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IM NAMEN ALLAHS DES ALLERBARMERS DES ALLBARMHERZIGEN Die Islamische Bewegung Usbekistans

“Einigkeit und Recht und Freiheit“ 
Dhul Qa’da 1432, Oktober 2011 SCHWESTER UMMU SAFIYYA Im Namen Allahs, Des Allerbarmers, Des Allbarmherzigen!
Sprich: “Er ist Allah, ein Einer, Allah, der Überlegene. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, und niemand ist Ihm jemals gleich.”

(Sure 112) Meine geehrten Schwestern in Deutschland, assalamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh! Als erstes möchte ich zu dem Gerücht, dass ich bereits Shaheeda sei, folgendes sagen: Leider noch nicht, doch möge Allah (t.) mir diese Ehre erweisen! Ich beginne meinen Brief an euch mit dieser gewaltigen Sure aus dem Quran. Dies tue ich in Erinnerung an meine Schwester Fatima, die ihren Brief aus dem Gefängnis Abu Ghraib im Irak so begann. Ich dachte mir, dass ich mich nach längerer Zeit mal wieder bei meinen Schwestern melde, um ihnen über das Leben hier zu berichten und um sie an einige Dinge zu erinnern. Oft erreichte uns die Frage, ob es als Frau nicht leichtsinnig sei, in die Gebiete des Jihades auszuwandern und ob es nicht verantwortungslos sei, sich und seine Familie solch einer Gefahr auszusetzen. Dazu sage ich folgendes und nenne euch erstmal einige Fakten: Vor ca. 20 Jahren sind die ersten Mitglieder der IBU aus Usbekistan nach Tadjekistan ausgewandert. Die Reise ging dann weiter nach Afghanistan und Pakistan. In dieser gesamten Zeit von 20 Jahren, in der es von Seiten der Männer über 500 Shuhada gab, starben nur zwei Frauen. Die Erste starb vor etwa zwei Jahren bei einem Autounfall und die andere erst kürzlich an einer Leberkrankheit, die sie bereits vor der Hijra hatte (möge Allah sie als Märtyrerinnen akzeptieren). Daraus entnehmen wir Muhajereen ganz deutlich, dass Allah (t.) den Frauen und Kindern auf der Hijrah einen speziellen Schutz gewährt. Und wie soll es auch anders sein, wo wir doch nur für Allah ausgewandert sind und unser gesamtes Vertrauen in Ihn gesetzt haben. Um die Frage noch präzieser zu beantworten stelle ich noch eine Gegenfrage. Was ist schlimmer, als gemeinsam mit seinen Kindern, unbewaffnet und mittellos, gedemütigt und verachtet, mitten unter den Feinden des Islams und unter ihren ungläubigen Gesetzen zu leben? Bei Allah, es ist eine Gefahr für dein Diesseits und dein Jenseits. Wenn man uns Frauen hier fragt, warum wir zum Jihad gegangen sind, so lautet unsere erste Antwort: Um Kufr mit dem Taghut zu machen (alles andere außer Allah komplett zu verneinen). Wenn du beispielsweise in Deutschland lebst, bist du als gläubiger Muslim ihrer ungläubigen Legislative, Exekutive und Judikative unterlegen. Du zahlst Steuern bei den Feinden des Islams. Eine Prozentzahl deiner Steuern geht an die Juden. Du kaufst Produkte, von denen ein Teilerlös zum Kampf gegen die Muslime verwendet wird. Dein Geld ist auf ihren Banken und wird durch Riba unrein. Vieles -1-

was du isst, ist haram ohne das du es weißt. Deine Nachbarn und Mitarbeiter sind Kuffar. Deine Kinder werden wohl oder übel vom Unglauben befleckt. Und du selbst befindest dich mit deinem Glauben auf sehr dünnem Eis. Tagtäglich machst du Sünden, die du gar nicht mehr mitbekommst. Und von wievielen Geschwistern, die bei den Kuffar leben, haben wir gehört, dass sie mittlerweile einem falschen Manhadsch folgen oder sogar ganz das beten unterlassen haben- und von wievielen Schwestern, die ihren Hijab wieder abgelegt haben. Wenn wir sagen, dass wir unserem Propheten (sa) folgen, so war eine der wichtigsten Sachen, die er (sa) nach dem Glauben unternommen hat, die Hijrah fisabililläh. Denn die Hijrah dient nicht nur dafür den Jihad zu unterstützen, sondern in erster Linie und dies war auch der Hauptgrund der Auswanderung unseres Propheten (sa) und der Sahaba (ra), für den Schutz der Religion und zur Befreiung aus dem Umfeld der Jaheliyya. Eine weitere Frage, die uns hier erreichte ist, was die Frauen denn im Jihad von Pakistan machen, wie ihr Alltag aussieht und welche Rolle sie dort spielen.

Wir Frauen leben hier weit weg von den Orten, an denen der Kampf ausgeübt wird, und zwar in den bereits eroberten und sicheren Gebieten der Mujahedeen. Wir widmen uns unseren islamischen Pflichten, versuchen Allah näher zu kommen und erziehen unsere Kinder und inscha Allah zukünftigen Mujahedeen. Die Schwestern besuchen sich hier gegenseitig und es gibt regelmäßige Da‘wahveranstaltungen für die Frauen. Jede Familie bekommt hier nach Anzahl ihrer Familienmitglieder vom Beytulmäl Versorgungsgeld ausgezahlt. Zusätzlich werden denjenigen, die es sich nicht leisten können vom Beytulmäl alle nötigen Haushaltsgegenstände (wie z.B. Gaskocher, Geschirr, Decken usw.) zur Verfügung gestellt. Wenn der eigene Ehemann nicht zu Hause ist, weil er im Krieg ist oder anderweitig beschäftigt ist, so kümmert sich die Muhajereenbetreuung und besorgt beispielsweise die Einkäufe oder bringt die Kinder zum Arzt. Zusammengefasst kann man sagen, dass wir Frauen hier ein zufriedenes Allah-gerechtes Leben führen, weit weg vom Unheil und vom Unglauben. Unsere Kinder werden islamisch erzogen und wachsen unter den Aulija‘ullah, den Mujahedeen auf. Und was unsere Rolle im Jihad betrifft, so tragen wir hier als aller erstes die nichtwegzudenkende Rolle einer Frau in der Gesellschaft. Allah (t.) spricht: “Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allweise.“ (9:71). Eine Gesellschaft besteht aus Familien und eine Frau ist ein wichtiges Glied in der Familie und somit auch in der Gesellschaft. Der Jihad besteht nicht wie viele denken nur aus dem Kampf, sondern die Mujahedeen führen hier ein ganz normales Leben, bei dem die Erziehung der Kinder und sonstige Dinge anstehen. Beispielsweise haben die Kommandeure es so eingerichtet, dass die verheirateten Männer nicht länger als einen Monat von zu Hause entferntbleiben. Der Ehemann geht also und leistet seinen Beitrag im Jihad und so Allah will und bestimmt hat, kommt er spätestens nach vier Wochen wieder und -2-

verbringt wieder längere Zeit mit seiner Familie. Manche Ehemänner kommen auf Grund ihrer Tätigkeit sogar jeden Tag nach Hause und es gleicht einem normalen Arbeitstag, wie man ihn aus der Heimat kennt. Die Zuständigen unserer Bewegung haben über die Jahre festgestellt, dass verheiratete Mujahedeen mehr und bessere Leistungen erbringen als die Nichtverheirateten. Und dies bestätigt die Wichtigkeit der Frau an der Seite ihres Mannes. Der islamische Staat, den wir anstreben benötigt jedoch noch viel mehr Einsatz aus der Frauenwelt, und so haben al-hamdulilläh mittlerweile schon viele Schwestern ihre Positionen als Ärtztinnen, Schneiderinnen und Lehrkräfte eingenommen. Und ein ganz wichtiger Punkt, den man nicht vergessen darf ist, dass wir Frauen hier die seltene Möglichkeit und Ehre haben, uns am höchsten aller Gottesdienste zu beteiligen. Und das Beteiligen liegt nicht nur in unserer Anwesenheit, sondern es gibt für uns viele Möglichkeiten uns auch aktiv am Jihad zu beteiligen. Im Sahih al Buchary wird überliefert, das ar-Rubai' Bint Mu'auwith sagte: "Wir (Frauen) pflegten (während der Schlacht) mit dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu sein, um die Verwundeten zu tränken und zu pflegen, und um die Gefallenen nach Al-Madina zu transportieren." Viele der Schwestern backen freiwillig Brot, Plätzchen und Kuchen und schicken diese zu den Kämpfern in die Schützengräben. Manche wiederum verzichten auf einige Dinge und spenden von ihrem Wochengeld an die Mujahedeen. Und ich erinnere mich an eine Geschichte, bei der die Mujahedeen im vorletzten Sommer im Krieg von einer Mückenplage geprüft wurden und alle Frauen in der Bewegung ihre Mückennetze an die Front geschickt haben, da die Männer sie nötiger hatten. Und da die Schwestern hier gerne an einem freiwilligen I3daad (militärische Ausbildung) für Frauen teilnehmen und sich für den Falle des Falles zum Kampfe bereitgestellt haben, ernten auch sie, so Allah will, die gewaltige Belohnung des Ribaats. Zum Schluss meines Briefes richte ich noch einige Worte an die Glaubensverweigerer, die sicherlich auch diesen Bericht lesen werden: Ich habe mich längst losgesagt von euren Gesetzen, eurem demokratischen System und auch von meinem deutschen Pass. Ich folge meinem Propheten Muhammad (saw) und zähle die Taliban und weltweit alle Muslime zu meinen Geschwistern. Die Einigkeit, das Recht und die Freiheit habe ich bei euch nicht gefunden, denn Einigkeit, Recht und Freiheit gibt es nur in der wahren Religion Allahs. Die Einigkeit fand ich bei den Mujahedeen, die nicht auf Grund von Abstammung, Herkunft, Rasse, oder auf Grund von weltlichen oder politischen Zielen zusammenkamen, sondern nur auf Grund des Einen und Einzigen Gottes. Das Recht fand ich nur im Islam, denn wer außer dem Schöpfer ist in der Lage Gerechtigkeit auszuüben. Und die Freiheit, die man im menschlichen Sinne als Freiheit bezeichnen kann, erlangte ich an dem Tage, an dem ich ausgewandert bin. Ich verabschiede mich bei meinen Schwestern und bitte euch alle um eure aufrichtigen Bittgebete, und unser letztes Bittgebet lautet: alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten.

Eure Schwester Ummu Safiyya

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