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St.

Carolus-Altersheim

CAROLUSBOTE
Herbst 2013

Die Heimzeitschrift des St. Carolus-Altersheimes, Gentzgasse 104, 1180 Wien

…STELLT SICH VOR
S.M. Edith Mittendorfer…
Viele von Ihnen kennen mich. Bis Ende letzten Jahres durfte ich auf der Ebene 1 als Wohnbereichsleiterin arbeiten. Aufgewachsen bin ich in einer kleinen Gemeinde im Bezirk Grieskirchen in Oberösterreich, gemeinsam mit meinen acht Geschwistern. In unserer Familie waren und sind der Glaube und das Leben mit der Kirche etwas Selbstverständliches. Meine Eltern haben täglich frühmorgens den Rosenkranz für uns Kinder und alle Anliegen gebetet. Am Samstagabend beteten wir ihn gemeinsam. Ich habe mich bei Jesus immer wohl gefühlt und bald wurde in mir die Sehnsucht wach, ganz Jesus zu gehören. Erst wollte ich diesen Gedanken nicht zulassen, aber die Sehnsucht wurde immer stärker und Jesus hat mich immer mehr an sich gezogen. Beim Weltjugendtreffen in Toronto, Kanada, 2002 hat uns Papst Johannes Paul II zugerufen: „Habt keine Angst, Christus auf dem königlichen Weg des Kreuzes nachzufolgen!“ Dieses Wort war wie ein Siegel auf meine Berufung. Am 12. September 2002 trat ich in unsere Kongregation ein und begann die Ordensund Berufsausbildung: Die Kandidatur ist die erste Zeit nach dem Eintritt, um das Leben der Schwestern durch Teilnahme an den apostolischen Arbeiten kennen zu lernen. Das Postulat gibt Gelegenheit das Glaubensleben und die christliche Berufung zu vertiefen und durch praktische Erfahrungen in das religiöse, gemeinschaftliche und apostolische Leben hinein zu wachsen. Das Noviziat beginnt mit der Einkleidung und dauert zwei Jahre. Das erste Jahr ist ausschließlich der religiösen und geistliSeite 2

chen Formung gewidmet: Studium der hl. Schrift, der Liturgie, der Theologie des Ordenslebens, der Ordensgeschichte, des Charismas der Stifter und der Spiritualität der Gemeinschaft, die Hinführung zum Gebet und zur praktischen Einübung der evangelischen Räte. Im zweiten Jahr werden die Novizinnen mit den Arbeiten der Gemeinschaft vertraut gemacht und üben sich im Zusammenleben mit den Schwestern ein. Das Noviziat gipfelt in der Ablegung der ersten Profess. Das Juniorat ist die Zeit zwischen erster und ewiger Profess. Sie dient der Einübung in der Treue zum Ordensberuf und zum geistlichen Leben sowie in den Werken der barmherzigen Liebe. Durch die ewige Profess, die ich am Fest Mariä Geburt, dem 8. September 2013 ablegen darf, antworte ich endgültig auf den Ruf Gottes, der mich einlädt, jeden Tag aus der Taufgnade und der Firmung in ganzer Fülle zu leben. Nach der ewigen Profess darf ich eine neue Aufgabe übernehmen. Im St. CarolusAltersheim beginnen wir im Herbst mit dem Projekt „Hospiz- und Palliativ Care“. Eine Projektgruppe wird sich um die ganzheitliche Betreuung, Behandlung und Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden und ihrer Angehörigen bemühen, um ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen.

SO WAR ES DAMALS
Schulanfang…
Ich versuche jetzt einen Ausschnitt aus meiner Kindheit, und zwar den Abschnitt meiner Schulzeit, aufzuschreiben. Doch davor möchte ich etwas zurückblicken auf die vorangegangenen sechs Jahre meiner Kindheit von 1933 an (da bin ich geboren – da herrschte noch Frieden bis September 1939). Diese 30-er Jahre waren geprägt von der Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit; meine Eltern waren davon auch betroffen. Hunger und vieles andere waren meine ständigen Begleiter bis 1938. Die Erziehung von meinen Eltern war eher von Geradlinigkeit geprägt – sie haben es jedenfalls versucht. Ich meine, sie haben uns Kindern Grenzen gesetzt – nicht nur alleine deshalb weil es von den Zeitumständen gar nicht anders möglich gewesen wäre, sondern weil vor allem mein Vater der Meinung war, seine Kinder sollen doch mit dem, was so auf sie im Leben zukommt, einigermaßen zurechtkommen können – und so waren wir, meine Schwester und ich doch relativ gut für die kommenden Jahre vorbereitet. Im September 1939 war der Beginn des zweiten Weltkriegs – im gleichen Monat hat sich unsere Familie um ein Mitglied vergrößert, und für mich hat im September die Schulzeit und die Zeit des Umstellens begonnen. Aber ohne Schultüten und so. Ja, das Lernen war in den Vordergrund gerückt – ja, mein Einzug in die erste Klasse verlief ganz unspektakulär, ich meine ohne Firlefanz. Natürlich war das Umgewöhnen in den neuen Lebensabschnitt auch für mich nicht einfach. So durften wir Kinder – inzwischen war unsere Zahl bis 1945 auf fünf angewachsen – von Anfang an lernen, uns mit der Tatsache Schule, Lernen, zu Hause meiner Mutter an die Hand gehen – ohne viel Rundherum auseinanderzusetzen und nicht für gute Noten oder sonstige Leistungen auf eine Belohnung zu warten. So hin und wieder gab es Überraschungsgeschenke – ganz selten natürlich. Familien-Urlaub – an so was dachten wir gar nicht. Die Prater Wies´n oder die Donau-Wies´n taten es doch auch und wenn´s heiß war, dann war das Arbeiter-Strandbad bei der alten Donau für uns Kinder das höchste. Mit diesem kleinen Ausschnitt aus meiner Kindheit möchte ich jetzt abschließen und wenn möglich im nächsten Heft fortsetzen. Frau Eva Rötzer, Bewohnerin seit 2008, Wohnbereich J2

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WAS WAR LOS IM SOMMER?
Fronleichnam
„Manchmal hat unser Papst Franziskus fast dieselben Worte wie Jesus…: „Lasst uns hinausgehen zu unseren Brüdern und Schwestern, besonders zu denen, die am weitesten weg sind, zu denen, die in Vergessenheit geraten sind, zu denen, die Verständnis, Trost und Hilfe brauchen! Es gibt eine große Sehnsucht, die lebendige Gegenwart Jesu zu erfahren, sein Erbarmen, seine große Liebe.“ Jetzt mag mancher Bewohner des Carolusheimes denken: Ja, wie soll ich denn hinausgehen, ich kann ja nicht mehr! Liebe Menschen der älteren Generation: Jedes Auto braucht bewegliche Räder zum Hinausfahren, aber es braucht auch den Treibstoff, der selbst nicht fahren kann. Liebe ältere Generation: Sie sind der Treibstoff, in Ihren Gebeten, Ihrer Weisheit und Güte, im Tragen Ihres Leidens. Liebe Schwestern, die unsere Senioren begleiten, Sie sind sozusagen die Firma, die dafür sorgt, dass der Treibstoff, die Güte, das Gebet, die Geduld der Älteren nicht ausgeht! Und mit Ihrem Treibstoff dürfen wir, die jetzt zu Ihnen gekommen sind in dieser Prozession, hinausgehen, auf die Straßen, dass wir uns mitfreuen mit den Frohen, und die miteinladen, die Ferne oder in Not sind: Darum beten wir jetzt und bitten um den Segen!“ Hr. Pfarrer Zitta

Geburtstag 100+50 !
Schwester Rosy P. und Frau Margarete Onz feierten gemeinsam 150 Jahre Geburtstag.

Liedernachmittag
Der Bruckhaufner-St. Elisabeth Chor unter der Leitung von Gerhard Neumayr gestaltete mit einigen frohen Liedern, aufgelockert mit fröhlich-sinnvollen Gedichten von Susanne Neumayr einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag.
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WAS WAR LOS IM SOMMER?
Sommerfest
Das Sommerfest im St. Carolus-Altersheim hat schon eine lange Tradition. Seit vielen Jahren gestaltete Frau Dr. Margareta Litschauer mit dem Chor ein buntes Musikprogramm. Im Andenken an Fr. Dr. Litschauer werden wir diese Tradition fortsetzen. Schwester Felicitas hat mit Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Schwester Othilia die Aufgabe übernommen, das Programm für unser heuriges Sommerfest am 4. Juli zu organisieren. Herr Neumayer, der Mann von unserer Mitarbeiterin Susi hat den Chor schwungvoll mit seinem Keyboard begleitet. Danach gab es ein gemütliches Beisammensein auf der Terrasse mit Kaffee, Kuchen, Eis und Obstsalat. Den Obstsalat steuerte die Bastelgruppe, tatkräftig unterstützt von Elisabeth, bei. Bis in die frühen Abendstunden wurde gesungen, getanzt, geplaudert und gelacht, und alle genossen den wunderschönen Sommertag.

Sommerkino
Da aufgrund der sommerlichen Temperaturen im Juli und August keine Sitzgymnastik stattfindet, nutzen wir die Kühle des Festsaals für unser Sommerkino. Jeden Dienstag um 10:00 Uhr gibt es Interessantes, Unterhaltsames, Spannendes und Entspannendes.

Apfelstrudel
Wieder einmal überraschte uns Elisabeth mit Selbstgebackenem auf der Terrasse. Eiskaffee, Apfelstrudel und viel gute Laune. Gibt es ein besseres Sommerrezept?
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SPIRITUELLES
Wenn wir die Geschichte des Gottesvolkes betrachten, sehen wir, dass es Gott zulässt, vor unlösbaren Problemen zu stehen. Menschen, die diese Situationen erleben, können später mit Gottes Hilfe alle Probleme lösen. Darum sagt Gott: „Seht her, nun mache ich etwas Neues,… deshalb wird das Volk, das ich mir erschaffen habe, meine Ruhm verkünden.“ Auf dem Weg des Glaubens ist es nicht wichtig, Wunder zu suchen, sondern Jesus kennen zu lernen. Jesus hat alles neu gemacht. Aber nicht so, wie die Menschen es erwarten. Der größte Skandal ist, dass Jesus ein ganz normaler Mensch war: er hat wie wir gearbeitet, geschwitzt, er war auch müde, er hat geweint, er hatte Gefühle und Empfindungen, er hat auch vor dem Leiden Angst gehabt und er ist unter großen Schmerzen gestorben. Er ist den gewöhnlichen Weg gegangen! Darum hat Paulus, als gläubiger Mensch geschrieben: „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden, und sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.“ Wenn wir Probleme mit uns selbst haben, sprechen wir gerne über die Probleme der anderen. Wir sind empört darüber, dass sie offensichtlich gegen das Gesetz Gottes handeln. Was aber macht Jesus? Er sagt: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!“ Denken wir wie Jesus? Können wir so auf die anderen Menschen schauen? Möchten wir so vergeben, wie Jesus vergibt? Hier liegt der Schlüssel für die großen Wunder Jesu in unserem Leben. Jesus, ich glaube dir! Bitte, mache alles neu in meiner Seele!

P. Mag. Lic. Michael Anderko hat ein Jahr lang in der Seelsorge im St. Carolus-Altersheim mitgewirkt. Mit einer seiner Predigten halten wir ihn in Erinnerung:

Christus will ich erkennen…
Jeder Mensch hat seine Probleme. Sie sind ganz verschieden und haben verschiedenes Gewicht, aber für den konkreten Menschen sind sie am wichtigsten. Der Weg des Glaubens ist kein Märchen. Im Glauben treffen wir nicht auf eine Wahrsagerin, die mit einem Zauberstab alle Probleme wegzaubert. Gott ist in Jesus zu uns gekommen. Er möchte mit uns auf dem Weg sein und dass wir durch ihn unsere Probleme überwinden. Darum ist es das wichtigste, im Glauben Jesus kennen zu lernen. In jeder Heiligen Messe treffen wir mit ihm zusammen, um ihn besser kennen zu lernen. Das ist keine spiritistische Zusammenkunft, sondern Jesus trifft sich mit uns ganz einfach und durch ganz normale Zeichen: Wein, Wasser, Brot, menschliche Worte und unsere Gegenwart. Das ist Gottes Demut.

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WUSSTEN SIE SCHON…
… dass Eichhörnchen bis zu hundert Fichtenzapfen pro Tag verspeisen können Eichhörnchen oder auch Eichkatzerln genannt (in Österreich auch „Oachkatzl), leben in den Wäldern Europas und Asiens. Wichtig für ihr Überleben ist das Vorhandensein von samenbildenden Bäumen. Sie ernähren sich von Haselnüssen, Bucheckern, Fichtenzapfen, Obst und frischen Trieben. Auch Kleintiere, Jungvögel, Vogeleier und Pilze werden verspeist. Sie sind bei ihrer Ernährung also nicht sehr wählerisch. Am liebsten essen sie allerdings Nüsse, am meisten Energie liefern ihnen Fichtenzapfen, die sehr nahrhaft sind. Bis zu 100 Fichtenzapfen kann ein Eichhörnchen pro Tag verspeisen. Eichhörnchen sind Nagetiere aus der Familie der Hörnchen. Ihre kräftigen Nagezähne wachsen laufend nach und wetzen sich an harter Nahrung ab. Finden Eichhörnchen ausreichend haltbare Nahrung, wird diese vergraben oder in Spalten versteckt. Dabei handelt es sich um eine Instinkthandlung mit immer demselben Handlungsablauf: Freischaren, Ablegen, Stupsen, Erde draufscharren, Erde festdrücken. Diese Vorräte werden für den Winter angelegt, wenn die Natur wenig Nahrung hergibt. Oft werden diese Vorräte vergessen und keimen dann im Frühjahr. Eichhörnchen sind somit wesentlich am „Waldaufbau“ beteiligt.

RÄTSEL
Was ist das?
Zweimal am Tag tritt sie auf, einmal ist es vorher hell und einmal danach.

Auflösung des Rätsels aus der Sommerausgabe: Ich habe am 31. Dezember Geburtstag. Heute ist der 1. Jänner.
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WAS KOMMT IM HERBST?
Sonntag, 08.09.2013 Familienkirche, 10:30 Uhr

Ewige Profess Sr. Edith Mittendorfer
Donnerstag, 12.09.2013 Festsaal/Terrasse, 14:30 Uhr

Donnerstag, 10.10.2013 Festsaal, 15:00 Uhr

Glaubensgespräch
Donnerstag, 17.10.2013 Festsaal, 14:30 Uhr

Herbstfest
Dienstag, 15.09.2013 Kirche und Pfarrkirche

Vortrag „Lomi Lomi“ Traditionelle hawaianische Massage
Dienstag, 22.10.2013 14:30 Uhr

Erntedankfest
Dienstag, 17.09.2013 Festsaal, 14:30 Uhr

Evakuierungsübung
Donnerstag, 24.10.2013 Sprechzimmer gegenüber der Pforte 15:00-16:00 Uhr

Film „Das Geheimnis des Marcellino“
Sonntag, 29.09.2013 Wahllokal im Haus gegenüber der Pforte

Sprechstunde Heimkommission
Donnerstag, 14.11.2013 Festsaal, 15:00 Uhr

Nationalratswahl
Dienstag, 08.10.2013 Festsaal, 8:30-11:00 Uhr

Strickmodenverkauf der Firma Gattermeier

Zauber einer Geige Violinkonzert Doina Fischer

Bitte beachten Sie immer auch die aktuellen Aushänge. Kurzfristige Terminänderungen sind möglich

WIR GRATULIEREN
Zum 80ten Geburtstag!
Frau Annemarie Wallisch am 20. Sept. Frau Eva Rötzer am 11. Okt. Herr Pfarrer Marcel Lootens am 24. Nov.

Zum 95ten Geburtstag!
Herr Nikolaus Wagner am 5. Nov.

Zum 90ten Geburtstag!
Fr. Valerie Frank am 11. Okt. Herr Adolf Weilguni am 22. Okt. Der nächste Carolusbote erscheint im Winter 2013