Minor - Sozialpsychiatrie

Symposium - Organisatoren



(http://www.spol.ch/socialevent/ressourcen-und-skillsmanagement/)
Lisa Keizer 350415
Kim Westenberg 351138
Silja Schanze 146820

Lehrveranstaltung:
Minor – Sozialpsychiatrie: Psychiatrie und Gesellschaft
Unterrichtsgruppe: MSOPS
Dozentin: Annette Glessner
Studiengang: Sozialpädagogik Teilzeit
Datum: 21.01.2014
Prüfungscode: T.AMM.38863

Minor - Sozialpsychiatrie
Symposium











Lehrveranstaltung:
Minor – Sozialpsychiatrie: Psychiatrie und Gesellschaft
Unterrichtsgruppe: MSOPS
Dozentin: Annette Glessner
Studiengang: Sozialpädagogik Teilzeit
Prüfungscode: T.AMM. 38863









Academie Mens en Maatschappij/Fachbereich Sozialwesen Saxion Hogeschool Enschede
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ........................................................................................................................................... 1
1. Thema des Symposiums ................................................................................................................. 1
2. Aktuelle Problemstellungen im Arbeitsfeld ................................................................................... 4
3. Ziele des Symposiums .................................................................................................................... 5
4. Reflexion der Planung .................................................................................................................... 6
4.1 Erstellung und Versand des Flyers ........................................................................................... 6
4.2 Vorbereitung Symposium ........................................................................................................ 8
4.3 Am Tag des Symposiums ........................................................................................................ 10
4.4 Vor dem ersten Workshop 10:00 – 10:30 Uhr Ankunft & Stehcafé, 10:30 – 11:00 Uhr
Eröffnung & Einführung ............................................................................................................... 10
4.5 Während des ersten Workshops 11:00 – 12:30 Uhr Workshops (Runde 1) .......................... 11
4.6 Während der Pause 12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause mit Snack .......................................... 11
4.7 Während des zweiten Workshops 13:30 – 15:00 Uhr Workshops (Runde 2) ....................... 11
4.8 Nach den Workshops 15:00 – 15.15 Uhr Abschluss und Ausklang ........................................ 11
4.9 Aufräumen ............................................................................................................................. 11
Fazit .................................................................................................................................................. 12
Literatur............................................................................................................................................ 13
Tabellenverzeichnis .......................................................................................................................... 13
Anhang 1: Planung ........................................................................................................................... 14
Anhang 2: Flyer ……………………………………………………………………………………………………………………………15
Anhang 3: Anmeldeformular............................................................................................................ 18
Anhang 4: Tagesablauf ..................................................................................................................... 19
Anhang 5: Begrüßungsrede .............................................................................................................. 20
Anhang 6: PowerPoint zur Begrüßung ............................................................................................. 22
Anhang 7: Handout – Workshop 1
Anhang 8: Handout – Workshop 2
Anhang 9: Handout – Workshop 3
Anhang 10: Handout – Workshop 4
Anhang 11: Handout – Workshop 5
Anhang 12: Handout – Workshop 6







Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


1
Einleitung
Der folgende Bericht befasst sich mit der Studieneinheit „Psychiatrie und Gesellschaft“.
Diese Studieneinheit baut sich auf verschiedene Studieneinheiten auf, die als „Impulsseminare“
von uns betrachtet wurden. Die Studieneinheiten dienten als Anregung, kritisch nachzudenken
über den eigenen kulturellen Hintergrund, die vorherrschenden Normen und Werte im berufli-
chen Alltag eines Sozialpädagogen. Uns wurden Ähnlichkeiten und Unterschiede der sozialpsychi-
atrischen Entwicklung in den Niederlanden und in Deutschland zu dem Thema „Recovery“ vermit-
telt. Die Aktivitäten der verschiedenen Studieneinheiten und der Trainingstag bieten uns die
Grundlage für unser Symposium.
Der Fokus dieses Berichtes liegt bei der Planung und der Evaluierung des Symposiums. Zunächst
wird beschrieben, wie sich die gesamte Studiengruppe dem Thema „Ressourcenorientierung –
Methoden und Haltung im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen“ genähert hat und wa-
rum dies als Oberthema benannt wurde. Die einzelnen Workshops werden aufgelistet, bevor eine
Kurzbeschreibung über Ressourcen erfolgt. Es folgt ein allgemeiner Überblick über die aktuellen
Problemstellungen im Arbeitsfeld, wo darauf eingegangen wird, warum dieses Thema an diese
Problemstellungen ansetzt. Der nächste Teil des Berichtes befasst sich zum einen mit den persön-
lichen Zielen der Organisatoren und den vermuteten Zielen, warum die Teilnehmer sich für dieses
Symposium angemeldet haben. Es wird versucht auf Hintergründe einzugehen und welche Erwar-
tungen die Teilnehmer mitbringen könnten.
Der letzte Abschnitt des Berichtes ist die Evaluation. Hier stehen die Aufgaben im Vordergrund,
welche bis zu dem Tag des Symposiums erledigt werden müssen. Dies sind z.B. die Erstellung und
der Versand des Flyers, organisatorische Themen, wie Speisen und Getränke, Teilnehmerbeschei-
nigungen und Namensschilder. Dies ist in Form eines Drehbuches, woraus ersichtlich wird, wer,
was und wann etwas getan hat bzw. was erledigt werden musste. Daraufhin erfolgt die jeweilige
Evaluation diesbezüglich. Die Aufgaben, die am Tag des Symposiums durchgeführt werden müs-
sen, werden ebenfalls dort aufgeführt, doch eine Evaluation ist bis dato nicht möglich und erfolgt
in mündlicher Form bei der Abschlussbesprechung. Das abschließende Fazit beinhaltet Aspekte
der organisatorischen Planung sowie persönliche abschließende Worte.
1. Thema des Symposiums
Im Minor „Sozialpsychiatrie“, steht die Arbeit, die Haltung und der Umgang mit psychisch erkrank-
ten Menschen im Vordergrund. Über verschiedene psychische Erkrankungen, Haltungsaspekte
und Methoden, wurde in den unterschiedlichen Studieneinheiten doziert und diskutiert. Das
Thema des Symposiums knüpft daran an. Von den Studenten wurden Themen gesammelt, die
unter das Oberthema „Sozialpsychiatrie“ fallen und die deren Interesse geweckt haben. In einem
Brainstorming in der Studieneinheit „Psychiatrie und Gesellschaft“ wurden unteranderem Punkte
wie Recovery, Umgang mit Depressionen, Methoden zur Psychologie, Medienabhängigkeit und
Ressourcenorientierung gesammelt. Durch das Sammeln der verschieden Themen, wurde schnell
ersichtlich, dass „Ressourcenorientierung“ ein Oberbegriff ist, der alle angesprochenen Themen
beinhaltet. Somit haben sich die folgenden Workshops entwickelt:


Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


2
Tabelle 1: Workshops
Workshops Kurzbeschreibungen Projektgruppe
1. Recovery - Gesundung,
Genesung

Raum 361
Pathologisierend und symptomorientiert oder
gesundheitsfördernd und stärkend?
Ein praxisbezogener Workshop für Psychiatrie-
erfahrene, Angehörige, Fachkräfte der Sozial-
psychiatrie und alle Interessierte.
Ulrike Wendholt,
Sophie Moser,
Karo Kujoth, Duygu
Yigit und Janna
Miller
2. Psychohygiene - die
Reinigung des Selbst
durch Stressabbau und
Achtsamkeitstraining

Raum 363
Psychohygiene - die Reinigung des Selbst durch
Stressabbau und Achtsamkeitstraining
"Auch der Geist hat seine Hygiene, er bedarf,
wie der Körper, einer Gymnastik." - Honoré de
Balzac
Psychohygiene stärkt den Mitarbeiter in seiner
professionellen Haltung und hat positive Aus-
wirkungen auf die Arbeit mit dem Klienten.
Denn auch er benötigt einen "gesunden" Mit-
arbeiter als Ressource. Wir laden Sie ein, Theo-
rien, Methoden und Techniken zur Psychohygi-
ene kennenzulernen.
Günther Rothlüb-
bers, Vanessa Hiel-
scher, Meike
Brinkmann und
Elke Rüderjans
3. Krisenmanagement

Raum 365
Krisenmanagement-ein professioneller Umgang
mit Krisen in der sozialen Arbeit. Wie kann, wie
soll und wie darf man in Krisensituationen rea-
gieren? In diesem Workshop werden Hand-
lungsstrategien ermittelt, Methoden und Ge-
setzesgrundlagen aufgezeigt.
Ramona Behr,
Daniela Reike,
Anna Kohl, Marion
Fübbeker und Tan-
ja Dierks
4. Prävention Borderline
– Skillstraining

Raum 374
Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Eis-
würfel, Igelbälle, Gummibänder, Duftöl…
Sind dies Gegenstände, die Menschen mit einer
Borderline-Diagnose auf Reisen mitnehmen
würden? In unserem Workshop stellen wir
Ihnen inhaltlich einige Grundzüge des Diagno-
sebildes vor. Es wird um ein besseres Verstehen
gehen sowie um das Skillstraining als präventi-
ve Methode in der Arbeit mit den betroffenen
Klienten.
Tanja Herriger,
Carsten Miete,
Helena Börger,
Anne-Christin Ja-
rosch
5. Suizidprophylaxe

Raum 305
,,Etwa alle 53 Minuten nimmt sich in Deutsch-
land ein Mensch das Leben. Etwa alle 4 Minu-
ten versucht es jemand“ ( WHO, 2010).
Nun stellt sich die Frage, wie der Helfer seinen
professionellen Blick schärfen kann, Betroffene
in ihrer depressiv suizidalen Lage zu erkennen
und mit weniger Angst und Tabu gegenüber zu
treten. In diesem Workshop wird ihnen die
Möglichkeit geboten, Ihren professionellen
Methodenkoffer zu entwickeln und zu erwei-
tern.
Lena Nikolic, Alina
Lüttmann, Lea
Schild und Carina
Sand
6. „Ganz Ohr“- wir klären
auf, sind ganz Ohr und
versuchen zu verstehen!
Die Diagnose und Erkrankung Borderline-
Persönlichkeitsstörung (BPS) wird häufig als
schwer zu therapierende Erkrankung abge-
Johanna Reineke,
Hjördis Böll, Sina
Nora Jakob und
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


3

Raum 376
stempelt, ihr eilt der schwierige und an-
spruchsvolle wenn nicht sogar überfordernde
Ruf voraus. Bei allen Beteiligten sind jedoch
Kompetenzen und Ressourcen vorhanden, wel-
che gemeinsam genutzt werden können. Ein
Workshop für professionell Tätige, Betroffene
und Interessierte zum Thema: Umgang mit
Stigmatisierungen in der Sozialpsychiatrie am
Beispiel der Borderline - Persönlichkeitsstö-
rung.
Svenja Schröder
7. Organisationsgruppe Die Aufgaben der Organisationsgruppe sind die
Vorbereitung des Symposiums, sowie die
Überwachung der Inhalte und Teilthemen der
einzelnen Workshops. Die Organisationsgruppe
beschäftigt sich mit der Erstellung einer Gäste-
liste; der Reservierung der Räumlichkeiten;
Erstellung und Verbreitung eines Flyers; Orga-
nisation der Verpflegung; Gruppeneinteilung zu
den entsprechenden Workshops; Erstellung
und das Halten der Einführungs- und Ab-
schlussrede (siehe „Punkt 4. Reflexion der Pla-
nung“).
Silja Schanze, Kim
Westenberg und
Lisa Keizer
(Das Verfassen der Kurzbeschreibungen wurde von den Projektentwicklern der einzelnen Work-
shops übernommen. Der Inhalt lag somit in deren Verantwortung und wurde von der Organisati-
onsgruppe lediglich übernommen.)

Diese benannten Themen knüpfen zum einen an die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen
an und enthalten Methoden und Haltungsaspekte diesen gegenüber. Zum anderen steht in eini-
gen Workshops aber auch der Mitarbeiter, Verwandte wie Familienangehörige im Fokus. Was z.B.
in Krisensituationen passiert, was im Körper geschieht und welche Handlungsmöglichkeiten zur
Verfügung stehen. Ein anderer Workshop bietet Methoden zur Psychohygiene an, wo es darum
geht, den Mitarbeiter in seiner professionellen Haltung zu Stärken. Hier werden Techniken ange-
boten, die positive Auswirkungen auf die Arbeit mit dem Klienten haben.
Um das Oberthema zu konkretisieren und einzugrenzen, wurde sich für „Ressourcenorientierung
– Methoden und Haltungen in Umgang mit psychisch erkrankten Menschen“ entschieden. Dies
knüpft nicht nur an den Minor sondern auch an die gewünschten Themen an. Für die Bewältigung
alltäglicher Probleme benötigen Menschen Ressourcen - vor allem bei dem Umgang mit Krisen.
Schiepek und Cremers definieren Ressourcen als „ Quellen, aus denen man all das schöpfen kann,
was man zur Gestaltung eines zufrieden stellenden, guten Lebens braucht, was man braucht, um
Probleme zu lösen oder mit Schwierigkeiten zurechtzukommen. Das können sehr verschiedenarti-
ge Bedingungen sein, denn jeder Mensch ist anders, und jede Situation, jede Herausforderung
und Lebensphase braucht andere Ressourcen“ (Beushausen, 2010).






Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


4
Es kann zwischen internen und externen Ressourcen unterschieden werden, die nun im Folgen-
den kurz erläutert werden:

Tabelle 2: Interne und externe Ressourcen

Interne Ressourcen Externe Ressourcen
Gutes Selbstwertgefühl Gute soziale Beziehungen
Guter Realitätssinn Hobby
Hohe Belastbarkeit in Stresssituationen Externe Wissensquellen
Innere Ausgeglichenheit Ausreichende Einkommen
Selbstdisziplin Gutes Gesundheitssystem
Zuverlässigkeit Sicherer Arbeitsplatz
Empathie Gesunde Lebensmittel
(Beushausen, 2010)

Menschen haben auf der Motivebene interaktionelle Grundbedürfnisse. Zentrale Beziehungsebe-
nen sind:

Tabelle 3: Zentrale Beziehungsebenen

Das Motiv nach Anerkennung, Wertschätzung, positiver Definition
Das Motiv nach Wichtigkeit
Das Motiv nach verlässlicher Beziehung
Das Motiv nach solidarischer Beziehung
Das Motiv nach Selbstständigkeit
Das Motiv nach Unverletzlichkeit der eigenen Umgebung und der eigenen Grenzen
(Sachse, 2010)

2. Aktuelle Problemstellungen im Arbeitsfeld
Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand nichts,
die Vernunft wenig,
die Zeit viel,
entschlossene Tätigkeiten alles.
Von J. W. v. Goethe

Wie unter dem „Punkt 1: Thema des Symposiums“ schon aufgezeigt wurde, können Ressourcen
als Hilfsquelle des Patienten angesehen werden, aus der er schöpfen kann. Sie ist ein Teil seiner
Bewältigungsstrategie. Dies können persönliche Fähigkeiten sein, die Erfahrungen, die Motivation
oder die eigenen Interessen. Menschen, die nun z.B. langzeiterkrankte in der Psychiatrie sind,
werden oft als chronifiziert betrachtet. Kaum jemand hält es dann für möglich, dass er diese nega-
tiven Wirkungen seiner Erkrankung ablegen kann oder gar verloren geglaubte Fähigkeiten wie-
dererlangt und letztlich ein zufriedenes Leben führt. Der Erkrankte weiß nicht, wie er seine Res-
sourcen einsetzen kann (Knuf, o.D.). Für ein adaptives Coping ist es wichtig, über ein Bewälti-
gungsrepertoire zu verfügen und dieses aber auch situationsangemessen einsetzen zu können
(Lenz, 2010). Die Psychiatrie behauptet gegenwärtig nun zunehmend ressourcenorientiert zu ar-
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


5
beiten. Viele große Anstrengungen werden auf sich genommen, um den Klienten dabei zu unter-
stützen, seine Fähigkeiten zu entdecken und diese für die Zielerreichung zu nutzen. Es zeigt sich
hier aber leider oftmals, dass die psychiatrische Arbeit eher defizitorientiert ist, wenn das Ziel der
Bemühungen durch Professionelle, defizitorientiert ist. Die Fachpersonen bemühen sich sehr da-
rum, den eigenen Blick für diese Fähigkeiten zu fördern. Ressourcenorientierte Wahrnehmungen
nützen nichts, wenn es im Grunde nur darum geht, Symptome zum abklingen zu bringen. Bisheri-
ge Behandlungskonzepte und -methoden werden unter den Professionellen zunehmend hinter-
fragt. De Shazer, der die Ressourcen seiner Klienten konsequent nutzt, geht im Konzept der Lö-
sungsorientierten Kurzzeittherapie sogar soweit, dass er die Störungsperspektive für belanglos
hält. Er richtet sich ausschließlich auf Ressourcen und Lösungen aus. Das Vorhandensein von
Problemen schließt er dabei nicht aus, fokussiert aber eher die Fähigkeiten, Kräfte und Ideen des
Klienten für die Lösung von Problemen.
Mit Hilfe des Symposiums - den einzelnen Workshops zum Thema Ressourcenorientierung - bie-
ten wir nun Raum zum Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen. Sie stellen eine zusätzliche
Perspektive für die Diskussion zur Verfügung.

3. Ziele des Symposiums
Für die Planung und Durchführung des Symposiums gibt es mehrere Ziele die benannt werden
müssen. Diese sind in drei Gruppen zu unterteilen. Zum einen sind es die Ziele, die die Projekt-
entwickler sich gesetzt haben. So kann das Weitergeben von Methoden und Haltungen im Vor-
dergrund stehen, aber auch persönliche Ziele können von diesen verfolgt werden, wie etwa das
Leiten eines Workshops, was an den Kernqualifikationen 6: Arbeiten im Team, 7: Arbeiten in und
in Vertretung einer Organisation, 5: Die Arbeit in einem gesellschaftlichen Kontext, 3: Methodi-
sches Arbeiten, 2: Analyse der Klientensituation und Erstellung von Hilfeplänen, 9: Zur Entwicklung
des Berufes beitragen und 8: Die Entwicklung der eigenen Professionalität (Kostede, 2010) ange-
lehnt werden kann. Die zweiten Ziele können an uns, dem Organisatoren, angelehnt werden. Aus
verschiedenen Gründen haben wir uns für diese Aufgabe entschlossen. Diese werden im Folgen-
den benannt.

Tabelle 4: Persönliche Ziele
Silja Nach der Durchführung des Symposiums habe ich mich in der Kernqualifikation 8:
Die Entwicklung der eigenen Professionalität (Kostede, 2010) weiter entwickelt.
Durch die Organisation einer solchen Veranstaltung, habe ich neue Kenntnisse und
Kompetenzen im Bereich der Administration und der Organisation erhalten. Durch
die verschiedenen Aufgaben im Bereich der Administration und Organisation wie
das ersellen des Flyers, der Anmeldelisten und der Teilnahmebescheinigungen,
konnte ich in meiner persönlichen Entwicklung diesbezüglich einen weiteren Schritt
zur Professionalität gehen. Das Organisieren von Speisen und Getränken für
mehrere Personen sowie das vorraus Denken, was alles benötigt wird und an was
gedacht werden muss, half mir dabei, mich in meiner eigenen Entwicklung, was das
Organiseren beinhaltet, strukturierter zu werden. So wurden innerhalb des
Drehbuches Termine benannt, bis wann etwas erledigt bzw. organisiert werden
muss. Dies war für mich eine Maßnahme, die mir half, strukturierter zu Arbeiten
und ich konnte mich in meiner eigenen Professionalität weiter entwicklen.
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


6
Kim Für mich war es sehr früh klar in die Organisationsgruppe mit einzutreten. Ich habe
schon häufiger etwas organisiert, aus diesem Grund ist es mein Ziel gewesen, ein
Symposium mit Personen zu organisieren, mit denen ich bisher noch nicht zusam-
men gearbeitet habe. Innerhalb der Organisation kann ich mich mit meinen Res-
sourcen einbringen und mich in der Organisation weiterentwickeln. Anhand eines
positiven Symposiums Tag, habe ich dieses deutlich gemacht und habe mein Ziel
mit dem Abschluss des Berichtes und der mündlichen Evaluation abgeschlossen.
Mit meinem Ziel habe ich mich in der Kernqualifikation 8: Die Entwicklung der ei-
genen Professionalität weiter entwickelt (Kostede, 2010).
Lisa Durch das Arbeiten in der studentischen Organisationsgruppe des Symposiums ist
es mir gelungen, vertiefende Kompetenzen in der Kernqualifikation 8: Die Entwick-
lung der eigenen Professionalität (Kostede, 2010), zu erlangen. Durch das Mitwir-
ken an der Organisation habe ich neue Kenntnisse im Bereich der Organisation
eines Symposiums erhalten. Ich habe das erste Mal Inhalte eines Werbeflyers für
ein Symposiums festgelegt. Auch das Organisieren von den Namenschildern, Räum-
lichkeiten, die Aufteilung der Räumlichkeiten, Gruppenorganisation waren Dinge,
mit denen ich mich auseinander gesetzt habe. Die Organisation am Tag des Sympo-
siums ist eine besondere Herausforderung für mich, ich bin gespannt auf die prak-
tische Umsetzung der Planung.

Doch auch die Teilnehmer -die das dritte Ziel verfolgen- des Symposiums kommen mit Erwartun-
gen zu den verschiedenen Workshops und diese sollten erfüllt werden. Da uns hier die einzelnen
Ziele der Teilnehmer nicht bekannt sind, werden Vermutungen aufgestellt, die auf der Basis unse-
rer eigenen Erwartungen anknüpfen, wenn wir uns für einen Workshop anmelden.

Tabelle 5: Ziele der Teilnehmer
Erlangen von neuen Erkenntnissen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen
Neue Haltungsaspekte
Neue Methoden
Auffrischung des bisherigen Wissens bzw. Kenntnisse
Rechtliche Hintergründe
Entwicklung der eigenen Professionalität
Zur Entwicklung des Berufes beitragen

4. Reflexion der Planung
Im Folgenden werden die einzelnen Arbeitsschritte benannt und evaluiert. Es wird auf die Aufga-
ben eingegangen, wer diese bis wann erledigt hat. Im Anhang befindet sich eine Darstellung der
wichtigsten Aufgaben im Überblick.

4.1 Erstellung und Versand des Flyers

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Erster Flyer Entwurf Kim und Lisa Bis 02.12.2013 Brainstorming, Worddo-
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


7
kument
Sammeln der Kurzbe-
schreibungen
Kim Bis 02.12.2013 Die einzelne Workshops
haben uns die Kurzbe-
schreibung per E-Mail zu-
kommen lassen
Einfügen der Kurzbeschrei-
bungen in den Flyer
Kim Bis 02.12.2013 Worddokument
Erster Flyer Entwurf zur
Korrektur an Dozenten
schicken
Silja 02.12.2013 Per Mail
Überarbeitung des ersten
Entwurfes
Silja Bis 18.12.2013 Worddokument
Sammeln der Email Adres-
sen der Teilnehmer des
Symposiums
Silja Bis 18.12.2013 Worddokument
Vorstellung des Flyers vor
der Gesamtgruppe
Lisa und Kim 13.12.2013 Einzelne Beschreibung
wurden in der Gesamt-
gruppe besprochen und
überarbeitet
Erstellung eines Anmelde-
formulars
Kim 16.12.2013 Worddokument
Fertigstellung des Flyers Kim und Silja 16. – 18.12.2014 Worddokument
Verfassen des Anschrei-
bens
Silja 17.12.2013 Per Mail
Verschicken des Flyers und
der Anmeldung
Silja 18.12.2013 Per Mail
Zusagen entgegennehmen
und gesamt Teilnehmerlis-
te erstellen
Silja 18.12.2013 –
08.01.2014
Worddokument mit Tabel-
len
Teilnehmerlisten der ein-
zelnen Workshops erstellen
Silja 18.12.2013 –
17.01.2014
Worddokument mit Tabel-
len
Erneutes verschicken des
Flyers und der Anmeldung
Silja 11.01.2014 Per Mail
Überarbeitung der Gesamt-
teilnehmerliste
Silja 17.01.2014 Worddokument mit Tabel-
len
Überarbeitung der einzel-
nen Workshoplisten
Silja 17.01.2014 Worddokument mit Tabel-
len

Um den Flyer zu erstellen hat sich die Organisationsgruppe getroffen und ein Brainstorming dazu
angefertigt. Gemeinsam hat sich die Organisationsgruppe Gedanken über den Inhalt des Flyers
gemacht. Festgelegt wurde hier, wie sich die Organisationsgruppe das Deckblatt vorstellt, das eine
Kurzbeschreibung der einzelnen Workshops aufgeführt werden soll, der Tagesablauf wird aufge-
führt, eine Wegbeschreibung findet sich ebenfalls in dem Flyer. Kim hat anhand dieser Kriterien
einen ersten Flyer Entwurf erstellt. Etwas schwierig gestaltete sich dies, da wir nicht alle Kurzbe-
schreibungen zu dem von uns festgelegten Termin erhalten haben. Hier mussten wir die entspre-
chenden Workshop Gruppen noch einmal per Mail anschreiben, um die Kurztexte einzufordern.
Silja und Kim haben diese dann nachträglich in den Flyer eingefügt und parallel die E-Mail Adres-
sen der Teilnehmer des Symposiums gesammelt und ein Dokument hierzu angelegt.
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


8
Die vorläufigen Listen und Entwürfe haben wir in einem gemeinsamen Dropbox Ordner gespei-
chert. So fand ein stetiger Austausch zwischen uns statt und jeder von uns war auf dem neusten
Stand der Entwicklung des Symposiums.
Kim und Lisa haben dann schließlich den Flyer in der Gesamtgroßgruppe vorgestellt. Gemeinsam
sind wir mit der Gruppe jeden Punkt des Flyers durchgegangen und erhielten hierzu Feedback.
Dieses haben wir dafür genutzt, den Flyer noch ein letztes Mal zu bearbeiten. Auch die Workshop
Gruppen waren in dieser Runde gefragt. Diese hatten in der Runde die Möglichkeit, die entspre-
chenden Kurztexte vorzustellen und sich Feedback einzuholen. An dem Feedback orientiert, konn-
ten diese Gruppen ihren Kurztext noch einmal anpassen. Die neuen Kurztexte erhielten wir zeit-
nah per Mail. Unsere Aufgabe war es dann lediglich, diese noch einmal in den Flyer einzufügen.
Dies ist der aktuelle Entwurf des Flyers (siehe Anhang). Um diese an die entsprechenden Teilneh-
mer und Einrichtungen zu versenden, hat Silja ein Anschreiben angefertigt und die Flyer per Mail
verschickt. Während dieses Prozesses fand ein stetiger Informationsaustausch mit Annette und
Julia statt. Die Zusagen wurden von Silja gesammelt und in eine praktische Übersicht eingefügt.
Dies half uns, stetig den Überblick über die Teilnehmer zu behalten. Um sicherzugehen, dass der
Flyer nicht im Emailpostfach der Teilnehmer untergeht, wurde der Flyer zu einem späteren Zeit-
punkt noch einmal versendet.
In Bezug auf das Anmeldeformular ist zu sagen, dass nicht alle Teilnehmer dieses Formular für ihre
Anmeldung genutzt haben. Als Information ist angedacht, die Teilnehmer über Email anzuschrei-
ben, mit der Information der Anmeldebestätigung und der Wegweisung innerhalb der Saxion.
Rückblickend ist zu sagen, dass innerhalb des Anmeldeformulars die Benennung der Emailadres-
sen, anstatt der Telefonnummern. Somit ist es uns leider nicht möglich, jeden Teilnehmer persön-
lich eine E-Mail zuzukommen lassen. Zudem haben Mitstudenten Gruppenanmeldungen uns zu-
kommen lassen, auch hier ist es uns nicht möglich, die Teilnehmer persönlich anzuschreiben.
4.2 Vorbereitung Symposium

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Essen und Getränke Silja, Kim 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Geschirr, Besteck, Stehti-
sche
Silja, Kim 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Besorgen von Plätzchen
und Servietten
Kim und Lisa 22.01.2014
Mikrofon, Verstärker, Flip-
charts
Kim, Silja 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Erstellung der Teilnahme-
bescheinigungen
Silja 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Erstellung der Wegweiser
und eines Raumvertei-
lungsplanes
Lisa Bis zum
24.01.2014
Worddokument
Erstellung eines Flyers für
den Tag des Symposiums
Lisa Bis zum
24.01.2014
Worddokument
Erstellung der Namens-
schilder
Kim Bis zum
24.01.2014
Worddokument
Bestellung der Namen-
schilderhalterung
Kim, Silja, Lisa 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Organisierung von Kugel-
schreibern und Schreibblö-
cken der Saxion
Silja, Kim, Lisa 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


9
Handouts der einzelnen
Workshops einsammeln
Silja Bis zum 17.01.14 Worddokument
Den Workshop Gruppen
die Räume zuteilen
Lisa, Kim und
Silja
17.01.2014 Worddokument
Den Workshop Gruppen
mitteilen, dass sie für die
Raumgestaltung zuständig
sind, sowie die eigenstän-
dige Beschaffung der be-
nötigten Materialien
kümmern müssen
Silja 11.01.2014 Per Mail
Tagesablauf verschriftli-
chen und ausdrucken
Lisa 23.01.2014 Worddokument
Handouts ausdrucken Kim 23.01.2014 Worddokument
Mappe mit Handouts,
Drehbuch erstellen und
ausdrucken
Kim 23.01.2014 Worddokument
PowerPoint für Begrüßung
erstellen
Silja 11.01.2014 PowerPoint
Begrüßungsrede schreiben Silja 09.01.2014 Worddokument
Abschlussrede schreiben Kim und Lisa Bis 24.01.2014 Worddokument
E-Mail an Laura mit den
Teilnehmernamen für die
Teilnehmerbescheinigung
schicken
Silja 17.01.2014 Per Mail
Drei Saxion T-Shirts bestel-
len
Silja 10.01.2014 Mit Julia Weilinghoff

In der Vorbereitung des Symposiums wurde die Organisationsgruppe von den Dozenten Anette
Glessner und Julia Weilinghoff aktiv unterstützt. In Absprache mit den Dozenten haben wir das
nötige Material, wie zum Beispiel Mikrofon, Verstärker, Essen, Getränke etc. organisiert. Bei dem
Mittagsmenü haben wir eine Auswahl getroffen und gemeinsam mit Julias Unterstützung das
Menü über Saxionevent bestellen können. Reflektierend ist zu sagen, dass wir uns ohne die Un-
terstützung der Dozenten aufgrund der Strukturen der Saxion und der Niederländischen Sprache
uns nicht in der Lage gesehen haben, dieses eigenständig zu bewerkstelligen.
Die sonstige organisatorische Planung haben wir unter uns drei Organisatoren aufgeteilt. So hatte
jeder Bereiche, mit denen er sich in die Organisation des Symposiums einbringen konnte. Silja hat
sich mit Julia Weilinghoff um das Erstellen und Drucken der Teilnehmerbestätigungen geküm-
mert. Die Erstellung der Wegweiser innerhalb der Saxion und der Raumplanung hat Lisa vorge-
nommen. Gemeinsam haben wir die Halterungen für die Namensschilder bestellt. Kim hat für die
Beschriftung der Namensschilder ein Worddokument angelegt und diese, in Verbindung mit der
Halterung, zu passenden Namensschildern verwandelt. Gemeinsam haben wir uns darum be-
müht, dass jeder Teilnehmer eine kleine Tasche mit einem Kugelschreiber, einem Block und einem
weiteren kleinen Präsent erhält. Wir stellten uns dies als Willkommensbegrüßung vor, so können
wir jedem Teilnehmer vor dem Symposium ansprechen und ihnen die Tasche übergeben. So ge-
lingt es uns gleich zu Beginn, Kontakt mit den Teilnehmern herzustellen.
Die einzelnen Workshop Leiter hat Silja per E-Mail angeschrieben, damit wir die Handouts für
unseren Abschluss des Symposiums rechtzeitig erhalten. Diese wurden uns per E-Mail zuge-
schickt. Silja hat diese in einem Dropbox Ordner gesammelt. Kim konnte auf diesen Ordner zugrei-
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


10
fen und war schließlich dafür zuständig, diese auszudrucken. Lisa hat sich darum gekümmert, den
Tagesablauf zu verschriftlichen, welchen die Teilnehmer am Tag des Symposiums, gemeinsam mit
dem Raumplan, ausgehändigt bekommen. In Absprache mit Annette Glessner und Julia Weiling-
hoff wurden die Workshops dazu aufgefordert, ein Türschild für den eigenen Workshop anzuferti-
gen und es wurde ihnen mitgeteilt, dass sie für die Organisation aller sonstigen Materialien, die
sie während des Symposiums benötigen, selber zuständig sind. Dies war eine enorme Arbeitser-
leichterung für uns, da wir hier die Workshop Gruppen einbinden konnten. Zudem ist ein vom
Workshop selbst erstelltes Türschild den einzelnen Themen wahrscheinlich näher, als eins von uns
festgelegtes Türschild. Wir, als Organisationsgruppe haben bereits um die Organisation des tech-
nischen Equipments während der Einführung, der Pause und des Abschlusses organisiert. Dies ist
uns nur gelungen, wie oben bereits erwähnt, da wir durch Anette Glessner und Julia Weilinghoff
sehr hilfreich unterstützt wurden. Um den Workshops dies mitzuteilen, wurde hier eine E-Mail
von Silja an alle versandt.
Die Begrüßungsrede hat Silja geschrieben, dazu hat sie ebenfalls eine passende PowerPoint-
Präsentation angefertigt, die während des Symposiums abgespielt wird. Die Abschlussrede wurde
Kim und Lisa geschrieben und die fehlenden Punkte in die PowerPoint eingefügt.
4.3 Am Tag des Symposiums

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Treffen Kim, Lisa und
Silja
8.15 Uhr Grüne Saxion T-Shirts
Empfangstisch vorbereiten
mit Namensschildern, Teil-
nahmebescheinigungen,
Kugelschreiber und
Schreibblöcken, Tagesab-
lauf aushängen
Kim 8.30 Uhr Edding, Kugelschreiber,
Klebeband, Begrüßungs-
taschen, Namenschilder,
Tagesablaufplan
Tisch mit Kaffee, Tee, Plätz-
chen vorbereiten
Lisa 8.30 Uhr
Begrüßungsraum mit Mik-
rofon, Verstärker und Steh-
tischen vorbereiten
Silja, Lisa und
Kim
9 Uhr
Büchertisch vorbereiten Silja 9.15 Uhr Plakat, Tischschilder
Wegweiser aufstellen Kim, Lisa und
Silja
9.15 Uhr Wegweiser

4.4 Vor dem ersten Workshop 10:00 – 10:30 Uhr Ankunft & Stehcafé, 10:30 – 11:00 Uhr Eröff-
nung & Einführung

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Verteilen der Namens-
schilder und Begrüßungs-
taschen
Kim Beim Eintreffen
der Teilnehmer

Verteilen der Teilnahme-
bescheinigungen
Silja Beim Eintreffen
der Teilnehmer

Wegweiser Lisa
Begrüßung und Einfüh- Lisa, Silja und
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


11
rungsrede Kim
Aufteilung der nicht ange-
meldeten Teilnehmer auf
die einzelnen Workshops
Silja Beim Eintreffen
der verspäteten
Teilnehmer


4.5 Während des ersten Workshops 11:00 – 12:30 Uhr Workshops (Runde 1)

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Vorbereitung und
Aufbau der Mahlzeit
Kim, Lisa und Silja 11.30 Uhr
Ansprechpartner für
Personen die zu spät
kommen
Lisa, Silja und Kim

4.6 Während der Pause 12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause mit Snack

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Betreuung des Bü-
chertischs
12:30 Uhr – 13:30
Uhr

Essensausgabe Kim, Lisa und Silja 12:30 Uhr – 13:00
Uhr

Ansprechpartner für
organisatorische
Fragen
Kim, Lisa und Silja 12:30 Uhr – 13:30
Uhr


4.7 Während des zweiten Workshops 13:30 – 15:00 Uhr Workshops (Runde 2)

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Aufräumarbeiten
vom Mittagstisch
Kim, Lisa und Silja 13:30 Uhr Geschirr wegbringen, Ge-
tränke einsammeln
Vorbereitung des
Abschlusses
Kim, Lisa und Silja 14:30 Uhr

4.8 Nach den Workshops 15:00 – 15.15 Uhr Abschluss und Ausklang

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Abschlussrede Lisa, Kim und Silja 15:00 Uhr Mit Julia Weilinghoff
Verteilen der Teilneh-
merbestätigung
Kim, Lisa und Silja 15:15 Uhr

4.9 Aufräumen

Was Wer Wann Bemerkungen/Materialien
Wegweiser und Pla- Lisa 15:45 Uhr
Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


12
kate abhängen
Mikrofon und Ver-
stärker wegbringen
Silja 15:45 Uhr
Büchertisch abbauen Kim 15:45 Uhr

Fazit
Wie bereits erwähnt sind Ressourcen ein wichtiger Teil im Bereich der sozialen Arbeit. An diese
werden Hilfepläne den einzelnen Klienten zugeschrieben und angepasst. Die Arbeitsweisen bauen
ebenfalls darauf aus. Somit knüpft dieses Thema sehr eng an die Praxis an und bildet einen
Grundstein dieser. Die verschiedenen Workshops bieten unterschiedliche Aspekte, Methoden und
Haltungen an, die nur einen kleinen Teil im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen abde-
cken. Dennoch sind wir der Meinung, dass diese eine gute Dichte an Informationen beinhalten
und gut in der Praxis anwendbar sind.
In Bezug auf unser Aufgabenfeld des Symposiums, ging es ebenfalls um Ressourcen. Hier konnten
wir bei uns schauen, was jedem Einzelnen liegt, wo seine Stärken sind und was nur mit Hilfe zu
bewerkstelligen ist. Rückblickend auf die Vorbereitungen des Symposiums und die Erstellung des
Flyers ist zu sagen, dass die Arbeit in der Organisation Gruppe verschiedene Phasen durchlaufen
hat. Es gab Phasen, wo z.B. die Anfangsphase, wo das Gemeinsame und der Austausch im Vorder-
grund stand. Hier wurden gemeinsam Ideen eingebracht und Entscheidungen getroffen. Darauf
folgte eine Phase, in der viel Einzelarbeit bezüglich der Teilnehmer stattfand. Der stätige Aus-
tausch kam etwas zu kurz und somit war unklar, wo wir in Bezug auf die Vorbereitungen stehen.
Dies änderte sich in der Endphase der Planung. Der Austausch und das Einbringen von Ideen fan-
den wieder statt, so dass alle Mitglieder auf dem gleichen Stand waren. Jeder hat wieder seine
individuellen Stärken gezeigt, so das abschließend zu sagen ist, dass die Vorbereitung des Sympo-
siums eine Gruppenaktivität war, wo jeder zu dem Endergebnis seinen Teil beigetragen hat.
Zu den einzelnen Ziele, die jeder von uns zuvor benannt hat, ist zu sagen, dass wir uns alle in der
Kernqualifikation 8: Die Entwicklung der eigenen Professionalität (Kostede, 2010), weiter entwi-
ckelt haben. Die jeweiligen Ziele wurden von uns erreicht, so dass wir zu dem jetzigen Zeitpunkt
sagen können, dass wir, als Organisation Gruppe mit dem bisherigen Verlauf zufrieden und der
Meinung sind, dass die Planung bis hierher gut verlaufen ist.













Symposium
Lisa Keizer, Silja Schanze, Kim Westenberg


13
Literatur
Beushausen, J. (2010). Ressourcenorientierte stabilisierende Interventionen. Göttingen:
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co.KG.

http://www.spol.ch/socialevent/ressourcen-und-skillsmanagement/. (kein Datum).

Knuf, A. (ohne Datum). Vom demoralisierenden Pessimismus zum vernünftigen Optimismus.
Abgerufen am 15. Januar 2014 von www.beratung-und-fortbildung.de

Kostede, D. (2010). 1. Studienjahr Sozialpädagogik Teilzeit, Allgemeiner Teil. Enschde: Saxion
Hogeschoolen.

Lenz, A. (2010). Ressourcen fördern - Materialien für die Arbeit mit Kindern und ihren psychisch
kranken Eltern. Göötingen: Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG.

Sachse, R. (2010). Persönlichkeitsstörungen verstehen. Köln: Psychiatrie Verlag.

http://www.spol.ch/socialevent/ressourcen-und-skillsmanagement/. (16.12.2013).


Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Workshops ......................................................................................................................... 2
Tabelle 2: Interne und externe Ressourcen ....................................................................................... 4
Tabelle 3: Zentrale Beziehungsebenen .............................................................................................. 4
Tabelle 4: Persönliche Ziele ................................................................................................................ 5
Tabelle 5: Ziele der Teilnehmer.......................................................................................................... 6




14
Anhang 1: Planung





Anhang 2: Flyer


15
Anmeldung für das Symposium


Bitte schicken Sie uns das Anmeldeformu-
lar an folgende E-Mail Adresse zurück:

146820@student.saxion.nl

Bei Fragen erreichen Sie uns ebenfalls unter
dieser Adresse.

Teilen Sie uns folgende Daten mit:
• Vor- und Nachname
• Einrichtung
• An welchen zwei Workshops möchten
Sie teilnehmen?

Bitte melden Sie sich bis zum 08.01.2014

Die Teilnahme am Symposium ist für Sie
kostenlos und die Teilnahme wird mit ei-
nem Zertifikat bestätigt.







Wegbeschreibung zur Saxion Hogeschool
Enschede

Adresse:
M.H. Tromplaan 28
7513 AB Enschede
Anreise mit der Bahn (Ausstieg Centraal
Station Enschede):

1. Nach Westen Richtung Stationsplein
(32 m)
2. Bei Stationsplein links abbiegen (160 m)
3. Links Richtung Maarten Harpertsz.
Tromplaan/M. H. Tromplaan abbiegen (79
m)
4. Rechts abbiegen auf Maarten Harpertsz.
Tromplaan/M. H. Tromplaan
Die Saxion befindet sich auf der rechten
Seite (240m)

Anreise mit dem Auto:

Sollten Sie vorhaben, zu dem Symposium
mit dem Auto anzureisen, möchten wir Sie
darauf hinweisen, dass die Parkplätze dort
kostenpflichtig sind.


Einladung zum Symposium
am 24.01.2014

Ressourcenorientierung
Methoden und Haltungen im Umgang mit
psychisch erkrankten Menschen



Organisiert von
Lisa Keizer
Silja Schanze
Kim Westenberg





StudentInnen des Minors Sozialpsychiatrie
der Saxion Hogeschool Enschede
Anhang 2: Flyer


16
Das Symposium bietet Fachkräften, Be-
troffenen, Angehörigen und Interessierten
die Möglichkeit, an zwei von sechs Work-
shops teilzunehmen. Die verschiedenen
Workshops zu dem Thema „Ressourcenori-
entierung...“ bieten Raum zum Austausch
von Kenntnissen und Erfahrungen und
stellen eine zusätzliche Perspektive für die
Diskussion zur Verfügung.

Tagesablauf

10:00 – 10:30 Uhr Ankunft & Stehcafé

10:30 – 11:00 Uhr Eröffnung & Ein-
führung

11:00 – 12:30 Uhr Workshops (Runde
1)

12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause mit
Snack

13:30 – 15:00 Uhr Workshops (Runde
2)

15:00 – 15.15 Uhr Abschluss und Aus-
klang

Kurzbeschreibung der Workshops

1. Recovery - Gesundung, Genesung
Pathologisierend und symptomorientiert
oder gesundheitsfördernd und stärkend?
Ein praxisbezogener workshop für Psychi-
atrieerfahrene, Angehörige, Fachkräfte der
Sozialpsychiatrie und alle Interessierte.
von Ulrike Wendholt, Sophie Moser,Karo Kujoth,
Duygu Yigit und Janna Miller

2. Psychohygiene - die Reinigung des
Selbst durch Stressabbau und Achtsam-
keitstraining
Psychohygiene - die Reinigung des Selbst
durch Stressabbau und Achtsamkeitstrai-
ning
"Auch der Geist hat seine Hygiene, er be-
darf, wie der Körper, einer Gymnastik." -
Honoré de Balzac
Psychohygiene stärkt den Mitarbeiter in
seiner professionellen Haltung und hat
positive Auswirkungen auf die Arbeit mit
dem Klienten. Denn auch er benötigt einen
"gesunden" Mitarbeiter als Ressource. Wir
laden Sie ein, Theorien, Methoden und
Techniken zur Psychohygiene kennenzu-
lernen.
Von Günther Rothlübbers, Vanessa Hielscher, Meike
Brinkmann und Elke Rüterjans

3. Krisenmanagement
Krisenmanagement-ein professioneller
Umgang mit Krisen in der sozialen Arbeit.
Wie kann, wie soll und wie darf man in
Krisensituationen reagieren? In diesem
Workshop werden Handlungsstrategien
ermittelt, Methoden und Gesetzesgrundla-
gen aufgezeigt.
Von Ramona Behr, Daniela Reike, Anna Kohl, Mari-
on Fübbeker und Tanja Dierks

4. Prävention Borderline - Skillstraining
Ich packe meinen Koffer und nehme mit:
Eiswürfel, Igelbälle, Gummibänder, Duf-
töl…
Sind dies Gegenstände, die Menschen mit
einer Borderline-Diagnose auf Reisen mit-
nehmen würden? In unserem Workshop
stellen wir Ihnen inhaltlich einige Grund-
züge des Diagnosebildes vor. Es wird um
ein besseres Verstehen gehen sowie um das
Skillstraining als präventive Methode in der
Arbeit mit den betroffenen Klienten.
Von Tanja Herriger, Carsten Miete, Helena Börger,
Anne-Christin Jarosch

5. Suizidprophylaxe
,,Etwa alle 53 Minuten nimmt sich in
Deutschland ein Mensch das Leben. Etwa
alle 4 Minuten versucht es jemand.“ (
WHO, 2010)
Nun stellt sich die Frage, wie der Helfer
seinen professionellen Blick schärfen kann,
Betroffene in ihrer depressiv suizidalen Lage
zu erkennen und mit weniger Angst und
Tabu gegenüber zu treten. In diesem
Workshop wird ihnen die Möglichkeit ge-
boten, Ihren professionellen Methoden-
koffer zu entwickeln und zu erweitern.
Von Lena Nikolic, Alina Lüttmann, Lea Schild und
Carina Sand
Anhang 2: Flyer


17

6. „Ganz Ohr“- wir klären auf, sind ganz
Ohr und versuchen zu verstehen!
Die Diagnose und Erkrankung Borderline-
Persönlichkeitsstörung (BPS) wird häufig
als schwer zu therapierende Erkrankung
abgestempelt, ihr eilt der schwierige und
anspruchsvolle wenn nicht sogar überfor-
dernde Ruf voraus. Bei allen Beteiligten
sind jedoch Kompetenzen und Ressourcen
vorhanden, welche gemeinsam genutzt
werden können. Ein Workshop für profes-
sionell Tätige, Betroffene und Interessierte
zum Thema: Umgang mit Stigmatisierun-
gen in der Sozialpsychiatrie am Beispiel der
Borderline - Persönlichkeitsstörung.
Von Johanna Reineke, Hjördis Böll, Sina Nora Jakob
und Svenja Schröder








18
Anhang 3: Anmeldeformular
Ressourcenorientierung
Methoden und Haltungen im Umgang mit psychisch erkrankten Men-
schen

Anmeldeformular

Name:
Vorname:
Einrichtung:
Telefon:
Workshop 1:
Workshop 2:


Anmeldeschluss ist der 08.01.2014



19
Anhang 4: Tagesablauf

Symposium, „Ressourcenorientierung
Methoden und Haltungen im Umgang mit
psychisch erkrankten Menschen


Tagesablauf 24.01.2014

10:00 – 10:30 Uhr Ankunft & Stehcafé

10:30 – 11:00 Uhr Eröffnung & Einführung

11:00 – 12:30 Uhr Workshops (Runde 1)

12:30 – 13:30 Uhr Mittagspause mit Snack

13:30 – 15:00 Uhr Workshops (Runde 2)

15:00 – 15.15 Uhr Abschluss und Ausklang










20
Anhang 5: Begrüßungsrede

Begrüßung
Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Symposium mit dem Thema „Ressourcenorientierung
- Methoden und Haltungen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen“. Wir, die Studenten
des Studienganges „Sozialpädagogik“ im Minor „Sozialpsychiatrie“, freuen uns, dass ihr heute alle
hier seid.
Da wir uns hier in den Niederlanden befinden, möchten wir ein Stück dieser Kultur aufgreifen und
uns alle „duzen“. Dies ist hier üblich und wir hoffen, dass es für euch in Ordnung ist, wenn wir dies
heute übernehmen.
Zunächst stellen wir, das Orgateam uns kurz vor, das sind Lisa, Silja und Kim. Solltet ihr Fragen,
Anregungen oder Wünsche haben, sind wir eure Ansprechpartner. Ihr erkennt uns an diesen T-
Shirts.
Bevor wir auf das Thema „Ressourcenorientierung“, das Oberthema des Symposiums eingehen,
werden der Direktor Hans Wörsthoff und das Management ein paar Worte an euch richten.
So nun kommen wir zu einer kleinen Einführung zu dem Thema „Ressourcenorientierung“.
Zur Bewältigung alltäglicher Probleme benötigen Menschen Ressourcen. Vor allem bei dem Um-
gang mit Krisen. Schiepek und Cremers definieren Ressourcen als „ Quellen, aus denen man all
das schöpfen kann, was man zur Gestaltung eines zufrieden stellenden, guten Lebens braucht,
was man braucht, um Probleme zu lösen oder mit Schwierigkeiten zurechtzukommen. Das können
sehr verschiedenartige Bedingungen sein, denn jeder Mensch ist anders, und jede Situation, jede
Herausforderung und Lebensphase braucht andere Ressourcen“ (Beushausen, 2010).
Es kann zwischen internen und externen Ressourcen unterschieden werden, die nun im Folgen-
den kurz erläutert werden:
Tabelle 6: Interne und externe Ressourcen
Interne Ressourcen Externe Ressourcen
Gutes Selbstwertgefühl Gute soziale Beziehungen
Guter Realitätssinn Hobby
Hohe Belastbarkeit in Stresssituationen Externe Wissensquellen
Innere Ausgeglichenheit Ausreichende Einkommen
Selbstdisziplin Gutes Gesundheitssystem
Zuverlässigkeit Sicherer Arbeitsplatz
Empathie Gesunde Lebensmittel
(Beushausen, 2010)



Menschen haben auf der Motivebene interaktionelle Grundbedürfnisse. Zentrale Beziehungsebe-
nen sind:
Tabelle 7: Zentrale Beziehungsebenen
Das Motiv nach Anerkennung, Wertschätzung, positiver Definition
Das Motiv nach Wichtigkeit
Das Motiv nach verlässlicher Beziehung
Das Motiv nach solidarischer Beziehung
Das Motiv nach Selbstständigkeit
Das Motiv nach Unverletzlichkeit der eigenen Umgebung und der eigenen Grenzen
(Sachse, 2010)


21
Doch wie ist es, wenn man alleine mit schwierigen Situationen nicht zurechtkommt? Wenn man
diese Ressourcen bei einem selbst nicht sehen kann? Wer und vor allem wie kann einem geholfen
werden?
Die verschiedenen Workshops bieten euch Einblicke in die unterschiedlichen Methoden und Hal-
tungen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen, die nicht eigenständig auf ihre Ressour-
cen zurückgreifen können.
Um einen kurzen Überblick zu erhalten, bitten wir nun von jeder Gruppe eine Person zu uns, die
ein paar Sätze zu dem Workshop sagt.
Bevor ihr alle in die Workshops geht, möchten wir noch kurz einige organisatorische Sachen an-
sprechen.
- da vorne ist der Tisch, wo ihr euch anmelden könnt. Dort erhaltet ihr alle ein Namensschild, wel-
ches ihr bitte mit eurem Namen verseht und euch anheftet, falls ihr dies noch nicht getan habt.
- Außerdem erhält jeder einen Schreibblock und einen Kugelschreiber der Saxion, die ihr behalten
dürft.
- an diesem Tisch erhaltet ihr in der Mittagspause die Teilnahmebescheinigung
- damit ihr alle einen Überblick über den Ablauf habt, seht ihr hier hinter uns den Tagesablauf.
- Getränke, wie Kaffee und Tee und Plätzchen findet ihr an diesem Tisch, wo ihr nachher auch
einen kleinen Snack und Erfrischungsgetränke erhaltet.
- Dort drüben ist ein Büchertisch, wo ihr Bücher findet, die zu den einzelnen Workshops als
Grundlage gedient haben. Ihr könnt euch dort gerne umsehen und Sachen nachlesen.
- Die einzelnen Räume sind mit den Themen der Workshops ausgeschrieben, damit jeder weiß in
welchen Raum er muss.
Und zum Abschluss wünschen wir euch allen viel Spaß
Literaturverzeichnis
Beushausen, J. (2010). Ressourcenorientierte stabilisierende Interventionen. Göttingen:
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co.KG.
http://www.spol.ch/socialevent/ressourcen-und-skillsmanagement/. (kein Datum).
Knuf, A. (kein Datum). Vom demoralisierenden Pessimismus zum vernünftigen Optimismus.
Abgerufen am 15. Januar 2014 von www.beratung-und-fortbildung.de
Kostede, D. (2010). 1. Studienjahr Sozialpädagogik Teilzeit, Allgemeiner Teil. Enschde: Saxion
Hogeschoolen.
Sachse, R. (2010). Persönlichkeitsstörungen verstehen. Köln: Psychiatrie Verlag.

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Interne und externe Ressourcen ....................................................................................... 4
Tabelle 2: Zentrale Beziehungsebenen .............................................................................................. 4










22
Anhang 6: PowerPoint zur Begrüßung





23



24



25

Symposium:
Ressourcenorientierung -
Methoden und Haltungen im Umgang mit
psychisch erkrankten Menschen
Workshop: Recovery – Gesundung, Genesung
Pathologisierend und symptomorientiert oder gesundheitsfördernd und stärkend?
Ein praxise!ogener "orkshop f#r Psychiatrie Erfahrene$ %ngehörige$ Professionellen &achkräfte der
'o!ialpsychiatrie und alle (nteressierte
Academie Mens en Maatschapij / Fachbereich Sozialwesen / Sozialpädagogik
Minor: Sozialpsychiatrie 13/ 14
Studieneinheit: Psychiatrie !esellscha"t
#e"erentinnen: $lri%e &endholt' Sophie Moser' (uy)u *i)it' +aro +ujoth' ,anna Miller
-nschede' .4/,anuar .014
Abbildung 1: Reichelt & Reichelt (2012)
"as ist Reco)ery?
All)emeine 1bersetzun) 2on #eco2ery 3 !enesun)' -rholun)' &ieder)ewinnun)
-ntstanden in den 40er ,ahren aus der Psychiatrie5 -r"ahrenen5 6ewe)un)
!rund"ra)e: &ie %7nnen psychisch er%ran%te Menschen wieder )esunden8
*rund#er!eugung+ *enesung ist möglich, -Hoffnung macht 'inn.,
Psychiatrische (ienstleistun):
5 %onse9uente Partizipation der :utzerinnen und :utzer
5 ;ermittlun) 2on <o""nun)
5 Ausrichtun) au" die St=r%e des einzelnen Menschen sind/ >6urr' ?/ -t al/' .01.' S/ 14@
AEntwicklung aus den esch!änkungen de! "atienten!olle hin zu eine# selbstbesti##ten$
sinne!%&llten 'ebenB >Amerin) Schmol%e' .01.' S/ 1C@
Dwei %ontr=re Sichtweisen bezE)lich !esundun) 2on psychischen -r%ran%un)en:
1/ S(#pto#o!ientie!ung F !esundun) 3 Symptom"reiheit oder die #Ec%%ehr zum A:ormalzustandB
2or der -r%ran%un)
./ "e!soneno!ientie!ung F !esundun) 3 &ieder)ewinnun) 2on !esundheitG FEhrun) eines
selbstbestimmtes und sinner"Elltes Heben/
#eco2ery 3 pe!soneno!ientie!te Sichtweise
!enesun) nicht als -r)ebnis oder Dustand F ein lebenslan)er Prozess
!=n)i)e ;orstellun)en 2on +ran%heit und !esundheit werden hinter"ra)t
+risener"ahrun)en 3 erworbene Hebens5+ompetenzen
Psychiatrie -r"ahrene 3 -Iperten >in ei)ener Sache@
!esundheit nicht unbedin)t 3 Symptom5 und #Ec%"all"reiheit
!esundheit 3 !estaltun) eines zu"riedenstellenden und er"Ellten Heben t!otz Symptomen
!esundheit 3 a%ti2e Jeilhabe am sozialen Heben t!otz erschwerter 6edin)un)en
!esundheit 3 %onstru%ti2er $m)an) mit der ei)enen ;ulnerabilit=t >;erletzlich%eit@ und
-ntwic%lun) und St=r%un) 2on #esilienz >&iederstands"=hi)%eit@
AReco)e!( zielt also wenige! au% die *iede!he!stellung eines %!&he!en +ustands als )iel#eh! au% eine
,e!ände!ung$ eine -!ans%o!#ation$ ein *achstu#$ ein .nteg!ie!en und einen pe!s/nlichen
'e!np!ozess/B >Amerin) Schmol%e' .00C' S/ 144@
#eco2ery5 Ansatz 3 siehe -mpowerment' Saluto)enese' Jrialo)ische und Stimmenh7rer5 6ewe)un)'
-K5L:' &e)lau"h=user' etc/@
#eco2ery %7nnte bei der -ntwic%lun) echte! Mualit=ts%riterien "Er eine AmenschlichereB
Sozialpsychiatrie hel"en
H/&&0U0*:
<o""nun) als ein zentrales -lement 2on #eco2ery
Du2ersicht haben und 2ermitteln' 2on psychischem Heiden )esunden zu %7nnen
-rmuti)un) und 6est=r%un) 2on Du2ersicht und ;ertrauen in die ei)enen !esundun)s%r="te und
&achstumspoteniale
:e)ati25 Pro)nosen entmuti)en den Menschen und %7nnen Selbstheilun)s%r="te und Du2ersicht
bloc%ieren/
A;orhersa)en sind schwieri)' besonders wenn sie die Du%un"t betre""en/B >+arl ;alentin@
M%1H2:
N"tmals )ilt in der Pyschiatrie noch das Prinzip A!ebot statt An)ebotB/
(as Macht2erh=ltnis ist dann spErbar' wenn &be! den +lienten' statt #it ihm )eredet wird/
Sprache hat auch Macht5 die Macht zu 2erletzen und Menschen und Situationen abzuwerten
>6sp/: A<err M/ hat mich wieder ins lau%en )ebrachtB' AFrau M/ spaltet schon wieder das JeamB @
'(00+
Spiritualit=t als ein zentrales -lement 2on #eco2ery
Haut Antonows%i >144C@ entscheidet das !e"Ehl der Sinnha"ti)%eit maO)eblich darEber' ob jemand
seine <andlun)sm7)lich%eiten aussch7p"t und #essourcen zur !esundun) ent"altet
#eco2ery 3 lernen' eine 6edeutun) in der ei)enen psychischen 6eeintr=chti)un) sehen und mit ihr
%onstru%ti2 um)ehen zu %7nnen
+risen als Jeil des Hebens a%zeptieren zu %7nnen und die +ran%heit nicht das Heben bestimmen zu
lassen >Pat (ee)an' 144P@
-ntwic%lun) eines +oh=renz)e"Ehls >Antonows%i' 144C@ ist wichti)
F Dusammenh=n)e des Hebens zu 2erstehen und "Er sich eine 6edeutun) darin zu )ewinnen
F 1berzeu)un)' das man selbstbestimmt das ei)ene Heben )estalten %ann und ein !rund2ertrauen
darin zu haben' dass das Heben einen Sinn hat
-3-
Reco)ery-orientiertes %reiten 4 ein Paradigmen5echsel f#r die 6'o!ial-7 Psychiatrie?,
<ospitalisierun) und Fremdbestimmun) 2s/ Autonomie und Selbstbestimmun):
F &ie wird <eute in der Sozialpsychiatrie Menschen mit psychiatrischen (ia)nosenbildern
be)e)net8
#eco2ery5 orientiert >sein@' bedeutet:
H7sun)s5 orientiert statt Problem5orientiert
#essourcen5orientiert statt (e"izit5orientiert
Pro"essionelle :=he statt pro"essionelle (istanz
Symmetrisches statt asymmetrisches ArbeitsbEndnis
Pers7nliche Problemde"initionen 2s/ (ia)nosen
Au"hebun) 2on #ollenbildern wie +ran% 2s/ !esund / MitarbeiterLn 2s/ +lientLn
-i)enes -Ipertentum loslassen' -i)en2erantwortun) Eberlassen F den Menschen als -Iperten "Er
den ei)enen #eco2ery5Prozess ansehen
-i)ene -instellun)en und <altun)saspe%te %ontinuierlich hinter"ra)en >lassen@ %7nnen
A1ber den Jellerrand der Psychiatrie5 An)ebote schauenB 5 &elche Alternati2en )ibt es8Q
Anzuer%ennen' dass die pers7nliche Hebens)eschichte mehr ist' als die +ran%en)eschichteQ
Ziele unseres Workshops:
Jheoretisches !rundla)enwissen zu #eco2ery 2ermitteln
(ie Macht der Sprache zu 2erdeutlichen
;orbehalte )e)enEber #eco2ery bewusst zu machen
(ie &ahrnehmun) 2on )esunderhaltenden #essourcen zu "7rdern/
8ur!eschreiung der im"orkshop ange5andten Methoden und 9iele+
'timmen- 1ollage -*eote?,.

Du An"an) des &or%shops nehmen die JeilnehmerLnnen ihre Pl=tze unter einer AFlut an di%tierenden
!ebotenB ein/ (en JeilnehmerLnnen wird #aum )e)eben' die A!eboteB au" sich wir%en zu lassen' in dem
diese 2on einer #e"erntin erst etwas zeit2ersetzt au")e)ri""en werden/
AnschlieOend "ol)t die 6e)rEOun) und der Jherorieteil/
Dielsetzun)en:
(urch Lrritation :eu)ier und Au"mer%sam%eit bewir%en
6ewusstmachun) der AMacht der !eboteB innerhalb 2on Allta)sbeispielen aus der PraIis
Reco)ery- (nput
(er #eco2ery5 Lnput er"ol)t durch zwei #e"erentinnen im Form eines ;ortra)es/ (ieser wird "Er das bessere
;erst=ndnis durch eine Power5Point5Pr=sentation 2isuell unterstEtzt und nimmt entsprechend der
Fachhochschul5;or)aben .0 Minuten des &or%shops in Anspruch/
Dielsetzun)en:
Ann=herun) an das Jhema #eco2ery
;ermittlun) 2on 6asiswissen zu #eco2ery
Rollenspiel der :orehalte
$m die ;or5 und :achteile 2on #eco2ery praIisnah darzustellen' wurde die %reati2e Methode des
#ollenspiels )ew=hlt/ (as #ollenspiel ist eine wichti)e Methode der sozialen !ruppenarbeit/ Haut Schaller
>.00R' S/ 4@ erh=lt man Eber das #ollenspiel einen sinnlich5pra%tischen Du)an) zu Herninhalten/ #ollenspiel
ist aus seiner Sicht ein lerna%ti2ierendes Lnstrument zur &eiterentwic%lun) des Selbstmana)ements' indem
beispielsweise ei)enes ;erhalten 2on auOen oder aus einer anderen Perspe%ti2e beobachtet werden %ann/
Lnhaltlich wurde im #ollenspiel eine beispielha"te (is%ussion aus dem unmittelbarem -r"ahrun)s%reis der
ASchauspielerinnenB 2or)e"Ehrt/
Dielsetzun)en:
6ewusstmachun) eini)er ;orbehalte )e)enEber #eco2ery
;erdeutlichun) 2on m7)lichen -instellun)en und ;erhaltensweisen
Au"zei)en 2on Ans=tze "Er ;er=nderun)en
-;-
6e"=hi)un) oder -rm7)lichun) eines Perspe%ti2wechsel sowie -in"Ehlun)
-8on!ert der 'timmen*e5alt.

(as im #ollenspiel dar)estellte Jhema A;orbehalte )e)enEber #eco2eryB wird in Form einer
(is%ussionsrunde mit den JeilnehmerLnnen au")earbeitet/ (ie (is%ussionsrunde ist allerdin)s %eine
)ew7hnliche' rein dialo)ische (is%ussion/ &=hrend die JeilnehmerLnnen und drei der &or%shop5Heiterinnen
in den Austausch )ehen' p"ei"en und tr7ten die zwei anderen &or%shop5Heiterinnen jeweils immer dann mit
einer Jrillerp"ei"e und einer Jr7te' wenn jemand >unbewusst@ ein de"izit5 oder symptomorientiertes &ort
)e=uOert hat/ ,e nach dem' wie de"izit5 oder ressourcenorientiert die !ruppe spricht' entsteht ein mehr oder
weni)er star%es +onzert5 das A+onzert der Stimmen!ewalt/B
(en #e"erentinnen )eht es hierbei nicht um richti) oder "alsch oder Schuldzuweisun)en' sondern ledi)lich
um eine bewusste Auseinandersetzun) mit der ei)enen Sprache im +onteIt des PraIisallta)s/ $nd wie diese
unterschwelli) A)ewalt2ollB au" andere Menschen wir%en %ann' ohne dass man sich dessen 2ielleicht
bewusst ist/
<ierbei wird nicht nur der re%le0i)e Aspe%t >#e"leIion und :achbesprechun) des #ollenspiels / Anre)un)
2on 6ewusstwerdun) der ei)enen Sprache@ berEc%sichti)t' sondern nach (ine%e 6ehrend >.00S' S/ 34'1RC@
auch !ezepti)e (Anre)un) der sinnlichen &ahrnehmun) durch das P"ei"en und Jr7ten@ sowie k!eati)e
((is%ussionsrunde in Form eines A+onzertsB@ Aspe%te musischen Arbeitens ein)ebracht/
Dielsetzun)en:
6ewusstwerdun) der ei)enen >Macht der@ Sprache
Au"mer%sam%eit untereinander erzielen
Prozess der (is%ussion auch Eber die sinnliche &ahrnehmun) er"ahrbar machen
☺ <as innere =ächeln ☺ >orientiert an -Owein' .010@
☼ <ie *esundheitssonne ☼>orientiert an 6oden Feldt' .00S@

(ie &elt)esundheitsor)anisation >&<N@ de"iniert !esundheit nicht als Abwesenheit 2on Symptomen'
sondern als %7rperliches' psychisches und soziales &ohlbe"inden/ >-Owein' .010@ !esundheit ist somit %ein
Dustand' sondern ein )anzheitlicher Prozess' der bewusst oder unbewusst 2om Menschen beein"lusst wird/
-ine indi2iduelle 6eein"lussun) bietet die Achtsam%eit/
A(as innere H=chelnB entstammt der Achtsam%eitspraIis/ (as +onzept der Achtsam%eit wurde in den C0er
,ahren durch Pro"essor (r/ ,on +abat TDinn' $S5ameri%anischer Mole%ularbiolo)e' in den westlichen
!esellscha"ten be%annt/ +abat5Dinn entwic%elte die M6S# >Mind"ulness 6ased Stress #eduction@' die
nach"ol)end therapeutisch weiterentwic%elt wurde/ >-Owein' .010@ So entstand die M6?J >Mind"ulness5
6ased ?o)niti2e Jherapy@' deren &ir%sam%eit mittlerweile durch mehrere %linische Studien bele)t worden
ist/ >6ostano2' .013@
(ie Achtsam%eitspraIis richtet sich an Menschen' die eine a%ute +ran%heitsepisode und +rise weit)ehend
Eberwunden haben/ Du beachten ist' dass die sie be)leitenden Menschen -r"ahrun) mit Achtsam%eit und
Achtsam%eitsEbun)en haben/ >6oden Feldt' .00S@
;orraussetzun)en "Er Achtsam%eit sind: eine au"mer%same und annehmende !rundhaltun)' 1bun)swille und
Ausdauer/ So %ann die Achtsam%eitspraIis dazu beitra)en' sich selbst bewusst wahrzunehmen und zur
pers7nlichen Stabilit=t und !esundun) beizutra)en/ >6oden Feldt' .00S@
!esundheit ist nach dem #eco2ery5+onzept %ein Dustand' sondern ein )anzheitlicher Prozess' der bewusst
oder unbewusst 2om Menschen beein"lusst wird/ >Amerin) Schmol%e' .01.@ (as -r%ennen 2on
indi2iduellen #essourcen tr=)t dazu bei' ei)ene St=r%en zu a%ti2ieren und so zu &ohlbe"inden und Stabilit=t
beizutra)en/ >6oden Feldt' .00S@
Dielsetzun)en:
eine AachtsameB &ahrnehmun)ssensibilit=t entwic%eln
die Au"mer%sam%eit au" )esunde #essourcen len%en
>- &inger- &eedack
(ie -2aluation der &or%shop5-r"ahrun) wird anhand des P5Fin)er5Feedbac%s durch)e"Ehrt/
(ie einzelnen Fin)er stehen "Er einzelne' unterschiedliche +riti%pun%te/
+leiner Fin)er: &as ist Azu %urz )e%ommenB8
#in)"in)er: &as war o%ay8
Mittel"in)er: &as war nicht so )ut8
-?-
Dei)e"in)er: &orau" %7nnte man noch mehr achten8
(aumen: &as ist )ut )elun)en8
Dielsetzun)en:
%reati2e' un%on2entionelle Art' #e"leIion anzure)en und +riti% zu =uOern zu %7nnen
Positi2e wie entwic%lun)sbedEr"ti)e Aspe%te werden in der -2aluation spielerisch ab)edec%t
&a!it
Recovery als ein Handlungs- und Haltungskonzept für Fachkrfte der !ozialpsychiatrie und
Recovery als eine individuelle Recovery-Reise für "enschen #it psychischen
$eeintrchtigungen %ietet die "&glichkeit, die Herausforderungen 'ualitativer und nachhaltiger
(er%esserungen in der psychiatrischen und sozialpsychiatrischen (ersorgung u#zusetzen) *n
einigen +ndern – ,ie -!., /euseeland, !chottland, etc) - ist der Recovery-.nsatz %ereits
erfolgsversprechend ver%reitet) 0.#ering ") , 12314 *n internationalen "odellen ,urde die
5ers&nliche 6rfahrung von psychisch erkrankten "enschen als 6videnz und $asis zu
"odellent,icklungen genutzt) !o ent,ickelte %eispiels,eise das 7/ational 6#po,er#ent
8entru#9 in den -!. ein Empowerment model of recovery so,ie 5.86 05ersonal .ssistance in
8o##unity 6:istence4, ein 5rogra## zur recovery-orientrierten Hilfe für "enschen in
sch,er,iegenden psychischen +eidenssituationen) 0.#ering ; !ch#olke, 122<4 Weiterhin gi%t
es internationale Forschungsgruppen, die sich #it Recovery – 5rozessen auseinandersetzen
und "essinstru#ente zur Messung von Recovery ent,ickeln)
=usa##enfassend ist Recovery ein sehr anschlussfhiger .nsatz und eng #it %eispiels,eise
6#po,er#ent verknüpft) Recovery trgt in seiner -#setzung dazu %ei, dass nicht
sy#pto#orientierte >rankheitsprognosen die ?eilha%e#&glichkeiten von $etroffenen
%esti##en, sondern eine gesundheitsf&rdernde 5erspektive die 5artizipation und .utono#ie
psychisch erkrankter "enschen strkt) 0.#ering ") , 12314 *n @eutschland kann die
6ta%lierung von Recovery dazu führen, dass es für $etroffene zu einer +e%ens'ualitt ko##t,
die der Forderung von - 7@a%ei- !ein9 i# natürlichen +e%ensu#feld und nicht u# 7?un für9 in
instutionelle# -#feld - gerecht ,ird und da%ei aktiv die 6rfahrungs,erte von
psychiatrieerfahrenen "enschen ein%ezieht) 0$osshard, 6%ert, ; +azarus, 123A, !) B34
=iteratur+
Amerin)' A/ Schmol%e' M/ >.00C@/ 1as Ende de! 2nheilba!keit3 6onn: Psychiatrie ;erla)
Amerin)' A/ >.01.@/ #eco2ery T #eshapin) Scienti"ic #esponsibilities/ Reco)e!( und seine edeutung %&! unse!e wissenscha%tliche ,e!antwo!tung >S/
4..54.S@/ Da)reb' ?roatia: Medicins%a na%lada
Antonowsi >144C@/ Saluto)enese: Dur -ntmysti"izierun) der !esundheit/ JEbin)en: ()2t ;erla)
6ehrend' (/ >.00S@/ 4usisch5 agogische 4ethodik5 Eine Ein%&h!ung3 6ussum: $it)e2erij ?outinho
6oden' M/ Feldt' (/ >.00S@/ 6!isen bewältigen$ Stabilität e!halten$ ,e!ände!ung e!#/glichen3 6onn: Psychiatrie ;erla)
6oe2in%' &/ >.01.@/ Stille chic/ 6ezi)e 6ij ;erla)
6urr' ?' Schulz' M/' &inter' A/ Duaboni' !/ >.01.@/ Reco)e!( in de! "!a0is 7 ,o!aussetzungen$ .nte!)entionen$ "!o8ekte / 6onn: Psychiatrie ;erla)
6ostano2' ;/ >R/ Februar .013@/ 4SR5Achtsa#keitsbasie!te -he!apie und e!atung3 ;on http://abtb/de/indeI/php/M6?J/M6?JUM6S#/ ab)eru"en
(ee)an' P/ >144P@/ 9esundung )on ps(chiat!ischen 'eiden: An!egung %&! die Aus5 und *eite!bildung )on "s(chiat!ie%achleuten3 9esundung als Reise
des :e!zens/ Massassuchettes' $SA
-Owein' ,/5 J/ >.010@/ Achtsa#keitst!aining3 MEnchen: !r="e und $nzer
<eidenreich' J/ (lu)osch' !/ >./ Februar .01.@/ Selbstwi!ksa#keit und Achtsa#keit bei de! 9esundheits%/!de!ung )on sozial benachteiligten
4enschen3 ;on http://www/e2astutt)art/de/"ileadmin/reda%tion/pd"/;ortrae)e/;ortra)UAchtsam%eitU!rundla)enUFundierun)UPerspe%ti2en/pd"
ab)eru"en
+nu"' A/ >.01.@/ asiswissen: E#powe!#ent in de! ps(chiat!ischen A!beit ;!oschie!t< 3 onn: "s(chiat!ie ,e!lag
#eichelt' +/ #eichelt' </5</ >.01.@/ !HN6$HLK 5 (ie )anze &elt der <omo7pathie/ ;on
http://www/)lobuliI/net/s/ccUima)es/cacheU.413.4.P04/jp)8t3133.R0R4R0
Schaller' #/ >.00R@ 1as g!o=e Rollenspiel5uch: 9!undtechniken$ Anwendungs%o!#en$ "!a0isbeispiele3 &einheim und 6asel: 6eltz ;erla)
-@-
Psychohygiene-
Reinigung des Selbst durch Stressabbau
und Achtsamkeitstraining
von
Maike Brinkmann, Günter Rothlübbers
Elke Rüterjans, Vanessa Hielscher
Definitionen
Psychohygiene:
“Definition: Psychohygiene ist sozusagen “seelischer Gesundheitsschutz”. Ähnlich wichtig wie
Hygiene für die Erhaltung körperlicher Gesundheit ist, verfolgt Psychohygiene das Ziel seelische
Gesundheit zu schützen und zu stärken. Dies geschieht insbesondere durch den
zwischenmenschlichen Austausch von Ärger, Problemen, Wut oder Trauer durch die
Kommunikation mit anderen Menschen” ( Kulbe, 2009, S. 63).
Achtsamkeit:
“Unter Achtsamkeit versteht man eine geistige Einstellung, bei der man bewusst alles, was
auftaucht (Gedanken, Erinnerungen, Bilder, Sinneswahrnehmungen, Gefühle,..) einfach, ohne
zu beurteilen, wahrnimmt und akzeptiert, dass es ist, wie es ist. Beispielsweise nimmt man
wahr, dass man gerade liest, sich über jemanden ärgert oder schnell atmet. Diese Fähigkeit
kann man lernen und trainieren” (Suckel, 2011, S. 14).
Problembeschreibung: Fakten
Anstieg um 165%
Anstieg Fehltage um 44%
Kostenentwicklung von 130 Mrd.
auf 280 Mrd. pro Jahr
Handlungsmöglichkeit: Fitness
mögliche Fitnessformen:
•Ausdauersport (z. B. joggen)
•Krafttraining
•Mannschaftssport
•Bewegungseinheiten nutzen (z. B. Treppe statt Aufzug)
Fitness hilft beim Stressabbau, weil
•Stresshormone schneller abgebaut werden
•Glücksgefühle (Endorphine) freigesetzt werden
•Aggressionen abgebaut werden
Handlungsmöglichkeit: aktive Entspannung
mögliche Entspannungsformen:
•Hui Chun Gong
•Yoga
•Tai Chi
•Massagen
•Autogenes Training
•progressive Muskelentspannung
•SeKA = Selbstinstruktives Körper-Achtsamkeitsprogramm
Entspannung hilft beim Stressabbau, weil
•sich Verspannungen lösen und sich beruhigen
•die Stresstoleranz sich erhöht
•sie als Soforthilfe einsetzbar ist
•es die Körperwahrnehmung schult
Supervision
•Beratungsform, in der komplexe Konflikte und Fragen aus dem Berufsalltag thematisiert
werden
•geleitet durch einen externen Supervisor
•Einzel- und Gruppensupervisionen auf verschiedenen Ebenen (Klientenebene,
Mitarbeiterebene, Organisationsebene)
Intervision
•kollegiale Beratung
•entwickelte sich aus der Supervision
•die Moderation übernimmt ein Teammitglied
•umfasst die gleichen Dimensionen, wie die Supervision
→ Supervision und Intervision ermöglichen Psychohygiene, da
•unabhängig von der Ebene, auf die sich die Supervision/ Intervision thematisch bezieht,
immer Auswirkungen auf persönlicher Ebene der Teilnehmer festzustellen sind.
•da beide zu einer Verbesserung der Kommunikation und der Zusammenarbeit in bzw. von
Teams führen.
•Konflikte thematisiert und bestenfalls aufgelöst werden.
Kollegiale Haltung
systemische Haltung:
•Die Person, die als Problem wahrgenommen wird, wird als Symptomträger gesehen und in
den Fokus gestellt.
•das ganze System wird durchleuchtet, nicht nur der Symptomträger (Einbeziehung des
Umfeldes)
•Mitarbeiter untereinander öffnen den Blick (gemeinsam Strategien entwickeln)
lösungsorientierte Haltung:
•Ressourcen als Fokus
•Lösungswege, nicht Problemtrance (gedankliche, gefühlsmäßige Gefangennahme)
•Empathie und Wertschätzung (Bezug auf Achtsamkeit: Habe ich selber den Blick der
lösungsorientierte Haltung?)
•Lösungsorientierte Haltung als Psychohygiene (Gespräche mit Kollegen)
Gesunder Mitarbeiter (MA) als Ressource für den Klienten:
MA kann gedanklich besser Abschalten, besitzt eine psychische Entspannungsfähigkeit und
macht hierdurch weniger Fehler im Umgang mit dem Klienten. Die kognitiven und sozialen
Fähigkeiten nehmen zu, sowie die Problemlösungskompetenzen beim MA verbessern sich,
hierdurch entsteht keine seelische Erschöpfung. Nimmt der MA die eigene Person
wichtig, dann kann der MA als Ressource für den Klienten gesehen werden. Erkennen der
eigenen Automatismen wie Reaktions-, Denk- und Verhaltensmuster, mehr Wissensklarheit
und ein umfassendes Verstehen menschlicher Erfahrungen. Diese Kompetenzen ermöglichen
eine wertfreie Beobachtung und eine an dem Klienten orientierte Unterstützung und
Begleitung. (Siegel, 2010)
Ressourcen des Mitarbeiters
•gedankliches Abschalten, psychische Entspannungsfähigkeit
•keine Seelische Erschöpfung
•die eigene Person wichtig nehmen
•erkennen der eigenen Automatismen
MA als Ressource für den Klienten
•weniger Fehler
•kognitive und soziale Fähigkeiten nehmen zu
•Lösungsorientierte Haltung nimmt zu
•wertfreierer Umgang mit Klienten
•es entsteht Raum zwischen Wahrnehmung und Reaktion
Quellenverzeichnis
Bücher
Bamberger, G. (2010). Lösungsorientierte Beratung. Weinheim: Beltz Verlag.
Belardi, N. (2009). Supervision Grundlagen, Techniken, Perspektiven. München: Beck.
Fengler, J. (2001). Helfen macht müde. Zur Analyse und Bewältigung von Burnout und beruflicher
Deformation. München: Verlag Pfeiffer bei Klett-Cotta.
Fessler, N. ( 2013). Rasant entspannt. Stuttgart: TRIAS Verlag.
Hackl, M. (2009). Hui Chun Gong. München: Südwest Verlag.
Harrer, M. (2013). Burnout und Achtsamkeit. Stuttgart: Klett-Cotta.
Juckel, I. (2011). Entspannung in der Sozialen Arbeit- Studienarbeit. Norderstedt: Grin Verlag.
Jacobson, E. (1990). Entspannung als Therapie. Progressive Relaxation in Theorie und Praxis. Stuttgart:
Klett-Cotta.
Knuf, A. & Hammer, M. (Hrsg). (2013). Die Entdeckung der Achtsamkeit in der Arbeit mit psychisch
erkrankten Menschen. Köln: Psychiatrie Verlag.
Kottler, J. A. (2011). Therapie Tools. Selbstfürsorge. Weinheim: Beltz Verlag.
Kulbe, A. (2009). Grundwissen Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.
Mumford, S. (2000). Massagen von Kopf bis Fuß. Augsburg: Weltbild Verlag GmbH.
Siegel, D. (2010). Das achtsame Gehirn. 3. Auflage. Freiamt: Arbor Verlag.
von Schlippe, A., & Schweizer, J. (2012). Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Göttingen:
Vandenhoek und Ruprecht GmbH &Co. KG
Webseiten
DAK Gesundheitsreport. (2013). Erhalten unter
http://www.dak.de/dak/download/Vollstaendiger_bundesweiter_Gesundheitsreport_2
013-1318306.pdf
Deutsche Gesellschaft für Supervision. (2012). Supervision ein Beitrag zur Qualifizierung beruflicher
Arbeit. Erhalten unter http://www.dgsv.de/wp-
content/uploads/2011/12/grundlagenbroschuere_2012.pdf
Entspannen lernen. (o. J.). Erhalten unter
http://www.tk.de/tk/stress/enstpannungstechniken/entspannen-lernen/574080
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstiut (HWWI). Gesundheitsentwicklung in Deutschland bis 2037. (o.J.)
erhalten unter http:// www.vfa.de/download/praese-hwwi.pdf

Stressabbau durch Sport. (o. J.). Erhalten unter
http://www.kath.de/lexikon/praevention_gesundheit/stressabbau_sport.php


Handout
Symposium



Workshop 3
Krisenmanagement
Ressourcenorientierung - Methoden und
Haltungen im Umgang mit psychisch
erkrankten Menschen

Krisenmanagement-ein professioneller Umgang mit
Krisen in der sozialen Arbeit. Wie kann, wie soll und wie
darf man in Krisensituationen reagieren? In diesem
Workshop werden Handlungsstrategien ermittelt,
Methoden zur Analyse einer Krise, sowie mögliche
Gesetzesgrundlagen aufgezeigt.

Workshop 3 Krisenmanagement
09.01.2014

Workshop 3 Krisenmanagement

1
Gliederung
1 Thema / Ziele ............................................................................................................................. 2
2 Inhalte ........................................................................................................................................ 2
2.1 Definitionen von Krise .................................................................................................... 2
2.2 Eigenschaften, Merkmale und Adjektive einer Krise ..................................................... 2
2.3 Welche Arten von gibt es? ............................................................................................. 3
2.4 Entstehung von Krisen................................................................................................... 3
2.5 Neurobiologische Hintergründe ..................................................................................... 3
2.6 Rechtliche Hintergründe ................................................................................................ 4
3 Methoden .................................................................................................................................. 5
3.1 Reflexionsmethode/ Gefühlskarten ............................................................................... 5
3.2 Bella-System nach Sonneck ............................................................................................ 5
4 Fazit ........................................................................................................................................... 6
5 Weiterführende Literatur ........................................................................................................... 7
5.1 Phasenmodell nach Verena Kast ............................................................................................ 7
Literaturverzeichnis ............................................................................................................................ 8











Workshop 3 Krisenmanagement

2
1 Thema / Ziele
Krisen und Konflikte gibt es in unserem Arbeitsalltag viele. Nicht alle müssen unbedingt
bearbeitet werden, aber wenn sich die Unstimmigkeiten negativ auf die Ergebnisse, das
Betriebsklima und die Zufriedenheit Einzelner auswirken, muss ein sinnvoller Umgang
gefunden werden. Mit Krisenmanagement ist ein bewusstes, zielorientiertes Vorgehen
gemeint, dass schließlich zur Vermeidung einer Eskalation, wenn nicht gar zur Lösung der
Krise führt. Dieser Workshop stellt Methoden vor, die dabei helfen können, Krisen zu
erkennen, zu analysieren und zu bearbeiten. Vorgestellt wird u.a. eine Reflexionsmethode,
zum erkennen der eigenen Gefühle. Dies kann Grenzen aufzeigen und helfen innere
Ohnmachtsgefühle zu überwinden.
2 Inhalte
2.1 Definitionen von Krise
Das Wort Krise stammt von dem lateinischen Wort: „crisis“ und bedeutet Scheidung,
Streit, Entscheidung, Urteil und kann in unserem Sprachgebrauch durch Höhe- und
Wendepunkt und Veränderung in Form von Zuspitzung erweitert werden. Im Chinesischen
bedeutet das Wort Krise gleichzeitig auch Chance.
Verena Kast versteht unter Krise die Einengung bzw. Klemme, in der sich das ganze Leben
auf ein Problem reduziert (vgl. Müller, 2013).
Der oder die Betroffene erlebt Angst, Panik, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit und fühlt sich
in seiner ganzen Identität und Kompetenz bedroht. Es entsteht ein gefühltes
Ungleichgewicht zwischen der subjektiven Bedeutung des Problems und den
Bewältigungsmöglichkeiten, die dem Betroffenen zur Verfügung stehen.
Durch die existenzielle Not, die derjenige spürt, baut sich in ihm ein abänderbarer Druck
auf, der eine Veränderung von Verhaltens- und Erlebensweisen erzwingt.
2.2 Eigenschaften, Merkmale und Adjektive einer Krise
Eine Krise ist, löst aus, weist hin
• zeitlich begrenzt
• extremen Angst durch die existentielle Bedrohung
• Schuldgefühle
• wo wir in unserem Leben etwas verändern sollten
• Ohnmacht und Insuffizienzgefühle
• Subjektivität
• Neurobiologisch bedingt
Workshop 3 Krisenmanagement

3
2.3 Welche Arten von gibt es?
• Kollektive Krisen ( Naturkatastrophen, Wirtschaftskrise, Krieg)
• Normative Krisen (Alle Menschen ähnlich durchlaufen, Geburt, Tod, Pubertät,
Wechseljahre auch sogenannte Entwicklungsaufgaben aus biologischer und sozialer
Anforderung nach Erikson)
• Individuelle Krise (kritische zumeist unvorhersehbare Lebensereignisse)
2.4 Entstehung von Krisen
Subjektive Entscheidungskriterien wonach eine Krise entstehen kann:
1. Einschätzung der Bedrohung der Situation für einen selbst
2. Einschätzung der Handlungsmöglichkeiten
3. Einschätzung des Erfolges des eigenen Handelns
(vgl. Müller, 2013)

2.5 Neurobiologische Hintergründe
- 2 Arten von Stresssituationen
- Nummer 1 dauert nur kurz an: kontrollierbare Stresssituation
Situation, die wir nicht erwartet hatten/Bedrohung wird wahrgenommen  Alarmglocken
im Gehirn läuten, Adrenalin wird von Nebennieren ausgeschüttet (Stresshormon) 
suchen nach Lösung in unserem bestehenden Handlungsreportoire (welche
Verhaltensstrategie scheint geeignet und kann aktiviert werden  Lösung gefunden 
Alarmglocken hören auf zu läuten

Situation Nummer 2:
- …  Situation so oder so ähnlich noch nie da gewesen  wir finden keine Lösung
 Sirenen gehen an  Kontrollierbarkeit vorbei  im Gehirn ist der Teufel los,
ein neues Hormon wird ausgeschüttet: Kortisol (Stresshormon, dass tiefgreifendere
und weitreichendere Wirkung hat als Adrenalin)  Aus der Angst wird
Verzweiflung, Ohnmacht und Hilflosigkeit

Was muss eigentlich passieren um das Gefühl von völliger Hilflosigkeit auszulösen?
- Die Vorerfahrungen bestimmen wie der Mensch eine plötzlich auftretende
Veränderung seiner Lebenswelt interpretiert
- Aus all den Erfahrungen die wir machen und von denen andere Menschen berichten
entstehen Ideen und Hypothesen, die unsere Weltanschauung ausmachen. Die
Workshop 3 Krisenmanagement

4
Gültigkeit kann niemand überprüfen, jedoch halten wir daran fest und glauben
daran. J ede Erschütterung an diesen Vorstellungen bedeutet eine Bedrohung und
die wiederum eine Stresssituation
Auswege
- Der Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten ist eine Strategie, um der immer
wiederkehrenden Angst vor unkontrollierbaren Belastungen zu begegnen
- Forschungsergebnisse zeigen, dass auch das Gefühl, dass man nicht allein ist dazu
führt, dass Angst abgebaut werden kann.

2.6 Rechtliche Hintergründe
Um in Krisensituationen adäquat reagieren zu können ist es unerlässlich, die gesetzlichen
Grundlagen zu kennen, nach denen man handelt oder sogar handeln muss.
• Zu den wichtigen Gesetzen, die in den sozialen Berufsfeldern eine Rolle spielen
können, gehören in erster Linie die Sozialgesetzbücher.
Beraten Sie als Sozialpädagoge Langzeitarbeitslose, sollten Sie beispielsweise das
SGB II gut kennen.
• Das SGB VIII, das die Kinder- und J ugendhilfe regelt, ist für Sozialberufe
einschlägig. Im SGB VIII finden sich neben Regelungen zu den Aufgaben und den
Leistungen der J ugendhilfe ebenfalls Strafvorschriften.
Gem. § 105 SGB VIII ist es strafbar, ein Kind oder einen Jugendlichen ohne
Erlaubnis zu betreuen, wenn das betreffende Kind oder der Jugendliche dadurch
leichtfertig, u. a. in seiner körperlichen oder geistigen Entwicklung gefährdet wird.
• Neben den einzelnen Büchern des SGB kann auch das BGB eine Rolle in den
sozialen Berufsfeldern spielen. Insbesondere die Regelungen zum Familienrecht
und hierbei die Regelungen zum Unterhalt in den §§ 1601ff. BGB sind wichtig.
§ 1601 BGB regelt die grundsätzliche Unterhaltsverpflichtung von Verwandten in
gerader Linie, § 1609 BGB legt die Rangfolge fest, wenn mehrere
Unterhaltsberechtigte vorhanden sind (Schmidt, 2014).

Wichtige Einzelgesetze außerhalb größerer Gesetzbücher
• Neben den Regelungen im SGB und im BGB können in Sozialberufen auch
das Gewaltschutzgesetz und das Unterhaltsvorschussgesetz eine große Rolle
spielen.

Auch außerhalb des SGB finden sich wichtige gesetzliche Regelungen für Sozialberufe.
Workshop 3 Krisenmanagement

5
• Psych. KG
• Grundzüge des Haftungsrechts
• Schweigepflicht § 203 StGB
• Richtige Reaktion im (vermeintlichen Notfall) / Erste Hilfe
• Rechtliche Sicht der Dokumentationspflicht (?)
• Rechtliche Bedeutung von Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht u.ä.
• Betreuungsrecht
• Grundzüge des Strafrechts
Wichtiger als eine Kenntnis im Wortlaut ist es dabei, die praktische Anwendung
der Regelungen zu kennen.
3 Methoden
3.1 Reflexionsmethode/ Gefühlskarten
Diese Methode dient der ersten Auswertung und der Thematisierung von erlebten und
empfundenen Situationen. Diese können sowohl in der Gegenwart als auch in der
Vergangenheit liegen.
Auch Empfindungen bezüglich zukünftiger Erfahrungen können mit Hilfe der
Gefühlskarten thematisiert werden.
3.2 Bella-System nach Sonneck
Das BELLA-System wird vor allem bei Lebensveränderungskrisen angewandt.
„Lebensveränderungskrisen: sind Krisen, die von Ereignissen des normalen
Lebensverlaufes gelegentlich sogar von eigentlich erfreulichen Ereignissen ausgelöst
werden, z.B. Wohnortwechsel, Heirat oder berufliche Weiterentwicklung.“ (2013)
„Zu den Zielen von Krisenintervention gehören die Linderung und Beseitigung von
quälenden Symptomen (z.B. Ängste, Schlafstörungen), die Prävention von gefährlichen
Situationen (z.B. Gewalt, Suizidversuch) sowie das gemeinsame Erarbeiten von Strategien
zur selbstständigen Bewältigung der Krisensituation. Betroffene sollen in die Lage versetzt
werden, den Alltag wieder eigenständig zu bewältigen.
Das sogenannte BELLA-System hat sich in der
Krisenintervention bewährt:“ (BfG, 2013)
Beziehung aufbauen
(schaffe einen einladenden Anfang, höre dem Klienten
aufmerksam und einfühlsam zu und vermittle dem Klienten,
Workshop 3 Krisenmanagement

6
dass du ihn ernst nimmst und dass du dir seiner Schwierigkeiten bewusst bist.)
Vor allem der Erstkontakt ist für eine Krisenintervention von enormer Bedeutung. Hier ist
es wichtig, dass der Klient das Gefühl bekommt, dass er ernst genommen und ihm
zugehört wird
Erfassung der Situation
(Befasse dich mit den Gründen des Kommens, mit dem Krisenanlass und den davon
unmittelbar betroffenen, mit der derzeitigen Lebenssituation des Klienten und mit
möglichen Veränderungen durch die Situation)
Hier werden die Gründe des Kommens erfragt und zusammengetragen. Hier ist der
momentane Krisenanlass, sowie auch die aktuelle Lebenssituation von Bedeutung
Linderung der Symptomatik
(gehe auf die emotionelle Situation des Klienten ein – Panik, Depression, Suizidrisiko
erhellen – Versuche den Klienten zu entlasten, ordnen zu lassen, durch Übungen zu
entspannen und falls notwendig medikamentös zu helfen – v.a. bei Suizidgefahr)
Hier wird behutsam auf die emotionale Situation des Klienten eingegangen und versucht
somit, den Klienten zu entlasten
Leute einbeziehen, die unterstützen
(versuche Hilfssysteme des Klienten von ihm einsetzen zu lassen, wenn notwendig auch
Hilfssysteme wie Selbsthilfegruppen und Institutionen)
Ansatz der Problembewältigung
(verhilf dem Klienten das eigentliche Problem zu definieren, Widersprüchlichkeiten zu
sehen, die gefühlsmäßige und reale Bedeutung des Problems zu erfassen und sich für eine
Veränderung zu entscheiden.)
4 Fazit
Abschließend sei angemerkt, dass die Erkenntnis der eigenen Gefühle und Grenzen im
Umgang mit Krisen eine wichtige Voraussetzung darstellt, um in Krisen handlungsfähig
agieren zu können. Kennnisse des Einrichtungsinternen Krisenmanagements, die
Kenntnis der neurobiologischen Zusammenhänge, die Anwendung geeigneter Methoden
und Modelle zur Krisenintervention, sowie die praktische Anwendung der gesetzlichen
Regelungen sind Grundlagen, die bei der Bewältigung einer Krisensituation helfen können,
sicher zu agieren.

Workshop 3 Krisenmanagement

7
5 Weiterführende Literatur
5.1 Phasenmodell nach Verena Kast
(Beispiel an Trauerkrise)
1. Phase des nicht wahrhaben Wollens
- Empfindungslosigkeit, Schmerz wird abgespalten
- Gefühl der Leere, wie versteinert
- Eindruck, man träume und der Verlust sei nicht real, Schockreaktion
- Leugnen des Problems, der Krankheit
Oft wird diese Phase im nach hinein kaum erinnert, Ihre Dauer variiert zwischen Stunden,
Tage oder Wochen.

2. Phase der aufbrechenden, chaotischen Emotionen
- Schmerz, Wut, Zorn, Freude, Angst vor Leben und Tod
- Angst vor dem Verlassen sein oder nicht mehr geliebt zu werden
- Schuldgefühle
- Suche nach Schuldigem mit der Frage: Warum ich?
- Gefühl, sich zusammen nehmen zu müssen
- Anfälligkeit für Infektionskrankheiten steigt
- Meistens von Träumen begleitet, auch Schlafstörungen
- Diese Phase ist schwer zu ertragen, weil die Gefühle, die man nicht gewohnt ist und
zuvor abgespalten hatte, nun wie eine Welle über einem zusammen stürzen.
- Gefühle wie Unruhe, Zweifel an Selbstwert und Kompetenz und Frustration
Es ist wichtig, das Chaos dieser Emotionen auszuhalten und nicht zu verdrängen, um die
Krise zu bewältigen.

3. Phase des Suchens, Findens, und Sich Trennens
- bei Trauerprozessen um Verstorbene wird die „Funktion“ des Verstorbenen definiert und
versucht, diesen Verlust durch etwas anderes zu ersetzen
- Erinnerungen an bisheriges Leben werden reflektiert und Zufriedenheit stellt sich ein
- Einsichtsphase, in der man beginnt, den Sinn des Verlustes oder der Krankheit zu
verstehen
- Akzeptieren des Geschehenen
- Übernehmen der Eigenverantwortung für das Leben
- Man beginnt Freude und Erleichterung zu empfinden

Workshop 3 Krisenmanagement

8
4. Phase des Neuen Selbst- und Weltbezuges
- Öffnung zur Umwelt
- Loslassen des Schmerzes
- Entstehen neuer Werte
- Neue Beziehungen werden erschlossen
- Verifikationsphase, in der Einsicht getestet wird
- Neue Verhaltens- und Erlebensweisen werden ausprobiert
- Wunsch nach Nähe, Enge und Abstand, Autorität gleichzeitig ( vgl. Kast, 2013, S. 69 ff.)
Literaturverzeichnis
Bundesministerium für Gesundheit (2013): Krisenintervention, Abgerufen am: 06.01.2014
von https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/psyche-hilfe-
krisenintervention.html
Kast, V. (2013). Trauern. Freiburg im Breisgau: Herder GmbH.
Hüther, G. (2013). Biologie der Angst. Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn. Die
Macht der inneren Bilder. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Müller, M. (22. 12 2013). Krise als Entwicklungschance. Von http://www.krise-als-
entwicklungschance.de/impressum.html abgerufen
Sonneck, G.; Kapusta, N.; Tomandl, G.; Voracek, M. (2012): Krisenintervention und
Suizidverhütung, Facultas Verlags- und Buchhandel AG, Wien
Schmidt, A. (05. 01 2014). Helpster. Von Helpster: http://www.helpster.de/gesetze-fuer-
sozialberufe-wichtige-regelungen-im-ueberblick_142485#anleitung

Handout zum Symposium
Thema: Ressourcenorientierung
Titel: Prävention Borderline
1. Einleitung/Ziele
Schön, dass Sie den Weg in unseren Workshop gefunden haben. In den folgenden 1 ½
Stunden werden wir Ihnen in Grundzügen einen Einblick in die Borderline-
Persönlichkeitsstörung (BPS) geben. Der Schwerpunkt dieses Workshops liegt auf der
Vorstellung des präventiven Ansatzes des DBTs, den wir Ihnen innerhalb der Fortbildung
detailliert näher bringen möchten.

2. Inhalte
Diagnosebild: Entstehung und Ursache

3 THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR ENTSTEHUNG
Im Folgenden werden drei Entstehungshypothesen genannt. Es handelt sich hierbei um
Hypothesen, da eindeutige Ursachen der Entstehung von BPS (noch) nicht eindeutig geklärt
sind. Experten gehen von einer „multifaktoriellen Genese“ (Trost&Schwarzer, 2009, S. 176)
aus.

ANSATZ 1: NEUROBIOLOGISCHE VULNERABILITÄT
Negative Erfahrungen in der frühen Kindheit (z.B. sexueller Missbrauch oder
Vernachlässigung) sowie ungünstige Umweltfaktoren „tragen bei 35-70 % der
diagnostizierten Fälle zur Entwicklung“ der BPS bei (Internet: borderlinesyndrom.net).
Erfahrungen werden im emotionalen Gedächtnis gespeichert und können durch äußere Reize
reaktiviert werden. Diese äußeren Reize sind Trigger für sogenannte Flashbacks. Diese
Flashbacks lassen die Person das damals erlebte in der Gegenwart ein weiteres Mal
durchleben. Dies führt bei den meisten BPS-Klienten zu extrem hoher Anspannung sowie zu
emotionalen Krisen
Marsha Linehan ist Begründerin der „dialektisch-behavioralen Therapie“ (DBT) hielt es in
ihren Forschungen auch für möglich, dass eine genetische Veranlagung für eine erhöhte
Sensibilität zu Grunde liegt. Kombiniert mit den oben genannten Belastungsfaktoren können
dies Gründe für die Entstehung der BPS sein

ANSATZ 2: TRAUMATISIERUNG
Durch die o.g. Belastungen entstehen „alltägliche Traumatisierungen in Form von
Vernachlässigung, fehlende Zuwendung, Unzuverlässigkeit der Bezugspersonen, stark
wechselhaftes Verhalten der Eltern [...] ebenso wie Gewalterfahrungen und besonders
sexueller Missbrauch“ (Trost & Schwarzer, 2009, S. 176).
Dabei geht die Forschung davon aus, dass sexueller Missbrauch bei rund 80% der Betroffenen
in der biographischen Vorgeschichte Bestandteil ist. Oft wurden die Menschen von engen
Bezugspersonen mehrfach missbraucht und anschließend bedroht, damit niemand davon
erfährt. Dadurch entstehen Schuldgefühle bzw. ein Misstrauen in die eigenen Gefühle. Die
Betroffen sind der Meinung, dass es so richtig ist, was geschieht und sie selbst an allem die
Schuld tragen. „Später verhindern diese Grundannahmen ein positives Selbstbild“ (Kröger &
Unckel, 2006, S.28).

ANSATZ 3: DISSOZIATION
Dissoziation meint in diesem Fall, dass in einer Gefahrensituation „die Wahrnehmung für die
Realität reduziert wird“ (Kröger & Unckel, 2006, S.29). Die Wahrnehmung verändert bzw.
vermindert sich in jeder Hinsicht: visuell, akustisch, olfaktorisch, etc. Für den Betroffenen
wirkt alles fremd, unwirklich und leblos. Zuerst kann dieses Phänomen als
Schutzmechanismus des Körpers betrachtet werden. Problematisch wird es jedoch, wenn es
öfter und langanhaltend auftritt. Es erschwert den Menschen neue Lernprozesse zu
durchlaufen. Ihre Wahrnehmung reduziert sich und verhindert damit die Aufnahme neuer
Gegebenheiten. „Solche "emotionalen Dysfunktionen" kommen nach Linehan bei Borderline-
Menschen wesentlich auch durch ein "invalidierendes Umfeld" zustande, in dem emotionale
Erfahrungen und Interpretationen von Ereignissen bestraft, trivialisiert oder tabuisiert
werden“ (Internet: Graf Lüttichau, 2013).

Epidemiologie, Verlauf und Prognose

„Schätzungsweise leiden 2-5 Prozent der Bevölkerung an der Borderline-
Persönlichkeitsstörung“ (Trost&Schwarzer, 2009, S. 175). Diese Zahl variiert und es wird
eine höhere Dunkelziffer vermutet.
„Neuere Untersuchungen zum Verlauf der Erkrankung zeigen, dass die Störung offensichtlich
bei vielen im Laufe des Lebens verschwindet, sie also vor allem eine Erkrankung des jungen
Erwachsenen ist. Dieser im Grunde günstige Verlauf der Erkrankung zeigt, dass viele
Betroffene im Laufe ihres Lebens Selbstheilungskräfte entwickeln, die es ihnen ermöglichen,
die Krankheitssymptome zu kompensieren und für sich Perspektiven zu finden“ (Internet:
psychiatrie.de, 2013).

Kriterien des ICD-10 (F 60.31)

Mindestens fünf der folgenden Kriterien sichern die Diagnose (Trost & Schwarzer, 2013, S.
196):

1) Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu verhindern
2) Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen
Wandel zwischen den Extremen der Idealisierung und der Entwertung gekennzeichnet ist
3) Identitätsstörung mit ausgeprägter und ausdauernder Instabilität des Selbstbildes und der
Selbstwahrnehmung
4) Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (z.B. Alkohol-
und Drogenmissbrauch, Essstörungen, rücksichtsloses Fahrverhalten, riskantes
Sexualverhalten)
5) Wiederholte suizidale Handlungen, Suizidandrohungen und Andeutungen,
Selbstverletzungen
6) Affektive Instabilität mit starken, kurzzeitigen Stimmungsschwankungen
7) Chronisches Gefühl von Leere und Langeweile
8) Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (häufige
Wutausbrüche, körperliche Auseinandersetzungen)
9) Vorübergehende durch Belastungen ausgelöste kurzzeitige psychotische Symptome
(„Minipsychosen“) oder schwere dissoziative Symptome (Gedächtnis- oder
Wahrnehmungsinhalte oder körperliche Funktionen werden nicht als zur Person gehörig
erlebt und in das aktuelle Erleben integriert, sondern abgespalten).

4. Methoden
Vorstellung des DBTs

Die DBT wurde in den 80er J ahren von Marsha M. Linehan (University of Washington,
Seattle, USA) als störungsspezifische ambulante Therapie für chronisch suizidale
Patientinnen mit BPS entwickelt (Linehan 1996). Die Therapie basiert auf einer neuro-
behavioralen Theorie und den Wirkprinzipien der empirisch / wissenschaftlichen
Psychotherapie. Damit integriert diese Therapie ein weites Spektrum an therapeutischer
Methodik aus dem Bereich der Verhaltenstherapie, der kognitiven Therapie, der
Gestalttherapie, der Hypnotherapie und der Meditation. „In der DBT geht es darum, das
therapeutische Prinzip der fortwährenden Balance zwischen dem Verändern und dem
„berechtigten“ Akzeptieren einer gegenwärtigen Situation oder Verhaltensweise als innere
Haltung auch der Patientin zu vermitteln“ (Internet: DBT-Netzwerk, Schweiz). Zur
Durchführung der DBT ist eine tragfähige Beziehung die Basis. Ziel ist es, dass die Klienten
in Einzel- und Gruppensitzungen „in Stresssituationen mit Fertigkeiten („Skills“) ihre
momentane Gestimmtheit“ (Trost&Schwarzer, 2009, S. 179) wahrnehmen und mit erlernten
Methoden ihre emotionale Anspannung reduzieren.
In der DBT geht man von folgenden Grundannahmen der DBT:
1) „Borderline-Patientinnen geben ihr Bestes.
2) Sie wollen sich verändern.
3) Es bedarf für sie einer größeren Anstrengung als für andere, sich zu verändern.
4) Sie tun gut daran zu lernen, ihre Schwierigkeiten selbst zu lösen, auch wenn diese oft durch
andere verursacht wurden.
5) Sie erleben die Situation häufig als schmerzhaft und schwer erträglich.
6) Sie tun gut daran, in vielen Situationen ihres Lebens neue Verhaltensweisen zu lernen.
7) Sie können in der DBT erfolgreich sein.
8) Wahrheit ist immer subjektiv“ (Bohus & Wolf-Arehult, 2013, S. 57).
Bei Beginn der DBT werden die Rahmenbedingungen und Regeln festgelegt. Ein Teil der
Therapie ist die Psychoedukation, das Einführen in das Skillstraining und die Module. Hier
wird dann Achtsamkeit erlernt, aber auch Methoden vermittelt. Eine Methode, die von Erfolg
gekrönt ist, ist der Skillskoffer. J eder Klient überlegt sich individuell, wie er z.B. seine eigene
Anspannung reduzieren kann, ohne sich selbst zu verletzen.
Ein wichtiger Baustein der Therapie ist das Erlernen und Praktizieren von Achtsamkeit. Zum
Trainieren gibt es verschiedenste Aufgaben in den Bereichen: Wahrnehmung, Konzentration
und Aktivität.
„Achtsamkeit ist die Basis aller Skills!“ (Bohus & Wolf-Arehult, 2013, S.91) Dabei
ermöglicht DBT den Klienten alternativen, wertschätzender Lösungswege der
Spannungsabbau im Gegensatz zu selbstverletzendem Verhalten zu entdecken.
Um den Anforderungen im deutschsprachigen Raum gerecht zu werden (stationäre
Regelbehandlung, keine Versorgung mit ambulant tätigen ausgebildeten DBT-Therapeuten),
wurde unter Supervision und Beratung von M. Linehan an der Abteilung für Psychiatrie und
Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg ein stationäres Behandlungskonzept nach den
Richtlinien der DBT entwickelt (Übersicht: Bohus & Bathruff, 2000)
Die Behandlung umfasst einen Zeitraum von drei Monaten. Zusammengefasst integriert die
stationäre DBT die spezifischen Fähigkeiten eines therapeutischen Teams. Dieses umfasst
Einzeltherapeuten, Pflegepersonal, Fertigkeitentrainer, Ergotherapeuten und
Körpertherapeuten. Ausgehend von sehr detailgenauen Verhaltens- und Bedingungsanalysen
(siehe Bohus, 1996) orientiert sich die Behandlungsplanung primär an der Befähigung zur
weiteren ambulanten Behandlung. Im Rahmen einer prä-post-Untersuchung wurden vier
Monate nach Behandlungsbeginn, das heißt etwa vier Wochen nach Entlassung,
hochsignifikante Verbesserungen in allen relevanten psychopathologischen Dimensionen, mit
Ausnahme der Angst festgestellt. Des Weiteren zeigte sich eine hochsignifikante Reduktion
der Selbstverletzungen.

5. Fazit
Zusammenfassend gilt die Borderline-Persönlichkeitsstörung sicherlich nach wie vor als
schwerwiegendes psychiatrisches Diagnosebild, das unbehandelt eine hohe Tendenz zur
Chronifizierung bzw. Suizidalität aufweist. In den letzten J ahren wurden störungsspezifische
Therapien entwickelt, von denen insbesondere die DBT als empirisch abgesichert gelten darf.
Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme.















Quellen und Literatur
Bohus, M. und Berger, M. (1996): Die dialektisch-behaviorale Psychotherapie nach M.
Linehan. Ein neues Konzept zur Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen.
Nervenarzt

Bohus, M. & Bathruff, H. (2000) Dialektisch Behaviorale Therapie der Borderline-Störung
im stationären Setting. Psychotherapie im Dialog

Bohus, M. & Wolf-Arehult, M. (2013). Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten.
Stuttgart: Schattauer GmbH

Borderline Netzwerkhilfe e. V. (2013). Überblick: DBT
online erlangt am 06. Dezember 2013 um 20.16 Uhr unter:
http://www.borderline-netzwerk.info

DBT Netzwerk Schweiz. (2009). Was ist Dialektisch-Behaviorale Therapie?
online erlangt am 09. November 2013 um 15.38 Uhr unter:
http://www.borderline.ch/de/desktopdefault.aspx/tabid-358

Kröger, C.& Unckel, C. (2006). Borderline-Störung. Göttingen: Hogrefe Verlag
GmbH &Co. KG

Linehan, M. (1996). Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung
CIP-Medien

Trost, A. & Schwarzer, W. (2009). Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.
Dortmund: borgmann publishing

Caspari, H.F. & Laschinski, F. (Erscheinungsjahr unbekannt). Ratgeber Borderline
Syndrom. Köln: GFMK GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft
online erlangt am 25. Oktober 2013 um 14.53 Uhr unter
http://www.borderlinesyndrom.net/de/entstehung

J anssen, L. (2013). Psychiatrienetz. Köln
online erlangt am 25. Oktober 2013 um 14.45 Uhr unter
http://www.psychiatrie.de/krankheitsbilder/borderline/#c717




0




Handout
Suizidprophylaxe

1
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 2

2. Ziele des Seminars und Methoden 2

3. Theoretische Fundierung 2
2.1 Fakten 2
2.2 Risikofaktoren 2
2.3 Verlauf 3
2.4 Merkmale 3
2.5 Behandlungsmöglichkeiten/Haltung des Beraters 4


4. Fazit 5

Literaturverzeichnis














2
1.Einführung
Die Suizidrate psychisch erkrankter Menschen zeigt sich als besonders erhöht, indem diese ein ca. 15-
bis 30- fach höheres Suizidrisiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung haben (Eink & Haltenhof,
2006, S. 27). Besonders betroffen von Suizidalität sind Menschen, die an einer psychischen
Erkrankung wie Depression oder Schizophrenie leiden (Eink et al., 2006, S. 27). Pädagogen der
sozialpsychiatrischen Arbeit werden somit unweigerlich dem Thema ausgesetzt, was zu Angst und
Ungewissheit führen kann.


2. Ziele des Seminars und Methoden
Der Workshop „Suizidprophylaxe“ bietet sowohl für Erfahrene, als auch für nicht Erfahrende neues
Wissen, in dem Zahlen, Hintergründe und der Umgang mit Suizid vermittelt werden. Basierend auf
dem Thema Prävention werden den Teilnehmern methodische Maßnahmen der Suizidprophylaxe
präsentiert. Zu den Methoden zählt unter anderem der theoretische Austausch aller Beteiligten als
auch die Durchführung einer konkreten Fallsituation anhand verschiedener Beispiele. Jeder
Teilnehmer erhält die Möglichkeit in der Rolle eines zu beratenden Menschen oder eines Helfers zu
wirken und das eigene Erfahrungswissen anzuwenden. Ziel des Workshops ist es, den Blick der
Teilnehmer als professioneller Helfer zu erweitern. Sie erlernen Strategien der Krisenintervention,
um mehr Sicherheit im Hinblick auf das frühzeitige erkennen einer depressiven suizidalen Situation
zu erhalten.

2.Theoretische Fundierung
Die theoretische Fundierung ist in die Unterpunkte Fakten, Risikofaktoren, Verlauf und
Behandlungsmöglichkeiten gegliedert.

2.1 FAKTEN
Der Suizid gehört in Deutschland unter Todesursachen wie Erkrankungen und Unfällen zu den zehn
häufigsten Todesursachen, wobei der Suizid im Alter zwischen 15 und 35 Jahren bereits nach
Unfällen als zweithäufigste Todesursache gilt (Eink et al., 2012, S.25). Ein besonderes erhöhtes
Suizidrisiko bestehe nach Eink et al. (2012) wie bereits erwähnt, bei Menschen mit einer
psychosozialen Krise oder einer psychischen Störung. Die Anzahl der Suizide steigt seit einigen Jahren
wieder an, wobei besonders Männer im höheren Alter, mit Hilfe harter Selbstmordmethoden Suizide
begehen (Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf, 2011, S. 4). Frauen begehen dahingegen
häufiger Suizidversuche, indem diese sanftere Methoden anwenden, bei denen die
Wahrscheinlichkeit, rechtzeitig gefunden zu werden, größer ist, als bei den Methoden der Männer,
wie beispielsweise dem Erhängen. In Deutschland geht man jährlich von ca. 200.000 Suizidversuchen
aus, während sich nach dem Statistischen Bundesamt (2013) im Jahr 2012 9890 Menschen suizidiert
haben, wovon 7287 (73,7 %) männlichen und 2603 (26,3 %) weiblichen Geschlechtes waren (Eink et
al.,2012).


2.2 RISIKOFAKTOREN
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, welche die Suizidalität von Menschen durchaus begünstigen
können. Nach Trost und Schwarzer (2009) gibt es folgende Risikofaktoren:

3

• Suizidalität hängt häufig mit der Reaktion auf ein traumatisches, belastendes oder nicht
kompensierbares Erlebnis zusammen
• Suizidalität hängt häufig mit einer psychischen Störung oder einer Suchterkrankung
zusammen.
• Bei ca. 25 % der Suizide lag im Vorfeld eine Abhängigkeitserkrankung vor
• Bei 60 % eine depressive Verstimmung.
• Zerbrochene Familienstrukturen, Finanzielle Sorgen, Probleme mit Kindern und Freunden
können Auslöser von suizidalen Handlungen sein.
• Bei 40 % der Menschen, die einen Suizidversuch hinter sich haben war es nicht der erste
Versuch. Bis zu 35 % begehen in den nächsten 2 Jahren erneut suizidale Handlungen.

2.3 VERLAUF VON SUIZIDALITÄT
Suizidale Krisen können in unterschiedlichen Tempos verlaufen. Meist entwickelt sich die Suizidalität
über einen längeren Zeitraum, häufig über Wochen oder Monate, sodass eine Möglichkeit zur
Intervention und Prävention eröffnet wird (Eik et al., 2012, S. 53). Zwei Psychiater Erwin Riegel und
Walter Pödinger entwickelten zur Entwicklung einer suizidalen Handlung ein Verlaufsmodell, welches
von unterschiedlichen Symptomen begleitet wird.

Abb. 1: Phasen der Suizidalität












(Geisler, 2013).

In dem Modell werden drei Phasen von suizidalen Krisen beschrieben, die der Klient in
chronologischer Reihenfolge durchläuft. In der ersten Phase wird der Suizid als Problemlösung in
Betracht gezogen. Verstärkend können suizidale Handlungen im Umfeld oder Berichte in den Medien
sein (Eink et al., 2002, S. 55) Die danach folgende Phase wird als ambivalente Phase bezeichnet. Sie
ist durch Unschlüssigkeit und wechselnde Distanzierungsfähigkeit gekennzeichnet, die sich auf das
suizidale Erleben und Verhalten beziehen. In der dritten Phase des Entschlusses werden indirekte
Äußerungen des Suizids benannt. Häufig kommt es zum plötzlichen Verschwinden. Die Personen
wirken in dieser Phase recht ausgeglichen und abgeklärt. Die Umgebung nimmt dieses Verhalten
meist als Ende der Suizidalen Krise wahr. Dieses Verhalten sollte allerdings ein Warnsignal für alle
Beteiligten sein. „ Die Ruhe vor dem Sturm“ (Eink et al., 2012, S. 53).



2.4 MERKMALE

Die aktuelle Befindlichkeit eines suizidgefährdeten Menschen erkennen und beurteilen zu können, ist
ein bedeutsames Kriterium für Helfer. Nach Eink und Haltenhof (2012) werden mögliche

4
Risikobefindlichkeiten als Merkmale eines Suizidgefährdeten Menschen beschrieben, wie unter
anderem das Gefühl der Niedergeschlagenheit, Hilf- und Hoffnungslosigkeit, das Fehlen von
Perspektiven, Ohnmacht, Verzweiflung, vermindertes Selbstwertgefühl und Interesse- und
Freudlosigkeit. Hinzukommen Merkmale wie Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, unerträgliche
psychische Schmerzen, Ärger, Wut, quälendes Grübeln und Angstzustände.

2.5 BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN / HALTUNG DES BERATERS

Was können professionelle Helfer tun um suizidale Handlungen zu unterlassen? Gibt es Methoden
oder spezielle Handlungsweisen? Nach Eink et al. (2012) haben professionelle Helfer zwei Aufgaben
zu bewältigen. Zum einen die Vorbeugung einer suizidalen Handlung und zum anderen die Betreuung
nach einem Suizidversuch.
Im Umgang mit den Klienten ist es wichtig, dass sie so genommen werden wie sie sind und dort
angefangen wird, wo sie stehen. Ihnen sollte signalisiert werden, dass der Helfer Kontakt zu ihm
haben möchte (Scherling, 2005, S. 49). Zusätzlich gibt es einige Verhaltensmuster die vermieden
werden sollten wozu unter anderem das argumentierende Diskutieren, Drohungen, Provokationen
und Bagatellisierungen gehören. Weiterhin sollte beachtet werden, dass eine zu schnelle
Orientierung auf positive Veränderungen sich nicht positiv auf den Klienten auswirken ( Scherling,
2005, S. 49).
Das erste Gespräch mit einem suizidalen Klienten sollte auf die Beurteilung des Gefährungsgrades
des Klienten basieren. Um einen Zugang zu dem Klienten zu erreichen ist es wichtig, dass
vorurteilsfrei und verständnisvoll auf ihn eingegangen wird. Der Pädagoge sollte sich für den Klienten
viel Zeit nehmen und einen ruhigen Raum wählen, der angemessen gestaltet ist. Die eigene Klarheit
über die eigene Haltung der Suizidalität muss vor dem Gespräch unbedingt abgeklärt sein. Eine
nötige Akzeptanz ist wichtig, sodass eine psychische Stabilität gegeben ist (Eink, 2012, S. 60). Wichtig
ist es, dass möglichst offene Fragen gestellt werden und gelegentlich zusammengefasst wird.
Vermutet der Pädagoge, dass sich der Klient in einer suizidalen Krise befindet, sollte er dies konkret
ansprechen (Eink, 2002, S. 62).
Im Erstgespräch ist es hilfreich, sich in mehreren Schritten dem Problem anzunähern. Hierzu ist die
Orientierung an die Suizidpyramide ratsam (Eink, 2012, S. 92).

Abb. 2: Suizidalitätspyramide








(Krisenhilfe Münster , o.J.)

Im Folgenden wird ein Erstgespräch dargestellt, welches sich an die Suizidpyramide orientiert.
Wichtig ist hierbei zu sagen, dass diese lediglich eine Orientierung bietet. Für das Erstgespräch gibt es
kein klares Schema, da die Umstände sehr unterschiedlich sein können (Eink, 2002, S. 60).
Im ersten Schritt werden Einstiegsfragen benannt „ Ich habe den Eindruck, dass es Ihnen um
Moment nicht gut geht und dass sie keine rechte Lebensfreude mehr haben. Wäre es Ihnen im
Moment das Liebste, einfach abzuschalten und Ihre Ruhe zu haben? (Eink, 2002, S. 62).
Danach folgt im zweiten Schritt die Benennung von Gedanken an die Sinnlosigkeit des Lebens und
dem Tod.„ Viele Menschen zweifeln Gelegentlich an am Sinn des Lebens oder halten es für das beste
nicht mehr zu leben. Wie ist das momentan bei Ihnen? (Eink, 2002, S. 62).
Im dritten Schritt wird die Suizidalität im engeren Sinn angesprochen

5
„ Ist Ihnen bereits schon mal der Gedanke gekommen, sich etwas anzutun?“ (Eink, 2002, S. 62).
Im letzten Schritt wird nach protektiven Faktoren gefragt und der Gefährdungsgrad eingeschätzt.
Zusätzlich kann auf die persönlichen Ressourcen eingegangen werden „ Was hält sie am Leben.“
Auch die Frage nach den jetzt anstehenden Schritten sind wichtig, um die Situation abzuklären (Eink,
2002, S. 63).

3. Fazit
Im Rahmen des Workshops wurde den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Wissen zum Thema
Suizidprophylaxe präsentiert, indem Zahlen, Hintergründe und der professionelle Umgang mit Suizid
vermittelt wurden. Da die Thematik sowohl im privaten, als auch im beruflichen Kontext der
Gesellschaft präsent und aktuell ist, möchten wir die Teilnehmer und Teilnehmerinnen darauf
hinweisen, sich bei Interesse weitere Literatur von Eink und Haltenhof (2012) anzueignen. Das Buch
empfiehlt sich aufgrund der übersichtlichen Darstellung und Vermittlung von Basiswissen im Umgang
mit suizidgefährdeten Menschen.
Abschließend möchte sich das Team des Workshops für die Teilnahme bedanken!

























6
Literaturverzeichnis

Eink, M. & Haltenhof, H. (2006). Basiswissen.
Umgang mit suizidgefährdeten Menschen. Bonn: Psychiatrie Verlag GmbH
Focus, (2013). Frauen leiden häufiger an Depression, Männer begehen öfter Suizid.
Abgerufen unter http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/depression/tid-
16209/lebenskrise-frauen-leiden haeufiger-an-depressionen-maenner-begehen-oefter-
suizid_aid_453942.html Erlangt am: 28.12.2013.
Geisler, L. (2013). Das Phasemodell. Abgerufen unter
www.linus-geisler.de/ap/suizidal.gif Abgerufen am 30.12.2013
Krisenhilfe Münster (o.J.) Pyramide. Abgerufen unter
http://www.krisenhilfe-
muenster.de/NewsBASE/content_km_krisenhilfe/pictures/pics/pyramide.jpg
Landesbildungsserver Baden- Württemberg, 2012. Sitzkreis. jpg. Abgerufen unter
http://www.schule-bw.de/unterricht/Sitzkreis.jpg Abgerufen am: 28.12.2013.
Scherling, V. (2005). Das Leiden der jungen Seele- Kriseninterventionen bei jugendlichen
Suizidanten im Kontext sozialer Arbeit. München: GRIN Verlag
Statistisches Bundesamt, (2013). Todesursachen. Abgerufen über:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Ta
bellen/EckdatenTU.html Erlangt am: 28.12.2013.
Trost, A. & Schwarzer, W. (2009). Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
(4. überarb. Aufl.). Dortmund: Löer Druck GmbH
Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf, (2011). Nationales Suizidpräventionsprogramm
für Deutschland. Suizide in Deutschland 2010. Abgerufen
über: http://suizidpraevention.files.wordpress.com/2012/09/2011-10-pk-dgs-mitglieder-
031.pdf Erlangt am: 29.12.2013.

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Inhaltsverzeichnis
Seite

1. Ziele des Worksshops 1

2. Entstehung von Vorurteilen 1

3. Einführung in das Diagnosebild BPS 2

4. Methoden und Umgang in der Arbeit mit BPS 2

5. Fazit 4

6. Empfohlene Literatur 4

7. Literaturverzeichnis 4








+
Handout Symposium
„Ganz Ohr“ – Wir klären auf, sind ganz Ohr und versuchen zu
verstehen!

1. Ziele des Workshops
Das vorrangige Ziel des Workshops umfasst im Allgemeinen die Vermittlung von positiven
Haltungsaspekten im Umgang mit Borderline-Persönlichkeitserkrankten Menschen. Wir
möchten innerhalb des Workshops die Teilnehmer dazu anregen sich mit den
sozialpsychiatrischen Aspekten zur Entstehung von Vorurteilen in Verbindung mit dem
Störungsbild auseinanderzusetzten. Mit Hilfe von alltagsnahen Beispielen aus der Praxis
möchten wir die moderne sowie vorurteilsfreie Sichtweise in der Arbeit mit dem Klientel
schildern und erläutern, um daraus resultierend vor allem eines zu vermitteln, nämlich die
Freude an der Arbeit mit diesem besonderen Klientel sowie das Gefühl etwas bewirken zu
können.

2. Entstehung von Vorurteilen
Im professionellen Helfersystem eilt besonders den Bordeline-Persönlichkeitserkrankten
Menschen der Ruf voraus, im Umgang besonders schwierig und gerade zu unberechenbar
zu sein. Aufgrund der Komplexität des Störungsbildes sowie den damit häufig verbundenen
Begleiterkrankungen (z.B. Depressionen, Essstörungen, Sucht ect.) scheint das Störungsbild
in seiner Beschreibung bzw. Klassifikation einen besonders extremen Typen zu schildern,
welcher uns innerhalb sozialpsychiatrischer Arbeitsfelder mit heftigen Emotionen begegnet.
Denken wir zurück so stoßen wir als Berufsanfänger innerhalb unserer Praktika besonders in
Verbindung mit dem Störungsbild Borderline-Persönlichkeitsstörung auf dramatische
Geschichten sowie Vorurteile. Hier eine kleine Auswahl der „schönsten“ Geschichten, welche
uns begegnet sind.
„Borderline-Persönlichkeitserkrankte Menschen sind Typen die zu Wutausbrüchen neigen
und dir im zwischenmenschlichen agieren besonders häufig fordernd sowie aggressiv
begegnen können.“
„Sie können nur kaum Grenzen akzeptieren.“
„Sie verschleißen eine große Menge an professionellen Helfern und brechen immer wieder
den Kontakt ab.“
„Alle Borderliner sind grundsätzlich nach diesen Eigenschaften zu charakterisieren. Kennt
man einen Borderliner, so kennt man Alle.“
Jeder Mensch hat Probleme mit denen es gilt zu leben und an ihnen zu arbeiten. Alle
Menschen fühlen sich in mal traurig oder unverstanden, haben Angst und verspüren einen
gewissen Leidensdruck. Gesunde Menschen verfügen jedoch über angemessene Techniken
mit den Problemen umgehen zu können und diese zu überwinden. Im Gegensatz hierzu fühlt
sich ein Mensch mit einer Borderline- Persönlichkeitserkrankung überfordert. Das Verhalten
ist resultierend impulsiv und durch Ängste geprägt. Die Scham darüber führt häufig zu
Selbstzweifel und Selbsthass.
,

3. Einführung in das Diagnosebild BPS
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine mehrfaktoriell verursachte Erkrankung. Ihr
Ausbruch ist auf mehrfache stressreicher Lebensereignisse zurück zu führen. Unzureichend
entwickelte Fertigkeiten prägen das Verhalten der Erkrankten (E. Rahn, 2011, S.7). Im
genaueren kennzeichnet sie etwas relativ Eigenes und Spezifisches, nämlich eine
besondere Form der Anpassungsstörung an die jeweilige Umwelt. Ein Mensch verfügt über
eine Vielzahl von einzigartigen sowie individuellen Fertigkeiten bzw. Potenzialen, welche er
von Geburt an ererbt hat und im laufe seiner Entwicklung erworben hat. Das Einsetzten
dieser Potenziale bzw. Fähigkeiten ist grundlegend abhängig von äußeren Einflüssen und
den damit verbundenen Anforderungen. Aufgrund von fehlender oder überentwickelter
Fertigkeiten sowie Potenziale kann es die Person in ihrer Anpassungsfähigkeit an die
jeweilige Umwelt beeinträchtigen. Ein Teil dieser Fertigkeiten bezieht sich auf die sozialen
Kompetenzen im zwischenmenschlichen Verhalten sowie Handeln der Betroffenen. Über
Gefühle offen sprechen zu können sowie unangenehme Emotionen zu regulieren sind
Fertigkeiten die bei BPS-erkrankten Menschen beeinträchtigt sind sowie die
Anpassungsfähigkeit in der zwischenmenschlichen Beziehungsgestaltung negativ
beeinflussen können. Aus den damit verbundenen Stressphänomenen entstehen die
Symptome und somit die Persönlichkeitsstörung. Daraus resultierend sind
Persönlichkeitsstörung im Kern des Störungsbildes vielmehr als Fertigkeitsstörung zu
verstehen (E. Rahn, 2011, S.17).


4. Methoden und Umgang in der Arbeit mit BPS
Mikro Ebene: Klientenorientierter Umgang in der Praxis
Viele Symptome der Klienten sind adaptierte Problem- und Lösungsstrategien um mit
Anforderungen im Alltag umgehen zu können. Eigenartiges, spezielles sowie abweichendes
Verhalten sind demnach Bewältigungsstrategien und nicht als rein negativ zu betrachten.
BPS- erkrankte Menschen verfügen über eine Vielzahl an Überlebensstrategien, welche als
Ressourcen verstanden werden können. Es gilt gemeinsam, an die jeweiligen Situationen
angemessene und angepasste Interaktionskompetenzen zu entwickeln und zu fördern.
Beispiel: Aggressives Verhalten kann als eine sozial verträgliche Abgrenzung verstanden
werden, die es gilt in einer angemessenen Art und Weise als Interaktionsstrategie zu
entwickeln. Eine Grundhaltung von Akzeptanz und Verständnis seitens der Helfer ist hierbei
erforderlich. Der Blick des Helfers soll auf das Positive innerhalb dieser
Bewältigungsstrategien gerichtet werden, um die darin bestehenden Ressourcen des
Klienten stärken zu können. Ebenso ist es bedeutsam, dass der Helfer den Betroffenen darin
unterstützt, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und diese zu nutzen. Beziehungsarbeit ist
eine besondere Grundlage in der ressourcenorientierten Arbeit mit BPS- erkrankten
Menschen. Sie ist notwendig um den Klienten innerhalb der Betreuung bzw. Begleitung ein
Gefühl von Sicherheit zu bieten. Hierbei sind eine geduldige Haltung sowie eine offene und
positive Einstellung seitens der Helfer von Nöten. In der Arbeit mit Betroffenen ist es zudem
von hoher Bedeutung, dass ein gemeinsames, transparentes Arbeiten ermöglicht wird. Im
genaueren bedeutet dies, dass durch transparentes Arbeiten gegenseitiges Vertrauen
geschaffen werden kann. Absprachen und Regeln werden gemeinsam mit den Betroffenen
ausgehandelt und vereinbart. Ein Beispiel hierfür wäre die gemeinsame Planung, mit
welchen Mitteln, welche Ziele wann erreicht werden sollen. BPS- erkrankte Menschen sind in
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ihrem Handeln häufig spontan. Für die Arbeit mit Betroffenen gilt es resultierend, klare
Strukturen auszuhandeln und diese zuverlässig einzuhalten um den Betroffenen eine
konstante Sicherheit bieten zu können. Insgesamt gilt es im Umgang mit BPS- erkrankten
Menschen, die Bewusstmachung der Eigenverantwortlichkeit zu bestärken und sie in ihren
Fähigkeiten und Ressourcen zu unterstützen (G. Dammann, P. Janssen, 2007, S.156ff.). Der
Umgang mit BPS- erkrankten Menschen führt auch auf Seiten der Helfer zu einem stetigen
Lernprozess in dem es gilt, sich immer wieder zu reflektieren. Wie gehe ich mit meinen
inneren Grenzen um? Welche Rolle spielen bei mir Gefühle im Umgang mit anderen? Diese
Fragen zur Selbstreflektion fördern das Verstehen einer Betroffenen Person und sind für die
Entwicklung einer Haltung bezogen auf die Arbeit mit BPS- erkrankten Menschen notwendig
(E. Rahn, 2011, S.7).

Meso Ebene: Die Arbeit im Team
Die Meso- Ebene bezieht sich in erster Linie auf das Team, welches in professioneller Weise
mit den Betroffenen einer Borderline Erkrankung arbeitet. Das Team sollte gezielt
Fortbildungen zu dem Diagnosebild erhalten um in der Arbeit Sicherheit für die Betroffenen
sowie Kollegen auszustrahlen. Ziel einer solchen Fortbildung ist es, Borderline verstehbar
werden zu lassen und Hilfen für den Umgang mit Borderline-Klienten zu gewinnen. Dabei
werden auch Möglichkeiten des Umgangs für kritische Situationen erarbeitet (z.B.
Selbstverletzungen, Beziehungsabbruch). Die Fortbildungen vermitteln nicht in erster Linie
psychotherapeutische Qualifikation, sondern Hilfen für die Arbeit mit Borderline-Betroffenen
im sozialpsychiatrischen Kontext. Diese Fortbildungen bieten verschiedene Brücken, um
Borderline-Verhaltensweisen für professionell Tätige nachvollziehbarer zu machen. Dazu
dienen Erfahrungsberichte von Betroffenen, suggestive Übungen und Rollenspiele. Aus
einem besseren Verständnis heraus lassen sich dann leichter angemessene therapeutische
Interventionen erarbeiten. Darüber hinaus bietet die kollegiale Fachberatung und Supervision
für Teams eine gute Möglichkeit der stetigen Eigenreflektion des Handelns. Die Arbeit mit
Borderline-Persönlichkeitserkrankten Menschen kann Arbeitsteams spalten, da es nicht
selten zu unterschiedlichen Ansichten innerhalb des Teams bezüglich angemessener
Handlungsstrategien und Methoden kommen kann. Hierbei ist es besonders wichtig, den
Prozess der Spaltung und die Reaktionen im Team in Form von Supervision aufzufangen.
Makro Ebene: Öffentlichkeitsarbeit
Auf der Makroebene geht es darum, in wieweit ein Verständnis in der Gesellschaft dafür
entwickelt werden kann, den an BPS erkrankten Menschen zu verstehen, zu respektieren
und zu tolerieren, da das Krankheitsbild oft negativ belastet ist. Hierbei könnten
Veranstaltungen wie ein Sommerfest dazu dienen, gemeinsam mit den Betroffenen einen
Austausch unter diesem gesellschaftlichen Aspekt zu schaffen, der zum einen die
Möglichkeit des Kennenlernens bietet und somit Vorurteilen entgegenwirken kann sowie
auch auf der anderen Seite Hemmungen löst und ein Verständnis für beide Parteien schafft.
Dies würde in kleinen Teilen aber wesentlich dazu beitragen, die Toleranzebene gegenüber
Borderline-Persönlichkeit zu stärken und die Integration der Erkrankten in die Gesellschaft zu
fördern.


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5. Fazit
„Nur wenn man die Erkrankung versteht,
kann man mit ihr umgehen.“
(E. Rahn, 2011)

Begegnet uns im sozialpsychiatrischen Kontext ein Mensch mit einer Borderline-
Persönlichkeitserkrankung, so haben wir für uns beschlossen, diesen in jedem Fall als
individuelle Persönlichkeit wahrzunehmen. Uns ist bewusst geworden, dass nur eine
Vorurteilsfreie Herangehensweise im Umgang mit diesem Diagnosebild, eine akzeptierende
sowie positive Haltung ermöglichen kann. Wir hoffen wir konnten ihnen neue Denkanstöße
sowie Sichtweisen auf das Diagnosebild vermitteln und freuen uns über ihr Interesse und
die Teilnahme an unserem Workshop.

6. Empfohlene Literatur
Barnow,S., Freyberger,H., Fischer, W., Linden, M. (2008) Von Angst bis Zwang. Ein ABC der
psychischen Störungen: Formen, Ursachen und Behandlung. Bern: Verlag Hans Huber
Bossard, M., Ebert, U., Lazarus, H. (2013) Soziale Arbeit in der Psychiatrie. Lehrbuch [5.,
überarbeitete Auflage] Köln: Psychiatrie-Verlag GmbH
Rahn, E. (2011) Basiswissen: Umgang mit Borderline-Patienten [2.Auflage] Bonn:
Psychiatrie-Verlag GmbH

7. Literarturverzeichnis
Aroldt, V., Dilling, H., Reimer, C. (2011) Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie.
Heidelberg: Springer- Verlag GmbH
Bossard, M., Ebert, U., Lazarus, H. (2013) Soziale Arbeit in der Psychiatrie. Lehrbuch [5.,
überarbeitete Auflage] Köln: Psychiatrie-Verlag GmbH
Dammann, G., Janssen, P. (2007) Psychotherapie der Borderline- Störungen:
Krankheitsmodelle und Therapiepraxis- störungsspezifisch und schulenübergreifend [ 2.
überarbeitete Auflage] Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
Rahn, E. (2011) Basiswissen: Umgang mit Borderline-Patienten [2.Auflage] Bonn:
Psychiatrie-Verlag GmbH
Trost, A. & Schwarzer, W. (2009). Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie für
psychosoziale und pädagogische Berufe [4. durchgesehene Auflage]. Basel: SolArgent
Media.