Gitarre & L aute

O n l i n e
Luise Walker Klosterbibliothek Maria Luggau Leo Witoszynskyj Florilegium Der Guitarrefreund 1907 Georg Meier: Daisy-Marsch

Jahrgang XXIX/2007, Heft 1

Aktuelles
rund um die
Konrad Ragossnig
85 Seiten, broschiert ISMN M-001-12919-0 (ED 9263) € 22,95

Gitarre
Gitarrentechnik kompakt
Grundformen der Technik • Effektives Einspielen • Tägliches Üben
Der international renommierte Gitarrist Konrad Ragossnig hat mit diesem Band ein Übungsprogramm entwickelt, das sowohl für gründliches Einspielen als auch für das tägliche Üben geeignet ist. In 12 Kapiteln werden alle wichtigen Elemente der Gitarrentechnik systematisch behandelt. Konkrete Aufgabenstellungen und Übetipps helfen dem Studierenden und dem ausgebildeten Musiker dabei, seine Technik effektiv und konzentriert zu pflegen bzw. weiterzuentwickeln.

Peter Päffgen

Die Gitarre
Geschichte, Spieltechnik, Repertoire
3., überarbeitete und ergänzte Auflage 2002 249 Seiten mit Notenbeispielen und Abbildungen sowie Zeittafel, Literaturverzeichnis und Register – gebunden mit CD ISBN 3-7957-2355-8 (ED 8874) € 29,95 / sFr 52,30
Der Autor, Herausgeber der renommierten Zeitschrift „Gitarre & Laute“, macht die Geschichte der Gitarre, ihrer Musik und Spieltechnik bis zu den Komponisten und Virtuosen des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand dieses Buches. Er spannt dabei einen großen historischen Bogen: Er bietet den Überblick über eine Entwicklung von mehr als dreitausend Jahren und zeigt die Gitarre als ein Instrument, das die gesamte europäische Musikgeschichte seit ihren Anfängen begleitet hat und dessen vielseitiges Repertoire zu entdecken und zu beleben sich lohnt.

Werner Neumann

Die Jazzmethode für Gitarre – Solo
Skalen • Improvisation • Phrasierung
74 Seiten, broschiert mit CD ISBN 3-7957-5352-X (ED 8427) € 24,95
Wie funktioniert eigentlich Improvisation über wechselnde Akkorde? Warum ist es wichtig, so etwas wie dorische oder mixolydische Tonleitern zu kennen oder sogar spielen zu können? Welche Funktionen haben Arpeggien? Was versteht man unter Phrasierung? Anworten auf alle diese und viele andere Fragen gibt Werner Neuman, laut Deutschlandfunk einer der führenden Fusiongitarristen Europas, in diesem Band.

Rolf Tönnes

Gitarre spielen – mein schönstes Hobby
Hugo Pinksterboer

Pocket Info – Akustische Gitarre
• Basiswissen • Praxistipps • Mini-Lexikon
136 Seiten, broschiert ISBN 3-7957-5126-8 (SPL 1042) € 9,95 / sFr 18,40
Dieses Buch enthält in kurzer und prägnanter Form alle Informationen zu Kauf, Pflege, Bau und Spieltechnik der Gitarre. Knappe, gut verständliche Texte und zahlreiche Abbildungen mit Informationen rund ums Instrument machen dieses Buch zum idealen Nachschlagewerk für Anfänger und Fortgeschrittene.

Die moderne Gitarrenschule für Jugendliche und Erwachsene
96 Seiten, broschiert mit CD ISBN 3-7957-5598-0 (ED 9475) € 19,95
Wer Gitarre spielen zu seinem Hobby machen möchte, liegt mit dieser Schule genau richtig. Dabei ist es egal, ob es ein Neueinsteiger ist, der da in die Saiten greift oder jemand, der vor vielen Jahren bereits einmal gespielt hat und nun wieder seine Kenntnisse auffrischen möchte. Eine ausgewogene Mischung von Pop, Klassik und Folk verhindert Langeweile. Da Akkord- und Melodiespiel berücksichtigt werden, ist der Schüler sowohl für den Abend am Lagerfeuer als auch für das Hauskonzert gewappnet. Die praxiserprobte Methode ist sowohl für den Unterricht als auch für das Selbststudium geeignet, wobei die beiliegende CD als Trainingspartner dient.

MA_0003_02 · 12/05

Liebe Leserinnen, liebe Leser

G

itarre & Laute lebt! Die Zeitschrift, die seit fast dreißig Jahren erscheint, in den Jahren nach 2000 aber geschwächelt hat, ist wieder da und sie sieht auch noch genau so aus, wie Sie sie kennen. Nur gedruckt wird sie nicht mehr. Gitarre & Laute erscheint ab ihrem neunundzwanzigsten Jahrgang ausschließlich ONLINE. Das bietet Ihnen völlig neue Möglichkeiten … die ich kurz erläutern möchte. Die vorliegende Ausgabe von Gitarre & Laute sehen Sie als e-Paper. Sie können die Seiten auf dem Bildschirm anschauen und sie können sie, wenn Sie möchten, ausdrucken. Sie ist also komfortabel am Bildschirm lesbar und durchsuchbar, mit der Möglichkeit des Downloads und vieles mehr. – Sie sind nicht von der Zustellung durch die Post abhängig, weil Sie Gitarre & LauteONLINE pünktlich online geliefert bekommen. Sie müssen sich auch nicht mehr ärgern, weil der Briefträger das Heft geknickt hat, um es in den Briefkasten stecken zu können. Und: Das neue Heft kann nicht mehr aus dem Briefkasten geklaut werden. – Egal, wo Sie sich auf der Welt befinden, Sie bekommen die neueste Nummer von Gitarre & Laute-ONLINE zugestellt! – Trotz der weltweiten schnellen Zustellung wird Gitarre & Laute für Sie preiswerter als bisher. (Die ständig steigenden Portokosten werden zunehmend Fachzeitschriften zu Konsequenzen zwingen). – Sie können die Zeitschriften nach Wörtern durchsuchen und sind damit sofort im Bild, ob Ihr Thema behandelt wird oder nicht! – Sie bekommen als Abonnent zwischen den jeweiligen Heften noch weitere Informationen per Email zugestellt. Darin enthalten sind die neuesten Termin für Wettbewerbe, Kurse und Seminare. Damit sind die Terminkalender von Gitarre & Laute um ein Vielfaches aktueller geworden. – Adressen sind direkt mit den Websites der Anbieter verlinkt, so dass deren Informationen sofort einsehbar sind. Das garantiert Ihnen noch größere Aktualität. – Plattenbesprechungen werden Ihnen mit Hörproben verlinkt, die Ihnen einen direkten Eindruck von der jeweiligen Aufnahme garantieren! So wird Gitarre & Laute zu einer klingenden Musikzeitschrift. – Und schließlich: Als Abschluss der Jahrgänge gibt es ein Gitarre & Laute-Jahrbuch, damit Sie etwas ins Bücherregal stellen können. Darin enthalten ist eine CD mit allen Ausgaben des Jahrgangs als pdf, weiter die in den Heften enthaltenen Notenausgaben in gedruckter Form und: Die Jahrbücher werden jeweils eine Art Jahresrückblick enthalten. Welche Neuerscheinungen hat es wo gegeben? Wer hat wann wo einen Wettbewerb gewonnen? Welches Festival ist neu gestartet worden? Und: Was haben die Internationalen Gitarrenzeitschriften berich-

tet? Mit diesem Teil des Jahrbuchs wird Ihnen eine „internationale Gitarren-Bibliographie“ an die Hand gegeben, die Ihnen einen Überblick ermöglicht. Das Jahrbuch Gitarre & Laute ist, das werden Sie jetzt vielleicht einwenden, eine Rückkehr zur traditionell papierenen Zeitschrift. Vielleicht stimmt das! Aber natürlich weiß ich, dass Sie auch das Bedürfnis haben, die Zeitschrift zu behalten und zu archivieren. Dafür liegt die CD bei. Und Sie wollen die Notenausgaben nicht nur am Bildschirm betrachten, Sie wollen die Stücke auch spielen und vielleicht an dieser oder jener Stelle einen Fingersatz hineinschreiben. Das geht bei gedruckten Noten – zugegeben – besser. Aber auch jetzt können Sie schon die in Gitarre & Laute enthaltenen Ausgaben als separate .pdf herun-

nicht garantieren, dass die Beiträge dann auch erscheinen, aber ich bemühe mich! Sie sehen, ich habe mir viel vorgenommen! Die neuen Möglichkeiten der Zeitschrift Gitarre & Laute gilt es zu nutzen! Wir haben es schließlich mit einem faszinierenden Thema zu tun! Außerdem ist natürlich einiges aufzuarbeiten. Da sind Themen liegen geblieben – auch Platten, Noten und Bücher. Sie werden sehen! Alle technischen und organisatorischen Details über Abonnements finden Sie im Internet bei http:\\shop.gitarre-und-laute.de. Wie immer wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit Gitarre & Laute ONLINE Ihr

Peter Päffgen PS: Ach ja, noch ein Wort zu diesem Heft. In jeder kommenden Ausgabe von Gitarre & Laute-ONLINE wird Ihnen ab sofort die jeweilige Ausgabe des „Guitarrefreunds“ als Reprint mitgeliefert, die hundert Jahre vorher erschienen ist. Wie Gitarre & Laute (ONLINE) ist der „Guitarrefreund“ sechs mal jährlich erschienen. Die Magazine erscheinen also jetzt synchron, sozusagen um hundert Jahre phasenverschoben. Ich gehe davon aus, dass Ihnen dieses Nebeneinander sehr interessante Einblicke vermittelt. Außerdem sollen die Notenbeilagen zum „Guitarrefreund“ mitgeliefert werden. Hier muss im Einzelfall zwar noch untersucht werden, ob damit urheberrechtlche Probleme entstehen, aber prinzipiell werden Ihnen die Notenbeilagen mitgeliefert. Auch im Jahrbuch! Wenn Sie weitere Fragen zum neuen Erscheinungsbild von Gitarre & Laute haben oder zu Abo-Bedingungen etc., schauen Sie vielleicht zunächst ins Netz unter http:\\faq.gitarre-und-laute.de. Wir bemühen uns, in allen Fragen behilflich zu sein, müssen aber, wenn es um Ihre eigene Computer-Konstellation geht, passen. Dafür können wir uns nicht zuständig erklären. Gitarre & Laute-ONLINE wird als .pdf und als ePaper nach allen Regeln der Kunst funktionierend ausgeliefert und sollte auf allen Rechnern, die den Mindestanforderungen entsprechen, zu lesen sein. Wenn trotzdem Probleme auftreten, können die nur mit Ihrem Rechner oder ihrer Internetverbindung in Zusammenhang stehen … und für die sind wir nicht zuständig. I

terladen: http.//download.gitarre-und-laute.de! Liebe Freunde von Gitarre & Laute, bitte lassen Sie sich ein auf die neue Zeitschrift, die schon fast dreißig Jahre alt ist. Sie bietet Ihnen mehr als bisher – nur anders! Anders verpackt und anders geliefert. Alle Veranstaltern von Wettbewerben, Kursen und Seminaren bitte ich, uns ab sofort alle Veranstaltungen wieder rechtzeitig zu melden. Sie werden dann in Gitarre & Laute ONLINE erscheinen und zwischendurch in Newsletters, die an Abonnenten verschickt werden, und in denen hauptsächlich aktuelle Termin mitgeteilt werden. Ihre Dates schicken Sie bitte an: dates@gitarre-und-laute.de. Und dann wäre ich Ihnen für Leserbriefe dankbar: leserbriefe@gitarre-und-laute.de. Und wenn Sie Veranstalter sind, schicken Sie uns doch Berichte über Ihre Events – mit digitalen Fotos in möglichst hoher Auflösung als .tif oder .jgp. Ich kann Ihnen

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… was ich noch sagen wollte …
hier werde ich Ihnen in lockerer Form Bemerkungen mit auf den Weg geben, von denen ich glaube, sie wären von allgemeinem Interesse. Es wird sich dabei wie heute um Bemerkungen übwer neu erschienene Bücher drehen oder um neue CDs, die vielleicht auch mit der Gitarre oder der Laute überhaupt nichts zu tun haben. Oder vielleicht gilt es auch, einen Geburtstag zu feiern oder aus anderem Grund an einen Großen unserer Zunft zu erinnern. Sollte ich Sie langweilen oder sollten Sie Vorschläge machen wollen, schreiben Sie doch einfach an: mailto:peter.paeffen@MusiCologne.eu Von Peter Päffgen Richard Jacoby (Hrsg.), Musikstudium in Deutschland 2007: Musik – Musikerziehung – Musikwissenschaft, Mainz 2006 [Schott ED 8717] Preis: € 14,95 Deutscher Musikrat (Hrsg.), Musik-Almanach 2007/2008, Regensburg 2006 [ConBrioCB1177] Preis: € 49,95 Ausbildung, Studium, Examina … vieles hat sich in den letzten Jahren bewegt, vieles ist grundsätzlich verändert, anderes ergänzt und erweitert worden. Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft sind einerseits dafür verantwortlich, andererseits die über uns hinweggetobte Revolution im Bereich Medien. Studiengänge sind in den letzten Jahren an Hochschulen etabliert worden, die man sich vor zwanzig Jahren nicht hätte vorstellen können. Andere, wie die Musikwissenschaft, die man traditionell als universitäres Fach anzusehen gewohnt war, wird mittlerweile mit allen Abschlussmöglichkeiten auch an Musikhochschulen gelehrt. „Die neuen Studiengänge werden im Zuge europäischer Angleichungen bisherige Studiengänge und -ordnungen und die entsprechenden Studienabschlüsse ablösen“ [Jacoby, S. 9] Dieser Strukturwandel, dessen Ziel eine leichtere Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen und den daraus resultierenden Qualifikationen innerhalb Europas ist, stellt Studienanfänger zunächst vor Probleme – vor allem in Deutschland, wo das föderalistische System zudem zu einer „enormen Heterogenität“ führt. Bildung ist in Deutschland Ländersache und so waren hier schon vor der Unterzeichnung der „Bologna-Erklärung“ von 1999, in der es um die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes mit vergleichbaren Studiengängen und Examina geht, von einem Bundesland zum anderen wesentliche Unterschiede im Schul- und Hochschulwesen zu verzeichnen. Beispiel: Vor Jahren wurden bundesweit alle Pädagogischen Hochschulen in Universitäten oder Gesamthochschulen umgewandelt bzw. in solche integriert … nur nicht in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Gesamthochschulen gibt es nur in NordrheinWestfalen und Hessen. Sie „schließen verschiedene Ausbildungseinrichtungen (wie Pädagogische Hochschule, Universität und Musikhochschule) zu einem Verbund zusammen“. Musik und Musikwissenschaft kann man in Deutschland an Universitäten und Musikhochschulen studieren … außerdem an einigen Technischen Hochschulen bzw. Universitäten und an einigen Theologischen Hochschulen. Durch das Labyrinth deutscher Musik-Ausbildungsstätten führt das Buch „Musikstu4 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 dium in Deutschland“, das jetzt in fünfzehnter Auflage vorliegt. Geliefert werden sämtliche Adressdaten inklusive Email und Homepage, dazu die angebotenen Studiengänge und die Namen der jeweiligen Dozenten. Es folgen die Anschriften von Musikorganisationen und Musikinstitutionen von der „Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung“ bis zur „Werkgemeinschaft Musik e.V.“ in Düsseldorf. Das Buch „Musikstudium in Deutschland“ ist unentbehrlich für alle, die in Deutschland Musik studieren oder studieren wollen. Professor Dr. Richard Jacoby, der Herausgeber, ist als Ehrenpräsident des Deutschen Musikrats auch mit-verantwortlich für das zweite Nachschlagewerk, um das hier geht, für den Musik-Almanach 2007, der mit seinen rund 1.500 Seiten rund zehn mal so umfangreich ist, wie der Studienführer bei Schott. „Daten und Fakten zum Musikleben in Deutschland“ verspricht der Untertitel: „Der MUSIK-ALMANACH ist das zentrale Nachschlagewerk zum Musikleben in Deutschland. Er enthält detaillierte Informationen zu Tätigkeiten, Arbeitsergebnissen und Leitungsstrukturen von über 10.000 Einrichtungen aus allen Bereichen der Musikkultur. Ergänzt wird der lexikalische Teil durch statistisches Material und Aufsätze namhafter Autoren, deren Themenspektrum vom Laienmusizieren über Fragen der musikalischen Bildung bis zur Musikwirtschaft und Musik im Internet reicht.“ Man bekommt zunächst Statistiken, Einschätzungen und Fakten geliefert, die mehr als interessante Einblicke erlauben. Über die Anzahl an Studierenden zum Bei-

spiel an deutsche Hochschulen: Knapp zwei Millionen Studenten hat es im Wintersemester 2004/2005 insgesamt in Deutschland gegeben, davon waren für „musikalische Berufe“ eingeschrieben rund 25.000, davon 57% Frauen und 28% Ausländer. Bei den Studiengängen Komposition und Instrumentalmusik/Orchestermusik (insgesamt über 8.000 Eingeschriebene) liegt der Anteil ausländischer Studenten erwartungsgemäß viel höher: über 50 Prozent. Genauer aufgeschlüsselt sind diese Zahlen leider nicht – den dramatischen Verfall der Studentenzahlen für das Fach Gitarre, von dem allgemein berichtet wird, sieht man nicht. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, welches das Zahlenmaterial geliefert hat, kann auch nicht mit feiner aufgeschlüsselten Daten aufwarten – nicht einmal die Statistischen Landesämter haben da Material vorliegen. Der Hauptteil des Almanach, „Organisationen und Einrichtungen im deutschen Musikleben“, besteht aus rund 1.100 Seiten, beginnend mit staatlichen Einrichtungen wie dem Bundespräsidialamt und dem „Beauftragten des Bundestags für Kultur und Medien“ über die im Bundestag vertretenen Parteien und die kulturpolitischen Gremien auf Landesebene hin zu den Kulturämtern der Städte und Gemeinden. Es folgt der große Bereich „Musikunterricht, Ausbildung, Fortbildung“ mit sämtlichen Hochschulen, Konservatorien, Musikschulen und auch den „Allgemein bildenden Schulen mit Schwerpunkt Musik“. Alle Rundfunkanstalten sind vertreten, Konzertdirektionen, Musikverlage, Instrumentenbauer, Musikgeschäfte usw. usw. Jeder, der mit Musik seinen Lebensunterhalt bestreitet, ist im Musik-Almanach vertreten … jeder? Nun, ein so umfassendes Nachschlagewerk wie der Musik-Almanach muss klare Richtlinien dafür zugrunde legen, warum die eine Einrichtung aufgenommen wird, eine andere aber nicht. Im Vorwort heißt es: „Aufgeführt werden deshalb vorrangig institutionalisierte Einrichtungen, Organisationen, Verbände, Ausbildungsstätten und dergleichen“ … Ergebnis dieser Auswahl ist, dass beispielsweise in den Gelben Seiten von Köln rund fünfzig Musikschulen vertreten sind, im Almanach eine, die im VdM (Verband Deutscher Musikschulen) organisiert ist und fünf „sonstige“. Neben dem BdM gibt es noch den „BDPM“, den Bundesverband Deutscher Privatmusikschulen – aber die Gelben Seiten verzeichnen weit mehr, als in beiden Verbänden zusammen gemeldet sind. Eben die nicht institutionalisierten! An Musikverlagen werden die erwähnt, die dem

VDM angeschlossen sind, dem Verband Deutscher Musikverlage … „sowie weitere Unternehmen […], die Musikbücher, Noten und zum Teil auch Tonträger publizieren“. Ganz schwierig wird die Auswahl bei den „praktischern Musikern“: „Aus dem Interpretenbereich werden nur professionelle Ensembles – Orchester, Musiktheater, Chöre, Militärensembles u.a. – dargestellt, soweit sie institutionalisiert oder an Institutionen gebunden sind, nicht aber Solisten, Kammermusikensembles, Jazz-Ensembles, Laienchöre oder –orchester etc. Auch Komponisten oder Musikbearbeiter können nicht aufgenommen werden.“ Ganz klar: Die Berufsbezeichnungen Komponist oder Bearbeiter sind nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen – das Gleiche gilt beispielsweise für die „Berufe“ Publizist oder Autor. Im Gegensatz die Handwerksberufe: Sie können noch so gut Fliesen legen können, Fliesenleger dürfen Sie sich erst nennen, wenn Sie die nötige Lehre durchgemacht haben und die entsprechenden Prüfungen. Das sind freilich uralte Stände- und Zunftregeln und sie scheinen auch nicht mehr wirklich in unsere Zeit zu passen, aber sie haben ihre Vorzüge. Wenn Sie in den Gelben Seiten einen Fliesenleger suchen und finden, dann suchen Sie natürlich einen, der anerkannterweise sein Handwerk versteht. Nun ja: Der Musik-Almanach ist eine unentbehrliche Informationsquelle, wenn man sich mit der Musikbranche Deutschlands befasst. Aber: Ist nicht ein gedrucktes Buch dieser Art heute ein Anachronismus? Ist nicht der Almanach bei Druckfertigstellung schon überholt? Es gibt die Datenbank auch im Internet: www.MIZ.org (MIZ=Deutsches Musikinformationszentrum) und da können alle Daten ständig aktualisiert werden – nicht aber in einem Buch, das alle drei bis vier Jahre neu aufgelegt wird. „Nicht zuletzt stellt der Musik-Almanach als Nachschlagewerk und generell greifbares Informationsmedium ein Arbeitsinstrument für all jene dar, die die Buchform bevorzugen oder zumindest temporär über keinen Internetzugang verfügen“. Aha! Aber geben die dann auch fünfzig Euro dafür aus? Mich würde nicht wundern, wenn dieser Musik-Almanach 2007 die letzte Ausgabe in gedruckter Form bliebe! Zwei Bücher sind hier neu herausgekommen, die ähnliches anbieten: Adressen aus dem deutschen Musikleben. „Musikstudium in Deutschland“ ist allerdings für seine Adressaten, Musikstudenten und solche, die es werden wollen, weitaus besser geeignet. Für sie werden Informationen ge-

liefert, die der Almanach nicht bereithält: die Namen der jeweiligen Professoren und Dozenten zum Beispiel. Der Almanach verrät Ihnen nicht, dass in Weimar am „Institut für Gitarre“ vier hauptamtliche Dozenten für das Fach Gitarre zur Verfügung stehen: Müller-Pering, J. Rost, M. Rost, Spannhof. Und was ist mit Studiengebühren? Im Studienführer „Musikstudium in Deutschland“ steht: „Studiengebühren wurden inzwischen in einigen Bundesländern schon eingeführt, in anderen sind sie per Gesetz bereits vorbereitet.“ Knapp! Die angehenden Studenten müssen sich wohl an die jeweiligen Hochschulen wenden um herauszufinden, was sie pro Semester zu zahlen haben … vielleicht wäre es angebracht gewesen, in dem ansonsten so informativen Buch wenigstens den finanziellen Rahmen zu beschreiben, mit dem zu rechnen ist. Noch eine Bemerkung zum Thema Internationalisierung und Europa. Auch wenn der Almanach einen Teil „Organisationen und Einrichtungen des Musiklebens in Europa“ enthält, sind und bleiben beide Bücher solche, die sich nur mit dem deutschen Musikleben befassen. Es gibt einen Europäischen Musikrat in Bonn und es gibt in den Mitgliedsstaaten vergleichbare Organisationen, deren Anschriften und sonstige Koordinaten im Almanach zu finden sind, auch die der uropäischen Nicht-EUStaaten wie beispielsweise der Schweiz. Trotzdem, wir machen uns bekannt mit Gepflogenheitern unserer Nachbarn, was Abschlüsse und Studiengänge angeht … wäre da nicht auch eine Europäisierung des Telefonbuchs vonnöten gewesen? I Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 5

6 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 .

Erscheinungsweise: sechsmal jährlich. am Anfang der geraden Monate (Januar. insbesondere in der Rubrik „Dates“ erfolgen prinzipiell ohne Gewähr.de]. Heft 1 Inhalt Editorial 3 … was ich noch sagen wollte … 4 Heute muss man aggressiv spielen. Aboverwaltung: Verlag. Email: info@MusiCologne.de und www.gitarre-undlaute. auch auszugsweise. Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. das ist wichtig geworden … Interview mit Luise Walker . Postfach 410 411. Telefon: ++49-221-346 16 23.Gitarre & Laute ONLINE XXIX/2007.. © Nachdruck in jedweder Form und allen Medien. 13. [abo@gitarre-undlaute.VerkaufeGitarre. London (GB). Kündigungsfrist: sechs Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist. Köln Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 7 . Abonnement für ein Jahr (sechs Ausgaben) 22. D-50 864 Köln). Erscheinungsweise im Jahr 2007: 1. Die namentlich gekennzeichneten Beiträge in dieser Zeitschrift entsprechen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion. Niederlassung Köln.de. Bildnachweis für vorliegende Ausgabe: Seiten 1 und 8: Brigitte Zaczek..MusiCologne. SielsImpressum: dorfer Straße 1a. FAX: ++49-1803-5 51 84 30 17 Internet: www. Terminangaben. Niederlassung Köln: MusiCologne Ltd.).. Wien. danach jeweils am Anfang jedes Monats bis Dezember 2007. 50 935 Köln (Postanschrift: Redaktion Gitarre & Laute. Chefredakteur: Dr. Kleinanzeigen: www. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Preis: Einzelheft EUR 4.. nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags..00.00 EUR . Das Gespräch führte Norman Merems im Februar 1995 in Wien 8 NAXOS feierte Geburtstag 13 Vor hundert Jahren: Der Guitarrefreund VIII/1907/Nº 1 14 Musikbeilage „Der Guitarrefreund“/G&L-Edition: Georg Meier: Daisy-Marsch 23 Florilegium: Neue Platten mit Alter Musik 27 Franz M. Weiss (OSM) Verzeichnis der Drucke mit Gitarrenmusik in der Provinzbibliothek des Servitenklosters Maria Luggau 33 Peter Päffgen Neue Bücher 37 Leo Witoszynskyj Vom Umgang mit Konflikten 41 Dates 45 Kleinanzeigen 48 Vorschau auf Heft 2 50 : Verlag: MusiCologne Ltd. alle anderen: Autoren oder Bildarchiv Gitarre & Laute. März.. Juli 2007. Peter Päffgen.eu. Mai .eu (weitere Email-Adressen sind im redaktionellen Zusammenhang veröffentlicht).

. das ist wichtig geworden .. Interview mit Luise Walker Das Gespräch führte Norman Merems im Februar 1995 in Wien 8 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 .Heute muss man aggressiv spielen.

also da. Ich habe bei Dr. Da. wenn man mich fragten. Norman Merems: Sie haben 1940 angefangen. aber die habe ich niemals gespielt. Eigentlich ist der große Wandel erst in den letzten zwanzig Jahren eingetreten. Stammen die von Ihnen? Luise Walker: Wahrscheinlich! Norman Merems: Interessant in diesem Zusammenhang ist die berühmte E-Dur-Etüde N° 23. Es gab nichts. als Sie in den späten zwanziger Jahren und in den dreißiger Jahren in das Konzertleben verwickelt wurden. das war schon vor dem Krieg. Aggressiv spielen zu können ist in der heutigen Zeit wichtig geworden. Es ist auch „in“. ob ich denn nicht singe. alles ganz modern.. Die D-Saite hat sich immerzu verabschiedet. Und eben viele kleinere Piècen. Gott sei dank! Das muss furchtbar gewesen sein. welche Gitarre wählen Sie da? Luise Walker: Meistens die Kohno. Sehr schnell! Luise Walker: Ich weiß nicht.. Uhl hat bei uns komponiert und Kaufmann .. Norman Merems: Sie haben so viele Stücke gespielt . weil ich es nicht gekonnt hätte. die man heute überhaupt nicht mehr singt. Da habe ich auch von der Existenz dieser Stücke erst erfahren. Ramírez und andere. Wie hat er es mir den Fingernägeln gehalten? Luise Walker: Aber mein lieber Freund. Keine Ahnung! Aber er hat das enorm rasant und einmalig gespielt. Aber der Klang der Melodiesaiten war sicher sehr weich und schön. Wann haben Sie aufgehört? Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 9 . Dann kamen die aggressiven Gitarren mit großem Corpus . Das Tempo ist bei beiden zwischen Viertel= 160 und 164. als die Diskantsaiten. Und den Leuten hat es sehr gefallen. Die haben Lieder gesungen. Norman Merems: Die Menschen kamen also aus Neugierde? Luise Walker: Ja. aber damit konnte ich nicht dienen. mehr oder weniger. Das waren Dinge aus kleinen Sammlungen . Aber die Saiten mit Seidenkern sind oft gerissen. Das Aggressive ist nicht mehr so „in“. da möchte ich mich nicht festlegen. weil sie die Gitarre nur als Begleitinstrument kannten. Luise Walker: Nein. die mit und denen. aber bitteschön: Jedem das seine! Wenn jemand die Gitarre an den Kopf hält und dann schön spielt. die von Ihnen selbst und von Llobet und Segovia . die Sie vielleicht nicht gemocht haben? Luise Walker: Nein. das ist klar! Ich selbst spiele es etwas langsamer. den Fuß verkehrt auf den Schemel zu stellen . was halten Sie für die „Musik des 20. Die Basssaiten bestanden aus umwickelter Seide. Heute muss man aggressiv spielen. die ohne Nägel spielten. die man heute nicht mehr spielt und die auch gar nicht mehr zu haben sind. Die edelste Gitarre ist die Hernández. hat es nicht. als man sie heute kennt. wo man gegriffen hat..Norman Merems: Sehr geehrte Frau Professor Walker. Hatten Sie ein Lieblingsinstrument? Luise Walker: Ich habe alle meine Instrumente geliebt. das kann man sagen. Ich kann mich nicht mehr wirklich erinnern. Norman Merems: Und was spielte man nach den Unterrichtswerken? Luise Walker: Na ja.. Da kam ja dann auch Segovia mit verschiedenen neuen Komponisten. Norman Merems: Gab es denn Musik von Sor? Luise Walker: Sor. neue Musik zu spielen. Danach kam die obligatorische Carulli-Schule. Das ist ganz modern. Norman Merems: Und was hat man damals gespielt? Luise Walker: Damals hat man als Schule die Scherrer-Schule durchgearbeitet – jedenfalls war das bei mir so. Das ist heute nicht mehr interessant. Manches ist sehr skurril. Das rein Intellektuelle ist nicht mein Ding. Zuth die Scherrer-Schule durchgenommen.. wie war da die Reaktion des Publikums auf die Musik und auf das Instrument? Luise Walker: Die Leute waren sehr begeistert. Norman Merems: Gab es denn damals viele Konzerte von Gitarristen? Luise Walker: Nein. Da konnten die Techniker kleine Unzulänglichkeiten ausgleichen. ich bin eigentlich ein sehr emotional beeindruckter Mensch. Zumindest hier in Österreich und auch in Deutschland. Ich habe alte Musik geliebt und neuere. Jahrhunderts“? Luise Walker: Ich weiß nicht. habe ich auch nichts dagegen.. Die Kohno habe ich im Moment sehr gern.. der sich mit der Gitarre beschäftigen wollte. Norman Merems: In Ihrer Ausgabe der Coste-Etüden stehen Metronomangaben. und das hat man damals überhaupt nicht gekannt und gekonnt. sondern weil es mir damals schon nicht so sehr gefallen hat.. Aber es hat auch vor dem Krieg schon Tendenzen gegeben. Danach kam die Heinrich-Albert-Schule und damit wurde die Sache dann seriös. Die vornehmste. ob der Tontechniker da noch ein wenig nachgeholfen hat. Norman Merems: Hat es auch Kämpfe gegeben über die Frage apoyando oder nicht? Luise Walker: Diese Kämpfe finden heute statt. Als Begleitinstrument für den Liedgesang. dass der Klang der spanischen Instrumente das Feinste war. Norman Merems: Noch eine Frage bezüglich Llobet. Ich hatte eigentlich recht flinke Finger. wo man angeschlagen hat und auch an der anderen Seite. Norman Merems: Aber welcher der impressionistischen Komponisten hat für Gitarre komponiert? Luise Walker: Wissen Sie. Heute nimmt man Nylon und damals wurde Seide umwickelt. Granados. Alle anderen sind jünger. Aber auch er hat viel Albéniz und Granados gespielt. Früher war es ja so. Die waren viel besser.. Außerdem waren mir die Unterschiede nicht so bewusst. Darmbässe hatte es auch gegeben. das ist doch alles überholt! Da haben früher Kämpfe stattgefunden. Zusammen mit meinem Vater ist die HauserGitarre und die Hernández angeschafft worden. Miguel Llobet hat zwei Aufnahmen davon gemacht und eine der beiden ist in der Stimmung irgendwo zwischen a und ais und die andere ist ein wenig tiefer. Dies war die erste Stunde der Gitarre als Konzertinstrument. Norman Merems: Und wie war die Ausstattung mit Zubehör? Zum Beispiel Saiten? Luise Walker: Das war alles sehr sehr schwierig. Ich war damals beleidigt. wie Sie das meinen! Norman Merems: Haben Sie Komponisten gehabt. Norman Merems: Wann haben sich denn die Konzerte und die Programme wesentlich geändert? War das erst nach dem Krieg? Luise Walker: Na. es war nicht mehr in den Kinderschuhen. Heft 1-10. Das Gleiche gilt auch für Liedersänger. Norman Merems: Was hat sich denn zwischen damals und jetzt im Instrumentenbau verändert? Sie haben ja auf verschiedenen Meisterinstrumenten gespielt. Ich habe noch auf Darmsaiten gespielt. Sor kam mit Llobet . Norman Merems: Was hat denn Llobet gespielt. weil sie die Gitarre nicht gekannt haben. Mit ihm habe ich auch solche Stücke erst durchgenommen. überhaupt nicht. als er hier Konzerte gegeben hat? Luise Walker: Miguel Llobet hat Sor gespielt und Moreno Torroba und dann das Hommage à Debussy von Manuel de Falla... da sind Feindschaften entstanden zwischen denen. Persönlich bin ich natürlich auf impressionistische Musik eingestellt. Die hat einen sehr angenehmen Klang und trägt sehr gut. Norman Merems: Wenn Sie jetzt Konzerte spielen. weil ich die Unterschiede nicht gekannt habe. Luise Walker: Aber bei Aufnahmen hat das keine so große Rolle gespielt. Ich selbst bin auch immer wieder gefragt worden. Jetzt habe ich gehört. Norman Merems: Sie spielen also viel lieber auf Nylonsaiten! Luise Walker: Das kann man sagen. aber nicht. Die musste jeder machen. Norman Merems: Alle alten Schallplattenaufnahmen stammen aus dieser Zeit. die Sie sehr gerne gespielt haben und andere. Die Programme waren ganz anders. Norman Merems: Aber es muss doch eine Favoritin gegeben haben. Es wurden hauptsächlich kleine Sachen gespielt und keine Sonaten oder zyklische Dinge. was man sich wünschen konnte. das kam viel später. Verglichen mit unseren heutigen Gewohnheiten könnten wir aber trotzdem mit den Darmsaiten nichts mehr anfangen. dass man wieder zurückkommt zum vornehmen Klang. dann kamen Sachen. das ist eigentlich alles verschwunden und ich kann es auch im Detail nicht mehr sagen. Die Ramírez ist vielleicht etwas aggressiv. an der Hochschule zu unterrichten. Und Tárrega hat er natürlich gespielt und Albéniz. und die haben immer gefranst. Das war damals ein ganz unbekanntes Instrument.. was ich denn singe. das ist wichtig geworden.. habe ich nicht gehabt.

Luise Walker: Dazu kann und möchte ich hier nichts sagen! Ich habe im Laufe meines Berufslebens so viel Musik und Material in mich aufgesogen. Die Coste-Etüde Nº 23 hat Luise Walker übrigens auch eingespielt. Hier ist offenbar. schneller und noch schneller. Auch atemberaubend schnell! Um noch einmal auf die japanische Dokumentation zurück zu kommen. Beispiele: Gleich die eröffnenden Variationen über Schuberts „Forelle“ von Karl Friessnegg (sie stehen bei Heinrichshofen im Katalog) sind ein spieltechnisches Feuerwerk und werden auf dieser CD nur noch vom „Jota Aragonesa“ von Tárrega überboten. www. und das ist auch auf anderen Instrumenten zu beobachten. Aufnahmen zwischen 1932 und 1942. Der andere Teil waren zum Teil Stücke österreichischer Komponisten wie Armin Kaufmann. wie schon angemerkt. Tárrega/Roch. ich habe die Klasse von Professor Ortner übernommen. auch nicht in der Träumerei von Schumann. zu sehr technisch interessiert. Und trotzdem gehen technisches und musikalisches Üben parallel. Damals kam die Pujol-Schule auf. vier CDs umfassenden Edition – ich finde die Einzel-CDs mit den frühen Aufnahmen von vor dem zweiten Weltkrieg interessanter. Dreamlife [www. Und sie hat anders gespielt. Sor. Llobet. Uhl und Armin Kaufmann. Aufgenommen vor 1945 und (Kaufmann) 1989. Jahrhundert beherrscht hatte. Es ist genug! Norman Merems: Haben Sie eine bestimmte Relation zwischen technischem und musikalischem Üben als empfehlenswert empfunden? Luise Walker: Was heißt technisches und musikalisches Üben? Ich verstehe Ihre Frage nicht! Jedes Üben schließt doch immer beides ein! Norman Merems: Heute lernen Schüler oft Tonleitern und solche Dinge . Rodrigo u. Das meine ich nicht einmal nur auf die Gitarre bezogen. die jugendliche Walker! Sie hatte einen Hang zum Virtuosen einerseits und zum Überromantischen andererseits. Llobet. Karl Friessnegg oder Alfred Uhl. Aber heute wird das übertrieben. ich darf es noch einmal sagen. Walker. Die musikalische Sprache war früher entschieden intensiver. Na ja. Werke von Matiegka. Und ihr Spiel war in den frühen Jahren eher bewegt von einem gewissen Romantizismus. Schnell. hat sich das Spiel verändert. Angefangen habe ich mit vier Schülern. welche die Musikerin im internationalen Repertoire gemacht hat. Brahms. das ergeben die heute noch im Handel befindlichen CD-Remakes. Weber. der das 19. Dominici. nur zum Teil aus Standards. sondern überhaupt. das muss ich ehrlich sagen. Rund vier Stunden Musik! Die romantische Seite von Luise Walkers Spiel findet man. Paganini. Die auf dem Markt befindlichen historischen Aufnahmen von Barrios und auch Llobet (von seiner Einspielung der Coste-Etüde N 23 ist im Interview die Rede) belegen. Das Concertino für Gitarre und Orchester von Guido Santórsola zum Beispiel ist ein relativ selten gespieltes Werk – es befindet sich in der Walker-Sammlung der japanischen Plattengesellschaft Dreamlife.. Im Ständchen von Schubert zum Beispiel hat sie nichts ausgelassen. Luise Walker: Aber das war doch immer so und wird immer so bleiben. 60. Norman Merems: Was haben die Schüler damals bei Klassenabenden gespielt? Luise Walker: Das. Coste.dreamlife.Diskographie Luise Walker ❍ Ida Presti and Luise Walker: Les grandes dames de la guitare. Sor. Cellisten etc. Pianisten. Werke von Friessnegg. dass Virtuoses damals außerordentlich populär war und dass Spitzengeschwindigkeiten keine Erfindung unserer Zeit sind. Die historischen Aufnahmen von Luise Walker sind. Aber in einer Zeit. Aber bei aller Wertschätzung der großen. Und notabene! Die Dame würde in ein paar Jahren einhundert Jahre alt. würden Sie sagen. 10 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . Gitarresportler.. Schubert. Ich habe nie etwas gegen Virtuosität gehabt und habe ja selbst solche Sachen gemacht. zu einem anderen Entdeckungen. auf StudioAufwand jeglicher Art verzichtet worden. auch die Romanze für Gitarre und Orchester von Salvatore Bacarisse. Bei den Gitarristen ist das sehr zu beobachten. Für Sportler habe ich nichts übrig. Schumann. Arthur Johann Scholz. aber es hat sich nicht viel verändert. Was nachkommt ist. die heute noch gespielt werden. Pearl Records [in Deutschland bei Helikon. 30 mit dem Tokyo Symphony Orchestra). Da werden auch spieltechnisch alle Register gezogen. gar nicht von ihm stammt. 4 CD. war das Publikum für fast alles dankbar und gerade Bravourstücke müssen ganz besonders erfolgreich gewesen sein. Wie.. Interessanter wegen des dargebotenen Repertoires und auch wegen der Spielweise. Dominici. gehört und die sind eigentlich jetzt alle verschwunden. Chopin. Piazzolla haben Sie nicht gespielt. Ich habe die Klasse wieder neu aufbauen müssen. eher in den frühen Aufnahmen. Das wird alles heute noch gespielt. gab es da viele Schüler? Und woran waren die Studenten interessiert? Luise Walker: Schauen Sie. Diese Traditionen sind ja zum Glück in der Zwischenzeit nicht aufgegeben worden. Wer wird zuerst fertig? Gitarristen sind Sportler geworden.co.a. PPn Luise Walker: Das war 1985. Sie gehörte zur Elite der Musiker und Musikerinnen. dass ich jetzt nicht mehr nach Neuem suche.a. Schade! Pegelunterschiede sind nicht ausgeglichen worden. Speziell die Aufnahmen mit Orchester sind zum Teil kaum anzuhören schlecht (mit Aus- nahme des Giuliani-Konzerts op.harmoniamundi. sehr hörenswert. wie so gerne von Kulturkritikern behauptet wird. Legnani. Fumic. GEMM CD 9133 ❍ Luise Walker: Historische und Live-A Aufnahmen. Das Musikalische tritt etwas in den Hintergrund. Guitar Concerts & Guitar Solo 1953-1 1996. als man die Gitarre als Konzertinstrument überhaupt nicht kannte. Chopin. Rauschen nicht unterdrückt und Geräusche von offenbaren Kratzern auf manchen Vorlagen nicht korrigiert. aber ich habe eigentlich lieber individuellen Unterricht gemacht.com]. was Sie heute auch spielen. Musikverlag Canticum 1 ❍ Luise Walker: Essence. Meine Coste-Etüden wurden gespielt und Carcassi op.. Norman Merems: Als Sie anfingen. Norman Merems: Was halten Sie denn zum Beispiel von den Progressive Studies von Stephen Dodgson und Hector Quine. Luise Walker: Das ist eine schwierige Frage! Ich habe viele der großen Geiger. um das Ganze schließlich zu einem vernünftigen Preis auf den Markt bringen zu können. Moreno Torroba.jp] DMCD 1-4 Luise Walkers Repertoire bestand. das zu Tárregas Ehrenrettung!. u. durch die die Gitarre in Europa wieder etabliert worden ist. Coste. Natürlich bleibt es trotzdem eine wertvolle Dokumentation der Kunst von Luise Walker. die immer wieder vorkommen und gerne gespielt werden. Werke von Friessnegg. Es gibt halt so genannte Zugpferde. Norman Merems: Sie haben ja sehr viele Konzerte gehört und sehr viele Schüler gehabt. der sich dazu noch durch leeres Geklapper auszeichnet und schließlich.

damit er sich im „Dschungel“ der allgemein gehaltenen Ratschläge leichter zurechtfinden kann. in der man spielt und der es sich anzupassen gilt. die eigentlich nichts miteinander zu tun haben sollen. wo man sich mehr mit der Musik befasst und nicht mehr so sehr mit der Spieltechnik? Luise Walker: Ja. Dagegen kann zum Beispiel bei der Interpretation spanischer Musik ein gele- Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 11 . rhythmischer Akzente.. Klangfarben usw. aber ich habe mit sechs Saiten genug. Aber jahrelange Konzerttätigkeit in vielen Konzertsälen mit unterschiedlichen akustischen Eigenschaften. was ich hier unter ”Freiräume” verstehe – letztlich machen sie die Musik erst zu einem Erlebnis –. In ihrem Urgrund ist Musik etwas absolut Transzendentales. Natürlich kann es sich hier nur um einige Details handeln. Das ist mein Urteil Aber vielleicht gefällt es anderen ja auch. Es wird noch eine Zeit dauern. ist sehr schwer zu treffen. Ich selbst habe über musikalische Belange zahlreiche Bücher gelesen und versucht. stehen ihm – um ein Werk ausdrucksvoll und lebendig zu gestalten – auch noch gewisse „Freiräume“ innerhalb von Toleranzgrenzen zur Verfügung. dass ein Schüler oder Student nach der Unterrichtsstunde heim ging und das Gefühl hatte. Die Ausführungen der Tempi hängen nicht nur von ihrer Bezeichnung ab. sind die Versuche. Norman Merems: Haben sie eigentlich gerne unterrichtet? Luise Walker: Mit Begeisterung! Und ich habe immer versucht. dann ist das zu wenig. also das. Ausnahmen sind nur dann erlaubt. die Kühle. länger ruhende Notenwerte oder melodische Linien. etwa in Kirchen. die sich durch die Toncharakteristik der Gitarre unter Umständen leicht ergeben können. einen fruchtbaren Ausgangspunkt für eine befriedigende Interpretation von Werken verschiedensten Stils. sondern nur noch den Verstand und die Finger. der Musiker hat sich vorerst einmal mit dem geistigen Inhalt eines Werkes beschäftigt. Für den Zuhörer muß das dann fast unmerklich und geschmackvoll vorbereitet werden. der die stützenden Bässe fehlen. ist schon viel gesagt und vielleicht noch mehr geschrieben worden. das Tempo eher zu reduzieren. Hier das richtige Maß zu finden. das uns an sonst Unbewältigtes heranführt. denn „Interpretation“ ist ein schier unerschöpfliches Thema. wird erst zum Ausdruck echter Kreativität. das beide Hände aktiv werden. vielleicht ist das schon wieder vorbei. die sind ja hervorragend gemacht.. also in sehr ”trocken” klingenden Räumen und Sälen ohne jeglichen Nachhall (Horror jedes Gitarristen!). sich mit einer Sache auseinanderzusetzen. sondern in gewissem Sinn auch von der Räumlichkeit. Man wird wieder zurückkommen. gepaart mit der Gabe der Intuition. sollte man vor allem langsame Sätze. man wird aufgefordert. Norman Merems: Was ist das Schwierigste beim Gitarrespiel? Worauf muss ein Lehrer am meisten Zeit aufwenden? Luise Walker: Das Schwierigste ist die Koordination der beiden Hände. die ich gerne weitergeben möchte. Es gibt namhafte Gitarristen. sich nicht unbekümmert über alle Ordnungsprinzipien hinwegsetzen. dass ich hoffe. besteht aber wiederum die Gefahr. in der ein Finger der rechten Hand anschlagen und ein Finger der linken Hand greifen muss. Trotzdem möchte ich hier – speziell für den Gitarristen – aus meinen eigenen praktischen Erfahrungen Anregungen geben. über Tempo und wesentliche Aspekte nachgedacht und sodann das Ganze technisch erarbeitet. hüllt man in ein belobtes intellektuelles Mäntelchen. Alles muß sich organisch entwickeln. dass wieder die Zeit kommt. Aber so war eben der Geschmack der Zeit. Die oberste Steuerung wird dabei allerdings einem zuverlässigen Stilgefühl und der Intuition vorbehalten bleiben. Nicht wie bei einem Klavier. Bei zu großem Nachhall. Im anderen Fall. Durch meine persönliche Praxis bin ich zu Überzeugungen gekommen. Damit ist eine Räumlichkeit gemeint. etwas beschleunigen und auf keinen Fall ”schleppend” vortragen. kann dann – unter Berücksichtigung der „Werktreue“ – eine durchaus interessante und absolut eigenständige Interpretation ergeben. musikästhetische Komponenten usw. Auch Freiräume erfordern Disziplin. Und wenn man das Herz nicht mehr einsetzt. Das ist eine besondere ästhetische Verbindung und Tätigkeit. Besonders die Gitarre benötigt einen „überakustischen“ Raum. Die zehnsaitige Gitarre gefällt mir zum Beispiel nicht. Rhythmus. die daran Freude finden. sie zu verarbeiten. für den Gitarristen ein nicht immer erfüllter Wunschtraum. die mir mitunter sehr zu schaffen machten und meine Gitarre vergrämten. Luise Walker: . daß bei einem sehr schnellen Tempo Töne und Harmonien ineinanderfließen. die einen dabei anweht. Das ist sicher einer der schwierigsten Aspekte. Dynamik. Jedenfalls bietet musiktheoretisches Wissen und fundiertes praktisches Können. Ich meine. aber mir wäre lieber gewesen. er hätte mehr originale Gitarrenstücke gemacht. darf natürlich nicht in eine unkontrollierte Selbstdarstellung münden bzw. ich sagte ja schon. bereichert worden zu sein. dass die Gitarristen wieder zurück zur Musik finden. Musik ist eine Sprache. wenn schnell gespielt wird. Außerdem ist das ganze gute Repertoire auf sechs Saiten ausgelegt. Und da hat er Opernparaphrasen und solche Sachen geschrieben. Vorausgesetzt. das man leider auch gern mit dem klingenden Namen „akademisch“ bezeichnet.. Mit Ihren Händen erzeugt man Töne und da ist keine Mechanik dazwischen. die Möglichkeiten der Gitarre zu vergrößern. Ich war immer mit sechs Saiten sehr zufrieden. brachte mir diese Erkenntnis. Phrasierung. aber vollkommen unterschiedliche Dinge tun müssen. Norman Merems: Wie sehen Sie die Zukunft der Gitarre? Luise Walker: Nun. Aber darin sehe ich nicht die Aufgabe der Musik! Das Ausbrechen aus dem Panzer der Taktstriche und Zwänge. wenn der Komponist die „Agogik“ ausdrücklich vorschreibt. Innerhalb eines Musikstückes dürfen Tempobeschleunigungen oder Verlangsamungen nicht abrupt erfolgen. wobei freilich die Meinungen oft stark auseinandergehen. Aber vielleicht ist das gerade das Interessante daran. um ihren Klang voll entfalten zu können. Mißverstandene „Werktreue“ führt dagegen oft zu einem langweiligen Spiel. Vielen gefällt es ja. Da sind große Orchesterwerke für Gitarre transkribiert worden und ich habe keine Ahnung warum! Das ist gegen die Gitarre! Norman Merems: Aber Sie haben im Prinzip nichts gegen Transkriptionen? Zum Beispiel Klaviermusik . Der Bruchteil einer Sekunde. Betrachtungen zur Interpretation Von Luise Walker Über musikalischen Stil. damit das Spiel nicht an Klarheit verliert und der Eindruck von Unsauberkeit entsteht. über das nachzusinnen sich immer wieder lohnt. na ja. aber es wird kommen. indem man ihr mehr Saiten gibt. Hier empfiehlt es sich. Sie wurde mir übrigens später auch von anderen im öffentlichen Spiel versierten Spielern bestätigt. Und die Tongebung ist schwierig. Dieser Hinweis erscheint vielleicht absurd. Wer sich damit abplagen will.Und dann werden immer abenteuerlichere Transkriptionen gemacht und gespielt. das glaube ich. Überlegte Einbringung von Dynamik. Norman Merems: Glauben Sie denn. Tárrega hat viele Transkriptionen gemacht. aber eine Zeit lang war das zu beobachten. soll es tun. Für den Zuhörer sind vor allem unpassende Lücken ermüdend und langweilig.. über sie gründlich nachzudenken. Was ich übrigens als Sackgasse sehe. die einen entsprechenden Nachhall hat. Die Spieltechnik der Gitarre setzt voraus. einen Ton der alten Musik – strikt ab. manchmal sogar ganz empfindlich divergieren. dass sich die Tendenz wieder ändern wird. eine Sprache des Herzens.

Bei Gitarre ist immer alles aufgegeben worden. Norman Merems: Bei der Violine sagt man ja auch. entsprechend zum Tragen zu bringen. trägt wesentlich dazu bei. reizvoll und stilistisch durchaus vertretbar sein. Wenn der „Klassik” eine eher ausgewogene. souverän geschlossene Interpretation entspricht. Die Violine ist fertig. intakte Fingernägel. Francois Couperin (1663-1783). oder besser gesagt „entspannend“.. Eine lebendige Dynamik sollte generell oberstes Gebot sein. erstmals geprägt). schon rechtzeitig ausprobierter Stuhl (kein Klavierstuhl!) und der unvermeidliche Fußschemel. die in sehr reizvoller und oft Weise für die Aufführungspraxis dieser Epoche mit ihrem galanten Stil von Bedeutung ist. ein Anhalten eines oder mehrerer Töne. Die Wirkung eines Notentextes auf den Zuhörer hängt natürlich von vielfachen Faktoren ab. ist es klar. Das wäre eigentlich seine Aufgabe. kann in die musikalische Aussage interessante Nuancen bringen. Die Möglichkeiten. Boden oder Zargen – eine ungeahnte farbige und rhythmische Palette in Erscheinung treten kann. Luise Walker: Na ja. die Struktur eines Werkes mittels fallweiser „Zäsur“ verständlich und plastisch zu machen. aber die bauen ja auf einer alten Tradition auf. die in einer Art „Mikrokosmos“ komprimiert erscheint. die verschiedenen Arten von Vorschlägen und Trillern).gentliches Tenuto. die Gitarre „ein kleines Orchester“ nennt. die romantische Periode wieder eine subtil gefühlsbetonte Wiedergabe erwartet. Soll – abgesehen von rein künstlerischen Belangen – eine befriedigende Interpretation reibungslos erfolgen. dieses Miniaturorchester auch nach Möglichkeit erklingen zu lassen. umgekehrt oder zu einer Stelle oberhalb des Schalloches. das ist die sinnvolle Gliederung jeweiliger musikalischer Abläufe (der Terminus wurde angeblich von dem französischen Komponisten und Hofcembalisten Ludwigs XIV. daß dabei auch Äußerlichkeiten notwendig sind: eine passende Räumlichkeit. vielen Dank für dieses Gespräch! 12 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . Nur so wird er auf der Gitarre „malen“ können. der Vorhalt. Eine Zäsur (sie wird auch manchmal als „Atempause“ bezeichnet) wirkt beruhigend. Bei der Interpretation alter Musik. Die „Phrasierung“. wo der Ton bekanntlich weicher und wärmer wird. Ich weiß nicht. sind ein fein differenzierter Anschlag. bizarren Anschlag bis zur variablen Perkussion (Schlag) auf Decke. entweder in Richtung Steg bzw. Da ist alles organisch gewachsen. vor allem der Barockmusik. Eine behutsame bzw. so gilt es für den Gitarristen. Wenn HECTOR BERLIOZ. ist es die verzierte Ausschmückung einzelner Töne oder Akkorde mit phantasievollen Ornamentikmustern (dazu zählen vor allem der Mordent. aber es gibt viele davon. um das Ziel zu erreichen. Leider! Das Problem haben die Geiger und Geigenbauer nicht. Klangeffekte beider Hände und unter anderem auch der Platzwechsel des auf der Zarge ruhenden rechten Armes. Nur durch die glückliche Kombination dieser vielfachen Faktoren kann dann der Künstler seine Interpretation erfolgreich gestalten und sich seiner musikalischen Aufgabe ganz hingeben. ihre Klangstruktur. In jeder Generation fängt man wieder von vorne an. damit man wieder von vorne anfangen musste. wenn auch eine sehr schwierige. man kann sie nicht mehr verbessern. ein wohlklingendes Instrument. punktierten Notenwerten usw. dass das Potential ausgeschöpft ist. Norman Merems: Frau Professor Walker. und ist quasi mit den Interpunktionszeichen der Sprache zu vergleichen. ein geeigneter. ob sich diese skurrilen Ideen durchsetzen. eine mehr oder weniger scharfe Verdeutlichung von Akzenten. der musikalischen Form entsprechende. Und bei der Gitarre wird immer noch erfunden. entwickelt sich die zeitgenössische moderne Gitarreliteratur mitunter zum Tummelplatz turbulenten Geschehens. wobei in Bezug auf die Klangfarbenproduktion – angefangen vom prägnanten. Bei der Gitarre ist es wichtig.

Viele Künstler waren gekommen. der Pianist Sebastian Knauer. die in Vergessenheit zu verfallen droht. Allein im Jahre 2006 wurden 238 Aufnahmen in 29 Ländern produziert. Klaus Heymann hatte in seiner unternehmerischen Karriere noch andere Ideen und Leidenschaften. dem Gewinner des ersten Preises im Tárrega International Guitar Competition in Benicásim. die einen Wettbewerb gewonnen haben. auf das herzlichste willkommen geheißen. Man denke an CD-Reihen wie die der Lautenwerke von Silvius Leopold Weiss. die bei keinem anderen Label Beachtung finden. wo junge Talente. interessante und amüsante Gespräche zu führen. um im Lokal „Alter Wartesaal“ den zweiten Teil der Geburtstagsparty zu erleben. Auch Daniel Rothert (Blockflöte) und David Kadouch. bei dem Müller-Brühl die authentische Aufführungspraxis mit der Umsetzung auf modernen Instrumenten verbindet. Chris Voll. dass die Umstellung von der großen schwarzen Vinyl-Scheibe zur kleinen silbernen CD den Tonträgermarkt revolutionierte. Werbung und Verkaufspreis und warf die vermeintlich ehernen Gesetze der Branche kurzerhand über den Haufen. Vor eben 20 Jahren. vornehmlich. Durch seine Repertoirepolitik bedient Heymann mit NAXOS auch Nischen der Klassischen Musik. a. aber das alles ist ja – wie gesagt – schon 20 Jahre her. der Oboist Christian Hommel und die Violinistin Ariadne Daskalakis. deren Namen inzwischen tatsächlich völlig in Vergessenheit geraten sind … oder kennen Sie Wenzel Pichl oder Ferdinand Ries? Der Verlag. in dessen Verlauf die Anwesenden viele Möglichkeiten hatten. Jahrhunderts und ihren Werken wieder eine Heimstatt zu geben. sondern es wird der musikalischen Qualität nachgeforscht.und Lautenmusik vieles geleistet und erreicht. der als Solist des Abends besondere Aufmerksamkeit genoss. Der schon als legendär geltende Klang des Kölner Kammerorchesters. Dort brauchten sie allerdings nicht lange zu warten. dem 02. Und immer noch gelingt ihm der Spagat zwischen hoher Qualität einerseits und niedrigem Verkaufspreis andererseits. Es ist erst 20 Jahre her. Dieses Konzert wurde für eine Gesamteinspielung der Beethoven Klavierkonzerte mitgeschnitten und wird in Kürze bei NAXOS erscheinen. Diese Binsenweisheit hat auch für das führende Label im Bereich der Klassischen Musik eine Relevanz. aber auch Werke der Komponisten. eingespielt von Robert Barto. sondern wurden vom Geschäftsführer der NAXOS-Deutschland GmbH. Zusammen mit dem Musikwissenschaftler Allan Badley hat er ihn gegründet.allen Unkenrufen zum Trotz als Chef des anerkannten Qualitätslabels Respekt verschafft.eit ist relativ. Im Jahre 2007 hat NAXOS gerade sein erfolgreichstes Jahr hinter sich: Gründer und Chairman Klaus Heymann hat sich mittlerweile vor den Augen der Majors . 5 und der Symphonie Nr. Händlern und Journalisten über den Erfolg der letzten 20 Jahre. bei einer weltweit vertriebenen Plattenfirma eine CD herauszubringen.einst als „verrückter Underdog“ belächelt . Juni mit einem zweiteiligen Event gebührend gefeiert: Schauplatz des Auftaktes der Feierlichkeiten war die Kölner Philharmonie. I Klaus Heymann und Helmut Müller-B Brühl bei der Geburtstagsfeier im Kölner „Alten Wartesaal“ (Foto: NAXOS) Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 13 . Inzwischen ist der Verlag einer der wichtigsten seiner Art und bringt Werke von Carl Ditters von Dittersorf. Gluck Stamitz oder Pleyel in vorzüglichen Ausgaben heraus. der japanischen Violinistin Takako Nishizaki und seinem Sohn Rick aus Hongkong angereist und freute sich in seiner Ansprache mit geladenen Künstlern. um Komponisten des 18. dem Klavierkonzert Nr. oder die „Laureate Series Guitar“. die wir von NAXOS kennen: Nicht den großen Namen wird in Demut gehuldigt. Restlos begeistert von der Interpretation der Ouvertüre „Coriolan“. Staraufgebot.: Die Cellistin Maria Kliegel. der stolz den Namen des Wiener Verlegers von Joseph Hayn trägt. wurde am Flügel vom jungen französischen Beethoven-Competition-Gewinner David Kadouch kongenial ergänzt. Klaus Heymann war mit seiner Frau. feierten mit den anderen Gästen bis in die frühen Morgenstunden. Der Musikverlag ARTARIA EDITIONS in Hong Kong ist sein „Kind“. die Chance bekommen. Die Erfolgsgeschichte des Labels NAXOS wurde am vergangenen Samstag. verließen die Gäste der NAXOS-Feierlichkeiten die Philharmonie. kümmert sich um deren Werke und lässt damit Klaus Heymanns „Handschrift“ erkennen. Der Spott der Großen folgte auf dem Fuß. Boccherini. Unter der Leitung des exklusiv für NAXOS tätigen Dirigenten Helmut Müller-Brühl spielte das Kölner Kammerorchester Werke von Ludwig van Beethoven. nämlich 1987. Die Produktionsverträge für diese CDs sind meist Bestandteil des jeweils ersten Preises des Wettbewerbs – eine der letzten Produktionen dieser Reihe ist die Debut-CD von Michalis Kontaxakis. um dem Label zu gratulieren und den Erfolg zu feiern. 5. machte sich der in Frankfurt geborene und in Hongkong ansässige Unternehmer Klaus Heymann seinen ganz eigenen Reim auf Produktionskosten. Z NAXOS feierte Geburtstag Mit einem herzlichen Dankeschön an NAXOS Gründer und Chairman Klaus Heymann und die Vertreter von NAXOS Deutschland leitete Helmut Müller-Brühl zu einem kulinarisch hochwertigen und anregendem Abend über. um gute Produktionen günstig zu vermarkten. NAXOS hat auch auf dem Gebiet der Gitarren. u.

es honett einzukleiden und es zu taufen.MusiCologne.de www. besteht zum Teil aus Neuausgaben von klassischen Gitarrenstücken.de). Die Ausgaben waren perfekt gestochen und gedruckt. sondern als separate Ausgaben. Allen. S. Wir wollen sie ihm jetzt halten. Jahrhundert“ [Folge I: Gitarre & Laute XXVI/2004. wird das Organ und der Verband lebenskräftig sein und bleiben. die uns dabei mit Rat und That zur Seite standen. da sie der Lebensnerv unseres Organes ist. Terminologisch war man sich nämlich zu Beginn des 20.“ Nun soll an dieser Stelle nicht erneut die Diskussion um Laute und Gitarre geführt werden.. denn zunächst hieß sie „Mitteilungen des Internationalen Guitarristenverbandes. [!] Wir haben versucht.brandstetter-verlag. 23-25). so sind sie eben zu rechnen als unumgängliche Jugendthorheiten. bald als Gitarre geführt. dass die Guitarre eine Culturaufgabe zu erfüllen hat. die vor genau hundert Jahren erschienen. Sollten auch zu Anfang manche Unebenheiten mit unterlaufen. mindestens sahen es ihre Anhänger und Freunde so. was ja auch der Sache und unserm bescheidenen Instrumente angemessen ist. den es heute noch gibt und zwar als Oscar-Brandstetter-Verlag (www. So heben wir dich aus der Taufe – ziehe hinaus in die Welt in neuem Gewande. Das Repertoire. DaisyMarsch für Gitarre solo (s. Erst mit Heft 5 des ersten Jahrgangs [I/1900] taufte man das Blatt um in „Der Guitarrefreund – Mitteilungen des Internationalen Guitarristenverbandes (e. In einem Beitrag mit dem Titel „Zur Metamorphose unserer „Mitteilungen“ hieß es: „Unser bisheriges Verbandsorgan konnte man vergleichen mit einem neugeborenen Kinde. S. S.[!] Eine Feststellung. der neben dem „Lauten-Almanach“ noch eine Zeitschrift namens „Die Gitarre“ herausbrachte. 20-24 und Folge II: Gitarre & Laute XXVIII/2006/Heft 1.… erschien in München die Zeitschrift „Der Guitarrefreund“ bereits im achten Jahrgang … bzw.wie als Volksinstrument. klein aber kräftig. Heft 1. die auch in polemisch geführten Streit ausarten konnten – so engagiert wurde die Diskussion geführt! Die Reprints der Ausgaben von „Der Guitarrefreund“ sind also nicht nur Quellenmaterial erster Güte für Gitarreninteressierte und Forscher. die damals nicht in Neuausgaben vorlagen. als mit lithographischen Aufträgen und Notenstich. zu einem anderen aus Kompositionen zeitgenössischer Komponisten oder Gitarristen und schließlich aus Liedbearbeitungen. Wir betrachten es nicht als Phrase und fühlen uns doch zu diesem Anspruche berechtigt. splitternackt in die Welt gesetzt war und ohne Namen herumlief. das klein. einem Verlag übrigens.“ Hier in GITARRE & LAUTE-ONLINE werden Sie die Hefte als Reprints wiederfinden. Zwischen der Münchener Gruppe der Gitarrenfreunde und der Berliner um Erwin Schwarz-Reiflingen. so daß in Laienkreisen sogar die Meinung entstehen konnte. gab es „Meinungsverschiedenheiten“.gitarre-und-laute. Viele Einblicke in die damalige Gitarrenwelt werden ermöglicht. und zwar als Kunst. Die Notenbeilagen erschienen nicht innerhalb der jeweiligen Hefte des Guitarrefreund. Die Jahrgänge I/1900 bis VII/2006 werden in einer der nächsten Ausgaben nachgeliefert. Dadurch hoffen wir. Durch einen Originalartikel und eine Musikbeilage pro Heft sollen den Mitgliedern Mittel und Wege zur Möglichkeit guten Musicierens gegeben werden. erweise dich würdig deines Namens und halte Einzug in aller Herzen. die wir überwinden werden. Vieles wird zum Schmunzeln Anlass geben – vieles auch zum Staunen. Klein soll es immer bleiben.gitarre-und-laute. es handle sich hier um zwei ganz verschiedene Instrumente. 41-45] ausführlich geschehen.V. Wenn wir diese ideale Seite auch stark betonen werden. der sich aber mittlerweile mit grundsätzlich anderen Dingen befasst.de 14 Gitarre & Laute-ONLINE. so wollen wir dem leichten Genre durchaus nicht den Rücken Vor hundert Jahren … kehren. Wir sind uns des vollen Sinnes. um genau zu sein: „beinahe“ im achten Jahrgang.eu www. Auch technische Fragen werden selbstverständlich in voller Ausführlichkeit erledigt werden. Ich möchte hier nur noch einmal auf die Situation hinweisen.Verkaufegitarre. Stark im Kampf soll es sein gegen jegliche Art schlechten Musicierens. besonders die Pflege des Volksliedes in der Häuslichkeit zu pflegen. in diesen Fall von der Firma Oscar Brandstetter in Leipzig. indem wir dabei das Programm entwickeln. die Hausmusik. All das wird Ihnen online zur Verfügung stehen. durchaus bewusst. das ist in meinen beiden Artikeln „Laute und Lautenspiel im XX. das uns bei der Redaktion zur Richtschnur dienen soll. stark unterbewertet. Beilage zu Heft 1: Georg Meier. Peter Päffgen http://archiv. das durch die Notenbeilagen des „Guitarrefreund“ verbreitet wurde. Ist doch kein anderes Instrument als gerade die Guitarre dazu berufen. dass bei beiden feierlichen Handlungen der Geschmack unserer Mitglieder getroffen ist. XXIX/2007/Nº 1 . inwiefern beide Namen berechtigt sind. wird daher willkommen sein. die auch als „Lautenlieder“ bezeichnet wurden. damit Sie eine vollständige Sammlung des „Guitarrefreunds“ zur Verfügung haben.de www. Es fehlt nur noch die Taufrede. Wir geben uns der Hoffnung hin.)“. der in diesem Worte liegt. Ein jeder wird auf diese Weise zu seiner Rechnung kommen. sie liefern auch eine Erweiterung des Repertoires und stellen daneben spannende Lektüre dar! GITARRE & LAUTE-ONLINE liefert Ihnen also den „Guitarrefreund“ als zweite Zeitschrift und weitere Quellenmaterialien sind in Vorbereitung. Es soll gezeigt werden. Jahrhunderts überhaupt nicht einig: „Laute oder Gitarre?“ nannte Erwin Schwarz-Reiflingen einen Artikel in der von ihm selbst herausgegebenen Zeitschrift „Der Lauten-Almanach“: „Die ständig wachsende Bewegung zur Pflege des Saitenspiels hat zu einer willkürlichen Bezeichnung unseres Instrumentes bald als Laute. sei an dieser Stelle unser bester Dank ausgesprochen. Die Gitarre gab es. aus der die Zeitschrift „Der Guitarrefreund“ entstanden ist. sie war aber.

um 1920.) stammt von Anton Schneider. Dresden o. Von ihm stammt die Erfindung eines zweiteiligen. Sch. XXIX/2007/Nº 1 15 . verschiebbaren Knüpfstegs zur Berichtigung von Mensurmängeln [G.Das hier besprochene Buch (Akustik und Harmonie. schrieb ein Buch über „Akustik und Harmonie“. das indes nicht günstig beurteilt wurde. 248] Gitarre & Laute-ONLINE. XI. Anton.J.“ Um dieses Buch geht es hier … und um eine der nicht günstigen Beurteilungen [Handbuch. beschäftigte sich mit theoretischen und akustischen Studien. S. den Josef Zuth in seinem Handbuch der Laute und Gitarre erwähnt: „Schneider. Musiker und Gitarrlehrer in Dresden./1] und die Konstruktion einer Quintgitarre mit 44 cm Mensur. Wien 1926/1928. gest. f.

XXIX/2007/Nº 1 .16 Gitarre & Laute-ONLINE.

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18 Gitarre & Laute-ONLINE. XXIX/2007/Nº 1 .

XXIX/2007/Nº 1 19 .Gitarre & Laute-ONLINE.

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hat jetzt bereits als Gitarrsolist ausgezeichneten Ruf und spielt auf einem selbst verfertigten Instrument [Josef Zuth. S. besuchte die städt. geb. 191]. Mai 1895 in Hamburg. Sor – Präludien von Carulli – Giuliani op. Nach abgelegter Gesellenprüfung vervollkommnete er sich bei Mozzani im Gitarrenspiel. Simrock). geb. besuchte die Mittelschule und erlernte bei August Diehl den Geigenbau. wurde 1883 als erster Geiger an das Stadttheater in Regensburg verpflichtet. N. – M’s Sohn Wilhelm Meier-Pauselius (Zusatzname nach seinen Großeltern). 83 – Diabelli op. XXIX/2007/Nº 1 23 . deutscher Gitarrmeister. Mehrere Stücke von Georg Meier sind erschienen bei „Freie Vereinigung zur Förderung guter Guitaremusik“ in Augsburg Gitarre & Laute-ONLINE. 2 Hefte Kompositionen und Bearbeitungen. 52 und eine Auswahl „Übungs. Meisterprüfung im Geigenund Gitarrenbau ab. 8.Meier. machte als Orchestermusiker ausgedehnte Reisen und wurde schließlich in Hamburg seßhaft. M. op. Schott). Seit 1908 befaßte sich M. Georg.und Unterhaltungsstücke (Mainz. 51. Handbuch. Hamburg. 1865 in Regensburg (Oberpfalz). 39 und 103 (Berlin. veröffentlichte bei Benjamin. Musikschule (Hauptfach Violine). ferner aus seiner ansehnlichen Privatsammlung von alter Gitarrenmusik: 4 Hefte von F. Meyer-P. Coste. 43. – hauptsächlich durch Mozzani angeregt – mit dem Gitarrenspiel und erwarb sich als Solist guten Namen. Feb. „Für’s traute Heim“. besuchte dann noch die Kunstgewerbeschule und legte 1921 die staatl. wo er 1905 eine Musikschule errichtete. 19. Wien 1926/1928.

de 24 Gitarre & Laute-ONLINE..DAISY-MARSCH Georg Meier 8 V 5 8 III 9 V IX 8 V 13 VII III 8 V 17 8 Fine 21 8 25 1 2 8 © 2007 by MusiCologne Ltd. al Fine . Köln Der Download dieser Ausgabe als PDF ist für Abonnenten von Gitarre & Laute ONLINE erlaubt und kostenlos: http:\\download. XXIX/2007/Nº 1 D.C.Gitarre-und-Laute.

XXIX/2007/Nº 1 25 .TRIO 29 8 34 4 2 8 IX 39 2 8 44 8 49 8 53 8 IX 57 8 Gitarre & Laute-ONLINE.

50 G&L 120 A. Herausgegeben von Volker Höh € 13.50 G&L 142 Adrian Patino Nevando Está.MusiCologne. Mit Fingersätzen versehen von Hubert Käppel.50 G&L 122 Jana Obrovská Due Musici für zwei Gitarren € 8. Elegie und Rondo für Gitarre. 2-3 € 5. Gesamtausgabe der handschriftlichen Quellen.Notenausgaben von Gitarre & Laute John W. Herausgegeben von Oliver Huck € 15.eu http://shop. Robles und Jorge Milchberg El Condor pasa.50 G&L 116 Ignace Strasfogel Prélude.00 G&L 168 Heinrich Marschner Lieder mit Begleitung der Gitarre (Zwölf Lieder op.00 G&L 112 Eduardo Falú Preludio del pastor € 6. Für Gitarre bearbeitet von Eduardo Falú € 6.00 G&L 148 Jana Obrovská Hommage à Choral Gothique f. 5. Duarte Danserie No.gitarre-und-laute. 2 für Gitarre solo € 7. Zwei Lieder von Goethe). Für Gitarre bearbeitet von Eduardo Falú € 6.de . 2 für Gitarre solo € 8.00 G&L 169 Der gesamte Katalog bei: www.50 G&L 111 Santino Garsi da Parma Sämtliche Lautenwerke. Duarte Danserie No.50 G&L 142 Eduardo Falú Gavota para Guitarra.50 G&L 123 John W. Faksimile mit Übertragungen und Kommentar von Dieter Kirsch € 30. Gitarre Solo. Revidiert von Milan Zelenka € 8.

raumklang. der Mitte des 18. dass es nicht anders ist. manchmal hält er inne. um sich dann wieder zurückzunehmen. die der Künstler zur Ordnung des musikalischen Materials einsetzt. um gleich mit einem Höhepunkt anzufangen. Aber jeder kennt beispielsweise die Sarabande aus BWV 995. der „Hamburger Bach“. komplex und „gelahrt“. Fuge und Allegro) und 995 (Suite g-Moll). Hamburg 1713] und gleichzeitig über den Verfall der Musik wehgeklagt. www..harmoniamundi. genannt „Präludium.. Axel Wolf hat mit seiner Bach-CD einen Arbeitsbericht vorgelegt und der ist vom Label Raumklang optisch wie akustisch perfekt in Form gebracht worden. zur Phrasierung. beginnt in sehr zurückhaltendem Tempo. ist weniger traditionell. Immer wieder meint man auf Ungereimtheiten zu stoßen... und auch hier wird man wieder Zeuge der Arbeit und des Ringens mit dieser großen Musik. Spannungskurven werden gezeichnet.. 998 (Präludium.Florilegium Neue Platten mit Alter Musik Von Peter Päffgen Johann Sebastian Bach: Musik für Laute Axel Wolf. dass man Eindruck von Endgültigkeit hat. wie ein Traum und wirklich schon weit weg von barockem Ernst . was Rhythmus. das sind keine Startschwierigkeiten! Beim ersten Hören hatte ich den Eindruck. weniger kontrapunktisch. Der galante oder „empfindsame“ Stil war melodiöser und natürlicher. „das erlaubte Wolgefallen der Menschen / welche traun keine schlechte Sache ist“. gehörte zu seinen Vertretern.. im Vertrieb von Helikon-Harmonia Mundi. Kompromisse wurden dabei gemieden und offene Fragen auf den Tisch des Hauses gelegt.com] RK 2203 . die alles andere ist. Jahrhunderts nicht zu leugnen und keineswegs mehr aufzuhalten war. ob er weiterspielen oder aufhören sollte. die Musik. um dann wieder verloren zu werden. zögerlich. dabei bemühe sie sich nicht um. die aber dann wieder ihren Sinn finden. Fuge und Allegro“ oder schlicht PFA). dependire „eintzig und allein von einer tieffen Gelehrsamkeit und arbeitsamen Wissenschafft“.. Laute Aufgenommen im März 2002 Raumklang [www. als vielleicht erwartet. Manchmal wird er schneller und prescht ohne ersichtlichen Grund nach vorne. Adam Falckenhagen: Sonate di Liuto Solo Andrew Maginley. Kassel) CRC 2541 . Bögen werden gespannt um dann wieder zusammenzubrechen. Es gibt BWV 997 (Partita c-Moll). Sie. „wie ein Galant Homme einen vollkommenen Begriff von der Hoheit und Würde der edlen Music erlangen / seinen Gout darnach formieren / die Terminos technicos verstehen / und geschicklich von dieser vortrefflichen Wissenschafft raisonnieren möge“ [Das Neu=Eröffnete Orchestre . den Eindruck hat man. Axel Wolf ringt. um anders zu sein. Hier fallen agogische Eigenheiten auf. Das Präludium aus „PFA“ (Prélude pour la Luth o Cembal. Das ist alles sehr spannend und sehr anders und man hat den sicheren Eindruck... Johann Mattheson hatte schon 1713 Anweisungen gegeben.. Baroque-Lute Aufgenommen im Februar 1999 CENTAUR (in Deutschland bei Klassik-Center. Er hat weiter gespielt! Die anschließende Fuge wirkt bei Axel Wolf entschiedener und auch das Allegro. der Musiker hätte hie und dort überlegt. Tempo und Metrum angeht. Nichts ist geglättet und so. als „gebunden“. Es bleibt auch so. abtastend und unentschieden. Axel Wolf hat mit seiner Bach-CD einen Arbeitsbericht vorgelegt und der ist vom Label Raumklang optisch wie akustisch perfekt in Form gebracht worden. um dann wieder in den normalen Fluss zurückzukehren. Es-Dur BWV 998. Die abschließende g-Moll-Suite erscheint konfliktfreier. Vorbilder waren Italiener Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 27 . ✰✰✰✰✰ Kühn ist die Werkzusammenstellung dieser CD nicht. Der Bach-Sohn Carl Phillipp Emanuel. sondern eher wie ein immerwährender Prozess des Suchens und Vergleichens. sondern aus Tänzen besteht und damit zweckgebunden ist – mindestens.de. weil sie nicht so absolut ist wie Präludium und Fuge. ✰✰✰✰ Adam Falckenhagens Lautenwerke sind Zeugnisse des stilistischen Wandels. ständig aufs neue mit dieser Musik und er lässt seine Zuhörer an diesem Kampf teilhaben. aber was man zu hören bekommt. .

com. wie wir ihn bei den Lautenisten/Komponisten der späteren Blüte englischer Lautenmusik durchgängig hören. Jahrhunderts angeht. Partitas and Dances Matthew Wadsworth.. dem ersten König aus dem Hause Stuart. nach 1604 blieb er am Hof von James I. alle gespielt auf einer 13-chörigen deutschen Barocklaute.. Königin von England. Überhaupt strahlt diese CD Lust am Spiel aus und Lust am virtuosen Sich-Messen – vor allem bei den Duos. die hier mit hörbarem Spaß vorgetragen werden. Dann ist ein Cembalo dabei. manchmal auch Tedesco della Tiorba. die oft aus ostinaten Akkordfolgen in einer Stimme und sehr virtuosen Umspielungen in der anderen bestehen.. 1580-1651). Hier.. Gray Cooper. virtuos und vital .deux-elles. lässt sich nicht klären. Sein Buch (German Galant Lute Music in the 18th Century) und seine dazu gehörige CD mit Musik von Falckenhagen und anderen. oder in der Tabulatur Zeichen für Zeichen. gespielt auf einer Gitarre.. John Johnson. und zwar virtuos und vital und nicht als musikhistorische Demonstration! Kapsberger – Piccinini 14 Silver Strings: Toccatas. „Seine Obsession mit dem Ungewöhnlichen. dabei keine Fantasien oder Ricercari. imitatorisch eingreifen muss. aber das ist auf einer Laute auch schwer dazustellen. in Deutschland bei Note 1. das systematische Vermeiden von Klischees und seine Vorliebe für das Erfinden neuer Kunstgriffe sind alles Qualitäten.. die von seinen Zeitgenossen geschätzt wurden“. in seinem ersten Lautenbuch Nobile Alemano genannt. findet sich bei John Johnson schon in sehr ausgeprägter Form und vielleicht ist darin auch seine Bedeutung zu sehen. der sich durch das Stück zieht. Per Kjetil Farstad hat über diese Musik seine Dissertation an der Uni in Göteborg geschrieben.und Franzosen – Couperin. Lute Pieces by John Dowland John Paul. erschienen 2003 Deux-Elles [www. Lirone und Violone Aufgenommen 1001/2002.... Lauten Aufgenommen im Juni 1995 (erschienen 2003) NAXOS 8. Cembalo... Dann Alessandro Piccinini (1566-1638). Heidelberg] DXL 1044 . Johnson war jedenfalls der früheste Vertreter der „Goldenen Zeit“ englischer Lautenmusik. Sein Repertoire war eher konservativ – Pavanen und dazu gehörende Galliarden sowie Sätze von Volksmelodien. lässt sie wirken und sich entfalten. sind besonders Adam Falckenhagen (1697-1754) und Joachim Bernhard Hagen (1720-1787) zu erwähnen. who was who? John (1550-1594) war nach 1579 Lautenist am Hof von Elizabeth I. Frühe Englische Lautenmusik gibt es auf dieser CD zu hören. Theorbe..550776 . das viel aktiver werden muss. manchmal mitspielt und manchmal nur da ist. dass sie nicht nur Note für Note. in der Toccata. Die hier eingespielten Stücke von John Johnson zeigen seine Vorliebe für Lauten-Duos sehr deutlich. der Kunst und Kultur gegenüber sehr viel weniger aufgeschlossen war. ✰ Lautenwercke (auch Lautenclaviere oder Lautenclavecins genannt) waren.centaurrecords. wie sie auf dem Kontinent gespielt wurden. Ob der vierhundertfünfzigste Geburtstag des Komponisten dafür der Anlass war oder ob einfach eine nicht zu erklärende Duplizität der Ereignisse vorliegt. wie auch Adamo Falckenhagen es auf dem bekannten Kupferstich von Johann Wilhelm Stoer (tätig in Nürnberg 1727-1755) in Händen hat [Maginleys Laute ist von Andrew Rutherford in New York]. und Mark Levy. Im Besitz von Johann Sebastian 28 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . ✰✰✰✰✰ Gleich mit der ersten Tönen der Toccata (N° IX) von Giovanni Girolamo Kapsberger (ca. Manchmal. werden in der nächsten Ausgabe von Gitarre & Laute besprochen! die Musiker klar. Kann das wirklich ein Deutscher gewesen sein? Ein exzentrischer Deutscher? Diese CD geht eher dem Geist der Komponisten nach als ihrem Vermächtnis – gedruckt oder geschrieben.. das systematische Vermeiden von Klischees . Was die deutschen Lautenisten des 18. Howard Johnson . Der Kompositionsstil mit divisions. Lange nachdem er starb. John Johnson hat einige davon geschrieben und zwar oft besetzt mit zwei Lauten. Sammartini. einem Instrument.. Der Interpret gibt der Musik Muße und Ruhe. Die anschließende Rêverie dagegen wirkt wie ein Traum und wirklich schon weit weg von barockem Ernst. solistisch. nur verloren .. was der programmatisch gemeinte Titel des kleinen Stücks andeutet. nicht einmal fünfundvierzig Jahre alt.com. und immer wieder Kapsberger. sondern dass sie musikalische Überraschungen bereithalten. ist es ein Orgelpunkt. den – eine bei Editions Orphee und eine bei Tree-Editions. trat sein Sohn Robert Johnson (1583-1633) in die Dienste der gebildeten und kunstliebenden Regentin. Orgel. stellen John Johnson: Lute Music Christopher Wilson und Shirley Rumsey (als Duo-Partnerin). weil es auch nur einen Punktton abgeben kann und daher kontrapunktisch. Vor allem der ungewöhnliche Deutsche hat zu ungewöhnlichen musikalischen Ideen inspiriert. „mit Darmsaiten bezogene Cembali“. in Deutschland bei Klassik Center Kassel] . im Prelude à la maniere de Carillon trifft er nicht ganz das. Drei komplette dreisätzige Sonaten sind auf dieser CD wiedergegeben und einige Einzelsätze. Viola da gamba... Am Schluss wundersame und wunderbare klangliche Verwirrung bei diesem Exzentriker. „Divisions upon a ground“ haben solche Variationssätze oft geheißen. weil er Deutscher war und eigentlich Johann Hieronymus hieß. wiedergeben wollen. Lautenwerck Aufgenommen im Januar 2002 CENTAUR CRC 2610 [www. Dem Werk von John Johnson sind vor einigen Jahren zwei Gesamtausgaben gewidmet worSuch Sweet Sorrow . ✰✰✰✰ Robert Johnson.. und die sind erfrischend vital. Darunter sind sehr virtuose Stücke wie der Dump oder auch Chi passa. um es vereinfacht darzustellen.

Im 18. Aber dieser Zusammenschnitt liefert ohnehin ein anderes Bild als die Summe der einzelnen Aufnahmen. weil sie eher philosophisch-spekulativ waren. von verschiedenen Komponisten vertont. der aber ganz offenbar eine Passion für Alte Musik hat. andere nicht. und doch ist sie ein Spaß und lädt zum Nachdenken darüber ein. die Musik trat zu Gunsten der Textaussage immer weiter zurück. Das Präludium wirkt auf der CD so vernuschelt. wie es im Booklet heißt. dass die Lautenwerke von John Dowland nun bekannter würden.. auch falsch! Ronn weiß schon.Bach befanden sich zur Zeit seines Todes im Jahr 1750 zwei dieser Instrumente. dass ich es fast nicht erkannt hätte. Jahrhundert. Da haben Musiker und Tontechniker kongenial Mist gebaut! Auch Dowland kann Ronn nicht viel abgewinnen. MP3-Klangbeispiele zu den hier veröffentlichten Besprechungen finden Sie unter: http://XXIX_2007_1. Geistlicher.dorian. nicht akzeptiert worden. war gefeierter Lautenist an verschiedenen europäischen Höfen – am Hof von Elizabeth I. so überraschend abwechslungsreich ist der Lautenklang ausstaffiert. dass er brav das spielt.. so unverkennbar schottisch. voice. dass man den Lautenspieler im Kilt förmlich vor sich sieht. erschienen 2002 Harmonia mundi [www. Alfonso Ferrabosco u. Und auch Nigel North ist als erfahrener Musiker über alle Zweifel erhaben. wenn er den Passamezzo von Adrian LeRoy spielt oder den Welschen Tanz von Hans Newsidler mit dem darauf folgenden Hupff auff..a. Nicht in meiner Vorstellungskraft und nicht im Booklet. was in den Noten steht. Henry Lawes: Select Ayres & Dialogues (1669) Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 29 .de im Internet! Dort stehen auch Fotos und Informationen zu den Produktionen zur Verfügung. dass auch er nur mit Wasser kocht und seine Schwierigkeiten hat.. präsent aber unaufdringlich und sehr klar verständlich dem Text dienend. Jahrhundert mit den enthaltenen Tabulaturen wirklich umgegangen sind. was soll ich sagen? Wenn Sie erwarten. lute. Mehr Gründe finde ich nicht. English lute songs and dances Paul Hillier. die sich entweder nicht für Experimente anbieten. Und glauben Sie mir: Hans Newsidler hat das auch gewusst! Wenn Ronn McFarlane Farbe bekennen muss. guitar Gedichte von John Donne. Sein Instrument war höchst angesehen und gepriesen – warum also spielt John Paul die Musik von Dowland auf dem Lautenwerck? Weil es geht? Der Interpret schreibt im Booklet. als die Laute stark an Popularität einbüßte und mehr und mehr vom Cembalo ersetzt wurde. Jahrhunderts wieder geeignete Instrumente. John Dowland. Eines ist gewiss: Die Stücke von John Dowland haben hier in der Interpretation auf dem Lautenwerck nur verloren. Nun. merkt man. mit Ausschnitten aus allen CDs. Nigel North. bis frühen 17. es gebe seit den 90er Jahren des 20. niemals umgekehrt. theorbo. Die Musik auf dieser CD stammt aus dem späten 16. damit die Musikfreunde nicht ganz auf den Lautenklang verzichten mussten. über alle Zweifel erhaben . sie werden zu kleinen Klangdichtungen. Ihr Komponist. der zunächst katholisch erzogen worden und dann zur Church of England konvertiert ist und schließlich Dekan an der Saint Paul’s Cathedral in London wurde. ist hier zu-sammengetragen. Jahrhundert.. spitzen und aufführungspraktisch mit allen Wassern gewaschen. Eine Auswahl. Wüsste man nicht..harmoniamundi. singt mit schlanker Stimme. die auch Übertragungen im Klaviersatz enthalte und in der die Herausgeberin außerdem ihrem Wunsch Ausdruck gebe. die Ronn McFarlane bisher bei Dorian veröffentlicht hat. vielleicht wegen seines Bekenntnisses zum katholischen Glauben. dass der Lautenist da mutterseelenallein vor seinem Mikrofon sitzt. John Wilson. Mit dem Repertoire dieser zweiten Hälfte des CDProgramms haben sich die Interpreten bereits recht weit vom englischen Lautenlied der elisabethanischen Zeit entfernt. Seine Gedichte erschienen postum im Jahr 1633 und wurden später als „metaphysische Lyrik“ bezeichnet. Dafür John Donne (1572-1631). authentisch bis in die Haar- The Rags of Time 17th-c. und sich so auch nicht unbedingt für Vertonungen anboten. ✰✰✰✰✰ Nicht Dowland und auch nicht Morley! Die „Hits“ des überreichen Repertoires an englischen Lautenliedern sind hier nicht im Angebot. Paul Hillier. Einige der Einzelaufnahmen sind hier in Gitarre & Laute bereits besprochen. dann liegen sie völlig falsch! Ronn McFarlane lässt keinen Effekt aus. Aber die schottischen Lautenstücke. darunter eine Chaconne von Francesco Corbetta und einige Stücke für Theorbe von John Wilson. Bachs Präludium und Fuge BWV 999 und 1000 zum Beispiel. oder die auch ihm so viel Ehrfurcht einflößen. einen Musiker vor sich zu bekommen. Zwei Meister ihres Fachs haben diese ungewöhnliche CD-Zusammenstellung aufgenommen.com. vertont von Henry Lawes. wie denn die Benutzer der Lautenbücher im 16. die in Donnes frühen Jahren als Dichter entstanden ist. Die Lautenbegleitung wurde nicht mehr in Tabulatur geliefert. Und doch gab es Liebeslyrik. „als er noch ein lebenslustiger junger Mann war“. Ein amerikanischer André Rieu der Laute? Nein. Dann kommen unterschiedlichste Musiken aus dem Druck Select Ayres & Dialogues von Henry Lawes aus dem Jahr 1669.. also Stücke vor sich hat. Aber er weiß auch. sondern nur noch als Bassocontinuo. ✰✰✰ Eine Werbe-CD „Best of“ ist das. war er 1603. waren sie in Benutz. William Corkine. außerdem liege die Ausgabe von Diana Poulton vor. in Deutschland bei Helikon] . ein universeller Sänger.com] DOR 90022 . was er da vor sich hat. der philologisch und politisch korrekt seine Alte Musik zelebriert. und er benutzt die alten Stücke als Vehikel. The Art of the Lute The Best of Ronn McFarlane Werke von Dalza bis Bach Dorian [www. überraschend abwechslungsreich . man wähnte zumindest einen Perkussionisten neben ihm.. wie man diese Musik aufpeppt und klanglich aktualisiert. In einer Plattenreihe „Musica Antiqua“ würde ich diese CD nicht unterbringen.. Aufgenommen im November 1999. um sein mit Akustischem überfrachtetes Publikum zu unterhalten. gitarre-und-laute.

.. Der hat seinen Don Quijote als Musikliebhaber beschrieben. um damit eine fast achthundert Jahre andauernde Belagerung zu beenden. Ihre Repertoireauswahl ist außerordentlich abwechslungsreich – Romanzen. welche das Harfenspiel von Ludovico nachahmt. das auch eine hohe kulturelle Blüte hervorbrachte. erstmals ein vereintes Spanien entstanden und eine Zeit großen Wohlstands und enormer Machtfülle begann – das Goldene Zeitalter. die sie als Spezialistinnen für Alte Musik ausweist und nicht als Primadonnen.. Einen spektakulären Unterschied im Instrumentarium gibt es: einige Sätze hier sind auf der historischen Orgel aus dem frühen 17. das als Musik 30 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . Jahrhunderts uminstrumentiert. und dass das Ergebnis dann als authentisch verkauft wird.com] 064 .“ [II/46] Überhaupt ist oft von Musik die Rede in der Geschichte des Ritters von der Traurigen Gestalt. Nuria Rial und Raquel Andueza. die „Katholischen Könige“. Was Wissenschaftler und Musiker aus schriftlichen Quellen und Bilddarstellungen sehr wohl wissen ist.. Juan de Encina kommt dazu. und so steht sie schließlich auch in der gedruckten Quelle. dass die Stücke jemals in dieser Besetzung gespielt worden sind. dies ist eine ebenso kurzweilige und unterhaltende wie interessante und erhellende CD geworden. Zurückhaltung. denn nirgends ist belegt. in einen neuen Zusammenhang gestellt werden. auch von Mudarra gesetzt und überliefert.alpha-prod. Vihuela und Schlagwerk. In der vorliegenden Werkzusammenstellung geht es um Musik im Umfeld von Miguel de Cervantes (1547-1616). war durch die Ehe zwischen Isabella von Kastilien (*1451/1474--1504) und Ferdinand von Aragón (*1452/1479--1516).. fast Ehrfurcht ✰✰✰✰ Musik der gleichen Zeit wird hier aufgetischt. singen kristallklar. Und wie? José Miguel Moreno macht Vorschläge! Diese CD beginnt mit der Pavana VI von Luis Milán . als vielleicht erwartet.. dass es Ensembles in dieser Zusammensetzung gegeben hat. Mit der berühmten Fantasía von Alonso Mudarra. Das Ensemble Orphénica Lyra unter der Leitung von José Miguel Moreno ist besetzt mit Ay Luna – Música española del Siglo de Oro Unda Maris und Guillemette Laurens Aufgenommen 2004 Alpha [www. Gambe. mit deutlichem Bemühen um Textverständlichkeit und mit der Zurückhaltung. Tänze und Tanzlieder.. was da gespielt wird. Wir lesen die gleichen Komponistennamen und hören ein Ensemble ähnlicher Besetzung. Villanos. Diego Ortiz und Antonio de Cabezón. aber ganz anders. solistische Instrumentalstücke und eine berühmt-berüchtigte Chacona (A la vida bona) von Juan Arañés. Jahrhundert in Lorris-en-Gâtinais eingespielt. erhellende CD . Tatsächlich haben die Interpreten mit ihren Praktiken längst den Bereich des Spekulativen betreten. und andere Stücke der Vihuelisten. die einem seit Jahrzehnten vertraut sind. Música en el Quijote Orphénica Lyra – José Miguel Moreno Aufgenommen im November 2004 GLOSSA (in Deutschland bei Note 1) GCD 920207 . der sogar Vihuela gespielt haben soll: „Llegadas las once horas de la noche. die beiden Sopranistinnen. auf der Stücke. lästerliche Leben besungen wird. wird das Programm eröffnet – und zwar auf der Harfe. Kurz. dass Musik des 16...Florilegium II Musik der Goldenen Zeit – Spanische Musik des 16. ✰✰✰✰✰ drei Sängerinnen und Sängern sowie fünf Instrumentalisten mit verschiedenen Gitarren. Das Instrumentalensemble ist bestens eingestimmt und aufgelegt. Hier hören wir sie als Ensemble-Stück mit Flöte. Jahrhunderts Vorgestellt von Peter Päffgen Zu der Zeit. Musik des Goldenen Zeitalters spanischer Geschichte und Kultur. Und ist es nicht so. in der das gute. dem Libro de Musica de Vihuela de mano von 1535. Respekt. dass wir Musikinstrumente wie die Vihuela de mano auf Abbildungen meist im Zusammenspiel mit anderen sehen und gerne wüssten. halló Don Quijote una vihuela en su aposento . als die spanische Reconquista die mohammedanischen Besatzer endgültig aus dem Land trieb. Es folgt das Villancico Ysabel.. Es mag sich kühn anhören. Wir kennen sie als Solostück für Vihuela de mano. Wieder haben wir es mit einem Repertoire zu tun. Flöten und Schlagwerk.

und sicher nicht (nur) in dieser solistischen Form aufgeführt worden ist.. Über das Repertoire der beiden CDs von Orphénica Lyra und Unda Maris finden wird Informationen im Booklet und über die Chambure-Vihuela. Kulinarisch ist seine Repertoire-Auswahl und kulinarisch ist auch die Aufmachung seiner CD. Narváez. oder die Differencias de Folías. und ich vermute. die gedruckten Tabulaturbücher von Luis Milan. wurde sie gepflegt. Milán. Am Hof Isabellas von Kastilien. Mutter von Karl V. klangschön aber nicht schwelgend . Aber was wollte er? Das umfangreiche Booklet (82 Seiten) gibt Auskunft. Dieses Tabulaturbuch war in der Musikwissenschaft bekannt. die über die abgedruckte Tabulaturen hinausgehen. Nicht. Valderrábano und Francesco da Milano. gibt es nicht. Bravo! Ich habe lange damit gerechnet. eine Tabulatur verwendet wird. der verzierend.. virtuos aber nicht sportiv. Ich habe auch lange damit gerechnet. Er ist kein Improvisator. noch nie habe ich die Sätze von Francisco Páez gehört. genau. bzw. der 1970 die Ausgabe „The Lute Music of Francesco Canova da Milano“ bei Harvard University Press herausbrachte. das letzte Todo el mundo en general – Glosas sobre el canto llano. er war damit gerade noch rechtzeitig. Man bedenke in diesem Zusammenhang. so viel vorweg! Die CD von Ópera Tres. Pisador und Francisco Páez Aufgenommen im Juli 2000 cantus C 9631 . beinahe fast komödiantisch angeht. was in seiner Tabulatur steht. Man kann vor. Respekt. Informationen bringen uns erst dann weiter. die über verschiedene europäische Institutionen und Verlage vertrieben wird (dazu gehören die Englische Lute-Society und der Verlag Chanterelle in Heidelberg) bietet all das. und zwar auf Spanisch. sondern dass man sie im Internet downloaden kann. Und natürlich bringt sie das große Repertoire nicht in Form von Klangaufnahmen. ✰✰✰✰ Hier gibt es das Vihuela-Repertoire pur. das weiß nicht nur ich. weil sie nicht für jedem Voyeur neu vervielfältigt werden müssen. Und. Mudarra. höre ich bei Unda Maris mehr Zurückhaltung. Hier gibt’s sie! Juan Carlos Rivera wollte also keine Highlight CD. Alonso Mudarra und anderen. Der Musik wegen haben Menschen seine CD gekauft – und sie bekommen etwas geboten! Rivera spielt das. Aufführungsanweisungen. Gitarre. kein „Best-of“. das gesamte gedruckt überlieferte Repertoire für Vihuela inklusive der handschriftlichen Zusätze in den jeweils verwendeten Exemplare. und dazu gehören die Bibliotheken. Wenn Orphénica Lyra die Musik musikantisch. Letzterer wird erst seit einigen Jahren zu den Vihuelisten gezählt. Die drei eingeschobenen Orgelstücke übrigens stammen von Francisco Correa de Arauxo (1575-1654) und Antonio Cabezón (15101566) und sind alles andere als „Kirchenmusik“ im herkömmlichen Sinn – zumindest in der Aufbereitung. genauer gesagt. dass hier musikantische Lust und Leidenschaft fehlten. Valderrábano. das wissen auch die Verwalter des Wissens. Juan Carlos Rivera geht eher philologisch ans Werk. Nein. Vielleicht dauert es nicht mehr lange. Jahrhundert gedruckten Vihuela-Bücher auf CD herausgebracht. die handschriftlich überliefert sind. Pisador und Valderrábano sind selten zu hören. Tañer de gala: Música para vihuela Juan Carlos Rivera Werke von Milán. Aber neben den sechs Fantasien von Francesco Canova aus Mailand hören wir auf dieser CD eine Reihe von Vihuela-Werken. was eine digitale Aufbereitung bietet oder bieten sollte. Gut. fast Ehrfurcht vor dem Überlieferten.und zurückblättern. dass man Quellen bei internationalen Bibliotheken nicht mehr als Mikrofilme oder Fotokopien anfordern kann.. Der Musikverlag Ópera tres in Madrid hat die sieben im 16. Libros de Musica para Vihuela 1536-1576 Madrid Òpera Tres ISBN 84-95609-41-X Diese CD bringt das gesamte Repertoire für Vihuela. gespielt von Juan Carlos Rivera. Dann erschien 1977 eine Faksimile-Ausgabe der Quelle bei Minkoff in Genf. aber schon die instrumentale Beschränkung auf die „klassische“ spanische Besetzung mit Zupfinstrumenten (Vihuela. Ein Exemplar war in der Bibliothèque Nationale in Paris gefunden worden. Französisch und Englisch: The mystery of the vihuela – a search for answers. Harfe) und Tasteninstrumenten. dass die Quellen die hier von beiden Ensembles benutzt werden. sondern erstmals als Faksimiles digital. aber niemand hatte je ein Exemplar gesehen – auch nicht Arthur Ness. Man kann die Bücher Seite für Seite betrachten. und wir hören einige bekannte Stücke nicht -. Hier ist beispielsweise die Königliche Bibliothek in Kopenhagen Vorreiter was den Bereich der Gitarrenmusik angeht. Mudarra. wie die der beiden anderen soeben vorgestellten Produktionen. wie wir sie zu hören bekommen. Pisador. als nämlich endlich ein Exemplar von dessen Druck „Intavolatura da Viola o vero lauto“ von 1536 gefunden worden war. nicht mehr und nicht weniger.für ein Soloinstrument überliefert. der Katholischen Königin und deren Tochter. Das erste Stück ist ein Tiento 23 de sexto tono sobre la primera parte de la batalla de Morales. Das Buch ist übrigens eine Besonderheit. die als Neapolitanische Tabulatur auf dem Blatt Regola Universale von Michele Carrara erklärt wird. Johanna der Wahnsinnigen (*1479/1504-1516/+1555). spielt genau.). die ansonsten nicht zu hören sind. Narváez. Milans Tabulatur erschien aber erst 1535/36. wenn sie leicht und kostenlos zugänglich sind. dass Faksimile-Verlage sich von gedruckten Ausgaben auf digitale Bildbereitstellung umstellen. Francesco da Milano. Gerardo Arriaga (Hrsg. Das spart personellen Aufwand und schont die teils kostbaren und fragilen Vorlagen. setzt andere Akzente als die Besetzung mit Flöten. kein Musiker. Man kann einzelne Seiten und ganze Bereiche ausdrucken. als in ihm als einziger Quelle insgesamt. dann kann man sich die einzelnen erhaltenen Exemplare dieser Bücher von den jeweiligen Bibliotheken oder Sammlungen kostenlos über das Internet herunterladen.. die von Hand in das Wiener Exemplar von Silva de Sirenas von Enriquez de Valderrábano eingetragen worden sind. (*1500/1519-1556).die Fantasia von Mudarra zum Beispiel. Die CD endet mit fröhlichen. klangschön aber nicht schwelgend. virtuosen und sehr weltlichen Variationen über den Canto llano de la Immaculada concepción de la Virgen Maria. die sich heute im Museum der Cité de la Musique in Paris befindet und die bestimmt noch von sich reden machen wird – auch hier! Aber Licht ins Dunkel der Entwicklungsgeschichte des Instruments kann Juan Carlos Rivera mit seinem Text nicht werfen – und das soll er auch gar nicht. die auf den beiden bisherigen CDs dargeboten wurde. umspielend oder paraphrasierend seine Musik größer macht.. jetzt wird es interessant: Man kann die enthaltenen Kompositionen sortieren lassen nach solchen für Vihue- Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 31 . eher späte Quellen für diese Ensemblemusik sind.

weil sich immer weniger Menschen für die Gitarre interessierten. in den Jahren danach hatte er Fortune. in Schwarz-weiß. Aber erst die letzten. zum Beispiel bei Fuenllana. sagen wir. Coste wurde übrigens mit seiner Grande Serenade op. oder im RISM-Band Sammelwerke) oder moderne Ausgaben. Klar auch. Bei Chanterelle kostet die CD-ROM EUR 59. Wenn jedem Konsumenten die Quellen auf Fingerklick zur Verfügung stehen. als sie es vorher war … und sie war immer schon schwer! Der Lotse wird immer noch gebraucht – sorgen Sie sich nicht! I Plattentipp Brigitte Zaczek. Juni 1805 geboren? Die Französische Revolution war noch nicht ganz verdaut und ein kleiner Korse mit großen Ambitionen. sein Leben als Staatsbeamter mit Quittungen und Beurkundungen zu fristen – das hat er nicht verdient! Vielleicht wollte seine Kompositionen niemand mehr hören. was aus ihm geworden ist. muss gesichtet. das eine Polka oder einen Walzer von Strauss spielt und damit in die höchsten künstlerischen Sphären entschwebt. Aber natürlich gibt es Anwendungsgebiete. 7 herausgebracht. Interpreten zu finden? Im Zwanzigsten Jahrhundert jedenfalls wagten sich Interpreten zunächst nicht an die Napoleonischen Gitarrenstücke. Sogar Johann Strauss ist auf der CD vertreten: Coste hat 16 Walses favorites de Johann Strauss als sein op. war Bonaparte noch auf der Erfolgsschiene und so wurde unser Komponist Napoléon genannt.la. Diejenigen Bücher. sie offeriert. und das auf originalen Instrumenten. wo die gedruckte Ausgabe eindeutig im Vorteil ist: Beispielsweise spielt es sich schlecht. was eigentlich überflüssig ist. bei der der die Gesangstimme in rot in die Tabulatur eingedruckt ist. Instrumental Music Printed Before 1600. Zweiter hinter Caspar Joseph Mertz. die.90 . Aber man findet auch eine sehr interessante Bibliografie zum Thema Vihuela sowie Kommentare zu jedem einzelnen hier „nachgedruckten“ Buch wie weitere Fundorte (die man allerdings auch bei Brown. in dem er sich ein Handgelenk brach. aber das lag daran. dass niemand mehr die Gitarre hören wollte. dass er sie nicht eingeschlagen hat … schließlich wissen wir ja. aber wenn man die einzelnen Faksimiles kaufte. 30. Dezember 1804. als der andere Napoléon geboren wurde. nicht billig. unternommen worden. Der Gitarre nahm sich der junge. Wissen Sie. für ihn eine militärische Karriere vorgesehen hatte. weil die Auswahl zwischen Gutem und weniger Gutem schwieriger geworden ist. Dass Napoléon Coste nach dem Ende seiner Karriere das harte Los blühte. Alfred Komarek hat den Text geschrieben. nicht wahr? Sehen Sie! Peter Päffgen [Für das Foto von Napoléon Coste danke ich Erling Møldrup in Århus herzlich!] 32 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . 1805 aber. aber sein Organisationstalent war bemerkenswert. für Gesang und Vihuela oder für zwei Vihuelas. Ein Booklet von 86 Seiten liegt bei. und davon sind acht hier wiedergegeben. Gespielt wird Coste. nein. Und wenn die Donau nicht blau ist und der Prater nicht voll Flieder? Dann ist sie Erzmusikerin. ein ehemaliger Offizier... Klar dass sein Vater. was seine Kriege gegen Österreich und Preußen anging. die Zaczek ist Wiener Urgestein. Nicht alles gelang ihm militärisch. das man durch digitale Ausgaben zur Verfügung haben kann und wird. bei denen das nicht der Fall ist. Gut. ausdrucken. Ein halbes Jahr vor Costes Geburt. an dem Coste teilgenommen hatte. findet. in dem viele Informationen der CD noch einmal in gedruckter Form vorliegen. wenn man das musikalische Material nur auf dem Bildschirm v0r sich hat – ganz zu schweigen von der Möglichkeit. dass die kometenhafte Karriere dieses Musikinstruments sehr bald schon ein jähes Ende haben würde. Das immens umfangreiche Repertoire. präsentiert oder zelebriert die Stücke mit großer Würde und Ernsthaftigkeit. dabei Zweiter. kann das digitale Publizieren nur als mindestens adäquate Form des Veröffentlichens bewertet werden – wenn nicht gar als überlegene. Das Ganze ist exzellent verpackt und mit Fotos versehen. Mehr noch: Seine eigene Laufbahn wurde 1863 durch einen Unfall. Geht am Bildschirm nicht! Aber natürlich kann man die Tabulaturseiten. nicht ahnend. da sogar mit Konkordanzen. sind in Farbe wiedergegeben. Kennen Sie nicht? Aber Sie kennen Gendarmerie-Inspektor Simon Polt. in gedruckte Ausgaben Notizen wie Fingersätze oder Phrasierungen einzutragen. Hier. Passt auch! Ach ja: Diese CD ist wieder einmal ein Gesamtkunstwerk. Napoléon Bonaparte. in einer ONLINE-Zeitschrift. beendet. die man tatsächlich spielen möchte. bei denen die Farbe eine Aussage hat. romantische Gitarre II Werke von Napoléon Coste Aufgenommen im Juli 2005 Extraplatte EX 652-2 Würde und Ernsthaftigkeit ✰✰✰✰✰ In welche Welt wurde Napoléon Coste am 27. käme es sehr viel teurer … und alle gibt es nicht einmal. obwohl gleich zu Anfang bei der Gitarristischen Vereinigung in München und der Freien Vereinigung zur Förderung Guter Gitarrenmusik in Augsburg einige von ihnen herausgekommen sind. am 2. Passt für Strauss. Selbst spielen konnte Coste nicht mehr – vielleicht hatte er auch Probleme. war dabei. krönte er sich in Paris selbst zum Kaiser der Franzosen. kränkelnde Napoléon an. Als er sich aber mit dem Rest der Welt anlegte. Europa neu zu ordnen. wird der wissenschaftlich erfahrene und praxiserprobte Herausgeber vermutlich wichtiger als bisher. geordnet und bewertet werden und damit wird die klassische EditorenTätigkeit auch in Zukunft gefragt sein. das hört man (auf der CD!). wie ein Orchester mit dem Renommee und der Klasse der Wiener Philharmoniker. Aber schon 1856 war der Brüsseler Wettbewerb für Komponisten und Gitarrenbauer von Nikolai Petrovich Makaroff (1810-1890). zehn Jahre haben bei konzertierenden Künstlern neues Interesse an Coste hervorgebracht … und das ist gut so! Brigitte Zaczek spielt. die hier eingespielt ist. war das Ende seiner Siegessträhne abzusehen und Bonaparte erlebte schließlich sein nicht nur sprichwörtliches Waterloo.

Der Gitarrist und Komponist Ludwig Wolf gilt als der erste aus Wien stammende Vertreter des künstlerischen Gitarrenspiels dieser Epoche. Weiß OSM Verzeichnis der Drucke mit Gitarrenmusik in der Provinzbibliothek des Servitenklosters Maria Luggau is vor wenigen Jahren lagen 21 Drucke mit Gitarrenmusik aus der Zeit um 1800 unentdeckt in der Provinzbibliothek des Servitenklosters Maria Luggau in Oberkärnten/-Lesachtal. Komisches Terzett für 3 Singstimmen mit Begleitung von Pianoforte oder Guitarre. eine Komposition des Leonhard von Call4: Der Schulmeister. Pölten übergebenen Servitenklosters Maria Jeutendorf in Niederösterreich1. fanden sich auch im Innsbrucker Servitenkloster Handschriften und Drucke mit Gitarrenmusik3. Verlag Joh. Vom Notenbestand des Servitenklosters Maria Luggau aus dieser Zeit ist uns nur wenig erhalten. Jahrhunderts auch als Noviziats-haus diente und in dem ungefähr 20 Patres lebten. Außer im Ser-vitenkloster Maria Jeutendorf. gehörte zum Musikalienbestand des 1695 gegründeten und 1978 der Diözese St. dass die Kleriker und Novizen in ihrer freien Zeit und bei besonderen Anlässen auch auf der Gitarre musizierten. Leonhard von Call (1767 1815) wird im August 1781 als Zögling des Servitenklosters Maria Luggau erwähnt6. André Offenbach a/M. allen voran der Italiener Mauro Giuliani2. Die Gitarre scheint auch ein beliebtes Instrument im Rahmen des klösterlichen Musizierens gewesen zu sein. Das Notenmaterial. der von 1807 bis 1829 als gefeierter Gitarrenvirtuose und Lehrer in Wien lebte und zu den Wegbereitern der Wiener Gitarrenkunst nach 1800 zählte. das von Wiener Musikverlagen sowie in Florenz und Leipzig herausgegeben wurde. Die elf in den oben genannten Drucken vertretenen Komponisten kommen aus dem deutschen und italienischen Sprachraum. das Mitte des 18. Unter ihnen befinden sich bedeutende Meister ihres Instruments. Dieses humoristische Intermezzo für Bassstimme. zweistimmigen Falsettchor und Begleitinstrument eignete sich besonders für eine Aufführung bei schulischen Veranstaltungen und Festlichkeiten. Im Rahmen musikhistorischer Grundlagenforschung bezüglich der Tiroler Servitenprovinz erscheint hiermit erstmalig ein Verzeichnis dieses entdeckten Notenbestandes. Es ist anzunehmen. Möglicherweise ist er durch einen Ver- B Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 33 .Franz M. darunter ein einziger Druck für Gitarre und Gesang. zumal das Kloster Maria Luggau auch Sängerknaben hatte5.

dass tatsächlich so verfahren wurde. Jahrhunderts gelten – vielleicht ein Stück von Mauro Giuliani. greifen Editoren und Wissenschaftler auf frühe gedruckte Ausgaben zurück. wurden auch Musikhandschriften und Drucke kirchenmusikalischer Werke. frühe Ausgaben? Leider erfasst das große Quellenlexikon der Musik nur die überlieferten Ausgaben vor 1800: Répertoire International des Sources Musicales (RISM). wie sie an „originale“ Ausgaben kommen konnten – und. Als Beispiel mag hier ein Stück Gitarrenmusik des frühen 19. das auch gar nicht für nötig hielten. VERZEICHNIS DER DRUCKE: Anonymus Chanson Mamma mia non mi sgridate etc. Johann Traeg Wien. Der Katalog der Rischel und BirketSmith Sammlung in Kopenhagen (Compiled by Jytte Torpp Larsoon. Beide waren in ihrer beruflichen Laufbahn auch Oberlehrer in Maria Jeutendorf. die ihm zur Verfügung stehen. o. das heißt: Wie viele Abweichungen und Fehler sind vom Notenstecher produziert worden? Und grundsätzlich: Wie verlässlich ist eigentlich überhaupt eine Erstausgabe? Wenn heute Notenausgaben hergestellt werden. Jean B. 1772 1825) Deux Marches pour une Guitare seule. Neben den 21 Drucken für Gitarrenmusik aus dem Servitenkloster Maria Jeutendorf. wandten. Leonhard von (1767 1815) Variations pour La Guitarre seule. wenn sich herausstellte. Columbus/Ohio 1995). entsprechend korrigiert. Yale University. dass dem Notenstecher Fehler unterlaufen waren. die älteste ist? Ist es die mit den meisten Fehlern? Auf jeden Fall kann es heute kein Problem mehr sein. Letzterer war 1779 1780 und in seinem Todesjahr 1803 Vikar des Luggauer Klosters7. Das heißt. 1970 und Mauro Giuliani – Virtuoso Guitarist and Composer.. welche der Ausgaben. reflected in the Career and Compositions of Mauro Giuliani. die keinen Schimmer hatten. es sind die Fehler des Vorgängers weitergeführt und noch ein paar eigene dazugetan worden – und das seit zweihundert Jahren! Der Beitrag von Pater Franz M. PN 322 Blumenthal8. sowie Drucke für Zithermusik und weiterer Volksmusik von Jeutendorf nach Maria Luggau überstellt. Beide dürften um die musika-lische Ausbildung der Jugend und vielleicht auch um die der Novizen und Kleriker des Jeutendorfer Servitenklosters bemüht gewesen sein. Basilius M. Hier sind folgende Fragen zu klären: Wie sorgfältig ist im frühen 19. Ihnen oblag die Leitung des dortigen Kirchenchores. Heck (The Birth of the Classic Guitar and ist Cultivation in Vienna. J. J. umso schwieriger stellt sich die Quellenlage dar. daher ist man auf solche Einzelveröffenlichungen angewiesen. In wenigen Fällen liegen. 1804. pour le Forte Piano ou Guitarre avec une Flute. die keine Eintragungen und Vermerke enthalten. Wenn es um zeitgenössische Musik geht. die Quellenlage. Matteo (ca. P. Auskunft darüber von welchen Werken Handschriften überliefert sind... 1855. Das heißt also. Manuskripte vor. Jahrhundert der Notenstich angefertigt worden. ohne Orts und Jahresangabe. 1815.. wenn nicht vorhanden. als ein späterer Druck. dediées a Monsieur Maure Guiliani . braucht man eine verlässliche Quelle. In einigen Musikhandschriften und Drucken werden mit den Jahresangaben 1849. An den schönsten Frühlingsmorgen etc. o... immer übersichtlicher und besser werden zu lassen.Über den Umgang mit Quellen .... ca.. PN 1419 Bevilacqua.. an Kopien oder Mikrofilme von frühen Ausgaben oder Handschriften zu kommen. Vor zweihundert Jahren wurden die Noten gestochen und dann wurden sehr kleine Auflagen gedruckt – vielleicht sogar je nach Bedarf. Ambrosius Kühnel Leipzig. Verschiedene andere sind über Gitarristen/Komponisten erschienen. Johann Heinrich Carl (1774 1840) Trois Thêmes variés pour la Guitarre. PN 13 Bornhardt. Ich kann mich noch erinnern. je älter die Musik aber ist. Josef Eder außerdem 1887 Leiter der Volksschule. Diss. Wie also kann ein Herausgeber erkennen. Die Stichplatten sind nach Bedarf korrigiert und dabei nicht gekennzeichnet worden. Bei einer ganzen Reihe von Bibliotheken kann man sie schon kostenlos per Internet herunterladen. PN (=Plattennummer) 302 Anonymus Die Schildwache für Guitare oder Fortepiano. PN 1403 Fier9. nebenbei bemerkt. dediés À Mademoiselle Caroline Louise Comtesse de Lippe Schaumbourg. Auf jeden Fall findet man frühe Ausgaben mit den gleichen Plattennummern. Zum Thema frühe Ausgaben oder „Erstausgaben“: Überall da. edited by Peter Danner.. dass bei einem großen Musikverlag „revidierte Ausgaben“ von Gitarrenwerken des frühen 19. Weiß ist ein weiterer Schritt. um den Vorstellungen des Komponisten möglichst nahe zu kommen – das Autograph des Komponisten mit Erklärungen zu eventuellen Unklarheiten. dass eine Erstausgabe. Die Revisionen sind anhand der letzten Ausgaben im gleichen Verlag angefertigt worden. also der erste Abdruck von einer Druckplatte. die meisten davon sind Abschriften und keine Autographen. PN 590 Call. von Call OSM dorthin gekommen. wird der Notensatz per Computer angefertigt und dann wird eine Auflage von vielleicht 1. fast notwendigerweise ein weniger zuverlässiges Bild von einer Komposition wiedergibt. 1887–1888 und 1890 die Volksschul-lehrer Franz und Josef Eder als Eigentümer genannt. Auch sie sind in den genannten Monographien ver- zeichnet. wo keine Handschriften überliefert sind.000 Stück gedruckt. 1800) 34 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . die herausgegeben werden soll. Columbus/Ohio 1989) listet insgesamt über 50 Handschriften mit Werken von Giuliani auf. Ludwig Maisch Wien. das heißt. Jahrhunderts von namhaften Gitarristen angefertigt wurden. Johann Cappi Wien. was Gitarrenmusik angeht. Leopold von Variations pour la Guitarre sur le marche de l’ opera Aline. 1808. am Beispiel von Mauro Giuliani Wenn man ein Stück Musik herausgeben will. de (ca. anhand derer Urtext-Ausgaben erstellt werden könnten. liefern klassischerweise Monographien wie die von Thomas F. ca. lässt sich das relativ leicht bewerkstelligen. Hier findet man Werkverzeichnisse und dabei Fundlisten: In welchen Bibliotheken oder Privatsammlungen befinden sich Handschriften der einzelnen Werke oder. Tranquillo Mollo Wien. Die Stichplatten wurden aufgehoben und. die sich in Details voreinander unterscheiden. was Giuliani angeht.. RED. für den sie auch Werke bedeutender Komponisten abschrie-ben..

Innsbruck für die Datierung der Drucke.. Profeß 4.a. 1814. o. Grande Serenade pour la Guitarre Seule. Mauro (1781 1829) Six Variations pour la Guitarre. Artaria und Comp. 113 mitgeteilt durch Dr. Dediées A Monsieur Le Comte George Waldstein. 1689-1690 DIARIUM PRIORATUS VENERABILIS CONVENTUS DIVAE THAUMATURGAE LUCCAVIAE AB ANNO DOMINI 1780-1880. ca. 1808. PN 5. Kassel (u. Artaria und Comp. Rinn bei Innsbruck mitgeteilt durch Dr.95 Endlich liegt eine Urtextausgabe dieser Werke vor. Innsbruck 1993. o. S. Wien. Oeuvre 46. 1807. 98 Zuth S. Oeuvre 4e. J. 1812. Benediktinerabtei Gerleve für die redaktionelle Bearbeitung des Textes. Wien. Dediées A Monsieur Charles Dellavos par son Maitre. PN 1019 Mozart. Basilius M. London 1986. 1803 Maria Luggau/Kärnten. Ordenseintritt 4. Alois Franz Simon Joseph (1766 1848) Sonate pour la Guitare. Heck. 1808. Oeuvre 62. 12. Op.1780 DIARIUM PRIORATUS VENERABILIS CONVENTUS DIVAE THAUMATURGAE LUCCAVIAE AB ANNO DOMINI 1780-1880. Johann Cappi Wien... Wolfgang Amadeus (1756 1791) Marsch für die Guitarre aus der Oper Die Zauber Flöte (Bearbeitung von Matteo Bevilacqua)11 . PN 1004 Gelli10. pour Mademoiselle d’Engelhardt . 261 Neuerscheinungen für Gitarre Manuel M.. 1814. Rinn bei Innsbruck Zuth S. 6. geheftet ISMN M-001-13893-2 (GA 543) · € 12... Thaddäus Weigl Wien. 3. PN 713 Harder. Mauro (1781 1829) Pot Pourri pour la Guitarre.. +24.. Ferdinand (1771 1839) Marsch für die Guitarre aus der Oper Achille (Bearbeitung von Matteo Bevilacqua)12. PN 1952 Giuliani. Wien. Stephan Hackl. Oeuvre 8. 1761 Brixen. Thaddäus Weigl Wien. PN 2287 Giuliani. 1776-1778 Prior des Servitenklosters Maria Waldrast/Matrei am Brenner.E Paer. PN 1227 Giuliani. Oeuvre 11.. PN 2026 Giuliani. nennt Joseph von Blumenthal Zuth S.. Jahrhundert) Six Variations pour la Guitarre... dediées à Mademoiselle Thérése Young. Hildegard Herrmann Schneider. Giuliani.. Ambrosius Kühnel Leipzig. 1781 P. Ders.. geheftet ISMN M-001-14018-8 (GA 544) · € 13.95 Mustonens Sonate für Gitarre entführt in die sagenhafte Welt finnischer Mythen und Epen. ca. 175 Jahre Musikverein Musikschule Konservatorium in Innsbruck. Verlag der Zeitschrift für die Gitarre..12. MA_0003_05 · 05/06 c Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 35 . 1780 Vikar des Servitenklosters Maria Luggau/Kärnten. Ludwig Joseph (1775 1819) Thema avec Six Variations pour la Guitarre seul.... The Complete Works in Facsimiles of the Original Editions (Tecla Editions).. Wien. Johann Peter Spehr Braunschweig. dediée au celebre Mauro Giuliani par son ami. Thomas F..4. Op. dedicate Al Signor Barone Giuseppe de Brentano dal suo Maestro. die den Zauber mythischer Welten greifbar nahe erscheinen lässt. Stephan Hackl... 218. 1758 Volders/Tirol. Die Originalfassungen von „Thème varié et Finale“ und „Sonatina“ wurden von dem Herausgeber auf der CD „Manual Ponce: Variations & Sonatas“ (erschienen bei Signum) eingespielt. Op. Mauro Giuliani: Virtuoso Guitarist and Composer. 60. o.) 2000. Chemische Druckerei Wien...: Call in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. J. sur un thême original. 207. Vincenzo (19. Dedié a Monsieur Jules Piraud.. die zum Standardrepertoire des 20. ca. Mauro (1781 1829) Six Variations Sur un Thême Original Pour Guitare seule. J. Giuseppe Lorenzi Firenze.. 6. Priesterweihe 16. PN 2252. Mauro (1781 1829) Six Variations pour la Guitarre Sur un théme tiré du Ballet Die feindlichen Vollksstäme. 8. Mauro (1781 1829) Six Variations pour la Guitarre. als tapfere Helden die Geschicke des Nordlands führten und ein Volk von Zauberern die endlosen Wälder durchstreifte. Jehkin livana Sonaatti kitaralle/Sonata for Guitar 16 Seiten.. Oeuvre 34. Mauro (1781 1829) Sei Variazioni per Chitarra sul Tema originale Russo. Mauro (1781 1829) Choix de mes Fleurs cheries ou Le Bouquet Emblématique pour la Guitarre.. Chemische Druckerei Wien. PN 444 Molitor... Iivana (1843-1911) war einer der letzten großen Vertreter des traditionsreichen Runengesangs und ein Meister im Spiel der Kantele.. Augustin (1775 1813) Petites Pièces progressives pour la Guitarre. Primiz 6... Ein interessantes Vorwort und ein ausführlicher kritischer Bericht geben Auskunft über die Quellenlage und die daraus resultierenden Entscheidungen des Herausgebers. PN 323 Sperber13. Artaria und Comp. Laurentius Schlieker OSB. zum 23. 1803 Vikar. Benannt ist die Sonate nach Jehkin Iivana. Zweite neubearbeitete Ausgabe. Alois Mauerhofer. 1761 Innsbruck. J.. Leonhard von Call – Musik des Mittelstandes zur Zeit der Wiener Klassik. 1808. 1759 Volders/Tirol. P. Gitarre. Faszinierend lässt Mustonen den Klang des finnischen Nationalinstruments von der Gitarre nachempfinden und schafft eine Atmosphäre.. o. J. 1807. Sp. Herausgegeben von Wolfgang Steiner im Auftrag des Tiroler Landeskonservatoriums. PN 1124 Wolf. PN 584 ANMERKUNGEN: 1 2 3 4 5 6 7 8 Herzlich danke ich Frau Dr. Columbus 1995..7. in: Der Schlern 49 (1975) S. 1808. A. 9 10 11 12 13 Alois Hörmer und Josef Tscharny.. Oeuvre 18. Brian Jeffrey..Rondeau pour la Guitare seule.. o. Chemische Druckerei Wien. Ponce Olli Mustonen Guitar Works Urtextausgabe Herausgegeben von Tilman Hoppstock Inhalt: Thème varié et Finale – Sonata clásica – Sonate Romantique – Sonatina 64 Seiten. Giuliani. Jahrhunderts zählen. Op... 6. Wallfahrtskirche Jeutendorf. zum 25. PN 441 Giuliani.. 1799 Vikar und Syndicus. Johann Cappi Wien. Callo OSM *7.. 20.. PN 2249.. ca.. Artaria und Comp. Johann Cappi Wien. Personenteil III. 1737 Eppan/Südtirol. Wien 1926.. F. Mauro Giuliani.. 5.

Samba-Patterns u. kommt in diesen elf Stücken zum Ausdruck.m.90 d www.at .STEFAN OSER Guitarra latina 11 lateinamerikanische Tänze für Gitarre solo (mit CD) Tudo bem / Mi pañuelito / Samba da meio dia / Delicioso / Soledad / Diferente / Ay. Mit Kommentaren zu den verschiedenen Stilen und ausführlichen Spielanweisungen der ideale Einstieg in die faszinierende Welt lateinamerikanischer Rhythmen! 35 915 € 15. Bossa Nova-Compings. werden anhand einfacher FingerstyleArrangements mit stilgerechter Percussionbegleitung vorgestellt und praktiziert (mit Play-along-CD mit Gitarre und Percussion). caramba! / Tan lejos / Que tal? / Bananera / Bõa noite Dass der gebürtige Grazer viele Jahre in Lateinamerika musikalisch tätig war.v.doblinger-musikverlag.

La Grotte. und erneut. Oxford 2002.). La Barre [Paris. beworben (John Johnson war kurz vorher gestorben – s. dem Vater Roberts.baerenreiter.Axel Halle (Hrsg. von einer Fachfrau. Faksimile 4° Ms.1632.com] Wenn Ihnen als Lautenspieler Elisabeth von Hessen nicht bekannt ist. Varietie of Lute-lessons von Robert Dowland (London 1610). 108. weiß Angelika Horstmann. Dowland wurde abgelehnt. Auf fol. die Autorin eines recht umfänglichen Einführungstextes (in deutscher und englischer Sprache) über Montbuysson wenig zu berichten. werfen Fragen auf: Gleich am Anfang steht (1596– 1625). Im März 1595 fand er Aufnahme bei dem kunstsinnigen Kurfürsten Moritz von Hessen in Kassel [!]. war ihr „Spiel und Übungsbuch“ und zum Teil von ihr selbst.3. und dass er sich 1638 mit seinem eingedeutschten Namen „von Bergwald“ aus Den Haag gemeldet und um Geld angehalten hat. 108.1625. € 69. Kassel u. Er erscheint in einem der berühmtesten Sammeldrucke mit Lautenmusik. Perrichon. Bärenreiter. zu der die Autorin im Index meint: „nach/after John Dowland“. 94v-95 findet sich eine Galliard Dullande. so der Autor im Vorwort.“ Die korrekten Daten sind: 24. im Unklaren. Gitarre und Zister Von Peter Päffgen schaut zu haben. mindestens dem Namen nach. gewidmet ist: „Mauritius Landgravius Hessiæ fecit in honorem Ioanni Doulandi Anglorum Orphei. 2005.12.1572–15. Mus.1 in der Kasseler Universitätsbibliothek befindet und nun als Faksimile vorliegt. die mit diesen Worten John Dowland. was wir über Montbuysson wissen. dass er von 1598 bis 1623 in der Kasseler Hofkapelle fest angestellt war. nach einer ausgedehnten Italienreise.a.00 [www. Moritz (15621632) war vor allem der Musik sehr zugetan und so wurde dann auch seine älteste Tochter Elisabeth (1592-1625) im Lautenspiel unterrichtet. zum anderen von Victor de Montbuysson und Georg Schimmelpfennig geschrieben. ist peinlich. aber auch die seiner Tochter und der Widmungsträgerin der Tabulatur-Handschrift. was diese Informationen angeht. CNRS] von André Souris. The Guitar and its Music from the Renaissance to the present day.1 Universitätsbibliothek Kassel. Die vorliegende Veröffentlichung war. grämen Sie sich nicht! Ihren Vater kennen Sie sicher. Mus. als V. weil er bekennender Katholik war (so jedenfalls deutete der Verschmähte selbst die Entscheidung in einem Brief aus dem Jahr 1595).M. vertreten … und all dies Wissen ist auch schon von H. 1563-1626) hatte sich 1594 um die vakante Stelle des Hoflautenisten bei Elizabeth I. Dass in der Einführung die Lebensdaten von Moritz von Hessen falsch wiedergegeben werden [es heißt auf Seite 9: „Moritz von Hessen (1573-1638)“ – dabei weisen alle Berichte aus: 25.“ Vater Dowland (John. Monique Rollin und Jean-Michel Vaccaro in der Reihe Corpus des Luthistes Français und schon hier wurde deutlich mehr über den Lebensweg von Montbuysson berichtet. Man bedenke. Frau Horstmann lässt ihre Leserinnen und Leser. aus Avignon. Dieses Stück wurde schon 1974 in der epochalen Ausgabe „The Collected Lute Music of John Dowland“ von Diana Poulton veröffentlicht und zwar als A Galliard (on a galliard by Daniel Bacheler).3.5. 1974. und zwar mit einer Pavane. Claudia Knispel hat 1993 in Kassel mit einer Dissertation über die Handschrift promoviert: „Das Lautenbuch der Elisabeth von Hessen“ (als Buch erschienen in Frankfurt 1994)! Warum hat man nicht sie als Autorin für diese Ausgabe gewonnen? James Tyler und Paul Sparks. So war er zum Beispiel 1603 in Besards Thesaurus Harmonicus als „Victor de Montbuisson Avenionensis“. die Bindung ist der originalen nachempfunden … ein schönes Buch – nur die Einführung hätte man vielleicht besser von einem Fachmann schreiben lassen … oder.d. Raël. Saman. B. fällig: „Having significantly expanded my re- Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 37 . Angelika Horstmann scheint sich auch in der Lautenmusikforschung nicht wirklich umge- Neue Bücher Elisabeth von Hessen. die sich heute unter 4° Ms. Der Faksimile-Teil der Ausgabe ist mustergültig. Oxford University Press [£ 60. Montbuysson. James Tyler und Paul Sparks. hierzu Florilegium in dieser Ausgabe S. drei Seiten weiter heißt es: „Elisabeth von Hessen wurde 1592 geboren. Dies ist freilich nur ein Teil dessen. XXX). nur. noch besser. dass Stücke dieses Musikers in die Handschrift aufgenommen worden sind. dass John Dowland mehrmals Gast von Elisabeths Vater Moritz in Kassel gewesen ist und dass es beinahe erwartungsgemaß ist. ein oder zwei Jahre später. Was letztere Schreiber angeht. Die Handschrift. Edinthon. ISBN 0-1 19-8 816713-X X James Tyler kennen Gitarrenfreunde wegen seiner Veröffentlichung The Early Guitar und seiner Mitwirkung an dem Buch The Early Mandolin – beide erschienen im Verlag Oxford University Press. Lobaugh in seinem Artikel über den Komponisten im New Grove Dictionary of Music and Musicians von 1980 der Öffentlichkeit preisgegeben worden. Lautenbuch der Elisabeth von Hessen. 1974 erschien in Paris die kommentierte Ausgabe Œuvres de Vaumesnil.00].1596–16.

als 8-förmige spanische Laute nur noch am Rande behandelt. Auch dieses Buch ist übrigens verschollen (aber in einer späteren Auflage von 1565 erhalten). was wir heute als Monodie bezeichnen. die englischen. alle Stimmanweisungen und alle über Verzierungstechniken – Druck und dann Handschriften. Zur gleichen Zeit sind fächerförmig angeordnete 38 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . Mit Namen wie Caccini. 1550 bis 1750 und sein Co-Autor Paul Sparks die zweite Hälfte des 18. die 1977 und später gefunden wurden. als früheste Generalbass-Quellen. und Kommentaren sowie Bibliographie. danach die aus Spanien. Peri und Monteverdi verbinden wir den Begriff stile monodico. dass die Gitarre in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Begriff ist jedenfalls schon verwendet worden. die Informationen über Besaitung und Stimmung der fünfchörigen Gitarre enthalten und ein Exkurs über die Mandora. Portugal und der Neuen Welt. dass sich in einem Intermedium von Cavalieri eine Sängerin selbst begleitete. sondern Einzelsaiten? Und warum gleich sechs und nicht mehr fünf? Auf jeden Fall hat es sechschörige Gitarren in den sechziger Jahren des 18. Wie kamen die Gitarristen auf die Idee. vornehmlich Neapel und Rom. dazugekommen: neu. auch auf ihn weist Tyler hin. Die vierchörige Gitarre des 16. Er ist. wenn man mit dem Bändchen The Early Guitar von 1980 vergleicht. Nun kommt als Part III der Teil des Buches. die auf manchmal standardi- sierten Basslinien basierten. dass die Gitarre in ihnen als Begleitinstrument eine Rolle spielte. Dieser Begriff wurde benutzt für von einem Instrument begleiteten Sologesang – Rezitative. wobei ein Kapitel neu ist: „England: …yused of gentlimen. Sologesang mit einfachen Akkordfolgen. Jahrhunderts auch in England geschätzt wurde. kann auch James Tyler nicht beweisen. Jahrhunderts und vielleicht schon vorher gegeben. Sicher wird auf diesen Punkt noch weitere Forschungen angestellt werden! „In order to decide which will serve the stylistic demands of the specific music to be played. Jahrhunderts wird. wird behandelt. Populär wurde er (oder sie. Unter [1568]9 ist dieses Buch schon bei Brown (Instrumental Music Printed Before 1600. Zu den Standards gehörten die Romanesca oder auch der Passamezzo antico und die Begleitinstrumenten waren vornehmlich Laute und Gitarre. die Vermutung liegt aber nah. um die eigentliche Geburt der modernen Gitarre (geschrieben von Paul Sparks). Der Autor zitiert nun frühe Quellen. sieht man von ein paar Seiten ab. nennt eine chitarra a sette chorde. Jetzt sind sie umfangreicher und präziser geworden. Für 1589 weist er nach. Die interessante Frage. ob man in der alfabeto-Schreibweise. Dies ist umso bemerkenswerter. an Luca Marenzio (1553-1599) und an die Intermedien zu großen Theateraufführungen. Der Text enthält zahllose Hinweise und Hilfestellungen. der Florentiner Camerata usw. I decided that it was time to publish a new book on the subject”. dass alfabeto älter ist. als die fünfchörige Gitarre damit eine Rolle im Lauf der Musikgeschichte zugewiesen bekommt. das heißt die chitarra spagnola) in den letzten Dezennien des 16. das. die er auch geringschätzig als bordelletto alla Taliana bezeichnet. Scipione Cerreto (1555-1633). wenn die Datierung der jeweiligen Handschrift wirklich schlüssig ist.search on the early guitar and its music over the past twenty years. Arien. die in Italien um 1600 bekannt wurde. was Repertoirehinweise und aufführungspraktische Aspekte angeht. als kleines Bordell italienischer Art. der in seinem früheren Buch noch Platz gewidmet war. Jahrhunderts überliefert sind. Und das Kapitel der Gitarrengeschichte ist ein ebenso spannendes wie sagenumwittertes. als sich in Ita- lien das entwickelte. dass der terminus technicus erst für die fünfchörige „Barockgitarre“ verwendet wurde. Es folgt die aus dem früheren Band bewährte Quellenliste mit Fundorten. dessen Entstehungsorte man aber in Norditalien. Er selbst. zu begleiten. familiarity with all the tunings and stringing options used in the Baroque is essential. These fundamental details are discussed in length in the chapters that follow:” – im weiteren geht es also um aufführungspraktische Informationen. Er singe zur chitarra spagnola beichtete er in seinem Brief vom 31. annimmt. weil James Rowbotham 1568 auch die Lautenschule le Roys übersetzt herausgegeben hat: A Briefe and eysye instruction to learne the tableture to conducte and dispose thy hande onto the Lute … Die chitarra spagnola war der nächste Schritt in der Entwicklung des Instruments – wir gehen davon aus. Brown und auch James Tyler nehmen an. Erstmalig nachgewiesen ist er für 1579. vor allem Florenz. Cambridge/Massachusetts. Alle Komponisten und Herausgeber werden erwähnt und bewertet. Tyler widmet ein ganzes (neues) Kapitel der Rolle der Gitarre in der Monodie und jüngsten aufführungspraktischen Forschungen zu diesem Thema … wobei eine Arbeit von Howard Mayer Brown aus dem Jahr 1981 für ihn bereits „recent ground breaking research“ darstellt. Solomadrigale. eine andere auf einer chitarrina alla Napolettana. in dem es um die Wandlung des Instruments von fünf Chören zu sechs Saiten geht.c. ein Verzeichnis derjenigen Quellen. dass es sich bei dem Instruktionsbüchlein um die englische Übersetzung des Titel Brievfe et facile instruction pour apprendre la tablature à bien accorder. Was Emilio de Cavalieri angeht. immer noch verschollen ist. Sie wird nun als „figure-8-shaped Spanish equivalent of the lute“. Dies ist. ein Beweis dafür. seine Verbreitung. and of the best sort“. als ihn Kardinal del Monte benutzte. Jahrhunderts – hier überschrieben mit „The Origins of the Classical Guitar“. Zum jeweiligen Kapitel findet man Quellenlisten mit Fundorten und kurzen inhaltlichen Anmerkungen. Wir erinnern uns an Emilio de Cavalieri (ca. Diese Zusammenstellungen waren schon im Bändchen The Early Guitar für alle Kollegen wichtige Anregungen. Tyler weist auf diese musikalischen Ereignisse hin und darauf. Tatsächlich kann der Autor Beweise dafür bringen. Im Süden. mit der Entstehung der Oper. Tyler behandelt zunächst die vierchörige Gitarre – nicht die Vihuela de mano. die ihr bisher abgesprochen wurde. Es folgen als Anhänge Einleitungen in das Spiel nach Tabulaturen. Es folgen die französischen.. dass es das Buch wirklich gegeben hat. obwohl er auch jetzt keine Einsicht in das Buch A briefe and plaine instruction for to learne the Tablature. e di Corpo (uraufgeführt 1600 in Rom) auch den Chitarrone und eine chitarrina alla spagnuola gefordert. eine Art Vorform des bassocontinuo sehen kann. und in denen gleichzeitig erste alfabeto-Notierungen autauchen. Tatsächlich werden im alfabeto nichts als Akkordfolgen notiert ganz wie beim b. Tyler. intensiv behandelt. skandinavischen und schließlich deutschen Gitarristen und Komponisten. zu einer Zeit also. 1550-1602). Nun ist durch die gefundenen Fragmente mindestens bewiesen. und zwar auf einer chitarrina alla Spagnola. to Conduct & dispose the hand unto the Gittern von Rowbotham bieten kann. hat es vorher die Praktik gegeben. conduire et disposer la main sur la guiterne von Adrian Le Roy aus dem Jahre 1551 handelt. hat er für seine geistliche Oper Rappresentatione de Anima. in denen Stücke dieses Neapolitanischen Repertoires des 16. und diese Vermutung wird durch die gefundenen Seiten substantiiert. nicht mehr doppelte Chöre auf ihrem Instrument zu verwenden. Januar dieses Jahres … obwohl: Ob es sich dabei schon um eine fünfchörige Gitarre gehandelt hat. 1967) verzeichnet und schon der bezog sich auf Erwähnungen (und Vermutungen) in der Literatur vor ihm. Spielweise und Repertoire. was das Instrument selbst angeht. wobei die Begleitung neu definiert und aufgeschrieben wurde: als basso continuo nämlich. behandelt dabei die Zeit von ca.

wenn es nicht in den 350 Jahren hervorragend konserviert unter dicken Schlammschichten gelegen und sich nicht an Bord zwei vierchörige Zistern befunden hätten. Xosé Crisanto Gándara betrachtet Portuguese Plucked Instruments in the Eighteenth Century und auch er muss sich zunächst mit Fragen der Terminologie befassen: „The word „guitarra“ means an instrument which corresponds to a kind of cittern: that is. Berichte und Abbildungen. einige besonders interessante sollen im folgenden angesprochen werden. 1780 in Umlauf waren. so Sparks. Besaitung und Stimmung aus dem Druckhaus Phalèse/Bellère. dem man. die anlässlich der jeweiligen Symposien oder Kongresse zum hundertsten mal gehalten worden sind. ein Thema also. the word “viola” has two different meanings …” Mit terminologischen Fragen hatte sich gleich der erste Beitrag des Konferenzberichts von Christian Rault zu befassen: The emergence of new approaches to plucked instruments. Da Sachsen „zu den wenigen europäischen Regionen“ gehört. der Konferenzbericht.). „in denen sich eine ungebrochene Tradition in der Herstellung und im Gebrauch von Zistern feststellen lässt“ ist dieser üppige Quellenbestand zu verzeichnen. thirteenth to fifteenth centuries. with no bouts. seitdem Schreibmaschinen von Computern verdrängt worden sind. darunter Tabulaturbücher. But even in Portugal. sind oft dröge und schlecht lesbar. Verlag Janos Stekovics [ISBN 3-8 89923078-7 7] € 34. aus wie wenig inhaltlicher Substanz ein geschickter Rhetoriker einen beinahe spannenden Vortrag hervorbringen kann.80 Kongressberichte. 93 davon sind beschrieben. 12 davon in Englisch. die heute im Gemeentemuseum in Den Haag aufbewahrt ist. um einen solchen handelt es sich bei dieser Veröffentlichung.-1 18. Erste Versuche wurden mit „normaler“ Notation gemacht und Giacomo Merchi stellte sich selbst als den Innovator dar. positiv formuliert. November 2001. zugegeben. Der vorliegende Konferenzbericht sieht schon ganz anders aus. 17 Beiträge enthält der Band. Er ist schön anzusehen und ist keine Sammlung von Typoskripten … die es ja. und manchmal stellt man anhand der schriftlichen Dokumentation erschrocken fest. battute e piccicato. die sich an den Wirbeln befunden haben und sehr seltene Erkenntnisse über das Saitenmaterial der damaligen Zeit erlauben. 22. wie in dem Artikel dokumentiert ist. Spieltechnik und Geschichte bis 1800. Gitarre und Zister: Bauweise. es war eine Zeit der Experimente und Veränderungen. Jahrhundert. Diese beiden Musikinstrumente sind in erstaunlich gutem Zustand – bis hin zu Resten der Messingsaiten. Er. eigentlich überhaupt nicht mehr gibt. Diese Antonio de Torres (hundert Jahre später) zugeschriebene Neuerung erlaubte den Bau leichterer Instrumente mit dünneren Decken. Instrumentenbau-S Symposium Michaelstein. wie blass ein Vortrag gewesen sein muss. In die gleiche Zeit fällt die Abkehr von der Tabulatur. und Lex Eisenhardt über Nuove suonate di Chitarriglia Spagnuola. das zwischen Amsterdam und dem Norden des Landes eingesetzt worden wurde) ist nach 1619 gesunken und liegt heute konserviert im „Niederländischen Museum für Schiffs. Kurz.und Unterwasser-Archäologie“ in Lelystad. das seit vielen Jahren ausgearbeitet ist. bis 19. noch Interesse entgegengebracht hat … oder. die neu erfundenen Lyragitarren.Deckenverstrebungen erstmalig zu finden. die mit Einselsaiten bezogen wurden. Nun wäre das Schiff für unsere Belange nicht weiter von Interesse. erweckt sogar freudige Er- wartungen. “It appears that both names cittern and guitar come from the same Greco-Latin roots: kitara and chitara”. was diese ersten Versuche angeht. Monika Lustig (Hrsg. Instrumenteninventare. Andreas Michel befasst sich mit Quellen zur Geschichte der Zister in Sachsen vom 16. Die Erkenntnisse der Forschungen an den Überbleibseln der beiden Zistern sind in Rekonstruktionen eingeflossen. und zwar bei einer Gitarre von Francisco Sanguino von 1759. das 1980 in der Nähe von Lelystad in den Niederlanden gefunden worden ist. Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 39 . weil die Veranstaltungen zum Thema Aufführungspraxis oder Instrumentenbau im Kloster Michaelstein als höchstkarätig bekannt sind. Frank Hill schreibt über Zwei frühe Tabulaturdrucke von 1570 für Gitarre und Zister mit Anweisungen zu Spiel. 16. Die Beiträge gehen oft zurück auf Vorträge. In Frankreich waren die ersten „Gitarren“. Die Rede ist hier von einem Wrack. an Ort und Stelle vorgetragen. Das Beurtschip (Fährschiff. als ein Kongressbericht üblicher Machart. Regelrecht spannend ist der Bericht Description of the remains of two Dutch citters von Sebastián Nuñez und Verónica Estevez. Dößel 2004. die seit ca.

kloster-michaelstein. sich über die Programme im Kloster Michaelstein zu informieren: www. Der Konferenzbericht jedenfalls zeugt von drei höchst informativen wie musikalisch genussreichen Tagen! 40 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 .Das Programm der Veranstaltung mit diversen erstklassigen Konzerten. Ausstellungen und Diskussionen ist im Bericht abgedruckt und man kann jedem Interessierten nur empfehlen.de.

Dieser war ein Meister des Gesanges und des Saitenspiels und hatte sogar die Gabe. als du glaubst. So oder so ähnlich geht es uns doch mit der Musik. müssen die Menschen beschwerliche Wege gehen. ob Orpheus wirklich existierte oder bloß eine Sagengestalt war. dass es außerhalb deiner Macht steht. Doch selbst solche Projektionen können zu einer virtuellen Wirklichkeit werden. bereitet sie doch auch so manches Unbehagen. gescheiterte Maler zu beraten?“ Klio nickte wissend.“ „Holde Muse. durchschreiten müssen. bis er schließlich zu erkennen vermochte. als er als Mensch und Künstler gescheitert war. doch mit britischem Understatement nennt er die Liebe in einem anderen Gedicht bloß ‚Eine Kleinigkeit‘. Noch weniger wollen sie die zuständigen Götter um Rat anflehen. Er hat sich nicht blenden lassen von glitzernden Worten und schnöden Taten. Jahrhunderts hatte noch nicht zu einer Aufsplitterung der Künste geführt. nicht einmal die amerikanische. wutentbrannt hatte er seinen Lehrer Linos mit der Kithara erschlagen. was es ist. kann nicht mit Sicherheit beantwortet werden.“ Mit ihren klugen Augen blickte Klio mich an. hörte ich eine Stimme zu mir sprechen. In seinen fünf Worten steckt die Quintessenz seiner Lebenserfahrung. Nicht nur Thrakien. Solche und ähnliche Gedanken gingen mir durch den Kopf. Daraufhin schickte ihn sein Pflegevater zum Rinderhüten aufs Land. Das ist doch die Stimme von Erich Fried! Was will er mir damit sagen? Soll ich die Dinge vielleicht einmal nehmen. er hat den Dingen auf den Grund gesehen. konnte aber niemanden sehen. dessen Titel du gerade erfahren hast. Tanz und Schauspiel eng zusammen. Zu dieser Erkenntnis ist schon Buddha durch Erleuchtung gelangt. dem Schutzgott des Handels. Die berechtigte Frage. Mit ihrer Hilfe kann der Mensch wohl seinen Lebensweg angenehmer gestalten. liebten Frauen nicht schönen Schmuck. Das passt aber manchen gar nicht in ihr Konzept. müssten die Goldschmiede verhungern. Mit Bestimmtheit kann jedoch behauptet werden. Ihr Wirkungskreis umfasste Dichtkunst und Musik. nicht Dichter begründet.2 Wenn du dann noch nicht alles verstehst. Deshalb wurde er später in Thrakien auch als großer Wohltäter der Menschen gepriesen. die Muse der Geschichte. Die eine versprach. Fried will mit diesen fünf Worten mehr sagen. wirst du dich auch mit seiner persönlichen Geschichte beschäftigen müssen. dass die Muse ein Herz für Interpreten haben muss. und ohne weitere Fragen ihre Vorteile genießen? Gäbe es keine Goldschmiede. Jahrhundert hinein war dieses ganzheitliche Denken vorherrschend. die Geschichte. Du solltest zuerst den Inhalt seines Gedichtbandes lesen. Bald darauf kam in meiner Heimat die Idee des Hedonismus auf. was es ist“. vernahm ich nun eine weibliche Stimme. wird zwar . mein Freund“. Die andere riet ihm. den Gradus ad Parnassum aber kann ihm niemand abnehmen. ihn auf kurzem bequemen Pfad zur Glückseligkeit zu führen. „Ich bin Klio. zu betreten. Töchter des Zeus. ganz Griechenland hat Orpheus die Verbreitung dieser Disziplinen zu verdanken. stammten gleichfalls aus Thrakien. Doch die Menschen müssen aus dem erworbenen Wissen selbst ihre Schlüsse ziehen. Meine Disziplin. dass du Herakles damals nicht beistehen konntest. wie sie sind. der allerdings steinig und mühsam sei. was Liebe ist. das Spezialistentum des 20. Die neun Musen. du hast den Parnass erwähnt. wie dies im alten Griechenland der Fall war.“3 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 41 . Ich blickte mich um. Bis ins 19. Darüber hinaus unterwies er auch die Menschen seiner thrakischen Heimat in den Wissenschaften und schaffte dort die barbarischen Bräuche von Menschenopfer und Blutrache ab. um dann fortzufahren: „Herakles war in seiner Jugend ein furchtbarer Rabauke. Vor den Erfolg haben die Götter nämlich den Schweiß gesetzt. dass ich sie verstanden hätte. mir ist schon klar. Denn die Musen wurden von den Dichtern um Beistand an-gerufen und – der hohe Stand der Dichtkunst beweist es – nicht vergebens. Schauspiel und Tanz sowie Geschichte und Astronomie. schweren Schlaf verfiel … War es eine Muse. Du darfst es dir nicht so einfach machen. Den Komponisten fehlt es oft an praktischer Erfahrung und die Interpreten vernachlässigen den theoretischen Teil. „Am Scheideweg standen damals zwei Göttinnen. Keine Verfassung der Welt kann dem Menschen das angestrebte Glück garantieren. ehe ich in einen tiefen. Zu meiner Erleichterung traf Herakles damals die richtige Entscheidung. hätten Frauen keinen kostbaren Schmuck. Eines Tages stand er unschlüssig vor einer Wegscheide …“ „Verzeih den Einwurf. das ist so und wird immer so sein. denn ich fühlte mich erfrischt und spürte. die Herakles ihre Angebote machten. Mag auch eine Arbeitsteilung zwischen schöpferischen Künstlern und Interpreten ihre Vorteile haben. In seinem Leben hat er Höhen und Tiefen durchschritten. als ob sie sich vergewissern wollte. das Gedächtnis der Menschheit.Leo Witoszynskyj Über den Umgang mit Konflikten E s dürfte nicht allgemein bekannt sein. zum Wandern verurteilt. was er meint. Denn Fried war ein Seher. den Pfad zur Meisterschaft. das war so. mit seiner Kunst Menschen zu bezaubern und selbst reißende Tiere zu zähmen.Lehrmeisterin des Lebens‘ genannt und ich lehre auch die Heldentaten vergangener Zeiten. „Täusche dich nicht. weil es in der Vergangenheit keine gab.“ Klio atmete tief durch. Dann setzte sie fort: „Um zu dieser Einfachheit zu gelangen. die mich mitten in der Nacht wachgeküsst hatte? Es muss wohl so gewesen sein. Doch welche von den neun war es? War es Polyhymnia oder vielleicht Euterpe oder war es Erato? „Es ist. zugeschrieben wurde. Diese Denkschule haben jedoch Philoso-phen. Zu höchst merkwürdigen Bedingungen hätte dann Apollon beide Musikinstrumente von Hermes erworben und die Kithara an seinen Sohn Orpheus weitergegeben. Warum haben sich die Erfinder der Berglifte nicht bei dir Rat geholt?“ „Wohl deswegen.1 Er hat den Sinn für Schönheit geweckt und die Men-schen das Denken gelehrt. Fried hat schon ganz recht. Doch ist es nicht noch bedauerlicher. dass die neun Musen nur Projektionen menschlicher Phantasie sind. Dort ging er in sich. dass die Erfindung sowohl der Kithara als auch des Aulos ausgerechnet Hermes. Es ist. Sein Blick ist nicht an der Oberfläche hängen geblieben. Mit der Dicht-kunst hingen wie schon mehrfach erwähnt Musik.

zwei Parteibücher zu besitzen. ein Göttersohn zu sein. ‚an Schaß!‘ entrang sich seiner Brust. dieser offensichtlichen Ausweglosigkeit lebend zu entkommen. habe ich – ebenso wenig wie von Ihnen – auch noch von keinem Komponisten gehört. all das scheint mir uner-reicht und unerreichbarer denn je zu sein. dass Änderungen vielleicht notwendig wären. Der andere Weg wäre mit ziemlicher Sicherheit sehr kurz gewesen. denen es je gelungen war. hatte auf seiner Heimfahrt von Troja viele Abenteuer zu bestehen. solche Worte zu hören und zu wissen. ist es nicht so. In meiner Branche muss man seine Werke manchmal selbst vortragen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht. die dem Komponisten die Ideen schenken? Wenn es so ist. schenkte uns ein freundliches Lächeln und entschwand. Homer hat sie in folgende Parabel gekleidet: Odysseus. So ließ mein Scheideweg nur die Wahl zwischen zwei steinigen Wegen zu. Viele meiner Leidensgenossen hatten aber nicht diese Möglichkeit. die Begegnung mit Helmut Qualtinger weitete meinen künstlerischen Horizont. 42 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . ein gewöhnlicher Sterblicher. Ich werde versuchen. Seine Wandlungsfähigkeit in Ton und Ausdruck. Sind es die Musen. Seine Heldentat besteht darin. segeln – es blieb ihm keine andere Wahl. dass Sie sich für die Dichtkunst erwärmen können. Nicht zuletzt durch ihn habe ich damals gelernt. Einen Karl Kraus oder einen Helmut Qualtinger möchte ich aber ausdrücklich von meinem etwas pauschalen Urteil ausnehmen. Mein Freund Robert Menasse hat dieser Mentalität einen treffenden Namen gegeben. dass ich den längeren wählen konnte – die Flucht. aufgewogen wird. Wissenschaft und Kunst haben da eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Hoffentlich langweile ich Sie nicht damit! Mit einer Fragestellung werde ich beginnen. um ihn persönlich zu hören. die bei manchen solcher Vortragsabende aufzukommen droht. dass die Langeweile. Hier soll es sogar Leute geben. die nichts dabei finden. was Ihnen Interpretationskunst bedeutet. sich in der Bühnensprache.“ Klio und ich schwiegen betroffen. Sie jedoch hatten Gelegenheit.Erich Fried. der bis dahin diesem Zwiegespräch schweigend zugehört hatte. eine No-win-Situation. Dies wollte ich vorausschicken.“ „Herr Fried. stand Odysseus vor der Aporie des Wedernoch. ehe ich auf Ihre Frage eingehe.‘ Dabei übersehen sie jedoch. was nicht mehr zu ändern ist. Unter dem Baum des Vergessens liegend hat der Sänger vergessen zu vergessen. Sowinetz und den Komponisten Ernst Kölz kannte ich schon gut vom Volkstheater her. doch das Leben sieht noch ganz andere Entscheidungssituationen vor. Für sie war es eine ausweglose. die keiner Interpreten. die ihr Leben aufs Spiel setzen müssen. ihn aus nächster Nähe bei den Aufnahmen seiner Moritaten-Platte erleben können. sein geradezu verschwenderischer Umgang mit einer an Farben und dynamischen Nuancen reichen Palette.“ „Auf dieser 1964 gemachten Einspielung sind Qualtinger sowie Kurt Sowinetz zu hören. ob Odysseus und seine Mannen die Einzigen waren. einer authentischen Interpretation beizuwohnen. dann versucht er diesen Einfall – eine Melodie. Lediglich bildende Künstler. Für einen Laien wie mich ist ja die Vielfalt der Strömungen ziemlich verwirrend. diese Kategorie von Künstlern entsprechend zu achten. die Fähigkeit. um welchen Preis sie errungen wurden. „Frau Klio. den zwei alles verschlingenden Ungeheuern.“ „Frau Klio muss Alberto Ginastera beigestanden sein. Doch eigentlich hatte er einen Kompromiss geschlossen. und bedenken nicht. sie können meines Beistands allzeit sicher sein. trat auf uns zu. „Herr Witoszynskyj. Mein. Denn während Herakles eine Entscheidung im Sinne von Entweder-oder zu treffen hatte. bei einigen der Moritaten habe ich als Begleiter mitgewirkt. Qualtinger war während der Aufnahmen sehr konzentriert und präsent. keiner Mittler zwischen Werk und Publikum. Sie sind Musiker. sollen die Menschen auch erfah-ren. Nur ein Entscheidungsverhalten ist noch beliebter – mit der Entscheidung so lange zuzuwarten. Nun würde ich von Ihnen gerne hören. ein Thema – mit harmonischen Wendungen innerhalb eines formalen Konzeptes weiterzuentwickeln und dabei noch mit dem Rhythmus zu spielen. dass der Mensch sich am liebsten für ein Sowohl-als-auch entscheidet?“ „Also in Österreich ganz bestimmt. bis sich die Sache von selbst erledigt hat. neben Rilke und Zweig auch Dichter wie Canetti und Sie zu schätzen und zu lieben. musste er auf Anraten Kirkes sechs seiner Gefährten den gefräßigen Hälsen des Ungeheuers Skylla opfern. ob nachschöpferische Musiker Künstler sind. in Mundarten und mit verschiedenen Akzenten auszudrücken.“ „Es tut gut. mich bei meiner Antwort möglichst kurz zu fassen. „Wenn ich über Heldentaten berichte. nicht umsonst nannte man ihn auch den listenreichen Odysseus. flüsterte Klio. während über die legendären Lesungen Qualtingers sogar auch in London viel gesprochen wurde. Leider geraten jene. haben bisweilen Probleme. bestätigte Klio. Als sol-cher war er ja ein Privilegierter. Allerdings war ich zu Krausens Glanzzeit noch zu jung. viel zu schnell und völlig zu Unrecht in Vergessenheit. wer vergisst. Die Frage. nicht jeder hat wie Herakles das Glück. die des Entweder-und-oder. Was können Sie als Interpret mir dazu sagen?“ „Aus Ihren Worten habe ich schon herausgehört. kleines Glück bestand darin. dass das Vergessen ein Privileg der Götter ist. nur vom starken Verlangen des Publikums. „Eine solche Aporie war ja auch schon in deiner Heimat wohlbekannt. Der Preis war hoch: Um das ganze Schiff zu retten. als er das Lied Canción al árbol del olvido schrieb. Jahrhundert einschätzen. Als ihm einmal ein Versprecher unterlief. hm. damit andere gerettet werden. mein Metier ist das Dichten. Darum finde ich diese Lesebuchgeschichte vom Scheideweg zwar nett. Dann sehen manche Helden plötzlich ganz klein aus.“ „Es in der Tat eines meiner Lieblingslieder!“. Dann singen die Leute: ‚Glücklich ist. spendete er kein sympathieheischendes Lächeln. wie Sie die Entwicklung der Musik im 20. trotzdem einen Ausweg gefunden zu haben – doch um welchen Preis!“ „Niemand außer Odysseus mit seinen Mannen hat diese Meerenge jemals lebend verlas-sen“. bedürfen. Frau Klio weiß es selbst am besten. So musste er durch die Meerenge zwi-schen Skylla und Charybdis.

So. Dem Interpreten bleibt nur mehr ein geringer Freiraum. aber auch rein mathematische Veränderungen. Die Sehnsucht. Jahrhunderts wollten sich manche Komponisten mit diesen Para-metern nicht mehr begnügen und machten sich auch jene Parameter zu Eigen. den auch jeder Interpret gehen sollte. ist durch die Möglichkeiten des Samplens der Eindruck entstanden. dem sich jeder Gitarrist von der ersten Stunde an ausgesetzt sieht: Lange Notenwerte sollen mit kurzlebigen Tönen gestaltet werden. nun Mitschöpfer zu sein.5 In kritischen Phasen im Leben eines Schülers fällt dann dem Pädagogen eine ganz wichtige Aufgabe zu. wenn es schon den Interpreten. bis sie sich nur mehr in der Intonation und im Instrumentarium voneinander unterschieden. war schon in vorangegangenen Kapiteln die Rede. Aktionismus. einen langsamen Satz nicht zu unterschätzen. ist für niemanden vorhersehbar – und doch muss eine Antwort gefunden werden. All diese Entwicklungen waren auch am Jazz nicht spurlos vorbeigegangen. Frankl hat vielen Menschen geholfen. Eine entscheidende Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Frage der Motivation zu. Daher muss das Urheberrechtsgesetz erst an die neuen Kompositionstechniken angepasst werden. die Welt der Musik in ihrer Fülle kennen zu lernen. die ich schon seit Tagen ausarbeiten will. sendungsbewussten Exekutor. ja selbst den Komponisten schwer fällt. welche die menschliche Vorstellungsund Leistungskraft bei weitem übersteigen. in dem derjenige als Sieger hervorging. dem andern später.Doch zu Beginn des 20.4 Das Lager der Komponisten ist aufgespalten wie eh und je. Improvisation. Darauf werde ich später noch ausführlich eingehen. die Herausforderungen liebt.“ Als ich die Augen öffnete. und räumten dem Interpreten ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit ein. mit offenen Sinnen und kritischem Verstand. Ob diese Beobachtung zutreffend ist. Hatte man vor dreißig Jahren noch vor den Gefahren einer Autopsie der Musik gewarnt. Ohne Berührungsängste. Er war seinerzeit ausgezogen. Multimediales. der als Letzter auf seinem Fahrrad die Ziellinie passierte. die konzentrierte Arbeit beim Ausbalan-cieren schien mir noch kräfteraubender zu sein als der Endspurt eines Radrennens. an die Stelle der Harmonie tritt die Klangfarbe. dem einen früher. Aleatorik. Im Free Jazz fand gleichfalls eine Auflösung aller Parameter statt. bis er eines Tages feststellen musste. den Sinn in ihrem persönlichen Lebensweg zu erkennen. Thematisches erfährt nun eine differenzierte Artikulation. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit seines Tuns. Ethno. nur noch unübersichtlicher aufgeteilt in Gruppen. Das ist wahrlich nicht wenig. Für Luise Walker war dieser Sinn untrennbar mit der Gitarre verbunden. Einen solchen zu gestalten ist viel schwieriger als man glauben möchte. Es hat mich damals sehr beeindruckt zu sehen. zum Ganzheitlichen und Kultischen zurückzukehren. wie schwierig es ist. hat aber auch der Schüler eine Verantwortung gegenüber seinem Talent. Hatte mir überhaupt jemand zugehört? *** Vor mir liegen einige Notizen zum Thema dieses Kapitels. Dazu kommt. Welche Konflikte muss der Gitarrist austragen? Von einigen der wichtigsten. das Weltkulturerbe Musik wäre zum Selbstbedienungsladen geworden. die sich gegenseitig Eklektizismus oder Sektierertum vorwerfen. Die technische Revolution der letzten Jahre hat den Komponisten ganz neue Möglichkeiten in die Hand gegeben. Mit diesem Bild vor Augen kann ich nur jedem raten. wie er mit seinem Rat eine große Verantwortung für die Zukunft eines jungen Menschen übernimmt. Fusion hinzu. Doch was nützt die beste Technik. der für sein Tun mit intellektuellem Lustgewinn und Freude an neuen Klängen belohnt wird. Esoterik wurden zu neuen Kriterien. Da ist ja die Quadratur des Kreises noch einfacher zu lösen. die eine sehr persönliche Entscheidung sowie eine Lebensein-stellung. Bald kam es zu einer heftigen Gegenbewegung. losgelöst von der herkömmlichen Notation. der Rhythmus agogische. die auch anderen Orientierung bieten könnte. hat vor etwa zwanzig Jahren der Komponist Kurt Schwertsik für seine Arbeit gefunden. Ein Leben mit der Gitarre hatte sie auch ihr autobiographisches Buch genannt. Wie soll sich hier ein Laie auskennen. aber auch nicht jedermanns Sache. Doch nicht alle Interpreten wussten mit dieser neugewonnenen Freiheit. und die Dynamik wird zur formgestaltenden Kraft. Ob er das gesteckte Ziel besser in der Direttissima oder auf verschlungenen Pfaden erreicht. Auch scheint mir die Gefahr eines Materialfetischismus eher noch gestiegen zu sein. wenn sich ihr Erfordernisse der Musik entgegenstellen? Fangen wir an beim allerersten Konflikt. Einige Komponisten fertigten nur noch graphische Skizzen an. dass er zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt war. Bei dieser seriellen Technik des Komponierens gehorchen alle Parameter einer übergeordneten Idee. bedingt. später traten Crossover. habe ich dann selbst auf dem Rad überprüfen können. er wird zum akribischen. Quasi den Äquator entlang war er immer weiter vorgedrungen. Mein Ausflug in das Reich der Phantasie und notwendig gewordene Korrekturen haben mich bislang davon abgehalten.6 Glückliche Hände geben dem Interpreten schon einen großen Handlungsspielraum. dass für solche kreativen Leistungen keine Tantiemen vorgesehen sind. war unverkennbar. Jazz und Avantgarde näherten sich so eng aneinander an. Als Kind habe ich einmal bei einem Wettbewerb zugeschaut. Sie gehört zu den ältesten Fragen der Menschheit: Woher komme ich? Warum bin ich? Wohin gehe ich? Viktor E. die Sinnfrage. Vielleicht ist dies der Weg. die er mit sich allein – auch wenn gut beraten – austragen muss. stellt sich irgendwann je-dem Menschen. fand ich mich allein. ein Fahrrad im Kriechgang zu beherrschen. Rituale. Auch wenn die Strecken-länge nicht mehr als einen Steinwurf betrug. umzugehen. die bis dahin eine Domäne der Interpreten waren. sich zurechtzufinden? Eine Antwort auf all diese Fragen. Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 43 .

das Zusammenfügen von Getrenntem. B. In einem solchen Fall handelt es sich natürlich auch um Polyrhythmik. Diese bedingt allerdings auch eine erhöhte Aktivität der Finger bei der Wiedergabe polyphoner Musik. Die Mehrstimmigkeit. wenn das beachtet wird. Wird dabei auch die Basslinie in Päonen geführt. Solche jedoch wecken das Interesse der Ohren. nimmt der Hörer einerseits ein komplementäres Verhalten von Achteln und Sechzehnteln wahr. Polyphonie. ein neuer musikalischer Parameter: Das Ganze. Über die Bedeutung des Atems ist schon viel gesagt worden. Ist die Vertrautheit mit dem musikalischen Material einmal hergestellt. In diesem Zusammenhang möchte ich nur an *seine unverzichtbare Funktion beim Phrasieren. erinnern. Unsere Hände wissen es schon. ist aber nicht allein auf den melodischen Verlauf beschränkt. die Oberstimme setzt nach der dritten Zählzeit in Päonen ein. 44 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 . 61 möchte ich erklä-ren. Dabei wird man in Dissonanzen einen Sinn entdecken. Daher wäre nun über die rein technische Bewältigung hinaus der musikalische Gehalt gehörsmäßig zu verinnerlichen und verstandesmäßig zu erfassen. nur erfordert das lineare Denken eine noch aufmerksamere Kontrolle durch das Gehör. dann durch Singen oder wenigstens Skandieren. Bei einem Satz von mehr als zwei Stimmen lassen sich diese Schritte genauso gut setzen. Nun gibt es gerade in der Gitarremusik viele Stellen. zunächst durch Spielen. Diese bewusst zu spielen. Werden noch dazu die drei Kürzen des Päon zielorientiert angelegt. Durchgängen. der Basslinie werden der Oberstimme angeglichen. sondern in besonderem Maß auch das Gehör. Mit ihr geht auch untrennbar eine Polyrhythmik einher. indem man jede Stimme einzeln für sich kennen lernt. was damit gemeint ist. Hingegen würde an dieser Stelle das Denken in Halben. Doch besteht die Gefahr. Das Dirigieren ist überhaupt ein probates Mittel. dann kommen – bei aller Ruhe der Bewegung – Spannung und Dynamik auf.Beim Schreiben für die Gitarre sollte der Komponist feinfühlig auf diese instrumentale Besonderheit eingehen. dem Gliedern eines Werkes. das eigentliche Problem besteht aber im Erfassen der Polymetrie. Diesem harmonischen Spannungsverlauf sollte man nun auch mittels einer Analyse auf die Spur kommen. beides durch Mitdirigieren unterstützt. Die mechanische Wiedergabe von Griffen ist zu wenig. Mit Tonrepetitionen. Dies geschieht am besten. die Harmonie. erfordert weniger technische als musikalische Übung und eine ebensolche Vorstellungskraft. mit rhythmischen Schwierigkeiten spielerisch umzugehen. die höchst unterschiedliche Qualitäten aufweisen kann. Zwei Stimmen lassen schon deutlich harmonische Entwicklungen erkennen. Es ist schon viel gewonnen. andererseits wird durch die Vorwegnahme des augmentierten Päon eine motivische Verwandtschaft beider Stimmen begründet. In der Zweistimmigkeit werden nicht nur die Hände gefordert. Der Interpret aber sollte darüber nicht den Blick für das Wesentliche verlieren. die Schwerpunkte um die Hälfte verringern und das Spannen größerer Bögen erleichtern. Für die Abdruckgenehmigung besten Dank! Der Beitrag wird in der nächsten Ausgabe von Gitarre & Laute weitergeführt und abgeschlossen. Damit wird eine gänzlich neue Qualität wahrnehmbar. an denen eine Stimme aus Tonwiederholungen besteht. Verzierungen. der einem zuvor vielleicht entgangen ist. in der Aktivierung des Hörvorganges liegt ja der eigentliche Sinn der kontrapunktischen Kompositionstechnik. In Takt 8 bewegt sich das ostinate E in Trochäen. alla breve. folgt der nächste Schritt – die Synthese. Vor lauter Freude über diese Erleichterung seitens des Komponisten wird aber dabei oft die rhythmische Komponente übersehen und die repetierten Noten z. 61 Dieser Beitrag von Leo Witoszynskyj stammt aus seinem Buch „Über die Kunst des Gitarrespiels“ und wird mit Erlaubnis des Doblinger Verlags in Wien abgedruckt. denn sie erfüllen ein Stimmengeflecht mit Leben. ist jetzt mehr als die Summe zweier Teile. dass das Denken in Vierteln – wie vorgeschrieben – eine vielleicht unerwünschte Schwere ins Spiel bringt. dass parallele Bewegungen leichter auszuführen sind als Gegenbewegungen. op. will man von Interpretation sprechen. Mauro Giuliani: Grande Ouverture. Am Beispiel der Einleitungstakte von Giulianis Grande Ouverture op. Dieser Vorgang des Zerlegens in Bestandteile ist überdies auch schon eine Art von Analyse. Damit geht aber ein vom Komponisten gewollter Effekt verloren – der Konflikt zweier Klangfüße. Arpeggien kann er das Dahinschwinden der Töne kaschieren.

18:00 Carlo Domeniconi.musikakademie-so.07. Katchev-Duo Internationales Gitarrenfestival Esztergom.com Internet: www.de 1.pl Internationales Gitarrenfestival Hersbruck 2007 Termin: 18.2007-29. c/0 Hans Wilhelm Kaufmann. J. Internationales Gitarrenfestival J.07 . Pepe & Celin Romero. D44135 Dortmund Tel: 0178-4 57 40 65 eMail: info@gitarrenseminar-boerstel.2007 Olaf van Gossnissen. Stephan Schmidt (Gitarre) Anmeldeschluss: 29.li Internet: www. ligita Gitarrenwettbewerb.2007 G. Krivokapic.07. Internationales Gitarrenfestival „Forum Gitarre Wien“ Termin: 26.art. A-1030 Wien Tel: 0043 1 7184738 / 0043 676 75 75 646 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 45 .20:15 Abschlusskonzert: Klassik.07 . Chiacchiaretta (Bandoneon).08.2007-01.21:15 Hopkinson Smith.gitarre-hersbruck. Patricia & Arnoldo Moreno. SK-82108 Bratislava Tel: 00421-7-55577170 Fax: 00421-7-55577170 eMail: info@jkmertz. Musikschulzentrum Eschen 12. Bandini. Jacques Stotzem. Sasa Dejanovic (Kroatien).08. Gemeindezentrum Eschen 11.08.pl.de Internet: www.ch ✰✰ Esztergom 2007 Termin: 05.summerguitar.06. Alina Gruszka (Polen). W. Woch. Ryszard Balauszko (Polen). Gemeindezentrum Eschen 12.2007-04.2007-29.com ✰✰ LiGiTa 2007 Termin: 07. P. Panetsos. Krzysztof Pelech (Polen) Summer Guitar Workshop & Competition. M.07.2007 Musikakademie Solothurn. Graf-Haeseler-Str.V. Langer.2007 Jozef Zsapka. Luciano Pompilio (Italien).2007 Juraj Burian. Zoran Madzirov (USA).07.07.20:15 Alvaro Pierri. Gemeindezentrum Eschen 07. Marek Walawender (Polen).08. FL-9492 Eschen Tel: +41 79 344 62 33 Fax: +423 373 62 33 eMail: office@ligita. Eickhold. Joscho Stephan Quartet (Deutschland). Bianco. O. Antigoni Goni & Bill Kanengiser Verein zur Förderung des.guitarfestival. Gemeindesaal Gamprin 08. D-91217 Hersbruck Tel: eMail: info@gitarre-hersbruck. Pavel Steidl.08.hu Internet: www. Kaiserstraße 101.Seminare . A. D.hu ✰✰ Summer Guitar Workshop & Competition in Krzyzowa.2007-31. G.06. Duo Maklar-Gruber. www.v. Roman Viazovskiy.de Meisterkurs Gitarre mit Stephan Schmidt Musikakademie Solothurn / Musikakademie Schloss Waldegg (Schweiz) Termin: 29.2007-25. Musikschulzentrum Eschen 13.07 . Stephan Wolke Gitarrenseminar Boerstel.2007-12.07.20:15 Finale 4. Blaszynski (Piano).08. Zsapka Forum Gitarre Wien. Musikschulzentrum Eschen 08. Tel: Internet: www.20:15 Gitarrenduo Clormann-Trechslin.08. S. K. Gruber & Maklar.de Internet: www.07.07 .art. Robert Barto. Per Mathosin. Giuseppe Caputo (Italien). Stephan Wolke. Thomas Müller-Pering. M. Stephan Beck. Ana Vidovic.pelech. G.. H-2501 Esztergom Tel: eMail: attacca@axelero. Eichenstraße 697.18:00 Manuel Barrueco. Hopkinson Smith und Ricardo Jesús Gallén haben ihre Mitwirkung zugesagt Johann Kaspar Mertz Gitarrenfestival. Gottfried von der Goltz (Violinen).V. Gabriel Bianco.07.li Rotenburger Gitarrenwoche 2007 Termin: 23.07 . András Csáki.2007-14.07.07. Dietmar Ungerank (Österreich).6.2007 Mariano Martin y su grupo flamenco. Jorgos Panetsos. Kuba Niedoborek (Polen).2007-25.Box 8.07.09. Tel: 0041-62-2 12 56 83 Internet: www. Kirstin von der Goltz (Celli). Boersteler Gitarrenseminar Termin: 26. C.O. Mertz in Bratislava Termin: 24.07.2007 Hans Wilhelm Kaufmann. Freml.. Dirk Lemmermann.08. Raphaëlla Smits Förderkreis der Rotenburger Gitarrenwochen e. Thomas Müller (Horn). Freml. Gabriel Bianco (Frankreich). Ewa Cyran (Deutschland).jkmertz.. Marcin Dylla (Polen). Johann Svensson. Bajzova 4.07. Kirche Schellenberg 10. Omar Cyrulnik (Argentinien).07.20:15 Altmühldorfer Musikanten.20:15 Dusan Bogdanovic. Kres.07. Jarema Klich (Polene).Festivals .LiGiTa. Jorgos Paentsos. 84.07 . Olga Konkova.de Internet: www. A.07.19:00 Gitarrenzirkel . Trio Balkan Strings.de ✰✰ 17.07 18:00 Los Angeles Guitar Quartet Gemeindesaal Ruggell 13. M.2007 Eingeladene Gäste bei diesem Festival: Jorge Morel (Argentinien). Steinkogler.07 .07. K.2007 Auf dem Programm: Diknu Schneeberger-Trio.2007 weitere KünstlerInnen: Jakob Stämpfli (Gesang). J. Internationalen Gitarrenfestivals e. Ragossnig.07 . Agata Teodorczyk (Polen). Dagmar und Jozef Zsapka.07 . Polen Termin: 15.07 . Interartists Bratislava.rotenburger-gitarrenwoche. Obere Weißgerberstraße 1012/2. Carsten Eckert (Blockflöte). Int. S. Kirche Mauren 09. Gonnissen. Im Bärenwinkel 18.ligita.gitarrenseminar-boerstel. Dylan Fowler (UK).07. Gemeindesaal Gamprin 08.07 . D-28205 Bremen Tel: 0421-4 91 97 01 Fax: 0421-4 98 65 27 eMail: hwkaufmann@rotenburger-gitarremwoche.20:15 Latif Chaarani. Gromolak.07. Szendrey-Karper László International Guitar Festival Found.Wettbewerbe ✰✰ 32. Flamenco und viel Spass! Gemeindesaal Mauren 14.

09.com Bergisches Gitarrenfestival Termin: 02. Carson.de Bremen Guitar Art . Harmonielehre Bert Fastenrath .07 Essen.09.concours-robert-j-vidal.09.13.09. Michael Partington.finger@acoustic-music. 2006 GFA International Competition Winner Evan Hirschelman Dr.Gitarre Thomas Fellow / Stephan Bormann .org ✰✰ Concours International Robert J. Trio Escolaso.09.09.11. Arrangements Peter Even . Kloster Saarn . Bandproben.org Internet: www.07 Gelsenkirchen.07 eMail: concorso@pittaluga. Bürgermeisterhaus/ev.de/hpg/index.Javier Garcia Moreno (Es) 02.2007-29.Rafael Cortes (D/Es) 01.09. Dechanatstraße 13-15.10. Meisterkurs Gerd-Michael Dausend .William Kanengiser.gitarrenforum.Johannes Tonio Kreusch 07.09.. Ensemblespiel Volker Höh .open-strings.07 Essen. Internet: http://kulturservernrw. Postfach 1945.Gitarre.08. Alfred Eickholt .09. Rucco-James Duo. Scott Morris. Piazza Garibaldi. Julian Kleiss. Hans Wilhelm Kaufmann.01.12.2007-10.2007-24.Masao Tanibe (J) 05. Andreas Wahl Bremen Gutar Art (Hans Wilhelm Kaufmann). lasinc & Loncar Guitar Duo Jack Sanders.hfk-bremen. Event-Kirche . Bandproben. D32051 Herford Tel: 05221-343907 Fax: 05221-343908 eMail: Hans-Irmer@t-online.10.Andrey Parfinovich (R) 03.org open strings 2007. Hochschule der Künste (HfK). Bürgermeisterhaus .11. Workshops Prof. Bürgermeisterhaus . Scott Tennant.Thomas Hanz / Carsten Linck (D) & Sardasca Streichquartett 04. rue Saint-Mathias. Alter Bahnhof Kettwig .Gitarre. weil er als einer der wenigen in der „Fédération Mondiale des Concours Internationaux de Musique“ organisiert ist.2007 Carlo Marchione Benjamin Verdery Tilman Hoppstock Roland Dyens. Studiopraxis. Philharmonie .2007-09.09. Arrangements Akademie der musischen Künste.E-Gitarre.07 Essen.07 Essen.de Internet: www.Wettbewerbe Fax: 0043 1-2162428 eMail: jorgos@vienna.guitarfoundation.07 Essen. Vidal.Gitarre. Osnabrück Termin: 28. Marc Teicholz. Bandproben.de Internet: www. Hans-Michael Koch . Andreas Lieberg. Seminare. Gruber & Maklar und Helmut Oesterreich Bielefelder Gitarrenforum e.2007 Rafael Cortés. Jens Wagner. Internationales Bielefelder Gitarrenfestival 2007 Termin: 21. nicht nur. D-49009 Osnabrück Tel: 0541-71 00 20 Fax: 0541-70 86 67 eMail: peter. Im Barrenholze 60. Alter Bahnhof Kettwig . Malostranske nam.2008 Costas Cotsiolis .07 Mülheim.pittaluga.10.2008-06.2007 46 Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 Jorge Cardoso. Biber Herrmann.org Internet: www.E-Gitarre. Eliot Fisk. Dominguez Hills. Bernard Hebb.Gitarre. ist dieser neue Wettewerb benannt.V. Zeche Zollverein . Amadeus Duo. Jorge Caballero. Hans Irmer.und Studienkurse Termin: 05.php3?id_list=6726&id_language=1 10. Ensembleleitung.07/25.Meister. Premio Città di Alessandria Termin: 24.Gitarre.2007 31.2007-07. 16.09.Doppelkonzert: Nora Buschmann (D) / Adriana Balbao (Arg) 08.Bass.07 Essen.01.Seminare . Musizierpraxis Prof.08. Mariano Martin.de ✰✰ 40º Concorso Internazionale di Chitarra Classica Michele Pittaluga. 1000 East Victoria Street. Seminare.Gitarre. Solo Razaf.70 Fax: +39-0131-23. Dieter Kreidler .10.at Gitarrenfestival Ruhr 2007 Termin: 31. Villa-Lobos-Duo u. Gitarre.Percussion. Meisterkurs Michael Borner . Vihuela. Fakultät der Musik.heibuelt@hfk-bremen. Conservatoire Municipal de Musique. Michael Fix. Comitato Promotore del Concorso di Chitarra Classica Michele Pittaluga.forum-gitarre.de ✰✰ GFA International Convention and Competition 2007 Termin: 16.E-Gitarre. Concours International de Guitare „Robert-Jean Vidal“. Workshops Peter Fischer .09. Wulfin Lieske. Improvisation.09. Equipment Janes Klemencic . Tony Cox. Laute.09.E-Gitarre. Histor. Raphaëlla Smits.07 Essen.at Internet: www. Kirche Werden .Festivals . CZ-11800 Praha 1 Tel: Bergischs Gitarrenfestival in Remscheid 2008 . dem Gründer und Leiter des legendären Wettbewerbs von Radio France.2007 mit Carlo Marchione.de Internet: http:\\bremenguitarart.07 Velbert.09. Vidal Termin: 08.2007 Nach Robert J. I-15100 Alessandria Tel: +39-0131-25. D-28195 Bremen Tel: 0421-95 95-15 07 Fax: 0421-95 95-25 07 eMail: a. CA 90747 eMail: info@gutarfoundation.Malte Vief (D) Gitarrenfestival Ruhr.2007-21. Workshops Prof. F-16300 Barbezieux Saint Hilaire Tel: Internet: www.09. Acoustic Music Records.55.2007-30. Bandproben.Jens Wagner (D) 06. Thomas Viloteau.Blues-Harp Rolf Fahlenbock . Bleckkirche .2007 Seit 1968 gibt es diesen Wettbewerb! Er ist einer der bedeutendsten.31. Meisterkurs Thomas Koch .Eric Franceries (F) 09. 20.a. Cal State University. Peter Finger. Jazz.

2008-02. sondern nur noch Eckdaten und Links zu den Angaben im Internet.org Internet: www. wissen wir schließlich! Konzerttermine und Angaben zu Festivals und Wettbewerben werden ständig akualisiert! Bitte schicken Sie Meldungen oder Änderungen an: dates@gitarre-und-laute.2008 Costas Cotsiolis .Wettbewerbe Termin: 02.Gitarre.2008 Programnm steht noch nicht fest.2008Kompositionen für zwei oder drei Gitarren werden 2008 bewertet. Die Konzerte finden in der Carnegie Hall und anderen Lokalitäten statt. Das ist zuverlässiger und der Hinweis „Alle Angaben sind ohne Gewähr“ wie bei den Lottozahlen.Seminare . Hans-Michael Koch . Vihuela.Gitarre. Jazz. Bandproben. 16.pittaluga. In diesem Jahr. wohl aber die Termine. Laute.de Gitarre & Laute-ONLINE XXIX/2007 Nº 1 47 .E-Gitarre. März 2008.E-Gitarre. Bandproben. Dieter Kreidler .2008-06.kobras@gitarre-nuertingen. die Veranstalter von Konzerten.07/25. Equipment Janes Klemencic . Harmonielehre Bert Fastenrath .55.— Comitato Promotore del Concorso di Chitarra Classica Michele Pittaluga. Also: Nichts wie ran! Schließlich wollen Sie auch nicht in leeren Sälen spielen! Die Maßstäbe für Dates-Veröffentlichungen haben sich geändert: Es werden nicht mehr vollständige Wettbewerbsregeln etc. Ensemblespiel Volker Höh . Seminare. Meisterkurs Thomas Koch . Studiopraxis.Gitarre. Bandproben.31. Gitarre. Internationaler Kompositionswettbewerb Alessandria Termin: 11.2008 Programme stehen noch nicht fest oder werden noch nicht mitgeteilt.01. Dieses Bemühen war bei Gitarre & Laute immer angesagt – und ist jetzt..70 Fax: +39-0131-23. Workshops Peter Fischer . Kursen und Seminaren sind aufgerufen. Preisgelder: 8. Einsendeschluss ist der 31. Improvisation. Und dass Sie. Workshops Prof.Festivals .Bass.akademieremscheid. Küppelstein 34.01.Percussion.02.newyorkguitarfestival. Gitarre(n) aller Art! Vollständig? Ein Veranstaltungskalender wie unserer kann nicht vollständig sein. Alfred Eickholt .org ✰✰ Internationale Gitarrenfestspiele Nürtingen 2008 Termin: 25. im Zeitalter der grenzenlosen elektronischen Kommunikation auch fast erreichbar … wenn Sie mitarbeiten! Auf Konzerttermine haben wir in dieser Ausgabe noch verzichtet – ab der nächsten sind sie aber auch in GITARRE & LAUTE ONLINE vertreten! Sie.de New York Guitar Festival Termin: 12.2008-07.000 . Meisterkurs Michael Borner .Gitarre.01.12.Gitarre Thomas Fellow / Stephan Bormann . als Leser einer ONLINE-Zeitschrift. Und diese Newsletters enthalten vornehmlich Updates von Konzertterminen und andere Veranstaltungshinweise.Gitarre. abgedruckt. 2007. Ihre Dates möglichst früh an Gitarre & Laute ONLINE zu schicken. Arrangements Peter Even .org#http://www. Tel: Internet: www. Histor.08.gitarre-nuertingen. danach wird sie wie früher alle zwei Monate herauskommen – und immer wieder durch Newsletters aktualisiert. Ensembleleitung. Bandproben.newyorkguitarfestival. c/o Stefanie Kobras. D-84 646 Bad Tölz Tel: 08041-7 95 40 50 Fax: 08041-7 95 40 51 eMail: stefanie.org# ✰✰ 8. Wettbewerben. Aber man kann sich um möglichste Perfektion bemühen.Gitarre.de Internet: www.07. Musizierpraxis Prof. Arrangements Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung e.de New York Guitar Festival.E-Gitarre. Seminare. Bitte übers Internet aktualisieren! Internationale Gitarrenfestspiele Nürtingen. I-15100 Alessandria Tel: +39-0131-25. Am Winacker 3. damit sie in den Terminkalender eingearbeitet werden können.07 eMail: concorso@pittaluga. erscheint die Zeitschrift jeden Monat.V. Zugang zum Internet haben. Meisterkurs Gerd-Michael Dausend .Blues-Harp Rolf Fahlenbock .06. erübrigt sich damit fast.E-Gitarre. Auf jeden Fall können Fehler seitens der Veranstalter nicht mehr übernommen und neue in viel kleineren Maß produziert werden. Piazza Garibaldi. D-42857 Remscheid Tel: Internet: www. Workshops Prof.

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Eine Reihe neuer Bücher wird dann besprochen. Buxtehude gilt als einer der größten Komponisten zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach. und zwar ganz speziell die Geschichte der Rezeption seiner Lautenlieder im 20. Ein paar Beiträge werden weitergeführt. darunter natürlich die Nachdrucke vom „Guitarrefreund“ von 1907. Weder für Laute noch für Gitarre hat er jemals eine einzige Note geschrieben. wir könnten nihts von ihm lernen? Und wer weiß … vielleicht entdecken die Gitarristen diesen nordischen Meister noch? Und natürlich gibt es in der Ausgabe XXIX/2007/2 Plattenbesprechungen und kritische Anmerkungen zu neuen Notenausgaben! Und Informationen zu allen möglichen Fragen des Musiklebens! .Das nächste Heft erscheint in einem Monat. der bekanntlich niemals eine einzige Note für Gitarre komponiert hat und doch zu den „Stars“ des Gitarrenrepertoires gehört. am 1. August 2007. Ein anderes behandelt Isaac Albéniz. dessen zweihundertsten Todestag wir in diesem Jahr feiern. Aber heißt das. und 21. Eines davon Die Laute in Europa“ würdigt „D in all ihren Erscheinungsformen und Besonderheiten. Einen Nachtrag zum Mozartjahr werden Sie finden und eine Vorschau auf das Jahr Dietrich Buxtehudes. John Dowland wird Thema sein. Jahrhundert. Von Alfred Deller und Peter Pears bis Sting.

Gitarre & Laute XXVIII/2006/Nº 1 49 .

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