sein.

Mission bedeutet auch: An die Wurzeln, das einst weltweit bekennte Wissen über unseren Ursprung erinnern. China, eine der ältesten Kulturen der Welt, die in ihrer Blüte stand, als in der Schweiz, Deutschland und Europa noch nomadische Höhlenmenschenstämme lebten, wusste es noch anders: Die Schriftzeichen, die wir sehen werden, haben sie aufbewahrt: Die Erinnerungen an die Genesis, das Zeugnis davon, dass Gottes Schöpfungsbericht damals schon bekannt und so dominant war, dass er eine Sprache prägte. Zeichen, die nur im Zusammenhang der Genesis einen Sinn ergeben Wo anders als beim Sündenfall ist ableitbar, dass „Habgier“ archetypisch mit einer Frau und Bäumen zusammenhängt? Was hat „nackt“ sonst mit „Kleidung“ und „Frucht“ zu tun? Das Konzept von Gerechtigkeit wird aus dem dargebrachten Opfertier abgeleitet (siehe Kain und Abel). Wo sonst hängt ein „Turm“ wesensmässig damit zusammen, dass die Menschheit dieselbe Sprache gesprochen

führt werden), haben dieses Hilfsmittel begeistert aufgenommen. Wie sehnsüchtig muss Gott darauf warten, dass Millionen von Menchen, die immer wieder „verdeckt“ sein Wort aufschreiben, das endlich auch realisieren!

Falkenstrasse 1 8630 Rüti
Ermutigung für uns Wenn wir daran glauben wollen, dass Gott in Zukunft einst sein ewiges Reich auf der ganzen Welt aufrichten wird (Offb 20f.), in dem ihn alle Menschen kennen, dann wird es uns dabei helfen, zu wissen, dass es einmal eine Zeit gab, in der jeder mindestens von ihm und seiner Geschichte wusste. Dass die Ereignisse der Genesis sich so abgespielt haben, wie es die Bibel berichtet, ist ein entscheidender Grundbaustein unseres Glaubens. Denn ohne den Glauben an den Sündenfall ergibt auch der Glaube an Jesus Christus als Gottes verheissenen Erlöser keinen Sinn. Wer an das Werk der Erlösung durch Jesus glaubt, muss auch an seine Auferstehung glauben (1. Kor 15). Und wer an die Notwendigkeit und die Verheissung des Erlösers glauben will, muss die historische Realität der Genesis und des Sündenfalls akzeptieren.

Predigt vom 03. Februar 2008

Als Christen beruht unser Glaube auf Tatsachen, nicht nur auf Gefühlen und Lebensweisheiten. Jeder Beleg dieser Tatsachen sollte uns darum äusserst willkommen sein.
Lesetips
Erinnerungen an die Genesis, C. H. Kang und Ethel R. Nelson, Hänssler, 2004 (engl. Original: „The Discovery of Genesis, How the Truths of Genesis were found hidden in the Chinese Language“, Concordia Publishing House, 1979)

Letzte Worte „Letzte Worte grosser Männer“ sind ein beliebtes Thema ihrer Biographie. Warum? Weil man davon ausgeht, dass (spätestens) ganz am Ende des Lebens herauskommt, was dem Betreffenden wirklich wichtig gewesen ist. Die letzten Worte Jesu (nach der Auferstehung) im Matthäusevangelium lesen wir hier: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Mat 28, 18—20 Dass es Jünger geben wird aus allen Völkern — dieser Befehl Jesu wird erfolgreich ausgeführt, wie wir in Offb 7, 9—10 vorgefürt bekommen: „Danach sah ich, und siehe, eine grosse Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron … und riefen mit grosser Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!“ Dazwischen, zwischen dem Befehl und der Erfüllung, liegt eine abenteuerliche Geschichte. Gott legt all‘ seine Liebe, seine Kraft und Ausdauer in die Missionsbemühungen unter den

Völkern. Er verbürgt sich mit seinem Namen dafür, dass es am Ende tatsächlich aus jeder Nation, aus jedem Winkel unter dem Himmel, Menschen geben wird, die zu ihm gehören. Und manchmal denkt er sich dabei die abenteuerlichsten Hilfsmittel dazu aus, damit diese fremden Völker auch wirklich so von ihm hören, dass sie diese Botschaft annehmen können. Wollt Ihr einmal ein besonders abenteuerliches davon kennenlernen? Was würdet Ihr sagen, wenn Gott ein Hilfsmittel geschaffen hätte, das ... • in idealer Weise hilft, das grösste Volk der Welt zu missionieren • von diesem seit Jahrtausenden benutzt wird, ohne aber grossflächig in seiner Bedeutung erkannt worden zu sein • gleichzeitig für uns eine bedeutende Ermutigung in unserem Glauben bedeutet? Das wäre doch interessant, oder? Stellt Euch mal vor, etwas mit dem Ihr missionieren könnt und Euch gleichzeitig noch selbst ermutigt—es kommt selten vor, dass man das Fünferli und das Weckli beides haben kann! ☺ Vorhang auf: Eine besondere Überraschung Gottes Gott muss die Chinesen besonders lieben— denn: Das überraschende Hilfsmittel zur Missi-

Genesis and the Mystery Confucius Couldn't Solve, Ethel R. Nelson und Richard E. Broadberry, Concordia Publishing House, 1994

hat? (siehe Turmbau zu Babel) Ein sehnsüchtiges Warten Chinesische Christen, denen dies erklärt worden ist (es gibt verschiedene Gründe, warum der Zusammenhang nicht jedem Schreiber sofort auffällt, die in Kangs Buch näher ausge-

Wer ausserdem die modernen chinesischen Schriftzeichen nachprüfen möchte, kann das hier tun:

Wolfgang v. Ungern-Sternberg Tel. 055 241 16 35 wolfgang.vonungern@chrischona.ch

on, das gleichzeitig für uns etwas sehr Ermutigendes hat, ist ihre Sprache. Ihre Sprache? Und wieso heisst es dann, sie „haben es noch nicht grossflächig in ihrer Bedeutung erkannt“? Sie werden doch wohl wissen, was sie reden, oder etwa nicht? Komische Sache, das! Moment, es geht noch etwas anders. Es geht nicht um die gesprochene Sprache, sondern um die geschriebene. Und die funktioniert im Chinesischen ganz anders als bei uns. Darauf beruht das ganze Prinzip dieses besonderen göttlichen Hilfsmittels. Es ist ganz einfach, Ihr versteht es sofort. Piktogramme, Worte in Bildern Die chinesische Sprache ist wie die Bilds ymbole (Piktogramme) am Flughafen: Sie besteht zu weiten Teilen aus symbolhaft zusammengesetzten Bildern, die im Prinzip selbsterklärend sind. Das zeigt sich schon, wenn man sie auch nur ein kleines bisschen studiert. Eine spannende Detektivgeschichte ... Es begann damit, dass ein Pastor namens Kang Mitte des letzten Jahrhunderts (20.) seine Runde in einem Missionsspital in China machte und Bibelteile an die Patienten weitergab. Dabei wurde er in ein Gespräch mit einer sehr intelligenten, aber verwirrten Chinesin verwickelt, die ihm sagte, was sie über das Traktat dachte: „Es ist ein sehr schönes Märchen für Kinder, aber für einen Erwachsenen nicht wert, seine Zeit damit zu verschwenden!“ Ausserdem liess sie ihn wissen, dass ihrer Meinung nach gebildete Leute an die Evolutionstheorie glaubten. Was sollte Kang tun? Fundiertes, wissenschaftliches Material zu Schöpfung und Evolution war damals schwer zu bekommen und er rang tagelang vor Gott um eine Antwort. Dann fiel ihm plötzlich eine Fussnote in einem Mandarin (dominanter chinesischer Dialekt)-Lehrbuch ein, das von einem Missionar benutzt worden war. Im Text war das Schriftzeichen für „Schiff“ analysiert worden wie folgt: Und die Fussnote besagte, dass in Noahs Arche, dem ersten grossen Schiff, interessanterweise genau acht Personen war. Sein Interesse war geweckt und mit Feuereifer stürzte er sich darauf, evtl. weitere Parallelen zu finden. … mit grossen Folgen Und er wurde fündig! Tatsächlich fand er so viele biblische Parallelen in den Schriftzeichen, dass man alleine damit schon fast die Geschichte vom Sündenfall nacherzählen kann. Die wichtigsten sind hier in Kurzform aufgeführt und sind im wesentlichen selbsterklärend für jeden, der das 1. Buch Mose, speziell die Kap. 2 und 3 gelesen hat. Besonders die Worte für „Teufel“ und „Versucher“ sind vielsagend. Zusammengesetzt bedeuten sie: „Ein Mensch, mit einem Geheimnis in einem Garten lebt“ = Teufel—und wenn man hierzu noch hinzufügt: „bedeckt von 2(!) Bäumen“, dann ergibt das Ganze zusammen gelesen „Versucher—derjenige, der in Versuchung führt“. Das ergibt nur im Zusammenhang biblischer Urgeschichte einen Sinn.

Die chinesischen Schriftzeichen bergen Erinnerungen an die Genesis.
Biblische Offenbarung als Weltkulturerbe Bevor wir auf ein paar faszinierende Beispiele eingehen, aber noch ein wichtiger Grundgedanke: Was für Symbole verwendet man, wenn man eine neue Sprache formuliert? Antwort: Natürlich solche, die jeder, und wirklich jeder kennt! Denn die Sprache, die Bildsymbole sollen ja schliesslich von allen verstanden werden! In diesem Sinne ist diese Entdeckung auch für uns sehr ermutigend: Denn während sie den Chinesen bestätigt, dass ihre Vorfahren einst mehr als vertraut waren selbst mit Details der biblischen Berichte, bestätigt sie uns, wie universell sie verbreitet waren! Und das ist genau logisch und folgerichtig!

Eine weite Vision—Mission bedeutet: Zurückführen zu den Wurzeln Als Christen fühlen wir uns manchmal isoliert in unserer Kultur und haben den Eindruck, es wäre chancenlos, unseren Zeitgenossen die rettende Geschichte von Gott und seinen Menschen erzählen zu wollen. Wir ernten Kopfschütteln und mitleidiges Grinsen, wenn wir im Brustton der Überzeugung erklären, dass anfangs der Schöpfer die Welt gemacht hat und das die ganze Menschheitsgeschichte mit einem bestimmten Paar begann.

Wenn es Adam und Eva wirklich gegeben hat, dann hat damals die ganze Welt gewusst.
Aber denken wir daran: Zweifel an der Schöpfungsgeschichte sind nur ein Kind der Moderne. Die Menschen sind hochmütig geworden, weil sie so viele technische Entdeckungen gemacht. haben und glauben, die Herren der Welt zu