You are on page 1of 24

Salzburger Lesescreening 5-8

Michaela Auer, Gabriele Gruber, Heinz Mayringer & Heinz Wimmer

Handbuch

Kontakt MMag.Dr. Heinz Mayringer E-Mail:heinz.mayringer@salzburgresearch.at

6 7.7 Normierungsstichprobe Normierungszeitpunkte Vergleichbarkeit der Parallelformen Geschlechtsunterschied Fremde Muttersprache Berechnung der Normwerte Lesequotient 1 3 3 4 4 5 6 6 6 6 7 7 7 8 9 11 12 12 14 15 18 8 VERGLEICHBARKEIT MIT PISA-STUDIE 9 LITERATURVERZEICHNIS 10 DURCHFÜHRUNG 11 INSTRUKTION 12 AUSWERTUNG 13 ABSICHERUNG UND INTERPRETATION 14 NORMTABELLEN .3 7.2 7.4 7.1 7.5 7.INHALTSVERZEICHNIS 1 KURZDARSTELLUNG 2 BASALE LESEFERTIGKEIT 3 LESESCHWÄCHE 4 TESTAUFBAU 5 ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN 6 TESTGÜTE 7 NORMIERUNG 7.

Mit den unterschiedlichen Satzversionen kann der Test auch in kurzen Abständen wiederholt werden (z.Salzburger Lesescreening 5-8 1 1 KURZDARSTELLUNG Messgegenstand Das Salzburger Lesescreening 5-8 misst die basale Lesefertigkeit. ob die Aussage des Satzes wahr oder falsch ist. 7. Testmethode Die Schüler/innen lesen leise eine Liste inhaltlich sehr einfacher Sätze. Für jeden dieser Zeitpunkte gibt es sowohl eine Gesamtnormierung als auch eine separate Normierung für Hauptschulen einerseits und Allgemeinbildende Höhere Schulen andererseits. Da für alle Schulstufen dasselbe Satzmaterial verwendet wird. Normen Für die ermittelte Anzahl korrekt bearbeiteter Sätze kann aus der Normtabelle der Lesequotient (LQ) direkt abgelesen werden. hinsichtlich der Leseanforderungen vergleichbaren Sätzen vor. Am Ende jedes Satzes muss markiert werden. Eine Normierung liegt jeweils für das Schuljahresende der 5.B. der Entwicklungsvorsprung begabter Grundschüler/innen ermittelt werden. Bei Schüler/inne/n der Sekundarstufe ist die Lesegeschwindigkeit der wichtigste Indikator zur Beurteilung der basalen Lesefertigkeit. Testversionen Es liegen zwei Versionen mit unterschiedlichen. Jede der beiden Satzversionen gibt es in zwei Varianten mit leicht unterschiedlicher Reihenfolge der Sätze.. ohne dass ein Abschreiben vom Nachbarn möglich ist. Schulstufe bzw. Unter Verwendung der beiden Abfolgevarianten kann in der gesamten Klasse dieselbe Satzversion verwendet werden. Aufgrund der besonderen Differenzierungseigenschaften des Verfahrens kann unter Verwendung der vorliegenden Normen auch der Entwicklungsrückstand schwacher Leser/innen in höheren als der 8. Die Auswertung anhand von Schablonen dauert rund 1 min pro Schüler/in. kann ein Rückstand oder Vorsprung der Lesefertigkeit auch in Entwicklungsjahren ausgedrückt werden. 6. zur Absicherung der Ergebnisse oder zur Überprüfung der Wirkung von Fördermaßnahmen). Durchführung Das Screening kann mit allen Schüler/inne/n einer Klasse gleichzeitig durchgeführt werden und beansprucht einschließlich dem Austeilen und Einsammeln der Testbögen sowie der Instruktion rund 10 min.. Schulstufe vor. und 8. Als Rohwert der Leistungsbeurteilung wird die Anzahl der in 3 min korrekt bearbeiteten Sätze herangezogen. .

98. Das Verfahren differenziert von der 5. Die basale Lesefertigkeit hat also einen wesentlichen Anteil an der Kompetenz im sinnerfassenden Textlesen. Bezug zu PISA In der internationalen PISA-Studie wird im Abstand von 3 Jahren die Lesekompetenz von Schüler/inne/n aus rund 25 Ländern gemessen und verglichen.66 mit dem sinnerfassenden Textlesen. Schulstufe jeweils über den gesamten Leistungsbereich ohne Einschränkungen (keine Boden. .89 (Paralleltestreliabilität).ist . Der Test hat eine hohe Konsistenz (93% der Sätze haben Trennschärfen zwischen . Das Ergebnis dieses Vergleichs spricht dafür. Dieser korreliert . dass die ermittelten Normdaten die tatsächliche Lesefertigkeit österreichischer und deutscher Schüler/innen recht gut abbildet.Salzburger Lesescreening 5-8 2 Testgüte Die Verlässlichkeit des Testverfahrens beträgt .oder Deckeneffekte). Anhand von PISA-Daten wurde auch die Repräsentativität der aktuellen Normierungsstichprobe abgeschätzt. Gemessen wird in PISA das Textleseverständnis.80 und . Sowohl hinsichtlich Qualität und Umfang der Testaufgaben als auch hinsichtlich der Repräsentativität der Stichproben wird dabei ein sehr hoher Maßstab angelegt.78. bis 8. In PISA-Österreich wurde zur Erfassung der basalen Lesefertigkeit zusätzlich ein dem vorliegenden Verfahren analoger Satzlesetest eingesetzt. die geringste Trennschärfe beträgt . Die Gültigkeit (Validität) . Im Durchschnitt wird weniger als 1 Satz unzureichend bearbeitet (Bearbeitungsfehler und Auslassungen zusammengefasst).67).gemessen am lauten Lesen von Texten .

indem man liest. zumeist aber nur einmal und für recht kurze Zeit (200 bis 300 ms).lesen wird geübt. schnelle und mühelose Lesen. . dass der Test mit allen Schüler/inne/n einer Klasse gleichzeitig durchgeführt werden kann. Als hochautomatisierte Fertigkeit ist das Lesen übungsabhängig. Die kognitionspsychologische Leseforschung hat als zentrale Komponente dieser Lesefertigkeit das Wortlesen identifiziert. eine Liste inhaltlich einfacher Sätze möglichst schnell zu lesen und den Wahrheitswert jedes Satzes zu beurteilen. Da die Sätze besonders sorgfältig auf das Wissen der Schüler/innen abgestimmt wurden.bis dreimal so lange sind wie bei durchschnittlichen Leser/inne/n. Dabei geht es nicht um Textverständnis. Diese auffälligen Augenbewegungen haben in der Regel nicht mit mangelnder Sehschärfe oder einer beeinträchtigten Steuerung der Augenbewegungen zu tun. An dieser Stelle soll kurz auf die Ursachen von Schwächen in der basalen Lesefertigkeit eingegangen werden. ist die Lesegeschwindigkeit. sondern mit mangelnder basaler Wortlesefertigkeit. dass die Vorwärtssprünge der Augen länger werden und die Fixationszeiten kürzer. Einzelwörtern und sinnfreien Wortkonstruktionen (z. die recht gut Auskunft über die technische Lesefertigkeit gibt. sondern weil der Textinhalt Interesse findet. 3 LESESCHWÄCHE Eine Schwäche der basalen Wortlesefertigkeit kann die Schullaufbahn und die Bildungsentwicklung der Betroffenen gravierend beeinträchtigen. Manche Kinder haben bei der Automatisierung der basalen Lesefertigkeit massive Probleme. Die Entwicklung der Wortlesefertigkeit erkennt man unter anderem daran. Mit Ausnahme der ganz kurzen Wörter wird nahezu jedes Wort fixiert. hervorzuheben. wenn man die Augenbewegungen guter Leser/innen beim Lesen eines einfachen Textes mit einer Blickbewegungskamera erfasst. Wie beim Erwerb der gesprochenen Sprache auch. "Schropf").Salzburger Lesescreening 5-8 3 2 BASALE LESEFERTIGKEIT Mit dem vorliegenden Screeningverfahren werden Unterschiede in der basalen Lesefertigkeit erhoben. Dies zeigt. Die Bedeutung des kompetenten Wortlesens wird erkennbar. Schüler/innen mit einer Leseschwäche zeigen im Durchschnitt auch keine Intelligenzbeeinträchtigung. Eine im Alltag einfach zu messende Größe. Ganze Schriftwörter oder häufig vorkommende Wortteile werden als eigenständige Einheiten abgespeichert und dann gewissermaßen auf einen Blick erkannt. und im günstigen Fall liest ein/e Schüler/in nicht um der Übung willen. das an Sprachkompetenz und Wissensvoraussetzungen gebunden ist. sondern um den technischen Aspekt des Lesen. besteht das Üben in erster Linie im Gebrauch der Fertigkeit selbst . sondern auch bei Wortlisten. Schwache Leser/innen fixieren viele Wörter mehrfach und diese Fixationen dauern wesentlich länger als jene guter Leser/innen. Das vorliegende Screeningverfahren kann einen Beitrag zur Erkennung einer Leseschwäche leisten. dass die Leseschwäche nicht von inhaltlichen Verständnisproblemen herrührt. Darunter versteht man das fehlerfreie. Das vorliegende Testverfahren erhebt die Lesegeschwindigkeit an einer natürlichen Leseanforderung: dem Lesen von Sätzen. Ohne fehlerfreies und müheloses Lesen der Wörter ist die weitere inhaltliche Verarbeitung eines Textes beeinträchtigt. Die meisten Kinder erlernen durch den lautorientierten Leseunterricht der Grundschule das Lesen ohne Probleme. Die geringe Lesegeschwindigkeit zeigt sich nicht nur bei Texten. Die Vorwärtsbewegungen der Augen bleiben kurz und die Fixationszeiten bleiben lang. sodass in Summe die Lesezeiten oft zwei. Der Test verlangt. bereitet die inhaltliche Beurteilung der Sätze keine Probleme und der Test misst daher recht gut die Lesegeschwindigkeit. Beherrscht ein Kind das selbständige Erlesen neuer Wörter und macht es davon Gebrauch. da zu viel Zeit und Anstrengung für das Erlesen der Wörter verwendet werden muss.B. schreitet die weitere Entwicklung der Lesefertigkeit rasch voran. Unter dem Gesichtspunkt der Ökonomie sind die Bearbeitungsdauer von nur 3 min sowie der Umstand.

in besonders ökonomischer Weise die Lesefertigkeit der Schü- 4 TESTAUFBAU Die Schüler/innen lesen eine Liste inhaltlich sehr einfacher Sätze (z. Einen guten Überblick über den aktuellen Forschungsstand (2003). 5 ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN Die für die Praxis wichtigste Anwendungsmöglichkeit des Testverfahrens besteht darin. dass eine biologisch fundierte Störung im Bereich der Sprache und hier speziell im Bereich der phonologischen Verarbeitung für die Leseschwäche verantwortlich ist. Schulstufe eingesetzt werden. Für die Diagnose einer Leseschwäche ist das Screening alleine noch nicht ausreichend.Salzburger Lesescreening 5-8 4 Die Ursachen massiver Probleme bei der Automatisierung der basalen Wortlesefertigkeit ist noch nicht vollständig geklärt.damit wird die Aufmerksamkeit hoch gehalten. Aufgrund dieser besonderen Differenzierungseigenschaften kann das Verfahren auch für begabte Leser/innen der Grundschule sowie für Schüler/innen in höheren als der 8. Obwohl für alle vier Schulstufen. dass eine Leseschwäche mit phonologischen Defiziten (z. Die vorherrschende Lehrmeinung ist. Schlampiges Lesen der Sätze in Verbindung mit Raten wird durch eine unüblich hohe Anzahl an Bearbeitungsfehlern sofort auffällig. Um die Gefahr von Fehlern durch Fortführen eines Verhaltens (Perseverationsfehler) nicht zu erhöhen. Für alle vier Schulstufen wird dasselbe Testmaterial verwendet. dann können die Ergebnisse zwischen diesen Schüler/innen . für die das Verfahren normiert wurde. So ist eine relativ hohe Erblichkeit nachgewiesen. Die beiden Abfolgevarianten erlauben es. hinsichtlich der Leseanforderung aber vergleichbaren Sätzen vor (Form A. Dazu können die Testergebnisse der Schüler/innen einfach arithmetisch gemittelt werden. "Der Löwenzahn ist eine fleischfressende Pflanze“). Dadurch kann ein Leistungsvorsprung oder -rückstand auch in Entwicklungsjahren ausgedrückt werden.B. folgen höchstens vier wahre Sätze bzw. differenziert der Test in jeder Schulstufe und dort jeweils in jedem Leistungsbereich sehr gut. Werden dabei mehrere Schüler/innen derselben Schulstufe getestet. ohne dass das Abschreiben vom Sitznachbarn möglich ist. Darüber hinaus gibt es starke Hinweise darauf. zur Lese-Rechtschreibentwicklung geben Klicpera. ob die Aussage des Satzes wahr oder falsch ist. Schabmann und Gasteiger-Klicpera Das Testverfahren liegt in zwei Versionen mit unterschiedlichen. Probleme beim Heraushören einzelner Laute in Wörtern) einhergeht. Mit dem Testverfahren kann auch der Leistungsstand einer ganzen Klasse ermittelt werden. Die Untersuchung der Gehirnaktivität beim Lesen zeigt auch eine auffällig geringe Aktivität in spezifischen Gehirnarealen der sprachdominanten linken Hemisphäre im Übergang von den höheren visuellen zu den sprachlichen Arealen.B. vier falsche Sätze unmittelbar aufeinander. Form B). dasselbe Lesematerial zum Einsatz kommt. Für jede der beiden Satzversionen wurden zwei Varianten mit geringfügig unterschiedlicher Reihenfolge der Sätze erstellt. ler/innen einer Klasse zu ermitteln. Der Rohwert des Testergebnisses ist die Anzahl der in 3 min richtig beurteilten Sätze. Die Abfolge von wahren und falschen Sätzen ist zufällig . Am Ende jedes Satzes markieren sie. Die beiden Satzversionen ermöglichen es. das Verfahren in einem kurzen zeitlichen Abstand zu wiederholen etwa um die Verlässlichkeit einer ersten Testung zu überprüfen oder um den Effekt von Fördermaßnahmen zu erfassen. jedoch sind starke Hinweise auf eine biologische Verursachung gegeben. Zur weiteren Abklärung eines schwachen Testergebnisses sollte eine differenzierte. dieselbe Satzversion bei allen Schüler/inne/n einer Klasse anzuwenden. individuelle Beurteilung der Lesefertigkeit durch besonders geschulte Psychologen oder Pädagogen vorgenommen werden.

das Vorzeichen zeigt nur die Richtung des Zusammenhanges an. Unter Einbeziehung der Normen der 5.1%) eine Trennschärfe unter . der Rückstand in der Lesefertigkeit abgeschätzt werden. der angibt. wie gut ein Satz zu den übrigen Sätzen passt. Die Schüler/innen mussten durch Drücken einer Taste angeben. Die Verlässlichkeit des Screenings (Reliabilität) wurde mit der Paralleltest-Methode geprüft. Schulstufe. Dass Fehler und Auslassungen kaum vorkamen.09 Sätze ausgelassen. Hiermit ist 6 TESTGÜTE Das vorliegende Testverfahren misst die basale Lesefertigkeit anhand der innerhalb von 3 min korrekt bearbeiteten Sätze. Da die Schüler/innen im Durchschnitt nur sehr wenige Beurteilungsfehler und Auslassungen zeigen.im vorliegenden Fall jeder einzelne . dass die Einzelaufgaben eines Tests . In jeder der beiden Formen wurden die Sätze dann nach aufsteigender durchschnittlicher Bearbeitungszeit sortiert.5 und 0. wurden die Korrelationen separat für jede Schulstufe bestimmt und dann gemittelt. Dazu haben die Schüler/innen beide Satzversionen des Tests unmittelbar hintereinander bearbeitet. Satz . Die 140 Sätze wurden dann nach der durchschnittlichen Bearbeitungszeit auf die beiden Satzversionen aufgeteilt. dass der relative Testerfolg. Dies erscheint angemessener. Dieser Wert ist sehr zufriedenstellend. Voraussetzung dafür ist aber. Die Zeit vom Erscheinen des Satzes am Monitor bis zum Tastendruck wurde durch eine Software gemessen und für jeden Satz automatisch protokolliert. wobei Sätze mit ähnlicher Bearbeitungszeit jeweils gleichmäßig auf die Form A und die Form B verteilt wurden. ist die Trennschärfe.statistisch auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden. Jener Kennwert. Die Trennschärfe aller Sätze liegt zwischen . Für Forschungszwecke können die Testrohwerte des Verfahrens als ein valides und verlässliches Maß der basalen Lesefertigkeit herangezogen werden.in der Testtheorie spricht man von hoher Konsistenz. dass nicht von unerwünschten Strategien der Schüler/innen auszugehen ist. spricht somit auch für eine sorgfältige Arbeitsweise der Schüler/innen. 8. Die geringe Anzahl an falsch markierten oder ausgelassenen Sätzen weist auch darauf hin. dass der Test sehr homogen ist .98. Zu diesem Zweck wurden die Sätze einzeln auf einem Computermonitor präsentiert. ob die Aussage des Satzes wahr oder falsch ist. So wäre etwa denkbar. Dabei wird die Bearbeitungszeit des betreffenden Satzes mit der durchschnittlichen Bearbeitungszeit aller übrigen Sätze korreliert. An dieser Untersuchung nahmen 42 Schüler/innen teil jeweils die Hälfte standen am Beginn der 6. Dies bedeutet. Um die Reliabilität nicht aufgrund des Alterstrends der Lesefertigkeit zu überschätzen. Eine hohe Verlässlichkeit des Verfahrens drückt sich hier darin aus. dem in der anderen Satzversion erreichten relativen Testerfolg sehr ähnlich ist.80 aufweisen. dass die Schüler/innen bei der inhaltlichen Beurteilung der Sätze keine Schwierigkeiten haben.89. Im Zuge der Entwicklung des Lesematerials wurde auch eine sogenannte Itemanalyse durchgeführt.67 und .6 und in jeder Schulstufe wurden durchschnittlich weniger als 0. Der Mittelwert für die Anzahl falsch markierter Sätze liegt in den vier Schulstufen zwischen 0. Darunter versteht man. als die Anzahl aller bearbeiteten Sätze heranzuziehen. Über alle Schulstufen zusammengenommen machten 99% der Schüler/innen höchstens drei Fehler und ließen 99% der Schüler/innen höchstens einen einzigen Satz aus. Schulstufe kann bei begabten Grundschüler/inne/n aber auch der Vorsprung und bei Schüler/innen in höheren Schulstufen als der 8. wobei nur 10 Sätze (7. dass manche Schüler/innen eher raten als die Sätze gründlich zu lesen.Salzburger Lesescreening 5-8 5 verglichen werden. den ein/e Schüler/in in der einen Satzversion erreicht. bzw. Der Korrelationskoeffizient als statistisches Maß kann einen Betrag von 0 bis 1 annehmen . Ein zweites wichtiges Gütekriterium eines Messinstrumentes ist seine Gültigkeit (Validität). bis 8. Die Reliabilität des Verfahrens beträgt demnach . Bei einer solchen Vorgangsweise würde auch die Anzahl korrekt bearbeiteter Sätze nichts über die basale Lesefertigkeit aussagen. bereitet die inhaltliche Beurteilung der Sätze im Regelfall keine Probleme.

6 Sätze.6 korrekt bearbeitete Sätze mehr als in der Version B. schnell und richtig lesen müssen. 7. In diesem Fall ermöglicht das Verfahren zwischen den betreffenden Probanden sogar überhaupt keine Unterscheidung mehr. D. Schulstufe waren 12 korrekt bearbeitete Sätze. daraus ergeben. Dieses Maß wurde dann mit dem Ergebnis im Lesescreening korreliert.1 NORMIERUNGSSTICHPROBE Zur Normierung des Lesescreenings wurden Testungen im Bundesland Salzburg und in Bayern durchgeführt. Entsprechend der Bevölkerungsverteilung wurden in städtischen Regionen mehr Schüler/innen getestet als in Landregionen. In der 5. In diesem Zusammenhang ist das bereits erwähnte Ergebnis wichtig.2 NORMIERUNGSZEITPUNKTE Das Testverfahren ist für vier Schulstufen der Sekundarschule normiert. Schulstufe nur 2 von 850 Schüler/inne/n den maximalen Wert von 70 Sätzen. Es wurden Hauptschulen. Für jede der beiden Satzversionen wurde auch der Einfluss der unterschiedlichen Satzabfolge geprüft. Also auch sehr gute Leistungen werden differenziert erfasst. Daraus ergibt sich eine Validität von . Im Gegensatz dazu differenziert das vorliegende Verfahren in jeder der vier Schulstufen uneingeschränkt über den gesamten Leistungsbereich. ob tatsächlich das gemessen wird. Für jede der vier Schulstufen basiert die Normierung auf Stichproben zwischen 714 und 850 Schüler/inne/n.3 VERGLEICHBARKEIT DER PARALLELFORMEN Die Vergleichbarkeit der Parallelformen des Lesescreenings wurde anhand der Daten aus der Normierungsstichprobe geprüft. 7. die beiden Testformen mit unterschiedlichen Sätzen sind hinsichtlich der Schwierigkeit praktisch ident. Schulstufe werden noch gut voneinander unterschieden. Leistungsunterschiede nur mehr eingeschränkt abzubilden.ausgedrückt in Wörtern/min ermittelt. dass die Schüler/innen keine Schwierigkeiten bei der inhaltlichen Beurteilung der Sätze haben. Aus der zum Lesen von zwei Texten benötigten Zeit wurde ein gemeinsamer Wert .h. Die separate Normierung von Parallelformen ist somit nicht erforderlich. Dieser Wert ist ebenfalls recht zufriedenstellend. Über die beiden Satzversionen gemittelt unterschieden sich die Abfolgevarianten ebenfalls um nur 0. Das schwächste Ergebnis unter den Schüler/inne/n der 5.. Zur weiteren Überprüfung der Validität wurde das laute Lesen als Maßstab herangezogen.78. so darf es weder bei sehr guten noch bei sehr schlechten Leistungen dazu tendieren. auch schwache Schüler/innen der 5. Zum einen erfasst das Testverfahren ganz offensichtlich die technische Lesefertigkeit (Augenscheinsvalidität). Umgekehrt erreichten selbst in der 8. Schulstufe erfolgte die Erhebung der Normierungsdaten jeweils in den Monaten Mai und Juni. Für die Ermittlung der Normwerte wurden ausschließlich Testergebnisse von Schüler/inne/n mit Muttersprache Deutsch herangezogen. und 8.B. 7. Soll ein Verfahren zur Leistungsbeurteilung breit eingesetzt werden. In der Satzversion A erreichten die Schüler/innen im Durchschnitt um 0. Eine solche Beeinträchtigung der Messeigenschaften kann sich z.. Neben den Gütekriterien Reliabilität und Validität ist bei einem Testverfahren auch die Frage von besonderer Bedeutung. Realschulen und Gymnasien jeweils in städtischen und ländlichen Regionen ausgewählt.h. 6. Die Gesamtstichprobe verteilte sich auf 17 Schulen. dass eine größere Anzahl an Probanden den maximalen Punktwert erreicht (Deckeneffekt). also gegen Ende des Schuljahres. in welchem Ausprägungsbereich des zu messenden Merkmals das Verfahren gut differenziert. d. . was gemessen werden soll.Salzburger Lesescreening 5-8 6 gemeint. da Schüler/innen 7 NORMIERUNG 7.

Hierbei wurde zunächst in jeder Schulstufe für jede Schultyp-Gruppe in jedem Land ein Mittelwert für die weiblichen und ein Mittelwert für die männlichen Schüler berechnet. Deutschland) und Schultyp (Gymnasium. Dieser Unterschied ist für Screeningzwecke vernachlässigbar gering. aufgrund theoretischer Überlegungen gewünschten Verhältnissen wurden rechnerisch ausgeglichen. müssten die Leistungen von Schüler/inne/n mit vergleichbarer Muttersprache als Bezugsrahmen herangezogen werden.5 Sätze schlechter ab als die Schüler/innen derselben Schulstufe und Muttersprache Deutsch. Es erfolgte keine separate Berechnung von Normwerten für Mädchen und Buben. die sich hinsichtlich der für die Messung relevanten Merkmale ausreichend homogen darstellt. Hauptschule/Realschule) herangezogen. dass Buben häufiger von Leseschwäche betroffen sind als Mädchen und auch im Durchschnitt etwas schwächer lesen. Von der Gesamtnorm weichen Mädchen einen Satz nach oben und Buben einen Satz nach unten ab. wie die Leseleistung relativ zu gegebenen genetischen. weil dies nur innerhalb einer Population sinnvoll ist. gere Sprachkompetenz im Deutschen verfügen. Damit wird erreicht. Zum anderen ist es nicht Zielsetzung eines Screeningverfahrens. Soll der auf Lesebegabung und -übung beruhende Leseentwicklungsstand beurteilt werden. In den Erhebungen zur Normierung des Lesescreenings wurde auch eine größere Anzahl von Schüler/inne/n mit einer anderen Muttersprache als Deutsch getestet. dass bei ungleicher Anzahl von weiblichen und männlichen Schülern der Normwert nicht verzerrt ist. schulischen oder sozialen Voraussetzungen ausfällt.Salzburger Lesescreening 5-8 7 7. Im nächsten Schritt wurde dann in jeder Schulstufe für jede Schultyp-Gruppe der so entstandene Mittelwert für Österreich und der Mittelwert für Deutschland gemittelt. Von der Berechnung eigener Normwerte wurde Abstand genommen. Anders als bei den vorgenannten Einflussgrößen ist hier der Niederschlag im Testergebnis aber unerwünscht. dass die Leistungen in Österreich und jene in Deutschland mit . die eine dem Deutschen recht unterschiedliche Phonologie aufweist oder deren Orthographie auf einer anderen und in anderem Ausmaß verlässlichen Buchstabe-LautZuordnung beruht. Das ist für die Gruppe der Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch in Hinblick auf das vorliegende Testverfahren nicht der Fall. sondern darum zu beurteilen.5 FREMDE MUTTERSPRACHE Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch können im vorliegenden Lesescreening hinsichtlich der kognitiven Voraussetzungen in zweifacher Hinsicht benachteiligt sein. 7. In diesem Fall kann entweder die allgemeine Sprachentwicklung oder nur die Leseentwicklung etwas erschwert werden. Eine zweite mögliche Benachteiligung rührt da her. Die Auswirkungen betreffen die basale Lesefertigkeit und werden vom Testverfahren zu Recht mit erfasst. Dies bedeutet. Diese beiden Mittelwerte wurden dann neuerlich gemittelt. Zum einen können sie eine Muttersprache haben. In der vorliegenden Normierungsstichprobe konnten im Mittel über alle Schulstufen die Mädchen in der vorgegebenen Zeit rund zwei Sätze mehr korrekt bearbeiten als die Buben.4 GESCHLECHTSUNTERSCHIED Die Mehrheit der Leseforscher gehen davon aus. Dieser Fall wird aber durch die Anzahl fehlerhaft bearbeiteter oder ausgelassener Sätze leicht erkennbar. ob eine dem Alter entsprechende Lesefertigkeit vorliegt. aus den Testergebnissen unmittelbar Rückschlüsse auf die Ursachen für gute oder schlechte Leseleistungen zu ziehen. Abweichungen der Häufigkeiten in den Stichproben von den tatsächlichen bzw. dass Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch in Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer im deutschsprachigen Raum sowie einer Reihe weiterer Faktoren unter Umständen über eine gerin- 7. wurden die Schichtungsmerkmale Geschlecht. Es geht hier weniger darum. weil ein vom Lesen unabhängiges Verständnisproblem das Testergebnis beeinträchtigt.6 BERECHNUNG DER NORMWERTE Um mit den Normen die Verhältnisse in den Grundgesamtheiten möglichst gut abzubilden. Land (Österreich. Vor allem ein deutlich unter der Altersnorm liegender Wortschatz kann zu einem schlechteren Testergebnis führen. Diese schnitten rund 5.

Werden diese Berechnungen für jeden Testwert einer Stichprobe durchgeführt.und Realschüler/innen zur Anzahl der Gymnasiast/inn/en ungefähr 7:3. so ergibt sich für die dann standardisierten Messwerte Dichtefunktion und Prozentränge bei normalverteiltem Lesequotienten Auftretenswahrscheinlichkeit 55 < 1% 70 85 100 115 130 145 Lesequotient 2% 16% 50% 84% 98% > 99% der Schüler/innen . Ein bestimmter Differenzwert sagt aber noch nicht viel darüber aus.7 LESEQUOTIENT Die Beurteilung der Testergebnisse relativ zur statistischen Norm erfolgt anhand des Lesequotienten (LQ).und Realschulen mit einem Gewicht von 0. sche Mittel der Testrohwerte in der Normierungsstichprobe abgezogen. indem der Mittelwert der Haupt. Eine Möglichkeit. ein/e Schüler/in mit fünf Sätzen unter dem Mittelwert weniger auffällig. In beiden Ländern verhält sich die Anzahl der Haupt. Für die Berechnung der über die Schultypen hinausgehenden Gesamtnorm wurden die Mittelwerte für die Schultypen entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen gewichtet. 1 weichung dividiert. ist die Berücksichtigung der Streuung der Messwerte um den Mittelwert.7 und der Mittelwert der Gymnasien mit einem Gewicht von 0. Die Standardabweichung gibt Auskunft über die Entfernung der einzelnen Messwerte vom Mittelwert. wenn viele Schüler/innen mehr als zehn Sätze unter dem Mittelwert liegen als wenn nur ganz wenige Schüler/innen mehr als fünf Sätze unter dem Mittelwert abschnitten. wie gut eine Leistung relativ zum gesamten Leistungsspektrum in der Stichprobe ist.B.3 addiert wurden. wie weit die gemessene Lesefertigkeit vom Durchschnitt der Normierungsstichprobe abweicht. das anzeigt. Dieser drückt aus. wird deshalb die Abweichung eines Testwertes vom Mittelwert durch die Standardab- 7.Salzburger Lesescreening 5-8 8 gleichem Gewicht den Normwert bestimmen. Um ein Maß zu erhalten. wie die Leistung zu beurteilen ist. So ist z. Bei der Berechnung des LQ wird von einem Testrohwert zunächst das arithmetiAbb. Dem gemäß wurde der Gesamtmittelwert bestimmt. ein solches Urteil zu erhalten.

der niedriger oder gleich hoch ist. dass LQ-Werte an den Rändern der Leistungsverteilung weniger für Stichprobeneffekte anfällig sind als Prozentränge. wurde für den LQ dieselbe Skalierung verwendet. 1 zeigt. Obwohl der Prozentrang etwas anschaulicher ist als der LQ-Wert. Untersucht wird die Lese- . Werden reale Leistungsmessungen an Stichproben durchgeführt. Diese wenigen Schüler/innen können in der einen Stichprobe etwas besser sein. dass Stichproben immer eine endliche Größe haben und zum geringeren Teil auch daran.B. Die Zuordnung zwischen dem LQ und dem Prozentrang ergibt sich durch die Häufigkeitsverteilung der Testwerte. Der Prozentrang gibt an. unter dem Mittelwert. in der anderen wieder etwas schlechter. der 15 Punkte davon abweicht. wie sie in Intelligenztests eingesetzt wird. Wenn eine bestimmte Anzahl an korrekt bearbeiteten Sätzen also z. Beschreibungen oder Anweisungen und nicht-kontinuierliche wie Tabellen. wie jener. als weiter entfernte Werte. Testwerte verteilen sich meist in einer Weise. Wie viele korrekt bearbeitete Sätze z. die sich unter bestimmten Wahrscheinlichkeitsbedingungen und bei unendlich vielen Messungen ergeben würde. Karten oder Formulare. wie schwach die ganz wenigen Schüler/innen abgeschnitten haben. die Lesefertigkeit in der Population möglicherweise nicht perfekt normal verteilt sind. wurde für die Normtabellen letzterem der Vorzug gegeben. Dies liegt zum einen daran. dass bei kleineren Stichproben der Prozentrang an den Rändern der Leistungsverteilung sehr anfällig dafür ist. Wie die Kurve in Abb. hängt ausschließlich davon ab. die in der Rangreihe um den Prozentrang 5 liegen. Lesekompetenz wird dabei unter funktionalen Gesichtspunkten definiert: lesekompetent zu sein bedeutet. dass 10% der Schüler/innen weniger oder gleich viele Sätze korrekt beurteilen konnten. Zur Untersuchung der Lesekompetenz werden insgesamt 11 Arten von Texten verwendet . Texte zu verstehen. Bis zum Mittelwert von 100 liegen aufgrund der Symmetrie der Verteilung genau 50% der Messwerte. Die Normalverteilung ist die mathematisch exakt beschreibbare Verteilung. dem Prozentrang 10 entspricht. Dazu wurden die standardisierten Messwerte erst mit 15 multipliziert und anschließend zum Wert 100 addiert. 1 unter der Verteilung eingezeichnet. auf den sich der Prozentrang bezieht. Wichtig für die Interpretation des LQ ist sein Zusammenhang mit den Prozenträngen. Dies bewirkt. Im Unterschied dazu geht in die Berechnung eines LQ-Wertes stets die gesamte Stichprobe ein (Mittelwert und Standardabweichung der Stichprobe). Der Wert 100 steht damit für den Mittelwert der Testergebnisse in der Normierungsstichprobe.B. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen.Salzburger Lesescreening 5-8 9 in der Stichprobe ein Mittelwert von 0 (da der Durchschnitt der Abweichungen der Messwerte von ihrem Mittelwert gleich 0 ist) und eine Standardabweichung von 1 (da die Abweichungen vom Mittelwert durch die Standardabweichung dividiert wurden). Dies liegt daran.kontinuierliche wie Erzählungen. 8 VERGLEICHBARKEIT MIT PISA-STUDIE In der internationalen PISA-Studie wird im Abstand von drei Jahren mit großem Aufwand die Lesekompetenz von Schüler/inne/n aus rund 25 Ländern gemessen und verglichen. wie sich die jeweilige Stichprobe an diesen Stellen der Verteilung zusammensetzt. kommen Messwerte in der Nähe des Mittelwertes von 100 häufiger vor. dass die in Abb. wie viel Prozent der Schüler/innen einen Testwert erreicht haben. 1 gezeigte Zuordnung zwischen LQ-Werten und Prozenträngen nur für den Fall einer exakten Normalverteilung gilt. Diese kumulierten relativen Häufigkeiten sind in Abb. liegt genau eine Standardabweichung über bzw. dass Leistungsmerkmale wie z. So liegen bei einer Normalverteilung nur rund 2% der Fälle zwei Standardabweichungen oder mehr unter dem Mittelwert (LQ ≤ 70). weicht die tatsächliche Verteilungsform mehr oder weniger stark von dieser Normalverteilung ab. so bedeutet dies. Prozentrang 5 entsprechen. die der sogenannten Normalverteilung entspricht. Um ein Ergebnis im Lesescreening direkt mit dem Intelligenzquotienten vergleichen zu können. Ein Testwert.B.

bzw. Ergebnisse aus der PISA-Studie wurden auch herangezogen um die Repräsentativität der Normierungsstichprobe des Lesescreenings zu beurteilen. In beiden Fällen werden auch Ergebnisse aus PISA+ mit einbezogen. Tab. Auf der Y-Achse ist der Median der PISA-Lesekompetenz (Prozentrang 50) der jeweiligen Gruppe aufgetragen. Benachbarte Schulstufen unterscheiden sich jeweils um 2. Q uartil Median Basale Lesefertigkeit zeigt. weil sich die Schüler/innen auf eine begrenzte Anzahl an Schulen und nur auf die beiden Bundesländer Salzburg und Bayern verteilten. dass die basale Lesefertigkeit eine wesentliche Voraussetzung für die Informationsgewinnung aus Texten ist. 2 die PISA-Studie ein wertvoller Maßstab für die Beur- Abb.75 miteinander (Landerl & Reiter. Q uartil 2. der hinsichtlich der Methode und aller Durchführungsmerkmale mit dem Lesescreening ident ist. Diese Frage stellt sich trotz der großen Normierungsstichproben des Lesescreenings deshalb. Beim Lesescreening zeigen die Mittelwerte über die vier Schulstufen hinweg einen weitgehend linearer Trend. 16-jährige Schüler/innen untersucht. wurden in Abb. Dieser Trend setzt sich für die um ein Jahr später getesteten Schüler/innen der PISA- . 1 zeigt die Testergebnisse für das Lesescreening sowie die aus der repräsentativen österreichischen Stichprobe stammenden Ergebnisse zum Satzlesetest in PISA+. Zum einen handelt es sich dabei um einen Satzlesetest. Sowohl in Hinblick auf die Messung der Lesekompetenz als auch in Hinblick auf die Repräsentativität der Ergebnisse ist teilung des Lesescreenings. 2 Mediane der PISA-Lesekompetenz für Schüler/inne/n mit unterschiedlicher basaler Lesefertigkeit 600 PISA-Lesekompetenz Lesen 550 500 450 400 350 1.64.9 bis 3. Q ua rtil 3.5 Sätze.Salzburger Lesescreening 5-8 10 kompetenz an besonders großen und besonders sorgfältig ausgewählten Stichproben. besteht ein über das gesamte Leistungsspektrum recht stetiger Zusammenhang zwischen der basalen Lesefertigkeit und der in PISA gemessenen Lesekompetenz. 2002). in welchem Zusammenhang die basale Lesefertigkeit mit der in der PISA-Studie gemessenen Lesekompetenz steht. Quartil) fallen dabei in der PISA-Lesekompetenz deutlich ab. Hier ergibt sich eine Korrelation von . Im Anschluss wird anhand der PISA-Ergebnisse eine Einschätzung über die Repräsentativität der Normierungsstichprobe des Lesescreenings vorgenommen. Die Schüler/innen mit den schlechtesten basalen Lesefertigkeiten (1. Quartil" umfasst jene 25% der Schüler/innen in PISA+ mit der schlechtesten basalen Lesefertigkeit (Schüler/innen bis Prozentrang 25). Für die Frage. Im 2. Der einzige Unterschied liegt im Satzmaterial: da PISA ausschließlich 15. Q uartil 4. Dabei handelt es sich um eine nationale österreichische Erweiterung der internationalen PISA-Leseaufgaben. Die Gruppe "1. Um diesen Zusammenhang zu veranschaulichen. wurden etwas schwieriger Sätze verwendet. Dies zeigt. Quartil finden sich jene 25% der Schüler/innen mit den nächstbesten Leistungen (Schüler/innen zwischen Prozentrang 25 und 50) und so weiter. Wie Abb. in welchem Zusammenhang die basale Lesefertigkeit mit der in der PISA-Studie erhobenen Lesekompetenz steht. Mit der zweiten Aufgabe wurde die Lesegeschwindigkeit beim Textlesen gemessen. Die beiden Tests zur basalen Lesefertigkeit korrelieren . wurden die Ergebnisse zur basalen Lesefertigkeit in PISA+ (Landerl & Reiter. 2002) mit den Ergebnissen derselben Schüler/innen in den internationalen Aufgaben zur Lesekompetenz in Beziehung gesetzt. wurden in dieser Gegenüberstellung auch für das Lesescreening die Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch berücksichtigt. Im vorliegenden Zusammenhang sind zwei Aufgaben von besonderem Interesse. Nachfolgend wird zunächst auf die Frage eingegangen. Um einen Vergleich mit der PISA-Stichprobe zu ermöglichen. 2 vier Gruppen von Schüler/inne/n mit unterschiedlichen basalen Lesefertigkeiten dargestellt.

6. K. Haider (Hrsg. dann sollte die Normierung des Lesescreenings die basale Lesefertigkeit der Schüler/innen in Deutschland recht exakt abbilden.7 7.2 Sätzen (15bzw. 34. Schulstufe.0 31. Stichprobe fort (Differenz von 3. Lesescreening) und 11. Legasthenie: Modelle.6 11. & Gasteiger-Klicpera.. In diesen Tests schnitt Deutschland um rund 0.-J. Klicpera. 2002).Salzburger Lesescreening 5-8 11 Tab. PISA 2000: Die Länder der Bundesrepublick Deutschland im Vergleich. A. E. Prenzel.. Basel: Ernst Reinhardt Verlag.4 Die Werte für das Lesescreening berücksichtigen zum Zweck der Vergleichbarkeit mit PISA+ hier auch die Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch. Schulstufe Gymnasium mit jeweils einem der beiden Instrumente getestet. W.2 Standardabweichungen.. (2002).2 9. und 9. Neubrand. Landerl. 16-Jährige. M. Opladen: Leske + Budrich. Artelt. M. (2003). & Weiß. Wallner-Paschon & G. Thematische Analysen nationaler Projekte. M SD 1 Um die Repräsentativität der Normierung des Lesescreenings für Deutschland abzuschätzen.2 weichungen schlechter ab als Österreich.) (2002). Klieme. Ch. kann der Ländervergleich zur PISA-Lesekompetenz herangezogen werden (Baumert et al. Lesegeschwindigkeit als Indikator für basale Lesefertigkeiten. Tillmann.2 Sätzen (8.. Schiefele. 38. München. 9 LITERATURVERZEICHNIS Baumert. M. 1 Mittelwerte (M) und Standardabweichungen (SD) für das Lesescreening sowie das Satzlesen in PISA+1 Lesescreening Schulstufe 5. Zu berücksichtigen ist dabei.0 Sätzen gegenüber der 8. wurden 142 Schüler/innen der 8. Innsbruck: Studien Verlag.. dass der Satzlesetest in PISA+ aufgrund des höheren Alters der Schüler/innen aus etwas schwierigeren Sätzen aufgebaut ist. . Berücksichtigt man diesen Schwierigkeitsunterschied der beiden Tests.. PISA Plus 2000. Dabei konnten im Lesescreening durchschnittlich 2... Schneider. so lagen in der zur Normierung des Lesescreenings herangezogenen Stichprobe etwas schlechtere Leseleistungen vor als in der repräsentativen österreichischen PISA-Stichprobe. Schulstufe). & Reiter.2 StandardabPISA+ 8. Diagnose. (Hrsg. Therapie und Förderung.. K. U. 41.2 15/16 Jahre 44. Wenn für die basale Lesefertigkeit derselbe Länderunterschied gilt wie für die PISA-Lesekompetenz. B. Satzlesetest PISA+) als für die Normierung eines zu Screeningzwecken eingesetzten Lesetests hinreichend gering angesehen werden der Unterschied entspricht rund 0.6 9. In C. C. Um diesen Schwierigkeitsunterschied zu bestimmten. C.8 7.9 7. Schabmann. Die Abweichung von rund 2 Sätzen kann aber relativ zu den Standardabweichungen von 9. J.).4 Sätze mehr korrekt bearbeitet werden als im Satzlesetest von PISA+.

Es ist darauf zu achten. Stoßt euch also nicht am Inhalt der Sätze . Auf der Vorderseite befindet sich dabei das Deckblatt. Es ist darauf zu achten. die nebeneinander sitzen.Salzburger Lesescreening 5-8 12 10 DURCHFÜHRUNG Die Testhefte sollten aus einem beidseitig bedruckten und gefalteten A3-Blatt hergestellt sein. Bei einseitig bedruckten. So kann man dann auch feststellen. Die Schüler/innen dürfen keinen Radiergummi oder Tintenkiller verwenden. In dieser Form wurde das Verfahren normiert."] . die ersten beiden Testseiten sind die Innenseiten des Heftes. Nehmt dazu bitte zwei Stifte heraus – der zweite ist nur zur Reserve. 11 INSTRUKTION "Ich habe euch Sätze zum Lesen mitgebracht. verschiedene Testformen bearbeiten. was in einem Satz gesagt wird. Die Vergleichbarkeit der Testergebnisse ist dabei am größten. Das. Bei der Durchführung des Tests in der Klasse ist darauf zu achten. Probleme mit dem Stift sollen rasch behoben werden." [In den höheren Schulstufen ergänzen: "Die Sätze kommen euch wahrscheinlich recht leicht vor. dass eine Seite überblättert wird. Form B1 und Form B2 für jeweils die Hälfte der Schüler/innen). dass die Schüler/innen nicht während der Instruktion schon weiterblättern. Auch könnte das Umblättern in Summe etwas länger dauern als bei einem gefalteten A3-Bogen. Das Lesescreening kann mit allen Schüler/inne/n einer Klasse gleichzeitig durchgeführt werden. wenn unterschiedliche Abfolgevarianten derselben Satzversion verwendet werden (Form A1 für die eine Hälfte der Schüler/innen und Form A2 für die andere Hälfte bzw. ob er wahr oder falsch ist. dass die Schüler/innen in der Testphase selbständig weiterblättern. gehefteten A4-Blättern ist es möglich. dass Schüler/innen. die vierte Testseite ist auf der Rückseite des Heftes. um wieviel ihr bereits besser seid. weil auch jüngere Schüler dieselben Sätzen lesen. Lautes Lesen und der Blick zum Nachbarn sollten unterbunden werden. Das ist deshalb so. stimmt aber nicht immer. Es ist zu beobachten. Für die Testdurchführung wird Folgendes benötigt: • • • • • 1 Uhr mit Sekundenanzeige 1 Testbogen für jede/n Schüler/in 1 Testbogen für den/die Lehrer/in zur Demonstration 2 Stifte für jede/n Schüler/in (1 Stift dient als Reserve) 4 Häkchen-Kreuz-Paare mit Kreide an der Tafel Bei der Durchführung sollte vor allem auf Folgendes geachtet werden: • • • • • • • • Die Testbögen werden mit der Vorderseite nach oben zeigend ausgeteilt. Ihr sollt deshalb bei jedem Satz markieren. ob alle Schüler/innen die Übungssätze instruktionsgemäß bearbeiten.es geht nur um das Lesen und nicht um euer Wissen. Alle Schüler/innen müssen nach exakt 3 min die Bearbeitung beenden.

] "Ihr habt 3 min Zeit und sollt so schnell wie möglich arbeiten. Wenn ein Satz wahr ist. Wenn ihr mit den ersten zwei Seiten fertig seid. welches der beiden ihr eingekreist habt." "So." [Lehrer/in blättert den Bogen kurz zur Demonstration durch.] "Ihr braucht die Häkchen oder die Kreuze auch nicht besonders schön einkreisen. Ihr sollt dann nicht radieren oder löschen. liest du bitte den ersten Satz vor. wenn das so aussieht." [Das schnelle Einkreisen wird an der Tafel vorgezeigt. wenn man erkennen kann. Bitte nicht weiterblättern oder umdrehen und auch noch nichts ausfüllen.aber noch nicht weiterblättern. es reicht. dass es in Ordnung ist. die ihr richtig eingekreist habt . deshalb müsst ihr das Häkchen einkreisen." [Dieselbe Vorgangsweise beim 2.Salzburger Lesescreening 5-8 13 "Ihr bekommt jetzt von mir einen Bogen. Dabei werden die unten abgebildeten Fälle von nicht ganz sauberen Kreisen gezeigt und es wird darauf hingewiesen. wie wir das gerade gemeinsam gemacht haben. dieser Satz ist wahr.] "Schreibt bitte euren Namen. Wir machen die erste Seite gemeinsam. Es werden aber nur die Sätze gewertet. Satz] "Weil ihr das Ganze dann so schnell wie möglich machen sollt." [Lehrer/in zeigt es an der Tafel mit dem ersten Häkchen-Kreuz-Paar vor." . sind alle fertig?" "[Name einer Schülerin oder eines Schülers]. die Klasse und das heutige Datum drauf.] "So." "Auf den nächsten drei Seiten kommen viele Sätze. sollt ihr das Kreuz einkreisen. dass die Schüler/innen nicht in ihren Heften mitblättern.also auch genau lesen. Ich zeige euch das einmal vor." "Was müsst ihr beim ersten Satz machen?" "Genau. achtet aber darauf. kann es passieren. Ihr sollt jeden Satz so bearbeiten. weil das zu lange dauert. wenn er falsch ist. die restlichen Sätze auf dieser Seite macht ihr alleine . dass ihr plötzlich merkt. Übermalt einfach das Zeichen. dass ihr eigentlich das andere Zeichen einkreisen müsst. sollt ihr das Häkchen einkreisen." "Ihr seht jetzt hinter dem Satz ein Häkchen und ein Kreuz. dann blättert ihr gleich zur letzten Seite weiter. das ihr irrtümlich eingekreist habt und kreist das andere Zeichen ein." [Bögen werden mit dem Deckblatt nach oben zeigend ausgeteilt.

dann Achtung. Der Aufdruck der Folien ist dabei so gesetzt. Zur Ermittlung des Lesequotienten (LQ) muss zunächst jene Normtabelle ausgewählt werden." [Nach exakt 3 min Bearbeitungszeit:] "Stopp. dass das Testheft auf der linken Seite unter der Folie vorschaut. Dabei kann es sich um einzelne Sätze handeln.B. Nicht-markierte Sätze werden nicht als falsch beurteilte Sätze gewertet. . Als faire Leistungsbeurteilung sollte dann das arithmetische Mittel der beiden Werte herangezogen werden. die vor dem letzten markierten Satz stehen und nicht markiert wurden. dann sollte aus jeder der beiden Normtabellen der LQ-Wert abgelesen werden. aber auch um Teile von Seiten oder ganze Seiten. Markierung genau zwischen den beiden Zeichen oder beide Zeichen markiert und keine der beiden Markierungen ungültig gemacht). Außerdem kann von der Folie die Nummer des letzten bearbeiteten Satzes abgelesen und neben dem Satz am Testbogen vermerkt werden. bitte alle den Stift weglegen. Hierzu wird auf jede Seite des Testheftes die entsprechende Auswertungsfolie aufgelegt.Salzburger Lesescreening 5-8 14 "Macht die Aufgabe leise und ohne zum Nachbarn zu schauen. fertig." "Hat noch jemand eine Frage?" [Wenn nicht:] "OK. auch wenn zuvor Sätze ausgelassen wurden oder der letzte Satz falsch beurteilt wurde. • Die Anzahl ausgelassener Sätze: Damit ist die Anzahl an Sätzen gemeint. die für den Zeitpunkt der vorgenommenen Testung am besten geeignet ist. • Die Anzahl an falsch beurteilten Sätzen: Als falsch beurteilt gelten Sätze. Der Rohwert des Testergebnisses wird ermittelt. Dieser Rohwert wird dann ebenfalls auf dem Deckblatt eingetragen. los." 12 AUSWERTUNG Zur Beurteilung der basalen Lesefertigkeit anhand des Lesescreenings ist unabhängig von der mit dem Einsatz verbundenen Fragestellung zunächst der Rohwert des Testergebnisses zu bestimmen. Es gibt nämlich verschiedene Satzlisten und das Hinüberschauen kostet euch nur Zeit. Im unteren Teil des Deckblattes sollte dann Folgendes eingetragen werden: • Die Nummer des letzten bearbeiteten Satzes: Als letzter bearbeiteter Satz gilt stets der letzte markierte Satz. Liegt der Testzeitpunkt ziemlich genau zwischen zwei Normierungszeitpunkten. Damit können falsch beurteilte Sätze oder ausgelassene Sätze leicht am Rand des Testbogens als solche gekennzeichnet werden. bei denen entweder das falsche Symbol eingekreist wurde oder die Markierung uneindeutig ist (z. indem von der Nummer des letzten markierten Satzes die Anzahl der falsch beurteilten Sätze sowie die Anzahl an ausgelassenen Sätzen abgezogen wird.

Dies deshalb. Neben dem Rohwert und dem LQ kann für die Ergebnisse im Lesescreening auch noch eine dritte Kenngröße zur Beurteilung der basalen Lesefertigkeit ermittelt werden. weil sich die durchschnittlichen Leseleistungen zwischen den einzelnen Schulstufen in diesem Alter nur mehr um wenige Sätze unterscheiden. Wenn z. spricht dies recht zuverlässig für eine gute Lesefertigkeit. bei Schüler/inne/n mit einer Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leicht möglich. so ist das arithmetische Mittel der Rohwerte zu berechnen. Anders ausgedrückt bedeutet dies. 13 ABSICHERUNG UND INTERPRETATION Erreicht ein/e Schüler/in ein sehr gutes Testergebnis. wird der Rohwert des Testergebnisses (Anzahl korrekt bearbeiteter Sätze) in der äußerst linken Spalte der gewählten Normtabelle gesucht. die Standardabweichung (SD) sowie die Anzahl der Schüler/innen (N) in der betreffenden Stichprobe. Mangelnde Motivation oder schlechte Konzentrationsfähigkeit können das Testergebnis beeinträchtigen. nämlich der zeitliche Vorsprung oder Rückstand in der Leseentwicklung. dass im Testverfahrren über alle vier Schulstufen hinweg ein und dasselbe Lesematerial verwendet wird.d.Salzburger Lesescreening 5-8 15 Um den LQ-Wert aus einer Normtabelle abzulesen. können hier einen Effekt in vergleichbarer Größenordnung bewirken. Die von dem Schüler oder der Schülerin in der 8. wie etwa die augenblickliche Konzentrationsfähigkeit zum Testzeitpunkt. Schulstufe sind das Verfahren sowie die angegebenen Normwerte aber gut geeignet. ein/e Schüler/in am Ende der 8. Ergeben solche Vergleiche über die Normtabellen hinweg aber einen Vorsprung oder Rückstand von z.einem LQ von 80. . so entspricht dies in der Gesamtheit der Schüler/innen .B. In der 5. ist ein Abschreiben von Sitznachbar/inne/n nicht möglich und oberflächliches Lesen in Verbindung mit Raten führt in jedem Fall zu einer auffällig hohen Anzahl an Bearbeitungsfehlern. Wird das Lesescreening nicht zur Beurteilung einzelner Schüler/innen herangezogen. sondern soll eine ganze Klasse daraufhin untersucht werden. dass ein Rückstand in der Leseentwicklung von drei Jahren vorliegt. ohne den Schultyp zu beachten . Schulstufe erreichte Anzahl an Sätzen entspricht somit dem Durchschnitt der Schüler/innen der 5. Mit diesem Wert kann dann der LQ der Klasse bestimmt werden.h. ob der Leistungsstand der statistischen Norm entspricht. Dies ist z. Geringe Einflüsse auf die Leseleistung. Schulstufe ergibt der Wert von 32 Sätzen einen LQ von 99. Bei Einzeltestungen haben Schüler/innen mit ADHS in der Regel geringere Probleme als in der Gruppe.B. so sollte dieser Interpretation kein all zu großes Gewicht beigemessen werden. Anders verhält es sich mit der Aussagekraft schwacher Testergebnisse. Werden unterschiedliche Testformen verwendet. nur einem Jahr.B. Hier empfiehlt sich die Wiederholung als Einzeltestung unter Verwendung der anderen Satzversion. Für die Einschätzung des Entwicklungsstandes von begabten Schüler/innen der Grundschule oder schwachen Leser/innen in höheren als der 8. In den drei sich nach rechts anschließenden Spalten finden sich in derselben Zeile die LQ-Werte für die Gesamtheit der Schüler/innen sowie separat für Schüler/innen aus den beiden Gruppen von Schultypen. Schulstufe. Die Spaltenköpfe zeigen zudem den Mittelwert (M). Schulstufe 32 Sätze korrekt bearbeiten konnte. Diese Auswertung wird dadurch ermöglicht.

verhindern leseunabhängige Verständnisschwierigkeiten ein der jeweiligen basalen Lesefertigkeit entsprechendes Tester- . weil dann die Gefahr besteht. kann auch nicht ganz ausgeschlossen werden. ist ein einigermaßen altersgemäßer deutscher Wortschatz. Um dies zu vermeiden. dass das Lesescreening tatsächlich die basale Lesefertigkeit misst. warum z.Salzburger Lesescreening 5-8 16 Tritt eine größere Zahl an Fehlern oder Auslassungen auf. Aus diesem Grund wurde auf die Darstellung von Prozenträngen verzichtet. dass ein eingeschränkter Wortschatz oder ein sehr gering ausgeprägtes Leseverständnis ein besseres Testergebnis verhindert haben.und Wissensvoraussetzungen tatsächlich weit unterdurchschnittlich. dann sollte die Beurteilung der Lesefähigkeit unabhängig von Anforderungen des Leseverständnisses erfolgen. sollte das Ergebnis vorsichtig bewertet werden. Wurden mehr als fünf Sätze ausgelassen oder falsch bearbeitet. In Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer im deutschsprachigen Raum und einer Reihe anderer Faktoren ist die Beherrschung der deutschen Sprache in dieser Gruppe von Schüler/inne/n recht unterschiedlich ausgeprägt. möglichst schnell zu lesen und zu urteilen.B. Zur Abklärung dieser Frage sollte ein Sprachtest oder der Verbalteil eines Intelligenztests durchgeführt werden. sollte stets auch das Abschneiden der Klasse und wenn möglich der Leistungsstand der gesamten Schule mit berücksichtigt werden. so kann der Test als Einzeltestung unter Verwendung der anderen Satzversion wiederholt werden. Denkbar ist auch der Fall. dass ein/e Schüler/in entgegen der Aufforderung. Die Testergebnisse von Schüler/inne/n mit einer anderen Muttersprache als Deutsch sind vorsichtig zu bewerten. Besteht ein solcher Verdacht. Dabei sollte in der Instruktion und bei den Übungssätzen besonders auf den Aspekt des raschen Arbeitens geachtet werden. Hat ein/e Schüler/in mehr als drei Sätze ausgelassen oder falsch bearbeitet. sollte das erreichte Testergebnis nicht mehr zu einem Urteil über die Lesefertigkeit herangezogen werden. Diese Vergleiche lassen zwar keine zwingenden Rückschlüsse darauf zu. Voraussetzung dafür. dass die Ursachen für das Zustandekommen des Ergebnisses ausschließlich in der Schülerin oder dem Schüler selbst und ihrem/seinem persönlichen Umfeld gesehen werden. dass die anschaulichen Prozentränge im vorliegenden Fall den Nachteil haben. Dort wurde auch darauf hingewiesen. Für die Einordnung der Leistung anhand der LQ-Werte kann aber folgende Kategorisierung herangezogen werden: Lesequotient (LQ) > 125 111-125 90-110 75-89 < 75 Leseniveau ausgezeichnet überdurchschnittlich durchschnittlich unterdurchschnittlich schwach Zur Beurteilung der einzelnen Schüler/innen sollte der LQ-Wert nicht isoliert betrachtet werden. ein/e Schüler/in schwach abgeschnitten hat. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben. Zur normbezogenen Beurteilung der im Test erbrachten Leistung werden die LQ-Werte herangezogen. Entscheidungen durch nochmaliges Lesen des Satzes nachprüft. aber sie können mitunter gewisse Anhaltspunkte über die Qualität des Unterrichts oder regionale Unterschiede in den Lehrplänen geben. Im entsprechenden Abschnitt des Handbuches wurde der Zusammenhang zwischen dem LQ und den Prozenträngen erläutert. Sind Wortschatz.stärkeren Stichprobeneffekten unterliegen können. dass sie an den Rändern der Leistungsverteilung .also bei sehr schwachen und sehr guten Leistungen .

Dieser Wert kann als grober Anhaltspunkt dafür herangezogen werden. . sondern ihr Abschneiden auch zu den Schüler/inne/n mit einer anderen Muttersprache als Deutsch in Beziehung zu setzen. Dies zeigt sich in den meisten Fällen durch eine erhöhte Anzahl an falsch bearbeiteten oder ausgelassenen Sätzen. Für bestimmte Schlussfolgerungen kann es zweckmäßig sein. Die hierzu oben genannte Vorgangsweise soll auch auf Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch angewandt werden. Dabei muss aber berücksichtigt werden. In den Erhebungen zur Normierung des Lesescreenings lagen diese Schüler/innen im Durchschnitt 5.Salzburger Lesescreening 5-8 17 gebnis. welchen Nachteil die Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache bei den im Lesescreening gestellten Anforderungen haben.5 Sätze unter der jeweiligen Schulstufennorm. für Schüler/innen mit einer anderen Muttersprache nicht nur die Schulstufennorm der Kinder mit Muttersprache Deutsch heranzuziehen. dass diese Gruppe von Schüler/inne/n hinsichtlich der für die Anforderungen relevanten Merkmale recht heterogen ist.

7 6. Realschule Gymnasium 30.6 6.Salzburger Lesescreening 5-8 18 14 NORMTABELLEN 5. Schulstufe Gesamt 32.2 714 < 60 60 62 64 66 68 70 73 75 77 79 81 83 85 87 89 91 93 95 97 99 102 104 106 108 110 112 114 116 118 120 122 124 126 129 131 133 135 137 139 141 > 141 Hauptschule.8 35.9 373 341 Lesequotient (LQ) < 60 < 51 60 51 62 53 65 55 67 57 69 59 71 61 74 64 76 66 78 68 80 70 83 72 85 75 87 77 89 79 91 81 94 83 96 85 98 88 100 90 103 92 105 94 107 96 109 99 112 101 114 103 116 105 118 107 121 110 123 112 125 114 127 116 130 118 132 120 134 123 136 125 139 127 141 129 143 131 145 134 148 136 > 148 > 136 M SD N Rohwert < 13 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 > 52 .2 7.

Schulstufe Gesamt 35.Salzburger Lesescreening 5-8 19 6.3 40.8 714 < 59 59 61 62 64 66 68 70 72 74 76 78 80 82 84 86 88 89 91 93 95 97 99 101 103 105 107 109 111 113 115 116 118 120 122 124 126 128 130 132 134 136 138 140 > 140 Hauptschule.7 7. Realschule Gymnasium 33.5 6.4 7.3 427 287 Lesequotient (LQ) < 57 < 45 57 45 59 48 62 50 64 52 66 54 68 56 70 58 73 60 75 62 77 64 79 66 82 68 84 70 86 72 88 74 90 76 93 78 95 81 97 83 99 85 102 87 104 89 106 91 108 93 110 95 113 97 115 99 117 101 119 103 122 105 124 107 126 109 128 111 130 113 133 116 135 118 137 120 139 122 142 124 144 126 146 128 148 130 150 132 > 150 > 132 M SD N Rohwert < 14 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 > 56 .

7 764 < 60 60 61 63 65 66 68 70 72 73 75 77 79 80 82 84 85 87 89 91 92 94 96 98 99 101 103 104 106 108 110 111 113 115 116 118 120 122 123 125 127 129 130 132 134 135 137 139 141 > 141 Hauptschule. Realschule Gymnasium 38.4 8.3 45.4 570 194 Lesequotient (LQ) < 61 < 49 61 49 63 51 64 53 66 55 68 57 70 58 72 60 74 62 75 64 77 66 79 67 81 69 83 71 85 73 87 74 88 76 90 78 92 80 94 82 96 83 98 85 99 87 101 89 103 90 105 92 107 94 109 96 110 98 112 99 114 101 116 103 118 105 120 106 121 108 123 110 125 112 127 114 129 115 131 117 132 119 134 121 136 123 138 124 140 126 142 128 143 130 145 131 147 133 > 147 > 133 M SD N Rohwert < 17 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 > 64 .Salzburger Lesescreening 5-8 20 7.2 8. Schulstufe Gesamt 40.4 8.

Schulstufe Gesamt 43. Realschule Gymnasium 42.0 47.7 8.Salzburger Lesescreening 5-8 21 8.8 850 < 60 60 62 63 65 67 68 70 72 73 75 77 79 80 82 84 85 87 89 91 92 94 96 97 99 101 103 104 106 108 109 111 113 114 116 118 120 121 123 125 126 128 130 132 133 135 137 138 140 > 140 Hauptschule.0 8.5 8.3 654 196 Lesequotient (LQ) < 62 < 51 62 51 64 53 65 55 67 57 69 59 71 60 72 62 74 64 76 66 78 68 79 69 81 71 83 73 84 75 86 77 88 78 90 80 91 82 93 84 95 86 96 87 98 89 100 91 102 93 103 95 105 96 107 98 109 100 110 102 112 104 114 105 115 107 117 109 119 111 121 113 122 114 124 116 126 118 128 120 129 122 131 123 133 125 134 127 136 129 138 131 140 132 141 134 143 136 > 143 > 136 M SD N Rohwert < 20 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 > 67 .