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Die ursprüngliche Wasserscheide Donau - Rhein1

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Im Laufe der Geschichte hat sich die Wasserscheide Donau – Rhein erheblich verschoben. Die ursprüngliche Wasserscheide befand sich auf einem etwa 500m hohen Bergrücken. Auf diesem Bergrücken verläuft eine schmaler Autoweg2, der die ursprüngliche Wasserscheide mehr oder weniger repräsentiert. Regentropfen, die nördlich dieses Weges landen müssen nun einen etwa 20km langen Umweg über Winterlauter und Lauter3 machen um sich mit südlich gelandeten Tropfen zu vereinen, die über dem Klöpferbach in die Murr gelangt sind um sich gemeinsam über Neckar und Rhein in die Nordsee zu gelangen. Der Fluss Lauter (und Winterlauter) gehört zu den Flüssen, die ursprünglich jedoch nicht in den Rhein sondern in die Donau entwässert haben. Man kann das immer noch an der Mündung in die Murr ablesen, der entgegen der heutigen Strömungsrichtung der Murr verläuft. Die Lauter und die Murr bilden zusammen eine gerade Linie, die das ursprüngliche Flusstal immer noch parallel an der Landesstraße L1066 markieren.

Abb. 1: Entwässerung der ursprünglichen Nebenflüssen des Kochers

Karte Kocher und Jagst, Version 3, von BerndH, GNU Free Documentation License

1 Information aus: Lauter (Murr) – Wikipedia 2 Der Höhenweg zwischen Großbottwar und Sulzbach (Murr) 3 Die Lauter wurde ursprünglich Sommerlauter genannt

In diesem Fall wäre das Backnanger Tal in der Vorzeit bis zur Talsperre bei der Rüflensmühle von der Abwässerung zur Donau abgetrennt und dem Rhein zugewandt. Die Ur-Murr und die Lauter Vor 16 Millionen Jahren war die Lauter noch der Quellfluss der Ur-Murr. Weitere Gewässer in der Nachbarschaft. Die Trennstelle zwischen den roten und grünen Flusssystemen befindet sich in etwa an der schmalsten Stelle bei Rüflensmühle (mit einer Bruttofallhöhe von 3. Sie würde sich dann in Richtung Eschelhof fortsetzen. Der Steinbruch markiert jedoch nicht das wirkliche Quellengebiet des Winterlauters. Die Burg aus dem Anfang des 12. Der Quellfluss der Murr würde in einem Gebirgsbach nahe Oppenweiler ihren Anfang nehmen. Jahrhunderts oder um das Jahr 1200 wurde von den Wirtembergern zu Lehen gegeben und um 1435 an Konrad von Stammheim verpfändet.20 m) in Oppenweiler. Siehe die Google-Mapskarte mit der Darstellung der lokalen Wasserscheide Rhein-Donau. Direkt neben dem Höhenweg liegen zwei kleine Seen. 4 Die Bernsteinstraße: Gagatfunde bei Backnang (ab 1425) 5 Siehe die Photos im Photoalbum Radtour vom 12 August 2009 .. weil dieser Bereich nie von Flüssen berührt worden ist.Der Riegel bei der Rüflensmühle (Oppenweiler) Auf dieser Karte kann man die Entwässerung der ursprünglichen Nebenflüssen des Kochers gut ablesen. Das Schild mit der Markierung befindet sich auf dem Höhenweg in der Nähe des Abzweigs zum Warthof. Siehe die Google-Mapskarte mit der Darstellung des Fluss-Systems und die Höhenstraße. Als Trennstelle stelle ich mir zumindest vorübergehend einen Sperre als Berghang. sind die Rot. Auch bei der Talsperre bei der Rüflensmühle wäre dann bereits die Wasserscheide Rhein-Donau vorhanden. die sich mehr oder weniger auf der ursprünglichen Wasserscheide befinden und möglicherweise Fundstellen für Gagat gewesen sein könnten. deren südöstliche Fließrichtung ursprünglich zur Donau hin orientiert war. Auf meiner Radtour von 12 August 2009 habe ich auch die merkwürdigen “Keltenskulptur” des Bildhauers Teske photographiert5. die Lein und die Bibers. Diese beide Stellen wurden in der Google-Mapskarte markiert. bzw. die damals entgegen der heutigen Fließrichtung nach Osten zum Ur-Kocher entwässerte und mit diesem letztlich zur Donau. Zu dieser Zeit wurde hier in einem Bergwerk Gagat (schwarzer Bernstein) gewonnen 4 und vergeblich nach Gold und Silber gesucht. Riegel vor. Durch die stärkere Erosions-Kraft des Rheins kam es aber später zur rheinischen Anzapfung der Murr und damit zur Umkehrung von deren Fließrichtung.

eines der wenigen Quertäler im Bereich unserer Alp. (S. 9) Für die Geschwindigkeit. 6) Zu den weltbekannten Merkwürdigkeiten der Thalbildung gehört zwischen Oberkochen und Königsbronn der völlige Durchbruch des Alpplateaus. in 10 000 Jahren 1 Kilometer und in 25 . dass die Entfernung von Oberkochen über Kocher.Verstärkte Erosion Oberamtsbeschreibung von 1854. 80 Meter über der heutigen Talsohle. Jene Wasserscheide im Thal.. in 100 Jahren weitere 10 Meter. Sowohl zwischen Kocherursprung und Nordsee als auch zwischen Brenzquelle und Schwarzem Meer liegen also zwischen Quelle und Mündung 500 Meter Höhendifferenz. Ist es denkbar.Verstärkte Erosion Bericht 432: Der Kocherursprung . Es wird dann nicht mehr lange dauern. Auffällig ist. . so ist leicht festzustellen. wie man an seinem Eintritt ins Tal noch heute erkennen kann. Betrachtet man die Landkarte. Rhein zur Nordsee per Luftlinie etwa 1100 km.Verstärkte Erosion Die Systematik der Namensvergabe wurde noch nicht weiter untersucht. dass der Wanderer sie kaum bemerkt. Dies belegen die sogenannten »Zahnberg und Ochsenberg Schotter« ca.30 000 Jahren die 2 1/2 Kilometer bis zur derzeitigen Wasserscheide erobert und somit den Ziegelbach und damit den Nahbereich der Brenzquelle erreicht hat. so dass Kocher und Brenzthal ungeschieden und nahezu ganz eben ineinander übergehen. Der Gutenbach war. dass die Wasserscheide immer etwa bei 500m liegt? Oberkochen liegt in ungefähr 500 m über Meereshöhe. wenn er sich durch Materialabtragung weiterhin in 10 Jahren 1 Meter Richtung derzeitige Wasserscheide gräbt. (S.Die heutige Wasserscheide (Donau / Rhein) bei Oberkochen Eine heutige Wasserscheide zwischen Donau und Rhein befindet sich zur Zeit bei Oberkochen. In die Vergangenheit gesehen bedeutet dieser Erosionsvorgang umgekehrt. ein Neben»fluss« dieser alten Brenz.. die über Brenz und Donau zum Schwarzen Meer jedoch ca. in 1000 Jahren 100 Meter. dass er.000 Jahre pro Kilometer angegeben: In die Zukunft gesehen bedeutet diese gewaltige Erosionstätigkeit des Kochers. insofern sie durch eine so geringe Erhebung des Thalbodens bezeichnet ist. Neckar. dass die alte Brenz vor ungefähr 15 Millionen Jahren von Schwäbisch Hall herkommend viele zig-Meter hoch über dem heutigen Kochertal Richtung Donau geflossen ist. womit die Wasserscheide entlang der UrBrenz-Linie nach Süden wandert. dass der Rhein-orientierte Fluss (der Kocher) wie der Rhein männlich und der Donaugewandte Fluss (die Brenz) wie die Donau weiblich ist9. Ein weiterer Punkt auf der Wasserscheide ist vielleicht auch Schwäbisch Hall7: Dem Buch »Ostalb . 6 7 8 9 Bericht 432: Der Kocherursprung . Diese vom Kocher in Jahrmillionen in stets rückschreitender Erosion aufgefressene Brenz nennt man die Urbrenz. zwischen Kocher und Brenz ist einzig in ihrer Art. (Skizze 2) Merkwürdigerweise liegt der Ort auf der gleichen Höhe (500m) wie der Höhenweg der ehemaligen Wasserscheide Donau-Rhein bei Backnang. zitiert in Bericht 432: Der Kocherursprung ..Werden und Besiedlung« von Winfried Tränkle (1979) ist zu entnehmen. wird 10. dass die Brenz einmal in einem vom Kocher abgetragenen Gelände hoch über unserem heutigen Oberkochen geflossen sein muss. bis der Brenztopf sein Wasser an den Kocher und damit an die Nordsee abtreten muss. Die Wasserscheide bildet an dieser Stelle den Übergang von der Brenz zum Kocher markiert 8. Sie wandert offensichtlich nach Süden6.. 3100 km beträgt.

Für die 60km werden 600. Für den Fußweg Schwäbisch Hall-Oberkochen berechnet Google einen Abstand von etwa 54km. Man könnte die Wanderung der Wasserscheide deshalb wohl mit 60km veranschlagen.Ich möchte jetzt berechnen welche Abstand die Wasserscheide in etwa abgelegt haben könnte. .000 Jahre benötigt: Für den Fußweg Nassach (bei Backnang)-Oberkochen berechnet Google einen Abstand von etwa 66km.

Version 3 Karte Kocher und Jagst. 2: Karte Kocher und Jagst. von BerndH.Appendix: Gesamtsystem der Neckar und Donauflüssen Abb. Version 3. GNU Free Documentation License .