes Verhalten. Eine andere Person B wendet die Technik des Kurzschließens an, wenn sie den verbalen Teil der Inkongruenz von A in ihr nonverbales Verhalten und den nonverbalen Teil in ihr verbales Verhalten übernimmt (klingt komplizierter als es ist). Angenommen A sagt freundliche Worte und ballt dabei die Fäuste. B spiegelt die Inkongruenz von A, indem sie wütende Worte mit offenen Armen sagt. In vielen Fällen kann folgende Reaktion von A beobachtet werden: (1) A drückt die eine Seite der Inkongruenz kongruent aus (A wird zum Beispiel verbal und nonverbal "freundlich"). A identiziert sich sozusagen mit der einen Seite seiner Polarität. (2) Danach wird A die andere Polarität kongruent ausdrücken (A wird zum Beispiel verbal und nonverbal "wütend"), identifiziert sich also mit der anderen Seite. Die gleichzeitige (simultane) Inkongruenz wird auf diese Weise von A in

eine stufenweise (sequentielle) Inkongruenz überführt. Das Kurzschließen als Technik ist Ausdruck der Tatsache, daß im NLP nicht davon ausgegangen wird, daß das nonverbale Verhalten "meta" zum inkongruenten verbalen Verhalten steht: ihm also übergeordnet ist. NLP interpretiert beide Verhalten als "Para"Botschaften, wobei "para" gleichwertig nebeneinanderstehend bedeutet. Die Technik des Kurzschließens leistet B auch wertvolle Dienste, um eigene Wahrnehmungs-Filter zu überprüfen. Kurzschließen anzuwenden bedeutet in gewissen Sinne, mit der Inkongruenz einer anderen Person zu spielen: B ist frei von dem Konflikt in A. Kann B den nonverbalen Teil von A nicht verbal spiegeln (oder umgekehrt den verbalen Teil nicht nonverbal), dann hat B nicht genug Abstand zum Problem von A (B ist in gewissen Sinn involviert). Zwei Möglichkeiten des Involviert-Seins: (1) Der Konflikt, der in dieser speziellen Inkongruenz von A deutlich wird, spiegelt direkt eine Inkongruenz von B wider. (2) B kann mit dem verbalen oder dem nonverbalen Teil der Inkongruenz noch nicht adäquat umgehen. (Wenn also jemand in seiner näheren Umgebung genau den Teil zeigt, mit dem B nicht umgehen kann, wird er meist zu starke Gefühle - als seine eigene Reaktion auf diese Inkongruenz entwickeln). Das Unvermögen, "kurzzuschließen", kann B zum Anlaß nehmen, eigene unaufgelöste Themen als Projektionen zu erkennen.

Wahrnehmungs-Training

Genaues Wahrnehmen

Wahrnehmungs-Typen Manche Menschen verwenden allgemein oder in bestimmten Situationen ein bestimmtes RepräsentationsSystem so häufig, daß man von einem bevorzugten Repräsentations-System sprechen kann. Personen, die z.B. das visuelle Repräsentations-System bevorzugen, gehören dem visuellen Wahrnehmungs-Typ an. Die Wahrnehmungs-Typen werden in NLP anhand von Zugangs-Hinweisen identifiziert, insbesondere durch sprachliche Prädikate und Augenbewegungen. Wollen Sie herausfinden, welchem Wahrnehmungs-Typus Sie angehören? Zwei kleine Tests dazu Beispiele für Konflikte, wenn der Partner ein anderer Wahrnehmungs-Typus ist. Walt-Disney-Strategie Eine Kreativitäts-Strategie, die Robert Dilts durch Modellieren von Walt Disney entwickelt hat. Die WaltDisney-Strategie ist ein Modell für produktive Kreativität: eine Kreativität, die sich in konkreten Ergebnissen niederschlagen soll. Sie basiert auf drei Phasen, die unterschiedlichen inneren Zuständen entsprechen: (1) die Phase des Träumers (der Träumerin), (2) die Phase des Realisten (der Realistin) und (3) die Phase des Kritikers (der Kritikerin). (1) Der Träumer (die Träumerin) ist ein Zustand, in dem neue Ideen entstehen und fließen. Hier konstruieren sich Menschen fast keine Grenzen und Einschränkungen. Es geht um Ideen, Gedanken, Phantastereien, - nicht darum , was davon verwirklicht werden kann. Der Träumer entwickelt Ziele und Visionen. Er ist vor allem visuell und konstruiert visuelle Zukunfts-Bilder. Er ist assoziert im Zustand des Träumens und konstruiert dissoziierte Zukunfts-Bilder (wo eine Person sich selbst in der Zukunft sieht).

Nach Dilts und Epstein kann die Fähigkeit zu "träumen" gedanklich trainiert werden, z.B. (a) indem man habitualisierte Vorgänge im Alltag (Dinge, die ganz automatisch ablaufen, wie Zähneputzen) gedanklich anders ablaufen läßt, (b) sich gedanklich vorzustellen, daß Dinge ganz anders funktionieren, (c) Dinge mit der linken Hand zu tun (für Linkshänder mit der rechten Hand), (d) ungewohnte Körperhaltungen oder Bewegungen zu machen, und dabei an Lösungen zu denken. NLP-Ideen im engeren Sinn sind z.B. (a) sich etwas total Nutzloses ausdenken, die Repräsentations-Systeme und Untereigenschaften dieser Vorstellung erkunden, und dann die Untereigenschaften solange verändern, bis etwas Wertvolles darin entdeckt werden kann. (b) alle Augen-Positionen rasch nacheinander durchgehen und sich dabei beobachten, in welcher Stellung neue Ideen kommen, (c) geignete Kreativitäts- Strategien anhand der Augenmuster rasch nachvollziehen, z.B. mehrmals im Kreis die Abfolge: Visuell konstruiert - visuell erinnert - Innerer Dialog - Gefühl - Visuell konstruiert, usw. (Diese Vorschläge finden sich in: Dilts & Epstein, Tools for Dreamer). (2) Im Zustand des Realisten oder der Realistin ist der Fokus des Bewußtsein auf das konzentriert, was realistisch machbar ist und was nicht. Der Realist vollzieht im assoziierten Zustand das (oder Teile davon) nach, was der Träumer dissoziiert in der Zukunft getan hat. Der Realist simuliert eine Gegenwart. In dieser Simulation entwickelt er einen konkreten Plan für die Ideen und Visionen aus dem Zustand des Träumens. Der Realist denkt logisch und erstellt einen logisch strukturierten Plan, z.B. wird ein Ziel in Detailziele zerlegt, die wichtigsten Schritte festgehalten, Aufgaben festgelegt und verteilt. Der Realist ist vor allem kinästhetisch: er überprüft mit seinem Gefühl den Zukunfts-Entwurf des Träumers und stellt sich gedanklich vor, daß er mit seinem Körper und seinem Tun realistische Handlungen in der Gegenwart setzt.

(3) Der Kritiker oder die Kritikerin ist ein Zustand, in dem eine Person von ihrem Projekt dissoziiert ist. Der Kritiker ist eine MetaPosition, von der aus der bisher entwickelte Plan überprüft wird. Im Abstand zu dem eigenen Vorhaben und distanziert von sich selbst, wird nüchtern überprüft, ob irgendetwas vergessen wurde und ob es irgendetwas gibt, was die Durchführung des Planes verhindern könnte. Der Kritiker arbeitet vor allem auf dem auditiven Kanal: er aktiviert den inneren Dialog, hört auf seine innere Stimmen und fragt sich, was alles noch verbessert werden kann. Dieser Zustand hat viel mit der Vergangenheit zu tun, weil auch Erfahrungen aus der Vergangenheit aktiviert werden. Das Modell des Träumers, des Realisten und des Kritikers beschreibt drei innere Zustände und Haltungen, die jede Person in sich kennt. Man kann sie auch als dreifache Polaritäten definieren. NLP betont den Wert jedes dieser drei Zustände: Um zum Beispiel Ziele zu finden ist es sinnvoll die Träumerin, den Träumer in uns zu aktivieren, um die Ziele zu verwirklichen ist es wichtig, der Realistin, dem Realisten den Plan erstellen zu lassen und der Kritikerin, dem Kritiker die Kompetenz der Überprüfung zu geben. Jeder dieser Zustände kann als Teil im Unbewußten definiert werden. Wie immer in NLP geht es um einen geordneten und zielgerichteten Umgang von Teilen. Bei erfolgreichen Personen wurde festgestellt, daß sie die drei Zustände klar voneinander trennen und allen drei Haltungen denselbe Stellenwert zumessen. Das Walt-Disney-Modell liefert auch eine einfache Klassifikation von Menschen. Manche Menschen leben (in einem bestimmten Kontext) mehr einen dieser Pole. Jemand ist z.B. mehr mit dem Träumer vertraut. Dieser Person wird es leicht fallen, viele Ideen zu entwickeln. Meist ist sie sehr begeisterungsfähig, allerdings wird selten etwas konsequent umgesetzt. Jemand anderer ist eher Realist: konsequent im Erledigen von Angelegenheiten, zielführend in der

Umsetzung, aber vielleicht nicht so kreativ, wenn es darum geht, neue Wege zu entwickeln. Der Wert von Menschen, die sich auf das Kritisieren spezialisiert haben, wird oft gering geschätzt. Ihr Fokus ist auf das Fehlende gerichtet: sie wissen meistens, warum etwas nicht geht, was falsch an dem Ganzen ist, was fehlt und was man noch besser machen könnte. Für die Arbeit in einem Team kann es hilfreich sein, dieses Modell zu kennen und Menschen nach ihrer Spezialisierung koordiniert einzusetzen (und zum Beispiel den üblichen Streit zwischen Träumer und Kritiker zu unterbinden). Das Modell von Träumer-Realist-Kritiker ist in NLP als KreativitätsTechnik für ein konkretes Projekt bekannt. Die Prozeß-Schritte sind: (1) Die drei Zustände für sich, ohne Bezug zum Projekt nacheinander und getrennt voneinander aktivieren, in der Regel mittels Boden-Anker. (2) Den Träumer aktivieren, an das Projekt denken und neue Ideen, Ziele und Visionen finden, (3) Den Realisten aktivieren und die Ergebnisse des Träumers in einen konkreten Plan umsetzen. (4) Den Kritiker aktivieren und den Plan von außen kritisch durchleuchten und hinterfragen. (5) Ist der Kritiker nicht zufrieden, hat der Träumer neue Inhalte, über die er nachdenken kann, es geht weiter zum Realisten und zum Kritiker. D.h. die Schritte (2) bis (5) werden - immer in der Reihenfolge TräumerRealist-Kritiker - solange wiederholt, bis der Kritiker beim letzten Plan keine Schwachstellen mehr erkennen kann. ÜbungsAnleitung 1 (Walter Ötsch), Übungs-Anleitung 2 (Alexa Mohl), Übungs-Anleitung 3 (Gundl Kutschera) Warum-Fragen Viele Alltags-Gespräche über "Probleme" münden oft in Warum-Fragen, in Fragen nach den Ursachen der Probleme, wer daran Schuld ist. Eine NLP-geschulte Person versucht, WarumFragen, so gut dies geht, zu vermeiden. Warum-Fragen gelten als Verletzung des Meta-Modells: sie führen nicht zur Tiefenstruktur des Problems, sondern lediglich zu Ursachen-

Wirkungs- Beliefs (diese Beliefs können das eigentliche Problem sein). Warum-Fragen bewirken in der Regel eine Verschlechterung des inneren Zustandes jener Person, die unter einem Problem leidet. Mit der Frage nach dem Warum wird der Problem-Fokus aktiviert. Längeres Warum-Fragen kann den Problem-Fokus deutlich verstärken. Warum-Fragen führen zu einer verstärkten Assoziierung mit dem Problem. Werden dabei noch lange UrsacheWirkungs-Ketten aufgebaut, kann dies die vermeintliche Schwere des Problems vergrößern. Das Problem wird "einzementiert": "schuld" sind andere Personen, ein System, eine Struktur, die Gesellschft, die Sterne oder die Gene. Dabei wird der Fokus nicht auf das eigene Potential gelenkt, auf das, was den Handlungsspielraum einer Person, die unter einem Problem leidet, erweitern könnte. NLP billigt Warum-Fragen nur dann einen positiven Stellenwert zu, wenn es darum geht, Ursache-WirkungsBeliefs ausfindig zu machen. Dies ist manchmal erforderlich, wenn das innere Hindernis für das "Problem" auf der Ebene der Beliefs liegen und dieses erst erkundet und bewußt gemacht werden müssen. Weg von Ein Meta-Programm. Manche Menschen motivieren sich, indem sie von etwas weg gehen, z.B.: "Nur kein Mann, der diese Eigenschaft hat". Der Fokus des Bewußtseins ist dabei auf das halb-leere Glas gerichtet.

Belief-Änderungen mit Hilfe von Submodalitäten Ziele: Ordnung des Gehirns kennenlernen; störendes Belief ändern und neues Belief wahrmachen. Weitere, verdeckte Ziele: Kalibrieren; Rapport; Submodalitäten für subjektive Wirklichkeit finden. Historische/allgemeine Metapher: Menschen, die nach einem Herzinfarkt ihr Leben ändern. Übungsablauf:
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Wählen Sie ein störendes Belief (z.B. "Ich muß alles unter Kontrolle haben"). Finden Sie die dazugehörige VAKOG-Repräsentation und die entsprechenden Submodalitäten, die für die subjektive Wirklichkeit verantwortlich sind. Merken Sie sich den Ort des Bildes und mindestens eine weitere SM und spüren Sie das massive starke Gefühl von Bestimmtheit im Körper. Finden Sie dann eine neutrale Repräsentation "kann/kann nicht" (z.B. "Es ist egal, ob ich den gelben oder den blauen Zahnputzbecher nehme") und dazu Repräsentation, Ort und Submodalitäten. Nehmen Sie im nächsten Schritt ein positives Belief sowie eine dazugehörige Repräsentation, die Submodalitäten und das entsprechende Körpergefühl von Bestimmtheit. Schieben Sie nun das Bild des störenden Beliefs weit nach hinten, bis es soweit entfernt ist, daß Sie es kaum noch erkennen können. Jetzt ist es Ihre Aufgabe, das Bild mit dem störenden Belief ganz schnell auf die Position des "kann/kann nicht "-Bildes zu plazieren. Das kann z.B. geschehen, indem Sie ein

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imaginäres Gummiband zu Hilfe nehmen, das Sie sich an Ihrer Stirn befestigt vorstellen. Das Bild mit dem störenden Belief übernimmt die Submodalitäten des "kann/kann nicht"Bildes und Sie lassen sich ein neues Belief schenken. Das entmachtete Bild mit dem störenden Belief verschwindet zurück nach hinten. Führen Sie nun das Bild mit seinem neuen Belief ruckartig auf den Platz des positiven Beliefs - es nimmt die entsprechenden SM an, wodurch es stimmig und wahr wird. Test Future-Pace

Übungsdauer: 30 Minuten Gruppengröße: 2 Personen oder Großgruppe Auswertung im Plenum: Neue Beliefs überprüfen; Beliefs wurden "wahr " gemacht und sind somit Wirklichkeit geworden. Anwendungsmöglichkeiten: "Chaos " erkennen und Ordnung neu prägen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Belief ändern mit vier Boden-Anker

Anordnung der Boden-Anker: In einer Reihe hintereinander, in jeweils ein bis zwei Schritten Abstand, werden vier Plätze am Boden markiert (z.B. mit Hilfe von Zetteln). 1. 2. 3. 4. Der Ort der "inneren Kraft" Der Ort von "sicher" Der Ort von "kann sein / muß nicht sein" Der Ort von "alt"

Es ist günstig, die Übung immer mit Blick zum Ort der "inneren Kraft" zu machen. Die Strecke von "alt" bis "innere Kraft" kann auch als Zeit-Linie von der Vergangenheit ind die Zukunft interpretiert werden. Das alte und das neue Belief müssen vor der Übung bekannt sein. Anleitung: 1. den Ort von SICHER verankern: "Stell Dir etwas vor, was für Dich vollkommen sicher ist."
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z.B. daß morgen die Sone aufgeht.

2. den Ort von KANN SEIN / MUß NICHT SEIN verankern: "Stell Dir etwas vor, was für Dich so oder so sein kann ."

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z.B. ob Du heute Abend das oder das essen wirst.

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3. am Ort von ALT das alte Belief aktivieren.

4. Mit diesem Gefühl auf den Ort von KANN SEIN / MUß NICHT SEIN gehen. "Es kann sein, es muß nicht sein!" Zeit für den Verschmelzungs-Vorgang lassen. 5. Von der Linie weggehen und 6. den Ort von INNERE KRAFT verankern: "Erinnere Dich an etwas, wo Du voller innerer Kraft warst." 7. Kurzer Unterbrecher. 8. Am Ort von KANN SEIN / MUß NICHT SEIN das neue Belief aktivieren. "Es muß nicht sein, es kann sein!" Diesen Anker wirken lassen. 9. Mit dem neuen Belief auf den Ort von SICHER gehen. 10. Mit dem neuen Belief über den Ort von INNERE KRAFT in die Zukunft gehen.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Belief - Change - Cycle
(Belief ändern mit Bodenankern)

Benötigte Bodenanker 1. Ausstellungsraum (Raum für mögliche neue Glaubensinhalte) 2. Raum der positiven Versuchung (Raum, in dem Offenheit für neuen Glauben deutlich spürbar ist) 3. Standort (Raum des momentan als sicher Geglaubten) 4. Raum des Zweifels (Raum, in dem der Zweifel schon deutlich spürbar ist) 5. Rumpelkammer (Raum ehemaliger Glaubenssätze, VorAnnahmen etc.) 6. Metaposition Bei jedem Ort ist eine intensive Gesamtrepräsentation - VAKOG wichtig.

Die Schritte im einzelnen:

A: Identifiziere den problematischen Belief B: Finde neue, alternative und attraktive Beliefs im Ausstellungsraum C: Suche im Ausstellungsraum einen Belief aus, den Du für möglich hältst und nehme ihn zum Raum der positiven Versuchung mit. D: Den alten Belief aus dem Standort (Jetzt) in den Raum des Zweifels mitnehmen. E: Beurteilung und oekologischer Check von der Metaposition aus. F: Den alten Belief in die Rumpelkammer legen.

Ziele der Übung: - Entmachten negativer Beliefs - Entdecken möglicher neuer Beliefs - Anstoßen des Belief-Veränderungs-Prozesses

Lerneffekt: Mut zur Instabilität

Beispiel: "Sport ist Mord!" oder "Geld ist schmutzig!", ... Finde im Raum 1 alternative und attraktive Beliefs (z.B. Sport macht beweglich., Sport schafft Freunde., Sport bringt Begegnung mit der Natur. ....). Einen Belief (auf Zettel o.ä.) aussuchen, der für möglich gehalten wird, und in den Raum der positiven Versuchung mitnehmen. Es folgt Schritt D und E (evtl. mit Veränderungen). Alten Belief in die Rumpelkammer. Endgültiger Check auf Metaposition.

Variation: Finde für einen bestimmten Lebensbereich oder Arbeitsbereich die einschränkenden bzw. freisetzenden Glaubenssätze (GS), die Dir spontan zu den jeweiligen Räumen einfallen. 1. Schritt: Welche GS könnten (sollten, müßten ...) von Raum 1 in Raum 2 (Check auf Metaposition)? 2. Schritt: Welche GS könnten ... von Raum 3 in Raum 4 (Check auf Metaposition)? 3. Schritt: Welche GS könnten ... von Raum 2 in Raum 3 (Check auf Metaposition)?

4. Schritt: Welche GS könnten ... von Raum 4 in Raum 5 (Check auf Metaposition)? 5. Schritt: Gesamtcheck auf Metaposition!

Lerneffekte: Glaube an Entwicklungsmöglichkeit wächst. Eigenverantwortung für eigene Veränderungen und deren Machbarkeit werden erfahrbar. Oekologie bleibt im Gegensatz zu vielen anderen Belief-ChangeTechniken in einem hohen Maße berücksichtigt.

Idee: Robert Dilts. Variationen von Annegret Hallanzy und Helmut Beck.

Helmut Beck 1997 (E-mail)

Belief ändern auf der Lebens-Linie Sie benötigen für diese Übung fünf Positionen (räumliche Anker am Boden): auf der Zeit-Linie: (1) Gegenwart, (2) Vergangenheit und (3) Zukunft neben der Zeit-Linie: (4) Meta-Position zur Vergangenheit und (5) Meta-Position zur Zukunft. 1. Gegenwart: Das negative Belief sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Ich kann nicht gut rechnen

2. Vergangenheit: Das negative Belief in der Vergangenheitsform sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Ich konnte nicht gut rechnen. Ich habe früher nicht gut rechnen gekonnt.

3. Meta-Position zu Vergangenheit: Das negative Belief in der Vergangenheitsform aus einer AußenPosition sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Sie hat früher nicht gut rechnen gekonnt

4. Meta-Position zu Zukunft:

Das positive Belief in der Zukunftsform aus einer Außen-Position sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Sie wird gut rechnen können

5. Zukunft: Das positive Belief in der Zukunftsform sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Ich werde gut rechnen können

6. Gegenwart: Das positive Belief in der Gegenwart sagen. Den Satz wirken lassen.
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Beispiel: Ich kann gut rechnen

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Andrea Ötsch 1996.

Den eigenen Wahnehmungstyp erkennen (nach Josef Weiß) Übung 1: Denken Sie an Ihr Zähneputzen von heute morgen! An was erinnern Sie sich spontan? - Sehen Sie ein Bild, wie Sie im Bad stehen? Oder Ihr eigenes Bild im Spiegel? - Hören Sie die Geräusche des Zähnebürstens oder des fließenden Wassers? - Fühlen Sie die Zahnbürste im Mund oder Ihre Hand am Waschbecken oder der Apparatur? - Kommt Ihnen eher der Geruch oder Geschmack der Zahnpasta? Übung 2: Halten Sie Ihren Zeigefinger und Ihren Mittelfinger der rechten Hand in Form eines V nach oben. Nehmen Sie sich Zeit für diese Übung und schütteln Sie nach jedem Schritt Ihre Hand wieder nach unten aus. 1. Stellen Sie sich bitte bildhaft vor, wie sich ein unsichtbarer Faden um Ihre beiden Finger wickelt ... und sie immer mehr zusammenbindet. ... Ihr Zeigefinger ist nun eng an Ihren Mittelfinger angebunden ..., und Sie sehen, daß der Faden sie fest zusammenhält. ... Während Sie dieses imaginäre Bild vor Augen haben, zählen Sie langsam bis drei. Dann versuchen Sie, Ihre Finger wieder zu öffnen. - Fällt es Ihnen schwer, Ihre Finger auseinander zu bewegen, sind Sie ein visueller Typ. 2. Halten Sie, nachdem Sie Ihre Hände ausgeschüttelt haben, wieder

beide Finger nach oben und bewegen Sie sie bei geschlossenen Augen langsam aufeinander zu. In dem Moment, in dem beide zusammentreffen, denken Sie sich ein Geräusch, das sich so anhört, wie wenn eine schwere Tresortür ins Schloß fällt. ... Ihre Finger sind nun fest miteinander verschlossen. ... Zählen Sie langsam bis drei, und versuchen Sie dann, Ihre Finger zu öffnen. - Ist dies mit Schwierigkeiten verbunden, sind Sie ein auditiver Typ. 3. Schütteln Sie Ihre Hand wie nach Schritt 1 wieder aus, und halten Sie dann beide Finger in geöffneter Haltung nach oben. Jetzt stellen Sie sich bei geschlossenen Augen vor, daß die Innenseite beider Finger mit einer Klebemasse eingeschmiert sind. Sie spüren den Kleber richtiggehend auf der Haut, und während Sie Ihre Finger schließen, drückt er sich noch etwas zurecht. ... Ihr Zeigefinger ist nun fest an Ihren Mittelfinger angeklebt. ... Zählen Sie langsam bis drei. Versuchen Sie jetzt, Ihre Finger wieder zu öffnen. - Gelingt Ihnen das nicht sofort, sind Sie ein kinästhetischer Typ. 4. Halten Sie nach dem Ausschütteln beide Finger in gewohnter VHaltung nach oben, und stellen Sie sich nun bei geschlossenen Augen einen wohlriechenden Duft vor. Dieser Duft wird rund um Ihren Zeige- und Mittelfinger immer dichter. ... Während Ihre Finger sich schließen, hält der intensiv und gut riechende Duft Ihre Finger nun fest umschlossen. ... Zählen Sie langsam bis drei, und versuchen Sie dann, Ihre Finger wieder zu öffnen. - Gelingt Ihnen das nur mit Schwierigkeiten, sind Sie ein olfaktorischer Typ.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Schule des Wünschens - Übung der erweiterten Form (Intervention für Konflikte zwischen zwei Partnern oder zwei Parteien) 1. Rapport "Seid ihr beide damit einverstanden, daß ich zwischen euch vermittle, um euch zu helfen, schneller oder wirksamer euer Ziel zu erreichen?" (Ansprechen, worum geht es. Eventuell ein Kode-Wort für den Konflikt finden, um negativen Anker aufzuheben) Bei Nein: Identifikation und/oder unerledigte Geschäfte klären etc. Bei Ja: (eindeutige Ja-Physiologie muß kommen) weiter zu 2. 2. Arbeitsvereinbarung (outcome frame) "Seid ihr beide bereit, etwas zu lernen, um mit diesem Konflikt und überhaupt mit Konflikten so umzugehen, daß sichergestellt werden kann, daß ihr beide davon einen Gewinn habt?" Bei Jein und Nein: Einzelarbeit(en): Transformation von Einwänden in explizite Bedingungen, Reframing der Einwände oder ein anderes Vorgehen Bei Ja: weiter zu 3. 3. Erlaubnis zum Unterbrechen? "Könnt Ihr es akzeptieren, wenn ich euch an bestimmten Stellen unterbreche, um euch zu helfen, sinnvoller oder schneller an euer Ziel zu kommen?" Bei Jein und Nein: Einzelarbeit(en):

Einwände in Bedingungen transformieren, Reframing der Einwände (bewußt oder unbewußt), Neuformulierung der Frage des Beraters (Anker?) Bei Ja: (Eindeutige Ja-Physiologie muß kommen) weiter zu 4. 4. Beziehungsdefinition "Würdet ihr beide sagen, daß ihr eine Beziehung miteinander habt, in der einer Wünsche an den anderen haben darf, in der Forderungen gestellt werden dürfen und in der über Wünsche verhandelt werden kann?" Bei Jein und Nein: Einzelarbeit(en): Einwände in Bedingungen verwandeln, Reframing der Einwände, Arbeit an Glaubenssystemen Bei Ja: weiter zu 5. 5. Mit einem Partner beginnen "Wer fängt an?" "Ist das für dich (den anderen) in Ordnung?" Bei Nein: neue Vorschläge und verhandeln Bei Ja: weiter zu I. I. Formulierung des ersten Wunsches durch A An A wenden: "Wenn ich dich richtig verstanden haben, lautet deine Kritik (dein Vorwurf) B gegenüber ... . Vorwürfe drücken etwas negativ aus, was positiv als Wunsch formuliert werden kann. Was

wünschst du dir eigentlich von B? Was ist der eigentliche Wunsch, der hinter deiner Kritik oder hinter deinem Vorwurf steckt? Was meinst du damit konkret auf der Verhaltensebene?" a. linguistischer Check Ist die Formulierung "wohlgeformt"? Bei Nein: Intervention(en) zur Sicherstellung der Wohlgeformtheit des Wunsches b. physiologischer Check Gibt es eine kalibrierte Schleife mit Problemphysiologie? Bei Ja: Veränderung der kalibrierten Schleife durch Paar-Reframing, oder Verwandlung des Reizes, bzw. der Reaktion in einen Wunsch Verwandlung des Reizes in einen Wunsch: An den Sender des Auslösereizes wenden und Ihre Wahrnehmung verbalisieren: "Es gibt also etwas, was du in bestimmten Augenblicken an deinem Partner wahrnimmst und das du mit dem Etikett versiehst ... (zitieren), und was in dir ein intensives Erleben auslöst." Sender weiter fragen: "Kannst du dieses Erleben nehmen und so damit umgehen, daß du daraus einen Wunsch formulierst, den du an deinen Partner richten könntest?" Verwandlung der Reaktion in einen Wunsch: An den Sender des Auslösereizes wenden und Ihre Wahrnehmung verbalisieren: "Es gibt also etwas, was du in bestimmten Augenblicken an deinem Partner wahrnimmst und das du mit dem Etikett versiehst ... (zitieren)". Dann an den Empfänger wenden: "...

und was in dir ein intensives Erleben auslöst...", und fortfahren: "Kannst du dieses Erleben nehmen und so damit umgehen, daß du daraus einen Wunsch formulierst, den du an deinen Partner richten könntest?" Bei Ja auf Ia. und Nein auf Ib.: weiter zu II. II. Verständnis beim Partner B überprüfen (Evidenz-Prozedur) An B wenden: "Angenommen, du wärst bereit, A diesen Wunsch zu erfüllen, wüßtest du dann genau, wie du dich verhalten müßtest, um den Wunsch von A zu erfüllen?" Bei Jein: Hinweis des Vermittlers, daß die Frage im Konjunktiv formuliert wurde Bei Nein: bei nicht ausreichenden Informationen neue Informationen einholen bei kalibrierter Schleife diese entsprechend ändern: Verwandlung des Reizes, bzw. der Reaktion in einen Wunsch Bei Ja: weiter zu III. III. Bereitschaft beim Partner B einholen An B wenden: "Wenn du jetzt also genau weißt, wie du dich verhalten müßtest, wenn du den Wunsch von A erfüllen wolltest, bist du bereit, A den Wunsch zu erfüllen?" Bei Ja: weiter zu V. Bei Jein und Nein: zu IV. IV. Bedingungen und Einschränkungen von B bearbeiten An B wenden: "Gibt es Bedingungen oder Einschränkungen, unter

denen du A den Wunsch doch erfüllen würdest?" Bei Ja: Welche? Sind die Bedingungen und Einschränkungen sofort akzeptierbar?
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Bei Ja: zurück zu III (mit Bedingungen und Einschränkungen) bei Ja: weiter zu V. Bei Nein: parallel oder sequenziell zurück zu I. Bedingung von B wird zum Wunsch von B an A

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Bei Jein: Einzelarbeit mit B: Reframing des Zögerns oder Nichtbenennenkönnens

Bei Nein: Exploration des Meta-Bedürfnisses von B, = Induktion der "7.-Himmels"-Physiologie Meta-Bedürfnis von B wird zum Wunsch von B an A?
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Bei Ja: Arbeitsvereinbarung für Wunsch von B an A gegeben? Bei Ja: Neuer Wunsch von B an A Bei Nein: 4. Beziehungsdefinition gegebe Bei Ja: Neuer Wunsch von B an A Bei Nein: Exploration des Metabedürfnisses von A = Induktion der "7.-Himmels"-Physiologie. Alternativer Wunsch? Bei Ja: Arbeitsvereinbarung für alternativen Wunsch gegeben? Bei Ja: Neuer Wunsch von A an B s Bei Nein: 4. Beziehungsdefinition

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gegeben? Bei Ja: Neuer Wunsch von A an B V. "Besiegelungsritual" des Paares, Future Pace für den Verhaltensentwurf von B "Habt ihr beide schon mal in der Vergangenheit eine Vereinbarung getroffen und eingehalten? Wie habt ihr das gemacht?" "Könnt ihr beide sicherstellen, daß ihr beim nächsten Mal, wenn ihr es braucht, euch gegenseitig respektvoll an diese Verhandlungsarbeit erinnert?" Bei Nein: "Müssen zusätzliche Bedingungen oder Einschränkungen integriert werden? Bei Ja: zurück zu IV. (erweitert)
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Bei Ja: zu VI. VI. "Des Teufels Advokat" Nach Zustandekommen der Einigung beiläufig fragen: "Ja, aber was ist, wenn ... (irgend etwas auftaucht, was die Sache erschwert oder gar unmöglich macht)?"Oder: "Nein, ich glaube nicht, daß das funktionieren wird, es erscheint mir alles zu durchsichtig und schwach..." Bei Zusammenbruch der Einigung mit einer veränderten Arbeitsvereinbarung (Outcome-Frame) weiterarbeiten.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996, Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Das alte und das neue Ich Verhandlungs-Reframing mit Boden-Ankern auf der Zeit-Linie. Es gibt vier Orte. Den Ort der Gegenwart (auf der Zeit-Linie), den Ort des neuen Ichs (Ort der Zukunft auf der Zeit-Linie), den Ort des alten Ichs (Ort der Vergangenheit auf der Zeit-Linie) und einen neutralen Ort (außerhalb der Zeit-Linie, am besten auf der Höhe der Gegenwart, mit gleichem Abstand zum Ort des alten Ichs und zum Ort des neuen Ichs). Übungs-Anleitung: 1. Lege die vier Plätze am Boden fest. 2. Stell Dich auf die Gegenwart und schau Dir Dein Ziel und damit verbunden Dein neues Ich an. Willst Du dort hin? Spüre die Motivation nach vorne. 2. Lenk Deine Aufmerksamkeit wieder auf die Gegenwart und spüre körperlich etwas, was Dich hindern könnte, auf das Ziel loszugehen. Aktiviere diese Gefühl. 3. Geh mit diesem Gefühl zurück an die Stelle des alten Ichs. Aktiviere das alte Ich. 4. Lenke in diesem Zustand Deine Aufmerksamkeit auf die Stelle des neuen Ichs. Wie denkt das alte Ich über das neue Ich? 5. Wirksamer Unterbrecher. 6. Stell Dich auf den Platz vom neuen Ich und aktiviere das neue Ich.

7. Lenke in diesem Zustand Deine Aufmerksamkeit auf die Stelle des alten Ichs. Wie denkt das neue Ich über das alteIch? 8. Wirksamer Unterbrecher. 9. Stelle Dich auf den neutraler Ort (Außenposition). Sorge dafür, daß Du dissoziiert von beiden Ichs bist. Erkunde in dieser Haltung die beiden Ichs. Nimm Ihre Unterschiede wahr. 10. Befrage jedes Ich (getrennt voneinander) nach seiner guten Absicht. Was ist die gute Absicht des alten Ich? Was ist die gute Absicht des neuen Ich? 11. Erzähle jedem Ich (getrennt voneinander) von der guten Absicht des anderen Ichs (des anderen Teils). Frage jedes Ich, o es die gute Absicht des anderen Ichs würdigen und schätzen kann. Wenn ja: erzähle das dem anderen Ich. Wenn nein: frage, unter welchen Bedingungen, Garantien, zusätzlicher Hilfe, ... dieser Teil den anderen wertschätzen könnte. 12. Unternimm nun von der Außen-Position eine Verhandlung mit beiden Ichs. Das Ziel ist die Zusammenarbeit der beiden Ichs. Frage die beiden Ichs, unter welchen Bedingungen sie bereit wären, eine teilweise Zusammenarbeit einzugehen. Erforsche die genauen Bedingungen eines Vertrages, dem beide zustimmen können. 13. Nimm bei all dem immer wahr, ob und wie sich in diesem Verhandlungs-Prozeß Deine Vorstellung über die beiden Teile verändert? Hat sich Ihre Körper-Größe verändert (für den Fall, daß Du Dir diese Teile als Personen vorstellst), sind sie sich näher gekommen?

14. Wenn die Verhandlung abgeschlossen ist: stell Dich auf den Ort der Gegenwart und bitte beide Teile, sich in angemesserener Weise neben, hinter, ... oder in Dir (in Deinem Körper) zu positionieren, wie es dieser Vereinbarung entspricht. Laß Dir bei dieser Integration Zeit. 15. Wenn die Integration abgeschlossen ist. Wende Dich dem Ziel zu (dem Ort der Zukunft) und geh mit dieser Energie ins Ziel.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Ziele erreichen auf der Bodentimeline I. Ziel entwickeln 1. Ziel formulieren Finde ein wünschenswertes Ziel, das du zum Beispiel in fünf Jahren erreicht haben möchtest. 2. Kompetenzbereich überprüfen Mach dir klar, ob du dein Ziel aus eigenen Kräften erreichen kannst. 3. Kontext bestimmen Überlege, wo, wann, wie und mit wem du dein Ziel erreichen willst und ob dein Ziel in einen passenden Zusammenhang eingebettet ist. 4. Ökocheck Stell dir vor, du hast dein Ziel erreicht. Gibt es etwas, worauf du bei der Zielerreichung verzichten mußt? Wenn ja, mach dir klar, ob du das willst. Überlege, was deine Zielerreichung für Partner, Kinder oder Freunde oder deine berufliche Situation bedeutet. Gibt es andere mögliche negative Folgen deiner Zielerreichung. 5. Bodentimeline auslegen Suche dir jetzt einen Ort, der die Gegenwart markieren soll. Bestimme von hier ausgehend entsprechend deiner inneren Zeitvorstellung, wo entlang die Vergangenheit und wohin sich deine Zukunft erstreckt. 6. Zielbild aufbauen Tritt in der Gegenwart auf deine Zeitlinie, schaue auf die Zukunft und stelle dir vor, du hast dein Ziel erreicht. Entwirf einen Film, der dich zeigt, wie du dein Ziel erreicht hast. Überprüfe diesen Film, ob er dir gefällt, und nimm Veränderungen vor, bis er dir ganz und gar

gefällt. 7. In die Zukunft gehen Wenn du diesen Film zu deiner Zufriedenheit entworfen hast, begib dich jetzt in Richtung Zukunft bis vor den Zeitpunkt, an dem du dein Ziel erreichen möchtest. 8. Ins Zielbild assoziieren Gehe jetzt in diese Zielvorstellung hinein und erlebe, wie es sich anfühlt, das Ziel erreicht zu haben. Überprüfe nochmals, ob du ganz zufrieden bist. Wenn du etwas findest, was dir nicht gefällt, nimm Veränderungen vor, bis dir das Erleben ganz und gar gefällt. 9. Bedeutung der Zielerreichung wahrnehmen Begib dich weiter in die Zukunft, um wahrzunehmen, was es für dein weiteres Leben bedeutet, daß du dieses Ziel erreicht hast. 10. Blick auf den Weg zum Ziel Schau aus dieser Position zurück in Richtung Gegenwart und mach dir klar, wie du dein Ziel erreicht hast. Welche Schritte hast du gemacht, um dein Ziel zu erreichen? Was hast du gut gemacht? Welche Dinge waren schwieriger? Vielleicht kommen dir in dieser Position Ideen, wie du den Weg zum Ziel am besten zurücklegen könntest? Vielleicht fallen dir neue Möglichkeiten ein, die dich auf dem Weg unterstützen könnten. 11. Auf den Weg machen Gehe jetzt zur Gegenwart zurück und schaue von dort aus noch einmal auf dein Ziel. II WEG ZUM ZIEL GESTALTEN 1. Den Weg assoziiert überprüfen

Bewege dich langsam von der Gegenwart aus in Richtung Ziel und prüfe, wie leicht oderklar, wie sicher der Weg für dich ist. Ist er anstrengend oder läßt er sich spielerisch bewältigen, gibt es Schritte mit besonderenSchwierigkeiten oder Herausforderungen. Wenn du schwierige Abschnitte auf deinem Weg zum Ziel entdeckst, markiere sie. 2. Den Weg dissoziiert überprüfen Wenn du schwierige Abschnitte auf dem Weg zum Ziel entdeckt hast, tritt neben deine Timeline und betrachte die kritischen Abschnitte genauer: 3. Positive Absichten von Schwierigkeiten und fehlende Ressourcen erkennen Mach dir bei jedem kritischen Abschnitt klar, worin die Schwierigkeit besteht. Fehlen dir Ressourcen oder gibt es gute Absichten der Schwierigkeiten? Wenn du eine positive Absicht hinter einer Schwierigkeit entdeckst, mach dir bewußt, auf welchen anderen Wegen du diese positive Absicht ebenso gut und sicher erreichst. Wenn dir Ressourcen fehlen, mach dir bewußt, was du dort benötigst. 4. Ressourcen dissoziiert entdecken Wenn dir eine fehlende Ressource bewußt wird, begib dich nun neben deiner Timeline in RichtungVergangenheit und finde dort Situationen in deinem Leben, in denen du die benötigte Ressource zur Verfügung hattest. 5. Ressourcen assoziiert vergegenwärtigen Wenn du eine solche Ressource entdeckt hast, mach sie dir verfügbar, indem du an dem entsprechenden Punkt in deine Timelinehineingehst und dir vergegenwärtigst, was du dort erlebt hast.

6. Ressourcen integrieren Wenn du dir auf diese Weise deine Ressource verfügbar gemacht hast, gehe auf deiner Timeline über die Gegenwart hinaus in die Zukunft bis zu dem Punkt, an dem du sie brauchst und integriere sie in der betreffenden Situation. Hole dir auf diese Weise alle Ressourcen, die du benötigst und integriere sie in den betreffenden Situationen auf dem Weg zum Ziel, bis du den Weg mit Leichtigkeit gehen kannst. 7. Auf den Weg machen Gehe jetzt zur Gegenwart zurück und schaue von dort aus noch einmal auf dein Ziel. Wie weißt du, wann es Zeit ist, sich auf den Weg zu machen?

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Strategie für Trauer Abschied und Neubeginn Ziele: Verstorbene neu finden, damit sie gefühlsmäßig mit uns sind, und alle Qualitäten, die Sie mit der verstorbenen Person erlebt haben, in Zukunft auch mit anderen Menschen gelebt werden können; Partner oder Freunde verabschieden, so daß es eine Versöhnung geben und man öfter an die positiven gemeinsamen Erlebnisse denken kann; nach einer Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch usw. (zuerst müssen die dazugehörigen Beliefs überprüft werden). Wenn Kinder aus dem Haus gehen. Weitere, verdeckte Ziele: Innere Ordnung erkennen; BeliefsReframing über Tod und Leben. Historische/allgemeine Metapher: Der Umgang mit dem Tod in anderen Kulturen (z.B. bei den Indianern). Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Bauen Sie zu Ihrem Übungspartner B Sicherheit auf und stellen Sie Rapport her. Person B stellt sich die Person 1 vor, die sie verabschieden möchte, die in der inneren Repräsentation "weg" ist. Repräsentation mit allen Submodalitäten - VAKOG Unterbrechen. Person B stellt sich eine Person 2 vor, die er gern mag, die

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aber nicht anwesend ist, von der B aber weiß, daß sie in seinem Leben "da" ist. Repräsentation mit allen Submodalitäten - VAKOG - Unterbrechen. Unterschiede angleichen: Lassen Sie B die Person 1 an den Platz geben, an dem sich Person 2 befand. Berücksichtigen Sie dabei alle Submodalitäten. Lassen Sie B Zeit, damit der Prozeß sich vollziehen kann und B die Person 1 als "da" erlebt - hier findet die Aussöhnung statt. Gemeinsame Teile in die eigene Zukunft integrieren: B läßt sich für jede Fähigkeit der Person 1, die er verabschieden möchte, für jeden Wert, den er mit ihr erlebt hat, ein Symbol mit dem dazugehörigen Gefühl schenken und läßt dieses in die eigene Zukunft einfließen. Gehen Sie derart Symbol für Symbol durch. Test: Person 1 ist versöhnt und alle gemeinsamen Qualitäten sind trotz Abwesenheit dieser Person für B lebbar.

Übungsdauer: 30-40 Minuten pro Person Gruppengröße: 2 Personen; beliebig viele Personen Auswertung im Plenum: Wie geht es Ihnen jetzt, wenn Sie an Person 1 denken? Welcher Prozeß hat stattgefunden? Was hat sich alles mitverändert? Anwendungsmöglichkeiten: Bei Trennung, Scheidung, Tod, wenn Kinder aus dem Haus gehen, Schwangerschaftsabbruch, Fehlgeburt.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Changing History Veränderung der persönlichen Geschichte 0. Anker testen (Neutralen Berührungsreiz finden und überprüfen) 1a. Problem genau bestimmen lassen "Du möchtest etwas verändern in Deinem Leben. Was ist das? Wann tritt dieses Problem auf? Wo? Mit wem? Wie oft? Unter welchen Bedingungen? Wie verhältst Du Dich dabei?" 1b. Kurzreframing "Unter welchen Bedingungen möchtest Du lieber das alte Verhalten zur Verfügung haben?" 1c. Ökologie-Check "Wenn Du gelernt haben wirst, dieses Problem zu bewältigen, könnten sich aus dieser Fähigkeit negative Konsequenzen ergeben? Wenn ja, wie wirst Du damit umgehen?" 1d. Problemsituation bestimmen lassen "Suche Dir aus den verschiedenen Situationen eine aus, an der Du jetzt arbeiten möchtest!" 1e. Problemsituation vergegenwärtigen lassen "Wo bist Du in dieser Situation? Wie ist Deine Körperhaltung dabei)"
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- visuell ("Was hast Du gesehen?") - auditiv ("Was hast Du gehört?") - kinästhetisch ("Welche Gefühle hast Du gehabt?")"

(Problemphysiologie und wichtige Formulierungen merken!) 2. Separator (Rausholen in die Gegenwart) 3. Ressource suchen "Was hättest Du tun können, um mit dieser Situation besser fertig zu werden? Kannst Du Dir etwas vorstellen, eine Eigenschaft, eine Fähigkeit oder eine Erfahrung, mit der Du die Situation besser bewältigt hättest?" oder: "Hast Du heute Fähigkeiten, Eigenschaften oder Erfahrungen, mit denen Du damals die Situation besser bewältigt hättest?" 4. Ressource vergegenwärtigen und verankern "Vergegenwärtige Dir eine Situation, in der Du diese Ressource erfolgreich eingesetzt hast?" Situation genau beschreiben lassen und dabei ankern:
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- "Wo bist Du in dieser Situation - Wie ist Deine Körperhaltung dabei - visuell ("Was siehst Du?") - auditiv ("Was hörst Du?") - kinästhetisch ("Welche Gefühle hast Du?")"

(Ressourcenphysiologie und wichtige Formulierungen merken!) oder: "Kennst Du jemanden, der über diese Fähigkeit verfügt, wie verhält der sich?" (Verhalten genau beschreiben lassen!) 5. Situation verändern lassen

"Ich möchte, daß Du Dir Deine Ressource vergegenwärtigst (Anker drücken und wichtige Formulierungen wiederholen) und mit diesem Gefühl in die Problemsituation hineingehst (wichtige Formulierungen wiederholen), und daß Du im Bewußtsein Deiner Fähigkeiten die Problemsituation so lange veränderst, bis Du ganz zufrieden bist. Wenn Du damit fertig bist, kommst Du hierher zurück." (Darauf achten, daß die Mischphysiologie auftritt) 6. Test (ohne Anker) "Betrachte vom jetzigen Zustand aus die ursprüngliche Situation". (Mischphysiologie muß kommen! Wenn das Problem durchschlägt, war nichts) 7. Future-Pace (ohne Anker) "Stelle Dir bitte eine zukünftige Situation vor, in der Du in die gleiche Lage gerätst. Schau Dir bitte an, wie Du Dich dort verhältst" (Mischphysiologie muß kommen)

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Circle of Excellence, Übung 1. Moment of Excellence bestimmen Ich möchte dich bitten, eine Situation in deinem Leben zu finden, in der du alle deine Ressourcen voll verfügbar hattest. 2. Circle of Excellence einrichten Ich möchte, daß du dir vor dir auf dem Boden einen Kreis vorstellst und eine Farbe für ihn auswählst. 3. Moment of Excellence vergegenwärtigen und im Circle ankern Dann vergegenwärtige dir jetzt die Situation, in der du deine Ressourcen voll verfügbar hattest. Mach dir klar, was es dort zu sehen gibt. Was kannst du hören? Und wenn du das siehst und hörst, vergegenwärtige auch, was du fühlst. Und sobald dieses Gefühl wieder voll da ist, tritt in den Kreis auf dem Boden, den du dir eben vorgestellt hast. 4. Auf die Metaposition zurücktreten (Separator) Tritt jetzt bitte wieder zurück und komm aus dem Kreis heraus. 5. Testen Gehe nun wieder in den Kreis hinein und nimm aufmerksam wahr, wie intensiv er die Gefühle deines Moments of Excellence wieder aufleben läßt. 6. Verketten Und jetzt möchte ich dich bitten, daß du jedesmal, wenn ich dir auf die Schulter tippe, sofort in den Kreis hineintrittst und den Moment of Excellence wieder erlebst. 7. Zielzusammenhang suchen In welcher zukünftigen Situation möchtest du diesen exzellenten Zustand zur Verfügung haben? Mach dir bewußt, wie die Dinge in

dieser Situation ablaufen würden und mache dir vor allem klar, woran du erkennst, daß es Zeit ist, diese Ressource zur Verfügung zu haben. (Sobald A beginnt, eine Problemphysiologie zu zeigen, tippt B auf die Schulter von A, als Signal für A, in den Kreis zu treten. B beobachtet A, um sicher zu sein, daß A den Moment of Excellence schnell entwickelt.) 8. Testen Komm bitte wieder aus dem Kreis heraus und erzähle mir etwas über die zukünftige Situation, die du eben gewählt hast. Wo wird das sein? Wann wird das sein? Wer wird sonst noch dabei sein? ... Und was geschieht jetzt, wenn du daran denkst, was in dieser Situation bislang falsch gelaufen ist? (Kurzes Auftauchen von Problemphysiologie mit Übergang in eine Mischphysiologie muß kommen)

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Mechanistisches Welt-Bild Das Welt-Bild der Neuzeit seit dem 17. Jahrhundert. Die Grund-Aussage des mechanistischen Welt-Bildes ist einfach: alles ist eine Maschine. Was ist eine Maschine? Eine Maschine besteht (nach Carolyn Merchant): (1) aus Einzelteilen, (2) die miteinander kausal-funktinal verbunden sind. (3) Diese Verknüpfungen sind logisch beschreibbar: es gibt einen Bauplan. Eine Maschine ist ein logisch geordnetes System. Sie verkörpert Ordnung und Regelmäßigkeit. Alles ist determiniert, alles kann berechnet werden. (4) Eine Maschine ist ein "Ding", das von anderen "Dingen" getrennt ist. Sie kann von außen manipuliert werden und verleiht dem Manipulator Macht. (5) Jeder Teil der Maschine kann getrennt analysiert werden. Die Summe der Informationen über die Einzelteile und ihre Verbindungen ergibt die Gesamtheit der Informationen über die Maschine. (6) Eine Maschine kann durch (diskrete) Sinnes-Daten erforscht werden. Alles an der Maschine kann gemessen werden. Im mechanistischen Welt-Bild werden dieses Aussagen auf ALLES übertragen. Danach gilt: (1) Die Natur besteht aus diskreten Teilchen, wie Atome oder Elementar-Teilchen (atomistische Ontologie), (2) die durch einen Kausal-Zusammenhang miteinander verknüpft sind. (3) Diese Verbindungen können formal-logisch beschrieben werden. Es gibt einen Bauplan (Naturgesetze). Die Welt ist ein logisch geordnetes System. Sie verkörpert Ordnung und Regelmäßigkeit. Alles in der Natur kann mit den Mitteln der formalen Logik und der Mathematik beschrieben werden. (4) Subjekt und Objekt sind radikal getrennt. Die Welt (die Objekte) kann von außen (von den Subjekten) manipuliert werden. Die Subjekte bekommen dadurch Macht über die Welt: über die Natur, über Dinge, über andere Subjekte (die wie Objekte behandelt

werden). Wissen ist Macht. (5) Die Natur kann in ihre kleinsten Einzelteile zerlegt werden. Jedes Einzelteil kann getrennt analysiert werden. Die Summe der Informationen über die Einzelteile und ihre Verbindungen ergibt die Gesamtheit der Informationen über die Natur (methodologischer Reduktionismus). (6) Alle Aspekte der Natur sind quantitativer Art. Alles ist meßbar. Sinnes-Daten sind diskrete Meßdaten (erkenntnistheoretische Voraussetzung). Das mechanistische Welt-Bild hat viele Aspekte. Es ist eine philosophisches und wissenschaftliches Gedanken-Gebäude mit unzähligen Varianten - von Descartes (seinem Begründer) bis hin zur modernen kognitiven Psychologie (auf die sich viele Vertreter des NLP berufen) und der künstlichen Intelligenz-Forschung (wo manche den menschlichen Geist als Maschine nachbauen wollen). Der wichtigste Einfluß des mechanistischen Welt-Bildes ist sein Einfluß auf den Alltag, auf die Alltags-Wahrnehmung der meisten Menschen. Das mechanistische Welt-Bild ist das grundlegende Belief unserer Kultur, die heimliche Vorannahme vieler Menschen, ihr wichtigster Wahrnehmungs-Filter. Die meisten Menschen (WIR ALLE!) haben in einem langen intensiven LernProzeß über viele Jahre hinweg gelernt, die Welt genauso wahrzunehmen, wie es das mechanistische Welt-Bild beschreibt: für uns gibt es "Dinge", getrennt von uns, den leeren Raum, die lineare Zeit. Es gibt Kausalität und Naturgesetze (alles andere ist "Zufall") und wir selbst sind so etwas wie "Dinge", isoliert und radikal getrennt von allem um uns herum. Das mechanistische Welt-Bild beschreibt die "eigentliche Realität", die "eigentliche Wirklichkeit". Das mechanistische Welt-Bild ist ein gewaltiges Belief, dessen Auswirkungen den meisten Menschen in unserer Kultur nicht bewußt sind. Das mechanistische Welt-Bild beschreibt die Welt, "wie sie ist". Sie

lenkt damit den Fokus des Bewußtseins auf bestimmte Aspekte der Welt und blendet andere Aspekte systematisch aus. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß und in der Kultur der Maschine haben Menschen gelernt, ihre Welt genauso wahrzunehmen, wie es das mechanistische Welt-Bild beschreibt. Ist das Bewußtsein von Menschen auf etwas Bestimmtes ausgerichtet, dann definieren sie sich selbst ein Ziel. Ist eine ganze Kultur auf bestimmte Aspekte der Welt ausgerichtet, dann definiert sie sich ein gewaltiges kulturelles Ziel, das die Energien vieler Menschen bündelt. Das mechanistische Welt-Bild ist ein gewaltiges Ziel-Bild. Seine Handlungs-Anleitung ist, "mehr" von der "Welt" zu bekommen: mehr Dinge, mehr Geld, mehr Macht, mehr Prestige. Die "offizielle" Lebens-Orientierung vieler Menschen folgt unmittelbar aus dem Welt-Bild, an das sie glauben. Der springende Punkt beim mechanistischen Welt-Bild ist die Frage des Bewußtseins. Das mechanistische Welt-Bild kann Bewußtsein nicht definieren und nicht erklären. Das Bewußtsein ist das große Rätsel im mechanistischen Welt-Bild. Bewußtsein ist hier immer nur ein "Zweit-Phänomen", abgeleitet von der "realen Außen-Welt". In der kognitiven Psychologie ist die Computer-Metapher des Geistes verbreitet, - das Belief, der Geist (das Bewußtsein?) sei so etwas wie ein Computer (eine Maschine zur Manipulation von Symbolen). NLP als Neuro-Linguistisches PROGRAMMIEREN ist mit dieser Metapher verbunden. NLP basiert damit, so könnte man sagen, auf einem mechanistischen Bild der Welt und des menschlichen Geistes (und der darin enthaltenen Intention, die Welt und andere Menschen zu manipulieren). Tatsächlich ist NLP eine praktische Kritik des mechanistischen WeltBildes. NLP betrachtet das menschliche Bewußtsein, den menschlichen Geist, als eigenständiges Phänomen, das nicht durch die "Außen-Welt" alleine erklärt wird (wie im Anker-Konzept,

abgeleitet aus dem Behaviorismus, einer alten Variante eines mechanistischen Welt-Bildes in der Psychologie). Für NLP ist das Bewußtsein ein Phänomen eigener Art, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, eigenen Methoden zuseiner Erkundung und eigenen Handlungs-Anleitungen. NLP beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis des menschlichen Bewußtseins. NLP konzentriert sich auf Phänomene, die das mechanistische Welt-Bild nicht erklären kann. NLP nimmt die subjektive Realität, das menschliche Bewußtsein, ernst. Die "Techniken" des NLP sind Anleitungen zum Erkennen und zur bewußten Gestaltung des eigenen Bewußtseins (ein selbst-bezüglicher Vorgang) und des Bewußtseins anderer Menschen. NLP widerspricht in seiner praktischen Arbeit wichtigen Aspekten des mechanistischen Welt-Bildes: (1) NLP arbeitet manchmal, wie in der Ziel-Arbeit, mit der Symbolik von "Dingen". "Dinge" im menschlichen Erleben sind mehr als nur ihre naturwissenschaftlichen Aspekte. (2) Für NLP gibt es keinen "leeren Raum". Menschen "bevölkern" in ihrer Innen-Welt den Raum um sich herum die ganze Zeit mit inneren "Bildern", vor allem mit visuellen und auditiven "Bildern" (Das Modell der Augen-Bewegungen dient zur Erkundung dieser "Bilder". Im Sozialen Panorama-Modell wird die Konstruktion der sozialen Welt als Konstruktion einer fiktiven Landschaft, bevölkert mit Menschen, beschrieben). (3) für NLP ist die Existenz der linearen Zeit kein "objektiver Tatbestand". NLP studiert die subjektive Konstruktion von Zeit in Form der inneren Zeit-Linie. Zeit ist für NLP nichts Fixes. Zeit ist variabel, sie kann verzerrt und bewußt gestaltet werden. (4) Für NLP ist der menschliche Körper keine Maschine. Krankheiten gelten hier als Botschaften von Teilen aus dem Unbewußten, deren Bedeutung erkannt werden kann. Heilung wird

möglich, wenn die Botschaft des Körpers und seine gute Absicht auf andere Weise gelebt werden kann. (5) Für NLP ist die Identität einer Person nichts Fixes, wie ein "Ding" mit vorgegebenen Eigenschaften. NLP hat einen plastischen Identitäts-Begriff, der Identitäts-Begriffen im Rahmen des mechanistischen Welt-Bildes widerspricht. (6) NLP überschreitet im Modell der logischen Ebenen den rein individuellen Ich-Begriff. Menschen konstruieren eine Ebene der Zugehörigkeit, auf der sie ihr Bewußtsein auf etwas "ÜberIndividuelles" richten. Hier geht es um eine Verbindung, in der Menschen fähig sind, die behauptete radikale Trennung mit dem, "was um uns herum ist" (die Subjekt-Objekt-Trennung) manchmal und zeitweise aufzuheben. (Das Ich, das sich von der Welt getrennt erlebt, ist letztlich eine Illusion). (7) NLP hat einen Werte-Begriff, der der "offiziellen" (materialistischen) Lebens-Orientierung im mechanistischen WeltBild widerspricht. Menschen richten in ihrem Erleben ihre Ziele nicht ausschließlich auf "äußere" Erfolge (oder auf "äußere Macht"), sondern auf "innere" Erlebnis-Qualitäten, auf das Erleben bestimmter innerer Zustände. Der wichtigste Gedanke des NLP, der das mechanistische Welt-Bild widerlegt, ist der Belief-Gedanke. NLP identifiziert sich nicht mit religiösen, wissenschaftlichen oder sonstigen Glaubens-Systemen. NLP widerspricht auf der Inhalts-Ebene jedem Welt-Bild, weil es keinen Wahrheits-Begriff (im Sinne einer absoluten Wahrheit) und keinen Realitäts-Begriff (im Sinne einer objektiven Realität) kennt. NLP beschäftigt sich nicht mit der Ebene des Inhalts von Beliefs, sondern mit der Meta-Ebene von Beliefs: mit der Entdeckung von Beliefs, mit dem Studium der Wirkung von Beliefs, mit der Veränderung von Beliefs. Welt-Bilder sind Beliefs. NLP ist praktizierter Konstruktivismus, wo das mechanistische Welt-Bild auf eine praktische Weise überschritten wird.

Weil das mechanistische Welt-Bild (immer noch) das Welt-Bild unserer Kultur ist, leistet NLP damit seinen Betrag zu einer Transformation unserer Kultur, wo wir uns kollektiv langsam neuen Realitäts-Bildern zuwenden. NLP ist Teil einer kulturellen Transformation, deren gesellschftlichen Auswirkungen nicht absehbar sind.

Eingebettete Befehle, eingebettete Kommandos In einer Rede oder in einem Gespräch werden Kommandos oder Befehls-Phrasen eingebaut und analog markiert. Eingebettete Befehle können SIE vielleicht nachdenklich machen, etwas zu TUN, ohne ES wirklich zu tun. Eine elegante Art ist es auch, eingebettete Befehle in Zitate zu kleiden: "Meine Freunde haben mich mit den Worten ermutigt: ENTWICKLE DEINE EIGENEN GEDANKEN ZU NLP, was ich immer versucht habe, zu beherzigen". Eingebettete Befehle gelten als Teil des Milton-Modells. Eingebettete Fragen Eingebettete Fragen sind in eine Aussage eingebettet: "Warum machen Sie das, hat mich unlängst jemand gefragt, und ich habe gesagt: Glauben Sie nicht, daß viele Menschen an einem NLP-Lexikon Interesse haben werden?". etc. Diese Art des Sprachgebrauchs ermöglicht es, Fragen auf eine subtile Art zu stellen, ohne daß die Frageform und der Inhalt der Frage als solche offen präsentiert (und thematisiert) wird. Die Wirkung eingebetteter Fragen kann durch analoges Markieren verstärkt werden: "Glauben Sie nicht, daß viele Menschen AM NLP-LEXIKON INTERESSE HABEN werden?" Eingebettete Fragen können, wie eingebettete Befehle, als indirekte Suggestionen wirken. MiltonModell. Einheitliche Feldtheorie Dilts und Epstein haben unter der Bezeichnung Unified Field Theory Elemente des NLP in einem einfachen Schema zusammengefaßt (Ich halte den Begriff für zu hoch gegriffen: die heutige Physik verfolgt das ehrgeizige Ziel, eine einheitliche Feldtheorie unter Einschluß aller Kräfte und ElementarTeilchen zu erreichen). System-Matrix des NLP. Erinnerungen, Erinnern Gedächtnis

Erste Position Die erste der drei Wahrnehmungs-Positionen: das Erleben einer Situation aus der eigenen Innen-Position, in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Exaktes Wahrnehmen Genaues Wahrnehmen

Satir-Kategorien. Ein von Virginia Satir entwickeltes Kommunikations-Modell, das Grinder und Bandler in der Anfangsphase des NLP untersucht haben. Es umfaßt fünf Kommunikations-Typen: (a) vier Formen, wie Menschen in Kommunikation mit anderen ihr Selbstwertgefühl schützen, wenn es bedroht ist und (b) ein kongruentes Muster (bei dem Menschen auf allen Kommunikationskanälen übereinstimmende Botschaften senden). Jede dieser Formen ist gekennzeichnet durch eine besondere Körperhaltung, eine spezifische Gestik, begleitende Körpergefühle und eine besondere Sprache. Die vier ersten Kategorien sind: (1) das versöhnende Muster: ich bitte um Zustimmung, innerlich fühle ich mich wertlos. (2) das anklagende Muster: ich mache Vorwürfe, innerlich fühle ich mich unverstanden. (3) das rationalisierende Muster: ich spiele den kühlen Experten, innerlich fühle ich mich verletzlich. (4) das ablenkende Muster: ich spiele den Clown, innerlich fühle ich mich alleine. Genaue Beschreibung der Satir-Kategorien. Mit den Satir- Kategorien lassen sich sowohl Individuen als auch soziale Systeme beschreiben. Es handelt sich dabei nach Satir nicht um invariante Charakterstrukturen, sondern eher um Muster, wie Menschen unter Streß reagieren. Die Kenntnis der Satir-Kategorien erlaubt oftmals eine schnelle Orientierung in streßhafter Kommunikation und erste Vermutungen über die Gefühlslage von Menschen, die die Streß-Muster anwenden. Nach Satir bilden die vier Streß-Muster ein gemeinsamens Subsystem. Sie faßt es so zusammen:

"Selbstwert: gering. Kommunikation: indirekt, unklar, unspezifisch, inkongruent, beschwichtigend, anklagend, rationalisierend, ablenkend (entwicklungshemmend). Regeln: versteckt, unpassend, unmenschliche Regeln bleiben starr, Veränderungen haben sich bestehenden Regeln anzupassen und zu unterwerfen, Einschränkungen der Meinungsäußerungen. Ergebnis: unglücklich, chaotisch, unangemessen, zerstörerisch. Der Selbstwert wird immer mehr in Frage gestellt und ist immer stärker auf die Unterstützung durch die Außenwelt angewiesen." Das kongruente Muster definiert Satir so: "Selbstwert: hoch. Kommunikation: direkt, klar. spezifisch, übereintimmend, kongruent (entwicklungsfördernd). Regeln: offen, entsprechend, menschlich, die Regeln werden geändert, wenn es erforderlich ist, volle Freiheit zur Meinungsäußerung. Ergebnis: Bezug zur Realität, angemessen, konstruktiv. Der Selbstwert wird ständig zuverlässiger und zuversichtlicher, er erhält immer mehr Basis für die Persönlichkeit". S.C.O.R.E-Modell Eine Klassifikation die Robert Dilts vorgeschlagen hat. Die Buchstaben stehen für (1) Symptome, (2) Causes (Ursachen des Symptomes), (3) Outcome (Ziel, wünschenswerter Zustand), (4) Ressourcen und (5) Effekte und Auswirkungen des Ziels. Diese Klassifikation kann genützt werden, um einen einfachen Überblick über einige Änderungs-Techniken des NLP zu bekommen.

Zeit Zeit ist eines der Fundamente von Realität. Die zeitliche Einordnung von Ereignissen ist eine der wichtigsten inneren Operationen, mit denen wir Realität konstruieren. Zeit scheint für die meisten Menschen etwas absolut Reales zu sein. Eine erstaunliche Tatsache ist, daß es keinen besonderen Zeit-Sinn gibt, so wie wir über einen besonderen Sinn für das Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten verfügen. Die moderne Zeitforschung betont, daß es keine Hinweise darauf gibt, daß uns einen Sinn für zeitliche Wahrnehmung angeboren sei. NLP berücksichtigt diese Tatsache. Zeit wird in NLP als etwas Konstruiertes gedacht. In NLP studiert man auch, wie Menschen Zeit konstruieren. Zeit taucht in NLP auf der vorsprachlichen Ebene der Repräsentationen nicht auf. Zeit ist kein primäres Attribut innerer Konstrukte: Zeit ist keine Untereigenschaft von Repräsentationen. Zeitliche Vorstellungen und zeitliche Einordnungen ergeben sich aus einer spezifischen Kombination von Untereigenschaften, die bei einzelnen Menschen durchaus unterschiedlich sein kann. Allgemein kann man nach objektiver und subjektiver Zeit unterscheiden. Die objektive Zeit ist die Zeit der klassischen Physik, Newton's "wahre, mathematische und absolute Zeit." Die subjektive Zeit ist die Zeit, wie wir sie innerlich erleben: bei manchen Ereignissen geht die Zeit schnell, bei manchen scheint es, als ob die Zeit stillstehen würde. Die objektive Zeit gilt als "objektives" (subjektiv nicht veränderbares) Merkmal der Welt. Zeit existiert in diesem Konzept unabhängig von Ereignissen und unabhängig von subjektiven Repräsentationen von Ereignissen. Zeit ist objektiv meßbar. Es gibt den Maßstab der Zeit und diesem Maßstab können alle "äußeren" Ereignisse zugeordnet werden. Zeit ist lineare Zeit. Zeit kann in gleichartige (homogene) Zeiteinheiten zerlegt werden. Zeit fließt immer von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Die Vergangenheit ist unwiederruflich vorbei. Sie ist "objektiv"

fixiert und kann nicht verändert werden. Die Dimension der Zeit ist wie eine Dimension im physikalischen Raum (man spricht auch vom "Zeit-Raum"). Zeit ist damit eine universelle, unpersönliche Kategorie. Sie hat nichts mit Menschen zu tun. Zeit existiert unabhängig von Ereignissen und unabhängig von Menschen. Die objektive Zeit ist ein wesentliches Charakteristikum des mechanistischen Welt-Bildes. Weil es das offizielle Welt-Bild unserer Kultur (immer noch) ist, glauben die meisten Menschen an dieses Zeit-Konzept. Die Vorstellung der Existenz der linearen Zeit ist einer der großen kulturellen Beliefs unserer Zeit. NLP beschäftigt sich mit der subjektiven Zeit, mit der inneren Repräsentation von Zeit. Mit NLP kann man alle Aspekte von Zeit studieren, und zwar immer, wie Menschen sie innerlich konstruieren. Wichtige Anwendungen dabei sind: (1) das Studium des zeitlichen Erlebens von Ereignissen: ob wir die Empfindung einer "schnellen" oder einer "langsamen Zeit" haben. Wollen Sie Ihr Erleben von Zeit studieren? Machen Sie Folgendes: (a) Halten Sie eine Hand vor das Gesicht und geben Sie dem Abstand die Bedeutung von "einer Minute" (dies kann von wenigen Zentimetern bis Armlänge sein). (b) Denken Sie innerlich: "Das ist eine Minute!". (c) Geben Sie Ihre Hand weiter weg und stellen Sie sich vor, für eine Minute wäre "mehr Raum" vorhanden. Welche Wirkung übt diese Vorstellung auf Sie aus? (d) Lassen Sie die Strecke von einer Minute noch größer werden. Wie weit ist es angenehm? (Mutige Seminar-Teilnehmer erweitern die Strecke bis zum Horizont und berichten von sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Manchen befürchten, auf so einfache Weise zu mystischen Erlebnissen zu kommen. Warnung: Mißbrauchen Sie das Internet nicht!).

Eine andere Möglichkeit, Ihre Zeit-Repräsentationen zu studieren, bietet der Vergleich zweier Erinnerungen hinsichtlich ihrer Untereigenschaften: die Erinnerung A (wo die Zeit "stillstand") und die Erinnerung B (wo die Zeit "wie im Flug verging"). Diese Informationen können verwendet werden, um Zeit bewußt zu verzerren, d.h. um Zeit - je nach Wunsch - "schnell" oder "langsam" vergehen zu lassen. Damit kann man lernen, unangenehme Ereignisse schneller vergehen zu lassen, angenehme Ereignisse mehr zu genießen oder innerlich über viel Zeit "in kurzer Zeit" zu verfügen (z.B. um Simulationen für ein kommendes Ereignis zu machen und so alle möglichen Varianten durchgespielt zu haben). ÜbungsAnleitung zum unterschiedlichen Erleben von Zeit. (2) Die Repräsentation von Zeit generell. NLP hat dazu das Konzept der inneren Zeit-Linie entwickelt. Sie besagt, daß sich (fast) alle Menschen Zeit visuell als eine Linie vorstellen. Ereignisse werden innerlich dieser Linie zugeordnet, wobei Orte und Strecken auf dieser Linie zeitlich interpretiert werden. Das Konzept der Zeit-Linie ist eine der grundlegenden Konzepte, mit der NLP die Konstruktion von Realität erklärt. Die individuelle Zeit-Linie ist ein wichtiges Persönlichkeits-Merkmal. Sie sagt viel über die Art aus, wie sich Menschen im Leben orientieren. Anleitung zum Erkunden Ihrer inneren Zeit-Linie. (3) Die Veränderung der Vergangenheit. NLP als konstruktivistischer Ansatz gibt der Vergangenheit keinen "objektiven" Status. Weil Zeit konstruiert ist, ist alles, was wir als Vergangenes denken, konstruiert - und damit prinzipiell veränderbar. Bewußtsein ist ein Auswahl-Prozeß. Unsere Erinnerungen an Vergangenes sind nur ein Modell, erfahren unter Wahrnehmungs-Filtern und durch unsere Beliefs geformt. Belastende Erinnerungen sind in NLP nichts "Objektives", sie

können - jedenfalls im Prinzip - verändert werden. NLP kennt viele Techniken, Erinnnerungen und Sichtweisen aus der Vergangenheit zu verändern. Bekannte Beispiele sind: History Change, Posititiver History Change, Phobie-Techniken, TraumaTechniken und Neuprägung. In den meisten Fällen werden diese Techniken unter Verwendung einer Boden-Zeit-Linie durchgeführt, bei der eine Strecke am Boden eine zeitliche Interpretation bekommt (Die innere Zeit-Linie wird auf den Boden gelegt und als räumlicher Anker installiert). Eine interessante Frage ist, wie objektive Zeit (die "offizielle" Zeit) und die subjektive Zeit (die "rein persönliche" Zeit) miteinander zusammenhängen. Wir erleben innerlich keine gleichartigen ZeitEinheiten und wir erleben Zeit nicht unabhängig von Ereignissen und unserem eigenen Leben. Die Erfahrung der Zeit (jede Erfahrung ist eine subjektive Erfahrung) widerspricht scheinbar dem Konzept einer objektiven Zeit. Gleichzeitig glauben die meisten Menschen an die Existenz der objektiven Zeit. Die Lösung für dieses (Schein-) Rätsel ist einfach. Im NLP-Konzept der inneren Zeit-Linie kann für jede Person der Zusammenhang von subjektiver und objektiver Zeit studiert werden. Das "Objektive" an der subjektiven Zeit-Linie ist, daß (fast) alle Menschen Zeit in Form einer Strecke, einer Linie, repräsentieren. Das Form-Element verkörpert die objektive Zeit, alle anderen Untereigenschaften (z.B. sind oft manche StreckenAbschnitte in helle, manche in dunkle Farben getaucht) sind rein individueller Natur. Die Tatsache, daß (fast) alle Menschen Zeit innerlich als Linie konstruieren, ist Ausdruck des mechanistischen Welt-Bildes, das viele Aspekte unseres Alltags reguliert. Im kulturellen NLP kann man die Zeit-Repräsentationen anderer Kuturen studieren. (Im Mittelalter z.B. hatten die Menschen keine Zeit-Linie, sondern einen Zeit-Kreis bzw. eine Zeit-Spirale. Es gab keine objektive Zeit in unserem Sinne, weil die eigentliche Realität (Gott und die Seele) nichts mit Zeit zu tun hatte).

(4) Die Konstruktion der Zukunft. NLP ist auf Ziele orientiert, d.h. zukunfts-orientiert. Ziele sind imaginierte Ziele. NLP geht davon aus, daß es eine wichtige Rolle spielt, welche Vorstellungen wir über unsere eigne Zukunft besitzen. Zukunfts-Vorstellungen sind wichtige Wahrnehmungs-Filter. Zukunftsvorstellungen beeinflussen das Handeln in der Gegenwart und das Handeln jetzt hat Auswirkungen auf das, was in Zukunft sein wird. Zukunft ist für NLP etwas, das bewußt konstruiert werden kann, und Zukunft ist für NLP etwas, das bewußt konstruiert werden soll. Das Mittel dazu ist die ZielArbeit. Die Ziel-Arbeit des NLP ist eine Handlungs-Anleitung zu aktiven Konstruktion persönlicher Zukünfte.

Scham- und Schuldgefühle heilen Balance zwischen den eigenen Normen und denen anderer erreichen Ziele: Scham- und Schuldgefühle umwandeln, so daß wir wieder Achtung vor uns selbst haben können. Erkennen der eigenen Normen und diese annehmen oder korrigieren, so daß sie besser zu unserem Selbstwert passen. Weitere, verdeckte Ziele: Den natürlichen Schutzschild (Kraftquelle) finden. Historische/allgemeine Metapher: Beispiele von Menschen in Extremsituationen. Persönliche Metapher:

Übungsablauf: 2 Personen A, B (eventuell ein Beobachter C).
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A fragt B: "An was denken Sie, wenn Sie sich schämen?" Finden Sie Situationen, für die Sie sich schämen, und machen Sie die Submodalitäten (SM) bewußt. Beispiele für SM: andere Menschen sind viel größer als wir selbst und/oder sagen etwas Mißbilligendes; häufig ist die Vorstellung dunkel und starr. Ressource-Erlebnis finden: Denken Sie an eine Situation, in der Sie eine Norm anderer verletzt haben, sich aber nicht schämten. Finden Sie dazu die SM.

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Machen Sie die Unterschiede der SM (Kodierung) zwischen "Scham" und "Ressource-Erlebnis" bewußt: Sehen Sie diese Erlebnisse an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlicher Entfernung? Stellen Sie fest, wie groß Sie und alle anderen Menschen, sowohl in Ihrem "Scham-" als auch in Ihrem "Ressource"Erlebnis sind. Stellen Sie fest, ob jedes Erlebnis ein Film oder ein unbewegtes Bild ist, in Farbe oder schwarzweiß etc. Achten Sie darauf, ob Sie bei Ihrem Ressource-Erlebnis irgendeinen durchsichtigen Schutz-Schild haben. Wandeln Sie "Scham" in ein "Ressource"-Erlebnis um: Stellen Sie sicher, daß das Selbst in dem Bild so aussieht, wie Sie tatsächlich aussehen (z.B. sehen sich manche nackt in diesem Fall ziehen Sie sich Kleider an). Machen Sie sich jetzt entweder größer (oder die anderen Menschen kleiner), bis Sie alle gleich groß sind. Verändern Sie den Platz, an dem sich Ihr "Scham"-Bild befindet - bringen Sie es zu der Stelle, an der sich Ihr "Ressource"-Erlebnis befindet. Oft ändern sich dadurch andere Kodierungsunterschiede (SM). Ändern Sie alle weiteren Kodierungen (SM), die notwendig sind, um "Scham" zu einem "Ressource"-Erlebnis werden zu lassen. Das kann heißen, daß Sie das Erlebnis in einen Film verwandeln, farbig machen oder etwas anderes ändern. Falls Sie einen persönlichen Schutzschild haben, achten Sie darauf, daß dieser vorhanden ist. Ist keiner vorhanden, möchten Sie vielleicht einen hinzufügen. Test: Haben Sie jetzt bezüglich Ihrer beiden Erlebnisse dieselben ressourcevollen Gefühle? Wenn nicht, finden Sie weitere Unterschiede in den SM (Kodierung) und gleichen Sie diese an. Beurteilen Sie Ihre Normen: Fragen Sie sich, welche Norm Sie verletzt haben. Fragen Sie sich weiter, ob es eine Norm ist, die Sie für sich einhalten wollen oder nicht. Wenn nicht, welche Norm will ich für mich einhalten?

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Future-Pace: Das Gelernte in die Zukunft integrieren. Stellen Sie sich zukünftige Situationen vor, in denen Normunterschiede auftauchen, und finden Sie neue Verhaltensmöglichkeiten. Generalisieren Sie das Gelernte zurück in die Vergangenheit. Lassen Sie alle Schamerlebnisse der Vergangenheit vorbeiziehen bis zurück zum frühesten Erlebnis in Ihrer Kindheit. Bringen Sie alle neuen Fähigkeiten dorthin, so daß auch in dieser Situation die neue Kodierung stattfinden kann. Vielleicht spüren Sie, was sich im Körper dabei verändert. Wenn Sie wieder in der Gegenwart sind, können Sie zurückschauen und feststellen, was alles anders ist. Nun bewegen Sie sich in die Zukunft und erleben Sie, wie Sie anders reagieren und wie Sie andere Einstellungen haben, wenn Sie Normen, denen Sie nicht zustimmen, geschützt begegnen können und andere nicht verletzen müssen.

Übungsdauer: 60 Minuten Gruppengröße: 2-3 Personen Auswertung im Plenum: Erfahrungen austauschen; Vergleichen der Schutz-Schilde und der unterschiedlichen Kodierung (SM). Anwendungsmöglichkeiten: Für Personen mit festgefahrenen Normen von "richtig" und "falsch"; für Personen mit geringem Selbstwertgefühl.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Sinnlich genaues Wahrnehmen (Sehen) Liste zum Trainieren

Kopf insgesamt, Kopfhaltung Gesicht, Gesichtsfarbe Porentiefe Falten Augen Falten um Augen Augenbrauen Öffnung der Lider Rhythmus von Lidschlag Glanz in den Augen Pupillengröße Wohin Augen schauen (Ort / Abstand) Mund

Lippenstellung Öffnung des Mundes Zunge volle Lippen - schmale Lippen Falten um den Mund Gesamte Mimik Atmung Brust - Bauch Tiefe Rhythmus, Tempo Hände Haltung Deuten in Richtung (rechts - links, oben - unten) Rhythmus Mikrobewegungen

Gesamte Gestik Schultern Heben, senken Körperhaltung insgesamt Asymmetrien (rechts - links) Mikrobewegungen Füße Fußstellung Rhythmus Mikrobewegungen

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Drei Positionen Ziele: Entmachten von Filtern; Konfliktlösung; Referenzwechsel; negative Assoziationen entmachten. Weitere, verdeckte Ziele: Pacing; Leading; Ankern; Rapport; Assoziieren/Dissoziieren; Assoziiert-sein in der Quelle; bewußt einund aussteigen. Historische/allgemeine Metapher: Theater, Rollenspiele Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Finden Sie eine negative Situation, die Sie mit einer anderen Person erlebt haben. Legen Sie für die Positionen 1, 2 und 3 drei Ankerplätze auf dem Boden fest. 1. Position: Spüren Sie sich selbst in der Konfliktsituation (assoziiert). 2. Position: Spüren Sie die andere am Konflikt beteiligte Person (assoziiert). 3. Position: Seien Sie assoziiert in Ihrer Quelle, finden Sie eine Bewegung, die dies symbolisiert (Anker), und sehen Sie sich mit der anderen Person als Beobachter. Finden Sie eine Metapher für den dissoziierten Zustand, z.B. eine Glaswand, einen Vorhang o.ä., damit Sie, derart geschützt, die Szene ansehen können, wie die beiden Personen sich in der Konfliktsituation bemühen. Lassen Sie diese Szene dann schnell soweit rückwärts laufen, bis ein Zeitpunkt erreicht ist, an dem Sie und die andere Person

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noch in einem guten Zustand waren. Sammeln Sie jetzt Informationen und mobilisieren Sie die Ressourcen: In der 1.Position: Was brauchen Sie (welche inneren Zustände, Werte, wie beispielsweise Liebe, Vertrauen, Respekt)? In der 2.Position: Was braucht die andere Person (welche inneren Zustände, Werte - oft sind es dieselben wie in der 1.Position)? Auf einem neutralen Platz: Wo haben Sie in der Vergangenheit diese inneren Zustände/Werte schon einmal gehabt (eigener Anker)? Bringen Sie nun diese Ressourcen aus der Vergangenheit in die Positionen 1 und 2, bis die beteiligten Personen all das haben, was Sie brauchen (unternehmen Sie keine "halbherzigen" Versuche!). In der 3.Position: Überprüfen Sie noch einmal und schauen Sie, wie sich das Ziel und die Verhaltensmöglichkeiten verändert haben. Future-Pace: Wie ist es, wenn Sie dieser Person das nächste Mal begegnen? Test: Das negative Gefühl ist nicht mehr möglich.

Übungsdauer: 20-30 Minuten Gruppengröße: 2-3 Personen Auswertung im Plenum: Wichtig: wie steigen Sie ein, wie aus? Welche Rolle war Ihnen bekannt - und welche eher fremd? Strategien und Möglichkeiten anderer Teilnehmer kennenlernen. Anwendungsmöglichkeiten: bei privaten und beruflichen Konflikten; für Personen, die vorwiegend in einer Position leben und für jene, die schlecht den Privat- und Arbeitsbereich trennen können.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Beispiele für den Fragenkatalog des Meta-Modells

A: Eine Aussage, die das Meta-Modell "verletzt" F: Vorschlag für eine Frage, die zur Tiefen-Struktur hinführen kann. Unspezifische Zeitwörter: A: Ich kann damit umgehen. F: Wie genau kannst Du damit umgehen? A: Ich fühle mich wie gelähmt. F: Wie genau ? A: Ich wurde bei der Entscheidung übergangen. F: Wie genau ? A: Er bemüht sich redlich. F: Wie genau ?

Unspezifische Hauptwörter: A: Die Verkehrssituation hat sich verbessert. F: Wie genau hat sich das verbessert ? A: Der Wohlstand ist gestiegen. F: Was genau ? A: Die Arbeitsbedingungen haben sich verändert. F: Was genau ? A: Jeder ist für eine menschengerechte Stadt. F: Für was genau ?

Modaloperatoren: (sollen, wollen, können, müssen, dürfen) A: Das kann ich unmöglich sagen. F: Was würde passieren, wenn ... ?, Was hindert dich daran, ... ? A: Wir dürfen nichts mehr fordern. F: (wie oben) A: Wir müssen das heute noch erledigen. F: (wie oben) A: Wir sollen nicht zu spät kommen. F: (wie oben)

Nominalisierungen A: Ich bereue meine Entscheidung, diese Wohnung gekauft zu haben. F: Du bereust, dich zu entscheiden, diese Wohnung zu haben? Oder: Was hindert dich daran, die Entscheidung zu ändern ? A: Unser Schrecken hemmt uns. F: Was hindert euch, nicht erschreckt zu sein ? Was würde passieren, wenn ihr nicht erschreckt wäret ? A: Immer diese Langeweile ! F: Du langweilst dich ?, Wie machst du es, daß du dich langweilst ? A: Ich trage die Verantwortung. F: Wie machst du es, dich verantwortlich zu fühlen?, Was hindert dich, dich nicht ... ?, Was würde passieren, wenn du dich nicht ... ?

Verallgemeinerungen

A: Man kann niemandem vertrauen ? F: Niemandem ? A: Alle Politiker sind korrupt. F: Alle ? A: Es hilft alles nichts. F: Alles ? Nichts ? A: Es ist immer das gleiche mit dir. F: Immer ?

Unbestimmter Inhaltsbezug A: Es gehört sich nicht, ständig nachzufragen. F: Für wen gehört es sich nicht, ? A: Aus Fehlern wird man klug. F: Wer wird aus Fehlern klug ? A: Das ist nicht richtig. F: Für wen ist es nicht richtig ? A: Es ist das beste, sich dumm zu stellen. F: Für wen ist es das beste ?

Ursache - Wirkung A: Mein Chef macht mich wütend. F: Wie macht er dich wütend ?, Ist das die einzige mögliche Reaktion ? A: Meine Frau stimmt mich fröhlich. F: Wie stimmt sie dich fröhlich ? A: Allein, wenn ich den schon sehe, wird es mir schlecht. F: Wie macht er das ?

A: Er zwingt mich, unnachgiebig zu sein. F: Wie zwingt er dich ?

Gedankenlesen A: Mein Mann denkt nie an mich. F: Wie weißt du das ? A: Ich weiß, was für dich das beste ist. F: Wie weißt du das ? A: Er mag mich nicht. F: Wie weißt du das ? A: Mit diesen Bemerkungen habe ich ihn geärgert. F: Wie weißt du das ?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Neurologie Die Lehre vom Aufbau und der von der Funktion des Nervensystems, inbesondere des Gehirns. Neurologische Ebenen Logische Ebenen.

Nominalisierung Nominalisierungen sind abstrakte Hauptwörter, die kein Ding, sondern eine Tätigkeit, einen Prozeß bezeichnen. Beispiele: Verwirrung, Beziehung, Hoffnung, Ablehnung, Mißerfolg, Treue. Nominalisierungen kommen wie ein Ding daher, sind aber keines. Der Ausdruck Beziehung suggeriert, daß es ein Ding namens Beziehung gibt, die man: "haben" kann (wie ein Auto), an der man "arbeiten" muß (wie ein Bildhauer an einer Statue), die man "aufnehmen" kann (wie einen Gegenstand vom Boden) und die man "abbrechen" kann (wie einen Ast). Tatsächlich gibt es überhaupt keine "Beziehung". Es gibt lediglich einen Prozeß zwischen Menschen, die sich aufeinander in einer besonderen Weise beziehen. Ein Prozeß ist etwas Dynamisches, wie ein Fluß, der immer in Bewegung ist. In jedem Augenblick kann dieser Fluß eine andere Windung nehmen, dahin oder dorthin fließen. Wie unsere "Beziehung" aussieht, wie wir sie erleben, hängt vom aktuellen Prozeß ab, von den Interaktionen, die (innerlich oder äußerlich) genau jetzt ablaufen. Nominalisierungen suggerieren etwa Fixes, etwas Statisches und je mehr dies jemand für bare Münze nimmt, desto weniger Handlungs-Möglichkeiten existieren. Nominalisierungen gelten in NLP als Verletzungen des MetaModells. Sie werden meist den Tilgungen zugeordnet. Nominalisierungen werden hinterfragt, indem die ProzeßKomponente explizit gemacht wird. Im Milton-Modell werden Nominalisierungen bewußt eingesetzt, um andere gezielt in innere Zustände zu führen. Nonverbale Kommunikation Körper-Sprache

Notation des NLP NLP hat eine eigene Schreibweise entwickelt, um konkrete Prozesse auf der Ebene der Repräsentations-Systeme schriftlich festzuhalten. Bei dieser Schreibweise wird für jedes der fünf Sinne eine Variable verwendet: V - für das visuelle Repräsentations-System (Sehen) A - für das auditive Repräsentations-System (Hören) K - für das kinästhetische Repräsentations-System (taktile und innere Körper-Empfindungen) O - für das olfaktorische Repräsentations-System (Riechen) G - für das gustatorische Repräsentations-System (Schmecken) Um zu markieren, ob jemand gerade externe oder interne Infomrationen verarbeitet, werden die Variablen mit hochgestellten Indizes versehen: e - für externe Signale i - für intern erzeugte Signale, z.B. Erinnerungen oder konstruierte Bilder und Geräusche Erinnerungen und Konstruktionen werden mit tiefgestellten Indizes markiert: r - für erinnerte Signale c - für konstruierte Signale Auditive Signale werden durch tiefgestellten Indizes gekennzeichnet: d - für digitales auditives Erleben (Worte) t - für rein tonales auditives Erleben. A, gefolgt von einem hochgestellten i und einem tiefgestellten t bedeutet z.B., daß jemand in sich hineinhört (er erinnert sich z.B. an seine Lieblings-Musik). Die Notation des NLP findet vor allem in der Darstellung konkreter Mikro- Strategien Anwendung. New Behavio(u)r Generator Neues Verhalten generieren

Fragen zu den logischen Ebenen Umfeld WO ? WANN ? Verhalten WAS möchte ich da tun ? WIE verhalte ich mich da? Was könnte jemand von außen an mir beobachten? Fähigkeiten WIE möchte ich das tun ? Welche Strategien und Meta-Programme wende ich da an? Einstellungen, Beliefs Welche Einstellungen habe ich da ? (der Sache / anderen / mir gegenüber) Wie denke ich da über mich? Was ist mir da wichtig?

Welche Werte lebe ich da? Identität Wer bin ich da? Welches Selbst-Bild habe ich da von mir ? Dazu ein Gleichnis / eine Metapher / eine Analogie: "Ich bin wie " Zugehörigkeit Welche Vision steckt hinter dem Ziel ? Wem fühle ich mich da verbunden? Übergeordnetes ... Dazu ein Symbol.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Eine Ressource stabilisieren und generalisieren A. Ressourcevolle Situation genau bestimmen 1. Eine ressourcevolle Situation finden Gibt es eine Situation in deinem Leben, die dir Freude bereitet hat, aus der du einen Gewinn an Kraft geschöpft hast? 2. Von der Metaebene aus beschreiben Worum geht es in dieser Situation? 2a. Metaposition bestimmen Wenn du dir diese Situation noch einmal anschauen möchtest, von welchem Ort in diesem Raum möchtest du sie dir anschauen? 2b. Metaposition einnehmen Dann stelle dich bitte an diesen Platz. 2c. 1. Position bestimmen Wo in diesem Raum siehst du jetzt diese Situation? 2d. Situation beschreiben Wenn du jetzt von hier aus diese Situation betrachtest, was siehst du dort und was hörst du? 3. Situation erleben Dann möchte ich dich jetzt bitten, in die Situation hineinzugehen und dir zu vergegenwärtigen, was du in dieser Position erlebst.
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Wie ist deine Körperhaltung? Wie nimmst du die Umgebung wahr? Was siehst du?

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Was hörst du? Was fühlst du? Gibt es auch einen typischen Geruch oder Geschmack?

B. Neurologische Ebenen nach oben durchlaufen 1. Von der Verhaltensebene aus beschreiben Dann möchte ich dich jetzt bitten, einen Schritt vorzutreten und dir klarzumachen, wie du dich in dieser Situation verhältst.
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Was tust du? Wie sprichst du? Was für ein Gefühl rufst du in dir wach? Gibt es noch etwas darüber zu sagen, wie du dich verhältst?

2. Von der Fähigkeitenebene aus beschreiben Dann möchte ich dich jetzt bitten, noch einen Schritt vorzutreten und dir zu vergegenwärtigen, was du kannst, um dich so zu verhalten. Welche Fähigkeiten kommen in diesem Verhalten zum Ausdruck? Welche dieser Fähigkeiten, die in deinem Verhalten zum Ausdruck kommen, ist dir die wichtigste? 3. Von der Überzeugungsebene aus beschreiben Dann tritt jetzt bitte noch einen Schritt vor und mache dir bewußt, was dir daran wichtig ist, über solche Fähigkeiten zu verfügen. Welche Überzeugung leitet dich, solche Fähigkeiten zu mobilisieren. Was motiviert dich, ein solches Verhalten zu zeigen. Was ist dir wichtig daran, so etwas zu tun? 4. Von der Identitätsebene aus beschreiben Wenn du jetzt noch einen Schritt vortrittst, bitte ich dich, dir zu überlegen, was du für eine Person bist, die das tut, die solche Fähigkeiten besitzt und sich von solchen Überzeugungen leitet läßt.

Was macht dich als Person aus? Wer oder wie bist du? (Metapher, Symbol finden lassen) Wenn du dir von dir ein Bild malen solltest, was für ein Bild wäre das? 5. Von der Zugehörigkeitsebene aus beschreiben Tritt bitte noch einen Schritt vor und mache dir klar, wovon eine solche Person, wie du beschrieben hast, ein Teil ist. Welchem größeren Zusammenhang fühlst du dich als diese Person zugehörig. Welches ist das Ganze, dem du angehörst? 6. Ankern Welches Gefühl kommt in dir auf, wenn du dir klarmachst, welchem größeren Ganzen du angehörst? Laß dieses Gefühl sich in dir ausbreiten, so daß du ganz von ihm durchdrungen bist. C. Neurologische Ebenen nach unten durchlaufen (dabei die Ergebnisse sprachlich aufnehmen und zurückmelden) 1. In die Identitätsebene zurückgehen Nimm jetzt soviel wie möglich von diesem Gefühl und dem Bewußtsein des größeren Ganzen, von dem du ein Teil bist, mit und gehe in die nächste Position zurück. Sei ganz aufmerksam und mache dir klar, ob sich etwas verändert hat und ob du jetzt noch etwas Neues entdeckst, was dazugekommen ist. Was macht dich als Person aus? Wer oder wie bist du? 2. In die Überzeugungsebene zurückgehen Nimm jetzt soviel wie möglich von diesem Gefühl und von diesem Bewußtsein, wer oder wie du bist, mit und gehe in die nächste Position zurück. Sei ganz aufmerksam und mache dir klar, ob sich etwas verändert hat und ob du jetzt noch etwas Neues erkennst, was dazugekommen ist. Welche Überzeugung entdeckst du? Gibt es

etwas Zusätzliches, von dem du erkennst, das es dich motiviert? Was ist dir noch wichtig daran über das hinaus, was du schon wahrgenommen hast? 3. In die Fähigkeitenebene zurückgehen Nimm jetzt soviel wie möglich von diesem Gefühl und von diesen Überzeugungen mit und gehe in die nächste Position zurück. Sei ganz aufmerksam und mache dir klar, ob sich etwas verändert hat und ob du jetzt noch etwas Neues erkennst, was dazugekommen ist. Welche neuen Fähigkeiten werden dir jetzt bewußt, die du hast? 4. In die Verhaltensebene zurückgehen Nimm jetzt soviel wie möglich von diesem Gefühl und von diesen Fähigkeiten mit und gehe in die nächste Position zurück. Sei ganz aufmerksam und mache dir klar, ob sich etwas verändert hat und ob du jetzt noch etwas Neues erkennst, was dazugekommen ist. Entdeckst du jetzt noch etwas Neues an dem, was du tust und wie du dich verhältst? 5. In die 1. Position zurückgehen Nimm jetzt soviel wie möglich von diesem Gefühl und von diesem Verhalten mit und gehe in die nächste Position zurück. Sei ganz aufmerksam und mache dir klar, ob sich etwas verändert hat und ob du jetzt noch etwas Neues erkennst, was dazugekommen ist. Vergegenwärtige dir, was du in dieser Position jetzt erlebst.
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achte auf deine Körperhaltung nimm deine Umgebung wahr, ob sich etwas verändert hat schau, was siehst du? höre auf das, was zu hören ist. was fühlst du jetzt?

6. Auf die Metaebene zurückgehen Sieh dir diese Reihe an und mach dir klar, wie es jetzt aussieht.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Werte von A bis Z Achtung Aktivität Altruismus Anerkennung Ausgeglichenheit Bildung Charisma Demokratie Distanz Disziplin Ehre Ehrlichkeit Einfluß Erfolg Familie Freiheit Freude Freundschaft Frieden Gastlichkeit gehobener Lebensstil Gerechtigkeit Geschmack Geselligkeit Gesundheit Glaube Gleichheit Glück gute Laune Harmonie Heiterkeit Herkunft Höflichkeit

Identität Individualismus Jungfräulichkeit Kameradschaft Klugheit Kompetenz Kreativität Lässigkeit Liebe Macht Menschlichkeit Mitgefühl Mut Nachkommen Nachsicht Nähe Natur Objektivität Offenheit Ordnung Persönlichkeit Pflichtbewußtsein Phantasie Pracht Pragmatismus Pünktlichkeit Rechtmäßigkeit Redegewandtheit Reichtum Ruhe Ruhm Sauberkeit Selbstverwirklichung Sexualität Sicherheit

Sparsamkeit Stärke Tapferkeit Tatkraft Toleranz Treue Überlegenheit Überzeugung Umweltschutz Unabhängigkeit Unparteilichkeit Verantwortung Vergnügen Vernunft Vertrauen Wahrheit Wechsel Weisheit Weitblick Zärtlichkeit Zeitlosigkeit Zugehörigkeit Zusammenarbeit

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Schätze aus der Kindheit holen (Positiver History change) Übung auf einer Boden-Zeit-Linie

1. Lebenslinie festlegen Stelle Dir - vom einem neutralen Ort aus - Deine Lebenslinie (ZeitLinie) vor: mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 2. In der Gegenwart das Ziel aktivieren Stelle Dich auf der Lebenslinie auf den Ort der Gegenwart. Blicke in die Zukunft., auf den Zeitpunkt, wann Dein Ziel erreicht sein wird. Stelle Dir dort Dein Ziel-Bild vor. Nimm von außen wahr, was es in dieser Zukunfts-Vorstellung zu sehen, zu hören, zu fühlen gibt. Sieh Dich selbst im Ziel. Nimm insbesondere Deine Körperhaltung wahr. Stelle Dir intensiv Dein Lebensgefühl vor, wenn Du Dein Ziel erreicht hast. 3. Umdrehen Dreh Dich um und schau auf Deine Vergangenheit. Bitte Dein Unbewußtes Dir Erinnerungen zu schenken, wo Du jene Fähigkeiten, die Dir für Dein Ziel helfen, bereits erfahren hast. 4. Schätze sammeln Gehe langsam auf der Lebenslinie in die Vergangenheit. Du wirst

jünger und jünger und sammelst diese schönen Erfahrungen. Du kannst bei jeder Erfahrung eine Weile stehen bleiben und sie genießen. Gehe anschließend zur nächsten Erfahrung weiter. Das Ziel der Übung ist die Aktivierung positiver und angenehmer Erfahrungen. Mache einen Bogen oder steige über jene Erfahrungen hinweg, die vielleicht weniger nützlich für Dein Ziel sind. Wenn Du in eine unangenehme Erinnerung kommst, dann gehe aus dieser Erinnerung heraus. Gehe zurück zu Deiner letzten schönen Erinnerung und aktiviere sie. Stelle sicher, daß Du wieder in einem guten inneren Zustand bist. Verändere Deine Körperhaltung. Gehe von dort wieder zurück in Deine Vergangenheit. Mache anschließend einen Bogen um die weniger nützliche Erinnerung. 5. Aufschreiben Wenn Du willst, kannst Du an den neutralen Ort gehen und Dir die schönen und hilfreichen Erinnerungen aufschreiben. 6. Zurück in die Zukunft Stelle Dich auf den Ort Deiner ersten schönen Erinnerung. Gehe nochmals in dieses Erlebnis hinein. Drehe Dich anschließend in Richtung Gegenwart. Gehe auf der Lebenslinie zurück bis zur Gegenwart und dann bis zum Ziel in der Zukunft. Erlebe nochmals all diese schönen Erinnerungen und nimm sie bewußt in Dein Ziel mit. Stelle Dir einen Rucksack vor oder einen Bauchladen, wo Du diese Erinnerungen hineinsteckst und mitnimmst. Gehe bis in Dein Ziel. Nimm all Deine Schätze mit Dir mit. Sie helfen Dir, leicht und sicher Dein Ziel zu erreichen. Genieße anschließend noch einmal Deinen Zustand im Ziel und die Fülle Deiner Schätze in Dir.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Prädikate Repräsentations-Systeme in der Sprache

Visuell: Bild, sehen, vorstellen, hell, leuchtend, blau, Perspektive, Einblick, klar, finster, düster, glänzend, verschwommen, hell, strahlend, dunkel, ausmalen, Umriß, Entfernung, Größe, eckig, Nebel, zeigen, weitsichtig, Rücksicht, Horizont, scheinen, leuchten, sichtbar..... Auditiv: Ton, hören, lauschen, verstehen, klingen, summen, sagen, rufen, laut, schreien, sprechen, leise, Stimme, fragen, Einklang, Rhythmus, Musik, Knall, stöhnen, pfeifen, ratschen, stimmig, kreischen, brummen, Krach, läuten, brüllen, surren, nachfragen, Kinästhetisch: Gefühl, fühlen, spüren, Kontakt, weich, rauh, glatt, schwer, empfinden, unsensibel, drücken, Gewicht, Temperatur, biegen, Intensität, stark, sensibel, spannend, erleben, annehmen, hängen, greifen, körnig, feucht, glatt, rauh, begreifen, streicheln, anfassen, anrühren, Berührung, Olfaktorisch / gustatorisch: bitter, salzig, duftend, riechen, süß, sauer, beissend, frisch, schal, modrig,verfault, fad, rauchig, scharf, parfümiert, stinkig, duftig,

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Die Sleight-of-Mouth-Patterns nach Robert Dilts
Übersicht: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Redefinieren / neudefinieren (Redefine) Konsequenz (Consequence) Absicht (Intention) "Chunk down" - spezifischer werden "Chunk up" - allgemeinere Aussagen bilden Gegenbeispiel (Countre-Example) Ändern des Zieles (Another Outcome) Analogie (Analogy) Rekursion (Apply to Self) Hierarchie der Kriterien (Hierarchy of Criteria) Ändern des Kontextes (des "Rahmens") (Change Frame Size) 12. Meta-Aussage (Meta Frame) 13. Modell der Welt (Model of the World) 14. Bedeutungsbildender Prozeß (Reality Strategy)

Vorbemerkung: Sleight-of-Mouth-Patterns werden vor allem bei Glaubenssätzen genützt, die folgende Meta-Modell-Verletzungen enthalten: a) Ursache-Wirkung, b) Komplexe Aequivalenz. Die Ausgangssätze (das erste Beispiel ist von Robert Dilts):

1. Krebs N verursacht Tod (Y). (Ursache-Wirkung) 2. Wenn sie mich besucht M, bedeutet das, daß sie sich um mich kümmert (Y). (Komplexe Äquivalenz)
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Die Form des ersten Beispieles ist: Auf X folgt notwendigerweise Y, X verursacht Y. Die Form des zweiten Beispieles ist: X ist Evidenz für die Schlussfolgerung Y.

Redefinieren/Neudefinition (Redefine) Es wird eine neue Aussage formuliert.In dieser bekommt ein Teil des Satzes, entweder X oder Y, eine neue Bedeutung. Damit werden entweder mit X mehrere Möglichkeiten oder mit Y alternative Bedeutungen assoziiert. Diese Methode ist im NLP auch als Reframing bekannt. a) Die Ursache oder das Verhalten (die Evidenz) wird neu definiert: Allgemeine Formel für X: Es ist nicht X, es ist ... a1) Es ist nicht Krebs, der den Tod verursacht, es ist das Zusammenbrechen des Immunsystems. (Es gibt viele Ursachen für eine Wirkung.) a2) Es ist nicht, daß sie dich besucht, es ist die Art, wie sie sich verhält, wenn sie dich besucht, die zeigt, ob sie sich um dich kümmert. (Es gibt viele Möglichkeiten, eine Handlung zu interpretieren.)

b) Die Wirkung oder das Kriterium (die Theorie) wird neu definiert. Allgemeine Formel für Y- Es ist nicht Y, es ist ... b1) Krebs verursacht nicht den Tod, er löst möglicherweise mangelnden Lebenswillen aus - und das können auch Glaubenssätze wie dieser. b2) Es ist nicht unbedingt ein echtes "Kümmern", wenn sie dich besucht, es kann auch Pflichtgefühl sein.

Konsequenz (Consequence) Häufig macht sich ein Sprecher die Konseqünzen seines Glaubenssatzes (wie wird er aufgrund seines Glaubenssatzes sich fühlen oder handeln, wie wird er andere behandeln) nicht bewußt. Die Aufmerksamkeit des Sprechers wird also auf eine mögliche positive oder negative Konsequenz seines Glaubenssatzes gelenkt. Dieses Sleight-of-Mouth-Pattern verändert nur den Inhalt, nicht die Struktur des Glaubenssatzes. a1) Glaubenssätze wie dieser tendieren dazu, zu Sich-selbsterfüllenden Prophezeiungen zu werden, denn die Leute hören auf, andere Optionen in Betracht zu ziehen. a2) Ein solcher Glaubenssatz kann dazu führen, daß du von jedem, der dich mal besucht, auch annimmst, daß er sich um dich kümmert, und das kann zu bösen Überraschungen führen.

Absicht (Intention) Dieses Muster lenkt die Aufmerksamkeit des ersten Sprechers auf den Zweck, die positive Intention seines Glaubenssatzes, letztlich: die Motivation hinter seinem Glaubenssatz. Dem Sprecher wird deutlich gemacht, welche Erfahrungen ihm ein solcher Glaubenssatz ermöglicht und welche nicht. a1) ich weiß, daß Sie sich vor falschen Hoffnungen schützen wollen, aber so hindern Sie sich daran, irgendeine Hoffnung zu empfinden. a2) So erlaubst du dir nicht, herauszufinden, wer sich tatsächlich um dich sorgt

"Chunk down" - spezifischer werden Eines der Elemente des Glaubenssatzes (X oder Y) wird auf detailliertere (spezifischere) Aussagen oder auf einen geringeren Abstraktionsgrad reduziert. Man findet aus der Menge der Referenzgegenstände, auf die sich die ursprüngliche Aussage bezieht, ein Detail, das spezifisch genug ist, um die Beziehung zwischen den beiden Elementen des Glaubenssatzes zu verändern. a) Ein Beispiel für die Anwendung auf Y: a1) Welchen Grad von Tod verursacht jede einzelne Krebszelle?

a2) Welcher der Momente, in denen sie dich besucht hatte, bedeutete das meiste Kümmern?

"Chunk up" - allgemeinere Aussagen bilden Ein Element des Glaubenssatzes wird zu einer.- größeren Klasse generalisiert, so daß die Beziehung n zwischen den einzelnen Elementen des Glaubenssatzes verändert wird. a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf X: a1) Verursacht eine Aenderung in einem kleinerem Teil des Systems automatisch eine Zerstörung des ganzen? a2) Wenn jemand nun jeden Tag käme und den ganzen Tag bliebe, würdest du dann annehmen, daß er sich um dich kümmert?

Gegenbeispiel (Counter-Example) Es wird ein Gegenbeispiel gesucht, in welchem die Beziehung zwischen den einzelnen Elementen des Glaubenssatzes nicht dieselbe ist wie die, die in dem ursprünglichen Glaubenßatz formuliert wurde. Allgemeine Formel:

a) X und nicht Y Beispiele: a1) Es gibt viele Berichte von Leuten, die von Krebs geheilt wurden (X = Krebs haben; nicht Y = nicht sterben) a2) Ich kenne eine Menge Menschen, die gar keine Zeit haben, mich regelmäßig zu besuchen, aber wenn es mir schlecht geht, kümmern sie sich um mich. (Nicht X = manche Menschen haben keine Zeit Besuche zu machen; Y = kümmern sich) Zweite mögliche Formel: b) Nicht X und Y Beispiele: b1) Krebskranke sterben häufig eher an ihrer Behandlung oder an ihrer Diagnose, als an Krebs. (Nicht X = [nicht] an Krebs; Y = sterben) b2) jeder Mensch hat schon einmal Besuche gemacht und sich nicht wirklich um denjenigen gekümmert, der besucht wurde. (X Besuche machen; Y = sich nicht kümmem.)

Aendern des Zieles (Another Outcome) Die vom Sprecher angenommene unbedingte Richtigkeit oder Wahrheit des Glaubenssatzes wird in Frage gestellt. Die Aufmerksamkeit des ersten Sprechers wird auf eine neue lohnende Möglichkeit gelenkt, eine, deren er sich noch nicht bewußt gewesen ist. a) Beispiel für die Anwendung auf Y:

a1) Es geht nicht darum, was den Tod verursacht, sondern darum, was das Leben lebenswert macht. a2) Es geht nicht um die Quantität der Zeit, die man miteinander verbringt, es geht um die Qualität.

Analogie (Analogy) Metaphern oder Analogien erzählen eine Geschichte, in der die Beziehung zwischen den Elementen zu Beginn der Metapher die gleiche Struktur hat wie die ursprüngliche Aussage, und dann wird diese Beziehung durch die Metapher verändert, so daß die Beziehung am Ende neu gesehen werden kann. a1) Krebs ist wie ein Feld mit Gras und weiße Zellen sind wie Schafe. Wenn Streß die Menge der Schafe reduziert, nimmt das Gras überhand und überwuchert alles. Füge mehr Schafe hinzu und es wird die ökologische Harmonie wiederhergestellt. a2) Es gab einmal eine böse Fee, die besuchte die Leute. Sie gab ihnen das Gefühl, daß sie sich um sie kümmerte. Wenn die Leute ihr glaubten, begann sie, ihnen unnütze Dinge zu verkaufen. Glaubst du, das war echte Sorge um das Wohlergehen desjenigen, die sie besuchte?

Rekursion (Apply to Self) Es wird eine neue Aussage formuliert, bei der die im ursprünglichen Glaubenssatz genannten Kriterien auf den Glaubenssatz selbst angewandt werden. Wenn das alte Kriterium abwertend war, wird es nun selbst abgewertet, wenn es positiv war, wird es positiv verstärkt. a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf X: a1) Dieser Glaubenßatz hat sich wie Krebs über die Jahre hin ausgebreitet. a2) Du könntest dich mehr darum kümmern, wer dich besucht und wer nicht. b) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf Y: b1) Es ist tödlich, an diesem Glaubenssatz zu stark festzuhalten. b2) Es kann sinnvoll sein, die Leute zu besuchen, die dich besuchen.

Hierarchie der Kriterien (Hierarchy of Criteria) Es wird eine neue Aussage formuliert, in der ein "höheres", also umfaßenderes Kriterium verwendet wird, um den ursprünglichen Glaubenssatz in einem anderen, nicht mehr so bedeutsamen Licht erscheinen zu lassen.

a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf Y: a1) Findest du nicht, daß es wichtiger ist, auf den Sinn oder Inhalt eines Lebens zu fokussieren, als darauf, wie lange es dauert? b2) Denkst du nicht, daß es wichtiger ist, Vertrauen zu erleben, anstatt bloß Besuche?

Ändern des Kontextes (des "Rahmens") (Change Frame Size) Der erste Glaubenssatz wird in einer neuen Aussage in einen größeren oder kleineren Zeitrahmen gestellt, auf mehr oder weniger Leute bezogen oder es wird eine kleinere oder größere Perspektive hergestellt. a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf X: a1) Würden Sie es mögen, wenn Ihr Sohn/Ihre Tochter/Ihr Arzt diesen Glaubenssatz hätte? Wenn jeder so denken würde, würden wir niemals ein Heilmittel gegen Krebs finden. (Andere Perspektive) a2) Es mag kurzfristig schön sein, Besuche zu bekommen, aber langfristig ist mehr nötig, um das Gefühl zu bekommen, daß sich jemand um einen kümmert. (Zeit).

Meta-Aussage (Meta Frame) Der ursprüngliche Glaubenssatz wird in einer neenn Aussage in einen Zusammenhang mit dem momentanen, persönlichen Prozeß oder Erleben des ersten Sprechers gebracht. Wer fähig ist, in die "zweite" Wahrnehmungsposition zu gehen und eigene Gefühle von denen des anderen zu trennen, kann dieses Sleight-of-Mouth-Pattem benutzen. Letztlich wird ein Glaubenssatz über den ursprünglichen Glaubenssatz aufgebaut. a1) Du glaubst das, weil dir ein Modell fehlt, das dir erlaubt, alle die komplexen Variablen zueinander in Beziehung zu setzen, die bei Leben und Sterben eine Rolle spielen. a2) Du wünscht dir, daß sich jemand um dich kümmert, deshalb glaubst du, daß es mit Besuchen getan ist.

Modell der Welt (Model of the World) Der ursprüngliche Glaubenssatz wird aus einem anderen "Modell der Welt' heraus neu interpretiert. Das bedeutet: Der zweite Sprecher findet ein Modell der Welt, in welchem die Beziehung zwischen den von dem ersten Sprecher genannten Elementen (X und Y) anders gesehen wird. a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf X: a1) Sehr viele Ärzte sind der Ueberzeugung, daß wir fast immer

mutierte Zellen im Körper haben und daß nur in den Fällen, wenn das Immunsystem schwächer wird, ein Problem entsteht. a2) ich glaube nicht, daß ein bestimmtes Tun die Evidenz für ein Gefühl ist.

Bedeutungsbildender Prozeß (Reality Strategy) Der zweite Sprecher fragt nach den Prämissen und/oder den Fakten, von denen der ursprüngliche Glaubenssatz abgeleitet wurde: a) Die Beispiele sind Beispiele für die Anwendung auf X: a1) Wie würdest du wissen, daß das nicht stimmt? a2) Wie/Woran erkennst du, wer sich wirklich um dich kümmert?

Quellenangabe: Inke Jochims, NLP für Profis. Glaubenssätze und Sprachmodelle, Paderborn 1995. Copyright Junfermann 1995. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Submodalitäten-Scanning des eigenen Körpers 1.Position des Quellenzustands (Resonanz) mit Hilfe von SM finden, festigen und bewußt machen Ziele: Aus der 2.Position ganz in die 1.Position finden; von Fremdbestimmung zu Selbstbestimmung kommen; fremde Teile, innere Tyrannen entmachten (Gefühle von 2.Position). Weitere, verdeckte Ziele: Resonanz noch fühlbarer machen; heilen lassen; inneren Zustand ändern; Verantwortung für inneren Zustand übernehmen; verändern mit SM; Milton-Modell. Historische/allgemeine Metapher: Reinigungsritual bei den Indianern. Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Sicherheit aufbauen und Rapport herstellen. Lassen Sie von den Zehen her goldene Flüssigkeit in den ganzen Körper fließen. Lassen Sie Ihr Krafttier und Ihre Helfer kommen. Das Unbewußte sucht den Körper nach fremden Teilen (von 2.Position) ab, die noch an Ihnen hängen oder in Ihnen sind. Fragen Sie die fremden Teile, was sie Sie lehren wollen, warum Sie es ihnen erlaubt haben, hier zu sein. Was brauchen die fremden Teile, damit sie gehen können? Was brauchen Sie, damit Sie sie gehen lassen können?

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Stellen Sie sich an Ihrer linken Seite einen Lichtstrahl vor, der zur Quelle führt. Lassen Sie die fremden Teile (Gefühle) durch diesen Lichtstrahl zurück ins Licht (SM) ziehen, dort entscheiden sie selbst über ihre Zukunft. Der Lichtstrahl sucht den ganzen Körper nach weiteren fremden Teilen ab, reinigt ihn und füllt ihn dort mit Licht, wo sich diese fremden Gefühle (Teile/Tyrannen) befunden haben. Posthypnotische Suggestion: z.B. "In der Nacht, während Sie schlafen, werden alle notwendigen Angleichungen getroffen, so daß Sie als Ganzheit gewahrt bleiben.

Übungsdauer: ca. 45 Minuten Gruppengröße: beliebig viele Personen in Trance Auswertung im Plenum: am nächsten Morgen Anwendungsmöglichkeiten: Wir sind ein Teil vom Ganzen und das Ganze ist in uns. Wir können lernen damit umzugehen, indem wir uns vor fremden Gefühlen schützen und uns von ihnen reinigen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Trance-Gleichnis für die Kraftquelle finden Ziele: Persönliche Metapher (Gleichnis) für eine Quelle finden Auftanken; eigene Resonanz finden; eigene Kraftquelle finden. Weitere, verdeckte Ziele: Beschenken lassen; in Verbindung sein, dazugehören, ohne etwas tun zu müssen; Geborgenheit erleben; Resonanz noch fühlbarer machen; heilen lassen; inneren Zustand ändern; Verantwortung für inneren Zustand übernehmen; verändern mit SM; Milton-Modell. Historische/allgemeine Metapher: Mutter Theresa; Manager Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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In Trance führen und dabei die kursiv gesetzten Metaphern und Symbole mit eigenen Worten gestalten. Sicherheit und Rapport aufbauen. Sich in einem Boot sicher fühlen (Boot bringt uns zwischen den Welten hin und her) bis zu einer verschlossenen Tür am Grund (Tiefe) bringen lassen. Finden Sie den Schlüssel (Eigenverantwortung und Entscheidung) zur verschlossenen Tür. Gehen Sie den langen Gang (Verbindung von zwei Realitäten) zu Ihrem Raum (Schutz, Platz, Sicherheit, Geborgenheit)

hier entdecken Sie die Türe zur Quelle (Öffnung) und entscheiden, hineinzugehen schrittweise zu assoziieren.
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Verbindung von Quelle und Raum herstellen (Türe offen lassen), die SM der Quelle in den Raum fließen lassen. Machen Sie es sich in Ihrem Raum bequem (Geborgenheit, Sicherheit, Ruhe, Freude, Vertrauen in sich selbst spüren). In dieser Ruhe wird Ihnen ein Zielbild für jedes vorher gewählte Ziel geschenkt. Zurückgehen durch den Gang, Türe versperren (Kraftquelle ist Ihr ganz persönlicher Ort), ins Boot steigen und zurück nach oben bringen lassen. Posthypnotische Suggestionen: "Je weiter Sie zum Licht nach oben kommen, desto mehr freuen Sie sich, daß Sie leben" oder ähnliches.

Übungsdauer: 30-45 Minuten Gruppengröße: 2 Personen oder Großgruppe Auswertung im Plenum: Wichtig: Balance halten zwischen dem, was bewußt gemacht wird und was im Unterbewußten bleiben soll. Eventuell Kraftquelle malen, integrieren und gegenseitig vorstellen. Anwendungsmöglichkeiten: Vergangenheit hilft uns, ein positives Selbstbild aufzubauen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Anleitung, um Ihre innere Zeit-Linie zu erkunden Um das Konzept der Zeit-Linie verständlich zu machen, lade ich Sie zu einem Selbstexperiment ein. Sein Ziel ist die Erkundung der eigenen individuelle Zeit-Linie. Dazu müssen Sie einige Fragen beantworten und sich dabei beobachten, an welchem imaginativen Ort Sie sich die jeweilige Antwort vorstellen.

Beginnen Sie mit Fragen aus der nahen Vergangenheit. Was haben Sie gestern abend gemacht? Denken Sie an ein einzelnes Ereignis von gestern abend und beobachten Sie, wo im inneren Raum Sie dieses Ereignis spontan plazieren. Angenommen, sie sind gestern abend mit dem Auto gefahren. Stellen Sie sich visuell vor, wie und wo Sie Auto gefahren sind (d.h. Sie sehen sich selbst , das Auto, die Landschaft, usw.) Wenn Sie daran denken, an welchem Ort vor oder hinter Ihnen stellt sich diese Vorstellung ein? Ist das eher rechts oder links, oben oder unten?. Akzeptieren Sie den ersten Eindruck, auch wenn er Ihnen seltsam vorkommen mag. Versuchen Sie eine ungefähre Zuordnung nach Richtung und Entfernung. Haben Sie Ihre erste Erinnerung innerlich an einem Ort festgehalten, dann kann der Zeitbezug schrittweise erweitert werden. Erinnern Sie sich an eine Begebenheit vor einer Woche, dann vor einem Monat, vor einem Jahr, aus Ihrer Kindheit. Halten Sie für jede Erinnerung den gedachten inneren Ort fest. Versuchen Sie, mehrere Erinnerungen aus unterscheidlichen Zeitpunkten gleichzeitig zu denken. Erfahrungsgemäß entsteht eine Systematik im Zeit-Bezug.

Im Normalfall handelt es sich um eine gekrümmte Linie, die irgendwo im Raum (auch hinter Ihnen) verlaufen kann. Diese Linie ist Ihre Zeit-Linie in Bezug auf die Vergangenheit. Einzelne Orte auf der Linie kommt eine andere Zeitinterpretation zu.

Im nächsten Schritt geht um die Imagination der Zukunft. Denken Sie an eine konkrete Situation, die morgen eintreten kann. Wo ist der Ort dieser Zukunftsvorstellung? Denken Sie nachließend an Zukunftsvorstellungen, die immer weiter von heute entfernt sind. Was kann in einer Woche, in einem Monat, in einem Jahr, in zehn Jahren sein? Halten Sie jeweils den inneren Ort fest. Wo und in welcher Entfernung sind Ihre Zukunftsvorstellungen angesiedelt? Sie kommen so zu Ihrer Zeit-Linie für die Zukunft.

Im letzten Schritt geht es um die gesamte Zeit-Linie, um Ihre Gesamtkonstruktion von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Verbinden Sie nun an Ihre Zeit-Linie für die Vergangenheit und die Zukunft. Wie sieht diese gesamte Linie aus? Ist sie wie eine Gerade oder mehr wie ein Fluß mit vielen Windungen? Denken Sie dann an die Gegenwart, vielleicht daran, daß Sie eben jetzt diesen Text lesen. Verläuft die Zeit-Linie am Ort der Gegenwart durch Ihren Körper hindurch? Oder ist Ihre Zeit-Linie immer außerhalb Ihres Körpers und Sie und Ihre Zeit-Linie sind immer getrennt? Für diesen Fall: befinden Sie sich oberhalb oder unterhalb der Zeit-Linie? Zeichnen Sie Ihre Zeit-Linie auf.

Vergleichen Sie Ihre Zeit-Linie mit dem im Lexikon genannten drei typische Arten von Zeit-Linien: Zeichnung zu den drei Arten Von In-Zeit spricht man, wenn die Zeit-Linie in der Achse vorne / rückwärts durch den Körper hindurchgeht. Die Vergangenheit befindet sich dabei meistens rückwärts, die Zukunft vorne. Die Zwischen-Zeit ist eine Abwandlung der In-Zeit, wobei die gesamte Zeit-Linie mit Ausnahme der Gegenwart (sie befindet sich innerhalb des Körpers) im Beobachtungsfeld vorne liegt. Die Zeit kann von rechts nach links (wie eingezeichnet) oder auch von links nach rechts verstreichen. Die Durch-Zeit schließlich bezeichnet alle Zeit-Linien, die zur Gänze außerhalb des Körpers sind. Auch die Gegenwart wird von außen betrachtet, meistens liegt sie direkt vor (und / oder unterhalb) der Betrachterin oder dem Betrachter. Welche Variante trifft auf Sie zu?

Wenn Ihre Zeit-Linie in keines dieser Schema paßt: ich lade Sie ein, mir dies mitzuteilen. Interessant wird es immer, wenn die einfachen NLP-Modelle nicht passen. Vielleicht gibt es für Sie und für mich etwas zu entdecken. Schreiben Sie mir!

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Interne und externe Referenz 1. Interne Referenz "Tu zunächst so, als ob Du eine interne Referenz hast. Ich werde gleich etwas zu Dir sagen, und da Du ein internes Referenzsystem hast, bist Du die Person, die entscheidet oder bewertet, was ich sage .... nämlich: Wenn Du jeden Tag eine halbe Stunde lang einen Kopfstand in Richtung Norden machst, wird das Deine Lebensqualität sehr verbessern. Beachte, welche Erfahrung Du machst, wenn Du dies von einem internen Referenzsystem aus betrachtest, beurteilst und entscheidest. Du beurteilst und entscheidest das!" 2. Externe Referenz "Nun tu vorübergehend so, als ob Du eine externe Referenz hast und ICH bin diese externe Referenz. Denke daran, daß dies nur für eine gewisse Zeit der Fall ist. Du wirst Deine eigene Entscheidungsfähigkeit leicht zurückbekommen, sobald Du dies ausprobiert hast. Im Moment bin ICH Deine externe Referenz. Du weißt im voraus, was immer ICH auch sage, ist wahr ....nämlich: Wenn Du jeden Morgen mindestens fünf Minuten lang das mittlere C summst, wird Dich das in größere Harmonie mit dem Universum bringen. Beachte, welche Erfahrungen Du machst, während Du dies mit einer externen Referenz betrachtest, beurteilst und entscheidest." 3. Unterschiede in den Submodalitäten "Überprüfe die Submodalitäten Deiner beiden Erfahrungen in allen drei Sinneskanälen. Typisch sind Position, Größe und Helligkeit im visuellen, mehrere Stimmen im auditiven und Anspannung im kinästhetischen System. Überprüfe jedoch aufmerksam!" 4. Aufbau einer internen Referenz

a. Entsprechende Situation identifizieren "Denke an eine Situation, in der Du mehr external orientiert warst als es Dir lieb war, als Du z.B. dem Rat von jemandem folgtest und es nicht gut ausging." b. Ökologie-Check "Gibt es Einwände dagegen, in dieser Situation stärker internal orientiert zu sein?" (Evtl. Einwände berücksichtigen) c. Interne Referenz aufbauen "Gehe zu dieser Zeit zurück und entwickele eine Repräsentation von dem, was die andere Person Dir sagte. Verwandle dann diese Repräsentation in die Formen, die den Submodalitäten Deiner internen Referenz entsprechen. (Laß z.B. das Bild schrumpfen, sich weiter weg und nach unten bewegen. Installiere eine kritische Stimme, die das Gesagte hinterfragt und prüft ...) 5. Future-Pace "Überlege, ob Du in näherer Zukunft wieder in eine ähnliche Situation kommst. Mache Dir eine Repräsentation von dem, was der andere in dieser Situation zu Dir sagt. Überprüfe, ob diese Repräsentation der Deiner internen Referenz entspricht!" (Wenn nicht, einüben!!!)

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Die drei Mentoren Übung mit Boden-Ankern Abkürzungen: NP: Neutrale Position M1: Ort des ersten Mentors M2: Ort des zweiten Mentors M3: Ort des dritten Mentors RS: Ort der Ressourcen-Situation VS: Ort der verbesserungswürdigen Situation Die Übung ist gut geignet für eine verbesserungswürdige Situation VS, bei der Du irgendwie "feststeckst" und die durch neue Ideen bereichert werden soll. Anleitung: 1. Lege vorerst die 6 Orte fest, z.B. mit Zettel am Boden oder Plätze im Freien. 2. Stelle Dich auf die NP und denke an die verbesserungswürdige Situation. Stelle Dir eine konkrete Begebenheit aus der Vergangenheit vor. Lege innerlich das Bild dieser Begebenheit auf den Platz VS. Nimm von außen wahr, was es in dieser Erinnerung zu

sehen, zu hören, zu fühlen gibt. Nimm insbesondere Deine Körperhaltung wahr. 3. Stell Dich für kurze Zeit auf VS und erlebe diese Erinnerung so, als ob sie jetzt geschehen würde. Nimm exakt die entsprechende Körperhaltung ein. Nimm auch kurz ein - vielleicht unangenehmes Gefühl wahr. 4. Stell Dich wieder auf NP. Verändere Deine Körperhaltung. Geh vollkommen aus dem Gefühl in VS heraus. Bewege Dich und schüttle Dich. Stelle Dir zwischen Deinem Ort jetzt und VS eine Glasmauer vor. In NP bist Du geschützt und vollkommen sicher. Bevor Du den nächsten Schritt machst, stelle fest, daß Du von VS vollständig dissoziierst bist. Du kannst VS von außen in einer neutralen und interessierten Haltung beobachten und bleibst dabei in einem guten inneren Zustand. 5. a) Bleib auf NP stehen. Betrachte jetzt VS: Welche Eigenschaft, Fähigkeit, innere Einstellung, Verhaltensweise etc. würde Dir in VS gutttun? Was davon ist das wichtigste? Was wünscht Du Dir am meisten? b) Denke jetzt an jemanden, der in hohem Maße genau diese Eigenschaft, Fähigkeit usw. verkörpert und der Dir als Mentor (Berater/in, Ideengeber/in) helfen kann. Ein Mentor kann eine Person sein, die Du kennst oder gekannt hast, eine Person aus der Geschichte, aus einem Film oder einem Roman, ein Fantasie-Wesen, ein Schutzengel, ein Tier, eine Pflanze, oder . c) Stelle Dir diesen Mentor auf M1 vor. Nimm von außen die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung Deines Mentors wahr.

6. Stelle Dich auf M1 und gehe in den Körper des Mentors hinein. Erlebe Deinen Mentor von innen. Mach die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung Deines Mentors nach. Erlebe das Lebensgefühl des Mentors. (Wenn im Hineingehen ein unangenehmes Körpergefühl aktiviert wird, dann gehe von M1 wieder auf NP. Bewege Dich und schüttle Dich, bist Du wieder in einem guten inneren Zustand bist. Dein Unbewußtes hat Dir gesagt, daß dieser Mentor für Dich nicht geeignet ist. Such Dir einen anderen Mentor). 7. Du bist jetzt Dein Mentor. Blicke als Mentor nach vorne auf VS und gib Dir da vorne Ratschläge, Ideen, Tips. Erzähle aus Deiner Lebenserfahrung als Mentor, was in VS verändert werden kann. Merke Dir diese Ratschläge. 8. Stelle Dich auf NP und wiederhole den Schritt 6 für irgendetwas anderes, was Dir in VS guttun würde. Laß Dir dafür einen zweiten Mentor einfallen. Denke Dir diesen zweiten Mentor am Ort M2. 9. Stelle Dich auf M2 und wiederhole die Schritte 6 und 7 für den zweiten Mentor. 10. Stelle Dich auf NP und wiederhole den Schritt 6 für irgendetwas ganz anderes, was Dir in VS guttun würde und was Dir bislang noch nicht eingefallen ist. Welche ganz andere Eigenschaft, Fähigkeit würde Dir in VS helfen? Laß Dir dafür einen dritten Mentor einfallen. (Versuche es auch mit Mentoren des anderen Geschlechts). Denke Dir diesen dritten Mentor am Ort M3. 11. Stelle Dich auf M3 und wiederhole die Schritt 6 und 7 für den dritten Mentor.

12. Stelle Dich auf RS. Deine drei Mentoren stehen hinter Dir und Du spürst ihre Ausstrahlung. Stelle Dir dann vor, daß die drei Mentoren auf Dich zukommen und Dich am Rücken sanft berühren. Höre die Ratschläge der drei Mentoren, jeder mit seiner Stimme. Laß diese Botschaften in Deinen Körper einströmen. Genieße diesen Zustand. Verteile das gute Körpergefühl im Ausatmen in Deinen ganzen Körper. Merke Dir Dein Atemmuster. Verbleibe für den Rest der Übung genau in diesem Atemmuster. 13. Gehe jetzt von RS zu VS. Erzähle dir selbst die Botschaften Deiner Mentoren. Laß den Verschmelzungsprozeß geschehen. Nimm alles Neue in dieser Situation wahr. Schau Dich um, höre zu und fühle, was jetzt alles anders ist. Genieße Deine Fähigkeit, neue Ideen zu erfahren und Situationen auf selbstbestimmte Weise zu verändern.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Meta-Mirror nach Robert Dilts 1. Problempartner suchen Denke an einen Menschen in deinem Leben, mit dem du deiner Meinung nach große Schwierigkeiten hast. 2. Das Verhalten des anderen benennen (aus der 1. Position) Stelle dir vor, diese Person stünde hier direkt vor dir, und du betrachtest sie aus deiner Position heraus. Benenne das Verhalten dieser Person, das die Kommunikation mit ihr für dich so schwierig macht. Es könnte beispielsweise "unsensibel", "abwertend", "konkurrierend" oder "inkongruent" sein. 3. Das eigene Verhalten benennen (von der Metaposition) Gehe dann in die von der Beziehung dissoziierte Metaposition und betrachte dein eigenes Verhalten in der Beziehung zu dieser Person. Wie würdest du dein eigenes Verhalten benennen? Ist es beispielsweise "hilfreich", "wütend", "ängstlich" oder anders? 4. Systemische Abhängigkeit beachten (von der Metaposition) Bleibe in der Metaposition und achte darauf, wie dein Verhalten praktisch mit dem Verhalten der anderen Person zusammenhängt, es auslöst oder verstärkt. Stelle dir die Frage, wie würde die andere Person sich verhalten, wenn du nicht da wärest? Würde die andere Person ihre Verhaltensweise auch ohne deine Anwesenheit aufrechterhalten? 5. Neue Verhaltensweisen erwägen (von der Metaposition) Denke darüber nach, welche anderen Möglichkeiten du hast, sonst noch auf jene Person zu reagieren. Könntest du deine Verhaltensweisen dieser Person gegenüber verändern? Weißt du, weshalb du dein Verhalten dieser Person gegenüber beibehältst?

6. Das eigene Verhalten sich selbst gegenüber benennen (von der 4. Metaposition) Jetzt möchte ich dich bitten, einen weiteren Schritt zur Seite zu tun in eine vierte Metaposition, von wo aus du dich selbst in dieser Interaktion betrachten kannst. Wie behandelst du (das Selbst auf der inneren Metaposition) dich selbst (das Selbst deiner äußeren ersten Position) in dieser Interaktion? Beispielsweise "forcierend", "wütend", "verurteilend", "kreativ". Stelle fest, auf welchen neurologischen Ebenen, Verhalten, Fähigkeit, Glaubenssätze, Identität, die verschiedenen Reaktionen auftauchen. Überprüfe danach, inwiefern deine Reaktion auf dich selbst ein Spiegel davon ist, wie der andere Mensch sich dir gegenüber verhält. (Stelle dann fest, wie dein äußeres Selbst auf die Reaktion deines Selbst der inneren Metaposition reagiert.) 7. Positionentausch (von der 4. Metaposition) Prüfe, wie es ist, wenn du deine Reaktion aus der Metaposition auf dich selber jetzt aus der ersten Position auf den anderen richtest, und wie es ist, wenn du deine Reaktion aus der ersten Position auf den anderen von der Metaposition aus auf dich selber richtest. Achte aufmerksam darauf, wie diese Vertauschung das System und die Bedeutung der Reaktionen verändert. 8. Selbstwahrnehmung (aus der 2. Position) Gehe nun in die Position der anderen Person. Sieh dich selber mit den Augen der anderen Person und nimm wahr, wie dein Verhalten aus dieser Perspektive erscheint. Was benötigst oder willst du aus der Sicht der anderen Person von dir selbst? 9. Re-Assoziation (in die veränderte 1. Position) Gehe in die durch die Reaktion der dritten Position veränderte erste Position zurück und achte darauf, wie sich deine Reaktionen und deine Sichtweise verändert haben.

10. Fortsetzung Fahre fort, die Perspektiven zu wechseln, und füge verschiedene Reaktionsmöglichkeiten (auf der jeweils richtigen Ebene) hinzu, bis du das Gefühl hast, daß die Beziehung ausgewogener ist.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Sprachliche Muster des Milton-Modells Tilgungen
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... und du freust dich ... und du fühlst dich wohl ... es ist angenehmer, sich bequem hinzusetzen ... offensichtlich kannst du das besonders gut ... erstaunlicherweise

Modaloperatoren
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... du mußt das gar nicht beachten ... es ist nicht notwendig, die Augen zu öffnen ... es ist möglich, mit offenen Augen in Trance zu gehen ... du kannst dich entspannen ... du bist in der Lage, dich wohlzufühlen ... du bist fähig, daraus zu lernen

Nominalisierungen
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... Neugier ... Wissen ... Lernen ... eine tiefe Entspannung ... eine tiefe Empfindung

Generalisierungen
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... man ... Umstände ... Bedürfnisse

Universalquantoren
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alle ... jeder ... irgendein ... nichts ... niemand ... nirgends

Verlorener Performativ (allgemeine Urteile)
q q q

... es ist leicht ... es ist angenehm ... es ist wahr ... das ist die richtige Art zu entspannen ... es ist gut, seine Gedanken loszulassen

unbestimmte Verben
q q q q q

... du kannst geschehen lassen ... du kannst fühlen, empfinden ... du kannst loslassen ... du kannst tun ... du kannst dir erlauben

kausales Modellieren
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... und ... während ... im Verlauf ... danach ... bevor ... indem ... das macht ... das verursacht ... das bringt dich ... das bewirkt ... das zwingt ... das verlangt ... je mehr, desto mehr ...

Gedankenlesen
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... und während du dich immer wohler fühlst, wirst du merken, wie ... ... und du fragst dich vielleicht, wie ... ... und du weißt vielleicht ...

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Beispiele zum Meta-Modell

Unvollständige Zeitwörter Wir haben uns immer bemüht Ich kann mit ihm nicht umgehen. Ich fühle mich wie gelähmt. Das bringt nicht. Das geht nicht.

Unvollständige Hauptwörter Es sollte wirklich etwas gemacht werden. Ich kann sie ja verstehen. Mir ist das alles zuwider. Die Verkehrssituation hat sich verbessert. Jeder ist für eine menschengerechte Stadt.

Nominalisierungen Immer diese Langeweile. Ich trage die Verantwortung. Ich habe Angst. Wir sichern die Arbeitsplätze.

Verallgemeinerungen (Generalisierungen) Man kann niemanden vertrauen. Alle Politiker sind korrupt.

Es hilft alles nichts. Es ist immer das Gleiche mit Dir. Immer diese Langeweile.

Modalwörter (sollen, wollen, können, müssen, dürfen) Das kann ich unmöglich sagen. Wir dürfen nicht mehr fordern. Wir müssen das erledigen. Wir sollen nicht zu spät kommen. Sie wollen doch auch mithelfen.

Unbestimmte Verben Er hat mich verletzt. Meine Frau will mich ärgern. Ich zeige ihr doch, daß ich sie mag. Wir haben uns immer bemüht. Ich kann damit nicht umgehen.

Unbestimmter Inhaltsbezug Das würde mir gut tun. So etwas macht man nicht. Es ist mir peinlich. Jeder hat manchmal solche Gefühle. Das behaupten alle über dich.

Tilgung/Löschung Ich habe ein Problem. Ich fürchte mich. Sie sucht sich immer das Beste aus.. Ich war in einer Beratung. Es fällt mir schwer zu sprechen.

Ursache - Wirkung Dein Jammern ärgert mich. Sein Auftreten macht mir Angst. Ich bin enttäuscht weil du nicht kommen willst. Deine Kleidung stört mich. Sie macht mir viel Kummer.

Gedanken lesen Er / Sie sollte doch wissen, daß ich das nicht mag. Wenn er mich wirklich liebt, dann tut er es nicht. Mit diesem Thema will ich dich nicht belästigen. Das würde sie überfordern. Du denkst nie an die Konsequenzen.

Verlorene Zitate Brave Mädchen tun das nicht. Das ist nicht seriös. Ein richtiger Mann kann sich durchsetzen. Eigenlob stinkt.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Ein Beispiel für eine isomorphe Metapher-Geschichte Im Folgenden möchte ich Ihnen eine Metapher vorstellen, die für eine siebzigjährige Frau geschrieben wurde, die hohen Blutdruck hatte. Ich vermutete, daß ein bestimmtes Verhalten zu dieser körperlichen Reaktion zumindest beitrug. Diese Frau war ihr ganzes Leben lang sehr tüchtig und sehr willensstark. Als sie im hohen Alter merkte, daß ihre Kräfte langsam nachließen, gab sie ihre Ansprüche, wie ihr Haushalt zu organisieren sei, nicht auf, sondern bestimmte ihren Mann für Tätigkeiten, die sie selber nicht mehr ausführen konnte. Da der jedoch seinen Lebensabend genießen wollte, entwickelte er Widerstände gegen die ihm von seiner Frau übertragenen Aufgaben. Er investierte sehr viel Zeit in morgendliche Körperpflege, las ausgiebig die Zeitung, bevor er sich zu irgendwelchen Aufgaben aufraffen wollte. Und diese Aufgaben führte er sehr nachlässig aus. Das ärgerte seine Frau über alle Maßen. Ihr Gesprächsstoff mit mir bestand zuletzt nur noch in zornigen Anklagen gegen die Faulheit ihres Mannes. Ich wollte darauf hinwirken, daß diese Frau das Verhalten ihres Mannes anders wahrnehmen konnte. Statt sich über seine "Faulheit" zu ärgern, sollte sie die positive Seite seiner "Putzsucht" erkennen. Außerdem wollte ich erreichen, daß sie sich freuen konnte, ihn immer noch bei sich zu haben. Notwendige Hilfeleistungen ihres Mannes sollte sie mit List durchsetzen. Als Ressource wählte ich ihre Intelligenz und ihre Neugier. Sie hatte oft berichtet, was sie mit ihrer Intelligenz hätte im Leben erreichen können, wenn es in ihrer Jugend für sie Ausbildungschancen gegeben hätte. Da sie Tiergeschichten liebte, wählte ich für die Metapher diese Inhaltsebene. Das Eheverhältnis drehte ich um. Für sie wählte ich einen Papagei, der die Satirkategorie "Ankläger" spiegelt. Für ihren

Mann wählte ich eine Katze. "Die Katze und der Papagei" Du weißt sicher, daß es Menschen gibt, die an Seelenwanderung glauben. Sie sind davon überzeugt, daß sie in ihrem früheren Leben irgendein Tier gewesen sind oder eine Pflanze. Nun kann man davon halten, was man will. Ich jedenfalls habe gehört, daß es einen fernen Stern geben soll, auf dem leben noch keine Menschen, sondern nur Tiere. Daran ist ja nichts Ungewöhnliches. Auch unsere Wissenschaftler sind davon überzeugt, daß es auf anderen Sternen lebende Wesen gibt. Und sie suchen danach. Das Seltsame an der Geschichte, die ich gehört habe, ist jedoch, daß die Tiere sich dort auf dem fremden Stern so verhalten, als wären sie Menschen, d.h. sie können sprechen und arbeiten und viele andere Dinge, die auf unserem Planeten nur die Menschen können. Das Kurioseste aber ist, daß die Tiere auf jenem Stern in der Regel Mischehen eingehen. Zum Beispiel ist es dort nicht ungewöhnlich, wenn ein Elefant eine Tigerin heiratet und eine Kuh einen Eisbären. Was die sich dabei denken, weiß ich nicht. Die Geschichte, die ich gehört habe, handelt von einem Papagei, der sich mit einer Katze vermählt hatte. Sie liebten sich sehr, aber trotzdem gab es Probleme. Und auch das ist ja eigentlich nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, wie verschieden dieses Ehepaar war. Man stelle sich vor, ein prächtiger bunter Papagei und eine graue Katze. Aber der äußere Unterschied zwischen den beiden war gar nicht das Problem. Vielmehr gab es deshalb Schwierigkeiten, weil beide in ihrem Wesen so verschieden waren. Die Katze war ganz zufrieden mit der Wahl, die sie getroffen hatte. Nur der Papagei war es nicht so ganz. Nicht, daß er sich nach einer anderen Partnerin sehnte, nein, das war es nicht. Er wollte nur, daß die Katze nicht so eigenwillig sein sollte, wie sie als Katze nun mal war. Es gab halt einige Dinge im Verhalten der Katze, die der Papagei nicht ausstehen

konnte, z.B. daß sie jeden Morgen so ausgiebig ihr Fell pflegte. Während er bereits früh aufgestanden war, das Frühstück bereitet hatte und schon viele andere Dinge erledigt hatte, war sie immer noch beim Pfötchenlecken, mit Ohrenputzen und Schwanzglätten beschäftigt, und ließ sich so viel Zeit, wie sie mochte. Der Papagei regte sich dann fürchterlich auf und zeterte, daß sie sich doch gefälligst beeilen sollte, da sie noch etwas zu erledigen hatte. Aber die Katze ließ sich Zeit. Sie war ganz einfach faul, drehte sich gerne herum und schnurrte vor sich hin, las die Zeitung und hörte und sah nichts, was um sie herum geschah. Das führte dazu, daß der Papagei sich um alles selber kümmern mußte; denn bis er der Katze klargemacht hatte, was zu tun war, und sie aufgescheucht hatte, um die Sache zu erledigen, verging viel zu viel Zeit. Deshalb tat er die notwendigen Dinge lieber selber. Dann brauchte er sich auch nicht zu ärgern und aufzupassen, ob sie es auch richtig machte. Das Dumme war aber, daß der Papagei in letzter Zeit einen lahmen Flügel bekommen hatte. Er konnte den Haushalt und den Garten, und auch die Werkstatt nicht mehr allein versorgen. Es war jetzt einfach notwendig geworden, die Katze zu Arbeiten heranzuziehen. Die sah das auch ein und erklärte sich zur Hilfe bereit. Aber sie konnte ihr Wesen nicht ändern. Sie sah immer noch nicht, wo Arbeit notwendig war, und hörte immer noch nicht richtig zu, wenn der Papagei ihr irgend etwas erklärte. Das brachte den Papagei zur Raserei. Selbst wenn er ihr einen Auftrag gab, und sie ihn besorgen ging, geschah es oft, daß sie zurückkam, und die Hälfte war verkehrt. Der Papagei raufte sich dann seine Kopffedern und schrie und krächzte, was sie mit diesem Katzenvieh wohl anfangen sollte. Dabei hatte es schon ungeheure Mühe gekostet, sie überhaupt vom Frühstückstisch aufzuscheuchen und loszuschicken, daß er schon fast zusammenbrach, so viel Kraft kostete es. Und dann kam diese Katze mit so etwas zurück! Der Papagei war ganz verzweifelt. Die Katze kümmerte sich weiterhin um nichts, lag faul herum, putzte sich, fraß ungeheure Mengen und schlief dann wie ein Bär. Und er konnte tun und machen, sie dachte gar nicht daran, sich zu ändern. Das machte

ihn ganz krank. Sein Flügel tat ihm weh und er jammerte und versuchte immer wieder, sie zur Veränderung ihres Verhaltens zu bringen. Aber an der Situation änderte sich nichts. Sein Ärger nahm und nahm kein Ende. Da kam eines Tages der Fuchs zu Besuch. Da der Papagei wußte, daß der Fuchs ein kluges Tier war, klagte er ihm sein Leid und fragte um Rat. "Da kann ich helfen", sagte der Fuchs."Sage mir, was du willst. Ich könnte z.B. die Katze fressen, dann bist du sie los." - "Nein, nein", sagte der Papagei, "dann wäre ich ja allein. Ich will sie schon behalten." - "Dann könnte ich sie vielleicht beißen zur Strafe für ihr ekelhaftes Verhalten." - "Nein, das ist auch nicht gut", sagte der Papagei. "Dann ist sie krank und ich muß sie pflegen." - "Und was hältst du davon, wenn ich einen jungen Kater auf sie hetze, der sie auf Trab bringt?" "Das finde ich auch nicht gut. Sie könnte auf falsche Gedanken kommen und dann bin ich sie auch los. Nein, du sollst etwas tun, damit sie sich ändert, daß sie sich nicht mehr solange putzt, und nicht so faul ist und sich mehr kümmert und hilft, damit ich mich nicht mehr ärgern muß." "Das steht nicht in meiner Macht", sagte der Fuchs. "Gott hat die Tiere jedes mit einem bestimmten Wesen und mit einem bestimmten Charakter ausgestattet, und das kann man nicht ändern. Aber für dich wüßte ich ein Mittel." "Für mich ein Mittel? Wieso für mich? Ich muß mich doch nicht ändern! Das Problem ist die Katze!" - "Ja", sagte der Fuchs. Aber es gibt trotzdem ein Mittel für dich." Der Papagei zögerte, weil ihm das nicht einleuchtete. Aber da Papageien klug und neugierig sind, war er einverstanden. "Und was ist das für ein Mittel?" - "Ganz einfach", sagte der Fuchs, "du brauchst dich nur zu bücken und durch die Beine zu sehen." - "Was soll das?" schimpfte der Papagei. "Versuchs

nur", sagte der Fuchs, "und erzähle mir, was du siehst." Der Papagei bückte sich und guckte durch seinen Beine. "Ich sehe, was ich sonst auch sehe, sagte er, nichts hat sich geändert." - "Sieh' genau hin", sagte der Fuchs. Der Papagei versuchte es nochmals. "Hhm, ja, ich sehe den Tisch, die Stühle, den Schrank, die Blumen, na ja, aber alles anders herum. Es steht alles auf dem Kopf." - "Na, also, dann ist dir auch geholfen", sagte der Fuchs. Wenn du dir aus einer solchen Haltung heraus deine Katze anschaust, wird sich dein Problem lösen." Und er verabschiedete sich höflich. Als er weg war, fing der Papagei an, sich wieder zu ärgern über den dummen Rat, den der Fuchs ihm gegeben hatte. Was sollte das ändern, die Katze umgekehrt anzuschauen. Aber da er, wie gesagt, neugierig war, probierte er es. Zunächst konnte er nichts Wichtiges feststellen, wenn er das graue faule Ungeheuer durch seine Beine betrachtete. Dann merkte er aber plötzlich, daß sich doch etwas verändert hatte. Ihm wurde klar, daß er sich nicht mehr ärgern konnte. Zunächst wollte er es nicht glauben und versuchte, Ärger in sich hochkommen zu lassen. Es ging nicht. Und es ging darum nicht, weil ihm bei diesem Anblick ganz andere Gedanken in den Sinn kamen. Wenn er sich jetzt die Putzsucht seiner Katze durch die Beine ansah, dachte er: "Eigentlich habe ich eine feine Frau, wie sie nicht jeder Papagei hat. Sie wirkt so jugendlich, und wie ihr Fell glänzt!" Und dann freute er sich. Und wenn er sich ihre Faulheit auf diese Weise ansah, dachte er: "Sie verausgabt sich nicht, sie spart ihre Kräfte, also wird sie mir lange erhalten bleiben, und ich werde nie einsam sein." Und er war froh darum. Und wenn er sie jetzt ansah, wie sie sich um nichts kümmerte, dachte er: "Sie braucht mich, ohne mich kann sie nicht leben, und so wird es bleiben." Und dann lächelte er zufrieden. Und noch etwas änderte sich. Wenn Dinge zu tun waren, die er nicht tun konnte, schimpfte und scheuchte er sie nicht mehr. Er war listig geworden. Er überlegte sich immer, wie er sie mit List dazu bringen

konnte, das zu tun, was er wollte, denn er war ja klug. So fiel ihm ein, eine Maus auszusetzen, wenn sie Staub wischen sollte und keine Lust dazu hatte. Dann sauste sie hinter der Maus her durch die ganze Wohnung und wischte so ganz nebenbei mit ihrem flauschigen Schwanz allen Staub weg. Dann feixte der Papagei sich eins, sah dem Spiel zu und überlegte sich gleich ein neues. Außerdem war er auf die Idee gekommen, was wohl geschähe, wenn er seiner Katze einmal vorführte, wie es ist, wenn jemand sich so verhält wie sie. Er kümmerte sich also nicht mehr um alles, putzte sich morgens auch etwas ausgiebiger und fing an, ein bißchen faul zu werden. Und er war ganz überrascht, was für eine Wirkung das auf seine Katze hatte. Daß der Papagei sich nicht mehr ärgerte, hatte noch andere überraschende Folgen. Die Nachbarn wurden aufmerksam. "Was für ein hübscher, angenehmer und freundlicher Vogel er doch ist", sagten sie. "Immer lacht er und hat lustige Dinge zu erzählen." Und sie rissen sich darum, seine Freunde zu sein. Und so lebte der Papagei froh dahin, pfiff ein Lied, versammelte seine Freunde um sich und lebte mit der Katze zufrieden zusammen, ich glaube, bis heute. Denn auf dem Stern, von dem ich berichtete, gibt es, glaube ich, keinen Tod. Jedenfalls habe ich es so gehört." Die Wirkung dieser Metapher war überraschend. Der Blutdruck der alten Dame normalisierte sich, so daß sie keine Medikamente mehr brauchte. Dieser Zustand hat bis heute, das sind nahezu 10 Jahre nach der Intervention, angehalten. Interessant war auch, daß sie mir wenig später berichtete, was sie sich alles (listig) ausgedacht hatte, um ihren Mann zu notwendigen Hilfeleistungen zu bewegen.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996, Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Moment of Excellence 1. Ressource-Situationen finden Denke bitte an drei Situationen in deinem Leben, in denen du ein Maximum deiner Fähigkeiten zur Verfügung hattest. Situationen, in denen du in einer excellenten Verfassung warst, oder wie immer du das nennen willst. Und zeige mir an, wenn du die erste, zweite, dritte gefunden hast. 2. Auswahl der Situation Jetzt möchte ich, da du von diesen drei Situationen eine auswählst, die du im Moment am schönsten findest. Sie sollte nach Mîglichkeit hier darstellbar sein. Die Situation sollte nicht im Hier und Jetzt sein, sondern aus der Erfahrung des Klientens stammen. 3. Darstellung der Situation a) im Präsens ansprechen: Gehe bitte in deiner Vorstellung in den Moment der Situation, wo sie am schönsten ist. Wo bist du da? b) in die Situation hypnotisieren: Wie ist deine Körperhaltung dabei? Ihr laßt den Klienten möglichst die identische Körperhaltung einnehmen. c) V.A.K.O.-Hypnose: Was siehst du, wenn du in dieser Haltung in dem Moment bist? Was hörst du, fühlst du, riechst du und schmeckst du? Wiederholt am besten jeweils die Informationen, die ihr schon habt, verbunden mit "während", und fragt dann nach den Wahrmehmungen im jeweils nächsten Repräsentationssystem.

d) Prozeinstruktionen: Wenn ihr durch alle Repräsentationssysteme durch seid, sagt ihr einfach: Gehe bitte noch einmal in die Situation hinein und vergegenwärtige dir, was der absolut schönste Moment ist. Zusätzlich könnt ihr sagen: Du kannst auch diesen schönsten Moment in deiner subjektiven Zeit länger machen, auch wenn du objektiv nur eine Sekunde drin bist. Mache ihn subjektiv länger und genieße ihn. Dabei achtet ihr noch einmal voll auf die Physiologie und auf kleine Bewegungen, die vielleicht dazugehören. 4. Separator-State 5. Instruktionsfeedback Jetzt gebt ihr das, was ihr physiologisch beobachtet habt, als detaillierte Instruktion. Dabei modelliert ihr euren Klienten in die entsprechende Physiologie mit den dazugehörenden ideomotorischen, also unbewußten Bewegungen. Ziel ist es, diejenigen zu instruieren, die der Klient benutzen kann, um die Moment-of-Excellence-Physiologie zu kommen, vermittelt über diesen jetzt bewußt verfügbaren kinästhetischen Selbstanker. 6. Future Pace Suche dir eine Situation in der Zukunft aus, wo du diese Erfahrung gerne zur Verfügung hättest. Und mache ein kleines Ritual oder irgendetwas, was sicherstellt, da du dich in dieser Situation an diese Bewegung (den Selbstanker) erinnerst. 7. Pre-Reframing Ihr macht ein vorbeugendes Reframing für die Situationen, in denen

es noch nicht ökologisch wäre, diese Moment-of-ExcellencePhysiologie zur Verfügung zu haben.

Quellenangabe: Thies Stahl, Triffst du 'nen Frosch unterwegs ... . NLP für die Praxis, 6. Auflage, Paderborn 1995. Copyright Junfermann 1995. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann Verlages.

Das kinästhetische Selbst

K: Das kinästhetische Selbst ist ein Gefühl, das auf einem kleinen
(meist eng abgegrenzten) Bereich des Körpers konzentriert ist. Gewöhnlich tritt es im Bauch auf: der Ki-Punkt im Aikido, etwas unterhalb des Nabels. Das Gefühl bezieht sich auf das Selbst-Bild (V) und wird von einem inneren Dialog (A) begleitet.

Copyright Lucas Derks 1996, E-Mail: . iep@pi.net

Phobietechnik 1. Erste Dissoziation: "Ich möchte, daß Du Dir vorstellst, Du säßest in der Mitte eines Kinos und könntest auf der Leinwand ein Schwarz/weiß-Foto sehen, das Dich selbst zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor Eintreten der phobischen Reaktion zeigt." 2. Zweite Dissoziation: "Dann möchte ich, daß Du aus Deinem Körper heraustrittst und zum Projektionsraum des Kinos hinaufschwebst, von wo aus Du Dich selbst dabei beobachten kannst, wie Du Dich selbst auf dem stehenden Bild anschaust. Von dieser Position aus kannst Du also sehen, wie Du selbst in der Mitte des Kinos sitzt, und Du kannst Dich selbst außerdem auf dem Foto auf der Leinwand sehen." 3. Film ab: "Nun möchte ich, daß Du dieses Foto auf der Leinwand in einen Schwarz-Weiß-Film verwandelst und diesen Film anschaust vom Anfang bis kurz nach dem Ende der unangenehmen Erfahrung." 4. Assoziation und Rücklauf in Farbe: "Wenn Du zum Ende kommst, möchte ich, daß Du den Film als Bild oder als Dia anhältst, in das Bild hineinspringst und den Film rückwärts ablaufen läßt. Die Leute werden alle rückwärtslaufen, und alles wird in umgekehrter Reihenfolge ablaufen, genau wie wenn man einen Film zurückspult - nur wirst Du in dem Film sein. Laß ihn in Farbe rückwärtslaufen und mach dies in nur ein oder zwei Sekunden." 5. Test 1: "Überlege nun, wovor Du eine Phobie hast. Siehst Du, was Du sehen würdest, wenn Du tatsächlich dort wärst?"

6. Test 2: "Kannst Du hier in der Nähe einen Ort finden, wo Du die Wirkung testen kannst?"

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Phobie-Technik mit Ressourcenanker 0. Anker testen 1. Eine gefühlsmäßig stark unangenehme Situation finden "Gibt es eine Situation, in der Du starke unangenehme Gefühle erlebt hast, die Du verändern möchtest?" (Dafür sorgen, daß A nicht in die Problemsituation hineingeht!) 2. Kurzreframing "In welchen Situationen ist es sinnvoll, gefühlsmäßig in dieser Weise und in diesem Ausmaß zu reagieren?" 3. Eine Ressource für die Problemsituation finden "Welche Fähigkeit könnte Dir helfen, die Situation anders zu erleben?" 4. Ressource vergegenwärtigen lassen und ankern "Wann hast Du diese Fähigkeit schon mal zur Verfügung gehabt? Was ist das für eine Situation ...
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- was siehst Du? - was hörst Du? - was fühlst Du? - vielleicht gibt es auch einen typischen Geruch oder Geschmack?"

5. A sich dissoziieren lassen "Stell Dir vor, irgendjemand hätte die Problemszene mit der Filmkamera aufgenommen, und Du nimmst Dir jetzt vor, diesen Film anzusehen. Du sitzt gemütlich im Zuschauerraum eines Kinos... und jetzt beginnt der Film ..."

Anker drücken !!! "Und jetzt fängt der Film an zu laufen und Du schaust ihn Dir an ...
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- Du siehst ... (Schilderung wiederholen) - Du hörst ... (Schilderung wiederholen) - und Du fühlst Dich dabei ganz .... (Ressource)

(wenn vorhanden, auf Geruchs- und Geschmacksdimensionen hinweisen) 6. A sich assoziieren lassen "Und jetzt stell Dir vor, es wäre möglich, in einen laufenden Film einzusteigen. Geh noch mal zurück an den Anfang. Der Film beginnt wieder zu laufen. Und Du entschließt Dich noch mal mitzuspielen. Du gehst die kleine Treppe zur Bühne hoch ..." Anker drücken !!! "... und steigst einfach ein auf eine Art, die Dir gefällt. Nimm Beziehung auf oder gehe ganz hinein und erlebe die Situation noch einmal ganz neu ...
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- Schau sie Dir an ... - Hör genau hin ... - Was fühlst Du jetzt ...

(Mischphysiologie muß kommen) 7. Transfer in die Zukunft (Future-Pace) ohne Anker "Kannst Du Dir vorstellen, daß Du in nächster Zeit in eine ähnliche Situation kommst ..."

(Situation vorstellen lassen, auf Mischphysiologie achten)

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Timeline Traumatechnik - nach C. und St. Andreas 1. Bodentimeline auslegen Suche dir in diesem Raum einen Ort, der für dich die Gegenwart markieren soll. Bestimme von hier ausgehend entsprechend deiner inneren Zeitvorstellung, wo entlang die Vergangenheit und wohin sich deine Zukunft erstreckt. 2. Phobisches Erleben dissoziiert erinnern Blicke zurück auf deine Vergangenheit und erinnere dich an drei unangenehme Ereignisse mittleren Ranges. Gehe dann zu dem Ort des jüngsten Ereignisses auf eine Position neben deiner Timeline und schau dir das erste Bild dieses Ereignisses kurz wie auf einem kleinen Schwarz/weiß-Fernseher an. 3. Dissoziation in schwarz/weiß Bleibe in dieser Position und lasse deine Erinnerung als einen Schwarz/weiß-Film ablaufen. Schau ihn dir bis zum Ende an und halte ihn dann an. 4. Re-Assoziation rückwärts und in Farbe Tritt dann wieder auf deine Timeline und steige in dieses Bild ein. Lasse dann das Geschehen schnell in Farbe rückwärts bis zum Anfang des Geschehens ablaufen. 5. Dissoziieren und zweites und drittes Ereignis verändern Tritt dann wieder aus deiner Timeline heraus und verfahre mit dem zweiten und dritten Ereignis wie mit dem ersten. 6. Sichtung des Gedächtnisses Jetzt möchte ich dein Unbewußtes bitten, in deiner Vergangenheit auf einer unbewußten Ebene alle anderen Ereignisse deines Lebens durchzusichten und die unangenehmen Erlebnisse von jenen zu

trennen, die neutral oder angenehm waren. Mit den unangenehmen werden wir dann etwas Bestimmtes machen. Dein Unbewußtes kann dir ein Signal geben, um dir mitzuteilen, wann es mit der Durchsicht fertig ist. Du könntest etwas hören, oder irgend etwas sehen, oder einfach ein Gefühl bekommen, fertig zu sein. 7. Unbewußte Veränderung der unangenehmen Erlebnisse a. Gelerntes bewahren Und jetzt können diese Erlebnisse so verändert werden, daß du alle Lernerfahrungen, die du bewahren möchtest, behalten kannst, nur verbunden mit neuen Gefühlen. b. Erster Teil der Phobietechnik mit dem unangenehmen Erleben durch das Unbewußte Du hast vorhin erlebt, was geschieht, wenn wir mit der Phobietechnik arbeiten. Du hast dich selbst in einiger Entfernung gesehen und konntest dich beim Anschauen des Films wohlfühlen, so als ob das alles vor langer Zeit einer anderen Person geschah. Dein Unbewußtes hat das auch erlebt. Und jetzt kann dein Unbewußtes dieselbe Vorgehensweise auf all diese unangenehmen Erlebnisse in der Vergangenheit anwenden. Es ist gut, daß dein Unbewußtes weiß, wie die Phobietechnik funktioniert, weil die Prozesse auf der unbewußten Ebene viel schneller ablaufen. Und ich weiß nicht, wie schnell dein Unbewußtes all deine unangenehmen vergangenen Erlebnisse gründlich verändert, indem es aus ihnen dissoziierte kleinere Bilder macht, die Farbe herausnimmt und sie weiter wegschiebt. Auf der unbewußten Ebene kannst du bemerken, wie diese Erinnerungen, wenn sie alle aufeinanderfolgend in der Zeit angeordnet sind, so daß du sie alle auf einmal sehen kannst, nicht mehr bedeutsam zu sein scheinen, weil dein Unbewußtes weiß, wie es mit unangenehmen Dingen umgehen muß. c. Rückwärts von der Gegenwart aus durch die Vergangenheit

gehen. Und es gibt noch etwas, was dein Unbewußtes tun kann, so daß du dich völlig von den Gefühlen lösen kannst, die du in diesen Erlebnissen hattest. Um dies zu bewirken, kann dein Unbewußtes all deine vergangenen Erlebnisse, die dein Leben von seinem Beginn bis jetzt enthält, in der richtigen Reihenfolge in einer Linie aufreihen. Und all die unangenehmen Erlebnisse, die du gerade verändert hast, können klar abgegrenzt sein, vielleicht neben den anderen. Und jetzt kannst du vielleicht darauf achten, wie die ganze Reihe mit vergangenen Ereignissen hinter dich wandert. Du bist hier in der Gegenwart, und wenn du dazu bereit bist, kannst du sehr schnell rückwärts durch alle unangenehmen Erlebnisse gehen, die du jemals hattest, und dich dabei völlig von ihnen lösen. 8. Neukodierung der angenehmen Erlebnisse a. Angenehme vergangene Erlebnisse assoziiert Und jetzt möchte ich, daß du dein Unbewußtes bittest, sicherzustellen, daß du alle angenehmen und ressourcevollen Erlebnisse, die du in deiner Vergangenheit hattest, voll erleben und genießen kannst. Du kannst jetzt beginnen, entweder bewußt oder unbewußt, alle angenehmen vergangenen Erlebnisse zu bemerken. Und du kannst dich vergewissern, daß es sich bei ihnen um großformatige Farbfilme handelt, so daß du die Auswirkungen fühlen kannst, die Freude, die Kraft und Stärke, die davon ausgehen. b. Vergangenheit ordnen, angenehme Erlebnisse markieren, durch die Vergangenheit zur Gegenwart gehen Und um dich zu befähigen, noch mehr mit deinen vergangenen angenehmen Erlebnissen in Verbindung zu kommen, kann dein Unbewußtes noch einmal alle deine vergangenen Erlebnisse vom Anfang deines Lebens an bis jetzt ordnen. Dein Unbewußtes kann alle deine angenehmen Erlebnisse so kennzeichnen, daß ihnen besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Und nachdem alle deine

angenehmen vergangenen Erlebnisse in einer Reihe angeordnet sind, möchte ich dich jetzt bitten, vom Anfang deiner Timeline aus durch alle diese Erlebnisse zu gehen, und zwar vorwärts, um mit deinem ganzen Körper mit den Ressourcen jedes Erlebnisses in Verbindung zu kommen, so daß die ressourcevollen Gefühle dich ganz durchdringen. 9. Die Lernerfahrungen mit in die Gegenwart bringen Du hast jetzt deine Vergangenheit in einer bedeutenden Weise neu organisiert. Und du kannst diese Veränderung in deine Gegenwart mitnehmen, so daß du, wenn irgend etwas Unangenehmes geschieht, das Gefühl haben kannst, als ob es da drüben passiert und ohne große Bedeutung ist. Und wenn irgend etwas Angenehmes geschieht, kannst du ganz im Erleben sein und es voll genießen. 10. Future-Pace Und jetzt möchte ich dich bitten, auf deiner Timeline in die Zukunft zu blicken und eine kritische Situation zu finden. Gehe in diese Situation hinein und nimm aufmerksam wahr, wie sich die Dinge dort entwickeln. Komm danach zum Jetzt zurück, schau wieder auf deiner Timeline in die Zukunft und finde eine angenehme Situation. Gehe auch in diese Situation hinein und erlebe, wie sich die Dinge dort entwickeln. 11. Ökocheck Nimm dir jetzt so viel Zeit, wie du brauchst, um diese Veränderung zu integrieren, und vergewissere dich dabei, daß diese Veränderung für dich als Person und für deine sozialen Beziehungen völlig ökologisch ist. Dein Unbewußtes kann immer Berichtigungen vornehmen, um die Veränderungen noch besser funktionieren zu lassen.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Aus Fehlern lernen, Übung: 1a. Problem genau bestimmen "Du hast eine Situation erlebt, mit deren Verlauf oder Ausgang Du nicht zufrieden gewesen bist. Was ist das für eine Situation? Worum geht es dabei? Wann tritt diese Situation auf? Wo? Mit wem? Wie oft? Unter welchen Bedingungen? Wie hast Du Dich dabei verhalten?" 1b. Kurzreframing "In welchen Situationen möchtest Du das alte Verhalten beibehalten?" 1c. Ökologie-Check "Was würde sich verändern, wenn Du lerntest, solche Situationen besser zu bewältigen? Könnten sich daraus Probleme ergeben? Wenn ja, wie könntest Du solchen Konsequenzen vorbeugen oder mit ihnen umgehen?" 1d. Problemsituation vergegenwärtigen "Wo bist Du in der Problemsituation? Wie ist Deine Körperhaltung dabei?
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visuell ("Was siehst Du?") auditiv ("Was hörst Du?") kinästhetisch ("Welche Gefühle hast Du?")"

("Problemphysiologie" merken! Wichtige Formulierungen festhalten!) 2. Separator-State (Rausholen in die Gegenwart)

3. Ressource suchen "Was hättest Du tun können, um mit dieser Situation besser fertig zu werden? Kannst Du Dir etwas vorstellen, eine Eigenschaft, eine Fähigkeit oder eine Erfahrung, mit der Du die Situation besser bewältigt hättest?" 4. Ressource vergegenwärtigen "Vergegenwärtige Dir eine Situation, in der Du diese Ressource erfolgreich eingesetzt hast?" Situation genau beschreiben lassen:
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- "Wo bist Du in dieser Situation - Wie ist Deine Körperhaltung dabei - visuell ("Was siehst Du?") - auditiv ("Was hörst Du?") - kinästhetisch ("Welche Gefühle hast Du?")"

(Ressourcenphysiologie merken! Wichtige Formulierungen festhalten!) oder: "Kennst Du jemanden, der über diese Fähigkeit verfügt, wie verhält der sich?" Verhalten genau beschreiben lassen und wichtige Formulierungen festhalten) 5. Situation verändern "Ich möchte, daß Du Dir Deine Ressource vergegenwärtigst (wichtige Formulierungen wiederholen) und damit in die Problemsituation hineingehst (wichtige Formulierungen wiederholen), und daß Du im Bewußtsein Deiner Fähigkeiten die Problemsituation so lange veränderst, bis Du ganz zufrieden bist.

Wenn Du damit fertig bist, kommst Du hierher zurück." (Darauf achten, daß die Mischphysiologie auftritt!) 6. Testen "Betrachte vom jetzigen Zustand aus die ursprüngliche Situation!". (Mischphysiologie muß kommen! Wenn das Problem durchschlägt, war nichts!) 7. Future-Pace "Stelle Dir bitte eine zukünftige Situation vor, in der Du in die gleiche Lage gerätst. Schau Dir bitte an, wie Du Dich dort verhältst." (Mischphysiologie muß kommen).

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern- und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

(Nützliche ?) Reframings zu Therapie, Beratung und NLP Ein Fragebogen zum Üben (frei nach den Fragebögen, wie sie im Tagebuch 1966-1971 von Max Frisch zu finden sind) 1. Die therapeutische Praxis Halten Sie sich für einen guten Therapeuten/Coach,.. ? Wenn ja, warum? Trainieren Sie Ihre Klienten lieber auf das, was Sie selbst gut können oder auf das, was Sie können möchten? Nach Ihrer Scheidung: Halten Sie sich jetzt für besser geeignet, eine Eheberatung durchzuführen? Können Sie andere gut pacen oder sind Sie eher eine Führernatur? Zeigt sich in Ihrer therapeutischen/beratenden,.. Praxis ein persönlicher Stil oder bevorzugen Sie selbstbewußte Klienten? Halten Sie sich für einen guten Trainer / Trainerin, wenn Sie das Problem des Klienten / der Klientin verstanden haben oder bevorzugen Sie lieber Klienten, die sich nicht klar ausdrücken können? Möchten Sie Ihr eigener Klient sein? Wenn Sie mit Klienten immer dieselben Erfahrungen machen: denken Sie, daß es an den Klienten liegt, d.h. halten Sie sich

infolgedessen für einen Menschenkenner? Bewundern Sie Ihre Klienten? Wenn nein: warum nicht?

2. Suche nach Gründen für die Wirkungen von NLP Wenn Ihre Therapie / Beratung erfolglos war: suchen Sie die Schuld eher bei sich, bei Ihren Klienten oder dessen Eltern? Glauben Sie zu wissen, wodurch Sie bei anderen Veränderungen hervorgerufen haben und wenn Sie dann herausfinden, wodurch dies tatsächlich verursacht wurde: zweifeln Sie an Ihren Fähigkeiten als Therapeut/Coach/Trainer,..? Ihr Klient erreicht ein Ziel, das Ihnen gänzlich unrealistisch vorgekommen ist. Welcher Ursache schreiben Sie dies zu:
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dem Zufall? Ihrer Therapie? der Steigerung des astralätherischen Schwingungskoeffizienten in Europa, wie auch beim Fall der Berliner Mauer zum Vorschein kam?

3. Grundsätzliches Welche Probleme löst eine gute Therapie? Hätten Sie von sich aus Therapie erfunden? Befürworten Sie eine Therapie ohne Therapeuten?

Können Sie sich eine Welt ohne Therapie vorstellen? 4. Privates Gesetzt den Fall, Sie glauben an die Wirksamkeit von NLP und haben Freunde, die diesen Glauben (Belief) nicht teilen: verändert sich dadurch eher Ihre Freundschaft oder Ihr Glaube an NLP? Wenn Sie einem schwierigen Klienten nach einigen Jahren zufällig begegnen: wechseln Sie die Straßenseite oder heucheln Sie Interesse? 5. Ziele Beneiden Sie manchmal Tiere, die ohne Ziele auszukommen scheinen, wie Fische in einem Aquarium? Wenn sich ein privates Ziel endlich erfüllt hat: wie lange finden Sie in der Regel, es sei ein richtiges Ziel gewesen; d.h. daß die Erfüllung soviel bedeutet, wie Sie jahrzehntelang gemeint haben? Gesetzt den Fall, Sie unterscheiden zwischen den eigenen Zielen und den Zielen, die andere in Sie setzen: bedrückt es Sie mehr, wenn sich die ersteren oder die letzteren nicht erfüllen? Sextens Wann glauben Sie, daß Sie NLP-Techniken mehr nötig haben: vor, während oder nach der Liebe?

7. Resümee Ist Reframing noch ein Problem für Sie?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Andrea Ötsch 1996.

Repräsentations-Systeme in der Sprache Fünf Beispiele für unterschiedliche Formulierungen

Beispiel 1: Bedeutung: Ich verstehe Dich (nicht). Kinästhetisch: Ich habe (nicht) das Gefühl, daß das, was Du sagst, richtig ist. Visuell: Ich sehe (nicht), was Du meinst. Auditiv: Ich höre Dich (nicht) deutlich.

Beispiel 2: Bedeutung: Ich möchte Dir etwas mitteilen. Kinästhetisch: Ich möchte, daß Du etwas von dem spürst. Visuell: Ich möchte Dir etwas zeigen (ein Bild davon geben). Auditiv: Ich möchte, daß Du sorgfältig auf das hörst, was ich Dir sage.

Beispiel 3: Bedeutung: Beschreibe mit mehr von Deiner gegenwärtigen Erfahrung Kinästhetisch: Laß mich mit Deinem Gefühl in Kontakt kommen. Visuell: Beschreibe mir deutlich, was Du jetzt siehst. Auditiv: Erzähle mir genauer, was Du jetzt sagen möchtest.

Beispiel 4: Bedeutung: Ich mag die Erfahrung, die wir beide jetzt machen. Kinästhetisch: Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich habe ein gutes Gefühl bei dem, was wir tun. Visuell: Jetzt sehe ich das ganz deutlich. Auditiv: Das hört sich für mich wirklich gut an.

Beispiel 5: Bedeutung: Verstehen Sie, was ich sage ? Kinästhetisch: Ist das, womit ich Sie eben in Kontakt bringe, Ihrem Gefühl nach richtig?

Visuell: Sehen Sie, was ich Ihnen deutlich machen will? Auditiv: Hört sich das, was ich Ihnen sage, für Sie gut an?

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Die fünf Satir-Kategorien 1. Das beschwichtigende Muster: der Versöhner, die Versöhnerin Worte: wenn doch, könnte, würde, darf ich, wenn nur, allem zustimmend, Gebrauch von Einschränkungen: "Ja, aber", "Wenn Du möchtest, dann könnten wir ", "Wir" statt "ich" Stimme: weinerlich, leise Sprache: Gedankenlesen Gesten: nach oben geöffnete Handfläche Karikatur: Ja-Sager, unterwürfig Gedanken und Gefühle: "Ich bin nichts wert", "Ich fühle mich wertlos", "Ich bin ein nichts" Frühe Erfahrung: existentielle Bedrohung Erscheinungsbild: versucht, die Erwartungen anderer zu erraten und zu erfüllen, selbst wenn diese widersprüchlich sind. Anlehnungsbedürfnis: "Wenn der das macht, dann ist das was" Wagt nicht: eigene Entscheidungen zu treffen, Ärger oder Wünsche zu äußern, kontroversielle Standpunkte einzunehmen. Versteckt Bedürfnisse vor sich selbst.

Fähigkeit: Einfühlungsvermögen Lernchance: sich selbst wichtig nehmen, sich abgrenzen

2. Das anklagende Muster: der Ankläger, die Anklägerin Worte: alles, es muß, immer, wie kannst Du nur, anklagend, fordernd, tadelnd, "Du bist schuld " Stimme: angespannt durch die Muskulatur, hart, laut, schrill oder gepreßt Sprache: Verallgemeinerungen (immer, nie, nie wieder, ) Gesten: ausgestreckter Zeigefinger oder geballte Faust Behauptung kausaler Zusammenhänge: "Weil ich damals so dumm war nachzugeben, habe ich jetzt den Undank." Karikatur: Diktator, Tyrann, nimmt nur sich selbst wichtig Gedanken und Gefühle: "Ich bin einsam und erfolglos" Frühe Erfahrung: Nichterfüllung existentieller Bedürfnisse, hat früh um etwas kämpfen müssen, tiefe Sehnsucht nach Anerkennung Erscheinungsbild: Angriff, andere abqualifizierend, Vergeltung, verletzend denkt nur an sich selbst, sorgt für Aufruhr, versucht ständig, seine

Sichtweise zu beweisen, Fehler-Suche, stellt seine Gewichtigkeit heraus (anstatt zu einer Lösung beizutragen), hört nicht auf andere, unterbricht oft verbirgt seine Bedürfnisse vor anderen, mißtrauisch hegt ständig Pläne aus, wie anderen etwas zurückbezahlt werden kann. Fähigkeit: Selbstbehauptung Lernchance: Vertrauen

3. Das rationalisiernde Muster: der Computer Worte: vernünftig, logisch, man, es Stimme: monoton, leblos Sprache: Erlebnisinhalt wird gelöscht, Nominalisierungen statt: "Ich sehe " : "Man kann sehen ", statt: "Frau X sagt " : "Man sagt " Gesten: keine oder sehr korrektes Verhalten Karikatur: Klischee eines Beamten, Wissenschaftlers, Gedanken und Gefühle: "Ich fühle mich leicht ausgeliefert", "Ich fühle mich verletzlich"

Frühe Erfahrung: Kein Körperkontakt, Musterschüler, Leistung wird belohnt, Durchhalten !, Gefühle werden weggeredet Erscheinungsbild: wenig Bewegung, monotone Sprache Körperkontakt ist bedrohlich Reden werden gehalten, Gefühle werden nicht gezeigt denkt in Richtig/Falsch-Kategorien verweist auf andere Quellen verleugnet emotionale Bedürfnisse vor anderen und sich Fähigkeit: Intellekt Lernchance: Körper und Vielfalt des Lebens entdecken, Kreativität 4. Das ablenkende Muster: der Clown Worte: ablenkend, ohne Bezug, belanglos Stimme: klingt wie ein "Singsang", richtet sich ins "Nirgendwo", schwingt oft ohne Beziehung zu den Worten hin und her Sprache: kein Dialog, Beispiel: "Wie geht es Dir in der neuen Arbeitsstelle?", Antwort: "Axh, weißt Du schon, daß ich ein neues Auto habe?"

Körper: in ständiger Bewegung Karikatur: Clown, "Klassenkasperl" Aussage zu Erfahrungs-Bereich: Gedanken und Gefühle: Gefühle von Einsamkeit und Sinnlosigkeit,"Niemand macht sich etwas aus mir", "Für mich ist kein Platz", "Niemand kümmert sich um mich". Frühe Erfahrung: häufiger Wechsel von Bezugspersonen oder Regeln Erscheinungsbild: wirkt zunächst witzig und komisch, später können einem die "Witze" auf die Nerven gehen. häufiger Themenwechsel, Vermeidung alles Konkreten Nichts wird abgeschlossen. Wo etwas beendet und geregelt erscheint, wird etwas plötzlich neu aufgenommen. Es wird auf Worte reagiert und nicht auf Aussagen. Emotionale Bedürfnisse werden ignoriert. Fähigkeit: Spontaneität, Unterhalter Lernchance: Sicherheit

5. Das kongruente Muster

Kongruenz bedeutet nach Satir, daß die Worte genau das widerspiegeln, was Du fühlst, daß Dein Körper und Dein Gesichtsausdruck Deinen Worten entspricht und daß Dein Verhalten mit all dem übereinstimmt. Kongruenz kommt nach Satir aus der Grundhaltung: Ich bin wertvoll (hoher Selbstwert) Andere sind wertvoll. Hinterfragt wird nur das Verhalten. Alle Menschen können reifen und wachsen. Alle Menschen können auf ihren eigenen Beinen stehen und für sich selbst sprechen und handeln. Jeder Mensch ist einmalig. Menschen sind in manchen Aspekten gleich, in anderen verschieden. Alle Menschen können kompetent und kreativ sein und können sich mitteilen und vertrauensvoll sein. Räumliche und körperliche Position bei Kommunikation: Gesichter zugewandt, in Augenhöhe, in Reichweite der Arme Aufmerksamkeit: Alle Sinne offen und voller Bewußtheit Verständlichmachen durch klare und verständliche Worte Die gewünschte Bedeutung verständlich machen und verstehen. Abstraktes konkret und Verallgemeinerungen spezifisch machen und seine Bedeutung zu Dir, mir, hier, jetzt und der bestimmten Situation verdeutlichen. Teilhaben lassen und teilnehmen.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Six-Step-Reframing, Übung der Grundform 0. Problemverhalten (= X) suchen lassen "Gibt es ein Verhalten oder eine Gewohnheit in Deinem Leben, die Du ändern möchtest?" 1. Problemverhalten genau bestimmen z.B. Ist es genau x, das Dich stört, oder ist x nur ein Teil des Problems?" "Stört x Dich immer oder nur manchmal?" "Ist x in bestimmten Situationen angemessen?" "Worum geht es dabei genau?" (evtl. VAKO-Hypnose) 2. Kontakt mit dem unbewußten Teil aufnehmen "Ich werde Dich gleich bitten, nach innen zu gehen und Dich an Teil X zu wenden und zu fragen, ob er bereit ist, mit Dir in Deinem Bewußtsein jetzt zu kommunizieren? Du kennst die verschiedenen Möglichkeiten dieses Teils, Dir Botschaften zu senden:
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- Bilder können kommen, - Worte oder Klänge, die Du hören kannst, oder - Körperempfindungen

Dann bitte ich Dich jetzt: Gehe nach innen und wende Dich an Teil X und frage ihn, bist Du bereit, mit mir in meinem Bewußtsein jetzt zu kommunizieren?" Verschiedene Möglichkeiten: 2a. Kein Signal

Wenn kein Signal kommt, A die Frage wiederholen lassen! Wenn auch daraufhin nichts kommt, Bedeutungsreframing anbieten: "Es ist sicher nicht der Zeitpunkt, dies Problem anzugehen. Dein unbewußter Teil hat sicher guten Grund, sich zu weigern, mit Dir zu sprechen. Vielleicht will er Dich schützen. Es ist sicher besser, es später noch einmal zu versuchen." 2b. Nein-Signal Wenn ein Signal kommt, das A als Nein begreift, nachfragen: "Wie hast Du eben den unbewußten Teil angeredet?" Wenn A auf eine wenig respektvolle Weise Kontakt aufgenommen hat, hinweisen: "Wenn Du so mit Deinem Unbewußten geredet hast, ist es nicht verwunderlich, daß es sich weigert." Auffordern: "Sprich zu Deinem Unbewußten wie zu einem guten Freund oder einem Menschen, den Du liebst. Gehe noch mal nach innen und frage, ob es bereit ist." Wenn auf die erneute Frage wieder ein Nein kommt, dann Bedeutungsreframing anbieten wie bei a. 2c. "Jein-Signal" Wenn ein Signal kommt, das A als Zögern oder "Jein" oder Zweifel begreift, klären: "Offenbar bestehen Bedenken. Wende Dich bitte an den Teil und frage, ob es solche Bedenken gibt. Dann bitte um ein eindeutiges Signal." 2d. Mehrere Signale Wenn mehrere Signale kommen, reframen: "Da sind offenbar mehrere Teile involviert. Bitte die Teile, als Team zusammenzuarbeiten und als eine Stimme zu reden." 2e. Symptom als Signal Wenn das beklagte Körpersymptom als (ein schmerzhaftes) Signal kommt, anweisen: "Frage Teil X, welche Absicht er damit verfolgt und bitte ihn, ob er dieses Signal so abschwächen kann, daß Du mit ihm darüber kommunizieren kannst."

2f. Ja-Signal Wenn ein Signal kommt, das A als eindeutiges Ja begreift, Ja-Signal und Nein-Signal etablieren: "Sage Teil X, daß Du seine Botschaften genau verstehen möchtest und bitte ihn dann darum, für ein JA dieses Signal zu verstärken und für eine NEIN dieses Signal abzuschwächenWenn unklare Signale kommen, nochmals um eindeutige Signale bitten lassen. 3. Positive Funktion erkennen "Dann gehe jetzt nach innen und frage Teil X, ob er bereit ist, seine Absicht mitzuteilen, die er mit dem Verhalten x verfolgt." Verschiedene Möglichkeiten: 3a. Ja-Signal "Dann bitte Teil X jetzt, Dir seine Absicht mitzuteilen." Nach der Mitteilung, Frage ans Bewußtsein: "Kannst Du das akzeptieren?" Bei Nein, weiterfragen lassen: "Dann frage Teil X bitte, was er Gutes für Dich tut, wenn er diese Absicht verfolgt." So lange fortfahren, bis in einer akzeptierten positiven Funktion eine gemeinsame Basis für das Unbewußte und das Bewußte von A vorhanden ist. Wenn diese positive Funktion bewußt geworden und akzeptiert ist, Bereitschaft zu neuen Wegen erfragen lassen: "Gehe nach innen und frage Teil X, ob er bereit ist, auch andere Wege zu gehen, wenn diese Wege ebenso sicher, brauchbar und effektiv sind wie x." Bei Ja mit Punkt 4 fortfahren. 3b. Nein-Signal Wenn ein Nein-Signal kommt, Bedeutungsreframing anbieten: "Dein Unbewußtes hat sicher einen guten Grund, Dir seine Absicht nicht mitzuteilen. Es will Dich wahrscheinlich schützen oder es möchte

nicht, daß du in sein Handeln eingreifst." 4. Kontakt mit dem kreativen Teil aufnehmen und um neue Wege bitten "Hast Du so etwas wie einen kreativen Teil, der Ideen für Dich entwickelt?" Verschiedene Möglichkeiten: 4a. Bei Nein Wenn A auf obige Frage mit Nein antwortet, haben Sie die Möglichkeit, fünf kreative Situationen, in denen A Lösungen für Probleme gefunden hat, vergegenwärtigen zu lassen und zu ankern. Sie können A dann versichern, daß A damit einen kreativen Teil besitzt und bitten, das zu akzeptieren. Wenn A auf obige Frage mit Nein antwortet, können Sie versuchen, A einen kreativen Teil unterzuschieben mit der Frage: "Verhältst Du dich immer rezeptiv?" (Da kommt immer ein Nein), und der Schlußfolgerung daraus: "Das heißt, Du wählst aus, also hast Du einen kreativen Teil!" Fragen Sie A, ob diese Schlußfolgerung akzeptabel ist. Wenn A auf obige Frage mit Nein antwortet, können Sie versuchen, zu modellieren: "Kennst du jemanden, der kreativ ist? Stelle ihn Dir vor, wie er drei andere Möglichkeiten nennt, wie man die positive Absicht auch anders sicherstellen könnte als mit dem Verhalten x." 4b. Bei Ja "Dann geh bitte nach innen und frage Teil X, ob er bereit ist, zum kreativen Teil zu gehen und sich drei Wege nennen zu lassen, die das Verhalten x ersetzen, aber genau so sicher, brauchbar und effektiv sind wie x, um seine Absicht zu erfüllen." Bei Ja fortfahren mit 4b2. 4b1. Nein-Signal

Wenn auf diese Frage ein Nein kommt, fortfahren: "Geh nach innen und frage Teil X, welche Zusicherungen er braucht, um das tun zu können." oder: "Gehe nach innen und frage Teil X, ob es Teile gibt, mit denen er sich verbünden möchte. Vielleicht wäre beispielsweise ein Kontakt mit dem listigen Teil angebracht." 4b2. Ja-Signal "Dann geh wieder nach innen und bitte Teil X, sich drei neue Wege nennen zu lassen, die das Verhalten x ersetzen, die aber genau so sicher, verfügbar und wirksam sind wie das Verhalten x. Und wenn Du sie bekommen hast, sende mir bitte ein Ja-Signal." Warten bis das Ja-Signal kommt, dann weiter bei Schritt 5. (Wenn sich bei diesem Schritt Widerstände geltend machen, A anweisen, Teil X zu bitten, mit dem kreativen Teil über die Wege zu verhandeln und diese solange zu modifizieren, bis Teil X einverstanden ist.) 5. Einwände überprüfen (Ökologie-Check) "Gehe noch mal nach innen und prüfe aufmerksam mit allen Sinnen, sieh Dich um, hör Dich um und streck Deine Fühler aus, ob es Teile gibt, die Einwände gegen die neuen Verhaltensweisen erheben!" Wenn ein Signal kommt, fragen lassen, ob das ein Einwand ist. Bei Ja zu Teil X und zum kreativen Teil schicken, um die Alternativen so modifizieren zu lassen, bis der Einwand berücksichtigt ist. Auf diese Weise nach weiteren Einwänden forschen und bearbeiten, bis es keine Einwände mehr gibt. 6. Verantwortung übernehmen (Future-Pace) "Gehe noch einmal nach innen und frage Teil X, ob er eine Vorstellung hat, in welcher Zeitspanne das Problem gelöst sein könnte. Frage ihn dann, ob er bereit ist, dafür die Verantwortung zu übernehmen, diese drei neuen Wege in der von ihm vorgeschlagenen Zeitspanne auszuprobieren."

6a. Nein-Signal Bei Nein veranlassen Sie A zunächst, Teil X weitere Vorschläge zu machen, z.B. die Zeitspanne zu modifizieren, oder sich mit Teilen zu verbünden, die mithelfen könnten, das Problem zu lösen. Vielleicht wird von Teil X bei der Problemlösung auch die Unterstützung durch das Bewußtsein gewünscht. Wenn es trotz Ihrer Bemühungen bei Nein bleibt, müssen Sie zurück zu Schritt 5 und die Einwände nochmals überprüfen oder sogar zurück zu Schritt 4, um neue Wege suchen zu lassen. 6b. Ja-Signal "Traust Du Deinem unbewußten Teil X zu, diese Wege auszuprobieren, die Ihr eben erarbeitet habt?" Bei nein: "Dann laß Dich überraschen!"

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling. Das NLPLern und Übungsbuch, 2. überarbeitete Auflage, Paderborn 1993. Mit freundlicher Genehmigung des JunfermannVerlages.

Six-Step-Reframing (... in neun Schritten) 1. Rapportcheck und Integration der X- und Nicht-X-Physiologie 2. Ideen Säen a) Trennung von Bewußtsein und Unbewußtem: Du willst vom Bewutsein her nicht, da dieses Verhalten X in bestimmten Situationen immer wieder auftritt? Wenn die Antwort Ja lautet, kommt das Angebot: das ist dein Unbewußtes bzw. unbewußte Teile, die dafür zuständig sind, da X unter bestimmten Bedingungen passiert. b) Hierarchie: Der unbewußte Teil ist mächtiger als das Bewußtsein. c) Zuverlässigkeit: Der unbewußte Teil hat noch nie vergessen, X zu machen, wenn der Kontext dafür gegeben war. d) Klugheit: Der unbewußte Teil ist klüger als das Bewußtsein, denn er kennt im Gegensatz zum Bewußtsein die Stimuli, die im entsprechenden Kontext X auslösen. Er kennt sich außerdem in der systematischen Vernetzung der Lebensbereiche aus und weiß, in welchem er welche Ermöglichungs- und Schutzfunktion erfüllt. e) Trennung von Absicht und Verhalten: "Wie" der unbewußte Teil etwas tut (X) ist nicht identisch mit dem "Wofür" bzw. dem "Wozu". Das "wo" repräsentiert "das Beste", was der teil tunkann, um das "Wozu" sicherzustellen.

Hier wird die erste positive Konnotation fallen. Es gibt unbewußte Teile, die das Problemverhalten organisieren, und die sind auch für etwas verantwortlich. Offensichtlich wird das in der VersöhnungsPhysiologie. 3. Signal etablieren Gehe bitte nach innen (oder alternative Formulierungen als Tranceinduktion), stelle sicher, da du genau den Teil ansprichst, der für X zuständig ist, und frage ihn einfach: "Bist du bereit, hier und jetzt mit mir im Bewußtsein (neu) zu kommunizieren." Moment, bevor du es tust ... wenn du innerlich sichergestellt hast, da genau der Teil angesprochen wird, machst du Sendepause, denn du kannst dann vom Bewußtsein nichts mehr richtig oder falsch machen, sondern brauchst dich nur überraschen zu lassen, wie der Teil kommunizieren wird; wird er dir was vor das innere Auge oder Ohr schicken, vor die Nase oder den Mund oder ins Körpergefühl? 4. Ja-/Nein-Bedeutung etablieren Gehe bitte noch mal nach innen und bedanke dich bei dem Teil für diese neue Kooperation. Und dann bitte ihn noch, das Bild (oder das Geräusch, das Gefühl, den Geschmack oder Geruch) nochmal zu schicken oder es intensiver zu schicken oder es irgendwie zu verändern, so daß du genau weit, er schickt das als Ja-Signal. So daß du später genau weit, wie kommuniziert er dir Ja und wie Nein. Deshalb bitte ihn einfach um ein Blanko-JaSignal. 5. Absicht des Teiles bekannt? Jetzt frage ihn: "Weiß ich jetzt alles im Bewußtsein, was du mit dem X für mich getan hast? Weiß ich jetzt deine ganze Absicht?" Wenn die Antwort Ja lautet, fragt ihr: Jetzt bist du erwachsen genug,

das in deinem Leben selbst sicher zu stellen; was mußt du tun, um die Funktion des Teiles selbst zu erfüllen? Am Schluß der Arbeit macht ihr ein Future Pace. Wenn die Antwort Nein lautet, könnt ihr sagen, die unbewußten Teile tun eines immer, neben allem, was sie für den Menschen tun, sie schützen das Bewußtsein auch vor zu vielen Informationen. Es kann ja durchaus sein, da der Teil deines Unbewußten, der für das X immer zuständig war, sagt: "Nein, es gibt noch etwas, was ich für dich tue, und ich möchte zur Zeit nicht, da du das voll weißt. Wenn du es wüßtest, wenn ich zulassen würde, da du es voll wissen würdest, könnte es sein, daß du durch alte Schmerzen nochmal durch mußt." Es kann auch sein, daß er sagt: "Dein bewußtes Denken in Bezug auf die Kontexte und die Zusammenhänge zu anderen Lebensbereichen, in denen das X wichtig ist, ist so eingeschränkt, daß ich nicht zulassen kann, daß du mir mit deinen eingeschränkten bewußten Denkschemata dazwischenfunkst." 6. Induktion der kreativen Physiologie Weißt du, da du einen kreativen Teil hast? Wenn auf die Frage hin nicht ein spontaner Wechsel in der Physiologie mit mehr Kreativität und Bewegung kommt, könnt ihr sagen: Du kennst Situationen, in denen du dich in einer bestimmten Weise verhalten hast, und noch während du dich so verhältst oder kurz hinterher wird dir plötzlich klar, daß du genau das Richtige getan hast, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Reihenfolge, ohne sich das vorher bewußt zurechtgelegt zu haben. Und da hast du gewußt, der kreative Teil ist da und arbeitet für dich. 7. Konferenz des unbewußten Teils mit dem kreativen Teil

Bitte den Teil, der für das Verhalten X zuständig war, eine Konferenz zu haben mit dem kreativen Teil, was immer die tun, oder wo immer die sind, spazierenzugehen oder sich gegenseitig zu besuchen, wo sie günstigste Arbeitsbedingungen haben, um gute Einfälle zu kriegen und eine gute Kommunikation miteinander zu haben. Du sagst also zu dem Teil: "Gehe in Konferenz mit dem kreativen Teil, unterrichte den kreativen Teil, was du tust, was du für mich immer getan hast, so daß der das genau weiß. Und dann nimm von den vielen Ideen, die der kreative Teil einfach fördert, jene, wie du diese Absicht anders umsetzen kannst in meinem Leben, die mindestens genauso effektiv ist oder effektiver sind als das X für das, was du da tust und getan hast. Nimm von den vielen Ideen, die er fördert, diejenigen, wo du sicher bist, die sind nicht nur genauso effektiv, sondern viel effektiver. Und suche die aus. Und zeige mir jedesmal mit deinem Ja-Signal, wenn du jeweils eine ausgesucht hast, die nicht nur genauso effektiv ist, sondern möglicherweise sogar viel effektiver. Und schicke mir jedesmal das Ja-Signal, wenn du eine ausgesucht hast, und nimm mindestens drei." 8. Verantwortung Jetzt danke bitte dem X-Teil für die neue Form der Zusammenarbeit; das ist ja enorm, da er das macht, das ist ja nicht selbstverständlich. Danke auch dem kreativen Teil. Was wäre vom Bewußtsein her eine gute Zeitschätzung, daß der Teil, der immer mit dem X gearbeitet hat, diese drei neuen Wege ausprobiert und nutzt. Kannst du mal eine Zeitschätzung sagen, daß er die einfach ab jetzt in deinem täglichen Leben ausprobieren und auf Effektivität hin überprüfen kann? Nun frage den Teil, der immer mit dem X gearbeitet hat: "Bist du bereit, für die nächsten ... (Tage, Wochen, Monate,

entsprechend der Zeitschätzung) ... ab jetzt, die Verantwortung dafür zu übernehmen, daß das neue Verhalten, diese neuen Wege in meinem Verhalten auftreten werden, genauso automatisch und zuverlässig und unabhängig von meinem Bewußtsein wie vorher das X?" 9. Ökocheck Nun frage noch: "Gibt es irgendeinen Teil auf der unbewußten Ebene, der einen Einwand hat, da diese drei neuen Wege in meinem Leben stattfinden und auftreten werden? Ab jetzt." Wenn sich Teile melden, soll jeder eine Konferenz mit dem kreativen Teil machen und sich sagen lassen, wie er arbeiten kann, so daß die drei neuen Wege auftreten kînnen.

Quellenangabe: Thies Stahl, Triffst du 'nen Frosch unterwegs ... . NLP für die Praxis, 6. Auflage, Paderborn 1995. Copyright Junfermann 1995. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann Verlages.

Symptom-Reframing 1. Den Symptom-Teil identifizieren + Unangenehmes Körper-Gefühl (Symptom) aktivieren + als Symbol vorstellen + das Symbol aus dem Körper geben

2. Kontakt mit dem Symptom-Teil + Dissoziiert Kontakt aufnehmen + Frage: "was kann ich tun, daß es Dir gut geht?"

3. Gute Absicht + Frage: "Ist das Deine gute Absicht oder gibt es noch etwas anderes?" + Frage: "Bist Du neugierig, neue Ideen kennenzulernen, mit denen Du diese gute Absicht in Zukunft noch besser leben kannst?" 4. Kreativer Teil + Bitte um Kontaktaufnahme mit dem kreativen Teil + zum kreativen Teil gehen lassen

+ wenn der Symptom-Teil die Botschaften des kreativen Teiles kennt: Frage: "was davon willst Du mir erzählen und was davon möchtest Du besser im Unbewußten belassen ?"

5. Öko-Check + Bitte um Kontaktaufnahme mit allen anderen Teilen im Unbewußten und fragen, ob alle Teile für die neuen Verhaltensweisen einverstanden sind. + wenn nicht: noch einmal Schritt 4 gemeinsam mit dem Teil, der Einwände hat. + am Schluß: Bitte an den Symptom-Teil, in Zukunft für die neuen Alternativen Verantwortung zu übernehmen und sie "unbewußt, automatisch und effektiv" wirksam werden zu lassen. 6. Future Pace

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Tranceinduktion - Muster Du schaust ... und siehst... und hörst ... und nimmst ............. wahr, und vielleicht kannst du deinen Atem spüren, wie du einatmest und ausatmest, und du beginnst, dich wohlzufühlen, Dein Blick ... und du siehst ... und bemerkst vielleicht ... deine Augenlider können schwer werden, und zufallen, vielleicht siehst du jetzt innere Bilder, und während du spürst, wie dein Rücken die Lehne berührt, kommt vielleicht eine gewisse Müdigkeit in dir auf, und du fühlst innerlich, wie du dich entspannst. Du hörst ... und nimmst wahr, wie ... deine Brust hebt sich und senkt sich wieder, und mit jedem Atemzug entspannst du dich weiter, deine Augen sind geschlossen, und du gehst weiter und entspannst dich immer mehr und erlebst deine eigene Art von Trance. Du hörst, wie dein Atem einströmt und ausströmt und während du dich immer weiter entspannst, fühlst du die Lehne in deinem Rücken, und die Temperatur in deinen Händen, vielleicht spürst du auch den Stoff, der deine Beine bedeckt, und während du dich immer weiter entspannst, kannst du diese Entspannung genießen,

du fühlst dich wohl, und du weißt, daß du zurückkommen kannst, wann immer du willst, und du kannst deine Art von Trance erleben und genießen. Und ich werde jetzt von 1 bis 10 zählen, und bei jedem Schritt wirst du dich noch ein bißchen wohler fühlen, und wenn ich bei 10 angelangt bin, kannst du tief Luft holen, und du wirst dich noch entspannter fühlen... Und vielleicht kommt dir jetzt eine Erinnerung an ein schönes Erlebnis aus der Vergangenheit, ein Ereignis, das vielleicht lange zurückliegt, oder vielleicht auch nicht so lange, das aber so schön war, daß du den Wunsch hast, es noch einmal zu genießen, und dabei alles noch einmal zu sehen, was du gesehen habst, alles zu hören, was damals zu hören war, alle Gefühle noch einmal zu erleben, die du damals gefühlt hast, vielleicht gab es auch einen typischen Geruch oder Geschmack in diesem Erlebnis, den du wachrufen kannst, Um das alles noch einmal zu genießen mit allen Sinnen. Und wenn du dieses Erlebnis noch einmal voll ausgekostet hast, möchte ich dich bitten, hierher zurückzukommen. Ich werde von 10 rückwärts zählen, und bei jedem Schritt wachst du ein kleines Stück mehr auf.

Und ich möchte, daß du die Augen nicht eher öffnest, als bis ich bei 1 angelangt bin. Und dann wirst du frisch, munter und gestärkt zurückkomen." Langsam von 10 bis 1 rückwärts zählen.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Liebesstrategie Wenn wir verliebt sind, werden alle fünf Sinne Repräsentationssysteme (VAKOG) - durchgängig gelebt. Mit der Zeit wird das Verliebtsein jedoch meist weniger und weniger und es scheint, daß für jeden ein bestimmtes Signal (Repräsentationssystem) vom Partner notwendig ist, damit wir uns geliebt fühlen. Entweder ist es ein bestimmter Tonfall (auditiv) oder ein bestimmter Blick (visuell) oder eine bestimmte Berührung (kinästhetisch), die uns sagt, daß uns der/die andere wirklich liebt. Selten sind es die Sinneskanäle, die für die jeweilige Person die gewohntesten und häufigsten sind. Wenn z.B. jemand viel und gerne von anderen berührt und umarmt wird, ist Berührung nicht das Signal für "wirkliche Liebe". Vielmehr kann ein bestimmter Tonfall oder Blick entscheidend sein, der dieses ganz bestimmte Gefühl auslöst. Entscheidend ist, herauszufinden, was die Kriterien sind, warum wir eine bestimmte Person zum Partner wählen. Beispiele Visuelle Frau und auditiver Mann: Sie beschwert sich, daß er sie nicht mehr liebt. Er ist entrüstet und fragt, ob es nicht genug sei, wenn er da ist und ihr sagt, wie sehr er sie mag und sich freut, mit ihr zu sein. Sie brüllt fast: "Nein! Früher hast Du mir Blumen mitgebracht, hast Dich für mich besonders angezogen und schau, wie Du jetzt dasitzt und ausschaust!" Beide fühlen sich in ihrer Welt nicht verstanden. Visueller Mann und auditive Frau: Er kauft ihr schöne Dinge, geht mit ihr in Restaurants und Ausstellungen, Theater usw. Sie beschwert sich, daß er sie nicht richtig liebt, weil er ihr schon ewig nicht mehr gesagt hat, daß er sie liebt. Er ist entgeistert und fragt: "Was, schau doch, was Du alles hast und was wir alles zusammen gesehen haben?" Frau: "Ja, aber Du sagst es nie." Mann: "Schau, wie

ich Dich anschaue." Frau: "Ja, aber Du sagst es nie." Mann: "Sagen ist nichts wert, wenn man es nicht sehen kann." Frau: "Schau mich nicht so an, als ob ich nur ein Stück Fleisch wäre." Sein Stimmton wird aufgebrachter und aufgebrachter, was ihr mehr und mehr den Beweis liefert, daß er sie doch nicht mehr mag. Auditiver Mann und kinästhetische Frau: Der Mann sagt: "Ich mag Dich!" Die Frau möchte berührt werden und sitzt traurig da. Mann: "Hörst Du nicht, ich lieb Dich, es ist schön, daß Du da bist." Sie beginnt fast zu weinen. Mann: "Was ist los, hörst Du mich nicht?" Erst nach längerem Drängen sagt sie: "Ich weiß nicht." Sie will ihn berühren, er zuckt zurück und sagt: "Kannst Du nicht sprechen, kannst Du nicht sagen, was Du brauchst." Sie denkt sich, wenn er es nicht merkt und nur redet und redet und mich nie mehr berührt, was ist dann noch übrig? Kinästhetischer Mann und visuelle Frau: Er kommt nach Hause und will sie umarmen. Sie stößt ihn weg und schimpft, daß er so schlampig herumläuft, seine Tasche wieder am falschen Platz abgelegt hat und seine Schuhe noch trägt. Zudem besitzt er noch die Frechheit, sie so unmöglich zu berühren. Sie fragt ihn, wann er sie das letzte Mal ausgeführt oder ihr Blumen mitgebracht hat. Er sagt: "Ich möchte Dich nur berühren und halten und mich mit Dir freuen." Sie: "Schau mich doch einmal an, bevor Du mich berührst!" Wie viele Ehen gehen wegen derartiger Unstimmigkeiten auseinander. Könnten durch Schulung diese Meinungsverschiedenheiten (persönliche innere Strukturen) verstanden und als Bereicherung benutzt werden?

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Walt-Disney-Kreativitäts-Übung mit vier Boden-Ankern Die Übung ist gedacht für ein konkretes Projekt, ein konkretes Vorhaben. Abkürzungen: NP: Neutrale Position T: Ort des Träumers / der Träumerin R: Ort des Realisten / der Realistin K: Ort des Kritikers / der Kritikern Übungs-Ablauf: 1. Lege vorerst die 4 Orte fest, z.B. mit Zettel am Boden oder Plätze im Freien. Lege K in einiger Entfernung zu T und R. 2. a) Stelle Dich auf die NP. Laß Dir von Deinem Unbewußten eine Erinnerung schenken, wo Du intensiv im Zustand des Träumers / der Träumerin warst. Stell Dir diese Erinnerung an T vor. Nimm von außen wahr, was es in dieser Erinnerung zu sehen, zu hören, zu fühlen gibt. Nimm insbesondere Deine Körperhaltung wahr. b) Stell Dich auf T und erlebe diese Erinnerung so, als ob sie jetzt

geschehen würde. Nimm exakt die entsprechende Körperhaltung ein. Mach eine kleine Bewegung, die zu dieser Körperhaltung paßt, und die Dich noch mehr in diesen inneren Zustand hineinführt. 3. Wiederhole die Schritte 2.a und b entsprechend für den Realisten / die Realistin. 4. Wiederhole die Schritte 2.a und b entsprechend für den Kritiker / die Kritikerin. 5. Stelle Dich auf NP und erinnere Dich kurz an Dein konkretes Projekt. 6.a) Stell Dich auf T und erlebe nochmals die Erinnerung, wo Du so intensiv im Zustand des Träumers / der Träumerin warst. Nimm exakt die Körperhaltung ein und mach die dazupassende kleine Bewegung. b) Wenn Du voll in dieser Erinnerung bist: dann denke an Dein Projekt und laß Dir von Deinem Unbewußten Ideen, Vorstellungen, Fantasie-Bilder etc. schenken. Entwirf ein Ziel für Dein Vorhaben. 7.a) Stell Dich auf R und erlebe nochmals die Erinnerung, wo Du so intensiv im Zustand des Realisten / der Realistin warst. Nimm exakt die Körperhaltung ein und mach die dazupassende kleine Bewegung. b) Wenn Du voll in dieser Erinnerung bist: dann denke an die Ideen Deines Träumers / Deiner Träumerin und laß sie von Deinem Unbewußten in eine Ordnung bringen. Denke an die zeitliche Abfolge, den Überblick, die Details. Entwirf einen Plan für Dein Vorhaben.

8.a) Stell Dich auf K und erlebe nochmals die Erinnerung, wo Du so intensiv im Zustand des Kritikers / der Kritikerin warst. Nimm exakt die Körperhaltung ein und mach die dazupassende kleine Bewegung. b) Wenn Du voll in dieser Erinnerung bist: dann schau Dir / hör Dir / fühl Dir den Plan Deines Realisten / Deiner Realistin an. Wie beurteilst Du diesen Plan? Was gefällt Dir daran? Was wurde noch nicht berücksichtigt? Wo sind Lücken? Gib Dir ein konstruktives Feedback zu Deinem Plan. 9. Stell Dich auf T und versetz Dich wieder in den Zustand des Träumers / der Träumerin. Erzähle diesem Teil die Lücken Deines Planes und laß Dir dazu von Deinem Unbewußten neue Ideen schenken. 10. Stell Dich auf R und versetz Dich wieder in den Zustand des Realisten / der Realisten. Erzähle diesem Teil die neuen Ideen und laß Dir dazu von Deinem Unbewußten einen geänderten Plan schenken. 11. Stell Dich auf K und versetz Dich wieder in den Zustand des Kritikers / der Kritikerin. Erzähle diesem Teil den geänderten Plan und laß Dir dazu von Deinem Unbewußten ein konstruktives Feedback schenken. Wenn der Kritiker / die Kritikerin Lücken im Plan entdeckt: Wiederhole die Schritte 9, 10 und 11 solange, bis der Kritiker / die Kritikerin mit dem letzten Plan völlig einverstanden ist.

Quellenangabe: Linzer Akademie für konstruktives Lernen. Copyright Walter Ötsch 1996.

Walt-Disney-Strategie, Übung 1. Problem bestimmen Ich möchte dich bitten, als Thema für die Kreativitätsstrategie ein Problem zu finden, das du lösen möchtest oder eine Aufgabe, für deren Bewältigung dir Ideen einfallen müssen. Suche dir als Anker für den Träumer, den Realisten und den Kritiker drei Orte im Raum aus, an denen du liegen, sitzen oder stehen kannst. Du kannst drei unterschiedliche Plätze in einem Raum oder auch in drei verschiedenen Räumen wählen. 2. Träumerstrategie ankern Denke dann an eine Situation in deinem Leben, in der du kreativ warst, eine Situation, in der dir viele Ideen eingefallen sind oder eine Situation, in der du ein Problem auf eine einfallsreiche Art gelöst hast. Wenn du eine solche Situation gefunden hast, gehst du in deine Träumerposition und erlebst diese kreative Situation noch einmal mit allen Sinnen. Laß alle Bilder, die du in dieser Situation siehst, wieder aufkommen, höre alles, was es zu hören gibt, folge dem Lauf Deiner Gedanken und erlebe die Gefühle dieser Situation. Wenn du mit dem Wiederaufleben deiner sinnesspezifischen Repräsentationen der kreativen Situation deine kreativen Ressourcen und Strategien als Träumer an diesem konkreten Ort geankert hast, verlasse diese Position. 3. Realistenstrategie ankern Denke danach an eine Situation in deinem Leben, in der du sorgfältige Überlegungen angestellt hast, um eine Idee in die Tat umzusetzen. Das kann eine eigene Idee oder die einer anderen Person oder Institution gewesen sein. Denke an eine Situation, in der du aus einer Idee einen Plan gemacht hast, wie du die Idee wirksam in die Tat umsetzen könntest. Wenn du eine solche Situation gefunden hast, gehe in die gewählte Realistenposition und erlebe diese Situation noch einmal mit allen Sinnen. Laß alle Bilder, die du

in dieser Situation siehst, wieder aufkommen, höre alles, was es zu hören gibt, folge dem Lauf deiner Gedanken und erlebe die Gefühle dieser Situation. Wenn du mit dem Wiederaufleben deiner sinnesspezifischen Repräsentationen der Situation realistischen Planens deine realistischen Ressourcen an diesem konkreten Ort geankert hast, verlaß diese Position. 4. Kritikerstrategie ankern Um deine Kritikerstrategie zu ankern, erinnere dich an eine Situation in deinem Leben, in der du einen Plan oder ein Projekt auf konstruktive Weise beurteilt und kritisiert hast, eine Situation, in der du die Stärken und die Schwächen dieses Planes wahrgenommen, und auch die Probleme klar erkannt hast. Es kann wiederum ein eigener Plan oder eines deiner eigenen Projekte gewesen sein oder ein Projekt von anderen. Wenn du eine solche Situation gefunden hast, gehe in die Kritikerposition hinein und erlebe diese Situation noch einmal mit allen Sinnen. Laß wiederum alle Bilder, die du in dieser Situation siehst, wieder aufkommen, höre alles, was es zu hören gibt, folge dem Lauf deiner Gedanken und erlebe die Gefühle dieser Situation. Wenn du mit dem Wiederaufleben deiner sinnesspezifischen Repräsentationen der Situation konstruktiven Kritisierens deine Ressourcen und Strategien kritischer Urteilskraft an diesem konkreten Ort geankert hast, verlaß diese Position. Du hast damit den Träumer, den Realisten und den Kritiker an drei verschiedenen Orten geankert. 5. Träumerposition einnehmen Nimm nun das Problem, das du lösen oder die Aufgabe, die du bewältigen möchtest. Gehe in die Position des Träumers und laß deinen Ideen freien Lauf. Träume. Laß deine Gedanken los. Was auch immer dir einfallen mag, um das Problem zu lösen, laß es zu. Jede Idee ist erlaubt, je phantastischer, desto besser. Je mehr Ideen dir einfallen, desto bessere Ergebnisse wirst du bekommen. Verlaß

dann diese Position. 6. Realistenposition einnehmen Gehe als nächstes in die Position des Realisten und denke darüber nach, wie du deine Einfälle umsetzen könntest. Organisiere deine Ideen. Wie könnte man diese Gedanken verwirklichen? Was müßte sich verändern, damit sie Wirklichkeit werden können? Wenn du einen realistischen Plan oder realistische Pläne hast, gehe wieder auf die Position außen. 7. Kritikerposition einnehmen Mit dem Plan oder den Plänen gehst du nun als nächstes in die Position des Kritikers, um zu überprüfen und zu bewerten. Fehlt irgend etwas? Wo sind Schwachstellen? Kannst du ihn allein umsetzen oder brauchst du die Mitarbeit anderer? Was hätten diese anderen davon, dich zu unterstützen? Ist die Sache interessant? Zahlt sie sich aus? 8. Zweiter Durchlauf Gehe nach der Kritik deines Plans zurück in die Träumerposition und laß dir neue Ideen einfallen, wie du all das berücksichtigen kannst, was du vom Realisten und Kritiker erfahren hast. Gehe weiter durch die drei Positionen, bis der Plan in jeder Position Zufriedenheit auslöst.

Quellenangabe: Alexa Mohl, Der Meisterschüler. Der Zauberlehrling, Teil II. Das NLP-Lern- und Übungsbuch, Paderborn 1996. Copyright Junfermann 1996. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Kreativitätsstrategie von Walt Disney Ziele: Kreativitätsstrategie; Verbindung und Gebrauch der rationalen und der intuitiven Gehirnhälfte; Ziele realisieren, planen. Weitere, verdeckte Ziele: Referenzwechsel: "rein/raussteigen", Tanz vom Bewußt-sein und Unbewußt-sein. Historische/allgemeine Metapher: Walt Disney und seine Art, sich seinen Traum zu erfüllen. Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Setzen Sie ein Ziel, das Sie erreichen möchten. Nehmen Sie die Position des Träumers ein. Finden Sie eine Situation in der Vergangenheit, in der Sie geträumt haben (Tag- oder Nachttraum). Der Träumer läßt alle Visionen kommen, die mit dem Ziel zusammenhängen. Traum ansehen und hineinsteigen (Anker für Träumer und Physiologie). Unterbrechen. Aus dem Träumer-Zustand herausführen (Separator-State). Nehmen Sie die Position des Realisten ein. Finden Sie eine Situation in der Vergangenheit, in der Sie erfolgreich geplant haben. Der Realist zerlegt den Traum (Visionen) in kleinste Schritte und ordnet die Schritte zu einem realisierbaren Plan. Hierzu benötigen Sie etwas Zeit. Unterbrechen. Aus dem "Realisten" herausführen (SeparatorState).

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Nehmen Sie dann die Position des Kritikers ein. Finden Sie eine Situation in der Vergangenheit, in der Sie eine andere Person konstruktiv kritisiert haben. Der Kritiker betrachtet den Plan, kritisiert und sucht alle Schwachstellen. Anker. Wiederholen Sie dieses Spiel so lange, bis der Kritiker zufrieden ist.

Übungsdauer: 20-30 Minuten pro Person Gruppengröße: 2-3 Personen Auswertung im Plenum: Welche Rolle war Ihnen vertraut? Welche war für Sie fremd? Wie sind Sie von einer Rolle in die andere gekommen? Wie haben Sie die eine abgelegt (herausgestiegen) und die andere angenommen (hineingestiegen)? Anwendungsmöglichkeiten: Phantasien und Träume bewußt in die Realität bringen. Wenn jemand schlecht eigene Gefühle und fremde Gefühle auseinanderhalten kann. Unterschiede von Resonanzerleben bewußt machen: es ist in allen Rollen (Träumer, Realist, Kritiker) möglich. Einige Submodalitäten sind gleich und einige Submodalitäten unterscheiden klar die Rollen.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

Zeitverzerrung Ziele: Zeit verlangsamen und Zeit schneller vergehen lassen. Zeitlupe einbauen; Zeit ist eine subjektive Empfindung. Weitere, verdeckte Ziele: Vorbedingung für das Herausholen von Strategien, da diese schnell und unbewußt ablaufen. Historische/allgemeine Metapher: In einer "Schlange" (Stau) stehend kann einem eine Viertelstunde wie eine Ewigkeit erscheinen. Ein schöner Abend kann ganz schnell "verfliegen". Persönliche Metapher:

Übungsablauf:
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Lassen Sie vor Ihrem inneren Auge eine Uhr oder ein Zifferblatt entstehen, das für die normale, objektive Zeit steht. Die Uhr hat einen eingebauten Wecker. Lassen Sie vor Ihrem inneren Auge ein zweites, möglichst lustiges Zifferblatt entstehen, das die subjektive Zeit repräsentiert. Diese Uhr soll einen Knopf haben, mit dem man sie unterschiedlich einstellen kann. Stellen Sie sich nun beide Uhren zugleich vor, wobei das Bild der Uhr, die die subjektive Zeit anzeigt, transparent über dem Bild der "Normaluhr" liegt. Stellen Sie die obenliegende (subjektive) Uhr auf eine Viertelstunde, die darunterliegende objektive Uhr auf zwei Minuten ein. Nach Ablauf der zwei Minuten sollte diese klingeln. Gehen Sie nun in Ihre Quelle, ruhen Sie sich eine

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Viertelstunde lang aus und genießen Sie es. Die objektive Uhr wird nach zwei "objektiven" Minuten klingeln. Schauen Sie sich Ihren Lieblingsfilm - der zwei Stunden dauert - in drei Minuten an (subjektive Zeit: drei Minuten; objektive Zeit: zwei Stunden).

Übungsdauer: 20 Minuten in Trance Gruppengröße: ab 2 Personen Auswertung im Plenum: Wo kann es hilfreich sein, Zeit zu verzerren? Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Anwendungsmöglichkeiten: Für Menschen, die das Gefühl haben, nie genug Zeit zu haben. Zum Lernen verschiedener Rhythmen: Wenn der eigene Rhythmus eher schnell ist und deswegen eine Zusammenarbeit mit Partnern, die langsamer sind, sehr schwierig ist.

Quellenangabe: Gundl Kutschera, Tanz zwischen Bewußtsein und Unbewußt-sein. NLP-Arbeits- und Übungsbuch, Paderborn 1994. Copyright Junfermann 1994. Mit freundlicher Genehmigung des Junfermann-Verlages.

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