2688 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi, wider die 1

Martin Luther

Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi, wider die Schwarmgeister
(1526) [WA 19, 482–523]

Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther

2689 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi, wider die 2

In diesem Sakrament sind zwei Dinge zu wissen und zu predigen. Zum ersten, was man glauben soll (was man auf lateinisch obiectum fidei1 nennt, das ist das Werk oder Ding, das man glaubt oder daran man hangen soll). Zum zweiten der Glaube selbst oder der Brauch, wie man dessen, was man glaubt, recht gebrauchen soll. Das erste ist außerhalb des Herzens, wird uns äußerlich vor Augen gehalten, nämlich das Sakrament an sich selbst, von dem wir glauben, daß im Brot und Wein wahrhaftig Christi Leib und Blut ist. Das andere ist inwendig im Herzen, kann nicht herauskommen, und besteht darin, wie sich das Herz gegen das äußerliche Sakrament verhalten soll. Nun habe ich bisher von dem ersten Stück nicht viel gepredigt, sondern alleine das andere, welches auch das beste ist, behandelt. Weil aber jetzt dasselbe von vielen angefochten wird und sich die Prediger, die auch für die besten gehalten werden, darüber spalten und rotten, daß bereits in anderen Ländern2 eine große Menge darauf fällt und meint, daß Christi Leib und Blut nicht im Brot und Wein sei, will es die Zeit fordern, davon auch etwas zu sagen. Zum Anfang aber sage ich, wenn es so ist,3 daß jemand in solchem Irrtum gefangen ist, dem wollt ich treulich raten, daß er vom Sakrament so lange wegbliebe, bis er herauskäme und im Glauben stark
Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther

2690 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi, wider die 3

werde. Denn wir haben für uns den dürren, hellen Text und das Wort Christi (Matth. 26, 26-28; Mark. 14, 22-24; Luk. 22, 19 bis 20): »Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird«; »Trinket alle daraus, das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zu Vergebung der Sünden. Das tut zu meinem Gedächtnis.« Das sind die Worte, darauf wir pochen; die sind so einfältig und klar geredet, daß auch sie, die Widersacher bekennen müssen, es koste Mühe, daß man sie anderswohin ziehe, und lassen doch solche hellen Worte stehen und gehen ihren Gedanken nach, machen ihnen selbst Finsternis in das helle Licht. Aber wer recht fahren und nicht anlaufen will, der hüte sich vor den spitzigen Gedanken, die der Teufel in bezug auf dieses Stück in der Welt erregt, daß er ja das Ei aussaufen und uns die Schalen lassen wolle: das ist, den Leib und Blut Christi aus dem Brot und Wein nehmen, daß es nicht mehr als ein gewöhnliches Brot bleibe, wie es der Bäcker backt. Und sie verspotten uns danach, wie sie gelüstet, daß wir Fleischfresser und Blutsäufer sind und einen gebackenen Gott anbeten, wie auch vorzeiten der abtrünnige verzweifelte Bube Averroes,4 der auch ein Christ gewesen war, der Gläubigen spottete und lästerte: es wäre kein ärger Volk auf Erden als die Christen, deshalb weil sie ihren eigenen Gott fräßen, welches kein ander
Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther

2691 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi, wider die 4

Volk je getan hätte. War das nicht ein köstlich, spitzig Wort? Eben solches treibt der Teufel wider uns jetzt allenthalben in der Welt. Nun ist Gott ein solcher Mann, der da Lust hat zu tun, was vor der Welt närrisch und untüchtig ist, wie Paulus 1. Kor. 1, 23 sagt: »Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit«, ebenso V. 21: »Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt zu retten, die daran glauben.« Wohlan, wers nun nicht glaubt, der glaube danach, es sei bloßes Brot.5 Wer den Glauben verfehlt hat, der mag danach glauben, was er will, das gilt ebensoviel, wie z.B.: wer ersaufen soll, der ersaufe in einem Bach oder mitten im Strom, so ist er ebensowohl ersoffen. Ebenso sage ich von diesen Geistern: wenn sie das Wort fallenlassen, so lasse sie immer glauben und sich spalten, wielange sie wollen (wie bereits geschehen ist, daß sechs oder sieben Sekten über dem Sakrament aufgestanden sind, doch alle in dem Wahn, daß nicht Christi Fleisch und Blut da sei). Das macht zum ersten, sage ich, daß sie nicht bei den Worten (Christi) geblieben sind; danach, daß sie mit ihren Gedanken hinterherfahren und gesehen haben: Sollte Christus im Brot und Wein sein und so weit in der Welt ausgebreitet werden, und ein jegliDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther

wider die 5 cher sollte den Christus essen? Das wäre ein ungereimt Ding. davon haben sie denn ein gemalet Glas vor den Augen. Es ist eine natürliche Rede. wenn mir jemand eine Semmel vorlegte und sagte: Nimm. was sie denken. Wenn ihnen die gefällt. Wer aber den rechten Glauben aus den Worten der Schrift schöpft. So tun alle Rottengeister: sie fassen als erstes eine eigene Meinung. wenn Christus sagt: »Nehmet. wie man deutsch reden soll. daß er von dem redet. Denn wir sind ja nicht solche Narren. Solches haben sie als erstes begriffen. läßt sich davon nicht abweisen. Wenn solche Worte nicht klar sind. esset. wird auch dadurch erhalten. daß wir die Worte nicht verstehen. da müssen dann die Worte auch heißen. versteht auch ein Kind gut. das will ich halten. weiß ich nicht. was er darreicht. unterstehen sie sich. So wikkelt er sich ins Wort. was einer sagt. will ich nicht weiter sehen noch denken. Christus begebe sich in Brot oder Kelch oder worein er will. Sollt ich nicht vernehmen. wenn ich die Worte habe. das ist weißes Brot? Ebenso: Nimm hin und trinke. mache ich mich Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . die Schrift auch dahin zu zwingen. iß. das ist ein Glas mit Wein? Ebenso. was das wäre. der glaubt so: gleichviel. das ist mein Leib«. Soll ich mir nun solches Wort noch dunkel machen und was Spitz(find)iges darüber erdenken. was er sagt. wenn man auf etwas weiset. daß man weiß.2692 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.

das ist mein Blut. die wollen wir besehen. nämlich von Maria geboren. kommen mit ihrer eigenen Meinung zuvor. wider die 6 selbst irre. daß Christus. Es sind ja allzumal klare und deutliche Worte: Brot nehmen. daß Gott vom Himmel herabsteigen und sich in den Mutterleib geben sollte. essen. danken. Darüber (zer)brechen sie sich mit großer Mühe (den Kopf). ein König der Ehren. sich von der Jungfrau speisen und beschließen läßt. weil jedermann weiß. sich so unter alle Menschen herunterwirft. Das sind fast ihre besten Gründe. daß er hinzusetzt: »der für euch gegeben wird. Ebenso. Aufs erste möchte ich gerade so gut sagen: Es reimt sich nicht. dem alle Engel zu Füßen fallen und alle Kreaturen vor ihm zittern müssen. Nun haben sie vornehmlich zwei Dinge. die sie wider uns bringen. das ist mein Leib. so daß der da alle Welt speiset. Zum ersten sagen sie: es schicke sich nicht. Zum andern: es sei nicht vonnöten.« Wir wissen ja. danach müssen die Worte bedeuten. was Christi Leib ist. trinken. brechen. geben. gestorben und auferstanden ist. was da heißt: »das ist mein Leib«. darauf sie bauen. und soll sich als Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .2693 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Darum bleiben wir stracks bei den Worten und tun danach Augen und Sinne zu. und besonders. was ein jeglicher erdacht hat. der gelitten hat. daß Christi Leib und Blut im Brot und Wein sein soll. erhält und beschließt.

auch in der kleinsten Zehe. Kann nun eine Seele zugleich in allen Gliedern sein. so treffe ich die ganze Seele. machen große Wunder(dinge) davon. welches eine einzige Kreatur ist. die er sonst nirgend tut. Denn daß wir glauben. daß es eitel unnütze Gedanken sind. das halten sie für ungereimt Ding.2694 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Nimm vor dich die Seele. wenn ich das kleinste Glied am Leibe mit einer Nadel steche. ja noch größere Wunder darinnen sehen als in diesem Sakrament. Denn wenn ich die Kreaturen ausmessen und mit Worten darstellen sollte und könnte. und daß die großen Knochen da verborgen sein sollen. daß der ganze Mensch zappelt. Denn wenn mans messen will. wider die 7 einen allerschändlichsten Übeltäter. daß er zugleich an allen Orten im Sakrament wäre? Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . so dürfte man keine Kreatur bleiben lassen. Ebenso sagen sie. sehen aber nicht. daß Gott in dem Sakrament so viel Wunderwerke tun soll. dazu von den ärgsten. so viel (das) Brot gebrochen wird. wovon ich nicht weiß. Gott wäre nicht Mensch geworden. oder der gekreuzigte Christus wäre nicht Gott. daß der eine Leib Christi an hunderttausend Enden sei. wie es zugeht: sollte denn Christus das nicht vermögen. es schicke sich nicht. daß niemand sie sieht noch fühlt. So wollte ich auch daraus schließen. und ist doch im ganzen Leibe zugleich. solltest du ebenso große. verzweifeltsten Menschen ans Kreuz hängen lassen. so daß.

das ich rede: das ist eine arme elende Stimme und so zu rechnen die geringste Kreatur. Fleisch. aus einem einzigen Korn. so sind da etDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . viel Wunderwerke. im Reden sehen. Knochen. so ist es aus und nichts mehr. fühlen usw. reden. deren sie keines wahrnehmen noch achten. nimm ein Exempel eben von dem Wort. Wo kommt nun das her. wie geht das zu: ich habe nur zwei Augen und fasse doch alle Häupter auf einmal in meine Augen.2695 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Siehe ein Korn auf dem Felde an und sage mir: wie geht das zu. daß ich mit Worten so viele Herzen fange? Ich habe eine kleine Stimme. vergänglicheres Ding sein kann. Es fehlt den Leuten nichts. Sobald der Mund aufhört. Dennoch ist es so mächtig. daß ich mit der Stimme ein ganzes Land regieren könnte. wider die 8 Ebenso kann meine Seele zugleich denken. und umgekehrt können auf ein Körnlein tausend (Augen) zielen. Weiter. und indes auch die Speise verdauen in Blut. als daß sie jemals eine Kreatur6 recht angesehen haben. wie wir weiter hören werden. Weiter. und so viel Körnlein auf der Ähre trägt und einem jeglichen seine Gestalt gibt? Es sind in einem Körnlein viel. daß kein schwächeres. ja. weil wirs täglich sehen und gewohnt sind. nichts mehr als ein Wind. hören.. ich kann gleich so gut mit einem Auge auf tausend Körnlein zielen. daß der Halm aus der Erde wächst. Harn und Kot: das hält niemand für Wunder.

Wenn du nun recht glaubest. Die teile ich nicht so aus. und mit der leiblichen Stimme bringe ich dir Christus ins Herz. sondern ein jegliches hat sie ganz. der wird sich in diesem Artikel durch nichts beirren lassen. so sage mir: was hast du im Herzen? Da mußt du sagen. daß er gewißlich da ist.2696 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.8 Weiter: Ich predige das Evangelium von Christus. daß du ihn dir einprägst. und das Wort sich so weit austeilt: sollte es Christus nicht vielmehr mit seinem Leibe tun können? Ein wieviel leichteres Ding ists mit einem verklärten Leib als mit der leiblichen Stimme?7 Dergleichen findest du viel mehr Wunder in den Kreaturen. du habest den wahrhaftigen Christus. durch die Erfahrung des Glaubens. wer eine Kreatur recht ansieht. Ja. Kann ich nun abermals solches mit einem Wort ausrichten. nicht. daß je ein Ohr ein Stück davon hat. wäre es das größte Wunderwerk. wenn wirs nie gesehen hätten. Solches sehen sie und haltens für kein Wunder. so daß. Dein Herz fühlt ihn aber gut. daß er so darin sitze. kannst du nicht wissen. Kann nun meine Stimme das zuwege bringen. wider die 9 liche hundert oder tausend Ohren. dennoch fasset ein jeglich Ohr die ganze und vollkommene Stimme. Wie das zugeht. daß dein Herz das Wort faßt und die Stimme darin haftet. sondern wie er zur Rechten des Vaters ist. daß sie alle Ohren füllt und ein jeglicher so viel davon nimmt wie der andere. daß der eine Christus Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . wie einer auf einem Stuhl sitzt.

so wohnet und sitzet er in deinem Herzen. was geschieht dann? Gehets so zu. sondern wahrhaftig. wider 10 durch die Stimme in so viel Herzen kommt und ein jeglicher. ja so groß wie hier im Sakrament) warum sollte sichs denn nicht reimen. wie sie denken. daß er zur Rechten Gottes sitzt und über alle Kreatur herrscht: Sünde. der eine Christus. nicht in einem Schein oder Traum. Aber jene sehen dieser Dinge keines. So ist dein Herz im Himmel. wie groß es ist. Teufel und Engel – wenn du das glaubst. der die Predigt hört und annimmt. da bist du auch. Ich predige.2697 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Tod. Welt. Denn wo er ist. Leben. daß er sich auch im Brot austeile? Wenn ich nun Christus ins Herz bringe. so daß ein Herz nicht weniger und tausend Herzen nicht mehr kriegen als den einen Christus. Das müssen wir ja bekennen und ist ein täglich Wunder. daß er auf einer Leiter herabfährt und hinaufklettert? Noch sitzt Christus zur Rechten des Vaters und (gleichzeitig) auch in deinem Herzen. ihn ganz im Herzen erfaßt (denn er läßt sich nicht in Stücke zerteilen und wird doch zur Gänze in alle Gläubigen ausgebreitet. daß Christus so im Herzen wohnt und sich teilt in eines jeglichen Herz ganz und gar und durchs Wort ausgeDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Solches erfahren die Christen und fühlens offenkundig. so hast du ihn bereits im Herzen. der da Himmel und Erde erfüllt. denn noch fällt er nicht von der Rechten Gottes.

wie es zugehe. Nun siehe (wie gesagt): vermag solches alles die schwache leibliche Stimme. das ist mein Leib. wie es zugehe. wirst du wohl lassen. dem ist das auch nicht schwer zu glauben. das tut zu meinem Gedächtnis. danach ins Herz aller. Deshalb: Wer solches glauben kann. wie er sich drein bringet: so ist es hier auch unbegreiflich. und doch kein Mensch weiß. 22. sondern allein durchs Wort und Hören gefaßt wird. Christus wohne nicht im Herzen der Gläubigen. wie er gestorben und auferstanden ist. so ist er wahrhaftig da und ist doch ein schlichtes Wort und Stimme. wider 11 breitet wird. so würdest du zuletzt dahin kommen. Das weiß ich aber. daß sein Leib und Blut im Sakrament sei. daß du auch sagen müssest. und nicht ein Loch hineinbricht. wie es zugehe. 12) da ist: »Nehmet. so kommt er auch ins Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .2698 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. daß Christus in so viel tausend Herzen ist und drinnen so wohnet. Wie er nun ins Herz kommt.« Wenn wir die Worte über das Brot sprechen. Denn wenn du das Wunderzeichen so mit Vernunft und Gedanken messen willst. Ebensowenig wie du sagen kannst. esset. die man hört. daß das Wort (Luk. daß er sich ins Brot und Wein bringet? Ist nicht das Herz viel subtiler als das Brot? Daß du nun solches ausmessen willst. daß sie zum ersten den ganzen Christus in die Ohren bringt. die zuhören und glauben: sollte das so wunderlich sein. der für euch gegeben wird.

2699 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. so ist es gewöhnliches Brot. 1. 4. so ist es hier auch. als sie es hört. Wie man nun das nicht leugnen kann. bringen sie das mit. Ebenso: Wir glauben. und ihr ganzer Leib ist geschlossen. 1. Eph. aber so die Worte dazukommen. wider 12 Brot. Wenn das Wort nicht da ist. daß Jesus Christus nach der Menschheit über alle Kreaturen gesetzt sei. davon sie sprechen. Ist da nicht mehr Wunder als im Brot und Wein? Wo kommt es denn her? Gabriel der Engel bringt (Luk. wie es zugeht. wie Paulus Eph. 31) das Wort: »Siehe. daß er kein Loch hineinzumachen braucht. daß sie so durchs Wort schwanger wird. 22 und alle Dinge erfülle. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . hat sich Gott doch vorbehalten. natürliches Kind im Leibe mit Fleisch und Blut. Denn sobald Christus spricht: »das ist mein Leib«. als daß die Kraft durchs Wort kommt. Wie kommt nun die Mutter dazu? Sie weiß von keinem Mann. Nimm ein andres Beispiel: Wie ward seine Mutter Maria schwanger? Obwohl es ja ein so großes Wunder ist. dennoch empfängt sie ein rechtes. so ist sein Leib da durchs Wort und Kraft des heiligen Geistes. du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären« usw. sondern auch in ihren Leib. faßt und glaubt. daß er von der Jungfrau geboren werden wollte. Da kann ja niemand anders sagen. 10 sagt. daß ein Weib von einem Manne schwanger wird. und niemand weiß. Mit diesen Worten kommt Christus nicht allein in ihr Herz.

Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Solche Gedanken kommen nirgend von her als von der närrischen Vernunft und (dem) Fleisch. wenn wir seinen Leib essen. er sitze zur Rechten Gottes. Er ist um uns und in uns an allen Orten. Was es aber ist. (das) wissen sie nicht. 55. die wir sprechen. 7.« Wie sieht er Christus? Er braucht die Augen nicht hoch emporzuwerfen. Daß er aber leiblich hinaufgenommen ist. Unsere Worte. sondern das ists. mehr als ich dich habe.2700 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.und herabfahren müsse und lasse sich ins Brot herabziehen. Soll ich nun den Geistern folgen. hat alles in der Hand und ist überall gegenwärtig. wider 13 Er ist nicht allein nach der Gottheit sondern auch nach der Menschheit ein Herr aller Dinge. So spekulieren sie also. Darum hat er nun alle Dinge vor Augen. daß wir wissen. daß er vom Himmel durch die Luft hinauf. ihn mit Sicherheit zu finden. Davon verstehen jene nichts. wie du auf einer Leiter ins Haus steigst. daß er über alle Kreaturen und in allen und außer allen Kreaturen ist. daß Christus gen Himmel fährt und (zur Rechten des Vaters) sitzt. ist dessen zum Wahrzeichen geschehen. sagen auch. sondern sind uns zur Sicherung gegeben. ist uns näher als keine Kreatur der andern. Es geht nicht so zu. brauchen ihn nicht herunterzuziehen. daß er sprach: »Ich sehe den Himmel offen und Jesus zur Rechten Gottes stehen. so muß ich Christus verleugnen. Wir lesen von Stephanus Apg. die da sagen: es schicke sich nicht.

Solches wissen und sehen die Menschen gar nicht. daß du überall nach ihm tappest. Ähren und viel Körnlein trägt. er will aber nicht. wie ein einziger Kirschkern. Wenn Christus nicht bei mir in Kerker. Und wie ein Korn solchen Halm. so ergreifst du ihn recht. ist das auch leicht zu fassen und zu glauben. daß Christus im Brot und Wein sein sollte. Überall ist er. so füllt er alle Dinge. weiter. und ich ihn im Stein. es reime sich nicht. Himmel und Erde ist sein Sack: wie das Korn den Sack füllt. Wenn wir solches glauben. die da sagen. im Feuer. nämlich das Wort. im Wasser oder auch im Strick finden könnte (wie er denn mit Sicherheit da ist) will er doch nicht. obwohl nicht so wie hier im Sakrament. wie und wo man ihn suchen und finden soll. wo wollte ich bleiben? Er ist mit dem Wort gegenwärtig. da tappe nach. sondern wo das Wort ist. (beides) auch leiblich zu empfangen. so viel Blumen. einen solchen Baum herausbringt. Marter und Tod wäre. weil sie auch nicht verstehen. wo er seinen Leib und Blut mit dem Wort im Brot und Wein anbindet. in die Erde geworfen. daß ich ihn da ohne das Wort suche und mich ins Feuer oder Wasser werfe oder an (einen) Strick hänge. Deshalb hat er uns eine zuverlässige Weise angegeben. was Christi Reich und zur Rechten Gottes sitzen sei.2701 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wider 14 Denn obwohl er überall in allen Kreaturen ist. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Sonst versuchst du Gott und richtest Abgötterei an.

Deshalb summa summarum: wenn jene viel Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Schalen. Kirschen trägt. lasse sie (sich) nur getrost (als) Narren (gebärden). Bast. wie gesagt. Denn es ist viel größer. daß kein Mensch glauben könnte. daß er uns dadurch an die größeren erinnere. Nun. Wenn wir das ansähen. so müßten wir auch vom Glauben sagen. daß er durch den Glauben ins Herz kommt. und durchs Wort gibt er sich auch ins Brot. stoßen sie mit ihrer Menschenmeinung an. wie meine Stimme sich in so viel Ohren gibt: Christus kann sich viel mehr in so viel Stücklein ganz und ungeteilt austeilen. daß Christus so. denn er übertrifft zu weit alle Vernunft.9 Kann er in Herz und Geist kommen10 und in der Seele wohnen. Aber er behält die kleinen Wunder so. die er täglich dadurch tut: sollte er denn nicht durch dieselbe Kraft hier auch solches zu tun wissen? Er hat sich ins Wort gegeben. bleibe aber dabei. durchs Wort solches alles tut. (ebenso) wie der Wunder unzählig sind.2702 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. sintemal das Herz viel subtiler ist. was es verschlage. so kann ihm auf viel einfachere Weise das leibliche Ding offen stehen. daß Gott solch Gaukelwerk damit mache. würden wir nicht so groß von Wundern reden. er gebraucht eben Brot oder Sakrament um des Glaubens willen. Wenn man ihm aber mit der Vernunft nachdenken und nachmessen11 will. ja. wider 15 Blätter. als daß er im Brot ist. Weil nun jene das nicht sehen. weiter.

Was Gott für nötig ansieht. weil sie der Satan besessen hat. er ist wahrhaftig. Sie haben nicht mehr gelernt. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . soll gelten?12 Der andere Grund. Soll sichs deshalb nicht reimen. daß ich an den gebackenen Gott13 glaube? Wohlan. Denn so sagen sie: Wenn ich an Jesus Christus glaube. daß ihnen die Rinde verbrennen wird. und dergleichen) usw. es reime sich nicht. Weshalb? Deshalb. den sie anführen. im Herzen aber fühlen sie nichts davon. weil dich dünkt. Da muß sich Christus zur Schule führen und meistern lassen: der heilige Geist hat es nicht recht getroffen.. darum ist deine Einbildung falsch. und was du dir denkst.2703 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. und es nach deiner Einbildung beschließen lassen? Viel billiger kehren wirs um und sagen: Gott will es so haben. es reime sich nicht? Du meinst. Wer sagt nun das? Gott oder ein Mensch? Ein Mensch sagt es. was nötig und nicht nötig sei. der für mich gestorben ist: was ist nötig. wider 16 davon reden. als die Worte zu reden und zu predigen: Christus ist für uns gestorben (auferstanden. Willst du nun Gott schulmeistern. so wollen wir es eben umwenden und das Gegenteil sagen: Gottes Wort ist wahr. das Wort dürfe nicht richtig sein. daß du dagegen zu reden wagst? du bist ein Lügner. wer bist du. darum muß deine Einbildung falsch sein. er wird sie auch einmal backen. darum sei es nicht so. ist der: es sei nicht vonnöten.

daß Christus nicht von der Jungfrau geboren sei und sagen: Was war es vonnöten? Konnte Gott ihn nicht ebensowohl von einem Mann geboren lassen werden und gleichwohl so erschaffen. Solltest du ein Körnlein auf dem Feld ganz erforschen. daß du stürbest. denn er hätte ebensowohl durch Gottes Kraft vom Tod wieder auferstehen und uns erlösen können. Gottes Werke sind nicht unsern Werken gleich. wollen danach alles mit ihrem Kopf erforschen. ließest ihn so greulich behandeln und sterben? Du hättest ihn doch wohl droben bleiben lassen können. wider 17 So sage mir auch. daß Christus Gott sei. wenn er ein bloßer Mensch gewesen wäre. ob es vonDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . solltest du dich so verwundern. so wollen wir zu Gott sagen: Du hattest Sünde. weil der Glaube alleine rechtfertigt. Es hätte dich nicht mehr als ein Wort gekostet. denn du bist doch allmächtig. weiter wollen wir sagen: es sei nicht nötig. so wären Sünde und Tod zusammen mit dem Teufel vertilgt. daß du deinen Sohn herabsandtest. Tod. Ebenso wollen wir folgern. Teufel und alles in deiner Gewalt. was war es von Nutzen oder nötig. So verblendet der Teufel die Menschen. Deshalb sage du so: Was liegt mir dran. daß Christus nicht nötig sei. daß sie auch das Wort nicht ansehen. daß sie kein Werk Gottes recht ansehen können (und) zum andern. daß er ohne Sünde empfangen und unschuldig geblieben wäre? Ja.2704 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.

und besonders das zweite führen sie weit(läufig) aus. Da möchtest du auch sagen: Was ists vonnöten. esset. daß man mit Wasser tauft? Der Geist sagt aber so:14 Hörst du. um derentwillen sie sagen. Wenn er sagt. gehört es sich für mich. (noch) dazu in einem jeglichen Stück (Brot) ungeteilt und ganz. wie oder warum es so sein soll und müsse. hier ist Gottes Wille und Wort. die dennoch fromme Herzen bewegen könnten. Augen und alle Sinne zutun und sagen: Herr. daß es nötig ist. Ebenso ist es auch mit der Taufe: das Wasser ist die Taufe. was es vonnöten sei und wie da in so einem kleinen Stück Brot so ein großer Leib sei. Siehe. und in der Taufe ist der heilige Geist. und auch vorzeiten bewegt haben.. so schweigen alle Kreaturen. wider 18 nöten sei oder nicht? Gott weiß es wohl. den Worten zu glauben. Wenn er gleich nur einen Strohhalm reichte und solche Worte spräche. das sind die zwei Ursachen. Aber wenn sie ein Körnlein oder KirschDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Auch ich selbst habe mich durchaus deswegen bekümmert. so fest wie ich allen Worten Christi glauben muß. es sei nicht zu glauben. daß Christi Leib und Blut im Sakrament sei.2705 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Weil nun Christus hier mit klaren Worten sagt: »Nehmet. sollte ichs glauben. Diese sind auch die besten. das ist mein Leib« usw. du weißt es besser als ich. Das sind nun solche Gründe. da bleibe bei und laß deine Einbildung fahren. Darum muß man Mund.

ohne Brot tun könnte? Warum macht er nicht die Menschen in einem Augenblick. als ob ich spräche: Warum hast du diesem einen großen Leib gegeben und mir einen kleinen? Warum machst du diesem schwarze Haare. diesem braune. Ich habe einmal einen Sohn von der Jungfrau geboren werden lassen. daß Mann und Weib zusammen müssen und das Kind so lange mit Mühe und Arbeit aufziehen? Er sagt aber so: Was geht es dich an? Joh. Und damit geht der Teufel allein um. solDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . so bist du daraus gefallen. dem andern blonde. wie ein Kind in der Wiege. jenem graue Augen? Darum sei das die Summe: Siehe nur. 22. daß er die Menschen herausreiße und sie dahin bringe. Läßt du das einen Augenblick fahren. daß sie Gottes Willen und Werk mit der Vernunft messen. Das. sind nun noch vernünftige Herzen. wider 19 kern recht ansehen. jetzt will ichs so machen. der kann sie wohl eines Besseren belehren. geht so langsam damit um. obwohl ers doch ebenso gut durch das bloße Wort. sage ich. welches gerade so viel ist. Ich habe einst Adam und Eva so gemacht. daß du auf Gottes Wort Acht habest und darinnen bleibest. 21.2706 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. So wollen die Menschen Gott mit ihren Gesetzen binden. Denn warum speist uns Gott durchs Brot oder unter dem Brot. das will ich auch nicht mehr tun. wie er Adam und Eva machte. welche die berührten zwei Stücke bekümmern.

Darum lasse sie fahren und uns bei den Worten bleiben. daß sie Narren sind. Hier sitzt Hans mit der roten Joppe. daß im Brot der Leib Christi. und reißets von dem Brot. mit Fleisch und Blut. sondern daß er uns gewiß machen will. sind auch nicht wert. wider 20 chen ist noch zu raten.15 Ja. Nicht. daß mans so deuten solle: »Nehmet. wie sie lauten. es sind grobe grammatische Schwärmer. daß man sich mit ihnen schlage. esset! – Das ist mein Leib«. das soll ihm so viel heißen wie das Wort: »bedeutet«.« Der andere nimmt das Wörtlein »ist«. die da weiter gehen und die Worte Christi zerteilen und dehnen. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . die andern sind doch (wenigstens) subtile philosophische Schwärmer. jene haben doch (wenigstens) vor der Vernunft ein Ansehen. und im Wein wahrhaftig sein Blut sei. Der dritte sagt »das ist mein Leib«18 heiße so viel wie: »das ist ein Abbild meines Leibes«. Aber wie diese die Worte zerreißen und zwingen. Es sind nur drei Worte »das ist mein Leib«:16 da macht einer dem Wörtlein »das« eine Nase. es sind rechte Erzschwärmer. denn er ist ganz. in der Gläubigen Herzen. daß er sonst nicht auch anderswo mit seinem Leib und Blut sei. haben nicht einen (einzigen) Grund für sich. kann Vernunft noch gut sehen.19 sie stellen solche eigenen Träume auf ohne allen Grund aus der Schrift.2707 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.17 gerade als wenn ich spräche: »Nimm und iß. Diese Schwärmer fechten mich nicht an. Die andern aber sind eitel Schwärmer.

daß wir Leib und Blut Christi verlieren sollen.20 Weil wir nun den Schatz erhalten haben. So sagen wir nun: Vorzeiten haben wir uns gemartert und geängstigt. das sagt: wenn du das Brot issest. daß wir wissen. vom zweiten Stück zu predigen. Wenn das nicht da wäre. Da ist das Wort. diese lassen uns zwar beide Gestalten. sondern es ist auch notwendig zu wissen. Der Teufel kanns nicht lassen. was Gott macht und redet. so issest du seinen Leib. machen aber ein Loch in die Nuß. was das Sakrament ist. kann ers nicht ganz hinwegreißen. Da haben sie aber das Herzeleid anzurichten.2708 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wie wir würdig zu diesem Sakrament gingen. Dazu unterlassen sie auf beiden Seiten den rechten Gebrauch. wider 21 wo und wie du ihn fassen sollst. so macht er wenigstens eine hohle Nuß draus. nämlich daß Christi Leib und Blut wahrhaftig da ist. er muß besudeln. wollte ich das Brot auch nicht ansehen. Das sei genug vom ersten Teil. ist nun. warum er da ist und warum oder wozu es uns zu empfangen gegeben wird. damit wir uns nicht die Kerne aus der Schale nehmen lassen und die Spreu für das Korn behalten. Denn es ist nicht genug damit. Das »würdig hinzugehen« nennen wir Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . wie man des Sakraments gebrauchen und genießen soll. Der Papst hat uns eine Gestalt genommen. für dich gegeben.

Und (es ist) noch eine Gnade. Fasten. daß Evangelium. der täte ein kostbar. wider 22 nun den Gebrauch des Sakraments. Da hat man gelehret. wie sie gemeint haben: wer richtig gebeichtet hätte und keine Todsünde auf sich wüßte und so zum Sakrament ginge. So weit habens die Papisten getrieben. daß mans allein als ein Werk gebrauchte. Wer (das Sakrament) recht gebrauchen will. sondern auch. Aber den (rechten) Gebrauch haben sie uns zerrissen und hinweggenommen. wie wir auch bisher getan haben. Sakrament und die Sache geblieben ist. und immer auf den Worten fußen: »Nehmet. und (das Abendmahl) ist dennoch bestehen geblieben. die jetzt überhandnimmt. darf es nicht so empfangen. Das habe ich nun gelehrt: man solle das Sakrament nicht wie ein Werk gebrauchen. habe ich mich der Ketzerei nicht versehen. daß er d i r da geschenkt sei. Denn als ich wider den Mißbrauch gepredigt habe. daß er sage: das habe ich getan – gleich als hättest du gefastet oder gewacht – sondern du sollst glauben. das ist mein Leib. Beichten abplagen und sich so dazu bereitet. Schrift. heilig Werk. Taufe.2709 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wie sie an sich ist. der für euch Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . und mich nur mit jenen über den rechten Gebrauch geschlagen. sich mit vielen schweren Werken. nicht allein daß Christus mit Leib und Blut da sei. esset. mit dem er den Himmel verdiente. den müssen wir wieder aufbringen und (aufrecht) erhalten.

und daß es u n s geschenkt sei (was sie nicht glauben) und wir sein so gebrauchen sollen wie eines Geschenks.2710 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. sie fahren Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . essen und trinken. es solle nur ein Zeichen sein. damit sie seinen Tod bedenken. daß ich meine. Warum tun sie das? Deshalb. wider 23 gegeben wird. das ist mein Leib. daß der Teufel sein Höchstes versuche und der Jüngste Tag nicht ferne sei. das ist mein Blut. als bei ihnen Christus so schmähen und lästern hören.« Die Wörter gelten ihnen nichts. trinket. daran man erkenne. unsere neuen Prediger. weil sie die Worte in den Wind schlagen: »Esset. so daß Brot und Wein nicht mehr seien als ein Kennzeichen und (Landes) Farbe. damit wir ja nichts davon haben sollen als die Hülsen. Wozu oder weshalb? Damit der Leib für d i c h gegeben und das Blut für d i c h vergossen wird. daran man die Christen erkennen und richten solle. der für euch gegeben wird. daß wir Christen sind. Sie gehen so greulich damit um. das für euch vergossen wird. daß sie uns das auch nehmen.« Da hörst du. »In diesen Worten wird uns sein Leib und Blut geschenkt. Sie sagen. Da haben sie Jammer anzurichten. Da kommen sie zusammen. daß ich auch lieber tot sein wollte. daß es klar und deutsch geredet ist: er heißet dich seinen Leib und Blut nehmen. In dem Bedenken soll ganz die Kraft bestehen. das tut zu meinem Gedächtnis«. So sind also zwei Stücke zu glauben: daß er wahrhaftig da sei (was die Papisten auch glauben).

Darum brauchen sie uns das nicht zu lehren und groß davon zu rühmen. herrlicher als sie es jemals taten. daß er Vergebung der Sünden habe. als hätten sie etwas Neues erdacht. der faßts. so eigne ich solches dem besonders zu. Es soll nichts mehr gelten als den Tod verkündigen und predigen. das ist das Blut.2711 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Darum predigen wir auch den Tod Christi. durch seinen Tod erworben und in der Gemeinde gepredigt. die Papisten haben ja nichts davon geredet. (dann) ist das eine öffentliche Predigt in der Gemeinde. und umgekehrt: ist (im Sakrament) doch der Vorteil darüber (hinaus). wir habens auch gepredigt. Dort bedeutet es und malt man keine (bestimmte) Person ab. daß es hier auf eine bestimmte Person deutet. Aber wenn ich das Sakrament reiche. darin ich (es) niemand besonders gebe. Ja freilich soll man seinen Tod verkündigen. das für euch Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . der für euch gegeben wird. daß die Predigt uns zu eigen kommt. der es nimmt. wer es faßt. Wenn ich seinen Tod predige. Und hätten sie es nicht von uns. schenke ihm Christi Leib und Blut. Denn obwohl in der Predigt eben das(selbe) ist. Aber hier wird es dir und mir insonderheit gegeben. sie würden wohl nichts davon wissen.« Es ist aber ein Unterschied da. wider 24 oben drüberhin. Denn wenn ich sage: »Das ist der Leib. das im Sakrament da ist. Das ist etwas mehr als die allgemeine Predigt. nach den Worten: »Das tut zu meinem Gedächtnis.

sondern allein auf dich bezogen wird.2712 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Daß sie aber solch Gedächtnis allein im Winkel machen. verkündige und rede von seinem Tod. Deshalb soll mans öffentlich ausschreien und solch öffentlich Gedächtnis halten. Die Christen sollens allein genießen. aber doch daneben (dessen) denken. wie es Paulus 1. Er gebraucht eben das Wort »verkündigen« dazu. daß ihrer mehr werden. Warum? Denn das soll man niemand geben außer denen. daß er anzeige. die es zuvor wissen. wo ers »den Tod des Herrn verkündigen« nennt. daß es nicht im Winkel allein unter den Christen geschehen soll. wider 25 vergossen wird zur Vergebung der Sünden«: da gedenke ich sein. die Christen sind. und nicht des Verkündigens sondern nur des ErDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . daß wenn wir zusammenkommen. nur daß es nicht öffentlich insgemein geschieht. Kor. daß auch die herzukommen. So hat es Christus geordnet. ist nichts wert. die es noch nicht wissen. so predigt von mir. Es soll öffentlich vor der Gemeinde zugehen und bei der Messe allezeit gepredigt werden. Aber die Predigt oder Verkündigung gilt insgemein für jedermann. die zuvor (von) Christus predigen gehört haben. soll ein jeglicher von dem Brot und Kelch nehmen und danach von ihm predigen. 11. Darum ist das Wort »das tut zu meinem Gedächtnis« so viel gesagt: So oft ihrs tut. 26 deutet. auch für die noch nicht Christen sind.

daß mir da sein Leib und Blut zur Vergebung der Sünden geschenkt wird. Nun wissen wir wohl.2713 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. So soll ein jeglicher zu antworten wissen. sondern öffentlich in Haufen für die. was »Vergebung der Sünden« heißt. wie die Mönche und Pfaffen Messe halten. Teufel und Hölle los und bin ein Sohn Gottes. Wozu? Nicht um des Geldes oder Verdienstes willen als ein Werk. sage ich. sondern »für uns zur Vergebung der Sünden«. besonders wenn er angefochten wird und die Verfolgung hergeht. nicht allein. läßt nichts unvergeben. wie man denn in allen Predigten tut. sollen glauben und sicher sein. Solches. Deshalb muß ein jeglicher Christ diese Worte Buchstaben für Buchstaben wissen: da hat mir mein Herr seinen Leib und sein Blut im Brot und Wein gegeben. ein Herr Himmels und der Erden. daß sie Christi wahrhaftigen Leib und Blut darin nehmen. wider 26 mahnens bedürfen. die ich essen und Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Wenn ich nun von der Sünde los und frei bin. wenn wir das Sakrament empfangen. Wenn er vergibt. So bedeutet beides: Gedächtnis und Verkündigung nichts anderes als die öffentliche Predigt von ihm tun. Die aber zum Sakrament gehen. welche es nicht wissen. so bin ich auch von Tod. so vergibt er alles ganz und gar. soll man immer tun. sondern auch. daß es ihnen da geschenkt werde und ihr eigen sei. daß er sagen könnte: so verstehe ich die Worte.

Siehe. Und (er) soll mein sein. daß mir meine Sünden vergeben sind und daß ich von Tod und Hölle frei sein und ewiges Leben haben. da ich Christi Wort finde und höre. was sie da suchen sollten. Und wenn gleich die Worte nicht da ständen. sollen wir denn solches verkündigen. damit ich sicher sei. Deshalb gehe ich zum Sakrament. des Teufels und Todes Gefangener. Ich bin ein armer Sünder. deshalb komme ich dahin. daß mir Vergebung der Sünden geschenkt sein soll. so hast du dennoch den Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Wenn wir nun so das Geschenk hin haben. die Sünde klebt hinten und vorn an mir. auf daß wir andere Menschen auch dazu bringen. Es ist nicht um des Werks willen zu tun. so sollte man die Kinder und Einfältigen über das Sakrament unterweisen. fühle. daß sie wüßten. Weil ich nun in Sünden bin. da muß ich hindurch.2714 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Der Teufel ficht mich an und ich stecke in aller Not und Fährlichkeit. wie die Worte lauten: der »für euch gegeben«. wider 27 trinken soll. kalt in der Liebe. Denn so möchte auch wohl eine Sau hinzugehen. nicht so. sondern damit dein Herz gestärket werde. Das nennen wir nun den rechten Gebrauch. ungeduldig. das »für euch vergossen« wird. solches zu suchen. wunderlich. habe den Tod vor mir. Gottes Kind und ein Erbe des Himmels sein soll. daß ich schwach im Glauben bin. daß es nur getan und der Kirche Gehorsam vollbracht sei. wie Paulus sie ausläßt. neidisch.

auf daß du danach auch predigen könntest. So sagen sie. Sollte Christus (ein) so großes Ding umsonst einsetzen. wo das Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . so mußt du sagen: kein Werk. Wenn du den mit dem Herzen gefaßt hast. Gott behüte uns noch wie bisher. was durch den Schatz erworben ist.21 das ist nur als eine Losung. sondern ich habe einen andern Schatz. es sei allein ein unnützes Bedenken. Deshalb hat er sich uns ganz gegeben und will bei uns sein und bleiben bis an den Jüngsten Tag (Matth. das weder dir noch andern von Nutzen sein kann. als daß er dahin komme und beschmeiße. so ist dir auch Vergebung der Sünden geschenkt und alles. daß du deinen Glauben stärkest und das Gewissen sicher machest. 28. der für deine Sünden gestorben. Der Teufel hat nirgend zu schaffen. Darum siehe dich vor. nicht allein deswegen. daß er da sei. 20). meines Herrn Leib und Blut. kein Tun hilft mir von Sünden. ohne Nutz und Frommen? Sondern das soll die Frucht sein.2715 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. die uns keine Besserung noch Frucht brächte. wie er denn sonst mit nichts zu fassen ist. und glaubst. das dafür vergossen ist. mir zur Vergebung der Sünden gegeben. und das Blut. Das ist der einzige Schatz und Vergebung und (ist) kein anderer im Himmel noch auf Erden. wider 28 Leib. wie ihn die Papisten haben und ohne Furcht herumtragen oder wie die andern sagen: »als Zeichen«. Wenn dir aber Christus geschenkt wird.

Da haben die Papisten gelehrt: Hüte dich. Denn sie sind klar und deutsch genug und die Summe besteht darin: Zum ersten. du seiest denn rein und habest kein böses Gewissen. Deshalb müssen wir uns gut auf die Worte gründen und darauf beharren. daß wir so arme Menschen sind (sofern es nur Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Damit haben sie die armen Seelen so verzagt und erschrocken gemacht. gehe nicht hinzu. daß einer ebenso gern in einen Feuerofen hätte gehen mögen. so können wir den Ketzern gut antworten. daß wir da Vergebung der Sünden als ein Geschenk holen. die ihren Jammer fühlen und sich gern von Tod und allem Unglück helfen lassen wollten. um derer willen kommt man. Deshalb heißt dies Sakrament eine Speise der hungrigen und bedürftigen Seelen. daß Christus ja eine reine Stätte habe.2716 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. und wir sie gerne los wären und es uns verdrieße. wider 29 Evangelium angefangen hat. So sollen wir rein sein: daß uns unsere Sünden leid seien. Mit andern Leuten haben wir allgemeine Gebrechen. So hast du die Unterscheidung. zum anderen. was das Gedächtnis ist und wie man sein gebrauchen und genießen soll. nämlich nicht anders. mit solchem Zittern. als daß wir unsere Gebrechen und Fehler bessern. für sich hat ein jeglicher besondere. und es doch aus Zwang haben nehmen müssen. daß sie vor dem Sakrament geflohen sind. dasselbe hernach predigen und verkündigen. hier Stärke zu suchen.

und zum Wahrzeichen und zur Versicherung wird uns Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . was er glauben soll und was er durch den Glauben tun soll. Fleisch und Blut ans Kreuz hingegeben hat dazu. erlöst von Tod und Hölle. da wird es niemand hin bringen. in dem Sakrament allhier die ganze christliche Lehre fassen könnte. daß ein jeglicher Christ. ohne Spiegelfechten). das ist: eine Gemeinschaft. daß wir selig seien. Das wird uns nun auch hierin auf zweierlei Weise zur Lehre vorgehalten. Wenn es auch (der Fall) wäre. daß Christus seinen Leib.2717 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Das haben auch die alten Väter hoch und am allermeisten gelehrt. Zum ersten mit einen Exempel. Das ist vom Gebrauch des Sakraments geredet. Das ist das erste Hauptstück christlicher Lehre. daß es uns ein Schatz sein und zur Vergebung der Sünde helfen soll. Daß wir aber ganz ohne Sünde sein sollten. wider 30 Ernst sei. Nun ist noch das Stück von der Frucht des Sakraments übrig. welches nichts anders ist als die Liebe. wie einfältig er sei. danach mit einem Gleichnis oder Zeichen des Brots und Weins. Es ist eben um der Schwachen willen eingesetzt. brauchtest du dahin (zum Abendmahl) nicht zu gehen. Denn das ist einem jeglichen not zu wissen. das Gewissen wider alle Not und Anfechtung zu stärken. das ist. und das Sakrament deshalb »Communio« genannt. welches uns in den Worten vorgetragen wird. davon ich sonst viel gesagt habe.

hingeben. wird auch nichts mehr in der ganzen Bibel finden. ein Brot aus vielen Körnlein zusammengebracht. Zum zweiten ist über das Exempel (hinaus) auch das Abbild oder das Vorbild da.B. daß sie aus vielen Dingen zusammengeschmolzen werden. austeilen und einschenken. wider 31 dazu sein Leib und Blut gegeben. das uns stets vor Augen und in täglichem Gebrauch ist. So wird z. Sie ist erstlich damit angezeigt. die solch Wesen haben. womit wir können und vermögen. 10. wie auf einem Bild gemalt. und gemeinsam mit den andern eine Gestalt Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Das andere Stück ist die Liebe. die sind hier auf einem Haufen. 17) ein Leib. Wer das weiß und so lebt. lässets uns aber täglich mit Predigen aufs neue vortragen. braucht nicht viel mehr zu lernen. daraus man einen Teig oder Klumpen macht. uns aus aller Not zu erlösen. Denn die zwei Stücke. als viele Körnlein ineinandergebakken: »So sind wir viele (sagt Paulus 1. der ist heilig. leiblich zu empfangen. Er hat es zwar einmal getan. ausgerichtet und erworben am Kreuz. und ein Brot bedeutet nichts anderes.2718 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.« So wie ein jegliches Korn seine Gestalt verliert. welches die Lehrer fleißig angezeigt haben: daß er seinen Leib und Blut unter die Gestalt der Dinge hat geben wollen. befiehlt daß wir sein immer gedenken und nicht vergessen. Kor. so sollen auch wir uns. daß er uns ein Exempel hinterläßt: wie er sich für uns mit Leib und Blut hingibt.

so soll auch die Christenheit eines sein ohne Sekten. 4. Da hast du es alles: lerne. daß alles einig sei: wie der Glaube. daß man eine vor der andern erkennen könnte. Liebe und Geduld bist. daraus ein Saft wird und jegliches seine Gestalt verliert. einerlei Herz. seinem Nächsten gegeben ist. Eph. daß du nicht vollkommen im Glauben. nur daß es wohl weiter ausgeführt ist. Solch Bild ist auch im Wein vorgemalt: da sind viele Beeren zusammengedrückt. 5. Da haben wir eine Lektion. Taufe. Gut und Ehre. daß du keines vor dem andern sehen noch von ihm scheiden kannst. das sein ist. du brauchst dich nicht um etwas zu bekümmern. wider 32 wird. so bleibt doch immer Fleisch und Blut. So tut ein Christ. damit mans richtig vernehme und fasse. wie er kann. Evangelium. wie unsere neuen Sekten immer etwas Neues erdenken. er macht keinen Unterschied. was andere nicht wissen. hilft jedermann mit Leib und Leben.2719 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. So hat Christus das ganze christliche Wesen lieblich abgemalt und gleichsam geschnitzt. So Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . als daß das Gut. daran wir unser Lebenlang genug zu studieren haben. es ist aber kein Unterschied. Sinn und Wille. daß man nicht mehr Bücher braucht. Es sind wohl alle Beeren im Wein. und weiß es nicht anders. solange du willst. sie sind alle gleich und doch alle gesondert drinnen. es ist alles zusammengeflossen22 und ein Saft und Trank geworden.

solange die Welt besteht.24 Es gibt aber. oben hinaus und etwas Besonderes hervorbringen wollen und damit den höchsten und einzigen Schatz verlieren. daß sie das Hauptstück nicht ansehen.« So führt der Teufel die Menschen an der Nase. und auch die Frucht. Siehe. Über das hinaus ist auch von der Beichte zu predigen. solange wir leben. wider 33 ist dies Sakrament wohl ein Zuchtmeister. weil man weiß. wie ich früher mehr gesagt habe. und lasse andere fabeln und schwatzen. Da gehe ein jeglicher nach. wie sie es brauchen sollen. nichts ist. ohne welches alles andere. weiß alles. darauf es ganz und gar ankommt? Und wer das weiß. Was ist denn. 1. woran es ihm fehlt. daran man sehe. was er wissen soll. ob mans recht gebraucht habe.23 die Einfältigen wieder zu unterrichten. so wird er sehen. danach wir uns richten und (daran wir) lernen. 13. was sie wollen.25 Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . so wäre ich nichts. das ist aufs einfältigste davon geredet. wie viel man (auch) wissen kann. daß kein schwerer Gebot gewesen ist. 2: »Wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis usw. so du das nicht weißt.. und hätte der Liebe nicht.2720 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wie wir uns bisher mit dem Beichten mit solcher Mühe haben martern und schänden lassen. daß du besondere Dinge vor anderen wissen willst. Kor. daß es die Einfältigen recht vernehmen können.

Denn zum ersten ist vor allen Dingen not. sobald ich im Mutterleibe gemacht ward. wie das Evangelium folgert. 6): »An dir allein habe ich gesündigt und übel vor dir getan. und Gottes Urteil nicht leiden. Wer nun das nicht bekennen noch ein Sünder sein. es ist mir angeboren. 51. 23 und Joh. auf daß du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest. was Mutter und Vater dazu tut und bringt. wie David in Psalm 51. muß Gott die Ehre geben und sagen: Ich bin nichts als ein Sünder. war ich ein Sünder. wie billig. daß jemand von neuem geboren werde. daß ich mich vor Gott als einen Sünder erkenne. 5: »Es sei denn. ich bin in sündlichem Wesen geboren und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen«. davon ich gemacht bin.« Wer nun bekennt. wider 34 dreierlei Art von Beichte: eine vor Gott. aus dem wir gemacht werden. als wollte Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . ist schon Sünde. Denn er will recht haben. als wollte er sagen: Ich muß wohl ein Sünder sein. 3. So ist der Ton. Denn Fleisch und Blut. nicht gut. Röm. so kann er das Reich Gottes nicht sehen. der lästert und straft Gott Lügen und muß ewig verdammt sein. daß noch etwas Gutes an ihm sein soll. 3. sondern noch einen freien Willen haben will. 7 singt: »Siehe.2721 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wenn du gerichtet wirst«. war Sünde. da wird kein guter Pelz draus. Darum sagt abermals der Prophet (Ps. wie man sagt: Wo Haut und Haar böse ist. daß er vom Weibe geboren sei.

daß wir immer sagen: Herr. sagt: »Ich sprach: ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. so viel ihrer sind. was er gewesen ist und was er auch noch ist. 5 f. solange wir leben. Auch ist der Teufel nicht weit davon. daß er das Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .26 Es ist aber ein Unterschied. wodurch sie Gnade bekommen. sondern dein Wort recht sein lassen und mich als unrecht bekennen. Er hat den heiligen Geist. Denn es kann solches auch wohl ein Bube und Unchrist sagen. wider 35 er abermals sagen: Ich will nicht mit dir hadern. ist aber dennoch noch ein Sünder um des Fleisches willen. auf daß du wahrhaftig bist. er lügt aber gewiß. vor denen wirst du wohl rein bleiben. Um des willen werden alle Heiligen zu dir beten zur rechten Zeit. Es ist aber recht. daß sie Gott ihre Sünde bekennen und dafür bitten. Da vergabst du mir die Missetat meiner Sünde. er bekennt. er sei ein Sünder. der schürt zu. wollen ein Licht an der Vernunft haben und etwas. daß der vor Gott fromm ist und den heiligen Geist hat sagen soll. Nun diese Beichte müssen wir immerdar tun. Nun ists ein wunderlich Ding. Aber die dich tadeln. vor dir bin ich ein Bube in der Haut. Deshalb schreien alle Heiligen über das Fleisch.« Alle Heiligen. welche Christen und heilig sind.2722 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. (Denn das kann) niemand von Herzen sagen als ein rechter Christ. Darum tut niemand solch Bekenntnis als die. haben die Tugend an sich. wie Psalm 32.

wenn mans ihnen sagt. daß sich ein jeglicher vor dem andern demütige und seine Schuld bekenne. sie seien Sünder. wovon Christus Matth. mit Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Die sagen auch. wo er jemand beleidigt hat. Die Heiligen aber. Trösten. wider 36 Fleisch in Sünde bringe. wann sie wollen: aber von andern Leuten wollen sie ungetadelt und geehrt sein. Diese Beichte ist nun geboten und nötig. Raten.2723 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. daß wir dem Nächsten nicht helfen. 5. Aber wenn es andere Leute von ihnen sagen. In der allgemeinen (habe ich Sorge) sind wir allzumal. und die ganze Welt wäre schuldig. Darum ist es ein hohes und großes Bekenntnis. sie seien Sünder. das ist: haltet euch so. es ist recht. Das ist. allgemein und im Besonderen. Das Beleidigen aber ist mancherlei. Davon schreibt auch Jakobus 5. Jene Heuchler können sich wohl selbst ducken. 12 redet. Die andern sagen auch. 23 ff. und 6. 16: »Bekennet einer dem andern seine Sünden«. wie jetzt Pfaffen und Mönche tun. wie wir schuldig sind zu helfen: mit Worten. dahinein bringt uns das Vaterunser. hören aber auf. daß wirs sagen. Darum fragt Gott nichts nach solcher Beichte. wollen sie es nicht hören. so sagen sie: Ja. oder wenn sie Gott um der Sünde willen tadelt. wollen aber nicht hören. die man nicht Gott sondern dem Nächsten tut. Predigen. sie zu tun. es tut sie aber niemand als die Christen. Die andere Beichte ist die.

müssen wir zappeln und zagen und finden keinen Rat. Deshalb müssen wir alle zueinander sagen: Ich bin (an) dir schuldig. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . solle uns unsere Schuld vergeben werden. Gut. als sonst vielleicht zwanzig oder wohl hundert. Leib und Leben. Er wird es auf den letzten Heller (nach)rechnen. und Dienst anbieten wird uns auch zu viel. Das ist so hoch gespannt. daß keiner so heilig ist. Er wirds auch von mir fordern. daß sie niemand besonders trifft: Ich bin (an) jedermann schuldig. ich habe mit andern auch zu rechnen. als daß wir sagen: Man ist wieder an mir schuldig. Ehre. so ist jedermann (an) mir wieder Trost und Beistand schuldig. Darum bleibt es bei dem Vaterunser. daß wir unsern Schuldigern vergeben. 18. darum bitt ich. er bleibt in der Schuld. da wird nichts andres draus. wie viel wir schuldig sind. Wenn wir nun das Register27 ansehen. die unser bedürfen. wider 37 Geld. wie ichs angelegt und damit geworben habe. wo ich Not leide und Hilfe bedarf. Damit mache ich einen Strich dadurch und lösche es aus. du wollest mir auch vergeben. Diese Schuld geht nun insgemein hindurch. Besonders aber er. der ist auch viel schuldig. Das will ich ihnen allzumal schenken.2724 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. so ständen wir übel. du bist (an) mir schuldig. wem Gott viel gegeben hat. Es ist auch not. Wir sind aber nicht fleißig genug. Hätten wir den Rat nicht. daß wir die Leute suchen. Ich bin auch mehr schuldig. wie Christus im Evangelium Matth. Herr.

Diese Beichte tut nun auch kein anderer Mann als ein Christ. auch nach der allgemeinen Schuld. und so Sünde. Vor Gott bin ich nicht fromm. daß wir des Nächsten Fürsorger sein29 sollen. wir streben danach. daß er ihm vergebe. daß er noch meint. daß wirs erkennen und es uns leid ist. Das ist alles Sünde. tun so viel wie wir können und der (alte) Adam zuläßt. 16 sagt: »Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben. die sie haben. Was wir nicht darüber tun. Sie meinen. daß man öffentlich vor den Menschen beichten und die Schuld bekennen muß. daß sie solches für Sünde rechnen. fürchten uns vor Gott.2725 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde. Sie führen das geistliche Recht an. daß sie die Güter.28 es tut keiner genug. Denn das leiden die Unchristen nicht. 10. Das ist die eine Beichte. wir bleiben aber alle wohl dran schuldig. wider 38 22 ff. da hat jeglicher an den andern Anspruch. sondern Recht. das da sagt: Jedermann gebührt das Seine. wie Salomo Spr. da macht Gott einen Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . seiner Klugheit. Aber das haben wir zuvor. daß wir alle Tage mehr und mehr tun. es sei keine Sünde. Kunst. Darum muß einer den andern bitten. Gott hat uns dazu geschaffen. deshalb brauchen sie auch allerlei Güter nur zu ihrer Ehre und Lust. daß er Lust und Nutz davon haben will. lehret. vor der Welt. Ehre. um ihretwillen haben.« Der Gottlose braucht eines Guts.

und nicht allein. daß (es) ihm vor Gott und vor frommen Menschen eine große Ehre wäre. Das war vorzeiten in Klöstern auch Gewohnheit. wenn du zum Sakrament gehen willst. Über diese allgemeine Schuld hinaus gibt es nun auch eine besondere. daß er sich selbst schändet.2726 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Von den zwei Beichten reden wir hier aber nicht. und dem recht und die höchste Ehre zu geben und sich selbst die größte Schande. drum sagen wir: Vergib mir. sowohl sich wie andere. den man verachtet. davon Christus Matth. das soll man auch beichten und sagen.30 von welcher ich meine. und dem Nächsten abbitten. Vor dieser Schuld können sich die Christen ja etlichermaßen bewahren. daß man die Mönche dazu zwang. denn diese gehen durch das ganze Jahr immerdar. er sieht nicht. Wenn eine besondere Person beleidigt. 25 redet. Der allgemeinen (Schuld) aber kann niemand wehren. Hier redet man aber von der Privatbeichte. man habe unrecht getan. belogen. O das tut auch wehe. daß man sie zudecke und bestrafe. ich will wieder vergeben. Ein Gottloser demütigt sich nicht so tief. es ist zu viel. wider 39 Strich durch. gescholten oder am Ruf geschändet wird. es war aber Büberei. wo es einer von andern höret und sieht. es zu zahlen. den (alten) Adam so zerbrechen und sich zu einem armen Menschen herunterlassen. 5. daß sie aus der öffentlichen BeichDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . beschädigt. wie gesagt: wir trauen uns nicht.

31 Von dieser reden wir nun so: Wenn jene zwei öffentlich geschehen. wie viel du tun solltest. diese (dritte) zu tun. Gott kennt doch deine Sünde gut. daß dich dein Nächster an Gottes Statt freispricht. Solches hat er nun in Menschenmund gelegt. wollte ichs nicht einmal noch an einem Orte. du wirst nimmermehr ausrechnen. sondern so oft ich immer könnte daselbst holen. das sollte uns ja tröstlich sein. die sie gerne gebrauchen wollen. Ursache dafür ist: in der heimlichen Beichte ist viel Nutzen und köstlichen Dings: Zum ersten die Absolution. daß Gott an einem Ort wäre. Da der Christen wenig geworden sind. was gleich viel ist. Das ist so zugegangen. wider 40 te gekommen ist. Wenn ich wüßte. Darum ist es gar tröstlich. um derer willen. solches da zu Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . sind die Sünden vergeben. Wenn du sie nur vor ihm und danach vor dem Nächsten bekennst. vor Gott und Menschen öffentlich (seine Sünde) bekannt hat. Danach hat mans dahin gebracht. hat es ein jeglicher einem besonders gesagt. daß die Christen die vorigen zwei Beichten zusammengetan haben.2727 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Aber doch ist sie mitnichten zu verwerfen. was du unterläßt. so daß ein jeglicher. als wenn Gott selbst spräche. besonders den beschwerten Gewissen. Sie wollen aber wohl ungezählt bleiben. ehe er zum Sakrament gegangen ist. und mich selbst freisprechen wollte. ist man nicht schuldig. daß man die Sünden hat ordnen und zählen wollen.

32 hört sie immerdar Predigt und lernt nichts. man soll das Sakrament niemand geben. wie sie glauben. dazu unterrichtet und lehrt. Denn es müssen solche Menschen sein. Denn es ist da Gottes Wort. Deshalb können wir die Beichte nicht verachten. wird auch zu viel Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . daß sie gerne Rat und Trost holen wollten. wider 41 holen. die so fühlen. Wenn darum die Privatbeichte gleich nirgendzu gut wäre. so ist sie wenigstens dazu gut. Zum dritten ist aber ein Trost darin: wer ein böses Gewissen oder sonst ein Anliegen oder Not hat und gerne Rat haben wollte. beten. daß man nicht Acht auf die Absolution gehabt hat. daß mans tue. er wisse denn Bescheid zu geben. dazu auch Rat in Nöten gibt. was er (dort) hole. daß er da um Rat bitte. wie man gut und rein beichtete. und warum er hingehe. hält auch in den Häusern niemand an. welches man nicht tun kann. Deshalb habe ich gesagt. lernen usw. Zum andern dienet sie für die einfältigen Kinder. Das ist aber der Fehler daran.2728 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. das uns tröstet und im Glauben stärkt. was uns fehlet. Denn weil die große Menge unfleißig ist. sondern auf unser Werk. daß man die Menschen33 unterweist und hört. sonst gehts dahin wie das Vieh.. Solches kann nun am füglichsten in der Beichte geschehen. Dazu hat man die Sünden zählen wollen. Darum tut diese Beichte auch niemand recht als frommen Christen.

daß er jedermann bei Gehorsam und Todsünde (dazu) zwingt. wie viel sind ihrer. (Ob du es sagen willst oder nicht. obwohl doch solches nicht in unserer Macht steht. daß man kurz davon komme: Lieber Bruder. der da betrügt und die Absolution nicht von Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . glaubt auch nicht daran. als daß man Gottes spottet und greulich lästert. Danach geschlossen: Darum bitte ich. steht bei dir). Besonders liegt mir an das und das Stück usw. nur daß es köstliches Werk ist. und die es nicht tun. gebt mir guten Trost und stärkt meine Seele usw. die gerne beichten. daß des Papsts Gebot des Teufels ist. daß sie ohne alle Not hingezwungen werden? Unter zwanzigtausend nicht einer. ich komme und will meine Sünde klagen. sondern an dem. Aus dem allen siehst du. dem Teufel (über)gibt. weder zu nehmen noch zu geben. Die Schuld ist nicht am Priester. Denn da spricht der Priester ein Urteil an Gottes Statt. das geht fehl und wird nicht wahr. Denn er beichtet nicht gerne und hört die Absolution nicht gerne. So würde es keine Mühe und Arbeit haben. soll es kein Mensch gebieten.2729 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Darum wäre das die beste Weise. wider 42 und (gibt) große Arbeit mit Zuhören. welches niemand tut als ein frommer Christ. sondern eine Gabe vom Himmel herab ist. Wenn ich gleich alle dahin treibe. der da beichtet. Mit den andern macht man nicht mehr. Weil es nun Gott nicht geboten hat. daß ich ein Sünder bin vor Gott und Menschen.

sondern mit guten Worten. Mose 20. doch nicht mit Zwang. So hat du einen kurzen und klaren Unterricht über die zwei: Sakrament und Beichte. so daß du von dir selbst herkommest und deine Sünde vortragest. Denn es dient auch dazu besonders. daß man die Kinder und das einfältige Volk so dazu hielte und das lehrte und unterrichtete. nicht unsern Seelen. und soll darum im Schwang gehen. Nun hat Gott keine Lust dazu. wie gesagt ist. So haben wir bisher nur dem Papst zu Dienst gebeichtet.2730 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Es gehört nur frommen Leuten zu. auch alle drei Beichten. man lasse es anstehen. so ist es von Nutzen und zur Seligkeit. es ist doch nicht rechtschaffen. Er hat Nutzen und Ehre davon gehabt. daß es alles freiwillig und aus Freude geschehe. 7. Amen. Und es wäre not. holest Trost und Stärke. die andern aber Verdammnis ihrer Seelen. so laß es anstehen. und das heißt recht des Papstes oder der Kirche Gehorsam. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Hast du nicht Lust dazu. 2. wider 43 Herzen begehrt. sondern verdammlich. sonst ists besser. daß man sein Wort vergeblich führe.

Dazwischen liegt der eigentliche Abendmahlsstreit mit seinen scharfen Streitschriften. Wenn jetzt der »Sermon« aufgenommen wurde. Es schien. daß nicht Anfangs. so geschah das mit Rücksicht auf die Bedeutung der Auseinandersetzung.und Endstadium des Streites unter völliger Übergehung des Mittelstückes vorgeführt werden konnten. Außerdem hat der »Sermon« den VorDigitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . Er war in der 1. wider 44 Editorische Bemerkung In der vorangehenden Schrift gegen Karlstadt werden die Anfänge der Auseinandersetzung über Charakter und Bedeutung des Abendmahls zwischen Luther. In dem nachfolgenden Sendbrief »an die zu Frankfurt am Main« haben wir eine praktische Handreichung Luthers für die Schwierigkeiten. verständlich angesichts des sehr speziellen – und nicht selten stark überspitzten – Charakters dieser Schriften.2731 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. Auflage dieses Bandes völlig übergangen worden. mit Zwingli. seinen Freunden und Anhängern auf der einen Seite. dessen Freunden und Anhängern auf der anderen Seite bereits deutlich. die sich an vielen Orten für die Gemeindeglieder aus den abweichenden Meinungen der Theologen ergaben. deren grundsätzliche Haltung wie entscheidende Argumente zudem bereits durch die beiden Schriften gegen Karlstadt und nach Frankfurt im Bande vertreten war.

Die Schrift ist aus drei Predigten Luthers hervorgegangen. So ergänzt er die Polemik – die oft einen negativen Charakter hat – durch die erwünschte positive Aussage über Wesen. Der »Sermon« erschien im Herbst 1526. ein Beweis dafür. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .8). 187. Wir besitzen von ihnen die Nachschrift Rörers im üblichen lateinisch/deutschen Mischtext. Gebrauch und Frucht des Abendmahls. welche Aufmerksamkeit Luthers Stellungnahme fand).2732 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. daß er nur in seinem ersten Teil auf die Streitpunkte konzentriert ist. Wirkung. Wer die Predigten zum »Sermon« zusammengefaßt hat. am Mittwoch und Donnerstag der Karwoche) 1526 zur Vorbereitung auf den Abendmahlsgang der Gemeinde hielt.h. ebenso wahrscheinlich dürfte die Veröffentlichung aber nicht ohne seine Billigung und Anteilnahme erfolgt sein. wider 45 zug. März (d. schon im Frühjahr 1527 veröffentlichte Zwingli seine doppelte Antwort (die Amica exegesis und die »Früntlich verglimpfung vnd ableynung«). während er in seinem anderen Teil danach fragt. Wahrscheinlich war es nicht Luther selbst. wie man »was man glaubt. recht gebrauchen soll« (S. ist unbekannt. und 29. eine lateinische Zusammenfassung in einer Hamburger Handschrift. die er am 28. sowie zwei Wittenberger Drucke des Jahres 1526 (zu denen zwei auswärtige Drucke von 1526 und einer von 1527 sowie eine lateinische und eine niederdeutsche Übersetzung kommen.

wie auf einmal in den Ofen geschoben wird. 9 Eig. so im Druck. 7 Eig. 2 Eig. 8 Eig. der auf die mittelalterliche Philosophie (Averroismus. 6 Eig.: »Er hat sich yns wort gefasset.: »bereit ynn auswendigen lendern«.: »es sey lauter brod odder ein schusselbrod« (= soviel Brot. und durchs Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . arabischer Kommentator des Aristoteles. von der Nachschrift Rörers her aufzufassen: »Wie viel ein leichter ding ist es umb einen clarificirten leib«.: »Wie viel ein erleuchter ding ists umb einen verklerten leib«. von der katholischen Kirche oft bekämpften Einfluß ausgeübt hat. 5 Eig. = Gegenstand des Glaubens.: »nie keine creatur«.2733 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. wider 46 Anmerkungen 1 Lat. unter dem Einfluß des A. 3 Eig.: »wenn es die meinung hat«. ein Schuß Brot?). 4 Averroes (1126-1198). stehender radikaler Aristotelismus) einen bedeutsamen.: »der wird sich disen artickel nichts lassen yrren«.

2734 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. 500 ganz mit Rörers Nachschrift gefüllt ist. 26. wider 47 wort fasset er sich auch yns brod«. 151ff. 26. 5) vollständig. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther . 17 Karlstadt. Luk.: »zuzwacken und denen«. Mark. 11 Eig. vgl.: »kan er yns hertz und geist reissen«. 14. 1 ausgelassen.: »und dein dunckel sol gelten?« 13 D. 20 Folgt im Druck »Das ander teyl«.: »der kan sie wol mores leren«. 16 Bei der Einsetzung des Abendmahls: Matth. dazu S.h. Wenn die am Rand angegebenen Seitenzahlen der WA hier von 499 auf 501 springen. 12 Eig. 15 Eig. 207. 19.: »yhm mit der vernunfft wil nachdencken und ömen«. 207. so liegt das daran. 19 Oekolampad. sonst ist die Wiedergabe (mit Ausnahme der kurzen Auslassung auf S. 18 Zwingli. Diese Zwischenüberschrift ist hier wie S. an den in Brot (und Wein) sich im Abendmahl gebenden Christus. 22. daß S. 14 Eig. 10 Eig. 22.

B. 58-64. 23 Im Drude ist wieder eine Zwischenüberschrift eingeschoben: »Das Dritte teil von der Beicht«. wie man beichten soll«. z.: »wie ich vor mehr gesagt habe«.: »das wir sollen des nehisten scheffner sein«. Sündenregister. Außerdem war 1519 erschienen: »Eine kurze Unterweisung. 29 Eig.a. Als Register wird damals u. mehrfach in Predigten. daher diese heute nicht mehr existierende Bedeutung. den es heute noch etwa in der Zusammensetzung »Bubenstück« bewahrt hat. wider 48 21 Eig. 27 = Schuldregister. Das ist gemildert. vgl. WA 10 III. Luther hat sicher die im Druck verwandte Wendung gebraucht. »bube« hat damals den negativen Sinn. bin ich vor dir ein Sünder«. 22 Eig. 65 bis 67. lat: ut signum. 26 Rörer hat hier (in Latein): »solange ich in diesem Fleisch bin. 24 Folgt eine Bemerkung über die Herkunft des Wortes »Beichte«.2735 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi. ob die der Papst Macht habe zu gebieten«. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .: »ist allzumal zu hauff geflossen«. 25 Eig. auch das Hauptbuch des Kaufmanns bezeichnet.: »zu dem andern zuspruch«. 1521 »Von der Beichte. 28 Eig. 2.

2736 Sermon von dem Sakrament des Leibes und Blutes Christi.: »das du nachlessest«. wie immer bei Luther: »heimliche Beycht«.. 31 Eig.: »die leute«. wider 49 30 Eig. 33 Eig.: »der gemein pobel ein unvleissig ding ist«. 32 Eig. Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther .

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful