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Candrea, George Der Begriff des Erhabenen bei Eurke und Kant

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Der Begriff des bei Erhabenen Burke und Kant NAUGURAL-DISSERTATION zur Erlangung der philosophischen Doctorwürde an der KAISER-WILHELMS-ÜNIVERSITÄT STRASSBÜRG GEORGE CANDREA |( RA .^ V APP nr <?> . E. Greller. Magdalenengasse 20 1894. I -<3>c=*=€gSSr'» '<«< m "\v -0~ \ STRASSBÜRG Buchdruckerei C. . i.

1 9ß 50<e Von der Facultät genehmigt am 28. . Juli 1894.

(ßoeiefaÜi „ (§>ransilvania " in din (kßucuresci semn de recunosiinüa. .

.

Der Dichter steht ja im engen seiner Zusammenhange mit der Zeit. in deren lebendigem ästhetischem Sprachgebrauch die konstitutiven kosmischen Elemente Was sich sich wiederspiegeln. verleiht er ihnen zugleich seinerseits stets beeinflusst er drückt sondern durch den ästhetischen Wert. Ausdrücken der ästhetischen Reflexion. geläufig Die Ausdrücke. im Altertum über den Begriff des Erhabenen vorfindet. entnahm er aus den bestimmten Grössenvorstellungen. zunächst bei den Dichtern. kommt bei den .Einleitung. den er seinen den Charakter gibt. seinen auch Produkten nicht nur seine Gedanken aus. sind vereinzelte Gedanken. die dem Griechen waren und mehr oder weniger mit dem Erhabenen verwandt schienen. Obgleich nun das philosophische Nachdenken sehr bald die nahe Verwandtschaft des Grossen mit dem Erhabenen erkannte. Vorläufig fehlte nun dem Griechen eine adaequate Bezeichnung für das Erhabene. die er in ästhetischen Reflexion . die neugefundenen Begriffs weiter zu entwickeln. erst später wurde der Name des Erhabenen terminound der Folgezeit Theorie des überliefert. deren Auf- logisch fixiert gabe es war.

ja es scheint für alles anwendet. nur im bei Umfange des Schönen zur Geltung oder Plotin. Es ist dies auch ein Beweis. dass als Longin mehr seinem gesunden Menschenverstand philosophischen Scharf- sinn seine Ansichten über das Erhabene verdankt. w Wahrscheinlich ist. um dadurch wenigstens Namen nach den innern ästhetischen Gehalt dieses Begriffs anzudeuten und um zugleich diese ästhetische Kategorie von dem allgemeineren und desswegen viel blasseren rhetorischen Ausdruck „gross" zu unterscheiden. ist mag-. blos schön. Freilich ist Longin geworden: sich selbst über diesen Unterschied er- nicht klar er hat ihn mehr geahnt als kannt. ästhetische Empfindung wurde gänzlich von der Anspruch genommen. die er sind in erhaben anführt. und die Einbildungskraft gezwungen. ohne mit dem eigentlich Erhabenen geringster Beziehung zu stehen.Wort auch da. diese ratio- Formbestimmungen mit Bewusstsein überschritten durch zu haben. sich als wo es um minderwertige Gefühle ob er diese Bezeichnung handelt. auf das Bestimmte and Vollendete sich zu in m beschränken. wie: dass der ästhetische Regel- mäesigkeit. von ihm zum erstenmal des in der Aesthetik aufgestellten Begrifi' Erhabenen. so isl es natürlich. ungewiss. Symmetrie. Aus . völlig wie im Schönen auf. seine Schrift „rapl btyovq".alten li Philosophen der Begriff der Grösse doch geht. dass er den in der rhetorischen „8<|/os Sprache geläufigen Ausdruck d es Grossen mii dein übersetzte. was uns beim Lesen von literarischen Werken in einem hohen Grade als gefällt. denn er gebraucht diese. Eine Menge von Stellen.i nun andenSchön- heitsbegriff gewisse Hauptforderungen. Gesichtskreis über diese Die I i Formforderungen hinaussich nicht erweiterte. nalen Longin den hat das Verdienst. Proportionalität. gestellt werden. I). Was Long in bewogen haben zu nennen.

welche Longin bewogen Untersuchung. (Vgl. praktischen Andererseits wurde er eben durch Ratschläge auf allgemeine sie Momente irgendwie im Erhabenen zugeführt. haben. 86. das Unendliche. p. Seine Untersuchung eine demnach nicht die es Aufdeckung seines metaphysischen Inhalts. die der Dichter und Redner befolgen Zuhörers in wenn er das Gemüt des eine erhabene Stimmung versetzen über das Erhabene ist will. imstande ist. Besonders hat Long in treffend bemerkt. Dr. Julius Walter. auf. vergl. behilflich sein. J ) Wiewohl >) nun Longin' Schritt keinen rein Das Nähere über die Entwiokelung des Begriffs des Erhabenen im Altertum und bei Long in. 7G7 und 836. eine 887. um uns zu rühren. dass der erhabene Eindruck bei einer hin- reichenden subjektiven Empfänglichkeit die Seele aus plötzlich ihrem reisst. wenn er bemüht. 273. . der Aesthetik im Altertum. sind rein praktischer Natur: er will allen denjenigen. sei es in der objektiven Welt. Alltagszustand und mit Gewalt dass fort- Auch betont Longin ausdrücklich.) üie Motive. und nur das Ausser- ordentliche kann uns zur Bewunderung s hinreissen. nur das Grosse.— diesem Grande ist 7 — Walter als auch hier schwerlich sicli beizu- stimmen. Zu diesem Zwecke stellt er nun Regeln müsste. ohne jedoch systematisch zu ordnen.über das Erhabene anzustellen. uns bis zum Gefühl der Erhabenheit emporzuheben. Geschichte p. sondern eine Angabe der Wirkungen und diese Einflüsse. Longin einem dem Aristoteles „ebenbürtigen. ja in Einzelheiten noch glän- zenderen Geist" hinzustellen. Walter op. sei es in der Rede. cit. die sich der Beredsamkeit und den öffentlichen Geschäften widmen möchten. denn das Nützliche ist zu gewöhnlich. auf das Gemüt des Menschen ausübt. 577. Leipzig 1893.

welcher der ersten der Philosophie und in Longin ins Französiche übersetzte. tragt „Que vouliez-vous qu'il fit contre trois?" . Die Schwester getuteten Brüder. dass Longin unter dem von ihm autgestellten Begriff des Erhabenen nicht das versteht. nur sind seine construktiven Bestimmungen. qu'un ouvrage enleve. entnommen. leau's Beispiel „H< >race" das Erhabene der Tragoedie von Corneille hat. Seine dem Kommentar zu Longin niedergelegte Ansicht Er aber das Erhabene geht nicht über diesen hinaus. Philologie begnügt sich damit zu behaupten. so hat des Erhabenen doch im allgemeinen das Richtige getroffen. Ein welches dem Kampf zwischen den beigewohnt drei Horatiern und Kuriatiern verlässt den Schauplatz. alte entflohen sei. Eigenschaften des des Entzückenden. das . ihn kränkt nur die dadurch über der schändliche Flucht des letzten und gebrachte Haus ihn: Schmach. ohne das Ende des Kampfes abzuwarten. durch für Wort erzielt ist werden. wie des für Plötzlichen.8 — er in Beiner Auffassung ästhetische!] Wert besitzt. mit Hilfe deren sie das Erhabene zu konstruiren versuchten. die auch bei der Scene zugegen war. transporte". BoiWeib. ausmachen sollen. diese Wirkung ja könne aber oft durch einen einzigen ein lanken. und berichtet (bin dritte alten Horaz. Hauptbestimmungen angesehen haben. die das Wesen des Erhabenen .. der aber unfähig. seiner Gegner zu erwehren. Nun beweint der sondern Römer die nicht den Tod sein seiner zwei Söhne. in Unter diesen Periode ist Boileau neueren derjenige. sundern das Aussergewöhnliche. die dass seine Nachfolge] minderwertigen Nebenbestimmungen. Dicht scharf genug begrenzt daraus erklärt 68 sich denn auch.qui t'ait Wunder- bare. ravit. Hinreissenden. dass zwei sich seiner Söhne getötet. was Stil man in der Redekunst einen erhabenen nennt.

geht aus von ihm Definition hervor. ou de magnificence des ou du tour harmonieux. einer der Hofbeamten am Hofe Judas. 9)." eine Antwort. Ein Beispiel. auch Heinrich von Stein: „Die Entstehung der neueren Aesthetik" (Stuttgart 1886. p.— und er antwortet rundweg: die ist. (Boileau. und folglich habe alle man auch auserwählte Worte gebrauchen. c'est-ä-dire separement. trois ou ce qui parfait sublime. de ces choses jointes ensemble". vif et anime de d'une de ces choses regardees fait le l'expression. et et qui provient ou de la noblesse paroles. müsse das sei hier nicht der Fall. wo sich diese drei Bedingungen des Erhabenen zusammen- finden. denn um etwas Erhabenes ') Gegen diese zu sagen. 9 — mourüt. und der Kalvinist le Giere: von Gelehrte Bischof gerade die Einfachheit dieser Worte der Genesis stände im Widerspruch mit ihrer Erhabenheit.) vrgl. Longin an den Redner stellt. der Avranches. dass diese hochmüthige Prinzessin nicht zögern würde. . glaubt Boileau in der ersten Scene der „Athalie" von Racine gefunden zu haben. dem Grosspriester Joad die Wuth der Athalia gegen ihn und gegen alle Leviten schildert mit dem Bemerken. Moses gegen oratorische Kunst gefehlt. ' angeführten Worte Genesis: „Gott sprach zu. „qu'il um so erhabener wirkt. Denn die Worte: „le sublime une force de discours propre ä elever et ä ravir de la grandeur de la pensee la Tarne. wo Abner. dass er selbst im rhetorisch Erhabenen est befangen certaine ist. 240. Gott selbst in seinem Meinung Boileau's eiferten Hu et. enthalten doch nur eine Zusammenfassung die der hauptsächlichsten Forderungen. Sieht man nun näher aufgestellten was Boileau unter so dem Erhabenen verstanden der wissen will. als sie einfach und natürlich Aus von diesem Grunde erscheinen demBoileau auch der die Longin etc. du sentiment. erhaben *). p.

240. que pour faire le paraitre paraitre grand. Auch La Motte. Die Erhabenheit wird zur Eigenschaft. Er bringt aber in seiner Definition nichts Bemerkenswertes und beschränkt das .sollen. et les autres sont a - < par imitation par art. poinl eflet. autres nel'ont que par emprunt. premier ne trompe l'esprit. «t beimisst. traifce du sublime ou du merveilleux dans discours: traduit du grecque de Longin p. tend de pieges ä l'esprit. plus ce qu'il qu'il ne ou pour fair grand n'est. zu verraten. die. 239. welcher mit den bisherigen Erklärungen unzufrieden auf Grund dessen teilen ist. will ein eigenes Prinzip aufstellen. wahre Erhabenheit nur den selbst Dingen der Natur und der Natur sublime sublime. est le „Le des choses le meint la Huet le veritable sublime de ne le nature. durch sich selbst erhaben. . n 1 1 sublime original. 260 und 289..L»' — sagt er — n'est autre chose que le .i\ des mechants arreter ec ornis respecl a sa volonte sainte ei Je orains Dieu. eher Abner. employe. man über die Erhabenheit soll ur- können.LO eine innerliche Heiligtum anzugreifen. welcher seiner in Dissertation über die Worte der Schöpfungsge- schichte: „Gott sprach" etc.) Wenn verlegt Boileau da^ Erhabene auf einen baren nicht weiter erklärso Vorgang es in im Subjekte zurückführte. complots.sublime Erhabene sogar dezu auf eine gewisse Art des formalen Ausdrucks. Test pas.] Im Gegensatz zu Boileau steht Huet. n'ai poinl d'autre erainte. Huet auf die Objekte. le Boileau. (Vergl. antwortet Celui qui Kaii ä ||1( ' Ohne |m frein Bewegung darauf der G-rosspriester: ö ! la ftireur les des Hots. die den Dingen seihst anhängt. ce qu'il Inj fail paraitre grand. les Le sublime des choses la sublimite" en le soi-m§me. di<- Seele wirken . Test en Le sublime de et n'est l'arl au contraire. aussi .

Gefeilte im Ausdrucke. Das Elegante fältig der Rede ist daher eigentlich nur das sorg- Gewählte.. Die Erklärung. So wie Objekte. von dem oft ge- fordert wird: accurate eleganterque dicere (Brut 22). (Oeuvres completes de Diderot. p. überhaupt keine Wahr- Das Erhabene kann zwar mit den Gesetzen allein der Wahrheit übereinstimmen. dazu auch Burke. Reinliche. oder nur eine Wahrheit der . 86. damit ein ästhe- tisches Wohlgefallen entstehe. 89. heit ist. . 100. sich wirklich zugetragen haben oder in Was die Eleganz betrifft. 111. 125.conve- logisch betrachtet. ') heit in keinerlei Beziehung zu bringen seiner Diderot stand von ist in Meinung über diesen Gegen„Tout ce qni etonne Tarne". Unter Wahrheit wie in La Motte nance". vergl. beschränkt sich auf eine Reihe von Wirkungen.steht La Motte bei der Aufstellung seiner Definition unter dem Binfluss Cicero's. tom. roeeah. 109. ist keineswegs notwendig'. I (Oeuvres de La Motte verstellt p. elegantia ei munditia (Oral in 23).11 vrai et le nonveau reunis dans une grande idee. Burke beeinflusst. 133). Huet alles versetzt auch er die Erhabenheit in die andere ist zur Hervorbringung der Er- ') Wahrscheinlich . entweder eine etc. in der ob die geschilderten erhabenen Begebenheiten nicht. tome XI. B.. polita. diese Ueberein- stimmung Poesie. welche Marin ontel über das Erhabene gibt. Wer fragt z. die wir schon von Longin her kennen. positive. und zur Erläuterung dieser Worte fügt hinzu: „Une vaste plaine n'etonne pas comme p. urbana et elegans oratio (Bru1 82 . exprimes avec elegance et precision" Paris 1754. welcher mit der Erhabenist. — meint er — er „tont ce qni imprime un sentiment de terreur conduit an sublime". ist die La Motte seiner Definition er- wähnt. den Worten: „Gott sprach" die. 35). 130. Paris 1870. ni l'ocean tranqnille commel'ocean agite". so dies ein Begriff. 14(3.

konnten sie ebensowenig wie Franzosen diesen Begritf seinem innersten Wesen nach fassen. laisse facultas qu'i] corame interdites suspendues. Erläuterung man verschiedene. um erhaben zu wirken. seine Meinuug tautet.il i nlniiv\\ ii Umporte el uebensäclilicli . die illustrieren sollten. Defibis- Dass man nition des sich der Schwierigkeiten einer wählen Erhabenen und der Unzulänglichkeit der bewusst war. Da sie aber ihrer philosophischen ßicbtung gemäss über den Empirismus und Sensualis- mus die nicht hinauskamen. si ce 'i"i >r sa saisil de mint' el l'affecte rivemenl tontes que ses soil sensibilite* nunir im el point. el snblime »laus de ne le in' sfiil merite dn style ä L'effet esl paa Les de Les i pas nuire se qu'elles produiraienf seules. Unter Longin's Einflnss begnügte man sich vielmehr mit der Aufstellung verschiedener. est operesucles choses. mehr oder zu minder wertvoller deren Beschreibungen des Erhabenen. ames communiqaienl saus L'entreraise de la parole". welche Konflikte und welche Auflösungen der 1 »ichter hervorzurufen habe . 7!)7. des Denn sie suchten nicht eine Metaphysik . l*a-t-on defini? Eine besondere Aufmerksamkeit haben eng - lischen Schriftsteller über ästhetische Gegenstände dem Erhabenen gewidmet.. . Untersuchungen führen uns kaum . si nvemenl on subitement. das beweist die herigen ><dl»t mit einem gewissen Skeptizismus gestellte Frage des C^u' La Bruyere: die est-ce que le sublime.) Encyclop6die Diese Tome XXXI. tont cela.12 li.Merkmale des über die von Longin Erhabenen hinaus. l"in >< qui noa ide"es au plus haul degre postoui sible d'exendue arae »Mi d'elävation. angegebenen p. mehr oder weniger poetischen glücklich gewählte Stellen aus führte. Werken an- welche seelischen Be- wegungen. Schönen und Erhabenen zu finden sondern be- . affaiblir.

. sich aber auch Home die Im Ganzen begnügt mit der Angabe verschiedener Erhabene hervorbringen soll. in Home gerät. die mannigfaltigen in seiner Widersprüche einzugehen. mehr die ernsthaft fröhlich sind*'. Hier nur die Thatsache erwähnt. Diesem Unterschied der Wirkung der des Schönen werden wir bei Sulzer noch begegnen. sei ist unnötig. nach dem Gefühl als geforscht. das ohne auf den Inhalt dieser „Bewegungen" näher ein- Merkwürdig ist. Untersuchung über diesen Gegen- und aufweiche Zimmermann das (op. Home die das Erhabene vom Schönen hinsichtlich der psychologischen Wirkung unterscheidet. es wird nach dem subjektiven Eindruck.) In dieser Weise sucht auch Home den Be- griff Erhabenen aus dem subjektiven Gefühl der Grösse und Höhe abzuleiten. Home als denjenigen zu klärung des Erhabenen Neben Burke pflegt man bezeichnen. 221. cit.— schränkten sich in 13 — der Aesthetik auf eine psychologische Zergliederung' des empfindenden Subjekts. dass Home die erschöpfenden . was Verguügen macht. welcher zur Er- am meisten beigetragen habe. Zimmermann „Geschichte der Aesthetik". Eobert p. wie auch die von ihm angeführten Beispiele glücklich gewählt sind. der darin wahrscheinlich unter des Erhabenen von Home's Einfluss steht. (Vrgl. 235) besonders aufmerksam gemacht hat. des Auf welche stand p. schön bezeichnet. das Herz mit starken obgleich als ausnehmend Schönen ergötzend. Jenes erfüllt „beschäftigt ganze Aufmerksamkeit Empfindungen. doch und die. welches das Schöne und Erhabene hervorruft und zwar wird das. „Bewegungen" zugehen. während das und durch Betrachtung des hervorgerufene Wohlgefallen „nur den Charakter der Süssigkeit Fröhlichkeit" zeigt. Jedenfalls sind seine Beobachtungen über diesen Gegen- stand sehr geistreich.

p. Auch der Wolffischen Schule. 82). Daher stehen wie sehr sie sich in der Richtung ihrer Idee unterscheiden und entgegenstellen. Uebersetzung Leipzig L785. wie Burke Mindern Macht und stärke seien. festgestellt. sie dasselbe einschränken- (Cohen. Hugo Blair's „Vorlesungen über Rhetorik und Wissenschaften".. An Burke Home sstenteils anknüpfend. (Vrgl. Verdiensl hat für die Förderung des Erhabenheitssich Blair namentlich dadurch erworben. 280. Barke H. der Ansicht. Erhabenen nichl Furcht. also Ihre Stärke liegt in der psychologischen Ana- im sensualistischen Interesse. um das eigentliche Wesen des - Erhabenen klar zu erkennen. Blair dass die Grundlage es wollte. 74). nnd 282. „Kant's Begründung in der Aesthetik" p. p. was Hugo Blair über diesen Kin begriffs Begriff vorbringt. Baumgarten Abschnitt: einem dem Erhabenen gewidmeten „De magnitudine . . dass er die Einteilung in ein Erhabenes der ausgedehnten Grösse und ein AiK-h alles [st Erhabenes der Macht klar durchführt. beeinflussl das. schöne Schreiter's 72. Th.u — Merkmale des Erhabenen. er i^t Mein- hard. der Kritik. das wir nicht mit diesen Vorstellungen verknüpft hätten. Lyse. spiritualistische Der Zug ihrer Psychologie kann darin nichts wenngleich ändern. denn nichts sei erhaben. Denn auch „diese deutschen sind der Hauptsache meint Cohen Aesthetiker — nach Psychologen. I. sie nicht gefördert. Die Metaphysik des Schönen haben sondern lediglich die Psychologie sie. dennoch auf gleichem Boden mit den Ansiändern. mangelte es Tiefe. deutsch von 285). mit Stillschweigen übergeht Hörne' s „Grundsätze Leipzig 1772. durch sie und wie selbsi zugesteht... des Schönen. durch welche deutsche Aesthetik bis die an der gehörigen Kant bestimmt ist. die vor ihm sein Landsmann (Vrgl.

p. wie Vischer bemerkt. „uns mehr als theoretisch praktisch vom Erhabenen zu Baumgarten's. Für das Erhabene verlangt Sulz er demnach ein Mass. Auch für ihn dasjenige erhaben was unsere Erwartung übertrifft und Bewunderung da. so scheint das.— aesthetica". die man wirklich erkennen kann. dass zur Bestimmung einer sei. sedconstanti firmaet indelebili memoria retinetur" (Aesthetica 1750. considerandumque nobis occurrit. obwohl ver- zu messen bemüht verwertet sind. § 177). stets nach welchen wir seine Grösse. Bewunderung entsteht aber nur vorhanden sie ist. welcher vom Erhabenen handelt. griffen h. nur sich selber gleich („K. Sect. p. die (p. XV.) Wie die so beschränkt sich erist auch Sulzer's Auffassung des Erhabenen auf das wähnte Merkmal der Ueberraschung. ist seinerseits über das Erhabene dieses wenig geeignet. er in den Kant insofern hat. Ausgabe 102). demjenigen Abschnitt der „Kritik der Urteilskraft"." Reclam. darf nicht ausser unseren Besie liegen. quod ne vix quidem animo excidere potest. Mendelssohn und von an das Erhabene gestellt wurde. erregt. feststellt." vom Komischen (Vischer „Ueber das Erhabene und Komische. Urth. sonst wird unbegreiflich und rührt uns nicht. belehren. geblich. d. hebt das 15 - auch von Longin geforderte Merkeine Forderung. wo eine Grösse d. Grösse wohl ein Masstab nötig das dass wir aber für es sei Erhabene keinen rechten Masstab hätten. auch 131) von Sulzer. die Erklärung Begriffs zu fördern. als Ein Gedanke. Wenn ac er sagt: „lllud vere magnuin. Burke Was Baum garten hinzufügt. Um die Gattungen des Erhabenen näher zu be- . quod subinde cogitandum vix. 2. Stuttgart 1837. mal des Plötzlichen hervor.

Das Erist habene dagegen. und ergreift das Gemüt unwiderstehlich. nicht ohne Einfluss richtig.— stimmen. teilt 16 in solche. Rechtschaffenheit. Vorstellungen teils oder auf die Be Der ersten Gattung teils gehören Sinne oder die an. Sulzer die Gegenstände welche entweder anf die Vorstellungskräfte rungskräfte der Seele wirken. Kant sie hat in seiner Analyse des Erhabenals heitsbegritt's eben diese Beobachtung gemacht. endlich von der Phantasie vom Verstand erzeugt werden aus können. die weit über unsere Kräfte hinausragen. erwecken und somit erhaben Hier wie dort ist es das Unvermögen. auf einmal zu fassen. uns die die Erhabenheit Dinge vorzustellen. Vaterlands- unter gewissen Umständen unsere Bewunderung sein.. sondern er bedient sich um das Moment der Unlust im Erhabenen nachzuweisen. oder deren Grösse wir nur mit einer gewissen Anstrengung fühlen können. der das mathematisch Erhabene auf unser Erkenntnissvermögen. anf Grund unserer Teilnahme an den Handlungen anderer. wonach das am Schönen Gemüt bei dem . welche durch die gebildet hervorgerufen. Auch erkennt Sulz er in dass wir uns bei Betrachtung des Schönen einem Zustande des ruhigen und angenehmen Geniessens befinden. welches mit starken Schlägen wirkt. Die vorerwähnte Einteilung selbst dürfte auf die nachträgliche Auffassung Kants. beziehen sich Die Gegenstände der zweiten Gattung unsere auf moralische Gesinnung. hinreissend . nicht das ob er durch Erhabene hätte ihrer. Uebersie Alle diese Dinge bewundern wir entweder "der infolge raschung unseres Unvermögens. erklärt wissen wollen. das dynamisch Erhabene auf das Begehrungsvermögen bezogen gewesen sein." Diesen Contrast zwischen dem Wohlgefallen und dem am Erhabenen. liebe So können Ehre. hat. aus dem Sulzer herleitet.

Longin. für die Entwicklung des Erhabenheitsbe- ist sie aber von minderwertiger Bedeutung. Vergl. sie aus Vernunftschlüssen. den vielleicht von Longin Erhabenen. dass das aesthetische Urteil von der Vollkommenheit unab- hängig griffs ist. aus psychologischen Gründen lassen zu erklären. 85 und 86). dagegen Zeit in Bewegung (K. G. Auch Hugo . p.. d. wo wir unablässig den Einwirkungen Burke 1 s begegnen. sie sie sie zwar schärfer psychologisch zu erklären. (p. des Was die Einteilung Erhabenen in ein „Unermessliches der ausgedehnten Grösse" und ein „Unermessliches der Stärke" betrifft. und Burke. beim Erhabenen befindet. p. wir finden aber latent auch bei beeinflusst. „nur hinzu — fügt er aller- — „muss sich der Weltweise von den am seltsamsten scheinenden Beobachtungen nicht abschrecken und nicht an der Möglichkeit verzweifeln. aus- Was macht." lösen in Diese Aufgabe sucht Mendelssohn zu der umgearbeiteten Fassung seiner Schrift: „Ueber das Erhabene seiner und Naive" und vor Allem die in „Rhapsodie über Empfindungen". Urth. J. nennt unter Quellen des auch die „Kraft" die „Grösse der Dimension" 97 und 111). der schönen Künste".— ästhetischen Urteile 17 Schöne sich in über das ruhiger Contemplation. Mendelssohn worden. Teil 84. hofft ist in seinen Ansichten über den Begriff des Erhabenen vielfach durch In seiner Anzeige des Burke bestimmt Burke 'sehen Buches Theorie der er mit Hülfe dieser seiner philosophischen Beoeine bachtungen der Natur vollständige freilich" Empfindungen zu gewinnen. Leipzig 1786. d. hebt auch Kant seiner hervor. das nach ihm das ist die Wesen der Erhabenheit Vollkommenheit. nun wissen wir. 96. „Allgemeine Theorie II. Sulzer. so hat betont und sich die Mendelssohn Mühe gegeben. h.

deren Erör- terung er wiederum des bei Burke vermisst. den er gerade Beobachter L16). durch die Ableitung der als Beobachtungen Burke's.— hat sie 18 — Kam scharf Blair erwähnt. . die ästhetische Theorie Erhabenen zu verbessern und damit den Weg der kantischen Untersuchungen zu ebnen. bemüht. Mendelssohn schätzt (p. zum erstenmale und tief mit dem Namen des mathe- mathisch Bxierl nnd dynamisch begründet. wie wir sahen. aus der Nanu. ist Erhabenen benannt.der Seele. diese Einteilung.

Die Schrift die uns die erste Stufe in der ästhetischen Entwickelung Kant's zeigt. sind die im Jahre 1764 erschienenen „Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen". parallel mit ästhetischen Erörterungen über das ganze Gebiet der Natur und Kunst. tische Urteil zurückführen ethisch-ästhean. wenn Interesse wir unsere Selbstliebe im unterordnen. wieweit die Billigung des Guten sich auf das ästhelässt. wie Hutcheson von ist er- auch K. die Kant will hier Beziehungen des sittlichen Lebens zu unserer ästhe- tischen Empfänglichkeit prüfen. Abhandlung die selbst den Leser überaus unterhaltenden Form ge- und nichts lässt strengen Fesseln und Regeln der kritischen Periode ahnen. und andrerseits zwischen der psychologischen und metaphy- sischen Betrachtungsweise keine genau bestimmte Grenze ziehen. in Er sucht Seine festzustellen.. sondern mit feinsinnigen Nicht mit dürren es Begriffen und trockener Zergliederungen haben wir und geistreichen Bemerkungen aus dem Gebiete der Ethik und Antropologie. hier zu thun. einer für schrieben. tischen Reflexionen knüpfen an dieser spricht auch die Shaftesbury Wie Kant von der Schönheit der Tagend.19 Wie die Engländer in ihren philosophischen Unter- suchungen zwischen der ethischen und ästhetischen. nur dann zum Bewusstsein kommen kann. So entschieden. die ästhetischen Eindrücke Die für unabhängig der in Verstandeserkenntniss. mit des Wohlwollens gütigen einem Wort: „wenn unsere . klärt. gestützt auf die beobachtende Methode. so behandelt auch Kant zunächst die Aesthetik.

auch Jodl „Geschichte der Ethik". die auf allgemeine Grundsätze gestützt Dieses ist erhaben genannt werden. vrgl. nun aber sehr den ästhetischen denn in der Art wie Kant Eindruck der wahren Tugend schildert. Stuttgart 1882. l« -i Zum erstenmal wendet Kant diesen Terminus für die er für das nicht. wenn enthalten. Das Gefühl er welches zur wahren Tugend führt. auch etwas für das Gefühl -i B. Unter den geistigen ein Gaben grosser Verstand erhaben. Betrachtung der Metaphysik von Ewigkeit der Vorsehung oder der Unsterblichkeit unserer Unter den moralischen Eigenschaften flössen die erhaltenen Bochachtung ein. Triebe proportioniert angewandt werden" . eine bräunliche Farbe und Bchwarze Augen.— 20 -. nnermessliche Grösse hier an. in welchem es als Teil mir eingeschlossen oäss und förderlich sein. indessen gebrauchi intensiv Grosse den Ausdruck des Dynamischen hier noch . wichtig." (v. Tugend. die mathemaGrösse des der Vorstellung die der nnermesslichen Weltbaues. z. wenn er sagte: . den Ein- druck Erhabenen hervorzubringen. Richtung Kant das Erhabene sucht. sowie die Würde <\r> ist des Alters besonders geeignet sind. ]>. nennl «Irr „das Gefühl von der Schönheil und der Würde liehen mensch* Natur". Der Begriff der Würde. Gicycki: Shaftesbury. Indessen kann nur wahre ist. und Sinnesari dem Wohle seiner Gattung. dass die grosse Gestall duen. seine gesammte Denkp. Eigenschaften Zunächst sucht er die erhabenen am menschlichen der Indivi- Körper und findet. die ist. l ).. Shaftesbury meinte dasselbe. oder des Systems. ebenso sie die Weike tische des Verstandes und Scharfsinns. ein in Grund welcher unter- dlgeineinen Achtung deutet schon an. 102.Wenn Namen eines Guten oder Tugendhaften so verdienen müssen alle seine Neigungen und Affekte. liegt nicht nur eine Anerkennung des Gegensatzes zwischen dem 'i rein .•in Individuum den soll.

worin er später die gesucht wissen will. sowohl >) in der Art wie er auf psjxhologische Es ist sehr wahrscheinlich... weil sie zugleich der reinen Vernunft 1130). p. um uns (K... Thlegma in significatu eines seinen unwandelbaren Grundsätzen nachdrücklich nachgehenden Gemüths erhaben das ^'ohlgefallen hat-' ist. wenn ist. sich viel das in jedem weiter als menschlichen Busen lebt und erstreckt. Er ist standhaft. Burke Garve im Original (London die erst 177:> nicht gekannt -- da er in der Kritik der citirt. wonach das Sittliche nur dann wahrhaft erhaben ist. sondern das Bewusstsein Gefühls.w- 21 Wirkung des Erhabenen versteht Sittlichen und der Sinnen weit. die Sinnlichkeit zu verschaffen eines Urth. Urteilskraft zu aus der Uebersetzung von ist.. dass 17i">7) Kant zu dieser Zeit hat. sondern auch ein Finger- zeig dafür. in seiner kritischen Periode meint Kant: „dass selbst bono) Affektlosigkeit (Apathie. cit. auf ihrer Seite (Op. auf zufällige Impulse Diese Ansicht. Kant's Auffassungsmehr an Burke 1 weise dieses Begriffs erinnert hier ) und Home. Aus diesem Grunde hat er ein vorzügliches Gefühl für das Erhabene . es etwas Bleibendes und Dauerndes im Menschen geht besonders hervor aus der Schil- derung des ethischen Temperamentes des Melancholikers. 132)... dass Der die Einfluss lässt sich kritische demnach nur Kant Besprechung oder besser gesagt. den Auszug der . Obermacht über d. Freilich sind diese Gedanken. Leipzig erschienen so feststellen. Freilich Kant unter Grundsätzen nicht jene Vcriiunftuiaxiuien. und deswegen ordnet Auch noch er seine Empfindungen unter Grundsätze". die jederzeit Beziehung auf unsere Denkungsart haben müssen. p. die Beziehung auf die spätere Entwicklung des Er- habenheitsbegriffs haben. vereinzelt. „mit welchem die wahre Tugend sätzen — also aus Grund- — am meisten zusammenzustimmen scheint .

ernsthaft. Der Aus_ s< eine ägyptische Pyramide. durch den einfältigen und edlen Bau. das ist Edle und das Prächtige.Inge zurückgeht. anch in den an anderer Stelle geB rasch herausgegebenen Schriften MendelsBd. von Ewigkeit". werden durch erhaben. Der Anblick eines hoch über die wölken hinausragenden beschneiten Gipfels. und der einsame steht. 209. wenn das zitternde im Gesichtskreise Licht der sinne durch in die brauneu Schatten der Nacht hindurchbricht. Mond Empfindungen gezogen. von Freundschaft. Das Gefühl des ersten zuweilen mit Grausen oder auch mit Schwermut Andererseits ruft verbunden. das bisweilen mit Staunen oder auch mit selbst Grauen gemischl sein kann. was ja ohne weiteres vorausgesetzi werden kann. die die Beschreibung eines rasenden Sturmes oder Schilderung des höllischen Reiches bei Milton sind Hohe und einsame Schatten im heiligen Haine sind erhaben. die ein Gefühl für das Erhabene besitzen. die ruhige Stille eines Somraerabends. tiefe Ein Beispiel dieser Erhabenkeit bietet die z. des Erhabenen Irkung zu den angenel deren w aber Behr verschieden sein kann ein So erregt das Erhabene Wohlgefallen. Audi i>t die Miene des Menschen. eine ruhige Bewunderung hervor. bis- weilen starr und erstaunt. . rechnet er Das Gefühl sn. ß. Einsamkeit einer Wüste. von Verachtung der Welt. wieder anders wirkt etwa der Bau der Peterskirche in Rom. allmählig hohe wie es auch Home feststellte. Schrift von Mendelssohn ans der „Bibliothek der schönen Wissenschaften" (erschienen 1758) gekannl hat. II. welcher das Erhabene geniesst. als ancli in einzelnen Beobach- tungen and Ausdrücken. von p. eben türkischen Lbsl befinde! sich nannten 's. drei Ferner unterscheidet Kant das Arten des Erhabenen: Schreckhaft-Erhabene. erhaben ist die Nacht „Gemütsarten.

haben einen mehr belletristischen Wert. dass Kant's wissenschaftliche Erforschung der Begriffe des Erhabenen als eine Consequenz seiner Anschauder ungen über die seien. 1 ' Kant's sämmtliche Werke. Dass Kant in dieser Zwischenzeit deutsche Aesthetik er trieb und dass an den literarischen und künstlerischen Zeitströmungen regen Anteil nahm. Auch sionen des Raumes in Höhe und Tiefe erhaben.) stein: Diese interessanten Beobachtungen über das Gefühl des Erhabenen.23 Hier überwiegt der Eindruck des Prächtigen. sie sind ein Erguss des Herzens. meint auch Kant. darf als sicher ange- nommen werden. und Schönen nicht Man hat oft wiederholt. IL. Wie Burke. 233. so nennt auch Kant grosse Dimenmüsse. der zwischen der Veröffentlichung dieses Essays und dem ersten Erscheinen der Kritik der Urteilskraft liegen. Bd. p. wie Kant Wie seiner Kritik der Urteilskraft niederlegte. sagt: „dass die Empfindungen des Erhabenen die Kräfte der Seele stärker (Vi gl. Auf dem erhabenen Plane der Oberfläche ist der Schimmer der Schönheit durch Gold und mosaische Arbeiten in mannigfaltiger Weise verbreitet. die Engländer. auf physiologische Erklärungen dieser erhabenen Wiran. B. Den Zeitraum. dass das Erhabene immer gross und einfach sein Wie jeuer. müssen wir uns durch die Aus- bildung seines eigenen Systems ausgefüllt denken. G. ohne den Begriff des Erhabenen selbst tiefer aufgefasst zu haben. begnügte auch er sich hier noch damit. Schönheit Natur keine und Kunst zu betrachten Dass Kant ausgebreiteten . H arte nanspannen und dabei eher ermüden. wie überhaupt die ganze Abhandlung. an die Betrachtung des Erhabenheitsbegriffs eine Fülle von ästhetisch-ethischen Apercus anzuknüpfen. kungen spielt Kant wenn er z. keineswegs aber sie eine Analytik in des er- habenen Gefühls.

den Anfang machen. L16) dass er aber eiueu ausgesprochenen Liefen sinn für Naturschönlifii iiii«l Naturbetrachtung bat. Jahrbücher. die er bei Nacht von Ferne am Bummel und fallen gesehen. in ästhetischen der kritischen Periode begründet.eine Exposition ästhetischen wichtig. bot. gehabt 1867. die Erhabenen hingerissen wurde. behaupten. indem er die psychologischen Beobachtungen sowohl für die Aesthetik als auch für die Ethik als unzureichend und unphilo- . (Vrgl. Ohne die er Annahme bei eines echten Naturgefühls Tiefe seine unserm Schärfe wäre wenigstens mit der und schwer Theorien bringt verständlich. . kann man durchaus Philosoph. dass er. Diese höhere Untersuchung gründet bekanntlich Kant auf Priucipien apriori. 24 — wohl riclitig p. empirische als sie p. Bd.Knnstkenntniase Preussische besass. der erhabene sie auf seinen kurzen Reisen seine mögen ihn auch nur etliche Meilen über Vaterstadt hinaus geführt haben niemals zum Gefühl des Sterne. nm den einer höheren Untersuchung herbeizuführen" 138). sondern mit Logik in Verbindung (Urth. Denn wenn Natur bo in ihm auch wenig Gelegenheil und Schönheil an nichl die ihrer Erhabenheit bewundern. die Stille der Abend- dämmerung. können ^«m .. Obwohl er nun hier den Stand- punkt der Engländer gänzlich überwindet. Hier er nicht einmal den Gemeinsinn.m1<" Beine vorerwähnten Gedanken über das sich Erhabene be- weisen. XX. oder der Anblick heiteren einer majestätisch nieder- sinkenden Feuerkugel. werden auch ihn mit die Bewunderung ausgeprägten Philosophen erfüllt haben. 89). Nur insoweit der ist für ihn Urteile Stoff zu (p. Die ewigen am Himmel leuchten. mag sein. welchen er für ästhetische Urteile annimmt mit psychologischen Beound Erkenntnisstheorie bachtungen.

Die wirkende Schönen und Erhabenen nicht will er in ihrem letzten Grunde sich verfolgen . Burke gewissen huldigt nun in seiner Untersuchung einem Ursache des Skeptizismus. . sondern sprach sich. die ihnen mangele". Entwicklung zu dieses Winke Mendelssohn schätzte war es. p. gab doch wichtige Begriffs. in „eine Nachricht von der Einrichtung seiner Vorlesungen 1765 bis 1766" veröffentlichte. V.. auch Friedrich Ins Ethik der kantischen „Der Entwicklungsgang Fcerster würden. — zur Kritik der reinen Vernunft".. Bd. obzwar unvollendet und mangelhaft. dem Winterhalbjahr von dass die Versuche schreibt er. 319. 11). 136). psychologisch Kant d. Butcheson's und Hume's. aber eben nur in dieser Art der Behandlung. sehr anerkennend auch über in dieser Burke aus. Hartenstein. die. Berlin l8!>:-5. und zwar ist es diesmal Burke. dem Kant Seine sie vielfache Anregungen des verdankt. seien. ähnlich wie über Locke (K. vrgl. gleichwohl noch am weitesten in der Aufsuchung der ersten Gründe aller Sittlichkeit gelangt Shaftesbury 's. psychologische bisweilen Analyse Erhabenen. wie wir sahen. Kant 's sämnitWilhelm Werke. Gründen apriori 138) konnte Kant nur wenig befriedigen. d. diese Beobachtungen vertiefen suchte. p. von unseren Leidenschaften auch physiologische Erklärungen ') Noch im Jahre 1765 als K. nicht aber eine allgemein gültige transcendentale Exposition mit (p. Art der Behandlung als der vornehmste Ver- fasser genannt zu weiden verdient" (Urth. denn eine psychologische. durch ihn diejenige Präcision und Ergänzung erhalten liche Gr. denn obgleich er bemüht. r.— sopliiseh bezeichnet >). der zuerst. obwohl zu nüchternen Absonderlichkeiten für die führte. 105) und „der Hiime. 25 Namentlich in sehen wir ihn doch vielfach von den englischen Philosophen beeinflusst. diese Untersuchung auch nicht gering. empirische. p. der Analytik des Erhabenen lässt sich das nachweisen. i. II.

Unter- suchung zu Lr ''ht ihren Hauptpunkten nur psychologisch hoffte Werke. und 209). und und unser Wohlgefallen am Schönen anderen Seine Erhabenen im Zusammenhang Lehens mit Er- scheinungen unseres in auffassen. „warum gewisse keim- Vei änderungen im Körper solche und gongen die Seele in anderen Be dei Seele eiTegen. winnen zu können.. weiss ei doch nicht. Auf diesem Wege Urteil er ein überein- stimmendes über das Schöne und Erhabene geist. und welches die bestimmten Beschaffen- heiten oder \\ Veränderungen im Körper in sind. isse Leidenschaften auf diese Weise der Serie hervorbringen" 210). nicht weniger als das theo- das Wahre übereinstimmenden setzen folge. Denn ausser den sinnen und der Einbildungs- ." haben würde. za einer würde.Phi- unter dem (Burk'a losophische Begriffe Untersuchungen übei den Ursprung unserer vom Erhabenen 177:5. Barke die zweifelt nicht daran. will le so verlassen wir unsere Sphäre" (p. p. noch warum überhaupt dei Eindrücke vom Körper erhall und Einflüsse der Seele steht". Schönen". dass. Körper . Er daher nur zeigen. Empfindungen der von welchen gewisse Bewegungen im Körper erregt werden. zwischen klärlich. Regeln des Geschmacks System zusammenzustellen. „welches die sind. wie das entsprechende Bedürfniss in den theoretischen man die eine „Logik des Ge- schmacks rächt (p.zu pehen. Riga Körper Zusammenhang ihm also und Geisl erscheinl uner- „denn wenn wir auch nur einen Schriti über die unmittelbar wahrnehmbaren Qualitäten der Dinge hinansilmn. Der deutsch von Garve. so dringend empfanden Wissenschaften. welche ge(p. in wenn das ein Bedürfhiss. 211). weil er der ästhetische retische Urteil davon überzeugt dass Geschmack über Ja. ebenso als vollkommenen Richtigkeit Logik der Vernunft. 3).

So weit Einbildungskraft oder Leidenschaft in Betracht kommen.27 kraft. welche übereinstimmenden Gesetzen folgen. ohne alles vorhergegangene Nachdenken. von den Vorzügen oder den Fehlern (etwa) einer Schrift gerührt werden" (p. wo es aber auf Anstand. 15). folg wo der mit äusserster Geschwindigkeit der ganze Vei- Gründe und Beweise fortgeführt wird. Allenthalben verschiedene Grundkräfte . die Gründe entdeckt. eine „fortgesetzte Aufmerksamkeit auf und durch eine ( öftere Uebung erhöht und verbessert werden aber -' p. mit welcher der Geschmack das eigene natür- Beweis.kein Jedenfalls ist die Geschwindigkeit. angestellt die über Materien der bloss reinen Vernunft wird. - dass er eine liche Fähigkeit sei '. 33). wie es ja oft Leuten wiederfährt. dass da einzig und allein der Verstand wirkt. deswegen erklärt Burke sich auch Meinung. und bei dem ersten Blicke. fältigeren Betrachtung ändern retische Urteil Wie das theo- kann auch der Geschmack nur durch die Sache. Einwürfe gemacht und beantwortet. und die Schlusssätze aus den Vordersätzen herausge- zogen werden. glaubt Burke. kommt nur die Vergleichung des Aehnlichen und Unähnlichen beim Urteil über das Schöne und Erhabene in Betracht gegen die (p. 84). Richtigkeit und Geschwindigkeit im Geschmacks- urteil ereiclit man durch Uebung. schnell Seine Operation geschieht nicht jedesmal und Re- kommt eilten vor Allem nicht immer gleich zu richtigen sultaten.. Schicklichkeit und Richtigkeit des Planes ankommt. . „durch den wir auf eine natürliche Weise. Urteil fällt. (\m ihre über- Geschmacksurteile nach einer reiferen und sorgmüssen. Diese Geschicklichkeit in Sachen des Geschmacks gleicht dem Gange einer Untersuchung. dass die Urteile des Geschmacks einem be- sonderen Instinkt folgen. ist er überzeugt. dass die Vernunft wenig zu Rate gezogen wird.

ist nnntttz. Aehnlichkeit als eine genug Sache dem positiven Vergnügen habe. unterscheidet er p. nicht berühren. Ferner versucht er zu zeigen. flächlich aber auch immer nur oberdie wirksam sei.. dieser lassen auch die auf welche Denker nicht seine ästhetischen Anschauungen gründet. Terminus hat beilegen wollen. Mendelssohn indem citirten am anderen Orte Letztere Auszug „Frohsein"' besser Ich glaube diese üebersetzung entspricht dem Sinne. phylosophisch" I :!l . Stelle. der Lust und des Schmerzes. den B. und diesen dem ErhaKr läset Gegensatz wiederum auf allgemeine Gesetze des Lebens zurückführen zu können. alles Aesthetische aul den Gegensatz zwischen dem Svhönen und benen. und (p. dass < diese luterenchungen - Bin k's den unterscheidenden Iharakter sie ästhetischen Geschmacks gar Prinzipien. Von diesen Erörterungen wendet Burke sich dann zur Betrachtung leiden mächtigsten Hebel unseres Lebens. •) Gar ve übersetzt „Beruhigung". Die Entscheidung glaubt an einer anderen Burke nämlich. von daher das Addison fallen. dieselben Sachen kommen oft wieder zurück bei jeder Wiederkehr mit wenigerem Vergnügen* der 38). 46). „denn Neuheit läuft schnell über die meisten ihrer Gegenstände hinweg und erschöpft in Kurzem die Mannigfaltigkeil der gewöhnlichen Natur. angenehme Stimmung. welches nur negativer Art . (p. in den Vordergrund gestellte Princip der Neuheil welches bei Erregung der Leidenschaft /war überall. 47 »). . vollen Um beide in ihrem Gegensatz erscheinen zu lassen.weil sie aus dem Aufhören oder der Verminderung nicht von mit Schmerz entspringt. liegt noch klar erkennen. belegt zu mit demselben Namen werden" (p. von der positiven Lust das Frohsein (delegiht die ist. und überdies in hohem Grade un:üi).Man sieht.28 - annehmen. um «»der von gleicher Natur angesehen.

51). p. wobei Burke denn freilich auf die Erscheinungen sich zu beschränken. Jod] 2<>2j. welche unser Dasein bedrohen. Lust und Sehmerz beide positiver Art und von einander unabhängig. wie die des Schreckens oder der Furcht. Schmerz und in Schöne beruhen. sicli gegenseitig zu bedingen tritt 41). um die Entstehung des op.dass 29 — ohne in stetigem Wechsel (p. . und es Selbsterhaltung. natürlichen Rechts zn erklären. (Vrgl.seien. denn diese sind hervor- ') Diese zwei Triebe hat entlehnt. dass keine Lust stärker Burke als die auf die Befriedigung der geselligen Triebe zusei. auch Zimmermann. 54). nicht getreu bleiben kann. entstehen durch die oder ist Gefahren. Befriedigung des Geschlechtstriebes. und dass jedes positive Wohlgefallen zum Anschluss oder zu einer Art geselliger Verbindung mit einem Gegenstande auffordere ihren Ursprung verdanken und (p. So sollen Lust und Schmerz zwei verschiedenen Trieben zwar den beiden Trieben. p. Auf in Trieben soll nun auch das Erhabene und das Tod. der ersten Grundlage des geselligen Lebens. rückgeführt. Die stärksten Bewegungen werden unserer Seele durch die Ideen von Krankheit hervorgerufen. op. G-rotius benützt den geselligen Trieb. daher der Trieb der welcher in diesen Leidenschaften sich Das Gefühl der Lust dagegen wird von Er bemerkt. regt (p. durch den auf Selbst- erhaltung gerichteten der einzelnen entwickeln. 114 und Iti. cit.j. führt werden. Der Schmerz und Angriffe alle mit ihm verwandten Leidenschaften. cit. Burke Lässt von Hobbes und Hugo Grotius aus Der erstere Trieb Recht und sich Sittlichkeit dm natürlichen Anfangszuständen. als welche der herrschende Naturalismus die einzigen ! Triebfedern unseres Lebens zu betrachten pflegte diesen ). dass sie auf ganz verschiedene Gründe zurückgeseinem Vorsatze. Der Gegensatz vollends zwischen beiden aber erst dadurch klar hervor.

m endem Masse zu bedrohen. eine merkwürdige Uebereinstimmung Burk's mit Schopenhauer. oder hindernde das Objekt eine fördernde Beziehung de nachwerden. ist was auf irgend eine Weise schrecklich in oder mit schrecklichen Gegenständen steht. nicht beruht das Schöne. mangelte es nicht an feinen Bemerk- ungen. dem diese < Grundtriebe Ibjekte in Bewegung gesetzt sind die bald erhaben. Die /egungen aber. mehr und mehr auch das . noch um die Vollkommenheit und tionalität des Gegenstandes. sindern allein darum. über die Schönheit und Erhabenheit eines Dinges macht er nicht von dessen objektiven Merkmalen abhängig.:. sondern was uns anmutel anreizt. zu den beiden Grundtrieben seiner Natur hat. sondern lediglich davon. beweist ferner die Bein strebung des Naturalismus. als welche ist das Gefühl der Lust in mit sich der Schmerz Lust (p. Quelle vom Erhabenen". alles. was auf einige Weise die forste! lnngen von Schmerz nnd Gefahr zu erregen. was uns Furcht macht. Jn diesem Gefühlszustande kümmert sich aber das Subjekt weder um die ZweckProporob mässigkeit. wie das Subjekt durch sie sich afficiert fühlt. Verwandt- schaft oder anf eine dem Schrecken ähnliche Art ist anf die Seele wirkt. Dieser Theorie. sind weit mächtige] bringt. das Auf dem Gefühl der Lust und so zum Anschluss und zur Verbindung wird schön genannt In dieser subjektiven Weise sucht Burke das Erhabene wie auch das Schöne Sein urteil zu bestimmen. die durch die Vorstellung von Schmerz erzeugt werden. (geeignet. welche die Beweggründe des ästhetischen Urteils aus den stärksten Trieben unserer Natur abzuleiten versucht. stark auch musste sie einer Zeit Sie zusagen. seinen Wirkungen stärker die 52). als die. bald schön. schiekl ist. welche so der Natur huldigte. die Erhaltung unseres Lebens „Alles nun.

bald jenen Trieb oder Vorgang zur Gefühlsunterseiner lage für die Begründung Vernunft ethischen eine Theorien passive machen. Eines ist zwar diesem Natur- alismus gelungen. der Emotionen herabdrückt. Jodl. Schön ist sondern durch etwas Positives. einem.31 Gebiet des sittlichen Lebens einzudringen. Bd. op. cit. über- geordneten Gattungsbegriff Diese Spaltung hat auch Kant satz in seiner Aesthetik nicht vermieden. nämlich die Zersplitterung der morali- schen Lehren. als an dem Schönen und Erhabenen gemeinsam fest. eigene Werturteile zu bilden beraubt. wie der physischen Gesetze. konnte er bald diesen. für Kant was (in (in subjektiver Beziehung) ohne Begriff und ohne praktisches Interesse allgemein und notwendig gefällt. die ja der Naturalismus bei der Be- gründung der moralischen. Der wies man aber Stellung an. I. er kennt nicht ein Schönes im engeren Sinne und hält dementsprechend auch nicht an der Schönheit. und zur blossen Handlangerin (Vrgl. Somit begründet nicht durch zufällig Kant das Schöne und Erhabene angenommene Gefühlsunterlagen. ausserdem verweisen uns nur an unbe- kannte Ursachen. und Geselligkeit den Verstand ent- gegen. nicht entbehren kann. Die Schwäche dieser Versuche liegt in der Gezwungenheit sie ihrer Er- klärungen. p. der denn da er das Wesen der Dinge aus der Mannigfaltigkeit Anlagen und Vorzüge des Seelenlebens zu bestimmen unternahm. die objektiver Beziehung) Form der Zweckmässig- . geht nun auch in das Gebiet der Aesthetik insofern der Naturalismus den Begriff des Erhabenen und den des Schönen trennt und beide auf verschiedene Prinzipien zurückführt. Im GegenSensualisten zu überhaupt Burke und zu den stellt er dem Trieb dem der englischen der Selbsterhaltung die Vernunft. durch die sie der Fähigkeit.) Diese Zersplitterung über. '226.

eingebürgerten Dualismus I4. (Vrgl. friere. der „Philosophischen Monatshefte" pro 1893.k. Unger. „Erwin a Berlin 1815. Thcil 163. II. p. Hermann. beider gefunden werde (Vrgl. lud lern: Schiller begründet diesen Dualismus ähnlich wie Da> Erhabene ist zwar auch bei ihm dem Schönen coordiniert. Zeising op. das Erhabene aber nnsere. dieses umgekehrt als ein Binstreben zu jenem erscheinen. Zeisihg habenheii ist die Er- nur eine Modification des Schönen. wie viin sich das Erhabene zum Schönen verhält. Leipzig 1876. diesen Gegensatz zu schlichten. Wenn Burke Princip des Geschmacks auf übereinstimmende Verstandesgesetze 1 1 Von Kant aus ging dieser Dualismas seiner in die ästhetischen Arbeiten in Krug. Das Erhabene lässt er nur als ein Binstreben zum Schönen. Thiersch.">. Solger heit nur in der ununterscheidbaren Mitte . den verschiedenen Autoren verschieden aufgefasst. 280 und 181). XV.-it ein enstandes. p. er subordiniert aber doch beide Begriffe noch einem Schi Her 's sämmtliche Werke. Bouterweck. obwohl man hier bemüht Nachfolger: sich war. Die Art und Weise aber. wird (Vgl.) In neuester X<it versuchte Groos in einer p.i Losmachen. Siebeck.Werkes u 1- >i ii wird. in seinem „Erwin" macht Versuch. Vermögen des nbertrifft" Gemüts beweist. . Das Schöne als Verstandesbegriff stellt ans gehl die eine formale Zweckmässigkeit dar. und da wir hier Zweckmässigkeit nicht mehr zu erkennen imstande hat es sind. „Vorschule der Aesthetik". konnte man p. ergaben hingegen «'in „was auch nnr denken /m können. Bd. alles Abhandlung was auch das Schöne und Erhabene. (Vrgl. das jeden Masstab der Sinne drili. Solger.. ]. 103). während die volle Schön- dem [dealschönen p. Kant. doch nicht völlig von dem in iU'V Aesthetik bereits cit. Fechner. . Her hart. den Dualismus durch den Trialismus zu ersetzen. ästhetisch wirkt. ist somit Bezng anf l die Unendlichkeit das and ein Vernanftbegriff ). unter dem allgemeinen Begriffe „ästhetisch" zu subordinieren. 243). H erder. ja auch die der riegelischen Schule über. Fassungskraft hinaas.tliii' < * 1 Bofern Bie iin'ii ohne Vorstellung >>'u\r< /. also 531. KirchNach < ' i mann.


„eine
fruchtlose

33


Kant
dagegen, dass das
sei;

zurückführen wollte, so meint

Bemühung

denn das ästhetische

Urteil wird nicht durch Begriffe bestimmt, sondern einzig

und
eines

allein

durch das subjektive Gefühl, und kein Begriff

Die

kann sein Bestimmungsgrund werden." der Empfindung, (des allgemeine Mitteilbarkeit
Objekts

Wohlgefallens
die ohne

oder Missfallens) und zwar eine solche
die

Begriff stattfindet,
aller

Einhelligkeit,

so

viel

möglich,

Zeiten und

Völker in Ansehung dieses
ist

Gefühls in der Vorstellung gewisser Gegenstände,
das empirische, wiewohl schwache und

kaum

zur Ver-

mutung zureichende Kriterium der Abstammung eines so durch Beispiele bewährten Geschmacks von dem
tief

verborgenen,

allen

Menschen

gemeinschaftlichen

Grunde der Einhelligkeit in Beurteilung der Formen, Geunter denen ihnen Gegenstände gegeben werden". schmack lässt sich daher nicht durch „Uebung erhöhn
und verbessern", wie Burke „selbsteigenes Vermögen sein".
ahmt,
zeigt, insofern
will,

sondern

muss ein

Wer

ein Muster nach-

er

es

trifft,

„Geschicklichkeit",

Geschmack aber nur
teilen

insofern er diesen selbst zu beur-

vermag.

Hieraus folgt nun,
des

„dass
eine
in

das höchste
blosse
sich

Muster,
sei

das Urbild

Geschmacks
die

Idee
selbst

(ein

Vernunftbegriff),

jeder

hervorbringen muss,

und danach er

alles,

was Objekt

des Geschmacks, was Beispiel der Beurteilung durch Geschmack sei, und selbst den Geschmack von jeder-

mann

beurteilen

muss".

(Urth.

p.

79.)

Auf diesem
ist

Wege
nötig,

unserem Philosophen weiter zu folgen,
weil schon

nicht

aus

diesem

Gegensatz zur Genüge

hervorgeht, dass

Kant

zur Begründung des ästhetischen

Urteils nicht zu willkürlichen

und nicht weiter bestimm-

baren „ästhetischen Sinnen" seine Zuflucht nimmt, sondern der Vernunft auch hier das ihr gebührende Recht ein-

i

.mm'

Wenn demnach von einem
Bein

Einfluss

Burke'sauf
viel,

Kam die Rede Kant gewisse
und

kann, so bedeutet das so

dass

negative

Bestimmungen von

Bufke
solche

eptiert hat, diese aber unter positive, allgemein gültige

notwendige

Vernunftgesetze

stellt

Eine

Beeinflussung

findet sielt,

wie schon anderwärts erwähnt,
in

besonders
lytik

in

der Analytik des Erhabenen;
erinnerl

der Anader

des

Schönen

nur

die

Feststellung

Bestimmungen dieses Begriffs an Burke.
bestreitet
die
\
1
1

Audi Burke
ent-

>

i

1

1

1

.

dass der Begriff der Proportion,

die ans
stellt,

der

Vergleichung

mehrerer

Verhältnisse

auf irgend eine Weise als der Grund der Schön-

heil

angesehen weiden könne.

Die Schönheil

ist

kein

Begriff,

der sich auf Messungen bezieht, „sie hatgewiss
mit

nichts
ip.

Rechnungskunst

und

Geometrie
ist

zn

flimr

145).

Was

sieh auf Proportion gründet
sie

nicht Schön-

heit,

sondern durch

wird nur die Gattung bestimmt,
Teile

denn weil ..durch das .Mass und Yerhältniss der
sich eine

Gattung der Tiere von der anderen unterscheidet,

sm ninss freilich jedes Ding, das in seiner
sein
soll,

Gattung schön
Gattung

die

.Masse und

Proportionen

seiner

haben, weil sonst es von dein allgemeinen Begriffe derselben

abweichen würde, und

auf

gewisse Weise un-

geheuer wird-,

niese Proportionen sind aber bei keiner dass es unter den Individuen nicht

Gattung
noch

so

fixiert,

beträchtliche

Abänderungen geben könnte,
in

und

unter diesen Abwechslungen

der Proportion, die jede

btung zulässt, ohne das Gemeinschaftliche ihrer
zu
verlieren,
ist

Form

keine,

bei

der sich

nicht

Schönheit

linden liesse.

(p. 157.)

In einer

und derselben Gattung

können sich Individuen von sehr verschiedenen Massverhältnissen und doch gleicher Schönheit befinden, und

umgekehrt können

mehrere

Individuen einer Gattung,

bei aller Gleichheit der Proportionen, an Schönheit sehr


verschieden
hältnisse
,

35

sein.

bei

Wie weit weichen nicht die Verdem männlichen und weiblichen Körper
und doch sind beide Geschlechter der
154:).
(p.

von einander
Schönheit; sie

ab,

Schönheit fähig

Die Proportion macht nicht

ist

nur ein Moment im Schönen.

Die Ideen, welche
Schicklichkeit,
d.

Burke

unter der Kategorie der

h.

in

seinem Sprachgebrauch, Zweck-

mässigkeit vorbringt, weisen schon ganz auf

Kant

hin.

Wenn

das

Wesen
so

der Schönheit nicht auf der
es

Propor-

tion beruht,

kann

noch weniger

in

der Zweck-

mässigkeit liegen,
portion als
die
so

um

derentwillen

Grund der Schönheit
keilförmige

man ja auch die Proansah. Denn wenn

Zweckmässigkeit die Schönheit, ausmachen würde,
„müsste die

Schnauze eines Schweines

mit ihren zähen Knorpeln an der Spitze, m'nssten seine
kleinen
tiefliegenden

Augen und das ganze Gemachte

seines Kopfes, das zu dein Geschäfte desselben,

dem Durchist,

wühlen und Umgraben der Erde, so zweckmässig

ausnehmend

schön

sein".

Auch müsste

der

Pelikan
Schnabel,

wegen

seines zweckmässigen grossen Beutels

am

der Igel wegen seiner stachlichen Haut schön genannt

werden.

Ebensowenig wird der ästhetischen Beurteilung
Affen, eines Wolfs,

etwa eines

eines

Elephanten oder

Löwen
gelegt

der
(p.

Masstab
169).

der Zweckmässigkeit zu
also

Grunde
nennen,

Um

etwas

schön

zu

braucht

man

nicht vorerst den

Zweck zu kennen; denn
gewisse
Befriedigung

der Eindruck, den die Zweckmässigkeit auf uns macht,
ist

eine

blose

Billigung,
(p.

„eine

unseres Verstandes"
nichts

174); die Imagination hat aber

mit der

Zweckmässigkeit des Baues zu tlnm;

diesen zergliedert die Anatomie, die

dem

Interesse der

Schönheit

oft

gerade

entgegengesetzt

ist.

Auch

die

Vollkommenheit
bringt

schliesst

Burke von
besonders

der Schönheit aus,

aber

dabei

nichts

Bemerkenswertes

ip.

36


Schärfe
die

L78).

Diese negativen
in

Bestimmungen des Schonen
zusammen.
Er

fasst
stellt

Kant
fest,

ihrer
die
ist,

ganzen

dass

Normal-Idee,
niclil

zum
von

Entwürfe
die

eines

[deals nötig

von

Proportionen,
als

ans

der Erfahrung hergenommen sind,

bestimmten

Regeln abgeleitet

ist;

sondern nach ihr werden allererst
„Sie
ist

Regeln der Beurteilung möglich.
die

das Bild für
einzelnen,

ganze Gattung,

welches

/wischen

allen

auf mancherlei Weise verschiedenen Anschauungen der

[ndivuen
die

in

drr Mitte schwebt.
in

Sie ist ein Bild, welches

Natur ihren Erzeugungen
in

derselben Spezies zwar
völlig

untergelegt, aber
erreicht zu

keinem einzelnen Individuum
Die Normal- Idee
ist

haben

scheint.

noch
dieser

keineswegs das Urbild der Schönheit selbst
Gattung, sondern nur ihre
lässliche

in

Form, welche die unnachSchönheit

Bedingung

aller

ausmacht, mithin
(Urth.

bloss die Richtigkeit in Darstellung der Gattung".
p.

83).

Die

Zweckmässigkeit
der

und

Vollkommenheit
aus.

uchliesst

Kant auch von

Schönheit

Er

be-

gründet dies wie folgt:
mässigkeit

Wenn

wir objektive

Zweck-

an einem Dinge beurteilen wollen, so muss von einem Zwecke vorausgehen, wozu
soll.
.

stets der Begriff
Las

Ding dienen

Dieses findet sowohl bei äusserer
i.

Zweckmässigkeit
innerer, d.
i.

d.

Nützlichkeit

,

als

auch

bei

Vollkommenheit eines Gegenstandes,

statt.

Nun
weil
hat.

ist

aber die Schönheit davon ganz verschieden,

man gar keinen Begriff von einem Zwecke nötig um ein Ding als schön zu beurteilen. Dennoch

meint Kant, eine Aehnlichkeit zwischen Vollkommenheit, und glaubte, dass die und Schönheit
suchte man,
erste eine undeutliche,

verworrene Vorstellung der Vollaber die Unrichtigkeit dieses Ge-

kommenheit

sei.

Um

dankens einzusehen, braucht man nur zu bedenken, dass alle Begriffe, mögen sie verworren oder deutlich gedacht

welche sich Zusammensetzung des Mannigfaltigen bezöge. Blumen sind freie Naturschönheiten. die Zeichnungen . Es giebt nämlich nach Kant zweierlei Arten von Schönheit: freie (pulchritudo vaga) und anhängende Schönheit (pulchritudo adhaerens). sondern und für sich gefallen. der Paradiesvogel. Die anhängende SchönBegriff und die aber setzt einen solchen Ange- messenheit des Gegenstandes an diesen Begriff voraus. nimmt doch auf diesen Naturzweck ganz und gar sobald er keine Rücksicht. Die freie Schönheit ist eine für sich bestehende Schönheit dieses oder jenes Dinges. alsdann ist aber die Schönheit keine freie. Die freie Schönheit setzt keinen Begriff von dem voraus. Schalthiere der Colibri. das Befruchtungsorgan der Pflanze erkannt. sondern nur aus dem Gefühle der Zweckmässigkeit in der Einstimmung der Einbildungskraft und des Vertische Urteil standes entsteht. was der Gegenstand heit sein soll. Und selbst der Botaniker. sondern eine anhängende und das Geschmacksurteil wird unrein. die einem Begriffe anhängt. diesem Grunde gelegt. über die Blume mit Geschmack auf Es etwa wird also keine Vollkommenheit von irgend einer Art. Was eine Blume für ein Ding sein darüber ist nur der Botader niker sich völlig klar. urteilt. der Papagei. keine innere die Zweckmässigkeit. Die andere ist aber eine bedingte Schönheit. vor den Verstand oder das Vermögen der Erkenntnis ans Begriffen gehören. Urteile zu Viele Vögel. dass hingegen das ästhe- ganz und gar keine Begriffe voraussetzt. die gar keinem nach Begriffen So bedeuten Ansehung seines frei Zwecks bestimmten Gegenstande zukommen. für sich bestehende Naturschönheiten. eine Menge in des Meeres sind freie.— 37 - werden. soll. Man kann zwar Gegenstandes bei der Beurteilung der Schönheit eines auch auf gewisse Zwecke Rücksicht nehmen.

die Festigseiner keit Wände u. was ja. zu dieser In Au zählen. and sind ganz in freie Schönheiten. wo dies angeht. die aber doch. hat. s. und daher bloss anhängende Schönist Das ein Urteil darüber logischen kein rein ästhetisches. unter einem stellen nichts vor. Begriff von das Greschmacksurteil rein. welcher zugleich seinen Zweck vor Augen und die Lage desselben. sein soll. Wer einem Palaste bloss auf die Schönheit Rücksicht nimmt. Palast. Arsenal oder Gartenbau setzt — sei es nun — diese Schönheil den Begriff vom Zwecke voraus. eines Gebäudes. ist was das Ding heit. die Schönheit eines Mannes. die man der Musik Phantasien ohne Thema nennt. w. die sondern auch Nützlichkeit des Objekts. Der das letztere beurteilt nicht bloss die Schönheit. ganze Musik ohne Text. und unter dieser Art. Kirche. bei in Beobachtung Gegenstandes gleichsam ihrer Freiheit be- schränkt werden. Weibes oder Kindes: die als Schönheit eines Pferdes. mithin also einen Begriff seiner Vollkommenheit. solle. das 38 — zu Laubwerk sie Einfassungen odei auf Papiertapeten nichts. . Nun kann zwar Wohlgefallen aus nicht Begriffen des Nützlichen und Guten selten mit dem ästhetischen Wohlgefallen ver- bunden werden. der Benrteilnng einer freien Schönheil der blossen isi Form nach. und es ist nicht zu leugnen. welcher bestimmt. Mau kann auch das. fixiert wird. und was also Denn der dadurch wurde die - Einbildungskraft. der Geschmack mehr Er wird dadurch gewissen Regeln unterworfen. als wird ihn oft ganz anders beurteilen. wozu dienen. seine Bauart. Die Schönheil eines Menschen. dass da. kein Objekt bestimmten Begriffe. sondern I ] mit bei Ingredienzen vermischtes teil. Es ist kein irgend einem in Zwecke vorausgesetzt. derjenige. in Anschlag bringt. das Mannigfaltige dieses dem gegebenen Objekte vorstellen die spielt.— recqoe.

Auch er meint. 72 und 76). müssen. was er vor den der andere erste nach dem. gefällt (Vrgl. Guten vorhanden. getadelt und falschen Geschmacks beide urteilte in beschuldigt werden. oder Zwecke keinen alsdann er ein doch in seinem Urteile ganz und gar davon dieser richtiges abstrahierte. Obgleich Geschmacksurteil fällen würde. nämlich nach dem. so anderen. nicht aber das Wesen des Schönen ausmacht. Ein dem Begriffe eines schmacksurteil kann nicht Zwecks verbundenes Gerein sein. dass die Gattung bestimmt. noch von der Zweckmässigkeit abhängig gemacht werden kann. beide Gemütszustände. heissen bei Lichte besehen. Endlich . da als den Gegenstand er doch viel- freie Schönheit beurteilte. § 15 und 16. richtig Gleichwohl urteilen. dass das Schöne weder von der Vollkommenheit. erklärt Wie Burke Proportion die demnach auch Kant. könnten ihrer Art ganz Der eine Sinnen. der Vollkommenheit mit zusammenstimmen. was er in Gedanken ein Der hat ein reines. d. Schönheit durch Vermählung des Schönen mit dem Eigentlich aber gewinnt weder die Vollkommenheit. i. Gegenstandes von bestimmtem inneren Zwecke würde ein Geschmacksurteil nur wenn der Begriff Urteilende entweder von diesem hätte. noch die Voll- die kommenheit durch nur das die Schönheit. der zweite angewandtes ästhetisches Urteil p. der würde auf leicht von einem Gegenstandes sieht und also die Schönheit an ihm nur den Zweck des als anhängende eines Beschaffenheit betrachtet. hat.- 39 — Regeln des Geschmacks. sondern es gewinnt Vorstellungskraft. In Ansehung eines dann rein sein. gesammte Vermögen der wenn tische. Urt. der logische und ästhe- welche bei der Beurteilung der Schönheit und thätig sind. nicht sowohl als vielmehr der Vernunft Es ist hier eine blosse Vereinbarung des Geschmacks mit der eine Vernunft.

dasjenige za was ihr nicht schön. streben als Seele. Werfen wir nun einen Rückblick auf liche die geschichtbis Entwicklung des Erhabenheitsbegrift's wir. § 2. so dass die Bemerkung Hettner's: . und Burke nichts mit Wenn er in sich der Einfluss Bnrke's auf Kant hier auf die Feststellung so des Schönheitsbegritfs beschränkt. gefundenen Merkmalen Diejenigen Aesthetiker aber. unter dem Einfluss Bnrke's: neuen Bestimmungen sind meist vereinzelt und ohne Zusammenhang mit anderen. ihre Burke über diesen Gegenstand wie wir sahen. oh sie gleich Liehe erregt. etwas ganz anderes »l i«- al> die Begierde sinnliche Lust. sondern dass p.im • Bnrke Schonen »ehr wohl gefühlt. überhaupt interesselos (Vergl. sondern ans ganz anderen eine Ursachen nach gefällt. dass die Analyse des Erhabenheitsbegriffs hei Kant mehr durch dingt ist. Longin schrieben. Kant zu nicht halt an diesen dass Gedanken Bnrke's das und sucht beweisen.hat . für diesen Begriff viel wichtigeren Merkmalen. wird der Behandlung des Erhabenen hervorstechender. In Burke finden sich alle Elemente des Erhabenen zusammengefasst. die nach stehen. Urth. Wir können eines grosse Begierde dem Besitze Frauenzimmers yon geringer Schönheit haben. Burke so sehen dass sie im Wesentlichen auf den von beruht. dass das Wohlgefallen sei.Dass die spätere Wissenschaft .) Schönen es nur von aller Begierde sei. am II. <i«t er definierl als das „heftige Bebesitzen. da hingegen die vollkommenste Schönheit einer Mannsoder eines Tieres. doch nicht das geringste von einer Begierde (p. Wohlgefallen frei. person. dies auch Es mag mit dem Umstände in Verbindung gebracht werden. erweckt" fest 142).. psychologische tiefe Gesichtspunkte be- als die metaphysische Autfassung des Schönen. Freilich in der Begründung ihrer Ansichten haben Kant einander gemein.

glatt Ferner: „das Schöne muss und polirt. wird von in seiner Burke zum ersten Mal ganzen Schärfe erfasst. das Grosse rauh und nächlässig sein. Der Unterschied zwischen dem Schönen und dem Erhabenen. das Erhabene muss zuweilen düster und finster sein. leicht.) fest. dass die erhabenen Gegenstände die von grossen Dimensionen. 1872. L. sondern unterscheidet das Erhabene auch seinem äusseren Wesen nach vom schönen aber ver- Schönen. angenommen und genden sollen die sie im Sinne seiner subjektivistischen Gedankenrichtung seinem Systeme einverleibt. den schon ältere Aesthetiker. (p. da macht es oft starke und plötzliche Abweich- ungen. Bd. und wo es ab- weicht. gelegentlich andeuten. standhaft ver- Derartige . wie Longin. die psychologische Seite des Problems im Auge Freilich messen die späteren einen Philosophen diesen Ausführungen Burke's sehr verschiedenen Wert bei. und nicht weniger auch nach den verschiedenen philosophi- schen Richtungen. stets So meint er. Er gründet diesen Unterschied nicht nur auf die Verschiedenheit der beiden erwähnten Triebe im Menschen. 440). das Grosse liebt in vielen Fällen die geraden Linien. behend und zart. dargelegt werden. wenn man nur hat. Das Schöne darf nicht dunkel. eingewirkt oder ihn zu seiner selbst- soweit sie auf Kant ständigen Auffassung angeregt haben. gleichungs weise klein seien. Braunschweig p. und sogar massiv das Erhabene sehr'. denen nun diese Elemente des Kant hat auch Burke Erhabenen von sie angehörten. Im Fol- Gedanken Burke's über das Erhabene. vollkommen richtig ist („Geschichte der englischen Literatur". je nach den ver- schiedenen Auffassungsweisen der einzelnen Denker.- 41 — wenig: neues hinzuzufügen wusste". Das Schöne muss muss 206. Schönheit muss die gerade Linie vermeiden oder doch durch unmerkliche Stufen von ihr abweichen.

mau nun zugleich Ausdehnung haben oder nicht. . erwähnt werden. 227. so dass man annehmen kann. wie z. I. p." Arten von Tieren. B. obwohl doch die Wir- kung des Erhabenen hervorrufen können. dem die Betrachter für eine gewisse Furcht oder Hinke nnd hervorragende Quellen des Erhabenen der Voraussicht weil ihre i-t. Kant zu dieser mathematisch-ästhetischen Unter- suchung durch Hinke angeregl wurden ist. nicht 95). Wirkung dem gegenwärtigen Schmerz also unter ist ähnlich Was Gegenständen des Gesichts xdireckerhaben: es - lich ist. Bnrke dass er stimmt mit seinen Vorgängern darin überein. desselben furcht. der Namenerklärung sich bei des fach dass Mathematisch-Erhabenen finden ihm viel- Anklänge an Burke. So giebt es verschiedene klein. wenn auch sondern auch in Bnrke '). Schlangen ') Wenn den Dingen von grossen Siehe pag. in das Erstaunen als die Wirkung ^rs Erhabenen seinem höchsten Grade bezeichnet. weil sie in von Schmerz oder Tod bestehen. 17 dieser Schrift. 249. sollen noch vorbereitende Gedanken Burke's.) . A. an (Vergl. Hochachtung und Ehr- Dieses Erstaunen wirkt aber in Schrecken. weil sie als fürchterliche Tiere 2 ). § 23.42 — sich gleichende Bemerkungen finden anabhängig p. sind. (Vergl. Bd. irgend das gefährlich ist. Vischer. betreffend seiner Auffassung des Erhabenen. Denn es ist auch etwas. das Grösse der unmöglich. angesehen zu werden. Die geringeren Wirkungen sind: Bewunderung.esthetik.. Bei Kant erinnert Mathematisch. Bevor wir aber auf diesen etliche Tunkt näher eingehen. Diese und andere interessante Beobachtungen Burke's haben ausser Kant besonders auch Vischer mannigfaltige Anregungen zu seinen Untersuchungen gegeben. 245. von Hinke auch bei Kant. die. nur die Einteilung in das in- Dynamisch-Erhabene.nnd direkt. als klein und verächtlich anzusehen.

es. Sobald der Atischwindet ein erste grosser Furcht. dies zwar von ist die all er wichtigste hohem Grade schreckist in allen licher Gegenstand ist. und wir . Diesen Umstand wissen be- wohl diejenigen despotischen Regierungsformen zu nützen. in Auch dieser nämliche Kunstgriff vielen Religionen gebraucht worden. Denn der Schrecken Fällen ohne Ausnahme. Erhabenen". wenn wir uns an eleu Anblick eines schreckso ist der grösste lichen Gegenstandes gewöhnt haben. möglich. bald versteckter. des Erhabenen. uns die Gegenstände verbirgt. so sind sie bedeutend So übt die Aussicht auf eine weitausgedehnte Ebene bei nicht eine so mächtige weitem wie Wirkung auf die etwa der Anblick des Oceans. Teil der Furcht verschwunden. die auf die Leidenschaften der Menschen. alle ') So waren •). der Daseins. Das Dunkel ist also ein neues von Burke gefundenes Merkmal ist Denn nur wenn wir die Grenzen und den genauen Umfang einer Gefahr nicht kennen. hinzu- kommt. ist. und besonders auf die Leidenschaft der Furcht gebaut sind. dass sie uns schrecklich erscheine. sondern weil die Gefahr sie aber nicht an sich seihst schrecklich.43 Dimensionen noch die Idee des Schrecklichen erhabener. versagt uns in Wächter unseres der Dunkelheit seine Dienste. „dass der Ocean ein in Seele ans. bald sichtbarer. wie er meint. bei- nahe heidnischen Tempel dunkel sagl isl Aber nicht Angeregt durch Burke. indem sie ihr Oberhaupt vor ist den Augen des Volks verborgen halten. und uns Teil also der ganzen Gewalt deutlich der Einbildungskraft überliefert. Um aber einen Gegenstand schrecklich ist erscheinen zu lassen. Burke stellt also dass Furcht und Schrecken ästhetisch wirken können. Es kann mehreren Ursachen herrühren. Der Sinn des Gesichts. aber die. „dass sie schrecklich auch Schiller von der und eben darum zum Er- habenen tauglich. das herrschende Principium des fest. Sie ist Finsterniss. dazu jedesmal Dunkelheit nötig.

wie eine Beschreibung durch Worte. [. «'ine weit allgemeinere und weil als stärkere die Herrschaft über unsere Leidenschaften Malerei.) Vischer Vrgl. wo es Erhaben- gilf Für Kammerdiener giebt op. von dem Reize des Geheimnissvollen Dagegen glaube ich nun.. . dass und Erhabenen verliere". kann uns doch nur eine sehr dunkle und un< vollkommene Idee von dem behandelten tegenstand geben und demgemäss deren sie viel erhabener wirken. 230. Burke woraus durch unalle sere Unwissenheit von den Fühlen Dingen unsere uns setzl der verborgenen Gefahr wehrlos blossgestellt. dargestellten sie Je klarer die Begriffe \ I«'ii GegenEin- ständen sind. 'it. 1 Bumboldt. der diese Beobachtung Burke's in seinem 20) Kosmos p. 243. wo Meinung Locke's über das Fürchterliche der Dunkel- prüft..) Vergl. dazu noch eine andere Stelle von er die heit Burke (p. dass eine dunkle Idee erklärt '). (Bd. Burke. rührender als eine klare. und Redekunsl gerade wegen der Unbestimmtfähig ist. als ein mikroskopisches Sehen und Be- Es gilt ferner.dass das Erhabene nichts weniger duldet. Besorgnis. dass die Malerei. Demnach hat die Dichtheit. Vischer handeln. Auf diesen nrteill < Grundsatz sieb Btützend. anführt. wenn er behauptet. eit. als motiviren ins Kleine. in die Darum als ein der Aberglaube alle Geistererscheinungen Mitternachtsstunde.l1 ^ ob „bei jedem Forschen in das innere Wesen der Kräfte. sondern auch sich die.II nur diese objektive Dunkelheit. recht hat. keine Helden. p. nichi denselben starken Ein- druck hervorbringen kann. ist des Erhabenen fähig."" ürth. in der wir alles bis ins einzelnste vor uns sehen. 238). Diese." (Schiller op. dass der Verstand. sofern er in dem ästhetischen Sehen und Darstellen implicite mitbeteiligt. auch Kant. und das Reich des Todes Wird vorgestellt ßeich der ewigen Nacht. die Natur von ihrem Zauber. . sei sie noch so lebhafl und malerisch abgefasst. ist Die Thatsaehe... nichts es mehr zu scheuen heit hat. p. p. 129. desto ungeeigneter sind für den druck des Erhabenen. bestreitet die. . welche subjektiv darstellen lasst.

Die Natur mit ihren dunklen. An anderer Stelle sahen wir. Denn ein Gegenstand kann kaum unsere Seele durch seine Grösse rühren. er untersucht auch zugleich die . durch Bilder. dass Burke die Grösse der Ausdehnung unter die Eigenschaften rechnet. indem er verlangt. p. einen tieferen Eindruck machen. Burke. Burke spricht allerdings an den citierten Stellen noch nicht von der Notwendigkeit. 96). seiner Untersuchung Er stellt aber im weiteren Verlauf auch die Forderung an das Er- habene. weil sie in Unordnung sind. Eben aus diesem Grunde üben die Vorstellungen von Ewigkeit und Unendlichkeit einen so erschütternden Eindruck auf unsere Seele.entsteht. Gedanke deckt sich völlig mit der Behauptung Kant's. 45 — alle „und wodurch vornehmlich unsere Leidenschaften erregt werden*'. „sofern Unbegrenztheit an ihm oder durch dessen Veranlassung vorgestellt und doch Totalität desselben hinzugedacht wird" (Urth. und dieses kann kein Ding*. und bestimmte Vorstellungen Dieser (vergl. aber die Grenzen eines erkennen". dass betrachteten die Totalität des Gegenstandes hinzuge- dacht werden müsse. was durch seine Ausdehnung erhaben werden sein muss". als wenn man in die Grössen bestimmt von einander trennen würde. dass wir die Erhabenheit einem formlosen Gegenstand finden. verworrenen und unge- wissen Bildern hat über unsere Phantasie eine grössere Gewalt. ist eben soviel. dessen Grenzen wir wissen. soll. die eben. damit die Wirkung des Erhabenen vollständig werde. Dinges wissen. dass: „jedes Ding. auch an 83 ff). 229). p. als klare p.— Bewunderung. „wenn er sich nicht einigermassen der Unendlichkeit nähert. die er- haben wirken können. sondern durch eine Menge grosser und Unordnung gehäufter Bilder wird das Gemüt bewegt. als es deutlich Nicht also durch klare. ein Einziges einfaches Ganze (Burke.

\\ ie unabsehlich sie auch sei. gar nichts Furchtbares an sich. Einflnss dieselben Kant macht tungen auch. cit. ist. Höhe weniger ein die Tiefe. „dass die Höhen durchaus erhabener erscheinen als gleichgrosse Längen. bald drohend di<- unruhig und erschütternd Tiefe." (Vischer. Vischer stelli Betrachtungen und sucht ihre Richtigkeit aus soll den Begriffen selbst abzuleiten.Dynamisch-Erhabene mit dem Anblick derersteren verbindet. demnach wirken. machen druck. dass sich da. weil die eine Tiefe noch erhabener als eine Idee des Furchtbaren sie unmittelbar begleitet. „erfüllt Seele mit die derjenigen Art an- genehmen Schreckens. welcher solche Untersuchungen anstellte. Auch bemerkt als Rurke richtig. p. (Schiller. für uns sein. 234.) . an 324). oder was dasselbe '). Das Resultaten welchem er gelangt. Burke näher Auge die Das meint Burke. eir. . Soll eine ersl grosse Höhe schreckhaft denken und op. dass seine wissenschaftliche Namenerklärung des auf dieser Erhabenen Anregnng dnrch Burke zustande gekommen einleuchtender. in unter Burke's Beobachich glaube seiner Abhandlung von 1764. dass uns ist. und Grund ist. op. welche M Schiller hat eigene Wirkung und wenn eben diese Thatsachen im Auge. als ein weitem nichl denselben Einhoher hundert Ellen Turm.II. weil wir von dieser herabstürzen können. ebenso grosser Abgrund rührt Borke isi auch hier der erste. Fels oder die als Berg". p. Diese Thatsache wird vielleicht in wenn wir als diesem [deenzusammenhange neue Quelle fassen. i-t Ans demselben Grunde Höhe. so in müssen wir uns ähnliche hinauf- sie also eine Tiefe verwandeln". er erklärt. wohl aber eine Höhe. den verschiedenen dass unter Ausdehnungen die ingste Wirkung bei thut: „Hundert Ellen auf ebenem Boden. hat Eine blosse Länge. das Unendliche bei eine ins des Erhabenen Unendliche. die Höhe „bald ruhig erhebend. woran der Grund zum Teil darin liegt. erweiternd und Sehnsucht erregend die Breite. welche Dimension dnrch ihre Grösse den stärksten Bindruck bewirkt.

aufgehalten wird. Dieses künstlich Unendliche besteht nun aus Succession und Einförmigkeit der Teile. 47 — ist. die unendlich scheinen. Teile müssen so lange und in 1) aus Succession: „Die einer solchen Richtung oft fortgehen. das Wasser und schlägt der Hammer noch lange in unserer Imagination fort. wenn die Teile irgend eines grossen Gegenstandes sich so oft wiederholen. obwohl ihre Entstehungsur- sache schon aufgehört hat zu wirken. sich diese Reihe als ununterbrochen fortgehend vorzustellen. rauscht B. die Imagination bei jedem Uebergange sozusagen. diese nachträgliche Empfindung wird sich nur nach und nach in unmerklichen Stufen verlieren. die ersten Vorstellungen noch eine Zeit lang zu wiederholen. wie Wasserfall. fort- noch über ihre wirklichen Grenzen hinaus 2) aus Einförmigkeit. ein oder die Schläge eines z." das sicherste Merkmal des Erhabenen Nun giebt er- den Gegenständen der Sinne keine. Auf diesem Grundsatz . „weil. Nach einer unsie unterbrochenen Folge gleichförmiger Töne. dass der Eindruck auf den Sinn die Imagination genug wiederholt werde.— es unter lich sind. nach- dem schon längst das Geräusch dieser Dinge selbst auf- gehört hat. Abwechslung macht das Ende einer Vorstellung und den Anfang einer neuen aus. und diese machen eben den Eindruck. dass die Einbildungskraft durch nichts abgehalten wird. Schmiedehammers verursachen. gesetzt zu denken". „weil das Auge ihre Grenzen nicht absehen als kann. wenn Jede die Gestalten der Teile sich ändern. sie wirklich wären ohne Grenzen"'. Diese Täuschung entsteht auch. Durch diese mechanische Bewegung wird die Seele veranlasst. sie sich um zu veranlassen. diese Reihe noch weiter fort- zusetzen. welches allein begrenzten Dingen den Schein von Unendlichkeit geben kann'*. und dadurch wird es unmöglich. die unend- wohl giebt es aber solche.

und ist 111. auch dann Unendliche gehen kann. was Kant Bei mit. als dasjenige. die Auffassung des Ganzen an. Aus eben diesem Grunde thun dralkirchen ]i. G-änge in vielen unseren Kathe- grosse Wirkung. Sinn. der „Aufentsteht fassung die 14 bezeichnet wissen wollte. auch Schiller. I?. ') Dies p. sieht nun Kant. welcher der Imagination die Verdie Zusammenfassung (des (Tanzen) vorzunehmen.. ist der Grund Vergl. aus Burke Auffassung dem wiederholten Eindruck dos Ganzen auf den anlassung giebt . so das nichts anderes. ohne aber. eit. wie es sich zeigen wird. gestört Diese Operation kann aber nur dann unsich vor gehen. „wenn 1 die Gestalten der Teile sich ändern Falle. bei Kant simultan ») Burke ist sie bloss Die An- ein lucratives Geschäft sicht der Einbildungskraft. auch Wie Burke.Vermögen. Erscheint sie als Grösse. in's Grössen- schätzung. ergeben. welche als eine successive Teilvorstellung als logische nach seiner Ansicht zwar. erklärt nnd der Einförmigkeil Bnrke lichen /. ff. Burke. nicht entstehen kann. widrigenfalls es allein die künstliche Unendlichkeit. (Vergl. bei Hingegen geschieht die Zusammenfassung als ein Postulat der Vernunft.) Wenn in wir nun diese Snccession Ein- förmigkeit einem Worte zusammenfassen. '. in diesem erhaben auf unser Gemüt zu wirken. auf welche ankommt. das Grosse und dass sie Erhabene der heidnischen in Tempel dadurch. meistenteils einer Seite läng«'ine Form gebaul waren die langen so und auf jeder Reihe gleichförmiger Säulen hatten. Kant's hierüber wird sich klarer aus dem Folgenden Die Natur erscheint bei ihm entweder als als Grösse oder Macht. op. 313. erscheint sie als Macht. wenn die Teile gleich sind.der Succession 48 — fassend. . so wird ihre Erscheinung auf das Erkenntniss. so wird ihre Erscheinung auf das Begehrungs-Vermögen bezogen.

sei. Dass daneben auch noch ein zweiter von Sei dl in seiner schon erwähnten Geschichte des Erhabenheitsbegriffs angeführter Grund massgebend gewesen wäre. mit welchem im Vergleich andere klein erscheint. dass nicht Es geht aus jede Grösse darum auch erhaben ') Alle Dinge. verhält sie sich im ersten Falle ist sie aber positiv oder aktiv. dass das mathematisch Erhabene aus einem und demselben dynamischen Process hervorgeht. bestreiten. so das richtig. die Kraft zu erfassen Lassen. überwältigend. die uns irgendwie ent- Diesen Unterschied wollen viele neuere Aesthetiker nicht gelten lassen. dort gehört einiges Be- sinnen dazu. x in das mathematisch und Alles dynamisch Erhabene beruht nun bei ). eine in: li ein Unterscheidung. denn Noumenons" (p. hier ist und auf sich wirken zu sie seihst fchätig. so unter andern: v. besser gegegen den Betrachter passiv. übertrifft. als im mathematisch ErIm letzteren Falle ist sie negativ oder. sondern nur als ein Ganzes vorgestellt werden — nennt Kant mathematisch erhaben. sagt. Lotze. Wirkung nach eine andere. wie das dynamisch Erhabene und demnach in diesem aufgeht. sowohl im dynamisch. Das mathematisch Erhabene Kant auf dem alles Begriff der Grösse. Darnach wäre aber wieder eine Einteilung nötig. Sie meinen. 151) liege. lässt sich Dagegen könnte man jedenfalls eine kaum Einwendung teilung machen. nun aber ist dir Kraft im dynamisch Erhabenen ihrer habenen. nämlich weil beide Male. als auch im mathematisch Erhabenen die : negative Lust „in als eines dem übersinnlichen Substrat des Menschen nicht einzusehen. was jeden Masstab der Sinne kann. die diese Frage in letzter Instanz doch auf die EinKaut's zurückführt.49 der Kantisclien Einteiluno. die sich jedoch mit der midi meiner Ansicht völlig zutreffenden Einteilung Kaut's decken würde. dieser Erklärung hervor. ist dieses versteht sich in beiden Arten des Erhabenen von selbst. von uns nicht gemessen. diese Einteilung anzugreifen. Die Berechtigung. was in der Einbildungskraft schlechthin gross ist. Wenn man die Kraft bei den Arten des Erhabenen ist als Ursache zu Grunde legen will. und zwar müsste das Erhabene einteilen 2) ein habenes und mau dann aktiv-dynamisch Erpassiv-dynamisch Erhabenes. . Jungmann und Hartmann.

eines ausmacht" (Urth. an die 100). das Ganze gemessen wird. .. einer Wissenschaft von der Bestimmung der Falle ist Grössen durch Zahl und vir Mass: im letzteren ästhetisch und findet überall statt. sie In jenem Falle logisch ond als (indel besonders in der Mathematik statt. Natur überhaupt nichts. der andern Die Grössenschätzung kennt Maximum. wie vielmal die eine als messende Einheit enthalten kein ins sei. „was bis in einem anderen Verhältnisse betrachtet. haben eine extensiv ler intensive Gröi Eine Grösse aber lässl sicli jederzeit ans als sich selbsl er- ohne eine andere weitere Vergleichung kennen: . Zur Bestimmung dieser Grösse aber haben wir stets ein Mass nötig. ohne zu fragen. wonach Wenn wir nun nach gewissen dieses Zahlbegriffen einen Gegenstand messen. Nach dieser Bean mniunfr kann eine endliche Grösse nud für auch wenn sich sie nicht über alle Vergleichung gross ist. Dieser Gedanke erinnerl deutlich vorerwähnten Auseinander< setzungen Bh pk e's.wenn nämlich solche Vielheil des Gleichartigen p. sein. so heissl die mathematische Grössen-Schätzung. Die Grössen- Schätzung kann entweder nach Zahlbegriffen and Verstandesregeln oder nach der blossen Anschauung durch das ist Empfindungsvermögen geschehen. Denn das Zählen und Messen kann unendliche fortgesetzt. Vergleich mit In der dem ganzen Sonnensysteme ist ist. und das Grossekann dadurch Kleinen werden. Gebirg diese im Vergleich zur zur Erde und wie im Vergleich Sonne diese wieder im klein nicht . wo wir in die Grössen gleichsam nur mit dem Auge logische schätzen. etwas bei weitem grösste Grösseres wenigstens Das klein. noch so gross Denn man kann ist sich immer noch denken. ra- santen. weil die Schätzung von dem zn einem angenommenen st i Massstabe abhängt.r>o entreten. als die Einheit.

Burke's einer wenig schmeichelhaften Kritik unterAnalyse des Erhabenheitsbegriffs nicht desto weniger von diesem Gedanken B urke's aus. Gedankens bei Kant Burke das ist nämlich der Ansicht: „dass das äusserst Kleine in gewissem Masse eben sowohl erhaben sei. indem man zu der Idee einer absoluten Einheit eben so wenig. die Mikroskopien die letztere Bemerkung zu manchen reichlichen Stoff an die rung. zu welchem sich nichts mehr hinzusetzen ') Hesse. „Aesthetik als Formwissenschaft". Aller- Zimmermann. die auch aus sie sich Hand gegeben" (p. eine Erklädem Grunde wichtig ist. Vergleichung mit noch kleineren Massstäben. als zu der Idee eines vollständigen Ganzen. indem richtet. auch er glaubt. (Zimmermann. wenn wir mit unsern Nachforschungen noch weiter hinab steigen und die Möglichkeit noch Tiere. was sich nicht. 103). . Das Teilen muss eben unendlich sein. für un- sere Einbildungskraft bis zu einer Weltgrösse erweitern Hesse. gegen die folgende Behauptung Burke's die uns auch Quelle der Anregung des vorerwähnten zeigt. dem schärfsten Auge entgehen. jjeht in seiner Geschichte der Aesthetik die Arbeit zieht. weil sie. nichts giebt es so klein. als ausnehmend Grosse. gelangen der in seine]- kann" (p. Die Teleskopien haben uns die erstere. 112) •). um viele Grade kleinerer und die ohne Ende abnehmende Stufenleiter des Daseins bedenken. als das Vermehren. das Erhabene noch in einem unendlich Kleinen linden zu können. p. bei welcher sich die Einbildungskraft eben sowohl als die Sinne verlieren. acht geben wenn wir das animalische Leben die diese unbegreiflich kleinen und doch noch organisirten Atome verfolgen. Materie bis in Wenn wir auf die unendliche Teilbarkeit der . und umgekehrt. wir können den Ein- druck dieses äusserst Kleinen von dem Eindruck des so Grossen nicht unterscheiden. über diese so erstaunen wir Wunder von Kleinheit.zum Unendlich-Kleinen in 51 abgewürdigt weiden könnte. 96).

Wenn wir z. indessen dass diese zur Auffassung mehrerer fortrückt. 330). und die Grösse kann von uns auf keine Weise mehr geschätzt werden. als sie auf der andern gewinnt. ob einen wir einen regressus oder progressns in inflnitum vornehmen. 104). in die Einbildungskraft aufge- nommen werden i Hierzu gehört aber nicht bloss s Auffassung apprehensio (comprehensio). dessen Spitzen in . und vor allem die comprehensio ästhetica (vrgl.h die Grösse geschätzt werden könnte.dinga I. dass die zuerst aufgefassten Teil- vorstellungen der Sinnesanschauung in der Einbildungskraft schon zu erlöschen anheben. bald ästheweil tische Grössenschätzung sehr Maximum. einen Gletscher sehen. hat ea keine mdern auch Zusammenfassung „Mit der Auffassung — sagt Kant — Not. bald zu je weiter die Auffassung fortrückt und gelangt ihrem Maximum. anch Lotze. Denn wenn die Auffassung so weit gelangt ist. so verliert sie auf einer Seite ebensoviel. nur hanpl kann man zum unendlich Kleinen über« nur durch die comprehensio logica gelangen.B. dabei der Gegenstand nnter drin bestimmten Bilde eines anschaulichen Ganzen muss. nämlich dem ästhetisch-grössten Grundmasse der Grössenschätzung. über welches sie nicht hinauskommen kann" (p. p. erweitert des unvermerkt die Vorstellung ins Gegenstandes in der Einbildungskraft Unendliche. denn damit kann es ins Unendliche gehen. i. nach welchem si. Bei einem schlechthin grossen Gegenstand. Denn während Richtungen die Grössenschätzung nach beiden erreichl ihr Endlose fortschreiten kann. wo es dem Gemüt überhaupt an einem sinnlichen Massstabe fehlt. und in der Zusammenfassung ist ein Grösstes. lrii. „Geschichte der Aesthetik". aber die Zusammenfassung wird immer schwerer. auf Kant meinte welche er auch den höheren Werl die logische hin ins legt.ru die Vorstellungsverhaltnisse dieselben.

Ein anderes der in Beispiel hierfür entnimmt Kant dem Savary. ebensowenig als zu weit davon entfernt sein müsse. die aufgefasst werden (die Steine derselben übereinander). Je schwieriger nun diese Zusammenfassung wird. der ersten Teile wenn sie die späteren Für lutes die Zusammenfassung giebt es ein gewisses abso- Grundmass. so bestrebt sieb die Einbildungs- kraft zunächst. so verliert sich nach und nach die Vorstellung fasst. einen nach dem andern be- sonders sieb darzustellen. hat. zum Teil die ersteren. nur dunkel vorgestellt. Ist das Erstere. Indem wieder.53 die Wolken ragen. in dieser aber erlöschen immer Einbildungskraft die.Mannigfaltige dieser Anschauung aufzufassen. als die ein- zelnen Teile der Vorstellung. ein. gerade Zusammenfassen gerichtet ihre Beseitigung Die Schwierigkeiten und das auf gerichtete Bestreben verstärken sich wechselsweise so sehr. ehe die letztern aufgenommen und die Zusammenfassung ist nie vollständig'" (p. aber von Teil zu Teil fort- schreitet. so sind die Teile. welches ohne Schwierigkeit geschehen kann. seinen Nachrichten von Aegypten bemerkt: „dass man den Pyramiden nicht sehr nahe kommen. 105). das . Denn ist das Letztere. . über welches hinauszugehen der Einbildungskraft unmöglich ist. so bedarf das Auge einiger Zeit. denn sie bat dabei nichts weiter zu thun. um die gauze Rührung von ihrer Grösse zu bekennen. sie Aber nun lässt sie sich zweitens auch darauf die ganze Vorstellung zu- sammenzufassen. und ihre Vorstellung thut keine Wirkung auf das aber ästhe- tische Urteil des Subjekts. desto grösser wird auch auf der andern Seite das Bestreben der Einbildungskraft. um die Auffassung von der Grundfläche bis zur Spitze zu vollenden. dass dadurch die Vorstellung des endlichen Gegen- standes ins Unendliche erweitert wird. auf dieses welches ist.

auch in der prak- tischen Philosophie ein schlechthin absolutes Moralgesetz. vielmehr es unvermeidlich der gemeinen Vernunft) zu denken 4 ' macht. zeigt an. dein Urteile ganz (seiner Totalität 108). welches zu allen Zeiten und für alle vernünftigen stellt die Wesen und unter allen Umständen in gilt. Reihe gedacht werden müsse. Ebenso verlangt die Vernunft. Nun Vernunft der Beurteilung die Forderung. falls dass die für die einer . in einen Masstab zum Unendlichen ein bestimmtes. lich Das gegebene Unendliche aber dennoch ohne . Vermögen des Gemüts werden. erscheint alles andere klein.ein Ganzes auch nur denkeu zu können.. Dieses Unendliche aber ein als . es sich (in als (p.mithin unendliche stellt Grösse solle. Vernunft die Forderung. welches unmögist.1 Wie verhall sich nun die Vernunft zu dieser Erins weiterung der Einbildungskraft Unendliche? Aus dem theoretischen and praktischen Gebrauche unserer Geraütskräfte wissen wir. Kant Mit schlecht- hin und eomparativ ihm ver- glichen.. um entweder zu einem ersten Anfang zu gelangen odersie einer absoluten Totalität durch einen regressus ins Unendliche fortzusetzen. dass dieVernunft zu jedem macht in Bedingten das Unbedingte von sucht. der welches allen Masstab eine der Sinne übertrifft. <\cs mathematisch Erhabenen ebenEinbildungskraft Totalität.. in völligen vorgein werden Zusammenfassung eine Anschauung und das Unendliche für alle jene Glieder einer fortschreitend- wachsenden Zahlreihe Darstellung verlangt. Denn dazu würde welche Zusammenals fassung erfordert Einheit lieferte. Bei der nn- nnterbrochenen die Reihe Ursachen und dass Wirkungen dies.. und rderung nicht selbst (Raum und verflossene Zeit) von dieser ausnimmt. nach) gegeben ist Das Unendliche nicht bloss aber für gross. nach Kant. Zahlen angebliches Verhältniss hätte.

In dieser Stärke des übersinnlichen Vermögens der Vernunft liegt das Gefühl des Erhabenen. nicht die aber auf Grund einer Täuschung. gegen welche und unbedeutend ist. Nach Kant giebt nun die Unendlichkeit dem Wahrnehmenden eine Veranlassung. sondern ein Mittel. So liegt nach Kant in dem Anblick grosser Flächen der Stoff Geist in zum mathematisch Erhabenen. das selbst übersinnlich ist. Dieser lässt die Einbildungskraft in einem mechanischen Schwung gerathen. uns. sondern durch "Wirksamkeit eines übei sinnlichen Vermögens in Dieses übersinnliche Vermögen ist die Vernunft. Auf andere Weise Unendlichkeit ist sich dagegen nach Burke der die Unendlichkeit in den Dienst bei Erhabenheit." (p.) ist klar. der Natur. für welche in der ganzen Welt nichts zu gross ist. sich seiner eigenen Erhabenheit über die Schranken der Sinnlichkeit bewusst zu werden.— ein 55 - Widerspruch auch nur denken zu können. welche Burke an . als bei Burke. Die erste Forderung. sich ins lässt sie durch eine Art Täuschung Unendliche erweitern. dass er ein alles Körperliche klein stellt lebhaftes Bewusstsein von seiner eigenen übersinnlichen Natur bekommt. 108. durch deren diejenigen Erscheinungen Anschauung die Idee ihrer Unendlichkeit herbeigeführt weiden kann. nur in nicht im Objekte. Nun erweitert sich zwar bei die Einbildungskraft Kant auch ins Unendliche. dass die Unendlichkeit bei - Kant eine ganz andere Bedeutung gewonnen hat. durch welches wir zum Bewusstsein der Erhabenheit in uns gelangen. machen das Erhabenheitsgefühl möglich. Die ihm wie bei Kant nicht der Zweck. dazu wird Vermögen. im menschlichen Gemüte Es erfordert. weil sie den eine solche Stimmung versetzen. als dass sie es nicht als Totalität vorstellen könnte. durch welches Alle die Vernunft Thätigkeit gesetzt wird.

gezeigt entsteht. di'^ wenn von jedem Punkte Gegenstandes ein besonderer Strahl auf die Netzhaut geworfen wird. Wie nun die Unendlichkeit fähig. dass sowohl im ersten Falle. oder wir des nur sämmtliche Punkte Gegenstandes einzeln wahrnehmen und sie erst durch die schnelle Bewegung des Auges zu einem Ganzen zusammenfassen. folgender Stoss die erste Spannung vergrössern. Er kommt zu der üeberzeugung. .uil' wir das Unendliche ihm. eine Spannung entsteht. bis sie endlich auf den höchsten Grad steigt: und wenn der ganze Raum muss des Auges in allen seinen Teilen erzittert. wie schon erwähnt. der dann Eindruck dem Schmerze sehr nahe . mit anderen Worten: damit \<m von wie im Stande ist. ist dieser Schrift). auf seinem ganzen Umfange entgeht. diese „stärksten Bewegungen der Seele" hervorzubringen? Es ist höchst interessant. um Zu sehen. sahen. dritter. als auch im zweiten. vierter. dm in bekannten Theorien auf des Sehens wonach entweder einmal das unserer Netzhaut. dass sie sclirecklicli und gefährlich auf uns wirken nii'i sollen.so wird. das Erhabene Qndel wissen (Vrgl. hat.. wenn das ganze Licht auf einmal vom Gegenstande auf das Auge zurückfällt. <lrs wozu eine einseitige physiologische Erklärung Erhabenheitsgefühls hat fähren können.die stärksten Bewegungen. Nachdem diese er. wir !:. wir Unendlichkeil sie uns wirkt. Obwohl nun diese Spannung. welche durch den ersten Lichtstrahl auf der ist . Kr schlägt dazu den ihm physiologischen beiden Bild Weg ein. Schrecken und Erhabenheit beliebten zu bewirken..die erhabenen Gegenstände stellt. dir Anschauung Burke's über diesen Punkt kennen zu lernen. zu beweisen. Netzhaut erzeugl . deren die Seele er. denn aufschrecken Furcht ist**. Kr geht aus. ist. von geringer Intensität muss doch ein zweiter. fähig i will wie p. erübrigl .

seinen Gegenstand wieder zu verlieren. erweckt eine in das Getöse eines Sturmes. und welche Ursache des Erhabenen 228). welcher sie des Erhabenen fähig werden kann.und Stoss auf Stoss. das Brüllen des Donners oder Geschützes. an die Grenze des Schmerzes. Und da es durch diese fortgesetzten ist Erzitterungen sehr gewaltsam stellt er bewegt worden: so der Seele den Begriff von etwas Grossem und (p. sie gelangt gerade bis Selbst. diese Gegen- stände einfach und gleichförmig Stösse denn sonst sind als mehr verdriesslich und beunruhigend. durch eine zitternde Bewegung und die versetzt. 57 und eben deswegen (p. das lange auf einerlei bestimmte Art in war. ist. welche die Ursache einer merklichen Spannung sich l Wenn nun die Stösse wiederholen. Die Unendlichkeit ver- ursacht aber Schrecken nicht nur bei Gegenständen des Gesichts. wenn der . sondern auch bei denen. die Art gleich- förmiger fortdauernder Anstrengung. mit starke welcher die der Schmerz verbunden ist" (p. Auch müssen sein . Bewegung gesetzt sogleich ausser Stande ist. die wir durch das Ohr wahrnehmen. Denn wird Ohr einen einfachen Luftstoss in Schall vernimmt. die Idee von diese etwas Erhabenem hervorbringen" nach 226). Erwartung und Überraschung wächst: „so kommt die in Spannung nach und nach zu der Höhe. des „Das Rauschen eines Wasserfalls. starke (p. und zugleich furchtbare so oft das es Empfindung den der Seele" 131). bis endlich das Auge.kommen entstellt . Kolonnade aus gleichförmigen Säule denn: auf Säule folgt. Auf Weise „sowie Burke auch die erhabene Wirkung einer Säulen. sie schmerzhaft und gewaltsam . verhindern demnach „durch die plötzlichen Abänderungen ihrer Stärke und ihrer Richtung diejenige volle Spannung. so folgt im Auge Schlag auf Schlag. Erhabenem dar" die 234).

53). Schal] aufgehört sii hat. Wie kann überhaupt Schmerz das Gefühl in der Erhabenheit ist unserm Gemüt hervorbringen? Burke als sie der Ansicht: uns zu sowohl Schmerz gefallen. iedanke den wir schon Lu k rez den bekannten Versen ausgesprochen linden: Suave! mari magno turbantibus sequora ventis.:»H äussere zeuge.' zu zittern. noch die ') Angenehm toben. Sed quibns ipse malis careas qui cernere suave est.' Winde die grosse Nol als bestürmten Schiffes vom Ufer zu sehen.) In diesem Burke das Sich-in-Sicherheit-tuhlen bei nicht Wirkung des Erhabenen dass gemeint: denn er erklärt ausdrücklich. aber in gewissen Entfernungen sie und mit gewissen Einwerden" in schränkungen Ein i können ergötzend bei (p. auch Gefahr sind auf uns zu nahe „unfähig. auf nämliche Weis. wenn eindringen. sich selbst aber dabei recht (op. und sind dann blossnnd durchaus schrecklich. der Wirkung der Grösse uoch mehr Frage. was zu (p. kaum etwas Erhabeneres vom Strande aus ein Schiff mit Mann und es offenbar Maus untergehen zu wohlbehaglich zu Sinne hat aber der sehen. rahreu die GehörwerkÄhnliche einige wenn Bind in oft hintereinander auf eine gesetzl Bewegung die worden. von welchem Blende man seihst befreit ist. „weder bei wirklichen. isl es. . ist: beiträgt" 231).'' 202. noch X«'ii fort. wenn auf dem weiten eines Meer. das Leiden anderer zu sehen. sondern weil es angenehm ist. zn sehen. cit p. jucunda voluptas. E terra alterius magnutn spectare laborem. fühlen. ') Diese Auffassung Burke's über das Erhabene beurteilt Zimmermann als mit den Worten: „Darnach könnte geben. Non quia vexari quenquam est. nicht oh es ein schmeichelndes Vergnügen wäre. Die die sich an dieser Stelle von selbst auf- drängt.

Dieses Erhabenen Erhabenen. folgert. der eigene Schmerz ähnlichen aber Vergleichung mit anderen oder noch grösseren Schmerzen vermindert wird. Vergnügen durch Ver- gleichung mit dem Schmerze Anderer durch die vielleicht erhöht. brennender Vulkane. in die über uns keine Gewalt hat. Grosse Wirkungen deren Hervorbringung erhebliche Kräfte in vermögen uns so z. wenn wir überhaupt an etwas in der Welt Vergnügen finden sollen. Aber es ist ein Trugschluss. lässt sich einfach erklären aus dem Gegensatze des Contrastes. zu nötig sind. nicht in dasselbe Schicksal verflochten zu sein. betont nun auch Kant: Erhabene im dynamisch bei Das dynamisch die entsteht Kant. logische — fügt hinzu (pag. grosser Wasserfälle etc. er betont vielmehr die Not- dass wir selbst ausser Gefahr seien. dass dem Menschen jeder AViderstand .59 bei erdichteten Unglücksfällen Anderer der Gedanke. wenn wir der Natur. eine erhabene Stimmung zu versetzen. Mit dem Moraliin schen steht keiner freilich diese psychologische Wirkung sie Beziehung. wenn man daraus Vergnügens sich sei. dass diese Sicherheit des Beobachters vor der selbst die Gefahr Ursache er seines „Niemand anders. ist". — ist eines ist solchen nichts Vergnügens bewusst" als 69). Vermittelst der Einbildungskraft leiden wir mit dem Andern mit und sind nur froh. heftiger Orkane. dass wir von demselben sondern frei sind. der Grund unseres Vergnügens wendigkeit. dass ihre Kraft sehr gross sei. der Anblick stürmischer Meere. Natur als eine Macht betrachten. Es ist eine Hauptbedingung für die erhabene Wirkung der Natur auf uns. so gross. B. opposita juxta se posita Sich-in-Sicheiheit-fühlen beim Genüsse des magis elucescunt. Es dies die an den Menschen beobachtete psychodass ihr Thal sache.

in Wenn dann wir uns nämlich bloss den Fall denken . Appetit eingenommen dass die über das Schöne.da wir ihm etwas Widerstand thun wollten. aber Kant Einschränkung hinzu: „dass nicht jeder furchterregende Gegenstand gefunden richtet in unserem p. Mit dieser Behauptung er sich zugleich auch gegen Burke. zu finden" ernstlich gemeint p. an wäre. Urteile erhaben wird" (Urt. denn eben durch Gefühl der eigenen Ohnmachl in gegenüber der allgewaltigen Natur entsteh! Rindruck des uns der Die „als die Furchtbaren. „Der fürchtet. wenigstens sicher müssen wir uns in unserer Vorstellung für für halten. vom .denn einem Schrecken. Wohlgefallen aVier (Urt. Kani ist Natur. damit erhaben auf uns wirke füg! furchterregend vorgestellt werden". wenn unser Gemüt sein soll. es angenehm. als Gegenstand der Furcht in betrachtet. 116). ist. bei weitem ist vergeblich sein würde" (Urt. unvereinbar der . ästhetischen 115). als wir uns dabei Sicherheit befinden. furchtbare Gegenstände sehr ohne uns wirklich vor ihnen zu fürchten. das Gefühl des in Erhabenen empfänglich Denn sind den Fällen. Bie des Schrecklichen.B. und dass alsaller Widerstand p. wo wir uns stände. kann über das Erhabene der Natur gar nicht urteilen.. So z.. erfüllt. 115).HO en diese Kraf! von vornherein das als nutzlos erscheint." Ursache liegt darin. dass jeder furchterregende Gegenstand die auch erhaben sein müsse. wir gar nicht im sich über das Erhabene zu urteilen. welcherin Bei der Thai der Meinung war. wirklich fürchten. Nun Wühl können wir betrachten. Furcht unser ganzes Bewusstsein so dass wir den -('fürchteten Gegenstand fliehen (Hier vor ihm in eine A. so wenig als der. die mit es dem ist Gefühle des Erhabenen unmöglich. Natur um». ist welcher durch Neigung und Die. nur insoweit erhaben.ngs1 geraten.

. die an Schreck grenzt. Man sieht hieraus. . 116). nicht wirkliche Furcht. Ueberhaupt die wenn wir uns darf nach wirklich Kant um Furcht und der Schrecken nicht Diese Empfindungen dienen auf uns wirken. Einöden. An einer andern Stelle führt er aus „Die Verwunderung. p. unbedeutenden Kleinigkeit. ein d. u. Orkane mit ihrer zurückgelassenen in Verwüstung. vorausgesetzt. bei der sich weiss. um desto in anziehender. nur als Mittel. der grenzenlose Ocean eines Empörung gesetzt. gl. je furchtbarer er Sicherheit befinden^ (Urt. mütigen ergreift. : wenn wir uns nur p. dass Kant in fast wört- Uebereinstimmung mit Burke es für unmöglich an etwas Schrecklichem Wohlgefallen zu finden.61 Ufer aus das tobende Meer zu betrachten und von zu dieser Erscheinung gerührt werden. dem Anblick himmelantiefer steigender Gebirgsmassen Schlünde und darin . nicht in Sicherheit befinden. mit Blitzen und Krachen einherziehend. welcher den Zuschauer bei .) licher hält. sondern nur ein Versuch. erläutert diesen Gedanken folgenderraassen überhangende „Kühne gleichsam drohende Felsen. Nachdenken ist. tief beschatteter zum u. uns mit der Einbildungskraft darauf einzulassen. uns die Ueberlegenheit der Vernunft über die sinnlichen aber dieser Uebel zu beweisen. selbst dass wir Niemanden in Gefahr wissen und uns in Sicherheit fühlen." (Urt. am Himmel sich aufthürmende Donner: wolken. Vulkane in ihrer ganzen zerstörenden Gewalt. tobender Gewässer. schwers.. das Grausen und der heilige Schauer. Xmi scheint die Auffassung des dynamisch Erhabenen : Thatsache zu widersprechen „dass wir Gott im Unge- . einladender Sicherheit. darin er w. Kant . hoher Wasserfall mächtigen Flusses zu machen unser Vermögen Aber ihr widerstehen in Vergleichung mit ihrer Macht zur Anblick wird nur ist. 126.

diese Gemüts- stimmung und auch bei weitem nicht mit der Idee der Erhabenheit einer Religion und ihres Gegenstandes an sich notwendig verbunden. sich zugleich Rtellend aber Erhabenheil pflegen. wider Macht zu Verstössen. rail zerknirschten einzig schicksein.) sich hinwegzusetzen. mit Anbetung niederhängendem Haupte. angstvollen Geberden und Stimmen. Niedergeschlagenheit. gar über die Ab Frevel zu- sichten Rolchen Macht. dar- vorstellig zu maclien wobei doch die über Einbildung einer Ueberlegeuheit die nnseres Gemüts. das verriete einen Mangel an derjenigen Ehrerbietung Gott schuldig sind. wozu eine Stimmung zur ruhigen Oontemplation zwangfreies Urteil erforderlich ist" (Urt. indem er bewnsst eine mit seiner verwerflichen Gesinnung. Wirkungen einer und. Der Mensch. um die göttliche Grösse zu bewundern. p. und Achtung. im Stnrm.witter. nnd bei auch gewöhnlichermassen mit der [dee Naturbegebenheit desselben zu sein dergleichen In verbunden pflegt. welche wir alle fürchterin Wir müssen vielmehr lichen Begebenheiten der Natur als Strafmittel einer . als im Zorn. wie es scheint. sich weil er dazu in sich Ursache findet. der Religion überhaupt scheint Niederwerfen. und Gefühl seiner ganz* liehen Ohnmachl die Gemütsstimmung zu sein. Ungewitter etc. ist. der sich fürchtet. heit Hier schein! kein Gefühl der ErhabenNatur. die sich für die Erscheinung eines solchen Gegenstandes schickt. unserer eigenen sondern vielmehr Unter- werfung. Thorheit und gleich sein würde. d gl. auch im in Erdbeben seiner n. das liche Benehmen und ist in Gegenwart der Gottheit zu die welches daher auch noch meisten Völker angenommen Allein haben beobachten. 118). ist in gar keiner Gemütsfassung. und lieber das Walten Gottes in der Natur (im Sturm. deren Wille unwiderzugleich stehlich und gerecht ist.

Wo die Weisheit des Schöpfers die Absicht hatte. im Gemüte gründet. dass ein Ding gewisse Neigungen in uns erregen sollte. führt den Religiösen zur Idee der Erhabenheit Gottes. deren das Ding mit Kräften und EigenWirkung unserm Verstände und unserm . 119 und 120). obersten Gewalt Nun und besteht aber die Erhabenheit der Religion nicht in der Furcht. Kant die Furcht bei des Erhabenen nur vermeintlich war. sondern die momentane Fesselung ihm ausschlagebend. statt einer Religion des guten Lebenswandels entspringen kann" (Urt.. Auch hier bezieht sich Kant heit auf Ansicht. erschreckte Mensch sich ohne ihn doch hochzuschätzen. weil mit in den Ansichten Burke's über denselben Gegenstand direktem Widerspruche steht. sich innerlich Religion von Super- welche letztere nicht Ehrfurcht für das Erhabene. versah schaften. da Hess sie die Er- reichung dieser Absicht nicht auf die langsamen und ungewissen Operationen unserer Vernunft sondern sie ankommen. der Auffassung ist des Gemüts durch den Affekt bei ist bei Wenn die heit.. Burke und begründet zugleich Burke gelangt zum Verständnis nicht seine eigene der Erhaben- Gottes auf diesem contemplativen Wege nicht das „Vernünfteln". dessen Willen der unterworfen sieht. — höheren demütig' 63 — bei ihrer Hand ansehen und vor dieser Annäherung uns beugen. woraus denn freilich nichts als Gunstbewerbung und Einschmeichelung. „Bewusstsein von der Erhaben- heit der Gesinnung' bei sich selbst". sondern in einer ruhigen Contemplation einem freien Urteil. besonders Kants scheinen sie auch aus dem Grunde wichtig. Diese Ausführungen p. sondern Furcht und Angst vor dein übermächtigen Wesen. Nur auf solche Weise „unterscheidet stition. so bei Burke wirkliche Furcht der Hauptfaktor dieser Erhaben- Denn er sagt ausdrücklich : .

wenn wir die Gottheit betrachten. durch die Vermischung seiner Wirkungen mit seinen Eigenschaften. /. keit. Was Burke der hier betont. Um von seiner Weisheit. einen Schluss auf die Macht dottes ziehen. unsere Einbildungskraft und unsere Leidenschaften wenig oder gar nicht gerührt werden. erst dann können wir. Ein solcher Affekt ist nun auch die welche nach Burke wir die mit der Vorstellung der .Macht ist.Willen /iiv (14 indem anf die sinne »rkommt. beide zugleich der Seele darstellen. so ist d ich in unserer Imagination seine Macht bei weitem die lebhafteste und rührendste.. der Gottheit verbunden dass: Denn er isl der Ansicht. je rascher und unwillkürlicher er virh unseres Gemüts bemächtigt. ist einiges Nachdenken. . die sich immer. um zu diesen reinen Verstandesideen zu gelangen. sie und die Imagination den Angriff thun. und dadurch werden diese Eigenschaften fähig. zusammengesetzt dass. Güte. eine Art van sinnlichem Hilde. and die. seiner Gerechtig- seiner Güte überzeugt zu werden. die Seele fesseln. einiges Vergleichen nötig: aber um seine . wenn wir Gottheit auf diese abstrakte und bloss geistige Art betrachten. von Macht. wirkliche Furcht. unsere Einbildungskraft zu rühren. Ob nun gleich in unserm deut- lichen Begriffe von der Gottheit vielleicht keine seiner Eigenschaften die überhand hat.wenn Gottheil betrachten. Gerechtigkeit. ehe der Verstand hinzukommen beizustehen oder sich derselben p. dieser Wirkung widersetzen" (Burke. bloss insofern die Vorstellung von ihr aus den Ideen. den Eindruck des Erhabenen umso wirksamer unterstützt.\\ kann. die Plötzlichkeil des Affekts. der die Grenzen weit die unseres ist: Verstandes übersteigt. wie er glaubt. Weisheit. isl 173). alle in einem Grade genommen. durch sinnliche Empfindungen uns emporzuarbeiten." Vielmehr sind wir genötigt. „So also entsteht.

welchen natürlicher Weise der nichts widerstehen kann. ganz von demjenigen unterschieden. vorstellen und sich Gott zornigen Richter müsse.) Wenn wir nun nicht auf diese Weise zu der Erhabenheit Gottes gelangen. der Erhabenheit Gottes. ohne p. Indem wir uns einen so unerraesslichen Gegenstand. vorstellen : so sinken wir in die Ohnmacht und Kleinheit unseres eigenen Wesens zusammen und werden auf gewisse Weise vor ihm vernichtet. kann Burke nicht aus dem Wege gehen. den wir erhalten. als seiner Beschaffenheit. so freuen wir uns mit Zittern. mit welcher wird. 108. sie gemildert befreien. „sowohl der Art seiner Entstehung. als die Welt ist. „so folgt die Furcht notwendig. und muss solche haben. Aus diesem so Grunde hat die wahre Gottseligkeit eine grosse Mischung von heilsamer Furcht.." Wenn wir uns freuen. 104. gleichsam in der Hand einer all- mächtigen Kraft und mit der Allgegenwart von allen Seiten erfüllt. Diese Auffassung führt freilich weit ab von der aufgeklärten und ver- nünftigen Vorstellungsart." (Burke 173. welcher das Erhabene alle solche Vorbereitungen auf uns macht. erregt hatte. obgleich Und die Betrachtung seiner übrigen Eigenschaften unsre Zaghaftigkeit im gewissen Masse wieder ermuntert und unsre Schwachheit aufrichtet. so ist der Eindruck. so kann doch alle Ueberzeugung von der Gerechtigkeit. uns nicht ganz von dem eine Schrecken Gewalt." (Burke p. . und der Güte. mit welcher diese Macht ausgeübt.65 Macht zu empfinden.) (Burke Sobald wir uns also die Macht der Gottheit als gegenwärtig vorstellen.) Dem als Raisonnement. in sondern seinen „die anbetungswürdige Weisheit Gottes Werken" in durch eine lange Untersuchung zu entdecken trachten. dass wirklich man sich bei furchtbaren Naturerscheinungen einen fürchten. dürfen wir nur die Augen öffnen.

noch ist. ist nach Burke: „nicht ein reines lauteres Vergnügen... dass es infolge dessen zuerst verdriesst und dann ergötzt. wagten sich Physiker und Geologen . sondern mit einer merklichen 65. später diu (di um des eine besondere Schwenkung Gefühls über die Depression zu erheben. welches aus der Sicherheil unseres eigenen Selbst entspringt. der Bewunderung und zuletzt der Liebe.in die Regionen des Firnenschnees und der Gletschermassen und allmählich wich die Sehen vor den ängstlich gemiedenen Wildnissen.— «reiche nach er in ()() — durch Beine Macht. d>-u Harz schildert. dessen wesentliche Voraussetzung die Sicherheit halien: und Bequemlichkeit Lagen die des Reisens keinen Sinn dieser Zeil auch in Naturwissenschaften zu 18.wenn er nicht zu nahe auf uns eindringt. dass diese Entdeckung mit in dem Erwachen steht. gründel Burke das Wohlgefallen am Erhabenen auf Schmerz. und Bestimmung p. und in der „Betrachtung . sondern uns unsre (ürt. dii s< - Gefühls für das Romantische enger konnte Beziehung Im Altertum lies und im Mittelalter man ist. Wie schou an anderer Stelle bemerkt. interessante Burke war der erste. zu welches in ohne über Furchl sie beurteilen." L20. nachdem ein neuer wissenschaftlicher Trieb sich rege machte. dass welcher das uns diese Entdeckung machte: Erhabene zuerst deprimierend auf uns wirkt.) ist Aber nun weiter zu <\^> untersuchen. wie Burke und Kant das Wesen sich Wohlgefallens am Erhabenen vorstellen.. noch ihren ersten Anfängen. die Kant: . 'j Wie kann nun der Schmerz "Wohlgefallen bewirken? ') (!<•. als erhaben zu denken. für Gefühl Erhabenen.) Un- ruhe vermischt" (Burkep. mehr durch das jene Vermögen.." Dieses Wohl- gefallen nun.nicht bloss der Natur beweist. Diese Frage I<-h glaube. Erst im Jahrhundert. ." Da ist i-s nun Brockes der im vierten Teile seines „Irdischen Vergnügens in Gott" Hamburg 174:. innige Achtung in uns wirkt.

" Auch Addison sagt von den Alpen: „sie seien in so viele der Berge Blankenburgischen Marmors" sagt: steile einer Abhänge und Abstürze zerrissen. dass die 67 — Unthätigkeit. giebt eine gewisse Art von Schrecken die Uebung daher sie feineren Teile derselben so ab. die stets mit einigem Grausen ent- notwendig das gemischte Gefühl im Erhabenen. dass sie angenehmen Art von Schauer erfüllen. Moment (der und warum ihm das Moment nur das eine der Unlust verborgen bleiben musste. die uns nötigen." 1892. Leipzig 321. p. sondern auch für die zarten innern Organe. sondern für jedes Erhabene. an die Arbeit zu gehen. dass sind „An manchem Orte rauhe Höhen recht ungeheuer schön." Absonderungen notwendig die Arbeit ist aber nicht bloss nötig. sichtbaren Werkzeuge zu ihren Verrich- tungen brauchbar zu machen. Die Grösse kann uns Lnst und Schrecken zugleich erwecken. beantwortet Burke. .— ausgeht. dass sie alle Teile unseres Körpers schlaff macht. Mittelalter Kap. XI. Alfred Biese „Die Entwickelung des Naturgefühls im und der Neuzeit". wieder es ist Denn die Natur der Ruhe. indem er von der Voraussetzung Ruhe und obwohl für unsere Trägheit angenehm.") Aus springt hielt dieser Bewunderung der Grösse und Schrecklichkeü vermischt ist. „wodurch nicht nur die Glieder zu ihren Verrichtungen ungeschickt werden sondern auch die Fibern ihre . wird auch erklärlich. „auf welche und durch welche die Einbildungskraft und vielleicht die übrigen geistigen Kräfte wirken. der Natur. gehörige Spannung die und diejenige Festigkeit verlieren. zur Beförderung aller natürlichen ist. um groben. nicht nur für Es das Erhabene der vielleicht Natur." Wenn Schmerz und Schrecken des gemässigt wirken. die Seele mit (Vrgl." Wie nun eine gehörige Anstrengung auf die Uebung der gröberen „so für die Teile unseres Organismus wirkt. warum Longin Lust) im Erhabenen hervorhob. Burke nun diesen Moment fest. „Das Erwachen des Gefühls für das Romantische. dennoch in unserm Organismus Unordnungen anrichten könne.

) anerkannt. indem wir die Spannung unserer Muskeln nach der Kraft des Eindrucks zu steigern versuchen. Den angeführten Ansichten Burke's nähert 133. Bd. Unter andern hat dies Moritz Carriere längst „als indem er das Wohlgefallen am Erhabenen auch eine durch er aus: Schmerz vermittelte Ein Lust*' bezeichnet. and der Schrecken nichts mit der dem gegenwärtigen habe: Untergänge diese Person da zu sie thun die alsdann seien Bewegungen. Leipzig 1873. wie zu verschiedenen geistreichen Bemerkbergen sie dennoch einen wahren Kern. (Carriere.) ver- ist. das Erhabene sich zum Ungeheueren anwächst. bekannt ungen führte.. . wenn Tragödie.. empirischen vidi noch mehr Wim dt in seiner streng Auflage. Wo J. p. die da verengen i reflektorisch Hautgefässe und Schlegel begleitet diese Auffassung Burke's mit aus der den Worten dass man in diesem Falle das Erhabene : Apotheke kaufen könnte.) ]. Verfeineren und gröberen Öefässe von beschwerlichen stopfungen reinigen." Leiblichkeit gewonnene Idee auch in der ein Zusatz. Shakespearische wie eine wäre ganz eben so wohltätig er sagt: dass . aber eine Art von Schauer.- (Burke ist. die mit Schrecken 223.das Erhabene als sinnlichen Hintergrund starke Inner- vationsempfindungen hat. imstande. dass und ganz exakten Untersuchung. J. Zimmermann drückl sich noch gegebenen Falls eine Purdrastischer aus. nichl Lust. der ohne weiteres an Burke errinnert. offenbart dieses Geist unserer ganzen Natur in Einein und lässt die im nachklingen. führt warmer Schauer.— 68 — würden. angenehme Empfindungen wohlgefälligem zu erregen. wenn er anführt. „Aesthetik" 2. mischt diese ja eine gewisse Ruhe. der durch unsere Erbeben und das Erheben Glieder rieselt. „wenn nicht wirklich nnd unmittelbar schädlich Zerüttung der der Schmerz nichl bis znr wirklichen körperlichen Teile gehe. l 220 und Obwohl nun Erklärung des Wohlgefallens am Erhabenen.

Das Wohlgefallen am bedenket]. weil das Leben ohne das und Gefühl des körperlichen Organs bloss Bewusstsein seine. zu ohne gründen. „Physiologische Psychologie-'. indifferent sein kann). sogar. insofern in ihm eben die Grenze massvoller Verbindung. ohne Verstand und Vernunft denken giebt zu. und Erhabenen das verkannte Burke. und keine derselben. objektiv sinnlich doch subjektiv mit Vergnügen oder Schmerz. dass das sich ebenso Vergnügen am Schönen als und Erhabenen wenig ohne Sinnlichkeit. wie sie im ersten Augenblicke vielleicht nur das Freilich ist nicht alles Vergnügen (sondern physische) in der blossen Sinnlichkeit begründet. sei. sofern als sie Modifikation des Subjekts dass. verbunden werden können (weil sie insgesammt das Gefühl des Lebens afflcieren. 2. Furcht mit der sich zugleich leise der Affekt der kombiniert. wollte er nur auf das Sinnliche des dass sich in diesem Falle der ästhetische Charakter Erhabenen ganz und gar verliert.der Vorstellungen erreicht. d. weil das Gemüth für sich allein ganz lieben . p. i. der Beförderung oder Hemmung der Lebenskräfte. Vergnügen gar von Veres mag immer von der Einbildung oder standesvorstellungen anfangen.69 bewirken so die sinnliche Empfindung des Schauderns. Auflage 1880. dass die Ansicht Burke's nicht so paradox ist erscheint. sie mögen sein.r Existenz. so unmerklich beides auch sein oder ganz intellektuel mag.) Diese angeführten Stellen zweier so bedeutender Denker beweisen zur Genüge. oder sogar überschritten wird. 188.oder Uebelbelindens. ist." (Wundt. wie Epicur behauptete. Darin ist die Hinneigung des Erhabenen zu Unlustgef ühlen angedeutet. alles Schmerz zuletzt doch körperlich sei. „dass nicht zu leugnen stellungen in Kant selbst dass alle Vorbloss uns. ist. aber kein Gefühl des Wohl. die es auch als ästhetisches Gefühl schon enthält. Allein andererseits ist nicht zu verkennen. lässt.

Wie dieser. wie Burke. Er- der Lebenskräfte erblicken Diese Wirkung des Erhabenen auf (. -Man würde aber fehl wenn man in die Lust und Unlust beim Gefühl des Erhabenen giessnng dieser augenblicklichen Hemmung und wollte. wenn er B. Seine diesbezüglichen Erläu- terungen gischen erinnern stark an die angeführten physiolo/. Auseinandersetzungen Burke's. und dass somit auch die Lust am Erhabenen nicht eine positive. dass die Einbildungskraft hier nicht einer spielenden beim Schönen).Dass das Gefühl des \\»dche Erhabenen eine Lust nämlich so. sowohl positive vielmehr negative Lust genannt zu 96). nur indirekt entspringt.) dies kein Zugeständnis? K auf's an materialistische Deutungs- weisen.wie die Lebenskräfte beweist nur." 136. Der Prozess der ästhetischen Auffassung des Erhabenen . erklärt auch Kant. erklärt: . werden verdient" (Urth. sie durch das Gefühl einer augenblicklichen Hemmung der Lebenskräfte und darauf sogleich folgenden. desto stär- keren Ergiessung das Wohlgefallen Lust als derselben erzeugt wird nicht und am Erhabenen p.Td ist. seinem Es Körper ist mchl werden müssen. mithin in der Verbindung mil (Urth. sondern die Thatsache. gehen. p. ist. sondern einer ernsten Beschäftigung obliegt. Vernunft I>ie fühlen Unterscheidung zwischen dem Erhebenden und dem Deprimierenden im Gefühl des Erhabenenen hat Kant von Burke aeeeptiert. sondern Uebermacht der sieh über denselben emporzuheben und dien durch dieses die Sich-lossagen vom Sinnlichen uns zu lassen. nichl bei um in demselben unterzugehen. dass auch einen bei ihm die Erhabenheit Wiederhall im Körper findet. dass das Wohlgefallen am Erhabenen kein unvermischtes Lustgefühl ist. (das Liebensprinzip selbst) und Hindernisse oder Beförderungen ausser demselben und doch im Menschen selbst. dass.. sondern nur eine negative sein kann.

so entsteht ein Gefühl der Achtung gegen dieses Gesetz oder vielmehr gegen die Vernunft. wie Burke meinte. Es geht wie beim Wahrnehmen des dass wir zu vollist. sich. wie Kant annimmt. Auf diese Weise entsteht das Gefühl der Achtung (in gegen uns selbst Ansehung unsrer Bestimmung) bei Gegenständen des Erhabenen. und ihre hier der Forderung so weit ausdehnen kann. welches nach ein fühl Kant Moment des Bewusstseins ist. sondern die psychischen Vorgänge sind nur ein schwacher Wiederhall des Erhabenheitsgefühls. schwach sind. sender Sittlichkeit bestimmt ist das moralische Gefühl und bewirkt ein Vergnügen.71 spielt sich nicht im Körper ab. Wir fühlen es nicht nur. freies Wesen. uns doch immer den unendlichen Abstand un- serer subjektiven Sittlichkeit von dem objektiven Ideale vollkommener Tugend. Daraus entsteht zuerst ein Ge- fühl der Unlust über die Macht der Sinnlichkeit. ihre Forderungen so weit über alle Neigungen zu erheben. uns nämlich die Vernunft eine Idee vorlegt und uns zugleich das Gesetz giebt. und hierauf ein Gefühl der Achtung gegen das übersinnliche Vernunftsgesetz und gegen unsere Vernunft selbst. Diese Achtung gegen unsere eigene Person als ein vernünftiges. die imstande ist. als es der Idee gegeben sondern auch die eifrigsten Versuche. wobei wir aber das Gefühl der Unangemessenheit zur Erreichung dieser Idee in uns wahrnehmen. oder der Zusammenfassung der . So oft aus einem komplizierten Verhältnisse zwischen unserer Einbildungskraft und unserer Vernunft. dieses reine Gesetz der Vernunft so in kommen lehren zu erfüllen. diese zu erreichen. das alles sinnliche Vergnügen an Reinheit weit übertrifft. Die Vernunft enthält die Idee von der Totalität. Das gemischte Ge- von Lust und Unlust erwächst. die über alles Sinnliche erhaben ist. das zu innerer wachist. nämliche Vorgang vor Moralgesetzes. ihm nachzukommen.

aber eben da- durch bekommt sie eine Idee von Erweiterung' und Macht.) in eines gegebenen Ganzen". bemüht. sodassdie fühlt die Vorstellung zuletzt Einbildungskraft . p. so ihre Schranken und Unangemessenheit ihr Ansehung der von verlangten Zusammenfassung (Urth. liier indem wir uns bewusst dass wir fahren. grosse ^eitstände lassen. vergrössert werden. „Das Gefühl des Erhabenen also ein Gefühl der Unlust auf Grund der Unangeinessenheit der Einbildungskraft . wir ein Gefühl eigenen der Achtung vor Vernunft empfinden. einem Gesetze der Vernunft gemäss ver- Die übersinnliche Vernunftbestimmung und ihre über jede sinnliche für Ueberlegenheit Grössenschätzung anschaulich und der durch Einbildungskraft sodass wird uns lebhaft. sie ganz oft zufassen. denn die Vorstellung die Einbildungskraft unwiederstehlich an. fühlt sie Schwäche und der sinkt sich selbst wieder zurück. desselben Objekts ver- glichen werden". wenn isu damit beschäftigt. Wenn die nun die Gegenstände der in sehr gross siu<l und durch Bemühungen Ein«'in bildungskraft sie der Vernunftforderung gemäss uoch ins Ganzes zu fassen. Einbildungskraft sich so vergeblich Bemühnngen können mit „einem schnellwechselndem und Anziehen. aber so ihre sie sich in darauf einlässt. und unserer übersinnlichen ein Natur Gefühl Die Einbildungskraft hat zwar der Unfreiheit in der empirischen Welt. welche sie hoch über den gewöhnlichen Zustand erhebt. Unendliche wächst. 111.Erscheinungen stellt in der Sinnenwell zu einem Ganzen. Wesen über die g-anze Sinnenwelt erhaben ist ist.bstossen eben p. ein Gesind. A. sie also diese Forderung au unsere Einbildungskraft diese Bicli in jedem Falle. zieht 112). (Urth.ii. Dieses muss notwendig ein Gefühl der Unlust weil unsere Ihre uns rege machen. Aber auf der anderen Seite wird eben dadurch fühl Lust erweckt.. dass der Mensch als übersinnliches denn sie empfindet.

die wir zunächst schaudernd wahrnehmen. GesundDenn die Vernunft heit und Leben als gering ansehen. das. auch im habenen. sofern die Bestrebung zu denselben für uns Gesetz ist'-. 112. Die Einbildungskraft wird von der Vorstellung der grossen Macht der Natur in Bewegung gesetzt. uns von der Natur unabhängig erhalten zu können. der Vernunft kenntlich Die macht davon unberührt Empfindung dieses Ver- mögens. p. uns von der Natur unabhängig zu beurteilen „und eine Ueberlegenheit über ganz die Natur. sagt uns. dabei die Menschheit. die durch sie bewirkt weiden können. für die Lust aus erweckte Vernunft. die von der Natur uner- ausser uns angefochten und in Gefahr gebracht werden kann. bloss dass die Sinnnenwelt betreffen können. wofür wir sonst besorgt sind: äussere Güter. dass Wirkungen. welche uns durch die Unwider- zu stehlichkeit ihrer Macht unsere physische Ohnmacht zur In diesem unserem Unvermögen erkennen giebt. und unserer das Uebersinnliche die Natur. Ueberwältigung der Naturerscheinungen der Unlust. worauf sich eine Selbsterhaltung von anderer Art gründet. (Urth. und eine dabei zugleich Unangeder Üebereinstimniung eben dieses Urteils der Vermessenheit des grössten sinnlichen Vermögens zu doch nunftideen. in unserer Person niedrigt bleibt. 73 in durch die der ästhetischen Grössenschätzung. welches sich durch Thätigkeit bleibt. 117). als diejenige ist. so p. und Gefahr drohender Naturerscheinungen.. liegt ein Gefühl Nun entdeckt aber eben in diese „sinnliche Ohnmacht" uns ein Vermögen. erfüllt uns mit einer ungewöhnlichen Seelenstärke. obgleich der liegen müsste. macht einen tieferen Eindruck auf uns und stimmt die ." licher Mensch jener Gewalt unterDer Anblick fürchter- (Urth. so dass wir nunmehr. beweist die Einbildungskraft und Vernunft auf ähnliche Weise ihre Wirksamkeit.) Wie nun beim dynamisch Er- mathematisch Erhabenen.

dass w ir gebrechliche.dass. 121. besteht lichkeit. welches doch zugleich anziehend ist. man dem Wohlgefallen am Erhabenen keinen Bevon einem bestimmten Zwecke zu Grunde legen darf. mithin nur unter dieser ihrer Voraussetzung. Wo er von der Erhabenheit der Kraft redet. er- klärt er: . welcher notwendig mi! dem (Jn- Gefühle der Erbabenheil vermisch! sein muss.) sieht Auch diesen Auseinandersetzungen Kant's von man wie er ander Bnrke Was aufgestellten Hypothese der Selbsterhaltung erinnert und sie dabei widerlegt. so oft die Stärke bloss nützlich ist und sich entweder zu unserem Vorteile äusserst: oder zu unserem Vergnügen so oft ist sie nicht erhaben. p. endlich die betrifft. allem er- fordert auch wie man <\<'s sieht. Frage der Zweckmässigkeit am Erhabenen dass griff so hat auch Burke richtig erkannt.. lus! I >i<- also. Was .71 Seele zu denjenigen Ernste. welche durch die Beschränkung der Einbil- dungskraft entstand. hinaussehen zulassen'". weil es eine Gewalt welche die Vernunft auf jene ausübt. Schema für die letzteren das Abschreckende für die Sinnist. die Natur als ein zu behandeln. hier. dass die Menschheil (oder das was nach diesem Person bleibt) Leben von uns übrig Vor auf keine Weise von den Kräften der Natur zu Grunde gerichtet oder erniedrigt werden kann. wird durch das Selbstbewusstsein unserer übersinnlichen Natur wieder aufgehoben. und sie auf das Unendliche in (Urth. w ir Wenn einei seits empfinden. so in empfinden wir unserer doch zugleich. nur um sie ihrem eigentlichen Gebiete (dem praktischen) angemessen zu erweitern. schwache Menschen well ofl sind. „die Stimmung des (Jnangemessen- Gemüts zum Gefühl Erhabenen eine Empfänglichkeit in desselben für Ideen: denn eben lieit der der Natur zu den Letztern. die der Gewalt der Natur in der Sinnen' nicht widerstehen können. und der Anspannung der Einbil- dungskraft.

und zeucht aus dem GeSchall'"' 1 harnischten entgegen.. aber um unserm Willen gemäss zu wirken. So ist nach ihm die Idee eines Ochsen.. weil es uns im höchsten ist. uns überlegene Naturkraft. wenn wir ist es uns vorstellen als „„dessen Hals bekleidet mit Dunner. tobt und scharret in die Erde und achtet nicht der Trompeten ). welche Burke hier aus dem Buche Hiob anführt. seine Stärke ist aber anderer Art und nur selten zu unsern Arbeiten behülflich. Zerreisst aber dieses gebändigte Pferd seine Zügel. Grade uns ist nützlich und dienstbar ein Der Stier ist viel stärker als ist Ochse . Das Pferd als nützliches Tier hat nichts Erhabenes. diesen Eindruck macht es nur. und freudig ist mit Kraft. giebt ist es sich seine Freiheit gewaltsam wieder. muss es uns unterworfen sein. Beispiele an. desswegen die Idee dieses Tieres eine Erhabene. uns angenehm sein soll. obwohl dieser ein sehr starkes Tier nicht erhaben. und wirst es dir Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Hamen und 1 ) seine Zunire mit einem Strick fassen? das. In diesem Sinne sind auch die Be chreibungen des Ein- horns und Leviathans erhaben. dir Furchen zu machen)? Magst du dich auf ist. 75 — das ninss nach unserem Willen wirken. und die ich wiedergeben möchte: „„Meinst du. das zittert. dass es so stark lassen arbeiten? - ein Joch anknüpfen. Schiller bestätigt wenn er schreibt: . das stampft auf den Boden. bäumt es sich entrüstet unter seinem Reiter. und kein Ding von dieser Art kann die Ursache einer grossen und die Seele beherrschenden Vorstellung werden". an das einen Eben Gegenstand für eine erhabene Schilderung abgeben. und kann dieses Pferd gezähmt. führt Um dies zu beweisen. so seine Furchtbarkeit wieder . furchtbar.Ein Pferd das noch frei und ungebändifft in den Wäldern herumlauft ist uns als eine. Burke mehrere ist. Joch oder vor den Wagen gespannt. das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe? Kannst du ihm dasselbe verlassen. verliert seine Furchtbarkeit und mit ihr auch alles Erhabene.

Methoden zustande Geschicklichkeit zu bringen. dass dn ihn 1 1 immer zum Knecht habest? legst. dass ei «'inen Bund n. der Mensch bezähmt.it dir machen werde.) An eines einer anderen Stelle.) Auf da. wo es heisst: Wohlthätig Wenn sie is1 des Feuers Macht. 121. sobald (Op. „Die Entwickelung von p. Aber dennoch. Vrgl. (Burke p. bewacht. meint „dass dieser Tempel weder durch seine Anordnung noch durch seine Verzierungen bewunderungswürdig ist.) Kant. aus- Denn bringt einen ganz andern Eindruck hervor. Weimar 198). die aufeinander aufgetürmt sind. Das dankt er dieser BimmeLskraft Doch furchtbar wird die Himmelskraft. . - auch Karl Berger L894.. 4 dass es ein Streil ".i n«l an ihn so gedenke. und was er bildet. zu einem solchen und künstlichen schliesst. Wenn sie der Fessel sich entrafft. . die Werke angewandt werden musste. Die freie Tochter der Natur. hat auch anerkannt. 100. hiller's Aesthetik". Meinst du. diese ungeheuren rohen Massen ronSteinen. p. Müssig sieht er seine Werke und bewundernd untergehn. wo Burke von den Ruinen in Druidentempels in Wiltschire er: England (genanntSto- uehenge) redet. diesen Selbst das Rauhe. Wenn du deine Bei. cit. was er schafft. der sich von diesem deutlich genug unterscheiden lässt". Wilde des Werkes vermehrt Bindruck von Hoheit. im Anschlüsse an Burke. diesem Gedanken beruht vielleicht auch die schöne Schilderung des Feuers in Schiller's „Glocke". den du nicht ausfülireu kannst' (Burke p. 230. dass. weil es allen Gedanken von Kunst. Hoffnungslos Weicht der Mensch der Götterstärke. führen dieSeele auf die unermessliche Gewalt. und es wird aufs neue erhaben". Binhertritl auf der eignen Spur.

Das nämliche gilt von dem dynamisch Erhabenen. . da müssen wir uns bloss in der rohen Natur nach Beispielen umsehen.Wenn man also den Anblick des bestirnten Himmels erhaben nennt. bei Felsen. kümmert uns nicht. Nur wenn wir einen Gegenstand der Natur wegen seiner Macht erhaben finden. denn wenn sie diese Grösse überschreiten. Auf ähnliche Art verhält es sich mit Kunstprodukten (z.— wir in 77 — das Gefühl des Erhabenen ein Vernnnftnrteil über den Zweck des Dinges einmischen. dass viel grösser wäre als es seinem Zwecke nach sein Durch eine solche Vorstellung von einer Grösse sollte. wo die Grösse durch keinen Zweck bestimmt ist. so erregen sie anstatt Wohlgefallen. s.. grossen Strömen. w. w. und ob dabei ein Zweck überhaupt vorliegt. denn auch hier wird das Gefühl des Wohlgefallens durch das Spiel der Einbildungskraft und Vernunft ohne alles weitere Interesse erregt. unendlicher Zeit. die von vernünftigen Wesen bewohnt. dasselbe unrein ist. sondern Urteile bloss sie gefallen im reinen ästhetischen wegen ihrer erhabenen Grösse. und nun hellen Punkte. Säulen u. wo ein menschlicher Zweck die bestimmt. Form sowohl. und dieses Wohlgefallen wird nicht durch die Unregelmässigkeit und Unzweckmässigkeit zerstört. z. deren Grösse schon durch den Zweck der Dinge bestimmt ist.). ist das Urteil über dieses GeZu welchem Zweck die Natur diese Macht fühl rein. B. ausübt. als die Grösse Wo es also auf ästhetische Grössenschätzung ankommt. So dürfen wir für das mathematisch Erhabene kein Beispiel von solchen Gegenständen wählen. sondern noch erhöht. unendlichem Räume An Gegenständen dieser Art findet sich nichts u. Ungeheures. womit wir den . Gebäuden. Missfallen. Gebirgen. B. die Vorstellung eines Tieres. Meeren. so muss nicht Begriffe man der Beurteilung desselben von Welten. s. z. B. kann die Idee des Erhabenen in uns nicht zustande kommen.

) Abgrund. Kreisen bewegt. wie der mit Kenntnissen (die aber nicht in unmittelbaren ihn Anschauung enthalten etwa als ein sind) bereichert. als ihre Sonnen in Behr zweckmässig legen. sondern mau muss den Ocean wie die zeigt. wenn er in Ruhe betrachtet wird..— Raum Grunde ein TS Aber uns für erfüllt sehen. nach dem. dennoch erhaben finden können. so kann dasselbe. der bloss ist vom Himmel begrenzt aber er unruhig. das aber zwar die Weltteile gTÖsste von einander trennt. als eine klare Wasserquelle.twa. 127. zum als sondern wie man weites Gewölbe. wenn nicht als in objektiver. ihn sieht. der welche die Luft. denken. gleichwohl Gemeinschaft unter ihnen möglich macht. Ebenso den Anblick des Oceans nicht allerlei so." (Urt. Dichter es thun. wieAngemessenheit zur Vernunft das fern es nämlich durch seine in ihrer Tendenz zum Erhabenheit ein unendlichen Bewusstsein eigener im Gemüte des Wahrnehmenden rege die und somit nun Lustgefühl klar. denn das giebt lauter teleologische bloss. als den grossen Wasserschatz für die Aus- dünstungen. was der Augenschein ist. vorstellen. macht. so bejaht er doch andererseits die Zweckmässigkeit am Erhabenen. so doch in subjektiver Hinsicht zweckmässig erscheinen. mit Wolken zum Behuf als ein Lander beschwängern. Wiewohl habenen von dieser für Kant das Wohlgefallen ist. sie gestellten bloss. Daraus selbst wird nicht vollkommen dass Objekte . was alles befasst. oder auch Element.ii« müssen wir die Erhabenhftil setzen. urteile. und bloss unter dieser Vorstellung . ein reines ästhetisches urteil diesem Gegenstande beilegt wir. wie einen alles zu verschlingen drohenden p. . weites Reich von Wasser- geschöpfen. Denn da beim Erhabenen lediglich auf die überschwengliche Grösse und Macht des Objekts reriektirt wird. am Erer in keinem Zweck abhängig und Beziehung mit Burke übereinstimmt.

versetzen. Ebenso nennen wir etwas erhaben. nämlich in der Uebereinstimmung in ihrer freien der Einbildungskraft und des Verstandes. bis in das die Einzelste zu verfolgen sind" (Bd. Die geringen Kräfte. unsem Vorzug vor der vergänglichen Sinnenwelt und unsere Kraft.dass bei in seiner schon erwähnten Geschichte der englischen Literatur abermals behauptet: Kant die Einwirkungen Burke's I. müssen mit den grossen Eigenschaften der Vernunft sich hier zu einem so zweckmässigen Ganzen vereinigen. Die Einbildungskraft und Vernunft wirken hier zweck- um uns in eine Geistesstimmung zu unsern Wert das als intelligible Wesen. weil wir es für zweck- mässig halten.79 erhaben sind. wozu der Anblick des Gegenstandes Veranlassung mässig zusammen. die uns giebt. uns über Ueberschwengliche und Fürchterliche hinauszusetzen. was nur dem Gefühle des Schönen. Wenn nun Hettner . sondern nur die Erhebung des Gemüts. dass dadurch notwendig ein Gefühl des Wohlgefallens entstehen muss. und ein besonderes Gefühl dos Wohlgefallens von ernsthafter Art im Gefolge hat. weil beider Anschauung desselben zweckmässige Thätigkeit oder Zusammen- stimmung der Einbildungskraft mit Vernunftideen in uns entsteht. Gefühle empfänglich wenn das Gemüt überhaupt für solche ist. dass wir durch eine gewisse Subreption etwas durch die Anschauung des Objekts im Gemüte veranlasst wurde.. so <\i>m mag Richtigkeit dieser Behauptung aus Angeführten hervorgegangen sein. trotzdem die Zweckmässigkeit eigentlich in uns selbst liegt. 440). das Be- wunderung oder Erstaunen erweckt. Thätigkeit und ruhigen Reflexion über die Gegenstände. welche die Einbildungskraft auf der einen Seite zeigt. Es geht uns hier wie bei auf das Objekt übertragen. Nicht destoweniger bleibt aber Burke's Auftässungsweise des Erhabenen doch eine . p. Wir nennen etwas schön.

und ist nur sie insoweit Empirie diesem Apri Zwecke dient. das Burke verschiedener . blies anf die äussern Sinneseindrftcke be- Wie die Ursachen. vielfach In seinen kritischen Untersuchungen legt er das psychologische Schema zu Grunde: „aber dasselbe führt vielleicht an keinem andern Punkte der Kantischen Lehre zu so überraschend grossaitigen Resultaten wie hier. Kant seihst erkennt.) . ist leicht einzusehen. gründete. die Andererseits Isl nicht zn verkennen. ihm willkommen. „Geschichte p. Den örnnd einem kör- Wirkung nicht in erhabenen Gegenstandes sucht in Burke einem geistigen. sind ihm aber gültiges um auf sie ein allgemein und notwendiges l'ies ist ästhetisches Urteil gründen zu können. Die nach- »rität der Geschmacksurteile hat nun Kant gewiesen.SU engherzige. ästhe- aber der Hauptzweck der Kau tischen die tischen Untersuchung. dass diese Zergliederung der als Phänomene unseres Geistes unzureichend. seitig physiologischen nur seiner ein- Methode ist es zuzuschreiben. sondern Dass ei perlichen Zustand. neueren Philo- sophie. auf diese Weise eine un- zulängliche Erklärung des Erhabenheitsprozesses geben musste.Merkmale des Erhabenen erschöpfend behandelt hat. „psychologische Bemerksie ungen überaus schön sind" (p. wo das Senkblei der Kritik bis in die äisserste Tiefe des ästhetischen Lebens hinabreicht/' der (Vrgl. Windelband. so sind für ihn auch die bloss Wirkungen für die des Erhabenen ciues sinnlich. dass er diesen seinen Betrachtungen nicht eine tiefere Be- gründung geben konnte.136). 168." Leipzig 1880.

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