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15. April 2011

1- Perspektive
Umfassende weltweite Krise: erbst 2011 ! U"- a#shalt$"taatsanleihen$%&llar ! die drei amerikanischen Krisen' die die (e)akrise des )l&bale *irtschafts-' +inan, #nd *-hr#n)ss.stem pr&v&,ieren werden
. Die Krise des US-Staatshaushalts; die USA müssen sparen wie nie zuvor und werden damit ganze Sektoren der Weltwirtscha t und der internationalen !inanzm"rkte in eine Krise katapultieren . Die Krise der US-Staatsanleihen; die !ed steht nach #einahe $%% &ahren '(istenz vor dem )ankrott . Die Krise des US-Dollars; die Wechselkurssprünge des Dollars als !olge des 'ndes von *uantitative 'asing + im zweiten *uartal +%$$ werden zu einer massiven A#wertung des Dollars ühren, in der der Dollar in nur wenigen Wochen ca. -%. seines Wertes verlieren wird/ 0Seite +1

2- /elesk&p
%er (ilit-reinsat, in 0ib.en beschle#ni)t n&ch einmal den 1erfall der *elt ! #nd 2ffentlichen 3rdn#n)
2n der 3$. Ausga#e des 4'A) vom &anuar +%$$ #ezeichneten wir +%$$ als das &ahr, das keine 4nade kennt. 5or allem würden die in ihm Schaden erleiden, die die letzten zwei &ahre darau verschwendet hatten, die S6mptome der Krise statt ihrer Ursachen zu #ek"mp en und daher vers"umten, sich au die neuen Schocks der um assenden weltweiten Krise vorzu#ereiten. Der 7ilit"reinsatz in 8i#6en #ietet da ür hervorragendes Anschauungsmaterial. Denn er wird von den9enigen ge ührt, die am wenigstens au die Krise vor#ereitet sind und die daher erratisch und planlos handeln. Das kann eigentlich nur schie gehen/ 0Seite $:1

4- +&k#s
"trate)ische #nd praktische 5mpfehl#n)en
US-Dollar, #ritisches ; und, 4old und 'delmetalle, 8e#ensmittelrohsto e, 2mmo#ilien, !inanzm"rkte 0Seite +<1

%er 65A7-8-9nde: v&m April 2011: %er U"-%&llar verliert im ;erh-ltnis ,# einem *-hr#n)sk&rb a#s 5#r&' <#an' <en #nd =eal weiter an *ert
Wenn man diesen 2nde( au die 'ntwicklung des US-)2; anwendet, kann man eststellen, dass die US-Wirtscha t im 5ergleich zu den anderen gro=en glo#alen Wirtscha tsm"chten erhe#lich geschrump t ist. Und er erm>glicht weiterhin, sich ein genaueres )ild von den Wertverlusten der Wertanlagen in Dollar zu machen/ 0Seite +?1

>- %er 6l&bal5#r&meter
5r)ebnisse ? A#swert#n)
Die @ahl der )e ragten, die nicht glau#en, dass #is 'nde +%$$ eine Art Wirtscha tsregierung ür die 'urozone eingerichtet sein wird, steigt von :3. im 7"rz au nunmehr 3A. an. Das ist recht ü#erraschend, denn eine solche Wirtscha tsgovernance wird gerade au ge#aut. Die 'ntwicklung der > entlichen 7einung wird erweisen, o# es 'uroland gelingt, dieses Bhema entsprechend zu kommunizieren/ 0Seite +C1

1 Vertrauliche Mitteilung ‘GlobalEurope Anticipation Bulletin’ N°54 - 17. 4. ! 11
" #op$right Europe ! ! % &EA' ( ! 11 - ISSN 1951-6177 - Alle )echte *orbehalten
&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

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1- Perspektive
Umfassende weltweite Krise: erbst 2011 ! U"a#shalt$"taatsanleihen$%&llar ! %ie drei amerikanischen Krisen' die die (e)akrise des )l&bale *irtschafts-' +inan, #nd *-hr#n)ss.stem pr&v&,ieren werden

Am $3. Septem#er +%$% lautete die F#erschri t eines Kapitels des 4'A) G !rüh9ahr +%$$H Willkommen in den United States o Austerit6 I Au dem Weg zum @usammen#ruch des glo#alen Wirtscha ts J und !inanzs6stemsK. Damals ging die ü#erwiegende 7ehrzahl der '(perten noch davon aus, dass das Ausma= des US-Laushaltsde izits lediglich 4egenstand von Bheoriediskussionen in Washingtoner ;olitikkreisen #lei#en werde; und dass es a#wegig w"re zu glau#en, dass die USA gezwungen sein k>nnten, ein Sparprogramm au zulegen. Schlie=lich k>nne die !ed 9a un#egrenzt neue Dollars drucken. Leute, im !rüh9ahr +%$$, ist o ensichtlich, dass die USA den 4ürtel enger schnallen müssen. Seit dem 'nde des +. Weltkriegs passiert das zum ersten 7al und ist ür eine Weltwirtscha tss6stem, das in dem 4lau#en unktioniert, die amerikanische Wirtscha tslokomotive werde die Weltwirtscha t unermüdlich in Eichtung eines noch gr>=eren Wohlstands ziehen, sehr verst>rend. Diese 'insch"tzung war von den ün ziger #is zu den sie#ziger &ahren des vergangenen &ahrhunderts sicherlich weitgehend #erechtigt, mutiere seitdem a#er immer mehr zu einer !iktion ohne reale Su#stanz 1. Leute k>nnen wir #est"tigen, dass in der n"chsten ;hase der um assenden weltweiten Krise eine 7egakrise ü#er das glo#ale Wirtscha ts-, !inanz- und 4elds6stems herein#rechen wird. 2m Ler#st +%$$ wird es soweit sein2. F#er die w"hrungspolitischen, inanziellen, wirtscha tlichen und geopolitischen Auswirkungen dieser 7egakrise werden zukün tige 4enerationen in ihren 4eschichts#üchern lesen. Die Welt wird erkennen müssen, dass die !inanzkrise vom Ler#st +%%C nichts weiter war als der @ünd unke ür die eigentliche, 9etzt #evorstehende Krise.

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Die neue Sparpolitik zieht weite )ereiche der US-Staatst"tigkeit in 7itleidenscha tH 5on tie en 'inschnitten in die 4elder, mit denen die USA ihre au=enpolitische Landlungs "higkeit inanzieren, #is hin zu der Streichung von Sozialprogrammen, ziehen sich die Kürzungen Muer durch den Staatshaushalt. Staatliche 'inrichtungen und sozial schwache Schichten 0Lispanics, Arme, Studenten, Eentner usw.1 werden unter den Kürzungen zu leiden ha#en, die dennoch nur ein Brop en au den hei=en Stein der notwendigen )emühungen sind, den Laushalt wieder auszugleichen. Das ;rotestpotential #ei den )etro enen w"chst und die Studenten scheinen als erste au die Stra=e gehen zu wollen. *uellenH Louse o Eepresentatives, $-I%:I+%$$; Deve(, $$I%:I+%$$; Lu ington;ost, $-I%:I+%$$; !o(news, $:I%:I+%$$; !o(#usiness, $+I%:I+%$$ 2 Datürlich wird das glo#ale )ankens6stem 0einschlie=lich in 'uropa1, das immer noch unterkapitalisiert und weitgehend insolvent ist, diese 7egakrise nicht oder 9eden alls nicht in dieser !orm ü#erle#en.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

3 Die Krise in &apan 4, die geldpolitischen 'ntscheidungen der chinesischen Eegierung und die europ"ische Staatsschuldenkrise werden natürlich #ei dieser historischen 7egakrise eine Eolle spielen. Wir glau#en 9edoch, dass die Staatsschulden der 'uroland- ;eripheriestaaten nicht mehr der gr>=te Eisiko aktor in 'uropa sind. 5ielmehr ge#ührt diese Eolle 4ro=#ritannien, das wieder einmal sich in der Eolle des Gkranken 7anns 'uropasK wieder indet>. Die 'urozone hat n"mlich die notwendigen Sicherheitsma=nahmen ergri en und ver#essert sie st"ndig, um ihre ;ro#leme in den 4ri zu #ekommen 5. Datürlich sind die Schulden 4riechenlands, ;ortugals und 2rlands gro=e ;ro#leme J a#er sie werden in einem geordneten 5er ahren gel>st werden, nicht im Nhaos. Dass ;rivatinvestoren Beile ihrer 4elder verlieren werden 0wie wir schon vor dem Sommer +%$% vorhersagten1 @ , ist in einer solchen Solvenzkrise die normalste Sache der Welt, #irgt also keine 4e ahr eines S6stemzusammen#ruch und ist damit kein Anlass, den 'uro verloren zu ge#en; auch wenn dies die !inancial Bimes, das Wall Street &ournal und die '(perten an Wall Street und der Nit6 gerne anders darstellen, und alle drei 7onate versuchen, eine wahre 'urokrise her#eizuschrei#enA. 4ro=#ritannien hingegen ist mit seinem 5ersuch eines radikalen Sparprogramms 9"mmerlich gescheitert B. Wegen des Drucks der Stra=e, au die am +<. 7"rz +%$$ in 8ondon :%%.%%% )riten gingen C, muss David Nameron gerade im 4esundheitswesen, ein Schlüssel#ereich der Ee ormen, seine Spar#eschlüsse zum Beil wieder kassieren10. 4leichzeitig wird 4ro=#ritannien wegen des 7ilit"reinsatzes in 8i#6en #ei den Streitkr" ten nicht so viel sparen k>nnen, wie ursprünglich geplant war. Wir ha#en schon in der letzten Ausga#e des 4'A) darau hingewiesen, dass die #ritische Deuverschuldung weiter ansteigt. Das zeigt, dass die Spar#emühungen nicht grei en11. Den einzigen grei #aren G'r olgK, den Nameron und Nlegg 12 vorweisen k>nnen, ist, dass die #ritische Wirtscha t wieder in die Eezession gerutscht ist 14. Die 4e ahr einer 2mplosion der regierenden Koalition in der !olge der 5olksa#stimmung ü#er die Wahlrechtsre orm ist nunmehr sehr reell.
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2n der 33. Ausga#e des 4'A) werden wir unsere 5orhersagen ü#er die weltweite @ukun t der Atomenergie pr"sentieren und darstellen, wie auch in diesem )ereich die ;olitische Antizipation ein wichtiges Lil smittel #ei der 'ntscheidungs indung sein kann. 4 Das Ausma= der Laushaltskrise in 4ro=#ritannien ist unendlich schwerwiegender als die #ritische Eegierung einr"umt. Und da#ei ist die doch stolz darau , den #ritischen W"hlern reinen Wein eingeschenkt zu ha#en. A#er es gi#t 9a zwei Arten in der ;olitik, die 7enschen zu #elügenH 'ntweder a#zustreiten, dass ü#erhaupt ein ;ro#lem e(istiert 0wie 8a#our es unter 4ordon )rown praktizierte1, oder nur einen Beil der Wahrheit zu erz"hlen 0diese 5ariante hat ganz o ensichtlich das Bandem NameronINlegg gew"hlt1. @ur ;ro#lem#ew"ltigung tragen #eide 5arianten nicht das 4eringste #ei. *uelleH Belegraph, +<I%-I+%$$ 5 Seit dem 4ip el vom $$. 7"rz +%$$, au dem 'uroland zum wahren 7otor 'uropas avancierte, werden die 8"nder, die nicht zur 'urozone geh>ren und auch nicht ihren )eitrag zum europ"ischen Eettungs onds leisten 04ro=#ritannien, Schweden, Ungarn und Bschechien1, ge#eten, den Sitzungssaal zu verlassen, wenn !ragen der !inanzierung und der 5erwaltung des Eettungs onds er>rtert werden. Der 'UO#server vom +AI%-I+%$$ #eschrei#t, wie diese Delegationen von ;anik er asst wurden, als sie mit der )itte, den Saal zu verlassen, kon rontiert wurden. Denn sie wissen sehr wohl, dass sie nun in einem 'uropa der zwei 4eschwindigkeiten riskieren, a#geh"ngt zu werden. 6 *uelleH 2rish Bimes, ++I%-I+%$$ 7 Silvia Wadhwa, 'uropa-Korrespondentin von ND)N mokiert sich in einem amüsanten Artikel ü#er den holzschnittartigen anti'uroland-und anti-Deutschland-Diskurs ihrer angels"chsischen Kollegen und 7edien; und weist zu Eecht darau hin, dass die wirtscha tlichen Eahmendaten zwischen den einzelnen US-)undesstaaten gr>=ere A#weichungen au weisen als zwischen den 7itgliedstaaten der 'urozone. Und dass die Schulden 4riechenlands und ;ortugals im 5ergleich zu denen Kali orniens geradezu vernachl"ssig#ar sind. *uelleH ND)N, $+I%:I+%$$ 8 Wir werden in der n"chsten Ausga#e des 4'A), genau ein &ahr nach dem Wahlsieg der heute herrschenden Koalition aus Konservativen und 8i#eralen, noch im Detail au 4ro=#ritannien eingehen. 9 Diese ;roteste gegen die Sparpl"ne waren die gr>=te Demonstration in 8ondon seit mehr als +% &ahren. Sie wurden #egleitet von schweren Ausschreitungen gegen S6m#ole des Eeichtums und der wachsenden sozialen Spaltung des 8andes, n"mlich z.). gegen !ilialen der LS)N, das Lotel Eitz oder des Kau hauses !ortnum P 7ason. 's ist #ezeichnend, dass diese ür #ritische Standards historische Demonstration von so gut wie keiner @eitung au das Bitel#latt gesetzt wurde und schon nach :C Stunden vollkommen aus der )erichterstattung verschwunden war. Wenn a#er ein paar tausend 4riechen oder ;ortugiesen in Athen oder 8issa#on au die Stra=e gehen, werden wir mit eindrucksvollen )ildern ü#erh"u t, und die Kommentatoren ü#erschlagen sich mit ihren Schilderungen von 8"ndern, die am A#grund des Nhaos stünden. Da wird, das wird dem au merksamen )etrachter nicht entgehen, mit zweierlei 7a= gemessen. Und 4riechenland und ;ortugal ver ügen im 5ergleich zu 4ro=#ritannien ü#er unsch"tz#are 5orteileH Wo 4ro=#ritannien mit seinen ;ro#lemen allein und ohne Lil e von anderen Staaten steht, k>nnen 4riechen und ;ortugal au die Unterstützung der 7itgliedsl"nder der 'urozone #auen. &eder muss ür sich sel#st entscheiden, o# er den 7edien und ihren 'insch"tzungen vertrauen m>chte oder lie#er aus #ekannten Batsachen seine eigenen Schlüsse zieht. *uelleH 4uardian, +<I%-I+%$$ 10 *uelleH 2ndependent, %-I%:I+%$$ 11 F#rigens ha#en dies die !inanzm"rkte inzwischen auch verstanden und das 5ertrauen in die markigen Ankündigungen drastischer Sparma=nahmen verloren, so dass das #ritische ; und erneut seinen Weg nach unten angetreten hat. *uelleH ND)N, $+I%:I+%$$ 12 Dick Nlegg wird vorgewor en, ast alle seine Wahlversprechen ge#rochen zu ha#en. 'r ist damit zum ange#lich meistgehassten 7ann 4ro=#ritanniens geworden. *uelleH 2ndependent, $%I%:I+%$$ 13 Die #ritischen Laushalte müssen mit einem Kau kra tverlust zurechtkommen, der mit dem vergleich#ar ist, der in der Krise nach dem 'nde des 'rsten Weltkriegs zu verzeichnen war. *uelleH Belegraph, $$I%:I+%$$

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

4 2n dieser 3:. Ausga#e des 4'A) wollen wir die drei Schlüssel aktoren #eschrei#en, die die 7egakrise des weltweiten Wirtscha ts-, !inanz J und W"hrungss6stems im Ler#st +%$$ verursachen und seine !olgen #estimmen werden. Weiterhin stellen wir unsere 5orhersagen ü#er die 'ntwicklung des 8i#6enkon likts vor, von dem wir ausgehen, dass seine weitere 'ntwicklung zur )eschleunigung der Au l>sung der Welt J und > entlichen Ordnung ma=ge#lich #eitragen wird. An ihr wird man auch a#lesen k>nnen, wie die weltweiten 7achtgleichgewichte sich in der @ukun t verschie#en werden. @uletzt enth"lt diese Ausga#e noch den 4'A)-Q-2nde( und unsere 'mp ehlungen ür die olgenden 7onate. 2n der Su#stanz ist das, was sich nun vor unseren Augen a#spielt und ür das die amerikanische Sparpolitik1> nur die Auswirkungen in einem staatlichen Laushalt ist, die !ortsetzung des Eeinigungsprozesses des weltweiten !inanzs6stems von den -%.%%% 7illiarden Scheinverm>gen, die sich #is 'nde +%%? dort angesammelt hatten 15. )einahe die L"l te dieser Summe schien #is +%%A aus dem S6stem gespült worden zu sein. A#er die gro=en @entral#anken der Welt, allen voran die US-!ed mit ihren ;rogrammen des *uantitative 'asing $ und + ha#en unermüdlich daran gear#eitet, einen m>glichst gro=en Anteil davon wieder in da internationalen )ankens6stem zurückzuholen. Wir gehen daher davon aus, dass heute weiterhin +%.%%% 7illiarden Scheinverm>gen im S6stem vorhanden sind. A# Ler#st +%$$ werden sie sich nach und nach in 8u t au l>sen. Dies wird nicht still und leise geschehen, sondern #rutal und schmerzha t, wenn die drei latenten US-Krisen letztendlich virulent werdenH

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Die Krise des US-Staatshaushalts; die USA müssen sparen wie nie zuvor und werden damit ganze Sektoren der Weltwirtscha t und der internationalen !inanzm"rkte in eine Krise katapultieren. Die Krise der US-Staatsanleihen; die !ed steht nach #einahe $%% &ahren '(istenz vor dem )ankrott Die Krise des US-Dollars; die Wechselkurssprünge des Dollars als !olge des 'ndes von *uantitative 'asing + im zweiten *uartal +%$$ werden zu einer massiven A#wertung des Dollars ühren, in der der Dollar in nur wenigen Wochen ca. -%. seines Wertes verlieren wird.

Wenn +%.%%% 7illarden 5erm>gen sich mit einem Schlag als reine 8u t#uchungen ohne geringsten 4egenwert herausstellen und aus den )ilanzen der )anken, Unternehmen, !onds, und @entral#anken verschwinden, wird dies ür das glo#ale Wirtscha ts- und !inanzs6stem ein Schlag sein, den es wohl kaum und 9eden alls nicht in der heutigen !orm ü#erstehen wird. Wer damit gerechnet hat, dass dieses 4eld tats"chlich e(istiert, o# ;ension onds, Eentner, Sparer, 8ie eranten usw., oder vom Landel mit den USA a#h"ngt, wird mit her#en 5erm>gens- und 'inkommensverlusten kon rontiert werden 1@.

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Die 'urop"er ha#en dies schon +%$% hinter sich ge#racht. 5orsichtige Sch"tzung durch 8'A;I'+%+% aus den &ahren +%%?I+%%C 16 Das olgende Schau#ild zeigt, wie die Summen, die in die USA ausgewanderte Ar#eiter in ihre Leimatl"nder ü#erweisen, a#nehmen, weil schlicht und ein ach 9eder Dollar, der ü#erwiesen wurde, weniger wert war. Der Eückgang wird sich a# Ler#st +%$$ noch verst"rken.

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5ntwickl#n) der 6eldDberweis#n)en v&n in die U"A a#s)ewanderten Arbeitern in ihre erk#nftsl-nder E200C-2011F 0erste @ahlH Wert in nationaler W"hrung #ei einem Dollarwechselkurs zum Stand von Dezem#er +%%C I zweite @ahlH idem #ei einem Dollarwechselkurs von Dezem#er +%$%1 - G#elle: *all "treet H&#rnal' 0>$2011

2m Ler#st +%$$ werden sich in der 7egakrise des glo#alen !inanzs6stems die gro=en Brends realisieren, die wir schon in den vorhergehenden Ausga#en des 4'A) #eschrie#en ha#en. Die gro=en Anlagenkategorien werden unter Druck geraten und 2nvestoren werden mit viel !inesse vorgehen müssen, wenn sie ihr 5erm>gen nicht zu sehr geschm"lert sehen wollen. 2m @usammenspiel der drei USKrisen vollzieht sich das, was wir schon seit +%%< als G'nde der Weltordnung der DachkriegszeitK #eschrei#en, in der die USA der Dreh- und Angelpunkt der Weltpolitik waren.

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6 Datürlich ist nicht ausgeschlossen, dass der Dollar im 5ergleich zu den anderen gro=en Weltw"hrungen kurz ristig an Wert zulegen wird, ins#esondere wenn mit dem 'nde von *uantitative 'asing + die US@insen rasch steigen sollten. A#er au l"ngere Sicht, also sp"testens nach sechs 7onaten, ist ein Wertverlust von ca. -%. 0im 5ergleich zum heutigen Wechselkurs1 unvermeid#ar. Wir k>nnen also nur wieder einmal den Eatschlag wiederholen, den wir seit dem )eginn unserer Ar#eiten zu der Krise immer und immer wieder gege#en ha#enH 2n einer glo#alen Krise von historischem Ausma= kann @iel 9eder 2nvestitionsentscheidung nur sein, die 5erluste zu minimieren, nicht 9edoch, in der Krise noch 4ewinne zu machen. Das wird ins#esondere in den kommenden *uartalen wahr sein, wenn kurz ristige 'ntwicklungen ü#erwiegend wenn nicht gar ausschlie=lich durch Spekulationsaktivit"ten #estimmt werden, die nicht vorherseh#ar sind. Diese Unvorherseh#arkeit ist auch dem Umstand geschuldet, dass die drei US-Krisen, die die weltweite 7ega inanzkrise ausl>sen werden, nicht s6nchron verlau en. Sie stehen zwar in einer Wechselwirkung zueinander, 9edoch nicht im Sinne einer !unktion. Und der zeitliche A#lau einer der Krise, n"mlich der Laushaltskrise, h"ngt auch sehr stark von menschlichen !aktoren a#. Die #eiden anderen hingegen sind !olgen gro=er Brends, so dass die US-)eh>rden au ihren 5erlau kaum mehr 'in luss zu nehmen verm>gen 1A; nicht einmal die #isher so allm"chtig erscheinende !ed, deren 5erantwortlichen 9e nach ;erspektive von einigen als 4>tter, von anderen als Beu el wahrgenommen werden1B, kann hier noch etwas #ewirken.

%ie Krise des U"-"taatsha#shaltsI die U"A mDssen sparen wie nie ,#v&r #nd werden damit )an,e "ekt&ren der *eltwirtschaft #nd der internati&nalen +inan,m-rkte in eine Krise katap#ltieren
's sind @ahlen, von denen schwindlig wirdH R <.%%% 7illiarden Laushaltseinsparungen in zehn &ahren 1CK ordert der Eepu#likaner E6an, G:.%%% 7illiarden in zw>l &ahrenK kontert der Kandidat ür den ;r"sidentscha tswahlkamp +%$+ )arack O#ama20, GAll das reicht nichtK, legt eine der 2konen der Bea ;art6 J)ewegung, Eon ;aul, noch eins drau 21. Und der 2W! spricht ein sehr hartes Urteil ü#er die USAH GDie amerikanischen A#sichtserkl"rungen von Laushaltseinsparungen sind wenig glau#würdig.K 22 Das sind klare Worte von Seiten des 2W!, der #isher mit Kritik gegen die USA immer sehr zurückhaltend war. A#er angesichts der Batsache, dass die #eiden gro=en ;arteien wegen eines Dissens ü#er gerade einmal ein paar 7illiarden Dollar das Eisiko einer @ahlungsun "higkeit der US-Eegierung eingingen, spricht vieles da ür, dass der 2W! mit seiner 'insch"tzung richtig liegt.

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Das Schicksal des Dollars wie auch der US-Staatsanleihen ist nunmehr ü#erwiegend in der Land von ausl"ndischen 2nvestoren. Diese werden sehr genau anal6sieren, welche Schluss olgerungen sie aus dem 'nde von *uantiative 'asing + ziehen müssen, zu dem die !ed gezwungen sein wird. 2hre kollektive 7einung, die schon heute sehr kritisch ist, wird entscheidend sein und nicht die ;ropaganda, mit der die !ed ihre 'ntscheidung zu recht ertigen versuchen wird. 18 2n der amerikanischen > entlichen 7einung hat sich heute ganz ü#erwiegend die Ansicht durchgestetzt, dass die !ed des Beu els sei. Das war +%%C noch ganz anders, als alle Lo nungen au der !ed lagen. Diese 5er"nderungen in der Wahrnehmung sind alles andere als ein Detail und schr"nken den Landlungsspielraum der !ed massiv ein. Und dass die !ed soe#en vor 4ericht unterlegen ist und 2n ormationen zug"nglich machen musste, wer eigentlich Dutznie=er der 7illiarden Lil sgelder ür die )ankenrettung im Ler#st +%%C war, wird diese Situation nicht zugunsten der !ed ver"ndern. Sogar ganz im 4egenteilH @um )eispiel konnte die @eitschri t Eolling Stone in 'r ahrung #ringen, dass zu den 'mp "nger der Lil sgelder zwei 'he rauen von hohen 7anagern an Wall Street z"hlen, die eigens ein Unternehmen gründeten, um 4elder der !ed in L>he von +%% 7illionen US-Dollar a#ru en und to(ische Wertpapier kau en zu k>nnen. !unktionierte das 4esch" t, steckten sie die 4ewinne ein, ging es schie , trug die !ed die 5erluste. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Amerikaner ür die !ed nur noch wenig S6mpathie zu emp inden verm>gen. Diese 4eschichte ist nur eine von vielen, die zur @eit im 2nternet kursieren. Damit ist natürlich der Eespekt der Amerikaner vor der !ed verloren gegangen und dür te nicht so #ald 0wenn ü#erhaupt1 wiederzugewinnen sein. 2m Konte(t der aktuellen Krise ist dies natürlich eine Situation, die viel Sprengsto #irgt. *uelleH Eollingstone, $+I%:I+%$$ 19 *uelleH ;olitico, %:I%:I+%$$ 20 *uelleH )oston Lerald, $-I%:I+%$$ 21 *uelleH Lu ington ;ost, $$I%:I+%$$ 22 Da#ei #rechen sie st"ndig Eekorde #ei der Deuverschuldung; die De izite, die sich ür den Laushalt aus von O#ama au gelegten ;rogrammen erge#en, #elau en sich in einem &ahrzehnt au A.3%% 7illiarden Dollar. @um einen l"sst O#ama den Staat weitere Ausga#en schultern, zum anderen verkündet er drastische Laushaltseinsparungen. 4lau#würdigkeit ist etwas anderes. *uellenH ND)N, $-I%:I+%$$; Washington ;ost, $CI%-I+%$$

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7 Damit hat der 2W! laut gesagt, was viele 4l"u#iger der USA denkenH Wenn das US-politische S6stem schon nicht in der 8age ist, sich au eine Laushaltskürzung in einer zweistelligen 7illiardengr>=enordnung zu einigen, wie sollte dies dann in einigen 7onaten gelingen, wenn ü#er Kürzungen von hunderten 7illiarden Dollar pro &ahr zu reden istS Droht dann ein )ürgerkriegS Das ist 9eden alls die Angst des neuen 4ouverneurs von Kali ornien &err6 )rown24, der die Au assung vertritt, dass die USA in einer Staatskrise stecken, die sehr viel Thnlichkeit mit der 8age ha#e, in der sich die USA vor dem Aus#ruch des )ürgerkriegs #e anden2>.

;er)leichende 5ntwickl#n) des +inan,ier#n)sbedarfs des privaten #nd 2ffentlichen "ekt&rs in den U"A E1CAC - 2010F 0rotH > entlicher Sektor I #lauH privater Sektor1 - G#elle: A)&rafinancial' 0>$2011

2n Washington herrscht nicht eine simple ;attstellung. 5ielmehr ha#en sich die ;arteien in die Schützengr"#en einer um assenden Kon rontation zwischen zwei verschiedenen 5isionen von der @ukun t des 8andes eingegra#en. &e n"her der Wahltermin vom Dovem#er +%$+ rückt, desto gnadenloser wird die Auseinandersetzung zwischen den #eiden 8agern werden. Diemand sollte damit rechnen, dass die Streitigkeiten unter 'inhaltung gewisser 4rundregeln des politischen Anstands ge ührt werden. Sogar die allgemeinen 2nteressen des 8andes werden hinter dem Wunsch, dem politischen 4egner zu schaden, zurückstehen müssen. Schon aus der Od6ssee wissen wir, dass die 4>tter die9enigen verrückt machen, die sie verder#en wollen. 2n den kommenden 7onaten wird Washington immer mehr einer 2rrenanstalt gleichen25, in der auch die verrücktesten 'ntscheidungen denk#ar sind.

23

)rown ist eine #emerkenswerte ;ers>nlichkeit in der amerikanischen politischen 8andscha t, der #ereits au eine lange politische Karriere zurück#licken kann. 'r war schon einmal, von $A?3 #is $AC-, 4ouverneur von Kali ornien und #ewar# sich zwei 7al um die Kandidatur der demokratischen ;artei ür die ;r"sidentscha tswahlen. Seine Au assung ü#er den 9"mmerlichen @ustand des politischen S6stems der USA sollte daher nicht leicht ertig ignoriert werden. *uelleH N)S, $%I%:I+%$% 24 'inige 8eser werden diesen 5ergleich sicherlich ür ü#erzogen halten. A#er sie seien daran erinnert, dass einer der wesentlichen 4ründe ür den )ürgerkrieg die unverein#aren unterschiedlichen Au assungen ü#er die Eolle des )undesstaats und seine Kompetenzen waren. Auch heute herrscht wieder #itterer @wist ü#er die legitimen @ust"ndigkeiten der )undesregierungH @entral#ankS 5erteidigungshaushaltS SozialprogrammeS Die #eiden gro=en ;arteien #lockieren das politische S6stem und stehen sich immer mehr in einer Atmosph"re des gegenseitigen Lasses gegenü#er. Wir ha#en da ür in vorhergehenden Ausga#en des 4'A) schon viele )eispiele ange ührt. *uelleH Americanhistor6 25 Wie sollte man anders 8eute einstu en, die heute sel#st unter dem @wang vieler Krise kaum in der 8age sind, einige 7illiardeneinsparungen zu #eschlie=en, und sich dann rumdrehen und laut t>nen, sie würden morgen aus genau densel#en Laushaltslinien tausende 7illiarden streichenS Sind sie 5errückte oder 8ügnerS Au 9eden !all sind sie 2gnoranten. Denn #ald werden "u=ere @w"nge genau diese 'insparungen unvermeidlich machen.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

8 Was den Wert des Dollars und der US-Staatsanleihen angeht, #eruhigen sich zur @eit noch viele westliche '(perten mit der F#erlegung, die Nhinesen w"ren doch schlecht #eraten, Dollaranlagen a#zusto=en, da der daraus olgende A#sturz des Dollars den Wert der ihnen noch ver#lei#enden Wertpapiere schm"lern würde. Was sie a#er nicht #edenken, ist, dass der Ausl>ser ür den Sturz des Dollars aus Washington kommen k>nnte. 2m Okto#er +%$$, wenn traditionell der US-Kongress ü#er den Laushaltsentwur a#stimmt, k>nnte es soweit sein. Was olgen wird, wird sicherlich kein happ6 end im Stil von Loll6wood sein, sondern eher eine griechische Brag>die. Denn schlie=lich wird das Dreh#uch nicht in Loll6wood, sondern von 2nvestoren weltweit geschrie#en. 's ist eigentlich egal, was konkret der Ausl>ser sein wird, o# durch eine politische 'ntscheidung, o# durch eine wegen Dichtvera#schiedung des Laushalts verursachte @ahlungsun "higkeit der )undesregierung oder durch "u=ere @w"nge2@ 0steigende @insenI'urolandI)E2N2A1. &eden alls wird im Ler#st +%$$ zum ersten 7al in der US-4eschichte der US-)undeshaushalt massiv niedriger aus allen als in den 5or9ahren. Das 'nde von *uantitative 'asing + wird die @insen steigen lassen und damit den Schuldendienst deutlich verteuern. Die wegen der sich versch"r enden Eezession rückl"u igen Steuereinnahmen 2B werden der Eegierung die Au ga#e nicht erleichtern. Die )undesregierung k>nnte nach Au assung von Eichard !isher, dem ;r"sidenten der !ed in Dallas, sehr #ald zahlungsun "hig sein2C.

%ie Krise der U"-"taatsanleihenI die +ed steht nach beinahe 100 Hahren 5:isten, v&r dem 7ankr&tt
Kann einem @au#erer ein neuer Brick von #isher unerh>rtem Schwierigkeitsgrad vor einem au ge#rachtem ;u#likum gelingen, das ihn aus#uht, ihn mit Sachen #ewir t und sein 'intrittsgeld zurückverlangtS Denn genau diese !rage stellen sich die 4ouverneure der amerikanischen @entral#ank seit 7onaten, wenn sie versuchen, sich ein )ild davon zu machen, was zu tun ist, wenn das ;rogramm des *uantitative 'asing + im 7ai oder &uni +%$$, 9e nach 4eschwindigkeit des 7ittela# lusses in L>he von <%% 7illiarden Dollar, zu 'nde gehen wird40. 5on ihren rüher so zahlreichen !ans sind der !ed nicht mehr viele ver#lie#enH Die 7ehrheit der Amerikaner ordert ür sie eine strenge Au sicht oder sogar ihre A#scha ung; die @entral#ankkollegen aus den anderen Staaten sch"umten vor Wut, als die ;l"ne ür *uantitative 'asing + #ekannt wurden41.

26

Die Staatsschulden weltweit sind au dem h>chsten Stand seit $A:3; die USA sind inzwischen mit einer De izitMuote von $%,C. des )2; unter den gro=en Staaten der9enige mit dem h>chsten De izitI&ahr. *uelleH !igaro, $+I%:I+%$$; )loom#erg, $+I%:I+%$$ 27 Was die )E2N #zw., seitdem auch Süda rika daran teilnimmt, die )E2NS an#elangt, so ist au "llig, dass ihr drittes 4ip eltre en au der chinesischen Bropeninsel Lainan endlich auch in den westlichen 7edien mit der verdienten Au merksamkeit #edacht wurde. Der 4'A) geh>rte zu den ersten und wenigen 7edien im Westen, die ü#er den ersten 4ip el vor drei &ahren schrie#en und ihn als ein #edeutsames 'reignis #ezeichneten. )is vor ganz Kurzem verstei te sich die internationale ;resse darau , die )E2N ür einen weiteren, un#edeutenden )uchsta#ensalat ohne geopolitische )edeutung zu halten. O ensichtlich hat sich dies nun ge"ndert. Und dieser 4ip el hat #ei Bhemen, die von 8i#6en #is zum Dollar reichten, ;ositionen vertreten, aus denen klar zu erkennen ist, dass diese 8"nder sich als legitimes 4egengewicht zu den USA und ihren 5er#ündeten verstehen. Deren @ahl verringert sich ü#rigens angesichts ihrer ;olitik in 8i#6en. F#rigens ha#en die )E2NS 7echanismen verein#art, die ihnen erlau#en, ihren Landel untereinander in den eigenen W"hrungen a#zurechnen, was natürlich den Status des Dollars als internationale 8eitw"hrung schw"cht J wieder ein @eichen da ür, dass das Weltw"hrungss6stem vor einem massiven und #rutalen Um#ruch steht. *uelleH ND)N, $:I%:I+%$$ 28 Wer 9etzt immer noch glau#t, dass sich die wirtscha tliche 8age in den USA sogar dann ver#essern kann, wenn die R Au putschmittel U des *uantitative 'asing + au ge#raucht sein werden, der sollte sich einmal anschauen, welche Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen herrscht 0sie trü#t sich massiv ein1 und wie sich die Ar#eitslosigkeit in Wirklichkeit entwickelt hat 0a# Sommer +%$$ wird die #isherige !iktion von rückl"u igen Ar#eitslosenzahlen auch in den o iziellen Statistiken als reines Brug#ild entlarvt werden1. Was die Laushaltslage der )undesstaaten #etri t, verweisen wir au unsere Aus ührungen in den vorhergehenden Ausga#en des 4'A). *uellenH 7arketWatch, $+I%:I+%$+; Dew Vork ;ost, $+I%:I+%$$ 29 *uelleH ND)N, ++I%-I+%$$ 30 Das hei=t, dass das ;rogramm entgegen der 'rwartungen vieler Dutznie=er schon vor 'nde &uni auslau en kann. Das wird ür all die, die der gegenw"rtigen US-Staatsanleihen#lase noch eine lange 8e#ensdauer zutrauen undIoder #is zumindest zum Sommer +%$$ mit einem Ansteigen der Aktienkurse rechnen, ein sehr #>ses 'rwachen ge#en. 31 Und sie #auen immer weiter ihre Dollarw"hrungs#est"nde a# und kau en da ür, so 9eden alls die indische und die chinesische @entral#ank, 4old.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

9 Der !ed treu erge#en sind nur noch 4oldman Sachs 42 und seine Klone; also wirklich nicht die Art von Anh"ngerscha t, die es der !ed erm>glichen würde, ür ihre Anliegen #ei den )ürgern und Steuerzahlern er olgreich zu wer#en. Deshal# #eschreitet die !ed in ihrer W entlichkeitsar#eit auch vollkommen neue Weg. !rüher ge ielen sich ihre Nhe s in der Eolle der geheimnisvollen )ewohner eines 'l en#einturms; heute ge#en sie ;ressekon erenzen44.

5ntwickl#n) der indischen #nd chinesischen 6&ldk-#fe #nd des 6&ldpreise in nati&naler *-hr#n) G#elle: A)&ra+inancial' 0>$2011

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Die, die glau#en, ein ehemaliger hoher 7itar#eiter von 4oldman Sachs wie 7ario Draghi k>nnte Dach olger von &ean-Nlaude Brichet an der Spitze der '@) werden 0was wohl nur ür das internationale !inanzmilieu und vielleicht auch Silvio )erlusconi und Dicolas Sarkoz6 gilt1 ha#en wohl noch nicht verstanden, in welcher @eit und au welchem Kontinent sie le#en. Der ü#erraschende 5erzicht von A(el We#er au eine Kandidatur, dessen Lintergründe #is heute im Dunkeln liegen, "ndert nichts an der Batsache, dass die 'rnennung von 7ario Draghi zum neuen ;r"sidenten der '@) #edeuten würde, 4oldman Sachs die De inition der europ"ischen 4eldpolitik zu ü#ertragen. Damit würden die 2nteressen 'urolands denen der Wall Street und der 8ondoner Nit6 untergeordnet. 'iner solchen Wahl stehen alle wirksamen gro=en Brends entgegen. 5or allen Dingen w"re es eine ;rovokation der gro=en 7ehrheit der 'urop"er, die inzwischen auch verstanden ha#en, wie das 4esch" tsmodell dieser gro=en 2nvestment#ank unktioniert. Damit allein dür te schon gesichert sein, dass ein Kandidat aus einem n>rdlichen 'uroland-7itgliedstaat, den heute nur wenige au dem Eadar ha#en, das Eennen machen wird, weil ihm nicht vorgewor en werden kann, durch eine @usammenar#eit mit einer der gro=en 2nvestment#anken kompromittiert zu sein. 33 *uelleH Eeuters, +:I%:I+%$$

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

10 2m Sommer +%$$ steht die !ed nicht nur vor der Leraus orderung des Auslau ens von *uantitative 'asing +. 's geht dann vielmehr um ihr eigenes F#erle#enH 5on der &ustiz wird sie verurteilt, zumindest ein 7inimum an 'in#lick in ihre B"tigkeiten zu gew"hren, von der ;olitik und der ;resse wird sie immer he tiger angegri en, von der > entlichen 7einung gehasst, von den ;artnerinstitutionen in den anderen 8"ndern kritisiert. Das zweite Lal#9ahr +%$$ k>nnte ür die !ed sehr wohl das 'nde ihrer #einahe hundert9"hrigen 4eschichte #ringen. Wenn es der !ed wie durch ein Wunder gelingen sollte, *uantitative 'asing + ohne zu gro=en Schaden ür die amerikanische Wirtscha t zu #eenden 4>, wird sie im #esten !all einer sch"r eren politischen Kontrolle unterwor en 0vgl. hierzu die vorhergehenden Ausga#en des 4'A) und unsere Anal6se der politischen 8age1. 2n allen anderen !"llen werden die Stimmen immer lauter und ü#erm"chtig werden, die das 'nde ihres #esonderen Status ordern, der sie, ganz anders als ihre Schwesterinstitutionen45 in den anderen 8"ndern, weitgehend zu einem 2nstrument der ;rivat#anken macht. 2m schlimmsten !all ist ihr inanzieller und politischer )ankrott, ihre A#scha ung und ;rozesse gegen ihr !ührungspersonal unvermeidlich. Wenn man sich vor Augen h"lt, dass die !ed durch 2mmo#ilien a#gesicherte Wertpapiere in einem Dennwert von mehr als $%%% 7illiarden h"lt 4@, die ;reise au dem 2mmo#ilienmarkt a#er immer noch massive Eückg"nge verzeichnen müssen, dass wegen der anziehenden 2n lation nun auch die @insen steigen und Kredite dadurch immer teurer werden, ist die !rage nach einem m>glichen )ankrott der !ed alles andere als a#wegig. 2m 4egenteil, das Eisiko ist inzwischen so hoch, dass die !ed und das US-!inanzministerium sich in aller Diskretion und in aller G!reundscha tK darau verst"ndigt ha#en, die )uch ührungsregeln der !ed zu "ndern. Das erm>glicht der !ed, in ihrer )ilanz 5erluste und 'igenkapitalreduzierungen nicht mehr auszuweisen4A.

5ntwickl#n) der 9mm&bilienpreise in den U"A E2000-2011F 0#lauH Nase-Schiller-2nde( ür Wohnimmo#ilien IrotH 2nde( ür 4ewer#eimmo#ilien1 - G#elle: Jalc#lated=isk' 04$2011

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Wir konnten unter den vielen im 2nternet diskutierten Szenarien ür einen geordneten Ausstieg aus *'+ #isher noch keines ausmachen, das uns koh"rent und schlüssig erschien. 2n so einer 8age und angesichts unserer wenig ausgepr"gten Deigung, an Wunder zu glau#en, ins#esondere wenn das gesamte S6stem, das damit gerettet werden müsste, vor dem @usammen#ruch steht, gehen wir davon aus, dass *'+ in einer relativen Katastrophe enden wird. 35 Die @entral#anken der Welt eta#lieren heimlich und leise 4old als neue W"hrungsreserve. *uelleH ND)N, +:I%-I+%$$ 36 *uelleH 76#udget-<%, %:I+%$$ 37 *uellenH !BAlphaville, +%I%$I+%$$; 7one6Week, %$I%:I+%$$

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

11 Diese t6pischen )ürokratentricks, die in einer erneuten hei=en ;hase der !inanzkrise ihre volle Bragweite ent alten müssten, werden nach unserer Au assung in erster 8inie dazu ühren, die Wut der Steuerzahler gegen Washington noch weiter zu schüren. A#er die !ed und das !inanzministerium ha#en noch nicht verstanden, dass die ein achen )ürger und Steuerzahler, deren 7einungen, 2nteressen und Wünsche #isher ohne 9egliche )edeutung ür die !inanz#eh>rden waren, sich nicht mehr alles ge allen lassen wollen. Diese Krise der !ed veranschaulicht, was wir meinten, als wir +%$$ als das &ahr #ezeichneten, das keine 4nade kenntH All die, die nicht verstanden ha#en, dass mit der Krise von +%%C eine neue @eit #egonnen hat, werden von den 'reignissen ü#erw"ltigt werden 4B. Wer noch einmal im Detail nachlesen m>chte, wie die '(plosion der )lase der US-Staatsanleihen a#lau en wird, sei au die 3-. Ausga#e des 4'A) verwiesen.

%ie Krise des U"-%&llarsI die *echselk#rssprDn)e des %&llars als +&l)e des 5ndes v&n G#antiative 5asin) im ,weiten G#artal 2011 werden ,# einer massiven Abwert#n) des %&llars fDhren' in der der %&llar in n#r weni)en *&chen ca. 40K seines *ertes verlieren wird.
Die tats"chliche 2n lationsrate in den USA liegt gegenw"rtig #ei $%.. Diese @ahl würden die amerikanischen )eh>rden ange#en, wenn sie noch die )erechnungsmethode #enutzen würde, die vor $AC% angewandt wurde, als ;aul 5olcker als ;r"sident der !ed mit einschneidenden 7itteln die 2n lationsspirale zerschlug, in der das 8and ge angen war. Wir ha#en schon h"u ig )ezug au die Statistiken der We#seite ShadowStats genommen. Sie #erechnet weiterhin die 2ndices mit den 7ethoden, die galten, #evor unter Eonald Eeagan die @eit der gro=en statistischen 7anipulationen einsetzte, von denen auch keiner der olgenden ;r"sidenten lassen wollte oder konnte. Was sich heute a#er ge"ndert hat, ist, dass inzwischen auch die gro=en !inanzmedien wie ND)N ü#er diese alternativen )erechnungen im Detail #erichten4C. Und immer mehr in Wirtscha t und 5erwaltung ein lussreiche ;ers>nlichkeiten wie der Nhe von Wal-7art>0 r"umen inzwischen ein, dass die 2n lation sich #eschleunigt. *uantitative 'asing + hinterl"sst tie e Spuren #ei den 5er#raucherpreisen auch in Amerika, nicht nur #ei den 8e#ensmittelpreisen in der ara#ischen Welt>1.

Preisanstie) fDr die verschiedenen =indschlachtstDcke in den U"A 0von +%.%+.+%$% #is +%.%+.+%$$1 - G#elle: JLL(&ne.' 0>$2011

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Oder die sich au ewige Wahrheiten verlassen hatten, die in Wirklichkeit sehr prek"r waren, wie z.). dass &apan niemals gro=e 7engen von US-Staatsanleihen au den 7arkt wer en würde. Doch die Drei achkatastrophe zwingt das 8and, sein ausl"ndisches 5erm>gen, einschlie=lich Staatsanleihen, nach und nach zu verkau en. *uelleH 7arketWatch, %?I%:I+%$$ 39 *uelleH ND)N, $+I%:I+%$$ 40 *uelleH USABoda6, %$I%:I+%$$ 41 Und wird auch in den USA zu Unruhen ühren.

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12 's trei#t auch die in lation"ren Bendenzen in Nhina an, die Nhina inzwischen in der Eangliste der wichtigsten 2n lationse(porteure au den zweiten ;latz, knapp hinter den USA, katapultiert ha#en >2. Wenn erst einmal die !ed den Au kau von US-Staatsanleihen eingestellt ha#en wird, wird diese nun schon weltweite 2n lation die @insen auch in den USA ansteigen lassen. Die @insen ür 2mmo#ilienkredite sind #ereits stark gestiegen, o#wohl doch gerade eines der erkl"rten @iele von *'+ war, sie au niedrigstem Diveau zu halten>4. Kurz ristig vermag dieser @insanstieg dem Dollar sogar zu einem Kursanstieg verhel en, a#er au lange Sicht, unge "hr a# &ahresan ang +%$+, wird das ;latzen der Staatsanleihen#lase diesen ' ekt #ei weitem ü#erspielen und der Dollar seinen weiteren A#stieg #eginnen. Denn US-Staatsanleihen und Dollars sind lediglich die #eiden Seiten einer 7edaille, auch wenn ihre Kursentwicklung nicht immer parallel verl"u t. Wenn erst die @insen ür US-Anleihen steigen und entsprechend ihr Kurs "llt, wird der Dollar in einem @eitraum von sechs 7onaten #is ein &ahr ein neues Kursplateau erreichen, das -%. unter dem heutigen liegen wird. Da dieser niedrigere Wert der USW"hrung das dauerha te 5erschwinden von +%.%%% 7illiarden US-Dollar Scheinverm>gen wiederspiegelt, wird das erreichte Diveau der neue )asiswert des Dollars werden. Der Kursverlust als !olge des ;latzens der Staatsanleihen#lase entspricht damit einer dauerha ten A#wertung des Dollars >>. Die 8"nder, deren W"hrungsreserven ü#erwiegend aus Dollar #estehen 0und die eventuell gezwungen sein k>nnten, in Dotsituationen darau zugrei en, wie dies gerade ür &apan der !all ist1, werden diese 'ntwicklung antizipieren und daher versuchen, rühzeitig ihre Dollar#est"nde au zul>sen, und damit eine G5ora#K-A#wertung des Dollars ausl>sen >5. Der Dollar ist nunmehr in einem Beu elskreis ge angen. &eder versucht, seine Dollar loszuwerden, #evor der Wert sinkt, wodurch der Kurs sinkt, was wiederum die !lucht aus dem Dollar verst"rkt. Sp"testens im Ler#st +%$$ #richt im glo#alen 4eld-, Wirtscha ts- und !inanzs6stem die 7egakrise aus. Und im Unterschied zu +%%C gi#t es dann keine !ed mehr, die als Kreditge#er einspringen und versuchen k>nnte, Anlagen, die h"u ig ü#er keinen origin"ren Wert ver ügen, au ihrem nominalen Wertniveau zu halten. Der 2W! allein wird von dieser Au ga#e ü#er ordert sein.

5ntwickl#n) der 9nflati&nsrate in Jhina E1CCB bis 2010F G#elle: 6&&ldshark $ /radin)ec&n&mics $ Jhina5c&9nf&' 0>$2011

42 43

2ns#esondere weil die chinesische Eegierung sich weigert, den Vuan im 5erh"ltnis zum Dollar au zuwerten. *uelleH 7arketWatch, $:I%:I+%$$ 44 Das US-!inanzministerium plant, 4eldstücke zukün tig ohne Sil#eranteil zu pr"gen. Sil#er soll durch 'isen, )lei oder @inn ersetzt werden. Das dür te dem 5ertrauen in die amerikanische W"hrung sicherlich >rderlich sein. *uelleH 7one6Week, %<I%:I+%$$ 45 Nhinesische )eamte #ezeichnen den 7arkt ür US-Staatsanleihen inzwischen > entlich als R #etrügerisches Schnee#alls6stem UH *uelleH 7arketWatch, $$I%:I+%$$

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13 Dass weltweit wieder der 7ode der Stresstests ür )anken gehuldigt wird, hat nicht nur etwas mit dem Wunsch zu tun, die )anker zu stressen. 5ielmehr spüren die Au sichts#eh>rden sehr wohl, dass in den n"chsten 7onaten eine neue inanzielle Krise #evorsteht. Wir k>nnen nur ho en, dass die )elastungsh6pothesen in den Stresstests etwas realistischer sind als die der 9apanischen Atomau sichts#eh>rden, als sie die Widerstands "higkeit der Kernkra twerke gegen 'rd#e#en und Bsunamis prü ten. Wir gehen 9edoch nicht davon aus. Wenn also es zu der 7egakrise kommt, werden viele )anken ü#er den &ordan gehen; nicht nur in den USA. 'ine letzte )emerkungH Wer sich immer noch nicht darü#er im Klaren ist, welche 5er"nderungen sich vollziehen, sei au olgendes hingewiesenH Nhina ist inzwischen der wichtigste '(portmarkt Deutschlands au=erhal# 'uropas und hat die USA von diesem ;latz, den sie seit $A:3 inne hatten >@, vertrie#en. Wiederum eine wichtige 'ntwicklung, die ür den Status des Dollars im glo#alen Wirtscha ts Jund W"hrungss6stem alles andere als zutr"glich ist.

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*uelleH )loom#erg, %?I%:I+%$$

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2- /elesk&p
%er (ilit-reinsat, in 0ib.en beschle#ni)t n&ch einmal den 1erfall der *elt ! #nd 2ffentlichen 3rdn#n)
2n der 3$. Ausga#e des 4'A) vom &anuar +%$$ #ezeichneten wir +%$$ als das &ahr, das keine 4nade kennt. 5or allem würden die in ihm Schaden erleiden, die die letzten zwei &ahre darau verschwendet hatten, die S6mptome der Krise statt ihrer Ursachen zu #ek"mp en und daher vers"umten, sich au die neuen Schocks der um assenden weltweiten Krise vorzu#ereiten. Der 7ilit"reinsatz in 8i#6en #ietet da ür hervorragendes Anschauungsmaterial. Denn er wird von den9enigen ge ührt, die am wenigstens au die Krise vor#ereitet sind und die daher erratisch und planlos handeln. Das kann eigentlich nur schie gehen. &enseits des 7ittelmeers agieren ein 2mperium, das in in Au l>sung #egri en ist, n"mlich die USA, sein Adlatus, der um sein F#erle#en k"mp t, n"mlich 4ro=#ritannien, und eine 7ittelmacht, die nicht wei=, wo ür sie steht und welche ;olitik sie ühren soll, n"mlich !rankreich. Lals ü#er Kop ha#en sie sich in einer Eegion in ein A#enteuer gestürzt, in der sich gerade ein historischer Um#ruch vollzieht, der auch die glo#alen 7achtgleichgewichte verschie#en und lang ristig die glo#ale Eolle der Schwellenl"nder, die wesentlich weitsichtiger agieren, verst"rken wird. Dach Au assung von 8'A;I'+%+% werden mit der ranco-anglo-amerikanischen 2ntervention in 8i#6en unsere 5orhersagen vom &anuar +%$$ WirklichkeitH USA, 4ro=#ritannien und !rankreich ha#en den Au l>sungsprozess der Welt- und > entlichen Ordnung mit weiterem Sprengsto angereichert>A. 2n dieser aktuellen Ausga#e des 4'A) wollen wir das 4esamtum eld und die Akteure des Kon likts anal6sieren und die )rüche und lang ristigen weltweiten Brends, die er verursachen wird, #eschrei#en.

%ie *irklichkeit des (ilit-reinsat,es in 0ib.en ist nicht s&' wie die =e)ier#n)en #nd (edien in den U"A' 6r&Mbritannien #nd +rankreich sie #ns v&r)a#keln w&llen
Wir sollten uns @eit nehmen ür einen ungeschminkten )lick au das 4esamtum eld des Kon likts und die an ihm )eteiligten. Die tunesischen Au st"nde zum &ahresende +%$% gri en nach und nach au ast alle ara#ischen 8"nder ü#er, konnten 9edoch nicht ü#erall die gleichen 'r olge verzeichnen. 2n der 3+. Ausga#e des 4'A) hatten wir zum A#schluss unserer Anal6se des Sturzes der ;etrodollar-7auer die ara#ischen 8"nder entsprechend der Wahrscheinlichkeit eines schnellen Umsturzes in drei Kategorien unterteilt. 8i#6en ordneten wir in die 0dritte1 Kategorie der 8"nder ein, in denen G die Eegime, auch mit 'insatz von 4ewalt, die Eevolutions#estre#ungen zumindest #is 'nde +%$+ noch in Schach halten k>nnenK. 2n dieser Kategorie #e inden sich ne#en 8i#6en Algerien, S6rien und Saudi Ara#ien. 2n all diesen 8"ndern gi#t es einen D"hr#oden ür 5olksau st"nde, auch wenn die Unruhen und Au st"nde #isher nicht das Ausma= wie in den anderen 8"nder erreichen konnten. A#er wir sind sicher, dass in diesen drei 8"ndern weder !rankreich, noch 4ro=#ritannien, noch die USA milit"risch auch nur den kleinen !inger rühren würden, um Gdie 7enschen vor der Unterdrückung zu rettenK oder Gden Wandel zu einem demokratischen S6stem zu erleichternK. Und dies aus den olgenden 4ründenH zu gro=e )ev>lkerungszahl Eegime, deren !ort#estand die westlichen Staaten als wichtig ür ihre eigene Sicherheit ansehen zu gro=e 4e ahr, die Eegion insgesamt zu desta#ilisieren logistisch zu schwierig in den 7edien der westlichen Staaten zu schwer vermittel#ar wegen Widerstands der gro=en nicht-westlichen 7"chte keine Aussicht au ein 5D-7andat zu hohes milit"risches Eisiko unmittel#ar und weitreichende Auswirkungen au die ;reise ür Wl und 4as weltweit.

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5gl. -+. Auga#e des 4'A)

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

15 Dass #ei vergleich#arer politischer und demokratischer Ausgangslage 8i#6en und die drei anderen ara#ischen 8"ndern eine so unterschiedliche )ehandlung durch diese drei westlichen 8"nder er ahren, kl"rt uns au ü#er den ersten 4rund ür den 7ilit"reinsatz in 8i#6enH 'r wurde #eschlossen, weil er politisch und milit"risch mit dem geringsten Eisiko m>glich war. )ei den anderen 8"ndern w"re das Eisiko eines milit"rischen 'ngagements ein ach zu hoch. 4anz anders sieht 9edoch die 8age in 8i#6en aus. Sein Diktator ist der ideale und #ereits vielerpro#te G)uhmannK der westlichen Staatengemeinscha t. 5D-Sanktionen gegen ihn waren in der 5ergangenheit an der Bagesordnung. 2n den westlichen 7edien ist er als #lutrünstiger und paranoider Diktator #ekannt >B. 'r ist verrückt und arrogant und ohne Unterstützung der gro=en glo#alen 7"chte. Das 8and ist gro=, a#er dünn #esiedelt. Sein Eelie macht es zu einem idealen Angri sziel ür 8u tschl"ge. 's ist es reich an 'rd>l. 's liegt in einer Eegion, in der nationale @entralm"chte schon traditionell mit gro=em Widerstand der Stammesethnien rechnen müssen., 2n einer @usammen assung kann man sagen, dass es das ideale Angri sziel ür eine Gkostengünstige und risikominimierteK 7ilit"raktion unter dem )anner der internationalen 4emeinscha t ist>C. Das einzig St>rende an diesem ;ortr"t liegt in der Batsache, dass das 8and sich in den letzten &ahren zum R !reund U des Westens gewandelt hatte. Wer soviel Wl hat, kann sich in der Eegel vor !reunden kaum retten. Wenn sich die westlichen Staaten mit einem 7al die gro=en Werte der internationalen Staatengemeinscha t au die !ahne schrei#en 50,, um eine 7ilit"raktion zu recht ertigen, muss 9eder, der sich ernstha t mit politischer Antizipation #esch" tigen m>chte, den neuen Diskurs der Eegierungen in Washington, 8ondon und ;aris ernstha t au seine Stichhaltigkeit a#klop enH GDie 7enschen in 8i#6en 0die noch vor wenigen Wochen den Eegierenden in Washington, 8ondon und ;aris unendlich gleichgültig waren1 werden von einem #lutrünstigen Diktator angegri en 0den die ranz>sische Eegierung vor etwas mehr als zwei &ahren mit allen 'hren in ;aris emp ing1; die Demokratien 0zu verstehen als die 8"nder der Dato1 müssen so ort und ohne @>gern den Au stand 0von denen man sel#st in den St"dten wie )engasi 51, ü#er die 4adda i die Kontrolle verloren hat, eigentlich nie irgendwelche )ilder zu sehen #ekommt52, was ein erstaunlicher Kontrast zu der )erichterstattung ü#er Bunesien, Tg6pten, &emen, )ahrein und &ordanien ist, in der )ilder von 7enschenmassen keine 7angelware sind1, des li#6schen 5olks, das in 7assen von den regimetreuen Kr" ten niedergemetzelt wird 0wieder gi#t es keine )ilder davon und keine )eweise da ür 541 unterstützen; die Eegierung, die die Au st"ndischen in )engasi ge#ildet ha#en, muss in aller 'ile anerkannt werden 0o#wohl niemand wei=, wer daran #eteiligt ist, mit Ausnahme von 4adda is 2nnenminister A#del !attah Vounis, der sicherlich ein
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Die Eegierenden in den westlichen Staaten kennen ihn sehr gut, den Diktator unter seinem )eduinenzelt, dem sie #is &anuar +%$$ so gerne Wa en, Atomkra twerke und alles sonst, was sein Lerz #egehrte, verkau ten und verkau en wollten. Und sie wurden da ür auch von vielen und zu Eecht massiv kritisiert. 5orreiter da#ei war Dicolas Sarkoz6, der ihm vor zwei &ahren in ;aris den roten Beppich ausrollte. A#er die moralischen und politischen 7a=st"#e ha#en sich o ensichtlich zwischen &anuar und !e#ruar +%$$ massiv verscho#en. 49 's gi#t hier ;arallelen zu dem 5orgehen im Kosovo-Kon likt und gegenü#er Ser#ien. Ost-8i#6en mit seiner regionalen Lauptstadt )engasi ist die ara#ische, erd>lreiche 'ntsprechung zum Kosovo. Sogar einige der damals wichtigen ;ersonen sind auch heute am WerkH 2nitiator des damaligen Dato-7ilit"reinsatzes war )ill Nlinton, dessen !rau heute US-Au=enministerin ist. Und so wie heute wie deus e( machina ein Gnationaler Eat der Au st"ndigenK als Ansprechpartner ür die intervenierenden Staaten zur 5er ügung steht, tauchte $AAA unvorhergesehen die UNK in den 7edien au , um au internationalem ;arkett, als es darum ging, den 7ilit"reinsatz zu recht ertigen, ür die Kosovaren das Wort zu ergrei en,. *uelleH Asia Bimes, -$I%-I+%$$
50

5ergleiche hierzu die Eede des ranz>sischen Au=enministers Alain &uppX vor dem 5D-Sicherheitsrats, des ranz>sischen ;r"sidenten Dicolas Sarkoz6, des #ritischen ;remier 7inistre David Nameron und des amerikanischen ;r"sidenten )arack O#ama, sowie die einstimmige 7einung der 8eitartikler der ranz>sischen, #ritischen und amerikanischen 7edien in den ersten Bagen des Kon likts. A#er der polnische Eegierungsche Donald Busk, dessen 8and sich an der 7ilit"raktion nicht #eteiligt, stellte die #erechtigte !rageH Warum mit einem 7al 8i#6enS 4adda i hat sein 5olk seit vielen &ahren unterdrückt und es gi#t viele 8"nder, in denen die )ev>lkerung noch viel gr>=eren 4e ahren ausgesetzt istK. 51 Wenn es wirklich darum gegangen w"re, ein R )lut#ad in )engasi zu verhindern U, womit der 'ilmilit"reinsatz in 8i#6en gerecht ertigt wurde, w"ren zwei parallele 7a=nahmen ausreichend gewesenH @um einen h"tte man davon A#stand nehmen k>nnen, die GAu st"ndischenK zu motivieren, gegen die @entralmacht weiter vorzugehen; zum anderen h"tte man 4adda i ein 'm#argo und weitere Sanktionen, auch unmittel#ar gegen ihn und seine !amilie, androhen k>nnen. Das h"tte sicherlich ausgereicht, um ihn in seinem 'lan gegen die Ee#ellen zu #remsen. A#er o ensichtlich wollten die gro=en westlichen Staaten, dass ein anderes Szenario Wirklichkeit wird. 52 Was man sieht, sind die immer gleichen )ilder von #ewa neten Au st"ndischen in paramilit"rischem 4ewand, die wild in der 4egend herumschie=en und vor den dank#aren Kameras westlicher &ournalisten das 5ictor6-@eichen machen. 53 Das soll nicht hei=en, dass es keine 7assaker gege#en h"tte. A#er wer nach der 2nvasion des 2raks und dem vorgescho#enen 4rund der 7assenvernichtungswa en, ü#er die Saddam Lussein ver üge, den 'rkl"rungen westlicher Eegierungen, die in den Krieg ziehen wollen, vollstes 5ertrauen entgegen#ringt, muss sich ragen lassen, o# er nicht etwas zu gutgl"u#ig ist.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

16 gro=er Demokrat ist, und einigen '(illi#6ern, die nach langen &ahren in 8ondon und Washington wieder zurückgekehrt sind5>1. Wer gegen die 7ilit"raktion ist, ist entwederH - ein unverantwortlicher ;azi ist oder - ein Landlanger des Diktators oder - ein 5err"ter am westlichen )ündnis oder - ein Botengr"#er der Demokratie.K Die 7enschen in den westlichen Staaten, #esonders in !rankreich, sind einer ;ropagandao ensive der Eegierungen und der 7edien ausgesetzt55, die sehr an die )egleitmusik zum ersten und zweiten 4ol krieg erinnert. Der 5ersuch, o#9ektiv zu #erichten, wird gar nicht unternommen. Die )ürger ha#en ge "lligst den Kurs der Eegierungen zu unterstützen. Dachdenken ist nicht erwünscht. 2n den Bagen, die dem )eschluss zum 7ilit"reinsatz olgten, konnten wesentliche 'rkenntnisse gewonnen werdenH - Das li#6sche 5olk ist #ei weitem nicht so im Au stand engagiert, wie der 'indruck erweckt worden war; denn ohne eine Unterstützung durch Amerikaner, !ranzosen und )riten h"tten die Au st"ndischen keine Nhance, ihre Kontrolle ü#er die Umge#ung von )engasi hinaus auszuweiten. - Die tap eren GEe#ellenK wirken mehr wie Operettenrevolution"re als zu allem entschlossene !reiheitsk"mp er5@. - Schon lange vor dem Go iziellenK )eginn des Au standes waren die amerikanischen, #ritischen und ranz>sischen 4eheimdienste in 8i#6en aktiv5A. - Die Unterstützung des 7ilit"reinsatzes durch ara#ische oder a rikanische Staaten 5B war und ist so gut wie ine(istent. - Wichtige Staaten des westlichen )ündnisses 0Deutschland, ;olen 5C usw.1 verweigern weiterhin ihre Unterstützung. - Dach nur wenigen Bagen ver log die @uversicht eines schnellen 'r olgs; der Kon likt droht, sich zu einem zeitlichen 'ngagement mit o enem Ausgang auszuweiten. - Sarkoz6, Nameron und O#ama ha#en vers"umt, einen ;lan ) ür den !all eines Scheiterns des 8u t-)litzkriegs zu erar#eiten@0. - Aus dem Kon likt k>nnen gro=e geopolitische Eisiken ür 'uropa und die ara#ische Welt erwachsen. Das 4esamtum eld des Kriegs sieht #ei n"herer )etrachtung anders aus als das )ild, das die amerikanischen, #ritischen und ranz>sischen Eegierungen und 7edien davon zeichnen wollten. Das #ringt uns dazu, uns die !rage zu stellen, was die wahren A#sichten der an dem Kon likt #eteiligten Akteure sind. Denn nur so ist es m>glich, aus diesen 'reignissen die im Eahmen der Au l>sung der Weltund > entlichen Ordnung dauerha t wirksamen Brends herauszudestillieren.

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Auch hier gi#t es eine merkwürdige ;arallele zum 2rak und man muss sich doch wirklich ragen, o# solche ;ersonen ü#er die demokratische 0und revolution"re1 8egitimit"t ver ügen, die ihnen westliche Eegierungen und 7edien so unkritisch zusprechen. 55 !rance+:, ein !ernsehnachrichtensender, der ausschlie=lich von der ranz>sischen Eegierung inanziert wird, ührt sich seit )eginn des Kon likts au wie ein Klon von !o( Dews w"hrend der 2rak-2nvasion, also als Kriegspropagandamittel, das nur einem @iel dientH Die ;olitik der ranz>sischen Eegierung zu recht ertigen. Wenn man a#er die 'reignisse in 8i#6en auch in den russischen, chinesischen, deutschen indischen oder #rasilianischen 7edien ver olgt, kann man sich sehr wohl ein eigenes und wohl o#9ektiveres )ild von der 8age machen. *uellenH EB, %CI%-I+%$$ 56 !oreign ;olic6 vom +3I%-I+%$$ et le Bemps vom -%I%-I+%$$ #erichten, 9ede au seine Art, dass noch nicht einmal der Schatten einer Ee#ellenregierung e(istierte, als der ranz>sische Staat des Dicolas Sarkoz6 sie anerkannte. 57 Wir gehen davon aus, dass amerikanische, #ritische und ranz>sische 4eheimdienste, die in 8i#6en im 'insatz waren, einige mehr oder weniger gut organisierte 4ruppen in 8i#6en zum Au stand angesti tet ha#en, indem sie ihnen Unterstützung und damit ein achen 'r olg zugesagt ha#en. Das ist in der ara#ischen Welt eine seit &ahrzehnten h"u ig und gern genutzte 7ethode. Als a#er das Eegime mehr Widerstand leistete als erwartet worden war, ging dieser ein ache ;lan nicht au und die interessierten 7"chte mussten gr>=ere milit"rische 7ittel einsetzen. Und hier stellt sich die entscheidende !rageH Wer war zuerst in )engasi, die Ee#ellen oder die ausl"ndischen 4eheimdiensteS *uelleH 7sn#c, -%I%-I+%$$ 58 Die A rikanische Union steht nun ü#rigens eindeutig au der Seite 4adda is, wie man daran sehen kann, dass die von ihr vorgelegten !riedenspl"ne eindeutig seine 2nteressen wahren. *uelleH 8i#Xration, $$I%:I+%$$ 59 Der polnische ;remierminister Donald Busk #ezeichnet das 5erhalten der 'U gegenü#er 8i#6en sogar als heuchlerisch. *uelleH 8e 7onde, %CI%:I+%$$ 60 Bhomas !riedman #lei#t in der Dew Vork Bimes vom +AI%-I+%$$ nur zu ho en, dass die Koalition ohne zu gro=en Schaden aus diesem Wespennest herauskommen kann.

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Alle an dem K&nflikt in 0ib.en 7eteili)ten )eh2ren ,# der N *elt v&r der Krise O
Au der Seite 8i#6ens inden wirH - einen in die &ahre gekommenen Diktator mit lang9"hriger anti-westlicher 'instellung@1 - seine !amilie und seinen Klan - einen ;olizeistaat - a rikanische S>ldner - viel Wl und wenig 7enschen 0<,3 7illionen 'inwohner1 - gro=e !inanzreserven - eine von Stammeszugeh>rigkeiten gepr"gte 4esellscha t - einen >stlichen 8andesteil, der kulturell Tg6pten sehr nahe steht, und einen westlichen 8andesteil, der enge 5er#indungen zu Bunesien hat - ein 5olk, das ü#er &ahrzehnte von 5er#indungen mit der Au=enwelt a#geschnitten war, weil das Eegime intellektuellen Austausch #ewusst verhindern wollte; ihm wurde die Au ga#e durch die 'm#argos, die die 5ereinten Dationen ins#esondere $AA+ #is $AAA als Stra e ür 8i#6ens Unterstützung des internationalen Berrorismus verh"ngt hatten, erleichtert - Ee#ellen der unterschiedlichsten ;rovenienz, von F#erl"u ern des aktuellen Eegimes ü#er militante 2slamisten und ein ache )ürgern @2 zu ausl"ndischen, ü#erwiegend amerikanischen, ranz>sischen und #ritischen, wohl a#er auch ara#ischen 4eheimagenten - eine )ev>lkerung, die nach dem 7enschlichen 'ntwicklungs-2nde( der 5ereinten Dationen von +%$% ü#er den h>chsten 8e#ensstandard in A rika ver ügt und von allgemeinen 2n rastrukturpro9ekten wie z.). dem G4ro=en künstlichen !luss @4K pro itiert. @>

5ntwickl#n) des 9ndices fDr menschliche 5ntwickl#n) E1CA0 bis 2010F - G#elle: PLU% 2010

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A#er dem die milit"rische Kon rontation mit dem Westen wieder zu neuem Ansehen und einem Status als R Widerstandsk"mp er gegen den westlichen 2mperialismus U verhol en hat. 'r war ein Diktator au a#steigendem Ast, knapp vor seinem 'nde, und ist mit einem Schlag dank des Brios O#ama, Nameron und Sarkoz6 wieder ganz o#en. *uellenH SlateA riMue, %<I%:I+%$$; Asia Bimes, -$I%-I+%$$ 62 *uelleH 2ntXrYt-4XnXral-2n o, $$I%:I+%$$ 63 ;haraonisches )auvorha#en, mit dem 4rundwasser aus der Sahara an die Küstenst"dte ge#racht werden soll. *uelleH Wikipedia. 64 Damit l"sst sich wohl auch erkl"ren, warum es ganz o ensichtlich nicht zu einem allgemeinen Au stand gegen das li#6sche Eegime gekommen ist. 4adda i ist zwar ein Diktator, a#er doch von einem anderen Kali#er als ein )en Ali oder ein 7u#arak. *uelleH BXlXrama, -%I%-I+%$$

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18 Au der Seite der Koalition der Willigen inden wirH

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die USAH ein 2mperium, das verzwei elt versucht, die R ;etrodollar-7auer U zu retten, die in den ara#ischen Eevolutionen einzustürzen droht, w"hrend es gleichzeitig von seinen heimischen wirtscha tlichen und inanziellen ;ro#lemen in die Knie gezwungen wird. Datürlich k>nnen die USA nach den 2nvasionen in A ghanistan und 2rak nicht einen o enen Krieg gegen einen dritten islamischen Staat ühren. Die amerikanische Au=enpolitik in der Eegion wird entlang der vier traditionellen Achsen ge ührtH
o Au rechterhaltung der G;etrodollar-7auerK durch Unterstützung G#e reundeterK Eegime o St"rkung der westlichen Solidarit"t durch ;rovokation von Kon likten zwischen dem Westen und anderen Weltregionen o Wa enverk"u e@5 und o Scha ung von @onen gro=er 2nsta#ilit"t in der ;eripherie der 'U, um den 'urop"ern 9eglichen Wunsch nach einem au=enpolitischen Sonderweg ohne milit"rische Unterstützung durch den gro=en )ruder USA zu verg"llen. Die Krise des 8andes und die au=enpolitischen 7isser olge der 4.W.)ush-Tra ha#en den 'in luss der neokonservativen 2deologie in der amerikanischen ;olitik, die ür die USA immer die ausschlie=liche !ührungsrolle in westlichen 7ilit"reins"tzen ein orderte, deutlich reduziert.

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4ro=#ritannienH der getreue 4e olgsmann der USA k"mp t e#en alls mit einer wirtscha tlichen und inanziellen Krise, die in seiner 4eschichte #eispielslos ist, und musste gerade massive Ausga#enkürzungen vornehmen, von denen auch der 7ilit"rhaushalt nicht verschont #lie# @@. Dennoch #ringt er hier ein letztes Au ge#ot au , um seinen Status als internationale 7acht zu wahren. Seine traditionellen 2nteressen in der Eegion sind ast identisch mit denen der USA, einschlie=lich des J o en eingestandenen J Willens, ein geeintes Kontinentaleuropa zu verhindern. 4ro=#ritannien kann ür sich #eanspruchen, die ;olitik der @wietracht und der wiederholten 2nterventionen in der ara#ischen Welt gegen 'nde des $A. &ahrhunderts er unden zu ha#en. Als die Amerikaner in die Eegion kamen, ü#ernahmen sie diese ;olitik ür sich.

Übersicht Dber den )eplanten /r#ppenabba# in den britischen "treitkr-ften E2010 bis 2015F - G#elle: *arnews#pdates' 02$04$2011

65

Der Kon likt in 8i#6en scheint eine gro=e multinationale Wer#everanstaltung ür Wa entechnik zu sein, verkau s >rdernder als die gro=en Wehrtechnikmessen wie )ourget oder !arn#orough. &edes der #eteiligten 8"nder nutzt die 4elegenheit, die ' izienz seiner Kamp lugzeuge unter )eweis zu stellen. Sogar Schweden hat 9etzt acht 4ripen in das 8and geschickt, von dem der SwedishWire vom +AI%-I+%$$ so richtig schrei#t, dass sie in einem direkten Wett#ewer# zum ranz>sischen Ea ale und dem amerikanischen !$< von )oing stehen, die e#en alls ihre 8u t ahrtschau im li#6schen Limmel veranstalten. 66 's ist geradezu ein Witz, dass die ranz>sischen 7edien sehr wohl ü#er die inanziellen )elastungen des 7ilit"reinsatzes ür 4ro=#ritannien #erichten, a#er den Schleier der Diskretion ü#er die ranz>sischen Ausga#en und die !"higkeit, sie zu schultern, aus#reiten. *uelleH 8e ;arisien, ++I%-I+%$$

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!rankreichH !rankreich hat sich erst vor einiger @eit zum Amerikanismus #ekannt, also zu der F#erzeugung, dass 9ede ;olitik, die den 2nteressen der westlichen 'liten dient, gerecht ertigt ist, wenn man sie nur vordergründig in den Dienst der Demokratie stellt. Das 8and leidet wie die anderen unter den !olgen der weltweiten Krise. 4leichzeitig versucht es, innerhal# des transatlantischen Eahmens, in den der gegenw"rtige ;r"sident die Au=en- und Sicherheitspolitik des 8andes gezwungen hat, wieder ein 7indestma= an ranz>sischer Sonderrolle ür sich in Anspruch zu nehmen. 'ntsprechend zur ;ers>nlichkeitsstruktur von Dicolas Sarkoz6, der da ür #ekannt ist, vor den wahrha t 7"chtigen in 'hr urcht zu erstarren, scheint diese Suche nach einer Sonderrolle sich in dem Willen zu ersch>p en, der G)esteK unter treuen 4e olgsleuten zu sein. So tie ist die einst G4rande DationK gesunken. !ür die ranz>sische ;olitik ist die 'inmischung in die inneren Angelegenheiten a rikanischer Staaten nichts #esonderes, wie man auch gerade wieder an dem ranz>sischen 'ngagement an der 'l en#einküste sehen kann. Die ranz>sische Eegierung setzt ohne weiteres seine Streitkr" te ein@A, um ranz>sischen 2nteressen und denen seiner gro=en Unternehmen 0Wl und Wa en zu dienen. Allerdings ist es eine inzwischen schon traditionelle ranz>sische ;olitik, die europ"ische 2ntegration zu >rdern und ins#esondere die enge @usammenar#eit mit Deutschland zu p legen, wozu auch das @iel des Au #aus einer europ"ischen 5erteidigungspolitik z"hlt. Weiterhin ist es schon seit vielen &ahrzehnten @iel ranz>sischer Au=enpolitik, den amerikanischen 'in luss im 7ittelmeerraum zurückzudr"ngen. Diese #eiden @iele traditioneller ranz>sischer ;olitik hat der gegenw"rtige ;r"sident !rankreichs um den ;reis einer 2ntervention in 8i#6en an der Seite Amerikas au gege#en. 4leichzeitig hat er das 8and in weitere #ewa nete Kon likte getrie#en, die allm"hlich die inanziellen und logistischen 7>glichkeiten !rankreichs zu ü#erschreiten drohen@B.

2n der Au=enpolitik handeln a#er nicht a#strakt die Staaten entsprechend ihrer 4eschichte und ihrer politischen Eolle in #estimmten Eegionen, sondern ihre Eegierungsche s, deren geistige und moralische Disposition und innerpolitische Situation auch immer unmittel#ar die milit"rischen 'ntscheidungen #eein lussen. Den drei hier agierenden Eegierungsche s O#ama, Nameron und Sarkoz6 ist gemeinsam, innenpolitisch schwach zu sein und an der Spitze von 8"ndern zu stehen, die #is vor einigen Wochen sehr gerne mit 4adda i 4esch" te gemacht h"tten. Dies gilt ins#esondere ür 4ro=#ritannien und !rankreichH

Dicolas Sarkoz6 schl"gt alle Eekorde der Un#elie#theit. Brotzdem versucht er die !iktion einer m>glichen Wiederwahl +%$+ au recht zu erhalten @C. Sel#st die gr>=ten !ürsprecher des 7ilit"reinsatzes in 8i#6en r"umen ein, dass die e(ponierte ranz>sische Eolle ü#erwiegend der Batsache geschuldet ist, dass Sarkoz6 au diese Weise versucht, seine )elie#theitswerte wieder nach o#en zu #ringen A0. F#erhaupt ist Sarkoz6 wahrscheinlich der letzte der Eegierungsche s eines gro=en europ"ischen 8andes, der den #edingungslosen Schulterschluss mit den USA sucht und immer noch dem neokonservativen 4lau#en ver allen ist, dass 4eschichte mit Wa en gemacht wird, die der Westen zum Wohle der Welt einsetzen muss. 'r l"sst sich unschwer von 4eheimdiensten manipulieren und ist un "hig, historische Brends zu verstehen und zu er ühlenA1. Sarkoz6 #ietet den USA und 4ro=#ritannien die 7>glichkeit, davon a#zulenken, dass sie ein weiteres islamisches 8and angrei en, weil sie ihren Angri diesmal an der Seite, wenn nicht gar im Windschatten eines 8andes ühren, das die 2nvasion des 2raks verhindern wollte.

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!rankreich ührt inzwischen gleichzeitig ün Kriege, ohne dass das ;arlament auch nur einen genehmigt h"tte. Dicht einmal die sozialistische Opposition traut sich, daraus ein Bhema politischer Kon rontation mit der Eegierung zu machen, da sie sich nicht vorwer en lassen m>chte, in @eiten der Krise die nationale 'inheit zu verraten. 68 *uelleH +%7inutes, $$I%:I+%$$ 69 Da#ei #est"tigen alle gegenw"rtig wirksamen Brends in !rankreich die 5orhersage von 8'A;I'+%+% vom Dovem#er +%$%, nach der er +%$+ den 'inzug in die zweite Eunde verpassen wird. 'r wird den 'r olg seines 7entors 4.W.)ush also nicht kopieren k>nnen. Seine politische @ukun t liegt nunmehr hinter ihm. Da a#er Weitsicht nicht gerade zu den St"rken des gegenw"rtigen ranz>sischen ;r"sidenten z"hlt, ist ihm dies noch nicht #ewusst. Also glau#t er, seine Nhancen durch spektakul"re Aktionen noch wahren zu k>nnen. 70 2ns#esondere indem er versucht, seine Unterstützung ür )en Ali und 7u#arak #is zu deren Sturz und den unterwür igen 'mp ang von 4adda i +%%? in ;aris vergessen zu machen. 71 Die )ilanz seiner vier Eegierungs9ahre ist sehr #ezeichnend. Als neuesten 'r olg kann er sich die 2mplosion seiner ;artei U7; an die !ahne he ten. F#rigens sind seine Wahlkamp strategen und die, die ihn in seiner 8i#6enpolitik #eraten, diesel#en.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

20 Als 4egenleistung da ür l"sst man Sarkoz6 ein paar Bage lang den 7arshallsta# schwingen und g>nnt ihm die Eolle des gro=en KriegsheldenA2. !alls die ganze Aktion a#er als !iasko enden sollte, steht er ür die Amerikaner schon als per ekter Sünden#ock estA4Z !ür )arack O#ama sieht die Situation relativ vergleich#ar aus, auch wenn seine )elie#theitswerte nicht ganz so im Keller sind. 'r hat soe#en seine Kandidatur ür +%$+ #ekannt gege#en, und es ist sehr raglich, o# er wiedergew"hlt wird. Denn er hat die Unterstützung der una#h"ngigen W"hler einge#ü=t. Auch verzeiht ihm der linke !lügel seiner ;artei nicht, wichtige Wahlversprechen wie u.a. die Schlie=ung von 4uantanamo ge#rochen zu ha#en. Das ist wohl der 4rund da ür, dass er die USA in 8i#6en nicht in erster Eeihe sehen m>chte, o#wohl sie ganz o ensichtlich die entscheidende Kra t hinter dem 7ilit"reinsatz sind, wie man daran a#lesen kann, dass US-4eheimagenten schon in 8i#6en waren, #evor die Au st"nde los#rachen. 2m 4egensatz zur !amilie )ush ver ügt O#ama nicht ü#er privilegierte )eziehungen zur Wlund Wa enindustrieA>. Wahrscheinlich hat O#ama auch die 8ehren aus den 8ügen A5 gezogen, die die 2rakinvasion erm>glichten. O#ama hat sicherlich keine 8ust, in die !u=stap en eines Kenned6s zu treten und in 8i#6en ein !iaskos im Stil der 8andung in der Schwein#ucht zu erle#en. Da h"lt er die USA lie#er im Lintergrund und ü#erl"sst Sarkoz6 und !rankreich den ;latz im Scheinwer erlicht.

David Nameron schlie=lich ist #ar 9eglicher internationaler 'r ahrung und damit ein leichtes Op er ür 7anipulationen der 4eheimdienste und sonstiger an einer 2ntervention interessierter Kreise. Auch seine )elie#theitswerte sind im reien !all und seine Koalition steht au wackligen !ü=en. Denn sein 5ersuch, die Staatsausga#en massiv zurückzu ahren und gleichzeitig die Wirtscha t des 8andes au Wachstumskurs zu halten, konnte nur scheitern. 4enau das hatten wir vor #einahe einem &ahr vorhergesehen. Was k"me ihm also mehr gelegen als eine au=enpolitische Krise, um von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten a#zulenkenS Und wenn der 7ilit"reinsatz vor#ei sein wird, steht 9a die k>nigliche Lochzeit an.
Damit #lei#t estzuhalten, dass von den wesentlichen )eteiligten an dem #lutigen Schauspiel, das sich gerade in 8i#6en a#spielt, nicht nur 4adda i am 'nde seines Weges angelangt ist. 'igentlich sind nur Ghas #eensK #eteiligt. Das wird umso mehr klar, wenn man sich die Staaten und ;ersonen #etrachtet, die die De#enrollen aus üllenH

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die ara#ischen Staaten sehen es gar nicht gerne, wenn westliche Bruppen in einem ara#ischen 8and aktiv werden, es sei denn, es #estünde eine 4e ahr ür die Sicherheit aller ara#ischen Staaten. A#er genau die gi#t es hier in ihren Augen. Die 4e ahr ist a#er nicht 4adda i, sondern die ara#ischen ;rotest#ewegungen. &ede Schw"chung dieser )ewegungen ist damit ür die 7achtha#er in den ara#ischen Staaten hochwillkommen, auch wenn da ür ein No-Diktator leider im Stich gelassen werden muss. Also sehen es die ara#ischen 7achtha#er mit h>chstem Wohlge allen, dass die westlichen Staaten sich in 8i#6en engagieren. Damit ist sichergestellt, dass sie ;rotest#ewegungen in den anderen ara#ischen Staaten nicht unterstützen k>nnen. Denn Washington, 8ondon und ;aris k>nnen es sich nicht leisten, es sich mit einem weiteren ara#ischen 8and zu verscherzen. Schlie=lich #rauchen sie deren Unterstützung ür die 2ntervention in 8i#6en, auch wenn es sich da#ei um reine 8ippen#ekenntnisse handelt. Die )E2N ha#en sich im 5D-Sicherheitsrat der Stimme enthalten. Nhina und Eussland h"tten eine 5D-Eesolution und damit den 7ilit"reinsatz durch ein 5eto verhindern k>nnen. Sie ha#en darau verzichtet, weil sie nicht als Unterstützer von 4adda i erscheinen wollten J und weil sie mit viel 5ergnügen sehen, wie sich der Westen in ein weiteres A#enteuer ungewissen Ausgangs stürzt, w"hrend in der Krise der unmittel#are Wett#ewer# zwischen den Staaten um die !ührungsrolle in der Welt und ihrer Wirtscha t immer virulenter wird. Der inanzielle und politische ;reis ür die 2ntervention in 8i#6en ist so hoch, dass die drei krieg ührenden Staaten in ihrer !"higkeit, sich ausreichend in die neue Austarierung der glo#alen 4leichgewichte einzu#ringen, geschw"cht werden.

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*uellenH 8i#Xration, -%I%-I+%$$; Dew Vork Bimes, +%I%-I+%$$ O ensichtlich soll schon 9etzt mit entsprechenden Artikeln ü#er die von Sarkoz6 eingegangenen Eisiken die > entliche 7einung au eine solche m>gliche 'ntwicklung vor#ereitet werden. *uelleH Dew Vork Bimes, %AI%:I+%$$ 74 O#ama ist wohl eher ein ;rodukt der !inanzinstitutionen 75 7anipulationen der 4eheimdienste, alsche Eevolutions ührer usw.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

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Aus 2srael #ietet sich, wie wir schon in einer vorhergehenden Ausga#e schrie#en, eine #esonders interessante ;erspektive au die 'reignisse in der ara#ischen Welt. Denn hier sitzt 2srael in 9eder )eziehung in der ersten Eeihe. Linter der vordergründigen passiven Laltung 2sraels in dem Kon likt versteckt sich ein ma=ge#liches Dr"ngen 2sraels nach einem 7ilit"reinsatz in 8i#6en. 4adda i war einer der 'rz einde 2sraels und es #estand mit einem 7al die antastische 4elegenheit, ihn loszuwerden und gleichzeitig die ür die israelische Eegierung sehr #eunruhigenden ara#ischen ;rotest#ewegungen zu schw"chen.

%er K&nflikt in 0ib.en: Katal.sat&r fDr ,ehn 7rDche #nd wichti)e /rends im Pr&,ess der A#fl2s#n) der *elt ! #nd 2ffentlichen 3rdn#n)
'in 2mperium in Au l>sung 0USA1, das nur noch in kurzen @eitr"umen zu denken vermag, sein treuer 5asall 04ro=#ritannien1, der zu ü#erle#en versucht, und eine 7ittelmacht, die nicht wei=, welche 2nteressen sie hat und welche @iele sie ver olgen soll, agieren in einer Eegion, in der sich historische Um#rüche von hoher geopolitischer )edeutung vollziehen, w"hrend die Schwellenl"nder mit gro=er 4eduld ihre )auern au dem Schach#rett der gro=en Weltpolitik nach vorne schie#enH Alle 'lemente sind vereinigt, damit der 7ilit"reinsatz in 8i#6en den ;rozess der Au l>sung der Welt- und > entlichen Ordnung #eschleunigt. Dachdem wir den Kon likt und seine Lintergründe #eleuchtet ha#en, wollen wir nun die zehn )rüche und lang ristigen Bendenzen, die als seine !olge entstehen, au listenH Unf-hi)keit der U"A' ihre =&lle der milit-rischen +Dhr#n) in )ew&hnter *eise wahr,#nehmen Seit dem 'nde des @weiten Weltkriegs ist dies das erste 7al, dass die USA in einem milit"rischen Kon likt nicht in vorderster 8inie stehen. 's wird a#er nicht #ei diesem einen 7al #lei#en. Au grund der strukturellen ;ro#leme des 8andes 0;attstellung in Washington, wirtscha tliche und inanzielle Krise, An eindungen in der ara#ischen Welt1 wird diese Ausnahme nun zur neuen Eegel. Der Superpolizist der Welt ist ersch>p t. Auch au=enpolitisch sind die USA an ihre 4renzen gesto=en. Doch nie seit $A:3 war eine Koalition, die die USA zusammen gestellt hat, so klein und 8"nder aus so wenigen Eegionen vertreten. Kein asiatischer Staat, kein südamerikanischer Staat A@, kein a rikanischer Staat hat sich in die Koalition der Willigen eingereiht. Die Ara#er sind nur der !orm hal#er da. 7it der Ausnahme von Katar ist nicht klar, o# ara#ische Staaten ü#erhaupt und in welchem Um ang teilnehmen. Sel#st von den westlichen Staaten sind nur wenige da; nicht einmal alle Dato-8"nder #eteiligen sich, und zu denen, die a#wesend sind, z"hlen #edeutende 7itglieder des transatlantischen )ündnisses wie Deutschland und ;olen. %er "chwanen)esan) der Le&k&nservativen #nd ihrer e#r&p-ischen 7#sh-Lachahmer Dass die USA darau verzichten, eine !ührungsrolle in dem Kon likt ür sich einzu ordern, zeigt, dass die politische und intellektuelle Str>mung, die D"hr#oden der amerikanischen Au=enpolitik ü#er die letzten +% &ahre war, ihren 'in luss einge#ü=t hat. Deokonservative sind in den USA vom Ausster#en #edroht. Die neuen politischen Brends in den USA sind zum einen der wachsende Widerstand der Staaten gegen die )undesregierung, zum anderen 2solationismus und die !orderung nach einer Eeduzierung der milit"rischen Eolle. !rankreich, in dem neokonservative Amerikanophile und neokonservative Br"umer von der alten 4r>=e !rankreich eine unheilige Allianz #ilden AA, ger"t in das Lintertre en der 4eschichte. 4eschw"cht durch sein zentralistisches S6stem verpasst !rankreich alle @üge der 4eschichte. !rankreich hat die letzte kommunistische ;artei des Westens; !rankreich hat einen ;r"sidenten gew"hlt, der Amerika zu einem @eitpunkt, als der @er all seiner 7acht schon voll eingesetzt hatte, immer noch ür das 7a= aller Dinge hielt. Und !rankreich ist mit einer intellektuellen ;seudoelite geschlagen, die ür sich das 'tikett des Deokonservatismus zu einem @eitpunkt ein ordert, als au der anderen Seite des Atlantiks diese Str>mung aus dem > entlichen !okus ger"t. A#er o# dies- oder 9enseits des Atlantiks J ür die Deokonservativen ist nun mit der 7ilit"rintervention in 8i#6en und den Wahlen von +%$+ 'ndstation. Die @eit spielt nun gegen sie. 7it 9eder Wahl, mit 9eder 5ersch"r ung der !inanzkrise, mit dem 'ntstehen neuer glo#aler 4leichgewichte verlieren sie weiter an 'in luss. 7it der 2rakinvasion hatten sie den L>hepunkt ihrer 7acht erreicht. 7it der 8i#6enintervention geht ihre 7acht zu 'nde.

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)rasilien nimmt inzwischen eine immer kritischere Laltung zu dem 'insatz ein. *uelleH Al9azeera, -%I%-I+%$$ Wir #eziehen uns hier au Kategorien, die !ranck )iancheri in seinem )uch R Dach der Krise J Au dem Weg in die Welt von 7orgen U gepr"gt hat. 'in )ernard Lenr6 8ev6 geh>rt zu der ersten Kategorie, ein 'mmanuel Bodd zur zweiten. Die #eiden sind die #eiden Seiten einer 7edaille, n"mlich die <Cer, deren @eit zu 'nde geht.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

22 %as 5ntstehen einer a#t&n&men e#r&p-ischen ;erteidi)#n)sp&litik 's ist geradezu ein ;arado( des li#6schen A#enteuersH Da die )riten und !ranzosen durch die amerikanische @urückhaltung in eine Eolle gedr"ngt wurden, die ü#er das hinausgeht, was ü#licherweise den 5er#ündeten in amerikanischen 7ilit"roperationen zugestanden wird, wird die Welt mit einem 7al wieder mit der Batsache kon rontiert, dass die 'urop"er eine #eachtliche !"higkeit zur Aggression ha#en. Wenn sich erst einmal die De#el des Krieges gelichtet ha#en und +%$+ neue Eegierungen gew"hlt sein werden, ist davon auszugehen, dass die neuen ;olitiker 'uropas die 8ehren aus diesem Kon likt ziehen und den Aus#au einer eigenst"ndigen europ"ischen 5erteidigungspolitik orcieren werden. Und da#ei wird es sicherlich nicht #lei#en. Sicherlich wird in @ukun t die deutsche ;osition AB, die verst"rkt eine diplomatische 8>sung suchen wollte, die O#erhand gewinnen. 's ist au Dauer ein ach nicht vorstell#ar, dass die ara#ische Welt, die im Um#ruch #egri en ist und so gro=er wirtscha tlicher und inanzieller Lil e #edar AC, von 'uropa lediglich )om#en zu erwarten hat. 's wird doch wohl m>glich sein, einen europ"ischen 4ip el zu organisieren, der anderes #eschlie=t als au ein 8and )om#en regnen zu lassen. 'in europ"ischer 4ip el mit )eschlüssen, die Eegion politisch und wirtscha tlich weitreichend zu unterstützen, h"tte doch mehr Bragkra t #esessen und S6mpathien ür die 'urop"er erschlossen als die Kriegst"nze von ;olitikern, denen nicht mehr verg>nnt sein wird, an vielen 'U-4ip eln teilzunehmen, weil ihre Karriere zu 'nde geht. 2n zwei #is drei &ahren wird die @eit ür einen solchen positiven, le#ens#e9ahenden 4ip el rei sein. 5nde des 1#sammenhalts in der Lat& 7it 9edem &ahr l>st sich die innere Solidarit"t der Dato weiter au . Doch nie musste das )ündnis einen solchen Dissens verkra ten. Die Dato vermag weder die europ"ischen 2nteressen zu wahren noch die amerikanischen #ei den anderen durchzusetzen. Die Laltung Deutschlands und ;olens atmet den 4eist des gemeinsamen europ"ischen 2nteresses. Wenn man die 8e#ens#edingungen einer )ev>lkerung einer Eegion ver#essern m>chte, "ngt man nicht damit an, indem man einen Krieg vom @aun #richt. 's ist 9a nicht nur 8i#6en, das unter dem Kon likt leidet. Durch die !lüchtlinge ist auch die 8age in Bunesien und Tg6pten kritisch geworden. Dicolas Sarkoz6 hat die traditionelle ranz>sische Au=enpolitik und damit auch das kollektive europ"ische 2nteresse verraten, als er au die amerikanisch-#ritische 8inie einschwenkte, nach der 9ede milit"rische 2ntervention des Westens gerecht ertigt ist, wenn ihr nur das Deckm"ntelchen des Kamp es ür Demokratie umgeh"ngt wird. Wir gehen davon aus, dass in kaum einem &ahr, wenn die Wahlen das 'nde der politischen Karriere Sarkoz6s #esiegeln werden, !rankreich wieder zu seiner traditionellen ;olitik zurück inden wird. Dann wird auch wieder ein gemeinsames europ"isches 5orgehen m>glich sein. Das li#6sche A#enteuer hat ü#rigens dazu #eigetragen, dass das )ewusstsein da ür gewachsen ist, dass die 'U umgehend eine una#h"ngige 5erteidigungspolitik entwickeln muss. 'in )lick in den Artikel in der Dew Vork Bimes vom $-I%:I+%$$ ü#er zwei Bre en in Deutschland und Katar zum Bhema 8i#6en genügt, um zu erkennen, #is zu welchem 7a= die transatlantischen 5er#ündeten und ihre milit"rischer Arm Dato geschw"cht und dauerha t uneinig sind. &eder kritisiert 9eden, und das in aller W entlichkeit. 's gi#t kaum ein aussagekr" tigeres 2ndiz ür eine weitreichende Krise. 7e)inn einer dipl&matischen Ann-her#n) ,wischen 5#r&land #nd den 7=9J Die Batsache, dass sich Deutschland im Sicherheitsrat ne#en )rasilien, Eussland, 2ndien und Nhina der Stimme enthalten hat, ist kein vernachl"ssig#ares Detail. 'in vernachl"ssig#ares Detail der 4eschichte ist vielmehr Dicolas Sarkoz6. Dass ein 8and, seine Kanzlerin und die ;arteien NDU und !D;, #isher untadelige 5er#ündete Amerikas und ü#erzeugte GBransatlantikerK mit einem 7al den USA die 4e olgscha t verweigern, zeigt, dass das gr>=te 8and 'uropas weiterhin die 8inie ver olgt, die von 4erhard Schr>der und seiner S;D #egonnen wurde, n"mlich eine Au=enpolitik, die sich an europ"ischen 2nteressen ausrichtet und den USA die automatische 4e olgscha t verweigert. Und es zeigt weiterhin, dass die lang ristigen 2nteressen Deutschlands 0wie auch ü#erhaupt der gesamten 'urozone B01 immer mehr

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Deutschland #eharrt auch nach einem 7onat und entgegen der 'rwartungen !rankreichs, 4ro=#ritanniens und der USA au seiner ;osition. *uelleH Deutsche Welle, $-I%:I+%$$
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Dur als ein )eispielH @u einem @eitpunkt, wo die norda rikanischen Staaten unter einem Eückgang der ür sie ü#erle#enswichtigen 'innahmen aus dem Bourismus leiden 0vgl. unten stehendes Schau#ild1, #ürden ihnen die Amerikaner, )riten und !ranzosen mit dem 7ilit"reinsatz noch ein weiteres ;ro#lempaket au , wodurch die Bouristenzahlen noch weiter zurückgehen und damit die wirtscha tlichen ;ro#leme sich noch versch"r en. 80 Die Laltung ;olens hierzu ist #ezeichnend. Dachdem die amerikanistischen Kaczincz6-@willinge von der 7acht verdr"ngt sind, olgt ;olen ast schon automatisch wieder der 8ogik lang ristiger europ"ischer 2nteressen, wie ü#erhaupt die 7ehrheit der neuen 'U7itgliedstaaten.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

23 parallel zu denen der )E2N und immer weniger zu den amerikanischen verlau en B1. Dieses ü#ereinstimmende A#stimmungsverhalten ist nach unserer Au assung ein klarer Linweis darau , dass sich ür 'uroland und die )E2N ein riesiges !eld an gemeinsamen 2nteressen erschlie=t. 's ist schon sehr s6m#oltr"chtig, dass nunmehr Deutschland und Nhina gemeinsam ein 'nde des 7ilit"reinsatzes in 8i#6en ordernB2. 5s kann kein 1weifel mehr daran bestehen' dass ,#kDnfti)e milit-rische 5ins-t,e immense finan,iellen 7elast#n)en mit sich brin)en 2m !rankreich des Dicolas Sarkoz6 scheinen die Kosten des 7ilit"reinsatzes in 8i#6en keine Eolle zu spielen. &eden alls traut sich niemand, von ihnen zu reden oder zu schrei#en. 2n 4ro=#ritannien und den USA stellt sich die 8age 9edoch anders dar. Die #ritische Eegierung muss schmerzlich erkennen, dass 4ro=#ritannien nicht ü#er ausreichend 7ittel ver ügt, einen Krieg zu ühren, der mehr als ein paar Wochen dauern würdeB4. Schlie=lich hat sie gerade #eschlossen, die inanziellen 7ittel der Streitkr" te massiv zu #eschneiden. Washington hingegen ver ügt ü#er eine Kriegskasse von unge "hr einer 7illiarde Dollar. A#er das 4eld scheint so gut wie au ge#raucht zu sein B>. )ald wird die Eegierung #eim Kongress neue 4elder #eantragen müssen. Da#ei kann O#ama die 7ehrheit der 5olksvertreter, die massive Ausga#en#egrenzungen ordern, zur @eit 9a nicht einmal ü#erzeugen, die ma(imale Schuldengrenze weiter anzuhe#en. Auch !rankreich wird sich #ald mit der Wirklichkeit der hohen Kosten des Krieges kon rontiert sehen. Sehr #ald wird der Eest der Welt entdecken, dass den westlichen Staaten das 4eld ehlt, um den ;rahlereien ihrer Nhe s weitere Baten olgen zu lassen. Wenn die Eegierungen in Washington, 8ondon und ;aris glau#en, 4adda i w"re sich darü#er nicht im Klaren, steht ihnen eine sehr unangenehme F#erraschung #evor. Am (ittelmeer entsteht ein ne#es "&malia' a#s dem 5#r&pa sich nicht mehr befreien kann Wir teilen die 'insch"tzung des rüheren, nach 8ondon ge lüchteten Au=enministers 4adda is 7oussa Koussa,B5, dass an den Küsten des 7ittelmeers ein zweites Somalia zu entstehen droht. Statt Demokratie und 7enschenrechte, die die Koalition versprochen hatten, k>nnten in 8i#6en #ald Warlords, ;iraten und Berroristen in einem 8and ohne staatliche Ordnung herrschen. Wenn es zu den humanit"ren Eettungsaktionen, die zur @eit diskutiert werden, kommen sollte, würde dieses Szenario damit nur noch wahrscheinlicher werden. Denn unter dem Deckmantel humanit"rer 'ins"tze würde in Wirklichkeit und im Widerspruch zum 5D J 7andat der )odenkrieg lanciert werden. Wenn erst einmal Soldaten der rüheren Kolonialm"chte 'ngland und !rankreich au norda rikanischem )oden stehen werden, wird die 8age in der gesamten Eegion au=er Kontrolle geraten. Wir sollten nicht vergessen, dass sogar die amerikanischen 4eheimdienste #est"tigen, dass sich unter den li#6schen Eevolution"ren viele Eadikalmuslime inden. Der 7ilit"reinsatz in 8i#6en k>nnte sich damit zu einem geopolitischen Alptraum entwickeln, gewisserma=en eine Kumulation der Schrecken von '(-&ugoslawien, 2rak und A ghanistan; mit anderen Worten, ein neues SomaliaZ 5on )engasi aus, wo es inzwischen schon an den wichtigsten Dingen des t"glichen )edar s ehlt, k>nnte sich eine dauerha te 2nsta#ilit"t weit in die Eegion hinein aus#reiten B@.

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Dur die 4rünen in Deutschland, aus deren !ührungsmannscha t viele schon seit ihren #ewegten &ugendtagen in den sechziger und sie#ziger &ahren recht undurchsichtige )eziehungen zu den USA p legen, allen voran &oschka !ischer, zeigen sich den au=enpolitischen !orderungen Washingtons unterwür ig und au geschlossen gegenü#er. 2n der S;D gi#t es nur noch wenige un#elehr#are Bransatlantiker wie Karsten 5oigt, $AAA #is +%%A zust"ndig ür die transatlantischen )eziehungen im Ausw"rtigen Amt, der harsche Kritik an der 'nthaltung geü#t hat. Ansonsten gi#t es in der S;D keine este ;osition mehr zur !rage der grunds"tzlichen )eziehungen zu den USA. 2n der !rage der 8i#6enintervention hat Deutschland es auch ohne die Unterstützung !rankreichs gewagt, den USA die 4e olgscha t zu verweigern. 's ist ein klares @eichen da ür, dass ür Deutschland die Wahrung seiner 2nteressen nun mehr ist als der automatische, unre lektierte Schulterschluss mit den USA. 82 *uelleH [inhua, %$I%:I+%$$ 83 Schon nach wenigen Bagen gehen die Eaketen aus. Der 7ilit"reinsatz in 8i#6en zeigt, wie #egrenzt die Schlagkra t der westlichen Streitkr" te ist. *uellenH Belegraph, +-I%-I+%$$; Belegraph, +CI%-I+%$$ 84 *uelleH !o(Dews, +:I%-I+%$$ 85 Lier wollen wir daran erinnern, dass die von den amerikanischen, #ritischen und ranz>sischen Eegierungen und 7edien so ge eierten Desertationen wichtiger li#6scher !unktionstr"ger au zweierlei Art interpretiert werden k>nnenH 'ntweder "llt 4adda is Eegime tats"chlich auseinander und sie verlassen ein sinkendes Schi ; oder es ist eher so, dass 4adda i o ensichtlich die O#erhand #ehalten wird und nun die, die an den )emühungen zu seinem Sturz mehr oder weniger #eteiligt waren, sich lie#er a#setzen als 4e "ngnis oder Bod zu riskieren. 2n den n"chsten Wochen wird sich erweisen, welche Auslegung die richtige war. *uelleH Belegraph, $$I%:I+%$$ 86 *uelleH Belegraph, $%I%:I+%$$

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

24 ;ers#ch der da#erhaften 5ind-mm#n) der arabischen ;&lksa#fst-nde #nd Le#tralisier#n) der m2)lichen UnterstDt,#n) der A#fst-ndischen d#rch die westlichen "taaten Wie wir schon vora# dargelegt ha#en, ist der 7ilit"reinsatz in 8i#6en ür all die, die die Eevolutions#ewegungen in den ara#ischen Staaten zum Scheitern #ringen und den Status Muo in der Eegion weitgehend erhalten #zw. sogar den Westen in einen dauerha ten Kon likt mit der ara#ischen Welt verstricken wollen 0den die USA und 2srael schon seit &ahrzehnten ühren1, ein 4eschenk des Limmels. Das mag erst einmal wie ein ;arado( erscheinen, a#er es ist de acto ein ach so, dass der Westen die !"higkeit einge#ü=t hat, #ei den G#e reundetenK Eegimen gegen die gewaltsame Unterdrückung der !reiheits#ewegungen zu protestieren. GNui #onoSK ist eine !rage, die sich auch die ;olitische Antizipation stellt. +lDchtlin)sstr2me a#s Afrika nach 5#r&pa &e nach ;erspektive handelt es sich da#ei um einen unvorhergesehenen Sekund"re ekt der Desta#ilisierung 8i#6ens oder zus"tzliches Kon liktpotential in der angestre#ten Kon rontation zwischen dem Westen und der ara#ischen Welt; oder a#er Wl au das !euer remden eindlicher )ewegungen in 'uropa, die wahltaktisch Lonig aus der illegalen 'inwanderung saugen. A#er una#h"ngig davon, wer welchen Dutzen aus dieser Situation ziehen wird, wird diese erstarkte Wanderungs#ewegung die 'U zwingen, ihre #ilateralen )eziehungen zur ara#ischen Welt im allgemeinen und Dord-A rika im #esonderen neu zu konzipieren. A#er wie immer ist 9ede Krise auch eine Nhance, die hier darin #esteht, dass 'uropa a# +%$+I+%$- endlich eine neue ;hase der gleich#erechtigten ;artnerscha t mit seinen südlichen Dach#arn einleitet.

;er-ndertes =eiseverhalten der fran,2sischen /&#risten in die sDdlichen Lachbarstaaten Ein KF ! G#elle: 0e +i)ar&' 2>$04$2011

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

25 %esill#si&nier#n) der westlichen 2ffentlichen (ein#n)en Dur 3%. der )e ragten in den USA und :%. in 4ro=#ritannien sprechen sich ür den 7ilit"reinsatz in 8i#6en aus. Die > entlichen 7einungen in den kriegstrei#enden 8"ndern verweigern immer mehr ihren ;olitikern die 4e olgscha t in den immer neuen Kriegen. 2n !rankreich werden 7edien und 7einungsum ragen so massiv manipuliert, dass man der @ahl von <-. der )e ragten, die ange#lich den 7ilit"reinsatz in 8i#6en unterstützen, ein ach keinen 4lau#en schenken kann. 2n den USA und 4ro=#ritannien war mit zunehmender Dauer des Kon likts #ereits ein A# lachen der @ustimmungskurve zu verzeichnen. 's ist ü#erhaupt nicht nachvollzieh#ar, warum dies in !rankreich anders sein sollte, auch wenn die ;ropaganda ür den 'insatz dort vehementer ist als in den anderen #eiden 8"ndern BA. Als wir vorhersagten, dass der !ront national in den Wahlen +%$+ vor der U7; liegen und Dicolas Sarkoz6 nicht die zweite Wahlrunde erreichen werde, lie= sich diese Antizipation mit keiner Um rage #elegen. Leute vertreten wir die Au assung, dass die 7einungsum ragen die wirklichen 'instellungen der !ranzosen nicht a#zu#ilden verm>gen, und dass weniger als ein Drittel der !ranzosen den 'insatz in 8i#6en unterstützen BB. Da ür k>nnen wir sogar 7einungsum ragen als 2ndiz an ühren. Denn die )elie#theitswerte von Dicolas Sarkoz6 setzen ihre A#w"rts#ewegung ort, was schwer verein#ar w"re mit einer massiven Unterstützung seiner 8i#6enpolitik, die die 7einungs orscher estgestellt ha#en wollen. Die 7enschen in den westlichen Staaten ha#en den 4lau#en an ihre ;olitiker verloren. 2rak und die 8ügen, A ghanistan und die entt"uschten 5ersprechen, die Krise und ihre Desillusionen... . 's war in den letzten &ahren ein ach zu viel. Das tie e 7isstrauen gegenü#er der ;olitik ist auch eine Bendenz, die uns lange #egleiten wird.

87

8eser, die sowohl !ranz>sisch als auch 'nglisch verstehen sollten sich wirklich einmal parallel !rance +:, !rance + und B!$ au der einen Seite und NDD, Sk6news und ))N au der anderen Seite anschauen. Sie werden mit eigenen Augen sehen, wie sehr die ranz>sischen 7edien in ihrer )erichterstattung ü#er 8i#6en politisch gesteuert werden. 88 )is 'nde April gehen wir davon aus, dass alle 7einungsum ragen in den drei 8"ndern diese 'ntwicklung #est"tigen werden.

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&ede Dutzung in seiner 4esamtheit oder Auszügen des 2nhalts der Ausga#en des 4lo#al Antizipations-)ulletin, einschlie=lich seiner Eeproduzierung, 5er"nderung, 5ertrie# oder 5er> entlichung ohne die schri tliche 'inwilligung von 8'A; ist streng ver#oten und stellt einen stra würdigen Bat#estand dar.

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4- +&k#s
"trate)ische #nd praktische 5mpfehl#n)en
Wie immer erinnern wir auch diesmal daran, dass unsere 'mp ehlungen kein Spekulationsziel oder sonstiges kurz ristiges @iel ver olgen, dass sie nicht hel en sollen, mehr zu verdienen, sondern lediglich weniger 0oder gar keine1 5erluste zu erleiden. Denn in einer um assenden weltweiten Krise wie die, die wir zur @eit durchstehen müssen, kann nur dies ein vernün tiges @iel 9eder 2nvestitionsentscheidung sein.
U"-%&llar #nd britisches Pf#nd: 0&s )ehtPs mit ne#en' wilden K#rssprDn)en Wie wir in dieser Ausga#e des 4'A) anal6siert ha#en, wird der Dollar im zweiten Lal#9ahr +%$$ unter der 'inwirkung von zwei Bendenzen stehenH @um einen ein kurz ristiger Brend, der den Wert des Dollars im 5ergleich zu den anderen Weltw"hrungen ansteigen lassen wird, wenn im Anschluss an das 'nde von *'+ die @insen steigen und gleichzeitig massive Laushaltseinsparungen angekündigt werden; zum andern die mittel- und lang ristig wirksame Bendenz, die im 4egensatz dazu den Wert des Dollars zusammen#rechen lassen wird, wenn die Staatsanleihen#lase platzt, das 8and wieder in einer schweren Eezession versinkt und die 2n lation stark anzieht. 'rst einmal wird der Dollar in einer )and#reite von $%. #is $3. um die 7arke von $,:% Dollar ür einen 'uro schwanken 0und entsprechend gegenü#er den anderen gro=en Weltw"hrungen1; doch recht schnell wird der Wert des Dollars dauerha t um -%. sinken. Der 4'A)-Q2nde( wird au 3% allen, was #edeutet, dass der Dollar seit &anuar +%%< im 5erh"ltnis zu 'uro, Vuan, Ven und Eeal die L"l te seines Werts verloren hat. Das )ritische ; und hingegen wird seinen gleichm"=igen A#stieg wiederau nehmen, der wegen der Ankündigungen einer rigiden Sparpolitik durch die Eegierung NameronINlegg vorü#ergehend au gehalten war. Das Scheitern dieser Sparpolitik wird dazu ühren, dass im Ler#st +%$$ ein #ritisches ; und weniger wert sein wird als ein 'uro und natürlich auch im 5ergleich zu Vuan, Ven oder Eeal entsprechend an Wert verlieren wird. 6&ld #nd 5delmetalle: Kein "p#r v&n einer 7lase Wir halten unsere Au assung au recht, dass 4old und 'delmetalle auch in der 7egakrise des glo#alen !inanzs6stems im Ler#st +%$$ seine !unktion als sichere 4eldanlage in unsicheren @eiten #ehalten wird. Und wie immer #etonen wir, dass 4old auch grei #ares 4old sein muss. 4oldzerti ikate sind kein 4old, sondern Wertpapiere. 2n der 7egakrise werden deren 2nha#er zu ihrem gro=en Unglück eststellen, dass es viel mehr !orderungen au 4old im Umlau sind als 4old#est"nde e(istieren. 0ebensmittelr&hst&ffe: 1# #nserem )r&Men 7eda#ern eine rentable 6eldanla)e 's ist aus ethischer Sicht eine Katastrophe, sehen zu müssen, dass 8e#ensmittelrohsto e weiterhin an Wert zulegen werden. A#er es ist eine Batsache. Die Krise in &apan und der !all des Dollars werden diese Bendenz nur weiter verst"rken. 9mm&bilien: 6efahr im ;er,#) a#f dem (arkt fDr +erienw&hn#n)en Das @usammentre en von Krise und dem An ang der gro=en ;ensionierungswelle ür )a#6#oomer wird ü#erall in den westlichen Staaten den 7arkt ür !erienwohnungen und J L"usern nach unten ziehen. Und diese Bendenz wird sich in den kommenden &ahren noch verst"rken, denn die Welle wird ihren Scheitel in den &ahren +%$3 #is +%+% erreichen. Wenn Sie also eine !erienwohnung verkau en wollen, machen Sie es gleich und 9etzt. Und wenn Sie planen, eine zu kau en, warten Sie lie#er noch ün &ahre. Die nach olgenden 4enerationen sind weder zahlreich noch inanzkr" tig genug, um ausreichend ür Dach rage zu sorgen. O#wohl in 8"ndern wie Spanien, ;ortugal, den USA und 2rland die ;reise um ca. :%. und in einem 8and wie !rankreich um +%. gesunken sind, steht der !erienimmo#ilienmarkt gerade erst am An ang seines Diedergangs. +inan,m-rkte: 2chste *arnst#fe 7it dem 'nde von *uantitative 'asing + werden die ;reise ür die ü#erwiegende 7ehrheit der !inanzprodukte ein#rechen. Und dieses 'nde kann zwischen 'nde April und 'nde &uni +%$$ zu 9edem 7oment er olgen. Landeln Sie also, #evor es zu sp"t ist.

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%er 65A7-8-9nde: v&m April 2011: %er U"%&llar verliert im ;erh-ltnis ,# einem *-hr#n)sk&rb a#s 5#r&' <#an' <en #nd =eal weiter an *ert

Wir ha#en in vielen Ausga#en des 4'A) #ereits #egründet, warum wir der Au assung sind, dass der Dollar 2nde( den Wert des Dollars und seine 'ntwicklung nicht zuverl"ssig misst. Denn er #asiert au einem Kor# von W"hrungen, die nicht mehr die Wirtscha tsleistungen weltweit und die Landelsums"tze der USA korrekt wiederspiegeln. Der W"hrungskor# setzt sich ausschlie=lich aus willkürlich gew"hlten W"hrungen der westlichen Welt zusammen; sozusagen ein 4C der W"hrungen, genauso wenig repr"sentativ und genauso ohne 8egitimation, sich ür das 7a= aller Dinge in W"hrungs ragen zu halten wie der 4C in seinem Anspruch, eine Art Weltregierung darzustellen. Unter den sechs zum 5ergleich herangezogenen W"hrungen inden sich die schwedische Krone, das #ritische ; und, der Schweizer !ranken und der kanadische Dollar. Diese W"hrungen sind entweder international #edeutungslos 0kanadischer Dollar1 oder die W"hrungen von 8"ndern, die zweitrangige Landelspartner der USA sind 0Schweizer !ranken, #ritisches ; und1, oder #eides 0schwedische Krone1. Die weiteren W"hrungen im Dollar 2nde( sind der 'uro und der Ven. Diese #eiden W"hrungen sind die einzigen, die die Kriterien 0internationale )edeutung, erstrangiger Landelspartner1 er üllen, die wir dem 4'A)-Q-2nde( zugrunde legen. &eden 7onat werden wir von nun a# diesen 2nde( ver> entlichen, wo#ei wir immer die 'ntwicklung ü#er eine @eitspanne von ün &ahren a#decken werden. De#en dem 'uro und dem Ven inden sich in dem W"hrungskor# des 4'A)-Q-2nde( der Vuan und der Eeal. Damit sollte der 4'A)-Q-2nde( ein ein acher und verl"sslicher 2ndikator ür die Wertentwicklung des Dollars sein, weil er die 7ultipolarit"t der Welt, die am 'ntstehen ist, auch zur 4rundlage seiner Wert#emessung macht. 9m April 2011 lie)t der 65A7-8-9nde: bei -24 Ehat als& im ;erh-ltnis ,# Han#ar 200@ )e)enDber den vier ;er)leichsw-hr#n)en 24K seines *ertes verl&renF. %as ist im ;erh-ltnis ,#m +ebr#ar 2011 E9nde: v&n -20F ein =Dck)an) #m weitere drei Pr&,entp#nkte. %aran l-sst sich ablesen' wie sehr der %&llar seit 7e)inn v&n G#antitative 5asin) 99 weiter an *ert verliert. 9m Dbri)en best-ti)en sich dabei a#ch die Abweich#n)en des 65A7-8-9nde: ,#m traditi&nellen 9nde:' der im selben 1eitra#m ledi)lich #m 15K ,#rDck)e)an)en ist. Wenn man diesen 2nde( au die 'ntwicklung des US-)2; anwendet, kann man eststellen, dass die USWirtscha t im 5ergleich zu den anderen gro=en glo#alen Wirtscha tsm"chten erhe#lich geschrump t ist. Und er erm>glicht weiterhin, sich ein genaueres )ild von den Wertverlusten der Wertanlagen in Dollar zu machen.

>- %er 6l&bal5#r&meter BC
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&eden 7onat #e ragt das 4'A)-Beam ür Sie +%% europ"ische 7einungsührer

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6l&bal5#r&meter v&m April 2011 - 5=657L9""5

6l&bal5#r&metre 0>-2011 $.4lau#en Sie, dass ein St"ndiges Sekretariat der 'urozone ür ;olitik und Wirtscha t #is 'nde +%$$ eingerichtet sein wirdS +. La#en Sie den 'indruck, dass die 'uropapolitik 2hrer nationalen Eegierung die 'rwartungen 2hrer 8andsleute an die europ"ische 2ntegration wiederspiegeltS -.4lau#en Sie, dass anti-demokratische ;arteien in der 'U an )edeutung gewinnenS :.Würden Sie in den olgenden 7onaten 'uro gegen US-Dollar, 9apanischer Ven oder #ritisches ; und eintauschenS 3.Würden Sie in den olgenden 7onaten ür 'uro 4old kau enS <.4ehen Sie davon aus, dass die 'urop"ische @entral#ank in den n"chsten sechs 7onaten ihren 8eitzinssatz weiter anhe#en wirdS ?.4ehen Sie davon aus, dass in ihrem 8and 2n lation herrschtS\ C. !ürchten Sie, wegen der weltweiten Krise in den n"chsten 7onaten 2hren Ar#eitsplatz zu verlierenS A. !ürchten Sie, wegen der weltweiten Krise in den n"chsten 7onaten 4eld zu verlierenS $%. 4ehen Sie davon aus, dass der Dollar weiterhin im 5erh"ltnis zu den anderen gro=en W"hrungen an Wert verlieren wirdSS $$. 4lau#en Sie, dass die USA in den n"chsten 7onaten eine Sparpolitik vermeiden k>nnenS $+. 4lau#en Sie, dass die Staatschulden der westlichen Staaten in voller L>he zurückgezahlt werdenS $-. 4ehen Sie davon aus, dass in 4ro=#ritannien eine allgemeine politische, wirtscha tliche, haush"lterische und w"hrungspolitische Krise herrschtS $:. )emerken Sie Anzeichen ür eine wirtscha tliche 'rholung in ihrem 8andS $3. !ürchten Sie politische und soziale Unruhen in ihrem 8andS

Ha K -< C% 0?C1 $ :$ ?- 0<?1 C? 0?$1 -+ ?: 0?<1 ?? 0?<1 < A: 0C-1 $? ?C 0<+1

Lein K 3A 0:31A% A- 0AC1 $? AA 0AA1 :C 0::1 $: $% :A 0<%1 +: ? A- 0?C1 A+ 0CA1 3 ?< 0??1 $<

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2n #lau die 'rge#nisse des 5ormonats

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6l&bal5#r&meter v&m April 2011 - AU"*5=/UL6
5U-6&vernance: *iederanstie) der (ehrheit' die daran ,weifelt' dass bis 5nde 2011 eine Art *irtschaftsre)ier#n) fDr die 5#r&,&ne ein)erichtet sein wird $ 0eichte ;eren)#n) der )r&Men Kl#ft ,wischen den 5rwart#n)en der (enschen an die 5#r&pap&litik #nd die P&litik der e#r&p-ischen P&litiker $ 6leichbleibende )r&Me (ehrheit' die der Ansicht ist' dass antidem&kratische Kr-fte in der 5U a#f dem ;&rmarsch sind $ 6r&Me (ehrheit )eht dav&n a#s' dass die 517 in den n-chsten sechs (&naten ihre 0eit,insen n&ch weiter erh2hen wird $ 7ede#tender Anstie) der (ehrheit' die dav&n a#s)eht' dass in ihrem 0and wieder 9nflati&n herrscht $ *eiterer =Dck)an) der (ehrheit' die keine "&r)e empfindet' we)en der Krise ihren Arbeitsplat, ,# verlieren $ )leichbleibende )r&Me (ehrheit' die fDrchtet' we)en der #mfassenden weltweiten Krise 6eld ,# verlieren $ 6leichbleibende )r&Me (ehrheit' die keine An,eichen fDr einen wirtschaftlichen A#fschw#n) in ihrem 0and erkennen kann $ *eiterer starker Anstie) der (ehrheit' die s&,iale #nd p&litische Unr#hen in ihrem 0and fDrchtet Die @ahl der )e ragten, die nicht glau#en, dass #is 'nde +%$$ eine Art Wirtscha tsregierung ür die 'urozone eingerichtet sein wird, steigt von :3. im 7"rz au nunmehr 3A. an. Das ist recht ü#erraschend, denn eine solche Wirtscha tsgovernance wird gerade au ge#aut. Die 'ntwicklung der > entlichen 7einung wird erweisen, o# es 'uroland gelingt, dieses Bhema entsprechend zu kommunizieren. Die traditionelle weite Klu t zwischen den 'rwartungen der 7enschen an die 'uropapolitik und die tats"chliche ;olitik der europ"ischen ;olitiker verengt sich etwas mit nunmehr nur noch A-. Unzu riedenen, im 5ergleich zu AC im 5ormonat. Die sehr gro=e 7ehrheit, die die Ansicht vertritt, dass anti-demokratische Kr" te in der 'U au dem 5ormarsch seien, sta#ilisiert sich nunmehr mit C%. im 5ergleich zu ?C. im 5ormonat. 'ine sehr gro=e 7ehrheit geht auch davon aus, dass die '@) ihren 8eitzinssatz in den kommenden sechs 7onaten erneut erh>hen werde, n"mlich ?-.. &eden alls hatten die <?., die im letzten 7onat eine 'rh>hung erwarteten, mit ihrer 'insch"tzung Eecht #ehalten. )ei der !rage nach 2n lation geht wieder eine sehr gro=e 7ehrheit 0C?. im 5ergleich zu ?$. im 5ormonat1 davon aus, dass sie in ihrem Leimatland herrsche. 2n diesem 7onat nehmen die Sorgen, wegen der Krise den Ar#eitsplatz zu verlieren, weiter zu; nur noch :A. ge#en an, sich keine Sorgen zu machen. 2m 5ormonat waren es noch <%. gewesen. Die Angst, wegen der Krise 4eld zu verlieren, #lei#t mit ?<. 0im 5ergleich zu ??. im 7"rz1 weitgehend sta#il. Auch legt die 7ehrheit, die soziale und politische Unruhen in ihrem Leimatland ürchtet, von <+. im 7"rz au nunmehr ?C. deutlich zu. 7e,ieh#n)en der 5U ,# den )r&Men *eltre)i&nen: *eiterhin beinahe 5instimmi)keit bei der 7ev&r,#)#n) des 5#r&s im ;er)leich ,# %&llar' Pf#nd #nd <en $ (ehrheit der 7efra)ten will seine 5#r&s a#ch nicht )e)en 6&ld ta#schen $ "tabilit-t der (ehrheit' die in den n-chsten (&naten mit einem 1#sammenbr#ch des %&llars rechnet $ steiler Anstie) der (ehrheit' die dav&n a#s)eht' dass die U"A #m eine massive "parp&litik nicht her#mk&mmen werden $ 6leichbleibende )r&Me (ehrheit' die die Ansicht vertritt' die "ch#lden der westlichen "taaten wDrden nicht in ihrer 6esamtheit ,#rDckbe,ahlt $ "teiler Anstie) der sehr )r&Men (ehrheit' die dav&n a#s)eht' dass 6r&Mbritannien in einer all)emeinen Krise steckt Wie im 7"rz #evorzugen so gut wie alle 'urop"er 0AA.1 den 'uro vor Dollar, ; und und Ven. Dieses 5ertrauen in den 'uro im 5erh"ltnis zu anderen ;apierw"hrungen spiegelt sich inzwischen auch im 5erh"ltnis zu 4old wieder, dem nunmehr eine 7ehrheit der )e ragten e#en alls 'uros #evorzugen 0:C. im April im 5erh"ltnis zu ::. im 5ormonat1. Die 7ehrheit, die in den n"chsten 7onaten mit einem @usammen#ruch des Dollars rechnet, hat sich nunmehr au sehr hohem Diveau 0??. im April, ?<. im 7"rz1 sta#ilisiert. '#enso legt die 7ehrheit, die davon ausgeht, dass die USA eine massive Sparpolitik einleiten werden müssen, deutlich zu 0A-. im 5ergleich zu ?C. im 5ormonat1. Die sehr gro=e 7ehrheit, die glau#t, dass die Schulden der westlichen Staaten nicht in ihrer 4esamtheit zurückgezahlt würden, hat sich nunmehr sta#ilisiert; A+. im 5ergleich zu CA. im 5ormonat. Die schon gro=e 7ehrheit, die die Au assung vertritt, dass 4ro=#ritannien in einer allgemeinen Krise stecke, hat noch einmal deutlich zugelegt, mit nunmehr A:.; im 7"rz waren es GnurK C-. gewesen.

29 Vertrauliche Mitteilung ‘GlobalEurope Anticipation Bulletin’ N°54 - 17. 4. ! 11
" #op$right Europe ! ! % &EA' ( ! 11 - ISSN 1951-6177 - Alle )echte *orbehalten
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