Zugang zu Bildung verändert das Leben

Als Kind hat Manal nie eine Schule besucht. Heute bereitet sich die 17-Jährige darauf vor, Mädchen zu unterrichten, die wie sie keine Chance auf Bildung hatten – dank der koptisch-katholischen Hilfsorganisation AUEED. So wie Manal geht es in Ägypten vielen Mädchen auf dem Land. Die Ausbildung von Mädchen hat keinen hohen Wert, staatliche Schulen haben keinen guten Ruf. Wenn Geld und Nahrungsmittel knapp werden, neigen viele Familien dazu, ihre Töchter aus der Schule zu nehmen oder erst gar nicht in die Schule zu schicken. Ein Drittel der ägyptischen Bevölkerung kann weder lesen noch schreiben. Manal hatte Glück. Sie wurde in das informelle Bildungsprogramm der koptischkatholischen Hilfsorganisation AUEED (Association of Upper Egypt) aufgenommen. Für Manal änderte der Zugang zu Bildung alles. Nicht nur, dass sie endlich lesen und schreiben lernte, sie lernte Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Die AUEED will nicht allein Lehrinhalte vermitteln. Vor allem geht es ihr um Werteerziehung, Erziehung zur Toleranz und um das Einüben eines friedlichen Miteinanders von Christen und Muslimen. Solche Fähigkeiten werden im heutigen Ägypten dringend gebraucht. „Meine Lehrer lehrten mich, wie wichtig die Freiheit des Denkens ist“, sagt Manal und will diese Erfahrung in ihrer Arbeit mit Kindern weitergeben. missio möchte die wichtige Arbeit der AUEED durch die Mitfinanzierung der Aus- und Weiterbildung von Lehrern und Freiwilligen auch in Zukunft sicherstellen. Um das Engagement der Organisation über drei Jahre abzusichern, werden 150.000 Euro benötigt.

Gast im Monat der Weltmission 2013 Bischof Dr. Kyrillos William
04.– 06.10.13 Bundesweite Eröffnung in Köln

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Ägypte missio Hilfsfonds Stichwort: 22, BLZ 370 601 93 1 Konto 122 G e k n a -B 07-535 Pax l. 0241/75 e T t: Kontak missio.de projekte@

wurde zum Priester geweiht. die er teilweise im Ausland absolvierte. erzählt der Bischof: „Die Angst und Sorge in der Bevölke- Mit verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten wird die diesjährige Aktion zum Sonntag der Weltmission vom 4. was bedeute. Gesundheitsprojekte und versucht. auch mit der orientalischen orthodoxen Kirche. Jetzt hofft er. Oktober 2013.missio-hilft. die Arbeitslosenquote liegt über zehn Prozent und fast die Hälfte der Bevölkerung kann nicht richtig lesen und schreiben.de. Nach Massenprotesten setzte ihn das Militär am 3. 1946 wurde er in Sidfa geboren. In Deutschland findet die Kollekte am Sonntag. rung war spürbar. sich an den Rat zu halten. Deshalb engagiert sich die katholische Kirche auch besonders im Bildungssektor und versucht vor allem jungen Menschen den Weg zu einer besseren Zukunft zu ebnen. den Jesus seinen Jüngern gab: Wer unter Euch groß sein will. Bischof William engagiert sich deshalb sehr für den interreligiösen Dialog. Das Christentum blickt in Ägypten auf eine lange Tradition zurück. Der Glaube sei dabei wie ein Führer mit einer Kerze in dunkler Nacht. Doch seit der arabischen Revolution kommen noch weitere Probleme hinzu: Spannungen zwischen den Religionen. Spendenkonto: Pax-Bank eG. Seither befindet sich Ägypten in einer schweren politischen Krise. Trotzdem sieht er sich als einfachen Gläubigen und versucht. dass Gott alles zum Guten wenden möge. Besonders die Christen fühlten sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. BLZ 370 601 93 www. Ägypten – ein Land zwischen Hoffnung und Enttäuschung Nach dem Sturz von Hosni Mubarak Anfang 2011. sondern auch im sozialen Bereich. Die koptisch-katholische Kirche engagiert sich deshalb nicht nur pastoral. William studierte zunächst Philosophie am Maadi-Priesterseminar. Nach der islamischen Eroberung im 7. dass der Staat sie und ihr Eigentum nicht ausreichend schütze. Seine Offenheit für andere Menschen und Kulturen kommt auch durch seine Ausbildung. hofften viele Ägypter. Neben religiösen Konflikten leidet Ägypten besonders unter einer schweren Wirtschaftskrise. das Land. statt. danach Theologie in Rom. dass sich nach dem Sturz von Präsident Mursi die Lage für die Christen in Ägypten wieder verbessern werde. Jahrhundert ging die Zahl der Christen jedoch kontinuierlich zurück. Rund 165.missio-hilft.“ Darum bietet die Kirche Fortbildungen an. Konto 122 122. die Frauen zu stärken. etwas mehr als 50. Zwar gebe es noch keine offizielle Diskriminierung.000 Ägypter sind koptisch-katholisch. denn die Anhänger von Mohammed Mursi wollen seinen Sturz nicht akzeptieren. Oktober in der Erzdiözese Köln feierlich eröffnet. denn die Menschen in seiner Diözese hätten viele Probleme. Viele Christen und liberale Ägypter hatte der zunehmende Einfluss der Muslimbruderschaft tief verunsichert. keine Arbeit und keine Ausbildung. dass ihr Land jetzt einen politischen Wandel hin zu mehr Demokratie. 1990 wurde er zum Bischof geweiht. Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Seit 1991 ist er Sekretär der koptisch-katholischen Synode Ägyptens und Präsident der Liturgiekommission.“ Einige Christen hätten das Land deswegen bereits verlassen. dass jetzt in Ägypten ein neuer Morgen beginnt. Den weitaus größten Teil bilden die orthodoxen Kopten. trieb eine stärkere Isla­ misierung voran. Heute bilden sie die größte religiöse Minderheit in einem islamischen Staat. Verunsichert durch die schwierige politische Situation und die schlechte Versorgungslage verlassen immer mehr Menschen. Nähere Infos auf www. Dort lebt rund ein Drittel der Menschen von weniger als zwei US-Dollar am Tag und damit unter der Armutsgrenze. Christen und Muslime.000 ärmsten Diözesen der Welt. Dabei ist Bischof William ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. den 27. Der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens. darunter viele Christen. Mikrokredite. Muslime und Christen seien gar nicht so verschieden. Schätzungen zufolge bekennen sich bis zu 10 Prozent der gut 80 Millionen Ägypter zum Christentum.de . Die Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit Am Sonntag der Weltmission sammeln mehr als 100 päpstliche Missionswerke Spenden für die rund 1. Er macht das an einem Beispiel fest: „Arme Menschen leiden oft unter Infektionskrankheiten. Bereits im ersten Jahr- Text: Martina Gnad. findet der Bischof. die meist zusammenhingen. bis 6. Freiheit und Wohlstand vollziehen würde. Er hofft. Fotos: Hartmut Schwarzbach/argus hundert nach Christus soll der Evangelist Markus dort die Frohe Botschaft verkündet haben. arbeitete als Dozent und promovierte. gegen die wachsende Machtfülle von Mursi. missio sei bei der Realisierung der Projekte seit Jahren ein treuer und verlässlicher Partner. dennoch beklagten sich viele Christen. soll Euer Diener sein. in dem sie nicht weiter Diskriminierungen ausgesetzt sind. Bischof William engagiert sich für den Dialog der Religionen. Jeder fünfte Ägypter lebt unter der Armutsgrenze. Auch das Mönchtum nahm in den Wüsten Ägyptens seinen Anfang.000 römisch-katholisch. Mohammed Mursi. Anschließend werden Gäste aus Ägypten zu Begegnungen in Schulen und Gemeinden unterwegs sein. Immer wieder demonstrierten die Menschen. Juli 2013 ab – ein Jahr nach seiner Wahl.Wie eine Kerze in dunkler Nacht Kyrillos William ist Bischof von Assiut in Mittel­ ägypten. In schwierigen Zeiten zum Beispiel sagten alle Ägypter das gleiche: „Rebna Yissahil”. Er diente im Militär. sie haben nicht genug zu essen. Die ägyptischen Christen wünschen sich einen wirklich demokratischen Wandel und einen Staat.