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11: Tödliche Gewalt durch israelische Siedler: gestern und vorgestern wurden bei Nablus und Hebron zwei junge Palästinenser erschossen
Während hier in den Medien die Aufmerksamkeit auf Tunesien und Ägypten gerichtet wird, hat es den Anschein, als sei es in Palästina ruhig und friedlich. Tatsächlich aber erleiden die Palästinenser unter der andauernden israelischen Besatzung nicht nur durch die Besatzungsarmee, sondern auch durch die Siedler der illegalen israelischen Siedlungen tägliche mörderische Gewalt. Auf der Suche nach einem seiner Schafe wurde vorgestern in der Nähe von Nablus ein 19jähriger Schäfer von Siedlern erschossen. Gestern wurde in Hebron ein Teenager tödlich verletzt, und ein zweiter junger Mann wurde so schwer misshandelt, dass er mit zahlreichen Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Solche „Vorfälle“ sind so alltäglich, dass sie kaum noch in irgendwelchen Medien berichtet werden. Ein palästinensisches Leben, das durch die Gewalt der israelischen Besatzung ausgelöscht wird, ist nicht eine Zeile in den Nachrichten wert! Geldern) subventionierte Wohnungen finden. Es profitieren auch ausländische Firmen, die das besetzte Land ausbeuten und Bodenschätze rauben. Beispiele dafür sind nicht nur in fernen Ländern zu finden, deren Politik wir nicht beeinflussen können. Nein, sie sind hier, vor unserer Haustür: die Heidelberger Cement AG, die in der Berliner Straße in Heidelberg ihren Hauptsitz hat, beutet über ihre Tochterfirma Hanson seit vielen Jahren Steinbrüche im besetzten Westjordanland aus. Das dort gewonnene Baumaterial wird entweder für den Bau der illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland verwendet oder nach Israel transportiert – faktisch also der palästinensischen Bevölkerung gestohlen. Nach internationalem Recht ist es Besatzungsmächten sowohl verboten, Land in besetzten Gebieten zu besiedeln als auch deren Bodenschätze auszubeuten. Es ist ein Skandal, dass deutsche Firmen davon profitieren, dass entrechteten Menschen von einer verbrecherischen Besatzungsregierung ihr Land und ihr Besitz weggenommen wird. Es muß der Geschäftsführung der Heidelberger Cement AG deutlich gemacht werden, dass eine solche Geschäftspolitik verbrecherisch und nicht tolerabel ist. Überall auf der Welt formieren sich zunehmend Menschen, auch kritische Israelis, die sich für eine gerechte Lösung des Konflikts einsetzen und es für dringend nötig halten, Druck auf die Regierung in Israel auszuüben, damit sie endlich ihre aggressive, illegale Politik beenden. Ein weltweiter Boykott nicht nur israelischer Firmen, sondern auch internationaler Unternehmen, die von der Besatzung profitieren oder sie unterstützen, kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Daneben muß ein Rechtsbruch wie der der Heidelberger Cement AG öffentlich gemacht und juristisch verfolgt werden.

Yousef Ikhleil, in hospital and on life support [MaanImages]

Von dieser kriminellen, völkerrechtswidrigen Besatzung der palästinensischen Gebiete profitieren nicht nur Israelis, die straffrei bleiben, wenn sie Menschen ermorden, oder die in illegalen Siedlungen günstige, staatlich (und mit internationalen

Deshalb: Protestieren Sie gegen die völkerrechtswidrigen Aktivitäten der HeidelbergerCement AG Kaufen sie keine israelischen Waren, erst recht keine aus den illegalen Siedlungen Unsere nächsten Veranstaltungen können Sie unter unserer Website erfahren: www.pal-ini-hd.de

Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg www.pal-ini-hd.de