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Ein lebenslanges Lernen

15.10.13

Lebenslanges Lernen (von Hameeda Mohammad & Ivana Ballistreri)
Michel Ballistreri (38) hat in seinem Leben schon verschiedenste Ausbildungen absolviert. Um den heutigen Ansprüchen zu bestehen, sind Weiterbildungen heutzutage ein Muss. Aus diesem Grund erschien uns dieser Interview-Partner als besonders geeignet. 1. Der Grundstein Ihrer Ausbildung war eine KV-Lehre genau hier an der KV-Zürich Business School im Jahre 1996, warum haben Sie sich damals für diesen Weg entschieden?  Auf Grund meiner Begeisterung für die Technik war meine erste Ausbildung sogar eine Lehre als Elektromechaniker. Dort stellte ich jedoch fest, dass meinen Vorstellungen nicht entsprach. Durch diesen „Umweg“ wusste ich danach umso mehr, dass die breiten Tätigkeiten eines kaufmännischen Berufes genau das war was ich für meine Zukunft wollte. So kam ich dann zur KV-Lehre.

2. Ihr weiteres Berufsleben war danach noch von einigen weiteren Aus-/Weiterbildungen geprägt, was waren dies für welche?  Nach meiner KV-Lehre habe ich eine Ausbildung zum Marketing Fachmann, sowie einen Studiengang zum Bachelor of Business Administration absolviert. Aktuell bin ich mitten an einem Executive MBA (Master of Business Administration) dran.

3. Die KV-Lehre war vermutlich schon damals eine sehr gute Grundausbildung, wieso haben Sie denn danach immer wieder neue Aus-/Weiterbildungen angehängt, waren die vorhergehenden nicht mehr gut?  Doch absolut, damit hatte es nichts zu tun. Es war eigentlich immer die gleiche Situation. Ich durfte einen neuen Bereich kennen lernen welcher mir dann jeweils so gefiel, dass ich einerseits mehr darüber wissen wollte und andererseits mir durch die Weiterbildung die optimalen Voraussetzungen schaffen wollte, um auch in diesem
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Hat Sie jemand dabei unterstützt?  Wenn man dann tatsächlich in der Weiterbildung steckt.Ein lebenslanges Lernen 15. die einem den nötigen Rückhalt geben können. So vermeidet man spätere Missverständnisse.10. dass man mit allen Anspruchsgruppen schon im Vorfeld die Absicht und die möglichen Auswirkungen offen und klar bespricht. Hatten Sie denn immer ein bestimmtes Ziel vor Augen. War es nicht sehr schwierig. wenn Sie eine Weiterbildung in Angriff genommen haben?  Nein. Daraufhin habe ich mir dann die passend(st)e Weiterbildung ausgesucht. 6. welchen Teil der Freizeit man dafür opfern muss. dies ist wirklich die grösste Herausforderung. Hat es Momente gegeben an denen Sie ans Aufgegeben gedacht haben? 2 . der Freundeskreis und der Arbeitgeber. Ganz wichtig ist dabei dass einem selbst klar ist. die Arbeit. 4. desto besser können sie einen auch unterstützen. 8. Haben Sie alle Ihre Weiterbildungen berufsbegleitend absolviert?  Vor jeder Ausbildung habe ich mir diese Frage natürlich gestellt. eigentlich nicht. Es ist meiner Meinung nach zudem enorm wichtig. Es war schlussendlich aber tatsächlich so. 5.13 Bereich arbeiten zu können. 7. Umso mehr diese mit involviert sind. was mit der Weiterbildung zeitlich auf einen zukommt. Am Anfang war jeweils der Wunsch meine Kenntnisse zu erweitern oder zu vertiefen. bzw. ist es die Familie. dass ich mich jedesmal für den berufsbegleitenden Weg entschieden habe. das Privatleben und die Weiterbildung unter einen Hut zu bringen?  Doch.

sind Sie bald an einem Punkt angekommen. dass es „Ein“ Ziel ist. Bei solchen Situationen ist dann der Durchhaltewille gefragt.10. Wie sieht Ihre Zukunft aus. dass man diese 3 . 12. es wird immer ein Punkt kommen. in Bezug auf den ersten Schritt in das Berufsleben?  Das Berufsleben wird einen durchschnittlichen Lernenden. wo man davon profitieren kann. 9. die unerwartet auftreten können und wo man sich nachher selbst fragt „Wieso tue ich mir das eigentlich an?“ Aber dies ist eigentlich normal. vielmehr ist es ein Weg mit verschiedenen Zwischenstationen an denen ich mir immer wieder überlege welchen Weg ich als nächstes einschlagen werde. die nächsten 50 Jahre begleiten.13  Natürlich gibt es immer wieder Schwierigkeiten. Umso wichtiger ist also. Wichtig ist vor allem dass man dafür offen ist und auch eine gewisse Neugier an den Tag legt.Ein lebenslanges Lernen 15. dass lebenslanges Lernen sein muss?  Ich denke jeder lernt automatisch sein Leben lang neue Dinge dazu. Würden Sie ein zweites Mal gleich vorgehen?  Durchaus. Dann sind Sie der Meinung. Egal welche Weiterbildung man macht. Was würden Sie einem Lernenden Heute für Tipps geben. jeder meiner Weiterbildungen hat mich persönlich und fachlich tatsächlich weiter gebracht und ich konnte das Erlernte in unzähligen Situationen anwenden. 10. an dem sagen „ich habe mein Ziel erreicht“?  Ich glaube nicht. wo man sich überlegt eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen. 11. So wird man früher oder später vermutlich ohnehin an einen Punkt kommen. welches ich verfolge.

4 .10. so versucht zu gestalten. Ohne einen gewissen Spass an der Arbeit würden die erwähnten 50 Jahre doch ziemlich trist ausfallen.13 sehr lange Zeit.Ein lebenslanges Lernen 15. dass man die Dinge. die man gerne macht den grössten Teil der Arbeitszeit einnehmen sollte.