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Steinerscholen.

com – 30/10/2013 Bijlage bij artikel Heilpedagogie: ‘zielzorg’ voor ‘minderwaardige kinderen’ Rudolf Steiner over ‘minderwaardige kinderen’ in zijn basiswerk voor de heilpedagogie ‘Heilpädagogischer Kurs’(in het Nederlands in 1997 verschenen als ‘Genezend opvoeden’). Rudolf Steiner Heilpädagogischer Kurs (GA 317) R. Steiner Verlag 1995 ‘Und wir werden davon sprechen, was unsere Zivilisation bewirkt und warum deshalb minderwertige Kinder auftreten.’ p.21 ‘So daß wir uns vor allen Dingen darüber klar sein müssen, daß wir einen mangelhaft ausgebildeten Ätherleib bei zahlreichen seelisch minderwertigen Kindern vorliegend haben.’ p.33 ‘Selbstverständlich, die Dinge gehen ja nicht anders, die Dinge können ja nur innerhalb der Zivilisation sich abspielen, daher können die Dinge, die wir begreifen sollen, auch nicht in dieser Art, wie wir sie im Begreifen hinstellen, von uns selbst in jedem einzelnen Fall ausgeführt werden. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, daß unter Ihnen nicht Fanatiker sitzen, nicht Leute sitzen, die von Anfang an fanatisch sind, und die nicht verstehen die Tragweite einer Wahrheit zu nehmen in bezug auf die Dinge, die esoterisch ins praktische Leben eingreifen sollen. Daher kann man heute die Kreise, in denen man die Dinge mitteilt, nicht eng genug ziehen, weil der Mensch der heutigen Zivilisation nicht einsehen kann, warum es notwendig ist, daß man in zahlreichen Fällen sich nicht nach der Richtschnur richten kann. Aber wissen muß man es und dann streben nach der Vernünftigkeit, und sie dort anwenden, wo sie doch anzuwenden ist, und - das wird bei der Erziehung der Fall sein, bei minderwertigen Kindern - sie in den entsprechenden Grenzen anzuwenden. Den erwachsenen Geisteskranken gegenüber können Sie sie nicht anwenden, weil sich da etwas Unsachliches hineinmischt, die Polizei. (…)Die Jurisprudenz ist in al len Fällen für die Behandlung von abnormen Menschen ein wirklicher Giftstoff.’ p.36 ‘Denken Sie sich nur einmal, man muß sich bewußt sein, daß, wenn man minderwertige Kinder erzieht, man eingreift in dasjenige, was sich im naturgemäßen Gang ohne Eingreifen erst vollzieht, oder bei falschem Eingreifen sich erst vollzieht, wenn das Kind durch die Todes pforte gegangen ist und im nächsten Leben wiedergeboren wird, wodurch ins Karma tief eingegriffen wird. Bei jedem Behandeln eines minderwertigen Kindes wird in das Karma eingegriffen, und selbst verständlich muß eingegriffen werden. Es ist ein richtiges Eingreifen ins Karma, es müssen da gewisse Dinge überwunden werden.’ p.39 ‘Die Magie, die Götter wenden sie an, aber der Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie besteht lediglich darin, daß man in der weißen Magie eingreift in moralischer Art in selbstloser Art, bei der schwarzen Magie auf unmoralische, auf selbstische Art. Einen andern Unterschied gibt es nicht. Und so kann selbstverständlich, da alles Reden über die Erziehung minderwertiger Kinder ein bloßes Gerede ist, wo nichts dabei herauskommt, diese Erziehung nur mit Mitteln wirken, die auch hinübergehen können in die unmoralische Anwendung. Da kommt vor allen Dingen in Betracht die Erstarkung des Verantwortungsgefühles.’ p.40

‘Bei der Erziehung minderwerwertiger Kinder ist es so, daß nun das, was man hier tut, daß das nun eingreift in die Arbeit der Götter, die dann sich vollziehen würde später.’ p.40 ‘Und der erwacht nur, wenn man sich die Größe der Dinge immer vor Augen stellt: du tust etwas, was die Götter sonst tun im Leben zwischen Tod und nächster Geburt. Das zu wissen, ist von gar großer Bedeutung. Nehmen Sie das meditierend auf. Es denken zu können, hat eine große Bedeutung. Führt man sich das jeden Tag meditierend vor die Seele, daß es so ist, wie man ein Gebet jeden Tag betet, sich das jeden Tag vor die Seele zu rücken, dann erzeugt das in uns die Verfassung des astralischen Leibes, die wir brauchen, um uns in der richtigen Weise dem minderwertigen Kinde gegenüberzustellen.’ p.41 ‘Es handelt sich um die Einrichtung des Lauensteinschen Institutes für minderwertige Kinder. Aus der Polizeigesetzgebung heraus muß denjenigen, die das Institut übernehmen, geraten werden, daß sie ihr Examen machen. Wenigstens einer muß es machen. Aber das ist ganz unsachlich, weil es selbstverständlich ein weiteres Mittel zum Zappligwerden ist. Das ist etwas, was in ganz trockenem Sinne einfach eingesehen werden muß, sonst geht man mit verbundenen Augen durch die Welt. Es bleibt also nichts anderes übrig, als nach dem Examen sich die Zappligkeit wieder abzugewöhnen.’ p.70 ‘Und so geht das Intellektualisieren schon an bei dem Ausgestalten des astralischen Leibes in der Embryonalzeit. Wir haben es also zu tun mit einer Minderwertigkeit, die bedingt ist schon durch die Embryonalzeit.’ p.106 ‘Wir haben es zu tun mit einer ganzen Reihe von Infantilismen. Das ist nun der radikalste Fall und es ist vom medizinisch-pädagogischen Standpunkt aus günstig, daß Sie sehen konnten an diesem radikalen Fall, was Sie in entsprechenden Abschwächungen haben können bei zahlreichen minderwertigen Kindern.’ p.124 ‘Da möchte ich zunächst besprechen jenen ältesten Buben, den Sie haben, der sechzehn Jahre alt ist und der im wesentlichen eine Minderwertigkeitsform dadurch gerade zeigt, daß er mit seinem Ich und astralischen Leib durch seine physische Organisation nicht durch kommt. Er ist Ihnen ja in verhältnismäßig spätem Alter erst übergeben worden. Ist es nicht so, daß Sie vorher nicht um ihn waren, Sie haben ihn erst im sechzehnten Lebensjahre bekommen? Daher liegt natürlich ein Fall mit deutlich entwickelten Antezedenzien vor. Hätte man den Knaben früher so behandelt, daß er einfach hätte fühlen können die Prinzipien der WaldorfschulPädagogik, also das Autoritätsprinzip zwischen Zahnwechsel und Geschlechtsreife, und wäre er geführt worden unter fortwährender Beobachtung derjenigen Dinge, für die er sich interessiert, hätte man dann, ausgehend von diesen Dingen für die er sich interessiert, das Interessenfeld weiterziehen können, hatte man in diesem Lebensalter gerade mit einer sanft angebrachten Bleikur gewirkt, so hätte man den Jungen doch heute auf einem andern Seelenniveau. Denn der Junge hat ja, wie sich deutlich zeigt, Interessen.’ p.145 ‘Dann geht eben daraus hervor, daß ein Wesentliches in der Erziehung von minderwertigen Kindern auch dadurch in die Hand des Erziehenden gegeben ist, daß diese Erziehenden sich angewöhnen müssen, einen Sinn zu haben für alles dasjenige, was mit dem betreffenden Kinde vor sich geht. Sehen Sie, Sie werden sagen: Ja, welche Zeit nimmt denn die Erziehung von minderwertigen Kindern in Anspruch? Man muß immer seine Aufmerksamkeit darauf verwenden, man kann gar nicht meditieren, man hat gar keine Zeit, etwas anderes zu tun. -

Das ist nicht der Fall, und diese Ansicht innerlich zu bekämpfen, gehört schon zu der Esoterik einer solchen Lebensaufgabe.’ p.148 ‘Derjenige, der dazu kommen soll, daß er aus intuitivem Blick heraus einem Menschen irgend etwas sagt - auf der flachen Hand liegen die Dinge ja nicht, und das, was der Laie sagt, ist in der Regel falsch gegenüber minderwertigen Kindern, es kommt darauf an, daß man durchschaut auf dasjenige, was da eben ist -, braucht etwas dazu, dazu braucht er, daß er in energischer, mutvoller Weise sich selber sagt, nicht bloß im Augenblick, sondern es zum fortdauernden qualitativen Inhalt seines Bewußtseins hat: Ich kann das.’ p.153 ‘Aber diese Überwindung trifft man nie, wenn irgend Spuren von Eitelkeit auftauchen, und die tauchen eben an allen Ecken und Enden auf. Deshalb, meine lieben Freunde, ist es notwendig, wenn Sie wirklich Erzieher, besonders minderwertiger Kinder werden wollen, daß Sie diese Andacht im Kleinen in der allerallerbescheidensten Weise ent wickeln, und davon ausgehend, dann auch wiederum diese Andacht zum Kleinen in der übrigen Jugendbewegung erwecken.’ p.156 ‘Bei dem Mädchen konnte man ja tatsächlich auf den physischen Ursprung der Minderwertigkeit kommen.’ p.162 ‘Das, um was es sich handeln kann bei der Erziehung minderwertiger Kinder: ich glaube nicht, daß die schon verhältnismäßig sehr früh mit gewissem Erfolge aufgetretenen Erzie hungsinstitute für minderwertige Kinder in Hannover von diesem Manne beeinflußt gewesen sein können. Die Aufnahme der Erziehung minderwertiger Kinder datiert viel weiter zurück.’ p.173 ‘Der Punkt ist Punkt, der Kreis ist Kreis. - Spüren Sie, daß Sie vom Kopf heruntergleiten zum Stoffwechselsystem, wenn Sie sich sagen: Der Punkt ist Kreis, der Kreis ist Punkt -, das Umgekehrte. Dann werden Sie die ausgebildete Metamorphosenlehre darinnen haben und Sie werden sich sagen können: Durch diese ganze Art des Denkens, die hervorruft die Anthroposophie, wird es erst möglich, in die Minderwertigkeit der Kinder eine Anschauung hineinzubringen. Das haben wir in diesen Vorträgen versucht.’ p.174-175 ‘Denken Sie also, Sie haben die Intention, für minderwertige Kinder zu wirken. Da haben Sie zuerst zu beachten, was in der anthroposophischen Bewegung lebt als pädagogische Strömung. Die pädagogische Strömung muß Ihnen etwas sein, was so, wie sie da ist, einfließen muß in Ihre eigene Tätigkeit. Es muß Ihnen klar sein, daß Sie in dem, was die eigentliche pädagogische Strömung in sich enthält, dasjenige vor sich haben, was den typischen Menschen heilt, so daß er sich in die Welt hineinstellen kann. Sie müssen dann sich klar sein darüber, daß die medizinische Sektion Ihnen dasjenige allein geben kann, was nun die Pädagogik vertiefen kann nach der Abnormität des Menschen hin.’ p.185-186