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OKKASIONALISMEN IN DEN DEUTSCHEN MEDIEN
Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ
Abstrakt Príspevok je zameraný na problematiku okazionalizmov v nemeckých printových a audiovizuálnych médiách, ktoré sú následne porovnané so slovenskými ekvivalentmi. Pri ich recepcii v cudzojazyčnom prostredí dochádza k nemalým problémom, ktoré súvisia s nasledujúcimi faktormi: jazyková kompetencia, vedomosti z oblasti slovotvorby (slovotvorná rodina, pole), krajinovedy, ako aj kontextových možností. V druhej časti príspevku sú skúmané nemecké okazionalizmy (25 slov) podrobené morfologickej, slovotvornej a sémantickej analýze. Kľúčové slová okazionalizmy – neologizmy – pojem lexikalizácie – mediálny text

1 DAS WESEN DER OKKASIONALISMEN

In meinem Beitrag konzentriere ich mich auf das Wesen der Okkasionalismen allgemein, auf den Unterschied zwischen Okkasionalismen und Neologismen sowie auf die onomasiologische und onomatologische Struktur von ihnen, d.h. im Focus meiner Analyse stehen die Struktur des begrifflichen Inhalts und der formale Ausdruck okkasioneller Lexeme. Viele der neu entstandenen Wörter verschwinden nach einmaligem oder ganz seltenem Gebrauch. Es geht meist um die für einen bestimmten Zweck, Kontext oder eine bestimmte Situation gebildeten Einheiten. Diese werden Okkasionalismen oder Ad-hoc-Bildungen genannt. Ein weiteres Stadium machen die Neologismen aus. Diese Bildungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in Gebrauch genommen und immer als neu empfunden werden, sind auch außerhalb des Kontextes verständlich. Je häufiger Neubildungen verwendet werden, desto geringer ist ihr Auffälligkeitsgrad. Somit wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu den usuellen Bildungen übergehen, größer. Durch einen regelmäßigen Gebrauch werden usuelle Wörter zu den festen lexikalischen Einheiten der Sprache und schließlich im Lexikon gespeichert. Sie unterliegen dabei dem Prozess der Demotivierung bzw. Idiomatisierung, d.h. ihre Bedeutung wird nicht immer aus den einzelnen Bestandteilen erschlossen, sondern als ein nicht mehr abgrenzbares Ganzes verstanden. Der Übergang von der okkasionellen zur usuellen Bildung ist fließend. In der sprachwissenschaftlichen Forschung werden grundsätzlich fünf Faktoren unterschieden, die eine Entstehung der Neubildung veranlassen: 1. Benennung unbekannter Größen: Autoboot, surfen. 2. Sprachökonomie: Donaudampfschiffahrtsgesellschftskapitänswitwenrentenauszahlungsstelle. 3. Analogiebildung: Großheit durch Größe, Langheit durch Länge.

Deshalb sollten Neologismen besser als „junge“ Bildungen bezeichnet werden. „nonce word“ verbreitet. In der deutschen Linguistik verwendet man die Termini „Ad-hoc-Bildung“ auch „okkasionelle Bildung“. einen neuen Ausdruck. dann auch nicht völlig neu ist. Zu den Merkmalen der Okkasionalismen gehören: 1. Abweichung. sogar „Neologismus“ und manchmal auch „Neubildung“. nicht aber als neue Wörter. Diese ist bei den Ad-hocBildungen stets gegeben. Der ausschlaggebende Punkt ist der. kreativ hervorgebrachte Produkte sind. Technik etc. Syntaktische Umkategorisierung: Veränderung der Wortkategorie eines Denotats ohne Veränderung seiner Grundbedeutung. Im Englischen ist zum Beispiel der Begriff „nonce-formation“ bzw. 4. Einmaligkeit: Neologismus und Ad-hoc-Bildung liegen völlig verschiedene Begriffe von „neu“ zugrunde. Einmaligkeit von Okkasionalismen bedeutet also. der sie verwendet. 17) Unter dem Neologismus versteht man aber ein neues Wort bzw. dem Sprecher. Kontextabhängigkeit. . „Einmalbildung“. Bei den Okkasionalismen haben wir mit mehreren konkurrierenden Termini zu tun. Nicht-Lexikalisierbarkeit. Als Abgrenzungskriterium führt Hohenhaus die Zurückverfolgbarkeit ein. also auf tatsächlicher Anwendung von Bildungsregeln resultieren (oder dem bewussten Verstoß dagegen). Besondere Funktionen. aber durchaus schon bekannt. Die Neologismen stammen typischerweise aus der Sprache der Politik. Eindeutige Ad-hoc-Bildungen existieren nur für den kurzen Moment ihrer einmaligen Verwendung.Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ 247 4. 2. Es kommt ein nächster wichtiger Aspekt von Ad-hoc-Bildungen hinzu. in der sie durchaus schon usuell waren. „Augenblicksbildung“. der sich umgangssprachlich noch nicht voll eingebürgert hat. im Umkehrschluss. 1996. „Gelegenheitsbildung“. aber sie kommen in verschiedenen Textsorten mehr oder weniger häufig vor. Situations – bzw. dass sie a) neu sind und dass sie b) nie wieder verwendet werden. Sie kommen in der gesprochenen wie geschriebenen Sprachform vor und beziehen sich auf fast alle Textsorten der gesellschaftlichen und auch familiären Kommunikation.. in die allgemeine Umgangssprache einzugehen. 2 MERKMALE DER OKKASIONALISMEN Die Okkasionalismen finden kaum Platz in wissenschaftlicher Fachsprache. s. 5. Die ersten sind zwar diachron gesehen noch mehr oder weniger „neu“. oder besser gesagt. 5. also aus einer Fachsprache. noch nie zuvor gebildet worden sein. „Okkasionalismus“. 1. Die Ad-hoc-Bildungen sind völlig neu. nämlich: dass sie auch nicht wieder auftauchen. und nur auf dem Wege sind. (Hohenhaus. die die Nachricht überbringt. dass Ad-hoc-Bildungen aktiv. Stilistische Anpassung: Überbringer einer Nachricht – die Person. Einmaligkeit. aber. 3.

in welchem Maß die angegebenen Eigenschaften auf die konkreten Lexeme zu beziehen sind. Biszumfrühstückbleiber 13. 4. 3. verstanden. Besondere Funktionen: Zu den besonderen Funktionen gehören: Informationskonzentrierung. Einklau-Bummel 11. Situations – bzw. nicht aber notwendiges Merkmal von Ad-hoc-Bildungen. Schlafmensch 3. 5. Kopfwerker 4. Man kann hier von einer ambivalenten Beziehung zw. Beckenrandschwimmer 12. Kontextabhängigkeit: Ad-hoc-Bildungen werden für eine bestimmte Gelegenheit gebildet. Kontext und Ad-hoc-Bildungen sprechen. In keinem Wörterbuch finden wir etwa diese Lexeme: es geht z. Abweichung: Das Merkmal „Abweichung“ ist ein typisches. Verschlimmbesserung 9. Film-Film (als Gegensatz zu Fernsehfilm oder Reportage). Adventskalendervorzeitigöffner – – – – + + – – – – – + + – – kontextabhängig +(–) +(–) +(–) + – – + + + +(–) – – – – – nichtlexikalisier – – – – – – – – – – – – – – – einmalig – – – – + + – – – – – – – – – . Sektlaune 10. d. Die Abweichungen können auf mehreren Ebenen liegen: auf phonologischer. morphologischer. semantischer und auf der Wortbildungsebene. Ja-bin-ich-denn-hier-nun-ganz-verlasssen 7. Wachmensch 2. Tabelle 1 Abweichend 1. Hypostasierung und stilistische Effekte. Beigefahrdackelaufdenarm-nehmer 14. der allein aus Blattsalaten besteht). Ausgleich von Bezeichnungslücken. Immer-mach-ich-die-gleichen-Dummheiten 6. habe ich eine Tabelle mit vier typischen Eigenschaften von Okkasionalismen erstellt. dass diese Funktionen mit denen der usuellen Wortbildung zusammenfallen. andererseits sind die Ad-hoc-Bildungen außerhalb des Kontextes uminterpretierbar. Einerseits veranlasst ein bestimmter Kontext ihre Bildung.h. sie sind situations – bzw. Um zu überprüfen. Salat-Salat (Salat. weil sie mit bloßem + oder – nicht zu charakterisieren ist. Achselschwitzer 15.B. Die Eigenschaft besondere Funktionen habe ich außer Acht gelassen. um tautologische Komposita wie Mann-mann (männlicher Mann). Hier muss man betonen. kontextabhängig. Aktenkommandeur 5.248 Okkasionalismen in den deutschen Medien 2. Buhmann 8. Nicht-Lexikalisierbarkeit: Der Begriff „Lexikalisierbarkeit“ wird hier im Sinne „im mentalen Lexikon eingetragen“.

Aktenkommandeur 5. Beckenrandschwimmer 12. Achselschwitzer 15. Schlafmensch 3. stammen entweder aus den Printmedien (Zeitung) oder aus dem Fernsehen (Fernsehsendung): Tabelle 2 Medienform 1. die das Korpus meiner Untersuchung bilden. Buhmann 8. Einklau-Bummel 11. Beigefahrdackelaufdenarm-nehmer 14. Nureinbiertrinker 24. Bikinischnittrasiererin 19. Beimfischessengrätenentferner Zeitung Zeitung Zeitung Zeitung Fernsehen Fernsehen Zeitung Zeitung Zeitung Zeitung Fernsehen Fernsehen Fernsehen Fernsehen Fernsehen Fernsehen Fernsehen Sprachform geschrieben geschrieben geschrieben geschrieben gesprochen gesprochen geschrieben geschrieben geschrieben geschrieben gesprochen gesprochen gesprochen gesprochen gesprochen gesprochen gesprochen . Aspirinnachdemsuffbenutzer 17. Orangenmitmesserundgabelesser – – – – – + + – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – + + – – – 249 Als eine allgemein gültige und tatsächlich vorhandene Eigenschaft von Okkasionalismen zeigte sich in meinem kleinen Korpus die Eigenschaft „nichtlexikalisierbar“. Coffeinloserkaffeetrinker 20. 3 MEDIENFORM DER OKKASIONALISMEN Die Beispiele. Das betraf auch die Kontextabhängigkeit von Okkasionalismen. Schattenparker 21. Verschlimmbesserung 9. Ja-bin-ich-denn-hier-nun-ganz-verlasssen 7. Adventskalendervorzeitigöffner 16. Kopfwerker 4. Immer-mach-ich-die-gleichen-Dummheiten 6. Nurweichgekochtefrühstücks-eieresser 25. Verführ-mich-Klamotten 22.Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ 16. Wachmensch 2. Aspirinnachdemsuffbenutzer 17. Die Okkasionalismen mit der abweichenden Struktur waren nicht so häufig vertreten. Hatte-ich-schon-Liste 23. Sektlaune 10. Beimfischessengrätenentferner 18. Biszumfrühstückbleiber 13.

spiegel.de. Schreckgestalt. Zeit: www. wie es um den Coca-ColaAutomaten in dem Aufenthaltsraum stand. Verführ-mich-Klamotten 22. die Untersuchungen am Gebäude sind aber seit einiger Zeit abgeschlossen. Hätte das GT den Anspruch. sind wie vorher erwähnt wurde. Keine Sektlaune bei Rotkäppchen. Die Ermittlungen des LKA laufen zwar noch weiter. für den der vorweihnachtliche „Einklau-Bummel“ auf dem Polizeirevier endete. Schreckgespenst. Ohha!!! Gib mir bitte nur 20 % Deines Elan`s ab! Bitte Ich bin ein Schlafmensch und brauch immer etwas länger um in die Gänge zu kommen!!!! Wie bekommen Hand. Aus diesem Grund habe ich zu den betreffenden Wörtern den Minimalkontext in der ursprünglichen Form aus den Zeitungen (Spiegel: www.: 8 U 211/04) einen Mieter jetzt zum Schadensersatz verurteilt.zeit. nur kontextabhängig zu verstehen. so sollte es statt seine Macht als meistgelesene Göttinger Lokalzeitung politisch zu missbrauchen. so darf er damit dem Vermieter keinen Schaden zufügen. oder weiter. besser etwa danach fragen. heute Buhmann der Nation. Orangenmitmesserundgabelesser Fernsehen Fernsehen Fernsehen Fernsehen Zeitung Fernsehen Fernsehen Fernsehen Okkasionalismen in den deutschen Medien gesprochen gesprochen gesprochen gesprochen geschrieben gesprochen gesprochen gesprochen 4 MINIMALKONTEXT DER KONTEXTABHÄNGIGEN OKKASIONALISMEN Die Okkasionalismen. Scheuche. der im März dieses Jahres bereits einen weniger bedeutenden Schwelbrand ausgelöst hatte und dennoch weiter betrieben wurde. die verschiedenen Zeitungen entnommen wurden. 300 Mitarbeiter müssen gehen. Mit dieser Begründung hat das Kammergericht in Berlin (Az. Nureinbiertrinker 24. Hatte-ich-schon-Liste 23.und/oder Kopfwerker ihr Geld? Buhmann Einst Job-Retter bei VW und großer Reform-Macher in der Ära Schröder.250 18. Schimäre. kritisch zu berichten. Das wären zumindest interessante Indizien – abschließend wird die Brandursache aber voraussichtlich niemals geklärt werden. Einer. Kobold. Nurweichgekochtefrühstücks-eieresser 25. Schattenparker 21. warum ein Wachmensch und nicht der vor Ort installierte Rauchmelder die Feuerwehr rief. Coffeinloserkaffeetrinker 20. Bikinischnittrasiererin 19. ist M. Führen solche Arbeiten zu einer "Verschlimmbesserung" der Wohnung. Kinderschreck. Dämon. Seine Reform "Hartz IV" ist zum Schimpfwort geworden.de) angeführt. Popanz. bei VW stolperte er über die Lustreisen-Affäre. schwarzer Mann Führt der Mieter eine vertraglich nicht geschuldete Wohnungsrenovierung durch. Nun rechtfertigt sich Peter Hartz. Phantom. . kann der Vermieter sogar Schadensersatz fordern.

Die Indikatoren. Man unterscheidet bei der Übersetzung einen rezeptiven Aspekt des Verstehens (Kontext. Kenntnisse von Netzmodellen. sondern durch ihre einsichtige Bildungsweise. Einen Text zu verstehen bedeutet aber. 251 5 ÜBERSETZUNGSMÖGLICHKEITEN DER OKKASIONALISMEN Im Fremdspracheunterricht sind die Übersetzungsmöglichkeiten der okkasionellen Bildungen von großer Bedeutung. Wenn Sie dann noch die Energie haben. auch wenn die Aktualisierung der Bedeutung eines Wortes durch gemeinsame semantische Komponenten erleichtert wird. weil „es neben merkmalsspezifischlogischen Repräsentationen von Begriffen eine ganzheitlich-anschauliche Informationsspeicherung im Gedächtnis gibt. (Barchudarov 1979. Lexik) und einen produktiven Aspekt des Formulierens (Pragmatik. „wenn er den gleichen oder zumindest einen weitergehend deckungsgleichen kommunikativen Wert wie der Text in der Ausgangssprache besitzt. Ein Text der Zielsprache erscheint dann als Übersetzung. 198) aus. Rhetorik).“ (Hoffman – Klix. die das Verstehen und folglich auch Formulieren unbekannter Wörter erleichtern können.und Kontextwissen. während die usuellen Wörter durch das Kriterium der Gebräuchlichkeit charakteristisch sind. dass nicht das ganze Sprachmaterial vom Leser (Hörer) auf gleiche Weise verarbeitet wird. 198). wird die Wortbedeutung vom Sprachbenutzer realisiert. Obwohl die Mitglieder einer Sprachgemeinschaft über einen gemeinsamen Sprachwortschatz verfügen. 128) Die Zeichenvorkommen müssen auf denselben Wirklichkeitsabschnitt bezogen werden. können sie auch eine „Noch-offene-Liste“ vorbereiten. Okkasionelle WBK zeichnen sich durch das „Kriterium der situativ gewährleisteten Auflösbarkeit“ (Schmidt 1982. durch die Kenntnis von Wortbildungsmodellen sowie durch ihre situationsbedingte und semantische Motiviertheit gewährleistet wird.h. dass muttersprachliche und nichtmuttersprachliche Sprachbenutzer für ein neues (okkasionelles) Wort einen unterschiedlichen Bedeutungsumfang konstruieren. s. Das betrifft natürlich auch einzelne Wörter und Sätze. Das Erkennen eines okkasionellen Wortes setzt nicht automatisch das Verstehen voraus. dass alle diese Verarbeitungsprozesse im menschlichen Bewusstsein subjektiv verlaufen. Wenn man einen Text übersetzen will. muss man ihn zuerst verstehen. Wortfamilien. 1979. Fügen sie wesentliche statistische Einzelheiten hinzu. Semantik. wenn er dem Original kommunikativ äquivalent ist.Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ Machen Sie eine „Hatte-ich-schon-Liste“ Erstellen Sie eine Liste all derer mit denen Sie geschlafen haben – in der Reihenfolge der Potenz. Es ist sicher vorauszusetzen. Jedes okkasionelle Wort verlangt einen längeren Textzusammenhang und seine Interpretation ist mit dem breiten Hintergrundwissen verbunden. Das bedeutet. s. Beim Übersetzen eines Wortes aus einer Ausgangssprache in die Zielsprache. sind: Sprachkompetenz. Sachgruppen und Wortfeldern sowie landeskundliches Sach. s. Erst durch die Aktivierung der Bedeutungskomponenten der angegebenen Wortform in ihrer konkreten Umgebung. besteht das größte Problem vor allem in der Wahrung des unveränderten Inhalts des Ausgangstextes und in der Beibehaltung seines stilistischen Wertes. 113) . Allgemein wird das Verständnis von Ad-hoc-Bildungen nicht durch ihre Speicherung im Gedächtnis. ist die Sprachkompetenz jedes Einzelnen und auch der Umfang seiner Kenntnisse sehr unterschiedlich.“ (Wotjak 1982. s. d.

ktorý pláva popri okraji bazéna . 52) drei relevante Faktoren: a) sprachliche Kenntnisse. 2001. Die Übersetzung von stilistisch markierten und okkasionellen Wortbildungskonstruktionen. Immer-mach-ich-die-gleichen-Dummheiten 6. Einklau-Bummel 11. Verschlimmbesserung 9. soziokulturelles. Buhmann 8. bereitet zusätzliche Schwierigkeiten. Schlafmensch 3. Aktenkommandeur 5. b) aus der Textoberfläche nicht immer direkt abzuleitende Hintergrundkenntnisse. partielle (teilweise) und fehlende Übereinstimmung (Nulläquivalenz). Dabei müssen Bedeutung. Da es sich hier um die Lexeme mit großem konnotativem Wert handelt. ale aj človek. Als ein Ausgangspunkt des Vergleichs bei der Konfrontation kann entweder die Bedeutungsseite (Äquivalenz) oder die Formseite (Kongruenz) okkasioneller Einheiten gewählt werden. die die Übersetzungsäquivalenz sichert. Sie verlangt die Berücksichtigung kommunikativer und funktionaler Übereinstimmung in beiden Texten. 3. Aufgrund der unterschiedlichen Sprachsysteme bedeutet die Übersetzung eines Okkasionalismus eine möglichst adäquate Wiedergabe der okkasionellen Struktur und des Inhalts mit den Mitteln der Zielsprache. 22 partielle Äquivalente: 2. nezaslúžený objekt rozhorčenia verejnosti zhoršenie opojenie sektom krádež. 4. ist die Übersetzung in die Zielsprache begrenzter. wirtschaftliches und politisches Weltwissen. s. c) kulturspezifisches. na ktorom sa verejnosť vyvŕši. In der Übersetzungstheorie findet man in der Regel drei Grundtypen der Äquivalenz zwischen lexikalischen Einheiten zweier vergleichender Sprachen: totale (vollständige). s. Für das richtige Übersetzen okkasioneller WBK führt Gataullin (2001. 9) fehlende Übereinstimmung: alle anderen Tabelle 3 deutsch 1. 51) Die Aufgabe des Übersetzers besteht darin. (Gataullin. Ja-bin-ich-denn-hier-nun-ganz-verlasssen 7. des kommunikativen Wertes. 7. 8 (1. ku ktorej dochádza v tlačenici človek. Form und Konnotation als untrennbare Einheiten behandelt werden. historisches. Beckenrandschwimmer slowakisch nočný strážnik spachtoš duševne pracujúci byrokrat výraz (tváre): robím vždy tie isté hlúposti tón: som tu taký/á opustený/á bubák. fungiert am häufigsten das Wort. Sektlaune 10.252 Okkasionalismen in den deutschen Medien Man kann diese Übersetzung als eine interkulturelle Vermittlung betrachten. Wachmensch 2. die – bei gleichem semantischem Informationsgehalt aber in verschiedener Form – die denotativen und konnotativen Absichten des Ausgangstextes in der Zielsprache realisieren. Das tertium comparationis beider Texte ist die Identität des Inhalts bzw. Kopfwerker 4. Nach dieser Einteilung bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen: totale Äquivalente: 21. die einen festen Bestandteil der Belletristik und in der letzten Zeit vor allem der Mediensprache sind. solche Wörter zu finden. Als die Einheit.

ktorý pri jedení rýb odstraňuje kosti žena. wobei die formale und inhaltliche Struktur beibehalten werden. mittels Umschreibung. da ihre lexikalische Bedeutung in keinem Wörterbuch fixiert ist. 3. im Slowakischen Derivation). ktorý ostáva až do raňajok penzista. 9 halte ich auch für partielle Äquivalente. ktorý predčasne otvára adventný kalendár človek. ktorý po pití užíva aspirín človek. Drei Beispiele in den Klammern 1. Hatte-ich-schon-Liste 23. Zu den partiellen Äquivalenten gehören die Beispiele 2. ktorý sa potí v podpazuší človek. Dabei muss man aber betonen. Im Deutschen geht es um die Wortbildungsart der Komposition und im Slowakischen um Derivation. Eins seiner Sememe wird ins Slowakische als ein Derivat übersetzt (bubák). Orangenmitmesserundgabelesser človek. ktorá sa holí podľa strihu bikín (kde je to viditeľné) človek.Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ 12. 4. Aspirinnachdemsuffbenutzer 17. ktorý pije len jedno pivo človek. Verführ-mich-Klamotten 22. 8 (1. wobei beide Äquivalente als okkasionell betrachtet werden können. ktorý konzumuje pomaranč vidličkou a nožíkom 253 Für totale Äquivalente kann man also die Beispiele 21 und 22 halten.z. da diesen deutschen Lexemen eine Einwortbenennung im Slowakischen entspricht. MORPHOLOGISCHE UND WORTBILDUNGSANALYSE DER OKKASIONALISMEN Aus der semantischen Sicht her.) človek. Für die totalen Äquivalente kann man die angegebenen Beispiele aus dem Grund halten. ktorý pije iba bezkofeínovú kávu človek. 3. ktorý parkuje v tieni zvodné šaty (zveď ma šatami) mal(a) som už zoznam (zoznam krátkodobých vzťahov) človek. 6 SEMANTISCHE. ist es nicht sehr einfach. die über die Eigenschaft „nichtlexikalisierbar“ verfügen. Coffeinloserkaffeetrinker 20. die lexikalische Bedeutung der Lexeme zu bestimmen. da es sich in beiden Sprachen um dieselbe Form und auch um denselben Inhalt handelt. meštiak (pejor. Bei den ersten drei handelt es sich um die Einwortbenennungen in beiden Sprachen. Alle anderen Beispiele sind die Äquivalente mit fehlender Übereinstimmung. dass in beiden Sprachen eine andere Wortbildungsart vorliegt (im Deutschen Komposition. u. bei dem anderen Semem besteht dagegen nur eine Möglichkeit des Übersetzens. Bikinischnittrasiererin 19. Nurweichgekochtefrühstücks-eieresser 25. 7. 9). Die deutsche okkasionelle Wendung Verführ-mich-Klamotten kann man auch wortwörtlich ins Slowakische übersetzen. Die Nichtlexikalisierbarkeit im Sinne der fehlenden Eintragung der lexikalischen Bedeutung eines Lexems in einem Wörterbuch hängt in fremdsprachlicher Hinsicht mit der Identifizierung des Denotats von einem . Teilweise betrifft das auch das Lexem Buhmann. Nureinbiertrinker 24. obwohl sie in jeder Sprache auf der Wortbildungsebene eine andere Wortart darstellen. Achselschwitzer 15. ktorý konzumuje na raňajky len vajcia na mäkko človek. Adventskalendervorzeitigöffner 16. Biszumfrühstückbleiber 13. Schattenparker 21. Beimfischessengrätenentferner 18. Dasselbe betrifft auch das Lexem Hatte-ich-schon-Liste. Beigefahrdackelaufdenarm-nehmer 14.

1988. Für die Okkasionalismen ist der Widerspruch typisch. 103). Der Okkasionalismus Ja-bin-ich-denn-hier-nun-ganz-verlasssen scheint von der Norm der deutschen Sprache auf der morphologischen und auch auf der wortbildenden Ebene abzuweichen. Aus diesem Grund kann man die angegebenen Beispiele nach diesem Merkmal in drei Gruppen einteilen: 1. dass es keine spezielle analogische Wortbildungsart gibt. 2000. wobei noch die Tatsache zu erwähnen ist. d. die über die Eigenschaft der Voraussagbarkeit nicht verfügen. d. die nur selten bei den Komposita vorhanden ist. 3. ihre Bedeutung ist durch ihre einzelnen Teile leicht zu erkennen (Beispiele: 5. Die deutschen Derivatologen vertreten die Meinung. Ja-bin-ich-denn-hier-nun-ganz-verlasssen (Verhaltensweise). 7. die über die Eigenschaft der Voraussagbarkeit verfügen 2. 1983. In den von mir untersuchten Beispielen ist nicht nur die Struktur ungewöhnlich. s. Ein Basiswort bildet in allen Beispielen ein Substantiv. bei denen der Minimalkontext erforderlich ist. dass sie in ihrer Struktur und Bedeutung ungewöhnlich und auffällig erscheinen. 3. obwohl ihre Wortbildung nach dem modellgerechten und regelhaften Prinzip verläuft. 10). es handelt sich aber um kein Kompositum. dass die Wortbildung nach zwei verschiedenen Prinzipien realisiert wird (Fleischer. Immer-mache-ich-die-gleichenDummheiten). s. 6. in einigen Fällen sogar mit innerer Flexion (Verführ-mich-Klamotten. Hatte-ich-schon. Auch hier wird das Prinzip der Klarheit erfüllt. 11): 1. Hierher gehören die Okkasionalismen. Analogie wird in diesem Sinne als ein innerer Mechanismus eines jeden Wortbildungsverfahrens verstanden. s. das durch ein Bestimmungswort (Verführ-mich. 3. nach der „neue Begriffe aus bestehenden Bezeichnungen und entsprechenden Begriffen zusammengesetzt sind“ (Motsch.254 Okkasionalismen in den deutschen Medien okkasionellen Wort und folglich von der Referenz zusammen. sondern auch die Wortbildungsart. bei denen zwar der Kontext erwünscht ist. 2. und Hatte-ich-schon-Liste (Objektsbezeichnung). Die Okkasionalismen werden also nach dem zweiten Prinzip gebildet.h. ohne sie wäre aber die Wortbildungsart nicht möglich. nach der sie von dem Autor gebildet wurden. Die dritte Gruppe bilden die Ausdrücke (hier nur Komposita). 9. erst der Minimalkontext kann dem Leser/Hörer helfen. 2. die den Kontext in sich tragen. (Liptáková. 4. 8. Die angeführten Beispiele wurden nach dem analogischen Prinzip gebildet und erscheinen deswegen entweder als polymorphematische Komposita oder als übliche Komposita mit unüblicher innerer Struktur. Die Ausnahme bilden die Wortbildungskonstruktionen: Immer-mach-ich-die-gleichen-Dummheiten (Verhaltensweise). nach dem analogisch-holistischen Prinzip: kreative Wortbildungsart auf Grund schon existierender Einheiten. Immer-mache-ich-die-gleichen) näher charakterisiert wird. 23) Auf der Wortbildungsebene handelt es sich bei den angegebenen deutschen Beispielen entweder um er-Derivate (Nomina Agentis) oder um Komposita (auch Nomina Agentis). nicht aber erforderlich ist (Beispiele 1. Die andere Gruppe bilden dagegen die Lexeme. sondern eher um eine Erweiterung des Denotats (verlassen) um die zusätzli- . Man kann sie auf den ersten Blick keiner regelhaften Wortbidlungsart zuordnen und trotzdem erfüllen sie das Prinzip der Klarheit. 2. die semantische Bedeutung des betreffenden Okkasionalismus zu entschlüsseln (Beispiele 1. nach dem regulären Prinzip: die regelhafte Wortbildung der Wörter. Verführ-michKlamotten (Objektsbezeichnung). Hatte-ich-schon-Liste. 11-25).h. 10).

In: Zur Theorie der Wortbildung im Deutschen. R. L. W. dass es sich hier um eine nicht geläufige Wortbildungsart handelt. G. 23. Motsch. Zusammenfassend kann man feststellen. Europäischer Verlag der Wissenschaften 1996. s. German occasionalisms (25 words) are analysed from morphological. M. In: Jäger.: Äquivalenz. – Motsch. 8 – 16. (eds. die die Sprache bereichern und interessanter machen.: Produktivität – Akzeptabilität – Aktivität.): Äquivalenz bei der Translation. (ed. Keywords occasionalisms – neologisms – concept of lexicalisation – media text . semantic field).: Ad-hoc-Wortbildung. Schmidt. Sisák.): Deutsche Sprache. Frankfurt am Main: Peter Lang. lexikologisches Grundwissen. (ed. s. In: Bierwisch. LITERATUR Barchudarov. oder dass es überhaupt keine Äquivalente zu ihnen gibt. – Neubert.): Psychologische Effekte sprachlicher Strukturkomponenten. Berlin 1983. L. F. s. In: Ružička. Berlin 1979. A. which are compared to their Slovak equivalents. bei denen folgende Faktoren von großer Relevanz sind: Sprachkompetenz. Fleischer. – Klix. Ľ. 128. Die Schwierigkeiten entstehen erst mit der Identifizierung des Denotats und der darauffolgenden Referenz im fremdsprachlichen Umfeld. In der Ausgangssprache gehört das Wort zu den stilistisch markierten Wörtern. 191 – 267. Entsprechungstypen und Techniken der Übersetzung. 134 – 144.Slavomíra TOMÁŠIKOVÁ 255 chen Angaben. Auch bei der Übersetzung solcher stilistisch markierter Wörter von der Ausgangssprache in die Zielsprache kann passieren. Referate der Internationalen Germanistischen Konferenz. G. Hohenhaus. The second part of the paper. J. s. Hoffman. die dem Muttersprachler auf eine interessante Art und Weise einen Sachverhalt präsentieren (im Einklang mit dem Prinzip der Auffälligkeit) und dem Fremdsprachler ein Signal vermitteln.: Ad-hoc-Bildungen und ihre textuellen Bezüge. knowledge of country’s realies and contextual possibilities. W. 103.: Sprache und Übersetzung. Liptáková. W. dass die übersetzten Wörter stilistisch neutral sind. S. s. – Neubert. landeskundliches Wissen usw. Leipzig 1979. (eds. 62 – 81.): Untersuchungen zur Semantik. dass die Okkasionalismen eine interessante Erscheinung in jeder Sprache darstellen.: Überlegungen zu den Grundlagen der Erweiterung des Lexikons. In the process of their reception considerable problems arise which are related to the following factors: language competence. H. (eds.: Okazionalizmy v hovorenej slovenčine. Typologie und Theorie kreativer Wortbildung im Englischen. Sachwissen. word-formation knowledge (word family. in der Zielsprache (hier Slowakisch) handelt es sich um ein stilistisch neutrales Wort. In: Sisák. Literatur und Kultur aus auslandsgermanistischer Sicht. Leipzig. s. Prešov: Náuka 2000. Prešov: Philosophische Fakultät der Universität Presov 2001. s. Trotzdem gehören die Okkasionalismen zu solchen Erscheinungen. Berlin: Akademie – Verlag 1988. s. A. Occasionalisms in German Media Abstract This paper deals with the occasionalisms in German print and broadcast media. L. In: Jäger. Leipzig. Wotjak. Terminologie. 15 – 65. s. P. G.: Zur Prozesscharakteristik der Bedeutungserkennung über sprachliche Reihen. 113 – 124. lexical and semantic aspect.: Die aktuelle Bedeutung als Invariante in der Translation. Zur Theorie der Wortbildung (im Deutschen).): Äquivalenz bei der Translation.

256 Okkasionalismen in den deutschen Medien PaedDr. Slavomíra Tomášiková. Inštitút germanistiky Filozofická fakulta Prešovská univerzita v Prešove 17. novembra 1 080 78 Prešov Slovenská republika @ tomasiks@unipo. PhD.sk .