Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955

)

Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie Beweis des Satzes von Nikoida-Isoda
Dr. Thomas Krieger

Wintertrimester 2009

und

Dr. Thomas Krieger

Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie

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. . dass S1 = S2 = [0. 1955) Es sei G = (N . 1 ≤ i ≤ n. . n} \ {i }. . .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Theorem (Nikaido-Isoda. .. Sn ). si −1 . . . a/b ] gilt. j ∈ {1. . . Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 2 . . . . . . . . . und Dr. . ui : S1 × S2 × . . (S1 . . ist ui (s1 . . Bemerkung: Das Cournot-Duopol (aus Aufgabe 1 Übungsblatt 2) erfüllt unter der Voraussetzung. . welches die folgenden Bedingungen erfüllt: Si ist eine konvexe und kompakte Teilmenge eines Rni . . un )) ein n-Personenspiel in Normalform. × Sn −→ R1 ist stetig. Für jedes i ∈ {1. . si +1 . . . 1 ≤ i ≤ n. alle Voraussetzungen dieses Satzes. Dann besitzt G mindestens ein Nash-Gleichgewicht. (u1 . sn ) : Si −→ R1 konkav. n} und fest gewählte Strategien sj ∈ Sj .

´ und Dr. . . . ist ebenfalls S = S1 × S2 .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1) Da Si . tn ) ∈ S sei n H (s . . eine konvexe und kompakte Teilmenge eines Rni ist. . . sn ) ∈ S und t = (t1 . ti . Dann gilt: s ∗ ∈ S ist ein Nash-Gleichgewicht von G genau dann. . . . × Sn eine konvexe und kompakte Teilmenge des Rm mit m = n i =1 ni . . sn ) . i = 1. . n. . . . Charakterisierung von Nash-Gleichgewichten mittels einer (Aggregator-)Funktion: Für s = (s1 . . si −1 . . t ) ≤ H (s ∗ . s ∗ ) für alle t ∈ S . . . wenn H (s ∗ . Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 3 . t ) := i =1 ui (s1 . . . . . si +1 .

dann existiert zu jedem s ∈ S ein t ∈ S mit H (s . s ) < H (s . Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 4 . Für jedes t ∈ S betrachten wir die Mengen Ut := { s ∈ S : H (s . Wir nehmen an. s ) < H (s . sind die Mengen Ut offen in S und bilden eine offene Überdeckung von S= t ∈S und Ut . G besitze kein Nash-Gleichgewicht.Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (2) H : S × S −→ R ist stetig. t ) . Dr. Da H stetig ist. t )} ⊂ S .

t (j1 ) ) und damit dj1 (s ) > 0 gilt. . reichen endlich viele t (1) .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (3) Da S kompakt. Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 5 . . s ) < H (s . . H (s . Da S = k j =1 Ut (j ) . k dj (s ) := max{ 0. also k S= j =1 Ut (j ) . weshalb H (s . liegt jedes s ∈ S in (mindestens) einem Ut (j1 ) . Wir definieren für jedes s ∈ S und j = 1. Daher ist folgender Ausdruck wohldefiniert: gj (s ) := dj (s ) k i =1 di (s ) und Dr. . . t (k ) . . t (j ) ) − H (s . . . um S zu überdecken. s ) } .

Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 6 . Daher ist φ : S −→ S eine stetige Abbildung von S in sich. also φ(S ) ⊆ S .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (4) Weiter sei k φ(s ) := j =1 gj (s ) · t (j ) . ist φ(s ) ein Element der konvexen Hülle ( 1 von t ) . . . und Dr. . das wegen der Konvexität von S in S enthalten ist. Da k j =1 gj (s ) = 1. . t (k ) .

und Dr. ∅ = S ⊂ Rm .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (5) Der Fixpunktsatz von Brouwer: Jede stetige Funktion φ : S −→ S . Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 7 . die auf einer konvexen und kompakten Menge S . also es existiert ein s ∗ ∈ S mit φ(s ∗ ) = s ∗ . Es existiert also ein s ∗ ∈ S mit k s ∗ = φ(s ∗ ) = j =1 gj (s ∗ ) · t (j ) . besitzt einen Fixpunkt. definiert ist.

. s ∗ ) . . s n ) i = 1 j =1 k k (j ) j =1 ∗ gj (s ∗ ) · ti . sn ) k ∗ ui (s1 . si∗ +1 . . . . sn ) (j ) = ≥ = j =1 gj (s ∗ ) · H (s ∗ . . i =1 n k ∗ ∗ ∗ gj (s ∗ ) · ui (s1 . s i + 1 . t (j ) ) > j =1 gj (s ∗ ) · H (s ∗ .Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (6) Wegen der vorausgestzten Konkavität folgt nun: n H (s ∗ . si∗ − 1 . si∗ −1 . . . . . . und Dr. . ti . Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 8 . . . . . . . s ∗ ) = H (s ∗ . . . s ∗ ) = i =1 n ∗ ∗ ui (s1 .

also ein Widerspruch zur Annahme. Walter de Gruyter. Schmitz. E. s ∗ ) > H (s ∗ . E. Teubner-Verlag. Rauhut. s ∗ ) . Literatur zum Beweis: B. Stuttgart. Berlin. 1979. Zachow: Spieltheorie: Einführung in die mathematische Theorie strategischer Spiele.-W. und Dr. 1966.Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (1955) Beweis des Satzes von Nikaido-Isoda (7) Mit Hilfe des Fixpunktes s ∗ folgt also H (s ∗ . dass in G kein Nash-Gleichgewicht existiert. N. Burger: Einführung in die Theorie der Spiele. Thomas Krieger Vorlesung: Nicht-kooperative Spieltheorie 9 .