Nichteisenmetalle

3

Aluminium und Aluminiumlegierungen
3.1 3.2 Aluminiumgewinnung Aluminiumeigenschaften und Aluminiumerzeugnisse im Überblick Eigenschaften ausgewählter Aluminiumwerkstoffe Fertigungstechnologien für Knet- und Gusswerkstoffe Recycling von Aluminium Ökologische Aspekte der Primär- und SekundäraluminiumHerstellung Gesundheitliche Aspekte

3.3 3.4 3.5 3.6

3.7

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Nichteisenmetalle

3
3.1

Aluminium und Aluminiumlegierungen
Aluminiumgewinnung

Historie: 1807: 1809: 1886: 1887: Humphrey Davy versucht erstmals die Elektrolyse Davy erhielt die erste Eisen-Aluminiumlegierung Paul Toussaint Héroult & Charles Martin Hall „erfinden“ unabhängig voneinander die Elektrolyse von Aluminiumoxid in Kryolith Karl Joseph Bayer entwickelt ein Verfahren zur industriellen Herstellung von Aluminium „Bayer- Verfahren“

Rohstoffe: Ton Koalin Bauxit (hoher SiO2-Gehalt, unwirtschaftlich) (hoher SiO2-Gehalt, unwirtschaftlich) (52 – 65 % Al2O3 Tonerde), benannt nach dem französischen Städtchen „Les Baux“ weitere Zusammensetzung: Eisenoxid (Fe2O3: 2 – 28 %), Wasser (12 – 30 %), Siliziumoxid (SiO2: 1 – 8 %), Titanoxid (TiO2: wenig).

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Nichteisenmetalle Bauxit und Bauxitabbau
Abbau im Tagebau mit 8% das dritthäufigste Element der Erde Weltjahresverbrauch ca. 128 Mio. Tonnen/Jahr Verhältnis: Rohstoff zu Endprodukt = 4:1

%-Anteil von Aluminium auf der Erde

Abbaugebiete von Bauxit

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Nichteisenmetalle Bauxit und Bauxitabbau

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Nichteisenmetalle Gewinnung von Aluminiumoxid nach dem Bayerverfahren (Schema, Quelle: GDA)
Bauxit Natronlauge

200° C 40 bar Autoklav Mischer Eindicker Rotschlamm 100° C

Filter Aluminiumoxid Ausrührer Kalzinierofen

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Nichteisenmetalle Bayer - Verfahren
Bauxit Bauxit Steinbrecher Steinbrecher Trockenofen Trockenofen Kugelmühle Kugelmühle Mischer Mischer Autoklav Autoklav Verdünner Verdünner Abscheider Eindicker Abscheider Eindicker Filterpresse Filterpresse Ausrührer Ausrührer Trommelfilter Trommelfilter Verdampfer Verdampfer Kalzinierofen Kalzinierofen Al2O Al2O3 3
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Zerkleinerung Entziehung von Wasser Feinmahlen Verrühren mit Natronlauge NaOH Aufschließen Al2O3+2NaOH→2NaAlO2+H2O → Natriumaluminat gelöst, Fe2O3, TiO2 nicht Verdünnung der Waschlauge Ungelöste Oxide setzen sich als Rotschlamm ab Rotschlammhalde Rotschlammhalde Verhüttung

Impfen der Klarlauge mit Al (OH)3 (AlHydroxid) NaAlO2 + 2H2O → Al(OH)3 + NaOH Trennung von Al-Hydroxid Al(OH)3 von Lauge NaOH

Brennen von Al(OH)3 zu Al2O3 bei 1.300° C

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Nichteisenmetalle Schmelzflusselektrolyse zur Reduktion von Aluminiumoxid
Al2O3: Weißes Pulver mit Schmelzpunkt 2.060° C durch Mischen mit Kryolyt (Na3 Al F6, Schmelzpunkt 1008° C) wird gemeinsamer Schmelzpunkt des Gemenges auf 962° C gebracht Dichte Al: 2,7 g cm-3 Dichte Gemenge: 2,1 g cm-3 ⇒ reduziertes Al sinkt in Schmelze ab Reaktion (vereinfacht): 2Al2O3 + 3C → 4Al + 3CO2 Aluminiumoxid aus dem Bayerprozess Qualität: Al 99,7 mit Si, Fe, Ti, Cu, Zn, Mg, ggf. Raffination mit Dreischichten – Elektrolyse.

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Nichteisenmetalle Schmelzflusselektrolyse zur Reduktion von Aluminiumoxid

Aluminiumoxid Schmelze flüssiges Aluminium
Kohlewanne

4 bis 5 V 150 bis 180 kA

Kathode: 2Al+++ + 6e → 2Al Anode: 3O-- - 6e → 3O, 3O + 3C → 3CO
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Nichteisenmetalle Schmelzflusselektrolyse zur Reduktion von Aluminiumoxid

Modell einer Elektrolysezelle zur Reduktion von Al (Quelle: Deutsches Museum, München)

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Nichteisenmetalle Blick in eine Aluminium - Elektrolysehalle
Aluminiumerzeugung vorrangig in Ländern mit Wasserkraft

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Nichteisenmetalle Aluminiumherstellung - Bilanz
Bauxit 44––55t tBauxit

60 200 kg Na2O 60 ––200 kg Na2O

Bayer-Prozess Bayer-Prozess

Rotschlamm 11––22t tRotschlamm

Al2O 22t tAl2O3 3

0,5 Koks 0,5 t tKoks 13,5 15 MWh 13,5 ––15 MWh elektr. Energie elektr. Energie

Elektrolyse Elektrolyse Al-Hütte Al-Hütte

140 kg Kryolyt 140 kg Kryolyt

Al 11t tAl Gesamtenergiebedarf: 162 GJ/t Al
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Nichteisenmetalle Dreischichten-Schmelzelektrolyse zur Herstellung von Reinstaluminium
Mit Hilfe der DreischichtenSchmelzelektrolyse kann ein Reinstaluminium mit Reinheitsgraden von 99,995 bis 99,999 hergestellt werden. Das Elektrolysebad besteht aus drei verschiedenen Schmelzen, deren Dichten so aufeinander abgestimmt sind, dass sie sich scharf voneinander trennen. Oberhalb des Elektrolyten sammelt sich das kathodisch abgeschiedene hochreine Al an. Das zu raffinierende Al und der zu ergänzende Elektrolyt werden dem Bad seitlich zugeführt. Da bereits die normale Schmelzflusselektrolyse ein für die meisten Anwendungen ausreichend reines Al liefert, wird nur ein geringer Anteil der Al-Produktion nach der Dreischichtenelektrolyse weiterraffiniert.

Dreischichtenelektrolyse zur Herstellung von Reinstaluminium

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Nichteisenmetalle Aluminiumherstellung - Walzwerk

Herstellung von Walzbarren aus flüssigem Al

Herstellung von Warmbändern auf einer Warmwalzstraße
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Nichteisenmetalle Aluminiumherstellung - Walzwerk

Weiterverarbeitung von Warmbändern in einem Kaltwalzwerk

Herstellung von Halbzeug (Al-Bleche) in einer Längsteilschere

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Nichteisenmetalle Standorte von Aluminiumhütten weltweit (Auswahl)

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Nichteisenmetalle Standorte von Aluminiumhütten in China

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Nichteisenmetalle 3.2 Aluminiumeigenschaften und Aluminiumerzeugnisse im Überblick
Eigenschaften von Aluminium Bildet an der Luft eine Oxidschicht, daher sehr korrosionsbeständig Guter elektrischer Leiter und damit auch thermischer Leiter Nicht magnetisch Kubisch flächenzentriertes Kristallgitter Schmelzpunkt Siedepunkt Dichte 660,37 °C 2467 °C 2,699 g/cm³

Diverse aushärtbare und mischkristallverfestigende Legierungen Gute Verformbarkeit durch verschiedene Verfahren. Kristallgitter von Aluminium

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Nichteisenmetalle Technologische Eigenschaften von Aluminium
Herstellung aus Bauxit über chemischen Aufschluß (Bayer-Verfahren) mit nachfolgender Schmelzfluß-Elektrolyse Gute Recyclingfähigkeit (ggf. Einschmelzen unter Salzschlacke) Weites Spektrum an Legierungen durch Kaltverfestigung, Mischkristallverfestigung (naturharte Legierungen) und Teilchenverfestigung Einsatz typisch bei Temperaturen bis 150 °C Einsatz bei Temperaturen bis 400 °C durch Al-Sintermetalle (Dispersionshärtung) möglich. Günstige Ur- und Umformeigenschaften Verarbeitung von Al-Knetlegierungen: Strangpressen, Gesenkschmieden, Kaltfließpressen, Hydroforming (IHU) Verarbeitung von Al-Gusslegierungen: Sandguss, Druckguss, Kokillenguss, Sondergussverfahren Gute Schweißbarkeit (MIG, TIG, Laser, Elektronenstrahl, Laserlöten).

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Nichteisenmetalle Aluminiumerzeugnisse
Reinaluminium (Al 98 – Al 99,9) Reinstaluminium (Al 99,98 – Al 99,99) Naturharte (mischkristallverfestigende) und ausscheidungshärtbare Knetlegierungen Naturharte und ausscheidungshärtbare Gußlegierungen Aluminium-Verbundwerkstoffe (Metal Matrix Composites MMC), Teilchenverbunde (Dispersionhärtung mit Oxiden, Carbiden) und Faserverbunde (z. B. mit SiC-Fasern, vorrangig pulvermetallurgisch hergestellt) Neues Verfahren: Herstellung von Aluminiumblöcken mit Hilfe des Sprühkompaktierens Aluminium-Schäume (Aufschäumung mit TiH2 als Schäumungsmittel).

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Nichteisenmetalle 3.3 Eigenschaften ausgewählter Aluminiumwerkstoffe

AlMgSi, sehr gut warmformbare Legierung => Anwendung für Strangpressprofile, AlZnMgCu, Knetlegierung mit höchsten Festigkeitswerten.
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Nichteisenmetalle Beispiele und Anwendungsbereiche einiger Al-Knetlegierungen
Al-Sorte, Serie Al 99,0, 1xxx Al-Cu, 2xxx Al-Mn, 3xxx Al-Si, 4xxx Al-Mg, Al-Mg-Mn, 5xxx Al-Mg-Si, 6xxx Al-Zn-Mg, 7xxx Andere (Al-Fe-Si, Al-Cu-Ti,...), 8xxx Eigenschaften/Anwendungen Reinaluminium, nicht aushärtbar, Lager- u. Transportbehälter, Lichtreflektoren, Verpackungsmittel, elektrische Bauteile Aushärtbar, 3,5-5,5 % Cu, Drähte, Schrauben, Bleche im Flugzeugbau, Werkzeuge, hochbeanspruchte Teile im Automobilbau Nicht aushärtbar, < 1,5 % Mn, Wärmetauscher, Bleche, Möbel, Dachdeckung und Fassadenbleche Nicht aushärtbar, Si bis 12 %, Motorkolben Nicht aushärtbar, 0,5-5,5 % Mg, Drähte, Stangen, Rohre, Bleche, Schiffsbau, Karosseriebleche, Maschinenkörper Aushärtbar, 0,3-1,5 % Mg, 0,2-1,6 % Si, Strangpressprofile, PKW-Räder- und Fahrwerkteile, Schmiedeteile, Fließpressteile, Rolltore, Waggontüren Aushärtbar, 6-7 % Zn+Mg, Flugzeugbau, Maschinengestelle, Schmiedeteile

Spezialanwendungen

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Nichteisenmetalle Beispiele und Anwendungsbereiche einiger Al-Knetlegierungen – nicht aushärtbare (naturharte) Legierungen
Al-Sorte, Serie Eigenschaften/Anwendungen Reinaluminium, Lager- u. Transportbehälter, Lichtreflektoren, Verpackungsmittel, elektrische Bauteile < 1,5 % Mn, Wärmetauscher, Bleche, Möbel, Dachdeckung und Fassadenbleche Si bis 12 %, Motorkolben 0,5-5,5 % Mg, Drähte, Stangen, Rohre, Bleche, Schiffsbau, Karosseriebleche, Maschinenkörper Spezialanwendungen

Al 99,0, 1xxx

Al-Mn, 3xxx Al-Si, 4xxx

Al-Mg, Al-MgMn, 5xxx Andere (Al-FeSi, Al-Cu-Ti,...), 8xxx

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 1xxx (Reinaluminium)
Eigenschaften: Hohes Reflexionsvermögen Sehr hohe elektrische Leitfähigkeit Zunehmende Reinheit: Festigkeit und 0,2-Grenze sinken Bruchdehnung und Korrosionsbeständigkeit im sauren Bereich steigen Insgesamt schlechte mechanische Eigenschaften Gut schweißbar Duktiles Bruchverhalten. Anwendungen: Lager-/Transportbehälter für Salpetersäure (Al >99,7%) Offsetdruck (Druckplatten) Lichtreflektoren.

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 3xxx (Typ Al Mn)
Eigenschaften: Erhöhte Festigkeit und erhöhte 0,2-Grenze gegenüber 1xxx-Serie Thermische Stabilität (Mn wirkt rekristallisationshemmend) Bessere Beständigkeit gegenüber leicht alkalischen Medien Gut schweißbar.

Erhöhung der Festigkeit von Al durch Mn-Zusatz, Legierungsbasis Al 99,95

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 3xxx (Typ Al Mn)
Anwendungen: Wärmetauscher (3003) Möbel (3005) Kernwerkstoff für lotplattiertes Blech (3103; 3003) Aufreißdeckel (3207).

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 4xxx (Typ Al Si)
Eigenschaften und Anwendungen: Bei hohen Anteil Si (bis zu 12%): Schmelzbereich herabgesetzt ohne Versprödung der Legierung => Anwendung als Schweißzusatzdrähte(z.B. 4045; 4046) niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient => Anwendung als geschmiedete Motorkolben.

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 4xxx (Typ Al Si)

Gefüge des Systems Al Si (hier: Gusslegierung, Quelle: MPI Stuttgart) Links: untereutektisch, 9 %, primäre Mischkristalle mit (Al-Si)-Eutektikum Mitte: eutektisch, 12 % Si, Al-Si-Eutektikum Rechts: übereutektisch, 18 % Si, primäre Si-Kristalle mit (Al-Si)-Eutektikum
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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 5xxx (Typ Al Mg)
Eigenschaften: Bei tiefen Temperaturen keine Versprödung Seewasserbeständig (aufgrund des Mg) Bei Mg-Gehalt 1% tritt eine hohe Einschnürung auf => Tiefziehen Ab Mg ≥ 2,5% gut schweißbar Mg > 3,5% und T >65°C Gefahr der Spannungsrisskorrosion Hoher Mg-Gehalt erschwert das Strangpressen Zugfestigkeit und Dehngrenze steigen mit zunehmenden MgGehalt.
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Einfluss des Mg-Gehaltes auf die Festigkeit und Dehnung von Aluminium

Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 5xxx (Typ Al Mg)
Anwendungen: Schiffsbau Thermoskannenkörper (5005) Drähte, Stangen (5019) Bleche Rohre.

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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Serie 5xxx (Typ Al Mg Mn)
Eigenschaften: Festigkeit steigt mit zunehmenden Legierungsgehalt und Umformung Gut zu schweißen (Mn erhöht Warmrissbeständigkeit und verzögert Rekristallisation) Seewasserbeständig Durch Mn: erhöhte Festigkeit beim Strangpressen 5083: höchste Festigkeit und sehr gute Tieftemperatureigenschaften. Anwendungen: Bleche für Dosendeckel (5182) Karosserieblechwerkstoff (5182) Maschinenkörper, Gehäuse für Maschinenbau (5083).
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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Wärmebehandlung
Festigkeitssteigerung naturharter Legierungen durch Kaltverfestigung und Mischkristallverfestigung. Streckgrenze, Bruchdehnung und Korrosionsbeständigkeit verhalten sich teilweise entgegengesetzt. Lösung: Über die Wärmebehandlung den Werkstoffzustand einstellen. Festigkeitssteigerung über Mischkristallverfestigung => Einbau von Legierungsatomen in das Atomgitter Kaltverfestigung => Versetzungen durch plastische Verformung,die weitere Verformung erschweren => Glühen (Rekristallisationsglühen, Weichglühen).
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Nichteisenmetalle Naturharte Legierungen – Wärmebehandlung
Rekristallisationsglühen: Ziel: Festigkeit rückgängig machen Ergebnis: Neugebildetes Gefüge => Abnahme der Festigkeit und Steigerung der Kaltverformbarkeit. Oberhalb von 350 °C => Neubildung von verformten und gestreckten Körnern zu runden und gleichachsigen Körnern.

Keimbildung und Kornwachstum bei der Rekristallisation

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Nichteisenmetalle Beispiele und Anwendungsbereiche einiger Al-Knetlegierungen aushärtbare Legierungen

AlSorte, Serie Al-Cu, 2xxx

Eigenschaften/Anwendungen 3,5-5,5 % Cu, Drähte, Schrauben, Bleche im Flugzeugbau, Werkzeuge, hochbeanspruchte Teile im Automobilbau 0,3-1,5 % Mg, 0,2-1,6 % Si, Strangpressprofile, PKW-Räderund Fahrwerkteile, Schmiedeteile, Fließpressteile, Rolltore, Waggontüren 6-7 % Zn+Mg, Flugzeugbau, Maschinengestelle, Schmiedeteile

Al-MgSi, 6xxx Al-ZnMg, 7xxx

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Nichteisenmetalle Aushärtbare Legierungen – Wärmebehandlung
Aushärten in drei Schritten: Lösungsglühen (Temperatur oberhalb der Löslichkeitslinie). Ziel: Inlösungbringen der Legierungselemente Legierungselemente bei Temperaturen von 420 °C bis 550 °C im Aluminiumkristallgitter gelöst (homogene α-Mischkristalle) Zu hohe Temperatur: Ansschmelzung der Korngrenzen => Festigkeitsverluste Zu niedrige Temperaturen haben die Folge, dass ein vollständiges Inlösunggehen der aushärtbaren Bestandteile verhindert wird => Festigkeitsverluste Abschrecken: (meist in Wasser, Luft oder mit Wassernebel). Ziel: Lösungsgeglühten Gefügezustand einfrieren. Auslagern (Kaltauslagern bei Raumtemperatur, Warmauslagern bei 140 °C bis 170 °C). Ziel: Bildung feinverteilter Zonen durch Entmischungsvorgänge.
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Nichteisenmetalle Aushärtbare Legierungen – Wärmebehandlung und Gefügezustände
1 2 3 4 5 Flüssiges Metall Schmelze zwischen Primärkörnern Homogenes Gefüge / Lösungsglühen bei 520 °C und Abschrecken Heterogenes Gefüge / Glühen bei 400 °C Glühung bei 200 °C. Aushärtung bei zu hoher Temperatur. Unerwünscht, da geringe Festigkeit 6 Glühung im optimalen Temperaturbereich.

Schematische Darstellung der Gefügezustände

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Nichteisenmetalle Aushärtbare Legierungen – Wärmebehandlung ausgewählter Legierungen
AlMgSi-Legierungen Lösungsglühen bei Temperaturen von 525 °C bis 550 °C. Hohe Mg-Gehalte erfordern größere Abkühlgeschwindigkeiten als niedrige AlMgSi1 = 20-30 Sekunden, Abschreckmedium Wasser AlMgSi0,5 = 40-60 Sekunden, Abschreckmedium Luft Mittlere Festigkeiten (320 N/mm2 ). AlCuMg-Legierungen Lösungsglühtemperatur bei 495 °C bis 505 °C Abschreckvorgang in Wasser Festigkeit bei 450 N/mm2.

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Nichteisenmetalle Aushärtbare Legierungen – Wärmebehandlung ausgewählter Legierungen
AlZnMg-Legierungen Lösungsglühen bei 460 °C bis 485 °C. Geringe Abschreckempfindlichkeit => Wasser- und Luftabkühlung bewirken gleiche Härte Festigkeiten bei 350 N/mm2 Gute chemische Beständigkeit.

AlZnMgCu-Legierungen Lösungsglühen bei 460 °C bis 485 °C. Abschrecken in Wasser Festigkeit bei 520 N/mm2.

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Nichteisenmetalle Beispiele und Anwendungsbereiche einiger Al-Gusslegierungen
Gußsorte AlCu4MgTi S, K, F AlSi7Mg0,3 S, K, F AlSi7Mg0,6 S, K, F AlSi10Mg S, K AlSi12 S, K AlSi8Cu3 S, K, D AlMg3 S, K Anwendungen Einfache Gussstücke, Waggonrahmen und -fahrgestelle Hinterachslenker, Vorderradnabe, Bremssättel, Radträger Elektronikgehäuse, Sicherheitsteile (s. o.) Motorblöcke, Wandler- und Getriebegehäuse, Kfz-Saugrohr Dünnwandige, stoßfeste Teile aller Art Dünnwandige Bauteile, warmfest bis 200 ° C Beschlagteile für Bau- und Kfz-Technik, Schiffsbau

S=Sandguss, K=Kokillenguss, D=Druckguss, F=Feinguss
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Nichteisenmetalle Aluminiumgusslegierungen – Wärmebehandlung
Höhere Gehalte an Silizium und Kupfer als in Aluminiumknetlegierungen Legierungsbestandteile in Aluminiumgusslegierungen: Kupfer (Al-Cu-Typen), Silizium zusammen mit Magnesium (Al-Si-Mg-Typen), Zink zusammen mit Magnesium (Al-Zn-MgTypen) Ein heterogenes Gefüge wirkt sich i. a. ungünstig auf spätere Bauteilbelastungen aus => Nachteile durch gezielte Wärmebehandlung und gießtechnische Maßnahmen eliminieren. Als Wärmebehandlungsverfahren für Gusswerkstoffe kommen in Frage: Aushärtung (analog zu den Knetlegierungen): Lösungsglühen – Abschrecken – Kaltauslagern oder Warmauslagern. Warmauslagerung über mehrere Stunden bei Temperaturen zwischen 155 °C und 170 °C. Ausscheidungsbeginn mit kugligen Ausscheidungszonen, welche kurze Zeit später nadelige Formen annehmen. Wachstum der Nadeln zu Stäbchen und später zu Plättchen. Maximale Härte liegt kurz vor der Plättchenbildung vor. Entspannungsarmglühen: Ziel: Eigenspannungen in den Gussstücken abbauen. Eigenspannungen entstehen bei schnellem Erstarren der Gussstücke, beim Abschrecken oder während einer mechanischen Bearbeitung. Vermeidung von Eigenspannungen bei der Gestaltung der Gussteile und während des Gießvorgangs. Glühtemperatur zwischen 200 °C und 300 °C. Weichglühen (Rekristallisationsglühen).
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Nichteisenmetalle Anwendungsbeispiele für Aluminium-Gusslegierungen

Ringrahmen für ComputerTomographen

Getriebegehäuse ICE-Antriebskopf

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Nichteisenmetalle 3.4 Fertigungstechnologien für Knet- und Gusswerkstoffe

Gesenkschmieden von Aluminium Aluminiumknetlegierung als Werkstoff, Hohe Wirtschaftlichkeit, gute Verformbarkeit Gesenkschmieden Warmmassivumformung für Serienfertigung von Präzisionsteilen Materialvorbereitung Erwärmung auf Umformtemperaturen zwischen 350 bis 520°C Material als Stange (rund oder quadratischen Querschnitts) Schmier- und Trennmittel.

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Nichteisenmetalle Gesenkschmieden von Aluminium
Verfahren Ober und Untergesenk aus warmfestem Stahl, erwärmtes Werkzeug und Material Phasen: a) Stauchen b) Breiten c) Steigen Materialeinsatz: Bestimmung von Grat-, Zunder-Abbrandmasse sowie Werkstückmasse, da Materialverlust Massen bis 2000kg Im Gegensatz zum Stahl sind für komplizierte Formen mehrere Schmiedevorgänge nötig.

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Nichteisenmetalle Strangpressen von Aluminium
Endprodukte: Rohre, Stangen, Profile, Durchmesser bis zu 380 mm Materialvorbereitung: Beizen, Erwärmen Direktes Strangpressen: Stempel presst erwärmtes Material (Block) aus dem Aufnehmer durch formgebende Matrize Nachteile: hohe Reibungskräfte, hohes Temperaturgefälle Indirektes Strangpressen: Pressscheibe presst erwärmten Block durch die Matrize, Matrize sitzt auf Hohlstempel auf Vorteile: geringe Reibung von Material und Aufnehmer, weniger nicht pressbares Material In beiden Verfahren bleibt stets ein Pressrest über (8-12%).
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Nichteisenmetalle Strangpressen von Aluminium

Strangpressprofile

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Nichteisenmetalle Innenhochdruckumformung (Hydroforming) von Aluminium-Profilen

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Nichteisenmetalle Phasen der Innenhochdruckumformung

Werkzeug öffnen – Halbzeug einlegen – Werkzeug schließen

Horizontalzylinder anfahren – Füllen mit Druckmedium – Umformprozeß beenden und Werkzeug öffnen
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Nichteisenmetalle Anwendungsbeispiele Innenhochdruckumformung
Konventionelle Herstellung Innenhochdruckumformung

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Nichteisenmetalle Gießen mit verlorenen Formen - Sandguss

Merkmale: Prototypen & Kleinserien, hohe Flexibilität, Mindestwandstärke 4 mm, Wärmebehandelbar, schweißbar, größere Radien.

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Nichteisenmetalle Gießen mit verlorenen Formen – Niederdruck-Sandguss

Merkmale: Vorentwicklung dünnwandiger, dem Druckguss ähnlicher Gussteile, turbulenzarme Formfüllung, durch Auswahl geeigneter Legierung „druckgussanaloge“ Festigkeitswerte.

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Nichteisenmetalle Gießen mit verlorenen Formen - Vollformguss

Merkmale: Mindestwanddicke Teilespezifisch, komplizierte Formen möglich, glatte Oberfläche mit „Polystyrol-Struktur“, hohe Maßgenauigkeit, hohe Gießtemperatur nötig, hohe Effizienz durch Gießtrauben.

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Nichteisenmetalle Gießen mit verlorenen Formen - Feinguss

Merkmale: Vorwiegend kleine Teile mit großer Maßgenauigkeit und hoher Oberflächengüte, komplizierte, dünnwandige Gussteile möglich, durch Robotereinsatz auch sehr große Teile möglich (z.B. für Luft- und Raumfahrt), Nachteil: hohe Verfahrenskosten.

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Nichteisenmetalle Gießen mit Dauerformen - Kokillenguss

Merkmale: Breite Anwendung bei Herstellung von Rädern und Fahrwerksteilen, schnellere Erstarrung als Sandgussteile, feineres Gefüge und höhere Festigkeit, höhere Maßgenauigkeit, schweißbar.

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Nichteisenmetalle Gießen mit Dauerformen – Niederdruck-Kokillenguss

Merkmale: Anwendung bei der Herstellung von Rädern, Motorblöcken und Zylinderköpfen, sehr turbulenzarm durch langsame Füllung, gerichtete Erstarrung möglich, wenig Kreislaufmaterial, geringe Nachbearbeitung nötig.

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Nichteisenmetalle Gießen mit Dauerformen – Direktes Squeeze-Casting

Merkmale: Wanddicken zwischen 3-50 mm, erzielbare Toleranzen im Bereich des Druckgusses, exakte Reproduzierbarkeit, wenig Gas- & Schrumpfporen, wenig Umlaufschrott, schmiedeähnliche Bauteile bei geringen Kosten, einfach zu kontrollierende Parameter (Temperatur und Druck), Nachteil: höhere Kosten als beim Druckguss.

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Nichteisenmetalle Sprühkompaktieren von Aluminium
Beim Sprühkompaktieren von Aluminium wird schmelzflüssiges Material durch Keramikfilter gereinigt und Zerstäuberdüsen zugeführt. Die Zerstäuberdüsen tragen die Schmelztröpfchen durch schwingende Bewegungen auf einen rotierenden Teller auf, der nach und nach zu einem AlBolzen wächst. Die hohen Abkühlungsgeschwindigkeiten führen zu einem feinkörnigen Gefüge und damit gutem Festigkeits- und Umformverhalten. Durch Zugabe von Partikeln können Teilchenverbundwerkstoffe (MMC) hergestellt werden. Beispiele für Anwendungen: Zylinderlaufbuchsen, Kolben, Pleuel etc.

Prinzip des Sprühkompaktierens

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Nichteisenmetalle Aluminium-Schaumherstellung
Al-Schäume können schmelzmetallurgisch, pulvermetallurgisch und durch Abscheidung erzeugt werden. Bei der schmelzmetallurgischen Variante wird das Treibmittel in die Metallschmelze eingerührt und der Schaum erstarrt in einer Kokille. Bei einer anderen Variante wird Treibgas in die Schmelze eingeblasen und der Schaum oberhalb der Schmelze abgeschöpft (Norsk-HydroVerfahren). Bei der Schaumherstellung aus Metall- und Treibmittelpulver erfolgt der Fertigungsprozess in den Schritten: Mischen von Al-Pulver und Treibmittel – Kompaktieren – ggf. Umformen – Aufschämen durch Erwärmung. Erfahrungen mit dem Schäumen liegen bei folgenden Metallen von: Al, Mg, Zn, Pb, Cu, Ti.

Pulvermetallurgische Herstellung von Metallschäumen

Schäumen partikelverstärkter Schmelzen nach dem Norsk-Hydro-Verfahren
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Nichteisenmetalle Aluminium-Schäume
Querträger Dachträger

Aufgeschäumtes Hohlteil aus Al

Knotenbereiche/ Fügestellen Seitenaufprallschutz (Tür) Schwelerbereich

Längsträger

Mögliche Einsatzbereiche von Aluminium-Schäume im Automobil (Quelle: Fraunhofer) Gießkern aus Al
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Nichteisenmetalle Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) von Aluminium
Erstmals im Jahre 1936 eingesetzt Lichtbogen zwischen nicht-abschmelzender Wolframelektrode und dem Werkstück Zusatzwerkstoff wird manuell hinzugeführt Vor allem im Dünnblechbereich eingesetzt.

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Nichteisenmetalle Metall-Lichtbogenschweißen von Aluminium
Lichtbogen zwischen umhüllter Stabelektrode und Werkstück Elektrode enthält sowohl Fügematerial als auch Flussmittel Wesentlich schlechtere Nahtqualität als MIG/WIG Keine Bedeutung für Schweißkonstruktionen Genutzt für Reparaturarbeiten an Gussstücken aus Al-Si-Legierungen.

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Nichteisenmetalle Laserschweißen von Aluminium
Entwicklung seit den 70er Jahren Berührungsloses Schweißen Hohe Schweißgeschwindigkeit Ausschließlich automatisiert ausgeführt Sehr gute Schweißnahtqualität Unterschiedliche Materialarten- und stärken schweißbar Steuerbarkeit der Energieeinbringung je nach Werkstoff und Anforderung.

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Nichteisenmetalle Anwendungsbeispiel Laserschweißen – Aluminiumkarosserie Audi A2

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Nichteisenmetalle 3.5 Recycling von Aluminium
Metallherstellung Erz Erz Aufbereitung Aufbereitung Primär-Al-Herstellung Bauxit Bauxit Trocknung/ Trocknung/ Zerkleinerung Zerkleinerung Bayer-Verfahren Bayer-Verfahren Sekundär-Al-Herstellung Schrott Schrott Aufbereitung Aufbereitung Trocknen Trocknen Shredder Shredder Pyrolyse ... Pyrolyse ... Schmelzofen Schmelzofen

Reduktion Reduktion

ZweischichtenZweischichtenelektrolyse elektrolyse DreischichtenDreischichtenelektrolyse elektrolyse

Raffination Raffination

Schmelzmetallurg. Schmelzmetallurg. Raffination Raffination SNIF SNIF ABF ABF Reinstaluminium Reinstaluminium
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Reinstmetall Reinstmetall

Reinstaluminium Reinstaluminium

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Nichteisenmetalle Recycling von Aluminium - Übersicht
Recyclingwege von Aluminiumwerkstoffen Aluminiumschrott Aufbereitung Aufbereitung Shredder Shredder Trocknen Trocknen Pyrolyse Pyrolyse Entlacken, ... Entlacken, ... Aluminiumproduktion in der BRD
c a . 1 M io t/a

Salzschlacke als Schutz vor Oxidation und zum Binden von Verunreinigungen

Produktion aus Bauxit über Bayerprozess und Schmelzflusselektrolyse
0 ,5 5

Schmelzofen Schmelzofen Drehrohr Drehrohr Induktionsofen Induktionsofen Schmelzmetallurgische Schmelzmetallurgische Raffination Raffination Reinstaluminium

Salzschlacke Salzschlacke Krätze Krätze
Krätze: an der Schmelzoberfläche oxidiertes Aluminium

0 ,4 5

Produktion aus Schrott Neuschrott Späne Altschrott Krätzen Vorschmolz (Rückstände aus Schmelzprozessen)

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Nichteisenmetalle Recycling von Aluminium - Schrottanfall
Industriezweig Anteil am Gesamtverbrauch in % 25 - 30 18 - 22 10 - 12 8 - 10 6-9 6-9 Lebensdauer in Jahren 10 10 - 30 1 10 - 30 4 - 12 10 Recyclingquote in % Neuschrott Metallreste aus Produktion und Verarbeitung (Folien, Stanzrückstände etc.) 50 - 75 50 - 70 3 - 20 60 - 70 25 - 30 50 - 70 Späne Dreh-, Fräs- und Sägespäne aus der Bearbeitung Altschrott Ausgediente Verbrauchs- und Investitionsgüter Krätzen Rückstand aus Schmelzprozess, Gemenge von Al, Al-Oxid und Verunreinigungen Vorschmolz Daten zum Altschrott Rückstände aus Schmelzprozessen
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Verkehr Bauwesen Verpackungen Elektrotechnik Haushaltswaren Maschinenbau

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Nichteisenmetalle Recycling von Aluminium - Schrottanfall

Neuschrott

Altschrott

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Nichteisenmetalle Recycling von Aluminium - Schrottanfall

In der Bundesrepublik werden jährlich über 400.000 t Schrott zu neuwertigem Aluminium verarbeitet. Mehr als ein Drittel der Gesamtproduktion stammt aus dem Recycling-Prozess.
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Nichteisenmetalle Bewertungskriterien für AI - Sekundärrohstoffe
Merkmal Chemische Zusammensetzung Materialart Reinaluminium Legierungsschrott Al-haltige Rückstände Knetlegierung Gusslegierung grob-/ feinstückig paketiert / lose Cu-frei oder Zn-frei Cu-, Zn-, Si- oder Mg-haltig Eisen- und Stahlteile Sonstige Schwermetalle Kunststoffe. Gummi Papier, Karton Öl und Fett Farben Schmutz und Oxide

Legierungstyp Form und Größe Zusammensetzung Verunreinigungen

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Nichteisenmetalle Mischbarkeit von Al-Legierungen
Mischbare Legierungen: Legierungen derselben Gattung, z. B. Al Mg 1, Al Mg 5 Guss- und Knetlegierungen derselben Zusammensetzung, Al Cu Ni, G-Al Cu Ni Begrenzt mischbar: Al Cu Mg mit Al Cu Ni, G-Al Cu Ni, Al Cu, G- Al Cu, Al Si, G-Al Si, G-Al Si Cu G-Al Zn Cu mit Al Si, G-Al Si, G-Al Si Cu Al Si mit G-Al Si, Al Mn Al Mg mit Al Mg Mn, Al Mn, G-Al Mg Nicht mischbar: Al Mn Al Mg Al Mg Mn Al Mg Si G-Al Mg Si Al Mg, Al Mg Mn mit Al Mg Si, G-Al Mg Si
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G-Al Si Cu G-Al Cu Ti mit Al Cu Mg Al Cu Mg Pb Herabsetzung der Korrosionsbeständigkeit durch Cu

Versprödung des Al durch Mg Si
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Nichteisenmetalle Wirkung von metallischen Verunreinigungen in Al
Verunreinigung Bor Chrom Kupfer Eisen Magnesium Mangan Silizium Zink Wirkung Gasaufnahme beim Gießen Intermetallische Phasen, Krustenbildung beim Stranggießen, Gefügeinhomogenitäten Verminderung der Korrosionsbeständigkeit Verminderung der Korrosionsbeständigkeit, Krustenbildung, Texturbildung Spannungsrisskorrosion, schlechte Verarbeitbarkeit, schlechte Schweißbarkeit Rissbildung, abnehmende Festigkeit, schlechte Verformbarkeit Warmrissneigung, geringe Bruchdehnung Warmrissneigung, Versprödung, Verminderung der Korrosionsbeständigkeit

⇒ Verunreinigungen auf maximal zulässigen Wert beschränken
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Nichteisenmetalle Aufbereitungsverfahren für Aluminiumschrotte
Fabrikationsschrotte Schneiden, Pressen Späne Brechen, Schneiden, Trocknen, Waschen Lackierte Schrotte Sortieren, Abschwelen (Pyrolyse), Magnetscheiden Krätze Brechen, Sieben, Magnetscheiden Sammelschrott Spänewaschanlage für verölte Aluminiumspäne Sieben, Shreddern, Magnetscheiden

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Nichteisenmetalle Ofentypen und Schmelztechnologien für Al-Sekundärrohstoffe
Ofentyp Trommelofen Anwendung hochverunreinigte Schrotte, verunreinigte Materialien mit großer spez. Oberfläche (Krätzen, Späne, Shredderschrotte, Folien etc.) massive, sperrige Schrotte mit wenig Verunreinigungen (bevorzugt Produktionsschrotte aus Halbzeugwerken) beschichtete oder verunreinigte Produktionsschrotte; gebrauchte Getränkedosen (UBC-Schrott); dünnwandige Schrotte mit spez. großer Oberfläche Vorschmelzofen in Aluminium-Gießereien; grobstückigere Materialien, die nicht zu stark verunreinigt sind Grobschrotte oder paketierte Materialien; Produktionsschrotte aus Halbzeugwerken feinstückige Einsatzstoffe mit wenig Verunreinigungen (Späne, Folien- und Blechschrotte)

Wannen- oder Herdöfen

Mehrkammeröfen (Herdofen mit Vorherd) Schachtofen

Rinneninduktionsofen

Tiegelinduktionsofen

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Nichteisenmetalle AI - Recycling im Trommelofen
Einschmelzen unter Salzschlacke (Mischung NaCl und KCl, 400 kg pro t Al) ⇒ Schutz vor Oxidation, Binden von Verunreinigungen Flüssigmetall wird im Halteofen (Konverter) gereinigt (durch Schutzgasspülung), legiert und metallurgisch behandelt (ggf. raffiniert) Salzschlacke wird durch Eindampfen und Kristallisation zurückgewonnen Krätze (an der Schmelzoberfläche oxidiertes Al) wird recycelt Nachteil des Trommelofens: hohe Emissionswerte.

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Nichteisenmetalle AI - Recycling im Drehtrommelofen

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Nichteisenmetalle Raffinationsverfahren für Aluminiumschrotte
Durch Verschlackung entfernte Metalle

Methode

Durchführung

Oxidation

Behandlung der Schmelze mit Oxidationsmittel Behandlung der Schmelze mit Chlor oder chlorabgebenden Mitteln Behandlung der Schmelze mit gasförmigen Fluoriden Behandlung der Schmelze mit Alkali- und Erdalkalimetallen BaF2, CaF2, NaF

Ca, Mg, Be, Zr

Chlorierung

Ba, Na, Ca, Mg, V, Be

Fluorierung

Ca, Be, Na, Mg

Mg

Neue Verfahren (Fa. Alcan):

Spinndüsen – Inertgas – Flotation = SNIF Alcan-Bett-Filter-Technologie = ABF
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Nichteisenmetalle Schmelzmetallurgische Raffination durch das chemische Reinigungssystem SNIF (Fa. Alcan)
Prinzip: Argon wird über Düsen in das flüssige Aluminium eingedüst und treibt die metallischen Verunreinigungen an die Badoberfläche (Krätzeschicht). SNIF = Spinning Nozzle Inert Flotation

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Nichteisenmetalle Schmelzmetallurgische Raffination durch das physikalische Reinigungssystem ABF (Fa. Alcan)
Prinzip: Die ungereinigte AlSchmelze durchströmt die Filterschicht von oben nach unten. Die Reduzierung der Verunreinigungen beruht auf Sedimentation der Partikel in den Zwischenräumen des Filtermaterials und auf Adsorption an den Aluminiumoxidkugeln und den Bruchstücken.

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Nichteisenmetalle AI - Recycling im Mehrkammerofen

Beschichtete und verunreinigte Walzschrotte, Getränkedosen Lacke und Kunststoffe werden in Gase überführt und als Brennstoff genutzt 25 kg Salzeinsatz pro t Al Ofenfassungsvermögen 90 t

Mehrkammerofen

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Nichteisenmetalle Prinzip des Mehrkammerofens

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Nichteisenmetalle Al-Recycling im Herdofen

Ofenbeschickung mit massiven, sperrigen Schrotten mit wenig Verunreinigungen

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Nichteisenmetalle Schema einer Alcan – Recyclinganlage für Dosenschrott mit Induktionsofen
Dosenschrott Dosenschrott Hammermühle Hammermühle Magnetabscheider Magnetabscheider Entlacker Entlacker Tunnel-Induktionsofen Tunnel-Induktionsofen Halte- und Kippofen Halte- und Kippofen ggf. chemische Reinigung Stranggierssanlage Stranggierssanlage Walzenbarren Walzenbarren Spinndüsen-Inertgas-Flotation (Spinning Nozzle Inert Flotation SNIF) Alcan Bett Filter Technologie ABF Weißblech Weißblech

Krätze Krätze

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Nichteisenmetalle Schema einer Alkan – Recyclinganlage für Dosenschrott

Sc hr ot

an d

för de

rer

t-

Fö rd er b

Hammermühle

Ho he n

separater Schwingförderer

Beschickung

Förderband mit Waage

Weissblech

separater Schwingförderer TunnelInduktionsofen Abrieb

Barrenkran und Greifzange

Weissblech

Abrieb

Abrieb TunnelInduktionsofen

Halte- und Kippofen

Stranggiessanlage

WalzbarrenLagerung und Transport

Krätzekühler

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Nichteisenmetalle Induktionsrinnenofen mit 4 Induktoren
2

2

1 2 3 4 5

Induktoren; Ofenraum; Ausguss; Krätzeentnahme; Ausmauerung

1

3

3

4 5

1

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Nichteisenmetalle 3.6 Ökologische Aspekte der Primär- und Sekundäraluminium-Herstellung
250000 204.892 100 %

Energieverbrauch von Primärund Sekundäraluminium
Primärmetall

Primärenergieverbrauch [MJ/t]

200000

150000

116.587 57 %

100000
Sekundärmetall

50000

12.161 5%

0 Europäische Verhältnisse Kanadische Verhältnisse (Wasserkraft) Europäische Verhältnisse

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Nichteisenmetalle Ökologische Aspekte der Primär- und Sekundäraluminium-Herstellung (Studie der RWTH-Aachen)

Input / Output

Primäraluminium

Sekundäraluminium

Energiebedarf [GJ/t]

164

20

Wasserbedarf [m3/t]

57

1,6

Abfälle [kg/t]

3.650

396

Atmosphärische Emissionen [kg/t]

204

12

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Nichteisenmetalle Ökologische Aspekte der Primär- und Sekundäraluminium-Herstellung

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Nichteisenmetalle 3.7 Gesundheitliche Aspekte

Im Körper eines Erwachsenen (70 kg) sind ca. 60 mg Aluminium nachweisbar. Für den Menschen sind keine Aluminiummangelerscheinungen bekannt. Die toxische Dosis liegt bei 5 g. Allergische Reaktion von einigen Prozent der Bevölkerung - sie erleiden Ausschläge in jeder möglichen Form durch Verwenden von Antitranspirationsprodukten, Verdauungsstörungen und Unfähigkeit, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, die in Aluminiumtöpfen gekocht wurde, oder Erbrechen und anderen Vergiftungserscheinungen durch Einnehmen aluminiumhaltiger Medikamente. Die Vermutung, Aluminium würde Alzheimer hervorrufen, konnte nicht bestätigt werden. MAK: 6,0 mg·m-3 Luft.

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