Rettungsschwimmen in der Schule

Pädagogische Perspektiven und Vermittlungstypen

Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewe-
gungserfahrungen erweitern
Fördern und Fordern:
neue Lerngelegenheiten und Erfahrungen
(z.B. Kleiderschwimmen)
Verantwortungsbewusstsein entwickeln
Wissen:
z.B. Baderegeln kennen und einhalten
gemeinsam handeln, wettkämpfen
und sich verständigen
Spielen:
kooperatives Verhalten in Spielen und Wett-
kämpfen

Inhaltsbereiche
Gefahren am/ im Wasser Baderegeln der DLRG
Springen und Tauchen vielfältige Sprungerfahrungen, Tieftauchen kopf- und fußwärts
Kleiderschwimmen günstige Schwimmtechnik finden, Entkleiden im Wasser
Selbstrettung Krämpfe lösen, Ausruhen bei Erschöpfung
Fremdrettung

o Transportieren Ziehen und Schieben in Partnerarbeit






Brücke und Floß in der Dreiergruppe


o Schleppen
Kopf- oder Achselschleppgriff


o Befreien und An-
landbringen
Befreiung aus dem Hals-
würgegriff von vorne,
Anlandbringen durch den
Rautek-Griff
Vor- und nachbereitende motivierende Spiele und Wettkämpfe


Beschreibung Bemerkungen
Tauchen
▪ Tauchwettkampf durch gegrätschte Beine (Schüler stehen
in Grätschstellung eng aneinander und müssen durch die
Beine der Mitschüler hindurchtauchen. Welche Mannschaft
ist die schnellste?)
▪ Gegenstände vom Beckenboden heraufholen (Welche
Gruppe holt in 30 sec. die meisten Ringe, Schwimmbrillen
etc. hoch?)

▪ Fangspiel: Ein Abgeschlagener ist erst wieder frei, wenn
ein Mitschüler durch seine gegrätschten Beine getaucht ist.
▪ Mit Gymnastikreifen/ Malstäben Tauchparcours aufstellen.
▪ „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“: Fänger und Ge-
jagte stehen sich gegenüber, auf Kommando müssen sie die
Seiten wechseln. Wer taucht, kann nicht abgeschlagen wer-
den.
Evtl. Regelung für Zwi-
schenauftauchen; nur mit
Brust-/Kraulbeinen; mit
Flossen.
Bei tiefen Becken mit Druck-
ausgleich nicht auf Zeit durch-
führen. Pro Tauchgang nur
einen Gegenstand holen.
Zum Erkennen für die Mit-
schüler muss Abgeschlage-
ner Arme hochhalten.
Abgeschlagene werden zu
Helfern des Schwarzen
Mannes.
Sprung-
variationen
▪ Springen mit Gleiten bis auf den Boden/ möglichst an der
Wasseroberfläche bleiben (Kopf geht nicht unter).
▪ Eintauchen mit möglichst wenig Spritzern.
▪ Wer erfindet den kreativsten Sprung?
▪ Imitation von Tieren (wer kann wie ein Frosch springen?)/
von Fantasiesprüngen der Mitschüler.
▪ Aufgabe während des Sprunges (Klatschen vor und hinter
dem Körper, Fußsohlen berühren...).
▪ Partnersprünge vom Rand.
▪ Über/ in Markierung springen (Seil im Wasser).

Staffeln
▪ Ein Gegenstand (Ball, Plastikbecher, Plastikflasche) muss
über Wasser trocken transportiert werden.
▪ Ein Schüler hält sich an einem Brett fest, zwei müssen ihn
ziehen (bel. Schwimmart).
▪ Ein Schüler sitzt in einem Rettungsring (Autoschlauch), die
anderen stoßen/ziehen ihn.
▪ Ein Schüler schwimmt mit einem Seil in der Hand zur an-
deren Seite und wird von der Mannschaft zurück gezogen.
▪ Ein Schüler startet alleine, nimmt dann den zweiten mit,
gemeinsam holen die den dritten ab etc. Die Schwimmer
müssen sich dabei immer berühren.
▪ A schwimmt eine Länge, nimmt dann B mit (Schlep-
pen/Transportieren), B nimmt C mit etc.








Vorheriges Entscheiden, wer
der ausdauerndste Schwim-
mer ist und Reihenfolge
festlegen.

Tandem-
schwimmen
▪ Der hintere Schüler hält sich an den Beinen des Vorder-
manns fest. Vorne wird nur mit den Armen, hinten nur mit
den Beinen geschwommen.
▪ Zu dritt hintereinander, der mittlere kann keine Bewegung
durchführen.
▪ Zu zweit nebeneinander mit Handhaltung/ Einhaken in
verschiedenen Schwimmarten
Verschiedene Kombinatio-
nen möglich, auch Vorder-
mann in Rückenlage etc.
Leichter, wenn man sich nur
an einem Bein festhält.

Reiterkampf
▪ Die Schüler sitzen jeweils auf einem Brett und versuchen
sich gegenseitig hinunter zu stoßen. Wer herunterfällt,
muss eine Runde Brustbeine in Rückenlage schwimmen
und das Brett auf dem Bauch festhalten.
Vorbereitung zum Schleppen
einer Person
Weißer Hai
▪ Wer taucht, darf vom Fänger nicht abgeschlagen werden.
Abgeschlagene müssen sich auf den Rücken legen und von
einem Mitschüler an den seitlichen Beckenrand gezogen
werden. Danach sind sie wieder frei.
Evtl. Regelung einführen,
dass man zur Hilfe ver-
pflichtet ist.