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Geschichte

Gilgamesch
Epos und Erläuterungen
Geschichte Erstmals taucht der Name Gilgamesch in einer Götterliste 2600 v.u.Z. aus den Archiven von Schuruppak auf. Er ist die Zentralfigur des Epos und hat als König eines Reiches mit der Hauptstadt Uruk im südlichen Mesopotamien sehr wahrscheinlich wirklich gelebt, denn seine geschichtliche Existenz wird durch eine Tontafel aus Nippur bestätigt. Sein Lebenslauf ist zwar weitgehend Legende, aber zumindest seine Regierungszeit kann in der sogenannten frühdynastischen Zeit zwischen 2750 und 2600 v.u.Z. vermutet werden. Damals beherrschten die Sumerer den größeren Teil des Zweistromlandes. Politisch organisiert in Stadtstaaten, brachten sie die erste Hochkultur der Menschheit hervor. Mit der Entwicklung der Keilschrift, der ältesten Schrift der Menschheit, ihrer Monumentalarchitektur, eines geordneten Staatswesens und der ersten Aufzeichnung wirtschaftlicher und verwaltungsmäßiger Vorgänge legten sie die wesentlichen Grundlagen für die nachfolgenden Kulturen. Gilgamesch, der sehr früh vergöttlicht wurde, muß einer der mächtigsten Herrscher dieser Zeit gewesen sein. Die Stadt Uruk verdankt ihm eine große Stadtmauer und erlangte durch seine Führung auch politische Bedeutung. Er scheint als Tyrann über sein Volk geherrscht zu haben. Über die Ereignisse während seiner Regierung läßt sich aber den späteren Sagen, die die einzige Quelle für ihn sind, nicht viel Sicheres entnehmen. Es liegen auch über andere Könige dieser Frühzeit sagenhafte Überlieferungen vor, doch sind die Informationen über Gilgamesch die bei weitem umfangreichsten. Entstehung des Epos Das Gilgamesch-Epos ist die bedeutendste literarische Keilschrift-Tontafel, London British Musem Schöpfung des Zweistromlandes und das erste niedergeschriebene literarische Werk der Menschheit überhaupt. "Niedergeschrieben" bedeutet hier mittels einer Art Griffel wurden keilförmige, nach rechts oder unten spitz zulaufende Zeichen in Tafeln aus Ton gedrückt. Die als "Gilgamesch-Epos" bezeichnete Dichtung stellt nicht die einzige Gestaltung der Mythen und Sagen um Gilgamesch dar, sondern hat eine lange Vorgeschichte. Die Mehrzahl der uns bekannten Mythendichtungen dürften um 1700 vuZ. die Gestalt gefunden haben, in der sie uns aus gefundenen Abschriften überliefert sind. Das Epos selbst dürfte aus einer Reihe ursprünglich nicht zusammenhängender Einzelsagen entstanden sein. Der uns namentlich bekannte Schreiber oder Dichter des Epos Sin-leqe-unnini schuf daraus vermutlich im 12. Jh. vuZ. das Werk, das wir als Gilgamesch-Epos bezeichnen. Der größte Teil des noch erhaltenen Werkes stammt aus der großen Tontafelbibliothek des Assyrerkönigs Assurbanipal aus Ninive. Das eigentliche Epos ist auf zwölf Keilschrift-Tontafeln aufgezeichnet, wobei die Geschichte nach der elften Tafel endet. Eine zwölfte Tafel, die inhaltlich nicht zur Dichtung paßt, wurde irgendwann als Anhang angefügt. Da die Tafeln als Bruchstücke gefunden wurden, ist der Text nicht vollständig erhalten. Wenig älter oder gleichalt sind einige Bruchstücke, die in der alten Hauptstadt Assyriens, Assur am Tigris, und auf einem Grabungshügel nahe Harran in Nordmesopotamien gefunden wurden. Jüngere Bruchstücke stammen aus Babylonien. Die Tafeln befinden sich heute im Besitz des Britischen Museums in London, s. Keilschriftentzifferung.

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