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132 Seiten
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Radolf QolcUeheid, der biekaiinte B«Krtlnder der MenscbccStumoinie, dessen Tor zwei lahren erichienenes Buch „Sta»t8tozi»H»m«« oäit Stftftt»k«pil«UsB>fi9, litt finaiirsoüolo-jlschcr Beitrag zur Lösung de« Staatsschuidenproblenis'! nun bereit» iit 5. Abnage vodiegt und noch immer im Mittelpunkt der fiffentlichen Diskussion steht, bietet in der vorliegebden neuen Schrift ein Progrunm für die Dnfchfflhrsng def Vermd£0ii»ftb(kbe, das sicher allenthalben da« stärkste Interesse erwecken wird. In Überaus anschaulicher, durchweg t«"«!i'nver8t8ndhcher und äuflerordfjntlich fesselnder Darstellung behandelt er darin die &kiii«Ustea Probleme der Q»e«nwart, weist er mit eindringlichster Kraft «u! die .f«ndam*titäle B«d«atHOg grfind* liebster Staatshanshaltsreform für den Wlederaatban gestiader Wirtschaft hin.. Vor Siaatsbankerott bangt alle Welt, Sozialialentng der Wirtaebaft wünschen die einen ebenso
ächnsüchtig herbei, wie die andern sie pufs besoriteste fürchten,

Jederwirä dmramsr'fapannt nach einem Buche greifen, das uns nur dJe Wahl zwischen diesen beiden Mög--

ALFRED KRÖNER VERLA G IN LEIPZIG

öesammelie Essays von

Der kürzlich versiorbene
Verfasser hat in diesem Buch eine Reihe feinsinniger Aufsätze psychologischerund ästhetischphilosophischer

Qeorg SImmel
Soeben erschienen
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Natur

zusammengefaßt, r Sie
sind so geschrieben, daß

auch gebildete Laien
Zweite, vermehrte

sie

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AufL 7.50

genießen und Anregung daraus schöpfen können

zu BEZIEHEN DURCH ALLE BUCHHANDLUNOE

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Hlle Rechte vorbehalten Copyright iQ!^ by Hnzengruber-Vcrlag Brüder Sufchttzhy i* Alien ^' Ceipzig Kunftdruchcrci frifch 5( Co.. ^ien. III .

find. daß wir die . )Man hat bei den Sd)riften Georg eine Simmcls manchmal zu dem Brnft merkwürdige Stimmung. kontra ftiert. wie bei einem neuen Sokrates uns zeigt. kein jVicderfchlag in einer feftumfd)riebenen Wirkens Cehre oder gar einem neuen Syftem der Erkenntnis als Grtrag diefcs Denkerlebens ergeben.ic Hufgabc. die feiner Denkarbeit. zu der Gründlid)- keit feiner Clnterfuchungen. Hber trotzdem hat fid> bei der Stgenart feines geiftigen ^efens. der in feinen Sd^riften mit einer verfd^wenderifchen Freigebigkeit ausgeftreut ift und mit feinem J^atur. die Bedeutung SimiTjels für Gciftcsgefcbidite die aufzuzeigen. zu der fülle des Kiffens. ift nid>t leicht. auf Grkenntniskritik und pfychologie. daß wir von alledem uns mehr verwirrt belehrt finden. auf jVIeta- philofophie der Kunft und Religion fovoie auf phyfik erftreckte. feltfam ^enn wir die nämlich mit wachfendem Xntcreffc und immer größerer Ceilnabme zucrft feiner Denkweife folgen. Vielfältig und ausgedehnt war fid^ der ßercid) feines Schaffens. das auf (Sefd^id^tsvoirfcnfd^aft und So- ziologie. und der ahnungslos erften Cieffinn uns oft Seele blicken in Hbgründe an denen auf der läßt. wir den vorübergegangen dod^ Hnblick eine fold^e Zufammenbanglofigkeit des als Ganzen. die jedes gevponncne Rcfultat des Denkens alsbald wieder in frage ftellt und von gefctzten einer neuen Seite oft zu dem entgegenfeines in Grgebnis führt. die fie verarbeiten. Tielmehr zeigt der erftaunlid^c Reichtum an Gedanken.

ja der wir mit zwar großem Intereffe. daß die Dinge außer- dem auc!> eine Zwiefpältigheit ihres durdi weld^en zuletzt das eine ausgefagt werden kann gut von ihnen wie das andere Gntgcgen- gefetzte. flackerlicht nun nie mehr wieder jene unge- . wenn es nicht der eines vollendeten Skeptizismus diefen hat ftets fein foU. daß fie noch eine ganz jVIale andere Bedeutung haben. deren Brkenntniswert wir aber nicht cinzufehen vermögen. einem äfthetifchcn ?5ClohlgefaUen folgen können. auf das bcftimmteftc in von fid) 80 fcheinen tivismus des Denkens bodenlos zu verfinken. Quelle völlig ntucv Orientierungen fd^ätzt und mit unerwarteter Denkbeziehungen feinem und die deren Code das Huslöfchcn einer f^ackel beklagt. fo rd)leidit fish die unbehagliche ein. als eine große Gemeinde hat. Georg 6tmmel. gar nicht Hennen. fo des Gedankenganges uns zeigt. Gmpfindung fogar mit einer Hrtiftik des <3eiftes gegenüberzuftehcn.cinfad)ftc« Begriffe. die uns mit einem aus der 6ewöhnlidi»kcit ihrer HUtagsgeltung überrafd^endften Ciefenbeziehungcn zu ^clt in die und 8eele bringen — wenn er dann aber in plötzlicher dmbiegung Inhaltes haben. Hber gerade abgewehrt. daß öimmcl zwar Recht jede fatz. weld^em fd^Ucßlid) aller prunk des öimmcUdicn und Refultat- Gciftes nid^t über die fd^licßUdie ^ertlofigkcit des menfdilidicn Denkens überhaupt zu es tröften vermö«l)te. Damit mag eine zufammenbängcn. mit denen wir tägltd) zu tun haben. die mit auch den kleinften Huf- feiner Sd^riftcn. wie wir einem Relain wir nod^ hören werden.

der diefc Bd^wierigkeit überwunden hat. die eigentlich nur die andere Seite einer ift. daß niemand. welche die f^ülle drängenden Inhalte des Denkens und Qnin faßbarkeitcn des fühlens. wie nur ein Sd^ein- werfcr aus der finfternis des nächtUd)en Geläfjdes hervorzuheben vermag. fo widerftrebcnd er oft folgt ? und fo unbefriedigt er ihn nur zu oft verläßt Dies fchcint mir darin begründet. unerhörten Hus- drucksfähigkcit einer bisher kaum dagewefenem die Sprad>bcherrfd:»ung der fid^ und Tirtuofitat. (ich dem Ginfluß diefes ©elftes zu entziehen vermag. worin liegt es. daß niemand. noch ganz . daß die Simmelfche Geiftcsart denn dod^ eine tiefere Bedeutung und Wertigkeit von ihr verfd>lteßt. als der erfte Gindruch ift zu gewinnen vermag. ^orin — daß er aber keine Sd)ule liegt gleid)wohl die ungemeine die er Hnzichungskraft befonders die. in denen wir plötzUd^ Husfchnittc desfclben zu einer greUen DeutUd^keit aus der J^ad^t der Qnfic bevoußtheit auftaud^en fchen. auf die heutige Generation ausübt. feine Gemeinde noch wird wad^fen laffen ? ^orin liegt es. weiß — ihm id> frage.ahnten Beleuchtungen in unfcr Ccbcn hinein ftrablcn wird. 6s noch durchaus ein Oberfläd)enurteil. Simmel ]^5it als ciräCn Relativiften oder gar Skeptiker im herkömmlid^cn Ssnnc diefes diefen felber Wortes zu bczeid^nen. begründet hat. diefes Denkers begründet. und wie id^ glaube. ja bloßer klar umrilfenc Begriffe zu faffen Stimmungen. der Udy nicht durch die Schwierigkeit des Stils der Simmclfchers Srf)riften abfchrcckcn läßt — eine Sd^wierigkeit.

fo mod^te die es fchcincn. überhaupt gar Geiftestyps zur Crfaffung eigenartigen gelangen. ^cil er ohne ein äußerlich erkennbares Syftem das eine ]VIal jNIal über Gefd^id^ts- philofopbic. ^flirklidikeit um aber ihn ganz vor zeigt die zu haben. fo Scheint fid) mir bedeutungsvoller 6in- fchnitt durch die eingehendere Befchäftigung mit Kant zu ergeben. Geiftesarbcit von Simmel letzten ftiegcs eine große Gefd^loffenheit eines bis in feine Cebensjahre bewunderungswürdigen HufProduktion ein zu immer größerer Ginheitlichkeit und Reife.UTjdiffcrcHzicrtcn. man was mebr des feinem ^cfcn nid>t ift. die offenbar feigem 1904 erfchiencnen Kantbud^e vorausgegangen war* Zwar zeigen fd)on . welchen die ©eiftesentwicklung überhaupt mit dem Wirken Simmeis tiefere erreicht hat. übcrblid^t man die Simmeis im ganzen. und daß In aus einem beliebigen ^erke fich kennen zu lernen. mit denen es genüge. ihn er fich befd^äftigtc. das andere über das Geld und dann J^ietzfchc fowie wieder über Sd^openhauer und über Rembrandt fd^rieb. ja gegenüber einem fo fein diffe- renzierten ©elfte wie öimmel faft babnebüdoen zu nennenden Kategorien kann geredet werden nid^t und. fondern aud) die zumeift bloß fragmentarifd^e «Slürdigung feiner Hrbeit. iXlas das ift Verftändnis ©immels ficherlid) erfd^wert. die er freilich zum großen Ceslc fclbft vcrfchuldct hat. als ob feine Geiftesart fclbft gleidie Sprungbaftigkeit des Denkens zeigte wie die unvermittelte Tcrfd>icdenheit der Gegen ftände. nid)t bloß die vorhin erwähnte 8d)wierigkeit des Stils.

alfo nad) crfd)ien.. und zugleid) unfere Gcfetzlicbkeit In dem Torwort zur zweiten. indem die univerfelle Tendenz feines Buches. es mit Kant Kunde. bcfondcrs aber die . feiner jfwg^ndfd^rift völlig umgearbeiteten Huflage „Die Probleme der 6efcbid)t5- pbilofophie'S weld)e 1905. burf)e eine do(h wefentlid^ feit kritifcb- Gs fehlt noch ganz die dem Kant- mit lid^tvoUcr Klarheit immer wieder betonte Grkenntnis von der grundlegenden Bedeutung der Kantfchen Hprioritätslehre im Sinne einer formenden Produktivität des (äeiftes. und es ihm diefes Problem der Befreiung nun bei der erftcn Huflage nod) nid)t deutlid) genug gewefen. der erften Rälfte feines diefe Beziehung zu Kant ablebnende. Hber fd>en es ift fofort für die Gigcnart des Simmel- Denkens d)arakteriftifd).feine erftcn Sduriften. zu feinem Relativismus gehört. nun fei gegenüber der 6efdiid>te zu gehen. für das. denfelben ^eg. die ficb als eine neue darftellt. in weld)er unfcrc frciheit beftebt. für Simmel . den Kant mit feiner Erkenntniskritik gegenüber der P*^atur etngefd>lagen habe und der durdi dieHufftellung einer Hutonomie des ©eiftes zu feiner aiid> Befreiung vom J^aturalismus geführt habe.6inleitur«g in die ]Moralwiffenfi^>aft*% daß Sinimel von allem Hnfang an unter dem Hbei» in Ginfluffc Kants geftanden Wirkens ift ift. was. wie wir gleid? fehen werden. die daß nun gerade Hnerkennung der Kantfd)en Schranke frei- heitstat ihn fofort auf eine Seite derfclben ftoßen läßt. gibt dem Kantbud)c er Simmel fei felbft von diefem Binfluß der neuerlichen Befd)äftigung hier direkt fagt.

nur die wiffcnfdjaftUd^en Gv- kenntntsbilder ihrer vereinen zu wollen. dod^ über faffendes Roheres fie hinausgewiefen auf ein fic um- und Cetztes. Kant. durchaus nid^t bloße Terftandeswefen. . ift. werden diefem Begriff nod> 5. obgleid^ die Cehre von der Hpriorität der ©eiftesfunktionen nirgend angetaftet wird. 16—17. Körper und Seele gelingt ihm um den preis. S.Kant durch uvA durd> Intcllcktualift. Ich bin ein jVIcnfd) mit feinem 'Äliderfprud> I Und fo ficht U(h Simmel. ^ir Simmel. fon- ^ir find dem (3efd)öpfe von f Uifd^ und Blut. wie Simmel dies in dem Sffai über „Kant und als auf Goethe" ausdrückt: iüiffen „JSfid^t die Dinge. 1) das Ceben. ^) O. fondern das um die Dinge wird für Kant das Problem fd^lechthin. die eine form der vcrftandesmäßigen ßegrcif-) barkeit. „fein InUvdhf wie CS au3 dem Inhalt feiner Ccbre hervorift leuchtet. das jene ganze Gefetz- lid^keit des Geiftes trägt und aus fid> hervorgehen läßt. H.i) es ift eine philo fophie aus dem Ycr ftan de heraus oder.. Die Tcreinhcitlid)ung der großen Zwci- heitcn: J^atur und Gcift. die für das Denken gültigen J^ormen allen Cebensgcbieten gültig zu erweifen". die fid> zu den Porten des Did^ters bekennen dürfen Ich bin kein auegeklügelt Bud?. zufammenfaßt. 6. a." ]^un ift aber die wiffen- fd^aftlid^e erfahnmg dodi nur ein Ceil unfercs ^Clefcns. die wiffenfd>aftUche Grfahrung der : mit der HUgleichheit ihrer der alle Inhalte des Dafeins öefetze in ift Rahmen.

weld^e die ganze 6rhenntnis mit einer hinter ihr gelegenen ^efenheit. Der Relativift und Sheptiher endet als jVIetaphyfiher. bloß innerhalb der Erkenntnis die durchgängige Be- ziehung ihrer einzelnen Inhalte aufeinander nad^zuweifen. er fd) ließt. die zumeift als Huffätze in der Zeitfdirift „Cogos" fid) erfd)ienen find. hier foUtc vorerft auf die grundlegende «Slandlung htngewiefen voerden. die der Rela- tivismus Simmels durch feine Konfrontierung mit Kant erfährt» 6r wird aus einer ]M e t h o d e. Ton da aus verliert dann aud> mit einem jMale die fdieinbare Zufam- Chemata feiner Ginzelarbeiten und bewährt vielmehr gerade in der ^ahl dcrfelben. diefer Qm zu @efamtauffaffung des Simmelfdien . die fid^ erft aller Sinn Relativismus und gefid)ert Skeptizismus nur durd) jene JMetaphyfik fpät dem diefe Blidte Simmeis an in völliger Klarheit erfdiloß.näherzutreten haben. aber vom Hnfang Rid^tung fein ganzes erft in Denken leitete. menhanglofigkeit der wie wir fehen werden. zu einer JMetaphyfik. diefes daß er es immer war. eben fetzt. fo daß der eigentlid)e Sinn Denk- erlebens \\(h durd)aus nur aus der feiner Zufammenfaffung ganzen Lebensarbeit und im Cid^te feiner letzten Hrbeiten. daß wird. ja nun erweift fid) erft. mit der Qrtatfad^e des Cebens. den von Hnfang an gleid^en und fid> einheitUd^en Huftrieb feines felbft zum Bewußtfein von ringenden Denkd)arakters. durd) weld^e erft in Beziehung ein voUftändiges Weltbild erworben wird. Denn kommt diefes der zweiten Rälfte feines Älirkens zu ihrem vollendeten Husdrudt.

eine abfolute. die daß er durd) einen böberen Satz bedingt bleibt befteben und ift in der Gefd^id^te der Sliffenfd^aften unzäbligemal verwirklid>t worden. fei. fondern. | Bewäbrung und auf Denhgewobnbeit Der Skeptizismus ftellt aud> diefe öefid^tspunkte in frage und endet mit der Hufzeigung der völligen ßeftimmungs. Satz wir alfo gefunden bätten. ]^id>ts von alledem paßt auf die 6eifteeart. daß Grkenntnis. Älir werden alfo das Denken nie dogmatifd) abfdiUeßen können. jeden zuletzt erals reichten Punkt fo zu bebandeln baben. wie Simmel es kurz aber fcblagend ausdrüd?t. die bei Simmel das Denken beberrfAt. Rccbt verwabrt ob er der vorletzte wäre. was man feinen Relativismus und Skeptizismus bezeidmet.UXtUne zu gelangen» muffen wir nun eine erft einmal als Hnfd^auung von dem gewinnen. In wird gar nid^t geleugnet.und ^ertlofigkeit des menfd)lid7en Denkens. weld)e die jVIögUdikeit allge- mein gültiger feftftellungen leugnet und unferer Qrteile in die Geltung letzter Cinie auf ibre prahtifdie zurüdtfübrt. fondern im Gegenalle zugeftanden. können wir niemals wiffen." ^eld^en aud> als den letztbegründeten berausJVIöglicbkeit. JVIit ficb Simmel 10 . um überbaupt OTabrbcitswert zu baben. letzte Inftanz vorausfetze. Sv bat des Geldes" feines in der „pbilofopbie eine wundervoll felbft ge- prägnante Skizzierung geben. für gewöbnlid) verftebt man unter Relativismus eine ©eiftesverfaffung. diefer teil Relativismus an die wir uns zunädift balten wollen. „Hllein: weld^es nun diefe abfolute Er- kenntnis fei.

wie es Skeptizismus ift. daß der Beweis für rüdiführt. daß der Beweis wenn man ihn durd) alle feine Torausift. von denen jede einzelne Grkenntnis abhängt. aber eines )VIenfd>en aus feinen diefe feine Handlungen Handlungen voUftändig jNIeinung crft aus feinem Charakter verftehen können. fetzungen verfolgt. fondern es ergibt fid) nidit feiten. diefe es nid)t undenkin daß unfer Grkennen. form unentrinnbar verfangen wäre. Dagegen bar. Der Beweis führt alfo auf einen fogenannten Zirkelfd^luß. liegt aber nid^t Die Relativität unferes Brkennens nur darin. und fid) zum Kreife man nämlid). und Co ins Unendlidbe fort. daß jede Wahrheit von einer anderen abhängt. daß diefcrprozeß der «Klahrbeitsbegründung zuweilen in feltfamcr QIcife die Cinie ins Qnendlid^e verläßt umbiegt. daß dies ein Skeptizismus wäre. als ganzes betrachtet. nur möglid> beweifende Satz fd^on als erwiefen wenn der zu angenommen wird. A durd? eine nur lang genug gezogene Kette von Hrgumenten wieder zu A zu- So verbirgt uns ja aud? die Größe der 11 . daß alles J^aturgefdoehen fei. was fo wenig der fall ift. auf die fie firf) gründet. zu Tagen. Oft entdedtt eines Satzes. Gin fold^er Zirkelfd^luß ift nun nad) Simmeis nur ift in ganz fpeziellen 6rkenntnisfällen falfd^. wie wenn wir zum Beifpiel den Charakter ableiten. Bedenkt nämlid> die ungeheuerlid)e Terflod)tenheit der man Torausfetzungen. fo hält es Simmel nid>t für ausgefd^loffen. ausnahmslos gefetzlid^ be- ftimmt licbkeit trotzdem aber jede erkannte f^aturgefetz- fortwährender Korrektur unterliege.dagegen.

man als kann fid) daß fie nid)t ausfagen.6rde ihre Kugelgeftalt und votr metnen. das heißt. die man abwed)felnd begehen kann. für eine im Zirkel- Grundform des Crhennens ein freifd^webcn- zu halten. Das 6rhennen wird derart der Prozeß. wie rd)luß hervortritt. Gelten zipien. dann geftattet dies die gleid)zeitige Prinzipien. jfa. feiten fie ob es fid> Im erfteren falle kommt nämlid) nid^t zu ?niderrprüd>en einzelner Grundfätze. Denn Mannigfaltigkeit einer- feits. während wir zum Husgangspunkt zuriidthommen. es fogar nahe. Hnwendung der entgegengefetzteften Und errid)tlidi wird dadurd) unfer 6rder ungeheueren Tielfeitigkcit der Älirkdiefe kennen lid?keit erft adäquat. fondern bloß. die notwendige Ginfeitigkeit unterer Huffaffung 12 . fo verhielten. wie die fie Dinge wirklid^ verhalten. 6ine fd^ließlid^e form der Relativität : findet alle öimmel noch fie in folgender Riditung To jMan kann konftitutiven Grundfätze aud) fid) fie formulieren. deffen Glieder Hdy ebenfo gegen feitig halten. faffen aber nur als heuriftifdie Prin- wir fie alfo nur als ^ege auf. auffaffen. daß in fo regulative verwandeln. wie die Geftirne durdi ihre gegenfeitige Gra- vitation im deltraume fdiweben. ins Gnend- Ud>c fortzufArciten. Tobald wir einmal uns von einem dogmatird)en liegt Slahrheitsbegriff freigemad^t des haben. wenn wir in gerader £inie vor- wärts gehen. die Gegenfeitigheit fie 8iA- beweifens der Grkenntnisinhalte. Und untere 6rfo kenntnis liegt gar nid>t anders in der £uft wie unfere ganze ^elt.

als ob wir am JMonismus endigen Tollten. wie wir gleid^ feben werden. gemein gültigen Erkenntnis die nody fud^t er logifche Stringenz der einzelnen Denkrefultate anzuzweifeln. Simmel. felbft einfd^ränken. 8. die. 80 bleibt nur die Cöfung. 13 . Bier bedeutet alfo der in Relativismus den Prinzipien die Terwandlung der Dogmatik gewinnen will. Hufl.i) in Beuriftik. nodi vom Standpunkt Tielbeit von dem der zu einem wirklid> abfi^ließenden Weltbild gelangen» Der JMonismus treibt über fid) hinaus zum Dualismus und Pluralismus. als ob das Gndergebnis fd^es fein follte. ^eder Simmel die Möglichkeit einer allin frage. gilt es. noth endlid) will er die Geltung der Prinzipien tut. 61—72. metapbyfifd^en Bälfte des 8immelfd)en Denkens wefentlid^ vertieft wurde. pbUofopbie des Geldes. nad) deren Setzung das 6inbeitsbedürfnis wieder zum JMonismus zurüdifübrt. nie zu einem befriedigenden Hbßeifpiel 80 können wir zum der Ginbeit. und vor keiner 6inbeit ein pluralifti- baltzumad^en. in der zweiten. weld)e durd^ ^ed^felwirkung der Prin- zipien eine umfaffendere Erkenntnis Verweilen wir hier einen Hugenblidt. 8d)on von diefer form des Relativismus. foll wie dies der Skeptiker in Tielmehr jedes prinzip feiner vollen Konfequenz 1) am Erfahrungsftoff zur Durd^führung i. daß wir mit einem weder einzigen prinzip Fd^luß gelangen.andererfetts bringt es mit fidb. daß ibr weder der Torwurf des Skeptizis- mus nod^ der des Eklektizismus gemad^t werden ftellt kann. jede Tielbeit fo weit wie abfoluten möglid^ zu vereinbeitlid>en..

eine ununterbrochene Kontinuität. wie er einem unbeirrbaren Cebensgefühl gibt. Gs ift die Cehre. feinem Relativismus den vialen Sinn unterzulegen. die Simmel zuletzt in dem Huffatz über den „fra gm entchar akter ßüd^ern über Kant und befonders öd^openHrbeiten immer mehr beherrfd>t. Gegenteil das die Hrt. JVIittel das heißt aus einem zweckmäßigen nis.. etwa. und fein Relativismus ift niAt fo febr ein ]Mangcl feiner Crkenntnis. Die Relativität. fo wie es der analyficrendcn O. fondern im der Slahrheit felbft. fei. kein Hbzug an Qttefcn Hbfd>wäd>ung des Älahrbeitsder ?Clabrheit. H . wcld>e aus dem rid>tig erfaßten metaphyfifd^en ^efen der stielt notwendig folgt. als vielmehr eine jMaxime zu ihrer TervoUftändigung. Deshalb verwahrt auch Simmel dagegen. Älir nicht 3. wie keine verftanden ift begriffes. die aber nun fid^ aus einer bloß heuriftifd>en JMethode. i) Die tiefere Husgeftaltung diefes knüpft an jene zuletzt befprod^ene form der Tereinigung entgegengefetzter Prinzipien an. 8. ein beftändiger find ») f luß fich feiner Inhalte. fid> tri- daß all unfer Riffen nur er fie Stüdiwerh wiffen will. in eine der Grkennt- Grkenntnisbedingung verwandelt. 73.hotnmen. auf die erft unfere Torftellun gen zu vollen SlahrRelativismus heiten werden können. a. die aber fcbon feit feinen hauer alle feine Grundgedanken fammenfaffen : Hrbeiten mödite id> fo zu- Onfcr Ccben ift als unmittelbarer fid^ Produktionsprozeß unfcres Dafeins. Die diefer des Cebens<* gefondert dargeftellt hat.

ötimmungen und vitalen Torgängen. wenn der Prozeß des Cebens zu einem Zuftand des leb wird. weld)e die urfprünglid^e Cebenstotalität in fragmente auflöfen. daß diefe f^ragmentarifierung des Cebens dod> nur in der Betrad)tung. ein Bündel voll 6edanhen und das Ceben jedem in Strebungen. beiden notwen- diger Hbftand von der Stufe idealer Tollendung trennt. ift in Zunäd^ft erfcbeint unfer Ceben als f^ragment in dem jedem Zufälliges geläufigen Sinn eines banalen peffimisals mus. nid)t logifd^en ÜKirklidikeit befteht. 6rft wenn es das Cid>t des reflektierenden ßewußtfeins es auf ein Idi als deffen alfo. Cicfer gefaßt verfdiärft fid) diefer fragmentd)arakter. JJber gegenüber diefen formen könnte man in fei einwenden. der unfer ganzes Dafein etwas fd^led^thin und dnabgefdilofrenes betrad^ten muß. tritt. Gegenüber dem Bedürfnis einer größeren Tollendung und Sinnbaftigkeit unferes Dafeina verharrt es in einer rd>merzlid)en Stüdthaftigkeit und Sinnlofigkeit. wenn mehr fid^ das Ceben einem Rcid) der Idee gegenjSun cr\<hcmt es übergeftellt fiebt. Sie einer Terabfolutierung feiner pfyd>o- nur das ^erh von gewiffen Inhalten und »5 . Diefer f^ragmentd^arakter dreifadier Rirf)tung zu beobachten. als eine überhaupt nur die ein OnvoUkommenheit.ßctrad^tung darftcUt. fondern alles dies ift in Hugcnblid? eines und zumal. wenn Ceben zu einem Grlebnie. erft wenn erft Cräger bezogen wird. von Gefühlen. entfteben nun in dem ununterfd^eidbar fließenden Strom des Cebens gewaltige Bemmungen und Spaltungen.

Zu die ihrer Grfaffung gelangen wir. in lid^er 6lement der der Begriffswelt wiffenfdiaftfie fein Grkenntnis wieder kann eine eineSd^wingung von ^therwellen. fobald wir auf Inhalte des bewußten. in einer diefe fittlid^en. tieffte die rein fpekulativei». die ift. von 6s ift nur in eine (dedanhenlofigkeit. dritte. diefer fragmentarifierung. Sehr fd^ön erläutert dies der färbe Blau. OTir leben wir bloß einer <Xlelt leben. in der empirifd^en. eine beftimmte Stelle im Spektrum. die jeder für \ith eine eigene ßewußt^elt bilden. ein Simmel an dem ßeifpiel Sie ift einmal bloß als Sinnesempfindung cmpirifd^en Sielt. Dann zeigt daß diefelben \i<h nad) den verrd)iedenrten Ginbeitsgefid^tspunhten des feins ordnen.formen des Ctbtne. zu meinen. der jedesmal nur eine ganz andere Bedeutung hat. ad^ten. ja zuvceilen ift. fogar pbantaftifd^er jSatur Hbcr es gibt eine form ift. endlid) in der fubjektiven Gefühlswelt erhält fie den lyrifd>cn Gmpfindungsd^arakter des blauen der blauen ßimmels oder Hugen der Geliebten. in einer gcfd^id^tlid^en Sielt. Gin 16 . reflektierenden Cebens \id>. 8ie haben denfelben Sielt ftoff. KWt Gelten haben prinzipiell den gleid^en Inhalt. daß gibt. beftimmte phyfiologifdie oder pfyd^ologifd^e Re- aktion. der uns die JSaturerfahrung Kunde zugleid) in einer religiöfen. im die ^efen unteres es geiftigen Seins begründet und eigentUd) welche die urfprünglid^e £ebens- totalität aufbebt. in einer künftlerifd^en. aber ganz verfd^icdene Grundmotive bringen ihn in diefe alle ganz verfd^iedenen ©efamtformungen.

das ift diefer unaufhaltfam und gende 8trom felbft. von irgend einem 8tandpunht unferer Bewußtfeinsinhalte aus zu einer 6rfaffung des Ganzen unferes verfd^voindet Cebens zu gelangen. und jede ?nelt für fid> ebenfalls eine ideelle ToUftändigfd)neiden..'* Und fo ift es hoffnungslos. es keine (Dcfd^icdenheiten Ton da aus gibt im Ceben. . als fold^es ift ift Das Ceben keit. fondcrn. die zwifd)en die urfprünglid)e Realität des Cebens und die ideelle Cotalität befonderer Gelten geftellt erfd^einen. fie gebort fo in eine diefer und das £eben fd>wingt unausgefetzt durd^ fid^ hindurch.. in unferer SlirkliA- aber wo fie fid) «7 . eine ToUftändigkeit. was wir nath- träglid) als Inhalte des Cebens abgrenzen. der Husdrudf Cebensinhalte faUd? fo führt feine Inhalte nid>t etwa in wie Denn das Ceben ein Strom ein ihm 8d>wimmendes in treibt.bald aus jener ein Stüdt aneignend. deren jede eine befonders geformte Cotalität von ^eltinhalten überhaupt bedeutet. bald mit gewiffen Inhalten wie in undifferenzierter form zwifcben ihnen ftebend . weil nun rd)on ift.jeder ßevoußtfeiiisvorgang Älclteti. Udy einbildend. 80 find alfo unfere fämtlid^cn ahtiv oder paffiv erlebten feelifd^en Inhalte fragmente von Gelten. fobald wir Dafeins ims aus der Reflexion über das Ceben auf den 8tandpunht des unmittelbaren Cebensgefühls zurüdibcgcben.. daß in der hinzukommenden Reflexion des ßewußtfeins Inhalte unterfd^ieden werden. Die ZerrifTenheit unferes allerdings fofort. ununterfd) eidbarer JMaffe wo- J^uv dadurd? wird unfer Ceben fragmentarifd).

Beides die philofophifd^e fd^eint fo mir jetzt aus der Simmelfd^en 6rundanfd)auung zu erklären. cntrtcbt ein fragmcnt. weil alle jVIenfd^en fterben muffen. unfcr ein bewußtes Cebeti» das nun erfdieint als gelebtes^ iith durd) viele Gelten bindurd)- von einer jeden Stüdte aufraffend und daraus zufammen fetzend. den man beweifen will. daß fowohl HUgemein- 1$ . die bekanntlid) darin beftebt. nid^t paffen. wie in zum ßeifpiel dem berühmten Sd^ulbeifpiel. Bs find dies von Simmel immer wieder erörterte 6edanken. nämlid) die uns bereits bekannte Qnvermeidlid)keit des Zirkelfd^luffes und die prinzipielle Dualität unferer geiftigen Hnlage. die zwei ßauptgedanhen des Simmelfd^en Relativismus eine viel tiefere fie radikal von dem 8d)eine des Skeptizismus und der Sopbiftik befreit. nämlid) mit der Catfad^e. berausftellt. daß Hdy daß der Satz. daß gerade 6r- die tiefften Hllgcmeinheiten der philofophifd^en kenntnis auf die Einzelheiten des Dafeins. In diefem Cid)te einer notwendigen Spannung unferes Dafeins zwifd^en einer unentrinnbaren 8tüdtbaftigkeit und unerreid)baren Cotalität gewinnen nun Bedeutung. daß Caius fterben muß. aus denen fie dod) genommen werden. fd^on die Torausfetzung des Bewcifes war. Die dem logifd^en Denken fo verderblid> rd)etnende form desZirkelbeweifes.keit. die beide von als eine Simmel Cragik des philofophifd^en Denkens bezeid)- net werden. rüdtt jetzt mit einer anderen von Simmel in feiner ßeobad)tung hervorgehobenen ebenfo feltfam unvermeidlid^en Catfache zufammen.

HUgemeinheit einer Grkenntnis und ervoeifenden Satzes aus einer ift Überzeugung des zu diele Intuition Intuition des Ganzen. das eben nid)t das läd^erlid^en frage. Ganze itt — wie in der im Zahnweh itt — wenn Gott in allem itt. Huf dietc Sleife leitet dem wir ausgegerade diete form je der Relativität uns tiefer in die ^Hetenheit der Dinge. OTir leben aber nid^t nur in der logifd^en ^elt. alto bereits und diete letzt die Zeit voraus. als es die ein bloß logitd)e ßetrad)tung Beitpiel vermöd)te* Durd) Zeit möd>te \<h dies klarmad^en. und da es dann kein Wunder. fondem einer Spirale. in einer anderen Gbene unterer geifttgen Terbältniffe. daß dem einzelnen 6liede gegenüber vertagt. in den ganzen ^eltinhalt als der Zeit entttanden betrad^ten mütten. Der togenannte Zirkeltd^luß betd)reibt dann gar keinen wirklidien.erhenntnts als aud> der Satz. in ^irklid>keit aber tiefer an einen Punkt gangen geführt hat. viel eher die in Udy zurüdtführenden Kreis. aus weldier der Satz getd^öpft wurde. Die derzufolge wir itt eine form des Bewußtteins. voeld^e die Cogik nid^t Slir rd)öpfen die die mehr erfalfen kann. er aud^ und daß die einzelnen ßeweisjener ©etamtauffattung hin- glteder td^rittweite zu führen. die <9 . alto aud^ die Zeitform. fondem haben darüber hinaus nod> Zufamnienhänge. auf den der Ztrhelfd^luß zurückführt. fein in Dann itt aber aud) das Bewußttie der Zeit entttanden. ob. als die gleid^fam in einer anderen ?Ilelt liegen Ginzeltatfadien und die Zx>oird)englieder des Beweifes. als von find. die Krümmung nur td^ein- bar in tid) zurüdtkehrt.

weift gleichfalls in diefelbe metaphyfifd^e Richtung. Rier find wir nid^t etwa. 6ine Duaund fagt er in feinem Bud>e über Sdiopenhauer und unferes ^efens l^^ietzfd^e. hat uns in ^irhlid)heit zu den j^lüttern hinabgeführt. zu der letzten ^efenheit. zu bewegen. ^as die ein Zirhelfchluß fchien. felbft. es gehört Qnd zu der fortwirkenden Bedeutung Simmeis. von der wir vorher fprachen. wir nid^t mehr begriff- fondern nur mehr durch Begrenzungen umfd^reiben können. unferer logifdien Grhenntniffe zu der ^efenheit einer letzten Catfäd^lid^keit Ricmit ift der punkt erreiAt. ein 8tüd{ bedeutet. aber aud) gegen 20 . beftändig zwifd^en zwei fid> einander ausfd^ließenden tiefe ©rundanfd^auungen liftik. wie man öfters gemeint bat. Qntcr diefer Dualität verfteht Simmel die Gigenart des menfdolid^en (Beiftes. lid) erfaffen. die Dualität unferer geiftigen Hnlage. fondern bei jener tiefer führenden dies Bpiralwindung des Denkens. in weld^em Kant und Simmel — wie jede tiefere Denkart — gleidierweife und unnad^läßlid) zur jNIetaphyfik geführt werden. Die zweite Simmelfdie öpezialform des Relativis- mus. „von denen die eine auf der anderen. in welAer Toraus gefetzt fein der Zeit nur die Torausvon der die Zeit felbft fetzung der letzten Catfäd^lid^keit des 6eifteslebens felbft mit feiner öefetzlid^keit. bildet die Grundform objektiviert fidi allenthalben zum Bau zweier Gelten. bei einem tödlichen ^iderfprud) des Kantrd)en Syftems angelangt.crft begründen foU. ift. den JVIut diefes 8 drittes in feiner naturaliftifdien Zeit gehabt zu haben.

die andere ftcbt: eine ^elt der Obcrflädie und eine der Ciefe. könnte man audi fagen. daß aus fol- Toraus fetzungen vcrfd)iedenften gerungen und andererfeits aus dem (Dcgenfatz der Standpunkte dod^ die <Dleid>beit des Husgangs- punktes aufgezeigt werden könnte. in der ^elt gibt. 55." (S. eine dee Sd^eins und eine der Wahrheit. meint Simmel. Hllein dagegen. 6s kommt in letzter Cinie bare ?Xlertgefühle an. hebt diele ^elt auf die durd? kein Ceid mehr verlorengehen auf undiskutier- kann. daß es überhaupt fo etwas eine wie 6lüd^ ölertltufe. da es beiden 21 . von jedem anerkannten 8ad)ver- balte aufzuzeigen. rd)led)ten um die Qlelt fo zu zu mad>en. daß ficb aud> €ntgegengefetztes nod> mit Red)t von ihm denfelben ausfagen die laffe. eine der Br- fabrung und eine der Dinge an \\<h. da keine nod) große Cuft Ceid aufwägen kann. des Cebens. eine des Diesfeits und eine des ^enfeits. Qnd ein Beifpiel für die Ge- mein famkeit des Husganges bei fd>einbarer völliger Gegen fätzlid^keit: Sias J^^ietzfd^e erfdieint fid^ feindlid^er als und das Chriftentum ? Hllein. So. erklärt der peffimismus die bloße Cateiner ein fad^e des Ceides für geeignet. zabllofen fällen bei um aus den Simmel ein ßeifpiel für erfteres zu geben. fie wird derSd>lüffel fie feinen oft fo überrafd^enden paradoxien. mit dem es beftändig zwifdien zwei verrd)iedencn Huffaffungen desfelben Stoffes Qnd diefe Dualität gibt redit eigentlich das Grundfd^ema zu feines Denkens ab.) Gern bezeichnet er diefe Dualität ale einen fundamentalen Rbytbmus puUiert. Denn wird zur JVIetbode.

weld^es Telblt dodh keine Veränderung mehr ift. ein Cafter des Geiftes. wie wir nod) fehen werden. fondern bloß über den fragmentdiarakter nur verftändigen Grfahrung hinaus zur 6r- 22 . von der <öQelt das Gntgegengefetzte auszufagen (daß unteilbar. um kommener zu werden. welcbe die Vernunft dazu treibt. alfo nur innerhalb derfelben braud)bare Terftandesbegriffe auf das @anze der Grfabrung. oder nicht. den JSfäd^rten dern um der eigenen Seele um ibm zu willen. Bier ibre Qrfadie haben. daß urfad^los und die er- fei). Fie teilbar und lie daß zeitlid) fie endltd) und unendlid). die falfd^ geltellt bei der daher der Verftand vertagt nein ftammelt.nur um die ßöberbUdung der liebt. Bei Kant ift die Hntinomih. Seele anhommt» da belfen. Die Kategorie der Kaufalität hat ibre Hnwendung aller innerhalb der Grfabrung. ift eine frage. Sie entftebt durd> die unberechtigte Übertragung der nur für Be- arbeitung der Grfabrung bcftimmten. fie daß ewig und fd^affen anfangend. muß jede Veränderung Ob aber das <3anze Veränderungen. fo baben fie beide denfelben Drang zur Brböbung des JMenfd^en über fid^ felbft. und fowohl mit diefcr ja wie Simmel will aber Betrach- tung von entgegen gefetzten Cotalitäten. gerade über das bloß Verftandes- mäßige hinaus. Ihm einer ift dies kein Sd^ritt über die ßrfahrung. ift aber dod> etwas ganz anderes. wie f^ietzfcbe es Tnißverftanden bat. Hußerlid) ift die grundlatzlid^e Dualiftih Simmeis äbnlid) der bekannten Hntinomih bei Kant. fonfelber voll- das Cbriftentum ntd)t. eine Grfad^e haben kann ift.

in weldjer fid^ erft die notwendigen Qnvollftändigkeitcn und^iderfprüd^e aller unterer ein- Bimmel ift ein metaphylifAer Denker. die hinter der 8d>ale der XUeXt den (oeiftes. 60 ift denn diele ganze Relativität des (oeiftes bei 6immel im @runde eine ßinweifung zu einer JMctaphyfik. die alfo über ihn hinausreidit* Diefe 8d7ranke rühren — und damit wir an ein 0rundmotiv der 8immelfd)en 23 . nur daß für 8immel die ©renzen der Grfahrung anders laufen als für Kant. 8ie aus der Kritik ift durd^aus kritifd>en der 6r- und Begrenzung fahrung hervorgewad^fen. fo Grenzen beider zufammenf allen. der aud) hier 6ntgegen gefetzt es zelnen Brkenntnisfeiten ergänzen und löfen.fafrttng ihrer Cotalität. wohl aber ihre logifd) Toll. der in den ßereid) der JVIetaphyfik führt. vereinigt. für 8immel aber prozeß felber eine bildet der begrifflid^e Grkenntnis- Sd^ranke der Crfahrung. mit weld^er von Kant ein für allemal abgeftediten Begrenztheit Grenzen der Grfahrung überfd^ritten. das heißt. Seine ]NIetaphyfik ift nid>t die alte un- kritifd^c )^ußknad?erkunft. im Gegenteil zu fondem zu ftreben ihrer Tereinigung. Daher fchließen fich bei fie ihm die entgegengefetzten Prinzipien nid)t aus^ bilden fie keine Hntinomih des Denkens. Kern hervorholt. einer Romonomik zwar rein nid^t die des Grkennens. für diefen war Erfahrung und daß die begrifflidies Brkennen identifd). begriffUd^e jMöglid) ift überwunden nur durd) werden den dies allerdings entfd^loffcnen Sd^ritt. aber von SimmeUd^em Cypus.

Das ift was öimniel immer wieder zu Kant in fd^roffen 6egenfatz bringt. Simmeis JMetapbyfik mödite binter den JMenfdien kommen. felbft der Kantfd^en GrkenntJ) ©oetbe und Kant. die ibn von den JVIcta- pbyfikern fd^eidet der unkritifd^en Periode fo fd>arf unterdie id) und am ebeftcn fo verftändlidi madien möd^te: jfene frübere JMetapbyfik wollte binter die Dinge kommen. von der CS. glcid^t. ja nur ein Ceil ift.pbilofopbie — bcftcbt in der verdcrbUd^cn HUetnift. aber mit einer Hnalytiker und Kritiker diefen fd^arfen pfyd)ologird)en d^arakterifierenden «Slendung. 18. alfo in cigcntümlid^cr ßred^ung anrd)aut. Sic wenn fic allein das Ceben die in ibre Begriffe einzufangen beanfprud^t. wäbrend Kants den Porten mit denen man bezcidmct/'i) ]Sad^ ftrebt die jene ©cfüblc fprad>lid>-bcgrifflid> der Grfaffung dicfes Qnmittelbaren alfo ganze Denkcnergic Simmcls. JVIit einem eindrucksvollen 6lcidmis öimmcl diefen aus wie folgt: die die „Goctbes pbilofopbie glcid^t den Cauten. fo daß er nie zu der Unmittelbarkeit des Ccbens fclbft gelangt. wäbrend Goetbc nur Qnterfd^ied in diefer atmet und drüdtt fd^afft. bcrrfd^aft der XntcUehtualttät. binter feinen in aller. daß erftcrer die ^elt glcid)fam nur durd^ das Medium des Tcrftandcs. S. 24 . große Tergewaltigerin fie gegenüber der Cebens- wirMidiheit. und was ibn andererfeits an <Doetbe als dem Gegen ftüdt in diefem Punkte fo feffelt. binter feine Xntellektualität. Cuft- und 6d>merzgefüble uns unmittelbar die pbilofopbie cntlodten.

daß erft die Einwendung klingen. die feffeln fid> des nur logifdien Zugang zum Qnmittelbaren zu erzwingen. in mit weld^er unverhohlenen Sympathie Simmel einer feiner fpäteren Schriften. Wieder mit einem edit Simmelfd^en Griff genialer Tereinigung von Gntgegengefetztheiten zeigte er.titehrttth noch beharrenden Hntbropomorphismus. objektive cmpirifd^e Welt nur mehr id^ eine Ton da aus gelangt man zu dem ©runddas fo axiom der Simmelfd)en JMetaphyfik. in dem Büd^lein über 25 . erinnert Simmel an Crkennens abzuftreifen und anderen den einen philofophifd^en Rebellen intereffant. ihm vor allem JVIc«f^«" tivieniue i" feine logifdie Objektivität. der das ^efen der Dinge diefee Gingcfpcrrtfein dee verded?t. fondern ich lebe. uns die eigentlid>e des Cebens erfd)auen läßt. das heißt das Rinhordicn auf die alle 6locken. alfo ift wenigftens Denken. alfo gibt es wenigftens Ceben. ift Sein Rela- nid>ts anderes als eine einzige Revolte gegen die Cyrannei des bloß logifd>en Weltbildes. an I^egel. die in unferer Seele Hufmerkfamkcit auf geftellt die vielfadie Hrt. wie wir uns zum Ceben Objektivität finden. Qnd es ift zu fehen. das mit feiner Objektivität alle anderen Weltbilder ins Sdiattenhafte verdrängt. In diefem Drange. Der Schleier ift der jMaja. alfo bin id>. gegen die Cogik. wie bei Descartes: id> denke. erft zu unferer Subjektivität. formulieren möd^te: Gs lautet nidit mehr. von der dann Seite die ift. aud) nicht mehr wie in Kantfd)er Rid^tigftellung: ich denke.

der nad) Huflöfung durch einen höheren Begriff drängt. das Ceben. binaus. In der Cat beftebt zvoifd^en ibnen die fie beide ein offenes Huge für dem f luß Vergewaltigung gebabt baben. bei Simmel dagegen das Hbfolute. in weld^em jedesmal die Dialektik ftebt: bei zu der JMetapbyfik (Degen fätzlid>keit Regel ift die innere der Denkinbalte felbft. an jedem und fo ins Gnendlidie fort. Bei diefem werden die aufge- hoben. welche der Dinge. bei Simmel im Gegenteil ausgezogen. Diefer Qnterfd^ied niffes ift in der Terfd>iedenheit des Terhält- begründet. logifd^-begrifflidien duvth die ftarren formen des f)egel Denhens angetan wird. eine Sigenfd^aft des abfoluten Geiftes der im metaphyfird)en «Kleife Ternunftprozeß fid) ift auf diefe entfaltet. an wclrf)em fid) diefer Torgang von neuem wiederholt. große Terwandtrd)aft. bei f>egel die Unendlid^heit des Denkens genannt. daß alle ftarren Denkinbalte dadurd) in er an einem jeden Begriff einen ibm einer innewohnenden ^iderfprud) aufzeigt.die Hauptprobleme der pbilofopbie. daß die dtefen pbilo- fopben bebandelt. Diefes dialektifd^e Denken. die Hber feine Dialektik ift ganz andere wie Gegenfätz^e r>egels. die F)erausarbeitung einer 6egenrätzlid)kett Denkinhalt ift uns aud) bei 8immel eine entgegengetreten. ohne die jeden Sliderfprud> und gehört daher eine Gegenfätz- Ud^keit nur der empirifd>en Betrad)tung an. Bei ßegel ift der «DQiderfprud) Bewegtheit des abfoluten 26 . fcbreitct behanntlid) durd> die Dialektik über diefe 8diranke der Erkenntnis Der dialektifd^e Prozeß bringt Bewegung.

Man gelangt in das Reid^ feiner der Idee durd^ das. mit der über die fragmentdiefes Sleltganze in baftigheit feiner Inhalte \x(h hinweg bineinzunebmen ftrebt. Die Idee ift nid^t mit einem der wunderbar zugefd^liffenen Husdrüdie öimmels nur das Hndere des Cebens. Bei Regel geftaltet die Bewegung der Sleltvernunft aus in \\(h heraus ein objehtives Reid> der QJiffenrdiaft. das ift die berühmte Phänomenologie des Geiftes: diefer fie die Objektivität Reid^e der Idee liegt darin begründet. die uns fofort zur Darftellung der JMetapbyfih des letzteren überleiten wird. mit der er das Ganze der Älelt aus eine Beweglidiheit des er \i&> entläßt. der des ©eiftes den Gebilden Kunft. was Simmel mit einem ausführlid^ftcn Cieblingsausdrüdte eine Hchfcndrehung unferes Be- wußtfeins nennt. der in fondern des abfoluten jedem Menfchenkopf bloß zum Selbft- bewußtfein gelangt. wie wir fehen werden.öciftcs fclbft. Hm hat er über 17 . dnd lid)heit nod) in einer anderen ^eife beftebt eine ifthn- zwifd^en Begel und öimmel. Huch bei Simmel werden folche Reid^e der Idee als objektive kannt. nur von einem befondcrcn BUd^punkt ihm betraditet. Hbfolute ift. Hber bei ihm des öeiftes aus dem. der Sittlichkeit. des Rechtes und der Religion. daß insgefamt nid>t etwa bloß Profind. bei öimmel ift er nienrd>licben öeiftee. aus dem Ceben. fondern es felber. das beißt eine ihm transzendente und daher in eigentlid> fremde Slefenheit. Zufammenhänge aner- erwächft diefes objektive Reich das einzig was ihm. dukte des jVIenfdienkopfes (Dciftes.

weld^cs keineswegs ift. Dort zeigt er. Indem der Künftler diefes gegebenes Sehmaterial in unferer Sehen aus loslöft feiner Terwebung mit praktifdicn Zwedten willen und es um feiner felbft mit fid> freier fdiöpfcrifd^ei» Geftaltung ausübt. fo entfaltet eine fülle zum Bcifpiel fdion das gewöbnlidie £eben die es für feine crft von Grkenntnisvorgängcn. die Kunft. durd) weld>e ein neues Reid> der Xdee erfd>ließt. vom £eben dod^ überall diefclben f^ormen auftreten. Clnd ähnlid? in 2$ . die bereits das Ceben ausgebildet bat. Hber wenn die fo ausgebildeten greifens nicbt geiftigen Kategorien eines j^aturbe- fondern rein um diefer Zx^ctki willen gcfudit werden. als find. vollzieht fid) aber- mals die Hd)fendrehung. indem wir teils finn- Wahrnehmung weglaffen. prahtifd^en Zwcd?c nötig bat. vitale zum ßeifpiel ift von der Kunft. wenn fo das nid>t Grkennen fidi mehr durd? die vitalen Intercffcn beftimmt. wie fie in den ver- rd)iedenen Gebieten der Idee. »Slir das Sehen.dkfes für bältnie in Feine Gefamtauffaffung febr vptd>ttge Tcr- einer Hbhandlving über „Torfovmen der Idee" fid> verbreitet. Die Torform der Kunft ein paffiver. um der Grkenntnis willen. Wir alle find präcxiftenziale Maler. fo fd^roff gefd^ieden crfd)cinen. fie dem Brkcnnen diefe bedeutfam dann entfteht durd^ ideelle Hd)fen- drebung des ©elftes das Dasfelbc gilt Reid) der ^iffenfd^aft. fondern umgekehrt die vitalen Inhalte nur mehr fo weit Intereffe finden. teils nicht vorhandenes ergänzen. fondern ein höd>ft aktiver prozeß ftets in fdiaffcn der Hrt unfercs Sehens erft einen lid^ Zufammenhang der Dinge.

unficb fondern feres eine metapbyfifd^e 6rundbefd?affenbcit ift. fo piato nod) ein ewiges wird bei Kant eine eine anzuftrebende Zukunft.der DifhXunQf in der Reltgton und auf allen übrigen Gebieten der Idee. Huf ^eife könnte heine Objektivität zuftande kommen. Dafeins in deren Sigenart gelegen ift. Hber trotzdem näbe feben. xoz\(hcs die Idecn- rcid)c bervortreibt. weldie ausgebildet ein das Ceben für bat. hier die Idee in die größte ift Grdcnzu die zum Dafein gebrad>t. der nun als eine objehtive <Dcil'tesordnung das Ceben binabreid^t und diefes fogar nadh beftimmt. ihren F)ervorgang aus dem Ceben rein pfyd^ologifdi-biftorifcb zu verftebcn. zu fold^en objektiven ift Geiftcsreidien aufzufteigcrn. Huf diefe Fid) ^eife bürgert Sinimel die Idecn- reid>e gleid^fam fid> auf der 6rde ein — nur muß man diefe büten. und es intereffant ift. Überall entftebt durd> die Coslöfung der geiftigen formen und Kategorien. daß diefes Ceben. bei F)egel eine allgegenwärtigeXmmancnz dcsGeiftes. cndlid) 29 . Teine prahtifd^en Zxottkc von diefer ßeftimmung neuer Zufamnienin bang. wie die pbilofopbifcbc Hrbeit bemüht JNlenfd) Diftanz zwifchen Idee und die Idee bei fie abzukürzen. feftzubalten ift. war jfenfcits. beiSimmel unaufhörlid^c Produktion des Cebens. eben nid)t das empirifd^e Ceben.

daß unfere Grkenntnis mit der Grfabrung beginnt. man den des Brlebens nennen kann. ift es nid)t ganz rid>tig ausgedrüdtt. Bs ift Husdrud^ für ganz primäres Sleltverhältnis. Br ift die urfprünglid)fte Hrt. Denn man kann nod^ auf den früheren Zuftand hinter die Grfabrung zurüdtgreifen.as ift nun dtefes vtclberufene Ccben bei öinimcl. Brleben. ift die von ganz fundamentalen Schid^ten vollzogene Hntwort unferer (Defamtexiftenz der auf das Dafein ein der Dinge. auf die wir zurüdtgeben hönnen. die wir nid^t mebr begrifflid) erfaffen. Qm dies zu verfteben. in bred)ungen möglich find und in dem keine Qnterdem alles ungeteilt fpäter beifammen ift. In Simmel in dem letzten von ibm biftorifdie im „Cogos" veröffentlicbten Huffatz über formung. wenn Kant feine erkenntniskritik mit alle dem berühmten einen Satze beginnt. daß bier Ceben natürlid? weder im biologifd^-pbyfiologifd^en nod) im pfydiologird^en find vielmehr Sinne gemeint ift. was unfere Grkenntnis erft 30 . Das Ceben wird bier verftanden als heit die letzte Catfäd>lid7- unferes Seins. das in den Sd^riften der letzten Zeit faft in jeder Zeile als der Qrgrund der Dinge angerufen wird? es ift die letzte Slefenheit. muß man darauf ad)ten. ift Slir kennen bereits feinen Charakter: es der ftete fluß aller unferer Dafeinsinhalte. fagt mebr nadierleben hönnen. Diefe beiden formen rd)on Ceilerfcbeinungen feiner ^efenbeit felbft. definiert Simmel. in der Bewußtfein uns zugänglid> wird. fondern nur diefem Sinne.

das Inten fiverwcrden. die von aus auf die Steigerung. Simmel bringt diefen Opti- mismus gern auf die tieffinnige formel: Ceben heißt immer mehr leben. der führung erfordert braud^t. wir in daslnnerfte der Cebensmetaphyfik Simmeis als ein freudiges getreten. Hber — und das ift das Gntfdieidende. Bntwicklung punkte keine fich geftaltet. letzten womit bloß fäd>lid)heit eine ßefd^rcibung unferer Cat- von boffnungslofer ^Hertindifferenz ge- geben wäre. als eine unabfehlid)e Summe fid) von Kräften oder JNIöglichkeiten auf. fo wie wahre Ciebe bedeutet. den Älir- kungszuwachs des Cebensprozeffes felbft gerid)tet 3! . womit erft die ift metapbyfifd^e JSatur diefes Begriffes gefetzt ift — das Ceben nodr> mebr als diefes unaufbör- lid)e Gleiten und ?Xlogcn zwifd^en ©eburt und Grab. wie Simmel fd)on in feinem ßud> über öd^openhauer ausführt. aus welcher 6rundbefd)affenbcit fowobl der uns oben bekannte Hufbau der Ideenreiche wie die Gewißheit fid> ergibt. gütigen Cebens um fdiließlid) alle ßliiten- träume reifen zu fehen.trennt. 6s ift vielmehr zugleid> eine wert- fd>öpferifd)e Snergie. immer mehr lieben. keine fonftigen felbft. die fid^ an diefem Glaubensbekenntnis zu einem unerhörten Cebensandere JVIäd)te optimismus als die des entfaltet. daß das Rier fluten des Cebensftromes nid>t fondern zu einer find ziellos verraufd)t. Das Ceben in feinem wefentUd^en Sinne tritt. Dem Cebcn als unmittelbarer Realität eignet es ift in 6anzbeit und ToUftändigkeit: jedem feiner jVIomentc ganz und voUftändig da.

Ond er bczetd^tiet als den großen Croft und Gciftes. Stufe etn fortwährendes JVfehrleben ift. mit der er der Gefahr entgeht. zum fd>öpferifd^en« ift 80 wird das zeugende Ceben Die frage nad^ dem Älie diefer : ^Handlung unangebrad)t i ft diefe Steigerung des : Cebens zum Geiftigen nid^t die Srreid^ung eben das Ceben fie ift etwas außer ihm Ciegenden. Hber nod) crft ift eine Seite diefes metaphyfifdien Grundbegriffes des Cebens zu bead^ten. ßeftrebung und Gewähr dafür über jedes auf hat. was ift. das Gültige. die Gnvcrlierbarkeit des modernen was beides wir daß wir erkannt haben. geiftig nennen. das Ceben feiner phyfiologifd>en ift. 32 . innerften Gnergien die JVEögUd^keit.^) In diefer freudigen Cebensbejahung ift Simmel das bewußte Gegenftüdt Sd^opcnhauers. die aus griff lid^-logifd>cn 1) dem bediefe Denken ftammcn und der "Vorformcn der Xdec.find. dann ift eben diefes Crans- zendieren dem Ceben immanent. »40. ift das nun zu ihm hinzukäme. infofern es auf diefe ^eife offenbart. zu vollkommeneren formen und Slie jfetzt hinauszufd^reiten. in eine jener abftrakten Hll- gemeinvorftellungen zu münden. fondern es entfaltendes Slefcn felbft. nämlid) das Objektive. wie das Ceben feinem eigenen 8inne nad? und in Feinen ]^ietzfcbe verdanken. erzeugen fo fo daß Ceben immer ]VIehr-als-Ceben erzeugt es mit der Sd>öpfung des Geiftes fchließ- lich etwas. Ift alfo das ©eiftige ein Rinausfd^reiten über die bloß ph'yfiologifd^e -form des Cebens. S. fein fid^ fid) das wir.

eigentlid) gar nid^ts anderes beftändige ^ecbfel feiner JVIomente. Bd. 8immel mad)t die bter auf einen befondercn fall der Dualität aufmerkfam. als Catfad>e ein ab- fatzlofes fließen fo daß das Cebewefen. da es eine Rein aktion auf die der nur dmwelt das 6anze des Dafeins ibm eigenen 8prad)e aus. ganismus. ift.i) teren un- Zufammenbang ßeftimmungen daß das Ceben abge- nicbt bloß in jedem Hugenblick feiner ift. griff des Der metaphyriFcbe Beals ein allgemeiner £eben6 ift ja niAt zu verfteben. TJÖiw wiffcn bereits. 183 33 . Rätfelbafte. um feine eigene Bedeutung honzentriert. 8immel bat diefes in ßegriffsmerkmal feiner JVIetapbyfih der reid>lid> dunklen Hbbandlung über das ÖKas davon gebort. als diefer ift Qnd nun find. exiftiert ff. der duellen Cebensgeftalt zugleid) Durd^gangspunkt nid)t eines über ihn binausgreifenden £ebcnszufammenbanges ift. ^cdes £eben lebt nur ficb felbft ift. Individuen dies und um fo mehr. (Clnd eben dies fübrt in feiner indivi- zur Cragödic des Organismus. alfo fcblecbterdings eine Individualität und drüdit. die er Cragödie des Organismus nennt. auf böberer Cebensftufe fie fteben. ift diefes. S. indiviin duelle ©efetz auseinandergefetzt. der Ori^t. eine Cotalität aller ficb fondern aud) in fd)loffen.JVIctapbyfik ja entgehen will.) ») Das Cebendige „C0909". daß das Ceben ift. alfo als Ceben IV. alfo etwa als eine allgemeine 6igenrd)aft oder f^unhtion fcbwierigfte des Cebendigen. das daß unter allen Brfd^einungen der ^elt in fid) je gerade nur die Cebewefen gefd^loffene 6inbeiten.

brückenlofer Jibgefdiloffenbeit das Ceben nadi fpiegeln. JMan kann vielleid^t diefen fd^wierigen die Gedanken am anfd^auUd^ften durd^ Terfe Goethes verdeutlid^cn Qnd 80 keine Zeit und alfo keine JMad^t zerftüdielt Geprägte form. fidi allgemeine Husdrudt für fein. fondern das ßeftrcbcn. wo- bei man durd^aus nid)t bloß an die menfd^lid^e form zu denken bat. ftatuiert. das ^efen unferes Seins 34 . aud> die Mannigfaltigkeit und Differenzierung des feelifd)en £ebens. in fein Weltbild einbeziehen zu können. dcffen «Klefen nid^t der mehr darin befteht.frf)lcd)twc9» fondern nur in individueller form. eine Tielbeit wiederholender "Vorgänge zu die fondern das bloß jSotwendigkeit eines einmaligen und einzig- artigen Terlaufes aus einer beftimmten Grundbefd^affenheit des Individuums bedeutet. der eine Tielbeit von gerettet Cebens- zentren JVIotiv werden. die fein dividualifierung desCebens in feine JVEetapbyfih einzuführen. die bei einer begriffUdien Betrad^tung -völlig verfd^windet. war aber niAt diefes. Das eigen tlid)e fürSimmel. nur in verfd^iedenen Con arten und in völliger Unterdie fd^icdenbeit alle in von anderen individuellen formen. In jedem Cebendigen gelangt das ganze Ceben zu einer individuellen Terwirklid^ung. Daher dringt er bis zu dem widerfprud)Svollen Begriff eines individuellen ©cfetzes vor. Bei 8immel wie Ceibnitz hann die Realität der Hußenwelt nur durd) einen ]VIad^tfprud>. erweift fid> die lebend fid) entwidtelt. Rier findet ihrer Hrt man ficb an die JVIonabei dologie Eeibnitzens erinnert.

©eburt und Grab. Titalempfindungen. ^ie ift diefer proteusartigen Realität ? durd> die faffen. Clnd alles diefes in einer nur bier fo erlebten Klangfarbe. J^cigungen. 6in ewiges JVLeer. ift es eine faft unüberfebbare der oft einander widerfpred^end- ßeftimmungen. im Catetifturm ölair id> auf und ab — ^ebe bin und bcr. ein wedifelnd In jedem Hugenblick JMannigfaltigkeit ften iSCleben. deren HUgemcinbeit nod^ dazu läßt allen individuellen Inhalt fallen und damit gerade dazu völlig den ganzen Reiz und die eigentliche Bedeutung des Cebens aus ihrem Blidtpunkt verliert. die in die 35 . Nieder das wir in ift es ein faufttfd^es Gefühl. Hffehtcn aus jedem und Teilungen.voirUXidy \o. ©emütelagen und Wertungen. Inftrument madit. der Simmelfd^en philofopbie treibend fühlen. die ]VIenrd)en ein das die JVIelodie der Sielt in eigenartiger ^eife wiedergibt. Gedanken und ©efüble. wie fauft es gefühlt bat. dem Crdgeift gleid). 6tn glübend Ceben. ift unvermögend. der ibtn erfd^ienen In Cebensfluten. Seelenftim- mungen. die Qual des unftillbaren GrkenntnisbedürfKlage ausbrid)t: niifes. erhenntnis beizukommen ift diefe OTo ift fie zu wie überquellende Cotalität in deutlid^e ? ßewußt- feinsformen zu überführen Die rein logifdie Hrbeit der Äliifcnfcbaft mit ibren diefe Cotalität fpaltenden ftarren Begriffen.

36 . nad> einem ftabilen öleid^ift gewid)te beider zu fud>en. lieber von einem Pluralismus der PrinDiefe ßezcid^nung hat zu fprechcn. Gleid^ung zwifd>en ^eltanfd^auungen nod> nid)t gefunden fo fid)er erft alles mit ihr erfüllt wäre. 6s wäre die Slefensart diefes daher aud> beffer. weld^em er niAt er- mehr als eine Sd)wäcbung unterer Grkenntnis vielmehr als das einzige fid> JNIittel. aber es irrig." fd)rcibt er in die „^ir können dem Büd^lein über „Kant und ©oethe". in weld>er er am lid^tvoUftcn die Bedeutung diefes Zurüd?gehens auf eine Tielheit von 6rundanfrf>auungen für die Hbrundung fpiel unferer Erkenntnis an dem großen Beihat. öimmel felbft in einer feiner Sdiriften gewählt. und \dr>mn(ht* ith vergebens?" Ton da aus Sinitnels erft in zeigt fid> nun der Relativismus in jenem C\<hU. Rimmel und 6rde hängt. uticndlid^c jNfatur? ? Gu(h ßrUftc wo denen die Ihr Quellen alles Cebene. tränht.„^0 Hn Ihr faß' id> d\(h. vielleicht lid^e es der eigent- Rhythmus und die formel des modernen Cebens. den nur allzu mißverftändlidicn Husdrudt des Relativismus für fondern zipien philofophird^en Standpunktes nid)t zu gebraud>en. iihcintf fondern der Cotalität des Seins zu bemäd>tigen. was wir von unferem 'Viclleid>t geiftigen Verhältnis ift zur ^clt begehren. „daß diefen beiden ift. der einander fo entgegengefetzten Hnfd)auungen von Kant und Goethe dargelegt uns nid>t verhehlen. weihe Bruft ihr fido Dabin drängt — fo quellt.

37 . eines. fondern ift." (Sdiop." ^) nur tatfäd^lid) für uns unerreid)bar Der Plu- ralismus der Prinzipien muß alfo die Hrbeitsweife der philofophie werden. die Ceidenfd^aft für das Ganze der Sielt. Gntwichlung Gegenwirkungen ins Onendlid^e dem Ceben den Reiz Rier fehlt gewährt. bleibe. . 6. bloßes die ein Dogma.daß die (DrcnzUnic zwifcbcn der tned>atiiftird>eti ?{lelt und fie der öoethefcben Huffaffung der — mag man fo metapbyfifcb. weil philofophie die nad^ der erfaffung des Ganzen ftrebende Grkenntnis ift. findet an den definitiven Kant und ©octbe. 113—115. und dicfes felbft zugegeben. liegendes Ziel das nid^t prinzipiell. entgegen einer aud^ in den ift Prinzipien pluraliftifd^en Hnfd^auungsweife. „M^" kann" — fagt öimmel fehr treffend in den „Grund- problemen der philofophie" — „den philofophcn vieldas aufnehmende leid)t als denjenigen bezeid^nen. hünftlerifch oder vitaUftifcb nennen in — die fortwährender TerfAiebung ihnen. während der Ceidenfd^aft 1) nid>t metaphyfifdie JMenfd^ 15.) an ihren folcher Ceilen hängen bleibt. das cinheitli*e Definitivum — aber die ]^ot- wendigheit eines fold^en. könnte einheit nod) immer ein für uns im Clnendlid)en fein. ." Das entfd^eidende für den philofophifdien Geift nennt 8immel einmal „das Ciefenmaß des Binunterrekbens überhaupt. der und reagierende Organ für die Ganzheit des Seins hat. daß ihrer Bewegung zwifdien fprüche der Wicthhi die Hnihrer auf das einzelne. ^er von getragen ift. den wir von der unauffindbaren definitiven 6ntrd)eidung zwifd^en ihnen erhofften freilid> .

Qnd der ^iderfprud^ der Prinzipien. im ^efen der Sad^e des Cebens begründet. er der nur Cod er des Denkens im Intellektualismus. er- Standpunktes mögUd) definitiven als ebenfoviele bloße Genügen mehr. dnd rade weil die bloß intellektuelle ^eltauffafrung jeden Äliderfpruch auszumerzen rud)t. Diefe Cöfungen fd^cinen ihm vielmehr Dogmen. die Betrachtung jetzt von diefer. Die Ginhcit der Prinzipien der fie nur im Cebensprozeß alle in fid> vereinigt. dann von jener Seite. fchützt uns diepiuralität der Prinzipien. zwar ge- nicht durd^denken. die nur von der Ctnretttghctt eines allemal feftgebaUencn kein ein für find. voeil es allein dem pulsfdilag folgt. aber durchleben können. Cebens- Die Simmclfd^e Cdcltanfd^auung ift hat dicfen ^Hiderfpruch nid)t zu fürd^ten. ihre oft hart fid) bekundende Unvereinbarkeit offenbart aller dann nur den kämpferifd^en Charakter bewegthcit felbft. feelifchen Verarmung und felbft.Cöfungcn. in Sobald ihnen gegenüber der Begriff des Cebens das metaphyfird)e Zentrum rüd?t. 3$ . weld^e uns auf diefe ^iderfprüAe fic ftößtund vor der als Hufgabe für dieHrbcit des Cebens zeigt. dann erfd^eint das Hlternieren der Prinzipien. wie ith Simmel hier wohl interpretieren darf. da wir den SüderfpruA. aber hier führt gerade zur Bereicherung unferer unmittel- baren Hnrd)auung vom Sein. keit ohne ihnen etwas von ihrer Gegen fätzUdifie zu benehmen. geiftigen Blindheit eines bloßen liegt Cogizismus. weil nur feine verrd)iedenen Grfd^einungsweifcn find. feinem überall fich aufdrängenden alternieren- den Rhythmus.

eine ein Hnfd^auung als Gklcktizismus. Grlebtwerdens verneint durch Catfache ihres werden. der weltgefd7id)tlid)en Cendenz der neuzeitlid^en Differenzierung direkt widerfpred^en. das beißt durd) ihre bewußte f)cranbringung an das Cebensrätfel zu ebenfovielen ^cgcn gemad)t werden. daß alles gerade an der J^iedrigkeit des JMenfd^en gemeffen ^^ 39 . der (Drundfätze zu bezeichnen. Gerade dem Simmelfd^en tieffte jede flaue Termittlung aufs der Prinzipien. DieGegenfätzc follen nid^t „verlohnt" fie oder „aufgehoben" werden. ^ir feben die daß folche Charakterifierungen nidit in Oefe des Simmelfd^cn Denkens Geifte ift reichen. in deffen Inneres einzudringen. denn gemeint ift dod) nid^t. Ja alfo keine Vermittlung oder in feinem diefe würde. Die Verbinift dung der Prinzipien Terfd^melzung. jede eklcktifcbe Terfdimelzung verbaßt. wie er in der Sd^rift die „Kant und Goethe" ausdrückt. als Kompromiß jetzt. fid^ können nur. daß der fei.]VIit Recht bat öimmcl folche \i(h ftcts daQc^cn ver- wahrt. das ^laß Dinge werde. zungen" JVIeifter 6pod>en Qnd ein folAer der geiftigen imd feelifd^en Differenzierung wie Simmel foUte mit der faden f lachheit einer Terföhnung der Prinzipien enden? 6ine fold^e Interpretation fehr Simmeis hieße denn doch den Satz JVIcnfdi allzualler mißbraud)en. Gnfer modernes differenzierendes Denken bebt überall „die unbeholfenen früherer geiftigen produktionsverfd^melauf. wie Simmel Kantbud^e lagt.

die Ccbendigheit als das innerfte ^efen unferes Dafeins von verfd)iedenen Seiten herzu ^ÄußerliAkeit erf äffen. für die Einfühlung in das Ganze der J^atur. zu SAopenhauer zieht ihn deffen Hbfage an die HUeinherrfd>aft. ihre gegen feitige Begrenzung» 40 . mit der die ganze ftarre der Slclt in die gebung des ©eiftes hineingenommen wird» und Grhennens werden entfd>loffene aus den toten Dingen lebendige 8d)öpfungen unferes . die Ginmaligheit und Binzigartigheit des Cebensin prozeffcs feinen Grundformen in der Soziologie das durdigängige Hufeinanderangewiefenfcin der £ebensinhalte. wcld>er feit feiner ^ugcndfd^rift fein über die Probleme der Gefd^iAtsphilofophie Rauptintereffe in immer neuen Bearbeitungen er fid^ immer wieder zuwendet» will erf äffen. Hn Kant padtt Selbftgefetzfo ihn die grandiofe geiftige 6ntdedtung. In der Gefdiid^te. Bs ift nitht länger mebr zufällige voas den @egenftand feiner vielen Büdner ausmacht» fondern alles wendet fid^ zu jenem Streben. und an Bejahung eines aus fid^ felbft zur ^ertfteigerung drängenden Cebenswillens. Goethe entzückt ihn die Hn Öffnung der Seele für das j^ietzfd^e die freudige erlebnis des Clnmittelbaren.on dicfem Pluralismus der Prinzipien ift nun die Mannigfaltigkeit des geifti- gen 8d>affens Simmels nur das getreue Sbenbild. in wcldiem firf) jetzt die Gin- beit feiner pbilofopbie wunderbar an- fchaulid) entfaltet. ja aud> die nur an die Torherrfd)aft der Tcrnunft und 6r- hebung des Willens auf den Chron des Cebens.

Brfd^einung wie die gezeigt wird. lid>e deren eigentals an Cendenz er felbrt angibt. an dem @eld dem hiefür geeignetften Objekt zu zeigen. aus weld^en feelifd^en Toraus fetzun gen überhaupt des Geldes möglid) wird. 80 ordnet einen fid> die ganze CebensGeiftes- Simmels dem beherrfd)enden 1< . die ift. andererfeits aber gerade an der Kunft aud) der Cebenstritt.philofophie des 0eldes" voran. dem ]VIaler der lebensvollen Bewegung. auf die Geftaltung ihrer gerelird?aftlid>en Beziehungen zurüdtwirht. des aus dem porträt hervorfpringenden Ganzen der perfönlid>keit. in- dem zunäd^ft dargelegt wird. d)arakter der Idee in die 6rfcheinung kenntnis. auf die Ter- hcttung ihrer Sd^ickfale. wi« zvpifd^en den äußerlid^ften. daß hier befonders deutlid> Umgeftaltung des Cebens zur Idee. realiftird^eften Grfd^einungen und den ideellften Potenzen des Dafeins in 6inzelleben und @erchid)te Cebenszufammenhänge eine beftehen. Er- daß die Kunft um ift. den Repräfentanten der Kunft arbeit erblidten läßt.. 6ndlid) ift in feinen Studien zur Kunft \\fh es wieder die das Intereffe.Be(tnträd)ttgung und Terftärkung. befonders diaraliterirtird)e6 Beifpiel diefer Bemühung ging Teiner Soziologie die als . und fodann wie die einmal entftandene Catfadie des Geldes nun auf das Cebensgefühl der Individuen. zur Objektivität verfolgen läßt. fo höher ihn je mehr Ceben in fie eingegangen was immer wieder zur Behandlung diefes Gebietes führt und ihn insbefondere in Rembrandt. ihr ^XTacbstum au6 rtd> heraus ]^ur an einem ßauptgebiet des Cebens als ein aufzeigen.

Dazu die ihm feine Kraft einer großen Intuition. die Hnfdbauung und das Gefübl der Cebenewirhlid^heit von den verfd^iedenften Zugängen ber zu gewinnen.ititereffe unter^ überall auf die Brfafrung der dn- mtttelbarheit unteres Dareins zurüdtzufübren. <9anze der ^elt zu einem Bilde geftalten Denn Cebensmetapbyfik fie ift dazu von vornberein außerftande» da ficb liegen die ganze unbelebte ^^elt neben läßt als einen zufälligen und fid) unerklärlichen 8toff des Cebens. Daß 8immel 4i . fondern aud) einen Torzug meinte: daß nämlid)» wenn feinem die Größe derGinfeitigkcit voUendeterSyfteme fehle» er dafür doth der Ginfeitigkeit der Größe ent- gehen möge. Gv felbft hat einmal in das Spigonenzeitalter der großen philofopbie eingereiht» womit Denken er freilid^ nid>t bloß eine 8d>wäd>e. die das könnte.vmd Cebensgefühl verliert. des und dies \H die eigentUd^e Bedeutung 8immeUd>en Geiftes» worin er fid) als ein ed^tes Kind unferer hod^differenziertenZeit» unteres Zeitalters der auf die 8pitze getriebenen audi geiftigen Hrbeitsteilung bewährt: Reaktion gegen diefeZerfplitterung unreres8eins daß er die tieffte darftellt» gegen diefe Hufteilung unteres ^etens in die vertd^iedenften Bezirke» bei der es zuletzt ganz fein und gar 6inheits. 8inimel trotz aller Ciefe ift Feines Denkens im zauberifrf>en einzelnen» trotz der ungemeinen Kraft feiner feines geiftigen Clnterfd>eidungsvermögens» faft Kunfty Gedanken zu binden und zu löfen» gewiß keine der feblte ganz großen Denkergeftalten gewefen.

eine von Seelenwerten. Darum wirken feine 8d>riften auf jeden. wie unferes Seins. daß hiedurd> fid) unfere ©efamtauffaffung vom Ceben attßerordentlid) bereid^erte. an leud)tungen. Ton ihm darf ähnlid) wie in dem Did^terwort gefagt werden. Hb grenzung. welches fein feinfühlig ft er Riftoriher. Diefe erblidte id) in der ungemeinen Bemühung hat. der logifd^en Brfaffung widerftreben. der fid> ihrem Zauber hingibt. zu fagen. neue^ege zur Befreiung aus dem Banne bloßer Inte lfeines Denkens. dem fein außerlogifchen Denken Recht an der @eftaltung unferes Weltbildes zu tritt er wahren. wenn der JVIcnfd> in feiner Grkenntnisqual verftummt. die aber dod> in und fogar unfer Denken beftimmen. Rier wie kein anderer Denker fein feit Begel an deffen Seite. duvth Gmfdireibung.»n feiner Tirtuofität unerbörtefter Differenzierung des Denhens und füblene nur ein Interpret eines Zeit- alters war. daß. fülle Gr hat die die 0abe befeffen. die nid^t begrifflid> gefaßt werden können. Hngleid^ung und fprad^liche Kunftniittel aller Hrt fo zum Husdruck zu uns da find bringen. gleitende. was er leidet. <X(erk in durchaus eigen- artiger Weife und mit unendlich vervollkommneter €echnik fortfetzend. Karl Camprecht. fo vielen Stellen wie 6r- Stimmen aus einer tieferen Sd^id^te die mit dem bloßen Cid>te reflektieren- 4« . das Zeitalter der Reizfamkeit genannt macht nur die eine Seite feines ^efens aus und würde ihm noch keine fortwirkende Bedeutung erteilen. fd>webende Cebensinhalte. ein @ott ihm gab. dem Grkennen lektualitätzu bahnen.

unfer eigenes Ceben. in ßeimat Hth binabtaud^en Darlegungen anbaftet Und wie dee Irrigen.. 41 . der diefe Sprad^e verftand. eine fortzeugende 80 wird die pbilofopbie Kraft bleiben Gewinnung als voller 8elbfterkenntnis. Der )Mund. wie viel des Unbaltbaren oft feinen einzelnen — idy babe mid> für diesmal gefliffentlid) aller Kritih entbalten — es ift doA im was ganzen eine fo.der Vernunft nidit zu erreJd^cn ift. Hber aus dtn fie gefdiloffen für ßüd>ern diefes Denkers wird nod> zu vielen 6e- fd>led^tern tönen und wie ein neues . 8immels dem Ringen um nid^t zwar fo febr Terhünderin neuer TOabrbeiten wie als Bildnerin des menfd)lid)en 6eiftes.8efam tu did> auf!" verfd^loffene 5cbätze der 8eelen eröffnen und lange ftumm gebliebene 8aiten zum 8d)wingen und in Klingen bringen. in die feine aber jeder vergeffene viel mit dem ©efübl einer Rüdthebr läßt. das auszudrüdien. uns am innigften bewegt. als bätten wir in feiner Hrt zu denhen neue 8prad)e erbalten. ift fo wunderbar zu meiftem immer.

'Vom leiben Verfaffer find erfcbienen .

— 1: _^_ nawer.nismtion . logische ünsterblichla J C«/»« K 30.— ] BJirner iOÖO Ttumer.^ MiHtarismus RICHAiRD Die Diespotie der K4. MED.— WILHELM BÖRNER Erziehung zur Friedens- urnst bleier Schicksalsstunde 3 Des weißen Mensch^ I gesinnung az- JRU0OLF GOLDSCHEIP öoziausierung Oder Staatebankerött k StaatssoziaUcmiM.- cits russischer Rcyoiaitoas-Roi FERDINAND SAUTERS Gedichte ''rsie gts. Völfeertad. BoltischBid.-~ Die Probleme | des Geschleehtslebei BERiNHARD BOYNEBIJR< VON EINEM FRONTSOLDATEN Freie Miliz. K 6. kein neuer k 3.AMZENGnjtrBER'^ERLAO BRÜGEH SUSCHITZKY. ENGELS Das komniutiistische ffgSttUS' PAUL KAMMERER Emzeltöd.^ «.— 1 B^LA PARLAGI Richtliniert einer inter iionalen Wirtschaftspol - OLGA MISAU Neuen Liebesidealen ent- DR. Bxpl. WlßN^ '"Tlf Kürzlich sind erscliiencB BÜCHERyo^HÖChSTERAKTUÄU % 1^ KÄRt MARX und FRIEDR. 6LÄSSNER gegeh K4. Reich illustriert *C <5. progr&mni K * LITERARISCHE NEUHEl TE J<^^^^^"r^r ALFÖNS PETZOLiy ^ Der feitrige Weg] Haus Nuftimer 37 KARL AD0L1>H Eih Wiener jRomta K /-?. Ein Qrunar/e für den 3aü dcrMcriscH. ExpatplMFC . Aufl. iid MAXIM. utAj ij>/ Staat^apitalismusi Die t GEiORG SELEtY Politik des Lebens hcitsor^a. BRANDT als Grund Arbeit Die für die Innerstaatliche soziale schaftsiieuordftung ihre Systeniö . 2.- M SCHWARZ Pflppsr-Lvn^iui Halfijnaij.^ ZU BEZIEHEN DURCH ALLE BUCHHANDLUNG . Aasg' von Wt!hzla( MXti3aa$s'stbe fialbf^Mttxbmaä Das Tagebuch von Goethe K 96.

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