Anti-Argumentenliste - Kurze und Kompakte Antworten Die Menschen sind zu egoistisch für den Kommunismus.

Oder: Wie soll man den Kommunismus erreichen mit egoistischen Menschen? Oder: Warum sind Menschen im Kommunismus nicht mehr egoistisch? Niemand ist von Geburt gut oder schlecht. Also auch nicht egoistisch. „Das Verhalten des Menschen wird durch seine Verhältnisse bestimmt.“ Im Kapitalismus wird man zum Egoisten erzogen, um zu überleben. Man muss an sich denken, um weiterzukommen. Die Verhältnisse im Kommunismus sind völlig anders. Dazu später mehr. Andersherum ist der größte Egoist der, der zusammenarbeitet. Jeder weiß, dass man gemeinsam weiterkommt, als alleine und man ist, ob man will oder nicht, auf andere angewiesen. Dies kann man heute nutzen, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern. Natürlich existieren noch Überbleibsel des Egoismus im Sozialismus, der Stufe vor dem Kommunismus. Auch deshalb ist der Kommunismus nicht sofort möglich. Deswegen braucht man z.B. auch noch Lohn nach Leistung. Aber eine siegreiche Revolution setzt ein gewisses Bewusstsein bei mindestens einem Teil der Klasse voraus. Der darauf folgende sozialistische Aufbau zeigt den Menschen, dass ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse immer mehr von der Gesellschaft befriedigt werden etc. Das wirkt wiederum auf das Bewusstsein und verdeutlicht, dass der Kommunismus im eigenen Interesse ist! Man nutzt so den Egoismus für ein gesellschaftliches Denken aus. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein! Im Kommunismus geht es nicht mehr darum, den größten Gewinn zu erwirtschaften, sondern die Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen. D.h. Man braucht nicht mehr egoistisch zu sein, da man durch die gesellschaftliche Arbeit sowieso das bekommt, was man braucht. Im Kapitalismus arbeitet man für eine höhere Klasse (Chef, Manager etc.) und bekommst selbst nur ein ganz kleines Stück vom Gewinn ab, damit man noch grad am leben bleiben kann. Ein Unternehmen kann nur Profite machen, wenn der Arbeiter mehr arbeitet und dadurch mehr Wert herstellt, als für seinen Lohn gebraucht wird. Profit ist damit verschleierter Mehrwert bzw. Ausbeutung. Man bettelt für eine Arbeitsstelle, kriecht dem Vorgesetzten in den Arsch usw. Im Kommunismus arbeitest du für dich selbst und für die Gesellschaft. Alles wird gemeinsam organisiert. Man bist frei von Unterdrückung und Ausbeutung, weil Gewinne nicht interessieren und bist nicht mehr eine Ware für irgendeinen Kapitalisten. Es existiert kein Markt, der zu Konkurrenz führt. Alle arbeiten gemeinsam für das Gemeinwohl. Im Kapitalismus arbeiten alle in Konkurrenz für das Wohl einiger weniger. Auch in der Schule ist das maßgebliche Mittel, um die Menschen für den kapitalistischen Markt vorzubereiten Noten. Sie dienen vielerlei Dingen. Zum einen dienen sie Menschen in Schubladen zu stecken, Menschen zu klassifizieren, psychologischen Druck auf die Schüler zu ermöglichen, sie den Lehrern unterzuordnen, den Schülern ihre Solidaritätsbewusstsein zu nehmen, da eine gute Note nur dann gut ist, wenn sie nur wenige haben. Falls alle eine Eins schreiben, werden die Arbeiten als „zu leicht“ gekennzeichnet und schwächer gewichtet. Schule erzieht zum Drill und nicht dazu kritische, selbstständig denkende Menschen zu erschaffen. Sie passt die Schüler der kapitalistischen Produktionsweise an, in welche die Schüler später sich verkaufen müssen. Die Menschen werden faul im Kommunismus, weil sie sowieso genug bekommen. Im Kommunismus arbeiten die Menschen für sich selber und nicht für eine höhere Elite. Einer für alle, alle für Einen ist das Motto. Normalerweise müssten die Menschen im Kapitalismus faul werden, weil sie eben nur für andere arbeiten und nur ein winziges Stück vom Reichtum zurückbekommen, um sich am leben zu halten. Trotzdem arbeiten die Menschen heute und sind nicht faul. Auch zeigen die Erkenntnisse in der Sowjetunion, dass es mehr das Gegenteil ist, weil durch die Planwirtschaft, welche wirklich bis in die Fünfziger herrschte, dort die Wirtschaft boomte. Agrarstaat > Weltmacht in weniger als 40 Jahren! Mit Faulheit ist das nicht zu vereinbaren.

Menschen werden im Sozialismus zur Arbeit gezwungen. Deshalb haben sie in der Sowjetunion auch diesen Sprung vom Agrarstaat zur Weltmacht geschafft. Noch nicht mal Hitler hat mit einer offen terroristischen Methode geschafft soviel aus den Zwangsarbeitern herauszupressen, dass Deutschland einen enormen Steigerung im Lebensstandard erreicht hätte. Wer durch Zwang arbeitet, arbeitet ungern und deshalb auch unproduktiv. Zwang kann niemals ausreichen, solchen Wachstum wie im Sozialismus zu erreichen. Zwang hat auch nichts mit dem Sozialismus zu tun. Aber kleine Babys zeigen schon Zeichen von Egoismus. Das eine will das z.B. Spielzeug vom anderen. Babys haben das Bedürfnis die Welt zu entdecken. Das erreichen sie vor allem durch Spielen. Wenn Babys von einem anderen Kind das Spielzeug wollen, ist das nicht wegen dem Egoismus, sondern wegen ihrer Neugier. Man muss hinzufügen, dass aber auch ein kleines Baby schon von seinen Verhältnissen im Kapitalismus beeinflusst ist. Erste Zeichen von Egoismus oder Neid können schon präsent sein. In diesem Fall geht es aber um die Neugier und das Bedürfnis zu lernen. Außerdem ist anzumerken, dass es unlogisch wäre von der Natur dem Menschen den Egoismus einzuprogrammieren. Dies hätte keinen Zweck außer der Vereinsamung und Isolation der Menschen voneinander. Der Selbsterhaltungstrieb ist das Einzige, was als egoistisch benennbar wäre, doch jeder Selbstmord zeigt, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse über diesen natürlichen Instinkten stehen und dass diese Instinkte unterdrückt werden können. Warum sollte der Kapitalismus zugrunde gehen? Der Kapitalismus muss zugrunde gehen, weil er ein System der Widersprüche ist. Die, die arbeiten, erwerben nicht und die, die erwerben, arbeiten nicht. D.h. eine Reihe von Arbeitern stellt in einer Firma einen Reichtum her. Da er von vielen Arbeitern erwirtschaftet ist, ist es eigentlich gesellschaftliches Eigentum. Der Kapitalist besitzt aber die Produktionsmittel, um diesen Reichtum herzustellen und eignet sich diesen Gemeineigentum an. Es wird zu seinem Privateigentum. Das führt zu einer immer reicheren kleinen Elite und einer immer größer werdenden Armutsschicht. (Siehe Welt). Dadurch, dass immer mehr Menschen ins Elend getrieben werden, wächst Unmut und Wut unter der Bevölkerung. Falls es zu Aufständen kommt und die Unruhen wachsen, ist das Kapital gezwungen sich zu schützen. Dies bedeutet mehr Repression nach Innen und wegen der Profitmaximierung eine erhöhte Aggression nach Außen. Nach Außen sind die Kriege zu nennen und nach Innen der Ausbau des Überwachungsstaates, Bundeswehr im Innern etc. Außerdem ist die kapitalistische Wirtschaft daran geneigt immer mehr Profit zu erwirtschaften. Dies kann sie aber nicht durch Einsatz wenigerer Maschinen, sondern durch Senkung von variablem Kapital. Das sind die Löhne der Arbeiter. Dadurch das man Arbeiter entlässt, sie länger arbeiten lässt etc. muss aber auf der anderen Seite die Kaufkraft sinken und das bedeutet wiederum, dass die Profite sinken. Denn: Weniger Arbeiter in einer Firma bedeuten zugleich weniger Mehrwert, da Maschinen keinen Mehrwert herstellen können. Das liegt daran, dass beim Zeitpunkt, wenn alle Kapitalisten einer Branche die gleichen Maschinen haben, es keinen Vorsprung zu der Konkurrenz entsteht. Deshalb werden leistungsfähigere, teurere Maschinen gekauft, die dann mehr produzieren, aber nicht mehr effektiv sind, weil die Ware nicht mehr abgesetzt werden kann. Die Sozialisten/Kommunisten zwingen den Menschen ihre Meinung auf! Um eine sozialistische Revolution zu ermöglichen, muss ein Teil der Menschen für die Revolution sein, sonst wäre eine Revolution unmöglich. Wenn die Verhältnisse immer schlimmer werden, suchen die Menschen von selbst nach Alternativen. Dann versucht jede politische Richtung die Menschen zu überzeugen. Das ist zwangsläufig immer so, denn falls man die Menschen nicht

überzeugt oder überzeugen kann, geht jede politische Bewegung unter. Deshalb kann den Sozialisten/Kommunisten nicht vorwerfen gegenüber den Menschen Zwang auszuüben. Im Gegenteil: Heute werden den Menschen Zwänge auferlegt wie z.B. Hartz4, Überwachungsstaat, Steuererhöhungen, Niedrigeinkommen usw., welche von Oben entschieden werden ohne nach der Meinung der Menschen zu fragen. Gerade der Sozialismus will die Zwänge beseitigen, damit der Mensch selbstbestimmt und frei leben kann. Warum könnte es, wenn der Kapitalismus bestehen bleibt, die totale Vernichtung der Menschheit bedeuten? Das Kapital muss sich ausdehnen, um seine Gewinne aufrechtzuerhalten und zu erhöhen. Wenn es nichts mehr zum ausdehnen gibt, müssen daher Kriege um die Aufteilung der Welt her. Durch die immer moderneren Technologien ist die Gefahr immer mörderischerer Waffen, die zum Einsatz kommen unvermeidbar. Es bilden sich „Allianzen“ wie die EU, NATO etc. dadurch ziehen die Kriege mit der Tendenz immer mehr Länder ins Kriegsgeschehen hinein, die Interessen der Kapitalisten verschiedener Länder überschneiden sich immer weiter, da der Markt immer kleiner wird. Falls es eben zu so einem Krieg um Öl (momentan) oder andere Ressourcen kommt zwischen einigen Großmächten, dann wird es ein logischerweise ein verdammt harter werden. Außerdem laufen wir einer weltweiten Energiekrise entgegen, bei dem es zu immer erbitterteren Kriegen kommen muss, weil es direkt um Leben und Tod geht. Kriege um Wasser sind Beispiele dafür. Energie spielt die Hauptrolle in den Kriegen des 21. Jhs. Daher ist es nur eine Frage der Zeit bis ein Dritter Weltkrieg im Kapitalismus über die Menschheit einbricht. Falls ein Dritter Weltkrieg kommt, würden mit Wahrscheinlichkeit eben auch die gewaltigsten Bomben, die die Menschheit hervorgebracht hat, benutzt. Dann würde die Menschheit nicht mehr existieren oder die Menschheit würde in die Anfänge zurückkatapultiert und die Geschichte geht von vorne los. Rosa Luxemburg sagte schon deshalb: Sozialismus oder Barbarei! Dir gehört eine Kuh und mir auch die selbe. Dann würde niemand mehr auf sie aufpassen. Ersetz die Kuh mit einem 100€ Schein, weil eine Kuh wird heutzutage als nicht sehr wertvoll angesehen. Wer würde denn darauf nicht aufpassen und es nicht benutzten? Im Kommunismus geht es aber nicht darum viel zu besitzen, sondern darum genug zu besitzen, damit die eigenen Bedürfnisse befriedigt sind. Eine größere Gemeinschaft würde zum Beispiel zehn Autos besitzen, die allen von ihnen gehören und man könnte sie nutzen, wenn sie sie brauchen. Wer würde das nicht tun?