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I ANTI-tlEPßESSIONS-INFO Nr1 rpl"~i~ "1,~",

Herausgebel ; VEREIN ZUR FÖRDERUNG


\·on KULTUR und KOMUNIKATION ev.
und der
ARBEITSKl!EIS GEGEN ATOMENEßGIE

POLIZEI-UND PBESSETEBßOB

IN SALZGITTER

-,
IInm. d.lIed. [mkl.ine,t IJ..gekü,zf]

~it-e
--
1
2
3
titelblatt
......-::~~--

inhaltsverzeichnis ,impressum
vorwort
PRESSEERXLlRU~G

Terror .uf dem Landet


a.!zgitter, d. 25.10.77

·Xommun. Bleckenstodt verbreitet Angst Uud Schrecken,· ·Gefährliche.


'1'erroristennest in den MauelID Wlurer Stadt?· Mit di'ese1' SChlag2:elle .
eines sogen~lnten Sonntagsu2:eiger. (Io.tenlos sn Jeden Hsushalt,
15} 000 Auflage) wurde zur o!!.!Je~ Men.cbenjagd in Sal2:g1tter geblaun.,
4 fortsetzung vorwort Di. Behörden sollten hier·endllcn Jautr.ÜlIIeD·.· •.• Croissant nUt 1..u der :
Xocmune SchulUugen .b ••• ·; • ••. terrori.tin Beck.r kommt zu Be.uch ••• •
5 chronologie der ereignisse usw •• Es gipfelt in der Ver.utung t daS wir den Schle~er mitenttührt
6 zeitungsartikel h.ben.
Bel:Ll"ia.ui& ..eut\Jickelte sieh ..n.s-.u 14ol:mgltllle'nscha1't zu eiultIII So/lnta.;a-
7 zeitungsartikel ~~.tlUS.zi.l. Vir wurden aeitwei •• wi. die Alten ~ Zoo b •• taunt .
8 bericht des vereins zur för- Anband von Informations-Stellwänden Yer.uchten wir mit den Leute~ iu.
derung v. kultur komm. u, ein Gespräch 2:U kommen.
Die Wohngemeinschaft war bereits lange vorher eLu Gespr~ch.thema der
9 berichte von den hausdurch- örtlichen Bevölkeruug. Seit der Scbla,er-EDttühruug vurda von der
suchungen Politischen Polizei zur wöchentlichan Bau~durChsung gebla.en. Bei dan
10 berichte von den hausdurehs. latsten beiden Bausdurchsuchungen wurdan Jaweils Leute zur Erkannung __
dienstlichen Behandlung mitgano~en. Die Nachbarn wurden aufgefordert
11 berichte von den hausdurehs. türen und Fenstar zu schlieSen,·da e. getihrlich werden könnta.·
12 dokument ABGSt SOLL SIeB BREIt M.lCBFlt I
Parallel zur Kriminali8ierung der Wohngemeinschaft l.u!en .~ch die
13 dokument
Aktionen gegen das -WILDE HUBb· auf vollen !ouren.
14 dokument
15 berichte von den hausdurehs.
personenüberprüfung,im huhn
von und über eltern u. polizei
16 wie eltern durch polizisten
zu polizisten funktionalisiert
werden
17 ermittlungsverfahren gegen 2
mitgl.des vereins eingeleitet
18 dokument
19 bericht von der durchsuchung
des wilden huhns, vom park-
platz weg verhaftet
20 wohngemeinschaft sucht haus, Zwei Vorstandsmitglieder wurden vorlaüIig te.tgenomme~ und ED behandelt.
Ein Hitglied befand sich cs.4Stunden auf dem Rev1e~. Der Vorwurf laut~te
muß raus auf UnterstütT.ung einer -terrori.tischen Vereinigung-. Die Stimmuag auL
21 was sich aus einem unfall der Wache war teilweise von wüeten Beschimprunge~ und Droh~ßen beBti~t.
Pür ein16e Stunden war das WILDE HUHN versiegelt.
alles entwickeln kann
Was 1st das VILDE HUHN .tgentlich1
bericht von hausdurehs. De.s Huhn i.t 4 •• e111&ie; öftentlicbe und .elb.t<nntaltete Z. ntr,l.1II in
Salsgitter, in dem linke Politik unzsneiert angebotan, diskutle~ und
22 hetze u. repression in den
<verbre1ttot wird. Ee begreift s1ch als llternative zU den gi.ir.g1gen
schulen, staatlich verordnete Discotheken un Jugendzentren, in denen da. llkohol_ Drogen_ und Huaik_
trauer und ihre folgen programm fast ausscbliesslich dem privaten lommersintere.se der Eigen-
tümer dienlich iot.
23 wie wir versuchten nach kalkar Im Schußfeld der Presse und Polizei befiLden .ich in Salzgitter all
zu fahren'I un~arei,,~.. ~.jlsbc.scU.:.:uc ....h Jena, cUe: - dem WILDEN, HUIDl nahe stehen und bei denen nicht g esellsehafts-
gcSf.... "'I'\S konformes Terhalten vermutet wird, die Kritik an bestehenden Verhält_
24 schlagzeilen
nissen ~ben und auch bemüht_waren, ein ditferenzierte. B11d übar die
Politik' der Stadtguerilla f;U. vermitteln., Seit Schle~.r werden il!"i.
Rahmen der Terroriatenbatz all diejenigen verhattet,verfolgt und
denundlU.·t, dh nicht in das -Kopf ab--Gebrüll gegen die Guerilla
mit einstimmen.
Daß die Aktion de. Staates 2:ur SchlieBung de. WILDEN HUHN's und ~ur
Kriminalisierung seiner Mitglieder erst ein An!ang . (und be.timmt
n1cht die Spit2:e) in . der Liquidierung jedweder relevanten Op?osit1on
gegen ein S~etelll i.t, das menschliches Leben zum Objekt von Egoismus
Eigentum, Karriere, KonoUill und Manipulation venoemen läßt, sei beson-
ders denjenigen ge.agt, die da meinen, es ginge sie alles ~ichts an.

-/"'pr_u"". - r.ur~rs"",,,.lllnlJ-
""at.,••" IIU
j.Il.,.
vereiJ'l zur 332 sz -1 tI!L
f'örd.erung .
von kultur Postfa.ch: OSJII"/
und. 100 164 ",,,.
kommunika.- Postscheck:
tion II.V. ha.n.
a.n d.er 316131-306
schölke
, 5 -2-
sitzender der CDU/CBU Bund.atagafraktion, lt.

VORWORT
Südd.Zeitung vom 19.9.)
Oder Strauß auf dem OSO Parteitag:"Immer ha~e
es Personen gegeben, die vc. latheder aus
oder mit dem Mikrophon, die geistigen Urhe-
Die von der Bundesregierung in Zusammen- ber waren ••• Diese Schuldigen gehören genau-
hang mit der Schleyer-Entführung ver- so an das Licht der öffentlichkeit gebracht
hängte Nachichtensperre wurde von den wie diejenigen,die die Bomben werfen oder mit
Massenmedien in der Form genutzt, daß in der Mschinenpistole eine bessere Gesellschaft
einer massiven Hetzkampagne die Mehrheit herbeiführen wollen."(Welt,26.9.)
der Bevölkerung politisch und ideologisch Der Terrorismus konnte sich nur deshalb so
ein erhebliches Stück weiter nach rechts gefährliCh entwickeln, weil zahlreiche Links-
ausgerichtet wurde. intellektuelle, Pblizisten, Politiker, Theo-
Während die ausländische bürgerliche Pres- logen, Professoren die Gefahr verharmlosten,
SB sich besorgt über die politische Ent- verniedlichten, um Verständnis für die kr~t­
wicklung in der BRD äUßerte, hetzte die ischen, engagierten Menschen warben und damit
westdeutsche in totaler Gleichschaltung, den gefährliChen Sympat.isantenkreis erweit-
die nur noch mit dem Hitler-Faschiamus erten. Die namen Gollwitzer, Brückner, Böll,
zu vergleichen ist, gegen alles, was ir- Grass, Brandt stehen für viele •••• Zwang.-
gendwo das kapitalistische System als nicht läufig mußte sich in diesem geistig politisch-
gerade das beste bezeichnete. en Klima die Seuche des Terrorismus ausbreiten."
So erklärte der Journalist Anton CODstan- (nach "Vorwärts" 29.9. )
das im niederländischen Rundfunk VPRO Und noch einmal Strauß:"Wer in SChulplänen,
(sicherlich kein von Terroristen besetz- Rahmenrichtlinien, Ausbildungsleitlinien den
ter Sender):I1Jeder, der in der Bundesre- Konflikt im Elternhaus als natürlich vor-
publik opponiert, wird des Anarchismus schreibt, wer Ausbilder und Lehrlinge ale
verdächtigt. Auf diese Weise wird der vnterdrücker und Unterdrückte kennzeichnet,
Grund gelegt für einen deutschen Polizei- wer Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Aus-
staat. In der Tat sind alle Organe und beuter und Lobnsklaven verleumdet, wer Ge-
Instrumente, dle man dafür braucht, in schichte und Gesellschaft als blutige Bühnen
der BRD vorhanden. So kann man von einer von Gewalt und GegeUGewalt verzerrt, der ist
präventiven (vorbeugenden-Verf.) Konter- ein Feind des inneren Friedens. Und der darf
revolution sprechen. Das ist die größte sich nicht heute heuschlerisch und naiv
Gefahr, die Europa bedroht." Die franz- wundern, wenn die Saat aufgeht und ""enn aus
ösische Zeitung Le Monde diplomatique dieser Saat die Buback-Mörder, die Ponto-
kommt zu der Peststellung:"Bestimmte Me- Mörder, die Polizisten-Mörder, die Lorens-
thoden, bestimmte Fragen nach politischer und Schleye~-Entführer entapringen."(Welt,
Gesinnung oder dem Privatleben bei Ver- vom26.9.),
hören, die gelegentliche Verwertung ano- Die Herrschenden sind in der letzten Zeit
nymer Denunziation - all das trägt zwei- nicht nur dazu angetreten, mit der RAH
fellos faschistoide Züge." (Zitate nach abzurecbnen,sondern mit dem Sozialismus,
Spiegel vom 22.8.77) mit Demokraten; mit Menschen, die heute
Die westdeutsche Regimeprease kanzelt noch den Mut haben, offen zu kritisieren.
diese und andere berechtigte Vorwürfe Vorbild für diese Arbeit scheint die Äuß-
als antideutsche Kampagne, als"publizist- erung Hitlers in Ilmein Kampf" zu sein:"
ische unt erstützung der Terroristen" ab Jeder Versuch, eine Weltanschauung mit
und hetzt verstärkt gegen "terror1sten", Machtmitteln zu bekämpfen, scheitert am
diej enigen, die "klammheimliche Freude " Ende, solange nicht der Kampf die Porm
üben, "die Studentenschaft als geistige des Angriffs für eine neue geistige
Brutstä tte des Terrorismus", die X-Grup- Einstellung erhält. Nur im Ringen zweier
pen , "di e ihre Mitglieder in militärischem Weltanschauungen vermag die Waffe der
Drill f ür den Kampf des Terrorismus abrich- brutalen Gewalt, beharrlich und rücksichts-
ten n, gegen Demokraten, "die Altzersetzer los eingesetzt die Entscheidung für die
vom Schlage der Bölls und Brückners." von ihr unterstützen Seite herbeiführen."
"Solange in Redaktionen und Punkhäusern und
War während des Hitler-Faschismus u.a.
in den SChulen von Männern der Kirchen und
der "jüdiSChe Bolschewismus" der Haupt..;;
Pol i tik, der Gewerkschaften und des Geistes-
feind, so sind es heute u.a. die "Terror-
lebe ns der klassenkämpferische Haß auf diesen isten und ihre Symphatisanten (wobei der
Staat und a lle, die ihn stützen, gepredigt Kreis bis Böll geht)", die heute unsere
wird, s olange wird immer neue Gewalt nach- "freiheitlich demokratische Grundordnung,
wachsen." (Windelen, stellvertretender Vor- unsere abendländische Kultur bedrohen.

-3-
Den. Erfols dieser Politik wird jede(x;) uber die telefonische Ausschnüffelung der .
von uns schon in Schule, Betrieb oder Kommunikation untereinander (Telefon,~eil­
auJ der· Straße mitbekommen ,hl1ben: M~~­ wagen z.B.)ist uns sehr wenig bekannt -
sc~en, die i!.·gend'.'lo eine kritische Äußer- im Bereich des möglichen liegt es auf "
ung tun, "/erden von aufgebrachten Menschen jeden Fall.
~p.hr oder wemiger als Terroristen bezeich- In der Art des Vergehens und der Zunahme
der Aktion der Polizei, besonders in den
:~i('] dieser Kampagne ist, jegliche Oppo- vergangenen Wochen ,·/erden Zeiche deut-
~itiJn von SPD und FDP Areisen bis hin zu lich, die den Polizeistaat manifestieren.
revolutionären Kräft ~ n einzuschüchtern, Einem Staat, indem die Polizei im Internen
zu isolieren und zu kriminalisi erena die Aufrechte·rhaltung der Herrschaft des
Gelingt es den Herrschenden, diesen . Be- Kapitals in einem rechtsfreien Raum oper- '
reich auszuschalt ~ n, so würde das Spektrum iert, die eigenen Gesetze über Bord schmei Dt
der legal en politischen Auseinandersetz- und sich neue oder gar keine mehr schafft.
ung ein erhebliches Stück <."eiter nach
Wir geben in dieser Broschüre keine Dar-
rechts verschoben, d.h. Tür und Tor für
stellung der Organisation und der Zusam-
völlige Verhetzung geöffnet werden.
mensetzung der hiesigen Polizei a Wir haben
Die Herausgeber dieser Broschüre \. . eigern
dartiber zu 'ienig MateriaL
sich, die von Strauß,Schmidt und Co be-
Auch eine Auflistung der bisherigen über-
fohlene Abgrenzungshysterie mitzumachen,
griffe und Maj.~nahmen der Polizei in SZ
weil wir wissen, daß das nur der Anfang
haben wir sein gelassen, obwohl gerade
ist. Deshalb sind wir als Terroristen ver-
das von besonderem Interesse ist. Zum
schrien und werden entsprechend verfolgt.
Einen ist das mit einem gro ßen Zeitaufw
Morgen wird es Euch so gehen.
wand verbunden, den '."ir zur Zeit nicht
Ängstliches Untertauchen oder Abgrenzen
leisten können, zum Anderen mÜ f~ te auch
von fortschrittlicher Politik bietet kein-
sehr viel mehr Information zusammenge-
erlei pers önlichen Schutza Im Gegenteil
tragen \. . erden.
erleichtert es· den Herrschenden ihr Ge-
Ein paar Beispiele können trotzdem mal
schäft.
angeführt werdena
Unser einziger Schutz ist ein geschlossenes
So haben wir gehört, da i3 beim CDU-Bundes-
und offensives Auftreten, mit dem wir der
tagsabgeordneten Helmut Sauer beide Augen
Verhetzung entgegentreten und versuchen ·
zugedrückt werden sollen, wenn er angetrunk-
den Abbau demokr~.tischer Rechte und des
e~ Auto fährt oder bestimmte Schrott händler
Ausbaus des staatlichen Unterdrückungs-
sollen für kleine Gegenleistungen Unfall-
apperates zu verhindern.
wagen zuge sprochen bekommen.
Die in dieser Broschüre beschriebenen ßr-
lebnisse min dem sichtbaren Vorgehen der Es gäbe zu berichten über ~chlägereien
Polizei seit der Schleyer Entführung ver- und Beleidigungen,denen besonders Jugend-
mitteln nur einen bescheidenen Eindruck liche, Betrunkene und Ausländer ausgesetzt
sinda
dessen, was ·hier in Salzgitter (und nicht
Einem Jugendlichen im Freizeitheim Freden-
nur hier) seit Jahren unwiedersprochen
berg verpasste ein Polizist eine solche
über die Bühne geht.
Ohrfeige, da.:$ er durch den halben Raum
Im Fall der polizeilichen Auseinander-
flog - ·... eil irgendjemand im Hintergrund
setzung mit politischen Gegnern gerade
IIBulle li gemurmett hatte.
in der jüngsten Zeit bekommt das Verhalten
der Polizei jedoch eine neue Dimension. Auch der Verfassungsschutz ist in Salzgitter
Da wird die Hausdurchsuchung ohne Durch- nicht müßig. So wurde Anfang September
suchungsbefehl zur Regel, das Ver'. . .eigern der Heimleiter eines Jugendzentrums nachts
von Dienstnummern und Namen der Polizisten aus dem Bett geklingelt und gefragt ob
zum Spiel (4711 etc) und die Mögliqhkeit, er die übrig gebliebenen Plakate einer
bei einer falSChen Bewegung von einer poli- Chile Veranstaltung der Jugendorganisation
zeikugel niedergestreckt zu werden,ist "Falken" fotografieren könnte.
sehr groß. Als er sich weigerte, übernahm der Ver-
Da reichen Bespitzelung und Beobachtung fassungsschutz diese Aufgabe am nächsten
von wohngemeinschaft~n und Treffpunkten Morgen s e lber.
längst nicht aus - Eltern, Verwandte,
Ober die Observierung des "Wilden Huhn ll
Bekannte oder die betroffenen selber wer-
und dort ein und ausgehender Leute
den unter Druck gesetzt um gewisse krit-
braucht ja wohl nicht v .l el gesagt zu ,. . erden
ische Aktivitäten und Kontakte zu bestim-
Das ist eine altbekannt Tatsache.
mten Leuten zu meiden.

-'t-
Chl"onologie deI" Er'eiS"isse. um S 'Vi/eie Hun'1i hausdurchsuc hung einer wg in
sz-lebenstedt,bei der 4 leute
27.4 . 77 wi ldes hu hn info nr. 3 wird he r- vorübergehend festgenommen
ausgegeben und ed-mißhandelt werden .
23 . 5 .-27 .5. wh-info nr . 3 wird von mitgliedern in spr in gers wel t wird das "wh"
des 110ns- c1u; 150 mal f otokopiert als ein "stützpunk im kommunik -
ko mm entiert ar personen und bestim_ ationsgeflecht der terroristisch_
mte steIler.. " ,rteil t. en sympathisantenszene" bezeichnet .
2.6. in ue r salzgit te~ zeitung (szz) er- 21.9 . hausdurchsuchung in bleckenstedt
scheint die lIdeu tlich e distan_
zierung" von 4 beir a tsmitgliedern. 6.10. hausdurchsuchun g
der ganze verein wird mit der zwei bewohner werden vorüber ge_
R. A. F. in einen topf geworfen . hend festgenommen und erkennungs _
die öffentliche hetze ist damit dienstlieh mißhandelt (ed j fotos,
eröffnet. fingerabdrücke etc . )
3.6. drohnarufe im wh, der laden soll 19./20. 10. personalienüberprüfung in wg
zerbombt werden . ' bleckenstedt, gewaltsame durch_
"komitt· ! zur rettung deutschlands" suchung des wilden huhn' s
übersen, ! t uns unser todesurte 11.. 20 .10. v orrübergehende festnahme eines
16.6. der bun ~sgerichtshof beschlag_ vereinsmitgliedes auf offener
nahmt i : ~o nr. 3 auf dem weg in straße,
den knaL; und will anzeige er- nochmalige durchsuc hung des "wh ll
statten und vorübergehende festnahme von
zwei vorstandsmitgliedern des
in einem artikel der szz über vereins.
vereine '. /ird erklärt, daß "QIl_ 2} .10. hetz-artikel in der sonntags_
hän ger der herren b aader & co . zeitung r'kehrwider am sonntagrr
als ver~in nicht gern gesehen (kas) gegen die wg in blecken_
sind.
stedt.darauf reger besuch von
1.8. in nr . 32 des spiegels werden uns schaulustigen.
"illegale kontakte zur inhaftierten 24 .1 0 . ausdrückliche distanzierung der
R.A.F. tlunterstellt. evangelisch - lutherischen landes-
9.8. der spiegel gibt neue attentate kirche braunsc hwe ig vom verein
bekannt: "vw-chef schmüker und zur förderung von kultur und komm-
p & B vorstandsvorsitzender unikation e.v. in der szz.
birnbaum wurden telefonisch 25.10 . vere i nsmitglied wi rd aus der
bedroht. schule gehol t, und vorüberge_
26.8. die ohersl.;- n kirchenfil""steD dieser hend festgenommen . ed- mißhand_
region begrüßen in der BZZ den aus- lung,danach mußte sich das
tritt der 4 ehemaligen beirata_ vereinsmitglied in ha usärtz_
mitglieder und distanzieren sich liche behandlung be~eben
von der "deutlich g~wordenen ziel- (platzwunde am kopf)
26.10. razzia im rrwh", die personalien_
setzung" des vereins. von welcher aller anwesenden werden fest -
e igentlich? gestellt und sc hriftlich fest -
hausdurchsuchungen der wohnge- gebal ten .
meinschaften (wg's) in hallen_ }0.10.
dorf,bleckenstedt und barbecke. gegendarstellung der wg blecken-
stedt im kas abgedruckt.
hausdurchsuchung der wg's in
7 broistedtund wart j enstedt.

s~;.!.1 ...... 12 ~.'."H


I Wie vermutlrch der K8W und III,de-
re K-Gruppen unlerhallen 3ueh diffuse
s.,~!;Itc, 2,;I.Ml l6· f. n
_Sponli"-Zirkd illesale Konla kle zur frl.:lörun, der K(rc/lrrireitung
inhaftierten RAF. Sie artrkulreren sich
wie elwa das •. Kommuniklilionnen- "Wildes Huhn"
tTum wildC5 Huhn" ("Schon u:il ein
pur Jahren sind wir, Salt~itteTs Spon- und die Pfarrer
lis. den Gans"ern im S13<.11ral, den D.,--:-:- aetrat du Vere"" ll1r Förde_
Bullen und ihren Kumpancn ein Dorn rung vo~ Kultur und Koml'llunlkolUon
Im Auge"), du in die Zelle lieS Härt- e , V. In SZ·.:ebenstedt geh ört"n vor·
l i ng.~ Ronald Augu,tin ure lI o l~ehaft IIbugeh"nd vtd ~ .f!arr"r d er Eunge.
, ~a n<.lte : "Gegen die WiIlkiir Itc~ Staates lI,ch·hUh",I$Cllen Li.:d",klrche In
ll!.t_alle$ erlaubt." BtolUnsehwetg an. Auf Grun': ""nehle.
dener Vu(lllenlllcbungen del V.:orel ...
I.. Wilde, Huhn"l. die nicht "Oll <I.,.,
BelroltsmllgUedern verantwortet wur-
den. stellten dill Plarrer fesl. dd ,I.
unter fallChen Vo rau sse l1l1llgen Ihr.
Mitarbeit Im Beirat tugeugt hallen.
Die SZ berle htete darOhet.
Zu die§en Vorgingen gab nun die
Kirchenle,tung der Ev.ngelisCh-hllh~.
TIsche n Landesk irche Bra unschwelg
... ine Erklärung .b: "Die Kirch.ente,.
lung bai mit Befriedigung zur "en~t­
nis gcnom"lf'n, daß dIe Vier !'f.orrcr ~hr
wertertos M,twirM!'n Im Verern zur For.
$,;.,./ "".1I ~.r}) dNun'J vOfl Kllh"r I.Ind Kommunika-
lion dhgelchnt h4bfn , lT.Jchdem illre
Und Bonn muß mit neuen Allenta. N"men 'ur Ziele miftbrllutht .......urden,
len auch segen Wirtschaftsführer rech- tI,., iiH· ~m \l.irchlkhpll Auftrllg l",~I.
nen. Aus Fahnder·Krei!en siderle der],,,,'en. Orp Jo.llchenlfltwou. !!,e.I~Oo.l,
durch, daa erst jün,sr VW-Chd Toni ddR "dS Antir'1cn und dic Zi ele, Wl't!-
sre In tI.'" Vc,ullenlliChungell ~e~ V~r.
SehmU,elter und der SaI7 b rtter- Vor_ ein~ zum Aus-drUCk kommen, c lne MIt-
ilandsvcrsilunde Hans Bir nbaum tele wirkung tlurch kirrhlichc Gruppcn. !,nd.
phonisch be<.lroht wurden. M,\.rh"II".L"" ..schlicßcn. D,e Krrdi~n.
teltung 11I , 1,1n7. INI sich du~druckh(h
von der d .. utllch gt'wordenen Z,elset·
zung du Vereins". heiD t es wörtlich
In der SI~llun ~.hme.

-s- ;
lJeli ZD.'I.n

So werden die Ziele der RAF propagiert


MANFRED SCHELL, Boan hene Terroristenanwalt Crol.ssant. Bis RAF, RZ (Rote Zellen) und der .. Bewe_ Hausdurchsuchungen verhält, kann.t
vor kurzem wurden als weitere Mitglie- gung 2. Junl~, auf deren Konto der du auch noch mal auf einem Flugblatt
Zum Sympathisanlcnkld der Terrort- der mehrere evangelische Pastoren, Mord an dem Berllner Kammerge- nachle,sen. ist an der Theke im Huhn %u
.ten gehören jene dittusen, schwer darunter Hennlng Schaper von der Jo- rlchtllprilsidenten von Drenckmann haben.- Von den Organisatoren des Zir-
durch$chaubll.ren Sponti-Zirkel, die hannls-Klrche In Salzgitter·Lebenstedt, geht. abgeblldet. -
Kontakte zur RAF unterhaUen, .lch kels (~d!e Revolte braucht Geld") wird
aufgefiihrt, Er hat sich, wie er gestern In einem Artikel "Was heißt hier Ge- die Frage gestellt, wie die Kommunen·
a~r - bisher - auf die Propagierun/l:
terroristbeher Ziele kontentrien!n. Ei- der WELT sagte, Im Juli dieseS Jahto;'.. walt?" werden Au,uüCe aus dem Buch räume finanziert werden sollen: Woher M

ner dIeser Zirkel, der in unregelmäßI- davon distanziert. Der Zirkel besteht "Waffe der Kritik~ des zu einer hohen das Geld nehmen und nieht stehlen. Ein
seit 15 Monaten. Freiheitsstrafe verurteilten Terroristen Bankilberfall ist schließlich n icht jeder·
gen Abständen mit dem Pamphlet "Wil- l"n der Nummer " des .. Wilden Zahl veröffentlicht, in dem unter allde- manns S.ache und dann hier in Salzeit-
des Huhn _ Nachrichten von und für
Unzufriedene- in Erscheinung tritt, hat Huhns", der letzten Ausgabe, heißt es rem stebt: "Gewalt predigen Strauß ter ... " Im vorausgegangenen Heft war
sich in Salzgil1er, An der Schölkes &. beispielsweise zu einem Bild des vtIn . und Schmidt, predigen die Herren eine Aufforderung zum Diebstahl ent_
etabliert. Von hier aus wurde In die Terroristen In Karlsrohe ermordeten ; Schleyer und Ulr!eh ...- Neben Aufru- halten: "Lebensmittel gibls überall um·
Zelle des inhaftierten Terroristen Ro- GeneralbundesanwaltsSleitriedBubark: Cen wie "Unterstout den Kampf der sonst, wenn m.an witl." Dennoch Ist
nald Augu sl ln die Erklärung Ubers8ndt: "Unsere Gegner sind d ie Gegner der Guerrllla" und "Solidarität ' mit dem Geld vorhanden. Für Propagandamate-
Menschheit." Danach wird in die Erklll_ • Hungerstreik der gefangenen Revolu- rial, das per Nachnahme Im Bahnhof
~Gegen die Willkür des Staates is t all. runi .det Terroris ten RoU Pohle ("Do-· tionäre" wird eine Revolution zur Be-
erlaubt." I kumen! der Zeitgeschichte"), die er vor seitlgung des demokratischen Systems
Salzgitter eintrifft, werden oft Beträge
zwischen 600 und 800 Mark gezahlL
Wer die eigentlichen Drahtz;leher seiner Auslieferung vor einem gr'lechl- ; gefordert: "... wir belde (alle) werden Das "Wilde Huhn-, so haben die SI·
sind, wer den Propagandaaufwand fi- lehen Gericht abgegeben' hat, die die Regierung stilrzen und den Schwel_ cherheitsbehörden ermittelt, ist ein
nanziert ,und die Schmähschriften ver- "Nachrlcht~ eingeblockt: "Mit Begeiste· nen die Köpfe kUrzen, ein jeder weIß so Stütr.punkt Im KommunikaUonsgefledlt
vlel!ältJgt, ist bisher weitgehend unbe- rung und lautstarkem Jubel haben die ' gehls nicht mehr, also muß ne revo der terronstl!chen Sympathisantensze-
kannt. Zum ~Beirat~ des Im Handelsre- Gefan~nen der JVA Tegel die Hlnrich· . her ... ~ ne. In diesem Propagandarlnc verlrei·
gister eingetragenen ~ Vereins zur För- tung ~es Generalb'undesanwalt! BUback Inten:!S$ierlen werden Informationen ben 147 Verlage. 27 Buchvertriebe und
derung von Kultur und Kommunika- aufgenommen. Arbeiterin: "Dis hat er über das Verhalten bel Hausdurehsu- . über hundert linke Buchlll.den Revolu-
tion- iehört der nach FrankreiCh geno- nun davon." Dazu sind die Zeichen der ' chunt:en angeboten: "Wie man siCh bei tionslektilre in Massen.

--

Kommune Bleckeristedt: .
Ein Terroristen-Nest?
lieh zu wl...n, dia In d.r
Kommun. CI.uI Croll..nt
~ .bnlll und die
~ T.rtorillin V.r.
eeck.r hl.,. zu B..ueh
!kommt. ....

fln.
Kommune Bleckenstedt
I~:~ m

verbreitet Schrecken (
Das Bauernhaus ist regelrecht verbarrikadiert
unserer Stadt, in der
.. Kom~ §!'~eiIi!Wn'
\fon KONRAD KAISER
Die Wen hilt den berücb"gl,n er lEDER am SONN-
Atem an: Deut.che Ter.. mune Bleckenstedt". . TA.G ist von eIner Reihe be-
kaDflter, Bürger auf das ver- .
. rori.ten yafliuchen den geben sich so pro- mutliehe _Terrorlsten·Nest~
. Slaat In . die Knie zu ,mlnente Mitglieder im Nordosten von Salzgitter
zwingen." sie morden der Verbrecheman· hingewiesen Worden.
$altS;II., 2<tilc.."" Zl."8_~ brutal. Ul'ld ganz. In de wie Claus Croissant fln.rder be'<KVIen Intormari_
ten: MEII,t lür midi und an-
unleNr . NJihe. pl'llk- und Vera Becker..hlim.:. dere Eklgewelht. unertrJa:.
.!!E.I! elr. gefährliches
Polizei bittet um Mitarbeit tisch In den Mauem FOrSelzung Seite t

Flugblä'ter verteilt und Lautsprecherdureheage


. NaehoUl Mtt ROck,khl lul dll Le- chen ..... erdenfe......erden keine "lusltz- s,.by,JI,r 1~;J..c.., l1,Ii"}I
ben von HanDl-M.ttln Schleyer öl· lichen Fn.gaDlgestellL Eine sehr wicN- Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf
leutlIehe Falinduu!Jsmaal1lb.men b1a. llge ' Info~atiotl5mögllchkell bietet Synode in JP' f!nd';'Iu",: Noitlng begtüfl'le el, da! die Braun-
her . nnterblelben 'lad Ile ,Ich im Ralunen des: Fernsprech-Ansa- schweiger LandeHynode "lum enoten
durd! I voll gedlerutet 'der Bundespost unter 1:I.et
Rufnummer 0 11 66. Hier sind die Stim- Gedenken an Mal In der Volkswagensladt lagt, de-
ren Kirchengemeinden =m Teil auch
men der Enlführer von Hanns-Martln
Scbleyer "lu·1I0ren. Opfer des zur hannoverschen Landeskirche ge-
Mren. Noiling bot sicb belden Kirchen
als Vermittler dafür an, mögliche Fra·
Terrorismus !Jell ein.er kirchlichen _Gebietsreform
zu lÖ$en.
WENDSCHOTT lage) Mit einer C... Oberlandesktrchenrll. Konrad 81uhm
Flu!Jbliitter an die Bevöl_ denkminute lOr die ••• Terrortliten er. berichtete Ober d" Religloosunter-
kerung verteUt, die die verdächtigen richt im Bereich der Landeskirche. Ins.
Teilnehmer bei dem Mord4llKhlag bei
der 'Entführung von Hanns-Martln
~no~:~~c::;:::
-,.
.~
. .UJl:i<:y;:e~:.d gesamt 1-eI die Lage unbefriedigend,
furn Teil sogar bedrohlich. Etwa 1200
Schleyer uigen, 4uch rief die Polizei Ia Wendschott die Hllrb.Uilgung der Lehrer dilrften .ReUglonsunterrlcht er-
durch Lauuprecherdurcbsagen die Landenynode der e.ilD!JIIUleb-lulbut· 1 teilen, aber nur die Hilf te von Ihnen
Mitbürger :zur Mitarbeit auf. Dabei schen LudeskirchelA Br.ull.lehwel.. , 'werde In die5e~ F4ch eingesetzt.
..... urde eingehend erkliirt, dall Jede Po-
lize;dienltsteJle Hin",else entgegen· Der Priisldent der . LandusyDOde,
nimmt., _. \ .•.. ..•. Kari·Heinz: Ramwr, Helmitedt, ließ

~iii;llilll!!li
Um auch den Bürgern, die nicht per.
sönlich 1D Erscheinung treten und da- te, die von den TerrorlJten begange·
mit anonym bleiben .....ollen, die MOg· nen
keinenTalen gemeine
Zweifel und
daran, ft,igp ..V4tr"~
dall,_wfe er .ag.
lichkelt :zu geben, ihre Hinweise anzu_ cben seien. Dennoch, 10 fuhr er , fort,
bringen, bt ein besonderer AlUlchiu6 'werde man .ieb,. fragen m)1lSen, ob
mit einem AutzelchnungsgerAt in Han- man nicht durch eigene-~Q.lerlasi:u.",·
nover unter der Telefonnummer 05 11/ gen lum Fehlverhal~en QII!~.r Terori5ten
31 11 71 geKhaitet ..... orden. Hier kano, b.ei.getragen habe.
wie' dill Kriminalpolizei Salzgitter er·
klAr!, die Information auf..l~~ gespro-
-6-
S.I.,iHct 2.;.","~ ZCc.",.>.n FotfNttung _ hl.. .,;
noverschen Heentsanwllten
Henning Plihn und Wollgang
daß die Wohn gemein.
Pfarrer haben sich schaft In Salzgllter.Blek.
Müller zugefeitet worden. Wir
aind zu dar VerOffenllichung
verpflichtet, IIb der Inhall den
von Propaganda kenstedt kein Terroristen·
Nest Ist. Talsachen entspricht oder
nichL
für RAF distanziert Weiter Wird In dieser Zeitungs- Wir elnd eUerdings !Ur
WOLl'SBURG, 23. 10. (Inll Aus- ausgabe vom 23.10.77 auf S. 7 diete Gegendarstellung sehr
drtlckllch dlslanuert haI skh dIe h.1r-
cbenreglerung der e\"Ange1l.c h-lulben-
lehen LandeskIrche Bnunsehwelg
lelZI vnn der Zlelselt.ung und der Pro-
Wohngemeinschaft behaupte!, daß Claus Croissant
1
dankbar; 'pnlltiSlt.sie dOCtJ
in unserer Wohngemeinschaft ~weiten Taire!l.si~_Rrc"'-tj9:
Schulungen abhalte und .dIe ge-. eiL-JIe.s--l!'.~,tana-ete9
auchte Terroristin Verena Becke, EHR.,W1EDER.ArtIIC.!I!:
pagindil Inr die "Role Armce-Frak- hier zu Besuch komme. Diese 1. Der KEHRWfEOER am
110.. " (IlAFI dei In SalIgilter-Leben-
.tedl be'llehenden "Vereln$ lur Hlrde-
rung \Ion Kultur und KommunlkallOIl
e. V_"_
kein Terroristennest Behauptungen lin\:l falSCh. Ciaul SONNTAG hat mit_kli!ler
Croissant, der .Ich z. Z.ln Frank- .ZeitejehIllRJAt.-da.!_ßi,
reiCh In Halt befindet, hilt In ~nge(t~~!!!:!ten.
~Zs~~e;u~~~;~ea~e~n:~h~:1 ~~ Iledl elQ eqorlslen-Nesl ist
Das tllille Obi>rlandeskirchenrat

und verbreitet keinen


auch In der Vergangenheit nicht 2. Es Isl %Weilel,ohne rich-
Wanden leb im Namlln der Kirchenre- getan. Eine Verena Becker war tig, daB sich die Terrorl.ten
gierung am Wochenende auf der in hier nie zu Besuch. ' Claus Croissant .und Vera
Wo[fsburg tagendtn Landeuynode Becker In der Wohngemein_
mit. Weiler wird in dem.. Artikel SChaft ~weder heimlich ge-
Nach Angabtn von Wandersleb hal- behauplet, daO der nächlliche trollen haben noch keifen,
te - laut EPD - der Vermn In seinern
Publikationsorgan "Wildes Huhn" un-
ter anderem den Mord an General-
bundesanwalt Bubllck verberrlimt und
Schrecken: Das Telefon-Terror, oem prominente noch aufhalten-. Belde beIin-
Politiker gelegenllic!t ausgesetzt den SiCh schlieBllch in Haft.
selan, IUS dieser geheimnisollen ~en~ie b~en..2?J!!
Kommune komme. Diese Be- .t!Jll!i!!f!!Lu@.8.dIfl QfJlt!!!1.-
zur ..solidantät mit dem Hungerllrelk hauptung ist falsch. DIe Mitgli&- J.i.0.:Jn .dl!.tlSQ...m.mu_n_e,.Sl8W_It-
der gefangenen Revolutlonl,e" aulge-
fomert. Dem Beirat des Vereins soll
neben den vier Pfarrern auch der nacb
Frankreich geflohene Rechtsanwalt
Bauernhaus ist nicht der unserer Wohngemeinschaft H!l seln.1. Claus CrOIssanI ist
rufen weder nachl. noch lags- In Bleckenstedl gewesen; er
(iber prominenje Politiker an. soll dort 1I0gar dem .Beiral-
Weiterwlrd behauptet, daB der (oder einer ähnlichen Inslitu-

verbarrikadiertl
Klaus CroiUant angehört holben. a!!e Bauernhof siCh hinter Mau- tlon) der Wohngemeinschaft
Wander.sleb erkl<irte, lIufgrund ver- em, hohen Toren und aJtanAutos engehöron law. angehört ha-
Ichiedllner Ve<röHentllchungen des verschanze und regelrecht ver- ben. 9b.}ßan solche Aufent_
Vereins, die lIicht von Beiratsmitglie- barrikadiert sei. halle in der·Kommuiii·dann
dern veran:WOT!llt worden seien, h~t­ Diese Behauptung I~t falsch. I.ScI!Uluage.n;.nelll\.t,odersle
ten die Pfarrer teslgHtellt, daB sie ihre Da. GftJlldsluckdes Bauemhau- .JChlichUI~elUche- be-
Mitarbeit IIQ Beirat untllr falschen In Nr. 5 der Zeitung lieh ein. gefährliches Stell.. se. wird durch .einfache Zäune .Jeichnet....J!t..yilte(m-St71~
Vot"ItIu.seUungen zugesagt hitttn." Di'! Kehrwieder am Sonntag" dichein gäben und daS die und ein onsubl!che, Holtor be- JI'le!hebl~J;l. Freilich fielen
~a.rle( haUen ihr weiteres Mitwirken om 23. 10, 77 wird aul S, Wohngemeinschaft In grenzt und isl yon allen Seiten Ldi.e"7~i_S.ilefl_ (C2de{ die....Yi.lte)
in 'dem Verein abgelehnt, nachdem ein.ehbar. • ~ro,,~nts)n die Zeit vor sei-
Ihre Namen fur Ziele mißhraucht WUI- unter der Oberschrift: Salzgitter-Bleckenstadt.
Gefährliches Terroristen.. Am Feuerlöschbrunnen Weiler wird die Möglichkeit et- ner hel!"lIchen Flucht nach.
dl'!ll, die ihrem kirchlichen Auftrag 1U' ner Verbindung! unserer Wohn- Frankreich. Und weiChe Rolle
widetgela.ult!n ,eien. lest In den Mauem unse- 8. ein vermutlich. . T....
Die Klrchenleltl1Dg betonte ndeh den gemein schall zur SChfeyer-Ent- der Ex-Anwalt im Entliih-
Worten von Wandel"5leb, dall dlll All. u Stadt? - Kommune roristen·Nest sei. 01 . . . führung behauptet. Eine solche rungslafl Schleyer gespielt
liegen und dut Ziele, wie sie in den :Ieckenstedt . verbreitet Behauptungen sind falsch. Verbindung besIeht nicht. haben soU,' darüber iSt ja
Veröffentlichungen dH Vereins 1um wohl eusfiihrflch genug. be·
chrecken" behauptet. Richtig 'Si dagegen, daß Gezeichnet vOn Roswitha Uf!- riChtet und spekuliert wor-
Audruek kamen, eine Mltwhkung aß sich in der berüchtig· die genannten Personen big und Axel Klempin, Mieter.des den. .
dUlch kirchliche Gruppen und Mitar- bezeichneten Bauernhauses, Am 3. NIC?l!LJw.jr~_die. R,daktiO(l,
bt!iter' aUl6cbheßen wolrden. m . Kommune Blecken- lieh in unserer Wahnge· FeuerlösChbrunnen 8 a, 3320 .0ndefTI ... eil'le ·fl:eihe proml:
ledt" 80 prominente Mit· meln.cheft weder heimlich Salzgi"er-Bleckenstedt. nenter Politiker aln Salzglltet
lieder der Verbrecher- getroHen haben noch traf- -und::""UmgebunL.tlabe.rW!i
ande wl. Claus Croissant len noch aufhalten und Anmerkung der Redekl/on: dem Artikel ihre ·Uberzeu_
:nd Verena. Becker heim· Fortsetzu?g eul Seile 5 Diese Gegendarstellung ji(iig~e~rt.<läO--aer
der Wohngemeinschaft Blek- nlchthche ~- T~0n;~rrJ.1

Sal.s;Ifc.2ciluns 34.~U~

Anarchistische Aktivitäten
CDU.()rtn'erballd Lebenetedt di4uliel1e über den Terror
Unler Lellung da Vonllt.eode. de.halb von der Mehrheit unserer Bür.
ROek ..rt dlllllltJerte der Ortsvetbaad ger abgelehnt wird.
Lebenlledl der CDU Ober die 10ogsl... Die staatlichen Organe möllten end-
c.lselnab..en und Morde durcb Terro-
risten, Dabei wurde aucb Ober die Ak-
lich in die Lage versetzt werden, den 1..12Jil(.. " 2,il""" lAI,11-
anarchistischen Terrorismus und seine
Uv\Ulteo allllrcbl'llscber Cruppell In Grundlagen Offensiv zu btkimpfen,
Sallgiller geJprocben. Kl"ilhllert wur-
le. dal Insbesondere .. Inlge evan,eU.
meinte Ratshe rr NIeBen.. \Veder schlr-
lele Cesett.e noch Fahndungserlolge
Nicht zu -erkennerl
.ebe Tbeologen olfen.\cbtlich aus po- ellein könnten dan Terror\$mus btsel- In dem Bl':richt über eine Dlsku ..l_ Die Veröllenlliehungoen dei Vereins
lItlKbe. NiltvlUit derartige Grvppi. tigen, führte Ratsherr Rückert aUI, er- lIDsveranstaltung des OrtlVerbandu Im .Info J" Ende Mal Im führten
Nogen gell~rde.rt "abea und 1116911- fotderUdt sl':i vielmehr auch alne gei_ der CDU In der Sabgltter·Zeltung vom duu, daB die Pfarrer sich solDrt von
d erwelse noch untentllilu. stige politische Bekimpfllng. . 31, Oktooor kann der EindruCk entste_ der veröffentllcbten Mef"Dung distan-
BegrUBt wurde, daB die evangefi sc he In Deutichland sei mancbtrorls ein hen, dd einige e .... ngelilche Theolo_ ziert und dem Verein die Bel':ndlgung
Landeskirche hU!f ein klare5 Wort ge- Klima ent$landen, das den anarchlst!- gen In Salzgitter anarchistische Grup_ Ihrer Mitarbeit Im Beirat angl':kiindigl
eprochen hat. Man k8'nne, führte Rals- scben Terrorinen t.unichst interl':uler- Pen, die Terror predigen, unteutü tnn. haben. Der Austritt aus dem Beirat er-
hen RGdi:ert aus, dia inhumane Ideo- le Toler;1lnz und .piler aktive Unter- Dem mluB ich Ib Propst der P:opstel folgte am I. Juni 1977 und wurde mit
logie der enarchisliscben Gruppierun- slOt:zung durch l.IIhlreiche Sympathl. Sal1glUer-Lebenltedl gant. entSChie_ tlDer deU'tllchen OtstanLierung von
gen nurAllt poli11scher Argumentation santen brilChte. Unsere staatliche den widersprechen. Nicht erst wer den erkennbllr gewordenen ZieJen In
enUalven. Hier lollie auch die Sympa- Wirklichkeit gebe dem Terroriunul Terror predigt, schon wer Gewalt pro- der SaIt.gitter-ZeituDg vom 2. Juni
tiuntennene einbno!len werden.
Dem mundigen Staatsbürger mGsse
klilrqemddtt werden, d.. B Kritik. an
publik gebe e.
keine Rechtfertigung, In der Buod'!sre-
ein bOhes Md an Frei-
heit. Gerecbtigkeit und .<nlaler SI-
pagiert, hat In der Klrc:b.e Jesu Christi
keinen Plat%. Das gilt nicht nur für un_
sere .landeskirche, sondern auch für
unser-e Propstei. Aber es giht keinen
1977 verÖffentllcbt. EiDer dOlr Plarrer
ist einen aDderen WP.g gegangen. Er
h .. t dasllltimatum gestellt: Der Verein
Staat und Ge5eillChalt mit dem Ziel cberheit. sollte sich von den In .lnfo 3' propa-
der Rl':form nllr in einem freiheitlichen Hinweil. darauf, daB du durch Pfarrer gierte n Zielen distant.ieren UIId der
Rechtsstaat m6glich ist. IInsere r Propstei geschehen IsL Vomand 1url1cktreten. D. er auf sein
Wer ,adikale Gruppierungen unter- Zur voriibergehende r Mitarbeit von Schre iben keine Antwort erhalten haI.
.hilzt. die den bewaffneten Kampf um Vier Planem Im B<l!ir41 des Vereins fur lst er n.c:h einl':D!. Auslandsurl.ub
Terror pred.igtn, .ll':lIt sicb aullerhalb Kultur ulld Kommunikation e. V. "WIl_ Ende JuH ebenfalil aus dem Beirat
uurer demokratischen Ordnung und
.oJlte Ilcb nicht WUolIdera, wellA er
Sfö·,·Il4.4II:n QU Huhr\", die Hintergrund dieser An.
grilf~ ist, mÖCbte Ich erk.llren:
aU$getreten.
Weder ich selbst als Propst, noch
Innerhalb die.~r bizarren Szene Vor über einem Jahr wurden Pfarrer die Kirchenleitung haben die Pfarrer
orienlieren sich Ve rrassungshiite r und von Jugendlichen dieses Vereins auf. bei Ihrem Austntt aus dem Beirat un-
Staatsschlitzer am liebsten an Bekun- geforden. sie mit Ibrem Rat beim Auf- te r Druck gesetzl. Sie baben ibre Ent-
bau eina Jugendt.entrums in I':lgener scheidung, die Ich auc b nicht anders
dun,en, die sie schwarz eur weiB ins erwartet habe, völlig frei gelroflen.
Amt tragen können _ vor allem an Regie 1U unleutGtzen und zu diesem
·Z....eck in einen Belr'" eint.utreten. Die BereiU Im Augllst hat die Kirchenr..
den über hundert Alternativ-, Studen- splfere intwlcklung und die in den gierung der ev.·luth. Landeskirche In
ten- und Unterarundzeitunaen, die in Veröffentlichungen der euten Hilf te Braunschweig fe$tge5tellt. d .. B sie mit
der Bundesrepublik erscheinen, manch- des Jabre. Im deutlich gewordenen BefrlediguDg zur Y~nntn.is genommen
mal rechtswidri5-' ohne oder mit fal- Ziele wuen damal. noch nicht zu er- hat. dd die vier Plerr~r ibr weiteres
schem Impressum. Uftd oft genua wer- tennen. Mitwirken im Verein zu.r Förderung
den die Beamten bei de, lektiire fün· • WIe in anderen EinricMungeD hatle von Kultur und Kommunikation abgt-
du,Beirat auch hier keinen direkten lehnt habert. na chdem ihre NameD I\lr
dit, die Sympathien sind ,anz und alr ElnfluB auf die Vereinlarbeit. Er some Ziele miBbraucht wurden, die ihrem
eindeutig. So IChreibt beraten, dlt; Arbeit aber nicht verant· k..Ircbl.ichen Auftrag t.uwiderlaufen. Sie
[> der ..Gule Morgen" eUI Braun- wort,n. hat weiter betont, daB das Anliegen
schwei;:: ..... Drenkmann. Buback, und die Ziele, wie .ie in dl':n Veraf-
fentllchungen des Vereins zum Aus·
Ponto. Sl;:lb5t, wenn man dicsc Ak- druck kommen, eine Mitwlrku.ng fur
ti onen für relsch hält, wen wundert kirchliche Gruppen und Mitarbeiter
es, wenn jemand z.u5chlägt, der ausscblleßen. H.·M. Brac;t.hahn, Propst
einen naen dem anderen seiner
Kamp (genosac n von den Schwt.:inen
umgeb recht sleht'':.,S..,: 0-1.1.1)1
[> du "Wilde Huhn", h~usl:e.:ebcn
VOn Kommunarden in SIIl/giller:
"Ourch die Gewalt, die d ... r Staat
aeJen dic Bevölkerung ausirht. ... r-
gibt sich fUr uns dlc Richti.llk ... it der
Po litik der Guerilla und dIe Nol-
..... endigkeit, sic .,.u unl ... rstül;r. ... n";
-~-
Vereill zur Förderu.ug VOll fahren) . Wir machte n weiter uu d gab eu das
Huhn Iuro ~r . 4 heraus uud erklC:lrten nochmals ,
Kultur und BommullikatioLl e . V.
daß wir im Huhn Iufo selbstverstäudlich alles
An der Schölke 5
drucken werden,was wir für diskusslodswürdig
352 Salzgitter 1
UiJd iJJformativ halten.
l~ach der HeraUf'!gabe von Llfo J.'ir.4 erschieH
Bericht des Vereins zur der besagte Spiegel - Artikel.Die Lokalpresse
!lUd Xommunikatiou e.V. meldete sich öf ters zu Worte ItWildes 8uhH
lllld die Pfarrer").Polizei mit -vffeHbacher
u~l~h Springers "Welt" vom 20.9.77 Seite 2
KeullzeicheH quw.rtierte siCh iu eiller nacb-
es jeder erfahren; "So werden die Ziele
kon.. . ~·e
barkneipe eiu und bespitzelte die Besucher.
der RAF propagiert. nDas Wilde Huhil • • ist eill
!~ach der Schleyer-EntführuLlg faudeu bei vie-
Stützpunkt im Kommunikatiollsnetz der terro-
len Yereiusmitgliedern Hausdurchsuchungen
ristischen Sympatisantenszene . "
statt . Dabe i wurde auch eiu ga..lzer Berg VOll
Damit war die Sache perfekt,l1achdem ein paar
Infos beschlagnahmt . Jugeualiche,die Lu die
Wochen vorher der Spiegel dem "Wildeu Huhn"
Häude der POlizei gerateu,werdeH über KOHta-
illegale Kontakte zur inhaftierteu RAF lL..ter-
kte zu uus ausgequetscht.Eltern,vofi jugendlic
stell te, war nach dem ."Wel t-Artikel" klar, das
hell Vereinsmitgliedern,werden von der PoPo
"~ilde Huhn" ist eine Ter oristeuhöhle oder
Uuter Druck gesetzt , auslandischen ffesuchern
wie es der Chef der Politischeu Polizei preis
wird VOll der PoPo augerateu , sich von UIJ,S fern
gab:"Die Befehle für Salzgitter kommeu direkt
zuhalten, SOliSt verlieren sie ihre Aufent-
aus Stammheim "1 haI tsgeJleh mig Uug.
Was ist das "Wilde Buhn"? Wir rechneu damit,da~ weitere Schüsse der
.Am 2.JwÜ eröffnete der VereiIl zur Förderu..Jg Presse(Uud uicht nur VOu deueu) zu erwarten
V on Kultur und Kommw!ikatioll e.V. das Ver- siud, solauge bis sie das "Wilde Huhn" dicht
eiusheim "Wildes Huhn". Was im "Wildeu Huhn" machen können.
geschieht, wird ausschließlich von den Be- Uusere Erwartungen wurden bestätigt.Am 23.10.
suchern bestimmt.Es dient mehreren Arbeits- 1977 erschien in der Sountagszeitllllg"Kehrwied
gruppen als Kontakt-und Treffpwlkt.Im Novem- er am Sountagll' ein Betzartikel über die Wg
ber 1976 konstituierte sich ein Beirat zum Bleckenstedt,deren Bewohuer grötiteuteils ak-
Verein(bestehend aus 4Pastoren,1Lehrerin,2Hau tiv im "Wilden BuhnIl mitarbeiten. Die Anschul-
Sfrauen,1Arbeiter,1Rechts8uwalt),der lli,S in digungen in dem Artikel sollen dazu dieJlen,
der öffentlichkeit vor übergriffen Uud Deuuu- uns VOll der BevölkerwJg zu isolieren Uud uns
ziatioIlell schützen sollte. als Kriminelle abzu stempeln, um llJJS auschlie-
In unregelmäßigen Abständen wurde eill Info Bend sang-uud klauglos zu liquidierell,uud die
(bisher 5) erstellt,daB als Diskussions-und Bevölkerung an HausdurchsuchuHgen aud Verhaf-
LJformationsforum dieut. Die AuseiHaudersetz- tUugen von kOHsequenten Linken zu gewöhllell.
ungen um I s "Wilde Huhn "spitzen sich hauptsäch- Daß die Saat,die die Herrschelldeu hier gesät
lich um 1 s "Wilde Huhn Info "zu. Die Pastoren haben,langsam aufgeht,könneu wir an eiuem
\l.ud Lenrer traten nach eiuigeu Monaten aus Beispiel belegeIl.Al§ ueulic b eiuige Leute
dem Beirat wieder heraus.Anlass:Ein Artikel eiuer kommwüstischen Gruppe iu der City
Zeitungen verkaufen wollteu,versammeltell sich
im Info Nr.3 über Counter-Insur~eHcy und
~egrophylie.Sagen sielAuf Druck der öffent- ca.100 Leute um diese Gruppe.Die Zeit~Jgsver_
lichkeit und ihrer Herren,sagen wir! kaufer wurden auf das Ubelste beschimpft, es
Daun gingis Schlag auf Schlag. fielen Sprüch wie: "Euch Schweiue sollte mau
Der Lions-Club, Ortsgrupfe Salzgitter( eiu iu- aufhäugenjibr seid ja alle TerroristeDjBitler
ternationaler Unternehmerverbruld,Mitgliederua muH wieder her".lls daraufjiu eiuige Bürger
F.J.Strauti,G.Sachs,Goppel u.a.)kopierte das sagten, so könne mClJ.l die SaChe auch uicht be-
Huhn Info Nr.3 und verteilte es unter deu Ho- trachten,daß müßte doch iu-hal tlich diskutier
noratibren der Stadt.Das Ziel war kl a r. Wir sol t werden, wurden sie v on den Umsteheuden u.
lten auf allen Ebenen isoliert werdeu.Einige ebenfalls als Terroristen bezeichnet llJld völl
Leute ließen sich ei.uschüchtern und kamen nie ig eiugeschüchtert.
Wir sehen iu dieser Yolksver hetzUllg klare
ht mehr,als bekannt wurde,daß die Besucher
Parallelen zum Hitler-Faschismus.
des "Wilden HuhlJs" fotografiert werden.I.u der
Wir werden uns derartige Het zartikel nicht
Salzgitter-Zeitu.ug erklarteu die Pastoreu
mehr langer gefallen lassen,und gegen die
ihre deutliche Distanzierwlg( "Offeue Sympatie
Schreiber solcher volksverhetzenden Schriften
kW1dgebung im Huhn für die RAF").Salzgitters
juristisch vorgehen. Speziell gegen die Redak-
Oberbürgermeister wollte Strafanzeige gegen
tion des "Kehrwieder am Sountag" werden wir
uns stelleu.Die Bundesanwaltschaft beschlag-
alle uns verbleiben-den Rechtsmittel aus-
nahmte ein Illfo,daß i11 deu K.uast geschickt
schöpfen (Bis hiLJ zu eiuem Zivilprozeß mit
wurde u"d wollte eL~ .crmittluH~sverfahreli
gegen uus eiuleiteil wegen nYerbreitu...g VOu SChadeusersat z-Forderwlg).
gewalttätigen SChriften"(Diebstahl,Schwarz_ -8-
D-
11aus du.rdwulllll1!/
Mar ie ~c h lei ist bundesministerin f ür ent-
ßi.HKenstedt 6.!J. 11- •
,
-P
"
__
)
~
wicklun gshi lfe. offenb ar hat der bul l e be i
der vor besprec hun g zu r du r c hsu chung nicht au
morgens um 4 . 00h rückten mit viel krach un-
gep aß t, und kannte zu dies em zei tpunkt au c h
gefähr 15- 20 bullen in unsere wohnung . unge -
hann s -mar t in schleye r n oc h n i c ht.
fähr die hälfte in zivil , die anderen in uni-
fo r men . die bullen in uniform waren mit mp ' s , im garten h interm haus rannte ein er mi t mp
funkgeräten , pistolen und einer sogar mit ei- rum. me hrmals wurden wir nac h dem ve rbleib
ner chemischen keule ausgerüstet . einer mitbewonnerin gefragt , auf antwo r t en
auf unsere f r age nach einem hausdurChsuchungs _ mußte jedoch v er z ichtet werden. dann stan-
befehl bekamen wir zu hör en , daß es sich um den die bullen etwas hi lflo s im flur und
eine bundesweite fahndung handle;Uffi einen berieten laut hörbar, ob sie noch ma l in
übergesetzlichen zustand wegen der entfüh- eine wohngemeinschaft nach b arbecke fah -
r ung von h . m. schleyer . (bundesk~zler ren s ollten. sie entsc hlossen sich jedoc h
schmi dt sagte ja auch i m fernsehen , daß er erst unse ren keller zu besichtigen. zwe i
vol l hinter der polizei stehen wird)ein teil von uns g ingen mi t runter. diese wurden be-
von uns stand auf dem hof , wo auch der großteil fragt, wer denn in barbecke wohnen wür de. UD I
der bullen stand , 2 uniformierte standen im diesmal gabs auch eine antwort:" das wissen
garten , einige andere a uf dem ho f verte i lt . sie doch wohl be sser als wiri" sie mußten si
ander e gingen au~ die .zimmer, we i l noch e i- eh zufrie den geben und v erabschiedet en sich
nige typen von uns schlie~ en, weckten sie höhnisch: "schlaft schön! 11
unsanft und überprü~ten die personalien in barbecke waren sie übrigens nic ht mehr.
ebenfalls und notierteh s i ch die namen und b e i uns in hallendor! wurde nichts s iche rge-
di e kennzeiche n der a~ dem ho~ stehenden stellt, beschlagnahmt oder geklaut. es wurde
~ ahrzeuge . nie mand verletzt.
in e i nem wagen fanden sie schließlich eini-
ge "huhn - in~os , asse - :und sexualbroschüren,
die sie dem staatsanwalt zur ver fügung
stel len wollten . dann wurden boden , werkstatt
und scheune durchsucht , daß ganze sah so aus ,
daß die bullen ziemlich ner vös waren und die
6. 5. 1-,
durchsuchung z i emlich oberflächlich abge -
3 leute wohnen i m obergeschoß in ei nem haus
wi ckelt haben .
im dorf wartjenstedt . die 3 sind im dorf be-
kannt als harmlose freaks , buntgekleidet und
H~~&hSUlkMng
viel musik zu hause .
H"J.Je"M b. 1.17 wenn die polizei irgendeinen kontakt zu
ihnen hatte , dann wegen drogen .
"die bul~en steh en drauß en,razzia, steh mal am 6 . 9 ., so gegan 18 . Ovh tauchten ca . 10 bul-
a~!" ~ür hemd und hose anzieh en i st meist len auf (3 zivile und 7 uniformierte) . in
genügend zeit. dann kl i ng el ts : "g uten morgen 3 wagen kamen sie . 2 uniformierte mit mp
kriminalpol i z e i. n di e bullen treten s ofort bewachten das haus .
ein. unsere fragen nach hausdurc h suc hungs- sie kamen ohne hausdurchsuchungsbefehl- we -
befehl sowie dem grun d der durc hsuchung wer- gen der schleyer entführung -
den vom oberbullen dulias mit dem üblic h en sie durchkämmten das haus ziemlich laseh .
mist beantwortet: "brauc h en wi r n ic ht!" die was sie so auf lager hatten,waren dumme
personalien werden üb erprüft, die zi mmer be- sprüche.na , ja das ist man ja gewohnt .
sichtigt. ein ige z immer werden gar nicht be- weil es nichts zu finden gab , zogen sie
treten. ein hinweis daraur, daß in wirkl i c h- nach einer stunde wieder ab .
keit nic hts gesucht wi rd. wah rscheinlich wis was sie mitnahmen,war ein stück haschisch;
sen die bullen gar nicht so rec ht, was l ä u~t. der offen auf dem tisch gelegen hatte .

als ich mi t ei nem anderen zi vilbullen in e i-


Dem zimmer war, ein uniformiert er sich erte HalJ.sdlJ.rlITsud, ung
mit mp die tür, fragte ic h nochmals höflic h
nach dem g r und der durc hs uchung . sei ne ant- ßrtllst~dt 1.!/.11
wort ve r riet e ini g es üb e r sei nen geis t es zu-
stand (ni c hts gelernt _ i c h werde bulle u sw. ) ca . 18 uhr
"sie we r den do ch wohl" s agt er, "von der 6- 7 bullen stürmen mit gezogener pistple in
mo r dsache s chlei gehört hab en ! 11 an me i nem die wohnung . ich verlange den hausdurchsu-
"ach so" ve r schluck te ich mich f a s t .
chungsbefehl . wird mir nicht gezeigt . sie ver·
-9-
teilen sich sofort in sämtliche räume . ich
war ,nachdem sie einen typen,der sich nicht
ausweisen konnte , mitgenommen haben , allein
in der wohnung und konnte so nicht abchek-
ken , was sie alles mitgenommen haben . die
tlullen • erlauben' mir ,mich im schlafzimmer
hinzusetzen,aber ich soll die hände hoch -
halten und: " keine falsche bewegang,sonst •• • ,11
ich muß wieder aufstehen und die ganze zeit
hinter 2 bullen herlatschen .
sie ziehen sämtliche schubladen aus dem
sChreibtisch,schmeißen alle klamotten aus Haus durdrsu.dl UIIg
den regalen auf die erde und verwüsten das
schlafzimmer,indem sie matratzen und bett - i3rq/~terit 1: g. 'Il
zeug total sinnlos durch die gegend werfen .
ich hab sie angehaun,ob sie das ganze nicht
wir hören,wie ein paar autos ~uf den hof
ein bisschen vorsichtiger machen wollen .
fahren,wir sehen aus dem fenster:
antwort: ll wieso denn , ist doch sowieso ein
2- 3 zivile wagen , 2 streifenwagen und 1 vw- bus
schweinestall . wohnen doch sowieso nur
schnell klamotten an , für hose und hemd reichts
schweine hier . "
noch , da klingelts auch schon an der tür . ich
nachdem ein bulle was von zusammenarbeit
öff ne und frage, wo der hausdurchsuchungsbe--
gef~selt hat und ich nicht darauf einge-
fehl ist?ich bekomffie eine knarre an den
gangen bin, meinte ein anderer : ll mit so einer
bauch gedrückt :H brauchen wir nicht , zur seite ,
würde ich doch gar nicht reden . die würde
setzen sie sich dahin." frage : "können sie
ich doch -höchstens irgendwohin fassen . n
sich ausweisen? " ich sage : 1I tut mir leid , ich
"ich könnte sie alle schlagen bis sie schielen . "
muß wohl meinen ausweis verlegt haben , ich
"die sind doch sowieso alle be~loppt .n
"die fühlen sieb doch wohl im dreck,die find ihn nicht wieder i"
der bulle : "so,so sie sind festgenommen,kom -
schweine . "
usw . usw . men sie mit !"
dieweil laufen so 6 - 7 bullen mit pistolen
nach ca . 2 stunden ist der spuk vorbei . ohne
in der hand durch die räume und sucben wie
den hausdurchsuchungsbefehl gezeigt zu haben
• und mit 3 plastiktüten mit irgendwelchen wild irgendaws .
ich hab den eindruck,ihnen ist es egal was,
papieren ziehen die bullen wieder ab .
hauptsache sie suchen was,mehr krieg ich
nicht mit ,da ich festgenommen bin , ich werde
mit einer pistole im rücken die treppen
hinunter befördert .
muß mich dann an die wand stellen lassen
und mich abtasten lassen . dann ganz raus .
einer hat mich schon unterm arm gefaßt,am
anderen arm noch einer . beide sind größer
als ich . ich schwebe also auf dem hof .
auf der anderen straßenseite stehen ein
haufen leute herum . mama,papa,kind und dak -
kel . ll guck mal , mutti,ein terrorist" . werd in
einen vw- bus gesteckt . ein ziviler steigt mit
ein , vor der tür einer mit mp.personalien
wir haben inzwischen ein drittel der be- aufnehmen, überprüfen . stimmt alles !
schlagnahmten sachen wieder . ll den rest ll , ich muß trotzdem drinbleiben , denn der zivile
meinte der bulle , der sie gebracht hat, will mich vollabern . "bist doch intelligent .
"kriegen sie nicht wieder ,ist alles an die die leute , hier sind nichts für dichn . dutzt
staatsanwal tschaft weitergegangen ." mich,nennt mich beim vornamen . er bietet mir
seit dem 6 . 9 . haben wi r öfter bullenbe- 'ne zigarette an und ich nehm sie . dazu
sucb . e s kommt bin und wieder mal einer faselt er bullendreck von mörderbanden , ver-
vorbei,fragt wer hier wohnt und wo sich brechertum , alles wanns1nn1ge usw . 1rgend-
dieser oder jener aufhält . daß sie nie eine wann kam ich raus und in die wohnung . da
antwort kriegen , hält sie kaum davon ab wüteten sie immer nmch . die g~e durch-
wiederzukommen. suchung dauerte 2 stunden .
nach einer knappen vie rt elstunde wer -
de ich in d~s präsidium salzgitter-
HalJs 4u.rrhsuduUlg lee~nstedt gebracht und erk ennungs-

dienstlieh b ehandelt . ich soll dann


ver nommen werden . ich mache angaben zur
persoo , zur sache nicht , kann mit
Lebenstetit 8.!1l meinem anwalt telefonieren . dann vier
stunden auf d em präsidium gehockt , in ei-
nem zimmer mit einem polizisten als be -
wacher . begründung : weil bei mir zu hause
noch durchsuchung ist , später weil wir
wir sind zu viert da :marianne , heinz ,l ouati gerade noch die beschlagnahmten sachen
und ich . ich bin um 7 . 00h aufgestanden und sichten . beim sichten bin ich teilweise
will ger ade den abwasch machen als es kurz dabei . nach 7 , 5 stunden werden mein
nach acht uhr klingelt . ich gehe zur tür bruder und ich schließlicn Hacn nause
und schaue durch ' s guckloch und sehe ei- gefahrell . eJ.ne kiste mit nummernschil-
nige dunkle gestalten vor der tür . ich dern , schweißelektroden usw . können wir
frage: 11 wer ist da "/1! antwort : (ungefähr wieder mitnehmen . bei der durchsuchung
sinngemäß) "hier raberto . du komrp. schnell drohungen und beschimpfungen,auf dem
her , mach aur ll (also den versuch ,in ge- revier weniger. im verlauf des vormit-
brochenem deutsch einlaß zu bekomrnen , weil tags wurden noch louati , heinz und
sie vielleicht gesehen haben - am na- marianne auf ' s revier gebracht und ver-
menschild - daß ein tunesier mit hier nommen - die beiden letztgenannten
wohnt) . ich antworte : 11 kenne keinen ro- auch e . d . behandelt . die wohnung wurde
berto . mach nicht auf" , und gehe in die vollständig fotogrphiert . ein paket
kuche . wäsche und bücher eines türkischen
freundes wurde mitgenommen und
durchsucht . auch im keller wurde durchsucht .
eine bekannte ~on uns~die am vormittag
kam 'wurde in der wohnung festgehal -
ten , befragt und der abbruch der

,
AUF, beziehungen von uns vorgeschlagen .
überhaupt sollten wir untereinander
ausgespielt werden . gefragt wurde nach
alibi und nach leute b aus dem salz-
gitterkreis(z . b . wildes huhn) . ich
sollte befragt werden wegen den be -
suchen bei gefangenen , speziell bei
karl - heinz dellwo .
in salzgitter wurden bisher ein halbes
dutzend wohnungen durchsucht . überall
ohne hausdurchsuchungsbefehl und teil -
weise ziemlich brutal .
siehe auch näc hste Seiten: Nie dersc hrift über
Durchsuchung , Sicherstellung, Beschlagnahmung •
• tritt jemand dle tür auf wld
""·n 6 zivile und 1 uniformierter .
hallS stehen 3 uniformierte
' ~ 1 e~n vw - bus auf dem wäsche-

I 'j ,,-I;! haus 1 umilformierter

_~·ter im hausflur . wir

roL m die w':ind , hände auf den


kOlJ.! 1~Te im genicK . sie haben keinen

hauadl"chsuchungsbefehl und auf befra-


gen geben sie namen oder dienstnummer
u4711",gar nichts oder drohungen zu-
rück . sie fangen mit der durchsuchung
an , ohne daß jemand dabei ist . dann ge-
statten sie mir für kurze zeit ~ak
bei einer durchsuchung dabei zu sein .
C!)io;,..,.,_. T;b. .) ,~u ...... _.,
S.l%gittcr
___ 1
._________ dun __ 00,09.77 Nt.)

10.....15Iek. Tgl) NI I

Niederschrift Ober Durchsuchung, SiChersteIlung. BE


Niederschrift Ober Durchsuchung , Sicherstellung, Beschlagnahme (Teil Al
---
hier : Verzeichnis der sichergesteUter'l/beschlagnah
,
N Zutreflendes 81'1kroJUlon
Ud. Sachcn
N,_ (Anzahl. Ma6, Gewicht, Arl, besondere Kennzeichen. ZU5tand. Auffindungs
~

~/Oie Untcrzelchnc~vhaben am 3.9.77 um 08.oo ullr


In de[TI Verfahren t:ntführung dca DDI ... l'rii.idc.nt(!n Or. Scbleyer IHJ 5.9.71 in ";~hl

Vc.rclncht der );lttütcrQc~b~"~


f~t~. ____________________________________
.t.be beaond.r. Aut.l~llung ~r. 1 - 71
aus folgendem Grund
i!l! auf Anordnung c.lcr D\ln()o ß~':!Y :'I ~.::.Dcl l~rt
C weil Gefahr Im Verzuge bestand
S.:llJ.~ltcr, wh. ~Z ... l,
bei dem~l- ~

folgende Maßnahmen zur ~ Slrafvcrfol~ung [] Ver!olgu~ yon Ordnunllswlor'gkclten 0 Gefahrenabwehr

~
durchgeführt :

i:J DURCHSUCHUNG
il der o. a. Person
KJ der Sachen : -J!.cL......A.a-o.-J!.Itr.... NlJlluLY21lruW9 BOY! ._t1..!mJt~x.Qlm<: rn d9'c
&J der Wohnung in ~n.l.t.LK2h.null~ ________________________________________

'S •• l'lchnuno e.. R"' ..... a ......g.N

~sonstigerRiume ein lCe-llcrraun

Cl SICHEHSTElLUNG Ge BESCHLAGNAti'ME
weil die in der Niederschrift (Tell BI nAher bezeichnoten Sachen

!SI als Beweismittel von Bedeutung sein 1o.0nnen

,~~
o der Einziehung unterliegen
o Angabe sonstiger Gründe
7--;7,,-
/ - Grote - Kr;
) (N ..,.... "..,.~ ••• ~,

Außer dem/i:JCI Unterzelchner(J) weren anwesend: _ .~~~~Jirl.gCL...4('. _O..uJJtunuU.att~. da••zr ' -______ ~ Zutreffendes ankreuzen Erkllrung

J~dL:iP1.zgUtOL• ..Q.'.Jl c rLJ19.DR_(l_l.lll.dJ,lerr::....JU..n.u.~flbc.rg ---------------- Ich habe als q Betroffner 0 Vertreter die Durcilsuchun, 0 gestattet ~lcht gestattet
Jlitb..cwchuor} _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __
--'lQ..~ ~lJn4.
- -,
o Eine Durchsuchung hat niCht stattgefunden
zl Zu dl~ser Niederschrift wurde Tell B ge fertigt /' //:/ Ich erhebe als g Betroftener o Vertreter gegen d ie Sicher51e1ung/Beschlagnahme der Sachen zu Ifd. Nr. 1 .. 71


--------
\,c;.llCltll1~r.'::t.
IN_ . ,,"'tlr.. ••..;-..gl
(, , "
'/; C"tvl
.. 1';; u b~r - Klt-l
4 (.,.{j/ ./
/
~--;. _-I-e -
" - _G..rDte .. JUt
.,um •• "mI~~O<~-='!"C-_________ ---I
WldersD/1JCh bzw. beantrage lichterllche Enlschciduno.

Andere als die 0 . •. Sachen wurden nlchl slchergestellVbeschlagnahml.

I1 lihJt~x':ke;~:~tt':~'xd~~~~~'i;~,~~~~m:l~;~~~S;~xbj~~~~ins~~ss:~~e;;~~~\~~~i~r1;jr:~j'z
Er k I Ar u I\q (~r aushjl~n .....cnn I{einc Uicdenchnft TeilS ~c f.:l_rli; !·Nlrd I Ich bin als ~ BetroHener 0 Vertreter mit der Durchsicht der slchergestellttin/beschlagnahmlen

---- ---t--n-
Ich habe als

Ich ha~c als


0 Betrol!~ncr

0 B:;Olrol!ener

..---_.
0 V(:rtrl;ltor

Es wurden keine Sachen sichergeslctlt odor beschI3'Jna~,mt___ ~-

--
dIe D'''ChWChU~:;::'I..or:r- I:

I ) vorlr!Uer--elnc-Durc~.,;chrln c!:cscr N i~l"~rsc llt il! <',h"nr:n


.'-- -
mcht9usl:'I.'~1 Piltliere zu Ud. Nr.

Ich habe als

Untenc:bd U
q Betroffener
0
0
einverstanden ~ r~chl einverstanden
Vertreter eine Durchschrift der ioIiederSChrift (TeU ,.. u. BI erhallen.

M.,U,rd. ytrtrJllU!t.C1.
\lJne.,"fI<In <I.. e.to .. I1_"~n a"', V_rt,.,.."
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Chl1 c l Ilrf<.o rn e del- lt~vulotioll1


'9. .in. ef·o.ch( l r~ "B"richt Ub .... V.rllicillitung.r..tt und
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DI.,ItII(.umtntl l'H ;ibe r Krrnk."gft"erko " •• t..l).r11n."

4. e in ß uch " Sc.-hvo 1ne C1. it r l ü g r. l n " 20. fleht. fotuk. u J:i4ln "1"1"".&e6t.ug 2).2.77 oegen 4 ••
(ics u n d f'u lit11;: rin T lIocbuch ItO.. .""d9 f'o lVfO r Htll'l :t ll

5. ci n n '.l c h " Po l1ti vch u Öl;u l o gi e n 2 •• d,. e t '· (\t o k ~ l, t(' n. "I<e, t e Ar m.",.) rWttLon". da.

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d u rch I\ t OI. k ru f1;v " r ko
aa. eln. IUaretehthUll. _tt div. Papier und BriefeIl
G. e in Duch "KKW fib o l l iir Bü rOc-ri ni ti n tl",mn.
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2). \il ~'" Plnk"t,.,. "C,..C fl nQ"na d.PI .. nttJmpnrl.1tetia.eben
<1111 n i, eh' "K i .. d 'U,\ in Lu t o i r.or.o riko" "tdc,..t,md , K" lIIphll1 Ir.! Hvn.r.r- und lNret.trelk I
S ()Il(h!1-nUCl~I (l J" l!<t l " Chll C' n ~c h r icht(> n
2 /; • ~ln", r .. plarru lle, vl'iR, 1,50 x 2,00.
e. Ii.x S(lche "Chil<lI.ttchrl c ht cll n
1. ~;r.
2 • •\i r .
'.:.5
; 6, /l rO(lll ti n icn: Ve r u nbl u tlge, P u tsch?
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9. v i .n o IO!tlnliot'o n t'Dritto \j a lt:\'
29. .lne na-uck•• cbe dar n.\ r. tlunoer.traSkArkläruno und
• 0. cln Ger.J ol n dtlbri <e i St. Lll cn • tlrkHi ........ 4 •• KO.UlUIdo Ulr111.. M.lnlktt _ RAF

ll. o int' ßr(} 8chü r e tlA"gtmttolen" (Stlnd"'rnUMlO(!r dC'r JO. Inlo 80/21, So .... U.\hcho. O.t.-f, u"· u~,,,-&oll.tt ••
" Chi I et1uchricht~IlU

13. e ine 8. o Achü re ~ r. t "Rcvolutio0i4r. Itrl~g.vi.tI('ofJ.ehart"


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Solzoittrr 1, An der Schö lk(l " Ab.endorl

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tot' , 63, G1 , 62,64 ,
.u:chs 1t).5T;.-1!.1 c."_Dr" c!<fl. chrlt ten , G9. Dro.c:hü.'cu (fi; nr) übor n~Ud •• Huhn"
1,1. eln ~ llruek8chri rt ü ~cr , 218
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d1\' t' f su Dl ~i't, r ,. ii b c :- }: itt(~ i \ u n~c'n t> n . Ituitrw nt a ltcm 70. .in l'lo..Ult el lHf!'r te it ycr'.ehledea.n r.rbt6pfpll
1,8. zu " c reop IJcc\t"t'r u. n.
divnr.u Blii ttl1l' , Pvl iz.(" j. \i b~rt a ll uur den ASTA Güttino ~ n
\:. : .. 7 •• .in "l ... Ukelel. er rillt v.l'ae.. t.dlme" Pln.oln ",tt
"' arbll nh.tt. u ngel ,
"9. «:i n Dr uck GVI. L' \.\J t,.c h~ ~ckti on (!~ l ' :;v. Jnt ~rnutl o nlllC:'
50.
ein lI:mdhlAr.h fiir JuU(:.,d- und tre-h:c i.t-Atbvlt Hir die Richtigkeit de r AI,d.lv)) ungi
5'.
alu D>l ch Il f· rJ· .. k TI . o th.~ r." I, I ,,/
53.
Tliub.r -KHM .. GH ' t c -U-
r.tn(' Dn ck !l ch:,ltt " rS u.tlo"
5)· t1
eoll1o Or,lck"chd4t "1 '(\J ;'!l tin. n ti lletin , t.!". "
5'· •
6 nl' ~ll'HlO " \1' 1 .chi t)d cnlolr n r\ ' ck~ c h d ft.t'n
55.
der po)'tl,gh, .. i&C:hCI1 befrei lln o·" O·.ehr'.".na
e ine gruno Ld. ,\C il~ ütz"
5G. . ' n:1co 1n 5 ü duh' ikG
w•••• ~.nn ..Ano •• -
Haus durchsuchung MACHT AU F, herein, um eine personenüberprüfung durch zu-
führen.sie verteilten sich in den räumlichkeiten
des vereinsheims (küche , tOiletten, gruppenral'''U)
21.'J.1l SZ-B/erken$tedt ~El1W"MTE DIEn .. und begannen mit der personenüberrrüfung .
~~ ein teil der beamten trugen wiedermal ihr
waffen-arsenal zur schau und einer der beamten
fasselte irgendetwas von einem schuBfeld,als
das erste was ich an diesem morgen sehe als ein anderer vor ihm stand. die polizei hatte
ich die augen aufma che sind zwei kriminal - außerdem den straßenzug vorm "wilden huhn"
(an der schölke) hermetisch abgerigelt, so-
beamte die vor meinem bett standen und das sich auf beiden seiten ein menschenauf-
sagten : ttkriminalpolizei , stehen sie auf ! 11 laur bildete, der aber nicht kontroliert wurde.
es wurue a1J.\;ll a.ii~ "erel.Dshe~m ums't"ellt.
wir ließen
, uns erstmal von einem den aUB -
weis zeigen , was er auch tat . wir forderten einige beamte stöberten,obwohl es sich um eine
personenüberprüfung handeln sollte,in info;s
sie dann auf das zimmer zu verlassen , damit und anderen schriften herum. als ein beamter
wir uns anziehen können . (ulf küch) auf die toilette ging , folgte ihm
e~n m~tglied des vereins und fragte: "machst
sie warteten vor der zimmertür und als ich du eine hausdurchsuchung oder eine personen-
r ausging , stürmten sie gleich rein. überprüfung". wo rauf der beamte seine mp
hoch riß (in gesichthöhe des mitglieds) und ~
als ich auf den hof kam , stand ein ziemlich in einem aggressiven tone sagte: "eine personen-
junger bulle mit mp auf dem hof,in der überprüfung, was den Bonst", und raus ging.
sCheune , im garten und auf dem boden die dienstnummern und die namen der beamten
sausten sie auch schon rum. wurden unter drohungen verweigert. selbst
als das telefon klingelte sagte ein beamter ,
als ich in die küche ging , stand ein zi- es dürfe nicht abgenommen werden, und schlug
viler im türrahmen,der genau beobachtete, die gabel nieder als es doch jemand tat.
was sich im ba dezimmer , im gemeinschaftsraum e inige beamte versuchten die anwesenden in ge-
spräche zuverwickel, was ihnen aber nie ht
und in der küche tat . im schreibtisch , der
im gemeinschaftsraum steht,wühlten sie gelang . im zuge der personen überprüfung wurden
auch schon rum , ,,.,raren 2 zivile . zwei anwesende , die keine papiere bei sich
hatten, auf die wache mitgen ommen aber wieder
ich fragte dann einen bullen ,was sie denn laufen gelassen, nachdem die personalien fest-
schon wieder suchen würden '?der sagte mir gestellt wurden. es wurden die personalien
aller anwesenden schriftlich festgehalten.
dann , es handle sich um die sicherstellung
von diebesgut . wir mußten alle wagen auf - nachdem man mit uns fertig war, suchte man das
blubber und die galerie auf. dort wurden die
sChließen , die auf dem hof standen . da uns überprüfungen aber nicht so scharf durchge-
aber ein paar nicht gehören , hatten wir zogen, ganz im gegenteil. erstens wurden nicht
alle personalien schriftlich errasst und zweitens
auch keine schlüssel zu den wagen,worauf stürmte ein beamter völlig genervt aus dem
gesagt wurde "dann brechen wir sie eben blubber und sagte, er habe die nase für heute
gestrichen voll.
auf" . dasselbe wollten sie mit einer ver-
schlossenen tür hinter der werkstatt
machen , da sich aber so schnell kein
brecheisen fand , wir aber den schlüssel Von UJrt:/. ÜJJ,r Po',"U/
batten , wurde aufgeschlossen . /JJId Eltern
es wurde alles durcbkämmt , diescheune,
werkst a tt , garage,boden, zimmer , ställe , gar-
es fing damit an ,daß bei einer hausdurch-
ten,sogar die hundehütte wurde gefilzt .
suchung me{ne papiere überprüft wurden.
sie gingen sehr verschieden vor . in einigen
gleich am nächsten tag tanzten dann die
zimmern war noch alles auf seinem platz ,
bullen in der schule an und zogen infor-
in anderen war schon mal dies oder jenes
aus versenen umgekippt - in einem z~mmer mationen über mich eine wann und warum
waren die matratzen hochgeschmissen , alle gefehlt?) . daß sie mich aber nicht gerun-
schränke , jedes kästchen offen . den hatten,klingelten sie bei meiner
zum schluss versuchte ein jung dynamischer mutter an : ll wo ich denn wär,in der schule
bulle uns noch einige fragen zu stellen , was wäre ich ja nicht anzutreffen . na ja,sie
natürlich nicht lief und er es auf gab . wollen mich eben nur mal sprechen . am
nach etwa 3 stunden war der spuk dann auch vorbei. nächsten tag kam eine mitteilung von der
schule an meinen vater ,daß ich nicht zum
unterricht erschienen war . der hat sich
unheimlich aufge ~ egt und gefragt , was denn
Persanenuberpr~flJ.n9 Im f/",hn los ist . daß sich die kriminalpolizei so
um mich bemüht . als ich ihm sagte,daß ich
",itt."a,h, d~n 16.111.11 das als belästigung empfinde ,war das ge-
spräch beendet .
am nächsten nachmittag standen sie wie-
um 21.25 uhr kamen ca. 14 zivile und 2 uniform-
ierte pOlizeibeamte(popo,sitte,rd) die zuvor der vor der tür und fragten ganz vorsichtig ,
3 minuten vorm "wilden huhn 11 ~e~t~den haben ob sie wohl mal mein zimmer sehen dürf -
ten.sie hätten allerdings kein hausdurch- ich sollte mich doch von den leuten ganz
suchungsbefehl ,weil sie doch so nicht stark distanzieren . es wäre für mich und meine
die harte linie einschlagen wollten . aber eltern das beste. sie bestellten mir über
meine mutter hatte ohne meinen vater wohl mwine eltern,daß ich mich doch mal frei-
doch muffe und hat sie nicht reingelassen. willig bei den bullen melden sollte , sie
ein paar tage später ,al s mein vater auch würden mir dann noch eine vorladung
da war und der hat sie ganz freundlich zum schicken . gleich am abend stellte mich mein
kaffee eingeladen . dann kamen die harten va~r zur rede,aber er beharrte immer dar-
fragen: It was denn hier für umstände auf , daß die polizei ~e aufgabe habe,den
herrschen würden,wann ich weggehe und wie- deutschen bürger zu schützen . die durch-
derkomme,ob meine eltern mich nicht mehr führung dieser bullenaktion isn unkom-
unter kontrolle hätten , ob sie wüßten,in pliziert,weil die aufgabe der demorali-
welcher gesellschaft ich mich befinden sierung und unterdrückung auf die eltern
würde . übertragen wird.

lIi~ Eltern dlJ./'ch PDLizisten. zu 'PoLizten fanktionaJisiert wmitn

ich habe seit etwa einem jahr zu politi- eltern,da mein vater vmllkommen aufgelöst
schen gefangenen kontakte . seitdem war ich angerufen hatte . als meine mutter kam,
ständigen bespitzelungen und observationen quatschte ich mit ihr darüber und schärfte
ausgesetzt. ihr noch mal ein ,daß sie den bullen
nachdem die sache mit buback gelaufen war, nichts aber auch rein gar nichts zu sa-
tanzten die bullen das erste mal bei mei- gen hätte , wenn sie was wollten,sollten
nen eltern an . meine mutter bat sie natürlich sie doch zu mir kommen .
rein. sie erzählten ihr dann,ob sie denn ein paar stunden später rief meine mut -
überhaupt wüßte,was ich denn für kontakte ter,dann auch total aufgelöst im "wilden
hätte,nämlich zu "terroristenlt , die würde huhn" an,erzäblte mir ,herr täuber (chef
ich im gefängnis besuchen . meine mutter re- der popo) hätte gerade angerufen und
agierte daraut nicht , das weiß sie und das gesagt:"ich hätte mich immer noch nicht
stört sie absulut nicht.dann kamen persön- gemeldet,es wäre wirklich besser für ~ch,
lichere fragen:llstehen sie mit ihrer toch- ich würde freiwillig kommen,sie wollten
ter gut "! diskutieren sie viel? gebraucht doch nicht die "harte linie" einschlagen
ihre tochter "radikale" ausdrücke"! usw.usf . und mich holen lassen" . was natürlich dazu
als meine mutter dann endlLch wissen wollte, führte,daß mir meine mutter auch noch
was sie eigentlich suchten , sagten sie ihr, in den ohren lag zum polizeipräsidium zu
daß der generalbundesanwalt buback heute gehen. was ich abermals strickt ablehnte.
erschossen worden sei und auf dem rücksitz am nächsten tag ging der telefonterror
des motorrades hat doch eine frau gesessen seir.ens herrn täubers weiter. ob denn
und sie hätten mich bei der hausdurchsu- meine mutter keinen
chung nicht angetroffen,wann ich das letzt einfluß auf mich
mal zu hause gewesen wär . man kann sich die hätte mich noch nicht gemeldet .
reaktion meiner mutter ja vorstellen . zum es ging so weit,daß ich abermals nach
schluß sagten sie ihr noch,wissen sie ei- hause fuhr und versuchen wollte meinen
gentlich ,daß die ihre befehle aus stamm- eltern klar zu machen,daß die chose
heim kriegen? nicht läuft . inzwischen war meine jedoch
nach schleyer bekam das ganze ein ausmaß schon so fertig,daß die ganze diskussion
ohne gleichen . nur moralisch war."ich mach solche sor-
am nächsten morgen tanzten sie bei uns zu gen,wenn dir bloß nichts passiert . nun tu
hause an . da nur mein vater da war,der auch mir doch den gefallen und geh hin,mir zu
nichts wußte,sagten sie ibm nur ,wo ich denn liebe usw . "es war sO,daß di l! bullen
sei?sie hätten mich bei der hausdurchsuchung auf mich selbst überhaupt keinen druck
abermals nicht angetroffen und ich sollte mehr ausüben brauchten. ihre funktion
mich auf dem präsidium melden . mein vater als bullen hatten meine eltern übernom-
sagte ihnen , dann sollten sie doch nachmittags men~p.s kam zu hefti~en auseinandersetzungen .
noch mal anrufen,da wäre meine mutter da. ein paar tage später , nachdem herr täuber
so gegen mittag fuhr ich dann zu meinen immer und immer wieder angerufen hatte

-4'-
und irgendwelche greuelmärchen erzählte , scheinigen begründung, den "flüchtigen"
(1) fahrer zu finden. dabei wurden et-
war es dann auch so weit . meine mutter liche sachen (siehe weiter unten) be-
war ein nervl~ches frack . die bullen schlagnahmt , und zwei leute zwecks ver-
hör und ed-behandlung mitgenommen.
nutzten di e sog . elterlic~~ liebe für das eine war die halterin des gmw, der
sich aus . sie wissen , daß eI-rade meine mutter andere wird als fahrer verdächtigt!
angst um ihr kind bekommr und morali-
die beschlagnahmten sachen eins c,hl ießlich
schen druck ausübt . uas hat auch eine fahrtenbuch und kfz-schein wurd~n bis heute
doppelfunktion . nicht nur , daß der druck (1 .nov.) noch nicht ausgehändigt , sodaß der
wagen noch nicht einmal abgemeldet werden koImte.
von den bullen mommt,nein da hängen einem
auch noch die eltern mit ihrem gezeter die durchsuchung verlief mit einem sehr massiven
polizei-aufgebot
in den ohren , was auf die dauer die totale
~ nerverei ist .

irgendwann hatte ich dann auch die schnauze


gestrichen voll und 'ief beim täuber an .
ich sagte ihm , wenn I .. was von mir wolle,
solle er sich gefäl~ gst an mich wenden
10 Gs 370/77
und die eltern in ru e lassen . worauf mir
dieser ganz unschuld g antwortete : II was
wollen sie denn überL~upt?wenn sie was ~= ~=~=.=~=J=H=~
In dem Ermittlungsverfahren
wollen , komme,n sie gefälligst her ! 11 gegen
so als ob ich was von den bullen wollte .
a) x. wohnha ft in Salzgitter
damit war dann die sache auch gegessen .
ich erzählte meiner mutter , was vorgefal - b) y, wohnhaft 1n Salzgitter
lenwar . seitdem ist ruhe . die dringlich - c ) unbekannt
keit , mich unbedingt sprechen zu müßen ,
wegen des verdachts der begehung von straf-
seitens der bullen löste sich auf . bei der t aten gern. den §§ 90g, 129, 129a, 184 , 185,
hausdurchsuchung am 21 . 9. stellte herr 187 S tGB und wegen des verstoßes gegen steu-
er- und preser ech tlicheB vorsc hriften.
täuber mir nicht eine frage.wenn man ei-
wird die polizeiliche be schlagnahme der an-
nigermaßen coole eltern hat , sollte man läßlich der durchsuchung am 6 .1 0 . 1977 in den
versuchen darüber zu quatschen,was die räumen der .
aufgefundenen flugblätter, plakate, hefte
bullen bezwecken,wenn die die eltern etc. bestätigt
besuchen und versuchen für ihre zwecke
Gr ü n d e
einzuspannen .
am 6.10 . 1977 wurde in dem verfahren gegen un-
bekannt wegen verdac öts des unerlaubten ent-
fernens vom unfallo~t aufgrund des beschlußes
ErmittLu.ngsverfahren gegen zwei des hiesigen amtsgerichtes vom gleichen tage
( 10 Gs 370/77 ) eine durchsuchung der r ä um-
lichkeiten der wohngemeinschaft in salzgi t-
I-litsLiedsr des Vereins ter vorgenommen, weil zu vermuten war, d aß~
sich dort der flüchtige fahre r des in einem
eingeLsltet unfall verwickelten pkw verborgen hielt .an-
läßlich dieser du rchsuchung wurden in den
zim,ern der ~er60n x und der rerson y von
den nach s~ehenden beschluß drucken wir den ro izeibeamten zahlreiche druc:{schrif-
wegen seiner besonderen bedeutung voll- ten, informationshefte, flugblitter und
ständig ab. rlakate entdeckt , die nach art und auf-
machung ein zusammenhang mit sympa th isan -
wenn das eingeleitete ermitt'hml>",erfallI'eIl. ten der terroristenszene, insbesondere der
nicht eingestellt wird,bedeutet das , daß RAr' vermuten lassen.
man wegen dem besitz von büchern und von
zeitschriften die man im öffentlichen es besteht der dringende verdacht, daß
hande l erhält bzw. die man als flugblatt zwischen mit~liedern
~uf der straße bekommt, zum terroristen und dem
abgestempelt wird. di ne enge bezieh-
ung besteht.das geht u.a . aus den dort
der vorspann: vorgefundenen teilbericht vom 28 . 9.1977
der fahrer des des vereins und der flugblätter über das
wagens kam nachts in e1ner kurve ins vereinsheim "wildes huhn" deutlich hervor.
schleudern und prallt e auf mehrere oarkende nach ermittlungen der hiesigen kriminal -
.wa~en.der fahrer lief im SChOCK davon.aie
polizei besteht weiter der verdacht,
polizei durchsuchte den wagen und fand dort die ziele de r rrRAF" unter-
ca. 150 abzüge aus dem buch von bernt stütz t.s o SOll der inzwischen in frank-
engelmann, "strauß,kohl & co. 11. wer ist reich festgenommene rechtsanwalt c r oissant
dr. b.m.schleyer. mit einem bild von ihm. mitglied des " dieses vereins sein,
aus dem kürzlich pastore n und lehrer aus -
der fahrer ging sm nächsten morgen zur getrete n sind , um sich von den zielen des
pOlizei,um die sache zu klären. dort vereins deutlich zu distanzieren . ferner
wurde er als terorrist verdächtigt ,ed_ ist dem gerich t bekannt , daß der verein am
behandelt und mehre re stunden festgeha lten . 17 .7. d.j. ein brief an de n des versuchten
mordes beschuldigten günther sonnenberg
zu r moralischen aufmunterung geschrieben
in zwischen bewirkte die polizei einen hat.der genannte verd ach t erfährt seine
hausdurchsuchungsbefehl mit der faden- bestätigung jedoch auch in der au. wertung
des beschlagnahmten materials, welches aussichten" findet sich u.a. ein blatt,
offen sichtlich bestrebt is t, strafverfol- welches die äußerliche form des national-
gungsbehö rden zu beleidigen und ~e rs onen sozialistischen "völkischen beobachters"
des öffentlichen lebens lächerlich zu nachahmt und die s chlagzeiJ,.en "pressekon-
machen, um auf diese weise bei einer f erenz des führers:der schleswig-hol-
großen anzahl von bürgern, namentlich steinischen ••• " "ab 19 . 2 . wird zurückge-
interlektuellen verständnis für die schossen" "dies ist unser gleiwitz!"
mit glieder der terroristenszene zu wek~ ausweist.dieses blatt ist im zusammen-
ken und s mit moralische u'nterstützung zu hang mit weiteren "dokumentationen" für
leisten. ein etwaiges strafverfahren wegen beleidi-
gung des herrn mini ster~räside nt en won
im einzelnen.K war fo gendes festzustellen: schleswig-holstein von rechtlich erheb-
a) das ältere flugblatt "rettet das leben licher bedeutung.
der gefangenen zielt nicht nur darauf ab ,
sympat hien f ür die in stuttgart/stammheim
in haft gehaltenen terr oristen des sog .
"harten kerns" der baader- meinhof-bande
zu erwecken,sondern beinhaltet eine be-
leidigung der strafver fo lgungs - und
strafvollzugscehörden, zumal u.a. von
"konzentrationslage rn, vernic-htungspro-
gramm der bundesanwal tschaft und fol ter"
die rede ist.
b)die broschüren "guten morgen" beinhalten
verunglim pf un gen von verfassungsorganen und
üble nachreden gegenüber personen de s po -
litischen lebens.so weist z.b. das heft
nr. 10 auf der titelseite u.a. f olgende
schlagzeilen auf:
••• "schmidt t ötete schleyer im suff"
••• "rebmann wollte als bardam e untertauchen"
die broschüre ist ferner geeignet, sympa-
thien für die entführer s chleyers zu wecken.
unter dem titel " sc hle yer - kein nac hruf"
wird das "mecalero-flugblatt' aus göttingen
vom 10 .9.1977 abgedruckt, ohne sich von dessen
inhalt zu distanzieren. in dem heft nr. 4
derselben broschüren-reihe werden z.b. die
prüfung der frage der auslieferung de s r ol f
pohle aus griechenland und damit zusammen-
hängende verfahrenswe1sen als farce bezeich-
net.der artikel endet mit dem aufruf IIdem
gen ossen" pohle zu schreiben.
c) 4 iaa-plakate, ein flugblatt, auf dem ein
RAF-foto des entführten dr.h.schleyer und ein
einseitig dargestellter lebenslauf des ent- g)die hefte "info-woche-sexualität" kom-
führten abgebildet sind , sowie ein protokoll- men wegen ihre s tex tes und insbesondere
konzept über das 2 . arbeitstreffen des sog . ihrer zeichnungen als beweismittel für ein
~ 3 . russel tribunals" weisen ebenfall", einen
ermittlungsverfahren wegen verSreitung
eindeutigen bezug zur RAF- szene auf pornographischer schriften in betracht.
aus dem protokoll geht hervol ,daß ci,·~.. ne auch sie tragen kein impressum.
resulotion verabschiedet wurde, in c.ar u. a.
udie sof~rtige aufhebung der besucher- und
postsperre in deutschen gefängnissen, in ,die hefte "spanien-info" beinhalten ZUllt
denen gefangene aus der roten armee-frak- teil beleidigende äußerungen zum nachteil
ti on inhaftiert sind, gefordert wird. des 's taatsoberhau pte s juan carlos t so daß
sie unter dem rechtlicnen gesich~spunkt
d)die bei den ebenfalls bes chlagnahmten des § 103 StGB zu beschlagnahmen waren.
druckschriften "info-berliner undogma-
tischer gru ppen" handelt e s s ich um sc hrif- i)d1e besc hl agnahme des berichts des ver -
ten beleidigenden inhaltes gegen die poli- eins zur förderung von kultur und kommu ni -
zei sowie ••• des ausdrucks der sympathie ka tion in verbindung mit dem vervielfäl-
der RAF und der verunglim pfung des andenkens ti gten artikel IIS 0 werden die ziele der
vers t orbener im sinne des ~ 189 StGB. so RAF propagiert" und den flu gblättern !I
wird in de m heft nr. 174 unter dem titel "langeweile i s t a bzuschaffen ll waren u.a.
"wie sich der blick ver-schleyert" u.a. zur deshalb erforderlich, weil der begründe-
solidarität mit der RAF aufgerufen und wie te verdacht besteht, daß in dem vereins-
folgt zum mordanschlag auf jUrgen ponto beim "wildes huhn" unkonzessioniert ein
stellung genommen:" ••• an dem tag, als ponto gaststättenbetrieb unterhalten wird, so
ullgelegt wurde •.• " ponto als Person i s t daß voraussichtlich steuerstrafrecht -
mir egal;er ist als funkt ions träger der liche ermittlungen eingeleitet werden
unterdrückung schneller ersetzt als ein müssen .
magazin nachgeladen •.• "
in dem sonderheft mai 76 wird behauptet, daß nach all e dem 1st die erhebliche wahr-
ulrike meinhof ermorden worden sei . dieser schein lichkei t begründet, daß in diesem
artikel ist unter dem aspekt einer beleidi- f all von mitliedern
salzgitter anhängern der terror~bten­
ging gegenüber den betreffenden strafverfol- szene zumindest moralische unterstützung
gungsbehörden und gerichten von be4eutung. vermittelt worden ist und zu diesem zwecke
zahlreiche beleidigende behau ptungen zum
e ) die beschlagnahmten flugblätter (kkw-geg- nachteil von personen des öffentlichen
ner) beinhalten u.a. einen liedertext "kkW' lebens, s trafverfolgungs behörden und
nein RAG" beleidigenden inhalts und kommen gerich ten aufgestellt und verbreitet
s omit ebenfalls als beweismittel für ein worden sind, so daß die genannten pla-
ents prechendes s trafverfahren in betracht. kate, schriften etc. zu beschlagnahmen
hinzu kommt, da ß sie kein impressum tragen. waren.
f ) in einer zusammenstellung über die brok-
dorf-aktionen un ter dem titel "einsichten/
Bl'richt I'DII der JUI'shsuchung'IeJ "/t,üien HlllmJ "
in der ;facht I'pm 15. alll den 21J.1P.lJ

es war ca. 0.30 uhr als die hunde auf unserem beiden mitgenommenen
hof wie wild kläfften. da am abend des 19.10 wieder nach hause zubringen. aber dem einen
h.m.schleyer tot auf~efunden worden W~~ . beamten,der anfänglich zugesagt hatte,daS
wußten wir schon was jetzt kommt.nämlich die beide wieder zurück gebracht würden, fiel
polizei dein freund und belfere und auch dieses-" 6
aal verbalfen sie uns zu einer schlaflosen nacht. es scheinbar schwer seine zusage einzuhalten.
es kamen etwa 8-10 zivile und 4 uniformierte es wollte keiner seiner kollegen diese
auf 4en hof. der größte teil stürmte gleich mit "keuchenden_unmenschen" zurückfahren."wenn
mp bzw. mit starken scheinwer!erlampen bewaffnet es menschen wären,würde man das noch machen.
in das zimmer eines wohngemeinschaftsmitgliedes, aber so?". nach einigem hin und her, wobei
den sie sich bei vorherigen hausdurchsuchungen ein beamter mit bayrischem dialekt noch von zu _
als verantwortlichen für das wilde huhn, ausge- viel menschlichkeit ihnen gegenüber redete,
guckt hatten. dieser war aber nicht da. wenn die beiden zurü~gefahren würden. er
also gingen sie in das davor liegende zimmer legte ihnen nahe zu tuß zugehen. schließlich und
und erklärten diesen bewohner für das wilde endlich fand sich doch noch ein beamter, der
huhn verantwortlich. es wurde angeordnet die beiden zurück brachte.
diesen bewohner,obwobl er dagegen protestierte,
mitzunehmen. (zitat eines beamten: "wir fahren
sie hinterher auch wieder zurück".)
Vom ParkpLatz weg festgenommen
nachdem die personalien der übrigen wg-mitglie-
der aufgeschrieben waren, wurde der angeblich
verantwortliche und ein weiteres mitglied der
wg zum wilden huhn mitgenommen. dort um ca.
20.10.1g11 ~ 11 11
.........................
1.00 uhr angekommen, wurde der angeblich verant- morgens um 9.30 uhr bin ich von zu nause weg-
wortliche aufgefordert aufzuschließen. gefahren um einen umzug zumachen. in salzgitter
wollte ich mir zigaretten kaufen und parkte
als siCh nichts tat, ging die fragerei ob er der bei hertl~ auf dem parkplatz. dort fuhr ein
verantwortliche ist, zum 2. mal los. auch diesmal ziviles polizeifahrzeug rum und überprüfte
wieder keine antworten. nun fragten sie den die kfz-kennzeichen der dort parkenden autos.
anderen, ob er denn schI üBel habe. auch ~eine im auto saß eine beamter von der politischen_
antwort! sie ärgerten sich sichtlich daruber, polizei (popo) den ich von hausdurchsuchungen
daß k~iner von den heiden mit ihnen sprach. bei uns kenne, und er hat mich auch erkannt.
als ich vom kioks
mit einigen fußtritten wurde das vereinsheim als ich vom kiosk zurück kam, standen sie
des vereins zur förderung von kultur und hinterm l..k:w. einer von ihnen stand drußen und
kommonikation e.v.,wildes huhn, aufgebrochen. beobachtete mich. ich stieg ein und wollte
als die beiden mitgenommenen, die mitglieder losfahren, da kam ein ziviler und verlangte
dir
des vereins sind, hereinkamen, um zusehen
was in den räumen ge schied, wurden sie auf die wagenpapiere und meinen ausweis. ich mußte
einmal als nicht verantwortliche bezeichnet. aussteigen und mich anden wagen lehnen und
10 zivile begaben sich m~t mp und scneinwerfer- wurde dann untersuchte. einer von der popo,
lampen bewaffnet in die dunklen räume und ver- starke, fing an blöde sprüche zumachen,
teilten SiCh. nach zwei - drei min. hatten 'aen kenner wir ja,· und "sowieso geistig_
sie endlich die lichtschalter gefunden und behindert ".
begannen sotort alles was beschrittet oder man nahm mich mit auf's revier, wo die üblen
bemalt war ein zusammein, und aggressiven sprüche weitergingen. z.b.
sie wurden aufgefordert, die räume zuverlassen. als ich von meinen rechten gebrauch machte,
als einer von ihnen ein zweites mal versuchte, die aussage zuverweigern, einen anw.al t an-
als zeuge der durchsuchung beizuwohnen, wurde zufu
er nochmals aufgefordert, diesmal mit der
drohung handgreiflich zu werden, die räume zu zurufen, und die dienstnummern der beamten
verlassen. von drußen koanten beide die durch- verlangte, wurde ich von einem beamten ange-
SUChung akustisch m~tverfolgen. es waren re;~­ schrien:"sie haben hier keine rechte mehr,
geräusche von papier,lautes klappern von ~tühlen, und was hier gemacht wird, bestimme ich.
schlagen von türen und gläser klirren zuhoren. ich lasse meine kinder von euch nicht versuen
begleitet war dieses teilweise von wüsten ich lasse meine kinder von euch nicht versauen.
sprüchen, z.b. "saustall","ordnung von un- ihr denkt doch von uns , wir äiod
menschen". außerdem Äußerten sie oft und laut
"das wird auch noch mitgenommen". sämtliche ge- ihr tituliert uns doch eh als bullen,pig'a,
räusche waren wohl absichtlich lauter gehalten, schweine. und so werde ich euch nur noch be-
handeln, wie schweine". (mmgel)
um denn draußen s~ehenaen aie harte der pOlizei
zu vermitteln. (verunsicherungstaktikI?) es ging dann w~iter, starke sagte:"wäre ja ~
und das alles, obwohl überdem vereinsheim un- gelacht, wenn wir diese arecksbande nicht in
schuldige und nicht betroffene leute wohnen. den griff bekommen würden". es war ziemlich
ein beamter, dem es so richtig spaß macn~e klar, wenn er damit ~einte, das "wilde huhn·,
sich auszutoben, kam heraus, um seinen die wohngemeinschaften die damit zusammenhängen
kOllegen, die noch draußen standen, eber und die ganzen anderen leute die sonst noch
wohl mehr denn anwesenden mitgliedern, was mit dem wilden huhn zutun haben.
zu sagen, "daß es drinnen jetzt aussehe wie die ganze situation war ziemlich aggressiv,
auf einem karussell". er klatschte sich und die beamten wollten mich einschüchtern.
in die hände und ging mit dem spruch:" na, nun
es hat auch ulf küch zwischen durch seine
will ich noch mal ein bisschen karussell fahren mp auf mich ger~cbtet und mir war dabei
wieder rein. genz und gar nicht wohl. dann wurde ich
ed-mißhandelt und küch wollte die ganze
nachdem sie alles beschriftete (akw-plakate, zeit von mir wissen, wer die artikel im
rensterläden, broschüren, info's u.v.a.)in "wilden huhn- info schreibt. mir wurden auch
ein auto gelanden hatten (zwischendurch wollten flugblätter gezeigt und ich wurde gefragt,
sie mal einen lkw anfordern) nagelten sie die wer der/die verfasser sit/sind.nach 2 std.
tür zu und verblompten sie. wurde ich wieder laurengelassen.

--rq-
WDhngemeinschaft muß raJJJ-
SI/lid f!aJ.ts:

Matratzen befinden , au f welchen die Beklag-


Seit C'l . einem halben Jahr wohnen wir in del:.
ten und di e zu Besuch weilenden Männer über -
1 . Etsbe des Hauses unsere s Vermieters . Wie ' s
nachten . 11
so bei Wohngemeinschafteni st, die sich i r -
gendwo als politisch begreif en , gab ' s bald 2 . 11 Die Beklakten haben ••• auch in de r Wohnung
Stunk mit unserem Vermieter . kommunistische Parolen angebracht :
Am 1 . 9 . bekamen wir von ihm einen Schrieb , 5. lI Die Beklagten bzw . ihre. politischen Freunde
in dem verschiedene Punkt e auf geführtwaren , schli e ss en die Haustür nicht ab , sodaß sie
die seiner Meinung nach genügten , um uns öfter die ganze Nacht offen bleibt • ..•••• • Offen-
fr istlos auf die Straße setzen zu können . sichtlich wollen sie erreichen , daß zur späten
wir nahmen das Ding zur Kenntnis , lehnten Abendstunde oder zur Nachtzeit ankommende
die fristlose Kündi gung formal ab . Freunde in die \iohnung gelangen können . 11
Kur z nach Schleyer k amen dann die Bullen (6 . )
Sie legten ihm den Hausdurch suchungsbefehl
vor , besahen sich sei ne Wohnung und stellten
Dieses Ver halten der Beklagten rechtfertigt
unsere total auf den Kopf .
zur fristlosen Kündigung .
Am 21 . kam dann die Räumungsklage angeflattert .
Hier einige Auszüge :
IIDie Beklagten baben aus der Wohnung eine Das einzige , was.uns von den bundesweit gejg-
kommunistische Werbezentrale gemacht ••• gejagten Terroristen unterscheidet , kann nur
•• Ende August 1977 haben s i e von ihrem Balkon sein , daß wir unsere Miete fast nie pünktlich
aus an die Dachrinne ein Bettlaken befest ~ gt , zahlen .
auf welchem eine kommunistische Parole stand . Nebenbei sei erwQhnt , daß unser wert er Vermie -
.•• Weitere kommunistische Parolen haben die ter sich seine Beweise mit der Kamera holte ,
Beklagten an den Fenstern der Wohnur-g xB an als keiner in der Wohnung war,und daß er selbst
gebracht . 1! die Tür seit der Razzia verschliesst .
Wir habenein BettlakeJ mit der Forderung: Die Inhalte der Punkte und ihre Deutung sind
klar . Nan wird jetzt versuchen,Leuten,die
SoLida,ität mit de" GefQl/!~"'. andere Lebensformen und auch nicht

im HUlf5e1'streik 11 die gän glge


" M"
elnung vertre~enndie ~xis -
tenzgrundlage zu entziehen, erst d"le WOhnung,
weg mit der re",icltftmjsltalf: als nächstes vielleicht die

auf ' m Balkon aufgehe.ngt . Auf einem Fenster" ~~


steht außerdem KKW-Nee . Abgesehen davon daß ~~
das KKW - Nee noch von unserem Vormieter stammt , ~~
und damals ohne weiteres hingenommen wurde ,
stehen wir n ~ ch wie vor hinter den Forderungen
und haben ~ichts weiter getan als unsere Mei-
nung geäußert .

" Der Kläger wurde durch die Durchsuchung


in Mitleidenschaft gezoge n , obwohl er, wie
er auch der Kripo mitteilte, alles machen
werde, damit die kommunistische Werbung in
seinem Hause beendet wird ~ " Z/Jsamm,,,ü1unS ZU
" •.. haben fast jeden Tag Eesuch von anderen
jungen Männern im gleiChen Alter •••• Sie er-
;"tet'Qit/ltnsla"/5m G"uppm I

schienen Häufig erst gegen Mitternacht und Vo" mindestens u,,/J''J'''Jlrt~r


verlassen am anderen Mor gen die Wohnung •.•
.. daß die Wohnung ganz notdürftig ausgest - IIl'rraltt 1
attet ist . 1I • • • nund in 2 Zimmern sich nur We~ ",,,'1 de,. lt'OJ",i.fll1JJ/il1f1 J
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daraufhin nahmen sie von al l en anwesenden
der n acht v :m mit t-
ÜJ die personal ien auf und begannen mit der
woch auf donnerst ag , f uhr e in fah r zeug durchsuchung der einzelnen räume. es wur-
al.lf der a l be r t - scb we itze r_ str ., geri e t de wieder al l es durchsucht und rumgewUhlt~
infolge des regend ins schleud~rn und sachen mitgenommen, wie info-hefte, foto- ~
koll idierte mit einem Z;UID pctr·~_en abge - kop i en von zeitungsausschnitten . die als
stellten wagen . Der Fahr er setzte 5e1- flugschriften ohne 1l!lpressum bez{~ichnet
n e~ weg ~ ~ . fuß 'fort. Ein~n hal ben Tag wurden, bücher usw . . . • ein priva ~ br i ef,
später welde~e sich der f ahrer bei den de r t rotz einspruch nicht versiegelt wurde.
bull en . Seltsamerweise waren noch keine die flicks wie s en immer daraufhi~, sie
weiteren ermittlungen eingeleitet , was wüß ten, was s ie dürften und was nicht.
in solchen fällen doch ziemlich schnell fahrzeuge auf dem hof wurden auch kontrol-
in angriff genommen wird. Aucb eine be- l iertt und durc hsucht.nach der beendigung
nachrichtigung des halters blieb aus . der hausdurchsuchung wurden von uns
Nach längerem warten traf der zustän- mitgenommen, zwecks e.d.-behandlung und
dige tschelloveck ein und bat den war- verhört mit der begründung:
tenden zu einem protokol-rendevous . s oll die fahrzeughalterin des unfall-
l~ ach der aufnahem der gE chehnisse , er- wagens und andere, weil er hauptmieter
k undigte sich der fahrer nach dem ver - des hauses sein sol l und somit verant-
bleib des fahrzeuges . ~f sei an einer wortlich für a l les ist, was passiert ist.
tankstelle und man könne es dort abho - interessant an der ganzen geschichte i s t:
l en. Der fahrer und sein begleiter die flicks kamen zwei tage nach dem unf a ll
f uhr en zu der be-sagten t, nkstelle und mit dem durchsuchungsbefehl, der sich i n
wollten den schrott besi(~tigen . Der der hau ptsache auf die auffindung des
tankwart mein te , dai f ahrzeug ist von flüchtigen fahrers stützt, obwohl der s i ch
der kr ipo sichergestellt und dürfte einen tag vorher gemeldet hat und erkenn-
erst nach deren erlaubnis freigegeben ungsdienstlieh behandelt worden ist.
werden . Bei dem darauffolgend~ ­ die fahrzeughalterin war zum unfallzeit-
phonat bekam der t ank~- die antwort , punkt bekannt. da der fahrzeugschein im
(vom protok ol l bull en) daß auco weiter- fahrzeug lag.
hin das auto in kripo - obhut bleibt . sie wurde nicht b~nachrichtigt, noch wur-
Man fuhr zurück zu den pigs und ver- den anstalten gemacht, den fahrer zu f in-
langte eine erklärung . l~ac h einigem bin den. obwohl in solchen sachen die f l icks
und her offenb,_-rte man den 1.eteiligten, i mmer schnell bei der sache sind.
daß im wagen soundso viele flugblätter das fahrzeug wurde beschlagnahmt und
gefunden worden wären und schleppte den du rchsucht. die beschl agnahmung wur de damit
fahrer zur ed- mißhandlung . begr ündet: auffindung von f l ugschriften
Begründung: verdacht auf fahrerflucht . ohne impressum "wer i s t schleyer?"
Nach fotoehen , fingerabdrücken und tats ache ist. daß es s i ch bei den flu g-
dem ganzen pipapo, scrhleppte man ihn schriften um f otokopien von einem ze i tu ngs-
zur vernehmung ins popo- büro . auf die artikel handelt.
warum wurde die halterin nicht benachrich-
frage, was ihm denn vorgeworfen werde ,
erzählte man ihm von de~ flugblätte r n ti g t?
und das d~ese nach form und inhalt der die flicks wol l ten die gelegenheit nutzen.
raf zuzurechnen sind . Aas o § 129a . Man das fahrzeug unbeobachtet zu durchsuchen
zeigte ihm das flugb l att , welche s mit und kriminelle umst ände zu konstruieren
der über schrift "wer ist h .-m- schley er" und dann mit einem hausdurchsuchungsbe -
nichts anderes war a l s ein e fotokopie fehl mal wie der mit recht und ordnu ng die
aUB dem arbeiterk a mp f (de r dies aus ei- prometheusaner zu terroristen zu krimi-
nem buch vo nbernt engelmann entnommen nalis i eren und leute mitzunehmen, um akten
hat t e ) . ' Da aus irgend welchen tech- und com r uter zu füttern und sie iri ihrer
n i schen gründen das.impressum nicht öffentlichkeit s arbeit zu unterdrücke n un d
mi t kop i er t werden konnte , hie l ten die einzuschüc htern.
bul len das mal wieder für eine höchst
k onspir ative angelegenhei~ und sahen
e i nen grund ihrer lieblingsbeschäfti-
gung nachzukommen .


H.. ....Jw.~J,V...9
BJec.l<e",JeJf HO. 11

freitag, in den frUhen morgenstunden wurde


unser und nachbarhöfe von bullen mit ma-
schinen pistolen besetzt.
"hier wird ' s gefährli ch,es kann geschos-
sen werden"
durch solche s achen versuchen die uns im
dorf als gefährliche kriminelle hinzustel-
len.
als die zivilen popos im haus auss chwärm-
ten,wurde uns auf verlangen,ein beschluss
mit verfahren gegen unbekannt vorgelegt.
begrUndung:ein flUchtiger fahrer wird ge-
",llcht,lllllschr,ib'II und. s.",m,l"
lurs ".lhst~
sucht, der mit einem fahrzeug von uns ei- • I
nen unfa l l begangen hat.auf den einwand
von uns, der fahrer habe sich gestern ge-
meldet, wurde gesagt, obwohl er erkennungs-
dienstlich behandelt worden ist und ihm
§ 129a und andere sachen angehängt wor.en
lI"ti- R,preSS;Dns-lnfa
sind . "es ist nicht erwiesen. daß er gefah-
ren 1st".
-1.,-
Die allgemeine Hetzkampagne gegen das auf der polizeiwache:
WILDE HUHN hat sich nun auch in den ein endloses gewa rte und dann ein endloses
Schulen -o emerkbar gemacnt .
Wenn im Un terricht übe r "Terrorismus verhör.ein beamter der pop o A täub er): "sie
i n Deutschland " gesprochen wird, k om- verkehren doch öfters im wil en huhn,
men auch die "Terroristen in Salz- könnte es da nicht sein das sie die fahnen
gitter zur Sprache , in bezug auf die usw." ••• (potenzieller täter) sein lauter-
werden und s eine i mmer frecher werdenen
Parol en an den Wänden und das Wilde fragen be'antwortete ich mit einem protest,
Huhn . der im protokoll festgehalten wurde. ich
Be ispielhaft dafür sind einige Be- verweigerte j edwehige unterschrift. dann
merkungen e ines Lehrer s im Gemein- WU r de ic h in sz-lebenstedt ed-mißhandelt.
8chaftsunterr i cbt ich sagte immer wi eder, daß ich n i chts ge-
schaftskundeunterr icht, Gymnasium am tan hätte, und keine lust habe für immer
Fredenberg . und ewig in der verbrecberkartei zu sein.
Im ungefähr en Wortlaut : ic h drehte denn kopf weg und machte die
"Ich möchte Sie über die Gruppenst r uk - augen zu, worauf mich ein beamter(kom
tur des Wilden Huhns informieren , dam i t ateinbers) mit tritten und schlägen-De_
Sie nicht zufä llig da hineingeraten . arbe~tete. durch einen seiner tritte
Die I nfor mation habe ich aus dem prallte ich mit der stirn gegen die wand,
Publ ikationsorgan (geme int ist das wobei ich eine drei cm lange platzwunde am
Wilde Huhn Info) bezogen . kop~ davontrug, die wie Sau blutete.
Nur wenige wissen , daß im Beirat des
"Wilden Huhns" der Bandenchef
Croissant sitzt . Zu Beginn war sein plötzlich wurden die beamten freundlicher.
Ziel die Re sozial isierung von Straf- sie wurden aufdringlicher und boten mir an
gef angenen in die Gesell schaft . mich nach hause zu fahren (gegen meinen willen)1
In bezug auf den heute Inhaftier ten ich habe mich verdrückt!Sie holten mich vor
Rechtsanwal t Croissant, wird dieser dem wilden huhn ein, una haben mich nach hause
soziale Deckmantel der Strafgefange n en gefahren(sollt • • ohl keiner meine pltzwunde
arbeit unglaubwürdig . Besonde~s Ge- sehen)
f angene sind für Terroranschlage em-
pfängl ich , da sie ~ n~ eine mang~l n de
Für sor ge vom Staat bezLehen . Es leegt
vie l maehr n ahe daß sich das Wilde Huhn
durch diese Arbeit eine Rekrutierungs-
grup~e für neue Terroran~chl~ge he r an-
züch en wi l l a Di e Leut e Lm W~lden Huhn
woll n ver s uchen euch auf mehrer Arten
abhängig zu machen , indem sie euch zum
Beisp~e l eine P ille ins ~olagl~s .
sch melßen . Das ist gar n~cht lacher lLch
sondern all e s schon vo r gekommen . 11
pleses lI"ti-l(epress;ans- Info
;st
StllA-+!,'eL- v ...o,cI"'t' ~ Tro....,. ", ...,I
;1..('. Fo1se"
Allto gtwidm"t l
dienstag, den 25.10.1977
schleyer ist tod und wird zu grabe getragen.
staatsakt ,trauer ,die fahnen auf halbmast.
dia auch dann noch Solidaritäf
-auf halbmast? nein an unserer schule waren
si. in der 'ten std. oben. ich dachte,das
muß ich mir aus der nähe ansehen. ( da stimmt
üben
Jch etwas nicht,nur zwei fahnen auf vollma~
eine unten?) stehe an den fabnenmasten,fahre
herum als ich hinter mir die eäuselde stimme
ln:J den aufrichten balg ttprObtn.
unser~s hausmeisters vernehm~,der mic~ in
nicht mehr zulässiger phoDstarke anbrullt.
·soll stehen bleiben".tue ich aber nicht.
Wlnn Solidarität lUnehmlnd
soll zum direktor,sagte der hausmeiste:.
der kennt mich doch schon, antwortete 1ch.
dann in der fünften std.(die fahnen runt er- kriminalisiert
gezogen und in der vierten std. wieder oben).
eine durchsage: ich soll ins rektorat komm.
dort befinden sich 2 beamte der politischen
und das erlernen
du ouf~hn "onges
polizei (popo). ich sollte mitkommen, weil
der hausmeister gesehen haben will, wie ich
die fahnen hochgezogen habe. ich sagte, das

"bUlS~föh..lich wird
jch die dinger nicht hochgezogen habe, und
er solle sich gefälligst eine brille an-
schaffen.

P.P.lllhl

-22-
- - - --
t
W"e wir yerslJ.chen,,/I~ch KaLkar rlJ. {altrefl
t
am 24 . 9. 1977 versuchen wir , ca. 250 l eute auS
salzgitter, braunschweig , clausthal und wolfs-
burg, zur demonstration gegen den schnellen
brüter in kalkar, zu fahren. als wir die wolfs-
burger in braunschweig trafen, waren die schon
mehrmals gefilzt worden, und die polizei hatte
ihnen halstücher,taschentücher , zitronensaft , bor_
wasser,helme,verbandszeug,schutzbrillen sowie
essen und trinken abgenommen. am ortsausgang
von braunschweig kann dann die nächste kontrolle.
der konvoi wurde auseinand rgerissen . die busse wir wurden noch dreimal gefilzt. nach 16 std.
und pkw's wurden durchwühl ,teilweise personalien fahrt kamen wir um 15.00 uhr in kalkar an . ca
festgestellt. beschlagnabn wurden 4 alte stahl- 10.000 (allein 3 . 000 aus ahmburg) akw-gegner
helme,verbandskästen , werkz ug und reservekanister haben es nicht bis nach kalkar geschafft .
von pkw'~;außerde~ eine kl ine hOlzsäge(ca. 4 cm teils weil sie nicht durchgelassen wurden ,
lang ) , dl.e zwei ,Dl.tgenommel. hatte n, um unsere ihre busse einfach stillgelegt wurden , teils
t r ansparentenstange nötigel falls auf die er- weil die fahrer ihre lenkzeit überschritten
laubte länge von 1,50 m kÜI zen zu können. hatten oder es einfach zu spät war . es war
erklärtermaßen das ziel der polizei , durch
ca. 1 1/2 std. durften wir weiterfahren . diese methoden die demonstration schon im
dann lauenau: vollsperrung der autobahn, als ansatz zu zerschlagen und Uns so klamm-
baustell e getarnt, wir werden auf einen park- heimlich das demonstrationsrecht zu entziehen .
platz geleitet, 2 schützenpanzer an der auS-
fahrt , gefangenentransporter , mannschaftswagen, trotzdem haben ca. 50.000 akw-gegner eine
lastwagen zum abtransport der leute, 400-500 prachtvolle demonstration auf der wiese des
freunde und helfer , maschinenpistolen im anschlag, bauern maaB durchgeführt .
knuppel, schwere lederstiefei .

es kam wieder das übliche, wir wurden nochmal liEG MIT Dm MORDERISCHIlM ATOMl'ROGRAMMI
gründlich durchsucht, alle helme wurden uns SCHLUßMIT DEN BURr.F.RKRIEGSMANÖVERN VON
weggenommen . in einem bus gab es verletzte
durch' den einsatz der chemischen keulej auch POLIZEI UND BUNDESGRENZSCHUTZI
sonst waren die freunde und helfer nicht .
zimperlich. nach 3 1/2 std. konntenwir weiter- VON AKIi- GEGNERNI
fahren. die busse auS berlin durften nicht
weiterfahren, weil die fahrer mittlerweile
ihre lenkzeit überschritten hatten.
Jetzt freie fahrt nach kalkar?
deDkstel

konnten.Eine Diskussion setzte


Im Zusammenhang mit den Repression~n vorgeworfen wurde,wir wären
in Salzgitter steht auch ein Vorfall,den wir törer und außerdem seien wir sowieso vom
am 1 ..Mai 1977 im Gewerkschaftshaus in ~'lL"gl,t (was absolut nicht stimmt)und mit solchen
Lebenatedt erlebten.Wir,die Mitglieder des
beitskreis gegen Kernenergie,hatten zum 1
ein Flugblatt geschrieben,in dem wir die
tung der Gewerkschaften zum Ke,rn,en,er'2ie<~o- ,
blem kritisierten . Das Flugblatt hatte die
schrift:"Zum Thema Kernenergie - Was sagen
Gewerkschaften-Vlas sagen wir dazu" ?Diese
blätter wollten wir am Abend des 1 .Mai auf
Gewerkschaftsfete verteilen . Dazu sind Nachdem sie dann androhten,die Fete unseret-
ca.10Leuten losgezogen. Am Anfang ging das wege~ platzen zu lassen, haben wir es vorge-
teilen noch glatt Uber die BUhne.PlötzlLich ' zogen . den S1I.<I1 7.U verlARsen.FRktisch hl'lben
aber kamen einige Jugendliche,die sich als
ner der Gewerkschaft ausgaben , und forderten
,.
P-
hier also Gewerkschaftsfunktionäre die Auf-
gabe von Bullen Ubernommen.Wir haben einige
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uns auf ,das Verteilen der Flugblätter im Saal .,'" '" ~


Tage nach diesem Vorfall die betreffenden
und 1m. Vorraum einzustellen.• Als wir ihnen sag- H
"
'" g '"m
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~werkschaftsmitglieder nochmals aufgefordert,

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te~,daß wir das nicht einsehen und daß wir wohJ sich mit UDS über die Sache zu unterhalten, je -
'1 ~
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noch kritische Flugblätter . auch wenn sich ihr ~ rl .... ,..h 1Flt zum hl"t.rAffenden Tprmin niemand von
H
Inhalt mit der Gewerkschaft auseinandersetzt, Z
Z
H ~ ihnen erschienen .Wir fordern an dieser Stelle
verteilen könnten,wollten sie uns mit Gewalt '"'" '" ~ nochmals alle demokratischen Gewerkschaftler
~
~
I ~

'" "' >"m auf , sich mit uns zuoammen · zu. setzten , und die
aus dem Saal heraus drängen.Mittlerweile wa-
r8n aber so viele Leute auf uns aufmerksam ge - ~ ' " m .
~

~, ~
bestehenden Probleme gemeinsam zu diskutieren .
'" ~
~

-21-
GedenkeQ._an.
Opfer des
'terrorismus

"'O\\""eme\"se\\att..
\e'\I 'tettot\$\l\ltl8S'-
'1\\\\ ,et\\te\\e\ le\"e!
.. se\\teele"~ \las '
,allef\\\\8\'S \s\ \1\1:\\\
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l'iarrer habe" s\.ch


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