2.

2013 DAS MAGAZIN VON SCA ÜBER TRENDS, MÄRKTE UND GESCHÄFTE

CHINAS DRACHENBABYS – für den Wettbewerb geboren

DIE KEIME VERSTECKEN?

WISSEN SIE, WO SICH

Wie früh beginnt die Pubertät?
Angepasste Strategien

In die Zukunft schauen oder sterben

,,Wie bekämpfen Sie Keime in Ihrer Umgebung?”
Shape ist ein Magazin von SCA. Es richtet sich an Kunden, Aktionäre und Analysten, aber auch an Journalisten, Meinungsmacher und andere Personen, die sich für die Tätigkeit und Entwicklung von SCA interessieren. Shape erscheint viermal jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint im Oktober 2013. Herausgeberin Joséphine Edwall-Björklund Chefredakteurin Marita Sander Redaktion Anna Gullers, Inger Finell, Ylva Carlsson Appelberg Gestaltung Markus Ljungblom, Kristin Päeva Appelberg Druck Sörmlands Grafiska AB, Katrineholm Anschrift SCA, Corporate Communications, Box 200, 101 23 Stockholm, Schweden Telefon +46 8 7885100 Fax +46 8 6788130 SCA Shape erscheint auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Schwedisch und Spanisch. Das Magazin wird auf GraphoCote 90 Gramm von SCA gedruckt. Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung von SCA Corporate Communications. Bei den hier vertretenen Meinungen handelt es sich um die der Autoren und Gesprächspartner. Diese entsprechen nicht unbedingt den Meinungen der Redaktion oder von SCA. Sie können SCA Shape abonnieren oder als PDF-Datei auf www.sca.com lesen. Adressänderungen können auf www.sca.com/subscribe oder per E-Mail an sophie.brauner@sca.com gemeldet werden.

Nils-Petter Ekwall
Zeichner, Schweden Ich bin ein fast schon zwanghafter Nutzer von Handgel. Ich wasche meine Hände häufig, vor allem vor dem Essen. Ein Fläschchen mit Handgel habe ich immer dabei. Vor einer Ansteckung habe ich eigentlich keine Angst, aber ich bin einfach lieber gesund als krank. Nils-Petter ist verantwortlich für die Illustration des Artikels über Keime, Seite 24-27.

Anna McQueen
Autorin, Frankreich, Interview mit Peter Holmgren, Seite 16-19 In Frankreich geben wir uns dauernd die Hand. Bekannte erwarten, dass wir sie auf beide Wangen küssen. Das ist gerade im Winter der perfekte Weg, sich einen Virus einzufangen. Ich wickle mich gern in einen Schal ein und tue so, als hätte ich „la grippe“. So leiste ich meinen Beitrag dazu, dass sich die Keime nicht weiter verbreiten können.

Köpfe hinter diesem Heft
SCA IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN
Youtube.com/ SCAeveryday zeigt Werbespots und Videos von SCA Pressekonferenzen, Präsentationen und Interviews mit leitenden Angestellten und Mitarbeitern. Facebook.com/SCA spricht potenzielle Mitarbeiter an, bezieht Nutzer ein und dient ergänzend zu sca.com auch als Informationsplattform. Twitter.com/SCAeveryday informiert zusammenfassend über Ereignisse auf sca.com und in den sozialen Netzwerken von SCA. Der Twitter-Kanal soll eine Vielzahl von Nutzern, Journalisten und Bloggern mit wichtigen Informationen versorgen. Slideshare.com/ SCAeveryday richtet sich an Investoren und Analysten, die hier die Quartalsberichte und Berichte über die Hauptversammlungen herunterladen können. Scribd.com/ SCAeveryday stellt rund 50 Veröffentlichungen zur Verfügung, darunter den Nachhaltigkeitsbericht, den Bericht „Hygiene Matters“ und das ShapeMagazin. Instagram/ SCAeveryday Fotos von und über SCA aus aller Welt.

2.2013 DAS MAGAZIN VON SCA ÜBER TRENDS, MÄRKTE UND GESCHÄFTE

CHINAS DRACHENBABYS – für den Wettbewerb geboren

DIE KEIME VERSTECKEN?

WISSEN SIE, WO SICH

Wie früh beginnt die Pubertät?
Angepasste Strategien

In die Zukunft schauen oder sterben

Titelfoto: Getty Images

2 SCA SHAPE 2 2013

INHALT
06. Keine unliebsamen Überraschungen, bitte!
Für eine erfolgreiche Zukunft müssen Unternehmen Pläne für verschiedene Szenarien in der Schublade haben.

16. Bedrohte Wälder
Peter Holmgren, Leiter des Zentrums für Internationale Forstwirtschaftsforschung, spricht über das Verhältnis von Umweltschutz und Wirtschaftsförderung.

20. Frühe Pubertät
Mädchen werden schnell erwachsen. In Skandinavien bekommen sie ihre Periode durchschnittlich mit 13 Jahren.

24. Wo sich Keime verstecken
Wissen Sie, wo die meisten Bakterien lauern – und wie Sie ihnen aus dem Weg gehen können?

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N I L S - P E T T E R E K WA L L

36. Die halbe Crew an Bord
Fünf der elf Teilnehmerinnen des SCA Teams für das Volvo Ocean Race stehen schon fest.

KLEINE DRACHEN 2012 wurden in China ungewöhnlich viele Babys geboren. Das ist kein Zufall.

AUCH IN DIESER AUSGABE...
12 STUNDEN mit Omar Flores – Seite 28 SHAPE UP – Seite 30 – 31 SCA JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG – Seite 38 NACHRICHTEN VON SCA – Seite 40 – 43

WUSSTEN SIE SCHON ...
… dass feuchte Hände bis zu 1.000 Mal mehr Keime beherbergen als trockene Hände? Seite 24.

UPDATED

Nachrichten von SCA

FOTO: ISTOCKPHOTO

Abwärme heizt Gebäude

D  

IE ABWÄRME des SCA Wer-

kes in Ortmann, Österreich, wird von 80 privaten und öffentlichen Gebäuden zur Heizung verwendet. Zu den Einrichtungen, die ihren Heizbedarf ausschließlich durch die Abwärme decken, gehören ein Kindergarten, eine Behörde, Schulen und ein Zentrum des Roten Kreuzes. Über Wärmetauscher erwärmt das heiße Abwasser der Fabrik eine Fernwärmeanlage auf bis zu 105 Grad und ermöglicht dadurch eine Kohlendioxidreduzierung von 1.500 Tonnen pro Jahr. „Das ist ein ausgezeichnetes Beispiel für den sparsamen Umgang mit Ressourcen und ein wertvoller Beitrag zur Energieeinsparung“, erklärt Stephan Pernkopf, Landesrat der niederösterreichischen Landesregierung, in dessen Zuständigkeit das Thema Energie fällt. „Fabriken, die in erneuerbare Energie investieren, schaffen Werte in der Region und verdienen unsere Unterstützung.“ Die Anzahl der mit Fernwärme beheizten Haushalte nimmt weiter zu. Noch in diesem Jahr soll eine Nachbargemeinde an das System angeschlossen werden.

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Beliebte Akteure bei Anlegern
CEO JAN JOHANSSON und Johan Karlsson,

Die Umfrage wurde von dem Beratungsunternehmen International Investor VP Investor Relations, beide von SCA, durchgeführt, das sich auf interhaben bei einer Umfrage unter Annationale Finanzthemen spezilegern und Analysten Spitzenbealisiert hat. Die befragten 860 wertungen erhalten. Portfoliomanager und 1.580 „Der offene und professiSell-Side-Analysten konnonelle Dialog mit Investoren ten bis zu vier Kandidaten in und Analysten wird bei uns den Kategorien Bester CEO, sehr ernst genommen“, erBester CFO, Bester IR Proklärt Joséphine Edwallfessional und Bestes IR-UnBjörklund, SVP Corporate ternehmen benennen. Communications. Jan Johansson, CEO

UMWELTSCHUTZ IN PHILADELPHIA
Die für Nord- und Südamerika zuständige SCA Zentrale in Philadelphia wird ihren gesamten Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Das Unternehmen beteiligt sich am Keystone Solar Project, einem 5-MWSolarenergieprojekt, das pro Jahr 8.000 MWh Strom erzeugen soll.

VERKAUF GENEHMIGT EXPANSION IN GROSSBRITANNIEN
Im Juli 2013 wird SCA Timber Supply UK zum alleinigen Lieferanten für Holz und Holzprodukte für über 200 Wickes-Geschäfte in Großbritannien werden. Dadurch verdoppelt das Unternehmen seinen Umsatz bei Baumärkten und Baufachhändlern. Die EU-Kommission hat SCA den Verkauf ehemaliger Geschäftseinheiten von Georgia-Pacific genehmigt. Als SCA im Juli 2012 das europäische Tissuegeschäft von Georgia-Pacific übernahm, hatte die Kommission SCA entsprechende Auflagen für den Verkauf gemacht.

Laakirchen verkauft
SCA HAT DIE FABRIK in Laakirchen, Österreich, plan-

mäßig verkauft. Die Fabrik stellt Zeitschriftenpapier her und wurde von der Heinzel Holding für 100 Millionen Euro erworben. Im Rahmen eines auf zwei Jahre ausgelegten Gewinnbeteiligungsmodells ist eine weitere Zahlung in gleicher Höhe möglich.

HOCH BEWERTET
SCA GEHÖRT NUN SEIT 13 Jahren zu den führenden

2 Milliarden 600 Millionen

Unternehmen im Nachhaltigkeitsindex FTSE4Good. Im aktuellen Ranking konnte sich SCA in der Kategorie Haushaltsgüter im Spitzenbereich positionieren. Der Aktienindex FTSE4Good, der sich aus nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen zusammensetzt, ist eine Orientierungshilfe für Anleger.

Die Anzahl der Menschen über 60 Jahre wird von 600 Millionen (2000) auf voraussichtlich zwei Milliarden (2050) steigen. Quelle: UNO

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Die Unternehmen sehen sich sehr viel Unsicherheit gegenüber. Auf dieser Grundlage dürfen sie aber nicht zögerlich sein, sondern müssen Entscheidungen treffen. Um in der Zukunft erfolgreich zu sein, müssen sie Pläne für verschiedenste Szenarien in der Schublade haben.
Text NANCY PICK Fotos MITCHELL FUNK

Kristallkugel für

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AUF DER SUCHE NACH DER ZUKUNFT

Unternehmen
D  
AS GESCHÄFTSLEBEN BIETET VIELE

„Was-wäre-wenn“-Szenarien. Was passiert, wenn der Euro zusammenbricht? Was passiert, wenn die Arbeiter in China höhere Löhne fordern? Was passiert, wenn ein Konkurrent ein spannenderes Produkt auf den Markt bringt? Unsicherheit, schnelle Veränderungen und ein heftiger Konkurrenzkampf zwingen große Unternehmen, erhebliche Mittel aufzuwenden, um sich mit solchen Fragen zu beschäftigen. Ihre Gewinne – und damit auch ihre langfristige Existenz – hängen davon ab. Paul Saffo, ein führender Zukunftsforscher aus den USA, arbeitet für DISCERN Investment Analytics in San Francisco. Für ihn geht es bei Prognosen im Prinzip um eine einzige Frage: Wie kann man sich in einer zunehmend komplexen und unvorhersehbaren Welt vor Überraschungen schützen? In den vergangenen 20 Jahren haben sich Langzeitprognosen zu einem wichtigen Werkzeug entwickelt. „Die Zukunftsforschung ist keine exotische Spielerei von schrulligen Beratern aus Kalifornien mehr, sondern ein fester Bestandteil im Geschäftsleben“, sagt Saffo. Während Unternehmen früher ihre Geschäftsprognosen bei externen Beratern eingekauft haben, geht der Trend heute dahin, eigene Mitarbeiter mit dieser Aufgabe zu betrauen; ein Trend,
SCA SHAPE 2 2013 7

der immer präzisere Ergebnisse liefert. „Die Prognosen sind zum Opfer des eigenen Erfolgs geworden“, sagt Saffo. „Wir brauchen heute keine Experten für die Datenerhebung mehr, denn wir können uns die Daten selbst im Internet zusammensuchen.“ Neue Analysetools machen es Nichtspezialisten so leicht wie nie zuvor, Prognosen ins eigene Handeln zu integrieren. „Viele Unternehmen, die früher externe Zukunftsforscher beauftragt haben, lassen Prognosen heute im eigenen Haus erstellen, meist in ihren Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit, Strategieentwicklung oder Business Intelligence“, erklärt Saffo. Die Prognosen sollen weitreichende Risiken und Chancen identifi zieren, auf die sich die Unternehmen entsprechend einstellen wollen. Die Daten sind der Schlüssel. Unternehmen wissen heute mehr über das Verhalten von Kunden und Verbrauchern als je zuvor. Darüber hinaus können fi rmeninterne Abteilungen für Business Intelligence mittlerweile die Daten so gut auswerten, dass dadurch die Gewinne gesteigert und entsprechend gute Prognosen erstellt werden können. Saffo kennt viele Unternehmen, die von geschickten Prognosen profitieren. Namen darf er jedoch nicht nennen: „Das ist Voraussetzung für den Erfolg der Prognosen. Unternehmen wollen

„Viele Unternehmen, die früher externe Zukunftsforscher beauftragt haben, lassen die Prognose heute im eigenen Haus erstellen.“
Paul Saffo

ihre Erkenntnisse nicht mit anderen teilen.“ Eine gewisse Ausnahme stellt Royal Dutch Shell dar. Der Ölriese gehörte zu den ersten Unternehmen, die in den 1970er Jahren mit Prognosen arbeiteten, und hat einige erfolgreiche Beispiele veröffentlicht. Die Predictive Analytics sind heute ein heißes Thema. Bekannt wurden sie durch den Film Moneyball, der auf Tatsachen beruht. Darin stellte das Management eines US-Baseballteams, das nur ein geringes Budget hatte, allein anhand von Spielerstatistiken ein Team zusammen, das scheinbar wild zusammengewürfelt war – und war damit überaus erfolgreich. Bei diesen Analysen wird mit Algorithmen nach Mustern gesucht, aus denen sich Trends ableiten lassen. Studien haben die Aussagekraft das Verfahrens belegt: Vor drei Jahren hat die Wirtschaftszeitschrift MIT Sloan Management Review 3.000 Führungskräfte auf der ganzen Welt nach ihrer Einstellung zu Prognosen befragt. Bei den leistungsstärksten Unternehmen war der Einsatz von anspruchsvollen Analysewerkzeugen dreimal wahrscheinlicher als bei den weniger starken

AUF DER SUCHE NACH DER ZUKUNFT
GETTY IMAGES

Unternehmen. Experten glauben, dass Unternehmen mit den Analysen besser vorhersagen können, wer ihre Kunden sind, was sie wollen und was erforderlich ist, damit sie Kunden bleiben. In einigen Unternehmen werden auch die Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit zunehmend wichtiger für die Ausrichtung des unternehmerischen Handelns. Unternehmen mit Niederlassungen auf der ganzen Welt setzen diese Abteilungen ein, um wichtige Informationen unternehmensweit zu erfassen und zu kommunizieren. So schaffen sie die Grundlagen für eine einheitliche Konzernstrategie.
„WAS-WÄRE-WENN“-Szenarien sind ein wichtiges Instrument für Unternehmen, die sich gegen Wechselkursschwankungen, steigende Ölpreise, Tsunamis und Kriege wappnen müssen. Der Finanzsoftwarehersteller Quantrix führte vor zwei Jahren eine Umfrage zur Budgetierung und Prognostizierung durch. Die Firma fand heraus, dass viele große Unternehmen jedes Jahr über ein Dutzend „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen und dabei einen erheblichen Zeit- und Ressourcenaufwand betreiben. Eine Vorhersage dürfte in jedem Fall richtig sein: Großunternehmen werden auch weiterhin Prognosen erstellen.

Beliebter als der Hummer: der Toyota Prius

UNTERNEHMEN AM PULS DER ZEIT
Verbraucherforschung ist für Unternehmen unverzichtbar geworden. Einige der einflussreichsten Firmen zeigen, wie es geht.
Der Telekommunikationskonzern Ericsson gibt sehr viel Geld für Prognosen aus. Obwohl das Unternehmen hauptsächlich im Firmenkundengeschäft tätig ist, betreibt es seit 1995 ein eigenes Verbraucherlabor, um neue Trends frühzeitig zu erkennen. „Verbraucherforschung ist für das wirtschaftliche Überleben unverzichtbar“, erklärt Sofia Mankert, Beraterin beim Strategieanalysespezialisten United Minds. „Ein schönes Beispiel sind die Automarken Hummer und Toyota Prius. In den USA ist aus dem einstigen Statussymbol Hummer wegen dessen hohen Benzinverbrauchs ein Umweltsünder geworden – und in der gleichen Zeit hat Toyota ein sparsames Hybridauto entwickelt. Die Japaner haben erkannt, dass sich die öffentliche Meinung wandelt, und rechtzeitig ein Erfolgsmodell auf den Markt gebracht. Und Hummer? Ist pleite.“ Die aufkommende Umweltbewegung verändert das Verbraucherverhalten seit rund zehn Jahren. Wir achten heute stärker auf den Schutz unserer natürlichen Ressourcen und die Klimafolgen unseres Verhaltens. Die Herstellungsbedingungen von Produkten rücken ins Bewusstsein der Verbraucher;

Bei den leistungsstärksten Unternehmen ist der Einsatz von anspruchsvollen Analysewerkzeugen dreimal wahrscheinlicher als bei weniger starken Unternehmen.

SCA SHAPE 2 2013 9

AUF DER SUCHE NACH DER ZUKUNFT

eine Entwicklung, die von Firmen aufgegriffen wird. CSR ist zum wichtigen Verkaufskriterium geworden. Nike hat dies früh erkannt und ist mit YouTube-Videos auf den Recyclingtrend aufgesprungen. „Es reicht nicht, die negativen Folgen einzudämmen“, erklärt Mankert. „Nike hat das erkannt und ist einen Schritt weiter gegangen. Neben CSR setzt die Firma heute auf CSV – Creating Shared Value oder gemeinsame Wertschöpfung – und rückt seine Produkte in einen größeren Kontext. Nike zeigt, dass Laufschuhe die Bewegung fördern, Sport gegen Fettleibigkeit und Diabetes hilft und die Produkte von Nike einen Beitrag zu gemeinsamen Zielen leisten.“ Mankert glaubt, dass viele Unternehmen diesen Schritt vom Shareholder- zum Stakeholder-Value machen müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Das diversifizierte Vertriebsnetz von Unilever in Indien sei ein Beispiel für eine Lösung, von der alle Beteiligten profitieren. Nicht nur der Unilever Konzern, der seinen Umsatz steigern konnte, zählt zu den Gewinnern, auch Millionen kleiner Firmen und Geschäftsleute, die ihre Erträge so erwirtschaften. SUSANNA LINDGREN

Fakten oder Bauchgefühl?
Wie können sich Unternehmen vor unliebsamen Überraschungen schützen? Der US-Zukunftsforscher Paul Saffo gibt Hinweise.
foto JEFF SINGER

Nike nutzt den Gesundheitstrend intelligent aus

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P  

AUL SAFFO wohnt direkt neben einer Schlucht bei San Francisco, nur drei Meilen von der San-Andreas-Verwerfung entfernt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort in den nächsten 20 Jahren ein größeres Erdbeben ereignet, liegt bei fast 65 Prozent. „Für die seismische Aufrüstung meines Hauses habe ich weit mehr Geld ausgegeben, als vernünftig ist“, lächelt Saffo. Angesichts seines Berufs sollte er das Risiko eigentlich ernster nehmen. Saffo hat die ungewöhnliche Funktionsbezeichnung Managing Director of Foresight, arbeitet für DISCERN Investment Analytics in San Francisco und unterrichtet an der Stanford University. Die Wissenschaft der Vorhersage erlebt gerade ihren großen Durchbruch. „Wir haben immer schnellere Computer, immer bessere Algorithmen und vor allem einen riesigen, stetig wachsenden Pool an digitalen Daten“, sagt Saffo. Gute Zeiten für Futurologen, sofern sie etwas von Mathematik verstehen. „Früher mussten sich Zukunftsforscher nicht mit Differenzial- und Integralrechnung auskennen“, erklärt Saffo. „Das hat sich grundlegend geändert. Wer heute nicht programmieren kann, dürfte nur eine sehr kurze Karriere als Zukunftsforscher haben.“ Als Beispiel nennt er einen Fall, der in den USA Furore gemacht hat: Der Statistiker Nate

Silver konnte die Sieger der US-Präsidentenwahl 2012 in allen 50 Bundesstaaten korrekt voraussagen. „Die Kommentatoren aus den Medien standen wie begossene Pudel da“, sagt Saffo. „Silver hat gezeigt, dass die statistische Analytik heute bessere Ergebnisse liefert als die klassische politische Analyse.“ Saffo bewegt sich meist im Grenzbereich zwischen qualitativen und quantitativen Verfahren. „Für eine gute Prognose musst du abwägen können: Hat der Computer Recht oder soll ich lieber meinem Bauchgefühl vertrauen?“ Die Computerprogramme werden immer besser und mit ihnen auch die Prognosen. „Solche Hilfsmittel liefern Erkenntnisse, die sonst leicht übersehen würden. Bevor du eine Prognose erstellst, musst du herausfi nden, welche Vorurteile du hast. Dazu reichen oft ein paar einfache Fragen aus: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Bist du Optimist oder Pessimist? Die meisten Prognosen laufen von Anfang an in eine falsche Richtung, weil wir durch unsere Vorurteile blind für mögliche Ergebnisse sind. Wenn du aber deine eigene Meinung hinterfragst, wandelst du deine Voreingenommenheit in Intuition um.“ Und die Erdbeben in Kalifornien? Saffo macht sich keine großen Sorgen: „Kommt es wirklich zu einem großen Erdbeben, bin ich wahrscheinlich nicht ganz darauf vorbereitet. Aber ich werde auch nicht überrascht sein.“

„Für die seismische Aufrüstung meines Hauses habe ich weit mehr Geld ausgegeben, als vernünftig ist.“

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BLICK IN DIE ZUKUNFT

Vom Risiko zur Chance
In Bereichen wie Umwelt, Gesundheit und Forstwirtschaft müssen Unternehmen wie SCA die regulativen Entwicklungen genau im Auge behalten.
DIE WELT IST KOMPLEX und es ist nicht einfach, an der Spitze zu bleiben. Niemand weiß das besser als Benjamin Gannon, der seit 2011 bei SCA als VP Public Affairs tätig ist. „Neu ist, dass wir nach externen Effekten suchen, die sich auf das Unternehmen auswirken könnten, weil sie möglicherweise zu Gesetzesänderungen oder Änderungen im Kundenverhalten führen“, erklärt Gannon. Ein Beispiel ist das weltweit starke Anwachsen der älteren Menschen – eine Entwicklung, die auch für SCA von großer Bedeutung ist. Die Pflege der Älteren stellt für Volkswirtschaften eine enorme Herausforderung dar. Wird diese vorrangig in den eigenen vier Wänden erfolgen? Wie wird die Inkontinenzversorgung finanziert werden? In vielen Ländern diskutiert SCA solche Fragen mit Behörden und Entscheidern. Angesichts des Tempos, in dem sich Gesetze ändern können, reiche es nicht mehr, die Informationen aus den gewohnten Kanälen zu beziehen, erläutert Gannon: „Wenn ein Thema dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt wird, ist es zu spät.“ In jedem politisch wichtigen Bereich gibt es Quellen, die im Auge behalten werden sollten: - Chemikalien- und Umweltschutzvorschriften. Die ersten Initiativen tauchen in Blogs und wissenschaftlichen Debatten auf. - Sozial- und Gesundheitspolitik. Trendsetter sind meist Fachleute in Schweden, Deutschland und Großbritannien. - Forstpolitik. NGOs wie Greenpeace und der WWF beeinflussen die globale Agenda. Gannon befürwortet einen systematischen Ansatz, der beim Monitoring anfängt, aber auch vor Forschung, Analyse und Engagement nicht haltmacht. „Dadurch machen wir den Schritt vom Risikomanagement zum Chancenmanagement“, meint er.

Polnische Kühe machen Siesta neben dem ersten europäischen SCA Werk, das ausschließlich mit erneuerbarer Energie arbeitet.

Heute nachdenken über

die Energie von morgen

Als Verbraucher und Erzeuger von Strom reagiert SCA empfindlich auf Schwankungen der Energiepreise. Der Energiekurs in Europa ist alles andere als eindeutig. Die Zukunft kann viele Überraschungen bringen.

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„Wenn ein Thema dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt wird, ist es zu spät.“

F  

ÜR DIE HERSTELLUNG VON PAPIER wird

sehr viel Energie verbraucht, doch die weitere Entwicklung der Energiepolitik ist alles andere als klar. Ferdinand Graf von Keyserlingk verfolgt intensiv die Trends in diesem Bereich. „Wenn sich Änderungen bei den Energiebestimmungen abzeichnen, informiere ich das Unternehmen, damit wir unsere Energiestrategie schnell und umfassend anpassen können“, erklärt von Keyserlingk, der bei SCA in Mannheim als Manager for Regulartory Affairs and Energy Projects tätig ist. „Dass ein Unternehmen einen Mitarbeiter beschäftigt, der sich ausschließlich mit diesen Fragen beschäftigt, dürfte ziemlich einzigartig sein.“ Alle strategischen Energieziele in Europa würden

Gesetzesänderungen nach sich ziehen, erklärt er anhand von Beispielen: Entwicklung erneuerbarer Energien, Schaffung eines gemeinsamen europäischen Energiemarkts und der Klimaschutz. Regierungen können ihre Energiepolitik praktisch über Nacht ändern. Ein Beispiel ist die Energiewende in Deutschland vor zwei Jahren. Keyserlingk weiß, dass die Betriebskosten von SCA zu einem großen Teil direkt von den Energiepreisen abhängen. „SCA ist einerseits Papierhersteller, erzeugt aber andererseits Energie aus Erdgas, Windkraft und Biokraftstoffen. Wir haben also vielfältige Energieinteressen. Darum müssen wir uns europaweit austauschen und einen einheitlichen Energieplan entwickeln, der alle Geschäftsfelder berücksichtigt.“
SCA SHAPE 2 2013 13

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für Naturschutzgebiet in Schweden
Wertvolle Waldflächen wechseln den Besitzer: 23.000 Hektar SCA Wald im Wert von 1 Mio. SEK werden Naturschutzgebiete.

Waldtausch
CA UND DIE Schwedische Umweltschutz-

„Wir haben einen Durchbruch bei unseren Verhandlungen mit großen Waldbesitzern erzielt.“
Maria Ågren, Leiterin der schwedischen Umweltschutzbehörde

S  

behörde haben einen Landtausch vereinbart, mit dem der schwedische Staat seine Nachhaltigkeitsziele für die Forstwirtschaft erfüllen möchte. Insgesamt übernimmt die Behörde 23.000 Hektar von SCA – was mehr als 50.000 Fußballfeldern entspricht. Im Austausch erhält SCA 32.000 Hektar Wirtschaftswald von der Behörde. Der Tausch ist eine zeit- und kostengünstige Möglichkeit zum Aufbau von Naturschutzgebieten. Die Waldflächen der beiden Vertragsparteien haben einen Wert von jeweils 120 Millionen Euro. „Produktivflächen sind für große und kleine Waldbesitzer oft erheblich lukrativer als Geld“,

erklärt Lars Rubensson, der als Landvermesser für SCA arbeitet. „SCA nimmt freiwillig ein Zehntel der eigenen Waldfläche aus der wirtschaftlichen Nutzung heraus. Wir geben Flächen von sehr hohem natürlichen und finanziellen Wert ab und halten es daher für angemessen, Ersatzflächen von der Regierung zu erhalten.“ Maria Ågren, die Leiterin der Schwedischen Umweltschutzbehörde, sieht in dem Tauschgeschäft einen Meilenstein für die Schaffung von Naturschutzgebieten: „Wir haben damit einen Durchbruch bei unseren Verhandlungen mit großen Waldbesitzern erzielt. Das Land, das wir abgeben, haben wir per Parlamentsbeschluss von Sveaskog, dem größten schwedischen Waldbesitzer, mit der Auflage erhalten, es für genau solche Transaktionen zu verwenden.“ Das Tauschland liegt in den vier nördlichsten Provinzen Schwedens. Eine Ausnahme bildet ein Wald im Nordosten der Provinz Gävleborg, 300 Kilometer nördlich von Stockholm.

FOTO: DIE SCHWEDISCHE UMWELTSCHUTZZBEHÖRDE

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10 FRAGEN

Der Beschützer
der Wälder

Weltweit sind die Waldbestände bedroht. Abholzung, Klimawandel und der steigende Bedarf an Biokraftstoff machen den Wäldern zu schaffen. Peter Holmgren ist nach Indonesien gezogen, um als Leiter des Center for International Forestry Research an der Lösung dieser Probleme zu arbeiten.
Text ANNA MCQUEEN Fotos CHRIS STOWERS/PANOS

Woher kommt Ihr Engagement für den Wald? Ich bin in Göteborg aufgewachsen und habe als Pfadfinder mit meinen Freunden zu jeder Jahreszeit in der freien Natur gecampt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich Forstwirtschaft an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in Umeå studiert habe und 1987 dort meinen Master machte. Während des Studiums begann ich mich für internationale Projekte zu interessieren. Ich habe Kurse für internationale Entwicklung besucht und Feldstudien in Afrika gemacht. Später habe ich an Forstprojekten auf den Philippinen, in Kenia und in Pakistan mitgearbeitet. Warum wird die Abholzung momentan so heiß diskutiert? Der Wald ist sehr wichtig für uns. Bäume reinigen unsere Luft, filtern unser Wasser, geben uns Holz, Energie, Nahrung und

Peter Holmgren
Alter: 50 Geboren in: Göteborg (Schweden) Beruf: Leiter des Center for International Forestry Research (CIFOR) Karriere: Entwickelte Waldbewirtschaftungssysteme für die schwedische Holzverarbeitungsindustrie. Arbeitete 14 Jahre in der UN-Ernährungsund Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom. Ist seit 2012 für das CIFOR tätig. Wohnort: Jakarta (Indonesien) Familie: Verheiratet mit Ann-Sofie, drei Kinder (12, 16 und 18) Hobbys: Fotografieren, Kochen Lieblingsbeschäftigung, die mit dem Wald zu tun hat: Lesen – ich bevorzuge immer noch das gedruckte Buch! Verborgenes Talent: Ich kann einen Lkw mit Anhänger auch auf engstem Raum manövrieren.

10 FRAGEN
Medizin. Der Wald bindet einen beträchtlichen Teil des Kohlendioxids, den wir in die Atmosphäre abgeben, und verlangsamt damit den Klimawandel. Allerdings befürchten Wissenschaftler, dass der Wald auch selbst zum Opfer der Erderwärmung wird. In den Wäldern leben auch die meisten an Land lebenden Arten. Die Abholzung, also die Umwandlung von Waldflächen für eine andere Nutzung, bereitet daher vielen Menschen Sorgen. Wo werden gerade Wälder abgeholzt? Sehr umstritten sind die Kahlschläge in Brasilien und Südostasien. Dort haben sich die Nutzflächen für die Land- und Viehwirtschaft stark zu Lasten der Wälder ausgebreitet. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit 13 Millionen Hektar pro Jahr abgeholzt werden – ein Hektar alle 2,5 Sekunden. Das geschah früher auch in Europa und Nordamerika, doch durch die wirtschaftliche Entwicklung, die Urbanisierung und effizientere Anbauverfahren hat sich die Landwirtschaft nicht weiter ausgebreitet und der Wald konnte schrittweise zurückkehren. Unternimmt die Forstwirtschaft etwas gegen diese Entwicklung? Die Abholzung geht weiter und überall werden nach wie vor Wälder für den industriellen Holzeinschlag genutzt. Gleichzeitig entstehen immer mehr reine Produktionswälder. Weltweit nehmen diese Produktionswälder fast 300 Millionen Hektar – also sieben bis acht Prozent des weltweiten Waldbestands – ein und können einen Großteil des industriellen Holzbedarfs decken. Einige Beobachter glauben, dass diese Art von Wäldern eine Bedrohung für die Artenvielfalt sind und die einheimische Bevölkerung nicht von diesen Wäldern profitiert. Unter sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten können gut bewirtschaftete Produktionswälder allerdings sehr sinnvoll sein, vorausgesetzt es werden wirklich alle Aspekte berücksichtigt. Könnte der Klimawandel durch einen Abholzungsstopp verlangsamt werden? 12 bis 15 Prozent der Treibhausgasemissionen, die in die Atmosphäre gelangen, sind auf den Verlust von Waldflächen zurückzuführen. Verglichen mit den anderen Einflussmöglichkeiten, die wir auf das Klima haben, scheint es daher sinnvoll und intelligent zu sein, die Abholzungen und die Waldschädigung zu stoppen. Die entsprechenden Bemühungen stehen ganz oben auf der internationalen Agenda, doch wir haben auch erkannt, dass sich die Forstwirtschaft nicht ausschließlich nach Klimaaspekten gestalten lässt und dass wir die Abholzung nur stoppen können, wenn wir dabei die Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung einbeziehen. Wie sollten wir unsere Wälder Ihrer Meinung nach bewirtschaften? Wir brauchen ein gesundes Verhältnis aus Produkten und Dienstleistungen. Bei der Bewirtschaftung von Wäldern geht es nicht nur um Holz, sondern auch um Nahrung, Energie und Medizin. Es geht um Ökosystemleistungen wie Wasser, Artenvielfalt

SCA WÄLDER
SCA ist der größte private Waldbesitzer in Europa. Das Unternehmen bewirtschaftet 2,6 Millionen Hektar Waldfläche. Sämtliche SCA Wälder haben ein FSC- und PEFC-Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft. Knapp sieben Prozent der Waldfläche werden von SCA für die ökologische Landschaftsplanung reserviert. Für den Artenschutz werden darüber hinaus bei Abholzungen mindestens fünf Prozent der Bäume stehen gelassen. Jedes Jahr züchtet SCA über 100 Millionen Setzlinge.

CENTER FOR INTERNATIONAL FORESTRY RESEARCH
DAS CIFOR ist ein gemeinnütziges globales Institut, dessen Forschungsarbeiten zu einer informierten und gerechten Beteiligung an Entscheidungen über die Forstbewirtschaftung in weniger entwickelten Ländern beitragen sollen. Das Institut beschäftigt sich mit der Frage, welche forstwirtschaftlichen Möglichkeiten es gibt, um den Klimawandel zu verlangsamen und Menschen zu unterstützen, deren Lebensgrundlage eine kleinteilige Waldbewirtschaftung ist.
18 SCA SHAPE 2 2013

und um eine agrarfreundliche Klimaregulierung, die die örtlichen Lebensgrundlagen verbessert. Die forstwirtschaftlichen Akteure sollten ihre Perspektiven erweitern und mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen. Was halten Sie von Biokraftstoff? Die Herstellung von Biokraftstoff hat erheblich zugenommen. Die ethische Diskussion, ob die Landwirtschaft zur Erzeugung von Energie in Konkurrenz zur Herstellung von Lebensmitteln gerät, ist meiner Ansicht nach etwas übertrieben, doch wenn Regierungen in reicheren Ländern die Biokraftstoffe aus Entwicklungsländen subventionieren, kann es zu Wettbewerbsverzerrungen mit unbeabsichtigten Auswirkungen für die Armen kommen. Wenn sich mit Biokraftstoffen Geld verdienen lässt, werden sich auch die dafür benötigten Anbauflächen vergrößern. Ein interessanter Aspekt ist die mögliche Herstellung von Biokraftstoffen aus Bäumen statt aus Nutzpflanzen. Wo stehen wir heute? Das Tempo des Kahlschlags verlangsamt sich etwas, doch Artenvielfalt und Erderwärmung bleiben drängende Probleme. Die Rolle der Landwirtschaft bei der wirtschaftlichen Entwicklung und die Nachfrage nach Agrarprodukten bestimmen den weiteren Verlauf wesentlich stärker als die Forstindustrie. Die Investitionen in die Forstwirtschaft scheinen zu steigen und der Handel

„Bei der Forstwirtschaft geht es nicht um Bäume, sondern um Menschen. Bäume sind nur insofern wichtig, wie sie für den Bedarf des Menschen notwendig sind.“

mit Forstprodukten hat ein großes Volumen. Er macht rund zwei Prozent des Welthandels mit Gebrauchsgütern aus und ist damit eine Schlüsselkomponente für umweltbewusstes Wirtschaften in der Zukunft. Was sind die größten Gefahren? Die Weltbevölkerung wächst, aber wenn sich die aktuellen Konsummuster nicht ändern, wird die Nachfrage nach neuen Anbauflächen ziemlich schnell rückläufig sein, denn infolge der Modernisierung der Landwirtschaft kann der steigende Bedarf durch eine höhere Produktivität gedeckt werden. Wenn sich die westliche Ernährungsweise – viel Fleisch, viele Lebensmittelabfälle – allerdings weiter ausbreitet, steigt auch der Bedarf an Anbauflächen. Durch den Klimawandel nehmen die Unsicherheiten noch zu. Das Ernährungsverhalten und der Klimawandel könnten letztlich problematischer sein als das Bevölkerungswachstum. Wie sieht die Zukunft für unsere Wälder aus? Eine Prognose ist schwierig, doch im Augenblick ist die Abholzung rückläufig und ich sehe keinen Grund, warum sich das nicht fortsetzen sollte, wenn wir eine umsichtige Nahrungsmittel- und Kraftstoffpolitik betreiben und die Landbevölkerung an der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung beteiligt wird. Um den bekannten Förster Jack Westoby zu zitieren: „Bei der Forstwirtschaft geht es nicht um Bäume, sondern um Menschen. Bäume sind nur insofern wichtig, wie sie für den Bedarf des Menschen notwendig sind.“

SCA SHAPE 2 2013 19

Schneller erwachsen
Mädchen bekommen ihre Periode heute früher als ihre Mütter und viel früher als ihre Großmütter. In den vergangenen 150 Jahren hat sich der Zeitpunkt der ersten Menstruation um vier Jahre nach vorn verschoben. Die Ernährung ist ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung, aber nicht der einzige.
Text SUSANNA LINDGREN

als sie ihre erste Periode bekam

14 Jahre alt,

als sie ihre erste Periode bekam

13 Jahre alt,

VERBOT VON CHEMIKALIEN
IM MÄRZ 2013 hat das Europäische Parla-

ment den Vorschlag unterstützt, hormonaktive Chemikalien als „besonders besorgniserregende Stoffe“ einzustufen, da der Verdacht auf Wechselwirkungen mit dem Hormonhaushalt besteht. Hormonaktive Stoffe stehen im Verdacht, bei Jungen die Spermienqualität zu mindern, die frühzeitige Ausbildung der weiblichen Brust auszulösen sowie Krebs und andere Krankheiten zu begünstigen.
20 SCA SHAPE 2 2013

MARKT

als sie ihre erste Periode bekam

13,5 Jahre alt,

U  

M 1850 HATTEN Mädchen ihre erste

Periode mit 17 Jahren. „Der Zeitpunkt der ersten Menstruation hat sich lange Zeit kontinuierlich und relativ schnell nach vorn verschoben, aber mittlerweile hat sich der Trend verlangsamt“, sagt Claude Marcus, Professor für Pädiatrie und Endokrinologie am Karolinska Institut in Stockholm. In Skandinavien bekommen Mädchen heute ihre erste Periode im Durchschnitt mit 13. Als ihre Mütter noch Mädchen waren, vor 25 Jahren, lag das Durchschnittsalter bei 13,5 Jahren. Viele internationale Untersuchungen zeigen, dass sich der Menstruationsbeginn mittlerweile nicht mehr so schnell verschiebt, aber die Pubertät dennoch immer früher einsetzt. Eine dänische Studie kam zu dem Schluss, dass sich die weibliche Brust ein Jahr früher entwickelt als noch vor 15 Jahren. In einer anderen Untersuchung zeigte sich, dass sich die Brüste von Mädchen in den USA heute zwei Jahre früher ausbilden als vor 40 Jahren. Da die Menstruation als Höhepunkt der Pubertät gilt und die Pubertät meist zweieinhalb Jahre dauert, kommen Mädchen heute schon mit elf mit der Welt der hormonellen und körperlichen Entwicklung in Berührung.

DIE NAHELIEGENDE ERKLÄRUNG, warum wir die Geschlechtsreife früher erreichen als unsere Vorfahren, sind die verbesserten Lebensbedingungen. „Das wird sehr stark von der Ernährung beeinflusst“, sagt Marcus. „Der Eisprung setzt einen bestimmten Fettanteil im Körper voraus. Das Fett liefert ausreichend Energie für die Schwangerschaft und die Versorgung von Kindern.“ Nach den gängigen Evolutionstheorien setzt die Pubertät beim Menschen erst relativ spät ein, weil Mädchen erst von ihren Müttern lernen müssen, wie Babys versorgt werden, erklärt er. Dazu müssen sie eine gewisse Größe erreichen, was auch erklärt, warum Mädchen schneller wachsen als Jungs. „Jungs müssen erst den Umgang mit ihren Hormonen und ihrer Libido erlernen, bevor sie so groß und stark werden, dass sie andere verletzen können“, sagt Marcus. „Das erklärt die unterschiedliche Entwicklung der Pubertät von Jungen und Mädchen.“ Die Ernährung, also die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß, erklärt teilweise
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GETTY IMAGES

MARKT
die Entwicklungen in den letzten 150 Jahren, doch andere Umweltfaktoren haben ebenfalls Einfluss auf die Pubertät und Fortpflanzung. „Viele Studien belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Chemikalien und dem Hormonspiegel gibt“, erklärt Marcus. „Das kann zu einer verfrühten Pubertät beitragen. Über diese Frage wird heiß diskutiert und wir müssen das sehr ernst nehmen.“ Hormonaktive Stoffe, so genannte endokrine Störfaktoren, sind Chemikalien, die in das Hormonsystem eingreifen. Sie finden sich in Nahrungsmitteln und Alltagsgegenständen. Dazu gehört Bisphenol A (BPA), eine Chemikalie, die nicht mehr in Babyflaschen verwendet werden darf, da in Tierversuchen Auswirkungen auf die Fortpflanzung, die Organe und das Körpergewicht nachgewiesen wurden. Fettleibigkeit ist ebenfalls ein endokriner Störfaktor, dessen Häufigkeit sich in den vergangenen drei Jahrzehnten verdreifacht hat. „Fett begünstigt eine frühe Pubertät“, erklärt er. „Leptin und andere Hormone, die sich im Fettgewebe einlagern, haben eine direkte Auswirkung auf eine frühe Pubertät.“ Welche Bedeutung hat eine frühe Pubertät? „Sie wirkt sich nicht auf unsere Körpergröße aus. Wir werden nach wie vor immer größer. Soziale Faktoren haben einen größeren Einfluss, da einige Mädchen weniger gut auf die Sexualität vorbereitet sind, die der Pubertät folgt. Mehrere Studien belegen negative soziale Faktoren bei Mädchen, die früh in die Pubertät kamen.“ Eine möglichst frühe Aufk lärung von Mädchen – und auch von Jungen – ist wichtig, damit sie von der plötzlich einsetzenden Pubertät nicht überfordert werden.

F O T O : B I L D BY R Å N S I LV E R

Sieht so eine Gebärmutter aus? SCA veranstaltet in vielen Ländern Aufklärungsprogramme. Das Foto zeigt eine Klasse in Russland.

WELTWEITE AUFKLÄRUNGSPROGRAMME
SCA veranstaltet Aufklärungsprogramme für Jugendliche in Lateinamerika, Asien, Australien, Europa und anderen Regionen. Zwei gute Beispiele sind die SCA Programme in Frankreich und Mexiko.

IM LAUFE DES JAHRES begin-

UNTERSTÜTZUNG IM NETZ
IN SKANDINAVIEN und Australien hat SCA

spezielle Internetseiten veröffentlicht, die Mädchen umfassend über die Periode aufklären und über die SCA Marken Libresse und Libra informieren. „Für Mädchen ist heute das Internet die wichtigste Informationsquelle, wenn es um die Veränderungen geht, die mit der Pubertät einhergehen“, erklärt Yulia Kretova, SCA Global Brand Innovation Manager, Feminine CareTeens. „Auf Internetseiten wie Libragirl und Girls1st erhalten Mädchen seriöse Tipps und sie können ihre eigenen Erfahrungen in einer geschützten Umgebung austauschen.“

Mehr Infos auf www.girls1st.se Für Australien: www.libragirl.com

nen die französische SCA Marke Nana und das Rote Kreuz die Aufk lärungskampagne EVRAS. Im Rahmen der Kampagne besuchen Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Schulen und fördern die Entwicklung psychosozialer Kompetenzen bei Jugendlichen. Die Jugendlichen können sich austauschen und mit Tabuthemen auseinandersetzen. Perrine Flipo, Produktmanagerin für Nana, ist überzeugt, dass das Programm jungen Menschen hilft, selbstbewusster zu werden und offener mit heiklen Fragen umzugehen. EVRAS soll 9.500 Jugendliche erreichen. In Mexiko richtet sich eine Aufk lärungskampagne der Marke Saba an Mädchen im Alter

von 11 bis 15 Jahren. Im Zentrum der Aufk lärung stehen Fragen über die körperliche und emotionale Entwicklung in der Pubertät. „Wir helfen den Mädchen beim Umgang mit den emotionalen und körperlichen Veränderungen, erklären ihnen, welche Hygieneprodukte es gibt und wie sie richtig genutzt werden und worauf sie bei der Körperpflege und bei Gesundheits- und Ernährungsfragen achten sollten“, erklärt Ivette Medrano, Marketing Director für Saba. Die Kampagne erreicht pro Semester über 12.000 Mädchen in 170 Schulen. Die Teilnehmerinnen erhalten eine Infobroschüre und Produktproben von Saba Teen.

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Take one lovely, soft, well-fitting diaper. Add some positivity and a sense of fun. And what do you get? One happy, smiley baby. Oh, and one very happy mum.

FEATURE

Badezimmer. Auf Spültasten, Wasserhähnen und Türgriffen sammeln sich oft Darmbakterien an, da sich nicht alle Besucher vor dem Spülen die Hände waschen. Mikroorganismen besiedeln auch gern feuchte und verschmutzte Handtücher. Das gleiche gilt für Seifenreste auf dem Duschvorhang. Dort können Mikroben mehrere Tage überleben. Waschen Sie den Vorhang regelmäßig!

Kochen. Wenn Sie rohes
Fleisch und anschließend Gemüse schneiden, sollten Sie die Schneidbretter und Messer zwischendurch sorgfältig reinigen. Wer Geflügel und gleich danach Salat zubereitet, sollte dazwischen nicht nur Küchenwerkzeuge reinigen, sondern auch die Hände waschen.

Küche. Bakterien lieben feuchte Tücher und Schwämme. Spülen Sie die Lappen nach dem Gebrauch, hängen Sie sie zum Trocknen auf und wechseln Sie sie möglichst häufig. Unangenehme Gerüche sind immer ein Alarmzeichen. Auch die Bürste zum Geschirrspülen sollte regelmäßig gut gereinigt werden.
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FEATURE MARKT

Achten Sie auf die Keime!
Geld ist nicht nur ein beliebtes Zahlungsmittel, auch Bakterien lieben die Münzen und Scheine als Überträger. Wenn wir einen Gegenstand anfassen, nehmen wir automatisch Bakterien und Viren auf – und geben sie an andere Menschen weiter. Shape nennt die wichtigsten Bakterienträger und erklärt, wie wir uns schützen können.
Text SUSANNA LINDGREN Illustrationen NILS-PETTER EKWALL

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Geld. Geld wandert durch viele Hände, Taschen, Kassen und Portemonnaies. Dabei bildet sich auf den Münzen und Scheinen ein echter Cocktail aus Mikroorganismen. Bei einer Studie in Großbritannien waren fast zehn Prozent der Geldscheine mit E.coli-Bakterien besiedelt.

ER STÄNDIGE KONTAKT mit den unter-

schiedlichsten Bakterien gehört zum normalen Alltag dazu. Einige sind harmlos, andere sogar gut für uns und wieder andere haben äußerst unerwünschte Wirkungen. Das sind die, die wir meiden sollten – sie verursachen Magen-Darm-Probleme und andere Krankheiten. Das beginnt oft auf der Toilette. Öffentliche WCs sind perfekte Nährböden für unerwünschte Bakterien, aber selbst im heimischen Badezimmer überleben E. coli, Campylobacter und andere Eindringlinge mehrere Tage lang auf Toilettensitzen, Türklinken und Duschvorhängen. Die Mikroben gedeihen auch auf Küchenschwämmen und Putztüchern, besonders wenn diese nach dem Gebrauch nicht ausgespült und getrocknet werden.

130
Beim Niesen werden Viren mit 130 km/h in die Umgebung geschleudert.

km/h

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MARKT
„Wir vergessen oft, die Spültaste und Lichtschalter zu reinigen, obwohl wir sie anfassen, bevor wir uns nach dem Toilettengang die Hände waschen“, sagt Inga Zetterqvist, die sich als Krankenschwester im Schwedischen Institut for Communicable Disease Control mit übertragbaren Krankheiten beschäftigt. Eine schwedische Tageszeitung hat sich auf die Suche nach Bakterien im Alltag gemacht. Die bedenklichsten Proben fanden die Journalisten auf Einkaufstaschen, Treppengeländern in U-Bahnen und Bürokaffeemaschinen. Die Proben waren dicht mit Hautbakterien besiedelt, die Viren enthalten können und Überträger für Erkältungen und Magen-Darm-Krankheiten sind. Auf dem Schalter eines Kaffeeautomaten entdeckten die Journalisten sogar Darmbakterien und sechs unterschiedliche Schimmelkolonien. Auf einem untersuchten Smartphone fanden sich Staphylokokken und Bazillen. „Alle Gegenstände, die wir anfassen, sind von Mikroorganismen besiedelt“, erklärt Zetterqvist. „Mikroorganismen sind meist keine Gefahr, solange sie nicht in den Körper gelangen, was beispielsweise passieren kann, wenn Sie sich die Augen oder die Nase reiben oder Finger in den Mund stecken.“ Auch Geld ist ein typischer Überträger gefährlicher Mikroorganismen. Der britische Biochemiker Ronald Cutler hat zusammen mit seinem Team Geld auf Verunreinigungen untersucht und fand auf fast zehn Prozent der Geldscheine tatsächlich E.coli-Bakterien. Es gibt nur eine Möglichkeit, sich wirksam gegen gefährliche Bakterien zu wappnen, sagt Zetterqvist: „Waschen Sie die Hände mit Seife und Wasser und trocken Sie sie mit einem sauberen Handtuch ab. So oft wie möglich. Vor allem nach jedem Toilettenbesuch und vor jeder Mahlzeit.“

„Auf allen Gegenständen, die wir anfassen, befinden sich Mikroorganismen.“
Inga Zetterqvist, Krankenschwester

Griffe. Auf allen Oberflächen, die von vielen Menschen angefasst werden, sammeln sich Bakterien und andere Mikroorganismen. Dazu gehören Haltestangen in Zügen und Bussen, Türgriffe, Lichtschalter und die Tasten in Aufzügen und an Türöffnern.

Fitnessstudio.
Die Haltestangen am Laufband oder Crosstrainer sind feucht, warm und ein beliebter Tummelplatz von Mikroorganismen. Auf Übungsmatten bleibt der Schweiß des Vorgängers zurück. Sprühen Sie Reinigungsspray auf die Matte, um die Übertragung von Hautbakterien zu verhindern.

1.000 Mal mehr
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Keime als auf trockenen gibt es auf feuchten Händen.

HÄNDE WASCHEN!
Unsere Umgebung ist voller Bakterien – und viele davon brauchen wir auch. Dennoch gibt es viele Situationen, in denen wir uns die Hände ordentlich waschen müssen, um uns nicht mit gefährlichen Keimen anzustecken. Wer mit vielen Menschen in Kontakt kommt, sollte besonders gut auf die Handhygiene achten. Sie sollten sich immer die Hände waschen … vor der Zubereitung von Mahlzeiten vor dem Essen nach dem Toilettenbesuch nach dem Niesen und Naseputzen wenn Sie nach Hause kommen wenn die Hände erkennbar schmutzig sind wenn Sie Tiere gestreichelt haben

Viren überleben auf Wasserhähnen bis zu 72 Stunden lang.

72 Stunden

Supermarkt. Einkaufswagen und Körbe gehen durch viele Hände. Kein Wunder, dass hier bei Untersuchungen viele Hautbakterien nachgewiesen wurden.

PLENTY GEGEN DIE KEIME
Putztücher und Küchenschwämme sind wahre Hotspots für Keime. Forscher der London School of Hygiene and Tropical Medicine haben ermittelt, dass auf einem feuchten Tuch aus einer einzigen Bakterie innerhalb von acht Stunden sechs Millionen werden können. Das neue SCA Produkt Plenty Super Strong kombiniert die gute Entsorgbarkeit von Papierhandtüchern mit der Reinigungskraft von Putztüchern. Plenty ist hervorragend für die wöchentlichen Reinigung und Beseitigung von Keimen geeignet. Durch eine spezielle Verbundstruktur ist das Papier sehr robust. Es eignet sich für Öfen und Kühlschränke, aber auch zur Reinigung von Toiletten, Wasserhähnen und stark verschmutzten Duschkabinen. „Die Papierhandtücher sind für alle hartnäckigen Verschmutzungen geeignet, bei denen normalerweise ein Putztuch zum Einsatz kommt“, erklärt Lisa Myers, SCA Marketingcontroller. „Die Entsorgung ist so einfach wie bei einem Papierhandtuch.“ Plenty Super Strong besteht aus erneuerbaren Rohstoffen und ist lebensmittelverträglich, darf allerdings nicht in der Toilette entsorgt werden. In Großbritannien ist Plenty schon erhältlich.

Wohnung und Büro.
Tastaturen und Telefone werden von vielen Personen angefasst. Selbst wenn keine anderen Personen damit in Kontakt kommen – Sie selbst haben in der Regel viele andere Gegenstände angefasst, bevor Sie die Tasten drücken. Sogar Touchscreens und scheinbar saubere Bildschirme können echte Bakterienfallen sein.

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FEATURE

12 STUNDEN mit Omar Flores
Omar Flores arbeitet gern als Direktvertriebsmanager bei SCA Chile. Doch seine echte Leidenschaft ist die Musik.
Text INÉS COLLANTES Fotos NICOLAS WORMUL

DER FRÜHERE Mathelehrer begann vor drei Jahren bei SCA als Reseller Manager im „Away from Home“-Segment. Ein Jahr später wurde er zusätzlich Direktvertriebsmanager und Leiter eines fünfköpfigen Teams. Seine Mitarbeiter verkaufen Hygieneprodukte an Kliniken, Supermärkte und andere Geschäftskunden. „Durch den direkten Kontakt mit den Kunden weiß ich ziemlich gut, was sie wirklich brauchen“, sagt Omar. „Das sind wertvolle Informationen für uns. Sie helfen uns, die Produkte zu verbessern und noch rentabler zu werden.“

Der Arbeitstag eines SCA Mitarbeiters
Vertriebsmeeting mit der Supermarktkette Totus. Besprechung der Vertriebsprognose für 2013 und Diskussion über die Eröffnung neuer Geschäfte. Im Büro kontrolliert er E-Mails und bereitet ein überregionales Angebot vor. Mittagessen in der SCA Kantine. Wie so häufig fällt das Essen eher kurz aus, damit er gleich weiterarbeiten kann. Vorbereitung auf ein Treffen mit Vertretern der Supermarktkette Wal-Mart.

Fahrt ins Büro. Bild 1

8:30
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9:00

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12 STUNDEN

OMAR FLORES
Alter: 46 Funktion: Direktvertriebsleiter und Reseller Manager im Segment „Away From Home“ Geburtsort: Concepción (Chile) Wohnort: Santiago de Chile, seit 2012 Familie: Verheiratet, eine Tochter (22, studiert Soziologie) und ein Sohn (12, lernt Musik) Interessen: Seine große Leidenschaft ist die Musik, vor allem der Rock. Er sammelt CDs und DVDs und spielt täglich Gitarre.

Die Kunden, sagt er, würden SCA als Dienstleister für den störungsfreien Geschäftsbetrieb ansehen: „Wir sind in ihre produktiven Abläufe eingebunden und werden daher nicht als reiner Produktanbieter, sondern als Zufriedenheitsgarant wahrgenommen. Mit den Kunden entwickeln sich enge Beziehungen und die Arbeit macht großen Spaß.“ Was er in fünf Jahren erreicht haben will, weiß Omar genau: mehr Direktkunden und ein Ausbau des Direktvertriebs zur größten Einkommensquelle im Unternehmen.

Die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen schätzt er sehr. „Wir engagieren uns für die gleichen Ziele und unterstützen uns ohne viele Worte“, sagt Omar, dessen Team ihn zum Manager des Jahres 2011 gewählt hat. Doch seine größte Leidenschaft ist die Musik, genauer gesagt der Rock. Nach der Arbeit entspannt er sich mit seiner Gitarre. Er ist ein begeisterter Sammler und Musikfan. „Ich habe über 600 CDs – keine Kopien, keine Downloads, alle ordentlich gekauft. Im Auto höre ich oft CDs, sodass lange Autofahrten für mich die reinste Freude sind.“

„Durch den direkten Kontakt mit den Kunden weiß ich, was sie wirklich brauchen.“

Einführung von Point-to-Point Aufträgen: Treffen mit WalMart zusammen mit Kollegen von der Logistikabteilung Bild 2

Nachbereitung auf dem Weg zum Parkplatz: Welche Vorund Nachteile haben die Verträge mit Wal-Mart und wie können sie umgesetzt werden? Bild 3

Treffen mit der Kredit- und Inkassoabteilung, Prüfung von Kunden mit offenen Rechnungen.

E-Mails kontrollieren und Vorbereitung auf das wöchentliche Vertriebsgespräch am nächsten Tag.

Fahrt nach Hause, Abendessen mit der Familie. Omar hört seine Lieblingsmusik und spielt Gitarre.

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SHAPE UP
BESINNUNG IN HOLZ
DIE UNIVERSITÄT von Nordflorida baut eine Kapelle aus Holz. Die Interfaith Chapel mit einer Grundfläche von 7.000 Quadratmetern soll ein besinnlicher, spiritueller Ort für die innere Einkehr werden. Der Entwurf stammt von dem Architekturbüro Brooks Scarpa aus Los Angeles in Zusammenarbeit mit KZF Design. www. brooksscarpa.com

Check out what’s happening outside SCA. Neues aus aller Welt

Hatschi!
Nicht vergessen: Händewaschen ist der beste Schutz vor Erkältungen.

Von 2000 bis 2010 ist Schanghai um 65,6 Prozent gewachsen.

65,6%

Robocat hilft bei Demenz
DIE LEBENSQUALITÄT VON

Menschen mit schwerer Demenz lässt sich steigern, wenn sie eine Katze zum Streicheln haben – selbst wenn die Katze nur ein Roboter ist. Die Robocats sehen wie Katzen aus, wiegen etwa genauso viel und reagieren auf Berührungen. Standesgerecht schnurren können sie außerdem. Demenz ist eine bislang unheilbare Krankheit. Die Forschung beschränkt sich in erster Linie auf Möglichkeiten zur Steigerung der Lebensqualität. Wissenschaftler an der schwedischen Universität Mälardalen haben die Roboterkatze entwickelt.

WAS PASSIERT, WENN STÄDTE WACHSEN?
DIE GRÖSSTEN STÄDTE der Welt wachsen sprunghaft. Von 2000 bis 2010 ist New York um 4,8 Prozent größer geworden, in der gleichen Zeit hat sich Schanghai aber um 65,6 Prozent vergrößert. Vor 20 Jahren lebten weniger als 20 Prozent der Bevölkerung Chinas in Städten, heute sind es bereits 50 Prozent. Schwedische Forscher haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie das städtische Wachstum und seine Auswirkungen auf die Umwelt darstellen können. „Solche Informationen sind äußerst wichtig für eine nachhaltige Stadtplanung“, sagt Yifang Ban, Professor für Geoinformatik an der Königlich-Technischen Hochschule in Stockholm.

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Die neue antibakterielle Faser eignet sich für Sportkleidung und Laufschuhe.

Bakterien in Schach halten
ANTIBIOTIKARESISTENTE

Bakterien werden immer mehr zu einem Problem. Forscher suchen nach neuen, umweltverträglichen Mitteln, um diese Bakterien zu bekämpfen. Jetzt hat ein Forscherteam an der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm eine antibakterielle Faser entwickelt, die die Ausbreitung resistenter Bakterien verhindern kann. Das antibakterielle Polymer heftet sich beständig an Zellstoff und

wird nicht in die Umgebung freigesetzt. „Unsere Entdeckung basiert auf Zellstofffasern, die in ein Polymer eingebettet sind, das Bakterien abtötet“, erklärt die Forscherin Josefin Illergård. „Zellstoff gehört zu den häufigsten organischen Stoffen in der Natur und ist die wichtigste Strukturkomponente der Zellwände von Pflanzen.“ Das Material ist für Sportkleidung, Windeln, Verbände

und andere Alltagsprodukte geeignet. Die Forscher hoffen, dass es auch zur Wasseraufbereitung in Entwicklungsländern eingesetzt werden kann. Antibakterielle Substanzen wie Silberionen und Triclosan kommen oft in Schuhen und Sportkleidung zum Einsatz. Dort verhindern sie die Bakterienbildung und die dadurch bedingten unangenehmen Gerüche, werden aber in die Umwelt freigesetzt.

Nachhaltige Zeit
Die Uhren von WeWood sind zu 100 Prozent aus Naturholz. Für jede verkaufte Uhr pflanzt die US-Firma zusammen mit der Umweltschutzgruppe American Forests einen Baum. http://we-wood.us/

Parks wirken positiv
Stadtparks wirken sich günstig auf die Artenvielfalt, die Grundstückspreise und die körperliche Aktivität der Menschen aus. Stadtparks fördern die Gesundheit – eine Erkenntnis, die Forscher an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften jetzt belegen können.

Wussten Sie schon ...

… dass Sie 110 Liter Wasser pro Monat sparen, wenn Sie beim Zähneputzen den Wasserhahn zudrehen?

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CHINESISCHE TIERKREISZEICHEN
Dies sind die zwölf Tiere des chinesischen Tierkreises. RATTE 1936, 1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008 BÜFFEL 1937, 1949, 1961, 1973, 1985, 1997, 2009 TIGER 1938, 1950, 1962, 1974, 1986, 1998, 2010 HASE 1939, 1951, 1963, 1975, 1987, 1999, 2011 DRACHE 1940, 1952, 1964, 1976, 1988, 2000, 2012 SCHLANGE 1941, 1953, 1965, 1977, 1989, 2001, 2013 PFERD 1942, 1954, 1966, 1978, 1990, 2002, 2014 SCHAF 1943, 1955, 1967, 1979, 1991, 2003, 2015 AFFE 1944, 1956, 1968, 1980, 1992, 2004, 2016 HAHN 1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005, 2017 HUND 1934, 1946, 1958, 1970, 1982, 1994, 2006, 2018 SCHWEIN 1935, 1947, 1959, 1971, 1983, 1995, 2007, 2019

DRACHE
1940, 1952, 1964, 1976, 1988, 2000, 2012 Tatkräftig, selbstbewusst und furchtlos. Diese Eigenschaften werden Menschen nachgesagt, die im Jahr des Drachens auf die Welt kommen. Sie stehen gern im Rampenlicht und lassen sich von nichts und niemandem aufhalten. Passende Jobs: König, Offizier, Politiker oder Musiker. Passende Partner: Ratte, Affe und Schlange.

EIGENSCHAFTEN
Ratte Büffel Tiger Hase Drache Schlange Pferd Schaf Affe Hahn Hund Schwein anmutig, praktisch, zielstrebig stark, geduldig, beharrlich mutig, optimistisch, großzügig aufmerksam, fürsorglich, intelligent tatkräftig, selbstbewusst, furchtlos vorsichtig, klug, eitel willensstark, begabt, reizbar verständnisvoll, sensibel, romantisch lebhaft, tatkräftig, launisch stolz, ehrgeizig, impulsiv treu, verantwortungsbewusst, versöhnlich umgänglich, warmherzig, ehrlich

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AUSBLICK

Babyboom im Zeichen des Drachens
Was passiert in einem Land mit einer Ein-Kind-Politik, wenn ein Jahr anbricht, in dem die Prognose für Neugeborene besonders günstig ist? In China, wo viele Paare ihre Familienplanung nach dem Mondkalender ausrichten, kam es 2012 im Jahr des Drachens zu einem regelrechten Babyboom. Mit den Konsequenzen müssen nun auch Eltern leben, die eigentlich gar kein „Drachenkind“ bekommen wollten.
Text JILL ZHANG Fotos GAO ERQIANG

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AUSBLICK

Anders als viele andere chinesische Eltern haben Daniel und Nicole ihr Baby nicht nach dem Tierkreiszeichen geplant.

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Laut Statistik wurden 2012 in China 16,4 Millionen Babys geboren.

IE 31-JÄHRIGE REPORTERIN Nicole Wu

aus Schanghai brachte im Juni 2012 ein Mädchen auf die Welt. Ihr Mann, der Anwalt Daniel Dong, leitet eine Kanzlei. Die beiden sind seit vier Jahren verheiratet und für Nicole war klar, dass sie mit Anfang oder Mitte 30 ein Kind kriegen würde. Der Mondkalender spielte in ihrer Familienplanung keine Rolle, doch viele chinesische Paare hatten ihre „Drachenkinder“ seit Jahren geplant. Das bedeutet nun für Daniel und Nicole, dass sie mit vielen anderen Eltern um knappe medizinische Ressourcen konkurrieren und mehr Geld für die Tagesmutter bezahlen müssen. Der Drachen gilt als das beste chinesische Tierkreiszeichen. Der chinesische Tierkreis basiert auf

einem Zwölf-Jahres-Zyklus; jedes Jahr wird durch ein anderes Tier verkörpert. Der Drache war einst symbolisch allein dem Kaiser vorbehalten und soll Stärke und Glück bringen. Drachenkinder gelten als die stärksten, intelligentesten und glücklichsten Kinder und so überrascht es nicht, dass viele Paare im Jahr des Drachen Nachwuchs bekommen wollten.
„ALS BABYBOOMERIN wird unsere Tochter einem höheren Druck ausgesetzt sein“, glaubt Nicole. „Sie wird mit ihren Altersgenossinnen um einen guten Schul- und Arbeitsplatz konkurrieren müssen. Die Entscheidung für ein Drachenkind ist nicht unbedingt eine weise Entscheidung.“ Für die ersten Monate nach der Geburt hatte

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Baby-Marken in China und Südostasien
Xiaoxiao, ein ungeplantes Drachenkind, wird sich später gegen die starke Konkurrenz ihrer Altersgenossinnen behaupten müssen, aber für die Eltern ist wichtiger, dass ihre Tochter ein gesundes und glückliches Leben führt.
IN CHINA IMPORTIERT SCA die Windel

„Als Babyboomerin wird unsere Tochter einem höheren Druck ausgesetzt sein.“

das Paar eine Tagesmutter angestellt. Da der Bedarf an Tagesmüttern im Jahr des Drachen rapide gestiegen ist, musste die Familie mehr als den sonst üblichen Lohn zahlen. Jetzt kümmern sich die Eltern von Nicole um das Baby, wenn Nicole und Daniel arbeiten.
„UNSERE TOCHTER heißt Xiaoxiao, was so viel wie ‚lächeln‘ bedeutet“, sagt Daniel. „Wir wünschen ihr Gesundheit und Glück und werden sie nicht zwingen, sich später dem starken Konkurrenzkampf auszusetzen. Unsere Tochter muss keine Elitestudentin werden oder die besten Schulen besuchen. Sie kann tun, was sie selbst für das Beste hält. Sie soll körperlich und geistig gesund bleiben und ein glückliches Leben führen.“

Libero (Größen 1 bis 7), UP & GO (Größen 5 bis 7) und Feuchttücher (normale Tücher und Hand-/Mund-Wischtücher). Kunden erhalten eine eigens gestaltete Libero Drachenbox als Geschenk. In Südostasien gehört SCA Drypers zu den führenden Windelmarken. 2012 stellte Drypers Babywindeln mit neuen Eigenschaften, neuer Aufmachung und einer überarbeiteten Verpackung vor. Gleichzeitig brachte Drypers ein Komplettsortiment an Hygieneartikeln speziell für Kleinkinder auf den Markt. Die neuen Verpackungen und Aufdrucke, die bewusst mit den herkömmlichen Produktvorstellungen in Südostasien brechen, sollen die emotionale Bindung der Eltern an die Marke festigen.

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SCA BEIM VOLVO OCEAN RACE
Sam Davies (Großbritannien)

Die ersten FÜNF
Die ersten fünf Seglerinnen für das Team SCA, der Frauencrew für das Volvo Ocean Race 2014, stehen jetzt fest.
Text SCA Fotos RICK TOMLINSON/SCA

Annie Lush (Großbritannien)

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UND 20 Bewerber in-

nen für das Frauenteam von SCA beim kommenden Volvo Ocean Race haben sich den Strapazen eines Trainingscamps auf Lanzarote unterzogen. Sie ließen ihre Fitness, Ausdauer und Gesundheit testen und fuhren auf dem VO70Schulungsboot SCA Care. „Die Leistungen der Sportlerinnen waren beeindruckend“, meint Richard Brisius, Managing Director vom Team SCA. „Die letzte reine Frauencrew bei der Regatta gab es vor zehn Jahren. Heute sind die Anforderungen nochmal deutlich höher und alle wissen ganz genau, wie schwer die Aufgabe ist.“ Die ersten fünf Frauen, die für das Team SCA ausgewählt wurden, haben sehr unterschiedliche Segelerfahrungen. Einige sind Einhand-Hochseeseglerinnen, andere haben an

den Olympischen Spielen oder den bekannten Match-RaceRegatten teilgenommen. Jede der Frauen hat sich ihre eigene Nische in dieser männerdominierten Sportart erobert.
„DAS SEGELN liegt ihnen im Blut“, sagt Brisius. „Das Team SCA schaff t die Voraussetzungen, damit die Sportlerinnen zu fairen Bedingungen bei der Weltumsegelung antreten können. Ich hoffe, dass wir durch unsere Anstrengungen eine neue Generation von Frauen motivieren, als Teams an Hochseeregatten teilzunehmen. Ein Frauenteam gehört bei diesem Wettkampf einfach dazu und sollte keine Ausnahme bleiben.“ Die Crew wird bis zum Beginn der Regatta im Herbst 2014 auf Lanzarote trainieren. Das VO65-Rennboot Team SCA soll Anfang Herbst 2013 fertig sein.

Carolijn Brouwer (Niederlande)

MAGNUS OLSSON IST TOT
MIT GROSSER TRAUER müs-

sen wir mitteilen, dass Magnus „Mange“ Olsson, einer der größten Sportler in der Welt des Segelns und einer der Trainer vom Team SCA, im April gestorben ist. „Mange war der großartigste Mensch, den ich kennengelernt habe. Mit seiner Energie, seinem Humor und seiner Freundlichkeit steckte er alle an“, sagt Richard Brisius, Managing Director vom Team SCA. „Er hat unser Frauenteam motiviert, aber auch viele andere, junge und ältere Seglerinnen und Segler und alle, die ihn kennenlernen durften“, erklärt Jan Johansson, President und CEO von SCA. Erinnerungen an Magnus Olsson finden Sie unter www.mangeolsson.se

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VOLVO OCEAN RACE – EINMAL UM DIE WELT
Liz Wardley (Australien)

FINISH, Göteborg, SWE 9. Lorient, FRA 7. Newport, USA 8. Lissabon, POR 3. Abu Dhabi, VAE START, Alicante, SPA 4. Sanya, CHN

2. Recife, BRA

6.Itajai, BRA

5. Auckland, NZL

Wenn das Team SCA im Juni 2015 die Ziellinie überquert, werden sich die Crewmitglieder in schwedischen Hoheitsgewässern befinden. Göteborg ist der letzte Anlaufpunkt nach neun Monaten auf dem Meer.

Carolijn Brouwer, Niederlande:

Sophie Ciszek (Australien)

„Ich weiß, was es bedeutet, wochenlang mit zehn Leuten auf einem Boot zu verbringen. Es wird nicht einfach, ist aber eine unglaubliche Chance für den FrauenSegelsport.“
Sophie Ciszek, Australien:

Herausforderung angenommen
AUF DEM SCHWEDISCHEN ÅF

Offshore Race (früher als Gotland Race bekannt), das am 30. Juni beginnt, ist SCA mit zwei Booten vertreten. Jedes Boot nimmt mit sechs SCA Mitarbeitern und drei Profiseglern an der Regatta teil. Die Frauen aus dem Team SCA werden sich nicht beteiligen, da sie sich auf andere Wettkämpfe vorbereiten. Die Wettkampfroute ist 310 Seemeilen lang. Sie beginnt in Stockholm, schlängelt sich um Gotland und endet bei Sandhamn.

Blick auf die neue Rennyacht. Das Foto unten zeigt die Arbeiten am Rennboot vom Team SCA und wurde Ende April aufgenommen, als der Rumpf gerade in Großbritannien angekommen war. Anfang Herbst wird das Boot seetüchtig sein. Das Team SCA wird das zweite Boot aus der Fertigungsreihe erhalten. Für die spezifischen Merkmale ist jedes Rennteam selbst verantwortlich, während für die Konstruktion ein Konsortium von Spezialfirmen zuständig ist.

„Das ist eine einmalige Chance und ich freue mich riesig auf die nächsten beiden Jahre.“
Sam Davies, Großbritannien:

„Die Trainer und die Techniker sind Spitzenleute. Das wird uns helfen, in kurzer Zeit sehr viel zu lernen, und ich bin davon überzeugt, dass wir Erstaunliches erreichen können.“
Annie Lush, Großbritannien:

„Das ist wahrscheinlich das erste Mal in der Geschichte dieser Regatta, dass ein Frauenteam auf die gleiche Weise zusammengestellt wird wie ein reines Männerteam.“
Liz Wardley, Australien:

„Ich freue mich, dass ich beim weltweit wahrscheinlich ersten professionellen Frauenteam dabei bin, das beim Volvo Ocean Race antritt.“
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WIRTSCHAFT

„Warum halten Sie Aktien von SCA?“

Gutes Jahr für SCA
„2012 war ein sehr ereignisreiches Jahr für SCA – größere Veränderungen haben unser Unternehmen stärker und weniger konjunkturanfällig gemacht“, berichtete SCA President und CEO Jan Johansson auf der Hauptversammlung des Unternehmens.
Text: CHATARINA ALMQVIST Fotos: MARGARETA HED

Gunnar Löfquist
Täby

„Das ist eine gute Aktie mit guter Dividende und Wertsteigerung.“

Anders Källman
Nynäshamn

„Ich bin seit Ende der 1950er Jahre ein treuer Aktionär. In meiner Firma war ich Mitglied in einem Investmentklub und als die Firma geschlossen wurde, bekam ich SCA Aktien vom Klub.“

N  

AHEZU 500 AKTIONÄRE haben die Hauptversammlung von SCA im Waterfront Congress Centre in Stockholm am 10. April besucht. In seiner Rede ging SCA President und CEO Jan Johansson auf die Veränderungen im Berichtsjahr ein, darunter einige der wichtigsten Transaktionen in der Unternehmensgeschichte überhaupt: SCA übernahm das europäische Tissue-Geschäft von Georgia-Pacific und verkaufte das Verpackungsgeschäft (mit Ausnahme von zwei Kraftliner Fabriken in Schweden). Zusätzlich übernahm SCA den asiatischen Hersteller für Körperpflegeprodukte Everbeauty, erhöhte seinen Anteil am chinesischen Tissuehersteller Vinda, übernahm die restlichen Anteile an der chilenischen Hygieneproduktfirma PISA und veräußerte das Zeitungspapierwerk in Aylesford (England) sowie das Druckpapierwerk in Laakirchen (Österreich). „Firmenübernahmen bleiben für uns ein Thema, doch eine Fortsetzung des starken organischen Wachstums ist genauso wichtig“, erklärte Johansson. Neben den Akquisitionen und Veräußerungen begann SCA mit mehreren umfassenden Effizienzprogrammen. „Im Hygienegeschäft werden wir 300 Millionen Euro einsparen, die Sparmaßnahmen werden 2015 voll greifen“, erklärte Johansson. „Die Übernahme von Georgia-Pacific schaff t Synergien im Wert von 125 Millionen Euro, die ihre volle Wirkung 2016 entfalten werden. SCA Forest Products hat im vergangenen Herbst ein umfangreiches Programm mit einem Umfang von rund 143 Millionen Euro aufgelegt.“

Birgit Nilsson
Stockholm

„SCA hat Wurzeln in Sundsvall. Da ich ebenfalls eine Beziehung zu der Stadt habe, habe ich Anteile am Unternehmen gekauft. Und Bo Rydin, den damaligen Vorstandsvorsitzenden, fand ich ziemlich attraktiv.“

Aktionäre
SCA 2012
UMSATZ

9,815 Milliarden EUR
EBIT (AUSSCHLIESSLICH VERGLEICHSSTÖRENDER POSTEN)

994 Millionen EUR
OPERATIVER CASHFLOW

1,108 Milliarden EUR
DIVIDENDE PRO AKTIE

4,50 SEK
GEWINN JE AKTIE

7,06 SEK
1 SEK= 0,11 EUR

2012 wurde eine komplett neue SCA Hygieneorganisation geschaffen. Sie hat das Unternehmen näher zu den Kunden und Verbrauchern gebracht, das Marketing effi zienter gemacht und zu Kostensenkungen beigetragen. Trotz der derzeitigen Rezession in vielen Teilen der Welt habe SCA gut abgeschnitten, erklärte Johansson: „Wir haben den Cashflow und die Erträge verbessert, das Wachstum gesteigert und unsere Marktanteile ungeachtet des extrem schwierigen Marktes ausgebaut. Unsere Umsätze sind leicht gesunken, doch als Unternehmen sind wir stärker und weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen geworden.“ Für die Aktionäre von SCA war 2012 ein gutes Jahr. Die Aktie stieg im Jahresverlauf um insgesamt 38 Prozent und die Dividende um 7,1 Prozent auf 4,50 SEK pro Aktie.

38 SCA SHAPE 2 2013

How did we save 40 billion napkins in 10 years? One at a time.
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© 2013 SCA Tissue North America LLC. All rights reserved. ®Tork is a registered trademark of SCA Tissue North America LLC, or its affiliates. To learn more, visit torkusa.com

SCA INSIDE
Hygiene für Madagaskar
„Dein Einkauf für die Gesundheit“: Seit drei Jahren unterstützt die SCA Marke Lotus in Frankreich mit dieser Kampagne eine Aktion von SOS Kinderdörfer. Durch den Kauf von Toilettenpapier und Haushaltstüchern finanzieren die Kunden sanitäre Einrichtungen und Aufk lärungskampagnen zum Thema Hygiene im Süden Madagaskars. Dort haben 63 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu Trinkwasser und 73 Prozent stehen keine angemessenen sanitären Einrichtungen zur Verfügung. Das von Lotus unterstützte Programm konnte bereits 13.500 Menschen helfen. Im Rahmen des Programms wurden 16 Trinkbrunnen, 16 WC- und Duscheinrichtungen und 10 Wäschereien gebaut. Noch in diesem Jahr sollen weitere 15 WC- und Duscheinrichtungen, 13 Wäschereien und 13 Trinkbrunnen für 13.850 Bewohner in einer anderen Region folgen.

News from SCA Nachrichten von SCA

Mitarbeiter helfen Schulen
IN DER AUTONOMEN Region Ningxia Hui im Nord-

westen Chinas unterstützt SCA die Anpflanzung von Bäumen in versteppten Zonen. SCA Mitarbeiter aus der APAC-Zentrale, dem North Asia Büro und dem Everbeauty Werk in Songjiang fördern zudem mehrere Dorfschulen. Die Mitarbeiter sammeln Kleidung, Bücher, Schultaschen und Schreibwaren von ihren Verwandten und Bekannten. Eine Lkw-Ladung mit Spendengütern konnte der lokalen Verwaltung von Ningxia übergeben werden, die sich um die Verteilung an die Dorfschulen kümmerte.

Weitere Infos www.sos-kinderdoerfer.de

In Madagaskar haben 63 Prozent der Einwohner keinen Zugang zu Trinkwasser.
ISTOCKPHOTO

ZEWA BRINGT AFRIKA NACH DEUTSCHLAND
Von März bis Juni 2013 gibt es in Deutschland von der SCA Marke Zewa Soft eine limitierte Auflage von Toilettenpapier mit Safarimuster in den typischen Sandfarben der Savanne.
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w

Photos SCA, ISTOCKPHOTO

TENA IN DER US-PRESSE
INKONTINENZ ist für die Betroffenen oft ein unangenehmes Thema. Der innovative Ansatz, den SCA bei der Kundenkommunikation zeigt, hat das Interesse der führenden US-Tageszeitung New York Times geweckt. Als das Unternehmen sein TENA Produktsortiment mit neuem Verpackungsdesign in Nordamerika präsentierte, berichtete der Wirtschaftsteil des Blattes darüber. Normalerweise finden sich auf Inkontinenzverpackungen eher technische Angaben wie Absorptionsvermögen und Nässeindikator, doch die neuen TENA Artikel sprechen die Kunden bewusst auf einer nichttechnischen Ebene an. Das zeigt sich in den neuen Produktnamen, die bekannte Lifestyle-Themen aufgreifen: Stylish, Active und Anywhere. Über die Unterschiede zwischen den drei Schutzstufen hat eine Werbekampagne im April informiert. „Die Kunden suchen intuitiv nach Produkten, die zu ihrem Lebensstil passen“, erklärte Robert Wilson, Vice President of Consumer Sales für SCA Personal Care Geschäft in Nordamerika, der New York Times.

Walnussbäume ernähren chinesische Familien
ZUSAMMEN MIT der Azalea Education Charity hat SCA 17.000 Walnussbaumsetzlinge für einen Wirtschaftswald in Liangshan im Südwesten Chinas gespendet. Die Walnussbäume sollen in

den kommenden Jahren für rund 100 in Armut lebenden Familien zu einer Einkommensquelle werden. Darüber hinaus wird der Wald auch ökologische Aufgaben erfüllen.

So viele Hygienekits hat SCA zusammen mit dem Roten Kreuz in Frankreich an Obdachlose verteilt.

ETHISCHE UNTERNEHMEN
SCA IST ZUM sechsten Mal in Folge als eines der ethischsten Unternehmen weltweit ausgezeichnet worden. In seinem Jahresbericht untersucht das US-amerikanische Ethisphere Institute Tausende Unternehmen aus zahlreichen Branchen und wählt Unternehmen aus, die sich systematisch um ethische Fragen kümmern und deren Bedeutung für die Markenreputation und Rentabilität demonstrieren. Auch das Wirtschaftsmagazin Fortune hat SCA in seiner kürzlich veröffentlichten Liste der „Meistgeschätzten Unternehmen 2013“ aufgeführt.
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… UND BAUT SPIELPLÄTZE IN RUSSLAND
DAS ZEWA FÖRDERPROGRAMM „Give Children a Touch of Care“ wird 2013 den Bau von Spielplätzen für 44 Waisenhäuser in Russland finanzieren. Von jedem verkauften Zewa Promopäckchen geht ein Rubel an die Spielplatzfinanzierung. SCA will mehr als 20 Millionen Päckchen verkaufen und 22 Millionen Rubel (etwas mehr als eine halbe Million Euro) für die Spielplatzfinanzierung einnehmen www.zewa.ru

Auszeichnung für Gleichberechtigung
„FÜR ERFOLGREICHE und beispielhafte Bemühungen, Frauen gleiche Chancen bei der beruflichen Entwicklung zu bieten“ – so lautete die Begründung, als SCA den „Baum“ von der schwedischen Frauenuniversität in Sundsvall und Timrå erhielt. Die Auszeichnung wurde zum Internationalen Frauentag am 8. März überreicht. Sie wird einmal im Jahr an Personen oder Unternehmen verliehen, die einen besonderen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter geleistet haben. SCA setzt sich seit Jahren für Veränderungen bei seinen traditionell männerdominierten Arbeitsplätzen ein. Frauen werden gezielt in der Fertigung eingestellt und ermutigt, sich um Führungspositionen zu bewerben. Drei schwedische SCA Werke werden heute von Frauen geleitet: die Papierfabrik in Ortviken, die Zellstofffabrik in Östrand und das Sägewerk in Bollsta.

Gipfeltreffen in Stockholm
WIE LÄSST SICH die Forstwirtschaft

weltweit nachhaltig gestalten? Mit dieser Frage hat sich der World Forest Summit im März in Stockholm beschäftigt. Zu der Veranstaltung hatte die britische Zeitschrift The Economist eingeladen. 200 führende Unternehmer, Politiker, Experten, Forscher und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus der ganzen Welt diskutierten über die Herausforderungen, denen sich die Forstwirtschaft weltweit stellen muss. An der Podiumsdiskussion „Die Forstwirtschaft neu erfinden“ beteiligten sich Jan Johansson

(SCA President und CEO), Per Lindberg (Vorsitzender des schwedischen Verpackungsherstellers BillerudKorsnäs), Fabio Schvartsman (Vorsitzender des brasilianischen Zellstoff produzenten Klabin) und Avrim Lazar (ehemaliger Vorsitzender des kanadischen Forstproduktverbands und jetzt Kommunikationsberater der Executive-Coaching-Firma ExCo2). Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass in Holzfasern ein großes wirtschaftliches Potenzial steckt. In Biokraftstoffen sahen sie ein Beispiel für den Erfolg, der sich durch Innovationen erreichen lässt.

SHUTTERSTOCK

Deutsche Männer stehen auf TENA
DEUTSCHEN MÄNNERN gefällt das Inkontinenzprodukt TENA Men. Bei einer OnlineUmfrage erklärten 94 Prozent, sie würden die Produkte aus der Reihe TENA Men weiterempfehlen. 84 Prozent der TENA-Tester hatten noch nie spezielle Männerprodukte gegen Blasenschwäche getestet. Die meisten hatten sich bis dahin mit herkömmlichen Slipeinlagen oder Damenhygieneprodukte beholfen – oder komplett auf Inkontinenzschutz verzichtet. 92 Prozent erklärten nach dem Ausprobieren, sie würden von nun an TENA Men benutzen. Ein Produkttester erklärte: „Anfangs hatte ich Bedenken, aber jetzt bin ich begeistert. Warum habe ich das Produkt nicht schon früher entdeckt?“
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Befolgen Sie die Schritte unten - und schon erscheint ein Tork Spender in 3D auf Ihrem Gerät.

FRANKREICH

TENA ist Produkt des Jahres
DAS TENA Intimpflegesortiment wurde von Kundinnen in Frankreich als Produkt des Jahres 2013 in der Kategorie Hygieneartikel ausgezeichnet. Mit neuen, sanften Waschgelen und Feuchttüchern für die Intimpflege soll die Marke TENA durch moderne Hygiene- und Kosmetikprodukte gestärkt werden. An der Umfrage beteiligten sich über 10.000 französische Verbraucherinnen ab 15 Jahren.

Der Zauber von Tork
MÖCHTEN SIE WISSEN, wie Tork

Unterstützung für tunesische Pflegekräfte
IN TUNESIEN hat SCA einen Tag der Pflegekräfte veranstaltet. Die Veranstaltung soll Menschen, die inkontinente Angehörige pflegen, bei der Auswahl geeigneter Pflegeprodukte helfen. Gleichzeitig wollen die Veranstalter darauf hinweisen, welche Bedeutung die Angehörigenpflege im tunesischen Gesundheitssystem hat. „Durch den steigenden Altersdurchschnitt nimmt auch die Anzahl der Menschen zu, die von Inkontinenz betroffen sind“, erklärte ein auf Altenpflege spezialisierter Arzt auf der Veranstaltung. „Familienmitglieder spielen eine wichtige Rolle bei der Betreuung von Angehörigen. Wir brauchen Strukturen, die sie bei ihrer Tätigkeit optimal unterstützen.“ Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit den tunesischen Alzheimer- und ParkinsonVerbänden organisiert.

Spender in echt aussehen? Eine neue App für iPads oder iPhones zeigt Ihnen das gern. Der Tork Viewer aus dem App Store stellt den Spender in 3D dar. Möglich wird das durch ein Verfahren, das sich Augmented Reality nennt. Die animierten 3D-Modelle zeigen auch, wie die Spender bedient werden und das Tissue gewechselt werden kann. Die Apps können die Farbe des Spenders ändern und Ihnen zeigen, welcher Farbton am besten zur Inneneinrichtung passt. „Die 3D-Technologie erweckt unsere Produkte auf dem Bildschirm zum Leben – unsere Vertriebsmitarbeiter brauchen keine echten Spender mehr zu

den Verkaufsgesprächen mitzunehmen“, erklärt Petra King, SCA Digital Manager für Away From Home Produkte. Die App läuft auf iPad (ab Version 2), iPhone (ab Version 4) und iPad Mini.
SO FUNKTIONIERT‘S:

1. Laden Sie den Tork Viewer aus dem App Store herunter. 2. Legen Sie diese Ausgabe von Shape so hin, dass die Rückseite nach oben zeigt. 3. Starten Sie die App. Richten Sie das Gerät in einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern auf Shape, bis das Bild auf der Rückseite das Display ausfüllt. 4. Der Spender wird in 3D angezeigt. Probieren Sie es aus!

„Die 3D-Technologie erweckt unsere Produkte auf dem Bildschirm zum Leben.“
Petra King, Digital Manager
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See the Tork dispensers in 3D on your iPad or iPhone!
The image to the left can be used to see the Tork dispenser in 3D. 1. Download the Tork Viewer app from App Store. (The app requires iPad 2 or later, iPhone 4 or later, or iPad Mini.) 2. Start the app. Hold your device 20 to 30 centimeters away from the image, and make sure you see only one image. 3. A dispenser appears in 3D.

Want to see our dispenser emerge from this page?
We have made it easier for you to get an idea of how the Tork dispensers will look in real life. Check it out in 3D.

November 2012 © SCA Hygiene Products AB. TORK is a registered trademark owned by the company SCA Hygiene Products AB.