Wir alle die wir mit aufgedektem Angesichte die Herrligkeit des HErren anschauen / werden verwandelt in dasselbige

Bild von Klarheit in Klarheit / als vom Geiste des HErren. . !or" ###. $%. Zueschrifft. &er Ewigen Wei'heit G(tte / &em )*iegel ohne makel / den die !herubin und alle )eelige Geister mit ewiger verwunderung anschauen / &em +ichte welches alle ,enschen erleuchtet die in diese Welt kommen / &em unersch-*fflichen Brunn und urs*r.nglichem /ualle aller Wei'heit / )chreibet 0ue und richtet wiederumb in 1hn hin / &iese au' dessen grossem ,eere gen2diglich hergeronnene kleine 3r-*fflein )ein 4.r unabl2'lichem verlangen 1hn 0uschauen All0eit sterbender 1(HA55E) A5GE+6).

Erinnerungs Vorrede an den Leser.
G(ttsbegiehriger +eser / vor etlichen 1ahren habe ich dir den )era*hinischen begiehrer in meiner verliebten 7s8che 0um andernmahl" mit vermehrung der Heiligen +iebs begiehrden 0u gl.kseeliger ent0.ndung deines Hert0ens in g-ttlicher +iebe / 0uegesendet9 wie auch unl2ngst die sinnliche betrachtung der vier +et0ten &inge / welche dich gleichfalls Gott innbr.nstig 0u lieben aufmuntern kan" anit0o trage ich dir meinen !herubinischen Wandersmann oder geistliche )inn- und )chlu'-:eime 0um andernmahl auch vermehrt / 0u einem gefehrten an9 umb durch denselben noch mahls die Augen deiner )eele 0ur G-ttlichen beschawligkeit 0uleiten und 0uerheben. Gl.kseelig magstu dich sch2t0en / wann du dich be8de l2ssest einnehmen / und noch be8 +eibes +eben bald wie ein )era*hin von himmlischer +iebe brennest / bald wie ein !herubin mit unverwandten augen Gott anschawest" denn damit wirstu dein ewiges +eben schon in dieser sterbligkeit / so viel es se8n kan anfangen / und deinen beruff oder au'erw2lung 0u demselben gewi' machen. Weil aber folgende :eimen vil selt0ame paradoxa oder widersinnische :eden / wie auch sehr hohe und nicht ;ederman bekandte schl.sse / von der geheimen Gottheit / ;tem von <ereinigung mit G(tt oder G-ttlichem Wesen / wie auch von G-ttlicher Gleichheit und <erg-ttung oder G(ttwerdung / und wa' dergleichen / in sich halten9 welchen man wegen der kurt0en <erfassung leicht einen <erdamlichen )inn oder b-se ,einung k-nte andichten" Als ist vonn-then dich de' halben 0uvor 0uerinnern. 6nnd ist hiermit einmal f.r allemal 0uwissen / da' de' 6rhebers ,einung nirgends se8 / da' die ,enschliche )eele ;hre Geschaffenheit solle oder k-nne <erliehren / und durch die <erg-ttung in G(tt oder sein ungeschaffenes Wesen verwandelt werden" welches in alle Ewigkeit nicht se8n kan. &enn obwol G(tt Allm2chtig ist / so kan er doch dises nicht machen =und wann Ers k-nte / w2re Er nicht G(tt> da' eine !reatur nat.rlich und wesentlich G(tt se8. &erowegen sagte Thaulerus in seinen Geistlichen 6nterrichtungen c. 9. weil der Allerhöchste nicht machen kondte / daß wir von Natur G tt w!ren "denn diß steht #hm alleine $u% so hat &r 'emacht / daß wir G tt w!ren auß Gnaden( damit wir $u'leich mit )hm in #mmerwehrender *ie+e +esit$en mö'en eine ,eeli'keit / eine -re.de / und ein eini'es /öni'reich0 )ondern dieses ist sein )inn / da' die Gew.rdigte und Heilige )eele 0u solcher naher <ereinigung mit G(tt und seinem G-ttlichen Wesen gelange / da' sie mit demselben gant0 und gar durchdrungen / .berformet / <ereinigt und eines se89 dermassen / da' wenn man sie sehen solte / man an ;hr nichts anders sehen und erkennen w.rde als G(tt9 wie dann im ewigen +eben geschehen wird" Weil sie von dem Glant0e seiner Herrligkeit gleichsamb gant0 <erschlungen se8n wird. 1a da' sie 0u solcher <ollkomner gleichn.' G(ttes gelangen k-nne / da' sie eben das 1enige se8 =au' Genaden> was G(tt ist =von 5atur9> und also in diesem <erstande recht und wol ein +iecht in dem +iechte / ein Wort in dem Worte / und ein G(33 in G(tte =wie in den :eimen geredet wird> k-nne genennet werden. )inthemal / wie ein alter +ehrer sagt / G(tt der <atter hat nur einen )ohn / und derselbe sind wir alle in !hristo. )ind wir nun )-hne in !hristo / so m.ssen wir auch se8n was !hristus ist / und dasselbe Wesen haben / welches der )ohn G(ttes hat. 1enn e+en darum+ =s*richt Thaulerus in der vierdten 7redigt am H. !hristage> daß wir dassel+e 2esen ha+en / werden wir )hm 'leich / und sehen )hn wie &r wahrer G tt ist . 6nd diesem )at0e stimmen be8 alle Heilige G(ttesschawer9 ;nsonderheit ;et0t gedachter Tauler in der ?. 7redigt am ?. )ontag 3rinit. da er s*richt" 1ie ,eele wird =durch das wider erlangte Ebenbild> G tte 'leich und Göttlich0 )a alles wird sie auß 'enaden was G tt ist von Natur. )n diser 3ereini'un' und einsenckun' in G tt / wird sie .+er sich sel+st in G tt 'ef.hrt / und G tte so 'leich / daß wann sie sich sel+er s!he / sie sich f.r G tt w.rde sch!t$en0 4nd wer sie s!he / der w.rde sie sehen / nicht $war in dem Nat.rlichen sondern in dem auß Genaden #hr mit 'etheiltem 2esen -orm und weise G ttes / und w.rde also ,eeli' von dem Gesichte. ,inthemal G tt und die ,eele in solcher 3ereini'un' eines sind( wiewol nicht von Natur / sondern auß Genaden. 6nd nach wenigem" 1ie lautere und Göttliche ,eele welche von der 5reaturen *ie+e so fre6 ist wie G tt / wird von andern 'esehen werden / auch sich sel+er in &wi'keit ansehen

als G tt "denn G tt und eine solche ,eele sind in der o+'emeldten 3ereini'un' eins% und wird #hre ,eeli'keit in und auß sich sel+st nehmen in diser 3ereini'un'. 7us+roch im dritten Buch vom @ierrath der Geistlichen Hoch0eit c. 8. )n der 2esentlichen &inheit G ttes sind alle And!chti'e und #nni'e Geister eins mit G tt durch )hre *ie+ha+ende einsenckun' und $erschmelt$un' in ihn0 4nd sind auß Gnaden e+en dassel+i'e &ins das diesel+e 2esenheit in sich sel+er ist. 6nd eben daselbst" G tt .+er alle 'leichn.sse / wie &r in sich sel+er ist / fassen und 3erstehen / das ist etlicher massen G tt mit G tt se6n ohne mittel / "oder daß ich so sa'e% ohne eine empfindliche Anderheit. 6nd eben im selben Buche c. 9. s*richt Er" 2ann der Geist deß :enschen durch die 'enießliche *ie+e sich sel+er verlohren hat / so empf!n't er die /larheit G ttes ohne mittel0 #a er wird auch sel+st / "soviel einer 5reatur $usteht% ohne unterlaß diesel+e /larheit welche er em+f!n't. Gleichermassen redet auch ,. ;ernard. im Buche vom Einsamen +eben / da er s*richt" 2ir werden das se6n was &r ist. 1enn welchen die :acht 'e'e+en ist G ttes /inder $u werden / denen ist auch die :acht 'e'e+en / nicht $war daß sie G tt se6n / sondern daß sie se6n was G tt ist. 6nd nach disem" 1iese 'leichn.ß G ttes wird die &inheit deß Geistes 'enent / nicht alleine weil sie der <eili'e Geist $u 2ercke richtet / oder den Geist deß :enschen damit anthut0 ,ondern weil sie sel+st der <eili'e Geist / G tt die *ie+e ist / weil durch )hn / welcher die *ie+e deß 3atters und deß ,ohnes ist und &inheit / und Anm.ti'keit / und Gut / und /uß und um+fassun' / und alles was +e6den kan 'emein se6n / in #ener höchsten 3ereini'un' der 2arheit / und 2arheit der 3ereini'un' / e+en dassel+e dem :enschen auff seine Art $u G tt 'eschieht / was mit der sel+st!ndi'en &inheit dem ,ohne $um 3atter / oder dem 3atter $um ,ohne / wann in der um+fahun' und /uß deß 3atters und deß ,ohns sich etlicher massen mitten inne +efindet das seeli'e Gewissen( da auff eine unaussprechliche und 4n'ed!nckliche weise der G ttes :ensch verdienst $u werden / nicht G tt0 sondern doch was G tt ist auß Natur / der :ensch auß Genaden. 6nd dieses ;ernardus. 4ragstu wie das 0ugehen k-nne / weil das G-ttliche Wesen unmittheilhafftig istA )o antworte ich dir f.rs Erste mit dem heiligen ;onaventura" ,o du es wissen wilt / so fra'e die Genade / und nicht die *ehre0 1as 3erlan'en / und nicht den 3erstand0 das ,eufft$en deß Ge+eths / und nicht das fleissi'e lesen0 1en ;r!uti'am / nicht den :eister0 G tt / nicht :enschen0 1ie tunckelheit / nicht die /larheit0 Nicht das *icht / sondern das -euer welches 'ant$ und 'ar anflammet / und in G tt mit +rennenden ;e'ierden f.hret / welches -euer G TT sel+er ist. 4.rs ander / da' das G-ttliche Wesen 0war unmittheilhafftig se8 / solcher gestalt / da' es sich mit einem &inge vermengen solte / und eine 5atur oder Wesen mit ihm werden" &a' es aber auff gewisse Weise wegen der so nahen und ;nniglichen <ereinigung / mit welcher es sich in die He8lige )eelen ergiest / gleichwol mit theilhafftig k-nne genennet werden" ,assen auch =etrus sagt / da' wir theilhafftig werden der g-ttlichen 5atur" und )ohannes / da' wir Gottes Kinder se8nd / weil wir au' G(tt gebohren se8nd. Nun können #a die #eni'e nicht Gottes /inder / und theilhaffti'e der Göttlichen Natur 'enennet werden =s*richt Thomas > )esu l. ?. d. orat. divin. c. ?> wann diesel+i'e nicht in 4ns / sondern weit von 4ns a+'esondert ist. 1enn so weni' ein :ensch kan weise se6n ohne 2eißheit =wie Thauler. in der vierdten )ermon im H. !hristage redet> so weni' kan einer auch ein /ind Gottes se6n ohne die Göttliche /indschafft / das ist / er ha+e dann das warhaffti'e 2esen deß ,ohnes G ttes sel+er. 1erohal+en soltu G ttes ,ohn oder Tochter se6n / so mustu auch e+en das 2esen ha+en / welches der ,ohn G ttes hat / sonsten kanstu G TT&, ,ohn nicht se6n. Aber solche grosse Herrligkeit ist uns noch 0ur @eit verborgen. &arumb schreibt auch ,. )ohannes an obgemeltem (rt weiter also" ,eine allerliebsten wir sind 0war Gottes Kinder / aber es ist noch nicht offenbahr was wir se8n werden / wir wissen aber wann es erscheinen wird / da' wir ihme werden gleich se8n / das ist / dasselbe Wesen das er ist werden wir auch se8n etc. &arumb sagt Nicolaus > )&,4 :ar. l. 9. c. 8@. &lucid. Theolo'ic. in )oan. > cruce0 1aß die ,eele durch die 2.rkun'en der *ie+e mit welchen sie G tt lie+t / &rlan'e / daß ihr G tt nicht allein seine Ga+en mittheile / sondern daß auch sel+st die sel+st!ndi'keit und 2esen G ttes der ,eelen mit sonder+ahrem Titel sel+st!ndi' $u'e'en se6. 6nd solches best2ttigen auch die Worte de' heiligen Au'ust. ,. 8AB. de tempore da

er spricht0 1er heili'e Geist ist in diesem Ta'e $u +ereitun' der <ert$en seiner Apostel wie ein =lat$re'en der <eili'un' ein'efallen / nicht als ein &ilferti'er +esucher / sondern als ein #mmerwehrender Tröster / und ewi'er +e6wohner. 1ann wie er :atth. am 9A. von sich sel+st seinen Aposteln 'esa't hatte0 ,iehe ich +in +e6 euch alle Ta'e +iß $um &nde der 2elt( Also sa't er auch von dem heili'en Geiste0 1er 3atter wird euch den Tröster 'e+en der +e6 euch se6 in &wi'keit. 1erowe'en ist er in diesem Ta'e +e6 seinen Gl!u+i'en nicht nur durch die Gnade der 7echtferti'un' / sondern sel+st durch die Ge'enwart seiner :a#est!t 'ewest( und ist in die Gef!sse #et$o nur nicht der Geruch deß ;alsams / sondern sel+st die sel+st!ndi'keit der <eili'en ,al+e 'eflossen. &ises aber e8gentlicher und ohne ;rrthumb 0uverstehen und 0uerkl2ren / hab ich mir all0eit sehr belieben lassen die Gleichn.sse welche die heiligen <2tter von der <ereinigung der )onnen mit der +ufft / de' 4euers mit dem E8sen / de' Weins mit dem Wasser / und was dergleichen / sich gebrauchen / diese hohe <ereinigung G(ttes mit der )eelen etlicher massen dadurch 0ubeschreiben. 6nter welchen der heilige ;ernard. im Buche wie man G(tt lieben sol / in der mitten also s*richt" Gleich wie ein tropffen 2assers in viel 2ein 'e'ossen von sich 'ant$ $uver'ehen scheint / in dem es deß 2eins 'eschmack und 2!rmde an sich nim+t0 4nd wie ein feuri'es 'l.endes &6sen dem -euer 'ant$ und 'ar 'leiche wird / und seine alte und ei'entliche Gestalt auß$iehet0 und wie die *ufft mit der ,onnenlicht durch'ossen in dessel+en *ichtes /larheit .+erformet wird( also 'ar daß sie nicht so wol &rleuchtet / als das *iecht sel+er $u se6n scheinet0 Also wird vonnöthen se6n / daß in den <eili'en alle :enschliche +e'ierlichkeit auff unaussprechliche weise von #hr sel+st $erschmelt$e / und in Gottes willen '!nt$lich ein'e'ossen werde0 dann wie wollte sonst G tt alles in allen se6n / wenn in dem :enschen noch etwas vom :enschen .+ri' w!reC 6nd in dem B. !a*. de' Buchs von der +iebe / nach dem er eben diese Gleichn.sse angef.hret hatte / s*richt er darauff" Also ist deß :enschen Geist / wann er mit Göttlicher *ie+e an'ethan ist / 'ant$ *ie+e. 1erowe'en wer G tt lie+t / ist #hm sel+st Todt / und in dem er G tt alleine le+t / machet er sich etlicher massen "daß ich so rede% mit 2esentlich oder mitst!ndi' dem 'elie+ten "consu+stantiat se dilecto.% 1enn so die ,eele 1avids der ,eelen )onathe vereini't ist( oder so der welcher G tt anh!n't ein Geist mit ihm wird0 so 'ehet nit ohne un'leiches 4rtheil der 3ereini'un' auff eine 'ewisse Art der mit 2esenheit die 'ant$e ;e'ierde in G tt / etc. 6nd derogleichen findet man auch be8m 7us+roch. <arphio. Thauler. und anderen. 1nsonderheit be8m *udovico ;losio da er im 0w-lfften !a*. seiner Geistlichen 6nterrichtungen sehr sch-n also :edet. )n der 'eheimen vereini'un' verfleust die lie+ha+ende ,eele / und ver'ehet von #hr sel+st / und verf!llet / als w!re sie $u nichte worden / in den A+'rund der ewi'en *ie+e0 Allda sie ihr Todt ist / und G tt le+et / nichts wissende / nichts f.hlende / als die *ie+e welche sie schmekket( denn sie verliehret sich in der .+er'rossen 2.ste und -instern.ß der G ttheit. A+er sich so verliehren / ist mehr sich finden. 1a wird 2arlich / was da ist das :enschliche auß$iehende / und das Göttliche an$iehende / in G tt verwandelt. Gleich wie das &6sen im -euer die Gestalt deß -euers annim+t / und ins -euer verwandelt wird. &s +lei+et a+er doch das 2esen der also ver'ötteten ,eelen 'leich wie das 'l.ende &6sen nicht auffhöret &6sen $u se6n. 1erohal+en die ,eele welche $uvor kalt war / ist #et$t +rennend / die vor -inster war ist #et$t leuchtend0 1ie vor harte war / ist #et$t weich0 Gant$ und 'ar G ttfar+i'( weil ihr 2esen mit Gottes 2esen durch'ossen ist0 Gant$ mit dem -euer der Göttlichen *ie+e ver+rennet / und 'ant$ $erschmelt$end in G tt .+er'an'en / und ihm ohne mittel 3ereini't / und ein Geist mit ihm worden ist( 'leich wie Gold und &rt$t in einen :etallischen klumpen $usammen 'eschmolt$en werden. 5un mit solchen und dergleichen Worten und :eden haben sich die H. Gottesschauer bem.het die ;nnigliche <ereinigung Gottes mit der geheiligten )eelen etlicher massen au'0udrukken9 denn dieselbe gr.ndlich 0ubeschreiben / sagen sie / da' man nicht Wort finden k-nne. Wann derowegen der G.nstige +eser in diesen :eimen hin und wider derogleichen finden wird9 so wolle er sie auch nach disem <erstande richten und verstehen. Wie wol ich nun was disen 7unct anbelangt 0ur gen.ge mich vermeine erkl2rt 0uhaben9 so mu' ich doch noch einen sch-nen 3eCt au' 1ioni#sio 5arthusiano anher set0en" dieser redet Artic. ?9. in &xod. also / Alsdann wird die ,eele 'ant$ in das unendliche *icht auß'e+reitet / der

.+erwesentlichen G ttheit und .+erseeli'sten 1re6eini'keit / so strahlend / *ie+reich und nahe copulirt oder ver+unden / daß sie nichts andres versp.ret / noch ihre ei'ne 2.rckun' warnimt0 sondern sie 3erfleust von #hr sel+st / und fleust wider in #hren ei'enen ;ronnen / und also wird sie in die 7eicht.m+er der Glorien ver$ukket / in dem -euer der un'eschaffenen unaußm!ßlichen *ie+e ver+rennet( in dem A+'runde der Gottheit vertieffet und verschlukket / daß sie scheint etlichen massen das 'eschaffene 2esen außD und das un'eschaffene und erste :usterwesen "esse ideale% wider an$u$iehenE Nicht daß die ,el+st!ndi'keit verwandelt oder das ei'ene 2esen we' 'enommen werde / sondern weil die 2eise $use6n / und die &i'enschafft oder Fualitet $ule+en 3er'öttet wird0 1as ist / G tte und seiner .+erseeli'sten ,eeli'keit .+ernat.rlich und 'en!di'lich ver'leichet wird( und also wird f.rtrefflich erf.llet deß Apostels 2ort0 2er dem <&rren anh!n't ist ein Geist mit #hm / etc. Wenn nu der ,ensch 0u solcher <ollkomner gleichheit G(ttes gelangt ist / da' er ein Geist mit G(tt / und eins mit ;hm worden / und in !hristo die g2nt0liche Kind- oder )ohnschafft erreicht hat / so ist er so gro' / so reich / so weise und m2chtig als G(tt / und G(tt thut nichts ohne einen solchen ,enschen / denn Er ist eins mit ;hm9 er offenbahret ihm alle seine Herrlichkeit und :eicht.mber / und hat nichts in seinem gant0en Hause / das ist / in sich selber / welches er f.r ;hm verborgen hielte9 wie er 0u :osi sagte / ich will dir all mein Gutt 0eigen. &erowegen sagt der 6rheber nicht 0uvil wann er N. 8?. in der 7erson eines solchen ,enschen s*richt" ich bin so reich als G(tt" &enn wer G(tt hat / der hat mit G(tt alles was G(tt hat. Also was N. A. 9B. 9@. und sonsten gesagt wird / ist auch nach dieser <ereinigung 0uverstehen. Wiewol auch diese 0we8 ersten ein absehen auff die 7erson !hristi haben / welcher wahrer G(tt ist / und mit seinen unvergleichlichen +iebe Wercken uns 0u verstehen gegeben / als ob G(tt gleichsam nicht wol w2re / wann wir solten <erlohren werden. &e'wegen Er auch nicht alleine in dieses Elende kommen und ,ensch worden / sondern auch so gar de' allerschm2lichsten 3odes hat sterben wollen / da' Er nur uns wider 0u sich bringen / und sich mit 6ns ewig erfrewen und erg-t0en k-nte" Wie er auch sagt / meine +ust ist be8 den ,enschenkindern. ( de' verwunderlichen und unau's*rechlichen Adels der )eelenD ( der unbeschreiblichen W.rdigkeit 0u welcher wir durch !hristum gelangen k-nnenD was bin ich doch mein K-nig und mein G(ttD und was ist meine )eele ( unendliche ,a;est2tD da' du dich ernidrigest 0u mir / und mich erhebst 0u dirD da' du +ust suchst be8 mir / der du doch die ewige +ustbarkeit bist aller GeisterD da' du dich mit mir wilt <ereinigen / und mich mit dir / der du in und an dir selbst Ewiglich genug hastD 1a was ist meine )eele / da' sie dir auch gar so Gemein sol se8n / wie eine Braut ;hrem Br2utigam / wie eine +iebe ;hrem +iebenD ( mein G(tt" Wann ich nicht glaubte da' du warhafftig w2rest / so k-nte ich nicht glauben da' 0wischen mir und dir / als der unvergleichlichen ,a;est2t solche Gemeinschafft ;emahls m-glich w2re. Weil du aber ges*rochen du wollest dich mit mir <erm2hlen in Ewigkeit9 so mu' ich nur dise .bervern.nfftliche Genade / welcher ich mich nimmermehr k-nte w.rdig sch2t0en / mit dem.ttigem Hert0en und verstarrtem Geiste verwundern. &u ( G(tt bist der allein unvergleichliche wunder thut9 )inthemal du auch alleine G(tt bist. &ir se8 +ob / und 7rei' / und &anck / und Herrligkeit von Ewigkeit 0u Ewigkeit. Was sonsten viel andere nicht ;ederman Gemeine :eden und )*r.che anbelangt / so hoffe ich sie werden / dem g.nstigen +eser / im fall er in den +ehrern der geheimen G(ttes Wei'heit bekandt ist / nicht alleine nicht frembde9 sondern auch sehr +ieb und Angenehm se8n" in dem er hier als in einem kurt0en Begriff wird finden / was er be8 ;hnen nach der l2nge gelesen / oder ;a selbst durch gen2dige besuchung G(ttes in der 3hat geschm2kket und em*funden hat. 1st er aber noch 6nerfahren / so wil ich ihn freundlich 0u ihnen gewisen haben" 1nsonderheit 0um 7us+rochioE ThauleroE <arphioE Authore Theolo'iae Teutonicae Gc. " 6nd neben disen sonderlich 0um :aximil. ,andaeo ,ocietatis )&,4E welcher sich mit seiner Theolo'ia :6sticaE und dem claveE .ber die massen gegen die +iebhaber diser G-ttlichen kunst verdienet hat. Am allertr-stlichstem aber abgebildet wird ers mit grosser verwunderlicher Begierde und hert0lichem <erlangen finden / in dem unl2ngst herau'gekommenen leben der Ehrw.rdigen 1ungfrauen :arinae de &sco+arE welche allein au' gn2diger verleihung G(ttes alles dessen

gew.rdiget worden / was ;emahls alle dieser geheimen G(ttes-Kunst erfahrne ;ngesambt geschrieben und aufge0eichnet haben. &enn eine gant0e und lautere Au'legung .ber alle und ;ede Worte 0umachen / w.rde eine grosse weitl2ufftigkeit erfordern / und nur dem +eser verdrie'lich se8n. Es ist de' B.cherschreibens ohne di' keine ma' / da' an;et0o fast mehr geschrieben als gelesen wird. &ise :eimen / gleich wie sie dem 6rheber meisten theils ohne <orbedacht und m.hsames 5achsinnen in kurt0er @eit von dem 6rs*rung alles gutten einig und allein gegeben worden auf0uset0en9 also da' er auch da' erste Buch in vier 3agen verfertiget hat9 sollen auch so bleiben / und dem +eser eine auffmunterung se8n / den in sich verborgenen G(tt / und dessen heilige Wei'heit selbst 0usuchen / und sein Angesichte mit eignen Augen 0ubeschawen. 1edoch wo der <erstand 0weiffelhafftig oder gar 0u 3unckel 0u sein vermeinet wird / so sol dabe8 eine kurt0e Erinnerung geschehen. &er +eser d2nke aber weiter nach / und lebe in betrachtung der G-ttlichen wunder mit ungef2lschter +iebe / 0u grossen Ehren G(ttes9 deme befohlen. Gegeben in )chlesien den F. Augstsmonats 3ag des )ech0ehn-Hundert vier und siebent0igsten 1ahres.

Johannis Angeli Silesij Erstes Buch Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen.
$. 2as fein ist das +esteht. :ein wie das feinste Gold / steiff wie ein 4elsenstein / Gant0 lauter wie 5ristall / sol dein Gem.the se8n. . 1ie &wi'e 7uhestadt. Es mag ein andrer sich umb sein Begr2bni' kr2nken / 6nd seinen ,adensak mit stolt0em Bau bed2nken. 1ch )orge nicht daf.r" ,ein Grab / mein 4el' und schrein 1n dem ich ewig :uh / solGs Hert0e 1Esu se8n. ?. G tt kan allein ver'n.'en. Weg weg ihr ,eraphim ihr k-nt mich nicht erHuikken" Weg weg ihr Engel all9 und was an euch thut blikken" 1ch wil nun eurer nicht9 ich werffe mich allein / 1ns ungeschaffne ,eer der blossen G(ttheit ein. I. :an muß 'ant$ Göttlich se6n. HErr es gen.gt mir nicht / da' ich dir Englisch diene / 6nd in <ollkommenheit der G-tter f.r dir Gr.ne" Es ist mir vil 0u schlecht / und meinem Geist 0u klein" Wer &ir recht dienen wil mu' mehr als G-ttlich se8n. B. :an weiß nicht was man ist. 1ch wei' nicht was ich bin / 1ch bin nicht was ich wei'" Ein ding und nit ein ding" Ein st.*ffchin und ein krei'. J. 1u must was G tt ist se6n. )ol ich mein let0tes End / und ersten Anfang finden / )o mu' ich mich in G(tt / und G(tt in mir ergr.nden. 6nd werden das was Er" 1ch mu' ein )chein im )chein / 1ch mu' ein Wort im Wort /$ ein G(tt in G(tte se8n. F. :an muß noch .+er G tt. Wo ist mein AuffenthaltA Wo ich und du nicht stehen" Wo ist mein let0tes End in welches ich sol gehenA &a wo man keines findt. Wo sol ich dann nun hinA 1ch mu' noch .ber G(tt in eine w.ste 0iehn. %. G tt le+t nicht ohne mich.

$ 3haul. instit. s*ir. c. ?K.
.ber alles das man an G(33 erkennt oder von ;hm ged2nken kan / nach der verneinnenden beschawung / von welcher suche be8 den :i#sticis.

?

1ch wei' da' ohne mich G(tt nicht ein 5un kan leben / WerdG ich 0u nicht Er mu' von 5oth den Geist auffgeben. K. )ch ha+s von Gott / und Gott von mir. &a' G(tt so seelig ist und +ebet ohn <erlangen / Hat Er so wol von mir / als ich von ;hm em*fangen. $L. )ch +in wie Gott / und Gott wie ich. 1ch bin so gro' als G(tt / Er ist als ich so klein" Er kan nicht .ber mich / ich unter 1hm nicht se8n. $$. Gott ist in mir / und ich in #hm. G(tt ist in mir das 4eur / und ich in 1hm der schein" )ind wir einander nicht gant0 ;nniglich gemeinA

$ . :an muß sich .+erschwenken. ,ensch wo du deinen Geist schwingst .ber (rt und @eit / )o kanstu ;eden blik se8n in der Ewigkeit. $?. 1er :ensch ist &wi'keit. 1ch selbst bin Ewigkeit / wann ich die @eit <erlasse / 6nd mich in G(tt / und G(tt in mich 0usammen fasse. $I. &in 5hrist so 7eich als Gott. 1ch bin so :eich als G(tt / es kan kein st2ublein se8n / &as ich =,ensch glaube mir> mit 1hm nicht hab gemein. $B. 1ie .+erDG ttheit. Was man von G(tt gesagt / das gn.get mir noch nicht" &ie .ber-G(ttheit ist mein +eben und mein +iecht.
I

$J. 1ie *ie+e $win'et G tt. Wo G(tt mich .ber G(tt nicht solte wollen bringen / )o will ich 1hn da0u mit blosser +iebe 0wingen.

$F. &in 5hrist ist G ttes ,ohn. 1ch auch bin G(ttes )ohn / ich sit0 an seiner Hand" )ein Geist / sein 4leisch und Blut / ist 1hm an mir bekandt. $%. )ch thue es G tte 'leich. G(tt liebt mich .ber sich. +ieb ich 1hn .ber mich9 )o geb ich 1hm sovil / als Er mir gibt au' sich. $K. 1as seeli'e ,tilleschwei'en. Wie seelig ist der ,ensch / der weder wil noch wei'D B &er G(tt =versteh mich recht> nicht gibet +ob noch 7rei'. L. 1ie ,eeli'keit steht +e6 dir.

? )chawe in der <orrede. I <id. no. F. B &enotatur hic (ratio silenti;E de Hua vide ,aCimil. )andae. 3heol. m8stic. lib.

. comment. ?.

,ensch deine )eeligkeit kanstu dir selber nemen" )o du dich nur da0u wilt schiken und beHuemen. $. G tt last sich wie man wil. G(tt gibet niemand nichts / Er stehet allen fre89 &a' Er / wo du nur 1hn so wilt / gant0 deine se8. . 1ie Gelassenheit. )o vil du G(tt gel2st / so vil mag Er dir werden / 5icht minder und nicht mehr hilfft Er dir au' beschwerden. ?. 1ie Geistliche :aria. 1ch mu' ,A:#A se8n / und G(tt au' mir geb2hren / )ol Er mich Ewiglich der )eeligkeit gewehren. I. 1u must nichts se6n / nichts wollen. ,ensch / wo du noch was bist / was weist / was liebst und hast9 )o bistu / glaube mir / nicht ledig deiner +ast. B. G tt er'reifft man nicht. G(tt ist ein lauter nichts / 1hn r.hrt kein 5un noch Hier" J 1e mehr du nach 1hm greiffst / ;e mehr entwird Er dir. J. 1er 'eheime Tod. 3od ist ein seelig ding" ;e kr2fftiger er ist" 1e herrlicher darau' das +eben wird erkist. F. 1as ,ter+en machet *e+en. 1n dem der weise ,ann 0u tausendmalen stirbt / Er durch die Warheit selbst umb tausend +eben wirbt. %. 1er allerseeli'ste Tod. Kein 3od ist seeliger / als in dem Herren sterben / 6nd umb das &w'e Gutt mit +eib und )eel verderben.F K. 1er &wi'e Tod. &er 3od / au' welchem nicht ein 5eues +eben bl.het / &er ists den meine )eel au' allen 3-den fliehet. ?L. &s ist kein Tod. 1ch glaube keinen 3od" )terb ich gleich alle )tunden / )o hab ich ;edesmahl ein besser +eben funden. ?$. &as #mmerwehrende ,ter+en. 1ch sterbG und lebe G(tt" wil ich ;hm ewig +eben / )o mu' ich ewig auch f.r 1hm den Geist aufgeben. % ? . G tt stir+t und le+t in uns.

J i.e. @eit und (rt. F i.e. 6mb G(ttes willen auch +eib und )eel ins 2userste verderben hingeben" Wie :oses und =aulus sich erbotten /
und vil andere Heiligen. % m8stice i.e. resignare.

1ch sterbG und lebG auch nicht"K G(33 selber stirbt in mir" 6nd was ich leben sol /$L lebt Er auch f.r und f.r. ??. Nichts le+et ohne ,ter+en. G(tt selber / wenn Er dir wil leben / mu' er sterben" Wie d2nckstu ohne 3od sein +eben 0uererbenA ?I. 1er Tod ver'öttet dich. Wenn du gestorben bist / und G(tt dein +eben worden / )o trittstu erst recht in der Hohen G-tter (rden. ?B. 1er Tod ists +este 1in'. 1ch sage / weil der 3od allein mich machet fre89 &a' er das beste &ing au' allen &ingen se8. ?J. /ein Tod ist ohn ein *e+en. 1ch sag es stirbet nichts9 nur da' ein ander +eben / Auch selbst das 7einliche / wird durch den 3od gegeben. ?F. 1ie 4nruh kom+t von dir. 5ichts ist das dich bewegt / du selber bist das :ad / &as au' sich selbsten laufft / und keine :uhe hat. ?%. Gleichsch!t$un' machet 7uh. Wenn du die &inge nimbst ohn allen unterscheid9 )o bleibstu still und gleich in +ieb und auch in +e8d. ?K. 1ie 4nvollkommne Gelassenheit. Wer in der H-lle nicht kan ohne H-lle leben / &er hat sich noch nicht gant0 dem H-chsten .bergeben. IL. G tt ist das was &r wil. G(tt ist ein Wunderding9 Er ist das was Er wil / 6nd wil das was Er ist ohn alle ma' und @iehl. I$. G tt weiß #hm sel+st kein &nde. G(33 ist unendlich Hoch / =,ensch glaube di' beh2nde / Er selbst findt Ewiglich nicht seiner G(ttheit Ende. I . 2ie 'r.ndt sich G ttC G(tt gr.ndt sich ohne grund / und mist sich ohne ma'" Bistu ein Geist mit ihm / ,ensch so verstehstu das. I?. :an lie+t auch ohn erkennen. 1ch +ieb ein eint0ig &ing / und wei' nicht was es ist" 6nd weil ich es nicht wei' / drumb hab ich es erkist. II. 1as etwas muß man lassen. ,ensch so du etwas liebst / so liebstu nichts f.rwahr" G(tt ist nicht di' und das / drumb la' das Etwas gar.

K /uia originaliter ab i*so *rofluit virtus mortificationis. #tem secundum 7aul" $L vivoE ;am non egoE sed !hristus in me.

. cor. ?. $L. mortificationem #E)6.

IB. 1as 3ermö'ende 4nvermö'en. Wer nichts begehrt / nichts hat / nichts wei' / nichts liebt / nichts wil9 &er hat / der wei' / begehrt / und liebt noch immer vil. IJ. 1as seeli'e 4ndin'. 1ch bin ein seeligs &ing / mag ich ein 6nding se8n / &as allem was da ist / nicht kundt wird / noch gemein. IF. 1ie Zeit ist &wi'keit. @eit ist wie Ewigkeit / und Ewigkeit wie @eit / )o du nur selber nicht machst einen unterscheid. I%. G ttes Tempel und Altar. G(tt o*ffert sich ;hm selbst9 1ch bin in ;edem nu" )ein 3em*el / sein Altar / sein Bethstul so ich ruh. IK. 1ie 7uh ists höchste Gutt. :uh ist das h-chste Gutt" und w2re G(tt nicht ruh / 1ch schliesse f.r 1hm selbst meinG Augen beide 0u. BL. 1er Thron G ttes. 4ragstu mein !hrist wo G(tt geset0t hat seinen 3hronA &a / wo Er dich in dir gebiehret seinen )ohn. B$. 1ie Gleichheit G ttes. Wer unbeweglich bleibt in 4reud / in +eid / in 7ein9 &er kan nunmehr nit weit von G(ttes Gleichheit se8n. B . 1as Geistliche ,enffkorn. Ein )enffkorn ist mein Geist / durch scheint ;hn seine )onne / )o w2chst er G(tte gleich mit freudenreicher Wonne. B?. 1ie Tu'end sit$t in 7uh. ,ensch wo du 3ugend wilst mit Arbeit und mit ,.h / )o hastu sie noch nicht / du kriegest noch umb sie. BI. 1ie wesentliche Tu'end. 1ch selbst mu' 3ugend se8n / und keinen @ufall wissen" Wo 3ugenden au' mir in Warheit sollen fliessen. BB. 1er ;runFuell ist in uns. &u darffst 0u G(tt nicht schre8n / der BrunnHuell ist in dir" )to*ffstu den Au'gang nicht / er fl.sse f.r und f.r. BJ. 1as mißtraun schm!het G tt. )o du au' ,i'vertraun 0u deinem G(tte flehest / 6nd ;hn nicht sorgen l2st" schau da' du 1hn nicht schm2hest. BF. )n ,chwachheit wird Gott funden. Wer an den 4.ssen lahm / und am Gesicht ist blind / &er thue sich dann umb / ob er G(tt ;rgends find.

B%. 1er &i'en 'esuch. ,ensch suchstu Gott umb :uh / so ist dir noch nicht recht / &u suchest dich / nicht 1hnA bist noch nicht Kind / nur Knecht. BK. 2ie Gott wil sol man wollen. W2rG ich ein )era*hin / so wolt ich lieber se8n / &em H-chsten 0ugefalln / das schn-dste W.rmelein. JL. *ei+ / ,eele / und Gottheit. &ie )eel ist ein Kristall / die G(ttheit ist ihr schein" &er +eib / in dem du +ebst / ist ihrer beider schre8n. J$. )n dir muß G tt 'e+ohren werden. Wird !hristus tausendmahl 0u Bethlehem gebohrn / 6nd nicht in dir9 du bleibst noch Ewiglich verlohrn. J . 1as !ussre hilfft dich nicht. &as Kreut0 0u Golgatha kan dich nicht von dem b-sen / Wo es nicht auch in dir wird auffgericht / erl-sen. J?. ,teh sel+st von Todten auff. 1ch sag / es hilfft dich nicht / da' !hristus aufferstanden / Wo du noch ligen bleibst in ).nd und todesbanden. JI. 1ie 'eistliche ,!un'. G(tt ist ein Ackersmann / das Korn sein ewges Wort / &ie 7flugschar ist sein Geist / mein Hert0 der s2ungsort. JB. Armut ist Göttlich. G(tt ist das 2rmste ding / Er steht gant0 blo' und fre8" &rumb sag ich recht und wol / da' armut G-ttlich se8. JJ. 1as <ert$ ist G ttes <erd. Wo G(tt ein 4ewer ist / so ist mein Hert0 der Herd / Auf welchem Er das Holt0 der Eittelkeit ver0ehrt. JF. 1as /ind schre6t nach der :utter. Wie ein entmilchtes Kind nach seiner ,utter weint" )o schre8t die )eel nach G(tt / die 1hn alleine meint. J%. &in A+'rund rufft dem andern. &er Abgrund meines Geists rufft immer mit Geschre8 &en Abgrund G(ttes an" )ag welcher tieffer se8A JK. :ilch mit 2ein st!rcket fein. &ie ,enschheit ist die ,ilch / die G(ttheit ist der Wein" 3rink ,ilch mit Wein vermischt / wiltu gest2rket se8n. FL. 1ie *ie+e. &ie +iebG ist unser G(tt / es lebet alls durch +iebe" Wie seelig w2rG ein ,ensch der st2ts in ;hr verbliebeD

F$. :an muß das 2esen se6n. +iebG .ben hat viel ,.h" wir sollen nicht allein 5ur +ieben9 sondern selbst / wie G(tt die +iebe se8n. F . 2ie sieht man G ttC G(tt wohnt in einem +icht / 0u dem die bahn gebricht" Wer es nicht selber wird / der siht ;hn Ewig nicht. F?. 1er :ensch war G ttes *e+en. Eh ich noch etwas ward / da war ich G(ttes +eben" $$ &rumb hat er auch f.r mich sich gant0 und gar gegeben. FI. :an sol $um anfan' kommen. &er Geist den G(tt mir hat im )ch-*ffen eingehaucht / )ol wider$ Wesentlich in 1hm stehn eingetaucht. FB. 1ein A+'ott / dein +e'ehren. Begehrstu was mit G(tt / ich sage klar und fre8 / =Wie He8lig du auch bist> da' es dein Abgott se8. FJ. Nichts wollen macht G tte 'leich. G(tt ist die Ewge :uh / weil Er nichts sucht noch wil" Wiltu ingleichem nichts / so bistu eben vil. FF. 1ie din'e sind 'erin'e. Wie klein ist doch der ,ensch / der etwas gro' thut sch2t0en/ 6nd sich nicht .ber sich in G(ttes 3hron einset0enD F%. 1as Geschöpff ist nur ein st.pffchin. )chau alles was G(tt schuf / ist meinem Geist so klein / &a' es ;hm scheint in ;hm ein eint0ig )t.*fchen se8n. FK. G tt tr!'t volkommne -r.chte Wer mir <ollkommenheit wie Gott hat ab-wil-s*rechen / &er m.ste mich 0uvor von seinem Weinstok brechen. %L. &in #edes in dem seini'en. &er <ogel in der +ufft / der )tein ruht auff dem +and / 1m Wasser lebt der 4isch / mein Geist in G(ttes Hand. %$. Gott +l.ht auß seinen Zwei'en Bistu au' G(tt gebohrn / so bl.het G(tt in dir" 6nd seine G(ttheit ist dein )afft und deine @ier. % . 1er <immel ist in dir. Halt an wo lauffstu hin / der Himmel ist in dir" )uchstu G(tt anders wo / du fehlst 1hn f.r und f.r. %?. 2ie kan man G ttes 'enissen.

$$ 1oh. #. /uod factum est in i*so vita erat. $ Warhafftig / g2nt0lich / ;nniglich / also Wesentliche einkehrung be8m ;losio instit. c. H. num. A.

G(tt ist ein Einges Ein / wer seiner wil geniessen / ,u' sich nicht weniger als Er / in 1hn einschlissen. %I. 2ie wird man G tte 'leichC Wer G(tt wil gleiche se8n / mu' allem ungleich werden. ,u' ledig seiner selbst / und lo' se8n von beschwerden. %B. 2ie hört man G ttes 2ortC )o du das Ewge Wort in dir wilt h-ren s*rechen" )o mustu dich 0uvor vom h-ren gant0 entbrechen. %J. )ch +in so +reit als G tt. 1ch bin so breit al' G(tt / nichts ist in aller Welt / &as mich =( Wunder dingD> in sich umbschlossenh2lt. %F. )m &kstein lie't der ,chat$. Was marterstu das 2rt0t" der Ekstein ists allein / 1n dem Gesundheit / Gold / und / alle K.nste se8n. %%. &s li't alls im :enschen. Wie mag dich doch ( ,ensch nach etwas thun <erlangen / Weil du in dir h2lst G(tt und alle &ingG umbfangenA %K. 1ie ,eel ist G tte 'leich. Weil meine )eel in G(tt steht ausser @eit und (rt / )o mu' sie gleiche se8n dem (rt und Ewgen Wort. KL. 1ie Gottheit ist das 'r.ne. &ie G(ttheit ist mein )afft" was au' mir gr.nt und bl.ht / &as ist sein Heilger Geist / durch den der trib geschiht. K$. :an sol f.r alles danken. ,ensch so du G(tt noch *flegst umb di' und das 0udanken / Bistu noch nicht verset0t au' deiner schwachheit schranken. K . 2er 'ant$ 3er'öttet ist. Wer ist als w2rG er nicht / und w2rG er nie geworden" &er ist =( seeligkeitD> 0u lauter G(tte worden. K?. )n sich hört man daß 2ort. Wer in sich selber sit0t / der h-ret G(ttes Wort / =<ernein es wie du wilt> auch ohne @eit und (rt. KI. 1ie 1emut. &ie &emut ist der Grund / der &ekkel / und der schre8n / 1n dem die 3ugenden stehn und beschlossen se8n. KB. 1ie *auterkeit. Wann ich die +auterkeit durch G(tt geworden bin / )o wendG ich mich umb G(tt 0ufinden nirgends hin. KJ. G tt ma' nichts ohne mich.

G(tt mag nicht ohne mich ein eint0igs W.rmlein machen" ErhaltG ichs nicht mit 1hm / so mu' es straks 0ukrachen. KF. :it G tt vereini't se6n / ist 'ut f.r &w'e =ein. Wer G(tt vereinigt ist / den kan Er nicht verdammen" Er st.rt0e sich dann selbst mit ;hm in 3od und 4lammen. K%. 1er todte 2ille herscht. &afern mein WillG ist todt / so mu' G(tt wa' ich wil" 1ch schreib 1hm selber f.r das ,uster und das @il. KK. 1er Gelassenheit 'ilts 'leiche. 1ch lasse mich G(tt gant0 / wil Er mir +e8den machen / )o wil ich 1hm so wol / als ob den 4reuden lachen. $LL. &ins halt das ander. G(tt ist so vil an mir / als mir an 1hm gelegen / )ein wesen helff ich 1hm / wie Er das meine hegen. $L$. 5hristus. H-rt wunderD !hristus ist das +amb und auch der Hirt / Wenn Gott in meiner )eel ein ,ensch gebohren wird. $L . 1ie 'eistliche Goldmachun'. &ann wird das Ble8 0u Gold / dann f2llt der @ufall hin / Wann ich mit G(tt durch G(tt in G(tt verwandelt bin. $L?. Auch von dersel+en. 1ch selbst bin das ,etall / der Geist ist 4eur und Herd / :essias die TincturE die +eib und )eel verkl2rt. $LI. Noch von #hr. )o bald durch Gottes 4eur ich mag geschmelt0et se8n / )o drukt mir G(tt al'bald sein eigen Wesen ein. $LB. 1as ;ildnuß Gottes. 1ch trage G(ttesbild" wenn Er sich wil besehn / )o kan es nur in mir / und wer mir gleicht / geschehn. $LJ. 1as einI ist in dem Andern. 1ch bin nicht ausser G(tt / und G(tt nicht ausser mir / 1ch bin sein Glant0 und +iecht / und Er ist meine @ihr. $LF. &s ist noch alls in G tt. 1sts / da' die !reatur au' G(tt ist au'geflossen" wie h2lt Er sie dannoch in seiner )cho' beschlossenA $L%. 1ie 7ose. &ie :ose / welche hier dein 2u'res Auge siht / &ie hat von Ewigkeit in G(tt also gebl.ht.$?

$? idealiter.

$LK. 1ie Geschöpffe. Weil die Gesch-*ffe gar in G(ttes Wort bestehn" Wie k-nnen sie dann ;e 0erwerden und vergehnA $$L. 1as Gesuche deß Geschöpffes. <om Ersten Anbegin / und noch bi' heute 0u / )ucht das Gesch-*ffe nichts als seines )ch-*ffers :uh. $$$. 1ie G ttheit ist ein nichts. &ie 0arte G(ttheit ist ein nichts und .bernichts" Wer nichts in allem sicht / ,ensch glaube / dieser sichts. $$ . )n der ,onnen ists 'ut se6n. Wer in der )onnen ist / dem mangelt nicht das +icht / &as dem / der ausser ;hr verirret geht / gebricht. $$?. 1ie ,eelen ,onne. 5imb hin der )onnen +iecht" mein 1esus ist die )onne / &ie meine )eel erleucht / und macht sie voller Wonne. $$I. 1ie ,onn ist schon 'enu'. Wem seine )onne scheint / derselbe darf nicht g.ken / (b irgent wo der ,on / und andre )terne bliken. $$B. 1u sel+st must ,onne se6n. 1ch selbst mu' )onne se8n / ich mu' mit meinen )trahlen &as farbenlose ,eer der gant0en G(ttheit mahlen. $$J. 1er Thau. &er 3hau erHuikt das 4eld" )ol er mein Hert0e laben / )o mu' er seinen fall vom Hert0en 1Esu haben. $$F. Nichts s.sses in der 2elt. Wer etwas in der Welt mag s.'G und +ieblich nennen" &er mu' die ).ssigkeit / die G(tt ist / noch nicht kennen. $$%. 1er Geist +lei+t all$eit fre6. )chleu' mich so streng du wilt in tausend Eisen ein / 1ch werde doch gant0 fre8 / und ungef2sselt se8n. $$K. Zum 4rsprun' mustu 'ehn. ,ensch in dem 6rs*rung ist das Wasser rein und klar / 3rinkstu nicht au' dem /u2l / so stehstu in Gefahr. $ L. 1ie =erle wird vom Thau. &ie )chneke lekt den 3hau / und ich <&77 5<rist dein Blut" 1n beiden wird gebohrn ein kostbarliches Gut. $ $. 1urch die :enschheit $u der G ttheit. Wiltu den 7erlethau der edlen G(ttheit fangen / )o mustu unverrukt an seiner ,enschheit hangen.

$ . 1ie ,inli'keit +rin't *e6d. Ein Auge das sich nie der +ust de' sehns entbricht" Wird endlich gar <erblendt / und siht sich selbsten nicht. $ ?. G tt kla't um+ seine ;raut. &ie 3urtel &aube klagt / da' sie den ,ann verlohren / 6nd G(tt / da' du den 3od / f.r 1hn dir hast erkohren. $ I. 1u musts hinwider se6n. Gott ist dir worden ,ensch / wirstu nicht wieder Gott / )o schm2hstu die Geburt / und h-nest seinen 3od. $ B. 1ie Gleichheit hat nicht =ein. Wem alles Gleiche gilt / den r.hret keine 7ein / 6nd soltG er auch im 7ful der tieffsten H-llen se8n. $ J. ;e'ehrn erwartt 'ewehrn. ,ensch wann du noch nach G(tt begihr hast und verlangen / )o bistu noch von 1hm nicht gant0 und gar umfangen. $ F. &s 'ilt G tt alles 'leich. Gott hat nicht 6nterscheid / es ist 1hm alles ein" Er machet sich so viel der 4liegG als dir gemein. $ %. Alles lie't an der &mpf!n'lichkeit. <erm-chtG ich G(tts so viel als !hristus 0u em*fangen / Er liesse mich dar0u im Augenblik gelangen. $ K. 1as +ößI entsteht auß dir. Gott ist ;a nichts als gut" <erdamn.' / 3od / und 7ein / 6nd was man b-se nennt / mu' ,ensch in dir nur se8n. $?L. 1ie +loßheit ruht in Gott. Wie seelig ruht der Geist in de' Geliebten scho'D &er Gotts / und aller dingG / und seiner selbst steht blo'. $?$. 1as =arade6ß in =ein. ,ensch bistu Gott getreu / und meinest 1hn allein" )o wird die gr-ste 5oth ein 7aradei' dir se8n. $? . ;ewehret muß man se6n. ,ensch in das 7arade8' komt man nicht unbewehrt / Wiltu hinein / du must durch 4euer und durch )chwerdt. $??. Gott ist ein &w'es Nun. 1st G(tt ein Ewges 5un / was f2llet dann darein / &a' Er nicht schon in mir kan alls in allem se8nA $?I. 4nvollkomne 'estor+enheit. Wo dich noch di' und das bek.mmert und bewegt / )o bistu noch nicht gant0 mit G(tt ins Grab gelegt.

$?B. ;e6 Gott ist nur sein ,ohn. ,ensch werdG au' Gott gebohrn" be8 seiner G(ttheit 3hron / )teht niemand anders als der eingebohrne )ohn. $?J. 2ie ruhet G tt in mirC &u must gant0 lauter se8n / und stehn in einem 5un / )ol G(tt in dir sich schaun / und s2nfftiglichen ruhn. $?F. G tt verdammt niemand. Was klagstu .ber G(ttA &u selbst verdammst dich" Er m-chtG es ;a nicht thun / das glaube sicherlich. $?%. )e mehr du auß / #e mehr G tt ein. 1e mehr du dich au' dir kanst au'thun und entgiessen" 1e mehr mu' G(tt in dich mit seiner G(ttheit fliessen. $?K. &s tr!'t und wirt 'etra'en. &as Wort / das dich und mich / und alle dinge tr2gt / Wird widerumb von mir getragen und gehagt. $IL. 1er :ensch ist alle 1in'e. &er ,ensch ist alle dingG" 1sts da' ihm eins gebricht / )o kennet er f.rwar sein :eichthumb selber nicht. $I$. &s sind viel tausend ,onnen. &u s*richst im 4irmament se8 eine )onnG allein. 1ch aber sage / da' vil tausend )onnen se8n. $I . )e mehr man sich er'ie+t / #e mehr wird man 'elie+t. Warumb wird ,eraphin von G(tte mehr geliebt Als eine ,.kA Es ist / da' er sich mehr ergiebt. $I?. 1ie ,el+heit die verdam+t. &afern der 3eufel k-ntG au' seiner seinheit gehn / )o sehestu ;hn straks in G(ttes 3hrone stehn. $II. 1er ,chöpffer kans alleine. Was bildestu dir ein 0u 0ehln der )ternenschaarA &er sch-*ffer ists allein / der sie kan 0ehlen gar. $IB. )n dir ist was du wilt. &er Himmel ist in dir / und auch der H-llen /ual" Was du erkiest und wilst / das hastu .berall. $IJ. G tt lie+t nichts ausser 5hristo. )o lieb G(tt eine )eel in !hristi glant0 und +icht. )o unlieb ist sie 1hm / im fallG er ;hr gebricht. $IF. 1ie )un'fern &rde. &as feinestG auff der Welt ist reine 1ungfern Erde" ,an saget da' au' ;hr das Kind der weisen werde.

$I%. 1as 'leichn.ß der 1re6eini'keit. &er )inn / der Geist / das 2ort / die lehren klar und fre8 =)o du es fassen kanst> wie G(tt &re8 Einig se8. $IK. &s l!st sich nicht +e$irken. )o wenig als dir ist die Weite G(ttes kund" )o wenig ist die Welt / wie du s*richst @irkelrund. $BL. &ins in dem Andern. 1st meine )eel im +eib / und gleich durch alle Glieder" )o sag ich recht und wol / der +eib ist in ;hr wieder. $B$. 1er :ensch ist G ttes kind+ett. &a G(tt das erstemahl hat seinen )ohn gebohrn / &a hat er mich und dich 0um Kindbett au'erkohrn. $B . &u sel+st must G ttes *!mlein se6n. &a' G(tt ein +2mmlein ist / das hilfft dich nicht mein !hrist" Wo du nicht selber auch ein +2mmlein G(ttes bist. $B?. 1u must $um /inde werden. ,ensch wirstu nicht ein kind / so gehstu nimmer ein / Wo G(ttes Kinder se8nd" die 3h.r ist gar 0u klein. $BI. 1ie 'eheime )un'frauschafft. Wer lauter wie das +icht / :ein wie der 6rs*rung ist / &erselbe wird von G(tt f.r 1ungfrau au'erkist. $BB. <ier muß der Anfan' se6n. ,ensch wiltu ewiglich be8m +2mlein G(ttes stehn / )o mustu schon allhier in seinen tritten gehn. $BJ. G tt sel+st ist unßre 2eide. )chaut doch das Wunder anD Gott macht sich so gemein / &a' Er auch selber wil der +2mmer Weide se8n. $BF. 1ie 2underliche verwandnuß Gottes. )ag an ( grosser G(tt / wie bin ich dir verwandtA &a' du mich ,utter / Braut / Gemahl / und Kind genandt. $B%. 2er trinkt den *e+ens+runnC Wer dorte be8 dem Brunn de' +ebens denkt 0usit0en" &er mu' 0uvor allhier den eignen &urst au'schwit0en. $BK. 1ie ledi'keit ist wie G tt. ,ensch wo du ledig bist / das Wasser Huillt au' dir / )o wol als au' dem Brunn der Ewigkeit herf.r. $JL. Gott d.rstet / tr!nk )hn doch. G(tt selber klaget durst" Ach da' du 1hn so Kr2nkestD 6nd nicht wie ;enes Weib die ,amaritin 3r2nkest.

$J$. 1as &w'e *icht. 1ch bin ein Ewig +icht / 1ch brenn ohn unterla'" ,ein tocht und -l ist Gott / ,ein Geist der ist das 4a'. $J . 1u must die /indschafft ha+en. )o du den h-chsten Gott wilt deinen <atter nennen / )o mustu dich 0uvor sein Kind 0u se8n / bekennen. $J?. 1ie :enschheit sol man lie+en. &a' du nicht ,enschen liebst / das thustu recht und wol / &ie ,enschheit ists die man im ,enschen lieben sol. $JI. G tt schaut man mit Gelassenheit. &er Engel schauet G(tt mit heitern Augen an" 1ch aber noch vil mehr / so ich G(tt lassen kan. $JB. 2o die 2eißheit 'erne ist. &ie Wei'heit findt sich gern wo ;hre Kinder sind / WarumbA =( wunder dingD> sie selber ist ein Kind. $JJ. 1er ,pie'el der 2eißheit. &ie Wei'heit schauet sich in ;hrem )*iegel an. Wer istsA sie selber / und wer Wei'heit werden kan. $JF. ,o viel du in G tt / so viel &r in dir. )o viel die )eel in G(tt / so viel ruht G(tt in ihr" 5ichts minder oder mehr / ,ensch glaub es / wird er dir. $J%. 5hristus ist alles. ( WunderD !hristus ist die Warheit und das Wort / +icht / +eben / )*ei' / und 3ranck / 7fad / 7ilgram / 3h.r und (rt. $JK. Nichts verlan'en ist ,eeli'keit. &ie Heilgen sind darumb mit G(ttes ruh umbfangen / 6nd haben )eeligkeit / weil sie nach nichts verlangen. $FL. G tt ist nicht hoch noch tieff. G(tt ist nicht hoch / nicht tieff" wer endlich anderst s*richt / &er hat der Wahrheit noch gar schlechten 6nterricht. $F$. G tt findet man mit nichtDsuchen. G(tt ist nicht hier noch da" wer ;hn begehrt 0ufinden &er la'G ;hm H2ndG und 4.'G / und +eib und )eele binden. $F . G tt siehet ehe du 'edenkst. Wo G(tt von Ewigkeit nicht sihet die Gedanken / )o bistu ehG als Er" Er st.*ffchen / und du schranken. $F?. 1er :ensch le+t nicht vom ;rodt allein. &as Brodt ern2hrt dich nicht" was dich im Brodte s*eist / 1st G ttes &wi's 2ort / ist +eben / und ist Geist.

$FI. 1ie 'a+en sind nicht G tt. Wer G(tt umb gaben Bitt / der ist gar .bel dran" Er bettet das Gesch-*ff / und nicht den )ch-*ffer an. $FB. ,ohn se6n ist schon 'enun'. )ohn ist das liebste Wort / das Gott 0u mir mag s*rechen. )*richt Ers" so mag mir Welt und G(tt auch selbst gebrechen. $FJ. &ins wie das ander. &ie H-ll wird Himmelreich / noch hier auf diser Erden / =6nd di' scheint wunderlich> wann Himmel H-ll kan werden. $FF. )m Grund ist alles eins. ,an redt von @eit und (rt / von 5un und Ewigkeit" Was ist dann @eit und (rt / und 5un und EwigkeitA $F%. 1ie ,chuld ist deine. &a' dir im )onne sehn vergehet das Gesicht / )ind deine Augen schuld / und nicht das grosse +icht. $FK. 1er ;runFuell G ttes. &ieweil der Gottheit )tr-mG au' mir sich solln ergiessen9 ,u' ich ein BrunHuell se8n" sonst w.rden sie verfliessen. $%L. &in 5hrist ist /irchI und alles. Was bin ich endlich dochA 1ch sol die KirchG und )tein / 1ch sol der 7rister G(tts und auch das (*ffer se8n. $%$. :an muß Gewalt anthun. Wer sich nicht dr2ngt 0u se8n de' h-chsten liebes Kind / &er bleibet in dem )tall wo <ieh und Knechte sind. $% . 1er *öhner ist nicht ,ohn. ,ensch dienstu Gott umb gutt / umb seeligkeit / umb +ohn9 )o dienstu ;hm noch nicht au' liebe wie ein )ohn. $%?. 1ie 'eheim+e 3erm!hlun'. Was 4reude mu' doch se8nD wenn G(tt 1hm seine Braut / 1n seinem Ewgen Wort durch seinen Geist vertraut. $%I. G tt ist mir was ich wil. G(tt ist mein )tab / mein +icht / mein 7fad / mein @il / mein )*iel / ,ein <atter / Bruder / Kind / und alles was ich wil. $%B. 1er rth ist sel+st in dir. 5icht du bist in dem (rth / der (rth der ist in dirD Wirfstu ;hn au' / so steht die Ewigkeit schon hier. $%J. 1er ewi'en 2eißheit <auß. &ie Ewge Wei'heit baut" 1ch werde der 7allast" Wann sie in mir / und ich in ;hr gefunden rast.

$%F. 1ie weite der ,eelen. &ie Welt ist mir 0u 2ng / der Himmel ist 0u klein" Wo wird doch noch ein :aum f.r meine )eele se8nA $%%. 1ie Zeit und &wi'keit. &u s*richst" <erset0e dich au' @eit in Ewigkeit. 1st dann an Ewigkeit und @eit ein unterscheidA $%K. 1er :ensch der macht die Zeit. &u selber machst die @eit" das 6hrwerk sind die sinnen" Hemstu die 6nruh nur / so ist die @eit von hinnen. $KL. 1ie Gleichheit. 1ch wei' nicht was ich solD Es ist mir alles Ein / (rth / 6north / Ewigkeit / @eit / 5acht / 3ag / 4reud / und 7ein. $K$. 2er G tt sol schaun / muß alles se6n. Wer selbst nicht alles ist / der ist noch 0ugeringe / &a' er dich sehen sol :ein G tt und alle 1in'e. $K . 2er recht 3er'öttet ist. ,ensch allererst wenn du bist alle &inge worden / )o stehstu in dem 2ort / und in der G-tter (rden. $K?. 1ie 5reatur ist recht in G tt. &ie !reatur ist mehr in G(tte dann in 1hr. @erwird sie / bleibt sie doch in 1hme f.r und f.r. $KI. 2as +istu 'e'en G tt. ,ensch d.nke dich nur nicht f.r G(tt mit werken viel / &enn Aller Heilgen thun ist gegen G(tt ein s*il. $KB. 1as *icht +esteht im -euer. &as +icht gibt allem krafft" G(tt selber lebt im +ichte" &och / w2rG Er nicht das 4eur / so w.rd es bald 0u nichte. $KJ. 1ie 'eistliche Arch undIs :annaD/r.'lein ,ensch ist dein Hert0e Gold / und deine )eele rein / )o kanst auch du die Arch / undGs ,annakr.glein se8n. $KF. G tt macht 3ollkommen se6n. &a' G(tt Allm2chtig se8 / das glaubet ;ener nicht / &er mir <ollkommenheit / wie G(tt begehrt / abs*richt. $K%. 1as 2ort ist wie das -euer. &as 4eur r.gt alle &ingG und wird doch nicht bewegt" )o ist das ew'e 2ort das alles hebt und regt. $KK. G tt ausser 5reatur. Geh hin / wo du nicht kanst" sih / wo du sihest nicht" H-r wo nichts schallt und klingt / so bistu wo Gott s*richt.

LL. G tt ist nichts "5reat.rlichs%. G(tt ist warhafftig nichts" und so er etwas ist" )o ist Ers nur in mir / wie er mich 1hm erkist. L$. 2arum+ wird G tt 'e+ohrnC ( 6nbegreifflichkeitD G(tt hat sich selbst verlohrn / &rumb wil er widerumb in mir se8n 5eugebohrn. L . 1ie hohe 2.rdi'keit. ( hohe W.rdigungD G(tt s*ringt von seinem 3hron / 6nd set0et mich darauf in seinem lieben )ohn. L?. )mmer dassel+i'e. 1ch ward das was ich war / und bin was ich gewesen / 6nd werdG es ewig se8n / wenn +eib und )eel genesen. LI. 1er :ensch ists höchste 1in'. 5ichts d.nkt mich hoch 0u se8n" 1ch bin das h-chste &ing / Weil auch G(tt ohne mich 1hm selber ist gering. LB. 1er rt ist das 2ort. &er ort undGs 2ort ist Eins / und w2re nicht der ort / =Be8 Ewger EwigkeitD> es w2re nicht das 2ort. LJ. 2ie heist der Neue :enschC Wiltu den 5euen ,ensch und seinen 5amen kennen / )o frage G(tt 0uvor wie er *flegt sich 0unennen. LF. 1ie schönste Gastere6. ( s.sse Gastere8D G(tt selber wird der Wein / &ie )*eise / 3isch / ,usik / und der bediener se8nD L%. 1ie seeli'e 3öllere6. @u viel ist niemals gutt / ich hasse <-llere8D &och w.nschG ich da' ich G(tts so <oll als 1esus se8D LK. 2ie der :und so der Trank. &ie Hure Bab8lon trinkt Blutt / und trinkt den 3od" ( grosser unterscheidD 1ch trinke Blutt und G(tt. $L. )e auff'e'e+ner #e Göttlicher. &ie Heilgen sind so viel von Gottes Gottheit trunken / )o viel sie sind in ;hm verlohren und versunken. $$. 1as <immelreich ist der Gewaltsamen. 5icht G(tt gibts Himmelreich" du selbst musts 0u dir 0iehn / 6nd dich mit gant0er macht und E8fer drumb bem.hn. $ . )ch wie G tt / G tt wie ich. G(tt ist das was Er ist" 1ch was ich durch ihn bin" &och kennstu einen wol / so kenstu mich und 1hn.

$?. 1ie ,.nde. &er durst ist nicht ein &ing / und doch kan er dich *lagen" Wie sol dann nicht die ).nd den b-sen Ewig 5agenA $I. 1ie ,anfftmuth. &ie )anfftmut ist ein sammt auf dem G(tt ruht und liegt" Er dankt dir / bistu sie / da' er sein 7olster kriegt. $B. 1ie Gerechti'keit. Was ist GerechtigkeitA das / welches allen gleich )ich gibt / entbeutht / gel2st / hier und im Himmelreich. $J. 1ie 3er'öttun'. G(tt ist mein Geist / mein Blutt / mein 4leisch / und mein Gebein" Wie sol ich dann mit ;hm nicht gant0 durchg-ttet se8nA $F. 2.rken und 7uhn ist recht Göttlich. 4ragstu was Gott mehr liebt / ;hm w.rken oder ruhnA 1ch sage da' der ,ensch / wie G(tt / sol beides thun. $%. 1as Göttliche ,ehen. Wer in dem 52chsten nichts als Gott und !hristum siht" &er sihet mit dem +icht das au' der Gottheit bl.ht. $K. 1ie &infalt. &ie Einfalt ist so wehrt / da' wann sie G(tt gebricht / )o ist er weder G(tt noch Wei'heit / noch ein +icht. L. )ch auch $ur rechten G ttes. Weil mein Erl-ser hat die ,enschheit aufgenommen / )o bin auch 1ch in 1hm 0ur rechten G(ttes kommen. $. 1er Glau+e. &er Glaube )enffkorns gro' verset0t den Berg ins ,eer" &2nkt was Er k-nte thun / wann er ein k.rbis w2rD . 1ie <offnun'. &ie Hoffnung ist ein )eil" k-ntG ein <erdambter hoffen" G(tt 0.g ;hn au' dem 7ful in dem er ist ersoffen. ?. 1ie Zuversicht. &ie @uversicht ist gut / und das <ertrauen fein" &och / bistu nicht gerecht / so bringt es dich in 7ein. I. 2as G tt mir / +in ich )hm. G(tt ist mir G(tt und ,ensch" ich bin 1hm ,ensch und G(tt. 1ch l-sche seinen &urst / und er hilfft mir au' 5oth. B. 1er AntiD5hrist. Was gaffstu vil mein ,enschA der Anti-!hrist unds 3hier =1m 4all du nicht in G(tt> sind alle 0we8 in dir.

J. 1ie ;a+el. &u bist die Babel selbst" gehst du nicht au' dir au' / )o bleibstu ewiglich de' 3euffels 7olter-Hau'. F. 1ie 7ach'iehr. &ie :achgiehr ist ein :ad das nimmer stille steht" 1e mehr es aber laufft / ;e mehr es sich vergeht. %. 1ie A+scheuli'keit der ;oßheit. ,ensch soltestu in dir das 6nge0iefer schauen / Es w.rde dir f.r dir als f.r dem 3eufel grauen. K. 1er Zorn. &er @orn ist h-llisch 4eur / wann er in dir entbrennt / )o wird dem heilgen Geist sein :uhbettlein gesch2ndt. ?L. 1ie seeli'keit ist leichter $uerlan'en als die 3erdamn.ß. Es dunkt mich leichter se8n in Himmel sich 0uschwingen9 Als mit der ).nden m.h in Abgrund ein 0u dringen. ?$. 1er 2eltlie+ende 7eiche. !hrist wenn ein )chiffseil wird durchs 5adel-hr ge0ogen / )o s*rich / der :eiche se8 ins Himmelreich geflogen. ? . <&rr dein 2ille 'eschehe. &as Wort das G(tt von dir am allerliebsten h-rt / 1st wann du hert0lich s*richst" )ein Wille se8 geehrt. ??. G ttes Nach'eklin'e. ,ein +ieb und alle &ingG ist G(ttes nachgeklinge / Wann Er mich h-ret schre8n / :ein G tt und alle 1in'e. ?I. G tt um+ G tt. Herr liebstu meine )eel / so la' sie dich umbfassen" )ie wird dich nimmermehr umb tausend G(tte lassen. ?B. Alles mit G tt. 1ch bethe G(tt mit G(tt au' 1hm / und in 1hm an" Er ist mein Geist / mein Wort / mein 7salm / und was ich kan. ?J. 1er Geist vertrit uns. G(tt liebt und lobt sich selbst / so viel er immer kan" Er kniet und neiget sich / Er betht sich selber an. ?F. )m #nnern +ethet man recht. ,ensch so du wissen wilt was redlich bethen heist" )o geh in dich hinein / und frage G(ttes Geist. ?%. 1as 2esentliche Ge+ethe. Wer lauters Hert0ens lebt / und geht auff !hristi Bahn / &er bethet wesentlich G(tt in sich selber an.

?K. G tt lo+t man in der stille. ,einstu ( armer ,ensch / da' deines ,unds geschre8 &er rechte +obgesang der stillen G(ttheit se8A IL. 1as stillschwei'ende Ge+eth. G(tt ist so .beralls da' man nichts s*rechen kan" &rumb bettestu 1hn auch mit schweigen besser an. I$. G ttes *ei+'edin'e. ,ein +eib =( HerligkeitD> ist G(ttes +eib-gedinge / &rumb sch2t0t er 1hn darinn 0uwohnen nicht geringe. I . 1ie Th.r muß offen se6n. Er-ffene die 3h.r / so komt der heilge Geist / &er <ater / und der )ohn / &re8einig eingereist. I?. 1as 2ohnhauß G ttes. !hrist / so du 1Esum liebst und seine )anfftmutt hast / )o findet G(tt in dir sein Wohnhau' / :uh / und rast. II. 1ie *ie+e ist der weisen ,tein. +iebG ist der weisen )tein" sie scheidet Gold au' koth / )ie machet nichts 0u ;chts / und wandelt mich in G(tt. IB. &s muß vereini't werden. 1m fall die +iebe dich verset0en sol au' 7e8n / ,u' deine ,enschheit vor mit G(ttes Eines se8n. IJ. 1ie Tin'ierun'. &er heilge Geist der schmelt0t / der <ater der ver0ehrt / &er )ohn ist die TincturE die Gold macht und verkl2rt. IF. 1as alte ist hinwe'. )o wenig du das Gold kanst schwart0 und Eisen nennen" )o wenig wirstu dort den ,ensch am ,enschen kennen. I%. 1ie 'enaue 3ereini'un'. )chau doch wie hoch <ereint die Goldheit mit dem Ble8 / 6nd der <erg-ttete mit Gottes wesen se8D IK. 1ie Goldheit und G ttheit. &ie Goldheit machet Gold / die Gottheit machet G(tt" Wirstu nicht eins mit ihr / so bleibstu Ble8 und Koth. BL. 2ie die Goldheit also die Gottheit. )chau wie die Goldheit ist de' Golds flu' / schwerG und schein" )o wird die Gottheit auch im seelgen alles se8n. B$. 1as lie+ste /ind G ttes. )ag wie ich m-ge se8n de' <aters liebstes KindA Wann Er sich selbst und alls / und Gottheit in dir findt.

B . 1ie Göttliche /indtschafft. 1st G(ttes G(ttheit mir nicht ;nniglich gemein / Wie kan ich dann sein Kind / und Er mein <ater se8nA B?. 1er /inder ists <immelreich. !hrist so du kanst ein Kind von gant0em Hert0en werden / )o ist das Himmelreich schon deine hier auf Erden. BI. 1ie /indheit und G ttheit. Weil sich die G(ttheit hat in Kindheit mir er0eigt / Bin ich der Kindheit und der Gottheit gleich geneigt. BB. /ind und G tt. Kind oder G(tt gilt gleich" hastu mich Kind genennt / )o hastu G(tt in mir / und mich in G(tt bekennt. BJ. 1ie wider'iltliche /indD und 3atterschafft. 1ch bin G(tts Kind und )ohn / Er wider ist mein Kind" Wie gehet es doch 0u da' beide beides sindD BF. 1ie 1re6eini'keit in der Natur. &a' G(tt &re8einig ist / 0eigt dir ein ;edes Kraut / &a )chwefel / )alt0 / ,ercur / in einem wird geschaut. B%. 1as Tin'iren. Betrachte das 3ingirn / so sihstu sch-n und fre8 / Wie deinG Erl-sung / und wie die <erg-ttung se8. BK. 1ie G ttheit und :enschheit. &ie Ewge G(ttheit ist der ,enschheit so ver*flichtD &a' 1hr auch ohne sie Hert0 / ,uth und )inn gebricht. JL. <eut ist der Ta' des <e6ls. Braut auf der Br2utgam komtD ,an geht nicht mit ;hm ein / Wo man de' Augenbliks nicht kan bereitet se8n. J$. 1ie <och$eit deß *ammes. &ie ,ahl0eit ist bereitt / das +amm 0eigt seine Wunden" Weh dir / hastu noch nicht G(tt deinen Br2utgam funden. J . 1as <och$eitliche /leid. &as Hoch0eitkleid ist G(tt und seines Geistes liebe" @euchs an / so weicht von dir was deinen Geist macht tr.be. J?. G tt forscht sich niemals auß. &ie Ewge G(ttheit ist so reich an :ath und 3hat / &a' sie sich selbst noch nie gant0 au'geforschet hat. JI. 1ie 5reaturen sind G ttes 2iderhall. 5ichts weset ohne )timm" Gott h-ret .berall / 1n allen !reaturn / sein +ob und Widerhall.

JB. 1ie &ini'keit. Ach da' wir ,enschen nicht wie die Waldv-gelein / Ein ;eder seinen thon mit lust 0usammen schre8nD JJ. 1em ,pötter tau'et nichts. 1ch wei' die 5achtigal strafft nicht des GukGuks thon" &u aber / sing ich nicht wie du / s*richst meinem Hohn. JF. &in din' +eha't nicht immer. 4reund / solln wir allesambt / nur ;mmer Eines schre8n / Was wird di' f.r ein +ied / und f.r Gesinge se8nA J%. 3er!nderun' steht fein. 1e mehr man 6nterscheid der )timmen vor kan bringen" 1e wunderbahrlicher *flegt auch das +ied 0uklingen. JK. ;e6 G tt ist alles 'leiche. Gott giebet so genau auf das koaCen acht / Als auf das direlirn / das ihm die +erche macht. FL. 1ie ,timme G ttes. &ie !reaturen sind de' &w'en 2ortes )timme" Es singt und klingt sich selbst in Anmuth und im Grimme. F$. An G tt ist nichts 5reat.rlichs. +iebstu noch was an Gott / so s*richstu gleich dabe8 / &a' Gott dir noch nicht Gott und alle dinge se8. F . 1er :ensch ist Gottes 'leichn.ß. Was Gott in Ewigkeit begehrn und w.nschen kan / &as schauet Er in mir als seinem gleichn.' an. F?. ,tei' .+er die <eili'keit. &ie Heiligkeit ist gutt" wer dr.ber kommen kan / &er ist mit Gott und ,ensch am allerbesten dran. FI. 1er Zufall muß hinwe'. &er @ufall mu' hinweg / und aller falscher schein" &u must gant0 wesentlich und 6ngef2rbet se8n. FB. 1er :ensch +rin't alles in G tt. ,ensch alles liebet dich9 umb dich ists sehr gedrange" Es lauffet alls 0u dir / da' es 0u Gott gelange. FJ. &ins des andern Anfan' und &nde. Gott ist mein let0tes End" Wenn ich sein Anfang bin / )o weset er au' mir / und ich vergeh in 1hn. FF. 1as &nde G ttes. &a' Gott kein ende hat / gesteh ich dir nicht 0u" &enn schau / Er sucht ;a mich / da' er in mir beruh.

F%. G ttes anderD&r. 1ch bin Gotts ander-Er / in mir findt Er allein Was 1hm in Ewigkeit wird gleich und 2hnlich se8n. FK. 1ie )chheit schaffet nichts. ,it 1chheit suchestu bald die bald ;ene sachen" Ach lissest duGs doch Gott nach seinem willen machenD %L. 1er wahre weisen ,tein. &ein stein 5h6mist ist nichts" der Ekstein den ich mein / 1st meine Gold TincturE und aller weisen )tein. %$. G ttes Ge+otte sind nicht schwer. ,ensch lebestu in Gott / und stirbest deinem willen / )o ist dir nichts so leicht / als sein Gebott erf.llen. % . )n G tt der +este ,tand. Was hilfft michs da' den <errn die ,orgensterne +oben / )o ich nicht .ber sie in 1hn bin aufgehoben. %?. G tt ist .+er <eili'. )chre8t hin 1hr ,eraphin / das was man von euch list" 1ch wei' da' Gott mein Gott noch mehr als Heilig ist. %I. 4+er alle erk!ndtn.ß sol man kommen. Was 5heru+in erkennt / das mag mir nicht gen.gen / 1ch wil noch .ber 1hn / wo nichts erkandt wird / fliegen. %B. 1as erkennende muß das erkannte werden. 1n G(tt wird nichts erkandt" Er ist ein Einig Ein. Was man in 1hm erkennt / das mu' man selber se8n. %J. )mmer weiter. :aria ist hochwehrt" doch kan ich h-her kommen / Als sie und alle )chaar der Heiligen geklommen. $I %F. 1ie ,chönheit. &ie )ch-nheit ist ein +icht" ;e mehr dir +icht gebrist / 1e greulicher du auch an +eib und )eele bist. %%. 1ie 'elassene ,chönheit. 1hr ,enschen lernet doch vonn Wisenbl.melein / Wie ;hr k-nt Gott gefalln / und gleichwol sch-ne se8n.$B %K. hne warum+. &ie :osG ist ohn warumb / sie bl.het weil sie bl.het / )ie achtt nicht ;hrer selbst / fragt nicht ob man sie sihet. KL. *aß G tt sor'en.

$I 5hristus ist unser höchstes Ziehl. $B &enn sie nehmen sich ;hrer sch-nheit nicht an.

Wer schm.ckt die +ilienA Wer s*eiset die 5arcissenA Was bist dann du mein !hrist auf dich so sehr beflissenA K$. 1er Gerechte. &a' der gerechte ,ensch w2chst wie ein 7almenbaum <erwundet ich mich nicht9 nur da' er noch findt raumD K . 1er ,eeli'en *ohn. Was ist der )eelgen +ohnA Was wird mir nach dem )treitA Es ist die +ilie der lautern G-ttligkeit. K?. 2enn man 3er'öttet ist. ,ensch / wann dich weder +ieb ber.hrt / noch +eid verlet0t / )o bistu recht in G(tt / und G(tt in dich verset0t KI. G tt ist ohne 2illen. Wir bethen es gescheh mein Herr und Gott dein wille" $J 6nd sih / Er hat nicht willG" Er ist ein Ewge stille. KB. &s mus in dir vor se6n. ,ensch wird das 7aradi' in dir nicht erstlich se8n / )o glaube mir gewi' / du kommest nimmer drein. KJ. 1ie N!chsten G ttes 'espielen. GottG ist nicht alles nah" die 1ungfraw und das Kind / &ie 0we8 die sinds allein die Gottsges*ielen sind. KF. Nicht Nakt und doch un+ekleidt. 5akt darf ich nicht f.r Gott9 und mu' doch unbekleidt 1ns Himmelreich eingehn / weil es nichts fremdes leidt. K%. 1as <immelreich ist innwendi' in uns. !hrist mein wo lauffstu hinA der Himmel ist in dir. Was suchstu ;hn dann erst be8 eines andern 3h.rA KK. :it schwei'en höret man. &as Wort schallt mehr in dir / als in de' andern ,unde" )o du ;hm schweigen kanst / so h-rstu es 0ur )tunde. ?LL. Trink auß deinem ei'nen ;ronnen. Wie th-richt thut der ,ann der au' der 7f.t0e trinkt / 6nd die 4onteine l2st / die 1hm im Hau' ents*ringt. ?L$. 1ie /inder G ttes. Weil Gotteskinder nicht das eigne +auffen lieben / )o werden sie von ;hm und seinem Geist getrieben. ?L . ,tehn ist $ur.kke 'ehn. Wer in den Wegen G(tts ged2chte still 0ustehn / &er werde hintersich und ins <erderben gehn.

$J 3ersteh einen $uf!lli'en willen0 denn was G

tt will das wil &r wesentlich.

Andertes Buch Geistreicher Sinn- und Schluß-reimen.
$. 1ie *ie+ ist a+er -urcht. G(tt f.rchten ist sehr gutt" doch ist es besser lieben" 5och besser .ber liebG in 1hn se8n aufgetrieben. . 1ie *ie+I ist ein :a'net. &ie +ieb ist ein ,agnet / sie 0iehet mich in G(tt" 6nnd was noch gr-sser ist / sie reisset G(tt inn 3od. ?. :ensch in G tt / G tt im :enschen. Wenn ich bin Gottes )ohn / wer es dann sehen kan / &er schauet ,ensch in G(tt und Gott im ,enschen an. I. 1as &w'e )a und Nein. G(tt s*richt nur ;mmer )a9$F der 3eufel saget nein" &rumb kan er auch mit G(tt nicht )a und eines se8n. B. 1as *icht ist nicht G tt sel+st. +icht ist de' HErren Kleid" gebricht dir gleich das +icht / )o wisse da' dir doch G(tt noch nicht selbst gebricht. J. Nichts ist der +este Trost. 5ichts ist der beste 3rost" Ent0eucht G(tt seinen )chein / )o mu' das blosse 5ichts dein 3rost im 6ntrost se8n. F. 1as wahre *icht. G(tt ist das wahre +icht / du hast sonst nichts als glast / 1m falle du nicht 1hn das +icht der +ichter hast. %. :it ,chwei'en lernet man. )chweig allerliebster schweig" kanstu nur g2nt0lich schweigen" )o wird dir Gott mehr guts / als du begehrst / er0eigen. K. 1as 2ei+ auf dem :onden in Apoc. Was sinnestu so tieffA das Weib im )onneschein &as auf dem ,onden steht / mu' deine )eele se8n. $L. 1ie ;raut ist doch das lie+ste. )ag was du wilt / die Braut ist doch das liebste kind / &as man in G(ttes scho' und seinen armen findt. $$. 1ie +este ,icherheit. )chlaf meine )eele schlaf" &ann in de' +iebsten Wunden Hastu die sicherheit und volle :uh gefunden. $ . 1ie )un'frauschafft.

$F allusio ad 5omen &ei Ebraicum # A H.

Was ist die 1ungfrauschafftA frag was die Gottheit se8" &och kenstu +auterkeit / so kennstu alle 0we8. $?. 1ie G ttheit und )un'frauschafft. &ie G(ttheit ist so nah der 1ungfrauschafft verwandt / &a' sie auch ohne die nicht G(ttheit wird erkandt. $I. 2er eins nur lie+t ist ;raut. &ie )eele / die nichts wei' / nichts wil / nichts liebt / danns Ein / ,u' heute noch die Braut de' Ewgen Br2utgams se8n. $B. 1ie 'eheime Armutt. Wer ist ein armer ,enschA der ohne H.lff und :ath 5och !reatur / noch G(tt / noch +eib / noch )eele hat. $J. 2ie weit G ttes ,it$ se6n muß. ,ensch bistu nicht so weit als G(ttes G(ttheit ist / )o wirstu nimmermehr 0u seinem )it0 erkiest. $F. G tt w!i'ert sich niemand. 5imm / 3rink / soviel du wilt und kanst / es steht dir fre8" &ie gant0e G(ttheit selbst ist deine Gastere8. $%. 1ie 2eißheit ,alomons. WieA sch2t0stu ,alomon den weisesten AlleinA &u auch kanst ,alomon und seine Wei'heit se8n. $K. 1as höchste ist ,tille se6n. Gesch2fftig se8n ist gutt9 <iel besser aber Bethen" 5och besser )tumm und still f.r Gott den Herren trethen. L. 1as *e+ens ;uch. G(tt ist de' +ebens Buch / ich steh in ihm geschrieben ,it seines +ammes Blutt" wie solt er mich nicht liebenA $. 1u solt das <öchste se6n. &ie Welt ist Eitel nichts / die Engel sind gemein" &rumb soll ich Gott und ,ensch in 5hristo )esu se8n. . &rhe+ dich .+er dich. &er ,ensch der seinen Geist nicht .ber sich erhebt / &er ist nicht wehrt da' er im ,enschenstande lebt. ?. )n 5hristo komt man hoch. Weil mein Erl-ser hat die Engel .berstiegen" )o kan =wo ich nur wil> auch ich sie .berfliegen. I. )m :ittelpunct sicht man alles. Wer ;hm den ,ittel*unct 0um wohnhau' hat erkiest / &er siht mit einem Blik was in dem 6mbschweif ist. B. 1einI 4nruh machstu sel+st.

5och !reatur noch G(tt kan dich in 6nruh bringen / &u selbst <erunruhst dich =( 3horheitD> mit den &ingen. J. 1ie -re6heit. &u edle 4re8heit du / wer sich nicht dir ergiebt / &er wei' nicht / was ein ,ensch / der 4re8heit liebet / liebt. F. Auch von #hr. Wer 4re8heit liebt / liebt Gott" wer sich in Gott versenkt / 6nd alles von sich st-st / der ists / dem G(tt sie schenkt. %. 1ie Gleichheit. &ie Gleichheit ist ein )chat0" hastu sie in der @eit / )o hastu Himmelreich und <olle )eeligkeit. K. Tod und G tt. 3od ist der ).nden )old9 Gott ist der 3ugend +ohn" Erw.rbstu diesen nicht / so tr2gstu den darvon. ?L. Zufall und 2esen. ,ensch werde wesentlich" denn wann die Welt vergeht / )o f2llt der @ufall weg / das wesen das besteht. ?$. Göttliche 'enissun'. Wer G(tts geniessen wil / und 1hm sich einverleiben / )ol wie ein ,orgenstern be8 seiner )onne bleiben. ? . ,chwei'en .+ertrifft der &n'el 'ethöne. &ie Engel singen sch-n" 1ch wei' da' dein Gesinge / )o du nur g2nt0lich )chwiegst / dem h-chsten besser klinge. ??. 2er !lter ist als G tt. Wer in der Ewigkeit mehr lebt als einen 3ag / &erselbe wird so Alt / als G(tt nicht werden mag. ?I. 7echter 'e+rauch +rin't nicht ,chaden. ,ensch s*richstu da' dich ;chts von Gottes +iebG abh2lt. )o brauchstu noch nicht recht wie sichs geb.rt der Welt. ?B. G tt wil was köstlich ist. )e8 lauter / +ichtG und steif / gleich wie ein &emantstein / &a' du inn Augen Gotts magst wehrt gesch2t0et se8n. ?J. 1as ;uch deß Gewissens. &a' ich G(tt f.rchten sol / und .ber alles lieben / 1st mir von Anbegin in mein Gem.tt geschrieben. ?F. An einem 2ort lie't alles. Ein eint0igs 2ort hilfft mir" schreibts G(tt mir einmal Ein / )o werdG ich st2tts ein +amb mit Gott ge0eichnet se8n. ?%. 1er ;r!uti'am ist noch s.sser.

&u magst G(tt wie du wilt f.r deinen Herrn erkenen" 1ch wil ;hn anderst nicht als meinen Br2utgam nennen. ?K. 1er an+ether im Geist und in der 2arheit. Wer in sich .bersich in G(tt verreisen kan / &er bethet G(tt im Geist und in der Wahrheit an. IL. G tt ist das kleinstI und 'röste. ,ein G(tt wie gro' ist G(ttD ,ein G(tt wie klein ist G(ttD Klein als das kleinste ding / und gro' wie alls / von noth. I$. 1er 'ute Tausch. ,ensch gibstu G(tt dein Hert0 / Er gibt dir seines wider" Ach welch ein wehrter 3auschD du steigest auf / Er nieder. I . 1as untere schadet nicht. Wer .ber Berg und 3hal / und dem Gew-lke sit0t / &er achtets nicht ein Haar / wenns donnert / kracht und blit0t. I?. 1ie mittelwand muß we''. Wegg mit dem mittel weg / sol ich mein +icht anschauen / )o mu' man keine Wand f.r mein Gesichte bauen. II. 2as :enschheit ist. 4ragstu was ,enschheit se8A 1ch sage dir bereit. Es ist / mit einem Wort / die .ber Engelheit. IB. G tt lie+et sich allein. Es ist gewi'lich wahr / G(tt liebet sich allein / 6nd wer sein ander-Er in seinem )ohn kan se8n. IJ. 2er G tt ist / siehet G tt. Weil ich das wahre +icht / so wie es ist / sol sehn9 )o mu' ichs selber se8n" sonst kan es nicht geschehn. IF. 1ie *ie+e sucht nicht *ohn. ,ensch liebstu G(tt den HErrn / und suchest +ohn dabe8 / )o schm2kestu noch nicht was +iebG und lieben se8. I%. G tt kennt man am Geschöpffe. G(tt der verborgne G(tt wird kundbahr und gemein / &urch seine !reaturn / die seinG entwerffung se8n. IK. G tt lie+et die )un'frauschafft. G(tt trinkt der 1ungfraun milch / 0eugt durch di' hell und fre8 / &a' wahre 1ungfrauschafft sein 3rank und +absal se8. BL. G tt wird ein kleines /ind. G(tt schleust sich unerh-rt in Kindes Kleinheit ein" Ach m-cht ich doch ein Kind in diesem Kinde se8nD B$. 1as unaussprechliche.

&2nkstu den 5amen G(tts 0u s*rechen in der @eitA ,an s*richt ihn auch nicht au' in einer Ewigkeit. B . 1as Neu )erusalem. &as 5eu 1erusalem bistu f.r G(tt mein !hrist / Wenn du au' G(ttes Geist gant0 5eugebohren bist. B?. &s man'elt nur an dir. Ach k-nte nur dein Hert0 0u einer Kri**e werden / G(tt w.rde noch einmal ein Kind auf dieser Erden. BI. &nt+ildet mustu se6n. Entbilde dich mein Kind / so wirstu G(tte gleich" 6nd bist in stiller :uh dir selbst dein Himmelreich. BB. G tt ist / &r le+et nicht. G(33 ist nur Eigendlich" Er lebt und +iebet nicht / Wie man von mir und dir und andren &ingen s*richt. BJ. Armut und 7eichthum+. &er / was er hat / nicht hat / und alles sch2t0et gleich / &er ist im :eichthum arm / in Armuth ist er reich. BF. :an muß )hm sel+st entwachsen. Entw2chsestu dir selbst und aller !reatur / )o wird dir eingeim*fft die G-ttliche 5atur. B%. G tt ster+en und G tt le+en. )tirb oder leb in G(tt9 du thust an beiden wol" Weil man G(tt sterben mu' / und Gott auch leben sol. BK. 2er ist mehr G tt als :ensch. Wer ohn em*finden liebt / und ohn erkennen kennt" &er wird mit guttem recht mehr Gott als ,ensch genennt. JL. 3om lie+en. ,ensch wilst- und liebstu nichts / so wilst und +iebstu wol. Wer gleich liebt was er wil / liebt doch nicht was er sol. J$. 2er sich verl!st / findt G tt. Wer sich verlohren hat / und von sich selbst entbunden / &er hat G(tt seinen 3rost / und seinen He8land funden. J . )n +eiden muß man se6n. ,ein Gott wie kalt bin ichD Ach la' mich doch erwarmen 1n deiner ,enschheit )cho' / und deiner G(ttheit armenD J?. 1er tau+e hört das 2ort. 4reund glaub es oder nicht9 ich h-rG in ;edem nu / Wann ich bin taub und )tumm dem &w'en 2orte 0u. JI. &in seufft$er sa'et alles.

Wenn meine )eel erseuft0t /$% und / Ach und ( schre8t hin" )o ruffet sie in sich ;hr End und Anbegin. JB. 1ie &wi'keit wird nicht 'emessen. &ie Ewigkeit wei' nichts von 1ahren / 3agen / )tunden. Ach da' ich doch noch nicht den ,ittel*unct gefundenD JJ. &ins h.lfft dem andern fort. ,ein He8land der ist G(tt / und ich der andern dinge" 1m fall sie sich in mich / und ich in 1hn mich schwinge. JF. 1ie A+'eschiedenheit. Weil Abgeschiedenheit sich niemand macht gemein" )o mu' sie ohne sucht und eine 1ungfrau se8n. J%. :it ,chwei'en wirds 'esprochen. ,ensch so du wilt das se8n der Ewigkeit auss*rechen / )o mustu dich 0uvor de' :edens gant0 entbrechen. JK. 1ie Geistliche ,chiffart. &ie Welt ist meine )ee / der )chifmann Gottes Geist / &as )chif mein +eib / die )eel ists die nach Hause reist. FL. 1ie *auterkeit. <ollkomne +auterkeit ist Bild-4orm-+iebe-lo'" )teht aller Eigenschafft / wie G(ttes wesen blo'. F$. 1er wesentliche :ensch. Ein wesentlicher ,ensch ist wie die Ewigkeit / &ie unver2ndert bleibt von aller 2usserheit. F . 2er mit den &n'eln sin'en kan. Wer sich nur einen blik kan .bersich erschwingen / &er kan das Gloria mit G(ttes Engeln singen. F?. An den ,.nder. Ach ).nder wend dich umb / und lerne G(tt erkennen" 1ch wei' du wirst 1hn bald den lieben <atter nennen. FI. 1u must 3er'öttet werden. !hrist / es ist nicht genug da' ich in G(tt nur bin" 1ch mu' auch G(ttessafft 0um wachsen in mich 0iehn. FB. 1u must auch -r.chte tra'en. 3rinkstu de' HErren Blut / und bringest keine 4rucht / )o wirstu kr2fftiger als ;ener Baum verflucht. FJ. Auch dir ist nichts versa't. ( Edler Geist entrei' / la' dich doch nicht so binden" &u kanst G(tt herrlicher / als alle Heilgen finden.

$% A M (mega.

FF. A ; ist schon 'enu'. &ie He8de *la**ern vil" wer Geistlich wei' 0ubetten / $K &er kan mit A und B getrost f.r Gott hintretten. F%. &in *ie+ ver$ukt das andre. Wenn meine )eele G(tt im Geist begegnen kan / )o start " )&su 5hristJ% ein +ieb das Ander an. FK. 1er 'eistliche Tempel G ttes. &ie 7forten deiner )tadt / ,ein G(tt / sind 7erlefein" Was mu' doch f.r ein Blit0 mein Geist dein 3em*el se8nA %L. 1as 'eistliche Zion. 4.hr auf HErr deinen Bau / hier ist die 4riedens-)tadt / Hier ist wo ,alomon dein )ohn sein @ion hat. %$. 1er el+er'. )ol dich de' Herren Angst erl-sen von beschwerden / )o mu' dein Hert0e vor 0u einem (elberg werden. % . 1as <ert$e. ,ein Hert0 ist unten engG und obenher so weit / &a' es G(tt offen se8 / vers*ert der 1rrdigkeit. %?. 1er 'eistliche ;er'. 1ch bin ein Berg in G(tt / und mu' mich selber steigen / &aferne G(tt mir sol sein liebes Antlit0 0eigen. %I. )n der höhe wird G tt 'eschaut. Hin auf / Wo dich der Blit0 mit 5hristo sol umbgeben / ,ustu wie seine dre8 auf 3habors h-he leben. %B. 1ein /!rker +istu sel+st. &ie Welt die h2lt dich nicht / du selber bist die Welt / &ie dich in dir mit dir so stark gefangen h2lt. %J. 1u musts auch sel+st 'ewinnen. G(tt hat wol gnug gethan" doch du tr2gst nichts davon / Wo auch nicht du in 1hm erkriegest deine Kron. %F. 1as 'eistliche /!uchelein. ,ein +eib ist eine )chalG in dem ein Keuchelein <om Geist der Ewigkeit wil au'gebr.ttet se8n. %%. &+en vom sel+i'en. &as arme K2uchelein kluchst und *ikt f.r und f.r" Wird es dann nicht bald sehn de' Ewgen +ichtes @ihrD %K. Ge'en Auf'an' mustu sehn.

$K A B B A.

4reund wiltu an 1hm selbst das +icht der )onnen sehn / )o mustu dein Gesicht hin 0u dem Aufgang drehn. KL. 1ie 4nterwirfflichkeit. &er Blit0 de' )ohnes G(tts durchleucht in einem 5un &ie Hert0en / welche sich 1hm g2nt0lich unterthun. K$. 1ie Geduld. Geduld ist .ber Gold" sie kan auch G(tt be0wingen / 6nd was Er hat und ist gant0 in mein Hert0e bringen. K . 1ie 'eheimste Gelassenheit. Gelassenheit f2ht G(tt" G(tt aber selbst 0ulassen / 1st ein Gelassenheit / die wenig ,enschen fassen. K?. 1er 'eheime G ttes /uß. G(tt k.st mich seinen )ohn mit seinem heilgen Geist / Wenn Er mich liebes Kind in 5hristo )&su heist. KI. &ins ist des andern Trost. G(tt ist der +ichter +icht / ,ein He8land ist die )onne / :aria ist der ,on / ich 1hrer aller Wonne. KB. 1as *amm und auch der *öw. Wer alles untertritt / und alles duldet fein / &er mu' ein +amm und +-w in einem wesen se8n. KJ. 2arum+ der <. Geist wie ein 1au+e erscheint. Warumb da' G(ttes Geist wie eine &aubG erscheintA Er thuts / weil Er / mein Kind dich 0u erkeucheln meint. KF. 1er <eil'en 1au+en n!st. Wenn du ein &2ublein bist / und keine Galle hast9 )o findestu mein !hrist im Hert0en 1Esu rast. K%. Am sichersten am +esten. 4leuch meine &aube fleuch und rastG in !hristi )eelen / Wo wiltu dich sonst hin verbergen und verh-lenA KK. 1ie wieder'.lti'e 1!u+elein. ( wunderD G(tt ist mir / ich 1hm ein &2ubelein" )chau doch wie alle 0we8 ein ander Eines se8nD $LL. Gi+ 7uh / so ruhstu wieder. Wenn G(ttes &aube kan in deinem Hert0en ruhn / Wird sie dir widerumb das Hert0e G(tts aufthun. $L$. 1ie 'eheime 4+erschattun'. 1ch mu' G(tts )chwanger se8n" sein Geist mu' ob mir schweben / 6nd G(tt in meiner )eel wahrhafftig machen leben. $L . 1as !ußre tröst mich nicht.

Was hilfft michs Ga+riel / da' du :ariam gr.st / Wenn du nicht auch be8 mir derselbe Botte bistD $L?. 1ie 'eistliche Ge+urt. Ber.hrt dich G(ttes Geist mit seiner Wesenheit )o wird in dir gebohrn das Kind der Ewigkeit. $LI. 1ie 'eistliche ,chw!n'erun'. 1st deine )eele ,agd / und wie :aria rein / )o mu' sie Augenbliks von G(tte schwanger se8n. $LB. &in 7isI und auch ein /ind. Wenn G(tt sich wesentlich in mir gebohren findt / )o bin ich =Wunder dingD> ein :isG und auch ein Kind. $LJ. &rweitert mustu se6n. Erweitere dein Hert0 / so gehet G(tt darein" &u solt sein Himmelreich / Er wil dein K-nig se8n. $LF. 1ie Neu'e+urt. Hat deine 5eugeburt mit wesen nichts gemein / Wie kan sie ein Gesch-*ff in 5hristo )&su se8nA $L%. 1ie ;raut G ttes. Kind werde G(ttes Braut / entbeuth dich 1hm allein9 &u wirst seins Hert0ens )chat0 / und er dein liebster se8n. $LK. 1ie 2elt ver'ehet nicht. )chau / dise Welt vergeht. WasA sie vergeht auch nicht / Es ist nur 4insternu' was G(tt an 1hr 0erbricht. $$L. 1ie 3erkl!run'. ,ein +eib der wird f.r G(tt wie ein !arfunkel stehn / Wenn seine grobheit wird im 4euer untergehn. $$$. :aria. &u *reist :A7KA: hoch" ich sage noch darbe8 / &a' sie die K-nigin der K-niginnen se8. $$ . Auß und ein / Ge+!hren und Ge+ohren se6n. Wenn du in Wahrheit kanst au' G(tt gebohren se8n / 6nd wider G(tt geb2hrn" so gehstu au' und ein. $$?. :an sol vern.nffti' handeln. 4reund so du trinken wilt / so set0 doch deinen ,und / Wie ein <ern.nfftiger recht an de' 4asses s*und. $$I. 1ie 5reaturn sind 'ut. &u klagst / die !reaturn die bringen dich in 7ein" WieA m.ssen sie doch mir ein Weg 0u G(tte se8n. $$B. 1ie 'eistliche )a't.

Wie wol wirstu ge;agt vonn Hunden lieber !hrist" )o du nur williglich die Hindin G(ttes bist. $$J. 1ie +este Gesellschafft. Gesellschafft achtG ich nicht" Es se8 dann da' das Kind / &ie 1ungfrau / und die &aubG / undGs +amm beisammen sind. $$F. 1ie &insamkeit. &ie Einsamkeit ist noth / doch se8 nur nicht gemein" )o kanstu .berall in einer W.sten se8n. $$%. Göttlich *e+en. 1m fall dich niemand recht und gnug berichten kan Was G-ttlich +eben se8" so s*rich den Henoch an. L $$K. Göttliche 'leichheit. Ein Gott ergebner ,ensch ist Gotte gleich an :uh / 6nd wandelt .ber @eit und (rt in ;edem 5u. $ L. :an ißt und Trinket G tt. Wenn du <erg-ttet bist / so ;'t- und trinkst-du G(tt / =6nd di' ist ewig wahr> in ;edem bissen Brodt. $ $. 1as Glied hat des *ei+es wesen. Hastu nicht +eib und )eel und Geist mit Gott gemein" Wie kanstu dann ein Glied im +eibe 1Esu se8nA $ . 1ie 'eistliche 2einre+e. 1ch bin die :ebG im )ohn / der <atter *flant0t und s*eist / &ie 4rucht die au' mir w2chst ist G(tt der heilge Geist. $ ?. Geduld hat #hr warum+. Ein !hrist tr2gt mit Geduld sein +e8den / !reut0 und 7ein / &amit er ewig mag be8 seinem )&su se8n. $ I. G tt ist voller ,onnen. Weil der gerechte ,ensch gl2nt0t wie der )onnenschein / )o wird nach dieser @eit G(tt voller )onnen se8n. $ B. 1u must das wesen ha+en. G(tt selbst ists Himmelreich" wiltu in Himmel kommen / ,u' G(ttes wesenheit in dir se8n angeglommen. $ J. 1ie Gnade wird Natur. 4ragstu warumb ein !hrist se8 4rom / Gerecht und 4re8A )o fragestu warumb ein +amm kein 3iger se8. $ F. 1as *ie+stI auf dieser &rden. 4ragstu was meine )eel am +iebsten hat auf ErdenA )o wisse da' es heist" mit nichts beflekket werden.

L <enoch heist ein Gott er'e+ener.

$ %. 1er <immel steht st!tts offen. <er0weifle nicht mein !hrist / du kanst inn Himmel draben / )o du nur magst dar0u ein ,annlich Hert0e haben. $ K. &ins #eden &i'enschafft. &as 3hier wird durch die Art / der ,ensch durch den <erstand / &er Engel durch das schaun / durchs wesen Gott bekandt. $?L. &s muß 3er'oldet se6n. !hrist alles was du thust / das .ber0euch mit Gold" $ )onst ist G(tt weder dir / noch deinen Werken hold. $?$. Nihm also daß du hast. ,ensch nihmstu G(tt als 3rost / als s.ssigkeit / und +icht" Wa' hastu dann wenn 3rost / +icht / s.ssigkeit gebrichtA $? . G ttes &i'enschafft. Was ist G(tts EigenschafftA sich ins Gesch-*ff ergiessen / All0eit derselbe se8n / nichts haben / wollen / wissen. $??. 1ie Gelassenheit. 4reund glaub es / heist mich G(tt nicht in den Himmel gehn / )o wil ich lieber hier / auch in der H-llen stehn. $?I. 1ie Gleichheit. Wer nirgends ist gebohrn / und niemand wird bekandt / &er hat auch in der H-ll sein liebes <aterland. $?B. 1ie Gelassenheit. 1ch mag nicht Krafft / Gewalt / Kunst / Wei'heit / :eichthum / )chein" 1ch wil nur als ein Kind in meinem <ater se8n. $?J. &+en von dersel+en. Geh au' / so geht Gott ein" )tirb dir / so lebstu G(tt" )e8 nicht / so ist es Er" thu nichts / so gschichtGs Geboth. $?F. ,chrifft ohne Geist ist nichts. &ie )chrifft ist )chrifft sonst nichts. ,ein 3rost ist Wesenheit / 6nd da' G(tt in mir s*richt das Wort der Ewigkeit. $?%. 1er ,chönstI im <immelreich. &ie )eele / welche hier noch kleiner ist als klein / Wird in dem Himmelreich die sch-nste G-ttin se8n. $?K. 2ie kan man &n'lisch se6nC Kind wiltu Englisch se8n / so kanstu es bereit" Wie dannA sie leben st2ts in unannehmlichkeit.

$ Gold der *ie+e.
3erstehe accidencialiter oder $uf!lli'er weise( dann was Gott wil und weiß / das wil und weiß er wesentlich. Also hat er auch nichts "mit &i'enschafft%.

$IL. 1ie ,el+stDvernichti'un'. 5ichts bringt dich .ber dich als die <ernichtigkeit" Wer mehr <ernichtigt ist / der hat mehr G-ttlichkeit. $I$. 1er Grund'elassene. Ein Grundgelassner ,ensch ist Ewig fre8 und Ein" Kan auch ein 6nterscheid an ;hm und G(tte se8nA $I . 1u must es sel+er se6n. 4rag nicht was G-ttlich se8" &enn so du es nicht bist / )o weistu es doch nicht / ob duGs gleich h-rst mein !hrist. $I?. )n G tt ist alles G tt. 1n G(tt ist alles G(tt" Ein eint0igs W.rmelein / &as ist in G(tt so viel als tausend G(tte se8n. $II. 2as ist GelassenheitC Was ist GelassenheitA 1ch sagG ohn Heuchele8" &a' es in deiner )eel der wille 1Esu se8. $IB. 1as wesen G ttes. Was ist das wesen G(ttsA 4ragstu mein 2ngigkeitA &och wisse / da' es ist einG .berwesenheit. $IJ. G tt ist -.nsternuß und *icht. G(tt ist ein lautrer Blit0 / und auch ein 3unkles nicht / &as keine !reatur beschaut mit ;hrem +icht. $IF. 1ie &w'e Gnadenwahl. Ach 0weifele doch nicht" se8 nur au' G(tt gebohrn / )o bistu ewiglich 0um +eben au'erkohrn. $I%. 1er arme im Geist. Ein wahrer armer ,ensch steht gant0 auf nichts gericht" Gibt G(tt ;hm gleich sich selbst / ich wei' er nihmt ;hn nicht. $IK. 1u sel+st +ist alle 1in'e. Wie magstu was begehrnA du selber kanst allein / &er Himmel und die ErdG / und tausend Engel se8n. $BL. 1ie 1emut ist dir Noth. )ieh nur fein unter dich" du fleuchst den Blit0 der @eit / Was meinstu dann 0u schaun inn Blit0 der EwigkeitA $B$. 1es 5hristen &dlestes. Was ist das EdelsteA Was ist das fein-7erlein &es 5eugebornen !hristsA 1hm all0eit gleiche se8n. $B . 1as Aller'öttlichste. Kein ding ist G-ttlicher =im fall du es kanst fassen /> Als ;et0t und ewiglich sich nicht bewegen lassen.

$B?. 1ie &wi'keit. Was ist die EwigkeitA )ie ist nicht di' / nicht das / 5icht 5un / nicht 1chts / nicht 5ichts / sie ist / ich wei' nicht was. $BI. &in ,tern 'eht vor die ,onne. 1ch frage nicht so viel nach tausend )onneschein / Wenn ich nur mag ein )tern inn Augen 1Esu se8n. $BB. &s li't an dir allein. Ach ,ensch vers2um dich nicht" es ligt an dir allein / )*ring auf durch G(tt / du kanst der gr-stG im Himmel se8n. $BJ. G tt kennt man durch die ,onne. &ie )onn ist nur ein Glast / und alles +iecht ein schein" Was mu' doch f.r ein Blit0 / G(tt meine )onne se8nD $BF. G tt schauet man an sich. Wie ist mein G(tt gestaltA Geh schau dich selber an / Wer sich in G(tt beschaut / schaut Gott warhafftig an. $B%. 1ie ,eele kom+t von G tt. &ie )eel ist eine 4lamm au' G(tt dem Blit0 gegangen" Ach solte sie dann nicht in 1hn 0ur.k gelangen. $BK. 1er Geist ist wie das wesen. ,ein Geist ist wie ein se8n" er ahnt dem wesen nach / <on dem er urgestand / und Anfangs aufgebrach. $JL. 1er Geist stir+t nimmermehr. &er Geist lebt in sich selbst" gebricht ;hm gleich das +icht / =Wie ein verdammter wird> so stirbet er doch nicht. $J$. )m #nnern 2ohnt man wol. Was meines Geistes Geist / meins wesens wesen ist / &as ists / das ich f.r mich 0ur Wohnung hab erkiest. $J . <inein kehr deine ,trahlen. Ach kehrt nur meine )eel ;hr 4lammen umb und einD )o wird sie mit dem Blit0 / bald Blit0 und Eines se8n. $J?. G tt w.rket wie das -ewr. &as 4ewer schmelt0t und eint" sinckstu inn 6rs*rung ein / )o mu' dein Geist mit G(tt in Eins geschmelt0et se8n. $JI. 1ie 4nschuld +rennet nicht. Entschulde dich durch Gott" die 6nschuld bleibt bewehrt / 6nd wird in Ewigkeit von keiner Glutt ver0ehrt. $JB. &in Tröpfflein ist 'enu'.
?

? intellige creaturaliter.

&er nur ein tr-*fflein Bluts au' 5hristo kan geniessen / &er mu' gant0 seeliglich mit 1hm in G(tt 0erflissen. $JJ. 1ie ;oßheit hat kein wesen. ,ensch wenn du durch das Blutt de' +ammes bist genesen / )o bistu ewiglich kein b-ser ,ensch gewesen. $JF. 1er :ittler ist nur )&sus. 1ch wei' kein mittel nicht als meinen )&sum !hrist" )ein Blutt das ists / in dem sich G(tt in mich ergist. $J%. &ins ist so Alt als das andre. Ein Kind / das auf der Welt nur eine )tunde bleibt / &as wird so Alt / als man :atusalem beschreibt. $JK. 1ie Gleichheit schauet Gott. Wem nichts wie alles ist / und alles wie ein nichts" &er wird gew.rdiget de' +iebsten Angesichts. $FL. 1ie scheidun' muß 'eschehn. &ie 6nschuld ist ein Gold das keine )chlakken hat" Ent0euch dich au' dem Ki' / so bistuGs in der that. $F$. 1er Adler fleu'et hoch. 1a wer ein Adler ist / der kan sich wol erschwingen / 6nd .ber )era*him durch tausend Himmel dringen. $F . &in =hoenix sol man se6n. 1ch wil ein =hoenix se8n / und mich in G(tt verbrennen / &amit mich nur nichts mehr von 1hme k-nne trennen. $F?. 1ie ,chwachen m.ssen warten. &u armes <-gelein / kanstu nicht selber fliegen / )o bleibe mit Geduld bi' du mehr krafft hast ligen. $FI. &s wil 'e.+et se6n. <ersuch mein &2ubelein mit .bung lernt man viel" Wer nur nicht sit0en bleibt / der kombt doch noch 0um @iel. $FB. 1er Geist f!hrt in die 2.ste. Kanstu dich auf den Geist in deinem He8land schwingen / )o wird er dich mit sich in seine W.ste bringen. $FJ. ;est!ndi' muß man se6n. <erstockt ist halb verlohrn" doch wer im gutten kan Ein )tok und E8sen se8n / steht auf de' +ebens bahn. $FF. &s wird nicht alls 'erichtet. &ie ,enschen die in Gott mit !hristo sind verschlungen / )ind durchs GerichtG und 3od gant0 seelig durchgedrungen. $F%. Alls steht im )ch und 1u / ",chöpffer und Geschöpffe%.

5ichts ist als )ch und 1u" und wenn wir 0we8 nicht se8n / )o ist G(tt nicht mehr G(tt / und f2llt der Himmel ein. I $FK. &s sol ein &ini's werden. Ach ;aD w2rG ich im &u / und du im ich ein Ein9 )o m-chte 3ausendmahl der Himmel Himmel se8n. $%L. 1er :ensch ist nichts / G tt alles. 1ch bin nicht )ch noch 1u" &u bist wol )ch in mir" &rumb geb ich dir mein G(tt allein die Ehrgeb.hr. $%$. 1er ,.nder ist ver+lendt. &er ).nder sihet nichts" ;e mehr er laufft und rennt 1n seiner Eigenheit / ;e mehr er sich verblendt. $% . G tt ist alles 'e'enw!rti'. Es ist kein <or noch 5ach" was ,orgen sol geschehn / Hat G(tt von Ewigkeit schon wesentlich gesehn. $%?. )n der mitten siht man alles. )et0 dich in ,ittel*unct / so sihstu alls 0ugleich / Was ;et0 und dann geschieht / hier und im Himmelreich. $%I. 1er 5heru+in schaut nur auf G tt. Wer hier auf niemand siht / als nur auf G(tt allein" Wird dort ein 5heru+in be8 seinem 3hrone se8n. $%B. 1er ,ohn und Gnadenthron. Weg mit dem )chattenstul" der Eingebohrne )ohn / 1st nun in mir das selbst / und mein <ers-hnungsthron. $%J. :an sol G tt nit versuchen. )e8 @.chtig / Keusch und )till" wer unbedachtsam rennt / Wird von der ,a;est2t gest.rt0et und verbrennt. $%F. )ch darf kein -ernDGesicht. 4reund / so ich f.r mich selbst kan in die weite sehn" Was darf es dann erst durch dein fernGesicht geschehnA $%%. :an mißt das wesen nicht. Es ist kein Anfang nicht / es ist auch nicht ein Ende / Kein ,ittel*unct noch krei' / wie ich mich ;mmer wende. $%K. 1er Anfan' findt das &nde. Wann G(tt sich mit mir ,ensch vereinigt und verbindt / )o siht der Anbegin da' er sein Ende findt. $KL. 3on G tt. G(tt der geneust sich selbst / wird seiner auch nicht satt / Weil Er an sich allein die h-chste gn.ge hat.

I ;esihe den ;e'ihrer am &nde.

$K$. 3er+othnes muß man me6den. Wer sich nicht mit der 4rucht die G(tt verbothen s*eist / Wird au' dem 7aradei' nicht einen tritt verweist. $K . 7echtschaffen muß man se6n. Ach Bruder werde doch" was bleibstu &unst und )cheinA Wir messen wesentlich ein 5eues worden se8n. $K?. 1er ,ie' ist wesentlich. ,ensch weil es nicht im wolln und e8gnem +auffen ligt / )o mustu thun wie G(tt / der ohne willen )igt. $KI. 1as *icht 'i+ts $u erkennen. Geh / ruff dem ,orgenstern" denn wann der 3ag anbricht / )o siehet man erst recht was )ch-n ist oder nicht. $KB. 7e'iern ist /öni'lich. Wer wol regieren kan im )treit / in 4reudG und 7ein" &er wird in G(ttes :eich ein ewger K-nig se8n. $KJ. 1ie 1emut ist sehr 'ut. 1ch mag kein K-nig se8n9 und so ich es ;e mu' / )o werf ich mich doch straks mein Gott f.r deinen 4u'. $KF. 3erl!u'nun' seiner sel+st. HErr nihm die Krone hin9 1ch wei' ;a nichts vom ,ein" Wie kan sie dann mit recht meinG und nicht deine se8nA $K%. G tt spielt mit dem Geschöpffe. &i' alles ist ein )*iel / das 1hr die G(ttheit macht" )ie hat die !reatur umb 1hret willn erdacht. $KK. Auch G tt verl!u'net sich. Wenn Gott 0um Heilgen s*richt" du du hast mich er0ihlt" )ag / ob er nicht mit ;hm recht der <erl2ugnung s*ieltA B LL. 1ie Auf'e'e+enheit. Wer seine )eele hat verlohren und vergeben / &er kan gant0 seeliglich mit G(tt die wette leben. L$. 1er :ensch der andre G tt. )ag 0wischen mir und G(tt den eingen 6nterscheidA Es ist mit einem Wort / nichts als die Anderheit. L . Alleine se6n 'leicht G tt. Wer st2ts alleine lebt / und niemand wird gemein" &er mu' / ist er nicht G(tt / gewi' <erg-ttet se8n. L?. 1ie 1emut stei't am <öchsten.

B :atth. 9B. Weil G(tt ;hm Gnade und Krafft dar0u gegeben9 oder es selbst durch seinen Geist in ;hm dem ,enschen gethan.

Wer in der &emut G(tts am tiefsten ist versunken / &er ist der h-chste Glant0 au' allen Himmelsfunken. LI. 1er :ensch )mmanuel Wer st2ts in sich die )chlangG und &rachen kan ermorden / &er ist )mmanuel in !hristo 1Esu worden. LB. 1as ;öse scheid vom Gutten. 1' Butter i' mein Kind / und H-nig =G(tt> dabe8" &amit du lernst wie b-'G und gutt 0usche8den se8. LJ. &in :ann und auch ein /ind. Ein ,ann ist nicht ein Kind" doch wisse da' ein ,ann / )o du nur wilt in dir mein Kind / wol +eben kann. LF. G tt ist in dir das *e+en. 5icht du bist der da lebt" denn das Gesch-*ff ist 3od" &as +eben / das in dir dich leben macht ist G(tt. L%. Gelassen muß man ewi' se6n. Wer auch im 7aradi' nicht noch sol untergehn / &er ,ensch mu' ewiglich / auch G(ttes / ledig stehn. LK. 1ie wahre *edi'keit. &ie wahre +edigkeit ist wie ein edles 4a' / &as Nectar in sich hat" Es hat / und wei' nicht wa'. $L. 1ie Göttliche <eili'keit. ,ensch ists dein Ernst / du kanst ohn allen falschen )chein )o heilig und gerecht / als G(tt dein )ch-*ffer se8n. $$. 2as ist die <eili'keit. :echtschaffne Heiligkeit ist wie ein guldnes Gla' &urchau' *olirt und rein. Geh / und betrachte das. $ . ,echs 1in'e se6nd nur &ins. :ath / wie ein ,ensch und G(tt / ein +-w / +amm / :ie'G und Kind / 1n einer !reatur ein einigs wesen sindA $?. 1ie 2ortlein Auß und &in. @we8 W-rtlein lieb ich sehr9 sie heissen Au' und Ein" Au' Babel / und au' mir / in G(tt und 1Esum ein. $I. 1ie 2erke 'elten 'leiche. Hab keinen unterscheid" heist Gott den ,ist verf.hren / &er Engel thuts so gern als ruhn und ,usiciren. $B. :an muß sich recht +eFu!men. Wer sich 0um Aufgang kehrt / und wartt auf seinen Gott / 1n dem komt bald herf.r das gn2dge ,orgenroth. $J. 2as heisset &n'lisch *e+enC

:ein / +auter / gGlassen se8n / recht lieben / dienen / schauen / Heist wol mit guttem recht ein Englisch leben bauen. $F. 1er achtmal seeli'e. )e8 Hungrig / Arm / und )anfft / Barmhert0ig / 4riedlich / :ein / Betr.bt / <erfolgt umb G(tt" so kanstu seelig se8n.
J

$%. 1ie 2eißheit wird 'emeistert. &ie Wei'heit tadelt nichts9 sie aber mu' allein / <on ;hrer !reatur so offt getadelt se8n.

$K. 1ie 'utten 2erke. ,it )*eise / 3rank und 3rost / Beherbrigen / Bekle8den / Besuchen in der 5oth / heist G(ttes +2mmlein weiden. L. 2achen / -asten / ;ethen. &re8 Werke mu' man thun / wenn man f.r G(tt wil trethen / Er fordert sonst auch nichts" als / Wachen / 4asten / Bethen. $. G tt sieht nur $we6 1in'e. @we8 &inge siht nur G(tt / den Bok / und mich sein +amm" <om Bokke sche8det mich Ein Einge +iebesflamm. . &s muß Gewuchert se6n. Knecht wuchre da' du hast" denn wann der HErr wird kommen" )o wird von ;hm allein der Wuchrer angenommen. ?. G tt lie+t die /euschheit sehr. &ie Keuschheit ist be8 G(tt / so kr2fftig / wehrt und rein Als tausend +ilien f.r einer 3ul*e se8n. I. 1ie lie+reiche ;usse. 4reund so du ;a nicht wilt ein 1unggeselle bleiben / )o wolle dich doch nur mit :a'dalen beweiben. B. 1ie -euerDTauffe. Getauffet mu' man se8n" wen Geist und 4euer taufft / &er ists der Ewiglich in keinem 7ful ersaufft. J. 1ie Tauffe. Ach ).nder trot0e nicht da' du getauffet bist9 &ie sch-nste +ilge wird im Koth 0u Koth und ,ist. F. Auch darvon. Was hilfft dichs da' du bist mit Wasser abgewaschen / )o du in dir nicht d2m*ffst die +ust vom Koth 0unaschenA %. Nur eins wil G tt von uns. Ein eint0igs Wort s*richt Gott 0u mir / 0u dir / und allen / +ieb9 thun wir di' durch 1hn / wir m.ssen ;hm gefallen.

J 4nd G

tt sahe daß es alles 'utt war / was &r 'emacht hatte.

K. 1as ;ildnuß halt inn &hren. )*e8stu die Bilder an / und bist doch selbst ein BildA Was meinstu dann von dir / wie du bestehen wiltA ?L. 1er *e+ens+aum. )ol dich de' +ebens baum befre8n von 3odsbeschwerden / )o mustu selbst in G(tt ein Baum de' +ebens werden. ?$. 1ie ,onnen wende. <erwundre dich nicht 4reund / da' ich auf nichts mag sehn / 1ch mu' mich alle0eit nach meiner )onne drehn. ? . Gr.n und 2eiß / hat den =reiß. @we8 4arben haltG ich hoch / und suche sie mit flei'" Gr.n in Gerechtigkeit / in !hristi 6nschuld Wei'. ??. 1ie Tu'end *e+t in *ie+e. 4.rwahr die 3ugend lebt / ich sags ohn deutele8" +ieb / und so sihestu / da' +ieb ;hr +eben se8. ?I. &rwöhle was du wilt. +iebG ist die K-nigin / die 3ugenden 1ungfrawen / &ie ,2gde Werk und 3hat" wem wiltu dich vertrauenA ?B. 1ie 'eheim+e :!ssi'keit. Wer keines &ings 0u viel in sich 7flegt ein0usauffen" Auch Gotts F =versteh mich recht> den mu' ich m2ssig tauffen. ?J. -riedreich heist Gottes ,ohn. 5enn mich nicht ,eraphin nicht 5heru+in / nicht 3hron9 1ch wil der 4riedreich se8n" denn so heist Gottes )ohn. ?F. G tt wil vollkommne ha+en. Entwachse dir mein Kind" wiltu 0u G(tt hienein9 )o mustu vor ein ,ann vollkomnes Alters se8n. ?%. Auß Tu'end w!chst der -riede. 4ried ist der 3ugendlohn / ;hr end und 6nterhalt / 1hr Band und )eeligkeit" ohn ;hn 0erst2ubt sie bald. ?K. 1er #nnerliche -riede. 1n sich mit G(tt und ,ensch befriedigt se8n und Ein / &as mu' be8 gutter 3rew / 4ried .ber 4riede se8nD IL. 1er Göttliche -riede. AchD wer in G(tt sein End und seinen )abbat kommen / &er ist inn 4rieden selbst <erformbt und aufgenommen. I$. 1ie 3ierfache .+erwindun'.

F denotatur hic gula )*ititualis.

,it listigkeit / Gedult / Gehorsam / ,2ssigkeit / Erh2ltstu wieder dich / G(tt / Welt / und 4eind den )treit. I . )erusalem li't mitten. Wer in der mitten ligt / und lacht 0u )*ott und Hohn9 &er ist 1erusalem de' K-nigs )tadt und 3hron. I?. 1ie ,anfften sind die *!mmer. Wen weder G(tt noch 4eind bringt au' der )anfften (rden / &er ist nu gant0 ein +amb im +amme 1Esu worden. II. 3erachtet se6n +rin't 2onne. <erlacht / <erlassen stehn / viel le8den in der @eit / 5ichts haben / k-nnen / se8n / ist meine Herrlichkeit. IB. 1ie G ttheit ist meine :utter. Au' G(tt bin ich gebohrn" ists ohne deutele89 )o frage mich nur nicht wer meine ,utter se8. IJ. 2as der Teufel hört. &er 3eufel h-ret nichts / als &onnern / *oltern / krachen" &rumb kanstu ;hn mit +ust durch )anfftmuth th-richt machen. IF. 1u kanst dem -eind ver'e+en. Entbrenne doch mein Kind / und se8 ein +icht in G(tt" )o bistu Belials Gifft / 4instern.' / und 3od. I%. 1ie ,tille 'leicht dem &w'en nicht. 5ichts ist dem 5ichts so gleich als Einsamkeit und )tille" &e'wegen wil sie auch / so er was wil / mein Wille. IK. 1er Teuffel sicht kein *icht. ,ensch wikle dich in G(tt / verbirg dich in sein +iecht" 1ch schwehre dir be8m 1ah / der 3eufel sicht dich nicht. BL. 1ie ,anfftmuth $ei't es an. Kan ich an deiner 3h.r vergoldet (elholt0 kennen. )o wil ich dich de' Bliks den 3em*el Gottes nennen. B$. &s muß von G tt herkommen. )ol meine +am*e +icht und lautre )trahlen schissen / )o mu' das (el au' dir mein liebster 1Esu fliessen. B . 1ie höchste +enedeiun'. Kein ,ensch hat ;emahls G(tt so hoch gebenede8t / Als der 1hm / da' er ;hn 0um )ohn gebiehrt / verleiht. B?. :it me6den muß man streiten. Hastu verworffenheit / verachten / meiden / fliehn / )o kanstu thurstiglich mit G(tt 0u 4elde 0iehn. BI. 1as ,eraphinische *e+en.

Au' +iebe gehn und stehn / +ieb 2thmen / reden / singen" Heist seine +ebens0eit wie )era*him verbringen. BB. -.nff ,taffeln sind in G tt. 4.nff )taffeln sind in G(tt" Knecht / 4reund / )ohn / Braut / Gemahl" Wer weiter kombt % / verwird / und wei' nichts mehr von @ahl. BJ. Nichts 4nreins kom+t f.r G tt. Ach ,ensch werdG .berformt" f.rwahr du must so fein 4.r G(ttes Angesicht / als !hristi )eele se8n. BF. 1u auch must f.r )hn ,ter+en. &e' HErren !hristi 3od hilfft dich nicht eh mein !hrist / Bi' auch du selbst f.r 1hn in 1hm gestorben bist. B%. 1ie &wi'keit. 1m fall dich l2nger d.nkt die Ewigkeit als @eit" )o redestu von 7e8n und nicht von )eeligkeit.

Drittes Buch Geistreicher Sinn- und Schluß-Reime.
$. Auf die /rippe )&su. &i' Holt0 ist k-stlicher als ,alomonis 3hron9 Weil drein geleget wird der wahre G(ttes )ohn. . 4+er den ,tall. Ach 7ilger kehr hier ein / der )tall 0u Betthlehem 1st besser als die Burg und )tadt 1erusalem. &u Herbergest hier wol" weil sich das Ewge Kind / ,it seiner 1ungfrau Braut und ,utter hier befindt. ?. An die )un'frau :A7KA. )ag an / ( werhte 4rau / hat dich nicht au'erkohrn &ie &emut / da' du G(tt em*fangen und gebohrnA )ag / obs was anders istA &amit auch ich auf Erden Kan eine ,agd und Braut und ,utter Gottes werden. I. &in ,eufft$er. ,an legte G(tt aufs )troh / als Er ein ,ensch ward / hin" Ach da' ich nicht das Heu und )troh gewesen binD B. An den Gelehrten. &u gr.belst in der )chrifft / und meinst mit Kl.gele8 @u finden G(ttes )ohn" Ach mache dich doch fre8 <on diser )ucht / und komm inn )tall ;hn selbst 0u k.ssen. )o wirstu bald der Krafft de' wehrten Kinds geniessen.

% annihilaturE N sei*so diffluitE deficit Mc. sc" moraliter.

J. 1ie G ttes 'ew.rdi'te &infalt. &enkt doch / was &emut istD seht doch was Einfalt kanD &ie Hirten schauen G(tt am allerersten an. &er siht G(tt nimmermehr / noch dort noch hier auf Erden / &er nicht gant0 ;nniglich begehrt ein Hirt 0u werden. F. 1as wohl+ethaute <eu. Kein <ieh hat besser Heu / weil Gra' w2chst / ;e genossenD Als was mein 1esulein der 2rmste hat begossen ,it seiner A.glein thau" 1ch d2chte mich / allein &urch diese Kost gerecht und Ewig satt 0u se8n. %. 1ie seeli'e Nachtstille. ,erk / in der stillen 5acht wird G(tt ein Kind gebohrn / 6nd widerumb erset0t was Adam hat verlohrn" 1st deine )eele still und dem Gesch-*ffe 5acht / )o wird G(tt in dir ,ensch / und alles wiederbracht. K. An die <irten. Gieb Antwort liebes <olk / was hastu doch gesungen Als du inn )tall eingingst mit den erbebten @ungen / 6nd G(tt ein Kind gesehnA &a' auch mein 1esulein ,it einem Hirten +ied von mir ge*reist kan se8n. $L. 1as 4nerhörte 2under. )chaut doch ;hr lieben schaut / die 1ungfrau s2ugt ein Kind / <on welchem ich und sie / und ;hr / ges2uget sind. $$. 1er ein'emenschte G tt. G(tt trinkt der ,enschheit ,ilch / l2st seiner G(ttheit Wein" Wie soltG er dann numehr nicht gar durchmenschet se8nA $ . &s tr!'t und wird 'etra'en. &as 2ort das alles tr2gt / auch selbsten Gott den Alten / ,u' hier ein 1ungfr2ulein mit ihren 2rmlein halten. $?. )ch die 4rsach. )ag allerliebstes Kind / bin ichs umb den du weinstA Ach ;a du sihst mich an" ich bins wol den du meinst. $I. /.ssun's ;e'ierde. Ach la' mich doch mein Kind mein Gott an deinen 4.ssen / 5ur einen Augenblik das minste Br.nklein k.ssen. 1ch wei' werdG ich von &ir nur blo' ber.hret se8n / &a' straks verschwinden wird / meinG / und auch deine 7ein. $B. 1er +este *o+'esan'. )ingt singt ;hr Engel singt" mit hundert tausend @ungen Wird dieses wehrte Kind nicht w.rdiglich besungen. Ach m-chtG ich ohne @ung / und ohne )timme se8nD 1ch wei' ich s2ngG ihm straks das liebste +iedelein.

$J. &r mir / ich )hm. Wi't / G(tt wird mir ein Kind / ligt in der 1ungfrau )cho' / &a' ich ;hm werde G(tt / und wachs ;hm gleich und gro'. $F. Am N!chsten am +esten. ,ensch werde G(tt verwandt au' Wasser / Blutt und Geist / Auf da' du G(tt in G(tt au' G(tt durch G(tte se8st. Wer ;hn 6mbhalsen wil / mu' ;hm nicht nur allein Befreundet / sondern gar sein Kind und ,utter se8n. $%. 1ie +ewe'lichste :usica. ( seht / das liebe Kind wie es so s.sse weintD &a' alle )t-sserlein Hert0-grund-beweglich seind. +a' doch mein Ach und ( in deins vermengt erschallenD &a' es f.r allem thon G(tt k-nne Wolgefallen. $K. 1ie seeli'e 4+erDformun'. 1ch rathe dir <erformt ins )&sulein 0u werden / Weil du begehrst 0u se8n erl-set vonn Beschwerden. Wem )&sus helffen sol / vom 3eufel / 3od und 7ein" &er mu' Warhafftig auch gant0 einge1eset se8n. L. G TTD:ensch. 1e denkt doch G(tt wird ich / und kombt ins Elend her / Auf da' ich komm ins :eich / und m-ge werden ErD $. G tt ist ein /ind / warum+. &er Ewge G(ttes)ohn wird heut erst Kind genennt / &a Er doch tausend 1ahr den <atter schon gekennt9 WarumbA Er war nie Kind. &ie ,utter machts allein &a' Er warhafftiglich kan Kind gegr.sset se8n. . 1as 'röste 2under. ( Wunder G(ttes )ohn ist ewiglich gewesen / 6nd seine ,utter ist doch heut erst sein genesenD ?. 1ie Geistliche :utter G ttes. ,arien &emut wird von G(tt so werth gesch2t0t / &a' Er auch selbst ;hr Kind 0u se8n sich hoch erg-t0t" Bistu dem.ttiglich wie eine 1ungfrau rein9 )o wird G(tt bald dein Kind / du seine ,utter se8n. I. An das /indlein )&su. Wie sol ich &ich mein Kind die kleine +iebe 5ennen / &ieweil wir deine ,acht unendlich gro' erkennenA 6nd gleichwol bistu kleinD ich s*rech dann gro' und klein / Kind / <atter / G(tt und ,ensch / ( +iebG erbarm dich mein. B. &in /ind se6n ist am +esten. Weil man nunmehr G(tt selbst den gr-sten kleine findt / )o ist mein gr-ster Wuntsch 0u werden wie ein Kind.

J. 1er :ensch das w.rdi'ste. G(tt weil Er wird ein ,ensch / 0eugt mir da' ich allein 1hm mehr und wehrter bin als alle Geister se8n. F. 1er Nahme )&sus. &er s.sse 1Esus 5ahmG ist H-nig auf der @ung9 #m (hr ein Brautgesang / im Hert0 ein 4reudens*rung. %. 1er /reiß im =uncte. Als G(tt verborgen lag in eines ,2gdleins )cho' / &a war es / da der 7unct den Krei' in sich beschlo'. K. 1as Grosse im /leinen. &u s*richst / das Grosse kan nicht in dem Kleinen se8n / &en Himmel schleust man nicht ins Erdenst.*ffchen ein. Komb schau der 1ungfraun Kind9 so sihstu in der Wiegen / &en Himmel und die ErdG / und hundert Welte liegen. ?L. Auf die /rippe )&su. Hier liegt das wehrte Kind / der 1ungfrau erste Blum / &er Engel 4reud und +ust / der ,enschen 7rei' und :uhm. )ol Er dein He8land se8n / und dich 0u G(tt erheben / )o mustu nicht sehr weit von seiner Kri**e leben. ?$. 1ein <ert$ wanns leer / ist +esser. Ach elendD 6nser G(tt mu' in dem )talle se8nD :2um au' mein Kind dein Hert0 / und giebs 1hm e8lends ein. ? . 1er <immel wird $ur &rden. &er Himmel senket sich / er kombt und wird 0ur Erden" Wann steigt die ErdG em*or / und wird 0um Himmel werdenA ??. 2ann G tt empfan'en wird. Als dann em*f2hstu G(tt / wann seines Geistes g.tte / Beschattet seine ,agd die 1ungfrau dein Gem.tte. ?I. Auf das 5reut$ unsers &rlösers. Gewi' ist dieser Baum vom +ebens Baum geh2gt / Weil er solchG edle 4rucht das +eben selber tr2gt. ?B. 1as allers.sseste. ).' ist der H-nigse8m / s.' ist der :ebenmost / ).' ist das Himmelbrod der 1srelitten kost" ).' ist was ,eraphin von anbegin em*funden / 5och s.sser ist HErr !hrist das s.sse deiner Wunden. ?J. 1ie .+ertreffliche *ie+e. Gant0 unbegreiflich ist die +iebG au' der sich G(tt 1n eines ,2gdlein )cho' 0um Br2utgam mir entboth. &och gleichet diesem nichts da' er auch +eib und +eben / Am !reut0e wie ein )chelm f.r mich hat hin gegeben.

?F. 1er verlie+te G tt. G(tt liebet mich allein / nach mir ist 1hm so bange / &a' Er auch stirbt f.r Angst / weil ich 1hm nicht anhange. ?%. 1ie he6lsame 2unde. &ie Wunde die mein G(tt f.r mich ins Hert0 em*f2ngt / <erursacht / da' Er mir sein Blut und Wasser schenkt" 3rink ich mich dessen <oll / so haben meine Wunden / 1hr wahres Balsam-l / und besten Heiltrank funden. ?K. 1er +este ,tand unter dem 5reut$e. &as Blutt das unserm HE::5 au' seiner Wunden fleust / 1st seiner liebe 3hau damit Er un' begeust" Wiltu befeuchtet se8n / und 6nverwelklich bl.hen / )o mustu nicht einmal von seinem !reut0e fliehen. IL. Ans 5reut$e 5hristi. )chau deine ).nden sinds die 5hristum unsern Gott )o unbarmhert0iglich verdammen bi' inn 3od. 1edoch ver0weiffle nicht9 bistu nur ,agdalen / )o kanstu seeliglich be8 seinem !reut0e stehn. I$. An den 5reut$fliehenden. Ach Kind ists dir denn auch 0ur @eit noch nicht bewust &a' man nicht ;mmer liegt an unsers HErren BrustA Wen Er am liebsten hat / der mu' in !reut0 und 7ein / 1n ,arter / Angst und 3od der 52chste be8 ihm se8n. I . An den ,.nder. Wach auf du todter !hrist / )chau unser 7elican / )*rengt dich mit seinem Blutt und Hert0enwasser an. Em*f2ngstu dieses recht mit aufgethanem ,und / )o bistu Augenbliks +ebendig und Gesund. I?. 1as ster *am+. &er 1uden (ster +amb war 4leisch und Blutt vonn 3hieren" 6nd dennoch konte sie der W.rger nicht ber.hren" EssG ich mein (ster +amb / und 0eichne mich mit Blut / &as sein verwundter +eib f.r mich vergissen thut" )o essG ich meinen HErrn / G(tt / Bruder / Br2utgam / B.rgen" Wer ist dann nu der mich kan schlagen und erw.rgenA II. Auf das Gra+ )&su. Hier ligt der welcher ist / und war / eh Er geworden" Ein Held / der seinen 4eind mit +e8den kan ermorden. Wiltu ihm werden gleich / und 6berwinder se8n / )o le8d / meid / fleuch und stirb / in Wolust und in 7ein. Weistu nicht wer Er istA so merke diese &re8 / &a' er ein ,ensch und G(tt / und dein Erl-ser se8. IB. Gra+schrifft der <. :echtildis.

Hier ligt die 1ungfrau Gotts / die bl.hende :echtildE ,it der er offt sein Hert0 gek.hlt hat und gestillt. IJ. &ine andere. Hier liget G(ttes Braut ,echtild das liebe Kind / 1n welches <ater / )ohn / und Geist verlibet sind. IF. Auf den Gra+stein ,. -rancisci. Hier ligt ein ,eraphin / mich wundert wie der )tein / Be8 solchem 4lammen-4eur noch gant0 kan blieben se8nD I%. 1er eini'e Ta'. &re8 3age wei' ich nur9 als gestern / heut / und morgen" Wenn aber gestern wird ins heut und 5un verborgen / 6nd morgen au'gel-scht" so leb ich ;enen 3ag / &en ich / noch eh ich ward / in G(tt 0u leben *flag. IK. Gra+schrifft deß Gerechten. Hier ist ein ,ann gelegt der st2ts im &urste lebte / 6nd nach Gerechtigkeit be8 3ag und 5achte strebte / 6nd nie ges2ttigt ward. 5un ist ihm Allbereit / )ein &urst gestillt mit G(tt der s.ssen Ewigkeit. BL. 1as Grosse im /leinen. ,ein Gott wie mag das se8nA mein Geist die nichtigkeit / )ehnt 0uverschlingen dich den :aum der EwigkeitD B$. ;raut und ;r!uti'am. Ein Br2utgam se8n ist viel" noch mehr der Braut genissen / 6nd ;hren s.ssen ,und mit Hert0er-+iebe k.ssen" 1ch aber liebe mehr die Hoch0eit / da ich Braut G(tt meinem Br2utigam werdG innig eingetraut. B . Gra+schrifft der <. )un'frauen Gertrudis. Glaub hier in diesem Grab ligt nur ein blosser schein / Es kan Gertrudis nicht wie man vermeinet se8n. Wo sie nicht soltG ;hr Grab im Hert0en 1Esu haben / )o muste 1Esus se8n au' ;hrem ausgegraben. B?. 2as G tt am lie+sten ist 5ichts ist das G(tt so sehr als eine 1ungfrau liebt / &a' er auch ;hr sich selbst 0ur 4rucht und Kind ergiebt" Wilstu sein liebstes se8n noch hier auf dieser Erden / )o darffstu anders nichts als seine 1ungfrau werden. BI. Auf das ;ildnuß deß kleinen )ohannes mit dem )&sus /indlein. &ie grosse +ieblichkeit / mit welcher G(ttes Kind / 1ohannes / und das +amb allhier gemahlet sind / ,acht da' ich ;nniglich begehre gant0 0use8n / 1ohannes / oder ;a ein lautres +2mmelein. BB. An den ,.nder.

( ).nder wann du wol bed2chst das kurt0e 5un / 6nd dann die Ewigkeit / du w.rdst nichts b-ses thun. BJ. 3on dem G tts+e'ieri'en. &em G(ttsbegierigen wird dieser 7unct der @eit <iel l2nger als das se8n der gant0en Ewigkeit. BF. 1es 5hristen /rie'ensDArt. Gew-hne dich mein Kind auf !hristi Art 0u kriegen / )o wirstu deinen 4eind gar :itterlich besiegen" Wie daA mit +iebe streit / mit )anfftmut und Geduld Weich seinen streichen au' / und se8 ;hm gerne Huld. B%. &s muß 'estritten se6n. 4reund wer den Himmel nicht erobert und best.rmt / &er ist nicht wehrt da' ;hn sein (berster beschirmt. BK. 1ie *ie+e $win'et G tt. &as Himmelreich wird leicht erobert / und sein +eben" Belagre G(tt mit +ieb" Er mu' dirs .bergeben. JL. :a#est!t mit *ie+e. W2rs wahr da' ,a;est2t nicht k-nte stehn mit +iebe9 )o sage mir wie G(tt ein Ewger K-nig bliebeA J$. 1ie 1emut macht +estehn. ,ensch .berheb dich nicht / die &emut ist dir noth" Ein 3hurn ohn rechten Grund f2llt von sich selbst inn Koth. J . 3on ,. *aurentius. <erwundere dich nicht da' mitten auff der Glutt )t. +aurent0 seinen ,und so unver0agt auffthut" &ie 4lamme die ;hm hat in ;hm sein Hert0 ent0.ndt / ,acht da' er 2userlich das Kohl-4eur nicht em*findt. J?. An die <. 5lara. Wer dich genennet hat / hat dir den 5ahmen geben / &en du mit Wahrheit hast / hier und in ;enem +eben. JI. An ,. Au'ustin. &ie weil dein Hert0 nach G(tt so lodert Au'ustinE 5ennt man dich billicher hinf.hro ,eraphin. JB. 3on :aria :a'dalena. &ie 3hr2nen welche du be8 unsers <&rren 4.ssen &ie nasse ,agdalen so heuffig sihst vergissen / )eind ;hr 0erschmolt0nes Hert0" di' kr2nket sie allein / &a' nicht ;hr )eel und +eib gant0 sollen 3hr2nen se8n. JJ. 3on der Allerseeli'sten )un'frauen. &er 1ungfr2uliche +eib / der unser Himmelbrodt 1n sich beschlossen hilt / ist warlich nicht mehr 3odt.

Es fault kein !ederbaum" so w2rG es auch nicht fein / Wann ausserm 3em*el G(tts seinG Arche solte se8n. JF. An ,anct ;ernhard. Bernhard weil mit dem ,und dein Hert0 stimmt .berein / )o kan es anders nichts als lauter )&sus se8n. J%. 1ie ,eeli'keit. Was ist die )eeligkeitA Ein 0uflu' aller 4reuden9 Ein st2tes anschaun Gotts9 Ein lieben ohn <erdru'9 Ein +eben ohne 3od9 Ein s.sser )&sus-Ku'" 5icht einen Augenblik vom Br2utigam se8n gescheiden. JK. 1eß heili'en 7eichthum+. )e8 arm / der He8lige hat nichts in dieser @eit / Als was er ungern hat / den +eib der )terblichkeit. FL. G tt der fre6'e+i'ste. G(tt gibt sich ohne ma'" 1e mehr man ;hn begehrt / 1e mehr und mehr Er sich erbietet und gewehrt. F$. )rrdischer ,eraphin. &u bist ein )era*hin noch hier auf dieser Erden" Wo du dein Hert0e l2st 0u lauter +iebe werden. F . &wi'es *e+en in der Zeit. Wer G(tt in allem 3hun von Hert0en +oben kan / &er hebt schon in der @eit das Ewge leben an. F?. 3on ,. ;artholomi. )ag ob auch ;emand ist / der mehr verlassen kan / Als ,. ;artholomL 0ur +e8dens0eit gethanA &ie andern liessen 0war dem Herrn 0u Ehrn ;hr +eben" Er aber hat auch noch die Haut dar0u gegeben. FI. 1er -rommen und ;ösen &i'enthum. &ie 4romen haben gar nichts Eignes in der Welt / 6nd die Gottlosen nichts im Ewgen Himmels @elt. FB. 1as köstlichste Gra+. Kein Grab ist k-stlicher bi' heute 0u gewesen / Als was von *a$ari de' armen wird gelesen" 6nd doch verlangG ichs nicht" ich w.nsche mir allein 1n meines He8lands )cho' tief einversenkt 0u se8n. FJ. 1ie ,eel ist G ttes +ild. &as Bildn.' G(ttes ist der )eelen einge*r2gt / Wol dem der solche ,.nt0G in reiner +einwand tr2gt. FF. 1er 7oseno+el. Wie 3h-richt ist der ,ensch / der Gold f.r G(tt erkiest" 6nd wei' da' seine )eel ein :osenobel ist.

F%. 1ie Geistliche ,ulamith. G(tt ist mein ,alomonE ich seine ,ulamithE Wenn ich ;hn hert0lich +iebG / und Er sich mir entbiet. FK. 1ie 'eistliche <och$eit. &ie Braut ist meine )eel9 der Br2utgam G(ttes-)ohn9 &er 7riester Gottes Geist / und seiner Gottheit 3hron 1st der <erm2hlungs(rt" der Wein der mich macht trunken / 1st meines Br2utgams Blutt / die )*eisen all0umal )ind sein <erg-ttet 4leisch / die Kammer und der )aal / 6ndGs BettG/ istGs <atters )cho' / in der wir seind versunken. %L. G tt kan nicht alls Allein. G(tt der die Welt gemacht und wider kan 0unichten" Kan nicht ohn meinen willn die 5eugeburth ausrichten. %$. 1er +este 2ucherer. &em Wuchrer fall ich be8 der ;hm sovil erlauffen / &a' er ;hm kan ein Gutt im Himmelreich erkauffen. % . &in #eders von dem seinen. &er )chiffmann redt vom ,eer / der 12ger von den Hunden / &er Geit0ige von Gold / und ein )oldat von Wunden" ,ir weil ich bin <erliebt / wil anders nichts geb.hrn / Als G(tt und seine +ieb im ,unde st2tts 0uf.hrn. %?. 1er 'röste Titel. Wer meiner )eele wil den gr-sten 3itel geben / &er nenn sie G(ttes Braut / sein Hert0e / )chat0 und +eben. %I. 3on den 7osen. &ie :osen seh ich gern" denn sie sind wei' und roth / 6nd voller &ornen / wie mein Blutt-Br2utgam mein G(tt. %B. 1u solt se6n 2eiß und 7oth. <on Hert0en w.nsch ich mir ein Hert0e / HErr mein G(tt / 1n deiner 6nschuld wei' / von deinem Blutte roth. %J. Auch untern 1ornen +l.hen. !hrist / so du 6nverwelkt in +e8den !reut0 und 7ein / Wie eine :ose bl.hst / wie seelig wirstu se8nD %F. 1ich auffthun wie die 7ose. &ein Hert0 em*f2het G(tt mit alle seinem Gutt / Wann es sich gegen ;hm wie eine :osG aufthut. %%. &s muß Gecreut$i't se6n. 4reund wer in ;ener Welt wil lauter :osen brechen / &en m.ssen vor allhier die &ornen gnugsam stechen. %K. 1ie ,chönheit.

&ie )ch-nheit liebG ich sehr" doch nenn ich sie kaum sch-n / 1m fallG ich sie nicht st2tts sehG untern &ornen stehn. KL. )et$t mustu +l.hen. Bl.h auf gefrorner !hrist / der ,28 ist f.r der 3h.r" &u bleibest ewig 3odt / bl.hstu nicht ;et0t und hier. K$. 1ie 'eheim+e 7ose. &ie :osG ist meine )eel / der &orn de' 4leischeslust / &er 4r.hling Gottes gunst / sein @orn ist K2lt und 4rost" 1hr bl.hn ist guttes thun / den &orn ;hr 4leisch nicht achten / ,it 3ugenden sich 0iehrn / und nach dem Himmel trachten" 5immt sie die @eit wol wahr / und bl.ht weils 4r.hling ist / )o wird sie ewiglich f.r G(ttes :osG erkiest. K . 1as edleste und schnödeste. 5ichts Edlers ist nach G(tt als meine )eel allein" Wendt sie sich von ;hm ab / so kan nichts schn-ders se8n. K?. 1as 'röste <eili'thum. Kein gr-sser Heiligthum kan man auf Erden finden / Als einen keuschen +eib mit einer )eel ohn ).nden. KI. 1as wehrteste. Kein ding ist auf der Welt so hoch und wehrt 0uachten / Als ,enschen die mit flei' nach keiner Hochheit trachten. KB. 1as ,ch!dlichste. &ie ).nde weil sie G(tt er0-rnt / und dich verlet0t / Wird billich sch2dlicher als ,atan selbst gesch2t0t. KJ. An den ,.nder. &er reichste 3euffel hat nicht einen Kieselstein" &u bist des 2rmbsten ,clav" kan auch was 2rmers se8nA KF. 1ie 'l.kseeli'e ,.nden. Gl.kseelig *rei' ich dich und alle deine ).nden / Wo sie nur endlich das / was ,agdalene finden. 9A. ,ich nicht verstellen ist nicht s.ndi'en. Was ist nicht s.ndigenA du darffst nicht lange fragen" Geh hin / es werdens dir die stummen Blumen sagen. KK. &in reines <ert$ schaut G tt. &er Adler siht getrost grad in die )onn hinein" 6nd du inn Ewgen blit0 / im fall dein Hert0 ist rein. $LL. 1ie ,anfftmut +esit$t das &rdreich. &u strebst so embsiglich nach einem 4leklein Erden" &urch )anfftmut k-ntestu der gant0en Erbherr werden. $L$. 1as le+endi'e Todten'ra+.

,ensch ist dein Antlit0 sch-n / und deine )eele bleich / )o bistu lebendig den 3odtengr2bern gleich. $L . 1er 2e' $um ,chöpffer. &u armer sterblicher / ach bleib doch nicht so kleben / Ann 4arben dieser Welt / und ;hrem schn-den +eben" &ie )ch-nheit de' gesch-*ffs ist nur ein blosser steg / &er un' 0um )ch-*ffer selbst / dem sch-nsten 0eigt den Weg. $L?. Gerechti'keit macht ,eeli'. Wer seelig werden wil / der mu' mit weisser )eiden / )o 0ierlich als er kan / sein +eib und )eel bekleiden. $LI. Gra+schrifft einer heili'en ,eelen. Hier ligt die grosse Braut / der ,enschheit !hristi +ohn / &er G(ttheit Ehr und :uhm / de' heilgen Geistes 3hron. $LB. 2ie man G ttes <uld erlan't. 1m munde H-nigseim / im Hert0en trage Gold / 1nn Augen lautres +icht / so wird dir !hristus hold. $LJ. An den ,.nder. Ach ).nder traue nicht / weil du die ,agdalen Befridigt und getrost von unsrem HErrn sihst gehn" &u bist ihr noch nicht gleich" wiltu de' 3rosts geniessen / )o lege dich 0uvor wie sie 0u seinen 4.ssen. $LF. &in un+eflekter :ensch ist .+er die &n'el. Ein Engel se8n ist viel9 5och mehr ein ,ensch auf Erden / 6nd nicht mit ;hrem wust und Koth besudelt werden. $L%. 1er 3olkomne ist nie frölich. ,ensch / ein <olkomner !hrist hat niemals rechte freud Auf diser Welt" warumbA Er stirbet alle0eit. $LK. 1er *ei+ ist &hren werth. Halt deinen +eib in Ehrn / er ist ein edler )chrein / 1n dem das Bildn.' G(tts sol aufbehalten se8n. $$L. 1er ,eeli'e ,.nder. Kein ).nder ist so wol und seelig ;e gestorben / Als der de' HErren gunst wie ,agdalen erworben. $$$. 1as :enschliche <ert$e. G(tt / 3euffel / Welt / und alls wil in mein Hert0 hinein" Es mu' ;a wunder sch-n und grosses Adels se8nD $$ . 1as <ert$ ist unermeßlich. Ein Hert0e welches sich vergn.gt mit ort und @eit / Erkennet warlich nicht seinG unerm2'lichkeit. $$?. 1er Tempel G ttes.

1ch bin der 3em*el G(tts / und meines Hert0ens schrein 1sts allerheiligste / wann er ist leer und rein. $$I. 1ie 4+erformun'. &ann wird das 3hier ein ,ensch / der ,ensch ein Englisch wesen / 6nd dieses G(tt / wann wir <ollk-mmlich se8nd genesen. $$B. 1u must $uvor das se6n. ,ensch sol G(tt und sein +amm dein Ewger 3em*el se8n / )o mustu ;hm 0uvor dein Hert0 0u einem weihn. $$J. 1er 'eistliche pffer$eu'. ,ein Hert0 ist ein Altar / mein willG ists (*ffer-Gutt / &er 7rister meine )eel / die +iebe 4eur und Glutt. $$F. 1er &kstein ist das +este. &en Goldstein suchet man / und l2st den Ekkestein / &urch den man ewig reich / gesund / und klug kan se8nD $$%. 1er weisen ,tein ist in dir. ,ensch geh nur in dich selbst. &enn nach dem )tein der weisen / &arf man nicht allererst in frembde +ande reisen. $$K. 1er &kstein macht was ewi' wehrt. &er Goldstein machet Gold das mit der Welt vergeht" &er Ekstein einen Bau der ewiglich besteht. $ L. 1ie +este Tin'irun'. &en halt ich im 3ingirn f.r ,eister und bewehrt / &er G(tt 0u +ieb sein Hert0 ins feinste Gold verkehrt. $ $. Wir ha+ens +esser als die &n'el. &en Engeln geht es wol9 noch besser uns auff Erden" &enn keiner ;hrs Geschlechts kan G(tts Gemahlin werden. $ . 1as 'röste 2underwerk. Kein gr-sser Wunderwerk hat man noch nie gefunden" Als da' sich G(tt mit Koth =dem ,enschen> hat verbunden. $ ?. G tt 'eht doch etwas a+. ,an sagt / G(tt mangelt nichts / Er darff nicht unsrer gaben" 1sts wahr / was wil Er dann mein armes Hert0e habenA $ I. 1ie 'eistliche 1rachenst.rt$un'. Wann du au' dir <er;agst die ).nd und ;hr get.mmel / )o wirfft ,t. :ichael den &rachen au' dem Himmel. $ B. 1ie <offart und 1emut. &ie Hoffart wird gehast / die &emut wird geliebt" 6nd doch ist kaum ein ,ensch der sie f.r ;ener .bt. $ J. 1er 2e' $ur <eili'keit.

&er allern2chste Weg 0ur wahren Heiligkeit / 1st &emut auf dem 7fad der keuschen :einigkeit. $ F. 1er &w'e ,a++ath in der Zeit. Ein ,ensch der sich in sich in G(tt versamblen kan / &er hebt schon in der @eit den Ewgen )abbath an. $ %. ,ich sel+st re'iern ist /öni'lich. Ein ,ensch der seine Kr2fftG und )inne kan regiern9 &er mag mit guttem recht den K-nigs 3itel f.hrn. $ K. 1er 'rade 2e' $um *e+en. Wann du wilt grades Wegs ins Ewge +eben gehn / )o la' die Welt und dich 0ur linken )eiten stehn. $?L. 1er :undtrank G ttes. &er 3rank den G(tt der HErr am allerliebsten trinkt / 1st Wasser das f.r lieb au' meinen Augen dringt. $?$. 1as 'eheime /öni'reich. 1ch bin ein K-nigreich / mein Hert0 das ist der 3hron / &ie )eel ist K-nigin / der K-nig G(ttes )ohn. $? . 1as <ert$e. ,ein Hert0e weil es st2ts in G(tt ge0ogen steht / 6nd ;hn herwieder 0eucht / ist Eisen und ,agnet. $??. 3on der <. Teresa. Teresa wil sonst nichts als +e8den oder sterben" WarumbA die Braut mu' ;hr den Br2utgam so erwerben. $?I. 1er lie+ste :ensch +e6 G tt. &er allerliebste ,ensch den G(tt hat in der @eit / 1st der viel !reut0 und 7ein umb seinet willen leidt. $?B. &in <ert$ um+schlisset G tt. Gar unau'm2'lich ist der H-chste wie wir wissen" 6nd dannoch kan ;hn gant0 ein ,enschlich Hert0 umbschlissenD $?J. :ittel $ur <eili'keit. &ein Geist se8 aufges*annt / dein Hert0e leer und rein / &em.ttig deine )eel" so wirstu heilig se8n. $?F. 1ie *ie+ ist alle Tu'enden. &ie +ieb ist nie allein / wer sich mit ihr beweibt / &em wird das gant0e !hor der 1ungfern einverleibt. $?%. 1ie *ie+ ist Todt. Ach ach die +ieb ist todtD wie ist sie dann gestorbenA 4.r 4rost / weil niemand sie geacht / ist sie verdorben. $?K. 2as man sucht das findt man.

&er :eiche suchet Gold / der arme suchet G(tt" Gold find der arme ,ensch warhafftig / ;ener Koth. $IL. 1as /öni'liche *e+en. Gib deinen willen G(tt" dann wer ;hn aufgegeben / &erselbe f.hrt allein ein K-nigliches +eben. $I$. 2ir sollens G tt wider se6n. G(tt der beHu2mt sich un' / Er ist un' was wir wollen" Weh un' / wann wir ;hm auch nicht werden was wir sollen. $I . )n ,anfftmuth wohnet G tt. <ers2nfftige dein Hert0. G(tt ist in starken Winden / 1n Erdbewegungen / und 4ewer / nicht 0ufinden. $I?. 1ie *ampe muß recht +rennen. Ach 1ungfrau schm.cke dich / la' deine +am*e brennen" )onst wird der Br2utigam dich nicht f.r Braut erkennen. $II. 1ie :or'enröthI und ,eele. &ie ,orgenr-thG ist sch-n / 5och sch-ner eine )eele / &ie G(ttesstral durchleucht in ;hres +eibes H-le. $IB. G tts s.ssester Geruch. &er s.sseste Geruch der G(tt so sehr beliebt / )teigt auf vom +ob das ;hm ein reines Hert0e giebt. $IJ. 1ie :acht der ,eelen. &ie )eel ist gro' von ,acht / G(tt selbst mu' ihr gestehn / 6nd kan ;hr nimmermehr ohn ;hren Willn entgehn. $IF. G tt wil alleine se6n. <erschleu' G(tt in dein Hert0 / la' keinen andern drein / )o mu' er st2ts be8 dir und dein gefangner se8n. $I%. G tt ist mein =unct und /reiß. G(tt ist mein mittel*unct wenn ich 1hn in mich schlisse" ,ein 6mbkrei' dann / wenn ich au' +iebG in ;hn 0erflisse. $IK. 1as <och$eit /le6d ist noth. &er Himmel thut sich auf / der Br2utgam komt gegangenD ( Braut wie wiltu ;hn ohns Hoch0eit Kle8d embfangenD $BL. 1ie *ast unds )och deß <&rren. ).' ist de' HErren ;och / und sanffte seine +ast. Wol dir / wann du sie st2ts auf deinen Achseln hast. $B$. 1er <eili'e trauret nie. &er Heilige kan nie im Geist betr.bet se8n" WarumbA er lobt G(tt st2ts auch in der gr-sten 7e8n. $B . 1er <immlische auf &rden.

Wer reines Hert0ens ist / und @.chtig in Geberden / 6nd hochverliebt in G(tt / ist Himmlisch auf der Erden. $B?. 1ie /nechte -reunde und /inder. &ie Knechte f.rchten G(tt" die 4reunde lieben ;hn" &ie Kinder geben ;hm ;hr Hert0 und allen )in. $BI. 3om ,. K'natius. Wie da' K'natius von 3hieren wird 0errissenA Er ist ein Weit0enkorn" G(tt wils gemahlen wissen. $BB. 2e'weiser $ur -reuden. Ein Hert0e voller G(tt mit einem +eib voll +e8den / 3hut un' am besten kundt den Weg 0ur ewgen freuden. $BJ. 1ie *ie+ ist .+er wissen. ,it G(tt vereinigt se8n / und seinen Ku' genissen / 1st besser als viel &ing ohn seine +iebe wissen. $BF. ,. A'neten Gra+schrifft. ,. A'nes lieget hier / die 1ungfrau und die Braut / &ie keinem andern ,ann als !hristo sich vertraut. &och / nein sie ligt nicht hier" wer sie wil sehen stehn / &er mu' so nah man kan 0um +2mmlein G(ttes gehn. $B%. 1ie )un'frauschafft muß fruchten. G(tt liebt die 1ungfrauschafft umb ;hrer s.ssen 4r.chte. Alleine l2st Er sie nicht f.r sein Angesichte. $BK. 1ie lie+lichste :usic. &ie lieblichste ,usic / die G(tt den Grim benimbt / Entsteht wenn Hert0 und ,und in ;hm 0usammen stimmt. $JL. 1ie *ie+ ist ewi'. &ie Hoffnung h-ret auf. der Glaube kombt 0um schauen / &ie )*rachen redt man nicht / und alles was wir bauen / <ergehet mit der @eit9 die +iebe bleibt allein" )o last un' doch schon ;et0 auf sie befliessen se8n. $J$. 2as G tt nicht kennet. G(tt der sonst alles siht / und alles bringt ans +icht / Kennt einen losen ,ann und leere 1ungfrau nicht. $J . 1er )rrwisch. Wer ohne +iebe laufft / komt nicht ins Himmelreich" Er s*ringt bald hin bald her / ist einem 1rrwisch gleich. $J?. 1ie 'eheime 2ider'e+urt. Au' Gott wird man gebohrn / in 5hristo stirbet man" 6nd in dem heiligen Geist f2ht man 0u +eben an. $JI. 1ie *ie+I ists Glau+ens ,eele.

&er Glaub allein ist 3odt / Er kan nicht eher +eben / Bi' da' ihm seine )eel die +iebe wird gegeben. $JB. 1es G ttverlie+ten 2unsch. &re8 w.nschG ich mir 0u se8n" erleucht wie 5heru+im / Geruhig wie ein 3hron / entbrannt wie ,eraphim. $JJ. 1as 5reut$e. <or @eiten war das !reut0 die gr-ste )chmach und Hohn" 5u tr2gts der Keiser selbst auf seinem Hau*t und KronD $JF. 1er Geit$ ist manchmal 'ut. &er Geit0hal' scharrt und krat0t umb 0eitlichen Gewin" Ach da' wir un' nicht so umb ewigen bem.hnD $J%. 1ie G ttheit. &ie G(ttheit ist ein Brunn / au' ;hr kombt alles her" 6nd laufft auch wider hin / drumb ist sie auch ein ,eer. $JK. 1ie ;usse. &ie Bu' ist wie ein )trom / sie d2m*fft mit ihren Wellen &en gr-sten G(ttes @orn / und l-scht das 4eur der H-llen. $FL. 3om &wi'en +ewe'en. &u suchst mit solchem flei' das ewige bewegen / 6nd ich die Ewge ruh" woran ist mehr gelegenA $F$. &in Narr sucht vielerlei. &er weise sucht nur eins / und 0war das h-chste Gut" Ein 5arr nach vielerle8 / und kleinem streben thut. $F . 1as edleste das 'emeinste. 1e edeler ein ding / ;e mehr ist es gemein. &as s*.ret man an G(tt und seiner )onnenschein. $F?. 1as :erkmahl ist die *ie+e. ,ensch wann du wilt im <olk die 4reunde G(tts erfragen / )o schau nur welche +iebG in Hert0 und H2nden tragen. $FI. Nur G tt se6 dein warum+. 5icht du / noch 4reund / noch 4eind / nur G(ttes Ehr allein / )ol eint0ig dein warumb / und end-ursache se8n. $FB. 2as G tt von &wi'keit 'ethan. Was that G(tt vor der @eit in seinem Ewgen thronA Er liebete sich selbst / und 0eugte seinen )ohn. $FJ. &ins muß verlassen se6n. ,ensch anderst kans nicht se8n" du mustGs Gesch-*ffe lassen / Wo du den )ch-*ffer selbst ged2nkest 0u umbfassen. $FF. 1ie lan'e :arter.

Es ist den ,2rt8rern gar herrlich wol gelungen / &a' sie durch kurt0en 3od 0u G(tt sind eingedrungen" Wir werden fort und fort die gant0e +ebens0eit Gemartert" 6nd von wemA von der begierlichkeit. $F%. 2er reich im <&rrn / den *ie+ ich 'ern. &en armen bin ich huld" doch lieb ich mehr die reichen / &ie keinem 4.rstenthumb im Himmel d.rffen weichen. $FK. 3om *ie+en. &ie +iebe diser Welt die endt sich mit betr.ben" &rumb sol mein Hert0 allein die Ewge )ch-nheit lieben. $%L. G tt weiß #hm keinen Anfan'. &u fragst / wie lange G(tt gewest se8A umb bericht" Ach schweig" es ist so langG / Er wei' es selber nicht. $%$. Auch von G tt. G(tt ist noch nie gewest / und wird auch niemals se8n / 6nd bleibt doch nach der Welt / war auch vor ;hr allein. $% . &s muß 'estritten se6n. )treit hurtig da*ffrer ,ann / bi' du erlangst die Kron. Wer in dem )treit erligt / hat ewig )*ott und Hohn. $%?. ;eharrli'keit ist Noth. &as gr-ste das ein ,ensch bedarff 0ur seeligkeit / =Wo er im gutten steht> ist die beharrligkeit. $%I. 1u must dich noch 'edulden. ErwartG es meine )eel" das Kle8d der Herrlichkeit Wird keinem angethan in diser w.sten @eit. $%B. 1er 2eißheit Anfan' mittel und &nde. &ie 4urcht de' HErren ist der Wei'heit anbeginn / 1hr EndG ist seine +ieb / ;hr mittel kluger )inn. $%J. <aß und *ie+e. &as gutte +iebG ich hoch / dem b-sen bin ich feind" )chau ob nicht +ieb und Ha' wol be8 einander se8ndA $%F. :an solle auffs höchste +rin'en. ,ein thun geht nur dahin / da' ich noch m-g auf Erden :aria / und ihr Kind der )ohn des h-chsten werden. $%%. 1as 2ort wird noch 'e+ohrn. 4.rwahr das Ewge Wort wird heute noch gebohrn / Wo daA da wo du dich in dir hast selbst verlohrn. $%K. )ohannes an der ;rust. Ach wer 1ohannes ist / der ligt nach aller +ust 1n seines ,eisters )cho' und s.ssen )&sus BrustD

$KL. 3om ,.nder und Geiste G ttes. &er Geist de' HErrn erf.llt den gant0en Erdenkrei'" Wo ist der ).nder dann / der ;hn nicht f.hlt noch wei'A $K$. G tt lie+t man nie $uviel. Wer G(tt recht lieben wil / der thuGs ohn ma' und @iehl / Er ist so s.' und gutt / man liebt ;hn nie 0u viel. $K . 1re6 2orte sind erschröklich. &re8 Worte schr-kken mich" das 1mmer / Alle0eit / 6nd Ewig / se8n <erlohrn / <erdam*t / <ermaledeit. $K?. 1ie *ie+e ist die +este. 1ch mag mich auf der Welt in keiner Kunst so .ben / Als wie ich meinen G(tt aufs innigste sol lieben. $KI. 1ie 2eißheit ist das +este 2ei+. Begehrestu ein Weib / die *r2chtig reich und fein" )o nimb die Wei'heit9 nur sie wird dir alles se8n. $KB. 1ie 2elt ist von einer )un'frau 'emacht. <on einer 1ungfrau ist die gant0e Welt gemacht" &urch eine 1ungfrau wird sie neu und wiederbracht.
K

$KJ. 1ie 2eißheit und die *ie+e. &ie Wei'heit schauet G(tt / die +iebe k.sset 1hn" Ach da' ich nicht voll +ieb und voller Wei'heit binD $KF. 1ie 2eißheit ist G ttes 7ath. Wer die Geheimn.sse de' HErren gerne hat / &er mu' 0ur Wei'heit gehn9 sie ist geheimer :ath. $K%. Auf <offnun' s!et man. ,an wirfft das Weit0enkorn auf Hoffnung in die Erden" )o mu' das Himmelreich auch au'gestreuet werden. $KK. 1ie w.rkun' der <. 1re6falti'keit. &ie Allmacht h2lt die Welt" die Wei'heit die regiert9 &ie G.tte segnet sie" wird hier nicht G(tt ges*.rtA LL. 1er 2eise redet weni'. Ein Weiser / wann er redt was nut0et und behagt / (b es gleich wenig ist / hat viel genug gesagt. L$. G tt 'i+t 'ern 'rosse Ga+en. G(tt / weil Er gro' ist / gibt am liebsten grosse Gaben" Ach da' wir arme nur so kleine Hert0en habenD L . :an kan auch G tt verwunden.

K 1er 2eißheit.

G(tt wird von nichts verlet0t / hat nie kein +e8d em*funden" 6nd doch kan meine )eel 1hm gar das Hert0 verwunden. L?. 1er :ensch ist 'roß f.r G tt. Wie gro' sind wir gesehnD die hohen ,eraphim <erdekken sich f.r G(tt" wir d.rffen blo' 0u 1hm. LI. :an achtt das &w'e nicht. Ach wehD umb eitle +ust verschert0t man Gurt und Blutt" 6nd umb die Ewige fast niemand werben thutD LB. 1er allerverlie+ste der Allerheili'ste. Wer ist der heiligsteA der mehr verliebet ist" &ie +iebe machts da' man f.r heilig wird erkiest. LJ. 3om Gewissen. Ein gutt Gewissen ruht / ein b-ses beist und billt" 1st wie ein Kettenhund / der schwerlich wird gestillt. LF. 3om wissen. <iel wissen ist 0war fein" doch gibts nicht solche +ust / Als ;hm von Kindheit an nichts b-ses se8n bewust. L%. 1eß 2eisen Goldmachun'. &er Weise machet Gold / ver2ndert Ert0 und )tein / Wann er die 3ugend *flant0t / und un' macht Englisch se8n. LK. G tt ist mein <immel+rodt. 1ch habe nichts so gern in meinem ,und als Gott" Er schm2kt mir wie ich wil9 Er ist mein Himmelbrodt. $L. 1u must 'e.+et werden. 4reund habe doch geduld" wer f.r dem <&rrn sol stehn / &er mu' vor <iert0ig 1ahr in der <ersuchung gehn. $$. 1ie Gliedmassen der ,eelen. &ie )eel steht mit verstand / geht mit begierden fort / ,it Andacht redet sie / kombt mit <erharrn ann 7ort. $ . 1as 3ieh le+t nach den ,innen. Wer nach den )innen lebt / den sch2t0 ich f.r ein <ieh" Wer aber G-ttlich wird / dem beug ich meine Knie. $?. 1ie 2eißheit ist ein Mual. &ie Wei'heit ist ein /ual / ;e mehr man au' ;hr trinkt / 1e mehr und m2chtiger sie wieder treibt und s*ringt. $I. 1ie <eili'en messen G tt. Wer gr.ndt die tieffe G(ttsA wer sch2t0t wie hoch Er flammtA Wer mist 1hn lang und breitA die Heilgen allesambt. ?L

?L E*hes. ?.

$B. 1er da war / ist und kommen wird / in Apocal. &er <ater war 0uvor / der )ohn ist noch 0ur @eit / &er heilge Geist wird se8n im 3ag der Herrligkeit. $J. G tt thut es alles sel+st. G(tt ist nur alles gar9 Er stimmt die )eiten an Er singt und s*ilt in un'" wie hast dann duGs gethanA $F. G tt ist .+erall und nir'ends. &2nkt / .berall ist G(tt der grosse Kehova. 6nd ist doch weder hier / noch anderswo / noch da. $%. )m <immel ist kein :ann noch 2ei+. 1m Himmel ist kein ,ann noch Weib / was dann 0uschauenA 1ungfr2ulichG Engel sinds / und Englische 1ungfrauen. $K. 2er viel verl!st / empf!ht viel. +a' alles was du hast / auf da' du alles nimst / <erschm2h die Welt / da' du sie Hundertfach bek-mst. L. 1er ,eelen höchster ,tand. 5iemand hat seinen )tand so hoch und gro' gemacht / Als eine )eel die ;hr Gem.th in :uh gebracht. $. 1er ;öse kan nicht ruhen. ( wunderD Alles laufft da' es 0ur ruh gelangeD 6nd einem b-sen ,ann ist be8 derselben bangeD . 1eß <immels und der <ölln 'eschre6. 1m Himmel rufft man st2ts D,anna in der h-h" 6nd in der H-llen nichts als 1ammer Ach und WehD 99H. 1ein 2ille kan dir helffen. <er0age nicht mein Kind / hastu nur gutten Willen / )o wird sich endlich wol dein 6ngewitter stillen. I. 1ie )un'frau muß auch :utter se6n. &ie 1ungfrauschafft ist wehrt" doch mu' sie ,utter werden" )onst ist sie wie ein 7lan von 6nbefruchter Erden. B. ;ed!nk das k.nffti'e. Be8 G(tt ist Ewge +ust / be8m 3eufel Ewge 7e8n" Ach ).nder d2nke doch be8 welchem du wirst se8n. J. Allein und nicht Allein. 1ch fliehe 0war das <olk / bin aber nie Allein" &enn wehD wie solte mir ohn meinen He8land se8nA F. 1ie dre6fache Zukunfft 5hristi. &ie @ukunfft unsres HErrn / war / ist / und wird geschehn / 1m 4leisch / im Geist / und wann man ;hn wird Herrlich sehn.

%. 1ie Au'en der ,eele. @we8 Augen hat die )eel" eins schauet in die @eit / &as andre richtet sich hin in die Ewigkeit. K. 1er <aß seiner sel+st. 1ch lieb und hasse mich / ich f.hre mit mir Kriege / 1ch brauche +ist und ,acht / da' ich mich selbst besiege" 1ch schlagG und t-dte mich / ich machG es wie ich kan &a' ich nicht ich mehr bin" rath was ich f.r ein ,annA ?L. 1er Glau+e / <offnun' / *ie+e und Andacht. &er Glaube greifft nach G(tt9 die Hoffnung nimbt ;hn wahr9 &ie +iebG umbhalset 1hn" die Andacht i't 1hn gar. ?$. 1as feinD=erlein. &er HErr vergleicht sein :eich mit einem fein-7erlein / &a' es sol wol bewahrt / und wehrt gesch2t0et se8n. ? . :iß dir doch #a nichts $u. 4reund so du etwas bist / so bleib doch ;a nicht stehn" ,an mu' au' einem +icht fort in das andre gehn. ??. 1re6 -einde deß :enschen. &re8 4einde hat der ,ensch" sich / Bel0ebub und Welt" Au' diesem wird der Erst am langsamsten gef2llt. ?I. 1ie ,eel ists theureste. 1ch halte meine )eel f.rs theurestG auf der Erden" Weil sie mit Gottesblutt erkaufft hat m.ssen werden. ?B. 1er 1re6fache Gottes /uß. &re8 )t2nde k.ssen G(33" die ,2gde falln 0un 4.ssen / &ie 1ungfern nahen sich die milde Hand 0uk.ssen / &ie Braut so gant0 und gar von seiner +ieb ist Wund / &ie liegt an seiner Brust / und k.st den H-nig ,und. ?J. 1eß Teuffels / &n'els / :enschens / und 3iehes /enn$eichen. &ie 3euffel l2stern G(tt / das <ieh das acht ;hn nicht / &ie ,enschen lieben ;hn / die Engel schaun sein +icht / )t2ts unverwendet an. Au' diesem kanstu kennen / Wen du solt Engel / ,ensch / <ieh / oder 3eufel nennen. ?F. 2er 5hristo 'leich ist. Wer ist dem HErren gleichA der seine 4einde liebt / 4.r die <erfolger bitt / und gutts umb b-ses giebt. ?%. 1ie innerliche Ge+urt Gottes. Ach freudeD G(tt wird ,ensch / und ist auch schon gebohrenD Wo daA 1n mir" Er hat 0ur ,utter mich erkohren. Wie gehet es dann 0uA :aria ist die )eel / &as Kri**elein mein Hert0 / der +eib der ist die H-l / &ie neu Gerechtigkeit sind Windeln und sind Binden"

&er 1ose*h Gottes 4urcht" &ie Kr2ffte de' Gem.tts )ind Engel die sich freun" &ie Klarheit ist ;hr Blit0" &ie keusche )innen sind die Hirten die ;hn finden. ?K. 1eutun' deß Nahmens )&sus. Kein 5ahm ist unter alln so hoch gebenedeit Als )&sus" denn Er )st &in ,chat$ voll ,eeli'keit. IL. 1ie 1re6 Geistliche 2eisen. &re8 Weisen tragen G(tt in mir dre8 Gaben an" &er +eib 0erknirschungs :6rrhn / die )eele Gold der +iebe / &er Geist den We8herauch der Andacht wie er kan" Ach da' ich ;mmerdar so dre8mal Weise bliebeD I$. 1ie 'eheime ,eelenflucht. Herodes ist der 4eind9 &er 1ose*h der <erstand / &em macht G(tt die Gefahr im 3raum =im Geist> bekandt. &ie Welt ist Bethlehem / Eg8*ten Einsamkeit" 4leuch meine )eele fleuch / sonst stirbestu f.r +e8d. I . 1ie 2under Ge+urt. ,aria ist !r8stall / ;hr )ohn ist Himmlisch +icht" &rumb dringt er gant0 durch sie / und -ffnet sie doch nicht. I?. 1ie wunderliche um+wechßlun'. )chaut wunder" G(ttes )ohn wird ;ung in lauter 4reuden / 6nd mu' mit lauter Angst von hinnen wieder scheiden" Wir kommen auff die Welt mit 3hr2nen / und vergehn ,it +achen / wo wir recht in seinem Geiste stehn. II. ,e6 niemals sicher. Ach 1ungfrau sieh dich f.r" denn wann du ,utter worden / )o suchet straks der 4eind dein Kindlein 0uermorden. IB. 1ie unerhörte 3erkehrun'. Es kehrt sich alles umb" die Burg ist in der H-le / &ie Kri**e wird ein 3hron / der 3ag kombt in der 5acht / &ie 1ungfrau bringt ein Kind" Ach ,ensch bi' auch bedacht / &a' sich verkehre wol / dein Hert0e Geist und )eele. IJ. 3on der /rippe. &ie Kri**e haltG ich nu f.r einen Kleinod-schrein / Weil 1Esus drinnen liegt / der mein !arfunkelstein. IF. 3on der )un'frawen :aria. &as Weib umbgiebt den ,ann / der 1ungfrau wird vertraut &er Held. Wie daA )ie ist das Brauttbett und auch Braut. I%. 1ie =erlen 'e+urt. &ie 7erle wird vom 3hau in einer ,uschel H-le Ge0euget und gebohrn / und di' ist bald beweist Wo duGs nicht glauben wilt" &er 3hau ist G(ttes-Geist / &ie 7erle )&sus 5hrist / die ,uschel meine )eele.

IK. 1er )ahrs ;eschluß. Es wird das alte 1ahr / das sich nu schleust / gehalten Als wanns vergangen w2rG" und di' ist wahr mein Krist / Wo du ein 5euer ,ensch in G(tt geworden bist" 1sts nicht9 so lebstu noch wahrhafftig in dem alten.

Vierdtes Buch Geistreicher Sinn- und Schluß-Reime.
$. G tt wird waß &r nie war. &er ungewordne G(tt wird mitten in der @eit Was Er nie ist gewest in aller Ewigkeit. . 1er ,chöpffer wirdIs Geschöpffe. &as 6nerschaffene +icht wird ein erschaffnes Wesen" &a' sein Gesch-*ffe nur durch selbes kan genesen. ?. An das )&sus /ind. 1ch habe dich mein Kind / du 0arter 5a0arener / &en +ilgen offt vergleicht9 5u aber geh ichs an / &a' ;ch dir viel 0u kurt0 und 6nrecht hab gethan" )o viel du edler bist / so viel bistu auch sch-ner. I. 1as 'eheime Na$areth und 'eistliche 3erk.ndi'un'. :aria / 5a0areth / und Ga+riel der Both / 1st meine )eel / mein Hert0 / und neues +icht von Gott. ,ein Hert0e 0war wann es ein Blumenthal geworden &ie )eele wann sie steht im keuschen 1ungfern (rden 6nd wohnt in diesem 3hal" das neue Gnaden +icht / Wann Gott sein Ewges Wort in ;hrem Geiste s*richt. B. 3on dem )&sus /ind an der :utter ;r.sten. Wie schlecht ist Gottes )ohn bewirthet auf dem Heu" ,an siehet nichts umb ;hn als lauter Armuthe8" Er achtets aber nicht / und l2st ;hm wol gen.gen / Weil Er kan an der Brust der s.ssen ,utter liegen. J. G tt auf dem ,troh. 1eD da' ;hm G(tt den )tall undGs )troh hat au'erkiestD Es 0iemet sich also weil Er ein +2mmlein ist. F. 1er -all &vae ist 4rsach daß G tt :ensch worden. &er Ewge G(ttes )ohn kombt her in diese W.sten / 6nd n2hrt sich wie ein Kind an einer 1ungfrau Br.sten. Wer hat ihm dieses weh verursacht und gemachtA Ein abgefallnes Weib hat ;hn dar0u gebracht. %. 1er Nahme )&,4,.

&er 5ahme 1Esus ist ein au'gegossnes (ele" Er s*eiset / und Erleucht / und stillt das weh der )eele. K. 1as 4naußsprechliche. &as 6nau's*rechliche das man *flegt Gott 0unennen / Giebt sich in einem Wort 0us*rechen und 0ukennen. $L. 1ie volle ,eeli'keit. &er ,ensch hat eher nicht vollkommne )eeligkeit9 Bi' da' die Einheit hat verschlukt die Anderheit. $$. :it schwei'en &hrt man G tt. &ie Heilge ,a;est2t =wiltu ;hr Ehr er0eigen> Wird allermeist geehrt mit heilgem stilleschweigen. $ . )n &inem alles <e6l. 1n einem steht mein Heil / in einem meine :uh" &rumb lauff ich mit <erlust viel dings dem Einen 0u. $?. 1ie &i'enschafft der dre6en ,t!nde. &ie B.sser flehn Gott an / die fre8en danken ;hm / &ie Br2ute sind voll +iebG und :uh wie )era*him. $I. G tt 'ie+t das 'roßI im kleinen. 5imb was der HE:: dir giebt / Er giebt das gro' im kleinen / 1n schlechten schlakken Gold / ob wirs 0war nicht vermeinen. $B. 4+erschrifft der <e6li'en A'atha. &i' war die keusche )eel / die G(tt von fre8er Hand Geehrt hat / und erl-st ihr <olk und <aterland. $J. 1er ,chnee in der ,onne. Wie sch-ne gl2nt0t der )chnee wann ;hn der )onnenstrahlen ,it Himmelischem +icht bestreichen und bemahlenD )o gl2nt0t auch deine )eel / so sie ist wei' wie )chnee" Wann sie beschienen wird vom Aufgang au' der H-h. $F. Zu dem <&rren )&,4. 1ch nah mich HE:: 0u dir als meinem )onneschein / &er mich erleucht / erw2rmt / und macht lebendig se8n. 5ahstu dich wiederumb 0u mir als deiner Erden / )o wird mein Hert0e bald 0um sch-nsten 4r.ling werden. $%. 1er Tu'end Ziel ist G tt. G(tt ist der 3ugend @iel / ;hr antrieb / ;hre Kron / 1hr eint0iges warumb / und ist auch allG ;hr +ohn. $K. &in 'utt Gewissen. Was ist ein gutter ,uth der wol mit G(tte stehtA Ein st2ttes fr-lich se8n / und ewiges 7anket. L. 1ie 3erlust.

,ensch schau die +ust der Welt / die Endet sich mit 7e8n" Wie kanstu ;hr dann auch so gant0 ergeben se8nA $. 1er unerkandte G tt. Was G(tt ist wei' man nicht" Er ist nicht +icht / nicht Geist / 5icht Wonnigkeit / nicht Eins / nicht was man Gottheit heist" 5icht Wei'heit / nicht <erstand / nicht +iebe / Wille / G.tte" Kein &ing / kein 6nding auch / kein Wesen / kein Gem.tte" Er ist was ich / und du / und keine !reatur / Eh wir geworden sind was Er ist / nie erfuhr. . An ,. Au'ustin. Halt an mein Au'ustin0 Eh du wirst Gott ergr.nden / Wird man das gant0e ,eer in einem Gr.blein finden. ?. Göttliche +eschauun'. &as .berlichte +icht schaut man in diesem +eben 5icht besser / als wann man ins dunkle sich begeben. I. 1ie 4+erformun'. &u must den +eib in Geist / den Geist in G(tt verset0en / Wann du dich / wie dein Wuntsch / vollk-mlich wilt erg-t0en. B. 1ie G ttesschauer. Was thun die schauer G(ttsA sie thun das in der @eit / Was andre werden thun dort in der Ewigkeit. J. :oses. &2nkt :osis Antlit0 ward so gl2nt0end als die )onne / &a er das ewge +icht im dunckeln nur gesehnD Was wird nicht nach der @eit den )eeligen geschehn / Wann sie G(tt werden schaun im 3ag der ewgen WonneA F. 1ie ,eeli'en. Was thun die seeligen / so man es sagen kanA )ie schaun ohn unterla' die ewge )ch-nheit an. %. 1ie <eili'en und Gottlosen. &ie Heiligen sind G(tt ein lieblicher Geruch" &ie B-sen ein Gestank / ein abscheu / und ein 4luch. K. 1ie *ie+e. &ie +ieb ist wie der 3od" sie t-dtet meine )innen / )ie brichet mir das Hert0 / und f2hrt den Geist von hinnen. ?L. G tt .+er alle Ga+en. 1ch bitte dich mein G(tt 0war offt umb deine Gaben / &och wisse da' ich dich viel lieber selbst wil haben. &rumb gieb mir was du wilt / es se8 auch ewges +eben" Giebstu mir dich nicht selbst / so hastu nichts gegeben. ?$. 1ie 'l.kseeli'e :usse.

1ohannes an der Brust / ,A:#A be8 den 4.ssen / 3hun alle 0we8 sonst nichts / als da' sie Gotts geniessen" Wie wol sind sie daranD k-ntG ich so m.ssig se8n / 1ch regete mich nicht / fielG auch der Himmel ein. ? . &ins #eden &lement. 1m Wasser lebt der 4isch / die 7flant0en in der Erden / &er <ogel in der +ufft / die )onn im 4irmament" &er )alamander mu' im 4eur erhalten werden" 1m Hert0en 1E)6 ich / als meinem Element. ??. 1as =aradeiß auf &rden. &u suchst das 7aradei' / und w.ntschest hin 0ukommen / Wo du von allem +eid und 6nfried bist entnommen. Befriedige dein Hert0 / und mach es :ein und wei'" )o bistu selbst noch hier dasselbe 7aradei'. ?I. G tt lie+en 'eht vor alles. +a' einen alle +ust der gant0en Welt geniessen / 6nd einen dre8mal mehr als ,almon wuste wissen" +a' einen )ch-ner se8n als 1avids A+salon. Gieb einen der mehr st2rkG und ,acht hat als ,imson" 6nd einen der mehr Gold als 5roesus hat 0u0eigen / 6nd noch der alles kan wie Alexander beugen" 1a der di' alles ist" )o sag ich doch gant0 fre8" &a' auch ein schlechter ,ann der G(tt liebt besser se8. ?B. 1ie tieffe / höhe / +reite / und l!n'e G ttes. &urch Wei'heit ist G(tt tieff / Breit durch Barmhert0igkeit / &urch Allmacht ist er hoch / lang durch die Ewigkeit. ?J. ;eschauli'keit. )e8 rein / schweig / weichG und steig auf in die &unkelheit / )o kommstu .ber alls 0ur G(tts beschauligkeit. ?F. ;escheidenheit. &as :ichtscheid de' Gem.tts ist die Bescheidenheit" Wer sich nach ;hr nicht mi't / der fehlt der 3ugend weit. ?%. G tt nichts und alles. G(tt ist ein Geist / ein 4eur / ein Wesen und ein +icht" 6nd ist doch wiederumb auch dieses alles nicht. ?K. 1er Gelassene ist schon ,eeli'. Ein ,ensch der Gott sich l2st in allen f2lln und weisen / &en kan man warlich schon im +eibe seelig *reisen. IL. 1ie ;raut G ttes. &ie Braut de' Ewgen Gotts kan ;ede )eele werden" Wo sie nur seinem Geist sich unterwirfft auf Erden. I$. 1as A+endmahl deß *am+s.

&as +amm das hat sein ,ahl 0ur Abends0eit bestimt" WarumbA weil man darauf 0ur Ewgen ruhe k-mmt. I . :aria. :aria wird genennt ein 3hron und Gotts Ge0elt / EinG Arche / Burg / 3hurn / Hau' / ein Brunn / Baum / Garten / s*iegel. Ein ,eer / ein )tern / der ,on / die ,orgenr-th / ein H.gel" Wie kan sie alles se8nA sie ist einG andre Welt. I?. 1er ).n'er den G tt lie+t. Ein ,ensch der gant0 und gar sich abwendt von der Welt / 6nd seinen +eib und )eel dem HErren heilig h2lt / )tirbt noch vertirbet nicht / ob man ;hm gleich vergibt. 4ragstu warumbA er ist der 1.nger den er liebt. II. 7oth und 2eiß. :oth von de' HErren Blut wie )ammet :-selein / &urch 6nschuld wei' wie )chnee sol deine )eele se8n. IB. 3on :aria :a'dalena an dem 5reut$e. Wie da' die ,agdalen das !reut0e so umbschrenktA Es ist weil 1E)6) dran ;hr Allerliebster h2ngt. IJ. Auff die 2unden )&,4. 1ch seh die Wunden an als offne Himmels*forten / 6nd kan nunmehr hinein an f.nff gewissen orten. Wo komm ich aber straks be8 meinem G(tt 0ustehnA 1ch wil durch 4.' und H2ndG ins Hert0 der +iebe gehn. IF. 1ort 'eht es anderst $u. Hier hingt das +amb am !reut0 dort sit0ts auf G(ttesthron / Hier tr2gts den &ornen krant0 dort eine Kaiserkron" Hier ist es 6nterthan / dort herscht es .ber alle" Hier thuts den ,und nicht auf / dort redts mit hellem schalle" Hier weints / und dorte +achts" drumb tr-ste dich mein !hrist / &a' sich dein !reut0 verkehrt / wo du di' +amm nur bist. I%. 1as 5reut$. 1ch habe mir das !reut0 f.r allem )chat0 erkiest / Weils meines +eibes 7flug und )eelen Anker ist. IK. 1ie <errli'keit 5hristi in dieser 2elt. &er )ce*ter ist ein :ohr / ein &ornen*usch die Kron / &ie 52gel aller )chmuk / ein t-dlich !reut0 der 3hron" )ein Blutt ists 7ur*urkleid / die ,-rder die 3rabanten / &as Hoffgesind ein )chaum von Buben und )cherganten" &er ,undtrank bittre Gall / die ,usic Hohn und )*ott. &i' ist die Herrligkeit die hier hat unser G(ttD BL. 1ie ,ch!delst!dt.

1st di' die )ch2delst2dtA wie kombt es dann da' hier &ie ?$:o'G und +ilge steht in unverwelckter @iehrA 6nd da der +ebensbaumA der Brunn mit den vier 4l.ssenA Es ist das 7aradi'" doch se8 es was es wil" Be8 mir gilt diese st2dt unds 7aradi' gleich viel. B$. 1ie 1ornene /ron. &ie &ornen die das Hau*t de' Herrn 0erstechen gant0 / )ind meines Haubtes Kron und ewger :osenkrant0" Was au' den Wunden fleust ist meiner Wunden heil" Wie wol wird mir sein )*ott / und seine 7ein 0utheilD B . 1ie *ie+e hats erfunden. &a' G(tt gecreut0igt wirdD da' man ;hn kan verwundenD &a' Er die )chmach vertr2gt / die man ;hm angethanD &a' Er solchG Angst ausstehtD und da' Er sterben kanD <erwundere dich nicht / die +iebe hats erfunden. B?. 4m+ einen /uß ists G tt $uthun. Was wil doch G(ttes )ohn da' Er ins Elend k-mbt / 6nd ein solch schweres Kreut0 auf seine )chultern nimbtA 1a da' Er bi' inn 3od sich 2ngstet f.r und f.rA Er suchet anders nichts als einen Ku' von dir. BI. 1ie 2elt ist im -r.hlin' 'emacht. 1m 4r.ling ward die Welt <erneut / und wiederbracht" &rumb sagstu recht da' sie im 4r.ling ist gemacht. BB. 1ie Geistliche Aufferstehun'. &ie Aufferstehung ist im Geiste schon geschehn" Wenn du dich l2st entw.rkt von deinen ).nden sehn. BJ. 1ie 'eheim+e <immelfahrt. Wann du dich .ber dich erhebst und l2st G(tt walten" )o wird in deinem Geist die Himmelfahrt gehalten. BF. 1ie 'eistliche Trunkenheit. &er Geist *raust ;a wie ,ost" die 1.nger allesambt )ind gleich den 3runkenen ent0.ndt und angeflambt <on seiner Hit0 und Krafft" so bleibt es doch dabe8 / &a' diese gant0e )chaar voll s.sses Weines se8. B%. 1er verlohrne Groschen. &ie )eele G(ttesbild ist der verlohrne Groschen / &ie Kert0e himmlisch +icht / das durch den fall verloschen" &ie Wei'heit ist das Weib die es aufs neu ent0.ndt" Wie seelig ist der ,ensch den sie nu wider findtD BK. 1as verlohrne ,chaff. 1ch bin das arme )chaaff das sich ver;rret hat / 6nd nunmehr von sich selbst nicht kennt den rechten 7fad.

?$ :aria und )ohannes.

Wer 0eigt mir dann den Weg / da' ich nicht gant0 erliegeA ( da' doch 1Esus k2mG / und mich nach Hause tr.geD JL. 1er verlohrne ,ohn. Kehr umb verlohrner )ohn 0u deinem <atter G(tt" &er Hunger bringt dich sonst =se8nG 6ngunst> gar inn 3od" H2ttstu gleich tausendmahl ihm diesen )chim*ff gethan / )o du nur wiederk-mbst / ich wei' Er nimbt dich an. J$. 1ie verlohrne und wider 'efundene 1re6. &er Groschen / )ohn / unds )chaaff / bin ich mit Geist / +eib / )eele. <erlohrn in frembdem +and / in einer W.stG und H-le. &ie heilge &re8falt kombt und sucht mich alle stunden" &en Groschen findt der Geist / der <atter nimbt den )ohn / &er Hirte 1Esu tr2gt das )chaaff mit sich davon. )chau wie ich &re8fach bin verlohren und gefundenD J . 1er =unct / die *inie und -l!che. G(tt <atter ist der 7unct9 au' 1hm fleust G(tt der )ohn &ie +inie" G(tt der Geist ist beider 4l2chG und Kron. J?. 3om reichen :ann. ,an wil dem reichen ,ann kein tr-*fflein Wasser geben / Weil er das ,a' mit Wein schon voll gemacht im +eben. JI. Auch von #hm. Wie da' der reiche ,ann den Armen ;et0o kenntA Er sieht wol da' sich hat das Bl2ttlein umbgewendt. JB. 1er arme *a$arus. Wie ungleich ist der 3odD die Engel tragen ;hn &en armen +a0arum 0ur ewgen ruhe hin. &er reiche da er stirbt wird voller Angst und 7ein" )o gutt ists auff der Welt nie reich gewesen se8nD JJ. 3on :aria :a'dalene. Was d2nkt doch ,agdalen da' sie so offentlich &em HErrn 0u 4usse f2llt / und schuldig giebet sichA Ach frage doch nicht erst" schau wie die Augen funken" &u sihst wol da' sie ist von grosser +iebe trunken. JF. :artha und :aria. &ie ,artha laufft und rennt da' sie den HErren s*eise / :aria sit0et still9 und hat doch solcher weise &as beste theil erw-hlt" sie s*eiset ;hn allein / &ie aber findt auch sich von ;hm ges*eiset se8n. J%. 3on :aria :a'dalene. ,aria kombt 0um HErrn voll +eids und voller )chmert0en / )ie bittet umb Genad / und thut doch ;hren ,und ,it keinem W-rtlein auf" wie macht sieGs ihm dann kundtA ,it 1hrer 3hr2nen fall und dem 0erknirschten Hert0en.

JK. 1ie ,.nde. &ie ).ndG ist anders nichts / als da' ein ,ensch von G(tt )ein Angesicht abwendt / und kehret sich 0um 3od. FL. 1er :ensch. &as gr-ste Wunder ding ist doch der ,ensch allein" Er kan / nach dem ers macht / G(tt oder 3eufel se8n. F$. 1er <immel allenthal+en. 1n G(tt lebt / schwebt / und regt sich alle !reatur" 1sts wahrA was fragstu dann erst nach der Himmels*uhrA F . 1en ;r!ut'am w.nscht die ;raut. <erwundete dich nicht da' ich nach G(tt verlange" &er Braut ist alle0eit nach ihrem Br2utgam bange. F?. <ier muß man ;.r'er werden. )treb nach der B.rgerschafft de' Himmels hier auf Erden" )o kan er dir darnach dort nicht versaget werden. FI. <.tt dich f.r ,icherheit. +a' dir vom Himmelreich nicht gar so sicher tr2umen / &u sihst wol da' es auch die 1ungfern selbst vers2umen. FB. 1as tröstlichste 2ort. &as allertr-stlichste das ich an 1Esu findG / 1st / wenn Er s*rechen wird" kom benedeites Kind. FJ. Trau+en von 1ornen. Wer seinen neider liebt / und gutts vonn feinden s*richt" )ag ob derselbe nicht vonn &ornen 3rauben brichtA FF. 1as 'eistliche ,ter+en. )tirb ehe du noch stirbst / damit du nicht darffst sterben / Wann du nu sterben solst" sonst m-chtestu verderben. F%. 1ie <offnun' h!lt die ;raut. &ie Hoffnung h2lt mich noch9 sonst w2rG ich l2ngst dahin" WarumbA dieweil ich nicht be8 meinem Br2utgam bin. FK. 1er +este -reund und -eind. ,ein bester 4reund mein +eib / der ist mein 2rgster 4eind" Er bindt und h2lt mich auff / wie gut ers immer meint. 1ch ha'G und lieb ;hn auch" und wann es kombt 0um scheiden / )o rei'G ich mich von ;hm mit 4reuden und mit +eiden. %L. :it *ie+ erlan't man Gnad. Wann dich der ).nder fragt wie er sol Gnad erlangen / )o sage da' er G(tt 0ulieben an sol fangen. %$. 1er Tod.

&er 3od bewegt mich nicht" ich komme nur durch ;hn Wo ich schon nach dem Geist mit dem Gem.tte bin. % . 1ie heili'e ,chrifft. Gleich wie die )*inne saugt au' einer :ose Gifft" Also wird auch verkehrt vom b-sen GottesschrifftD %?. Trompeten. 3rom*eten h-rG ich gern" ,ein +eib sol au' der Erden &urch ;hren )chall erweckt / und wieder meine werden. %I. 1as Antlit$ G ttes. &as Antlit0 G(ttes sehn ist alle )eeligkeit9 <on dem verstossen se8n das h-chste Hert0eleid. %B. 1er Art$t h!lt sich $um /ranken. Warumb *flegt doch der HErr mit ).ndern umb0ugehnA Warumb ein trewer Art0t den Kranken be80ustehnA %J. ,. =aulus. ,anct =aulus wuste nichts als 5hristum und sein +eiden9 &a er doch war gewest im 7aradi' der 4reuden. Wie kont ;hm di' so gant0 entfallen se8nA Er war 1n den Gekreut0igten <erformet gant0 und gar. %F. 1ie *ie+e. &ie +iebe dieser Welt wil alls f.r sich allein. &ie +iebe G(ttes macht dem 52chsten alls gemein" &ie wird ein ;eder ,ensch f.r +iebe wol erkennen / 1enG aber sol man 5eid / und keine +iebe nennen. %%. Auß dem <ohen *ied. &er K-nig f.hrt die Braut inn Keller selbst hinein / &a' sie ;hr mag erw-hln den allerbesten Wein. )o machts G(tt auch mit dir / wann du bist seine Braut / Er hat nichts in sich selbst / das er dir nicht vertraut. %K. /inder und )un'frauen. 1ch liebe nichts so sehr als Kinder und 1ungfrauen" WarumbA im Himmel wird kein andres se8n 0uschauen. KL. 1ie Tu'end. &ie 3ugend / s*richt der weisG / ist selbst ;hr sch-nster +ohn. ,eint er nur 0eitlichen / so haltG ich nichts davon. K$. 1ie G ttlie+ende &insamkeit. &u s*richst Theophilus se8 meisten-theils allein" ,acht sich der Adler auch den <-glichen gemeinA K . 1ie Ta'e$eiten. 1m Himmel ist der 3ag / im Abgrund ist die 5acht / Hier ist die &emmerung" wol dem ders recht betracht.

K?. 3on )ohannes dem T!uffer. 1ohannes a' fast nichts / er trug ein rauhes Kleid / )a' in der W.stene8 die gant0e +ebens0eit. Er war so from" was fiel er G(tt so hart 0u 4usseA &ie gr-sten Heiligen die thun die gr-ste Busse. KI. 1ie 2elt. @u G(tt kombt man durch G(tt" 0um 3eufel durch die Welt9 Ach da' sich doch ein ,ensch 0u dieser Hure h2ltD KB. 1as &nde krönt das 2erck. &as Ende kr-nt das Werck / das +eben 0iehrt der 3od" Wie herrlich stirbt der ,ensch / der treu ist seinem GottD KJ. 1ie -i'ur ist 3er'!n'lich. ,ensch die 4igur der Welt vergehet mit der @eit" Was trot0stu dann so viel auf ;hre HerrlichkeitA KF. Auf +eiden se6n ist 'ut. &en Himmel w.ntschG ich mir / +iebG aber auch die Erden" &enn auf derselbigen kan ich G(tt n2her werden. K%. 3on den *il'en. )o offt ich +ilgen seh / so offt em*findG ich 7ein / 6nd mu' auch bald 0ugleich so offt voll 4reuden se8n. &ie 7ein entstehet mir / weil ich die @iehr verlohrn / &ie ich im 7aradi' von anbegin gehabt. &ie 4rewde kombt daher / weil 1Esus ist gebohrn &er mich nu widerumb mit ;hr aufs neu begabt. KK. 3on ,. Alexio. Wie kan Alexius ein solches Hert0G ;hm fassen / &a' er kan seine Braut den ersten 3ag verlassenA Er ist ;hr Br2utgam nicht" Er hat sich selbst als Braut &em Ewgen Br2utigam verlobet / und <ertraut. $LL. 1er ;.sser löscht das -euer. &u s*richst das H-llsche 4eur wird nie gel-scht gesehn" 6nd sih der B.sser l-schts mit einem Augenthr2nD $L$. 3om Tode. &er 3od ist doch noch gutt" k-ntG ;hn ein H-llhund haben / Er lissG im Augenblik sich +ebendig begraben. $L . Auch von #hm. ,an w.nschet ;hm den 3od / und fliehet ;hn doch auch" 1ens ist der 6ngeduld und di' der @agheit brauch. $L?. 1as *e+en und der Tod. Kein 3od ist herrlicher als der ein +eben bringt" Kein +eben edler / als das au' dem 3od ents*ringt.

$LI. 1er Tod der <eili'en. &er 3od der Heiligen ist wehrt geacht f.r G(tt" )ag wo es dir bewust / was ist es f.r ein 3odA $LB. 1er Tod ist 'ut und +öse. )o gut der 3od auch ist dem der im HErren stirbt / )o ungut ist er dem / der ausser ;hm verdirbt. $LJ. 3on den :!rt6rern. &er ,2rtrer +ebenslauff ist wenig aufgeschrieben9 &ie 3ugenden die man 0ur +eidens0eit ges*.rt / &ie +obt und *reist man nur / und sind statt ;enes blieben" &ieweil ein sch-ner 3od das gant0e +eben 0iehrt. $LF. 1ie n.t$lichsten Gedancken. &2nk an den 3od / mein Krist" was d2nkstu anders vielA ,an denkt nichts n.t0lichers als wie man sterben wil. $L%. 1er :ensch ist dre6mal &n'lisch. &er 3hronf.rst ruht in G(tt9 1hn schaut der !herubin9 &er )era*hin 0erschmelt0t f.r lauter +iebG in 1hn. 1ch finde diese &re8 in einer )eel allein" )o mu' ein heilger ,ensch ;a dre8fach Englisch se8nD $LK. 1er 2eise. &er Weise suchet ruh / und fliehet das Get.mmel" )ein elend ist die Welt / sein <aterland der Himmel. $$L. 1as 2olfeilste. Wie wolfeil halt doch G(tt sein :eich unds Ewge +ebenD Er darffs dem B.ssenden f.r einen 4u'fall geben. $$$. An den sich sel+st *ie+enden. 5arci' ers2uffet sich da er sich selbst wil +ieben. =hilautus lachestuA es ist von dir geschrieben. $$ . 3on dem <ert$en der heili'en 5lara de :ontefalco. Hier ist der )*eer und )chwamm / die 52gel / )2ul und Kron / &ie Geisseln / und auch gar das !reut0 mit G(ttes )ohn" &re8 Kugeln eines halts" Es kan nicht anderst se8n / &i' Hert0 ist G(ttesburg / und seines +e8dens schre8n. $$?. *ist wieder *ist. ,it +ist hat un' der 4eind gef2llet und bekriegt / ,it +ist kan er von un' se8n wiederumb besiegt. $$I. &in *am+ +e$win't den 1rachen. <ertraue G(tt / der &rach wird leichtlich .berwunden / Hat ihn doch nur ein +amm gef2llet und gebundenD $$B. 1ie Nachreu kom+t $u sp!t.

&a G(tt auf Erden gieng / ward Er fast nicht geacht" 5u Er im Himmel ist beklagt 1hn ;edermann &a' ;hm nicht gr-sser Ehr ist worden angethan. )o 3h-richt ist die Welt / da' sieGs nicht vorbedachtD $$J. &ins fol't und weicht dem andern. Eins ist de' andren endG / und auch sein anbegin. Wenn G(tt gebohren wird / so stirbet Adam hin. $$F. 1ie 2elt unds Neu )erusalem. &ie Welt scheint Kugelrund dieweil sie sol vergehn" Gevierdt ist G(ttes )tadt" drumb wird sie Ewig stehn. $$%. 1er ,pie'el. &er )*iegel 0eiget dir dein 2ussres Angesicht" Ach da' Er dir doch auch das ;nnre 0eiget nichtD $$K. 1as -aß muß reine se6n. Wasch au' deinns Hert0ensfa'" wann H2fen drinne se8n / )o geust G(tt nimmermehr dir seinen Wein darein. $ L. 1er <immelsp!hende. Ein Himmels*2hender ist dem Gesch-*ffe tod / Wie komtsA Er lebt allein dem )ch-*ffer seinem G(tt. $ $. )m <immel sind auch Thiere. ,an sagt es kan kein 3hier 0u G(#3 dem HErrn eingehn" Wer sind die <iere dann die nah be8 1hme stehnA $ . G tt sieht nicht .+ersich. G(tt sieht nicht .bersich" drumb .berheb dich nicht" &u k-mst sonst mit Gefahr au' seinem Angesicht. $ ?. 3on der <. :artha an den =ol6pra'mon. &er HErr s*richt Eins ist noth9 und was die ,artha thut &as ist auch an sich selbst gar l-blich / fein / und gutt" 6nd dennoch strafft Er sie. ,erks =ol6pra'mon wol" &a' man mit vielerlei sich nicht 0err.tten sol. $ I. 3on G tt. G(tt ist ein solches Gutt / ;e mehr man 1hn em*findt" 1e mehr man 1hn begehrt / verlangt / und +ieb gewinnt. $ B. 1eß G tts verlie+ten =ein. &er G(ttverliebte ,ensch hat sonsten keine 7ein / Als da' er nicht kan bald be8 G(tt dem +iebsten se8n. $ J. 1ie unerforschliche 4rsache. G(tt ist 1hm selber alls / sein Himmel / seine +ust" Warumb schuff Er dann un'A es ist uns nicht bewust. $ F. 1ie 2ohnun' G ttes.

G(tt wohnet in sich selbst / sein Wesen ist sein Hau'" &rumb gehet Er auch nie au' seiner G(ttheit au'. $ %. An den 2eltlie+enden. &ie )eele weil sie ist gemacht 0ur Ewigkeit / Hat keine wahre :uh inn &ingen dieser @eit" &rumb wunder ich mich sehr / da' du die Welt so liebst / 6nd aufs 0erg2ngliche dich set0est und begiebst. $ K. G tt redt am weni'sten. 5iemandt redt weniger als G(tt ohn @eit und ort" Er s*richt von Ewigkeit nur blo' Ein Eint0igs Wort. $?L. 3on der &itelkeit. Wend ab dein Angesicht vom glast der Eitelkeit" 1emehr man ;hn beschaut / ;emehr wird man verleitt. 1edoch kehrs wider hin" denn wer ;hn nicht betracht / &er ist schon halb von ;hm gef2llt und umbgebracht. $?$. 3on der Gerechti'keit. Gerechtigkeit ist wegD wohinA sie ist inn Himmel / WarumbA sie traute sich nicht mehr be8 dem Get.mmel. Was kontG ;hr dann geschehnA sie w2re von der Welt )chon l2ngst an ihren Ehrn geschw2chet und gef2llt. $? . 3erlust und Gewinn. &er 3od ist mein Gewinn / <erlust das lange +eben" 6nd dennoch dank ich G(tt da' er mir di' gegeben. 1ch wachsG und nehme 0u / so lang ich hier noch bin" &arumb ist auch gar wol das +eben mein Gewin. $??. 1er :ensch ist eine /ohle. ,ensch du bist eine Kohl / G(tt ist dein 4eur und +icht" &u bist schwart0 / finster / kalt / liegstu in 1hme nicht. $?I. 1ie /rafft der $urukkehrun'. Wann du dich meine )eel 0uruk hinein begiebst / )o wirstu was du warst / und was du Ehrst und +iebst. $?B. 1ie ;ach wird das :eer. Hier fl.ssG ich noch in G(tt als eine Bach der @eit" &ort bin ich selbst das ,eer der ewgen )eeligkeit. $?J. 1er ,trahl wird die ,onne. ,ein Geist / kombt er in G(tt / wird selbst die ewge Wonne" Gleich wie der )trahl nichts ist als )onnG in seiner )onne. $?F. 1as -.nklein im -euer. Wer kan das 4.nkelein in seinem 4eur erkennenA Wer mich / wann ich in G(tt / ob ich es se8 / benennenA $?%. 1ie *ie+e macht ;elie+ter.

,it was macht sich die Braut be8m Br2utgam mehr beliebtA ,it +iebe wenn sie sich ;hm mehr und mehr ergiebt. $?K. 1ie 'l.kseeli'e &rtrinkun'. Wenn du dein )chiffelein aufs ,eer der G(ttheit bringst" Gl.kseelig bistu dann / so du darinn Ertrinkst. $IL. 1as edelste Ge+ette. &as edelste Gebett ist wenn der Better sich 1n das f.r dem er kniet verwandelt ;nniglich. $I$. Nichts ist s.sser als *ie+e. Es ist doch keine +ust / und keine )eeligkeit / &ie .bertreffen kan der +iebe s.ssigkeitD $I . 1er -urcht und *ie+e 2.rdi'keit. Wer Gott liebt / schm2kt schon hier seins Geistes s.ssigkeit" Wer aber 1hn nur f.rcht / der ist davon noch weit. $I?. 1er allerlie+lichste Thon. Es kan in Ewigkeit kein 3hon so +ieblich se8n / Als wenn de' ,enschen Hert0 mit G(tt stimbt .berein. $II. 1ie heili'e 4+erformun'. &ie :uhe deines Geists macht dich 0u einem 3hron / &ie +ieb 0um )era*hin / der 4ried 0u Gottessohn. $IB. 2ir sind edeler als die ,eraphine. ,ensch ich bin edeler als alle ,eraphin / 1ch kan wol se8n was sie / sie nie was ich ;e bin. $IJ. 2as der höchste Adel deß :enschen. ,ein h-chster Adel ist / da' ich noch auff der Erden / Ein K-nig / Kaiser / Gott / und was ich wil / kan werden. $IF. 1ie weite deß :enschen ist nicht $u+eschrei+en. Wer ist der mir wie weit und breit ich bin 0eigt anA Weil der 6nendliche =G(tt> in mir wandeln kan.? $I%. 2as die ,eele erweitert. Was macht de' ,enschen Hert0 und seine )eele weitA &ie +iebe G(ttes giebt ihm die Beschaffenheit. $IK. 2as ohne *ie+ ist ,tinckt. ,ensch komstu ohne +ieb / so steh nur bald von fern" Was nicht nach liebe reucht / das stinckt f.r G(tt dem HErrn. $BL. 1er höchste G ttesdienst. &er H-chste G(ttesdienst / ist G(tte gleiche werden" !hristf-rmig se8n an +ieb / am +eben und Geberden.

?

. !or. J.

$B$. 1ie 2ahre 2eißheit. &ie Wahre Wei'heit die dir 0eigt die Himmelsth.r / )teht in <ereinigung und 4eurger +iebsbegiehr. $B . 2ie die *ie+ die ,.nden ver$ehrt. Wie du den 4lachs unds Werk im 4euer sichst verschwinden. )o brennen auch hinweg durch +iebe deine ).nden. $B?. 1as :eer in einem Tröpfflein. )ag an wie geht es 0u / wenn in ein 3r-*ffelein 1n mich / das gant0e ,eer Gott gant0 und gar fleust einA $BI. G tt ist allenthal+en 'ant$. ( Wesen dem nichts gleichD G(tt ist gant0 ausser mir / 6nd inner mir auch gant0 / gant0 dort / und gant0 auch hier. $BB. 2ie Gott im :enschen. ,ehr als die )eel im +eib / <erstand in dem Gem.tte / 1st G(ttes Wesenheit in dir und deiner H.tte. $BJ. Noch darvon. G(tt ist noch mehr in mir / als wann das gant0e ,eer 1n einem kleinen )chwamm gant0 und beisammen w2r. $BF. G tt ist in und um+ mich. 1ch bin der Gottheit 4a' in welchs sie sich ergeust / )ie ist mein tieffes ,eer das mich insich beschleust. $B%. 1as 'rosse ist im kleinen ver+or'en. &er 6mbkrai' ist im 7unckt / im )aamen liegt die 4rucht / G(tt in der Welt" wie Klug ist der ;hn drinne suchtD $BK. Alles ist allem. Wie sah ,. ;enedict die Welt in einem strahlA Es ist =weistuGs noch nichtA> in allem alls 0umahl. $JL. G tt ist .+erall <errlich. Kein )t2ublein ist so schlecht / kein )t-*ffchin ist so klein" &er Weise sihet G(tt gant0 herrlich drinne se8n. $J$. Alles in einem. 1n einem )enffk-rnlein / so duGs verstehen wilt / 1st aller oberern und untrern dinge Bild. $J . &ins ist im andren. &as E8 ist in der Henn / die Henn ist in dem E8" &ie 0we8 im Eins / und auch das Eines in der @we8. $J?. Alles komt auß dem ver+or'enen. Wer hatte das vermeintD au' 4instern.' komts +icht / &as +eben au' dem 3od / das etwas au' dem 5icht.

$JI. 1as 5onterfect G ttes. 1ch wei' G(tts !onterfect" Er hat sich Abgebildt / 1n seinen !reaturn / wo duGs erkennen wilt. $JB. G tt schafft die 2elt noch. G(tt schafft die Welt annoch" komt dir di' 4remde f.rA )o wissG es ist be8 ;hm kein <or noch nach / wie hier. $JJ. 1ie 7uh und 2.rkun' G ttes. G(tt hat sich nie bem.ht / auch nie geruht / das merk" )ein Wirken ist sein ruhn / und seine :uh sein Werk. $JF. 1eß /risten )och ist leichte. Krist es kan ;a dein 1och dir nie beschwerlich se8n" &enn G(tt und seine +ieb die s*annt sich mit dir ein. $J%. 1as 4n+est!ndi'ste 5ichts 6nbest2ndigers im wol se8n und im )chmert0 / 1st / d2nke hin und her / als / ,ensch dein eigen Hert0. $JK. 1ie /lu'heit wird 'elo+t. <erwirff nicht was du hast" Ein Kauffman der sein Geld Wol an0ulegen wei' / den lobet alle Welt. $FL. Art$ne6 der /ranken *ie+e. Ein Hert0 das Krank f.r +ieb / wird eher nicht gesund / Bi' es G(tt gant0 und gar durchstochen und verwundt. $F$. 1ie *ie+e ist $erschmelt$ende. &ie +iebe schmelt0t das Hert0 / und machts wie Wachs 0erfliessen" Erfahr es wo du wilt die s.sse W.rkung wissen. $F . 1er Adel deß 'eruhi'en <ert$en. ,ein Hert0e wenns G(tt ruht / ists Braut Bett seines )ohns" Wanns dann sein Geist bewegt / die s2nffte )alomons. $F?. 1er höchste -riede. &er h-chste 4riede den die )eele kan geniessen / 1st sich aufs m-glichstG eins mit G(ttes willen wissen. $FI. 1er 4+erfluß der seeli'en. G(tt schenkt den seeligen so .berfl.ssig ein / &a' sie mehr in dem 3rank / als der in ;hnen / se8n. $FB. 1ie wunder+ahrlichste <e6rath. )chaut doch die He8rath anD der Herr der Herrligkeit Hat eines )claven ,agd de' ,enschen )eel gefreitD $FJ. 1ie <och$eit deß *ammes. Wenn ich 0u G(tt eingeh / und k.ssG ihn mit begier / &ann ist es da' das +amb die Hoch0eit h2lt in mir.

$FF. 3erwunderun' .+er der Gemeinschafft G ttes. Es ist erstaunungs voll / da' ich )taub / Asch und Koth / )o freundlich und gemein mich machen darf mit G(ttD $F%. 2as die 5reatur 'e'en G tt. Was ist ein )t2ubelein in Anschauung der WeltA 6nd was bin ich / wenn man Gott gegen dir mich h2ltA $FK. 2ie G tt so hert$lich lie+t. G(tt liebt so hert0lich dich9 Er w.rde sich betr.ben / 1m fall es m-glich w2r / da' du 1hn nicht wilt lieben. $%L. 1er Ta' und :or'enröth der ,eelen. &er )eelen ,orgenr-th ist G(tt in dieser @eit" 1hr ,ittag wird er se8n im )tand der Herrlichkeit. $%$. 3om ,eeli'en. &ie seelge )eele wei' nichts mehr von Anderheit" )ie ist ein +icht mit G(tt und eine Herrlichkeit. $% . Gleichn.ß der -reud in G tt. 4reund was der H-nig dir ist gegen Koth und wust" &as ist die 4reud in G(tt auch gegens 4leischeslust. $%?. 2as du willst ist alles in dir. ,ensch alles was du wilt / ist schon 0u vor in dir" Es lieget nur an dem da' duGs nicht w.rkst herf.r. $%I. 1as wunderlichste Geheimn.ß. ,ensch kein Geheimn.' kan so wunderbahrlich se8n" Als da' die heilige )eel mit G(tt ein Einges ein. $%B. 2ie die 5reatur in G tt. Wie du das 4eur im Kie' / den Baum im Kern sichst se8n" )o bild dir das Gesch-*ff in Gott dem )ch-*ffer ein. $%J. Nichts ist #hm sel+er. &er :egen f2llt nicht ihm / die )onne scheint nicht ;hr" &u auch bist anderen geschaffen / und nicht dir. $%F. :an soll den Ge+er nehmen. ,ensch la' die Gaben G(tts / und e8l 1hm selbsten 0u" Wo du ann Gaben bleibst / so k-mstu nicht 0ur :uh. $%%. 2er der -reudi'ste :ensch ist. Kein ,ensch ist freudiger als der 0u aller )tund <on Gott und seiner +ieb ent0.ndt wird und verwundt. $%K. 1er ,.nder ist nie 'ant$ frölich. &ie ).nder ob sie gleich in lauter 4reude leben / )o mu' doch ;hre )eel in gr-sten 4urchten schweben.

$KL. 1as /reut$ offen+ahrt was ver+or'en. 1n 3rost und s.ssigkeit kennstu dich selbst nicht Krist" &as Kreut0e 0eigt dir erst wer du im ;nnern bist. $K$. 2ie man alles auf einmal l!st. 4reund wenn du auf Einmal die gant0e Welt wilt lassen / )o schau nur da' du kanst die e8gne +iebe hassen. $K . 1er weiseste :ensch. Kein ,ensch kan weiser se8n / als der das Ewge Gutt 4.r allem andren liebt und sucht mit gant0em ,utt. $K?. 1as 'eruffe der 5reaturen. ,ensch alles schre8t dich an / und *redigt dir von G(tt / H-rstu nicht da' es rufft lie+ #hn / so bistu todt. $KI. 2as G tt am lie+sten thut. &as liebste Werck das G(tt so ;nniglich liegt an / 1st da' er seinen )ohn in dir gebehren kan. $KB. 1er wesentliche 1anck. &er wesentlichste &anck den G(tt liebt wie sein +eben / 1st wenn du dich bereitst da' Er sich selbst kan geben. $KJ. 1er <eili'en 'röste Ar+eit. &er Heilgen gr-stes Werck und arbeit auf der erden 1st G(tt gelassen se8n und ;hm gemeiner werden. $KF. 2as G tt vom :enschen fordert. G(tt fordert nichts von dir al' da' du ihm solt ruhn" 3hustu di' / so wird Er das andere selber thun. $K%. 2as die 'eistliche 7uh ist. &ie :uh die G(tt begehrt / die ist von s.nden rein / Begihr- und willenlos / gelassen innig se8n. $KK. 2ie das <ert$e muß +eschaffen se6n. !hrist wo der Ewge G(tt dein Hert0 sol nehmen ein / )o mu' kein bildn.' drinn / al' seines )ohnes se8n. LL. 2ie man die Zeit verk.rt$t. ,ensch wenn dir auf der Welt 0u lang wird weil und 0eit9 )o kehr dich nur 0u G(tt ins 5un der Ewigkeit. L$. 2arum+ die ,eele ewi'. G(tt ist die Ewge )onnG / ich bin ein strahl von ;hme" &rumb ist mirs von natur / da' ich mich ewig r.hme. L . 1er ,trahl ohne die ,onne. &er )trahl ist nichts wenn er sich von der )onn abbricht9 &u gleichfalls / l2stu G(tt dein wesentliches licht.

L?. 2ie man sucht so findet man. &u findest wie du suchst" Wie du auch klo*ffest an / 6nd bittest / so wird dir geschenckt und auffgethan. LI. 2er nicht von G tt 'eschieden kan werden. Wen G(tt 0u seinem )ohn gebohren hat auff erden / &er ,ensch kan nimmermehr von G(33 geschieden werden. LB. 1er punct der ,eeli'keit. &er 7unct der )eeligkeit besteht in dem allein. &a' man mu' wesentlich au' G(tt gebohren se8n. LJ. )n wem der ,ohn G ttes 'e+ohren ist. Wem alle ding ein ding und lauter 4riede sind / 1n dem ist wahrlich schon gebohrn das 1ungfraun Kind. LF. /enn$eichen deß ,ohns G tts. Wer st2ts in G(tte bleibt / verliebt / gelassen ist" &er ,ensch wird allermeist f.r G(ttes )ohn erkiest. L%. Nach der $eit ist keine w.rckun'. ,ensch w.rcke weil du kanst dein Heil und )eeligkeit" &as w.rcken h-ret auf mit endung dieser 0eit. LK. 2er $uviel 'lau+t. Es ist 0war wahr da' Gott dich seelig machen wil" Glaubstu Er wils ohn dich / so glaubestu 0u viel. $L. 2as die Armuth deß Geistes ist. &ie Armuth unsres Geists besteht in innigkeit / &a man sich aller dingG und seiner selbst ver0eiht. $$. 1er !rmeste der -re6este. &er Armuth eigenthum ist fre8heit allermeist" &rumb ist kein ,ensch so fre8 / als der recht arm im Geist. $ . Armuth ist das wesen aller Tu'enden. &ie laster sind bestrickt / die 3ugenden gehn fre8" )ag ob die Armuth nicht ;hr aller wesen se8A $?. 1er Alleredleste :ensch. &er Alleredelste den man ersinnen kan / 1st ein gant0 lauterer und wahrer armer ,an. $I. 1er herrliche Tod. !hrist / der ist herrlich todt / der allem abgestorben / 6nd ;hm dadurch den Geist der armuth hat erworben. $B. 1ie $eit +e'reifft nicht die ewi'keit. )o lange dir mein 4reund im sinn liegt ort und 0eit" )o fa'stu nicht was G(tt ist und die ewigkeit.

$J. 1ie empf!n'liche ,eel. &ie )eel die 1ungfrau ist / und nichts als G(tt em*f2ngt / Kan G(ttes schwanger se8n / so offt sie dran ged2nckt. $F. 1er auf'espannte Geist. &er Geist der alle0eit in G(tt steht aufgericht / Em*f2ngt ohn underla' in sich das ewge licht. $%. /enn$eichen der ;raut G ttes. &ie Braut verliebet sich inn Br2utigam allein" +iebstu was neben G(tt / schau wie du Braut kanst se8n. $K. 1as wandelnde 'e$elt G ttes. &ie )eel in der G(tt wohnt / die ist =( )eeligkeitD> Ein wandelndes Ge0elt der ewgen Herrligkeit. L. G tt versor't alle 5reaturen. G(tt der versorget alls / und doch ohn alle m.h / EinG ;ede !reatur bedenckt er s*at und fr.h. $. Auch das kleinste 2.rmelein. Kein W.rmlein ist so tief verborgen in der Erden / G(tt ordnets da' ihm da kan seine )*e8se werden. . G tt ist die allvorsichti'keit leichte. ,ensch glaubstu G(tts de' Herrn allgegenw2rtigkeit / )o siehestu wie leicht 1hm die vorsichtigkeit. ?. G tt soll der ,eelen +ekandt se6n. Ein HErr in seinem Hau' / ein 4.rst in seinem +and" 1n ;hrem Erbtheil G(tt sol se8n die )eel bekandt. I. 2ie man $ur &ini'keit 'elan't. Wenn sich der ,ensch ent0ieht der mannigfaltigkeit / 6nd kehrt sich ein 0u G(tt / kombt er 0ur Einigkeit. B. 1er *ust'arten G ttes. &ie ewge +ustbarkeit sehnt sich in mir 0u se8n" WarumbA ich bin =( h-rtD> ;hr Blum- und W.rt0g2rtlein. J. 1ie :a#est!t deß :enschen. 1ch bin =( ,a;est2tD> ein )ohn der Ewigkeit / Ein K-nig von natur / ein 3hron der Herrligkeit. F. 2er auß Adelichem Ge+l.tte. &er so au' G(tt gebohrn / sein 4leisch hat und Gem.tte" 4.rwahr er ist allein au' adlichem Gebl.tte. %. G tt sieht die ankunfft an. &ie ankunfft hilfft doch viel" Weil !hristus gnug gethan / )o sieht G(tt sein <erdienst und Adel in un' an.

K. 2er G tt dient ist hoch Adelich. ,ir dient die gant0e Welt" 1ch aber dienG allein &er ewgen ,a;est2t" Wie edel mu' ich se8nD

Fün tes Buch Geistreicher Sinn- und Schluß-reimen.
$. Alles muß wider in &ins. Alls kombt au' einem her / und mu' in Eines ein" Wo es nicht wil ge0we8t / und in der vielheit se8n. . 2ie die $ahlen auß dem &ins / so die Geschöpffe auß G tt. &ie 0ahlen alle gar sind au' dem Eins geflossen9 6nd die Gesch-*ff 0umahl au' G(33 dem Ein' ents*rossen. ?. G tt ist in allen wie die &inheit inn Zahlen. Gleich wie die Einheit ist in einer ;eden @ahl9 )o ist auch G(tt der EinG inn &ingen .berall. I. Nichts kan ohn das &ins +estehn. Wie allG und ;ede 0ahln ohns eines nicht bestehn9 )o m.ssen die Gesch-*ff ohn G(tt das Eins vergehn. B. 1ie Nulle 'ilt vornen an nichts. &as 5ichts die !reatur / wenn sichs Gott vorgeset0t / Gilt nichts" stehtGs hinter 1hm / dann wird es erst gesch2t0t J. )m &ins ist alles &ins. 1m Eins ist alles Eins" kehrt 0we8 0u ruck hinein / )o ist es wesentlich mit ;hm ein einges Ein. F. Alle <eili'en sind ein <eili'er. &ie Heilgen alle sind ein Heiliger allein" Weil sie ein Hert0 / Geist / )inn / in einem +eibe se8n. %. 1ie 'eheime /ronen$ahl. @ehn ist die Kronen0ahl9 sie wird aus eins und nichts" Wenn G(tt und !reatur 0usammen kommn / geschichts. K. &s muß ein #eder 5hristus se6n. &er wahre G(ttes )ohn ist !hristus nur allein" &och mu' ein ;eder !hrist derselbe !hristus se8n. $L. G ttes =allast. G(tt ist 1hm selbst sein 3hron / der Himmel ist sein )aal / &er <orhoffs 7aradei' / der Erdkrei' ist der )tal. $$. 1ie ,.ndI ist allein das .+el.

Kein .bel ist al' ).ndG" und w2ren keine ).nden / )o w2rG in ewigkeit kein .bel auch 0u finden. $ . &in wachendes Au'e siehet. &as licht der Herrligkeit scheint mitten in der 5acht / Wer kan es sehnA Ein Hert0 das Augen hat und wacht. $?. 1as #rrdische Gutt ist ein :ist. &as ;rrdsche Gutt ist ,ist9 die Armen sind der Akker" WerGs au'f.hrt und 0erstreut / geneusts 0ur Erndte wakker. $I. 1er auß'an' 'eschieht um+ den ein'an'. Kein au'gang der geschieht / als umb de' eingangs willen" ,ein Hert0 entsch.ttet sich / da' es G(tt an sol f.llen. $B. 3erdamn.ß ist im wesen. K-ntG ein <erdambter gleich im h-chsten Himmel se8n" )o fehletG er doch st2ts die H-ll / und ihre 7e8n. $J. 1urch dich entwird G tt nichts. ,ensch w-hle was du wilt <erdamn.' oder :uh" E' gehet G(tt durch dich nichts ab und auch nichts 0u. $F. 1as 'röste 2under. &er Wunder hat es viel / kein gr-ssers kan ich sehen / Als da' das auferstehn de' 4leisches wird geschehen. $%. 1ie 'eistliche )ahrs$eiten. &er Winter ist die ).nd / die Busse 4r.lings0eit / &er )ommer Gnadenstand / der Herbst vollkommenheit. $K. Auch von demsel+en. 1m Winter ist man todt / im 4r.ling steht man auf / 1m )ommer und im Herbst verbringt man seinen lauf. L. 1er steiffe -elsenstein. Ein tugendthaffter ,ensch ist wie ein 4elsenstein" Es st.rme wie es wil / er f2llet doch nicht ein. $. 1er ,.ndI und Tu'end ei'enschafft. &ie Busse r.chet wol / die ).nden alle stincken" &ie 3ugenden gehn recht / die +aster aber hincken. . 1ie /euschheit +lei+t verschlossen. &ie Keuschheit ist ein )chlo' das niemand auf kan schliessen. Was sie im innern ist / das mag kein fremder wissen. ?. 1ie $eit die ist nicht schnell. ,an sagt die @eit ist schnell" wer hat sie sehen fliegenA )ie bleibt ;a unverruckt im Welt-begrieffe liegenD I. G tt sieht man nicht mit Au'en.

Wann du denkst G(tt 0u schaun / bild dir nichts sinnlichs ein" &as schaun wird inner uns / nicht au'erhalb uns se8n. B. 2as das +este an der ,eeli'keit. Was an der )eeligkeit mein Hert0 f.rs bestG erkiest / 1st da' sie wesentlich / und nicht von aussen ist. J. G tt wird wie wir. G(tt gibt dir wie du nimbst / du selbst schenkst au' und ein / Er wird dir wie du wilt / wie nach dem fa' der Wein. F. 1ie 2e'escheide $ur &wi'keit. &ie WegescheidG ist hier" Wo lenkstu dich nu hinA @ur +incken ist verlust / 0ur :echten ist gewien. %. 2as G tt den Ta' durch thut. &es ,orgens geht G(tt au' / 0u mittag schl2ffet er / &e' 5achts ist er erwacht / reist Abends ohn beschwehr. K. :an muß die Tieffe auf der <öhe +etrachten. Ein ungrund ist 0war Gott / doch wem er sich soll 0eigen / &er mu' bi' auf die )*it0 der ewgen Berge steigen. ?L. 1er Teuffel der ist 'ut. &er 3euffel ist so gutt dem wesen nach als du. Wa' gehet ;hm dann abA Gestorbner willG und ruh. ?$. 1ie ichheit und verl!u'nun'. &er ichheit ist G(tt feind / verl2ugnung ist er hold" Er sch2t0t sie be8de so / wie du den Koth unds Gold. ? . 1er ei'ene 2ille st.rt$t alles. Auch !hristus / w2rG in ;hm ein kleiner eigner Wille / Wie seelig er auch ist / ,ensch glaube mir er fielle. ??. 2enn G tt am lie+sten +e6 uns ist. G(tt dessen wollust ist be8 dir ( ,ensch 0u se8n / Kehrt / wenn du nicht daheim / am liebsten be8 dir ein. ?I. G tt lie+t nichts als sich. G(tt hat sich selbst so lieb / bleibt ;hm so 0ugethan9 &a' er auch nimmermehr was anders lieben kan. ?B. G tt kan mehr viel als weni'. 5ichts ist das G(tt nicht kan. H-r )*-tter auf 0ulachen. Er kan 0war keinen G(tt / wol aber G-tter machen. ?J. 3iel Götter / und nur einer. 8. 5or. A. B. Ein einger G(tt / und viel / wie stimbt di' .ber einA Gar sch-ne" Weil sie allG in einem Einer se8n. ?F. G tt schaut auf den Grund.

G(tt sch2t0t nicht was du guts / nur wie du es gethan" Er schaut die 4r.chte nicht / nur Kern und Wurt0el an. ?%. G tt +richt vonn 1isteln -ei'en. G(tt list vonn &ornen Wein / vonn &isteln bricht er 4eigen / Wenn er dein s.ndigs Hert0 0ur Busse komt 0u neigen. ?K. 1ie ,eeli'en sind nie satt. &ie )eelgen d.rffen sich da' sie nie satt sind freunD Es mu' ein s.sser &urst / und lieber Hunger se8nD IL. 5hristus ist ein -elß. Wer sich an !hristum st-st / =er ist ein 4el'enstein> @ersch-llt" wer ;hn ergreifft / kan ewig sicher se8n. I$. )e mehr erkandn.ß #e weni'er verstandn.ß. 1e mehr du G(tt erkennst / ;e mehr wirstu bekennen / &a' du ;e weniger 1hn / was er ist / kanst nennen. I . G tt muß sich sel+er lie+en. G(tt ist das h-chste Gutt / er mu' ;hm selbst gefallen / )ich selber auf sich kehrn / sich lieben / ehrn / f.r allen. I?. 2ie G tt so sehr 'erecht. )chau G(tt ist so gerecht" W2rG etwas .ber ;hn / Er ehrtG es mehr als sich / und kniete f.r dem hin. II. G tt lie+t sich nicht als sich. G(tt liebt sich nicht als sich / nur als das H-chste gut / &rumb schau / da' er auch selbst / was er befihlet / thut. IB. 1ie *aster scheinen nur. &ie +aster gehn bekleidt / die 3ugend stehet Blo' / &ie ist warhafftiglich / ;enG aber scheinen gro'. IJ. 1u +ist der erste ,.nder. )chweig ).nder / schre8he nicht dir EvG und Adam an" W2rn sie nicht vorgefalln / du h2ttestGs selbst gethan. IF. 1er Geistliche -euer$eu'. ,ein Hert0 ists 4euer0eug / der @under gutter Wille" )chl2gt G(tt ein 4.nklein drein / so brennts und leuchts die v-lle. I%. &ins kans nicht ohn das andre. @we8 m.ssen es voll0iehn" ich kans nicht ohne G(tt / 6nd G(tt nicht ohne mich" da' ich entgeh dem 3od. IK. 1ie schönste 2eißheit. ,ensch steig nicht all0u hoch / bild dir nichts .brigs ein" &ie sch-nste Wei'heit ist nicht gar 0u weise se8n. BL. G tt ist nicht tu'endhafft.

G(tt ist nicht tugendhaft" Au' ;hm kombt tugend her / Wie au' der )onn die )trahln / und Wasser au' dem ,eer. B$. Nach G tt ist alles 'e+ildet. G(tt ist von anbegin der Bildner aller dinge / 6nd auch ;hr ,uster selbst. &rumb ist ;a keins geringe. B . 1u must der <immel se6n. 1nn Himmel komst du nicht / =la' nur von dem get.mmel> &u se8st dann selbst 0uvor ein lebendiger Himmel. B?. 1ie ewi'e &rw!hlun'. G(tt w2hlt dich wie du bist" B-' ist be8 ;hm verlohrn / Gut ist von ewigkeit 0um +eben au'erkohrn. BI. 1er Tu'enden und *aster +eschaffenheit. &ie 3ugend liegt in ruh / die laster stehn im streit" )ie haben 7ein in sich / ;enG aber )eeligkeit. BB. G tt strafft nicht die ,.nder. G(tt strafft die ).nder nicht. &ie ).ndG ist selbst ;hr Hohn / 1hr Angst / 7ein / ,arter / 3od" Wie 3ugend selbst ;hr +ohn. BJ. G tte thut deine 3erdamn.ß nicht weh. &er )onne thuts nicht weh / wenn du von ;hr dich kehrst / Also auch G(tte nicht / wenn du in Abgrund f2hrst. BF. 2ann du wilt / wirstu seeli'. G(tt l2st dich ;ede 0eit gar gern inn Himmel ein" Es stehet nur be8 dir ob du wilt seelig se8n. B%. 2ie du +ist / so wirstu 'ew.rket. &ie )onn erweicht das Wach' / und machet hart den Koth. )o wirkt auch G(tt nach dir das +eben und den 3od. BK. <erren 'unst wehret #mmer. &a' Herrn gunst ewiglich / und nicht nur kurt0 bestehe / Bewei' ich mit der gunst des Herren in der H-he. JL. 1er 2e' $um <immel. Wenn du mein 7ilger wilt inn Himmel dich erh-hen / )o mustu nahe 0u / grad .bern Kreut0weg gehen. J$. Alles ist vollkommen. ,ensch nichts ist unvolkommn" der Kie' gleicht dem :ubin" &er 4rosch ist ;a so sch-n al' Engel )era*hin. J . 1es :enschen 'röster ,chat$. &er gr-ste )chat0 nach G(tt ist gutter willG auf erden" 1st alles gleich verlorn / &urch ;hn kans wider werden. J?. ;e6 G tt sind keine )ahre.

4.r G(tt sind tausend 1ahr wie ein vergangner 3ag. &arumb ist gar kein 1ahr be8 ;hm / wers fassen mag. JI. 2ir dienen uns / nicht G tt. ,ensch / G(tt ist nichts gedient / mit fasten bethen wachen" &u dienst mehr dir damit / weils dich kan heilig machen. JB. G tt kan sich nicht ver+er'en. G(tt kan sich nimmermehr verbergen wie du s*richst" Es se8 dann da' du auch f.r ;hn ein +och erdichst. JJ. G tt ist in unß sel+st. G(tt ist so nah be8 dir mit seiner Gnad und G.tte / Er schwebt dir wesentlich im Hert0en und Gem.tte. JF. 2ie weit der 2e' inn <immel. !hrist sch2t0e dir die :ei' inn Himmel nicht so weit" &er gant0e Weg hinein ist keines )chrittes breit. J%. 1er weise +e'ehrt nicht inn <immel. &er Weise wann er stirbt / begehrt inn Himmel nicht" Er ist 0uvor darinn eh ;hm das Hert0e bricht. JK. 1eß +ösen und 'utten 4nterscheid. Ein 1rrliecht ist der b-'G" ein gutter ,ensch ein stern" Er brennet von sich selbst / der leuchtet von dem Herrn. FL. :an darff nicht viel $ur ,eeli'keit. !hrist du bedarffst / nicht viel 0ur ewgen )eeligkeit" Es h.lfft ein eint0igs Kraut das heist Gelassenheit. F$. 1ie ;ußI ist leicht $u thun. &ie Bu'G ist bald gethan / da' dich G(tt lo' mu' sagen / &u darffst nur an die Brust wie ;ener ).nder schlagen. F . Gott ist allem 'leich nahe. G(tt ist dem Bel0ebub nah wie dem )era*him" Es kehrt nur Bel0ebub den :.kken gegen ;hm. F?. G tt kan sich nicht ent$iehn. G(tt kan sich nicht ent0iehn / er w.rket f.r und f.r. 4.hlstu nicht seine Krafft / so gib die )chuld nur dir. FI. )n der <ölle ist keine &wi'keit. BetrachtG es eigendlich" be8 G(tt ist Ewigkeit / Be8m 3euffel in der H-ll da ist ein ewges leid. FB. Nichts +esteht ohne 'enuß. 5ichts dauret ohn genu'. G(tt mu' sich selbst geniessen" )ein wesen w.rde sonst wie Gra' verdorren m.ssen. FJ. 2ie die Gesellschafft / so der Geselle.

@u wem du dich gesellst / de' wesen saufstu ein" Be8 Gotte wirstu Gott / be8m 3euffel 3euffel se8n. FF. An den ,.nder. &u schreiest auf den &ieb / und schiltst ;hn unverholen" )chweig / du hast G(tt viel mehr al' er der Welt gestohlen. F%. 2arum+ weni' $ur Th.r deß *e+ens ein'ehn. &a' nach der Himmelth.r so wenig ,enschen greiffenD Es wil ;hm keiner dran den alten Balg abstreiffen. FK. Am 5reut$ am sichersten. ,an ligt am seeligsten in +e8den !reut0 und 7ein" Wo aber sind die gern auf disem Bette se8nA %L. 1ie Armut ist am 7eichsten. &ie Armuth ist ein )chat0 dem keine )ch2t0e gleichen. &er 2rmste ,ensch im Geist hat mehr als alle :eichen. %$. )m 7einen erscheinet G tt. ,ensch d2nkstu G(tt 0uschaun / dort oder hier auf Erden" )o mu' dein Hert0 0u vor ein reiner )*iegel werden. % . Am 5reut$ ist die lie+I am *ie+sten. )ag wo die +iebe wird am liebesten gefundenA Am !reut0 / wenn sie umb de' geliebten willn gebunden. AH. -reudI und *eid +e6sammen. Ein !hrist erfreuet sich in +e8den !reut0 und 7ein" )o kan ;a freudG und +e8d gar wol be8sammen se8nD %I. &ins wissen hat den =re6ß. <iel wissen bl2het auf" dem geb ich lob und *re8' / &er den Gekreut0igten in seiner )eele wei'. %B. 2er nichts weiß / ist 'eruhi'. H2ttG Adam nie vom Baum der wissenschafften gessen / Er w2rG im 7aradei' in ewger :uh gesessen. %J. 1er ,chöpffer im Geschöpffe. &ie )ch-*ffung ist ein Buch9 WerGs wei'lich lesen kan / &em wird darinn gar fein der )ch-*ffer kundt gethan. %F. &ins ist das +este ;uch. <iel B.cher viel beschwehr" Wer eines recht gelesen / =1ch meine 1Esum !hrist> / ist ewiglich genesen. %%. 1u must dich .+er set$en. &er +eib mu' sich inn Geist / der Geist inn Gott erheben / Wo du in 1hm mein ,ensch wilt ewig seelig leben. %K. 1u must es hier erwer+en.

Hier mu' es se8n gethan" ;ch bilde mir nicht ein / &a' der kein :eich erwirbt dort wird ein K-nig se8n. KL. Nichts $eitlich ist in G tt. Ein Augenblik ist kurt0" 5och kan ich k.hnlich sagen / &a' G(tt so lange nicht gewest vor @eit und 3agen. K$. )n welchem )ahr die 2elt erschaffen. &a G(tt die Welt erschuf / wa' schrieb man f.r ein 1ahrA Kein anders nicht al' das seins 6rstands erstes war.
??

K . G tt siht nichts $uvor. G(tt sihet nichts 0uvor" &rumb leugstu wenn du ;hn ,it der <orsehung mi't nach deinem bl-den )inn. K?. G tt kan nicht $örnen. G(tt 0-rnet nie mit un' / wir dichtens ;hm nur an" 6nm-glich ist es ;hm da' er ;e 0-rnen kan.

KI. G tt ist nicht +ewe'lich. Wer saget da' sich G(tt vom ).nder abewendt / &er giebet klar ann 3ag da' er G(tt noch nicht kennt. ?I KB. 2as G tt den ,eeli'en und 3erdam+ten ist. G(tt ist den )eeligen ein ewger freuden Gast / 6nd den <erdammeten einG ewge .berlast. 9@. 1as <öllische +rennt nur. &ie H-lle schadt mir nichts / w2rG ich gleich st2ts in ;hr9 &a' dich ;hr 4euer brennt / das lieget nur an dir. KF. 1er weise kla't nur ,.nde. &er Weise wann er sol von 7ein und 6ngl.k sagen Wird dir sonst .ber nichts als .ber ).nde klagen. K%. G tt kan dem 2illn nicht steuren. 5ichts st2rkers ist als G(tt" doch kan er nicht verwehren / ?B &a' ich nicht was ich wil sol wollen und begehren. KK. 2as G tt 'ern #sset. G(tt ;sst die Hert0en gern" Wiltu ;hn stattlich s*eisen / )o richtG ihm deines 0u" Er wird es ewig *reisen. $LL. 2ie G tt das <ert$ wil $u+ereitet ha+en. Wie Kocht man Gott das Hert0A Es mu' gestossen se8n / Ge*rest / und stark verguldt" )onst geht es ;hm nicht ein.

??

1n Gott ist kein vor oder darnach sehen" sondern Er siehet von Ewigkeit alles gegenwertig f.r ;hm / wie es geschiehet / nicht wie es geschehen wirdt oder geschehen ist. ?I ,erk. Gott wendet sich nicht ab / sondern der ).nder wendt sich von Gott.

?B &urch seine vorhin der )eelen eingeschaffene gewalt. Er kan aber wol verhindern da' der Wille das Werk nicht
verbringe / welches er wil.

$L$. G tt wil ein 'ant$es <ert$e. !hrist mit dem halben theil wirstu Gott nicht begaben" Er wil das Hert0e gant0 und nicht die helffte haben. $L . 2arum+ niemand vonn &n'eln +esessen wird. Wie da' kein heilges Hert0 vorm Engeln wird besessenA )ie thuns nicht weil es G(tt f.r sich hat abgemessen. $L?. G tt ist nichtIs erstemahl am 5reut$ 'estor+en. G(tt ist nichtGs erste mahl am !reut0 get-dtet worden" &enn schau er lie' sich ;a in Abel schon ermorden. $LI. 5hristus ist 'ewesen / ehI er war. &a' !hristus lang 0uvor / eh da' er war gewesen / 1st klar" Weil man ;hn a' und tranck / da' man genesen. $LB. 1en <immel kan man stehlen. Wer heimblich guttes w.rckt / sein Geld au'theilt verholen / &er hat das Himmelreich gar meisterlich gestohlen. $LJ. 1as *e+en muß dir sel+st ein'eschrie+en se6n. ,ensch wird dein Hert0e nicht das Buch de' +ebens se8n" )o wirstu nimmermehr 0u Gott gelassen ein. $LF. 5hristus 'estern / heut / und :or'en. ,essias der ist heut / ist gestern / und ist ,orgen / 6nd bi' in ewigkeit / entdekket und verborgen. $L%. 1er 'lau+I allein ist ein holes -aß. &er glaubG / ohn liebG / allein / =wie ich mich wol besinne> 1st wie ein holes 4a'" E' klingt und hat nichts drinne. $LK. 2er Gott hat / hat alles mit #hm. Be8 G(tt ist alls und ;eds" Wer neben 1hm tr2gt ein / &er mu' ein rechter 5arr / und tummer Geit0hal' se8n. $$L. 1em ,chöpffer lauffen alle Geschöpffe nach. Wenn du den )ch-*ffer hast / so laufft dir alles nach / ,ensch / Engel / )onn und ,ond / +ufft / 4euer / Erd / und Bach. $$$. Ausser G tt le+en ist Todt se6n. ,ensch glaube di' gewi'" Wo du nicht lebst in G(tt / +ebstu gleich tausend 1ahr / du bist so lange todt. $$ . Nicht alles 'utte ist 'ut. 5icht alles gutG ist gut" ,ensch .berred dich nicht" Wa' nicht im +ieb-l brent das ist ein falsches +icht. $$?. Gewien ist verlust. &er :eiche dieser Welt was hat er vor gewinA &a' er mu' mit verlust von seinem :eichthumb 0iehn.

$$I. Nach &hre stre+en ist thöricht. Wie th-richt sind wir doch da' wir nach Ehre strebenD G(tt wil sie ;a nur dem / der sie verschm2het / geben. $$B. &rfahrun' ist +esser als wissenschafft. 1' doch / wa' redstu viel von krafft der Wurt0el 1esse" ,ir schm2kket nichts so gut als was ich selber esse. $$J. 1u must der erste im <immel se6n. !hrist lauffe was du kanst / wiltu inn Himmel ein" Es heist nicht stille stehn / du must der erste se8n. $$F. 1er 1em.ti'e wird nicht 'ericht. Wer st2ts in demut lebt / wird nie von G(tt Gericht" WarumbA er richtet auch niemand und s.ndigt nicht. $$%. G tt ist nicht mehr +armhert$i' als Gerecht. Gott der wird nicht f.r Gott vom weisen ,ann erkiest" Wo er barmhert0iger mehr als gerechter ist. $$K. 1ie w.rckun' deß heili'en ,acraments. &as Brodt der Herr in uns wirkt wie der weisen stein" Es machet uns 0u Gold / wo wir geschmolt0en se8n. $ L. 1er mensch ist $we6 :enschen. @we8 ,enschen sind in mir" &er eine wil was G(tt / &er andre was die Welt der 3euffel und der 3od. $ $. Nichts ist herrlicher als die ,eele. )oltG auch was herrlichers al' meine )eele se8n / Weil G(tt die herrligkeit sich selbst verwandelt dreinA $ . &s sind nicht <eili'en. Es k-nnen / wie du s*richst / nicht viel der Heilgen se8n. WarumbA denn )&sus ist der Heilge ;a allein. $ ?. Gleichnuß der <. 1re6eini'keit. G(tt <atter ist der Brunn / der /uall der ist der )ohn / &er heilge Geist der ist der strom so fleust davon. $ I. 3on G tt wird mehr 'elo'en als war 'eredt. Was du von G(tt ver;ahst / dasselb ist mehr erlogen / Als wahr" weil du 1hn nur nach dem gesch-*ff erwogen. $ B. Zeit ist edler alß &wi'keit. &ie @eit ist edeler al' tausend Ewigkeiten" 1ch kan mich hier dem Herrn / dort aber nicht bereiten. $ J. 1er )chheit Tod st!rckt in dir Gott. )o viel mein 1ch in mir verschmachtet und abnimbt / )o viel de' Herren 1ch darf.r 0u kr2fften k-mmbt.

$ F. 1ie ,eel ist a+er Zeit. &ie )eel ein ewger Geist ist .ber alle @eit" )ie lebt auch in der Welt schon in der Ewigkeit. $ %. 1er ,eelen wird es nie Nacht. ,ich wundert da' du darffst den tag so sehr verlangenD &ie )onn ist meiner )eel noch niemals untergangen. $ K. 1as #nnere +edarf Nicht deß !useren. Wer seine )innen hat ins innere gebracht / &er h-rt was man nicht redt / und siehet in der 5acht. $?L. 1er 'eistliche :a'net und ,tahl. G(tt der ist ein ,agnet / mein Hert0 das ist der )tahl" E' kehrt sich st2ts nach ;hm / wenn ers ber.hrt einmahl. $?$. 1er :ensch ist etwas 'rosses. &er ,ensch mu' doch was se8nD G(tt niembt sein wesen an" 6mb aller Engel willn h2ttG er solchs nicht gethan. $? . 1er 'elassene leidet keinen schaden. Wer nichts mit eigenthum besit0et in der Welt / &er leidet nicht verlust wann ;hm gleichGs Hau' einf2llt. $??. 1er 2eise 'r!mt sich nie. &er Weise wird sich nie in 7ein und 6ngl.k gr2men" Er bitt G(tt nicht einmahl / da' ers von ;hm soll nehmen. ?J $?I. &in /öni' und ein knecht ist G tt 'erecht. ,ensch allererst bistu f.r G(tt geschikt und recht. Wenn du 0ugleiche bist ein K-nig und ein Knecht. $?B. 3or+ereitun' macht weni'er empfindli'keit. Wie da' den Weisen nie betr.bet Weh und +eidA Er hat sich lang 0uvor auf solchen Gast bereit. $?J. 1em 2eisen 'ilt alles 'leiche. Alls gilt dem Weisen gleich9 er sit0t in ruh und stille" Geht es nach seinem nicht / so gehts nach G(ttes wille. $?F. G tt höret auch die ,tummen. ,ensch wo du G(tt umb gnad nicht kanst mit worten ehren / )o steh nur stum f.r ;hm / er wird dich schon erh-ren. $?%. 2en G tt nicht ewi' verdammen kan. &en ).nder / welcher sich nicht ewig wendt von G(tt / Kan G(tt auch nicht verdammn 0ur ewgen 7ein und 3od. $?K. 1as Alleradelichste.

?J Er bettet nur Herr dein Wille geschehe.

Bin ich nicht adelichD die Engel dienen mir / &er )ch-*ffer buhlt umb mich / und wart f.r meiner 3h.r. $IL. 1er 2eise fehlt nie deß Ziehls. &er Weise fehlet nie" er trifft all0eit das @iehl9 Er hat ein augenma' / das heisset wie G(tt wiel. $I$. 1er 2elt thun ist ein Trauerspiel. 4reund g-nnG es doch der Welt / ;hr gehts 0war wie sie wil" &och ist ;hr gant0es thun nichts als ein 3rauers*ielD $I . )m <immel ma' man thun was man wil. ,ensch 02hme doch ein kleins auf erden deinen willen" 1m Himmel wirstu ;hn wie du wirst wolln erf.llen. $I?. 1er 4nempfindliche ist mehr als &n'lisch. Wer in dem 4leische lebt / und f.hlt nicht dessen *ein" &er mu' schon auf der Welt weit mehr als Englisch se8n. $II. 1ie )chheit schadt mehr als tausend Teuffel. ,ensch h.tte dich f.r dir. Wirstu mit dir beladen / &u wirst dir selber mehr als tausend 3euffel schaden. $IB. 5hristus verursacht nur haß und streit. ,einstu da' !hristus dir bringt 4ried und EinigkeitA 5ein wahrlich" wo er ist entstehet ha' und streitD $IJ. 1ie 2elt ist von &wi'keit. Weil G(tt der ewige die Welt schuf ausser 0eit" )o ists ;a )onnen-klar da' sie von ewigkeit. $IF. )n G tt ist alles 'leiche. 1n G(tt ist alles eins. &er minst im Himmelreich 1st !hristo unsrem Herrn und seiner ,utter gleich. $I%. )n der &wi'keit 'eschieht alles $u'leiche. &ort in der Ewigkeit geschihet alls 0ugleich" Es ist kein vor noch nach / wie hier im @eitenreich. $IK. Alle :enschen m.ssen ein :ensch werden. &er vielheit ist G(tt feind9 &rumb 0ieht er uns so ein" &a' alle ,enschen solln in !hristo einer se8n. $BL. )m <immel ist alles 'emein. 1m Himmel lebt man wol9 5iemand hat was allein. Was einer hat / das ist den )eelgen alln gemein. $B$. &in #eder 'eneust des andren ,eeli'keit. ,Arien )eeligkeit / und ;hres )ohns de' s.ssen / WerdG ich so v-lliglich al' be8de selbst geniessen. $B . 2as ein <eili'er hat / das ist der andern auch.

Was hier die Heiligen mit grosser m.h erlangt / Wird in der )eeligkeit mir alls umb sonst geschankt. $B?. &in #eder im <immel freuet sich o+ dem andern. &er gr-ste Heilige wird sich so hoch erfreun (b mir9 als sehr ob ;hm ich werde fr-lich se8n. $BI. 2er friede sucht muß vil .+ersehn. ,ensch wenn du so genau das deine wilt besch.t0en / )o wirstu nimmermehr im wahren friede sit0en. $BB. 5hristus ist der erste und let$te :ensch. &er erstG und let0te ,ensch ist !hristus selbst allein / Weil allG au' ;hm entstehn / in ;hm beschlossen se8n. $BJ. 2er viel +e'ehrt dem man'elt vil. Wer gnugsam reich / hat alls. Wer viel begehrt und wil / &er giebet 0u verstehn da' ;hm noch mangelt viel. $BF. 1er 7eiche ist wahrhaffti' arm. &er :eiche wann er viel von seiner Armuth s*richt / )o glaub es ihm nur gern" er leugt warhafftig nicht. $B%. 1ie a+'estor+enheit ist eine 2itti+. &ie abgestorbenheit mu' eine Wittib se8n9 &enn sie hat keinen ,ann / und gehet st2ts allein. $BK. 1as *eiden 5hristi ist noch nicht 'ar voll+racht. &as +eiden !hristi ist am !reut0 nicht gar vollbracht" Er leidet heute noch be8 3ag und auch be8 5acht. $JL. 1er :ensch muß das *eiden 5hristi erf.llen. ,ensch du solst =aulus se8n / und in dir selbst erf.llen / Was !hristus nicht gethan / wo sich der 0orn sol stillen. $J$. Niemand lie't an der +rust 5hristi als )ohannes. Kind bilde dir nicht ein / eh du 1ohannes bist / &a' du ligst an der Brust de' Herren 1Esu !hrist. $J . 1as *o+ deß ,.nders. &as +ob das G(tt dem Herrn ein 6ngerechter giebt / Wird weniger von ;hm als Hundsgebell geliebt. $J?. G tt hilfft dem 'rösten ,.nder am lie+sten. &ie ).nder liegen krank / ;hr art0t ist )&sus 5hrist" Am liebsten hilfft er dir wo du der gr-ste bist. $JI. G tt nim+t nur die *!mmer an. G(tt wil da' alle solln 0u seinem )ohne kommen" 6nd dennoch werden nur die +2mmer angenommen. $JB. 2er G tt siehet.

G(tt ist ein ewger Blit0 / wer kan ;hn sehn und lebenA Wer sich in seinen )ohn sein Ebenbild begeben. $JJ. 2er +öse +lei+t / hat nichts an 5hristo. ,ensch bleibestu verbost / so ist dir nichts erworben" G(tt ist nur f.r das )chaf nicht f.r den Bok gestorben. $JF. 1ie ,.nde +rin't was Guttes. &ie ).nd bringt doch was gutts" )ie mu' den 4romen dienen / &a' sie viel edeler f.r G(tt dem Herren gr.nen. $J%. 1er ,.nder thut nichts 'ut. ,ensch s*eise wen du wilt / 0euch tausend Armen an9 Wo du ein ).nder bist / du hast nicht wol gethan. $JK. 2ie man f.r die :a#est!t 'ehet. Wer f.r der ,a;est2t wil unerschrokken stehn / &er mu' gewaschen se8n / und tief gebukket gehn. $FL. G tt sind alle 2erke 'leich. G(tt sind die Werke gleich / der Heilge wann er trinkt / Gef2llet 1hm so wohl als wann er Beth und singt. $F$. 1ie Tu'enden h!n'en alle aneinander. &ie 3ugenden sind so verkn.*ffet und verbunden / Wer einG alleine hat der hat sie alle funden. $F . Alle Tu'enden sind eine Tu'end. )chau alle 3ugenden ist einG ohn unterscheid" Wiltu den 5ahmen h-rnA sie heist Gerechtigkeit. $F?. G tt hat keine Gedanken. ,ensch G(tt ged2nket nichts. 1a w2rn in 1hm Gedanken )o k-ntG Er hin und her / welchs 1hm nicht 0usteht / wanken. $FI. 2as der <eili'e thut / thut G tt in #hm. Gott thut im Heilgen selbst alls was der Heilge thut" G(tt geht / steht / liegt / schl2fft / wacht / i't / trinkt / hat gutten ,uth. $FB. 1as Gewissen ist ein 2e'weiser. ,ensch wenn du ;rre gehst so frage dein Gewissen" &u wirst ohn alln <er0ug die )trassG erkennen m.ssen. $FJ OfehltP $FF. 2er das ;uch deß *e+ens lieset. ,ensch wer dem HErren folgt in seinem 3hun und lassen / &er liest de' +ebens Buch / und kan die ,einung fassen. $F%. 5hristus war was &r redte. Was !hristus auf der Welt geredt hat und gethan / &as ist Er selbst gewest" wie ers auch 0eiget an.

$FK. G tt macht nichts Neues. Gott macht kein neues &ing / obs uns 0war neue scheint" 4.r 1hm ist ewiglich was man erst werden meint. $%L. G tt kom+t nur in keusche <ert$en. &en Br2utgam deiner )eel verlanget ein 0u 0iehen / Bl.h auf9 er kommet nicht bi' da' die +ilgen bl.hen. $%$. 1as aller'eit$i'ste. Wie Geit0ig ist ein Hert0D wenn tausend Welten w2ren / Es w.rde sie gesambt / und mehr dar0u begehren. $% . 1as <ert$ muß auß dem <ert$en. )ch.tt au' dein Hert0 f.r G(tt" Er 0eucht nicht be8 dir ein / Wenn er dein Hert0e nicht sieht aussrem Hert0en se8n. $%?. 1eß 5hristen Natur. 6mb b-ses guttes thun / umb )chmach sich nicht entr.sten" <or undank dank ertheiln / ist die 5atur der Kristen. $%I. &in <eili'er sicht sich im andern. Ein ;eder Heiliger wird sich in allen sehn" Wann nicht allG einer w2rn / so k-nt es nicht geschehn. $%B. 1er 2eise weil er nichts hat verliehrt nichts. &er weise ,ann ist nie umb einen Heller kommen" Er hat nie nichts gehabt / man hat ihm nichts genommen. $%J. 1ie &i'enheit ist alles .+els 4rsache. ,ittheilen schaffet :uh. Blo' au' der Eigenheit Entstehet alles Weh / <erfolgung Krieg und )treit. $%F. 1er 'röste Trost nach G tt. &er gr-ste 3rost nach G(tt d.nkt mich im Himmel se8n" &a' man einander gleich ins Hert0e siht hinein. $%%. &s sind viel ,eeli'keiten. Es sind viel Wohnungen / und auch viel )eeligkeiten" Ach th2testu dich doch 0u einer recht bereitenD $%K. G tt ist &wi' in seine ,chönheit verlie+t. G(tt ist so .bersch-n / da' 1hn auch selber gant0 <on Ewigkeit ver0ukt seins Angesichtes Glant0. $KL. 1ie ,eeli'keit in der Zeit. &em Heilgen geht nichts ab9 er hat schon in der @eit An G(ttes wollgefalln die gant0e )eeligkeit. $K$. 1er ,eeli'en und 3erdampten ei'enschafft. &er )eelgen Eigenschafft ist gant0 nach G(tte leben" 6nd der <erdam*ten art 1hm g2nt0lich wiederstreben.

$K . G tt macht mit <.lffe der 5reatur das +este. &en ersten Adam den hat G(tt allein gemacht" &en anderen hat er mit mir 0u wege bracht. $K?. G tt lie+et einen wie alle. G(tt liebet mich so sehr als alles was auf Erden9 W2rG er nicht ,ensch gebohrn / er w.rde mirs noch werden. $KI. Aller <eili'en 2erke sind nur ein 2erk. Was alle Heilgen thun / das kan ein ,ensch allein" 1aD schau sie thun sonst nichts als G(tt gelassen se8n. $KB. G tt wird im m.ssi' se6n 'efunden. G(tt wird viel eher dem der g2nt0lich m.ssig sit0t9 Als dem der nach 1hm laufft da' +eib und )eele schwit0t. $KJ. G tt hat alle Nahmen / und keinen. ,an kan den h-chsten G(tt mit allen 5ahmen nennen" ,an kan ;hm widerumb nicht einen 0uerkennen. $KF. G tt ist nichts und alles. G(tt der ist nichts und alls ohn alle deutele8" &ann nenn was das Er istA auch was das Er nicht se8A $K%. 5hristus ist unser :uster. ,ensch wenn du dich wilt G(33 0um 3em*el auferbauen / ,ustu das rechte ,a' an !hristo dir abschauen. $KK. 1er *ie+e 'e'enwurf &er +iebe gegen-wurff ists h-chste Gutt allein" +iebt sie was ausser dem / so m.'t sie 52rrisch se8n. LL. 2as man lie+t / in das verwandelt man sich. auß ,. Au'ustino. ,ensch was du liebst in das wirstu verwandelt werden / G(tt wirstu liebstu G(tt / und Erde liebstu Erden. L$. 1ie wohl'eordnete *ie+e. +iebstu G(tt .ber dich / den 52chsten wie dein +eben / Was sonst ist / unter dir" so liebstu recht und eben. L . 1ie 3ereini'un' mit G tt machet alles &deler. Krist alles was du thust / mu' dir 0u Gulde werden" Wo dus <ereinigest mit !hristi thun auf Erden. L?. 1er 2eltD:ensch ist 3er+lendt. ,ensch thu die Augen auf / der Himmel steht ;a offen" &u hast dich mit der Welt / wo dus nicht siehst besoffen. LI. G tt ist '.tti'er als wir vermeinen. G(tt ist so gut auf un' / da' ichs nicht sagen kan" Begehrn wir 1hn gleich nicht / er bieth sich selber an.

LB. Auf G ttes seiten ist kein :an'el. G(tt wirkt ohn unterla'" Er g-sse tausend 4reuden 1n dich auf einmal ein / wo du 1hn k-ntest le8den. LJ. G tt kan sich keinem 1em.ti'en ent$iehn. G(tt k-nte sich auch gar den 3eufeln nicht ent0iehn / Wo sie nur umgekehrt f.r 1hn hin wolten knien. 9NO. 1as 'röste 2erk. &as allergr-ste Werk das du f.r G(tt kanst thun / 1st ohn ein eint0igs Werk G(tt leiden und Gott ruhn. L%. 1ie Neue 5reatur. ,ensch allererst bistu die neue !reatur / Wenn !hristi fr-migkeit ist deines Geists 5atur. LK. 1as allerhöchste *e+en. 4reund wo duGs wissen wilt / das allerh-chste +eben / 1st abgeschieden se8n / und G(tt stehn .bergeben. $L. 1ie Neue und alte *ie+e. &ie +iebe wenn sie neu / *raust wie ein ;unger Wein" 1e mehr sie alt und Klar / ;e stiller wird sie se8n. $$. 1ie ,eraphische *ie+e. &ie +iebe welche man ,eraphisch *flegt 0unennen / Kan man kaum 2userlich weil sie so still ist kennen. $ . 1er lie+e :ittelpunct und 4m+kreiß. &er liebe ,ittel*unct ist G(tt und auch ;hr Krei'. 1n 1hm ruht sie / liebt alls in ihme gleicherwei'. $?. 1er Thron G ttes ist im -riede. 1n wem die ,a;est2t sol ruhen wie inn 3hronen / ,u' 0u 1erusalem auf ,ions Berge wohnen. $I. G tt ist in allem alles. 1n !hristo ist G(tt G(tt / inn Engeln Englisch Bild / 1nn ,enschen ,ensch / und alls in allen was du wilt. $B. G tt thut alles in allem. G(tt thut in allen alls. Er liebt inn )era*hinen / 1nn 3hronen herrschst Er / beschaut inn !herubinen. $J. G tt ist ein ;runn. Gott gleicht sich einem Brunn / Er fleust gant0 mildiglich Herau' in sein Gesch-*ff / und bleibet doch in sich. $F. )n G tt schaut man alles auf einmahl. 4reund wann man Gott beschaut / schaut man auf einmahl an / Was man sonst ewig nicht ohn ;hn durchschauen kan.

$%. Gott kan nichts +öses wolln. G(tt kan nichts b-ses wolln" woltG Er de' ).nders 3od / 6nd unser 6ngel.k / Er w2re gar nicht Gott. $K. 1er :ensch sol nicht ein :ensch +lei+en. ,ensch bleib doch nicht ein ,ensch" man mu' aufs h-chste kommen. Be8 Gotte werden nur die G-tter angenommen. L. 2ie Gott 'efunden wird. Wer Gott recht finden wil / mu' sich 0uvor verliehrn / 6nd bi' in Ewigkeit nicht wieder sehn noch s*.rn. $. 1er Todte höret nicht. Ein abgestorbner ,ensch / ob man ;hm .bel s*richt / Bleibt unbewegt. WarumbA die 3odten h-ren nicht. . <or den -reuden muß man le6den. ,ensch wo du dich mit Gott im Himmel d2nkst 0u freun / ,ustu vor auf der Welt seins 3ods gef2hrte se8n. ?. 2ann der :ensch so 'erecht wie 5hristus. Wann du vollkommen Eins mit G(33 dem HErren bist / )o bistu so gerecht als unser 1esus !hrist. I. 1em Todten ist alles Tod. Wenn du gestorben bist / so scheinet dir von 5oth ,ein ,ensch die gant0e Welt unnd alls Gesch-*ffe 3odt. B. 1ie un'ekreut$i'ten /reut$e. <iel sind der Welt ein Kreut0 / die Welt ist aber ;hnen 5icht dieses widerumb" weil sie die noch bedienen. J. 1ie Natur der <e6li'keit. &er He8ligkeit 5atur ist lautre +ieb ( !hrist" 1e lauterer du liebst / ;e he8liger du bist. F. 1ie Gleichheit. &er Heilge nimbt es gleich" l2st ;hn G(tt liegen Krank / Er saget 1hm so gern als vor Gesundheit dank. %. 1er :ensch stekt in einem Thier. Kreuch doch herau' mein ,ensch / du stekst in einem 3hier / Wo du darinnen bleibst / kombstu be8 Gott nicht f.r. K. Anmassun' ist der -all. ,ensch ist was guts in dir / so masse dichs nicht an. )o bald du dirs schreibst 0u / so ist der 4all gethan. ?L. 1as +öse ist deine. &as gutte kommt au' Gott / drumb ists auch seinG allein" &as b-sG entsteht au' dir" das la' du deine se8n.

?$. 2ahre *ie+e ist +est!ndi'. +a' doch nicht ab von Gott / ob du solst elend se8n" Wer ihn von Hert0en liebt / der liebt 1hn auch in 7ein. ? . 1as ,chönste 1in'. Kein &ing ist hier noch dort / das sch-ner ist als ich" Weil Gott die )ch-nheit selbst sich hat verliebt in mich. ??. 2enn der :ensch Gott ist. EhG als ich ich noch war / da war ich Gott in Gott" &rumb kan ichs wieder se8n wenn ich nur mir bin 3odt. ?I. Alles kehrt wieder in seinen 4rsprun'. &er +eib von Erde her wird widerumb 0ur Erden" )ag weil die )eel von Gott / ob sie nicht Gott wird werdenA ?B. 1ie &wi'keit ist unß an'e+ohrn. &ie Ewigkeit ist un' so ;nnig und gemein" Wir wolln gleich oder nicht / wir m.ssen Ewig se8n. ?J. &ins h!lt das andere ,ein Geist der tr2gt den +eib / der +eib der tr2gt ;hn wieder" +2st eins vom andern ab / so falln sie be8de nieder. ?F. 1as /reut$e +rin't -reud und *eid. &as Kreut0e bringet 7ein / das Kreut0e bringet 4reud. 7ein einen Augenblik / und 4reud in Ewigkeit. ?%. 1as mein und dein 3erdammet. 5ichts anders st.rt0et dich in H-llenschlund hinein / Als das verhasste Wort =merks wolD> das mein unnd dein. ?K. Gott hat kein :uster als sich sel+st. 4ragstu warumb mich Gott nach seinem Bildn.' ,achteA 1ch sagG es war niemands der ;hm ein anders brachte. IL. 2ann der :ensch '!nt$lich wieder+racht ist. Wenn ist der ,ensch 0u Gott vollkommlich wiederbrachtA Wenn er das ,uster ist darnach ;hn Gott gemacht. I$. 1er *ie+e ist alles 4nterthan. &ie +ieb beherrschet alls9 auch die &re8einigkeit / 1st selbst ;hr 6nterthan gewest von Ewigkeit. I . 1ie *ie+ ists höchste Gutt. Es ist vom h-chsten Gutt viel redens und Geschre8" 1ch schwere da' di' Gutt allein die +iebe se8. I?. 1ie Natur Gottes. &ie +iebG ist Gotts 5atur / er kan nichts anders thun. &rumb wo du Gott wilt se8n / +ieb auch in ;edem nun.

II. 1ie *ie+e macht auch Gott seeli'. &ie +ieb beseeligt alls / auch Gott den Herrn dar0u9 H2ttG er die +iebe nicht / er s2sse nicht in :uh. IB. G tt hat keinen ei'nern Nahmen als *ie+e. Kein 5ahm ist welcher Gott recht eigen w2rG / allein &ie +iebe heist man 1hn" so werth ist sie und fein. IJ. Gott wil was &r ist. Gott ist die +iebe selbst / und thut auch nichts als lieben" &rumb wil er auch da' wir die +iebe st2ts solln .ben. IF. Gott kan nichts hassen. ,ensch rede recht von Gott9 Er hasst nicht se8n Gesch-*ffe" =6nm-glich ist es ;hm /> auch nicht die 3euffels K-*ffe. I%. 1re6erle6 ,chlaff. &er )chlaff ist dre8erle89 &er ).nder schl2fft im 3od / &er m.dG in der 5atur / und der verliebtG in Gott. IK. 1ie dre6erle6 Ge+urt. ,aria die gebiehrt den )ohn Gotts 2usserlich / 1ch inner mir im Geist / Gott <atter ewiglich. BL. 1ie 'eistliche und &w'e 'e+urt sind eines. &ie geistliche Geburt / die sich in mir er2ugt / 1st eins mit der durch die den )ohn Gott <atter 0eugt. B$. 1ie Ge+urt Gottes wehret #mmer. Gott 0euget seinen )ohn / und weil es ausser @eit / )o wehret die Geburt auch bi' in Ewigkeit. B . 1er ,ohn G ttes wird in dir 'e+ohren. ,ensch schikstu dich dar0u / so 0eugt Gott seinen )ohn / AllG Augenblik in dir / gleich wie in seinem 3hron. B?. )edes ist in seinem 4rsprun' am +esten. &as Wasser in dem Brunn / die :osG auf ihrem stamm" Am besten ist die )eel in Gott / im 4eur die 4lamm. BI. 1ie ,eel ohne Gott. Ein Hirtenloses )chaf / ein !-r*er welcher 3odt / Ein Brunnen ohne Hual / di' ist die )eel ohn Gott. BB. Auf wethun fol't wolthun. &er Krieg gewinnt dir 4rid / mit )treit erlangstu 4re.d. <erdamnu' deiner selbst bringt dir die )eeligkeit. BJ. Zur.kke sehn ist wieder 3erlohren werden. Wenn du au' )odom gehst / und dem Gericht entfliehest / )o steht dein Heil darauf da' du nicht rukwerts siehest.

BF. 1as allers.sseste *e+en. &er Himmel auff der Welt / das allers.sste +eben / 1st der beschauligkeit au' +iebe se8n ergeben. B%. Gott und die ,eeli'keit ist ein 1in'. &ie )eeligkeit ist Gott / und Gott die )eeligkeit" W2rG eins das ander nicht / ich lebte stets in +eid. BK. Gott wird ich / weil ich vor &r war. Gott wird was ich it0 bin / nimmt meine ,enschheit an. Weil ich vor Er gewest / drumb hat er es gethan. JL. 2ie G tt / <&rr / 3atter / und ;r!uti'am. &en Knechten ist Gott Herr / dir <atter wo du Kind / ,ir ist Er Br2utigam / wenn er mich 1ungfrau findt. J$. G tt ist in allen 1in'en / und doch keinem Gemein. &as wesen Gottes macht sich keinem &ing gemein" 6nd mu' nothwendig doch auch in den 3euffeln se8n. J . 1ie tieffe der 1emut. &ie &emut senket sich in solchen Abgrund ein / &a' sie sich schn-der sch2t0t als alle 3euffel se8n. J?. 1ie <ölle muß man schmekken. Krist / einmal mu' man doch im )chlund der H-llen se8n" Gehstu nicht lebendig / so mustu 3od hinein. JI. 2enn )esus ins <ert$e 'e+ildet wird. ,ensch wenn dein Hert0 f.r Gott wie Wachs ist weich und rein" )o drukt der Heilge Geist das Bildn.' 1Esu drein. JB. 2er von der *ie+e Gottes 'e+unden. &ie )eel die nichts als Gott ged2nkt 0u allen stunden / &ie ist von seiner +ieb bestrikket und gebunden. JJ. 1as rechte *e+en der ,eele. &ann lebt die )eele recht / wenn Gott ;hr Geist unnd +eben )ie gant0 erf.llet hat / und sie 1hm :aum gegeben. JF. 2ie die schule so die *ehre. 1nn )chulen dieser Welt wird Gott un' nur beschrieben" 1ns Heilgen Geistes )chul lernt man 1hn schaun und lieben. J%. :an sol ohne 3erdruß wirken. &ie )onne scheint unnd wirkt ohn alln <erdru' unnd 7ein" )o sol auch deiner )eel / im fall ;hr recht ist se8n. JK. 2er Gott f.r +e6 / schaut Gott. Braut / suchestu 0u schaun de' Br2utgams Angesicht / Geh Gott und alls 4.rbe8 / so fehlet dir es nicht.

FL. Alles <e6l von Gott. Au' +iebe wird Gott ich / ich au' Genaden Er" )o kommt ;a all mein He8l nur blo' von ;hme her. F$. 2enn du nicht :ensch +ist / ist es Gott. Wenn du nicht ,ensch mehr bist / und dich verl2ugnet hast / )o ist Gott selber ,ensch / und tr2get deine +ast. F . 1as Antlit$ Gottes ist seeli'machend. &as Antlit0 Gottes 0eucht an sich wie Eisenstein" 5ur einen Blik es schaun macht ewig seelig se8n. F?. 2o 5hristus nicht wirkt da ist er nicht. 4reund wo nicht !hristus wirkt / da ist er auch noch nicht / (b gleich der ,ensch von ;hm viel singet oder s*richt. FI. 1er ,eeli'e auff der 2elt. Wer sich in Kreut0 und 7ein von Hert0engrund erfreut / &er ist noch hier ein Kind der ewgen )eeligkeit. FB. *eiden ist nut$licher als -reude. ,ensch w.stestu wie gut und nut0lichGs +eiden ist / &u hattestGs dir vorl2ngst f.r aller +ust erkiest. FJ. 1er <eili'e thut nicht nach den Ge+otten. &er Heilge was er thut / thut nichts nach dem Gebot" Er thut es lauterlich au' +iebe gegen Gott. FF. 1er Gerechte hat kein Geset$. 4.r b-sG ist das Geset0" w2r kein Gebot geschrieben / &ie 4rommen w.rden doch Gott und den 52chsten lieben. F%. 1er Geistliche /re+s'an'. ,ensch senke dich herab / so steigestu hinauf. +a' ab von deinem gehn / so f2ngt sich an dein +auf. FK. 2as im rte der 2elt vor der 2elt 'ewest. Eh Gott die Welt erschuf was war in diesem (rtA Es war der (rt selb selbst / Gott und sein Ewges Wort. %L. Gott kan sich sel+st nicht messen. Gott ist so hoch und gro' / woltG Er sich selber messen / Er w.rd / ob er gleich Gott / de' ,a'stabs 0ahl vergessen. %$. 1as wunderlichste / +este / und ,chönste an Gott. &as wunderlichstG an Gott ist die <orsichtigkeit / +angm.ttigkeit das bestG undGs sch-nste grechtigkeit. % . Gott ist wie die ,onne. Gott ist der )onne gleich" wer sich 0u 1hme kehrt / &er wird erleucht / und straks seins Angesichts gewehrt.

%?. 2arum+ Gott ruh und -reude hat. Weil Gott &re8einig ist / so hat Er ruh und +ust" :uh komt von Einheit her / +ust von der &re8heit Brust. %I. Gott komt eh du #hn +e'ehrest. Wenn dich nach Gott verlangt / und w.ntschst sein Kind 0u se8n / 1st Er schon vor in dir / und giebt dir solches ein. %B. 1ie Geistliche Turteldau+e. 1ch bin die 3urteldaub / die Welt ist meine W.ste / Gott mein Gemahl ist weg" drumb sit0 ich ohn geniste. %J. 1ie &infalt muß wit$i' se6n. &ie Einfalt sch2t0G ich hoch der Gott hat Wit0 beschert. &ie aber den nicht hat / ist nicht de' 5ahmens wehrt. %F. 1er &infalt &i'enschafft. &er Einfalt eigenschafft ist nichts von )chalkheit wissen / Aufs gutte Blo' allein in &emutt se8n beflissen. %%. 1er 2eltlichen unnd Göttlichen *ie+e Natur. &ie Welt-+ieb hat die Art da' sie sich abwerts neigt" &er G-ttlichen 5atur ist da' sie aufwerts steigt. %K. 1ie Tu'end ohne *ie+e 'ilt nichts. &ie 3ugend nakt und blo' kan nicht f.r Gott bestehn" )ie mu' mit +iebe se8n geschm.kt / &ann ist sie sch-n. KL. 1ie *ie+e ist -euer und 2asser. &ie +ieb ist 4lutt und Glutt" kan sie dein Hert0 em*finden / )o l-scht sie Gottes @orn / unnd brennt hinweg die ).nden. K$. 1ie 2.rdi'keit komt von *ie+e. Ach lauf doch nicht nach wit0 und Wei'heit .ber ,eer" &er )eelen W.rdigkeit kombt blo' von +iebe her. K . 1ie ,chönheit komt von *ie+e. &ie )ch-nheit komt von +iebG9 auch Gottes Angesicht Hat seine +ieblichkeit von ;hr" sonst gl2nt0tG es nicht. K?. 1er *ie+e +elohnen &ie +iebe hat Gott selbst 0um wesentlichen +ohn / Er bleibet ewiglich ;hr :uhm und Ehren Kron. KI. 2eißheit ohne *ie+e ist nichts. ,ensch wo du weise bist / und liebst nicht Gott darbe8" )o sag ich da' ein 5arr dir vor0u0iehen se8. KB. )e lie+ender #e ,eeli'er. &as ,a' der )eeligkeit mist dir die +iebe ein" 1e <-ller du von +ieb / ;e )eelger wirstu se8n.

KJ. 1ie *ie+e Gottes in unß / ist der <eili'e Geist. &ie +iebe welche sich 0u Gott in dir beweist / 1st Gottes ewge Krafft / sein 4eur und Heilger Geist. KF. :an kan Gott nicht lie+en ohne Gott. ,ensch liebete sich Gott nicht selbst durch dich in dir / &u k-ntest nimmermehr 1hn lieben nach geb.hr. K%. 1ie *ie+e hat keine -urcht. &ie +iebe f.rcht sich nicht / sie kan auch nicht verderben" Es m.ste Gott 0uvor sambt seiner Gottheit sterben. KK. 2ie die =erson so das 3erdienst. &ie Braut verdient sich mehr mit einem Ku' umb Gott / Als alle ,ittlinge mit Arbeit bi' inn 3od. ?LL. 2er Gott recht lie+et. ,ensch niemand liebt Gott recht als der sich selbst <eracht. )chau ob du es auch so mit deiner +ieb gemacht. ?L$. 2as das freundlichste nach Gott. &as freundlichste nach Gott ist die verliebte )eele" &rumb hat er seine +ust 0u se8n in ;hrer H-le. ?L . 1as ,chnelleste. &ie +ieb istGs schnellste &ing" )ie kan f.r sich allein 1n einem Augenblik im h-chsten Himmel se8n. ?L?. /enn$eichen der falschen *ie+e. Wiltu die falsche +ieb von wahrer unterscheiden / )o schau sie sucht sich selbst / und f2llet ab inn +eiden. ?LI. 1as /reut$ pro+irt die lie+e. 1m 4euer wird das Gold obs reine se8 *robirt / 6nd deine +ieb im Kreut0 / wie lauter sie / ges*.rt. ?LB. 1ie *ie+e Gottes ist wesentlich. &ie +iebe gegen Gott steht nicht in s.ssigkeit / ).ss ist ein 0ufall nur" sie steht in Wesenheit. ?LJ. &in unverwundtes <ert$ ist un'esund. Ein Hert0e welches nicht von G(ttes +ieb ist Wund" 1st / ob es 0war nicht scheint / gant0 Krank und ungesund. ?LF. 1ie *ie+e ist G tt 'emeiner als 2eißheit. &ie +iebe geht 0u G(tt unangesagt hinein" <erstand und hoher Wit0 / mu' langG im <orhof se8n. ?L%. 2ie G tt so all'emein. Wie allgemein ist G(ttD Er hat der Bauer ,agd &ie Kunst wie man ;hn K.st / so wol als dir gesagt.

?LK. 1as erfreulichste der ,eelen. &i' istGs erfreulichste / wie meiner )eel f2llt ein / &a' sie wird ;mmer Braut mit ewger Hoch0eit se8n. ?$L. 2as der /uß G ttes ist. &er Ku' de' Br2utgams G(tts / ist die Em*findlichkeit )eins gn2dgen Angesichts / und seiner s.ssigkeit. ?$$. 1ie ,eele kan nichts ohne G tt. )o sch-n die +aute sich au' eignen Kr2fften schl2gt / )o sch-n klingt auch die )eel die nicht der HE:: bewegt. ?$ . 1er 'uldene ;e'rief. &er guldene Begrief durch den man alles kan / 1st +iebe" +iebe nur / so hastuGs kurt0 gethan. ?$?. 1as &dleste Gem.tte. Kein Edleres Gem.tt ist auf der gant0en Welt / Als welchs mit G(tt vereint / f.r einen Wurm sich h2lt. ?$I. ;armhert$i'keit schleust den <immel auf. Kind mache dich gemein mit der Barmhert0igkeit" )ie ist die 7f-rtnerinn im )chlo' der )eeligkeit. ?$B. 3erkleinerun' erhe+t. <erkleinere dich selbst / so wirstu gro' mein !hrist / 1e schn-der du dich sch2t0st / ;e w.rdiger du bist. ?$J. 1er &van'elische <irte. &er HirtG ist G(ttes )ohn / die G(ttheit ist die W.ste / 1ch bin das )chaf das Er f.r andren suchtG und k.ste. ?$F. 1ie -r.chte der Tu'enden. &ie &emut die erhebt / die Armuth machet :eich / &ie Keuschheit Engelisch / die +iebe G(tte gleich. ?$%. 2ie man inn <immel sieht. ,an darf kein 4erngesicht inn Himmel ein0usehen / Kehr dich nur von der Welt / und schau" so wirds geschehen. ?$K. 1ie 'röste ,eeli'keit. &ie gr-ste )eeligkeit die ich mir kan ersinnen 1st / da' man G(tt wie s.ssG Er ist wird schmekken k-nnen. ? L. 1er n!chste 2e' $u G tt. &er n2chste Weg 0u G(tt ist durch der +iebe 3h.r" &er Weg der wissenschafft bringt dich gar langsam f.r. ? $. 2orinn die 7uhe deß Gem.ttes +estehe. &ie :uhe de' Gem.tts besteht in dem allein / &a' es <ollk-mmlich ist mit G(tt ein einges Ein.

? . 1ie ,eeli'keit ist in dem höchsten Gutt. Kein ,ensch kan seelig se8n / als in dem h-chsten Gutt" Wie da' mans dann verl2st / undGs kleine suchen thutA ? ?. 2arum+ G tt ewi'en *ohn 'ie+t. G(tt mu' die Heiligen mit ewgem +ohn belohnen" Weil sie ;hm / wo Er woltG / auch ewig w.rden frohnen. ? I. 1ie /rönende Tu'end. &ie 3ugend die dich Kr-nt mit ewger )eeligkeit / =Ach halte sie doch festD> ist die beharrligkeit. ? B. 2enn die <immelfahrt verhanden. Wenn G(tt in dir gebohrn / gestorben / und erstanden" )o freue dich da' bald die Himmelfahrt verhanden. ? J. 4nterschiedliche Gele'enheit der ,eele. &e' ).nders )eele ligt / de' B.ssers richt sich auf / 6nd de' Gerechten steht geschikt 0um 3ugend lauf. ? F. 2arum+ G tt deß 7e'iments nicht m.de wird. G(tts und seins Geistesreich ist +iebe / 4reude / 4ride" &rumb wird Er de' :egierns in Ewigkeit nicht m.de. ? %. G tt +etr.+t die ,.nde nicht. G(tt thut die ).nde weh in dir als seinem )ohn" 1n seiner G(ttheit selbst / da f.hlt Er nichts davon. ? K. 1ie 'ant$e 1re6falti'keit hilfft $ur ,eeli'keit. &ie Allmacht 0eucht mich auf / die Wei'heit weist mich an / &ie G.tte hilffet mir / da' ich inn Himmel kan. ??L. 2enn man G tt reden hört. Wenn du an G(tt gedenkst / so h-rstu 1hn in dir" )chwiegstu / und w2rest stillG / Er redte f.r und f.r. ??$. 2as G tt nicht thut / 'ef!llt #hm nicht. G(tt mu' der Anfang se8n / das ,ittel und das Ende / Wo 1hm gefallen solln die Werke deiner H2nde. ?? . 2o der :ensch hinkomt / wann er in G tt ver'eht. Wenn ich in G(tt vergeh / so komm ich wider hin Wo ich von Ewigkeit vor mir gewesen bin. ???. 1eß Teuffels ,chlacht 3ieh. &ie )eele welche sich die ).nde l2st ermorden / &ie ist =( grosser )*otD> de' 3euffels )chlacht <ieh worden. ??I. G tt sch!t$t die 2erke nach dem wesen. ,ensch de' Gerechten )chlaf ist mehr be8 Gott geacht / Als was der ).nder Beht und singt die gant0e 5acht.

??B. 4nterscheid der dre6 *ichter. &as +icht der Herrligkeit lassG ich die )onne se8n / &ie Gnade gleicht den )trahln / 5atur dem Widerschein. ??J. :it einem Au'e muß man $ihlen. &ie )eele welche G(tt das Hert0e treffen wil / )eh nur mit einem Aug / dem rechten / auf das 0ihl. ??F. 1as Geschöpff ist deß ,chöpffers Trost. 1ch sein Gesch-*ffe bin de' )ohnes G(ttes Kron / &ie :uhe seines Geists / und seiner +eiden lohn. ??%. 1ie &wi'keit ist #e l!n'er #e undurchschaulicher. &as ,eer der Ewigkeit ;e mehrGs der Geist beschifft 1e undurchschifflicher und weiter ers betrifft. ??K. 1ie G ttheit 'r.ndet kein Geschöpffe. Wie tief die Gottheit se8 kan kein Gesch-*ff ergr.nden" 1n ihren Abgrund mu' auch !hristi )eel verschwinden. ?IL. Auch G tt muß sich verdienen. &a' ich den h-chsten G(tt 0um Br2utgam angenommen / Hat Er umb mich verdient / da' Er ist 0u mir kommen. ?I$. 2o die Zeit am l!n'sten. 1e weiter man von G(tt / ;e tieffer in der @eit" &rumb ist den H-llischen ein 3ag einG Ewigkeit. ?I . 2o man die Göttliche <öffli'keit lernt. Kind wer in G(ttes Hof ged2nket 0ubestehn / &er mu' 0um Heilgen Geist hier in die )chule gehn. ?I?. 1as 'eistliche r'elwerk. G(tt ist ein (rganist / wir sind das (rgelwerk / )ein Geist bl2st ;edem ein / und gibt 0um thon die st2rk. ?II. 1ie Armut ist im Geist. &ie Armut steht im Geist" ich kan ein Kaiser werden / 6nd doch so Arm se8n als ein Heiliger auf Erden. ?IB. 2er inn 2unden 5hristi wohnt. &er Geist der voller 4reudG in +eiden wird gefunden / 6nd ruhe hat in 7ein / der wohnt in !hristi Wunden. ?IJ. 1en /indern 'e+.hret :ilch. &en ,2nnern giebet G(tt 0u trinken starken Wein" &ieweil du noch ein Kind / fl-st Er dir s.sses ein. ?IF. 2er eine tieffe mit G tt. &er Geist / der nunmehr ist mit Gott ein Einges Ein / ,u' eben solcher H-hG / und solcher tieffe se8n.

?I%. 2ie Gott $umessen. 6nme'lich ist 0war G(tt" ;edoch kanstu 1hn messen / Wo du mein Hert0e mi't" dennGs ist von 1hm besessen. ?IK. 1u must der Gnade *ufft machen. :2um weg / und mache +ufft9 das 4.nklein ligt in dir" &u flammest es leicht auf mit heilger +iebsbegiehr. ?BL. 1u must dich sel+st ermuntern. ,ein !hrist du must dich selbst durch G(tt vom )chlaf erwekken" Ermunterst du dich nicht / du bleibst im 3raume stekken. ?B$. )m #nnern sind alle ,innen ein ,inn. &ie )innen sind im Geist allG ein )inn und gebrauch. Wer G(tt beschaut / der schm2kt / f.hlt / reucht / und h-rt 1hn auch. ?B . 2as das s.sseste und seeli'ste. 5ichts s.ssers ist als G(tt ein ,enschen Kind 0usehn" 5ichts )eelgers als in sich f.hln die Geburt geschehn. ?B?. 1as Antlit$ Gottes macht trunken. &as Antlit0 Gotts macht voll. )2hstu einmal sein +icht" &u w.rdest trunken se8n von diesem Angesicht. ?BI. 4n'ekreut$i't komt niemand inn <immel. !hrist flieh doch nicht das Kreut09 du must gekreut0igt se8n" &u komst sonst nimmermehr ins Himmelreich hinein. ?BB. 2oher die 4n'leichheit der <eili'en. G(tt wirkt nach der 5atur" di' macht den unterscheid / &a' dieser Heilige sich kr2nkt / der andre freut. ?BJ. 1as 3ollkomne vertrei+t das 4nD3ollkomne. Wenn das <ollkommne k-mt / f2lltGs 6nvollkommne hin" &as ,enschliche vergeht / wenn ich verg-ttet bin. ?BF. 2enn sich G tt ins <ert$ er'eust. ,ensch wenn dein Hert0 ein 3hal / mu' G(tt sich drein ergiessen 6nd 0war so mildiglich da' es mu' .berfliessen. ?B%. G tt wird was &r wil. G(tt ist ein Ewger Geist / der alls wird was Er wil / 6nd bleibt doch wie Er ist 6nformlich und ohn @iehl. ?BK. Gleichn.ß der <. 1re6falti'keit mit der ,onne. G(33 <atter ist der +eib / und G(tt der )ohn das +icht / &ie )trahln der heilge Geist / der beiden ist ver*flicht. ?JL. 2enn man #hm den Tod deß <&rren $uei'net. 4reund / wenn ich selber mir absterbe hier und nu / &ann eignG ich mir den 3od de' Herren erst recht 0u.

?J$. 1ie Gnade Gottes fleust all$eit auß. &ie Gnade fleust von Gott wie W2rmde von dem 4eur. 5ahstu dich nur 0u 1hm / sie komt dir bald 0u )teur. ?J . 1ie höchste ,eeli'keit. &ie h-chste )eeligkeit die mir G(tt selbst kan geben / 1st da' er mich wie sich wird machen und erheben. ?J?. 1eß 2eisen verrichtun'. Ein 5arr ist viel bem.ht" de' Weisen gant0es thun / &as 0ehnmal Edeler / ist +ieben / schauen / ruhn. ?JI. 2er in dem 2irken ruht. &er Weise welcher sich hat .bersich gebracht / &er ruhet wenn er laufft und wirkt wenn er betrachte ?JB. 1er *arven :ensch. Ein ,ensch der wie das <ieh in alle +ust au'bricht / 1st nur ein +arven ,ensch" er scheint und ists doch nicht. ?JJ. 1as *auttenspiel G ttes. Ein Hert0e das 0u Grund G(tt still ist wie er wil / Wird gern von 1hm ber.hrt" es ist sein +autens*il. ?JF. 2er auf alle -!lle 'eschikt ist. Wer Gott so leicht entbehrn / als leicht em*fangen kan / &er ist auff allen 4all ein rechter Helden ,ann. ?J%. ;e6 welchem G tt 'erne ist. ,ensch wenn du Gottes Geist bist wie dir deine Hand / ,acht die &re8faltigkeit sich gern mit dir bekandt. ?JK. 1ie ,eele ausser #hrem 4rsprun'. Ein f.nklein aussrem 4eur / ein tro*ffen aussrem ,eer" Was bistu doch ( ,ensch ohn deinen wiederkehrA ?FL. )n G tt ist alles. Was deine )eel begehrt / bekommt sie alls in G(tt" 5imbt sie es ausser 1hm / so wird es ;hr 0um 3od. ?F$. 2en Gott nicht loß kan +itten. ,ensch stirbstu ohne G(tt" es kan nicht anders se8n / B2thG auch G(tt selbst f.r dich / du must in 7ful hinein. ?F . 1ie ;raut sol wie der ;r!ut'am+ se6n. 1ch mu' verwundet se8n. WarumbA weil voller Wunden ,ein ewger Br2utigam der He8land wird gefunden" Was 5ut0en bringt es dirA Es stehet gar nicht fe8n" Wenn Braut und Br2utigam einander ungleich se8n. ?F?. 1as allerseeli'ste <ert$e.

Ein reines Hert0 schaut Gott / ein heilges schm2ket 1hn" 1n ein <erliebetes wil er 0u Wohnen 0iehn. Wie seelig ist der ,ensch der sich befleist und .bt / &a' ;hm sein Hert0e wird rein Heilig und verliebtD ?FI. :an .+erkömt mit meiden. 4reund meide was dir +ieb / fleuch was dein )inn begehrt. &u wirst sonst nimmermehr ges2ttigt und gewehrt. <iel w2ren 0um Genu' der ewgen Wollust kommen / Wenn sie mit @eittlicher sich hier nicht .bernommen.

Sechstes Buch Geistreicher Sinn- unnd Schlußreimen.
$. 2ie Gott in der <eili'en ,eele. 4ragstu wie Gott das Wort in einer )eele wohneA )o wisse wie das +icht der )onnen in der Welt / 6nd wie ein Br2utgam sich in seiner Kammer h2lt" 6nd wie ein K-nig sit0t in seinem :eich und 3hrone" Ein +ehrer in der )chul / ein <atter be8 dem )ohne" 6nd wie ein theurer )chat0 in einem Akkerfeld" 6nd wie ein lieber Gast in einem sch-nen @elt" 6nd wie ein Kleinod ist in einer guldnen Krone. Wie eine +ilie in einem Blumenthal / 6nd wie ein )eitens*iel be8 einem Abendmahl" 6nd wie ein @immet--l in einer +am*G ent0.nden" 6nd wie das Himmelbrodt in einem reinen )chrein" 6nd wie ein Garten Brunn / und wie ein kahler Wein. )ag ob er anderst wo so sch-ne wird gefundenA . An die )un'frau :aria / die 'eheime *ilie. &u Edle +ilie wer findet deines gleichenA )oltG er auch alles 4eld im 7aradei' durchstreichen. &u gl2nt0est wie der )chnee / wann ;hn 0u sch-ner @eit &er Himmel mit dem Gold de' =haethons bes*reit" 4.r dir mu' )onn und ,ond und alle )ternG erbleichen. &ein ansehn / deine 7racht ist sch-ner als das Kleid &es K-nigs )alomons in seiner Herrligkeit / &ir mu' der klare Blit0 der )era*hine weichen" &ein Edeler Geruch erHuikt die gant0e Welt / 6nd was sonst unsrem G(tt dem Herrn 0u 4usse f2llt. 1n dir findt man allein die )ch-nheit der 1ungfrauen / &er ,2rterer bestand / und aller Heilgen @iehr. &rumb Edle +ilie komm und erHuik mich hier / &a' ich m-g ewig dich und deinen )aamen schauen. ?. 1ie 'efallne ,eele. 1ch war ein Englisch Bild" nu bin ich gleich den 3hieren. 1ch schwebtG im 7aradei' in +auter 4r-lichkeit"

5u sit0G ich auf der ErdG in lauter Angst und +eid. Es konte mich kein Grimm der untren Welt ber.hren" 5u schmelt0G ich fast f.r Hit0G / und mu' f.r 4rost erfrieren / 6nd f.hle tausend Weh. 1ch war ein Herr der @eit" 5u meistert sie mich selbst. 1ch war mir selbst mein Kleid" 5u mu' ich mich au' 5oth mit frembden 4edern 0iehren. G(tt sah mich freundlich an und hie' mich liebes Kind" 5u schr-kket mich sein 0orn und st-st mich weg die s.nd. 1ch bin mit st2ter 4urcht erf.llet und umbgeben" 1ch schau mein 6ngel.k mit eignen Augen an" &er 3euffel und der 3od die stehn mir nach dem +eben. Ach ach ich arme )eelD Was hab ich doch gethanD I. 1er Gerechtferti'te ,.nder. 1ch war de' 3euffels )clav / unnd gieng in seinen Banden" 1ch war mit ).nden-Wust verstellt und bluttig roth" 1n Wollust welt0tG ich mich wie eine )au im Koth" 1ch stank f.r Eitelkeit die h2uffig war verhanden" 1ch war dem Abgrund nah / und fieng schon an 0ustranden. 1ch lebte wie ein <ieh / und fragte nicht nach G(tt / 1ch war ein )chatten ,ensch / und noch lebendig 3odt. 5u bin ich widerumb in !hristo auferstanden / 6nd lebendig gemacht" die Ketten sind ent0we8 / &er 3euffel ist ver;agt / und ich bin lo' und fre8. 1ch suche G(tt allein mit eifrigem Gem.tte / 6nd gebe mich 1hm auf. Was Er mir ;mmer thut / 1n @eit und Ewigkeit / das s*rechG ich alles gut. Ach da' Er mich doch nur f.r mehrerm fall beh.tteD B. 1er Außspruch .+er die 3erdam+ten. Geht ihr <erfluchten geht / ;hr 3euffels :ottgesellen / 1hr :aben die ;hr mich nie habt getr2nkt / ges*eist / Bekleidt / besucht / getr-st / noch eingen &ienst geleist" Geht in das Ewge 4eur und in den )chlund der H-llen. Em*fahet euren +ohn in ;hren grimmen Wellen / Blit0 / &onner / 7estilent0 und alls was b-se heist. Geht und bleibt ewiglich von meinem :eich verweist. 1hr werdt nu Heuln und schreihn / und wie die Hunde bellen / 1n &urst unnd Hunger stehn" Eur Wurm der stirbet nicht / &as 4euer l-scht nicht au' das euch ist 0ugericht. 1hr m.sset ewiglich in 7einen sein gerochen / Wie ;hr verdienet habt" &enn was ;hr habt gethan / &en Gliedern meines +eibs / nehm ich mich selber an. Geht ;hr <erfluchten geht / das 6rtheil ist ges*rochen. J. 4+erschrifft der 3erdamnuß. Hier ist einG Ewge 5acht" man wei' von keinem lachen / Ein 1ammer Ach und Weh / ach ewig se8n verlohrnD Wird immer fort geschriehn / und w2rn wir nie gebohrnD Be8neben h-rt man nichts als &onnern / Hageln / Krachen. ,an sieht den Basilischk mit Kr-ten / )chlangen / &rachen / 6nd tausend ungeheur" ,an ist f.r K2ltG erfrohrn / 6nd schmelt0t f.r grosser Glutt" man schilt sich 5arrn und 3horn.

6nd kombt doch nimmermehr au' diesem 3eufels rachen. ,an stirbt / und stirbt doch nie / man ligt im ewgen 3od / ,an w.ttet / tobt und 0-rnt / man flucht und l2stert G(tt. ,an beist und Hadert sich / man lebt wie HundG unnd Kat0en" ,an mu' sich ewiglich mit allen 3euffeln krat0en. ,an frisset H.ttenrauch / 7ech / )chweffel / 3euffelsmist" Ach ).nder thu doch BussG / eh du darinnen bistD F. 1er verdam+te 4+elth!ter. Ach wehD wo bin ich nuA be8 lauter h-llschen ,ohren / Be8 teufflischem Gesind" in *eviathans )chlund" 1n einem feurgen 7ful / der ohne ,a' und grundD Ach wehD verfluchter 3ag in dem ich bin gebohrenD 1ch war 0ur )eeligkeit ersehen und erkohren9 &er Himmel stund mir fre89 ich wuste kurt0 und rund Was G(ttes wille war" und hilt doch nicht den BundD 5u mu' ich ewig sein verstossen und verlohrenD ( du verfluchter +eib 0u was hastu mich brachtD ( du verfluchte )eel was hastu mir gemachtD Ach tausend Ach und WehD Was hilfft mich nu mein 7rangen / ,ein Geit0 und b-se +ustD Ach h2tt ich guts gethanD 5u ist die :eu 0u s*2t / Gott nimbt sie nicht mehr an" 1ch bleib in Ewigkeit mit h-llscher /ual umbfangen. %. 1er ,pruch .+er die ,eeli'en. Kombt ;hr gesegneten / embfahet eure Kronen &ie ;hr erworben habt durch meinen +auf und 3od" Kombt und besit0t das :eich der Herrligkeit mit G(tt" 1ch wil euch ewiglich f.r eure Gutthat lohnen. 1hr habet mich getr-st / und be8 euch lassen wohnen / 1hr habet mich ges*eist / getr2nkt / besucht in 5oth. Bekleidet und bedekt nach meinem +iebsgeboth / 5u solt ;hr auch mit mir besit0en eure 3hronen / 6nd ewig trium*hirn. 1hr sollet euch nu freun 4.r eure 3rew und ,.h / und ;mmer be8 mir sein. &enn was ;hr habt gethan dem kleinsten auf der Erden / &asselbG ist mir geschehn / und sol in Ewigkeit / ,it allem was ;hr nur euch w.ntscht / vergolten werden. Kombt und geniest mich selbst und alle )eeligkeit. K. 4+erschrifft der ,eeli'keit. Hier ist es ;mmer 3ag / hier scheint die Ewge )onne / Hier wei' man nicht von Weh / von Kummer Angst und +eid. ,an lebt in gant0er +ust und gant0er )eeligkeit. ,an sicht unnd h-ret nichts als lauter 4reud unnd Wonne. ,an trinkt sich satt und <oll be8m s.ssen 1Esus-Bronne. ,an sit0t in stolt0er :uh / man d2nkt an keine @eit / ,an leget niemals ab das Kleid der Herrlichkeit. Hier rauschet wie ein )trom was vor nur tro*ffwei' ronne. Hier schaut man G(ttes glant0 und s.sses Angesicht / Hier wird man .berformt mit seiner G(ttheit +icht. Hier senkt man sich in 1hn / und giebt ihm tausend k.sse. ,an liebt und wird geliebt / man schmekt ;hn wie er ist.

,an singt sein +ob und alls wor0u man ist erkiest. Ach 1Esu hilff mir doch damit auch ichs geniesseD $L. 1er A+'elei+te ,eeli'e. ( G(tt wie wol ist mirD mein +eiden ist verschwunden / &ie )chmert0en sind dahin / die 3r.bsal hat ein EndG 6nd alles Hert0eleid ist von mir abgewendt" 1ch bin nu K2rkerlo' und seeliglich entbunden" 1ch habe 4reudenreich gesiegt und .berwunden" Kein 4eind ber.hrt mich mehr / und was man b-se nennt" Es wird mit keinem Weh mein fr-lich se8n getrent. 1ch habe wahre :uh / und wahre +ust gefunden. &er Himmel lacht mich an / die Engel nehmen mich )ambt allen Heiligen mit 4reuden unter sich. 1ch bin so voller 3rosts da' ich fast .berfliesse" 1ch habe was ich wil / und wil was ich geniesse" 1ch habe nu genug" man f.hrt mich wie ich bin @u meinem Br2utigam und s.ssen 1Esu hin. $$. 1er ,eeli'e weise. Wie )eelig ist der ,ensch / der alle seine 0eit ,it anders nichts verbringt / als mit der EwigkeitD &er ;ung und alt allein betrachtet und beschaut &er Wei'heit )chlo' / das G(tt sein <ater hat gebaut. &er sich auf seinen )tab / das ewge Wort / aufst.t0t / 6nd nicht / wie mancher 3hor / im frembden sande sit0t. &er nicht nach Hau' und Hoff / nach Gold und )ilber sieht / 5och seines +ebens 0eit 0u 0ehlen sich bem.ht. 1hn wird das blinde Gl.k nicht hin und her veCirn / 5och etwann eitler &urst 0u frembden Wassern f.hrn. Er wei' von keinem @wang / er liebt nicht kr2mere8 / Er trachtet nicht darnach / da' er gesehen se8D Er ist der Welt ein kind / die allern2chste stadt 1st ihm so viel bekand als die der Ta'us hat. Er schaut nur .bersich / so fre8 er immer kan / )ein rechtes <aterland / den lieben Himmel an. )ein alter rechnet er nicht nach der 1ahre 0ahl / 1n G(tt vollkommen se8n / das heist er Alt 0umahl. &ie )onne leuchtet ihm in seinen Aker ein / 6nd wenns gleich abend wird / so bleibt ihm doch ihr )chein. Er siht des +ebens Baum im Geist begierlich an / 6nd geht mit allem flei' 0u ihm die n2chste bahn. Er k.mmert sich umb nichts9 was neben ihm geschieht / 1st ihm so frembt und klar / als was ein blinder sieht / &och ist er stark und frisch / er scheuet keinen 4eind / Wenn gleich Welt / 3euffel / 4leisch / und mehr beisammen seind. Ein ander lauffe hin / 0erstrew sich mit der Welt / &i' ist das +eben und die bahn / so mir gef2llt. $ . 1er 'eheime <irsch und sein ;ronn. &er Hirsch der laufft und sucht ein k.hles Br.nnelein &amit sein Hert0 erHuikt und ruhig m-ge se8n. &ie )eele die G(tt liebt / die eilet 0u dem Bronnen /

Au' dem die s.sse Bach de' +ebens kombt geronnen. &er Bronn ist 1Esus !hrist / der un' mit seinem Huall 1m wahren Glauben tr2nkt / und st2rkt f.r ).nden fall. Bleibstu be8 diesem Huall / und trinkst offt au' dem Bronnen / )o hastu meine )eel gant0 )eeliglich gewonnen. $?. 1ie ,.ndi'e ,eele. Ein au'gebrandte )tadt / ein )chlo' / das gant0 0erst-hrt / Ein :eich / das durch und durch 0err.tt ist und entb-hrt9 Ein K-nigliches Weib / die nu 0ur ,clavin worden / 1st eine )eel / die sich die ).nde l2st ermorden. $I. 1ie heili'e ,eele. Ein 5eus 1erusalem / ein au'gebautes )chlo' / Ein :eich / das ;edem 4eind 0u stark ist und 0u gro' / Ein ,2gdlein / die verset0t in der g-ttinnen (rden / 1st 1ungfrau deine )eel / die G(tts gemahlin worden. $B. 1er ,ohn f.hre des 3aters Nahmen. )ag was un' endlich G(tt f.r einen 5ahmen giebt / &ie er in seinem )ohn f.r )-hnG aufnihmt und +iebtA 4ragstu und nenst ihn G(tt / so mustu ;a bekennen / &a' er un' anderst nicht al' G-tter k-nne nennen. $J. 1ie 'eheime Auferstehun'. &urch Hoffart / 4leisches lust / und durch begiehr der Welt / Hat Geist / +eib / )eel der 4eind gest.rt0et und gef2llt / &urch &emutt und !aste8n / und durch Allmosen geben / )teht auf Geist / +eib und )eel 0u einem neuen leben. $F. &ine ;e'ierde löscht die andere auß. 1e mehr ein ,ensch sich freut auf 0eitlich Ehr und Gutt / 1e weniger hat er 0u ewgen dingen mutt. 1emehr hingegen er wartt auf die ewge dinge / 1emehr und mehr wird ihm das @eitliche geringe. $%. 1ie &wi'keit wird f.r nichts 'esch!t$t. ( 3horheit / umb die 0eit wagt man sich bi' inn 3odD 6nd auf die Ewigkeit set0t man nur einen )*ottD $K. 1er 'röste Narr. &u schl2gst umbs @eitliche das EwigG in den wind" :ichtG / ob die Welt auch wol einn gr-ssern 5arren findtA L. 1as $eitliche ist 7auch. Alls 0eitlichG ist ein :auch. +2stu es in dein Hau' / )o beist es dir f.rwahr des Geistes Augen au'. $. 1as ewi'e sol man suchen. &ie Ehre dieser Welt vergeht in kurt0er 0eit" Ach suche doch die Ehr der ewgen )eeligkeitD . &inen 1unst um+fassen ist thöricht.

Wie th-richt thut der ,ann / der einen &unst umbfasstD Wie th-richt / der du 4reud an eitler Ehre hastD ?. ,ich nicht erkennen macht eitles rennen. Wie da' der ,ensch so toll nach eitlen Ehren renntA Es kommet / weil er nicht seinG Ehr in G(tt erkennt. I. 2as man in sich hat / sucht man nicht draussen. Wer in sich Ehre hat / der sucht sie nicht von aussen. )uchstu sie in der Welt / so hastu sie noch draussen. B. 1er 2eise sucht keinen !usern &hren ,tand. &er Weise strebet nicht nach 2usrem Ehren stand" Es ist ihm Ehr genug / da' er G(tt nah verwandt. J. 1er 2eise ist voller &hrn. &er Wei'G ist voller Ehrn. Wie daA er ist erkist / &a' er der wahren Ehr =G(tts> ewger 3em*el ist. F. 1er ,.nder hat keine &hre. &er ).nder ist des 3hiers und aller 3euffel stall" &rumb f2hlts ihm doch ann Ehren / h2ttG er sie .berall. %. &in reicher ,.nder ein ver'oldter /oth. ,ensch kein vergoldter Koth ist reich geehrt und sch-n" &ie ).nder auch / die gleich in lautrem Golde stehn. K. 1er ,.nder wird $u /oth. &er Heilge steiget auf / und wird ein G(tt in G(tt" &er ).nder f2llt herab und wird 0u ,ist und Koth. ?L. 2er hoch'eehrt wil se6n / muß G tt werden. 5ichts ist geehrt wie G(tt im Himmel und auf Erden" )treb / da' du wirst was er / wo du geehrt wilt werden. ?$. 1er :ensch muß das seini'e thun. ,ein richte dich doch auf. Wie sol dich G(tt erheben / Weil du mit gant0er macht bleibst an der Erde kleben. ? . &in 2urm +esch!met unß. ( s*ottD ein seiden Wurm der wirkt / bi' er kan fliegen" 6nd du bleibst / wie du bist / nur auf der Erde liegenD ??. :an muß sich verwandeln. ,ensch alls verwandelt sich. Wie kanst denn du allein (hnG einge besserung das alte 4leisch Klot0 se8nA ?I. 2er das ewi'e *icht sieht. &as +icht der ewigkeit / das leucht auch in der 5acht. Wer sihtsA der ;enge Geist / ders heiliglich betrachte ?B. 1ie $uekehr machet schaun.

Wiltu die )onn und ,ond am hellen Himmel sehn / )o mustu ihnn f.rwahr ;a nicht den :.ken drehn. ?J. 1as offne Au'e sieht. Ein offnes Auge sieht / thustu deins 0ue ( Kind / )o bistu G(tt 0u schawn muttwillig ,aulwurffs blind. ?F. Nichts leuchtet ohne die ,onne. :auh ist der ,ond gestalt ohn seiner )onne licht" :auh ohne deine )onn dein seelen Angesicht. ?%. ,o viel $ukehr / so viel erleuchtun'. )o viel der ,onde sich 0u seiner )onne kehrt / @u deiner du9 so viel werdt ihr eurs +ichts gewehrt. ?K. 1er 'eistliche :ond mit seiner ,onne. 1ch wil der ,onde se8n / se8 1E)6 du die )onne / )o wird mein angesicht voll ewger 4reud und Wonne. IL. 1ie ,onne muß erleuchten. &ie )onne mu' ihr +icht alln / die es woln gewehrn" &er 3euffel w.rdG erleucht / woltG er 0u G(tt sich kehrn. I$. 2er die ,onne nicht merckt / der ist nicht. &ie )onn erw2rmet alls / ;a auch den k2ltsten stein" 4.hlstu die wirkung nicht / so mustu nicht mehr se8n. I . Wer nicht +ewe't wird / 'ehört nicht $um 'ant$en. &ie )onn erreget alls / macht alle sterne 3ant0en / Wirstu nicht auch bewegt / so gGh-rstu nicht 0um gant0en. I?. 2er ver'eht / der ist nicht. &er ).nder ist nicht mehr. WieA seh ich ihn doch stehnD H2ttstu das rechte +icht / du s2hest ihn vergehn. II. 2as verdir+t / wird $u nichts. Was fort und fort verdirbt / das kan nicht stehn noch se8n / Es eilt 0um untergang und wird dem nichts gemein. IB. &i'ensinni'keit reist von G tt a+. Was nicht am +eibe bleibt / wird nicht vom Haubt gek.st" ,erks eigensinniger / da' du nicht !hristi bist. IJ. 1as a+'esunderte hat nichts mit dem 'ant$en 'emein. Ein abgefallnes +aub / ein saures tr-*fflein Wein / Was hat es mit dem Baum / was mit dem ,ost gemeinA IF. &s ist noch $eit $um <eil. Kehr umb verirrtes )chaf / 0euch safft verdorrter AstD &u kanst wol kommn und 0iehn / weil du den trieb noch hast. I%. 1as +e6spiel reit$et an.

&ein feld Herr geht vor an / er streit f.r dich mein !hrist" 1sts m-glich da' du noch ein fauler Esel bistA IK. 1as ver!chtlichste Aß. Wer sich den 3euffel l2st erschlagen und ermorden / &er ist ein todter Hund des schn-dsten schinders worden. BL. 1er sch!ndliche Gefan'ene. 7fu8 dich / da' dich ein Weib die nichtigkeit der Welt ,it ihrem s*inneweb so lang gefangen h2ltD B$. 1ie schnödste 1irne. ,ensch l2stu dich dein 4leisch beherschn und nehmen ein / )o mu' wol deine )eel die schn-dste &irne se8n. B . 1er sch!ndliche -all. Halt au' Welt / 3euffel / 4leisch / du bist ;a !hrist ein Held" Wie sch2ndlich ists / wenn man f.r diesen Buben f2llt. B?. 1ie sie'reiche 2affen. &er 3euffel durchs Gebeth / das 4leisch kan durch !aste8n / &ie Welt / wenn man sie l2st / gar leicht be0wungen se8n. BI. 1er sie' fol't erst hernach. !hrist niemand hat den sieg und dessen 3rost embfunden / &er nicht 0uvor im streit den 4eind hat .berwunden. BB. /ein /ron ohn /ampff. Ein Kam*ff*lat0 ist die Welt. &as Kr2nt0lein und die Kron 3r2gt keiner / der nicht K2m*fft / mit :uhm und Ehrn darvon. BJ. 1er erste /rie't den =reiß. +auff nach dem Ehren *rei' / du must der erste se8n / &u tr2gest nichts davon / kriegstu ihn nicht allein. BF. &ins ist die &hre. &er 4eld-Herr trium*hirt / er hat die ehr allein" Erh2ltst auch du die schlacht / so wird sie deine se8n. B%. /urt$er streit / ewi'er Triumph. Wie kurt0 ist doch der )treitD wie gl.klich ist der Held / &er ewig trium*hirt den 3euffel / 4leisch / und WeltD BK. :an muß nach &hren stre+en. &ie Ehr ist doch nicht nichts. &ie nie nach Ehren streben / &ie kommen nie 0ur ruh / auch nicht im andren +eben. JL. 2o &hr und ,chande ist. &er Himmel ist voll ruhm / voll Ehr und Herrligkeit9 &ie H-lle voller s*ott / schmach und m.hseeligkeit. J$. Nicht streiten wollen ist spöttlich.

Ein s*ott wird der )oldat des 4einds / f.r dem er 0agt / Ein s*ott des ewgen 4einds der !hrist / der ihn nicht ;agt. J . 1as +este ist $uerw!hlen. Auf auf )oldat 0um streitD dir wird ;a lieber se8n &ie :uhe nach dem sieg / als nach der ruh die 7einA J?. 1eß ,.nders ,eele ist die N!rrischte. &u l2st die ewge +ust und kiesest ewge 7ein / Kan auch was n2rrischers als deine )eele se8nA JI. 1er 'röste Narr. !hrist wenn du einen sihst so stark 0ur H-llen rennen / &en magstu ohn bedacht den gr-sten 5arren nennen. JB. 1ie $we6 wunderliche Thoren. Ach ;ammer / ;ener rennt / da' er in Abgrund k-mt9 6nd dieser regt sich kaum / da' er G(tts burg einnihmtD JJ. 1as $eitliche macht un'eschikt. Ach mein / wie magstu doch die Welt so in dich sauffenA &u wirst ;a ungeschikt den Ehrn Krant0 0uerlauffenD JF. 1as weltliche Gutt +eschwehrt. Wirff das geb.ndle weg. Wer streiten sol und kriegen / &em mu' kein sak voll Geld auf seinen Achseln liegen. J%. 1er sel+st Tadel. &u lachst den Krieger au' / der sich mit raub beschwehrt" 4.rwahr mein &uclio du bist des lachens wehrt. JK. /ein un'eschikter :ensch kom+t inn <immel. Geh 4astG und 0ehr dich au' / die Himmels-3h.r ist klein / Wirstu nicht wol geschikt / du k-mmest nicht hinein. FL. ,tille stehn ist $ur.ke 'ehn. 1e Bruder geh doch fort / was bleibstu stille stehnA )tehn auf dem wege G(tts heist man 0ur.ke gehn. F$. 1as 'utte und .+le $ur.ke 'ehn. Wie wol geht der 0ur.k / der von dem 4eind weg f2hrt9 Wie .bel / welcher Gott den r.ken endlich kehrtD F . 1ie -aulheit .+erkomt nicht den <immel. Ach 4auler reg dich dochD wie bleibstu immer liegenA 4.rwahr der Himmel wird dir nicht ins ,aul einfliegen. F?. :an hat nichts um+sonst. ,ensch umb die H-lle mu' der ).nder so viel le8den" Wie sol dann G(tt umb nichts dir geben seine 4reudenA FI. Gewalt nihmt den <immel ein.

Gewalt geht .ber :echt. Wer nur gewalt kan .ben / <on dem wird auch die 3h.r des Himmels aufgetrieben. FB. Allein die .+erwindun' +eruhi't. 4reund streiten ist nicht gnug / du must auch .berwinden / Wo du wilt ewge :uh und ewgen 4rieden finden. FJ. 1ie 2elt erw!hlt das !r'ste. Gott reicht die kron der Ehrn / der 3euffel s*ott und Hohn. 6nd dennoch greifft die Welt nicht nach der ehren KronD FF. 1er ,.nder wil seinen Tod. Ach ).nder ists dann wahrA du wilst dich eh verliehren / Als ewiglich mit G(tt ein G(tt se8n und regierenA F%. 2as verlohren se6n ist. Was ist verlohren se8nA frag das verlohrne +amm / 4rag die verlohrne Braut vom ewgen Br2utigam. FK. 1ie ewi'e verlohrenheit. &as )chaf ist g2nt0lich hin / das nie wird wieder funden9 &ie )eel die G(tt nicht find / bleibt ewiglich verschwunden. %L. G tt sucht nicht was ewi' verlohrn. 4indt G(tt nicht was er suchtA er sucht in ewigkeit / 5icht / was sich hat von ihm verlohren in der 0eit. %$. G tt find die 3erdammten nicht. G(tt kan schon ewiglich nicht die <erdammten finden9 Weil sie st2ts durch ihrn willn f.r ihm inn 7ful verschwinden. % . 1er 2ille macht 3erloren se6n. &er Will macht dich verlohrn / der Will macht dich gefunden / &er Will der macht dich fre8 / gef2sselt und gebunden. %?. An den Geld suchenden. ( 5arr was renstu so nach reichthum in der Welt / 6nd weist doch / da' man wird dardurch inn 7ful gef2ltA %I. 1as 'röste 7eichthum und 'ewien. &as gr-ste :eichthum ist nach keinem :eichthum streben / &er gr-sseste Gewin / sich dessen gant0 begeben. %B. :an thut nicht was man *o+t. ,an lobt den gutten ,ann der ihm gen.gen l2st9 6nd frisset doch umb sich gleich wie der Krebs und 7est. %J. 2er alles verlan'et / hat noch nichts. Wer nichts verlangt hat alls. Wer alles thut verlangen / &er hat in wahrheit noch nicht einen stiel em*fangen. %F. 2er der ,onne und G tte 'leicht.

Wer alln sein gutt mittheilt / alln nut0t und alle +iebt / 1st wie der )onnen +icht / und G(tt der alln sich giebt. %%. Allmosen 'e+en macht reich. &er Arme / giebstu ihm / macht dich dem :eichen gleich" Wie daA er tr2gt dir alls voran ins Himmelreich. %K. An den /ar'en. 7fu8 dich du karger 4ilt0 / G(tt hat dir alls gegeben9 5och wenn Er 0u dir komt / giebstu ihm kaum 0uleben. KL. 1er 7eiche siehet G tt nicht 'ern. &er Arme !hrist ist G(tt" doch sieht des reichen Hau' Gemeiniglich nicht gern den G(tt gehn ein und au'. K$. Anderst 'e'lau+t / anderst 'ethan. ,an glaubt es seelger se8n 0u geben als 0u nehmen9 6nd doch wil man gar schlecht 0um geben sich beHu2men. K . Thue was du dir 'ethan wilt. ,ensch weil du gerne siehst da' man dir Gaben giebt" )o mache doch auch dich im geben wol ge.bt. K?. 2eise und Narrische sammlun'. &er Geit0-Hal' ist ein 5arr / er sammlet was vergeht" &er ,ildG ein weiser ,ann / er suchet was besteht. KI. :ildi'keit ist fre6 / Geit$ 'e+unden. Ein ,ilder breitt sich au' / ein Geit0-Hal' kri**t sich ein" &er f2ht schon an bestrikt / und ;ener fre8 0u se8n. KB. 2o der ,chat$ / da das <ert$e. &er Weise hat sein Hert0 be8 G(tt und in dem Himmel" &er Geit0ige be8m Geld und in dem Weltget.mmel. KJ. 1er 2eltsuchende $ieht am Narren seil Wo du auch kluge siehst sich umb die Welt bem.hn / )o sage da' auch sie am 5arren seile 0iehn. KF. 1as ew'e hat schl!chten verdran'. ,an sieht fast alle Welt mit 1uden s*issen lauffen9 6nd doch umbs Himmelreich so wenig +eute kauffenD K%. Giefft wird f.r Zuker 'ele't. G(tt streuet 0uker auff / der 3euffel gifft und galle" &en @uker l2st man stehn und lekt die Gifft 0um falleD KK. 1es 2eisen und Geit$i'en 'elt kammer. &er Wei' ist kl.glich reich9 er hat das Gelt im kasten / &er Geit0hal' im gem.th / drumb l2sts ihn niemahls rasten. $LL. 1er 2eise kom+t den 1ie+en vor.

&er Weise wartet nicht / bi' ihm was wird genommen" Er nihmt ihm alles selbst / den &ieben vor0ukommen. $L$. ;e'ierde +enommen alles +enommen. ,ensch nihm dir nur die +ieb und die begiehr der dinge / )o seind die dinge selbst benommen und geringe. $L . 1as Au'e und <ert$e leiden nichts. &as Hert0 ist wie das AugG / ein eint0igs gr2nelein / Wo duGs im Hert0en hast / verursacht dir schon 7ein. $L?. ;eschwehrt komt niemand fort. &er )chiffer wirfft im sturm die schwersten Wahren au'" ,einstu mit Gold beschwehrt 0u kommn ins Himmels Hau'A $LI. Alles 2eltliche muß we'. ,ensch w.rffestu nicht weg dein liebstes auf der Erden / )o kan dir nimmermehr des Himmels hafen werden. $LB. Alles um+ alles. &ie )eeligkeit ist alls. Wer alles wil erheben / &er mu' auch 0uvoran hier alls umb alles geben. $LJ. Nichts 'ewinnt nichts. 6mb nichts gewind man nichts. Wo du nichts auf wilt set0en" )o wirstu dich f.rwahr auch ewig nichts erg-t0en. $LF. 1er thörichte verlust. ,it hundert wil G(tt eins be0ahln im ewgen +eben" Wie th-richt seind wir doch / da' wir nicht alls hin gebenD $L%. :it der ;e'ierde hat man. 4reund schmeichle dir nicht viel" hastu noch die Begiehr / )o hastu noch die Welt und alle dingG in dir. $LK. 1er sein sel+st ,clave. &u wilt nicht ,clave se8n9 und doch ists wahr mein !hrist / &a' deiner selbst begiehr du vielmahl ,clave bist. $$L. 1ie schnödeste ,clavere6. &ie schn-dste ,clavere8 ist gerne ,clave se8n. Wie bildstu ).nden-,clav dir denn was ehrlichs einA $$$. 1ie 'eistliche <unds <.tte. 5ichts sch2ndlichs / nichts gerings steigt in ein gro' gem.tte" Hat deins an ).nden lust / so ists ein Hundes H.tte. $$ . 1ie schm!lichste 1ienst+arkeit. &as schm2hlichstG ist die ).nd. &2nk ).nder was f.r schmach / &er du als wie ein Hund ihr dienst / dir folget nachD $$?. 1er willi'e ;etro'ene.

&ie ).nd ist voll Betrugs. +2st du dich sie regiern / )o l2stu dich mit willn inn schlund der H-llen f.hrn. $$I. 1er ,tokD/necht lie+t den ,tok. Kein edler Geist ist gern gefangen und umbschr2nkt. &u must ein )tok-Knecht se8n / wo dich dein +eib nicht kr2nkt. $$B. Nachl!ssi'keit komt nicht $u G tt. &u s*richst / du wirst noch wohl G(33 sehen und sein +icht" ( 5arr du siehst ihn nie / siehstu ihn heute nicht. $$J. Nicht verlan'en nicht em+fan'en. Wer G(ttes angesicht hier nicht sieht mit begier / &er komt in ewigkeit darnach nicht be8 ihm f.r. $$F. hne *ie+es pein ohne *ie+e. <er0ug ursacht verdru'" f.hlstu umb G(tt nicht 7ein / )o glaub ich nicht dein Hert0 in ihn ent0.nd 0u se8n. $$%. 1ie *ie+e $eucht $um 'elie+ten. &ie +ieb ist das gewicht" ists wahr da' wir G(tt +ieben / )o werden wir von ihr stets hin 0u G(tt getrieben. $$K. 1as Göttliche und 4n'öttliche 'em.tte. Ein G-ttliches gem.tt steht st2tts nach G(tt gericht" 5ichts G-ttlichs ist an dir verlangt dich nach ihm nicht. $ L. Nicht +e'ehren ist nicht *ie+en. &u hast gern deinen Hund / der dir beliebt / be8 dir" Wie +iebestu denn G(tt mit lauter unbegierA $ $. Nicht ster+en wollen nicht *e+en wollen. ,ensch stirbestu nicht gern / so wiltu nicht dein +eben" &as +eben wird dir nicht als durch den 3od gegeben. $ . 1ie doppelte Thorheit. &u renst in 3ods gefahr schn-dG Ehre 0uerwerben9 6mb ewge Herrligkeit h-rstu nicht gern vom )terben. $ ?. 1er Narr erkiest das !r'ste. Ein 5arr ist / der den )tok f.rs Kaisers Burg erkiest9 &er lieber in der Welt als in dem Himmel ist. $ I. &rk.sun' +enennun'. Ein Knecht ist gern im )tall / ein schwein hirt gern umb )chweine" W2rstu ein edler Herr du w2rest gern woGs reine. $ B. 2as man ist das *ie+t man. 1eds +iebet was es ist / der K2fer seinen mist / &en unflat liebestu weil du ein unflat bist. $ J. Gesellschafft $ei't den :ann.

&ie losung der ges*an. Wers gern mit 5arren h2lt / &er ist kein kluger ,ann" nicht gro' / wer mit der Welt. $ F. 1er *ie+e Todt und =ein. G(tt ist mein einge +ieb" ihm nicht gemeine se8n 1st meiner )eelen 3odt / meins Hert0ens einge 7ein. $ %. 2er $u G TT wil / muß G TT werden. Werd G(tt wiltu 0u G(tt" G(tt macht sich nicht gemein / Wer nicht mit ihm wil G(tt und das was er ist se8n. $ K. 2er wil wird G tt 'e+ohrn. <on G(tt wird G(tt gebohrn" sol er dich den gebehrn / )o mustu ihm 0uvor den Willn dar0u gewehrn. $?L. Nichts werden ist G TT werden. 5ichts wird was 0uvor ist" wirstu nicht vor 0u nicht / )o wirstu nimmermehr gebohrn vom ewgen +icht. $?$. <öchste Ge+urth / höchste -reude. &ie h-chste 4reud und +ust die G(tt mir kan gewehrn / 1st da' er Ewig wird mich seinen )ohn gebehrn. $? . G ttes eini'e ,eeli'keit. Gebehrn ist )eelig se8n. G(tts einge )eeligkeit 1st da' er seinen )ohn gebiehrt von Ewigkeit. $??. 2ie man so ,eeli' als Gott wird. G(tt ist das )eeligste. Wiltu so )eelig se8n / )o dring in die Geburth de' )ohnes G(ttes ein. $?I. 3on Gott 'e+ohren werden ist '!nt$lich G tt se6n. G(tt 0euget nichts als G(33" 0eugt er dich seinen )ohn / )o wirstu G(tt in G(tt / Herr auf de' Herren 3hron. $?B. G tt mit G tt werden ist alles mit ihm se6n. Wer G(tt mit G(tt gewird / ist mit ihm eine 4reud / Ein Ewge ,a;est2t / ein :eich und Herrligkeit. $?J. &w'e &hre und ,chande. ( Ehr ( )eeligkeit / das Ewig se8n was G(ttD &as was der 3euffel ist / ( ewge )chand und )*ott. $?F. 1er Narrische 4nheili'e. &u wilt kein Heilger se8n / gleichwohl inn Himmel kommen. ( 5arr / es werden nur die Heilgen eingenommen. $?%. 1er 'rö+ste ;aur. &u schm.ckst dich wenn du solt nachs Ka8serHofe gehn / 6nd d2nckst ( gr-bster Baur / ohn )chmuck f.r G(tt 0ustehnD $?K. /ein <öfflin' kein <immlin'.

,ensch wirstu nicht geh-ft unnd klebst am Klo' der Erden / Wie sol der Himmel dir / der keinem 7flock wird / werden. $IL. 2er nicht hasst hat nicht verlassen. &u st2kst im falschen Wahn9 kanstu die Welt nicht hassen / 4.rwahr du hast nicht sie / sie hat nur dich verlassen. $I$. An den 'e$wun'enen 5reut$leidenden. ,ensch wer dem !reut0 nicht kan entwerden und entgehn / &er mu' auch wiedern Willn daran gehaftet stehn. $I . An den 2elt verlassenen. ,anch ding thut man au' 5oth. Auch du verl2st die Welt / Weil dirs dein Hert0e sagt / da' sie nichts von dir h2lt. $I?. An den <off!rti'en. Es heist sich einen Wurm au' &emutt G(ttes )ohn / &u Wurm mist dir wohl 0u au' Hoffart seinen 3hron. $II. 1ie sel+st ,ch!t$un' ist verwerflich. &er Himmel sch2t0t sich nicht / ob er gleich alls ern2hrt" )ch2t0st du dich selber hoch / so bistu wohl nichts wehrt. $IB. 1ie selt$ame Tu'end. G(tt s*richt / wer sich versenckt der wird erhaben werden" 6nd doch ist dieses thun das selt0amstG auf der ErdenD $IJ. 1as 2erck +ewehrt den :eister. 4reund weil du sit0st und d2nckst / bistu ein ,ann voll 3ugend" Wenn du sie wircken solst / siehst du erst deine 1ugend. $IF. Trauri'keit +rin't -reude. Wer Heilge 3raurigkeit hier hat 0um <es*er Brodt / &em wart das Abendmahl / die ewge 4reud in G(tt. $I%. 2er hier satt wird / kan dort nicht essen. Wie da' der 4ra' nicht kommt 0um ewgen Abendessen / Er mag nicht weil er hier sich hat 0u satt gefressen. $IK. 1en Trunckenpold kan G tt nicht tr!ncken. G(tt wil den s2ttigen den hungert und den d.rst / &ir kan ers nimmer thun der du nie n.chtern wirst. $BL. Nichts um+sonst. 5iemand hat was umbsonst / wie bildstu dir denn ein / &a' auch das Himmelreich umbsonst wird deine se8n. $B$. G ttes /aufmanschafft. G(tt treibet Kauffmanschafft / er bitht den Himmel feil. Wie theuer giebt er ihnA umb einen +iebes-7feil. $B . G tt ist unser Ziehl.

Was macht nicht G(tt au' sichD Er ist meins Hert0ens @iel / 1ch sch.sse stets nach ihm / ich treffG ihn wenn ich wil. $B?. 1as .+erunmö'lichste ist mö'lich. &u kanst mit deinem 7feil die )onne nicht erreichen / 1ch kan mit meinem wol die ewge )onn bestreichen. $BI. G tt thut sel+st alles. G(tt legt den 7feil selbst auf / G(tt s*annet selbst den Bogen. G(tt dr.cket selber ab" drumb ists so wol ge0ogen. $BB. )e n!her +e6m Ziel / #e 'ewisser. 1e n2her be8 dem @iehl / ;e n2her be8m Gewien9 ,einstu das Hert0e G(tts / so thrit nur nahe hin. $BJ. 1es ,.nders Ge+eth ist um+sonst. &er ).nder 0iehlt nach Gott / und wendt sich von ihm weg / Wie sols denn m-glich se8n / da' er ber.hr den @wegA $BF. 2ie man sich $u G tt kehrt. ,it Heiliger Begihr / und nicht mit blossem bethen9 ,it Heilgem +ebenslauff komt man 0u G(tt gethreten. $B%. 1er Geistliche ,ch.t$eDZeu'. &as Hert0 ist unser :ohr / die +iebe Kraut und +oth / &er @under gutter Will" @ieh lo' so triffstu G(tt. $BK. 1as <ert$e muß scharff 'eladen se6n. E8 lad doch recht und scharff / was *affstu in die +ufftA Was blind geladen ist das heisset nur ge*ufft. $JL. &s muß auß dem <ert$en 'ehn. &as ,undloch giebt nicht 4eur / im 4all du ;e wilt sch.ssen / ,ustu die Kammer ;a 0uvor geladen wissen. $J$. 1as <ert$e muß 'er!umt und rein se6n. !hrist ist das :ohr nicht rein / die Kammer nicht geraumt / 6nd du dr.ckst gleichwol lo' / so haltG ich da' dir traumt. $J . &in ver'ifftes <ert$e trei+t nicht in die <öhe. Halt / du verlet0est dich / das Gifft mu' au' dem :ohr / )onst s*ringts f.rwahr ent0we8 und treibet nicht emb*or. $J?. <aß macht sich verhast. ,ensch wer mit Ha' und 5eid f.r Gott den Herrn wil threten / &er wird ihm anders nichts als Ha' und 5eid erbethen. $JI. &rlaß wie wir erlassen. Was du dem n2chsten wilt / das bithst du dir von Gott. Wiltu nicht se8n gede8n / so bithst du dir den 3od. $JB. Gie+ wie du +e'ehrst.

,ensch du begehrst von G(tt das gant0e Himmelreich" Bitht man von dir ein Brodt / so wirstu Bla' und Bleich. $JJ. 2er das <immelreich hat kan nicht Arm werden. &as :eich Gotts ist in un'. Hastu schon hier auf Erden Ein gant0es :eich in dir / was f.rchstu arm 0uwerdenA $JF. 2er wahrhaffti' 7eich. <iel haben macht nicht :eich. &er ist ein reicher ,ann / &er alles was er hat ohn +eid verliehren kan. $J%. &er 2eise hat nichts im /asten. Ein weiser ,ann hat nichts im Kasten oder )chre8n" Was er verliehren kan / sch2t0t er nicht seine se8n. $JK. :an muß se6n / was man nicht verlihren wil. &er WeisG ist was er hat. Wiltu das 4ein*erlein &es Himmels nicht verliehrn / so mustuGs selber se8n. $FL. Zwe6erle6 seiner sel+st verliehrun'. 1ch kan mich selbst verliehen. 1aA b-' ists wenn in tod / Gl.ckseelig 7rei' ich dich / verliehrstu dich in G(tt. $F$. )m :eer werden alle tropffen :eer. &as 3r-*fflein wird das ,eer / wenn es ins ,eer gekommen" &ie )eele G(tt / wenn sie in G(tt ist aufgenommen. $F . )m :eer kan man kein tröpfflein unterscheiden. Wenn du das 3r-*fflein wirst im grossen ,eere nennen" &enn wirstu meine )eel im grossen G(tt erkennen. $F?. )m :eer ist auch ein tröpfflein :eer. 1m ,eer ist alles ,eer auchs kleinste 3r-*ffelein" )ag welche Heilge )eel in G(tt nicht Gott wird sein. $FI. )m :eer seind viel eins. <iel K-rnlein seind ein Brodt / ein ,eer viel tr-*ffelein9 )o seind auch unser viel in G(tt ein einges ein. $FB. 1ie 3ereini'un' mit Gott ist leicht. ,ensch du kanst dich mit Gott viel leichter eines sehn / Als man ein augG auffthut / wil nur / so ists geschehn. $FJ. Gott verlan'en macht 7uh und =ein. &ie )eele die nichts sucht als eins mit G(tt 0use8n" &ie lebt in steter :uh / und hat doch st2te 7ein. $FF. 1es Narren und 2eisen Gemeinschafft. Ein 5arr ist gern 0erstreut / ein Weiser gern allein" Er machet sich mit alln / der nur mit G(tt gemein. $F%. :ehr seind Todt als *e+endi'.

Alls lebt und reget sich9 doch 0weifflG ich ob die Welt ,ehr der =G(tt> lebenden als 3odten in sich h2lt. $FK. 1er Geit$i'en und 2eisen wirkun'. &er Geit0hal' mu' darvon / l2st anderen sein Geld9 &er Weise schickts f.r sich voran in ;ene Welt. $%L. &+en von dersel+en. &er Weise streuet au' f.r seine 4reund in G(tt9 &er Geit0hal' sammlet ein f.rn 3euffel und f.rn 3od. $%$. 1er Narren und 2eisen sch!t$un'. &er 5arr h2lt sich vor :eich be8 einem )ak voll Geld / &er Weise sch2t0t sich arm auch be8 der gant0en Welt. $% . 1er 4n'lau+e h!'t den Geit$. Wer giebt dem giebet G(tt mehr als der giebt und wil" Was geit0t die Welt denn soA sie glaubet G(tt nit viel. $%?. 1er 2eise sucht nichts. &er weise suchet nichts / er hat den stillsten (rden" WarumbA er ist in G(tt schon alles selber worden. $%I. Alles verdir+t und was wir nit seind. !hrist werde was du suchst" wo duGs nicht selber bist / )o komstu nie 0ur :uh / unds wird dir alls 0u ,ist. $%B. 1as 7eichthum muß inner uns se6n. 1n dir mu'Gs :eichthum se8n / was du nicht in dir hast / W2rs auch die gant0e Welt / ist dir nur eine +ast. $%J. G tt ist das 7eichthum. G(tt ist das :eichthum gar / gn.gt er dir in der @eit / )o stehest du schon hier im )tand der )eeligkeit. $%F. 1er thumme Geit$halß. Hastu an G(tt nicht gnug / und suchst nicht ihn allein / )o mustu wol ein 3hor und thummer Geit0hal' se8n. $%%. 1er thörichte suchende. )uchstu was und vermeinst da' G(tt nicht alles se8 / )o gehstu G(tt und alls in Ewigkeit f.rbe8. $%K. Alles +e'ehren ist nichts ha+en. ,ensch glaube di' gewi' / hastu nach allm Begihr / )o bistu bettel arm und hast noch nichts in dir. $KL. Ausser G tt ist alles nichts. ,ensch wem G(tt alles ist / dem ist sonst alles nichts" Hastu nicht alls an G(tt / f.rwahr im nichts gebrichts. $K$. 2elt verlassen weni' verlassen.

&ie gant0e Welt ist nichts" &u hast nicht viel veracht / Wenn du gleich hast die Welt au' deinem )inn gebracht. $K . ,ich verlassen ist etwas verlassen. &u selber must au' dir. Wenn du dich selbst wirst hassen / &ann sch2t0 ich dich / da' du erst etwas hast verlassen. $K?. :an muß 'etödtet se6n. Alls mu' geschlachtet se8n. )chlachstu dich nicht f.r G(tt / )o schlachtet dich 0u let0t f.rn 4eind der ewge 3od. $KI. 2irkun' der A+tödtun' und *e+ens der sel+stheit. &urch t-dtung deiner selbst wirstu Gotts +amb darstellen / ,it +eben bleibestu ein todter Hund der H-llen. $KB. 3iel Kxiones. Kxion ist allein beschrihn auf allen Gassen" 6nd sieh viel tausend seind die eine Wolk umbfassenD $KJ. An den ,töhrfriede. Wenn du an einem 7flug wilt mit #Cion *fl.gen / )o wirstu auch mit ihm auf einem :ade liegen. $KF. 2ie die Ar+eit / so der *ohn. 4reund wie die Arbeit ist / so ist auch drauf der +ohn" Auf b-se folgen )treichG / auf gutte 7rei' und Kron. $K%. &in'e$o'enheit verh.ttet viel. Braut ists da' du nicht gern l2st frembde Buhler f.r9 )o halt die 4enster 0ue und steh nicht in der 3h.r. $KK. ;ehuttsam+keit ist Noth. Behuttsamkeit ist 5oth. <iel w2rn nicht umbgekommen / Wenn sie der )innen 3h.r in bessre Hutt genommen. LL. 3erm!ssenheit ist sch!dlich. <ermi' dich 1ungfrau nicht / wer in Gefahr sich giebt / &er wird gemeiniglich gef2hret und betr.bt. L$. ,icherheit macht verliehrn. )teh wache / fastG und beth9 in einer )icherheit / Hat mancher gar verlohrn das )chlo' der Ewigkeit. L . 1re6 din'e seind $uflihn. Kind scheue / meide / fleuch den Wein / das Weib / die 5acht" )ie haben manchen ,ann umb +eib und )eele bracht. L?. &in finsteres <ert$e sieht nicht. Gieb achtung auf das 4eur. Wo nicht die +am*en brennen / Wer wil den Br2utigam wenn er wird kommn erkennen. LI. 1as Geistliche *osun's 2ort.

&as +osungs Wort ist +ieb" hastuGs nicht eingenommen / )o darffstu nimmermehr ans Himmels Gr2nt0en kommen. LB. 1ie verlohrne ,childwacht. &ie )childwach ist verlohrn / die sich in )chlaff versenkt" &ie )eel ist g2nt0lich hin / die nie ann 4eind ged2nkt. LJ. :an muß den -eind nicht auf den *ei+ lassen. 4reund wach und schau dich umb / der 3euffel geht stets runten / Kommt er dir auf den +eib / so liegestu schon unten. LF. 1er Teuffel wird leicht .+erwunden. !hrist bi' nur nicht ver0agt" mit wachen fasten bethen Kanstu das gant0e Heer der 3euffel unterthreten. L%. 1ie klu'e und thörichte ,chönheit. &ie kluge 1ungfrau hat ihrn )chmuck in sich allein" &ie 3h-rin denkt sich sch-n in sch-nen Kleidern se8n. LK. 1as !userliche macht nicht wehrter. ,ensch alls was ausser dir / das gibt dir keinen wehrt. &as Kleid macht keinen ,ann / der )attel macht kein 7ferd. $L. 2as man innwendi' ist sucht man nicht auswendi'. ,ann / wer in 3ugenden von innen :eich und sch-n / &er wird von aussen nicht nach )chmuck und :eichthum stehn. $$. 1ie 2elt ist ver+lendt. Wie da' die Welt so sehr nach eitlen &ingen renntA <erwunder dich nicht 4reund / sie rast und ist verblend. $ . Anderst thun als 'lau+en ist n!rrisch. !hrist bistu nicht ein 5arrA du glaubst die Ewigkeit / 6nd h2ngst mit +eib und )eel verblendet an der @eitD $?. 1em kleinen ist alles kleine 'roß. Kind wachs und werde gro'" so lange du noch klein / )o lange d.nckt dich alls was klein ist gro' 0use8n. $I. Nichts ist 'roß als G tt. 5ichts ist mir gro' als G(tt. Ein G-ttliches Gem.tte )ch2t0t auch den Himmel selbst f.r eine kleine H.tte. $B. :an muß sich von o+en hera+ ansehn. &u d.nckst dich viel 0u se8n" ach w2rstu .ber dir / 6nd schautest dich dann an / du s2hst ein schl2chtes 3hier. $J. )n der n!he sieht mans recht. ,ein nah dich doch 0u G(tt / alls ist von ferne klein / 3hritstu hin0ue / er wird bald gro' genug dir se8n. $F. 1as Ameiß Gem.tte.

&ie Erde scheint dir breit / ein kl.m*lein gro' mein !hrist / Ein ,aulwurfs Hauff ein Berg / weil du ein Amei' bist. $%. Nichts ist 'roß auf der &rde. @um Himmel ist die ErdG ein eint0igs )t2ubelein" ( 5arr wie kan in ihr dann etwas grosses se8nA $K. Nichts +eschaut nichts 'esch!t$t. Wie da' die Welt nichts sch2t0t die sch-nen Himmels AuenA man sch2t0t nichts unbeschaut / es mangelt am beschauen. L. Auß dem +eschaun entsteht die *ie+e. &ie +iebe folgt aufs schaun. )chau an die ewge dinge / )o liebstu sie als bald und h2lst sonst alls geringe. $. 1ie 2elt sol man nicht anschaun. Wend ab dein Angesicht / die Welt nur angeblikt / Hat manches edles Blut ver0aubert und ber.kt. . 1ie 2elt muß +eschaut se6n. Kehr hin dein Angesicht / und schau die eitle Welt / Wer sie nicht recht betracht / der wird f.rwahr gef2llt. ?. 1ie 2elt muß +elacht und +eweint werden. 4.rwahr wer diese Welt recht nihmt in Augenschein / ,u' bald 1emocritus / bald <eraclitus se8n. I. 1ie /inder weinen um+ die token. &u lachest da' das Kind umb seine 3oken weint / 6mb die du dich betr.bst / sag obs nicht 3oken seindA B. 1en 2eisen nihmt man nichts als Token. &er Weise lacht dar0u wenn man ihn alls genommen. WarumbA er ist umb nichts als nur umb 3oken kommen. J. 7echte ,ch!t$un' +rin't kein *eid. !hrist wer die &inge wei' nach ihrem Wehrt 0usch2t0en Wird umb kein @eitliches sich in Betr.bnu' set0en. F. 1er 2eisen /r!nkun'. &er Wei'G ist st2ts in 4reud / er wird von nichts betr.bt. &i' einge kr2nkt ihn nur da' G(tt nicht wird geliebt. %. G ttes ,chmiede -euer. &er Eifer ist ein 4eur / brent er umbs 52chsten Heil / )o schmiedet G(tt darbe8 / der +iebe &onnerkeil. K. 1er 2eise hat alles 'emein. &er Weise was er hat / hat alls mit alln gemein / Wie daA er sch2t0et alls / sich selbst auch nicht f.r sein. ?L. 1es 2eisen und Narren 2erk.

&es Weisen gant0es Werk / ist da' er werde G(tt" &er 5arr bem.het sich bi' er wird Erd und Koth. ?$. 1eß 2eisen Adel. &es Weisen Adel ist sein G-ttliches Gem.tte / )ein tugendhafter +auff / sein !hristliches Gebl.tte. ? . 1es 2eisen ahnen. &es Weisen ahnen seind Gott <ater / )ohn und Geist" <on denen schreibt er sich / wenn er sein Ankunfft *reist. ??. 1ie 'eheime Adeliche Ge+urth. Au' G(tt bin ich gebohrn / er0eugt in seinem )ohn / Geheiliget im Geist / di' ist mein adels KronD ?I. 2.rkun' der <. 1reifalti'keit. &er )ohn erl-set un' / der Geist der macht un' leben / &e' <aters Allmacht wird uns die <erg-ttung geben. ?B. Noch von dieser. 1n !hristo sterben wir / stehn auf im Heilgen Geist / 1m <ater werden wir f.r Kinder Gotts ge*reist. ?J. Nichts höhers ist als G ttes ,ohn se6n. G(tts )ohn ist G(tt mit Gott / regiert auf einem 3hron / 5ichts h-hers ist als ich / wenn ich bin dieser )ohn. ?F. 2ie man Gottes Tochter / :utter und ;raut wird. G(tts 3ochter / ,utter / Braut kan ;ede )eele werden / &ie Gott 0um <ater / )ohn und Br2utgam nihmt auff Erden. ?%. 1er /uß der Gottheit. G(tt k.st sich in sich selbst / sein Ku' der ist sein Geist / &er )ohn ist den er k.st / der <ater ders geleist. ?K. ,eufft$er $u G tt. Gott ist ein starcker )trom / der hinnihmt Geist und )inn / Ach da' ich noch nicht gar von ihm verschwemmet bin. IL. Allein der 2eise ist 7eich. Allein der Wei' ist :eichA die 3ugenden in G(tt / &ie er stat goldes hat / nihmt ihm auch nicht der 3od. I$. 1er 2eise stir+t nicht. &er Weise stirbt nicht mehrA er ist 0uvor schon 3od" 3odt aller Eitelkeit / 3odt allem was nicht G(tt. I . 1er 2eise ist nie allein. &er Wei' ist nie allein / geht er gleich ohne dich" )o hat er doch den Herrn der dinge =G(tt> mit sich. I?. 1er 2eise ist alleine Gott 'emein.

Gro' ist de' Weisen mutt / er machet sich allein / &em Herrn der Herrligkeit so viel er kan gemein. II. :an muß sich erk.hnen. Erk.hn dich ;unger !hrist" wer sich nicht wil erheben / &er bleibt wol wie ein Wurm am Erde klosse kleben. IB. 1ie *ie+e macht k.hn. &ie +iebe macht uns k.hn / wer Gott den Herrn wil k.ssen / &er f2llet ihm nur blo' mit seiner +ieb 0u f.ssen. IJ. 1ie *ie+e durchdrin't das innerste. &ie +ieb durchdringet alls9 ins innerste Gemach / Welchs Gott f.r alln verschleust / geht ihm die liebe nach. IF. 1ie ;eschauli'keit ist ,eeli'keit. Gl.kseelig ist wer steht auf der beschauer Bahn / Er s2het schon allhier das )eelge +eben an. I%. G tt nicht sehn ist nichts sehn. &u reisest vielerlei 0u sehn und au'0us*2hn" Hastu nicht G(tt erblikt / so hastu nichts gesehn. IK. 1ie seeli'ste 2issenschafft. Gl.kseelig ist der ,ensch der nichts als 1Esum wei' / 6nseelig wer sonst allm und diesem nicht giebt 7rei'. BL. 2as 'l.kseeli' se6n ist. Gl.kseelig se8n ist nicht viel Ehr und Gutt genissen / Es ist viel 3ugenden in seiner )eele wissen. B$. An den ,onderlin'. &ie ,einungen seind )and / ein 5arr der bauet drein / &u baust auf ,einungen / wie kanstu weise seinA B . 1ie <eili'en seind keinem klu'en tod. &u s*richst die Heiligen seind 3od 0u unsrer 5oth" &er weise ,ann der s*richt den 5arren seind sie 3od. B?. Allein der 5atholische 5hrist ist weise. ,i' dir nicht Wei'heit 0ue / wie klug du dir auch bist" 5iemand ist Wei' in Gott als ein !atholischer !hrist. BI. 1er 2eise nihmt nichts als von Gott. &er Wei' ist hoch gesinnt / wird ihm was 0uegesand / )o nihmt ers niemahls an als nur von Gottes Hand. BB. 1er 2eise s.ndi't nicht. &er Weise s.ndigt nicht / die richtige <ernunfft / 5ach der er wirkt / h2lt ihn in der gerechten @unfft. BJ. 1er 2eise irret nie.

&er Weise geht nie irr / er h2ngt auf ;eder Bahn / &er Ewgen Wahrheit =G(tt> mit allen kr2fften an. BF. 2er 2eise ist. &er ist der Weise ,ann / der sich und G(tt wol kennt Wem dieses +icht gebricht / ist unwei'G und verblend. B%. 2ie man 2eise 2ird. ,ensch wiltu Weise se8n / wilt Gott und dich erkennen / )o mustu vor in dir die Welt begihr verbrennen. BK. 2as deß :enschen 2eißheit ist. &e' ,enschen Wei'heit ist Gottseelig se8n auf Erden / Gleichf-rmig G(ttes )ohn an )itten und Gebehrden. JL. 7ein macht G tt Gemein. 5ichts unreins komt 0u GottD bistu nicht f.nkel rein <on aller !reatur / so wirst ihm nie gemein. J$. 1ie 2arheit macht 2eise se6n. &ie Wahrheit giebt das se8n" wer sie nicht recht erkennt / &er wird mit keinem recht ein Weiser ,ann genennt. J . 1ie 2elt ist ein ,andkorn. Wie da' denn be8 der Welt G(tt nicht geschaut kan se8nA )ie kr2nkt das Auge stets / sie ist ein )andk-rnlein. J?. ;eschluß. 4reund es ist auch genug. 1m fall du mehr wilt lesen / )o geh und werde selbst die )chrifft und selbst das Wesen.

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