OFF leE

MANAGEMENT
Bosiswissen
OFF I ( E
MANAGEMENT
Basiswissen
4000 Beg ri He .
Checklisten· Techniken
von
Rolf Dieter Zens
GABLER
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme
Zens, Rolf Dieter:
Office-Management / Rolf Dieter Zens. - Wiesbaden: Gabler
NE:HST
Basiswissen : 4000 Begriffe, Checklisten, Techniken. - 1993
Der Gabler Verlag ist ein Unternehmen der Verlagsgruppe Bertelsmann International.
ISBN 978-3-322-98572-9 ISBN 978-3-322-98571-2 (eBook)
DOI 10.1007/978-3-322-98571-2
© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Tb. Gabler, Wiesbaden 1993
Softcover reprint of the hardcover I st edition 1993
Lektorat: Ulrike Lörcher
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrecht-
lieh geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Gren-
zen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des
Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für
Vervielfaltigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und
die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Sy-
stemen.
Höchste inhaltliche und technische Qualität unserer Produkte ist unser Ziel. Bei der
Produktion und Verbreitung unserer Bücher wollen wir die Umwelt schonen: Dieses
Buch ist auf säurefreiem und chlorarm gebleichtem Papier gedruckt. Die Ein-
schweißfolie besteht aus Polyäthylen und damit aus organischen Grundstoffen, die
weder bei der Herstellung noch bei der Verbrennung Schadstoffe freisetzen.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw.
in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annah-
me, daß solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzge-
bung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.
Umschlaggestaltung: Schrimpf und Partner, Wiesbaden
Buchbinder: Wilh. Osswald & Co., NeustadtIWeinstraße
Vorwort
Liebe Leserin,
jeder Beruf hat seine Geschichte: Die Handbücher zum Sekretärinnen-Be-
ruf legen davon beredtes Zeugnis ab. Das Wissen, das heute von einer er-
folgreichen Sekretärin verlangt wird, ist umfangreich und vielfaltig. Denn
klar ist: Die modeme Sekretärin ist Office Managerin - sie ,,managt" Kom-
munikation, Arbeitsabläufe und Technik im Büro.
Die reibungslose Abwicklung der Korrespondenz, die Organisation von
Postein- und -ausgang, das Führen der Ablage, die Terminverwaltung für
den Chef und alles was darüber hinaus zum Büromanagement im engeren
Sinne gehört, ist für sie selbstverständlich. Zusätzlich muß sie jedoch eine
wachsende Vielfalt von weiteren Herausforderungen annehmen. Die zu-
nehmende Zahl von Kommunikations- und Erfassungsmitteln (Telefax, Te-
lex, PC etc.) will beherrscht sein, um die Informationsflut im Sekretariat
bewältigen zu können. Häufig fällt der Sekretärin auch die Organisation
von Tagungen zu oder sie muß, bedingt durch die zunehmende inner- und
außereuropäischen Kontakte vieler Firmen im Zuge der Verwirklichung
des Europäischen Binnenmarktes, in ein oder mehreren Fremdsprachen mit
Geschäftspartnern kommunizieren können.
Firmeninterne Schulungen erlauben es mir, Sekretärinnen in der Praxis zu
erleben. Das ist wichtig, denn dieser abwechslungsreiche Beruf fordert von
Jahr zu Jahr eine neue Ausrichtung.
Das Ziel des Autorenteams mußte sein, die Wissensbereiche für die Prü-
fung zur "Geprüfte Sekretärin lliK" ausführlich darzustellen. Dennoch
wollte das Team der jungen und aufstrebenden Leserin mehr bieten; vor al-
lem die Begriffe aus dem Bereich der Wirtschaftskunde gehen über das
,,reine" Prüfungswissen hinaus.
Sie, liebe Leserin, sollten nicht zögern, in dem Handbuch "zu schmökern".
Jeder behandelte Begriff hilft Ihnen, Ihre Prüfung zu bestehen oder im Be-
ruf sicher und kompetent die ersten Schritte zu gehen. Viel Erfolg - vor
allem für die Prüfung - wünscht Ihnen
ROLFD.ZENS
V
Herausgeber- und Autorenverzeichnis
Herausgeber/Schriftleiter
RoIfD. Zens
Hauptautoren!-autorinnen
Sylvia Erdmann-Hager
PeterFlühr
Ferdinand GeBIer
Claudia Krumm
Marta Hofknecht
PaulPapp
Evelin Rödder
Marion Sterzenbach
Gabriele Umer
Dr. phi!. Peter Vetter
Dr. phi!. Christine Winkelmann
Weitere Autoren! Autorinnen
Egon Baumgarten
AnjaCzekay
Dr. med. Jutta Deege
Claudia Dickes
Birgit Fetzer
Marion Grewe
AnniHamann
Petra M. Hopen
MargretHom
Dorothea Jung
Margret Kessel
Gerry Kirchhof
Sylvia Kloke
Annemarie Köberle
Trainer für Kommunikation, Leiter v. Of-
fice Management & Communication Köln,
Mitinh. Chefassistentinnen Europa, Köln,
über 20 Jahre in der Sekretärinnen- und
Chefassistentinnen-Fortbildung
Chefassistentin, Pulheim
Fachjournalist, Bonn
Trainer für Volks- und Betriebswirtschaft,
Mannheim
Chefassistentin, Lohmar
Chefassistentin, Düren
Dozent in der Erwachsenenbildung,
Mannheim
Trainerin für Marketing, Frechen
Assistentin der Geschäftsführung, Marburg
Chefassistentin, Solingen
Studienrat, Dozent für Volkswirtschaft
Lehrbauftragte, Düsseldorf
Abteilungsleiter, Leverkusen
Dozentin für Betriebswirtschaft, Monheim
Medizinerin, Oberhausen
Chefsekretärin, Voiswinkel
Chefassistentin, Erbach
Trainerin für Englisch und Französisch,
Düsseldorf
Chefassistentin, Köln
Chefredakteurin SEKRET ARlAT,
Wiesbaden
Nachrichtentechnikerin, Lonsee
Trainerin und Schulleiterin, Köln
Sekretärin, Köln
Chefassistentin, Weilerswist
Chefassistentin, Frankfurt
Schulleiterin des ITV, Ludwigshafen
VII
Beate Kraushaar
Margret Loock
Esther Merath
Gabriele U. Meyer
Gabi Neumayer
Gabriele Pelzer
Nicole Raue
B irgitt Ritter
AntjeRuhm
Jutta Schäfer
Janny Scharfenberg
Sonja Schrnid
Dr. phil. Michael Troesser
Christa Vogel
VIII
Chefassistentin, Dortmund
Chefassistentin, Leichlingen
Geschäftsführerin des DSV, Ludwigshafen
Künstlerin und Trainerin für Kreativität,
Düsseldorf
Chefredakteurin TEXTEN & SCHREI-
BEN,Köln
Personalkauffrau, Leverkusen
Chefassistentin, Wuppertal
Sekretärin, Elsdorf
selbständige Übersetzerin, Bonn
Chefassistentin, Gladbeck
Chefredakteurin ASSISTENZ,
Baden-Baden
Chefassistentin, Düsseldorf
Medienexperte, Ratingen
Geschäftsführender Vorstand des BDS,
München
Erläuterungen für die Benutzerin
1. Unter einem aufgesuchten Stichwort ist die nur speziell diesen Begriff
erläuternde, gründliche Erklärung zu fmden, die der Benutzerin sofort
erforderliches Wissen ohne mehrmaliges Nachschlagen vermittelt. Im
Anschluß an das Stichwort wird häufig auf weitere, im Zusammenhang
wesentliche Stichwörter verwiesen.
2. Im Stichworttext können weitere erklärungsbedürftige Begriffe auftau-
chen, die - auch wenn nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird - im
Lexikon ebenfalls defmiert sind.
3. Die alphabetische Reihenfolge der Stichwörter ist grundsätzlich einge-
halten. Die genaue Plazierung zusammengesetzter Begriffe innerhalb
des Buchstabens hängt davon ab, ob sie durch Bindestriche miteinander
verbunden oder durch Leerzeichen getrennt sind. Im ersten Fall wird
der Bindestrich vernachlässigt, im zweiten Fall dient zunächst nur das
erste Wort als Ordnungskriterium (Beispiel: Personal Computer steht
vor Personalakte).
4. Zusammengesetzte Begriffe sind in der Regel unter dem Adjektiv al-
phabetisch angeordnet. Wird das gesuchte Wort unter dem Adjektiv
nicht gefunden, empfiehlt es sich, das Substantiv nachzuschlagen.
5. Substantive sind in der Regel im Singular aufgeführt.
6. Die Umlaute ä, Ö, ü wurden bei der Einordnung in das Abc wie die
Grundlaute a, 0, u behandelt, ß wurde in ss aufgelöst.
IX
a.a.
Abk. für ad acta.
AAB
Abk. für automatischer Anrufbeant-
worter.
Abb.
Abk. für Abbildung.
Abbau der MItarbeiterzahl
Lesen Sie nach unter: Head Count
Reduction.
Abbruch
Das Beenden eines Programmes
wird A. genannt. In der Regel erfolgt
vorher eine Abfrage. Kommt ein A.
ansonsten vor, handelt es sich u. U.
um einen Software- oder Hard-
warefehler, nur selten um eine
Falschbedienung.
Abbuchungsveriahren
Der Zahlungspflichtige beauftragt
schriftlich sein Geldinstitut, vom
Zahlungsempfanger ausgestellte
Lastschriften von seinem Konto
abzubuchen. Der Zahlungspflichti-
ge kann einer Belastung nicht wider-
sprechen. Er kann lediglich den
Abbuchungsauftrag wieder zurück-
ziehen.
ABC-Analyse
ist die Zergliederung nach Wichtig-
keit, Dringlichkeit, Menge und Wert
A
auf drei Ebenen. Sie ist ein wichti-
ges Organisationshilfsmittel.
Lesen Sie auch: Prioritäten.
ABC-Regeln
Lesen Sie nach unter: DIN 5007,
Normung.
Abfallgesetz
Lesen Sie nach unter: Altmaterial,
Grüner Punkt.
Abfindung
Eine A. ist eine einmalige Geldlei-
stung, durch die weitere Ansprüche
abgegolten werden.
Abflndungserkllrung
Die A. ist die vertragliche Zusiche-
rung einer Partei auf bestehende
Rechtsansprüche, die gegenüber der
gegnerischen Partei bestehen, zu
verzichten. Sie ist unwiderruflich.
Die rechtlichen Ansprüche sind mit
der Unterzeichnung der A. als abge-
golten akzeptiert. In der Regel geht
sie mit der Leistung einer Abfmdung
(meist finanzieller Art) einher. Die
Einigung bezüglich der Abfin-
dungsleistung kann sowohl auf pri-
vatem als auch auf gerichtlichem
Wege erfolgen.
Abgabenordnung
Die A. (AO) ist das Grundgesetz des
Steuerrechts.
Lesen Sie auch: Steuern.
Abgaskontrolle
Abgaskontrolle
Lesen Sie nach unter: Emission Con-
trol.
Abgeordneter
Die durch die Wahl des Volkes ins
Parlament berufenen Vertreter nennt
man A. (Bundestags- oder Land-
tagsabgeordneter). Sie sind, obgleich
vom Volk gewählt und mit seiner
Vertretung betraut, einzig ihrem
Gewissen verantwortlich, müssen
also keinerlei Weisungen entgegen-
nehmen (freies Mandat).
Eine Mandatsentziehung durch die
Wähler oder die Partei, der sie
angehören, ist während der laufen-
den Legislaturperiode nicht mög-
lich.
Da A. in der Regel eine politische
Karriere verfolgen, halten sie sich
natürlich an gewisse Richtlinien, da
ihnen ansonsten die einzige rechtli-
che Möglichkeit, ihr Mandat zu ver-
lieren, nämlich die Nicht-Wieder-
wahl bzw. die Nichtberücksichti-
gung bei der Besetzung anderer bzw.
höherer politischer Positionen droht.
Die Tätigkeit eines A. zählt als
Beruf. Das ihm zustehende Grund-
gehalt bezeichnet man als Diäten.
Daneben stehen ihm Aufwandsent-
schädigungen verschiedener Art zu.
A. können für Äußerungen, die sie
im Parlament gemacht haben, zu
keiner Zeit belangt werden (Indem-
nität). Zudem genießen sie straf-
rechtliche Immunität für die Dauer
ihres Mandats, die im begründeten
Einzelfall jedoch durch das Parla-
ment aufgehoben werden kann.
Lesen Sie auch: Bundestag, Parla-
ment.
2
abgesetzter ZIffernblock
Lesen Sie nach unter: Zijfernblock.
abgestimmtes Verhalten
In einem Kartell stimmen Unter-
nehmen ihr Verhalten bei Einkauf
oder Verkauf aufeinander ab mit
dem Ziel, den Wettbewerb zu beein-
flussen und höhere Gewinne zu
erzielen - meist in Form von Preis-
absprachen. A. V. ist nach dem Kar-
tellgesetz verboten.
Lesen Sie auch: Kartell.
abhängige Arbeit
Lesen Sie nach unter: Arbeitnehmer.
Abhängigkeit
Lesen Sie nach unter: Interdepen-
denzen.
Abholangaben
werden von Produktionsbetrieben,
Post- und Paketzulieferern erstellt,
damit sie über Zeit, Gewicht und
Zahlungs weise des abzuholenden
bzw. zuzustellenden Produktes
unterrichtet sind.
Abk.
Abk. für Abkürzung.
Abkürzungen
a. D., d. h., u. A. w. g., z. B., z. Z.
- Diese A. (außer Dienst, das heißt,
um Antwort wird gebeten, zum Bei-
spiel, zur Zeit) haben eines gemein-
sam: Sie werden phonetisch als Wort
gesprochen - a. D. = außer Dienst.
Deshalb steht hinter jedem Buchsta-
ben ein Punkt.
Der Punkt entfällt bei A. für Maße
und Gewichte (cm, m, kg) sowie
nach A., die phonetisch nicht als
Wort gesprochen werden (AG,
NRW, TÜV).
Nicht alle A. der zweiten Kategorie
bekommen in der Einzahl eine Beu-
gungsendung (des Pkw, nicht oder
selten: des Pkws); anders bei der
Mehrzahl (die Lkws, nicht oder sel-
ten: die Lkw).
Zwei "Punkte" für die Praxis: Steht
am Ende eines Satzes eine A. mit
Punkt, ist dieser gleichzeitig der
Schlußpunkt. Jedes abgekürzte Wort
hat eine volle Bedeutung. Also: Von
Wort zu Wort (ausgeschrieben) muß
ein Abstand sein. Das gilt auch für
die A. (z. B.).
Lesen Sie auch: akademischer
Grad.
Ablage
Lesen Sie nach unter: Aktenplan,
dezentrale Ablage, elektronische
Ablage, Hängeregistratur, lochlose
Ablage, Registratur, Stichwortab-
lage, Vorordner, Zentralregistratur.
Ablageplan
bedeutet die Trennung des Schrift-
gutes in Altablage und Dauerabla-
ge = Archiv. Firmenintern kann
Schriftgut mit gesetzlichen Ablage-
fristen noch eine vorgegebene Zeit
in Reichweite bleiben (Arbeits-
platzablage ), jedoch zählen für abge-
schlossene Vorgänge diese Zeiten
mit zur gesetzlichen Aufbewah-
rungsdauer.
Lesen Sie auch: Sekretariatsbiblio-
thek.
Ablagevermerk
Lesen Sie nach unter: Aktenzeichen.
Ablauforganisation
Ablagewert
Lesen Sie nach unter: gesetzlicher
Ablagewert, Prüfwert, Registratur.
Ablaufdiagramm
(Programmablaufplan). Die Schritt-
folge eines Datenverarbeitungspro-
gramms wird mit Hilfe von genorm-
ten Symbolen grafisch dargestellt
und durch eine Flußlinie verbunden.
Es zeigt so, welche Befehle an die
DV -Anlage gegeben und in welcher
Reihenfolge sie ausgeführt werden
müssen.
Ablaufkonstanten
1. A. sind im Tagesablauf immer
wiederkehrende Vorgänge, z. B.
Anfragen beim Reisebüro, Vorbe-
reiten von Besprechungen, Ablage.
Hier liegt ein großes Potential, um
Standards (= Routinen) zu ent-
wickeln und festzulegen. Der eige-
ne Arbeitsplatz sollte hieraufhin
regelmäßig überprüft werden.
2. A. sindJeststehende Benennun
gen, die Aufschluß über den Ablauf
- in derselben Reihenfolge - beim
Schreiben geben, z. B. Versen-
dungsform, Behandlungsvermerk,
Anschrift, Bezugszeichen, Betreff-
angabe, Ende dieses Schreibens,
Diktatende - keine weitere Ansage.
Lesen Sie auch: Checkliste, Form-
konstanten, Maske, Rationalisie-
rung.
Ablauforganisation
Aufgabe der A. ist es, die Arbeits-
prozesse im Betrieb in die bestmög-
liche Ordnung zu bringen. Zur A.
gehören die Bestimmung einzelner
Arbeitsgänge und deren zweck-
3
ABM
mäßige Reihenfolge, die räumliche
Zuordnung dieser Vorgänge sowie
die menschliche Gestaltung des
Arbeitsplatzes und der Arbeitsbe-
dingungen. Die Aufgaben einzelner
Aufgabenträger werden weiter zer-
legt, bis man nur noch einzelne
Arbeitsschritte betrachtet. Diese
werden dann in der optimalen Rei-
henfolge zusammengefügt. Optimal
heißt in diesem Falle, daß sowohl für
den Betrieb als auch für den Mitar-
beiter die Arbeit gut verteilt wird. Es
sollen Wartezeiten vermieden wer-
den und die Arbeit soll für den Mit-
arbeiter in befriedigender Art und
Weise erledigt werden können.
Unter räumlicher Zuordnung ver-
steht man z. B., daß Mitarbeiter, die
viel miteinander zu tun haben, auch
in annehmbarer Nähe beieinander
sitzen. Es wäre z. B. sinnlos, diese
Kollegen über mehrere Stockwerke
zu verteilen. Zur menschlichen
Gestaltung der Arbeitsbedingungen
gehören eine angenehme Umge-
bung, z. B.lockern Grünpflanzen in
Büroräumen die Büroatmosphäre
auf, sowie eine körpergerechte Ein-
richtung, z. B. ein Stuhl, der auf den
Mitarbeiter so zugeschnitten ist, daß
er ihm keine Rückenschmerzen ver-
ursacht u. ä.
Lesen Sie auch: Organisation, reor-
ganisieren.
ABM
Abk. tür Arbeitsbeschaffungsmaß-
nahmen.
Abmahnung
Bei einem Arbeitsverhältnis ist die
A. eine Aufforderung an den Ver-
4
tragspartner, ein als vertragswidrig
angesehenes Verhalten zu beenden.
Praktisch setzt sie nur der Arbeitge-
ber oder eine andere weisungsbe-
rechtigte Person ein. Aus Beweis-
gründen erfolgt sie schriftlich. Sie
wird in die Personalpapiere aufge-
nommen. Der Arbeitnehmer hat
jedoch das Recht zu einer schriftli-
chen Gegendarstellung und auf Ent-
femung der A. aus den Papieren bei
unrichtigen Behauptungen. Die A.
muß ein genau bezeichnetes Fehl-
verhalten rügen und für den Wie-
derholungsfall die Kündigung
androhen.
Gründe für eine A. können sein:
schlechte Arbeitsleistung, häufige
Unpünktlichkeit, Nichtbefolgung
von Arbeitsanweisungen. Für eine
rechtmäßige Kündigung ist sie im
allgemeinen nicht erforderlich bei
Störungen im Vertrauensbereich,
wie Diebstahl von Material oder bei
Beleidigung und bei schweren
Störungen des Betriebsablaufs oder
-friedens.
Abonnement
Das A. ist ein Vertrag zum regel-
mäßigen Bezug eines bestimmten
Artikels, beispielsweise einer Zei-
tung. Inhalt des Vertrages sind ins-
besondere Titel, Preis, Zustellge-
bühren, Vertragsdauer, Kündi-
gungsfristen.
Lesen Sie auch: ZeitschriJtenwesen.
Abrechnung
Lesen Sie nach unter: Arbeitsessen.
Abreibebuchstaben
Lesen Sie nach unter: Folien.
Abs.
Abk. für Absatz.
Absage
Wer kann schon auf zwei Hochzei-
ten tanzen? Kann eine Einladung
nicht angenommen werden, sollte
die A. innerhalb einer Woche erfol-
gen. Achten Sie darauf, daß die Ant-
wortkarte, die der Einladung in der
Regel beigefügt ist, benutzt wird. Es
zeugt von gutem Ton! Sind Sie,
nachdem Sie eine Zusage gemacht
haben, dann doch an der Teilnahme
gehindert, teilen Sie dies umgehend
dem Veranstalter/Gastgeber mit.
Begründen Sie eine A. nicht mit
"wichtigen" anderen Terminen; Sie
wollen dem Veranstalter/Gastgeber
doch nicht signalisieren, seine Ein-
ladung sei unwichtig.
Lesen Sie auch: Einladung, Zusage.
absagen
Lesen Sie nach unter: Anweisungen
beim Phonodiktat.
Absatz
Jeder A., der gebildet wird, erleich-
tert das Lesen. Man sollte also
wegen des besseren Verständnisses
eine sinngemäße Gliederung vor-
nehmen. Das gilt für jede hand- oder
maschinenschriftliche Bearbeitung
von Schriftstücken. Bei der Text-
eingabe bedeutet ,,Absatz": Achtung
- im entsprechenden Zeilenabstand
- zweimal schalten!
Lesen Sie auch: Return-Taste.
Absatzmenge
Lesen Sie nach unter: Break-even-
Analyse.
Absatzpolitik
Absatzpolitik
umfaßt alle Entscheidungen, die mit
der Planung, Durchführung und
Kontrolle des Absatzgeschehens in
direktem Zusammenhang stehen. Zu
den absatzpolitischen Instrumenten
zählen die Produktpolitik, die Preis-
und Konditionenpolitik, die Distri-
butionspolitik sowie die Kommuni-
kationspolitik.
Produktpolitik meint die Gestaltung
der Produktqualität, des Produkt-
äußeren und des Produktnamens.
Hierbei ist nicht die objektive
Beschaffenheit eines Gutes von
Bedeutung, sondern die Wahrneh-
mung und der persönliche Eindruck
des Konsumenten.
Im Rahmen der Preis- und Kondi-
tionenpolitik erfolgt die Planung der
Verkaufspreise inklusive der Preis-
nachlässe wie Rabatte, Boni und
Skonti. Neben der Preis gestaltung
beeinflussen auch die vertraglichen
Bedingungen den Absatz von
Gütern. Zu nennen wären in diesem
Zusammenhang: Lieferfristen, Ser-
viceleistungen, Zahlungsbedingun-
gen, Transportversicherung usw.
Mit der Verteilung der Produkte auf
nachfolgende Wirtschaftsstufen (z.
B. Groß- und Einzelhandel) befaßt
sich die Distributionspolitik. Die
Wahl des Standortes der Absatzstel-
1en, das System der Absatzwege und
die physische Verteilung der Güter
stehen hierbei zur Disposition.
Die KommunilCationspolitik
erforscht und plant die Möglichkei-
ten eines Unternehmens, mit
gewünschten Zielgruppen in Ver-
bindung zu treten. Typische
Bestandteile der Marktkommunika-
5
Abschlag
tion sind: Werbung, Verkaufsförde-
rung, persönlicher Verkauf und
Public Relations.
Das Beeinflussungspotential der
Werbung richtet sich an eine große
Anzahl möglicher Kunden, die dem
Werbenden unbekannt sind. Die
Verkaufsfdrderung zielt auf das Ver-
kaufspersonal ab. Persönlicher Ver-
kauf beinhaltet eine mündliche Prä-
sentation von Produkten im Rahmen
einer Unterhaltung. Die Pflege der
öffentlichen Meinung ist Sinn und
Zweck von PR-Maßnahmen.
Lesen Sie auch: Kommunikations-
politik, Marketing, Preis politik, Pro-
duktpolitik, Verkaufsförderung ,
Werbung.
Abschlag
1. Börse: Kursdifferenz, um die die
Notierung einer Aktie an der Börse
unmittelbar nach der Zahlung der
Dividende oder dem Abgang eines
Bezugsrechts au junge Aktien nied-
riger liegt.
2. Handel: A, auch Gutgewicht
genannt, ist eine Vergütung bei
Warenkäufen für Gewichtsverluste,
die durch das Auspacken oder Sor-
tieren der Ware entstehen.
3. Personalwesen: Im betrieblichen
Entlohnungswesen ist der A. eine
Teilsumme des Gesamtentgeltes
(Lohn oder Gehalt), die in regel-
mäßigen Abständen (Tag, Woche,
Monat) an den Mitarbeiter entrich-
tet wird.
Abschlagszahlung
1. A ist eine Teiltilgung einer Ver-
bindlichkeit. Grundsätzlich ist der
Schuldner zu Teilleistungen nicht
6
berechtigt (§ 266 BGB). Bei einem
Abzahlungsgeschäft, also einem
Kaufvertrag über bewegliche, dem
Käufer zur Benutzung übergebene
Sachen, wird der Kaufpreis in Teil-
zahlungen (Raten-, Abschlags- oder
Akontozahlungen) entrichtet.
2. A ist im Entlohnungswesen die
Zahlung von Teilsummen an die Mit-
arbeiter in regelmäßigen Abständen
(Tag, Monat, Woche) vom Gesamt-
lohn oder -gehalt.
Abschnittsgliederungen
Textabschnitte sollten stets geglie-
dert und mit einer Kurzüberschrift
versehen werden. Dabei werden die
Abschnitte von Stufe zu Stufe unter-
teilt und auch numeriert. Als Glie-
derungszeichen wird ein Punkt
gesetzt, allerdings nicht am Ende
einer Abschnittsnummer. Für die
Praxis gilt: In Inhaltsverzeichnissen
beginnen alle Abschnittsnummern -
es muß vorher überlegt werden, wie
umfangreich die Untergliederung ist
- an der gemeinsamen Fluchtlinie.
Beispiel:
Inhalt
1 Pauschalreisen
1.1 Nahzie1e in Europa
1.2 Fernziele in aller Welt
2 Individuelle Urlaubsplanung
2.1 Flüge
2.2 Rundreisen
2.3 Hotelangebote
2.3.1 Kurhotels
2.3.2 Sporthotels
Abschreibung
Anlagegüter wie Gebäude, Maschi-
nen, Fahrzeuge, Betriebs- und
Geschäftsausstattung zählen zum
Anlagevermögen eines Unterneh-
mens und verlieren durch die Abnut-
zung und den technischen Fortschritt
laufend an Wert. Diese Wertminde-
rungen berücksichtigt man in der
Buchführung durch die A. Der steu-
erliche Begriff dafür lautet Abset-
zung für Abnutzung (AfA). Die A.
stellt Aufwand dar und schmälert,
wie jeder andere Aufwand, den
Gewinn des Unternehmens.
Gängige Berechnungsmethoden des
Werteverzehrs sind zum einendie
lineare A. (gleichbleibende Ab-
schreibungsbeträge ) und zum ande-
ren die degressive A. (sinkende
Abschreibungsbeträge ).
Abschwungphase
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit.
Absenderkontrolle
heißt, darauf zu achten, ob die
Absenderangabe auch auf dem Brief
steht: dann im Regelfall weg mit
dem unnötigen Umschlag. Vielleicht
ist eine Anschriftenänderung zu
beachten? Dann Eintrag in alle ent-
sprechenden Listen usw.
Absetzung für Abnutzung
(AfA) ist der steuerliche Begriff für
die Verteilung der Anschaffungs-
oder Herstellungskosten eines Anla-
gegegenstandes auf die Nutzungs-
dauer dieses Gutes.
Die jährlich angesetzten Abschrei-
bungsbeträge stellen Aufwendungen
dar, die letztendlich den bilanziellen
Jahresgewinn eines Unternehmens
schmälern.
Absturz
Die AfA bewirkt dadurch eine
betragsmäßig geringere Gewinnbe-
steuerung.
Lesen Sie auch: Abschreibung.
absolute Diskretion
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
absolute
Korrespondenzsicherheit
Lesen Sie nach unter: Stichwort-
brief, Textformulierung.
absolute Mehrheit
bedeutet, bei Wahlen, Abstimmun-
gen u. ä. mehr als die Hälfte der
abgegebenen Stimmen zu erhalten.
Lesen Sie auch: Mehrheitswahl,
Verhältniswahl, Zweidrittel-Mehr-
heit.
abspeichern
Lesen Sie nach unter: speichern.
Absprache
Lesen Sie nach unter: Kartell.
abstimmen
Lesen Sie nach unter: Geburtstage
der Geschäftspartner, Koordination.
Abstraktion
Lesen Sie nach unter: Modell.
Absturz
Ein nicht freiwilliger Programmab-
bruch während einer laufenden
Arbeitssitzung am PC wird als A.
bezeichnet. D. h. es tritt ein Zustand
am PC (Personal Computer) ein, in
dem keine weiteren Eingaben und
Befehle über Tastatur oder Maus
7
Abteilung
angenommen werden. Das System
muß neu gestartet werden. Der A.
eines Programms hat den Verlust
aller nicht gespeicherten Daten zur
Folge.
Abteilung
Beim Organisationsaufbau eines
Unternehmens werden mehrere Stel-
len, die gleichartige oder ähnliche
Teilaufgaben erfüllen, zu einer A.
zusammengeschlossen. Es gibt Lini-
enabteilungen und diese unterstüt-
zende Stabsabteilungen. Stabsabtei-
lungen werden gebildet, wenn die
entsprechenden Linienabteilungen
qualitativ (Wissensgrenze) oder
quantitativ (Arbeitsgrenze) überfor-
dert sind. Die Stabsabteilung hat
eine Service-, Beratungs- und Ent-
scheidungsvorbereitungsfunktion.
Die A. wird von einem Abteilungs-
leiter geleitet.
Lesen Sie auch: Organisation.
Abteilungsleiter
Der A. steht einer Gruppe von Mit-
arbeitern mit jeweils speziellen Auf-
gaben (Sachbearbeitern) vor. Er ver-
teilt, koordiniert und überwacht die
von den einzelnen Mitgliedern sei-
ner Abteilung zu erledigenden Auf-
gaben und bearbeitet selbst als Sach-
bearbeiter solche Aufgaben. Diese
werden ihm von den anderen Hier-
archieebenen oder von außerhalb
des Unternehmens stehenden Stel-
len wie Kunden, Behörden oder
Institutionen erteilt.
Abtretung
Lesen Sie nach unter: Eigentums-
vorbehalt.
8
Abweichungsanalyse
ist die Zergliederung der Abwei-
chungen in ihren Ursachen, um die
Verantwortlichkeit der Kostenstei-
lenleiter in bezug auf die aufgetre-
tenen Abweichungen festzustellen.
Abwertung
Durch die A. einer Währung erhöht
sich der Preis für die ausländischen
Währungen. Zuständig für eine
etwaige A. ist bei uns die Deutsche
Bundesbank. Infolge einer A. wer-
den Importe teurer und exportierte
deutsche Waren im Ausland billiger.
Gegenteil: Aufwertung.
Lesen Sie auch: Aufwertung, Diri-
gismus.
Abwesenheit des Chefs
Lesen Sie nach unter: Tageskopie.
Abwesenheitskontrolle
Durch Abwesenheit von Arbeitneh-
mern wegen Krankheit, Urlaub,
Fortbildung etc. entstehen einem
Unternehmen jährlich hohe Kosten.
Um einen genauen Überblick über
Fehltage der einzelnen Mitarbeiter
zu haben, muß eine A. erfolgen. Es
ist üblich, daß Sie damit beauftragt
werden, jeden Morgen zu überprü-
fen, welche Mitarbeiter fehlen
und/oder zu spät kommen.
Im Abwesenheitsfall durch Krank-
heit sollte der Mitarbeiter anrufen,
eine Krankmeldung des Arztes ein-
reichen und die anzunehmende Dau-
er seiner Krankheit angeben.
Mitarbeiter, die verstärkt an Mon-
tagen und Freitagen "erkranken",
werden immer häufiger durch Pri-
vatdetektive überprüft. Gerade im
letzten Jahr machten große Firmen
darauf aufmerksam, daß sie zu sol-
chen Methoden greifen, um Mitar-
beiter, die regelmäßig Gehalt bezie-
hen, aber unregelmäßig arbeiten, zu
kontrollieren.
Abwesenheitsmeldung
Im Falle der Abwesenheit eines Mit-
arbeiters, wird eine A. ausgefüllt.
Dies ist in der Regel ein vorgefer-
tigtes Formular und wird an die
Abteilungs- und Personalleiter wei-
tergereicht.
Abzahlungsgesetz
Lesen Sie nach unter: Ratenkauf
AbzG
Abk. für Abzahlungsgesetz.
access
bedeutet Zugriff auf ein Speicher-
medium.
Lesen Sie auch: Festplatte.
Action
Lesen Sie nach unter: AIDA-For-
meZ.
ad acta
(a .. a .. ) heißt zu den Akten (legen).
Dieser Ausdruck dient als Ablage-
vermerk, wenn keine weitere Ent-
scheidung oder Bearbeitung not-
wendig ist.
Adapter
Mit einem A. werden Einheiten ver-
bunden. Sehr bekannt ist der Schnitt-
stellen-A.
Lesen Sie auch: serielle Schnitt-
stelle.
Adressenverlag
Adj.
Abk.für Adjektiv.
Adjektiv
ist der lat. Ausdruck für Eigen-
schaftswort. Das A. steht in der
Regel als Erläuterung bei einem
Substantiv (Hauptwort). Beispiel:
die grünäugige Sekretärin.
Adreßaufkleber
gibt es fertig im Schreibwarenhan-
del oder sind auch meist in der EDV-
Abteilung Ihres Unternehmens
erhältlich.
Mit diesen Aufklebern können Sie
ordentlich und sauber (mit Schreib-
maschine geschrieben) Mappen und
Hefter beschriften bzw. die beschrif-
teten Aufkleber dafür verwenden.
Adresse
Bei einer A. handelt es sich um ein
numerisches oder alphanumerisches
Kennzeichen für einen Speicherplatz
im Arbeitsspeicher des Rechners.
Mit Hilfe der A. können Sie Daten
auf einen bestimmten Speicherplatz
ablegen oder den Inhalt eines Spei-
cherplatzes finden.
Adressenverlag
Das Medium Adresse ist ein wesent-
licher Bestandteil des Direkt-Mar-
ketings, also jener Maßnahmen des
Marketing, die auf direkte Kommu-
nikation zwischen Werbungtreiben-
den und Verbrauchern abgestellt
sind. Adressen werden hauptsäch-
lich benötigt für die Direkt-Wer-
bung, die schriftliche Kundenbera-
tung und bestimmte Gebiete der
Marktforschung. Das Adreßmateri-
9
Adressiermaschine
al kann aus einer eigenen Kunden-
liste gewonnen werden oder es wer-
den Fremdadressen, aufgeteilt nach
Branchenadressen, Berufsadressen
und Privatadressen, von A. gekauft.
Einige dieser Verlage sind: AZ-Mar-
keting Reinhard Mohn, Gütersloh;
Merkur-Verlag, Einbeck; Donnelley
und Gerardi, Ettlingen; Schober-
Direktmarketing, Ditzingen; pan-
Adress, München.
Lesen Sie auch: Marketing, Wer-
bung.
Adressiermaschine
bzw. -computer
Hat man oft die gleichen Empfänger,
lohnt sich eine A. Elektronisch
gesteuerte Einrichtungen schaffen
heute bis zu 30 000 Adressen pro
Stunde. Einige spezialisierte Firmen
bieten Adreßverwaltungen auf
einem PC an. Hier ist es möglich, die
Adressen nach verschiedenen Krite-
rien auszuwählen. Es ist möglich,
Adressierungen mit Werbeaussagen
zu verbinden.
Lesen Sie auch: Aufklebeadressen,
Direktadressierung.
Adreßverwaltung
Karteikarten waren hierfür die bis-
herige Methode. Im Zeitalter des
Computers/PC's sind die Möglich-
keiten schier unerschöpflich. Es gibt
ein reichhaltiges Angebot an Pro-
grammen, die die A. optimal durch-
führen können (z. B. Lotus 1-2-3).
Adverb
Das A. ist ein Umstandswort. Im
Satz gehört es zum (ad) Prädikat, das
in der Regel aus einem Verb besteht.
10
Beispiel: Die Sekretärin schreibt
schnell. "Schnell" ist eigentlich ein
Eigenschaftswort (Adjektiv), gehört
aber hier zu keinem Substantiv, son-
dern zum Prädikat "schreibt". Hin-
weis: Im Englischen finden wir bei
Adverbien in der Regel die Silbe -ly
angehängt: quick wird zu quickly.
adverbiale Bestimmung
Die Angabe einer genaueren
Bestimmung (Umstandsbestim-
mung), die als Satzglied (u. A. als
Einschub oder Zusatz) behandelt
wird. Beispiel: Der Kunde hatte sich,
entgegen anderer Abmachungen,
nicht an die Bedingungen gehalten.
adversativ
Bedeutet "gegensätzlich" oder "ent-
gegensetzend". Zum Beispiel ist das
Wort "aber" ein sogenanntes entge-
gensetzendes Bindewort, das oft bei
einschränkenden Ausführungen oder
Bemerkungen verwendet wird.
Advertising
ist ein Fachbegriff für Werbung. A.
ist für den Unternehmer ein unent-
behrliches Instrument, den Abneh-
mer mit der Ware/Dienstleistung
bekanntzumachen, über ihre Preis-
würdigkeit und Eigenschaften zu
unterrichten, sein Interesse zu
wecken und so die kaufkräftige
Nachfrage auf die eigenen Erzeug-
nisse hinzulenken. Es kann sich
dabei um Produkt- oder Imagewer-
bung handeln.
Aerogramm
ist ein Luftpostleichtbriefbis 5 g, nur
ins Ausland zu versenden.
AfA
Abk. für Absetzung für Abnutzung.
AFeB
Abk. für Amtliche Fernsprech-
bücher.
Affinität
bedeutet Verwandtschaft, Ähnlich-
keit, Entsprechung.
AFG
Abk. für Arbeitsförderungsgesetz.
AG
Abk. für Aktiengesellschaft.
AGB
Abk. für Allgemeine Geschäftsbe-
dingungen.
Aggression
(Aggressivität). Die A. ist ein Ver-
haltensmuster, das durch ein
Angriffsverhalten gekennzeichnet
ist, welches sich mit dem Ziel der
Zerstörung oder Verletzung gegen
Menschen, Tiere oder Gegenstände
richten kann. Dieses Verhalten kann
sich durch physische (Schlagen, Tre-
ten) wie auch durch psychische
Gewalt (Beschimpfen, Ironie)
äußern. Ist A. die Reaktion auf eine
Bedrohung, ist sie im weitesten Sin-
ne durch den Selbsterhaltungstrieb
begründet, wohingegen sie ohne das
Vorliegen einer äußeren Bedrohung
gemeinhin als krankhaftes Verhal-
ten angesehen wird. Über die Ursa-
chen aggressiver Verhaltensweisen
existieren verschiedene Theorien. So
vertreten die Anhänger S. Freuds die
Meinung, daß der Aggressionstrieb
Agrarpolitik
des Menschen angeboren sei. Der
Mensch muß diesem Trieb nachge-
ben und ihn ausleben. Dies kann
sowohl direkt, durch Angriffe gegen
andere, als auch indirekt, z. B. durch
Wettkampf oder Betrachtung
gewalttätiger Filme geschehen. Wird
dieser Trieb unterdrückt, werden
unkontrollierte Reaktionen hervor-
gerufen. Eine andere Theorie grün-
det auf der These, daß der A. immer
eine Frustration vorausgeht
(Dollard, Miller). Eine mögliche
Angst vor Bestrafung kann das
aggressive Verhalten verhindern,
führt jedoch, da die A. nicht reali-
siert wird, zu einer Frustration, die
eine Aggressionsverschiebung
bewirkt. Die A. wird nun gegen
andere, z. B. schwächere, gerichtet
oder im Extremfall auf sich selbst.
E. Fromm unterteilt A. u. a. in
1. gutartig/defensiv (Zweck ist die
Beseitigung lebenswichtiger bzw.
-erhaltender, auch psychischer,
Interessen);
2. instrumental (Machtgier);
3. bösartig (Sadismus, Destruktivität
- A. als Selbstzweck). Instru-
mentale und bösartige A. sind für
ihn nicht angeboren, für die
defensive A. ist eine Basis in der
Gehimmasse vorhanden, die erst
durch Lernprozesse aktiviert bzw.
modifiziert wird.
Lesen Sie auch: Fehlverhalten, Psy-
chologie, soziale Interaktion, Ver-
halten.
Agrarpolitik
Träger der A. ist vor allem der Staat,
aber auch Bauernverbände. Die
wichtigsten Ziele der A. sind: Stei-
11
Agrarpreise
gerung der Einkommen der Land-
wirte, Sicherung der Ernährung in
Krisenzeiten, preiswerte Nahrungs-
mittel und Gleichgewicht von Ange-
bot und Nachfrage bei einer gewis-
sen internationalen Arbeitsteilung.
Diese Ziele widersprechen sich teil-
weise. Die A. in der EG strebt sta-
bile Agrarpreise über dem Welt-
marktniveau an, was zu Überpro-
duktion und verzögerter Abnahme
der Zahl der Betriebe führt. Ursache
dieser A. ist der Versuch, die Ein-
kommen in der Landwirtschaft an
das sonst übliche Niveau anzupas-
sen und die bestehenden Agrarstruk-
turen zu erhalten.
Agrarpreise
Die A. werden durch die EG festge-
legt, damit die Landwirte ein ange-
messenes Einkommen erhalten. Die-
se Preise werden gestützt durch Sub-
ventionen, Aufkauf der Produktion
durch staatliche Stellen und durch
Schutzzölle gegenüber den wesent-
lich niedrigeren Weltmarktpreisen.
Agrarstaat
Ern A. ist ein Staat, der überwiegend
oder ausschließlich landwirtschaft-
liche Produkte erzeugt. Im Gegen-
satz dazu steht der Industriestaat.
AIDA-Formel
Attention (Aufmerksamkeit), Inter-
est (Interesse), Desire (Kaufwunsch)
und Action (Kaufhandlung) sind die
vier Grundsätze der Werbegestal-
tung im Rahmen der AIDA-Regel.
Dieses Stufenschema besagt, daß
eine Werbebotschaft als erstes Auf-
merksamkeit beim Empfänger
12
erzeugen sollte. Anknüpfend daran
ist die Aufnahme der geplanten Wer-
beinformation von Bedeutung. Ist
darm das Interesse am Produkt vor-
handen, sollte durch die Werbebot-
schaft der Kaufwunsch des potenti-
ellen Kunden gezielt geweckt bzw.
verstärkt werden. Zu guter Letzt
empfiehlt die AIDA-Formel, mit
dem Aufruf "Action", die Wahr-
scheinlichkeit der Kaufhandlung des
Umworbenen zu vergrößern, um
eine schnelle Reaktion zu erreichen.
Aufmerksamkeit kann beispielswei-
se durch Farben oder Musik, Inter-
esse durch technische Details, Kauf-
wunsch durch Image-Aussagen und
Kaufhandlung durch Sonderange-
bote oder beiliegende Bestellschei-
ne erzeugt werden.
Lesen Sie auch: Werbung.
akademischer Grad
In der Anschrift und in der Anrede
werden a. G. verwendet. Wird ein
Studium mit einem Diplom abge-
schlossen (z. B. Dipl.-Ing., Dipl.-
Kfm.) wird dieser a. G. zwar in der
Anschrift, nicht aber als Bestandteil
des Namens z. B. in der Anrede ver-
wendet. Mit dem Abschluß eines
akademischen Studiums durch Pro-
motion wird das Recht erworben,
den a. G. "Doktor" als Bestandteil
des Namens zu führen. Es heißt also
Herr Doktor Muster, nicht aber Herr
Diplomkaufmann Muster. Bei meh-
reren a. G. wird jeweils der höhere
in der Anrede benutzt. Zum Beispiel
Professor Dr. Muster = Herr Profes-
sor Muster.
Im Sekretariat werden Sie häufig mit
Abkürzungen der a. G. konfrontiert.
Hier zur schnellen Übersicht eine
Liste der a. G., denen Sie häufiger
begegnen werden:
- Dipl.-Ing. = Diplom-Ingenieur
- Dipl.-Kfm. = Diplom-Kaufmann
- Dipl.-Volksw. = Diplom-Volks-
wirt
- M. A. = Magister Artium (Ab-
schluß eines Studiums, z. B. in
Kunstgeschichte, Politologie,
Journalistik)
- Mag .... = Magister (österreich.
Variante mit verschiedenen Ab-
kürzungen, wie phil. = philoso-
phiae, rer. nato = rerum naturalium)
- Ass. jur. = Assessor juris (abge-
schlossenes Studium der Rechts-
wissenschaften ohne Zulassung
zur Rechtsanwaltschaft)
- Dr. oec. = Doktor der Betriebs-
wirtschaft
- Dr. oec. publ. = Doktor der Volks-
wirtschaft
- Dr. rer. nato = Doktor der Natur-
wissenschaften
- Dr. rer. pol. = Doktor der Wirt-
schaftswissenschaften
- Dr. jur. = Doktor der Rechte
- Dr. phil. = Doktor der Philoso-
phie/Philologie
- Dr. med. = Doktor der Medizin
- Dr. ... habil. = Habilitation =
durch akademische Prüfung
erworbene Lehrbefahigung für
Universitäten, Z. B. Dr. med. habil.
- Priv.-Doz. oder PD = Privatdo-
zent; Hochschullehrer, der nicht
Inhaber einer Lehrstuhls ist
- Prof. = Professor; Hochschulleh-
rer, zugleich Inhaber eines Lehr-
stuhls.
Unsicherheit entsteht oft bei auslän-
dischen a. G. Sie sollten wissen, daß
Akkreditiv
im Unterschied zu deutschen a. G.,
die meistens (aber nicht immer) vor
dem Namen stehen, im englisch-
sprachigen Raum diese hinter dem
Namen geführt werden, Z. B. Guy
Writeghost, MA.
Auch hier eine Auflistung der
gebräuchlichsten Abkürzungen:
- MA, AM = Master of Arts (Huma-
nistik)
- MBA = Master of Business
(Betriebswirtschaft)
- MD oder DM = Medical Doctor
(Arzt)
- PhD oder Ph. D. = Doctor of Phi-
losophy (Philosophie)
- DS, DSc, SD = Doctor of Science
(Naturwissenschaften).
Lesen Sie auch: Anrede, Titel.
akademischer Grad/Post
Abkürzungen für den Doktortitel
usw. gehören grundsätzlich vor den
Familiennamen. Nur in alphabeti-
schen Listen stehen sie nach DIN
5007 stets nach dem Familienna-
men, weil sie für die Einordnung
ohne Bedeutung sind.
Akkreditiv
Ein A. ist rechtlich eine Anweisung
nach § 783 BGB. Man versteht dar-
unter die Bereitstellung eines Betra-
ges bei der Bank des Auftraggebers
oder bei einer anderen Bank (Akkre-
ditvstelle) zur Auszahlung an einen
Begünstigten (Akkreditierten).
Dabei sind bestimmte Bedingungen
zu erfüllen. Ein A. kann widerruflich
oder unwiderruflich sein. Zu unter-
scheiden sind zwei Formen: Bei
einem Bar-A. (glattes A. oder offe-
nes A.) kann der Begünstigte über
l3
Akkumulation
den Akkreditivbetrag verfügen, ohne
Dokumente aushändigen zu müssen.
Akkreditivsteller und Akkreditierter
sind bei dieser Form des A., die
gerade im Auslandsreiseverkehr
häufig vorkommt, oft identisch. Eine
besondere Form des Bar-A. ist der
Kreditbrief. Bei einem Dokumenten-
A. (Waren-A.) kann der Akkredi-
tierte nur gegen Übergabe bestimm-
ter Dokumente über den Akkreditiv-
betrag verfügen. Das Dokumenten-
A. ist vor allem bei Außenhandels-
geschäften üblich. Akkreditivsteller
ist der Importeur, Akkreditierter der
Exporteur, der, nachdem die verein-
barten Dokumente, wie Konnosse-
ment, Frachtbrief, Ladeschein des
Frachtführers, Transportversiche-
rungspolice, ausgehändigt worden
sind, über den Akkreditivbetrag ver-
fügen kann. Eine besondere Form
des Dokumenten-A. ist der Rem-
bourskredit. Die Abwicklung erfolgt
nach den international anerkannten
"Einheitlichen Richtlinien und
Gebräuchen für Dokumentenakkre-
ditive".
Akkumulation
Eine A. ist eine Ansammlung oder
Anhäufung. In der Wirtschaftslehre
benutzt man den Begriff A. im Hin-
blick auf Investitionen oder Kapital
(z. B. A. des Gewinns) und versteht
darunter eine Konzentration oder
Zentralisation.
Akkusativ
Bezeichnung des 4. Falles (Wenfall).
Beispiel: Ich habe ihn gesehen.
(Wen?) Das Urteil ist gegen mich
gerichtet. (Gegen wen?)
14
Akquise
(Akquisition) allg. Errungenschaft,
Kauf, Kundenwerbung. Im Vertrieb
versteht man hierunter die Gewin-
nung von Kunden bzw. Aufträgen
auf grund telefonischer, persönlicher
oder schriftlicher Anwerbung und
nachfolgender individueller Ange-
bote und Beratungen durch Außen-
dienstmitarbeiter, Vertreter usw.
Aktenaufzug
ist eine Transportanlage, mit der das
Schriftgut von Stockwerk zu Stock-
werk befördert wird. Ein Bote ver-
teilt das Schriftgut in die einzelnen
Räume.
Akteninventur
Lesen Sie nach unter: Schri/tgut-
analyse.
Aktenkreisel
Auch Akten- oder Rotiersäulen
genannt: runde Regalböden, die ein-
zeln drehbar sind. Sie sind haupt-
sächlich für größere Ordner-Regi-
straturen zu empfehlen, in deren
Ordnern viel gemischtes Schriftgut
abgelegt wird und somit die gute
Raumausnutzung voll zum Tragen
kommt.
Aktennotiz
Eine A. wird meist nach einer
Besprechung etweder von den Teil-
nehmern gemeinsam formuliert oder
anschließend von einem Teilnehmer
aus dem Gedächtnis abgefaßt. Sie
unterliegt keiner formalen Vorschrift
und wird in der Vergangenheitsform
geschrieben. Sie sollte Antwort
geben auf die Fragen: Wer hat mit
Wem Wann Wo Worüber Wie
gesprochen? Wer hat die A. Wann
geschrieben? Welche Konsequen-
zen bzw. Aufgaben ergeben sich für
Wen? Was geschieht mit der A.?
Zu der A. zählen im weiteren Sinne:
Telefonnotiz, Gesprächs- und
Besuchsnotiz, Reise- und Messebe-
richt, Notiz über besuchte Veran-
staltungen und Seminare.
Lesen Sie auch: Umlaujmappe.
Aktenplan
Der A. ist ein Verzeichnis der in
einem Büro bzw. Betrieb vorhande-
nen Ablage. Es handelt sich um eine
Auflistung sämtlicher Aktenord-
ner/Hängemappen, die nach ver-
schiedenen Merkmalen gegliedert
sein kann:
a) alphabetisch,
b) numerisch (EDV -gestützt),
c) thematisch,
d) bereichs- oder abteilungs spezi-
fisch,
e) in Anlehnung an bestehende
Strukturen des Betriebes, z. B.
Organigramm oder Kontenrah-
men.
Lesen Sie auch: Organigramm,
Registratur, Sekretariatsbibliothek.
Aktenvermerk
Der A. ist eine kurze Notiz zu einer
Akte, einem Vorgang, einem Kun-
den/Lieferanten-Ordner etc. Es kann
sich dabei um eine kurze hand-
schriftliche Notiz handeln (auf dem
Schriftstück selbst oder auf einem
separaten Blatt) oder - bei längeren
Vermerken - eine maschinenge-
schriebene Notiz. Eine DIN-Norm
für maschinengeschriebene, interne
Aktenzeichen
A. existiert nicht, doch die Bezeich-
nung ,,Aktenvermerk", Datum, Ver-
fasser, Bezug und evtl. Verteiler-
kreis müssen enthalten sein. Die
äußere Gestaltung bleibt demnach
frei.
Lesen Sie auch: gesetzliche Aujbe-
wahrungsjristen.
Aktenvernichter
Lesen Sie nach unter: Reißwolf.
Aktenwolf
Es gibt heute eine Vielfalt von
Aktenvernichtern, die vom einzel-
nen Briefbogen bis hin zu gefüllten
Briefordnern alles vernichten kön-
nen. Es gibt spezielle Vernichter für
EDV -Endloslisten, Mikrofilmfor-
men, Karbonbänder usw. Somit ist
das Problem der Datensicherheit
zwar gelöst, aber das Problem der
Entsorgung bleibt weiterhin beste-
hen.
Aktenzeichen
sind systematische Folgen von
Buchstaben, Ziffern oder Symbolen
zur Kennzeichnung von Vorgängen.
Das A. ist ein Organisationsmittel,
welches Ihnen die eindeutige Zuord-
nung von Vorgängen zu bestimmten
Arbeitsgebieten oder Sachbearbei-
tern erleichtert. Es wird vom Bear-
beiter vergeben und besteht häufig
aus einer Buchstaben-/Zahlenkom-
bination mit fortlaufender Numerie-
rung, die Aufschluß über Sachge-
biet, Bearbeiter und Eingangs- bzw.
Erstellungsdatum gibt. Es kann
sowohl als Suchkriterium bei Rück-
fragen wie auch als Ablagevermerk
genutzt werden.
15
AktG
Besonders Behörden arbeiten häufig
mit Aktenzeichen (Beispiel: Steuer-
nummer).
AktG
Abk. für Aktiengesetz.
Aktie
Die A. ist ein Wertpapier und weist
den Aktionär als Teilhaber an einer
Aktiengesellschaft aus. Die A. bein-
haltet das Recht auf Gewinnaus-
schüttung (Dividende), das Stimm-
recht in der Hauptversammhing
sowie das Bezugsrecht auf A. bei
Neuausgabe. Wird eine Aktienge-
sellschaft aufgelöst, erhält der
Aktionär anteilig einen Anteil am
Liquidationserlös. Der Wert einer A.
kann schwanken; er hängt vom
Gewinn- und Vermögenswert des
Unternehmens und vom Vertrauen
in das Unternehmen sowie von der
Konjunkturlage ab.
Lesen Sie auch: Aktienbank, Aktien-
gesellschaft, Aktiengesetz, Aktienin-
dex, Aktienkurs.
Aktienbank
Die A. ist ein private Universalbank
(= Banken, deren Tätigkeitsbereich
alle banküblichen Geschäfte
umfaßt). Im Gegensatz zur Privat-
bank oder der Kreditgenossenschaft
ist ihre Rechtsform die einer Akti-
engesellschaft (AG). Daraus ergibt
sich, daß sich das Haftungskapital
einer A. auf das Gesellschaftsver-
mögen beschränkt. A. sind i. d. R.
durch ein Filialnetz überregional
vertreten. Eine beachtliche Rolle
spielt das Gründungs- und Emissi-
onsgeschäft.
16
Aktiengesellschaft
Wirtschaftlich gesehen ist die A. die
wichtigste Kapitalgesellschaft, da
nur die großen Unternehmen diese
Gesellschaftsform wählen. Zur
Gründung einer A. wird ein Grund-
kapital von mindestens 100 000,-
DM benötigt, normalerweise wird
dieser Betrag jedoch überschritten.
Es müssen sich mindestens fünf
Gründer zusammentun und einen
Gesellschaftsvertrag schließen; die-
sen Vertrag bezeichnet man als Sat-
zung. - Das Gesamtkapital wird
dann aufgeteilt; diese einzelnen
Anteile nennt man Aktien. Der Min-
destwert einer Aktie beläuft sich auf
50,- DM (Nennwert). Aktien wer-
den meist an der Börse gehandelt, d.
h. gekauft oder verkauft. Nach
Angebot und Nachfrage der jeweili-
gen Aktien richtet sich der Kurswert,
der niedriger oder höher als der
Nennwert ausfallen kann. Als Inha-
ber von Aktien sind Sie gleichzei-
tig Teilhaber des Unternehmens. Ein
Teil der aus der A. erzielten Über-
schüsse wird jährlich als Dividende
an die einzelnen Aktionäre gezahlt.
Die Haftung der Aktionäre ist auf ihr
Aktienvermögen beschränkt und
erstreckt sich nicht auf das Privat-
vermögen.
Die Organe der A. sind: der Vor-
stand, der Aufsichtsrat und die
Hauptversammlung. - Der Vor-
stand, der sich aus mehreren Perso-
nen zusammensetzt, ist für die Lei-
tung und Geschäftsführung der Akti-
engesellschaft verantwortlich; er ist
ihr gesetzlicher Vertreter. Der
Hauptversammlung gehören alle
Aktionäre an. Ihre Funktion besteht
darin, das Unternehmen betreffende
Beschlüsse zu fassen, denen sich
Vorstand und Aufsichtsrat der Akti-
engesellschaft unterordnen müssen.
Im Falle von Satzungsänderungen
muß die Hauptversammlung über
eine Dreiviertel-Mehrheit verfügen.
Darüber hinaus bestimmt die Haupt-
versammlung - gegebenenfalls
zusammen mit den Arbeitnehmern-
die Mitglieder des Aufsichtsrats; auf
diese Weise hat die Hauptversamm-
lung indirekt auch Einfluß auf die
Wahl des Vorstands, da dieser von
den Mitgliedern des Aufsichtsrats
ernannt wird. Das Ausmaß der Ent-
scheidungs gewalt der einzelnen
Aktionäre richtet sich nach dem
Nennwert und der Anzahl ihrer Akti-
en, die über den jeweiligen Stim-
menanteil entscheiden. Die Haupt-
versammlung tritt einmal pro Jahr
zusammen. Der Aufsichtsrat übt im
Hinblick auf den Vorstand Kon-
trollfunktion aus.
Lesen Sie auch: Eigenkapital,
Gesellschaftsformen, Hauptver-
sammlung, Kommanditgesellschaft
auf Aktien.
Aktiengesetz
Das A. (AktG) regelt die gesetzli-
chen Bestimmungen, denen Aktien-
gesellschaften (AG) und Komman-
ditgesellschaften auf Aktien (KGaA)
unterworfen sind. Seit seiner Ver-
abschiedung 1965 unterlag es zahl-
reichen Änderungen. Die in ihm ent-
haltenen Vorschriften betreffen u. a.
Gründung, Firma, Haftung, Rech-
nungslegung, Jahresabschluß, Kapi-
talbeschaffung und Auflösung. Dar-
über hinaus betrifft es Unterneh-
Aktiva
menszusarnmenschlüsse und das
Verhältnis der Gesellschaft zu ver-
bundenen Unternehmen (Konzern).
Aktienindex
Lesen Sie nach unter: Deutscher
Aktienindex, Dow-Jones-Index.
Aktienkurs
Der A. ist der durch den Kursmak-
ler festgestellte amtliche Marktpreis
für bestimmte Aktien. Die Höhe des
Kurses ist abhängig von den Gege-
benheiten auf dem Geld- und Kapi-
talmarkt, von den Veränderungen
von Angebot und Nachfrage der
betreffenden Aktie sowie von poli-
tischen Ereignissen und psychologi-
schen Einflüssen. Man unterscheidet
zwischen der Einheitsnotierung, die
der Kursmakler täglich für jede
Aktie festsetzt und der variablen
Notierung, die nur für be1!timmte
Aktien laufend festgestellt wird.
AktienspliHIng
Lesen Sie nach unter: Splitting.
Aktiv
ist die Tat- oder Tätigkeitsform eines
Verbs. Das Tätigkeitswort gibt an,
was ein Ding (Satzgegenstand) tut
oder leidet oder in welchem Zustand
es sich befindet. Beispiele: Der Rad-
fahrer konnte den Zusammenstoß
nicht verhindern. Das Material ist
beschädigt. Die Arbeit ruht.
Aktiva
Mit A. bezeichnet man die Aktiv-
seite der Bilanz. Auf ihr werden
sämtliche Wirtschaftsgüter und
Geldmittel, also das Vermögen eines
17
aktives Wahlrecht
Unternehmens, aufgelistet. Sie gibt
Aufschluß über die Art der Ver-
wendung der finanziellen Mittel.
Die Posten der A. sind nach ihrer
zeitlichen Liquidationsfahigkeit
(Verkäuflichkeit) geordnet.
Das Vermögen besteht aus zwei
großen Gruppen: dem Anlagever-
mögen, zu dem alle Wirtschaftsgü-
ter zählen, die langfristig im Unter-
nehmen verbleiben (z. B. Grund-
stücke, Gebäude, Maschinen, Werk-
zeuge) und dem Umlaufvermögen,
das sich aus Wirtschaftsgütern
zusammensetzt, die innerhalb einer
kürzeren Zeitspanne umgesetzt wer-
den (z. B. Roh-, Hilfs- und Betriebs-
stoffe, Fertigerzeugnisse, Waren,
Zahlungsmittel). Neben den genann-
ten Positionen enthält die A. Rech-
nungsabgrenzungsposten, die den
Erfolg (Gewinn oder Verlust) einer
Abrechnungsperiode von dem der
folgenden Abrechnungsperiode
abgrenzen sollen.
Lesen Sie auch: Bilanz.
aktives Wahlrecht
Jeder Bundesbürger, der die deut-
sche Staatsangehörigkeit besitzt, das
Wahlalter von 18 Jahren erreicht und
einen ständigen Wohnsitz in der
Bundesrepublik Deutschland hat, hat
das Recht, sich an den Wahlen für
die Vertretungskörperschaften der
Gemeinden, der Länder und des
Bundes zu beteiligen.
Ausländer haben kein aktives Wahl-
recht und Straftätern kann es unter
bestimmten Voraussetzungen zeit-
weilig entzogen werden.
Lesen Sie auch: passives Wahl-
recht.
18
Aktivität
Der Begriff A. stammt aus dem
Lateinischen und bedeutet Tätigkeit,
Unternehmungsgeist. A. bezeichnet
die Bewegung eines Menschen,
eines Vorgangs oder einer Sache-
es herrscht kein Stillstand, sondern
es erfolgt eine Handlung, Teilnahme
oder Weiterentwicklung. Ein aktiver
Mensch handelt aus Eigeninitiative
heraus. Gegenteil: Passivität.
Aktivitätenllste
Eine solche Liste zeigt notwendige
Aktivitäten zur rationellen und
lückenlosen Bearbeitung eines
umfangreichen Projektes chronolo-
gisch auf. Mit Aktivitäten sind zu
erledigende Arbeitsschritte für die
Abwicklung eines bestimmten Pro-
jektes gemeint. Wichtig für Sie ist,
wenn Sie diese Liste als Hilfsmittel
wählen, daß alle Arbeitsschritte mit
entsprechenden Terminen gekenn-
zeichnet werden. Solche Listen
erleichtern es Ihnen, Projekte mit
umfangreicheren Arbeitsschritten
termingerecht zu planen und abzu-
wickeln und außerdem notwendige
Arbeitsschritte genau zu beschrei-
ben. Solche Vorgänge können durch
diese transparente Darstellung auch
unkompliziert delegiert oder an Ihre
Urlaubsvertretung ohne große
Erklärungen übergeben werden.
Lesen Sie auch: Merkzettel.
aktualisieren
Lesen Sie nach unter: Gästekartei,
Reiseordner.
Akustikkoppler
Ein A. ist ein Gerät, mit dem Daten
über eine normale Telefonleitung
auf ein anderes Computersystem
übertragen werden können. Die
Übertragungsgeschwindigkeit ist
nicht sehr hoch. Durch Störungen in
der Telefonleitung kann es zu Daten-
verlusten kommen.
Akzent
Betonungszeichen, die vorwiegend
im Französischen gebraucht werden.
Wir kennen den Accent aigu (Bea-
trice), den Accent grave (Eugene )
und den Accent circonflexe (Rhöne).
akzentuiertes Sprechen
In Ihrem Beruf ist deutliches und
betontes Sprechen sehr wichtig. Ob
am Telefon oder in einer Unterhal-
tung, Sie sollten darauf achten, daß
Sie klar und deutlich sprechen und
wichtige Informationen so hervor-
heben, daß jeder Zuhörer in der Lage
ist, diese sofort als wesentlich und
wichtig zu erkennen und wahrzu-
nehmen. Verschiedene Schulen bie-
ten auch hier Kurse an, in denen Sie
auf diesem Gebiet trainiert werden.
Kleine Übungen vor dem Kasset-
tenrecorder oder Spiegel können
auch zu erstaunlichen Erfolgen
führen.
Akzept
Die Annahme eines Wechsels
erfolgt durch eine "quergeschriebe-
ne" Annahrneerklärung auf der lin-
ken Vorderseite eines Wechselfor-
mulars. Dadurch verpflichtet sich
der Bezogene (Schuldner) bei Fäl-
ligkeit der Wechselschuld zu zahlen
und für die Wechseleinlösung zu
haften. Sowohl die Unterschrift als
Allfinanz
auch der angenommene (akzeptier-
te) Wechsel wird als A. bezeichnet.
Alert-Box
Bei grafischen Benutzeroberflächen
gibt es bekanntermaßen Fehlermel-
dungen auf dem Bildschirm. Ein sol-
ches Alarmkästchen ist die A.-B.
Alkohol am Arbeitsplatz
ist im Normalfall nicht gestattet; die
Sicherheit am Arbeitsplatz würde
darunter leiden (vor allem bei Mit-
arbeitern, die mit Maschinen arbei-
ten). Geburtstage der Kolleginnen
oder andere Anlässe können auch
bei Kaffee und Kuchen gefeiert wer-
den. Wenn Sie bemerken, daß ein
Mitarbeiter Alkoholprobleme hat,
sollten Sie das Gespräch suchen: Die
Leistungsfähigkeit des Betroffenen
sinkt und Kolleginnen müssen oft
Teile der Arbeit übernehmen. Das
belastet natürlich die Stimmung aller
Beteiligten. Um das Betriebsklima
nicht zu gefährden, sollte der Betrof-
fene ermutigt werden, auch mit sei-
nem Vorgesetzten zu sprechen, um
gemeinsam eine Lösung zu finden.
Geht er nicht auf Ihre Versuche/lIil-
festeIlung ein, muß ihm massiver
gezeigt werden, daß er etwas unter-
nehmen muß, bevor die Firma aktiv
wird (z. B. durch Verweis oder Kün-
digung).
AlIfinanz
Aus der Sicht der Banken ist Allfi-
nanz ein strategisches (langfristiges)
Konzept, alle finanzrelevanten
Bedürfnisse durch ein Angebot an
Finanzleistungen abzudecken. Das
,,Angebot aus einer Hand" beinhal-
19
allg.
tet sowohl die üblichen Banklei-
stungen als auch Leistungen aus dem
Bauspar-, Immobilien- und Versi-
cherungsbereich. Die herkömmliche
Trennung dieser Bereiche wird
dadurch aufgehoben. Sinn und
Zweck der Übung ist es, ein auf die
speziellen Bedürfnisse des Kunden
zugeschnittenes Gesamtleistungspa-
ket erstellen zu können. Dadurch
erreicht die Bank eine stärkere Bin-
dung des Kunden an das eigene
Unternehmen. Unter wettbewerbs-
politischen Aspekten sieht man im
Allfinanzkonzept eine Stärkung der
Machtposition auf dem Finanzmarkt
sowohl im Inland als auch auf dem
gemeinsamen europäischen Markt.
Lesen Sie auch: EG-Binnenmarkt,
Euromärkte.
allg.
Abk. für allgemein.
Allgefahrenversicherung
Der Versicherungsnehmer ist bei
einer A. gegen jegliche Art von
Schäden versichert, mit Ausnahme
von Risiken oder Ursachen, die
namentlich im Antrag ausgeschlos-
sen werden. Dies unterscheidet die
A. von anderen Versicherungen, in
denen die jeweils versicherten
Gefahren angegeben werden.
Lesen Sie auch: Versicherung.
Allgemeinbildung
heißt, über viele Themen Grund-
kenntnisse zu haben. Egal ob Poli-
tik, Wirtschaft, Geschichte, Natur-
oder Geisteswissenschaften, die A.
ist das Wissen, nicht aber das Fach-
wissen über viele Bereiche. Wenn
20
während der Schulzeit die Grundla-
ge für A. gelegt wird, so ist doch
noch ein größerer Aufwand nötig,
um an eine gute A. zu kommen. Täg-
liches Zeitungslesen sowie das Sam-
meln und Speichern aktueller Infor-
mationen können die A. vergrößern.
Bücherlesen, Theater-und Opernbe-
suche, all das gehört zum Aufbau
der A. Heute trifft man relativ wenig
Menschen, die über eine große A.
verfügen, da die Gesellschaft mehr
Wert auf Fachwissen gelegt hat.
Schulen bieten dem Oberstufen-
schüler eher die Möglichkeit, sich
schon auf eine Fachrichtung schwer-
punktmäßig festzulegen als seinen
Horizont zu erweitern.
Lesen Sie auch: Redeschrift.
Allgemeine
Geschäftsbedingungen
Die AGB sind vorformulierte Bedin-
gungen, die ein Unternehmen Ver-
trägen mit Geschäftspartnern
zugrundelegt und die in der Regel
Vertragsbestandteil werden. Sie
ergänzen die ausdrücklich verein-
barten Vertragsbedingungen und
regeln meist die vom Gesetz nicht
oder nicht präzise erfaBten Sachver-
halte zugunsten des Verwenders.
Die Entwicklung beim Umsatz von
Waren und Leistungen hat zu einer
starken Typisierung und Wiederho-
lung der dabei verwendeten vertrag-
lichen Bedingungen, der Vertrags-
klauseln, geführt.
Die Zulässigkeit der AGB ergibt
sich aus dem Grundsatz der Ver-
tragsfreiheit. Anstelle des im BGB
geregelten Vertragsrechts, das die
Interessen beider Vertragsparteien
berücksichtigt, treten oft die AGB,
die meistens den Interessen der Her-
steller und Lieferanten dienen. Als
Grundlage für die AGB dient das
"Gesetz zur Regelung des Rechts der
Allgemeinen Geschäftsbedingun-
gen" vom 9.12.1976. Gemäß § 9 die-
ses Gesetzes sind Bestimmungen
unwirksam, die den Vertragspartner
entgegen den Geboten von Treu und
Glauben unangemessen benachteili-
gen. Individuelle Vertrags abreden
haben Vorrang vor den AGB.
Gegenstände sind im allgemeinen
Erfüllungsort, Gerichtsstand, Män-
gelhaftung, Eigentumsvorbehalt,
Pfandrecht usw.
Damit die AGB wirksam werden,
muß der Verwender ausdrücklich
auf diese hinweisen oder sie in sei-
nen Räumen deutlich sichtbar aus-
hängen, so daß der Vertragspartner
die AGB in zumutbarer Weise ein-
sehen kann und nicht widerspricht.
Lesen Sie auch nach unter: Män-
gelhaftung.
Allgemeine Ortskrankenkasse
Die AOK ist eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts mit Selbstver-
waltung. Ortskrankenkassen gehö-
ren zu den wichtigsten gesetzlichen
Pflichtkrankenkassen. Sie werden
meist für den Bezirk eines Stadt-
oder Landkreises errichtet.
Allgemeines Zoll- und
Handelsabkommen
Lesen Sie nach unter: GATT.
alphabetische Ordnung
ist die Ordnung nach Namen, z. B.
bei Kunden-, Lieferanten-, Personal-
ältere Angestellte
akten. Die Regeln hierfür sind in der
DIN-Norm 5007 festgehalten.
Lesen Sie auch: DIN-Normen.
alphanumerische Ordnung
ist die Ordnung nach Buchstaben
und Dezimalziffern.
Altablage
ist der Platz oder Raum, wo älteres,
nur noch selten gebrauchtes Schrift-
gut aufbewahrt wird. Etwa zwei
Drittel des gesamten Schriftgutes
eines Unternehmens befindet sich in
der A.! Alle Unternehmen - ob Ein-
Mann-Betrieb oder Konzern - müs-
sen neben der "lebenden" Schrift-
gutverwaltung auch eine A. führen.
Zum einen schreiben dies der
Gesetzgeber (§§ 38 und 44 HGB)
und die Finanzverwaltung (§ § 146
bis 147 AO) vor, zum anderen gibt
es auch verwaltungsinterne Gründe
(z. B. Firmengeschichte) dafür.
Zweck der A.: Entlastung der
"lebenden" Ablage, damit erleich-
terter Zugriff auf diese; Sicherung
der Vollständigkeit des Bestandes;
Bieten ausreichender Zugriffsmög-
lichkeiten; Sicherstellung, daß zum
frühestmöglichen Zeitpunkt ver-
nichtet wird; Garantie einer sorgfäl-
tigen Behandlung und Aufbewah-
rung des Schriftgutes. Diese Anfor-
derungen sollen selbstverständlich
mit möglichst geringem Kostenauf-
wand in bezug auf Material, Raum
und Personal erreicht werden.
Lesen Sie auch: Ablageplan.
ältere Angestellte
Der Begriff ä. A. kommt aus dem
Arbeitsrecht. Er bezieht sich auf
21
Alternate-Taste
Angestellte, die nach ihrem 25.
Lebensjahr mindestens fünf Jahre in
demselben Unternehmen gearbeitet
haben. Die Kündigungsfrist beträgt
bei Kündigung durch das Unterneh-
men drei Monate, nach acht Jahren
vier Monate usw. Der Arbeitnehmer
selbst kann unter Einhaltung der
gesetzlichen oder vereinbarten Fri-
sten kündigen.
Alternate-Taste
Auf der PC-Tastatur können beson-
dere Zeichen oder Funktionen durch
gleichzeitiges Drücken der A. (Sym-
bol = ,.Alt") und der entsprechenden
Taste aktiviert werden.
Lesen Sie auch: Code-Taste, Con-
trol-Taste, Delete-Taste, Deutsches
Tasten/eid, Escape-Taste, Insert-
Taste.
Altersaufbau
Der A. einer Bevölkerung wird
durch eine Volkszählung ermittelt
und tabellarisch oder grafisch als
Bevölkerungspyramide dargestellt.
Ablesbar sind für jeden Altersjahr-
gang die Anzahl der männlichen und
weiblichen Personen sowie Gebur-
tenhäufigkeit und Sterblichkeit im
Verhältnis zu den anderen Jahrgän-
gen.
Altersgrenze
Bei Beamten ist die A. das Lebens-
alter, bei dem sie zwangsweise in
den Ruhestand treten, meistens liegt
sie bei 65 Jahren. Im Straßenver-
kehrsrecht sagt die A., ab wann eine
bestimmte Kraftfahrzeugart geführt
werden darf, z. B. der Pkw mit 18
Jahren.
22
Altersruhegeld
Lesen Sie nach unter: Altersversor-
gung.
Altersversorgung
ist die Bereitstellung und Sicherung
der erforderlichen Mittel (Rente)
zum Schutz der Arbeitnehmer, die
die Altersgrenze überschritten haben
oder bei Invalidität und für die Hin-
terbliebenen im Todesfall.
In Deutschland ist die A. ein mehr-
stufiges Versorgungssystem - die
kollektive Basisversorgung, die
betriebliche A. und die ergänzende
individuelle Vorsorge. 90 % der Lei-
stungen werden aus der gesetzlichen
Rentenversicherung bestritten, in der
80 % der erwerbstätigen Bevölke-
rung pflichtversichert sind. Der
Kreis der Anspruchsberechtigten,
Versorgungsfall und Höhe der Lei-
stung sind gesetzlich festgelegt. Das
Altersruhegeld liegt bei etwa 45 %
der letzten Bruttobezüge. Der Satz
ist niedriger, wenn das Bruttoarbeits-
entgelt über der Beitragsbemes-
sungsgrenze lag oder wenn vor
Erreichen der Altersgrenze Berufs-
oder Erwerbsunfähigkeit eintritt,
oder wenn nur wenige anrech-
nungsfähige Versicherungsjahre
nachzuweisen sind.
Lesen Sie auch: Beitragsbemes-
sungsgrenze, betriebliche Alters-
versorgung, Lebensversicherung,
Rente.
Ältestenrat
ist eine Gruppe der Ältesten eines
Gemeinwesens, die das gesell-
schaftliche Leben regeln. Der Ä. in
der Bundesrepublik Deutschland ist
ein Organ des Bundestages. Er setzt
sich zusammen aus dem Bundes-
tagspräsidenten, seinen Stellvertre-
tern und von den Fraktionen be-
nannten Mitgliedern. Seine Aufga-
ben sind, den Bundestagspräsiden-
ten bei der Führung der Geschäfte zu
unterstützen, die Verständigung
zwischen den Fraktionen über den
Arbeitsplan des Bundestages her-
beizuführen und die Stellen der Aus-
schußvorsitzenden zu verteilen so-
wie die Tagesordnung zu erstellen.
Altmaterial
ist eine Art Abfall, der im eigenen
Betrieb nicht mehr be- oder verar-
beitet werden kann und deshalb wei-
terverkauft wird.
Ambivalenz
A. ist die Doppelwertigkeit be-
stimmter Situationen. Menschen, die
ambivalent fühlen, sind meistens
darüber verwirrt, daß sie zugleich
von einer bestimmten Sache ange-
zogen und abgestoßen werden.
amerikanische
Papierformate
Lesen Sie nach unter: Papierstütze.
amerikanisches Englisch
Zwischen britischem und amerika-
nischem Englisch bestehen zahlrei-
che Unterschiede, sowohl hinsicht-
lich des Vokabulars, der Gramma-
tik, der Orthographie und der Aus-
sprache. Was kennzeichnet nun
einen amerikanischen Sprecher? Die
meisten Unterschiede liegen in der
Aussprache vor. Zunächst einmal ist
in diesem Zusammenhang die soge-
amerikanisches Englisch
nannte ,,Monophtongierung" zu nen-
nen; das ist keine Krankheit, sondern
bedeutet, daß Wörter wie "name"
und "boat", anders als im britischen
Englisch, [ne:m] und [bo:t] ausge-
sprochen werden. Des weiteren wird
das "r" nach einem Vokal auch als
solches gesprochen, nicht wie im
britischen Englisch (Bsp.: "car"), wo
der Vokal verlängert wird. Ein Wort
wie "past" (brit. Engl. [pa:stD wird
in der amerikanischen Aussprache
zu [Plest].
Das a. E. hat seit dem 16. Jahrhun-
dert viele archaische Aussprache-
formen bewahrt. So z. B. spricht ein
Amerikaner das Wort "either" nicht
mit [ai], sondern mit [i] am Anfang
aus. Steht ein "t" zwischen zwei
Vokalen, so wird es als "d" umge-
setzt, z. B. das Wort "butter". Des
weiteren wird das zwischen Voka-
len stehende ,,1" dunkler gesprochen
(z. B. "follow"), die betonten Voka-
le werden verlängert, z. B. "capital";
und Wörter wie "time" und "Kan-
sas" werden mehr durch die Nase
gesprochen. Auch in der Betonung
tut sich einiges im a. E.; als Beispiel
sei das Wort "laboratory" genannt,
bei dem die Betonung im a. E. in der
zweiten Hälfte des Wortes erfolgt.
Ebenso verfährt der Amerikaner mit
"secretaries" und "dictionaries".
Auch im Vokabular liegen im a. E.,
bedingt durch die multilinguale
Situation, zahlreiche Unterschiede
vor. Die Einwanderernationen über-
nahmen viele Begriffe aus anderen
Sprachen, für die ihre eigene Spra-
che keine Bezeichnung bereitstellte.
So z. B. "canyon" und "ranch" aus
dem Spanischen, "prairy" aus dem
23
Amerikanismen
Französischen, "hamburger" und
"delicatessen" aus dem Deutschen
und "hammock" (=Hängematte) und
"skunk" (=S tinktier) aus indiani-
schen Sprachen. Diese Begriffe lie-
gen auch im britischen Englisch vor.
Andererseits gibt es im a. E. jedoch
auch Begriffe, die im britischen Eng-
lisch selten gebraucht werden, z. B.
"fall" für "Herbst", "gas" für "Ben-
zin", "cab" für "Taxi" etc.
Die Orthographie des a. E. weist nur
wenige Unterschiede auf: Auffallig
ist vor allem der häufige Wegfall des
"u" bei Wörtern mit der englischen
Schreibweise "ou", z. B. "color".
Und auch dem ,,1" wird im amerika-
nischen Englisch häufig der Garaus
gemacht; z. B. bei Wörtern wie
"galon" und "leveled". Häufig
kommt es im a. E. zu Buchstaben-
umstellungen: z. B. "center" statt
"centre".
Am wenigsten differiert die Gram-
matik des a. E. von der britischen.
Auch hier zeigt sich wieder der
archaische Charakter des Amerika-
nischen. Wie heißt z. B. die dritte
Form des unregelmäßigen Verbs
"get" im a. E.? Falsch!!! hn a. E.lau-
ten die unregelmäßigen Formen: get
- got - gotten!! Und auch bisher in
Großbritannien ungehörte Konjunk-
tivformen des Typs: "I suggest that
he go" lassen sich häufig in Ameri-
ka aufspüren, ebenso wie seltsam
anmutende Präpositionen nach eini-
gen Verben, z. B. "to meet with
s.o.". Und auch der von Schülern so
sehr gehaßte Unterschied zwischen
Present Perfect und Past Tense wird
in den Staaten oft nicht gemacht.
Sätze wie "He just came in", bei dem
24
manchem Englischlehrer die Haare
zu Berge stehen würden, sind keine
Ausnahme.
Trotz dieser großen Anzahl von
Unterschieden kommt es normaler-
weise zwischen Amerikanern und
Engländern kaum zu Verständnis-
schwierigkeiten, was wohl vor allem
auf der Tatsache beruht, daß viele
Begriffe des a. E. in das britische
Englisch Einzug gehalten haben.
Lesen Sie auch: Englisch.
Amerikanismen
(Singular: Amerikanismus). Mit A.
bezeichnet man einerseits die typi-
schen Besonderheiten des amerika-
nischen Englisch, andererseits
jedoch auch die Übernahme oder
Übertragung von Begriffen oder
Redewendungen in eine andere,
nichtengl. bzw. amerik. Sprache.
Dabei bleibt das ursprüngliche Wort
zum Teil vollständig erhalten oder
wird an die jeweilige Sprache ange-
paßt; z. B. "Computer", ,jemanden
feuern" (von engl./amerik.: "to fire
s.o." Häufig kommt es bei der Über-
nahme zu Bedeutungsverschiebun-
gen, gelegentlich auch zu falschli-
chen Anwendungen des Ursprungs-
worts. Je nach zugrundeliegender
Ursprungssprache spricht man von
Anglizismen, Germanismen, Hispa-
nismen etc.
Lesen Sie auch: amerikanisches
Englisch, Englisch.
Amortisation
Der Zeitraum, in dem Investitionen
vollständig zurückgezahlt werden
können. Eine Anlage hat sich dann
amortisiert, wenn die Erlöse die
Anschaffungskosten und die laufen-
den Betriebskosten decken. Z. B.
Anschaffungskosten 100 000 DM;
jährlicher Erlös ./. Betriebskosten
25000 DM = Amortisationsdauer
vier Jahre.
Amt
1. Im Verwaltungsrecht wird mit A.
der Tätigkeitsbereich eines Amts-
trägers bezeichnet. Dabei gibt es pri-
vate und öffentliche Ämter, deren
Träger meist Beamte sind, vor allem
für hoheitliche Aufgaben. Die Trä-
ger von Ehrenämtern, z. B. Schöf-
fen, erhalten keine Besoldung, son-
dern eine Aufwandsentschädigung.
Mit A. wird auch die Behörde
bezeichnet, an der mehrere Beamte
tätig sind, z. B. das Finanzamt.
2. Ein A. als Verwaltungsbezirk
besteht aus mehreren Gemeinden,
die nicht kreisfrei sind.
Amt für Ausbildungsförderung
Das A. f. A. berät Auszubildende
und ihre Eltern über Möglichkeiten
zur individuellen Ausbildungsför-
derung. Es bearbeitet die erforder-
lichen Anträge und betreut die
Betroffenen, Grundlage ist das Bun-
desausbildungsförderungsgesetz .
amtliche Statistik
Vor allem die statistischen Ämter
von Bund, Ländern und Gemeinden
stellen a. St. für Behörden und Wirt-
schaft zusammen. Die wichtigsten
Bereiche sind: Volks- und Berufs-
zählungen, Bevölkerungsbewegun-
gen, Wirtschafts-, Sozial-, Finanz-,
politische, Justiz- und Kulturstati-
stiken.
Amtshaftung
amtliches Fernsprechbuch
Jeder Teilnehmer des amtlichen
Fernsprechnetzes bekommt das a. F.
seines Bezirkes kostenlos. Fern-
sprechbücher anderer Bezirke müs-
sen bei der Post bestellt werden und
ein geringer Kostenbeitrag muß
geleistet werden (ca. 2,50 DM pro
Buch).
Amtsanmaßung
ist die strafbare unbefugte Ausübung
eines öffentlichen Amtes und die
Vornahme entsprechender Hand-
lungen.
Amtsgericht
ist die unterste, also die erste Instanz
der Gerichtshierarchie. Hier wer-
den Zivilsachen, d. h. alle Miet-
und Familienstreitigkeiten sowie
Mahn-, Angebots- und Entmündi-
gungsverfahren bis zu einem Streit-
wert von DM 5 000,- entschieden.
Das A. ist außerdem Konkurs-, Ver-
gleichs-, Vollstreckungsregister und
Grundbuchamt. Außer in Ehesachen
können sich die Parteien hier selbst
vertreten. Berufungen gegen die
Urteile des A. legen Sie am Land-
gericht ein, bei Familienstreitigkei-
ten am Oberlandesgericht.
Lesen Sie auch: Anwaltszwang,
Landgericht, Oberlandesgericht,
Schuldnerkartei.
Amtshaftung
Bei Amtspflichtverletzungen, die z.
B. ein Beamter in Ausübung seines
Amtes begeht, haftet die entspre-
chende Körperschaft, für die der
Beamte tätig ist. Bei grober Fahr-
lässigkeit oder Vorsatz des Bedien-
25
Amtshilfe
steten kann die. Behörde von ihm
Schadenersatz verlangen.
Amtshilfe
Alle Behörden helfen sich gegen-
seitig durch Erteilung von Auskunft,
Übersendung von Akten usw.
Bei Gerichten heißt die A Rechts-
hilfe.
Amtsleitung
Lesen Sie nach unter: Nebenstellen.
Amtspflicht
Die A schreibt dem Beamten ein
bestimmtes Handeln vor, unter
Berücksichtigung der rechtlichen
Interessen des betroffenen Bürgers.
So hat das Finanzamt die A, die
Verhältnisse zu erforschen, die für
die Höhe der Steuer wichtig sind,
auch wenn dies zu einer Steuersen-
kung führt. Bei einer Verletzung der
A. tritt die Amtshaftung ein. Dem
Geschädigten wird durch den Beam-
ten bzw. die zuständige Körper-
schaft Schadenersatz geleistet.
analoge Signale
Lesen Sie nach unter: Digitalisieren.
Analyse
Die A. ist eine Art der Untersu-
chung, bei der ein Sachverhalt in
verschiedene Teilaspekte zerlegt
wird.
1. Die chemische A. einer Flüssig-
keit stellt fest, aus welchen Bestand-
teilen diese Flüssigkeit besteht.
2. Die Psychoanalys behandelt Neu-
rosen und untersucht die Zusam-
menhänge zwischen bewußtem und
unbewußtem Handeln und Erleben.
26
Anbieter
A sind natürliche oder juristische
Personen, die Waren oder Dienst-
leistungen im Rahmen eines Han-
delsgewerbes oder eines land- und
forstwirtschaftlichen Betriebes zum
Kauf bereitstellen.
Lesen Sie auch: Angebot.
Änderungskündigung
Lesen Sie nach unter: Kündigung.
Anerkennung
Wird Ihnen nach guter Leistung A
oder Lob zuteil, sollte dieser ausge-
sprochene Dank nicht durch Verle-
gensheitsfloskeln Ihrerseits gemin-
dert werden. Selbstvertrauen und
Achtung vor dem Anderen drückt
sich auch durch Annahme dieser
Anerkennung aus. Statt: "Ach, das
war doch nichts" sollte besser ein:
"Vielen Dank, ich habe es gerne für
Sie erledigt" die Antwort sein. Nicht
nur das Sprichwort "Kleine
Geschenke erhalten die Freund-
schaft" hat Gültigkeit! Ein "Danke
schön" oder die sonstige verbale
Anerkennung einer Leistung/Gefal-
ligkeit sollte gepflegt werden!
Lesen Sie auch: entschuldigen.
Anfechtung
Anfechten können Sie alle Rechts-
geschäfte, die durch Irrtum, Betrug
oder Drohung zustande gekommen
sind. Die A kann durch jede Wil-
lensäußerung (Erklärung gegenüber
dem Anfechtungsgegner) erfolgen,
die erkennen läßt, daß das Geschäft
rückwirkend für ungültig erklärt
werden soll. Sie bewirkt, daß das
Rechtsgeschäft von Anfang an als
nichtig anzusehen ist.
Lesen Sie auch: arglistige Täu-
schung, Nichtigkeit.
Anfrage
erfolgt z. B. im Einzelhandel form-
los (Kunde fragt nach einer
bestimmten Ware und ihrem Preis).
Im Großhandel und Fabrikbetrieb
beschäftigen sich Einkaufsabteilun-
gen regelmäßig mit Preisanfragen
(wenn Bedarf an Waren oder Roh-
stoffen auftritt). Die A. ist unver-
bindlich und hat keine rechtliche
Wirkung.
Lesen Sie auch: unverbindliches
Angebot.
Anführungszeichen
Lesen Sie nach unter: halbe
Anführungszeichen.
Angebot
Die Gütermenge, die Anbieter bei
unterschiedlichen Preisen auf dem
Markt zu verkaufen wünschen,
bezeichnet man als A. Die Ange-
botsmenge hängt von der Höhe des
Preises ab. In der Regel steigt mit
steigenden Preisen die angebotene
Gütermenge und sie sinkt mit sin-
kenden Preisen. Der Umfang, in
dem sich die Gütermenge bei einer
Preis änderung ebenfalls verändert,
zeigt die Preiselastizität. Das
Güterangebot ist aber nicht nur vom
Verkaufspreis abhängig, sondern
auch vom Preis ähnlicher Güter.
Sinkt beispielsweise der Preis für
herkömmliche Reinigungsmittel und
bleibt der Preis für ökologisch
abbaubare Mittel stabil, werden Her-
steller eher umweltfreundliche Mit-
Angebotselastizität
tel anbieten. Das A. an ökologisch
abbaubaren Reinigungsrnitteln wird
in der Regel steigen.
Weiterhin wird das A. von den Her-
stellungskosten ähnlicher Güter
beeinflußt. Steigen z. B. die Kosten
der Herstellung für Deo-Sprays bei
gleichbleibenden Verkaufspreisen,
so sinken die Gewinne. Das Unter-
nehmen wird sich u. U. nach einem
Produkt umsehen, das höhere
Gewinne abwirft. Ist die Gewinn-
spanne bei technischen Sprays
größer (z. B. Lacke), kann das A. an
Deo-Sprays hierdurch zurückgehen.
Neben dem Preis-Kosten-Verhältnis
wird das Güterangebot auch von der
unternehmerischen Zielsetzung
beeinflußt. Die Produktentwick1ung
in vielen Sparten der Wirtschaft
bedarf einer langfristigen For-
schungs- und Entwick1ungstätigkeit
(z. B. Arzneimittel, Automobile),
was hohe Kosten verursacht. Die
angebotene Gütermenge hängt hier
im wesentlichen ab von der Stabilität
des Marktes und von der Risikobe-
reitschaft des Unternehmens neue
Produkte zu entwickeln.
Lesen Sie auch: Inflation, Markt-
gleichgewicht, Marktwirtschaft.
Nachfrage. Preis. unverbindliches
Angebot.
Angebot und Annahme
Lesen Sie nach unter: Kaufvertrag.
Angebotselastizität
I. Die A. drückt aus, wie stark sich
nach einer Preisänderung die Men-
ge des Angebotes ändert. Die Reak-
tion des Angebotes ist elastisch,
wenn sie stärker ist als die voraus-
27
Angestellte
gegangene Preisänderung. Eine
geringere Reaktion heißt unela-
stisch, eine fehlende starr.
2. Im Betrieb ist A die Fähigkeit, die
Produkte den Veränderungen am
Markt anzupassen.
Angestellte
Lesen Sie nach unter: ältere Ange-
stellte, leitende Angestellte.
Angst
Die A. hat viele Gesichter, und wer
sie kennt, weiß um den oftmals
erschreckenden Einfluß dieses kaum
zu definierenden Gefühls.
A. im Beruf äußert sich oftmals in
der Unfähigkeit, neue Dinge bewäl-
tigen zu können. Die A vor neuen
Tätigkeiten und Aufgaben, der Ein-
führung neuer, komplizierter Syste-
me, einem neuen Chef, einem neu-
en Mitarbeiter, all das kann beunru-
higend sein, Hemmungen aufbauen,
die oftmals so groß sind, daß kein
klarer Gedanke mehr zu fassen ist.
Aber egal woher die A kommt, egal
vor was oder wem man sich fürch-
tet, wesentlich ist die Bekämpfung
der A. Nicht dadurch, daß man sie
verleugnet und ewig heldenhaft tap-
fer ist, wird es besser. Mit dem kla-
ren Bewußtsein, auch A zu haben,
kann man sie besiegen.
Anhörung
Lesen Sie nach unter: Hearing.
Anklopfen
Das A sollte weder zaghaft, noch zu
stürmisch sein. Im alltäglichen
Bürogeschehen braucht die Antwort
,,Herein" nicht abgewartet zu wer-
28
den. Beim A gilt für die Sekretärin
eine wesentliche Ausnahme: Sie sol-
len Ihrem Vorgesetzten Unterlagen
in den Sitzungsraum bringen. In die-
ser Situation wird nicht angeklopft,
sondern ohne großes Aufhebens
wird die Unterlage oder eine schrift-
liche Information zugereicht.
Anlageausschuß
ist ein Begriff aus dem Bankwesen
(Bereich Kapitalanlagegesellschaft,
z. B. bei der Verwaltung von Son-
dervermögen für einen Kunden). Ein
A. setzt sich aus Vertretern des
Geldanlegers/Kunden und Vertre-
tern der Bank bzw. Kapitalanlage-
gesellschaft zusammen. Aufgabe des
A: Gemeinsame Besprechung und
Beratung der Anlagepolitik.
Der Anleger teilt hier durch seine
Vertreter seine Wünsche und Vor-
stellungen für seine Vermögensver-
waltung mit. Wenn Sie in dieser
Branche und diesem Bereich tätig
sind, könnte es Ihre Aufgabe sein,
die AdressenINamen dieser Aus-
schußmitglieder zu überwachen und
zu pflegen. Vor Erscheinen von
Zwischen-/Rechenschaftsberichten
kontrollieren Sie die Aktualität die-
ser Adressen und Namen. Verände-
rungen kommen sehr häufig vor und
es wäre sehr peinlich, wenn der
Kunde bzw. Anleger in seinem o. g.
Bericht nicht mehr aktuelle Namen
und Adressen vorfände.
Lesen Sie auch: Kapitalanlagege-
sellschaft·
Anlagegüter
A sind Vermögensgegenstände, die
dazu bestimmt sind, einem Unter-
nehmen langfristig zu dienen. Zu
den materiellen A. zählen Grund-
stücke, Gebäude, Maschinen und
Werkzeuge. Immaterielle A. sind
Rechte wie Patente, Lizenzen und
Konzessionen. Den Finanzanlagen
rechnet man Aktien fremder Unter-
nehmen, festverzinsliche Wertpa-
piere und langfristige Darlehensfor-
derungen zu.
Lesen Sie auch: Anlagevermögen.
Anlagenkontrolle
ist der selbstverständliche Blick auf
den Schluß des Briefes und die
sofortige Feststellung der angekün-
digten Anlage. Heißt es "Mit glei-
cher Post erhalten Sie ... ", dann
muß ein Vermerk im Terminkon-
trollmittel gemacht werden, weil mit
einer ein- bis zweitägigen Verschie-
bung des Eingangs zu rechnen ist.
Anlage- und Verteilvermerk
Beide Vermerke werden (nach der
Grußformel und Unterschrift) am
Schluß eines Briefes geschrieben.
Ihre Funktion ist wichtig. Der Anla-
gevermerk weist auf die tatsächlich
beigefügte Anlage hin und dient dem
schnellen Auffinden von beigefüg-
ten Schriftstücken, Fotos etc.
Der Verteilvermerk gibt Aufschluß,
wer von welchem Schriftstück eine
Kopie erhält oder über den Inhalt des
Schriftstückes informiert worden ist.
In der Regel beginnen die Leitwör-
ter (,,Anlage", "Verteiler") maschi-
nenschriftlich bei Grad 10, durch
eine Leerzeile von der Wiederho-
lung des Namens abgesetzt. Eben-
falls ist mindestens eine Leerzeile
bis zum Verteilvermerk zu berück-
Anlagevermögen
sichtigen. Steht nicht mehr genü-
gend Platz zur Verfügung, wird der
Anlagevermerk, durch eine Leerzei-
le vom Text getrennt, auf Grad 50
geschrieben. Es ist üblich, nur Anla-
ge zu schreiben. Das Leitwort kann
auch unterstrichen werden.
Anlagevermögen
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht
werden dem A. am Bilanzstichtag
alle Wirtschaftsgüter zugeordnet, die
dazu bestimmt sind, dem Geschäfts-
betrieb eines Unternehmens langfri-
stig zu dienen. Das A. bildet zusam-
men mit dem Umlaufvermögen und
den aktiven Rechnungsabgren-
zungsposten das bilanzielle Vermö-
gen der Unternehmung (Aktivseite
der Bilanz).
Nach dem handelsrechtlichen Glie-
derungsschema der Bilanz ist das A.
in drei Gruppen von Bilanzpositio-
nen unterteilt. Zum immateriellen A.
zählen Rechte wie Patente, Lizenzen
und gewerbliche Schutzrechte sowie
der Firmenwert. Das materielle A.
umfaßt Vermögensgegenstände, die
keiner laufenden Wertminderung
unterliegen, wie beispielsweise
Grundstücke und Gebäude sowie
Gegenstände, die durch Nutzung an
Wert verlieren, z. B. Maschinen und
Werkzeuge. Das Finanzanlagever-
mögen setzt sich aus unternehmens-
fremden Aktien, Obligationen und
langfristigen Darlehensforderungen
zusammen.
Neben der vertikalen Bilanzgliede-
rung des A. verlangt das Aktienge-
setz zusätzlich eine horizontale Glie-
derung. Im Anlagespiegel wird die
zeitliche Wertentwicklung des A.
29
Anlaut
während eines Geschäftsjahres auf-
gezeigt.
Lesen Sie auch: Abschreibung, Akti-
va, Betriebsvermögen, Bilanz,
Lizenz, Patent, Umlaufvermögen.
Anlaut
Lesen Sie nach unter: Kürzungen auf
den Anlaut.
Anleger
Lesen Sie nach unter: Investment-
fond.
Anleihe
Eine A. ist die Aufnahme eines i. d.
R. festverzinslichen, langfristigen
Kredites. Kreditnehmer können
sowohl die öffentliche Hand (z. B.
Schatzbriefe) als auch private Unter-
nehmen (Industrieobligationen) sein.
Die verbreitetste Form der A. ist die
Ausgabe sogenannter Schuldver-
schreibungen (Obligationen). Dies
sind Gläubigerpapiere, deren Nenn-
wert mindestens 100 DM beträgt.
Größere A. werden für gewöhnlich
an der Börse gehandelt.
Möglich ist auch die Eintragung der
A. (von Bund, Ländern und Gemein-
den) in einem Schuldbuch (Schuld-
buchforderung); in diesem Fall wer-
den keine Schuldverschreibungen
ausgegeben. Das Schuldbuch wird
durch das die A. emittierende Kre-
ditinstitut geführt.
A. sind nicht vorzeitig kündbar. Ihre
Tilgung kann entweder durch ein-
malige Rückzahlung der gesamten
Summe erfolgen oder durch ver-
traglich fixierte Teilrückzahlungen
(z. B. Auslosung, bei der zu festge-
setzten Terminen jeweils ein Teil der
30
Schuld getilgt wird, wobei die zur
Tilgung gelangenden Einzelpapiere
durch Los bestimmt werden). Ferner
besteht die Möglichkeit, daß der
Schuldner die A. am Markt selbst
zurückkauft.
Spezielle Formen der A.:
- Wandelschuldverschreibungen
(Industrieobligationen) sind mit
einem Umtausch- bzw. Bezugs-
recht auf Aktien verbunden.
- Gewinnschuldverschreibungen
(Industrieobligationen) berechti-
gen den Inhaber zusätzlich zu
einer Gewinnbeteiligung.
- Zerobonds werden nicht jährlich
verzinst.
Lesen Sie auch: Obligationen.
Anm.
Abk. für Anmerkung.
Anmeldung
Eine A. ist eine Erklärung, die an
Behörden gerichtet wird. Oft besteht
eine rechtliche Verpflichtung zur A.,
z. B. bei der A. zum Handelsregister,
Grundbuch, beim Konkursgericht,
Straßenverkehrsamt, Finanzamt
oder zur Gewerbeerlaubnis. Forde-
rungen und Rechte müssen zur Gel-
tendmachung ebenfalls angemeldet
werden, z. B. die eines Gläubigers
bei einem Konkurs.
Lesen Sie auch: Grundbuch, Han-
delsregister, Konkurs.
Annahme
Lesen Sie nach unter: Rechtsge-
schäfte.
Annahmeverzug
Lesen Sie nach unter: Verzug.
Anordnungsregeln
Lesen Sie nach unter: Anschrift.
Anpassung
Sich jemandem oder einer Sache
anzupassen bedeutet, auf einen
Menscheneinzugehen, sich in be-
stimmte Situationen einzufühlen und
auch, bis zu einem gewissen Grade,
sich auf verschiedene Umstände,
Situationen und Persönlichkeiten
einzustellen. Eine gute Sekretärin
muß in der Lage sein, für unter-
schiedliche Menschen arbeiten zu
können, Charaktereigenschaften und
persönliche Strukturen von Mitar-
beitern und Chefs nicht nur zu
erkennen, sondern ihnen so weit als
möglich entgegenzukommen. Selbst
die kleinsten Dinge, wie die Zube-
reitung des Kaffees, die Ordnung
und Ablage im Büro, das Einhalten
bestimmter Regeln, müssen erlernt
werden. Eine gewisse Gelassenheit
und Souveränität anderen Menschen
gegenüber und auch die Fähigkeit,
sich verschiedenen Anforderungen
zu stellen, sind erforderlich.
Anrede (im Schriftstück)
Es wäre ein grober Schnitzer, jeman-
den nicht "anzureden". Die Anrede-
formen unterscheiden sich in Nuan-
cen. Die Standard-Anrede lautet:
"Sehr geehrte Damen und Herren".
Damit sind weibliche und männliche
Briefempfanger gleichermaßen höf-
lich bedacht. Ist man sich sicher, daß
ein Unternehmer oder eine Instituti-
on nur von Damen bzw. Herren
geleitet wird, dann selbstverständ-
lich: "Sehr geehrte Damen". - "Sehr
geehrte Herren". Werden die Emp-
Anrufbeantworter
fangerin/der Empfanger unmittelbar
angesprochen, dann schreiben Sie:
"Sehr geehrte Frau Weber" bzw.
"Sehr geehrter Herr Weber".
Die A. endet mit einem Komma. Ein
Ausrufezeichen ist nicht gerade ver-
kehrt, hat aber im Laufe der letzten
Jahre an Bedeutung verloren.
Beachten Sie: Bei Behörden oder
Ämtern gelten behördenspezifische
Regeln!
anreden
Weibliche Personen werden mit
Frau angesprochen sowie männliche
mit Herr. Für weibliche Wesen ab 18
Jahren ist namensrechtlich heute die
Anrede Frau vorgegeben. Gerade die
Sekretärin sollte darauf achten, daß
das "Fräulein Wunder" ein Wunder
bleibt. Sie werden auch nie im
Schriftverkehr die Abkürzungen Fr.
oder Hf. verwenden.
Lesen Sie auch: akademischer Grad,
Fräulein, Namen, Titel.
Anreiz
Lesen Sie nach unter: Ideenbörse,
Incentives.
Anrufbeantworter
Der A. ist ein Gerät zur Tonban-
daufzeichnung eingehender Tele-
fongespräche.
Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl
von Geräten, die sich durch ihre
Funktionen unterscheiden, z. B.
durch Fernabfrage, Aufzeichnungs-
möglichkeit von Gesprächen oder
einfache Ansage. Die anfängliche
Scheu vor dieser "Blechkiste" ist
gewichen; der Nutzen dieser Gerä-
te wird im Zeitalter der Dezentrali-
31
Anrufumleitung
sierung und Auslagerung von
Arbeitsplätzen weiter zunehmen.
Beim Kauf ist zu beachten, daß das
Gerät von der Post zugelassen ist.
Anmeldung ist beim Fernmeldeamt
nur erforderlich, wenn im amtlichen
Telefonbuch der Eintrag "Q"
erscheinen soll, an dem jeder Benut-
zer erkennt, daß er auf einen Anruf-
beantworter treffen kann. Die Instal-
lation der neuen Gerätegeneration ist
einfach durchzuführen.
Lesen Sie auch: Fernabfrage, Mul-
ti-Tel.
Anrufumleitung
auch Anrufweiterschaltung, Zusatz-
einrichtung an einem Fernsprechan-
schluß, die Ihnen die Möglichkeit
bietet, einen ankommenden Anruf
auf einen anderen Apparat weiter-
zuleiten, wenn Sie nicht erreichbar
sind.
Die Möglichkeit der A. nutzen
besonders Unternehmen, deren Mit-
arbeiter häufig an wechselnden Stel-
len eingesetzt sind (z. B. Außen-
dienst), um die telefonische Erreich-
barkeit sicherzustellen. Diese Funk-
tion bietet jedoch auch Vorteile bei
urlaubs- oder krankheits bedingter
Vertretung, da der Mitarbeiter sei-
nen eigenen Arbeitsplatz nicht ver-
lassen muß. Darüber hinaus ist sie
nicht zuletzt ein Mittel zur Sicher-
steIlung eines störungsfreien Ablau-
fes bei Besprechungen.
Anschaffungsdarlehen
Ein A. ist ein mittelfristiger Kredit
von 2 000 - 25 000 DM, einer Lauf-
zeit von zwei bis vier Jahren und
regelmäßiger Tilgung. Es wird von
32
Banken und Sparkassen an Konsu-
menten und Kleinbetriebe vergeben.
Anschaffungskosten
A. sind Kosten, die ein fremderwor-
benes, wirtschaftliches Gut im Rah-
men seiner Nutzbarmachung für den
betrieblichen Produktionsablauf ver-
ursacht. Sie setzen sich zusammen
aus dem Anschaffungspreis minus
eventueller Abschläge (z. B. Rabat-
te, Skonti), plus den zur Herstellung
der Einsatzbereitschaft notwendigen
Nebenkosten (z. B. Zölle, Vermitt-
lungsprovisionen, Frachten, Monta-
gekosten), plus nachträglichen Auf-
wendungen, die der Änderung und
Verbesserung des Gutes dienen.
Hinsichtlich ihrer steuer- und han-
delsrechtlichen Bewertung entspre-
chen die A. den Herstellungskosten
für eigenerstellte Güter.
Anschlag
Wie das Schreibpapier, so gehört
auch der Begriff "Anschlag" zur
Schreibmaschine. Bei mechanisch
handbetriebenen Schreibmaschinen
ist ein kräftiger Anschlag erforder-
lich. Leichter geht's bei einer
(teil)elektronisch betriebenen
Schreibmaschine. Mit ganz wenig
Kraftaufwand werden auch Compu-
tertastaturen bedient.
Lesen Sie auch: Schnellschreiben.
Anschluß
Lesen Sie nach unter: Telefon.
Anschrift
Die A. ist neunzeilig (entspricht dem
Sichtrahmen von Fensterbriefhül-
len).
Zeile
1 Sendungsart, Versendungsform
(Vorausverfügung, Einschreiben)
2
3 Empfangerbezeichnung
4 Empfangerbezeichnung
5 Postfach oder Straße mit Haus-
nummer (Taunusstr. 54)
7 Postleitzahl, Bestimmungsort, Zu
stellpostamt
(65183 Wiesbaden)
8
9 Bestimmungsland
Die Einhaltung der Reihenfolge ist
wichtig. Die rasche Zustellung ist
gewährleistet, wenn nicht gegen die
Anordnungsregeln verstoßen wird.
Auslandsanschriften sollten der im
Ausland üblichen Form angepaßt
werden.
Einige Besonderheiten:
- Berufs- und Amtsbezeichnungen
werden neben die Anrede
geschrieben (Ausnahme: Längere
Bezeichnungen, z. B. Leitender
Regierungsdirektor, werden unter
den Namen geschrieben).
- Akademische Grade wie Dr. oder
Dipl.-Ing. sind Bestandteil des
Namens und werden vor den
Namen geschrieben.
- In Firmenanschriften entfällt das
Wort ,,Firma", wenn aus der Emp-
fängerbezeichnung hervorgeht,
daß es sich um eine Firma handelt.
Lesen Sie auch: akademischer Grad.
Anschriftenänderung
Lesen Sie nach unter: Absenderkon-
trolle.
Ansehen
Lesen Sie nach unter: Autorität.
Anweisung
Ansprechperson
Lesen Sie nach unter: Außendienst-
mitarbeiter, Pate.
anspruchsvoll
Lesen Sie nach unter: berufliche
Qualifikation.
Anstecknadel
Lesen Sie nach unter: Namensschil-
der.
Antidumping
sind Strafzölle, die gegen Länder
oder bestimme Herstellungsbetriebe
erhoben werden, um einen Aus-
gleich für Verkaufspreise zu schaf-
fen, die objektiv unter den Selbst-
kosten liegen. Antidumpingzölle
werden zum Schutz der eigenen
Wirtschaft erhoben.
antizyklische
Wirtschaftspolitik
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit, Konjunkturpolitik.
Anwaltszwang
Vor allem bei Prozessen vor höhe-
ren Gerichten besteht für Kläger und
Beklagte A., d. h. sie müssen sich
durch einen bei diesem Gericht
zugelassenen Rechtsanwalt vertre-
ten lassen.
Anwartschaftszeit
Lesen Sie nach: Arbeitslosengeld.
Anweisung
1. Ermächtigung zur Auszahlung
eines bestimmten Geldbetrages an
den Empfänger (z. B. Postanwei-
sung).
33
Anweisungen
2. Unter A. versteht man auch
Anordnung, Anleitung oder Befehl.
Sie erläutert z. B., wie man ein
bestimmtes Aufgabengebiet bear-
beiten muß. A. sind unbedingt zu
befolgen, da sie in der Regel zur
Grundlage eines reibungslosen
Geschäftsablaufes beitragen. Z. B.
gibt es in vielen Betrieben die A.,
alle Bestellungen grundsätzlich über
die Einkaufsabteilung aufzugeben.
Anweisungen
beim Phonodlktat
sind anzusagende Hinweise, die
durch Konstanten nicht auszu-
drücken sind. Jede Anweisung wird
am Anfang mit "Stopp" an- und am
Ende mit "Text" abgesagt.
Anwendersoftware
(Computer-) A., auch Anwender-
programme genannt, sind Program-
me, die zur vereinfachten Durch-
führung bestimmter, sonst häufig
langwieriger Aufgaben benutzt wer-
den: z. B. ein Textverarbeitungspro-
gramm zum Erstellen von Texten,
ein Tabellenkalkulationsprogramm
zur Berechnung von Material- und
Projektkosten oder zur Fortschrei-
bung der Gehaltskosten, ein Grafik-
paket zum Entwerfen von Grafiken
etc. Bekannte Anwendungspro-
gramme sind z. B. Lotus 1-2-3, MS
Word, Excel etc. Anwendungspro-
gramme ermöglichen eine rationale,
zeitökonomische Arbeitsweise.
Anwesenheitsliste
Ähnlich wie bei der Abwesenheits-
kontrolle, wird eine A. geführt. Der
Begriff A. wird heute öfter benutzt,
34
da er positiver aufgenommen wird.
Jeden Morgen wird die Anwesenheit
der Mitarbeiter eingetragen. Diese
A. werden nicht nur im Büro, son-
dern auch bei Schulen, Seminaren,
Kongressen verwendet, und häufig
werden Sie gebeten, Ihre Adresse
und Telefonnummer in eine solche
Liste einzutragen. Der Seminar
bzw. Schulungsleiter ist dann in der
La ge, Ihnen in Zukunft wichtige
Infomationen zukommen zu las-
sen.
Anzeige
1. Die A. kann zu Werbezwecken
oder zur Mitarbeitersuche genutzt
werden. Das bedeutet, mittels einer
A. wird für die Produkte oder um
Mitarbeiter geworben. Das Unter-
nehmen stellt sich dar, bietet Infor-
mationen, die zur Ent scheidung (für
das Produkt bzw. das Unternehmen)
notwendig sind. Diese Daten müs-
sen dem Betrachter übersichtlich
und gut einprägsam nahegebracht
werden. Kurze, prägnante Sätze sind
hier ein wichtiges Mittel. Da es
jedoch einiges psychologisches Wis-
sen, Sprachgefühl und Kreativität
erfordert, solche Anzeigen zu ent-
werfen, bestehen in großen Fir-
men gesonderte Werbeabteilungen
2. A. können Sie auch bei der Poli-
zei oder Staatsanwaltschaft erstatten.
Lesen Sie auch: Gerichtsbarkeit, Sex
im Büro.
Anziehungskraft
Lesen Sie nach unter: Appeal.
AO
Abk. für Abgabenordnung.
AOK
Abk. für Allgemeine Ortskranken-
kasse.
Apostroph
Lesen Sie nach unter: halbe
Anführungszeichen.
Appeal
1. In der Psychologie bedeutet A.
Anreiz bzw. Aufforderung.
2. Der Begriff wurde aus dem Eng-
lischen in die deutsche Sprache
übernommen und wird auch im Sin-
ne von Anziehungskraft, Ausstrah-
lung, Aussehen oder Image verwen-
det.
Apple-Befehlstaste
(auch: Command-Taste) ist eine
dem Apple-Computer eigene Taste.
Sie löst in Zusammenhang mit ande-
ren Tasten Befehle aus.
Apple-Computer
gelten als die Vornehmen der PC-
Zunft. Ein ausgereiftes und äußerst
anwenderfreundliches Betriebssy-
stem spricht für den A.-C. Neuer-
dings sind die Kosten für diesen
außergewöhnlichen Computer gefal-
len.
Application
ist das engl. Wort für Anwendung
eines Rechners sowie für Verwal-
tungsarbeiten des Rechners selbst.
Approbation
Durch die A. erhalten Änte, Tierärz-
te, Zahnärzte und Apotheker die
Berechtigung, ihren Beruf auszu-
üben. Sie gilt für die ganze Bundes-
Arbeitgeberverbände
republik und endet üblicherweise
durch Tod oder Verzicht.
Arbeitgeber
Der A. kann eine natürliche - als
Eigentümer eines Betriebes -, aber
auch eine juristische Person sein, die
dann vom Vorstand vertreten wird.
Vorstandsmitglieder sind zwar
Angestellte, gelten aber nach dem
Kündigungsschutzgesetz usw. nicht
als Arbeitnehmer. Der A. leitet den
Betrieb, vertritt ihn nach außen, ist
Verhandlungspartner der Gewerk-
schaften, zahlt den Lohn usw.
Lesen Sie auch: Arbeitnehmer, Aus-
sperrung,juristische Person, Tarif-
autonomie.
Arbeitgeberanteil
ist zusammen mit dem Arbeitneh-
meranteil der Beitrag, der an die
Sozialversicherung abgeführt wer-
den muß. Auch für rentenversiche-
rungsfreie Rentner muß ein A. zur
Rentenversicherung vom Arbeitge-
ber gezahlt werden.
Lesen Sie auch: Sozialversicherung.
Arbeitgeberverbände
sind freiwillige Zusammenschlüsse
der Arbeitgeber. Zur Zeit 42 fachli-
che sowie die überfachlichen Lan-
desverbände sind in der Bundesver-
einigung der deutschen Arbeitge-
berverbände e. V. in Köln zusam-
mengeschlossen. Diese wiederum ist
Mitglied der internationalen Arbeit-
geberorganisation Brüssel. Aufga-
ben der A. sind Vertretung der all-
gemeinen und wirtschaftlichen Inter-
essen ihrer Mitglieder, z. B. gegen-
über Staat und Gewerkschaften.
35
Arbeitnehmer
Lesen Sie auch: Arbeitsmarktpolitik,
Tarifautonomie, Tarifvertrag.
Arbeitnehmer
A. sind Personen, die bei einem
Arbeitgeber in einem Arbeitsver-
hältnis stehen und abhängige, wei-
sungsgebundene Arbeiten aus-
führen. Die Verpflichtungen ergeben
sich aus den §§ 611 ff. BGB. A. sind
Auszubildende, Arbeiter, Angestell-
te und Heimarbeiter, die in der
Hauptsache für den gleichen Betrieb
arbeiten; für sie gilt das Arbeitsrecht.
Keine A. sind Beamte, Selbständige
und arbeitnehmerähnliche Personen,
wie z. B. Heimarbeiter, die nicht
überwiegend für den gleichen
Betrieb arbeiten, Hausgewerbetrei-
bende. Für leitende Angestellte gibt
es Ausnahmen, obwohl sie A. sind.
Steuerrechtlich ist ein A. eine Per-
son, die in öffentlichem oder priva-
tem Dienst beschäftigt ist oder war
und aus diesem oder einem früheren
Dienstverhältnis Arbeitslohn
bezieht. Ein Dienstverhältnis liegt
dann vor, wenn der Beschäftigte
dem Arbeitgeber seine Arbeitskraft
schuldet und dessen Weisung zu fol-
gen verpflichtet ist.
Lesen Sie auch: Arbeitgeber,
Arbeitsschutz, Betriebsrat, Betriebs-
verj"assungsgesetz, Lohnfortzahlung,
Mitbestimmung.
Arbeitsabläufe
Lesen Sie nach unter: Pooling Agre-
ement.
Arbeitsamt
Das A. ist eine dezentrale Einrich-
tung der Bundesanstalt für Arbeit.
36
Zu den Aufgaben des A. gehört die
Arbeitsvermittlung, die Förderung
der Berufsbildung, die Berufsbera-
tung und -vermittlung von Ausbil-
dungsplätzen. Das A. ist verant-
wortlich für Kurzarbeitergeid, pro-
duktiver Winterbauförderung,
Schlechtwettergeld, Wintergeld,
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen,
Arbeitslosenversicherung, Arbeits-
losengeld, -hilfe und -beihilfe, Über-
gangsgeld, Konkursausfallgeld und
Kindergeld.
Arbeitsangebot
Lesen Sie nach unter: Arbeitsmarkt-
politik.
Arbeitsbedingungen
Lesen Sie nach unter: Abtau/orga-
nisation, Tarifvertrag.
Arbeitsbeschaffungs-
maßnahmen
A. sind staatliche Maßnahmen zur
Verringerung von Arbeitslosigkeit.
A. können an die Stelle von Arbeits-
losenhilfe treten. Die anfallenden
Kosten sollen überwiegend aus
Lohnkosten bestehen. Die Arbeiten
sollen im öffentlichen Interesse lie-
gen, z. B. Küstenbefestigung oder
Straßenbau, und für alle Berufs-
gruppen leicht erlernbar sein. Der-
zeitige A. (ABM) gibt es auch für
qualifizierte Arbeitnehmer. Arbeit-
geber sind öffentliche oder ge-
meinnützige Einrichtungen. In der
Regel laufen A. ein bis drei Jahre.
Arbeitsblock
Lesen Sie nach unter: Zeit- oder
Arbeitsblockbildungen.
Arbeitsdatei
(temporäre Datei, work file). Eine A.
ist eine aktuelle Datei, die vom Pro-
gramm bei Programmende automa-
tisch gelöscht wird.
Arbeitsdirektor
Aufgrund des Mitbestimmungsge-
setzes ist der A. neben dem kauf-
männischen und technischen Direk-
tor gleichberechtigtes Mitglied des
Vorstandes einer AG oder GmbH
mit in der Regel mehr als 2 000
beschäftigten Arbeitnehmern (§§ I,
33 Mitbestimmungsgesetz) bzw.
einer AG oder GmbH im Bereich
der Montanindustrie mit mehr als
I 000 beschäftigten Arbeitnehmern
(§§ 1, 13 Montanmitbestimmungs -
gesetz). Er ist zuständig für ar-
beits-, personal- und sozialpolitische
Aufgaben der Unternehmung. Der
A. im Montanbereich kann nicht
gegen die Mehrheit der Aufsichts-
ratmitglieder der Arbeitnehmerseite
bestellt oder abberufen werden,
dagegen ist im übrigen Wirtschafts-
bereich eine Bestellung gegen die
Stimmen der Arbeitnehmermitglie-
der des Aufsichtsrats möglich.
Lesen Sie auch: Direktor.
Arbeitseffizienz
Unter A. versteht man die wirksame
Auf- und Einteilung seiner Arbeit in
Zeitzonen. A. kann man nur errei-
chen, wenn man eine genaue Tätig-
keitsanalyse erarbeitet und auswer-
tet. Durch die anschließende Erstel-
lung eines Arbeitsablaufplans (in
ihm werden Prioritäten berücksich-
tigt), wird es (hoffentlich) möglich
sein, am Ende des Arbeitstages
Arbeitsförderungsgesetz
zufrieden zu sich sagen zu kön-
nen:"Heute habe ich aber viel
geschafft". Wichtig ist auch, daß der
eigene Tagesrhythmus berücksich-
tigt wird und auch Pufferzeiten ein-
geplant werden.
Lesen Sie auch: PuJferzeiten, Tätig-
keitsanalyse, Terminplanung.
Arbeitsessen
können eine Grundlage sein, um
erfolgreich Kontakte mit Geschäfts-
partnern zu vertiefen, und natürlich
auch, um auf Geschäfte einzustim-
men oder auch Geschäftsabschlüsse
zu besiegeln. Achten Sie darauf, daß
Ihr Chef Ihnen auf der Rechnung
den namentlichen Teilnehmerkreis
und den Grund der Bewirtung
angibt. Dies ist eine vom Gesetzge-
ber vorgeschriebene Notwendigkeit
für eine korrekte Abrechnung.
Weiter zur Praxis: Halten Sie schrift-
lich folgende Punkte fest:
- Name des Geschäftspartners,
- bevorzugte RestaurantslKüche
(ital./griech. etc.),
- zukünftig zu berücksichtigende
Restaurants,
- besondere Gewohnheiten/zu be-
achtende Besonderheiten,
- bisher besuchte Restaurants.
So sind Sie immer gut gerüstet, denn
Sie sind einerseits zuständig für die
Tischreservierung und andererseits
werden Sie bei der Auswahl eines
geeigneten Restaurants mit zu Rate
gezogen. Diese Notizen werden
Ihnen ganz sicher sehr nützlich sein.
Arbeitsförderungsgesetz
(AFG). Das AFG ist ein in der Bun-
desrepublik Deutschland am
37
Arbeitsgericht
1.7.1969 in Kraft getretenes Bun-
desgesetz, das die Aufgaben und
Leistungen im Rahmen der Sozial-
und Wirtschaftspolitik der Bundes-
anstalt für Arbeit neu geregelt hat.
Es soll ein möglichst hoher Beschäf-
tigungsstand erzielt und aufrechter-
halten sowie die Beschäftigungs-
struktur ständig verbessert werden.
Hierzu sind Maßnahmen zur Berufs-
beratung, Förderung der beruflichen
Bildung (Erstausbildung und Fort-
bildung), beruflichen Umschulung,
Erhaltung und Schaffung von
Arbeitsplätzen (Arbeitsbeschaf-
fungsmaßnahmen, Kurzarbeitergeid,
Winterbauförderung), Arbeitsauf-
nahme und beruflichen Eingliede-
rung Behinderter vorgesehen. Dane-
ben regelt das AFG die finanziellen
Folgen von Arbeitslosigkeit.
Lesen Sie auch:Arbeitslosengeld,
Arbeitslosenversicherung.
Arbeitsgericht
Das A. regelt Streitigkeiten zwi-
schen Arbeitnehmern, einschließlich
der leitenden Angestellten, und
Arbeitgebern sowie bestimmte
Streitfälle aus dem Betriebsverfas-
sungsgesetz (BetrVerfG).
Die Zuständigkeit des A. kann durch
Arbeitsvertrag oder sonstige Ver-
einbarung nicht ausgeschlossen wer-
den. Es ist nicht zuständig für Ver-
treter juristischer Personen, wie z. B.
Vorstandsmitglieder einer AG. Die
Zuständigkeit des A. kann aber
durch Vereinbarung bewirkt werden.
Die streitenden Parteien brauchen
beim A. keinen Anwalt, d. h. sie
können sich selbst vertreten oder
durch Gewerkschaften bzw. Arbeit-
38
gebervereinigungen vertreten lassen.
Urteile bzw. Beschlüsse werden
durch die Kammer gefällt, die mit
einem Berufsrichter als Vorsitzen-
den und je einem ehrenamtlichen
Richter aus den Kreisen der Arbeit-
nehmer und der Arbeitgeber besetzt
sind. Es gibt drei Instanzen: Arbeits-
gericht, Landesarbeitsgericht und
Bundesarbeitsgericht.
Arbeitsgerichtsbarkelt
Lesen Sie nach unter: Gerichtsbar-
keit.
Arbeitskampf
Lesen Sie nach unter: Aussperrung,
Streik.
Arbeitskollegen
sind Menschen, die in Ihrem Unter-
nehmen beschäftigt sind. Wie sie
miteinander umgehen, sagt etwas
über die Motivation und die vorge-
lebte Führung Ihres Unternehmens
aus. Leisten Sie Ihren Beitrag, indem
Sie nach dem Motto handeln:
"Behandeln Sie jeden so, wie Sie
selbst behandelt werden möchten!".
Lesen Sie auch: neue Mitarbeiter.
Arbeitskontrolle
In vielen Firmen gibt es ganze
Abteilungen, die sich mit A. be-
schäftigen. Im Zuge von Rationali-
sierungs- und Sparmaßnahmen ist es
sehr wichtig, höchste Effizienz bei
den zu erledigenden Tätigkeiten zu
erzielen. Außenstehende Mitarbei-
ter, die darauf spezialisiert sind,
Arbeitsabläufe zu überprüfen und
Verbesserungsvorschläge zu ma-
chen, sind ein wichtiger Bestandteil
eines jeden Unternehmens. A. kön-
nen Sie auch am eigenen Arbeits-
platz durchführen, indem Sie in
regelmäßigen Abständen den Zeit-
Nutzen-Effekt Ihrer Arbeit überprü-
fen. Ein gesundes Maß an Selbstkri-
tik sowie die Fähigkeit, aus Fehlern
zu lernen, ist Voraussetzung für eine
erfolgreiche A.
Lesen Sie auch: Schwachstellen-
analyse.
Arbeitslosengeld
A. (früher Arbeitslosenunterstüt-
zung) erhält derjenige, der arbeitslos
ist, der Arbeitsvermittlung zur Ver-
fügung steht, d. h. eine zumutbare
Beschäftigung ausüben kann und
dazu bereit ist, die Anwartschafts-
zeit (in den letzten drei Jahren vor
der Arbeitslosenmeldung minde-
stens 360 Kalendertage beitrags-
pflichtig beschäftigt war) erfüllt hat,
sich beim Arbeitsamt als arbeitslos
gemeldet und den Antrag auf A.
gestellt hat. Lehnt der Arbeitslose
eine ihm zumutbare Arbeit ab, kann
das A. für eine Zeit von bis zu acht
Wochen gesperrt werden; sollte die-
se Höchstfrist eine unzumutbare
Härte darstellen, bis zu vier Wochen.
Das A. wird in Höhe von 68 % (bei
Arbeitslosen ohne Kinder 63 %) des
in den letzten drei Monaten bei-
tragspflichtigen Nettoverdienstes
gewährt, dabei werden allerdings
keine Mehrarbeitszuschläge bzw.
einmalige oder wiederkehrende
Zuwendungen, wie z. B. Urlaubs-
geld, berücksichtigt. Die Bezugs-
dauer richtet sich nach der Anwart-
schaftszeit und dem Lebensalter. Sie
kann zwischen 156 und 832
Arbeitslosenversicherung
Wochentagen (ohne Sonntage)
betragen. Danach besteht Anspruch
auf Arbeitslosenhilfe. Nähere Aus-
künfte zu diesem Thema erteilen die
Arbeitsämter.
Lesen Sie auch: Arbeitsjörderungs-
gesetz, Arbeitslosenhilfe, Arbeitslo-
senversicherung.
Arbeitslosenhilfe
Anspruch auf A. hat, wer arbeitslos,
für Arbeitsvermittlung verfügbar
und bedürftig ist und keinen
Anspruch auf Arbeitslosengeld hat
bzw. dieses vorher bezogen hat. Die
Kosten für A. trägt der Bund. Ihre
Höhe beträgt bei Kinderlosen 56 %,
sonst 58 % des vorherigen Netto-
lohns. Für A. brauchen keine Steu-
ern gezahlt zu werden.
Lesen Sie auch: Arbeitslosengeld.
Arbeitslosenversicherung
Die A. ist ein nach dem Ersten Welt-
krieg entstandener Zweig der So-
zialversicherung, der durch das
Arbeitsförderungsgesetz vom
25.6.1969 neu geregelt wurde. In ihr
sind alle Arbeitnehmer pflichtver-
sichert. Zu unterscheiden sind Lei-
stungen der A. an Arbeitslose und
Maßnahmen zur Sicherung von
Arbeitsplätzen:
- Förderung der beruflichen Bildung
(Ausbildung, Fortbildung, Um-
schulung, Rehabilitation und För-
derung der Arbeitsaufnahme ),
- Maßnahmen zur Erhaltung und
Schaffung von Arbeitsplätzen
(Kurzarbeitergeid bei Kurzarbeit,
Förderung der ganzjährigen Be-
schäftigung in der Bauwirtschaft
durch z. B. Schlechtwettergeld,
39
Arbeitslosigkeit
Maßnahmen zur Arbeitsbeschaf-
fung durch Bezuschussung von
neu geschaffenen Arbeitsplätzen),
- Leistungen bei Arbeitslosigkeit
oder Zahlungsunfähigkeit des
Arbeitgebers (Arbeitslosengeld,
Arbeitslosenhilfe, Konkursaus-
fallgeld).
Beiträge der Arbeitnehmer und
Arbeitgeber (der führt sie ab) in
Höhe von 3,15 % (seit 1.1.1992) des
Arbeitsverdienstes (bis zur Bei-
tragsbemessungsgrenze der Renten-
versicherung), Umlagen zur Finan-
zierung der produktiven Winter-
bauförderung und des Konkursaus-
fallgeldes und Mittel des Bundes bil-
den die Grundlagen des Finanzie-
rungssystems. Versicherungsträger
ist die Bundesanstalt für Arbeit mit
den Landesarbeitsämtern und den
Arbeitsämtern.
Lesen Sie auch: Arbeitsförderungs-
gesetz, Arbeitslosengeld, Arbeitslo-
sigkeit.
Arbeitslosigkeit
Wenn arbeitswillige bzw. arbeits-
Hihige Arbeitskräfte bei angemesse-
nem Lohn oder Gehalt nicht
beschäftigt werden, herrscht A. Sta-
tistisch erlaßt werden nur die bei den
Arbeitsämtern registrierten Arbeits-
willigen. Damit werden diejenigen
Arbeitslosen nicht erlaßt, die sich
aus unterschiedlichen Gründen nicht
bei den Behörden melden. Versteckt
,,Arbeitslose" sind auch Arbeitneh-
mer in Betrieben, die unterbeschäf-
tigt sind. Daneben existieren soge-
nannte freiwillige ,,Arbeitslose" , die
bei den Arbeitsverwaltungen zwar
registriert sind, um finanzielle
40
Ansprüche geltend zu machen,
jedoch nicht bereit sind, ein Arbeits-
platzangebot anzunehmen.
Je nach Bestimmungsgründen lassen
sich unterschiedliche Arten von A.
unterscheiden:
- Die konjunkturelle A. wird verur-
sacht durch das wirtschaftliche
Auf und Ab in einer Volkswirt-
schaft. Befindet sich ein Land in
einer Abschwungphase (Rezessi-
on, Depression), ist das Arbeits-
platzangebot eher gering. In einer
Aufschwungphase (Erholungs-
phase, Boom) steigt meist das
Arbeitsplatzangebot. Der Staat
kann die konjunkturelle A. mil-
dem, wenn er seine Ausgabenpo-
litik antizyklisch gestaltet, d. h. in
der Aufschwungphase die Ausga-
ben senkt und in der Abschwung-
phase die Ausgaben erhöht.
- Saisonale A. ist an bestimmte Zeit-
abschnitte im Jahresablauf gebun-
den. In der Landwirtschaft und im
Baugewerbe tritt sie beispielswei-
se im Winter auf, im Touristikge-
werbe im Frühjahr bzw. im Herbst.
- Bei der friktionalen A. handelt es
sich um eine Art "natürliche" A.
Bei Arbeitsplatzwechsel treten
Suchzeiten auf, deren Länge aller-
dings von der Mobilität und der
Flexibilität der Arbeitskräfte stark
beeinflußt werden.
- Von struktureller A. spricht man,
wenn beispielsweise ein gravie-
rendes Mißverhältnis zwischen
den gebotenen und den geforder-
ten Qualifikationen der Arbeit-
nehmer auftritt, wenn die Bevöl-
kerungszahl sich ändert oder wenn
sich die wirtschaftliche Struktur
einer Region wandelt. Es handelt
sich hierbei in jedem Falle um eine
langfristig ungünstige Konstellation
zwischen Arbeitsplatzangebot und -
nachfrage.
Lesen Sie auch: Arbeitsförderungs-
gesetz , Arbeitslosenversicherung,
Arbeitsmarktpolitik, Arbeitszeit,
Depression, Konjunkturpolitk,
Sozialversicherung, Vollbeschäf-
tigung.
Arbeitsmarkt
Der A. ist das Zusammentreffen von
Arbeitsangebot und Arbeitsnachfra-
ge. Von der Funktion her gleicht der
A. dem Gütermarkt: Die Höhe der
Entlohnung gleicht Arbeitsangebot
und -nachfrage aus; es ist lediglich
eine Frage der Lohnhöhe. Arbeits-
losigkeit gäbe es also nur "freiwil-
lig". Für einen so funktionierenden
Ausgleichsmechanismus müßte
allerdings vollständige Konkurrenz,
Homogenität, Markttransparenz und
vollkommene Mobilität herrschen.
Arbeitsmarktpolitik
Mit A. bezeichnet man alle Maß-
nahmen, die dem Ausgleich zwi-
schen Arbeitsangebot und -nachfra-
ge dienen, mit dem Ziel, einen mög-
lichst hohen qualitativen und quan-
titativen Beschäftigungsstand zu
erreichen. In der Bundesrepublik
Deutschland betreiben sowohl die
Landesregierungen als auch die
Bundesregierung A.
Das Bundesministerium für Arbeit
und Sozialordnung und die Bundes-
anstalt für Arbeit übernehmen für
die Bundesregierung bestimmte
arbeitsmarktpolitische Aufgabenbe-
Arbeitsmethodik
reiche. Einen nicht unerheblichen
Einfluß auf die Arbeitsmarktlage
haben auch die Tarifparteien
(Gewerkschaften, Arbeitgeberver-
bände).
Die A. umfaßt vor allem Regelun-
gen, Dienste und finanzielle Lei-
stungen zur gegenseitigen Anpas-
sung deQualifIkationen von Arbeits-
kräften und der Anforderungen der
verfügbaren Arbeitsplätze auf dem
Arbeitsmarkt. Hierzu zählen bei-
spielsweise Arbeitsvermittlung und
Berufsberatung, Arbeitsbeschaf-
fungsmaßnahmen und berufliche
Weiterbildung, Arbeitsschutz und
Arbeitszeitregelungen sowie
Arbeitslosen- und Schlechtwetter-
geid.
Die A. steht in enger Beziehung
zur Sozial-, Wirtschafts- und Bil-
dungspolitik. Aus diesem Verhältnis
können Konflikte entstehen, die
unter Umständen arbeitsmarktpoli-
tische Maßnahmen in ihrer Wirkung
einschränken.
Lesen Sie auch: Arbeitgeberverbän-
de, Arbeitnehmer, Arbeitslosigkeit,
Arbeitszeit, Gewerkschaften.
Arbeitsmaterialien
Hierunter versteht man alle Hilfs-
mittel, die zur Ausübung (z. B. der
Sekretariatsaufgaben) der jeweiligen
Arbeit benötigt werden. Beispiele
sind Computer, Bleistifte, Fotoko-
pierer.
Arbeitsmethodik
Dieser Begriff beschreibt die Art
und Weise, wie eine Aufgabe erle-
digt bzw. wie mit der anfallenden
Arbeit verfahren wird. Was wird
41
Arbeitsmittelkosten
wann, wie, mit welchen Mitteln und
wo erledigt?
Lesen Sie auch: Zeit- oder Arbeits-
blockbildungen.
Arbeitsmittelkosten
sind die Kosten, die durch die
Anschaffung von Arbeitsmateriali-
en (z. B. Schreibtischstuhl, Locher,
Registraturmittel) entstehen. Zu
ihnen zählen nicht die Raum- und
Personalkosten.
Arbeitsnachfrage
Lesen Sie nach unter: Arbeitsmarkt-
politik.
Arbeitsnebenkosten
Die A. sind Sozialkosten als Teil der
Personalkosten. Grundsätzlich un-
terscheidet man zwischen den
gesetzlichen und den freiwilligen
Sozialkosten. Die gesetzlichen Sozi-
alkosten sind durch Gesetz, Verord-
nung oder Tarif bestimmt. Hierzu
gehören insbesondere die Arbeitge
beranteile an der Renten-, Kran-
ken-, Arbeitslosen- und Unfallversi-
cherung. Bei den freiwilligen Sozi-
alkosten unterscheidet man zwi-
schen zwei Gruppen.
Die primären freiwilligen Sozialko-
sten sind direkte Leistungen an
Arbeitnehmer, wie z. B. freiwillige
Pensionszusagen, Beihilfen, Ausbil-
dungszulagen und Zuschüsse für
Kuraufenthalte. Sekundäre freiwil-
lige Sozialleistungen kommen den
Ar-beitnehmem indirekt zugute.
Darunter fallen unter anderem.
Kosten für Sanitätsstationen, Werks-
kantinen, Sportanlagen und Kinder-
gärten.
42
Arbeitsphasen
Lesen Sie nach unter: Zeit- oder
Arbeitsblockbildungen.
Arbeitsplatz
Der A. ist Ihr tägliches Betätigungs-
feld. Sie sollten optimale Bedingun-
gen antreffen. Damit die richtige
Schreibhaltung eingenommen wer-
den kann, sind Sitzhöhe und Tasta-
turhöhe individuell aufeinander
abzustimmen, um nicht unnötig zu
ermüden. Deshalb spielt die richtige
Körperhaltung eine wichtige Rolle.
Probieren Sie es aus! Wenn Sie
bequem sitzen, erhöhen sich Ihre
Konzentrationsflihigkeit und Ihr
Durchhaltevermögen. So wird der
Arbeitstag erträglicher.
Lesen Sie auch: Alkohol am Arbeits-
platz, Arbeitsjörderungsgesetz,
Arbeitsmarktpolitik, Ergonomie,
Ordnung, Self-Restriction.
Arbeitsplatzangebot
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit.
Arbeitsplatzbeschreibung
(engl. job description). Eine A. soll-
te für keinen Arbeitsplatz fehlen. Sie
gibt Auskunft über die Tätigkeit
eines bestimmten Arbeitnehmers in
einer bestimmten Firma oder einer
bestimmten Abteilung. Sie
beschreibt die wichtigsten Merkma-
le der Tätigkeit des Arbeitnehmers,
die mit der Stelle verbundenen Auf-
gaben und Verpflichtungen und gibt
Informationen über die Funktion der
jeweiligen Stelle im Gesamtbetrieb.
Lesen Sie auch: Einarbeitungsplan,
Organigramm, Stellenbeschreibung .
Arbeitsplatzteilung
Lesen Sie nach unter: Job Sharing.
Arbeitsplatzwechsel
Ein A. liegt vor, wenn der Arbeit-
nehmer sein bisheriges Arbeitsver-
hältnis aufgibt und ein neues ein-
geht. Rechtmäßig ist A. nach ord-
nungsgemäßer Kündigung unter
Einhaltung der Kündigungsfrist, es
sei denn, er verstößt gegen die
Treuepflicht, z. B. bei Abwerbung.
A. tritt vor allem bei Vollbeschäfti-
gung auf zur Erreichung besserer
Lohn- und Arbeitsbedingungen oder
bei Abwanderung aus schrumpfen-
den BranchenlBereichen.
Arbeitsräume
Wie der Arbeitsplatz sollten auch die
A. durch die Betriebsorganisation in
geeigneter Weise gestaltet werden,
damit sich der dort Tätige wohl fühlt
und eine angemessene Arbeitslei-
stung erbringen kann. Zur Gestal-
tung der A. gehören: Belüftung, Hei-
zung, Beleuchtung, Sonnenschutz,
Sauberkeit, Schalldämmung, unfall-
sichere Fußböden, Farbenwahl nach
den Erkenntnissen der Farbenpsy-
chologie, geeignete Einrichtung.
Arbeitsrecht
Das A. regelt die Beziehung zwi-
schen Arbeitgeber und (unselbstän-
dig tätigen) Arbeitnehmern. Diese
Rechtsbeziehung ist von großer wirt-
schaftlicher und sozialer Bedeutung.
Es erfaßt zirka 80% der erwerbstäti-
gen Bevölkerung. Während der
Dienstvertrag mit Selbständigen (z.
B. Handwerksmeistern, Rechtsan-
wälten, Steuerberatern) zustande
Arbeitsschutz
kommt, werden Arbeitsverträge mit
unselbständigen, weisungsgebunde-
nen Arbeitnehmern abgeschlossen.
Arbeitsrechtliche Sachverhalte
regeln:
- das BGB (§§ 611 ff. betrifft
Dienstvertrag, er gilt ergänzend für
jedes Arbeitsverhältnis);
- das HGB (§§ 59 ff. betrifft den
Handlungsgehilfen);
- die Gewerbeordnung (§§ 105 ff.
betrifft den gewerblichen Arbei-
ter);
- die Arbeitsschutzgesetze, dazu
gehören das Jugendschutzgesetz,
das Arbeitszeitrecht, das Kündi-
gungsschutzgesetz, das Bundesur-
laubsgesetz, die Bestimmungen
zum Schutz der arbeitenden Frau
(Mutterschutzgesetz), das Schwer-
behindertengesetz, das Lohnfort-
zahlungsgesetz, die Gefah-
renschutzgesetze (Betriebsschutz);
- das Tarifrecht einschließlich
Arbeitskampfrecht ( Streik und
Aussperrung);
- das Betriebsverfassungsgesetz.
Grund für die Entstehung eines
detaillierten A. wird in der wirt-
schaftlichen und sozialen Ungleich-
heit zwischen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer gesehen.
Lesen Sie auch: Arbeitgeber, Arbeit-
nehmer, Betriebsverfassung, Bür-
gerliches Gesetzbuch.
ArbeitsschriHe
Lesen Sie nach unter: Ablauforga-
nisation, Aktivitätenliste .
Arbeitsschutz
Der A. umfaßt im weitesten Sinne
alle Maßnahmen gegen eine physi-
43
Arbeitsspeicher
sehe, seelische, geistige und sittliche
Gefährdung des Menschen durch
seine berufliche Beschäftigung.
Das Recht des A. legt dem Arbeit-
geber öffentlich-rechtliche Pflichten
zum Schutz des Arbeitnehmers auf.
Zu nennen sind:
- 'Gesundheits- und Unfallschutz,
der geregelt ist in der Gewerbe-
ordnung (GewO) sowie in weite-
ren staatlichen Vorschriften (z. B.
Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeits-
stättenverordnung, Arbeitsstoff-
verordnung, Chemikaliengesetz)
und den Unfallverhütungsvor-
schriften der Berufsgenossen-
schaften;
- A., geregelt in der Arbeitszeitord-
nung (AZO);
- Kündigungsschutz, geregelt u. a.
im Kündigungsschutzgesetz
(KSchG), Bürgerlichen Gesetz-
buch (BGB), Mutterschutzgesetz
(MuSchG) und Schwerbeschädig-
tengesetz (SchBG);
- Frauen- und Mutterschutz, gere-
gelt in AZO und MSchG;
- Jugendarbeitsschutz, geregelt
durch das Jugendarbeitsschutzge-
setz (JArbSchG),
- Schwerbeschädigtenschutz, gere-
gelt im SchBG.
Die Einhaltung der Arbeitsschutz-
gesetze wird von der Gewerbeauf-
sicht, den Berufsgenossenschaften
und den Technischen Überwa-
chungs-Vereinen überprüft sowie
von den Betriebsräten überwacht.
Lesen Sie auch: Berufsgenossen-
schaft, Gewerbeaufsichtsamt.
Arbeitsspeicher
Lesen Sie nach unter: RAM.
44
Arbeitsstil
Lesen Sie nach unter: Zeugnisfor-
mulierungen.
Arbeitsteilung
A. bedeutet entweder Spezialisie-
rung oder Beschränkung einzelner
bzw. ganzer Gruppen von Wirt-
schaftssubjekten, d. h. Menschen,
Betriebe, Gebiete oder Länder,
jeweils auf bestimmte Tätigkeiten
innerhalb des gesamtwirtschaftli-
chen Produktionsprozesses. Eine
hochentwickelte Volkswirtschaft hat
zur Voraussetzung und ist gekenn-
zeichnet durch die A. Früher bestand
eine A. ausschließlich zwischen
Männem und Frauen. Dann kam es
zur Ausbildung verschiedener Beru-
fe, was zu einer gewissen A. führte.
Später entstand die A. zu einem
Gebiet gehörend (territorial), was
mit der Entwicklung des Handels zu
tun hatte. In der Zeit der Industria-
lisierung entsteht die A. als Arbeits-
zerlegung. Bei der internationalen A.
produzieren einzelne Länder dieje-
nigen Güter, für die sie die günstig-
sten Produktionsvoraussetzungen
besitzen. Die A. bietet Vorteile in
bezug auf die Produktionssteigerung
und bessere Ausnutzung der
Arbeitskraft. Nachteile sind mögli-
che Abhängigkeit von Lieferungen
aus dem Ausland, Monotonie der
Arbeit und zu starke berufliche Spe-
zialisierung.
Lesen Sie auch: Produktionsfakto-
ren.
Arbeitsunfähigkeit
Bei A. kann der Betroffene nicht
mehr oder nur bei Gefahr von Ver-
schlimmerung weiterhin arbeiten. A.
wird durch den Arzt festgestellt.
Zuständig ist die Krankenversiche-
rung. Bei Arbeitslosigkeit als Folge
von A. tritt die Arbeitslosenversi-
cherung ein.
Arbeitsunfall
Als A. gilt ein dem Arbeitnehmer
körperlich oder geistig schädigendes
Ereignis, das plötzlich als Folge der
Arbeit auftritt. Jeder A. muß vom
Arbeitgeber der Berufsgenossen-
schaft gemeldet werden. Leistungs-
pflichtig ist die gesetzliche Unfall-
versicherung. Arbeitgeber und Mit-
arbeiter brauchen im allgemeinen
nicht zu haften.
Lesen Sie auch: Berufsgenossen-
schaft, Unfallversicherung.
Arbeitsverhältnis
Ein A. ist ein Rechtsverhältnis zwi-
schen Arbeitgeber und Arbeitneh-
mer auf der Grundlage des Arbeits-
vertrages bzw. des Eintritts in den
Betrieb. Es endet durch vertrags-
mäßigen Ablauf, Kündigung oder
durch Tod des Arbeitnehmers.
Nachwirkungen können bestehen, z.
B. Schweigepflicht über betriebliche
Angelegenheiten.
Arbeitsvermittlung
Nach dem Arbeitsförderungsgesetz
ist die alleinige Trägerin der A. wie
auch der Lehrstellenvermittlung die
Bundesanstalt für Arbeit in Nürn-
berg einschl. der ihr nachgeordneten
Behörden. Diese kann für einzelne
Berufe oder Personengruppen gege-
benenfalls auch private Einrichtun-
gen oder Personen, zum Beispiel
Arbeitswilliger
Theateragenturen, mit der A. beauf-
tragen. Die Bundesanstalt für Arbeit
vermittelt Bewerbern, den Arbeits-
suchenden, Arbeit und den Arbeit-
gebern Arbeitskräfte unter Berück-
sichtigung der jeweiligen Fakten.
Lesen Sie auch: Arbeitsmarktpolitik.
Arbeitsvertrag
Der A. kann mündlich (im kauf-
männischen Bereich .selten) oder
schriftlich geschlossen werden.
Inhalt des Vertrages: Namen der
Vertragspartner, Bezeichnung der zu
übernehmenden Arbeit (z. B. Chef-
sekretärin), Beginn der Tätigkeit,
Dauer (befristet bis zum... oder
unbefristet), Arbeitszeit, gegebe-
nenfalls Dienstort, Entgelt (Hinweis
auf tarifliche oder außertarifliche
Regelung), Zahlungsweise, Urlaub,
Kündigungsfrist (ist hierzu nichts
vereinbart wird, gilt die gesetzliche
Regelung). Die detaillierte Beschrei-
bung der Arbeit sollte in einer sepa-
raten Stellenbeschreibung enthalten
sein.
Lesen Sie auch: gesetzliche Aujbe-
wahrungsfristen, gesetzliche Kündi-
gungsfristen, Stellenbeschreibung.
Arbeitsverweigerung
ist die unberechtigte Unterlassung
einer Arbeitsleistung durch den
Arbeitnehmer. Beharrliche A., z. B.
Unterlassung einer Tätigkeit trotz
Mahnung, kann zu fristloser Kündi-
gung führen.
Lesen Sie auch: Kündigung.
Arbeitswilliger
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit.
45
Arbeitszeit
Arbeitszeit
Mit A. wird die Dauer der betrieb-
lichen Anwesenheit oder Arbeits-
tätigkeit eines Arbeitnehmers
umschrieben. Man unterscheidet in
zeitlicher Hinsicht die tägliche, die
wöchentliche und die jährliche
Arbeitszeit sowie die Lebensar-
beitszeit.
Eine der gesetzlichen Grundlagen
des Arbeitsschutzes in der Bundes-
republik Deutschland ist die Arbeits-
zeitordnung (AZO). Sie stammt aus
dem Jahre 1938 und wurde seither
nur geringfügig geändert. Ihr Gel-
tungsbereich erstreckt sich auf alle
Arbeitnehmer über 18 Jahre. Für
jüngere Arbeitnehmer gilt das
Jugendarbeitsschutzgesetz, und für
Frauen gelten die Bestimmungen
zum Schutz weiblicher Arbeitneh-
mer. Die AZO bestimmt, daß die
tägliche Arbeitszeit im vierzehntä-
gigen Durchschnitt die Dauer von
acht Stunden und pro Tag die Dau-
er von zehn Stunden grundsätzlich
nicht überschreiten darf. Da sie noch
auf eine Sechs-Tage-Woche ange-
legt ist, ergibt sich hieraus eine
wöchentliche Höchstarbeitszeit von
48 Stunden. Etliche Ausnahmerege-
lungen erlauben jedoch eine vorü-
bergehende Überschreitung, insbe-
sondere bei dringenden betrieblichen
Erfordernissen. Weiterhin bestimmt
die AZO eine ununterbrochene Min-
destruhezeit von elf Stunden zwi-
schen zwei Arbeitstagen. Eine Pau-
senregelung während der täglichen
Arbeitszeit ist festgelegt, ebenso
eine Überstundenregelung und die
Vergütungshöhe bei Mehrarbeit.-
Zuständig für die Überwachung der
46
AZO sind die Gewerbeaufsichtsäm-
ter, die auch temporäre Ausnahme-
regelungen genehmigen können.
Lesen Sie auch: Arbeitgeber,Arbeit-
nehmer, Arbeitslosigkeit, Gewerk-
schaften, Jugendarbeitsschutzge-
setz.
Arbeitszeitordnung
Lesen Sie nach unter: Arbeitsschutz,
Arbeitszeit.
Arbeitszeugnis
Lesen Sie nach unter: einfaches
Arbeitszeugnis, qualifiziertes Ar-
beitszeugnis, Zeugnisformulierun-
gen.
Archiv
ist der Aufbewahrungsort der Akten
eines Unternehmens, die sich nicht
mehr aktuell am Arbeitsplatz befin-
den müssen. Heute zunehmend auf
Datenträgern gespeichert.
Lesen Sie auch: Ablageplan, gesetz-
liche Aufbewahrungsfristen.
Archivschachteln
Die A. sind preiswerte Altablage-
Behälter. Es gibt sie in verschiede-
nen Größen und für die Formate
DIN A4 und DIN A3 (z. B. für
EDV -Listen). Sie sind allseitig
geschlossen, daher kann der Inhalt
nicht verstauben oder vergilben.
Angewendet werden sie für Ein-
stellmappen und-hefter, Pendel- und
Hängehefter sowie Schnellhefter,
aber auch für Ordnerinhalte und
EDV -Listen. Sie lassen sich gut
beschriften, und ausgestanzte Grif-
flöcher bzw. Handgriffe sorgen für
eine einfache Handhabung.
Archivwert
hat längst nicht alles, was mancher-
orts aufgehoben wird. A. haben z. B.
Handelsbriefe (Angebote, Bestel-
lungen, Rechnungen), Bilanzen,
Verträge, Gebäudepläne, behördli-
che Genehmigungen, Patente,
jedoch nicht die Einladung zum Mit-
tagessen mit Geschäftspartnern.
Lesen Sie auch: gesetzliche Aujbe-
wahrungsfristen, Tageswert.
arglistige Täuschung
Der Tatbestand einer a. T. bei
Rechtsgeschäften liegt vor, wenn
durch Vorspiegelung falscher Tat-
sachen ein Irrtum entsteht bzw.
wenn wider besseres Wissen ein vor-
handener Irrtum nicht beseitigt wird.
Beruht ein Rechtsgeschäft auf einer
a. T. durch einen Vertragspartner, so
hat der Getäuschte das Recht zur
Anfechtung, die rückwirkend zur
Nichtigkeit des Rechtsgeschäftes
führt. Beispiel: Ein Unternehmer
kauft eine Schreibmaschine, von der
der Verkäufer versichert, sie sei ein
gerade auf dem Markt erschienenes
Modell auf dem derzeit neuesten
Stand der Technik. Seine Sekretärin
teilt ihm jedoch, als sie die Maschi-
ne sieht, mit, daß er einem Laden-
hüter aufgesessen sei. Die Versi-
cherung seitens des Verkäufers stellt
eine a. T. dar, die dem Unternehmer
das Recht zur Anfechtung gibt.
Lesen Sie auch: Anfechtung, Nich-
tigkeit, Rechtsgeschäfte.
Argument
Lesen Sie nach unter: Gesprächs-
führung, Psychologie am Telefon,
Verhandlungstaktik.
ASA
Arroganz
ist einmal eine Form von Hochnä-
sigkeit, der mit Ablehnung und
durchaus auch mit aggressivem Ver-
halten begegnet werden muß. Hoch-
näsige Menschen sind selten kom-
petente Menschen. A. kann aber
auch ein Zeichen von Unsicherheit
sein. Beispiel: Ein Mensch hält die
Nähe von anderen Menschen nicht
oder kaum aus; er will sich die Leu-
te "vom Leibe" halten. Er müßte -
und kann damit in der Gesellschaft
nur schwer bestehen - laufend
erklären, daß er Distanz wünscht.
Unmerklich wird er arrogant. Einem
arroganten Menschen bleiben die
Leute "vom Leibe".
Mit einem unbewußten psychologi-
schen "Trick" hat er das geschafft.
Im täglichen Leben muß die
Sekretärin herausfinden, ob abzu-
lehnende Hochnäsigkeit oder Unsi-
cherheit vorliegt.
Art.
Abk. für Artikel.
Artikel
Die deutsche Sprache kennt drei A.
(Geschlechtswörter): der (das männ-
liche Geschlechtswort = Maskuli-
num), die (das weibliche Ge-
schlechtswort = Femininum), das
(das sächliche Geschlechtswort =
Neutrum).
ARV
Abk. für Aufsichtsratsbeschlußvor-
lagen.
ASA
Lesen Sie nach unter: Normung.
47
Asbest
Asbest
ist ein mineralischer Faserstoff, der
wegen seiner Nichtbrennbarkeit,
Hitzebeständigkeit und hervorra-
genden Dämmeigenschaften viel-
seitig industriell verwendet wurde:
Zementzusatz für die Bauindustrie
(Asbestzement), feuerfeste Gewebe,
z. B. Feuerschutzanzüge, feuerfeste
Handschuhe, Brems- und Kupp-
lungsbeläge. Asbeststäube sind
wegen der sehr geringen Faserlän-
gen lungengängig. Da eingeatmete
Fasern tief in das Lungengewebe
eindringen und nicht wieder abge-
stoßen werden, können sie durch die
dauernde Reizung des Lungenge-
webes zur Entstehung von Lungen-
krebs beitragen oder zur Asbestose
führen. Deshalb ist die Verwendung
von A. in Deutschland verboten
worden (Gefahrstoff-Verordnung).
ASCII
Lesen Sie nach unter: Code.
Assekurant
Als A. bezeichnet man den Versi-
cherer oder Versicherungsträger.
Seine Aufgabe besteht darin, zu ent-
scheiden, welche Risiken die Ver-
sicherungsgesellschaft versichern
kann. Er setzt auch die jeweiligen
Prämien für die versicherten Risiken
fest.
Assessment Center
(eng!.) ist ein - häufig unterneh-
mensinternes - Prüfungsverfahren
für Nachwuchskräfte, die für eine
mögliche Karriere (Führung/Spe-
zialist) im Unternehmen in Frage
kommen. Den Kandidaten, die die
48
Auswahl- bzw. Eignungskriterien
erfüllen, bietet das Unternehmen
eine ihrer geplanten Laufbahn ent-
sprechende betriebliche Aus- und
Weiterbildung.
Lesen Sie auch: psychologische
Tests.
ASSISTENZ (Fachzeitschrift)
ist eine Fachzeitschrift für Sekretä-
rinnen, Chefsekretärinnen und Assi-
stentinnen. Die Zeitschrift bietet
sowohl berufserfahrenen Frauen als
auch engagierten Nachwuchskräften
wertvolle Anregungen und Hilfen
für die Arbeit im Sekretariat. Die
ASSISTENZ ist Verbandsorgan des
Deutschen Sekretärinnen-Verbandes
e. V. (DSV), der sich für die Belan-
ge dieser Berufsgruppe einsetzt.
Erscheinungsweise: Zweimonatlich,
FBO-Verlag, Postfach 3 16,7570
Baden- Baden.
Lesen Sie auch: F achzeitschrijt,
SEKRETARIAT (Fachzeitschrift).
Assistenz im Management
Als Sekretärin können Sie - mit eini-
ger Berufserfahrung und einer Schu-
lung - eine Assistentinnenaufgabe
übernehmen; d. h., daß Sie neben
Ihrer eigentlichen Tätigkeit im
Sekretariat in der Lage und kompe-
tent sind, selbständig wichtige Vor-
bereitungen und Hilfestellungen zu
erledigen und so Ihrem Chef bzw.
dem Management wertvolle Zusam-
menarbeit anbieten zu können.
Lesen Sie auch: Office Management.
Assistenzaufgaben
sind Aufgaben, die leitende Ange-
stellte, Geschäftsführer oder Vor-
stände an beflihigte Mitarbeiter
(Assistent/in) zur selbständigen
Bearbeitung weitergeben. Die Auf-
gaben werden nach Erledigung
jedoch an den Auftraggeber zurück-
gegeben und dieser präsentiert sie
als seine Ausarbeitung.
Assoziation
heißt allgemein Verbindung.
1. In der Psychologie ist eine A. die-
Verbindung von mehreren Erlebnis-
inhalten bzw. Gedanken.
2. In der Wirtschaft ist eine A. ein
Zusammenschluß, der einen be-
stimmten Zweck verfolgt.
Lesen Sie auch: Mnemotechnik.
Attention
Lesen Sie nach unter: AIDA-Formel.
Attest
ist eine schriftliche Bescheinigung.
Üblicherweise wird es vom Arzt
ausgestellt für Arbeitnehmer, wenn
sie wegen Krankheit vom Arbeits-
platz fernbleiben. Ein A. muß im all-
gemeinen bei einer Krankheits-
dauer von mehr als drei Tagen
dem Arbeitgeber vorgelegt werden.
audiovisuelles Lernen
Lesen Sie nach unter: program-
miertes Lernen.
Aufbauorganisation
Die A. hat zum Ziel, die Aufgaben
und Kompetenzen, die in einem
Betrieb anfallen, auf die einzelnen
Aufgabenträger aufzuteilen und in
das Beziehungsgefüge von Stellen
und Abteilungen einzuordnen.
Die A. geschieht in verschiedenen
Aufbewahrungskatalog
Schritten. Zuerst wird die Gesamt-
aufgabe des Unternehmens in Teil-
aufgaben zerlegt. Diese stellen dann
das Zielsystem des Betriebs dar. Die
entstandenen Teilaufgaben werden
zusammengefaßt, so daß Aufgaben-
bereiche für die einzelnen Stellen
entstehen.
Diese Aufgabenbereiche werden
zusammen mit der notwendigen
Kompetenz und Verantwortung auf
die Mitarbeiter übertragen. Das so
gebildete Gefüge wird in einem
sogenannten Organigramm grafisch
dargestellt.
Der einzelne Mitarbeiter erhält
außerdem zu seiner Stelle eine Stel-
lenbeschreibung.
Lesen Sie auch: Organisation.
aufbewahren
Lesen Sie nach unter: Hängeregi-
stratur.
Aufbewahrungs1rlsten
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aufbewahrungsfristen.
Aufbewahrungskatalog
Ein A. ist eine Übersicht aus der fol-
gendes hervorgeht:
- Ablagewerte,
- Art der Schriftstücke und
- in welcher Fonn, wo und von wem
sie abgelegt werden.
Er ist überaus nützlich, um zum
einen Mehrfachablagen zu vennei-
den, zum anderen hilft er Ihnen, die
gesetzlichen Aufbewahrungsfristen
einzuhalten und "mal eben schnell
nachschlagen zu können", wo sich
Reisekostenabrechnung X oder
Bilanzanalyse Y befmden.
49
Aufenthaltserlaubnis
Aufenthaltserlaubnis
Eine A. wird von einer Verwal-
tungsbehörde erteilt. Sie ist erfor-
derlich, wenn Ausländer in die Bun-
desrepublik Deutschland einreisen
und sich hier aufbalten wollen. Sie
erlischt z. B., wenn der Paß ungültig
wird, oder durch Ausweisung. Aus-
länder aus EG-Staaten haben das
Recht der freien Einreise.
Auffassungsgabe
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
Aufgaben
Lesen Sie nach unter: Delegation,
Filterfunktion, Wiedervorlage.
Aufgabenkatalog
Ein A. ist ein Verzeichnis, in dem in
Tabellenform alle Aufgaben aufge-
führt sind, die in dem entsprechen-
den Unternehmen anfallen.
Zusätzlich ist bei jeder Aufgabe
vermerkt, welche Abteilung für die
Erledigung zuständig ist. Mit einem
eindeutigen A. wird somit vermie-
den, daß sich Mitarbeiter nicht
zuständig für eine Arbeit fühlen.
Außerdem dient er der besseren
Zusammenarbeit, da jeder weiß, an
wen er sich mit dem Problem xyz
wenden kann.
Lesen Sie auch: Filterfunktion.
Aufgabenschwerpunkte
sind in einer sogenannten Hauptauf-
gabenliste definiert und festgelegt.
Solche Hauptaufgabenlisten, auch
Stellenbeschreibungen genannt, soll-
te es für jede Position in einem
Unternehmen geben.
50
Aufklebeadressen
Da die meisten pes heute eine
Adressenverwaltung haben, ist es
sinnvoll, unmittelbar aus der EDV
heraus die Adressen auf Etiketten
drucken zu lassen. Für die Groß-
EDV gibt es auch Etiketten-Aufkle-
bemaschinen. Diese Systeme kön-
nen Postsendungen postversandfer-
tig nach Postleitzahlen sortieren.
Lesen Sie auch: Direktadressierung.
Auflage
1. Im Erbrecht ist eine A. eine
Bestimmung des Erblasses, die den
Erben zu einer Leistung verpflichtet.
2. Im Verwaltungsrecht tritt eine A.
nur zusammen mit einer Erlaubnis
auf. Gegen die A. ist eine Klage
beim Verwaltungsgericht zulässig.
3. In der Industrie und im Verlags-
wesen ist die A. die Stückzahl einer
Serie. Mehrere A. desselben Stücks
oder Werkes sind möglich.
Auflösung
Lesen Sie nach unter: dpi, Monitor.
Aufschwungphase
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit, Expansion.
Aufsichtsrat
ist ein Organ der Aktiengesellschaft,
das die Geschäftsführung des Vor-
standes überwacht. Er ist für die
Bestellung der Vorstandsmitglieder
zuständig; für Prokuristen gibt er sei-
ne Zustimmung. Der A. hat den Jah-
resabschluß, Gewinnverteilungsvor-
schlag und den Geschäftsbericht zu
prüfen und der Hauptversammlung
zu berichten. Er besteht neben Ver-
tretern der Aktionäre auch aus Ver-
tretern der Arbeitnehmer. Die Amts-
zeit des A. beträgt höchstens vier
Jahre.
Lesen Sie auch nach: Aktiengesell-
schaft.
Aufsichtsrats-
beschlußvorlagen
(ARV) holen die Zustimmung bzw.
Genehmigung der Aufsichtsratsmit-
glieder ein. Die jeweilige Satzung
der Gesellschaft (das folgende Bei-
spiel erläutert den Ablauf in einer
Bank/Kapitalanlagegesellschaft)
regelt, bei welchen Entscheidungen
der Aufsichtsrat zustimmen/geneh-
migen muß. Beispiele von häufig
auftretenden Fällen, die der Geneh-
migung des Aufsichtsrates bedürfen:
Änderung der Vertrags bedingungen
bzw. Geschäftsordnung, Wechsel in
der Besetzung des Anlageausschus-
ses, Auflegung von z. B. neuen
Fonds. Nehmen Sie auch hier ent-
sprechende Muster aus der Vergan-
genheit zu Hilfe und beachten Sie
den festgelegten Verteilerkreis.
Aufsichtsratsmitglieder
Lesen Sie nach unter: Aufsichtsrat.
Aufsichtsratssitzung
Der gesetzlich vorgeschriebene Auf-
sichtsrat einer AG, GmbH oder
Genossenschaft muß mindestens
einmal im Halbjahr zur A. einberu-
fen werden. Die Beschlußfähigkeit
wird bestimmt durch Gesetz oder
Satzung. Auf jeden Fall muß min-
destens die Hälfte, wenigstens
jedoch drei Mitglieder, anwesend
sein.
aufstehen
AufsichtsratssItzungs-
Einladungen
Für größere Sitzungen kann man die
Einladungen anstatt eines Original-
briefes auch drucken lassen. Neben
der Orts angabe, evtl. mit Anfahrts-
skizze, dem Termin, der Uhrzeit
(Beginn und voraussichtliches Ende)
und der Tagesordnung kann eine
Einladung auch das Rahnienpro-
gramm (bei größeren Veranstaltun-
gen) und sogar die Kleiderordnung
enthalten. Auf jeden Fall sollten Sie
eine terminierte Antwortkarte (bitte
antworten bis ... ) beifügen. Das
erspart dem Gast viel Arbeitsauf-
wand. Fehlt die Antwort einer wich-
tigen Persönlichkeit, sollten Sie
unaufgefordert nachfragen. Oftmals
werden A.-E. bereits Unterlagen wie
Jahresbericht usw. beigelegt.
Aufsichtsratssitzungs-
Protokolle
Dieses Protokoll führen Sie entwe-
der während der Sitzung selbst, Ihr
Chef diktiert oder erstellt entspre-
chende Vorlagen. Achten Sie beson-
ders auf den vollständigen Teilneh-
mer-N erteilerkreis. Es ist sehr wich-
tig, daß Sie hier sehr sorgfältig auf
Vollständigkeit achten, damit alle
Beteiligten erfaßt und berücksichtigt
werden.
aufstehen
Es ist ein Zeichen von Höflichkeit
und Achtung, vor oder für jemanden
aufzustehen. Für das A. gilt folgen-
de Grundregel: im privaten Bereich
steht Eva bei der Begrüßung älterer
Damen oder Herren auf. Im beruf-
lichen Umfeld muß diese Regel
51
Aufstellung
etwas differenzierter gehandhabt
werden. Die Sekretärin steht dann z.
B. bei der Begrüßung höherrangiger
Personen auf.
Im Büroalltag wird natürlich weder
der Chef a., wenn Sie sein Büro
betreten, noch die Sekretärin, wenn
der Chef oder die Chefin durch das
Sekretariat in das eigene Büro geht.
Empfangen Sie aber Besucher, so
übernehmen Sie die Rolle der Gast-
geberin und stehen natürlich auf.
Lesen Sie auch: begrüßen, verab-
schieden.
Aufstellung mit
gleicher Spaltenbreite
Für die Verteilung der Spaltenan-
fange sind Vorüberlegungen anzu-
stellen: Die in der Zeile zur Verfü-
gung stehenden Schreibschritte (von
Grad 10 bis Grad 70) werden gleich-
mäßig auf die Anzahl der Spalten
verteilt. Die Leitwortzeile (Über-
schrift) und die dann folgenden Ein-
tragungen sind durch eine geschlos-
sene Kopflinie zu trennen. Leitwort
und Eintragungen können an einer
Fluchtlinie beginnen. Am Anfang
jeder Spalte wird ein Tab-Stopp
gesetzt.
Aufstellung mit unter-
schiedlicher Spaltenbreite
Hier wird das längste Wort jeder
vorgesehenen Spalte ermittelt. Die
benötigten Schreibschritte werden
addiert und von den insgesamt in der
Zeile zur Verfügung stehenden sub-
trahiert. Erst danach werden die
errechneten Schreibschritte gleich-
mäßig auf die Zwischenräume ver-
teilt.
52
Aufstrich
Lesen Sie nach unter: Kürzungen auf
den Anlaut.
Auftrag
Lesen Sie nach unter: Probeauftrag.
Auftragsbestätigung
bestätigt den Eingang eines vom
Kunden zugesandten Auftrags. Er
wird in dieser Bestätigung wieder-
holt bzw. genau aufgeführt mit den
Angaben: Wann (z. B. Liefertermin)
und natürlich wie (z. B. mit welchen
Preisen und Konditionen) der Auf-
trag ausgeführt wird. Die Abteilung
VerkaufN ertrieb ist zuständig
Auftragsvollmacht
Lesen Sie nach unter: Unter-
schrijtsvollmacht.
Aufwand
Mit diesem Begriff aus der Buch-
führung wird der Teil an verbrauch-
ten Gütern und Dienstleistungen
während einer Periode definiert. A.
bezieht sich demnach auf eine Zeit-
rechnung, im Gegensatz zur Stück-
rechnung bei den Kosten.
Lesen Sie auch: Gewinn.
Aufwandsentschädigung
Die A. ist eine Vergütung für Mehr-
aufwand durch dienstliche oder
ehrenamtliche Tätigkeit. Die A. ist
steuerfrei, soweit sie kein Ersatz für
Zeitverlust oder Verdienstausfall ist.
Aufwendungen
Lesen Sie nach unter: außerge-
wöhnliche Belastungen, soziale Auf-
wendungen.
Aufwertung
Durch die A. einer Währung ver-
mindern sich die Preise für auslän-
dische Währungen und für Impor-
te. Exporte jedoch werden erschwert
durch den höheren Preis deutscher
Güter im Ausland. Zuständig für
Auf- oder Abwertungen der DM ist
die Deutsche Bundesbank.
Lesen Sie auch: Abwertung, Deut-
sche Bundesbank, Dirigismus.
Aufzählungen
Lesen Sie nach unter: Brief mit Auf-
zählungen.
Aufzug
Wer kennt es nicht, das Spiel: "Nach
Ihnen! Nein, nach ... ". Beim Betre-
ten des A sollte die Rangfolge kei-
ne Rolle spielen. Wenn mehrere Per-
sonen vor oder im A stehen, gilt es
dem Prinzip Zügigkeit Vorrang zu
verschaffen. Selbstverständlich wer-
den Sie einem GastIBesucher Ihres
Hauses auch hier den Vortritt lassen.
Lesen Sie auch: Vortritt.
Auktion
Eine A oder Versteigerung ist ein
öffentlicher Verkauf an den Meist-
bietenden. Sie kann gerichtlich oder
außergerichtlich, freiwillig oder
zwangsweise erfolgen. Üblich sind
A für Kunstgegenstände und für
Güter des Welthandels wie Roh-
stoffe, z. B. Kupfer oder Baumwol-
le, sowie Nahrungs- und Genußmit-
tel, wie z. B. Kaffee.
Ausbilder
Ein A ist zuständig für die Anlei-
tung von Lehrlingen, Volontären,
Ausfuhr
Praktikanten usw. Er muß persönlich
und fachlich geeignet sein sowie
berufs- und arbeits pädagogische
Kenntnisse besitzen. Diese muß er
gegebenenfalls vor der zuständigen
Kammer in einer Prüfung nachwei-
sen. Es gelten Ausnahmen für Mei-
ster.
Ausdauer
beinhaltet gleich mehrere Eigen-
schaften: anhaltender Fleiß, Behar-
rungsvermögen, Geduld, aber auch
zäher Eifer. Schwierige und umfang-
reiche Arbeiten bewältigen Sie nur
mit einer großen Portion A.
Lesen Sie auch: Lernbereitschaft.
Ausfallbürgschaft
Falls ein Gläubiger bei seinem
Hauptschuldner nicht alle Forde-
rungen erfüllt bekommt, wird die
Differenz durch die A beglichen.
Üblich ist diese Form der Bürgschaft
bei Bankkrediten an Unternehmen
und mit dem Staat als Bürgen bei
Exporten.
Lesen Sie auch: Bürgschaft.
Ausfuhr
ist ein Teil des Außenhandels. Den
anderen Teil bildet die Einfuhr. Bei
der A. werden Waren, Dienstlei-
stungen und Kapital aus dem Zoll-
gebiet ins Ausland verkauft (expor-
tiert). Für die meisten Güter besteht
keine Genehmigungspflicht zur A;
Beschränkungen können jedoch in
bestimmten Fällen, z. B. für Güter
der Waffen- und Wehrtechnik,
Computertechnik, Güter, die im
Inland rar sind, oder für Kapital, auf-
erlegt werden. Die Gesamtheit aller
53
Ausfuhrbeschränkung
Aus- und Einfuhren ergeben die
Außenhandelsbilanz. Eine hohe
Ausfuhrquote gibt Rückschlüsse auf
die Bedeutung der A. für die Volks-
wirtschaft eines Landes.
Deutschland ist ein rohstoffarmes,
dichtbesiedeltes Land. Ohne A.
unserer Industrieprodukte könnten
wir den erforderlichen Import von
Rohstoffen und Nahrungsmitteln
nicht bezahlen. 1991 exportierte die
BRD Waren für 666 Milliarden DM,
zu 85 % Fertigprodukte. Die Impor-
te hatten einen Wert von 644 Milli-
arden DM. Haupthandelspartner
sind die Länder der EG und EFf A
und die USA.
Lesen Sie auch: Ausfuhrbeschrän-
kung, Außenhandel, EFTA, EG, Ein-
fuhr.
Ausfuhrbeschrinkung
ist eine staatliche Maßnahme zur
Kontrolle der Ausfuhr bestimmter
Güter in bestimmte Länder. Bei-
spiel: Rüstungsgüter. Waren, die der
A. unterliegen, bedürfen zur Ausfuhr
einer staatlichen Genehmigung.
Ausführbestimmungen
Lesen Sie nach unter: Fehlerwer-
'tung.
AusfuhrbOrgschaft
Lesen Sie nach unter: Hermes-Bürg-
schaft·
ausführende Arbeit
Lesen Sie nach unter: betriebliche
Produktionsfaktoren.
ausführende Gewalt
Lesen Sie nach unter: Exekutive.
54
Ausgangsprodukte
Lesen Sie nach unter: Rohstoffe.
Ausgleichsquittung
unterschreibt ein Mitarbeiter, wenn
er z. B. aus seiner Initiative heraus
das Unternehmen verläßt (nach vor-
ausgegangener Kündigung bzw. in
beiderseitigem Einvernehmen).
Damit klärt der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer gegenüber die recht-
liche Situation, daß mit Beendigung
des Arbeitsverhältnisses zum ... kei-
ne Forderungen irgendwelcher Art
aus Gesetz, Tarifverträgen oder dem
Arbeitsvertrag, insbesondere auch
Urlaub und Zeugnis, bestehen, und
den Verzicht des Rechts, das Fort-
bestehen des Arbeitsverhältnisses
geltend zu machen.
Aushang
In jedem Betrieb - auch wenn er
noch so klein ist - sollte ein soge-
nanntes "Schwarzes Brett" an einem
zentralen Ort angebracht sein. So
können allgemeine Informationen,
die für jeden Mitarbeiter gelten,
ohne großen Aufwand bekanntge-
geben werden. .
Beispiele: Eintritt von neuen Mitar-
beitern, Speiseplan der Kantine,
Betriebsjubiläen, in-nerbetriebliche
Stellenausschreibungen etc.
Lesen Sie auch: Schwarzes Brett.
Aushilfe
Lesen Sie nach unter: kurzfristige
Aushilfen.
Auskunft
Im Wirtschaftsleben ist eine A. eine
Mitteilung über z. B. Zahlungsmo-
ral, Kreditwürdigkeit und Verhalten.
Für Behörden und gegenüber dem
Finanzamt kann Auskunftspflicht
bestehen. Eine A. muß vollständig
und richtig sein. Anderenfalls muß
teilweise für Schäden gehaftet wer-
den, so z. B. als Amtshaftung durch
Behörden oder durch Banken
gegenüber ihren Kunden bei falscher
A. über Dritte.
Lesen Sie auch: Amtshaftung.
Auskunftei
Eine A. ist ein Unternehmen, das
gewerbsmäßig Auskünfte über ande-
re Unternehmen und Privatpersonen
erteilt, besonders über ihre Kredit-
würdigkeit. Für die Richtigkeit die-
ser Auskünfte wird allerdings keine
Haftung übernommen. Als Quellen
benutzen A. Veröffentlichungen,
Selbstauskünfte oder z. B. im Kre-
ditwesen Mitteilungen der Banken
über frühere oder bestehende Kredi-
te ihrer Kunden.
AuskunHspflicht
Die A. ist eine rechtliche Verpflich-
tung des Bürgers oder einer Behör-
de, Auskünfte zu erteilen. Sie
besteht u. a. gegenüber dem Finanz-
amt in eigenen Steuerangelegenhei-
ten, für die amtliche Statistik, von
Behörden gegenüber der Presse,
nicht jedoch Beschuldigten in Straf-
verfahren gegenüber Polizei oder
Justiz.
Auskunftsrecht
Nach dem Aktiengesetz hat der
Aktionär in der Hauptversammlung
das Recht, vom Vorstand Auskünf-
te über Angelegenheiten der AG zu
Ausländer
verlangen. Diese können verweigert
werden, u. a. wenn sie der AG scha-
den. Bei Streitigkeiten über das A.
entscheidet das zuständige Landge-
richt.
Auslagenersatz
1. A. ist ein Begriff aus der Anwalts
branche. Es werden zum einen die
Postgebühren gern. § 26 BRAGO
und die Schreibauslagen gern. § 27
BRAGO umschrieben. Die Postge-
bühren kann der Rechtsanwalt pau-
schal oder in der tatsächlich ent-
standenen Höhe geltend machen. In
derselben Angelegenheit darf die
Auslagenpauschale 15 % der
Gebühren, höchstens jedoch 40,-
DM betragen. Die Schreibauslagen
stehen dem Rechtsanwalt für gefer-
tigte Fotokopien zu. Auf diese Aus-
lagen muß der Rechtsanwalt die gül-
tige Mehrwertsteuer berechnen.
Zum zweiten kann es sich hierbei
um "vorgelegte Kosten" handeln,
d. h. Gerichtskosten, Gerichtsvoll-
zieherkosten, Auskunftskosten der
Behörden etc., die der Rechtsan-
walt für seinen Mandanten vorge-
streckt hat und ihm dann in Rech-
nung stellt.
2. Wenn Sie im Auftrage und für Ihr
Unternehmen Besorgungen/Einkäu-
fe tätigen, in Vorlage treten und dies
dann abrechnen, erhalten Sie A.
Beachten Sie dabei: Sie müssen Mit-
arbeiter des Unternehmens sein, eine
auf Ihr Unternehmen ausgestellte
Quittung vorlegen!
Ausländer
Lesen Sie nach unter: Aufenthalts-
erlaubnis.
55
ausländerfeindlich
ausländerfeindlich
Lesen Sie nach unter: Republikaner.
Auslandsreisen
Andere Länder, andere Sitten -
andere Sitten, andere Ausdrucks-
weisen. Erkundigen Sie sich über die
unterschiedlichen Gepflogenheiten,
z. B. anhand einschlägiger Lektüre.
Besondere Vorsicht ist bei der Wahl
von Gastgeschenken angezeigt, vor
allem außerhalb unseres Kulturkrei-
ses. Hier kann nur vorheriges Erfra-
gen Peinlichkeiten ersparen. Für die
Hotelbuchung wenden Sie sich an
Ihr Reisebüro oder an eine der zahl-
reichen Hotelreservierungs-Gesell-
schaften, die Ihnen auch nähere
Angaben zu den einzelnen Hotels
geben können. Sie wollen z. B. für
Ihren Chef ein Hotelzimmer in New
Y ork buchen: Sie schauen in einem
Hotelführer nach und finden das
Hotel Metropol, ein im Zentrum
gelegenes First-Class-Hotel.
Die Hotelreservierungs-Gesellschaft
kann weitere für Sie interessante
Informationen abrufen, wie z. B.
Ausstattung im Detail und Preise.
Und Sie erfahren, ob zur fraglichen
Zeit spezielle Sonderkonditionen
geboten werden. Sollte das Hotel
belegt sein, wird man Ihnen sofort
gleichwertige Angebote nennen
können. Bei der Spesenabrechnung
denken Sie daran: Bei Auslands-
dienstreisen gelten besondere Rege-
lungen insbesondere für die Aner-
kennung von Verpflegungs- und
Übernachtungskosten. Es gibt län-
derweise unterschiedliche Pausch-
beträge, die der Bundesminister der
Finanzen im Einvernehmen mit den
56
obersten Finanzbehörden der Länder
auf der Grundlage der höchsten Aus-
landstagegelder nach dem Bundes-
reisekostengesetz in Abständen
bekannt macht (Bundessteuerblatt).
Auch der Stollfuß Verlag, PF 24 28,
5300 Bonn 1 gibt hierzu einschlägi-
ge Literatur heraus.
Auslassungszeichen
Lesen Sie nach unter: halbe
Anführungszeichen.
ausnutzen
Lesen Sie nach unter: Hilfsbereit-
schaft.
Ausrufezeichen
Das A. steht nach Aufforderungs-
sätzen und nach Ausrufen, manch-
mal auch noch nach der Anrede am
Briefanfang. Beispiele: Das ist ja die
Höhe! - Hände hoch! - Sehr geehr-
te Frau Müllermann!
Ausscheiden
von Mitarbeitern kann folgende
Gründe haben: Durch fristgerechte
oder fristlose Kündigung durch den
Mitarbeiter oder Arbeitgeber, durch
Erreichen des Pensionsalters oder in
beiderseitigem Einvernehmen. Spre-
chen Sie mit Ihrem Chef ab, in wel-
chen Fällen Sie bei Ausscheiden
eines Mitarbeiters z. B. eine offizi-
elle Verabschiedung organisieren
sollen (in der Regel wird bei guten
Mitarbeitern, die z. B. selber kündi-
gen, um sich zu verbessern, ein sol-
cher Abschied organisiert). Unter
Organisieren ist z. B. ein Umtrunk
oder evtl. ein Abschiedsessen zu ver-
stehen. Laden Sie hierzu unmittel-
bare Mitarbeiter und Vorgesetzte
ein. Stimmen Sie den Teilnehmer-
kreis anläßlich einer solchen Verab-
schiedung mit Ihrem Chef ab.
Ausschreibung
Die A. (Submission, Verdingung) ist
eine öffentliche Bekanntgabe von
Bedingungen (evtl. in der Form
eines sogenannten "Lastenheftes"),
zu denen ein Vertrags angebot
(Offerte) erwartet wird, z. B. im Fal-
le von öffentlichen Bauvorhaben
oder bei Beschaffungsaufträgen der
öffentlichen Hand. Die meisten
öffentlichen Aufträge dürfen ohne
A. nicht vergeben werden. Dabei
ergeht eine öffentliche Aufforderung
an alle potentiellen Bewerber, inner-
halb einer bestimmten Frist Ange-
bote für die ausgeschriebene Liefe-
rung oder Leistung abzugeben.
Nur in begründeten AusnahmefaIlen
(Geheimhaltung, Kleinauftrag u. ä.)
sind beschränkte A. oder freihändi-
ge Vergabe erlaubt. Die für die Ver-
gabe öffentlicher Aufträge maßge-
benden Grundsätze sind in der Ver-
dingungsordnung für Bauleistungen
(VOB) und der Verdingungsord-
nung für andere Leistungen (VOL)
in Form von Verwaltungsvorschrif-
ten enthalten. A. gibt es ebenfalls
von privater Seite, auch hierbei kann
man sich auf die VOBNOL als Ver-
tragsbestandsteil stützen.
Außendienst
Der A. gehört zur Abteilung Ver-
trieb und Marketing. Er stellt die
Beziehung zwischen Hersteller und
Handel bzw. Endkunden her und
pflegt diese auch. Er ist also vor Ort.
Außendienstmitarbeiter
Wichtig für den Kunden ist eine
Kommunikation zwischen Außen-
und Innendienst seines Lieferanten.
Lesen Sie auch: Gebietsverkaufslei-
ter, Verkaufsdirektor.
Außendienst-Infos
werden oft von Ihnen, sofern Sie z.
B. im Vertrieb oder Marketing-
Bereich Ihres Unternehmens tätig
sind, in Abstimmung mit Ihrem Vor-
gesetzten zusammengestellt, formu-
liert und an den entsprechenden
Empfängerkreis versendet. Da diese
Infos neben allgemeinen Mitteilun-
gen auch wesentliche Punkte (z. B.
Handhabung von Retouren mit vor-
gegebenen Terminen, Abverkaufs-
förderung von bestimmten Artikeln
wegen zu hoher Lagerbestände)
beinhalten, erhalten diese Mitteilun-
gen eine laufende Nummer (z. B.
5/92,6/92 usw.). Hauptgründe für
diese Numerierung: Ordnungsmerk-
mal für die Ablage und natürlich
auch wegen der Übersichtlichkeit.
Schnell können die Empfänger fest-
stellen, ob sie alle Infos erhalten
haben, sowie auf bestimmte Infos
zurückgreifen.
Lesen Sie auch: Außendienstmitar-
beiter.
Außendienstmitarbeiter
sind der "Puls" des Vertriebs in
einem Unternehmen. Sie sind vor
Ort (auch "Front" genannt) für den
KundenkontaktNerkauf der Pro-
dukte oder Dienstleistungen in
einem festgelegten örtlichen Bezirk
zuständig.
Sie als betroffene Sekretärin sind
oftmals eine direkte Ansprechperson
57
Außenfinanzierung
und Mittlerin für Infonnationen von
und an diesen Mitarbeiterkreis.
Lesen Sie auch: Außendienst-Infos,
Gebietsverkaufsleiter.
Außenfinanzierung
Lesen Sie nach unter: Eigenfinan-
zierung.
Außenhandel
bezeichnet den Warenverkehr eines
Staates, des Inlandes, mit dem Aus-
land. Der A. umfaßt die Ausfuhren
(Export) und die Einfuhren (Import)
eines Landes. Beide Elemente
zusammen ergeben die Außenhan-
delsbilanz. Das Volumen des A.
errechnet sich aus den Ein- und Aus-
fuhnnengen, denen die Preise eines
Basisjahres zugrundegelegt werden.
Der A. führt zu einer Steigerung des
Wohlstandes. Durch den A. kann
sich die heimische Volkswirtschaft
mit Waren versorgen, die sie selbst
nicht besitzt oder produzieren kann.
Der freie A. kann durch Zölle, Men-
genbeschränkungen oder durch ein
Embargo gelenkt bzw. einge-
schränkt werden. Zur Förderung des
A. wurden überstaatliche Wirt-
schaftsgemeinschaften gebildet (EG,
EFf A), die den Abbau gegenseiti-
ger Handelsbeschränkungen (natio-
naler Protektionismus) zum Ziel
haben.
Mit GATT, dem 1974 unterzeich-
neten Allgemeinen Zoll- und Han-
delsabkommen (englisch General
Agreement on Tariffs and Trade)
wird dieses Ziel auf weltwirtschaft-
licher Ebene verfolgt.
Lesen Sie auch: Ausfuhr, EG, Ein-
fuhr,GATT.
58
Außenhandelsbilanz
Lesen Sie nach unter: Ausfuhr.
Außenhandelsdokumente
Lesen Sie nach unter:Jremdsprach-
liche Textverarbeitung.
AußenhandelspolItik
Die A. umfaßt alle staatlichen
Gestaltungs- und Lenkungseingrif-
fe, die den internationalen Handels-
verkehr beeinflussen. Hierzu zählen
beispielsweise Einfuhrbeschränkun-
gen, Ausfuhrförderung, Handelsab-
kommen und Maßnahmen zur
Gestaltung einer internationalen
Wirtschaftsordnung.
Davon zu unterscheiden ist die inter-
nationale Währungspolitik. Sie
beinhaltet gestaltende und steuern-
de Maßnahmen, die den internatio-
nalen Zahlungsverkehr betreffen.
Geldströme zwischen den verschie-
denen Ländern der Welt werden ver-
ursacht durch internationale Han-
dels- und Finanzgeschäfte. Beide
Teilbereiche sind in der Außenwirt-
schaftspolitik zusammengefaßt.
Lesen Sie auch: Außenhandel,
Währungspolitik.
Außenhandels-
unternehmen
sind Unternehmen, deren Absatz an
Gütern ganz oder teilweise im Aus-
land stattfmdet bzw. deren Produk-
tions- oder Handelsgüter aus dem
Ausland geliefert werden.
Aufgrund des großen Außenhandel-
sumfangs handelt es sich hierbei um
Unternehmen, die den Im- bzw.
Export i. d. R. selbständig durch-
führen (direkter Im-, Export). Die
Geschäftstätigkeit eines Unterneh-
mens kann auch allein darin beste-
hen, Im- und Exporte für andere
Unternehmen durchzuführen (indi-
rekter A; Im-, Exporthändler).
Durch die enge Verbindung mit aus-
ländischen Märkten entsteht bei A
ein starkes Abhängigkeitsverhältnis
bezüglich der Situation bzw. der
Entwicklung der fremden Volks-
wirtschaften.
Dies bezieht sich nicht nur auf die
wirtschaftliche, sondern auch auf
die jeweilige politische Lage (z. B.
Preiserhöhungen, die am eigenen
bzw. am fremden Markt nicht durch-
setzbar sind, Einfuhr-, Ausfuhrbe-
schränkungen, Unruhen, Embargo).
Die Entwicklungen in den Fremd-
ländern sind deshalb stetig zu be-
obachten und sorgfältig zu analysie-
ren, um gegebenenfalls rechtzeitig
auf Veränderungen reagieren zu
können.
Außenseiter
1. Als A kann man einen Einzel-
gänger bezeichnen, d. h. jemanden,
der seine eigenen Wege geht und
sich nicht in eine Gruppe einbindet.
Ein A kann aber auch eine Person
sein, die nicht in ein Thema einge-
weiht ist.
2. Im Tarifrecht versteht man unter
einem A einen Arbeitgeber oder
Arbeitnehmer, der nicht in einer
Interessenvertretung (Arbeitgeber-
verband bzw. Gewerkschaft) orga-
nisiert ist.
Außenseiterklausel
Lesen Sie nach unter: Tarifver-
trag.
Außenwirtschaft
Außenspreizgriffe
Um die Tasten ä, ü oder ß zu errei-
chen, wird der kleine Finger der
rechten Hand - von der Grundstel-
lung aus - gespreizt. Danach ist eine
Rückkehr in die Ausgangslage zu
empfehlen.
Lesen Sie auch: Innenspreizgriffe.
Außenwert der Währung
Der A einer Währung ist ihre reale
Kaufkraft im Ausland. Dazu wird sie
über den Wechselkurs in die ent-
sprechende ausländische Währung
umgerechnet. Bei festen Wechsel-
kursen können sich Außen- und Bin-
nenwert dieser Währung unter-
scheiden, wenn die Preisentwick-
lung im In- und Ausland unter-
schiedlich ist.
Lesen Sie auch: Kaufkraftparität,
Währung.
Außenwirkung
Lesen Sie nach unter: Werkzeit-
schrift.
Außenwirtschaft
beinhaltet den Waren-, Dienstlei-
stungs-, Kapital-, Zahlungsverkehr
und den sonstigen Wirtschaftsver-
kehr eines Landes mit dem Ausland.
Voraussetzung für die A ist die
internationale Arbeitsteilung sowie
die freie Austauschbarkeit (Konver-
tibilität) der Währungen. Das Volu-
men der A ist davon abhängig, ob
politische Bestrebungen der Welt-
handelsländer eher in Richtung Frei-
handel oder Protektionismus gehen.
Zoll- und nichtzollbedingte Han-
deishemmnisse beeinträchtigen die
A erheblich.
59
außenwirtschaftlIches Gleichgewicht
Rechtliche Grundlage für den
Außenwirtschaftsverkehr in der
Bundesrepublik Deutschland ist das
Außenwirtschaftsgesetz (A WG) und
die Außenwirtschaftsverordnung
(AWV).
Darin wird die grundsätzliche Frei-
heit des Außenwirtschaftsverkehrs
garantiert, aber auch bestehende
Beschränkungen beschrieben.
außenwirtschaftlIches
Gleichgewicht
Das a. G. ist eines der vier Haupt-
ziele des Magischen Vierecks.
Inhaltlich ist das a. G. nicht genau
definiert. Verallgemeinert läßt sich
sagen, daß ein a. G. besteht, wenn
die Leistungen des Inlands an das
Ausland ebenso groß sind wie die
des Auslands an das Inland.
Lesen Sie auch: Magisches Vier-
eck.
AußenwirtschaftspolItik
Lesen Sie nach unter: Außenhan-
delspolitik.
Außenzölle
Im Rahmen einer Zollunion werden
vertragliche Vereinbarungen über
einen gemeinsamen Zolltarif ge-
genüber Drittländern getroffen. Ziel
ist es, gleiche Bedingungen für die
Gütereinfuhr in die Unterzeichner-
staaten zu schaffen.
Lesen Sie auch: Binnenzölle.
außergerichtlicher Vergleich
Bei Zahlungsunfähigkeit oder Kon-
kurs ist der a. V. eine Einigung zwi-
schen dem Schuldner und allen
Gläubigem über Erlaß oder Stun-
60
dung der Schulden. Der a. V. ist nur
für die Gläubiger bindend, die
zustimmen, im Gegensatz zum
gerichtlichen Vergleich.
Lesen Sie auch: Konkurs, Vergleich.
außergewöhnliche
Belastungen
Größere notwendige Aufwendungen
eines Steuerpflichtigen, die bei ver-
gleichbaren anderen Steuerzahlern
so nicht auftreten, können auf
Antrag als a. B. steuerlich abgesetzt
werden. Dabei werden sie um einen
zumutbaren Eigenbetrag gekürzt.
Meist handelt es sich um Krank-
heitskosten, die nicht von einer Ver-
sicherung getragen werden.
außerordentliche
Kündigung
Lesen Sie nach unter: Kündigung.
außerordentliche
Sitzungen
sind nicht geplante, sondern durch
unvorhergesehene Situationen (z. B.
Umsatzeinbrüche wegen Produkti-
onsfehlern bei bestimmten Artikeln)
erforderliche Besprechungen mit
einem bestimmten Teilnehmerkreis
(z. B. alle Verkaufsdirektoren).
Lesen Sie auch: Konferenzen.
Aussperrung
Die A. ist eine umstrittene Maßnah-
me der Arbeitgeber im Arbeits-
kampf (Streik) durch teilweise oder
vollständige Ausschließung der Mit-
arbeiter von der Arbeit unter Weg-
fall der Arbeitsvergütung. Sie ist
grundsätzlich nur als sogenannte
Abwehr-A. zulässig, d. h. sie muß
zur Abwehr von Streikmaßnahmen
dienen und dem Grundsatz der Ver-
hältnismäßigkeit entsprechen.
Die Zulässigkeit der A. wurde 1980
vom Bundesarbeitsgericht (BAG)
grundsätzlich bestätigt. Das Arbeits-
verhältnis wird durch die A. nicht
gelöst, sondern nur bis zur Beendi-
gung des Arbeitskampfes suspen-
diert, d. h. für diese Zeit aufgehoben.
Dadurch ruhen die Rechte und
Pflichten aus dem Arbeitsvertrag,
gelten aber wieder nach Beendigung
des Arbeitskampfes. Nur unter
bestimmten Voraussetzungen, wie z.
B. bei politisch motivierten oder
wilden Streiks, führt die A. zur Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses.
Lesen Sie auch: Streik.
Ausstoß
Lesen Sie nach unter: Output.
Ausstrahlung
Lesen Sie nach unter: Charisma.
Austauschbarkeit
Lesen Sie nach unter: Substitutions-
prinzip.
Austauschpfindung
Lesen Sie nach unter: pfändbar.
Auswahlkriterien
für technische Geräte
Im einzelnen handelt es sich um fol-
gende Kriterien:
- Anforderung an das Gerät
- Qualität
- Ersatzteil- und Serviceleistung des
Herstellers
- Abschreibungsmöglichkeiten (bis
DM 800,00 sofort abschreibbar)
Auszubildender
Die A. sind unter Berücksichtigung
der Beanspruchung und der fmanzi-
ellen Möglichkeiten zu treffen.
Ausweis
Lesen Sie nach unter: Sozialversi-
cherungsausweis.
Auswertungen
sind ein Mittel, um Entwicklungen,
Ergebnisse, Kostensituationen etc.
an Hand von Tabellen, Grafiken
oder kurzen Berichten zu verdeutli-
chen. Durch eine übersichtliche und
gut gegliederte Visualisierung kön-
nen die Betrachter Zahlen, Fakten
etc. schnell erfassen und verarbeiten.
A. bedeuten jedoch nicht nur eine
Zeiterspamis, sondern ennöglichen
grundsätzlich erst eine Entschei-
dungsfindung. Denn ohne Analyse
keine Beurteilung; A. ist der erste
Schritt der Entscheidungsfmdung.
A. lassen sich auf die unterschied-
lichsten Bereiche anwenden. Stellen
Sie sich z. B. einen Reisebericht vor.
Jede Kleinigkeit verlangt von Ihnen
die entsprechende Veranlassung,
wie Einordnung neuer Geschäfts-
partner in vorhandene Anschriften-
listen/-karteien, Visitenkarten mit
Hinweis auf die Reise ein- bzw.
zuordnen, versprochene Tennine
oder Zusendung von Infonnations-
material usw. veranlassen und Rück-
meldungen verarbeiten usw. Aus-
werten bedeutet immer, Infonnatio-
nen bis ins kleinste aufzufächern und
überlegt zu nutzen.
Auszubildender
Nach dem Berufsbildungsgesetz
wird jemand A. genannt, wenn er
61
Auszug
sich in der Berufsausbildung, beruf-
lichen Fortbildung oder Umschu-
lung befmdet.
Der A. hat Anspruch auf eine jähr-
lieb steigende Vergütung.
Auszug
Lesen Sie nach unter: exzerpieren.
Autande
bezeichnet die Fähigkeit, sich wirt-
schaftlich selbst, also aus eigenen
Mitteln zu versorgen. Im engeren
Sinne heißt das, ein Land verfügt
über eine für den eigenen Bedarf
ausreichende Menge an Nahrungs-
mitteln und Rohstoffen. Je höher der
Grad an A., desto geringer ist die
wirtschaftliche - und damit auch die
politische - Abhängigkeit vom Aus-
land.
Vollkommen autarke Länder exi-
stieren in der heutigen Zeit nicht
mehr, bedingt durch die weltweite
wirtschaftliche Verflechtung. Jedoch
können manche Länder (z. B. die
USA) als relativ autark bezeichnet
werden, da sie in der Lage wären,
zeitweilig ihren Bedarf an Grund-
nahrungsmitteln und Energie zu
einem großen Teil aus ihren eigenen
Ressourcen zu decken. Allerdings
würde dieser Prozeß auch dort zu
empfindlichen Konsequenzen auf
die wirtschaftliche, politische und
soziale Gesamtsituation führen.
Für die Bundesrepublik Deutschland
wäre eine (erzwungene) Beschrän-
kung dieser Art katastrophal, da sie
sowohl bezüglich der Rohstoff- und
Energie- als auch in der Nahrungs-
versorgung auf Importe angewiesen
ist.
62
Autobahnbenutzungs-
gebühren
Lesen Sie nach unter: Maut.
autogenes Training
Das a. T. ist eine Methode zur Ent-
spannung. Meist unter Anleitung
erlernen Sie stufenweise ihre Mus-
keln zu entspannen, Puls und
Atmung zu verlangsamen, die Haut-
durchblutung zu fördern usw. bis hin
zur Tiefenentspannung. Durch das a.
T. können Sie Verkrampfungen
lösen, Schlafstörungen und Erreg-
barkeit beseitigen, Organstörungen
mildem und zu tiefer Selbsterkennt-
nis gelangen.
Lesen Sie auch: mentales Train-
ing.
Automation
ist die Fabrikation durch Maschinen
ohne Einsatz von Arbeitern bei der
Bearbeitung und dem Transport der
Werkstücke. Der Mensch hat nur
noch eine Kontrollfunktion.
automatische Rückführung
mit Zeilenschritt
Bei eingeschalteter a. R. m. Z. (Sym-
bole ="R" "Aut" und Pfeil nach
links) wird der Text fortlaufend
geschrieben. Dabei erfolgt die Rück-
führung innerhalb der Randzone
(sieben bis zehn Schreibschritte vor
dem Endrand) automatisch, sobald
man die Leertaste oder den Trenn-
strich betätigt.
automatische
Wahlwiederholung
Lesen Sie nach unter: Wahlwieder-
holung.
automatischer
Zellen umbruch
Lesen Sie nach unter:formale Text-
verarbeitung.
autonom
A. sein bedeutet selbständig und
unabhängig handeln zu können und
sich nicht einen fremden Willen auf-
zwingen lassen müssen. Jemand, der
a. lebt, lebt nach seinen persönlichen
Gesetzen und ist nur seinem eigenen
Gewissen verantwortlich. Autono-
mie in der Politik bedeutet das
Recht eines Staates zur Selbstver-
waltung und eigenen Gesetzgebung.
A Staaten haben das Recht, ihre
Angelegenheiten selbständig und
unabhängig zu regeln, ohne daß sie
Weisungen von anderen Staaten ent-
gegennehmen müssen.
Autorlslerung
bedeutet Bevollmächtigung. Z. B.
"autorisierter Händler für ... ", d. h.
dieser Händler ist vom Hersteller
bevollmächtigt, ein bestimmtes Pro-
dukt zu vertreiben. Ebenso kann ein
Chef seine Sekretärin für bestimm-
te Aufgaben autorisieren, z. B. er
bevollmächtigt sie, auch seine ver-
trauliche Post zu öffnen.
autoritärer Führungsstil
Lesen Sie nach unter: Harzburger
Modell, patriarchalischer Füh-
rungsstil.
Autorität
Mit A bezeichnet man den Einfluß,
die Macht und das daraus erwach-
sende Ansehen einer Person, Perso-
nengruppe oder einer Institution auf
Autovermietung
andere. Sie kann in der Person oder
der Funktion begründet sein (perso-
nale A., funktionale A, positionale
A) und auf Leistung, Wissen, Erfah-
rung, Position oder Tradition beru-
hen. Aus der A. resultiert eine Über-
und Unterordnung; besitzt jemand
A., so hat er die Möglichkeit, seine
Interessen gegen den Willen anderer
durchzusetzen. Unter einer A. ver-
steht man auch eine einflußreiche,
anerkannte Person oder Einrich-
tung.
Autotelefon
Das A ist in der Regel im Auto fest
eingebaut, kann aber unter Umstän-
den gleichzeitig auch als Mobilte-
lefon genutzt werden. Zur Zeit gibt
es das C-Netz und D-Netz der
TELEKOM und das D2-Netz der
Firma Mannesmann. Die Telefon-
qualität im D-Netz und D2-Netz ist
durch die Digitaltechnik absolut
störfrei.
Das C-Netz ist in der BRD zu ca. 98
% flächendeckend, das D-Netz nur
zu ca. 70 %, wird aber in 1994/95
europaweit genutzt werden können.
Unterscheidungsmerkmal sind die
unterschiedlichen Vorwahlen:
C-Netz 0161,
D-Netz 0171,
D2-Netz 0172.
Autovermietung
A ist ein Dienstleistungsunterneh-
men, das Autos verschiedener Klas-
sen gegen Entgelt für eine bestimm-
te Zeit zur Verfügung stellt. In einem
Mietvertrag zwischen der A. und
dem Mieter wird festgelegt, wer das
Auto ·fährt (dies ist nicht zwangs-
63
AVIS
läufig der Mieter, der z. B. eine Fir-
ma sein kann), welcher Tarif für das
entsprechende Auto-Modell zugrun-
deliegt, wieviel Frei-Kilometer der
Preis enthält und ab wann es gemie-
tet wird. Bei Rückgabe des Autos
werden die tatsächliche Mietdauer
und die gefahrenen Kilometer fest-
gehalten. Zusätzlich muß der Mieter
eine Kaskoversicherung ab-
schließen.
A. gibt es in vielen Städten, die
großen von ihnen arbeiten überre-
gional, auch im Ausland. Sie sind oft
am oder in der Nähe eines Flugha-
64
fens zu fmden. Preisvergleiche loh-
nen sich.
AVIS
Lesen Sie nach unter: Mietwagen-
reservierung .
Az.
Abk. für Aktenzeichen.
AZO
Abk. für Arbeitszeitordnung.
Azubi
Abk. für Auszubildender.
BA
Abk. für Bundesanstalt für Arbeit.
Backspace-Taste
ist eine Rückschrittaste, mit der auch
gelöscht werden kann.
Backup file
ist der engl. Ausdruck für Sicher-
heitsdatei. Um kein Risiko einzuge-
hen, ist jeder Sekretärin zu raten,
laufend von wichtigen Daten Siche-
rungskopien anzulegen.
BAG
Abk. für Bundesarbeitsgericht.
Baisse
Sinken an der Börse die Kurse, han-
delt es sich um eine B. Der Gegen-
satz dazu ist die Hausse. Der Bais-
sespekulant, der Baissier, verkauft
börsengängige Papiere, die er zu die-
sem Zeitpunkt noch nicht besitzt.
Die Lieferung erfolgt zu einem spä-
teren Zeitpunkt, zu dem der Baissier
hofft, diese billiger einkaufen zu
können. Die Differenz aus Verkauf
und Einkauf abzüglich der Übertra-
gungskosten ergibt den Gewinn aus
dem Spekulations geschäft.
Lesen Sie auch: Hausse.
Balkendiagramm
Das B. ist eine bildliche Darstellung,
bestehend aus einer horizontalen
B
Zeitachse und einer vertikalen Men-
gen- oder Wertachse. Von der Zeit-
achse ausgehend werden Teilvor-
gänge oder Ergebnisse als (meist far-
bige) Balken abgetragen.
Bandscheibe
Lesen Sie nach unter: Bürostuhl.
Bandwurmsatz
Wenn Sie diesen Artikel, der ver-
sucht, Ihnen etwas zu erklären,
obwohl das Wetter Sie einlädt, mit
Egon in den Wald zu gehen, gelesen
haben werden, ist es möglich, vor-
ausgesetzt Sie haben in diesem
Moment keine Tasse Kaffee umge-
stoßen und mußten nicht in die
Küche flitzen, ein Tuch zu holen,
daß Sie nun wissen, was ein B. ist.
Banken
sind Institutionen, die einen
gewerbsmäßigen Handel mit Geld-
kapital betreiben. Hinsichtlich ihrer
Gründung und ihrer laufenden
geschäftlichen Tätigkeiten unterlie-
gen sie der Bankenaufsicht (geregelt
im Gesetz über das Kreditwesen =
KWG). B. können Institute sowohl
der privaten (Privatbank, Aktien-
bank, Kreditgenossenschaft) als
auch der öffentlichen Hand (Spar-
kassen, Staats-B.) sein.
Die Geschäfte der B. werden in
Aktiv- (Kreditvergabe), Passivge-
65
Banking
schäfte (Kreditnahme) und Dienst-
leistungen eingeteilt. Im einzelnen:
- Aktivgeschäfte sind u. a. Verga-
be von Kontokorrent -, Diskont -,
Lombard -, Hypotheken - und
Kommunalkrediten sowie sonsti-
gen Darlehen.
- Passivgeschäfte sind u. a. Depo-
siteneinlagen, aufgenommene
Gelder und Darlehen, Emission
eigener Anleihen.
- Dienstleistungen sind verschiede-
ner Art, v. a. in den Bereichen
Zahlungsverkehr und Wertpapier-
und Depotgeschäft.
Die Bundesbank (juristische Person
des öffentlichen Rechts) und ihre
Filialen, die Landeszentralbanken,
nehmen aufgrund ihres Aufgaben-
bereiches eine gesonderte Stellung
unter den B. ein.
Lesen Sie auch: Privatbank.
Banking
Das aus dem Englischen stammen-
de Wort bedeutet Bankwesen bzw.
Bankgeschäft. Unter B. versteht man
die Gesamtheit der von Banken
angebotenen bzw. durchgeführten
Geschäftstätigkeiten.
Es deutet sich an, daß dieser Sektor
in immer größer werdendem Maße
durch Serviceangebote erweitert
wird. Diese Angebote bestehen teil-
weise in der Modernisierung
bestimmter Vorgänge (z. B. electro-
nic cash, 24 Stunden-Service (Btx),
Telefon-banking), aber auch in Ser-
viceleistungen, die nicht unbedingt
den traditionellen Banktätigkeiten
zuzurechnen sind (z. B. betriebs-
wirtschaftliche Beratung).
Lesen Sie auch: Banken.
66
Banknote
Lesen Sie nach unter: Deutsche
Bundesbank, Geld.
Bankrott
B. liegt immer dann vor, wenn der
Schuldner den Konkurs
a) fahrlässig (z. B. durch Börsen-
spekulation oder Wetten)
b) vorsätzlich (z. B. durch Ver-
heimlichen oder Beiseiteschaffen
von Vermögensgegenstände )
c) vorsätzlich mit Gewinnsucht (z.
B. durch Veräußern anvertrauter
Gegenstände, wodurch andere
Personen in wirtschaftliche Not
gebracht werden)
verschuldet hat.
B. wird mit Freiheitsstrafen geahn-
det.
Bankverbindung
Die B. sollte auf jeglicher Kommu-
nikation nach außen sichtbar sein,
wenn sie bei dem Vorgang eine Rol-
le spielt. In der Praxis zeigt es sich
immer wieder, daß es doch tatsäch-
lich immer noch z. B. Briefbögen
von Unternehmen gibt, auf denen
eine B. nicht aufgeführt ist. - Für die
Korrespondenz, bei der die B.
unwichtig ist, sind Briefbögen ohne
B. zu empfehlen. In "vornehmen"
Unternehmen gelten die beiden ver-
schiedenen Briefbögen nahezu als
Pflicht.
Bannmeile
Lesen Sie nach unter: Parlament,
Versammlungsfreiheit.
BAnz
Abk. für Bundesanzeiger.
Barausgaben
Lesen Sie nach unter: Kasse.
Bargeld
Lesen Sie nach unter: Geldumlauf
bargeldloser
Zahlungsverkehr
Lesen Sie nach unter: Eurocard,
Girokonto, Verrechnungsscheck.
Barscheck
Der B. ist ein Zahlungsmittel. Der
Aussteller des B. besitzt ein Bank-
konto. Er beauftragt sein Geldinsti-
tut, an den Inhaber des B. eine
bestimmte Geldsumme aus seinem
Guthaben bar auszuzahlen. Der
Scheck kann an einen Dritten zur
Zahlung weitergegeben werden.
Baslc-Formate
Lesen Sie nach unter: Papierstütze.
BaHerlebetrleb
Lesen Sie nach unter: Reisediktier-
gerät.
Baud
ist die Maßeinheit für die Taktge-
schwindigkeit bei der Datenübertra-
gung, z. B. Fax. Nach dem französi-
schen Physiker Baudot benannt.
Baudarlehen
ist langfristig geliehenes Geld, das
zweckgebunden zur Finanzierung
eines Bauprojektes gewährt wird.
Als Sicherheit dient das Bauvorha-
ben (unter Berücksichtigung und
Einsatz anderer Kapitalmittel). Das
gewährte Darlehen wird im Grund-
buch als Hypothek eingetragen.
Das B. kann einerseits auf dem frei-
Bausparvertrag
en Kapitalmarkt (Banken, Versiche-
rungen, Kreditinstitute ) beschafft
werden, andererseits gewähren bei-
spielsweise der Bund, die Länder
und die Gemeinden öffentliche B. zu
äußerst günstigen Bedingungen,
welche wiederum abhängig vom
Bauvorhaben vergeben werden. Ein
Beispiel hierfür ist der soziale Woh-
nungsbau.
Bauernverbände
Lesen Sie nach unter: Agrarpolitik.
Baufinanzierung
Für ein Bauvorhaben, gleich welcher
Art, werden finanzielle Mittel
benötigt, angefangen vom Erwerb
des Baugrundstückes bis zur Errich-
tung des Bauprojektes (z. B. Gebäu-
de, Außenanlagen, Baunebenkosten,
Betriebseinrichtungen etc.). Zu den
Geldmitteln, die zur Finanzierung
herangezogen werden, zählen das
Eigenkapital (auch handwerkliche
Eigenleistungen) und Kapitalmarkt-
mittel (z. B. Baudarlehen, öffentli-
che Mittel, Baukostenzuschüsse,
Arbeitgeberdarlehen).
Die Art der B. richtet sich im Ein-
zelfall nach dem Bauprojekt: freie
Finanzierung, steuerliche Begünsti-
gungen, öffentliche Geldmittel u. a.
Bausparvertrag
ist ein langfristiger Sparvertrag, der
in der Regel zum Bau oder Erwerb
einer Immobilie (z. B. Eigenheim)
bei einer Bausparkasse abgeschlos-
sen wird. Der B. muß die Höhe der
gewünschten Bausparsumme und
die Bedingungen enthalten, zu denen
das angesparte Geld verzinst wird
67
Bausteinbrief
und geliehene Beträge wieder an die
Bausparkasse zurückgezahlt wer-
den.
Wenn ein bestimmter Prozentsatz
(meist 40 %) auf den B. angespart
ist, erhält der Bausparer den Rest der
Sparsumme von der Bausparkasse
als zinsgüfistiges Darlehen, voraus-
gesetzt der Bausparvertrag ist ,,zutei-
lungsreif' . Die Zuteilung hängt von
der Laufzeit des Bausparvertrages
und den Bedingungen der Bauspar-
kasse ab. Hinsichtlich ihrer Bedin-
gungen unterscheiden sich die ver-
schiedenen Bausparkassen vonein-
ander.
Bausteinbrief
Der B. ist neben dem Standardbrief
und dem frei formulierten Briefes
eine dritte Form der Briefgestaltung
mit Textsystemen. Zweckmäßiger-
weise sollten die Bausteine, d. h. die
hinzuzufügenden Textteile, gespei-
chert sein.
Ein wesentlicher Vorteil: Die Bau-
steine können - in variabler Zusam-
menstellung - je nach Bedarf abge-
rufen werden. Ein Vorteil ist es
außerdem, dieselben Bausteine in
einer häufig verwendeten Fremd-
sprache einzugeben.
Bausteinformulierung
Damit Textbausteine immer wieder
verwendet werden können, muß die
Formulierung - in Ausdruck und Stil
- in tadellosem Deutsch sein. Zum
anderen sollte man darauf achten,
die einmal festgelegten Bausteine
begriffsneutral zu wählen.
Beispiel: "schwarze Handschuhe" =
unsere Erzeugnisse; denn dieser
68
Baustein ("unsere Erzeugnisse") ist
so beliebig einzusetzen.
Bausteinkorrespondenz
Die B. ist der Überbegriff für den
Umgang mit Bausteinen unter Ein-
haltung sämtlicher Arbeitsabläufe,
und zwar Schritt für Schritt. Beson-
deres Merkmal: Die Bausteine sind
geeignet für individuelle Schrift-
stücke, die unterschiedliche, immer
wieder neue Sachverhalte zum
Inhalt haben können. Textbaustei-
ne speichert man am besten in einem
Texthandbuch.
Lesen Sie auch: Fehler bei der Bau-
steinkorrespondenz.
BBankG
Abk. für Bundesbankgesetz.
BBIG
Abk. für Berufsausbildungsgesetz.
Bd.
Abk. für Baud und (Buch)band.
BdF
Abk. für Bundesminister für Finan-
zen.
BDI
ist die Abk. für den Bundesverband
der Deutschen Industrie. Diese fach-
liche Zentralorganisation der indu-
strie der Bundesrepublik Deutsch-
land wurde 1950 gegründet und hat
ihren Sitz in Köln.
BDS
ist die Abk. für Bund Deutscher
Sekretärinnen e. V. und ist Europas
größter Berufsverband der Sekretä-
rinnen. Er hat ca. 2 600 Mitglieder.
Der BDS berät und hilft Sekretärin-
nen bei Berufsproblemen, informiert
umfassend über berufsbezogene
Fakten und fordert anspruchsvolle
Weiterbildungsmaßnahmen und
eröffnet Karriere-Möglichkeiten. Er
vertritt die Interessen der Sekretä-
rinnen bei Behörden, Arbeitgebern
und gegenüber Presse, Funk und
Fernsehen. So hat der BDS erreicht,
daß das Ansehen des Sekretärinnen-
berufs in der Öffentlichkeit in den
letzten Jahren deutlich gestiegen ist.
Sitz und Geschäftsstelle: Zentner-
straße 44, 8000 München 40,
Tel.: 0 89 / 2 71 68 73, Fax: 0 89 /
2724285.
BDSG
Abk. für Bundesdatenschutzgesetz.
Beamter
Statistisch gesehen ist B., wer in
einem öffentlich-rechtlichen Dienst-
verhältnis steht und nicht der Sozi-
alversicherungspflicht unterliegt. B.
haben Anspruch auf Pension und im
Krankheitsfall auf Beihilfe.
Der B. steht in einem besonderen
Treueverhältnis gegenüber dem
Staat und ist dafür in der Regel
unkündbar. Im straf- und zivilrecht-
lichen Sinn ist B., wer im öffentli-
chen Dienst steht und hoheitliche
Aufgaben ausübt.
Lesen Sie auch: Arbeitnehmer.
Bedarf
ist ein mit Kaufkraft (Geld) ausge-
stattetes Bedürfnis. Er bezeichnet die
finanzielle Möglichkeit und die
grundsätzliche Bereitschaft eines
Bedürfnis
Konsumenten, ein Gut zu erwerben.
Die Voraussetzung für einen B. ist
das Vorhandensein eines Bedürfnis-
ses und eines oder mehrerer Güter,
die sich zur Befriedigung dieses
Bedürfnisses eignen. Stehen einem
(möglichen) Konsumenten nun die
finanziellen Mittel zur Verfügung,
um ein zur Bedürfnisbefriedigung
dienendes Gut zu erwerben, besteht
für dieses Gut ein B.
Jedoch ist er nicht gleichzusetzen
mit dem tatsächlichen Erwerb
(Nachfrage) des entsprechenden
Gutes. Er stellt nur einen möglichen
Erwerb dar, da ein Konsument in der
Regel nicht über die Mittel verfügt,
jeden B. zu decken. Die Priorität der
Bedürfnisse führt zur Entscheidung,
welcher B.letztendlich, in Form der
Nachfrage, am Markt auftritt.
Lesen Sie auch: Angebot, Bedürfnis,
Existenzminimum, Markt, Markt-
analyse, Nachfrage.
Bedienungsgeld
Lesen Sie nach unter: Trinkgeld.
Bedrohung
Lesen Sie nach unter: Aggression.
Bedürfnis
Unter einem B. versteht man die
Empfindung eines gewissen Man-
gels sowie den mehr oder weniger
starken Wunsch, dieses Mangel-
empfinden zu beseitigen. B. sind
unbegrenzt, wobei die Mittel zu ihrer
Befriedigung knapp sind. Abgese-
hen von den menschlichen Grund-
bedürfnissen, die zur Erhaltung des
Lebens notwendig sind, hängen B.
auch von der gesellschaftlichen, po-
69
Beeinflussung
Iitischen, kulturellen und wirt-
schaftlichen Umwelt eines Men-
schen ab. Gleichzeitig wird diese
Umwelt durch die B. geprägt. B.
sind der Ursprung wirtschaftlichen
Handelns.
Lesen Sie auch: Angebot, Bedarf,
Existenzminimum, Maslow-Pyrami-
de, Nachfrage.
Beeinflussung
Lesen Sie nach unter: Lobbyist.
Befehl
Lesen Sie nach unter: Makro.
Befehlsausführung
Lesen Sie nach unter: Maus.
Befragung
Lesen Sie nach unter: Interview.
befristeter Arbeitsvertrag
Ein b. A. endet nicht durch Kündi-
gung, sondern mit einem im Vertrag
festgelegten Datum oder durch ein
Ereignis, z. B. mit der Rückkehr
eines Erkrankten. Eine Fortdauer des
b. A. über diesen Zeitpunkt hinaus
führt zu einem unbefristeten Arbeits-
vertrag.
Unzulässig ist die Umgehung des
Kündigungsschutzes durch mehrere
b. A. hintereinander.
Befugnis
Lesen Sie nach unter: Kompetenz.
Beglaubigung
Verschiedene Rechtsgeschäfte wer-
den erst durch die öffentliche B. gül-
tig. Das Dokument muß schriftlich
abgefaSt und die Unterschrift muß
70
vom Notar beglaubigt werden. Aus-
nahmsweise werden nach Landes-
recht auch andere Behörden zuge-
lassen.
Lesen Sie auch: Formvorschriften.
Begleitkarte
Lesen Sie nach unter: Visitenkarte.
Begleltzettel
Verwenden Sie statt nichtssagender
Begleitschreiben einen vorgedruck-
ten, aussagekräftigen B., z. B. beim
Versand eines Protokolls, bei Ko-
pien eines Zeitungsartikels oder
irgendwelchen anderen Unterlagen.
Lesen Sie auch: Verteilerzettel.
begrIffsneutral
Lesen Sie nach unter: BausteinJor-
mulierung.
begrüßen
B. durch Handschlag ist eine erwei-
terte Form des Grüßens. Die B. folgt
der allgemeinen Regel: Der Ältere
reicht dem Jüngeren die Hand, Eva
reicht sie Adam, und der Vorgesetz-
te bietet dem Mitarbeiter die Hand
zum Gruß.
Für die tägliche Praxis im Büro gibt
es keine Grundregel. Hier haben sich
mehrere gleichwertig nebeneinan-
derstehende Formen, nämlich die
förmliche Begrüßung durch Hand-
schlag und das Entbieten des Tages-
großes (Guten Morgen, Guten Tag,
Grüß Gott) herausgebildet. Die
Sekretärin wird sich hier dem im
Unternehmen üblichen Stil anpas-
sen.
Lesen Sie auch: aufstehen, grüßen,
Handschlag.
BegrOßungsgeschenke
werden zu Beginn einer internen
oder externen Tagung an die Teil-
nehmer überreicht. Bei externen
Veranstaltungen sorgen Sie dafür,
daß diese Präsente, z. B. im Hotel-
zimmer ausgelegt, vorbereitend auf
die Tagung einstimmen. Dem The-
ma angepaßt und ausgesucht erfül-
len sie einmal ihren eigentlichen
Sinn und dienen andererseits der
positiven Einstimmung nach dem
Motto "kleine Geschenke erhöhen
den Erlebniswert". Ihre Ideen sind
hier gefragt, weil Damen oftmals mit
einem Händchen für Feinheiten und
gutem Geschmack ausgestattet sind.
Da dies recht vielen Chefs bekannt
ist, werden Sekretärinnen meistens
mit diesem Auftrag (was und woher)
betraut. Eine Liste mit Namen und
Hotelzimmer-Nr. sowie ein guter
Kontakt zum veranstaltenden Hotel
garantieren, daß eine lückenlose
Verteilung dieser Geschenke, z. B.
bei externen Tagungen, gewährlei-
stet ist. Ob Sie nun diese Geschenke
auf einer Veranstaltung im eigenen
Haus oder extem in einem Hotel ver-
teilen lassen, es gilt die Devise:
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist bes-
ser"!
BegrOßungsschreiben
werden für viele Zwecke gebraucht.
Insbesondere gewinnen sie an
Bedeutung, wenn Sie für die Orga-
nisation von internen und externen
Tagungen oder anderen ähnlichen
Veranstaltungen zuständig sind.
Diese Schreiben sind ein Instrument,
um auf die bevorstehende Tagung
themen gerecht einzustimmen und
Behandlung
natürlich auch die Teilnehmer ent-
sprechend zu begrüßen. Die Ein-
stimmung und Vorabinformation
zum Thema stehen jedoch im Mit-
telpunkt. Hier können Sie als kreati-
ve Sekretärin Entwürfe für Ihren
Chef fertigen, wenn Sie schon die
Thematik der Tagung kennen.
Hilfreich sind hier auch Briefe aus
der Vergangenheit, denen Sie
grundsätzliche Informationen ent-
nehmen können. Stichworte zum
Inhalt: Anrede persönlich, möglichst
die Teilnehmer mit Namen anspre-
chen. Nach der Begrüßung zum The-
ma der Tagung überleiten und mit
entsprechenden Informationen auf
das Bevorstehende einstimmen.
Unterschrieben wird dieser Brief in
der Regel von der Geschäftsführung
bzw. vom Vorstand (muß jedoch
individuell geklärt werden). So vor-
bereitet, können Sie jetzt diesen Ent-
wurf mit Ihrem Chef besprechen und
abstimmen.
Lesen Sie auch: Begrüßungsge-
schenke.
Behandlung
vertraulicher Post
Bei der B. v. P. sind einige "Sicher-
heitsmaßnahmen" notwendig, damit
die Sekretärin bei ihrer Bearbeitung
die Vertraulichkeit des Inhalts wah-
ren kann.
So sollte sie vor Erstellung des
Dokumentes ihren Arbeitsablauf
dementsprechend organisieren, d. h.
sie wählt dazu einen günstigen
Zeitpunkt aus, um Beobachtungen
und Störungen zu vermeiden.
Kommt es trotzdem zu einer Unter-
brechung, besteht die Möglichkeit
71
Behandlungsvermerke
durch Verdrehen des PC-Bild-
schirms sowie Schließen der Datei
(Speichern nicht vergessen!) den
Inhalt des Dokumentes vor allzuviel
Neugierde zu schützen. Benutzt die
Sekretärin zur Erstellung noch die
Schreibmaschine, reicht es meist
aus, diese abzudecken. Bei längeren
Unterbrechungen sollte jedoch das
Dokument aus der Maschine genom-
men und verschlossen werden.
Alle dazu benötigten Disketten,
Notizblätter und Carbonbänder wer-
den nach Fertigstellung gelöscht
bzw. vernichtet. Für die gesamte
Postausgangsbearbeitung ist bei der
B. v. P. die Sekretärin allein zustän-
dig. Sie trägt hierbei Mitverantwor-
tung. Es ist selbstverständlich, daß
Dokumente dieser Art weder wei-
tergereicht noch Informationen dar-
über verbreitet werden dürfen. Auf
eine Tageskopie sollte verzichtet
werden.
Lesen Sie auch: Postausgangsbear-
beitung, Tageskopie.
Behandlungsvermerke
Der Empfänger erfährt, wie ein Brief
zu behandeln ist. B. sind eine Form
der Hervorhebung. Sie werden
neben das Anschriftfeld - auf Grad
50 - oder neben die Betreffangabe
geschrieben.
Beispiel: Bitte um Auskunft, Ver-
traulich.
Behinderter
Lesen Sie nach unter: Arbeitsförde-
rungsgesetz.
Behörde
Lesen Sie nach unter: Verwaltung.
72
behördenspezifische Regeln
Lesen Sie nach unter: Anrede (im
Schriftstück).
behördliche
Genehmigungen
Lesen Sie nach unter: Archivwert.
beiderseitiges
Einvernehmen
Lesen Sie nach unter: Ausscheiden.
Beifahrersitz
Der Ehrenplatz im Auto ist rechts
neben dem Fahrer, soweit der Gast-
geber auch selbst chauffiert. Wird
der Wagen von einer dritten Person
gesteuert, ist der Ehrenplatz rechts
hinten; der Gastgeber wird dann hin-
ter dem Chauffeur Platz nehmen.
Lesen Sie auch: Ehrenplatz.
Beileid
auszudrücken fällt vielen Menschen
schwer. Niemals wird B. telefonisch
übermittelt. Für Beileidsbriefe neh-
men Sie neutrales weißes Papier
oder Geschäftsbögen ohne Anschrif-
tenfeid und Bezugszeilen. Papier mit
Trauerrand ist allein dem Trauerhaus
vorbehalten.
Ein Beileidsbrief darf im geschäftli-
chen Umgang durchaus auch mit
Maschine geschrieben werden. Die
Anrede und eine Schlußformel soll-
te dann aber mit Hand geschrieben
werden. Natürlich ist ein handge-
schriebener Brief immer persönli-
cher! Zu den Selbstverständlichkei-
ten gehört, auch für Sie im Sekreta-
riat, einen Beileidsbrief mit einer
Briefmarke und nicht mit dem Frei-
stempler zu frankieren.
Beistellmöbel
sind alle zusätzlichen Möbelstücke,
die zum effektiven Arbeiten neben
dem Schreibtisch (Schränke ausge-
nommen) notwendig sind. Es han-
delt sich hierbei um Schreibmaschi-
nentische, Computertische, Drucker-
tische, Rollcontainer. Diese Möbel
sind aus ergonomischer Sicht erfor-
derlich, da z. B. Schreibmaschinen-
bzw. Computertische niedriger sein
sollten als der normale Schreibtisch,
um die richtige Sitz- und Schreib-
haltung zu gewährleisten. Außerdem
sind es oft schlichte Platzprobleme
(auf dem Schreibtisch haben nicht
alle Arbeitsutensilien Platz), die
durch den Einsatz solcher B. gelöst
werden können.
Beitragsbemessungsgrenze
Die B. ist in jedem Versicherungs-
zweig gesetzlich festgelegt. Sie
basiert auf dem monatlichen Ein-
kommen. Liegt man unter der B., ist
man verpflichtet, Beiträge in die
gesetzliche Sozialversicherung ein-
zuzahlen.
Lesen Sie auch: Krankenversiche-
rung.
bekanntmachen
B. ist die weniger formelle Art der
Vorstellung. Sie ist angebracht,
wenn Sie als Sekretärin etwa gleich-
altrige oder gleichrangige Personen
zusammenführen. Bei der Bekannt-
machung kann eine kurze Infor-
mation zu den Personen übermittelt
werden. Welchen Namen Sie zuerst
nennen, ist unerheblich. Bitte, den-
ken Sie daran, daß Adam Eva
bekanntmacht.
Belästigung
Beispiel: Ein "neuer" Kollege ist bei
Ihnen im Sekretariat und eine Kol-
legin kommt herein. Sie sagen:
"Frau Rosenschön, dies ist Herr
Neu. Er kommt aus der Firma Unbe-
kannt und ist bei uns in der Rech-
nungsabteilung tätig. Herr Neu, dies
ist Frau Rosenschön, sie arbeitet in
der Abteilung Einkauf." Die beiden
so Bekanntgemachten werden sich
dann begrüßen. Dabei werden früher
übliche Floskeln wie "angenehm"
oder "sehr erfreut" nicht mehr ver-
wendet.
Lesen Sie auch: begrüßen, vorstel-
len.
Belastbarkeit
In den meisten Stellenanzeigen für
Sekretärinnen frudet dieses Wort sei-
ne Anwendung. Und wie sieht es mit
Ihrer B. aus? Wenn Sie in hektischen
Stunden nicht den Kopf verlieren, in
Streßsituationen die Ruhe und einen
kühlen Kopf bewahren, nebenher
Ihre Arbeit noch perfekt erledigen,
dann kann man Sie mit Sicherheit als
belastbar bezeichnen.
Selbstbewußtsein und Selbstver-
trauen gehören auch dazu. B. läßt
sich jedoch auch erlernen und üben.
Lesen Sie auch: Erschöpfung, Streß,
Zeitdruck.
Belästigung
am Arbeitsplatz gibt es leider immer
wieder. Sollten Sie in eine solche
Situation kommen, in der Sie sich
von Kollegen wie auch Kolleginnen
belästigt fühlen - sei es in Ihrer
Arbeit wie auch sexuell-, so suchen
Sie die offene Aussprache. Sagen
Sie dem "Betroffenen", was Ihnen
73
Belastungen
nicht paßt. Nur wenn die Karten
offen auf dem Tisch liegen, können
Mißverständnisse aufgelöst und
Lösungen gefunden werden. Wenn
dieser Weg nicht fruchtet, sollten Sie
keine Hemmungen haben, Ihren
Vorgesetzten oder auch höhere Ebe-
nen - wie Personalchef - einzu-
schalten. Diese haben für die ihnen
unterstellten Mitarbeiter eine Für-
sorgepflicht und werden so um Ihr
Wohl und um eine Lösung bemüht
sein.
Lesen Sie auch: Sex im Büro.
Belastungen
Lesen Sie nach unter: außerge-
wöhnliche Belastungen.
Belegungspläne
Lesen Sie nach unter: Bespre-
chungsraum.
Beleihungssatz
Lesen Sie nach unter: Lombardkre-
dit.
Beleuchtung
Wenn es um B. geht, müssen wich-
tige Kriterien beachtet werden, z. B.
ausreichende Luxstärke, blendfreies
Licht und bildschinngeeignete Be-
leutung. Die B. ist u. a. wichtig für
das allgemeine Wohlbefinden.
Lesen Sie auch: Kunstlicht.
Belohnungsaktion
Lesen Sie nach unter: Incentives,
Lernarten.
Bemessungsgrundlage
Lesen Sie nach unter: Existenzmini-
mum.
74
Benutzeroberfläche
Lesen Sie nach unter: Doppelklick,
Word 5, Wordjor Windows.
Benutzerservice
Lesen Sie nach unter: Hotline.
BeratungsgebOhr
Eine B. gemäß § 20 BRAGO erhält
der Rechtsanwalt für eine mündliche
oder schriftliche Auskunft, soweit er
in derselben Angelegenheit keine
weitere Tätigkeit entfaltet. Dies ist
z. B. der Fall, wenn er den Gegner
anschreibt oder mit ihm verhandelt.
Die Gebühr wird ausgehend von
dem Gegenstandswert (Wert der
Streitsache) anhand der Gebühren-
tabelle berechnet.
Beratungshilfe
Staatliche Hilfe für Personen mit
geringem Einkommen. Wird durch
das zuständige Amtsgericht auf
Antrag bewilligt. Alle Angaben im
Antrag auf Bewilligung von B. müs-
sen nachgewiesen werden (z. B. die
Höhe des Einkommens durch die
Lohnabrechnung).
Sofern die Voraussetzungen zur
Bewilligung vorliegen, erteilt das
Amtsgericht einen Beratungshil-
feschein, aufgrund dessen der
Rechtsanwalt seine Gebühren der
Staatskasse in Rechnung stellen
kann.
berechtigtes Wohlwollen
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
Berechtigung
Lesen Sie nach unter: Approbation.
Bereichsleiter
leiten verantwortlich einen festge-
legten Bereich, z. B. Einkauf, Ver-
trieb, Marketing usw.
Wie diese B. genau angesiedelt sind,
zeigt Dmen auch das Organigramm
Thres Unternehmens. Häufig sind die
B. Mitglieder der Geschäftsführung
oder direkt zwischen Geschäfts-
führung und Hauptabteilung ange-
siedelt.
Lesen Sie auch: Organigramm.
Berichterstattung
Lesen Sie nach unter: Reisebericht.
berichtigen
Lesen Sie nach unter: Korrektur-
möglichkeit.
berufliche Entwicklung
Lesen Sie nach unter: Personalent-
wicklung.
berufliche Qualifikation
ist ganz sicher eine unerläßliche
Notwendigkeit, wenn Sie anspruchs-
voll arbeiten möchten. Durch eine
abgeschlossene Berufsausbildung
bilden Sie zunächst eine Basis, auf
der Sie durch mehr oder weniger
ständige Weiterbildung, welche
gezielt (fachbezogen) oder allge-
meinbildend ausgelegt sein kann,
aufbauen können.
Lesen Sie auch: Qualifikation.
Berufsadressen
Lesen Sie nach unter: Adressenver-
lag.
Berufsanfänger
Lesen Sie auch: Einarbeitungszu-
schüsse.
Berufsaussichten
Berufsausbildung
Nach dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG) hat die B. die Aufgabe, eine
breit angelegte berufliche Grundbil-
dung und die für die Ausübung einer
qualifizierten beruflichen Tätigkeit
notwendigen fachlichen Fertigkei-
ten und Kenntnisse in einem geord-
neten Ausbildungsgang zu vermit-
teln. Sie hat auch den Erwerb der
erforderlichen Berufserfahrung zu
ermöglichen. - In Industrie, Hand-
werk, Land-, Forst- und Hauswirt-
schaft, im Gesundheitswesen, in den
Wirtschaftszweigen Handel, Banken
und Versicherungen u. a. gibt es
etwa 400 Ausbildungsberufe, die
staatlich anerkannt sind. Die Aner-
kennung wird durch den zuständigen
Bundesminister ausgesprochen. -
Aus der Sicht der Unternehmen steht
die Gewinnung von qualifiziertem
Nachwuchs im Vordergrund.
Vom einzelnen Auszubildenden her
gesehen besteht das Ziel der Berufs-
ausbildung vor allem in der Vorbe-
reitung auf einen bestimmten Beruf,
in dem er nach erfolgreichem
Abschluß gegen Entgelt tätig wer-
den und sich weiterentwickeln kann.
Gesamtwirtschaftlich betrachtet
dient die Berufsausbildung der Qua-
lifizierung des Produktionsfaktors
Arbeit.
Lesen Sie auch: Arbeitslosenversi-
cherung, berufliche Qualifikation,
Fortbildung, Training off the job,
Weiterbildung .
Berufsaussichten
Dieses Thema brennt vielen von
Ihnen unter den Nägeln. Der
Sekretärinnenberuf ist ganz sicher
75
Berufsberatung
ein Beruf, der noch lange nicht aus-
sterben wird. Viele Unternehmen
gehen heute dazu über, hochquali-
fizierte Kräfte als Sekretärin einzu-
stellen, die im Laufe ihrer Tätigkeit
die verschiedensten Sachgebiete
übernehmen. Der "reine" Sekretä-
rinnenberuf ist in größeren Betrie-
ben selten geworden. Die moderne
Sekretärin ist heute keine "Tippse"
mehr (heute nennt man diese
Schreibdamen), und das Bild der
alten Jungfer, die Ihrem Chef Kaf-
fee kocht und Brötchen schmiert, ist
überholt.
Nicht, daß nicht jeder Chef auch sol-
che Qualitäten schätzt, aber von der
Sekretärin wird heute mehr verlangt.
Neben hervorragenden schreibtech-
nischen Fähigkeiten, Loyalität und
einem angenehmen Äußeren (wegen
der repräsentativen Aufgaben immer
noch wichtig) muß die Sekretärin
flexibel, bildungswillig und aufge-
schlossen sein.
Ob Sprachkurse, Computerfortbil-
dung oder Produktschulungen, die
Sekretärin sollte von allen Dingen,
die ihren Arbeitsbereich betreffen,
Kenntnis haben. Selbständiges
Arbeiten ist nötig, wenn Sie die
Position einer Chefsekretärin oder
Assistentin ansteuern. Manager sind
häufig unterwegs, und von Ihnen
wird erwartet, daß Sie den ,,Laden"
in seiner Abwesenheit "schmeißen".
Sein oder Nicht-sein der Sekretärin
ist nicht die Frage, sondern Sein oder
Mehr-sein.
Berufsberatung
Die B. ist Aufgabe der Bundesan-
stalt für Arbeit und wird dezentral
76
über die Arbeitsämter ausgeführt.
Hier wird Rat und Auskunft über
Fragen der Berufswahl oder des
Berufswechsels erteilt. B. ist auch
Berufsaufklärung, Unterrichtung
über Berufsbildungsförderungen im
Einzelfall und Vermittlung von
beruflichen Ausbildungsstellen.
Lesen Sie auch: Arbeitsmarktpolitik.
Berufsgenossenschaften
sind Träger der Unfallversicherung
und Zwangsverbände, da sie
Betriebsunfälle versicherungsmäßig
abdecken. Bei Arbeitsunfällen sind
vom Arbeitnehmer Unfallanzeigen
unverzüglich an die zuständige B. zu
senden.
Außer der Unfallversicherung küm-
mert sich die B. auch intensiv um die
Unfallverhütung. Achten Sie mit
darauf, daß Betriebsunfälle (z. B. im
Büro verursachte Verletzungen oder
Unfälle auf dem direkten Weg von
und zu der Arbeit) an die zuständige
Stelle in Ihrer Firma (z. B. Perso-
nalabteilung) gemeldet werden.
Lesen Sie auch: Arbeitsschutz,
Sicherheitsbeau/tragte, Unfallversi-
cherung.
Berufskrankheit
Lesen Sie nach unter: Krankheit,
Unfallversicherung.
Berufsstenografen
Lesen Sie nach unter: Redeschrift.
Berufsverband
ist die Dachorganisation einer
Berufsgruppe, die deren spezifische
berufsständische, wirtschaftliche
oder politische Interessen in der
Öffentlichkeit vertritt, wie z. B.
Deutscher Sekretärinnenverband
oder Bund Deutscher Sekretärinnen.
Ein B. genießt öffentliche Geltung.
Lesen Sie auch: BDS - Bund Deut-
scher Sekretärinnen, DSV - Deut-
scher Sekretärinnenverband.
Berufung
Die B. ist ein Rechtsmittel und wird
gegen Urteile aus der ersten Instanz
eingelegt, um so eine erneute Ver-
handlung beim nächsthöheren
Gericht zu erlangen. Hier werden die
gesamten Prozeßunterlagen neu
geprüft und beurteilt. Bei Urteilen
vom Amtsgericht wird beim Land-
gericht B. eingelegt. Ausgenommen
sind Familien- und Kindschaftssa-
chen; hier muß immer beim Ober-
landesgericht B. eingelegt werden.
Die vom Rechtsanwalt unterschrie-
bene Berufungsschrift muß bei
Zivil-, Arbeits- und Verwaltungs-
prozessen innerhalb eines Monats
nach dem Urteil am zuständigen
Gericht vorgelegt werden und inner-
halb eines weiteren Monats begrün-
det werden. Bei Strafprozessen muß
die B. innerhalb einer Woche einge-
legt werden.
Die Kosten der B. und bei Erfolg die
Kosten des gesamten Rechtsstreites,
sind von der unterliegenden Partei
zu tragen.
Lesen Sie auch: Landgericht.
Beschäftigungsstand
Lesen Sie nach unter: Arbeitsmarkt-
politik, Konjunkturpolitik.
Beschäftigungsverbot
Lesen Sie nach unter: Mutterschutz.
besondere Zahlengliederung
Beschlußprotokoll
Diese Protokollart ist die kürzeste.
Zu den einzelnen Tagesordnungs-
punkten werden nur die Beschlüsse
bzw. Ergebnisse aufgeführt, daher
spricht man auch von Ergebnispro-
tokoll.
Lesen Sie auch: Verhandlungspro-
tokoll.
beschränkt geschäftsfähig
Lesen Sie nach unter: Geschäfts-
fähigkeit.
Beschränkung
Lesen Sie nach unter: Protektionis-
mus.
Besitz
ist rein formal gesehen nur die Tat-
sache des direkten Zugriffs auf einen
Gegenstand und sagt nichts über die
Eigentumsverhältnisse aus.
Lesen Sie auch: Eigentum, Eigen-
tumsvorbehalt.
besondere Postvollmacht
Lesen Sie nach unter: Postvoll-
macht.
besondere
Zahlengliederung
Dafür gibt es zahlreiche Beispiele.
Telefon-, Telefax-, Telex- und Btx-
Nummern werden nach der Norm-
vorschrift besonders gegliedert.
- Telefon-Nr.: (0228) 3041- 1239,
also zweistellige Gliederung,
wobei die Ortsnetzkennzahl in
Klammern und vor der Durch-
wahlnummer ein Bindestrich steht.
- Telefax-Nr.: Tfx (02 28) 30 41,
also gegliedert wie Telefonnum-
77
Besprechung
mern, jedoch mit dem vorausge-
henden "Tfx".
- Telex-Nr.: Tx 3894021 mar d, also
nicht gegliedert, anfangs jedoch
"Tx". Am Schluß stehen verschie-
dene Abkürzungen, z. B. hier
,,maI'" für den Firmennamen, "d"
für Deutschland.
- Btx-Nr.: Btx 2 7887 6446, also
vierstellig - von rechts nach links
- gegliedert, mit dem vorausge-
henden ,,Btx".
- Postleitzahlen sind ab 1. Juli 1993
fünfstellig (zuvor vierstellig).
- Postfachnummern werden zwei-
stellig - von rechts nach links -
gegliedert: 30 03 16 oder 2 30 03
16.
- Postgirokontonummem enden mit
einer Zweier- und einer Dreier-
gruppe, verbunden durch einen
Bindestrich: 621-803.
- Bankleitzahlen sind achtstellig,
gegliedert in zwei Dreier- und eine
Zweiergruppe: 380 500 00 oder
24150001.
Besprechung
ist ein Zusammenkommen von min-
destens zwei Personen, die ver-
schiedene Gründe und Ziele haben:
In einer B. versucht man beispiels-
weise Probleme zu lösen, Interessen
auszugleichen, Geschäfte abzu-
schließen oder einfach nur Meinun-
gen und Informationen auszutau-
schen.
Für die Sekretärin sind B. des
Chefs/der Chefin meistens mit Vor-
bereitungen verbunden (Unterlagen
bereitlegen, Termine koordinieren,
Bewirtung der Gäste, um nur eini-
ge Punkte zu nennen).
78
Lesen Sie auch: Flipchart, Postbe-
sprechung, servieren.
Besprechungsraum
In Ihrem Unternehmen stehen sol-
che Räume - meist in zu geringer
Anzahl- zur Verfügung. Sorgen Sie
dafür, daß vor jeder Besprechung die
Räume gut gelüftet und mit allen
notwendigen Utensilien (Papier,
Stifte etc.) ausgestattet sind sowie
die erforderliche Technik einsatzbe-
reit vorgefunden wird. Daß Sie für
ausreichend Kaffee, Kaltgetränke
und Gebäck sorgen, ist Ihnen sicher
bekannt.
Ganz wichtig: Belegungspläne -
möglichst am Eingang der Räume
gut sichtbar aufgehängt - sollten die
Benutzung (mit den Angaben wer,
wann und wie lange) unbedingt
regeln. Für die Reservierung sollten
festgelegte Mitarbeiter (meist
Sekretärinnen) zuständig und ver-
antwortlich sein.
Lesen Sie auch: Reservierung exter-
ner Besprechungsräume.
Beständigkeit
B. bedeutet Fortdauer und Stetigkeit
eines Zustandes, einer Situation oder
eines Gefühles. Launische Aus-
brüche oder tiefgehende Änderun-
gen sind dabei ausgeschlossen. In
Ihrem Beruf können Sie, besonders
im Umgang mit Menschen, B. zei-
gen, einen ,,ruhenden Pol" darstel-
len. Die B. wie auch die Ehrlichkeit
sind Werte, die nicht jeder Einzel-
ne neu definiert, sondern die fest-
stehende Eigenschaften, Rahmen-
bedingungen und Denkweisen vor-
aussetzen.
Bestandsaufnahme
Lesen Sie nach unter: Inventur.
Bestandsverzeichnis
Lesen Sie nach unter: Inventar.
Bestellung
Eine B. ist eine Auftragserteilung.
Bevor der Käufer eine B. aufgibt,
sollte er möglichst mehrere Ange-
bote einholen, die Preise, die Qua-
lität der Waren, die Zahlungs- und
Lieferbedingungen von verschiede-
nen Firmen vergleichen und dann
das für ihn günstigste Angebot aus-
wählen. B. können brieflich, telefo-
nisch, per Fax oder Telex aufgege-
ben werden.
Besteuerung
Lesen Sie nach unter: Progression,
Steuern.
Besucherbetreuung
Eine wichtige Aufgabe für die
Sekretärin ist die B. Eine gute Vor-
bereitung auf den Gast kann für den
Gesprächsverlauf, ja für die ganze
Gesprächsatmosphäre von großer
Bedeutung sein. Der Eindruck, den
der Gast vom Unternehmen
bekommt, wird wesentlich auch
durch die Art, wie er während seines
Besuchs betreut wird, geprägt.
B. umfaßt das Empfangen,
Begrüßen, Bewirten, Anbieten von
Hilfeleistungen und Verabschieden.
Die folgende Checkliste soll für Sie
erste Anhaltspunkte bieten, wie Sie
dem Gast zeigen können, daß er
willkommen ist:
- Hat der Geschäftspartner/Gast eine
genaue Wegbeschreibung zu
Besucherbetreuung
Threm Unternehmen erhalten?
- Der Gast kommt bereits am Abend
an: Ist das Hotel über eine spätere
Anreise informiert? Wer bezahlt?
Wie kommt der Gast am nächsten
Morgen zu Ihrem Unternehmen?
- Kündigen Sie den Gast, den Sie
erwarten, namentlich beim Pfört-
ner oder beim Empfang an.
- Werfen Sie vor der Besprechung
einen "letzten" Blick in den
Besprechungsraum, ist dieser
okay?
- Legen Sie in ausreichender Men-
ge Blöcke und Bleistifte bereit.
- Besorgen Sie rechtzeitig Getränke
und Gebäck und stellen Sie diese
bereit (eventuelle Eigenheiten des
Gastes in der Gästekartei nachle-
sen bzw. später notieren, z. B.
trinkt nur koffeinfreien Kaffee,
Mineralwasser ohne Kohlensäure,
Vegetarier etc.).
- Holen Sie den Besucher beim
Empfang ab! (Es ist unschön,
durch ein fremdes Verwaltungs-
gebäude zu irren und den Dien-
straum des Gesprächspartners
suchen zu müssen.)
- Fragen Sie, ob für die Rückreise
des Gastes alles okay ist oder ob
Sie bei eventuell notwendigen
Umdisponierungen behilflich sein
können!
- Wenn Ihr/e Chef/in keine Gele-
genheit hat, den Gast nach Been-
digung des Gesprächs zum Aus-
gang zu begleiten, übernehmen Sie
diese Aufgabe. (Wenigstens soll-
te der Gast bis zum Aufzug beglei-
tet werden.)
Lesen Sie auch: Canapes, Gäste-
kartei, servieren.
79
Besucherkartei
Besucherkartei
Lesen Sie nach unter: Gästekartei,
Visitenkarte.
Betreff
Der "Betreff" sollte kurz und knapp
sein, stellt er doch nur eine stich-
wortartige Inhaltsangabe dar, aus der
der Empfänger sofort entnehmen
kann, um welche Angelegenheit es
sich handelt. Mindestabstand von
"Anrede" zu "Betreff': zwei Zeilen
(dreimal schalten!). Es ist eine
Selbstverständlichkeit, daß nach der
Bezugszeichenzeile der B. folgt.
Deshalb wird das Leitwort wegge-
lassen, der kurze Betreff-Text nicht
unterstrichen. Ein mehrzeiliger B.
sollte sinngemäß aufgeteilt werden.
betriebliche
Altersversorgung
Die b. A. geht über die gesetzliche
hinaus und umfaßt alle Maßnahmen
des Arbeitgebers zu Gunsten seiner
Arbeitnehmer und/oder deren Hin-
terbliebenen. Das Betriebsrentenge-
setz nennt vier Arten - betriebliche
Ruhegeldverpflichtung, Pensions-
kasse, Direktversicherung und
Unterstützungskasse.
Bei der Ruhegeldverpflichtung ist
der Arbeitgeber selbst verpflichtet,
die Leistung zu erbringen. Bei den
anderen Formen geht diese Ver-
pflichtung an einen Dritten weiter,
z. B. Lebensversicherungsgesell-
schaft, Sozialversicherungsträger
usw.
Für den Arbeitgeber gehört die b. A.
zur sozialen Betriebspolitik. Der
Arbeitnehmer wird hierdurch
arbeitsrechtlich und materiell abge-
80
sichert. Zusätzlich fördert der Ge-
setzgeber die b. A. auch steuerlich.
Lesen Sie auch: Altersversorgung,
Direktversicherung , Pensionskas-
sen.
betriebliche
Produktionsfaktoren
Die betriebliche Leistungserstellung
ist das Resultat des Zusammenwir-
kens verschiedener Einsatzgrößen,
welche als betriebliche Produkti-
onsfaktoren bezeichnet werden.
Im Gegensatz zu den volkswirt-
schaftlichen Produktionsfaktoren
handelt es sich hierbei um die fol-
genden:
I. Menschliche Arbeitsleistung:
Hierzu gehören sowohl die disposi-
tive wie auch die ausführende
Arbeit. Um eine wirtschaftlich opti-
male Kombination des Einsatzes der
Produktionsfaktoren zu erreichen,
bedarf es einer sorgfaItigen Planung.
Dies ist die Aufgabe der dispositiven
Arbeit. Sie ist somit verantwortlich
für die Leitung, Planung, Organisa-
tion und Überwachung der Lei-
stungserstellung. Die ausführende
Arbeit beginnt i. d. R. erst dann,
wenn die Vorbereitungen für den
Arbeitsablauf durch den dispositiven
Faktor abgeschlossen sind.
2. Betriebsmittel: Zu den Betriebs-
mitteln zählen sämtliche Anlagen,
die im Rahmen des betrieblichen
Prozesses verwendet werden; sie lie-
fern die technischen Voraussetzun-
gen für die Leistungserstellung. Bei-
spiel: Maschinen, Grundstücke,
Gebäude, Werkzeuge, Transport-
mittel, Büroausstattung, Kantine,
Bildungseinrichtungen, Patente.
3. Werkstoffe: Werkstoffe sind
Grund- und Ausgangsstoffe, die
sowohl verändert (z. B. Holz) als
auch unverändert (z. B. ein Schloß
für einen Schrank) in das Endpro-
dukt mit eingearbeitet werden.
Man unterscheidet im Falle der
Werkstoffe drei Arten:
- Rohstoffe: Sie gehen als wesentli-
cher Bestandteil in die Endpro-
dukte ein (Holz bei Möbeln, Stoff
bei Kleidung).
- Hilfsstoffe: Sie gehen als unwe-
sentliche Bestandteile in die End-
produkte ein (Lackanstrich bei
Maschinen, Leim bei Möbeln).
- Betriebsstoffe: Sie gehen nicht in
das Erzeugnis ein, sondern werden
bei der Produktion verbraucht
(Elektrizität, Dieselöl etc.). Aus-
führende (objektbezogene )
menschliche Arbeit, Betriebsmit-
tel und Werkstoffe werden auch
als die Elementarfaktoren der Pro-
duktion bezeichnet, im Gegensatz
zu dem abgeleiteten Faktor der
dispositiven Arbeit.
Lesen Sie auch: Betriebsmittel,
volkswirtschaftliche Produktions-
faktoren, Organisation, Planung,
Werkstoffe.
betriebliche
Veranstaltungen
Dies sind vor allem Weihnachtsfei-
ern, Betriebsausflüge und sonstige
Sonderveranstaltungen, die einer
guten Planung bedürfen. Es nehmen
meist ausschließlich Mitarbeiter/Be-
triebsangehörige des Unternehmens
teil.
Lesen Sie auch: Betriebsausflug,
Betriebs/est.
Betriebsfest
Betriebsanweisung
Eine B. liefert eine genaue Beschrei-
bung und Anleitung über die Betrei-
bung, die Benutzung und Nutzungs-
möglichkeiten einer Anlage/Maschi-
neo B. sind so verfaßt, daß Sie im
ersten Kapitel erfahren, wie Sie die
Anlage/das Gerät/ide Maschine
anschließen können. Dann folgt eine
Einführung in die Nutzungsmög-
lichkeiten, in alle Funktionen und
zuletzt eine Aufstellung aller Fehler,
die auftreten können, mit Hinweisen,
wie Sie diese evtl. selbst beheben
können.
Betriebsausflug
Der B. ist nicht zwingend vorge-
schrieben, doch in der Regel wird er
einmal pro Jahr durchgeführt.
Alle Mitarbeiter eines Unterneh-
mens verbringen einen Tag gemein-
sam (der Tag wird nicht als Urlaub
angerechnet, sondern von der Firma
"geschenkt"), um den persönlichen
Kontakt - der im beruflichen Alltag
oft zu kurz kommt - in gelockerter
Atmosphäre herzustellen oder zu
vertiefen. Die Gestaltung steht frei
und ist sicherlich abhängig von der
Unternehmensgröße: Wanderungen,
Busfahrten zu Sehenswürdigkeiten
der Umgebung, Sportfeste mit Wett-
kämpfen zwischen einzelnen
Betriebsteilen etc.
Betriebsclown
Lesen Sie nach unter: Betriebsnudel.
Betriebsfest
Ein B. ist ein geselliges Beisam-
mensein aller Betriebsangehörigen.
Für die Bewirtung sorgt in der Regel
81
Betriebsgeheimnis
der Arbeitgeber. In manchen Firmen
- meist kleineren - ist es sogar
üblich, daß der Partner eingeladen
wird. Der Rahmen kann vom einfa-
chen Sommergrillfest bis zur vor-
nehmen Abendgesellschaft in einem
noblen Sternerestaurant reichen.
Sinn und Zweck des B. sind aller-
dings meist gleich: Sie sollen Ihre
Arbeitskollegen besser kennenler-
nen und/oder Ihr Arbeitgeber will
sich auf diese Weise für die gelei-
stete Arbeit bedanken.
Betriebsgeheimnis
Unter das B. fallen alle Verfahren,
Vorgänge, Tatsachen oder ähnli-
ches, worüber Sie als Arbeitnehmer
gegenüber Dritten zu schweigen ver-
pflichtet sind. Die meisten Arbeits-
verträge beinhalten einen Passus
zumB.
Lesen Sie auch: Verschwiegenheit,
Wirtschajtsspionage.
Betriebsintrige
Lesen Sie nach unter: Mobbing.
Betriebskindergarten
Einige Unternehmen, die sozial ein-
gestellt sind, unterhalten B. Dort
werden die noch nicht schulpflichti-
gen Kinder der Betriebsangehörigen
während der üblichen Arbeitszeiten
betreut. Hauptsächlich Müttern wird
dadurch eine Berufstätigkeit ermög-
licht.
Betriebsklima
Das B. ist die Gesamtheit der Fak-
toren, die auf das physische und psy-
chische Wohl aller Mitarbeiter Ein-
fluß haben; d. h. gut ausgestattete
82
Arbeitsplätze spielen eine genauso
große Rolle wie der persönliche
Kontakt zum Vorgesetzten sowie
zwischen den Mitarbeitern. Es ist
erwiesen, daß nur motivierte Mitar-
beiter gerne und gut arbeiten. Doch
motiviert ist nur der, der sich wohl-
fühlt. Daher wird klar, daß das B.
eine große Bedeutung hat, wenn es
darum geht, zufriedene, motivierte
und effektiv arbeitende Mitarbeiter
zu beschäftigen.
Lesen Sie auch: Alkohol am Arbeits-
platz, Kollegialität, Organisations-
psychologie, Personalfluktuation,
Sex im Büro.
Betriebskrankenkasse
Jeder Betrieb mit regelmäßig 450
versicherungspflichtigen Beschäf-
tigten kann eine B. errichten. Diese
ist eine Körperschaft des öffentli-
chen Rechts und bedarf der behörd-
lichen Genehmigung. Die Leistun-
gen werden aus den Beiträgen von
Arbeitnehmern und Arbeitgebern
und Zuwendungen der Unterneh-
mung aufgebracht. Das Verfahren ist
das gleiche wie bei einer fremden
Kasse. B. müssen ein selbständiges
Rechnungswesen aufweisen und
werden in der Jahresbilanz gesondert
ausgewiesen.
Lesen Sie auch: Allgemeine Orts-
krankenkasse.
Betriebsmittel
Die B. sind einer der drei betriebli-
chen Produktionsfaktoren. Man
bezeichnet damit sämtliche Güter
und Einrichtungen, die im Rahmen
des betrieblichen Produktionspro-
zesses verwendet werden. Sie schaf-
fen die technischen Voraussetzun-
gen, die zur betrieblichen Lei-
stungserstellung benötigt werden. B.
sind langfristig nutzbare Güter, die
wiederholt Leistungen abgeben, also
nicht durch einmaligen Einsatz ver-
braucht werden. Sie können sowohl
materieller als auch immaterieller
Art sein.
- Materielle B. (u. a.): Grundstücke
und Gebäude, maschinelle Anla-
gen, Werkzeuge, Einrichtungen
für Lagerung, Transporteinrich-
tungen, Büroeinrichtungen, Ein-
richtungen wie Werksschulen,
Kantine etc.
- Immaterielle B. (u. a.): Patente,
Lizenzen, Konzessionen.
Lesen Sie auch: betriebliche Pro-
duktionsfaktoren, Güter, Lizenz,
Patent, Produktions faktoren.
Betriebsnudel
Kennen Sie auch eine B. in Ihrem
Unternehmen? Diese "Geschöpfe"
sind meist (also nicht immer) weib-
lich! Die Beschreibungen aus der
Praxis arten in jede Richtung aus,
jedoch immer mit dem Fazit: "Zu
den unpassendsten Gelegenheiten
bringen diese Mitmenschen Humor
pur!" Auch Ulknudel oder Betriebs-
clown genannt.
Betriebspsychologie
Lesen Sie nach unter: Organisati-
onspsychologie.
Betriebspyramide
Aus der hierarchisch gegliederten
Rangordnung eines Betriebs ergibt
sich die B. Auf der untersten Ebene
befinden sich die Arbeiter und
Betriebsrat
Angestellten, die mit einfacheren,
sich häufig wiederholenden Ver-
richtungsvorgängen beschäftigt sind.
Diese Ebene hat in der Regel kei-
nerlei Weisungsbefugnisse. Die dar-
überliegende Ebene wird als untere
Leitungsebene bezeichnet und hat
Weisungsbefugnisse innerhalb einer
Arbeitsgruppe, was die Planung,
Steuerung und Durchführung der
Arbeit anbetrifft. Die mittlere Lei-
tungsebene verteilt die Arbeit auf die
untere Leitungsebene und berät die
Geschäftsleitung in fachlicher Hin-
sicht. Die oberste Leitungsebene ist
die Geschäftsleitung, die sich mit
Grundsatzfragen der Geschäftspo-
litik, den Unternehmenszielen und
außergewöhnlichen geschäftlichen
Maßnahmen befaßt.
Grundsätzlich nimmt die Zahl der
Führungsaufgaben zu, je höher man
sich in der B. befmdet. Gleichzeitig
nimmt die Zahl der Mitarbeiter ab.
Betriebsrat
Der B. ist nach dem Betriebsverfas-
sungsgesetz (BetrVerfG) von 1972
das Vertretungsorgan der Arbeit-
nehmer und wird von diesen, ohne
die leitenden Angestellten, gewählt.
Die Wahl erfolgt einheitlich in der
Bundesrepublik Deutschland alle
vier Jahre in der Zeit zwischen dem
I. März und dem 31. Mai. Der B. hat
Mitbestimmungs-, Mitwirkungs-,
Beratungs- und Informationsrechte
in sozialen, personellen (z. B. Ver-
setzungen, Umgruppierungen, Ar-
beitsplatzsicherheit) und wirtschaft-
lichen Belangen und ist weisungs-
frei. Bestimmte Betriebsratsmitglie-
der in Betrieben mit mehr als 300
83
Betriebssport
Arbeitnehmern werden unter Fort-
zahlung der Bezüge von der Arbeit
freigestellt. Die Betriebsratsmitglie-
der genießen einen besonderen
Schutz gegen Benachteiligung und
Kündigung. Die Anzahl der Mit-
glieder und Bedingungen regelt § 38
des BetrVerfG.
Die Kosten für die Amtsführung des
B. einschließlich erforderlicher
Schulungen seiner Mitglieder sind
vom Arbeitgeber zu tragen. Rechtli-
che Gestaltungsmittel des Zusam-
menwirkens zwischen Arbeitgeber
und B. sind die Betriebsvereinba-
rung und formlose Regelungsabre-
de. Der B. hat zum Wohle der
Arbeitnehmer und des Betriebs mit
dem Arbeitgeber vertrauensvoll
zusammenzuarbeiten.
Lesen Sie auch: Arbeitnehmer.
Betriebssport
Mit B. bezeichnet man die durch ein
Unternehmen geförderten Sport-
und Freizeitaktivitäten. Die Firmen
können ihre Mitarbeiter bei der Aus-
übung verschiedener Sportarten
unterstützen, indem sie Räumlich-
keiten, Geräte, Trainer und evtl.
Sportkleidung zur Verfügung stel-
len.
Ziele sind hierbei die Sicherstellung
und Erhaltung der körperlichen Lei-
stungsfähigkeit der Arbeitnehmer,
um Ausfällen durch Krankheit vor-
zubeugen, die Förderung des
Zusammengehörigkeitsgefühls der
Mitarbeiter untereinander sowie eine
größere Identifikation der Arbeit-
nehmer mit der Firma, um die inne-
re Bindung zu verstärken und fluk-
tuationen zu vermindern.
84
Betriebssteuer
Lesen Sie nach unter: Gewerbesteu-
er.
Betriebssystem
(engl. Operating System). Ein B.
dient zum Betreiben und Überwa-
chen einer Datenverarbeitungsanla-
ge. Es regelt den Zugriff auf Ein-
und Ausgabegeräte (z. B. Festplatte,
Diskettenlaufwerk oder Drucker)
und überwacht den Betrieb von Soft-
ware-Programmen innerhalb der
Hardware-Konfiguration. Im B. ent-
haltene Dienstprogramme erleich-
tern Aufgaben wie z. B. Formatieren
von Datenträgern oder Kopieren,
Speichern, Löschen und Sortieren
von Dateien.
Ein für PC (Personal Computer)
häufig verwendetes B. ist DOS
(Disk Operating System) von der
Firma Microsoft.
Lesen Sie auch:formatieren, Unix.
Betriebsübersicht
Die B. ist eine Beschreibung der
betrieblichen Organisation, des
Betriebsablaufes sowie der Produk-
te, Erzeugnisse und/oder Dienstlei-
stungen.
Lesen Sie auch: Organigramm.
Betriebsunfall
Lesen Sie nach unter: Berufsgenos-
senschaften.
Betriebsvereinbarung
ist eine Vereinbarung zwischen dem
Unternehmen als Arbeitgeber und
dem Betriebsrat als Vertreter der
Arbeitnehmer zur betriebsinternen
Regelung von insbesondere sozialen
Belangen der Arbeitnehmer.
Beispiele: Vereinbarung zur Rege-
lung der Arbeitszeit, des Lohn- und
Gehaltssystems, der Stellenbe-
schreibung, -bewertung, -eingrup-
pierung, des Verpflegungssystems;
Maßnahmen zur Vermögensbildung
etc.
Betriebsverfassung
In der B. sind alle Rechte und Pflich-
ten des Arbeitgebers gegenüber
Betriebsrat und Belegschaft gere-
gelt. Die Position der Arbeitgeber-
vereinigungen und Gewerkschaften
im Betrieb kann ebenfalls durch die
B. geregelt werden.
Betrlebs-
verfassungsgesetz
(BetrVG). Das B. legt die Fragen
und die organisatorische Form der
Mitbestimmung und Mitwirkung
von Arbeitnehmern im Betrieb und
Unternehmen fest. Die sozialen und
personellen Angelegenheiten wer-
den dem Betrieb zugewiesen, die
wirtschaftlichen dem Unternehmen.
Betriebsvermögen
Die Form des B. wird unterteilt in:
1. Anlagevermögen: Dazu zählen
Grundstücke, Gebäude, technische
Anlagen und Maschinen, Fahrzeu-
ge, Betriebs- und Geschäftsausstat-
tung u. a. Diese Vermögensteile sind
dazu bestimmt, dem Unternehmen
langfristig zu dienen und bilden die
Grundlage der eigentlichen Betrieb-
stätigkeit.
2. Umlaufvermögen: Dazu zählenal-
le Vermögensposten, die nur kurz-
fristig im Unternehmen verbleiben,
weil sie ständig umgesetzt werden.
Betriebsversammlung
Dabei sind drei Arten zu unter-
scheiden:
- Waren
- Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
- Geldmittel (Bargeld, Postgiro- und
Bankguthaben).
Im Gegensatz zum Anlagevermögen
(Grundlage des Betriebs) verändert
sich das Umlaufvermögen ständig
durch die Geschäftstätigkeit des
Unternehmens.
Die Höhe der Kapitaleinlage und
damit auch die Haftung richtet sich
nach der gewählten Rechtsform
eines Unternehmens. Beispiele: AG,
KG, oHG, GmbH u. a.
Lesen Sie auch: Privatvermögen,
Umlaufvermögen.
Betriebsversammlung
besteht gemäß Betriebsverfassungs-
gesetz neben dem Betriebsrat aus
allen Arbeitnehmern eines Betriebes
und bildet neben dem Betriebsrat das
Organ der Belegschaft. Geleitet wird
sie vom Betriebsratsvorsitzenden.
Zur Einberufung der B. ist der
Betriebsrat berechtigt, mindestens
vierteljährlich oder auf Antrag des
Arbeitgebers bzw. von mindestens
einem Viertel der wahlberechtigten
Arbeitnehmer verpflichtet.
In der B. wird vom Betriebsrat ein
Tätigkeitsbericht erstattet. Der
Arbeitgeber, der hierzu eingeladen
werden muß, kann in der B. spre-
chen. Nimmt der Arbeitgeber an der
B. teil, kann er einen Vertreter sei-
ner Arbeitgebervereinigung hinzu-
ziehen. Abgesandte der im Betrieb
vorhandenen Gewerkschaften kön-
nen an allen B. beratend teilnehmen.
85
Betriebswirtschaftslehre
In der B. dürfen nur Angelegenhei-
ten behandelt werden, die den
Betrieb und seine Arbeitnehmer
betreffen. Treten Streitigkeiten hin-
sichtlich Errichtung, Zuständigkeit
und Geschäftsführung der B. auf, so
entscheidet das Arbeitsgericht.
Lesen Sie auch: Betriebsrat,
Betriebsverjassungsgesetz.
Betriebswirtschaftslehre
(BWL). Neben der Volkswirt-
schaftslehre ist die B. die zweite
wirtschafts wissenschaftliche Diszi-
plin. Sie befaßt sich mit einzel wirt-
schaftlichen Problemen, wie bei-
spielsweise Produktion, Absatz,
Finanzierung, Organisation und
Führung eines Unternehmens. Dem-
gegenüber untersucht die Volks-
wirtschaftslehre gesamtwirtschaftli-
che Fragestellungen, wozu bei-
spielsweise Arbeitslosigkeit, Inflati-
on, Strukturwandel oder Umwelt-
schutz gehören.
Beide Teildisziplinen sind nicht
exakt voneinander trennbar. So gibt
es Überschneidungen z. B. in den
Bereichen Preis-, Produktions- und
Kostentheorie sowie in der Investi-
tions- bzw. Wirtschaftlichkeitsrech-
nung.
Der B. wurden im Zeitablauf immer
mehr Themengebiete zugeordnet. Es
entstand eine Gliederung nach Funk-
tionslehren und Institutionslehren.
Typische Funktionslehren sind
Material wirtschaft, Produktion,
Finanzierung, Rechnungswesen,
Unternehmensführung, Personal-
wirtschaft und Marketing.
Zu den Institutionslehren gehören
Industrie-, Handels-, Bank- und Ver-
86
sicherungsbetriebslehre sowie die B.
für das Wirtschafts prüfungs- und
Treuhandwesen.
Lesen Sie auch: Organisationsleh-
re, Volkswirtschaftslehre, Wirt-
schaftswissenschaft.
Betriebszeitung
Die B. ist ein innerbetriebliches
Kommunikationsmittel. Sie dient
dem Informationsaustausch der Mit-
arbeiter. Auch die Sekretärin sollte
sich nach Möglichkeit mit Beiträgen
beteiligen.
BetrVG
Abk. für Betriebsverfassungsgesetz.
Betthupferl
Es ist nicht das, was Sie denken
könnten! Wenn Sie externe Tagun-
gen planen und organisieren, ist dies
ein Thema. Als Überraschung (klei-
ne Aufmerksamkeit mit großer Wir-
kung) erhalten Tagungsteilnehmer
anstatt des üblichen Hotel-Betthup-
ferls (z. B. die übliche Schokolade
oder das Bonbon) ein kleines
Geschenk vom Unternehmen, zum
Motto oder Thema der Tagung pas-
send ausgewählt. Diese Kleinigkei-
ten steigern den Wert einer Tagung
(sie kosten meist wenig und bringen
viel ein) und hier ist die Kreativität
der Sekretärin gefragt. Oftmals wird
dieser Punkt anläßlich einer Tagung
mit Übernachtung übersehen, und es
heißt dann, es wäre ja schön gewe-
sen, wenn ...
Beugung
Lesen Sie nach unter: Deklination,
Konjugation.
Beurkundung
Lesen Sie nach unter: Formvor-
schriften.
Beurteilung
Eine B. ist eine Bewertung von Per-
sonen, Dingen oder Vorgängen nach
bestimmten Kriterien bzw. Grund-
sätzen. In den Unternehmen ist die
B. der Arbeitnehmer durch Linien-
vorgesetzte ein Instrument zur Mit-
arbeiterentwicklung und -förderung.
Durch die regelmäßige B. von
Arbeitsleistung, Arbeitseinsatz
sowie persönlicher und fachlicher
Qualifikation des jeweiligen Mitar-
beiters können besondere Neigun-
gen herauskristallisiert und
Schwachstellen aufgedeckt werden.
Dies ennöglicht einen gezielten Ein-
satz, eine gerechte gehaltliche Ein-
stufung und eine individuelle Fort-
bildung.
Um B. möglichst objektiv zu gestal-
ten, werden Beurteilungsgrundsätze
erstellt, nach denen der Vorgesetz-
te bei der B. seiner Mitarbeiter ver-
fahren soll. In standardisierten Beur-
teilungs bö gen wird das Ergebnis
dann festgehalten. Diese Fonnblät-
ter werden der Personalakte beige-
fügt.
Lesen Sie auch: Auswertungen.
Beurteilungsvermögen
Lesen Sie nach unter: Entschei-
dungsvorbereitung/ Post.
Bevollmächtigter
Der B. ist eine Person, die nach
Erteilung einer Vollmacht berechtigt
ist, im Namen des Vollmachtgebers
Tätigkeiten auszuführen und Wil-
Bewerbung
lenserklärungen abzugeben. In wel-
chem Umfang er den Vollmachtge-
ber vertreten darf, hängt von der Art
der Vollmacht ab.
Zu den B. gehören der Prokurist, der
zu sämtlichen Rechtshandlungen,
die im Rahmen eines Handelsbe-
triebes gewöhnlich anfallen, bevoll-
mächtigt ist, und der Handlungsbe-
vollmächtigte, dessen Vollmachts-
bereich sich nur auf gewisse Tätig-
keiten erstreckt.
Lesen Sie auch: Autorisierung,
Handlungsvollmacht, Vollmacht.
Beweglichkeit
Lesen Sie nach unter: Fingerübun-
gen.
Bewegungsdatei
Lesen Sie nach unter: Datei.
Beweiskraftverlust
Lesen Sie nach unter: Grundsätze
ordnungsgemäßer Buchführung.
Beweismittel
Lesen Sie nach unter: Protokoll-
funktionen, Tageskopie.
Beweisstück
Lesen Sie nach unter: Brief, Post-
stempel.
Bewerbung
ist ein Arbeitsangebot. Sie präsen-
tieren sich mit Ihren Fähigkeiten und
Fertigkeiten. Dabei ist eine gute
Vorbereitung das beste Mittel zum
Erfolg. Je besser Sie vorbereitet sind,
desto größer die Chance, unter den
Mitbewerbern als Sieger hervorzu-
gehen.
87
Bewerbungsschreiben
Die B. gliedert sich in drei Phasen:
1. Zusammenstellen der Bewer-
bungsunterlagen:
- Anschreiben
- Lebenslauf
- Zeugniskopien
2. Vorstellungsgespräch
3. Entscheidung und Vertragsver-
handlung.
Legen Sie besondere Sorgfalt auf die
erste Phase. Saubere und attraktiv
zusammengestellte Unterlagen fal-
len auf und sind für den ersten Ein-
druck sehr wichtig. Hier einige Tips:
- Alle Kopien sollten das Format
DIN A 4 haben.
- Verwenden Sie schlichtes weißes
Papier.
- B. müssen sauber und fehlerfrei
sein.
- Legen Sie die Unterlagen in Klar-
sichthüllen und heften Sie diese in
einer Klarsichtmappe ab.
- Das Anschreiben legen Sie lose in
diese Klarsichtmappe.
Lesen Sie auch: Blindbewerbung,
Einstellungsgespräch, Lebenslauf,
Vorstellungsgespräch.
Bewerbungsschreiben
Sie werden in Konkurrenz mit ande-
ren stehen. Daher überlegen Sie,
wodurch Sie sich von anderen
Bewerbern positiv unterscheiden
könnten und schreiben Sie das.
Gehen Sie nach der AIDA-Formel
(AIDA = attention, interest, desire,
action) vor: Aufmerksamkeit erzie-
len, Interesse erregen, den Wunsch
nach näherem Kennenlernen wek-
ken, den Leser zum Handeln veran-
lassen. Fassen Sie sich kurz und ori-
entieren Sie sich dabei an den Pro-
88
dukten oder der Dienstleistung des
von Ihnen ausgesuchten Unterneh-
mens. Ihr Schreiben muß fehlerfrei
sein. Denken Sie daran: Der Bewer-
bungsbrief ist Ihr erster Kontakt mit
dem Unternehmen und Ihre Visiten-
karte!
Lesen Sie auch: Vorstellungsge-
spräch.
Bewilligung
Lesen Sie nach unter: Nachtrags-
haushalt.
Bewirtung
Eine der vielen Dienstleistungsauf-
gaben, die die Sekretärin zu erbrin-
gen hat, ist die B. von Mitarbeitern,
Kollegen, Vorgesetzten und Gästen.
Der Umfang und die Art der B. wird
sich an der Stellung des Gastes oder
an der Bedeutung des zu bespre-
chenden Sachverhaltes orientieren.
Letztlich werden auch die Gepflo-
genheiten in Ihrem Unternehmen
eine Rolle spielen - also eventuelle
Vorgaben zu beachten sein.
Die B. im Büro unterscheidet sich
von der im Restaurant. Der Gast
wird nicht allgemein nach seinen
Wünschen gefragt, vielmehr wird
die Sekretärin fragen: "Darf ich
Ihnen eine Tasse Kaffee bringen?"
"Möchten Sie eine Erfrischung? Ich
bringe Ihnen gerne Mineralwasser,
Saft etc." "Möchten Sie gerne Tee
oder Kaffee?"
Die Art und Umfang der B. bei
Besprechungen/Sitzungen wird die
Sekretärin mit Ihrer/rn Vorgesetzten
absprechen, soweit dies vorher mög-
lich ist. Für die B. gibt es verschie-
dene Möglichkeiten:
- Kaffee und/oder Tee werden in
Warmhaltekannen und kalte
Getränke in kleinen Portionsfla-
schen im Sitzungsraum einge-
deckt. Gleiches gilt für süßes oder
pikantes Gebäck. Günstig ist,
Getränke, Milch und Zucker als
"Inseln" so anzuordnen, daß
jeweils zwei Personen darauf
zugreifen können. Damit haben
Sie sichergestellt, daß keine
Störung der Gäste untereinander
durch die Selbstbedienung entste-
henkann.
- Es ist vorgesehen, daß während
einer Sitzungspause ein Imbiß
gereicht werden soll. Sie decken
vor Sitzungsbeginn die Getränke
ein und bereiten auf einer Anrich-
te oder einem Servierwagen (falls
Sie keinen Servierwagen Ihr eigen
nennen können, tut die gleichen
Dienste ein Aktenboy ) die für den
Imbiß benötigten Teller, Bestecke
und Servietten vor. Sie können
dann in der Besprechungspause
die Platten mit den kalten oder
warmen Häppchen in den Sit-
zungsraum bringen.
Lesen Sie auch: Arbeitsessen,
Canapes, servieren.
bewußt
Lesen Sie nach unter: Psychologie.
Bezugsdauer
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosen-
geld.
Bezugszeichen
Die B. können Ziffern, Zahlen,
Klein- oder Großbuchstaben bzw.
Kombinationen sein und werden
BGB-Gesellschaft
eine Zeile unter die vorgedruckten
Leitwörter ("Ihre Zeichen, Ihre
Nachricht vom ... ") der Bezugszei-
chenzeile geschrieben. Das erste
Bezugszeichen steht unter dem
Anfangsbuchstaben des jeweils
ersten vorgegebenen Leitwortes.
BezugszeichenzeIle
Diese Zeile enthält Angaben bzw.
Zeichen in Ziffern, Zahlen oder
abgekürzte Wörter, mit denen man
auf ein vorhergehendes Schreiben
Bezug nimmt. Diese Angaben
erleichtern den Zugriff darauf. Sie
stehen unmittelbar unter den vorge-
druckten Leitwörtern (Ihre Zeichen,
Ihre Nachricht vom ... / Unsere Zei-
chen, Unsere Nachricht vom ... /
Telefonnummer / Ort / Datum).
BFH
Abk. für Bundesfinanzhof.
BG
Abk. für Berufsgenossenschaft.
BGB
Abk. für Bürgerliches Gesetzbuch.
BGB-Gesellschaft
(auch Gesellschaft bürgerlichen
Rechts bzw. GbR). Die B. ist der
grundlegende Typ der Personenge-
sellschaft. Um eine B. zu gründen,
müssen sich mindestens zwei Per-
sonen zusammentun und einen
Gesellschaftsvertrag abschließen.
Dabei sind nur wenige Modalitäten
und Formalitäten zu beachten; es
wird kein Mindestkapital vorausge-
setzt. Eine B. ist jedoch für Han-
delsgewerbe im Sinne des § 1 HGB
89
BGH
nicht zulässig.Die B. ist nur hand-
lungsfähig bei Einstimmigkeit der
Gesellschafter, die stets gemeinsam
tätig sind. Durch einen Zusatz im
Vertrag können jedoch einer oder
mehrere Geschäftsführer ernannt
werden bzw. Vertretungsmacht
erhalten.
Die unter dieser Gesellschaftsform
benötigte Einstimmigkeit kann
einerseits vorteilhaft sein, kann
jedoch auch dazu führen, daß sich
Entscheidungen zum Teil als recht
schwerfällig und langwierig erwei-
sen; denn bei jeglicher Art von
Rechtsgeschäften, d. h. auch bei
Kaufverträgen, müssen alle Gesell-
schafter zustimmen (außer wenn
dies im Gesellschaftsvertrag abwei-
chend geregelt wird), ansonsten sind
Verträge nicht rechtlich bindend.
Darüber hinaus darf eine B. keine
Wechsel ausstellen bzw. akzeptie-
ren, nicht im Grundbuch eingetragen
werden, nicht verklagen und nicht
beklagt werden. Die Gesellschafter
dürfen über das Vermögen der B.
nur gemeinsam verfügen.
Die Haftung ist nicht auf das Gesell-
schaftsvermögen beschränkt, son-
dern normalerweise - wenn dies
nicht im Gesellschaftsvertrag oder
bei dem jeweiligen abzuschließen-
den Geschäft anders vereinbart bzw.
ausgeschlossen wurde - erstreckt sie
sich auch auf das Privatvermögen
der Gesellschafter.
Die B. hört auf zu existieren, wenn
einer der Gesellschafter ausscheidet,
wiederum vorausgesetzt, daß dies im
Gesellschaftsvertag nicht anders
geregelt ist. Anteile können nur dann
verkauft bzw. übertragen werden,
90
wenn die übrigen Gesellschafter dies
akzeptieren.
Lesen Sie auch: Gesellschaftsfor-
men, Vollkaufleute.
BGH
Abk. für Bundesgerichtshof.
Bibliothek
Lesen Sie nach unter: Sekretariats-
bibliothek, Zitatenhandbuch.
bibliothekarische Ablage
Lesen Sie nach unter: Ordner,
Sekretariatsbibliothek.
Bilanz
Die B. ist die Zusammenfassung der
Vermögensstruktur und des Kapi-
talaufbaus eines Unternehmens.
Auf der Aktivseite, das ist die linke
Seite der B., ist das Vermögen der
Gesellschaft aufgeführt. Hierzu
gehören Geldguthaben in der Kasse,
bei Banken und Postscheckämtern,
Schecks und Wechseln. Des weite-
ren werden kurz- und langfristige
Forderungen sowie Lagerbestände
aufgezählt. Außerdem gehören noch
Sach- und Finanzanlagen sowie
Anlagen in immateriellen Wirt-
schaftsgütern auf die Aktivseite.
Auf der Passivseite wird das Kapi-
tal des Unternehmens dargestellt. Im
einzelnen handelt es sich hierbei um
Eigenkapital, Verbindlichkeiten und
Rückstellungen sowie den Gewinn-
oder Verlustvortrag vom letzten Jahr
und den Gewinn vom laufenden
Jahr. Aufbeiden Seiten werden nur
zusammengefaßte Salden gezeigt.
Schließlich hat ein Unternehmen
nicht nur eine einzige Forderung,
sondern mehrere. Die B. verzichtet
jedoch auf weitere Details.
Während auf der Passiv seite die
Herkunft der Mittel dargestellt wird,
gibt die Aktivseite darüber Aus-
kunft, wie das UQternehmen mit die-
sen Mitteln arbeitet. Die B., die bei
vielen Unternehmen veröffentlicht
wird, gibt also einen groben
Überblick über die Situation des
Unternehmens. Dies kann für Frem-
de, wie z. B. Lieferanten oder Ban-
ken wichtig werden, die sich fragen,
ob das Unternehmen Schulden und
Verbindlichkeiten zurückzahlen
kann.
Lesen Sie auch: Aktiva, Archivwert,
gesetzliche Aufbewahrungs/risten,
Leasing, Passiva.
Bilanzstichtag
Lesen Sie nach unter: Anlagever-
mögen.
BIldbearbeitung
Abbildungen werden heute über die
elektronische B. in Dokumentatio-
nen integriert. Das Bild wird über
einen Scanner eingelesen, in einem
bestimmten Format gespeichert und
dann bearbeitet. Das kann auf
Schwarzweiß - oder auf Farbbasis
gemacht werden. Das bearbeitete
Bild wird nun in den Text einge-
bunden und dann auf einem Drucker
oder Belichter ausgegeben.
Lesen Sie auch: Flachbrett-Scanner.
Bilder
Gönnen Sie sich ein dekoratives Bild
nach Ihrem Geschmack in Ihrem
Büro und Sie werden sehen, dies
wird immer ein erfreulicher Anblick
Bildungsurlaubsanspruch
für Sie sein. Tip: Sie sollten darauf
achten, daß die B. auch in den
Lebensraum "Büro" passen und
damit ist nicht nur die Farbe
gemeint. B. sagen immer etwas aus.
Geschickt und gezielt ausgewählt,
sind sie immer eine dekorative
Angelegenheit. Auch wenn sich über
Geschmack streiten läßt, ist es unter
Berücksichtigung der genannten
Punkte eine feine und ansprechende
Sache, wenn B. zum Büroalltag
gehören.
Bildpunkte
Lesen Sie nach unter: Nadeldrucker,
Pixel.
Bildschirm
Lesen Sie nach unter: Hauptmenü,
Monitor.
Bildschirmfilter
Unterdrückt Störfaktoren aus dem
Stromnetz. Bewährt haben sich die
getesteten Filter der Firma Milas.
Bildschirmmaske
Lesen Sie nach unter: Formatmodus.
Bildschirmoberfläche
Lesen Sie nach unter: Monitor.
Bildschirmtext
Lesen Sie nach unter: Btx.
Bildträger
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aufbewahrungs/risten.
Bildungsurlaubsanspruch
Der Arbeitgeber kann seine Arbeit-
nehmer an bis zu fünf Werktagen
91
Billigtarife
pro Jahr für Bildungszwecke frei-
stellen.
Dieser Urlaub muß nicht gewährt
werden. Er steht in keinem Zusam-
menhang mit dem gesetzlichen Jah-
resurlaub und darf in den meisten
Bundesländern nicht aufgespart wer-
den.
Billigtarife
Lesen Sie nach unter: Kostensparen
beim Telefaxen, Kostensparen beim
Telefonieren.
Bindehautentzündungen
Lesen Sie nach unter: Halogenlicht.
Bindestrich
Lesen Sie nach unter: Leerschritt.
Bindewort
Lesen Sie nach unter: Konjunktion.
Binnenmarkt
Ein B. umfaßt alle Märkte einer
Volkswirtschaft. Üblicherweise sind
damit die inländischen Märkte
gemeint, auf denen die im Inland
hergestellten und die importierten
Güter gehandelt werden. Exportier-
te Güter werden dem Weltmarkt
zugerechnet.
Ein B. kann aber auch mehrere
Nationalstaaten umfassen. Voraus-
setzung dazu ist die Beseitigung
aller zollbedingten, nicht-zollbe-
dingten und mengenmäßigen Han-
deisbeschränkungen innerhalb des
gemeinsamen Marktes und der Auf-
bau eines gemeinsamen Zollsystems
nach außen. Beispiel hierfür ist,
wenn auch noch unvollkommen, der
Europäische Binnenmarkt.
92
Binnenzölle
B. sind Zölle, die noch während der
Errichtung einer Freihandelszone
oder Zollunion zwischen den Mit-
glieds ländern - also als Übergang -
existieren. Diese fallen im Zuge des
Inkrafttretens der getroffenen Ver-
einbarungen weg (z. B. EG-Binnen-
markt, EFfA).
Lesen Sie auch: Außenzölle.
Bit
(Binary Digit) ist die kleinste Dar-
stellmöglichkeit von Informationen
und Daten in der Datenverarbeitung
innerhalb eines dualen (zweiwerti-
gen) Zahlensystems. D. h. es können
nur zwei Funktionszustände ange-
nommen werdeti! die sich gegensei-
tig ausschließen. Sie werden als" 1 "
(es fließt Strom) oder ,,0" (es fließt
kein Strom) bezeichnet. Werden B.
zusammengefaßt, wird mit jedem
zusätzlichen B. die Anzahl der Bit-
kombinationen verdoppelt. 1 Spei-
cherelement = 1 B.
Lesen Sie auch: Modem.
Bitmap
ist die grafische Darstellung, die in
Bildpunkte (Pixel) aufgelöst ist.
Lesen Sie auch: Pixel.
Biz
umgangssprachlich für Business.
Blankoindossament
Lesen Sie nach unter: Indossament.
Blankounterschrift
ist eine Unterschrift auf einem noch
nicht erstellten Dokument/einer
Urkunde oder einem noch nicht aus-
gefüllten Scheck. Der Unterzeich-
nende ist an den später eingefügten
Text!Betrag gebunden.
Blauer Engel
Der B. E. ist ein heute oft abgebil-
detes Zeichen, das vom Hersteller
für Produkte verwendet werden darf,
die im Vergleich zur durchschnitt-
lichen Konkurrenz auf dem Markt
umweltfreundlicher sind, was aber
nicht zwangsläufig auch "umwelt-
freundlich" im Sinne einer absolu-
ten Umweltqualität bedeutet.
Bleistift
Lesen Sie nach unter: Stenostift.
Blendwirkung
Lesen Sie nach unter: Lichtverhält-
nisse im Büro.
Blickkontakt
Der B. ist meistens der erste
Berührungspunkt mit einem frem-
den Menschen. Dabei zeigt sich oft-
mals schon ganz deutlich, ob man
für das Gegenüber Sympathie oder
Antipathie verspürt. Wie wichtig
dieser erste Kontakt und Eindruck
ist, wird uns oftmals nicht bewußt
und doch setzt dieser B. erste Zei-
chen, bereitet nächste Schritte vor.
In Ihrem Beruf ist ein fester B. sehr
nützlich und zeugt von Selbstbe-
wußtsein. Ob im Gespräch mit
Ihrem Chef oder mit Kunden, ver-
suchen Sie diese immer anzuschau-
en, suchen sie den Blick des Ande-
ren. Mit etwas Übung können sie
viele Dinge dabei entdecken und
Unsicherheiten, Angst und Wut
schnell feststellen und entsprechend
Blitzantwort
reagieren. Verfolgen Sie andere aber
nicht mit Ihren Blicken, denn auch
das kann Irritationen hervorrufen.
Wenn Sie spüren, daß jemand kei-
nen B. möchte, halten Sie sich
zurück und gehen Sie auf diese
Bedürfnis ein. Augen können sehr
mächtig sein, und bei gewissen aus-
drucksstarken und blickintensiven
Menschen fühlt man sich nicht
immer sehr wohl.
BlIndbewerbung
nennt man solche Bewerbungen, die
nicht aufgrund einer Anzeige einge-
schickt werden, sondern unaufge-
fordert an ein Unternehmen gerich-
tet werden. Dadurch ist die Chance
einer positiven Reaktion natürlich
geringer, da Sie ja nicht wissen, ob
überhaupt eine vakante Stelle exi-
stiert. Besonders wichtig ist es, ein
individuelles, ansprechendes und
vor allem "interessantes" Anschrei-
ben zu entwerfen, um "Gehör zu fin-
den". Nur dann werden Sie eine
Reaktion erhalten und zu dem Per-
sonalleiter bzw. der entsprechenden
Führungskraft durchdringen.
Blindschreiben
Lesen Sie nach unter: Tastschreiben.
Blitzantwort
Hier wird mit selbstdurchschreiben-
dem Papier gearbeitet, ein Original
und zwei Durchschläge. Original
und eine Durchschrift werden an den
Empfanger geschickt, den zweiten
Durchschlag behält man zur Wie-
dervorlage. Der Empfänger schreibt
seine Antwort nun auf den Brief,
behält das Original, welches nun
93
Blocksatz
Frage und Antwort enthält und
schickt den Durchschlag, der eben-
falls beides enthält, zum Absender
zurück. Die Wiedervorlagekopie
kann nun vernichtet werden. Dieses
Verfahren wird oftmals zwischen
Zweigstellen und Filialen angewen-
det.
Lesen Sie auch: Kurzbrief
Blocksatz
Bei der Erfassung von Texten spielt
der B. eine Rolle, aber auch bei einer
späteren Umgestaltung von Texten
(andere Teilung oder Zeilenlänge).
Im Rahmen der Autorenkorrektur,
meistens vor dem Ausdrucken, wird
B. "eingeschaltet". Der B. formatiert
einen Text links- und rechtsbündig.
Lesen Sie auch: Flattersatz.
Blumen
Ob als Schnittblumen oder als Pflan-
ze geben sie dem sonst oft hekti-
schen und nüchternen Büroalltag
Wärme, Farbe und Atmosphäre. Sie
üben einen positiven Einfluß auf die
Psyche der Menschen/Mitarbeiter
aus. Viele Unternehmen sorgen aus
diesem Grunde für eine entspre-
chende Begrünung der Büros und
Bürolandschaften.
Board of Directors
ist ein Gremium aller Direktoren/
Geschäftsführer einschließlich des
Vorsitzenden der Geschäftsführung.
BOD
Abk. für Board of Directors.
Bodenschätze
Lesen Sie nach unter: Rohstoffe.
94
Bonität
Die B. ist die Aussage über die wirt-
schaftlichen Hintergründe einer Fir-
ma. Auskunfteien und Banken wer-
den zu Bonitätsaussagen herange-
zogen.
Bonus
wird gewährt für hervorragende Lei-
stungen, Großaufträge etc. Es han-
delt sich um eine Vergütung oder
einen Rabatt, die/der dem Empfan-
ger einen Vorteil bietet. Der eigent-
liche Sinn einer Bonuszahlung ist
die "Anerkennung".
Lesen Sie auch: Rabatt.
Boom
Lesen Sie auch: Arbeitslosigkeit,
Hochkonjunktur, Konjunktur.
Booten
Den Start- und Ladevorgang eines
Computers nennt man B.
Börse
Die B. ist ein Ort, an dem ein regel-
mäßiger und zeitlich bestimmter
Markt stattfindet, der dem Wertpa-
pier-, Devisen- oder Warenhandel
dient. Die gehandelten Güter sind an
der B. nicht sichtbar anwesend, wes-
halb nur börsenfungible Güter zum
Handel zugelassen sind. D. h. die
Güter müssen vertretbar (allgemein
bekannt und austauschbar) sein.
Am Börsenhandel dürfen sich nur
vom Börsenvorstand zugelassene
Personen beteiligen (Angehörige
von Kreditinstituten und Börsen-
makler).
Hinsichtlich der gehandelten Güter
unterscheidet man die Warenbörse,
die Devisenbörse, die Wertpapier-
börse und die Versicherungsbörse.
Von allen Märkten besitzt die B. die
meisten Eigenschaften eines voll-
kommenen Marktes, da hier Ange-
bot und Nachfrage zeitlich und
räumlich aufeinandertreffen, eine
sehr große Marktübersichtlichkeit
besteht und relativ gleichartige
Güter gehandelt werden.
Lesen Sie auch: Angebot, Baisse,
Courtage, Effekten, Markt, Nach-
frage, vollkommener Markt, Wert-
papier.
Börsenkurs
Lesen Sie nach unter: Börse.
Börsenmakler
Lesen Sie nach unter: Börse, Cour-
tage.
Börsenspekulation
Lesen Sie nach unter: Bankrott.
Botengänge
werden in der Regel von Mitarbei-
tern der Poststelle eines Unterneh-
mens oder auch von Fahrern (Chef-
Fahrern/Chauffeuren) durchgeführt.
Pflegen Sie diesen Kontakt - auch
durch zwischenmenschliche Gesten
(kleine Aufmerksamkeiten) - und
Sie werden staunen, was alles mög-
lich ist und wie unkompliziert Ihre
Besorgungen oder Sonderaufträge,
die diese Mitarbeiter für Ihren
Bereich oder Ihren Chef durch-
führen sollen, erledigt werden.
Botschaft
Eine B. ist die höchste ständige
diplomatische Vertretung in frem-
Boulevardblatt
den Staaten und bei internationalen
Organisationen. Sie dient dem fried-
lichen Verkehr der Staaten und inter-
nationalen Organisationen unterein-
ander, indem sie versucht, StreitfaJ.-
le zu vermeiden bzw. beizulegen
sowie Verbindungen und Verträge
vorzubereiten.
Lesen Sie auch: Diplomat, Konsulat.
BoulevardblaH
Das B. ist eine täglich erscheinende
Zeitung, die meist ein überregiona-
les Verbreitungsgebiet abdeckt. Im
Gegensatz zu Tageszeitungen ver-
fügt das B. nicht über einen Abon-
nentenkreis und muß die Käufer des-
halb immer wieder aufs neue zum
Kaufbewegen. Dies geschieht durch
die äußere Aufmachung bzw. die
Schlagzeilen. Die Sprache der B. ist
oft sehr salopp gewählt; weiterhin
besteht eine Vorliebe für extrem kur-
ze Sätze.
Typisch für B. ist neben der täglich
aktuellen Berichterstattung das Vor-
handensein mindestens eines Aktfo-
tos, das als zusätzlicher Kaufanreiz
dient. Kommentar und Nachricht
sind oft nicht voneinander getrennt,
aus persönlichen Präferenzen der
Redaktion wird kein Hehl gemacht.
Es besteht ein stark ausgeprägter
Hang zur Übertreibung. Beurteilend
muß gesagt werden, daß sich B. in
keiner Weise für eine adäquate
Informationsversorgung eignen. Die
in ihnen verwendete Sprache befm-
det sich auf niedrigem Niveau und
sollte gewiß nicht angenommen
werden. Manche Schlagzeilen und
Berichte grenzen gelegentlich an
Demagogie. Zur Entlastung sei
95
Boykott
jedoch gesagt, daß B. sich sicherlich
dazu eignen, einen schnellen
Überblick über die herausragenden
Geschehnisse des letzten Tages zu
gewinnen, vorausgesetzt der
Anspruch beschränkt sich auf diesen
Zweck. Das bekannteste und am
stärksten kritisierte Blatt Deutsch-
lands ist die Bildzeitung.
Lesen Sie auch: Massenmedien,
Medienökologie, Tageszeitung.
Boykott
1. Auf Landesebene ein gesetzliches
Verbot, mit bestimmten Ländern
Handel zu betreiben.
2. Beispielsweise ein privater Auf-
ruf, be-stimmte Produkte nicht mehr
zu kaufen, z. B. zum Schutz der
Umwelt oder zum Protest gegen
Menschenrechtsverletzungen.
BRAGO
ist die Abk. für BundesRechtsAn-
waltsGebührenOrdnung.
In der BRAGO sind die Gebühren
festgelegt, die der Rechtsanwalt für
seine Tätigkeit abrechnen darf.
Brainstorming
B. ist eine Technik zur Gewinnung
neuer Ideen oder Problemlösungen.
Während einer Gruppendiskussion
soll jeder Teilnehmer zu einem
bestimmten Problem seinen Gedan-
ken spontan freien Lauf lassen, so
daß möglichst viele Ideen und Mei-
nungen gesammelt werden können.
Kritik darf in diesem Moment kei-
nesfalls geübt werden; selbst zu-
nächst unsinnig oder als nicht prak-
tizierbar erscheinende Äußerungen
sind erwünscht. Auswertung und
96
Beurteilung der Ideen erfolgen in
einem nachfolgenden Arbeitsgang.
Lesen Sie auch: Kreativitätstechni-
ken, Problemlösung.
Brainwriting
ist eine Technik (abgeleitet von
Brainstorming), um gezielt Infor-
mationen zu bekommen. Zu einem
bestimmten Problem wird eine
Gruppe von Mitarbeitern zusam-
mengestellt (am besten aus ver-
schiedenen Betriebsbereichen), die
alle ihre Ideen aufschreiben - alles
ist erlaubt. Die Zeit hierzu ist
begrenzt. Die gemeinsame Auswer-
tung soll zur bestmöglichen Ent-
scheidung führen. - Ein System ist
die "Methode 635". Hier schreiben
sechs Personen je drei Vorschläge
auf und reichen ihr Blatt an fünf Per-
sonen weiter. Heraus kommen 108
mögliche Lösungsvorschläge (erste
Runde 18, zweite bis sechste jeweils
18 Vorschläge, ergibt 18 plus 90 =
108).
Branchenadressen
Lesen Sie nach unter: Adressen-
verlag.
Break-even-Analyse
Bei der B. geht es in erster Linie um
die Bestimmung derjenigen Absatz-
menge, bei der die Gesamtkosten
durch den Gesamtumsatz gedeckt
werden, d. h. bei der man weder
Gewinn noch Verlust erzielt. Den
Schnittpunkt zwischen Umsatzkur-
ve und Kostenkurve bezeichnet man
als Break-even-Point oder Gewinn-
schwelle. Liegt die abgesetzte Güter-
menge unter der Gewinnschwelle,
entstehen Verluste, liegt sie darüber,
fallen Gewinne an.
Lesen Sie auch: Kosten, Umsatz.
Brief
Der B. ist ein Schriftstück, das eine
unterschiedliche Bedeutung haben
kann. B. enthalten Infonnationen,
Mitteilungen, Hinweise und anderes
mehr. Ein B. kann auch als Beweis-
stück betrachtet werden. B. werden
auf verschiedene Weisen erstellt:
handschriftlich, mit Schreibmaschi-
ne, mit Personal Computer.
Lesen Sie auch: formlose Vorlagen,
Kurzbrief, Musterbrief, optische
Einteilung der Briefe, vertrauliche
Briefe.
Brief mit Aufzählungen
Zunächst: Beginn und Ende der Auf-
zählung sind vom vorhergehenden
und nachfolgenden Text durch je
eine Leerzeile (d. h. zweimal schal-
ten!) zu trennen. Die einzelnen Auf-
zählungs glieder können durch Zif-
fern mit Punkt (I. - 2. - 3.),lateini-
sehe Kleinbuchstaben mit Nach-
klammer a) - b) - c) oder durch den
Mittestrich (-) gekennzeichnet wer-
den. Selbstverständlich folgt nach
den Gliederungszeichen ein Leer-
schritt. Ein Schriftstück sieht ge-
fällig aus, wenn die Aufzählungs-
glieder eingerückt sind (Beginn:
Grad 20).
Briefarten
I. In der geschäftlichen und dienst-
lichen Korrespondenz werden am
häufigsten Briefbögen A4 mit Auf-
druck, der A4-Brief, verwendet.
Daneben werden Kurzbriefe - dient
Briefe
auch für Kurzmitteilungen - im For-
mat 2/A4 verwendet. Eine weitere
Unterscheidung: Standardbrief, Bau-
steinbrief oder frei fonnulierter
Brief.
Bei allen drei B. wird die Anschrift
entweder einzeln geschrieben oder
in Form eines Adreßbausteins (bei-
spielsweise aus einer Datenbank
oder Textbibliothek) eingesetzt.
2. Nach der seit 1.4.1993 geltenden
neuen Postgebührenordnung gibt es
vier Basisprodukte:
- Der Standardbrief kostet 1,-- DM,
darf bis zu 20 g schwer, bis 23,5
x 12,5 cm groß und bis zu 0,5 cm
dick sein.
- Der Kompaktbriefkostet 2,-- DM,
darf bis zu 50 g wiegen, eine maxi-
male Größe von 23,5 x 12,5 cm
haben und bis zu 1,0 cm dick sein.
- Der Großbrief kostet 3,-- DM,
kann bis zu 500 g wiegen und bis
zu 35,3 x 25,0 cm groß sowie bis
2 cm dick sein.
- Der Maxibrief kostet 4,-- DM,
wiegt bis zu 1 000 g, seine Maße
können bis zu 35,3 x 25,0 cm
Größe und bis zu 5 cm Dicke
betragen.
Briefdrucksache
Diese Sendungsart entfällt seit
1.4.1993.
Briefe zu
besonderen Anlässen
Dazu zählen Glückwunschschreiben
(Verlobung, Hochzeit, Geburt eines
Kindes, Taufe, erster Schultag, Kon-
firmation sowie Kommunion,
Berufs-, Dienst- oder Geschäftsju-
biläum, Silberne und Goldene Hoch-
97
Briefgeheimnis
zeit; zu weiteren Gelegenheiten:
Abitur, Gesellen- bzw. Meisterprü-
fung, Sekretärinnenprüfung, Auf-
nahmeprüfung, Beförderung) genau-
so wie Einladungen, Zusagen
und/oder Absagen, Antworten auf
Annoncen, aber auch Beileids-
schreiben und Danksagungen. Jeder
Brief wird in der Formulierung und
im Stil dem Anlaß entsprechend
abgefaßt.
Briefgeheimnis
Artikel 10 des Grundgesetzes lautet:
"Das Briefgeheimnis sowie das
Post- und Femmeldegeheimnis sind
unverletzlich. Beschränkungen dür-
fen nur auf Grund eines Gesetzes
angeordnet werden ... " Dies ist z.
B. für die Briefkontrolle von Straf-
gefangenen geschehen.
Strafbar nach Strafgesetzbuch macht
sich
a) wer vorsätzlich unbefugt ver-
schlossene Briefe oder andere
verschlossene Dokumente öffnet
oder
b) sich unbefugt Kenntnis vom
Inhalt verschlossener Briefe oder
anderer verschlossener Doku-
mente verschafft, ohne den Ver-
schluß zu öffnen.
Lesen Sie auch: Postvollmacht.
Briefhülle
Bei B. unterscheidet man Umschlag-
und Taschenformen. Für Briefhül-
lenformate gilt die DIN 678 und für
Fensterbriefhülle die DIN 680. Fen-
sterbriefhüllen gibt es in den For-
maten C5, C6 und DL als Umschlag
oder Tasche. Hierbei fällt, bei rich-
tig gefalteten Briefen, das doppelte
98
Schreiben der Anschrift weg. Auch
im Luftpostverkehr sind Fenster-
briefhüllen erlaubt. B. sind in ver-
schiedenen Qualitäten, Farben und
Ausstattungen erhältlich. Der Ver-
schluß kann selbstklebend oder
gummiert sein. Luftpostbriefhüllen
sind besonders leicht. Versandta-
schen können gepolstert sein, um so
das Gut vor Druck, Feuchtigkeit,
Wärme und Kälte zu schützen.
Briefing
Das B. steht am Anfang eines jeden
Auftrages, der die Vermarktung oder
auch Öffentlichmachung eines Pro-
duktes zum Ziele hat. Das Produkt
selbst kann sowohl ökonomischer
Art sein als auch nichtökonomischen
Zielen dienen. B. bedeutet Vorbe-
reitung. Aufgabenstellung, Zielset-
zung und Vorgaben, müssen immer
vom Auftraggeber vorgegeben wer-
den.
Unerläßlich während der Vorberei-
tungsphase ist das Briefinggespräch.
Der Auftragnehmer hat die Aufga-
be, alle für die Durchführung des
Projekts notwendigen Informationen
zu erfragen. Hier werden das Arbeit-
sprogramm erstellt, der Leistungs-
umfang, Arbeitsablauf und Zeitauf-
wand ermittelt. B. ermöglicht das
Erstellen eines konkreten Ar-beits-
programms. Das gilt einerseits für
die Präzisierung des Leistungsum-
fangs (Arbeitsablauf, Zeitaufwand),
wie auch für die Vorkalkulation
(voraussichtlicher Kostenumfang).
Erst ein präzises B. bildet die soli-
de Grundlage für eine störungsfreie
Zusammenarbeit zwischen Auftrag-
geber und Auftragnehmer.
Briefkopf
Lesen Sie nach unter: Fortsetzungs-
blätter.
Brieföffner
Briefhüllen können manuell mit
einem B. oder mit einer Brieföff-
nermaschine geöffnet werden. Die
Maschine schneidet, ohne dabei den
Briefinhalt zu beschädigen, einen
schmalen Streifen vom oberen Rand
ab.
Briefstil
Der Ton macht die Musik. Beim
Geschäftsbrief kommt es auf tref-
fende und präzise Formulierungen
an. Das entsprechende Mittel ist der
Stil, d. h. die Ausdrucksweise, hin-
ter der eine Absicht steht. Im vor-
aus muß der Inhalt eines Briefes
überlegt werden. Diese Eingren-
zungsform bestimmt den angemes-
senen B.
Ein guter B. ist daran zu erkennen,
daß die Sätze verständlich formuliert
sind.
Warum ein zusammengesetztes
Wort verwenden, wenn ein einfa-
ches klarer ist. Ein einfaches Wort
ist gegenüber einem zusammenge-
setzten vorzuziehen. Diese "Überle-
gung sollte vorgenommen werden."
(Sehr umständlich!) - Besser: Über-
legen Sie ... , worauf es ankommt.
Das erleichtert in der Geschäftswelt
die Verständigung.
Briefwaage
Das korrekte Frankieren ist von dem
exakten Auswiegen der Postsen-
dungen abhängig. Elektronische B.
zeigen nicht nur das Gewicht an,
Bruttosozialprodukt
sondern rechnen auch nach der gül-
tigen Gebührenordnung die Postge-
bühren aus. Ändern sich die Postge-
bühren, wird der Gebührenspeicher
in den Waagen einfach ausgetauscht.
Brüssel
Lesen Sie nach unter: Eurocham-
bres.
brutto
im kaufmännischen Sinne vor
Abzug der Steuern usw. (Bruttoge-
winn, Bruttopreis) oder im Sinne
von Bruttogewicht, mit Verpackung.
Das Gewicht der Verpackung wäre
Tara.
Lesen Sie auch: netto.
Bruttosozialprodukt
Das B. (BSP) zu Marktpreisen ist
der Wert aller Güter und Dienstlei-
stungen, die in einer bestimmten
Periode von Inländern erzeugt wur-
den, aber nicht in derselben Periode
im inländischen Produktionsprozeß
verbraucht worden sind.
Das B. ist das gebräuchlichste Maß
zur Erfassung der Leistungsfahigkeit
einer Volkswirtschaft. Weiterhin ist
es eine zentrale Größe in der volks-
wirtschaftlichen Gesamtrechnung.
Im Rahmen der volkswirtschaftli-
chen Gesamtrechnung der Bundes-
republik Deutschland wird u. a.
gezeigt, in welchen Wirtschaftsbe-
reichen es entsteht und wie es ver-
wendet wird.
Lesen Sie auch: Depression, Kon-
junktur, Nettosozialprodukt, Pro-
Kopf-Einkommen, Staatsausgaben,
volkswirtschaftliche Gesamtrech-
nung.
99
BSP
BSP
Abk. für Bruttosozialprodukt.
Btx
ist die umgangssprachliche Abk. für
Bildschirmtext. Btx ist einer der
vielseitigsten Telekommunikations-
dienste, der von der TELEKOM
Deutsche Bundespost betrieben
wird. Nachrichten und Daten wer-
den über das Fernmeldenetz (Tele-
fonleitungen) übertragen und auf
dem Bildschirm eines Fernsehappa-
rates, PC (Personal Computer) oder
dgl. sichtbar gemacht.
Zum Zweck des Empfangs benötigt
der Btx-Teilnehmer einen Decoder
zur Datenentschlüsselung und ein
Modem für den Telefonanschluß.
Während des Empfangs von Btx ist
der Telefonanschluß besetzt. Ähn-
lich wie ein Telefon wird Btx
sowohl privat als auch geschäftlich
genutzt. Beispiele: Auskünfte ein-
holen, Bestellungen aufgeben, Kon-
tostände lesen, Spiele spielen ...
Lesen Sie auch: Personal Computer,
TELEKOM, Telekommunikations-
dienste.
Buchbesprechung
Kommt ein Buch, sei es ein Fach-
buch, ein Sachbuch oder Unterhal-
tungsliteratur, neu auf den Markt, so
frodet man häufig in den Tageszei-
tungen, in Fachzeitschriften, Illu-
strierten, in entsprechendem Wer-
bematerial der Buchhandlungen Kri-
tiken zu diesem Werk.
Dabei wird u. a. der Inhalt zusam-
mengefaßt wiedergegeben, auf den
Autor eingegangen, das Werk in das
Gesamtwerk eines Autors eingeord-
100
net, der Inhalt an der Realität gemes-
sen. Einige Kritiker versuchen, so
objektiv wie möglich zu sein, um
den Leser zwar für das Buch zu
interessieren, ihm aber die Mög-
lichkeit zu lassen, sich seine eigene
Meinung zu bilden. Andere Kritiker
geben sehr detailliert ihre eigene
Meinung wieder.
Büchersendung
Die B. ist eine gebührengünstige
Versendungsart für Bücher, Bro-
schüren, Notenblätter, Bücherzettel,
Landkarten. Das Wort ,,Büchersen-
dung" muß außen auf dem
Umschlag oder dem Paket vermerkt
sein.
Buchführung
(auch Buchhaltung). Die B. ist eine
periodische Rechnung. Sie erfaßt die
Bestände des Vermögens und des
Kapitals und die Veränderungen
innerhalb einer Periode (Jahr, Quar-
tal, Monat). Hierdurch werden der
Erfolg, Gewinn oder Verlust im
Rechnungszeitraum ermittelt.
Lesen Sie auch: Grundsätze ord-
nungsgemäßer Buchführung, Jour-
nal.
Buchgeld
Lesen Sie nach unter: Devisen,
Giralgeld.
Buchstabler-Alphabet
1. Deutsches Buchstabier-Alphabet:
A=Anton
Ä=Ärger
B =Berta
C = Cäsar
Ch = Charlotte
D=Dora
E =Emil
F = Friedrich
G=Gustav
H=Heinrich
I=Ida
J = Julius
K=Kaufmann
L=Ludwig
M=Martha
N = Nordpol
o =Otto
Ö=Ökonom
P=Paula
Q=Quelle
R=Richard
S = Samuel
Sch = Schule
T=Theodor
U = Ulrich
Ü=Übermut
V =Viktor
W=Wilhelm
X = Xanthippe
Y=Ypsilon
Z = Zacharias
2. Internationales Buchstabier-Al-
phabet:
A = Amsterdam
B = Baltimore
C = Casablanca
D=Dänemark
E=Edison
F = Florida
G = Gallipoli
H=Havanna
1= Italia
J = Jerusalern
K = Kilogramm
L = Liverpool
M = Madagaskar
N=NewYork
O=Oslo
P= Paris
Q=Quebec
R=Roma
S = Santiago
T = Tripoli
U=Uppsala
V = Valencia
W = Washington
X = Xanthippe
Y=Yokohama
Z=Zürich
Buchung
Budget
Lesen Sie nach unter: Hotelreser-
vierung.
Buchungsbelege
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aujbewahrungsfristen.
Buchungsliste
Die B. ist eine Aufstellung aller aus-
geführten Buchungen. Sie dient der
Zusammenfassung und Kontrolle
der Buchungen.
Buchungsmaschine
Über die B. werden wirtschaftliche
Vorgänge erfaßt und fortgeschrie-
ben. Das Journal bestimmt die zeit-
liche Reihenfolge, und die Konten
gewährleisten die sachliche Reihen-
folge. Die B. addiert und subtrahiert
lediglich. Das Journal und die Kon-
tokarte werden in einem Arbeits-
gang beschriftet. Heutige B. können
auch andere Abrechnungsarbeiten
ausführen.
Budget
Lesen Sie nach unter: Haushalts-
plan.
101
Buffer
BuHer
(Puffer) ist das engl. Wort für Notiz-
oder Zwischenspeicher im Arbeits-
speicher eines pes.
Bund Deutscher
Sekretärinnen e. V.
Lesen Sie nach unter: BDS.
Bundesanstalt für Arbeit
(BA) ist mit Gesetz vom 10.3.1952
gegründet worden und hat ihren Sitz
in Nürnberg. Ihre unteren Verwal-
tungsstellen sind die Landesar-
beitsämter und die örtlichen
Arbeitsämter. Zu ihren Aufgaben
gehören: Berufsberatung, Ausbil-
dungsplatzvermittlung, Förderung
der beruflichen Bildung, Betreuung
der Arbeitslosen, Abwicklung der
Arbeitslosenversicherung und Zah-
lung von Kindergeld. Die BA hat
das Monopol zur Arbeitsvermitt-
lung in der Bundesrepublik Deutsch-
land.
Lesen Sie auch: Arbeitsamt, Arbeits-
losenversicherung, Arbeitsmarktpo-
litik, Berufsberatung.
Bundesarbeitsgericht
Lesen Sie nach unter: Aussperrung.
Bundesbankgesetz
(BBankG) vom 26.7.1957 (Bundes-
gesetzblatt I, S. 745) regelt die
Belange der Deutschen Bundesbank.
Mit diesem Gesetz wurde am
1.8.1957 die Deutsche Bundesbank
gegründet. Damit erfüllte der Bund
die Verpflichtung des Artikels 88
aus dem Grundgesetz zur Errichtung
einer Währungs- und Notenbank als
Bundesbank.
102
Bundesdatenschutzgesetz
(BDSG) vom 27.1.1977. Aufgabe ist
es, personenbezogene Daten vor
Mißbrauch bei ihrer Speicherung,
Übermittlung, Veränderung und
Löschung zu schützen. Zuwider-
handlungen werden als Straftat mit
Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren
oder mit Geldstrafe oder als Ord-
nungswidrigkeit mit Geldbußen bis
zu 50 000 DM geahndet.
Das unbefugte Verschaffen von
Daten wird mit Freiheitsstrafen bis
zu drei Jahren oder Geldbußen
geahndet. Strafbar macht sich auch,
wer rechtswidrig Daten löscht,
unterdrückt, unbrauchbar macht
oder verändert oder dies versucht.
Auch wer eine Datenverarbeitungs-
anlage oder Datenträger zerstört,
beschädigt, unbrauchbar macht,
beseitigt oder verändert, macht sich
strafbar.
Bundesgerichtshof
(BGH). Der BGH ist der oberste
Gerichtshof des Bundes im Bereich
der ordentlichen (Straf- und Zivil-)
Gerichtsbarkeit. Sein Sitz ist in
Karlsruhe; der 5. Strafsenat hat sei-
nen Sitz in Berlin. Im Gerichtsver-
fassungsgesetz (GVG) sind Organi-
sation und Zuständigkeit geregelt
(§§ 123 - 140 GVG). Das Gericht ist
mit dem Präsidenten, den Vorsit-
zenden Richtern und Richtern
besetzt. Es sind Zivil- und Strafse-
nate gebildet, zusätzlich gibt es noch
Senate für Sondergebiete, z. B. für
Anwaltssachen. In den Senaten ent-
scheiden fünf Richter, in Strafsachen
über Beschwerden in der Regel drei
Richter. Außerdem bestehen Große
Senate für Zivilsachen und für Straf-
sachen sowie die Vereinigten
Großen Senate. Der BGH ist in
Zivilsachen Revisionsinstanz gegen
Endurteile des Oberlandesgerichts
und zuständig für die Sprungrevisi-
on gegen Endurteile des Landge-
richts.
Bundeshaushalt
Der B. ist der Haushaltsplan des
Bundes. Er besteht aus einer Auf-
stellung der erwarteten Einnahmen
und der vorgesehenen Ausgaben im
Planungszeitraum. Er wird jährlich
erstellt und ist richtungsweisend und
maßgebend für die zukünftige Haus-
haltsführung. Entworfen wird er von
der Regierung, die ihn daraufhin
dein Parlament zur Beratung vorlegt.
Nach der Beratung und eventuellen
Änderungen seitens des Parlamen-
tes wird er verabschiedet und
dadurch zu einem Bundesgesetz.
Sollte sich nach der Verabschie-
dung, aufgrund der aktuellen wirt-
schaftlichen oder politischen Situa-
tion, herausstellen, daß der B. geän-
dert werden muß, kann die Regie-
rung einen Nachtragshaushaltsplan
entwerfen; auch dieser muß vom
Parlament bewilligt und als Nach-
tragshaushalt verabschiedet werden.
Bundeshoheit
Lesen Sie nach unter: Länderhoheit.
Bundeskanzler
Der B. in der Bundesrepublik
Deutschland ist der Leiter der Bun-
desregierung, der verantwortlich die
Richtlinien der Politik bestimmt
sowie die Bundesminister vor-
Bundesländer
schlägt. Er wird auf Vorschlag des
Bundespräsidenten vom Bundestag
gewählt. Der Bundestag ist nicht an
den Vorschlag des Bundespräsiden-
ten gebunden. Der B. ist gewählt,
wenn er die absolute Mehrheit der
Stimmen erhält. Sollte in den ersten
beiden Wahlgängen kein Kandidat
die absolute Mehrheit erlangen,
genügt im dritten Wahlgang die ein-
fache Mehrheit. Sein Amt endet mit
dem Zusammentritt eines neuen
Bundestages oder wenn der Bun-
destag ein Mißtrauensvotum aus-
spricht und einen Nachfolger wählt.
Lesen Sie auch: Konstruktives
Mißtrauensvotum, Richtlinienkom-
petenz , Vertrauensfrage.
Bundeskartellamt
Das B. ist eine obere Bundesbehör-
de mit Sitz in Berlin. Es wacht auf
der Grundlage des Kartellgesetzes
über Störungen des Wettbewerbs z.
B. durch Kartelle und Konzentrati-
onen in der Wirtschaft. Gegen sei-
ne Entscheidungen kann geklagt
werden. Der Bundeswirtschaftsmi-
nister ist gegenüber dem B. wei-
sungsberechtigt.
Lesen Sie auch: Wettbewerb.
Bundesländer
Die B. sind die Einzelstaaten, aus
denen der Bundesstaat Bundesrepu-
blik Deutschland besteht (gleiches
gilt für Österreich). Sie wurden nach
dem Zweiten Weltkrieg von den
Westalliierten entsprechend ihrer
Entscheidung, die Bundesrepublik
als föderative Staatsform zu organi-
sieren, festgelegt. 1952 wurden die
ursprünglichen B. Württemberg-
103
Bundesminister
Baden, Württemberg-Hohenzollern
und Baden zu einem B. Baden-
Württemberg zusammengefaßt;
1956 schloß sich das Saarland durch
Volksentscheid dem Bundesstaat an.
Durch den durch die Wiedervereini-
gung bedingten Beitritt der fünf neu-
en B. erhöhte sich die Anzahl 1990
auf insgesamt 16 B.
Da die B. mehr oder weniger will-
kürlich festgelegt wurden, ergeben
sich, vor allem hinsichtlich des wirt-
schaftlichen Potentials, markante
Unterschiede zwischen den einzel-
nen Ländern. Im finanziellen
Bereich schafft hierbei der sog.
Finanzausgleich eine Abhilfe, der
die steuerstärkeren zur Unterstüt-
zung der steuerärmeren B. ver-
pflichtet. Jedoch greift der Bund
auch in andere Bereiche ein, um
möglichst homogene Rahmenbedin-
gungen zu schaffen. Die B. sind an
diesen Entscheidungen auch betei-
ligt, einerseits durch den Bundesrat,
der u. a. bei der Gesetzgebung des
Bundes Mitwirkungsrecht besitzt,
andererseits durch eine unüber-
schaubare Verflechtung von Bund
und Ländern in Gestalt der Bund-
Länder-Ausschüsse sowie den regel-
mäßigen Treffen der Vertreter von
Bundes- und Landesregierung bzw.
-bürokratie.
Obgleich anfänglich eine verhält-
nismäßig strenge Kompetenzvertei-
lung zwischen Bund und Ländern
vorgesehen war, bei der die Länder
sich weitestgehend selbständig
regieren sollten, hat der Bund in
zunehmendem Maße Einfluß auf die
Länder gewonnen, so daß die Eigen-
verantwortlichkeit der Länder mitt-
104
lerweile auf einige wenige Gebiete
beschränkt ist (Länderhoheit). Auch
hat die Kooperation der Länder
untereinander, in Form der Konfe-
renzen der Fachminister, der Mini-
sterpräsidenten oder der Bildung
gemeinsamer Kommissionen, zur
wachsenden Durchlöcherung des
Prinzips der eigenverantwortlichen
und selbständigen Regierungsarbeit
der Länder geführt.
Lesen Sie auch: Föderalismus, Län-
derhoheit.
Bundesminister
Die B. gehören der Bundesregierung
an. Sie werden auf Vorschlag des
Bundeskanzlers vom Bundespräsi-
denten ernannt und entlassen. Der
Bundespräsident hat kein Recht auf
Widerspruch. Ihre Amtszeit endet
mit der Wahl eines neuen Bundes-
kanzlers. Die B. leiten jeweils ein
Bundesministerium.
Zur Zeit gibt es folgende Bundes-
ministerien:
1. des Auswärtigen,
2. des Innern,
3. der Justiz,
4. der Finanzen,
5. für Wirtschaft,
6. für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten,
7. für Arbeit und Sozialordnung,
8. für Verteidigung,
9. für Familie und Senioren,
10. für Frauen und Jugend,
11. für Gesundheit,
12. für Verkehr,
13. für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit,
14. für Post- und Telekommunikati-
on,
15. für Raumordnung, Bauwesen
und Städtebau,
16. für Forschung und Technologie,
17. für Bildung und Wissenschaft,
18. für wirtschaftliche Zusammen-
arbeit.
Lesen Sie auch: Kabinett.
Bundespräsident
Der B. ist das Staatsoberhaupt der
Bundesrepublik Deutschland. Er
wird von der Bundesversammlung
für fünf Jahre gewählt und reprä-
sentiert die staatliche Einheit der
Bundesrepublik Deutschland nach
außen und innen, vertritt den Bund
völkerrechtlich, schlägt einen neuen
Bundeskanzler vor und ernennt und
entläßt Bundesbeamte und -richter.
Bundesrat
Der B. ist das staatspolitische Organ,
durch das die verfassungsmäßige
Beteiligung der Bundesländer an der
Bundespolitik realisiert wird. Er
setzt sich zusammen aus drei bis
sechs Vertretern eines jeden Bun-
deslandes, abhängig von der jewei-
ligen Bevölkerungszahl. Diese Ver-
treter (insgesamt 68 Mitglieder) wer-
den von den Landesregierungen ent-
sendet und sind bei Abstimmungen
an deren Weisung gebunden.
Der durch den B. jährlich gewählte
Bundesratspräsident ist gleichzeitig
Stellvertreter des Bundespräsiden-
ten. Die Verfassung sieht den B. als
mitwirkende Instanz bei bestimmten
politischen Entscheidungsfindungen
bezüglich der Verwaltung bzw. der
Gesetzgebung vor. Er verkörpert
also keine gleichwertige Kraft neben
dem Bundestag, er beschließt keine
Bundesstaat
Gesetze, sondern stimmt ihnen
höchstens zu. Seine Mitwirkung
umschließt vor allem folgende
Bereiche:
Einbringen von Gesetzesvorlagen;
Zustimmung oder Ablehnung bei
zustimmungspflichtigen Gesetzen;
Wahl der Hälfte der Bundesverfas-
sungsrichter.
Lesen Sie auch: Landtag, Parla-
ment.
Bundesregierung
Die B. der Bundesrepublik Deutsch-
land besteht aus dem Bundeskanzler
und den Bundesministern. Der Bun-
deskanzler wird vom Bundespräsi-
denten vorgeschlagen und vom Bun-
destag gewählt. Die Bundesminister
werden auf Vorschlag des Bundes-
kanzlers vom Bundespräsidenten
formell ernannt. Die B. stellt das
Oberhaupt der vollziehenden Gewalt
(Exekutive) dar. Sie beaufsichtigt,
befördert und ernennt die Mitarbei-
ter des öffentlichen Dienstes. Der
Bundeskanzler bestimmt die Richt-
linien der Politik, und die Bundes-
minister verwalten ihre Geschäfts-
bereiche innerhalb der Richtlinien-
kompetenz selbständig und eigen-
verantwortlich.
Bundesstaat
Ein B. ist eine föderativ organisier-
te Staatsform. Er besteht aus Ein-
zelstaaten, die sich zu einem Bund
zusammengeschlossen haben. Die
Gesamtheit der einzelnen Staaten
und des Bundes bezeichnet man als
den Gesamtstaat. Die Einzelstaaten
behalten hierbei ihre Souveränität,
die sich jedoch auf gewisse, verfas-
105
Bundestag
sungsrechtlich geregelte Kompeten-
zen beschränkt. Der Bund vertritt
eine den Einzelstaaten übergeord-
nete Staatsgewalt. Auch die Bun-
desrepublik Deutschland ist ein B.
Die in ihr zusammengeschlossenen
Einzelstaaten sind die Bundesländer.
Hinsichtlich der Gesetzgebung wird
unterschieden zwischen ausschließ-
licher Gesetzgebung entweder des
Bundes oder des Landes, der
gesamtstaatlichen Gesetzgebung, bei
der Bund und Länder gemeinsame
Kompetenz besitzen (Rahrnenge-
setzgebung), und der konkurrieren-
den Gesetzgebung. Bei konkurrie-
renden Gesetzen, d. h. es existieren
verschieden lautende Bundes- und
Landesgesetze bezüglich eines glei-
chen Sachverhaltes, gilt grundsätz-
lich "Bundesrecht bricht Landes-
recht".
Lesen Sie auch: Föderalismus, Staa-
tenbund.
Bundestag
Der B. ist das Parlament der Bun-
desrepublik Deutschland. Er ver-
körpert bzw. vertritt das Volk, das
über seine Zusammensetzung (662
Abgeordnete) in direkter Wahl ent-
scheidet. Er gewährleistet die (indi-
rekte) Mitwirkung des Volkes bei
der Ausübung der Staatsgewalt und
ist somit das zentrale Organ der par-
lamentarischen Demokratie par
excellence.
Im einzelnen hat er folgende Funk-
tionen:
- Wahl des Kanzlers und damit der
Regierung bzw. Abwahl des
Kanzlers (konstruktives Mißtrau-
ensvotum);
106
- Kontrolle der Regierung (v.a.
durch die Opposition) und der
Verwaltung;
- Gesetzgebung (unter Mitwirkung
des Bundesrates);
- Wahl des Bundespräsidenten (als
Teil der Bundesvollversammlung)
und Wahl der Hälfte der Verfas-
sungsrichter.
Der B. setzt sich aus verschiedenen
Parteien bzw. Fraktionen zusam-
men, wobei eine Fraktion minde-
stens 5 % der Bundestagssitze
innehat (Fünf-Prozent-Klausel).
Sind mehrere Fraktionen an der
Regierung beteiligt, so spricht man
von einer (Regierungs-) Koalition.
Die nicht an der Regierung beteilig-
ten Parteien bilden die Opposition.
Gewählt wird der B. jeweils für vier
Jahre. Seine vorzeitige Auflösung
kann nur durch den Bundespräsi-
denten vorgenommen werden, ent-
weder auf grund seiner persönlichen
Entscheidung nach der Wahl eines
Minderheitenkanzlers oder auf
Antrag des Bundeskanzlers, nach-
dem diesem im Zuge der Vertrau-
ensfrage das Vertrauen entzogen
wurde.
Lesen Sie auch: Ältestenrat, Direkt-
wahl, Hammelsprung, Konstruktives
Mißtrauensvotum, Opposition, Par-
lament, Vermittlungsausschuß.
Bundestagspräsident
Der Bundestag wählt seinen B. Die-
ser übt das Hausrecht und die Sit-
zungsgewalt im Gebäude des Bun-
destages aus. Das heißt, daß
Beschlagnahmen und Durchsuchun-
gen in den Räumen des Bundestages
nur mit Zustimmung des B. erfolgen
dürfen. Ebenso kann er Redner "zur
Sache" oder "zur Ordnung" rufen
und ihnen nach dreimaliger Ermah-
nung das Wort entziehen und sie bei
groben Verstößen von der Sitzung
oder von weiteren Sitzungen aus-
schließen. Die Aufgaben des B. sind
in der Geschäftsordnung des Bun-
destages festgelegt.
Bundestagswahl
Lesen Sie nach unter: Landesliste,
Verhältniswahl.
Bundesverfassungsgericht
(BVerfG). Das B. ist ein allen ande-
ren Verfassungsorganen (vor allem
dem Bundestag und der Bundesre-
gierung) gegenüber selbständiger
und unabhängiger Gerichtshof des
Bundes mit Sitz in Karlsruhe. Es übt
neben den Verfassungsgerichtshö-
fen (Staatsgerichtshöfen) der Länder
die Verfassungsgerichtsbarkeit der
Bundesrepublik aus. Es besteht aus
zwei Senaten mit je acht Richtern,
die die Fähigkeit zum Richteramt
besitzen, das 40. Lebensjahr vollen-
det haben und zum Bundestag wähl-
bar sein müssen. Drei Richter jedes
Senats müssen von einem Obersten
Bundesgericht stammen. Sie werden
je- zur Hälfte von Bundestag und
Bundesrat gewählt und vom Bun-
despräsidenten ernannt. Die Amts-
zeit beträgt zwölf Jahre, längstens
bis zur Altersgrenze von 68 Jahren,
eine Wiederwahl ist ausgeschlossen.
Die Zuständigkeit und Verfassung
des B. sowie die Verfahrensvor-
schriften sind in den Artikeln 93, 94
GG und im Gesetz über das Bun-
desverfassungsgericht (BVerfGG) in
Bürodiktiergerät
der Fassung vom 12.12.1985 gere-
gelt.
Lesen Sie auch: Normenkontroll-
klage, Verfassungsbeschwerde.
Bundesversammlung
Lesen Sie nach unter: Bundespräsi-
dent.
Bürger
Lesen Sie nach unter: Öffentliches
Recht.
Bürgerliches Gesetzbuch
(BGB). Vereinfacht gesagt enthält
es die Gesetze, die unser "Zusam-
menleben" regeln. Es ist in fünf Tei-
le unterteilt, die Bücher genannt
werden: Allgemeiner Teil, Schuld-
recht, Sachenrecht, Familienrecht
und Erbrecht.
Lesen Sie auch: Privates Recht,
Zivilrecht.
Bürgschaft
Durch B. wird das Kreditrisiko des
Kreditgebers durch einen Dritten
zusätzlich abgesichert. Der Bürge
verpflichtet sich, für die Erfüllung
der Verbindlichkeiten des Kredit-
nehmers einzustehen.
Lesen Sie auch: Ausfallbürgschaft,
Kaution.
Bürgschaftsverpflichtungen
Lesen Sie nach unter: Generalvoll-
macht.
Bürodiktiergerät
ist ein Tonaufzeichnungsgerät, das
von seinen Abmessungen und seinen
Funktionsmerkmalen für den sta-
tionären Gebrauch in einem Büro
107
Bürogehilfin
geeignet ist und bei dem besonders
auf gute Wiedergabequalität geach-
tet werden sollte. Es besitzt einen
Netzanschluß und ist mit Aufnahme-
und Wiedergabefunktionen ausge-
stattet.
Lesen Sie auch: Diktiergerät, Hand-
diktiergerät, Reisediktiergerät.
Bürogehilfin
nennt sich heute Kaufmann/Kauf-
frau für Bürokommunikation. Die
Ausbildungszeit beträgt drei Jahre.
Unter bestimmten Voraussetzungen
ist eine Verkürzung der Ausbil-
dungsdauer möglich. Nach erfolg-
reich abgeschlossener Berufsausbil-
dung können Kaufleute für Büro-
kommunikation in Bereichen der
Bürokommunikation oder -koordi-
nation, der Textverarbeitung sowie
im bereichsbezogenen Personal- und
Rechnungswesen oder in der Sach-
bearbeitung der jeweiligen Einsatz-
bereiche tätig sein. Ganz sicher eine
Basis für den Sekretärinnenberuf.
Bürokauffrau/Bürokaufmann
Die Ausbildungszeit beträgt drei
Jahre und kann unter bestimmten
Voraussetzungen - wie bei der
Bürogehilfin - verkürzt werden.
Nach erfolgreich abgeschlossener
Ausbildung bieten sich u. a. Aus-
übungsmöglichkeiten in den Berei-
chen Buchführung, Kostenrechnung,
Personalverwaltung und Entgeltab-
rechnung sowie Auftrags- und Rech-
nungsbearbeitung und Lagerhaltung
in Betrieben verschiedener Wirt-
schaftszweige und Branchen. Diese
Ausbildung ist wesentlich umfang-
reicher als die Ausbildung zur
108
,,Kauffrau für Bürokommunikation"
und deswegen auch eine gute Basis
für den Sekretärinnenberuf.
Lesen Sie auch: Bürogehilfin.
Bürokommunikation
ist ein Thema, das im heutigen Infor-
mationszeitalter immer mehr an
Bedeutung gewonnen hat. Das Tele-
fon ist durch Telex- und Teletex-
dienst, Btx, Telefax, PC, HOST-
Anlagen (bei dem jeder Arbeitsplatz
über einen Terminal mit einem
Rechner verbunden ist) etc. ergänzt
worden. Die Schreibmaschine mutet
heute schon altertümlich an und wird
nur noch wenig genutzt. B. der
Zukunft bedeutet, von einem
Arbeitsplatz aus - multifunktionaler
Terminal - mehrere Techniken und
Systeme (Textverarbeitung, Text-
kommunikation wie Fax, Telex etc.,
Datenverarbeitung, GrafIkprogram-
me, Datenbanken etc.) nutzen zu
können. Dazu benötigt werden
Computer, Programme und Über-
tragungsnetze, die kompatibel sind.
Büromaterial
Unter B. versteht man alles, was not-
wendig ist, um einen Arbeitsplatz
sinnvoll auszustatten und um vor-
handene Geräte (Fax, Schreibma-
schine, Computer etc.) betriebsbe-
reit zu halten. Ob Schreibutensilien,
Stifte, Papier in den unterschied-
lichsten Dicken, Locher, Ordner,
Farbbänder etc.: Sie sollten immer
einen gewissen Vorrat haben.
Genaue Kenntnisse über im Betrieb
übliches Material und das Angebot
der Zulieferfirmen sollten Sie sich
aneignen und einen Ordner, ggf.
bebildert, anlegen. Dies vereinfacht
die Nachbestellung. Fast alle Büro-
materiallieferanten bieten heute auch
ökologisches Material an. Wenn
möglich, sollten Sie darauf zurück-
greifen.
Lesen Sie auch: Ökologie, Umwelt-
schutz im Büroalltag.
Büromaterialverwaltung
In vielen Betrieben fallt die B. in
Ihren Aufgabenbereich. Größere Fir-
men bestellen über eine zentrale Ein-
kaufsabteilung, was Sie nicht davon
entbindet, Büromaterial für Ihre
Abteilung zu verwalten, zu verteilen
und zu bestellen.
Tips: Eine kleine Statistik über den
durchschnittlichen Wochenver-
brauch erleichtert Ihnen die "früh-
und rechtzeitige" Nachbestellung.
Eine detaillierte Aufstellung der
anfallenden Kosten sollten Sie kon-
tinuierlich erstellen. Zur Vermei-
dung evtl. Mißbrauches sollten Sie
eine Personen-Checkliste führen, auf
der verzeichnet ist, wer wann wel-
ches Material erhalten hat. Gerne
wird firmeneigenes Büromaterial
nämlich auch für den Hausgebrauch
verwendet.
Büropersonal
- und zwar gutes - ist heute schwe-
rer denn je zu finden. Personal im
Bürobereich kann aus den unter-
schiedlichsten Berufen stammen, z.
B. Industriekaufleute, Groß- und
Außenhandelskaufleute, Rechtsan-
waltsgehilfen, Steuer- und Notarge-
hilfen. Sie werden meist fachbezo-
gen eingesetzt (z. B. die Steuerfach-
gehilfin in der Buchhaltung, die
Bürostuhl
Rechtsanwaltsgehilfin in der Rechts-
abteilung) oder auch als Sekretärin
in den unterschiedlichsten Berei-
chen. Auch spielen für Einsatzmög-
lichkeiten die nach der Berufsaus-
bildung durchgeführten Weiterbil-
dungsmaßnahmen (z. B. zur geprüf-
ten Sekretärin IHK, zur Chefassi-
stentin oder Sprachausbildungen)
eine wesentliche Rolle.
Lesen Sie auch: Bürogehilfin, Büro-
kauflTaulBürokaufmann.
Bürostuhl
Dauerndes Sitzen verursacht
Beschwerden vor allem im Bereich
der Bandscheiben, Rückenmuskula-
tur, Hen und Beine. Um die gesund-
heitlichen Schäden möglichst gering
zu halten, sollten hohe Anforderun-
gen an den B. gestellt werden:
- Die Höhe der Sitzfläche muß ver-
stellbar sein. Die Sitzfläche muß
nach vom ausreichend abgerundet
sein. Möglichst sollte die Neigung
der Sitzfläche auch verstellbar
sein.
- Die Rückenlehne soll so einstell-
bar sein, daß sie den Bewegungen
des Rückens folgt. Das entlastet
die Wirbelsäule und trägt zur
Ernährung der Bandscheiben mit
Gewebeflüssigkeit bei.
- Die Bedienungselemente sollen im
Sitzen greifbar sein. Jede Funkti-
on soll ihr eigenes Bedienungs-
element haben. Nur so läßt sich die
optimale Einstellung problemlos
fmden.
- Armlehnen sollen nach vorn
geschlossen sein, damit Klei-
dungsstücke sich nicht verhaken
können. Sie sollen die Sitzfläche
109
Business Management
nicht einengen und lang und breit
genug sein, um die Arme wirklich
darauf ablegen zu können.
- Der B. soll auch gefallen. Auch
wer den besten B. hat, soll sich
möglichst oft bewegen oder
zumindest eine unterschiedliche
Sitzhaltung einnehmen.
Lesen Sie auch: Ergonomie, Kör-
perhaltung, Sitzhöhe.
Business Management
ist der engl. Ausdruck für Betriebs-
wirtschaft. B. M. vermittelt wissen-
schaftliche Erkenntnisse über den
Aufbau und die Vorgänge in betrieb-
lich organisierten Strukturen. B. M.
beinhaltet auch Analysen und Ver-
gleiche zum Verhältnis von Mittel-
einsatz und -zweck, sowie deren
Bewertung im Hinblick auf die
Gestaltung zielorientierter Prozesse.
Businessgrafik
ist die grafische Darstellung von
110
Diagrammen in verschiedenen For-
men. Wichtige Darstellungsformen
sind vor allem Kreis- und Balken-
diagramm.
BVerfG
Abk. für Bundesverfassungsgericht.
BVerfGG
Abk. für Gesetz über das Bundes-
verfassungsgericht.
BWL
Abk. für Betriebswirtschaftslehre.
Byte
Ein B. wird in der Datenverarbei-
tung aus acht Bits zusarnmengefaßt,
daraus lassen sich 256 Bitkombina-
tionen darstellen. Ein B. wird als
kleinste adressierbare Speicherein-
heit innerhalb eines Datenverarbei-
tungssystems bezeichnet und gilt
somit als Maß für die Speicherka-
pazität.
CAD
Abk. für Computer Aided Design.
Der Bildschirm wird sozusagen zum
Zeichenbrett von Entwicklern.
Canapes
und kleine Happen zu Getränken
sind so klein, daß man sie ohne
Besteck essen und auf einmal in den
Mund schieben kann. Sie als
Sekretärin und gute Gastgeberin
haben natürlich darauf geachtet, daß
Servietten für den Gast bereitliegen.
Auch in Gesprächsunterlagen sind
Fettflecken nicht beliebt! Werden
statt C. halbe belegte Brötchen oder
Baguettescheiben gereicht, sollten
Sie dafür sorgen, daß neben der Ser-
viette auch ein kleiner Teller für
jeden Gast bereit steht.
Caps Lock
Nach Betätigen der Taste "Caps
Lock" werden automatisch nur
Großbuchstaben geschrieben. Natür-
lich muß beim Schreiben von Zei-
chen zusätzlich der Umschalter
(Shift) betätigt werden. Wird die
"Caps Lock" -Taste aufgehoben,
geht es mit Kleinbuchstaben weiter.
Carnet (de passage)
ist ein Zollscheinheft, also ein Trans-
portpapier, welches erlaubt, Waren,
die eine bestimmte Wertgrenze
übersteigen, für bestimmte Zwecke
c
in ein anderes Zollgebiet zu trans-
portieren, ohne daß lokale Einfuhr-
abgaben fallig werden. Wichtig ist,
daß die Ware wieder ins ausführen-
de Land zurückgebracht wird. Das
C., mit einer Gültigkeit von einem
Jahr, wird bei der Industrie- und
Handelskammer beantragt, muß
vom lokalen Zoll abgestempelt wer-
den und das Handelsgut begleiten.
Beim Grenzübertritt muß es vorge-
legt und ebenfalls abgestempelt wer-
den. Mit dem Start des Binnen-
marktes ab 1993 ist innerhalb der
EG kein C. mehr erforderlich.
Cartrldge
ist eine Magnetbandkassette und
bezeichnet häufig die Kassette eines
Streamers. Oft heißen aber auch
Wechselplatten C.
Cash-flow
ist eine Kennzahl für die Selbstfi-
nanzierungskraft eines Unterneh-
mens. Sie gibt Auskunft darüber,
welche während einer Rechnungs-
periode (z. B. Geschäftsjahr) selbst-
erwirtschafteten Mittel zur freien
Finanzierung von z. B. Gewinnaus-
schüttung, Schuldentilgung oder
Investitionen zur Verfügung stehen.
Aus der Entwicklung und der Höhe
des C. kann auf die Ertragskraft,
Selbstfinanzierungskraft, Kredit-
würdigkeit und Expansionsfähigkeit
111
Cash Management
geschlossen werden. Der C. wird
ennittelt aus Iahresüberschuß
(Gewinn) + Abschreibungen auf
Anlagen + Rückstellungen.
Cash Management
Das C. M. beinhaltet die untemeh-
merische Finanzplanung zur Auf-
rechterhaltung der Liquidität und zur
profitablen Anlage freier Geldmit-
tel. Zu diesem Zwecke werden
Finanzpläne aufgestellt, die zu
jedem Zeitpunkt den Ausgleich flil-
liger Rechnungen garantieren und
gleichzeitig überschüssige flüssige
Mittel einer adäquaten Geldanlage-
fonn zuführen. Verschiedene Groß-
banken bieten spezielle C. M.-Syste-
me an.
CD·ROM
Abk. für Compact Disk Read Only
Memory. Datenträger auf CD-Basis,
mit festgelegtem, nicht veränderba-
rem Speicherinhalt, d. h. Daten kön-
nen nur gelesen werden. Da die
Speicherkapazität einer solchen CD
sehr hoch ist, werden üblicherwei-
se große Datenmengen, wie z. B.
Nachschlagewerke, Schriftpakete,
Kataloge usw., in dieser Fonn
gespeichert.
CDU
Die CDU (Christlich Demokratische
Union) ist eine der großen deutschen
Volksparteien. Thre Anhänger finden
sich in den verschiedensten Bevöl-
kerungsgruppen.
Seit 1949 stellt sie, mit Ausnahme
der BundestagswahI1972, zusam-
men mit der CSU die stärkste Frak-
tion im Bundestag.
112
Gegründet wurde sie im Dezember
1945 von vorwiegend christlich ori-
entierten Personen, die teilweise aus
der Zenb1nnSpartei hervorgingen. Es
waren jedoch genauso Protestanten
vertreten. Ziel war es, christliche
Politik, nicht zuletzt aufgrund der
Erfahrungen im Dritten Reich, auf
breiter Front gemeinsam durchzu-
setzen.
1949, bei der ersten Bundestags-
wahl, wurde Konrad Adenauer mit
der denkbar knappsten Mehrheit von
202 von insgesamt 402 Stimmen
zum ersten Bundeskanzler der Bun-
desrepublik gewählt. Die CDU führ-
te die Bundesregierung von da an bis
1969. Die wichtigsten Stationen der
Ära Adenauer:
- Entwicklung der sozialen Markt-
wirtschaft (Ludwig Erhard) mit
Hilfe der USA (Marshallplan),
- Ablehnung von Sozialisierungs-
bestrebungen,
- enge Zusammenarbeit mit der
Wirtschaft,
- Hinwendung zum Westen (u. a.
Eintritt in EWG/EG, NATO),
- Wiedereinführung der allgemei-
nen Wehrpflicht, gescheiterte
Wiedervereinigungspolitik.
1963 - Ablösung Adenauers durch
L. Erhard, 1966 - große Koalition
mit der SPD (Kanzler: Kurt G. Kie-
singer, CDU), 1968 - Notstandsge-
setze. Ab 1969 befand sich die CDU
in der Opposition, die v. a. durch fol-
gende Punkte gekennzeichnet war:
Kritik an den Ostverträgen und auch
bei anderen Themen harter Wider-
stand gegen die Regierungspolitik,
1972 - gescheitertes Mißtrauensvo-
tum Rainer Barzeis, nach der Bun-
destagswahl 1972 schwere Ausein-
andersetzungen mit der CSU, 1976
- Kanzlerkandidat Helmut Kohl ver-
liert die Bundestagswahl, nach
einem Wahlkampf, der von der CSU
und dem rechten Flügel der CDU
abgelehnt worden war. Nach der
Wahl beschloß die CSU die Frakti-
onsgemeinschaft mit der CDU zu
beenden. Der Beschluß wurde zwar
revidiert, doch die CDU stürzte in
eine schwere Krise. 1980 verlor
Franz Josef Strauß als Kanzlerkan-
didat der Union die Wahl, wodurch
seine Macht innerhalb der Union
und damit die Macht der CSU
bedeutend verringert wurde. 1982
stürzte H. Kohl Bundeskanzler Hel-
mut Schmidt durch konstruktives
Mißtrauensvotum. Seit dieser Zeit
stellt die CDU zusammen mit der
FDP die Regierung.
Lesen Sie auch: CSU, FDP, Repu-
blikaner, SPD.
CeBit
ist die jährliche Messe rund um die
Computertechnik in Hannover.
Centronics
ist die Bezeichnung für eine Paral-
lelschnittstelle, die erstmals von der
gleichnamigen Firma verwendet
wurde. Sie wird überwiegend zur
parallelen Datenübertragung zwi-
schen Personal Computer und
Drucker eingesetzt. Der Vorteil der
parallelen C.-Schnittstelle liegt dar-
in, daß die Datenübertragungsge-
schwindigkeit höher als bei der seri-
ellen Schnittstelle ist, da acht Bits
(ein Byte) nicht nacheinander, SOlJ-
dem gleichzeitig übertragen werden.
Check
Charisma
Das C. ist eine "übernatürliche",
"außeralltägliche" Ausstrahlung
einer Persönlichkeit, die die Person
dadurch als Führer, als Herrscher,
als Autorität im politischen, militäri-
schen oder religiösen Bereich
(Staatsmänner und -frauen, Heer-
führer, Religionsstifter, Unterneh-
mer, Demagogen, Künstler, Weise)
auszeichnet. Die Anhänger (Masse,
Volk, Untergebene, Fans) werden
durch das C. eines Menschen, beson-
ders in Krisenzeiten, fasziniert,
mobilisiert und manipuliert. Eine
Anhängerschaft ergibt sich eher "aus
dem Bauch heraus" als durch ratio-
nales Denken. Auch bei demokrati-
schen Wahlen (v. a. Direktwahlen)
spielen charismatische Eigenschaf-
ten von Kandidaten durchaus eine
große Rolle.
Chart
ist eng!. und bedeutet die grafische
Darstellung von Zahlen. Ob statisti-
sche Auswertungen oder Produkti-
onsvorausschau und Rückblick, häu-
fig werden C. angefertigt, um Vor-
träge bildlich zu unterstützen und
Entwicklungen zu verdeutlichen.
Die grafische Darstellung kann
jedoch auch sinnentstellend wirken,
weil Details oftmals nicht erfaßt und
berücksichtigt werden können.
Generell ist der C. ein nützliches
Mittel, um Tendenzen verständlich
darzustellen.
Lesen Sie auch: Flipchart, Folien.
Check
ist der eng!. Begriff für Überprü-
fung, Test.
113
Checkliste
Checkliste
sind Prüf- oder Kontrollisten zur
systematischen Bearbeitung von
sich wiederholenden Vorgängen. Sie
legen sich ein "schriftliches
Gedächtnis" an, in dem Sie alles
speichern, was für eine spezielle
Aufgabe von Belang ist. Die einzel-
nen Punkte werden dann nach logi-
schen Gesichtspunkten gegliedert.
Bei ähnlichen Vorgängen können
Sie diese Liste heranziehen und ggf.
ergänzen oder korrigieren. Durch die
Summe Ihrer Erfahrungen entsteht
eine Aufstellung, die alle wesentli-
chen Faktoren beinhaltet. Wenn Sie
mit C. arbeiten, stellen Sie sicher,
daß Sie alle Aspekte eines Themas
berücksichtigen und entlasten Ihr
Gedächtnis, da Sie nur Priifpunkt für
Priifpunkt durchgehen müssen. Bei-
spiele zum Einsatz von C. sind: Rei-
seplanung, Tagungs- und Konfe-
renzvorbereitung
Lesen Sie auch: Betthupferl, Messe-
checklisten.
Chef
Zu diesem Stichwort könnte man
sicher Bücher schreiben. Das wollen
wir hier nicht tun, sondern Ihnen
hilfreiche Tips aus der Praxis geben.
Sicher ist eines, nämlich daß Sie (die
Sekretärin) und der Chef ein gutes
Gespann sein oder werden sollten.
Ein Geschäftsführer aus der Scho-
koladenindustrie (und nach Aussa-
ge seiner beiden letzten Sekretärin-
nen auch ein sog. Muster-Chef)
äußerte sich spontan anläßlich einer
öffentlichen Diskussionsrunde zu
der Frage, wie sich für ihn das idea-
le Bild einer Chef-/Sekretärinnen-
114
Arbeitsbeziehung darstelle, folgen-
dermaßen: ,,Für einen erfolgreichen
Manager (Chef) ist eine funktionie-
rende Partnerschaft/Ehe eine wich-
tige und tragende Stütze für seine
Karriere. Die gute Chef-Sekretärin-
nen-Beziehung hat den Stellenwert
einer Ehe auf platonischer Ebene!"
Dieser Aussage ist nichts mehr hin-
zuzufügen.
Lesen Sie auch: Zusammenarbeit
mit dem Chef
Chefassistentin
ist die "Steigerung" zur Chefse-
kretärin. Sie übernimmt nicht nur die
üblichen Sekretariatsaufgaben (wie
Telefon, Terminkoordinierung, Rei-
seplanung und -abrechnung, Korre-
spondenz, Ablage ... ), sondern ist
darüber hinaus mit speziellen Pro-
jekten betraut. Bei C. handelt es sich
oftmals um Stabsstellen, die dem
Chef bei der Entscheidungsfindung
zuarbeiten (Analysen, Statistiken,
Auswertungen etc. sind Routineauf-
gaben). Es ist daher wichtig, daß die
C. grundlegende Kenntnisse über die
betrieblichen Abläufe, BWL und
VWL sowie Arbeitsrecht etc. hat
und auch sonst über eine gute All-
gemeinbildung verfügt, um bei Pro-
jekten und Verhandlungen eine
kompetente Gesprächspartnerin zu
sein. Eine gute C. ist sicherlich auch
Meisterin der Kommunikation. In
Zukunft wird sie auch europäische
Themen beherrschen müssen.
Chefentlastung
Lesen Sie nach unter: Sekretariat als
lriformationsknotenpunkt, Wieder-
vorlage.
Chefsekretariat
Lesen Sie nach unter: ehe/se-
kretärin.
Chefsekretärin
Die e. steht auf der höchsten Stufe
des Sekretärinnenberufes. Üblich ist,
daß diese Position von einer erfah-
renen Fachkraft besetzt ist, die fun-
dierte Kenntnisse über das Unter-
nehmen und den Arbeitsbereich
ihres Chefs besitzt.
Chefzimmer
Das C. ist das Büro eines Vorge-
setzten, einer Führungskraft oder des
Leiters eines Bereiches und erfüllt
nicht nur die Funktion eines Arbeits-
raumes, sondern dient auch reprä-
sentativen Zwecken. Hier arbeitet
Ihr Vorgesetzter, hält kleinere
Besprechungen ab und empfangt
Besucher. In Abhängigkeit vom
Rang der Führungskräfte eines
Unternehmens sind deren Büros
unterschiedlich in Größe und Aus-
stattung und unterstreichen damit
den Status in der Unternehmensor-
ganisation auch optisch. Das C. ver-
fügt im allgemeinen über einen
Arbeitsbereich mit Schreibtisch,
Beistelltisch evtl. Computerarbeits-
platz und Stauraum für Arbeitsun-
terlagen sowie über einen Bespre-
chungsbereich mit einer Sitzgruppe
und einem Besprechungstisch. Bei
der Einrichtung des C. sollten Sie
sowohl praktische als auch reprä-
sentative und ästhetische Gesichts-
punkte berücksichtigen, denn die
Büros der Führungskräfte prägen
das Bild des Unternehmens nach
außen mit.
eif-Geschäft
Chips
sind "hochintelligente" Mikrobau-
steine oder Mikroschaltungen aus
Halbleitermaterial, die auf winzigen
Plättchen plaziert sind. Die Größe
eines C. bewegt sich im mm-
Bereich. Eingebaut in Gehäuse, die
als integrierte Schaltungen bezeich-
net werden, erfüllen sie bestimmte
Aufgaben und Funktionen im Elek-
tronikbereich, z. B. Steuer- und
Speicheraufgaben im Pe.
Choleriker
Ein C. ist ein reizbarer Typ Mensch,
mit heftigem Temperament. Seine
Reaktionen sind aufgrund seiner
hohen gefühlsmäßigen Aktivität
meist unmittelbar, aufbrausend und
jähzornig. Eine selbstkritische
Betrachtung fehlt häufig. Der
Begriff geht auf die Vorstellung des
griechischen Arztes Hippokrates
zurück, nach der das cholerische
(griech. chole = Galle, Zorn) Tem-
perament sich wie das mit Gallen-
flüssigkeit überschwemmte und ver-
brannte Blut auswirkt. Überlastung
und Unzufriedenheit steigern chole-
rische Ausbrüche.
chronologische Ordnung
Lesen Sie nach unter: Reiseplan,
zeitliche Ordnung.
CI
Abk. für Corporate Identity.
Cif-Geschäft
Ein e. ist ein Außenhandels geschäft,
das auf der Basis Cif beruht. Cif
gehört zu den sogenannten Inco-
terms und regelt den Kosten- und
115
Cityruf
Gefahrenübergang bei einem grenz-
überschreitenden Warengeschäft.
Um einheitliche Gebräuche für
außenwirtschaftliche Geschäfte zu
vereinbaren, hat die internationale
Handelskammer in Paris 1953 ein-
heitliche Richtlinien zur Auslegung
handelsüblicher Vertragsformeln
herausgegeben, die Incoterms (Inter-
national Commercial Terms). Inco-
terms regeln, zu welchem Zeitpunkt
des Transports die Kosten und die
Gefahren vom Verkäufer auf den
Käufer übergehen.
Bei Cif trägt der Exporteur die
Kosten für die übliche Verpackung,
die Transportkosten zum Verschif-
fungshafen, Prüf- und Lagerkosten,
Umschlagskosten, die Seefracht
sowie die Seeversicherung. Außer-
dem trägt er die Verantwortung für
die Waren solange, bis sie die Reling
des Schiffes passiert haben. Entsteht
danach ein Schaden an den Waren,
so hat diesen der Importeur zu tra-
gen.
Lesen Sie auch: Incoterms.
CItyruf
ist ein Funkrufdienst der Deutschen
Bundespost TELEKOM, der regio-
nal in sogenannten Rufzonen ausge-
strahlt wird. Die Rufzonen decken
alle Ballungsgebiete bzw. alle Städ-
te ab 30 000 Einwohnern innerhalb
Deutschlands ab (siehe ,,Rufzonen-
atlas Cityruf' der TELEKOM oder
Btx auf Seite 1693). Belegt werden
können eine oder mehrere feste Ruf-
zonen und/oder Zielruf/variable Ruf-
zone. Wer einen Cityrufempfänger
mit Euromessage-Funktion besitzt
und dieses Leistungsmerkmal bucht,
116
ist auch in Großbritannien in der
Region London sowie in bestimm-
ten Regionen Frankreichs, Italiens
und der Schweiz erreichbar. Das
Empfangsgerät zeigt den eingegan-
genen Funkruf sowohl optisch als
auch akustisch an oder es vibriert.
Die auf dem Markt erhältlichen
Empfangsgeräte unterscheiden sich
nach drei grundsätzlichen Komfort-
merkmalen: ,,Nur-Ton" zum Emp-
fang eines einfachen Tonsignals,
"Numerik" zum Empfang von Zif-
fernfolgen (z. B. Telefonnummern)
und Sonderzeichen, "Alphanume-
rik" zum Empfang von Ziffem- und
Buchstabenfolgen.
Die Funkrufe können als Einzelruf
(ein Empfänger), Sammelruf (bis zu
zwanzig Einzel-Funkrufnummem)
oder Gruppenruf (beliebig viele
Funkrufempfänger über eine Grup-
pen-Funkrufnummer/nur als Nur-
Ton-Nachricht) ausgesendet wer-
den. Je nach Empfangsgerätetyp ist
die Funkrufabsendung über Telefon,
Telex, Teletex, Btx, den Cityruf-
Auftragsservice oder den Euromes-
sage-Auftragsservice möglich. Für
Fragen steht die Service-Telefon-
Nummer (01 30) 01 05 zur Verfü-
gung.
Lesen Sie auch: Funktelefon, TELE-
KOM, Telekommunikationsdienste.
Clearing
Wenn Sie z. B. den Arbeitsspei-
cher Ihres PC "leeren", spricht
manvonC.
Clipverschluß
Lesen Sie nach unter: Namensschil-
der.
Clown
Lesen Sie nach unter: Betriebsnudel,
Gruppenclown.
ClubofRome
wurde 1968 von dem italienischen
Industriellen A. Peccei in Rom
gegründet. Er ist eine Vereinigung
von Wirtschaftsführern und Wis-
senschaftlern aus ca. 40 Ländern. In
vielen Studien des C. o. R. wird dar-
auf hingewiesen, daß die Umwelt als
wirtschaftliches Gut knapp ist. Hier-
aus ergeben sich Grenzen für das
wirtschaftliche Wachstum, die wirt-
schaftspolitisch und theoretisch
berücksichtigt werden sollten.
C-Netz
Lesen Sie nach unter: Funktelefon.
Coachlng
Das C. ist ein Konzept im Bereich
der Personalführung und betrifft die
Lernbereitschaft der Mitarbeiter. Ein
Mitarbeiter wird nicht zu Weiterbil-
dungsveranstaltungen geschickt,
sondern die Ziele werden gemein-
sam mit dem Vorgesetzten im
Gespräch entwickelt und angestrebt,
wobei der Mitarbeiter motiviert
wird, selber Ziele vorzuschlagen.
Lesen Sie auch: Lernbereitschaft.
Cocktailhäppchen
Lesen Sie nach unter: Canapes.
Code
Ein C. ist ein System von Regeln
und Übereinkünften, das die Zuord-
nung von Zeichen bzw. Zeichenfol-
gen zweier unterschiedlicher Alpha-
bete zuläßt; dazu gehört auch die
Compress
Bezeichnung für die konkreten
Zuordnungsvorschriften selbst. Man
bezeichnet die Zeichen eines Infor-
mationscodes als Codeelemente
oder Codezeichen, ihre Kombinati-
on als Codewörter. C. werden
jeweils für spezielle Zwecke ent-
wickelt. In der Nachrichtenübertra-
gung sind zum Beispiel das Morse-
alphabet wie auch die Telegrafen-
alphabete Informationscodes. C.
spielen heute auch eine große Rolle
in der Informationsdarstellung und
in der Datenverarbeitung. C. zur
Darstellung von Zahlen nennt man
numerisch, die anderen alphanume-
risch, wie z. B. den ASCII-Code
(American Standard Code for Infor-
mation Interchange).
Lesen Sie auch: Kommunikation.
Code-Taste
Einige Tasten der elektromecha-
nisch betriebenen Schreibmaschine
sind mit einem dritten Schriftzeichen
(farbig markiert) oder einer weiteren
Funktion belegt, worauf ein Symbol
hinweist. Das gewünschte Schrift-
zeichen erscheint bei gleichzeitigem
Drücken der C. und der Taste mit der
dritten Belegung.
Lesen Sie auch: Alternate-, Control-
,Delete-, Escape-, Insert-Taste.
Color Printer
ist die engl. Bezeichnung für Farb-
drucker.
Compress
ist die engl. Bezeichnung für kom-
primieren, verdichten. Große
Datenmengen werden komprimiert,
um Speicherplatz zu sparen.
117
Computer
Computer
Der Begriff C. kommt aus dem Eng-
lischen: to compute = rechnen,
berechnen; ursprünglich aber aus
dem Lateinischen: computare =
berechnen. Ein C. ist also eine
modeme Rechenanlage zur elektro-
nischen Datenverarbeitung (EDV),
bestehend aus einem Steuerwerk,
Rechenwerk, Ein- und Ausgabesy-
stem und dem Arbeitsspeicher, die
zusammen die Zentraleinheit bilden.
Der PC (Personal Computer) ist nur
eine Variante, daneben gibt es z. B.
noch Großrechner oder Superrech-
ner.
Lesen Sie auch: IBM-Computer,
Laptop, Maschinenkunde.
Computeranalyse
Lesen Sie nach unter: Schriftzei-
chen/olgen.
ComputerschroH
Lesen Sie nach unter: Ökologie.
Controlling
ist ein Instrument der Unterneh-
mensführung und -steuerung. C. hat
die Funktion der finanziellen Über-
wachung eines Unternehmens. C.
nimmt Aufgaben der Planung, Kon-
trolle und Koordination wahr und
liefert die für betriebliche Entschei-
dungen notwendige Informationen.
Im Gegensatz zur Kontrolle, die ver-
gangenheitsorientiert ist, ist C.
gegenwarts- bzw. zukunftsorientiert.
Lesen Sie auch: Stabsfunktion.
Control-Taste
Auf der PC-Tastatur können beson-
dere Zeichen oder Funktionen durch
118
gleichzeitiges Drücken der C. (Sym-
bol = "Ctrl") in Verbindung mit
einer weiteren Taste ausgeführt wer-
den.
Lesen Sie auch: Alternate-Taste,
Code-Taste, Delete-Taste, Escape-
Taste, Insert-Taste, Deutsches
Tasten/eid.
Conventlon
bedeutet in einer Übersetzung Über-
einkommen, Vertrag, gesellschaftli-
ches Verhalten.
In multinationalen Unternehmen, die
immer mehr engl. Begriffe in die all-
gemeine Sprache integrieren, wird
C. beispielsweise für ein nationa-
les Treffen der Verkaufsorganisati-
on, der "Dealer Convention" be-
nutzt.
Copyright
ist ein Urheberrecht. Durch das C.
schützt ein Erfmder, Verfasser oder
ZeichnerIDesigner, sein selbster-
stelltes Werk gegen Nutzung durch
Dritte. Der C.-Inhaber kann das
Recht der Nutzung teilweise oder
ganz Dritten kostenlos oder gegen
Bezahlung übertragen. Er kann sich
am Erlös der Nutzung beteiligen las-
sen.
Corporate Identlty
heißt die Selbstdarstellung und Ver-
haltensweise eines Unternehmens,
sowohl intern als auch extern. Häu-
fig wird auch nur kurz von CI
gesprochen. Die C. I. drückt die
Unternehmensphilosophie, das Leit-
bild bzw. die Unternehmenskultur
mittels einer Kommunikationsstra-
tegie aus.
Courtage
Mit C. bezeichnet man die Provi-
sion, die ein Makler für seine Ver-
mittlungstätigkeit in einem Rechts-
geschäft erhält. Bei Börsengeschäf-
ten ist die Höhe der C. für den Bör-
senmakler festgelegt, was bei den
Maklern am freien Markt nicht der
Fall ist (z. B. Immobilienmakler).
Die C. wird in % angegeben.
Lesen Sie auch: Börse, Makler, Pro-
vision, Rechtsgeschäfte.
Cover-up-Verfahren
Lesen Sie nach unter: Korrektur-
möglichkeit.
CPU
Abk. für Central Processing Unit.
Die CPU ist die zentrale Rechner-
einheit einer Datenverarbeitungsan-
lage, in deren Mittelpunkt ein oder
mehrere Prozessoren stehen, die
zentrale Steuerungsaufgaben inner-
halb des Datenverarbeitungssystems
übernehmen.
Crash
ist der englische Begriff für den
Zusammenbruch eines Computersy-
stems.
CSU
Die Christlich Soziale Union (CSU)
ist eine konservative politische Par-
tei, die im deutschen Parteienspek-
trum auf dem rechten Flügel steht.
Sie stellte sich bisher nur in Bayern
zu Parlamentswahlen. Im Deutschen
Bundestag bildet die CSU mit der
CDU eine Fraktionsgemeinschaft.
An der Bundesregierung beteiligt
war sie von 1949-1969 und wieder
csu
ab 1982. In Bayern bestimmt die
CSU seit 1949 und insbesondere seit
1962 mit absoluter Mehrheit die
Politik des Bundeslandes.
Gegründet wurde die CSU 1945, sie
übernahm das politische Erbe der
Bayrischen Volkspartei (BVP) aus
der Weimarer Republik. Mit der
Bayernpartei hatte die CSU bis 1954
eine beachtliche Konkurrenz. Ab
1954 konnte die CSU als katholische
Integrationspartei - mit Unterstüt-
zung der Katholischen Kirche - die
Bayernpartei zurückdrängen. Die
Wähler der Bayernpartei wechselten
zum großen Teil zur CSU über. In
Bayern war die CSU seit ihrer Grün-
dung die stärkste Partei. Nur zwi-
schen 1954 und 1958 wurde ihre
Regierungstätigkeit durch die Koali-
tion von SPD, FDP, BP, und BHE
(Block der Heimatvertriebenen und
Entrechteten) unterbrochen. In die-
ser Zeit wurde eine organisatorische
und programmatische Parteireform
durchgeführt, die die CSU zu einer
modemen Volkspartei machte.
Seit dem Grundsatzprogramm von
1968 bekennt sich die CSU aus-
drücklich zum Konservatismus.
Grundsätze einer konservativen
Politik sind: Aufbau des Staates auf
christlicher Grundlage, Orientierung
an der (bayrischen) Tradition, Beto-
nung der Vorteile des Föderalismus,
Antisozialismus einschließlich star-
ke Gegnerschaft zur SPD, Schutz
der (christlich geprägten) Familie,
Stärkung und Interessenvertretung
des Mittelstandes, des Kleinbürger-
tums, der Landwirte und der mittel-
ständischen Industrie. Insbesonde-
re in der Gesellschafts- und Innen-
119
Cursor
politik zeigt sich die konservative
Haltung der CSU, z. B. durch die
Befürwortung der Verschärfung des
Demonstrationsstrafrechtes, Ver-
mummungsverbot, Abwehr von
Asylanten, Ablehnung eines verbes-
serten Datenschutzes, Meldepflicht
für Aids-Kranke und in der Frage
der Kernenergie.
Die Wählerschaft der CSU kommt
überwiegend aus bäuerlichen und
handwerklichen Schichten sowie aus
120
der kleineren und mittleren Unter-
nehmerschaft.
Lesen Sie auch: CDU, FDP, Repu-
blikaner, SPD.
Cursor
Der C. ist die optische Positions-
marke auf dem Bildschirm. An der
markierten Stelle erscheint das Zei-
chen, das als nächstes eingetippt
wird.
Lesen Sie auch: Positionsanzeiger.
Dachgesellschaft
Lesen Sie nach unter: Holding,
Trust.
Dachorganisation
Lesen Sie nach unter: Berufsver-
band, Deutscher Gewerkschafts-
bund.
DAG
Abk. für Deutsche Angestellten-
Gewerkschaft.
Darlehen
Das D. ist im Bürgerlichen Gesetz-
buch geregelt und bezeichnet die
Hingabe von Geld oder anderen ver-
tretbaren Sachen mit der Verpflich-
tung des Darlehennehmers, dies spä-
ter zurückzugeben. Im täglichen
Sprachgebrauch wird D. mit Kredit
gleichgesetzt. Wirtschaftlich gese-
hen liegt das Interesse an einem D.
erst einmal beim Kreditnehmer. Die-
ser möchte etwas fmanzieren, für das
er nicht genügend Geld hat. Er kann
oder möchte nicht warten, bis er das
Geld gespart hat, und nimmt deshalb
ein D. auf. Der Kreditgeber erhält
nicht nur den ausgeliehenen Betrag
zurück, wenn dieser rallig ist, son-
dern auch einen bestimmten vorher
vereinbarten Zins. Kreditbedarf
kann bei Unternehmen sowie bei
Privatpersonen oder auch bei öffent-
lichen Haushalten entstehen.
D
Je nach Bedürfnis des Kreditneh-
mers oder Kreditgebers unterschei-
den sich diese D. in ihrer Fristigkeit
(kurz-, mittel- und langfristig), in
ihrer Besicherung (Blankokredit
oder besichertes D.), nach der Art
der Abwicklung (standardisierte
oder Individualkredite) und nach
dem Kreditnehmer (Privatperso-
nen,Untemehmen, öffentliche Haus-
halte).
Lesen Sie auch: Laufzeit, Pfand-
briefe, Verjährung.
Darstellung
Lesen Sie nach unter: Aktivitätenli-
ste, Chart, Diagramme, Lebenslauf,
Organigramm, Präsentationsgrafik,
Struktur, Typologie.
Data compression
ist der engl. Begriff für Datenkom-
primierung. Haben Sie große
Datenmengen, benötigen Sie viel
Speicherkapazität, z. B. auf einer
Festplatte. Spezielle Programme
komprimieren die Daten, so daß
weniger Speicherplatz benötigt wird.
Später werden die Daten expandiert
(to expand) bzw. dekomprimiert.
Datei
Eine D. (engl. file) besteht aus einer
Menge von Daten, die nach einem
Ordnungskriterium auf maschinen-
lesbaren Speichern abgelegt sind. Es
121
Dateidienste
gibt Stamm- und Bewegungsdatei-
en (variable Daten). Stammdateien
enthalten "feste Daten", wie z. B.
Adressen, Artikel.
Lesen Sie auch: elektronische Abla-
ge, Serienbriej
Dateidienste
sind Dienste der Deutschen Bunde-
spost zur Datenübertragung über
Femsprech-, Telex-, Datex-, Direk-
trufnetz und internationale Mietlei-
tungen, wie Bildschirmtext, Datex-
L, Datex-P, ISDN, Kommunikati-
onsdienst, Telebox, Telefax, Tele-
tex, Telex.
Datenaustausch
heißt die Funktion, die an Program-
me, die unter MS-Windows laufen,
angeknüpft werden kann. Durch die-
sen dynamischen D. wird eine auto-
matische Aktualisierung bestehen-
der Daten vorgenommen. So werden
auch Geschäftsgrafiken usw. ange-
glichen.
Lesen Sie auch: serielle Schnittstel-
le.
Datenbank
Eine D. dient dazu, umfangreiche
Datenmengen zu speichern, zu orga-
nisieren, mit ihnen zu rechnen oder
sie miteinander zu verknüpfen. Sie
wird dort eingesetzt, wo große Men-
gen von Informationsdaten verwal-
tet werden, z. B. die Mitarbeiterda-
tei in einer großen Firma. Eine D. ist
also eine modeme DV-gestützte
Kartei. Als Datenbankprograrnm für
den PC (Personal Computer) gibt es
z. B. dBase von der Firma Ashton-
Tate.
122
Lesen Sie auch: internationale
Datenbanken, relationale Daten-
banken.
Datenentschlüsselung
Lesen Sie nach unter: Btx, Decoder.
Datenerhalt
Lesen Sie nach unter: ROM.
Datenkomprimierung
Lesen Sie nach unter: data com-
pression.
Datenkontrolie/Post
Ein Brief ist erst unterschriftsreif,
wenn er auf Inhalt, Daten und Fak-
ten kontrolliert ist. Besonders Num-
mern, Zahlenwerte oder Bezeich-
nungen müssen verglichen werden.
Datenschutz
ist Schutz vor Mißbrauch von, ins-
besondere personenbezogenen,
Daten durch ihre Verarbeitung. Die-
se ist nur mit Einwilligung der
jeweiligen Person oder bei Freigabe
durch den Gesetzgeber gestattet.
Datenmißbrauch wird mit Freiheits-
strafen oder Geldbußen geahndet.
Lesen Sie auch: Datenverarbeitung.
Datenschutzbeauftragter
Um sicherzustellen, daß die Vor-
schriften zum Datenschutz und zur
Datensicherung eingehalten werden,
haben der Bund, die Länder sowie
alle Unternehmen, die mehr als fünf
Mitarbeiter beschäftigen und mit
Datenverarbeitungsanlagen perso-
nenbezogene Daten verarbeiten,
einen Beauftragten für den Daten-
schutz zu ernennen.
Die Bundes- und die Landesbeauf-
tragten für den Datenschutz arbeiten
unabhängig von den Regierungen
und den öffentlichen Verwaltungen.
Sie haben zu kontrollieren, ob die
öffentlichen Stellen die Daten-
schutzgesetze beachten und sind
Ansprech- und Beschwerdestelle für
den Bürger.
Der D. eines Unternehmens hat im
Unternehmen die Aufgabe, den vor-
geschriebenen Datenschutz sicher-
zustellen.
Datensicherheit
Alle technischen und organisatori-
schen Maßnahmen, die die Voll-
ständigkeit und Korrektheit aller
Daten gewährleisten.
Lesen Sie auch: Aktenwolf, Bundes-
datenschutzgesetz, Datenschutz.
Datensicherung
Lesen Sie nach unter: speichern,
Streamer.
Datenspeicher
Lesen Sie nach unter: Festplatte,
Floppy Disk, Streamer.
Datenübertragung
Lesen Sie nach unter: Modem, Tele-
fon.
Datenverarbeitung
ist das Speichern, Übermitteln, Ver-
ändern und Löschen von Daten. Die
D. kann manuell oder unter Einsatz
von technischen Hilfsmitteln (Da-
tenverarbeitungsanlagen bzw. Com-
puter) erfolgen.
Lesen Sie auch: Code, Computer,
EDV, Strategie.
Dauerauftrag
Datenverlust
Lesen Sie nach unter: Absturz.
Datev
Die D. ist ein Dienstleistungsuntere
nehmen für Wirtschaftsprüfer und
Steuerberater. Sie ist u. a. ein großes
Rechenzentrum für diese Gilde,
wohin die vorbereiteten und geprüf-
ten Mandantenbuchhaltungen per
EDV übermittelt, ausgewertet und
zurückübermittelt werden. Sie
erspart den Steuerberatern die
Anschaffung eigener mehr oder
weniger großer Datenverarbeitungs-
anlagen.
Lesen Sie auch: Lodas.
Dativ
ist der dritte Fall (Wemfall). Bei-
spiel: Ich gab ihr das Buch.
Dauerablage
Lesen Sie nach unter: Ablageplan,
Altablage.
Daueraufgaben
haben keine bestimmten Anfangs-
und Endzeitpunkte und unterschei-
den sich daher eindeutig vom Pro-
jekt. Eine Reisemappe müssen Sie z.
B. ständig auf dem laufenden halten
oder Ihre Kontaktkartei immer wie-
der ergänzen.
Dauerauftrag
1. Wenn Sie oder Ihre Firma regel-
mäßig, z. B. jeden Monat, einen
festen Betrag zahlen müssen (z. B.
Miete, Raten etc.), so können Sie
Ihrer Bank die Anweisung geben,
einen D. einzurichten. Auf diese
Weise wird der genannte Betrag
123
Dauerberieselung
jeweils zum festgesetzten Zeitpunkt
automatisch von der Bank abge-
bucht.
2. Ein D. liegt vor, wenn eine
bestimmte Menge von Waren in fest-
gesetzten Zeitabständen an einen
Kunden geliefert werden soll.
Dauerberieselung
Lesen Sie nach unter: Lärm im
Büro.
Dauerfunktionstaste
Lesen Sie nach unter: deutsches
Tasten/eid.
DauerreisekostenvorschuB
ist ein für die Dauer einer bestimm-
ten Tätigkeit (die diesen Reiseko-
stenvorschuB erfordert) gezahlter
VorschuB, z. B. bei häufiger Rei-
setätigkeit und häufigen ständigen
Auslagen für das Unternehmen.
Dem Mitarbeiter soll nicht zugemu-
tet werden, daß er ständig aus dienst-
lichen Gründen mit fmanziellen Mit-
teln in Vorleistung tritt. Wenn ein
solcher Mitarbeiter aus dem Unter-
nehmen ausscheidet oder eine ande-
re Tätigkeit (z. B. ohne Reisetätig-
keit) aufnimmt, muß der betreffen-
de Mitarbeiter diesen VorschuB
zurückzahlen.
Dauerumschaltung
Lesen Sie nach unter: Umschaltfest-
steller.
Dauerwert
Schriftstücke von rechtlicher oder
firmengeschichtlicher Bedeutung
(z. B. Originalverträge, Urkunden)
müssen archiviert werden.
124
Lesen Sie auch: gesetzliche Aufbe-
wahrungsjristen.
DAX
Abk. für Deutscher Aktienindex.
OB
Abk. für Deutsche Bundesbalm.
00
Abk. für Double Density.
Lesen Sie nach unter: Floppy Disk.
Dealer Convention
Lesen Sie nach unter: Carnet (de
passage).
Debitor
Lesen Sie nach unter: Gläubiger,
Schuldner.
Decoder
wird zwischen zwei Datenstationen
mit verschiedenen Darstellungsco-
des integriert. Er codiert bzw. deco-
diert die Daten, so daß die zwei
Datenstationen ihre Daten austau-
schen können.
Lesen Sie auch: Btx, Videotext.
Definition
Die Festlegung des Inhalts eines
Begriffs durch Angabe bezeichnen-
der Merkmale. Beispiel: Das Brot -
die bestimmte Sorte -, das vom
Bäcker gebacken wurde, hat je fünf-
zig Prozent Roggen- und Weizen-
mehlanteile.
Defizit
bedeutet, daß ein Mangel besteht
oder etwas fehlt (Fehlbetrag, Ein-
buBe, Verlust).
Ein Mangel kann an einem Gut vor-
liegen. Ein Fehlbetrag kommt
manchmal bei einem Kassenkonto
vor; der Kassierer bzw.die Kassie-
rerin wird dafür verantwortlich
gemacht. Ein D. tritt auch auf, wenn
die Ausgaben die Einnahmen über-
steigen.
Lesen Sie auch: Buchführung, Kas-
se, Konsolidierung, Mängelrüge.
Deflation
ist das Gegenteil von Inflation. Bei
D. sinken die Güterpreise und das
Geld gewinnt an Wert. In der Welt-
wirtschaftskrise von 1929 - 33 war
D. die Folge von starken Überkapa-
zitäten, Zurückhaltung bei Konsum
und Investitionen sowie eine Ursa-
che für weitere Produktionsein-
schränkungen und hohe Arbeitslo-
sigkeit.
Lesen Sie auch: Inflation.
Degradierung
bedeutet Rangverlust oder Herab-
stufung im Dienstgrad und würde
sich in der Praxis wie folgt darstel-
len: Wenn Ihnen eine inhaltlich
schlechtere Position im Unterneh-
men angeboten würde, z. B. wenn
Sie bisher Sekretariatsfunktion mit
Sachbearbeiteraufgaben wahrge-
nommen haben und nunmehr eine
Position im Schreibzimmer (auch
Schreibpool genannt) mit reiner
Schreibtätigkeit ausüben sollen. Bei
einer unfreiwilligen D. sollten
Betroffene selbstkritisch überprüfen
und überlegen: Was kann ich gut
und was besonders gut, wo liegen
meine Schwächen und was könnte
ich tun, um diese abzubauen/zu
Delegation
reduzieren, welche Maßnahmen
ergreife ich dazu (z. B. Weiterbil-
dung gezielt betreiben).
Lesen Sie auch: berufliche Qualifi-
kation.
degressive Abschreibung
Lesen Sie nach unter: Abschreibung.
D1-Netz
Lesen Sie nach unter: Cityru/. Funk-
telefon.
DEK
Lesen Sie nach unter: Deutsche Ein-
heitskurzschrift·
Deklination
Durch unterschiedliche Beugung
(D.) von Wortarten (Substantiven,
Adjektiven, Pronomen) wird in der
deutschen Grammatik das
Geschlecht (Genus), die Zahl
(Numerus) und der Fall (Kasus)
angegeben. Man unterscheidet vier
verschiedene Fälle: Nominativ,
Genitiv, Dativ und Akkusativ.
Delaydruck
Der Text wird während der Text-
eingabe zeitversetzt ausgedruckt.
Lesen Sie auch: Direktdruck.
Delegation
1. Eine D. kann eine Abordnung von
Personen sein, die bestimmte Auf-
gaben wahrzunehmen haben. Das
früher benutzte deutsche Wort lau-
tet Gesandtschaft.
2. Ebenfalls D. wird die Übertra-
gung von Aufgaben, Kompetenzen
und Verantwortung genannt. Bei der
D. an Mitarbeiter ist unbedingt dar-
125
Delete-Taste
auf zu achten, daß sich die Aufga-
ben, Kompetenzen und Verantwort-
lichkeiten decken, weil ansonsten
Probleme vorprogrammiert sind.
Unter den Führungsstilen gibt es das
,,Management by Delegation", wozu
das Harzburger Modell gehört.
Lesen Sie auch: Führungsstil, Harz-
burger Modell, Informationsbedarf,
Management by ... (-Techniken).
Detete-Taste
Löscht das durch den Cursor mar-
kierte Zeichen (Symbol = ,,DeI").
Lesen Sie auch: Alternate-Taste,
Code-Taste, Control
c
Taste, Escape-
Taste, Insert-Taste, deutsches
Tastenfeid.
Demokratie
(gr. Volksherrschaft) ist die politi-
sche Methode, bei der die Ausübung
der Staatsgewalt auf das Volk
zurückzuführen ist. Das heißt, alle
Angehörige eines Staates, die von
dessen Entscheidungen betroffen
sind, nehmen an der Entscheidungs-
findung teil. Die Regierung wird
durch das Volk legitimiert und kon-
trolliert.
In der Bundesrepublik werden
demokratische Prinzipien in Form
der parlamentarischen D. realisiert,
bei der das Volk durch das von ihm
gewählte Parlament repräsentiert ist.
Dies stellt eine indirekte Form der
D. dar; das Volk ist lediglich mit-
telbar an Entscheidungen beteiligt.
Direkte D. wird z. B. durch den in
der Schweiz praktizierten Volksent-
scheid verkörpert, bei dem gewisse
Entscheidungen an Hand einer
Abstimmung durch alle Bürger
126
getroffen werden. Die namensge-
bende griechische Durchführung
dieser Methode bestand darin, daß
alle Bürger (das Volk) sich trafen,
politische Sachverhalte diskutierten
und Beschlüsse gefaßt wurden.
Allerdings bezeichnete man in der
damaligen Zeit mit "Volk" nur eine
sehr kleine Schicht vermögender
Bürger. Die Großzahl der Bevölke-
rung besaß nicht die geringsten
Rechte. Somit entsprach diese erste
D. sicherlich nicht dem heutigen
Demokratieverständnis, wodurch
gewisse Schwierigkeiten ihrer
genauen Eingrenzung bereits ange-
deutet sind. Das Wesen und die
Durchführung von D., also der Ver-
such einer Definition war und ist
Gegenstand wissenschaftlicher und
philosophischer Diskussion.
Lesen Sie auch: Diktatur, Direkt-
wahl, Exekutive, Grundgesetz, Staat,
Versammlungsfreiheit.
Demokratieverdrossenheit
Lesen Sie nach unter: Neonazi.
Demonstrationsmittel
Lesen Sie nach unter: Visualisieren.
Demonstrativpronomen
Die hinweisenden Fürwörter weisen
mit Nachdruck auf eine Person oder
Sache hin. D. werden wie die
bestimmten Artikel gebeugt. Bei-
spiele: Das ist meine Freundin.
Die(se) Marke kenne ich. Jeder Arti-
kel. Dasselbe Kostüm.
Denkblockaden
Anstrengende Situationen, Streß,
hohe nervliche Belastung können
dazu führen, daß das Denken für
kurze oder längere Zeit aussetzt,
blockiert ist. Auch einseitiges
Beleuchten von Umständen und
Situationen kann dazu führen, daß
man sich auf eine Meinung versteift,
gedanklich nicht mehr flexibel und
damit unzugänglich für andere
Argumente, Alternativen ist. Versu-
chen Sie immer, Vor- und Nachtei-
le abzuwägen. Lassen Sie einige Zeit
verstreichen und überdenken Sie die
betreffende Situation erneut. Oft-
mals ergeben sich auch im Gespräch
mit anderen Mitarbeitern neue
Ideen, Perspektiven und Möglich-
keiten; D. werden aufgehoben
denken
Lesen Sie nach unter: Zeugnisfor-
mulierungen.
Denkmuster
Lesen Sie nach unter: Kreativitäts-
techniken.
Denslty
ist der engl. Begriff für Schreib-
dichte auf einer Diskette.
Lesen Sie auch: Floppy Disk.
Depot
bedeutet Verwahrung, verwahrter
Gegenstand oder Verwahrungsort.
Der Verwahrungsort kann ein
Archiv, Magazin oder Lager sein.
Hauptsächlich verwendet wird der
Begriff jedoch für die Verwahrung
und Verwaltung von Wertgegen-
ständen und -papieren durch eine
Bank. Hier gibt es das verschlosse-
ne und das offene D. Beim ver-
schlossenen D. mietet sich der Kun-
Design
de ein Schließfach bei einer Bank, in
dem er seine Wertgegenstände oder
-papiere aufbewahrt, ohne daß die
Bank Kenntnis vom Inhalt hat. Das
offene D. kommt hauptsächlich für
Wertpapiere in Frage. Hier muß die
Bank den Depotinhalt kennen, denn
sie verwahrt nicht nur die Wertpa-
piere, sondern verwaltet sie auch.
Lesen Sie auch: Bank, Effekten.
Depotbank
Lesen Sie nach unter: Dreiervertrag.
Depression
Die D. ist eine bestimmte Phase im
Wirtschaftsablauf (Konjunkturzy-
klen), bei der die wirtschaftliche Lei-
stung eines Landes abnimmt. Das
Bruttosozialprodukt sinkt betrags-
mäßig. Bedeutende Wirkungen einer
D. sind steigende Arbeitslosigkeit,
geringe Kapazitätsauslastung der
Unternehmen, Preisverfall, Real-
lohneinbußen und sinkende Gewin-
ne der Unternehmen.
Lesen Sie auch: Arbeitslosigkeit,
Konjunktur, Rezession, Weltwirt-
schaftskrise .
Design
kommt aus dem Englischen und
bedeutet Muster bzw. Form. Im
Deutschen steht D. als geläufiger
Fachbegriff mit vielen Bedeutungen,
v. a. im Sinne von Entwurf, Zeich-
nung, künstlerischer und gleicher-
maßen zweckmäßiger Gestaltung
von Gebrauchsgegenständen und
Industrieprodukten sowie die Form
selbst. Aus der Werbung kennen Sie:
"Der Gegenstand ist praktisch und
hat zugleich ein gutes, gefälliges,
127
Desktop Publlshlng
modemes ... Design!" Der Beruf
des Designers erfordert Ideen zur
Formgestaltung eines Produktes,
egal ob künstlerisch oder gebrauchs-
mäßig.
Desktop Publishlng
Modeme Computertechnik gestattet
es heute, daß Satz und Layout (Bild-
gestaltung) eines Textes nicht nur
Druckereien vorbehalten bleiben.
Mit der entsprechenden Software
können Sie, nach einer Programm-
schulung, an Ihrem Arbeitsplatz ein
kleines Satz- und Gestaltungsbüro
eröffnen. Sie werden feststellen, daß
die Anwendung der Programme
leicht zu erlernen ist und Ihnen eine
große Arbeitserleichterung beim
Erstellen von Formularen, Stan-
dardbriefen, Angebotsschreiben,
Anzeigen etc. sein kann.
Lesen Sie auch nach: Bildbearbei-
tung.
Destruktivität
Lesen Sie nach unter: Aggression.
DeutliChkeit der Schrift
Wenn die Sekretärin mit der Hand
schreibt und die Möglichkeit
besteht, daß auch andere Personen
den Text lesen müssen, ist D. in der
Handschrift angebracht.
Lesen Sie auch: Serifenschrift.
Deutsche Bundesbahn
(DB). Die DB ist ein öffentliches
Unternehmen. Das "Sondervermö-
gen des Bundes" DB beinhaltet
Eisenbahnanlagen und Fahrzeuge
sowie Schiffe, Lastkraftwagen und
Omnibusse. Sondervermögen sind
128
vom übrigen Bundesvermögen ver-
waltungstechnisch getrennt und mit
einem eigenen Haushalt versehen.
Die Geschäftsleitung der DB setzt
sich zusammen aus dem Verwal-
tungsrat und dem Vorstand. Die
Bundesregierung übt Aufsicht über
die DB aus und kann lenkend in die
Geschäftsleitung eingreifen. Die
Hauptverwaltung befindet sich in
Frankfurt am Main.
Der schienengebundene Bahnver-
kehr befördert im wesentlichen
überörtlich Personen und Güter. Die
Bahn trägt als einziges Verkehrs-
mittel die Kosten für die Infrastruk-
tur, was eine Wettbewerbsverzer-
rung gegenüber den Konkurrenten
Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr-
darstellt.
Lesen Sie auch: Deutsche Bundes-
post, persönliche Jahresnetzkarte.
Deutsche Bundesbank
Die D. B. ist die unabhängige zen-
trale Notenbank (Zentralbank) der
Bundesrepublik Deutschland. Sie
hat das alleinige Recht zur Ausga-
be von Banknoten. Die Bundesbank
regelt den Geldumlauf und die Kre-
ditversorgung der Wirtschaft mit
dem Ziel, die Deutsche Mark stabil
zu halten. Weiterhin sorgt sie für die
bankrnäßige Abwicklung des Zah-
lungsverkehrs im Inland mit dem
Ausland und gewährt Bund und
Ländern im Rahmen bestimmter
Höchstgrenzen kurzfristige Kredite.
Zur Regulierung des Geldumlaufs
stehen der D. B. folgende Instru-
mente zur Verfügung: Diskont- und
Lombard-, Offenmarkt-, Mindestre-
serve- und Bardepotpolitik.
Lesen Sie auch: Diskontpolitik,
Inflation, Landeszentralbanken,
Lombardkredit, Lombardpolitik,
Wirtschaftspolitik, Zentralbank-
rat.
Deutsche Bundespost
Die Post ist in den meisten Ländern
ein staatliches Unternehmen, dem
ursprünglich die Beförderung von
Personen, Gütern und Nachrichten
(mündlich, schriftlich, signalgebun-
den, fernmündlich) oblag. Hinzu
kamen Dienste des Geldverkehrs
und neuere Formen der Informati-
onsübermittlung (Rundfunk, Fern-
sehen, Telefax).
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur
Neustrukturierung des Post- und
Fernmeldewesen am 1.7.1989 wur-
de die D. B. grundlegend neu auf-
gebaut. Die politisch-hoheitlichen
Aufgaben wurden von den unter-
nehmerischen organisatorisch
getrennt, weil erfahrungsgemäß eine
staatlich geführte Organisation rein
unternehmerische Aufgaben weni-
ger effizient bewältigt als ein markt-
wirtschaftlich orientiertes Unter-
nehmen. Die Wahrnehmung der
unternehmerischen Aufgaben
obliegt jetzt den drei Unternehmen
der D. B.: TELEKOM, POST-
DIENST und POSTBANK. Die
politisch-hoheitlichen Aufgaben
erledigt der Bundesminister für Post
und Telekommunikation (BMPT)
mit seinen unterstellten Behörden.
Bei BMPT-Entscheidungen wirkt-
sofern im Poststrukturgesetz vorge-
sehen - der Infrastrukturrat mit.
Lesen Sie auch: Deutsche Bundes-
bahn.
Deutsche Mark
Deutsche
Einheitskurzschrift
Seit über 70 Jahren besteht die
"Deutsche Einheitskurzschrift"
(DEK). Es ist das in Deutschland am
meisten verbreitete Kurzschriftsy-
stem, das sich - das ist das wichtig-
ste Kriterium - in der Praxis bewährt
hat.
In den letzten Jahren erreichten vie-
le Spitzenschreiber eine Geschwin-
digkeit von 500 Silben pro Minute.
Den meisten Leuten kommt der kur-
sive Schriftstil entgegen. Die DEK
besteht aus zwei Teilen: (I) Ver-
kehrsschrift, (2) Schnellschrift; sie
wird in Eil- und Redeschrift unter-
teilt. Ein Lernender beginnt mit der
Verkehrsschrift (Umfang: rund 100
Kürzel und 5 Silbenzeichen). Im
günstigsten Fall sind hiermit 80 bis
maximal 100 Silben zu erzielen, eine
solide Grundlage, auf der evtl. im
Eigenstudium aufgebaut werden
kann. Der nächste Schritt besteht in
dem Erlernen der Eilschrift, die wei-
tere Kürzungsformen anbietet,
womit jedoch bereits 120 und mehr
Silben stenografiert werden können.
"Elegante Lösungen" hält die soge-
nannte Schnellschrift parat. Wer sich
mit einigen Sonderformen vertraut
macht, kommt damit bequem über
die 150-Silben-Hürde. Die DEK ist
für den Schulunterricht verbindlich.
Lesen Sie auch: fremdsprachliche
Kurzschrift, Kletterbilder, Kür-
zungen auf den Anlaut, Schreib-
raum.
Deutsche Mark
Die DM ist die Währungseinheit in
der Bundesrepublik Deutschland,
129
Deutsche Industrie-Norm
die durch die Währungsreform West
am 21.6.1948 als gesetzliches Zah-
lungsmittel eingeführt wurde. Zwei
Tage später, also am 23.6.1948,
erfolgte in der ehemaligen DDR die
Währungsreform Ost mit der Ein-
führung der sog. Mark. Die Verei-
nigung beider deutscher Staaten
1989 brachte die Einführung der
DM als gesetzliches Zahlungsmittel
in Gesamtdeutschland mit sich.
Lesen Sie auch: Deutsche Bundes-
bank, Devisen, Währung.
Deutsche Industrie-Norm
Lesen Sie nach unter: DIN-Normen.
Deutscher Aktienindex
(DAX). Mit Aktienindizes wird
immer dann gearbeitet, wenn man
einen groben Überblick über das
Börsengeschehen bzw. Tendenzen
in der Entwicklung erhalten will. Ein
Aktienindex betrachtet ab einem
gewissen Zeitpunkt eine bestimmte
Anzahl ausgewählter Aktien. Diese
erhalten am Ausgangszeitpunkt
einen bestimmten Index. In der Fol-
gezeit wird täglich die gleiche Rech-
nung angestellt, so daß der Index
also höher oder niedriger liegt als
zum Ausgangszeitpunkt. Damit wer-
den Tendenzen sichtbar. Steigt der
Index täglich, so hat man es mit
einer steigenden Börsentendenz zu
tun, was auf eine insgesamt positive
Wirtschaftslage schließen läßt. Der
Umkehrschluß ist ebenfalls zu zie-
hen.
Bekannteste deutsche Aktienindizes
sind der Index des Statistischen Bun-
desamtes und der der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung (FAZ-Index).
130
Deutscher
Gewerkschaftsbund
(DGB) ist die Dachorganisation der
deutschen Gewerkschaften mit Sitz
in Düsseldorf. Der DGB wurde 1949
als Zusammenschluß von Einzelge-
werkschaften gegründet, um so eine
wirkungsvolle einheitliche Vertre-
tung der gemeinsamen Interessen
auf allen Gebieten, besonders der
Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpo-
litik, zu schaffen. Tarifverhandlun-
gen mit Arbeitgebern und Arbeitge-
berverbänden werden von den Ein-
zelgewerkschaften geführt. Der
DGB ist regional in einzelne Lan-
desbezirke gegliedert. Alle vier Jah-
re tritt der Bundeskongreß, gebildet
aus Delegierten der angeschlossenen
Gewerkschaften, zusammen; in der
Zwischenzeit ist der Bundesaus-
schuß oberstes Organ.
Mitgliedsgewerkschaften sind:
Industriegewerkschaft (IG) Bau-
Steine-Erden,
IG Bergbau und Energie,
IG Chemie-Papier-Keramik,
IG Druck und Papier,
IG Metall
Gewerkschaft (G) der Eisenbahner
Deutschlands,
G Erziehung und Wissenschaft,
G Gartenbau, Land- und Forstwirt-
schaft,
G Handel, Banken und Versiche-
rungen,
G Holz und Kunststoff,
G Kunst,
G Leder,
G Nahrung-Genuß-Gaststätten,
G Öffentliche Dienste, Transport
und Verkehr,
G der Polizei,
G Textil-Bekleidung,
Deutsche Postgewerkschaft.
Lesen Sie auch: Gewerkschaft.
Deutscher
Industrie- und Handelstag
(DIHT) ist die Spitzenorganisation
aller Industrie- und Handelskam-
mern (IHK) der Bundesrepublik
Deutschland mit Sitz in Bonn. Vor-
läufer des DIHT war der 1861
gegründete Allgemeine Deutsche
Handelstag. Aufgaben des DIHT
sind die Förderung und Sicherung
der Zusammenarbeit der Industrie-
und Handelskammern, Wahrung
und Durchsetzung der Belange der
gewerblichen Wirtschaft gegenüber
den Instanzen des Bundes und der
Gesetzgebung. Er vertritt alle Stufen
und Branchen der Deutschen Wirt-
schaft und ihre regionalen Gliede-
rungen. Er arbeitet mit den Industrie-
und Handelskammern des Auslands
zusammen.
Deutscher Sekretärinnen-Ver-
band
Lesen Sie nach unter: DSV.
Deutsches Patentamt
hat seinen Sitz seit 1948 in Mün-
chen. Erfindungen, die dem Erfmder
einer meist technischen Neuheit das
alleinige Recht zur wirtschaftlichen
Nutzung sichern sollen, werden hier
angemeldet.
Nach entsprechendem Prüfverfahren
wird die Erfindung patentiert. Das
erteilte Patent ist zeitlich begrenzt
(ca. 20 Jahre).
Durch Vergabe eines Patents soll
verhindert werden, daß die Ideen des
Devisen
Erfinders - ohne Gegenleistung -
von anderen ausgebeutet werden.
Lesen Sie auch: Patent.
deutsches Tastenfeld
Bereits seit 1928 existiert das d. T.
Für mechanische Schreibmaschinen
gilt DIN 2112, für elektromecha-
nisch betriebene DIN 2127. Das
Tastenfeld umfaßt 44 bis 46 Schreib-
tasten. DIN 2127 enthält noch Rück-
führtaste und Dauerfunktionstasten.
Die vier Tastenreihen heißen: Zif-
ferntastenreihe, obere, mittlere und
untere Buchstabentastenreihe.
Lesen Sie auch: Außenspreizgriffe,
Alternate-Taste, Code-Taste, Con-
trol-Taste, Delete-Taste, Escape-
Taste, Insert-Taste.
Deutschfehler
Leider ist festzustellen, daß D.
immer häufiger werden. Die
Sekretärin hat durch ihre Kommu-
nikationsrolle sehr viel mit Sprache
zu tun. Die Beschäftigung mit der
Muttersprache ist sozusagen Pflicht.
Deutsch-Telefon
Lesen Sie nach unter: Grammatika-
lisches Telefon.
Devisen
D. sind Zahlungsmittel in fremder
Währung. Dazu zählen Schecks und
Wechsel in ausländischer Währung,
die an ausländischen Plätzen zahlbar
sind. Die größte Bedeutung haben
die in Fonn von Buchgeld gehalte-
nen Guthaben bei ausländischen
Banken. Ausländisches Bargeld
zählt nicht zu den D. Fremde bare
Mittel werden als Sorten bezeichnet.
131
Devisenbörse
Lesen Sie auch: Deutsche Mark,
Internationaler Währungsfonds,
Währung.
Devisenbörse
Lesen Sie nach unter: Börse.
dezentrale Ablage
Entspricht der Abteilungs- bzw.
Bereichs-Ablage. Sie bietet sich an,
wenn Schriftgut von mehreren Mit-
arbeitern einer Abteilung gleicher-
maßen benötigt wird. Sie befindet
sich meist im Zimmer bzw. im
Bereich der Abteilung. Ihre Haupt-
vorteile sind kürzere Wege und kei-
ne Wartezeiten; Nachteil z. B. ist,
daß die Gesamtübersicht und -pla-
nung der Ablage erschwert wird und
daß die Gefahr unnötiger Doppelab-
lage besteht.
Lesen Sie auch: Registratur, zentra-
le Ablage.
Dezentralisierung
bedeutet die Verlagerung von Arbei-
ten und Aufgaben von einer zentra-
len Stelle auf verschiedene Abtei-
lungen/Stellen des Unternehmens.
Das Schreibbüro ist z. B. eine typi-
sche zentrale Stelle, die in modernen
Firmen oftmals wieder dezentrali-
siert wird. D. würde hier bedeuten,
daß jede Abteilung ihre Schreibar-
beiten selbst erledigt. Die Arbeit soll
dadurch effektiver gestaltet werden,
denn innerhalb der Abteilung kön-
nen besser Prioritäten gesetzt wer-
den, Verbesserungen bzw. Rückfra-
gen sind schneller erledigt, da die
Wege kürzer sind. Die Schreiberin
versteht den Text besser, da sie mit
dem Thema direkt befaßt ist.
132
DGB
Abk. für Deutscher Gewerkschafts-
bund.
Diagramme
Es gibt verschiedene Arten, z. B.
Balkendiagramm und Kreisdia-
gramm, zur bildlichen, meist farbi-
gen, Darstellung von statistischen
Daten und mathematischen Zusam-
menhängen.
Dialekt
Im Unterschied zur Hoch-, Schrift-
oder Standardsprache ist der D.
(Mundart) verbreitet. Es handelt sich
um eine landschaftlich ausgeprägte
Form der gesprochenen Sprache. D.
sind von Ort zu Ort - sogar zwischen
Nachbarorten - verschieden.
Lesen Sie auch: Hochsprache.
Diäten
Lesen Sie nach unter: Abgeordneter.
Die Welt
ist eine konservative Tageszeitung
aus dem Hause Springer.
Lesen Sie auch: Tageszeitung.
Die Zeit
ist eine liberale Wochenzeitung.
Dienst nach Vorschrift
Lesen Sie nach unter: innere Kün-
digung.
Dienstgang
Als D. wird die vorübergehende
Tätigkeit des Arbeitnehmers an
einem Ort, der weniger als 15 km
von seiner eigentlichen Arbeitsstät-
te oder, wenn er die Stätte direkt von
der Wohnung aus aufsucht, von der
Wohnung entfernt ist. Der Arbeit-
geber muß die entstandenen Kosten
tragen. D. ist ein Begriff des Steuer-
rechts.
Lesen Sie auch: Spesen.
Dienstleistungsbilanz
Die D. ist Teil der Zahlungsbilanz,
in der die Dienstleistungstransaktio-
nen zwischen Inland und Ausland
erfaßt werden. Auf der Aktivseite
wird die Ausfuhr, auf der Passivsei-
te die Einfuhr von Dienstleistungen
ausgewiesen. Zu den Dienstleistun-
gen zählen beispielsweise Trans-
portleistungen, Leistungen des Rei-
severkehrs, Versicherungsleistungen
und Arbeitsentgelte. Zusammen mit
der Handelsbilanz und der Übertra-
gungsbilanz bildet die D. die Lei-
stungsbilanz.
Lesen Sie auch: Handelsbilanz.
Dienstleistungsfunktion
Sie beinhaltet die Aufgabe des (der)
Funktionsinhabers(in), anderen per-
sönliche Hilfe zu gewähren, nämlich
einen Dienst zu leisten. In dieser
Funktion werden gleichermaßen
Wirtschafts güter produziert, die,
obwohl physisch nicht faßbar, der
Befriedigung menschlicher Bedürf-
nisse dienen. Diese Güter werden in
der Ausübung der Funktion produ-
ziert und gleichzeitig verbraucht. D.
gibt es in der privaten Wirtschaft
und bei öffentlichen Stellen. Bei-
spiele: Handel, Gastgewerbe, Ver-
kehr, Gesundheitswesen, Banken,
öffentliche Verwaltung, Sport.
Dienstprogramm
Lesen Sie nach unter: Utilities.
Dienstvertrag
Dienstreise
Wie der Name schon sagt, unter-
scheidet sich die D. z. B. von einer
Urlaubsreise dadurch, daß sie
"geschäftlichen Charakter" hat. Das
heißt konkret, sie wird angetreten,
um beispielsweise neue Geschäfts-
beziehungen zu knüpfen, Gedanken
auszutauschen oder Verträge abzu-
schließen. Eine D. wird immer dann
notwendig, wenn das gewünschte
Ziel z. B. nicht nur durch Telefona-
te oder Schriftverkehr erreicht wer-
den kann. Denn von "Angesicht zu
Angesicht" kann man so manches
Problem besser aus der Welt schaf-
fen oder auch einen besseren Ein-
druck von neuen Techniken bekom-
men. Die D. bedeutet nicht nur für
den "Dienstreisenden", sondern
auch für seine Sekretärin ein "ganzes
Stück Arbeit".
Lesen Sie auch: Auslandsreisen,
Reisekosten, Reisekostenabrech-
nung, Spesen.
Dienstverhältnis
Lesen Sie nach unter: Arbeitnehmer,
Dienstvertrag.
Dienstvertrag
Durch den D. wird derjenige, wel-
cher Dienste zusagt, zur Leistung der
versprochenen Dienste, der andere,
der die Dienst annimmt, zur
Gewährung der vereinbarten Ver-
gütung verpflichtet. Gegenstand des
D. können Dienste jeder Art sein.
Weil der Erfolg der Tätigkeit nicht
gewährleistet werden kann (Anwalt,
Arzt, Ausbilder), ist der Vertrag nur
auf die sachliche Leistung ausge-
richtet im Gegensatz zum Werkver-
133
Dienstweg
trag, bei dem ein bestimmter Erfolg
aufgrund einer Tätigkeit geschuldet
wird (Schuster, Malermeister). Der
Vertragsabschluß ist grundsätzlich
formfrei, auch stillschweigend, mög-
lich. Das Dienstverhältnis endet mit
dem Ablauf der Zeit, für die es ein-
gegangen ist, oder durch Kündi-
gung.
Gesetzliche Regelungen sind in den
§§ 611 ff. BGB zu fmden.
Lesen Sie auch: Arbeitsvertrag,
Werkvertrag.
Dienstweg
Der D. beschreibt den firmen- oder
behördenintern festgesetzten Weg
des Informationsflusses. Der D. sieht
vor und gewährleistet, daß in einer
Firma oder Behörde jeder Mitarbei-
ter von Angelegenheiten, die seinen
jeweiligen Arbeits- oder Verant-
wortungsbereich tangieren, in
Kenntnis gesetzt wird.
digitales Netz
Lesen Sie nach unter: ISDN.
digitalIsleren
Umsetzen von analogen Signalen in
digitale Form zur Weiterverarbei-
tung in digitalen DV-Anlagen,
wobei analog kontinuierlich, stetig
veränderbare Größen (z. B. geschrie-
bene Texte, gesprochene Sprache,
Temperatur- oder Spannungs-
meßwerte) und digital Zeichendar-
stellung von physikalischen Größen
durch Muster (Bits) bedeutet.
DIHT
Abk. für Deutscher Industrie- und
Handelstag.
134
Diktatur
Die D. ist ein politisches Herr-
schaftssystem. Ihr wesentliches
Kennzeichen ist die Konzentration
der staatlichen Gewalt an einer Stel-
le. Diese herrschende Stelle kann
sowohl eine einzelne Person als auch
eine Gruppierung (z. B. Partei,
Familie) sein. Im Gegensatz zu einer
Demokratie ist das Volk in keiner
Weise an der Regierung beteiligt,
obgleich durchaus demokratische
bzw. rechtsstaatliehe Institutionen
vorhanden sein können. Sie stellen
jedoch kaum mehr als eine Fassade
dar, mit deren Hilfe der wahre Cha-
rakter der staatlichen Herrschaft zu
verschleiern versucht wird. Politi-
sche Opposition wird unterdrückt,
Grundrechte wie Vereinigungs-,
Presse- und Meinungsfreiheit sind in
modemen D. nur beschränkt oder
überhaupt nicht existent. Ohne damit
der D. den Rücken zu stärken, soll-
te nicht verkannt werden, daß sie bei
bestimmten gesellschaftlichen Ent-
wicklungsprozessen, gerade auf-
grund ihrer Radikalität, ein adäqua-
tes Mittel darstellt, fest verankerte
Mißstände zu beseitigen und tief-
greifende gesellschaftliche Umwäl-
zungen einzuleiten. So ist es kein
Zufall, daß D. oftmals als Folge
einer Revolution oder revolutions-
ähnlichen Entwicklungen entstehen.
Ein Beispiel hierfür ist die franzö-
sische Revolution, die zur
"Schreckensherrschaft" Robespier-
res führte und danach zur D. Napo-
leons I. Zusätzlich zeigt dieses Bei-
spiel den eine mögliche Rechtferti-
gung (befristeter) diktatorischer
Herrschaft entkräftenden Wesens-
zug der D., nämlich den unbändigen
Trieb der Diktatoren, einmal erlang-
te Macht zu erhalten bzw. zu ver-
größern. Dadurch bedingt, ent-
wickelt eine D. einen zunehmend
totalitären Charakter, der sich u. a.
in staatlichem Terror wie Bespitze-
lung bis hin zur totalen Überwa-
chung, zu Konzentrationslagern oder
Schauprozessen auswirken kann, ein
Vorgang, der in den totalitären D.
des 20. Jahrhunderts (Hitler, Stalin)
seinen bislang traurigsten Höhe-
punkt fand.
Lesen Sie auch: Zensur.
Diktiergerät
Unter einem D. versteht man ein
Tonaufzeichnungs- und Wiederga-
begerät zur Aufnahme, zum
Abhören und zur Abschrift von Dik-
taten. Zeitunabhängig von seiner
Sekretärin oder Schreibkraft kann
der Diktant die zu schreibenden Tex-
te auf einen Tonträger sprechen. Die
Sekretärin/Schreibkraft hört das
Band an ihrem Gerät ab und schreibt
die Texte entsprechend der ebenfalls
diktierten Vorgaben. D. rationali-
sieren die Korrespondenzbearbei-
tung, da das Diktieren zeit-, orts- und
personenunabhängig erfolgen kann.
Darüber hinaus wird die Zeit der
Sekretärin zur Diktataufnahme
gespart, und bei besonders hohem
Schriftaufkommen kann die Arbeit
besser auf andere Mitarbeiter verteilt
werden.
Zum erfolgreichen Arbeiten mit
einem D. ist es sinnvoll, daß sich der
Diktant mit den ,,Regeln für das
Phonodiktat DIN 5009" vertraut
macht.
DIN-Normen
Lesen Sie auch: Bürodiktiergerät,
Handdiktiergerät, Reisediktiergerät.
DIN
Abk. für Deutsche Industrie-Norm.
DIN5007
enthält alle Regeln für die alphabe-
tische Ordnung (ABC-Regeln).
DIN5008
Grundlage einer zweifelsfreien
Schrift und der Formung von
Schriftstücken bilden die "Regeln
für Maschinenschreiben", die, nach-
folgende Änderungen eingeschlos-
sen, 1949 in das deutsche Normen-
werk übernommen wurden. DIN
5008 erläutert genaustens die
Regeln. Auch Musterbriefe werden
gezeigt.
Lesen Sie auch: Fehler bei der Bau-
steinkorrespondenz .
DIN5009
Regeln für das Phonodiktat sind
Leitfaden für das korrekte Diktieren.
Leider fmdet DIN 5009 in der Pra-
xis zu wenig Beachtung. Wer sich
die Regeln zu eigen macht, erleich-
tert der Person, die mit dem "Schrei-
ben nach Band" beauftragt ist,
wesentlich die Arbeit.
DIN476
Das Format des Papiers ist durch
DIN 476 bestimmt. Am häufigsten
wird DIN A4 (210 mal 297 mm)
verwendet.
DIN-Normen
In der Bundesrepublik Deutschland
gibt es über 21 000 D. Träger der
135
Diphthong
deutschen Normungsarbeit ist das
Deutsche Institut für Normung e. V.
(DlN). Das DlN orientiert seine
Arbeit an wichtigen Grundsätzen,
wie Freiwilligkeit, Öffentlichkeit,
Beteiligung aller interessierten Krei-
se, Einheitlichkeit und Wider-
spruchsfreiheit, Sachbezogenheit
und Ausrichtung am Stand der Tech-
nik und der Wirtschaftlichkeit.
Die Norm klärt Zweifelsfälle auf.
Auch die DlN 5008 - Regeln für
Maschinenschreiben - ist aus
bewährten Erfahrungen der Praxis
und Erkenntnissen der Rationalisie-
rung entstanden. Die Regeln für
Maschinenschreiben legen auch fest,
wie man Briefblätter beschriftet,
Texte gliedert und kennzeichnet,
Größenangaben und Formeln
schreibt, Textteile hervorhebt, Zah-
len gliedert und Manuskripte oder
Typoskripte erstellt. Gute Dienste
leisten auch DlN 5007 (alphabeti-
sche Ordnung) und 5009 (Regeln für
das Phono-diktat). Die DlN 476
erläutert Formate des Geschäfts-
briefes.
Lesen Sie auch: Normung.
Diphthong
Der Doppellaut bzw. Zwielaut ist ein
an der gleichen Silbe stehender Dop-
pelvokal.
Beispiele: "au", "ei", "eu".
Diplomat
Ein D. ist ein höherer Beamter des
Auswärtigen Dienstes. Er vertritt die
Interessen seines Landes bei frem-
den Staaten und internationalen
Organisationen.
Dabei werden folgende "Ränge"
136
unterschieden: Botschafter. (Rang-
höchster), dann Gesandter, General-
konsul, Konsul, Ministerresident
und Geschäftsträger.
Lesen Sie auch: Botschaft, Konsulat.
Direct Mailing
ist eine Form der Werbung, die spe-
ziell zur Neugewinnung von Kunden
eingesetzt wird. Mit Hilfe von
Adreßdateien (Pools) werden poten-
tielle Kunden direkt namentlich
angesprochen. Dem werbenden
Unternehmen sind die Kundena-
dressen nicht bekannt. Es beauftragt
eine D. M.-Agentur, den Versand an
bestimmte Zielgruppen (z. B.
Selbständige, bestimmte Alters-
gruppen etc.) zu organisieren. Eine
existierende Kundenkartei kann
auch für D. M.-Aktionen verwendet
werden, d. h. die Empfänger müssen
nicht unbedingt anonym sein. Für
Konsumgüter oder Güter des tägli-
chen Bedarfs ist D. M. nicht geeig-
net. Beispiele der sinnvoller Anwen-
dungsbereiche dagegen sind z. B.
Auto-, Kosmetik- und Luxusgüter-
industrie.
Directory
ist die engl. Bezeichnung für Ver-
zeichnis.
Direktadressierung
Hier werden Adressen direkt aus der
DV-Adreßverwaltung auf den
Umschlag (DIN A6 bis DlN B4),
Einzelformulare, Karteikarten usw.
gedruckt. So können je nach System
bis zu 4 000 Postsendungen pro
Stunde postversandfertig gemacht
werden.
DIrektdruck
Ausdrucken des Textes zugleich auf
Papier und Bildschinn.
Lesen Sie auch: Delaydruck.
Dlrektlonsasslstentin
1. Berufserfahrene Sekretärin der
Geschäftsleitung oder eines Direkti-
onsbereiches, die sich in einer
berufsbezogenen Aus- und Weiter-
bildung zur D. fortgebildet hat. Der
Lehrstoff vermittelt Kenntnisse in
Volkswirtschaft, Wirtschaftspolitik,
Betriebswirtschaft (Material-,Pro-
duktions-, Personalwirtschaft, Fi-
nanzierung, Marketing), Organisati-
on und Datenverarbeitung, Rechts-
lehre, Unternehmensführung und
Management. Eine solche Weiter-
bildung wird von verschiedenen pri-
vaten Instituten in der Bundesrepu-
blik angeboten. Die D. ist damit in
der Lage, auch anspruchsvolle Assi-
stenzaufgaben zu übernehmen und
ihre(n) Chef(in) in der Wahrung
der Führungsaufgaben zu unter-
stützen.
2. Pendant zum männlichen Direk-
tionsassistenten, allerdings in der
Regel mit Hochschulabschluß. Sie
erhält im Unternehmen meist spezi-
elle Aufgabenbereiche. Sie betrach-
tet diese Position im Unternehmen
als Karriere-Sprungbrett.
Direktor
Ein D. leitet die Geschäfte eines
Unternehmens oder einer Behörde.
Dazu werden ihm entsprechende
Vollmachten erteilt.
Lesen Sie auch: Arbeitsdirektor,
Board 0/ Directors (BoD), Direkto-
rium.
Direktverslcherung
Direktorium
wird die Geschäftsleitung größerer
Betriebe, die aus mehreren Direk-
toren besteht, genannt. Die Direkto-
ren der verschiedenen Ressorts tref-
fen sich regelmäßig zur mehrheitli-
chen Festlegung von Finnenstrate-
gien in allen Bereichen und lenken
somit entscheidend das Unterneh-
men.
DIrektruf
ist eine Möglichkeit der Daten-
fernübertragung und -verarbeitung.
Wichtige Informationen, Nachrich-
ten etc. können per D. sehr schnell
übertragen werden. D. ist ein öffent-
liches Netzwerk, das über vorhan-
dene Anschlüsse angewählt werden
kann.
DIrektversicherung
Die D. ist eine Lebensversicherung
zwischen dem Arbeitgeber und einer
Lebensversicherungsgesellschaft
zugunsten des Arbeitnehmers. Der
Betriebsrat hat Mitbestimmungs-
recht. Die Prämien gelten als
Arbeitslohn und sind daher lohn-
steuerpflichtig und bis zur Beitrags-
bemessungsgrenze auch sozialversi-
cherungspflichtig, es sei denn, der
Arbeitgeber übernimmt neben der
Prämienzahlung auch die Lohnsteu-
erschuld des Arbeitnehmers. Für den
Arbeitgeber ist beides eine abzugs-
fähige Betriebsausgabe. Wird die
Leistung an den Arbeitnehmer oder
an Hinterbliebene ausgezahlt, hat
dies für den Arbeitgeber keine steu-
erliche Bedeutung. Der Empfänger
jedoch muß Kapitalertragsteuer zah-
len.
137
Direktwahl
Lesen Sie auch: betriebliche Alters-
versorgung, Gehaltsumwandlung .
Direktwahl
Bei einer D. stimmt der Wähler
unmittelbar über die Besetzung bzw.
Zusammensetzung von Institutionen
ab. Ein Beispiel hierfür ist die Wahl
des deutschen Bundestages: Jede
Partei erhält den angemessenen
Anteil an Sitzen, der dem Anteil der
für sie abgegebenen Stimmen ent-
spricht (Ausnahme: die Fünf-Pro-
zent-Klausel, die besagt, daß nur
Parteien mit mindestens fünf Prozent
Stimmenanteil Bundestagssitze
erhalten). Die D. entspricht am ehe-
sten dem Wesen der Demokratie, da
jede einzelne Stimme für den Wahl-
ausgang mitentscheidend ist.
Das Gegenteil der D. ist die indirekte
Wahl, bei der eine Zwischeninstanz
eingeschaltet wird. Beispiele hierfür
sind: die Wahl des US-Präsidenten
durch Wahlmänner oder die Wahl
des Vorstandes einer Aktienge-
sellschaft durch den Aufsichts-
rat.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Bundestag, Demokratie, Fünf-Pro-
zent-Klausel, indirekte Wahl, Wahl.
Direktwerbung
Die Werbung ist ein Mittel zur Ver-
kaufsförderung. Bei der D. werden
einzelne Zielgruppen direkt persön-
lich beworben. Dies kann mündlich
oder schriftlich geschehen. Die am
meisten verwendete Form ist das
Direct Mailing.
Lesen Sie auch: Absatzpolitik,
Direct Mailing, Verkaufsförderung,
Werbung.
138
Dirigismus
D. ist ein System von staatlichen
Eingriffen in den Wirtschaftsablauf
eines Landes, die nicht marktkon-
form sind. Dirigistische Maßnahmen
beeinflussen die in einem markt-
wirtschaftlichen System üblicher-
weise durch den Marktpreis regu-
lierten Produktions-, Konsum- und
Investitionsentscheidungen der
Marktteilnehmer. Beispiele hierfür
sind Mindestpreis- und Höchst-
preispolitik sowie direkte Subven-
tionen des Staates.
Lesen Sie auch: Angebot, Aufwer-
tung, Marktwirtschaft, Nachfrage,
soziale Marktwirtschaft.
diskdrive
ist der eng!. Begriff für Plattenlauf-
werk.
Disk Operating System
Lesen Sie nach unter: Betriebssy-
stem, MS-DOS.
Diskette
Lesen Sie nach unter: Floppy Disk.
Diskettenlaufwerk
Lesen Sie nach unter: Floppy Disk,
Laufwerke.
diskontfähiger Wechsel
Lesen Sie nach unter: Diskontwech-
sei.
Diskontkredit
Ein D. wird durch den Ankauf eines
Wechsels unter Abzug eines Zins-
satzes bis zur Fälligkeit gewährt. Der
Wechsel ist ein Wertpapier, das eine
unbedingte Zahlungsanweisung oder
ein Zahlungsversprechen enthält.
Der akzeptierte Wechsel bietet die
Möglichkeit der Refinanzierung.
Erhält beispielsweise ein Unterneh-
men aufgrund eines Warenverkaufs
auf Ziel einen Wechsel, so kann der
akzeptierte Wechsel vor Ablauf an
eine Bank verkauft werden. Der
Gegenwert des Wechsels wird unter
Abzug von Diskont und Gebühren
dem Konto des Einreichers gutge-
schrieben oder bar ausgezahlt.
Diskontpolitik
Die D. ist das klassische Mittel, mit
dem sich die Kreditinstitute bei der
Deutschen Bundesbank zusätzliches
Geld beschaffen (Refinanzierung).
Die Banken verkaufen dabei Wech-
sel an die Zentralbank, die sie zuvor
von ihren Kunden angekauft haben.
Die Bundesbank zieht dabei einen
Zins, dem sog. Diskontsatz, vom
Nennwert des Wechsels ab. Der
Restbetrag wird ausgezahlt.
Durch die Veränderung des Dis-
kontsatzes kann die Bundesbank die
Refinanzierung der Geschäftsban-
ken verteuern oder verbilligen. Wei-
terhin wird der Bundesbank das
Recht eingeräumt, Rediskontkon-
tingente festzulegen, d. h. sie
beschränkt wertmäßig die Inan-
spruchnahme von Diskontkrediten
der einzelnen Geschäftsbanken.
Sowohl die Festlegung des Diskont-
satzes als auch die Bestimmung des
Rediskontkontingents beeinflussen
die Geldmenge, die sich in der
Volkswirtschaft in Umlauf befin-
det.
Lesen Sie auch: Deutsche Bundes-
bank, Geldpolitik.
Diskretion
Diskontsatz
Der Zins, den eine Geschäftsbank
bzw. die Deutsche Bundesbank
beim Ankauf von noch nicht falligen
Wechseln erhebt, bezeichnet man als
D. Die jeweilige Höhe des D. beein-
flußt die Höhe der sonstigen Zins-
sätze und damit die allgemeine
Geld- und Kreditversorgung einer
Volkswirtschaft. Hält sich der D. auf
einem niedrigen Niveau, ist die
Beschaffung von Bankgeld in der
Regel niedrig, wird der D. hoch
angesetzt, ist die Geldbeschaffung
teuer.
Diskontwechsel
Wechsel, die den Ankaufbedingun-
gen der Deutschen Bundesbank ent-
sprechen, bezeichnet man als D.
bzw. diskontfahige Wechsel. Für die
Geschäftsbanken stellt die Redis-
kontierung von Wechseln eine Mög-
lichkeit dar, sich zusätzliche finan-
zielle Mittel zu beschaffen. Dis-
kontfähige Wechsel müssen vier
Voraussetzungen erfüllen:
- Die Restlaufzeit darf drei Monate
nicht übersteigen.
- Der Wechsel muß mindestens drei
"gute" Unterschriften tragen.
- Dem Wechselgeschäft muß ein
Handelsgeschäft zugrundeliegen,
also kein Finanzgeschäft.
- Der Wechsel muß an einem Bank-
platz zahlbar sein, d. h. an einem
Ort, an dem die Deutsche Bun-
desbank eine Niederlassung hat.
Diskretion
Ein diskretes Wesen beinhaltet meh-
rere Eigenschaften wie Verschwie-
genheit, Takt, Unauffälligkeit und
139
Diskussion
Zurückhaltung. Sie treffen bei-
spielsweise Ihren Chef spät abends
in einem Lokal. Er ist schon ziem-
lich angeheitert und "klopft
Sprüche". Sie begrüßen ihn natürlich
nicht am nächsten Morgen mit der
Frage: "Na, ist Ihnen der gestrige
Abend gut bekommen?" Am besten
ist, Sie erwähnen die Begegnung
nicht, wenn er Sie allerdings darauf
anspricht, liegt der Fall anders. Und
selbstverständlich erzählen Sie nie-
mandem im Büro von dieser Begeg-
nung.
Diskussion
Lesen Sie nach unter: Verhand-
lungstaktik.
Display
Aus dem Englischen übersetzt
bedeutet D. "Schaustellung". Es ist
ein Anzeigesystem, das elektrische
Signale für das menschliche Auge in
erkennbare Zeichen umsetzt, z. B.
bei Maschinen, elektronischen
Schreibmaschinen mit D., Compu-
tern, Uhren, Meßgeräten usw. Zur
Umwandlung erforderlich sind bei-
spielsweise Lampen, Matrixanzei-
gen und Bildschirme.
Lesen Sie auch: Korrekturmöglich-
keit, Monitor, Zusatzeinrichtungen.
Dispokredit
Lesen Sie nach unter: Dispositions-
kredit.
Disposition
ist die Regelung betrieblicher Vor-
gänge, die zwar immer wieder in
gleicher Art und Weise auftreten, je
nach Sachlage aber fallweise ent-
140
schieden werden müssen. So könn-
te beispielsweise in einer Spedition
das Festlegen der täglichen Fahrt-
route disponiert werden. Dabei han-
delt es sich um immer wieder den
gleichen Vorgang. Es müssen die
Orte der Kunden zu einem möglichst
optimalen Weg geordnet werden.
Dies ist praktisch jeden Tag gleich.
Da aber nicht jeden Tag die selben
Kunden angesteuert werden müssen,
wird der tägliche Weg täglich neu
festgelegt. Sobald die mit der D. ver-
bundene Aufgabe erfüllt ist, verliert
die dispositive Regelung ihre Gül-
tigkeit.
Die D. gehört wie die Improvisation
zur betrieblichen Organisation. Um
mögliche Risiken durch Fehlein-
schätzungen zu minimieren, werden
meist Kompetenzrahmen vorgege-
ben. Je häufiger D. auftreten, desto
eher wird man versuchen, diese
Vorgänge durch organisatorische
Maßnahmen zu regeln.
Dispositionskredit
(kurz Dispokredit) ist eine auf einem
Privatgirokonto bereitgestellte Kre-
ditlinie. Die Höhe richtet sich nach
den monatlichen Gehaltseingängen,
die auf diesem Girokonto gutge-
schrieben werden. Zinsen werden
für den in Anspruch genommenen
Teil der Kreditlinie taggenau berech-
net. Wird der D. überschritten, so
wird eine zusätzlich Überziehungs-
provision von ca. 2 bis 4 % berech-
net.
dispositive Arbeit
Lesen Sie nach unter: betriebliche
Produktionsfaktoren.
Dissertation
Lesen Sie nach unter: Promotion.
Distanz
bedeutet Zurückhaltung, Entfernung
oder Reserviertheit, wobei die letz-
teren Begriffe nicht unbedingt posi-
tiv zu bewerten sind. Eine gewisse
Zurückhaltung, gerade im Beruf, ist
häufig wichtig und kennzeichnet
einen überlegten Menschen. Reser-
viertheit und Entfernung sollten Sie
nicht aufkommen lassen. Wenn Sie
einen Kunden, Mitarbeiter oder
Ihren Chef betreuen, ist eine gewis-
se Anteilnahme und menschliche
Nähe, ein verständnisvolles Ein-
fühlen in Situationen erforderlich.
Das entbindet Sie nicht davon, in
einigen Dingen Zurückhaltung zu
bewahren, Ihre Gefühle unter Kon-
trolle zu halten. Ein zu emotionales
Arbeitsverhältnis bringt unter
Umständen Schwierigkeiten und
verhindert eine objektive und klare
Beurteilung von Arbeiten und Ver-
haltensweisen.
Lesen Sie auch: Arroganz.
Distreß
Lesen Sie nach unter: Streß.
Distributionspolitik
Lesen Sie nach unter: Absatzpolitik.
Disziplin
Lesen Sie nach unter: Stäranalyse,
Telefonkonferenz.
Dividende
Die D. ist der auf die Aktionäre ent-
fallende Anteil am Bilanzgewinn
einer Aktiengesellschaft. Der Vor-
Dokumentationsstellen
stand einer Aktiengesellschaft macht
Vorschläge über die Verwendung
des Bilanzgewinnes. In der Haupt-
versammlung stimmen die Aktionä-
re über die tatsächliche Gewinnver-
wendung bzw. über die Höhe der D.
ab (im Regelfall pro Aktie eine
Stimme). Grundsätzlich gibt es zwei
Möglichkeiten der Gewinnverwen-
dung: die Ausschüttung an die
Aktionäre, die D., oder die Einbe-
haltung der Gewinne für Investitio-
nen des Unternehmens.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Gewinn.
DLH
Abk. für Deutsche Lufthansa AG.
Dokumentation
Die D. ist die schriftliche Niederle-
gung oder das bildliche Festhalten
von Fakten oder Ereignissen zur spä-
teren Wiedernutzung.
Dokumentationsstellen
sind umfangreiche Informations-
speicher, die ein exaktes Studium
der eingehenden Informationen, wie
z. B. Fachzeitungen, erforderlich
machen. Sie helfen Lesearbeit zu
sparen, und der Betrieb schafft sich
mit ihnen eine nach Stich- und
Schlagworten geordnete Nachschla-
gemöglichkeit. Voraussetzungen für
das Anlegen einer D. sind das Sam-
meln, Sichten und Ordnen von Infor-
mationen sowie das Bereitstellen der
überarbeiteten Unterlagen zur Infor-
mation. Werden Sie dann aktiv! Ver-
teilen Sie die Informationen über die
neuesten, veröffentlichten Erkennt-
nisse und Tatsachen in Form von
141
Dokumentenakkreditiv
Titelschauen, Kurzreferaten und
Auszügen. Sonst verwandelt sich
Ihre D. allzu schnell in ein staubiges
Archiv.
Dokumentenakkreditiv
Lesen Sie nach unter: Akkreditiv,
Kasse gegen Dokumente.
Doppelablage
Lesen Sie nach unter: EDV-gestütz-
te Archivverwaltung.
Doppelarbeit
Lesen Sie nach unter: Mitarbei-
terinformation, Querinformation/
Postbearbeitung.
Doppelklick
Der D. ist beispielsweise nötig, um
per Maus im Falle einer grafischen
Benutzeroberfläche eine Datei zu
öffnen.
Doppellaut
Lesen Sie nach unter: Diphthong.
Doppelpunkt
Ein D. (auch Kolon) steht vor der
direkten Rede, angekündigten Sät-
zen oder Satzstücken und Aufzäh-
lungen oder vor Sätzen, die das Vor-
angegangene zusammenfassen. Bei-
spiele: Es gilt: ,,zeit ist Geld." - Dia-
gnose: Beinbruch! - Diese Teile
werden später geliefert: Ringbücher,
Hefter und Heftklammern. - Man
singt, lacht und weint: Das Leben hat
viele Seiten.
Für die Praxis: Nach einem D. wird
u. a. bei Aufzählungen klein, bei fol-
genden vollständigen Sätzen groß
geschrieben.
142
Doppelsekretariat
Zwei, die sich mögen ("sich riechen
können") und verstehen, wären die
optimale Zusammenstellung in
einem D. Der Sinn und auch Vor-
teil einer sokhen Einrichtung liegt
in folgenden Punkten: Urlaubsver-
tretung ist einfacher; bei zeitweiser
Abwesenheit einer Sekretärin ist das
Telefon und das Büro durch die
andere Sekretärin besetzt; bessere
Kommunikations- und Koordinati-
onsmöglichkeiten. Es macht auch
Sinn, wenn eigentlich zusammen-
gehörende Bereiche, wie z. B. Ver-
trieb und Marketing, in solchen D.
kombiniert werden.
Doppelwertigkeit
Lesen Sie nach unter: Ambivalenz.
Dow-Jones-Index
ist ein Aktienindex, der täglich den
Durchschnitt der Schlußkurse an der
New Y orker Börse der 30 wichtig-
sten Industrieaktien angibt. An sei-
nem Stand können Sie die Stim-
mung an den US-Börsen ablesen.
Lesen Sie auch: Börse.
dpi
Abk. für dots per inch = Punkte per
2,54 cm. Maßeinheit der Auflösung
grafischer Darstellungen. Je höher
die Auflösung, desto feiner das Bild.
drahtlos
Lesen Sie nach unter: Funktelefon.
Drehsäule
Die D. ist eine zusätzliche Abla-
gemöglichkeit für Ordner. Sie steht
frei im Raum, ist drehbar und so von
allen Seiten zugänglich. Dadurch
schafft sie auch auf engem Raum
weiteren Platz. Es muß jedoch
bedacht werden, daß D. in der Regel
offen (also nicht verschließbar) sind
und so keinen sicheren Aufbewah-
rungsort für wichtige oder vertrauli-
che Akten bieten.
Dreiervertrag
Dieser Begriff stammt aus dem
Bankwesen, wird im KAG geregelt.
Im D. werden die Konditionen zwi-
schen der Anlagegesellschaft, der
Depotbank und dem Anleger fest-
gelegt. Er wird nur bei Spezialfonds
abgeschlossen.
Beachten Sie hierbei bitte unbedingt
den festgelegten internen Ablauf
(Erstellung siehe Muster in Ihren
Unterlagen, Versendung an Anleger
und erforderliche Unterschriften
beachten).
Dringlichkeit
Ohne daß es Ihnen besonders auf-
fällt, ist Ihre tägliche Arbeit vom
Wort D. geprägt. Ständig wägen Sie
ab und überlegen, welcher Vorgang
dringlich ist, d. h. Priorität hat Eine
Sache ist dringlich, wenn sie keinen
Aufschub duldet, also eilig und
zudem noch wichtig, also unbedingt
notwendig ist.
Schon den Posteingang sollten Sie
Ihrem Vorgesetzten nach D. sortiert
vorlegen. Und Dinge, die er Ihnen
zum Erledigen herausgibt, bearbei-
ten Sie entsprechend: Was muß
sofort erledigt werden, was später,
was hat bis morgen oder noch später
Zeit?
Lesen Sie auch: Zeitdruck.
Drohung
Dritte Welt
Der Begriff D. W. geht auf die
Abgrenzung der Entwicklungslän-
der von den verbleibenden Ländern
der Welt, vorgenommen von den
Vereinten Nationen, zurück. Die
"Erste Welt" beinhaltet dabei die
entwickelten westlichen Länder
(USA, Kanada, Westeuropa, Au-
stralien, Neuseeland, Südafrika und
Japan), die "Zweite Welt" die ehe-
maligen Staatshandelsländer in Ost-
europa sowie die noch existierenden
in Ostasien und die "Dritte Welt"
alle übrigen Länder.
Diese Abgrenzung ist aus mehreren
Gründen unzureichend. Um nur
zwei zu nennen: die wirtschaftli-
chen, sozialen und politischen
Unterschiede innerhalb der drei
Klassen werden außer acht gelassen,
die ehemaligen "Ostblockstaaten"
existieren in der damaligen Form
nicht mehr.
Lesen Sie auch: Vierte Welt.
Drittländer
Lesen Sie nach unter: Zollager.
Drohung
Unter D. versteht man die wider-
rechtliche Inaussichtstellung emp-
findlicher negativer Konsequenzen
mit der Absicht, die bedrohte(n) Per-
son(en) dadurch zu gewissen Hand-
lungen zu bewegen bzw. zu zwin-
gen. Rechtsgeschäfte, die aufgrund
einer D. zustande gekommen sind,
können angefochten werden und
damit zur rückwirkenden Nichtig-
keit des Rechtsgeschäftes führen.
Beispiel: Eine Mitarbeiterin fordert
eine Gehaltserhöhung mit der D., bei
143
druckbereit
Ablehnung die Gattin ihres Chefs
über seine Seitensprünge aufzu-
klären.
Lesen Sie auch: Anfechtung, Nich-
tigkeit, Rechtsgeschäfte.
druckbereit
Lesen Sie nach unter: Select-Taste.
drucken
Mit "Drucken" ist, nach vorheriger
manueller Eingabe und Speiche-
rung, die Ausgabe per Drucker vom
Speicher aus (einen Ausdruck erstel-
len) gemeint.
Lesen Sie auch: Delaydruck, Direkt-
druck.
Drucker
ist die Bezeichnung für das Ausga-
begerät eines Computers.
Je nach Druckverfahren unterschei-
det man unterschiedliche Drucker-
typen. Mechanische D. sind bei-
spielsweise Typenraddrucker und
Matrixdrucker. Nicht-mechanische
D. sind Laserdrucker, Tintenstrahl-
drucker und Thermodrucker.
Lesen Sie auch: Centronics, Laser-
drucker, Nadeldrucker, Schreib-
dichte, Select-Taste, Tintenstrahl-
drucker, Thermodruckwerk, Typen-
rad.
Druckertreiber
D. ist eine spezielle Software für die
Steuerung eines Druckers.
Bei einem Textverarbeitungspro-
gramm beispielsweise werden For-
matierungen, wie z. B. Schriftart
und Schriftgröße bzw. -stil, vom D.
gesteuert und an den Drucker wei-
tergegeben.
144
Drucksache
Diese Sendungsart entf"ällt seit
1.4.1993.
Druckstirke
Ist ein Ausdrucksmittel der Kurz-
schrift, indem verschiedene Zeichen
mit Druck versehen werden.
Druckverfahren
Lesen Sie nach unter: Offsetdruck,
Siebdruck, Thermodruckwerk.
DS
Abk. für Double Sided.
Lesen Sie nach unter: Floppy Disk.
DSV
Der Deutsche Sekretärinnen-Ver-
band ist ein unabhängiger Berufs-
verband zur Förderung und Ent-
wicklung des Sekretärinnen-Berufs,
in dem SekretärinnenlAssistentinnen
aus allen Bereichen der Wirtschaft
und Verwaltung zusammenge-
schlossen sind. Die Altersstruktur
der 2 000 Mitglieder reicht von
Anfang 20 bis über die Pensions-
grenze hinaus. Die Aktivität des
DSVerstreckt sich von der Aus- und
Weiterbildungsförderung über
Öffentlichkeitsarbeit und Beratung
bis hin zur Einrichtung eines Netz-
werks mit anderen Verbänden.
Zweck des DSV ist es, die berufli-
chen Interessen der Sekretärinnen zu
schützen und zu vertreten, ihre Wei-
terbildung zu fördern und die Aner-
kennung des Berufsstandes in der
Öffentlichkeit zu erreichen (§ 2.2 der
Vereinssatzung). Der DSV bietet in
Zusammenarbeit mit über 80 Mit-
gliedsschulen ein abgestuftes Aus-
und Weiterbildungsprogramm an. Er
ist führend in der Entwicklung neu-
er, zukunftsorientierter Lehrgänge.
Der DSV verfügt über Kontakte zu
zahlreichen in- und ausländischen
Frauenverbänden sowie Frauen-
gruppen. Er ist kompetente Aus-
kunfts- und Beratungsstelle für sei-
ne Mitglieder und die Öffentlichkeit.
Bundesweit ist der DSV in mehr
als 30 Städten vertreten. Sitz und
Geschäftsstelle:
Lagewiesenerstr. 1 a,
6700 Ludwigshafen 14;
Tel.: 0621/695965;
Fax: 06 21 /63 21 58.
DTP-Programm
Lesen Sie nach unter: PageMaker,
QuarkXPress.
Duales System Deutschland
Lesen Sie nach unter: Grüner Punkt.
Duden
Der D. ist ein hilfreiches Nach-
schlagewerk über Rechtschreibung
und Grammatik (andere Themen wie
Wortherkunft, Aussprache, Rede-
wendungen etc. sind ebenfalls
erhältlich, haben jedoch nicht diese
Bedeutung). Er wird von der Duden-
redaktion (Bibliographisches Insti-
tut & F. A. Brockhaus AG) heraus-
gegeben. Er basiert auf den amtli-
chen Rechtschreibregeln, die vom
Institut der Deutschen Sprache erar-
beitet und von den Kultusministeri-
en verabschiedet wurden. 1955 hat
der Kultusminister der Bundesrepu-
blik Deutschland den D. für ver-
bindlich erklärt, d. h., er wird seit
dieser Zeit in Schulen und amtlichen
duzen
Bereichen als Grundlage verwandt.
Eine Kommission der Dudenredak-
tion ist ständig mit der Überarbei-
tung betraut, so daß "eingedeutsch-
te" Wörter oder neue Schreibweisen
sofort in den D. aufgenommen wer-
den können.
dummer Terminal
Lesen Sie nach unter: Großrechen-
anlage.
Dumping
Lesen Sie nach unter: Antidumping.
Durchkreuzung
Lesen Sie nach unter: Kürzungen auf
den Anlaut.
Durchlaufzeit
Lesen Sie nach unter: Zeitschriften-
wesen.
Durchschläge
Parallel mit dem Schreiben des Erst-
schriftstücks entstehen D. In der
heutigen Zeit haben die Möglich-
keiten des Kopierens dem Schreiben
mit einem D. den Rang abgelaufen.
Durchwahl
Lesen Sie nach unter: Nebenstellen.
duzen
Wollen sich zwei d., so geht es kor-
rekt so zu: Der Vorgesetzte bietet
dem Nachgeordneten, der Ältere
dem Jüngeren und bei Gleichrangi-
gen die Frau dem Mann das Du an.
Im deutschen Sprachraum wird das
Du als Ausdruck einer engeren per-
sönlichen Bindung verstanden; es
eignet sich deshalb für die eher sach-
145
DV
liche Geschäftswelt weniger. Gera-
de die Sekretärin sollte an einem
neutralen Umgangston interessiert
sein, damit zu übermittelnde Bot-
schaften oder Nachrichten nicht per-
sönlich mißverstanden werden.
Auch läßt sich eine konstruktive
Auseinandersetzung in der Sie-
Ansprache nach aller Erfahrung bes-
serführen.
Zu unterscheiden sind das D. unter
Gleichrangigen und das D. im Ver-
hältnis Chef-Sekretärin. Gerade letz-
teres erfordert ein hohes Maß an Fin-
gerspitzengefühl. Für den Geschäfts-
partner oder Kunden z. B. klingt die
Frage "Hannelore, hast Du die
Unterlagen schon fertig?" nicht
besonders seriös.
146
D. entsteht oft nach Betriebsfeiem,
Ausflügen in lockerer Atmosphäre
und vor allem nach dem Genuß
alkoholischer Getränke. Die kluge
Sekretärin wird insbesondere im
Verhältnis zu Ihrem/r Chef/Chefin
am nächsten Tag wieder zum SIE
übergehen. Erst wenn auf dem DU
bestanden wird, sollte sie es - wenn
sie selbst es auch wünscht - anneh-
men.
Lesen Sie auch: siezen.
DV
Abk. für Datenverarbeitung oder
aber auch für Direktversicherung.
D-Züge
Lesen Sie nach unter: Züge.
EC
Lesen Sie nach unter: Züge.
Echtheit
Lesen Sie nach unter: notarielle
Beurkundung.
Echtzeituhr
Es handelt sich um eine Uhr im
Computer, die auch nach dem
Abschalten mit einer Batterie wei-
terläuft.
ECU
Die Europäische Währungseinheit
wird abgekürzt mit ECU (European
Currency Unit). Sie wurde im Rah-
men des Europäischen Wirtschafts-
systems (EWS) geschaffen. Der
ECU [e'ky] wird als Bezugsgröße
für Wechselkurse, Indikator für
Wechselkursschwankungen,
Rechengröße für Forderungen und
Verbindlichkeiten im EWS und als
Zahlungsmittel und Reserveinstru-
ment der EG-Zentralbanken unter-
einander verwendet.
Ende der 90er Jahre soll der ECU als
gesetzliches Zahlungsmittel (Mün-
zen, Banknoten, Buchgeld) im
gemeinsamen europäischen Wirt-
schaftsraum eingeführt werden und
damit die nationalen Währungen
ablösen.
Lesen Sie auch: Europäisches W äh-
rungssystem.
E
edltieren
Das Wort bedeutet in der Compu-
tersprache: Verändern von Daten.
EDV
EDV steht für ,,Elektronische Daten-
verarbeitung". Die EDV ist eine
Form der Datenverarbeitung, die
automatisiert ist und mit Hilfe des
Computers durchgeführt wird. Dazu
benötigt man einerseits die Hard-
ware, d. h. Rechner, Speichergeräte,
Ein- und Ausgabegeräte und
Datenübertragungseinrichtungen,
andererseits Software, d. h. Pro-
gramme für die verschiedenen Auf-
gaben der EDV, (z. B. Lohnabrech-
nung, Materialwirtschaft), vor allem
aber Betriebssysteme, Text- und
Dialogsysteme. Die EDV wird heut-
zutage in den meisten Lebensberei-
chen verwendet: Wirtschaft, Medi-
zin, Raumfahrt, Naturwissenschaft,
Verkehr, Feuerwehr usw. Selbst
komplette Fabrikanlagen köunen so
gesteuert werden.
Lesen Sie auch: Datenverarbeitung.
EDV-gestOtzte Kartei
Lesen Sie nach unter: Datenbank.
EDV·gestOtzte
Archlvverwaltung
Sie können sich, ähnlich der
Adreßverwaltung, eine Datenbank
für die Archivverwaltung aufbauen.
147
Effekten
Dadurch wird Doppelablage ver-
mieden und Suchzeiten werden ver-
ringert.
Lesen Sie auch: Adreßverwaltung,
Datenbank.
Effekten
sind Wertpapiere, die an der Börse
gehandelt werden. Sie sind Urkun-
den über Gläubiger-oder Teilhaber-
rechte. Dem Inhaber steht grundsätz-
lich ein Ertrag zu, wobei dieser
sowohl fix als auch variabel sein
kann. E. sind vertretbar, d. h. sie
sind untereinander austauschfähig.
Diese Eigenschaft macht sie erst
börsenfähig (fungibel). Ihrer Art
nach dienen sie zur Kapitalanlage
oder zur Spekulation. Beispiele:
Aktien, Anleihen, Obligationen,
Pfandbriefe.
Lesen Sie auch: Aktien, Anleihe,
Börse, Obligationen, Pfandbrie-
fe, Urkunde, Wert-papier.
Effektivität
ist mit dem Wort Effizienz verwandt
und bedeutet Wirksamkeit, Durch-
schlagskraft bzw. Leistungsfähig-
keit. So hatte z. B. eine Werbemaß-
nahme eine hohe E., wenn dadurch
die Nachfrage bzw. die Verkaufs-
zahlen stark gestiegen sind.
Lesen Sie auch: Effizienz.
effizient
Lesen Sie nach unter: Zeit- oder
Arbeitsblockbildungen.
Effizienz
ist die Leistungsfähigkeit, die Wirk-
samkeit bzw. der Nutzeffekt einer
Maßnahme. Die höchste E. ist
148
erreicht, wenn mit geringstem Auf-
wand der größte Nutzen erzielt wur-
de.
Lesen Sie auch: Arbeitseffizienz,
Effektivität, Rentabilität.
EFTA
ist die Abk. für European Free Tra-
de Association, auch Europäische
Freihandelszone genannt. Die EFT A
ist ein 1960 gegründeter handelspo-
litischer Zusammenschluß, der als
Zollgemeinschaft die Länder Island,
Finnland, Liechtenstein, Norwegen,
Österreich, Schweden und die
Schweiz umfaßt. Die sogenannte
,,Kleine Freihandelszone" resultiert
aus dem Scheitern der Verhandlun-
gen zwischen den Mitgliedsstaaten
der OEEC (Organization for Euro-
pean Economic Cooperation) über
eine Europäische Freihandelszone,
die nach Gründung der EWG
geführt worden waren. Bis Ende
1969 wurde das Ziel der EFT A,
nämlich der Abbau der Handels-
schranken durch die völlige
Abschaffung der Zölle auf Indu-
strieerzeugnisse, erreicht. Die Land-
wirtschaft ist im Vertrag ausdrück-
lich ausgeschlossen. Bis 1977
schaffte die EFT A es ebenfalls, den
Freihandel mit Industrieerzeugnis-
sen auf die Mitgliedsstaaten der EG
auszuweiten. Zusätzlich hat sie mit
der EG die Schaffung eines Europäi-
schen Wirtschaftsraums (EWR) ver-
einbart.
Lesen Sie auch: Freihandelszone.
EG
Abkürzung für Europäische
Gemeinschaft. Die EG ist eine über-
staatliche Organisation von zwölf
europäischen Staaten, deren Ziel es
ist, die Grundlagen für einen politi-
schen und wirtschaftlichen Zusam-
menschluß der Mitgliedsstaaten in
der sog. "Europäischen Union" zu
schaffen.
Anstoß zu einer europäischen Ver-
einigung gab 1951 die Grundung der
"Europäischen Gemeinschaft für
Kohle und Stahl" (EGKS), auch
Montanunion genannt, die eine
gemeinschaftliche Nutzung der
europäischen Kohle- und Stahl vor-
kommen bezweckte. 1954 sollte die
Grundung der "Europäischen Ver-
teidigungsgemeinschaft" (EVG)
erfolgen. Sie scheiterte jedoch.
Erneute Anstrengungen erfolgten
1957. Die Grundungsverträge für die
"Europäische Wirtschafts gemein-
schaft" (EWG) und die "Europäi-
sche Atomunion" (EURATOM)
wurden in Rom unterschrieben. Der
Vereinigungungsvertrag der EGKS,
der EWG und der EURATOM zur
EG trat 1967 in Kraft.
Die Organe der EG sind seit ihrer
Grundung die "Kommission der
Europäischen Gemeinschaft" , der
"Rat der Eu-ropäischen Gemein-
schaft" , das "Eu-ropäische Parla-
ment" und der "Europäosche
Gerichtshof' .
EGA
Abk. für Enhanced Graphics Adap-
ter. Es handelt sich um eine Grafik-
karte für einen MS-DOS-Computer.
EG-Binnenmarkt
Der EG-B. ist die wirtschaftliche
Zusammenfassung der Mitglieds-
EG-Binnenmarkt
staaten zu einem gemeinsamen
Markt. Dieser Markt wird nach
außen durch gemeinsame Zölle
geschützt. Im Inneren sollen alle
zollbedingten, nichtzollbedingten
und mengenmäßigen Beschränkun-
gen abgebaut werden. Die Gemein-
schaft strebt also die Beseitigung
aller Hindernisse an, die den freien
Waren-, Dienstleistungs-, Personen-
und Kapitalverkehr behindern könn-
ten.
Ein entscheidender Schritt zum
gemeinsamen Markt war die Grun-
dung der Europäischen Wirtschafts-
gemeinschaft (EWG) 1957. Im
EWG-Vertrag wurde festgelegt, daß
die Grundung des gemeinsamen
Marktes Ende 1992 abgeschlossen
sein soll. Erste Erfolge gelangen
1968 mit der Aufhebung der
gewerblichen Binnenzölle und der
Einführung eines gemeinsamen
Zolltarifs nach außen sowie 1970
mit der Abschaffung der innerge-
meinschaftlichen Agrarzölle. Die
zoll- und mengenbedingten
Beschränkungen sind seit 1.1.1993
im wesentlichen abgeschafft. Jedoch
stehen wichtige Problemlösungen
noch aus, wie beispielsweise die
Angleichung der Umweltschutzbe-
stimmungen, die Schaffung gemein-
samer Berufsbilder, die einheitliche
Vermarktung von Nahrungs- und
Arzneimitteln und die Einführung
einer gemeinsamen Europäischen
Währung.
Derzeit hat die EG die folgenden
zwölf Mitgliedsstaaten: Belgien,
Bundesrepublik Deutschland, Däne-
mark, Frankreich, Griechenland,
Großbritannien, Irland, Italien,
149
EG-Kommission
Luxemburg, Niederlande, Portugal,
und Spanien.
Beitrittsanträge wurden zwi-
schenzeitlich von der Türkei, von
Österreich, Malta und Zypern, von
Ungarn, Schweden und der Schweiz
gestellt; mit einer Entscheidung sei-
tens der EG wird erst 1995 gerech-
net.
EG-Kommission
Lesen Sie nach unter: Europakom-
mission.
Ehrenplatz
Der E. ist grundsätzlich rechts neben
dem Gastgeber oder dem anwesen-
den ranghöchsten Vertreter des
Unternehmens. Links vom Gastge-
ber sitzt der zweitbedeutendste Gast.
Hat die Sekretärin die Tischordnung
für ein festliches Essen vorzuberei-
ten, wird sie also den Ehrengast
immer rechts neben dem Gastgeber
bzw. dem ranghöchsten Vertreter
Ihres Unternehmens plazieren. Sind
Darnen mit eingeladen, sitzt bei
Tisch der männliche Ehrengast oder
der ranghöchste Gast links neben der
Gastgeberin, sein weibliches Pen-
dant rechts neben dem Gastgeber.
Lesen Sie auch: BeiJahrersitz.
Ehrlichkeit
Auch dies ist eine Eigenschaft, die
nicht nur für Sekretärinnen von
Bedeutung ist.
Wie ehrlich bzw. offen darf man,
kann man, muß man sein? Der
Diplomat neigt dazu, "ganz ehrlich"
geschickt zu sein, kleidet Dinge ein,
verschönt. Wie ist man ehrlich? Ehr-
lich sein beinhaltet viele Eigen-
150
schaften wie Offenheit, Wahrheits-
liebe, Kritikflihigkeit etc., auch die
Fähigkeit, unangenehme Dinge
anzusprechen, ganz klar seine eige-
ne Meinung zu äußern. E. erfordert
Mut und Standfestigkeit. Viel einfa-
cher zu beschreiben sind da die Ver-
10genen und Hinterhältigen.
eidesstattliche Versicherung
(eV). Eine eV ist im Verfahren zur
Erwirkung einer einstweiligen Ver-
fügung notwendig, um die Richtig-
keit des vorgetragenen Sachverhal-
tes glaubhaft zu machen. Mit der e V
erklären der Antragsteller bzw. sei-
ne Zeugen an Eides statt, daß der
vorgetragene Sachverhalt zutreffend
ist. Die e V ist gleichbedeutend
einem Schwur. Eine falsche e V wird
daher strafrechtlich verfolgt.
An Eides statt versichert werden
müssen ebenfalls die Angaben im
Verfahren zur Abgabe der e V gern.
§§ 899,900 ZPO. Dieses Verfahren
dient dazu, den Schuldner bei frucht-
loser Pflindung durch den Gerichts-
vollzieher zu zwingen, eine Auf-
stellung über seine Vermögensver-
hältnisse vorzulegen,. damit der
Gläubiger eine Möglichkeit hat, sei-
ne Forderung durch Pfändung dieses
Vermögens auszugleichen. Die
Abgabe dieser e V kann nötigenfalls
durch Haft erzwungen werden. Es
sind u. a. Angaben über Arbeitgeber,
Grundbesitz und Bankkonten zu
machen.
Eigenfinanzierung
Bei der E. handelt es sich um eine
Form der Finanzierung, bei der
Eigenkapital gebildet wird. Kommt
dieses Eigenkapital aus dem Unter-
nehmen selbst, so spricht man von
Selbstfinanzierung. Dies ist bei-
spielsweise dann der Fall, wenn
Eigenkapital aus Gewinnen gebildet
wird, die nicht an die Anteilseigner
ausgeschüttet werden.
Kommt das Kapital dagegen von
außen, also nicht aus dem Unter-
nehmen selbst, so handelt es sich um
Außenfmanzierung.
Lesen Sie auch: Eigenkapital.
eigenhändig
ist eine gebührenpflichtige Versen-
dungsfonn. Einschreibesendungen,
Sendungen mit Wertangaben und
Postanweisungen, die den Vennerk
"eigenhändig" tragen, sind dem
Empfänger persönlich oder an eine
durch Postvollmacht berechtigte
Person auszuhändigen.
Lesen Sie auch: Postbearbeitungs-
vorschriften.
EIgeninteresse
Lesen Sie nach unter: Liberalismus.
Eigenkapital
E. ist das Geld- oder Sachkapital,
das einer Gesellschaft von den
Eigentümern zur Verfügung gestellt
wird. Es kann bei der Gründung der
Gesellschaft eingebracht sowie im
Laufe der Geschäftstätigkeit erhöht
werden.
E. ist für eine Unternehmung sehr
wichtig. Erst einmal ist das Einbrin-
gen von E. für die Gründung der
Unternehmung erforderlich. Des
weiteren kann E., weil es ja das
Eigentum des Unternehmens ist,
beliehen werden und kann so als
Eigentum
Kreditsicherheit verwandt werden.
Außerdem gibt es für bestimmte
Unternehmen besondere gesetzliche
Vorschriften, die das E. betreffen. So
muß das E. von Banken in einem
bestimmten Mindestverhältnis zu
den ausgegeben Krediten der Bank
stehen.
Erhöhung des E.: Während des
Geschäftsverlaufs kann das E. auf
verschiedene Art und Weise erhöht
werden. Es können beispielsweise in
einer Personengesellschaft neue
Gesellschafter aufgenommen wer-
den, bei einer Aktiengesellschaft
kann das Grundkapital erhöht wer-
den. Außerdem ist es möglich, daß
Gewinne nicht ausgeschüttet wer-
den, sondern im Unternehmen ver-
bleiben.
Lesen Sie auch: Eigenfinanzierung,
Unternehmensform.
Eigenname
Lesen Sie nach unter: Kürzungenjür
Eigennamen.
Eigenschaftswort
Lesen Sie nach unter: Adjektiv.
Eigenstaatlichkelt
Lesen Sie nach unter: Föderalismus.
EIgenstudium
Lesen Sie nach unter: Deutsche Ein-
heitskurzschrift.
Eigentum
Der Begriff E. sagt etwas über das
rechtliche Verhältnis zu einem
Gegenstand aus. Der Eigentümer
einer Sache kann mit ihr beliebig
verfahren (außer er verletzt die
151
Eigentumsvorbehalt
Rechte Dritter oder gesetzliche Ein-
schränkungen). Er muß nicht unbe-
dingt auch im Besitz der Sache sein.
Lesen Sie auch: Besitz, Macht,
Pfand, Privateigentum.
Eigentumsvorbehalt
Der E. ist eine Kaufvertragsklausel
zwischen Käufer und Verkäufer
einer beweglichen Sache. Sie besagt,
daß die erworbene Ware zwar in den
Besitz des Käufers übergeht, bis zur
vollständigen Bezahlung jedoch
Eigentum des Verkäufers bleibt. Der
Verkäufer hat das Recht, im Falle
des Zahlungsverzuges die Heraus-
gabe der Sache zu verlangen. Der E.
muß dem Käufer spätestens bei
Übergabe bzw. bei Lieferung kennt-
lich gemacht werden.
Ein erweiterter E. liegt vor, wenn
sich der Vorbehalt nicht nur auf die
aktuelle Forderung beschränkt, son-
dern auf alle anderen an diesen Käu-
fer bestehenden Forderungen aus
früheren Verkäufen.
Grundsätzlich wird ein E. im Falle
des Weiterverkaufs an einen gut-
gläubigen Dritten oder bei Weiter-
verarbeitung ungültig. Um dies zu
vermeiden, bedient sich der Ver-
käufer des verlängerten E., da hier-
bei die entstehenden Forderungen
bei einem Weiterverkauf an ihn
abgetreten werden; bei Weiterverar-
beitung wird er Miteigentümer des
neuen Produktes.
Eine weitere Form des E. ist der wei-
tergeleitete E., bei dem der Käufer
verpflichtet wird, einen Weiterver-
kauf nur unter E. vorzunehmen.
Lesen Sie auch: Besitz, Eigentum,
Kaufvertrag.
152
Eignungsdiagnostik
Lesen Sie nach unter: psychologi-
sche Tests.
eigtl.
Abk. für eigentlich.
Eilbote
ist ein Sonderzusteller von eilbe-
dürftigen Sendungen vom Emp-
fangspostamt bis zum Adressaten,
wenn die Sendung als Eilpost dekla-
riert ist und das hierfür erforderliche
erhöhte Porto bezahlt wurde.
Eilschrift
Die E. ist ein Teilgebiet der DEK-
Schnellschrift.
Zum Erlernen ist die Kenntnis der
Wortgliederung erforderlich. Zum
Beispiel bildet die Stammsilbe den
Kern (Vorlaut, Nachlaut, Inlaut)
eines Wortes. Wortzusammenset-
zungen und -er-weiterungen sind
Begriffe, die in der E. häufig wie-
derkehren. Die E. unterbreitet
Schriftvorschläge, die zu einem
"flüssigeren" (Mit-)Schreiben bei-
tragen, wozu auch die über 120 Kür-
zel gedacht sind. Wenn Sie in der E.
sattelfest sind, meistem Sie mühelos
um die 160 bis 180 Silben in der
Minute.
Lesen Sie auch: Deutsche Einheits-
kurzschrift·
Eilzustellung
ist die Möglichkeit, Post, Pakete und
Waren so schnell wie möglich dem
Empfänger zuzustellen. Die E. ist
eine Sonderleistung und finanziert
sich durch erhöhte Preise und
Zuschläge.
Einarbeitung
1. Phase der Orientierung und Ein-
gliederung in einem neuen Unter-
nehmensgefüge oder Aufgabenge-
biet. Die Dauer der Einarbeitungs-
zeit orientiert sich an Art und
Umfang der neuen Aufgaben.
2. E. kann auch das Einfügen von
Textteilen in ein Schriftstück oder
Buch bedeuten.
Lesen Sie auch: Pate.
EInarbeitungspläne
Das Einarbeiten neuer Mitarbeiter ist
zeitaufwendig und erfordert einige
grundlegende Vorbereitungen. Um
nicht mehr Zeit als nötig zu verlie-
ren, sollten Sie einen Ordner anle-
gen, der die wichtigsten Arbeitsab-
läufe enthält. Kennzeichnen Sie die-
se deutlich mit einer Überschrift, die
für den neuen Mitarbeiter verständ-
lich ist und ein Nachschlagen ver-
einfacht. In den meisten Firmen ist
es üblich, daß von der Personalab-
teilung eine detaillierte Arbeits-
platzbeschreibung vorliegt. Als Ein-
führungslektüre eignet sich dies
ganz hervorragend. Der neue Mitar-
beiter kann Fragen stellen und Sie
können so systematisch auf alle Auf-
gabeneingehen. Ein genauer Zeit-
plan und eine sinnvolle Reihenfol-
ge, bestimmt durch die Wichtigkeit
gewisser Tätigkeiten, werden Ihnen
dabei nützlich sein. Machen Sie
nicht den Fehler, wichtige Informa-
tionen zurückzuhalten.
Lesen Sie auch: Pate.
EInarbeitungszuschüsse
wurden bisher bei Erfüllung
bestimmter Bedingungen vom
einfaches Arbeitszeugnis
Arbeitsamt für Unternehmen gelei-
stet, die Mitarbeiter einstellen, wel-
che gerade eine vom Arbeitsamt
geförderte Umschulungsmaßnahme
erfolgreich beendet haben. Der
Zuschuß betrug bisher 50 % des zu
zahlenden Gehaltes für die Dauer
von sechs Monaten. Das Arbeitsamt
hat hierbei einen Ermessensspiel-
raum und kann z. B. auch auf drei
Monate reduzieren.
einfache Mehrheit
heißt bei Wahlen, Abstimmungen u.
ä., mehr Ja- als Nein-Stimmen zu
erhalten.
Lesen Sie auch: Mehrheitswahl.
einfaches Arbeitszeugnis
Bei Beendigung eines dauernden
Arbeitsverhältnisses hat jeder
Arbeitnehmer einen Anspruch auf
ein schriftliches Zeugnis, d. h., der
Arbeitgeber hat die Pflicht, ein
Zeugnis auszustellen. Das e. A. bein-
haltet neben den persönlichen Daten
(Vornamen, Name, Geburtstag,
Geburtsort) die Art und Dauer der
Beschäftigung. Im Gegensatz zur
Arbeitsbescheinigung werden also
die Tätigkeiten aufgelistet, die der
Arbeit nehmer ausgeführt hat. Ein
Dritter (z. B. neuer Arbeitgeber) soll
sich ein Bild über die Art der
Beschäftigung und die Eignungen
des Arbeitnehmers machen können.
Beispiel: ZEUGNIS Frau Petra Mül-
ler, geb. am 31.12.1950 in Köln, war
in der Zeit vom 1.4.1992 bis
31.9.1992 in unserer Firma als Ste-
notypistin in der Buchhaltung tätig.
Frau Müller hatte den gesamten Zah-
lungsverkehr zu bearbeiten.
153
Einfügemodus
Lesen Sie auch: qualifiziertes
Arbeitszeugnis , Zwischenzeugnis .
Einfügemodus
Jedes neu eingegebene Schriftzei-
chen schiebt vorhandene Zeichen
unmittelbar nach rechts.
Einfuhr
Lesen Sie nach unter: Import.
EInführungsangebote
werden zu Werbezwecken einge-
setzt. Will eine Firma ein neues Pro-
dukt auf den Markt bringen, so
macht sie ein E., um neue Kunden
zu werben. Dies kann mittels eines
herabgesetzten Preises oder eines
Werbegeschenks etc. erfolgen und
soll bewirken, daß der Kunde durch
dieses Lockmittel bereit ist, das Pro-
dukt zu testen.
Einführungsmappe
Eine E. hilft jedem neuen Mitarbei-
ter, sich zu orientieren, und enthält
Informationen über das Unterneh-
men und den Arbeitsalitag.
Folgende Angaben kann eine E. ent-
halten:
- Telefonverzeichnis mit Name,
Kurzzeichen und Aufgabengebiet
- Unterschriftenregelung
- Name des Paten für die Einarbei-
tungszeit
- Stellenbeschreibung
- Organisationsplan
- Anweisungen
- Arbeitszeitregelung.
Eingabegerät
Lesen Sie nach unter: Maus, Scan-
ner.
154
Eingangshalle
Lesen Sie nach unter: Unterneh-
menskultur.
EIngangspost
Lesen Sie nach unter: Entschei-
dungsvorbereitung/Post, Fristen-
kontrolle/Post.
Eingangsstempel
ist ein Stempel, der mit Angabe des
Eingangsdatums und der brieföff-
nenden Stelle auf eingehende Post
gesetzt wird.
eingeschriebene
Ellzustellung
Bei der e. E. darf die Sendung nur
dem Empfänger persönlich aus-
gehändigt werden. Dieser muß die
Zustellung bestätigen.
Lesen Sie auch: Eilzustellung.
Eingeweihter
Lesen Sie nach unter: Insider.
Einheitlichkeit
Lesen Sie nach unter: DIN-Normen.
Einheitsstaat
Im Gegensatz zu einer föderativen
Staats struktur ist in einem E. (auch
Zentralstaat genannt) die gesamte
Staatsgewalt an einer Stelle der Zen-
tralregierung zusammengefaßt. Das
Staatsgebiet ist in der Regel in Ver-
waltungsbezirke aufgeteilt. Diese
Bezirke verfügen über keine eigenen
Verwaltungs- bzw. Regierungsin-
stanzen, die z. B. mit den Länder-
parlamenten oder -regierungen in
der Bundesrepublik vergleichbar
wären. Die Vorteile einer zentrali-
stischen Ordnung liegen vor allem
im Kostenbereich und der Möglich-
keit einheitlicher Gesetzgebung.
Nachteilig wirkt sie sich für den
demokratischen Prozeß· aus, da
regionale und lokale Interessen an
Relevanz verlieren. In der Bundes-
republik existieren, obgleich sie
einen föderativen Staat repräsentiert,
starke zentralistische Tendenzen, die
sich in der wachsenden Kompeten-
zenerweiterung des Bundes zu
Lasten der Länderkompetenzen
erkennen lassen. Demgemäß wird
auch über eine Reduzierung der
Anzahl der Bundesländer diskutiert.
Lesen Sie auch: Föderalismus.
Einkommen
Als E. bezeichnet man das Entgelt
aus der Erwerbstätigkeit, dem Ver-
mögensbesitz oder aus Transferlei-
stungen. In der Regel ist damit das
Geldeinkommen gemeint. Grund-
sätzlich kann das Entgelt auch aus
Gütern oder Dienstleistungen beste-
hen. Zum Erwerbseinkommen
zählen E. aus selbständiger (Gewin-
ne) und E. aus unselbständiger
Tätigkeit (Löhne, Gehälter). Trans-
feinkommen sind beispielsweise
Renten, Kranken- und Arbeitslosen-
geld. Vermögenseinkommen kön-
nen in Form von Zins-, Pacht- und
Mieterträgen anfallen. Die Summe
der erzielten Einkommensarten
ergibt das Gesamt-Einkommen einer
Wirtschaftseinheit. Es dient als
Grundlage der Besteuerung.
Einkommensteuer
Die E. ist eine Steuer auf das Ein-
kommen natürlicher Personen (juri-
Einkommensteuer
stische Personen unterliegen der
Körperschaftsteuer). Steuerpflichtig
ist das Einkommen eines Kalender-
jahres, welches sich zusammensetzt
aus den Einkünften aus Land- und
Forstwirtschaft, Gewerbebetrieben,
selbständiger und nichtselbständiger
Tätigkeit, Kapitalvermögen, Ver-
mietung und Verpachtung und son-
stigen Einkünften wie Renten, Spe-
kulationsgewinnen usw. Verluste
können den einkommensteuer-
pflichtigen Betrag reduzieren,
genauso wie Werbungskosten, Son-
derausgaben und andere Freibeträ-
ge. Für die zu zahlende E. ist ent-
weder die Grundtabelle (für Allein-
stehende und Verheiratete, die
getrennt veranlagt werden) oder die
Splittingtabelle (für Ehegatten, die
zusammen veranlagt werden) maß-
gebend, wobei der Splittingbetrag
geringer als der Grundbetrag ist,
ebenso wie der prozentuale Anteil
der Steuerabgabe bei einem niedri-
gen Jahreseinkommen geringer als
bei einem höheren ist. Zur Ermitt-
lung der Einkommensteuerschuld
wird nach Ablauf des jeweiligen
Kalenderjahres eine Veranlagung
durchgeführt. Dazu müssen die
Steuerpflichtigen eine Einkommen-
steuererklärung abgeben. Die Steu-
er wird dann durch den Steuerbe-
scheid festgesetzt. Die E. wird ent-
weder durch vierteljährliche Vor-
auszahlungen (jeweils am 10. März,
10. Juni, 10. September, 10. Dezem-
ber) entsprechend der letzten vorhe-
rigen Veranlagung entrichtet (Ver-
anlagungsverfahren) oder bei der
Quelle erfaßt (Abzugsverfahren).
Rechtliche Grundlagen enthalten das
155
Einkommensverteilung
Einkommensteuergesetz und die
Einkommensteuer-Durchführungs-
verordnung. Das Einkommensteu-
eraufkommen wird zwischen Bund,
Ländern und Gemeinden aufgeteilt.
Lesen Sie auch: Einkommen,
Finanzamt, Gewerbesteuer, juristi-
sche Person, Körperschaftsteuer,
natürliche Person, Personengesell-
schaft, Splitting, Steuern, Steuer-
progression.
EInkommensverteilung
Lesen Sie nach unter: Verteilung.
Einladungen
zu diversen Anlässen können schrift-
lich, mündlich oder fernmündlich
ausgesprochen werden. Ihr Unter-
nehmen lädt ein, und Ihre Aufgabe
ist es, die Einladungskarten zu
gestalten. Wichtig dabei ist, daß klar
zum Ausdruck kommt, wer aus wel-
chem Anlaß wen mit oder ohne
Begleitung wann und wohin einlädt.
Zur Veranschaulichung folgendes
Beispiel, das an dieser Stelle aber
nicht - wie es sein müßte - grafisch
und typografisch gestaltet ist:
Die Unbekannt GmbH lädt
zum Anlaß Ihres 50jährigen
Geschäftsjubiläums
Herrn Professor Friedhelm Neu mit
Gemahlin
zu einem festlichen Abendessen
am 1. April 1999 um 20 Uhr
in das Restaurant Zum Schwarzwald
Hauptstraße 100 in 99999 Muster-
stadt ein.
U. A. w. g. bis 13. März
Dunkler Anzug
U. A. w. g. bedeutet "Um Antwort
wird gebeten".
156
Die Angabe der Kleiderordnung
erleichtert es dem Gast, einzuord-
nen, welchen Rahmen der Gastgeber
gewählt hat.
Bitte achten Sie darauf, daß in der
Einladung deutlich festgelegt ist, ob
der Gast allein oder in Begleitung
seines Partners eingeladen ist. Ach-
ten Sie bitte auch darauf, daß bei ein-
geladenen Damen nicht auch die
Gemahlin oder Partnerin eingeladen
wird, sondern richtigerweise der
Gemahl oder Partner.
Lesen Sie auch: Absage, Zusage.
EInlIniensystem
Lesen Sie nach unter: Linienorgani-
sation, Stablinienorganisation.
einmiHen
In manchen Fällen (z. B. bei Wer-
bebriefen) müssen Schriftteile in die
Mitte der Zeile gesetzt werden,
wodurch die Aufmerksamkeit auf
den so hervorgehobenen Textteil
gelenkt werden soll. Das Verfahren
wird aber aus wirtschaftlichen Grün-
den nur noch in Ausnahmefällen
angewendet.
Lesen Sie auch: einrücken.
einrücken
Das E. ist eine der häufig verwen-
deten Hervorhebungsarten. Die ein-
gerückten Textteile werden vom
vorausgehenden und vom folgenden
Text durch je eine Leerzeile (d. h.
zweimal schalten!) abgesetzt. Die
Einrückung, die ein- oder mehrzei-
lig sein kann, beginnt bei "Pica"
Grad 20, bei ,,Elite" auf Grad 24 und
bei "Mikro" auf Grad 30.
Lesen Sie auch: einrnitten.
Einsatz
Lesen Sie nach unter: Zeugnisfor-
mulierungen.
Einsatzbereitschaft
Lesen Sie nach unter: Zeugnisfor-
mulierungen.
einschI.
Abk. für einschließlich.
Einschreiben
ist eine besondere Versendungsform
bei der Post. Gegen eine Zusatzge-
bühr wird die Einlieferung der Sen-
dung bescheinigt. Der Empfanger
muß den Erhalt der Sendung bestäti-
gen. Die Sendung trägt den Vermerk
,,Einschreiben" .
Einschreiben
mit Rückschein
ist eine Einschreiben-Sendung, bei
der der Empfanger der Sendung den
beigefügten Rückschein unterzeich-
nen muß. Dieser Rückschein wird an
den Absender der Sendung zurück-
geschickt. Die Sendung trägt den
Vermerk "Einschreiben mit Rück-
schein".
einseitiges Rechtsgeschäft
E. R. sind Rechtsgeschäfte, die
durch die Willenserklärung einer
einzelnen Person entstehen. Somit
ist ein e. R. kein Vertrag. Hinsicht-
lich der im e. R. enthaltenen Wil-
lenserklärung( en) unterscheidet man
die empfangsbedürftige und die
nicht empfangsbedürftige Willens-
erklärung. Empfangsbedürftige Wil-
lenserklärungen müssen dem Emp-
fanger zugänglich gemacht werden,
Einstand
um Rechtswirksamkeit zu erlangen.
Beispiele sind Kündigung, Anfech-
tung oder Mahnung. Nicht emp-
fangsbedürftige Willenserklärungen
sind unmittelbar mit ihrer Abgabe
rechtswirksam, z. B. Testament.
Lesen Sie auch: Anfechtung, Kündi-
gung, Rechtsgeschäfte, zweiseitiges
Rechtsgeschäft·
Einsparung von Lesearbeit
Waren Sie schon einmal in einem
Seminar "Schneller lesen lernen"?
Ein klar gegliederter Brief, der nach
den Normregeln DIN 5008 ange-
ordnet ist, hilft Ihnen, die wesentli-
chen Inhalte schnell zu erfassen.
Wenn Sie jetzt noch konzentriert die
wesentlichen Inhalte erfassen, kenn-
zeichnen oder als Stichpunkte
zusammenstreichen, sparen Sie
dem/der Verantwortlichen Zeit beim
Lesen.
Einspruch
Lesen Sie nach unter: Mahnverfah-
ren.
Einspruchsfrist
Einspruch muß bei Zivilprozessen,
also bei Urteilen von Amts- und
Landgerichten, innerhalb von zwei
Wochen und bei Urteilen von
Arbeits- oder Landesarbeitsgerich-
ten innerhalb einer Woche nach
Zustellung des Urteils schriftlich
eingelegt werden. Bei Steuerbe-
scheiden beträgt die E. einen Monat
nach Bekanntgabe.
Einstand
Als nette Geste gegenüber den Kol-
legen gibt man an seinem neuen
157
Einstellungsgespräch
Arbeitsplatz einen E. Z. B. bei einem
Glas Sekt lernt man seine neuen
Kollegen kennen und erleichtert sich
den Einstieg.
Einstellungsgesprich
Das E. ist der zweite Schritt nach der
schriftlichen Bewerbung auf einen
Arbeitsplatz. Es führt aber nicht
zwangsläufig zur Einstellung.
Der/die Bewerber(in) wurde auf-
grund der schriftlichen Unterlagen
als mögliche(r) Kandidat(in) ausge-
wählt und soll nun in einem persön-
lichen Gespräch detaillierter darle-
gen, warum und mit welcher Ziel-
setzung die Stelle angestrebt und
welche Leistung (Wissen/Kön-
nen/Erfahrung) dafür geboten wird.
Je nach Position wird ein erstes E.
mit der Personalabteilung des Unter-
nehmens geführt. Bei einem zweiten
E. nimmt dann in der Regel der Lei-
ter des Fachbereichs oder ein Ver-
treter der Geschäftsleitung teil. Das
E. dient dem Unternehmen dazu,
einen Eindruck über den Charakter
und die Persönlichkeit des(r) Bewer-
bers(in) zu erhalten. Es gilt, abzu-
wägen, ob die geweckten Erwartun-
gen bestätigt werden und er bzw. sie
letztendlich für die Position am
geeignetsten ist.
In fortschrittlichen Firmen ist das E.
ein Dialog und beschränkt sich nicht
auf das Abfragen von Kenntnissen.
Eine gute Vorbereitung auf das E. ist
unbedingt erforderlich.
Lesen Sie auch: Bewerbung.
Einzelakten
Lesen Sie nach unter: Pendelregi-
stratur.
158
Einzelgänger
Lesen Sie nach unter: Außenseiter.
EInzeigesellschaft
Lesen Sie nach unter: Einzelunter-
nehmen.
Einzelhandel
Betriebe des E. (z. B. Ladenge-
schäfte, Waren- und Kaufhäuser,
Supermärkte, Einkaufszentren, Ver-
sandhäuser) verkaufen ihre Waren
unmittelbar an den Endverbraucher.
Der E. ist das letzte im Kreislauf der
Waren beteiligte Glied, bevor die
Ware an den Konsumenten geht.
In der Regel verkaufen Einzelhan-
delsbetriebe - im Unterschied zum
Großhandel, der dem E. vorgeschal-
tet ist -lediglich kleine Mengen der
jeweiligen Ware.
Lesen Sie auch: Großhandel.
EInzeiruf
Lesen Sie nach unter: Cityruf
Einzelunternehmen
(Einzelgesellschaft). Das E. ist
äußerlich daran erkennbar, daß im
Firmennamen der Vor- und Nach-
name des jeweiligen Unternehmers
enthalten sein muß, beispielsweise
"Photogeschäft Peter Schmidt".
Bei einem Großteil der deutschen
Firmen handelt es sich um E. Vor
allem kleinere Betriebe bedienen
sich dieser Rechtsform. der Einzel-
gesellschaft.
Der Unternehmer des E. benötigt
kein gesetzlich vorgeschriebenes
Gründungskapital. Er ist jedoch bei
der Wahl dieser Rechtsform unbe-
schränkt haftbar, d. h., daß er unter
Umständen auch mit seinem Privat-
vennögen für die Verbindlichkeiten
seines Betriebs aufkommen muß.
Lesen Sie auch: Unternehmens form.
Einzugsermächtigung
Immer wiederkehrende Zahlungen
in unterschiedlicher Höhe, z. B.
Telefonrechnungen, oder Zahlungen
in gleicher Höhe, z. B. Kraftfahr-
zeugs teuer, Versicherungsprämien,
können durch E. beglichen werden.
D. h., der Zahlungspflichtige
ennächtigt den Zahlungsempfänger
schriftlich, bestimmte Rechnungs-
beträge von seinem Bankkonto bis
auf Widerruf einzuziehen. Der Zah-
lungspflichtige kann innerhalb von
sechs Wochen der Belastung wider-
sprechen.
Eitelkeit
E. gehört seit langem zu den
schlechten Eigenschaften; der eitle
Pfau muß schon seit Ewigkeiten als
Sinnbild für Dummheit, Wichtig-
tuerei und Oberflächlichkeit herhal-
ten. Wichtig ist, zwischen gesunder
(nonnaler) und kranker E. zu unter-
scheiden: die gesunde E., die sagt
uns, daß eine gewisse Pflege, ein
Sinn für Ordnung und Schönheit
nicht nur schön und bequem, son-
dern auch anziehend sind, aber die
kranke oder krankhafte E., die Men-
schen so beherrschen kann, daß sie
sich mit einem Pickel im Gesicht vor
lauter Scham, einen Makel zu haben,
nicht auf die Straße wagen. Dem eit-
len Menschen wird nachgesagt, daß
er sich selbst zu sehr liebt, zuwenig
Selbstkritik übt und einfach nur aus
Äußerlichkeiten besteht.
elektronischer Baustein
elastische Nachfrage
Nonnalerweise sinkt die Nachfrage
bei steigenden Preisen und steigt bei
sinkenden Preisen. Elastisch reagiert
die Nachfrage, wenn sie bei einer
Preissteigerung von 1% um bei-
spielsweise 3% zurückgeht. Diese
Reaktion ist typisch bei Luxus- und
Konsumgütern, die nicht lebensnot-
wendig sind bzw. aufdie man ver-
zichten kann. Im Gegensatz dazu
steht die starre - d. h. preisunabhän-
gige - Nachfragereaktion bei lebens-
notwendigen Gütern, z. B. bei Medi-
kamenten.
elektronische Ablage
Wird ein Schriftstück per EDV mit-
tels eines Dateinamens (meist aus
acht Zeichen bestehend) gespeichert,
so ist es gleichzeitig auch abgelegt,
sei es auf der Festplatte oder auf
einer Diskette.
Doch um ein bestimmtes Schrift-
stück leicht wiederzufmden, bedarf
es - genau wie bei der Akten-Abla-
ge - einer Verwaltung der Dateien.
Oft ist eine entsprechende Software
vorhanden, doch man kann sich auch
selbst helfen, indem man ein Inhalts-
verzeichnis als eigenständige Datei
anlegt, in dem alle anderen Dateien
mit Erläuterungen aufgeführt sind.
Diese Datei sollte unbedingt als erste
aller Dateien erscheinen, damit man
sie nicht erst noch suchen muß!
Lesen Sie auch: Registratur.
elektronische Briefwaage
Lesen Sie nach unter: Briefwaage.
elektronischer Baustein
Lesen Sie nach unter: Karte.
159
elektronischer Briefkasten
elektronischer Briefkasten
Lesen Sie nach unter: Telebox.
elektronischer
Terminkalender
Lesen Sie nach unter: Terminkalen-
der.
elektronisches Wörterbuch
Lesen Sie nach unter: Sprachcom-
puter.
elektrostatisches
Verfahren
Lesen Sie nach unter: Kopiergerät.
Eltern-Ich
Lesen Sie nach unter: Transaktions-
analyse.
Emanzipation
,,Das Entlassenwerden aus der väter-
lichen Herrschaft", das ist die
Bedeutung des aus dem Lateini-
schen stammende Fremdwortes E.
Es steht heute für den Prozeß der
individuellen und gesellschaftlichen
Befreiung aus einem Zustand der
Abhängigkeit zur Mündigkeit und
Selbstbestimmung. Diese Befreiung
ist erklärtes Ziel einer demokrati-
schen Gesellschaft, dem sie sich
durch Politik, Aufklärung und Erzie-
hung annähern kann.
Der Begriff E. ist zu einem Gegen-
stand der Auseinandersetzung
geworden, u. a. deshalb, weil er
meist undefmiert als Aushängeschild
für pädagogische und politische Pr0-
gramme dient und dabei mit unter-
schiedlichen Inhalten gefüllt wird.
Bald meint er die Befreiung von
unterprivilegierten Gruppen (z. B.
160
Frauen), bald den bloßen Vorgang
des Sich-Befreiens, bald die Befrei-
ung durch einen einzigen revolu-
tionären Akt (z. B. Gesellschaft ohne
Privateigentum) und bald einen
Lebensbereich (z. B. die Sexualität).
Problematisch ist, daß die Befreiung
häufig losgelöst vom entsprechen-
den Bindungszusammenhang gese-
hen wird, wodurch Ursachen und
Notwendigkeiten der E. verschleiert
werden.
Erkennt man die E. als erstrebens-
wert für jeden Menschen innerhalb
seiner Bezugsgruppen an, so stellt
sich die Forderung der E.:
- für den lebensgeschichtlichen Pro-
zeß eines jeden Menschen, in
Familie, Vorschule, Schule, Beruf,
Arbeit,
- für die gruppen-, schichten- und
klassenspezifischen Gegebenhei-
ten und
- für den Menschen innerhalb seiner
historischen Entwicklung.
Grundsätzlich zielt E. auf die Mög-
lichkeit der Selbstverwirklichung im
Rahmen einer freien und gleichen
Gesellschaft ab.
Lesen Sie auch: Medienökologie.
Emission Control
zu Deutsch: Abgaskontrolle bzw.
Abgasentgiftung. Sie betrifft alle
technischen Einrichtungen, die
Abgase und Partikel in die Atmos-
phäre abgeben (emittieren). Der
Gesetzgeber hat hierzu Grenzwerte
für den Schadstoffausstoß festgelegt,
die vom Technischen Überwa-
chungs-Verein (TÜV) in regelmäßi-
gen Abständen bei den Anwendern
überprüft werden. Solche Grenz-
werte existieren z. B. für Kraftfahr-
zeuge, Heizkraftwerke und Indu-
strieanlagen.
emotionale Reaktion
Lesen Sie nach unter: soziale Inter-
aktion.
Empfängerkontrolle/Post
ist immer schon vor dem Öffnen der
Post sinnvoll. Fangen Sie damit erst
hinterher an, müssen Sie sich in der
Regel bei irgend jemandem ent-
schuldigen oder gar den Inhalt noch
einmal "versenden". Sie ersparen
sich diesen Ärger, indem Sie nicht
öffnen, wenn der Name oder c/o vor
der Firmenanschrift oder der Ver-
merk "Persönlich" über der
Anschrift steht. Mit dem Zusatz "zu
Händen" versehene Anschriften
bedeuten eine Richtungsvorgabe, in
welcher Abteilung/an welchem
Arbeitsplatz der Brief oder das
Dokument bearbeitet werden
soll.
Lesen Sie auch: Posteingangskon-
trollen.
Empfangsprotokoll
Lesen Sie nach unter: Faxprotokoll.
Emulation
Es handelt sich um einen Soft- oder
Hardwarezusatz, der den Computer
A dazu bringt, mit der Software
eines Computers B, der ein anderes
Betriebssystem hat, zu laufen. Bei-
spiel: Der Atari hat sein eigenes
Betriebssystem TOS; wenn nun eine
Emulationssoftware geladen wird,
kann er damit trotzdem MS-DOS-
Software laden.
Englisch
Auch bei Druckern spricht man von
einer E. Beispiel: Ein Epson-
Drucker emuliert die Sprache des
HP-Druckers und kann jetzt mit
einem HP-Treiber zum korrekten
Drucken gebracht werden.
enabled
ist die engl. Bezeichnung für freige-
geben. D. h., es handelt sich um eine
Programmfunktion, die ausgeführt
werden kann.
Endlosfolien
Lesen Sie nach unter: Visualisieren.
Energie
ist physikalisch gesehen die Fähig-
keit eines Systems, Arbeit zu leisten,
also sein Arbeitsvermögen. Hierbei
unterscheidet man folgende Ener-
gieformen: mechanische E., Wär-
meenergie, elektrische E., chemi-
sche E., Strahlungsenergie und
Atomenergie. Nach dem Energieer-
haltungssatz kann E. weder ver-
nichtet noch erzeugt werden, son-
dern nur von einer Form in eine
andere umgewandelt werden.
Im allgemeinen versteht man unter
E. all das, was mit der Energiever-
sorgung im Zusammenhang steht.
Hierbei wird häufig unterschieden
zwischen Primär-, Sekundär- und
Nutzenergie.
Engagement
Lesen Sie nach unter: Leistungswil-
Zen, Zeugnisjormulierungen.
Englisch
Die engl. Sprache ist Teil der indo-
germanischen Sprachfamilie. Sie
161
Entfremdung
wird in Großbritannien, Irland, den
USA, den Staaten des Common-
wealth und in ehemaligen Kolonien
Englands gesprochen.
Wie ist diese Sprache entstanden
und seit wann gibt es sie eigentlich?
Die früheste in Großbritannien nach-
weisbare Sprachform war das Kelti-
sche. Dann kamen im 5. Jahrhundert
die germanischen Stämme der
Angeln, Sachsen und Jüten ins Land,
eroberten es und "jubelten" gleich-
zeitig den damaligen keltischen
Bewohnern Großbritanniens ihre
Sprache "unter". Nur die Waliser
und Schotten waren nicht ,,kleinzu-
kriegen". Sie beharrten auf ihrer
Muttersprache, dem Gälischen bzw.
Walisischen, die bis heute in Groß-
britannien erhalten sind.
Ein weiterer wichtiger Einschnitt in
der Geschichte der englischen Spra-
che waren dann die Normannenzü-
ge ab dem 8. Jahrhundert. Die fran-
zösischsprechenden Normannen, die
sich damals die nach ihnen benann-
te Normandie einverleibt hatten,
waren damit nicht zufrieden und
wollten auch mal sehen, was denn
auf der britischen Insel los war. Und
so schlug sich Wilhe1m der Erobe-
rer (1066) in Hastings mit der engli-
schen Bevölkerung herum. Von die-
sem Zeitpunkt an war England zwei-
sprachig: Das normannische Fran-
zösisch wurde zur Amtssprache
erklärt, E. wurde nur von den armen
Bauern gesprochen. Seither enthält
die englische Sprache viele Lehn-
wörter aus dem Französischen.
Heutzutage ist E. die am weitesten
verbreitete Fremdsprache; nahezu in
jedem Land können Sie sich mittels
162
der englischen Sprache verständlich
machen. Sie ist "lingua franca", d. h.
internationale Verkehrssprache
schlechthin, und steht häufigkeits-
mäßig als Sprache des Handels, der
Verwaltung, Politik und Wissen-
schaft an erster Stelle. Darüber hin-
aus kommt der englischen Sprache
insbesondere im Kontext des
europäischen Binnenmarktes zuneh-
mende Bedeutung zu.
Traditionellerweise besteht eine
Tendenz dazu, die sogenannte
,,received pronunciation" (RP), d. h.
das E., das in Oxford und im BBC
gesprochen wird, als Standardeng-
lisch anzusehen. Dies entspricht
jedoch nicht den tatsächlichen Ver-
hältnissen. RP hat zwar einen her-
ausragenden Status, ist als Standard
jedoch allenfalls in England akzep-
tabel, nicht jedoch in Schottland,
Wales, Irland und anderen Gegen-
den der Welt, in denen E. gespro-
chen wird.
Lesen Sie auch: amerikanisches
Englisch, Fremdsprachen.
Entfremdung
Lesen Sie nach unter: Humanisie-
rung der Arbeitswelt.
Enthefter
Mit dem E. werden die Heftklam-
mern von gehefteten Schriftstücken
problemlos beseitigt.
Entlassung
Durch die Kündigung soll die Been-
digung eines Rechtsverhältnisses,
meist nach einer Frist, herbeigeführt
werden. Die E. ist ein empfangsbe-
dürftiges, einseitiges Rechtsge-
schäft. Eine Begründung ist vom
Entlassenden zu geben, es sei denn,
der Gekündigte befindet sich noch
in der Probezeit. In wichtigen Fällen
ist die außerordentliche, fristlose
Kündigung möglich. E. belasten den
Menschen sehr stark psychologisch.
Lesen Sie auch: Personalverwal-
tung.
Entlastung
Lesen Sie nach unter: Delegation.
Entmündigungsverfahren
Lesen Sie nach unter: Amtsgericht.
Entscheidungsfindung
Lesen Sie nach unter: Auswertun-
gen.
entscheidungsreife
Unterlagen
Im simpelsten Fall: Bei Posteingang
eines Briefes den kompletten Vor-
gang dazulegen, um dadurch die
Aussagekraft eines Vorgangs für
Ihren Chef direkt zu verstärken (ent-
scheidungsreif vorzulegen) oder bei
internem Posteingang einer Notiz
aus dem Vertrieb über Verkaufs-
zahlen die letzte Umsatzstatistik für
Ihren Chef dazulegen. So kann Ihr
Chef sich unmittelbar Gedanken zu
diesem Vorgang machen und Ent-
scheidungen treffen, ohne lange dies
und das anzufordern. Mitdenken und
Interesse an Gesamtzusarnmenhän-
gen ist immer gefragt.
Entscheidungs-
vorbereitung/Post
ist eine Aufgabe der Sekretärin, bei
der sie ihre Umsicht und ihr Beur-
Entsorgung
teilungsvermögen beweisen kann.
Beim Überfliegen der Inhalte wird
sie erkennen, ob es z. B. wegen eines
Termines zu Überschneidungen
kommen könnte. Sie wird nachfor-
schen, wer einspringen kann oder
welcher Termin verschoben werden
könnte. Auf jeden Fall recherchiert
sie vor der Postbesprechung. Sie
sorgt für rechtzeitige Informationen,
die für die sinnvolle Bearbeitung der
Eingangspost vorliegen müssen,
sucht evtl. vorhandene Vorgänge
heraus, klärt die Wiedervorlagesi-
tuation, denkt an ähnliche Vorgänge
als Muster, telefoniert mit kompe-
tenten Mitarbeitern, Ämtern und
Verbänden und, und, und ... Außer-
dem legt sie die vorbereitete Post
nach dem Prinzip der Dringlichkeit
vor, womit sie Mitdenken beweist.
entschuldigen
Kein Mensch ist vollkommen. Auch
wenn' s nicht leicht fällt, der Fehler
- die Tat - muß eingestanden wer-
den. Ein hingeworfenes "Tut mir
leid" ist keine Entschuldigung. Aber
wer würde nicht gerne verzeihen,
wenn jemand bittet: ,,Es tut mir leid,
... " "Entschuldigen Sie bitte, ich
habe dies oder jenes falsch einge-
schätzt oder falsch gemacht".
Lesen Sie auch: Anerkennung.
Entsorgung
Allgemein umfaßt der Begriff die
geregelte Beseitigung jeder Art von
Abfall. Im Bereich der Atomenergie
bedeutet E. die Wiederaufuereitung
und Lagerung (Zwischen-, Endlage-
rung, Rückführung) von verbrauch-
ten Brennelementen aus kerntechni-
163
Entspannung
schen Anlagen; für die E. dieses
"Mülls" gelten besondere Sicher-
heitsvorschriften.
Entspannung
E. bedeutet für jeden Menschen
etwas anderes. Ob Sport, Basteln,
Lesen oder Schlafen, jedes Mittel ist
recht, um sich zu entspannen, einen
seelischen und körperlichen Zustand
der Ruhe, des Ausgleichs und der
Zufriedenheit zu erlangen.
Lesen Sie auch: autogenes Training,
Erschöpfung, Gymnastik.
entspr.
Abk. für entsprechend.
Enttäuschung
Lesen Sie nach unter: Aggression.
Entwicklung
ist die Verbesserung des Lebens-
standards eines Landes im Zeit-
ablauf. Die E. einer Volkswirtschaft
hat neben der ökonomischen auch
eine soziale und eine politische
Komponente. Der Entwicklungs-
stand eines Landes hängt davon ab,
welches Wohlstandsniveau seine
Bewohner realisieren können, der
Entwicklungsprozeß zeigt, wie sich
dieses Wohlstands niveau über
bestimmte Zeiträume hinweg ver-
ändert hat. Im Mittelpunkt der Akti-
vitäten einer Volkswirtschaft stehen
sowohl bei Entwicklungsländern als
auch bei Industrieländern die inner-
halb eines bestimmten Zeitraumes
hergestellten Güter und Dienstlei-
stungen. Die Verteilung der Gesamt-
leistung ist in den Ländern der Drit-
ten Welt von besonderer Bedeutung.
164
Zum einen sind die Verteilungsun-
terschiede in den meisten Entwick-
lungsländern wesentlich größer als
in den Industriestaaten, zum anderen
können die Bezieher niedriger Ein-
kommen kaum ihre Grundbedürf-
nisse decken.
Entwicklungshilfe
Lesen Sie nach unter: Entwick-
lungsländer.
Entwicklungsländer
sind Länder, deren Entwicklungs-
stand hinter dem Stand der Industrie-
länder, die man als Norm ansieht,
zurückgeblieben ist. E. zeichnen sich
häufig durch Kapitalknappheit,
Mangel an Arbeitsplätzen und
Unternehmerinitiative, niedrigen
Ausbildungsstand und geringeres
technisches Wissen aus.
Entwicklungshilfe zielt generell auf
eine Vergrößerung des internationa-
len Warenaustausches zwischen den
E. untereinander sowie zwischen
Industrieländern und E. ab. VieWH-
tige Handelsschranken der Indu-
striestaaten widersprechen jedoch
dieser Zielsetzung. Die Entwick-
lungshilfe kann in Form von Kapi-
talhilfe (Kredite und nicht rückzahl-
bare Zuwendungen), technischer
Hilfe (Ausbildung, Beratung, Tech-
nologieübertragung) oder aber Han-
deishilfe (Absatzgarantien und Zoll-
vergünstigungen) gewährt werden.
Lesen Sie auch: ERP-Sondervermö-
gen, Schwellenländer.
Entwicklungspolitik
umfaßt alle Maßnahmen zur Durch-
führung und Beschleunigung der
wirtschaftlichen Entfaltung von Ent-
wicklungsländern. Ziel der allge-
meinen E. ist die Verbesserung des
Lebensstandards der Menschen in
diesen Staaten.
Im Rahmen der gesamtwirtschaftli-
chen E. geht es einerseits um die
Schaffung einer Wirtschaftsordnung
und andererseits um konkrete geld-
und fiskalpolitische Maßnahmen.
Die Wirtschaftsordnung soll den
Rahmen abstecken, in dem sich die
wirtschaftlichen Aktivitäten entfal-
ten können, wobei zu beachten ist,
daß diese Wirtschaftsordnung der
vorherrschenden Wirtschaftsgesin-
nung eines Entwicklungslandes ent-
spricht.
Geld- und fiskalpolitische Maßnah-
men dienen der Förderung der Kapi-
talbildung. Geldpolitische Maßnah-
men sind beispielsweise der Ausbau
der fmanziellen Infrastruktur (Zen-
tralbank, Geschäftsbanken), Förde-
rung der Investitionsbereitschaft
durch Niedrigzinspolitik und die
Gestaltung einer Währungspolitik,
die ein außenwirtschaftliches
Gleichgewicht anstrebt.
Entwurf
Lesen Sie nach unter: Design, Lay-
out.
Epidiaskop
(griech.) ist ein Bildwerfer für
durchsichtige (Diaskop, Diaprojek-
tor) und nicht durchsichtige Bilder.
Episkop
(griech) ist ein Bildwerfer für nicht
durchsichtige Bilder z. B. aus
Büchern.
Erfahrungsaustausch
EPROM
(Erasable Programmable Read Only
Memory) ist die engl. Bezeichnung
für lösch- und programmierbare
Nur-Lese-Speicher.
Lesen Sie auch: ROM.
EPS-Format
(EPS = Encapsulated Postscript) ist
die Erweiterung des Standard Post-
scriptformats für Grafiken. Die
Datenspeicherung erfolgt zweiteilig
über Bildschirm- und Druckeraus-
gabe.
Erblasser
Lesen Sie nach unter: Testament.
Erbrecht
Lesen Sie nach unter: Auflage.
Erbschaftsregelungen
Lesen Sie nach unter: Gerichtsbar-
keit.
Erfahrungsaustausch
unter Sekretärinnen
kann eine sehr wirkungsvolle und
fruchtbare Möglichkeit der Kom-
munikation untereinander sein. Zu
erfahren, wie welche Probleme von
Mitstreiterinnen in anderen Unter-
nehmen gelöst werden, bereichert
Sie.
Berufsverbände, Erfahrungsaus-
tausch-Gruppen, Seminare und per-
sönliche Kontakte wären Möglich-
keiten, um Erfahrungen auszutau-
schen.
Seien Sie aktiv und initiativ, und Sie
werden über die Früchte Ihrer Akti-
vität erstaunt sein.
Lesen Sie auch: Seminare.
165
Erfahrungswerte
Erfahrungswerte
Lesen Sie nach unter: Hotelreser-
vierung.
Erfindung
Lesen Sie nach unter: Deutsches
Patentamt.
Erfolgserlebnis
Lesen Sie nach unter: Lernarten.
Erfüllung
Lesen Sie nach unter: Sachmängel.
Ergonomie
ist die Lehre der menschlichen
Arbeit. Die Eigenarten und Fähig-
keiten des menschlichen Organis-
mus werden mit dem Ziel erforscht,
die Arbeit an den Menschen und
umgekehrt anzupassen. Die Anpas-
sung erstreckt sich von einer kör-
pergerechten Gestaltung der
Arbeitsplätze, über die Humanisie-
rung der Arbeit und die Berück-
sichtigung der Umwelteinflüsse bis
hin zum möglichst wirtschaftlichen
Einsatz menschlicher Fähigkeiten.
Lesen Sie auch: Bürostuhl, Huma-
nisierung der Arbeit.
Erhebungstechniken
Es gibt verschiedene Verfahren, sta-
tistische Auswertungen zu unter-
schiedlichen Themen vorzunehmen.
Ob Volkszählung oder Auswertun-
gen zu politischen oder kulturellen
Fragen, entscheidend ist die Vorge-
hensweise, das Schema der Fra-
gestellung.
Erkennungszeichen
Lesen Sie nach unter: Logo.
166
Erlaßvergleich
Lesen Sie nach unter: Vergleich.
Erleben
Lesen Sie nach unter: Organisati-
onspsychologie, Psychologie.
Erledigungsnotizen
Lesen Sie nach unter: Terminpla-
nung.
Erlös
Wert, den ein Unternehmen für den
Verkauf (Veräußerung) von Gütern,
Waren etc. erhält.
Lesen Sie auch: Gewinn.
EröHnungsmenü
Lesen Sie nach unter: Hauptmenü.
ERP-Sondervermögen
1948 wurde der Wiederaufbau der
europäischen Wirtschaft mit dem
Marshallplan begonnen, dem Euro-
pean Recovery Programm (ERP).
Die für dieses Programm bereitge-
stellten Finanzmittel wurden für die
Finanzierung von Warenlieferungen
vor allem amerikanischer Unter-
nehmen nach Europa eingesetzt.
Dabei wurden die Lieferungen von
den Importeuren zwar in der jewei-
ligen Landeswährung bezahlt, das
Geld jedoch zu 95 % auf sogenann-
te Gegenwertfonds gebucht. Die
Empfängerländer konnten die Mit-
tel der Fonds dann für Aufbaupro-
jekte verwenden. Im Londoner
Schuldenabkommen wurde ein Teil
zurückgezahlt, der Rest im ERP-
Sondervermögen zusammengefaßt.
Diese Mittel werden zur Vergabe
langfristiger zinsgünstiger Darlehen
an die deutsche Wirtschaft einge-
setzt, wie z. B. zur Förderung klei-
nerer und mittlerer Unternehmen,
von Existenzgründungen und
Umweltschutzmaßnahmen.
Inzwischen werden die Darlehen
auch an Entwicklungsländer verge-
ben.
error
ist die eng!. Bezeichnung für Fehler.
Ersatzkasse
Die E. ist eine Körperschaft des
öffentlichen Rechts mit Selbstver-
waltung. Ihre Mitgliedschaft berech-
tigt zur Befreiung von der Pflicht-
Krankenkasse. Neue E. werden nicht
mehr zugelassen. Beschäftigte in
landwirtschaft- und knappschaftli-
ehen Betrieben, Seeleute und Haus-
gehilfinnen werden nicht aufge-
nommen. Der Beitritt, auch von ver-
sicherungspflichtigen Personen, darf
nicht von Lebensalter oder Gesund-
heitszustand abhängig gemacht wer-
den.
Lesen Sie auch: gesetzliche Kran-
kenversicherung.
Erschöpfung
Es gibt verschiedene Erschöpfungs-
zustände. Manche zeigen sich in
körperlichen Schwächen, andere
sind eher geistiger Natur. Jeder
Mensch hat eigene Grenzen der
Belastbarkeit, die erkannt werden
wollen, damit ein Bewußtsein für die
Machbarkeit eigener Leistungsan-
forderungen vorhanden ist.
Wesentlich ist, daß E. ernst genom-
men wird und nach persönlichem
Bedarf eine sinnvolle Entspannung
Erziehungsurlaub
folgen sollte, um eine Regeneration
zu erzielen.
Erstablage
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aujbewahrungsjristen.
Erstauftrag
Der erste Auftrag, den ein Kunde
einer Firma erteilt, wird E. genannt.
Da der E. den Auftakt der geschäft-
lichen Beziehungen zwischen zwei
oder mehreren Firmen darstellt,
kommt ihm besondere Bedeutung
zu, denn seine Ausführung liefert
dem Kunden wichtige Anhalts-
punkte über die Qualität der Arbeits-
weise des Geschäftspartners.
Erste Welt
Lesen Sie nach unter: Dritte Welt.
Ertrag
Ergebnis des Wirtschaftens eines
Unternehmens, vor allem. Ver-
kaufserlöse, aber auch z. B. Miet-
und Pachteinnahmen.
Lesen Sie auch: Gewinn.
Erwachsenen-Ich
Lesen Sie nach unter: Transaktions-
analyse.
Erweiterung
Lesen Sie nach unter: Nachrüstung.
Erziehungsurlaub
Im Gegensatz zu der früher beste-
henden Regelung über den Mutter-
schaftsurlaub sieht das Gesetz über
die Gewährung von Erziehungsgeld
und E. (Bundeserziehungsgeldge-
setz - BErzGG) vor, daß bei
167
Escape-Taste
Erwerbstätigkeit beider Ehegatten
die Mutter oder der Vater den E. in
Anspruch nehmen kann, um das
Kind zu betreuen und zu erziehen.
Wer diese Aufgabe übernimmt, hat
Anspruch auf Erziehungsgeld, das in
den ersten sechs Lebensmonaten des
Kindes unabhängig vom Einkom-
men 600,- DM beträgt und ab dem
siebten Lebensmonat des Kindes
vom Jahresnettoeinkommen abhän-
gig ist. Das Erziehungsgeld wird
vom Tag der Geburt bis zum 24.
Lebensmonat für Kinder gezahlt, die
ab dem 1.1.1993 geboren wurden.
Ein Elternteil kann drei Jahre lang E.
nehmen;. ein Wechsel zwischen
Mutter und Vater ist bis zu dreimal
möglich. Auch Väter nichtehelicher
Kinder können E. und Erziehungs-
geld erhalten, wenn beide Eltern mit
dem Kind in einem Haushalt leben
und die Mutter einverstanden ist.
Der Arbeitgeber darf das Arbeits-
verhältnis während der Zeit des E.
nicht kündigen.
Lesen Sie auch: Kündigungsschutz,
Mutterschutz.
Escape-Taste
Diese Taste (Symbol = ,,Esc") hebt
z. B. Schreibbefehle auf. Ferner wird
die Taste benutzt, um in Verbindung
mit anderen Tasten bestimmte Funk-
tionen des Rechners aufzurufen bzw.
aufzuheben.
Lesen Sie auch: Alternate-Taste,
Code-Taste, Control-Taste, Delete-
Taste, Insert-Taste.
Eselsbrücke
bedeutet in der Schulwissenschaft
eine Anleitung zur Auffindung des
168
logischen Mittelbegriffs. Heute wird
dieser Begriff oft verwendet für
"Gedächtnisstütze, Merkhilfe". Man
denke an den berühmten Knoten im
Taschentuch.
Lesen Sie auch: Assoziation, Mne-
motechnik.
Essenszuschuß
Der Mehraufwand für Verpflegung,
der bei Dienstreisen anfällt, gehört
zu den Reisekosten und wird steu-
erfrei vergütet. Es können die
tatsächlichen Kosten oder Pausch-
beträge abgerechnet werden.
Lesen Sie auch: Reisekosten.
Etat
Lesen Sie auch: Haushaltsplan.
Ethernet
ist eine Art der Netzwerkverkabe-
lung. Das Netz wird nicht zu einem
Ring geschlossen, sondern hat an
den Enden jeweils einen Abschluß-
widerstand. Die einzelnen pes wer-
den hier über Transceiver oder
Koax-T -Stecker angeschlossen. Bei
E. überträgt jeder Rechner seine
Daten sofort. Greifen zufällig zwei
Rechner gleichzeitig auf Daten zu,
überträgt E. diese zeitversetzt. Die
Übertragungsgeschwindigkeit auf
diesem Kabel wird dadurch etwas
beeinträchtigt.
Ethik
Die E. ist eine wissenschaftliche
Disziplin, die sich mit der Beurtei-
lung des Unterschiedes zwischen
Gut und Böse beschäftigt. Sie ist
Teil der Philosophie. Weiterhin
gebräuchliche Ausdrücke sind
Moralphilosophie und Sittenlehre.
Es geht innerhalb dieses Fachgebie-
tes nicht um die Bewertung, was gut
oder böse ist, sondern darum, wie
die Zuordnung zur Wertevorstellung
"gut", "böse", "richtig", "falsch"
usw. zustande kommt. In jüngster
Zeit haben sich unterschiedliche
,,Ethiken" herausgebildet. Die Wirt-
schaftsethik untersucht beispiels-
weise, wie sich aus moralphiloso-
phischer Sicht ethische Normen bil-
den bzw. entwickeln und wie sie
wirtschaftliche Verhaltensweisen
beeinflussen.
Etikette
Das Wort E. kommt aus dem Fran-
zösischen, von "etiquette", was
eigentlich ,,Zettel mit Hinweisen auf
das Protokoll" bedeutet. In unserem
Sprachgebrauch bezeichnet E. die
Gesamtheit der guten und angemes-
senen gesellschaftlichen Formen im
allgemeinen oder in einem bestimm-
ten Rahmen (z. B. Staatsprotokoll,
bei Hofe).
Leider hat heute E. oft einen nega-
tiven Beigeschmack, weil darunter
das strenge Festhalten an überkom-
menen, jedoch nicht mehr zeit-
gemäßen Regeln verstanden wird.
Im Rahmen von E. oder Umgangs-
formen geht es aber nicht um das
Erle.rnen von Floskeln oder Scha-
blonen, sondern um das Erlernen
von Methoden und Techniken, die
den Umgang miteinander - gleich in
welchem gesellschaftlichen Umfeld
- erleichtern sollen. Achtung vor der
Persönlichkeit des anderen sowie
das Eingehen auf seine Wünsche
und Bedürfnisse insbesondere im
Eurocard
Rahmen der zunehmenden berufli -
chen Verpflichtungen, gerade im
internationalen Bereich, sind Anlaß
genug, E. oder Umgangsformen
auch heute noch den ihnen zukom-
menden Stellenwert einzuräumen.
Etiketten
Lesen Sie nach unter: Adreßaufkle-
ber.
Etymologie
Die E. ist die Wissenschaft von der
Herkunft, Geschichte und Grundbe-
deutung der Wörter oder Wortbe-
standteile. Sie ist eine Form der
Sprachwissenschaften und beschäf-
tigt sich mit der Untersuchung mit-
einander verwandter Wörter in ver-
schiedenen Sprachen, um die
ursprüngliche Wortform und Bedeu-
tung zu rekonstruieren.
EURATOM
Abk. für Europäische Atomunion.
Lesen Sie nach unter: EG.
Eurocard
Die E. ist sowohl im Inland als auch
im Ausland eine der anerkanntesten
Kreditkarten. Sie gewährt außerdem
einen bestimmten Versicherungs-
schutz. Sie ist die Kreditkarte der
deutschen Banken und Sparkassen
und wird von diesen an Kunden, die
entsprechende Bonität haben, ver-
geben.
Mit der E. lassen sich bequem typi-
sche Reiseausgaben begleichen, wie
z. B. Hotel- und Restaurantrechnun-
gen, Flugtickets und Mietwagen-
rechnungen. Man kann damit in
allen möglichen Geschäften oder
169
Eurochambres
auch an Tankstellen bezahlen. Wie
mit einer Bankkarte erhält man mit
der E. an Geldautomaten Bargeld,
vorausgesetzt man hat, und vor
allem man weiß die zugehörige
Geheimnummer! Außerdem be-
kommt man auch am Bankschalter
Bargeld. Für die beiden letzten Lei-
stungen wird jedoch ein fester
Betrag zusätzlich vom Konto abge-
bucht. Die Beträge, die per E.
bezahlt wurden, laufen bei der GSZ
Gesellschaft für Zahlungssysteme
mbH, Frankfurt a. M., zusammen
und werden monatlich vom Giro-
konto abgebucht. Es gibt außerdem
die Eurocard-Gold, die dem Kunden
einen noch besseren Service bietet,
wie z. B. zusätzliche Versiche-
rungsleistungen. Preise: 40,- bis
100,- DM jährlich. Trotz vieler
Vorteile sind die Karten aber auch
im Hinblick auf Mißbrauch kritisch
zu sehen. Sie sind noch nicht sicher.
Auch Psychologen wenden gegen
die Verlockung durch die Karten
einiges ein.
Lesen Sie auch: Kreditkarten.
Eurochambres
Kurz nach der Gründung der EWG
haben sich 1958 die Spitzenorgani-
sationen der Industrie- und Han-
delskammern (IHK) aus den dama-
ligen sechs EWG-Staaten zusam-
mengefunden und im Sitzungs saal
des Europarates in Straßburg die
"Ständige Konferenz der Industrie-
und Handelskammern in der
Europäischen Gemeinschaft" ge-
gründet. Dieser Zusammenschluß ist
ein privatrechtlicher Verein nach
belgischem Recht mit Sitz in Brüs-
170
seI und nennt sich heute E. Der
Deutsche Industrie- und Handelstag
(DIHT) hat in E. die Leitung der
deutschen Delegation und wirkt in
allen Organen intensiv mit.
Lesen Sie auch: DIHT, IHK.
Eurocheque
ist ein Scheck, der in allen europäi-
schen Ländern verwendbar ist. Er
dient als bargeldloses Zahlungsmit-
tel und zur Bargeldbeschaffung. Das
bezogene Kreditinstitut garantiert
die Einlösung des E. bis zu DM 400,
vorausgesetzt, daß die Scheckkarte
bei der Zahlung vorgelegt wird und
die Scheckkartennummer auf der
Rückseite des Schecks eingetragen
ist. Ein E. kann in verschiedenen
Währungen ausgefüllt werden.
Eurocity
Lesen Sie nach unter: Züge.
Eurodollar
Mit E. werden Guthaben in US-ame-
rikanischen Dollars bei nichtameri-
kanischen Banken bezeichnet. Die-
se werden zu Außenhandels- oder
Kreditgeschäften verwendet. Die E.
unterliegen keiner direkten Kontrol-
le durch nationale oder internatio-
nale Behörden, wodurch eine freie
Zinsentwicklung ermöglicht wird. E.
werden auf dem Eurogeld- und
Eurokapitalmarkt gehandelt.
Lesen Sie auch: Euromärkte.
Euromärkte
Euromarkt ist der Oberbegriff für
alle internationalen Finanzmärkte,
auf denen fInanzielle Übertragungen
vorgenommen werden, die nicht in
entsprechender heimischer Währung
erfolgen. Nach den verschiedenen
Währungen, in denen Transaktionen
erfolgen, unterscheidet man den
Eurodollar-, Euro-DM-Markt usw.
Nach der Art der Geschäfte existie-
ren der Euroaktienmarkt für Unter-
nehmensanteile, der Eurogeldmarkt
für Kredite und Bankguthaben sowie
der Eurokapitalmarkt für internatio-
nale Anleihen.
Lesen Sie auch: Eurodollar,
Währung.
Euromessage-Funktion
Lesen Sie nach unter: Cityruf
Europa-Chefassistentin
ist eine nach den Richtlinien des
BDS geprüfte Chefassistentin, die an
einer Fortbildung mit europäischen
Themen teilgenommen hat. Diese
Fortbildung wird erst in jüngster Zeit
in Köln angeboten.
Europäische
Freihandelszone
Lesen Sie nach unter: EFTA.
Europäische
Währungseinheit
Lesen Sie nach unter: ECU.
Europäischer Binnenmarkt
Lesen Sie nach unter: EG-Binnen-
markt, Fremdsprachen.
Europäischer Gerichtshof
Der E. G. sorgt für die vertrags-
gemäße Anwendung und Auslegung
des Gemeinschaftsrechts. Er ist
zuständig für Streitigkeiten zwi-
schen den Mitgliedsstaaten, zwi-
Europäisches Währungssystem
sehen der EG und den Mitglieds-
staaten, zwischen den Organen
sowie zwischen Einzelnen und der
EG. Der Gerichtshof besteht aus 13
Richtern, die für jeweils sechs Jahre
ernannt werden. Sechs Generalan-
wälte sind zugeordnet. Zur Entla-
stung des E. G. wurde 1988 die
Errichtung einer ersten Instanz
beschlossen. Seit 1989 besteht die
erste Instanz aus 12 Richtern.
Europäischer
Wirtschaftsraum
(EWR). EWR bezeichnet den seit
1993 bestehenden gemeinsamen
Wirtschaftsraum der EG- und
EFTA-Mitgliedsstaaten. Es gelten,
von einigen Einschränkungen abge-
sehen, die "Freiheiten" des EG-Bin-
nenmarktes (freier Warenverkehr,
freier Dienstleistungsverkehr, freier
Kapitalverkehr, freier Personenver-
kehr).
Lesen Sie auch: EFTA, EG-Binnen-
markt.
Europäisches
Währungssystem
(EWS) ist das 1979 in Kraft getrete-
ne Währungssystem der EG-Mit-
glieds staaten. Die EWS-Mitglieds-
staaten haben für ihre Währungen
feste Leitkurse vereinbart; diese
brauchen jedoch von den Währungs-
kursen nicht genau, sondern nur in
einer bestimmten Bandbreite einge-
halten werden. Besteht die Gefahr
das auch die Bandbreite nicht ein-
gehalten werden kann, dann muß der
Kurs durch Stützungskäufe seitens
der Mitgliedsländer gesichert wer-
den.
171
Europakommlsslon
Gemeinsame Währungs- und Ver-
rechnungseinheit ist der Eeu.
Das EWS soll bis 1999 zu einer
gemeinsamen Europäischen Wäh-
rungsunion ausgebaut werden.
Lesen Sie auch: ECU.
Europakommlsslon
Die Kommission der Europäischen
Gemeinschaft ist ausführendes (exe-
kutives) Organ der EG. Sie über-
wacht die Einhaltung der Vertrags-
bestimmungen und des Gemein-
schaftsrechtes, führt die ihr übertra-
genen Aufgaben aus und ist für die
Umsetzung des EG-Haushaltes ver-
antwortlich. Weiterhin kann die E.
neue Gemeinschaftsbeschlüsse ini-
tiieren. Die 17 Mitglieder der Kom-
mision werden von den Regierungen
der Mitgliedsstaaten bestellt.
Europaparlament
Bis 1979 wurden die Mitglieder des
E. von den Parlamenten der Mit-
gliedsstaaten delegiert. Seither fin-
den Direktwahlen der Abgeordneten
statt. Das E. ist noch weitgehend
machtlos. Es hat vornehmlich bera-
tende und kontrollierende Funktion
sowie ein Mitspracherecht bei der
Erstellung des Haushaltes.
Europarat
Das wesentliche Entscheidungsgre-
mium der EG ist der Rat der
Europäischen Gemeinschaft (auch
Ministerrat genannt). Er wird von
den jeweils zuständigen Ministern -
Außen-, Wirtschafts-, Finanz- und
Landwirtschaftsminister - der Mit-
gliedsstaaten gebildet. Der E. ist
Gesetzgeber der Gemeinschaft und
172
bestimmt damit die Politik der EG,
die von der Kommission als Exeku-
tivorgan (ausführendes Organ) vor-
bereitet und ausgeführt wird.
Europa-Sekretirln
Es gibt verschiedene Schulen, die
eine Ausbildung zur E. anbieten. Im
Gegensatz zur herkömmlichen
Sekretärinnenausbildung wird Wert
auf Fremdsprachenkenntnisse, Be-
triebswirtschaft und EDV-Training
gelegt. Diese Ausbildung erfüllt
hohe Anforderungen und bietet
Ihnen die Möglichkeit, in Ihrem
Beruf auch im Ausland, in Tochter-
unternehmen ausländischer Unter-
nehmen und in international orien-
tierten Firmen zu arbeiten.
Eurosignal
Das E. ist ein tragbares Funkgerät,
das durch einen Pieps- oder Summ-
ton ansagt: Rufe doch bitte da und
da an. Der Empfänger muß sich über
ein Telefon zurückmelden. Das E.
dient dem schnellen Auffinden und
Kontaktieren von Mitarbeitern, die
sich häufig unterwegs befmden, d.
h. nicht an einem einzigen Arbeits-
platz zu finden sind, z. B. Außen-
dienstrnitarbeiter, Ärzte, Sozialar-
beiter auf Bereitschaftsdienst. Das
E. wird häufig eingesetzt, da es bil-
liger als ein Autotelefon ist.
Lesen Sie auch: Funktelefon.
Eustreß
Lesen Sie nach unter: Streß.
eV
Abk. für eidesstattliche Versiche-
rung.
e.V.
Abk. für eingetragener Verein.
evident
Der Begriff stammt aus dem Latei-
nischen und bedeutet "offenkundig,
klar ersichtlich, einleuchtend".
EWG
Lesen Sie nach unter: EG-Binnen-
markt.
EWR
Abk. für Europäischer Wirtschaftsraum.
EWS
Abk. für Europäisches Währungs-
system.
Excel
ist ein Software-Programm der Fir-
ma Microsoft zur Erstellung und
Bearbeitung von Tabellenkalkula-
tionen, die auch als grafische Dar-
stellung in Form von Diagrammen
ausgegeben werden können (z. B.
Kreisdiagramm, Balkendiagramm,
Liniendiagramm).
Lesen Sie auch: W ord.
Exekutive
In der Bundesrepublik Deutschland
besteht eine Gewaltenteilung, die
eine gegenseitige Kontrolle der Gre-
mien bzw. Schutz vor Macht-
mißbrauch innerhalb der Demokra-
tie gewährleistet: Legislative, E. und
Judikative. E. bedeutet vollziehende
Gewalt. Gemeint sind hiermit Regie-
rungen und Verwaltungen auf Bun-
des-, Länder- und Kreisebene, die
die in den Parlamenten verabschie-
deten Gesetze, Verordnungen und
Existenzminimum
Beschlüsse durchsetzen bzw. reali-
sieren.
Lesen Sie auch: Judikative, Legisla-
tive.
Exekutivrat
Lesen Sie nach unter: Internationa-
ler Währungsfonds.
Existenzminimum
Sozialpolitisch wird dieser Begriff
für das Einkommen, das vorhanden
sein muß, um den Lebensunterhalt
zu bestreiten, verwendet. Es stellt
eine Bemessungsgrundlage bei der
Gewährung sozialer Leistungen dar.
Allgemein ist das E. die Gütermen-
ge, die mindestens vorhanden sein
muß, um den Lebensunterhalt
sicherzustellen. In Geld ausgedrückt
gibt es das Einkommen an, welches
nicht unterschritten werden darf, um
die für den Lebensunterhalt unver-
zichtbaren Güter erwerben zu kön-
nen. Das E. jedoch mit der Nahrung
gleichzusetzen, die der Körper zum
Überleben braucht, wäre falsch;
selbst bei einem Tier wäre diese
Annahme höchst bedenklich.
Menschliches Leben ist nicht nur
physischer, sondern auch geistiger
Art, und somit bestehen auch geisti-
ge Grundbedürfnisse, die je nach
Kulturkreis variieren. Erst die
Befriedigung auch dieser Bedürf-
nisse ermöglichen nicht nur ein rei-
nes Dasein, sondern ein menschen-
würdiges Dasein; dies muß im Rah-
men des E. vorausgesetzt werden.
Da diese Bedürfnisse sich jedoch
individuell sind, ist eine vernünftige
Bestimmung unmöglich.
Lesen Sie auch: Einkommen.
173
exit
exit
bedeutet Ausgang.
Expansion
wird die Phase des Aufschwungs im
Konjunkturzyklus genannt. Dabei
werden nach einem Tiefstand Pro-
duktion, Absatz, Investitionen, Löh-
ne und privater Konsum wiederbe-
lebt. Bei weiterem Aufschwung geht
die E. über in den Boom.
Lesen Sie auch: Konjunktur.
Experiment
Lesen Sie nach unter: Psychologie.
explizit
Das Adjektive. bedeutet, daß etwas
deutlich bzw. ausführlich und ein-
gehend dargelegt oder erläutert wur-
de. Implizit ist das Gegenteil zum
Begriffe.
174
Export
Lesen Sie nach unter: Ausfuhr.
Expose
ist ein Bericht, eine Darlegung oder
ein Plan, z. B. Beschreibung einer
Immobilie durch den Makler.
externe Meetings
Lesen Sie nach unter: Führungs-
kräjtetagungen.
exzerpieren
Wenn Sie etwas e. oder ein Exzerpt
anfertigen, so wählen Sie aus einem
Buch eine TextsteIle oder -passage
aus und fertigen davon einen Aus-
zug an. Dieser schriftliche Auszug
ist mit dem Original identisch.
Wenn Sie ein solches Exzerpt anfer-
tigen, dürfen Sie sich als Exzerptor
bezeichnen.
Fachausdruck
Lesen Sie nach unter: Terminus.
Fachausschüsse
Allgemein ist ein Ausschuß eine aus
den Mitgliedern einer größeren Kör-
perschaft gebildete Teilkörperschaft,
z. B. der Kabinettsausschuß. F. sind
parlamentarische Ausschüsse (stän-
dige Ausschüsse), die für genau fest-
gelegte Teilgebiete für die Dauer
einer Legislaturperiode gebildet
werden (z. B. F. für Außenpolitik,
Haushalt, Recht). Die Zusammen-
setzung der F. regelt sich nach dem
Stärkeverhältnis der einzelnen Frak-
tionen. Über das Ergebnis ihrer
Beratungen haben die F. dem Ple-
num Bericht zu erstatten. Dies
erfolgt i. d. R. in schriftlicher Form.
Fachkunde
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
Fachsprache
Lesen Sie nach unter: Terminologie.
Fachtext
Das Schreiben von Fachtexten ver-
langt eine große Konzentration und
erfordert in bezug auf den Inhalt sol-
cher Schriftstücke besondere Kennt-
nisse. Halten Sie ein Fachlexikon
oder zumindest ein Fremdwörter-
buch griffbereit!
F
Fachzeitschrift
Wie aus ihrer Bezeichnung bereits
ersichtlich ist, sprechen F. eine ganz
bestimmte Lesergruppe an. Es kann
sich hierbei um echte Fachkräfte
handeln oder auch um den interes-
sierten Laien. F., die einen breiteren
Leserkreis suchen, beschränken sich
in ihren Artikeln i. d. R. nicht auf
rein fachliche Themen, sondern ver-
suchen einen Kompromiß zwischen
Fachthematik und unterhaltsamen
Beiträgen zu fmden.
Reine Fachmagazine, die für Leser
gedacht sind, die die vermittelte
Information beruflich verwerten,
sind nicht über-all erhältlich und
werden vorwiegend über Abonne-
ments vertrieben. Die Erschei-
nungsabstände der F. sind in den
meisten Fällen zwei Wochen, spezi-
ell bei reinen Fachmagazinen sind
vier oder mehr Wochen allerdings
keine Seltenheit. F. informieren über
das jeweilige Sachgebiet hinsichtlich
neuer Produkte, Forschungsergeb-
nisse, Tests, Problemlösungen etc.
Die in ihnen enthaltenen Werbean-
zeigen beziehen sich in erster Linie
auf den der Magazinthematik ent-
sprechenden Produktbereich. Bei-
spiele für F.: Computer-Magazine,
Automagazine, Sportmagazine,
Zeitschriften bestimmter Bereiche
der Industrie, Sekretärinnen-Maga-
zine etc.
175
Factoring
Lesen Sie auch: ASSISTENZ, Doku-
mentationsstellen, Massenmedien,
Medienökologie, SEKRETARIAT,
TEXTEN & SCHREIBEN, Titel-
schau, Wochenmagazin.
Factoring
Der Factor kauft alle Forderungen
eines Unternehmens, die er in der
Regel nicht zurückgeben kann. Das
F. hat u. a. folgende Vorteile für das
verkaufende Unternehmen: Finan-
zierungsquelle, Risikoübertragung
bei Forderungsausfallen und
Kostenersparnis durch Übernahme
eines Teils der Buchführung und des
Mahnwesens durch den Factor.
Fahne
bedeutet Korrekturabzug.
Fahrgeld
Das F., das für eine Dienstreise
angefallen ist, gehört zu den Reise-
kosten und wird in der nachgewie-
senen Höhe steuerfrei vergütet. Als
Nachweis gilt die Vorlage der Fahr-
karte, Quittung des Reisebüros, der
Tankstelle u. ä. Für Fahrten mit dem
eigenen PKW kann ein bestrirnmter
Pfennigbetrag je gefahrenem Kilo-
meter geltend gemacht werden. Bei
Arbeitnehmern mit wechselnder
Einsatztätigkeit können die Fahrt-
kosten ebenfalls steuerfrei vergütet
werden, wenn die einfache Fahr-
strecke zwischen Wohnung und Ein-
satzstelle täglich mehr als 20 km
beträgt. F., das für Vorstellungsge-
spräche anfällt, hat der Einladende
Ihnen steuerfrei zu ersetzen. Die
Fahrtkosten für die tägliche Fahrt
zur Arbeitsstätte können in der jähr-
176
lichen Einkommensteuererklärung
angegeben werden.
Lesen Sie auch: Reisekosten.
Fahrlässigkeit
Lesen Sie nach unter: Amtshaftung.
Faksimile
kommt aus dem Lateinischen und
heißt "Mach ähnlich". Ein F. ist die
genaue Nachbildung einer Zeich-
nung, eines Dokumentes oder einer
Unterschrift. Es wird beispielsweise
durch fotographische und druck-
technische Verfahren, nachrichten-
technische Übertragung oder Stem-
pel hergestellt.
Ist ein Chef oft auf Reisen, wird die
Sekretärin einen Faksimilestempel
benutzen dürfen, der die eigenhän-
dige Unterschrift des Chefs bei
Bedarf ersetzt. Die Unterschrift
durch einen Faksimilestempel ist
eine rechtserhebliche Willenser-
klärung, vorausgesetzt, der Emp-
fänger des Schreibens hat sich dies
nicht ausdrücklich in seinen Ver-
tragsbedingungen vorbehalten. Ein
Faksimilestempel gehört unter Ver-
schluß, da die Möglichkeit des
Mißbrauchs sehr hoch ist.
Fakturiermaschine
Die F. ist eine rechnende Schreib-
maschine. Jede F. führt mindestens
Addition, Subtraktion und Multipli-
kation durch. Es ist möglich, die
Geräte mit Speicherwerk und End-
losformulareinrichtungen zu erwei-
tern. Die Datenweiterverarbeitung in
einem Rechenzentrum ist möglich,
wenn die Datenausgabe zusätzlich
auf Datenträger erfolgt. Zeitauf-
wendige Arbeiten wie beispielswei-
se Vorrechnen, Vergleichen und
Nachrechnen können entfallen.
Fakturierung
ist die Berechnung geleisteter Arbei-
ten oder gelieferter Waren. Sie wird
heute meist elektronisch vorgenom-
men.
Lesen Sie auch: Fakturiermaschine.
Falzautomat
Ein F. falzt Schriftstücke automa-
tisch mit hoher Geschwindigkeit. Es
sind hier verschiedene Falzarten
möglich. Auf wechselnde Format-
längen stellt sich der F. automatisch
ein.
Farbband
Zur Sichtbarmachung der Schrift
wird die Druckfarbe von einem F. an
das Papier abgegeben. Das F. wird
bei jedem Anschlag transportiert, so
daß eine gleichmäßige Schriftfär-
bung erzielt wird. Ein Standardfarb-
band ist zehn Meter lang und 13 mm
hoch.
FarbbandkasseHe
Mit der Weiterentwicklung der
Schreibmaschine entwickelte sich
auch das Gehäuse für Farbbänder.
Die F. ist so konstruiert, daß das Ein-
setzen auf einfache Weise geschieht.
Heute gibt es bereits Kassetten, die
unter ökologischen Gesichtspunkten
hergestellt werden und entsprechend
entsorgt werden können.
Farben
werden in der Arbeitspsychologie
und zu organisatorischen und sicher-
Faschismus
heitstechnischen Zwecken einge-
setzt. Arbeitsräume werden heute
mehr und mehr nach farbpsycholo-
gischen Erkenntnissen gestaltet. Die
F. sollten, je nach Arbeitsbereich,
emotional stimulierend, beruhigend,
konzentrationsfördemd usw. wirken.
Die warmen Farben wie rot = beun-
ruhigend, erregend, gelb = lebhaft
sind geeignet für Räume, in denen
monotone Arbeiten geleistet werden.
Den Gegensatz dazu bilden die kal-
ten Farben wie blau, blaugrün, blau-
violett. F. beeinflussen auch die
Raumgröße und -höhe. Die gesamte
Einrichtung sollte farblich aufein-
ander abgestimmt sein.
Farbstrahldruckwerk
Ein elektronisch gesteuertes Druck-
werk erzeugt Zeichen durch einen
Farbstrahl.
Faschismus
Unter F. verstand man zunächst nur
die extreme Bewegung, die sich
nach dem ersten Weltkrieg unter der
Führung von Mussolini in Italien
entwickelte. Der Begriff wurde dann
auf ähnliche Bewegungen in ande-
ren europäischen Ländern übertra-
gen. Nach 1930 wurde der deutsche
F. (Nationalsozialismus) immer
mehr zum Vorbild der Faschisten für
andere Staaten. Der F. ist gekenn-
zeichnet
- durch eine Ideologie, die das
"Recht des Stärkeren" in allen
Bereichen des Lebens verkündet,
deshalb Rassismus und Nationa-
lismus entfacht, Demokratie,
Sozialismus und Liberalismus
bekämpft, die Frau auf die Funk-
177
faul
tion der Gebärerin und Haushäl-
terin reduziert und den Haß der
Massen auf Minderheiten lenkt
(Juden, Kommunisten, Schwarze,
Gastarbeiter, Asylanten);
- durch ein Herrschafts system, das
die Vorrechte der Besitzenden
schützt, jede Opposition verbietet
und in allen Lebensbereichen das
Führerprinzip durchsetzen will;
- durch Kampf- und Herrschafts-
methoden, die Terror und Propa-
ganda verbinden, um politische
Gegner auszuschalten, die Massen
zum Gehorsam zu bringen und
fanatische Kampfbereitschaft zu
wecken.
Der F. in Europa konnte sich nur
deshalb ausbreiten, weil Großunter-
nehmen, Militär, Kirchen und Aka-
demiker ihre Unterstützung aus
unterschiedlichen Gründen gewähr-
ten. In keinem europäischen Land
konnten die Faschisten bei demo-
kratischen Wahlen eine absolute
Mehrheit erringen.
Lesen Sie auch: Nationalsozialis-
mus, Neonazi, Republikaner.
faul
Lesen Sie nach unter: Zeugnisfor-
mulierungen.
fault
ist die engl. Bezeichnung für Fehler,
Störung, Defekt.
Faxgerät
Lesen Sie nach unter: Telefax.
Fax-Karte
Bauen Sie eine F.-K. in Ihren Pe ein,
so entfällt zwar die Anschaffung
178
eines Telefax-Gerätes, aber Sie
benötigen einen Scanner als Ablese-
und Sendegerät. Die F.-K. benötigt
viel Speicherplatz und ist auch nicht
so bedienerfreundlich wie ein Fax-
gerät. Eingegangene Sendungen
können auf dem Bildschirm gelesen
oder ausgedruckt werden.
Faxmanager
Mit diesem kleinen Gerät können
Sie ein normales Telefon, einen nor-
malen Anrufbeantworter und ein
Telefaxgerät an eine Leitung an-
schließen. Kosten: ca. 350,- DM.
Faxprotokoll
Heutige Faxmaschinen drucken
automatisch, entweder nach 10 oder
20 oder 40 Aktionen oder auf Abruf,
ein Empfangs- und Sendeprotokoll
aus. Hierauf sind die Sende- bzw.
Empfangsnummer, das Datum, die
Uhrzeit, die Seitenanzahl und eine
Bemerkung (z. B. i. O. für in Ord-
nung) enthalten.
FAZ-Index
Lesen Sie nach unter: Deutscher
Aktienindex.
FCKW
Lesen Sie nach unter: Treibhausef-
fekt.
FDP
Die FDP (Freie Demokratische Par-
tei) wurde durch Zusarnmenschluß
verschiedener liberaler Parteiorga-
nisationen der westlichen Besat-
zungszonen als Bundespartei 1948
gegründet. Erster Parteivorsitzender
war Theodor Heuss, der 1949 zum
Bundespräsidenten gewählt wurde
und 10 Jahre im Amt blieb. Nach der
ersten Bundestagswahl (12 % Stim-
menanteil) bildete sie eine Koaliti-
onsregierung mit der CDU/CSU und
vertrat v. a. deren Außen- und Wirt-
schaftspolitik. Bestehende Ge-
gensätze in Kultur- und Bildungs-
politik hatten keine bedeutenden
Auswirkungen, da sie vornehmlich
in die Zuständigkeitsbereiche der
Länder fielen. 1955/56 kam es zu
Auseinandersetzungen um das Saar-
Statut, das die FDP nicht anerken-
nen wollte. Darauthln kündigte die
FDP die Koalition und begab sich in
die Opposition, wo sie bis nach den
Wahlen 1961 verblieb. Zufrieden-
gestellt mit dem von der CDU in
Aussicht gestellten Kanzlerwechsel
während der Legislaturperiode, ging
sie erneut eine Koalition mit der
CDU ein, obgleich ihr Wahlkampf-
motto lautete: ,,Mit der CDU - aber
ohne Adenauer". Dies brachte ihr
den Ruf einer "Umfallpartei" ein.
1966 schied sie wiederum aus der
Koalition aus, da sie nicht mit den
von der CDU gewollten Steuerer-
höhungen einverstanden war. Dies
führte zum Rücktritt Erhards und
daraufhin zur großen Koalition. Die
FDP befand sich fortan in der Oppo-
sition. 1969 stimmte die FDP für den
SPD-Bundespräsidentschaftskandi-
daten G. Heinemann und ging nach
den folgenden Bundestagswahlen
eine Koalition mit der SPD ein. Mit
W. Scheel stellte sie den Außenmi-
nister bis Hans D. Genscher dieses
Amt 1974 übernahm. Die Koalition
hielt bis zum Jahre 1982. Durch die
kritische Wirtschaftslage entstanden
FDP
bzw. verschärften sich Konflikte mit
der SPD. V. a. auf Drängen des
Parteiflügeis um Graf Lambsdorff
wurde daraufhin die Koalition
gekündigt. Bei der folgenden Bun-
destagswahl 1983 rutschte die FDP
auf 7% der Stimmen ab (1980: 10,6
%). 1987 erreichte sie 9,1 %, was zu
einem großen Teil H. D. Genscher
zu verdanken war, durch dessen
Verbleib im Amt die Fortsetzung der
Außen- und Entspannungspolitik
gewährleistet war, die von der CDU
heftig kritisiert worden war. Ihr
Anteil bei den Wahlen 1990 betrug
11 %, wobei der "Genscher-Bonus"
hier wohl noch höher zu bewerten
ist, v. a. hinsichtlich der Wähler in
den ehemaligen DDR-Gebieten.
Die FDP ist im Gegensatz zu SPD
und CDU keine Volkspartei. Sie ver-
fügt über keine breite Mehrheit im
Volk. Trotzdem war sie seit Beste-
hen der Bundesrepublik die meiste
Zeit an der Regierung beteiligt. Dies
brachte ihr den Ruf eines Mehr-
heitsbeschaffers ein. Jeder Wechsel
des Koalitionspartners bedeutet für
sie auch ein hohes Risiko, da nicht
alle Wähler ihr folgen, und sie des-
halb neue Wähler gewinnen muß,
um nicht unter die Fünf-Prozent-
Hürde zu fallen.
Der Umstand, daß sie ihr für weite
Teile der Bevölkerung attraktivstes
"Zugpferd" Hans-Dietrich Gen-
scher als Außenminister verloren
hat, stellt für die Partei einen erheb-
lichen Verlust dar, der ihren zukünf-
tigen Erfolg zusätzlich erschweren
wird.
Lesen Sie auch: CDU, CSU, Repu-
blikaner, SPD.
179
Feedback
Feedback
Das F. ist eine Rückmeldung, die
anzeigt, ob z. B. eine Mitteilung ver-
standen wurde oder eine Aktion
"angekommen" ist. Die Rückmel-
dung kann durch Gestik, Mimik oder
Antwort geschehen. Die Sekretärin
sollte sich des F. in allen Situationen
versichern. Dies ist nicht nur für die
Weitergabe von Informationen und
Anweisungen wichtig. Auch ein
Vorgang, z. B. die Organisation
einer Sitzung, ist nicht mit dem
Beginn der Besprechung abge-
schlossen, sondern erst mit dem F.,
z. B. des Chefs, nach der Veranstal-
tung.
Fehler bei der
Bausteinkorrespondenz
Mögliche Fehlerarten: Abruf eines
falschen Bausteins, Baustein an der
verkehrten Stelle, Schreibfehler,
nicht erfolgte oder fehlende indivi-
duelle Einfügung, Verstoß gegen
DIN 5008.
Fehler bel der Formatierung
Es wurden falsch formatiert: die
Maske, die Seitenlänge, die Rand-
stellung, die Teilung oder die Zei-
lenabstandeinstellung. Oder die
Markierung befindet sich nicht in
der richtigen Zeile, fehlt oder ist
horizontal versetzt.
Fehler bel der Korrektur
Ein falscher Zeilen-, Wort- oder Sil-
benumbruch; die Eingabe stimmt
nicht, eine verkehrte Leerzeile, oder
es wurde ein Korrekturzeichen über-
sehen.
Lesen Sie auch: Korrektur.
180
fehlerfrei
Lesen Sie nach unter: Bewerbungs-
schreiben.
Fehlerwertung
Für die Wertigkeit der verschiede-
nen Fehlergruppen, d. h. verschie-
dene Abweichungen von der Norm,
gibt es ausführliche Ausführungs-
bestimmungen, die Sie in der Aus-
bildung kennenlernen sollten. Aber
eines sollten Sie bedenken: In der
Praxis wiegt ein sachlicher Fehler (z.
B. eine falsche Ziffer) oder ein
sprachlicher Fehler mehr als ein
bloßer Verstoß gegen die Schreibre-
geln.
Fehlinvestition
Eine F. ist eine falsche Anlage von
Kapital im Hinblick auf das Errei-
chen eines bestimmten Ziels.
Betriebswirtschaftlich führt sie zu
Verlusten, die im Extremfall das
Unternehmen gefährden. Volks-
wirtschaftlich gesehen verringert sie
das Wachstum des Sozialprodukts.
Fehlverhalten
Menschen handeln nach gewissen
Verhaltensmustern. Aus der Störung
dieser Muster ergibt sich in der
jeweiligen Situation ein F., d. h. der
Mensch reagiert falsch. Der Grund
für eine Störung kann seelischer,
sozialer oder entwicklungsbedingter
Art sein. Im einzelnen unterscheidet
man
- Störungen der Selbstkontrolle: z.
B. Aggressionen können nicht
mehr gesteuert werden, man ist
sich der Konsequenzen eigener
Handlungen nicht mehr bewußt;
- Störungen im zwischenmenschli-
chen Verhalten: z. B. übersteiger-
te sexuelle Triebhaftigkeit,
Mißachtung der allg. Regeln
menschlicher Interaktion;
- Störungen des sozialen Verhal-
tens: zeigt sich in antisozialem,
kriminellem oder perversem Ver-
halten.
Lesen Sie auch: Psychologie, sozia-
le Interaktion, Verhalten.
Feigheit
Lesen Sie nach unter: Intrige, Zivi/-
courage.
Feinstrich-
Kugelschreibermine
Lesen Sie nach unter: Stenomine.
Fenster
Lesen Sie nach unter: Windows.
Fensterbriefhüllen
Lesen Sie nach unter: Anschrift.
Fernabfrage
bedeutet, daß man von einem belie-
bigen Ort aus per Telefon plus
Codierung die im Anrufbeantworter
aufgezeichneten Gespräche abhören
kann.
Lesen Sie auch: Anrufbeantwor-
ter.
Fernbedienung
Die F. ist eine tragbare Bedienungs-
einheit eines Gerätes, mit der die
wesentlichen Funktionen - bei gut-
en Fernbedienungen alle Funktionen
- aus der Ferne aufgerufen werden
können. Man unterscheidet Infrarot-
und Ultraschallfernbedienung.
festliches Essen
Ferndiktat
Lesen Sie nach unter: Phonodiktat.
Ferngespräch
Alle F. gehen über die Orts- und
Nahbereiche hinaus. Vorwahlnum-
mer und Rufnummer müssen
gewählt werden. Hier gilt ein ande-
rer, kürzerer Zeittakt als bei Orts-
und Nahgesprächen.
Fernkopierer
Lesen Sie nach unter: Telefax.
Fernmeldenetz
Lesen Sie nach unter: Btx.
Fernschreiber
Lesen Sie nach unter: Telex.
Fernsprechbuch
Lesen Sie nach unter: amtliches
Fernsprechbuch.
Fernsprechsonderdienste
sind Ansagedienste, die von allge-
meinem Interesse sind, beispiels-
weise Wettervorhersage, Lotto- und
Toto-Zahlen, Fahrplanhinweise,
Zeitansage. Die Rufnummern stehen
auf den ersten Seiten der Fern-
sprechbücher.
Fertigungskosten
Lesen Sie nach unter: Produktions-
kosten.
feste Termine
Lesen Sie nach unter: monatliche
Termine.
festliches Essen
Lesen Sie nach unter: Ehrenplatz.
181
Festplatte
Festplatte
Eine F. besteht aus einer oder meh-
reren übereinander angeordneten
Metallplatten, die mit einer magne-
tisierbaren Schicht überzogen sind.
Die Oberfläche der Platten ist in
Spuren aufgeteilt, auf denen Daten
über einen Schreib-Lesekopf gespei-
chert bzw. gelesen werden können.
Je nach Spurdichte und Magnetplat-
tenzahl kann die Speicherkapazität
einer F. 20 - 600 MB (Megabyte)
betragen.Es sind sogar bereits größe-
re F. im Gebrauch. Die Datenverar-
beitungsgeschwindigkeit ist bei
einer F. bedeutend höher als bei Dis-
ketten. Aus diesem Grund wird
Anwender-Software auch meist auf
der F. installiert oder umfangreiche
Dateien dort bearbeitet.
Lesen Sie auch: Diskette, Floppy
Disk, Norton Utilities.
festverzinsliche Wertpapiere
Lesen Sie nach unter: Obligationen,
Pfandbriefe, Wertpapier.
Festwertspeicher
Lesen Sie nach unter: ROM.
Fettdruck
Eine Hervorhebungsvariante ist die
Sonderdruckart F. bzw. die Kombi-
nationen Fettdruck (+ Sperren) und
Fettdruck (+ Unterstreichen).
H.
Abk. für folgende.
fiktiv
Eine fiktive Sache ist eine erdach-
te, vermutete, nur angenommene
Sache. F. bedeutet nicht auf der Rea-
182
lität basierend, sondern sich auf
etwas beziehend, das nur in der Vor-
stellung oder Phantasie existiert.
File
Lesen Sie nach unter: Datei.
File management
Es handelt sich um den Teil des
Betriebssystems, mit dem Sie Datei-
en auf Massenspeichern finden, ver-
walten und auf Dateien zugreifen
können.
Filterfunktion
ist eine der schwierigsten Aufgaben
für Sie. Wer will schon als "Vor-
zimmerdrache" gelten. Es ist die
Kunst, ,,nein" zu sagen, einen Besu-
cher oder auch Mitarbeiter charmant
zu einem Vertreter des/der V orge-
setzten umzudirigieren. Wichtig: Sie
planen mit Rücksicht auf den
ArbeitsfluB und geben dem Besu-
cher/Mitarbeiter zugleich das Gefühl
der wohlwollenden Beratung.
Lesen Sie auch: Zusammenarbeit
mit dem Chef
final
Das Adjektiv bezieht sich auf die
Absicht, es betrifft, bestimmt oder
kennzeichnet den Zweck. "Damit"
ist eine f. Konjunktion. Beispiel: Ich
schreibe den Satz neu, damit jeder
ihn kapiert.
Finance-Leasing-Verträge
Lesen Sie nach unter: Leasing.
Finanzamt
Das F. ist die örtliche Behörde der
Landesfinanzverwaltung, ist aber
auch für den Bund tätig. Es verwal-
tet die Staatskasse. Der Staatsbürger
sowie die Firmen zahlen ihre Steu-
ern an das F. bzw. bekommen sie
von dort erstattet.
Lesen Sie auch: Auskunftspflicht,
Einkommensteuer, Fiskus, Steuern.
Finanzausgleich
Lesen Sie nach unter: Bundesländer.
Finanzbedarf
Lesen Sie nach unter: Investitions-
planung.
Finanzierung
ist die Beschaffung von Kapital. F.
kann sowohl die Beschaffung von
Geld- wie auch von Sachkapital
sein. Mit Hilfe des beschafften Kapi-
tals können Investitionen getätigt
werden.
Je nach den Kapitalgebern unter-
scheidet man zwischen Eigen- und
Fremdfinanzierung. Eigenfmanzie-
rung liegt dann vor, wenn das Kapi-
tal von den Eigentümern selbst auf-
gebracht wird. Es kann also aus aus-
geschütteten Gewinnen kommen
oder durch Erhöhung des Eigenka-
pitals, beispielsweise indem neue
Gesellschafter aufgenommen wer-
den oder die Gesellschaftsanteile der
vorhandenen Eigentümer erhöht
werden. Fremdfinanzierung liegt
dann vor, wenn Bank- oder Liefe-
rantenkredit in Anspruch genommen
werden.
Nach der Kapitalherkunft wird zwi-
schen Innen- und Außenfinanzie-
rung unterschieden. Bei Innenfman-
zierung kommen die Mittelzuflüsse
aus dem Unternehmen selbst, bei
Firmenwagen
Außenfinanzierung entstehen sie
nicht im Unternehmen, sondern
kommen von außerhalb.
Lesen Sie auch: Eigenfinanzierung,
Selbstfinanzierung.
FInanzleistungen
Lesen Sie nach unter: Alljinanz.
Finanzverwaltung
Lesen Sie nach unter: Gerichtsbar-
keit.
Fingerübungen
Gymnastische Übungen können
ohne besonderen Aufwand betrieben
werden. Besondere Übungen wie
Abknicken der einzelnen Finger und
Strecken oder Spreizen verhelfen zur
Steigerung der Beweglichkeit der
Finger. Auf diese Weise erholen sich
auch überbelastete Muskeln, vor
allem die Unterarmmuskeln.
FIngerwechselfolgen
Lesen Sie nach unter: Komparativ-
schreiben.
firmeneigene Wohnungen
werden oft von größeren Unterneh-
men den Mitarbeitern zu günstigen
Mietpreisen angeboten. Dieses
Angebot kann sowohl eine soziale
Leistung des Unternehmens darstel-
len als auch seine Attraktivität für
einen Mitarbeiter steigern.
FIrmenpolItik
Lesen Sie nach unter: Strategie.
FIrmenwagen
werden Mitarbeitern im Innendienst
in gehobenen Positionen als zusätz-
183
Firmenzeichen
liches Plus zum Gehalt zur Verfü-
gung gestellt. Der F. stellt in solchen
Fällen auch ein Statussymbol dar. In
Ihrem Unternehmen gibt es eine
schriftliche Pkw-Regelung, wo
Details (wem welches Auto rang-
mäßig zusteht) aufgelistet sind. Hin-
gegen gehört ein F. für einen Außen-
dienstmitarbeiter zur Grundausstat-
tung (= Arbeitsgerät), weil dieser
ständig mit diesem Pkw für das
Unternehmen unterwegs ist.
Lesen Sie auch: Kfz-Pauschale.
FIrmenzeichen
Lesen Sie nach unter: Logo.
FIrmenzeitung
Die F. ist nicht nur ein Kommuni-
kations-, sondern auch ein Werbe-
mittel. Die Firma stellt sich nach
außen hin möglichst positiv dar. Die
Sekretärin überreicht diese Lektüre
gerne externen Besuchern.
Lesen Sie auch: Werkzeitschri/t.
FIskalpolItik
beinhaltet alle Maßnahmen zur Len-
kung von Staatseinnahmen und
Staatsausgaben, die darauf abzielen,
Einfluß auf die Wirtschaft eines
Landes zu nehmen. Sie basiert im
wesentlichen auf den Grundlagen,
die der Wirtschaftswissenschaftler
John Maynard Keynes (1883-1946)
geschaffen hat.
Fiskalpolitische Ein- griffe des
Staates zielen darauf ab, uner-
wünschte wirtschaftliche Schwan-
kungen (Konjunkturschwankungen)
zu mildem bzw. ganz zu vermeiden.
Nach dem keynesianischen Konzept
ist die Ursache von Konjunktur-
184
schwankungen in der Veränderung
der gesamtwirtschaftlichen Nach-
frage zu suchen. Dem Staat stehen
unterschiedliche fiskalpolitische
Instrumente zur Verfügung: die Ver-
änderung der Steuern, die Verände-
rung der Abschreibungen, die Bil-
dung und Auflösung einer Kon-
junkturausgleichsrücklage und die
staatliche Schuldenpolitik (deficit
spending).
Beispiel: Aufgrund pessimistischer
Zukunftserwartungen der Konsu-
menten entsteht ein starker Nach-
frageausfall. Darautbin produzieren
die Unternehmer weniger; Neuinve-
stitionen werden ausgesetzt. Da-
durch entsteht Arbeitslosigkeit, wor-
auf die Nachfrage noch stärker sinkt.
Der Staat kann nun auf unterschied-
liche Weise versuchen, die Güter-
nachfrage anzukurbeln.
Steuersenkungen bedeuten zusätzli-
ches Einkommen. Darautbin könn-
te die Nachfrage ansteigen. Eine
Erhöhung der Abschreibungssätze
bewirkt eine geringere Gewinnbe-
steuerung der Unternehmen. Neuin-
vestitionen werden wahrscheinli-
cher. Die Auflösung einer staatli-
chen Rücklage bewirkt eine direkte
Nachfrageerhöhung. Staatliche Kre-
ditaufnahme und anschließende
Ausgabenerhöhung wirken einkom-
menssteigernd bzw. haben ebenfalls
direkte Auswirkungen auf die Nach-
frage.
Erhöht sich die gesamtwirtschaftli-
che Nachfrage durch die beschrie-
benen Eingriffe des Staates, so stei-
gen die Güterproduktion und die
Neuinvestitionen, worauf hoffent-
lich die Arbeitslosigkeit sinkt.
Fiskus
Dem F. (lat. der Geldkorb) obliegt
die Verwaltung des staatlichen Ver-
mögensbesitzes und der Staats-
kasse.
In der Umgangssprache bezeichnet
F. das (von allen geliebte) Finanz-
amt. Wenn der F. als Träger privater
Rechte auftritt, kann er als juristi-
sche Person vor dem zuständigen
ordentlichen Gericht klagen oder
verklagt werden (z. B. Grund-
stückskauf). Übt er seine hoheits-
rechtlichen Aufgaben aus (z. B.
Steuereinzug), gilt öffentliches
Recht.
fixe Kosten
Innerhalb der Kostenartenrechnung,
die ein Teil der Kostenrechnung dar-
stellt, werden die anfallenden
Kosten nach verschiedenen
Gesichtspunkten gegliedert. F. K.
(auch gleichbleibende Kosten) sind
dem Gliederungsprinzip der
Beschäftigungsabhängigkeit zuge-
ordnet. Sie sind der Teil der Gesamt-
kosten, die von der Kapazitätsausla-
stung unabhängig sind, d. h. sie
ändern sich nicht mit dem Grad der
Beschäftigung. Wenn in einem
Betriebsbereich nicht produziert
wird, fallen dort dennoch Kosten für
Miete, Abschreibung, Versicherung,
Zinsen etc. an. Der Anteil der f. K.
an einer Produktionseinheit (Stück-
kosten) ist um so geringer, je größer
die erzeugte (umgesetzte) Menge
ist. Diese Tatsache zwingt Unter-
nehmen, die Produktion auszuwei-
ten.
Lesen Sie auch: Kosten, variable
Kosten.
Flachdruckverfahren
fixe und variable Termine
Ein Termin ist ein schon feststehen-
der oder ein noch zu bestimmender
Zeitpunkt, ausgedrückt in Stunde,
Tag und Jahr, an dem ein Vorgang
zu beenden, ein Tatbestand zu prü-
fen, eine Handlung vorzunehmen
oder ein Vorgang einzuleiten ist.
Fixe Termine lassen sich nicht ver-
ändern oder verschieben (z. B. Mes-
sen, Schulferien, Geburtstage, Fei-
ertage).
Variable Termine können verändert
oder verlegt werden (z. B. Bespre-
chungen, Konferenzen und alle Ter-
mine, die an keine im voraus fest-
gelegte Zeit gebunden sind).
Lesen Sie auch: Terminplanung.
FKT
Abk. für Führungskräftetagungen.
Flachbett-Scanner
Über einen Scanner werden Bilder
oder Texte (mit Texterkennungs-
software) eingelesen. Die eingelese-
ne Datei wird auf dem Bildschirm
dargestellt und muß dann in einem
bestimmten Format abgespeichert
werden.
Es gibt Schwarzweiß- und Farbs-
canner in verschiedenen Auflösun-
gen. In der Weiterverarbeitung kann
man das Bild nicht nur in den Grau-
werten verändern, sondern man kann
Weich- und Scharfrechnen, Retu-
schearbeiten vornehmen, Aus-
schnitte auswählen, verkleinern, ver-
größern, verzerren, drehen und so
weiter
Flachdruckverfahren
Lesen Sie nach unter: Offsetdruck.
185
Flattersatz
Flattersatz
Texte können im Flattersatz, d. h.
mit ungleichmäßigem rechten Rand,
eingegeben werden. Beispiel:
Nach einem Verkehrsunfall hat jeder
Beteiligte sofort zu halten, sich über
die Unfallfolgen zu vergewissern
und den Verkehr zu sichern.
Lesen Sie auch: Blocksatz.
flexibel
Lesen Sie nach unter: Profit Center.
Flexibilität
bedeutet die Fähigkeit, sich unter-
schiedlichsten Situationen und
Anforderungen stellen und anpassen
zu können. In den meisten Stellen-
angeboten finden Sie unter den
gewünschten Qualifikationen auch
die Eigenschaft F. Sie sollten in der
Lage sein, sich mühelos und inner-
halb kürzester Zeit in verschieden-
sten Situationen bewegen und
bewähren zu können. F. heißt auch
Biegsamkeit, sollte aber von Ihnen
nicht so mißverstanden werden, daß
es darauf ankommt, sich nach dem
Winde zu drehen. F. bedeutet nicht,
dem jeweiligen Auftraggeber nach
dem Munde zu reden, sondern den
unterschiedlichsten Anforderungen
gewachsen zu sein.
Lesen Sie auch: Arbeitslosigkeit.
flexible Arbeitszeit
Lesen Sie nach unter: Kernzeit, Rah-
menzeit.
Fließbandarbeit
Das Fließband ist eine technische
Einrichtung, die 1870 in den USA
entwickelt wurde. Seit 1915 wurde
186
die Arbeit am Fließband in vielen
Großbetrieben der USA eingeführt,
besonders bei Ford. Nach dem ersten
Weltkrieg hielt das Fließband auch
in Europa Einzug. Durch das Fließ-
band werden Werkstücke in gleich-
mäßigen Abständen von einem
Arbeitsplatz zum anderen transpor-
tiert. Das fertige Produkt entsteht aus
der Arbeit vieler Personen. Die Auf-
gabe eines einzelnen Arbeiters
besteht darin, innerhalb einer fest-
gesetzten Zeit in lückenloser Folge
wenige - aber immer wieder die
gleichen Handgriffe - an dem Werk-
stück zu verrichten, bevor es zum
nächsten Arbeiter weitertransportiert
wird.
Fließtexteingabe
Die Eingabe eines Fließtextes
bedeutet, daß am Zeilenende keine
Zeilenschaltung erfolgen darf. Ein
Wort, das nicht mehr in dieselbe Zei-
le paßt, wird in die nächste "gezo-
gen". Der Zeilenumbruch erfolgt
automatisch.
Flipchart
Ein F. ist ein freistehendes Gestell,
an dem durch Ringbindung zusam-
mengefaßte plakatgroße (DIN Al)
weiße Papierbögen befestigt sind. Es
wird bei Veranstaltungen (Bespre-
chungen, Seminaren, Sitzungen,
Vorträgen) eingesetzt, um Wichtiges
darzustellen bzw. festzuhalten. Dazu
dienen meistens dicke farbige Filz-
schreiber. Beschriebene Seiten wer-
den nach hinten umgeschlagen. Der
Vorteil gegenüber einer Tafel ist,
daß die beschriebenen Seiten
während der Veranstaltung bei
Bedarf wieder aufgeschlagen und
hinterher mitgenommen werden
können (z. B. zum Abschreiben der
Ergebnisse für das Protokoll).
Lesen Sie auch: Besprechung,
Besprechungsraum, Chart, Over-
head, Seminare.
Floating
Das Wort F. kommt aus dem Engli-
schen und bedeutet schweben, glei-
ten, treiben. Im kaufmännischen
Gebrauch wird der Begriff im
Zusammenhang mit Wechselkursen
und Wertpapieren benutzt. Man
spricht von F. im Zusammenhang
mit Wechselkursen dann, wenn sich
die Wechselkurse zweier Währun-
gen ohne staatliche Eingriffe wie
Wechselkursbindungen u. ä. frei am
Markt bilden können. Die Kurse
sind dann nur von Angebot und
Nachfrage, also den Marktkompo-
nenten abhängig.
Im Zusammenhang mit Wertpapie-
ren taucht der Begriff z. B. bei Floa-
ting Rate Notes auf. Hier ist mit F.
gemeint, daß für diese Gläubiger-
wertpapiere kein fester Zins verein-
bart wurde. Vielmehr gleitet der
Zinssatz der Anleihe entsprechend
der allgemeinen Marktsituation.
Floppy Disk
auch (Magnet-) Diskette, sie dient
als Datenspeicher für PC (Personal
Computer) und ist eine mit einer
magnetisierbaren Schicht überzoge-
ne flexible Kunststoffscheibe, auf
deren Oberfläche durch einen
Schreib- und Lesekopf innerhalb des
Diskettenlaufwerks Daten gespei-
chert bzw. gelesen werden. Die der-
Flugnummer
zeit gängigen Normdisketten sind:
5 1/4" - Disketten (Durchmesser ca.
13 cm), sie stecken zum Schutz vor
mechanischer Zerstörung in einer
flexiblen Plastikhülle mit einer Öff-
nung für den Schreib- und Lesevor-
gang (" = Zoll). Speicherkapazität:
DS/DD 360 KByte; DS/HD 1,2
MByte.
3 1/2 " - Disketten (Durchmesser ca.
9 cm), sie befmden sich in einem sta-
bilen Kunststoffgehäuse, mit einer
verschließbaren Metallplatte, die erst
im Diskettenlaufwerk für den
Schreib- und Lesekopf zugänglich
wird. Speicherkapazität:
DS/DD 720 KByte; DS/HD 1,44
MByte
DS = Double Sided (doppelseitig
beschreibbar)
DD = Double Density (doppelte
Schreibdichte )
HD = High Density (hohe Schreib-
dichte).
Lesen Sie auch: Laufwerke.
Floskel
Eine "Redeblume" bzw. schmük-
kender Ausdruck. Natürlich auch
eine nichtssagende Redensart. Bei-
spiel: Die Gesundheit, das weiß ein
jeder, ist ein kostbares Gut.
Lesen Sie auch: Etikette.
Fluchtlinie
Lesen Sie nach unter: Grußformel.
Flugnummer
Bei Reisevorbereitungen und Flug-
buchungen erhalten Sie vom zustän-
digen Reisebüro eine F. für den
gebuchten Flug. Bei evtl. Nachfra-
gen, Stornierungen, Verspätungen,
187
Flugplan
ist diese Flugnummer wichtig, und
Sie sollten sie auf alle Fälle notieren.
Flugplan
Der F. ist der Fahrplan für die Flug-
zeuge. Je nach Fluggesellschaft
beinhaltet er Angaben über:
- Abflug- und Ankunftszeiten
(Angabe der Wochentage in Zah-
len)
- mögliche Zielorte mit den inter-
nationalen Abkürzungen
- Flugnummer (Zahlen-Buchsta-
benkombination)
- Flugzeugtyp
- Nonstop (Direkt)-Flug oder
Umsteigeflughafen
- Überschreiten der Zeitzonen.
Im Anhang gibt es u.a. allgemeine
Informationen zur Decodierung der
Abkürzungen, Schnittbild der Flug-
zeuge mit Sitzanordnung, Busver-
bindungen von und zu den Flughä-
fen, Büros der Fluggesellschaften.
Neben den F. einzelner Fluggesell-
schaften gibt es das ABC, einen
zweibändigen Wälzer, in dem sämt-
liche Flugverbindungen der Welt
aufgelistet sind.
Die F. gelten in der Regel für drei
Monate bis zu einem halben Jahr.
Flugreservierung
Jedes Unternehmen arbeitet mit
einem bestimmten oder auch meh-
reren Reisebüros zusammen.
Sie sollten in Ihren Unterlagen stets
einen aktuellen Flugplan (gibt es z.
B. von der Lufthansa) zur Hand
haben. Wenn Sie das Flugziel und
den gewünschten Abflughafen ken-
nen, können Sie sofort Flugzeiten
und Flugnummern ablesen und mit
188
diesen Angaben telefonisch die Flü-
ge in Ihrem Reisebüro buchen. Der
Vorteil der telefonischen Abwick-
lung: Sie erfahren sofort, ob die
gewünschten Flüge noch frei sind
oder welche Alternativen zur Ver-
fügung stehen.
Fluktuation
heißt Schwankungen, schnelles
Wechseln bzw. Auf- und Abfluten.
Eine hohe F. deutet meistens auf
Probleme hin. Liegt beispielsweise
in einer Abteilung eine hohe F., also
Wechsel, von Arbeitskräften vor,
sollte die Firma die Arbeitsbedin-
gungen (Betriebsklima, Entgelt
usw.) untersuchen und geeignete
Maßnahmen ergreifen, denn allein
durch das häufige Einstellen und
Anlernen von Arbeitskräften steigen
die Arbeitsnebenkosten erheblich
an.
Lesen Sie auch: Arbeitsneben-
kosten, Betriebsklima, Persona/-
fluktuation.
Flüssigkeitskristallanzeige
Lesen Sie nach unter: LCD-Bild-
schirm.
Föderalismus
Der F. ist ein staatliches Organisa-
tionsprinzip, dessen Wesen im
Zusammenschluß verschiedener
Einzelstaaten liegt. Gekennzeichnet
ist es durch das Nebeneinander von
zwei staatlichen Ebenen. Zum einen
ist das die einzelstaatliche, und zum
anderen die gesamtstaatliche Ebene.
Die Mitglieder einer Föderation
behalten grundsätzlich ihre Eigen-
staatlichkeit, jedoch sind bestimmte
Bereiche der gesamtstaatlichen
Kompetenz vorbehalten.
Der Umfang der gesamtstaatlichen
Kompetenz, also inwieweit die
gesamtstaatliche Ebene regulativ in
die Angelegenheiten der föderativen
Einzelstaaten eingreifen kann, ent-
scheidet über die Ausrichtung des
Zusammenschlusses als Staatenbund
(z. B. EG) oder als Bundesstaat (z.
B. BRD).
Die Hauptvorteile einer föderativen
- im Gegensatz zu einer zentralisti-
schen Staatsordnung - liegen vor
allem im Vorhandensein verschie-
dener Machtebenen, was eine Kon-
zentration der Macht und deren Aus-
übung durch wenige verhindert.
Weiterhin ist eine schnelle regiona-
le Verwaltung gesichert, sowie eine
verstärkte Gewaltenteilung (Bun-
desrat). Nachteilig wirkt sich die
voneinander abweichende Einzel-
staatsgesetzgebung aus, die zu
Schwierigkeiten bei gewissen
staatsübergreifenden Vorgängen
führen kann.
Lesen Sie auch: Bundesländer, Ein-
heitsstaat.
folder
ist die engl. Bezeichnung für Ordner
oder Unterverzeichnis.
Folien
Präsentationen werden besser auf-
genommen, wenn sie visuell darge-
stellt werden. Hier leistet die
Overheadfolie gute Dienste. Mit
einem pe und einem Grafik-Pro-
gramm können hochwertige F. in
schwarzweiß oder Farbe schnell her-
gestellt werden. Auch von Hand, mit
Fonds
Abreibebuchstaben oder mit der
Schreibmaschine kann eine Vorlage
erstellt und mit dem Kopiergerät auf
die F. übertragen werden. Das
Transparent kann dann noch farbig
ausgemalt oder farbig hinterlegt
werden, sofern kein Farbkopierer
verwendet wird. Vortragsfolien von
Fotos oder Dias müssen durch eine
Reproanstalt hergestellt werden. Das
ist sehr teuer.
Tips: Der Text soll einfach sein. Nur
wenige aussagekräftige Wörter auf
eine F. schreiben! Die Buchstaben
müssen gut lesbar sein, die Schrift-
größe sollte mindestens 5 mm, je
nach Entfernung noch größer sein.
Die Darstellungen müssen über-
sichtlich, klar erkennbar angeordnet
und eventuell durch unterschiedliche
Farben oder Muster betont sein.
Querfonnat ist dem Langfonnat vor-
zuziehen.
Lesen Sie auch: Chart, Overhead,
Präsentation, Präsentationsgrafik,
Visualisieren.
Fonds
F. bzw. Investmentfonds sind das
Sondervennögen einer Kapitalanla-
gegesellschaft. Kapitalanlagegesell-
schaften legen das bei ihnen ange-
legte Geld im eigenen Namen für
gemeinschaftliche Rechnung aller
Anleger nach dem von ihnen fest-
gelegten Grundsatz der Risikomi-
schung an und stellen dem Anleger
darüber sogenannte Investrnentzer-
tifIkate aus. Der Anleger hat dadurch
ein Miteigentum am Fondsvennö-
gen, ein Recht auf Beteiligung am
Ertrag, einen Anspruch auf Rück-
nahme des Zertifikats sowie einen
189
Font
Anspruch auf ordnungsgemäße Ver-
waltung des Fondsvermögens.
Investmentfonds werden in Wertpa-
pier-, Immobilien- und andere F.
unterschieden.
Wird nur einmal eine bestimmte
Anzahl von Zertifikaten ausgegeben,
so spricht man von einem geschlos-
senen F. Offene F. dagegen geben
laufend Zertifikate aus. Sinn von
Investmentfonds ist es, Anlegern,
die nur über kleinere Anlagebeträge
verfügen, eine Wertpapieranlage
nach dem Prinzip der Risikomi-
schung zur Verfügung zu stellen.
Font
Bezeichnung für die Gesamtauswahl
von Buchstaben, Ziffern und Son-
derzeichen in einer gegebenen
Größe und Darstellung.
Font-Cartrigde
Bei einem F.-C. handelt es sich um
eine Zeichensatzkassette, die in
einen Steckplatz am Drucker
geschoben wird, um andere als
druckereigene Zeichensätze benut-
zen zu können.
Forderung
Lesen Sie nach unter: Eigentums-
vorbehalt, Zession.
Förderung
Lesen Sie nach unter: Subventionen.
Form
Lesen Sie nach unter: Design.
Form Feed
ist der Seitenvorschub beim
Drucker.
190
Formaldehyd
ist eine organische chemische Ver-
bindung, die giftig ist. In geringen
Konzentrationen kann sie die Augen
und Nasenschleimhäute reizen. F.
wird in großen Mengen zur Herstel-
lung von Kunststoffen eingesetzt
(Phenol-Formaldehydharze). Diese
Harze werden als Bindemittel bei
der Herstellung von Spanholzplatten
verwendet. F. selbst besitzt desinfi-
zierende Eigenschaften. Deshalb
wird es als Desinfektionsmittel ver-
wendet, z. B. in der Kosmetik- und
Seifenindustrie.
Tierversuche mit hohen Dosen F.
zeigten ein krebserregendes Poten-
tial im Nasen- und Rachenraum.
Deshalb unterliegt der Einsatz von
F. gesetzlich geregelten Grenzwer-
ten. F. wird wegen seiner keimtö-
tenden Eigenschaften im medizini-
schen Bereich (Pathologie) verwen-
det.
formale Gestaltung
Lesen Sie nach unter: Textgestal-
tung.
formale Textverarbeitung
Zu diesem Themenbereich gehören
unter anderem Kenntnisse über die
Normen für die Textverarbeitung,
die Papierformate, den Seitenum-
bruch oder das Vervielfältigen. Der
automatische Zeilenumbruch oder
nachträglich durchgeführte Text-
korrekturen bringen häufig einen
ungleichmäßigen rechten Rand mit
sich. Mit dem Formatierbefehl kann
ein ausgeglichener Rand hergestellt
werden.
Lesen Sie auch: Textverarbeitung.
Formalziele
F. sind Ziele, die innerhalb eines
Unternehmens höchste Priorität
genießen. Sie werden von der Unter-
nehmensleitung festgelegt und soll-
ten schriftlich fixiert werden. Den
Mitarbeitern müssen diese Ziele
nicht nur bekannt sein, sie sollten
sich ihrer vielmehr in der Art bewußt
sein, daß sie ihre betrieblichen
Handlungen in allererster Linie
ihnen gemäß ausrichten. Um diesem
Anliegen gerecht zu werden, ist eine
adäquate, griffige Formulierung der
F. unerläßlich. Sie dürfen sich nur
auf das absolut wesentliche
beschränken und müssen leicht ver-
ständlich und eindeutig sein. Wei-
terhin ist ihre umfassende Verbrei-
tung im Unternehmen sicherzustel-
len. Ihre stetige Präsenz z. B. an
betrieblichen Anschlagtafeln, v. a.
verbunden mit Soll-Ist-Vergleichen,
dient der Motivationssteigerung
bzw. -erhaltung. Beispiele für For-
malziele: UmsatzziellO Mio., Aus-
bringungsziell00 000 St. etc. Nach-
teilig kann sich die geforderte, auf
das wesentlichste beschränkte Form
der F. auswirken. Andere wichtige
Zielsetzungen bleiben hierbei außer
acht, wodurch negative Konsequen-
zen hervorgerufen werden könnten.
Entsprechen die F. nicht den Zielen
der Mitarbeiter, können ebenfalls
störende Konflikte entstehen. Dies
zu vermeiden, ist Aufgabe der
Unternehmensleitung.
Formanweisungen
beim Phonodiktat
Beim Schreiben nach Phonodiktat
die im voraus angekündigte form-
formgerechtes Gestalten
beeinflussende Anweisung des Dik-
tierenden, z. B. Aufstellung, nume-
rische Inhaltsübersicht.
Formatlerbefehl
Lesen Sie nach unter:formale Text-
verarbeitung.
formatieren
Vorbereitung eines Datenträgers
zum Einsatz, d. h. durch einen
Dienstbefehl des Betriebssystems
wird der Datenträger in Spuren und
Sektoren unterteilt, um gezielt Daten
abzulegen. Achtung: Wird ein
beschriebener Datenträger neu for-
matiert, gehen alle darauf befindli-
chen Daten verloren.
Lesen Sie auch: Diskette, Festplat-
te.
Formatmodus
Es handelt sich um eine Verarbei-
tungsform an einem Terminal, bei
der eine Bildschirmmaske nur an
bestimmten Stellen die Eingabe,
Veränderung und/oder Löschung
von Daten zuläßt.
Formblatt
ist ein vorgedrucktes Geschäftspa-
pier, das entweder nach den DIN-
Vorschriften oder nach firmen- bzw.
branchenspezifischen Anforderun-
gen erstellt wird. F. erleichtern das
Ausfüllen und verhelfen zur Ein-
heitlichkeit.
formgerechtes Gestalten
Dieser Begriff umschreibt eine
Zusammenfassung von Ausbil-
dungsgebieten des Maschinen-
schreibens.
191
Formkonstanten
Er schließt sicheres Tastschreiben -
unter Ausnutzung der technischen
Einrichtungen und Beachtung der
Anordnungsregeln - ebenso ein wie
die selbständige Gestaltung von
Schriftstücken über Bildschinn und
auf Papier, zum Beispiel.nach Ste-
nogramm, Phonogramm oder
Schreibauftrag.
Alles sollte - wenn Sie über eine
gewisse "Büroreife" verfügen -
bereits im ersten Arbeitsgang perfekt
über die Bühne gehen.
Formkonstanten
Vor der Erledigung von Korrespon-
denz legen Sie die Form des Briefes,
des Anschreibens fest: Rand, Sei-
tenlänge, Schrift und Punktgröße.
Zur Arbeitsvereinfachung können
Sie auch solche Vorgaben speichern
und bei Bedarf abrufen.
formlos
Lesen Sie nach unter: Anfrage.
formlose Vorlagen
Das Gestalten von Briefen nach f. V.
ist Bestandteil vieler Lehrbücher,
kann aber auch in Form von Arbeits-
blättern oder als projizierte Vorlage
(über Tageslichtprojektor) erklärt
werden.
Formulare
Die Verwendung von F. spart oft
Zeit und Kosten, doch muß sehr
genau überlegt werden, in wel-
chen Bereichen sie sich einsetzen
lassen.
Des weiteren müssen sie den DIN-
Normen entsprechen.
Lesen Sie auch: Verteilerzettel.
192
Formulierung
Lesen Sie nach unter: Bausteinfor-
mulierung , Briefstil, Geschäjtsbriej,
Textformulierung .
Formvorschriften
Rechtsgeschäfte unterliegen grund-
sätzlich keiner bestimmten Form,
das heißt, sie können in jeder belie-
bigen Form abgeschlossen werden
(Formfreiheit), z. B. mündlich, tele-
fonisch, schriftlich etc.
Bei bestimmten Rechtsgeschäften ist
die Form jedoch gesetzlich vorge-
schrieben (sogenannter Form-
zwang). Ihm unterliegende Rechts-
geschäfte werden in den F. geregelt.
Je nach Art des Rechtsgeschäftes
wird verlangt:
- schriftliche Form: Alle beteiligten
Parteien müssen den Vertrag
unterzeichnen. Sie ist vorge-
schrieben für Schuldversprechen
und -anerkenntnisse, Bürgschaf-
ten, Miet- und Pachtverträge, die
laufzeitlich ein Jahr überschreiten
und Testamente, die komplett
handgeschrieben sein müssen.
- öffentliche Beglaubigung: Die
eigenhändige Unterschrift, jedoch
nicht der Vertragsinhalt, muß not-
ariell oder behördlich beglaubigt
werden. Öffentlich beglaubigt
werden müssen Anmeldungen und
Anträge auf Eintragung ins Grund-
buch sowie ins Handels-, Güter-
rechts- und Vereinsregister.
- notarielle Beurkundung: Unter-
schrift und Inhalt werden notariell
beurkundet. Die Beurkundung ist
zwingend bei Grundstücksver-
äußerungen, Hypotheken, Haupt-
versammlungsbeschlüssen bei
AGs und Schenkungsversprechen.
Lesen Sie auch: Nichtigkeit.
Fortbildung
Die pflichtgemäße schulische Aus-
bildung an Berufsschulen für Haupt-
schulabsolventen ist eine Kompo-
nente der F. Die zweite hat zum Ziel,
den ausgebildeten Arbeitnehmer in
die Lage zu versetzen, seine berufli-
chen Kenntnisse und Fertigkeiten zu
erhalten und aufgrund des schnellen
technischen Wandels zu erweitern.
Gesetzliche Grundlage ist das
Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Lesen Sie auch: Arbeitslosenversi-
cherung, berufliche Qualifikation,
Weiterbildung .
Forth
Hierbei handelt es sich um eine
bekannte Programmiersprache.
Fortran
ist eine höhere Programmiersprache.
Fortsetzungsblätter
Das Beschriften eines F. - es enthält
den verkürzten Briefkopf einsch-
ließlich Seitenzahl - dürfte keine
Schwierigkeit sein. Von manchem
System wird die Ausgabe von F.
anschaulich vorbereitet, indem es
verschiedene Seiten mit einem
durchgehenden Strich abgrenzt.
Fotokopierer
Lesen Sie nach unter: Kopiergerät.
Fotosatz
ist ein Satzverfahren, welches durch
Laserbelichtung auf lichtempfindli-
ches Material vorgenommen wird.
Fraktionszwang
Frage
Lesen Sie nach unter: W-Fragen.
Frage-Antwort-Spiel
Lesen Sie nach unter: Vorstellungs-
gespräch.
Fragezeichen
Satzzeichen werden zur Gliederung
und richtigen Betonung von Texten
eingesetzt. Das F. ist ein Satzzeichen
zur richtigen Intonation; darüber
hinaus ist es aber auch ein Stilmittel,
mit dem man zum Ausdruck bringt,
daß eine Sache noch unsicher ist.
Fraktionsgemeinschaft
Lesen Sie nach unter: Bundestag,
CSU.
Fraktionszwang
Bei wichtigen Abstimmungen im
Parlament wird von den Abgeord-
neten einer Fraktion erwartet, daß sie
ihre Abstimmungsentscheidung der
Mehrheitsentscheidung der Frakti-
on, die in der Fraktionssitzung
getroffen wurde, unterordnen. Dies
wird als Fraktionsdisziplin bezeich-
net. Die Abgeordneten können aller-
dings nicht gezwungen werden (F.),
der Parteientscheidung Folge zu lei-
sten, dies verbietet das Grundgesetz
(Art. 38 GG). In aller Regel wird
sich ein Abgeordneter aber dem
mehr oder weniger starken Verlan-
gen der Fraktion fügen (praktischer
F.), da er andernfalls mit eventuel-
len negativen Konsequenzen, wie z.
B. zukünftiger Nichtberücksichti-
gung bei der Verteilung politischer
Aufgabenbereiche, rechnen müßte,
die im Extremfall das Ende seiner
193
Framework
politischen Karriere einleiten könn-
ten. Auch kann es passieren, daß er
nicht mehr zu des Kanzlers Geburts-
tag eingeladen wird. Möglich ist
aber auch, daß er gerade jetzt zu des
Kanzlers Geburtstag kommen darf.
Lesen Sie auch: Bundestag.
Framework
ist ein integriertes Programmpaket:
Tabellenkalkulation, Textverarbei-
tung, Dateiverwaltung und Grafik.
Franchise
oder Franchising ist ein Vertriebs-
system mit einem Lizenzgeber und
kleineren Lizenznehmern als Part-
nern. Der Lizenzgeber liefert seinen
Namen, die Waren und die Werbung
und garantiert ein Absatzgebiet. Sein
Partner vertreibt diese Waren als
selbständiger Unternehmer, nicht als
Filialleiter. Verbreitet ist dieses
System zwischen Mineralölkonzer-
nen und Tankstellen. Bei Transport-
versicherungen bedeutet F., daß
Bagatellschäden nicht erstattet wer-
den oder daß von jedem Schaden ein
bestimmter Betrag abgezogen wird.
Frankfurter
Allgemeine Zeitung (FAZ)
ist eine konservative Tageszeitung.
Frankfurter Rundschau (FR)
ist eine liberale Tageszeitung und
steht in Konkurrenz zur Frankfurter
Allgemeinen Zeitung.
Frankiermaschinen
müssen bei der Post angemeldet
werden. Das Porto muß im voraus
gezahlt werden. Hierfür gibt es zwei
194
Systeme, im einen Fall wird das
Frankierwerk zur Post gebracht, im
anderen werden bei der Post Wert-
karten gekauft, die in die Maschine
eingelegt werden. Bei beiden Ver-
fahren blockieren die von der Post
versiegelten Geräte, sobald der vor-
gegebene Betrag aufgebraucht ist.
Neben dem Gebühren- und Tages-
stempel kann man mit der F. auch
einen Werbestempel aufbringen. Für
großformatige Sendungen bedruckt
man einen Papierstreifen, den man
dann auf die Sendung klebt. Ein
Stempeln ohne Briefzuführung ist
nicht möglich. In Verbindung mit
einer Briefwaage stellt die F. den
Gebührenwert automatisch ein.
Lesen Sie auch: Briefwaage.
Französisch
rangiert direkt neben dem Engli-
schen in der Palette der wichtigsten
Sprachen.
F. gehört zu den galloromanischen
Sprachen, d. h. es ist aus dem Latei-
nischen hervorgegangen.Frankreich
ist nicht das einzige Land, in dem F.
gesprochen wird. In Europa wird es
auch in Belgien, Luxemburg, in der
Schweiz und im italienischen Aosta-
tal gesprochen.
Darüber hinaus findet sich die fran-
zösische Sprache überall dort, wo
früher französische oder belgische
Kolonien waren (Staaten der Fran-
zösischen Gemeinschaft). So zum
Beispiel in Kanada (vor allem in der
Provinz Quebec); auf der Insel Mar-
tinique, die seit dem 17 . Jahrhundert
Kolonie und heutzutage französi-
sches Departement ist; auf Tahiti
(der Geschmack der Franzosen in
der Auswahl ihrer Ferienorte erweist
sich wirklich als vorzüglich!); in
Schwarzafrika: z. B. Senegal,
Tschad, Elfenbeinküste etc. (die
ebenfalls seit dem 17. Jahrhundert
von den "Fröschen" heimgesucht
wurden); die maghrebinischen Län-
der (seit dem 19. Jahrhundert): Alge-
rien, Tunesien und Marokko, die
heute von Frankreich unabhängig
sind und Arabisch zur Amtssprache
wählten. In diesen Ländern nimmt
das Französische jedoch noch immer
eine bedeutende Stellung ein.
Die hier angeführten Länder sind nur
eine Auswahl der Gegenden, in
denen F. gesprochen wird; die Liste
könnte noch fortgesetzt werden.
Lesen Sie auch: Englisch, Fremd-
sprachen.
Frau
Lesen Sie nach unter: Emanzipati-
on.
Fräulein
Die Anrede F. wird von Ihnen nur
dann benützt, wenn eine (meistens
ältere) Dame dies ausdrücklich
wünscht.
Im Schriftverkehr achten Sie darauf,
daß die Anrede nicht mit Fr!.
abgekürzt wird.
Lesen Sie auch: anreden.
Freak
Nur wenige Sekretärinnen sind
Computer-Freaks, also absolut
begeisterte Anhänger der "Compu-
terei". Das ist auch gut so, eine
Sekretärin sollte eine versierte
Anwenderin sein und den PC als
Arbeitsmittel ansehen.
Freiheitsrechte
Freeware
Eine F. ist ein Programm, das nicht
kommerziell vertrieben wird. Es darf
kopiert und weitergegeben werden.
Freibeträge
Lesen Sie nach unter: Einkommen-
steuer.
freie Marktwirtschaft
Lesen Sie nach unter: Marktwirt-
schaft.
freie Meinungsäußerung
Lesen Sie nach unter: Grundrech-
te, Zensur.
freier Welthandel
Lesen Sie nach unter: Handelsab-
kommen.
freier Wettbewerb
Lesen Sie nach unter: vollkommener
Markt.
Freihandelszone
Eine F. ist eine Gruppe von Ländern,
zwischen denen Zölle und andere
Handelshemmnisse beseitigt wur-
den.
Im Gegensatz zu einer Zollunion
bleiben unterschiedliche nationale
Zollsätze gegenüber Drittländern
bestehen. F. in Westeuropa sind die
EFT A (European Free Trade Asso-
ciation = Europäische Freihandels-
zone) und die Freihandelsabkom-
men der EFT A-Staaten mit der
Europäischen Gemeinschaft.
Freiheitsrechte
Lesen Sie nach unter: Grundrech-
te, Liberalismus.
195
Freistellung
FreisteIlung
Eine F. ist eine völlige oder teilwei-
se Befreiung eines Steuerpflichtigen
von einer Steuer durch einen Frei-
stellungs bescheid, eine Form des
Steuerbescheids.
freiwillige Gerichtsbarkeit
Lesen Sie nach unter: Gerichtsbar-
keit.
Freizeit
Unsere freie Zeit ist die Zeit, in der
wir uns nicht auf unsere Arbeit oder
Aufgaben konzentrieren müssen, die
unseren Lebensunterhalt finanzie-
ren. Freizeitbeschäftigungen, wenn
Sie neben einer beruflichen Tätigkeit
ausgeübt werden sollen, müssen gut
geplant und eingeteilt werden, damit
kein StreB und Überforderung ent-
steht. Sportliche Aktivität nach
DienstschluB, Wandern am
Wochenende, Bridgeabende und
Kegelc1ubs, Theater, Museumsbe-
suche etc., es gibt Hunderte von
Möglichkeiten, sich in seiner F. zu
beschäftigen - mit Dingen, die einen
interessieren. Jedem bleibt überlas-
sen, womit er/sie seine F. verbringen
möchte. Wesentlich ist nur, daß der
Mensch aus der F. insofern Nutzen
zieht, als daß er/sie erholt, entspannt
und zufrieden verläßt.
Lesen Sie auch: Urlaub.
Fremdadressen
Lesen Sie nach unter: Adressenver-
lag.
Fremdgeld
Rechtsanwälte und Notare nehmen
ständig Geld ein, das nicht ihnen
196
sondern ihren Mandanten gehört.
Dieses F. wird meist auf sogenann-
ten Anderkonten verwaltet und kurz-
fristig an den Empfänger weiterge-
leitet.
Fremdkapital
F. ist Geld- oder Sachkapital, das
dem Unternehmen von Gläubigern
zugeführt wird. Es kann sich um
Kredite bei Banken, Lieferanten
oder dem Staat handeln. Im Regel-
fall haben die Gläubiger ein Recht
auf Zinszahlung für das ausgeliehe-
ne Kapital sowie einen Anspruch auf
Rückzahlung bei Fälligkeit. Die Zin-
sen sind in jedem Fall zu zahlen,
egal wie das Unternehmen sich ent-
wickelt. Andererseits sind Zinszah-
lungen Kosten, die den Gewinn min-
dern und somit die Steuerschuld.
F. kann bei Lieferanten und Banken
besorgt werden. Dieser Vorgang
wird durch Verträge untermauert,
denen beide Seiten zustimmen müs-
sen. Es sind meist nur wenige Kre-
ditgeber involviert. Wendet sich eine
Kapitalgesellschaft jedoch durch die
Ausgabe von Anleihen an den Kapi-
talmarkt, so sind sehr viel mehr Kre-
ditgeber angesprochen.
Lesen Sie auch: Obligationen.
Fremdsprachen
Spätestens seit der babylonischen
Sprachverwirrung dürfte sich die
Thematik der F. wohl ergeben
haben. Aber noch nie war die
Bedeutung und das Beherrschen von
F. so wichtig wie in unserer heutigen
Gesellschaft. Warum eigentlich? Es
gibt sicherlich eine Vielzahl von
Gründen: An erster Stelle steht wohl
fremdsprachliche Textverarbeitung
die Kommunikationsfähigkeit, die
Möglichkeit, sich anhand der F. mit
ausländischen Gesprächspartnern
verständigen zu können; so ermög-
licht die Kenntnis von F. zum Bei-
spiel bei Urlaubsreisen die Verstän-
digung mit anderen Sprach- und
Kulturräumen. Darüber hinaus spie-
len F. auch im internationalen Han-
del, insbesondere im Hinblick auf
den europäischen Binnenmarkt, eine
zunehmend große Rolle. Im berufli-
chen Umfeld ist die Kenntnis von F.
für viele Firmen eine Prestigefrage,
die es dem einzelnen Mitarbeiter
ermöglicht, sein berufliches Spek-
trum und seinen Verantwortungsbe-
reich zu erweitern.
Die in unserem Kulturkreis am gän-
gigsten und am häufigsten gelernten
F. sind Englisch, Französisch, Spa-
nisch, Italienisch, Japanisch und
Russisch.
Mit Englisch als F. kommt man
sicher am weitesten, sowohl im
beruflichen Umfeld als auch im pri-
vaten Bereich. Französisch wird,
außer in Frankreich, in Belgien, der
Schweiz, Luxemburg, in Kanada,
vielen afrikanischen Staaten, den
überseeischen französischen Depar-
tements (z. B. Guadeloupe, Martini-
que etc.) in Vietnam, Kambodscha
und Laos gesprochen. Die spanische
Sprache findet, außer in Spanien, in
Südamerika (abgesehen von Brasi-
lien, wo Portugiesisch gesprochen
wird), in Mittelamerika, Mexiko,
den amerikanischen Grenzgebieten
zu Mexiko und auf den Philippinen
Anwendung.
Japanisch und Russisch werden
heutzutage immer mehr erlernt, was
wohl vor allem auf die hervorragen-
de wirtschaftliche Stellung Japans
bzw. den verstärkten Ausbau der
Handelsbeziehungen mit den Ost-
blockstaaten zurückzuführen ist.
Lesen Sie auch: Bausteinbrief, Eng-
lisch, Französisch, Sekretariat im
Export, Spanisch, Superlearning,
Übersetzung.
fremdsprachliche
Kurzschrift
Wer sie erlernt, wird bald merken,
daß damit eine Anpassung der Deut-
schen Einheitskurzschrift an die
betreffende Fremdsprache verbun-
den ist. Neuere fremdsprachliche
Anpassungen sind in eine Verkehrs-
schrift und eine Schnellschrift unter-
teilt, so daß der Gesamtverlauf der
Ausbildung derjenigen in deutscher
Kurzschrift entspricht.
Oberstes Gebot ist natürlich die
Beherrschung der Fremdsprache. In
der englischen Anpassung wird zum
Beispiel für "th" das deutsche Zei-
chen "z" benutzt.
Lesen Sie auch: Deutsche Einheits-
kurzschrift.
fremdsprachliche
Textverarbeitung
Sie erstreckt sich zum einen auf die
Fertigkeit in der Eingabe fremd-
sprachlicher Texte (unter Berück-
sichtigung der landes spezifischen
Schreibregeln), zum anderen auf die
Gestaltung fremdsprachlicher
Schriftstücke (nach Textbausteinen
und nach der Autorkorrektur). Dazu
zählt auch die Ausfertigung von
Außenhandelsdokumenten.
Lesen Sie auch: Textverarbeitung.
197
Fremdwörter
Fremdwörter
sind Wörter, die nicht zum einhei-
mischen Sprachgut gehören, sondern
so gut wie unverändert aus einer
anderen Sprache übernommen wur-
den. Durch die zunehmende Inter-
nationalisierung unserer Gesell-
schaft werden auch immer mehr F.
in den Sprachgebrauch aufgenom-
men.
Beispiele: Lobby, Parlament, Geni-
tiv.
Lesen Sie auch: Fachtext.
friktioneIl
ist das Adjektiv zu Friktion. Eine
Friktion ist eine Reibung beim Über-
gang von einem Gleichgewichtszu-
stand zum anderen. So reagiert bei
plötzlich steigender Nachfrage das
Angebot verzögert, mit einem time
lag. Nach der Friktionstheorie
ermöglichen bei Wettbewerb Frik-
tionen Gewinne.
Lesen Sie auch: Wettbewerb.
friktioneIle
Arbeitslosigkeit
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit.
Frist
Lesen Sie nach unter: Zusage.
Fristen
sind bestimmte Zeiträume zur Vor-
nahme von Handlungen. Sie sind
entweder gesetzlich geregelt oder
können im Prozeßverfahren vom
Richter gesetzt werden.
Durch die Versäumung einer F. kön-
nen Rechtsnachteile entstehen.
Sie sollten sich daher bei Unklar-
198
heiten an einen Juristen wenden.
Lesen Sie auch: Notfristen.
Frlstenkontrolle/Post
sollte schon beim Lesen der Ein-
gangspost geschehen. Enthält das
Schriftstück irgendwelche Termin-
angaben, dann gleich im Terminka-
lender, der Terminkartei usw. nach-
sehen und Vorabeintrag machen,
damit der Platz bis zur endgültigen
Abstimmung mit dem Chef freige-
halten wird.
Ist der Termin schon belegt, dann
sofort klären, wer als Vertretung ein-
springen kann. Welcher Termin muß
vom Chef selbst wahrgenommen
werden?
Übrigens: Dauertermine in der Ter-
minkartei helfen, den Überblick zu
wahren.
Fristlgkeit
Lesen Sie nach unter: Darlehen.
Front
Lesen Sie nach unter: Außendienst-
mitarbeiter.
Frühstückskartell
Lesen Sie nach unter: Kartell.
Frustration
Lesen Sie nach unter: Aggression.
FTZ-Nummer
In Deutschland müssen elektroni-
sche Geräte für ihre Zulassung
geprüft werden. Die Geräte sollen
keine anderen Geräte stören. Sie
erhalten dann eine FTZ-N. FTZ ist
die Abk. für Fernmeldetechnisches
Zentralamt.
Führungsaufgaben
sind Aufgaben, die von Führungs-
kräften wahrgenommen werden, um
im Zusammenwirken mit anderen
vorher festgelegte Ziele zu errei-
chen. Dazu gehören: Ziele setzen,
Planen, Organisieren, Realisieren,
Kontrollieren. Die F. Analysieren,
Entscheiden und Kommunizieren
sind als Kernaufgaben zu sehen, die
den Grundstein für alle anderen F.
bilden.
Lesen Sie auch: Betriebspyramide,
Kontrolle.
Führungskraft
Als F. bezeichnet man eine Person,
die bestimmte Eigenschaften hat, die
sie zur Führung von Untergebenen
befahigen. Eine F. hat für Teilberei-
che einer Organisation die Befugnis
zur selbständigen Entscheidung, Pla-
nung, Organisation usw. Obwohl die
Behauptung, daß nur diejenigen
Führungspersonen sein können, die
über bestimmte Führungseigen-
schaften verfügen, als widerlegt gilt,
erscheinen einige Grundeigenschaf-
ten von Führungspersonen als
unverzichtbar. Es sind dies: grund-
legende Sachkenntnisse, Fähigkeit
zur Aufgabenabstimmung und Lei-
stungsmotivation sowie Urteilsver-
mögen.
Führungskräftetagungen
können intern (im Besprechungs-
raum des Unternehmens) oder
extern (in einem Hotel o. ä.) durch-
geführt werden. F. werden in regel-
mäßigen Abständen (oft viermal
jährlich) anberaumt. Hier treffen
sich alle "Führungskräfte" eines
Führungsstil
Unternehmens (z. B. Geschäftsfüh-
rer, Bereichsleiter, Verkaufsdirekto-
ren, Hauptabteilungsleiter). Die
Sekretärin, also Sie, kümmert sich
rechtzeitig um die Sammlung der
Tagesordnungspunkte, Erstellung
der Einladung und Versand an die
Teilnehmer.
Oft werden anläßlich solcher Tref-
fen z. B. neue Produkte vorgestellt,
wichtige unternehmerische Ent-
scheidungen diskutiert und verab-
schiedet sowie Änderungen bzw.
Neuerungen im Unternehmen
besprochen.
Führungsstil
beinhaltet die Art der Ausübung von
Führungsfunktionen. Im Unterneh-
men drückt er das Verhalten des
Vorgesetzten zu seinen Mitarbeitern
aus. Grundsätzlich lassen sich F. in
zwei grobe Kategorien einteilen. Ein
autoritärer F. zeichnet sich dadurch
aus, daß der Vorgesetzte die Regeln
für die Tätigkeiten im Unternehmen
ohne Anhörung, Befragung oder
Mitwirkung der Geführten festlegt.
Demokratische F. sind geprägt durch
eine aktive Beteiligung der Unter-
gebenen am Entscheidungsprozeß.
Der Führende gibt Entscheidungs-
befugnisse weiter und stellt die not-
wendigen Informationen zur Verfü-
gung.lnsgesamt sind F. zu undiffe-
renziert, um in der Praxis Anwen-
dung zu fmden. Deshalb müssen sie
in konkrete Führungstechniken ein-
gehen.
Lesen Sie auch: Delegation, Infor-
mationsbedarf, Management by ...
(-Techniken),Organisationslehre,
patriarchalisch.
199
Führungstechnik
Führungstechnik
Lesen Sie nach unter: Harzburger
Modell, Organisationslehre.
Füllhalter
Er ist noch nicht ausgestorben. Wer
Wert auf handschriftliche Schreib-
qualität (mal von der Handschrift
abgesehen) legt, besitzt bestimmt
einen F. Z. B. für besonders reprä-
sentative oder wichtige Unterschrif-
ten (in Urkunden oder wichtigen
Verträgen) ist er unentbehrlich. Hier
sind diese seriösen Schreibwerk -
zeuge sehr gefragt.
Lesen Sie auch: Steno!üllhalter.
Fünf Weise
Der "Sachverständigenrat zur
Begutachtung der gesamtwirtschaft-
lichen Entwicklung" (SVR) erstellt
jährlich ein umfassendes Gutachten
über die gesamtwirtschaftliche Ent-
wicklung in der Bundesrepublik. Es
soll die Urteilsbildung bei allen wirt-
schaftlich verantwortlichen Institu-
tionen (z. B. Regierungen, Parla-
mente, Gewerkschaften, Arbeitge-
berverbände) erleichtern.
Der SVR ist ein unabhängiges Bera-
tungsgremium. Es besteht aus fünf
Mitgliedern, die sogenannten ,,Fünf
Weisen", die über besondere wirt-
schafts wissenschaftliche Kenntnis-
se und Erfahrungen verfügen müs-
sen. In der Regel werden Hoch-
schullehrer berufen.
Lesen Sie auch: Sachverständigen-
rat.
Fünf-Prozent-Klausel
Die 1956 im Bundeswahlgesetz ver-
ankerte F. besagt folgendes: Bei der
200
Verteilung der Bundestagssitze auf
die einzelnen Landeslisten werden
nur die Parteien berücksichtigt, die
einen Gesamtstimmenanteil von
mindestens fünf Prozent erreicht
haben. Das heißt, daß ausschließlich
Parteien, für die nicht weniger als
fünf Prozent der Stimmen des
Gesamtwahlgebietes abgegeben
wurden, in den Bundestag einziehen
können. Eine Ausnahmeregelung
tritt jedoch ein, wenn eine Partei
mindestens drei Direktmandate
erhält. In diesem Fall hat sie, unge-
achtet des prozentualen Anteils bzw.
in dessen Höhe, das Recht auf Ein-
zug in den Bundestag.
Lesen Sie auch: Direktwahl, Lan-
desliste.
fungibel
Lesen Sie nach unter: Effekten.
Funkrufdienst
Lesen Sie nach unter: Cityruf, Euro-
signal.
Funktelefon
Das F. gehört zum Mobilfunksystem
der Deutschen Bundespost Telekom.
Mobilfunk heißt drahtlos. Mit einem
F. sind Sie unterwegs erreichbar und
können selbst jederzeit telefonieren.
Das öffentliche Funktelefonnetz der
TELEKOM ist in Deutschland nahe-
zu flächendeckend. Das C-Netz
arbeitet analog, das DI-Netz digital.
Das DI-Netz wird bald europaweit
aufgebaut sein.
Es gibt drei F.-Gerätearten:
- Ein im Auto fest installiertes F. hat
die größte Leistung.
- Ein portables F., das aus dem Auto
herausgenommen und anderweitig
genutzt werden kann.
- Ein kompaktes Handtelefon, das
Sie überallhin mitnehmen kön-
nen.
Lesen Sie auch: Cityruj, Eurosignal.
Funktionslehren
Lesen Sie nach unter: Betriebswirt-
schaftslehre.
Funktionstasten
F. sind Tasten auf der Tastatur eines
PC (Personal Computer), denen spe-
zielle Funktionen zugeordnet sind.
Durch Bedienung der F. wird die
jeweilige Funktion ausgelöst bzw.
ausgeführt (z. B. Kopierbefehl).
Lesen Sie auch: Deutsches Tasten-
feld.
Fürsorgepflicht
Die F. des Arbeitgebers ist das
Gegenstück zur Treuepflicht des
Arbeitnehmers und gehört zu den
Nebenpflichten im Arbeitsverhält-
nis.
Dazu gehören beispielsweise die
Pflicht, alles zu vermeiden, was den
Arbeitnehmer schädigt (auch soweit
der Arbeitgeber Rechte ausübt),
sowie der Schutz seines Eigentums
im Betrieb (z. B. Kleidung, Uhr,
Werkzeuge, Tasche - also Sachen,
die während der Arbeit abgelegt
werden müssen), weiterhin die För-
derung der beruflichen Weiterent-
wicklung, die Unterstützung bei
Verfolgung und Abwehr von
Rechtsansprüchen, die aus der
betrieblichen Tätigkeit entstanden
sind. Außerdem hat der Arbeitgeber
die Abführungspflicht für Steuer und
Fusion
Sozialversicherung und die Beleh-
rungspflicht über betriebliche
Altersversorgung. Er hat Schutz-
kleidung zu berücksichtigen und
Überanstrengung zu verhindern. Bei
Nichterfüllung der F. kann der
Arbeitnehmer nach vergeblicher
Aufforderung Schadenersatz durch
Geldzahlungen verlangen.
Lesen Sie auch: Belästigung.
Fusion
Die F. (Verschmelzung) ist die Ver-
einigung von mindestens zwei
Unternehmen zu einer wirtschaftli-
chen und rechtlichen Einheit. Das
Hauptziel dieser Verschmelzungen
ist i. d. R. die Gewinnoptimierung.
Das neugeschaffene Unternehmen
kann durch Rationalisierungsmaß-
nahmen seine Wirtschaftlichkeit
steigern.
Dies geschieht z. B. durch:
- Verbesserung der Konditionen im
Beschaffungsbereich (z. B. Men-
genrabatte), da durch größere
Abnahmemengen eine stärkere
Position gegenüber dem Zuliefe-
rer erreicht wird.
- Kostensenkungen im Produkti-
onsbereich durch Normung,
Typung und Diversifikation.
- Verbesserung der Absatzsituation
durch den erhöhten Marktanteil, u.
U. verbunden mit dem Ziel einer
monopolähnlichen Stellung.
- Kostensenkungen in Bereichen
wie Public Relations, Aus- und
Weiterbildung, Forschung etc.
F. können auf zwei Arten durchge-
führt werden:
- Fusion durch Aufnahme; hierbei
überträgt eine Gesellschaft "A" ihr
201
Fußschleifenzeichen
Vermögen auf eine andere (auf-
nehmende) Gesellschaft ,,B". Die
Anteilseigner der übertragenden
Gesellschaft "A" erhalten dafür
Anteile an der Gesellschaft "B".
Während die Gesellschaft "A"
untergeht, besteht Gesellschaft
,,B" weiter.
- Bei der Fusion durch Neubildung
entsteht aus den Unternehmen ,,A"
und "B" ein neues Unternehmen
"C". Die Gesamtvermögen beider
Unternehmen werden auf die neu
gegründete Gesellschaft übertra-
gen.
Lesen Sie auch: Kapitalgesellschaft,
Kooperation, Monopol, Trust,
Unternehmenszusammenschlüsse.
FußschleIfenzeichen
Bei der Deutschen Einheitskurz-
schrift füllen diese Zeichen die
Untergrenze des Schreibraumes aus.
Zu diesen Zeichen gehören im ein-
zelnen das kurzschriftliche "z" ,
"seh", "sehr", "sp", "spr" u. a.
202
Fußstützen
helfen, die Differenz zwischen Sitz-
und Tischhöhe zu optimieren. Vor
allem kleineren Personen helfen sie,
eine bessere Sitzposition einnehmen
zu können.
Futur
Das F. ist die Zeitform, die man
benutzt, um Handlungen und Ereig-
nisse auszudrücken, die in der
Zukunft stattfmden werden.
Man unterscheidet zwischen F. I und
11. F. I wird aus einer Form des Ver-
bs "werden" und dem Infinitiv des
Vollverbs gebildet und drückt etwas
aus, das in der Zukunft liegt. Bei-
spiel: Im Februar werde ich meine
neue Stelle antreten. Das F. 11 setzt
sich aus einer Form von "werden",
dem Partizip 11 des Vollverbs und
,,haben" bzw. "sein" zusammen. Das
F. 11 drückt eine Vorzeitigkeit in der
Zukunft aus.
Beispiel: Im März werde ich meine
neue Stelle angetreten haben.
galoppierende Inflation
Lesen Sie nach unter: Inflation.
Garantie
gilt im Gegensatz zur Gewährlei-
stungspflicht (BGB § 434) als
zusätzliche Verpflichtung (G.) für
einen bestimmten Erfolg oder das
Vorhanden sein bestimmter Eigen-
schaften einer verkauften Ware ein-
zustehen.
Sie verpflichtet zum Schadenersatz,
und zwar regelmäßig ohne Rück-
sicht darauf, ob den, der sie über-
nimmt (Garanten), ein Verschulden
trifft. Die G. wird häufig nur für eine
bestimmte Zeit (Garantiefrist) über-
nommen und beginnt mit dem
Datum des Vertragsabschlusses
bzw. dem Kaufdatum. Die G. bedarf
der Schriftform (z. B. Garanties-
chein).
garantierte
Zimmerreservierung
ist eine Selbstverständlichkeit. Ohne
Bestätigung durch das Hotel lassen
Sie niemanden abreisen. Heutzuta-
ge hilft die Telekommunikation,
Pannen zu vermeiden.
Garderobe
Als Sekretärin werden Sie Besu-
chern auch bei der G. Ihre Hilfe
anbieten. Sie bitten den Gast um den
Mantel, falls er einen trägt. Einer
G
Besucherin werden Sie beim Aus-
ziehen des Mantels behilflich sein,
bei mehreren Personen wirken Sie
souverän, wenn Sie die Gäste zur G.
begleiten und beim Aufhängen der
Mäntel behilflich sind.
Die Gäste verabschieden sich. Auch
hier werden Sie Ihre Hilfe anbieten
oder den Mantel bereithalten. Als
moderne Frauen vergeben sich
Sekretärinnen nichts, wenn sie auch
einem Herm in den Mantel helfen -
sofern er es zuläßt. Keines besonde-
ren Hinweises bedarf es, daß älteren
oder körperlich behinderten Men-
schen beim An- und Auskleiden der
G. geholfen wird.
Gästebewirtung
Lesen Sie nach unter: Geschirr.
Gästekartei
Als routinierte Sekretärin wissen
Sie, wie wichtig eine - immer aktua-
lisierte - Gästekartei sein kann. Wie
Sie eine solche Datei einrichten, auf
althergebrachten Karteikarten, losen
Blättern in einem Ringbuch oder in
einer EDV-Datei, spielt keine Rol-
le. Hier mag jede so verfahren, wie
es für ihre Zwecke am günstigsten
ist. Entscheidend ist aber der Inhalt.
Die Gästedatei sollte folgendes ent-
halten:
- Vor- und Zuname, Titel, Anrede
- Geschäftsanschrift mit Telefon-
203
Gastgeschenk
nummer (Durchwahl) sowie Fax-
nummer
- eventuell Privatanschrift
- Name der Sekretärin und Telefon-
nummer
- Geburtsdatum (kann für "runde"
Geburtstage wichtig werden)
- welche Geschäftsbeziehung
besteht oder von wem sie einge-
leitet wurde
- Hinweise auf besondere Interessen
(z. B. Hobby, Weinkenner, liebt
klassische Musik)
- besondere Vorlieben/Gepflogen-
heiten (trinkt keinen Alkohol,
Vegetarier etc.)
- welche Aufmerksamkeiten hat er
bereits erhalten und zu welcher
Gelegenheit
- spezielle Vermerke: z. B.: Ihr
Unternehmen lädt jährlich zu einer
Veranstaltung ein - ist diese Per-
son auf der Liste der einzuladen-
den Persönlichkeiten; gehört die-
se Person zu dem Kreis, der von
Ihnen Weihnachts-/Neujahrsgrüße
erhält.
Lesen Sie auch: Besucherbetreuung ,
Visitenkarte.
Gastgeschenk
Lesen Sie nach unter: Auslandsrei-
sen.
GATT
Das GATT, General Agreement on
Tariffs and Trade, ist ein multina-
tionales Zoll- und Handelsabkom-
men zwischen über 80 Ländern.
Seine Mitglieder sollen unter
Gewährung der Meistbegünstigung
allmählich alle Zölle und sonstigen
Hindernisse des freien Außenhan-
204
dels abbauen. Damit soll bei inter-
nationaler Arbeitsteilung der Welt-
handel gefördert und der Wohlstand
der Mitgliedsländer gesteigert wer-
den. Erfolgreich war das GA TI bis-
her bei Zollsenkungen, weniger
beim Agrarhandel und beim Abbau
mengenmäßiger Beschränkungen.
Lesen Sie auch: Außenhandel,
Handelsabkommen, Handelshemm-
nisse.
Gatte/Gattin
Die Bezeichnungen Gatte/G. sind
glücklicherweise - wie das Fräulein
Wunder - ein Relikt aus vergange-
nen Tagen. Ruft die Frau Ihres Vor-
gesetzten an und möchte Ihren Mann
sprechen, werden Sie selbstver-
ständlich sagen: Ihre Frau möchte
Sie sprechen. Oder Sie bitten einen
Kollegen, Grüße an seine Angetrau-
te zu übermitteln, so werden Sie in
diesem Fall formulieren: Herzliche
Grüße an Ihre Frau.
Lesen Sie auch: Gemahlin.
GbR
Abk. für Gesellschaft bürgerlichen
Rechts.
Lesen Sie auch: BGB-Gesellschaft.
Gebäude
Lesen Sie nach unter: Anlagegüter,
Leasing.
Gebäudepläne
Lesen Sie nach unter: Archivwert.
Gebietsverkaufsleiter
sind Führungskräfte im Außen-
dienst. Sie sind zuständig und ver-
antwortlich für ein festgelegtes
Gebiet (z. B. bestimmte Postleitzah-
len).
Lesen Sie auch: Außendienstmitar-
beiter.
Gebühren
sind das Entgelt für eine bestimmte
Leistung einer Behörde oder öffent-
lichen Anstalt. Sie belasten den ein-
zelnen, sollten nach dem Kosten-
deckungsprinzip ermittelt werden
und sollen zusätzlich die unnötige
oder unsachgemäße Behandlung
öffentlicher Einrichtungen hemmen.
Lesen Sie auch: Auslagenersatz,
Beratungsgebühr, Girokonto.
Gebührenheft
Lesen Sie nach unter: Regelkata-
log/Post.
Geburtstage
der Geschäftspartner
Ein sehr wichtiges Thema! Sie soll-
ten eine Liste (bitte mit Ihrem Vor-
gesetzten festlegen und regelmäßig
abstimmen) mit folgender Kopflei-
ste anlegen:
Name des Geschäftspartners,
Geburtsdatum (Datum mit rundem
Geburtstag gesondert vermerken),
Hobbys, bestimmte Sammlerleiden-
schaft, bevorzugte Buchautoren des
Geschäftspartners, was wurde bisher
geschenkt (damit nichts doppelt ver-
schenkt wird).
Falls Sie zum Punkt Hobbys etc.
ungenaue oder keine Angaben
haben, fragen Sie doch einfach mal
nett und freundlich die Sekretärin
Thres Geschäftspartners.
Diese Liste können Sie auch in
Datenbankprogrammen (z. B. Lotus
Geburtstagsliste
1-2-3) anlegen und den Vorteil der
Technik (z. B. automatische Über-
wachung der Geburtstage) für Thre
Arbeit nutzen.
Lesen Sie auch: Gästekartei,
Geburtstage der Mitarbeiter.
Geburtstage
der Mitarbeiter
Ein Thema von besonderer Bedeu-
tung. Sie sollten diese Termine pein-
lich genau kennen, überwachen und
rechtzeitig Ihren Chef informieren
(dies möglichst einen Tag vorher
oder gleich am Morgen des Geburts-
tages).
Diese Termine können in Listen-
form chronologisch sortiert oder
durch Eintragung in Ihren und im
Kalender Ihres Chefs (zur besseren
Übersichtlichkeit in einer festgeleg-
ten Farbe) festgehalten werden.
Durch diese farbliche Kennzeich-
nung fallen Sie schon fast automa-
tisch als etwas Besonderes ins Auge.
In vielen Unternehmen läßt man sich
etwas für die Mitarbeiter einfallen
(Blumenstrauß oder andere nette
Aufmerksamkeit).
Geburtstagsllste
Der Umfang Ihrer G. hängt von der
Größe Threr Firma und der Position
Ihres Vorgesetzten ab. In einem klei-
nen Betrieb sollte die Liste alle Mit-
arbeiter beinhalten. In einem größe-
ren Unternehmen reicht es aus, die
Namen der Kollegen und Mitarbei-
ter Ihrer Abteilung oder derjenigen
zu notieren, mit denen Thr Chef und
Sie am häufigsten zu tun haben.
Welche Form hat Ihre G.? Am ein-
fachsten ist wohl ein Kalender, der
205
Gedächtnisentlastung
jahresunabhängig ist und den Sie
bequem in Ihrer Wiedervorlage
unterbringen können.
Lesen Sie auch: Gästekartei.
Gedächtnisentlastung
Lesen Sie nach unter: Checkliste.
Gedächtnisprotokoll
Ein G. wird nach einer Sitzung, indi-
viduell oder für die Gruppe, "aus
dem Gedächtnis" erstellt. Während
der Sitzung wird nicht offiziell Pro-
tokoll geführt.
Gedächtnisstütze
Ja, wer hat sein Erinnerungsvermö-
gen noch nie überschätzt? Machen
Sie sich Notizen, aber achten Sie
darauf, daß auch ein anderer Ihre
Gedanken nachvollziehen kann. Nur
dann wird eine Stellvertreterin oder
der Chef selbst die Information fin-
den. Mittel dazu sind z.B.Notizzet-
tel, Sekretariatshandbuch, Kalender.
Gedächtnistechniken
Lesen Sie auch: Eselsbrücke, Mne-
motechnik.
Gefährdung
Lesen Sie nach unter: Arbeitsschutz.
Gegenargument
Lesen Sie nach unter: Psychologie
am Telefon, Verhandlungstaktik.
Gegenleistung
Lesen Sie nach unter: Steuern.
gegenseitige Abhängigkeit
Lesen Sie nach unter: Interdepen-
denzen.
206
Gegensprechanlage
ermöglicht Gespräche bzw. Rück-
fragen zwischen internen Sprech-
stellen, ohne die Telefonleitung zu
benutzen. Die kommunizierenden
Parteien können gleichzeitig spre-
chen und hören. Die Gegensprech-
funktion kann im Telefonapparat
integriert sein, kann über Telefon-
hörer oder separate Sprechanlagen
erfolgen. Bei Raumlautsprechern
stets beachten, ob Gäste die Antwort
des Chefs in jedem Fall hören dür-
fen.
Lesen Sie auch: Wechselsprechan-
lage.
gegr.
Abk. für gegründet.
Gehalt
ist die Bezahlung der Arbeitsleistung
von Angestellten für einen bestimm-
ten Zeitraum. Vom vereinbarten
Brutto-Gehalt zieht der Arbeitgeber
Lohnsteuer und Arbeitnehmerantei-
le zur Sozialversicherung ab = Net-
to-Gehalt.
Gehaltspfändung
Lesen Sie nach unter: pfändbar.
Gehaltsumwandlung
kann in Form einer Direktversiche-
rung (= Lebensversicherung) statt-
finden. Erreicht wird dadurch ein
Steuerspareffekt. Der Arbeitgeber
übernimmt die Versicherungsnehm-
ereigenschaft (der Begünstigte ist
der Arbeitnehmer). Den aktuellen
Höchstbetrag pro Jahr können Sie in
Ihrer Personalabteilung erfragen.
Wenn also ein Teilbetrag des Gehal-
tes in eine Direktversicherung umge-
wandelt wird (z. B. 200,- DM pro
Monat), dann wird das zu versteu-
ernde Brutto-Gehalt um 200,- DM
zugunsten dieser Direktversicherung
reduziert und für diesen Betrag fällt
zum einen eine pauschale Lohn-
steuer in Höhe von derzeit 15 % (+
ermäßigte Kirchensteuer) an. Das zu
versteuernde Bruttoeinkommen wird
also reduziert und im Endeffekt zah-
len Sie unterm Strich weniger Lohn-
steuer. Betroffener Mitarbeiterkreis:
Z. B. leitende Angestellte, deren
Gehalt die Sozialversicherungs-
grenze überschreitet, damit Sie kei-
ne Einbußen bei der Rentenversi-
cherung hinnehmen müssen. Wenn
Sie neugierig geworden sind, lesen
Sie dieses etwas komplizierte The-
ma in den Lohnsteuerrichtlinien oder
in Nachschlagewerken "ABC des
Lohnbüros" unter dem Stichwort
Zukunftssicherung nach.
Geheimnisträgerin
Lesen Sie nach unter: Verschwie-
genheit.
Geheimnummer
Lesen Sie nach unter: Eurocard.
Gehorsamspflicht
Lesen Sie nach unter: Öffentliches
Recht.
Geist des Hauses
Lesen Sie nach unter: Unterneh-
menskultur.
geistige Grundbedürfnisse
Lesen Sie nach unter: Existenzmini-
mum, Maslow-Pyramide.
Geld
Gelassenheit
Die G. ist die Fähigkeit, auch in
schwierigen Situationen seine Hal-
tung, Fassung nicht zu verlieren;
nicht aufgrund eiserner Disziplin,
sondern aus dem beruhigenden Wis-
sen, daß alles machbar ist, alles wie-
der gut werden kann, und es immer
eine Lösung, einen Ausweg gibt, der
Besserung des Zustandes/der Situa-
tion verspricht. Gelassene Men-
schen, gerade im Beruf, strahlen sehr
viel Ruhe und Stärke aus, sind
umgänglich und nicht launisch. G.
kommt bei vielen Menschen mit
höherem Lebensalter vor, sie haben
ein Mehr an Erfahrungen.
Geläufigkeitsschreiben
hat den Zweck, eine höhere Schreib-
fertigkeit zu erlangen. Man bearbei-
tet zum Beispiel einen Text von fünf
Zeilen Länge. Jede Zeile wird zwei
Minuten geschrieben, wobei unge-
läufige Wörter oder schwierige Grif-
fe mehrmals hintereinander geübt
werden können. Nach zehn Minu-
ten - und einer eingelegten Pause -
werden diese bereits trainierten fünf
Zeilen im Zusammenhang einmal
geschrieben und anschließend auf
Richtigkeit überprüft. Auf Dauer
gesehen - am Anfang muß etwas
Geduld aufgebracht werden - trägt
diese Übung zur Erhöhung der
Schreibgeschwindigkeit bei.
Geld
ist das ökonomische Gut, welches
den indirekten Tauschverkehr von
Gütern (Sach- und Dienstleistungen)
ermöglicht, da es als allgemeines
Zahlungsmittel anerkannt ist. Indi-
207
Geldanlage
rekt ist dieser Austausch insofern,
daß Güter nicht gegen Güter
getauscht werden, sondern mittels
des Mediums G.
Daraus ergibt sich eine andere Funk-
tion des G., nämlich die der
Wertaufbewahrung, da Verkäufe
und Käufe zeitlich nicht unmittelbar
aufeinanderfolgen müssen und doch
der Gegenwert der verkauften Güter
stets vorhanden ist. Ein weiteres
Merkmal des G. ist seine Funktion
als Recheneinheit, da die in G. aus-
gedrückten Preise einen einheitli-
chen Maßstab zur Bewertung ver-
schiedener Güter bieten.
Es gibt verschiedene Arten des G.:
Münzen, Banknoten und Buchgeld
(Giralgeld). Als Geldersatzmittel
werden Schecks und Wechsel ver-
wendet.
Geldanlage
Die G. bezeichnet die wirtschaftli-
che Verwendung von Geld, welches,
sowohl von Privatpersonen wie auch
von Unternehmen, nicht für den
Erwerb von Gütern benötigt wird.
D!\s Ziel der G. ist zum einen die
Sicherung des Kapitals, da durch
den laufenden Ertrag (i. d. R. Zins-
ertrag) bzw. durch die Wertsteige-
rung des erworbenen Gutes, eine
mögliche Entwertung durch Inflati-
on ausgeglichen werden kann; zum
anderen wird darüber hinaus eine
Kapitalvermehrung (durch den Teil
des Ertrages, der die Inflationsrate
übersteigt) angestrebt. Neben dem
Ertrag sind die Verfügbarkeit sowie
die Anlagedauer des eingesetzten
Geldes und nicht zuletzt die Risi-
kobereitschaft des Anlegers weite-
208
re Kriterien für die Art der Investiti-
on.
Anlagemöglichkeiten sind z .B.
Wertpapiere, Festgeldanlage, Edel-
metalle, Immobilien, Sammlerob-
jekte.
Lesen Sie auch: Sparbrief
Geldbeschaffung
Lesen Sie nach unter: Overdraft.
Geldhilfe
Lesen Sie nach unter: Investitions-
zulage.
Geldleistung
Lesen Sie nach unter: Steuern.
Geldmenge
Lesen Sie nach unter: Konjunktur-
politik.
GeldpolItik
Die G. ist in erster Linie dafür
zuständig, die Volkswirtschaft mit
ausreichenden Geldmitteln zu ver-
sorgen. Als Teil der Wirtschaftspo-
litik müssen die gesamtwirtschaft-
lichen Ziele jedoch immer im Vor-
dergrund stehen.
In der Bundesrepublik Deutschland
gehört die G. dem Zuständigkeits-
bereich der Deutschen Bundesbank
an. Zur Ausführung ihrer Aufgabe
verfügt sie über folgendes Instru-
mentarium:
- Mindestreservepolitik, d. h. die
Bundesbank bestimmt die Höhe
der Geldreserven, zu deren
sen Deponierung die Geschäfts-
banken ihr verpflichtet sind.
- Diskont- und Lombardpolitik:
Hierdurch bestimmt die Deutsche
Bundesbank den Refinanzie-
rungsspielraum der Geschäftsban-
ken.
- Offenmarktpolitik: Die Deutsche
Bundesbank kauft und verkauft
Wertpapiere am offenen Markt.
- Devisenpolitik: Durch Verkäufe
und Käufe von Devisen wird auf
die Notierung der DM Einfluß
genommen.
Lesen Sie auch: Geld, Diskontpoli-
tik.
Geldschöpfung
G. bedeutet eine Erhöhung der Men-
ge des umlaufenden Geldes. Die
Geschäftsbanken erhöhen die Geld-
menge auf folgende Art: durch Ein-
lagen von Kunden erhöht sich das
Giralgeld. Ein bestimmter Prozent-
satz muß als Mindestreserve gehal-
ten bzw. an die Zentralbank abge-
führt werden. Der verbleibende Teil
wird von der Bank an Privatleute,
Unternehmen und andere Banken als
Kredit vergeben. Bei den anderen
Banken wiederholt sich der Vor-
gang. So wird eine wachsende Men-
ge an Geld in Umlauf gebracht. Die
Zentralbank kann diese Spirale
durch die Mindestreservepolitik
beeinflussen, ebenso führen Barent-
nahmen von Kunden zu einer Ver-
minderung der G. Grundsätzlich gilt,
daß eine Erhöhung des umlaufenden
Geldes zur Inflation führt, außer es
herrscht ein echter Mangel an Geld,
wie z. B. in einer Deflation.
Lesen Sie auch: Deflation, Geld,
Giralgeld, Inflation.
Geldumlauf
Im eigentlichen Sinne ist der G. das
in einer Volkswirtschaft umlaufen-
Gemahlin
de Bargeld. Im weiteren Sinne
bezeichnet man damit die Geldmen-
ge bzw. das Geldvolumen und somit
die Summe aller umlaufenden Zah-
lungsmittel, hierzu zählt auch das
Giralgeld. Die Deutsche Bundes-
bank unterscheidet folgendermaßen:
Geldmenge MI = Bargeldumlauf +
Sichteinlagen, Geldmenge M2 = MI
+ Termingelder (Laufzeit unter vier
Jahren), Geldmenge M3 = MI + M2
+ Spareinlagen). Der G. ist eine sehr
wichtige Größe, die entscheidenden
Einfluß auf die Volkswirtschaft hat.
So kann z. B. eine Erhöhung der
Geldmenge zur Verminderung der
Kaufkraft des Geldes bzw. zu stei-
genden Preisen führen. Die Deut-
sche Bundesbank beeinflußt den G.
mit den Instrumenten der Geldpoli-
tik.
Geldwertstabilität
Lesen Sie nach unter: Konjunktur-
politik, Magisches Viereck.
GEM
ist eine grafische Bedienerober-
fläche für pes, entwickelt von Digi-
tal Research.
Lesen Sie auch: grafische Bediener-
oberfläche.
Gemahlin
Wem die Bezeichnung Ihre Frau/lhr
Mann zu vertraut klingt, wird rich-
tigerweise den Begriff Ge-mah-
lin/Gemahl verwenden. Als
Sekretärin wissen Sie, daß der
Zusatz Frau/Herr dann wegfallt. Bei-
spiel: Eine Einladung oder Danksa-
gung ist zu schreiben. Die richtige
Formulierung lautet: Herrn Profes-
209
Gemeinde
sor Rosenschön und Gemahlin.
Lesen Sie auch: Gattin.
Gemeinde
Die G. (auch Kommune) ist eine
Gebietskörperschaft (ein mit
bestimmten Hoheitsbefugnissen
über einen Teil des Staatsgebiets und
die in ihm lebenden Menschen aus-
gestatteter Verband). Sie hat das
Recht der Selbstverwaltung, das die
Satzungsgewalt und die Gebietsho-
heit mit umfaßt (das Recht,
bestimmte Angelegenheiten selbst
zu regeln, zum Beispiel wann und ob
in Gaststätten Polizeistunde sein soll
und die Folgen, die aus dieser
Bestimmung entstehen können). Sie
ist gleichzeitig die unterste Einheit
der staatlichen Verwaltung.
Die Selbstverwaltungsrechte der G.
in der Bundesrepublik Deutschland
sind im Artikel 28 des Grundgeset-
zes geregelt. Ihre Verfassungen wer-
den durch die Gemeindeordnungen
der Länder näher bestimmt. Daher
haben die Verfassungen verschiede-
neFormen.
Die G. haben Selbstverwaltungsan-
gelegenheiten zur Aufgabe (Pflicht:
Müllabfuhr, Feuerwehr, Wasserver-
sorgung usw. und freiwillige Auf-
gaben: Theater, Büchereien, Kran-
kenhäuser, Altenheime) und eine
Auftragsverwaltung (Gesundheit,
Sozialfürsorge, Bau- und Gewerbe-
aufsicht, Personenstandswesen), die
meist vom Landrat des Kreises kon-
trolliert wird.
Die G. finanzieren sich aus Steuern
(Gewerbe-, Grund-, Vergnügungs-
steuer), Abgaben (für Müllabfuhr)
und Erträgen aus kommunalen
210
Unternehmen, wie zum Beispiel den
Gaswerken. Zur Interessenwahrung
haben sie sich im Deutschen
Gemeindetag (kreisangehörige
Gemeinden), im Deutschen Städte-
bund (kreisangehörige Städte) und
im Deutschen Städtetag (kreisfreie
Städte, Stadtkreise und Stadtstaaten)
zusammengeschlossen.
Lesen Sie auch: Stadtverwaltung.
Gemeindestruktur
Lesen Sie nach unter: Kommunal-
politik.
Gemeinkosten
Bei den G. handelt es sich um
Kosten, die nicht direkt mit der Her-
stellung eines Firmenprodukts im
Zusammenhang stehen, z. B. Kosten
für die Anmietung von Geschäfts-
räumen, Verwaltungskosten, Gehäl-
ter etc.
gemischte Dokumente
Lesen Sie nach unter: Serienbrie[
Generalversammlung
Die G. ist eine auf Gesetz beruhen-
de, in vorgeschriebenen Zeitabstän-
den stattfindende Versammlung der
Gesellschafter
a) einer AG: Hauptversammlung,
b) einer GmbH: Gesellschafterver-
sammlung,
c) einer Genossenschaft: General-
versammlung,
d) eines Vereins: Mitgliederver-
sammlung.
Generalvollmacht
Die G. ist eine bestimmte Art der
Vollmacht und ermächtigt zu allen
einschlägigen Geschäften. Dabei ist
die Vollmacht die durch ein Rechts-
geschäft erteilte Vertretungsmacht
(§ 16611 BGB) ohne vorgeschrie-
bene Fonn, sie kann also auch
mündlich erfolgen (§ 16711 BGB).
Das BGB kennt zwar keine beson-
deren Arten der Vollmacht, jedoch
haben sich im Verkehr bestimmte
Arten herausgebildet, u. a. die G.,
die für alle Rechtsgeschäfte Gültig-
keit besitzt.
Erstreckt sich eine Handlungsvoll-
macht, erteilt von einem Vollkauf-
mann oder einem Minderkaufmann
(ein Minderkaufmann hat keine Fir-
ma und keine Eintragung ins Han-
delsregister, zum Beispiel Inhaber
kleiner Handwerksbetriebe oder
Kleingewerbetreibende), auf den
ganzen Betrieb eines Handelsge-
werbes, so spricht man von einer G.
Genitiv
Der G., der "Wesfall", ist eine Beu-
gungsfonn in der deutschen Spra-
che. Der G. bezeichnet den Bereich,
dem ein Nomen (Substantiv oder
Adjektiv) oder eine verbale Hand-
lung, ein Geschehen, zugehört. Fra-
geworte zur Bestimmung des G. sind
"Wessen, Was für ein". Beispiel:
Die Staaten Europas; eine Erschei-
nung besonderer Art, Waren bester
Qualität.
Genossenschaft
Die G. ist eine Gesellschaft von min-
destens sieben Personen (Genossen)
zur leichteren Erreichung gemein-
samer wirtschaftlicher Ziele. Meist
schließen sich Handwerker, Kauf-
leute, Bauern und Verbraucher - bei
Gerichtsbarkeit
kleinen Geschäftsanteilen - in der G.
zum Zwecke der Selbsthilfe zusam-
men, um sich so gewisse Vorteile
des Großbetriebes (z. B. Großein-
kauf, Absatzorganisation) zunutze
zumachen.
Lesen Sie auch: Unternehmensform.
Genossenschaftsbank
Die G. ist ein reguläres Kreditinsti-
tut, dessen rechtliche Fonn die einer
eingetragenen Genossenschaft (eG)
ist. Die Geschäftsaktivitäten sind
jedoch nicht nur auf die Mitglieder
der Genossenschaft beschränkt. Die
bekanntesten G. sind die Volksban-
ken, die Raiffeisen- und Darlehens-
kassen sowie die durch Fusion ent-
standenen Volks- und Raiffeisen-
banken. Eine weitere Art der G. stel-
len Kreditinstitute dar, die zwar Mit-
glieder des Genossenschaftsverban-
des sind und somit dem
Genossenschaftsbereich zugerech-
net werden, deren Rechtsfonn
jedoch nicht die einer eingetragenen
Genossenschaft ist. Die als "einge-
tragene Genossenschaft" geführten
Banken werden auch als Kreditge-
nossenschaften bezeichnet.
geprüfte Sekretärin
Lesen Sie nach unter: Prüfung vor
der IHK zur geprüften Sekretärin.
Gerede
Lesen Sie nach unter: Klatsch.
Gerichtsbarkeit
Mit der Angabe der G. wird der
Zuständigkeitsbereich der verschie-
denen Gerichte bezeichnet. Man
unterscheidet zwei Kategorien:
211
Gerichtsferien
1. Die Ordentliche Gerichtsbarkeit
ist in folgende Bereiche gegliedert:
- Die Strafgerichtsbarkeit ist zustän-
dig für Gesetzesübertretungen und
Verbrechen; sie wird auf Anzeige
bzw. Antrag der Staatsanwaltschaft
aktiv.
- Die Zivilgerichtsbarkeit ist zustän-
dig für Rechtsstreitigkeiten unter
Bürgern. Hierzu zählt auch das
Handelsgericht.
- Die Freiwillige Gerichtsbarkeit ist
für Vormundschafts- und Erb-
schaftsregelung zuständig.
Die beiden letztgenannten G. wer-
den auf Antrag mindestens einer der
beteiligten Parteien tätig.
2. Unter die Sondergerichtsbarkeit
fallen:
- Die Arbeitsgerichtsbarkeit, die aus
Arbeitsverhältnissen oder Tarif-
verträgen entstandene Streitigkei-
ten verhandelt;
- die Finanzgerichtsbarkeit, die
Streitfalle zwischen Bürgern und
Finanzverwaltung bezüglich der
Steuern und Abgaben regelt;
- die Verwaltungsgerichtsbarkeit als
Entscheidungsinstanz bei Verfah-
ren, in denen sich öffentliche Ver-
waltung und Bürger gegenüber-
stehen;
- die Sozialgerichtsbarkeit, in deren
Zuständigkeitsbereich Streitigkei-
ten bezüglich der Sozialversiche-
rung fallen.
Lesen Sie auch: Arbeitsgericht,
Judikative, Sozialgerichtsbarkeit,
Verwaltungsgericht.
Gerichtsferien
sind jedes Jahr vom 15.7. bis 15.9.
In dieser Zeit werden bei den
212
Gerichten nur Angelegenheiten ver-
handelt, die besonders dringend
sind. In den G.laufen in den anhän-
gigen Prozeßverfahren keine Fristen
weiter. Ausgenommen von dieser
Regelung sind die Notfristen.
Gerichtshof
Lesen Sie nach unter: Bundesver-
fassungsgericht, Europäischer
Gerichtshof
Gerichtskosten
sind Gebühren, die die Staatskasse
für die Tätigkeiten der Gerichte in
Rechnung stellt. Ihre Höhe ergibt
sich aus dem Gerichtskostengesetz.
Lesen Sie auch: Auslagenersatz.
Gerichtsstand
Der gesetzliche G. ist in Streitfallen
immer der Wohn- bzw. Firmensitz
des jeweiligen Schuldners. Die Kla-
ge ist dort beim Amtsgericht (bis zu
einem Streitwert von 5 000 DM)
oder Landgericht einzureichen.
Gerichtsurteile
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aufbewahrungsfristen.
Gerichtsvollzieher
Der G. führt die Mobiliarzwangs-
vollstreckung durch, d. h. er durch-
sucht die Wohnung des Schuldners
nach pfändbaren Gegenständen und
Bargeld.
Lesen Sie auch: pfändbar, Voll-
streckungsbescheid.
geringfügige Beschäftigung
Hiermit sind alle Beschäftigungs-
verhältnisse gemeint, die 12
Wochenarbeitsstunden nicht über-
schreiten. Bei einem geringen
monatlichen Arbeitsentgelt von
530,- DM besteht keine Sozialver-
sicherungspflicht für den Arbeit-
nehmer und den Arbeitgeber. Der
Arbeitgeber übernimmt lediglich die
pauschale Versteuerung dieses
Betrages.
Eine weitere Möglichkeit der g. B.
besteht darin, dem Arbeitnehmer ein
höheres Gehalt (650,- DM) zu zah-
len, bei dem der Arbeitgeber zusätz-
lich zur Versteuerung die Sozial-
versicherungsbeiträge übernimmt.
Diese Möglichkeit ist weniger
bekannt, da die Arbeitgeber von die-
ser Möglichkeit wenig Gebrauch
machen.
Lesen Sie auch: Kontrollmeldung.
geringwertige Güter
Lesen Sie nach unter: inferiore
Güter.
Gerücht
Lesen Sie nach unter: Klatsch.
Gesamtaufgabe
Lesen Sie nach unter: Organi-
gramm.
Gesamtleistungspaket
Lesen Sie nach unter: Alljinanz.
Geschäftsbanken
G. sind alle Unternehmen, die Bank-
geschäfte im Sinne des Kreditwe-
sengesetzes (KWG) betreiben. Hier-
zu gehören Kreditbanken, Landes-
banken/Girozentralen, Genossen-
schaftliche Zentralbanken, Kredit-
genossenschaften und Sparkassen.
Nur Unternehmen, die bestimmte
Geschäftsfähigkeit
gesetzlich festgelegte Geschäfte mit
der Bundesbank tätigen dürfen, gel-
ten als G. Die Bundesbank selbst
sowie die Landeszentralbanken sind
keine G.
Geschäftsbericht
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aujbewahrungsfristen.
Geschäftsbrief
Der G. (Format A4) ist das Schrift-
stück, das am häufigsten anzuferti-
gen ist. Es stellt von seiner Bedeu-
tung her die "Visitenkarte" eines
Unternehmens dar. Nicht nur der
Briefaufbau sollte einwandfrei sein,
sondern auch der Inhalt und die For-
mulierung. Der G. A4 besteht aus
der Empfängeranschrift, der Bezugs-
zeichenzeile, dem Betreff, der Anre-
de, dem Briefkern, der Grußformel
und den Anlage- und Verteilver-
merken.
Lesen Sie auch: Anrede (im Schrift-
stück), Bezugszeichenzeile, DIN-
Normen, Grußformel, Phonobrief,
Textformulierung .
Geschäftsbuchhaltung
Die G. ist die Buchhaltung, die in
einem Geschäftsbetrieb erstellt wer-
den muß. Sie ist umfassend und
genau, im Gegensatz zur privaten
Buchhaltung, die sich nur auf Teil-
gebiete (Ausgaben) beschränkt und
in der Regel nicht für die Öffent-
lichkeit bestimmt ist.
Geschäftsfähigkeit
Damit bezeichnet man die Fähigkeit,
rechtsgeschäftliehe Willenser-
klärungen abzugeben. Diese sind
213
Geschäftsführer
durch das Gesetz dazu bestimmt,
Rechtsverhältnisse zu begründen, zu
ändern oder aufzuheben. Man unter-
scheidet drei Gruppen von Personen:
1. Geschäftsunfähig sind Personen
unter dem vollendeten 7. Lebensjahr
sowie dauernd Geisteskranke oder
Personen, die wegen Geisteskrank-
heit entmündigt wurden. Willenser-
klärungen von nicht Geschäftsfahi-
gen sind nichtig.
2. Beschränkt geschäftsfähig sind
Personen im Alter von 7 bis 17 Jah-
ren sowie entmündigte bzw. unter
vorläufige Vormundschaft gestellte
Personen. Willenserklärungen
beschränkt geschäftsfähiger Perso-
nen sind nur gültig mit der Zustim-
mung ihrer gesetzlichen Vertreter,
entweder in Form der Einwilligung
(vorher erteilt) oder in Form der
Genehmigung (nachträglich er-
teilt).
3. Voll geschäftsfähig sind Personen
ab dem vollendeten 18. Lebensjahr.
Von ihnen gegebene Willenser-
klärungen sind voll rechts wirksam.
Lesen Sie auch: Mündigkeit, Rechts-
fähigkeit, Zivilrecht.
Geschäftsführer
ist der Leiter eines Betriebes. Je nach
Gesellschaftsform kann es sich um
einen oder mehrere G. handeln.
Lesen Sie auch: Unterschriftsvoll-
macht.
Geschäftsgeheimnis
Lesen Sie nach unter: Wirtschafts-
spionage.
Geschäftskarte
Lesen Sie nach unter: Visitenkarte.
214
Geschäftsordnung
Lesen Sie nach unter: Aufsichtsrats-
beschlußvorlagen.
Geschäftspost
die eine Firma betreffende Post,
sowohl Eingangs- als auch Aus-
gangspost.
Lesen Sie auch: Privatpost.
Geschäftsreise
Lesen Sie nach unter: Reiseauskunft,
Spesen.
Geschäftsvermögen
Lesen Sie nach unter: Betriebsver-
mögen.
Geschirr
Der Anlaß bestimmt Aussehen und
Qualität.
Für einen Besprechungsraum sowie
für Gästebewirtung wird hochwerti-
ge Qualität bevorzugt.
Für eine Kantinenausstattung, wo
Schwund und Scherben häufiger
vorkommen, ist Zweckmäßigkeit
und Funktionalität gefragt bzw.
angebracht.
Lesen Sie auch: Besprechungsraum,
Kantine.
Geschlechtswort
Lesen Sie nach unter: Artikel.
Gesellschaft
Lesen Sie nach unter: Pluralismus,
soziale Schichten, Soziologie.
Gesellschaft
bürgerlichen Rechts
Lesen Sie nach unter: BGB-Gesell-
schaft.
Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
(GmbH) ist eine Handelsgesellschaft
(Formkaufmann) mit eigener
Rechtspersönlichkeit (juristische
Person) und einem Stammkapital
von mindestens 50000,- DM. Das
Stammkapital setzt sich aus den
Stammeinlagen (mindestens 500,-
DM und durch 100 teilbar/Geld-
oder Sachwerte) der Gesellschafter
zusammen. Für die Gründung einer
GmbH reicht eine Person aus. Die
GmbH entsteht erst mit der Eintra-
gung ins Handelsregister. Vor der
Eintragung ins Handelsregister muß
jeder Gründer nur ein Viertel seiner
Stammeinlage einzahlen, insgesamt
müssen es jedoch mindestens
25 000,- DM sein. Für die Ver-
bindlichkeiten der GmbH haftet nur
das Gesellschaftsvermögen, nicht
der einzelne Gesellschafter. Der Fir-
menname besteht aus einem Sach-
oder Personennamen und dem
"mbH" bzw. "GmbH" - Zusatz.
Einzelheiten regelt das GmbH-
Gesetz.
Lesen Sie auch: Unternehmens/orm.
Gesellschafter
Lesen Sie nach unter: Unter-
schriftsvollmacht.
Gesellschafterversammlung
Die Satzung einer GmbH z. B.
regelt, wie oft eine solche G. statt-
zufinden hat. Es ist vorgeschrieben,
welche Entscheidungen nur von der
G. getroffen werden können. Diese
Themen sind in einer solchen Ver-
sammlung dann Tagesordnungs-
punkte.
Gesellschaftsformen
Lesen Sie auch: Besprechungsraum,
Imbiß·
gesellschaftliche Formen
Lesen Sie nach unter: Etikette.
Gesellschaftsformen
Wenn mehrere Personen sich
zusammenschließen, um gemeinsam
Handel zu betreiben, so spricht man
von einer Gesellschaft (im Gegen-
satz zum Einzelunternehmen). BGB
(Bürgerliches Gesetzbuch) und
HGB (Handelsgesetzbuch) regeln
die gesetzlichen Bestimmungen für
Einzelunternehmer und Gesell-
schaften.
Nach deutschem Recht unterschei-
det man zwischen Personengesell-
schaften (z. B. die Gesellschaft Bür-
gerlichen Rechts oder BGB-Gesell-
schaft; die offene Handelsgesell-
schaft oder OHG; die Stille Gesell-
schaft; die Kommanditgesellschaft
oder KG) und Kapitalgesellschaften
(z. B. Aktiengesellschaft oder AG;
Gesellschaft mit beschränkter Haf-
tung oder GmbH; Kommanditge-
sellschaft auf Aktien oder KGaA).
Bei Personengesellschaften steht die
Person des oder der Gesellschafter
an erster Stelle; der Firmenname
wird gebildet aus dem bzw. den
Namen der Gesellschafter. Die
Kapitalgesellschaft hingegen verfügt
über eine eigenständige Rechtsper-
sönlichkeit. Im Unterschied zu der
natürlichen Person der Personenge-
sellschaft wird die Kapitalgesell-
schaft als juristische Person angese-
hen; die Gesellschafter spielen bei
der Kapitalgesellschaft somit nur
eine sekundäre Rolle. Dies wirkt
215
GesellschaftspolItik
sich auch auf die Haftung aus, die
bei der Kapitalgesellschaft auf den
jeweiligen Anteil des Gesellschaf-
ters arn Grund- oder Stammkapital
beschränkt ist, d. h. eine persönliche
Haftung ist bei der Kapitalgesell-
schaft ausgeschlossen, die Gesell-
schafter sind nicht, wie bei der Per-
sonengesellschaft, unbeschränkt
haftbar.
Gesellschaftspolitik
Als G. bezeichnet man alle Vorgän-
ge politischer Art, die sich auf die
Struktur der Gesellschaft auswirken.
Sie ist eng verbunden mit der Sozi-
alpolitik. G. ist kein eigenständiger
Teilbereich der Politik, sondern
fließt vielmehr in alle politischen
Bereiche mehr oder weniger direkt
mit ein. D. h. Entscheidungen in den
anderen Bereichen sind zugleich
gesellschaftspolitische Entschei-
dungen. Besonders deutlich wird
dies arn Beispiel der Sozialleistun-
gen. 1986 machten diese ein Drittel
des Bruttosozialprodukts aus, das
waren 603 Mrd. DM. Sozialleistun-
gen beeinflussen die Gesellschafts-
struktur direkt, durch sie wird ver-
sucht, allzu krasse soziale Unter-
schiede zu vermeiden und keine
Klassen entstehen zu lassen. Die
Verteilung des Staatshaushaltes
bestimmt ihren Umfang. Werden die
Mittel für andere Bereiche, z. B.
Verteidigung erhöht, so kann dies u.
U. zu Lasten der Sozialpolitik gehen.
Somit leistet die Verteidigungspo-
litik indirekt auch einen Beitrag zur
G. Noch ersichtlicher wird dies arn
Beispiel der Steuerpolitik. Je stärker
die steuerliche Progression, desto
216
breiter wird die Umverteilung und
umgekehrt. Weitere bedeutende
gesellschaftspolitische Einflußfak-
toren sind v. a. die Bildungspolitik
und das Arbeitsrecht.
Lesen Sie auch: Pluralismus, sozia-
le Schichten.
Gesellschaftsunternehmen
Lesen Sie nach unter: Unterneh-
mens/orm.
Gesellschaftsvermögen
Das G. von Personengesellschaften
(OHG, KG) besteht aus den Einla-
gen der Gesellschafter und den Ver-
mögensgegenständen, die für die
Gesellschaft erworben wurden. Es
steht den Gesellschaftern gemein-
schaftlich zu. Kein Gesellschafter
darf ohne Zustimmung aller anderen
über das G. verfügen. Die Anteils-
eigner von Personengesellschaften
haften i. d. R. mit ihrem Geschäfts-
anteil und mit ihrem Privatvermö-
gen.
Das G. von Kapitalgesellschaften (z.
B. AG, GmbH) ergibt sich aus der
Differenz zwischen Aktivposten und
Schulden sowie Wertberichtigun-
gen. Gesellschafter von Kapitalge-
sellschaften haften grundsätzlich nur
mit ihrer Einlage.
Gesellschaftsvertrag
Lesen Sie nach unter: Aktiengesell-
schaft.
Gesetz gegen
den unlauteren Wettbewerb
(UWG) verbietet im geschäftlichen
Verkehr alle Handlungen zum
Zwecke des Wettbewerbs, die gegen
gesetzliche Aufbewahrungsfristen
die guten Sitten verstoßen. Gegen
die guten Sitten verstoßen u. a.
Aneignung der Arbeitsergebnisse
eines anderen, Bestechung, Ver-
leumdung und Behinderung, Irre-
führung. So ist z. B. unsachliche
Reklame verboten. Einzeltatbestän-
de des UWG sind auch: unwahre
Reklame, Angestelltenbestechung,
Geheimnisverrat usw. Wer diesem
Gesetz zuwiderhandelt, kann auf
Unterlassung und Schadenersatz
verklagt und bestraft werden bzw.
eine Geldbuße auferlegt bekommen.
Lesen Sie auch: Bundeskartellamt.
Gesetze
sind alle Rechtsvorschriften, die
durch das Parlament in einem förm-
lichen Gesetzgebungsverfahren
beschlossen wurden.
Lesen Sie auch: Normenkontroll-
klage.
Gesetzeswert
Lesen Sie nach unter: gesetzlicher
Ablagewert.
gesetzgebende Gewalt
Lesen Sie nach unter: Legislative.
Gesetzgebung
Lesen Sie nach unter: Parlament.
gesetzliche
Aufbewahrungsfristen
Beim Schriftgut unterscheiden wir
nach Wertigkeitsstufen. Hier einige
Beispiele: Ohne Wert sind Drucksa-
chen, Prospekte, Werbebriefe etc.-
nach Durchsicht vernichten. Tages-
wert haben Aktenvermerke, Einla-
dungen, Kopien von Protokollen,
Rundschreiben etc. - nach Bedarf
ablegen, es gibt keine gesetzlichen
Vorschriften.
Prüfwert haben Anfragen und Ange-
bote (ohne Auftragsfolge), Bewer-
bungen, Mahnungen, Nachfaßbrie-
fe u. a. - nach Bedarf ablegen, es
gibt keine gesetzlichen Vorschriften.
Gesetzeswert haben
a) empfangene Handelsbriefe und
Kopien von abgesandten Han-
delsbriefen, Buchungsbelege -
Aufbewahrungsfrist sechs Jahre.
b) Bilanzen, Handelsbücher, Inven-
tare - Aufbewahrungsfrist zehn
Jahre.
Dauerwert haben Arbeitsverträge,
Gerichtsurteile, Geschäftsberichte,
Grundstücksunterlagen, Patente u. a.
- Aufbewahrungsfrist mindestens
sechs bis zehn Jahre, Gerichtsurtei-
le 30 Jahre für Unternehmen im all-
gemeinen Dauerwert.
Die Aufbewahrungsfrist beginnt am
Ende des abgelaufenen Kalender-
jahres, in dem die letzte Eintragung
erfolgte. (Beispiel: Ein Handelsbrief
datiert vom 15.11.1992; er darf
frühestens am 1.1.1999 weggewor-
fen werden.) Sie erleichtern sich Ihre
Arbeit, wenn Sie vor der Erstabla-
ge bereits das Jahr der Vernich-
tungsmöglichkeit auffallig auf die
Unterlage schreiben. Es kann sein,
daß Unterlagen aus Firmeninteresse
auch über die g. A. hinaus aufbe-
wahrt werden sollen. Sprechen Sie
darüber mit Ihrem Chef. Unterlagen
dürfen nicht vernichtet werden,
wenn sie für eine begonnene Außen-
prüfung, für eine vorläufige Steuer-
festsetzung, für anhängige steuer-
straf- oder bußgeldrechtliche Ermitt-
217
gesetzliche Krankenversicherung
lungen, für ein schwebendes oder
aufgrund einer Außenprüfung zu
erwartendes Rechtsbehelfsverfahren
oder zur Begründung von Anträgen
des Steuerzahlers bedeutsam sind.
Übrigens: Vom Gesetzgeber wird
ausdrücklich in der "Allgemeinen
Abgabeordnung" und im HGB
(Handelsgesetzbuch) die Aufbe-
wahrung von Schriftstücken und
Wiedergabe auf einem Bildträger
erlaubt, mit Ausnahme der Jahres-
abschlüsse und der Eröffnungsbi-
lanz, die noch gegenständlich auf-
zubewahren sind.
gesetzliche
Krankenversicherung
Die Krankenversicherung soll dem
Versicherten und seinen Familien-
angehörigen bei Krankheit und
Unfall die Inanspruchnahme von
ärztlicher und zahnärztlicher Hilfe,
Krankenhausaufenthalten, Arznei-
en, Heil- und Hilfsmitteln ermögli-
chen. Alle Beschäftigten, Auszubil-
denden, bestimmte Selbständige,
Rentner bei Erfüllung bestimmter
versicherungsrechtlicher Vorauset-
zungen, Arbeitslose, Studenten,
Wehrpflichtige, Personen, die an
berufsfördernden Maßnahmen teil-
nehmen, und Behinderte sind dazu
verpflichtet, Beiträge an die g. K.
abzuführen. Geringfügig Beschäf-
tigte, Beamte, Werkstudenten, Fami-
lienangehörige ohne Arbeitsverhält-
nis, Gewerbetreibende, Schüler, Stu-
dienplatzbewerber, Rentner, die
Rente aus der Rentenversicherung
der Arbeiter und Angestellten bezie-
hen, Schwerbehinderte können sich
freiwillig versichern. Dies muß
218
innerhalb eines Monats nach Aus-
scheiden aus der Pflichtversicherung
geschehen. Bei Krankheit, Schwan-
gerschaft, Entbindung und Tod des
Mitglieds oder eines anspruchsbe-
rechtigten Familienmitglieds
gewährt die g. K. ihre Leistungen.
Die Beiträge richten sich nach der
Höhe des Arbeitsentgelts und wer-
den je zur Hälfte von Arbeitgeber
und Arbeitnehmer übernommen.
Lesen Sie auch: Krankenversiche-
rung.
gesetzliche
Kündigungsfristen
Lesen Sie nach unter: Kündigungs-
fristen.
Gesetzlicher Ablagewert
Er schreibt vor, wie lange ein Kauf-
mann bestimmte Schriftstücke auf-
bewahren muß. Geregelt sind diese
Fristen im HGB (Handelsgesetz-
buch) und in der AO (Abgabenord-
nung). Bilanzen und Handelsbücher
z. B. dürfen frühestens nach 10 Jah-
ren vernichtet werden. Die Frist
beginnt mit dem 1. Januar des auf
den Abschluß des Geschäftsjahres
folgenden Jahres zu laufen.
Gesprächsaufzeichnung
Lesen Sie nach unter: Anrufbeant-
worter.
Gesprichsführung
Sie können ein Gespräch bewußt
steuern oder lenken, wenn Sie mit
den Regeln der G. vertraut sind. Der
Ausgang eines Gespräches wird
nicht nur von Sachargumenten
bestimmt, sondern hängt in ent-
scheidendem Maße auch davon ab,
wie die Argumente vorgetragen wer-
den, welcher Zeitpunkt gewählt wur-
de und wie das Verhalten der
Gesprächspartner zueinander ist.
Rhetorische und psychologische
Aspekte kommen hier zum Tragen.
Durch geschickte G. können Sie den
Gesprächsverlauf aktiv beeinflussen
und in die von Ihnen gewünschte
Richtung lenken.
Voraussetzung hierfür ist, daß Sie
versuchen, sich in Ihren Gespräch-
spartner hineinzuversetzen und sich
vorzustellen versuchen, wie seine
Interessen aussehen. Appellieren Sie
an das Wissen des anderen, stellen
Sie die positiven Aspekte für die
"Gegenseite" heraus, "verschießen"
Sie nicht gleich am Anfang alle
Argumente, bereiten Sie sich gründ-
lich auf den Ge-sprächsverlauf vor
und spielen Sie Argumentation und
Gegenvorschläge vor Ihrem geisti-
gen Auge durch, bleiben Sie sach-
lich und höflich. Die Firmen haben
längst erkannt, wie wichtig Mitar-
beiter sind, die eine gute G. beherr-
schen, deshalb werden besonders
Führungskräfte auf diesem Gebiet
speziell geschult.
Lesen Sie auch: schwierige Ge-
sprächspartner, Verhandlungstak-
tik.
Gesprächspartner
Lesen Sie nach unter: schwierige
Gesprächspartner.
Gesprächsübersicht
bezieht sich in diesem Fall auf offe-
ne bzw. noch zu führende
Gesprächeffelefongespräche. Über-
Gesundheitsvorsorge
schrift: Offene Gespräche für Herm
G. P. Tibi. Kopfleiste für eine solche
Liste könnte sein: Gesprächspartner,
Thema, Termin/Priorität. So erhal-
ten Sie und Ihr Chef stets einen aktu-
ellen Überblick (bei Pflege dieser
Liste) und es gibt kein Erinnerungs-
zettelchen hier und Notiz da. Pro-
bieren Sie es aus und Sie werden
feststellen, daß dies ein sehr nützli-
ches Instrument ist, welches sich
auch bei Ihnen bewähren wird.
Gestaltung
Lesen Sie nach unter: Design,jorm-
gerechtes Gestalten, Kantine.
Gestaltungsspielraum
Lesen Sie nach unter: Sonderver-
mögen.
Gestik
Lesen Sie nach unter: Kommunika-
tion.
gestörte Erfüllung
Lesen Sie nach unter: Sachmängel.
Gesundheit
Lesen Sie nach unter: Mutterschutz.
Gesundheitsschutz
Lesen Sie nach unter: Arbeitsschutz.
Gesundheitsvorsorge
Jede Sekretärin muß daran denken,
daß sie fit bleibt. Eine Sekretärin, die
hauptsächlich eine sitzende Tätigkeit
ausübt, sollte auf Bewegung achten.
Die hohe Konzentration, die
Sekretärinnen brauchen, ist nur auf-
zubringen, wenn sie gesund sind. G.
ist unabdingbar.
219
Getrennt- und Zusammenschreibung
Getrennt- und Zusammen-
schreibung
Daß einige Wörter getrennt, andere
zusammengeschrieben werden, ist
kein willkürlicher Akt - es bedeu-
tet etwas. Getrennt geschriebene
Wörter signalisieren, daß sie jeweils
in ihrer eigenen Bedeutung verstan-
den und gewürdigt werden wollen.
Herr Astmann und sein Kollege sind
gestern zusammen gefahren.
Herr Astmann und sein Kollege sind
gestern zusammengefahren.
Im ersten Fall haben die beiden Her-
ren eine Fahrgemeinschaft gebildet,
sie sind gemeinsam gefahren. Im
zweiten Fall hat sich die Bedeutung
verändert: es gab einen Zusammen-
stoß oder - auch das wäre möglich -
beide sind zusammengezuckt.
Die übertragene Bedeutung wird
durch Zusammenschreibung kennt-
lich gemacht, eine wortwörtliche
durch Getrenntschreibung. Den
unterschiedlichen Bedeutungsebe-
nen kann man auch durch genaues
Hinhören auf die Schliche kommen:
getrennt geschriebene Wörter haben
jedes einen Akzent, zusammenge-
schriebene Wörter nur einen
Hauptakzent
Ein Beispiel: zusammen fahren -
zusammenfahren.
Weitere Beispiele: fertig machen-
fertigmachen (einen Brief) (einen
Menschen" runterputzen"
v6rher bestimmen - vorherbestim-
men (eine Entscheidung vorher tref-
fen - durch Schicksalsmächte fest-
gelegt).
Neben diesen Beispielen, bei denen
es jeweils zwei Bedeutungen und
entsprechend zwei Schreibweisen
220
gibt, finden sich solche Begriffe, bei
denen zwei Schreibweisen bei glei-
cher Bedeutung nebeneinander ste-
hen. Dazu gehören:
an Stelle = anstelle
an Hand = anband
Die Tendenz geht jedoch in diesen
Fällen zur Zusammenschreibung.
Folgende "Stolpersteine" sollten Sie
sich besonders merken:
-mit Bezug
- gar nicht
-derselbe
-in bezug
- statt dessen
- der gleiche
-in folge.
Lesen Sie auch: Großschreibung,
Kleinschreibung.
Gewaltenteilung
Die G. ist die Auf teilung der Staats-
tätigkeiten in die gesetzgebende
Gewalt (Legislative), vollziehende
Gewalt (Exekutive) und rechtspre-
chende Gewalt (Judikative).
Diese drei Staats gewalten arbeiten
voneinander weisungsunabhängig,
sind aber aneinander gebunden
beziehungsweise sie kontrollieren
sich gegenseitig. Nur so kann ein
demokratischer Rechtsstaat funktio-
nieren.
Lesen Sie auch: Exekutive, Grund-
gesetz, Judikative, Legislative.
Gewerbeaufsichtsamt
Die staatlichen G. überwachen den
betrieblichen Arbeitsschutz, den
technischen Öffentlichkeitsschutz
und den Immissionsschutz nach
Bundesimmissionsschutzgesetz und
-verordnungen.
Der betriebliche Arbeitsschutz
umfaßt den technischen und medi-
zinischen Arbeitsschutz (Unfallver-
hütung, Gesundheitsschutz, Arbeits-
hygiene, Anlagensicherheit, Strah-
lenschutz), den sozialen Arbeits-
schutz (Arbeitszeitschutz, Schutz
der Sonntagsruhe, Schutz besonde-
rer Personengruppen) und die
Humanisierung des Arbeitslebens
(Arbeitsorganisation, Beseitigung
von Streßfaktoren und Mehrfachbe-
lastung, Ergonomie).
Im technischen Öffentlichkeits-
schutz überwacht die Gewerbeauf-
sicht die Einhaltung der Sicher-
heitsregeln für technische Geräte im
betrieblichen wie privaten Bereich
und betreibt Öffentlichkeitsarbeit
und Verbraucherlnformation zu die-
sem Thema. Außerdem gehört zum
technischen Öffentlichkeitsschutz
die Abwehr von Gefahren durch
besondere Anlagen und Stoffe.
Die G. haben weitreichende Befug-
nisse (z. B. jederzeitige Revision
von Betrieben, sofern dort gearbei-
tet wird, Stillegung von betriebli-
chen Anlagen).
Die staatliche Gewerbeaufsicht ist
nicht nach Branchen, sondern terri-
torial gegliedert. Die Gewerbeauf-
sichtsämter unterstehen den Regie-
rungspräsidenten.
Lesen Sie auch: Arbeitsschutz,
Arbeitszeit,lugendarbeitsschutzge-
setz, Mutterschutz.
Gewerbebetrieb
Lesen Sie nach unter: Vollkaufleute.
Gewerbeordnung
Lesen Sie nach unter: Arbeitsschutz.
Gewinn
Gewerbesteuer
Die G. ist eine Betriebssteuer. Jeder
Gewerbebetrieb ist Gegenstand der
Besteuerung. Die G. richtet sich
nach dem Gewerbekapital und dem
-ertrag. Sie ist im Gewerbesteuerge-
setz geregelt.
Gewerkschaft
Die G. ist eine Vereinigung von
Arbeitnehmern, die ihre soziale und
wirtschaftliche Lage stabilisieren
und verbessern wollen, vor allem
bessere Arbeitsbedingungen
gegenüber den Arbeitnehmern errei-
chen wollen. Durch den Zusam-
menschluß der Arbeitnehmer und
das gemeinschaftliche Auftreten
wird die Unterlegenheit des einzel-
nen Arbeitnehmers gegenüber dem
Arbeitgeber ausgeglichen. Die G.
setzen sich mit den Arbeitgebern
und Arbeitgeberverbänden ausein-
ander und schließen Tarifverträge
ab. Das entscheidende Kampfmittel,
um ihre Ziele durchzusetzen, ist der
Streik.
Lesen Sie auch: Arbeitsmarktpolitik,
Deutscher Gewerkschaftsbund,
Streik, Tarifautonomie, Tarifvertrag.
Gewinn
ist die Differenz zwischen Ertrag
(Erlös) und Aufwand (Kosten). Er
kann ermittelt werden für ein
Geschäftsjahr, eine Periode oder ein
Produkt. Ausgewiesen wird er in der
Gewinn- und Verlustrechnung. Ein
möglichst hoher Gewinn (Gewinn-
maximierung) und ein möglichst
günstiges Verhältnis zwischen ein-
gesetztem Kapital und Gewinn
(Rentabilität) sind die Hauptziele
221
Gewinnoptimierung
erwerbswirtschaftlicher Unterneh-
mungen in der Marktwirtschaft.
Lesen Sie auch: Nettogewinn, Poo-
fing Agreement, Profit Center,
Selbstfinanzierung, Verlust, Ziel-
konflikte.
Gewinnoptimierung
Lesen Sie nach unter: Fusion.
Gewinnschwellenanalyse
Lesen Sie nach unter: Break-even-
Analyse.
Gewinnspanne
Lesen Sie nach unter: Angebot.
Gewinn-
und Verlustrechnung
In der G.- u. V. werden Aufwen-
dungen und Erträge eines bestimm-
ten Zeitraumes (Rechnungsperiode )
aufgezeichnet. Sie zeigt das wirt-
schaftliche Geschehen innerhalb
einer Unternehmung auf.
Gewissensfreiheit
Lesen Sie nach unter: Grundrech-
te.
GewO
Abk. für Gewerbeordnung.
Gewohnheiten
Lesen Sie nach unter: Arbeitses-
sen.
GG
Abk. für Grundgesetz.
giftig
Lesen Sie nach unter: Formaldehyd,
Ökologie, Ozonloch.
222
Gigabyte
Ein G. sind 1024 Megabyte.
Giralgeld
oder Buchgeld ist stofflos, im
Gegensatz zum Papier- oder Münz-
geld. Es befindet sich auf den Kon-
ten bei Geldinstituten und dient dem
bargeldlosen Zahlungsverkehr. Es
kann durch die Kreditinstitute ver-
mehrt werden, indem es nach einer
Einzahlung auf einem Konto
erscheint, anschließend aber an
einen anderen Kontoinhaber als Kre-
dit ausgeliehen wird, ohne daß es auf
dem ersten Konto buchmäßig ver-
schwindet.
Das G. kann durch zwei Arten ent-
stehen:
1. Durch Bareinzahlung auf einem
Girokonto (passive Giralgeld-
schöpfung) oder
2. durch Bereitstellung eines Darle-
hens (aktive Giralgeldschöp-
fung/Kreditschöpfung).
Das G. muß dem Kunden jederzeit
in Form von Bargeld ausgezahlt
werden können.
Lesen Sie auch: Geldumlauf
Girokonto
auch Kontokorrentkonto genannt,
dient dem Zahlungsverkehr, d. h.
Geldbeträge können von Konto zu
Konto gebucht werden. Einzahlun-
gen zugunsten des Kontoinhabers
sind "Gutschriften", Auszahlungen
(Überweisungen und Barabhebun-
gen) des Kontoinhabers sind ,,Last-
schriften". Beispiele: Gehaltsgut-
schrift, Mietabbuchung, Überwei-
sungen verschiedener Rechnungs-
beträge usw. Mit Ausnahme von
Bargeldeinzahlungen oder -auszah-
lungen erfolgt auf dem G. der Zah-
lungsverkehr bargeldlos.
Die Differenz zwischen Gut- und
Lastschrift heißt "Saldo". Die Bank
teilt dem Kontoinhaber diesen Sal-
do in Form eines Kontoauszuges
regelmäßig mit. Im Vergleich zum
Sparkonto erhält der Kontoinhaber
auf angesammelte Geldbeträge kei-
ne Zinsgutschrift, im Gegenteil, für
die laufenden Buchungen werden
Gebühren von der Bank erhoben.
Die verschiedenen Bankinstitute
verlangen für ihre Dienste unter-
schiedliche Gebühren.
Lesen Sie auch: Kontokorrentkredit,
Sollzinsen.
GKA
Abk. für Großkundenabonnement.
Glaubensfreiheit
Lesen Sie nach unter: Grundrech-
te.
Gläubiger
ist, wer eine berechtigte Forderung
(Geld, Ware) gegenüber einem
Schuldner (Debitor) hat.
Lesen Sie auch: Inkasso, Mahnver-
fahren, Obligationen.
Gläubigerrechte
Lesen Sie nach unter: Effekten.
Gleichberechtigung
Das Grundgesetz (GG) aus dem Jah-
re 1949 bestimmt in Artikel 3 11:
"Männer und Frauen sind gleichbe-
rechtigt." Gemäß Artikel 117 I GG
sollte das dem Artikel 3 11 entge-
genstehende Recht zunächst in Kraft
Gleitzeit
bleiben, aber nicht länger als bis zum
31.3.1953. Am 1.4.1953 sind alle
Bestimmungen, die dem Grundsatz
der G. widersprechen, außer Kraft
getreten. Aufgabe der Rechtspre-
chung war es, diese Lücke zu füllen.
Das Gleichberechtigungsgesetz
(GleichberG) von 1957 spielte dabei
eine große Rolle.
Gleichgewicht
Lesen Sie nach unter: außenwirt-
schaftliches Gleichgewicht.
Gleichgewichtspreis
Lesen Sie nach unter: Marktgleich-
gewicht, vollkommener Markt.
Gleichgewichtszustand
Lesen Sie nach unter: friktioneIl.
Gleichheitsrechte
Lesen Sie nach unter: Grundrech-
te.
Gleichschaltung
Lesen Sie nach unter: Zensur.
Gleitzeit
1. Wird in der Umgangssprache als
Bezeichnung für flexible Arbeitszeit
benutzt.
2. G. ist die Zeitspanne vor und nach
der Kernzeit sowie die Zeit der Mit-
tagspause, während der der Mitar-
beiter nicht zwangsläufig im Betrieb
anwesend sein muß. Die G. gibt dem
Mitarbeiter die Möglichkeit,
Arbeitsbeginn und -ende in einer
vom Unternehmen festgelegten Rah-
menzeit selbst zu gestalten. Zeitgut-
haben, die sich durch Überschreiten
der Sollzeit (Überstunden) ange-
223
Gliederung
sammelt haben, können innerhalb
der G. abgebaut werden. Einige
Unternehmen haben Betriebsverein-
barungen über flexible Arbeitszeit,
die dem Mitarbeiter erlauben, größe-
re Zeitguthaben, nach Absprache mit
dem Vorgesetzten, durch "gleiten",
z. B. über halbe oder ganze Arbeits-
tage auszugleichen.
Lesen Sie auch: Kernzeit, Mittags-
pause, Rahmenzeit, Überstunden.
Gliederung
Lesen Sie nach unter: Absatz, beson-
dere Zahlengliederung.
Globalsteuerung
Die G. beinhaltet die Beeinflussung
gesamtwirtschaftlicher Größen, wie
z. B. Investitionsvolumen, Geld-
menge, Konsum oder Volksein-
kommen. Durch marktkonforme
bzw. systemkonforme Maßnahmen,
vor allem der Geld- und Fiskalpoli-
tik, sollen die Hauptziele der G. -
Preisniveaustabilität, hoher Beschäf-
tigungsstand, außenwirtschaftliches
Gleichgewicht und angemessenes
Wirtschaftswachstum - erreicht
werden. Als gesetzliche Grundlage
dient der Regierung das Stabilitäts-
und Wachstumsgesetz.
Lesen Sie auch: Wachstum.
Glückwunschbrief
Ein G. ist ein Schreiben zu einem
besonderen, positiven Anlaß, in dem
der Absender seine Anerkennung
oder Freude zum Ausdruck bringt.
Anlässe für G. können sein:
Geburtstag, Jubiläum, Beförderung,
Eheschließung, Geburt eines Kin-
des, Verleihung eines Titels u. ä. G.
224
sollten individuell und auf die jewei-
lige Situation abgestimmt sein. Sie
erleichtern sich die Arbeit und ratio-
nalisieren Ihren Schriftverkehr,
wenn Sie gute Formulierungen in
Form eines Texthandbuches sam-
meln und nach Textbausteinen (z. B.
Anrede, Einleitung, Hauptteil,
Abschlußsatz, Grußformel) für den
jeweiligen Anlaß (z. B. Geburtstag,
Jubiläum) auflisten und strukturie-
ren. Dann brauchen Sie bei Bedarf
nur die jeweils passenden Formulie-
rungen herauszusuchen und haben
auch unter Zeitdruck die Gewähr,
einen individuellen und stilistisch
einwandfreien Text entworfen zu
haben.
GmbH
Abk. für Gesellschaft mit beschränk-
ter Haftung.
Gouverneursrat
Lesen Sie nach unter: Internationa-
ler Währungsfonds.
GP
Im Geschäftverkehr häufig ver-
wendete Abk. für Geschäftspart-
ner.
Grafikprogramm
Bei G. wird in zwei Kategorien
unterschieden:
- Analytische Grafik: Bildliche Dar-
stellung von Zahlen aus einem
Tabellenkalkulationsprogramm (z.
B. Excel, Lotus 1-2-3) in Form
von Linien-, Balken- und Kreis-
diagrammen.
- Präsentationsgrafik: Hienu zählen
Mal- und Zeichenprogramme (z.
B. Designer, MAC-Draw), die
umfangreiche Möglichkeiten der
Gestaltung bieten.
Lesen Sie auch: Folien, Präsentati-
onsgrafik.
grafische Bedieneroberfläche
Programme, Verzeichnisse und
Dateien werden hierbei als Symbol
(Icon) dargestellt, welche durch
Anklicken mit der Maus geöffnet
werden können. Die Programme
unter dieser Oberfläche sind meist
nach dem "what you see is what you
get"-Prinzip erstellt, d. h. daß der
Ausdruck auf dem Papier genau so
aussieht wie die Bildschirmdarstel-
lung. Die g. B. erzielt durch ihre ein-
fache Bedienung eine höhere Pro-
duktivität und schafft die Möglich-
keit, neue Programme wesentlich
schneller zu erlernen.
Lesen Sie auch: GEM, Windows.
Grammatik
Die G. ist ein Teil der Sprachwis-
senschaft und beschreibt bzw. ana-
lysiert die Struktur und die Regeln
einer Sprache. Ein wissenschaftli-
ches Werk, in dem Sprachstrukturen
festgehalten und erläutert werden,
bezeichnet man ebenfalls als G. Die
G. gibt Ihnen Aufschluß über den
Aufbau einer Sprache. Sie
beschreibt Gesetzmäßigkeiten,
Zusammenhänge und Regeln bezüg-
lich einzelner Wörter und Wortarten.
Lesen Sie auch: Duden.
Grammatikalisches
Telefon
Diese für manchen segensreiche
Einrichtung ist eine Erfindung unse-
Grammatikalisches Telefon
rer Zeit. Die Sprachberatungsstelle
wurde vor zwölf Jahren gegründet.
Grammatikalische ,,Notfälle", Pro-
blem- oder Zweifelsfälle - Wann
schreibt man groß? Wann schreibt
man klein? Oder: Ist das Komma an
dieser Stelle richtig gesetzt? - kön-
nen telefonisch, also von Mensch zu
Mensch, auf der Stelle behoben wer-
den. In Aachen klingelt das Deutsch-
Telefon jeden Monat rund l000mal.
Diese hohe Quote wird mit der
Zunahme des Schriftverkehrs und
Informationsaustauschs erklärt. Die
eingehenden Anfragen werden von
einem Team von Sprachwissen-
schaftlerinnen und -wissenschaftlern
aufgezeichnet, nach linguistischen
Gesichtspunkten geordnet, ausge-
wertet und praxisnah beantwortet.
Die meisten Fragen betreffen den
Bereich Rechtschreibung, besonders
die Zeichensetzung. Natürlich bleibt
jeder Anruf anonym und wird ver-
traulich behandelt.
Zwei Drittel der telefonisch Ratsu-
chenden sind Sekretärinnen und
Sachbearbeiterinnen, das andere
Drittel bilden Journalisten, Redak-
teure oder Werbetexter. Sie können
sich aber auch nach den in gedruck-
ter Form vorliegenden "Ratgebern"
erkundigen: "Richtige Zeichenset-
zung durch neue, vereinfachte
Regeln" und "Richtige Groß- und
Kleinschreibung durch neue, ver-
einfachte Regeln".
Telefon: (0241) 80 60 74, montags
bis freitags 10.00 bis 12.00 Uhr und
montags bis donnerstags 14.00 bis
16.00 Uhr. Anschrift: Germanisti-
sches Institut der RWTH Aachen,
Eilschornsteinstr. 15, 5100 Aachen.
225
Greenwich
Greenwich
Lesen Sie nach unter: Weltzeituhr.
Gremium
Das G. ist eine organisatorische
Einheit mehrerer Personen ver-
schiedener Stellen ohne interne
Hierarchie.
Als Koordinationsinstrument dient
das G. der vereinfachten Kommuni-
kation und dem Austausch von Spe-
zialkenntnissen.
G. werden auch gebildet für Projek-
te, zur Beratung oder Entschei-
dungsfindung.
Griff
Der ,,reine Griff' ist der Weg eines
Fingers von seiner Grundtaste zur
neuen, beispielsweise vom "f' zum
"r" , und zurück. Dabei werden
Bewegungsvorstellungen, -empfin-
dungen und -impulse miteinander
verbunden und dem Gedächtnis ein-
geprägt.
Lesen Sie auch: Außenspreizgrijfe,
I nnenspreizgrijfe, korrespondieren-
de G., Normalgrijfe, Normalhoch-
grijfe, schwebende Hände, Sicher-
heitsschreiben, Sprunggrijfe, Wort-
aujbauübungen.
Griffehier
Ursache dafür ist die Unsicherheit in
der Kenntnis der Tastlage. Dauern-
de Übung der Konzentrations- und
Reaktionsfähigkeit sorgt für eine
größere Sicherheit, um solche Feh-
ler zu vermeiden.
Griffolge
Zum neu eingeführten Griff kom-
men bekannte Griffwege hinzu.
226
Grifftechnik
Die richtige G. ist Voraussetzung für
den korrekten Schreibfluß und für
ein gutes Schriftbild, aber auch für
ein kraftsparendes Schreiben. Ach-
ten Sie deshalb auf eine einwand-
freie Körper-, Hand- und Fingerhal-
tung - auch auf die immer gleiche
(Ein-)Stellung von Mensch und
Maschine zueinander.
Lesen Sie auch: Außenspreizgrijfe,
I nnenspreizgrijfe.
Griffübungen
Von Meisterschreiberinnen und
-schreibern ist bekannt, daß sie -
neben ihrem normalen Arbeitspen-
sum - regelmäßig Griffübungen trai-
nieren und damit den ökonomischen
Tastenanschlag pflegen sowie zur
Beschleunigung der Bewegungs-
vorgänge beitragen.
Kann zur Nachahmung nur empfoh-
len werden!
Lesen Sie auch: Außenspreizgrijfe,
Innenspreizgrijfe, Wortaujbauübun-
gen.
Großbuchstaben
Durch G. sind Teile eines Textes
besonders auffällig hervorzuheben.
Denkbar ist auch eine Kombination
(Großbuchstaben und Unterstrei-
chen).
Großhandel
Großhändler beziehen ihre Waren in
großen Mengen von den jeweiligen
Erzeugern eines Produkts (z. B. Kar-
toffeln bei landwirtschaftlichen
Betrieben, Lebensmittel bei Lebens-
mittelherstellern) und verkaufen die-
se an verschiedene Betriebe des Ein-
zelhandels. Sie nehmen somit die
Funktion eines Zwischenglieds ein,
das die Waren aufkauft, sammelt
und weiterleitet.
Lesen Sie auch: Einzelhandel.
Großkunden
Lesen Sie nach unter: Key-account-
Management.
Großraumbüro
In einem G. werden funktionsbezo-
gen Gruppen zusammengestellt, die
durch Freiflächen, Stellwände oder
Pflanzen optisch und akustisch von-
einander getrennt werden.
Es werden hierbei ca. 80 % der
Fläche ausgenutzt. Grundgedanke
des G. war es, die Kommunikation
zu verbessern und die Chef/Mitar-
beiter-Distanz zu verringern, was
jedoch schwer in die Praxis umzu-
setzen ist. Durch die Unvollkom-
menheit der Akustik und Klimati-
sierung, durch Konzentrations-
störungen und Unzufriedenheit der
Mitarbeiter hat sich das G. nicht
durchsetzen können.
Großrechenanlage
Ein Großrechner ist ein sehr teurer,
leistungsstarker Zentralrechner, an
den mehrere "dumme" Bearbei-
tungsterminals (Monitor und Tasta-
tur) angeschlossen sind.
Die G. wird als Multiuser-System
bezeichnet, d. h. verschiedene
Benutzer können von ihren Termi-
nals gleichzeitig auf den Zentral-
rechner zugreifen und Daten abfra-
gen oder bearbeiten.
Lesen Sie auch: Personal Computer,
Rechenzentrum.
Großschreibung
Großschreibung
innerhalb eines Textes zu verwen-
den wurde erst im frühen Mittelalter
begonnen, bis dahin standen
"Majuskeln" i. d. R. am Beginn
eines Absatzes. Durch Großschrei-
bung wird ein Wort besonders her-
vorgehoben. So wird der Beginn
eines neuen Satzes optisch durch
Großschreibung herausgestellt. Wei-
terhin werden Eigennamen, Anre-
depronomen und Hauptwörter im
Text durch Großschreibung mar-
kiert. Das hilft uns, den Satz in sei-
ner Gliederung zu erkennen:
Der Gefangene floh - der gefange-
ne Floh.
Nur durch die G. wird deutlich, wel-
ches der Satzgegenstand (Subjekt)
und die Satzaussage (Prädikat) ist.
Nun können viele andere Wortarten
die Funktion eines Hauptwortes in
einem Satz erhalten. Auch in diesem
Fall wird dies durch G. kenntlich
gemacht:
Das Laufen fiel ihr noch schwer.
Laufen ist eigentlich ein Verb, wird
hier aber zum Substantiv umfunk-
tioniert.
Wie kann man einen solchen Funk-
tionswechsel erkennen, um ableiten
zu können, ob ein Wort großge-
schrieben wird oder nicht?
Signale für die Substantivierung
einer Wortart sind:
ein voranstehender Artikel oder
die Möglichkeit, einen Artikel
sinngemäß einzusetzen.
(Beispiel: Das Rauchen ist hier ver-
boten.oder verkürzt Rauchen ist hier
verboten.)
Tip: Genau hinschauen muß man bei
solchen Fällen, wenn eine Präposi-
227
Grundbedürfnisse
tion den Artikel fast "verschluckt"
hat:
(Beispiel: Es ist zum Heulen! ,,zum"
setzt sich aus "zu" und "dem"
zusammen.)
- sogenannte Mengenwörter wie
"alles", "viel", "etwas", "nichts"
etc. Ihnen folgen meist substanti-
vierte Adjektive
(Beispiel: alles Gute, nichts Neues,
etwas Schönes.)
Lesen Sie auch: Kleinschreibung.
Grundbedürfnisse
Lesen Sie nach unter: Maslow-Pyra-
mide.
Grundbuch
1. In der Buchhaltung ist das G. ein
Verzeichnis aller Geschäftsvorfälle,
bevor sie auf die Konten übertragen
werden.
2. Das G. dient der Übersicht und
Offenlegung sämtlicher Rechtsver-
hältnisse an einem Grundstück. Es
ist ein öffentliches Verzeichnis aller
Grundstücke innerhalb eines Amts-
gerichtsbezirks (Ausnahme: in
Baden-Württemberg einer Gemein-
de). Es wird von einer Abteilung des
Amtsgerichts, dem Grundbuchamt,
geführt. Jedes Grundstück erhält ein
Grundbuchblatt.
Das G. hat folgende einheitliche
Gliederung: Bestandsverzeichnis
aller Grundstücke (mit Lage, Größe,
Fläche), Abteilung 1 enthält den
jeweiligen Eigentümer sowie die
Erwerbsgründe; Abteilung 2 enthält
Belastungen (z. B. Reallasten wie
Altenteilsverträge ), Verfügungs be-
schränkungen sowie einstweilige
Sicherungen ohne Grundpfandrech-
228
te; Abteilung 3 enthält die Grund-
pfandrechte (Hypothek, Grund-
schuld).
Die Reihenfolge der Eintragungen
in Abteilung 3 bestimmt den Rang-
platz der Belastung und damit auch
die Reihenfolge, in der Gläubiger
aus dem Grundstück befriedigt wer-
den. Grundbucheintragungen aller
Art sollten immer unverzüglich vor-
genommen werden.
Lesen Sie auch: Baudarlehen.
Grundform
Lesen Sie nach unter: Infinitiv.
Grundgesetz
Das G. ist die Verfassung der Bun-
desrepublik Deutschland. Es wurde
auf Geheiß der drei Westalliierten
durch den Parlamentarischen Rat
ausgearbeitet und trat nach An-
nahme durch die Länderparlamente,
mit Ausnahme Bayerns, 1949 in
Kraft.
Ursprünglich hatte das G. provisori-
schen Charakter. Ziel war es, erst
nach der Wiedervereinigung aller
Besatzungszonen, Deutschland eine
endgültige Verfassung zu geben.
Dementsprechend war das Betreiben
der Wiederherstellung der Einheit
im G. festgeschrieben. Durch die
wachsende Diskrepanz zwischen
West und Ost verlor der provisori-
sche Charakter des G. zunehmend an
Bedeutung. Es erlangte praktisch
Verfassungsstatus, der ihm 1990,
nachdem es von seiner eigenen
Geschichte eingeholt worden war,
auch faktisch zuteil wurde.
Inhaltlich bestimmt das G. Aufbau,
Wesen und Organisation des Staa-
tes, u. a. die Ausrichtung der Bun-
desrepublik als föderativer Staat,
Rechtsstaat, Sozialstaat und indi-
rekte Demokratie; Gewaltenteilung,
Bundestag als die zentrale Instituti-
on, Sicherung der Grundrechte,
Bundesverfassungsgericht. Mit Aus-
nahme bestimmter Grundsätze ist
eine Grundgesetzänderung durch
Bundestag und Bundesrat möglich
(Verfassungsänderung).
Lesen Sie auch: Bundesrat, Bundes-
tag, Meinungsfreiheit, Niederlas-
sungsfreiheit.
Grundhaltung
Lesen Sie nach unter: Optimismus,
Pessimismus.
Grundkapital
Das G. entspricht bei einer AG dem
Nennwert der Aktien. Es entspricht
nicht deren Kurswert. Seine Höhe
beträgt mindestens 100 000 DM.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Eigenkapital.
Grundlinie
Lesen Sie nach unter: Kürzungen auf
den Anlaut, Kürzungen auf Form-
silben.
Grundpfandrecht
Lesen Sie nach unter: Pfand.
Grundrechte
Die G. sind die im Grundgesetz fest-
gelegten Rechte des Bürgers
gegenüber der Staatsgewalt. Der
Wesensgehalt der G. darf nicht
angetastet werden, bei Verletzungen
steht der Rechtsweg offen. Zu unter-
scheiden sind Freiheitsrechte,
Grundsatz
Gleichheitsrechte und besondere G.
Die wichtigsten G. in der Bundesre-
publik Deutschland sind folgende
Artikel:
1 = Schutz der Menschenwürde
2 = Freiheit der Person
3 = Gleichheit vor dem Gesetz
4 = Glaubens- und Gewissens-
freiheit
5 = Freie Meinungsäußerung
6 = Schutz der Ehe und Familie
7 = Recht auf Schule
8 = Versammlungsfreiheit
9 = Vereinigungsfreiheit
10 = Brief- und Postgeheimnis
11 = Recht der Freizügigkeit
12 = freie Berufswahl
13 = Unverletzlichkeit der Woh-
nung
14 = Gewährleistung des Eigen-
tums
15 = Überführung in Gemeinei-
gentum
16 = Staatsangehörigkeit, Asylrecht
17 = Petitionsrecht
18 = Verwirkung der Grundrechte
19 = Einschränkung der Grund-
rechte
33 = Gleicher Zugang zu öffentli-
chenÄmtern
101 = Anspruch auf den gesetzli-
chen Richter
103 = Anspruch auf rechtliches
Gehör vor Gericht
104 = Schutz vor willkürlicher Ver-
haftung
Lesen Sie auch: Diktatur, Liberalis-
mus, Meinungsfreiheit, Postgeheim-
nis, Rechtsstaat, Verfassungsbe-
schwerde.
Grundsatz
Lesen Sie nach unter: Maxime.
229
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
Grundsätze ordnungsgemäßer
Buchführung
Die G. o. B. sind im Handelsgesetz-
buch (HGB) und in der Abgaben-
ordnung (AO) festgeschrieben. Sie
dienen der Vereinheitlichung des
Rechnungswesens, machen es trans-
parent und vergleichbar. Die
Grundsätze besagen, daß
- Bücher geführt werden müssen, in
jedem Fall ein Kontenplan erfor-
derlich ist und aufeinanderfolgen-
de Blätter durchnumeriert sein
müssen. Die Buchungen und Auf-
zeichnungen müssen vollständig,
richtig, zeitgerecht und geordnet
vorgenommen werden. Warenein-
gänge und -ausgänge müssen
getrennt aufgezeichnet werden.
Die Buchführung darf keine fin-
gierten (auf falsche oder erdichte-
te Namen lautende) Konten ent-
halten. Bestands-, Aufwands- und
Ertragsposten müssen separat
erfaßt werden, möglichst keine
gemischten Konten.
- alle Aufzeichnungen in einer
lebenden Sprache verfaßt werden
müssen.
- keine Buchung ohne Beleg vorzu-
nehmen ist; Bücher zehn Jahre und
Belege sechs Jahre aufzuheben
sind.
- die Aufzeichnungen von einem
sachverständigen Dritten ausge-
wertet und nachvollzogen werden
können müssen.
- die Aufzeichnungen stets auf dem
laufenden sein sollen (A-jour-Prin-
zip).
- keine Veränderungen an Auf-
zeichnungen und Buchungen vor-
genommen werden dürfen, die
230
nicht zurückverfolgt werden kön-
nen (Beweiskraftverlust).
Lesen Sie auch: Buchführung.
Grundschuld
Die G. ist das Pfandrecht an einem
Grundstück. Dem Grundstücksei-
gentümer entsteht durch die G. die
Pflicht, dem Grundschuldberechtig-
ten eine Zahlung in Höhe der G. zu
leisten. Bei Verzug ist der Berech-
tigte ermächtigt, sich, wie bei einer
Hypothek, aus dem Grundstück zu
befriedigen. Jedoch ist das Bestehen
einer tatsächlichen Schuld keine
Voraussetzung für die Bestellung
einer G. Nimmt der Berechtigte im
Falle des Leistungsverzuges sein
Pfandrecht wahr, muß er keine
Schuld nachweisen. Bei der Eigentü-
mergrundschuld wird die G. auf den
Namen des Grundstückseigentümers
eingetragen. Dadurch steht sie bei
einer eventuellen Kreditaufnahme
sofort als Sicherheit zur Verfügung.
Die Fremdgrundschuld berechtigt
nicht den Eigentümer, sondern eine
andere Person, i. d. R. einen Kredit-
geber. Der Hauptvorteil für den Kre-
ditgeber ist der Umstand, daß der
Schuldner bei einer eventuellen
Befriedigung aus dem Pfand, keine
Möglichkeit zur Einrede (vgl. Hypo-
thek) hat und weder die Höhe, noch
das Vorhandensein der Schuld nach-
zuweisen sind. Ein weiterer Unter-
schied zur Hypothek liegt darin, daß
sie, wurde sie einmal bestellt, fort-
währenden Bestand hat. Während
die Hypothek nach Wegfall des auf
ihr beruhenden Schuldverhältnisses
gelöscht wird, bleibt die G. bestehen.
Der Form nach unterscheidet man
die Buchgrundschuld, die durch Ein-
tragung ins Grundbuch entsteht und
die Briefgrundschuld, die als Urkun-
de ausgestellt wird.
Lesen Sie auch: Pfandbriefe.
Grundstellung
a s d f j k I ö . Auf den Tasten der
mittleren Buchstabentastenreihe
wird die Grundstellung eingenom-
men, ohne dabei auf die Tasten zu
sehen. Der Schreibfluß muß gewahrt
werden. Dieser Grundsatz gilt für die
Bedienung sämtlicher Tastaturen.
Grundstück
Lesen Sie nach unter: Anlagegüter,
Grundschuld, Leasing.
Grundstückunterlagen
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aufbewahrungsfristen.
Grundtabelle
Lesen Sie nach unter: Einkommen-
steuer.
Gründung
Lesen Sie nach unter: Eigenkapital.
Grüner Punkt
Das Abfallgesetz schreibt für die
Reihenfolge der Entsorgung von
Abfällen vor: Abfallvermeidung hat
Vorrang vor Abfallverwertung,
Abfallverwertung hat Vorrang vor
Abfallentsorgung. Da sich nicht
jeder Abfall vermeiden läßt, ver-
sucht das "Duale System Deutsch-
land", Teile der anfallenden Abfälle
der Verwertung zuzuführen (z. B.
Recycling von Papier, Kunststoff,
Metall). Hersteller, deren Waren in
Gruppenarbeit
wiederverwertbaren (recycelbaren)
Behältnissen verpackt sind, können
durch Mitgliedschaft im "Dualen
System Deutschland" dieses beauf-
tragen, die Behältnisse zu sammeln
und nach dem Sortieren der Wie-
derverwertung zuzuführen. Um zu
erkennen, welche Verpackungen
vom Dualen System Deutschland
gesammelt werden, erhalten diese
den Aufdruck: "Der grüne Punkt".
Dieses Logo stellt zwei ineinander
verschlungene Pfeile in einer kreis
förmigen Fläche dar.
Lesen Sie auch: Ökologie.
Gruppe
Eine G. ist eine begrenzte Anzahl
von Personen oder Dingen, die in
einem bestimmten Zusammenhang
zueinander stehen oder die eine spe-
zielle Gemeinsamkeit haben. Im
sozialen Bereich unterscheidet man
zwischen formellen und informellen
G. Informelle G. entstehen (meist
freiwillig) aufgrund sozialer Bezie-
hungen (z. B. Freundeskreis,
Lebensgemeinschaften). Formelle
G. sind zweckgebundene, zusam-
mengesetzte G., die aufgrund äuße-
rer Gegebenheiten gebildet werden
(z. B. Kollegenkreis). Die Mitglie-
der einer G. übernehmen verschie-
dene Rollen und Aufgaben, stehen
in regelmäßigem Kontakt zueinan-
der und verfolgen meist ein gemein-
sames Ziel.
Lesen Sie auch: Organisationspsy-
chologie.
Gruppenarbeit
Als G.- oder Teamarbeit bezeichnet
man die Arbeit verschiedener Per-
231
Gruppenclown
sonen in einer Arbeitsgruppe zur
Erreichung eines bestimmten
Arbeitszieles. In der G. sollen die
unterschiedlichen Kenntnisse und
Fähigkeiten der Einzelpersonen
genutzt werden, um diese menschli-
chen Ressourcen optimal zur Errei-
chung des Gruppenzieles einzuset-
zen. Die G. profitiert von der Tat-
sache, daß jeder Mensch über unter-
schiedliche Stärken und Schwächen
verfügt, die sich in der Teamarbeit
ausgleichen und ergänzen können
und somit eine optimale Aufgabe-
nerfüllung ermöglichen. Eine erfol-
greiche G. ist jedoch nur möglich,
wenn die Gruppenzusammenset-
zung ausgewogen ist und die Grup-
penmitglieder gleichberechtigt sind.
Lesen Sie auch: Lean Production.
Gruppenclown
In einer Gruppe erfüllt jedes Mit-
glied eine andere Funktion und hat
eine andere Aufgabe. Als G.
bezeichnet man jemanden, der in
einer Gruppe für Heiterkeit sorgt.
Dies kann bewußt oder unbewußt
geschehen. Es kann eine Person sein,
die bewußt für eine heitere und gelö-
ste Atmosphäre sorgt, indem sie die
positiven Aspekte einer Person,
Sache oder Entwicklung heraus-
stellt. Es kann aber auch jemand im
negativen Sinne zum G. werden,
weil er von den anderen Gruppen-
mitgliedern nicht akzeptiert wird
und weil man auf seine Kosten
Späße macht.
Gruppendiskussion
Eine G. ist ein Meinungsaustausch
zu einem bestimmten Thema. Unter-
232
schiedliche Auffassungen werden
erörtert und besprochen. In Unter-
nehmen werden solche G. geführt,
um die Mitarbeiter in Entschei-
dungsfindungsprozesse mit einzu-
beziehen.
Zumeist wird ein Diskussionsleiter
bestimmt, der dafür verantwortlich
und zuständig ist, daß jeder zu Wort
kommt und nicht ein einzelner die
Diskussion bestreitet. Häufig wer-
den auch Moderatoren eingeladen,
die auf Tafeln, Stell wänden etc. die
wichtigsten Punkte zusammenfas-
sen und die Diskussion so leiten, daß
am Ende ein Resultat wahrschein-
lich ist.
Lesen Sie auch: Brainstorming.
Gruppenführer
Der G. ist der Leiter einer formel-
len oder informellen Gruppe, der sei-
ne Aufgaben, Befugnisse und seine
Autorität entweder durch die Hier-
archie erhält (formelle Gruppe) oder
der diese Rolle aufgrund seiner Per-
sönlichkeitsmerkmale zugewiesen
bekommt (informelle Gruppe). Der
G. hat die Aufgabe, das Zusammen-
gehörigkeitsgefühl der Gruppe zu
stärken, Differenzen auszugleichen,
die Gruppe zielgerichtet zu leiten
und für die Gruppe zu sprechen.
Gruppengefühl
Als G. bezeichnet man das Zusam-
mengehörigkeitsgefühl einer Grup-
pe. Es ist die Einstellung eines jeden
Gruppenmitglieds zu den anderen
Mitgliedern sowie zum Zweck der
Gruppe.
In einer Gruppe soll nicht gegenein-
ander gearbeitet werden, sondern
miteinander. Erst wenn es in einer
Gruppe gelingt, diese Einstellung
aufzubauen, werden aus Einzel-
kämpfern Teamarbeiter und man
kann von einem G. sprechen, d. h.
die Mitglieder fühlen sich verbun-
den und engagieren sich füreinander.
Das G. stellt die Grundvorausset-
zung für wirkliche Teamarbeit dar.
Gruppenruf
Lesen Sie nach unter: Cityruf
grüßen
Am Anfang eines jeden Kontaktes
steht der Gruß oder das G. Das G.
kann z. B. durch Kopfnicken oder
durch das Entbieten des "Guten
Tag", "Guten Abend" erfolgen. G.
Sie Ihren Gesprächspartner mit
einem offenen Blick und - einem
Lächeln.
Grundsätzlich gilt:
- der Herr grüßt die Dame,
- der Jüngere den Älteren,
- der Rangniedere den Ranghöhe-
ren,
- der Einzelne die Gruppe,
- wer einen Raum betritt, die darin
Anwesenden.
Erfreulicherweise wird es heute
immer mehr üblich, daß der, der den
anderen zuerst sieht, grüßt.
Lesen Sie auch: begrüßen.
Grußformel
Die G. ist ein umfangreiches Gebil-
de, das aus dem Gruß, der Absen-
derbezeichnung (nicht postalisch),
der Vollmachtsbezeichnung, der
maschinenschriftlichen Wiederho-
lung der Unterschrift und dem Anla-
ge- und Verteilvermerk besteht.
Gutschrift
Die Grußformel wird mit minde-
stens einer Leerzeile vom vorherge-
henden Text abgesetzt. Sie beginnt
an der Fluchtlinie (Grad 10).
Abstand zur Firmenbezeichnung:
eine Leerzeile. Zwischen "Hoch-
achtungsvoll" und ,,Mit freundlichen
Grüßen" sind Unterschiede, die sich
nach dem Inhalt richten. Bei Behör-
denbriefen beginnt der Gruß auf
Grad 45!
Lesen Sie auch: Anlage- und Ver-
teitvermerk.
Gutachten
Lesen Sie nach unter: Sachverstän-
digenrat.
Güter
Lesen Sie nach unter: Bedarf,
Bedürfnis, heterogene Güter, homo-
gene Güter, inferiore Güter.
Gutgläubigkeit
Lesen Sie nach unter: Eigentums-
vorbehalt.
Guthaben
Lesen Sie nach unter: Valuta.
Gutschrift
Wenn ein Kunde Waren zurücksen-
det, beispielsweise weil sie fehler-
haft sind und Ihre Firma für die vor-
liegenden Fehler verantwortlich ist,
oder wenn in einer Rechnung ein
Fehler zugunsten Ihrer Firma
gemacht wurde, so werden Sie nor-
malerweise zum Ausgleich der
Rechnung dem Kunden eine G.
zusenden und ihn bitten, den Fehler
zu entschuldigen.
Lesen Sie auch: Girokonto.
233
GuV
GuV
Abk. für Gewinn- und Verlustrech-
nung.
GWB
Abk. für Gesetz gegen Wettbe-
werbsbeschränkung.
Lesen Sie auch: Kartellgesetz.
Gymnastik
besteht aus Übungen und Bewe-
234
gungen zu sportlichen und heilenden
Zwecken.
Sie dient der erhöhten Beweglichkeit
des Körpers, wobei eine Ganzkör-
perbewegung erzielt wird, im
Gegensatz zu anderen Sportarten,
die nur spezielle Körperteile be-
anspruchen. G. zu heilenden
Zwecken zeigt große Erfolge und
dient vielen zur Entspannung und
Erholung.
Haarstriche
Die kurzschriftlichen Zeichen für "e,
0, i, ei" sind Haarstriche, d. h.
Auf-, Schräg- und Flachstriehe.
Gerade H. werden durch ein
Häkchen verbunden.
Haftpflichtversicherung
Gesetzlich ist jeder mit seinem
gesamten Vennögen zum Schaden-
ersatz verpflichtet, der einem Drit-
ten gegenüber einen Schaden verur-
sacht hat. Diese Schäden können
sein: Personen-, Sach- oder Vennö-
gens schäden. Durch eine H. kann
sich jeder vor den finanziellen Fol-
gen einer Haftpflicht schützen. Die
Höhe der Haftung ist abhängig von
der Höhe der vereinbarten Versi-
cherungssumme (Deckungssumme).
Die private H. ist freiwillig, die Kfz-
H. hingegen ist Pflicht.
Haftung
bedeutet die gesetzliche Verpflich-
tung einer natürlichen oder juristi-
schen Person, für einen entstande-
nen Schaden bzw. für eine beste-
hende Schuld einstehen zu müssen.
Grundsätzlich ist der Schuldner mit
seinem gesamten Vennögen zur H.
verpflichtet.
Im Wirtschaftsleben hängt das Haf-
tungskapital der einzelnen Personen
von der Untemehmensfonn ab. Prin-
zipiell haften Gesellschafter von
H
Kapitalgesellschaften nur mit ihrem
Geschäftsvennögen.
Gesellschafter von Personengesell-
schaften haften mit ihrem Geschäfts-
und Privatvennögen (Vollhafter)
bzw. nur mit ihrem Geschäftsver-
mögen (Teilhafter). Einzelunterneh-
mer haften mit ihrem gesamten Ver-
mögen.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
BGB-Gesellschaft, Gesellschaft mit
beschränkter Haftung, Komple-
mentär, offene Handelsgesellschaft,
Unternehmensform.
Häkchen
Ein "Häkchen" wird nach Aufstrich
(Importe, desto) nach e, 0, i und ei
(reell, Oase, Feier) und bei Haar-
strichkürzeln (geradeso, seien)
geschrieben. Nach deutschen Vor-
silben be- oder zu- wird kein
Häkchen geschrieben (beobachten,
zueignen).
halbe Anführungszeichen
Soll in einer Anführung eine weite-
re Stelle "angeführt" werden, setzt
man den Apostroph (Auslassungs-
zeichen). Beispiel:
"Weshalb", fragte er, "sagt Dir die
Bezeichnung 'Vita' wieder nicht
zu?"
Halbleitermaterial
Lesen Sie nach unter: Chips.
235
Halbtagsbeschäftigung
Halbtagsbeschäftigung
Lesen Sie nach unter: Job Sharing.
Hallenbegehungsplan
ist ein Plan, der am Eingang einer
Halle angebracht werden muß und
mindestens Angaben über Flucht-
wege, Notausgänge und Standorte
der Feuerlöscher enthalten muß.
Halogenlicht
Halogenleuchten sollten nicht als
Schreibtischlampen verwendet wer-
den, da sie UV -Licht ausstrahlen, es
sei denn, vor der eigentlichen Leuch-
te ist eine Glasplatte angebracht.
UV-Strahlung kann zu Sonnen-
brand, Bindehautentzündungen und
schweren Hautschäden bis hin zu
Hautkrebs führen, wenn sie aus
kurzem Abstand und über längere
Zeit einwirkt.
Lesen Sie auch: Ergonomie, Leucht-
stoffröhren.
Hammelsprung
Der H. bezeichnet ein aus dem engl.
Parlamentarismus stammendes
Abstimmungsverlahren, das auch im
Bundestag angewandt wird. Kann
bei einer Handabstimmung kein ein-
deutiges Ergebnis festgestellt wer-
den, verlassen sämtliche Abgeord-
nete den Plenarsaal. Danach wird
drei verschiedenen Türen entweder
Ja, Nein oder Stimmenthaltung
zugeordnet. Die Abgeordneten stim-
men ab, indem sie durch eine der
Türen, entsprechend ihrer Abstim-
mungsabsicht, den Saal betreten.
Handbuch
Lesen Sie nach unter: Manual.
236
HanddIktIergerät
Während die Sekretärin bzw.
Schreibkraft über ein Bürodiktier-
gerät verlügt, besitzt der Diktant in
den meisten Fällen ein H., das auf-
grund seiner Abmessungen leicht zu
transportieren ist und dessen Funk-
tionen sich in erster Linie auf die
Aufnahme und die Kontrolle des
diktierten Textes beschränken. Das
H. ist batteriebetrieben und ermög-
licht die Nutzung unabhängig von
Bürozeiten.
Lesen Sie auch: Diktiergerät, Büro-
diktiergerät, Reisediktiergerät.
Händedruck
Die Sitte des Handreichens ist ein
Ritual aus frühgeschichtlicher Zeit.
Damit wurde ausgedrückt, daß die
Begegnung friedlich war. Darüber
hinaus galt der Handschlag lange
Zeit als Bekräftigung von Verträgen
und Gelübden.
Die zur Begrüßung gereichte Hand
sollte nicht zu fest und nicht zu leicht
gedrückt werden. Sympathisch wird
ein H. empfunden, wenn die Hand
natürlich, offen und gerade gereicht
wird. Als aufgeklärte Sekretärin
werden Sie sich Ihr Urteil über eine
Person aber nicht nur aufgrund des
H. bilden! Das Vorurteil, ein
"lascher" H. lasse auf einen
"laschen" Charakter schließen, ist
eben nicht mehr als ein Vorurteil.
Im deutschsprachigen Raum ist
das Händeschütteln ein beliebtes
Ritual.
Bei ausländischen Gästen, insbe-
sondere bei Gästen aus den USA
und Japan, sollten Sie beachten, daß
man dort mit dem Händeschütteln
sehr viel zurückhaltender ist als bei
uns.
Lesen Sie auch: begrüßen, bekannt-
machen.
Handelsabkommen
sind langfristige Vereinbarungen
zwischen zwei oder mehreren Staa-
ten, die den Handel zwischen diesen
im allgemeinen oder den Handel mit
bestimmten Produkten vereinfachen
oder regeln sollen. So regelt das
Internationale Kaffeeabkommen z.
B. das Angebot des Kaffees auf dem
freien Weltmarkt. Die exportieren-
den Länder sind oft auf den Kaffee
als einziges Exportgut angewiesen,
so daß ein starker Preisverfall zu
ihrem Ruin führen könnte.
Das bekannteste und sicherlich
bedeutendste H. ist das GATT.
GATT steht für Allgemeines Zoll-
und H. Ihm sind die meisten Länder
der Erde beigetreten. Es regelt den
internationalen Handel auf Basis der
Nichtdiskriminierung und der Meist-
begünstigung.
Lesen Sie auch: GA1T.
Handelsbeschrinkung
Lesen Sie nach unter: Handels-
hemmnisse.
Handelsbilanz
Die H. ist die Gegenüberstellung
aller Warenein- und ausfuhren eines
Landes innerhalb einer Abrech-
nungsperiode. Die H. ist eine Unter-
bilanz der Zahlungsbilanz, in der alle
Transaktionen mit dem Ausland für
ein Land wertmäßig dargestellt wer-
den. Exporte werden auf der Aktiv-
seite erfaßt, wogegen Importe auf
Handelsbilanzüberschuß
der Passivseite erfaßt werden.
Exporte führen zu Devisenzugän-
gen, Importe zu Devisenabflüssen.
Da es sich bei der Zahlungsbilanz
um ein System doppelter Buch-
führung handelt, bei dem jeder Vor-
gang doppelt registriert wird, ist die
Zahlungsbilanz formal immer aus-
geglichen. Trotzdem kann es zu
Ungleichgewichten kommen, näm-
lich dann, wenn eine Teilbilanz nicht
ausgeglichen ist.
Lesen Sie auch: Dienstleistungsbi-
lanz.
HandelsbIlanzdefizit
Lesen Sie nach unter: Self-Restric-
tion.
HandelsbilanzüberschuB
Ein H.liegt dann vor, wenn in einem
Land in einer Abrechnungsperiode
die Ausfuhren wertmäßig größer
sind als die Einfuhren. Durch das
System der doppelten Buchführung
ist die Zahlungsbilanz des Landes
formal zwar immer ausgeglichen,
jedoch kann es zu unausgeglichenen
Teilbilanzen kommen. Dies ist beim
H. der Fall. Für das Land hat dies zur
Folge, daß die Devisenreserven stei-
gen. Einerseits kann dies Arbeits-
plätze schaffen oder erhalten, da die
Waren, die verkauft werden, ja erst
mit Hilfe von Arbeitern erstellt wer-
den müssen. Andererseits kann dies
die Inflation anheizen, da der Geld-
menge, die sich durch die Devisen-
zuflüsse bildet, nicht im gleichen
Maße Waren gegenüberstehen, denn
die befinden sich ja im Ausland. In
jedem Fall ist es problematisch, hohe
Bilanzungleichgewichte zu haben.
237
Handelsblatt
Der angestrebte Idealfall sind aus-
geglichene Teilbilanzen.
In der Bundesrepublik. Deutschland
ist die Handelsbilanz traditionell
unausgeglichen. Bei uns herrscht
meist ein mehr oder weniger großer
H., der nur unzureichend von der
defizitären Dienstleistungsbilanz
und der Bilanz der unentgeltlichen
Leistungen kompensiert wird.
Handelsblatt
Das H. ist ist eine Tageszeitung, die
von der H. Verlags-Gesellschaft
GmbH täglich herausgegeben wird.
Folgende Themen werden dort täg-
lich in gleicher Reihenfolge behan-
delt: Wirtschaft und Politik, Welt-
wirtschaft, Geld und Kredit, Unter-
nehmen und Märkte sowie ein Son-
derteil und ebenfalls (eine Zeitung
in der Zeitung) zum Thema Finan-
zen. Aktuelle Börsennachrichten
sind enthalten. Zielgruppe der Zei-
tung sind Wirtschaftsfachleute,
Unternehmer, Unternehmensberater,
Börsenmakler, Industriemanager
und alle, die sich für die oben auf-
geführten Themen interessieren.
Handelsbrief
Lesen Sie nach unter: Archivwert,
gesetzliche Aujbewahrungsfristen.
Handelsbücher
Lesen Sie nach unter: gesetzliche
Aujbewahrungsfristen.
Handelsgesellschaft
wird in Deutschland ein Zusam-
menschluß von zwei oder mehreren
Personen genannt, die als gemein-
same Firma Handelsgeschäfte
238
betreiben wollen. Die H. muß im
Handelsregister eingetragen werden.
Für sie gilt das HGB (Handelsge-
setzbuch). Es gibt zwei Hauptarten:
- Personengesellschaften (KG,
OHG) und
- Kapitalgesellschaften (AG,
GmbH).
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Handelsregister, Gesellschaft mit
beschränkter Haftung.
Handelsgesetzbuch
(HGB). Das HGB regelt die wirt-
schaftlichen Tätigkeiten bestimmter
gewerblicher Unternehmer. Es
beschränkt sich nicht nur auf den
eigentlichen Handel (Groß- und Ein-
zelhandel), sondern umfaßt auch die
rechtlichen Verhältnisse in der Indu-
strie und weitgehend auch die des
Handwerks sowie die der Urerzeu-
gung von Grund- und Rohstoffen (z.
B. Bergbau).
Lesen Sie auch: Generalvollmacht,
Privates Recht.
Handelsgewerbe
Lesen Sie nach unter: Vollkaufleute.
Handelshemmnisse
behindern den freien internationalen
Austausch von Gütern. Dazu zählen
tarifäre Hemmnisse, wie z. B. Ein-
und Ausfuhrverbote, Mengenbe-
schränkungen, Zölle und Kartelle.
Erfolgreich war ihr Abbau u. a.
durch das GATT. Nicht-tarifäre H.,
wie z. B. technische Vorschriften
und Lebensmittelvorschriften, wur-
den eher durch wirtschaftliche
Zusammenschlüsse wie die EG ver-
ringert.
Handelsrecht
Das H. ist der Oberbegriff für sämt-
liche das Handelsgewerbe betref-
fende gesetzliche Verordnungen. Es
regelt den Handelsverkehr zwischen
Kaufleuten, Handelsgesellschaften
und ihren Geschäftspartnern. Es bil-
det somit den rechtlichen Rahmen,
dem Kaufleute und Handelsgesell-
schaften während der Ausübung
ihrer geschäftlichen Tätigkeiten
unterliegen. Geregelt ist das H. zum
einen im HGB (Handelsgesetzbuch),
zum anderen gelten eine Vielzahl
spezieller Gesetze wie z. B. Aktien-
recht, GmbH-Gesetz, Güterkraft-
verkehrsgesetz, Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb, Kartellge-
setz oder das Wechselrecht. Ergänzt
wird es durch das BGB (Bürgerli-
ches Gesetzbuch).
Handelsregister
Das H. ist ein öffentliches Ver-
zeichnis der Vollkaufleute und Kapi-
talgesellschaften (z. B. AG, OHG),
das bei den Amtsgerichten geführt
wird. Eingetragen sind die Firmen-
inhaber, Gesellschafter und Haf-
tungsverhältnisse sowie die Höhe
des Eigenkapitals. Die Pflicht zur
Eintragung regelt das HGB (Han-
delsgesetzbuch). Jeder hat das Recht
auf kostenlose Einsicht.
Lesen Sie auch: Gesellschaft mit
beschränkter Haftung.
Handelssachen
Lesen Sie nach unter: Landgericht.
Handelsvertrag
H. sind zwischenstaatliche Verein-
barungen, die den Außenhandel zwi-
Handhaltung
schen zwei Ländern regeln. H. sind
Verträge zwischen zwei Staaten, die
meist kurzfristigerer Natur sind. In
ihnen wird der Außenhandel der bei-
den Länder geregelt. So können bei-
spielsweise Im- oder Exportquoten
oder auch Kontingente für bestimm-
te Produkte festgelegt werden. Auch
Zollvereinbarungen können Gegen-
stand von H. sein.
H. werden von gesetzlichen Vor-
schriften, wie z. B. dem Außenwirt-
schaftsgesetz, beeinflußt. Außerdem
sollte ein geschlossener H. auch mit
anderen Abkommen, z. B. dem
GATT (Allgemeines Zoll- und Han-
delsabkommen), in Einklang stehen.
Lesen Sie auch: GATT.
handgymnastische
Übungen
Ab und zu tut den Händen eine gym-
nastische Übung zur Lockerung
richtig gut. Eine Übung für die
Handgelenke: Unterarm waagerecht
halten; Mittelhand mit gespreizten
Fingern möglichst weit nach oben
und dann nach unten bewegen; und
das gleiche auch mit geschlossener
Hand. Übung für die Finger: Alle
Finger möglichst strecken und dabei
spreizen; dann alle Finger mit größt-
möglicher Spannung krallenartig
zurückbiegen, erst alle Finger
gleichzeitig, dann einzeln.
Lesen Sie auch: Griffübungen.
Handhaltung
Nach weit verbreiteter Ansicht ist
die parallele Haltung der Hände ein
entscheidender Faktor für die - und
darauf kommt es in Ihrem Beruf an
- Schreibrichtigkeit.
239
Handkasse
Handkasse
Lesen Sie nach unter: Kasse.
Handlungsbevollmächtigter
Lesen Sie nach unter: Unter-
schriftsvollmacht.
Handlungsvollmacht
ist die Vollmacht, auch ohne Proku-
ra alle Geschäfte vornehmen zu dür-
fen, die der Betrieb eines Handels-
gewerbes gewöhnlich mit sich
bringt. Ausgenommen sind somit
Grundstücksgeschäfte, Annahme
(Akzepte) von Wechseln, Aufnahme
von Darlehen und die Pro-
zeßführung, es sei denn, dies wur-
de gesondert erlaubt.
Die H. ist geregelt in § 54 des Han-
delsgesetzbuchs (HGB). Die H. muß
vom Arbeitgeber nicht ausdrücklich
erteilt werden; sie kann bereits ent-
stehen, wenn er entsprechende
Geschäfte seines Angestellten still-
schweigend duldet.
H. kann auch von Prokuristen des
Unternehmens erteilt werden. Sie ist
nicht ins Handelsregister einzutra-
gen.
Lesen Sie auch: Generalvollmacht,
Prokura.
Handrücken
Lesen Sie nach unter: Körperhal-
tung.
Handschlag
Lesen Sie nach unter: Händedruck,
verabschieden.
Handwechselfolgen
Lesen Sie nach unter: Komparativ-
schreiben.
240
Hingeregistratur
Die H. ist eine Alternative zur Ord-
nung, Verwaltung und Aufbewah-
rung von Schriftgut - man bezeich-
net sie auch als vertikale Ablage. In
genonnte Einsätze für Schreibtische
oder Schränke werden Mappen ein-
gehängt. In diese Mappen kann das
Schriftgut entweder geheftet oder als
lose Ablage einsortiert werden. Die
Organisationsleisten am oberen
Rand der Mappen bieten Ihnen die
Möglichkeit, Reiter, Farben oder
andere Signale anzubringen. Mit
einer H. können Sie eine Vielzahl
von Einzelvorgängen schnell und
übersichtlich ordnen. Sie eignet sich
besonders für die Arbeitsplatzabla-
ge und zur Tenninverwaltung (z. B.
Wiedervorlage). Diese Registratur-
fonn hat jedoch den Nachteil, daß
sie platzraubend und teuer in der
Anschaffung ist.
Lesen Sie auch: Registratur, Reiter.
Hängetrog
Befindet sich im Schreibtisch kein
Hängezug für die Hängeregistratur
oder benötigt man mehr Hängeraum,
so hilft man sich mit einem H. Es
gibt diese Aufbewahrungsmittel für
die Hängemappen in fester und fle-
xibler Fonn.
Hardcopy
ist die engl. Bezeichnung für Kopie
des Bildschirms (auf Papier). Die H.
wird meist durch eine bestimmte
Tastenkombination ausgelöst.
Harddlsk
Lesen Sie nach unter: Festplatte,
Floppy Disk.
Hardware
Bezeichnung für alle zu einer Daten-
verarbeitungsanlage gehörenden
technischen Geräte und Zubehörtei-
le. Dazu zählen Ein- und Ausgabe-
geräte, wie z. B. Tastatur, Maus,
Monitor und Drucker sowie auch
Speicherelemente und Verbin-
dungsleitungen.
Lesen Sie auch: Software.
Harzburger Modell
Das H. ist eine Führungstechnik, die
insbesondere versucht, die Mitar-
beiter in den Entscheidungsprozeß
eines Unternehmens mit einzube-
ziehen. Durch Stellenbeschreibun-
gen werden Ziele, Aufgaben, Kom-
petenzen und Verantwortung deut-
lich abgegrenzt und die Verantwort-
lichkeit mittels Führungsanweisung
in Handlungs- und Führungsverant-
wortung unterteilt.
Das H. M. galt lange als Gegensatz
zu einem autoritär-patriarchalischen
Führungsstil. Kritisch betrachtet
ersetzt das H. M. jedoch personen-
bezogene individuelle Zwänge
durch formale generalisierende
Zwänge. Deutlich zeigt dies die typi-
sche Stellenbeschreibung als
Bestandteil des H. M.:
- Stellenbezeichnung
- Dienstvertrag
- Unterstellung (disziplinarisch,
fachlich)
- ÜbersteIlung
- Stellvertretung
- Ziel der Stelle
- Aufgaben (allgemeine bzw. sach-
liche Aufgaben, Einzelaufträge)
- Kompetenzen (Befugnisse, Voll-
machten)
Hauptmenü
- Zusammenarbeit (innerhalb und
außerhalb der Firma)
- Anforderungen an den Stellenin-
haber
- Bewertungsmaßstab
- Einverständnis des Stelleninhabers
und des Vorgesetzten.
Das H. M. ist eine besondere Form
des "Management by Delegation"-
Prinzips.
Lesen Sie auch: Management by ...
(-Techniken).
Hauptabteilung
Lesen Sie nach unter: Bereichslei-
ter.
HauptaufgabenlIste
Die H. ist eine "grobe" Aufstellung
über die an dem entsprechenden
Arbeitsplatz zu erledigenden Arbei-
ten.
Sie kann z. B. bei Bewerbungsge-
sprächen ein Anhaltspunkt sein,
ebenso hilfreich ist sie bei Vertre-
tungen: Alle wichtigen Aufgaben
sind dort aufgelistet; die Vertretung
kann entscheiden, was "liegen blei-
ben" kann. Darüber hinaus ist sie ein
Entscheidungskriterium bei der täg-
lichen Prioritätensetzung im Sekre-
tariat.
Lesen Sie auch: Aufgabenschwer-
punkte.
Hauptmenü
Über den Bildschirm erhält der
Bediener Anweisungen oder Hilfen.
Ein Menü ist in verschiedene Stufen
eingeteilt:
Ausgehend vom Eröffnungsmenü
zum H. mit dem Untermenü 1 (z. B.
Schreiben), Untermenü 2 (Drucken),
241
Hauptsatz
Untermenü 3 (Besonderheiten),
Untermenü 4 (Formatieren) usw.
Hauptsatz
Der H. ist ein selbständiger, anderen
Sätzen nicht untergeordneter Satz.
Beispiel: Die Sonne scheint wieder
nicht.
Lesen Sie auch: Nebensatz, Satz.
Hauptstadt
Die H. ist in der Regel die Stadt, in
der die Regierung und das Parlament
eines Staates ihren Sitz haben. H. der
Bundesrepublik Deutschland ist
Berlin. Bonn bleibt als Verwal-
tungssitz erhalten (Sonderstatus).
Manche Staaten haben allerdings
zwei H., z. B. die Republik Südafri-
ka (Pretoria ist Regierungssitz, Kap-
stadt Parlaments sitz) oder die Nie-
derlande (Amsterdam und Den
Haag, der Sitz der Regierung).
Hauptversammlung
Eine H. ist die gesetzlich vorge-
schriebene jährliche Versammlung
von Aktionären, Vorstand und Auf-
sichtsrat von Aktiengesellschaften.
Die Aufgaben der H. sind: Entla-
stung von Vorstand und Aufsichts-
rat, Beschlüsse über die Verwen-
dung der Gewinne, Wahl des
Abschlußprüfers und der Aktionärs-
vertreter im Aufsichtsrat.
Für die meisten Aktionäre üben die
Banken das Stimmrecht in der H.
aus.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Aufsichtsrat, Vorstand.
Hauptwort
Lesen Sie nach unter: Substantiv.
242
Haushaltsplan
Im H., auch Budget oder Etat
genannt, werden die voraussichtli-
chen Einnahmen und Ausgaben der
öffentlichen Haushalte (Bund, Län-
der, Gemeinden) für das kommende
Jahr einander gegenübergestellt.
Grundlage sind die Einnahmen und
Ausgaben des vergangenen Jahres.
Er wird für den Bundeshaushalt vom
Bundesfinanzminister erstellt auf der
Grundlage der Einzelpläne der ver-
schiedenen Ministerien erstellt.
Anschließend wird er als Gesetz
vom Parlament verabschiedet. Spä-
tere Mehrausgaben werden als
Nachtragshaushalt beschlossen. Ein-
nahmen und Ausgaben müssen voll-
ständig und ausgeglichen sein. Falls
die Einnahmen zu niedrig sind, wer-
den Kredite aufgenommen. In den
Ausgaben spiegelt sich das politi-
sche Programm der Regierung wie-
der. H. von privaten Haushalten und
Unternehmungen nennt man Wirt-
schaftspläne.
Lesen Sie auch: Bundeshaushalt,
Nachtragshaushalt, Staatshaus-
halt.
Hausmitteilungen
betreffen zu regelnde Situationen
oder Mitteilungen zu Abläufen/
Besonderheiten auch grundsätzli-
cher Art in Ihrem Unternehmen.
Empfanger sind alle Mitarbeiter. Die
H. sind durchlaufend numeriert und
werden in der Regel von der Unter-
nehmensleitung unterschrieben.
Achten Sie darauf, daß diese Mittei-
lungen vollständig vorliegen, damit
Sie im Bedarfsfalle direkten Zugriff
haben und nachlesen können.
Hauspost
Zur H., auch interne Post genannt,
zählt man: Schreiben einer Abtei-
lung zu einer anderen, Hausmittei-
lungen, Berichte, Rundschreiben,
Statistiken, Protokolle, EDV -Listen,
Betriebs- und Organisationsanwei-
sungen etc.
Die H. wird entweder über eine zen-
trale Poststelle abgewickelt oder
durch Boten mehrmals täglich beför-
dert und verteilt.
Lesen Sie auch: zentrale PoststeIle.
Hausse
An der Börse werden der Auf-
schwung der Konjunktur sowie das
Ansteigen der Kurse von Aktien und
anderen Wertpapieren H. genannt.
Das Absinken der Kurse nennt man
Baisse. Verbunden ist die H. eines
Großteils der Wirtschaft mit einem
wachsenden Beschäftigungsgrad
und steigenden Preisen.
Lesen Sie auch: Baisse.
HO
Abk. für Harddisk und für High
Density.
Lesen Sie auch: Festplatte, Floppy
Disk.
Head Count Reduction
(eng!.) bedeutet im wörtlichen Sinn
die Reduzierung der Anzahl "Köp-
fe". Gemeint ist damit ein Abbau der
Mitarbeiterzahl in einem Unterneh-
men.
Head-Crash
Hatten Sie schon einmal einen H.-
C.? Dann waren Sie froh, über eine
Sicherungskopie zu verfügen. Der
Heftmaschine
H.-C. ist ein Aufsetzen des Schreib-
bzw. Lesekopfes einer Festplatte auf
die Magnetschicht. In der Regel ist
die Festplatte dann unbrauchbar. Zur
Vermeidung des H.-C. sollten Sie
Ihre Harddisk "parken".
Headhunter
sind Unternehmensberater in perso-
nellen Angelegenheiten. Sie werden
in der Regel nur zur Suche nach qua-
lifIZierten Führungskräften oder von
Führungskräften zur Suche nach
qualifIZierten Tätigkeiten eingesetzt.
Lesen Sie auch: Personalberater.
Hearing
abgeleitet vom gleichbedeutenden
eng!. Begriff .. hearing" = Hören. H.
ist im ursprünglichen Sinne die
Anhörung von Sachverständigen
und Zeugen durch einen Parlament-
sausschuß. Seit Beginn der 70er Jah-
re hat auch die Anhörung von Bür-
gern und Bürgerinitiativen durch
Kommunalverwaltungen und Par-
teien vor Durchführung größerer
Projekte an Bedeutung gewonnen.
Hebelbriefordner
Lesen Sie nach unter: Ordner.
Heftklammer
Lesen Sie nach unter: Enthefter.
Heftmaschine
ist ein Gerät zum Zusammenheften
von mehreren Blättern mit oder ohne
Heftklammern. Die Vorteile bei der
Maschine ohne Klammem sind: kein
,,Nachladen", kein Nachkaufen von
Heftklammern (dadurch umwelt-
freundlich).
243
Heftrand
Heftrand
Lesen Sie nach unter: Papieranlage.
Heimarbeit
Lesen Sie nach unter: Arbeitnehmer.
Hektik
Lesen Sie nach unter: Schreibtisch-
ordnung, Zeit- oder Arbeitsblock-
bildungen.
Hercules-Karte
Dabei handelt es sich um eine
bekannte GrafIk-Karte für Personal
Computer. Die Darstellung ist ein-
farbig.
Hermes-Bürgschaft
Die Hermes Kreditversicherungs-
AG mit Sitz in Hamburg ist ein
Finanzinstitut zur Abwicklung der
staatlichen Ausfuhrgarantien und -
bürgschaften deutscher Importeure.
Man unterscheidet zwischen Fabri-
kations- und Ausfuhrrisiko. Fabri-
kationsrisiko bedeutet, daß die Ver-
sendung der fertiggestellten Ware
dem Exporteur wegen wirtschaftli-
cher Schwierigkeiten des Bestellers
oder wegen politischer Ereignisse im
Land des Bestellers nicht zugemutet
werden kann. Bei dem Ausfuhrrisi-
ko besteht die Gefahr der Unein-
bringlichkeit der Forderung wegen
Zahlungsunfahigkeit des Abnehmers
oder wegen staatlicher Maßnahmen
des Schuldnerlandes. Tritt ein Scha-
densfall ein, so vergütet der Bund
den Ausfall abzüglich einer Eigen-
beteiligung des Exporteurs. Die Her-
mes Kreditversicherungs-AG wird
hauptsächlich durch die deutsche
Exportwirtschaft selbst fInanziert.
244
Man bezeichnet die Versicherung
von Geschäften mit privaten auslän-
dischen Abnehmern als Garantie,
von Geschäften mit staatlichen Stel-
len als Bürgschaft.
Hersteller-Leasing
Lesen Sie nach unter: Leasing-
Gesellschaften.
Hervorhebungen
Die folgenden acht Hervorhebungs-
arten werden am meisten verwendet,
um wichtige Textteile hervorzuhe-
ben: Einrücken (Schreibbeginn auf
Grad 20), Unterstreichen, Sperren,
Anführungszeichen, Großbuchsta-
ben, Wechsel der Schriftart, Fett-
schrift, Zentrieren (= Einmitten).
Lesen Sie auch: einmitten, Fett-
druck, sperren.
heterogene Güter
sind auf dem Markt gehandelte
Güter, die sich in ihrem Aussehen,
ihrer Qualität, Verpackung oder Lie-
ferzeit unterscheiden oder vom Käu-
fer als ungleichartig angesehen wer-
den. H. G. können sehr wohl mit-
einander konkurrieren, wie z. B. ver-
schiedene Automarken.
Das Gegenteil von h. G. sind homo-
gene Güter.
Lesen Sie auch: homogene Güter.
HGB
Abk. für Handelsgesetzbuch.
Hilfsbereitschaft
Seien Sie stets hilfsbereit, aber las-
sen Sie sich nicht ausnutzen. Es ist
sicher nicht einfach, hier die richti-
ge Grenze zu fInden.
Wenn eine Kollegin mal .. bis über
beide Ohren" mit Arbeit eingedeckt
ist und Sie gerade etwas Luft haben,
ist es doch selbstverständlich, daß
Sie ihr unter die Arme greifen. Aber
lassen Sie dies nicht zur Gewohnheit
werden. Oder Ihre neue Kollegin
kommt mit einem vollen Stenoblock
vom Chef zurück. Erklären Sie ihr,
was besonders wichtig ist oder eilt
und wie er die Briefe haben möchte
etc.
Hilfsprogramme
Lesen Sie nach unter: Utilities.
Hilfsverb
Das H. ist eine Verbart, die z. B. zur
Bildung zusammengesetzer Zeitfor-
men als Ergänzung zu einem Voll-
verb benötigt wird.
H. der deutschen Sprache sind: sein,
haben, werden. Beispiel: Ich werde
gehen. Ich habe gegessen. Ich bin
gegangen.
Hintergrunddruck
Bei manchen Programmen gibt es
die Möglichkeit, Objekte (Grafik
oder Text) im Vordergrund oder
aber im Hintergrund der Arbeits-
vorlage zu drucken (Spooler). So ist
es möglich, mit einem Computer
gleichzeitig eine Datei auf dem
Drucker auszugeben und eine ande-
re Datei zu bearbeiten.
Hinweisschilder
Lesen Sie nach unter: Tagungsse-
kretariat.
Hobby
Lesen Sie nach unter: Gästekartei.
Hochsprache
Hochkonjunktur
(Boom) ist eine wirtschaftliche
Phase im Konjunkturzyklus, in der
das Wirtschaftswachstum seinen
Höchststand erreicht.
Die Merkmale der H. sind:
- hohe Kapazitätsauslastung, große
Produktion, hohe Umsätze sowie-
Preis-, Lohn- und Zinssteigerun-
gen;
- hoher Beschäftigungsstand mit
Tendenz zur Überbeschäftigung,
hoher Rationalisierungsdruck;
- gedämpfte Zukunftserwartungen
der Unternehmer und der privaten
Haushalte, Inflationsangst.
Eine .. Überhitzung" der Wirtschaft
kann durch Maßnahmen der
Globalsteuerung vermieden wer-
den.
Lesen Sie auch: Konjunktur.
Hochnäsigkelt
Lesen Sie nach unter: Arroganz.
Hochrechnung
Lesen Sie nach unter: Repräsenta-
tiverhebung.
Hochsprache
Im Unterschied zur Umgangsspra-
che oder zu Dialekten ist die H. die
als idealtypisch und vorbildlich
betrachtete Form einer Sprache in
bezug auf Grammatik, Wortwahl
und Aussprache.
Die H. ist meist die offizielle Amts-
sprache eines Staates und in erster
Linie eine Schriftsprache, während
die Umgangssprache oder die ver-
schiedenen Mundarten sich
hauptsächlich in Redeweisen aus-
drücken und die charakteristischen
245
HochsteIlung
Eigenheiten einer Region wider-
spiegeln.
Lesen Sie auch: Dialekt.
HochsteIlung
Nicht alle Schreibmaschinentastatu-
ren verfügen über Hochzahlen. Mit
Typenrad ausgestattete Schreibma-
schinen bieten mehr Zeichen, die
durch eine besondere Funktion (z. B.
"Code" und das gewünschte Sym-
bol) zu erreichen sind. Gute Bild-
schirme und entsprechende Pro-
gramme stellen hochgestellte Zei-
chen original dar. Beispiele sind
Schreibweisen für Quadrat-, Kubik-
meter oder Gradangaben.
Hochzahlen
Lesen Sie nach unter: HochsteIlung.
Höflichkeit
Die H. ist eine Art der Umgangs-
form, die durch Achtung, Rück-
sichtnahme, Respekt und Taktgefühl
in zwischenmenschlichen Bezie-
hungen gekennzeichnet ist. Auch bei
unterschiedlichen Meinungen oder
Interessen gebietet es die H., daß ein
bestimmter Rahmen in bezug auf
Ausdrucksweise und Verhalten ein-
gehalten wird. Der andere sollte we-
der durch Worte noch durch Hand-
lungen in seiner Würde verletzt wer-
den; seine Meinung sollte als gleich-
berechtigt anerkannt werden. H. ge-
hört mit zu den Grundvoraussetzun-
gen einer erfolgreichen geschäft-
lichen Zusammenarbeit, denn nur
wenn Geschäftspartner höflich
miteinander umgehen sowie
sich gegenseitig respektieren und
achten, ist ein erfolgreiches Mit-
246
einander auf Dauer möglich.
Lesen Sie nach unter: Vortritt.
Höflichkeitsschreiben
Lesen Sie nach unter: Postein-
gangsstempel.
höhere Gewalt
Normalerweise ist ein Lieferverzug
bzw. eine Nichtlieferung als Ver-
tragsbruch anzusehen. Dies ist
jedoch nicht der Fall, wenn höhere
Gewalt vorliegt, wie z. B. Über-
schwemmung, Erdbeben, Blitz oder
ähnliches, und diese unvorherseh-
baren Ereignisse einen Lieferverzug
oder eine Nichtlieferung hervorru-
fen. H. G. ist zu definieren als ein
Ereignis, das auf natürlichen Ursa-
chen beruht, unter Ausschluß
menschlichen Eingreifens. Das Ein-
treten dieses Ereignisses kann selbst
bei größter Voraussicht und Sorgfalt
nicht vermieden werden.
Holding
Die H. ist eine Dachgesellschaft. Sie
hat die Aufgabe Anteile, an anderen
Gesellschaften zu erwerben und zu
verwalten. Sie produziert nicht
selbst, beeinfIußt oder beherrscht
aber die Tochtergesellschaften, im
Gegensatz zur Kapitalanlagegesell-
schaft. In Deutschland ist die H. sel-
ten, nicht jedoch in den USA. Vor-
herrschende Gesellschaftsformen
der H. sind Aktiengesellschaft und
Gesellschaft mit beschränkter Haf-
tung.
homogene Güter
sind auf dem Markt gehandelte
Güter, die völlig gleichartig sind
oder vom Käufer als gleichartig
angesehen werden. Sie dürfen sich
nicht unterscheiden in Qualität, Aus-
sehen, Verpackung und sogar Lie-
ferzeiten.
Im Gegensatz dazu stehen heteroge-
ne Güter. Homogenität der Güter ist
eine der Bedingungen des vollkom-
menen Marktes.
Lesen Sie auch: heterogene Güter.
horizontale Mobilität
Lesen Sie nach unter: Mobilität.
Hotelführer
Neben den Buchführern gibt es heu-
te H. auf Diskette für den pe.
Hotelkartei
Die H. ist ein wichtiges Hilfsmittel,
wenn man viel mit Hotelbuchungen
zu tun hat. Hier werden Hotels
geführt und mit kurzen Anmerkun-
gen versehen, die darauf hinweisen,
worauf man achten muß. Ebenso
sind natürlich Preise, evtl. Wegbe-
schreibung, Angebote im Bereich
Sport, Erholung, Gastronomie usw.
aufzunehmen.
Lesen Sie auch: Konferenzhotel.
Hotelreservierung
wird durch hilfreiche Ratgeber, wie
z. B. Schlummeratlas von Aral oder
Varta-Führer, erleichtert. Nach
Orten sortiert können Sie Kategorie
und Lage eines Hotels in diesen Rat-
gebern nachlesen. Auch Erfahrun-
gen und Tips Ihres Reisebüros oder
Ihrer Kollegen und Kolleginnen soll-
ten bzw. können Sie zu Rate ziehen.
Ihre persönlichen Erfahrungswer-
te von bereits gebuchten Hotels soll-
HUK-Verband
ten Sie aufzeichnen und aufbe-
wahren.
Welches Hotel Sie auswählen, hängt
vom Sinn und Zweck der Buchung
ab (z. B. für ein Seminar mit Frei-
zeit- programm ist ein Haus im Grü-
nen mit Sportmöglichkeiten gut
geeignet und für eine Zwischen-
stopp-Übernachtung mit anscließen-
dem Weiterflug wäre ein Hotel in
unmittelbarer Flughafennähe sinn-
voll).
Lesen Sie auch: KonJerenzhotel,
Vartaführer.
Hotelreservierungs-
gesellschaft
Lesen Sie nach unter: Auslandsrei-
sen.
Hotline
ist ein Benutzerservice, der von Soft-
wareanbietern angeboten wird. Der
Anwender kann, meist auch außer-
halb der üblichen Geschäftszeiten,
über das Telefon Hilfe bekommen.
Auch manche Hardwareanbieter
lösen inzwischen kleinere Probleme
per Telefon.
HUK-Verband
(kurz für Verband der Haftpflicht-
versicherer, Unfallversicherer,
Autoversicherer und Rechtschutz-
versicherer) ist der Zusammen-
schluß von Versicherern mit Haupt-
sitz in Hamburg. Er wickelt unter
anderem Schäden ab, die durch aus-
ländische Fahrzeuge in Deutschland
verursacht wurden. Er unterhält
einen Fonds für Unfallflucht-Opfer
sowie den Zentralruf der Autoversi-
cherer.
247
Humanlsierung der Arbeitswelt
Humanlslerung der Arbeitswelt
Unter der H. d. A. versteht man den
Versuch, die Arbeitsbedingungen
dem Arbeitenden anzupassen.
Abweichend von ihrer Gestaltung
nach reinen Produktivitätsgesichts-
punkten steht hierbei die Frage im
Mittelpunkt, inwieweit die Arbeits-
bedingungen dem Ausführenden in
seiner Position als ,,Mensch" gerecht
werden. Eine Entfremdung zwi-
schen seiner Arbeit und seiner Per-
sönlichkeit soll verhindert werden;
die Tätigkeit in möglichst geringem
Maße eine Belastung darstellen. Ziel
ist die Bewahrung und darüber hin-
aus die Entfaltung der Persönlichkeit
im Arbeitsprozeß. Hierzu werden
die die Arbeit beeinflussenden
Größen dahingehend untersucht,
inwieweit ihre Gestaltung diesem
Ziel entspricht bzw. angeglichen
werden kann. Arbeitsbeeinflussen-
de Größen sind z. B. folgende: Eig-
nung des Einzelnen (fachliche, kör-
perliche und soziale Eignung), Auf-
gaben- und Arbeitsgestaltung,
Arbeitsumgebung (Einzel- oder
Gruppenräume, Ausstattung, Tem-
peratur), Arbeitszeit, Betriebsklima,
Kompetenzen, Grad der Mitbestim-
mung.
Die H. d. A. stellt ein schwieriges
Unterfangen dar, was allein schon
daraus ersichtlich ist, daß je nach
Interessenslage der Beteiligten
unterschiedliche Zielsetzungen vor-
248
handen sind. So wird ein Unterneh-
mer ihre Auswirkungen in erster
Linie hinsichtlich der Produktivität
beurteilen, während z. B. Gewerk-
schaftsvertreter sicherlich die
menschlichen Konsequenzen in den
Vordergrund stellen.
Humor
ist die Fähigkeit eines Menschen -
selbst in schwierigen Situationen -
über sich und andere lachen zu kön-
nen. H. sollte Ihnen ein ständiger
Begleiter sein, er trägt zu einer fröh-
lichen Stimmung bei und verleiht
einem oft die nötige Gelassenheit.
Aber Vorsicht: Es gibt auch
"falschen" H.!
Hypothek
Eine H. ist ein Pfandrecht an einem
Grundstück. Sie berechtigt den
Gläubiger, wegen einer bestimmten
Forderung Nutzen aus dem Grund-
stück zu ziehen. Die H. ist mit der
Forderung untrennbar verbunden.
Eine H. muß in das Grundbuch ein-
getragen werden.
Lesen Sie auch: Baudarlehen,
Grundschuld.
Hypothekenbanken
im eigentlichen Sinne beschäftigen
sich mit der Vergabe und Abwick-
lung von Krediten, zu deren Siche-
rung ein Grundstück verpfändet
wurde (Hypothek).
IBM-Computer
Die Firma IBM gehörte zu den
ersten Herstellern von Personal
Computern (PC). Ein IBM-C. ist ein
von der Firma IBM hergestellter Pe.
Da ursprünglich die Original-IBM-
C. sehr teuer waren, wurden sie von
anderen Herstellern mit den gleichen
Standards nachgebaut. Diese Nach-
bauten nennt man IBM-kompatible
Computer.
Lesen Sie auch: Computer.
IC,ICE
Lesen Sie nach unter: Züge.
Ich-Ebene
Lesen Sie nach unter: Transaktions-
analyse.
IC-Kurierdienst
ist ein Sonderdienst der Deutschen
Bundesbahn für Stückgut mit relativ
geringem Gewicht (bis ca. 30 kg).
Icon
Lesen Sie nach unter: grafische
Bedieneroberfläche, Windows.
Idee
Lesen Sie nach unter: Brainstor-
ming.
Ideen börse
kann eine Einrichtung in Ihrem
Unternehmen sein, wo z. B. Ver-
I
besserungsvorschläge oder auch ein-
fach gute Ideen von den Mitarbeitern
formuliert und anläßlich einer sol-
chen Börse (z. B. zweimal im Jahr
vom Unternehmen veranstaltet) ein-
gereicht werden können. Wenn die
besten und brauchbarsten Ideen prä-
miert werden, ist ein Anreiz für die
Mitarbeiter geschaffen, sich Gedan-
ken zu den Abläufen im Unterneh-
men zu machen. Vielleicht eine Idee,
die Sie Ihrem Chef für Ihren Bereich
vorschlagen könnten.
Ideenkonferenz
Lesen Sie nach unter: Problemlä-
sung.
Ideen speicher
Damit gute Ideen und Lösungs-
ansätze nicht verloren gehen oder
wieder vergessen werden, ist es sinn-
voll, daß Sie Ihre "Geistesblitze"
sofort festhalten und sammeln, auch
wenn sie zum momentanen Zeit-
punkt nicht eingesetzt oder umge-
setzt werden können. Ein I. ist ein
Speichermedium, in das Sie Ihre
Ideen zeitsparend, unkompliziert
und unstrukturiert eingeben können.
Abhängig von Ihrem Arbeitsstil und
Ihrer persönlichen Präferenz können
Sie zwischen verschiedenen Tech-
niken und Hilfsmitteln auswählen.
Neben dem guten alten Notizbuch
haben Sie beispielsweise auch die
249
Identifikation
Möglichkeit, Ihr Handdiktiergerät
als Speichermedium zu nutzen.
Wichtig ist nur, daß Sie Ihren I.
jederzeit griffbereit haben und
"bestücken" können. Die grobe
Stoffsammlung Ihres Speichers kön-
nen Sie dann zu gegebener Zeit
strukturieren und auswerten.
Eine weitere Form des I. kann aber
auch eine Checkliste oder ein Sekre-
tariatshandbuch sein. Sie speichern
alles, was für die Erledigung einer
speziellen Aufgabe von Belang ist.
Bei ähnlichen Vorgängen können
Sie auf diese Aufstellungen zurück-
greifen und sie ggf. ergänzen oder
korrigieren. Wenn Sie mit diesen
Hilfsmitteln arbeiten, entlasten Sie
Ihr Gedächtnis und erleichtern Ihrer
Vertretung die Einarbeitung.
Lesen Sie auch: Reisediktiergerät.
Identifikation
(Identifizierung). Hierbei handelt es
sich um einen Prozeß, bei dem sich
ein Mensch gefühlsmäßig-intuitiv in
einen anderen hineinversetzt und
wesentliche Eigenschaften und Ver-
haltensweisen für das eigene Ich
übernimmt. Im weiteren Sinne
bedeutet I. auch die starke gefühls-
mäßige Bindung an Personen, kon-
krete oder ideelle Objekte, wobei
starke Anteilnahme an deren Schick-
sal vorhanden ist. Die Werbung
bedient sich gerne der I.
Identität
Lesen Sie nach unter: Passward.
IHK
Abk. für Industrie- und Handels-
kammer.
250
illiquidität
Kann ein Unternehmen seinen fal-
ligen Zahlungsverpflichtungen nicht
mehr nachkommen, spricht man von
I. Das Unternehmen ist illiquide, es
kann die Forderungen der Gläubiger
nicht mehr erfüllen. Gewährt ein
Gläubiger dann keinen Zahlungs-
aufschub, wird das Vergleichs- bzw.
Konkursverfahren eröffnet.
Illustration
Lesen Sie nach unter: Präsentati-
onsgrafik.
Image
ist das Ansehen, welches Personen,
Organisationen, Institutionen, Unter-
nehmen und Produkte in der Öffent-
lichkeit genießen. Dieses Bild kann
durch entsprechende Maßnahmen
entscheidend beeinflußt werden.
Lesen Sie auch: Besucherbetreuung,
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relati-
ons.
Imblß
können Sie in Ihrer Kantine bestel-
len, aus einem Restaurant oder Hotel
sowie aus einer Metzgerei bzw. von
einem Party-Service beziehen.
Außerdem könnten Sie ihn auch
selbst herstellen.Versuchen Sie
immer frühzeitig herauszufinden, ob
anläßlich einer vorgesehenen
Besprechung ein Imbiß gewünscht
wird, damit Sie rechtzeitig überle-
gen können, was und wo Sie bestel-
len möchten.
Lesen Sie auch: Kantine, servieren.
immaterielle Anlagegüter
Lesen Sie nach unter: Anlagegüter.
immaterielle
WirtschaHsgüter
Als i. W. werden nicht stoffliche
Vermögenswerte eines Unterneh-
mens bezeichnet. Dazu zählen
Patente, Konzessionen, Erfmdungen
oder der Standort eines Unterneh-
mens. In die Bilanz werden sie,
soweit möglich, mit dem Preis für
ihren Erwerb aufgenommen.
Lesen Sie auch: Bilanz, Patent.
Immissionsschutz
Lesen Sie nach unter: Gewerbeauf-
sichtsamt.
Immobilien
sind unbewegliche Sachen, also
Grundstücke und Gebäude. Im
Gegensatz dazu stehen bewegliche
Sachen, die Mobilien.
Lesen Sie auch: Bausparvertrag.
Immobilienleasing
Lesen Sie nach unter: Leasing.
Immunität
Lesen Sie nach unter: Parlament.
imperatives Mandat
Ein Mandat ist allgemein der Auf-
trag des Abgeordneten im Parla-
ment. Bei dem i. M. ist der Abge-
ordnete Vertreter seiner Wähler und
an ihre Weisungen gebunden,
zumindest auf eine bestimmte poli-
tische Grundhaltung festgelegt
(generell-i. M.). Er kann jederzeit
von den Wählern abgewählt werden.
Imperfekt
Das I. bezeichnet man auch als
unvollendete Vergangenheit. Es ist
Improvisation
eine Zeitform des Verbs zur Dar-
stellung von Handlungen in der Ver-
gangenheit, die noch nicht abge-
schlossen sind. Es ist nicht nur Aus-
druck einer Zeitbestimmung, son-
dern auch einer Aktionsart. Das I.
wird in erster Linie in der geschrie-
benen Sprache benutzt. Beispiel: Ich
ging nach Hause; ich schrieb einen
Brief.
Lesen Sie auch: Perfekt
implizit
Lesen Sie nach unter: explizit.
Import
Bezieht eine Volkswirtschaft Sach-
und Dienstleistungen aus einer ande-
ren Volkswirtschaft, liegt ein I. (Ein-
fuhr) vor. Aus seiner Gegenüber-
stellung mit dem Export (Ausfuhr)
ergibt sich der Außenhandel. Wer-
den die Güter vom Verbraucher
selbst importiert, liegt ein direkter I.
vor. Erwirbt der Verbraucher die
Güter über einen Händler, der die
Güter importiert hat, liegt ein indi-
rekter I. vor. Die aus fremden Län-
dern bezogenen Waren unterliegen
grundsätzlich den Zoll- und Ein-
fuhrbestimmungen des importieren-
den Landes.
Lesen Sie auch: Ausfuhr.
Improvisation
Unter I. versteht man das schnelle
Ergreifen von Maßnahmen, die
einen vorläufigen Charakter haben.
Improvisiert wird immer dann, wenn
man für eine endgültige Lösung
noch keine ausreichenden Erkennt-
nisse hat, d. h. wenn ein Unterneh-
men gerade erst gegründet wurde
251
Inbinning
und man z. B. über den zu erwar-
tenden Geschäftsverlauf noch nicht
Bescheid weiß. Gerade in jungen
Unternehmen passiert es häufig, daß
die Erkenntnisse zwar schon vor-
handen sind, aber diese z. B. aus
Zeitgründen noch nicht zusammen-
gefaßt werden konnten. Es handelt
sich also um ein Provisorium. Ein
Provisorium liegt ebenfalls dann
vor, wenn die vorhandenen Kennt-
nisse zeigen, daß eine Änderung der
Situation notwendig ist, eine reali-
sierbare Alternative jedoch noch
nicht erarbeitet werden kann. Eine
Situation, in der improvisiert werden
muß, könnte z. B. dann vorliegen,
wenn in einem frisch gegründeten
Unternehmen eine Reklamation ein-
geht. Möglicherweise bestehen für
einen solchen Fall noch gar keine
Regelungen, weil man ja eigentlich
vordringlich damit beschäftigt ist, zu
verkaufen und einen Kundenkreis
aufzubauen. Im Laufe der Zeit wer-
den allerdings immer mehr Rekla-
mati-onen eingehen, so daß man
irgendwann einmal diese Fälle in
einem gleichen Schema bearbeiten
muß. Sie werden also organisiert.
Inbinning
Diesem Begriff liegt der engl. Aus-
druck "bin" für Kasten oder Behäl-
ter zugrunde. I. ist ein Begriff aus
der Lagerwirtschaft und beschreibt
den physischen und administrativen
Transportvorgang, beispielsweise
eines Ersatzteiles vom Moment der
Anlieferung im Lager bis zum end-
gültig definierten Lagerort. I. ist spe-
ziell im administrativen Bereich
computerisiert.
252
Incentives
Incentive (engl.) bedeutet Anreiz
oder Antrieb. Die Geschäftssprache
versteht unter I. eine Belohnungs-
aktion, z. B. in Form einer Reise, für
besonders gute Kunden/Geschäfts-
partner mit gleichzeitigem Anreiz
zur Produkt- bzw. Firmentreue und
adäquatem Kaufverhalten. Im
Grundsatz sind I. für den Empfänger
steuerlich eine Mehreinnahme und
unterliegen deshalb der Lohn- bzw.
Einkommensteuer.
inch
(") ist eine Längeneinheit, die in
Großbritannien und den USA
benutzt wird. Ein i. = 25,4 mm. I.
entspricht dem ehemaligen deut-
schen Zoll.
Incoterms
Die Bezeichnung I. ist eine Abk. für
International Commercial Terms.
Die I. geben die bezüglich der Lie-
ferung geltenden Rechte und Pflich-
ten des Käufers und Verkäufers an
und tragen auf diese Weise dazu bei,
im Außenhandel auftretende
Mißverständnisse zu verringern. Die
I. wurden 1936 von der internatio-
nalen Handelskammer ins Leben
gerufen und verfolgen das Ziel, eine
Definition und weltweite Verein-
heitlichung der Lieferbedingungen
zu schaffen. Die Anwendung der I.
ist fakultativ. Die letzte Neufassung
der I. erfolgte 1990. Sie enthalten
folgende Klauseln:
- EXW (Ex Works; Ab Werk)
- FCA (Free Carrier; Frei Fracht-
führer)
- F AS (Free Alongside Ship; Frei
Längsseite Schiff)
- FOB (Free on Board; Frei an Bord)
- CFR (Cost and Freight; Kosten
und Fracht)
- CIF (Cost, Insurance and Freight;
Kosten, Versicherung, Fracht)
- CPT (Freight/Carriage Paid To ... ;
Frachtfrei)
- CIP (Freight/Carriage and Insu-
rance Paid To; Frachtfrei versi-
chert)
- DAF (Delivered at Frontier; Gelie-
fert Grenze)
- DES (Delivered Ex Ship; Ab
Schiff)
- DEQ (Delivered Ex Quay; Ab
Kai)
- DDU (Delivered Duty Unpaid;
Geliefert unverzollt)
- DDP (Delivered Duty Paid; Gelie-
fert verzollt).
Lesen Sie auch: Clf-Geschäft.
Indikativ
Der I. ist die Wirklichkeitsform des
Verbs und drückt eine Tatsache aus.
Der I. bildet den Gegensatz zum
Konjunktiv (Möglichkeitsform).
Beispiel: "Ich fahre mit der Bahn"
(I.), statt "Ich könnte mit der Bahn
fahren" (Konjunktiv).
Lesen Sie auch: Konjunktiv.
indirekte Rede
Die i. R. ist eine Redeform, in der die
Aussage nicht wörtlich, sondern nur
berichtend und dem Sinn nach wie-
dergegeben wird. Der Gegensatz zur
i. R. ist die direkte Rede. Beispiel:
"Sie sagte, sie führen nach Spanien"
(i. R.) statt "Sie sagte: Wir fahren
nach Spanien" (direkte Rede).
Lesen Sie auch: Protokollsprache.
indirektes Kopierverfahren
indirekte Wahl
Im Gegensatz zur direkten Wahl (z.
B. Bürgermeisterwahl) entscheiden
die Wahlberechtigten einer i. W.
nicht unmittelbar, sondern über eine
Zwischeninstanz über den Wahl-
ausgang. Ein klassisches Beispiel
einer i. W. ist die Wahl des US-Prä-
sidenten: Jeder Staat stellt eine
gewisse Anzahl (abhängig von sei-
ner Bevölkerungszahl) an soge-
nannten Wahlmännern. Wahlsieger
in einem Staat ist derjenige Präsi-
dentschaftskandidat, der die einfa-
che Mehrheit erreicht. Aufgabe der
Wahlmänner dieses Staates ist es
nun, bei der gemeinsamen Abstim-
mung der Wahlmänner aller Staaten
ihre Stimme diesem Kandidaten zu
geben. Somit wird Präsident, wer die
meisten Wahlmänner für sich ver-
buchen kann. Hieraus ist ersichtlich,
daß eine i. W. sehr verzerrte Wahl-
ergebnisse liefern kann. Erhält ein
Kandidat "A" z. B. 47% der Stim-
men und sein Gegner "B" 53%,
fließt Kandidat B, hinsichtlich der
endgültigen Entscheidung, das
IOO%ige Stimmengewicht dieses
Staates, in Form der Wahlmänner,
zu.
Lesen Sie auch: Direktwahl.
indirektes Kopierverfahren
Bei der Herstellung von Kopien wird
bei herkömmlichem Kopieren beim
Kopiervorgang erst ein Negativ her-
gestellt, dann durch Wärmezufuhr
eine Kopie produziert. In einer
Trommel wird das Negativ ent-
wickelt und so ein zweites, identi-
sches Blatt erzeugt.
253
individuelle Formulierungen
individuelle Formulierungen
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
individuelle Wirtschaftsplanung
Lesen Sie nach unter: Marktwirt-
schaft.
Indossament
Das I. ist ein Vermerk auf der Rück-
seite eines Schecks oder Wechsels,
mit dessen Hilfe die Rechte an die-
sen Papieren übertragen werden.
Das I. kann aus der einfachen Unter-
schrift des Indossanten bestehen. Oft
ist auch ein Zusatz dabei, etwa ,,An
die Order von ... Begünstigter ... ,
Ort und Datum". Im ersten Fall
spricht man von Blankoindossa-
ment, im zweiten von Vollindossa-
ment.
Wenn Wechsel von einem Begün-
stigten auf einen anderen übertragen
werden sollen, muß dies mit Hilfe
des I. erfolgen. Bei Wechseln muß
vor ihrer Einlösung geprüft werden,
ob die sogenannte Indossamenten-
kette vollständig ist. Schecks dage-
gen können auch ohne I. weiterge-
geben werden (sofern es sich nicht
um Orderschecks handelt). Hier
wird bei Einlösung nicht geprüft, ob
die Indossamentenkette lückenlos
ist.
Lesen Sie auch: Orderscheck.
Industrialisierung
Allgemein umfaßt der Begriff I. die
Entstehung und Ausbreitung indu-
strieller Wirtschaft. Hierzu gehören
auch sämtliche sozialen, wirtschaft-
lichen und technischen Veränderun-
gen, die durch die I. hervorgerufen
254
werden. Speziell bezeichnet er die
industrielle Entwicklung in Europa
seit dem Ende des 18. Jahrhunderts
(Beginn der I. in England) bzw. Mit-
te des 19. Jahrhunderts. Die I. führ-
te zu einer tiefgreifenden Umgestal-
tung der Gesellschaft (Bildung neu-
er sozialer Schichten) und der
Arbeitswelt. Vor allem durch die
Nutzung einer jederzeit einsetzbaren
Energiequelle, nämlich der neu
erfundenen Dampfmaschine, wurde
es möglich, in Massen zu produzie-
ren. War die Gütererstellung bis
dahin durch handwerkliche bzw.
körperliche Tätigkeiten geprägt, so
wurde nun mehr und mehr automa-
tisiert. Fanden vorher die verschie-
denen Arbeitsgänge zur Herstellung
eines Produkts zum größten Teil im
gleichen Betrieb statt, setzte sich nun
die Arbeitsteilung durch. Somit stellt
die I. die Grundlage für die moder-
ne Massenproduktion und damit den
Massenkonsum dar. Ihre stärksten
Auswirkungen finden sich heute in
den Industriestaaten Westeuropas
und in den Vereinigten Staaten.
Lesen Sie auch: Arbeitsteilung,
Kapitalismus, Massenproduktion.
Industrieaktien
Lesen Sie nach unter: Dow-Jones-
Index.
Industriepolitik
beinhaltet alle Maßnahmen des Staa-
tes, der Verbände und der Selbst-
verwaltungskörperschaften zur
Erhaltung, Anpassung, Gestaltung
und Wachstumsförderung der Indu-
strie. Sie ist ein Teil der Gewerbe-
politik, die wiederum in die Wirt-
schaftspolitik eingebunden ist.
Hauptaufgabenbereiche der I. sind
die Sicherung und Förderung des
Wettbewerbs, die Optimierung der
Unternehmensgröße, die Stabilisie-
rung von Krisenregionen, die
Erleichterung und Beschleunigung
von Anpassungen an den Struktur-
wandel, die Steigerung der interna-
tionalen Wettbewerbsfahigkeit, die
Rohstoff- und Energiesicherung, die
Ausgestaltung der Mitbestim-
mungsrechte, die Mobilisierung von
Wachstumsindustrien, die Unter-
stützung von Innovationen und Pro-
duktivitätssteigerungen, die Er-
höhung der Mobilität und die Bewäl-
tigung von Umweltproblemen, die
im Industriesektor in besonders star-
kem Maße auftreten. Die Instru-
mente der I. reichen von der Wett-
bewerbspolitik über Subventionen,
Steuererleichterungen, Außenhan-
delsmaßnahmen bis hin zu Marktre-
gulierungen, staatlichen Investitio-
nen, Verboten und Geboten. Welche
Instrumente zum Einsatz kommen,
ist abhängig von der Problemstel-
lung und der angestrebten Wirkung.
Industrie- und Handelskammer
Die I. u. H., kurz IHK, sind Selbst-
verwaltungsorganisationen in Form
von Körperschaften des öffentlichen
Rechts mit Pflichtmitgliedschaft
aller im Kammerbezirk tätigen
Gewerbetreibenden, ohne das Hand-
werk. Grundlage ist das Gesetz vom
18.12.1956 in der Fassung vom
14.12.1976. Danach gehört es zu
ihren Aufgaben, "das Gesamtinter-
esse der ihnen zugehörigen Gewer-
betreibenden ihres Bezirks wahrzu-
Inflation
nehmen, für die Förderung der
gewerblichen Wirtschaft zu wirken
und dabei die wirtschaftlichen Inter-
essen einzelner Gewerbezweige
oder Betriebe abwägend und aus-
gleichend zu berücksichtigen; dabei
obliegt es ihnen insbesondere, durch
Vorschläge, Gutachten und Berich-
te die Behörden zu unterstützen und
zu beraten sowie für Wahrung von
Anstand und Sitte des ehrbaren
Kaufmanns zu wirken". Zusätzlich
überwachen sie die Lehrlingsausbil-
dung. Für Gewerbetreibende besteht
Zwangsmitgliedschaft. Ihre Dach-
organisation ist der Deutsche Indu-
strie- und Handelstag (DIHT).
Lesen Sie auch: Deutscher Indu-
strie- und Bandelstag, Eurocham-
bres.
inferiore Güter
sind geringwertige Güter, die von
den Haushalten bei steigendem Ein-
kommen absolut weniger gekauft
werden. Sie werden dann durch
höherwertige, superiore Güter
ersetzt, z. B. Margarine durch But-
ter.
Infinitiv
Der I. ist die Grundform eines
Verbs. Die Verbform ist grammati-
kalisch noch nicht näher durch
Angabe von Geschlecht, Anzahl
oder Fall bestimmt. Beispiel: fahren,
schreiben, reparieren.
Inflation
bedeutet steigende Gütetpreise bzw.
sinkende Kaufkraft des Geldes. Ihre
Ursachen liegen darin, daß die
Nachfrage schneller steigt als das
255
Informationen
Angebot, bzw. daß die im Umlauf
befindliche Geldmenge stäIker steigt
als das Angebot an Gütern. Konkret
heißt das: zu hoher privater Konsum,
zu hohe öffentliche Ausgaben, z. B.
wegen der Wiedervereinigung,
Drucken von zuviel Banknoten
durch die Bundesbank, zu hohe Kre-
ditvergabe durch die Banken, zu
hohe Kostensteigerungen bei den
Unternehmen durch Lohnsteigerun-
gen oder Preissteigerungen für
Rohöl.
Bei einem Geldwertverfall von z. Z.
4,5 % pro Jahr spricht man von
schleichender, nach dem Ersten
Weltkrieg sprach man von galop-
pierender I. Ende 1923 kostete 1 US-
Dollar 4,2 Billionen Mark. Das
Gegenteil von I. heißt Deflation. Die
Wahrung der Geldwertstabilität ist
die wichtigste Aufgabe der Deut-
schen Bundesbank.
Lesen Sie auch: Deflation, Geldan-
lage.
Informationen
I. sind Auskünfte zu bestimmten
Themen. Sie dienen der Aufklärung
von Sachverhalten und geben die
Möglichkeit, Wissen zu vergrößern
und dadurch Entscheidungsfin-
dungen zu erleichtern und Mei-
nungsbilder besser gestalten zu kön-
nen. Wir werden täglich mit zahl-
reichen I. überschüttet (Fernsehen,
Reklame, Radio, Schule, Ausbil-
dung, Beruf, Studium); und ab und
zu sind wir nicht mehr in der Lage,
neue I. aufzunehmen. Ein Verzicht
auf Nachrichten und Auskünfte kann
jedoch nicht die Alternative sein, da
damit eine Horizonterweiterung ver-
256
hindert wird.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
Informationsknotenpunkt, Tagesko-
pie.
Informationsaufnahme
Als Sekretärin müssen Sie in der
Lage sein, alle Informationen, die
Ihre Arbeit betreffen, aufzunehmen.
Gerade zu Beginn einer neuen Tätig-
keit ist es sehr nützlich, so viele
Informationen wie möglich zusam-
menzutragen und sie nach unter-
schiedlichen Kriterien zu ordnen. Es
ist nicht immer wichtig, alles zu wis-
sen, Sie sollten aber auf alle Fälle
wissen, wo Sie es suchen müssen.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
Informationsknotenpunkt.
Informationsbedarf
Der I. ist in den letzten Jahren stark
angestiegen. Diese Entwicklung
hängt eng mit dem Führungsstil des
Vorgesetzten zusammen: Autoritär
führen (veraltet) bedeutet ein Führen
durch Einzelanweisung mit Weiter-
gabe der notwendigen Informati-
onen. Der InformationsfIuß geht
lediglich von "oben nach unten".
Beim kooperativen (modernen)
Führungsstil handelt es sich um
Delegation von Aufgabenbereichen
inkl. entsprechender Entschei-
dungsbefugnis. Die Informationen
fließen also in beide Richtungen, da
Kommunikation erforderlich ist.
Wichtig ist in diesem Zusammen-
hang ebenfalls die Erkenntnis, daß
jede Information neue Informati-
onsbedürfnisse schafft - sei es aus
persönlichen, sozialen oder sachli-
chen Beweggründen. Darüber hin-
aus verbreitet sich immer mehr die
Meinung, daß nur ein gut informier-
ter Mitarbeiter - also der, der auch
Kenntnisse über bzw. einen Begriff
von den allgemeinen Zusammen-
hängen wie Unternehmens strategie,
Führungsstil etc. hat - sich mit dem
Unternehmen bzw. seinem Teilbe-
reich identifiziert und so persönli-
ches Engagement an den Tag legen
kann. Durch diese neuen Erkennt-
nisse und Veränderungen hat sich
der I. gewandelt bzw. ist größer
geworden.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
InJormationsknotenpunkt.
InformatIonsbedarfsanalyse
Lesen Sie nach unter: Überinforma-
tion/Post.
Informationsfluß
Lesen Sie nach unter: Kopiergerät.
Informationsmanagement
heißt, den Informationsfluß in einem
Unternehmen regeln und steuern. In
vielen Unternehmen sind Manage-
ment und Mitarbeiter damit über-
fordert, die Vielfalt an Daten in den
richtigen Verarbeitungszusammen-
hang zu bringen. I. ist die Aufgabe,
betriebliche Lösungen zu fmden, um
den Rohstoff Information in ausrei-
chender Menge und Qualität und zur
richtigen Zeit an der richtigen Stel-
le zur Verfügung zu haben.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
Informationsknotenpunkt.
Informationspflicht/Post
Die Sekretärin weiß aus Erfahrung
oder aus Organisationsplänen oder
Infrastruktur
auch aus Anweisungen vom Chef,
welche Mitarbeiter über welche Ein-
gänge informiert werden müssen.
Vorabkopien sind oft zeitsparend.
Der Mitarbeiter kann sich also schon
mit dem Problem beschäftigen,
bevor der Chef ihn dazu befragt.
Bestehende Verteiler sollten immer
wieder überprüft werden. Der Aus-
tausch von Querinformationen ist
oftmals nur durch generelle Anwei-
sungen zu erreichen. In der Praxis ist
es heute so, daß die Mitarbeiter nicht
zu wenig Informationen bekommen,
sondern viel zuviel und meistens
unnötige. Es ist schwer, mündlich
umfassende Informationen zu geben.
Aber auch bei schriftlicher Informa-
tion ist daran zu denken: knapp und
genau.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
InJormationsknotenpunkt.
Infos
Lesen Sie nach unter: Außendienst-
Infos.
Infrastruktur
Die I. eines Gebietes beinhaltet die
Versorgung mit öffentlichen Ein-
richtungen. Eine allgemein akzep-
tierte Definition des Begriffes ist
noch nicht gefunden. Deshalb be-
gnügt man sich in der Praxis mit der
Aufzählung von maßgeblichen
Sachgebieten, die die I. beinhaltet.
Hierzu zählen:
- Verkehrswesen und Nachrich-
tenübermittlung,
- Technische Ver- und Entsorgung,
- Bildungswesen,
- Gesundheitswesen,
- Sozialwesen,
257
Inhaltsangabe
- Sport und Erholung,
- allgemeine Verwaltung und inne-
re Sicherheit, Verteidigung,
- Wohnungswesen.
Eine gute I. ist Voraussetzung für die
wirtschaftliche Entwicklung eines
Wirtschaftsraumes. Die schlechte I.
ist entscheidendes Hindernis für
westdeutsche Unternehmen, in den
neuen Bundesländern zu investieren.
Lesen Sie auch: Deutsche Bundes-
bahn.
Inhaltsangabe
Lesen Sie nach unter: Betreff.
Inhaltsverzeichnis
Lesen Sie nach unter: Abschnitts-
gliederungen.
Inkasso
Unter I. versteht man den Einzug
von Forderungen. Durch ein Han-
delsgeschäft z. B. kann eine Forde-
rung entstehen. Zwischen Verkäufer
und Käufer bzw. Gläubiger und
Schuldner werden die Zahlungsbe-
dingungen vereinbart. Ist die Forde-
rung bei Erreichen des Zahlungsziels
fällig geworden, kann der Gläubiger,
also der Verkäufer die Forderung
einziehen bzw. durch einen Inkas-
soverein einziehen lassen.
Man spricht auch im Zusammen-
hang mit Schecks oder Wechseln
vom Inkasso. Werden Schecks oder
Wechsel einem Kreditinstitut zum
Inkasso überlassen, so führt die
Bank nur den Einzug der Forderung
als reine Dienstleistung aus. Ein
anderer Fall läge vor, wenn der Bank
die Forderungen verkauft worden
wären. Dann würde sie den Einzug
258
der Forderung in eigenem Namen
und für eigene Rechnung vorneh-
men.
Inlaut
Lesen Sie nach unter: Kürzungen auf
den Anlaut.
Innenspreizgriffe
Sie gelten als die am angenehmsten
zu schreibenden Spreizgriffe. Pro-
bieren Sie es einmal bewußt aus:
Vom "f' zum "t", vom "j" zum "z".
Der Verwechslung von "r" mit "t"
hat bereits die Natur vorgebeugt, da
die Zeigefinger als die gelenkigsten
anzusehen sind.
Lesen Sie auch: Außenspreizgriffe,
Griff.
Innenweltverschmutzung
Lesen Sie nach unter: Medienökolo-
gie.
innere Kündigung
Die i. K. bezeichnet im Arbeitsleben
die Tatsache, daß ein Mitarbeiter
zwar nicht nach außen und im juri-
stischen Sinne sein Arbeitsverhält-
nis gekündigt hat, sich innerlich und
von seiner Einstellung her jedoch
nicht mehr dem Unternehmen
zugehörig fühlt. Er identifiziert sich
nicht mehr mit seinem Arbeitgeber
und engagiert sich nicht mehr in
nem Arbeitsbereich, sondern ist nur
noch Befehlsempfänger und macht
"Dienst nach Vorschrift". Gerade
weil die innere Kündigung von Mit-
arbeitern nach außen nicht sichtbar
ist, ist sie für den Arbeitgeber schäd-
lich und gefährlich. Die Effizienz
und Konkurrenzfähigkeit eines
Unternehmens ist in hohem Maße
abhängig vom Grad der Leistungs-
fähigkeit und Leistungsbereitschaft
seiner Mitarbeiter. Es ist daher eine
vordringliche und wesentliche
Führungsaufgabe, den Mitarbeiter so
einzusetzen, zu fordern und zu för-
dern, daß es nicht zu einer i. K.
kommt.
Innovation
ist die Erneuerung, die Entwicklung
neuer Ideen, Produkte, Techniken.
Lesen Sie auch: Matrixorganisation.
Input
zu deutsch ,,Eingabe". Dieser engl.
Begriff beschreibt
a) das Zuführen von Produktions-
mitteln zum Produktionsprozeß;
b) die Eingabe von Daten oder Lei-
stungen (Programmen) in den
Computer;
c) das Einbringen von IdeenjVor-
schlägen zur Lösung einer gestell-
ten Aufgabe.
Lesen Sie auch: Output.
Input data
ist die engl. Bezeichnung für Einga-
bedaten.
Insert-Taste
Die Insert-Taste (Symbol = ,,Ins")
auf der Computertastatur gestattet
nachträgliches Einfügen (insert =
einfügen).
Lesen Sie auch: Alternate-, Code-,
Control-, Delete-, Escape-Taste.
Insider
ist die im deutschen Sprachgebrauch
bereits integrierte Umschreibung für
Interdependenzen
einen Eingeweihten oder modern
gesagt: Kenner der Szene. Ein I.
kennt den Kern, die Fakten und
Zusammenhänge bestimmter Vor-
gänge.
Insolvenz
ist die veraltete Bezeichnung für
Zahlungsunflihigkeit, zumindest
kennzeichnet sie aber die fehlende
Kreditwürdigkeit.
Installieren
Wollen Sie Ihre Software an die
Hardware anpassen, müssen Sie sie
i. Meist wird die Installation heute
von einem speziellen Installations-
Programm übernommen, das den
Vorgang automatisiert. Ansonsten
kann die Installation eine kompli-
zierte Sache sein.
Lesen Sie auch: Festplatte.
Instanz
Lesen Sie nach unter: Linienorgani-
sation, Stablinienorganisation,
Stabsfunktion.
Intelligenztest
Lesen Sie nach unter: psychologi-
sche Tests.
Interaktion
Lesen Sie nach unter: soziale Inter-
aktion.
Intercity
Lesen Sie nach unter: Züge.
Interdependenzen
sind gegenseitige Abhängigkeiten z.
B. von volkswirtschaftlichen oder
betriebswirtschaftlichen Größen. So
259
Interessensverbände
gibt es einen Zusammenhang zwi-
schen den Preisen der substitutiven
(einander ersetzenden) Güter Butter
und Margarine oder bei der Nach-
frage nach den komplementären
(ergänzenden) Gütern Auto und
Benzin, auch in Abhängigkeit von
Preisveränderungen.
Interessensverbände
Lesen Sie nach unter: Lobbyist.
Interessenverband
Lesen Sie nach unter: Macht.
Interest
Lesen Sie nach unter: AIDA-Formel.
Interface
ist die eng!. Bezeichnung für
Schnittstelle.
internationale Arbeitsteilung
Lesen Sie nach unter: Arbeitstei-
lung,GATT.
internationale Datenbanken
sind Datenbanken, die international
über ein Datenmanagementsystem,
meist gegen Entgelt, abzufragen
sind.
Lesen Sie auch: Datenbank.
internationale Handelskammer
Lesen Sie nach unter: Clf-Geschäft.
internationaler Führerschein
ist ein graues Führerscheinheft in
den wichtigsten Sprachen. Er wird
in verschiedenen Ländern vorge-
schrieben; insbesondere dort, wo die
EG-Sprachen nicht beherrscht wer-
den (z. B. Asien, Rußland).
260
Internationaler Währungsfonds
Der I. W. (IWF bzw. IMF = Inter-
national Monetary Fund) wurde
1944 mit den Beschlüssen von Bret-
ton Woods gegründet. Die Bundes-
republik ist seit 1952 Mitglied im
IWF. Die Aufgabe des IWF ist die
Schaffung von fördernden Rahmen-
bedingungen für den Welthandel
und dessen Abwicklung. Er
beschließt die währungspolitischen
Maßnahmen, die die Grundlagen für
einen freien, weltweiten Güter-,
Kapital- und Zahlungsverkehr
ermöglichen. Diese übergeordneten
Ziele werden auf folgende Weise
konkretisiert:
- Die Mitgliedsländer sind ver-
pflichtet, die gegenseitigen Wech-
selkurse möglichst stabil zu halten,
wenn nötig unter Einsatz
währungspolitischer Interventio-
nen.
- Abbau von Konvertibilitätsbe-
schränkungen.
- Bereitstellung von Krediten (Devi-
sen) zur Überbrückung von Lei-
stungsbilanzdefiziten. Diese Kre-
dite werden aus den Beiträgen der
Mitgliedsstaaten und eigener Kre-
ditaufnahme finanziert. Der jewei-
lige Mitgliedsbeitrag wird alle fünf
Jahre neu festgelegt und richtet
sich nach der volkswirtschaftli-
chen Situation des Mitgliedsstaa-
tes.
- Zusätzlich zu den erwähnten Kre-
diten, die auch als Ziehungsrechte
bezeichnet werden, kann der IWF
darüber hinaus sogenannte Son-
derziehungsrechte gewähren, die
den regulären Kreditrahmen über-
steigen.
Die Geschäfte des IWF werden
durch den Exekutivrat geführt,
ergänzt durch die alljährliche Ver-
sammlung des Gouverneursrates,
der sich aus jeweils einem Vertre-
ter pro Land zusammensetzt.
Internationalisierung
Die I. ist der Prozeß der grenzüber-
schreitenden Aktivitäten von Orga-
nisationen auf wirtschaftlichem, kul-
turellem oder politischem Gebiet.
International bedeutet nicht national,
d. h. auf ein Land beschränkt, son-
dern grenzübergreifend, mehrere
Staaten betreffend, evtl. sogar welt-
weit. Durch liberale Gesellschafts-
formen und den Abbau von Gebiets-
hoheiten und Handelshemmnissen
wurden die Grundvoraussetzungen
zur I. unserer Gesellschaft geschaf-
fen. Durch neue Möglichkeiten zur
Nachrichtenübermittlung und durch
modeme Verkehrsmittel "schrump-
fen" die Entfernungen. Es ist heute
für ein Telefonat oder für die Über-
mittlung einer Nachricht als Telefax
unerheblich, ob Sender und Emp-
fänger sich in räumlicher Nähe oder
in großer Entfernung voneinander
befinden. Die modemen Kommuni-
kationsmittel ermöglichen weltwei-
te Kontakte und haben die I. auf
allen Ebenen des wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Lebens stark
vorangetrieben.
interne Meetings
Auch i. M. (Abteilungssitzungen,
Projektbesprechungen usw.) benöti-
gen eine umfassende Planung mit
Tagesordnung, evtl. Zeitangaben
usw. Leider wird in der Praxis hier
Interview
durch schlechte Vorbereitung viel
Zeit verschwendet. Auch die Sit-
zungsleitung muß gut vorbereitet
sein und die Teilnehmer gedanklich
und thematisch "zusammenhalten".
Lesen Sie auch: externe Meetings.
interne Post
Lesen Sie nach unter: Hauspost.
interne Stellenausschreibung
Laut § 93 des Betriebsverfassungs-
gesetzes kann der Betriebsrat ver-
langen, daß Stellen, die besetzt wer-
den sollen, innerhalb des Betriebes
ausgeschrieben werden, bevor sie
extern ausgeschrieben werden. Zwi-
schen Unternehmensleitung und
Betriebsrat werden deshalb im all-
gemeinen Richtlinien über die i. S.
vereinbart. Wenn eine nach § 93
erforderliche Ausschreibung im
Betrieb unterblieben ist, kann der
Betriebsrat seine Zustimmung zu
einer Einstellung oder Versetzung
eines Mitarbeiters verweigern.
InterRegio-Züge
Lesen Sie nach unter: Züge.
Intervention
im Wechselrecht: Der Eintritt eines
Dritten für einen Wechselschuldner
(= Ehreneintritt).
In der Politik: Einmischung eines
Staates in die Angelegenheiten eines
anderen.
Lesen Sie auch: Internationaler
Währungsfonds.
Interview
Ein I. ist eine Befragung, entweder
in der Ihnen bekannten Form des
261
Intrige
Journalisten, der eine berühmte oder
bestimmte Person zu unterschiedli-
chen Ereignissen befragt, oder aber
z. B. eine Befragung bei einem per-
sönlichen Vorstellungs gespräch.
Sollten Sie sich bei einer Firma
bewerben, ist eine gründliche Vor-
bereitung Threrseits notwendig. Vie-
le Personalchefs werden Sie zu
Threm Lebenslauf, Threr bisherigen
Tätigkeit befragen. Vermeiden Sie
ausschweifende Erklärungen und
Rechtfertigungen. Antworten Sie
nur auf gestellte Fragen. Zur Vorbe-
reitung können Sie zu Hause mit
Freunden üben. Welche Fragen
bezüglich Thres Lebenslaufes könn-
ten gestellt werden? Wo tauchen
evtl. Unstimmigkeiten auf? Legen
Sie sich eine zweifelsfreie Begrün-
dung zurecht, warum sie an dem Job
Interesse haben. Übertreiben Sie
aber nicht. Private Details haben in
einem solchen I. nichts zu suchen.
Intrige
Eine I. bezeichnet ein Verhalten,
dessen Ziel die Schädigung einer
anderen Person ist, mit dem Ziel sich
persönliche Vorteile zu verschaffen.
Der Intrigant versucht hierbei einen
künstlichen Sachverhalt zu kreieren,
den die Umwelt des Geschädigten
als Realität ansieht. Kennzeichnend
für eine I. ist die Tatsache, daß sie
hinter dem Rücken des zu Schädi-
genden geschieht. Der Geschädigte
wird nach ihrer Entwicklung mit
ihren negativen Folgen konfrontiert.
Der Schädigende scheut eine direk-
te Konfrontation mit seinem Gegner.
Die Gründe hierfür können ver-
schiedener Art sein, wie z. B. Angst,
262
Feigheit, Unmöglichkeit einer direk-
ten Konfrontation etc. I. sind für den
Betroffenen meist eine sehr unange-
nehme Erscheinung, da er in keiner
Weise auf sie vorbereitet ist. Zudem
wird er bei geschickt eingefädelten
I. Schwierigkeiten haben, seine
Umwelt davon zu überzeugen, daß
ein ihn belastender Sachverhalt nur
scheinbar existiert bzw. auf einer I.
basiert.
Lesen Sie auch: Klatsch, Mobbing.
Invalidität
ist ein fortdauernder Zustand, der
körperliche oder geistige Ursachen
haben kann und eine Erwerbsfähig-
keit erheblich beeinträchtigt. Man
unterscheidet in Voll-Invalide und
Teil-Invalide, wobei der Teil-inva-
lide noch in der Lage sein kann,
leichtere Tätigkeiten auszuführen.
Der Voll-Invalide ist nicht mehr in
der Lage, seinen Lebensunterhalt
selbst zu verdienen.
Lesen Sie auch: Sozialversicherung.
Inventar
Das I. ist ein ausführliches
Bestandsverzeichnis, welches das
Vermögen (Aktiva), das Fremd- und
Eigenkapital (passiva) eines Unter-
nehmens zu einem bestimmten
Zeitpunkt
art-, mengen- und wertmäßig aus-
weist.
Lesen Sie auch: gesetzliche Aufbe-
wahrungsfristen.
Inventur
I. ist die mengen- und wertmäßige
Bestandsaufnahme aller Vermö-
gensteile und Schulden eines Unter-
nehmens zu einem bestimmten Zeit-
punkt. Bei der I. werden die einzel-
nen Teile des Vermögens und der
Schulden gezählt, gemessen, gewo-
gen und bewertet.
Investition
Wenn Sie. eine I. vornehmen, so
bedeutet dies, daß Sie oder Ihre Fir-
ma eine bestimmte Geldsumme
(Finanzkapital) in Vermögenswer-
ten anlegen. Dabei kann es sich
sowohl um Sachkapital, wie z. B.
Immobilien, Grundstücke, Produk-
tionsmittel (Maschinen) als auch um
Aktien, Wertpapiere oder ähnliche
Anlagen handeln.
Lesen Sie auch: Schwellenländer.
Investitionsgüter
sind Güter, die ein Unternehmen zur
Aufrechterhaltung seiner Geschäfts-
tätigkeit erwirbt; z. B. Computer,
Büroeinrichtung, Fabrikmaschinen,
Rohmaterialien etc. I. sind weder
zum Konsum noch zur Produktion
bestimmt.
Investitionsplanung
Die I. beinhaltet Entscheidungspro-
zesse über zukünftige Investitions-
projekte eines Unternehmens.
Gewöhnlich werden Investitions-
richtlinien in Investitionshand-
büchern formal festgehalten. Eine
umfassende I. besteht aus drei Teil-
planungen. Die mehrjährige I. hat
einen Planungszeitraum von fünf
oder mehr Jahren. Hierin soll der
langfristige Investitionsbedarf mit
den fmanziellen Möglichkeiten pro-
gnostiziert und abgestimmt werden.
Die einjährige I. umfaßt alle im
InvestmenHonds
nächsten Jahr vorgesehenen Investi-
tionsprojekte und deren Abstim-
mung mit dem Investitionsbudget
des Unternehmens. Gegenstand der
Investitionsprojektplanung sind kon-
krete Investitionsvorhaben. Die
technische Konzeption sowie die
genaue Analyse des Finanzbedarfs
der einzelnen Projekte werden fest-
gelegt.
Investitionszulage
ist eine einmalige, nicht rückzahl-
bare Geldhilfe für Betriebe zur
finanziellen Unterstützung eines
definierten Anlageprojektes. Das
Objekt wird in Absprache mit dem
Hersteller des exklusiv vertretenen
Produktes erstellt. Abhängig von
verschiedenen Faktoren wie Inve-
stitionssumme, Händlergröße usw.
gewährt der Hersteller eine I. Bei-
spiel: Ein Automobilhändler inve-
stiert in ein neues Autohaus.
Lesen Sie auch: Investition, Investi-
tionsgüter, Investitionsplanung.
Investmentfonds
Ein I. ist das Sondervermögen einer
Kapitalanlagegesellschaft, die aus-
schließlich in der Rechtsform der
Aktiengesellschaft (AG) oder der
Gesellschaft mit beschränkter Haf-
tung (GmbH) organisiert ist. Sie legt
ihre eingelegten Gelder im eigenen
Namen auf gemeinschaftliche Rech-
nung der Anleger nach dem Prinzip
der Risikostreuung in Wertpapiere
oder Grundstücke an. Die Rechte
und Ansprüche der Einleger werden
von der Investmentgesellschaft in
Anteilsscheinen, den sog. Invest-
mentzertiftkaten, verbrieft. Erträge
263
Investmentzertifikate
wie Zinsen, Dividenden, Erlöse aus
Bezugsrechten, realisierte Kursge-
winne usw., die der I. erwirtschaf-
tet hat, erhöhen der Wert der
Anteilsscheine und werden am Ende
des Geschäftsjahres an die Anteils-
eigner ausgeschüttet.
Lesen Sie auch: Fonds.
Investmentzertifikate
Die Anteilsscheine, die ein Invest-
mentfonds gegen Einlage ausgibt,
bezeichnet man als I. Sie sind ent-
weder als Inhaberpapiere ausgestat-
tet oder lauten auf den Namen des
Anteilseigners. Die Zertifikate kön-
nen jederzeit auf andere Personen
übertragen oder an den Investment-
fonds zurückgegeben werden.
Der Wert der I. ergibt sich aus der
mehr oder weniger erfolgreichen
Geschäftstätigkeit des Investment-
fonds.
Ironie
Lesen Sie nach unter: Aggression.
Irrläufer
Lesen Sie nach unter: Posteingang,
Posteingangskontrollen, Postirrläu-
Jer.
Irrtum
Ein beim Zustandekommen eines
Rechtsgeschäftes vorliegender I.
stellt einen Anfechtungsgrund dar.
Das heißt, daß das Rechtsgeschäft
unter Umständen rückwirkend nich-
tig werden kann. Die Anfechtung ist
nach der Entdeckung des I. unver-
züglich einzuleiten. Nicht jeder I.
berechtigt zur Anfechtung: so liegt
bei schuldhafter Unkenntnis kein
264
Anfechtungsgrund vor (z. B. münd-
liche Vereinbarungen, die von den
(durch Unterzeichnung verbindli-
chen) schriftlichen abweichen.
Zur Anfechtung berechtigende I.
sind:
- I. in der Erklärung: In einer Bestel-
lung wird aus Versehen I 000 statt
100 Stück geschrieben (gilt auch
bei mündlichen Versprechern).
- I. im Inhalt: Ein Vertragspartner
erklärt z. B. Miete (entgeltlich),
meint aber Leihe (unentgeltlich).
- I. in der Übermittlung: Unrichti-
ge Übermittlung der Erklärung
durch eine Zwischeninstanz wie z.
B. die Post.
- I. in wesentlichen Eigenschaften:
Ein Möbelhändler liefert eine
Echtledergarnitur. Bestellt und
bezahlt wurde jedoch die gleiche
Garnitur aus Kunstleder.
Lesen Sie auch: Lernarten, Nichtig-
keit.
ISDN
Die Abkürzung steht für "Integrated
Services Digital Network" (Dienst-
integriertes digitales Telekommuni-
kationsnetz) und ist eine noch im
Aufbau befindliche elektronische,
digitalorientierte Kommunikations-
form, bei der unterschiedliche Fern-
meldedienste aller Kommunikati-
onsarten (Sprache, Text, Daten,
Bild) in einem gemeinsamen öffent-
lichen Netz angeboten werden.
Vor allem Unternehmen werden von
diesem Angebot profitieren, bei-
spielsweise können Daten schneller
und somit kostengünstiger übermit-
telt werden, Telefonverbindungen
stehen sofort, oder es kann eine
Dreierkonferenz geschaltet werden.
Voraussetzung ist allerdings, daß
sowohl Sender als auch Empfänger
an das digitale Netz angeschlossen
sind.
ISO
Lesen Sie nach unter: Normung.
Italienisch
ist die romanische Sprache, die dem
lateinischen Ursprung noch am
nächsten steht. Außer in Italien wird
sie in einigen Gegenden Graubün-
IWF
dens, im Tessin, auf Korsika, in Istri-
en und in Teilen Dalmatiens gespro-
chen. Italien verfügt über eine rela-
tiv starke dialektale Gliederung.
Zum Standard der Schriftsprache
wurde im 16. Jahrhundert das
Toskanische erhoben.
Lesen Sie auch: amerikanisches
Englisch, Englisch, Französisch,
Fremdsprachen.
IWF
Abk. für Internationaler Währungs-
fonds.
265
Jahresabschluß
Der J. soll Einblicke in die Vennö-
gens-, Finanz-, Kapital- und EIfolgs-
lage eines Wirtschaftsunternehmens
geben. Er besteht bei Vollkaufleuten
mindestens aus der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung.
Kapitalgesellschaften haben den J. i.
d. R. um einen Anhang und einen
Lagebericht zu erweitern. Der
Anhang enthält erläuternde Angaben
zur Bilanz und zur Gewinn- und
Verlustrechnung, der Lagebericht
Infonnationen über den vergange-
nen Geschäftsablauf und über
zukünftige Vorhaben. Die gesetzli-
chen Grundlagen ergeben sich aus
dem Handels- und Steuerrecht.
Lesen Sie auch: Publizität.
Jahresartikel
sind Artikel, die ein Unternehmen
das Jahr über (außerhalb der Saison)
herstellt und vertreibt. Sie sind das
ganze Jahr (Januar bis Dezember)
erhältlich und nicht, wie beispiels-
weise Saisonartikel nur innerhalb
vorgegebener Zeiten (z.B. Ostern/
Weihnachten) disponierbar bzw. lie-
ferbar.
Jahresbericht
Am Ende eines Geschäftsjahres wird
Bilanz gezogen. Alle wichtigen Ent-
wicklungen und bedeutsamen Ereig-
nisse die Firma betreffend werden in
J
einem J. zusammengefaßt und dem
Aufsichtsrat, der Gewerkschafts-
führung und oftmals auch allen
Angestellten zugänglich gemacht.
Entscheidungen werden dargestellt,
finanzielle Belastung und Umsatz
sowie Gewinn und/oder Überschüs-
se errechnet. Der J. wird ggf. den
Aktionären {feilhabern der Finna
vorgelegt. Es ist eine Fonn von
Rechenschaftsbericht und faßt alle
wesentlichen Geschehnisse des Jah-
res zusammen.
Jahresertrag
Lesen Sie nach unter: Rendite.
Jahreskalender
Ein J., z. B. als Wandkalender im
Büro, erleichtert Tenninabasprachen
und Grobplanungen.
Lesen Sie auch: Tageskalender. Ter-
minkalender.
Jahresplanung
Am Anfang eines neuen Geschäfts-
jahres werden Jahrespläne für das
kommende Jahr aufgestellt. Diese
betreffen die ganze Firma (Rationa-
lisierungsmaßnahmen, Produktions-
änderungen, Zielsetzungen, Umsatz-
steigerungsmaßnahmen etc.).
Im Jahresplan sind grundSätzliche
Entscheidungen und Zielsetzungen
festgelegt. Detailfragen werden
meist in kleinen Fachkreisen gelöst
267
Ja oder Nein
und die zu treffenden Maßnahmen
bestimmt.
Lesen Sie auch: Klausurtagung.
Ja oder Nein
Rein rational gesehen ist es schon
schwierig genug, einen Menschen,
eine Sache oder eine Angelegenheit
zu beurteilen, zu bejahen oder ver-
neinen. Wer in der Lage ist, klar J.
o. N. zu sagen, ist gut dran. Doch
gerade bei diesen kleinen großen
Wörtern zeigen sich Abgründe. Vie-
le Menschen hören sich in vielen
Situationen ein Ja sagen und wollen
es nicht; oder sie meinen ein Ja und
murmeln ein Nein.
Wenn wir uns für etwas entscheiden,
entscheiden wir uns zwangsläufig
gegen etwas. Man muß das nicht
absolut sehen, aber in der Regel
scheint der Satz wahr zu sein. Zu
Entscheidungen gehört Tapferkeit,
die eine besondere Form des Mutes
ist, nämlich der Mut "mit rotem
Kopf' und zweifelndem Herzen.
Sicherlich ist es für unsere persön-
liche Entwicklung gut, uns im Ja-
Sagen, im Nein-Sagen zu üben. Die
Dinge auf den Punkt zu bringen, ist
unsere Sehnsucht, aber wir wissen,
daß wir Fehler machen, daß wir uns
und andere verletzen können. Dar-
aus folgt für uns die Notwendigkeit,
eine "weiche" und sichere Metho-
de zu entwickeln.
Japanisch
Lesen Sie nach unter: Fremdspra-
chen.
JArbSchG
Abk. für Jugendarbeitsschutzgesetz.
268
Jh.
Abk. für Jahrhundert.
Job Enlargement
Wenn einer Stelle in einem Unter-
nehmen weitere Zuständigkeiten
zugeordnet werden, sprechen wir
von einem J. E. Es ist demnach eine
Vergrößerung des Arbeitsgebietes,
vorrangig in quantitativer, je nach
Tragweite der zusätzlichen Aufga-
ben auch in qualitativer Hinsicht.
Eine genaue Abgrenzung ist schwie-
rig, da ein breiteres Arbeitsgebiet oft
mit höheren Anforderungen und
mehr Verantwortung gepaart ist.
Lesen Sie auch: Taylorismus.
Job Hopping
J. H. betreiben berufstätige Men-
schen, die in kurzen Abständen ihre
Stelle oder Firma wechseln mit dem
Ziel, schnell höhere Positionen zu
erreichen.
Lesen Sie auch: Taylorismus.
Job Rotation
bedeutet, innerhalb eines Unterneh-
mens planmäßig mit neuen Aufga-
ben betraut zu werden. Im Normal-
fall geschieht dieses "Rotieren" auf
der gleichen Hierarchieebene und
steht nicht automatisch für eine
Beförderung. Der betroffene Arbeit-
nehmer lernt durch J. R. verschie-
dene Bereiche eines Unternehmens
kennen. Er/Sie kann sich dabei neu
profilieren und Chancen für eine
berufliche Karriere gewinnen. Nach-
teil: J. R. geht zu Lasten einer Spe-
zialisierung in einem bestimmten
Fachgebiet.
Lesen Sie auch: Taylorismus.
JobSharing
(dt. Arbeitsplatzteilung). Wendet
eine Firma die Praxis des J. S. an, so
teilen sich zumeist zwei Arbeitneh-
mer eine Arbeitsstelle. Beim J. S.
handelt es sich meist um Teilzeitbe-
schäftigungen, die zum Teil arbeits-
zeitmäßig über eine Halbtagsbe-
schäftigung hinausgehen und varia-
bel gestaltet sind (z. B. im wöchent-
lichen Wechsel morgens bzw. nach-
mittags). Meist überlappen die
Arbeitszeiten der Mitarbeiter, die
sich die Stelle teilen, so daß beim
Wechsel Informationen ausge-
tauscht werden können.
Für den Unternehmer bringt das 1. S.
verschiedene Vorteile mit sich:
höhere Mitarbeitermotivation durch
kürzere Arbeitszeit; Wegfall von
Einarbeitungszeiten neuer Mitarbei-
ter bei Ausfallzeiten durch Urlaub
oder Krankheit, da durch den stän-
digen Informationsaustausch zwi-
schen den sich den Arbeitsplatz tei-
lenden Kolleg(inn)en beide fort-
während auf dem aktuellen Stand
sind.
Lesen Sie auch: Übergabebericht.
Joint Venture
Der engl. Begriff bedeutet so viel
wie "gemeinsam etwas wagen".
Selbständige Unternehmen aller
Wirtschaftsbereiche auf internatio-
naler Ebene, die sich zusam-
menschließen, um dauerhaft oder für
eine begrenzte Zeit gemeinsam
bestimmte Projekte zu realisieren,
gründen dafür ein 1. V.
Einer der wesentlichsten Gründe für
ein J. V. ist die Aussicht, durch
Zugewinn von Kapital und Know-
Judikative
how im internationalen Wettbewerb
besser bestehen zu können.
Lesen Sie auch: Kooperation.
Joker
In Ihrer Datenbank gilt es etwas zu
suchen, z. B. die Adresse von Herrn
Meyer oder Maier oder Mayer. Sie
wissen es nicht so genau. Sie können
nun einen J. setzen: Computer, suche
mir M??er in Wiesbaden.
Journal
Im J. werden alle Geschäftsvorfälle
in chronologischer Reihenfolge fest-
gehalten. Es beinhaltet Eröffnungs-
buchungen, laufende Buchungen,
vorbereitende Abschluß- und
Abschlußbuchungen. Das J. bildet
somit die Grundlage der Buch-
führung.
Lesen Sie auch: Buchungsmaschine.
Judikative
Demokratische Staaten beruhen auf
dem Prinzip der Gewaltenteilung.
Um eine Machtkonzentration zu ver-
hindern und einem Machtmißbrauch
vorzubeugen, werden die drei
Hauptaufgaben der Staatsgewalt -
Verwaltung, Gesetzgebung und
Rechtssprechung - von unabhängig
voneinander arbeitenden Instituti-
onen wahrgenommen. Man unter-
scheidet zwischen Exekutive (aus-
führender Gewalt), Legislative
(gesetzgebender Gewalt) und J.
(richterlicher Gewalt).
Die J. bezeichnet die Gesamtheit
aller Einrichtungen der Rechtsspre-
chung eines Staates, dazu gehören in
die verschiedenen Gerichtsinstanzen
(Bundes-, Landes- und Amtsgerich-
269
Jugendarbeitsschutzgesetz
te), die Richter und alle anderen juri-
stischen Institutionen.
Jugendarbeitsschutzgesetz
(JArbSchG). Im Hinblick auf ihre
körperliche und geistige Entwick-
lung benötigen Jugendliche einen
besonderen Schutz vor Überbean-
spruchung und Gefahren am
Arbeitsplatz, daher gilt für sie das
J. vom 1.5.1976. Das Gesetz bein-
haltet eindeutige Regelungen u. a.
zum Verbot der Kinderarbeit, zur
Arbeitszeit, zu Ruhepausen, Freizeit,
Berufsschulbesuch, Urlaub, Gesund-
heitsuntersuchungen. Verstöße
gegen dieses Gesetz werden als Ord-
nungswidrigkeiten geahndet, in
schweren Fällen auch mit Freiheits-
strafen oder Geldstrafen.
Lesen Sie auch: Arbeitsschutz.
Junior Management
Mit J. M. werden junge Führungs-
kräfte bezeichnet, die für die späte-
re Leitung oder zumindest für ver-
antwortliche Positionen im Unter-
nehmen vorgesehen sind. Sie wer-
den im "On-the-job-training" von
erfahrenen Führungskräften darauf
vorbereitet. Der Verantwortungsbe-
reich dieser Jungmanager wird nach
und nach ausgeweitet.
juristische Person
ist eine Vereinigung mit gesetzlich
anerkannter Selbständigkeit und
somit auch von der Eintragung bis
zur Löschung im Handelsregister
Träger von Rechten und Pflichten.
In dieser Zeit kann die j. P. Vermö-
gen haben, erben und in eigenem
Namen klagen und verklagt werden.
270
J. P. des Privatrechts sind z. B. ein-
getragene Vereine, Aktiengesell-
schaften, Gesellschaften mit
beschränkter Haftung. Sie werden in
der Öffentlichkeit durch den Vor-
stand, den Geschäftsführer usw. ver-
treten. Da die j. P. strafrechtlich
nicht verantwortlich gemacht wer-
den kann, können die Vertreter
bestraft werden. J. P. des öffentli-
chen Rechts, wie Staat, Gemeinden
usw. unterliegen der Staatsaufsicht
durch die zuständige Verwaltungs-
behörde.
Lesen Sie auch: natürliche Person,
Unternehmens/arm.
Just-in-tlme
ist ein Logistikkonzept, das von Tai-
ichi Ohno, Mitarbeiter der Toyota
Motor Corporation, eingeführt und
seither in TMC konsequent prakti-
ziert wird. Als Schlüssel für eine
wirtschaftliche Produktion machte
dieses System in den letzten Jahren
seinen Siegeszug durch die Welt.
Das System basiert auf einer mini-
malen Lagerhaltung von Rohstoffen
und Teilen beim Produzenten. Die
für die Produktion erforderliche
Menge an Teilen wird exakt bei
Bedarf vom Zulieferer an der
Bedarfsquelle (z. B. Auto-Montage-
band) angeliefert.
Heute werden selbst im Ursprungs-
land Japan Zweifel laut, da den
unbestrittenen Vorteilen auch
schwerwiegende Nachteile gegen-
überstehen, z. B.:
- hohes Transportaufkommen ver-
ursacht Verkehrsprobleme und
Umweltbelastung;
- verspätete Anlieferungen führen
zu Produktionsunterbrechungen,
für die der Transporteur haftet;
- mangelnde Vollauslastung der
Transportmittel bei Produktions-
schwankungen verursachen zu-
sätzliche Kosten;
Just-In-time
- Konzentration der Zulieferfmnen
nahe der Produktionsstätten bringt
Probleme in der Beschaffung von
Arbeitskräften.
Lesen Sie auch: Lean Production,
Logistik.
271
Kabelnetz
Lesen Sie nach unter: Telegramm.
Kabelsalat
ist ein "Wirrwarr" von Kabeln hin-
ter, unter oder um den Schreibtisch
z. B. von Kabeln für PC (Personal
Computer), Monitor, Drucker,
Tischleuchte und Telefon, Verbin-
dungs- oder Verlängerungskabeln.
Heutzutage gibt es modeme
Büromöbel, mit Kabelkanälen, die
eine übersichtliche Kabelführung
garantieren.
Kabinett
Das K. bezeichnet die Gesamtheit
der Bundesminister. Grundsätzlich
verfügen die einzelnen Mitglieder
über gleiche Rechte und Pflichten.
Dennoch nehmen einige Minister
aufgrund ihres Resorts eine gewisse
Sonderstellung ein. Dies sind der
Außen -, Innen -, Wirtschafts - und
Arbeitsminister. Überdies stellt
schon die Verfassung die herausra-
gende Bedeutung des Verteidi-
gungs- und Finanzministers, sowie
des Vizekanzlers fest.
Lesen Sie auch: Minister.
Kaffee
Thema Nr. I im Büro! Könnte man
fast sagen - oder? Er ist ein wichti-
ger ,,Energiespender" zu allen
Anlässen und deshalb ein bedeuten-
K
des Thema. Optimal wäre es, wenn
Ihre Kantine generell K. aufbrüht
oder sich um K. kümmert. Es gibt in
der heutigen Zeit gute Ideen, quali-
tativ guten K. immer wieder frisch
zur Verfügung zu haben,beispiels-
weise große Kaffeeautomaten, wo
K. durch Tastendruck immer wieder
frisch pro Kanne oder Tasse aufge-
brüht wird. Sie haben keinen abge-
standenen oder alten K. und inve-
stieren keine Zeit, um selbst K. zu
kochen. Es ist eine ausführliche
Überlegung wert, wie dies organi-
siert werden soll. Überlegen Sie, wie
Sie mit den Ihnen zur Verfügung ste-
henden Möglichkeiten die "Kaffee-
beschaffung" für Ihren Bereich sinn-
voll und efftzient organisieren kön-
nen.
Lesen Sie auch: Imbiß, Kantine.
KAG
Abk. für Kapitalanlagegesellschaft.
Kalender
Lesen Sie nach unter: Geburtstage
der Mitarbeiter, Terminplanung.
Kalenderjahr
Lesen Sie nach unter: Einkommen-
steuer.
Kalendertage
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosen-
geld.
273
Kalkulation
Kalkulation
ist die rechnerische Ennittlung von
Kosten und Preis für ein Handelsgut
(Waren oder Dienstleistungen). Der
K.-Aufbau basiert auf einem Sche-
ma, mit dessen Hilfe Einkaufs-,
Bezugs-, Selbstkosten- und Ver-
kaufspreis kalkuliert werden. Die
geläufigsten Kalkulationsmethoden
sind die Zuschlags- und Divisions-
kalkulation, K. mit Maschinenstun-
den und Deckungsbeitragsrechnung.
In der Art des Vorgehens wird unter-
schieden zwischen Vorwärts- und
Rückwärtskalkulation, d. h. die
Berechnung erfolgt vom Einkaufs-
zum Verkaufspreis oder umgekehrt.
Bei der Differenz-K. wird aus bei-
den Richtungen zum Gewinn als
Differenz zwischen Selbstkosten
und Verkaufspreis gerechnet.
Kalkulator
1. Etwas kalkulieren bedeutet etwas
ermitteln,berechnen,veranschlagen
oder im übertragenen Sinne etwas
erwägen bzw. abwägen. Ein K. ist
jemand in einem Unternehmen, der
die Kosten einer Lieferung/Leistung
unter Einbeziehung der kostenrele-
vanten Faktoren wie z. B. Beschaf-
fungs-, Produktions-, Absatz- und
Finanzierungskosten berechnet.
2. Als K. bezeichnet man auch klei-
ne "Rechenmaschinen" (Software)
imPC.
Kammern
sind Selbstverwaltungsorgane zur
Interessensvertretung bestimmter
Wirtschaftszweige. Sie sind Kör-
perschaften des Öffentlichen Rechts,
das heißt, sie gelten als juristische
274
Person mit eigener Rechtspersön-
lichkeit. Das Ziel der K. ist die För-
derung wirtschaftlicher und kultu-
reller Interessen der Mitglieder. Sie
sind regional gegliedert, aber auch
auf Länder- und Bundesebene
zusammengeschlossen. Neben den
Industrie- und Handelskammern
(!HK) und den Handwerkskammern,
die beide bundesweit vertreten sind,
gibt es in den Bundesländern Bre-
men und Saarland zusätzlich die
Arbeitnehmer- bzw. die Arbeits-
kammern.
Kantine
"Speiseraum in Betrieben, Kasernen
o. ä.", definiert der Duden. In den
meisten Betrieben wird heute viel
Wert auf eine optimale Gestaltung
der K. gelegt. Früher war das nicht
so. Eine schöne K. bewerten nicht
nur neue Mitarbeiter als Pluspunkt
für ein Unternehmen, sondern sie
wird auch von den vorhandenen
Mitarbeitern durchaus als Motivati-
on empfunden. Sie kann bei opti-
maler Gestaltung auch für Betriebs-
veranstaltungen und Besprechungen
außerhalb der Essenzeiten genutzt
werden.
KapaZität
Sie beschreibt das Fassungs- oder
Leistungsvennögen von Maschinen,
technischen Bauteilen (z. B. Batte-
rien, Computer Chips, Kondensato-
ren), Produktionsbetrieben, Gebäu-
den und Räumen. In der Computer-
welt wird von einer Aufnahme- und
Speicherkapazität von Bits und
(Mega)Bytes gesprochen.
Ein Mensch kann auf bestimmten
Gebieten eine K. sein, d. h. sein spe-
zifisches Leistungsvermögen ist
überdurchschnittlich hoch.
Kapital
1. Volkswirtschaftlich ist K. ein Pro-
duktionsfaktor der aus dem Zusam-
menwirken von Arbeit und Boden
entsteht. Wir unterscheiden zwi-
schen Geld- und Sachkapital (z. B.
Maschinen).
2. In der Betriebswirtschaft ist K. der
Wert des im Unternehmen einge-
setzten Vermögens. Man unter-
scheidet zwischen Eigen- und
Fremdkapital.
Lesen Sie auch: Eigenkapital,
Finanzierung, Fremdkapital, Kom-
manditgesellschaft auf Aktien, Pro-
duktionsfaktoren.
Kapitalanlage
ist die Verwendung von Geld zum
Kauf von Wertgegenständen, Wert-
papieren, Immobilien, Gold usw.,
um Einnahmen und/oder Wertstei-
gerungen zu erzielen.
Lesen Sie auch: Wertpapier.
Kapitalanlagegesellschaft
Eine Kapitalanlage- oder Invest-
mentgesellschaft ist eine AG oder
GmbH, die das Geld ihrer Einleger
in Wertpapieren oder Grundstücken
anlegt. Zur Risikoverminderung sind
diese Anlagen gemischt. Die Anla-
gen erfolgen im Namen der Gesell-
schaft für alle Anleger gemeinsam.
Sie werden als Fonds bei einer
Depotbank hinterlegt. Der Anleger
erhält für seine Einlage Anteilschei-
ne am Fonds.
Lesen Sie auch: Fonds.
Kapitalismus
Kapitalertragssteuer
Lesen Sie nach unter: Steuern.
Kapitalgesellschaft
Im Gegensatz zur Personengesell-
schaft beruht eine K. auf der kapi-
talmäßigen Beteiligung ihrer Gesell-
schafter. Diese haften nur mit ihrer
Einlage. Ihre Mitarbeit ist nicht
erforderlich. Zu den K. zählen die
AG und die GmbH.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Unternehmensform.
Kapitalismus
Mit K. wird ein Wirtschaftssystem
bezeichnet, in dem das Privateigen-
tum an Produktionsmitteln domi-
niert. Nach dem traditionellen Kapi-
talismusverständnis beherrschen die
Kapitaleigentümer den Ablauf des
Marktgeschehens und die politi-
schen Institutionen. Sie verhalten
sich dabei unter dem Einfluß der
Konkurrenzsituation so, daß sie
selbst den Untergang ihres Systems
herbeiführen. Zwei der wichtigsten
Vertreter dieser Anschauung waren
Karl Marx und Friedrich Engels. Sie
folgerten aus der kapitalistischen
Produktionsweise den zwangsläufi-
gen Übergang von einem Konkur-
renzmarkt zu einem Monopolmarkt.
Die sozial unerträglichen Ereignis-
se dieses monopolistischen Marktes
würden dann die ausgebeuteten
Arbeiter dazu veranlassen, das kapi-
talistische System gewaltsam zu
stürzen. Eine neue Form des K. ist
der sog. Managerkapitalismus.
Lesen Sie auch: Kommunismus,
Managerkapitalismus, Marktwirt-
schaft·
275
Kapitalmarkt
Kapitalmarkt
Der K. ist der Markt für längerfri-
stige Kapitalanlagen und Kredite.
Wichtigstes Steuerungsmittel ist der
Zins. Angeboten werden private
Gelder, Spareinlagen der Banken
und die flüssigen Gelder der Versi-
cherungen. Nachgefragt werden
Hypotheken und Kredite für Inve-
stitionen. Hinzu kommt der Umsatz
von Wertpapieren an der Börse.
Lesen Sie auch: Börse, Obligatio-
nen, Wertpapier.
Karriere
Der Begriff sagt heute etwas über
die berufliche Laufbahn eines Men-
schen aus. Erfolg und K. bedingen
einander dabei. K. hängt auch vom
Zeitraum, der Geschwindigkeit des
Erfolges ab. Jedoch ist K. für jeden
einzelnen mit anderen Maßstäben
und Zielen verbunden.
Karte
Damit ist nicht die Postkarte
gemeint, sondern eine Leiterkarte
(Platine) in einem oder für einen PC
(Personal Computer), die als Träger
für elektronische Bausteine und
Module dient (z. B. Steuer- und
Speichererweiterungsbausteine ).
Ebenso kann sie eine Schnittstelle
(Verbindung) zu einem Ein- oder
Ausgabegerät sein (z. B. Drucker,
Scanner, Maus).
Lesen Sie auch: Videokarte.
Karteien
[mden wir in jedem Büro. Der Markt
bietet heute eine vielfältige Auswahl
von Karteiformen, aus der sich jeder
die für sich beste Form aussuchen
276
muß. Die Vorteile von K. sind die
platzsparende Form und daher auch
die schnelle Abrufmöglichkeit, der
Zwang zu präzisen Informationen
wegen des geringen Raums und die
Verringerung der Ablegearbeit.
Lesen Sie auch: Datenbank.
Karteikarte
Die K. gibt es in verschiedenen Aus-
führungen. In der Blockkartei stehen
die K. steil hintereinander, in der
Flachsichtkarteikarte. hat man an der
Seite eine Art Register usw. K. kann
man auf vielerlei Weisen kenn-
zeichnen, beispielsweise durch Far-
ben, Reiter oder Signale. Welche
Art der K. und nach welchem Kri-
terium die K. abgelegt werden, muß
je nach Ziel individuell festgelegt
werden.
Lesen Sie auch: Adreßverwaltung,
Direktadressierung.
Kartell
sind vertraglich vereinbarte Abspra-
chen von Unternehmen. Die Unter-
nehmen verpflichten sich darin zu
gemeinsamen Handlungsweisen in
bestimmten Bereichen. Die rechtli-
che Selbständigkeit der Kartellmit-
glieder bleibt erhalten, wohingegen
ein Teil der wirtschaftlichen Selb-
ständigkeit aufgegeben wird. Der für
eine Marktwirtschaft typische Wett-
bewerb zwischen horizontalen
Unternehmen (d. h. Unternehmen,
die auf dem gleichen Absatzmarkt
konkurrieren) wird dadurch mehr
oder weniger stark eingeschränkt.
Dadurch können für die Konsumen-
ten und/oder andere Anbieter erheb-
liche Nachteile entstehen. Deshalb
ist diese Art der Wettbewerbsbe-
schränkung grundsätzlich nicht
erlaubt. Der Gesetzgeber sieht
jedoch einige Ausnahmen in Form
der anmelde- bzw. genehmigungs-
pflichtigen K. vor. Durch die soge-
nannte Generalausnahmeklausel
können sogar jene K., die eigentlich
uneingeschränkt verboten sind, aus-
nahmsweise zugelassen werden. Die
zuständige Instanz ist die Kartell-
behörde (Landeskartellämter, Bun-
deskartellamt, Bundeswirtschafts-
ministerium), die gesetzlichen
Bestimmungen sind im "Gesetz
gegen Wettbewerbsbeschränkun-
gen" (GWB, auch: Kartellgesetz)
geregelt. Arten (nach Zulässigkeit
geordnet):
- Anmeldepflichtige K.: Konditi-
ons-, Export-, Spezialisierungs-,
Rabatt- und Typen- und Ausfuhr-
kartell.
- Genehmigungspflichtige K.: Kri-
senkartell, Syndikat, bestimmtes
Ausfuhr- bzw. Einfuhrkartell.
- Verbotene K.: Gebietskartell
(Ausnahme: Energieversorgung),
Preis- und Produktionskartell.
K. werden nicht nur durch vertragli-
che Fixierung begründet. Sie können
auch auf mündlichen Absprachen
oder abgestimmtem Verhalten beru-
hen. Folglich unterliegen diese, gele-
gentlich auch Frühstückskartelle
genannten, Vereinbarungen in glei-
cher Weise dem Kartellgesetz und
werden vom Gesetzgeber dement-
sprechend behandelt.
Lesen Sie auch: abgestimmtes Ver-
halten, Handelshemmnisse, Markt-
wirtschaft, Preiskartell, Unterneh-
menszusammenschlüsse .
Kasse gegen Dokumente
Kartellgesetz
Das K. (GWB = Gesetz gegen Wett-
bewerbsbeschränkungen) besteht
aus rechtlichen Bestimmungen,
deren Ziel einerseits die Verhinde-
rung von Wettbewerbsbeschränkun-
gen ist, andererseits die Erhaltung
wettbewerbsfördernder Marktstruk-
turen. Im Mittelpunkt steht dabei die
Regelung des Kartellwesens sowie
die Überwachung der Unterneh-
menskonzentrationen auf den ver-
schiedenen Absatzmärkten (Mono-
polkommission).
Lesen Sie auch: Monopol.
Kartusche
ist ein geschlossenes Behältnis (mei-
stens aus Plastik) für Toner, Farb-
pulver etc., das im Zusammenhang
mit Druckern, Kopiergeräten etc.
verwendet wird. Die K. ist in der
Regel mit einem Handgriff ausge-
wechselt und erleichtert so die
Handhabung des gesundheitsschäd-
lichen Toners.
Kaskoversicherung
Lesen Sie nach unter: Teilkasko,
Vollkasko.
Kasse
Eine sog. "Handkasse" finden Sie in
Ihrem Betrieb entweder in der Buch-
haltung oder Personalabteilung. Sie
ist für kleinere dienstliche Baraus-
gaben sowie Bar-Reisekostenvor-
schüsse gedacht.
Kasse gegen Dokumente
(auch Dokumente gegen Zahlung;
engl. Abkürzung: CAD oder DIP).
Wenn als Zahlungsbedingung ,,Kas-
277
Kassenblatt
se gegen Dokumente" vereinbart
wird, werden dem Käufer die Ver-
sanddokumente für die entspre-
chenden Waren erst dann ausgehän-
digt, wenn er den Rechnungsbetrag
bezahlt bzw. das vom Verkäufer auf
ihn ausgestellte Dokumentenakkre-
ditiv beglichen hat. Auf diese Wei-
se wird gewährleistet, daß die Doku-
mente, und somit auch die Waren,
erst dann in den Besitz des Käufers
übergehen, wenn dieser dem Ver-
käufer den Rechnungsbetrag gezahlt
hat.
Lesen Sie auch: Dokumentenakkre-
ditiv.
Kassenblatt
Zur Übersicht der Einnahmen und
Ausgaben in einer Angelegenheit
wird ein K. in der Akte geführt.
Kassenbuch
Zur korrekten Buchführung gehört
die Führung des K. Hier werden alle
Ein- und Auszahlungen der Hand-
kasse aufgeführt und saldiert. Die
Gegenüberstellung der Ein-/Aus-
zahlungen muß mit dem Kassenbe-
stand übereinstimmen.
Kategorie
Lesen Sie nach unter: Klassifizie-
rung.
Käufermarkt
Der K. wird von den Nachfragern
geprägt. Voraussetzung ist, daß die
angebotene Gütermenge größer ist
als die nachgefragte. Die Anbieter
stehen in dieser Situation in starkem
Wettbewerb miteinander. Eine
Anpassung von Angebot und Nach-
278
frage erfolgt über den Preis, d. h. die
Anbieter versuchen durch Preissen-
kungen ihren Güterabsatz zu stei-
gern. Die Entwicklung vom Ver-
käufermarkt zum K. nach dem Zwei-
ten Weltkrieg trug wesentlich zur
Entstehung des Marketing bei.
Käuferverhalten
Lesen Sie nach unter: Maslow-Pyra-
mide.
Kauffrau/Kaufmann
für Bürokommunikation
Lesen Sie nach unter: Bürogehilfin.
Kaufhandlung
Lesen Sie nach unter: AlDA-Formel.
Kaufkraft
Lesen Sie nach unter: Außenwert der
Währung.
Kaufkraftparität
liegt vor, wenn die Kaufkraft zwei-
er Währungen in zwei betrachteten
Ländern gleich ist. Die Kaufkraft
bzw. der Binnenwert des Geldes ist
folgendermaßen definiert: Kaufkraft
= angebotene Gütermenge/nachfra-
gewirksame Geldmenge. Sie gibt an,
wieviel Güter man für eine Geld-
einheit kaufen kann. Der Außenwert
des Geldes ist die Kaufkraft, die die
inländische Währungseinheit umge-
rechnet in Auslandswährung im ent-
sprechenden Ausland hat. Eine K.
zwischen Frankreich und der Bun-
desrepublik Deutschland liegt bei-
spielsweise vor, wenn Sie für den
Gegenwert einer DM in FF die glei-
che Gütermenge in Frankreich erste-
hen können wie in der Bundesrepu-
blik. Da die Preisniveaus in den ein-
zelnen Ländern und die Wechsel-
kurse, zu denen man die inländische
Währung in verschiedene Aus-
lands währungen eintauschen kann,
unterschiedlich hoch sind, gibt es
keinen einheitlichen Außenwert des
Geldes.
Kaufkraftverlust
bedeutet, daß der Einzelne für sein
Einkommen weniger Güter erhält
bzw. für ein Gut mehr Geld auf-
wenden muß als zuvor. Ursache ist
eine schleichende oder galoppieren-
de Inflation in Form von Preisstei-
gerungen.
Lesen Sie auch: Inflation.
Kaufmann
ist jeder, der ein Handelsgewerbe im
Sinne des Handelsgesetzbuches
(HGB) betreibt. Bezüglich der
Eigenschaften, die zum Kauf-
mannsstatus führen, unterscheidet
das HGB folgendermaßen:
- Alle Personen, die ein Grundhan-
delsgewerbe betreiben, werden
aufgrund dieser Tätigkeit automa-
tisch zum K. (Mußkaufleute).
- Inhaber von Unternehmen, die
nicht unter das Grundhandelsge-
werbe fallen, jedoch einen kauf-
männischen Geschäfts betrieb
erfordern, sind verpflichtet, sich
als Kaufleute ins Handelsregister
eintragen zu lassen (Sollkaufleu-
te).
- Inhaber land- und forstwirtschaft-
licher Unternehmen oder entspre-
chender Nebenunternehmen kön-
nen sich als K. ins Handelsregister
eintragen lassen (Kannkaufleute).
Kaufmannsarten
- Kapitalgesellschaften, Genossen-
schaften und Versicherungsverei-
ne auf Gegenseitigkeit sind Kauf-
leute kraft ihrer Rechtsform. Die
Rechtsform wird mit der Register-
eintragung begründet (Formkauf-
leute).
- Personen, die öffentlich den
Anschein erwecken, Kaufleute zu
sein, können daraus keinerlei
Rechte geltend machen. Bei even-
tuellen Vergehen sind sie jedoch
als Kaufleute haftbar (Schein-
kaufleute).
Hinsichtlich der Anwendung des
HGB unterscheidet man weiterhin
die Vollkaufleute und die Minder-
kaufleute. Für Vollkaufleute gilt das
HGB ohne jede Einschränkung.
Hierzu zählen alle Kaufleute mit
Ausnahme derjenigen Mußkaufleu-
te, deren Unternehmen ein Kleinge-
werbe nicht übersteigt. Diese wer-
den als Minderkaufleute bezeichnet.
Lesen Sie auch: Generalvollmacht,
Vollkaufleute.
Kaufmannsarten
Nach dem HGB gibt es den Muß-
kaufmann, Sollkaufmann, Kann-
kaufmann und Formkaufmann.
Jeder, der ein Grundhandelsgewer-
be betreibt, ist ein Mußkaufmann (§
I HGB). Wer kein Grundhandels-
gewerbe, aber ein Gewerbe betreibt,
das nach Art und Umfang kaufmän-
nische Einrichtungen erfordert, ist
ein Sollkaufmann (§ 2 HGB). Ein
Kannkaufmann (§ 3 HGB) ist, wer
ein land- oder forstwirtschaftliches
Gewerbe oder Nebengewerbe
betreibt, das eine vollkaufmännische
Einrichtung erfordert, und der sich
279
Kaufvertrag
deshalb ins Handelsregister eintra-
gen läßt. Aktiengesellschaften, KG
auf Aktien, GmbH und die eingetra-
gene Genossenschaft sind Kaufleu-
te kraft Rechtsfonn, also Fonnkauf-
leute (§ 6 11 HGB).
Kaufvertrag
Ein K. ist zustande gekommen,
wenn der Verkäufer und der Käufer
sich über den Kaufgegenstand und
den Kaufpreis geeinigt haben
(Angebot und Annahme). Der Ver-
käufer einer Sache muß diese über-
geben. Sie muß frei von Rechten
Dritter sein, darf also z. B. nicht
schon anderweitig verkauft sein.
Wird ein Recht verkauft (z. B.
Pfandrecht), so ist der Verkäufer
verpflichtet, dem Käufer ein Recht
zu verschaffen, d. h. die Ausübung
des Rechts muß tatsächlich möglich
sein. Der Käufer muß den verein-
barten Kaufpreis bezahlen und die
gekaufte Sache abnehmen. Bei feh-
lerhaft gelieferter Ware kann der
Käufer
a) den Kauf rückgängig machen (§
462BGB),
b) die Herabsetzung des Kaufpreises
verlangen (§ 462 BGB),
c) Schadenersatz wegen Nichterfül-
lung verlangen, wenn eine zuge-
sicherte Eigenschaft fehlt oder
arglistig verschwiegener Mangel
vorliegt (§ 463 BGB),
d) auf Umtausch bei Gattungswaren
bestehen (§ 480 BGB),
e) auf kostenlose Beseitigung des
Fehlers bestehen, wenn dies ver-
einbart worden ist (§ 476a BGB).
Lesen Sie nach unter: Eigentums-
vorbehalt, Rechtsgeschäfte, Rücktritt
280
vom Kaufvertrag, Sachmängel,
Schadenersatz, Verzug.
kausal
ist ein Fremdwort für ursächlich
oder begründend und bedeutet mit
der Ursache verbunden, auf dem
Verhältnis zwischen einer Ursache
und deren Wirkung beruhend.
Kaution
Eine K. ist eine Bürgschaft oder
Sicherheit z. B. für die Einhaltung
vertraglicher Pflichten oder eine
bestimmte Geldsumme, die für die
Freilassung von Untersuchungsge-
fangenen hinterlegt wird.
Lesen Sie auch: Bürgschaft.
Kaution gegen Veruntreuung
Als K. g. V. bezeichnet man eine
Versicherung, die den Arbeitgeber
(den Versicherten) entschädigt, falls
er aufgrund unehrlichen Verhaltens
von Seiten seiner Mitarbeiter einen
Schaden erleidet.
Kbyte
Abk. für Kilobyte = 1024 Byte.
Kenner
Lesen Sie nach unter: Insider.
Kennwort
Lesen Sie nach unter: Password.
Kennzahlensystem
Zur Vereinfachung von Ablagesy-
sternen werden häufig Kennzahlen
verwendet, damit ein leichtes Wie-
derauffinden ennöglicht wird. Ob in
der Datenbank oder der Papierabla-
ge, ein Beschriften mit vorher fest-
gelegten Kennzahlen sichert Ihnen
eine systematische, logische Ord-
nung.
Kernzeit
Der Begriff entstammt dem System
der flexiblen Arbeitszeit. Die K.
umfaßt den Zeitraum, in dem der
Mitarbeiter grundsätzlich anwesend
sein muß, d. h. die Zeit vom späte-
sten Arbeitsbeginn bis zum frühest-
möglichen Arbeitsende mit Aus-
nahme der Mittagspause. Die Dauer
der K. wird vom Unternehmen indi-
viduell in einer Betriebsvereinba-
rung festgelegt.
Lesen Sie auch: Gleitzeit, Mittags-
pause, Rahmenzeit.
Key-account-
Management
bedeutet Schlüssel-Kunden-Betreu-
ung. Sog. Key-account-Manager
betreuen solche Schlüssel-Kunden
(auch VIP-Kunden oder Großkun-
den genannt). Es handelt sich hier
um speziell geschulte und ausgebil-
dete Mitarbeiter/Manager, die im
Vertrieb oder Verkauf angesiedelt
sind und ausschließlich für die
Belange dieses speziellen Kunden-
kreises zuständig sind. Im modemen
Management hat es sich bewährt,
solche Kunden aus der normalen
Kundenbetreuung (z. B. durch den
normalen Außendienstler) heraus-
zunehmen, da diese besonderen
Kunden wegen ihrer entsprechend
großen Umsatzgröße von großer
Bedeutung sind.
Keyboard
Lesen Sie nach unter: Tastatur.
Kirchensteuer
KfW
Abk. für Kreditanstalt für Wieder-
aufbau.
Kfz-Pauschale
Erhält ein Mitarbeiter einen Fir-
menwagen, so wird 1 % des Neu-
wagenpreises/Listenpreises als geld-
werter Vorteil dem Bruttogehalt
monatlich aus Versteuerungsgrün-
den hinzugerechnet. Rechenformel:
Listenpreis des Pkws + Sonderaus-
stattung, ohne Berücksichtigung
irgendwelcher Rabatte, + MwSt. x 1
% = geldwerter Vorteil.
KG
Abk. für Kommanditgesellschaft.
Kilobyte
1 Kilobyte (KB) ist die Maßeinheit
für 1024 Byte Speicherkapazität.
Lesen Sie auch: Byte.
Kinderarbeit
Lesen Sie nach unter: Jugendar-
beitsschutzgesetz.
Kindheits-Ich
Lesen Sie nach unter: Transaktions-
analyse.
Kirchensteuer
Personen, die einer Religionsge-
meinschaft angehören, welche eine
"Körperschaft des öffentlichen
Rechts" darstellt, sind zur Leistung
der K. verpflichtet. Verwendet wird
sie zur Finanzierung kirchlicher Ver-
waltung und teils für karikative Auf-
gaben. Der Arbeitgeber führt diese
Steuer an den Staat ab, der sie an die
Kirchen weiterleitet. Ihre Höhe ent-
281
Klage
spricht, abhängig vom jeweiligen
Bundesland, einem gewissen Pro-
zentsatz der Einkommens- bzw.
Lohnsteuer. Bezahlte K. kann als
Sonderausgabe steuerlich geltend
gemacht werden. Durch Austritt aus
der Kirche entfällt die Kirchensteu-
erpflicht. Daß der Staat für die Kir-
chen Beiträge einzieht, ist eine sehr
problematische Angelegenheit und
in der Staatengemeinschaft nahezu
einmalig. Es gibt jedoch einen
Trend: Immer mehr Bürger treten
aus den Kirchen aus.
Lesen Sie auch: Steuern.
Klage
Mit einer K. wendet sich der "Klä-
ger" an das Gericht und begehrt eine
richterliche Entscheidung. Er leitet
mit der K. einen Zivilprozeß
(Gegensatz: Strafprozeß) ein.
Klammeraffe
Lesen Sie nach unter: Enthefter.
Klarsichteinstecktaschen
Lesen Sie nach unter: Visitenkarte.
Klarsichthüllen
sind durchsichtige Hüllen, die an der
oberen und rechten Seite geöffnet
sind. Sie dienen der Aufbewahrung
von Unterlagen und kompletten
Vorgängen.
Klassifizierung
bezeichnet einen Einordnungsvor-
gang. Dies bedeutet, Menschen,
Gegenstände, Phänomene oder The-
matiken in Klassen oder Kategorien
einzuteilen. Die in einer Kategorie
vertretenen Elemente gleichen sich
282
dabei in bestimmten Eigenschaften.
Beispiel: Die Gesamtzahl der priva-
ten Haushalte wird gegliedert, indem
man die einzelnen Haushalte anhand
der Berufe in die Kategorien
Rentner-, Arbeiter-, Angestellten-
und Selbständigenhaushalte ein-
ordnet.
Eine etwas andere Bedeutung des
Begriffs liegt vor, wenn damit einer
Person eine bestimmte Eigenschaft
zugesprochen, sie einer Gruppe
zugerechnet bzw. sie als etwas abge-
stempelt wird.
klassische Sekretärin
Lesen Sie nach unter: Office Mana-
gement/Sekretariat der Zukunft.
Klatsch
Unter K. versteht man Geschwätz
oder Gerede, besonders über nicht
anwesende Personen. Hier werden
meist negative Neuigkeiten über per-
sönliche Angelegenheiten anderer
verbreitet. Natürlich gehören Sie
nicht zu den "Klatschweibern", aber
trotzdem können Sie nicht so einfach
sagen, K. geht mich nichts an. Sie
sollten unterscheiden, ob es sich um
- Wichtigtuerei einzelner,
- Bösartigkeit oder
- Neid handelt, oder ob
- jemand geschädigt werden (Chef,
Firma) soll oder ob
- sich jemand übergangen fühlt.
Wenn Sie den Grund des K. erken-
nen, dann können Sie entscheiden,
ob das Gerücht bzw. der K. sich von
selbst totlaufen soll oder ob eine
Reaktion erforderlich ist, damit das
Gerücht im Keim erstickt wird.
Lesen Sie auch: Intrige.
Klausurtagung
wird angesetzt, um mit einem fest-
gelegten Personenkreis in der Einla-
dung formulierte Themen intensiv
zu behandeln. Meist sind es Themen,
die besonders umfangreich sind.
Beispiel wäre das Thema J ahrespla-
nung. Diese Tagungen werden des-
wegen in ruhigen Hotels abseits von
der Bürohektik über mehrere Tage
durchgeführt.
Lesen Sie auch: externe Meetings,
Hotelreservierung, Reservierung
externer Besprechungsräume .
Klebebindung
Die K. ist die Zusammenfügung von
einer Vielzahl loser Blätter zu einem
zusammenhängenden Block durch
Gummierung an einer Seite (meist
oben oder links).
Klebeetiketten
Lesen Sie auch: Namensschilder.
Kleiderordnung
Lesen Sie nach unter: Einladungen.
Kleidung
,,Erlaubt ist, was geflillt" läßt Goethe
Tasso sagen, dies gilt aber nicht im
Geschäftsleben und im Sekretariat.
Die Sekretärin wird sich an die Ant-
wort der Prinzessin halten: "Erlaubt
ist, was sich ziemt".
Eine Kleiderordnung für die
Sekretärin kann nur bedingt aufge-
stellt werden, da sie für ein eher kon-
servatives Bankhaus anders ausse-
hen wird als für ein extravagantes
Modehaus. Die Kleiderfrage wird
von Branche zu Branche unter-
schiedlich entschieden werden müs-
Kleinschreibung
sen. Neben der fachlichen Qualifi-
kation ist für die Sekretärin aber
auch die adäquate K. von Bedeu-
tung. Diese muß der Situation und
dem Stil des Hauses angepaßt und in
erster Linie zweckmäßig sein. Auf
besonders auffallende K. (tiefe Aus-
schnitte, sehr kurze Röcke) oder
Accessoires sollte verzichtet wer-
den. Nimmt die Sekretärin an einer
offiziellen Veranstaltung teil, sollte
sie Rücksicht nehmen auf ihre/n
Vorgesetzte/n, die Mitarbeiter und
Gäste. Keinesfalls sollte sie durch
besonders extravagante Kleidung
auffallen wollen. Allerdings gilt
auch, daß etwas - wohlgemerkt
etwas - overdressed besser ist als
underdressed.
Kleinauflagen
Lesen Sie nach unter: Offsetdruck.
Kleinschreibung
Klein schreibt man alle Wörter, die
keine Substantive sind oder die ihre
Funktion als Substantiv verloren
haben. Ein solcher Funktionswech-
sel wird durch K. kenntlich gemacht.
Das Leid = Substantiv,
das tut mir leid = Element des Prä-
dikatsITätigkeit.
Aus dem Substantiv "Leid" wird
eine Tätigkeit "leid tun". Desglei-
chen
schuld sein, haben, geben
schade sein
willens sein
der Dank = Substantiv
dank ihrer Hilfe = Präposition.
Aus dem Substantiv "Dank" wird
eine Präposition - wenn man "dank"
durch ein anderes Wort ersetzt, wird
283
Kletterbilder
dies besonders deutlich: we-
gen/durch ihre(r) Hilfe.
In festen Redewendungen verlieren
Substantive oder substantivierte
Wörter oft ihre ursprüngliche
Bedeutung zugunsten einer neuen,
übertragenen Bedeutung:
"Im dunkeln tappen" meint nicht, in
der Dunkelheit herumtasten, sondern
desorientiert, uninformiert sein.
Ebenso meint "auf dem laufenden
bleiben" oder "beim alten blei-
ben"(!) nicht das, was wörtlich dar-
unter zu verstehen wäre, sondern
erlangt eine neue Bedeutung, bei der
das Substantiv in seiner Urbedeu-
tung verblaßt ist. Je genauer sie hin-
hören und wörtliche und übertragene
Bedeutung unterscheiden lernen,
desto sicherer werden sie in der
Groß- und Kleinschreibung.
Lesen Sie auch: Getrennt- und
Zusammenschreibung, Großschrei-
bung.
Kletterbilder
Der Schreibraum für die Deutsche
Einheitskurzschrift besteht aus vier
Linien. Es empfiehlt sich nicht, aus-
gesprochen lange Wörter stenogra-
fisch zusammenzuschreiben; denn
dadurch entstehen unwillkürlich
(unleserliche) "Kletterbilder". Bei-
spiele: Lüftungssystem, Stilrichtung,
Schwimmeisterschaft.
Klimaanlage
Viele installierte K. sind technisch
nicht richtig ausgewählt oder einge-
stellt, meist durch mangelnde Erfah-
rung der ausführenden Firma. Eine
gleichbleibende Temperatur wäh-
rend des ganzen Jahres hat sich
284
außerdem für den Menschen als
ungünstig herausgestellt. Im Winter
sollte die Temperatur zwischen 20
und 21 Grad Celsius liegen, im Som-
mer sollte der Unterschied zwischen
Innen- und Außentemperatur 4 Grad
Celsius nicht überschreiten.
Lesen Sie auch: Großraumbüro.
knappe Güter
Lesen Sie nach unter: Ökonomie,
ökonomisches Prinzip, Preis, Wirt-
schaftswissenschaft.
Knebel(ungs)vertrag
Hierbei handelt es sich um eine Ver-
einbarung, durch die die wirtschaft-
liche Freiheit eines Vertragspartners
so stark eingeschränkt wird, daß er
dem anderen sozusagen ausgeliefert
ist; z. B. bei einer Finanzierung zu
Bedingungen, die dem Gläubiger
das wesentliche Vermögen des
Schuldners übereignen. Ein derarti-
ger Vertrag ist wegen Verstoßes
gegen die guten Sitten nichtig (§ 138
BGB).
Lesen Sie auch: Allgemeine
Geschäftsbedingungen.
Knigge
Lesen Sie auch: Tischmanieren.
Know-how
stammt aus dem Amerikanischen
und heißt: gewußt wie. Im allge-
meinen wird der Begriff für aus
Erfahrung gewonnenes Wissen bzw.
Fähigkeiten im kaufmännischen
oder technischen Bereich verwandt.
K. h. kann anderen Unternehmen
vertraglich zur Verfügung gestellt
werden.
Koalition
Eine K. ist ein Bündnis verschiede-
ner Gruppierungen oder Personen,
das in der Regel für eine befristete
Zeit geschlossen wird. Zweck der K.
ist das Erreichen von mehr oder
weniger gemeinsamen, meist über-
geordneten Zielen. Beispiel: Militär-
bündnis. Speziell im politischen
Bereich bezeichnet die K. die Ver-
bindung zweier oder mehrerer Par-
teien, die gemeinsam die Regierung
bilden. Für gewöhnlich gehen Par-
teien dann eine solche K. ein, wenn
keine Partei über die zur alleinigen
Regierung benötigten Stimmen ver-
fügt. Die politischen Ziele der Par-
teien müssen dabei einander ange-
glichen werden, weshalb eine gewis-
se Kompromißbereitschaft vorhan-
den sein muß. Koalitionsregierungen
sind in der Bundesrepublik die
Regel. Hierbei schließt sich bei-
spielsweise die stimmenmäßig klei-
ne FDP mit einer der großen Partei-
en zusammen. Von 1966 -1969 gab
es die sogenannte Große Koalition;
damals regierten CDU/CSU und
SPD gemeinsam. Die Opposition
bildete die FDP.
Lesen Sie auch: Bundestag, CDU,
CSU, FDP, Opposition, Parteien,
SPD.
Koexistenz
Lesen Sie nach unter: Pluralismus.
Kollegen-Kllllng
Lesen Sie nach unter: Mobbing.
kollegiales Verhalten
Lesen Sie nach unter: Zeugnisjor-
mulierungen.
Komma
Kollegialität
Sind Sie die Seele des Unterneh-
mens? Kaum jemand hat heute Zeit,
mehr zu tun als das, was das Tages-
geschehen ihm abfordert. Doch
genau darauf kommt es an bei der
K.: Aufmerksamkeit zu investieren
und Hilfe zu geben - auch gerade da,
wo sie nicht abverlangt wird und
sich vielleicht auch nicht unmittel-
bar auszahlt. Gerade Sekretärinnen
können so viel für das Betriebskli-
ma tun. Gehen Sie mit gutem Bei-
spiel voran!
Kollektiv
ist eine Gruppe, ein Team, das
gemeinschaftlich etwas erarbeitet.
Der Ausdruck wird (wurde) in sozia-
listischen Ländern für Arbeits- und
Produktionsgemeinschaften ver-
wendet.
Kollektiveigentum
Lesen Sie nach unter: Privateigen-
tum.
Kolon
Lesen Sie nach unter: Doppelpunkt.
Kombination
Lesen Sie nach unter: Großbuchsta-
ben.
Komma
Es gibt vier Faustregeln, die man
beherrschen muß, vielleicht noch die
eine oder andere Ausnahme oder
Besonderheit. Entgegen der
undurchsichtigen, weil so zahlrei-
chen Dudenregeln zur Zeichenset-
zung (im einzelnen dort nachzule-
sen) soll ein Modell vorgestellt wer-
285
Kommanditgesellschaft
den, das schon im 18. Jahrhundert
entwickelt wurde und vor einigen
Jahren von Sprachwissenschaftlern
und Lehrern "wiederentdeckt" wur-
de.
Wichtigste Regel: es gibt zwei Arten
von K. (früher: Kommata), das Ein-
zelkomma. oder das einstellige K.
und das Koppelkomma. oder das
zweistellige K.
Komma I
Das einstellige K. gliedert und ver-
bindet die einzelnen Elemente einer
Aufzählung. Es ist ersetzbar durch
Bindewörter wie "und" und "oder".
Was kann aufgezählt werden?
Einzelwörter: ... kleine, große und
mittlere Größen
Wortgruppen: Er konnte einen Tel-
ler balancieren, Mundharmonika
spielen und eine Trommel schlagen.
Nebensätze: Wir wußten, daß wir zu
spät kommen würden, daß wir unse-
ren Zug verpassen würden.
Bei der Aufzählung von Hauptsät-
zen jedoch Vorsicht!
Hauptsätze: Die Sonne schien, und
ein leichter Wind blies ihnen ins
Gesicht.
Bei Hauptsätzen wird das K. der
Aufzählung nicht wie sonst durch
"und" ersetzt, sondern steht gemein-
sam mit diesem - eine Unregel-
mäßigkeit, die man einfach lernen
muß.
Komma 11
Das zweistellige K. oder Doppel-
komma. muß man sich als Klammer
vorstellen, die Anfang und Ende
einer Einheit markiert. Folgendes
wird solchermaßen eingeklammert:
- Nebensätze: Hans, der mein bester
Freund ist, kam zu Besuch.
286
- nachgestellte genauere Bestim-
mungen: Hans, mein bester
Freund, kam zu Besuch.
- erweiterter Infinitiv: Hans kam,
um mich zu besuchen.
Wie Sie einen Nebensatz erkennen,
erfahren Sie unter dem Stichwort
"Nebensatz".
Eine nachgestellte genauere Bestim-
mung ist eine nachgeschobene Infor-
mation, die oft knapp gehalten ist
und meist auf ein Verb verzichtet;
eingeleitet werden kann sie durch
Angaben wie "nämlich", "nament-
lich", "insbesondere" etc. Ein Infi-
nitiv (= Grundform des Verbs) gilt
dann als erweitert, wenn noch min-
destens ein Wort neben dem "zu"
hinzugefügt wird.
Er begann zu niesen. - Er begann
heftig zu niesen. - Er begann, zu nie-
sen und zu niesen.
Ein zweiter Infinitiv gilt natürlich
auch als Erweiterung.
Eine wichtige Ausnahme sollten Sie
sich noch merken: Steht ein erwei-
terter Infinitiv am Anfang eines Sat-
zes und erfüllt die Aufgabe eines
Subjekts (Frage: Wer oder was?),
wird er nicht durch K. abgetrennt,
denn es ist nicht sinnvoll, das Sub-
jekt vom Rest des Satzes zu trennen.
Viel zu rauchen ist ungesund.
(Wer oder was ist ungesund? Viel zu
rauchen.)
Kommanditgesellschaft
(KG) ist eine Personengesellschaft.
Bei dieser Unternehmensform muß
man zwischen zwei Arten von
Gesellschaftern unterscheiden:
einerseits den Komplementären, die
uneingeschränkt (also auch mit
Kommanditgesellschaft auf Aktien
ihrem Privatvermögen) haftbar sind
und denen zugleich allein die
Geschäftsführung obliegt; und ande-
rerseits den Kommanditisten, die in
dieser Gesellschaft jedoch nicht -
dem Namen entsprechend - das
Kommando führen. Die Komman-
ditisten sind in der KG die Geldge-
ber; sie sind nur beschränkt haftbar,
d. h. bis zur Höhe ihrer im Handels-
register eingetragenen Kommandit-
einlage, verfügen in der Regel
jedoch nicht über das Recht der
Geschäftsführung und -vertretung
(außer bei Erteilung der Prokura
oder Handlungsvollmacht). Nur bei
außergewöhnlichen Geschäften (z.
B. Kreditaufnahme, Grundstückser-
werb etc.) müssen sie konsultiert
werden und haben in diesem Falle
Vetorecht. Im Gegensatz zu den
Kommanditisten unterliegen die
Komplementäre dem Wettbewerbs-
verbot, d. h. sie dürfen keine außer-
gesellschaftlichen Geschäfte tätigen.
Die KG wird durch Abschluß eines
Gesellschaftsvertrages gegründet.
Die Gewinnverteilung erfolgt
zumeist, wenn nicht im Gesell-
schaftsvertrag geregelt, nach der
Höhe der Einlage der Kommanditi-
sten.
Im Firmennamen muß der Name
mindestens eines Komplementärs
angeführt werden und es muß aus
dem Namen ersichtlich sein, daß es
sich um eine Gesellschaft handelt.
Die Namen des oder der Komman-
ditisten dürfen im Firmennamen
nicht angegeben werden. Hingegen
müssen die Namen der Kommandi-
tisten und die jeweilige Höhe ihrer
Einlage ins Handelsregister einge-
tragen werden.
Die KG darf juristisch gesehen
Grundstücke erwerben, Wechsel
ausstellen und akzeptieren.
Der Tod eines Kommanditisten hat
nicht die Auflösung der Gesellschaft
zur Folge; in diesem Falle geht die
Kommanditeinlage an die jeweiligen
Erben über. Anders ist dies im Fal-
le des Todes des einzigen Komple-
mentärs; dies bewirkt die Auflösung
der Gesellschaft, außer wenn dies im
Gesellschaftsvertrag anders geregelt
ist.
Lesen Sie auch: Gesellschaftsfor-
men, Handlungsvollmacht.
Kommanditgesellschaft
auf Aktien
(KGaA) weist sowohl Merkmale der
Kommanditgesellschaft als auch der
Aktiengesellschaft auf. Es besteht
jedoch eine größere Affinität zur
Aktiengesellschaft. Bei der KGaA
handelt es sich um eine Kapitalge-
sellschaft. Zur Gründung der KGaA
sind mindestens fünf Gesellschafter
erforderlich; das benötigte Grund-
kapital beläuft sich auf 100 000,-
DM.
Die Organe der KGaA sind Haupt-
versammlung, Aufsichtsrat und Vor-
stand, wie bei der Aktiengesell-
schaft. Bei der KGaA muß unter-
schieden werden zwischen zwei
Arten von Gesellschaftern:
a) den unbeschränkt haftenden
Komplementären und
b) den beschränkt, nur mit ihrer
jeweiligen Einlage haftenden
Kommanditaktionären.
Lesen Sie auch: Aktiengesellschaft,
Gesellschaftsformen.
287
Kommanditist
Kommanditist
Ein K. ist ein am Gewinn beteilig-
ter Gesellschafter einer Komman-
ditgesellschaft, der für Schulden der
KG nur bis zur Höhe seiner im Han-
delsregister eingetragenen Einlage
haftet. An der Geschäftsführung ist
er nur beteiligt, wenn dies der
Gesellschaftsvertrag vorsieht.
Lesen Sie auch: Handelsregister,
Kommanditgesellschaft·
Kommissionsgeschäft
Das K. ist ein Kauf oder Verkauf
von Waren oder Wertpapieren, der
zwar im eigenen Namen, jedoch auf
fremde Rechnung erfolgt. Der Auf-
traggeber (Kommittent) weist eine
andere Person (Kommissionär) an,
einen Kauf oder Verkauf für ihn zu
tätigen. Er selbst tritt dabei nicht in
Erscheinung. Der Kommissionär hat
Anspruch auf eine Provision, die
sich für gewöhnlich aus der Höhe
des Kauf- bzw. Verkaufspreises
errechnet (in %). Seine weiteste Ver-
breitung findet das K. naturgemäß
an der Börse. Die rechtlichen Grund-
lagen sind im HGB geregelt.
KommiHent
Der K. ist der Auftraggeber eines
Kommissionsgeschäftes. Er weist
den Kommissionär an, ein bestimm-
tes Rechtsgeschäft (Kauf oder Ver-
kauf von Waren oder Wertpapieren)
auf seine Rechnung, aber auf dessen
Namen zu tätigen. Dem Kommis-
sionär steht hierfür eine Provision
zu.
kommunal
Lesen Sie auch: Stadtverwaltung.
288
Kommunalpolitik
Die K. regelt die öffentliche Ver-
waltung der Gemeinden, die neben
Bund und Ländern eine dritte Ver-
waltungsebene darstellen. Das
Grundgesetz sieht für die Gemein-
den die Selbstverwaltung vor. Aller-
dings hat diese deutliche Grenzen,
da Landes- beziehungsweise Bun-
deszuständigkeit in jedem Fall vor-
geht. Zudem haben Gemeinden
keinerlei Gesetzgebungsgewalt.
K. beschäftigt sich vorwiegend mit
der Gestaltung der Gemeindestruk-
tur hinsichtlich wirtschaftlicher,
sozialer und kultureller Einrichtun-
gen.
Die politische Arbeit im kommuna-
len Bereich unterscheidet sich
grundlegend von der auf Bundes-
oder Landesebene. So ist grundsätz-
lich zu sagen, daß Entscheidungen
in nur geringem Maße von partei-
politischen Positionen abhängig
sind; dies gilt umso mehr, je kleiner
die Gemeinden sind. Die Kompro-
mißbereitschaft ist sehr groß, was
zum einen daran liegt, daß es sich in
der Regel um sehr überschaubare
Sachfragen handelt, die nicht über
allzu viele Lösungsvarianten verfü-
gen. Zum anderen sind die Ent-
scheidungsträger meist persönlich
miteinander bekannt, wodurch die
Konfliktbereitschaft herabgesetzt
wird. Mit wachsender Gemeinde-
größe paßt sich die K. allerdings in
steigendem Maße den Gepflogen-
heiten der Bundes- und Landespo-
litik an.
Kommunen
Lesen Sie nach unter: Gemeinde.
Kommunikation
Die K. ist der Prozeß des Nachrich-
tenausstausches und der Verständi-
gung zwischen einem Sender und
einem Empfänger. Sie ist eine wech-
selseitige Verbindung zwischen den
Kommunikationspartnern, wobei ein
gemeinsames Medium und ein beid-
seitig bekannter Code die Voraus-
setzung zur Verständigung darstel-
len. Die K. zwischen Personen kann
über die Sprache (in Schriftform
oder mündlich), aber auch visuell
über Gestik oder Mimik erfolgen.
Voraussetzung ist in jedem Falle ein
vorher vereinbarter "Code". Im
Bereich des Informationswesen
bezeichnet man die Übertragung
oder den Austausch von Daten eben-
falls als Kommunikation - auch hier
ist ein gemeinsamer Code, der
sowohl vom Sender als auch vom
Empfänger verstanden wird, die
Voraussetzung für eine erfolgreiche
ÜbertragungIV erständigung. Tech-
nische Einrichtungen zur Informati-
onsübermittlung (sogenannte Kom-
munikationsmittel) sind beispiels-
weise Telefon, Telefax oder Fern-
schreiber.
Lesen Sie auch: Erfahrungsaus-
tausch unter Sekretärinnen, Koordi-
nation, Psychologie am Telefon,
soziale Interaktion, Werbung.
Kommunikationsfähigkeit
Lesen Sie nach unter: Fremdspra-
chen.
Kommunikationsmittel
sind
a) Geräte, die dazu verwendet wer-
den, Nachrichten oder Informa-
Kommunikationspolitik
tionen mit einem Kommunikati-
onspartner auszutauschen (z. B.:
Telefon, Telex, Telefax, Bild-
schirmtext usw.). Darüber hinaus
bezeichnet man auch
b) die Medien, wie beispielsweise
Film, Radio, Presse etc. als K.
Kommunikationspolitik
ist Teil des absatzpolitischen Instru-
mentariums. Sie befaßt sich mit den
Möglichkeiten einer Organisation,
in Verbindung mit einer oder meh-
reren Zielgruppen zu treten. Typi-
sche Betandteile der Marktkommu-
nikation sind: Werbung, Verkaufs-
förderung, Public Relations und per-
sönlicher Verkauf.
Werbung ist der systematische Ver-
such, Meinungen zu beeinflussen. Je
nach Werbeziel soll der Beworbene
im Sinne des Werbenden han-
deln.
Verkaufsförderungsmaßnahmen zie-
len meist nicht auf den Letztver-
braucher, sondern auf das mit dem
Verkauf beschäftigte Personal ab.
Durch zum Beispiel Schulungen,
Gewinnspiele, Verkaufsprämien
oder Bereitstellung von Verkaufs-
hilfen soll das Verkaufspersonal auf
bestimmte Produkte eingeschworen
werden.
Public Relations oder Öffentlich-
keitsarbeit dient der Pflege der
öffentlichen Meinung. Persönlicher
Verkauf ist mündliche Präsentation
von Produkten, bei der der Ange-
sprochene unter Reaktionszwang
steht. Er muß ablehnen oder anneh-
men.
Lesen Sie nach unter: Absatzpolitik,
Public Relations.
289
Kommunismus
Kommunismus
Der Begriff K. steht für die Vorstel-
lung von einer Gesellschaftsord-
nung, die durch vollständige Güter-
gemeinschaft geprägt ist. Privatei-
gentum existiert nicht mehr. Der
bekannteste Entwurf einer kommu-
nistischen Lebensform stammt von
Karl Marx und Friedrich Engels, die
im Rahmen ihrer Geschichts- und
Gesellschaftstheorie eine Zukunfts-
gesellschaft entwickelten, deren
Grundlage eine klassenlose Gesell-
schaft mit einem "gänzlich gewan-
delten Menschen" ist. Dabei sind die
Produktionsmittel schon so weit aus-
gereift, daß die Arbeitskraft erheb-
lich reduziert werden kann, ohne auf
ein reichhaltiges Angebot an Gütern
zur Bedürfnisbefriedigung zu ver-
zichten. Den Arbeitern bietet sich
somit ein breites Feld zur persönli-
chen Entfaltung bzw. zur Selbstver-
wirklichung. Fraglich bleibt bei die-
ser Zukunftsvision, wie die Produk-
tionsmittel diesen Stand erreichen
können. Ferner bleibt offen, wie die
"gänzlich gewandelten Menschen"
hervorgebracht werden können.
Sowohl die Zentralverwaltungswirt-
schaft sowjetischen Typs als auch
die marktsozialistischen Abwand-
lungen des jugoslawischen oder
ungarischen Systems sind am Ver-
such der Realisierung der kommu-
nistischen Zukunftsvision geschei-
tert.
Lesen Sie auch: Kapitalismus.
Komparativschreiben
Darunter versteht man ein Ver-
gleichsschreiben mit Wörtern (ohne
Sinnzusammenhang), die entweder
290
nur mit der linken oder rechten
Hand, mit der rechten und/oder lin-
ken Hand mit Fingerwechselfolgen
oder nur mit Handwechselfolgen zu
schreiben sind. Erreicht wird damit
eine Steigerung der Griff- und
Anschlagtechnik. Beispiele für die
linke Hand: ab, aber, gar, rette,
gerettet, Staat, Staatsvertrag, der
Westersteder. Beispiele für die rech-
te Hand: in, im, hin, zu, Union, Uni-
kum.
Kompatibilität
Bezeichnung für Austauschfähigkeit
von Hardware- und Softwarekom-
ponenten innerhalb verschiedener
DV -Systeme. Dies geschieht durch
weitgehende Standardisierung und
Normung von Schnittstellen (Ver-
bindungsstellen).
Kompetenz
bedeutet Zuständigkeit auf Grund
des Wissens/Könnens oder kraft der
Befugnis.
Lesen Sie auch: Delegation, Wei-
sungssysteme.
Komplementär
Mindestens ein Mitglied einer Kom-
manditgesellschaft ist deren Gläubi-
gem zur unbeschränkten Haftung
verpflichtet, d. h. er haftet sowohl
mit seinem Anteil am Geschäftsver-
mögen als auch mit seinem Privat-
vermögen. Diesen Vollhafter nennt
man K. Die für den K. geltenden
rechtlichen Bestimmungen entspre-
chen denen der Gesellschafter einer
OHG. Es besteht also der Grundsatz
der Einzelgeschäftsführungs- und
der Einzelvertretungsbefugnis. Er
hat Anspruch auf einen Gewinn in
Höhe von 4 % seines Kapitalanteils,
sofern der erzielte Gewinn der KG
dafür ausreicht. Weiterhin ist er
berechtigt, jährlich eine Kapitalent-
nahme in Höhe von 4 % seines
Anteils vorzunehmen, ungeachtet
der Gewinnsituation der Gesell-
schaft. Auch juristische Personen (z.
B. eine GmbH) können als K. auf-
treten.
Lesen Sie auch: Kommanditgesell-
schaft.
Komplementärgüter
sind Güter, die in Verbindung mit
anderen Gütern benutzt werden. D.
h. der Erwerb eines Gutes zieht i. d.
R. den Erwerb eines oder mehrerer
anderer, komplementärer Güter nach
sich. Unternehmen, die komple-
mentäre Güter herstellen, können
diesen Effekt gezielt auf dem Markt
einsetzen. Beispiel: Eine Firma, die
Drucker sowie die dazugehörigen
Farbbänder produziert, möchte den
Absatz der Farbbänder, die in die-
sem Fall über eine sehr hohe
Gewinnspanne verfügen, erhöhen.
Durch eine Preissenkung der
Drucker steigert sie deren Absatz
und folglich auch den Absatz für
Farbbänder, die nach wie vor zum
alten Preis verkauft werden.
Lesen Sie auch: Interdependenzen,
Substitutionsgüter.
Kompromiß
Ein K. ist eine Vereinbarung zum
friedlichen Ausgleich von Gegensät-
zen, wobei beide Parteien nachge-
ben und die Interessen der anderen
Seite berücksichtigen. K. sind nötig
Kondolenzbrief
für das friedliche Zusammenleben
von Einzelpersonen, Gruppen und
Völkern.
Lesen Sie auch: Pluralismus.
Konditional
Als Adjektiv bedeutet der Begriff:
bedingend oder bedingt. Unter
einem Koditionalsatz versteht man
einen Bedingungssatz. In der
Sprachwissenschaft ist der K. die
Bedingungsform des Verbs. In der
deutschen Sprache wurde der K.
durch den Konjunktiv ersetzt.
Konditionen
sind Bedingungen im Liefer- und
Zahlungsverkehr, Geschäfts- und
allgemeine Geschäftsbedingungen.
Es gibt gesetzlich festgelegte K. und
K., die zwischen den Geschäftspart -
nern ausgehandelt werden können.
Lesen Sie auch: Auftragsbestäti-
gung.
Konditionierung
Lesen Sie nach unter: Lernarten.
Kondolenzbrief
Der K. wird von vielen Sekretärin-
nen wie auch Vorgesetzten "verab-
scheut". Es ist richtig, daß der Text
nicht so flüssig wie ein allgemeiner
Angebotstext aus der Feder fließt.
Aber bedenken Sie, mit einem K.
soll den Angehörigen eines Verstor-
benen Trost gespendet werden und
es soll das Gefühl vermittelt werden:
Wir fühlen mit Ihnen, Sie stehen
nicht alleine da. Daher sollte ein K.
persönlich verfaßt werden. Bitte kei-
ne vorgedruckten Karten benutzen,
das wirkt eher wie "schnelle Abfer-
291
Konferenzabteil
tigung". Der schwarze Rand bei
Trauerbriefen ist der Familie vorbe-
halten! Verwenden Sie neutrales
Briefpapier (wenn vorhanden
Geschäftsleitungsbogen, da dieser
meistens dezent gehalten ist). Es ist
durchaus erlaubt, den K. mit
Maschine zu schreiben, persönlicher
wirkt er allerdings handgeschrieben.
Beileidskarten, Kranzsammlungen
sowie Anteilnahme und Rücksicht,
sollten in jedem Unternehmen
üblich sein. K. bedürfen eines beson-
deren Einfühlungsvermögens, und
oftmals obliegt es Threm Feingefühl,
einen persönlichen Text zu formu-
lieren. Entwerfen Sie keine Norm-
oder Standardbriefe, ein paar mit-
fühlende Worte sind angebracht. In
größeren Betrieben werden verstor-
bene Mitarbeiter (auch ehemalige
Kollegen) in der werksinternen Zei-
tung erwähnt.
Konferenzabteil
Lesen Sie nach unter: Züge.
Konferenzen
sind terminiich festgelegte Sitzun-
gen oder Besprechungen mit einem
größeren Teilnehmerkreis. Sie kön-
nen regelmäßig stattfinden oder aus
einem besonderen Anlaß einberufen
werden. Mögliche Konferenzziele
können sein: Problemlösung, Koor-
dination, Information. Es gibt ver-
schiedene Arten von K.; neben dem
Zusammentreffen der Gesprächs-
teilnehmer an einem festgelegten Ort
setzen sich heute zunehmend Tele-
fon- oder Videokonferenzen durch,
bei denen die physische Anwesen-
heit der Teilnehmer am gleichen Ort
292
nicht mehr erforderlich ist. Die
erfolgreiche Planung und Durch-
führung von K. erfordert eine gründ-
liche Vor- und Nachbereitung, eine
Vielzahl von Aspekten muß berück-
sichtigt werden. Hierbei können
Ihnen Checklisten helfen.
Lesen Sie auch: Checkliste, Tele-
JonkonJerenz.
Konferenzhotel
Hotel, das als Veranstaltungsort von
Tagungen, Konferenzen dient und
das über separate Räumlichkeiten
mit entsprechender Ausstattung (z.
B. Podium, Mikrofonanlage, Red-
nerpult, Leinwand, Tafel, Flipchart,
Pinnwände, Overheadprojektor,
andere technische Mittel) und
geschultes Personal (für die Hilfe-
stellung bei der Organisation) ver-
fügt. In der Regel übernachten die
Konferenzteilnehmer im gleichen
Hotel.
Konferenzpauschale
Die K. beinhaltet in der Regel die
Tagungsgebühr,Pausenerfrischun-
gen, Imbiß oder sogar Mittag- und
Abendessen sowie die Tagungsun-
terlagen. Übernachtungskosten sind
meistens nicht eingeschlossen.
Konferenzschaltung
Bei der Fernvermittlung Frank-
furt/Main kann man "Telefonkonfe-
renzen" anmelden. Man gibt die
vollständigen Rufnummern der Teil-
nehmer, den gewünschten Tag,
Monat, Uhrzeit und die voraussicht-
liche Gesprächsdauer an. Zur
gewünschten Zeit wählt der Anmel-
der nun das Fernamt an und wird
automatisch mit den Teilnehmern
verbunden, so daß alle gleichzeitig
miteinander telefonieren können.
Wenn man evtuelle Reisekosten,
Arbeitsausfall usw. berücksichtigt,
ist eine K. sehr kostengünstig.
Konfiguration
Die K. ist der Aufbau eines
bestimmten Computers aus
bestimmten Bauteilen (Prozessor,
Festplatte, Laufwerke usw.). Zum
Teil gehört hier die Speicherorgani-
sation dazu, d. h. an welcher Stelle
des Speichers bestimmte Program-
me abgelegt werden.
Konflikt
Der K. ist das Zusammentreffen und
die Auseinandersetzung von unter-
schiedlichen, sich möglicherweise
ausschließenden Interessen oder
Motiven.
K. können auf verschiedenen Ebe-
nen entstehen: Bei einem Individu-
um bezeichnet man einen inneren
Zwiespalt, beispielsweise zwischen
Verstand und Gefühl, als einen K. K.
können aber auch zwischen unter-
schiedlichen gesellschaftlichen
Schichten auftreten (zum Beispiel
Tarifstreitigkeiten zwischen Arbeit-
gebern und Arbeitnehmern) oder
Auseinandersetzungen zwischen
Personen oder Personengruppen
unterschiedlicher Nationalität sein
(z. B. Kriege).
Im Arbeitsleben hat die Sekretärin
unter anderem die Aufgabe, zwi-
schen Konfliktparteien zu vermitteln
und auszugleichen, da K. energie-
intensiv sind und die Arbeitsleistung
negativ beeinflussen können.
Kongreß
Konfliktbewältigung
Lesen Sie nach unter: Organisati-
onspsychologie.
Konfliktlösungsstrategien
Es ist vor allem immer wichtig, das
Problem/den Konflikt systematisch
zu analysieren - also zu hinterfra-
gen: wer, was, wo, seit wann, wie-
viel? -, um mögliche Ursachen her-
ausfinden zu können. Nur nach
grundlegender Recherche kann eine
dem Problem adäquate Lösung
gefunden werden.
Darüber hinaus ist bei zwi-
schenmenschlichen Problemen ein
klärendes Gespräch der beste Weg.
Legen Sie sich vorher Argumente
bereit, die Sie auch begründen kön-
nen. Bleiben Sie vor allem immer
sachlich und höflich. Konstruktive
Kritik hilft beiden Parteien weiter
und bringt Sie der Lösung ein Stück
näher.
Lesen Sie auch: Organisationspsy-
chologie.
Konfliktsituation
Lesen Sie nach unter: Delegation.
Konföderation
Lesen Sie nach unter: Staatenbund.
Kongreß
In Deutschland ist ein K. ein Zusam-
mentreffen von Vertretern eines
bestimmten Berufsstandes oder
einer Organisation/eines Verbandes.
Ziel ist es, Beschlüsse zu fassen,
Themen zu diskutieren und sich
untereinander zu beraten. In anderen
Staaten versteht man unter K. das
Parlament.
293
Kongreßvorbereltung
Kongreßvorbereltungl
Planung
Am Jahresanfang erstellen ver-
schiedene Herausgeber (z. B.
Dementer) Kongreßkalender, in
denen alle K. zu bestimmten The-
men aufgeführt sind. Thre Aufgabe
besteht darin, in Absprache mit
Threm Chef, wichtige K. herauszu-
suchen und frühzeitig Kongreßun-
terlagen zusammenzustellen sowie
Reise und Unterkunftsprobleme zu
lösen.
Lesen Sie auch: Kongreßplanung.
Kongreßplanung
Um bei den Vorbereitungen von
Kongressen detailliert und lücken-
los vorgehen zu können, sollten Sie
sich eine Checkliste zur K. erstellen,
die folgende Punkte enthalten könn-
te:
- Wann und wo findet der Kongreß
statt?
- Wer außer Threm Chef sollte infor-
miert werden und/oder mitfahren?
- Ist eine Austeilung eigener Pro-
dukte nutzbringend?
Wenn ja, geben Sie alle notwen-
digen Informationen an die
zuständige Abteilung weiter.
- Wie soll die Anreise erfolgen? Per
Bus, Bahn, Auto oder Flugzeug?
- Wieviele Personen werden teil-
nehmen?
- Wo und wann soll übernachtet
werden? Wieviele Personen?
Buchen Sie Hotels und Verkehrs-
mittel frühzeitig!
- Welche Unterlagen sind notwen-
dig? Wieviele Kopien, wie geord-
net?
- Ist eine Freizeitgestaltung ge-
294
plant? Wenn ja, besorgen Sie
Unterlagen über ein Reise-Touri-
stik-Büro oder das örtliche Ver-
kehrsamt (gegebenenfalls müssen
Theater-, Opernkarten bestellt,
Tischreservierungen vorgenom-
men werden).
- Wer ist in der Zeit des Kongresses
unterschriftsberechtigter Stellver-
treter Thres Chefs? Überprüfen Sie
das frühzeitig, damit keine Störun-
gen im ArbeitsablaufThres Unter-
nehmens vorkommen.
- Kongreßnachbereitung:Erstellen
Sie einen Reisekostenerstattungs-
antrag. Fertige Formulare können
als "Büromaterial" bestellt wer-
den. Überstundenabrechnungen
und Spesenerstattungsantrag
werden ebenso erstellt.
- Nach Erledigung all dieser Punk-
te, sollten Sie einen Kongreßord-
ner mit allen wichtigen Unterlagen
anlegen. Neue Adressen tragen
Sie sofort in Thre Kartei ein.
Kongruenzprinzip
Lesen Sie nach unter: Delegation.
Konjugation
Durch unterschiedliche Beugung
des Verbs nach Geschlecht, Anzahl,
Modus und Zeit werden die einzel-
nen Personen- und Zeitformen
gebildet. Die Beugung wird durch
unterschiedliche Konjugationsfor-
men oder -endungen ausgedrückt.
Beispiel: K. des Verbs "gehen,,: Ich
gehe, du gehst, er, sie, es geht, wir
gehen, ihr geht, sie gehen (Präsens).
Ich ging, du gingst, er, sie, es gin-
gen, wir gingen, ihr gingt, sie gin-
gen (Imperfekt).
Konjunktion
In der Grammatik bezeichnet man
mit K. eine Wortart (Bindewort), die
zwei Sätze oder Satzteile miteinan-
der verbindet. K. können ein- oder
zweigliedrig sein (eingliedrig: und;
zweigliedrig: sowohl - als auch).
Beiordnende K. (z. B.: und) verbin-
den Wörter, Satzteile oder Sätze
gleicher Ordnung miteinander;
unterordnende K. (z. B.: daß, weil)
verbinden Sätze oder Satzteile, die
nicht gleichwertig sind, d. h. Haupt-
mit Nebensätzen und Nebensätze
verschiedenen Grades miteinander.
Konjunktiv
Der K. ist die Möglichkeitsform des
Verbs. Mit Hilfe des K. können Sie
Ungewißheiten, Vermutungen oder
Wünsche ausdrücken. Das Gegen-
teil des K. ist der Indikativ. In der
Grammatik unterscheidet man zwi-
schen K. I und 11. Der K. I wird aus
dem Infinitiv des Verbs gebildet. Er
wird hauptsächlich in der indirekten
Rede benutzt. Beispiel: Er sagte, er
ginge nach Hause (ginge = K. I). Der
K. 11 wird aus dem Präteritum gebil-
det. Er drückt aus, daß etwas
unwahrscheinlich oder unwirklich
ist. Beispiel: Wenn ich die Prüfung
bestanden hätte, dann bekäme ich
ein höheres Gehalt (hätte und bekä-
me = K. 11).
Lesen Sie auch: Indikativ, indirekte
Rede, Protokollsprache.
Konjunktur
K. bezeichnet den dynamischen
Ablauf von wirtschaftlichen Wachs-
tums- und Schrumpfungsphasen
einer Volkswirtschaft. Von beson-
Konjunkturpolitik
derem Interesse sind die einzelnen
Ausschnitte, auch als Zyklen
bezeichnet, die bestimmte Phasen
des wirtschaftlichen Veränderungs-
prozesses kennzeichnen. Als Maß-
stab für wirtschaftliche Schwankun-
gen in einem Lande kann beispiels-
weise das Bruttosozialprodukt her-
angezogen werden. Einer Erho-
lungsphase mit zunächst geringen
wirtschaftlichen Aktivitäten schließt
sich ein hektisches Wachstum, der
"Boom", an. Im Boom liegen die
Wachstumsraten des Bruttosozial-
produktes über dem mittelfristigen
Durchschnitt. In der Rezession
gehen die Produktionszahlen leicht
zurück, in der Depression wesentlich
stärker.
Die wirtschaftspolitischen Aktivitä-
ten des Staates, der Gewerkschaften,
der Unternehmerverbände und der
Unternehmen sollten den entspre-
chenden Phasen des Konjunktura-
blaufes angepaßt sein.
Lesen Sie auch: Bruttosozialpro-
dukt, Depression, Hausse, Hoch-
konjunktur, Krise, Rezession,
Wachstum.
konjunkturelle Arbeitslosigkeit
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosig-
keit.
Konjunkturpolitik
Die K. beinhaltet alle Maßnahmen
zur Verminderung von Schwankun-
gen im Konjunkturablauf. Träger der
K. ist vornehmlich der Staat. Aber
auch die Wirtschaftsverbände
(Gewerkschaften, Arbeitgeberver-
bände) beeinflussen die Konjunk-
turschwankungen.
295
Konjunkturzyklen
Ziele der K. sind die Realisierung
eines hohen Beschäftigungsstandes,
eines angemessenen Wirtschafts-
wachstums, einer Geldwertstabilität
und eines außenwirtschaftlichen
Gleichgewichts.
Derzeit existieren zwei konjunktur-
politische Konzepte. Die antizykli-
sche Wirtschaftspolitik basiert auf
der Annahme, daß die private Wirt-
schaft, wenn sie sich selbst überlas-
sen bleibt, zu schweren Störungen
neigt (Konjunkturschwankungen).
Deshalb soll der Staat in wirtschaft-
lichen Ab-schwungsphasen die
Nachfrage insbesondere durch Aus-
gabenerhöhung anregen, um die
Arbeitslosigkeit zu reduzieren. In
wirtschaftlichen Aufschwungspha-
sen ist der Staat zum Sparen ange-
halten. Finanzielle Reserven für
wirtschaftlich schlechte Zeiten sol-
len dadurch geschaffen werden. Ein
weiterer Effekt der Ausgabenein-
sparung ist die Vermeidung einer
Überhitzung der Gesamtwirtschaft
in einer Hochkonjunkturphase.
Der alternative Ansatz der Versteti-
gungspolitik legt sein Schwerge-
wicht auf geldpolitische Maßnah-
men. Durch ein konsequentes
Knapphalten der sich in Umlauf
befindlichen Geldmenge soll ein
stabiler Zustand der Wirtschaft
geschaffen bzw. erhalten werden.
Lesen Sie auch: Arbeitslosigkeit,
Depression, Fiskalpolitik, Geldpoli-
tik, Konjunktur, Stagflation, Sta-
gnation.
Konjunkturzyklen
Lesen Sie nach unter: Depression,
Expansion.
296
Konkurrenz
Wettbewerb von Anbietem oder
Nachfragern untereinander sowie
die Beziehungen zwischen Anbie-
tern und Nachfragern. Das Wech-
selspiel von Aktion und Reaktion
bzw. Vorstoß und Nachziehen stellt
das Wesen der K. dar. Jeder Anbie-
ter ist bestrebt, mit Hilfe marktstra-
tegischer Maßnahmen, wie Preisän-
derungen, Werbung, Produktver-
besserungen und Entwicklung neu-
er Produkte, die Nachfrage stärker
an sich zu ziehen. Dadurch werden
entsprechende Gegenmaßnahmen
der Konkurrenten ausgelöst. Die K.
erfüllt in einer Marktwirtschaft die
Funktion der Steuerung des Wirt-
schaftsprozesses. Man versteht unter
K. auch die mehr oder weniger ano-
nyme Gesamtheit der Konkurrenten.
Lesen Sie auch: Marktanalyse,
Monopol, Wettbewerb.
Konkurrenzfähigkeit
Ein Unternehmen besitzt K., wenn
die Summe seiner Maßnahmen, ins-
besondere Marketingverhalten,
Preisbildung, Qualitätsbestreben,
denen seiner Konkurrenten nicht
nachstehen.
Konkurs
Wenn der Pleitegeier im Sturzflug
auf einem Unternehmen landet -
was in den letzten Jahren immer
häufiger passiert - so hat dies unan-
genehme Folgen. Was geschieht
dann genau? Wenn eine Privatper-
son oder eine Firma unf<ihig ist, den
bestehenden Zahlungsverpflichtun-
gen nachzukommen oder über-
schuldet ist, stellen die Gläubiger
einen Konkursantrag bei dem Amts-
gericht, das für den insolventen
Schuldner zuständig ist (Gerichts-
stand). Stellt das Gericht fest, daß
tatsächlich eine Insolvenz seitens
des Schuldners vorliegt, wird ein
Konkursverfahren gegen die Person
oder das Unternehmen eingeleitet.
Dies bedeutet, daß die Konkurs-
masse einem amtlichen Konkurs-
verwalter, der vom Gericht ernannt
wird, zur Verwaltung übergeben und
bestmöglich liquidiert, d. h. in Geld
umgewandelt wird. Die einzelnen
Gläubiger stellen dann ihre Forde-
rungen an das Konkursgericht. Nach
Prüfung wird der Erlös der Kon-
kursmasse je nach Anteil und Höhe
der jeweiligen Forderung verteilt;
zunächst wird jedoch bevorrechtig-
ten Forderungen (wie z. B. Gehalts-
zahlungen und Steuern) nachge-
kommen. Dies kann häufig dazu
führen, daß die Forderungen der
anderen Gläubiger nicht befriedigt
werden. Nach der Verteilung des
Erlöses wird der Schuldner zumeist
entlastet, d. h. die Restschulden wer-
den ihm erlassen.
Lesen Sie auch: Bankrott, Illiqui-
dität, Vergleich.
Konkursmasse
Die gesamten Vermögenswerte
(Aktivrnasse) eines Unternehmens,
wie z. B. Grundstücke, Immobilien,
Maschinen, Rohmaterialien, Bargeld
etc., und der vorhandene Schuldbe-
trag (Passivrnasse) zum Zeitpunkt
des Konkurses derselben Firma
ergeben zusammen die K. Die K.
wird im Falle eines Konkursverfah-
rens einem Konkursverwalter über-
Konnossement
geben; dieser veräußert die Aktiv-
rnasse und verteilt den erzielten
Erlös anteilmäßig an die jeweiligen
Schuldner.
Konkursregister
Lesen Sie nach unter: Amtsgericht.
Konnossement
Ein K. oder Seefrachtbrief wird
benötigt, wenn Waren auf dem See-
weg transportiert werden. Dieses
Dokument verfügt über drei Haupt-
eigenschaften:
1. Es wird vom Frachtführer ausge-
stellt und dient als Beleg für die
Waren.
2. Es ist ein Wertpapier, anhand des-
sen der Inhaber seinen Anspruch
auf Herausgabe der Ware bei ihrer
Ankunft anmelden kann.
3. Es beweist, daß ein Frachtvertrag
abgeschlossen wurde.
Im K. werden u. a. Angaben
gemacht zu: Transportbedingungen,
Name und Adresse des Empfängers
und Art der Waren (Gewicht,
Anzahl, Wert etc.).
Normalerweise liegen K. im Satz
vor: Sie bestehen meist aus drei, von
der Reederei unterschriebenen Ori-
ginalen, die man einen "vollen Satz"
nennt. Zusätzlich dazu liegen form-
lose, nicht unterschriebene Kopien,
beispielsweise für den Kapitän und
den Zoll vor. Die Waren werden bei
Vorlage eines der Originale überge-
ben.
Ein K. ist ein Orderpapier und kann
daher indossiert werden; auf diese
Weise besteht die Möglichkeit, die
Waren vor ihrer Ankunft weiterzu-
verkaufen. Das K. verkörpert den
297
konservativ
Besitz der Ware. Die Übergabe des
Papiers wird rechtlich als Übergabe
der Waren angesehen. Wurden die
Waren beim Transport beschädigt
oder weist die Verpackung äußerli-
che Mängel auf, so wird dies auf
dem K. vermerkt und man spricht
von einem unreinen K.
konservativ
Lesen Sie nach unter: CDU, CSU,
Kleidung.
Konsolidierung
Von K. spricht man bei der Begren-
zung von Deflziten der öffentlichen
Haushalte. Allgemein bedeutet kon-
solidieren festigen, stärken, zusam-
menlegen. Für den wirtschaftlichen
Bereich heißt das: Störfaktoren
erkennen, Beseitigung derselben,
nötigenfalls durch Neuorganisation
geschäftlicher Vorgänge. Das Ziel
ist es, einen erleichterten, weil ver-
besserten, Überblick über die
Gesamtsituation zu erhalten.
Spezielle Erscheinungsformen der
K. sind:
- K. im Finanzwesen; damit ist die
Umwandlung kurzfristiger
(schwebender) Schulden in lang-
fristige (fundierte) Schulden
gemeint.
- K. von öffentlichen Anleihen;
hierbei werden verschiedene,
bereits existierende Anleihen
unterschiedlicher Konditionen zu
einer neuen Anleihe mit verein-
heitlichten Konditionen zusam-
mengefaßt.
- K. als Umwandlung einzelner
Teilrechnungen zu einer Gesamt-
rechnung. Bei der Konzernbilanz
298
beispielsweise werden dabei die
Bilanzen der verschiedenen Kon-
zernunternehmen zu einer (konso-
lidierten) Konzernbilanz zusam-
mengefaßt.
Konsonant
Der Begriff K. bezeichnet einen
Laut, dessen Artikulation durch die
menschliche Stimme nur mit Hilfe
eines anderen Lautes erfolgen kann
(Mitlaut). Bei den Lauten der
menschlichen Sprache unterscheidet
man zwischen K. (b, c, d, f, g, h, j, k,
I, usw.), Vokalen (a, e, i, 0, u) und
Diphthongen (au, ei usw.)
Konsortium
Ein K. ist ein Zusammenschluß von
Unternehmen zur Durchführung
eines bestimmten Geschäfts. An-
schließend wird das K. wieder auf-
gelöst. Durch diesen Zusammen-
schluß wird u. a. die Kapitalbasis
vergrößert und das Risiko für das
einzelne Unternehmen verringert.
Die häuflgste Form ist das Banken-
konsortium zur Unterbringung von
Wertpapieren am Markt.
Lesen Sie auch: Unternehmenszu-
sammenschlüsse .
Konstanten
beim Phonodlktat
sind anzusagende, feststehende
Benennungen aus dem Bereich des
Maschinenschreibens, mit denen die
Schreibenden aus Duden und DIN
5008 (Regeln für Maschinenschrei-
ben) vertraut sind.
Konstruktionszeichnungen
Lesen Sie nach unter: Plotter.
Konstruktives
Mißtrauensvotum
Das K. M. ermöglicht dem Bundes-
tag die Abwahl des Bundeskanzlers
während der laufenden Legislatur-
periode. Nach Beantragung des K.
M., verbunden mit der Aufstellung
eines Gegenkandidaten, frühestens
jedoch nach 48 Stunden, stimmt der
Bundestag darüber ab. Konstruktiv
(aufbauend, helfend) ist dieses
Votum, da die Abwahl gleichzeitig
die Wahl eines neuen Bundeskanz-
lers darstellt. Ist das Votum erfolg-
reich, d. h. spricht die Mehrheit des
Bundestags dem Bundeskanzler das
Mißtrauen aus, ist der Bundespräsi-
dent verpflichtet, ihn zu entlassen
bzw. den neuen Bundeskanzler zu
ernennen. 1972 stimmte der Bun-
destag erstmals über ein K. M. ab.
Auf die Hilfe der FDP zählend,
beabsichtigte der damalige Opposi-
tionsführer Rainer Barzel (CDU),
die Regierung Willy Brandt (SPD)
zu stürzen, was jedoch mißlang.
1982 gelang Kohl (CDU) durch ein
K. M. mit Hilfe der FDP der Sturz
der Regierung Schmidt.
Lesen Sie auch: Bundeskanzler,
Bundestag.
Konsulat
Das K. ist die ständige Vertretung
eines Staates in den wichtigsten
Städten des Auslands. Es ist der
Amtssitz eines Konsuls. Die Kon-
suln unterscheiden sich nach Kon-
sularagenten, Vize-Konsuln, Kon-
suln oder General-Konsuln. Sie ver-
treten hauptsächlich die wirtschaft-
lichen und persönlichen Interessen
ihrer Landsleute. Ihre Tätigkeit
Kontakte
beschränkt sich jeweils auf einen
bestimmten Amtsbezirk. Sie können
Beamte des Heimatstaates sein oder
Staatsangehörige des Aufenthalts-
staates, die von einem anderen Land
beauftragt wurden, dessen Interes-
sen wahrzunehmen.
Konsumgüter
sind Güter für den privaten Ge- oder
Verbrauch wie Bekleidung oder
Nahrungsmittel. Im Gegensatz dazu
stehen Investitionsgüter.
Lesen Sie auch: Investitionsgüter.
Konsumzwang
ist ein durch innere und äußere
Umstände provozierter Bedürfnis-
zustand, bei dem das Individuum
glaubt, den Kauf von Gütern oder
Dienstleistungen nicht aufschieben
zu können. Innere Ursachen dieses
K. sind beispielsweise eine zu gerin-
ge Ausprägung nichtmaterieller
Werte, zu wenig Sex oder zu viel
Ärger und Streß. Äußere Kompo-
nenten verstärken meist die inneren
Ursachen. So können der Lei-
stungsdruck in unserer Gesellschaft,
gezielte Webernaßnahmen oder
Anpassungsbestrebungen des ein-
zelnen an Gruppennormen, Kauf-
wünsche in dem Maße verstärken,
daß zwanghafte Kaufhandlungen die
Folge sind.
Kontakte
Lesen Sie nach unter: Arbeitsessen,
Außendienstmitarbeiter, Betriebs-
klima, Bewerbungsschreiben, Blick-
kontakt, Botengänge, Reservierung
externer Besprechungsräume,
Unternehmenskultur.
299
Kontaktkartei
Kontaktkartei
Lesen Sie nach unter: Gästekartei.
Kontenpfändung
Auf Antrag des Gläubigers wird
durch das Gericht aufgrund eines
vollstreckbaren Schuldtitels das oder
die Guthaben auf den Bankkonten
des Schuldners gepfändet. Die Pfän-
dung bewirkt, daß die vorhandenen
Guthaben bzw. eingehenden Beträ-
ge in Höhe der Forderung des Gläu-
bigers nicht mehr ausgezahlt werden
dürfen.
Kontoauszug
Der K. zeigt die Bewegungen der
Soll- und Habenbuchungen auf Kon-
ten. Die bekanntesten sind Konto-
korrentauszüge und Girokontoaus-
züge.
Kontokorrentkonto
Das K. spiegelt die Geschäftsbezie-
hung zu einem Lieferanten oder
Kunden wider. Im K. werden alle
Lieferungen und Zahlungen ver-
zeichnet, somit gibt es ständig Aus-
kunft über die bestehenden Forde-
rungen oder Verbindlichkeiten in der
Geschäftsbeziehung zu einem Kun-
den oder Lieferanten.
Kontokorrentkredit
(KK-Kredit) ist die Bereitstellung
einer bestimmten Kreditlinie auf
einem Girokonto. Die Bereitstellung
ist kostenlos. Der Zinssatz orientiert
sich am Geldmarkt und am Dis-
kontsatz der Deutschen Bundesbank.
Zinsen werden taggenau für den in
Anspruch genommenen Betrag
errechnet. Wird die vereinbarte Kre-
300
ditlinie überschritten, so wird für
diesen Betrag zusätzlich eine Über-
ziehungsprovision berechnet. Sie
beträgt ca. 3 - 4 % p. a.
Kontor
ist die veraltete Bezeichnung für ein
Büro oder eine Niederlassung eines
Unternehmens, das sich mit Im- und
Export befaßt.
Kontrollantwort
Lesen Sie nach unter: program-
miertes Lernen.
Kontrolle
ist eine Maßnahme von Menschen,
die dazu dient, das Wirken anderer
Menschen nachzuvollziehen, deren
Leistung auf Vollständigkeit zu
überprüfen, sie zu bewerten, um
selbst die Übersicht zu behalten.
K. ist eine wichtige Führungsaufga-
be, die im Prinzip nicht delegierbar
ist. Sie bedeutet vergleichen zwi-
schen Plan/Ziel und Ist-Zustand
sowohl im Hinblick auf die Arbeits-
weise als auch auf das Arbeitser-
gebnis. Zweck der K. ist, Abwei-
chungen frühzeitig erkennen können
und wenn nötig, Gegenmaßnahmen
einzuleiten. In der praktischen
Zusammenarbeit zwischen Chef und
Sekretärin nimmt auch die
Sekretärin im Auftrag ihres Chefs
unterschiedliche Kontrollaufgaben
wahr. Beispiel: Wiedervorlage.
Kontrollinstrumente
sind technische oder organisatori-
sche Einrichtungen und Hilfsmittel,
die Kontrolle ermöglichen.
Beispiele technischer Natur: Tacho-
meter im Auto, Uhr, Computer;
Beispiele organisatorischer Natur:
Wiedervorlage, Rücksprachen,
Berichterstattung, Statistiken, Mes-
sungen.
Lesen Sie auch: Checkliste.
Kontrollisten
Lesen Sie nach unter: Checkliste.
Kontrollmeldung
erfolgt an die zuständige AOK (All-
gemeine Ortskrankenkasse) auf
einem dafür vorgesehenen Formular
(bei der AOK erhältlich), wenn
geringfügig Beschäftigte in Ihrem
Unternehmen tätig sind. Stunden-
und Stundenlohngrenzen sind zu
beachten. Wichtig ist hierbei, daß
diese Meldungen lückenlos ausge-
füllt werden (also alle Daten dieser
Kräfte vorliegen). Ein gerinfügig
Beschäftigter darf nur eine Stelle pro
Monat in dieser Abrechnungsform
ausüben. Durch die K. wird die Ein-
haltung dieser Vorschrift von der
AOK kontrolliert.
Konventionalstrafe
Die K. ist eine finanzielle Leistung,
die bei Nichterfüllung vertraglich
vereinbarter Pflichten fällig wird.
Ihre Höhe, sowie die Bedingungen,
die ihre Fälligkeit begründen, sind
Bestandteil des Vertrags. Im Scha-
densfall ist der Schuldner verpflich-
tet, die K. in vereinbarter Höhe zu
bezahlen, der Gläubiger muß den
wirklich entstandenen Schaden nicht
nachweisen. Ist der Schuldner kein
Vollkaufmann, so kann eine über-
höhte K. gerichtlich herabgesetzt
werden.
Konzept
Konvertibilität
Die K. ist die Möglichkeit, eine
Währung frei und unbeschränkt in
eine andere Währung umzutau-
schen. Ziel ist es u. a., den freien
Güter-, Dienstleistungs- und Kapi-
talverkehr zu erleichtern. Die mei-
sten Währungen der Welt sind nicht
konvertibel. Im Gegensatz zur frei-
en Austauschbarkeit von Währun-
gen steht die Devisenbewirtschaf-
tung. Die K. der DM wurde 1958
eingeführt.
Lesen Sie auch: Internationaler
Währungsfonds.
Konzentration
Unter K. wird i. d. R. die Entwick-
lung hin zu großen Unternehmens-
einheiten verstanden. Dies ist u. a.
auf den technischen Fortschritt, das
Streben nach größerer Marktrnacht,
das Wachsen der Märkte und die
Ausweitung des weltweiten Wett-
bewerbs zurückzuführen. K. ist
erwünscht, wenn dadurch die unter-
nehmerische Leistungskraft gestärkt
und die gesamtwirtschaftliche Pro-
duktivität erhöht wird. K. ist uner-
wünscht, wenn sie zu marktbeherr-
schenden Stellungen und damit zur
Ausschaltung des Wettbewerbs
führt.
Konzept
ist ein Gedankengang oder ein
schriftlicher Entwurf zur Vorge-
hensweise bei der Erstellung eines
Werkes, wie Projekt, Rede, Brief,
Geschäftsaufbau, etc. Ein K. bein-
haltet die Idee, das erwünschte Ziel,
die zur Realisierung wahrscheinlich
benötigten Mittel und Zeit.
301
Konzepthalter
Ohne oder mit vagem Konzept zu
arbeiten kostet Geld, da der Reali-
sierungsprozeß nicht geordnet ver-
läuft und deshalb zu viel Zeit bean-
sprucht und Mittel unnötig ver-
schwendet werden.
Konzepthalter
Ein nützliches und zugleich prakti-
sches Gerät, das auf keinem Platz
fehlen sollte, wo ständig und viel,
auch nach Vorlagen, geschrieben
wird. K. sollten höhenverstellbar
sein. Auch für eine erschütterungs-
freie Befestigung sollte gesorgt wer-
den. Im günstigsten Fall stehen K.
und Bildschirm in einer Blickweite
von 40 bis 60 cm.
Konzeption
ist ein klar skizzierter Umriß der
grundSätzlichen Idee für ein Werk,
dessen mögliche Gestaltung und
Realisierung. Die K. gibt eine Vor-
stellung vom gesamten Werk, ohne
auf Details einzugehen.
Konzern
Ein K. ist ein Zusammenschluß von
Unternehmen, die rechtlich selb-
ständig bleiben, aber unter einheitli-
cher Leitung stehen. Damit haben
entsprechende Unternehmen ihre
wirtschaftliche Selbständigkeit weit-
gehend aufgegeben. Man unter-
scheidet zwischen:
- horizontalen K. (gleiche Produkti-
onsstufe, z. B. mehrere Werften),
- vertikalen K. (verschiedene Pro-
duktionsstufen, z. B. Erz- und
Kohlegruben mit Stahlwerken)
und
- Mischkonzernen (verschiedene
302
Produktionsgrundlagen, z. B.
Backwarenhersteller, Maschinen-
fabrik und Baustoffunternehmen).
Gründe für die Konzernbildung sind
beispielsweise der Wunsch nach
Steigerung der Konkurrenzflihigkeit
oder Verminderung des Verlustrisi-
kos.
Lesen Sie auch: Unternehmenszu-
sammenschlüsse.
Konzertierte Aktion
Die K. A. ist ein Gremium, das nach
der Verabschiedung des Stabilitäts-
gesetzes 1967 gebildet wurde.
Ihre Funktion besteht in der Unter-
stützung der im Stabilitätsgesetz ver-
ankerten Ziele des ,,magischen Vier-
ecks" (Vollbeschäftigung, Preisni-
veaustabilität, stetiges Wachstum,
außenwirtschaftliches Gleichge-
wicht).
Durchgeführt wird sie in Form von
Gesprächsrunden unter der Leitung
des Bundeswirtschaftsministers, in
denen die Gebietskörperschaften,
die Bundesbank und die verschiede-
nen Interessensverbände gegenseiti-
gen Informationsaustausch betreiben
und sich in ihrem Verhalten bezüg-
lich der auf die Gesamtwirtschaft
ausgerichteten Maßnahmen abstim-
men. Teilnehmer der K. A. bis 1978
waren u. a.: Bundesverband deut-
scher Banken, Bundesregierung,
Bundesanstalt für Arbeit, Sachver-
ständigenrat, Groß- und Außenhan-
delsverband, DGB, DAG, BDA,
BOI, DIHT. Aufgrund der durch die
Arbeitgeberverbände eingereichten
Verfassungsklage gegen das Mitbe-
stimmungsgesetz von 1976 zog sich
der DGB 1978 aus der K. A. zurück
und lehnte eine weitere Zusammen-
arbeit dieser Art für die Zukunft
generell ab.
Konzession
Lesen Sie nach unter: Lizenz.
konzessiv
Das Adjektiv bedeutet einräumend,
zu Zugeständnissen bereit. In der
Sprachwissenschaft ist ein Konzes-
sivsatz ein Einräumungssatz, d. h.
ein Nebensatz, der ein Zugeständnis
ausdrückt. (Z. B.: Sie schreibt den
Brief, obwohl sie keine Zeit hat).
Eine k. Konjunktion ist ein einräu-
mendes Bindewort (z. B. obwohl,
wenn auch, obgleich) und leitet
einen Konzessivsatz ein.
Kooperation
Unter K. versteht man die auf
bestimmte Bereiche beschränkte
Zusammenarbeit zweier oder meh-
rerer Unternehmen. Die beteiligten
Unternehmen bleiben dabei recht-
lich selbständig. Die K. ist in der
Regel auf die Dauer des ihr zugrun-
deliegenden Projektes befristet. Bei-
spiele für K. sind gemeinsame Wer-
beaktionen, Forschung, Abwicklung
von Großaufträgen etc. Eine weite
Verbreitung fmden sie bei geschäft-
lichen Tätigkeiten im Ausland, vor
allem in Form der sogenannten Joint
Ventures. Bei der Vereinbarung von
K. ist darauf zu achten, daß sie kei-
ne Wettbewerbsbeschränkungen
entstehen lassen. Folglich darf ihr
Inhalt nicht geeignet sein, ein Kar-
tell zu begründen. Ein nützlicher
Ratgeber bei der Vermeidung von
Konflikten mit dem Kartellgesetz ist
Koordination
die vom Bundeswirtschaftsministe-
rium herausgegebene "Kooperati-
onsfibel" . Sie enthält eine Auflistung
der gesetzlich erlaubten Kooperati-
onsformen.
Lesen Sie auch: Joint Venture.
kooperativ
Der Begriff k. kommt aus dem
Lateinischen und bezeichnet die
Bereitschaft einer Person zur
Zusammenarbeit. Jemand, der in
einem Team arbeiten kann und auch
von sich aus, d. h. ohne Aufforde-
rung, Aufgaben übernimmt, kann als
k. bezeichnet werden. Des weiteren
zählen zum Kooperativsein auch,
daß übernommene Aufgaben pünkt-
lich, ordentlich und mit einem dem
Ziel der Aufgabe angemessenen
Aufwand gelöst werden.
kooperativer Führungsstil
bedeutet Führen durch Delegation
von Aufgabenbereichen inkl. der
entsprechenden Entscheidungsbe-
fugnis und Verantwortlichkeit.
Lesen Sie auch: Delegation.
Koordination
ist überall notwendig. K. ist die
Abstimmung von Teilaktivitäten im
Hinblick auf ein übergeordnetes
Ziel. Sind die Kompetenzen verteilt,
erfolgt die K. durch Kommunikati-
on zwischen den Betroffenen. Da
sowohl Kommunikation als auch
unterlassene K. (entgangene Aufträ-
ge, Verzögerungen usw.) Kosten
verursachen, bleibt das Problem des
optimalen Koordinationsumfanges
bestehen.
Lesen Sie auch: Controlling.
303
Koordinlerung
Koordinierung
Lesen Sie nach unter: Sekretariat als
Informationsknotenpunkt.
Koordlnlerungsfunktlon
Da ein Unternehmen aus einer
Anzahl von Fachkräften besteht, ist
oftmals eine Koordinierung der
Arbeiten unerläßlich. Viele Firmen
kranken an stockendem Informati-
onsfluß, und in gewissen Fällen wer-
den Sie damit beauftragt, eine K.
einzunehmen. Nachdem Ihr Chef
eine Arbeitsein- und Verteilung vor-
genommen hat, müssen Sie sicher-
stellen, daß alle Informationen zu
einem festgelegten Termin zusam-
menkommen. Versichern Sie sich,
daß jeder beteiligte Mitarbeiter über
die Resultate der anderen informiert
wird. Hierzu können Sie Treffen
organisieren, bei denen die Mitar-
beiter Informationen austauschen.
Eine schriftliche Zusammenfassung
aller Daten und eine Verteilung an
alle Beteiligten bilden den
Abschluß.
Lesen Sie auch: Sekretariat als
Informationsknotenpunkt.
Kopfhörer
Achten Sie auf bequemen Trage-
komfort. Halten Sie sich aus hygie-
nischen Gründen einige ohrauflie-
gende Schaumnetzpolster oder ohr-
umschließende Ringpolster in
Reserve. Der Fachhandel hält aus-
gereifte K. bereit.
Kopfleiste
Lesen Sie nach unter: Geburtstage
der Geschäftspartner, Gesprächs-
übersicht.
304
Kopie
Lesen Sie nach unter: Anlage- und
Verteilvermerk, Kostensparen beim
Kopieren.
Koplerantwort
Auch die K. gehört zu den kurzen
Antworten. Eine kurze Anfrage kön-
nen Sie handschriftlich auf dem glei-
chen Schriftstück beantworten, fer-
tigen Sie dann eine Kopie, die Sie an
den Absender zurückschicken. Das
Original dient z. B. als Querinfor-
mation oder zur Kontrolle für einen
Termin. Eine zu Unrecht erhaltene
Mahnung senden Sie einfach mit
dem Vermerk "bereits bezahlt am
... " zurück. Der Absender ist infor-
miert und Ihre Ablage entlastet. Mit
dieser Methode sparen Sie sogar
noch Porto, da eine Fotokopie als
Drucksache versandt werden kann.
Lesen Sie auch: urschriftlich.
Kopiergerät
auch Fotokopiergerät. Als Kopie
bezeichnet man die genaue
Abschrift oder Nachbildung eines
Originals. Unter Kopieren ist büro-
wirtschaftlich die Anwendung von
Verfahren zu verstehen, die geeig-
net sind, originalgetreue Wiederga-
ben zu erstellen.
Ein K. ist ein Gerät zur Vervielfäl-
tigung von Schriftstücken, Zeich-
nungen oder anderen Unterlagen -
es handelt sich meist um ein Foto-
kopiergerät, bei dem die Vorlage
abgelichtet und nach einem elek-
trostatischen Verfahren vervielfäl-
tigt wird. Das K. ermöglicht die
schnelle und unkomplizierte Ver-
vielfältigung von Vorgängen und
einen beschleunigten und umfas-
senden Informationsfluß.
Lesen Sie auch: Kostensparen beim
Kopieren, Ökologie, zentraler und
dezentraler Kopiergeräteeinsatz.
Körperhaltung
Beim Bedienen von Tastaturen
spielt die K. eine wichtige Rolle. Der
Oberkörper ist auf jeden Fall auf-
recht zu halten und an die Rücken-
lehne anzulehnen. Die Oberarme
werden nahe am Oberkörper gehal-
ten. Die Unterarme sollen mit dem
Handrücken eine gerade und fast
waagerechte Linie bilden. Schließ-
lich sollen die Füße mit der ganzen
Sohle fest auf dem Boden stehen.
Eine vernachlässigte K. sollte immer
wieder korrigiert werden.
Lesen Sie auch: Arbeitsplatz, Büro-
stuhl.
Körperschaft
ist eine Personenvereinigung, die als
juristische Person auftritt und deren
Geschäftsführung und Vertretung
sogenannten Organen übertragen ist.
Es gibt K. des Privatrechts (Kapital-
gesellschaften, Genossenschaften,
bergrechtliche Gewerkschaften,
rechtsfähige Vereine) und K. des
öffentlichen Rechts (Gebietskörper-
schaften, Personalkörperschaften).
K. müssen auf ihren Jahresgewinn
eine Körperschaftssteuer entrichten.
Körperschaftssteuer
ist die Einkommensteuer der juristi-
schen Personen (z. B. Aktiengesell-
schaft). Sie ist im Körperschaftsteu-
ergesetz geregelt. Juristische Perso-
nen mit Geschäftsleitung oder Sitz
Korrekturmöglichkeit
im Inland sind unbeschränkt steuer-
pflichtig. Befreit von der K. sind u.
a. Bundesbank, Bundesbahn und -
post, gemeinnützige Körperschaften
sowie Gewerkschaften.
Lesen Sie auch: Steuern.
Körpersprache
ist die Möglichkeit, Worte durch
Körper-/Handbewegungen zu unter-
stützen. In der Psychotherapie spielt
das Ausleben und Einüben von K.
eine große Rolle. Vorsicht ist gebo-
ten, wenn in populärwissenschaftli-
chen Büchern und lllustrierten sozu-
sagen "Lexika" der K. angeboten
werden. Die Interpretation der K. ist
schwierig und bedarf eines geschul-
ten Auges und vor allem einer wert-
freien Beurteilung.
Korrektur
Ein unkorrigierter Fehler prägt sich
rasch in das Gedächtnis ein. Deshalb
sollte man, was beim Bildschirm
ohne weiteres möglich ist, sofort
korrigieren.
Lesen Sie auch: Fehler bei der Kor-
rektur, Sofortkorrektur.
Korrektureinrichtungen
Ausnutzung der technischen Mög-
lichkeiten, Fehler zu beheben. Bei
der Papiererfassung mittels Lift-off-
Korrektur, bei pe-Geräten unmit-
telbar über Bildschirm.
Korrekturrnöglichkeit
Während ältere Schreibmaschinen
nicht mit einer K. ausgestattet sind,
verfügen moderne Schreibmaschi-
nen über eine K. nach dem Abdruck
- falsche Schriftzeichen werden
305
Korrekturspeicher
beim Berichtigen abgehoben (Lift-
off-Verfahren) oder überdeckt
(Cover-up-Verfahren) - oder vor
dem Abdruck - falsche Schriftzei-
chen, die bereits erfaßt, aber noch
nicht gedruckt sind, werden mit Hil-
fe der Zeilenanzeigeeinrichtung
(Display) im Speicher berichtigt.
Korreklurspeicher
Textverarbeitungssysteme und Spei-
cher-Schreibmaschinen verfügen
über einen K. Mit Hilfe dieser auto-
matisierten Zeichenkorrektur kön-
nen zum Beispiel 120 Zeichen inner-
halb einer Zeile korrigiert werden.
Eine W ortkorrektur kann an jeder
Stelle innerhalb des K. durchgeführt
werden.
Korrekturtaste
Eine Sofortkorrektur von Schreib-
fehlern ist mit der K. durchzuführen.
Die Taste befindet sich in der Zif-
femtastenreihe ganz außen, oben
rechts.
Lesen Sie auch: Sofortkorrektur.
Korrekturvorschriften
Korrekturzeichen sind einheitlich
nach den Anweisungen im Duden
bzw. nach DIN-Vorschrift (Norm-
blatt DIN 16511) anzuwenden.
Korrekturzeichen
Der Duden Band 1, Rechtschrei-
bung, führt die 23 "wichtigsten" K.
auf, beispielsweise für falsche
Trennungen, fehlende Buchstaben,
fehlende Wörter, fehlende oder
überflüssige Satzzeichen oder feh-
lenden Wortzwischenraum. Ein Feh-
ler wird an der direkten Stelle
306
gekennzeichnet. Dasselbe Zeichen
wird auf dem Rand (rechts) wieder-
holt.
Korrelation
Mit K. bezeichnet man einen stati-
stisch nachweisbaren Zusammen-
hang zwischen zwei oder mehreren
Zufallsvariablen (Merkmalen), ohne
daß eine der Variablen von einer
anderen abhängig sein muß.
Die Korrelationsanalyse ist ein sta-
tistisches Verfahren, das die wech-
selseitigen Beziehungen zwischen
mengenmäßigen Merkmalen einer
Stichprobe untersucht. Der Korrela-
tionskoeffizient, der mit Hilfe einer
mathematischen Formel errechnet
wird, drückt aus, inwieweit eine
Beziehung zwischen den ermittelten
Ergebnissen bestehen kann. Der
Korrelationskoeffizient r kann Wer-
te zwischen r = -1 und r = + 1 anneh-
men, wobei r = -1 einen absolut
negativen und r = + 1 einen absolut
positiven Zusammenhang ausdrückt.
Mit dieser Methode könnte bei-
spielsweise untersucht werden, ob
eine Beziehung zwischen Schad-
stoffen in der Luft und Waldsterben
besteht.
Korrespondenztraining
Korrespondenz ist alles, was der
schriftlichen Mitteilung dient. Als
Sekretärin müssen Sie in der Lage
sein, korrekte Briefe, Anschreiben,
Angebote, Mitteilungen zu verfas-
sen. Dabei ist zu berücksichtigen,
daß sich Form und Ansprache der
Geschäftsbriefe in den letzten Jah-
ren sehr geändert haben, Sie sollten
ständig auf dem neuesten Stand sein.
Kostenersparnis durch eine Sekretärin
Schulungskurse vereinfachen Ihnen
diese Arbeit und ermöglichen Ihnen,
dem heutigen Standard gerecht zu
werden.
Wichtig bei der Erledigung von Kor-
respondenz sind folgende Punkte:
- Stellen Sie alle Fakten deutlich
dar.
- Argumentieren Sie eindeutig und
verständlich.
- Beachten Sie Grammatik, Recht-
schreibung und Zeichensetzung.
- Gestalten Sie den Brief den Nor-
men entsprechend.
- Versuchen Sie, Geschäftspapiere
so kurz und eindeutig wie möglich
zu verfassen.
korrespondierende Griffe
Griffe beim Bedienen von Tastatu-
ren, die sowohl mit der rechten als
auch mit der linken Hand und mit
den gleichen Fingern gleichmäßig
mit Hoch-, Tief- oder Spreizgriffen
auszuführen sind. Beispiele: ,,f' und
,j", "g" und "h", "e" und "i".
Lesen Sie auch: Griff.
Kosmetik
ist für die Sekretärin insofern wich-
tig, als sie immer gepflegt erschei-
nen muß. Ob dazu auch Make-Up
gehört, ist reine Geschmacksache.
Fest steht: Dezent muß es sein!
Kosten
Dieser Begriff definiert den Ver-
brauch an Gütern und Dienstlei-
stungen, die aufgewendet werden
müssen, um das Betriebsziel zu
erreichen. K. beziehen sich auf die
Stückrechnung, im Gegensatz zur
Zeitrechnung beim Aufwand. K.
werden in der Kalkulation unter-
schieden nach Einzel- und Gemein-
kosten.
Lesen Sie auch:fixe Kosten, Kosten-
ersparnis durch die Sekretärin,
variable Kosten.
Kostenersparnis
durch die Sekretärin
Generell kann gesagt werden, daß
die Sekretärin bei der Organisation
ihres Arbeitsplatzes und in der Aus-
übung ihrer Tätigkeit zur Einsparung
von Kosten beitragen kann. Sie kann
vor allen Dingen Kosten sparen,
indem sie Zeit spart.
Beispiele, wo die Sekretärin Ihren
Einfluß auf Kosten geltend machen
kann:
l. Bei der Einrichtung ihres Arbeits-
platzes mit Möbeln und Maschi-
nen:
- durch Angebotsvergleiche (sofern
die Sekretärin mit Aufgaben die-
ser Art betraut ist);
- durch Abwägen von Funktion und
Design (Was hilft es, wenn der
Designerstuhl kein angenehmes
Sitzen und damit schmerzfreies
Arbeiten ermöglicht).
2. Bei der Organisation ihres
Arbeitsplatzes:
- Zeit sparen durch günstige Anord-
nung von Büroeinrichtung;
- Vermeidung von unnötiger Arbeit
und Doppelarbeit (Mehrfachabla-
gen);
- Kenntnis der Ablagewerte hilft,
Raum zu sparen;
- Papier und Zeit können gespart
werden, wenn Dokumente inhalt-
lich und formal von vornherein
richtig erstellt werden. Das glei-
307
Kostenfestsetzungsbeschluß
che gilt für die vielen Kopien, die,
oft unüberlegt gemacht, direkt im
Papierkorb landen.
3. Bei der Auswahl funktioneller
Organisationsmittel:
Die Frage, zu welchem Zweck
wird das Organisationsmittel
benötigt und welche Funktionen
soll es erfüllen, hilft der
Sekretärin, das für ihren Arbeits-
ablauf optimale Arbeitsmittel aus-
zuwählen und gezielt einzusetzen.
Ein besonderer Kostenfaktor sind
dabei die Registraturmittel.
Hier sollte die Sekretärin sehr
sorgfältig das Angebot an Syste-
men, Schränken, Regalen und
Ordnern prüfen, um unnötige
Kosten für Ablage-, Such- und
Wartezeit zu vermeiden.
4. Bei der Erledigung ihrer Aufga-
ben durch eine gute Zeit- und
Arbeitsplanung.
5. Bei der Entlastung ihres Chefs
durch gute Vorbereitung (z. B.
mit Tagesplan) sowie durch gut
organisiertes Zuarbeiten (Unter-
stützung bei der Entscheidungs-
vorbereitung).
Jeder Sekretariatsarbeitsplatz bietet
weitere individuelle Möglichkeiten
zur K. Die Sekretärin hat es in ihrer
Hand, die entsprechenden Initiativen
zu ergreifen.
Lesen Sie auch: fixe Kosten, varia-
ble Kosten.
Kostenfestsetzungsbeschluß
Der K. ist eine gerichtliche Urkun-
de, aus der sich ergibt, wer und in
welcher Höhe die Prozeßkosten zu
tragen hat. Es können sowohl
Gerichtskosten als auch Rechtsan-
308
waltskosten festgesetzt werden. Der
K. ist ein Schuldtitel, aus dem die
Zwangsvollstreckung betrieben wer-
den kann.
Kostenkontrolle
ist ein Teilaspekt des Controlling
und Aufgabe der Kostenrechnung.
Als ein regelmäßig und in kurzen
Abständen durchgeführter Soll-Ist-
Vergleich ist die K. ein aussage-
kräftiges Instrument für die
Betriebsleitung, um die Einhaltung
der Planungsdaten zu überwachen.
Jeder betriebliche Verantwortungs-
bereich hat die Verpflichtung, die
entstandenen Kosten den Plankosten
gegenüberzustellen und Kostenab-
weichungen aufzuzeigen.
Lesen Sie auch:fixe Kosten, Kosten,
Kostenersparnis durch die
Sekretärin, Kosten-Management,
Kostenrechnung, variable Kosten.
Kosten-Management
Zielsetzung eines jeden Unterneh-
mens sollte sein, das angestrebte
Produktionsergebnis mit der gün-
stigsten Kombination von Produkti-
onsfaktoren zu erzielen. Die in Geld
bewertete Menge an Produktions-
faktoren zur betrieblichen Lei-
stungserstellung muß deshalb in
einem wirtschaftlich vertretbaren
Verhältnis zu dem Preis stehen, den
die Leistung (Produkt) im Markt
erzielt:
K.-M. umfaßt alle Aufgaben, die
nötig sind, die betrieblichen Prozes-
se unter dem Aspekt der Wirt-
schaftlichkeit zu regeln und zu steu-
ern. Es dient dazu, den betrieblichen
Wertefluß im Unternehmen zu
durchleuchten. Grundlage und wich-
tigstes Instrument für ein Wir-
kungsvolles K.-M. ist eine umfas-
sende Kostenrechnung.
Lesen Sie auch:fixe Kosten, Kosten,
Kostenersparnis durch die
Sekretärin, Kostenkontrolle, Kosten-
rechnung, Management, variable
Kosten.
Kostenrechnung
ist ein Teil des betrieblichen Rech-
nungswesens, in dem die Kosten
erfaßt und berechnet werden. Eine
ordentliche und gut gegliederte
Buchführung ist demnach die Vor-
aussetzung für eine exakte K. und
für die Kalkulation.
Die K. gliedert sich in die Kosten-
artenrechnung (nach Merkmalen
gruppiert), die Kostenstellenrech-
nung (nach dem Ort der Entstehung)
und die Kostenträgerrechnung (nach
dem Verursacher: Leistungseinheit,
Produkt).
Nach dem Umfang der zu berück-
sichtigenden Kosten teilt sich die K.
in:
- Vollkostenrechnung
Dabei werden Einzel- und Gemein-
kosten dem Kostenträger zugerech-
net.
- Teilkostenrechnung oder
Deckungsbeitragsrechnung
Dabei werden nur die Einzelkosten
direkt verrechnet. Die Gemeinkosten
werden aus den Erlösüberschüssen
aller Kostenträger nach Abzug der
Einzelkosten gemeinsam gedeckt.
Lesen Sie auch:fixe Kosten, Kosten-
ersparnis durch die Sekretärin,
Kosten-Management, variable
Kosten.
Kostensparen beim Kopieren
Kostensparen
beim Briefversand
Das Erstellen und Versenden von
Korrespondenz stellt für die Unter-
nehmen einen erheblichen Kosten-
faktor dar. Es gibt jedoch einige
Möglichkeiten, Kosten zu sparen:
Fax einsetzen, wo es günstiger als
Porto ist, dabei Billigtarife beachten;
wenn möglich Standardsendungen
verwenden, da sie vom Porto her am
billigsten sind; Postkarten anstelle
von Briefen verwenden; darauf ach-
ten, wann ein Brief als Druck- oder
Briefdrucksache versendet werden
kann; Päckchen anstatt Brief; Post-
sendungen an denselben Empfänger
gesammelt verschicken; Gewichts-
stufen beachten. Vielleicht sind ein
Anruf oder ein Fernschreiben gün-
stiger.
Kostensparen
beim Kopieren
Bevor kopiert wird, sollte man sich
fragen, ob die Kopie unbedingt not-
wendig ist. Ein Dokument braucht
bei rationeller Schriftgutverwaltung
nur einmal abgelegt werden, daher
kann auch durchaus auf die
Tageskopie verzichtet werden.
Anstelle einer Kopie einen Platzhal-
ter (mit dem Hinweis, wo das Ori-
ginal bzw. eine schon vorhandene
Kopie zu fmden ist) verwenden, Ori-
ginale den Sachbearbeitern zur
Kenntnisnahme vorlegen. Die zu
kopierenden Dokumente sammeln
und in einem Arbeitsgang kopieren.
Die Funktionen des Kopiergerätes
ausnutzen: zum Beispiel verklei-
nern, doppelseitig kopieren, sortie-
ren.
309
Kostensparen beim Telefaxen
Kostensparen
beim Telefaxen
Schon die Auswahl beim Kauf eines
Faxgerätes kann später Kosten spa-
ren: kann man mehrere Seiten
gleichzeitig einlegen, wie schnell
überträgt es, hat es eine eigenstän-
dige Wahlwiederholung, kann man
die Zeit vorgeben, wann gefaxt wer-
den soll? Vielleicht können die Ori-
ginale vorher verkleinert werden, so
daß man insgesamt weniger Seiten
faxen muß. Die Billigtarife (18.00
bis 8.00 Uhr) sollten unbedingt aus-
genutzt werden. Vergleichen Sie, ob
ein Telefonat oder ein Brief per Post-
weg günstiger ist, so können Sie
Kosten sparen.
Kostensparen
beim Telefonieren
Eine gute (Unterlagen,
Notizen liegen vor) auf ein Telefon-
gespräch, kann dieses erheblich ver-
kürzen. Auch kann man Telefonge-
spräche bündeln, d. h. Telefonier-
Zeiten einrichten, so daß man seine
Arbeit nicht unnötig unterbrechen
muß. Wenn man Billigtarife ausnut-
zen kann, sollte man dies unbedingt
tun. Auf jeden Fall ist darauf zu ach-
ten, daß man nicht zu ungünstigen
Zeiten anruft, z. B. in der Mittags-
zeit oder zu Dienstanfangs- bzw.
endezeiten; die Gefahr ist zu groß,
daß derjenige, den man erreichen
möchte, nicht an seinem Arbeits-
platz ist. Man sollte nicht zu großzü-
gig mit Rückrufangeboten umgehen.
Ein Unternehmen sollte darauf ach-
ten, daß die Mitarbeiter die Mög-
lichkeit haben, dringende Privatge-
spräche zu führen - jedoch auf eige-
310
ne Kosten (z. B. durch entsprechen-
de Programmierung der Fern-
sprechanlage).
Krabbelkartei
Lesen Sie nach unter: Hängeregi-
stratur.
kraftsparendes Schreiben
Lesen Sie nach unter: Griff technik.
Krankenversicherung
ist eine Personenversicherung, die
im Fall einer Krankheit den größten
Teil der Kosten für Arzt, Medika-
mente und Krankenhaus über-
nimmt. Dazu muß in der Bundesre-
publik Deutschland ein Versiche-
rungsvertrag abgeschlossen werden.
Während des gesamten Berufslebens
werden vom Arbeitnehmer und
Arbeitgeber zu gleichen Teilen die
Versicherungsbeiträge ein be-
zahlt. Die Höhe der Beiträge richtet
sich bis zu einer gesetzlich festge-
legten Grenze (Beitragsbemes-
sungsgrenze) nach dem Lohn oder
Gehalt des Arbeitnehmers. Der Bei-
tragsanteil des Arbeitnehmers wird
gleich vom Lohn oder Gehalt abge-
zogen. Bis zur Höhe der Beitrags-
bemessungsgrenze, die der steigen-
den Lohn- und Gehaltsentwicklung
ständig angepaßt wird, ist der Bei-
tritt zu einer gesetzlichen K. Pflicht.
Der Pflichtversicherte hat das Recht,
außer der zuständigen Orts-,
Betriebs- oder Innungskrankenkas-
se eine Ersatzkasse zu wählen,
sofern die Anmeldung innerhalb von
zwei Wochen nach Beschäftigungs-
beginn erfolgt. Wer mehr verdient
bzw. von der Versicherungspflicht
befreit ist, kann sich freiwillig in
einer privaten K. versichern.
Lesen Sie auch: Arbeitsunfähigkeit,
gesetzliche Krankenversicherung.
Krankheit
ist als Warnsignal aufzufassen.
Sekretärinnen können unter
bestimmten K.leiden, so z. B. Mus-
kelverspannungen, Kopfschmerzen
(im engeren Sinn handelt es sich
dabei um Symptome). K. kann unter
Umständen die berufliche Karriere
negativ beeinflussen. Andererseits
ist die Kranke, die bewußt mit dem
Arzt Ursachenforschung betreibt, in
der Lage, die auslösenden Momen-
te zu erkennen und zu verändern.
Lesen Sie auch: Attest, Lohnfort-
zahlung, Sozialversicherung.
Kreativität
bedeutet Schöpferkraft. In der
ursprünglichen Form, nach Auffas-
sung der Sprachwissenschaftler, ist
es die Fähigkeit eines sprechenden
Menschen, neue Wörter und Sätze
zu bilden, wobei neu gänzlich, abso-
lut neu bedeutet. Der Kreative unse-
rer Zeit versteht sich als ideenreicher
Mensch, der hin und wieder sogar
die Fähigkeit besitzt, seine Ideen
umzusetzen, sie darzustellen. Selbst-
ernannte Kreative sind zahlreich und
eine kritische Beleuchtung dieser
Menschen ist häufig angebracht.
Lesen Sie auch: Betthupferl,
Medienökologie.
Kreativitätstechniken
Techniken wie Brainstorming,
Methode 635, Ideen-Delphi oder
Reizwortanalyse sollen dazu dienen,
Kreativitätstraining
die Kreativität (schöpferische Kraft)
einzelner anzuregen und das schöp-
ferische Denken in Gruppen zu för-
dern. Ziel ist es, herkömmliche
Denkmuster zu verlassen und damit
neue Problemlösungen zu finden. K.
setzen Phantasie, Urteilskraft, Vor-
urteilslosigkeit und Selbstbewußt-
sein der am kreativen Prozeß Betei-
ligten voraus. K. sind nicht nur für
organisatorische Probleme konzi-
piert, sondern können für fast alle
Problemlösungsprozesse eingesetzt
werden.
Lesen Sie auch: Brainstorming.
Kreativitätstraining
hilft, die schöpferischen Kräfte, die
jedem Menschen eigen sind, zur
Entfaltung zu bringen. Kinder haben
einen unmittelbaren Zugang zu
ihrem kreativen Potential (Vermö-
gen). Sie sind neugierig auf die Welt
und innerlich frei im Umgang mit
den Dingen - solange sie keine
äußeren Begrenzungen erfahren
(müssen). Diese Fähigkeiten, die
vielen Menschen im Laufe ihres
Lebens mehr und mehr verloren
gehen, können auf verschiedenen
Wegen wiederentdeckt und geför-
dert werden. Gezielte Programme,
die die linke (rationale und kontrol-
lierende) Himhälfte - zeitweise -
ausschalten und die dafür die rech-
te aktivieren, eröffnen einen Zugang
zu den kreativen Möglichkeiten des
Menschen.
Ein weiterer, den ganzen Menschen
fördernder Weg, kann die Arbeit mit
Masken sein. Umgang mit verschie-
densten Materialien, plastische und
bildnerische Gestaltung, Bewegung
311
Kredit
im Raum, Spiel, Einsatz von Musik
etc. bieten einen vielgestaltigen
Weg, der zu Entdeckungen führt und
Kreativität freisetzt, wo man sie viel-
leicht bei sich gar nicht vermutet hat.
Sind dem Menschen die eigenen
kreativen Möglichkeiten und Fähig-
keiten bewußt, wird er zunehmend
in der Lage sein, sie in allen Lebens-
bereichen einzusetzen.
Kredit
Ein K. ist die Überlassung eines
bestimmten Geldbetrages oder einer
Leistung im Vertrauen darauf, daß
zu einem späteren Zeitpunkt ein
Ausgleich in Form von Geld (Rück-
zahlung) oder eine Gegenleistung
erbracht wird.
Lesen Sie auch: Anschaffungsdarle-
hen, Darlehen, Dispositionskredit,
Kontokorrentkredit, Laufzeit, Lom-
bardkredit, Pfand, Überziehungs-
kredit.
Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KtW) wurde 1948 gegründet. Ihre
ursprüngliche Funktion bestand in
der Vergabe von Krediten zur Finan-
zierung des Wiederaufbaus der deut-
schen Wirtschaft nach dem Zweiten
Weltkrieg.
Ihre heutige Tätigkeit umfaßt nach
wie vor die Förderung der deutschen
Wirtschaft durch Vergabe von lang-
fristigen Krediten. Hinzugekommen
ist die langfristige Finanzierung von
Exporten einheimischer Unterneh-
men sowie die langfristige Finan-
zierung von Auslandsinvestitionen.
Weiterhin finanziert die KtW Ent-
wicklungshilfeprojekte. Ermöglicht
wird diese Kreditvergabe durch
312
Ausgabe von Schuldverschreibun-
gen bzw. durch eigene Kreditauf -
nahme bei Bund, Bundesbank, Aus-
land und durch ERP-Sondervermö-
gen.
Kreditbrief
Lesen Sie nach unter: Akkreditiv.
Kreditkarten
sind Karten im Format einer Euro-
cheque-Karte, z. B. Eurocard, Ame-
rican Express, Visa, die gegen eine
Jahresgebühr erhältlich sind. Der
Kreditkarteninhaber kann bargeld-
los in Geschäften bzw. Hotels, wel-
che K. akzeptieren, zahlen. Er erhält
die Abrechnung ca. vier bis sechs
Wochen später. Die Summe der
Abrechnung wird durch eine Last-
schrift dem angegebenen Girokonto
belastet.
Der Kreditkarteninhaber hat außer-
dem die Möglichkeit, sich bei Kre-
ditinstituten Bargeld zu beschaffen.
In diesem Fall werden Bearbei-
tungsgebühren des auszahlenden
Kreditinstitutes berechnet.
Lesen Sie auch: Eurocard.
Kreditnehmer
Ein K. (Debitor) ist jemand, der
einen bestimmten Betrag oder eine
bestimmte Leistung in Anspruch
nimmt, für den oder für die er erst
später eine Gegenleistung erbringen
muß.
Kreditoren
sind Kreditgeber oder Gläubiger. In
der Buchhaltung sind K. u. a. Lie-
feranten. Sie stellen eine bestimmte
Leistung (Ware) zur Verfügung,
ohne eine sofortige Gegenleistung
(Bezahlung) zu erhalten.
Lesen Sie auch: Gläubiger.
KreditpolItik
1. Als K. bezeichnet man alle Maß-
nahmen der Deutschen Bundesbank
zur Ausweitung oder Beschränkung
des Kreditvolumens einer Volks-
wirtschaft. Ziel ist die Ankurbelung
der Wirtschaft durch z. B. billigere
Kredite bzw. deren Dämpfung u. a.
bei zu großer Inflation. Mittel der K.
sind Veränderungen des Diskont-
satzes oder der Mindestreserven. K.
und Geldpolitik sind hierbei nicht zu
trennen.
2. Die K. der Banken beinhaltet alle
Grundsätze bei der Kreditvergabe.
Dazu gehören: Sicherheit und Ren-
tabilität der Kredite sowie Liquidität
der Bank.
Kredltversorgung
Lesen Sie nach unter: Deutsche Bun-
desbank.
Kreditwesengesetz
Kurzbezeichnung für das Gesetz
über das Kreditwesen (KWG). Das
Gesetz vom 10.7.1961, in Kraft seit
1.1.1962, dient der Sicherung der
Funktionsflihigkeit des bundesdeut-
schen Bankgewerbes. Grundsätzlich
sind alle Banken diesem Gesetz und
der damit verbundenen staatlichen
Aufsicht (Bankenaufsicht) unter-
worfen, die'vom BAK (Bundesauf-
sichtsamt für das Kreditwesen) aus-
geführt wird und genau im KWG
festgelegt ist. Wesentliche Regelun-
gen des Gesetzes beziehen sich auf
die Bankenpublizität, Bankenauf-
Krise
sicht, Wettbewerb unter Banken,
Kreditgeschäfte, Eigenkapitalaus-
stattung und Liquidität der Banken.
Es enthält ebenfalls Strafbestim-
mungen bei Verstößen gegen die
Vorschriften des Gesetzes.
Kreditwürdigkeit
Lesen Sie nach unter: Auskunftei.
Kreisdiagramm
Bildlich werden Mengen- und Wer-
tedarstellungen häufig in Kreisform
vorgenommen. Der Kreis bildet die
Gesamtheit, in der entsprechend
bemessene Abschnitte eingezeich-
net werden.
Krise
im Sinne von Katastrophe wird im
wirtschaftlichen Sprachgebrauch in
zweierlei Hinsicht verwendet.
Der wissenschaftliche Sozialismus
(Marx, Engels) geht davon aus, daß
in einem kapitalistischen Wirt-
schaftssystem die Arbeitslosigkeit
durch ständige Rationalisierungs-
maßnahmen immer stärker zunimmt
und der starke Wettbewerb zwischen
den einzelnen Unternehmen durch
Übernahmebestrebungen zur Mono-
polbildung tendiert. Beide Kompo-
nenten, die Verelendung der Arbei-
terschaft und die Zerstörung der
Konkurrenz, schaffen eine K., die
zum Nährboden für eine erfolg- rei-
che Revolution des Proletariats wird.
In der Konjunkturtheorie (der Theo-
rie vom Auf und Ab in der Wirt-
schaft) bezeichnet die K. den Über-
gang vom Boom (Hochkonjunktur)
in die Phase der Rezession.
Lesen Sie nach unter: Konjunktur,
313
Kritik
Mehrwert, Rezession, Weltwirt-
schaftskrise .
Kritik
In seinem Ursprung hat der Begriff
K. weder einen positiven noch einen
negativen Inhalt. Er steht für die
Bewertung und Beurteilung von
Sachverhalten. Zu unterscheiden
sind u. a. Sach-, Personen-, Sozial-
und Selbstkritik. Im deutschen
Sprachgebrauch wird K. meist im
negativen Sinne verwendet.
Lesen Sie auch: Selbstkritik, sozia-
le Interaktion.
Kritikgespräch
Kritik, auch wenn sie berechtigt ist,
erscheint dem Kritisierten fast
immer als Angriff auf sein Selbst-
bewußtsein und erregt Widerwillen,
Trotz und Ärger. Deshalb ist es
besonders wichtig, beim K. keine
Fehler zu machen, um den ange-
strebten Erfolg in Form einer Ver-
haltensänderung nicht zu gefährden.
Die Kritik sollte unmittelbar erfol-
gen, damit die betroffene Person den
zeitlichen Bezug zwischen Ereignis
und Hinweis nicht verliert. Das
bedeutet nicht, es sollte sofort kriti-
siert werden, denn eine bewußte
Zeitverzögerung schützt vor Affekt-
handlungen. Kritik muß unter vier
Augen erfolgen. Nur so ist es dem
Kritisierten möglich, sein Fehlver-
halten zu korrigieren, ohne sein
Gesicht zu verlieren. Öffentliche
Kritik führt dagegen meist zu einer
Versteifung des Fehlverhaltens.
Schließlich sollte Kritik ausbleiben,
wenn der Betroffene nicht anwesend
ist, denn Kritik wird dann als unfair
314
empfunden, weil der Kritisierte kei-
ne Stellung zum Kritikinhalt neh-
menkann.
KschG
Abk. für KÜlldigungschutzgesetz.
Kulturkreis
Lesen Sie nach unter: Auslandsrei-
sen.
Kulturräume
Lesen Sie auch: Fremdsprachen.
Kummerkasten
Der K. ist ein fest installierter
Kasten, der dem Mitarbeiter ermög-
licht, anonym bestimmte Abläufe,
Organisationen, Einrichtungen etc.
zu kritisieren. Der Inhalt von K. wird
regelmäßig ausgewertet, den Klagen
wird nachgegangen und wenn erfor-
derlich und möglich, werden die
Mängel abgestellt.
kumulieren
Die Übersetzung von k. ist "anhäu-
fen".
In der Wirtschaftstheorie wird der
Begriff Kumulation für Prozesse
verwendet, die sich selbst verstär-
ken. So verstärkt eine bestehende
Inflationsrate u. U. sich selbst. Infla-
tion bedeutet steigende Preise.
Wegen der gestiegenen Lebenshal-
tungskosten verlangen die Arbeit-
nehmer höhere Löhne. Lohnsteige-
rungen verursachen wiederum höhe-
re Kosten für die Unternehmen, wor-
auf diese die Preise erhöhen. Die
Inflationsrate kann dadurch anstei-
gen.
Lesen Sie auch: Inflation.
Kundenliste
Lesen Sie nach unter: Adressenver-
lag.
Kundenzufriedenheitsindex
ist eine Wertmeßziffer, die angibt,
wie hoch die Kundenzufriedenheit,
z. B. pro Händlerbetrieb oder im
gesamten Verkaufsgebiet eines
Unternehmens, ist. Der K. wird
durch Befragung der Kunden nach
deren Zufriedenheit bezüglich ein-
zelner Kriterien (beispielsweise Pro-
dukt, Betreuung, Preisgestaltung,
Teileversorgung etc.) ermittelt. Der
Index ergibt sich aus dem Verhält-
nis der Einzelwerte zum Höchstwert
100.
kündigen
Lesen Sie nach unter: Probezeit.
Kündigung
Die K. ist eine einseitige Beendi-
gungserklärung eines Vertrages. Sie
ist der Gegenseite rechtzeitig zuzu-
stellen und muß eindeutig formuliert
sein. K. von Arbeitsverhältnissen:
Hier sind das Kündigungsschutzge-
setz und das Betriebsverfassungsge-
setz zu beachten.
I. Änderungskündigung
Eine Änderungskündigung kann
der Arbeitgeber aussprechen,
wenn er die Beschäftigungsbe-
dingungen des Arbeitnehmers
ändern will (z. B. anderer Arbeits-
platz oder niedrigeres Entgelt)
und dieser nicht dazu bereit ist.
Die neuen Bedingungen müssen
im Kündigungsschreiben klar for-
muliert werden, die Kündigungs-
frist ist einzuhalten.
Kündigungsfristen
2. ordentliche K.
Durch die ordentliche K. können
unbefristete Arbeitsverhältnisse
unter Beachtung der gesetzlichen
oder vertraglich vereinbarten
Kündigungsfrist beendet werden.
Kündigt der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer, so muß er laut
Kündigungsschutzgesetz mei-
stens einen Kündigungsgrund
angeben. Umgekehrt ist dies nicht
der Fall.
3. außerordentliche K.
Arbeitsverträge können durch die
außerordentliche K. fristlos oder
kurzfristig gelöst werden. Hierzu
muß ein so wichtiger Grund vor-
liegen, daß die Fortsetzung des
Arbeitsverhältnisses bis zum
Ablauf der Kündigungsfrist oder
bis zum Vertragsende dem Kün-
digenden nicht zugemutet werden
kann (z. B. keine Entgeltauszah-
lung, Unterschlagung, wiederhol-
ter Alkoholmißbrauch im Dienst).
Dieser Grund darf dem Kündi-
genden seit längstens zwei
Wochen bekannt sein.
Lesen Sie auch: Arbeitsverweige-
rung, Ausscheiden, Betriebsverfas-
sungsgesetz, Kündigungsfristen,
Mutterschutz, Schweigepflicht.
Kündigungsfristen
Die gesetzlichen K. von Arbeitsver-
hältnissen sind im BGB § 622 gere-
gelt. Zu beachten sind außerdem das
Kündigungsschutzgesetz sowie das
Angestelltenkündigungsgesetz. Für
Angestellte besteht eine K. von
sechs Wochen zum Quartalsende.
Laut Angestelltenkündigungsgesetz
verlängert sich die K. ausschließlich
315
Kündigungsschutz
für die Arbeitgeberseite nach fünf
Jahren auf drei Monate zum Quar-
talsende, nach acht Jahren auf vier
Monate zum Quartalsende, nach
zehn Jahren auf fünf Monate und
nach zwölf Jahren auf sechs Mona-
te zum Quartalsende. Für Arbeiter
besteht eine K. von zwei Wochen.
Sie verlängert sich nach fünf Jahren
auf einen Monat zum Monatsende,
nach zehn Jahren auf zwei Monate
zum Monatsende, nach zwanzig Jah-
ren auf drei Monate zum Quartals-
ende (BGB § 622 Abs. 2). Bei der
Berechnung der Beschäftigungs-
dauer bleiben Zeiten vor Vollen-
deung des 25. Lebensjahres
unberücksichtigt. Das Bundesver-
fassungsgericht hat am 30.5.1990
den § 622 Abs. 2 BGB wegen Ver-
stoßes gegen Art. 3 Abs. 1 des
Grundgesetzes (alle Menschen sind
vor dem Gesetz gleich) für verfas-
sungswidrig erklärt, soweit danach
die K. für Arbeiter kürzer sind als für
Angestellte. Das Gesetz muß späte-
stens bis zum 30.6.1993 neu geregelt
sein. Die Bestimmungen für die
Angestellten sind davon nicht
betroffen.
Lesen Sie auch: Arbeitsvertrag,
Kündigung.
Kündigungsschutz
Das wichtigste Gesetz zur Begren-
zung der Kündigungsfreiheit des
Arbeitgebers ist das Kündigungs-
schutzgesetz. Es gilt nur für ordent-
liche Kündigungen und für Betriebe
mit mehr als fünf Arbeitnehmern.
Außerdem muß der betreffende
Arbeitnehmer vor der Kündigung
länger als sechs Monate im selben
316
Betrieb oder Unternehmen ohne
Unterbrechung beschäftigt gewesen
sein. Nach § 1 des Kündigungs-
schutzgesetzes (KSchG) ist eine
Kündigung unwirksam, wenn sie
sozial ungerechtfertigt ist. Sie ist
sozial ungerechtfertigt, wenn sie
weder personenbedingt (z. B.
Krankheit) noch verhaltensbedingt
(ständige Pflichtverletzung), noch
betriebsbedingt (Arbeitsmangel,
Absatzschwierigkeiten) ist. Ebenso
ist eine Kündigung sozial unge-
rechtfertigt, wenn sie gegen eine
Richtlinie nach § 95 des Betriebs-
verfassungsgesetzes verstößt, wenn
die Möglichkeit einer anderweitigen
Weiterbeschäftigung im Betrieb
besteht (auch nach zumutbarer
Umschulung) oder wenn bei einer
betriebsbedingten Kündigung bei
der Auswahl des Gekündigten sozia-
le Gesichtspunkte nicht oder nicht
ausreichend berücksichtigt wurden
(Jüngere vor Älteren, Unverheirate-
te vor Familienvätern). Erhält ein
Arbeitnehmer eine sozial nicht
gerechtfertigte Kündigung, muß er
dies innerhalb von drei Wochen
nach Zugang der Kündigung durch
Klage beim Arbeitsgericht geltend
machen, sonst ist die Kündigung
wirksam. Der K. gilt auch für eine
Änderungskündigung (§ 2 KSchG);
für Angestellte in leitender Stellung
jedoch nicht (§ 14 KSchG). Einen
besonderen K. genießen:
1. Schwerbehinderte nach § 15 ff.
Schwerbehindertengesetz. Ihnen
darf auch außerordentlich nur mit
Zustimmung der Hauptfürsorge-
steIle gekündigt werden.
2. Schwangere Arbeitnehmerinnen:
K. (auch für außerordentliche
Kündigungen) während der
gesamten Schwangerschaft bis
zum Ablauf von vier Monaten
nach der Entbindung (§ 9 Mutter-
schutzgesetz) sowie während der
Zeit des Erziehungsurlaubs.
3. Wehr- und Zivildienstpflichtige:
Während der Dienstzeiten ruht
das Arbeitsverhältnis. Vor,
während und nach dem Dienst
darf die Verpflichtung nicht
Anlaß einer Kündigung sein
(Arbeitsplatzschutzgesetz).
4. Betriebsratsmitglieder, Jugend-
und Auszubildendenvertretungs-
mitglieder: Es darf während der
Amtszeit und bis zu einem Jahr
nach deren Beendigung keine
ordentliche Kündigung erfolgen.
Wahlvorstandsmitglieder und
Wahlbewerber für Betriebsrats-
wahlen dürfen bis zu sechs Mona-
ten nach Bekanntgabe des Wahl-
ergebnisses keine ordentliche
Kündigung erhalten (§ 15
KSchG).
Lesen Sie auch: Arbeitsschutz.
Kunstausstellung
Lesen Sie nach unter: Vernissage.
Künstliche Intelligenz
Die K. I. sieht vor, mit Hilfe von
Computern Leistungen und Lösun-
gen zu erbringen, die sich an
menschliche Denkweisen, Entschei-
dungsfindungen und Problemlösun-
gen anlehnen.
Kunstllcht
Ganz wichtig für optimales Arbeiten
im Büro ist die Beleuchtung. Tages-
Kursbuch
licht wäre am besten für die Gesund-
heit. Da aber auch an einem Arbeits-
platz mit Tageslicht der Lichteinfali
sich je nach Tages- und Jahreszeit
verändert, kann auf K. nicht ver-
zichtet werden. Das K. sollte dem
Tageslicht möglichst ähnlich sein.
Diese Voraussetzung erfüllen Voll-
spektrum-Leuchten am besten.
Lesen Sie auch: Halogenlicht,
Leuchtstoffröhren, Lichtverhältnis-
se im Büro.
Kurierdienste
Lesen Sie nach unter: UPS.
Kuriere
Es gibt heute einige Unternehmen,
die sich auf Kurierdienste speziali-
siert haben. Sie machen kleine
Botengänge, aber auch größere
Fahrten. Sie können als Speditionen
im kleinen Stil bezeichnet werden.
In vielen Städten sind auch Fahr-
radkuriere unterwegs.
Lesen Sie auch: fe-Kurierdienst.
Kursbuch
Es gibt verschiedene K., einmal im
Personenbeförderungswesen wie
Bus und Bahn, zum anderen im
Lehrbereich wie VHS, Stadtsport-
bund usw. In den K. für Busse und
Bahnen kann man ersehen, welcher
Bus/Zug wann wohin und über wel-
che Stationen flihrt. Im Lehrbereich
werden im K. die angebotenen Kur-
se kurz beschrieben (Art, Ort, Dau-
er, Voraussetzungen, Zeitpunkt,
Dozent usw). K. enthalten auch die
Rahmenbedingungen der jeweiligen
Institution. Sie sind unentgeltlich
oder gegen eine geringe Gebühr an
317
Kursivschrift
autorisierten Stellen zu bekommen.
Lesen Sie nach unter: Reiseaus-
kunft·
Kursivschrift
Eine Schriftart, die der Hervorhe-
bung dient; sie unterscheidet sich
von der Normalschrift durch die
SchrägsteIlung.
Kurswert
Lesen Sie nach unter: Aktiengesell-
schaft·
Kurzarbeit
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosen-
versicherung.
Kurzbrief
Ein normaler Brief verursacht einen
erheblichen Zeitaufwand. Häufig
kann er durch einen K. ersetzt wer-
den, z. B. wenn nur auf das als Anla-
ge beigefügte Schriftstück hinge-
wiesen wird. Der K. soll die Größe
105 x 210 mm (LangDIN) haben.
Das Anschriftenfeld nach DIN 5008
soll so eingepaßt sein, daß es zu
einem genormten Fensterbriefum-
schlag paßt. Die zutreffende Mittei-
lung wird im vorgedruckten Feld
angekreuzt oder, falls nicht passend,
im freien Feld nachgetragen.
Lesen Sie nach unter: Blitzantwort.
Kürze
Lesen Sie nach unter: Stenografie.
Kürzel
Die Kurzschrift baut auf K. für
bestimmte Wörter und Silben auf.
Die Mühe des Erlernens der K. wird
durch den bleibenden Gewinn an
318
Schriftkürze wettgemacht. Jedes K.
bedeutet eine Ausnahme vom regel-
mäßigen Wortaufbau. Die Ver-
kehrsschrift der Deutschen Ein-
heitskurzschrift (DEK) besteht aus
108 K. Die Eilschrift bietet weitere
50K.
Lesen Sie auch: Deutsche Einheits-
kurzschrift, Verkürzungen.
kurzfristige Aushilfen
sind Aushilfskräfte, die nur für eine
im voraus festgelegte kürzere Zeit
oder nur für eine bestimmte Tätig-
keit eingestellt werden. Vom Probe-
arbeitsverhältnis unterscheidet sich
das AushilfsarbeitsverhältI)is da-
durch, daß beim Arbeitsverhältnis
auf Probe ein Dauerverhältnis ange-
strebt wird, beim Aushilfsarbeits-
verhältnis dagegen nicht. Meist ist
Beginn und Ende des Arbeitsver-
hältnisses bereits festgelegt.
KurzmiHeilungen
Lesen Sie nach unter: Verteilerzet-
tel.
Kurzprotokoll
ist eine Form der Protokollführung,
bei der lediglich schriftlich festge-
halten wird, wie und welche Ergeb-
nisse bei der Besprechung erzielt
wurden. Wie in jedem Protokoll
müssen auch beim K. die Nieder-
schrift wahr und die Aussagen in
nüchterner Form wiedergegeben
sein. Keinesfalls dürfen Empfin-
dungen oder Schlußfolgerungen
des(r) Protokollanten(tin) wiederge-
geben werden.
Lesen Sie auch: Protokollarten, Ver-
handlungsprotokoll.
Kurzüberschrift
Lesen Sie nach unter: Abschnitts-
gliederungen.
Kürzungen auf den Anlaut
Die Eilschrift der Deutschen Ein-
heitskurzschrift bietet verschiedene
Kürzungsmöglichkeiten. Bei der
Anlautkürzung (mit "a" und "e")
wird das Zeichen des Auslauts weg-
gelassen. Das Sinnbild des Inlauts
übernimmt der Anlaut. Beispiele:
"ganz" - nz (Auslaut) wird wegge-
lassen; das Sinnbild des Inlauts (a)
übernimmt der Anlaut (g). Geschrie-
ben wird ein verstärktes "g" auf der
Grundlinie. Weitere Beispielwörter:
bald, darf, Hand, Kraft, Land, Tat.
Bei der Anlautkürzung mit ,,0" und
"ö" wird der Inlaut ,,0" durch Wöl-
bung des Anlautzeichens, "b" durch
Wölbung und Verstärkung bezeich-
net. Anlautkürzungen mit "i" stehen
auf der Oberlinie; Inlaut "i" wird
auch durch i-Aufstrich bezeichnet.
Bei Anlautkürzungen mit "u" wird
der Inlaut "u" durch TiefsteIlung des
Anlauts um eine halbe Stufe, bei
großen Zeichen um eine Stufe
bezeichnet. Bei Anlautkürzungen
mit "au" wird der Inlaut "au" durch
TiefsteIlung und Verstärkung
bezeichnet; bei Inlaut "äu" wird ein
einstufiger schräger Aufstrich ange-
fügt. Bei der Anlautkfuzung mit "ü"
wird der Inlaut "ü" durch einstufi-
ge Hochstellung und Verstärkung
oder durch Durchkreuzung des
Anlauts bezeichnet. Durchkreuzt
wird mit einem kurzen Strich oder
mit der Schlußsilbe. Bei der Anlaut-
kürzung mit "ei" wird der Inlaut "ei"
buchstäblich geschrieben.
Kürzungen auf FormsIlben
Kürzungen auf den Auslaut
Die Regel: Schließt der Stamm oder
ein anderer kürzbarer Wortteil mit
einem Mitlaut, so wird der Anlaut
weggelassen. Beispiele: Beim Wort
"Blick" ist "blick" der Stamm;
geschrieben wird "ik", bei ,,Haus" =
"aus", bei ,,Zeit" = "eit", bei ,,-führ"
= "ür". Allerdings darf zur Andeu-
tung des Inlauts "ü" das vorgehende
Zeichen durchkreuzt werden. Bei-
spiel: herbeiführen - am Schluß des
Zeichens ,,-bei" erfolgt die Durch-
kreuzung.
Kürzungen auf den Inlaut
Die Regel: An- und Auslaut bleiben
unbezeichnet. Das Selbstlautzeichen
wird auf die Oberlinie gestellt. Bei-
spiel: Fürsorge - Kürzel für "für"
und buchstäbliches ,,0" auf die Ober-
linie. Insgesamt ist das Kurzschrift-
Regelwerk umfangreich und
lernaufwendig. Einige Kenntnisse
der Eilschrift sollten Sie wirklich
beherrschen, um jederzeit stenogra-
fisch auf der Höhe sein zu können.
Sie werden ihrer praktischen Arbeit
zugute kommen!
Kürzungen auf Formsilben
Sie steigen natürlich tiefer in die
Steno-Materie ein, wenn Sie sich
Forrnkürzungen aneignen. Bei der
Forrnkürzung werden nur Formteile
wie Vorsilben oder Schlußsilben
geschrieben. Die Vorsilben bleiben
dabei auf der Grundlinie, z.B.: all-
gemein - geschrieben wird "allg.",
bei Antwort "ant". Kürzungen auf
Schlußsilben kommen auf die Ober-
linie, Z.B.: möglich - ge-schrieben
wird "lieh", bei Monat "at".
319
Kürzungen für Eigennamen
Kürzungen für Eigennamen
Eigennamen dürfen nach den Regeln
für deutsche Wörter gekürzt werden.
Beispiel: Württemberg - ein "w" mit
"b" durchkreuzt.
Kürzungen für Fremdwörter
Fremdwörter dürfen nach den
Regeln für deutsche Wörter gekürzt
werden, d. h. auf den Anlaut, Aus-
laut, Inlaut. Beispiele: Papier -
geschrieben wird verst:ärlaes "p" und
"ir", bei Kontrolle - ,,kon" auf der
Grundlinie und buchstäbliches ,,0"
auf der Oberlinie, bei Konkurs -
,,kon" und "us".
Lesen Sie nach unter: Fremdwör-
ter.
Kürzungsregeln
Um eine größere Schreibgeschwin-
digkeit zu erreichen, sind K. aufge-
stellt worden, mit denen Sie im
Kurzschriftunterricht vertraut ge-
macht werden. Dort bekommen Sie
neben dem Regelwerk auch eine
Menge von Beispielen gezeigt. Und
so ganz nebenbei wird Ihre Schrift
schneller!
Kurzwahl
Die K. ist eine Zusatzfunktion bei
Kommunikationsgeräten (z. B. Tele-
fon oder Telefax), die den Wählvor-
gang vereinfacht. Sie können häufig
benutzten Rufnummern eine K.-
Nummer (z. B. 1, 2, 3) geben und
320
diese in einem Register speichern.
Möchten Sie nun eine dieser Ruf-
nummern anwählen, brauchen Sie
nur das Kurzwahl-Zeichen einzuge-
ben; die gespeicherte Nummer wird
angezeigt und die Verbindung auf-
gebaut - Sie sparen also Zeit und
schalten mögliche Fehlerquellen
während des Wählvorgangs aus.
KWG
Abk. für Kreditwesengesetz.
Kybernetik
Die K. ist ein wissenschaftliches
Gebiet, das sich mit den allgemeinen
Problemen der Steuerung und Rege-
lung von natürlichen und künstli-
chen Systemen beschäftigt.
Systeme sind beispielsweise der
Mensch, der P C, die Volkswirt-
schaft, das Unternehmen. Die reine
K. stellt die mathematisch-logischen
Instrumente zur Modellierung und
Analyse von Systemen zur Verfü-
gung. Die anwendungsbezogene K.
behandelt dann Systeme, deren
Gegenstandsgebiet in den verschie-
denen Einzelwissenschaften liegt.
So zum Beispiel in der Psychologie
(Nervenzellenfunktionen als Infor-
mationsspeicher), in der Organisati-
onsforschung (Organisation des
Informationsaustausches zwischen
verschiedenen Gruppen) oder in der
Nachrichtentechnik (Optimierung
der Informationsübertragung).
LAF
Abk. für Lastenausgleichsfonds.
Lagerwirtschaft
Lesen Sie nach unter: Inbinning.
Laissez faire
heißt: laßt geschehen. Dies ist eine
Parole des Wirtschaftsliberalismus,
die verlangt, daß sich der Staat aus
der Wirtschaft zu ihrem Wohle her-
aushalten soll.
Länderhoheit
Die L. bezeichnet die Kompetenzen
der Bundesländer bezüglich der
Wahmehmung bundes staatlicher
Aufgaben. Sie grenzt die Zustän-
digkeitsbereiche der Länder von
denen des Bundes ab. Grundsätzlich
sind Bund und Länder Staaten mit
eigenen Zuständigkeitsbereichen,
wobei Bundesrecht stets Vorrang
vor Landesrecht genießt. Bund und
Länder wirken durch verschiedene
Institutionen gegenseitig aufeinan-
der ein. Die Gesetzgebung fällt zum
größten Teil in die Bundeshoheit.
Die L. beschränkt sich weitgehend
auf den kommunalen, polizeilichen
und kulturellen Bereich. Das Haupt-
gewicht der L. liegt in der Verwal-
tung, die zusammen mit den
Gemeinden ausgeführt wird. Im
Bereich der Rechtsprechung liegt
der Schwerpunkt bei den Ländern,
L
der Bund verfügt nur über eine klei-
ne Anzahl an Gerichten. Im Finanz-
bereich gilt prinzipiell, daß Bund
und Länder die durch ihre Tätigkei-
ten entstehenden Kosten jeweils
selbst tragen. Bezüglich der steuer-
lichen Gesetzgebung sind die
Zuständigkeitsbereiche derart auf-
geteilt, daß die ertragreichen Steu-
ern in die Kompetenz des Bundes
fallen. Den Ländern bleiben u. a. die
Grunderwerb-, Getränke-, Vergnü-
gung-, Hunde- und Schankerlaub-
nissteuer. Die Ertragshoheit, d. h.
wie die eingenommenen Steuern
zwischen Bund, Ländern und
Gemeinden verteilt werden, ist je
nach Steuerart verschieden. In vol-
lem Umfang erhalten die Länder die
Erbschaft-, Schenkung-, Spekulati-
on-, Kraftfahrzeug-, Lotterie-,
Rennwett- und Feuerschutzsteuer.
Anteilmäßig erhalten sie Einkom-
men-, Lohn- und Aufsichtsratsteu-
er (jeweils 42.5 %), Kapitalertrag-
und Körperschaftsteuer (jeweils 50
%), Gewerbesteuer (7.4 %) sowie
Umsatzsteuer (35 %).
Lesen Sie auch: Bundesländer, Steu-
ern.
Länderkammer
Der Begriff L. stammt aus der Poli-
tik und bezeichnet die Vertretung
der einzelnen Bundesländer eines
Bundesstaates in einem Parlament.
321
Landesarbeitsämter
In Deutschland ist der Bundesrat das
Organ zur Interessenvertretung der
einzelnen Bundesländer.
Landesarbeitsämter
Lesen Sie nach unter: Arbeitslosen-
versicherung.
Landesliste
Die auf die L. entfallenden soge-
nannten Zweitstimmen sind verant-
wortlich für die Zusammensetzung
des Bundestags. Vor der Bundes-
tagswahl erstellt jede Partei in jedem
Bundesland eine L. In ihr werden
ihre Kandidaten für einen Bundes-
tagssitz rangfolgenmäßig aufgelistet.
Die Zweitstimme des Wählers ent-
scheidet nun über den Anteil der
Partei im Bundestag und damit über
die Anzahl der aus den L. zu beset-
zenden Kandidaten. Die Anzahl der
Kandidaten, die ein Direktmandat in
ihrem Wahlkreis erringen konnten,
wird von den insgesamt verfügbaren
Sitzen abgezogen. Die verbleiben-
den Sitze werden den übrigen Kan-
didaten der L. gemäß ihrer Rangfol-
ge zugeteilt.
Lesen Sie auch: FünJ-Prozent-Klau-
sei, Verhältniswahl.
Landesrecht
Lesen Sie nach unter: Länderhoheit.
Landeszentralbanken
(LZB) sind die Niederlassungen der
Deutschen Bundesbank in jedem
Bundesland. Sie haben die Beschlüs-
se und Aufgaben der Bundesbank in
ihrem Bereich durchzuführen. Wich-
tigste Aufgabe ist die Sicherung der
Geldwertstabilität, u. a. durch Regu-
322
lierung der Geldmenge über die
Geschäftsbanken.
Landgericht
Das L. ist eine Stufe der ordentlichen
Gerichtsbarkeit. Es besteht aus dem
Präsidenten sowie der erforderlichen
Zahl von Vorsitzenden Richtern und
Richtern. Es entscheidet in Zivilsa-
chen durch Zivilkammern und durch
Kammern für Handelssachen. Bei
einigen L. werden besondere Kam-
mern gebildet, wie z. B. für Bau-
landsachen, Wiedergutmachungs-
kammern. In Strafsachen entschei-
det die Strafkammer.
Das L. ist u. a. zuständig: in Zivil-
sachen für alle bürgerlichen Rechts-
streitigkeiten, die nicht den Amts-
gerichten zugewiesen sind, insbe-
sondere für alle nichtvermögens-
rechtlichen Streitigkeiten; für ver-
mögensrechtliche Ansprüche, deren
Streitwert DM 5000 übersteigt; fer-
ner zur Entscheidung über Berufun-
gen und Beschwerden gegen Urtei-
le und Beschlüsse des Amtsgerichts
mit Ausnahme der amtsgerichtlichen
Entscheidungen in Familien- und
Kindschaftssachen, bei denen das
Oberlandesgericht über Rechtsmit-
tel entscheidet.
In der Regel besteht vor dem L.
Anwaltszwang. Wird gegen das
erstinstanzliche Urteil des L. Beru-
fung eingelegt, so geht die Sache vor
das Oberlandesgericht, ggf. bei einer
Sprungrevision an den Bundesge-
richtshof. Beschwerde gegen Be-
schlüsse wird in der Regel beim
Oberlandesgericht eingelegt.
Lesen Sie auch: Amtsgericht, Ober-
landesgericht.
Landtag
In der Bundesrepublik Deutschland
ist der L. die Volksvertretung (Par-
lament) der Länder. In Berlin ist es
das Abgeordnetenhaus und in Bre-
men und Hamburg die Bürgerschaft.
Die L. haben Gesetzgebungsbefug-
nisse. Ihre Rechte sind in den jewei-
ligen Landesverfassungen, -gesetzen
und -verordnungen geregelt.
Lesen Sie auch: Bundesrat.
Langschrift
Lesen Sie nach unter: Stenografie.
Laptop
Ein L. ist ein transportabler, ver-
hältnismäßig kleiner und leichter
pe, der unabhängig vom Stromnetz
eine begrenzte Zeit über Batterien
oder Akkus betrieben werden kann.
Daher ist er ein idealer Begleiter für
Geschäftsreisen und eignet sich für
DV-Unterstützung und Präsentatio-
nen bei Konferenzen und Bespre-
chungen. Er ist aber keine Alterna-
tive zum herkömmlichen DV-
Arbeitsplatz, da der Bedienkomfort
eines gut ausgestatteten Arbeits-
platzrechners bei weitem höher ist.
Ein L. wird auch als "Notebook"
(obwohl es heute eine noch kleine-
re Generation gibt, die im engeren
Sinn als Notebook bezeichnet wird)
bezeichnet. Gewicht: 800g - 8 kg.
Lärm im Büro
Geräusche werden nur dann zu
Lärm, wenn der einzelne sie als
störend und belastend empfindet.
Die physikalische Maßeinheit des
Schalldrucks ist Dezibel, die der
Lautstärke das Phon. Der Mensch
Laserdrucker
hört von 1 - 120 Phon. Durch den
geringen Abstand der Wände und
die dadurch hohe Schallreflexion
empfindet man in einem kleinen
Büro oft mehr Lärm als in einem
großen. Im Bürobereich gibt es ein-
mal den Lärm, der durch Büroarbeit
entsteht, und zum anderen den Lärm,
der von außerhalb kommt. Letzteren
kann man durch lärmdämpfende
Maßnahmen verhältnismäßig
kostengünstig reduzieren. Ein
gewisser Grundschallpegel muß
sogar vorhanden sein. Ein gleich-
mäßiger Geräuschpegel von 45
Dezibel wird als angenehm emp-
funden. Hintergrundmusik z. B. soll-
te aber nicht als Dauerberieselung
laufen, sondern immer nur zu
bestimmten Zeiten.
Laserbelichtung
Lesen Sie nach unter: Fotosatz.
Laserdrucker
Ein L. arbeitet vom Prinzip her wie
ein Fotokopierer. Durch einen
gebündelten Laserstrahl (Licht-
strahl) werden Texte und Graphiken
frei beweglich auf eine Walze proji-
ziert. Ist eine Seite vollständig auf
die Walze übertragen, bleibt der
Toner an den belichteten Stellen haf-
ten und wird durch Hitzeeinwirkung
auf Papier gedruckt. Vorteile eines
L. sind seine hervorragende Druck-
qualität und seine hohe Druckge-
schwindigkeit (je nach Model ca. 6
- 20 Seiten pro Minute). Ein Nach-
teil ist sein hoher Preis.Wichtig:
Heutzutage sollten nur nachfüll ba-
re Tonerpatronen verwendet werden.
Lesen Sie auch: Ökologie.
323
Lastenausgleichsfonds
Lastenausgleichsfonds
Lesen Sie auch: Sondervermögen.
Lastenheft
ist ein Begriff aus der Produktions-
wirtschaft. Das L. beinhaltet Anga-
ben darüber, welche ,,Lasten" der
Produzent bei der Herstellung eines
Produktes tragen kann. Das L. ist
demnach die Antwort des Produ-
zenten auf das vom Auftraggeber
vorgelegte Pflichtenheft. Im L. wird
ausgeführt, in welcher Ausführung,
mit welchen Abweichungen und
Toleranzen das gewünschte Produkt
produziert werden kann. Anband des
L. prüft der Auftraggeber, in wel-
chem Umfang der Produzent seinen
Auftrag erfüllen wird und ob er die
möglichen Abweichungen akzeptie-
renkann.
Pflichtenheft und Lastenheft sind
Vorläufer der Auftragsbestätigung.
Lesen Sie nach unter: Ausschrei-
bung, Pflichtenheft.
Lastschrift
Lesen Sie nach unter: Abbuchungs-
verfahren, Girokonto.
laterale Ablage
Lesen Sie auch: Pendelregistratur.
Laufbahnplanung
Lesen Sie auch: Personalentwick-
lung.
Laufwerke
L. sind rotierende Diskettenlauf-
werke (5 1/4" oder 3 1/2") von Spei-
chergeräten, in deren Aufnahme-
schacht Disketten zu Speicher- und
Lesevorgängen geschoben werden.
324
Laufzeit
ist die Zeit, die zwischen der
Gewährung eines Kredits und seiner
Rückzahlung liegt. Bei festverzins-
lichen Wertpapieren ist die Zeit zwi-
schen der Emission (Ausgabe) eines
Papiers und seiner Tilgung (Rück-
zahlung) gemeint. Die möglichen L.
festverzinslicher Wertpapiere wer-
den vor allem durch die Marktver-
hältnisse bestimmt. Sie betragen
etwa fünf bis zehn Jahre. Das Ende
der L. ist abhängig von der Form der
Rückzahlung (Auslosung, Kündi-
gung). Der Begriff L. wird auch im
Versicherungswesen und allgemein
bei bestimmten Verträgen ange-
wendet, wobei der Anfang und das
Ende der L. entsprechend festgelegt
werden.
Lautgruppe
Lesen Sie nach unter: Silbe.
Lautlehre
Lesen Sie nach unter: Phonetik.
Lautumschrift
Die L. zeigt Ihnen anband definier-
ter Schriftzeichen, wie Sie ein Wort
aussprechen müssen. Sie ist ein
Schriftsystem zur eindeutigen und
lautgetreuen Wiedergabe einer Spra-
che unabhängig von dem jeweiligen
Schriftbild. Die L. besteht nicht nur
aus Buchstaben, sondern auch aus
Sonderzeichen für Laute, die sich
nicht durch einen Buchstaben oder
eine Buchstabenkombination aus-
drücken lassen.
Lawinensystem
Lesen Sie auch: Schneeballsystem.
Layout
(engl.) ist ein ausgearbeiteter Ent-
wurf zur Gestaltung und Anordnung
von Texten und Bildern in jeder Art
von Publikation. Das L. ist die End-
vorlage für das eigentliche Druck-
werk.
Lesen Sie auch: Desktop Publishing.
LCD-Bildschirm
(LCD = Liquid Crystal Display). Ein
LCD-B. besteht aus zwei Glasplat-
ten, zwischen denen elektrisch ein-
zeln ansteuerbare Flüssigkeitskri-
stalle eingeschlossen sind. Durch
Anlegen von elektrischer Spannung
werden diese Kristalle lichtun-
durchlässig, bzw. ohne Spannung
werden sie zum Leuchten gebracht
und damit als Bildschirmanzeige
sichtbar. Die Anzahl dieser einzel-
nen ansteuerbaren Kristalle ist ein
Maß für die Schärfe und Auflösung
von Bildern. Aufgrund ihres Funk-
tionsprinzips sind LCD-B. sehr flach
und werden deshalb für Laptops und
Notebooks verwendet. Neue
Erkenntnisse besagen, daß gewisse
Gefahren bestehen, wenn ein solcher
Bildschirm hinfällt und zerplatzt.
Die Flüssigkeit ist nicht ungefähr-
lich.
Lesen Sie auch: Monitor.
Lean Management
bedeutet schlankes Management.
Der Begriff beinhaltet die Elemen-
te von Lean Production, Just-in-
time, Gruppenarbeit und schließt
den permanenten Optimierungspro-
zeß in allen Bereichen und auf allen
Ebenen eines Unternehmens mit ein.
Die zwei wesentlichen Prinzipien
Lean Production
sind:
- eine konsequente Marktorientie-
rung mit einem Höchstmaß an
Kundenzufriedenheit;
- die organisatorische Integration
des Vermarktungsprozesses für
das jeweilige Produkt.
L. verfolgt eine maximale Nutzung
des Potentials menschlicher Arbeit
und Kreativität indem motivieren-
de Arbeitsbedingungen geschaffen
werden und jeder einzelne Arbeits-
platz immer interessant und heraus-
fordernd gestaltet ist.
Lesen Sie auch: Lean Production.
Lean Production
bedeutet schlanke Produktion. Die
Wortschöpfung stammt von dem
amerikanischen Forscher John Kraf-
cik, der mit einem Team über fünf
Jahre die Welt-Automobilindustrie
in all ihren Facetten durchleuchtet
hat. L. ist eine Kombination der Vor-
teile aus der handwerklichen Ferti-
gung und der Massenproduktion,
allerdings ohne die hohen Kosten
der ersten und die Unflexibilität der
zweiten Produktionsmethode. L.
beschreibt nicht nur den Produk-
tionsprozeß im engeren Sinn, son-
dern ist ein umfassendes Konzept,
das alle Bereiche wie Konstruktion,
Einkauf, Lagerhaltung, Verkauf
einschließt. Schlank deswegen, weil
- weniger Personal benötigt wird. L.
P. beruht auf Gruppenarbeit und
jeder einzelne in der Gruppe ist
neben der Montagearbeit auch
gleichzeitig für die Qualitätssi-
cherung verantwortlich; bewirkt
weniger Fehler in der Fertigung.
- kürzere Entwicklungszeiten mit
325
Learning by doing
hochqualifIzierten Teams aus allen
Fachabteilungen erzielt werden.
- kürzere Fertigungszeiten möglich
sind durch flexible Fertigungs-
straßen jeweils für mehrere Mo-
delle und mit der Möglichkeit der
jeweiligen N achfrage-Anpassung.
- weniger Produktions- und Lager-
fläche, kleinere Lagerbestände und
geringere Kapitalbindung durch
das Just-in-time System benötigt
werden.
- geringere Stückkosten anfallen.
L. P. wurde in seinen Grundzügen in
den 50er Jahren von Toyota ent-
wickelt. Es entstand auf Grund
restriktiver Rahmenbedingungen im
Markt, die wegen geringer Investiti-
onsmittel, personalpolitischer Fak-
toren und geringer Absatzchancen
eine Massenproduktion erlaubten. L.
P. wird heute als ein wesentlicher
Baustein des Erfolges der japani-
schen Automobilindustrie angese-
hen.
Lesen Sie auch: Lean Management.
Learning by doing
ist eine Methode, um Menschen,
deren theoretische Auffassungsgabe
(z. B. im Schulunterricht) wenig aus-
gebildet ist, in das Berufsleben ein-
zugliedern. Die Methode geht von
der praktischen Veranlagung dieser
Menschen aus. Sie weden im Pro-
duktionsprozeß am praktischen Bei-
spiel geschult und lernen beim Ver-
richten der jeweiligen Tätigkeiten.
Lesen Sie auch: Training on the job.
Leasing
Bestimmte Miet- und Pachtverträge,
die über industrielle Investitionsgü-
326
ter oder Konsumgüter abgeschlos-
sen werden, bezeichnet man als L.
Begrifflich ist L. abgeleitet von engl.
"to lease", was "mieten, vermieten"
bedeutet. Die Gestaltungsform des
Leasingvertrages kann vom Miet-
vertrag über den Dienst- bzw. Werk-
vertrag bis hin zum verdeckten
Ratenkaufvertrag reichen. Gesetz-
liche Grundlage des L. -Vertrages ist
dennoch der Mietvertrag im Sinne
des Bürgerlichen Gesetzbuches. Um
die Fülle an L.-Verträgen durch-
schaubar zu gestalten, teilt man die-
se nach unterschiedlichen Kriterien
ein.
Je nach L.-Objekt unterscheidet man
das Mobilienleasing, das Verträge
über bewegliche Wirtschaftsgüter
beinhaltet (z. B. Maschinen, pes)
und das Immobilienleasing, dessen
Vertragsgegenstand unbewegliche
Wirtschaftsgüter sind (z. B. Grund-
stücke, Gebäude). Die Stellung des
L.-Gebers entscheidet, ob es sich um
direktes oder indirektes L. handelt.
Direkte L.-Verträge werden mit dem
Hersteller des L.-Objekts abge-
schlossen. Indirekte L. -Verträge
kommen zwischen L.-Nehmer und
einer L.-Gesellschaft zustande, die
das L.-Objekt ihrerseits vom Her-
steller kauft.
Die Art der Verpflichtungen, die aus
einem L. -Vertrag entstehen, ist ein
weiteres Unterscheidungsmerkmal.
Operate-L. -Verträge sind übliche
Mietverträge, die von beiden Seiten
sofort oder unter Einhaltung einer
relativ kurzen Frist gekündigt wer-
den können. Die Gefahren des
Untergangs der Sache und der tech-
nischen Veralterung sowie Wartung,
Reparaturen und Versicherung über-
nimmt der Vermieter. Der L.-Geber
trägt somit das gesamte Investiti-
onsrisiko. Die Bilanzierung des L.-
Gegenstandes erfolgt beim L.-
Geber. Der L.-Nehmer kann die L.-
Raten als betriebliche Aufwendun-
gen verrechnen.
Finance-L.-Verträge sind während
einer Grundmietzeit unkündbar. Im
Gegensatz zum Operate-L. trägt der
L.-Nehmer beim Finanzierungslea-
sing das ganze Investitionsrisiko,
insbesondere die Gefahr der techni-
schen Veralterung. In der Regel
übernimmt der Mieter auch die Ver-
sicherungs-, Wartungs- und Repara-
turaufwendungen sowie die Gefahr
des zufälligen Untergangs. Wegen
der Risikoübernahme durch den L.-
Nehmer eignet sich das Finance-L.
nicht nur für marktübliche Güter,
sondern auch für Spezialprodukte,
die nach den besonderen Anforde-
rungen des L.-Nehmers ausgestattet
werden. Die Bilanzierung beim
Finance-L. ist nicht einheitlich. Sie
hängt von der Ausgestaltung des L.-
Vertrages ab.
Lesen Sie auch: Miete.
Leasing-Gesellschaften
L.-G. sind Unternehmen, die Inve-
stitions- und Konsumgüter vermie-
ten. Sie nehmen damit dem Herstel-
ler die Finanzierung von Wirt-
schafts gütern und die Abwicklung
der Leasing-Verträge ab. Grundsätz-
lich existieren herstellerunabhängi-
ge und herstellergebundene L.-G.
Eigner der herstellerunabhängigen
Unternehmen sind meist Banken
und Sparkassen. Das Hersteller-Lea-
Lebenshaltungskosten
sing ist in Westeuropa bei allen
bekannten Automobilherstellern zu
finden.
Aufgrund von vielen ungeklärten
Fragen bezüglich der zivilrechtli-
chen Einordnung des Leasing, der
Bilanzierung von Leasing-Gegen-
ständen, der vertraglichen Gestal-
tung usw. entstand 1965 ein loser
Zusammenschluß verschiedener L.
G. zu einer Arbeitsgemeinschaft.
Das Leasing gewann in den folgen-
den Jahren immer mehr an wirt-
schaftlicher Bedeutung. Die dadurch
gestiegenen Anforderungen an die
Leasing-Branche führten 1972 zur
Gründung des Deutschen Leasing-
Verbandes. Ziel des Verbandes ist
es, die sachgerechte Weiterentwick-
lung des Leasings zu fördern.
lebende Ablage
Lesen Sie nach unter: Altablage.
Lebenshaltungskosten
Die Summe aller Aufwendungen,
die für die Unterhaltung eines Pri-
vathaushaltes anfallen, nennt man L.
Sie setzen sich aus verschiedensten
Sach- und Dienstleistungen zusam-
men, wie z. B. Ernährung, Ver-
kehrsmittel, Versicherungen, Woh-
nung, kultureller Bedarf, Telefon
etc. Das Statistische Bundesamt
ermittelt die L. anhand des Waren-
korbes repräsentativer Haushalte
und errechnet daraus den Preisindex
für die Lebenshaltung. Es bestehen
jedoch berechtigte Zweifel an der
allgemeingültigen Aussagekraft der
auf diese Weise ermittelten Werte;
die L. variieren von Haushalt zu
Haushalt. Ihre bedeutendsten Ein-
327
lebenslauf
flußgrößen sind die Haushaltsgröße
und das Einkommen, aber auch Fak-
toren wie der Standort, das Alter
oder die soziale Stellung spielen eine
Rolle. Darüber hinaus können auf-
grund der persönlichen Verbrauchs-
gewohnheiten selbst bei äußerlich
gleichen Haushalten (d. h. die
erwähnten Einflußgrößen entspre-
chen sich mehr oder weniger stark)
erhebliche Unterschiede vorhanden
sein.
Lesen Sie auch: Bedürfnis, Preisin-
dex, Rentenversicherung, Waren-
korb.
Lebenslauf
Der L. gibt eine lückenlose Darstel-
lung der persönlichen und berufli-
chen Entwicklung. Bevorzugt und
heute üblich ist ein tabellarischer L.:
persönliche Daten (Name, geb.,
Staatsangehörigkeit, Familienstand),
Schulbildung, Berufsausbildung,
Berufstätigkeit, Berufserfahrung,
besondere Kenntnisse (z. B. Spra-
chen, EDV), Hobbies.
Zum Schluß des L. stehen Datum
und Unterschrift. Der L. sollte
immer ein Original sein; ein ver-
vielfältigter L. läßt den Schluß zu,
daß Sie am laufenden Band Bewer-
bungen schreiben und keine Stelle
finden.
Lesen Sie auch: Bewerbung, Inter-
view, Vorstellungsgespräch.
Lebensstandard
Lesen Sie nach unter: OECD.
Lebensunterhalt
Lesen Sie nach unter: Existenzmini-
mum, Lebenshaltungskosten.
328
lebensversicherung
Unterschieden werden folgende For-
menderL.:
1. Risikolebensversicherung
Soll im Todesfall oder bei Invalidität
des Versicherten das wirtschaftliche
Risiko ausschalten oder vermindern.
2. Kapitalversicherung
Dient der Altersversorgung, auch
Sparkapitalbildung. Der Versicher-
te erhält zu einem bestimmten Zeit-
punkt (meist bei Erreichen der
Altersgrenze) einen einmaligen
Betrag ausgezahlt oder die Zahlung
eines regelmäßig wiederkehrenden
Betrages.
Der Versicherer stellt dem Versi-
cherten eine Police aus, die sämtli-
che Vereinbarungen (Versiche-
rungsform, Versicherungssumme,
Begünstigte etc.) über den Versi-
cherungsabschluß enthält.
Lebenszyklus
(Produktlebenszyklus)
Der L. ist der "Lebensweg" eines
Produktes am Markt. Dieser kommt
in der zeitlichen Entwicklung des
Umsatzes zum Ausdruck. Die Zeit,
in der ein Produkt am Markt ange-
boten wird, bezeichnet man als
Marktperiode. Der Umsatz ist gleich
abgesetzte Menge mal Verkaufs-
preis.
Die Marktperiode beginnt mit der
Einführung des Produktes. Die Ein-
führungsphase zeichnet sich dadurch
aus, daß nur wenige neuerungsfreu-
dige Käufer bereit sind, ein entspre-
chendes Erzeugnis zu kaufen. In der
sich anschließenden Wachstums-
phase setzt eine starke Nachfrage
ein. Das Produkt ist inzwischen einer
breiten Bevölkerungsschicht be-
kannt. Seinen höchsten Umsatz
erzielt das Gut in der Reifephase.
Sein Konsum ist bereits selbstver-
ständlich geworden.
Der Umsatzrückgang wird in dieser
Phase eingeleitet. Die dann folgen-
de Degenerationsphase zeichnet sich
durch starke Umsatzeinbußen aus,
weil einerseits der Markt gesättigt ist
und andererseits neue Produkte
angeboten werden, die eine bessere
Problemlösung darstellen.
Das Unternehmen steht jetzt vor der
Entscheidung, entweder das Produkt
vom Markt zu nehmen oder durch
Produktveränderung einen Neuan-
fang zu wagen (Relaunch).
Leeranschlag
L. folgen stets als letzter Bestandteil
von Schriftzeichengruppen oder
Wörtern.
Leerkontrolle
Lesen Sie nach unter: Postbearbei-
tungsvorschriften.
Leerschritt
Es darf nicht passieren, daß der L.
(Bedienung der Leertaste) zur Glie-
derung einer großen Zahl am Zei-
lenende in der Randzone eine Zei-
lenschaltung auslöst.
Der Leerschritt sollte deshalb mit
einer zusätzlichen Codierung gesi-
chert werden. Aber auch der Binde-
strich am Ende einer Zeile in der
Randzone darf nicht zu einer Sil-
bentrennung führen.
Beispiele: 30 000 (also nicht ,,30"
am Ende und ,,000" am Beginn der
neuen Zeile; E-Lok, H-Milch.
Leiharbeit
Leertaste
Durch Betätigen der L. wird ein
Leerschritt gebildet. Die Leertaste
wird mit einem der beiden Daumen
angeschlagen.
Übrigens: Nach einem Punkt am
Satzende und einem Komma nach
einem Wort folgt stets ein Leeran-
schlag!
Lesen Sie nach unter: Spacetaste.
Legislative
In der Bundesrepublik Deutschland
besteht eine Gewaltenteilung, die
eine gegenseitige Kontrolle der
staatlichen Institutionen bzw. Schutz
vor Machtrnißbrauch innerhalb der
Demokratie gewährleistet: L., Exe-
kutive und Judikative.
L. bedeutet gesetzgebende Gewalt.
Hiermit sind die bestehenden Par-
lamente (Bundestag, Bundesrat, Par-
lamente der Länder) gemeint, die
Gesetze, Verordnungen und
Beschlüsse verabschieden.
Lesen Sie auch: Exekutive, Judika-
tive.
Lehrstoff
Lesen Sie nach unter: Program-
miertes Lernen.
Leiharbeit
Bei L. stellt ein Unternehmen bei
ihm angestellte Arbeitnehmer einem
anderen Unternehmen zur Verfü-
gung. Dabei hat das zweite Unter-
nehmen Weisungsrecht gegenüber
der Arbeitskraft und muß für diese
Lohn zahlen, sowie Steuern und
Sozialabgaben abführen.
Nach Beendigung der Arbeit kehrt
der Arbeitnehmer in das erste Unter-
329
Leiharbeitnehmer
nehmen zurück. Gewerbsmäßige
Ausleihe von Arbeitskräften ist
erlaubnispflichtig.
Leiharbeitnehmer
werden von Zeitarbeitsunternehmen
für den gewerblichen, technischen
und kaufmännischen Bereich ange-
boten. Sie benötigen ein genaues
Anforderungsprofil, den gewünsch-
te Überlassungsbeginn und die vor-
aussichtliche Dauer des Einsatzes,
wenn Sie eine solche Kraft ordern
sollen. Die Länge des Einsatzes
einer bestimmten Kraft ist auf sechs
Monate begrenzt.
Leihvertrag
Der L. ist eine rechtsgeschäftliche
Vereinbarung, dessen Inhalt die Lei-
he eines Gegenstandes ist. Der
Eigentümer (Verleiher) verpflichtet
sich darin, dem Entleiher den
Gegenstand zu dessen Nutzung zu
überlassen. Die Dauer der Überlas-
sung ist befristet.
Im Gegensatz zur Miete ist die Lei-
he unentgeltlich. Der Entleiher darf
den Gegenstand nur entsprechend
der Vereinbarung benutzen und ist
zur fristgerechten Rückgabe ver-
pflichtet. Da es sich bei der Rück-
gabe nur um denselben Gegenstand
(d. h., nicht um einen gleichwertigen
Ersatz) handeln darf, können aus-
schließlichGebrauchsgüter Gegen-
stand einer Leihe sein.
Lesen Sie nach unter: Darlehen,
Mietvertrag.
Leistungsbilanz
Lesen Sie nach unter: Dienstlei-
stungsbilanz.
330
Leistungsfähigkeit
Lesen Sie nach unter: Alkohol am
Arbeitsplatz.
Leistungshemmung
kann durch unterschiedliche Ein-
flüsse entstehen: durch schlechtes
Arbeitsklima, mangelnde Motivati-
on, Krankheiten, private Probleme,
fehlende berufliche Perspektive etc.
Sie kann zu einem enormen Lei-
stungsabfall und Fehleinschätzun-
gen führen, die sich konsequenter-
weise negativ auf Ihre berufliche
Tätigkeit auswirken. Eine schnelle
Problemerkennung, Ursachenbesei-
tigung und Entscheidungsfindung
könnte diese L. beseitigen.
Leistungskurve
Die L. ist der Verlauf der körperli-
chen und geistigen Leistungsfähig-
keit eines Menschen im Tagesver-
lauf. Gemessen an seiner durch-
schnittlichen Leistungsbereitschaft
ist die Arbeitsleistung eines Arbeit-
nehmers zu unterschiedlichen
Tageszeiten auch unterschiedlich
hoch.
Diesen körpereigenen Rhythmus -
der individuell verschieden sein
kann - sollten Sie bei Ihrer Arbeits-
planung und -einteilung berücksich-
tigen. Ein Leistungshoch haben die
meisten Menschen am Vormittag in
einem Zeitraum zwischen 8 und 12
Uhr, um die Mittagszeit sinkt die
Leistungsfähigkeit und erreicht
einen Tiefpunkt am frühen Nach-
mittag. Am späteren Nachmittag
steigt die Kurve wieder an und sinkt
dann gegen Abend. Um effizient zu
arbeiten, ist es also sinnvoll, kom-
plexe Vorgänge, die eine hohe Kon-
zentration erfordern, in die Zeit eines
Leistungshochs zu legen und Routi-
nearbeiten auf leistungs schwächere
Zeiten zu verschieben.
Lesen Sie auch: Zeitdruck.
LeIstungstest
Lesen Sie nach unter: psychologi-
sche Tests.
Leistungsvermögen
Lesen Sie nach unter: Kapazität.
Leistungswillen
Eigentlich ist der L. eine der ele-
mentarsten Voraussetzungen, um
eine Tätigkeit ausüben zu können.
Vorkenntnisse, Erfahrungen sind
sicherlich oftmals notwendig, doch
die Bereitschaft, Leistung zu erbrin-
gen, auch gute Leistung, ist wesent-
lich. Mit Ihrem Engagement können
Sie häufig neue Arbeitsbereiche
müheloser bewältigen, und die
Chance, dadurch beruflich weiter-
zukommen, ist groß.
leitende Angestellte
Wer 1. A. ist, ist im Betriebsverfas-
sungsgesetz unter § 5 Absatz 3 defi-
niert. Für bestimmte 1. A. gilt die
Arbeitszeitordnung nicht. L. A. wer-
den nicht durch den Betriebsrat, son-
dern durch den Sprecherausschuß
vertreten. Festzulegen, wer zu den 1.
A. gehört, ist wichtig, weil von der
Zahl der 1. A. abhängt, ob ein Spre-
cherausschuß gebildet werden kann
bzw. gewählt werden soll. Ebenso
spielt es eine Rolle für die Betriebs-
ratswahlen, weil dort 1. A. nicht mit-
wählen dürfen.
Lernarten
Lesen Sie auch: Arbeitsrecht,
Betriebsrat, Betriebsverfassung.
LeIterkarte
Lesen Sie nach unter: Karte.
Leitkarte
Lesen Sie nach unter: Terminkartei.
Leitregel
Lesen Sie nach unter: Maxime.
Leitung
Lesen Sie nach unter: betriebliche
Produktionsfaktoren, Weisungssy-
steme.
LeItungsebene
Lesen Sie nach unter: Betriebspyra-
mide.
leitwährung
ist die stabilste Währung, an der sich
die meisten anderen Länder hin-
sichtlich ihrer Preisgestaltung ori-
entieren und in der sie ihre Geschäf-
te abwickeln. In der Vergangenheit
war dies der US-Dollar, zur Zeit sind
DM, Franc und Yen L.
Leltwort
Lesen Sie nach unter: Betreff,
Bezugszeichen, Bezugszeichenzeile.
Lernarten
Grundsätzlich werden zwei L. unter-
schieden. Zum einen ist dies die
intentionale L. Dieser L. liegt eine
Intention, also eine Absicht, eventu-
ell auch eine Lemanweisung
zugrunde. Dieses Lernen ist zielge-
richtet wie z. B. Lernen auf eine Prü-
fung, zur beruflichen Weiterbildung
331
Lernbereitschaft
etc. Zum anderen handelt es sich um
das inzidentelle Lernen. Der Lern-
vorgang steht tiierbei nicht im Vor-
dergrund, eine Lemabsicht ist prin-
zipiell weder vorhanden, noch Vor-
aussetzung, man lernt beiläufig. Im
engeren Sinne unterscheidet man
eine ganze Reihe weiterer Lemarten,
u. a.:
- assoziatives Lernen durch reines
Einprägen (Auswendiglernen);
- fraktionierendes Lernen, bei dem
der Lernstoff in einzelne Teile auf-
geteilt wird, die separat gelernt
werden;
- im Gegensatz dazu: das globale
Lernen;
- mentales Lernen durch rein kogni-
tive Analyse der Aufgabe. Die zu
lösende Aufgabe wird vorher im
Geist "durchgespielt";
- produktives Lernen, das dazu
befähigt, erlerntes Verhalten auf
verschiedene Situationen zu über-
tragen;
- Lernen durch nachfolgendes
Erfolgerlebnis bzw. Belohnung
(Konditionierung, s. Hundeversu-
che Pawlows);
- Lernen durch Versuch und Irrtum
(durch Erfahrung).
Zielbewußtes Lernen von Sachwis-
sen (Lernen in der Ausbildung, von
Sprachen etc.) ist Gegenstand eini-
ger Untersuchungen, deren Ziel die
Erleichterung des Lemvorgangs ist.
Dies reicht von einfachen Methoden
wie dem Karte