Martin Bondeli

Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten und seine Vorgeschichte in der Frankfurter Zeit

Vorerinnerung' der Differenzschrift von 1801 spricht Hegel davon, dass in der Fortentwicklung der Kantischen Philosophie deren ,Geist vom Buchstaben geschieden' werden musste.1 Mit diesem Diktum wird eine für die Systemansätze des deutschen Idealismus typische Ansicht zum Ausdruck gebracht: Die nach der Ära Kants in Erscheinung tretende eigentliche Philosophie soll als Resultat der Befreiung des Geistes der Kantischen Philosophie von ihrem Buchstaben begriffen werden. Dabei macht Hegel Geist und Buchstaben der Kantischen Philosophie an bestimmten Begriffen oder Argumentationsschritten der transzendentalen Deduktion der Verstandesbegriffe aus der Kritik der reinen Vernunft fest. Den Geist des ,ächten Idealismus' der Philosophie Kants verkörpert seines Erachtens besonders das ,Princip' dieser Deduktion, wird darin doch ,das Princip der Spekulation, die Identität des Subjekts und Objekts, aufs bestimmteste ausgesprochen.' Den Buchstaben der Kantischen Philosophie dagegen erkennt Hegel in erster Linie in der ,Form' wieder, in welcher die Deduktion der Kategorien durchgeführt worden ist; in dieser Form spiegelt sich seiner Meinung nach der fatale Versuch, die auf der Stufe der Vernunft verortete spekulative Identität von Subjekt und Objekt mittels bloßer Verstandesbestimmungen zu artikulieren. Im Kant-Abschnitt des 1802 publizierten Aufsatzes ,Glauben und Wissen'4 dient Hegel diese Kontrastierung von Prinzip und Form der Kategoriendeduktion als Leitfaden einer umfassenderen kritischen Stellungnahme zur Kantischen Philosophie. Unter Heranziehung einschlägiger Ergebnisse aus allen drei Kritiken wird exemplifiziert, dass der Begründer des Kritizismus das Prinzip der Deduktion in stets neuen Anläufen trefflich ausgesprochen, schließlich aber auf Grund seiner räsonierenden und formalistischen Denkart nicht richtig zur Entfaltung gebracht hat. Im Rahmen des Naturrechtsaufsatzes von 1802/03 behandelt Hegel nochmals und in erweiterter Form die HauptIn der
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Differenz des Fichte'sehen und Schelling'sehen Systems der Philosophie, GW4,5. S. u.a. R.-P. Horstmann, ,The early philosophy of Fichte and Schelling', in: The Cambridge Companion to German Idealism, hg. von K. Ameriks, Cambridge 2000, 117ff.
GW4.6. GW4, 325-346.
Unauthenticated | 186.124.42.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM

151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . 17 ff. wie noch in der Differenzschrift behauptet wurde. dass strukturelle Probleme. seine Aufstellung eines kategorischen Imperativs jedoch als Herabsetzung dieses Vermögens zu einer . welche die Auffassungen von Subjektivität und erfahrungsbezogenem Erkennen aufwerfen. Ebd. Kein Zweifel besteht auch darüber. die hiermit in Hegels früher Jenaer Phase manifest wird. Zu dieser Veränderung.Geist' logisch-dialektische Strukturen des Begriffs und expliziert damit die als intellektuelle Anschauung gefasste spekulative Identität von Subjekt und Objekt gleichfalls als ein Wissen diskursiver Art. sie führen dazu.Entzweiung' ein flüssiges intelligentes Anschauen oder Begreifen der Sache verhindern. dass er sie vielmehr in einem Denkprozess. wo das Bestreben ausbleibt. 435. GW 12. in: Hegel-Studien 30 (1995). Diese Veränderungen ziehen verständlicherweise Präzisierungen der Kritik an Kants Deduktionsverfahren nach sich. M. erarbeitet hat. größere Aufmerksamkeit erfahren. und sein 6 .. die sich in mehreren Schritten vollzieht und für die der Dialektik-Begriff im . M. Aufl.6 Die doppelperspektivische Beurteilung von Kants Philosophie. 12.Ueber die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts. vgl. GW20.. 192 ff. s.).und Hauslehrerjahre der Tübinger. dass das Bedürfnis der Philosophie nicht mehr nur. Baum. Nach der frühen Jenaer Zeit generiert Hegel unter den Termini Subjektivität' und . das . Kants Bestreben. 417^485. ist nicht von episodischer Natur. . wo Denkformen der . Bondeli.GW4.Hegel und Reinhold '. Dabei gehört zu den wesentlichen Merkmalen Philosophie.Production von Tavtologien' moniert.) sowie durch spätere Reflexionen zum Verhältnis von Kategorien und Erfahrung (vgl. Die Entstehung der Hegelschen Dialektik. sich zu einer mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit und Wahrheit auftretenden Form von Wissen zu erheben. Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830). Bonn 1989. Zudem macht er spätestens mit der Einleitung' in die Phänomenologie des Geistes kenntlich. Vgl.42. bes. Im Gegenteil: Sie ist Wesen und Konstante von Hegels Kant-Kritik. In allen weiteren Phasen seines Denkens hält er an ihr fest.124. 73ff.26 Martin Bondeli thesen der praktischen Vernunftkritik nach diesem kritischen Denkmuster. Hintergründen von Hegels Zuwendung zur Frage nach dem . Belegt wird dies durch Hegels spätere Stellungnahmen zu Kants Apperzeptionsbegriff und Paralogismus-Kritik (vgl.Naturrechtsaufsatz' einen ersten wichtigen Anstoß gibt. dort entsteht. dass Hegel zu seiner doppelperspektivischen Beurteilung Kants nicht unvorbereitet gekommen ist.. 2.erhabene Vermögen der Autonomie der Gesetzgebung der reinen Vernunft' zur Geltung zu bringen. Nicht zu übersehen ist allerdings. Zweiter Band. 8 9 434-^t43. Zu den Unauthenticated | 186. wird zu den großen Leistungen der neueren Philosophie gezählt. 225 ff. 78ff. GW4.wahren Wissen' vgl. Wissenschaft der Logik. seine Stelle in der praktischen Verhältniß zu den positiven Rechtswissenschaften'. sondern auch dort. dass sie im Gefolge der Ausarbeitung einer der Idee der absoluten Identität gemäßen Begriffs. der sich über die Ausbildungs.und Wissensform modifiziert wird. Berner und Frankfurter Zeit erstreckt.

eine Formation. der von der Anwendung Kantischer Resultate eine die politische Umwälzung in Frankreich flankierende geistige Revolution erwartet. Bd. Auffällig ist zudem. kommentieren und in verbesserter Form darzustellen ein Unternehmen. dass er durch eine neue. Hegel an Schelling. April 1795. dieser Erwartung entsprechend." Hegels Fragmente. Hegel versteht ihn von einem bestimmten Zeitpunkt an als eine unvollständige und überdies in grundlegenden Aussagen inkonsistente Position innerhalb des neueren Denkens von Vernunft und Freiheit und gelangt schließlich zur Überzeugung. das man insgesamt als religionskritisch und aufklärungspragmatisch ausgerichteten Kantianismus der moralisch-praktischen und Vgl. mit dessen Position längere Zeit Übereinstimmung bekundet. Hg. das Gesamtgebäude der Vernunftkritik eingehend zu rezipieren. Aus diesem Grund ist. ehe er sich gegen Kant zu wenden beginnt. Wie ich in einem ersten Teil der folgenden Ausführungen zeigen möchte.42. von J. dass Hegel.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 27 dieses Denkprozesses. die sich aus Kantischen Voraussetzungen ergeben. der auf eine zuverlässige Präsentation und immanent ansetzende Erörterung Kantischer Thesen und Argumente aus ist. Hamburg 1969 (4. aufmerksam zu machen. Briefe Bände. höhere philosophische Formation. zu der sich vor allem in Jacobis Glaubensphilosophie und in den nachkantischen Systemansätzen Fichtes und Schellings wichtige Ressourcen finden. Vier Unauthenticated | 186. 1. für ein philosophisches Konzept Partei nahm. Hoffmeister. und seine philosophische Ambition erstreckt sich hauptsächlich auf einen in seiner Anwendung zu erweiternden praktischen Kantianismus. Jahrhunderts insbesondere Jacob Sigismund Beck und Karl Leonhard Reinhold stehen. von und an Hegel. 23. Erst wenn man gewisse argumentative Schritte hinzudenkt.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . dass er. vermag Hegels Kritik auf Probleme. ist Hegels Jenaer Kant-Kritik das Resultat einer Überwindung ebendieses Typs des Kantianismus. - I.124. wie ich in einem zweiten Teil meiner Ausführungen darlegen möchte. Briefe und andere Dokumente aus dieser Zeit belegen. für das seit Anfang der 90er Jahre des 18. 16. Er meldet sich somit keineswegs als Kritiker zu Wort. Dass dieser Entstehungszusammenhang von Hegels Jenaer Kant-Kritik auf deren inhaltliche Ausrichtung abfärbt. Hegel ist in den ersten Jenaer Jahren vor allem ein eifriger Verfechter seines neu gewonnenen Standpunktes und negiert dementsprechend heftig die überwundene Kantische Position. Auflage). Bei seinen Denkversuchen in Tübingen und Bern gab Hegel sich als Denker zu erkennen. ist unverkennbar. abgelöst werden muss. Hegel geht es um eine selektive und vornehmlich auf Fragen der praktischen Vernunft konzentrierte Aneignung Kantischer Resultate. Hegels Kant-Kritik allerdings auch problematisch: Kantische Ansichten werden zu unspezifisch und zu einhellig durch den eigenen Standpunkt gezeichnet wiedergegeben. dass er in der Periode seiner Anlehnung an Kant nicht darum bemüht ist.

Vgl.. Hegel. Die Entstehung der Dialektik. 1. 235 ff.Kollegium über die Moral („Ethicen secundum dictata"). Wacker. Bd. 6. Pinkard. Dreikönigsabend 1795 sowie Hegel an Schelling. lOff. Fichte. 14 und 29f. 30. Bedeutsam war überdies die seit 1795 einsetzende Beschäftigung mit der die Idee einer Welt moralischer Zwecke verteidigenden Postulatenlehre. die christliche Dogmen in Kantische Postulate verwandelten. Siehe dazu Schelling an Hegel. H. bes.aller praktischen Postulate'. Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.. Briefe von undan Hegel. Akademie-Textausgabe. 63 ff. M. Diese Haltung kommt besonders im Fragment .42. Sommer 1796'. J. Bondeli.ethischen Staat'.Zu Hegels Kantverständnis im Manuskript zur Psychologie und Transzendental-philosophie aus dem Jahre 1794 (GW 1. Vgl.95 ff.124. Schelling und Hegel bis 1802.14 Diese Anknüpfungspunkte dienten Hegel zur Schärfung seines Verständnisses einer gegen die damalige theologische Orthodoxie in Vorschlag gebrachten subjektiven Religion oder Volksreligion. Linneweber (Hg. Markante Anknüpfungspunkte dieses Kantianismus waren der der Methodenlehre der Kritik der praktischen Vernunft entnommene Gedanke der Subjektivierung der Gesetze der praktischen Vernunft13 sowie die aus dem dritten Stück der Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft stammende Idee der Verankerung der individuellen Moral in einem . Vgl. Hamburg 1997. Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft' in: I. 1984. dazu die Nachschrift von O.. R. Der Kantianismus des jungen Hegel.' aus der späten Berner Zeit zum Ausdruck. 15ff. .Ein positiver Glauben.G.). Kant. Mirbach. Berlin 1932. P. Unauthenticated | 186. August 1795.. Text Nr. Bd. Vgl. 352ff. - Reihe IV. von C Jamme und H. Eine Analyse der geistigen Entwicklung von Hölderlin.Kollegium über die Moral' und die Vorlesung zur . GW 1. Frankfurt/M.1 Zudem entsprang dieser Beschäftigung vermutlich der Plan eines von Kantischen Prämissen ausgehenden vollständigen Systems aller Ideen' oder . Kritik der praktischen Vernunft.28 Martin Bondeli ästhetischen Vernunft kennzeichnen kann.58 ff.Das „älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus'" Kritische Edition in: Mythologie der Vernunft.17 Dabei war um die Mitte der 90er Jahre allerdings weder die den Atheismusvorwurf evozierende autonomistische Deutung des Postulatbegriffs noch das Vorhaben eines beim Begriff moralischer Freiheit anhebenden Systems der Ideen oder Postulate eine singuläre Erscheinung.9 ff. Sie führte Hegel.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .. A Biography. hg. Pozzo. A 269. 11. Bd. Cam- bridge 2000. .. Wer bei Fichte 1796 das . entgegen jenen Autoren.Wissenschaftslehre nova methodo' hörte. in: M. S. München 1999. Kondylis. Das Verhältnis des jungen Hegel zu Kant. 1. 27)'. fand zu solchen Fortentwicklungen von Kants Postulatenlehre reichlich - Zu Hegels Kantianismus der Tübinger und Berner Zeit s. Z3-4. . Schneider. Hegels Denkentwicklung in der Berner und Frankfurter Zeit. Bondeli und H. Stuttgart 1979.15 zu einer autonomistischen Auslegung der Postulate des Daseins Gottes und der Unsterblichkeit der Seele: Gott und Unsterblichkeit sollen als Momente oder verwandte Vorstellungen der Selbstrealisierung des moralisch handelnden Menschen aufgefasst werden. T. Die Kant-Aneignung und Kant-Überwindung Hegels auf seinem Weg zum philosophischen System.

Dies ist erstens die Tatsache. selbst der speculativen Vernunft aus'.Flucht' oder . Dabei sind für diese Veränderung vor allem zwei Gründe anzuführen.Systems der reinen. Eine Befreiung musste deshalb misslingen. später Kulturminister der helvetischen Republik und nach 1800 zusammen mit Charles de Villers ein Pionier des französischen Kantianismus. theoretischen und ästhetischen Ideen aus20 geführt werden sollte.Spinozanische und anti- spinozanische Denkfiguren in Hegels philosophischer Entwicklung bis 1800'. Wie man aus Hegels Frankfurter Fragmenten ab 1798 herauslesen kann. sondern dialektische Vereinigung von Subjekt und Objekt lautete fortan die Losung. In der Tat kam dies einer durch . N.. die von der Äußerung der . Bondeli und H. Schürmann. hg. weil es keinen revolutionären Impuls erbracht. Für gescheitert hielt er es dabei nicht deshalb.. Weinreich. A 4. Zur Erinnerung an Hans-Christian Lucas. der Begriff der Freiheit mache den . Kritik der praktischen Vernunft. Hegel sah offenbar sein philosophisches Konzept der Berner Jahre als gescheitert an. Nicht mehr moralische Subjektivität. Jahrhunderts ein brisantes sozialreformerisches Projekt blieb. von E. Stuttgart 2002. Hegels Denkentwicklung in der Berner und Frankfurter Zeit. In Bern beispielsweise schrieb 1792 Philipp Albert Stapfer. weil diesem Ideal zufolge das Subjekt das Objekt lediglich dominieren oder vernichten. Zur philosophischen Geistesgeschichte der Helvetik sowie zur Entstehung des nachkantischen Idealismus.Furcht vor Vereini- Anregung. ihm nicht zugleich in der Absicht einer Vereinigung auf höherer Stufe gegenübertreten wollte. Halfwassen.503 ff. nahm Hegels philosophische Entwicklung in den Frankfurter Jahren bekanntlich eine andere Richtung. sondern ein zu den gemeinsamen Tübinger Voraussetzungen gehörendes und durch das Studium von Quellen des Neuplatonismus und geläuterten Spinozismus bereichertes Denken der Einheit von Einem und Vielem im Vordergrund stand.Vorrede' der Kritik der praktischen Vernunft. Während für manche damaligen Kantianer die Anwendung von Resultaten ihres philosophischen Helden bis ins erste Jahrzehnt des 19. Bondeli. 194ff. Jahrhunderts. München 1999. . zu nennen. 105ff. dass Hegel in Frankfurt einem Diskussionszirkel um Hölderlin angehörte. die man sich vom Kantianismus erhofft hatte.124. Kantianismus und Fichteanismus in Bern. in dem nicht die Aneignung der Kantischen Philosophie. verschrieb sich dieses Konzept einem Ideal der individuellen und gemeinschaftlichen Subjektivität.21 Zweitens sind die Enttäuschungen hinsichtlich der revolutionären Wirkung. Gedanken zu einer Kantischen Freiheitslehre nieder. Bondeli. die als System von praktischen. Zu Hegels damaliger Aufnahme des Neuplatonismus siehe vor allem J.42.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 29 Ebenso kursierten Ansätze dieser Art bei Kantianern.Die Rezeption des Neuplatonismus beim Frankfurter Hegel Neue Quellen und Perspektiven'.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . nicht mehr subjektive oder Volksreligion. sondern weil es sich als Ausdruck einer falschen revolutionären Geisteshaltung erwiesen hatte. 205 ff. .). Siehe M. in: Spinoza im Deutschland des 18. Waszek und F. aus Vgl. Linneweber (Hg. Unauthenticated | 186. Basel 2001. das sich von der bekämpften Objektivität nicht zu befreien vermochte. zu Hegels frühem Spinozismus siehe M.Schlußstein' des . in: M.19 beflügelt wurden.

Frankfurt/M. Kimmerle. Unauthenticated | 186. war: dass die Begriffe des Sittengesetzes und der Moralität fortan in den höheren Standpunkt der Sittlichkeit aufzuheben sind. Die Jenaer Auffassung. Nohl. 1990. in: Der Weg zum System. es gelte einen Widerspruch zwischen Inhalt und Form Kantischer Bestimmungen aufzulösen. mit anderen Worten. Kants Begriff der Moralität sei Ausdruck einseitiger Subjektivität. auf der anderen als Gesetz. das Dasein Gottes als Postulat der praktischen Vernunft oder. mithin einer Art von Herrschaft. Der Versuch.42. welche die Objektivität (Anschauung.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . 388. zumal sie in der Tat nur ein Gedanke mit partiku23 lärer Bestimmung.Liebe' als Pflicht . war vorgezeichnet. Es ist unschwer zu erkennen. Theologische Jugendschriften. eine Unterscheidung zwischen einer überholten und einer noch aktuellen Seite der Kantischen Subjektivitätsidee zu treffen.124. sie bestimmte auch die Richtung seiner Frankfurter Neuorientierung. Gebot und dadurch als Zwang zu begreifen sei. sei Zeichen der Dualität. Sinnlichkeit) unterdrücke. das . somit ohne Allgemeinheit. .Der immer sich vergrößernde Widerspruch.. vereinigungsphilosophisch geläuterte Stufe der zuvor im Einklang mit Kant vertretenen Auffassung von moralischer Subjektivität betrachtete. H. Sie prägte die Vorstellung. eine Subjektivität (Begriff. Denken). mit Gewalt. Für diese Überlegung steht besonders Hegels Fragment von 1799/1800 . Der Gedanke einer moralischen Freiheit im Sittengesetz widerspreche sich. Macht.Anfänge der Dialektik'. sondern gleichfalls auf Kants Begriff moralischer Subjektivität anzuwenden begann. ignoriere oder zu einem formlosen Stoff hinabsetze. in dem die Sinnlichkeit . von C Jamme und H. Als widersprüchlich erachtete Hegel ferner Kants Vorschlag. hg. dass Hegel diese Denkfigur nicht nur auf den revolutionären Zeitgeist und den entsprechenden Typ von Kantianismus. die es daraus nach Hegels Ansicht zu ziehen galt. Die Konsequenz. 376..Sein' als Vgl. ohne Realität sei.geboten' werde.F. dass er nach Widersprüchen in Kantischen Thesen suchte. Vgl. Letztlich bedeute diese Subjektivität aber auch Selbsttäuschung. G.' Vgl. Genauer besehen war die Diagnose einer gescheiterten revolutionären Subjektivität nicht nur ein Grund für Hegels Distanzierung vom Kantianismus. Schneider. von H.W .unterjocht'. Tübingen 1907. Er war offenbar auch der Meinung. 267. Hegel. Dabei arbeitete Hegel einer Konkretisierung dieser Unterscheidung dadurch vor. da dieses de facto zugleich ein Herrschaftsgesetz sei. war damit nahe liegend.30 Martin Bondeli gung' gekennzeichneten Abhängigkeit des Subjekts vom Objekt gleich. ließ sie doch eine Denkfigur in den Mittelpunkt treten. gewisse Kantische Bestimmungen des Moralitätsbegriffs seien inkonsistent. die sich für Hegels künftigen Begriff von dialektischer Vereinigung von Subjekt und Objekt als grundlegend herausstellen sollte. Da Hegel seine Idee dialektischer Vereinigung von Subjekt und Objekt sowohl als Gegenpol einseitiger Subjektivität als auch als höhere.274 ff. erscheint die am Anfang der Jenaer Jahre manifest werdende doppelperspektivische Kant-Beurteilung nicht als zufällig. Hegel gelangte im Laufe der Frankfurter Jahre nicht nur zur Ansicht. desgleichen widerspreche sich der allgemeine Gedanke der moralischen Freiheit. zumal er auf der einen Seite als zwanglose Vernunfteinsicht. ein Gesetz. . der Nicht-Vereinigung. hg. Theologische Jugendschriften. Materialien zum jungen Hegel.

stand He- .385. Und diese höhere Form wurde in einem neuen Spinozismus entdeckt. Habilitationsthese27 belegt. Aus Hegels Sicht fiel Kant damit von einem als negativ theologisch zu benennenden Glauben an das Sein zurück in einen Glauben an ein Geglaubtes und damit in eine Variante der positiven Theologie. Kritische Edition.Das „älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus'". 385.. Z 1. der sich mit dem besagten Widerspruch selbst zerstört und der eine höhere Form des Denkens des Absoluten aufnötigt. VIH. war Hegel hinaus. so versteht sich. zumal der Gedanke der Vereinigung von Subjekt und Objekt jenen der Vereinigung von Freiheit und Natur einschließen sollte. Vgl. 383.382f. in ihrem Anspruch der Totalisierung.. der zufolge . Theologische Jugendschriften. et principium est Spinozismï. de- Unauthenticated | 186. dass er nicht mehr bei der Vorstellung verweilen konnte. zumal ihm eine Idee der Vereinigung von Freiheit und Natur vorschwebte.124. in welcher die Natur zu ihrem ungeschmälerten Recht kommen sollte. schrieb Hegel in einer urteilslogischen Auslegung dieser Verklammerung nieder. indem er für eine dem Spinozismus vergleichbare Auffassung des Glaubens an das höchste Sein eintrat. . earn ipsam philosophiam struit.die ganze Meta29 physik künftig in die Moral fällt'. 227. Dabei war diese Metaphysik des Seins. Geglaubtes und damit Beschränktes begriffen. Mit der Auffassung des Glaubens an das Sein wurde der Gedanke dialektischer Vereinigung von Subjekt und Objekt nun und Synonym dieses Seins verstanden: Bereinigung und folgerichtig auch als Prinzip 28 Sein sind gleichbedeutend'. Materia postulad rationis.Sollen' oder . dem Fragment . Aber auch über eine Metaphysik der praktischen Vernunft im Sinne der Fichteschen Wissenschaftslehre und über die im . eine in ihrem Prinzip neuartige. Wie Hegels 8. der Vereinheitlichung von theoretischer und praktischer Vernunft aber wiederum klassische Metaphysik. ebd. Hegel konnte in diesem Stadium seines Denkens deshalb nicht mehr mit Kants Reformulierung der metaphysica generalis als Ontologie (d. Transzendentalphilosophie) und mit Kants Integration der metaphysica specialis in die Postulatenlehre übereinstimmen. Wie den beiden philosophisch aufschlussreichen Frankfurter Texten. zu entnehmen ist. das ex definitione jenseits aller Unterlegung.Glauben' begreifen. GW 5.Systemfragment von 1800'.Ältesten Systemprogramm' festgehaltene These. Er war somit dazu übergegangen..ebd. 11.25 Vgl. die Vereinigungsidee auf der Basis einer Metaphysik des Seins auszuformulieren. so Hegels maßgebende Überzu Sein einerseits ein höchstes supponiert.h. Wenn Hegel sich von Kant distanzierte.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 31 Denn damit wird. die dialektische Vereinigung von Subjekt und Objekt erstrecke sich auf eine anti-dualistische Modifizierung von Kantischen Bestimmungen der praktischen Vernunft.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .Glauben und Sein' und dem . Sein und Sollen steht. Kants GottesPostulat wurde am Ende als Gedanke wahrgenommen. . quod philosophia critica exhibet.42. andererseits dieses Prinzip und damit auch von jener scheidungen zugleich aber nur als etwas Gesolltes. sollte auch dieser Punkt konzeptuelle Folgen für sein weiteres Philosophieren haben.

Antinomien') produzierendes - und auflösendes Verhältnis von Reflexivität und Überreflexivität. Jaeschke.Natur' wurde nun auch als Ausgangs. Bd. auf der höchsten Stufe der Reflexion über dieselbe hinauszu32 schreiten und im Medium des Glaubens oder der Anschauung .124. Die Negation der Verbindung. Der Meinung Jacobis. die NichtVerbindung. Damit rückte er in die Nähe der erklärtermaßen an die Tradition der docta ignorantia anschließenden GlauJacobis. das Denken Kants und Jacobis als Varianten ein und derselben Reflexionsphilosophie darzustellen. F. Soweit es dabei als das in die Sphäre der Reflexion eintretende Sein schlechthin genommen wird. Vor diesem Hintergrund stellte Hegel die dem Sein zugeschriebene Grundstruktur dialektischer Vereinigung von Subjekt und Objekt auch erstmals im Hinblick auf eine dialektische Denkform der Selbstnegation des Einen dar. 345-351. 348. System seinerseits sollte als ein antinomisch fortschreitender. ermöglichte es ihm sodann.Systemfragment von 1800' verdeutlicht.. Das Sein wird von Hegel ausdrücklich als . Gesamtausgabe hg. Schriften zum Spinozastreit. wobei unverkennbar Anregungen durch Schellings naturphilosophische Schriften von 1797 im Spiel waren. Vgl. Erst Hegels Auffassung.und Endpunkt eines Systems Und dieses der Reflexion. Ebd. hg.Verbindung der Verbindung und der NichtVerbindung'. hätte Hegel in dieser Phase beipflichten können. von K. Das Sein als das Verbindende von Subjekt und Objekt ist in seiner' reflexiven Grundstruktur eine . Hammacher und W. Ausgehend von diesem Systemansatz war der Übergang zu Hegels naturphilosophisch orientierten Systemskizzen der positioniert. Wie schließlich das . 348.-M.Leben' und . ist es ein Widersprüche (. führt.42. . passim. weil sie von der Verbindung selbst gesetzt wird. Das Sein in den Bedeutungen von .29. ist damit nun aber eine Verbindung höherer Stufe.1. von K. Unauthenticated | 186. physischen (die Himmelskörper betreffenden) und geistig-religiösen Bestimmungen begriffen werden. Vgl. Hammacher und I. Piske.Daseyn zu enthüllen'.33 Theologische Jugendschriften. Jacobi.H. 1. Theologische Jugendschriften.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM Werke. zum Unendlichen strebender Prozess von raum-zeitlichen. das größte Verdienst des philosophischen Forschers bestehe darin. der Glaube schlechthin sei eine Spielart der Reflexion.Sein außer der Rebensphilosophie 30 flexion' gefasst. der diversen Organisationen' des Lebendigen. hatte Hegel seine Frankfurter Metaphysik des Seins über die Entfaltung dialektischer Vereinigungsstrukturen hinaus als einen zur Hauptsache naturphilosophisch ausgerichteten Systemansatz fortzuentwickeln unternommen. Damit ist zugleich gesagt. Hamburg 1998. dass Hegel damals mit einer Entgegensetzung von Reflexion als positivem Glauben einerseits und Spekulation als negativem oder Seinsglauben andererseits operierte und somit noch entfernt war von der im Aufsatz Glauben und Wissen in Vorschlag gebrachten Entgegensetzung von Reflexion als Glauben schlechthin einerseits und Wissen als Spekulation andererseits. zu dieser zurück.32 Martin Bondeli gels Metaphysik des Seins im Banne eines in erster Linie mit dem Neuplatonismus in Verbindung zu bringenden Denkens des überreflexiven Einen.

Henrich und Düsing. das Prinzip der Apperzeption sei bei Kant nicht skeptizismusresistent und überdies in bezug auf Ableitungen sowohl was die Herleitung der Kategorien (bzw. ist er spätestens um 1800 davon überzeugt.124. Herausgegeben. eingeleitet und mit Interpretationen versehen von K. Schellings und Hegels erste absolute Metaphysik (1801-1802). Fichte und Schelling zurückgeht.63ff. der mit der Auffassung eines tädes Kantischen Prinzips der Deduktion in . Köln 1988. ist Fichte derjenige. Denn seines Erachtens hat Schelling die besagte Denkrichtung nicht nur zu Recht durch eine Naturphilosophie ergänzt. 209ff. Aus Hegels Sicht dürfte Schelling - Vgl. welches vom Prinzip der Kantischen Deduktion ausgeht und in dessen Rahmen die Kantische Kategorienlehre auf neuartige Weise zu generieren ist. Beck. Unauthenticated | 186. Zusammenfassende Vorlesungsnachschriften von I. Infolgedessen wurde ein evidenter . er hat sie ebenfalls vom Fichteschen Mangel einer ungeschlossenen Systemgestalt befreit. Und ihren Neudarstellungen eines Systems der Vernunftkritik ging die Meinung voraus.oder subjektphilosophischen Systems in Angriff nimmt. Und er erachtet es als erforderlich. dass Hegel Schelling noch über Fichte stellt. ein als Erzeugen des a priori Synthetischen zu begreifendes ursprüngliches Vorstellen' (Beck). namentlich in der Weise. von D. GW4. ein nicht bezweifelbares tätiges . Kants ursprüngliche Apperzeption sei das Prinzip des vollständigen Zusammenhangs der Kategorien sowie der entscheidende Ausgangspunkt für den Beweis synthetischer Erkenntnis a priori.P. .Ich' (Fichte. Wie Hegel in der Differenzschrift konstatiert. sondern auch im Hinblick auf ein System. Wenn Hegel 1801 an das echt idealistische Kantische Prinzip der Deduktion der Kategorien appelliert. hg. Schelling) an die Stelle von Kants ursprünglicher Apperzeption gesetzt und das erste Prinzip in seinem Verhältnis zu den Kategorien und deren Erkenntnisleistung als eine Art Grund-FolgeVerhältnis ausformuliert.V. so bedeutet dies. dass die kommende Philosophie diesen und keinen anderen weiter beschreiten muss. an die entwickeltste Gestalt dieses Wegs anzuschließen.Satz des Bewusstseins' (Reinhold). ihrer Vollständigkeit) als auch was die Frage ihrer objektiven Gültigkeit betrifft nicht durchsichtig dargestellt worden. Die genannten Autoren vertraten die These. Düsing. dass Hegel bei der Aufstellung eines Systems dieser Art an eine nachkantische Systemidee anknüpft. H. dass er nun auch den Plan eines geist. Der weitere Kontext zeigt allerdings. Vgl.5. K.Hegels Naturphilosophie in Jena'.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 33 frühen Jenaer Zeit wie auch zu seinem ersten Logik-Konzept präfiguriert. in: Hegel in Jena. die hauptsächlich auf Reinhold. Das in seinem obersten Reflexionsgesetz als dialektische Vereinigung zu deutende Sein soll offenbar in Zukunft nicht nur im Hinblick auf ein System der Natur oder der Logik ausgefaltet werden. Während Hegel diesen Weg der Fortentwicklung Kants lange Zeit für wenig sinnvoll hielt.42. Kimmerle. dass die Kategorien.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .ruhenden todten Fächern' gemacht werden.reiner und strenger Form tigen Ich den Geist 37 heraus gehoben' hat. Bonn 1980. wie es in der Differenzschrift heißt. nicht mehr zu . Troxler. Es ist offensichtlich.

mung Objektiven Subjektiven' auch beiden Bedeutungen von Vereinigung die Identität im Sinne der Selbstbeziehung des Subjekts in sein Verständnis des Prinzips der Deduktion aufnimmt. von Allerdings sind diese und ähnliche Angriffe setzen. dass Kant nicht wegen.A. die Philosophie auf oberflächlichen Skeptizismus oder bloße Logik reduzieren oder sie in Lehrbüchern zu Kants Kategorientafel breitschlagen. über die Idee der Vereinigung von Denken und Anschauung sowie von praktischer und theoretischer Vernunft hinaus mit Fichte auch als Selbstbeziehung des Subjekts oder als intellektuelle Anschauung und schließlich als wahrheitstheoretische Vorstellung der . 40 gegen Kant ins richtige Verhältnis zu aus.absolute Identität von Subjekt und Objekt' ist. die im Zuge der Etablierung des gemeinsam mit Schelling herausgegebenen Kritischen Journals der Philosophie gegen so genannte unphilosophische Strömungen geführt wird.Übereinstim38 Dass Hegel fortan neben den eines mit einem entfaltet. Vgl. Hegel geht im selben Atemzug davon Vgl. 1/3. Vgl. System des transzendentalen Idealismus.W. ist neben der erwähnten Prägung durch bestimmte Charakteristika ihrer Vorgeschichte in der Frankfurter Zeit durch die Polemik gezeichnet. um die es Hegel in der Hauptsache zu tun ist: Es soll aufgewiesen werden.psychologischen' und .Glauben und Wissen' über weite Strecken mehr als nur dem äußeren Rahmen nach mit jener an Fichte und Jacobi.transcendentale Anschauung'. Er hat dieses Prinzip. K.F.124.formalen Idealismus' ebenso wenig hinauskommt wie über einen erweiterten . Mit diesem Vorhaben steht die F. II. Schelling.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . Schellings Sämtliche Werke. welche die zurückgewiesenen Positionen als auswechselbar erscheinen lässt. GW4. 331-333. Zudem treffen Hegels Abrechnungen mit Autoren. Schelling. das für Hegel wie erwähnt die . Kants Idealismus sei im Grunde transzendental und überschneide sich somit auch mit dem echten Idealismus. die Hegel in den frühen Jenaer Texten äußert.Lockeanismus < . dass diese über einen .J. weil er das Prinzip der Kantischen Deduktion in struktureller Hinsicht am reichsten entfaltet hat. Auch beim Durchgang durch die Kantische Lehre spricht Hegel davon. hg. Unauthenticated | 186. sondern trotz seines transzendentalen Idealismus zu Ansichten gelangt. Die Kritik an der Kantischen Philosophie. 339. welche die Philosophie ausgehend von empirischen oder psychologischen Tatsachen erklären. So deckt sich die Kritik an Kant in . Durch diese Polemik nimmt Hegels Kritik zuweilen eine Form an. GW4. Und diese Überzeugung erweist sich als entscheidend für die Art der Kritik. immer auch Kant. die auf der Stufe der genannten zu verurteilenden unechten Idealismen stehen. 27 ff.34 Martin Bondeli schließlich auch deshalb der Maßstab sein.42. belegt die in der 39 Differenzschrift erfolgte Parteinahme für eine .

Fichtes Sämtliche Werke. kosmologische Antinomien aufzustellen und deren Auflösung in Erwägung zu ziehen. 341. Fichte. die besagte Frage lasse sich nicht unabhängig von der Vorstellung einer Einheit von Begriff und Anschauung. Vgl. . hg. Besonderem und Allgemeinem. Kants Frage nach der Möglichkeit synthetischer Urteile a priori sei im Grunde die Frage nach einem geeigneten Prinzip der Einheit. 339. in Zusammenhang ge- doppelperspektivische Einbildungskraft'4 - - Vgl.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 35 Kant-Kritik im Zentrum.41 Die absolute Identität ihrerseits soll. Versuch über die Transzendentalphilosophie mit einem Anhang über die symbolische Erkenntnis und Anmerkungen. War Maimón der Meinung.. S. ebd. 337 f. 341.124. das Höchste zu denken.transzendentalen benden Einheit' der Apperzeption. H. J. Fichte. Geist und Materie beantworten (vgl. - Unauthenticated | 186. äußert Hegel sich bei der Auseinandersetzung mit der Kritik der reinen Vernunft nun erstmals zur zentralen Frage nach der Möglichkeit von synthetischen Urteilen a priori. Ergänzt wird diese Reihe verdienstvoller Einsichten aus Kants erster Kritik schließlich durch Hinweise auf die in der Kritik der Urteilskraft näher entwickelten Ideen der . 327 f. 62). von I.Glauben und Wissen' wird auf die große Bedeutung dieser Frage hingewiesen und umgehend festgehalten. ebd.Ich denke' abzuheder . mit dem Bemühen.42. Zu Beginn des Kant-Abschnittes von .151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . Vgl.synthetischen der in Anknüpfung an Piaton eingeführte. 336. 326-328. J. Sein und Denken. Allem voran sind dies die als Vermittlung von abstrakter Verstandeseinheit und bloßer Mannigfaltigkeit aufzufassenden Vorstellungen und der vom bloßen .intuitiven Verstandes'. 334. Auf dieser Basis werden im Durchlauf durch das Gebäude der theoretischen Vernunftkritik jene Begriffe oder Denkfiguren herausgehoben. Vgl. dass der Gedanke einer apriorischen Synthesis im Grunde nichts anderes sei als die »ursprüngliche absolute Identität' von Subjekt und Prädikat. 335. Bd. Positiv vermerkt werden zudem . war Fichte der Ansicht.. dürfte wesentlich auf Maimón und Fichte zurückgehen. Es soll darum gehen. von Kant am treffendsten in dem als ursprünglich-synthetische Einheit der Apperzeption dargelegten Prinzip der Kategoriendeduktion zum Ausdruck gebracht worden sein.reflektierenden Urteilskraft' und des .. GW4. Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Vgl.G. 114).I. welche in die Richtung der absoluten Identität weisen. Maimón. Die Ansicht. Berlin 1790.G.. ebd. 329. Was die doppelperspektivische Kant-Kritik im Einzelnen betrifft. ebd. ebd. welche mit der Vereinigungsfunktion der Einbildungskraft bzw. sie mit der im dritten obersten Grundsatz der Wissenschaftslehre von 1794 formulierten Synthesis von Ich und Nicht-Ich beantwortet zu haben (vgl. für das Denken des Unendlichen zentrale Begriff der transzendentalen . den transzendentalen Idealismus auf seine Seiten des echten und des falschen Idealismus hin zu untersuchen. Vgl. ebd... Kants Antwort darauf offenbare.Glauben und Wissen'. wie in der Differenzschrift bereits gesagt worden ist.Idee'45 sowie der Versuch. Vgl.

Inhalt' oder der . dass eine . ein . Dieser entsteht nach Hegel dadurch. Vgl. ebd.36 Martin Bondeli bracht werden.absolute Abstraction von aller Materie des Willens' stattfindet.intellectueller Punct'. GW4. das mit dem Verfahren der transzendentalen Deduktion in Vorschlag gebrachte Verhältnis von Erkennen und zu erkennendem Gegenstand sei trotz identitätsphilosophischer Stoßrichtung dualistisch. zu einem analytischen' Satz. Hegel wendet erstens ein. folgt die Klage über ihre reduzierte Auslegung.absolutes Jenseits' des Sollens und Glaubens erscheine.53 Und er besteht eigens darin. Unauthenticated | 186. Dabei schälen sich zwei zentrale Vorwürfe heraus. Der negativen Seite der Kritik entsprechend. Über die Frankfurter Kritik am Sittengesetz als Herrschaftsgesetz hinaus erörtert Hegel nun auch erstmals genauer. alles Vernünftige als . Vgl. ebd.436. Vgl. ein substanzloser . Vgl.leeres Ich'.Naturrechtsaufsatz' ist von .151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . dies weil sie bald mangelhaft ausformuliert. Kants ursprüngliche Apperzeption sei trotz ihrer identitätsphilosophischen Ausrichtung nur ein . ebd. wird bei all diesen Begriffen oder Denkfiguren gleichzeitig behauptet.336f. ebd.55 Mit diesem Hinweis höchste sein sollte. Vgl.Satz des Widerspruchs'..124. was die Abstraktheit oder Leerheit dieses Gesetzes bedeutet. bald mit gegenteiligen. 442.Formalismus' die Rede. 49 50 51 gibt Hegel nicht zuletzt zu verstehen. 332. gemacht wird. 328.. endlichen Bestimmungen vermischt worden seien. sondern nur Zwitterformen von Zwang und Freiheit. dass bei Kant Moralität und Legalität gesamthaft und auch je für sich betrachtet ein verhängnisvolles komplementäres Gebilde von freier Vernunft und Zwang darstellen und dadurch sittliches Handeln In der praktischen Philosophie Kants gibt es demgemäß weder Zwang noch Freiheit.. steht. dem auf das Praktische übertragenen . der Aufforderung. d. dass Kant die vernünftige Auffassung von praktischer Autonomie freigelegt hat.formloser Klumpen'.formales' Prinzip der Subjektivität: ein . auf der Seite des Gegenstandes ein Stoff ohne Form.Ueber die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts'. Im . ebd. durch die Ansicht ergänzt. in Hegels Worten. dass alles Sinnliche als heteronom.42..h. verunmöglichen. dass das Vermögen der Selbstgesetzgebung mit dem Sittengesetz. dass Kants dritte Kritik rangmäßig die 52 53 54 55 Vgl. 344f. Moralität sei die höchste Stufe der praktischen Vernunft. dass ein Rückfall auf die Stufe der Reflexionsphilosophie stattfinde. . bei dem auf der Seite des Denkens eine Form ohne Stoff. Insbesondere sieht Hegel in ihm ein Erkenntnismodell.Materie' der Maxime völlig abgesehen wird. Ferner wird die Frankfurter Kritik an Kants These. dass bei der Maximenwahl vom . Maximen unter einem Verallgemeinerungstest zu wählen. Im Blick auf Kants praktische Vernunftkritik ergibt sich dasselbe zwiespältige Ergebnis: Der Würdigung. 435. Autonomie werde so gefasst.. ebd. Zweitens wird moniert.

Genau dieses Prinzip der Vereinigung ist es. die man Kant zufolge der subjektiven Seite der transzendentalen Deduktion zuzurechnen hat. so unterstellt Hegel schließlich. B 126. das Urteil sei Produkt einer Setzung aus der ursprünglichen Apperzeption. Unauthenticated | 186. was darauf hindeutet. welche Bedeutung Vernunft. dass Hegel sich einen durch die nachkantische Systemidee interpretierten Kant zu eigen machte. dass es bestimmte Bedingungen der sinnlichen Anschauung und des Verstandes gibt. Vgl.57 Siehe dazu besonders Kritik der reinen Vgl. der synthetischen Einheit der Apperzeption vorbildlich auf den Begriff gebracht hat. Vgl.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .. ebd. A 156-158. findet. kommt dieses Vorgehen nicht von ungefähr. und dass diese Bedingungen ebendeshalb als objektiv gültig oder als Bedingungen der Gegenstände von Erfahrung aufzufassen sind. ebd. die notwendig und hinreichend für das Gegebensein von Erfahrungssätzen sind. Dagegen spielt für Hegel ein Nachweis dieser Art keine Rolle. Was Hegels Wiedergabe der Hauptgedanken der theoretischen Vernunftkritik anbelangt. das Kant mit den Auffassungen der Einbildungskraft bzw. liegt darin.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 37 Eine Grundschwierigkeit.. A 835. dass er an Kantische Äußerungen zur objektiven Einheit der Apperzeption anschließt und dass er unter dem Prinzip der Deduktion den . A 93f. weg. ein entscheidendes Kriterium gültiger Urteile sei die gelungene Einheit von Denken und Anschauung sowie von gedachtem und wirklichem Gegenstand. die sich beim Versuch einer Beurteilung dieser Hegelschen Vorwürfe gegen Kant ergibt.. dass Hegel sich einen Kant zurechtlegte.124. führt seine eigenwillige Kant-Deutung dazu. des Rationalen und Empirischen. Vernunft. indem er ihn gleichsam als unglücklichen Vorläufer der eigenen Vereinigungsidee porträtiert. Hegel kritisiert Kant. dass man es mit zu wenig differenziert wiedergegebenen und zum Teil durch Projektionen verzerrten Kantischen Ansichten zu tun hat.Stämme' der Erkenntnis.. Kant geht es in erster Linie um den Nachweis.Principium' der Deduktion aus § 14 der Kritik der reinen den Ansichten hervorgehoben. zu dem man bei Kant eine Parallele in der Hypothese über die allgemeine Wurzel' der zwei . Aus ihr ergibt sich eine sehr fragwürdige Ansicht darüber. Das Prinzip der Deduktion wird dadurch ausdrücklich ein Prinzip der Vereinigung. Es hängt damit zusammen. B 126. objektiven Seite seines Deduktionsverfahrens verbindet. Zum anderen ist die Ansicht dominant. Zum einen favorisiert Hegel die Idee. A 94. und dementsprechend bezieht Hegel sich bei seiner Rede von Kants Prinzip der Deduktion offenkundig auch nicht auf das diesen Nachweis kennzeichnende Umso mehr wer. ebd. dessen hauptsächliche Resultate bei konsequenter Ausdeutung zu einer Einheitsidee Spinozistischer Natur führen.obersten Grundsatz' der ursprünglichen Apperzeption aus § 16 und § 17 der Kritik der reinen Vernunft versteht. die Kant mit der für ihn wesentlichen. Diese apperzeptionstheoretische Lesart von Kants transzendentaler Deduktion ist folgenreich.42. dass eine apperzeptionstheoretische Lesart der transzendentalen Deduktion in den Vordergrund tritt. Bei dieser Lesart fällt die Argumentation. B 195-198. Wie erwähnt. B 140-142. Und es wird auch dadurch befördert. B 863.

Düsing (Subjektivität und Freiheit. etwas über sich aussagt (vgl. so wird dort erklärt. in: Kant oder Hegel? Über Formen der Begründung in der Philosophie. Kants berühmtes Diktum über den . A 346. Sicher ist aber. sei sinnlos. zeigt K. Meinung ist hier offenbar K. Für Kant selbst ist die ursprüngliche Apperzeption insofern höchste Bedingung von Erkenntnis. Nun ist zwar nicht auszuschließen. In diesem Punkt stimme ich mit Düsing überein. Es ist nicht ersichtlich. 160ff. Untersuchungen zum Idealismus von Kant bis Hegel. der sich einstellt.. als sie die grundlegende Funktion einer bestehenden Einheitsinstanz des Denkens hat. Kant habe allerdings diese selbstbezügliche Struktur der Apperzeption nicht zureichend expliziert. so greift er zumindest kein Problem 3 auf. Dass Hegel damit eine Auffassung von Kategorienentwicklung vorschwebt. Und es gibt von Kants Denkvoraussetzungen her auch keinen Grund dafür. 171 ff. sind vielmehr die Kategorien. Stuttgart-Bad Cannstatt 2002. 179). Henrich. Meines Erachtens handelt ne Kants.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . weshalb Kants Annahme.124. es bei dieser Lücke nicht um eine echte Lücke im Sin- Unauthenticated | 186. jedweder Versuch.. Düsing.Zirkel'. eine solche Ansicht zu vertreten. Vielmehr steht es im Kontext von Kants Kritik an Vorstellungen über die Erkennbarkeit des Ich an sich. dass er mit einer solchen Auslegung der Apperzeption nicht der Ansicht ist. Ohne diese Instanz könnte das unter Raum und Zeit gegebene Mannigfaltige nicht gedacht werden. ein selbstbezügliches Ich zu denken. . und was auch nicht heißt. vgl. 140-148. will nicht besagen. Subjektivität und Freiheit. hätte die als Selbstrealisierung des Begriffs zu verstehende Apperzeption als Ausgangspunkt der Ausfaltung der Kategorien und der Konstitution eines Erkenntnisobjekts darstellen sollen. diese sei als einheitsstiftendes Prinzip zugleich Bewegungsprinzip für die Entwicklung der Kategorien sowie der mit ihnen verbundenen Konstitution eines Erkenntnisobjekts. Düsing geht davon aus.Lücke' in Kants DeduktionsverAnderer fahren aufdeckt.42. - Stuttgart 1983. 161 f. In der Wissenschaft der Logik wird Hegel diesen Einwand konkretisieren: Kant.17 ff. die Erfahrungsaussagen ermöglichen und sich deshalb auch als deduzierbar herausstellen. die mit Kants Kategorienlehre kaum verträglich ist.Kant oder Hegel Entwurf einer Alternative'. Cramer.Selbstbewusstsein' gekennzeichnete ursprüngli' che Apperzeption als eine Art von Selbstbeziehung denkt.114ff. So wie Hegel die Sache darstellt.. dass Kant die unter anderem als . K. Die Bedingungen. hat Kant die ursprüngliche Apperzeption dagegen im Sinne eines selbstbezüglichen Prinzips in Vorschlag gebracht. Apperzeption und Kategorien seien Erkenntnisbedingungen unterDazu besonders GW 12. Wenn Hegel an dieser Stelle eine Leerheit oder fehlende Entwickeltheit des Kantischen Apperzeptionsbegriffs diagnostiziert. von D. Kritik der reinen Vernunft. das sich Kant-immanent plausibel machen lässt. was nicht heißt.38 Martin Bondeli und Funktion Kant der ursprünglichen Apperzeption und der Einbildungskraft zugeschrieben habe und was in diesem Punkt sodann mangelhaft geblieben sei. dass Hegel mit der Forderung nach Vermittlung von Apperzeption (Struktur der Selbstbezüglichkeit) und Objektkonstitution eine . dass mit ihr schon etwas erfahren oder erkannt wird. dass sie zu den deduzierbaren Bedingungen von Erkenntnis gehört. hg. sobald das Ich sich selbst denkt. B 404). und aus dieser Sicht wird gleichzeitig der Einwand erhoben.

Es besteht kein Zweifel. ist es zwar nicht abwegig. hat zweifelsohne Fichtes Sittenlehre mit ihrer Herleitung des Sittengesetzes aus dem Begriff der Selbsttätigkeit entscheidend vorgearbeitet. die darin bestehe.vielfarbiges' Selbst ist. ebd. d. Einbildungskraft bzw. nichts anderes als der Garant dafür. wonach die synthetische Einheit der Apperzeption dasjenige ist. Das System der Sittenlehre nach Prinzipien der Wissenschaftslehre.zerstreutes' oder . Vgl. von I. tes Sämtliche Werke. so umgehend der Einwand. Deshalb wird auch der Vorwurf. habe Kant sich mit dem kategorischen Imperativ im Sinne der Maximenwahl auf eine typische Verstandesbestimmung festgelegt. Sie dient der Bedeutungs. inkonsistent sein sollte.h.54ff. H. A 78. Kritik der reinen Vernunft. Fich- .4. dass das . die einer Umgewichtung des Kantischen Verhältnisses von Sittengesetz und Postulat des höchsten Gutes gleichkommt. Vgl. Hegel steht der Vorstellung eines sich selbstmächtig realisierenden Sittengesetzes seit der späten Berner Zeit nahe. . dass Hegel hier Kants Vorgehen mit jenem Fichtes zusammenwirft. Bei Kant hat die Einbildungskraft. hg. war für Kant klar. sondern ein zum Sittengesetz erhobenes Postulat der Realisierung des höchsten Gutes.124. für eine Kritik.Wesen des denkenden und wollenden Subjekts' gleichgesetzt zu haben. Vgl. Kant zernichte seine eigene Idee der Einbildungskraft bzw. wie Hegel sie mit seiner Idee von Vereinigung von Subjekt und Objekt vertritt. das .großen Seite der Kantischen und Fichteschen Philosophie'.G. gegenstandslos. welche die Kantische bringen. was die analytische Einheit möglich macht.42. so dass die Gleichsetzung von freiem. Zudem ist sie Bestandteil der Erklärung. B 133 f. wenn man sie im Zusammenhang von Kants Diktum liest.Wesen des Rechts und der Pflicht' mit dem 7 . Siehe J. Kant hat die besagte Gleichsetzung nie vertreten. B 103.Ueber die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts'. wie Heterogenes aus einem gemeinsamen Ursprung entsteht. unterschiedliche Funktionen. Was die Einbildungskraft betrifft. Es ist eine Lesart.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM J. weshalb heterogene Bestimmungen wie Anschauung und Denken übereinstimmen. in der Naturrechtsschrift bringt er sie auf den Punkt: Er spricht von der . Bd. Fichte.G. synthetischen Einheit der Apperzeption durch einen Form-Stoff-Dualismus. Unauthenticated | 186.. die Auffassung schematisierter Kategorien. in welcher nicht Kants Sittengesetz in der Bedeutung der Maximenwahl im Mittelpunkt steht.Ich denke' kein .Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 39 schiedlicher Natur und Funktion. Bei den Einlassungen zur praktischen Vernunftkritik gelangt Hegel mit seiner eigenwilligen Kant-Deutung zu einer Ideologischen Lesart des Sittengesetzes. synthetische Einheit der Apperzeption im Hinblick auf eine Einheit von Begriff und Anschauung zu interpretieren.64 Perspektive einbezieht. GW4. sie mit der synthetischen Einheit der Apperzeption in Jedoch macht es ausgehend von Kants Problemlage wenig Verbindung zu die Sinn. vernünftigem Wollen und dem Wesen von Pflicht und Recht wiederum aufgelöst werde. wie durch Kategorien Erfahrungsaussagen über raumzeitliche Gegebenheiten trotz der Heterogenität von Denken und sinnlicher Anschauung möglich sind. Fichte.und Objektbildung eines Begriffs und ist. Allerdings.441. Dieser Lesart. Dass dabei nie prinzipiell erklärt werden kann.

Schließlich trifft Hegel mit seiner kritischen Reflexion über die unsittliche Vorstellung eines freien Zwanges oder einer zwanghaften Freiheit erneut Fichte und nicht Kant. dass Kant die ursprüngliche Apperzeption als ein intelligibles Vermögen begreift. auf der anderen Seite ein die institutionelle Gewalt repräsentierendes . Doch wie lässt sich die ursprüngliche Apperzeption mit Kantischen Mitteln als etwas Existierendes ausweisen? Es war Gottlob Ernst Schulze. die nicht mehr nur mit Hegels Kant-Bild. gibt es keinen einsichtigen Grund. Es gibt aber einen guten Grund für die Forderung. es bestehe auf der einen Seite ein auf freier Anerkennung zwischen selbstbewussten Individuen beruhendes . das nicht nur legal. sondern durchaus auch mit Kants eigener Argumentation zusammenhängen.42. Andernfalls wäre die transzendentale Deduktion ohne sicheres Fundament. Der Allgemeinheitscharakter dieses Gesetzes ist nicht. Nach Vgl. Die ursprüngliche Apperzeption in ihrer Funktion als Einheitsgarant des Denkens kann für Kant vor dem Hintergrund der Paralogismus-Kritik einerseits nur ein ausschließlich . Attackiert wird die Auffassung. vergleichbar mit einer Form. (1) Wie erwähnt.Befugnis zu zwingen'.428. Für Kant gibt es kein doppeltes Recht (keine . welcher epistemische Status der ursprünglichen Apperzeption zukommt. Bd. Wissenschaftslehre. wie Hegel meint. 112ff. welche bestehende Materien der Willkür auswählt. 231 f. Er entspricht vielmehr einer Form.404-407. Obschon nun Hegels Kant-Kritik mit dieser identitätsphilosophischen Skizzierung der Kantischen Philosophie der Sache wenig gerecht wird und sich deshalb vielfach als haltlos erweist. so dass nun jede beliebige Materie hinzukommen kann. Kritik der reinen Vernunft.Rechtsgesetz' oder .Utrecht'.. dessen Existenz nicht zu bestreiten ist.zwei Stücke' des Rechts). ist sie in ihren zentralen Angriffspunkten bedenkenswert.G.H. von I. 11 ff. Vgl. Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Sämtliche Werke. bei der von aller Materie der Willkür abstrahiert worden ist. Werden diese präziser ausformuliert. Fichte.bloßen Denkens' sein.logischer' Begriff oder eine Bestimmung des . J. die auch deduzierbar ist und auf diese Weise zugleich als objektiv gültig angesehen werden kann.Zwangsrecht'.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM . Bd.124. Kant hätte klären müssen. verweisen sie am Ende auf Schwierigkeiten..7 Denn im Unterschied zu den Kategorien ist sie keine logische Bedingung der Erkenntnis. der dieses Problem 1792 im Aenesidemus und sodann erneut in der Kritik der theoretischen Philosophie von 1801 eindringlich zur Debatte stellte. VI. in: Akademieausgabe.G. dass ein Recht bestehen soll. J.40 Martin Bondeli Davon abgesehen ist auch Hegels detailliertere Kritik an Kants Sittengesetz sehr zweifelhaft. B 135. so dass gerade nur bestimmte Materien für sie in Frage kommen. Dies sei abschließend an drei Beispielen gezeigt. Fichte. Hegel wendet sich in dieser Sache gegen die doppelte Konzeption des Rechts aus Fichtes Naturrechtslehre. sondern auch moralisch legitim ist. hg. weshalb Kant die ursprüngliche Apperzeption in ihrem Verhältnis zu den Kategorien und zur Konstitution des Erkenntnisobjekts als Prozess der Selbstbeziehung oder Selbstrealisierung hätte darstellen sollen.Zwangsgesetz' oder . Metaphysik der Sitten.III. Andererseits ist ebenfalls offensichtlich. Der moralische Gehalt des so verstandenen Rechts beschränkt sich darauf.409. Fichtes Unauthenticated | 186. 145 f. Recht besteht wesentlich in der .

zumindest insofern triftig. Kritik der theoretischen Philosophie. dass hier ein gravierendes Problem seines Deduktionsverfahrens besteht.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .71 Zudem ist Schulze zufolge Kants Behauptung. was schließlich. Schulze bleibt es völlig unentschieden.E. Mohr. G. Zum anderen deutet er sich im Bemühen an.Anerkennens' herausbildet. . Mit diesem Zugang besteht die Möglichkeit.Selbstgefühl' wird dadurch als etwas vorgestellt. Weil die Einheit des Ich aber kein beharrendes Ding in Raum und Zeit sein kann.Noumenon' oder transzendentale Idee' (psychologische Idee) begriffen hat. Er manifestiert sich zum einen im Bestreben. von M.42. Vgl. die als intelligibel gefasste synthetische Einheit der ursprünglichen Apperzeption zugleich als Datum des inneren Sinnes. Hamburg 1801. Hamburg 1996.Leib' und in einem Prozess des . die Einheit der ursprünglichen Apperzeption lasse sich letztlich nur durch die aus dem Sittengesetz folgende apodiktisch gewisse Forderung der Einheit der moralischen Person sichern. was sich mittels Bezug auf den . 2. dessen Dasein durch die praktische Vernunft gefordert wird. fehlt allerdings ein klares und einheitliches Profil. Zu diesen Ansätzen bei Kant siehe Martin Bondeli.E. Schulze. Jena G. 113 ff. das sich mit dem Aktus der Intelligenz äußert. 155-170. als zeitliches Ereignis. als Kant mit einem reduzierten Verständnis von inhaltlicher Subjektivität operiert.74 Die Einheit des Ich oder das . in: Interpretation und Argument.429ff. hg. Kant sei über die Vorstellung einer formalen Subjektivität nicht hinausgekommen. Hegel dagegen denkt die Einheit des Ich nach dem Modell eines sich ins Allgemeine und Gegenständliche entäußernden formalen und einzelnen Fürsichseins. da ein solcher Begriff einer Idee oder Hypothese der theoretischen Vernunft gleichkommt. Seinem Versuch. die Einheit des Ich ohne Rückgriff auf einen vor-kritischen Substanzgedanken wie auch ohne die Reduktion auf eine Forderung durch die praktische Vernunft geltend zu machen. zumal Einheit durch das Bestehen von Synthesis (Verbindung. hg. nicht einsichtig.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 41 ob Kant die ursprüngliche Apperzeption als . Unauthenticated | 186. zu begreifen und damit als empirisch gehaltvollen Begriff der IchEinheit auszuweisen. 348-354. Band. dass wir ein allem Denken zugrunde liegendes Ich-Gefühl haben. Würzburg 2002.73 In Bezug auf diesen Befund ist Hegels Vorwurf. Enzyklopädie.h. die analytische Einheit der Apperzeption sei nur unter der Voraussetzung der synthetischen Einheit möglich. GW20. Frank. . Hinzufügung) nicht begreiflich gemacht werden kann und deshalb in der Vorstellung von syntheti72 scher Einheit je schon vorausgesetzt wird. ein Gefühl. von H. dieses zu bewältigen. Schulze. Kant denkt die Einheit (d.124. Nicht-Zerstreutheit) des Ich nach dem Modell eines beharrenden Dinges (einer kontinuierlichen Linie). Kant selber ist nicht verborgen geblieben.Zum ontologischen Status von Kants „ursprünglich-synthetischer Einheit der Apperzeption'". die Frage nach der Existenz der ursprünglichen Apperzeption dahingehend zu beantworten. ist sie als ideelles zeitliches Ding (kontinuierlich bestehende Seele) zu fassen. in der These kulminiert.Ding an sich'. Linneweber und G. Aenesidemus oder über die Fundamente der von dem Herrn Professor Reinhold in gelieferten Elementar-Philosophie.

Wenn eine Entsprechung von möglicher und wirklicher Erfahrung angenommen wird eine Annahme. Genau auf diese Problematik macht nun gerade auch Hegel aufmerksam. erstreckt sich aber auf Gegenstände möglicher und nicht wirklicher Erfahrung. als sie aufdeckt. dass Kategorien Erfahrung (der Form nach) möglich machen und - Vgl. Dass die wirkliche Erfahrung unter der möglichen Erfahrung steht.Faktum' vorausgesetzt.Faktums'. wirkliche Erfahrung nach der Seite der empirischen (nicht-apriorischen) Erfahrung erörtert. Kant hat den nach dem Prinzip der Ermöglichung von Erfahrung (der Form nach) geführten Beweis synthetischer Urteile a priori mit dem Verständnis von . Im Falle des Verhältnisses von möglicher und wirklicher Erfahrung ist Kants Beweis somit zirkulär.Erklärung' eines . Streifereien im Gebiete der Philosophie. Sinnvoll. von Erscheinung und Ding an sich. ausgehend mals Maimón hingewiesen hat.42 Martin Bondeli Kants Problemlage wenig sinnvoll. h. wie das Verhältnis zwischen der kategorial erschlossenen (d. 51. Maimón. ist damit ebenfalls bewiesen. sondern auch einer schroffen Trennung des Erfahrungsgegenstandes in eine gesetzmäßige. entspricht. die sich durch unterschiedliche Grade der Annäherung an das Ideal möglicher Erfahrung auszeichnen. wirklichen Erfahrung genauer aufzufassen ist. geordnete Formseite und eine völlig formlose Stoffseite. S. Enzyklopädie. GW20. In der Enzyklopädie wird Hegel den Vorwurf der Form-Stoff-Dichotomie noch präziser in diese Richtung explizieren und ebenfalls zum Schluss gelangen. auf das erstvon (2) Es ist. zumal jene allein durch diese denkbar ist.möglicher' Erfahrung in Verbindung gebracht7 und die davon unterschiedene gegebene. Denn diese Dichotomie ist für Hegel nicht nur Zeichen eines Dualismus von Denken und Anschauung. A 783. wenn er Kant eine unzulässige Form-Stoff-Dichotomie anlastet. Kritik der reinen Vernunft. Unauthenticated | 186. wie erwähnt.oder Faktizitätsproblem. B 811. nicht bewiesen ist damit jedoch. nicht auf Wirklichkeit bezogene Erfahrung bezeichnet werden könnte -. 186. Berlin 1793. welche durch die mögliche Erfahrung vorgegeben wird. dass Stufen der wirklichen Erfahrung bestehen. wie Verstand und sinnliche Anschauung als heterogene Vorstellungen einander dennoch entsprechen.42. Denn es muss erstens davon ausgegangen werden. Berlin 1790. Kants Beweis sei nichts als die .7 Dieses Problem lässt sich folgendermaßen auf den Punkt bringen: Der nach dem Prinzip der Ermöglichung von Erfahrung geführte Beweis synthetischer Urteile a priori ist überzeugend. Vgl.78. mit der Annahme eines ursprünglichen Dritten zu antworten.124. Zweitens wird bei der mit Kants Beweis einhergehenden Ansicht. möglichen) und der gegebenen. auf die Frage. Versuch über die Transzendentalphilosophie mit einem Anhang über die symbolische Erkenntnis und Anmerkungen. und dies auch vor Kantischem Hintergrund. dass die wirkliche Erfahrung auch genau der gesetzmäßigen Ordnung. die nahe liegend ist. S. ist aber offenbar die Klärung der Frage. Vgl. so wird dies als ein . dass der Kantische Beweis Vermittlungen im Verhältnis von Kategorie und Erfahrung voraussetzt. Erster Teil. Maimón. Hegels Kritik erweist sich dabei insoweit als fruchtbar. weil ansonsten die mögliche Erfahrung als bloß konstruierte. Dadurch ergibt sich ein das Verhältnis von möglicher und wirklicher Erfahrung betreffendes Zirkel.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .

Andernfalls wüsste man nicht. Habermas. Kant antwortet auf die Frage. moralischen Anteile des Menschen sich entfalten und in der Bil79 dung moralisch-bürgerlicher Staaten und Staaten Verbindungen niederschlagen können. Philosophische Aufsätze. dass Kategorie und Erfahrung je schon in einem Wechselverhältnis stehen.80 nur auf den einzelnen Staat und nicht auch auf die von Kant geforderte Staatenföderation bezogen.und Rechtsauffassung korrespondierende Macht. dass Kants Beweis durch eine andere Erkenntnismethode zu ersetzen ist. das man als negativ oder instrumenten bezeichnen muss. dass er ergänzungsbedürftig ist. wenn sie sich auf Erfahrung bezie- nologische Subjekt. Sie kennt keine positive. B 299. so ist doch gezeigt. dass jedwede Kritik an einer Abstraktheit von Kants Moralitäts.Sinn' und .und Rechtsverständnis darstellt. Das geschieht bekanntlich besonders in den Abhandlungen Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht (1784) und Zum ewigen Frieden (1795). A 240f.Bedeutung' haben. Frankfurt/M. ist wiederholt erörtert worden. Bei Hegel dagegen steht und fällt die Durchsetzung von moralischen Geboten und juristischen Satzungen mit einer Verwirklichung des Sittlichen. Denn Kategorien können Erfahrung (der Form nach) nur ermöglichen.78 unterstellt. wenn sie Kategorien mit Sinn und Bedeutung sind.151 Download Date | 8/27/13 7:21 PM .und Rechtsauffassung durch ein Geschichtskonzept..124. Eine Kritik dieser Art verfugt über einen besseren Ausgangspunkt. muss ihrerseits schon kategorial vermittelt worden sein. 186ff. auf die Kategorien bezogen werden müssen. Dass Hegel im Rahmen dieser Konkretisierung auch Subjektprozesse beschreibt. zuletzt erneut bei J. der eine unumgängliche Konkretisierung von Kants Moral. Kritik der reinen Vernunft. in welchem legitime moralische Gebote und juristische Satzungen regieren.42. Leider hat Hegel diesen Gedanken. sie müssen somit schon auf Erfahrung bezogen worden sein. Die Kritik an Kants abstrakter Subjektivität richtet sich nicht oder zumindest nur in vager Andeutung gegen das mo- Kategorien nur . was den realistischen Gehalt seiner Idee eines Zustandes der Menschheit. Ist mit diesem kritischen Räsonnement zwar nicht aufgewiesen. die man unter das Stichwort der Jntersubjektivität' subsumieren kann. Erstaunlich ist allerdings. Unauthenticated | 186. Wahrheit und Rechtfertigung. 1999. Nicht die Schwächung menschlicher Naturgewalten. sondern die Beförderung von Prozessen der Anerkennung und deren Stabilisierung in Institutionen soll die Durchsetzung von Moral und Recht ermöglichen.und Rechtsverständnis unangebracht ist. Die Erfahrung. ist mit dem wenig überzeugenden Formalismusvorwurf gegen das Sittengesetz noch nicht gesagt. auf welche empirischen Daten Kategorien zu beziehen sind. der nicht-instrumentellen Moral.Das Verhältnis Hegels zu Kant in den frühen Jenaer Texten 43 dass hen. bei der die Anschauung im Mittelpunkt steht. (3) Was schließlich Hegels Einwände gegen die praktische Vernunftkritik betrifft. dass die menschliche Naturgewalt sich durch innere Widersprüche zerreibt und dass dadurch die intelligiblen. Dadurch stützt Kant am Ende seine Moral. dass Hegel diesen intersubjektiven Ansatz in all seinen späteren Stellungnahmen zur Philosophie Kant so gut wie gar nicht ins Spiel bringt. wenn das Problem der Durchsetzung der mittels Anwendung des Sittengesetzes als gültig befundenen moralischen Gebote und juristischen Satzungen berücksichtigt wird. mit einer Geschichtsphilosophie. um Sinn und Bedeutung zu haben. ausmacht.

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