Pathologisierend und symptomorientiert oder

gesundheitsfördernd und stärkend?
Willkommen zum Workshop:
Recovery – Gesundung, Genesung
PROGRAMM
1. Begrüßung
2. Theorie
3. Das innere Lächeln
4. Rollenspiel der Vorbehalte
5. Diskussionsrunde
6. Die Gesundheitssonne
7. Feedback
8. Verabschiedung
RECOVERY
Gesundheitsfördernd oder pathologisierend?
Bildquelle: http://www.nl-atelier.de/Landschaften.htm
WAS IST RECOVERY?
• in Deutschland umschrieben als Genesung,
Besserung, Erholung oder Wiedergewinnung
• eine Bewegung von Psychiatrie-Erfahrenen
• Hintergrund sind Langzeitstudien, die zeigen,
dass Genesung auch von schwerer psychischer
Erkrankung möglich ist


Eink, 2012






= Lebenslanger Prozess, eine Haltung
Recovery
Symptomorientiertes
, rehabilitatives
Verständnis

Versus
personenorientierter
Ansatz

IST RECOVERY NEU?
Recovery
P
e
r
s
p
e
k
t
i
v
e
n
-
w
e
c
h
s
e
l

Soziale Bindungen
Empowerment
Trialog
Anthropologische
Psychiatrie
Inklusion
Ex-In-Bewegung
Stimmenhörer
Subjektorientierung
Eink, 2012
• Partizipation der Nutzer
• Vermittlung von Hoffnung
• Ausrichtung auf die Stärke des einzelnen
Menschen
• Entwicklung aus den Beschränkungen der
Patientenrolle hin zu einem selbstbestimmten,
sinnerfüllten Leben



Eink, 2012


ZWISCHENFAZIT
Viele Aspekte von Recovery sind nicht wirklich
neu. Es könnte uns jedoch helfen echte
„Qualitätskriterien“ für die Praxis zu
entwerfen, weg von technokratischer
Orientierung zur Personenorientierung.
HOFFNUNG
Recovery heißt nicht:
„Dass alles gut ausgeht
oder
dass alles besser wird. „








Boevink 2012, S.156
HOFFNUNG
„Fachleute können nicht Hoffnung vermitteln,
wie Kühe Milch geben. Sie können jedoch
hoffnungsvoll sein…Hoffnung unterscheidet
sich von Optimismus. Optimismus ist
oberflächlich und abgedroschen…
Hoffnung bedeutet etwas anderes.“




Deegan 2012, S.16
MACHT
SINN
Kohärenzgefühl: Herzstück der Salutogenese
1. Verstehbarkeit
2. Machbarkeit
3. Sinnhaftigkeit







Antonovski, 1997
Schlusswort
„Wenn die Aussage des US-
Gesundheitsministeriums stimmt, dass in der
psychiatrischen Versorgung eine >Revolution<
nötig ist, dann wird diese Revolution darin
bestehen, die Rolle des Menschen mit einer
schweren Erkrankung neu zu denken.“




Amering/ Schmolke 2012, S.373
Quellen
Amering, A., & Schmolke, M. (2012). Das Ende der Unheilbarkeit. Bonn: Psychiatrie Verlag.

Amering, M. (2012). Recovery - Reshaping Scientific Responsibilities. Recovery und seine Bedeutung für unsere
wissenschaftliche Verantwortung (S. 422 - 428). Zagreb, Croatia: Medicinska naklada.

Antonovski, A (1997). Salutogenese: Zur Entmystifizierung der Gesundheit. DGVT- Verlag

Boevink, W. (2012). Stille chic. Bezige Bij Verlag

Deegan, P. (1995). Gesundung von psychiatrischen Leiden: Anregungen für die Aus- und Weiterbildung von
Psychiatriefachleuten. Gesundung als Reise des Herzens. Massachusette, USA.

Eink, M. (12. Mai 2011). Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Abgerufen am 6. Januar 2014 von http://www.gesundheit-nds.de/CMS/

Knuf, A. (2012). Basiswissen: Empowerment in der psychiatrischen Arbeit [Broschiert]. Bonn: Psychiatrie Verlag

Schulz, M. u.a. (2012). Recovery in der Praxis: Voraussetzungen, Interventionen, Projekte [Broschiert]. Bonn: Psychiatrie-
Verlag

Zuaboni, G., & al., e. (2012). Recovery praktisch! Schulungsunterlagen - Pflege in der Psychiatrie. Abgerufen am 28.
September 2013 von http://www.pflege-in-der-psychiatrie.eu/Recovery_praktisch-_PDF_Version_2012.pdf





Das innere Lächeln
Rollenspiel der Vorbehalte mit
anschließender Diskussionsrunde
Die Gesundheitssonne
5 Finger-Feedback
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
Wir wünschen euch eine gute Reise und
einen schönen Tag!