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2014
Sophie Moser (145941)
Saxion Hogeschool Enschede
01.03.2014
Koordinierung von Hilfen
http://www.wilfriedbuchholz.de/images/comicbild5.gif
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Koordinierung von Hilfen
Minor Sozialpsychiatrie





Sophie Moser (145941)
MSOPSA2
SPH
Dozent: Paul Trapp
Prüfungscode: T.AMM.38861
Fachbereich Sozialwesen/AMM
Saxion Enschede






Rosendahl, 1.03.2014
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Einführung in die individuelle Hilfeplanung 3
2.1 personenzentrierte Hilfeplanung 4
3. Strukturierung der Hilfen 8
4. Sozialpsychiatrische Netzwerkarbeit 9
4.1 psychiatrische Versorgungslandschaft der Region um Schöppingen 9
4.2 Beispiel der Vernetzung von Bewohner X 11
4.3 private und soziale Netzwerke von Bewohner X 12
5. Individuelles Nachwort 13
6. Fazit 16
Quellenverzeichnis 16
Anlagen 18














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1. EINLEITUNG
Im folgendem Bericht der Studieneinheit Koordinierung von Hilfen im Rahmen des Minors
Sozialpsychiatrie, geht es um die Hilfeplanung für einen Klienten. Dabei beschreibe ich zu-
erst die individuelle Hilfeplanung allgemein, bevor ich eine personenzentrierte Hilfeplanung
vorstelle. Hier geht es vorrangig um die Feststellung der aktuellen Situation des Klienten. Im
zweiten Schritt folgt dann die Strukturierung der Hilfen, wobei man festhält, welche Hilfen
man woher, von wem und mit welchem Zeitaufwand aktivieren kann. Danach schauen wir
uns im Rahmen der sozialpsychiatrischen Netzwerkarbeit die psychiatrische Versorgungs-
landschaft im Umfeld des Klienten an. Dazu habe ich zwei grafische Darstellungen des
Netzwerks erstellt. Abgeschlossen wird der Bericht mit individuellen Nachworten, bei denen
die Umsetzung von Gemeindenähe, Teilhabeorientierung und Personenzentrierung reflektiert
und meine eigene professionelle sozialpsychiatrische Haltung deutlich werden.

2. EINFÜHRUNG IN DIE INDIVIDUELLE HILFEPLANUNG
Die individuelle Hilfeplanung ist Ausdruck veränderter Beziehungen im Bereich der Hilfen für
Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. Die Ziele und
individuellen Bedürfnisse der Betroffenen bilden den Bezugspunkt der Planung und den hie-
raus folgenden Leistungen der Behindertenhilfe. Individuelle Hilfeplanung baut auf den Dia-
log mit dem behinderten Menschen und bezieht sein Umfeld mit ein. Sie betrachtet die
Grundsatzziele (angestrebte Wohn- und Lebensform), die derzeitige Situation und aktuelle
Problemlage, die mittelfristigen Ziele, die Fähigkeitsstörungen und Beeinträchtigungen, aber
auch die Fähigkeiten und Ressourcen der behinderten Menschen und leitet hieraus konkrete
und realistische Ziele für einen konkreten Zeitraum (Ergebnisziele) ab. Die Ergebnisziele bil-
den die Grundlage für das geplante Vorgehen.
Der Hilfeplan beginnt mit einer Biographie des Klienten, in der Familienstand, Ausbildung,
beruflicher Werdegang und Krankheitsgeschichte in einigen Sätzen benannt werden. Dann
beschreibt man kurz die aktuelle Wohn- und Lebenssituation bevor man mit dem Hauptteil,
der individuellen Hilfeplanung, startet. Darin stellt man zuerst die Basisversorgung und die
alltägliche Lebensführung des Klienten dar. Dabei geht es um Themen wie z.B. Körperhygie-
ne, Nahrungszubereitung, Zimmerpflege, zeitliche Orientierung, Tagesablauf, Umgang mit
Geld und insgesamt kognitive Fähigkeiten im Alltag. Danach sieht man sich die Gestaltung
sozialer Beziehungen sowie die Freizeitgestaltung an. Man schaut welche Kontakte der Klient
pflegt und wie er sich z.B. gegenüber seiner Mitmenschen verhält. Außerdem werden Hobbys
und Vorlieben aufgezählt. Darauf folgend untersucht man die Kommunikation des Klienten.
Hat er z.B. sprachliche Defizite, unterhält er sich gerne oder meidet er Kontakt zu Anderen,
kann er seine Anliegen verständlich formulieren und ist er in der Lage sich an Absprachen zu
halten. Ein weiterer wichtiger Punkt sind psychische Hilfen. Je nach Art und Schwere der Be-
hinderung benötigt der Klient psychische Hilfen wie z.B. einen Wochenplan oder schriftlich
festgehaltene Abmachungen. Dann wird geprüft, welche medizinischen Hilfen der Klient be-
nötigt. Zum Beispiel ob er zu Ärzten begleitet werden muss oder ob man ihm seine Medika-
mente zuteilen muss. Daran anknüpfend folgt der Punkt der Behandlungspflege, in dem
festgehalten wird, welche pflegerischen Maßnahmen notwendig sind. Zum Schluss erläutert
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man noch die Beschäftigung oder Arbeit des Klienten und welche Aufgaben er dabei über-
nimmt. Abschließend wird noch einmal kurz zusammen gefasst, welchen zusätzlichen Be-
treuungsaufwand der Klient benötigt. Damit ist der Hauptteil, die individuelle Hilfeplanung
abgeschlossen. Im Anschluss daran folgt die Darstellung der Entwicklung in den letzten 6
Monaten. Außerdem werden Ziele, Wünsche und Bedürfnisse als kurz-, mittel- und langfris-
tige Ziele formuliert. Beendet wird der Hilfeplan mit den daraus resultierenden Hilfemaß-
nahmen.
Beim Gespräch zum Hilfeplan mit dem Klienten wird der Leitfaden für ein Hilfeplangespräch,
welcher sich zur Ansicht im Anhang 1 befindet, verwendet und der Mitarbeiter macht sich
Notizen. Im Anschluss wird ein neuer Termin vereinbart und der individuelle Hilfeplan kann
dann vom Mitarbeiter erstellt, aktualisiert oder angepasst werden. Beim nächsten Gesprächs-
termin wird dann der fertige Hilfeplan besprochen und der Klient entscheidet, ob der Hilfe-
plan so bleiben kann oder ob noch etwas geändert werden muss. Wenn er so bleiben kann,
wird er vom Klienten unterschrieben und der Prozess ist erst mal beendet. Bei Änderungen
wird der Klient erneut befragt, der Hilfeplan wird angepasst und ein weiterer Gesprächster-
min findet statt. Dies geht solange, bis der Klient mit dem Ergebnis zufrieden ist. Da man in
der Praxis nicht jeden Tag Zeit hat für Vorbereitung und Gesprächstermine, kann der Prozess
zur Erstellung eines Hilfeplans bis zu 4 Wochen dauern. Dabei ist auch davon abhängig, wie
viel Zeit der Klient zur Verfügung hat und was für einen Stundenumfang der Mitarbeiter in
der Praxis hat. Als Ergebnis hat man einen fertigen Hilfeplan vorliegen, auf dessen Grundlage
man gemeinsam mit dem Klienten Aktivitäten und Fördermaßnahmen plant. Der fertige Hil-
feplan von Bewohner X befindet sich unter Punkt 2.1 Personenzentrierte Hilfeplanung.
Aus der Nutzerperspektive kann man die individuelle Hilfeplanung als Chance sehen, um den
Kontakt zu seinem Bezugsbetreuer zu intensivieren. In den Gesprächen lernt man sich bes-
ser kennen und der Klient hat die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen Wünsche und
Bedürfnisse zu äußern. Die Klienten empfinden es zudem als positives Gefühl, wenn die
Aufmerksamkeit zeitweise mal nur auf sie gerichtet ist. Außerdem wird das Vertrauen weiter
gestärkt. An dieser Stelle sollte jedoch auch gesagt werden, dass ein solcher Prozess die
Zusammenarbeit erschweren kann, insbesondere wenn ein Klient sich übergangen fühlt. Dies
kann z.B. passieren wenn der Klient keine Krankheitseinsicht und keine realen Vorstellungen
von seinen Ressourcen hat. Er könnte dann enttäuscht sein vom Dienstleister und sich abge-
stempelt fühlen.

2.1 Personenzentrierte Hilfeplanung

An dieser Stelle habe ich einen bereits bestehenden Hilfeplan von Herr X eingefügt und aktu-
alisiert. Daher kann sich die Schreibweise des Hilfeplans vom restlichen Bericht unterschei-
den.

Individuelle Basisversorgung
Bei der Ernährung hat Herr X bisher einen ganz guten Überblick über die Art und Menge der
Nahrung, die er selbstständig zubereiten kann und zu sich nimmt. Einziges Manko ist der
strikte Verzicht auf fetthaltige Lebensmittel, da Herr X an einem zu hohen Cholesterinspiegel
leidet. Hierzu fehlt ihm bisher die Motivation. Bei der Körperpflege benötigt Herr X keine
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Hilfe. Er wäscht, duscht und rasiert sich regelmäßig. Lediglich beim entfernen der Haare aus
den Ohren und beim Schneiden der Fingernägel bittet er um Unterstützung. Außerdem be-
sucht er einmal im Monat die Fußpflege. Die Grundfertigkeiten der Mobilität sind bei Herr X
gegeben, er weist jedoch eine gekrümmte Haltung insbesondere im Bereich des oberen Rü-
ckens und des Kopfes auf. Teilweise klagt er über Probleme beim Anziehen der Kompressi-
onsstrümpfe aber sonst schafft er alle Bewegungen. Bei der Kleidung achtet Herr X stets da-
rauf dass es dem Anlass und dem Wetter entsprechend ist. Probleme bereiten ihm manchmal
seine Hosenträger und der passende Sitz der Kompressionsstrümpfe. Die Kleidung ist stets
sauber und ordentlich, ab und zu steht nur ein Hemdkragen hoch oder das Hemd steckt
nicht richtig in der Hose, was dann etwas unordentlich aussieht.

Alltägliche Lebensführung
Die Zubereitung von einfachen Zwischen- und Hauptmahlzeiten übernimmt Herr X selbst-
ständig. Lediglich beim Kochen am Wochenende wünscht er sich bei schwierigen Gerichten
Unterstützung. Zudem weiß er wie die Geräte in der Küche sowie die Waschmaschine zum
eigenständigen Wäsche waschen bedient werden. Beim Einkaufen von Lebensmitteln wird
Herr X durch einen Mitarbeiter begleitet. Trotz eines Einkaufszettels ist er im Geschäft doch
sehr zwanghaft wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen z.B. nimmt man Weißbrot
oder Körnerbrot. Zudem hat er häufig Sorge dass das Geld nicht reicht und ist daher beim
Einkauf sehr genau und wägt alles 5x ab. Wenn es um den Kauf von Bekleidung geht wird
Herr X auch von einem Mitarbeiter unterstützt. Dabei verwaltet er selbst seine Finanzen und
pflegt einen eigenständigen Umgang mit Spar- und Barbeträgen. Dazu gehört auch ein ei-
genständiges Aufsuchen bestimmter Institutionen wie der Bank. Beim Schriftverkehr mit Be-
hörden o.ä. bittet Herr X um Unterstützung, da ihm der Überblick fehlt was alles in ein
Schreiben gehört oder was in einem Formular ausgefüllt werden muss. Dabei ist noch zu
sagen, dass Herr X keinen gesetzlichen Betreuer hat da er Selbstzahler ist. Bei der Zimmer-
pflege geht Herr X sehr gründlich vor, staub wischen, saugen oder in der Küche putzen be-
reiten ihm keine Probleme. Beim reinigen der gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen hat
er jedoch große Schwierigkeiten. Er hat in diesem Bereich eine vermehrte Angst vor Bakteri-
en, welche auf seiner Zwanghaftigkeit beruht.

Gestaltung sozialer Beziehungen und Freizeitgestaltung
Herr X pflegt einen guten Kontakt zu seiner Mitbewohnerin und seinem Mitbewohner, mit
denen er schon fast 20 Jahre im eigenen Haus lebt. Häufig werden sie gemeinsam zu Ge-
burtstagen von anderen Bewohnern der Einrichtung oder Nachbarn eingeladen. Herr X nimmt
auch gerne an Angeboten des Hauses teil, wie z.B. ein Frühstück oder Ausflüge gemeinsam
mit anderen Bewohnern. Zudem ist er Mitglied des Stammtisches, der sich einmal monatlich
trifft um Ausflüge und Angebote zu planen und er trifft sich regelmäßig mit einigen Bewoh-
nern zum Doppelkopf spielen. Familiär hat Herr X einen guten Kontakt zu seinen Brüdern,
seinem Neffen und einem Cousin welche ihn regelmäßig zu sich einladen und telefonisch
Kontakt zu ihm halten. Mit den Mitarbeitern pflegt er einen guten Umgang auf einer Vertrau-
ensbasis. Im Bereich der Arbeit hat er ebenfalls einen guten Umgang, jedoch ist er nicht so
belastbar. Konflikte klärt er eigenständig oder er sucht sich Hilfe bei einem Mitarbeiter. Ins-
gesamt ist er offen im Umgang mit anderen Menschen.
In seiner freien Zeit geht Herr X gern spazieren und hört viel Musik. Verabredungen und Ein-
ladungen nimmt er gerne wahr sowie Angebote des Hauses wie zum Beispiel der Chor oder
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die Musiktherapie. Dazu gehören z.B. Ausflüge zu Adventsmärkten, Feiern und Feste sowie
der Stammtisch. Eine Vorliebe ist das Doppelkopf spielen, zu dem er sich einmal im Monat
mit einigen Bewohnern trifft. An Ferienfreizeiten nimmt er auch gerne teil und Herr X be-
sucht jeden Sonntag die Kirche.

Kommunikation
Herr X ist überwiegend in der Lage mit seinen Mitmenschen adäquat zu kommunizieren. Er
kann selbstständig auf Leute zugehen und eine Unterhaltung führen. Wenn er jedoch in einer
Phase ist in der seine Zwangsgedanken stark ausgeprägt sind dann ist es schwierig mit ihm
ein Gespräch zu führen. Er redet dann immer wieder vom selben Thema und versteift sich
darauf. Es kann dann passieren, dass er den ganzen Tag nur von einem Thema redet, ob-
wohl das Thema im Gespräch schon längst abgeschlossen ist und man zwischendurch schon
von anderen Sachen gesprochen hat. Darüber hinaus bereitet es ihm keine Probleme das
Telefon zu bedienen oder auch Briefe an Freunde und Bekannte zu versenden.

Kognitive und psychische Kompetenzen
Herr X beschäftigt sich sehr stark mit dem christlichen Glauben. Der Sinn des Lebens steht
dabei oft im Mittelpunkt seiner Gedanken. Er vergleicht sich mit seinen „erfolgreichen“ Brü-
dern und stellt sich die Frage, warum gerade er so krank geworden ist und warum Gott das
zugelassen hat. Dabei stellt er häufig auch seinen eigenen Glauben in Frage und verstrickt
sich häufig in seinen Zwangsgedanken. Die daraus resultierende innere Unruhe äußert sich
durch zittern der Hände, Schweißausbrüche und stetiges auf und ab gehen. Mit einem Spa-
ziergang oder einem Gespräch schafft Herr X es häufig sich abzulenken. Wenn es um die
Merkfähigkeit und das Gedächtnis geht entstehen langsam Lücken aufgrund der fortschrei-
tenden Alzheimererkrankung. Ansonsten ist Herr X sehr schlau und hat ein breites Wissens-
spektrum mit dem er sich gerne an Gesprächen beteiligt, wobei er sich manchmal als "Bes-
serwisser" entpuppt. Beim erleben des eigenen Körpers weist Herr X ebenfalls Defizite auf. Er
hat schnell Angst das seine Zehen absterben wenn seine Strümpfe nicht richtig sitzen oder
das er sich bei einer winzigen Schnittverletzung mit Bakterien infiziert. Diese Gedanken len-
ken ihn dann vom eigentlichen Geschehen ab. Besonders häufig denkt er auch, dass seine
Hände noch schmutzig sind, obwohl er sie kurz zuvor gründlich gewaschen hat.

Medizinische Hilfen
Maßnahmen der Behandlungspflege von Seiten der Mitarbeiter sind bei Herr X nicht notwen-
dig. Aufgrund einer ärztlichen Verordnung trägt Herr X Kompressionsstrümpfe um einer
Thrombose vorzubeugen. Zusätzlich nimmt er eine Reihe von Medikamenten zu sich, die von
den Mitarbeitern zusammen gestellt und ihm morgens, mittags und abends dargereicht wer-
den. Außerdem erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und ein Besuch beim Neu-
rologen vierteljährlich. Desweiteren nimmt Herr X an einer Gymnastikgruppe teil, die alle 2
Wochen in der Einrichtung stattfindet.

Beschäftigungsstätte
Herr X besucht 2mal täglich vormittags als auch nachmittags die TAB (Tagesstruktur, Arbeit,
Beschäftigung), die an die Einrichtung angegliedert ist und welche er zu Fuß erreichen kann.
Dort übernimmt er leichte Tätigkeit wie z.B. das abzählen und einsortieren von Kleiderbü-
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geln. Er geht zuverlässig jeden Tag zur Arbeit, wobei er während dessen jedoch häufig ein-
nickt und ein Abbau der Leistung beobachtet werden kann.

Darstellung der Entwicklung des Hilfefalls

Aufgrund der dementiellen Züge ist bei Herr X ein Abbau der kognitiven Fähigkeiten zu be-
obachten. Auf der Arbeit in der TAB ist dies durch häufiges Einschlafen und Unkonzentriert-
heit am Arbeitsplatz zu beobachten. Zudem werden seine Zwänge ausgeprägter insbesonde-
re wenn es um das Reinigen des Bades und der Toilette geht. Besonders auffällig verhält
sich Herr X auch in Bezug auf die Medikamente. Bis vor kurzem hat er jeden Tag einen
Tagesdispender ausgehändigt bekommen und hat seine Medikamente dreimal täglich eigen-
ständig eingenommen. Es kam jedoch des Öfteren dazu, dass er die Einnahme vergessen hat
und das er die Mitarbeiter beschuldigte, wir würden seine Medikamente falsch stellen und
ihm wissentlich falsche Medikamente verabreichen. Der Facharzt entschied danach, dass
Herr X seine Medikamente von uns zugeteilt bekommt, sodass die Einnahme auf jeden Fall
stattfindet. Nach dieser Umstellung kam es ein paar Mal dazu, dass Herr X seine Medika-
mente erst sehr lange "unter die Lupe" nahm um sicher zu gehen, dass sie korrekt sind.
Teilweise hat er auch versucht die Einnahme zu verweigern. Inzwischen hat sich diese Prob-
lematik wieder gelegt und die Einnahme der Medikamente stellt kein Problem mehr da. In
allen anderen Bereichen, wie der alltäglichen Lebensführung oder der Gestaltung von sozia-
len Kontakten zeigt sich Herr X weiterhin stabil und zuverlässig. Die Phasen der Unruhe ha-
ben jedoch zugenommen. Sie treten häufig vorm Einkaufen, Kochen oder den Putzdiensten
auf. Herr X steigert sich dann Stunden vorher schon in die Situation rein und geht jedes De-
tail schon vorher im Kopf durch. Manchmal ist es so ausgeprägt, dass man kaum an ihn her-
an kommt. Häufig hilft ein gemeinsamer Spaziergang oder wenn man ihn für eine Stunde
allein lässt, damit er sich selbst wieder sammeln kann. Diese Unruhen werden von den Mit-
arbeitern auch genau dokumentiert, um mit dem Facharzt darüber im Gespräch zu bleiben.

Darstellung der Ziele

Als kurzfristiges Ziel werden wir gemeinsam mit Herr X Strategien entwickeln, um seine
Stressbewältigung während der Unruhen zu fördern und zu stärken. Diese Strategien werden
wir schriftlich für Herr X festhalten und durch eine wöchentliche Dokumentation die Ergeb-
nisse sichtbar machen. Nach einem halben Jahr werden wir feststellen, ob eine Veränderung
stattgefunden hat und welches Ziel wir für die Anpassung des Hilfeplans formulieren.

Als mittelfristiges Ziel werden wir Herr X weiterhin bei der Teilhabe an Aktivitäten bestärken
und seine Selbstständigkeit fördern. Dieses Ziel ist messbar, anhand der Dokumentation, in
der wir alle Aktivitäten von Herr X detailliert notieren und angemessen, indem wir versuchen,
Herr X soweit wie möglich ein selbstständiges Leben im teilstationären Bereich zu ermögli-
chen. Nach den aktuellen Entwicklungen ist dieses Ziel realistisch für das nächste Jahr, da
sich Herr X bisher insgesamt stabil zeigt und Krankenhausaufenthalte nicht nötig waren.

Als langfristiges Ziel ziehen wir die Gesundheit von Herr X in Betracht und streben eine
gesundheitsbewusste Ernährung an. Diese wird messbar anhand der regelmäßigen Blutkon-
trollen, bei der auch Cholesterinwert festgestellt wird und ist angemessen, da es das Leben
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von Herr X um einige Jahre verlängern kann. Dazu werden wir beim Einkaufen auf gesunde
Lebensmittel achten und Herr X regelmäßig gesunde Alternativen aufzeigen. Dieses Ziel ist
für einen Zeitraum von 2-3 Jahren angesetzt.

3. STRUKTURIERUNG DER HILFEN
Um sich einen besseren Überblick der Hilfen zu verschaffen, habe ich in nachfolgender Ab-
bildung eins alle aktuellen und aktivierbaren Hilfen aufgelistet. Dabei habe ich mich an den
Phasen einer Ampel orientiert. Grün steht für Hilfen, welche von Herr X bereits in Anspruch
genommen werden. In den orangenen Feldern sind Hilfen, welche im St. Antonius angeboten
aber von Herr X derzeit nicht angenommen werden. Rot steht für ganz neue Hilfen, die neu
installiert werden könnten, um dem Hilfebedarf von Herr X gerecht zu werden. Nach der Ab-
bildung gehe ich genauer auf die aktivierbaren und nicht vorhandenen Hilfen ein. Die Hilfen
in den grünen Feldern wurden im Hilfeplan bereits beschrieben.
Abb.1: Übersicht der aktuellen und aktivierbaren Hilfen mit Zeitbedarf
Hilfen im St. Antonius Haus Externe Anbieter im St.
Antonius Haus
Externe Hilfen
Werkstatt TAB
(5 h am Tag)
Progressive Muskelent-
spannung
(jeden Montag 1h)
Fachärzte im Kreis Borken
und Umgebung
(ca. 3h pro Monat)
Betreuung durch Mitarbeiter
(ca. 10 h pro Woche)
Musiktherapie
(1h pro Woche)
Krankengymnastik in Schöp-
pingen
(1h pro Woche)
Gymnastikgruppe
(alle 2 Wochen 0,5 h)
Gesprächstherapie
(2h pro Monat)
Kochkurse der VHS in Schöp-
pingen und Umgebung
(nach Bedarf)
Chor
(1h pro Woche)
Hundetherapie
(1h pro Monat)
Bücherei in Schöppingen
(nach Bedarf)
Schwimmgruppe
(jeden Donnerstag 2 h)
Mobile
Ernäherungsberatung
und Kochkurs "Mobil-
food"
(alle 2 Monate 2h)


Ein Mitarbeiter des St. Antonius Hauses leitet jeden Donnerstag eine offene Schwimmgruppe,
an der jeder teilnehmen kann. Dies würde dem Bewegungsapparat von Herr X gut tun und
könnte zu einer Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung und -haltung führen. Das
Angebot der externen Musiktherapeutin könnte ihn neben dem Chor in Einzelstunden musi-
kalisch fördern und gleichzeitig seine kognitiven Fähigkeiten stärken. Ebenso eine Ge-
sprächstherapie könnte die kognitiven und psychischen Fähigkeiten fördern und insbeson-
dere in Hinblick auf die Demenz beibehalten. Dagegen würde die Hundetherapie an den so-
zialen Kompetenzen anknüpfen und das Selbstvertrauen sowie die eigene Wahrnehmung
festigen. Die Ernährungsberatung könnte als Einstieg zu einer gesunden Ernährung dienen
und ein Kochkurs könnte die Sicherheit beim Kochen am Wochenende erhöhen. Der regel-
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mäßige Besuch der örtlichen Bücherei würde zusätzlich die kognitiven Kompetenzen anre-
gen, zudem Herr X gerne liest.
Bei den Angeboten wie der Musiktherapie, Gesprächs- oder Hundetherapie sind keine zu-
sätzlichen Mitarbeiter des Hauses nötig. Dabei ist zu erwähnen, dass bei allen drei Angebo-
ten die Fachkraft stets dieselbe ist, was zusätzlich das Vertrauen und somit den Erfolg der
Therapie begünstigt. Die Schwimmgruppe ist personell gut planbar, da es ein regelmäßiger
Termin ist, der ebenfalls immer vom selben Mitarbeiter begleitet wird. Für den ersten Kon-
takt zur Bücherei wäre es notwendig, Herr X ein paar Mal zu begleiten, um eine Routine her-
zustellen und ihm bei Fragen zur Seite zu stehen. Eine Ernährungsberatung oder ein Koch-
kurs im Haus Bedarf immer einer Begleitung durch einen Mitarbeiter, da die Anbieter die
Bewohner nicht kennen und so leichter Kontakt hergestellt werden kann. Würde ein solches
Angebot außerhalb von Schöppingen stattfinden, ist der Zeit- und Personalaufwand natürlich
höher als bei Angeboten direkt vor Ort.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass bereits ein breites Angebot von Hilfen besteht, wobei
einige für Herr X noch aktiviert werden könnten. Dabei sollte jedoch beachtet werden, welche
Hilfen für Herr X derzeit am wichtigsten sind und welche Hilfen er selbst auch in Anspruch
nehmen möchte. Zudem sollte es zu keiner Überforderung durch zu viele Hilfen kommen. Es
liegt an uns, gemeinsam mit dem Klienten ein gesundes Maß an Hilfsangeboten zu erarbei-
ten und für die Entwicklung sowie das Wohlbefinden des Klienten zu nutzen.

4. SOZIALPSYCHIATRISCHE NETZWERKARBEIT
4.1 psychiatrische Versorgungslandschaft der Region um Schöppingen
Da die Gemeinde Schöppingen sich im Randbezirk des Kreises Borken befindet und an den
Kreis Coesfeld sowie den Kreis Steinfurt angrenzt, habe ich in der Abbildung 1 die psychiat-
rische Versorgungslandschaft der drei genannten Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt dar-
gestellt. Zudem habe ich in meine Karte, auch den Bereich Münster einbezogen, da dieser
von Schöppingen aus über die B54 schnell zu erreichen ist und wir in unserer Praxis auch
Termine dort wahrnehmen. Da die Versorgungslandschaft damit sehr groß ist, kann es sein,
dass einzelne Angebote nicht mit einbezogen wurden. Ich habe versucht, speziell auf die
ärztliche Versorgung, Kontakt- und Beratungsstellen, Wohnformen und Arbeitsstätten in der
sozialpsychiatrischen Versorgung einzugehen. Diese sind in der nachfolgenden Karte in ver-
schiedenen Farben und Formen dargestellt, wie sich aus der Legende entnehmen lässt. Im
Anhang 2 befindet sich zusätzlich eine detaillierte Auflistung für jeden einzelnen Kreisbezirk
zur Ansicht. Diese Auflistung habe ich zusätzlich angefertigt, um sie im Anschluss in der
Praxis verwenden zu können.




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Abb. 2: psychiatrische Versorgungslandschaft der Region um Schöppingen

Abb. 3: Vernetzung des St. Antonius Hauses in der psychiatrischen Versorgungslandschaft


Quelle Ursprungsbild: http://www.uni-
muenster.de/imperia/md/images/lehrerbildung/karte_vom_regierungsbezirk_muenster.jpg, Veränderun-
gen vorgenommen von S. Moser

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In der Abbildung drei wird durch die farbigen Linien deutlich, mit welchen psychiatrischen
Angeboten, das St. Antonius Haus in Schöppingen vernetzt ist. Begonnen bei der ärztlichen
Versorgung fällt ins Auge, dass die Einrichtung sowohl im Kreis Borken, als auch in allen
angrenzenden Kreisbezirken Vernetzungen hat. Im Kreis Borken sind es zu einem das Lukas
Krankenhaus Gronau, in das häufig Klienten in akuten Phasen aufgenommen werden. Zum
Anderen Fachärzte in den Orten Ahaus und Stadtlohn. Weitere Kliniken sind die LWL-Kliniken
in Lengerich und Münster sowie das Universitätsklinikum Münster. Auch die Klinik in Dülmen
wurde schon mehrmals von Klienten aus Schöppingen aufgesucht. Darüber hinaus stehen in
den anderen Kreisbezirken Fachärzte in Steinfurt und Coesfeld zur Verfügung. Die Klienten
werden einmal im Quartal zu ihrem Termin beim Facharzt begleitet und in Akutsituationen
findet ein enger telefonischer Kontakt mit den jeweiligen Fachärzten statt. Im Bereich der
Kontakt- und Beratungsstellen weist die Einrichtung momentan nur eine Vernetzung auf.
Diese befindet sich im Bezirk Münster und wird durch eine Klientin im Bereich der Ge-
sprächstherapie hergestellt. Obwohl im Ort Raesfeld im Kreis Borken sich keine offzielle
Wohnstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung befindet, ist das St. Antonius
Haus trotzdem mit diesem Ort vernetzt. In zwei Gastfamilien leben insgesamt 5 Klienten,
welche an die Einrichtung angeschlossen sind und in regelmäßigen Abständen von einem
Mitarbeiter besucht werden. Da viele unserer Klienten in den Caritaswerkstätten in Ochtrup
arbeiten, findet dort die Vernetzung auf Arbeitsebene statt. Hier findet alle 3 Monate ein
Austauschgespräch zwischen der Werkstatt und der Einrichtung statt. Dringende Fälle kön-
nen auch telefonisch bearbeitet werden.
4.2 Beispiel der Vernetzung anhand des Bewohners X
Der wichtigste Punkt in der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ist die medizinische
Versorgung. Diese wird durch den ortsansässigen Hausarzt, sowie durch einen Facharzt für
Neurologie und einen Urologen, welche beide in Steinfurt ansässig sind, gewährleistet. Dazu
stehen wir als Mitarbeiter in ständigem Kontakt mit den Praxen, wenn es darum geht Medi-
kamente zu bestellen und den Klienten zu regelmäßigen Kontrollen soweit es nötig ist zu
begleiten. Dabei spielen zum Beispiel auch Termine für Blutentnahmen und die Weiterleitung
der Ergebnisse an die jeweiligen Ärzte ein Rolle. Herr X kümmert sich selbstständig um re-
gelmäßige Blutentnahmen, holt die Ergebnisse selbst ab und leite diese an die Mitarbeiter
weiter. Um die Medikamentenbestellung kümmern sich die Mitarbeiter. Dazu gehört auch
das Einlösen der Rezepte in der örtlichen Apotheke, mit der ebenfalls ein ständiger Aus-
tausch stattfindet, bei dem z.B. über Nebenwirkungen oder Änderungen der Medikation ge-
sprochen wird.
Abgesehen von der medizinischen Versorgung hat Herr X als Privatpatient und Selbstzahler
viel mit Behörden zu tun. Er muss monatliche Anträge für das Amt, die Rentenkasse oder
seine private Krankenversicherung anfertigen. Teilweise müssen einzelne Anliegen auch te-
lefonisch geregelt werden. In der Einrichtung selbst ist er ebenfalls mit verschiedenen Insti-
tutionen vernetzt. Den größten Teil nimmt dabei die hauseigene Werkstatt für Tagesstruktur
und Arbeit in Anspruch, die der Klient vormittags und nachmittags besucht. Ansonsten
nimmt der Klient an externen Angeboten teil, wie die Musiktherapie, Hundetherapie und der
progressiven Muskelentspannung.

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4.3 private und soziale Netzwerke von Bewohner X
Gerade wenn man das Ziel der Einbindung von Menschen in das soziale Gefüge und seine
Umgebung verfolgt, ist es sinnvoll vorab zu schauen welcher momentane Status der Einbin-
dung einer Person vorliegt. Hierfür habe ich mich für das Instrument einer Eco-Map ent-
schieden. Die Ecomap kann von dem Klienten selbst erarbeitet werden, anhand von vorgege-
benen möglichen sozialen Kontakten auf einem Formular. Dies bietet dem Klient die Mög-
lichkeit selbstbestimmt an einem Hilfeplanprozess teilzunehmen. Im anschließenden Ge-
spräch mit dem Klienten kann eine Interpretation des Klienten wie auch von der Beratungs-
person als Unterstützung stattfinden. Dabei ist zu beachten, bei einer sehr negativen Inter-
pretation des Klienten, die vorhandenen gelingenden Beziehungen zu betonen und Möglich-
keiten zur Verbesserung problematischer Beziehungen anzusprechen. (vgl. Pantucek, 2009,
S.198-199)
Während eines Gesprächs mit Herr X, habe ich ihn gebeten, mir Auskunft über sein soziales
Umfeld zu geben. Als Unterstützung habe ich dafür die Ecomap verwendet, da ich sie sehr
anschaulich finde und der Klient selbst daran arbeiten kann. Zuerst sollte Herr X alle Perso-
nen bzw. Institutionen einkreisen, mit denen er momentan in Kontakt steht. Dabei war es
noch nicht wichtig ob es sich um einen positiven oder negativen Kontakt handelt. Er nahm
sich viel Zeit für diese Aufgabe und bearbeitete jeden Punkt auf der Ecomap einzeln. Manche
kreiste er zügig ein wie z.B. den Punkt Geschwister und nahe Freunde, bei anderen Punkten
schwankte er hin und her ob er damit wirklich Kontakt hat wie z.B. mit den Behörden, die
sich auf der Karte im äußersten Kreis befinden. Da Herr X in einer Wohngemeinschaft lebt,
fügte er den Punkt Mitbewohner hinzu und unter dem Punkt andere Organisationen fand das
Antoniushaus noch einen zusätzlichen Platz. Im zweiten Schritt bekam er die Aufgabe, von
sich selbst zu jedem Kreis eine Linie zu ziehen, der für Ihn eine positive Beziehung darstellt.
Auch hier nahm sich Herr X viel Zeit und bearbeitete jeden Punkt einzeln. Dabei zog er viele
Linien zu Personen im zweiten und dritten Kreis von ihm aus gesehen. Im äußersten Kreis
zog er eine Linie zu den Punkten Beschäftigungsprogramme, andere Organisationen und
dem Gesundheitswesen. Danach sollte er gestrichelte Linien ziehen zu den Punkten, die für
Ihn eine negative Beziehung bedeuten. Nach langem überlegen stellte sich jedoch heraus,
dass keiner der Punkte dafür zutreffend war. Im Endeffekt entschied er sich dafür, die Punkte
Behörden, Exekutive, Hausarzt und Mitglieder der Kirchengemeinde ohne irgendeine Linie
stehen zu lassen. Zum Schluss fragte ich ihn, was er aus dem vorliegenden Ergebnis für
Schlüsse ziehen würde. Er antwortete, dass sein soziales Umfeld momentan ganz gut ausse-
hen würde und dass es ihm an nichts fehlen würde. Insgesamt schien er zufrieden zu sein
und die Aufgabenstellung fiel ihm laut eigener Aussage nicht schwer. Herr X befindet sich in
einem guten sozialen Netzwerk, es sollte jedoch erwähnt werden, dass er zu vielen einge-
kreisten Personen nur selten Kontakt hat und wir uns daher auf die sozialen Kontakte inner-
halb seines direkten Umfeldes konzentrieren. Die Ecomap befindet sich zum Abgleich im
Anhang 3.



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5. INDIVIDUELLE NACHWORTE
Beginnen möchte ich zum Abschluss des Berichtes mit einem der wichtigsten Felder sozialer
Organisation, dem Wandel in der Arbeitswelt. Martin Albert (2006) spricht in seinem Buch
Soziale Arbeit im Wandel von dem Einzug eines wirtschaftsorientierten Denkens wodurch ein
grundlegender Paradigmenwechsel stattfindet. Als Sozialpädagogen finden wir uns in einem
Dilemma zwischen Ökonomie einerseits und ethischer Verantwortung andererseits. Im Alltag
äußert sich dies z.B. durch zunehmende Dokumentation und Schriftverkehr. Heutzutage sind
wir nicht mehr nur Sozialpädagogen, die mit Menschen arbeiten, sondern wir sind Finanzbe-
rater, Gesprächspartner, Sekretär, Hauswirtschafter und vieles mehr. Gerade in der Arbeit mit
psychisch erkrankten Erwachsenen im teilstationären Bereich steht man häufig vor Entschei-
dungen, welche Aufgabe zuerst erledigt wird. Dabei ist es notwendig Prioritäten zu setzen,
welche laut Leitbild natürlich immer die Bedürfnisse des Klienten sind, was in der Praxis je-
doch leider nicht immer umsetzbar ist. Dies hängt natürlich auch mit der personellen Beset-
zung zusammen. An allen Ecken und Enden muss gespart werden und bloß keine Überstun-
den machen.
Diese rasante Entwicklung im Gesundheitswesen verlangt nicht nur immer besser qualifizier-
te Mitarbeiter, sondern vor allem eine deutliche Steigerung der Vernetzung sowie der inter-
disziplinären Zusammenarbeit. Auch neue Therapieansätze, die zu einer qualitativen Ver-
besserung mit gleichzeitiger Zeitersparnis führen, sind wichtiger denn je. Durch fachüber-
greifende Seminare für verschiedene Berufsgruppen, wird der interdisziplinäre Austausch
gefördert. Dies kommt dem ganzheitlichen Einsatz deutlich zu gute. So kann der Ergo-
therapeut lernen, wie er die kommunikative Entwicklung fördert. Der Logopäde vertieft sich
in die Lagerung von Apoplex-Patienten. Der Physiotherapeut erweitert den Mobilitätsbereich
durch Wahrnehmung und der Sozialpädagoge findet einen Weg zur Kommunikation durch
den Hund. Insgesamt gilt für alle Berufszweige, „wer rastet, der rostet“. Bosshard, Erbert und
Lazarus (2013) haben dazu festgehalten:
"Sozialpädagogische Unterstützung kann phasenweise zu Krisenmanagement, -
verarbeitung und –überwindung beitragen. Sie kann aber auch ein langwieriger,
unterschiedlich intensiver Begleitungsprozess sein, bei dem der Sozialpädagoge dem
durch die Erkrankung und ihre Folgen eingeschränkten Klienten hilft, sich neu in
seinem Alltag und in der Welt einzurichten. Dazu gehört auch die Auseinanderset
zung mit der psychischen Erkrankung, dem Krankheitsverständnis und den Be
wältigungsweisen des Klienten (S.270/271)."
Hierzu benötigt er Handwerkszeug in Form einer Methodenvielfalt bestehend aus Ge-
sprächsführungskompetenzen, Casemanagement, Krisenmanagement, Gemeinwesenarbeit,
Recovery und natürlich die eigene professionelle Haltung. Einige für den Bericht relevante
Methoden und Begriffe werde ich im nachfolgenden kurz skizzieren.
Gemeindepsychiatrischer Bund
Der Gemeindepsychiatrischer Verbund (GPV) im Kreis Borken wurde im Jahre 2003 gegrün-
det. Hier haben sich freie, private und öffentliche Träger, Selbsthilfe und
Angehörigengruppen, Ärzte und psychosozial tätige Therapeuten zusammengeschlossen.
Zielsetzung des Verbundes ist es u.a., die Versorgung von Menschen mit psychischen Er-
14

krankungen zu verbessern und ihre Lebensqualität zu erhöhen (Verbund, 2003). Die Ziel-
gruppe des GPV wird durch folgendes Zitat deutlich:
„Der GPV stellt die Menschen mit psychischen Krankheiten [⋯] in den Mittelpunkt
seiner Arbeit. Er konzentriert sich dabei auf Menschen mit chronischen Erkrankun
gen, die einen komplexen Hilfebedarf zeigen. Dabei steht das klientenzentrierte
Handeln zentral (S.5)."
Gemeinwesenarbeit
Der Begriff Gemeinwesenarbeit wird heutzutage eher als Sozialraumorientierung bezeichnet.
Es geht darum, einen Sozialraum zu gestalten und dabei auf die Bedürfnisse der Individuen
im jeweiligen Sozialraum einzugehen. Dabei geht es nicht darum, mit vielen Methoden und
pädagogischem Background Menschen zu verändern, sondern darum, Lebenswelten zu ge-
stalten und Arrangements aufzubauen, die dazu beitragen, dass Menschen auch in prekären
Lebenslagen zurechtkommen. Im Vordergrund stehen vor allem die Interessen der leistungs-
berechtigten Menschen und die Selbstbefähigung derjenigen bzw. die Aktivierung von Res-
sourcen. Dabei wird zielgruppen- und bereichsübergreifend geplant, damit eine Vernetzung
und Integration der verschiedenen sozialen Dienste als Grundlage für nachhaltig wirksame
soziale Arbeit geschaffen wird (Hinte, Lüttringhaus & Oelschlägel, 2007, S.9).

psychische Behinderung
Nach diagnostischen Kriterien leidet der größte Teil der psychisch erkrankten Menschen im
St. Antonius Haus an Schizophrenien oder einer Art der affektiven Psychosen (depressive
oder manisch-depressive Form). Häufig kommen auch die Diagnosen: Persönlichkeitsstö-
rung, organische Störung einschließlich der Folgen von Drogen- und Alkoholabhängigkeit
dazu. Viele psychisch Erkrankte haben mehrfache Erkrankungen, meist mit körperlichen
Komplikationen. Andauernde psychiatrische Symptome sind meist Störungen der kognitiven
Fähigkeiten. Hinzu kommen soziale Störungen und Beziehungsstörungen sowie eine hohe
Sensitivität und ein hohes Stresspotential. Psychische Funktionseinbußen sind also aktive
Muster von Symptomen, die zu einer Diagnose und den ursprünglichen Behandlungsversu-
chen geführt haben. Psychisch erkrankte Menschen versuchen ihre Erkrankung und Behand-
lung möglichst persönlich zu bewältigen. Eine große psychotische Episode ist in diesem Zu-
sammenhang zumeist eine sehr ängstigende und verstörende Erfahrung, und die Effekte
dieser Erfahrung können viel länger als die eigenständigen Krankheitssymptome bestehen
bleiben. Häufig haben diese Bewältigungsreaktionen zwei Formen.
1. Die betreffende Person verliert das Vertrauen in sich und seine Umgebung und wird somit
immer anfälliger für jede Form von Stress und Anforderung, was zum Rückzug und zur Iso-
lation führt.
2. Die äußeren Behinderungen, wie kaum vorhandene oder sehr negativ gefärbte soziale Bin-
dungen sowie ein wirtschaftlicher Abstieg können selbst zu ungünstigen Bewältigungsreak-
tionen und zu psychiatrischen Symptomen führen.

Case Management
Manfred Neuffer definiert in seinem Buch Case Management- Soziale Arbeit mit Einzelnen
und Familien (2009) den Begriff Case Management wie folgt:
15

"Case Management ist ein Konzept zur geplanten Unterstützung von Einzelnen und
Familien.
Case Management gewährleistet durch eine durchgängige fallverantwortliche
Bezie hungs- und Koordinierungsarbeit Klärungshilfe, Beratung und den Zugang zu
notwendigen Dienstleistungen.
Case Management befähigt Klienten und Klientinnen, Unterstützungsleistung so weit
wie möglich selbstständig zu nutzen und greift so wenig wie möglich in ihre Lebens-
welt ein.
Case Management übernimmt die Fall- und Systemsteuerung, bindet personelle und
institutionelle Netzwerkarbeit ein, beteiligt sich am Aufbau eines professionellen und
nicht-professionellen Unterstützungssystems (S.19)."

Empowerment
Die nächsten drei Begriffe sind eng miteinander verbunden. Beim Empowerment geht es da-
rum, die Ressourcen des Klienten aufzugreifen, zu fördern und ihn in seiner Selbstbefähi-
gung zu stärken. Der Klient soll lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und diesen auch
zu vertrauen. Dabei geht es nicht nur um die Übernahme von Verantwortung für die eigenen
Entscheidungen, sondern auch in Übereinstimmung mit dem Hilfesystem handeln zu kön-
nen. Das Hilfesystem muss in der Lage sein, die Ziele ihrer Klienten zu unterstützen, aber
auch dazu dienen, die eigenen Ziele zu suchen und klar zu beschreiben (Amering, Krausz &
Katschnig,2008, S. 213-214).

Salutogenese
Der Medizinsoziologe und Stressforscher Aaron Antonovsky beschreibt in seinen Aufzeich-
nung von 1997 den sein Verständnis vom Begriff Salutogenese. Er geht nicht davon aus, das
die Begriffe Pathogenese und Salutogenese gegensätzlich sind. Vielmehr ist seiner Ansicht
nach jeder Mensch gleich gesund, bei manchen kommen im Laufe des Lebens erkrankte An-
teile dazu, bei anderen nicht. In einer Metapher sieht er alle Menschen in einem Fluss
schwimmen, jeder schwimmt für sich und lernt in seiner eigenen Art mit auftretenden Hin-
dernissen im Fluss umzugehen. Dabei beschreibt er das sogenannten Kohärenzgefühl, wo-
durch die Menschen in der Lage sind, auch mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen,
sofern sie ihre Situation 1. verstehen, 2. einen Sinn sehen und 3. damit umgehen können
(S.30).

Recovery
Um dem immer noch vorhandenen Machtgefüge zwischen Klient und Fachkräften entgegen
zu wirken, haben sich Psychiatrieerfahrene verschiedenster Länder zusammengeschlossen.
Diese Widerstandsbewegung trägt den Namen "Recovery", was im deutschen für Begriffe wie
Gesundung, Genesung, Erholung oder Wiedergewinnung steht. In Deutschland ist man gera-
de dabei, dieses Handlungs- bzw. Haltungskonzept in verschiedenen Einrichtungen und auf
Seminaren vorzustellen. Recovery geht davon aus, dass es für Menschen mit einer psychi-
schen Erkrankung möglich ist, zu gesunden oder zumindest einen Weg zu finden, besser
damit umzugehen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dabei spielen Partizipation
und die Vermittlung von Hoffnung eine wichtige Rolle. Pat Deegan hat in einem Vortrag für:
„Gesundung von psychiatrischen Leiden: Anregungen für die Aus- und Weiterbildung von
Psychiatriefachleuten“ am 10.Mai 1995 folgendes vorgetragen
16

Wenn es gilt, mit einer Person mit einer psychiatrischen Behinderung zu arbeiten,
deren Herz hart geworden ist, die aufgegeben hat und die motiviert ist, sich um
nichts mehr zu kümmern, müssen wir verstehen, dass das eine Person ist, die davon
überzeugt ist, ohnmächtig zu sein. Die erfährt, dass alle Macht in der Hand von An
dern ist. Sie erfahren, was Psychologen einen äußeren Verlust der Kontrolle nennen.
Für solche Menschen ist es dringend notwendig, dass eine Umgebung geschaffen
wird, in der es Entscheidungen zu treffen gibt. Ich rede hier nicht von erzwungenen
Entscheidungen wie: “Entweder Sie schlucken Ihre Medikamente oder Sie gehen zu-
rück in die Klinik.“ – (das ist eher Zwang), sondern von richtigen Wahlmöglichkeiten.
Ich rede hier von allen möglichen Alternativen, angefangen mit kleinen Angelegen-
heiten wie z.B. „Welche Sorte Eis möchten Sie?“ weiter mit „In welches Café möchten
Sie gehen?“ bis zu „Welche berufliche Ziele möchten Sie verfolgen?“ usw. (S.7-8).

6. FAZIT

Die Studieneinheit hat mir persönlich dabei geholfen, meinen Horizont sowohl in der Praxis
als auch in der Theorie zu erweitern. Durch das anfertigen der verschiedenen Netzwerkkar-
ten konnte ich mir einen besseren Überblick verschaffen und kann das zusammengetragene
Material für meine Arbeit in der Praxis nutzen, sodass auch meine Kollegen davon profitieren
können. In der Arbeit mit Klienten werde ich nun genauer darauf achten, welche Hilfen man
noch aktivieren und installieren kann. Zum Schluss habe ich mir noch wichtige Begriffe aus
der sozialen Arbeit angeschaut, welche für die aktuellen Entwicklungen eine Rolle spielen.
Insgesamt finde ich meinen Bericht rund und bin mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden.



QUELLENVERZEICHNIS

Albers, M. (2006). Soziale Arbeit im Wandel. Hamburg: Vsa.
Antonovsky, A. (1997). Salutogenese: Zur Entmystifizierung der Gesundheit. DGVT Verlag
Amering, M., Krausz, M. & Katschnig, H. (2008). Hoffnung macht Sinn - Schizophrene Psy-
chosen in neuem Licht. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG
Bosshard, M., Ebert, U., & Lazarus, H. (2013). Soziale Arbeit in der Psychiatrie. Köln:
Psychiatrie Verlag GmbH.
Deegan, P. (1995). Gesundung von psychiatrischen Leiden: Anregungen für die Aus- und
Weiterbildung von Psychiatriefachleuten. Gesundung als Reise des Her-zens. Massachusette,
USA.
17

Hinte, W., Lüttringhaus, M. & Oelschlägel, D. (2007). Grundlagen und Standards der
Gemeinwesenarbeit- Ein Reader zu Entwicklungslinien und Perspektiven. Weinheim und
München: Juventa Verlag
Neuffer, M. (2009). Case Management - Soziale Arbeit mit Einzelnen und Familien. Weinheim
und München: Juventa Verlag
Pantucek (2009). Soziale Diagnostik-Verfahren für die Praxis sozialer Arbeit .
Wien: Böhlau Verlag
Verbund, G. (2003). Gemeindepsychiatrischer Verbund im Kreis Borken. Borken, Nordrhein
Westfalen: Kreis Borken.




















18

Anlagen
Anlage 1: Leitfaden individuelle Hilfeplanung
Anlage 2: Liste der Versorgungslandschaft
Anlage 3: Ecomap




















19

Anlage 1: Leitfaden Hilfeplangespräch



20

Anlage 2: Liste Versorgungslandschaft
Kreis Borken
Ärztliche Versorgung
Name Beschreibung Adresse
Lukas Krankenhaus Gronau Psychiatrie und Geriatrie im
stationären und teilstationären
Bereich
Zum-Lukas-Krankenhaus 1
48599 Gronau
02562/790
www.lukas-gronau.de
St. Vinzenz Hospital Rhede Zentrum für seelische Gesund-
heit
Vinzenzstr. 6, 48414 Rhede
02872/802201
http://www.st-agnes-
bocholt.de/leistungen/zentrum-
fuer-seelische-gesundheit-im-st-
vinzenz-hospital-rhede/
Gemeinschaftspraxis M.
Ahlbrand und Dr. med. J. Gör-
lich
Ärzte für Neurologie, Psychiat-
rie und Psychotherapie
Am Kuhm 13, 46342 Velen
02863/92160
www.neuro-velen.de
Werner Büttgen Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie
Butenwall 26, 46325 Borken
02861/603077
Dr. med. Bur am Orde Neurologie, Psychiatrie und
Psychotherapie
Am Schloßgarten 9, 48683
Ahaus
02561/961296
Volker Knecht Neurologie, Psychiatrie und
Psychotherapie
Casinowall 4, 46397 Bocholt
02871/5829
Dr. Matzel Arzt für Neurologie und Psychi-
atrie
Josefstr. 41, 48703 Stadtlohn
02563/5055
Haus Kuckelbeck Medizinische Rehabilitations-
einrichtung
Kuckelbeck 1, 46342 Velen
02863/4131
www.caritas-borken.de

Kontak- und Beratungsstellen
Name Beschreibung Adresse
Sozialpsychiatrischer Dienst Beratung und Unterstützung Burloer Str.93, 46325 Borken
02861/821077
Integrationsfachdienst Borken-
Coesfeld
Rehabilitation am Arbeitsplatz Am Kuhm 36, Borken
02861/8029159
Integrationsfachdienst Südkreis
Borken
Rehabilitation am Arbeitsplatz Butenwall 10, Borken
02861/80998203
Integrationsfachdienst Nord-
kreis Borken
Rehabilitation am Arbeitsplatz Bahnhofstr. 93, Borken
02861/963417
Servicepunkt Arbeit im Kreis
Borken
Rehabilitation und Integration Burloer Str.93, Borken
02861/821249
Sozialdienst kath. Frauen e.V.
Bocholt
Verschiedene Beratungsange-
bote und offene Treffs
Crispinusstr. 9, 46399 Bocholt
02871/2518220
www.skf-bocholt.de
BeLA Beratungsladen & Cafe des Osterstr.53, 46397 Bocholt
21

Sozialdienstes kath. Frauen e.V. 02871/2391539
www.skf-bocholt.de
Diakonisches Werk des Ev. Kir-
chenkreises Steinfurt-Coesfeld-
Borken
Verschiedene Beratungsange-
bote und offene Treffs
Gildehauserstr. 67, 48599 Gro-
nau
02562/70150
Caritasverband für das Dekanat
Ahaus und Vreden e.V.
Beratungsangebote und Selbst-
hilfegruppen
Wüllener Str.80,48683 Ahaus
02561/429140
www.caritas-familienservice.de
Caritasverband für das Dekanat
Borken e.V.
Kontakt- und Beratungsstelle Ramsdorfer Str.9, 46342 Velen
02863/761811
Sozialdienst kath. Männer e.V.
Bocholt
Verschiedene Beratungsange-
bote
Kolpingstr.3-5, 48399 Bocholt
02871-8891
InSel gGmbH Gronau Kontakt- und Beratungsstelle
des Psychosozialen Zentrums
Eschweg 8, 48599 Gronau
02562/718084
www.insel-borken.de
InSel gGmbH Ahaus Kontakt- und Beratungsstelle
des Psychosozialen Zentrums
Sperberweg 6a, 48683 Ahaus
02562/718084
www.insel-borken.de
InSel gGmbH Rhede und Raes-
feld
Kontakt- und Beratungsstelle
des Psychosozialen Zentrums
Bahnhofstr. 38, 46414 Rhede
02872/805688
www.psz-rhede.de
Arbeiterwohlfahrt Kontakt- und Beratungsstelle Am Schievegraben 3,46397
Bocholt
02871/340996
Matthias Haus Vreden Angebote sozialpädagogischer
Gruppenarbeit
Kirchplatz 10, 48691 Velen
02561/912139
Aktiv 90 in Gronau Selbsthilfegruppe im psychoso-
zialen Zentrum
Eschweg 8, 48599 Gronau
02562/97273

Wohnen
Name Beschreibung Adresse
St. Antonius Haus gGmbH Wohn- und Pflegeheim mit Be-
treuung im stationären, teilstatio-
närem und ambulanten Bereich
sowie hauseigenes Arbeits- und
Beschäftigungsangebot
Antoniusplatz 1-9,
48624 Schöppingen
02555/8670
www.st-antonius-haus.de
Diakonische Stiftung Witte-
kindshof Gronau
Stationäres Wohnen mit hausei-
gener Werkstatt überwiegend für
Menschen mit geistiger Behinde-
rung
Bahnhofstr.30, 48599 Gronau
02562/719197
www.wittekindshof.de
InSel gGmbH Betreutes Wohnen in Gronau,
Ahaus, Borken, Bocholt und Rhede
Eschweg 8, 48599 Gronau
02562/718084
www.insel-borken.de
Haus Hall Ambulant betreutes Wohnen Haller Weg 11, 48712 Gescher
02542/7034530
www.haushall.de
Sozialwerk St. Georg e.V.
Wohnstätte Borken
Soziotherapeutische Einrichtung
für Menschen mit einer chroni-
schen Abhängigkeitserkrankung
Neutor 11-13, 46325 Borken
02861/9029810
www.sozialwerk-st-georg.de
Interkulturelle Begegnungs- Ambulant betreutes Wohnen und Südring 75, 48703 Stadtlohn
22

projekte (IBP) stationäre Plätze sowie Arbeitsan-
gebote
02563/4000070
www.ibp-ev.de

Arbeiten
Tagesstätte des Fördervereins
Horizont e.V.
Psychosoziales Zentrum Gronau Eschweg 8, 48599 Gronau
02562/97273
Tagesstätte des Fördervereins
Fähre e.V.
Tagesstruktur Nikolaus-Groß-Weg 1,
46414 Rhede
02872/806437
Dinkelwerkstatt Gronau- Hori-
zont e.V.
Arbeitstraining und
Zuverdienstmöglichkeiten
Fabrikstr.8, 48599 Gronau
02562/700143
Herbalind gGmbH Arbeitstraining und Integrati-
onsunternehmen der Fähre e.V.
Wiegenkamp 23, 46414 Rhede
02872/927612
Protec Werkstatt für Menschen mit
psychischen Behinderungen
(WfbM) für den Bereich Gro-
nau, Heek, Schöppingen
Hauptstr.29-31, 48607
Ochtrup-Langenhorst
02553/72260
Haus Hall WFbM für den Bereich Ahaus,
Gescher, Legden, Reken, Stadt-
lohn, Südlohn und Velen
Industriestr. 4, 46342 Velen
02863/38291910
Integra-Industrieservice WfbM für den Bereich Borken,
Bocholt, Isselburg, Rhede, Hei-
den und Raesfeld
Vosskamp 20, 46414 Rhede
02872/9288410 und
Binnenpaß 1
02872/9288440

Kreis Steinfurt
Ärztliche Versorgung
LWL-Klinik Lengerich Psychiatrie, Psychotherapie,
Psychosomatik und Neuro-
logie
Parkallee 10,49525 Lengerich,
05481/120
www.lwl.org/LWL/Gesundheit/
psychiatrieverbund/K/klinik_
lengerich
Tagesklinik Steinfurt/
Borghorst
Tagesklinik der LWL-Klinik
Lengerich
Arnold-Kock-Str.10, 48565
Steinfurt-Borghorst
05971/91279100
Gemeinschaftspraxis Dr.
Hage/Dr. Finke
Fachärzte für Psychiatrie
und Psychotherapie
Wippert 8, 48565 Steinfurt
02551/4885
Marienhospital Steinfurt Fachabteilung für Psycho-
somatik und Psychotherapie
Pohlstr.21, 48366 Laer
02554/180
www.marienhospital-
steinfurt.de
Susanne Ber Fachärztin für Psychiatrie
und Psychotherapie
Poststr.15, 49477 Ibbenbüren
05451/5499899
Dr. med. Reimers Praxis für Psychiatrie und Marktplatz 1, 48341 Altenber-
23

Psychotherapie ge, 02505/3670
Gemeinschaftspraxis Dr.
med. Schneider/Werner
Ärzte für Neurologie und
Psychiatrie
Marktstr.7, 48268 Greven
02571/3808

Kontakt- und Beratungsstellen
Caritasverband Rheine Psychosoziale Beratungsstel-
le
Lingener Str.11, 48429 Rhei-
ne, 05971/862317
www.caritas-rheine.de
Caritasverband Emsdetten-
Greven
Psychosoziale Beratungsstel-
le
Bachstr.15, 48282 Emsdet-
ten, 02572/1570
www.caritas-emsdetten-
greven.de
Reha-Verein Lengerich Rehabilitation und Beratung Heckenweg 9, 49525 Lenge-
rich, 05481/944920
www.reha-verein-
lengerich.de
Förderkreis für psychisch
Erkrankte und Behinderte
e.V.
Friedhofstr.10,48565 Stein-
furt, 02551/862816
Förderkreis für psychisch
Erkrankte und Behinderte
e.V.
Kontakt- und Beratungsstelle Breitestr.14, 49477 Ibbenbü-
ren, 05451/1024
Sozialer Dienst Ibbenbüren Beratung Zum Welleken 2,49477 Ib-
benbüren, 05451/59370
Sozialer Dienst Lengerich Beratung Stettiner Str.25,49525 Len-
gerich, 05481/941321
Sozialer Dienst Rheine Beratung Münsterstr. 55, 48431 Rhei-
ne, 05971/16131190
Sozialer Dienst Steinfurt Beratung Tecklenburgerstr. 10, 48565
Steinfurt, 02551/692859

Wohnen
Förderkreis für psychisch
Erkrankte und Behinderte
e.V.
Betreutes Wohnen Breitestr.14, 49477 Ibbenbü-
ren, 05451/1024
AWO Sektor Rheine Ambulant betreutes Wohnen Surenburgstr.133-135,
48429 Rheine
05971/988911
Caritasverband Emsdetten-
Greven
Ambulant betreutes Wohnen Bachstr.15, 48282 Emsdet-
ten, 02572/1570
www.caritas-emsdetten-
greven.de
Caritasverband Rheine Ambulant betreutes Wohnen
Kreisweit im Rahmen des
Lingener Str.11, 48429 Rhei-
ne, 05971/862369
24

WAF-Projektes www.caritas-rheine.de
Domus Caritas GmbH Ambulant betreutes Wohnen Kirchplatz 8, 48565 Steinfurt
02552/7060
Ledder Werkstätten Ambulant betreutes, statio-
näres sowie Wohnen in Gast-
familien
Ledder Dorfstr.65, 49545
Tecklenburg
05482/720
LWL-Wohnverbund Lenge-
rich
Ambulant betreutes, statio-
näres sowie Wohnen in Gast-
familien
Parkalle 10, 49525 Lengerich
05481/12291
Marienheim Wettringen
GmbH
Stationäres und ambulant
betreutes Wohnen
Unter den Linden 12, 48493
Wettringen
02557/8090
www.marienheim-
wettringen.de
Terra nova e.V. Wohnen mit verschiedenen
Betreuungsformen
Prof.-Gärtner-Str.5, 48607
Ochtrup
02553/720410
www.terranova-ev.de
WIA Wohnbetreuung, Individuell,
Ambulant
Krankenhausstr.17, 48477
Hörstel
05459/93490
www.wia-hoerstel.de

Arbeiten
Förderkreis für psychisch
Erkrankte und Behinderte
e.V.
Tagesstätte Steinfurt Viefhoek 7, 49565 Steinfurt
02551/4115
Emstor Werkstätten Caritasverband Rheine e.V. Stolbergstr.9-11, 48429
Rheine, 05971/971120
Caritaswerkstätten
Langenhorst Protec II
Abteilung für psychisch be-
hinderte Menschen
Am Langenhorster Bahnhof
6, 48607 Ochtrup
02553/722780
Caritaswerkstätten
Langenhorst Protec
Abteilung für psychisch be-
hinderte Menschen
Haupstr.92, 48607 Ochtrup
02553/72260
Ledder Werkstätten Ladenlokal Münsterstr.14, 49525 Lenge-
rich,
05481/84258
Ledder Werkstätten Cafe Samocca Wielandstr.24, 49525 Lenge-
rich, 05481/84258
Ledder Werkstätten "Schnieders" und "Zwenger" Glücksburger Str.23 und 33,
49477 Ibbenbüren
05451/78024

Kreis Coesfeld
25

Ärztliche Versorgung
Klinik am Schlossgarten Dülmen
GmbH
Klinik für Psychiatrie und Psy-
chotherapie
Am Schlossgarten 10, 48249
Dülmen
02594/9201
www.kas-duelmen.de
Gemeinschaftspraxis Dr. med.
G. Özkent, Dr. med. C. Wendt-
Borgstädt und S. Bakenecker
Fachärzte für Neurologie, Psy-
chiatrie und Psychotherapie
Letter Str. 37, 48653 Coesfeld
02541/87627
www.nervenarztpraxis-
coesfeld.de
Dr. med. Runde Ärztin für Neurologie, Nerven-
heilkunde und Psychotherapie
Münsterstr. 9, 48308 Senden
025597/96260
Drs. med. Niehues/Schwicking Ärzte für Neurologie, Nerven-
heilkunde und Psychotherapie
Tiberstr. 13, 48249 Dülmen
02594/5053
Nervenarzt-Praxis Dudek Ärzte für Neurologie, Nerven-
heilkunde und Psychotherapie
Schüppenstr. 19, 48653 Coes-
feld
02541/1077

Kontakt- und Beratungsstellen
Caritasverband für den Kreis
Coesfeld e.V.
Gemeindepsychiatrische Diens-
te
Ostdamm 133, 48249 Dülmen
02594/783010
www.caritas-coesfeld.de
Gesundheitsamt Dülmen Sozialpsychiatrischer Dienst Kreuzweg 25, 48249 Dülmen
02594/94365319
www.kreis-coesfeld.de
Gesundheitsamt Lüdinghausen Sozialpsychiatrischer Dienst Graf-Wedel-Str. 2, 59348 Lü-
dinghausen
02591/91835336
www.kreis-coesfeld.de
Gesundheitsamt Coesfeld Sozialpsychiatrischer Dienst Schützenwall 16, 48653 Coes-
feld
02541/185315
www.kreis-coesfeld.de
Integrationsfachdienst Beratung und Information Bahnhofstr.24, 48249 Dülmen
02594/78317820
Kontakt- und Beratungsstelle
der Caritas in Coesfeld
Gesprächstreff Wiesenstr.18, 48653 Coesfeld
02541/7830120
www.caritas-
coesfeld.de/51342.html
KLUB Treff mit gemischten Programm Heriburgstr.12, 48301 Nottuln
02594/7830120
Treff-Punkt im Pfarrheim der
kath. Gemeinde
Austausch und Freizeitgestal-
tung
Kirchstr. 5, 48727 Billerbeck
02594/7830120

Wohnen
BEWO Betreutes Wohnen des
Alexianerkrankenhauses
Fehrbelliner Platz 6,48249
Dülmen
02594/8933592
26

www.bewo-duelmen.de
Interkulturelle Begegnungspro-
jekte e.V.
Ambulant betreutes Wohnen Kuchenstr.8, 48653 Coesfeld
02541/880112
www.ibp-ev.de
Stift Tilbeck GmbH Ambulant betreutes Wohnen Tilbeck 2, 48329 Havixbeck
02507/9810
www.stift-tilbeck.de
AWO Ambulant betreutes Wohnen Bahnhofstr.24, 48249 Dülmen
02594/910042
Anna-Katharinenstift-Karthaus Ambulant betreutes Wohnen Weddern 14, 48249 Dülmen
02594/9680
Sozialwerk St. Georg Westfalen
Nord gGmbH
Ambulant betreutes Wohnen Nordkirchenerstr.2-4,
59387 Ascheberg
www.sozialwerk-st-georg.de
Stiftung Bethel Ambulant betreutes Wohnen Lüdinghauserstr.62, 48249
Dülmen
02594/8928876
Diakoniewerk der Evangeli-
schen- Freikirchlichen Gemein-
de Münster e.V.
Ambulant betreutes Wohnen Althoffsweg 5, 48329 Havixbeck
02507/1622
www.efg-
muenster.de/index.php?id=266

Arbeiten
Dienstleistungsservice der
Werkstätten Karthaus
Verschiedene Arbeitsangebote Industriestr. 7, 48249 Dülmen
02954/945120
www.kollektion-karthaus.de
InduTex WfbM Seppenrader Str. 54, 59348
Lüdinghausen
02591/2088840
www.wfbm-nordkirchen.de
WENO WFbM Liebigstr. 8, 48301 Nottuln
02502/94070
www.weno-nottuln.de

Kreis Münster
Ärztliche Versorgung
Name Beschreibung Adresse
Alexianer Krankenhaus Müns-
ter GmbH
Psychiatrisches Krankenhaus Alexianerweg 9, 48163 Münster

0 25 01/9 66 20-000
www.alexianer.de
Clemens-Wallrath-Haus Gerontopsychiatrisches Zent-
rum
Josefstr.4, 48151 Münster
0251/520271
www.alexianer.de/muenster
Rehabilitationszentrum Garten-
straße
Stationäre und teilstationäre
Maßnahmen zur medizinsichen
Rehabilitation
Gartenstr.18, 48147 Münster
0251/46798
www.fsp-muenster.de/fsp-
27

medreha.html
LWL-Klinik Münster Psychiatrisches Krankenhaus Friedrich-Wilhelm-Weber-Str.30,
48147 Münster
0251/915550
www.lwl-klinik-muenster.de
Universitätsklinikum Münster Klinik und Poliklinik für Psychi-
atrie und Psychotherapie
Albert-Schweitzer Str.11,
48149 Münster
0251/8356601
www.psychiatrie-unimuenster.de
Universitätsklinikum Münster Klinik und Poliklinik für Psycho-
somatik und Psychotherapie
Domagkstr.22, 48149 Münster
0251/8352905
www.klinikum.uni-
muenster.de/index.php?id=
psychosomatik

Kontak- und Beratungsstellen
Name Beschreibung Adresse
Alzheimer Gesellschaft
Münster e.V.
Selbsthilfeorganisation für
Demenzerkrankte und Ange-
hörige
Tannenbergstr.1, 48147 Münster
0251/780397
www.alzheimer-muenster.de
Diakonisches Werk Münster
e.V. Suchtberatungsstelle
Beratung bei Abhängigkeit
von legalen Drogen oder
stoffungebundenen Abhän-
gigkeiten
Hörsterstr.2b, 48143 Münster
0251/490150
www.diakonie-
muenster.de/einrichtungen/
beratungsdienste/sucht.html
DROBS Drogenhilfe der Stadt Müns-
ter
Schorlemerstr. 8, 48143 Münster
0251/4925173
www.muenster.de/stadt/drogenhilfe/
Förderkreis Sozialpsychiatrie
-Integrationsfachdienst
Berufliche Eingliederung und
Leistunden zum Erhalt des
Arbeitsplatzes
Hafenweg 6-8, 48155 Münster
0251/297241
www.fsp-muenster.de/fsp_ifd.html
Gesundheitshaus Stadt
Münster
Gesundheitsförderung und
Prävention durch wechseln-
de Angebote
Gasselstiege 13, 48159 Münster
0251/4935205
www.muenster.de/Stadt/
gesundheitshaus
Integrationsamt Münster-
Psychosozialer Fachdienst
Wiedereingliederung und
Erhalt des Arbeitsplatzes
Warendorferstr.21-23, 48133 Müns-
ter
www.lwl-
integrationsamt.de/fachdienste/
psychosozialer/
Psychiatrieerfahrene Müns-
ter e.V.
Von Leuten und für Leute,
die in der Psychiatrie waren
oder aktuell betroffen sind
Hafenweg 6-8, 48155 Münster
0251/2303174
www.muenster.org/psychiatrie-
erfahrene
Psychose-Forum Münster Diskussionstreff zum Aus-
tausch aus verschiedenen
Blickwinkeln
Gasselstiege 13, 48159 Münster
0251/46798
Sozialpsychiatrischer Dienst Beratungsgespräche und
Informationen über Hilfsan-
gebote
Stühmerweg 8, 48147 Münster
0251/4925351
www.muenster.de/stadt/gesund-
28

heitsamt
Trialog-Psychoseforum
Münster
Monatliches Gesprächsfo-
rum, offen für alle
Gasselstiege 13, 48159 Münster
0251/2108820
www.trialog-psychoseforum-
muenster.de
Trockendock Offener Treff zur Begegnung,
Austausch und Aktivitäten
Grevenerstr.152, 48159 Münster
0251/298883

Wohnen
Name Beschreibung Adresse
Haus vom guten Hirten Betreutes Wohnen in der
eigenen Wohnung
Mauritz-Lindenweg 61, 48145 Müns-
ter, 0251/37870
www.guterhirte.de
BeWo Münster Kontakt- und Beratungsstel-
le für betreutes Wohnen
Leibnizstr. 2a, 48165 Münster-Hiltrup
02501/96620779
www.alexianer.de/muenster/wohnen
undbetreuung/betreutes_wohnen.php
LWL-Wohnverbund Münster Stationäres sowie ambulan-
tes betreutes Wohnen
Friedrich-Wilhelm-Weber-Str.30,
48147 Münster
0251/915553000
www.lwl-wohnverbund-muenster.de
Sozialtherapeutische Wohn-
einrichtung
Stationäre Wohneinrichtung Schillerstr.46,48155 Münster
0251/606303
Start e.V. Wohngruppen und Einzel-
wohnungen
Grevener Str.152,48159 Münster
0251/3904161

Arbeiten
Name Beschreibung Adresse
HFR-GmbH Rümpelfix Integrationsbetrieb mit verschie-
denen Arbeitsstätten
Bremerstr. 42-46, 48155 Müns-
ter, 0251/609460
www.ruempelfix.de
HFR-GmbH Zuverdienstfirma Tagesstruktur durch stundenweise
bezahlte Arbeit
Nienkamp 80, 48147 Münster
0251/662703
www.fsp-
muenster.de/fsp_zuverdienst.
html
ISM-Industrie-Service
Münster
Berufsfördernde Bildungsmaß-
nahmen
Höltenweg 105, 48155 Münster
0251/627370
www.westfalenfleiss.de/
werkstaetten/ism/ISM.php
Tagesstätte des Förderkrei-
ses der Sozialpsychiatrie
Individuelle Betreuung und Förde-
rung
Bremer Str.42, 48155 Münster
0251/260617



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Anlage 3: Ecomap