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Primaten sind in Anschaffung und Unterhalt besonders wertvolle Versuchstiere. Da die Bestände
vieler Arten in den Ursprungsländern stark zurückgehen und Exportbeschränkungen bestehen,
andererseits aber Tiere aus Zuchten noch nicht in nennenswertem Umfang zur Verfügung
gestellt werden können, muß mit den wenigen Tieren so sorgfältig und sparsam wie möglich
umgegangen werden.. Aus diesem Grunde bittet die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Antragsteller, die im Rahmen von geplanten Forschungsvorhaben Primaten als Versuchstiere
verwenden wollen, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Warum kann das Forschungsvorhaben nicht mit anderen Versuchstieren als mit Primaten
durchgeführt werden?

2. Welche Art (Species) soll für das Forschungsvorhaben herangezogen werden und warum?
Da eine Auswahl unter den etwa 600 Arten und Unterarten von Primaten oft nur aufgrund
von Zufälligkeiten des Tiermarkts getroffen wird, muß hier erläutert werden, welche
eigenen oder von anderen Autoren publizierten Erfahrungen bei der Verwendung der
gewünschten oder anderer Primatenarten in diesem Zusammenhang vorliegen.

3. Wieviel Tiere, welchen Geschlechts und in welchem Alter werden in welchem Zeitraum
benötigt?

4. Wie und woher sollen die Tiere bezogen werden? Falls Wildfänge für das
Forschungsvorhaben verwendet werden sollen, muß die Exportgenehmigung des
Ausfuhrlandes dem Antrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft beigelegt werden.

5. Wieviel werden die Tiere bis zu dem Zeitpunkt, zu dem sie für das Forschungsvorhaben
herangezogen werden können, einschließlich aller Nebenausgaben kosten?

6. Wo sollen die importierten Tiere quarantänisiert werden? Hierbei sind zu beachten das
"Verbot der Einfuhr und Durchfuhr von Affen" vom 9. November 1967 (Bundesanzeiger
Nr. 80 vom 26.4.1968) und die Richtlinien der Berufsgenossenschaften für die Verhütung
von Infektionen des Menschen durch Affen (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst
und Wohlfahrtspflege, Stand April 1972).
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Postanschrift: Deutsche Forschungsgemeinschaft, 53170 Bonn
Hausanschrift: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Kennedyallee 40, 53175 Bonn
Tel.: 0228/885(1), Telefax: 0228/885-2777
E-Mail: postmaster@dfg.de; Internet: http://www.dfg.de Ö Rubrik "Antragstellung"

7. Wie sollen die Tiere während des Forschungsvorhabens gehalten werden? Machen Sie
Angaben über Raumgröße, Käfiggröße, Besatzdichte der Käfige, Klimatisierung und
Fütterung. Ist sichergestellt, daß die einschlägigen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes
beachtet werden?

8. Steht ein in der Primatenpflege erfahrener Tierpfleger zur Verfügung?

9. Ist im Zusammenhang mit dem geplanten Forschungsvorhaben der Aufbau einer
Zuchtkolonie möglich, aus der auf längere Sicht der Bedarf an Versuchstieren zumindest
teilweise gedeckt werden kann?

10. Können nach Beendigung einzelner Versuche oder nach Beendigung des ganzen
Forschungsvorhabens Tiere für Zuchtzwecke oder auch für andere Forschungsvorhaben
abgegeben werden?

11. Welcher hierfür qualifizierte Wissenschaftler wird während der Quarantäne und während
des Forschungsvorhabens für die Pflege und alle sonstigen notwendigen Maßnahmen
verantwortlich sein?