Die Fotografie des Gotha-Groschens

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Bei der Einsortierung alter Münzen1 begegnete ich einen Groschen aus 1847, der erst nach einer Reinigung und genauester Betrachtung als Münze erkennbar ist !ie genaue "e#tangaben kann $an in eine$ %ergleichsbeis&iel' sehen( )erzogthu$ * +,ob +Gotha, *cheide$ünze, -. einen "haler, 1 Groschen, 1841 /01 *cheide$ünzen sind 2aktisch eine 3rt 4otgeld, deren intrinsischer 5ert /wie alle $oderne Euro+ und !ollar$ünzen1 herabgesetzt wurde6 7nter nor$alen Betrachtungsbedingungen sieht die Münze au2 der *eite $it der 5ertangabe wie eine 2lacher Rohling aus Erst ab eine$ s&eziellen 5inkel unter 2ast senkrechte$ Betrachtungswinkel zeigt sich das Muster der 5ertangabe !ie 8r9gung ist durch %erschlei: nahezu ;ollst9ndig abgeschli22en !ie 3bbildung sieht 2ast aus wie ein altertü$liche !aguerreot<&ie 0otoau2nah$e Es liegt au2 beiden *eiten der Münze eine 3rt leicht ;ioletten *chutzschicht, die an nur einer *telle der Rückseite /$it der 5ertangabe1 besch9digt ist !ort schi$$ert das reine Metall silbrig durch !ie Münze sieht insgesa$t eher unscheinbar grau aus =n eine$ >atalog4 wird als Material der Münze Billon erw9hnt, eine ?egierung aus >u&2er und *ilber, deren *ilbergehalt weniger als @..A1... /@. B1 betr9gt Man erkennt es a$ gegenüber *ilber etwas dunkleren, rCtlicheren 3ussehen )9u2ig wurden Billon$ünzen ;or ihrer 3uslie2erung aus der Münzst9tte in einer *ilbernitrat+5einsteinlCsung Dwei: gesottenE, wodurch sie $it einer dünnen 0einsilberschicht überzogen wurden und so das 3ussehen einer ;ollwertigen *ilber$ünze erhielten !iese wurde allerdings nach kurzer 7$lau2zeit abgerieben, so dass ein rCtlicher >u&2erschi$$er übrigblieb Eine andere Methode, den schlechten *ilbergehalt der Münze zu ;erbergen, war das Beizen $it einer kurzen 4ach&olierung, wodurch >u&2eranteile aus der Münzober2l9che herausgelCst wurden und dieser einen an29nglich strahlenden *ilberschein ;erlieh@ Meine %er$utung war nun, dass die *chichtbildung aus de$ *ilberanteil der Münze sta$$t, da die urs&rüngliche Fber2l9che bereits gro:2l9chig abrasiert war !ie *ilberschicht wirkte e;entuell wie ein !aguerreot<&ie !ie !aguerreot<&ie ist eine 0otogra2ie au2 einer s&iegelglatt &olierten Metallober2l9che )ierzu wurden in der Regel ;ersilberte >u&2er&latten ;on $eist .,-@ bis .,7@ $$ *t9rke genutzt, die unter de$ 4a$en *ilber&laGue ;on den 0abrikanten silber&lakierter 5aren ;erkau2t wurde Hur Heit ist die Münze .,I $$ dick!ie *chicht kann sich i$ ?au2e ;ieler Jahren gebildet haben 7nterschiedliche !ichten und *chichtdicken i$ Material und in der *chicht kCnnen zu 0otogra2ischen 8rozessen ge2ührt haben Es ist denkbar, dass sich ein ?ichtbild in der Münze gebildet hat 3u2 der *eite des 5a&&ens ist die 8r9gung eben2alls abgeschli22en, aber der 8rozess ist noch nicht soweit 2ortgeschritten =st es denkbar, dass diese Münze eines der 2rühesten /unbeabsichtigten1 !aguerreot<&ie 0otoau2nah$en darstelltK
1 3ncient ,o&&er ,oins ' )eidelberger Münzhandlung )erbert Grün e > , 3uction @8, 176!eutsche ?9nder und *t9dte 18.. + 1871 *3,)*E4+,FB7RG+GF")3 Ernst = , 18'-+1844 1 Groschen 1841, !resden 3>* I., J '-I R L 2 *t + 8reis: 46I 7*! 6 *cheide$ünze 4 *tandard ,atalog o2 5orld ,oins /1I811 @ Billon - bei eine$ !urch$esser ;on 1I$$ $it sichtbarer R9ndelung

Abb. 1 – Scanneraufnahme Vorderseite
3u2 de$ *canner ist bei$ senkrechte$ ?ichtein2all ein relati; klares Bild erkennbar 7nter etwa 4@M Blickwinkel bei seitlicher ?ichtein2all wurde nun ein 0oto ge$acht u$ die geringe "ie2e der 8r9gung zu zeigen !ie 3u2nah$e weist klare *chattenbildung a$ 5a&&en au2

Abb. 2 – Scanneraufnahme Rückseite
Fbwohl der "e#t kau$ lesbar ist, l9sst sich $ E die Hahl D-.E ;or Deinen "halerE ablesen !ie *chattenbildung 2ehlt !ie Besch9digung ist bei senkrechte$ ?ichtein2all nicht ablesbar

Abb. 3 – Fotoaufnahme Rückseite
!ie Besch9digung ist bei 4@M 0otoau2nah$e gut sichtbar 3uch die Metallober2l9che ist in diese$ Bild deutlich dargestellt

Abb. 4 – Fotoaufnahme Rückseite
!ie !etailau2nah$e zeigt die *chichtzerstCrung an der *telle des Buchstabens DFE ;o$ 5ort DGroschenE !ie benachbarte Buchstaben sind /abgesehen ;on der *chadstelle1 ;on der *chutzschicht /*ilberK1 ;ollst9ndig abgedeckt

Abb. 1 – Scanneraufnahme Vorderseite
3u2 de$ *canner ist bei$ senkrechte$ ?ichtein2all ein relati; klares Bild erkennbar 7nter etwa 4@M Blickwinkel bei seitlicher ?ichtein2all wurde nun ein 0oto ge$acht u$ die geringe "ie2e der 8r9gung zu zeigen !ie 3u2nah$e weist klare *chattenbildung a$ 5a&&en au2

Abb. 1: 1 Groschen (1847) - Herzogthum Sa on!"oburg.-Gotha (#) $ #rontseite

Abb. 2 – Scanneraufnahme Rückseite
Fbwohl der "e#t kau$ lesbar ist, l9sst sich $ E die Hahl D-.E ;or Deinen "halerE ablesen !ie *chattenbildung 2ehlt !ie Besch9digung ist bei senkrechte$ ?ichtein2all nicht ablesbar

Abb. %: 1 Groschen (1847) - Herzogthum Sa on!"oburg.-Gotha (#) $ &'c(seite

Abb. 3 – Fotoaufnahme Rückseite
!ie Besch9digung ist bei 4@M 0otoau2nah$e gut sichtbar 3uch die Metallober2l9che ist in diese$ Bild deutlich dargestellt

Abb. ): 1 Groschen (1847) - Herzogthum Sa on!"oburg.-Gotha (#) $ &'c(seite

Abb. 4 – Detailaufnahme Rückseite
!ie !etailau2nah$e zeigt die *chichtzerstCrung an der *telle des Buchstabens DFE ;o$ 5ort DGroschenE !ie benachbarte Buchstaben sind /abgesehen ;on der *chadstelle1 ;on der *chutzschicht /*ilberK1 ;ollst9ndig abgedeckt

Abbil*ung 4: +etailau,nahme *er Besch-*igung $ &'c(seite Gotha-Groschen

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