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6. ',l0. 1999

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2000

UNGARISCHES NATIONALMUSEUM, BUDAPEST
INSTITUT pÜn

nncHÁoLoGIE oeR nÖrvÖs_lonÁNp_UNIVERSITÁT. BUDAPEST

BUDAPEST, 1999

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Ursula Jákváry. Friedrich Albrecht Sprachliche Kontrolle und Überarbeitung Produktion Druck Gedruckt m it 8 Walter Meier-Arendt. Pál Raczky 8 Alexandra Anders. Ursula )ákváry $ Pytheas Cmbh. Tibor Kemenczei. Budapest I PXP AG. lldikó Szathmári Layout und Design Fotograf 8 Eörs Kelemen B András Dabasi Zeichnungen Übersetzung 8 Ágoston Dékány.KATALOG Herausgeber Redaktion 8 Tibor Kovács. Budapest und vom lnstitut fÜr Archáologie der Eötvös_Loránd-Universitát. Budapest Umschlag 8 Auswahl aus dem Schatzfund von Kölesd-Hangospuszta lsBN 963 9046 37 X AUSSTELLUNG Konzeption I Tibor Kemenczei Gestaltung und Grafik Ausstellungstexte I I Franz Martin tibor Kemenczei B Lászlő Borhy Wissenschaítliche Konsultation 9 Walter Meier-Arendt Sprachliche Kontrolle FÜr íinanzielle UnterstÜtzung bedanken wir uns beim U ngarischen Ku ltusmin isterium . Katalin Nagy ! László Borhy. Budapest finanziel ler U nterstÜtzung des Nationalku lturprogrammes Herausgegeben vom Ungarischen Nationalmuseum.

Inhalt Walter Meier-Arendt. Coldschmiedekunst der Skythenzeit Ti 92 bo r Kem en cze i. Die Anfánge der Metallurgie im Karpatenbecken. Coldfunde aus der Kupferzeit. WaÍíen und Goldschátze Ti bo r Ke m e n c ze i. Katalog der ausgestellten Funde 5 . B ronzeze itl iche Sc h m uckgegenstánde. Ti bo r Kov ács. F r úheisen ze itl c he c o l dÍu nde Tibor Kemenczei. Spátbronzeze r Kem en itl i c i he c o ld sc h atzf un Ti bo cze i. Vorwort 7 9 Verbreitungskarte der ausgestel lten Funde 12 14 17 37 de 63 B3 Chronologischer Überbl ick Pál Raczky. Das cold der Kelten Tibor Kemenczei. G ruBwoft Tibor Kovács. Einige Edel metal der Hallstattzeit lfu nde 100 103 119 Miklós Szabó.

Sarasáu/Szarvaszó i { í& -'i 3í ..i'l .Orlor inia/Tenve . .:. Tárgu Mureg/ Marosvásárhel 57. -.i''. Biharkeresztes B. Rcizsály 42. HaidÚszoboszlri & 22..'J '. Tápiószentmárton + 55. Sárazsadány 45. Eevházasdengel 18. Kosd 27. Békésszentandrás 37. Nyíregyháza-Petíjfi str. Sisak/Sziszek 47.yarhomor()g30.. Koiice/Kassa 28. .1 .FiriteazlFéregyháza & 1 /..::'" 43. Szilanvperecsen Pilinv Puszta h .-. Budar. TiszasÜ|y 5B.]: ffi + 38. VárvÓlgy-Felsíjzsid & T2 . SzázhaIclmbatta 50. & 34' oradea/Nacvvárad & 35. Sintana/Li iszentanna 46. Biia/Magyarbén 9.il . Mag. l 60. Jászladány 26. Öakovec/C:jklorny.. ) :-\t \ ) Carani/Merczyfalva l 2. Szárazd_Reeöly 49. b .' .1.:ti .) mit den Fundorten.est_AngyaIföld 1 5. .Bodroskeresztúr 1 0.! . Hatvan-Uitele t.r I.Oro-hydro graphische Karte des Karpatenbeckens (im 18.der ausgestellten Funde ' l 2. ''-.. Békéscsaba 6. Uhersky Brod/ 6'l .Jh. " i. liallzsa 24. Pecica/Pécska 7. Ártánd Besenysz(rgFokoru puszta + ].. SzeIevény' 5-l.':l\ ) (ZalJ\zentgrot) & & : '''{ f. Szécsénv_DoI 54. Smie/Somosvom 48. í ) t.. TiszavaIk_Tétes 59..l 1 I 6. Krilesd-HangosPUszta 29. Tenjl .. .]. Crániceri/ottIaka 2] . '€l. Nyíracsád 2. Mezókeresztes_ * W orIovinvák-pu szta 56. .t. Rakamaz 4] .. Pusztaegres- & atva n 39. Szentes Vekerzug + 52. Caiió/Hercegmárok Menyasszonypart 20.. Vatin/r/attina @ Titel/Tirel n Zö|dhaIompUszta 3. trcsr 9. Pr_rsztaistván háza 40. Nagyberki-Berkipuszta 32. 2.

" .J! t ^' -..\..'.-.r:ffffi 7'''-i'í1g.r".*)34." í .: '1 : .ft:1. :.j' ?a1 .*t.. : ].''}.ti ti 0 I t J- 50 --.) !.".ir ry{*:j.'1 I o*.i.1. 100 'il.it..'l)r.. .7'i."...' i.I:r_: ''!€'\'i: .TJ :1"' r+r '-'\ i ...'"...''. 'lr.'}ji 'i11e*11....:.. '" '' r..i ::1' ri...lo:..t t' '. .r_. :.:.f -'":-.r.'ii".'.g f.\ 1 ) .1. .i-1'l \. \\ .qb.:aá :i.t.] k.l "iffi.r.' . -li.a...'':'\i. lia'...'.' ..r').-*.T" ..i..l.ii . "-_":=.r1.:. ' l|'.

/ -_:./ R HUNYADIHALOM BoDRocKEneszrÚn BALATON-LASIN]A LENCYEL III ..'''''^--\ -/^ -\--./ ^ -'-. t LJ SPAT VUCEDOL KOSTOLAC BADEN KOSTOLAC CRUBENGRAB-KURCAN BADEN-COTOFENI p tr E L snJÖ-Rerz HocH --'.Chronologischor Üborblick WESTUNGARN ARCHÁoLoGlsCHE KULTUREN OSTUNGARN UND SIEBENBURGEN lnrENr SKYTHISCHE KULTUR PRASKYTHISCHE KULTUR KYJATICE HUCELCRABER PILINY ' BERKESZ HnJoÚsncos WIETENBERG ujn''o rÜzrsRBoNy SoMoGYVÁR_vtNrovct K ..

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. Hinter den bunden. ebenlalls aus dem Vlll. rl:.... .. ordnete F..ti::-. aus cold hergestellten SchmuckstÜcke aus der gleichen -'Epoche stammten und als Belege Íür die Anfánge der Metallurgie in der auf dio Stgitrzeit folgenden Kupferzeit zu betrachten sind. um die Kupferzeit in Ungarn zu illustrieren. ftlr die archáologische Ausstellung beinahe 200 Kupfergegenstánde sammelte. Sacken veröífentlichten Schatzíund aus Stollhoí beiWien oífensichtlich...? 1! .-l l.. :. Pulszky die Existenz einer selbstándigen Kupíerzeit. man aber sagen.]nlen .'1l{éiner ungarischgeschriebenen Monographie Über die Kupferzeit in Ungarn.-' ..'t 6..1:Í -i:i... M.Ungarischen histori slellung" ZUsammen ausgeslellt (Kat. Aufgrund der im Karpatenbecken meist als Einzelfunde entdeckten Gegenstánde aus Kupíer behauptete F. Sammlung.Aneolithikum".. lm Einklang nlit der Meinuíg yön E. t-4. zum anderenl vom [undofl von Tenja-orlovinja(Tenye-orlovinyák ins Ungarische Nationalmuseum gelangt waren.Von ]876 Coldobjekte in den mit den Kupfergegenstánden identischen. Thomsen verAltertr-imer aufgrund ihres Materials zu ordnen versuchte. der die im Dánischen Nationalmuseum auíbewahrten ob|ekten aus Stein. .Goldftrnde aus der Kupforzoit Die Anfánge der Metallurgie im Karpatenbecken pÁr nnczry Kat. die bis dahin zum einen aus derJahk6v. und stellte demenlsprechend zusanrmen mil den Reprásenl. einerg€its in..1. j.-. in den Besitz des * Ungarischen Nationalmuseums. scheiben in Budapest im Rahmen der . Abb.Ích. die er im Jahre 1BB4 in deutscher Sprache publizierle. Als erster formulierte diese kontinentalen Zusammenhánge im Jahre 1886 ein österreichischer Forscher. ist mit dem Namen von Ch.r". Dazu muB Schatzfund von Tenja-orlovinjak/tenye-orlovinyák-puszta. anderérseits lnternationalen Práhistorischen Kongresses F..ener EDoche die insgesamt vier Coldscheiben aus. lm lahre 1877 kam eine weilere. Diese Theorie. daB die Kupfergegenstánde und die frÜhesten. lm jahre 1B84 wuíden dann alle' fÜnÍ Cold.. in technologischer Sicht immer entwickeltere Phasen der Menschheit. Jhs.: . hatte europaweite Wirkung. 1 -. Bronze und Eisen sah er drei auíeinander íolgende. Rómer in der Ausstellung zum oben erwáhnten Ko!g're{'... er erste systematische Úberb|ick irber die europáische Archáologie in der Mitte des-19. mit drei Buckeln verziede Coldscheibe. mit den oben erwáhnten identische. die der Bronzezeit vorausging.KupferzeiÍ" in Europa allgemeine Akzeptanz fand. Rómer.Kü]turkieis.Steinkupferzeit".. Sacken ..und Bronzezeit unter Bezeichnungen wie.. Ein |ahr zuvor hatle F*iffiszky die fürrí Coldscheiben bereits Zusammen publiziert.Chalkolithikum" oder. daB schon anláBlich des im ]ahre 1876 in Budapest veranstalteten l . der als erster die Archáologie in Ungarn organisierte. Cleichzeitig wurde es durch den im Jahre 1865 von E. daB eine Übergangsphase zwischen Stein. Er hatte beachtlichen Anteildaran. Much.

5) und Mojgrád zeigten dann in den 20-er Jahren die kleineren Typen aus den Cráberfeldern von Bodrogkeresztúr und Pusztaistvánháza (Kat. Patay unterzog sich im jahre 195B der AuÍgabe. leider ohne auí die Fundorte und die fragliche Zusammengehorigkeit der Scheiben eingehend geachtet zu haben. wirtschaftlichen.Vergessen" wurden. Mi|ojöió die europáische Urgeschichtsíorschung im Jahre 1953 aufmerksam machte. mit dem Abb. als Objekte unbekannten Fundortes registriert waren. Childe in der ersten Hálfte des 20. daB die oben erwáhnte Goldscheibe aus dem Schatzfund vonTiszaszőlős im jahre 1BB4 in der .. Jhs.KUPFERZEIT spáter. auí deren Bedeutung V. offenkundig. gelangte zunáchst in Vergleich mit jenen des Kulturkreises zentraleuropáischen (Stollhofer) Typs. nach der Veroffentlichung des GráberÍeldes von )ászladány (Kat' 14) wurde offensichtlich. Makkay und l. Neben den groBen goldenen Anhángern aus riszaszőlős. am Nordrand der Ungarischen Tieíebene ein groBer coldschatz zutage. Als Beweis mag gelten.. war die europáische Archáologie der Ansicht. struiert. die Coldfunde der Jahrhundertwende aus dem Karpatenbecken zu systematisieren und jene Objekte neu zu bewerten. Bóna und J. Auf zutreffende typologische Einstufung durch die zeitgenössische ungarische Wissenschaft weist die Tatsache hin. 1BB4. Neben den groBtenteils zerstreuten oder verschwundenen Goldgegenstánden liche Metallobjekte Zentraleuropas anzuschlieBen sind. die in das Ungarische Nationalmuseum gelangt waren. Hatvan (Kat. darunter ein Unikat. lm Jahre 1B39 kam in riszaszőlős. Eine drittes Exemplar des in der Mitte durchlochten. in der Zwischenzeit waren nám|ich zahlreiche Angaben zu den Fundumstánden oder sogar zu den Fundorten in Vergessenheit geraten. Durch diese Erkenntnis gewann das kupferzeitliche cráberfeld von )ászladány eine áhnliche Bedeutung wie die Stollhofer Fundgruppe.Ungarischen historischen Schmiedeausstellung" Zusammen mit den obererwáhnten kupferzeitlichen Coldscheiben des Ungarischen Nationalmuseums ausgestellt wurde. sozialen Neuerungen europáischer Kulturen seien auí la . im Jahre 1945. ebenÍalls oben mit verlángertem Anhángerteil. námlich eine groBformatige. Aufgrund der theoretischen Grundlegungen von c. P. Jhs. Erst verháltnismáBig spát. Jhs. und. daB die groBen Kupfergeráte und die frÜhen Coldobjekte im TheiBgebiet der gleichen Zeitstufe und Kultureinheit angehören. nochmals auÍ Deutsch. wie es auch aus den Nach dem coldfund vonTiszaszőlős gelangte ]896 eine weitere coldscheibe aus Hatvan. 1 3) die typologische Eigenstándigkeit der kupferzeitlichen Goldíunde in der ostungarischen Region im StÜck von Tiszaszőlős identischen Typs wurde höchstwahrscheinlich als Teil eines kupferzeitlichen Schatzfundes in Mojgrad/Mojgrád bekannt. die wichtigen technologischen. Bóna rekonaus diesem Schatzfund gelangten einige StÜcke ins Antikenkabinett nach Wien. was noch schlimmer ist/ daB die Fundumstánde dieser eigenartigen Cegenstánde fÜr lange Zeit . durchlochte Coldplatte. oben mit verlángertem Anhángerteil. daB die kupferzeitlichen Cegenstánde der Gebiete Ungarns Westlich der Donau nach ihrer Form an áhn- Funden von Stollhof hervorgeht.wiederentdeckte". den ursprÜnglichen Kontext und die ursprÜnglichen Zusammenhánge der in die verschiedenen Sammlungen gelangten ku pferzeitl ichen co ldgegenstánde zu kl áren. und kam dann nach dessen GrÜndung in das Historische Nationalmuseum in Bukarest. Makkay -. 2. Die abenteuerliche ceschichte dieses Schatzfundes wurde vor kurzem von -J. daB die Íunf Coldscheiben des Ungarischen Nationalmuseums bis in die achziger Jahre das 20. bis man sie . ins Ungarische Nationalmuseum. Doch war es bereits zu Ende des 19. den Besitz des Museums von Klausenburg/Cluj/Kolozsvár.dank den Forschungen von l. daB sie in der ungarischen práhistorischen Forschung zunáchst vermischt. Die Folge war.. Mit dieser Arbeit begannen erste Schritte zu spáteren Bestrebungen.

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solche Parallelen entdeckt zu haben. und daher wurden die ersten groBen Kupfergeráte samt der mit ihnen auÍtretenden coldobjekte und samt par- Schliemann in Troia ll frei. den Nahen osten zurÜckzufÜhren. Man glaubte also an wesentliche Zusammenhánge zwischen dem Auítauchen der ersten europáischen SchatzÍunde in der Kupferzeit und dem Erscheinen der ersten SchatzÍundgruppen im Nahen osten. und auch in den Beigaben aus den Königsgrábern Von Alaqa HoyÜk glaubte man. Die besten Parallelen zu den groBen Kupfer. wichtige Kenntnisse und technische Errungenschaften durch Wanderbrewegungen oder durch Weitergabe nahöstlicher Feftigkeiten und Technologien nach Nordwesten und nach Europa gelangt. und áhnIiche gesellschaítliche und wirtschaftliche Prozesse im Hintergrund wurden daraus erschlossen. man chronologisch in der Epoche zwischen 2500-2200 v. Goldscheibe von Hatvan-Újtelep. Demnach seien historisch entscheidende.Abb. Die ágyptischen und mesopotamischen kulturellen Zusammenhánge mit Troia und Alaga HöyÜk sah alleler Erscheinungen in Balkan und Agáikum Von der anatolischen und mesopotamischen Metallurgie abgeleitet. Dementsprechend suchte man die Wurzeln der Metallurgie ebenfalls im Nahen Osten.und coldgegenstánden der sÜdosteuropáischen Kupferzeit legte H. 5. Diesen absolutchronologischen Anhaltspunkt hielt die archáologische Forschung fÜr maBgebend auch fÜr die Kupferzeit Europas und des Karpatenbeckens. Durch 20 . Kat.Chr.2.

3. coldscheiben von Csáford (Zalaszentgrófl. ÍrÜher mit Troja benutzten. vor allem aber durch die Beziehungen der in Ózd-Center gefundenen anthropomorphen Urnen kam N. Zur Chronologie der kupíerzeitlichen Kulturen in SÜdosteuropa und im Karpatenbecken.Chr. Dieses scheinbar logische Bild wurde zu Ende der 60-erJahre durch die C 14-Methode Abb. Aus verstándlichen GrÜnden stellten diese Daten in der europáischen Urgeschichtsforschung eine RiesenÜberraschung dar. der daraus Überzeu- eine detaillierte vergleichende Analyse der kupferzeitlichen Hinterlassenschaften im Karpatenbecken und des kleinasiatischen trojanischen Kulturkreises. Kalicz 1958 zur SchluBfolgerung.und die europaweite Anwendung ihrer an dendrochronologischen Daten geeichten Variante mehr als nur gestört. da nun auf einmal die frÜhen Belege der sÜdosteuropáischen Metallurgie 1 500-2000 Jahre frÜher zu datieren Waren als die berÜhmten trojanischen Metallfunde und die frÜheste Metallurgie im Nahen osten Überhaupt. die die ersten. anzusetzen. ll íÜr zeitgleich gehaltenen groBen Kupfergeráte und ColdschmuckstÜcke 2t .Chr. Es wurde nur ZU oÍfensichtlich. Die klarste und wirkungsvollste Formulierung dieser Forderung ist mit dem Namen von C. Kat. die Kupferzeit im Karpatenbecken sei mehr oder weniger voll zwischen 2500-2000 v. Renfrew verbunden. ergaben sich plötz|ich Daten zwischen 4500 und 3600 v. daB nach all diesem eine völlige Neubewertung der frÜheren archáologisch-historischen Vorstellungen Unvermeidbar sein wÜrde. 6.

4. Kat. Ercsi. 8. Abb.1. B l ech an hánger. ln weiteren Zusammenhángen gelangte man so zu einem historischen Modell europáischer práhistorischer Kulturen. 9. 4a. 22 . ln der Folge fÚhrte eine neue Einschátzung der Hintergriinde des technologischen und gesellschaftlichen Fortschritts in-r práhistorischen Europa zu einer intensiveren Analyse lokaler umweltlicher.KUPFERZEIT Delto ider Abb. das deren selbstándige Entwicklung hervorhob. wirtschaftlicher und sozialer Bedingungen und Umstánde.und KupÍergegenstánden sehr reichen Cráberíeld in Varna (Bulgarien). gend eine Selbstándigkeit der sÜdosteuropáischen KupÍerzeit Íolgerte und íLir deren Unabhángigkeit von der orientalischen Metallurgie eintrat. Der sensationelle Cegenbeweis Über die alten Ansichten zu den Beziehungen der kupferzeitlichen Kulturen des Karpatenbeckens mit dem westanatolischen Troja gelang im Jahre 1972 mittels des an Cold. Fu ndort unbekannt.

d. daB der Formenkanon der europáischen Metallurgie und ihre frÜhen Erscheinungsíormen in einem kulturell wohl zu bestimmenden Kontext verliefen. die mittels C 14 auÍ 4600-4200 v. wo beide Kulturkreise sich berÜhren. Die BerÜhrungen dieser beiden damals entstandenen. wodurch die gleichzeitige Existenz des Kupfererzabbaus in beiden Regionen offensichtlich wurde. in Sitagroi in Makedonien Ausgrabungen durchgefÜhrt' Aus den sich zeitlich auíeinander schichtenden Háuser. Man weiB nun. d. Daftjr wurden dort. álteren Schichten fanden C.cklicherweise die umstrittenen Fundgruppen trojanischen Charakters freigelegt.und Abíallhorizonten entstanden spezielle. Man versuchte natÜrlich. Das sonstige Fundmaterial aus dem Gráberíeld von Varna ist ebeníalls in die Zeit von 4600 bis 4200 v.Chr. datiert werden konnten.Chr. den Produkte sind auf diesem verháltnismáBig kleinen geographischen Gebiet gut zu untersuchen. in dem ein stimulierender EinfluB des Nahen Ostens Überhaupt nicht nachzuweisen ist' Aus dieser weitreichenden Erkenntniss der 70-er Jahre ergab sich die Notwendigkeit einer umgehenden Analyse möglicher lokaler Umstánde der Entstehung der europáischen Metallurgie als auch der Rekonstruktion der Etappen der lokalen lnvention bzw. Ferner fanden die Ausgrabungsleiter von Sitagroi dort deutliche Spuren von KupÍerverarbeitung in den álteren. Daher und aufgrund zahlreicher weiterer Ahnlichkeiten der materiellen Kultur kann man eindeutig behaupten.h. gro8en Metallurgieeinheiten bzw' die kulturellen und chronologischen Zusammenhánge ihrer kennzeichnen- 23 . verstanden werden. Dadurch lieB sich beweisen.und Coldfunden des Balkans und der östlichen Hálfte des Karpatenbeckens. das durch die neue C 14-Methode gewonnene chronologische und kulturelle Bild im Hinblick auf die Beziehungen Europas zum Nahen Osten mit rein archáologischen Methoden zu ÜberprÜfen. ]ahrtausendes v. Diese Beobachtungen Sie sind vollkommen identisch mit den írÜhen Kupfer. Nur vor dem Hintergrund der oben geschilderten Forschungsgeschichte kann die Übrerragende Rolle des Karpatenbeckens um die Wende vom 5' zum 4. die mit der Datierung von Troja ll in die zweite Hálfte des 3.h. daB beide Kulturkomplexe nicht gleichzeitig gewesen sein können und daB sogar die sÜdosteuropáischen kupferzeitlichen Kulturen wesentlich álter sind. die liber einen eng zusammenhángenden kulturellen Hintergrund verfÜgte. hÜgelartige Siedlungen (Tells). seine westliche Hálfte mit der zentraleuropáischen Region. -|ahrtausend v. jÜngeren Schichten wurden glL. Coldscheibe. BezÜglich der Rohstoffquellen der Goldfunde. als auch SÜdeuropas lieÍern. die wáhrend der Kupferzeit erst- Verbindung. )ahrtausend v. d'h' im Ágáikum.) in SÜdosteuropa eine einheitliche Metallurgie auftauchte. Überhaupt nicht Übereinstimmt. Die oben geschilderten neuen Forschungsergebnisse bezeugen eine speziell europáische Entwicklung der europáischen práhistorischen Kulturen mit genuin europatypischen Phasen.Chr' zu datierten.Chr.Coldfunde aus der Kup[erzeit Pál Raczky bestátigen darÜber hinaus das durch die Ergebnisse der C-l 4-Messungen gewonnene Bild. s.Chr. fÜr die balkanische Kupferzeit charakteristischen Schichten. Dies bewies ganz klar und eindeutig die Theorie einer selbstándigen sÜdosteuropáischen Metallurgie. ln den Abb. Die ungarischen archáologischen Funde können daher mit Recht mit dem breiten lnteresse der internationalen Wissenschaft rechnen. Hinzu kommt als weiterer. Renfrew und M. Man darf wohl sagen. Kalt 7. sensationeller Beweis die Entdeckung zweier kupferzeitlicher Bergwerke in Aibunar (Bulgarien) und Rudna Glava (lugoslawien). daB wáhrend dieser Epoche (d. Die östliche Hálíte des Karpatenbeckens stand zu Beginn der Kupíerzeit mit den balkanischen und agaischen Kulturkreisen in untersten. also in eine Zeit.-4. Gimbutas das kennzeichnende Fundmaterial der sÜdosteuropáischen Kupferzeit' ln den oberen.h' 5. daB die Beispiele aus dem Karpatenbecken wichtige lnformationen fÜr die AnÍánge der Metallurgie sowohl Zentral-. Fundoft unbekannt. lnnovation.

gleichzeitigen Kupferbergwerke auf dem Balkan (Aibunar und Rudna Clava) beweisen.die in historischer Zeiten ebenfalls als berÜhmte Bergwerke funktionierten (unter anderem s. Höchstwahrscheinlich kommen die berÜhmten coldbergwerke des SiebenbÜrgischen Erzgebirges und des Selmec.o.KUPFERZEIT Abb. wo cold und Kupfer nebeneinander vorkommen. Ringanhánger von Tárgu Mu rep/Marosvásárhely.mit groBer Wahrscheinlichkeit als Herkunftsorte zumindest auch der ostungarischen Metalle auch wáhrend der Kupíerzeit ansehen' Die Kupfer. 10. Die oben erwáhnten. verfÜgen wir nur Über recht indirekte Angaben.und Goldgegenstánde Transdanubiens (Pannoniens) weichen von den vorher erwáhnten nicht nur in den Formen. Kat. Einen weiteren wichtigen Anhaltspunkt bietet die Tatsache. daB cold und Kupíer in groBer Menge gemeinsam und rasch in den regionalen kupíerzeitlichen Kulturen auftraten. AuÍgrund solcher Überlegungen kann man Metallquellen . ln diesen Bergwerken gab es wahrscheinlich einen oberíláchennahen Abbau. Primár können wir daraus auf RohstoÍfquellen schlieBen. da$ zu solchem Abbau erforderl iche Bergwerktechnologie als brekannt vorausgesetzt werden kann. da die Herkunft des Goldes durch Materialanalysen nicht eindeutig geklárt werden kann. sondern hochstwahrscheinlich 24 . 6. mals in Ungarn auítauchten.) .und Körmöc-cebirges in Betracht.

ergibt sich möglicherweise aus einer SchÜssel aus crab 4 von Varna. Coldschatzfund von oradea/Nagyvárad. daB die zur frÜhen Metallbearbeitung erforderlichen VerhÜttungsverfahren bereits wáhrend der Kupferzeit im Karpatenbecken vorhanden waren' Damals námlich tauchten in mehreren práhistorischen Kulturen Europas Prunkgefásse aus Ton auf.7. so muB man noch auf eine EigentÜmlichkeit hinweisen: die Schmelzpunkte von Kupfer und Cold liegen sehr nah beieinander ('1 083 und I068 "C). Kat. 25 . deren mitgebrannte Bemalung Brenntemperaturen von beinahe 1000 'C erforderte. Es ist námlich nachweisbar.Coldfunde aus der Kupferzeit Pál Raczky auch in Bezug auídie Herkunft ihres Rohstoífes ab. und es konnten die an Cold und Kupfer durchaus reichen orte in Kárnten und Salzburg in Betracht genommen werden. doch beruÍt man sich auí die östliche Zone der Alpen. daB das Keramikbrennen mit dem Goldschmelzen in technologischem Zusammenhang stand. Hierzu íreilich veríÜgen wir Über keine Angaben. deren aufgeschmolzene lnnenverzierung aus Coldpulver hergestellt Abb. was pyrotechnologische Kenntnisse auf gleichem Niveau íÜr beide Metalle annehmen láBt. Was die Metallbearbeitung anbelangt. Die Tatsache. ll.

die kleinen KupferschmuckstÜcke und -gegenstánde hergestellt (Nadeln.B. gut zu beobachten. Es han- Ersten Schritte der Metallverwendung sind wáhrend des Neolithikums im delt sich um Cegenstánde. unbekannt. Die Endphase des Neolithikums im Karpatenbecken (5000-4500/4400 v. Karpatenbecken im Laufe des 6.) Abb. die den zum Metallschmelzen erforderlichen Hitzegrad sicherstellen konnten. Nur weniges weist auí die Verwendung Von Cold hin.-5.Chr..KUPFERZEIT wurde. So wurden z. Ringe. B.Chr. Perlen.12. die durch Kalthámmern gediegenen Kupfers und daraufíolgendes Schmieden in erhitztem Zustand hergestellt wurden. Besonders in den srideuropáischen steinzeitlichen und kupferzeitlichen Kulturkreisen wurden zahlreiche solcher Brennöfen gefunden. 26 . Jahrtausends v. Noch eindeutigere archáologische lnformationen liefern aus der behandelten Epoche jene entwickelten KeramikbrennÖfen. Fu Coldschatzfu nd. Armringe). ndort Kat. Diese beinahe 1500lahre lange Endphase des Neolithikums kann auch als eine experimentelle technische Entwicklungsphase vor der Epoche der .Massenproduktion" angesehen werden.

Kupfererz (Malachi0 und aus Wildschweinhauern hergestellte. die mehrere Anhángerlöcher auíweisen. daB in der Ungarischen Tiefebrene und in Transdanubien (Pannonien) durchaus erfolgreiche Varianten der Agrarwirtschaít mit Viehzucht und Ackerbau (Tisza-Herpály-Csőszhalom.14. die aus groBer Entfernung beschafít werden muBten. weiterhin in der Mannigfaltigkeit besonderer Rohstoffe zu Íassen. Kat. Ahnliche cegenstánde symbolischer Bedeutung kommen auch in beigabereichen Grábern vor. die zu dieser ZeiÍ in der ostháIfte des Karpatenbeckens auftauchten.Chr. sie spielten also wohl in gewisser Weise eine Rolle als Rangabzeichen. fÜr . die sich in den Crábern konzentrieren.. wo aus Marmor.vollberuílich" tátige Handwerkerschicht bzw. Über das man bereits im Neolithikum verfÜgte und daB man ihm hohen symbolischen Wert beimaB. Auch der zunehmende Reichtum der Grabbeigaben ist vor dem gleichen Hintergrund zu sehen. Entsprechende Beispiele sind aus der Siedlung von Öoka/Csóka (Banat) bekannt.oder . entwickelt wurden. bzw.. Die sich stets wiederholende Form láBt an einen ideologischen lnhalt im 27 . Aus Rohstoffen wie Seemuscheln (Spondylus) und Marmor. der einigen Personen innerhalb der Gesellschaft am Ende des Neolithikums einen von Ceburt an herausgehobenen Status verschaffte. der auf den besonderen Wert des RohstoÍfes aufbaut. sondern auch in wirtschaftlicher und sozialer Sicht die crundlage fÜr die kupferzeitliche Prosperitát. Von áhnlicher Bedeutung ist eine Halskette aus Polgár-Csószhalom. Hintergrund denken.Chr.. Auf anÍánglich einheitliche Verháltnisse ohne soziale Unterschiede Íolgte ein DifÍerenzierungsprozeB. die . Die enge typologische Verbindung mit den neolithischen Vorbildern ist bei den in der Mitte durchlochten. Jahrtausendes v. in der Mitte durchlochten Scheiben.. die fÜr weit mehr als den reinen Lebensunterhalt dienten. eine Voraussetzung dafÜr war. Neben den wirtschaftlichen Entwicklungen im Neolithikum sind auch die Veránderungen im sozialen Bereich zu erwáhnen. daB Kupíer das erste Metall war. Lengyel Kulturkomplexe).Massenproduktion" und die weite Verbreitung der groBen Kupfergegenstánde einsetzen. im Karpatenbecken praktiziert werden konnte. Die archáologischen Hinweise auf vergleichsweise spezielle WirtschaÍtsweisen. Diese letztgenannte Beobachtung ist deswegen sehr wichtig. Als Resultat dieses letztgenannten technischen Entwicklungsstandes konnte zu Beginn der Kupíerzeit. Der wichtigste Faktor bzw. sind in erster Linie in der zunehmenden Menge der Prunkkeramik bzw' der Háufigkeit eigenartiger.Coldfunde aus der schuf nlcht nur technisch. Die wirtschaÍtlichen und sozialen Ereignisse am Ende des Neolithikums trugen wesentlich dazu bei.SchatzÍunde" auftreten.7-8. figÜrlicher Darstellungen. um 4500-4400 v.Spezialisten". Zu diesen gehÓren die aus Spondylus geschlifÍenén. Die Gesellschaft zeigte nun also einen stufenförmigen Aufbau in cegensatz zum frÜheren Prinzip der Cleichheit. die aus 148 Rohkupferperlen besteht und in einer Opfergrube entdeckt wurde. Seemuscheln. wurden eigenartige und typisierte Gegenstánde hergestellt. symbolischer Bedeutung auch als Samme|. die sich mit Metallurgie bescháftigten. Zur gleichen Zeit erschien das cold in gröBeren Mengen. daB diese cegenstánde mit mehr als einfachem cebrauchswert und mit prestigetráchtiger bzw. 9. Ein weiteres wichtiges Moment stellt die Tatsache dar. und seine Verwendung als Schmuck wurde allgemein. Stábchen von Jászladány. da man hierdurch zum ersten Mal nachweisen kann. die an und fÜr sich Prestigewert besaBen. eigenartige Gegenstánde in einem cefáB Zusammen versteckt wurden.. Díese erfolgreiche wirtschaftliche Strategie bildete die ökonomische crundlage fÜr eine . Diese Scheiben Abb. daB das Schmelzen des Kupfers aus seinen Erzen und sein FormguB seit der zweiten Hálfte des 5. oben mit verlángertem Anhángerteil versehenen Goldscheiben deutlich nachzuweisen. Dieser ProzeB ist im Karpatenbecken am deutlichsten durch die Existenz von Prestigegegenstánden und Rohstoffen archáologisch zu dokumentierten.

bzw.6) vertreten diesen Typ und sie können durchweg als Bestandteile von Schatzfunden rekonstruieft werden. ln eben diese gehört auch das an Coldfunden áuBerst reiche Gráberfeld von Varna und auf die gleiche Epoche weist ein im Jahre 1997 in Criechenland im illegalen Kunsthandel aufgetauchter Schatz hin. Zur gleichen Zeit zeigt die westliche HálÍte des Karpatenbeckens (Pannonien) enge Beziehungen zur metallurgischen Entwicklung der gleichzeitigen Kulturen in Österreich. die die Einheit der ostalpinen Metallurgie am ehesten veranschaulichen können.Chr. 13. ln solchen Fundkomplexen kann man immer wieder StÜcke nachweisen. das weibliche Prinzip. 4). der 54 Gegenstánde umfaBte. Statussymbole zu betrachten. Böhmen. 16. den weiblichen Korper bzw. Allgemeiner Beurteilung nach veranschaulichen die in der Mitte durchlochten Coldscheiben. in der Mitte durchlochten Anhánger aus Cold verbreitet sind (Pusztaistvánháza: Kat. Die allgemeine Verbreitun8 Von Kupíer und Gold im Karpatenbecken erreichte wáhrend der BlÜte der Kupferzeit zwischen 4000 und 3600/3500 v. í-3) Tenja-orlovinjak/tenye-orlovinyák-puszta 2 (Kat. worauf ein groBÍormatiger Go|danhánger aus Hatvan hindeutet (Kat. Vom Ende dieser írÜhen Phase der Kupferzeit kennen wir einen einzigen Schatzfund. Diese írÜhen Streitáxte aus Kupíer stellten also keine reinen cebrauchs' gegenstánde dar.1-6. Csáford 2 (Kat. 3. mit verlángeftem Anhángerteil versehenen groBen Co|dscheibe (Dm: beinahe 10 cm) samt ll kleineren Varianten. Ringanhánger mit verlángertem Oberteil dar. der im Jahre 1965 in Hencida (Ostungarn) gefunden wurde und in die Sammlung des Déri-Museums in Debrecen gelangte. Wir verfÜgen Über keine Angaben Über 28 . WahrscheinIich haben hierbei die Streitáxte aUS Kupfer die symbolische Bedeutung der kleinen Steináxte der spátneolithischen Bestattungen Übernommen.und in Schatzfunden kann also im Karpatenbecken in diese Epoche datiert werden. Máhren. Abb. Cold in Crab. ln diesem sich von der ostslowakei Über den Balkan bis criechenland setzten námlich die Form der neolithischen SchmuckstÜcke aus Seemuscheln fort. 11. ihren Höhepunkt. besaBen diese objekte auígrund ihrer Besonderheit in der Form eine wohl zu bestimmende symbolische Bedeutung. wo auch die kleinen. die meistens noch zwei kleine Buckel auÍweisen. stellen die groBen Scheiben aus cold. der sich im Rohstoff an sich manifestierte und darauf basierte. erstreckenden Raum sind identische Formen oder verwandte Ceráttypen aus Metall in groBer Zahl zu beobachten. )ászladány Kat. in der sich die östliche Hálfte des Karpatenbeckens in die beinahe industrieartige sÜdosteuropáische Metallurgie integrierte. 14. sondern sind in gewisser Weise als Macht. die als Prestigeobjekte jedoch nUn aUS cold geíertigt sind.1-2. Tiszavalk: Kat. 1-2).Es kommen auch Einzelfundeodereinzeln versteckte Goldobjekte vor. 2.oder Kupíerblech dar. 5). 1. Das sowohl inha|tlich. 10. als auch förmlich bezeichnendste Judiz dieses so zu umgrenzenden Metallurgiekreises stellen die oben erwáhnten in der Mitte durchlochten sog. Aus dieser Epoche sind aber zwei cráberfelder aus der ost-Slowakei zu erwáhnen: aus den Grábern von Tibava und Velké Ra5kovce kamen goldene Blechanhánger und Streitáxte aus Kupíer in groBer Menge ans Tageslicht. Abb. Die Leitobjekte. Über den Prestigewert des Coldes hinaus. Dazu záhlen die Funde Von riszaszőlős und Mojgrad/Mojsrád östlich der Donau. die trotz groBer geographischer Entfernungen eine áhnliche Formenwelt vertreten. Magyarhomorog: 15. Sie gehören in jene Periode. Polen und SÜddeutschland. Es besteht aus einer in der Mitte durchlochten. die meistens drei Buckel aufweisen. 7 Coldscheiben des Ungarischen Nationalmuseums (Jankovich-Sammlung3 (Kat. Aus dieser frÜhen Abb.KUPFERZEIT Phase der KupÍerzeit stehen Uns nur wenige Denkmáler aus Ungarn zur VerfÜgung.

.

EbenÍalls kompliziert ist die ceschichte der beiden coldscheiben. Bei diesen letzt- solche Exemplare aus crábern. Die Ránder sind durch gepunzte Punktreihen verzieft. Der gleichzeitige RÜckgang der Metallfunde im ostalpinen Raum . Makkay eingehend. V-förmige getriebene Punktreihen ausgehen.oder mittelkupferzeitlichen cráber aus Pannonien kennt. Ferner wurde in der HochkupÍerzeit in Ungarn das Austauschsystem und seine kulturellen Verbindungen mehr und mehr durch eine sich verstárkende osteu_ ropáische. daB man fast keine frÜh. die. handelte es sich eigentlich um Trachtteile von zwei Personen. daB es sich hierbei um eine allgemeine. Cleichzeitig nahm die Zahl der Metallfunde drastisch ab. Daneben vertreten einzelne Steppen .in anderem Material befestigt.elemente den Crubengrab-Kurgan-Komplex.KT]PFERZEIT Abb 1. genannten Íehlen jedoch Anhángerlöcher. Patay im Jahre 195B auch neu publiziert. Es sind weiterhin 2 Löcherzu sehen. lhre ZugehÓrigkeit zur -|ankovich- Abb 11 . Rómer aus dem Jahre 1865. der ErschÓpÍung der obertágig leicht erreichbaren Erzvorkommen zu suchen sein. die sie als Anhánger definieren. ]edoch ist hierbei zu bedenken. wahrscheinlich paarweise getragen wurden. nordpontische ethnische Wanderung aus der dortigen Steppe geprágt und vollig umstrukturiert. daB die beiden coldscheiben aber aus dem slawonischen Tenja-orIovinjakfenye-orlovinyák-puszta (Kroatien) stammen und zu einem im Jahre 1B63 entdeckten groBen coldfund gehörten (Kat. welche die BrÜste bedeckten.4). Zu den am frÜhesten ins Ungarische Nationalmuseum gelangten kupferzeitlichen Cegenstánden muB man die drei aus der Jankovich-Sammlung im Jahre 1852 gekauften Coldscheiben rechnen (Kat. Clembay aus der die gepunzten Verzierungen rund Um die 30 .weist aber darauf hin. ln der Endphase der Kupferzeit.und auch in Pannonien . Bóna hat vor kurzem Überzeugend nachgewiesen. und verschwand dann spurlos.. Dieses Exemplar gelangte zunáchst in die Sammlung Storno in Sopron (Ödenburg. von denen geradlinige bzw. Der Grund dieses archáologischen Phánomens dÜrfte im Karpatenbecken .Cepin/Csepin" erwáhnt. die mit jenen der Jankovich-Sammlung stilistisch völlig Übereinstimmen. wáhrend die Mehrzahl vergleichbarer Goldobjekte in ostungarn aus crábern stammt. Nach allgemeiner Auffassung hált man diese eigenartig geÍormten Scheiben fÜr stárkstens abstrahierte weibliche Darstellungen. l. in breiteren europáischen Zusammenhángen zu sehende Erscheinung handelte. ln men Von F. Die ersten Angaben zur Herkunft der drei ins Ungarische Nationalmuseum gelangten Goldscheiben stamSammIung ist spáter in Vergessenheit geraten und so wurden sie von P. Falls man auch diese Angabe in Betracht nimmt. Diese historischen Umstánde dÜrften eine wesentliche Rolle beim raschen Zusammenbruch der blrlhenden Metallurgie der Hochkupferzeit gespielt haben. Ungarn). Mit der ceschichte dieser aus drei Scheiben bestehenden -lB42 Fundgruppe zwischen 1837 und bescháÍtigten sich in den BO-er Jahren l. Nach den Argumenten Von l. zwischen 3600/3500 und 2BOO|27OO vereinigten sich die bis dahin voneinander unabhángigen Entwicklungsprozesse der östlichen und westlichen HálÍte des Karpatenbeckens zu einem einzigen Kulturkreis (Baden-Kostolac-Vuöedol). auf diesem Zusammenhang denkt man logischerweise an jene Trachtteile. die die Bergwerke mit den Verbrauchern verbunden hatten. Bóna mÜsste noch eine vierte Goldscheibe zu diesem Fundkomplex gehören. Die Hypothesen zu ihrer Herkunít und ihrem genauen Fundort stehen natÜrlich weiterhin im Mittelpunkt der Diskussion.lnzwischen tauchte ein Brief des begeisterten Cepiner Antiquars K. ebenfalls ab. in der Mitte mit drei konisch geformten Buckeln.neben wirtschafltichen und sozialen Veránderungen . ln der álteren Fachliteratur werden sie mit unbekanntem Fundort oder mit einer Fundortangabe . Sie waren aus Goldblech hergestellt. Demzufolge brachen die die Metalle vermittelnden Mechanismen. 1-3). Bóna und J.

Sie bilden mit den oben behandelten StÜcken eine volIkommene formale Einheit. als Besonderheit angesehen werden. 3. aus Kupfer hergestellten Exemplar ausZalavár zu. Die V-förmigen Doppelpunktreihen rund um die Anhángerdurchlochungen bzw. die den inneren Teil gliedernden gepunzten X-Motive und innerhalb dieser die vier Pt]nktchen können wahrscheinlich. wodurch dann der archáologische Kontext aller anderen bekannten. Vermutlich als Schatzfund mÜssen die beiden Coldscheiben angesehen werden. jedoch stammt sie offensichtlich aus Panno- Abb. sondern auch als einzelne Trachtteile getragen werden konnten. Diese Fundgruppe konnte das erste Mal in Transdanubien (Pannonien) mit einer Siedlung der Hochkupíerzeit archáologisch verbunden werden. frÜher auf theoretischer Ebene datierten Coldscheiben geklárt werden konnte. . ÁhnIiche Bedeutung kommt einem weiteren. Kat. Unbekannten Fundortes ist eine weitere. die im Jahre 1952 in Csáford (heute Zalaszentgrót. ovale Coldscheibe in der Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums. das eine coldscheibe imitierte. Sie wurde im Jahre 19B4 im LauÍe authentischer archáologischer Crabungen in einer Balaton-Lasinja-Siedlung entdeckt und datiert diesen Fundkreis somit eindeutig in die Hochkupíerzeit Transdanubiens. paarweise getragene Trachtteile. 11 . zum Schatzfund hátten ursprÜnglich sechs Scheiben gehort. Coldscheiben von Tenia-OrlovinjaV Te n ye-o r l ov i n y á k' p u szta. Ungarn) geÍunden wurden (Kat. daB diese Scheiben nicht ausschlieBlich paarweise.6). 4. die durch Vermittlung verschiedener Kunsthándler auf abenteuerliche Weise in unterschiedliche Sammlungen gelangten.Coldfunde aus der Kupferzeit Pál Raczky damaligen Zeit' auÍ. in dem er berichtet. Abb. Es beÍanden sich im Schatzíund also insgesamt drei. Der Fund von Zalavár weist mit der Kupferscheibe aus einem Grab in Brze\é Kujawski (Polen) darauf hin.

trapezoidem oberteil hat. Die drei kleinen Buckel auf der Scheibe weisen zweifellos auf eine Verwandtschaft zu den drei konischen Verzierungen auf pannonischen Scheibren hin. lm Vergleich zur Formenwelt der StÜcke von Hencida. B. daB sie auf der Brust getragen wurden. l. quadratischem oberteil. Abb. deltoiden .lhs. daB die beiden Anhángerdurchlochungen sehr nah neben der langen Symmetrieachse der Scheibe angebracht wurden. 6 Abb. AufschluBreich ist Ringanhángers Vom AlfÖld-Typ gut zu erkennen. Bóna hált diese Scheibe zusammen mit einer weiteren. ohne Loch und hat oben einen verlángerten Anhángerteil. Tiszaszőlős und Mojgrad/Mojgrád ist dieser groBe Anhánger jedoch eine vereinfachte jenes mit unbekannten Fundort wurde im Jahre 1971 von V. Variante.) .rochenförmiger") Goldanhánger ans Tageslicht (Kat. nahe der Donau. Eine weitere Beigabe aus demselben Crab ist ein gepunztes und mit Durchlochungen verziertes Coldband (Kat. Dumitrescu aufgrund der .4. sehr stiIisierten Ringanhángers zu sehen ist. der zwar einen scheibenförmigen Körper mit verlángertem. die enge Parallelen darstellen. goldenen Ringanhángern.rochenförmigen" (Kat. Das in Hatvan verháltnismáBig nah zur Donau gefundene Exemplar (Kat. 7). wáhrend unten als Kontur die Darstellung eines gepunzten. Als wichtiger Hinweis auf die westlichen Beziehungen mag die Tatsache gelten. Abb. Nach Unserer Meinung aber weisen die beiden Typen eher in zwei unterschiedliche Richtungen: die coldscheibe gehört nach nien. d. 8. aus Ercsi. Erst jetzt konnten ihre beiden Teile miteinander vereinigt und so veröfÍentlicht werden.Íur eine siebenbÜrgische Fundgruppe. Doppelbuckel in Form konischer Schwellungen können auf den StÜcken vonriszaszőlős und Mojgrád ebenfalls beobachtet werden. Dieser besteht námlich aus einem Ringkörper mit verlángertem. und oberhalb derselben zwei weitere Buckel. Diese Annahme wird gestÜtzt durch einen crabfund vom Ende des . von einer pannonischen Fundstelle. lm lahre 1958 publizierte p. Die kupferzeitliche Datierung des deltoiden Objektes von Ercsi und Patay diese Scheibe unten noch umvollstándig. 10). Sie weist keine der im Karpatenbecken Üblichen getriebenen Punktreihen am Rand auf (Kat. der mit Anhángerdurchlochungen versehen wurde.oder ... Hier könnten auÍ einem Stück die doppelte Buckelverzierung der Scheiben des TheiBgebietes und die dreifache Buckeltradition Transdanubiens vereinigt sein. wáhrend der deltoide Coldanhánger nach seinen kulturelIen Merkmalen mehr ins östliche Karpatenbecken weist. Als weitere stilistische EigentÜmlichkeit kann angesehen Werden. Auf einem Mojgráder StÜck ist die Darstellung des ihren Details eher nach Pannonien. s. wodurch es in die Hochkupíerzeit der östlichen HáIíte des Karpatenbeckens eingestuft werden kann.KUPFERZEIT Abb. Diese Doppeldeutigkeit weist möglicherweise auf einen Fundort zwischen den beiden Regionen hin. 5) ist eine eigenartige Synthese der mit drei Buckeln verzierten pannonischen Coldscheiben mit den groBen.l 9. Die oben behandelten SchmuckstÜcke aus dem ost-Karpatenbecken tauchen hauptsáchlich in Schatzfunden oder als Einzelfunde auÍ. jedoch auf der Scheibe drei. und sie können wohl als symbolische Darstellung der weiblichen BrÜste interpretiert werden. Der Körper ist massiv. Aufgrund der Abnutzungsspuren ist anzunehmen. 2 vielleicht der groBe Goldanhánger Von Progar (Jugoslawien).2). Hier kam námlich ein deltoider (. Das StÜck von Tárgu Mureg/Marosvásárhely verkörpert den Üblichen Goldanhánger der Regionen östlich der Donau (Kat.1): die Goldplatte weist oben zwei Anhángerdurchlochungen und in der Mitte zwei getriebene Buckel auf. wie es im TheiBgebiet zu beobachten ist. gefertigt jedoch aus Stein. 9. daB dieser eigenartige Schmucktyp sogar in Hlinsko (Máhren) vorkommt.h. Das mittlere Loch weist symmetrisch zu beiden Seiten je eine Eintiefung auf.rochenfÓrmigen" Exemplare des Fundes von Mojgrád vorgeschlagen.. 32 .

7).Chr. Diese Beobachtung liefert Aufgrund der uns zur VeríÜgung stehenden Angaben konnen wir am ehesten an Hauben. zu Beginn des 3. Gleichzeitig konzentriert sich in leicht transportablen Prestigeobjekten geringen Cewichts aus Cold der symbolische lnhalt und die sakrale Aussage der ÍrÜhen historischen Traditionen. Der Körper des zweiten Typs ist massiver. Jahrtausendes v. 14.Abb. 33 . 10.3-4). Zu diesem Typ gehÖren die beiden Einzelfunde von oradea/Nagyvárad (Rumánien) (Kat./-2) die Ringe mit umgebogenem Ende (]ászladány: Kat' 14. die entweder als Einzelíunde (ora. dea/Nagyvárad Kat. 12. ringartige Körper.9.5. in der vor b|Ühendem wiftschaÍtlichem Hintergrund eine deutliche soziale Stratiziíierung einsetzte. der crabrfund aus Pusztaistvánháza (Kat..) vorkommen' Zu den seltenen Goldgegenstánden der Hochkupferzeit des TheiBgebietes Abb. gehören die kleinen Goldröhrchen (oradea/Nagyvárad: Kat' 11.6) weiterhin die aus coldblech geformten kegelförmigen Verzierungen (Magyarhomorog: Kat.oder Haarschmuck denken. und im allgemeinen liegen sie beidseitig des Schádels. Einen selteneren Schmucktyp der östlichen Hálfte des Karpatenbeckens ver- einen sicheren Anhaltspunkt fÜr die Rekonstruktion der ehemaligen Tracht. 1 5.1-2). Archáo|ogische Hinweise auf eine Epoche mit vergleichbarer blÜhender Wirtschaít erscheinen erst wieder wesentlich spáter. die in diesem eigenartigen Rohstofí und seiner symbolischen Bedeutung formuliert wurden.12.Coldfunde aus der Kupferzeit Pál Raczky Die kleineren Varianten der goldenen Ringanhánger kommen in der östl ichen Abb.3-4. Z-B. /_j) bzw. Diese lnhalte und Aussagen. Als gemeinsame EigentÜmlichkeit dieser kleinen Co|dplatten fállt die Darstellung der BrÜste in Form von zwei kleinen Buckeln oder Eintiefungen oberhalb des Ringes auf. mehr scheibenartig.4-6.) oder als Grabbeigaben (jászlad ány: Kat. das Loch in der Mitte ist recht klein. ln der Cestaltung des Ringes kann man zwei Typen unterscheiden. 14. doppelkonischen Perlen (oradea/Nagyvárad: Kat.5-6) und die massiven. Jahrtausendes v. am Anfang der Bronzezeit. Die kupferzeitlichen coldgegenstánde in der Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums ruíen jene frÜhe Epoche der práhistorischen Metallzeit in Erinnerung. 11. 15. 11. Die kleinen coldplatten kommen paarweise oder einzeln in den crábern vor.h. Den einen vertreten schmale. Von dieser Periode an reprásentieren cold und die frÜhen Metalle wirtschaftlichen Wohlstand und seine Tráger. Diesen Typ vertreten die sechs StÜcke aus den Grábern von Magyarhomorog (Kat.Chr. beide Exemplare aus einem crab von )ászladány (Kat. FundorI unbekannt: Kat. Hálfte des Karpatenbeckens sowohl in crábern als auch in Schatzfunden vor. 1-6) und zwei Grabbeigaben aus Tiszavalk (Kat. 11.1-3). verschwanden beinahe ohne Spuren zur Mitte des 4. 7. drei Streufunde aus Ungarn (Kat. 16). treten die kleinen Stábchen und Nadeln. d.

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3. KZ. 6. 4000 3600 v.2.3 cm.] '] Jászladány. 6' 13.63 gr i 3.1871. 3.1. Makkay 1985. Scheiben mit drci Buckclr) Lrncl Treibarbeit 1 . 5. 6-9. C. g. 233.02 cmi C. 71-75.61 . 1 7. C' 5 6. L. Nr 35.. Scheibcn mit drei Buckeln und Trcibarbcit. 1 3. lB.Kat.1. 12.00.11 cmt oradca (Nagyvárad). 4000-3600 v. 44' TaÍ.B5 cm.1 5. Karek 1960. Dm. 1.1000 3600 v.. 45. 3. Nr. Ei Mittl. Fingerringe mit iiberlappcndcr Enclurrg. Patay 1958. l-2. Makkay 19B5. 1 852. Schatzflilrd. KZ.r.58. PLlszt.Chr 3-'l' stábchen mit 4 Don]cn am Ende' L' 6.'. Nr. Teí 8. Schmalcs 'l ..1.5 cmt C.. Nr. 103.6 cm.10 4I.1939.2 cm. 2 3.-l.. gr.11. Einzclfunde. 2. l1. 38. Dm.. Taf.29 cm.52 gr 6. Mirtl. Einze|íund. 1.1000 3600 v. 1 2. L. Patav I 958.2. L' 5.61.1 1 B( MNM lrrr. 63. 45. 2. gr 2. Nr..14. 11. 11-12.Chr. 12. Taf' 5. 4.95 cm. lrrv.B1. 5. 5.:. Tordiertes stábchen (ill zwci sti]cken)' L. L.41 Br. K. DeItoider. 47.38 39. C.28 cm.70.2 cm.1828. . 1 5.1 B-20. KZ. Crabfund ? Mittl.5 cm. 3. 1.. C. 24. '1000 3600 v.q 3.37 gr. 1 l Crab 6 a. 7 B. ).27. Nr 80. FUlX]ort Llllbekannt. 45. Makkay 1 9B9. 1.3B cm.3 + 3. 5a 52. Patay 1958.. ).n1l gr. 11. Bóna 19B7. 5' stábchclr' 7. AI>b.37 gr. KZ.1 Hampel I Mittl.Chr.oatien. Nr.1900.36.'1902.25 gr. 1 95B.1. KZ. C. Taf. MNM lrrv. Abb' Obcftcil.lrir. 45.16. C. 39..1877.2. Abb.{:. Rumánien. 2. 1. 8.5 cm. 6.1 2. 12 C.72 gr Tcrrja Orlovinja (Tenye orlovinyák-puszta).23.!]7 cn]] C ] ].5..35 gr.li.59 gr.3 4.Chr. MNM lnv.. t. 18. tlzelfrrnd' l. Dfr. C.97. 7 6. MNM Plttltv 8. l. 150. 15' Taí' l6.2.1. Dnr.rochctlíormiger" B echenanhállger mi1 Punzarbcit und Doppclbuckel (in Sttickcn). und Trcibarbcit.22 Rohr L.'1897. l 2.98. rgu MLtreg (Marosv. Makkay 1989. Dcltoi. c. 2. Nr. . 10.67 cm. Dm.. Taf..6.5B cm. 1 2.:.. 0.Chr.70. 1 5| P.1B77. C.42 cm. 45' TaÍ' l6.1882. MNM lnv. Nr. Dm. 1. Dm.96. 10 15. Stál)chcn mit kLl8eli8em Kopf. '1.11.1000-3600 v. Mittl.76 eÍ' 2. Scheibcrlarlllángcr Trcibarbcit.: Mittl. Patay 1915. Taf. ll .Chr.is. 36. Bikonische Pcrlc. KZ. MNM lnv. 17.. Hatvalr-Ú] jte]ep' Bt. 10.7'B| ciab l j: :-:': C-__.6 7' 7.ingcr mit trapezoidem Obcrtcil. 97 98.Chr 6.t. 20.39 gr. Fra8mcl]t cil]es Stábchens' L. I6'lB. 55. Abb.Chr. EitlzeIfunde.. 3 4' Rillgalrhángcr mit trapezoi_ dem Obcrtcil.Chr. Sclratzfund a Mittl.38.. drei Brrckeln und mit ovaIem 4. 38 40. 5.4.. C.21 cmt C. Mittl. Rómer 1B65a. '+000 3600 v.C. '.Chr. EitlzcJfrrtlc]' 897. 54.92 em. C.a : .46 2. Nr 30.rochenÍörmiger'' Blcchcnanlrángcr (in Zwei C. 9'1.7 cfi. 9.77 C.28 gr.irlrcly).3. 1 . 6... 23.6..1 2. Rumál]icn. 4. KZ. J.45 cm. Rómer l865.. C. Fettich I 953. C. 2. KZ.92 gr. MNM lnv. 4000-3600 v.1 3 Hantpel 1896. 39. Rittganhánger mit rccl]tWink ligem Obcncil. MNM lnv.: TaÍ'l7.1.Chr MNM lnr'. Tá MNM lnv. Bóna l9B7.93 I 2. KZ. .78.1896. 1. l-3. C' 1. Patay C. L.\ j:. BJcc|]balrd mit Löchern und Trcibarbcit (ilr drci Stücken)' L. Dm. 1 3.ler.89. KZ.1-6. 2. 93. 4000 3600 v. KZ.]istvállháZa. Ovalc Schcrbe mit drci BLrckeln Mittl.55 cm.7:3. Abb. l0. MNM lnv. 10.16.70 stÚckclr)' Br' 15. 2. MNM lnv.26 cm. L. c rab'1. C. 32. 1 . l1. 4 5. 1 7. 4000 3600 v. Minl. Einzelfund 3. 81. 2. Makkay 1976. Ringanhiingcr nrit quadratis clrem Oberteil.3. 27.283. 10. L. 56. 58. Taí. Ringanhán8er mit trapezoiclcm obcrteil.05 gr. 371.6.B5 g[ Patay 195B. 1. 30. 0. 22 29' Abb' 23. Mittl.6 cm. 1 0. C. 2 4: Crab 1 6. 1 Fettich 1953. uncl TrciLlarbcit (in Zwei StÜcken). 68.12 cm. Fundoft unbekannt. '1 Bt. EinzelÍundc arrs dcr SammIung von M. 89.. Scheibcn mit drei Buckcln C. L. Abb. Bóna 1987.6 gr. 2.4 + 4. 1O'11. stábchcn mit Schcibc am Ende und mit 4 Dorllcll' L' 5. 25.. 4000-3600 v.2. 2.1. 39-12. 1-4. Nr 36. Taf.Chr. Nr. Makkay l9B5..1 g. Csáford (Zalaszcntgrót). 63. FLilrdort unbckanf t. C. Rinjl.66 gr.83 sr Ercsi.'1. Abb. Dm. Ft]lldort Lll]bckirnnt... '1000-3600 v... larrkovich. Taí.55. :. 20.pJérz'eit. KZ. Spiralc. I 958. Abb.Kú. IB65a 75-76. 1. 9B. a1.72. 58.189. Minl.

19. Schatzfund im CeÍáss. Dm. 1. HálÍte des 2.6-1.9 cm. Dm. 1. 4: Crab 47. Mittl. BZ.259. Taf. Nt. wChr Kctlesd-Hangospuszta. Tiszavalk Tetes.9 cm.8. Einz€lfunde. Abb.4-3. 2. 4000-3600 v. Kovács 1994. BZ. l9 23.53 8r 1'2: crab 37.8 cm.1874. Dm.. Fingerring. 1-s. 0. 4. MNM lnv.1. 3. Mozsolics l958. Dm. Dm. 65. HálÍte des 2.50-51. 72. Jahnausends v.. 63. Lockenringe. 193. L. Dm-1. ]ahrtausends v. 1. L.. 74. Dm.6 cm.5 zusammenhángende H. 1.2-2. 1. 253. 3.7 cm. 2O.7 cm.8. Taí. Abb. 44. C.2' 1-9. Mittl. o. 1883.15. Abb.4 cm. Mittl. MNM lnv Nr 50. L. Tiszasüly.. 1. Jahrtausends. BZ. 18 innen hohle Lockenringe. Jahrtausends vChn . 5iebenbürgen.Chr. Nr 238. 1.93. Tonkrüglein 22. 21. KZ.35| 1 . Taf. silberncí CriÍÍplattendolch. Ringanhánger mit wappenÍörmigem oberteil.. 64. Nr 201. 0. 7: Crab 59 Magyarhomorog_Kónyadomb.2 cm. 2.5-4. 203. Fundort unbekannt. Dm. Jahrtausends v.17 gt.B2 Cm. 207.1 Mozsolícs 1 967.1 cm.94. FÚndoil Unbekannt.4. Einzelfunde 2. 4. 1.5-6: Crab 54. 227-228. 24. v. 2. Patay 1978. Kengyel. C.1896. v. Patay 1976. Blronzezeit 1992. Schatzfund.6 cm.91 cm.Chr MNM lnv.4. AnÍang des 2. Bronzezeit 1992. MNM lnv. MNM lnv Nr.Chr.1890. Kette aus 50 Perlen. Bz. 1-2. C. Abb. Nt.39-4.. 255. 1-2. Dm. Bóna l9B7' 69. lnnen hohler verzierter Lockenring..9.5. 203. 5. Fundort unbekannt. 1 ..8 cm.2 cn.2. 2. Jahrtausends. B innen hohle Lockenringe. Taf.1871. 7. 29 Mozsolics 1 958. 4000-3600 vChr 'l 6' 1 _2' Ringanhánger mit wappeniörmigem oberteil. SchatzÍund.60. 1-2 Patay 1966. C. Kovács l976.37 BÍ. 2 veEierte Lockenringe. Mitte des 2.95 gr' 'l. 2 hezÍöífrige Blechanhánger. KZ. Mittl.. 45. schatzfund. 17.Chr. 19.88 gr 4.19. 8. Ringanhánger mit wappenförmi8em oberteil. l -2. Konischer Schmuck aus Blech.8. 'l. 5. 0. Abb. Mittl. MNM lnv. 113. t-B. Dm. L. Ringanhánger mit wappenfórmigem oberteil.Chr.Chn MNM lnv. Abb. 2.3.10-11. 36.29. 5chatzÍund. 2.-l. Mitte des 2.16. 1.2.82 g| 5-6.2 cm. 1. Szelevény Menyasszonypart. t.. L..2 cm. 64. BZ.1886. Abb.2. 6l.2l-22. Mitte des 2. Mitte des 2. Mittl.1'9.38. 2. l-7.4 cm.7 5. C. Ringanhán8er mit wappenÍörmigem oberteil.1.1 . Bronzezeit 1 992. 34-. 257.. vChr MNM lnv. 3.. Kette aus 44 lockenringen. Crab 9.6. Jahrtausends.1927.9 cm. Jahrtauserrds. 1. C. Tompa 1928a.. 188. Mittl. Massiver Lockenring.1.4-1.3B2.0.9 cm. -t-2. Hálfte des 2. . L. 18. 37. 17. MNM lnv. 'l. 22. 8.. Nr 3. 1. Dm. Nagyberki_Berkipuszta. Mittl. 20. L. l90. B ihnen hohle Lockenringc. 1 L. BZ. Nn 57. Kat. Nr. 73. 5 massive Lockenringe. 2. Mittl. 3| Crcb 34 odeÍ 36. Einzelfund. 2.2 cm. Abb. Mittl. 18. MNM ln9v. Bz. 1O5. Nr 65.2.5. Bz.

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