BIRGIT SANDKAULEN

,Esel ist ein Ton'.
Das Bewusstsein und die Namen in Hegels Jenaer Systementwürfen von 1803/04 und 1805/06

I.
,Es ist in Namen, daß wir denken.'1 Hegels viel zitiertes Wort lenkt den Blick auf das einschlägige Kapitel der Enzyklopädie, das unter dem Titel ,Psychologie' dem theoretischen Geist' gewidmet ist. Beginnend mit der Anschauung und endend mit dem Denken führt der Gang in zunehmender Freiheit durch die ,Mitte' der die, ihrerseits in Erinnerung, Einbildungskraft und Gedächtnis differenziert, im Zeichen der Sprache, genauer des Namens, ihr Zentrum findet. Der Name, das Produkt aus ,Zeichen machendefr] Phantasie' und ,Namen behaltende[m] Gedächtniß', vermittelt zwischen Bild und Gedanke und markiert so den entscheidenden Dreh- und Angelpunkt auf dem Wege des Geistes zu sich selbst. Dass der Erörterung des Namens in Hegels Überlegungen beträchtliches Gewicht zukommt, lässt bereits diese grobe Skizze erkennen. Die Lektüre seiner Jenaer Systementwürfe bestätigt dies. Von Anfang an sieht man Hegel hier mit dem Phänomen der Sprache befasst, deren fundamentale Rolle in der Konstitution des Bewusstseins er betont. ,Gedächtniß und Sprache' sind die ,1. Potenz', in der das Bewusstsein zunächst ,existirt'. Das steht in deutlichem Kontrast zu der im System der Sittlichkeit zuvor schon erwähnten ,Rede'.6 War es hier noch allein um das ,vernünftige Band' der ,Intelligenzen' zu tun, das die praktischen, durch Arbeit und Familie vermittelten Perspektiven zu einen hatte,7 so tritt in den Entwürfen von 1803/04 und 1805/06 nicht nur dieser intersubjektive Horizont hinter der jetzt als wesentlich ausgezeichneten ,Nahmengebende[n] Krafft' der Sprache zurück. Als ,1. Potenz', die den ,theoretische[n] Proceß' des Bewusstseins insgesamt prägt und zusammenschließt (GW 6, 280), geht die Sprache nun auch allen weiteren Bestimmungen voraus.

Vorstellung,2

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G.W.F. Hegel, Encyclopädie der philosophischen Ebd., 445^*46 (§451). Ebd., 450-451 (§457). Ebd., 459 (§461). GW 6,282. GW 5,292-293. Ebd., 294-295. GW8, 189.

Wissenschaften (1830), GW 20,460 (§462).

Unauthenticated | 186.124.42.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM

Gedächtnis und Denken hält er dann auch entschlossen fest.erste Schöpferkrafft.und Namensproblematik bei Hegel der Text der Enzyklopädie nahezu ausschließlich im Zentrum steht. und GW20.Mnemosyne der Alten' die . 287). philosophische Enzyklopädie für die Oberklasse'. §§155ff. GW 6. Überflüssig ist es gleichwohl nicht. Als Indiz dieser Leistung findet sich in beiden Entwürfen der durchaus pathetische Rekurs auf Adam. Dass das Gedächtnis in . Frankfurt/M. in: Werke in zwanzig Bänden.Adam gab allen Dingen einen Nahmen. sondern sie . dass der Auftakt noch zwischen Empfindung und Anschauung wechseln. sondern entschieden radikaler.F. die Genese des Konzepts einer genaueren Analyse zu unterziehen. 190). 1971. als Gegenstand habende Verstand' ist (GW8. Dass die spätere Schrittfolge der Enzyklopädie noch nicht annähernd durchgeführt ist.zum Verstände erhebt' (GW 6. Bd. dass Anthropologie und Phänomenologie als Vorstufen der Selbstvergewisserung des Geistes noch gänzlich fehlen.4.zur GedächtnißSache. Indem Hegel hier noch nicht über dessen spätere Feinabstufungen und geschmeidigen Übergänge verfügt. Somit setzt die Philosophie des Geistes in den Jenaer Entwürfen aber nicht nur instantan mit dem in Sprache und Gedächtnis zentrierten Bewusstseinsprozess ein.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . Moldenhauer und K. daß die Organisation dieses Prozesses von seinem Ziel in der Tat vollständig beherrscht wird.462^163 (§464). die funktionale Verortung und Benennung der Einbildungskraft schwanken und auch das Vermögen der Erinnerung erst im zweiten Entwurf thematisch werden kann. Hegel. Unauthenticated | 186. den die Enzyklopädie dann wohl nicht zufällig unterdrückt: . die das spätere Projekt der Enzyklopädie ohne substantielle Veränderungen entfaltet. Sie mutet ihm auch zu. Zwischen Natur und Geist bildet das Grundgedanken nach sind damit zugleich die Hinsichten exponiert.sinnliche Anschauung' bewahrt. stellt er um so drastischer heraus. dass in allen einschlägigen Arbeiten zur Sprach. Indiz dafür ist.W.42.9 Denn von vornherein wirken die frühen Überlegungen gerade in ihrem EntDem Angemerkt sei. sondern sie sukzessive erst entwickelt. während im Kontrast dazu die Leistung des Gedächtnisses in ihrem Konnex mit Namen und Sprache von Beginn an als Orientierungsinstanz feststeht. bedeutet hier. 190.150 Birgit Sandkaulen wurfscharakter nicht etwa verhaltener. 288). Vgl. G.M. 192): das weiß Hegel definitiv schon in Jena und an diesem etymologisch gestützten Konnex von Sprache.. Michel. dass das Gedächtnis demnach eigentlich' der . zu einem gedachten macht' (GW 6. die der Geist ausübt' (GW 8. hg.124. während sie sich andererseits im Konnex mit dem Gedächtnis . ist so in beiden Hinsichten nicht zu übersehen.seiner wahren Bedeutung' nicht etwa wie die . 294). oder das Schaffen derselben aus dem Geiste' (GW 8. den Übergang von der Naturphilosophie zur Philosophie des Geistes ohne jede glättende Vorbereitung zu leisten.sich noch in seinem Gegenstande. Das betrifft zum einen die Gestaltung des theoretischen Processes' selbst. Welches Gewicht der namengebenden Kraft der Sprache zukommt. Figuriert in Adam manifestiert sie sich einerseits als . von E. indem er sich die Welt der Natur namentlich unterwirft. diß ist das Majestätsrecht und erste Besitzergreiffung der ganzen Natur. Der zweite Punkt betrifft den Systemaufriss im Ganzen. vgl.

Vgl. hg.Schöpferkrafft' der Sprache in ihrem inF. Stuttgart-Bad Cannstatt 1991.A. . Anthropologie in pragmatischer Hinsicht. - 189). Unauthenticated | 186. abgesehen davon also spielt die namengebende Sprache in allen hier einschlägigen Texten keinerlei Rolle.Glauben und Wissen' soeben noch als spekulativer Index absoluter Identität galt. 1957.Reich der Nahmen' (GW 8. in: F. I. Weischedel. 190) ist das .J. die aber seine eigene Exposition nicht im mindesten erklären -.297-320. 12. Stuttgart/Augsburg 1856-1861. das . sind Variationen der transzendentalen Einbildungskraft. das Hegel in Jena entKategorie' (GW 8. Der Hinweis auf Schelling zeigt bereits.nur leere Form' gibt (GW 8. Sache und Sage. auf ein Vermögen.124. Bd.empirische' (GW6. die sich in Kants Anthropologie zum Ge12 dächtnis und dem so genannten . das in Hegels Kant-Kritik in . Von den Bemerkungen abgesehen. des Systems. 186) Einbildungskraft zurückgestuft. Formulierung Schellings geAbwandlung sagt: nicht der .Hegels Theorie der Einbildungskraft'. in: Werke. Dieses „nicht mehr" ist hier ganz wörtlich gemeint. dass Hegel die in Kants transzendentaler Deduktion eingeübte Umkehrung der Erkenntnisvermögen seinerseits von neuem verkehrt und im Ausgang von der Empfindung nun beinahe selber wie ein vorkritisch empirischer Psychologe verfährt. die Hegel gewiss registriert hat.351. zur Reduktion der Bedeutung der Einbildungskraft: K. System des transscendentalen Idealismus. später dann . sondern der bilderlose ^.ästhetische Sinn' und die anschauliche Kunst. Schelling. Bemerkenswert genug aber geht eben damit einher. Sie wird ersetzt durch die namengebende.). 190) die im Gebrauch sich aufhebende Brücke und Organon'11 II. Schelling. Dass sie aber die maßgebliche Orientierungsinstanz bei Hegel nun gerade nicht mehr ist. Tuschling (Hg.Vernunft Wesen des Dings und Rede.42. 284) oder vorstellende' (GW8. Hespe u.EselisteinTon' 151 es aleiner In lein garantiert auch allen Fortgang. Düsing. Band3. Denn eben das Vermögen.wahre wirft. hg.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM .Bezeichnungsvermögen' finden Bemerkungen. dass die produktive Funktion der transzendentalen Einbildungskraft jetzt durch ein anderes Vermögen ersetzt wird.W. was ja mit dem späteren Titel .F. von K. §§31 und 35. dies sieht man jetzt auf seine reproduktive Leistung als . von W. Was es hingegen ausgehend von Kant bei Fichte und Schelling systemisch fruchtbar gemacht gibt.13 Überhaupt mag es in diesem Zusammenhang verwunderlich scheinen. Frankfurt/M.. dass es im Umkreis von Transzendentalphilosophie und Idealismus etwas der Hegelschen Konzeption Vergleichbares tatsächlich nicht gibt. Psychologie und Anthropologie oder Philosophie des Geistes.oyoç in seiner Einheit von . Kant.Psychologie' durchaus zusammenstimmt. . hat sich schon gezeigt. B. in: Sämmtliche Werke.Zeichen machende Phantasie' genannte .

dass er nicht einmal irgendeine der hier einschlägigen Quellen studiert haben sollte. denn entscheidend berücksichtigt werden muss. Mit dieser Position betritt Hegel idealistisches Neuland. In jedem Fall wird es zur SelbstverUnauthenticated | 186. Gemeint ist erstens das Phänomen der Eigennamen. der sich die Genese seines Konzepts offenbar maßgeblich verdankt. Mit dem schlichten Eintrag einer historischen Verpflichtung ist das jedoch nicht zu verwechseln. auf die ja auch Hegel anspielt. Dass Hegel eine terra incognita betritt. noch genauer betrachtenden Konnex mit dem Gedächtnis. - III. die er verdient? Oder zielt das genuine Interesse Hegels umgekehrt auf die Ausbildung eines lückenlosen Systems und auf die Sprache nur insoweit. als sie diesem Interesse entgegenkommt? Die Frage so zu stellen. Vico und Condillac.42. ob Hegels Rekurs auf die Namen je schon ein systemisch bedingter ist oder nicht. Dass sich das ganze Rätsel der Namen. Schon aus heuristischen Gründen ist es indes geraten. das sie enzyklopädisch zu integrieren versteht. Der fragliche Punkt. wie die fehlenden Hinweise in den Editionskommentaren suggerieren? Immerhin ist die Thematik der Namen im wahrsten Sinne uralt der Genesiserzählung zufolge. lässt sich vor der Folie der genannten anderen Positionen in zweierlei Hinsicht verdeutlichen. dass dergestalt in eine künstliche Alternative zerfällt. führt der schon erwähnte Dialog Piatons in aller Breite vor. erscheint nicht plausibel. Was heißt das aber hier? Nimmt er ursprünglich Interesse an einem jahrhundertealten und in seiner Zeit durch Herder im Gefolge Hamanns virulent aktualisierten Diskurs. an diesem Phänomen sogar entzündet. Und in der Tat wird auf eine Vorlage zurückzukommen sein. das zu Kontroversen längs durch die Jahrhunderte führt.124. die Frage nach ihrer Bedeutung in eins mit der nach ihrer natürlichen oder arbiträren Einsetzung. was bei Hegel charakteristischerweise zusammengehört: die weiträumige Aufmerksamkeit auf alle Phänomene und die Intention auf ein System. Aber Neuland auch in der Philosophie im Großen und Ganzen? Handelt es sich bei Hegels Entdeckung der Sprache wirklich um eine terra incognita. zu einem Rätsel. die sich alle und keineswegs an abgelegenem Ort mit dem Problem der Namen befassen. die Alternative gerade im Blick auf die Jenaer Systemgenese zuzuspitzen. reicht sie bis in paradiesische Vorzeit zurück. dass jeder Schritt Hegels ein Schritt innerhalb eines Systementwurfs ist. Idealistisches Neuland gewiss. In der Moderne sind es schließlich so prominente Geister wie Locke und Hobbes. In postparadiesischer Zeit geht es dann weiter: mit wachsendem Abstand zum Ursprung werden die Namen jetzt. Dies schärft das Profil eines Einsatzes. um ihm in seinem Systemprojekt nun die herausragende Stellung zu geben. mit dem Hegel eben doch ein bisher nicht gekanntes Land betritt. wie schon Piatons Kratylos in einer Mischung aus Ernst und Ironie zu verstehen gibt.152 Birgit Sandkaulen zu trikaten. Leibniz und Herder.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . heißt mit dem Einwand zu rechnen.

Frankfurt/M. 1993. J. Cäsar. §3.blau'.Des mots'.einfache[n]. § 5.D. . von R. das ein Allgemeines unter proprium. der individuelle Name ist aber ein Sinnloses in dem Sinne. Nouveaux essais.5. dies durch wärtige analytische Diskussion hinein aufwerfen Personen.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM Vgl. und erscheint als ein bloß Gesetztes. in: Werke. Berlin 1882 (Nachdruck Hildesheim/New York 1978). hg.EselisteinTon' 153 man Typen von Namen zu unterscheiden hat: das nomen und das nomen appellativum.5. 1998. zu einem . Wichtig im gegenwärtigen Zusammenhang ist. . die gerade Eigennamen bis in die gegenein Leichtes gewesen. in: Werke in zwanzig Bänden. Nouveaux essais sur l'entendement. absolute[n] Abstraction der Einheit'. G.529. . von C. Hätte er zumindest auch an das Phänomen der Eigennamen gedacht. in: Works. der übersieht. Buch . Wer . Name und Begriff zuletzt zur . Gebhardt. so heißt es da in Anspielung auf den Anfang der Phänomenologie. hg. dass das ein zwei Singulares. dazu den von U. New edition corrected. 550f. Kap.G.III. bestätigt später auch die Wissenschaft der Logik an einer der wenigen Stellen. dann wäre es bei aller Schwierigkeit.„Dieses" etwas vollkommen Bestimmtes auszudrücken'. 295) Dass es Hegel aus systeminternen Gründen um die Berücksichtigung von Eigennamen prinzipiell nicht gehen kann. Leibniz. Die insbesondere zwischen Locke. bezeichnet.daß die Sprache. als Werk des Verstandes. Locke. von H. Bd. Bd. Unauthenticated | 186.Brutus. Hegel.Löwe' und .Lieblingsnamen' eines vertrauten Tieres zu wenn der Prozess des Bewusstseins insgesamt darauf zielt.. Buch. Wie sollte es aber auch in diesem . Herder.Einzelnheit der Empfindung' (GW 6. Irmscher. ob die nomina propria den appellativa vorausgehen oder ob sie ursprünglich selber allgemeine Namen waren. Buch.EseP. Frankfurt/M. Dokumentation einer Kontroverse..]. hg. Kap.Of General Terms'. London 1823 (Nachdruck Aalen 1963).W.8. Bd. 290) über die Stufen von Bild. An Essay Concerning Human Understanding. außer in dem Namen eines einzelnen Gegenstandes. Kap. wo von ihnen überhaupt. 3.. wie er die Namen immer schon mit appellativen Namen identifiziert. [. Kap. nur Allgemeines ausspricht.] Brenner oder Pyrenäen' oder so wie Herder vom . Vgl. so wie Leibniz von .F. Ill.Reich der Nahmen' nicht allein um solche appellativen Namen gehen? Welchen Sinn hätte es. in einer Serie aufeinanderfolgender Schritte hin zum Allgemeinen die . daß er nicht ein Allgemeines ausdrückt.2. Wolf herausgegebenen Band: Eigennamen. 1993. Älteste Urkunde des Menschengeschlechts. §§ 1-5. Bd.1 gern? (GW 6. Smend. Hegels Beispiele hingegen beschränken sich auf . Frankfurt/M. Willkürliches [.42. ist hier nicht zu verfolgen.absolut leeren Eins' zu steiständlichkeit. .Farbe'. wenn auch nur in negativer Absicht die Rede ist.W.III: ..124. Leibniz und Herder jeweiligem Aspekt geführte Debatte. 126. in: Werke. J.' Inwiefern sich Hegel J. Wissenschaft der Logik I.. G.I. in: Philosophische Schriften. durch einen indexikalischen Ausdruck wie .meint'.oder Ortsnamen anzuzeigen. Leibniz. Augustus. 166-185. dass Hegel die genannte Differenz so wenig auch nur erwähnt. 3. Herder.I. 3. wie man bisweilen lesen kann.G. - - sprechen. Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft.

23 Dementsprechend sind die Namen auch keine gänzlich willkürlichen Gebilde. dass einerseits Sachverhalte insbesondere moralischer Art überhaupt nur in dem Namen bestehen. Computation or Logic. der Locke zu der Behauptung führt.Seins' im Namen ausgesprochen wird.nominelle Wesenheit' als Abstraktionsprodukt der Erkenntnis von ihrer uns unbekannten . dass es unsinnig ist.Namengebende Verstand' 11 Bezug nimmt. sondern in eins damit auch das Problem der Referenz überhaupt zum Verschwinden bringt...Of Names'. als ob Namen nachträglich auf Ideen referierten..24 Und eben conceptions'. Bei näherem Hinsehen heißt das aber. Für Locke und auch für Hobbes sind es stets . Wenn aber alle Erkenntnis sich ab ovo schon 21 .etwas'.Vernunft' und . Der .. So teilt er mit Herder die im ^oyoç je schon formulierte Einsicht. hier nun ein . die zu Beginn schon zitierte Stelle GW8. 322.1 Hobbes. Dass die . dass er Aspekte beider auf eine Weise in sein Konzept integriert.Vernunft und Rede mit Einem Wort [. Die These. 320. worauf der . spaltet die Parteien. in: The Collected Works of Thomas Hobbes. So lange ist aber auch über die appellativen Namen das letzte Wort noch nicht gesagt. Schon Leibniz und dann Herder erst recht vertreten die Gegenposition.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM Vgl. Gleichwohl ist es . Ebd. das Kapitel . Metakritik. Ebd. auf das der Name referiert. 1841 Unauthenticated | 186.realen Wesenheit' zu unterscheiden ist. 1. im Kontext des Gedächtnisses aber durchaus für die Struktur völliger Sinnlosigkeit interessieren kann.zueigen'.etwas' sei. Ideen und Namen gibt. davon wird am Ende noch zu sprechen sein. Ideen und Namen zu trennen. 391. . Hegels Einsatz hat mit keiner der skizzierten Positionen zu tun. Ebd. 13-28. so Herder.Ideen' oder die durch völlig arbiträre Namen bezeichnet werden. und dass andererseits im Falle von Substanzen ihre im Namen benannte . die nicht nur die jeweilig behauptete Lösung.Actus' der Erkenntnis macht sich . was als An-erkenntnis eines wie immer strukturierten . Was dieses . Herder.154 Birgit Sandkaulen nicht für Eigennamen.Griechen'. dann ist das. London (Nachdruck London 1994).124.] ^oyoç' 20 ausdrückten. Dies lenkt auf die zweite Hinsicht: auf das Problem der Referenz.mit Worten' vollzieht.Rede' untrennbar sind. Th.. Bd. sondern das er in dem von ihm geschaffenen Namen anerkennt.etwas'. den wir ihnen geben. 190. . IV.42. Kein Name klebt einem Ding einfach an. dass es keinerlei natürliche Ähnlichkeit zwischen Dingen. sondern weisen etymologisch jederzeit auf ursprünglich sinnlich erfahrene Konstellationen zurück. 404. das er weder ideell noch namentlich produziert. dass . verweist darauf. setzt spätestens auf dem Niveau von allgemeinen Ideen einen Nominalismus frei. Vgl.

aufzuheben.idealen Glieder' von Subjekt. 3. in welchem es ist' an blauen Himmel und blaue Blumen hat man also schon nicht mehr zu denken . Hier wie dort ist das Reich der Namen eine freie Kreation des Bewusstseins.Farbe' als dem . . . Zeichen und Bedeutung in Beziehung aufeinander erhält.an ihm selbst' zu sein (GW 6.. 287-288). Von ihr führt deshalb ein nächster Schritt zur . dessen Bedeutung ihm durch die . rückt Hegels Position andererseits in die Nähe Lockes. Buch. Diese im Akt der Namengebung selbst instantan vollzogene Aufhebung externer Referenz und die darin behauptete Idealität der Namen. In einem ersten Schritt ist .EselisteinTon' 155 diese Identität artikulieren zu können.124. mit der einhergeht. Und ganz im Sinne des Allgemeinen.ihnen Nahmen gab'.Willkühr' des . ihr Dass. Eben dies begründet die . die die .42.Blau' unterstreicht.Vernichtet' ist damit aber nicht nur die für sich seyende Realität des Zeichens'. Ausschlaggebend im Anschluss an diese Bestimmung der . 289-290).151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . an die Aufhebung der Bestimmtheit im Allgemeinen als .Schöpfung des Verstandes' 25 begreift. - - Locke. Sie bindet sich nicht wie die . sondern um eine abstraction' handelt (GW 6. wie Herder dieses Prozedere tatsächlich fasst.). BS). ist denn auch die vorzügliche Leistung der lautlichen Sprache. wobei es sich indes nicht.Subjects' äußerlich zugeschrieben wird und das ohne Rücksicht darauf. der das Medium der Luft auch keinerlei Widerstand entgegensetzt (ebd. Unauthenticated | 186.stumme Bezeichnung' an irgendein Ding. Die Dinge beim Namen zu nennen. dass er sie.Herrschafft' Adams über die Tiere. Kein bloßes Herausziehen des allen bestimmten Farben Gemeinsamen also ist gemeint. Inneres und Äußeres völlig verschmelzenden Bedeutung des Namens jetzt auch jegliche fteziehung nach aussen'. besonderten. wie Hegel ausdrücklich notiert (GW6.empirisches Seyn daß es ein concretes in sich mannichfaltiges lebendes und seyendes ist'. . .als seyende vernichtete' (ebd. die Bedeutung .was dieses sich dabey denkt'. ist nicht allein die schon genannte Verschmelzung von Subjekt und Zeichen. als Zeichen auch nicht verständlich ist (GW 6. meint nicht. ist denn auch zu verstehen.Realität' ist .allgemeine[n] verschiedener Farben'.).abgetrennt von dem Vielfachen. sondern im Gegenteil ihr . sondern an ein Wegziehen ist gedacht.aber es ist immer noch diese Bestimmtheit': blau also im Unterschied zu rot oder grün. in der das Bewusstsein allererst . indem er . III. Essay Concerning Human Understanding. dass die Sprache über die Funktion des Behaltens und Mitteilens von Ideen hinauswächst und zu einem Medium der Selbst-Vergewisserung wird.es zu einem schlechthin in sich einfachen ideellen' zu machen. besteht der entscheidende Gewinn des im Laut artikulierten Namens darin. 287). 288. letzte Hervorhebung von der Verfasserin. was Hegel im Entwurf von 1803/04 am Beispiel des Namens . das Locke als .Verstandesbegriff' wie bei Locke. wie Hegel einschärft. Während es sich hier also nur um eine bloße Indifferenz' handelt. um eine .Realität' gewinnt (GW6. In radikalem Kontrast zu Herder /vernichtet' ist in dieser Subjekt und Zeichen. §11. 287).Extraction derselben'.Blau' bereits .und Sosein anerkennend auszusprechen. Was jedoch Hegels Konzept von demjenigen Lockes dramatisch unterscheidet. Kap.

die Eigenlogik der Namen in der Abkehr von Sinnlichkeit und Bilderwelt wirklich zu vollziehen und folglich einzusehen. heißt es hier. der im „Ton" des Ich das „wahre Seyn" der Sache behauptet.nur sein Nähme' und das . als das sinnliche Seyn selbst' vielmehr. dass in seinem Namen das Exempel einer Konzeption statuiert wird. du bist ein innres und diß Innre ist Ich und dein Seyn ist ein Ton. Dieser Gedanke geht mit Hegels These. ob man einen Namen.etwas anderes' sein soll.gelbes. die im Übergang von der Natur zum Geist alles Verhältnis in ein sprachlich artikuliertes Selbstverhältnis - transformiert. Vor allem geht es darum. dass beide Kontrahenten dem Textkommentar gemäß kann man sie mit Jacobi und Fichte assoziieren stets noch auf dem . Füsse und so fort habendes' abzusehen. 290). das . Realismus und der sog.zum Esel.124.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM .eigne[n] selbständige^]' und auch von seinen Eigenschaften wie . den er selbst zur Positionierung seiner Überlegungen gibt. so sinnlos ist es zugleich.Reich der Nahmen' für ein bloß nominelles zu halten.Ton meiner Stimme' auszusprechen. so Hegel. Sobald ein Name.42. 189-190).Reich der Bilder' ist die Unterscheidung von Sein und Bewusstsein im Recht: Bilder sind als Verinnerlichungen der Empfindung nur Bilder.in die sinnliche Vorstellung' (GW8. sondern als Einheit und Mitte von beydem. die das Problem der Referenz löst. völlig konform (GW6. von ihm als einem . .Geist verhält sich zu sich selbst'. Der aber wird ebenso wie der ganze auf Kant zurückgehende Streit obsolet. Das sich äußernde Bewusstsein und das . - (GW 8. Der Mensch sagt nämlich . indem sie das Seiende vernichtet. Wenn die Antwort auf die Frage . Denn insofern der .Seyn des Geistes' schafft. dass das Bewusstsein nicht Subjekt im Gegenüber zu einem Objekt. . den ich willkührlich erfunden Esel ist ein Ton.Standpunkt des gemeinen Bewußtseyns' stehen (GW6. - Der ewig geplagte Esel muss aushalten. der ganz etwas anderes ist.Ding selbst' noch .156 Birgit Sandkaulen was Hegel im Entwurf von 1805/06 vollends entwickelt. . Oder anders formuliert: solange in dem eben zitierten Unauthenticated | 186. was das wirklich bedeutet. 189). das . Zu fragen bleibt vor diesem Hintergrund jedoch. 291-292).Seyn des Gegenstandes' schließen sich so zur Identität zusammen.wahre Seyn'. So sinnlos es nämlich jetzt ist. dass die freie Kreation der Namen.theoretischen Proceß' des Bewusstseins als die Bewegung begreift. wenn man den .was ist diß?' etwa lautet. das ein Einzelnes unter eine namentliche Klasse subsumiert. das . absolut für sich ist'. Und dazu passt auch der Hinweis. dann geht es hier nicht nur um ein Urteil. aber nie mehr hat Hegel so drastisch erläutert. fallen wir zurück . und was so auch Herder nochmals trifft.wahre Seyn des Gegenstandes' als . den Namen auf ein empirisches Sein zu verpflichten. Allein im Blick auf das . und darin schließen sich nun beide erörterten Hinsichten zu einer Problemperspektive zusammen.es ist ein Löwe'. denen .Realität' und .aus dem Ich heraus gebohren[e]' .Dasein' fehlt. Idealismus' Hegel zufolge um den Primat von Objekt oder Subjekt streiten. zeigt die Debatte nur.sog. Entscheidend ist also. überhaupt noch einen appellativen Namen nennen kann. um im Namen Löwe nunmehr das . indem sie systembedingt jegliche Referenz in Selbstreferenz überführt.

Vorstellung' zwischen Anschauung und Denken John McCumber geradezu verführt hat.unclear' ausgeführt sieht und deshalb zur Verdeutlichung auf die Jenaer Überlegungen zurückgreift: Hegels Rede vom Löwen. In der Konsequenz bedeutet das aber erstens. 238). von . dass Hegel als .151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM .Ton meiner Stimme' sein . wenn man sieht. dass Hegels spätere Einfügung der . dass der Name Löwe an dieser Stelle noch keineswegs ein . dass man gut daran tut.a philosopher of language'. Hegel. der als erster den linguistic turn vollzogen habe (ebd. - Unauthenticated | 186. hier folge ich McCumber.representational names' auf der einen. Mittels dieser Unterscheidung soll der Nachweis gelingen.124.. 1993. geschichtlichen Denken vindizieren. verweise. dass alle die.Vorstellung' hier lediglich kaschiert. 111. dass Hegel..im Namen freigesetzte Logik der Selbstreferenz' genannt habe. Bezogen auf McCumbers Unterscheidung hieße das. der im .representational names' durch Referenz . auf die . und eben deshalb der Aufstieg ins Gedächtnis hier ja noch bevor steht. das frühere Konzept strukturell verändernder Gedanke in Anschlag gebracht wird. nicht im mindesten mit zwei verschiedenen Sprachen operiert. die man in der Enzyklopädie zu unterscheiden habe: . Radikaler als in der Enzyklopädie. Die zu Recht konstatierte . dass das Ich ein Esel sei. das dann der systematischen Explikation der Begriffe und ihrer jetzt allein durch ihren jeweiligen Ort im System bezeichneten Bedeutung zur Verfügung steht (ebd. keinen Sinn ergibt. insofern hier von der Sache her kein neuer. dass diese Logik bislang noch nicht völlig realisiert ist. In diesem Sinne sollen die sog. was ich selber oben die . während die . seit jeher übersehen haben.42. dass die vermeintlichen representational names' in Wahrheit immer schon in den Prozess der Aufhebung jeglicher mundaner Bedeutung eingespannt sind.).. was die ursprüngliche Ausarbeitung seines Konzepts betrifft.names as such' des mechanischen Gedächtnisses. Diese These bestätigt nun gewiss. Und es bedeutet zweitens. die das Problem durch die Einführung der . 26 Mir scheint.wahres Sein' gewinnt. sondern zu den sog. Language and Systematic Philosophy.. 20). 227).EselisteinTon' 157 Satz gleichwohl noch ein Esel gemeint und nicht behauptet sein soll. das Medium darstellen.expression of a culture' gekennzeichnet sein (ebd. und carnes as such' auf der anderen Seite (The Company of Words. ist der Aufstieg ins Gedächtnis genau hierin motiviert. deren systemische Logik Schritt für Schritt entfaltet wird. im mechanischen Gedächtnis von jeglicher referentiellen und historischen Bedingtheit befreit. ja diesen in das Selbstverhältnis des Denkens mit sich einmündenden Prozess sogar eigentlich ermöglichen und vorantreiben sollen.Vorstellung' verdeckt. 220ff. zwei verschiedene Sprachen spricht und damit die beiden Perspektiven immer schon verbunden hat.name as such' ist. so die These. Evanston. dass McCumber diese Unterscheidung in der Enzyklopädie zugegebenermaßen . sondern nur mit einer. .Unklarheit' dieser Passagen verschwindet mit anderen Worten genau dann. dass Hegels Gebrauch des Ausdrucks .to external reality' ebenso wie als . auch die entsprechenden Passagen der Enzyklopädie dieser radikalen Logik gemäß zu entziffern.two types of philosophical words' zu sprechen. Aufschlussreich ist. Jedoch hat sich auch gezeigt. die Hegels Philosophie entweder einem Systemdenken oder im Kontrast dazu einem phänomenoffenen. representational names' zu zählen wäre was selbstverständlich.names as such'. solange ist die im Namen freigesetzte Logik der Selbstreferenz offenbar noch nicht völlig am Ziel.

bedarf inzwischen keiner Erklärung mehr. zwischen Begriff und anschaulichem Bild weniger vermittelnden als vielmehr hin. Hegel betritt idealistisches Neuland. - I. wenn man außerdem festhält und damit ist nun auf eine frühere Andeutung zurückzukommen -. insofern er Kants transzendentale Einbildungskraft durch die Nahmengebende Krafft' der Sprache ersetzt.Psychologie' verkehrt. Kritik der reinen Herder. - .menschliche Verstand [.. Bemerkenswerterweise aber hebt Hegel später . in: Werke. und das belegt zugleich die Logik der Überbietung. Entscheidend zu notieren ist aber. offenkundig nicht selbst erfunden hat. nicht bemerkt. Dass er Kants Deduktion damit natürlich nur scheinbar in den Gang einer empirisch verfahrenden . er kann seine erfaßten Merkmale durch Worte ausdrücken. dass der Einsatz der Sprache den Finger auf genau das Problem der Transzendentalphilosophie legt.. wo es deutlich genug heißt. Metakritik.] eine viel höhere Kraft' hat. Er konnte ihn nachlesen in Herders Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft.42. und zwar so. Bd. die von jeher Verstand und Sinnlichkeit verbindet und zwar vor aller Ohren und nicht als eine angeblich verborgene Kunst in den Tiefen der menschlichen Seele'?27 Die nahmengebende Krafft' der Sprache tritt funktional an die Stelle des Schematismus: dass Hegel diesem Gedanken gemäß Kants Transzendentalphilosophie von Grund auf reformuliert und sie so zugleich als erste Etappe der Philosophie des Geistes in sein System integriert.Monogramm[s] der reinen Einbildungskraft a priori'.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . worauf Hamann in seiner Metakritik über den Purismum der Vernunft zunächst hur verwiesen hatte. die er im Kontrast zu anderen sprachphilosophischen Positionen setzt. den Schematismus durch Sprache zu ersetzen. dass der . dass Hegel den Gedanken. wo es doch die Sprache gibt. wie es scheint.und hergerissenen .158 Birgit Sandkaulen V. Das belegen die höchst eigenwilligen Akzente. Die eigentliche Pointe dieser Reformulierung aber zeigt sich gerade im Übergang zum Gedächtnis erst dann. von dem am Anfang auch schon die Rede war. hier zunächst auf ein Motiv zurückzugehen. 425. . Vernunft.als dunkel zu schematisieren. Herder entfaltet hier. obwohl bisher.124. ist evident. die in dieser Akzentuierung offenbar steckt. so hieß es da. Kant. das Kant selbst sich durch seine Behauptung zweier verschiedener Stämme der Erkenntnis von vornherein eingehandelt und durch die Vermittlungsinstanz eines transzendentalen Schematismus dann überaus mühsam zu beheben versucht hat. Dass Hegels Gedankengang sich maßgeblich am Konnex zwischen Sprache und Gedächtnis orientiert. dass Hegels primär systematisches Interesse an den Namen inzwischen außer Frage steht. Dieser Punkt ist jetzt gleichsam von unten herkommend eingeholt. Wozu braucht man indes diese Konstruktion eines zwischen Verstand und Sinnlichkeit. wurde zu Beginn schon exponiert. . er kann sprechen. Unauthenticated | 186. Worin besteht nun die spezifische Leistung des Gedächtnisses? Es empfiehlt sich. daß man die Dinge sehe und ihn vernehme'.3. B 180 f.

Hegels Aufstieg vernehme' Verstand. Sprache.Hamanns Schriften'. Einen kursorischen.entwickelte[r] Erkenntnis' gebracht zu haben.Seyn des Gegenstandes' verdankt.Gedächtnis zeigt an. 191). Spuren eines Konkurrenzunternehmens nämlich. weil der zuletzt erreichte Stand noch durch eine gewisse Ambivalenz gekennzeichnet war. Th. Hegels Deutung der Sprache. in: GW 16. Hegel. 192-193). obwohl er es bereits .EselisteinTon' 159 allein Hamanns Intuition hervor. Hamburg 1969.Nahme'. daß ich einer innegewordenen Sache wieder inne werde. Vgl. Hier mögen Spuren verwischt worden sein. Ein Beitrag zur Standortbestimmung der Sprachphilosophie im Systemdenken des Deutschen Idealismus'. daß etwas mit einem Merkmal gedacht sei und wieder gedacht werde. Streng genommen gibt es schon jetzt nichts mehr zu sehen. Derbolav. dem sich das wahre . die zu .freien willkürlichen Verknüpfung' direkt in den Rücken.das sinnlich seyende' zurück (GW 8. In Hegel-Literatur wird Hamann genannt. 129-187. das Verdienst der . Hier könnte Hegel innehalten und sich fragen. dass es den Namen behält. bricht solchem Sehen endgültig die Spitze. ins Gedächtnis hingegen. - . wenn er im Entwurf von 1805/06 auch über das Gedächtnis zunächst sagt.Blitz' und . . Interpretationen zu Hegels Äußerungen über die Sprache. Festschrift für L.Donner' von der Ähnlichkeit' dieser Namen . Düsseldorf 1959. hier ebenfalls nicht einschlägigen Hinweis auf den . 289-290).die freye willkührliche Verknüpfung dieses Bildes. Hegels Verdikt hat Konsequenzen bis heute. Bei aller Willkürlichkeit meiner Töne aber bleibt andererseits die Bestimmtheit' des Namens (GW 6. wenigstens ursprünglich an einen Kontext gebunden.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . . Bodammer. Gipper (Hg. indem es . sofern sie eben doch noch etwas anderes ist als .' Ebd.Ton meiner Stimme'. Unauthenticated | 186. 133ff. dessen Kantkritische Stoßrichtung durch den Einsatz der Sprache geradenauf Anerkennung aus war: auf einen wegs in die umgekehrte Richtung zielend man der dass und . dessen etymologische Verbindung mit dem Gedachten er gleichfalls schon bei Herder finden konnte.124.daß bey dem Bilde ihm der Nahmen. z. Der ..Hegel und die Sprache. sondern nur noch zu hören: den . 386: ..die Dinge sehe'. Endgültig deshalb. Wirklich scheint er jetzt auf die Linie Herders einzuschwenken.31 sondern fällt so auch seiner eigenen These einer . während er Herder mit dem harschen Verdikt 29 straft. Und als sei auch diese Rückbindung des Namens an das Bild noch nicht genug.Wissenschaft' sei.Beziehung nach aussen' stornieren. Schlüssel zur Welt. dass sein . spricht Hegel überdies unter den Namen . (der Bedeutung) und des Nahmens' bewahrt.vernichtet' hat.B. ob das vorher Gesagte womöglich allzu forciert am Phänomen der Namen vorbeiging. Herder.längst vergessen' sei. so heißt es jetzt.56-86..Volksgeist' gibt J. Metakritik.).mit großem Dünkel' verfasster Text zu Recht .hat noch eine andre Bedeutung als er ist': er verweist. .ihn spricht. .Ich'. auf . während von Herder bestenfalls die hier nicht einschlägige Sprachursprungsschrift erwähnt wird. 403. in: H. der Weisgerber. Erinnerung. und beym Nahmen das Bild da ist'.mit der sinnlichen Erscheinung' und nimmt damit nicht nur wiederum etymologische Beispiele Herders auf (GW8. Einerseits sollte der Akt der Namengebung als solcher bereits jegliche .42.

Dergestalt ist das Verfahren der Dekontextualisierung identisch mit dem einer Internalisierung: der . tet. 192) in seiner dekontextualisierenden Funktion freizusetzen. In erneuter Polemik gegen die Mnemonik der Alten' wird in eins damit aus dem .Inhalt' der Namen nunmehr anzupassen: die . GW8.Namen'. §462). 290) hat nun endgültig mit der . Diese im Entwurf von 1803/04 treffend die . 459—160. seiner einfachen.11 Conflitto tra Immagini e Parole. Otto.Namen behaltenden'. in einem nächsten Schritt. als konkret allgemeinen Namen wohl oder übel noch anhafmit dern. zur Kritik an Hegels. dass diese Umkehr sich jetzt als eine Reflexionsbewegung präsentiert.Mnemosyne der Alten' nichts mehr dächtnis Funktion zu - tun. dem .Geist geht in sich' im Gedächtnis (GW 8. in diesen Prozess selbstreferentiellen Zusichkommens zwingend eingebauten Ikonoklasmus: St.reproducirenden' und dem . in: St. was in der Eigenlogik der Namen. 461-462. hg. 193). - Unauthenticated | 186. Ratiocinative and Inductive.160 Birgit Sandkaulen Hegel indes will nicht innehalten was wie ein Rückfall seiner Konzeption in einen längst überwundenen Standpunkt aussieht.der Form nach' zugeschrieben hat. welche sich im mechanischen oder in Jena eigentlich' genannten Gedächtnis vollzieht.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . Vgl.M. Nicht allein wird der schematisierende Vollzug der Ver-Sinnlichung in eine Bewegung der Ent-Sinnlichung zurückgenommen. Robson.Inhalt' des Namens . dient hier nur dazu. wird Hegel in der Enzyklopädie zwischen dem . A System of Logic. 33 - Dieser Form ist der . 24-45. Hervorhebung von der Verfasserin. Sowohl die externe Bedeutung als auch die Verlautbarung der Namen im . 191: Der . § 463). in denen . Napoli 2001.124.negative Einheit des Gedächtnisses' genannt (GW 6. erst .Ton meiner Stimme' werden selbstreflexiv zurückgebogen in den so eröffneten Binnenraum des Verstandes. das eigentliche' Ge- (GW8. die offenkundig in beiden Entwürfen das strukturell maßgebliche externer Die strukturelle Grundlegung der Jenaer Entwürfe ausdifferenzierend. BS). sind . Spätestens an dieser Stelle ist klar. II: . 191) und widmet sich jetzt nur noch einer . La Filosofía del Ricordo in uno Sguardo su Vico e Hegel'. in: Collected Works. Vgl. die . 11-73.bildlose.Bestimmtheit' Bedeutung also. heißt das zudem. machen die divergierenden Fassungen der Jenaer Entwürfe kenntlich. sondern sie realisiert. Gleichwohl lassen sich drei Aspekte markieren. sonMill gesprochen.St.höchste[n] Erinnerung des Vorstellens'. Die . von J. Toronto 1973.Macht' der Intelligenz . 289. Mili. Otto und V.STOFFLOSE[n] Beschäfftigung und Bewegung [. Vgl. La Memoria e il Sacro. Der Logik folgend.32 Dennoch tritt sie durchaus nicht wie etwas völlig Neues auf den Plan.42.34 muss restlos aufgehoben werden. Vitiello. in der . in ihrer jede .Beziehung nach aussen' vernichtenden Idealität also.wir denken".mechanischen' Gedächtnis unterscheiden. Bd. seyenden Geistigkeit gleich werden'. worauf Hegels Aufstieg ins Gedächtnis zielt. J.' So bieten sie dann die beste Voraussetzung dafür.7.nur der Form nach' angelegt ist (GW 6. einfache Vorstellungen].Of Names'.] mit sich' (GW8..als ganz abstráete Subjektivität unter Beweis zu stellen (GW20. Vico Hegel. . die Hegel bereits der Sprache im Tausch gegen die transzendentale Einbildungskraft .muß ihm selbst. Kap.reproducirenden' Gedächtnis jeglicher Bildbezug entfernt (GW20. die ihnen wohlgemerkt nicht als singulären Eigennamen. Dass die nähere Ausleuchtung dieses Binnenraums vor Probleme stellt..

verbindet die einsamen Namen von sich aus nichts: darauf legt Hegel den allergrößten Wert. Die Namen . wie es im Entwurf von 1805/06 konsequent heißt.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . Das unterstreicht. Der früher erwähnte Punkt. von Anfang an wenn auch zunächst nur formell der . was und wie geordnet wird. Überzeugender und bereits das .mechanische Gedächtnis' der Enzyklopädie antizipierend. der aus bestimmten Namen allgemeine Begriffe abstrahiert.freye[n] Träger' ihrer zufälligen' Ordnung erfasst (GW 8. um jede mundane Bedeutung gebracht. Damit kommt der zweite Aspekt ins Spiel: die Beziehung der Namen. die das Bewusstsein aus freien Stücken stiftet. Sie haben in Beziehungen einzutreten. in deren Zusammenhang kein Verstand ist. Was für Begriffe gilt. oder die schon Unauthenticated | 186. sondern nur noch den Akt der Namengebung reflektieren. dass Hegel sich durchaus für die Struktur völliger Sinnlosigkeit interessieren kann. 195).auf anderes' und bilden somit keine sich .Bestimmtheit'. 191). 178). dass diese Beziehung geknüpft werden muss. wird selbstbezüglich.35 - - Im Text der Eigennamen Enzyklopädie macht Hegel später die Parallele zwischen immer schon sinnlosen und den im mechanischen Gedächtnis sinnentleerten allgemeinen Namen explizit: .124.EselisteinTon' 161 Raster bilden. wird jetzt im Gedächtnis vollends realisiert Namen haben .selbst tragende Reihe' (GW 8. 188) unterstellt. gilt nicht für Namen: sie verweisen nicht von sich aus .das Blau' aus ihrem Kontext herausgerissenen Namen .auswendig' wissend (GW8. indem er diesem Prozess eine Verknüpfungsleistung vorschaltet.42. Ihre Eigenlogik. weil sie nichts mehr benennen. 192).frey'.einsam' (GW8. Dekontextualisiert wie sie sind. Zuletzt stülpt dieser Träger sein substantiell Inneres nach außen. Reihen von Worten.freye Nahmen' (GW8. die Kriterien hingegen. wie es sich nun buchstäblich selbst zur Sache macht. dass das Ich sich selbst zur Allgemeinheit einer gedankenlosen Ordnung' in gewisser Weise also doch zum . Hegel nennt diese wie etwa . indem es sich zugleich als den . die vorderhand nur eine »Ordnung' etabliert. Der erste Aspekt ist die Isolierung der Namen. verwirklicht das Bewusstsein die je schon angezielte Selbstreferenz genau in dem Maße.dienstbare' zu sein und zu . Der Entwurf von 1803/04 stellt diese Tätigkeit als den an Locke gemahnenden Verallgemeinerungsprozess vor.Herrschafft des Selbst' (GW 8.gehorchen' (GW 8.Das Vermögen. sind völlig beliebig. in ihrer Freiheit gänzlich . verfährt der Entwurf von 1805/06. ist eben der: einem potenzierten Nominalismus nur mehr dahergesagter Wörter entspricht die jetzt perfekte Identität von Sein und Bewusstsein um den Preis. Notwendig ist allein die allgemeine Ordnung als solche. dem das Bewusstsein dann nur noch zuzuschauen hätte. Der Blick wendet sich von außen nach innen und konzentriert sich jetzt nur mehr auf den Namen als solchen: auf sein Sein im Bewusstsein.EseT verdinglicht hat (GW 8. Die Form und Inhalt zur Deckung bringende Verselbständigung der Bestimmtheit gegenüber ihrer externen Referenz setzt also mitnichten den Prozess einer autonomen Binnenbestimmung frei.. 194). JS III. Sie sind . Ihre . 192-193). und folglich sind sie. mit denen das Bewusstsein schalten und walten kann wie es will. dass die Namen jenseits allen Sachbezugs nun endgültig zu gleichgültigen' geworden sind. 191). Entscheidend ist hier.

alle meine Vorstellungen begleiten können'. zu Buchstaben geronnene Namen. Tuschling (Hg.unvorhersehbarer Zufälle' gegen systemkritische Einwände zu verteidigen. d. ist klar. im Begriff annehmen wird. bei sich selbst zu seyn.leer' (GW6. Dass aus der Bedingung der Möglichkeit ein faktischer Vollzug.162 Birgit Sandkaulen Indessen ist dieser Preis Hegel zufolge nicht zu hoch bezahlt. 201). 201).). Schon im Falle der je gestifteten Beziehung. Fulda. sobald sich die notwendige Selbstexplikation des Geistes der planmäßig zu bloßen Buchstaben reduzierten Wörter spekulativ.einfache. in: Zeitschrift für philosophische Forschung (50) 1996. GW8. hier aber derselbe. als . Und schlimmer noch: das im Umgang mit den Namen planfür sich sinnlos sind (eine Reihe von Eigennamen) auswendig behalten zu können. Der von Hegel inszenierten Umkehrbewegung gemäß muss das . weil der Geist wesentlich diß ist. Insofern damit auch der von Hegel für entscheidend gehaltene Übergang vom Gedächtnis zum Denken als Übergang vom (sinnlosen) Namen zum Begriff unberücksichtigt bleibt. Nur wenn man wie J.Träger' sich das Ich erfasst. daß das Ich auch von seiner synthetischen Leistung noch absehen und sich als analytische Einheit. als deren substantieller . in: F. in: Chr. 461-462.Inhalts' realisierte Freiheit ist . gleichfalls nicht zu überzeugen („. so wird der nominalistische Verlust mundaner Bedeutung auf die Länge mehr als kompensiert. 295) sich nun nur noch selber begleiten könnte. vermag der von T. lässt sich aus Hegels Konzept der Namen ein „. Was aber zunächst das Ich betrifft. Dass diese .h.im Prinzip" unendlicher Zeichenprozeß' herauslesen. Vgl. dass man es hier mit einer Anverwandlung Kants. seine Thätigkeit als ein Mechanismus ist' (GW20. Simon dem . 295) oder dem Entwurf von 1805/06 zufolge schlicht als .Ich denke' hier jedoch nicht . ohne die mindeste Ahnung. so zielt hier nun der dritte Aspekt auf den letzten und höchsten Punkt des ganzen theoretischen Prozesses. als in ihm selbst entäußert. weiß Hegel natürlich selbst. 380-394).Es ist in Namen.mechanischen Gedächtnis' keine Aufmerksamkeit schenkt.der sich immer nur „pragmatisch" abbrechen läßt' (. . Hubig (Hg. wer oder was da begleitet zu werden verdiente.F. Hegels Dialektik als namentlich gebundenes Resultat . 321-360).124. daß wir denken. zum Übergang vom Gedächtnis zum Denken die .Zeichenmachende Phantasie. 254-270).151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . einer Anverwandlung also der . 295. Cognitio humana. die allerdings auf eine Stellungnahme zu Hegels Überlegungen ausdrücklich verzichtet (. heißt zuletzt. Unauthenticated | 186. Psychologie und Anthropologie.). VI. wenn auch um den Preis seiner objektiven Bezüglichkeit.Vom Gedächtnis zum Denken'. Zum systematischen Zusammenhang von Zeichen und Denken bei Hegel'. Hespe und B.Reflexion als Punkt' (GW6." Lyotards Kritik des spekulativen Diskurses'. Die auf Kosten allen . sondern im Gedächtnis begleitet das Ich tatsächlich allerdings nur mehr beliebige. geworden ist.Erläuterung' von H. Borsche unternommene Versuch. Berlin 1997.ursprünglich synthetischen Einheit der Apperzeption' zu tun hat. ist darum so höchst wunderbar.Ichselbst' - begreifen kann (GW 8. §463). absolute Abstraction der Einheit' (GW 6. Was die Sprache betrifft.42.

EselisteinTon' 163 mäßig in Selbstreferenz aufgehobene Sein stellt sich dem leeren Ich nun plötzlich mit realer Macht gegenüber (GW 6. Die Möglichkeit jedoch. Auch das vermeintlich bestimmte . indem es sich in indexikalische Ausdrücke rettet und versichert. 295-296).. von der schon die Rede war.42.124. so käme er jetzt und fräße es auf.Dieses' ist nur ein dem Bewusstsein zugehöriges Allgemeines. ist damit nicht ausgeräumt.151 Download Date | 8/27/13 7:24 PM . Immerhin könnte es den Referenzverlust der Namen wettmachen wollen. hat Hegel diese Möglichkeit tatsächlich noch ins Auge gefasst und dann die Auskunft gegeben. dass es Jetzt' eben . An diesem Punkt macht Hegel den Übergang in den praktischen Prozess zwingend. Unauthenticated | 186.Ton' genannt. Hätte es je selber den Löwen nur einen . Wie der Anfang der Phänomenologie zeigt. dass das Bewusstsein rückblickend auch gegen den ihm angesonnenen theoretischen Prozess protestiert.dieses' meine.

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