Thelen 1

1. Einleitung
1.1 Medienrevolution durch das Internet In den letzten Jahrzehnten hat sich das Gesicht der Medienlandschaft extrem gewandelt. Die traditionellen Massenmedien, also Fernsehen, Rundfunk und Printmedien, haben ihr Informationsmonopol verloren.1 Durch die Verbreitung des Internets ist die Medienwelt schneller und globaler geworden und es scheint als hätten die traditionellen Medien große Probleme damit Konzepte zu finden um sich mit den Veränderungen zu arrangieren. Innerhalb des medialen Gesamtsystems gibt es drei Rollen – Kommunikatoren, Rezipienten und Mediatoren. Dem klassischen Journalisten fällt hierbei die Rolle des Mediators zu. Er soll dabei helfen „kommunikative Probleme zwischen Kommunikatoren und Rezipienten zu überbrücken.“2 Durch das Internet und die daraus resultierenden Möglichkeiten hat sich aber das Medienbewusstsein der Menschen gewandelt und viele möchten nicht mehr nur Rezipient eines Informationsprodukts sein, sondern sie wollen sich aktiv beteiligen. Diese Möglichkeiten bieten ihnen das so genannte Web 2.0 mit seinen sozialen Medien. „[Es] schafft neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Autoren und Redaktion auf der einen sowie Lesern, Hörern und Zuschauern auf der anderen Seite.“
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Jeder mit einem Internetzugang kann sich mitteilen. Vor zehn Jahren war das noch Menschen vorbehalten, die sich zumindest im Ansatz schon einmal mit Programmierung und Webdesign auseinandergesetzt hatten. Das ist heute nicht mehr nötig und jeder, der die grundlegenden Kompetenzen besitzt, die das Internet erfordert, ist in der Lage mit Blogs, Mikroblogs, Chats und sozialen Netzwerken umzugehen. „Mediennutzung ist von nun an nicht mehr nur Lesen, Hören und Sehen, sondern auch Einfluss nehmen und aktiv mitwirken.“4 Wenn die Nutzer von sozialen Medien auch journalistisch aktiv werden,

verschwimmen die Grenzen des oben angesprochenen Rollenmodells – der Nutzer kann gleichzeitig Kommunikator und Mediator sein. Welche Auswirkung haben diese Entwicklungen auf den Journalismus im 21. Jahrhundert, was für Möglichkeiten bieten sie und wo liegen die Grenzen der sozialen Medien? Diese Fragestellung soll im Folgenden anhand von Beispielen aus den politischen
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Armbrost, M. (2006): Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde?, S. 21 Bihr, P. (2008): Weblogs und Politikjournalisten, S. 15 3 Simons, A. (2011): Journalismus 2.0, S. 100 4 Ebd., S. 100

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Konflikten, die sich in diesem und dem letzten Jahr in der arabischen Welt abspielten, untersucht werden. Dies bietet sich aufgrund der Aktualität der Thematik an und auch aufgrund der Tatsache, dass die westlichen Medien in einigen Fällen schon soweit gingen und von einer „Facebook-Revolution“ sprachen. Ob das Internet oder eine

Internetcommunity inzwischen so mächtig sind, dass sie die Macht haben ganze Regierungen zu stürzen, soll durch die Auswertung der hier angeführten Beispiele erörtert werden. 1.2 Aufruhr in der arabischen Welt Die arabische Welt befindet sich in einer Zeit der Veränderung. Vor allem die dortige Jugend rebelliert gegen die bestehenden Systeme, begehrt auf und versucht aus der dort herrschenden Stagnation auszubrechen. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges herrschen in den meisten Ländern der arabischen Halbinsel Autokraten, die sich in ihren Methoden von Diktatoren nicht sonderlich unterscheiden. Männer wie Muammar al-Gaddafi in Libyen, Husni Mubarak in Ägypten und Zine El Abidine Ben Ali in Tunesien sind nur drei von einer Vielzahl von Despoten, „die das Entstehen einer Zivilgesellschaft nach Kräften behinderten, Oppositionelle foltern ließen, die Demokratie kujonierten und sich oft schamlos bereicherten.“5 Der Westen duldete die Methoden und man arrangierte sich mit den Regimen, da sie eine gewollte Barrikade gegen den Flüchtlingsstrom bildeten und zunächst die kommunistische und später die islamistische Gefahr in Zaum hielten. Unter diesen Umständen wuchs in diesen Ländern eine frustrierte Generation heran, die zwar sehr gut ausgebildet ist, aber keine Hoffnung auf Arbeit, Wohlstand und Familie hat. Am 17. Dezember 2010 verbrannte sich der junge Tunesier Mohamed Bouzizi in der Stadt Sidi Bouzid im Zentrum Tunesiens öffentlich selbst. Der junge Mann bestritt alleine den Lebensunterhalt für seine fünfköpfige Familie durch den Verkauf von Gemüse am Straßenrand. Da er dafür keine Genehmigung hatte und es sich nicht leisten konnte die Polizei zu bestechen, wurde er regelmäßig von seinem Verkaufsstand vertrieben. An jenem Dezembermorgen kam wie immer die Polizei vorbei und beschlagnahmte dieses Mal auch noch seine elektrische Waage. Als er sie zurückverlangte wurde er von einer jungen Polizistin geohrfeigt und ausgelacht. Laut seinem Bruder konnte er die Schmach von einer Frau geohrfeigt zu werden nicht ertragen und zündete sich deshalb vor dem Gebäude der
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Nordhausen, F. (2011): Die arabische Revolution, S. 10

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Stadtverwaltung selbst an.6 Seine Tat war der Auslöser für landesweite Proteste, in denen sich die seit langem schwelende Unzufriedenheit der jungen Menschen entlud. Inspiriert von den Protesten in Tunesien, begannen regierungskritische Menschen in der ganzen arabischen Welt den Herrschaftsanspruch der Despoten in Frage zu stellen.

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Armbruster, J. (2011): Der arabische Frühling, S. 15 ff

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2. Möglichkeiten sozialer Medien
2.1 Partizipativer Journalismus Wenn man an Journalismus in Krisengebieten denkt, fällt einem in Deutschland vor allem der Name Peter Scholl-Latour ein. Der mit zahlreichen Preisen geehrte Journalist berichtete über Konflikte aus sämtlichen Ecken der Welt und geriet dabei sogar 1973 in Vietnam für eine Woche in die Gefangenschaft des Vietcongs.7 Heutzutage übernehmen immer häufiger auch junge Menschen, die direkt in die Konflikte verwickelt sind, die Berichterstattung. Da sie sich nicht auf die etablierten Medien verlassen können und wollen, nutzen sie alle Möglichkeiten die ihnen das Internet mit den sozialen Medien bietet. Vor allem in autokratischen Systemen sind die großen Zeitungen und Fernsehsender oft regierungsnah, oder werden, wie zum Beispiel in Libyen vor Gaddafis Sturz, sogar staatlich geleitet. Dort gab es lange Zeit eine staatliche Nachrichtenagentur, die die Nachrichten im Land regulierte.8 Im Internet hingegen herrscht eine relative Meinungsfreiheit. Das heißt, dass zunächst einmal alles geschrieben und veröffentlicht werden kann. Es gibt kein zentrales Kontrollorgan, das den „Inhalt“, also den Webcontet, vor der Veröffentlichung redegiert. Ob oder wie lange der Inhalt im Netz verfügbar ist, oder wie weit er der Zensur unterworfen ist, soll in einem späteren Kapitel erörtert werden. So bieten die sozialen Medien Oppositionellen und regierungskritischen Usern eine Plattform um sich Gehör zu verschaffen. Bei der Veröffentlichung von kritischen Artikeln bieten sich vor allem Weblogs an. Weblogs, kurz auch als Blog bezeichnet, sind Webseiten, „die regelmäßig aktualisiert und deren Beiträge auf der Hauptseite in chronologischer Reihenfolge angezeigt werden; der aktuelle Beitrag steht dabei stets ganz oben“.9 Diese Seiten bieten die Möglichkeit ohne Programmierkenntnisse längere Artikel zu veröffentlichen, da einem beim Erstellen der Inhalte Software zur Verfügung steht, die dem Autor bei der Formatierung und dem Hochladen des Textes hilft. Auch das Einbetten externer Inhalte von Videoplattformen wie YouTube stellt kein Problem dar. Im Zuge der Unruhen in der arabischen Welt haben es mehrere Blogger einen nicht unbeträchtlichen Bekanntheitsgrad erlangt. Viele von ihnen sind durch ihren Einsatz zu Protagonisten der Revolutionen geworden. Unter ihnen auch die

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Munzinger (o.J): Peter Scholl-Latour [elektronische Quelle] Armbruster, J. (2011): Der arabische Frühling, S. 56 9 Simons, Anton (2011): Journalismus 2.0, S. 13

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junge Tunesierin Lina Ben Mhennis mit ihrer Seite „A Tunesian Girl“ auf der kostenlosen Plattform von „blogspot.com“.

Abb.1: Screenshot von Lina Ben Mhennis Blog „A Tunisian Girl“10

Nach eigenen Angaben beteiligte sich Ben Mhenni seit 2008 aktiv an Protesten gegen den damaligen tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali. Wie so viele Blogger hat Ben Mhenni keine journalistische Ausbildung genossen, sondern hat in Tunesien und den USA Linguistik studiert.11 Auf die Konsequenzen von solch einer freien Meinungsäußerung soll später noch genauer eingegangen werden. Auch der ägyptische Googlemitarbeiter Wael Ghonim ist keineswegs Journalist, sondern studierte in Kairo Computerwissenschaften. Trotzdem schaffte er es dank seiner Beiträge auf Twitter und Facebook auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen des amerikanischen "Time-Magazine".12 Sind Blogger die neuen Kriegsberichterstatter? Dafür spricht, dass sie in den oben aufgeführten Beispielen direkt aus dem Epizentren der Konflikte berichten. Sie sind vermutlich näher am Geschehen, als es eine Presseakkreditierung erlaubt. Trotzdem stellt sich die Frage nach der journalistischen
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Mhenni, L. B. (o.J.): A Tunisian Girl [elektronische Quelle] Mhenni, L. . (2011): Vernetzt euch!, S. 8 12 Wiener Zeitung (2011): Time ehrt ägyptischen Google-Chef [elektronische Quelle)

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Qualität oder der Vertrauenswürdigkeit eines Weblogs. Die Blogger in den Beispielen waren von den Konflikten, über die sie berichteten, selbst betroffen. In diesem Falle kann man nur schwerlich von einer journalistisch neutralen Berichterstattung sprechen. Zu der Frage der Vertrauenswürdigkeit der vermittelten Information in Weblogs stellt Peter Bihr in seinem Buch „Weblogs und Politikjournalisten“ folgendes fest: „Die weit verbreitete Kultur der Verlinkung und Quellentransparenz innerhalb der Blogosphäre legt die Quellen der Information klar offen und erlaubt, Informationen bis zu ihrem Ursprung zurück zu verfolgen – in einem Maßstab, der weit über traditionelle Medien hin ausgeht.“ 13 Zusammenfassend kann man sagen, dass die sozialen Medien die Nutzer dazu einladen sich aktiv journalistisch zu betätigen und auch jenen eine Stimme geben, die sonst überhört oder ignoriert werden. Dass es dabei oft zu einer gewissen Subjektivität kommt ist vorhersehbar, wenn Menschen über Ereignisse berichten, die sie selbst emotional berühren. Sie sind aber auch nicht durch eine journalistische Ethik zur Objektivität verpflichtet. Für professionelle Journalisten sind Blogs eine wertvolle Quelle. 2.2 Massentauglichkeit Soziale Medien scheinen im Gegensatz zu den Massenmedien dazu in der Lage zu sein, die Massen tatsächlich zu mobilisieren. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass die revolutionären Bewegungen grundsätzlich für jeden Interessierten offen waren und keine hierarchischen Führungsstrukturen hatten. Dies machte sie attraktiv für junge Menschen, die den Regimen Korruption vorwarfen.14 Die Geschwindigkeit, mit der sich Neuigkeiten verbreiten lassen, ist ein entscheidender Vorteil von sozialen Medien gegenüber den etablierten Medien. Mit Gruppen in sozialen Netzwerken wie Facebook lassen sich innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen informieren. So können Demonstrationen und Protestkundgebungen koordiniert und organisiert werden. In ihrem Buch „Vernetzt Euch!“ beschreibt Lina Ben Mhenni wie solch eine Koordination aussehen kann. Aus Protest gegen den Zensurapparat des tunesischen Regimes sollte eine Demonstration organisiert werden:

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Bihr, Peter (2008): Weblogs und Politikjournalismus, S. 46 Basler Zeitung (2011) Protestbewegung als ‚Facebook-Revolution‘ [elektronische Quelle]

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„Die Blogger und Facebooker wollten der Zensur direkt ein Schnippchen schlagen und setzten zu diesem Zweck am 22. Mai 2010 eine Demonstration mitten im Zentrum von Tunis an. […] Zunächst tauschten wir uns über Skype aus, dann haben wir ganz schnell eine geschlossene Google-Gruppe eingerichtet, zu der andere Internauten nur auf Einladung der Gründungsmitglieder Zutritt erhalten. […] Der harte Kern bestand aus rund zwanzig Personen […]“15 Nachdem die Planung vorerst im Geheimen ablief, wurde dann kurz vor der tatsächlichen Demonstration ein Aufruf in den oppositionellen Blogs, auf Facebook-Seiten und per Twitter gestartet. Dadurch wurde aus den ursprünglich zwanzig Aktivisten eine Demonstration von mehreren Tausend, die sich alle im Zentrum von Tunis einfanden.16 2.3 Öffentlichkeit Die Opposition in den betroffenen arabischen Ländern ist traditionell eher schwach, da sie von den herrschenden Regimen bewusst klein gehalten werden. So können traditionelle Infrastrukturen nur schwerlich entstehen.17 Wie bereits in der Einleitung angesprochen, ist dies aus diversen Gründen für die westlichen Industrienationen ein durchaus wünschenswerter Zustand. Da auch die Massenmedien der entsprechenden Länder keine regierungskritischen Beiträge veröffentlichen oder senden, ist es für die Opposition natürlich schwierig die Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen. Wenn es bei Demonstrationen beispielsweise zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei oder Militär auf der einen Seite und den oppositionellen Demonstranten auf der anderen kommt, ziehen die Letzteren meistens den Kürzeren, da es keine kritische Erwähnung in den Medien gibt. Für das Regime, das den Medienapparat eines Landes kontrolliert, ist es natürlich ein Leichtes, Protestbewegungen komplett zu ignorieren, Opferzahlen zu beschönigen und die Tatsachen zu verdrehen. Ohne die nötigen Beweise ist es schwer Unterstützung für die eigene Sache zu sammeln. Plattformen wie YouTube oder Flickr erlauben es ihren Nutzern Videos und Bilder hochzuladen und mit der ganzen Welt zu teilen. Im Falle des arabischen Aufbegehrens zeigten die Bilder, die in den sozialen

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Mhenni, L.B. (2011): Vernetzt euch!, S.13-14 Ebd., S. 16 17 Basler Zeitung (2011) Protestbewegung als ‚Facebook-Revolution‘ [elektronische Quelle]

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Netzwerken auftauchten, einen ungeschönten Blick auf die Vorgänge in den entsprechenden Ländern.

Abb. 2: Militärgewalt gegen bewusstlose Demonstrantin in Kairo am 17. Dezember 2011

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Durch die deutliche Veranschaulichung der Brutalität, mit der gegen die Demonstranten vorgegangen wurde, wuchs auch in den westlichen Industrienationen die Empörung. Ohne diese Empörung ist es auch für die westlichen Politiker einfach solche Konflikte zu ignorieren, da man sich ja schon seit Jahrzehnten immer gut miteinander arrangiert hatte, wie das Beispiel Sarkozy-Gaddafi zeigt. Der libysche Revolutionsführer wurde noch im Jahr 2007 in Paris hofiert, als es um den milliardenschweren Verkauf von Airbus-Flugzeugen ging. Die Menschenrechtsverletzungen in Libyen wurden damals nur am Rande behandelt.19 Als Anfang 2011 immer häufiger Meldungen und vor allem Bilder von den blutigen Kämpfen in den Krisenregionen auftauchten, wuchs in Europa und Amerika der Druck auf die Regierungen und in zahlreichen Solidaritätskundgebungen riefen die Bürger die Staatengemeinschaften zum Handeln auf. Vor allem der französische Präsident Sarkozy nahm die Chance wahr, sich im UN Sicherheitsrat zu profilieren und setzte sich als erster
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Aljazeera (2011): Inside Syria [elektronische Quelle] Spiegel, d. (2007): Gaddafi lässt Sarkozy auflaufen [elektronische Quelle]

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Regierungschef öffentlich dafür ein, die libyschen Rebellen mit gezielten Luftschlägen zu unterstützen. Diese begannen dann genau zur richtigen Zeit, nämlich dann als das Militär gerade dabei war wieder die Oberhand zu gewinnen.20 Ohne den Einsatz von UN-Truppen befände sich Libyen möglicherweise heute noch im Kriegszustand. Die sozialen Medien haben sicherlich dazu beigetragen dem Protest ein Gesicht zu geben und die internationale Staatengemeinschaft auf die Missstände aufmerksam zu machen. Wenn ein Thema im Internet einmal ein gewisses Momentum erfährt, ist es nur sehr schwer zu ignorieren.

3. Grenzen sozialer Medien
3.1 Ausschluss aus dem Informationsnetzwerk In der westlichen Welt redet man heutzutage von einer Informationsgesellschaft, in der wir leben. In Deutschland haben knapp 80% aller Menschen ab 14 Jahren einen Internetzugang.21 Schaut man sich hingegen Tunesien an, wo von gut 10 Millionen Einwohnern nur ein knappes Drittel Zugang zum Internet hat, so kann man nur schwer von einer Informationsgesellschaft sprechen.22 Zumeist ist es dort die junge Stadtbevölkerung, die mit der modernen Technik vertraut ist. Die Landbevölkerung, die doch einen sehr großen Teil ausmacht, ist meist vom Internet abgeschnitten. Sie hat keinen Zugriff auf soziale Medien und wird meist durch staatlich gelenkte Zeitungen und das Fernsehen informiert. Die jungen Menschen in der Stadt haben kein Problem damit sich mit der Protestbewegung zu identifizieren, da sie selbst aktiv mitmachen und gestalten können. Der schlecht informierten Landbevölkerung fällt diese Identifikation verständlicherweise schwer. Sie sind oft weniger regimekritisch und können den Aufruhr, der sich vor allem in den Städten mit Universitäten abspielt, nicht verstehen. Anfang Februar 2011 marschierten in Kairo erstmals auch zivile Gegner der Freiheitsbewegung auf dem Tahir-Platz auf. Es waren vorwiegend Männer aus den Slums die sich rund um Kairo befinden. Dort sind die Armut und auch der Analphabetismus besonders hoch. Sie sind wütend, da die Demonstranten das Land ihrer Meinung nach unnötigerweise ins Chaos stürzen. Viele geben heute aber auch zu, von der Regierungspartei NDP bezahlt worden zu sein, andere sind durch antiintellektuelle

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Standart, der (2011): Sarkozy prescht mit Angriffsforderungen vor. [elektronische Quelle] Statistica (2011) Anteil der Internetnutzer in Deutschland von 2001 bis 2011 [elektronische Quelle] 22 Statistica (2010): Internetnutzer in Tunesien [elektronische Quelle]

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Ressentiments beeinflusst worden.23 Die Regierung versucht das Volk zu teilen, indem sie die gut ausgebildeten Demonstranten auf die eine und die bildungsarmen Bürger auf die andere Seite stellt. Daran wird deutlich, dass das digitale Informationsnetz nicht in der Lage ist die Massenmedien zu ersetzen, sondern dass es eines Zusammenspiels beider Seiten bedarf. Vor allem in Gegenden, in denen Internet und dadurch soziale Medien noch nicht flächendeckend vorhanden sind, können Soziale Medien und Journalismus nicht funktionieren, da eine Gruppe, meist die bildungsarmen Bürger, ausgeschlossen ist. 3.2 Zensur Die Ereignisse in der arabischen Welt haben gezeigt wie ernst die Regierenden inzwischen die „Gefahr“ durch die Internetaktivisten nehmen. Lina Ben Mhemmi beschreibt in ihrem Buch „Vernetzt euch!“ wie die Tunesische Regierung gegen die Regimegegner im Internet vorging: „Hunderte von Blogs waren gesperrt worden; die Fotos [von] Facebook -Profile[n] hatte man durch das Bild eines Piratenschiffs ersetzt; Nachrichten-Websites oder Plattformen wie Flickr und Wat TV, die das hochladen von Fotos ermöglichen, waren blockiert.“24 In Ägypten ging das Regime sogar soweit und legte das Internet im gesamten Land lahm, in der Hoffnung so die Proteste zu behindern oder die Bewegung wenigstens zu schwächen.25 In beiden Fällen ging die Rechnung nicht auf, da der Protest zu diesem Zeitpunkt bereits so viel Fahrt aufgenommen hatte, dass die Menschen jeden Tag auf die Straße gingen, um ihrem Ärger Luft zu machen. Die Annahme, dass ein früheres Vorgehen gegen die Internetaktivisten den Protest zumindest verlangsamt hätte, erscheint nicht unrealistisch. Wie bereits im Kapitel „Partizipativer Journalismus“ erwähnt, kann man zunächst einmal alles schreiben, was man möchte. Vor allem Blogger müssen sich aber darüber bewusst sein, dass die Anonymität im Netz nicht gewährleistet ist, wenn ein Regime

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Ägyptischer Frühling, S.51 Vernetzt euch!, S. 14 25 http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/629079/Aegypten_Internet-lahmgelegt-Oppositionelleverhaftet

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feststellt, dass das Internet zu einer Gefahr für den Status Quo wird. Die Identität eines Bloggers herauszufinden stellt den Sicherheitsapparat eines Landes vor keine großen Probleme, vor allem da die Verfasser von viel gelesen Weblogs einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen. Viele Internetaktivisten wurden Opfer von Zensur und Einschüchterungsmaßnahmen und einige mussten ihren Idealismus sogar mit dem Leben bezahlen. Das Internet schützt einen nicht vor den Zugriffen des Sicherheitsapparates. Bei der tunesischen Bloggerin wurde mehrmals eingebrochen, wobei ihre Computer und Fotoausrüstung entwendet wurden. Für die Einbrüche macht sie die politische Polizei verantwortlich.26 Außerdem entging sie nach einer Demonstration nur knapp ihrer Gefangennahme durch einen ranghohen Polizisten, der für seine Foltermethoden und sexuellen Übergriffe auf Demonstranten bekannt war. Nach eigenen Angaben wies dieser seine Untergebenen an, nur Mhenni zurückzuhalten und alle anderen ziehen zu lassen, da er sie als Bloggerin erkannte.27 Weniger Glück hatte der ägyptische Aktivist Khaled Said, der seinen Einsatz mit dem Leben bezahlte und so zu einer Symbolfigur für den ägyptischen Protest wurde. Die Polizei soll für seinen Tod verantwortlich sein. Laut Augenzeugenberichten lauerten ihm vor einem Internetcafé zwei Beamte auf, da er auf seinem Blog ein Video veröffentlicht hatte, auf dem angeblich Polizisten zu sehen waren, die konfiszierte Drogen untereinander aufteilten.28 Die besagten Polizisten sollen den jungen Mann brutal zu Tode geprügelt haben und ließen auch nicht von ihm ab, als er bereits bewusstlos auf dem Boden lag.29

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Mhemmi, L.B. (2011) Vernetzt euch!, S.14 Ebd., S. 17 28 Süddeutsche Zeitung (2011): Das entstellte Gesicht des Protests [elektronische Quelle] 29 Zeit, die (2011): Polizeiwillkür in Ägypten [elektronische Quelle]

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Facebook-Seite „We are all Khaled Said“

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Durch seinen Tod wurde er, ähnlich wie der in der in der Einleitung erwähnte Mohamed Bouzizi in Tunesien, zum Gesicht der ägyptischen Bewegung. Erst nachdem der Protest im Internet und auf der Straße nicht mehr zu ignorieren war, wurde ein Verfahren gegen die beiden Polizisten wegen „unberechtigter Festnahme“ und „exzessiver Gewaltanwendung“ aufgenommen. Die Strafe für dieses Vergehen liegt in Ägypten bei umgerechnet 30 Euro.31 Die Beispiele zeigen, dass Internetaktivismus nicht immer ungefährlich ist. Andererseits ist es fraglich, ob professionelle Journalisten besser geschützt sind, wenn sie aus Ländern berichten, die die Pressefreiheit beschneiden.

3.3 Informationsüberfluss Laut Peter Bihr gehört es zu den Aufgaben eines Journalisten, der seiner Rolle als Mediator gerecht werden will, Informationen zu recherchieren und zu selektieren. Diese Selektion wird auch als „Gatekeeping“ bezeichnet. Der Journalist soll „aus der theoretisch unendlichen Zahl von Nachrichten und Meinungen nach Relevanzkriterien und etablierten

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Facebook: We are all Khaled Said [elektronische Quelle] Zeit, die (2011): Polizeiwillkür in Ägypten [elektronische Quelle]

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Berufsnormen diejenigen auswählen, die veröffentlicht werden.“32 Die Funktion des Gatekeepers war, in der Zeit als es noch begrenzte Verbreitungskapazitäten in Form von Seitenzahl oder Sendezeit gab, unverzichtbar. Die Tatsache, dass jeder, der einen Internetanschluss besitzt, die Möglichkeit hat, über alles und jeden zu schreiben, hat die Schleusen geöffnet. Es herrscht eine unglaublich hohe Meinungsvielfalt im Internet. Bei dieser Vielfalt kann es natürlich vorkommen, dass der User den Überblick verliert. Nicht nur die enorme Masse an Informationen, die das Internet bereitstellt macht die Orientierung schwierig. Hinzu kommt allein schon die riesige Anzahl an Plattformen. Da wären zum einen die Blogs und Mikroblogs, dann die sozialen Netzwerke wie Facebook und StudiVZ und noch die Video- und Fotoplattformen. Es kommt nicht selten vor, dass man sich vor den Computer setzt und Stunden damit zubringt sich durch die verschiedensten Contents zu klicken. Man verfängt sich sozusagen im Netz der Informationen. In dieser Problematik liegt auch die Chance für den traditionellen Journalismus. Die Verbreitungskapazitäten des Internets sind zwar unerschöpflich, jedoch kann der Journalist immer noch nach Relevanz- und Relevanzkriterien auswählen und diese redegierte Auswahl auf Onlineportalen

veröffentlichen. In Deutschland ist die meistgenutzte Nachrichtenseite dieser Art das Onlineangebot des Spiegels.33 Der Content von Spiegel-Online setzt sich aus Schrift, Ton, Fotostrecken und Videoclips zusammen.

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Bihr, Peter (2008): Weblogs und Politikjournalisten, S. 16 ff Bitkom (2010): Internetjahr 2009 [elektronische Quelle]

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Die Startseite von Spiegel-Online am 19.12.2011

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Während des arabischen Frühlings nutzte der Spiegel die Meldungen der Oppositionellen auf Twitter, Facebook und in den Weblogs. Als die libyschen Rebellen ihren ehemaligen Staatschef gefangen nahmen, tauchte diese Meldung als erstes auf Twitter auf. Der Spiegel berichtete mit einem Live-Ticker35 über die Ereignisse und sein gewaltsamer Tod konnte durch zahllose Videos bestätigt werden, die von Augenzeugen auf YouTube hochgeladen wurden. Die teilweise sehr graphischen Videos, die zum Großteil mit Handykameras aufgenommen wurden, ließen keinen Zweifel an der Wahrheit der Meldungen. Der Spiegel entschloss sich wie die meisten großen westlichen Medien zunächst dazu, die brutalen Bilder von Gaddafis Ende nicht zu veröffentlichen. Wer sich dennoch ein

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Homepage von Spiegel-Online Spiegel, der (2011): Gaddafis Tod [elektronische Quelle]

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Bild davon machen will, auf welche Art und Weise der ehemalige libysche Rebellionsführer sein Ende fand, kann das ohne größere Recherchen auf den entsprechenden Seiten tun.

Screenshot eines Videos von der Gefangennahme Muammar Gaddafis

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Die Berichterstattung während des arabischen Frühlings hat gezeigt, wie die Kooperation zwischen sozialen Medien und professionellem Journalismus aussehen kann. Diese Symbiose wird von den meisten großen Nachrichtenportalen genutzt. Soziale Medien sind in das Webdesign eingebunden und der User hat die Möglichkeit sich durch die Nutzung von Kommentarfunktionen und Foren direkt zu beteiligen.

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YouTube (2011): Gaddafi Begging [elektronische Quelle]

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4. Fazit
Durch soziale Medien ergeben sich viele interessante journalistische Möglichkeiten, wie von den oben aufgeführten Beispielen eindrucksvoll belegt wird. Das Web 2.0 bietet jedem eine Plattform und gerade dies macht die sozialen Medien so interessant für Menschen, die in Ländern leben, in der die Presse vom Staat redigiert und zensiert wird. Wo die Koordination von Oppositionsarbeit früher kaum möglich war, bietet das Internet nun neue Möglichkeiten, Kritik zum Ausdruck zu bringen. Während des arabischen Frühlings wurden Beobachter, die die Ereignisse in Blogs wiedergaben, zu Protagonisten der Revolution. Die sozialen Medien sind für junge Oppositionelle auch deshalb attraktiv, weil sie sich mehr mit ihnen identifizieren können als mit den regierungstreuen Massenmedien. Der Austausch über soziale Netzwerke ist ein sehr unkomplizierter. Jeder kann seinen Teil zur politischen Selbstbestimmung beitragen, auch ohne das Verfassen von seitenlangen politischen Manifesten. Dank der sozialen Medien haben Menschen auch die Möglichkeit auf Missstände aufmerksam zu machen und das von der Regierung geschaffene Medienembargo zu umgehen. Die Konflikte in der arabischen Welt haben aber auch die Grenzen der sozialen Medien aufgezeigt. Es gibt keine Anonymität und viele Internetaktivisten haben am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie die Regime gegen ihre Gegner vorgehen. Erfolgreiche oppositionelle Blogger ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich und werden als Gefahr für die Regierung gesehen. In ärmeren und ländlichen Regionen, in denen die Menschen über keinen Internetzugang verfügen, kann die politische Selbstbestimmung, die mit den sozialen Medien ausgelebt wird, elitär wirken. So werden bildungsarme Bürger abgeschreckt und fühlen sich ausgeschlossen. Außerdem kann die Masse an Informationen dazu führen, dass die User sich überfordert und orientierungslos fühlen. Abschließend bleibt festzustellen, dass das Internet alleine keine Regierungen stürzt, auch wenn die westlichen Medien gerne von „Facebook-Revolutionen“ reden. Dazu braucht es immer noch die Menschen, die auf die Straße gehen und sich gegen die Gewalt auflehnen. Allerdings können soziale Medien die Demonstranten sehr wohl unterstützen. Ohne die sozialen Medien wären die Umstürze so mit Sicherheit nicht zustande gekommen. Die Protagonisten waren nicht diejenigen, die von LKW-Ladeflächen aus Reden hielten, sondern die im Internet den Kontakt zu anderen suchten und so die Proteste organisierten.

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Der Journalismus muss die sozialen Medien als Chance und nicht als Konkurrenz sehen. Es ergeben sich interessante neue Möglichkeiten für beide Seiten. Die Journalisten können sich laufend auf den neuesten Stand bringen und die Nutzer in Echtzeit informieren. Der Journalismus wird freier, da sich die Rezipienten aktiv miteinbringen können und so selbst die Nachrichten mitbestimmen. Die meisten großen Nachrichtenportale sind hier auf einem guten Weg und es wird interessant sein zu sehen, wie sich die sozialen Medien und der Journalismus in Zukunft zusammen weiterentwickeln werden.

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5. Literaturverzeichnis
Aljazeera (2011): Inside Syria. Liveblog. URL: [http://staff.blogs.aljazeera.net/liveblog/egyptdec-18-2011-0937] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

Armborst, Matthias (2006): Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde? Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten. Berlin, Lit-Verlag Armbruster, Jörg (2011): Der arabische Frühling. Als die islamische Jugend begann die Welt zu verändern. Frankfurt/ Main, Westend-Verlag Basler Zeitung (2011): Protestbewegung als ‚Facebook-Revolution‘. URL: [http://bazonline. ch/digital/internet/Protestbewegung-als-FacebookRevolution/story/25481021] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Bihr, Peter (2008): Weblogs und Politikjournalisten. Die Bedeutung von Weblogs für die Arbeit von Politikjournalisten. Berlin, VDM-Verlag Bitkom (2010): Internetjahr 2009. Newsportale boomen wie nie zuvor. URL: [http://www.bitkom.org/62164_62160.aspx] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Mhenni, Lina Ben (2011): Vernetzt euch! Eine Streitschrift. Ullstein, Berlin Mhenni, Lina Ben (o.J.): A Tunisian Girl. URL: [http://www.atunisiangirl.blogspot.com/] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Munzinger (o.J.): Peter Scholl-Latour. URL: [http://www.munzinger.de/search/ portrait/ Peter+Scholl+ Latour/0/9508.html] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Nordhausen, Frank, Hrsg. (2011): Die arabische Revolution. Demokratischer Aufbruch von Tunesien bis zum Golf. Berlin, Links Presse, die (2011): Ägypten. Internet lahmgelegt, Oppositionelle verhaftet. URL: [http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/629079/Aegypten_Internetlahmgelegt-Oppositionelle-verhaftet] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

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Simons, Anton (2011): Journalismus 2.0. Konstanz, UVK-Verlag. Spiegel, der (2007): Gaddafi lässt Sarkozy auflaufen. Menschenrechte. URL: [http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,522769,00.html] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

Spiegel, der (2011): Gaddafis Tod. Ende eines Tyrannen. URL: [http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782220,00.html] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Standart, der: Sarkozy prescht mit Angriffsforderungen vor. URL: [http://derstandard.at/1297819978618/Nachlese-Donnerstag-103-Sarkozy-preschtmit-Angriffsforderung-vor?_artikelIndex=1] (19.12.2011). [elektronische Quelle] Statistica [2010): Internetnutzer in Tunesien. URL: [http://de.statista.com/statistik/daten/studie/154449/umfrage/anzahl-derinternetnutzer-in-tunesien-seit-2006/] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

Statistica (2011): Anteil der Internetnutzer in Deutschland von 2001 bis 2011. URL [http://de.statista.com/statistik/daten/studie/13070/umfrage/entwicklung-derinternetnutzung-in-deutschland-seit-2001/] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

Süddeutsche Zeitung (2011): Das entstellte Gesicht des Protests. Tod des Bloggers Khaled Said. URL: [http://www.sueddeutsche.de/politik/aegypten-der-tod-des-bloggerskhaled-said-das-entstellte-gesicht-des-protests-1.1051781] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

Wiener Zeitung (2011): „Time“ ehrt ägyptischen Google-Chef. Die hundert einflussreichsten Menschen. URL: [http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/ 23633_Time-ehrt-aegyptischen-Google-Chef.html] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

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YouTube (2011): Kadafi Muammar Gaddafi Begging. URL: [http://www.youtube.com/watch?v=xERvMFsmthA&feature=related] Zeit, die (2011): Polizeiwillkür in Ägypten. URL: [http://www.zeit.de/politik/ausland/201006/aegypten-khaled-mohammed-said] (19.12.2011). [elektronische Quelle]

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6. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Screenshot von Lina Ben Mhennis Blog „A Tunesian Girl” Abb. 2: Militärgewalt gegen bewusstlose Demonstrantin in Kairo am 17. Dezember 2011 Abb. 3: Facebook Seite „We are all Khaled Said” Abb. 4: Die Startseite von Spiegel-Online am 19.12.2011 Abb. 5: Screenshot eines Videos von der Gefangennahme Muammar Gaddafis 11 13 14 4 7