rie unberücksiditigt blieben.

Von grundlegender Bedeutung erweist sidi dabei e Hegelsdie Bestimmung des Verhältnisses der modernen Welt zu ihrer christ, hen Vergangenheit. Mit Hegel setzen sidi sowohl Feuerbach, Marx und Nietzle als auch Overbeds und E. von Hartmann auseinander. Hegels Thesen fordern ilthey und Löwith heraus. Sie bilden zugleich, vermittelt durch den Kulturprotesntismus, den Hintergrund für die von Troeltsch und Gogarten angestrebte istimmung des christlidien Anteils an der Entstehung der Moderne. Auf andere utoren, die sich der Kategorie Verweltlichung/Säkularisierung bedienen, ^vie B. Yorck von "Wartenburg und Max Weber, wird verwiesen. Die Einzelanaiysen, die als Bausteine zu einer Gesdiichte des Begriffs zu verehen sind, machen deutlich, daß die Entstehung der Kategorie nicht, wie bisher orausgesetzt, auf eine direkte Analogiebildung zum historisch-politischen Beriff der Säkularisation zurückgeführt werden kann. Blumenbergs Kritik Kinchtlich der Tragfähigkeit der Säkularisierungsformeln: die Kategorie finde in er Regel ohne den Nachweis eines im übertragenen Sinne verstandenen Entignungsver fahr ens Verwendung — erfährt auf Grund der Untersuchungsergebisse für den deutsdien Sprachraum eine historische Erklärung: die Genesis es Begriffs Verweltlichung/Säkularisierung als Interpretationskategorie der neueitlichen Geistesgesdiidite vollzieht sidi offensichtlidi in Anknüpfung an den -irchengeschichtlichen Begriff der Verweltlidiung. Im Selbstverständnis der leuzeitlidien Autoren bedeutet Verweltlichung aber nicht mehr Abfall in illegiime Weltlichkeit, vielmehr wird die Emanzipation aus kirchlich-theologisdjen Bindungen zumeist positiv gewertet. Durdi die synonyme Verwendung der Ternini Verweltlichung und Säkularisierung/Säkularisation eröffnet sidi die Mögichkeit einer Anbindung der Interpretationskategorie an den historisdi-politisdien Begriff. Dabei spielt das von Blumenberg angenommene Modell eines transitivi /^erstandenen Enteignungsverfahrens keine Rolle. Die Kategorie bezeichnet zumeist ü e Umwandlung einer in sich identischen Substanz aus kirchlicher Umklammerung in allgemeine Verfügungsgewalt. Ihre Tragfähigkeit muß in dem jeweiligen Anwendungsbereich überprüft werden. Diese Differenzierungen, die Geschichte der Kategorie betreffen, führen zu einer zusammenfassenden Interpretation der Funktionen, die die Kategorie in philosophischer und theologischer Zielsetzung erfüllt. Angesichts der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten erweist sich die These von der Säkularisierung als einer theologisch bedingten Unrechtskategorie als ergänzungsbedürftig. So kann gezeigt werden, wie der kirchiengeschichtliche Begriff in kultur- und geistesgeschichtlidien Darstellungen neutralisiert und rein deskriptiv verwendet oder aber von deai Verfechtern der Weltlidikeit der Neuzeit umfunktionalisiert wird und bei ihnen zum spradilidien Rüstzeug ihres Kampfes gegen eine theologisch gedeutete Welt gehört. H. Z.

ARCHIV FÜR BEGRIFFSGESCHICHTE
B E G R Ü N D E T V O N ERICH R O T H A C K E R

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A

/m Auftrage der Akademie

der Kommission der Wissensàaften zu Mainz

für

Philosophie Literatur

und der mit

Herausgegeben

in Verbindung Gründer

Hans Georg Gadamer und Joaώim von Karl fried

Ritter

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B A N D X I I I HEFT 2

1969 V

B O U V I E R

u. C O .

V E R

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- B O N N

'Α. ' I ' • . im Gegensatz zu dem Wort substantia^ das ουσία übersetzt. 4. • J i / Qï-X'^'-X·^• ûvi J V. daß das Wort ύπάρχειν innerhalb der Stoa eine Seinsweise bezeidinet. forbel^ai^enj Ohn'e \psdrdckliche Genelirtiigung }st ès Paris. •fSÎÎ: u^ifcrift^n' an dl^ H^ifausgeher Ty^eMeji prbfetén." / ι. in denen es fast immer zur Übersetzung von ΰπαρξις dient. 18 (S. dem Prädikat zukommt und der Seinsweise des Subjektes gegenübergestellt wird.' . sie in animis exsistunt maiores etiam uarictates. ^ ^ ^ S 4 ^ ^ • -Λ·'. andererseits mit dem neuplatonischen Gebrauch dieses Wortes verglidien werden. die das "Wort ύπάρχειν innerhalb des technisdien Wortschatzes der griechisdien Philosophie aufweist. H a d o t Brenke). •il ^ ^ M*. WASZINK: „In reputacione quidem er considerathne uere existentis uereque peruigilis naturae.. 1960). •Λ"'· 'U -ι r f V'.1·. Munster. Hadot-Brenke) ." CALCIDIUS. Timaens." Cf. ' I •r. S. wie aus der Timaios-Übersetzung des C A L C I D I U S ersichtlich.if < -"iV ^'. • • . HENRY-HADOT (Sources chrétiennes. Τα® ^"•ι: . sorgfältig die Bedeutung zu präzisieren. erhellt aus folgender Stelle bei P L U T A R C H : „Aber ^ MARIUS VICTORINUS. das ΰπόστασις wiedergibt. I I I . ^ Für das Verständnis der Vorgeschichte des Begriffes Existenz ist es daher unerläßlich. Danach soll diese Bedeutung des ύπάρχειν einerseits mit dem aristotelischen. ^ ^ -τ Das "Wort exsistentia erscheint erstmalig im Lateinisdien in den theologischen Werken des M A R I U S V I C T O R I N U S . I. ZUR VORGESCHICHTE DES BEGRIFFS „EXISTENZ^ ΥΠΑΡΧΕΙΝ BEI D E N STOIKERN i 11. und die vorliegende Studie möchte einen Beitrag zu einer derartigen Untersuchung liefern. 2. zumal in der Form des Partizips. ^ ^ ί ' ^ i ^ ^ Λ » ί^-^ ^ ^ fj^ ι. 48—57 (S. Hadot-Brenke). •1. II.y'^C 'ίί'·· ίV « Pierre . 7. Tim. ^'^••Vl. ® CICERO. Artemis Verlag.^GedmcktTnijlÎnteÎ^t^tauiig dVl^eiitsdiénFWSch^ Η' . die dem Gesdiehen. Adversus Arium. 244— 245.-. ^f i-i-iik^Vi'·· ^iv . Daß die Stoiker dem Verb ύπάρχειν eine sehr präzise tedinische Bedeutung gegeben hatten. 30. 33. ' Ν Λ ^ ' I Λ' ^ / 1 'ι . B5SR'3 4 1 6 0 ^ 8 3 2 1 ^ lie ' R e φ t e . 50. 23.' S i 'iti · ^ Ιν/ [( ^ . 52 Β: περί τήν ανπνον «αΙ αληθώς φύσιν ύπάρχουσαν. Aäversus Arlum. das in der philosophischen Sprache oft für esse eintrat. Bibliothek der alten Welt. fil. I. 7: „In potentia exsistens ad id quod est esse. Munster. 9. dem Akzidenz. 107: „ U t in corporibus magnae dissimilitudines sunt. Adversus Avium. Zunächst soll zu zeigen versucht werden. . 115 . . De officiis. Candidi Arrìani ( = Marli Victorini) ad Marium Victorinum rhetorem. V. ν ι ^ Hadot ..λ ' " 1 ^ '.· .' 'JR. . und zu subsistentia.«'ν"/." MARIUS VICTORINUS. ^ Exsistentia ist abgeleitet von exsistere. Plato. K/Giuncier^ p'klbsoplitsches Setóinàr^an'fiei? Universität.Vj Γ^. deutsche Übersetzung./. àp^ V^^rthiy 'fèì" Segi'Îfe^escliîcîite'™ r. ft. 74. ^ Exsistere seinerseits wurde auch zur Übersetzung von ύπαρχε iv verwendet. •ι. ^· i '/ ^ . 221. I.

nur diese ist wirklidi in unserem Besitz. Für sidi genommen bezeichnet νφίοτααϋαι im allgemeinen bei den Stoikern die Tatsache des „Subsistierens in sich" U m diese Bedeutung handelt es sich bei P L U T A R C H wenn er den paradoxen Charakter der stoischen Lehre von der Zeit aufzeigen will." ^ "Wir haben hier also eine Untersdieidung vor uns. notit. Audi für uns moderne Menschen erscheint der Gedanke. daß ύφεστηκέναι. aß C H R Y S I P P . S. De commun. die von H. Jedoch ist darauf zu achten. D Ö R R I E folgendermaßen den zitiern Text aus P L U T A R C H : „ E S handelt sich also um zwei ganz verschiedene rten der Realität: Vergangenheit und Zukunft sind festbegründet. GOLDSCHMIDT.y S. 8 κοινώς Ή Ιδίως pr. V. ® V. h. muß diese uns so befremdliciie Vorstellung auf dem Hintergrund der stoischen Lehre von der είμαρμένη gesehen werden. τό δέ ν ΰ ν δλως μηδέν είναι. daß die zukünftigen Ereignisse auf D e n s o rigorose "Weise determiniert seien wie die bereits der Vergangenheir ngehörigen. DÖRRIE. . daß nicht nur die Gegenwart ungreifbar. Ύ π ό σ τ α σ ι ς . indem er die Seinsweise der Zukunft mit ύφεστηχέναι. ' H . 28: δεύτερον δέ ύποκείμενον ^ίσταται SVF. I.. Um veri standen zu werden. nicht mehr oder nodi cht gegenwärtig ist. Er sagt dort. S. 59. Wenn es aber hier ein Paradox gibt. La théorie des incorporels dans l'ancien stoïcisme. Π. so Läutert er. Im Gegensatz hierzu kommentiert H. Diese Formulierungen bedeuten. 518. die einem aktuellen Akzidenz (συμβεβηκός) des ibjektes als Träger der Handlung zukommt. * PLUTARCH. während der gegenwärtige Teil μόνον άρχειν. eine lediglich gedadite oder in Gedanken bestehende dstenz. daß diese letztere Interpretation. 1955. paradox. 1081 F = SVF. daß der vergangene Teil der Zeit sowie der zukünftige it ύπάρχειν αλλ' 'ύφεστηκέναι. die durdi diese Verben angezeigt wird. Indem er sich auf einen parallelen Text bei S T O B A I O S ® stützt. d. daß Vergangenheit und Zukunft eine Realität in sich haben sollten. τό ποιόν. eine Realität „in sich" haben. h. ohne allerdings die Bedeutung des Wortes ύπάρχειν in dem lutarchtext klar zu definieren. die Gegenwart) ganz und gar nichts ist und daß lediglich das „Soeben" und das „Vorgestern" ύφίσταται. die allein zulässige ist. die sich aus dieser Interpretation für die Bedeutung von ύπάρχειν ergeben. und da die andlung..lben Sinne. die Zeit wäre nichts anderes als reine Vorstellung.. 51—53. B R É H I E R ® darauf hingewiesen. Wenn nun υφίσταται bedeuten würde. |. führt G O L D S C H M I D T aus. PROKLOS. Phil. ALEXANDER APHROD. 41. szeidinete. auf :n idi noch zurückkommen werde.und Bedeutungsgesdiidite. notit. B R É H I E R unternommene. 1081 C: παρά τήν H8Wu)VTa «αΐ π α ρ φ χ η μ έ ν ο ν . d. Π Ι .. 1 8 1 ) . 521). daß ύφεστηκέναι die dem Unkörperlichen eigene Seinsweise zeidinet. daß ύπάρχει. 23. Idi meine. Nadiriditen d.. V U . . hatte E . Zunächst einmal ist es unmöglich anzunehmen. De comm. i". ihnen lein kommt Bestand und Dauer zu — aber diese beiden Zeitstufen sind dit in unserer Hand. In Tim. ® E . wie V.Πρφην ύφεστάναι. 34: μήτε πάλον ^ννοιάν έστι χρόνον είναι άλλα τό μέν δρτι καί το 16 117 . Le système stoïcien et l'idée de temps. eine rein gedankliche Existenz bezeichne. Es finden sich zwar in den Doxographien in Bezug auf das lekton und das Unkörperliche Wendungen wie κατά φαντασίαν λογικήν ύφιστάμενον und ίπινοίαίζ ψιλαϊς υφιστάμενα die zu der Meinung Anlaß geben könnten. 9 5 . 41. G O L D S C H M I D T ^ versteht ΰπάρχειν im Sinne von „existie. II. und ich möchte im Folgenden alle die Folgerungen aufzeigen. ® Vgl. BRÉHIER. so besteht es eben gerade darin. Αφίσταται ό Δ ί ω ν (SVF. daß in den genannten •^i^endungen ύφιστάμενον durch nähere Bestimmungen wie κατά φαντασίαν ΐιογιπήν und έν επινοίαις ψιλαΐς determiniert ist. G O L D S C H M I D T vorschlug." ' In dem. 1962 (3. so sind Vergangenheit und Zukunft reine Vorstelngen. die » D i o g . sind nicht aktuell. in Göttingen. 6 3 ( = S V F . 202 a).Über das Leere' und ίη deren Sdiriften. Kl. In Analyt. ένεστώτα δε μή είναι χρόνον. während ύφεστηκέναι die ins weise eines Prädikats (κατηγόρημα) bezeichne: Vergangenheit und 2umft sind Prädikate. damit zu verstehen gebe. AUSJ . DIEHL ( = S V F .jRYSiPPj der an dieser Unterscheidung (zwisdien der Gegenwart auf der len. 374). Das ύπάρχειν kommt dagegen ar der Gegenwart zu. d. Paris. 177. sondern daß Vergangenheit und Zukunft ύφίσταται. L a e r t . 10. Über den Sinn dieser Gegenüberstellung sind sich die Philosophiehistorir nicht einig. die durch Verben ausgedrückt werden. daß die Stoiker dieses Verb der Seinsweise des Unkörperlichen vorbehalten hätten. 1953. " PLUTARCH. II. h. und das will heißen. daß „Soeben" und „Vorgestern" durch das Denken ersonnen seien. unten Anm. Akad. ύφεστηκέναι im Sinne von „subsistieren". Vergangenheit und Zukunft auf der anderen Seite) seine Kunst weisen wollte. h. D Ö R R I E und E.-Hist. 24..^issensdi. daß gemäß den Stoikern das „Jetzt" (d. daß das Unkörperlidie Realität nur besitzt in der geistigen Vorstellung oder den bloßen Verstandesbegriffen. άρχειν dem ύφεστηκέναι gegenübergestellt wird. II. sagt in seiner Abhandlung .. In Categ. 43. so wäre kein Paradox vorhanden. Paris. I I . W o r t . indem nämlich das „Jetzt" absolut ungreifbar und Vergangenheit und Zukunft gedanklidi vorstellbar wären.ν e Seinsweise bezeichnet. S. DEXIPPOS.

3. Für die Bedeutung des Ausdruckes έν πλάτει. phys. pars futura est. S. 26." 1. 1933. RIETH. ein praesens de futuris. in unserer gedanklichen Vorsteling. cuius non causas id ipsum effi> entes natura contineat. 254 = SVF. MARK AUREL. ΙΒ PLUTARCH. was ich eben geschrieben habe und dem. h. s. Die „Gegenwart" befindet sich in meinem Satz und beschränkt sich auf ihn (o γαρ ένεστώς ακαριαίος έστι και αμα τφ λέγεσθαι εχει και τό είναι Selbst ein Ausspruch. zu Leipzig. S T O B A I O S .-Hist. )ie Gegenwart ist nichts anderes als eine nicht erfaßbare Grenze zwiiien Vergangenheit und Zukunft. daß idi sagen kann: „Ich sdireibe". eine N a r b e zu haben. notit. . Das folgende Zitat aus P R I S C I A N gibt iesen Aspekt der stoischen Lehre ausgezeichnet wieder: „Praesens tempus roprie dicitur cuius pars praeteriit." In dieser Perspektive ist die Zukunft bereits räexistent. daß sie nicht mehr oder nodi nicht ist. 49. 36. 41. 221). Eclogae. vgl. I I ." Nur im Vergleidi zur Gegenart. Ea est ex omni aeternitate fluens ^ritas sempiterna. eodemque modo nihil est futurum. WACHSMUTH (= Areios Did. exempli causa si incipiam versum aliquem scribere et icam: scribo versum. d.) Es gibt keine Gegenwart im eigentlichen Sinne ^^ (κατ' άπαρτισμόν. der sädisisd. hU. I. Es handelt um ihrer Herr werden in der l e i c h t ab- AUREL geänderten Übersetzung v o n W. " AUGUSTIN. 1081 E : π έ ρ α ς χρόνου. Vgl. Diese Doktrin findet sidi in der Lehre von den Zeidien (σημεΐον) •wieder: „ D a s gegenwärtige Zeidien m u ß immer das Zeidien einer gegenwärtigen Sadie sein" (SEXTUS EMPIRICUS. phys. STOBAIOS. Wie aus dem eben zitierten Text des P R I S C I A N ersichtlich.^ ^ ausgezeidinet folgendermaßen zusammenfaßt: „Fatum autem id spello. I. . h. De divinai. Der Spaziergang ist in dem Maße gegenwärtig.. Grammatici Latini. vgl. 414. 8 ff. F r a g m . Probleme der ^oisòen Spraòlehre und Rhetorik. 14 zitierten Texte. wie wir nodi sehen werden. V I I I . Ο. der im eigentlichen Sinne des Wortes gegenwärtig ist. Vgl. Berlin. 921). in der sidi die Ursadien aneinanderketten. was durdi ilie Verben im Präsens ausgedrückt wird. als er eine Begebenheit ist. 106. eine Begebenheit: idi schreibe. quae futura sunt. was ich noch sdireiben werde. WACHSMUTH ( = Areios Did. „vergangen": „Non enim illa.. Keil. ich diskutiere.. v. im causae causa nexa rem ex se gignat. Berlin. ich gehe spazieren. 2 6 f f . das Zeichen. Math. und xs diesem Grunde ist die Zeit nidits als Vorstellung. 41. ein Unkörperlidies. De commun. ZU k ö n n e n . Abhandl.. . wird letztlich doch in der Sprache die Zeit in ihrer Gesamtheit in einem weitgefaßten Sinne gegenwärtig. Fragni. I I . Adv. wenn nicht im erweiterten Sinne »meiner" Handlung". Es ist die Tatsache. sondern immer das Gegenwärtige. quod non futurum lerit.. τούτου τό μέν μέλλον τό δέ π α ρ φ χ η μ έ ν ο ν εΪναι φάσκουσιν. Κ . Eclogae. vix punctum habere potest in praemti.. wie A U G U S T I N sich ausdrückt. daß dich w e d e r <las Zukünftige noch das Vergangene besdiwert. II. r a g m . quod Graeci είμαρμένην. Kl. die bezeidinet wird. stellt eine wichtige geistige Übung für die sidi darum. CICERO. und unter diesem Gesichtspunkt vollzieht sich eine Umkehrung: es wird jetzt nicht mehr die Gegenwart auf die Vergangenheit oder die Zukunft reduziert. I I . Conf. 127 ( = SVF. das ebenfalls gegenwärtig ist. die dem. die unter Anmerk. In einem Satz w i e dem folgenden: „Wenn er eine Narbe hat. Quod cum ita sit.. 2. I I . Linde Stoici iure hoc tempus praesens imperfectum vocabant. Diese Behauptung entspricht der psydiologisdien Erfahjng vom ununterbrochenen Fluß der Zeit: eine wirklich gegenwärtige Zeit 'äre keine Zeit mehr. so hat er eine Verwundung gehabt". THEILER) : „Ferner erinnere dich daran. die Bedeutung des Begriffes „Gegenwart" i der stoisdien Lehre zu präzisieren: iCERO s o l e n i u s dicere quod contineat et coniungat quasi puncto aliquo iuncturam praeteriti temporis et futuri nulla intercisione interveniente. also eine Tätigkeit. ist gegenwärtig.. 2 6 DIELS = . èv πλάτει. Grundbegriffe der stoìsòen Ethik. notit. Γιαρτιζόντως). 5 ff. die ich in einem Satz mit einem Verbum im Präsens ausdrücken kann... κατά μείζονα περιγραφήν). A k a d . 9 4 4 ) .) Es gibt nur eine Gegenwart im erweiterten Sinne (κατά πλάτος.. es gibt. pars autem scribenda. 26. d. hoc est instanti. 56. De commun. X I . subito csistunt. 22 » " STOBAIOS. WACHSMUTH ( = A r e i o s Did. 2 (ich z i t i e r e MARK strenggenommen gegenu n d in Verbindung mit Stoiker dar. phys. I. da sie ja dann stillstünde. 105. 125 ( = SVF. id esc ordinem seriemque causarum. . 1957. I I I . 105. 55. A P O L L O D O R U S SELEUCIENCIS 8 ) . (Problemata 9). 1081 C : ο τι δ ν τις ώ ς ένεστώς οϊηται λαβών ιανοεϊσθαι. BARVICK 56). ist die Verwundung selbst zwar eine vergangene Begebenheit. « PLUTARCH.. Gegenwart verleiht. S V F . " Das Meditieren dieser zwei Grundsätze: „Keine Zeit ist wärtig. gibt es einen Gegensatz zwisdien Vergangenheit und Zukunft. 5 0 9 ) .. Cum enim tempus Ìuvii more instabili volvatur cursu. nihil est factum. VIII. vel praetert vel futura est . ist die Gegenwart im weiteren Sinne das. der sich auf die Zukunft oder die Vergangenheit bezieht. der Wiss. 20. sondern es werden im Gegenteil nun Vergangenheit und Zukunft gegenwärtig. Ergo praesens tempus hoc CICERO.ber an sich unterscheiden sich Vergangenheit und Zukunft nidit.. " PRISCIAN. >IELS — S V F . von dieser gegenwärtigen Tatsache ist das andere Faktum. S. Etymologium Magnum. BAR^ICK. De divinat.. 10. die Zeit auf eine bloße Vorstellung zurückzuführen. sondern vielmehr die Tatsadie. es gibt ur die eine Substanz des Logos.. dum adhuc ad finem eius non pervenerim et cum ars eius iam sit scripta. eine Verwundung gehabt zu haben.. 191. S. sicut dictum est. Wenn wir die Gegenwart rgreifen wollen entdecken wir. I. es gibt keine Gegenwart. 2 6 (POSEÌDONIOS). ^^ Und obwohl es keinen Zeitabschnitt gibt. ein praesens de praeteritis. 820. dieses 18 117 . ein praesens de praesemibus. aber es ist keineswegs die Verwundung. Maxima igitur pars eius. I. Es wird nun zweckmäßig sein. φ γ ο ν vgl. sed est quasi rudentis explicatio sie traductio temporis nihil novi Îicientis et primum quidque replicantis. S. Eclogae.

I I . II. daß ύπάρχειν das Charakteristikum ties Prädikats ist. I. Adv. B. 100 ( = SVF. kommt es mir nidit zu υχ υπάρχει). wenn das spazierengeht. 20 ( = SVF.." Und iRYSiPP sagt. 952): „Omnis autem enuntiatio aut vera aut falsa Math. 10 = SVF. und die Ursache ist ein Körper. und es ist unmöglich. d. e wir weiter oben bei P L U T A R C H angetroffen haben. antworte er." Auch hier sehen wir also [άρχειν zur Bezeichnung der der Wirkung. h. 26. ύπάρχειν δέ ουδαμώς. obwohl keines ihrer Teile . sagte. der υπάρχει und einen kontradiktorischen Gegensatz hat. .. gemäß einer weitgefaßten Definition. [ELS = SVF.β die Prädikate nur ύπάρχειν.. nochmals festzustellen.. „dieser da geht spazieren" wahre Urteilssätze. Dies wird bestätigt durch die stoisdie Definition des wahren Urteilssatzes: „Wahr ist ein Urteilssatz. das gegenwärtig einem Subjekt zukommt. (vgl. CHRYSIPP Subjekt er v i r d verkleinert (κατασμικρύνεται). U n d von der 2eit in rer Gesamtheit wird gesagt. Dieselben Termini κατηγόρημα. 17: έ ν ε σ τ ά ν α ι δέ τ ό ν π ά ν τ α χρόνον . 85—86." Der folgende Text erläutert den Sinn 3ser Gleichwertigkeit: „man kann nicht im eigentlichen Sinne v o n einer genwärtigen Zeit spredien. wenn das Prädikat „sitzt" oder „geht spazieren" dem Subjekt „dieser da" zukommt. Diese Bemerkung des SEXTUS EMPIRICUS ist sehr interessant und lenkt nunmehr unsere Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des Wortes ύπάρχον SEXTUS E M P I R I C U S . Auf genau dieselbe Weise wird nun v o n den Stoikern jle Wahrheit eines Urteilssatzes definiert.ηθές είναι einzuführen. 195). was innerhalb dieser Definition das Wort ύπάρχειν bedeuten solle.. S. h. " STOBAIOS.. Es wird uns nämlicJi gesagt. wenn ich aber Hege oder sitze. w e n n du es für sich genommen abgrenzt εριορίσης) und deine Denkkraft bloßstellst. 18. wenn 1 spazierengehe. άλλα κατα . οιον τό περιπατείν υπάρχει >ι δτε περιπατώ. CHRYSIPP scheint hier also eine Gleidiwertigkeit von ύπάρχειν und ά?. so sind z. w e n n sie diesem Vereinzelten nidit geichsen ist. dieser antworte. CICERO.. die Sätze „dieser da sitzt". eines unkörperlichen Vot- gangs. De fato. ώ. 205)." ^^ "Wir finden hier dieselbe Gegenüberstellung wieder. aber das. und wenn man ihn dann nach der Bedeutung der „erfassenden Vorstellung" frage. VIII. daß das Prädikat „Spazierengehen" υπάρχει. die das Wort ύπάρχειν innerhalb der genannten Definition bereitet. . S. STOBAIOS. I. ist notwendigerweise der eine wahr. d. Gegenwart oder Zukunft bezieht — ist stets wahr oder falsdi. V I L I . WACHSMUTH ( = Areios Did. 5 0 9 ) : ώστε μηθένα πατ' άπαρτισμόν ένεστάναι χρόνον. ist ein esdiehen (συμβεβηκός). S V F . 20 117 . Die Gleidiwertigkeit von Ινεστάναι und ύπάρχειν tritt deutlidi einem Text von A P O L L O D O R VON SELEUKEIA ^^ zutage: „Die Zeit in ihrer :samtheit ist gegenwärtig insofern. 8. WACHSMUTH ( = Areios Did. daß τό ύπάρχον eine „erfassende Vorstellung" (καταληπτική φαντασία) auslöse. Π . τόν δέ παρφχημένον και ν μέλλοντα ύφεστάναι μέν. v o n was sie Ursache ist. die in kontradiktorisdiem Gegensatz zueinander stehen. Phys. 14. ψεύδος δέ δ ονχ ύπάρχει μέν άντίχειται δέ ηνι. . 89). eigentümlichen Seinsweise verwendet. mit anderen Worten: von zwei Urteilssätzen. Fragm. V I I I . d κατηγορήματα ύπάρχειν λέγεται.Von dieser Gegenwart nun im weitgefaßten Sinne wird gesagt. Eclogae. καΐ ύπάρχειν à πάς ιόνος λέγεται. τόν ένιαυτόν ένεστηκέναι λ έ γ ο μ ε ν κατά μείζονα περιγραφήν. als wir sagen „das gegenwärtige hr". daß nur die Gegenwart υπάρχει. . eigentlidien Sinne υπάρχον ist. falsch ist ein Urteilssatz. wenn sein Prädikat dem bezeichneten Subjekt wirklich zukommt. daß der Terminus ύπάρχειν das Charakteristikum eines Unkörperlichen ist." APOLLODOR VON SELEUKEIA. οτε δέ κατακέκλιμαι ή κάθημαι ούχ υ π ά ρ χ ε ι ." ^ SEXTUS E M P I R I C U S . ύπάρχειν δέ ουδαμώς φησιν (von Arnim. sondern nur in einem erweiterten Sinne. ^^ U n d er madit die etwas boshafte Bemerkung. SEXTUS EMPIRICUS unterstreicht die Interpretationsschwierigkeiten. I I I . nidit stattndet (ύπάρχειν) . Math. 106. Μ ό ν ο ν δ'ύπάρχειν φησί τόν ενεστώτα. ούδενός αύτοΰ των μερών υπάρχοντος άπαρτιξόντως. Fragm. VIII. wenn sie (einem Subjekt) zukommen: ie mir beispielsweise das Spazierengehen zukommt (υπάρχει μοι). 2 6 0 . 138. Eclogue. . S. II. daß es eine solche Vorstellung 5ei. ist ein Prädikat (κατηγόρημα). est. Phys. 85: φασί γ ά ρ άληθές μέν είναι άξίωμα ο υπάρχει τε καΐ άντίκειταί τινι. ^ SEXTUS EMPIRICUS. Math. daß e Ursache gegenwärtig ist." (Mit der Erwähnung des kontradiktorisdien Gegensatzes eines Urteilssatzes spielen die Stoiker auf ihr berühmtes Axiom an: jeder Urteilssatz — ob er sich auf Vergangenheit. der μή υπάρχει und einen kontradiktorischen Gegensatz hat. συμβεβηκός. von was sie Ursache ist. daß sie ύπάρχειν. während Vergangenheit d Zukunft ύφεστάναι μέν. μόνα τά συμβεβηκότα.5 ff. Adv. die ύπάρχειν in dieser Definition des wahren Urteilssatzes hat: für den Augenblick muß es genügen. daß. I . zum Beispiel wird durch die Weisheit das "Weisesein zeugt und durch die Seele das Lebendigsein. ein Urteilssatz ist wahr. wie wir audi sagen. aber diesmal wird IS gleichzeitig eine wertvolle Erklärung des Begriffes ύπάρχειν mitgeben. είσΐν libri). der andere falsch. daß sie άρχει. ύπάρχειν finden wir anßlidi der zenonisdien Unterscheidung zwisdien Ursache und Wirkung ieder: „Die Ursadie ist das „durdi was". die ÙTtò του υπάρχοντος erzeugt werde. wenn man einen Stoiker frage. LELS = SVF. von was sie >er Ursache ist.) Man wird nun freilich nach der genauen Bedeutung fragen. SEXTUS E M P I R I C U S . der v o n einem anderen ausgesagt wird. Adv.άτος λέγσθαί. in diesem Falle eines wahren Urteilssatzes.

. weil sie damit auf die Definition des wahren Urteilssatzes anpielen wollten: wahr ist ein Urteilssatz. h. das sich faktisch auf ein Subjekt bezieht. daß einige der sinnlich wahrnehmbaren Dinge und einige der gedachten (νοητών) wahr seien. bei AMMONIOS. darf nicht bloß eine Empfindung von Weiße oder Süße haben. das gleichzeitig einen Platz innerhalb der Definition der „erfassenden Vorstellung" und innerhalb der Definition des wahren Urteilssatzes einnimmt? Wir können jetzt daran gehen. zwei Homonyme einaner anzunähern: man kann aber nicht das wirkliche und körperliche Objekt Is Prinzip der erfassenden Vorstellung mit dem Charakteristikum eines /^ahren Urteilssatzes identifizieren. das sidi faktisdi auf ein Subjekt bezieht. vermöchte man nicht recht einzusehen. VIII. Adv. 20 f f . Ä ^IP Die Stoiker dachten also an den wahren Urteilssatz bei ihrer Defintion der „erfassenden Vorstellung". so heißt das.. S3 SEXTUS EMPIRICUS. der eine solche Vorstellung ausdrückt (z. II. wenn man ^on ihr eine wahre Aussage (κατηγορία) machen kann. Adv. die durch ein Verb ausgedrückt werden können. Ύπάρχειν bezeichnet daher letztlidi das Charakteristikum eines aktuellen Prädikates. S E X T U S E M P I R I C U S . die ja dann darin bestünde." " PoRPHYRios. dann sehr wahrscheinlich aus dem jrunde. da das Wahre nun einen unkörperlichen Urteilssatz darstellt." ^ jfe 30 S E X T U S E M P I R I C U S . daß sie die Vorstellung eines Attributes ist. 124—125: „Ora.ber wenn es sich so verhielte. sie ist falsch. wie zum Beispiel. 12. ie Stoiker definierten die „erfassende Vorstellung" als eine Vorstellung. daß die Gegenwart υπάρχει. 44. oder: „Rappresentazione afferante è quella die è dall' evento e conforme all' fferjio stesso . Bologna. Adv. die diese Vorstellung zum Ausdrudi bringt: „Die Stoiker sagen. daß hierbei das Wort υπάρχον das äußere •bjekt bezeidinet. S E X T U S E M P I R I C U S . den Sinn dieses Wortes etwas zu erhellen. ist es ein (bloß) Gedachtes (νοητόν). 244. υπάρχει. 184). der Diskursivität. der υπάρχει. um „erfassende Vor« :ellungen" abzugeben. h. das von der „erfassenden Vorstellung" erfaßt wird. indem wir alle bis jetzt gemachten Angaben über dieses Wort vereinigen. il termine ύπάρχον sta a designare l'esistente in quanto connesso ad un atto della mente die lo afferma ο lo nega ed indica pertanto l'oggetto di una affermazione ο di una negazione. wenn ich spazierengehe. VII. . Wir können diese Bedeutung auf den wahren Urteilssatz anwenden. Math. wenn seine Ursache gegenwärtig ist.. daß die Auswirkung. wie zum Beispiel etzt „es ist Tag" oder „es ist hell"."®^ Mit anderen Worten: die Wahrheit der Vorstellung setzt letztlich die Wahrheit der Aussage voraus. sondern muß zu der Vorstellung geführt werden: „Dies ist weiß" oder „dies ist süß". Bezüglidi der Bedeutun? v o n ύπάρχον innerhalb der stoischen Definition der „erfassenden Vorstellung" bestätigen 122 123 . das ihm „zukommt". ··".ehre herabwürdigen. 10 ( = SVF. " Vgl. B. Um nämlich die X'^ahrheit einer Vorstellung zu definieren. Diese Aktualität ist die dem Geschehen eigentümlidie Seinsweise. daß der Spaziergang ίπάρχει. Math. Bei allen diesen Verwendungen ruft ύπάρχειν zunädist die Vorstellung der Aktualität hervor: die Gegenwart ist aktuell. 1957. II. Il Significato delle Logica stoica. oran es manchen Vorstellungen mangeln könnte. 362—374) meine Interpretation. Math. wahr ist. . S. So eröffnet ύπάρχειν also sowohl in der Definition der „erfassenden Vorstellung" wie in seinen anderen Verwendungen die Perspektive der Aussage. Er schlägt folgende Übersetzung der stolsdien Definition vor: „Rappresentazione afferante è quella che è per il quid ώε si presenta (ύπάρχον) e coniorme a quel medesimo quid. In Arist. weil er in gewisser Hinsicht für die Stoiker „ein vollständiges Prädikat" ^ ^ darstellt und weil dieses vollständige Prädikat. d. S. .. haben gesehen. eines Prädikates. oder die Vorstellung einer Auswirkung. wenn man von ihr eine "alsdie Aussage madien kann. VII. . werden das Attribut oder das Geschehen in richtiger Weise auf ihr Subjekt oder ihre Ursache bezogen. die ihnen zugesdirieben (παρακείμενα) werden. . "Wenn aber die Stoiker das Wort υπάρχον in ihrer Definition der „erassenden Vorstellung" verwendeten. Aäv. 86. die ein συμβεβηκός und ein κατηγόρημα ist. ADORNOS in seinem Aufsatz Sul significato del termine Υ Π Α Ρ Χ Ο Ν in lenone Stoico (La Parola del Passato. daß der unter Wasser befindliche Teil des Ruders verbogen ist oder daß die Wandelhalle (am mderen Ende) spitz zuläuft. Gleichzeitig würde man damit die Bemerkung es SEXTUS EMPIRICUS ZU einer grobschlächtigen Karikatur der stoisdien .der Definition der „erfassenden Vorstellung" (καταληπτική φαντασία). '«ΐΐηγορούμενον ( = SVF." ^ ^ Wie SEXTUS EMPIRICUS es formuliert: „Das. 344. also des Unkörperlichen. die sinnlich wahrnehmbaren allerdings seien nicht unmittelbar wahr. „dies ist weiß"). se l'esistente è concepito come ciò die dà origine ad una rappresentazione comprensiva.. . die faktisch aus einer Ursache resultiert: In einem Urteilssatz. 5vas das Wahre in den Objekten erfaßt. beriefen sie sich gerade auf den begriff des wahren Urteilssatzes: „Eine Vorstellung ist wahr. wenn es sich faktisch auf ein Subjekt bezieht. sondern in Beziehung auf die gedachten. denn wahr ist ihnen zufolge το υπάρχον und das einem (anderen Urteilssatz) kontradiktorisch Entgegengesetzte . VIII. ebenso der Spaziergang und die Auswirkung. e von einem υπάρχον ausgeht und mit diesem υπάρχον übereinstimmt. 195). Was kann nun dieses ύπάρχον bedeuten. Wenn daher die „erfassende Vorstellung" άπό του υπάρχοντος και κατά τό υπάρχον erzeugt wird. .. den Vorgängen. die Untersudiungen F. BUSSE: τέλειον . audi MARIO MIGNUCCI. Der wahre Urteilssatz υπάρχει. Math. 1965. ^ o ewöhnlich stellt man sidi vor. de interpret. d.

yon allen den Subjekten. im Gegensatz dazu ist das Wahre ανυπόστατος. Das Wahre υπάρχει. die Einheit von Vergangenheit und Zukunft. animal. die also Substanz und Körper ist. es ist in Prädikat. THEILER). 1—3 (idi zitiere MARK AUREL in der leidit abgeänderten Übersetzung von W. unfromm der ehrwürdigsten Gottheit gegenüber. Außerdem wird sie auch Wahrheit genannt und ist die erste Ursache alles Wahren. wo τα καθόλου υπάρχοντα die „allgemeinen Eigenschaften" bezeichnen. 12. FARQUHARSON. das wir aussagen. um zu beweisen. Aber wenn er sie hier in Bezug auf das Wahre und die X^ahrheit einander gegenüberstellt. das wirklich Seiende aber ist innerHdi verwandt προς τά ύπάρχοντα. The Meditations 1944. Wir stellen fest. Auch bei M A R C A U R E L finden wir einen interessanten Gebrauch von άτιάρχειν in dem Sinne. die z w i s c h e n dem Subjekt und seinen Manifestationen existiert. das sich faktisch und gegenwärtig auf ein Subjekt bezieht. Die Wahrheit zu sagen bedeutet also. Aber auch der Lügner handelt unfromm gegen dieselbe Göttin. WO ύπάρχειν für sich genommen eine unserer Definition nahe Bedeutung aufweist. Die Argumentation teilt sidi folgendermaßen auf: 1) Die Natur ist die Mutter von all dem. " MARC AUREL. daß der Gebrauch des Wortes ύπάρχειν bei den Stoikern sich letztlich von dem aristotelischen Gebrauch dieses Wortes herleitet. handelt unfromm.. h. so handelt offenbar. F A R Q U H A R S O N zitiert die Abhandlung De part. Sie ist die Gesamtheit aller wahren Jrteilssätze. 664 a 25. 16 b 15: £φ' ότουοΰν υπάρχει weist der Kommentator A M M O N I O S ^^ darauf hin. die geordnete Ganzheit darstellt. S. of the Emperor Marcus Antoninus. so muß jedes Prädikat. 124 M 125 . Denn da die Allnatur die vernünftigen Wesen wegen einander geschaffen hat. die das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Prädikates (περί του ύπάρχειν τι ή μή ύπάρχειν) bezeichnet gemäß den Einteilungen der Zeit. d. daß die jsiatur mit der Wahrheit verbunden ist. diese Übereinstimmung zwischen den Seienden und ihren Prädikaten zu respektieren.. 17 a 23: „Ein einfacher Satz ist eine Lautfolge. ebenso wie das Fatum." Oder 18 a 34: „Wenn jede Verneinung und jede Behauptung mit Notwendigkeit entweder wahr oder falsch ist. daß es gegenwärtig ausgesagt wird (τό νυν ύπάρχειν). )as Wahre war für sie das Charakteristikum eines einzelnen Urteilssatzes während die Wahrheit ein Körper war in dem Maße.ugenblicke herausgreift. aber sie besitzt niemals die Aktualität des Wahren und ist daher ανύπαρκτο. d. Der erste Beweisgrund ist schon j^^îeriger zu verstehen. zwischen den Subjekten und ihren Prädikaten oder zwischen den Ursachen und ihren Auswirkungen. wer ihren Willen übertritt. getroffen hatte. Fast alle Editionen und sämtliche Handschriften " A. aber es ist ein aktuelles Prädikat. die aus sich selbst existieren.. daß sie einander nach Gebühr helfen und in keiner Weise schaden.. ist die Ursadie für jedes einzelne Wahre. während die Wahrheit ανύπαρκτος ist. daß s^e ganz und gar mit dem Gebraudi des Wortes ΰπάρχειν bei den Stoikern übereinstimmt. 1er zwisdien der Wahrheit und dem Wahren besteht. Die Wahrheit ist körperlich. B. h." M A R C A U R E L gibt also gegen Ende des zitierten Textes zwei Gründe an. d. Hypotyp. hebt er deutlidi den Unterschied hervor. Es ist nidit nötig. Denn die Allnatur ist Natur des wirklicii Seienden (τό δν). daß ARISTOTELES an dieser Stelle das Wort ύπάρχειν in der Bedeutung von άληι^ώς ν. die C H R Y S I P P wischen der Gegenwart auf der einen. der Vergangenheit und der Zukunft uf der anderen Seite. )ie Wahrheit im Gegenteil subsistiert.^ II. Math. daß der Lügner sich gegen die Natur versündigt.. die natürliche Beziehung zu respektieren. Tatsächlidi findet sich diese Bedeutung ύπάρχειν = κατηγορεΐσθαι in derselben Abhandlung noch mehrmals wieder. II. 2) Die Natur hat eine natürliche Harmonie zwischen den Seienden und den υπάρχοντα ges d i a f f e n .Die Stoiker untersdiieden zwischen dem „Wahren" und der „Wahrheit". Pyrrh. was ist. De interpret.. 48. entweder Vorhandensein oder nicht (ανάγκη ύπάρχειν ή μή ύπάρχειν)". aus der der menschliche Geist ^. z. " AMMONIOS. Oxford. Der zweite der angeführten Gründe ruft uns die Unterscheidung zwischen dem Wahren und der Wahrheit in die ® ® SEXTUS E M P I R I C U S . Oder 16 b 9: „Das Verb ύγιαινει fügt seiner Bedeutung noch hinzu. h. In anderem Zuammenhang unterscheidet SEXTUS gewöhnlich nicht zwischen diesen heilen Ausdrücken. Er sagt nämlich. B. Es handelt sich hier darum zu zeigen. Auf genau diese Weise versteht auch SEXTUS elbst die stoische Unterscheidung. I X . 80—83. 52. Im Zusammenhang mit De interpret. Diese Unterscheidung zwischen em Wahren und der Wahrheit ist analog der Unterscheidung. den ich bereits zu erläutern versuchte. als sie das Wissen on allen wahren Urteilssätzen darstellt. Die mit der Natur identifizierte Wahrheit. das die unkörperhdie Auswirkung der Wahrheit darstellt. bedeutet. I I . man kann ihr daher die ύπόστασις nicht vorenthalten. Aber es gibt noch manche andere Texte des ARISTOTELES. um diese Formulierung M A R C AURELS zu erklären. " Z. daß das Wahre (νυπόστατος ist. Es ist jedodi richtig zu sagen." Sehr bezeichnend ist auch das Sdiwanken der handschriftlidien Tradition bei der Fortsetzung dieses Textes 16 b 10. 1. Adv. Erinnerung. S. In Arist. Es handelt »ich hier um eine Erörterung über die Ungerechtigkeit und die Lüge: „Wer Unrecht tut.ατηγορεΐσθαι verwende. 787. mit FARQUHARSON bis zu ARISTOTELES zurückzugehen.

5· 104): το δν τό επέκεινα ουσίας καΐ δντος δ ν μέν ουκ Ιστιν ούδε ουσία ΰυδέ ενέργεια. z.ìben die Lesart αεί των καθ' ετέρου λεγομένων σημεΐόν έστιν (το ρημα). 365. die in Übersetzung folgenderlaßen lautet: D a s Verb ist immer das Zeichen davon. die Aktualität einer Auswirkung. die einem Unkörperlichen im Gegensatz zur körperlichen Substanzhaftigkeit eigen ist. der Substanz. daß die erklärenden Worte των καθ* έτέρου λεγομένων . 127 . da sie zu der K-lasse der Prädikate. was v o n einem Zugrundeliegenden ausesagt wird und was an einem Zugrundeliegenden ist. 1968. weil er dem Begriff des universellen Prädikates entspridit und weil die Beziehung des universellen Prädikats auf das Subjekt sidi durdi ein V'erb im Präsens ausdrückt. bezeidinet. wie z. gehörte. " P. Porphyre et VictoririHS. zum Bereich des Unkörperlidien.ον των καθ' υποκειμένου ή έν ύποκειμένφ. statt. ώστε καΐ αυτό τ ό «ναι Γ0 πρό τοτ5 δντος. darstellt. Man erhält somit den Begriff eines reinen εϊναι. also eine Tätigkeit. daß für ARISTOTELES ύπάρχειν vor allem das Anhaften eines Prädikates an einem Subjekt bedeutet. dessen. insofern es absolutes P r ä d i k a t ist. d. Daraus ergibt sich Folgendes: während bei den S t o i k e r n das Weisesein durch die Weisheit erzeugt wurde das Lebendigsein durch das Leben. die es bei den Stoikern hatte. zurück: es bezeichnet eine Aktivität. 489. was v o n etwas nderem ausgesagt wird. ενεργεί δέ μάλλον καΐ αύτό τό έ ν ε ρ γ ε ΐ ν καθαρόν. die aus einer Ursadie resultiere. dann wahrsdieinlidi deshalb. die einem Geschehen oder einem Prädikat eignet. Indem es die Seinsweise bezeichnet. B. die von P O R P H Y R I O S und S T E P H A N O S bezeugt >t: αεί των ύπαρχόντων σημεΐόν εστι οίον των καθ' υποκειμένου. h. was von einem 2u. 415. M I N I O . In Parm. das die Weisheit hervorbringt. Paris. B. das das Leben erzeugt. Hingegen hat der ît2te Herausgeber von De interpretatione. S. L . 126 Porphyre et Victorinus.ύπάρχειν" im Sinne von „von einem Subjekt ausgesagt sein" interpretieren.P A L U E L L O . es ist das „sein".. das gleichzeitig die Idee des Seienden. X I I . ist es bei P O R P H Y R I O S das Weisesein als transzendente Aktivität. zurück. die Lesart 1 den Text aufgenommen. das die Substanz hervorbringt. Im Neuplatonismus findet. während bei den Stoikern ύπάρχειν vielmehr die Gegenwärtigkeit eines Gesdiehens oder eines Vorganges. wie ich es andernorts gezeigt habe eine völlige Umkehrung der stoischen Bewertung von υπαρξις und ύπόστασι. HADOT. Ύπάρχειν wird also zu einer transzendenten Aktivität. A R I S T O T E L E S sdieint sagen zu wollen — dies geht aus der Fortsetzung des Textes hervor — daß lediglidi das /erb im Präsens den Namen „Verb" verdient. . HADOT. Schon bei A R I S T O T E L E S findet sidi daher die Vorrangstellung. Porphyre et Victorinus. " " Vgl. "Wenn man nun annimmt. und die Stoiker haben also ύπάρχειν zur Bezeichnung der Beziehung eines Prädikates zu einem Subjekt verwendet. während die ΰπαρξις nur eine Quasi-Realität besaß. 2 3 — 2 7 (vgl. 352 ff. und die reine Tätigkeit. bezeichnet es in ihren Augen die Seinsweise. d. P. 25. so ist es interessant festzustellen.. Bei PORPHYRIOS verwandelt sich das stoische Prädikat wieder in ein platonisches. "Wenn er auf den Begriff des ιαθ' υποκειμένου anspielt und allein auf diesen. in die Idee. II. insofern es absolute Aktivität ist. " Vgl. P. was aktuell ausgesagt wird. h. es ist das Lebendigsein. S. an der die Substanzen und Subjekte teilhaben. H A D O T . Dieser 'i'^ortlaut stellt einen Kommentar des vorausgegangenen το vi5v ύπάρχειν iar und bedeutet übersetzt folgendes: Das Verb ist immer das Zeidien lavon. Dieses Phänomen tritt vor allem bei P O R P H Y R I O S in Erscheinung. " (Porphyrios). die folglich nur eine abgeleitete Realität besitzt. die die Stoiker dem Präsens in Grammatik und Logik sinräumten. I. Aber sie unterscheiden sich darin. die durdi ein Verb ausgedrückt werden kann. Für die Stoiker stellte die Substanz (ύπόστασις) die Vollkommenheit des Seins ARISTOTELES dar. Aber es behält dennoch etwas von der Bedeutung. daß die Lesart der Handschriften einen Erklärungsversuch von των υπαρχόντων darstellt. Anm. v o n der die Verwirklichung der Substanz ihren Ausgang nimmt.rundeliegenden ausgesagt wird.