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Septarber lt6!
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nten
der Strclße
(
Den Uberkopfloder KT 50
UK, der i n vi el e Lönder
exportiert wird, zeigt dos
Titelbild der Oktober-Aus-
gobe.
Testbericht
,,Ponnonio
über di e neue
de Lure" 1960
TV-Empf önger hi er und do.
Eine internotionole Za-
sommenstellung modernel
Fernsehempfönger.
Unterwegs ouf Rügen.
Lond und Leut e i m
nördlichsten Zipfel unserer
Republik.
Kroftwerke
noch
dem
Boukostensystem
Welüe Kenntnisse brouc{rt
der Fodrorbeiter Yon morgen ?
Der Direktor des Deubdren Instituts für Berufs-
ousbi l dung, Hei nr i ch Less, onwor t et e:
Auffassung, mit der alten acfitklassigen Sctrulbildung
könne man zukünftig in der Produktion bestehen.
In der fachlichen Ausbildung werden wir in allen
Berufen, in denen es möglich ist, im 1. Lehrjahr eine
breite, möglictrst für mehrere Berufe gemeinsaFne
Crundausbildung durchftihren, In dieser breiten
Crundausbildung erwirbt sictr der Jugendliche die
tedrnisdren, ökonomisdten und naturwissensdraft-
lidren Grundlagen einer Gruppe von verwandten Be-
rufen. Er ist dadurctr für sein späteres Leben gut ge-
rtistet, die Entwidrlung dieser ganzen Gruppe von Be-
rufen mitzugestalten. Er ist audr in diesem Bereidr
leicht umsetzbar.
Im 2. Lehrjahr wird eine spezielle Ausbildung durch-
geführt, in welcher der Lehrling mit den speziellen
fortgeschrittensten Arbeitsverfahren und Produktions-
methoden auf dem Arbeitsgebiet seines Berufes ver-
traut gemacht wird, In
.der
Berufsausbildung werden
die modernsten Maschinen und Geräte umfassend be-
handelt, neue Arbeitsmethoden gründlich gelehrt
und
dadurch die Jugendlichen befähigt, audr mit der tectr-
nischen Entwicklung Schritt zu halten und Erzeugnisse
herzustellen, die in ihren Eigenschaften und Leistun-
gen Weltniveau haben,
Heute schon ist in den Lehrplänen der Berufsausbil-
dung vorgescfrrieben, daß die Lehrlinge mit den
Grundlagen rder Automatisierung vertraut gemacht
werden, also mit
jenen
Fragen, die in ihrer zukünfti-
gen
Tätigkeit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten
eine große Rolle spielen werden.
Diese neue moderne Berufsausbildung ist eine all-
gemeine,
die allen Jugendlichen die' Möglictrkeit der
Entfaltung ihrer Krälte biete' t.' Es wird hidrt,
wie in den kapitalistisctrerl Ländern. eine
kleine Schidrt von Managern die
' Produktion
be-
stimmen, sondern die hoctrgebildeten sozialistischen
F4dtafbeiffr"werdgn sich entscheidend an der weiteren
Entwickluhg dpr
Tedtoik
beteiligen.
Frage: Herr Less, ob 1. September 7959 wurden an
einigen Betriebsberuf sschulen unserer nepublik Abltur-
Frage: Entspricht ctie Berulsausbildung unEerer
Jugendllchen ilen Anforilerungen iler sich stllrmlsch
entuickelnden T e chnlk?
Antwort: Es ist verhältnismäßig einfach, das \tissen
und Können zu bestimmen, das die
jungen
Factr-
arbeiter, die heute ihre Berufsausbildung beginnen,
beim Lehrabsdrluß besitzen müssen. Aus dem
Siebenjahrplan lassen sich an Hand von Berufs-
analysen die Anforderungen in den einzelnen Berufen
ableiten. Sie werden in den Berufsbildern festgelegt
und in den Lehrplänen fi.ir die Ausbildung vor-
geschrieben.
Viel sdrwieriger ist es, die Anforderungen zu er-
kennen, die an dieselben Mensdren 5, l0 oder
20 Jahre nach ihrer Berufsausbildung zu stellen sind.
In der Berufsausbildung von heute milssen sie
jedoctl
schon auf ihre Tätigkeit im Jahre 1980, im Jahre
20ül vorbereitet werden. Sie müssen so ausgebildet
werden, daß sie später audr die heute noctr nicht voll
erkennbaren Anforderungen erfüllen können.
Die Klassiker des Marxismus-Leninismus haben die
Notwendigkeit einer solchen Bildung, einer polytech-
nischen Bildung, vorausgesagt. Unabhängig von einem
eng begrenzten Beruf soll der Facharbeiter in der
sozialistisdren Produktion vielseitig einsetzbar sein.
Diese Fadrarbeiter werden das Niveau von Technikern
und Ingenieuren haben. Der wesentliche Unterschied
zwischen geistiger und körperlicher Arbeit wird durch
die weitere Mechanisierung und Automatisierung,
durdr die Entwicklung von Technik und Wissenschaft
und ihre Anwendung in der Produktion, insbesondere
abör durch die sozialistisdle Arbeitsorganisation be-
seitigt werden. Neulich las ich die Formulierung: Der
Facharbeiter wird nicht mehr so schwarze und der
Ingenieur nicht mehr so weiße Hände haben.
Je höher die Allgemeinbildung, besonders in den
naturwissenschaftlichen Fächern, je
umfangreicher die
Berufsausbildung ist, desto besser werden die Lehr-
linge den Anforderungen der sich stürmisctl ent-
wickelnden Technik entsprechen können. Es ist daher
völlig falsch, zu glauben, mit der Einführung der zehn-
klassigen allgemeinbildenden polytechnischen
Ober-
schule könne die Berufsausbildung verkürzt werden.
Die heute auf 2 Jahre festgesetzte Lehrzeit wird bald
auf 3 Jahre erhöht werden müssen. Noch irriger ist die
kldssen eingeüchtet, Welche Beileutung habefl illese
Klassen und weldte Voraussetzungen slnd
lür
ilte
Aufnahme der Jugendlidten in ilie Abiturktassen not-
wendi g?
Antwort: Die Anforderungen an den zukünftigen Fach-
arbeiter in dbr sozialistischen Gesellsdraft können äm
besten von den Absolventen der Klassen ..Betufs-
ausbildung und Abitur" erfüllt werden. Wenn die
Facharbeiter dds Niveau von Ingenieuren und Tech-
nikern haben sollen, muß ihre allgemein-technische
Bildung und Erziehung äuch der eines Ingenieurs und
Technikers entsprechen.
1965 werden bereits 20% aller Absolventen der Ober-
schule diesen Bildungsweg gehen,
und wieviel werden
es l9?0. 1980 sein? Die Antwort findet
jeder
lelcht
selbst. Dieser Weg wird in Kürze der Hauptweg zum
Studium an Universitäten und Hochschulen sein.
Voraussetzung für die Aufnahme in diese Klassen ist
der Abschluß der zehriklassigen allgemeinbildenden
polytechnischen
Oberschule mit guten und sehr guten
Ergebnissen. Die Jugendlicherl sollen vor allem gute
Kenntnisse in den naturwissensbhaftlichen Fäc*rern
nachweisen können, gute Leistungen beim Unterriclrts:
tag in der sozialistischen Produktion erreicht und
Interesse für die von ihnen gewählte Fachrichtung
haben.
Die Kinder von Produktionsaibeitern und' Genossen-
schaftsbauern, der Intelligenz und, der Eltern, die sich
besondere Verdienste erwoiben. haben, sollen bevor-
zugt in diese Klassen aufgenommen werden.
Nach einer dreijährigen Ausbildung werden Fach*
arbeiterprüfung und Abitul abgelegt, Das Abitur
berechtigt zum Studiüm an allen Hochsclrulen und
Universitäten unserer Republik. Es ist
jedoch
anzu-
nehmen, daß der größte Teil der Absolventen öin
Studium in einer dern Lehrberuf naheliegenden Fnch-
richtung aufnehmen wird.
Frage: Warun w,ri| itie Ausbildung der Lehrlinge
gegenwärtig
uerstörkt in der sozialistischen Ptoduk-
tion durchgeführt?'
Antuort: Das sozialistische Bewußtsein unserer
jungen
Facharbeiter wird nicht in einem Treibhaus, isoliert
vom stürmisdren Kampf der Werktätigen um die
Erfüllung der Pläne, geformt. Mit der modernen
Tedtnologie können sie nur dort vertraut werdeh, wo
sie tatsächlich angewandt wird. Die Erziehung zu
klassenbewußten Arbeitern kaqn am besten von den
klassenbewußten Arbeitern selbst beeinflußt werden.
Die Möglichkeit, die Lehrlinge zur sozialistisctren
Arbeitsmoral zu erziehen, ist in der Produktion besser
gegeben als anderswo.
In den Brigaden der sozialistischen Arbeit ist die
gegenseitige
Hilfe und die gegenseitige
Erziehung ztr
einer Wesenserscheinung geworden.
Diese Brigaden
haben mit dem Betrieb Verträge abgesctrlossen, in
denen sie Verpflidttungen eingehen tiber die Erfüllung
der Planauflage, wie sich die Brigademitglieder eine
höhere beruflich-technisctre, politische
und külturelle
Qualiflkation anzueignen gedenken
und wie sie das
sozialistisctre Leben, die persönliche
Beziehung zuein-
ander innerhalb und außerhalb des Betriebes, gestalten
wollen.
.
In diesen Formen der sozialistischen Arbeit, des sozla-
.listischen
Lernens und des soziali$tisehen Lebons wer-
den die Lehrlinge einbezogen, denn diese kollektlv€
Erziehung ist wertvoller und wirksamer dls
jedeEinzel-
erziehung. Lehrlinge, die in einem solchen Kollekfiv
miterzogen werden, stehen, wenn sie die Berufsaus-
bildung beendet haben, nidrt vdr neuen Problemen, die
sie selber nicht .lösen
können, sondern sind bereits
vollwertlge Mitglieder dieser Brigaden.
2
Das können die Lehrlinge selbst am besten ausdrücken.
So schreibt z. B. der UniversalfräserlehrlinE Rolf-
Peter Lange aus der Betriebsberufsxhi.lle
,,Philipp
MüUer., im Industriewerk Ludwigs{elde:
,,E6
ist auf
jeden
Fall zu begrüßen, daß uns die Möglichkelt gege-
ben wird, noch während der Lehrzeit in der Produktion
Erfahrungerr zu sammeln und Kontakt mit den Ar-
beitern zu bekommen. Uns wird dadurctr ein Beginn
als Facharbeiter erleichtert, und wir sind ln der Lage,
da wir mit den Produktionsverhältnissen vertraut
sind, uns gleich voll an der Produktion zu beteiligen.,,
Wie ernst die Meinungen der Arbeiter g€nommen
wer-
den, beweist die Darstellung eines
Triebwerkmecha-
nikerlehrlings:
,,Besteht
ein guter
Kontakt zwischen
Arbeiter und Lehrling, so wird auch tiber politische
urid gesellschaftliche Probleme diskutiert. So erzählte
mir ein Cenosse aus,seinem Leben und über die Be-
deutung der
jungen
Luftfahrtindustrie unserer Repu-
blik. Er wies mir nach, daß mein Entschluß, hach der
Lehre in die Nationale Volksarmee eirtzutreten, richtig
i st . "
Diese Bildungs- und Erziehungsarbeit gemeiniam
mit
der Arbeiterklasse witd für die sozialistische Berufs-
ausbildung typisch werden, weil hierdurch die Ver-
mittlung des höchstmöglichen Wissens und Könnens
für die Lehrlinge gewährleistet wird und sie dadurch
gleichzeitig
in das Produktionskollektiv hineinwachsen.
Frage: Wie lcann die Zeitschrift
,,Jugend,
und. Technik"
di e berul l i che Ausbi l d, ung unt erst üt zen?
Anhuort: Die Zeitschrift
,,Jugend
und Technik" gibt
schon
jetzt
ihren Lesern eine große
Unterstützung für
ihre berufliche
Qualifizierung,
Das ist kein Wunder,
arbeiten doch in der Redaktion ein großer
Anteil von
Berufspädagogen und Diplom-Gewerbelehrern mit.
Durch die Veröfrentlichung der neuesten technischen
Errungenschaften, Konstruktionen und Arbeitsverfah-
ren wird die berufiidr-polytechnische Allgemein-
bildung weitergeführt urid verbessert, indern aus allen
Bereichen der Technik die aktuellsten Probleme ln ver.
ständlicher und interessanter Form anlegend dar-
gestellt
werden. Die Abschnitte
,,Jugend
und Technik
berichtet aus aller Welt" oder
,,Für den Bastelfreund"
können von den Jugendlichen selbst, aber auch von
den Lehrmeistern und Berufsschullehrern ftir ihre
Arbeit ausgewertet werden.
Für die Zukunft könnte die Zeitschrift
,,Jugend
und
Technik" noch mehr zur Unterstützung der Jugend-
lichen bei der Berufswahl wirksam werden, indem sie
berufsorientierende Artlkel bringt, d. h. über die Be-
deutung und die Arbeitsbereiche neuer und ftir die
Volkswirtschaft besonders wichtiger Berufe, wie z. B.
eine Beschreibung des neuen Börufes
,,Meß-
und Re-
gelungsmechaniker",
ein Beruf, der durch die Entwlck-
lung d€r Technik notwendig geworden ist. Dieser
Beruf bietet den Jugendlichen eine
große Entwick-
lungsperspektive ünd umfaßt einen außefordentlich
technisch-interessanten Arbeitsbereich, Die Zeitschrift
könnte einzelne Themen aus den Lehrplänen der Be-
rufsausbildung aufgreifen und in der ihr eigenen Art
den dazugehörigen tedtnisch-wissenschafilichen Inhalt
darstellen, auf die Wirkungsprinzipien hinweisen und
die Anwendung naturwissenschaftlicher Gesetze auf-
zeigen. Es ist auch zu empfehlen, nodr stärker aul die
Erziehung zur
Qualitätsarbeit,
zur sozialistischen
Arbeitskultur beizutragen.
Auch der Selbstbau vOn Lehrmitteln könnte durch di-e
Zeitschrift gefördert werden. Dann wird die Zeltschrift
nodr mehr von den Lehrkräften der Berufsausbildung
äls Mattlrial für ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit
benutzt werden.
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und lhr.n ?r€9rr.
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H.lmüt uürd. rot. Forträrlttliö g ..
r or di al r a, r ar r r el dcnn bl r her
nldrtl
Schlechtes Yorblld
An
ienem
?ag mußte er unwillkürlich immer wieder
an diesen Zuruf denken. Was ist eigentlich los mit
uns, tiberlegte er. Tatsächlich, wir lassen uns in
letzter Zeit recht treiben. Unsere Reparaturnormen
erftlllen wir
Ja
nicht schlecht. Dafilr verdienen wir
glänzend,
und darum geht es uns wohl auch in
erster Linie. Aber wir sind doch eine Jugendbrigade,
wir müßten in allem Vorbild sein.
Am nächsten Tag nahm Helmut selne Jungen zu-
sammen.
,,Wie wlr uns gestern
benommen haben.., sagte er,
,,das
war beschämend. Habt ihr eigentlich einmal
darüber nachgedacht, warum heiner die Fahne
tragen wollte?"
,,Wir
hatten doe:l. so oft negativ diskutiert,., gab
elner
ehrlich zu,
,,und
nun auf einmal mit der Fahn'e
vorn
-
wa6 mußte man da von uns denken!,.
,,Und
warum haben wir oft negativ dlskutieit?,, fuhr
Helmut fort,
,,Weil
wlr uns ln letzter Zeit überrhaupt
nicht mehr mit TaEesfragen befaßt haben. Wir sehen
die Zusammenhänge nicht. Dle Schulung haben wir
einschlafen lassen. Wir nehmen nicht mehr mit dem
Herzen an der Entwicklung unseres Betriebes teil.
Wann haben wir den letzten Verbesserungsvorschlag
Stöndlg lonml dlr irporcturbrlgodr Hoüenbroldrr ru lrlgodc.
brrotungcn ruroftnan. Hlrr rrrCra rychl dh uldrtlgrtatr ?ro.
duttlonr.utgob.n olr ouö clturllo
.pollflrdrr
Frogrn lrrnrltn.
einSereicht? Wir wollen sozialistisch arbeiten
-
das
heißt aber zuerst, sich klar darilber zu werden, daß
jede gewonnene
Stunde, jede
elngespart€ Mark
.unser
tr'riedenslager stärkt.,.
Nachdenklich hörten'die 10 Schlosser und Schweißar
.zu.
Einige nickten. Sle gingen
an diesem Tag nicht
so sehnell auseinandef, Dle meisten von ihnen
nahmen sich damals ganz
fest vor: Ja, es rnuß anders
werden mit uns. . .
Ein halbes Jahr später hatte die Brigade wiedef die
Wanderfahne erhalten und außerdem als €rste
Brigade des Bunawerkes den Ehrentitel
,,Brigade
der
sozialistischen Arbeit". Diesmal L stritt€n sie sich
beinah darum, wer die Fahne bei'der Demonstration
zu Ehren des 10. Jahrestages dei Republik tragen
durfte,
Allred welß Bescheld
Ende Juni 1960. V/ir sind auf dem lltreg zu dieser
Brlgade. Das große Jugendtor liegt hinter uns. Bald
taucht rechter Hand die Reparaturwerkstatt auf, in
\
der dle Brigademitglieder arbeiten. Aber es sind nur
einige von ihnen da.
,,Die
andern sind irgendwo i;1 Betrieb", antwortet
uns einer der
jungen
Kollegdn,
,,auch
Helmut."
,,Und
könntest du uns helfen, ihn zu finden?" bitten
wir,
Alfred Banas iegt das Werkzeug
weg, und wir treten wieder ins
Freie.
So weit. das Auge sc*rauen kann, ist
das Gelände ein einziger Bauplatz.
Dsbei ist das nodr nictrt einmal der
Bau der Jugend, die größte Karbid-
fabrik der lVelt, sondern
,,nur"
das
Objekt,,Blausäure und Acrylnitril".
,,Vor
drei Jahren begann der Aufbau
dieses Betriebsteiles", beridrtet uns
Alfred.
,,Und
seitdem lst unsere
Jugendbrigade audr dabei. Seht ihr
dort die Blausäurefabrik? Ste
ging
gerade vor ein paar Monaten in
Betrieb. Sie produziert jetzt
bereits
viermal soviel Blausäure wie die
alte Anlage. Und bald wird es noctr
viel mehr sein.' l
Wir steigen tiber Qleise. ,,Gehört
aue! diese Fabrik zu eurem Arbeits-
bereich?" mödlten wir wlssen und
zeigen auf einen ebenfalls neuen
1üerkteil.
,,Natürlictr",
bestätigt Alfred stolz.
,;Das
ist dodr unsere Acrylnitril-
fabrih, der einzige Betrieb dieser
Art in der DDR. In Wolfen wird
ja
das bekannte Wolcrylon daraus produziert.
Wir
sdricken schon
jetzt jeden
Monat einige hundert
Tonnen Acrylnitril dorthin. 1965 wird ee zwölfmal so-
viel sein."
So erzählt Alfred noch eine ganze Menge über seinen
Betrieb. Mit wenigen Worten hat er fachkundig die
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Sdrlölrrdrrl In| luno-W.it.
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lcllcidrt trcflcn wir Bodo, sogt. Al.
f.od Bondr, oll wlr durdr dan Arbaitt.
borcich d.r Komplcrbrlgodc wsndcrlcn.
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gonr clnloö. Und dorn bGgagn.tsn wlr
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trlcbsrölosrercicn und grlindetc doil .inc
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waitar oul dcr Abcndsdrulc d.t Bllri.bcs
in .in.m draijöhrigcn Tcdrnikcrlchrgang.
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ols Tcdrniker bcim Aulbcu der Jugcnd'
objettar, d.r grö8ten Korbidlokrib der Wclt,
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Aufgobcn, di e on i hn hc?ongatrogcn wur-
den, übcrnohm dr ohnc Vorb.hqltc und
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In dcn naucn Fobri tcn Acrtl ül ki l und Bl ou'
aöurc wurdc cin tcöniröcr 3.trl.b3l.itGr
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Tog on ondars, Al r wi r Pfi ngrten dtei Tqga
.
mi t dar gsnrGn Eri godc und unsorcn Angc-
hörigen im Zittoucr Gcblrgc worcn, hobcn
wir so riötig g.rrt.rlt, wqr für fclne Krrlc
der Bodo und sci nc Frcu ti nd,'
Dor oko |rt Bodo Bcdcr, dcr clnfocha
llossonbewu8tc Arbeitar, der mit r.in.r
Brigodr euf coriolirlisöe Ad
qrb.it
t, lcbt
und l.rnl. t. s.
ganze komplizierte Gewinnung der Blausäure und
ihre Verwendung bei der Herstellung des Acrylnitril
geschildert.
,,Bist
du Chemlefacharbeiter,., erkundigen wir uns,
,,Nein,
noch nicht. Ich habe hier im Betrieb gelernt
und bin Schweißer. Aber wir, das heißt alle Schlos-
ser und Schweißer unserer Jugendbrigade, strebin
so etwas wie einen neuen Beruf an. \üir haben ihn
vorläufig Chemiesdrlosser oder
-sctrweißer
genannt.r(
Prorluktion unil Technlk
-
ein Ztel
In diesem Augenblick entdecken wir Helmut
Had<enbroich zusammen mit dem Anlagenfahrer
Gerhard Hirsch. tilir begrüßen uns und erfahren
.dann mehr darüber,' wie die Brigade zum Vorbild
ftir alle 18 000 Bunawerker wurde.
Früher gab
es in diesem Betriebsteil zwei Brigaden:
die Produktlonsbrigade, die aus 54 Kollegen bestand
und in drei Schichten arbeitet, und die Reparatur-
brigade
,,Friedrich Engels,,, die für die technische
Betreuung aller Anlagen verantworüich ist. Im
Januar dieses Jahres sclrlossen sich di€se beiden
Brigaden zu einer großen
Komplexbrlgade zrr-
sammen. Der
.Verdienst
der Schlosser und Schweißer
hängt nicht nur von den
geleisteten
Reparaturen ab,
sondern wle bei den anderen Kollegen von der
Produktionserf üllung.
Welchen Vorteil das hat? Der wichtigste besteht
wohl darln, daß sowohl die Anlagenfahrer als auen
die Reparaturarbeiter die Stillstandszeiten erheblich
senken und die Arbeitszeit besser nutzen können als
vorher. Die Reparaturgruppe führt nach wie vor
viele vorbereitenden Arbeiten in der Werkstatt aus.
Muß aber ein größeres
Ag$egat überholt werden,
so Bpringen auch die daran arbeitenden Anlagen-
fahrer mit ein, dle sich bereits alle für einen zweiten
Beruf qualifiziert
haben und schon seit einiger Zeit
kleinere Reparaturen selbst ausführen können.
Sie waren natürlich auch früher schon bereit, der
Reparaturbrigade zr helfen. Aber die Schlosser
hatten ihre Normen und wollten an der Reparatur
,,verdienen". Jetzt geht
es allein darum, höchste
pro-
duktion zu fahren und Stillstände auf ein Mindest-
maß zu reduzieren.
Nachtschlcht bereltet vor
Jede größere
Reparatur beginnt mit einer gründ-
Iichen Vorbereitung.
,,Wir
von der Nachtschicht nutzen bereits die Zeit.,.
mischt sich der Anlagenfahrer Rudi Hirsch ins Ge-.
spräch.
,,Haben
wir mal eine freie Minute, so
schaffen wir Flansche oder andere Teile herbei.
Früher hätten wir gesagt:
Da machen wir uns die
Hände nicht schmutzig, die Reparaturbrigade be-
kommt das
ja
bezahlt.,,
,,Die
Tagschicht arbeitet dann fleißig mit uns zu-
sammen", setzt Helmut hinzu.
,,Und
wir haben uns
andererseits vorgenommen, uns näher mit der
Arbeit der Anlagenfahrer vertraut z! machen.
Dadurch können wir
ja
die Maschinen noch besser
betreuen und manche Gefahrenquelle fitr eine
Havarie vorher erkennen, Wir wollen tiefer in die
Geheimnisse der Chemie eindringen. Zum Beispiel
haben wir den Gedanken, die korrosionsempfind-
lichen Eisenteile und die kostbaren Kupferteile an
d€n Anlagen bei Reparaturen und Neubauten
,künftig
durch Plaste zu ersetzen. Wir bestellten einen
Dozenten aus Halle, der zu uns darüber sprach, Ahn-
liche Beiträge wollen wir öfter hören. Ehrlich
gesagt,
das haben wir letztens wiedef etwas ver-
nachlässigt. Es hat nicht so recht geklappt.,,
Sehr ernst genommen
haben die
jungen
Kollegen da-
gegen
ihre Verpflichtung, alle das Abzeichen für
iolf lecd.r
-
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drr Acr;lnltrllfobrll.
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Wissen zu erlangen. Neun tragen es
jetzt
in
Silber, zwei in Bronze,
Lernen lelcht gemacht
Ihre Arbeit haben die 11 Jungen rieu organislert, um
sich recht schnell und ohne
.Praduktionsausfall
weiterzuqualifizieren.
Jeder vort lhnen arbeitet im
Turnus von drei Monaten in einer a'nderen Berufs-
gruppe.
Denn sie wollän sich alle in Kürze den
Facharbeiterbrief erwerben und sowohl als Rohr-
schlosser wie auch als Maschinensehlosser oder
Fortsetzung auf Sette
g6
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Foto.: ILOF
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F ' .":
tl*-
*
.
,,"&a
t.t' 7ir
hatten uns vorher die Landkarte
genau an-
lr[/
gesehen und dabei drei Feststellungen treffen
Y V müssen: SuhI ist der kleinste Bezirk unserer
Republik, er hat aber den meisten Wald und die
meisten Berge. Wir waren uns also darüber klar, daQ
unser Wagen manchmal ins Schwitzen kommen
würde, denn serpentinenreiche BergstrecJ<en von 13
und 16 Prozent Steigung, Höhenunterschiede von 400
bis 500 Metern auf kurze Entfernungen sind in diesem
grünen Paradies des vielbesungenen Rennsteigs keine
Seltenheit.
Wenn man bedenkt, daß im ganzen Bezirk Suhl
rund 540 000 Einwohner leben und
jährlich etwa
300 000 Fremde
-
FDGB-Urlauber, Ferienreisende und
Kurgäste
-:
hinzukommen, die eine Vorliebe für'
hohe Fichtenwälder,
glitzernde Waldbäche und den
allabendlichen Musketkater habUn, so könnte man
gläuben, das Gesicht dieses Belirks würde in der
Hauptsache vom Kur- und Frholungswesen bestimmt.
Bis zu einem gewissen Grade trifft diese Feststellung
im Bezirk
SUHL
ni r H. W. LUKA3(Trrrl
und H.l. ECKSlllll (Bildl
auch zu, denn Suhl rangiert im Republikmaßstab,
was die Urlauberbetreuung anbelangt, hinter dem Ost-
seebezirk Rostock än zweiter Stelle.
Und doch täte man falsch daran, diesen waldreichsten
Bezirk unserer Republik nur nacb seinen romantisch-
schönen Außerlichkeitön zu beurteilen, nur seine den
wanderstock schwingenden Urlauber und seine ver-
träumt in TäIer eingebetteten schiefergedeckten
Häuschen zu sehen
-
denn SuhI hat auch Berg- und
Weidelandwirtschaft, Suhl hat auch eine nicht un-
bedeutende Industrie.
Wir hatten auf unserer Fahrt in den südlichsten
Grenzbezirk die Bezirksgrenze noch nicht erreicht, da
kam sie uns auch schon entgegen, die Suhler In.
dustrie, in Person des staatlichen Jagdbeauftragten
Willi Eisenhut aus Pößneck auf einem Simson-Moped,
den zur Bockjagd
präparlertön' Drilling über der
Schulter. ,,Weidmanns
Heil!"
-
Willi Eisenhut fuhr
hinauf zur Krötenpfütze. Auf sein Moped kann er
sich dabei verlassen, das nimmt die Steigung mühelos
-
und sein Drllling, beste Suhler Präzisionsarbeit,
mit dem er wenige Tege zuvor erst wieder eine Wild-
sau erlegtg hat ihn ruch noci nie im Stich gelassen.
,,l[reidmanns Dank!.,
Und dann, wenige Stuhden später, stehen wir in einer
Suhler Waffenwerkstatt, besser gesagt
Büclsen-
madrerei oder, um es ganz präzise
auszudrücken, in
der Büchsenmaclrer-Handwerksgenossensdraft,
wo
Büchsenmac.hermeister Brühl er zählt bereits
62 Jahre und ist seit rt6 Jahren im Fach
-
gerade
die
letzte Kontrolle an einer Selbstspanner-Bock-Doppel-
flinte vornimmt. Neb€n dem Ernst-Thälmann-Werk in
Suhl, das in der Jagd- und Sportgewehrproduktion an
erster Stelle steht, haben sich fast alle Suhler Btichsen-
madrer zu Produktionsgenossenschaften
zusammen-
geschlossen
und üben nun diese so traditions-
verbundene Fertigkeit, Jagdgewehre herzustellen, im
großen
Kollektiv aus, denn an
jedem
Gewehr sind
etwa 12 bis 14 Spezialhandwerker beteiligt.
Natürlich kann man die Bezirksstadt Suhl nicht ver-
lassen, ohne einen Blick ins volkseigene Simson-Werk
geworfen
zu haben. Hier rollen die in der ganzen
Republik beliebten und zuverlässigen Mopeds und
Kleinroller vom Band. Ganz nebenbei erfahren wir,
daß Simson-Suhl sich künftig besonders auf die Her-
stellung des Typs KR-50 mit 4?,6 cm3 und 2.1
pS
kon-
zentrieren wird und seine Produktion auf 120.3
pro-
zent erhöhen will.
Die Fahrt nach \{esten führt uns an hohen. wald-
bestandenen Bergen vorbei, das Haseltal entlang zur
Werra, wo uns Meiningen mit seinem Theater an die
,,Meininger" erinnert, die zur Zeit des Theaterherzogs
Georg II. von M€iningen durch ihre Gastspiele in
Paris, Moskau und Wien berühmt rilurden und sich
vor mehr als 80 Jahren um eine naturwahre Bühnen-
gestaltung.und
die Zurückdrängung des Virtuosen-
tums durch dle Pflege des Ensembles als Vorbild lür
alle deutschen Bilhnen Verdienste erworben haben.
Wir durctrfahren das malerische, durctr seine Holz-
bauten an Rothenburg ob der Tauber erinnernde
llrasungen,
{aq
"y
den ältesten Städten Thügipgens
gehört
und wohl w' eniger als Geburtsort des Kom-
ponisten
Vulpius und des Pädagogen Ziller, sondern
mehr durdr seinen traditionellen Karneval weit über
die Grenzen hinaus bekannt wurde. Und plötzlich, je
mehr wir uns der Grenze nach Westdeutschland hin
nähern, verändert sictr das Landsctraftsbild: Die Berge
werden flacher, dafür ttirmen sich Gesteinshalden aul
-
wir fahren über Straßen, unter denen sich in
mehreren hundert Meter Tiefe eines der größten
Kalivorkommen Europas befindet.
Der Kalibergbau des Kalikombinats
,,Werra,, deckt
gegenwärtig
42 Prozent der gesamten
Kaliproduktion
unserer Republik. In Merkers, Dorndorf und Unter-
breitsbach
-
das sind die drei Hauptwerke, deren
Schächte sic*r bis dicht an die Westgrenze heranschieben
-
laufen die Förderräder auf Hodrtouren. denn bis
zum Jahre 1965 soll die Bruttoproduktion auf 132,?
pro-
zent, die Rohsalzförderung auf 131,2 Prozent und die
Kaliproduktion auf 136 Prozent erhöht werden. Außer-
dem ist eine Steigerung der Produktion von 60pro-
zentigem KrO auf das Zweieinhalbfache
und weitere
Produktionsstelgerungen
bei Kaliumsulfat und Brom
vorgesehen.
-
Bedenkt man also, daß.die geplante
Ertragssteigerung in der Landwirtschaft unserer Re-
publik eng mit der steigenden Produktion von Dünge-
mitteln verbunden ist, so erkennt man unzweifelhaft,
daß der Kalibergbau der widrtigste
Industriezweig des
Bezirkes Suhl ist.
Doch weiter geht
unsere Reise durch'den Bezirk, nun
wieder ostwärts, durch Schmalkalden. das durch seine
Feilenhauereien, überhaupt durch seine Kleineisen-
industrie bekannt ist, Seine Industrle- und Handwerks-
betriebe decken den
größten
Teil des Republik-
bedarfs der 1000 kleinen Dinge, denn hier werden
Lederwarenbeschläge, Handwerkszeug, Eßbested<e und
vielerlei Dinge mehr angefertigt.
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Indüstrie, im Raum Sonneberg, entsteht. Zuf
gicherung
des zusätdidren Rohstoflaufkommens wird ln Neu.
haus-Sdriersdrnitz eine Feldspatflotationsanlage mit
einef Jahresleistung von 15 000 t
gebaut,
Da wir in llmenau ohnehin eine Tankpause elnlegen
mtlssen, erlauben wir uns einen klernen Abstedrer.
Nidrt hinauf auf den 861 m hohen Kickelhahn, aut
dem Goethe elnst seln
,,Uber
alleir Gipfeln ist nuh . . .'l
gesdrrieben hat, sondern in ein Werk, das
Qualitäts-
porzeUan herstellt, In die seit 1??? bestehende, welt-
bekannte Porzellanfabrik,,Graf von Hennebergr'.
Was uns der stellvertretende Betrlebsleiter Schell-
horn ilber das Werk sagt, ist erwähnenswert: 64,8 Pro-
zent Haushqltsporzellan, also Spelse-, Kaffee- und
Teeservice, 35,2 Prozent Zierporzellan, beilelbe keine
Nippes, sondern
geschmackvolle
Vasen, Zierteller und
-sdrtisseln,
und von beiden wieder 48 Prozent Export,
So mit neuem Zahlenmaterial angefüllt, können wlr
beruhigt von Ilmenau aus gen Stlden trudeln. An
sdrnelles Fahren ist hier kaum nodr zu denken; dle
Kupplung bekommt verteufelt viel zu tun, und audl
Hinter einer Bahnüberführung steht das Ortssctrild:
Steinbadr-Hallenberg. Man kann hier
jeden
aul der
Straße fragen,
Jeder
wird es einem sagen können,
wo er wohnt. Jeder war sdlon einmal bei ihm, zu-
mindest in seinem Zimmer mit den vielen Pokalen,
Medaillen und Urkunden.
,,Schade",
empfängt uns
seine Mutter,
,,ihr
kommt zu spät, der Helmut ist vor
2ehn Minuten fortgefahren," Dodt dann sdtließt sie
die Ttir auf, und wir treten ein ln das kleine Privat-
museum des Ehrenbilrgers von Steinbaü-Hallenberg
und Zella-Mehlis. Die Mutter nimmt zwei Gold-
medaillen aus dem Sdlrank und zeiSt sie un6; die
der Olympiade und die der Weltmelstersdraft unseres
tapferen Skisprungmeisters Helmut Rechnagel.
Die nädrste Etappe helßt llmenau. Tags zuvor hatten
wir erfahren, daß der Bezirk wegen seines Waldreictt-
tums und der
günstigen Vorkommen an Porzellansand
geradezu prädestiniert ist für die keramisdre In-
dustrie, daß 3? Prozent der Republikproduktion an
technisdrer Keramik und 22 Prozent an Feinkeramik
in ihm hergestellt werden und daß in Föritz eln neues
Porzellantunnelofenwerk mit einer Kapszität von
5000 t Elektroporaellan bis 1962 in Betrieb
genommen
werden soll und ein ähnlidtes Tunnelofenwerk füf
Haushaltporzellan im Zentrum der feinkeramisdlen
8
die Bremsen sind kaum zu sc}onen, denn Gehren,
Groß-Breltenbadr und Neuhaus am Rennweg sind
Stationen, zwisdren denen es immerzu auf und
nieder
geht.
Sdrließlich
gelangen
wir in
jene Gegend, in der vor
rund 3?0 Jahren die zwei Glasmeister Hans Greiner
aus Böhmen und Christoph Müller aus Sdrwaben
gemdinsartr mit einigen Holzldllern und Köhlern der
Umgebung einen großen Sdtmelzofen bauten und so-
mit die erste Glashittte Deutschlands erriehteten. Mit
diesern Tag anno 159r hat Lgusdra seinen Platz im
kartographisdren Bild erhalten und sich seitdem zur
Metropole der Glasbläser entwid(elt.
Ganz Lauscha scheint nur Gläsbläser zu beherbergen;
denn"in
jedem Haus zisdlt, wie seit Dutzenden von
Jahren- der Bunsenbrenner. Überall stehen dle Titren
offen lür die Sdraulustigen, die das bezaubernde Farb-
spiel schmelzenden Glases und die Gesdriddidtkeit
'
flinker, ewig drehender, ziehender und tauchender
Glasbläserhände einmal miterleben wollen. I'rüher
zählten 1500 GlEsbläser zur örtllchen Glasheim-
industrie. Die beiden Kriege unseres Jahrhunderts
haben
große Lücken in diesen alten Stamm
gef,iss€n.
Etwa 400 Glasbläser sind es heute noctr, die, nun.
Fortsetzung Seite ?0
te 40 000 Dresdner Einwohner. die sich anläßlich
des Internationalen Motorbootrennens im Mai
dieses Jahres an.den Ufern der Elbe versammelt
hatten, staunten bestiinmt nicht wenig, als sie im
Rahmenprogramm der Sportdarbietungen ein völlig
neuartiges Fahrzeug kennenlernten. Es war dies ein
kajak{örmiger Bootskörper, der seitlich mit zwei
Stützschwimmern versehen war und am Heck eine
Stabilisierungsflosse trug. Das Besondere aber war das
Gestell, das auf dem Bootshörper ruhte und einen
zweiblättrigen Rotor, ähnlich dem eines Hub-
schraubers, trug. Um die Beschreibung dieses eigen-
artigen Fahrzeugs abzuschließen, wäre noch zu sagen,
daß sich die Rotorblätter durch einen hängenden
Steuerknüppel in ihrem Einstellwinkel gegenüber der
Ilorizontalen verändern ließen.
Niemand wußte zunächst, was er von diesem eigen-
artigen Gefährt halten sollte. Aber dann stieg der
Erbauer des Bootes, der Westberliner . Motorboot-
rennfahrer Dieter König, ein, das etwa 40 m lange
Seil wurde befestigt, und ein Motorboot begann diese
Dor lrt der W.3tb.rlln.? Mctorboot
rcnnlohrcr Dlrtrr l8nlg, drr ncdr Yer.
bct durdr dlr irbörden rlnrr Hdnct.
3lodt nun In Drrrdrn r.ln lolo?boat
,orlührt..
ganze Angelegönheit zu schleppen. Dann sah es auch
der letzte Zuschauer, daß die.Rotorblätter des Bootes
durch die angreifende Luftkraft in Bewegung gesetzt
wurden. Nacih einem Anlauf, bei dem das Boot viel-
leicht eine Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h er-
reiqhte, hob es von der Wasserfläche ab und glitt in
l0 bis 20 m Höhe hinter dem ziehenden Motorboot
dahin. Je naclrdem, wie der Lenker des Rotorbootes
seine Tragschraube einstellte, stieg es höher oder
senkte sich zum Wasser hinab.
Sicher war wohl die Mehrzahl der Zuschauer über
diesen Vorgang sehr erstaunt, obwohl eigentlich das
Prinzip des Rotorbootes sehr einfach ist, Schließlich
kann man dodr
jederzeit
dieAntriebskraft, also den
Motor eines Tragschraubers, und das lst letzten Endes
auch das Rotorboot, vom Flugkörper selbst trennen
und dafür beispielsweise einen Kraltwagen oder ein
Motorboot verwenden. Damit ist aber wohl schon alles
klar, und man fragt sidr nur, weshalb es nidrt schon
längst zu derartigen Entwicklungen ln Europa ge-
kommen ist. Ein solcher
,,gyro-glider,,, wie er in
Amerika heißt, kann nämlich verhältnismäßig billig
gefertigt
werden und ist zweifellos ein sportlicher
Spaß oder auch spaßiger Sport, der nicht nur'jüngere
Wasserratten be6eistern wird.
Man kann natürlich von vornherein einschränken. daß
ein Rotorgleiter, der beispielsweise mit Rädern aus-
gerüstet
wäre, sidr kaum ftir unsere Breiten eignen
würde, da wir nicht über so ausgedehnte Ebenen ver-
Fol os: G, Fuhr
fiigen, daß sich der Kraftwagenschlepp lohnen wilrde.
Auf dem Wasser aber ist das Gerät in Form eines
Rotorbootes immer angebracht. Schließlich hat man
auch einmal dem Wasserskilauf hbwärtend oder ab-
lehnend gegentibergestanden,
und
{octr
ist es eine
Sportart, die sich steigender Beliebtheit erfreut, gewor-
den. Es könnte sich demnadr durdraus lohnen. wenn
sidr unsere tlemokratisctre Sportbewegung, vielleicht
erst einmal eine BSG der Dresdner Flugzeugwerke, des
'Rotorbootes
annehmen würd€. Schließlich ist das
Rotbrboot bzw, der Rotorgleiter ein Sportgerät, dag
schon in einigen Teilen der Welt eine ständig
wachsende Anhängerschar gefunden
hat, ,So,
.,'rqüMffiliWk'"
il.:;.:
u der
großen Familie der Plaste
gehören
audl
die Polyäthylene, denen in Verarbeitung zu
Verpackungsfolien, Eimern, Schtlsseln, Rohren
oder verschiedenen tedlnisc'hen Formkörpern in den
näcisten Jahren wadrsende Bedeutung zukommt
(Abb. 1). Allein 50 000 t soll unsere dremische Industrie
von diesem ,,ktinstllchen"
Werkstoff 1965 herstellm.
Den chemischen Grundstoff des Polyäthylens, das
Athylen,. wird dann in erster Linie das neu erbaute
große Raffirier- und Chemiewerk in Sdtwedt an der
Oder bereitstellen. Bekanntlictr wird uns die Sowjet-
union tlber eine große Rohrleitung im Jahre 1965 rund
4.S Mill. t Erdöl liefern, aus dem sidr billiger und
sctrneller als aus Braunkohle alle
jene
Grund- und
Zwisdrenprodukte erzcugen lassen, d.le in erster Linie
für die hodrmolekularen Synthesen der Plaste und
Chemiefasern bestimmt sind. Derartige organische
Grundstoffe wie das Athylen können aus ErdöI mit
der vierfactreh Produlttivität
gegentiber dem bisher
verü'endeten Karbid-Azetylen erzeugt werden, welches
heute nodr die wichtigste Produktionsbasis vieler
Plaste ist.
Gegenwärtig werden in Versudlsanlagen im VEB
Leunawerk ..Walter Ulbricht" und im VEB Chemische
Werke Buna kleinere Mengen der neuen Plastwerk-
stoffe erzeugt, allerdings noch auf der Basis von Kohle
über Karbid-Azetylen.
Wer schon einmal ein Stück
(sei es auch nur ein
Folienbeutel) dieses neuen synthetischen Werkstofres
in der Hand hatte, dem wird der eigenartige wachs-
artige Griff aufgefallen sein. Das ist nicht v/eiter ver-
wunderlich, denn das Polyäthylen stellt nichts anderes
als ein hochmolekulares dem Paraffin verwandtes Ole-
lin dar,
Oleflne
gehören zu einer bestimmten Gruppe von
Kohlenwasserstofren, die stets aus doppelt soviel Was-
serstofratomen bestehen wie Kohlenstofratomen'. Zu
ihnen zählen die Gase:
Athylen
(CrHa)
Propylen
(CxHr)
Butylen
(CaHs) u, a.
Die Strukturformel des Athylens zeigt mit ihrer Dop-
pelbiirdung der beiden Kohlenstoffatome das typische
Bild des ungesättigten Kohlenwasserstoffes:
Bricht man diese Doppelbindung auf, dann entstehen
an beiden Kohlenstoffatomen freie Valenzen, die ver-
sdriedene Reaktionen ermöglidren. Durch
geeignete
Maßnahmen kann der Cherriiker die Gasmolekel des
Athylens dazu zwingen, sich über die freien Valenzen
aneinanderzureihen. Auf diese lryeise entstehen mehr
oder weniger la.nge Kettenmoleküle, die ab einer be-
stimmten Länge feste Stoffe darstellen. Die dabei sich
bildenden Riesenmoleküle
-
sie können aus etwa
Abb, I Vcnölcdcnc Houtholt- und Splrtworcn (obcnl rowlr
Plotten, Rohrrl 5d|1öuöo, trinkb.st.l fllr Mildr und Vcr-
poclung3b.ut l fllr Wann ollcr Art
lunlcnt
qut
Pol;öthylcn.
HH
r t
C= C
t l
HH
Dr . HEI NRI CH
Polyüthylen
oü,
nor#/rorßffirrr$ott ;'
3500 bis zu einer Million Äthylenmolekeln bestehen
-
werden schließlictr an beiden Enden durdr Methyl-
und Vinylgruppen abgeschlossen, so daß die Struktur-
formel des entstandenen Polyäthytens (poly
-
griectr,
viel)
-
rein schematisdr
-
folgendes Aussehen hat:
H HH H HH
I l ' 1 t t l
H HH H HH
t r t l t l
H-C-C-C-C-C-C- .......
-C-C-C-C--C-C-H
t t t l t l
H HH H HI {
l l t l t l
H HH H HH
An Stelle der hier abschließenden Methylgruppen kön-
nen audr beiderseits Vinylgruppen stehen:
Schon l8?9 hatte man versucht, mit geeigneten
Kon-
densationsmitteln unter Sprengung der Doppelbin-
dung des Athylens dessen verbleibende Rümpfe anein-
anderzuketten, also größere
Polymerisate (meros
: griech. Teil) zu erzeugen. Tatsädrlidr gelang
es den
Chemikerrr damals schon, verschiedene niedermoleku-
lare flüssiie Stoffe aus dem Gas Athylen zu
gewinnen,
die vor allem als hochwertige Schmierröle braudrbar
waren. Die ersten Versudre, hodrmolekulare f e s t e
Stoffe aus Athylen zu synthetisieren, wurden dagegen
erst in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts in
England unternommen. Dabei zeigte sich, da8 die
Kopplung der Athylenrümpfe zu sehr langen hodr-
polymeren Ketten gewaltiger Energiemengen bedurfte
(Druclce von 1000 bis 3000 at und Temperaturm von
150 bis 2ü)o C). Das mit diesem Verfahren erzeugte
Produkt erhielt daher die Bezeichnung Hodrdrud<-
Polyäthylen. Das Verfahren selbst nimmt folgenden
Abl auf (Abb. 2):
Das Athylen
gelangt
durctr eine Rohrleitung aus dem
Gasometer (1) über ein Gebläse (2) in einen Vierstu-
fenkompressor (3), wo es mit einem Druck bis zu
1500 at komprirniert wird. Nach Passieren elnes Ölab-
scheiders (4) wird das Athylen in einem Hochdruck-
kompressor (5) auf 3000 at verdichtet und nach Durdr-
lauf eines weitären Ölabschelders (6)
schließlidr durch
die sogenannte Polymerisationsanlage (?) geleitet,
um
die sehr hohe Polymerisationswärme abzuführen. Das
fertige Polymerisat wird in einem Abs&eider (8) ge-
sammelt und in \fannen (9)
abgefüllt.
Die Ausbeute an Polymerisat ist bei diesem Hoch-
druckverfahren verhältnismäßig gering. Als weiterer
Nachteil kommt hinzu, daß auch die Größe, Struktut
und damit die Eigenschaften der polymeren Produkte
verschieden ausfallen,
je
nachdem Temperatur, Druck
Abb. 2 Sdrrnotirdr. Dorttallung dcs Hcrltcllungsy.r-
fohrcnl ron Hodrdrudrpolyäthylen.
N.u. Pla{b.orb.ltuntrmo3ölnrn mlt hohrr L.l3lung&
lühlgtolt rlnd ln rorläll:tlsöcr Grmclnsöoltrcrbclt lm
VEB Proscnwcrk Frcltol antuldrclt rordrn. Zu lhnrn
gchört dltrr Sprltrsutomot mlt blr zu l0@ g Spritr.
grwldrl, dcr mlt .ln.r Sdrllc8lroft ron 100 Mp crbrltal.
und Sauerstofrkonzentration erhöht oder gesenkt
wer-
den. Man schätzt, daß nur etwa 200/o des Athj'lens in
einem Durdrgang zur Polymerisation kommen; der
Rest wird in einem Waschturm (10) sorgfältig von
Oxydationeprodukten durdl eine Kalilaugenbrause (11)
gereinigt und tiber eine Rohrleittrng (12)
zum Gaso-
meter zum wiederholten Durchgang zurtickgeftihrt.
Dieses komplizierte und aufwendige Verfahren wurde
nadl 1955 durch ein völlig andersartiges Verfahren er.-
gänzt,
das sogenannte Zieglerverfahren, Mit diesem
Verfahren gelingt
es, ein zwar abweldrendes. aber
ebenfalls sehr wertvolle Eigensctraften bietendes Poly-
äthylen verhältnismäßig einladr herzustellen. K. Zieg-
Ier und seine Mitarbeiter arbelten mit Normaldruck
oder auctr mit Drud(en oder Partialdrud(en von
Bruchteilen einer Atmosphäre und Temperaturen von
+20 bis
+70o
C bei vollständi8em Umsatz der einge-
setzten Athylenmenge, lediglicl untetr Einwirkung be-
stimmter metallisdrer Katalysatoren, wie kolloidalen
Nid(els. Der tedrnologlsche Ablauf der Polymerisation
ist so einfach, da8 lhn Ziegler in einem Vortrag ein-
mal wie folgt beschrieb und demonstrlerte:
,Wl r nehmcn cl n Wcdgl or, brl ngcn dl c Lösung cl ncr
rpcrl cl l en Kotol yroton In Dl crcl öl hl nci n und l cl tcn In
dl c:c Lörung Äthyl engoi . Dl c Tampcrotur stGl gti wl r hol -
t.n tl c durdr Kl l hl ung ouf *70q C. Sdron bol d noö Bcgl nn
konn non Fl o*cn ous Pol yöthyl cn r| dl ob:dtcl dqn rchcn.
Do3 cl ng.l cl tcta Oor wi rd rcrtl or obrorbi ort, dl a Lösung
wi rd dl cl cr und dl cl cr; nodr cl nor bi s cl nci nhol b Stundcn
konn mon rl . nl cht mehr rl l hrcn. Wl r bohondrl n donn di c
Mostc ml t Al kohol , fl l trl er.n dor gcbl l dctc Pol yöthyl cn ob
und troctncn cr. Aur zwcl Li tcr Lötung wcrdon etwo 400 g
Pol yöthyl on gawonnen,"
H HH HH
l l l t l
C:C-C-C-C-
t t l l
H H HI I
Abb. I Glotto Motromclrtülkrm drr Nhdir{ndnolf.
Abb. t Vrrtddt l Mol ünol..
}[l dü Hoädiuüpolyüthflrnr.
ü$!tl.nt.
1t
So entstanden zwei Haupttypen von Polyäthylen:
Hochdruck- und Niederdruckpolyäthylen, dle aul
Grund ihrer verschiedenartigen Strukturen in ihrem
Aufbau zugleich auch versdriedene Eigerrschaften er-
gaben.
Das Makromolekül des Hoctrdruckpolyäthylens
(Abb. 3) zeigt ,vielfache Verästelungm, während dae
Niederdruckpolyäthylen
(Abb, 4) eine
glatte
lange
Kette zeigt.
Beide Typen stellen hervorragende
.
Werkstoffe dar,
die mit ihten wertvollen Eigensdraftskombinationerr
viele Anwendungen ermöglichen, die z. T. wesentlich
vorteilhafter sind als solche aus ,,klasslechen" Werk-
stoffen. Mit ihrer Hilfe war mancher Fortsdrritt der
Tedrnik in den letzten Jahren tiberhaupt erst mög-
lictr, da viele technische Probleme mlt den bekannten
Werkstofren und ihren Eigenschaften überhaupt nieht
gelöst
werden konnten,
Folyäthylene sind vorzüglictr beständig gegen
Säuren,
Laugen und viele organische Lösungsmittel, verftigen
über ausgezeichnete elektriscträ Eigenschaftenr), Kor-
Abb. ! Oronulot ron , Dorunlcr
rr.l
(tronuloBtödrr
In rta*or Vrrgrölcrung.
rosionsfestitkeit,
große
Zerreiß- und Bructrfestigkeit.
Lang einwirkende UV-Strahlen führbn allerdings zu
Brüchigkeit, wogegen Rußzusatz als Stabilisator sehr
wirksam ist,
HochdruckpolaöthAlen ist weich, elastisdr, wachsähn-
lich und matt;
Niederdruckpolyöthglen besitzt eine
glänzende
"Ober-
fläche rrnd
größere Härte.
Durdr radioaktivö Bestrahlung können die Molektil-
ketten untereinander mehr oder weniger vernetzt und
dadurdr z. B. der Schmelzpunkt von 1l5o C auf
2500 C erhöht sowie die Beständigkeit
gegen
aggres-
aive Chemikalien wesentlich verbessert werden.
Das Nlederdruckverfahren ermöglicht Produkte
wesentlich
größerer Kettenlänge (bis zu, 1 Miliion
Grundmoleki,ile), also höheren Molekulargewidrtes.
Sie verformen sictr scüwerer als Produkte niedrigeren
Molekulargewicfites, sind aber weniger beständig sls
erstere. Hier ist es nun die Aufgabe der Chemikef,
einen
guten Mittelweg zu wählen, um einmal eine
wirtschaftlictre Verarbeltung zu ermöglictten und zum
anderen dle besten Eigenschaftskombinationen für
yer'-
schiedenste Anwendungsgebiete zur Hand zu haben.
' )
El ektri rchc El genrcfi oftan: Wi e foi t ol l e Pl oste.ri nd oudr
P6lyöthtlcn. vor:i19llöe lrolierstoffo,
l z
Wie die m€isten anderen Plaste audr bewähfen sidr
die Polyäthylene als Werkstoffe der modernen Tech-
nlk vor allem durdr die Vieüalt ihrer Verarbei-
tungsmöglictrkeiten. Die Polyäthylene lassen sich in
Form von Granulat (Abb. 5) spanlos zu lbrmartikeln
allet Art und Größe im Spritzgußverfahren ver-
arbeiten.
Auf Extrudernri) im Blasverfahren können dtinne
Folien und Gefäße, besonders Flaschen hergestellt
werden. Dickere Folien und Platten werden konti-
nuierlich auf Extrudern durdr Breitscttlitzdüsen,
Kabelmäntel, Rohre und Profile durch entspredrend
konstruierte Dtisen auf
gleichen
Maschinen erzeugt,
Große Geläße können ebenfalls geblasen,
Sewid(elt
oder
gesintert
werden. Auf Papier, Gewebe und
Metall- oder Plastfolien ersterer können Polyäthylen-
folien zur Verbesserung der Eigensdraftea aufkasdriert
werden. In Fulverform kann Polyäthylen auch mit
dem Wirbelsinter- oder Flammspritzverfahren auf
Formstticke, Metallrohre oder Behälter aufgebracht
werden, um sie korrosionsfest zu madren,
Diese vielfältigen Verfahren der Verarbeitung kenn-
zbichnen bereits den Umfang der großen Anwendungs-
möglichkeiten, die den Polyäthylenen offenstehen,
Je nadr Einsatz der
genannten Verarbeitungsverfahren
des Polyäthylens ergibt sich eine .Reihe sehr bedeut-
samer Anwendungen dieser neuen Plaste
(Abb. I).
Neben vielen tectrnisdren Teilen, die im Spritzgußver-
lahren spanloB herzustellen sind (2. B. Rohrfittings
und anclere Armaturen, Didrtungen, Laufrollen u. a.),
werden meist in Pastellfarben auch viele llaushalt-
und Sportartikel sowie Spi€lwaren lm
gleidren
Ver-
fahren erzeugt .
(Sdrilsseln, Frudltpressen, Eimer,
Trichter, Sdröpfkellen, Küchensiebe usw.). Mannig-
fadres Spiälzeug ist bereits auf dem Markt: Feder-
bäIIe, Spielautos und
-eisenbahnen.
Aus Plattenmate-
rial tiefgezogen haben slch Wannen und \ltaschbed<en
bewährt.
Folien aus Polyäthylen sind fi.ir Verpackungen, tum
Abdechen von Gemtlse- und Obstkulturen, f0r Futter-
silage sowie ftir das.Bauwesen bereits unentbehrlich
geworden. Di€ Landwlrtschaft und die Bauindustrie
haben sidr auch von den großen Vorzügen der Poly-
äthylenrohre
(Bewässerung
und Installation) über-
zeugt, Ein weiteres bedeutsames
.
Anweridungsgebiet
ftir Polyäthylene ist die Elektrotednik, wo neben
Kabelumüantelungen auch Isolierbänder aus Poly-
äthylen, besonders für Hochfrequenz- und Starkgtrom-
kabel, immer größere Anwendung finden. Polyäthy-
lengchaum ist eine vorzüglidre Isolierung fiir Schalt-
und Signalkabel, Die chemische Industrie verweridet
Polyäthylens&läuche und Filtertüdrer aus Polyäthy:
lenfäden für konzentrierte Mineralsäuren mit bestem
Erfolg.
Die Polyäthylene haben sidr in wenigen Jahren zu
einem begehrten Plastwerkstoff entwickelt, der neben
PVC mit über die
glößte Produktionskapazität ver- -
fügt. Ein Blick auf die untenstehende Tabelle der Ent-
wid<lung der Weltproduktion von Polyäthylen läßt dae
sehr deutlidr erkennen:
f9ft0 1t 2 r93t r9tc t95t t960
- ! 0-
i l r r ? t r of f i
Wie bereits eingangs angedeutet, wird auclr in der
Deütsctren Demokratlsctren Republik die Herstellung
von Polyäthylen in den nächsted Jahren erheblich
ge-
steigert, So ist in unserem Siebenjahrplan vorgeseben,
zur Herstellung von Polyäthylen bis 1963 im VEB
Leuna-Werk
,,Walter
Ulbrichtd und lm VEB Chemi-,
sches Werk Buna Kapazitäten von
jährlictr
insgesamt
30 000 t in Betrieb zu nehmen, db bis lQ05 auf
jährlictr
50 000 t'bu erweitern sind,
:,i
''
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Extrudcr
:
Sdrneckenprcsse zur Plostvcrorbeitung.
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Di cscs Bi l d
yGrötf€nl l i chtcn
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rdton ci nmol . Er r.i gt, ub l n dcr Sowj ctunl on
dcr Hqbcdroubq l ak?/ rum Tronsport von :ou.i t.ri ol i en ci ng.sl trt wi .d.
Dic engllsdra Firmo Wcstlond
will mlt ihrcm Typ
,Wcstnln-
rtcrr do3 Problcn dcr Zulunft
löscn. Dcr
trW.itmlnltcr. ltt
rwo? Yon reinrr Konslrultion
hcr
ol s Spari ol l ösung
zu bcrel dr.
ncn, di a cben nua cl n bc.
rdrrönlt.t Anw.Idungsglbl.t
hol. Wcnn ncn obcr clnc on.
höngböre
Kobinc venicndct,
di c wohl wci sc mi t Fl uggdst.
3itr.[, |nit .incr Opr]otiont.
odcr Wrrkstoltclnridrtung y.r-
rchen sein lonn, wlrd doö
dcr Vcrwcndungrb.rGldr
dhtar
T;ps wcscnttidr crhöht,
Dor Bouweren und der Moschi nenbou, Sdti ffohrt und Luft.
fshrt, kurr
ql l c
Gebl ete der Techni k si nd heute durch ei ne stür-
mi sdra Voruörtscntwi ckl ung gel cnnzei chri et,
l mmer kühner wer-
den di a Proj ekte dcs Mencchen. Er grei ft noch den Sternen und
verrl chtet rugl el dr ouf der ol ten Mutter Erde technl sche Groß-
tot€n, dl c noch vor weni gcn Johren oder Johrrehnten ol s Hi rn-
gespl nste
bezei chnet worden
9rören, Wel che Rol l e dobei di e
Luftfohrt spl el t, l m Vertehr söwohl wi e In mi l i töri schor Hi nsi cht,
i st schon vi al foch besdtri eben worden, DoB j etzt
obsr oudr di e
Luftfohrt
begl nnt, In dos Bouwcscn ci nzudi l ngen, dürfte den
mei stan Lgsern wohl neu sei n. Und docl r l st er i o,
Vor wenl gen Monoten begcnn In den techni sch om wei testen
antwi del ten Löndern, In dar Sowj etuni on und i n den USA, der
versudrswsi se
El nsotz von Fl ug:eugen, konkreter gesogt von Hub_
l drroubern ol s fl l egende
Kröne. Dobei zei chnei si Ä rwei ver.
sdr' edenc Wege ob. Ei nersai ts i st mon bemüht, di e herkömml i chen
Hubschroubar-Konstrukti onen
tür den neuen Ei nsotz umzurüsten,
zum onderan crprobt mon ober ouch mehr oder nl nder erfol g-
rei dr spcrl el l e Konsl ruktl onen, dl c den Fordcrungen,
di e mqn
von
dar Boul ndustri e on ci nen fl l cAenden Kron stcl l en muß.
wei tertgehohd
entspreqhen. Wöhrend mon bei dcn bi sher be.
konntcn
.Hubschroubertypen
ol s Vortei l yerbuchen
konn, doB
sl c durdr l hre hohe Serl enproduktl on verhöl tni smößi g
bi l l i g
herzustel l en
stnd, muß mon j edodt
ol s Nochtei l vermerkl n,
do6
si e oftmol s ni cht genügend
Bodenfrei hei t oufwel sen, um dor-
unter noch Losten, wl e z, B. Trögar, Dochbi nder usw., oufstel l en
zu können. Dcn Vortel l ,
doß mon den fl l egenden Kron über di g
zu tronsportl erende
Lost rol l t, um i hn dänn mi t ongehöngter
Lost rtort€n und zum Ei nsotzort fl l egen zu l ossen. häben nun
wl cdcrun
di e Sperl ol konstruktl oncn,
äl e ober durö dl e tl ei nen
Produkti onsrohl en,
di e benöti gt werden, rel oti v tauer werdan
dürften,
Noch i st heute ni cht obzusehen, wel cher Weg si ch In der Zu-
kunft durchsetzen wl rd, ob der herkömml i che Ful sdrrorber
oaer
di e Spezi ol konstrukti on
dos Rennqn modrt. Ei nes stcht obcr ,ei t,
bei .der
_Erri ötung
hoher Geböuda oder Fernsehti l rmc,
bci m
Brüctenscfi l og
oder bel m Tronsport von Losten i n unzugöi gl i cl re,
bcrgi ge
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wi rd schon i n kurzcr Zci t der fl tcg;l e Xron
ni €ht mohr fortrudgnken
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ast einer Sensation kam es fi.ir viele Menschen gleich,
als am
f25.
Juli lg59 das englische Luftktssenschiff SRN1 mit seinem Kon-
-
strukteur C. Codrerel die Versuctrsfahrten auf dern Kanal aufnahm.
Die Fachleute werden sich
jedoch
ilber diesesi Ereignis kaum gewundert
haben. sch,on seit langen Jahrsn experimentieren die Forschung:szentren
in der Solyjetunion und in den Vereinigf,err Staaten von Amerika mit
derartigen Fa[rzeugen. Mehr oder minder erfolgreictr waren bisher diese
Versuche, die sidr in zvr'ei Richtungen bew,egen, Was wolten die Kon-
.
strukteure bei all diesen Experimenten erreictren? Auf einen Nenner
gebracht,
läßt sich sagen, daß versucht wird, den bisherrigen Vertreter
der Senkrechtstarter, nämlich den Hubschrauber, von seinen lästigen
Rotorblättern zu befreien. Praktisch sietrt das so aus. daß vertikat än-
geordnete
Mantelpropeller verwendet werden, die so starke Schub-
strahlen el.zeugeri, daß das tr'Iuggerät vom Boden gelöst
werden kann,
Und jetzt
beginnen die zwei Wege, die sich abzeictrnen, Während der
eine dem Idealfall zustrebt, ein Fluggerät zu schaffen, das entsprectrend
seiner übrigen Bauart praktisch
die Verwirklichung des alten Vgunsches
nach dem fliegenden Auto darstellt, sind die Tectrniker anderdrseits..doch
schon mit den bisherigen Ergebnissen recht zufrieden. In.allen be-
teiligten Staaten sind diese so weit
gediehen,
daß sie dps Fluggerät
einige Zentimeter vom Boden ltis,en, also ein Luftkissen erzeugen, auf
dem das Fährzeug gleiten
kann. Es ist sehwierig, zu entsctre{den, ob
in diesem Falle besser vom Fliegen odEr vom Fahren zu sprectren ist.
Wenn man aber zugrunde legt, daß ein Flugzeug sich grundsätztich
in
drei Dimensionen-im Raum bewegen kann, dann muß dieses neue Luft-
kissengerät als Fahrzeüg bezeichnet werden.
Das Luftkisseri hat nun vor allem die Aufgabe, das bisherige Fahrwerk
zu ersetzen. Interessant ist dabei noctr, daß es nicht darauf ankommt,
ob diese neue Fahrzeugart über festem Boden oder etwa über einer
Wasserflädre gleitet.
Erde
wie auch Wasser setzen der Luft so weit
ausreidrenderl Widerstand exltgegen, daß ein Luftpolster bei beiden
.erzeugt werden kann. Zweifellos
Fönnen also die Konstrukteure und
Wissenschaftler mlt diesem Teiler-folg bereits zufrieden sein.. Ein Fahr-
zeug, das in beliebiger Größe hergestellt werden kann und wahlweise
auf festem Land oder über See zu fahren ist, hat es bisher noch nicht
gegeben,
aber es wird zweifellos viele wirtschafüictre Vorteile mit sich
bringen. Ganz abgesehen einmal von der militärischen
peispektive,
die
darin bestehi, daß Wasserläufe zukünftig für Transportfahizeuge kein
Hindernis mehr darstellen, wenn man eben Luftkissenfahrzeuge ver-
wendet. Im tibrigen ist wohl einzusehen, daß Luftkissenfaürzeuge
wesentlidr
höhere Gesdrwindigkeiüen
entwiclceln könne.'n ats herkömm-
lictre Fahrzeugtypen,
da der nicht unwesentliche Reibungsw.iderstand
fortfällt. Allerdings ist die P.erspektive der Luflkissenfahrzeuge
noch
nidlt so rosig, wie es zunädlst ersdreinen mag. Fest steht, daß ilera.rtige
Fahrzeuge beispielsweise im städtisctren verkehr auctr. in abeehbarer
Zeit, kaum zu verwenden sein werden, da sie nicjht wendig genug
sind
und- infolge ihrer ungünstigen Bremswirkung auctr nichü sicher genug
-e.lscheinen.
Der wirtschaftlictre Einsatz dieser Fahrzeuge beispielsweise
über weite
Fbenen, Wiistengebiete oder ausgedehnte WgsserflAchen, wie
vielleictrt die Ostsee odgr den Armelkanal, ist davon'abhängig, ob es
Eelingt, eine ausreictrende Geschwindigkeit zu erzielen, Stetit man
einmal gegenüber,
daß das SRN 1 eine Gesctrwindigkeit von 24 km/h
erreichte, ökonomisdre Erwägungen aber andererseits e,rgeben haben,
daß mindestens 350 km/h notwendig sind, um bei diesen Strecken dem
Flugzeug den Rang streitig zu machen, so kann ungefähr abgeschätzt
_werden,
welche Entwiddung noch vor den Konstrukteuren liegt
Nun
hat die Technik natürltdr in den letzten Jahrzehnüen scfion
ganz
andere Probleme gemeistert,
als daß man in dieser Beziehung resigniären
rnüßte. Nehmen wir also die Zukunft als
gegeben
an, dinn is1 ohne
weitef,es vorstellbar, daß Luftkissenfähren von England nactr dem Fest-
'Iand
verkehren
und dabei 400 Personen oder 130 Fahrzeuge bei einer
Fahrt transpgrtieren und die Meer,en8e in wenigen Minuten-überqueren.
Ein Wochend:ndausflug, ja
ein Bummel von Frankreictr zur englischen
Metropole.London odier in umgekehrter Ridttung ist damit durchaus
auf die Tagesordnung ges;&zt, .
l
Ein anderes Problem aber, dem fliegenden Auto näher zu kommen, ist
heute noch mit einigen Sdrwierigkeiten verbunden. Zwar fliegen
derartige Versuchskonstrukti_onen bereits, aber was bei einem Versuctr
läuft, braucht sich in der Praxis nodr lange nicht zu bewähren. Der
reine Hubstrahler oder audr, was in dieeem Fall das
gleiche
sein mag,
das Auto, dps sich mittels senkrecht gerichteter
Schubstrahlen vorn
Boden löst und zum fliegenden Auto wird, setzt sehr leistungsfähiEe
Triebwerke kleinster Abmessungen vorarxl, Inwieweit dieses Problem
sdron in den nächsten Jahren
gelöst
werden kann,.bleibt abzuwarten,
Dos Entrtchu
dor Vorwürtrbewcgung ole
woogcrciütc Komponcntc dci tcnircdrt gc.
tldrl.t..r Zugrcktorct.
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Schcrnotlsöc Ddrtlellung dtr, clnfgdrstcn
Arl, cln Luftpolstar ru artaug.n.
Hicr wlrd dos luftpolrtcr durdr rogcncnnte
Fingcrdüscn, dic rund um dqr Fohrzoug
ongroldn.t rlnd, crzcugt.
So wird cin Luftllsccnfah.t.ug g6t.u.rt.
In Luft3lrom rlnd rw.l Dror3.ltloppcn Nr. I
und 2 ongcordnct. Sdrlh8t mon dnr der
Kloppen, ro scnlt sldr dor Fchnrug on
dicrcr Scltc, und dcr.r'.ütla Sdrubrtrah!
bcwcgt dcr Gdöhrl In lldrlüe drr hün.
g.nd.n
g.lt.,
t5
Oberirg. H. ltlAtTl X I
lnstitut lür Wcrkzeugmorchinen,
Kor!.Mqrr-Stodt
Abb. 1r M.hrfoscn- >
bohrcr, rur H.ritallung
ron Sdrroubcnlopfrn-
l ungan.
Abb. 2 (rcölc Scltcl:
Progromnwcrhcugt
(Bousrt
DSW Rcrn.
sö.ldr,
Abb. l : Progromn-
warhaug,
aul rl nzcl ncn Sönri -
dcntcllan rutohfi!n.
,.tGttt,
rur Horrtcllung
lchrcnholtlgcr Boh-
rungan
llm
VEB Drchmqrchlncn-
wcrk Lciprlg cntwidrcltl'
liegenden unterschiedlichen Durdlmessern bearbeitet
werden soll. Hierbei ist das
gleiche Ergebnis zu er-
reichen, wenn wir das Werkzeug mit entsprechenden
Schneiden bestüd<en, die entweder
gleichzeitig oder
nacheinander einsetzen und das verlangte Bohrbild
erzeugen.
Mit einem solchen Bohrwerkzeug lassen sich also
mehrere Arbeitsstufen eines Arbeitsganges durch-
führen, ohne daß ein Werkzeugwechsel erforderlich
ist. Der
gesamte Arbeitsablauf Iiegt also
gewisser-
maßen im Werkzeug, weshalb man auch von
,,Pro' ,
gramm"werkzeugen sprechen kann. Der offensicht-
sictrtliche Vorteil. zwei oder mehr Arbeitsstufen zu-'
sammenzufassen, bedeutet zunächst die Einsparung
von Hilfszeiten, da
,
der Werkzeugwechsel entfallen
kann. Gemäß der Tendenz ,,mehr
Schneiden
gleich-
zeitig im Schnitt" vermindert sich auch die Grundzeit.
Ferner ist noch zu verzeichnen, daß die sonst be-
nötigten Maschinenspindeln für andere Zwedr frei
Aus dcm offencn Ericf dcc ZK dcr SED on dia Worktötlgcn dcs
Moschl ncnboucs und der Motol turgi c dcr DDR:
"Dor
Morchi ncnbou
.
bcrtl mmt dos Entwi *l ungstcmp6 ol l c;
l ndcrcn Zwel gc dcr Vol krwl ttrdroft. Von.dcm
.wl rscnsöof' l i ch'
tcdrnirchcn Nivcou rcinor Erzcugnlsse lst dla morlmolc Stcigc'
rung dcr'Atb.itsptoduktlvltöt
in dc'n ondor€n IndustriGzwelg'n in
rüiirtiir üis--obtrtngig. Dlc st"igctung-dcr Arbcltrproduk'
tivttöt In dct lndurtrb und In dcr gcaomt n Vollswlrtsöoft übcr-
houDt l 3t dor A und O unsorel Sl cbcnj ohrpl ones,
dcnn um dcn
Wohl ctond des Vol kcs zu crhöhcn und dl c ol l scl ti ge Oborl cacn-
h.lt d.s Sozlollsmur übcr dcn Kopitol'ismus ru bcwclscn, mÜsscn
wlr Wcstdcutcdllond oudr In der Arbeltsproduktlvitöt sölogcn'
Di s Mos c hi nanbouer
müs s en dor Vol k s wl r t s dl q{ t der '
w.gcn i n wci t gößcrem Umfonge ok bi rhcr hoöprodukti vc
Mo-schl nen und Ai l ogcn, tunkti onstüdrti ge Mc&, Steucrungs' und
RGolunosivstsmo h8chstar Lclstungsföhigkait zur Vedügung
rtc-ncn,- OLs ilt €lnc w.s.ntllöc Voroussctzung dofitr,
doß dlc
vcridriedrnortlgitcn
Produktionsprozcsso in viclcr lndustric'
rwelgcri. ro wl. ct drr'Slcbenjohrplon
vorslcht, m.choni3lart und
outomotlslart wcrdcn.'
Unsere Bemlihungen, die bisher
handelsüblichen
genormten Bohr-
werkzeuge durch verbesserte
-
Ausführungen abzulösen, er- .
geben sich aus der Forderung,
mit
geringstmöglidrem Aufwand
höhere Leistungen zu erreichen'
Es müssen daher bei der Ent-
wiehlung von Werkzeugen andere
Wege eingeschlagen
werden, die
zu einer besseren Ausnutzung
der Werkzeugmaschinen führen.
Entsprechend der Entwiddungs-
tendenz im \[erkzeugmasdtinen-
bau, welctre sehr deutlidt eine
radikale Verminderung
von
Grund- und Hilfszeiten erkennen
läßt
-
ugl, hterzu auch d'en Bei'
trog
,,Automatßierung
ist ueiter-
hin Trumpt" ln
,,Jugend'
und
Technik" Helt 1011959
*,
kann
man bestimmte Werkzeugarten
so gestalten, daß diese Forderun-
gen zu einem wesentlichen Teil
erfüllt werden.
ss
Progrümm
werkzeugen
Dazu gehören solche Konstruk-
tionen, bei denen sich mit einem einzigen Werkzeug
mehrere Arbeitsstulen eines Arbeitsganges ausführen
lassen, ohne daß sich ein Werkzeugwedrsel
notwendig
macht. Betrachtet man vergleichsweise
die Entwick-
lung auf dem Werkzeugmasdtinensektor,
so stellt man
fest, dan die Programmierung
eines Arbeitsablaufes'
mit einem erheblictren Aufwand erkauft werden muß'
Dieses Problem läßt sich
jedoch wesentlich einfacher
und billiger durch die Verwendung von sogenannten
Programmwerkzeugen
lösen, die zum
gleichen Er-
gebnis führen.
Üm dieses Problem an einem Beispiel zu erläutern,
sei erwähnt, daß bei einer durch Lochkarten oder
Magnetband
gesteuerten Drehfuasdline eine einzige
Schneide den vorgesctrriebenen
Weg in Vorschub-
richtung abläuft. Die Maschine bringt hier also das
PrograÄm. Vergegenwärtigen
wir uns nun den
gleiöhen Vorgang beim Bohren, und nehmen-an, daß
äine abgesetzte Bohrung mit mehreren hintereinander-
l6
werden.
' Die
bessere Ausnutzung der Masdrine ver-
ringert den Anteil der Maschinenkosten und beein-
flußt somit den Herstellungspreis des Erzeugnisses.
In der laufenden Fertigung bringen diese Werkzeuge
noch weitere Vorteile. Wenn ein Werkstück in
mehreren, Arbeitsstufen mit einem Satz normaler
Werkzeuge bearbeitet wird, ist beim Werkzeugwechsel
jeweils
ein neues Einstellen erforderlich. Beim Pro-
grammwerkzeug
ist nidrt nur eine Zeiteinsparung zu
erreichen, sondern es werden darüber hinaus gewisse
Einstellfehler vermindert, wodurch der Ausschuß
si nkt .
Dennoch gibt
es beim Elnsatz dieser Werk4euge gegen-
wärtig noch
geriügend
Schwierigkditen, die vor allem
in der Herstellung und Instandhaltung begründet
sind. Mit der Entwicklung dieser Werkzeuge muß näm-
lich gleichzeitig
die der Insta4dhaltungsmaschinen er-
folgen. Derartig komplizierte
' Werkzeuge
können nur
maschinell geschli{fen
werden, deshalb müssen Werk-
zeugmaschinenbetriebe schnellstens die Entwicklung
der notwendigen Schleifmaschinen für Programm-
werkzeuge auinehmen.
Programmwerkzeuge
können wahlweise mit zwei oder
mehr Bohr-, Senk-, Plansenk-, Reib- oder Gewinde-
schneidwerkzeugen
ausgestattet werden. Sie lassen
sich entweder aus dem vollen Werkstofr heraus-
arbeiten öder aus einzelnen Schneidenteilen. die auf
einem gemeinsamen
Halter befestigt sind, zusammen-
setzen. Im ersten Falle entsteht ein werkstück-
gebundenes
Sonderwerkzeug, das nur für ganz
be-
stimmte Bearbeitungsfälle zu verwenden ist. In
zusammengesetzter Bauweise kann das Werkzeug da-
gegen je
nach Konstruktion mehr oder weniger uni-
versell verwendbar sein.
Das Programmwerkzeug läßt sich sq
gestalten,
daß die
Arbeltsstufen nacheinander folgen,' d.h., es wird erst
ein Schneidvorgang beendet, ehe der darauffolgende
beginnt. Dieses Verfahren ist dann notwendig, wenn
einem Schruppvorgang der Sdrlichtvorgang folgt. Es
muß also erst die Schruppsdtneide aus der Bohrung
herausgetreten sein, ehe die Schlichtsctrneide einsetzen
darf, Je nach Bohrbild und verlangter
eualität können
auch gleichzeitig
mehrere Schneiden von unterschied-
lidrem Durchmesser arbeiten. Dabei ist wegen des
großen
Späneanfalles allerdihgs auf einen guten
Span-
ablauf zu adrten.
Die Anzahl der Sdrneiden an den einzelnen Schneiden-
teilen kann unterschiedlich sein. Vorteilhaft sind Aus-
führungen, bei denen jedem
Sci.rneidenpaar ein
besonderes Fasenpaar zugeordnet ist. Dies erleichtert
die Instandhältung ganz
wesenilich. Die Durch-
messerunterschiede
sind so zu wählen, daß mit wirt-
schaftlicher Schnittgesc,hwindigkeit gearbeitet
werden
kann. Es wird angestrebt, mit konstanter Drehzahl
zu bohren, da
jeder
Drehzahlwechsel während des
ArbeitensVerlustzeiten bringt. Zwischen den einzelnen
Schneidenteilen ist' - auf die Längsrictrtung bezogen
-
jeweils
so viel Raum zu lassen, daß genügend
Auslauf
für den Sdrleifkörper vorhanden ist.
Das einfachste Programmwerkzeug
stellt der Mehr-
fasenbohrer dar (äbb,
I), Er wird voruugsweise zur
Herstellung von Sdrraubenkopfsenkungen
verwendet.
Besonderes Kennzeidren dieses Werkzeuges ist das am
kleinen Durchmesser
bis zum Schaft hin verlaufende
auf Nennmaß sdron vom Hersteller gesctrliffene
Fasen-
paar.
Beim Nachsdrärfen biauchen nur die Freifläc*ren
der beiden Hauptschneiden
angesahliff,en zu werden,
jedoch
die Fasen am kleinen Durchmesser nichr an-
greifen.
Man hat bisweilen audr normale Spiralbohrer
abgesetzt, d. h. eine Stufe angebraclrt. Beim Nach-
schleifen mußte man dann aber die ganze
Stufe
abtrennen und neu absetzen.
In der Weiterentwicklung
des Mehrfasenbohrers ent-
stehen Programmwerkzeuge,
die aus dem vollen
Schnellstahlwerkstoff herausgearbeitet sind und zur
Herstellung von hintereinanderliegenden
Bohrunlen,
die teilweise mit Gewinde versehen sind. dienen
(Abb.2), Der ganze
Satz umfaßt drei Werkzeuge; das
erste wird zum Vorbohren, Aufbohren und Senken
gebraucht
und das zweite zum Reiben, Aufsenken,
Anfassen und Einsenken benötigt. Zum Schneiden des
Gewindes sind sdrließlich zwei Gewindebohrer mit
einem Sdraft zusammengefaßt, der mit Führungsteil
versehen ist.
Ahnliche Programmwerkzeuge sind in .4bb.
j
dar-
gestellt.
Es ist offensichtlid, daß diese Werkzeuge
außerorde4tlich
leistungsfähig sind. Wir sehen aber
auch, daß sie nur für ganz
be-
stimmte Bearbeitungsfälle verwen-
flet
werden können. Sie sind also
'
lverkstückgebunden.
Das ist der eine
Nachteil. Hinzu kommt, daß bei
evtl. Bruch das ganze
Werkzeug un-
brauchbar werden kann.
Es mußten also andere Lösungs:
wege gefunden
werden, wobei man
dann zur zusammengesetzten
Bau-
art gelangt.
Diese llterkzeuge wer-
den aus einzelnen Schneidenteilen
zusammengesetzt. Herstellung und
Instandhaltung wird dadurch ver-
einfacht, bei Ausfall einer Schneide
entsteht nur ein Teilverlust. Durclr Standardisierung
der einzelnen Bauelemente wird elne univergelle An-
wendung erreicht. Mit kleiner werdendem
Durdt-
messer irgeben sictr
jedoch Sdtwterlgkeiten,bei
der
Konstruktion, da man eine kraftschlissige Verbindung
der einzelnen Bauelemente fordert und dies nictrt so
leidrt zu verwirklidten ist.
Se'hr
gute Ergebnisse wurden mit den im VEB Dreh-
mäschinenwerk Leipzig entwid<elten
Programm-
werkzeugen erzielt, bei denen das Baukastenprinzip
zum Ausdrud< kommt
(Abb.4). Mit diesen Werk'
zeugen werden lehrenhaltige Bohrungen in Getriebe- |
kästen hergestellt. An der Stirnseite des Halters ist
ein Vorsdrneider eingesetzt. Nadr dem Vorbohren wird
mit nachfolgenden, hartmetallbestückten Bohr-
sdrneiden erweitert und die Bohrung aul Unterreib-
maß
gebracht. Es fotgt eine Scheibenreibahle zrir
fertigstellung der Bohrung. Zutar ist audt dleses
Werkzeug noctr stark werkstüd<gebunden, aber im
Vergleictr zur bisher tibli&en Arbeitsweise läßt sich
beim Einsatz derartiger Werkzeuge eine Steigerung
der Leistung von durdtsdtnittlicft 30 Prozent erreidlen.
Die Weiterentwicklung führt folgeridttig zu Pro-
grammwerkzeugen, bei denen die einzelnen Bau-
elemente standardisiert sind und wahlweise für eine
große Anzahl der verschiedensten. Bearbeitungsfälle
verwendet werden können.' Ein Ausführungsbeispiel
ist in ztbb.5
gezeigt. Das Werkzeug dient zum Auf-
bohren vorgearbeiteter oder vorgegossener Bohrun-
gen, Der sehr stabile Sdraft ist mit einem Durdtbrudt
versehen. in dem eine Anzahl standardisierter Sdtnei-
den aufgenommen und
geklemmt wird. Zwischen den
Einsätze4 liegen Distanzstüd<e. In diesem' Beispiel
wird mit einem zweischneidigen Flachmesser vor-
geschruppt, mit einer einsctrneidigen feinverstellbaren
Schneide nachgebohrt, mit einer zweiten feinverstell-
baren tertiggebohrt, dann die Kante
gebroctten
und
mit einem zweisctrneidigen Flachmesset
(entsprechenil
Bohrbilil Abb, 5 links oben) eine Einsenkung her-
gesteilt. Wird eine Bohrung von anderem Durdtmesser
und anderer Länge
gefordert, dann braucttt man nur
den Halter mit entsprechenden Einsätzen neu zu be-
sttld<en. Zum besseren Verständnis ist in Abb.6
nodtmals die bisher.übliche Arbeitsweise dargestellt'
Daraus
geht hervor, daß man zur Herstellung der
, Bohrung nach dem Bohrbild oben redtts fünt ver-
schiedene Werkzeuge einsetzen muß, an Stelle elnes
1
einzigen Programmwerkzeuges.
Diese Programmwerkzeuge können audr unter Ver-
wendung von Verlängerungshülsen zur Herstellung
mehrerer hintereinanderliegender Bohrungen benutzt
werden, wenn die Forderungen an die Lagegenauigkeit
nictrt zu hoch
gestellt sind. Das Arbeiten mit Werk-
zeugen dieser Bauart ist nattirlidr begrenzt, da mit
zunehmender Bohrtlefe' lange, unstabile Scttäfte ent-
stehen.'
ln iliesem Zusammenhong soll noch
eruöhnt werilen, ilaß ilte etfolg-
reiche Arbeit mit Progrornmuerk'
zeugen im VEB Drehmaschinenwerk
Leipzig in einer soziolistlschen
Arbeitsgemeinschaft, uelcher Bohr'
werker, Technologen und Betrlebs'
tuittelkonstrukteure ongehören,
ilurchgetrihrt wurde, In illeser
Arbeltsgemeinschoft ist auch das
lnstitut
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Werkzeugmaschinen,
Karl-Marx-Stodt, oertreten, Von
itriesem erhalten ilie Kollegen tn
einem Arbeitsprogranm lest
um-
rlssene Aufgoben. Dorin siü torr
allem Fmgen iler Stond'ard'islerung.,
enthalten, ilie
gelöst werden müsseni
ilamit ille Vorteile der Programm'
userkzeuge urtseiet Ind'ulfile' itt
aoller Breite zugute kommen. Die
Arbettsgeneinschaft wurd'e oorn
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Die diesjährige Wassersportsaison neigt sich ihr' em
Ende zu. Sicherlich haben ilie üergongenen Semmer-
tage d,em
,,nassen
Element" oiele neue Freund,e zu-
getührt, ilie sicf, nun aorgenornlnen haben, zur
kommenden Soison ein Boot zu erwerben. Doeh iler
Typenreichtum an Motoren unal Booten ist grap. Wie
soll rnan sich entschelden?
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Vielleicht können ilie
nachf olgenden Austührungen oon Hefin Dipl,-Ing.
J, DITTRICH ünteren Lesetn bei iler Auswaht behilf-
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llch sein. D. R.
Zunächst einige Worte über die kleinsten und bil-
llgsten Motorenaggregate filr Wasserwanderungen, die
Seitenbordmotore. Wegen ihres geringen
Gewidrts
und ihrer kleinen Leistung sind sie besonders für
Päddelboote (Faltbooie) geeignet,
An
größeren
Booten
(2.
B. Segelbooten) können sie als Hillsmotore vor
allem auf windstillen Wasserstraßen verwendet wer-
den. Ihr niedriges Gewicht und der geringe Platz-
bedarf sind für diesen Einsatzzwech besonders wichtige
Eigenschaf ten. Seit Jahren bewährte Seitenbordmotore
sind der
,,Tümmler'r
(1,5
PS) vom VEB Zentralwerk-
stätten Berlin und die
,,Nixe,,
(1,2ä PS) vom VEB
Schleifmaschinenwerk Berlin. Beide Motore sind
wassergekühlt und erhalten das Kühlwasser über eine
Mernbranpumpe, die beim
"Tümmler"
durch einen
Nod<en und bei der
,,Nixe" vom Kurbelgebäusedruck
betätigt wird. Der Kraftstoff wird in beiden Fällen
von einem oberhalb des Vergasers angebrachten
Kraftstoffbehälter zugeführt. Die Abgase werden über
dem Wasserspiegel durch einen Sdralldämpfer ins
Freie ausgestoßen.
Eine sehr interessante Neuentwicklüng ist der
,,Pfeil.,,
eine Variante des bekannten und bewährten Fahrrad-
hilfsmotors vom VEB Meßgeräte- und Armaturenwerk
Magdeburg,
Dieser Motor leistet etwa 1,5 PS, ist luftgekühlt und
arbeitet ohne Gebläse. Diese Kühlung ist natürlich
einfacher, billiger und auch betriebssic,herer als eine
Wasserkühlung mit Membranpumpe und braucht
während der Fahrt nicht ständig tiberwactrt zu wer-
den. In Magdeburg hat man ganz richtig erkgnnt, daß
ein Seitenbordmotor, der
ja
doch nur als Hilfsmotor
oder als Antriebsquelle für kleine und billige Boote
gedacht
ist, einfadr in der Wirkungsweise, fobust,
zuverlässig und billig sein muß. Auch dieser Motor
arbeitet mit Falltank und stößt die Abgase über
einen Schalldämpfer ins Freie oberhalb des Wasser-
spiegels aus. Vergleicheh wir die drei genannten
Typen miteinander, so zeigt sich, daß
,,Tümmler,,
(Abb.
1) und
,,Nixe"
(Abb. 2) etwas klarer und ge-
drungener aufgebaut sind, während der
,,pfeil,,
(Abb,
3) eine einfachere und ,,narrensichere,. Arbeits-
weise hat. Von Nachteil sind bei allen drei Typen
die starken Auspuff- und Ansauggeräusche. die durch
Verlegen der Auspuflöffnung unter die Wasserober-
fläc.he und deri Einbau eines Ansauggeräuschdämpfeis
weitgehend vermindert werden könnten.
Diejenigen Motorwassersportler, die größeren Wert
auf Fahrkomfort, Motorleistung und Fahrgeschwindig-
keit legen, haben allerdings nur die Wahl zwischen
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Abb. 2 Sc i t enbor dmöt or , , Ni x e" , 1, 25 P5
Abb. t Dcr
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oi nGm Motoi sdrl ouöboot
19
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einem Einbaumotor und einem Außenbord-Heckmotor,
deren Vor- und Nachteile in dem folgenden Abschnitt
besprochen werden sollen. Als Einbaumotor kann
jeder
Fahrzeugmotor verwendet werden.Es spielt hierbei keine
Rolle. ob der Motor nach dem Zwei- oder Viertakt-
verfahren arbeltet, ob er luft- oder wassergekühlt
ist oder ob er einen oder mehrere Zylinder hat. Wichtig
ist vor allem, daß er bei möglichst kleinem Gewicht
und göringem Raumbedarf eine möglichst hohe Nutz-
leistung abgibt. Bei einem Außenbord-Heckmotor
hingegen interessieren nur die Nutzleistung und das
Motorgewicht. Der Raumbedarf ist von unter-
geordneterBedeutung, da der Motor außerhalb der
Nutzfläche des Bootes angebracht ist. Der Einbau-
motor verringert mit seinem Raumbedarf nicht nur
den nutzbaren Raum des Bootes, sondern bildet auctr
eine nidrt zu überhörende Geräuschquelle, selbst wenn
er auf Gummifederelementen gelagert ist, denn.. die
Schwingungen von Motor und Getriebe werden
ebenso von Propellerwelle, Gestängen und Rohrleitun-
gen
auf den Bootskörper, der als Resonanzboden
wirkt, übertragen. Oftmals bereitet es auch einige
Schwierigkeiten, die Propellerwelle gegen das Wasser'
abzudichten. Das Boot wird durch Kraftstoff und öI
verunreinigt, und bei einer
größeren
Motormreparatur
muß der Motor erst mühevoll ausgebaut werden. Dem-
gegenüber
erhält der Außenbordmotor die volle Nutz-
fläctre des Bootes, w' eist eine größere Laufruhe auf
und Iäßt si'ch, ohne die Bootskörper umzubauen, an
versdriedenen Booten einsetzen. Eventuell notwendige
Reparaturen des Motors lassen sich ohne vorherige
umfangreiche Ausbauarbeiten in einer Werkstatt
durchführen. Bei industriell eingesetzten Booten be-
dingt eini Motorenreparatür ferner keine unproduk-
tive Liegezeit der Boote. Der Bootsboden muß nicht
angebohrt uierden, um die Propellerwelle hindurch-
zuführen. Kraftstoff- und öl-Leckmengen verunreini-
gen nicht das Boot, sondern fließen in das Wasser ab.
Betrachten wir nun das Fahrverhalten. Hier ist der
Außenbordmotor wieder klar im Vorteil. Während
das Boot mit Einbaumotor durch ein .vom Wasser
umströmtes Ruderblatt
gelenkt wird und dadurch
ziemlictr träge manövriert, wird das Boot bei Ver-
20
wendung eines Außenbordmotors direkt durch den
Propellerstrahl gelenkt und ist dadurch wesentlich
manövrierfähiger,
ja
es kann nahezu auf der Stelle ,
wenden.
Aus den vorangegangenen Ausführungen geht
wohl
hervor, daß der Außenbord-Heckmotor gegenüber
dem Einbaumotor so viele Vorztige aufweist, daß er
die empfehlenswerteste Antriebsquelle für Sportboote
darstellt. Deshalb ist bereits heute international zu
erkennen. daß Einbaumotore im allgemeinen erst ab
100 PS verwendet werden.
Die folgenden Absünitte sollen nun den z. Z. in der
DDR angebotenen Außenbord-Heckmotoren gewidmet
sein. Bereits seit mehreren Jahren wird der l?5-cm3-
Außenbordmot or, , Buday" aus der Vol ksrepubl i k
Ungarn importiert. Die Nennleistung dieses Zweitakt-
Motors wird vom Hersteller mit ?,5 PS angegeben. In-
folge dieser fi.ir einen Heckmotor ziemlich geringen
Leistung sollte der
,,Buday" zweckmäßigerweise nur
an sehr leichten Booten
gefahren
werden. Als nach-
teilig haben sich bei diesem Motortyp gewisse
ir{ängel
an der Seilstartautomatik und ein relativ hoher Kralt-
stoffverbrauch bemerkbar gemadlt. Außerdem werden
die Motcrengeräusche durch die dröhnende Blechver-
kleidung nidrt genügend gedämpft.
Da zwisdlen Motor
und Halterung keine Gummifederelemente angebracht
sind, werden die Motorsdrwingungen aul den Bootg-
körper übertragen, der sie lautstark den Insassen.ver-
mittelt. Durch die international in dieser Leistungs-
klasse nidrt übliüe Anordnung
4es
Kraftstoffbehälters
unter der Motorverkleidung muß von Zeit zu Zeit der
in einem Kanister mitgeführte Kraftstoff in den
Kraftstoffbehälter des Motors umgefüllt werden. Daß
dies nidlt gerade eine sehr saubere Angelegenheit ist,
braudrt nicht besonders erwähnt zu werden.
L
Abb. 5
Dos lsl dcr
"BD
I?I
Spodlllo.S'
vom VEB
Induslrlcwcrtc
[udrigrlcldc
Im Herbst des Jahres 1959 wurde vom VEB Zentral-
werkstätten Berlin mit dem
,,HB
126" (Abb. 4) der
erste in der DDR gefertigte Außenbord-Heckmotor auf
den Markt gebracht.
Er arbeitet nadr dem Zweitakt-
verfahren und leistet mit einem Hubraum von 125 cmg
4.5 PS bei einer Drehzahl von 4000 min-l. Der Kraft-
stoff wird bei diesem Motor durctr den im Kurbel-
gehäuse entstehenden Vorverdichtungsdruch aus einem
im Böot stehenden Kraftstoffkanister in den Vergaser
gepumpt. Wenngleich auch das Prinzipz der Druck-
förderung für Außenbord-Heckmotore international
angewandt wird, so bedarf doch die technische Aus-
führung in diesem Falle nodr einiger Verbesserungen.
So wird beispielsweise der Kraftstoff vor dem An-
lassen des Motors mittels eines Gummiballes in den
Vergaser gepumpt. Gegen diese Lösung ist zwar nidrts
einzuwenden, wenn der Gummi kraftstoffbeständig
ist, Da aber der verwendete Gummiball diese Eigen-
schaften nic' ht besitzt, können nadt .einiger Zeit hier-
durch Störungen der Kraftstofförderung eintreten.
Zur Regelung des Kraftstoffdruckes.ist in die Druck-
leitung ein Überdruclrventil eingebaut, durctr das das
übersdrtissige frischgasgemisdl entweicht. Diese
Lösung ist technisch sehr einfach,
ja
zu einfach, denn
bei
jeclem
Kolbenhub wird nicht nur Luft,
Äondern
auch Kraftstoffdampf und öl abgeblasen, Öas ver-
unreinigt ständtg das Boot und
gefährdet
die
Insassen, da unter Umständen ein achtlos weg-
geworfenes,
nachglühendes Streidrholz das aus-
strömende Gemisch entzünden kann, von der frag-
lidten Wirtschaftlichkeit der Anlage ganz abgesehen.
Der
,,HB
125" wird mit und ohne Verkleidung geliefert.
Die Verkleidung ist zweiteilig, das Oberteil besteht aus
glasfaserverstärktein
Polyesterharz, das Unterteil aus
Leichtmetallguß, Breite Kreise der Wassersportler
könnten sich allerdings diese Verkleidung etwas form-
vollendeter vorstellen.
Der VEB Industriewerke Ludwigsfelde zeigte auf der
diesjährigen Wassersportausstellunli in Berlin eine
interessante Neuentwid<lung, den Außenbord-Hedr-
motor
,,BD
1?5 Spadilla-S" (Abb, 5), Der Motor hat
einen Hubraum von 175 cms und leistet 10 PS bei
einer Drehzahl von 6500 min-l. Er wurde aus dem
im gleldren
Werk gefertigten,
bewährten Außenbord-
rennmotor
,,RM
175-Delphin,' entwickelt und arbeitet
wie dieser nach dem Zweitaktverfahren mit Einlaß-
drehsdrieher. Der Motor hat eine formschöne, zweitei-
lige Verkleidung, ist gegenüber
der Halterungteilweise
in Gummi gelagert
und arbeitet mit Drucktankanlage.
Da die Verkleidung vollständig aus Leldrtmetallguß
besteht, werden zwar die Motorengeräusche sehr gut
gedämpft,
aber das Gewicht des Motors ist mit 38 kg
gegenüber
dem internationalen Stand noctr etwas zu
hodr. Durctr Verwendung vön Kunststoff läßt sictr
dieser Nachteil
jedoch
beseitigen.
Leider haben alle drei beschriebenen Heckmotortypen
kein Wendegetriebe, wodürch die Manövrierfähigkeit
etwas eing€schränkt wird.
Den Wassersportler interessieren natitrlictr nldrt nur
die Motore, sondern auch die Boote, die mit ihnen
gefahren
werden können. Der Heckmotor kann seine
Wirtschaftli&keit erst an gleitfähigen
Booten be-
weisen. Um ein solches Boot aber mii Sictrerheit noctr
zum Gleiten bringen zu können, darf das Gesamt-
gewicht
des belasteten Bootes (in kp) nicht den Wert
30
\
Motorenleistung (in
PS) überschreiten, Liegt es
darüber, so kann das Boot nur als Verdrängungsboot
gefahren werden. Daran läßt. sich schon erkennen,
daß z, B, für den
,,HB 125" nur besonders leictrte Boote
geeignet
sind bzw. andere Boote mit diesem Motor
nicht zum Gleiten kommen können.
$ehr
gut geeignet
ist das Faltboot
,,Delphin
ll0" (Abb.6).
Das Kunststofr-
boot
,,Lipsi"
(Abb. 7) und das Leistenboot des VEB
Yachtwerft Be{lin Bind ebenfalls ftir diesen Motor zu
verwenden, können aber dabei nur als Verdrängungs-
boote gefahren werden und erreichen dementsprechend
geringe
Geschwindigkeiten. Auch der
,,Buday"
kann
an den beiden letztgenannten Booten eingesetzt wer-
den. Die Geschwindigkeiten werden etwas höher
(Fortsetzung aul Se,te 70)
'Abb,
6
"Dalphln
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vorführen. Durö Betöti gung ei ncr Dru*-
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fötigkoit und w.chselt outomqtisö dos Dio,
Mi l ci nem Mogori n von !6 Di os ous-
ge.üsl et, poßt di 6sär Di o-Weösl cr für di e
Di c-Proj ektoren,Aspel tor 150' und,,Aspek-
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Dos i st di o Gummi kl i schee-Ei npaB. und An,
drudrmosdri ne, Model l 70. Si c stel l t ei n.
Neuentwi ckl ung vom VEB Drudmsöi nen.
werk l al pzi g dor und fl ndel i n Fqdttrel sen
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Di e nauen fol tbor.n l (uni tfoser-Tonk5 hoben i hre Bowöhrungr.
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berei ts bestonden. Bci m Ei nsotz l ür di e Tri nkwosi el yar5er.
gung i n Kol ostrophengebi el en, rur Brondbckömpfung sowi e ol s
Fl üssi gkei tsbehöl tcr hoben si c si ch bewöhrt. Ei n sol öor Fsl ttonk
ni t 1500 | Fossungsvcrmögen hot tusommengel cgt i n ei ner groBcn
Aktentqsöe Pl ol z und wi egt ei nsöl i eBl i rh di ercr Tqsdrc nur l i l kc.
Nun genügt j eder
Losl kroftwogen, um ci nen oder mhrerc
Ae.
f ül l t aFo| t t onk gz umBc s t i mmungs or t z ubl i ngen
Wei t i st di e Industfi al i si erung der Vol ksrepubl i k Rumöni en noch
dem 2. Wel tk.i eg vorgesdrri tten. l m Wert,,Wossi l i l (ol orow" l n
VErnq werden bei spi el swci se u.
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Vcrbrennungsmol oran her-
gestel l t. Dos Foto !ei gl Mi tgl i cder ci ner ousgerci chneten
Bri gade bei der Montage von Di csel motoren (Mi ttc raöts).
Dos i st Di enst om Kunden. Ei n westdaul söer Tonkstel l enbesi kar
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dör Nodrt ousgeht, i n ei nem kl ei nen Sörönköen i n Pl ästi k"
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Jtondan dl G Erzcugni rsc dar versöl edenen
Zwci gc dcr Moschi nenbous. Di c Mcsse
führte ol l en dautl i ö vor Augen, zu wcl -
chcn Lcl rtungen di e Industrl e der Lönder
dsr sozi ol i sti rchcn Logers bei ei ner sozi o.
l l tti 3ch.n Arbci tstol l ung föhi g i rt. Di e
Int rnoti onol c Absti müung und Spezi ol i -
sl crung dcr Produktl on, di e l ongl rl sti gen
Vertröge dsr gegonrai ti gen Wl rtsöofts-
hi l l e und der Hondal roustqusches l rogcn
l n sl l en Löndcrn rei te Früdrte. 5o
l ei gt dl 6 Vol ksropubl i t Pol en Produkte des
Mosölncnbour von hoham technlsdrem
Stond. Bcl dcr i ntarooti onol en Arb6i tstei -
l ung tonranttl art sl ch dl c Antei l nohma
Pol enr bcronders ouf dcn Bou von i ndu-
strl el l cn Gesomtei nrl cl rtungen, Hodrsce-
sdri ftcn, Ei senbohnfohrzcugen, gGwi .3en
Typcn
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Vercrbcitun!s-, Bergwcrks',
StroEonbou- und Eoumoschi n€n. dcr wai te-
rcn ouf versdri edena l ondwl rtschoftl i öc
Mosdri nan und Popi erherstel l ungsmosöi -
nan.
Er irt beodrtcnswcrt, doB söon im loufsn'
dan Johre di c Ausfuhr von Mosäl n€n und
tadlni3dlen Einrlötungen 40 Ptorent d33
polnlrchen G.smtcxports ,noch dan Mlt-
gl l edsl öndern dcs Roter dcr Gegensel ti gen
Wl rtrchoftshl l fc ousmochen wi rd. Di cser Er-
fol g dar Vol krrcpubl i k Pol en i st ei n Erfol g
dcs geromtcn tozi ol l sti l chen i ogers.
Dlc
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ökonomisclren Erfolge der sorio-
Itsti *fi en Lönder 3pi egel ten si dr i n den
Kol l ekti vousstel l ungen onschoul i dr wi dcr
und bcwei scn di e Ubcrl eganhei t d€3 so:i o-
l l stl sdren Wel tsyctems. Dos hoben ouö di e
Aur3tcl l er our dcn mel stEn kopi tol i 3ti söon
Löndern crkonnt. .Wurden
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und Lebens-
mlttelindustriG beschld<t, so woren
jetzl
vl cl c Ausstel l cr mi t Erreugni ssen des Mo-
sdrlnenbqus und der elektrotechnischen
l ndurtrl e vertteten. Di e ousgcstel l ten Expc-
not. dcr kopi tol i sti söen Untcrnehmer
zel gten, doß mon si ch oul di e Mösse gut
vorb3reitet hotte. Auch dlese Einschötrung
der Messe durö dl e Untörnehmer und
Koufl cutc d€r kopi tol i 3ti schen Löndcr i sl
ei n übefl €ugGnder Bewei s der Störke det
i ozi ol l stl söen Wel tsystems.

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Groe irt dos Angcbot
pol nl sörr Wcrl taug-
mordrlncn, ron dcncn
i m Johrc 1959 rum
cnton Mol libar 20 000
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Aggrrgot-Wrrkcug.
rncrdrincn LR I und
LR I rom ZGntrolcn
|(onstrulllonrbüro
Prusrkor, Worröou,
sind fllr dic Ecorbcl-
lung Yon Motorcn-
gchöurcn und Gchöusc.
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Mosölnen wurdcn mth
d.m Boukostrnpri nri p
gcfGrtlgt und lönncn
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mit mchrercn A?baitr-
göngan beorbci tcn.
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und Rcvol ycrdrchbänkan oudr Rcvol vardreh.
outomot.n, ro di c Typc ATI-10, Dcr Automot
l l l hrt sömtl l chr Drchorbcl tcn cowh dür Fröscn
von Nutan und dor Grwlndastrchlcn unt.r Vrr-
wcndung rl ncr l (opi crci nrl drl ung sur.
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ni s 1 I t üöe.i ,l ort;l l wcfden, Für di e Grovur ci gncn si dr Zi nk, Mongon,
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Löndcrn dcs sozi ol i stl sdrcn Logerr
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ci acr sl öndi g stei gand.n Bel i cbt.
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Ei nen moderncn vi croösi gcn Straßenbohn-Tri ebrdgen sl el l ton
dic Konstrultcure und A.beilcr ou; Chorrow vor, Dcr Triabwogen
err.idtt .ina Hööslgasöwindigteit
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6il lrn/h und beritrl 2l
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l s€rgerl cfi t tt t.
Dos betonnta Wortburg-Coup6 ni t sei nem 900-cmrl Drol zyl i nder-
Zwoitoltmotor von 3! PS bol 4000 U/min, Normvarbrouch 7,! bit
9,5 l /100 l m, Spi ttengesdrwi ndi gkai t t15 l m/h, ou:gczci drnet ol s
söönstcr WcAcn sei ner
(l ossc,
fcnd i n Pornori gro8c Anerken.
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Dl c Rsdi oi ndusl ri . Vol ki pol ens rcl gt€ u, o. di caon Korruerl -
Stereorodi oopporot ml t 5 Wcl l enberei drcn, ci nar Ul trol urrwcl l e
und l i nef Doppal .Färri l ontcnne. Mi t I Loul rprcdr.rn und el nem
Kl cngragl rtcr ourgrstol tel , antspri cht di escs Gcrüt ol l en Anfor.
dcl ungcn,
Schr rci chhol ti g i st da! Ang€bot von pol ni rcl tcn Motor?ödcrn.
Di c Metol l wcrkc i n Xi cl cc sl cl l en di G Motorröder WK5.!25 cm;l
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cmr her. Der Typ l 0 WXS.l l t cm:r hct ei nen Ei nryl i nder.
Zweiloltmoto. von 6,5 PS Llirtung bei {t00 U/nin, leergewlöt
105 kg, mor. Zul odung 150 l g, Hödrstge:öwl ndi gkei t t6 km/h,
Kroflstotfverbrcuch 3,2 l/f00 km,
Chrysl cr,,Vol l ont", ai n omeri koni rcher Kl ei nwogen, 6' Zyl i nder-
Vi artol tmotor, Hödrstgesdrwi ndi gkei t !60 km/h, Normverbrouch
I t l / 100 km.
28
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ni sdrcn Dot6n: Yi arzyl i nder.Kur:hubmotor,
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bci 4600 U/mi n,
Vcrdidrlung E,5 : l, Höörtgcschwindigkcit t3O km/h, Xroftstoft.
normverbrouö 9 l /t00 km.
Das Eri cofon ron der schwedi söen Fi rmq Eri qs.
Jon i st €i ne Wei l orentwi ckl ung dcs gebröuch-
l i öen Tel efons. Der Apporot und der Hörcr
bi l den ci ne Ei nhei t, Dos Eri col on i sl besondcrs
l ei cht und sehr formsdrön und i n hal l en
postel l -
torban hergei tel l l . Au8erdem i st di aser Gei öt
mi t ei n6m neuen Mi krofon ousgcrüsl ct, dss di a
Sti mmr notürl i ö wi edcrgi bt und ni öt wl .
bci m gebröuöl i öen
Tel al on ent3tel l t. Bei m
Anheben des Eri cofons wi rd ei n rentrol cr Knopf
o! der Wöhl schei bc frci , wos dem fri l hcren
Abhebcn des Hörers cntspri öt.
Dic Kroltfohrzeugindurtric irt ciner dcr
Jün9.
3tan Zwaigc dcr pclnisöen
Volkswirtsdoll und
hot dodr sdron gro8e Erfolge. Dle polnistc
Xroftwogcnindustrir stelltc M(roftwqgGnlyp€n
ous..D€r liGfarwogen
,A0!ZU(, troi cine Trog:
föhigkcit von 9ül kg und ist filr Trcnsportc von
Klcinlcdungcn b€stimmt. Krattstoffvcrbraucfi
1,,1 11100 km, Hödrstgcsdrwindigkcit 95 kn/h,
Eigengcwiöt t350 kg.
Ronqul t stel l te sei ne
"Fl <i rl de{
vor, Motor
,Gor-
di ni Spcri al n, Vi erryl i nder-Vi ertol t,
845 cm3
Hubroum, 40 PS bei 5000 U/mi n, wohl wci se l -
und l -Gong-Getri eba, obnehmbcres Dodr,
Normverbrouch
6,9 l r' t00 km.
4'
tEorlu00B
Zur z,eit entstehen in mehreren Städten unserer
Republik im Auftrage und untqr Anleitung der Deut-
schen Bauakademie und der Forschungsgemeinschaft
,,Großblockbauweise"
Muster- und Experimental-
bauten.
Geht man in Leipzig durch den Viertelsweg, sieht man
einen Neubau. der sich schon rein äußerlich von den
tibrigen unterscheidet. Schon sein farbenfreudiges
Außeres,
gelbe Fassade, blaue Kästen an den l'enster-
brüstungen und graues Dach, ziehen den Blick an.
Das ist der Experimentalbau Q 6 B. Die 32 Wohnungs-
einheiten
-
2- und 21/r-Zimmer-Wohnungen
-
die hier
in den letzten Monaten entstanden, wurden zum Teil
nach völlig neuen Konstquktionen und neuartigen
Technologien errichtet. Ein besonderer Vorteil dieses
Typs ist u. a., daß es bei ihm möglich ist, nur durdr
Versetzen eines Türblocks aus der 2- und 2llr-Zimmer-
Wohnung, die
jetzt
in einem Geschoß liegen, eine 1-
und 3r/rZimmer-Wohnung zu machen.
Erstmalig wurden bei dlesem Bau putzfertige Außen-
und Innenwandblöcke montiert. So kann das Putzen
auf der Baustelle eingespart werden, und die Wände
brauchen nicht auszutrocknen, sondern können sofort
tapeziert werden. Die Türblöcke haben ln der Ferti-
gung Stahlblechzargen erhalten, die sowohl als Be-
wehrung wie auch als Türfutter dienen. Dadurch hat
der Tischler nicht mehr so viel Arbeit und kann die
Türen ohne weitere Vorarbeiten direkt in die Zargen
einhängen. Die Deckenfertigteile werden gleichfalls
putzfertig angeliefert, so daß nur noch die Fugen
verstriehen werden. Besonders interessant slnd die
Außenwände. Während fri.lher ein Brüstungsblock, ein
Fenstergewände und ein Sturzblock montiert werden
mußten, wird
jetzt
statt drei Teile nur noch ein
großes
30
+-
I
Nur durdr Vlrtr|lan clnar Türblodrar
lonn dfa 2. und 2lrZlmmrr.Wohnung ln
cln. t- und lt/r-Iimmcr-Wohnung tor-
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lm Mittol rlnc
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drm Aorbrtonlrrrn drr Sto!.
fugrn rrrl ol tt.'
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' ' r . l l
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Paneel montiert, in dem schon das Fenstel elngesetzt
ist. Das Paneel ist eine Holzrahmenkonslrftl){tion mit
einer Fflllung aus Schaumstoff (zur \trärmrisolierung)
und einer Kunststoffbeplankung. Das hic|Iiir ver-
wendete Melacart ist sehr farbenfroh und außer-
ordentlich widerstandsfähig, Es hält viel lä1]!{er als
Putz. Die großen,
hellen FEnster sind so korrstruiert.
dsß sie beim Öffnen gedreh*
und auch
gekipp{
wer-
den können.
Die nichttragenden Trennwände sind au$ groß-
Ilächigen geschoßhohen
Fertigteilen. Da die Schorn.,
steine glelchfalls
aus Fertigteilen bestehen, lst für rlen
ganzen
Bau nlcht ein einziger Ziegel mehr erford()r-
lich. Auch für das Dach wer$en keine Dachziegcl
verwendet, da es aus großflächigen
Betonelement|ü
besteht. Den Vätern dieses Experimentalbaues ging
es aber nicht nur darum, eine höhere Arbeitsproduk^
tivität bei den Bauarbeiten zu erreichen. sondern sr{
13. ?O n
rhachten sich auch Gedanken über eine höhere Wohn-
kul tur und besonders darüber, wi e di e Arbei t der
Frauen erl ei chtert werden kann. So besi tzen Wohn-
und Ki nderzi mmer ei nen gemei nsamen
Ofen, der vom
Fl ur aus gehei zt wi rd. Modernd' Ei nbauküchen. ei n-
gebaute
Schränke für Besen, Schuhe usw. gehören
rur Wohnungsausstattung. Di e Waschküche i m Kei l er
j st
mi t Waschmaschi ne, Warmwasserspei cher und
' l .rockenschl euder
ausgestattet. Auch' ei n Raum für
Ki nderwagen und Fahmäder wurde ni i ht vergessen.
I:l i ne ei ngel rende Anal yse di eses
.
Experi mental baues
i rrtd di e Vr;r' :;ehl äge der Mi eter werden di e Gruncl -
l r,.gen bi l dr,ü l i i r den neuen Wohnungstyp.
Mi t di eser :,,' l .i hode der peutschen
Bauakademi e, di e
{)ro!l s6q. i i cs Wohnungsbäues i n der Praxi s zu l ösen. \
ii'll'it',,'rl *ä:*?i:*iH#]*ä"i,""'"l::l'n
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Kronflihrcr und Mont ur. bcrtimmGn
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wl rd ou3 6,l t m l ong.n und 1,20 m
brelten Fcrligtcll.n monti.rl,
Dar slö selbsttrogandr Dodr b.nötlgt
k.lna Untcrtonrtrultion. E bcstcht ou3
Kors6tt.nplott.n, dir sur hochw.rtlg.m
Ecton hcrgcstclll slnd. Dcr Doödc*cr
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Yon Fronk L. H: Rl Ent
.seitdem
wir in der DDR in genügendem Maße über
radioaktive Isotope verfügen, werden immer mehr
Möglichkeiten der Anwendung solcher Stoffe in
Wissenschaft und Technik ausgenutzt. Auch die Bio-
logen und Landwirtschaftswissensdhaftler schenken
den
,,Isotopenmethoden"
mit Recht immer größele
Beachtung, Die Lösung der ökonomischen Haupt-
aufgabe stellt auch an die landwirtschaftliche Pro-
duktion sehr hohe Anforderungen, die mit den bis-
herigen Methoden nicht mehr erfüllt werden können.
Wenn wir Westdeutschland im wirtschaftlichen
Wettstreit auf dem Gebiet der Landwirtschaft über-
flügeln wollen, dann mtissen die Erträge unserer
Felder und Ställe sehr rasch anwachsen, Da
jedoch
in unserem dlchtbesiedelten Land schon fast
jedes
Stück freie Erde
genutzt
wird; gilt es, din Boden
besser zu bearbeiten sowie rationellere Methoden
des Feldbaues, der Viehwirtschaft und der Pflanzen-
und Tierzucht zu finden. Durch den Zusammensdrluß
der Bauern zu Produktionsgenossenscheften besteht
zum erstenmal in der Geschichte der deutschen Land-
wirtschaft die Möglichkeit, solche neuen Produktions-
formen überall anzuwenden.
Es ist
.
Aufgabe der Wissenschaftier, die Lebens-
prozesse
der Pflanzen und Tiere. immer besser
kennenzulernen und damit dem Landwirt Mittel in
die Hand zu geben, die es ihm ermöglichen, Wachs-
tum und Entwicklung der Feldkulturen und Vieh-
bestände planvoll zu beeinflussen, Wer richtig düngen
will, muß eben die Zusammenset?ung und die Eigen-
schaften des Bodens kennen; er muß wissen, welches
Düngemittel
jeweils
verwendet werden muß und wie
es in den Boden zu bringen ist, damit es die Pflanze
gut
ausnutzen kann. Das Wachstum der Pflanzen läßt
sich nur beeinflussen. wenn man weiß. wie sich die
Pflanze ernährt. und wie sie aus Nährstoffen
Speicherstoffe aufbaut.
Eine rationelle Viehfütterung erfordert schließlich
eingehende Kenntnisse der Gesetzmäßigkeiten der
Tierernährung. Auf allen
genannten
Gebieten und
bei der Lösung vieler anderer Probleme haben
radioaktive Isotope der Forschung gute
Dienste
gel€istet.
Bevor wir einige charakteristische Beispiele aus der
großen
z,ahl der Möglichkeiten zur Isotopen-
anwendung kennenlernen, wollen wir uns mit weni-
gen
Sätzen ins Gedächtnis zurückrufen, was wir über
Isotope wissen:
In
jedem
Element kommen verschiedene Atomarten
vor. Sie besitzen alle die
gleichen chemischen .Eigen-
schaften, unterscheiden sich
jedoch
durch ihrb Masse,
da ihre Kerne verschieden viele Neutronen enthalten.
' Solche
Kernarten eines Elements nennt man Isotope.
Durch Bestrahlung von Elementen in Keinreaktoren
(2.
T, auch mit anderen kerntechnischen Anlagen) er-
' hält
man künstliche Isotope, die in der Natur nicht
vorkommen. Sie sind meist radioaktiv,
-d.
h, ihre
Ätome senden Strahlen aus, an denen man sie er-
)
kennen kann. Jeder wird verstehen, daß solche
strahlenden Atome von Stoffen, die in den Lebens-
prozessen
eine wichtige Rolle spielen, wie Kohlen-
stoff, Phosphor und Schwefel, in der Hand des
Wissenschaftlers zu idealen
,,Kundschaftern im Orga-
nismus" werden können.
Die Grundlage
jeder pflanzlichen
Produktion ist die
Assimilation (Photosynthese).1
Bei diesen Prozessen
nimmt die grüne Pflanze Kohlendioxyd aus der Luit
auf und baut daraus zusammen mit Wasser, welches
$ie' dem Boden entzieht, Kohlenhydrate auf.
Außerdem entsteht bei der Photosynthese noch freier
Sauerstoff, der von der Pflanze ausgeschieden wird.
Die Fachleute waren schon längst darüber einig, daß
z. B. ein so kqmplizierter Stoff wie der Trauben-
zuckm in der Pflanze unmöglich durch einen einzigen
chemischen Vorgang entstehen kann. Es muß also
Zwischenprodukte geben, deren Kenntnis außer-
ordentlich aufschlußreich wäre. Allerdings gab
es
früher kaum eine Möglichkeit, solche
,,Primär-
produkte der Photosynthese,. in den Blättern nach-
zuweisen.
Hier hat nun die Isotopentechnik dem Forscher ein
elegantes Mittel in die Hand gegeben. Er braucht
Jetzt
nur seine Pflanzen.in einer ,allseitig hermetisctr
geschlossenen
Kabine einer Atmosphäre auszusetzen,
die
,,markiertes"
Kohlendioxyd enthält, d. h. Kohlen-
dioxyd, dessen MoleküIe z. T. radioaktiven Kohlen-
stofr-I4 (r'lC)*
statt des normalen Kohlenstoffs ent-
halten und dadurch kenntlich gemacht
sind. In der
Formel drückt man das so aus:
raCOz
r
Vgl, hierzu auch den Beitrag ,,photosynthese
-
teicht
verständl i ch" i n ,,Jugend und Techni k*,
geft
8i 1960,
*
Kohlenstoff-l4 ist'das Kohlendtoffisotop mit dem Atom-
gewidrt
14.
33
})ii,anzen
mit Calcium-45 und andere mit Rubidium-86
-behandelt,
Nach Ablauf einer bestimmten Zeit
preßt
man die Pflanzen und legt sie auf einen Röntgenfilm'
wobei man daftir allerdings sorgen muß, daß das
Lictrt i<einen Zutritt hat' Der Film wird nun durch
diejeligen Pflanzenteile am stärksten
geschwärzt'
die den größten Anteil des
jeweiligen Radioisotops
aufgenommen haben. In der Kontaktkople
(rsgl. ilie
Abb, 2) ersctreinen diese Stellen dann natürlidr hell'
Die Abbildungen zeigen deutlidr, daß sidt das CaI-
cium vor allem in den älteren Blättern anreichert,
während man das Alkalimetall Rubidium' das in
seinen Eigensdraften dem Kalium ähnlich ist' vor
allem in den
jüngsten Blättern
(an der Sproßspitze)
wiederfindet.
Eine sehr lnteressante Rad,iografle zeigt uns äb-
bililung 3; Das besonders hell ersdtelnende Blatt der
Versuöspflanze wurde mit der Lösung eines radio-
aktiv markierten Nährsalzes behandelt' Man sieht'
daß der radioaktive Stoff aydr in den
jungen Blättern
an der Sproßspltze erscheint' Dies ist ein eindeutiger
Beweis dafür, daß die Pflanzen nidrt nur durch die
Wurzeln, wie man früher allgemein
glaubte, sondern
auch
.duich
die Btätter Nährsalze aufnehmen können'
Bisher haben wir nur davon
gesprodren' daß die
Radioaktivität zur Markierung bestimmter Stoffe
ausgenutzt wird, deren Weg man im Organismus ver-
In einer sogenannten Glove-Box (Abb, 1) wir,l die
Versuchspflanze kurz belichtet. Danach wirtl die
Substanz der Blätter einer sorgfältigen Ai,;tlyse
unterzogen, wobei man feststellt, welche Verbi
"':lun-
gen radioaktiv sind. Diese Verbindungen könner nur
Produkte der Photosynthese sein, da sie in der kr.:izen
Zeit gebildet wurden, in der die Pflanze dem :,icht
ausgesetzt war. Je kürzer dabei belichtet wird, um
so ursprünglicher müssen die in dieser Zeit ent'
standenen Substanzen sein. Die Gefahr der Verweclts-
lung mit anderen, rein zufällig anwesenden Stofien
besteht nicht, da die Produkte der Photosynthese
,,radioaktiv
markiert" sind.
Auf ähnlidre Weise lassen sich natürlich auch andere
Stoffwedrselprozesse verfolgen. So ist es z. ]:4. mög-
lich, Versudrspflanzen mit radioaktiver Phosphat-
Iösung zu düngen, deren Moleküle durch Phosi:hor-32
(32P) gekennzeidrnet sind, z. B. Ka32POr. Arrf diese
Weise kann man exakt verfolgen, in weldte
Pflanzenprodukte der. Phosphor eingebaut wird. Wäre
dieser nidrt radioaktiv, so
gäbe es keine Mögli&keit,
den Phosphor aus dem Versuchsdünger von anderen
Phosphoratomen zu unterscheiden. Bei den bis
jetzt
genannten Methoden muß man den Grad der Radio-
aktivität der untersudrten Stoffe mit komplizierteri
Kernstrahlungsmeßgeräten bestimmen. Das be-
kannteste Anzeigegerät ist wohl das Geiger-Müller-
Zählrohr.
Es gibt aber rloctr eine andere, viel einfadrere Möglieh-
keit zum Nadrweis der radioaktiven Strahlung: Jeder
weiß, daß die Kernstrahlung fotogratisdte Emulsionen
sctrwärzt. Diese Eigenschalt nutzt man mit der Me-
thode der
,,Autoradiografie"
aus. Bei Untersuchungen
über die Aufnahme versdriedener Nährstoffe aus dem
Boden zieht man die Pflanzen mit einer Nährlösung
auf, die das interessierende Element als radioaktives
Isotop erhält, So werden beispielsweise Erbsen-
3{
Abb. 5 Sondhulturv.ßudt. V. l. n, r,: unbehsndeltc Kontrollpllon_
zcn, Pllonrcn,
dercn Nöhrlösung in gcringcrcr
und In grögerer
lonrcntrotion Phorphor.32 rugeselrt wurd-,
fol gen wi l l . Man kann aber auch di e Wi rku4g der
Kernstrahl ung
sel bst prakti sch
nutzbar macfrbn.
i st heute al l gemei n bekannt, daß di e Kernstrahl urg
auf l ebende Gewebe sdrädi gend
wi rkt. wobei das
Ausmaß der. Schädi gung von der verabrei chten
Strahlendosis abhängig ist. Dabei ist es gleictrgültig,
ob z. B. die Pflanze durctr eine außerhalü ihres Or_
gani smus
l i egende Strahl enquel l e oder von i nnen her
durch aufgenommene radioaktive Substanzen bestrahlt
wi rd.
Die Schädigung einer Keimpflanze durch auf-
genommene (,,i nkorpori erte,.)
radi oakti ve Substanzen
zei gt Abb.4. Auf der fotografi scl en
Schi cht haben si ctr
fünf Keimpflänzchen abgebildet, deren Samenkbrner
mit untersdliedliclren -
von links nach rechts stärker
werdenden
*
Koni entrati onen ei ner Lösung von radi o-
akti vem Phosphor-32 behandel t wurden.- Al l e fünf
Keimpflänzdren
sind gleichaltrig.
Man sieht deuflich.
daß di ej eni gen Pfl anzen i n i hrem Wachstum am
stärksten g€hemmt
sind, die die größte
Menge
phos-
phor-32
aufgenommen
haben.
Dosi ert man.nun bei spi el swei se ei ne Nährl ösung mi t
einer verhältnismäßig geringen,
nicht wachitum_
hindernden Menge radioaktiven
phosphors,
so können
die radioaktiven Phosphoratome in die Chromosomen
der Geschlechtszellen eingebaut werden, die bekannt-
l i ch wi chti ge Träger der Erbanl agen si nd. Di e Chro-
mosornen werden auf di ese Wei se von i nnen her
bestrahl t, Auf di ese Wei se errei ctrt man pl ötzl i che
Veränderungen
der Erbeigenschaften. die man als
Mutati onen bezei ctrnet.
.Der
pfl anzenzüchter
erhäl t
somit die Möglichkeit, aus der Nactrkommensctraft
derart behandel ter Pfl anzen di ej eni gen zur Wei ter-
)
Abb.
-C
Ährcnmltbildungrn
bci Sommcrgcrtl. nodr B.hondlung
mft Phorphor,t2.
Dopprlührc (obcnt,
rdrlrtige Ahrcn
luntonl.
züchtung auszuwählen, bei denen durch Mutationen
z. B. wirtschaftlich günstige
Erbeigensctraften
auf-
getreten
sind. Die günstigste
Konzentration für die
radioaktive Nährlösung, mit der die Versuctrspflanzen
zu behandeln sind, muß durch langwierigeVorversuche ,
ermittelt werden. DIe Abbildung S zeigt Ergebnisse
derartiger Vorversuche, während die ,ll.bb, 6 eine
Reihe von mißgebildeten Ahren der Sommergerste
zeigt, die auf die eben geschilderte
Weise entstanden
sind. Solche Ahrenmißbildungen
in der behandelten
Generation deuten immer darauf hin, daß Mutationen
aufgetreten sind, die sich in der Nachkommenschaft
zeigen. Auf Abbilitung Z erkennt auctr der Laie
chlorophyllfreie
bleidre Keimlinge, die durch Mutation
entstanden sind.
Obgleidr im Rahmen dieses Beitrages aus der FüIle
der Möglichkeiten
nur wenlge Beispiele für die An-
wendungi der Radioisotope in der biologischen For-
schung angeführt werden konnten, wird doch schon
ersicltlich, welche wirksame Waffe im Kampf um
höhere Erträge der landwirtschafilichen Forschung mit
den radiöaktiven Stoffen in die Hand gegeben
ist.
Es wurde aber auclr deutlich, welche ungeähnten
per-
spektiven die friedliche Anwendung
der Kernenergie
der sozialistisdren Landwirtschaft zp bieten vermag.
Früher glaubten die Menschen, daß Kriege unvermeid-
bar seien, daß der allgemeine Friede eine Illusion sei.
Bis zu einem gewissen Zeitpunkt war auch dies er-
klärbar, denn die Menschheit war noch nicht
,,reif"
genug, um dem Krieg ein für allemal ein Ende zu
bereiten. Nach der Oktoberrevolution von 1917 aber,
nachdem die Gesellsdraft eines neuen Typs entstanden
war, wurden auch Frieden und Koexistenz zu einer
Forderung der Zeit. Es gibt Kräfte, die nach wie vor
gegen die Errichtung eines dauerhaften Friedens,
gegen die Abrüstung, gegen die Koexistenz Sturm
laufen. Diese Kräfte repräsentieren
jedoch
ein altes
und morsches, ein überlebtes Zeitalter.
Zu allen Zeiten verstanden die besten Köpfe sehr
wohl, wie unmenschlich, widernatürlich und sinnlos
Kriege sind. War aber früher def allgemeine Frieden
nur ein Traum, so gilt es
jetzt,
nicht zu träumen,
sondern zu handeln, denn von. der Lösung dieser
Frage hängt das weitere Schicksal der Zivilisation, das
Schicksal der Menschheit ab.
Im Westen behaupten
gewisse Leute, die von der
Sowjetunion unterbreiteten Friedens- und Abrüstungs-
vorschläge seien ebenso wie die Idee der Koexistenz
zwischen Staaten mit unterschiedlicher Gesellschafts-
und Wirtschaftsordnung nichts als Propaganda, nichts
als ein taktischer Schachzug. Mehr als dies, einige
von ihnen versuchen sogar, den Beweis dafür zu er-
bringen, daß die Kommunisten nie zuvor Probleme des
Friedens und der Abrüstung aufgerollt hätten.
Die Theoretiker und Staatsmänner des Sozialismus
aus der Gegenwart und Vergangenheit sind schon
immer für eine friedliche Koexistenz eingetreten und
haben ihre ganze Kraft für den Kampf um den Frie-
den eingesetzt. So begründeten die Schöpfer des
Marxismus, Marx und Engels, schon in ihren Werken
die Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz.
,Scit
lüntundrwonzig Jchrcn rilstGt gonr Europc in bisher
uncrhörtcm Mo8, Jcdcr Gro8rloqt ruöl dam sndcren dcn
Rong cbruloufan ln Krlcgsmoöt und KricgsbGr.ils6qtt.
D.utrölond, Franlrciö, RuBlcnd .rsdröptcn sldr In An-
36
strangungcn, cins dos ondcre ru übarbicten , , , Gibt rs
denn kcinen Aulweg oul dieser Soclgossc, ou8er durö
ei ncn Vcrni ötudgsl ri cA, wi s i hn dl c Wcl t nodr ni drt
gcschen hotl l ch bchouptc: di a Abrl i stung und domi t di .
Gorontic d.' Friedcns ist möglidr, tlc lst sogor vcrhöltnis-
mö6ig leiöt duröführbor, und Deutsdrlond mehr olc cin
ondoro? ri yi l i sl crtcr Stoot hot ru i h.at Duröführung di a
Mo d r t wi c d i c Ba r u f u n g , " ( F r i c d r i c h En g a l s l
,,Abrüstung
ist das ldeal iles Sozialismus",
schrieb Lenin ein Jahr
.vor der Oktoberrevolution.
Ünd bereits am anderen Tag nach der Revolution
-
am 28. November 1917 (26. Oktober nach dem Julia-
nischen Kalender) wurden im ersten Dekret der
Sowjetregierung die neuen Grundsätze für das Gebiet
der internationalen Beziehungen umrissen. Schon in
den ersten Stunden seines Bestehens nahm der
Sowjetstaat den Kampf für den Völkerfrieden auf,
,Unscrc
Losung wot und bl ci bt di qscl bc: l ri edl i drc t(o-
.ri rtcnr mi l al tan Rcgi erungcn, wi c i mmer si e ouö sci n
mögcn. Di c Wi rtl i ökci t tGl b3t hdt uns ünd di c ondaren
Sloot.n an dic Notwrndigkcit harcngeführt, doucrhoftc
Bcrichungcn rwlsöen dor Arbcitcrund-Boucrn-ßcAierung
und dcn Lcpitolistisö.n RcgiatungGn tt artichtcn.'
{ Wl a d i m i r
l l i i t s . h L q n i n l
I n sei ner Rede ouf der 14. Togung der UNO- Vol l '
ver somml ung sogl e C h r u s c h t s c how :
,lchrhund:rtalong
tröumlen dic Völkcr dovon, siö von
dcn Vcnlötungsmitllln d.3 KricAls zu b.ltal.n' Die bertan
Geistcr dcr Mcnsdrhclt, dlc bcdculondst:n Pcrönlidl-
kcit.n d.5 ätfcntliö.n Labcns, Stootsmünner und Pottal.n'
dle dcn Manröcn dcr Arbcit om nöösten {Ghcn, st.lltcn
und v.rfoölcn dic Forderung nodr Abrilstung.'
Man kann ohne Übertrei bung sagen, daß der dauer-
hafte Fri ede sei t undenkl i chön Zei ten zu den sehn-
lichsten Wünschen der ganzen Menschheit
gehörte.
Es wurde erreehnet, daß die Menschheit in den
zurückliegenden 5500 Jahren insgesamt 14 000 Kriege
geführt hatte. Man sollte eigentlich meinen, daß diese
Kriege den Menschen alle Illusionen vom allgemeinen
Frieden geraubt hätten. Aber das Menschengeschlecht
besitzt eine gewaltige und von unverwüstlichem Opti-
mismus durchdrungene Vitalität, und so gehen auch
alle seine Träume früher oder später doch in
Erfüllung.
In den letzten 45 Jahren betrugen die Kosten für
militärische Zwecke sowie die Kriegsinvestitionen in
der ganzen Welt ungefähr 12 000 Milliarden Rubel. Das
'ist
€ine schwer vorstellbare Summe. Sie verkörpert sich
i4 einem Meer von Blut, in 32 Millionen Gräbern, in
den demolierten Betrieben, in verwüsteten Städten-
und Dörfern.
Die totale und allgemeine Abrüstung, die Auflösung
aller Armeen würden der Menschheit wahrlich un-
ermeßIiche Ausblicke eröffnen, eine neue Ara der
menschlichen Gesellschaft: Unser Planet wäre ver-
wandelt, Winde und Ozeane würden dem Menschen
gehorchen, Industrie und Kultur würden sich in einer
noch nie gekannten Weise entwickeln, bis in den letz-
ten Winkel wären Seuchen und Krankheiten aus-
gerottet,
und
große wissenschaftliche Entdeckungen
könnten gemacht werden.
Großbauten könnten zur Realität werden
Welche Großbauten im internatioöalen Maßstab könn-
ten also in der unfernen Zukunft zur Realität werden.
wenn alle von der Gefahr eines Krieges und der Last
der Militärbudgets befreiten Menschen an die Lösung
dieser Aufgaben gingen?
Diese Frage wurde von sowjetischen Wissenschaftlern
untersucht und beantwortet.
Der Fräsident der Akademie
der Wissenschaften
der
Ydsql,
A. N.-Nesmejanow, sprach aut der Tagung
des Obersten Sowjets der UdSSR in der Debatte zum
Bericht von N, S. Chruschtschow
äber die Möglich_
keiten, die die Abrüstung der Weltwissenschait
er_
öffnet. In einer Welt ohne 1Vaffen gewinnt
die
Zusammenarbeit
der Wissenschafüer
und Ingenieuri
verschiedener
Länder besondere Bedeutungl Daher
nahmen auch die ausländischen Wissenschafiler
die
in der sowjetischen Presse veröffenflichten
projekte
des grandiosen
Umbaus unseres
planeten
so freudig
auf. Das Interesse lür sie wurde eben dadurch hervor-
gerufen,
daß für ihre Verwirklichung
in der nahen
öder sogar ternen Zukunft die Bemühungen einiger
und in manchen Fällen auch vieler Länder.erforder-
lich sind; ohne Beseitigung des
,,kalten Krieges" und
ohne Zusammenarbeit
zwischen den Vötkern ist das
Mit 70 Milliarden Rubel kann man die klimatischen
Verhältnisse
der nördlichen
Halbkugel der Erde
wesentlich verändern.
An der ganzen
Küste des Nörct_
lichen Eismeeres, auf der Taimyrhalbinsel
unA auf
der Tschuktschenhalbinsel,
am Nordftsp und in
Alaska, in Nordkanada
und in Grönland würden
blühende
Gärten das.Reich des Eises und des Schnees
verdrängen.
Der sowjetische Ingenieur
p.
M. Boris_
sow schlägt vor, zur Erwärmung der nördlichen
Ge_
biete in der Beringstraße
einen ?4 km langen Stau-
damm zu erridrten und aus der Tschuktschensiee
täglictr
500 Kubikkilometer
Wasser in den Stillen Ozean zu
pumpen,
Damit verbunden
könnte auch das grandiose
Projekt verwirklicht
werden, durch ddn Dämm. oie
Ein Damm
tür die Berlngstraße
Richtung des Golfstromes zu ändern, um so zur Er_
deJ.ritdlichen Regionen Europas und der
iüiä affKsrEo,
qeqaltigsten
*3S&
l r y-
' " l
eine Unmöglichkeit. .:*ffiry;
|
. . ' €94
Vgl
Hier nur wenige Gedanken tiber einige der inieres-
_.
Mit der;
santen
,,Welt"-Projekte.
- :i.g{igegjdr
, * ' * i '
Die USA vergeuden allein für unmittelbare Rüstungs;
ausgaben jährlich
viele Milliarden Dollar. Mit diesen
Geldern und einem Teil der
jetzt
für die Rüstung ver,-
wendeten Rohstoffe könnten die Arbeiter und
-inge-
nieure Amerikas in 14 Jahren für die Staaten Südl
amerikas und Afrikas so viel Maschinen herstellen.
daß die Wirtschaft
der beiden rückständigen Konti-
nente das Niveau der USA erreichen wtirde.
Uralt ist der Traum der Völker. wasserlose Wüsten in
bl[ihende Gärten zu verwandeln. Der französische
Ingenieur Pierre Gandrillon hat ausgerechnet:
g00
Mil-
lionen Rubel genügen
z. E}., und die Wüsten
palästinas
werden zu einem wirklichen, realen, nicht nur in der
Phantasie bestehenden Paradies. Dazu muß das Tote
Meer mit dem Mittelmeer verbunden, der Jordan ab-
geriegelt
und das Süßwasser für die Bewässerung
verwendet werder|. Die Anlage einer. Serie von
Kanälen, die es ermöglichen, die Vertiefung in der
Nordsahara
mit Wasser des Mittelländischen Meeres
zu füllen, würde einen Binnensee sc:l'affen, der das
Klima des Kontinents mildern wi,irde. Das
paradies
kann man mit Hilfe der Gelder schaffen, die
jetzt
in
der Welt pro Tag für die Aufrüstung ausgegeben
werden.
KONGO
KINO
i
I
,
E
n . -
OETHI
Die Sowjetunion ist märchenhaft reich an nltiirlicl:en
Hilfsquellen. Mit
jedem
Jahr nutzen sie dic !:rbnuer
des Kommunismus besser aus.
In 30 bis 40 Jahr'en wird man über zehn trani*ihi.r:isdre
Hauptverkehrsadern brauchen, um die Ab-tr;lrr: sibi-
rischen Holzes, Brennstoffes und landwirtsci;:tlilicher
Erzeugnisse bewältigen zu können.
Unter diesen Umständen entsteht für die Sowli tunion
eines der bedeutsamsten Probleme der Zukur' ,ft: die
Vorbereitung des Überganges zur überbreiten Spur-
weite in der Hauptrichtung West-Ost, Diese Gleise
werden eine Spurweite von 4,5 m an Stelle der
jetzt
üblichen Spurweite von 1,5 m haben. Sie wird die
Leistung der sibirischen Haupteisenbahnstrecke auf
das 50- bis 60fache steigern.
Superbahn London-Moskau-New Uork
Westeuropa ist arm an natürlichen Hritsquellen. Des-
halb ist das wirtschaftliche Schicksr,rl Westeuropas
unweigerlich mit dem Osten verbtilden, und die
internationale Zusammenarbeit wird tür Westeuropa
zur Lebensnotwendigkeit.
Wenn das so ist, wird die Leninsche ldee von einer
Super-Breitspurbahn, die London durch einen Tunnel
unter dem Armelkanal mit Europa verbindet, weiter
durctr Sibirien. dann über eine Brilcke oder durih
einen Tunnel unter der Beringstraße in die USA bis
New York, mit Abzweigungen nach Indien und China
verläuft, in der Zukunft Wirklichkeit.
An klaren Tagen sieht man vom Kap Deshnew aus
die felsige amerikanische Küste. Die Sowjetmenschen
glauben fest darart, daß der
gesunde Menschenverstand
siegen wird und die Zauberhand der Technik die
beiden Kontinente durch eine Riesenbrücke, die die
85 Kilometer breite Beringstraße überspannt, oder
durch einen Tunnel miteinander verbinden wird.
Gezeitenkraftwerk am Weißen Meer
Infolge des
,,Kräftespiels"
der Gravitation
-
haupt-
sächlich
{er
Anziehungskraft des Mondes
-
ent-
stehen regelmäßige Schwankungen des Meeresspiegels,
die in zwölfeinhalbstündigem Wechsel vor sich
gehen.
Die dabei entstehende Energie könnte von Gezeiten-
kraftwerken ausgenutzt werden.
Forschungen haben gezeigt, daß ein Gezeitenkraftwerk
seine.Arbeitsweise im Laufe von 24 Stunden mehr-
mals ändern kann. Das wird mit Hilfe umkehrbarer
Gezeitenturbinen erreicht, Die moderne Turbine' mit
Umkehrschaufeln wird, wenn der Motor läuft, zur
Pumpe, die während der Nacht die freie Kapazität des
Gezeitenkraftwerkes aufnimmt. Wird das Wasser aus
dem Meer in das Bassin des Gezeitenkraftwerkes
ge-
pumpt, so errelchen die Wassermassen einen Stand,
der den Flutstand noch tibertrifft, Man kann ihn dann I
zu
jeder
Tageszeit ausnutzen.
So ist die ldee des Gezeitenkraftwerkes am Weißen
Meer entstanden,
Im östlichen Teil der Mesen-Bucht erreicht die Flut-
höhe acht bis neun Meter. Hier kann man ein€n Stau-
damm bauen, der das Bassin des Gezeitenkraftwerkes
abriegelt, Es ist natürlich keine leichte Aufgabe, auf
weichem Grund einen hundert Kilometer langen
Staudamm zu bauen, der dem Ansturm der Eismassen
und den stürmischen Wogen widersteht, und darin
noch 2000 Gezeitenturbinen unterzubringen. Wenn man
aber berücksichtigt, daß das Gezeitenkraftwerk über
30 Milliarden Kilowattstunden liefern wird, so ist
damit schon
gesagt, wie lohnend es i6t, sich um die
Realisierung dieses Projektes zu.bemühen,
Wie werden nun diese Möglichkeiten in den gegen-
wärtigen ausländischen Projekten genutzt?
In Kanada und in den USA kann man an den Ufern
der Bucht von Fundy die gewaltige Energie von
31 Millionen Kilowatt erzeugen, Seit bereits 50 Jahren
werden dort verhältnismäßig kleine Anlagen pro-
jekttert.
In Großbritannien wird das einzige sorgfältig aus-
gearbeitete Projekt eines Gezeitenkraftwerkes mit
einer Leistung von 800 000 Kllowatt nicht ver-
wirklicht, weil angeblich keine Mittel dafür vor-
handen sind.
Andere Projekte, die verwirklicht werden könnten,
sind ein Tunnel durch das Mittelländische Meer bei
Gibraltar oder die Bewässerung der dürregefährdeten
Regionen der USA und der Länder Südamerikas durch
Eisberge, Die
gewaltigen Eisberge der Antarktis ent-
halten Millionen Tonnen reinstes Süßwasser, würden
diese nach diesen Ländern
geschafft werden, wäre
das Problem gelöst.
eN?ts
I
i
ö
Die.Geißeln der Menscbhelt
könnten beseitigl werden
Auch auf dem Gebiet der Medizin könnte manches
getan
werden.
Im Jahre 1956 kamen i5 000 Bewohner Pakistans durch
die Cholera um. Viele Menschen starben in Burma
an der Pest. Von der 6-Millionen-Bevölkerung Kenyas
fanden 1000 Menschen durch die sibirische Beulenpest
den Tod. In den Ländern Afrikas und Asiens treten
weiterhin Pockenepidemien auf. Millionen Menschen
aller Kontinente leiden an Malaria. Hundert-
tausende sind von Aussatz befallen. Ihnen allen hätte
man helfen können oder könnte geholfen
werden.
Der Mensch beherrscht die tnergie des Atomkerns, Er
hat den Schritt in den Kosmos getan.
Kann man sich
damit abfinden, daß in einigen Ländern unseres Pla-
neten noch wie im Mittelalter Krankheiten wüten?
In der Medizin gibt
es noch viele ungelöste Fragen.
Noch ist die Entstehungsurbadre von Krebsgesctrwül-
sten nicht erforscht. Wir besitzen nodr keine zuver-
lässigen Mittel zu ihrer Bekämpfung. Vieles ist audr
auf dern Gebiet der Herz- und Gefäßerkrankungen
noch nicht erforscht. Mit der Bekämpfung der schwar-
zen Pocken haben die Menschen bereits im 18. Jahr-
hundert begonnen, und es ist auch bereits mehrerd
Jahrzehnte bekannt, wie man Pest und Cholera
bekämpft.
Wir sind mit Impfstoffen für Vorbeugungsimpfungen
sowie mit Arzneien ausgestattet, die fast t00prozentige
Heilwirkung haben. Es wurde schließlidr ein System
zur Bekämpfung von Insekten ausgearbeitet, die
Krankheiten übertragen, sowie ztJr Bekämpfun!
kranker Nagetiere.
Der Pockenvirus, der Erreger der asiatisdren Cholera,
des Malaria-Plasmodium und viele andere feinde.des.
Mensdren können auf unseiem Planeten als biolo-
gisdre Arten gänzlich
vernichtet werden.
Besonders gefährlictre
Infektionskrankheiten sind in
der UdSSR, in den USA, in den Ländern Europas und
in den hochentwickelten Staaten anderer Kontinente
bereits beseitigt. Vor 25 Jahren litten in der Sowjet-
union über neun Millionen Menschen an Malaria. Im
Jahre 1959 kamen bei eiher Bevölkerung von 208,8 Mil-
lionen Mcnschen nur. noch ?00 Malariakranke vor. Im
Jahre 1960 wird die Malaria in der Sowjetunion für
immer verschwinden, und danach werden auch Unter-
leibs- und FlecJ<typhus, Diphtherie und einige andere
Krankheiten ausgerottet.
Das, was in einigen Staaten bereits getan
worden
ist, kann man aber mit verelnten Kräften überall tun.
Jahr für Jahr helfen die sowjetisctren Mediziner dem
Gesundheitswesen Chinas, der Mongolisctren Volks-
republik, der Demokratisdren
Republik Vietnam, des
Irak und vieler anderer Länder,
tdie
epidemischen
Krankheiten zu bekämpfen:
Das Problem der Bekämpfung der Malaria ln der Welt
hat sictr
jedoch
als äußerst kompliziert erwiesen. weil
sidr die größten
Matariaherde in den Kolonien be-
finden, Die Kolonialmächte geben jedoch
nur arm-
selige Mittel filr den Gesundheitssehutz in den Kolo-
nien aus.
In den meisten kapiialistisclren Ländern werden In-
fektionskrankheiten
auf Staatskosten behandelt. Unter
den Bedingungen
des Wettrü$tens
sind die Auseaben
für das Gesqndheitswesen iir den kapitalistiichen
Ländern jedoch
derart eingesclrränkt worden, daß die
Mittel nicht ausreichen, um allen an Infektionskrank-
heiten Leidenden zu helfen.
rl
Jeder sdrwere Bomber kostet indessen 2? Millionen
Dollar. Unlängst wurde bekannt, daß in den Jahren
der Existenz des aggressiven Nato-Blocks 498
Mil-
liarden Dollar für Rtistungszweclte verausgabt,worden
sind (1958
allein 60 Milliarden Dollar).
Dic Raolisirrung dor Plont filr clne ollgcnrclne und voll.
rtöndigc Abr0rtung, der In Nomrn do? SouiltrGgl.rung
von N. S. Chrusdrtsöow vorgardrtogcn wurdö, lst dcr cln.
rigc Wcg zur Gcrundung dcr Mcnsöhclt.'Kronlhcitan
bcscitigen konn mon trul In eincr Wclt, dcrcn
€rundtogc gcgonieltlgcs V€rlr6u.n und Zurcmtnannrbolt
qllcr
lündcr ist.
Sehr.viel könnte getan
werden. Natürlictr Sind einige
Projekte unstritten und rufen efnstlichen wissen-
schaftlichen Widerspruch hervor. In einer von Kriegs-
drohungen freien Welt aber würde die Wissenschaft
mit Siebenmeilenstiefeln voraneilen. Die Wissen-
schaftler würden nidrt weiter auf immer neue Mittel
zur Massenvernictrtung sinnen. Die kompliziertesten
wissensdraftlichen Probleme, denen sictr der .Mensch
gerade
erst genähert
hat, würdes dann bald gelöst
werden können.
Noctr steht der endgültige Sieg der Kräfte der Ver-
nunft und des Fortsdrritts über diö dünklen Mäctrte
des Militarismus aus, Die Völker aber wollen den
Frieden, und
je
mehr und aktiver sie sich dafür ein-
setzen, um so eher wird der ewige Weltfrleden siegen.
Zusammengestellt: II. Kroczeck,
nadr Unterlagen sowjetiseäer Zeitungen
p ast so al t wi e das Kr af t f ahr zeug sel bst
I i st auch der Bau von Last kr af t wagen,
Schon i mmer standen di e Menschen vor
der Aufgabe, Lasten von ei nem Ort zum
anderen zu transporti eren, Kei n Wunder'
daß si e si ch auch das l (raftfahrzeug, al s es
kaum den Ki nderschuhen entwachsen war.
zu di esem Zwecke nutzbar machten. Heute
nun i st der Güterumschl ag, der Güter-
verkehr über nahe und wei teste Ent-
fernungen ohne den Ei nsatz von Lastkraft-
wagen ni cht mehr denkbar. Di ese LKWs,
deren Größe vom 1-t-Schnel l transporter
bi s zum Mammut-Laster, dei Dutzende
von Tonnen Nutzl ast befördert, fi ndet man
an al l en Orten der Wel t. Wi e groß nun
zweckmäßi gerwei se ei n derarti ges Fahr-
zeug gehal ten wi rd, i st normal erwei se von
dem Vorhandensei n ei nes ausgebauten
Ei senbahnnetzes abhängi g. Dort, wo di e
Ei senbahnl i ni en al l e Tei l e des Landes er-
rei chen, besteht ei gentl i ch außer füi
Spezi al aufgaben kei ne Notwendi gkei t für
den Bau übergroßer LKWs. In den l etzten
Jahren i st al l erdi ngs i n den kapi tal i sti -
schen Ländern i n di eser Bezi ehung ei ne
Veränderung zv verzei chnen. Immer
offener tri tt hi er näml i ch der Konkurrenz-
kampf Ei senbahn
-
Straße zutage. Doch
di ese si nnwi dri ge Entwi ckl ung i m Kapi ta-
Ii smus sol l hi er ei nmal hi ntenangestel l t
werden. Betrachtet man nun generel l di e
Wel tprodukti on an Lastkraftwagen, so i st
festzustel l en, daß bei spi el swei se i n Europa
di e durchschni ttl i che Nutzl ast von LKWs
bei 2,5 bi s I t l i egt, während i n den über-
seei schen Ländern oder den wei ten Ge-
bi eten der Sowj etuni on vi el fach di e Lade-
fähi gkei t der LKWs 10, 12 oder noch mehr
Tonnen beträgt.
Das eben Gesagte verl ei tet vi ei l ei cht zu
der Annahme, daß es bei modernen LKWs
kaum ei nhei tl i che Merkmal e gäbe, aber
das i st natürl i ch ni cht so. Überei n-
sti mmend l äßt si ch feststel l en, daß di e
Mehrzahl der Lastkraftwagen heute von
Di esel motoren, al s wi rtschafti i che An-
tri ebskraft, getri eben werden. Wei terhi n
kann man sagen, daß vi el e Nutzl ahrzeuge
entsprechend den unterschi edl i chen Trans-
portaufgaben ' ,vahl wei se
al s LKWs, Ki pper
und Sattel schl epper l i eferbar si nd. Daß
j ede
Herstel l erfi rma darauf Wert l egt, i hre
Fahrzeugkonstrukti on rni t ei nem so star-
ken Motor zu versehen, daß si e ei ne hohe
Ei nsatzgeschwi ndi gkei t erhäIt, i st ei ne
wei tere Überei nsti mmung, di e ni cht wei ter
erl äutert zu werden braucht. Bl i ebe noch
festzustel l en, daß vor al l em i n Europa bei
den dort übl i chen Nutzfahrzeugtypen i n
i mmer stärkerem Maße zur Frontl enker-
bauart übergegangen wi rd. Das i st ei ne
konstrukti ve Maßnahme, di e auf den di dr-
ten, oftmal s unübersi chtl i chen Verkehr i n
unseren Brei tengraden zurückzuführen i st.
So si nd di e modernen LKWs i n bezug auf
i hre.Ladefähi gkei t und di e Ausrüstung
mi t Motoren großer Lei stung zu den
modernen
,,Gi ganten der Straße" ge-
worden,
Die naihfolgenden Abbildungen sollen
einmal einen Überblick über die bekannte-
sten europäi schen LKWs geben.
40
Der n!u65to l yp vom VEB Robur i st der Lo.2500.
Rechtrt Ni cht nur i n der DDR, rondern i n ol l en Tai l en der
Wel t hot si etr der 5-1000, der
j etrt
vom VEB
,Ernst Gruber
Werdou geferti gl wi rd, bewöhd.
trI
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Progc-Mul denki pp€r vom Typ V35
ouf vi el en Bourl el l an l m Ei ni ot..
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Audr i n unsarer nepubl i k i st der Tqtro l l l betonnt, der
ot s Mul dent i ppef di 6 Ber ei chnung DC5 t r ögt .
Skodo-l KWs und
-Ki pper
l i ndet mon oul cl l cn StroSoa
der Wel t.
Neben den bekonntan Autobussen wer->
der i n der Ungori schen Vol l rropubi i l
ouch LKWs get€rti gt, Hi cr der Ci c.
pel D-150 N ol s Zementtronsportar.
Zei chener kl ör ung:
LKW
:
Lostkroftwsgen
K
: Ki pper
S
:
Sottel schl epper
D: Di es el mot or
O: Ot t omot or
Z: Zugmos c hi ne
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Uberslöt der widrtigsten Dot€n
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Herstel.lsr lond Mot or ' Lei s i ung Nut r l os t
Höchst-
geschwin-
di gkei t
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|r Struße
Lo-25@ VEB Robur DDR a Zyl.-O. D 70 PS 2 5m k9 80 km/h
s-{000 LKW, K, Z VEB E. Grube 4 Zyl ,-D. 90 PS 4 @0 ks 75 Lm/h DDR
v 3s LIO,V. K Proso cssR 6 Zyl .-D. 98 PS 4 650 k9 62 !m,h
DC5 Totrc cssR 127y1.-D. 180 PS 10 m0 kg 6l ,s km/h
706 RTS Ll(1/V. K Stodo cssR 6Zyl ,-4, 160 PS 7 750 ks 65 km/h
D-'[5o N Cse,pcl Ungorn 4 Zyl.-D, 95 PS 8 0O k9 68 km/h
6orkl -
SAS-219 LKW Automobllwerk
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UdSSR 6 Zyl.-D' !80 PS 12 m0 k9 55 km/h
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Li nks, von ob.n noch untenl Dor l st dcr l AS.2tl , ai n
bawöhrtcr V.rtretcr des sowjelirchen LKW.Bous.
Gel öndagöngi g und
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Mogi rus.Dcutz bout den ,,Jupi ter' , dcr hi er ol s Kl i hl -
rug. ru l Ghen i st.
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oben noch untcnt Ei n Gi gont b.l onderol
Klqssc ist der sowjetische MA5-5!0, dcr oul dcn sus.
gedehntcn Boupl ötren das Kommunkmuj .i ngcsetrl
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Der IXW ,,Stor 25" ous dar Vol ki rrpubl i t
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{500! ist der grö8tc Spro8 cincr Ford.lcurrlhe
mi l 2,5 t, !,5 t und 4,5 t Nuhl art.
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Elnon Sondcrbou rtcllt d.r fronrörirchr
T.100 dor, der lllr dcn Tronspod
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Erdölourrilrtungcn in Afrito bertlmmt 1rl.
Rachts untcnr Auch dl c frcnrösl sch:
Firmc Sovicm rt.llt mlt ihran Typ M|PV
cl nen,gro8cn Eroci ranr hcr.
Zei chenerkl örung :
LKW
:
Lostkroftwogen
K
:
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5
:
Sottel söl epper
D
:
Di esel mdtor
O
-
Ottomotor
Z: Zugmosdr i ne
SignaL
au
Yon Ing.Klcuc MAIZ
Wirtschaftlicher arbeiten, rentabler produzieren -
däs ist' auch die Devise für unsere Eisenbahner. Das
Produkt der Deutschen Reichsbahn ist die Orts-
veränderung von Personen und Gütern, Diesem Ziel
unterordnen sich alle Dienstzweige der Reichsbahn,
auch die vielen
,,unsichtbaren"
Helfer, die es natilr-
lich auch hier wie in anderen Industriezweigen gibt.
Von einem dieser
,,Unsichtbaren",
nämlich einem
Teil der Signal- und Sicherungstechnik soll heute die
Rede sein.
'Wir
untersdreiden bei der Deutsctren Reichsbahn op-
tische und akustisdre Signale. Während die sichtbaren
mehrbegriffigen Signale meist vom Betriebs- (Stell-
werks-) Personal fernbedient werden
(Ausnahmen:
beispielsweise ein Teil der Rangiersignale), werden
die hörbaren sowohl vom Triebfahrzeug, vom Rangier-
oder Bahnuntephaltungspersonal als aueh vom Be-
triebspersonal gegeben.
Die meisten optischen Signale
sind ortsfest eingebaut. Sie vereinigen einm oder
mehrere Begriffe in Form untersdriedlidrer Signal-
zeiclren in sidr, die vom fahrenden Personal mit
Sidlerhelt wahrnehmbar sein mtlssen. Sie stellen die
Befehlsübertragung vom statidnären zum fahrenden
,Personal dar. An dieser Stelle biniges über die Not-
wendigkeit der Signale im Eisenbahnwesen.
Yor 124. Jahren benötigte man filr einen ,,Adler"r
und den von
,,ihm"
zrt bewegenden Wagenzug
ebensowenig ortsfeste Signale wie man technische
I
,,Adler"
:
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Herkunft.
44
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wescntliö wüöst, .lnmol .tso,
nöher kcnncn:ulcrncn.
Sicherungsmaßnahm€n z',r'ischen den Bahnhöfen
Nürnberg und Fiirth treffen mußte. Ein Zusammen-
stoß war nicht möglich, weil eben nur dieser eine Zug
in Deutschland existierte.
Die Verhältnisse änderten sich, als ein zweiter Zug
in das Geschehen eingriff. Es mu8te vorsichtiger ge-
fahren werden. Das betraf nicht etwa die für unsere
heutigen Verhältnisse
,,wahnsinnige,, I{ödrst-
geschwindigkeit
von 23,5 km/h, sondern man durfte
den zweiten Zug erst abfahren lassen, nachdem sicher
angenommen werden konnte, daß der erste eine be-
stimmte Strecke zurückgelegt hatte.
Die erste aller Sicherungsmaßnahmen erforderte
allerdings auch noch keine besondere eisenbahn-
typische technische Elnrichtung, sondern lediglich die
Uhr.
Es ist einleuchtend, daß die ersten Lokomotiven tech-
nisch noch unausgereift waren und deshalb zuweilen
tlberraschend versagten. Hinzu kommt, daß unter den
damaligen Verhältnissen eine Entgleisung aul offener
Strecke keine Seltenheit war. Kurz, wenn der Zug
aus irgendv/elchen Gründen plötzlich
zu einem außer-
planmäßigen
HaIt
gezwungen
wurde, entstand die
Gefalr, daß der nachfolgende Ztrg trotz des an-
gemessenen
Zeitabstandes auf den haltenden auf-
fahren konnte. Gefährlicher wurde es noch bei Zu-
nahme der Geschwindigkeit (und damit Verlängerung
des Bremsweges), Unübersichtlichkeit der Strecke und
bei unsichtigem Wetter. Diese Gefahr wurde beseitigt,
indem man den Raumabstahd einführte. die Strecke
in Abschnitte einteilte. In
jedem
Abschnitt durft€ sidl
Lokomotive engllsdrer
jeweils
ein Zug befinden. Es durfte also erst dann
ein Zug in einen neuen Abschnitt gelangen, nachdem
di eser von dem vorausgefahrenen geräumt war.
Di e Abstandsregel ung fi ndet man noch heute i n Form
des Bl ockabstandes bei der Deutschen Rei chsbahn,
und es dürlte sich unter den bestehenden Betriebs-
anlorderungen kaum etwas daran ändern.
Wurden bei m Fahren nach Zei tabstand ni cht un-
bedi ngt ortsfeste Si gnal e benöti gt, so wurden di ese
mi t der Ei nführung des Raumabstandpri nzi ps zur
Bedi ngung. Anfangs waren es Handfahnen, Laternen
und auch Bal l onsi gnal e, um
-
ähnl i ch, wi e di e Sturm-
bälle in Seehäfen
-
Warnungen und Mitteilungen auf
größere
Sichtentfernung zu übertragen.
Mit der Verdichtung der Zugfolge, dem Anwachsen
des Schienenverkehrs allgemein, mußten mehr und
mehr Begriffe eingeführt-und für deren Übermittlung
einander unterschiedliche Zeichen, Signale, ent-
wickelt werden. Hierbei ging jede
der vielen Eisen-
bahnverwaltungen in Deutschland zunächst eigene
Wege. Zu einer gewissen Einheitlichkeit kam es im
Jahre 1850 als die
,,Grundzüge
für die Gestaltung der
Eisenbahnen Deutschlands" aufgestellt wurden.
Der bedeutsamste Schri tt aber geschah 1875 mi t der
Einführung der ,,Signalordnung für die Eisenbahnen
Deutschlands". Diese mußten bis zum heutigen Tage
mehrfach geändert werden. Das gegenwärtig gültige
Si gnal system, mi t dem wi r uns bekannt machen
wollen, basiert auf dem Signalbuch der Deutschen
Reichsbahn und ist seit dem 1. April 1959 gültig.
Mögen für den Laien die bei der Reichsbahn ver-
wendeten Signale als kaum zu begreifendes Durch-
ei nander erschei nen, so sei erwähnt, daß i n dem
neuen Signalbuch bereits eine wesentlich vereinfachte
Si gnal gebung festgel egt i st.
Ziehen wir zwei der Signale, die wohl am bekannte-
sten sind, etwas näher in den Kreis unserer Be-
trachtungen.
Das Hauptslgnal
Als Form- oder mechanisches Signal ist es wohl
jedem
bekannt. Den in der Regel I . oder l0 rrr hohen, mit-
unter auch kürzeren oder längeren schmalen Gitter-
mast mit dem am oberen Ende befindlichen Signal-
r;;
Qr-
flügel find€t man sowohl auf
Qahnhöfen
als auch an
der frei en Strecke.
Di eses Si gnal wi rd verwendet ä1s:
,
Einfahr-, Ausfahr-, Zwischen-, Block- und Deckungs-
signal. Es befindet sidr in der Regel unmittelbar rechts
neben oder auf Signalbrücken und dgl. über dem Gleis,
zu dem es gehört. Kann man es ni cht derarti g an-
ordnen, dann wird eine schachbrettähnlich gemusterte
TaleL (Sondersignol^
So 2), die unmittelbar rechts neben
das betreffende Gl ei s i n Höhe des Hauptsi gnal s auf-
gestel l t wi rd, verwendet.
r
FI
I
q
leilohstand
_1
{5
Die Grundstellung des Hauptsignals ist in der Regel
,,Haltc.
Ausnahmen madren beisplelsweise Strecken
mit automatisdler Blod<ung und zugbedienten
Signalen.
Während am Tage der oder die flügel die Signat-
stellung anzeigen, ist während der Nacht oder bei
irnsichtigem Wetter, d. h. wenn die Tagessignalisation
auf eine Entfernung von 100 m nicht mehr deuilich
erkönnbar ist, die Anordnung von entsprechend aus-
geleuchteten
Signalfarbön erforderlich.
Signal
,,Halt"
(Hl O).
Der Signalflügel (bei
zweiflügligen Signalen der
obere) zeigt waagerechte Stellung. Der Arm weist vom
Mast aus nach rechts, Als Nachtzeichen wird rotes
Lictrt signalisiert.
Signal
,,Fahrt
frei" (Hl 1).
F
k"
Der erste Flügel zeigt um 45o nach rechts aufwärts.
Nadl ts i st grünes
Li cht si chtbar.
Si gnal ,,Fahrt frei mi t Geschwi ndi gkei tsbeschränkung
auf 40 km/h oder auf eine durcü besondere Anordnung
festgesetzte Geschwi ndi gkei t, (Hl 2).
Der erste und der zweite Flügel zeigen um 4bo nach
rechts aufwärts" Nachts erscheint Äm 1. Flügel ein
grünes
und am 2. Flügel ein gelbes Licht.
Dar Vorslgnal
Jewei l s i m Bremswegabstand, auf Hauptbahnen i n
der Regel 700 oder 1000 m, auf Nebenbahnen 400 m
vor dem Hauptsi gnal steht das dgzugehi i rende Vor-
si gnal , ebenfal l s rechts vom oder über dem Gl ei s.
Haben wi r am Hauptsi gnal ei nen Hal tbegri ff kennen-
40
@
fl;
gelernt,
d. h., daß Zugfahrten vor diesem Signal (Ht
O,
halten müssen, kennt man am Vorslgnal lediglich eine
Warn- und eine bzw. zwei Freistellungen. Ein Halten
verlangt man nidrt. Dem Lokführer wird angezeigt,
wie er
-
beginnend am Standort des Vorsignals
-
die
Gesdtwindigköit zu beeinflussen hat, mit anderen
Worten, was er am Hauptsignal zu erwarten hat.
,,Halt"
erwarteil. (Vf O).
Die um ihre waagerechte Achse klappbare runde gelbe
Scheibe mit schwarzem Ring und weißem Rand steht
senkrecht. Unter der Scheibe (bei
Signalbrücken oder
-auslegern
darüber) kann sidr außerdem ein weißer.
rot geränderter,
mit der Spitze senkreclrt nach unten
gerichteter
Zusatzfltigel befinden. Als Nactrtzeichen er-
scheint ein gelbes Licht.
,,Fahrt frei" erwarten! (Vl I).
Die Scheibe liegt waagerectrtj aie Stellung des Zusatz-'
flügels ist wie bei 7l O. Nachts wird
grünes
Licht
signalisiert.
,,Fahrt
frei mit Geschwindigkeitsbeschränkung,.
er-
warten.! (Vl 2).
Während die Scheibe wie bei Vl O steht, zeigt der
Zusatzflügel von links oben mit der Spitze nach rechts
unten. Als Nachtzeichen erkennt man ein.grünes und
nadl rechts steigend gelbes
Licht.
1000 m beträgt der Abstand zwischen Signal und Vor-
signal. Das betreffende Einfahrsignal steht in einer
Entfernung von angenommen 200 m vom bedienenden
Stellwerk aus, so daß beim Stellvorgang 1200 m zu
überbrücken sind. Die Bedienung selbst
geschieht
in
mechanischen
Stellwerken mittels eines Signalhebels,
der vom Stellwerkspersonal bewegt wird. Die Kraft-
tibertragung erfolgt über Drahtseil und Doppeldraht;
zug bis zum Signalantrieb und damit an die Sisnal-
einrichtung. Sowohl Draht als auch SeiI ruhen- auf
entsprechenden Rollen. Kurz. die mechanisdre Kraft-
tibertragungsteile bewirken naturgemäß auf größeren
Entfernungen größeren
Widerstand, größere
Reibung,
so daß man in Maximalfällen auf die Wahl einer
Signalwinde zurückgreifen muß, die ein günstigeres
Übersetzungsverhältnis als der Hebel aufweist, die
im Aufbau allerdings etwas komplizierter ist.
Es ist unschwer zu erkennen, daß das Betriebs-
personal
unter ungünstigen Bedingungen, besonders
bei Witterungseinflüssen, wie Sdrneeverwehungen, mit-
unter vor beinahe unlösbaren Aufgaben steht. Bei
dichter Zugfolge und ebenfalls mechanisch zu be-
dienenden Weichen ist diese Arbeit weiblichen Per-
sonal unter den gesctrilderten
Verhältnissen sctrwerlich
zumutbar.
Die Anlagen selbst sind natürlich bei einer derartigen
Beanspruchung störanfälliger denn je
und erfordern
besondere Pflege in der Unterhaltung und zuweilen
den Einsatz der Kollegen des Sicherungswesens bei
der Entstörung.
Aus allen diesen Gründen wurden bereits in den
Jahren l9l0 brauchbare
,,Kraftstellwerke.,, heute als
elektromechanische Stellwerke bekannt, entwickett.
Die einzelnen Stellbewegungen werden durch Drehen
eines mit der Hand umschließbareir Knopfes (Fahr-
straßensignal- oder Weid,önhebel genannt)
eingeleitet,
und am Signal bzw. an der Weiche wird der Stelt-
vorgang durch einen Elektromotor ausgeführt.
Infolge der Kraftübermittlung durc.h Elektroenergie
erhält die Entfernung eine untergeordnete Be-
deutung. Wenngleich die Entwicklung aut diesem Ge-
biet zugunsten der in diesem Aufsatz noch nicht er-
wähnten Gleisbildtechnik, der noch wesentlich höheren
Stufe der Sicherungsteehnik, fortschreitet, darf natür*
lich die
,,alte
Technik" nicht unter den Tisch tiallen.
denn sie ist letzten Endes Ausgangspunkt für die neue
Technik.
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1. Tnt er
dem Begr i f f
, , Höhcn-
| |
f ol schungsr aket en. , ver st eht
l -/ man Raketen. di e ausschl i eßl i ch
der Erforschung derHochatmosphäre
di enen, al so kei nerl ei Aufgaben ha-
ben, i nterkonti nental e Rei c' hwei ten
zu überbrücken oder gar Satel l i ten
auf i hr e Bahn zu br i ngen. AI s An-
tri ebsarten kommen Feststof f-
oder Fl üssi gkei tstri ebwerke zur An-
wendung. Fast i mmer wi r d di e Ra-
kete nach erfol gtem Aufsti eg und
erfül l tem Meßpi ogramm bei m Sturz
auf di e Erde zersti i rt, und nur das
Gerätetei l gel angt
mi t den auf-
genommenen
Meßwerten si cher am
Fal l schi rm zur Erde zurück. Di e
' ft' ennung
der sogenannten Meß-
tonne (Gerätetei i )
von der si e tra-
genden Rakete erfol gt i m Gi pfel -
punkt
der Aufsti egsbahn und wi rd
durch ei ne mechani sche Schl euder-
vorri chtung errei cht. Während di e
Rakete zur Erde zurückstürzt, gl ei -
t et di e Meßt onne, von ei nem Bän-
derfal l schi rm getragen,
l angsam zu
Boden. Di eses l angsame Absi nken
di ent mei stens noch zur Aufzei ch-
nung ei ner neuen Meßr ei he, di e über
ei nen ei ngebauten Sender l aufend
zur Erde gel unkt
wi rd. Durch
pei -
l ungen der El odenstati onen l äßt si ch
sogar der Landungsort der Meßi onne
genal l
ermi ttel n, wodurch ei ne
Si cherstel l ung dersel ben schnel l stens
erfol gen kann.
Der Verl ust der ei gentl i chen Rakete
st el l t zwar ei ne r echt kost spi el i gc
Ängel egenhei t dar, doch i st di es di e
ei nzi ge Mögl i chkei t, genaue
Meß-
.er' gebni sse
aus dem Höhenberei ch zu
erhal ten, der über cl er Aufsti egs-
grenze von Bai l onsonden l i egt und
bi s zum Peri gäum*) l angl ebi ger Sa-
tel l i ten rei cht. Bemannte Raketen-
fi ugkörper werden i n naher Zukunl t
Höhen bi s zu 160 km errei chen und
ei nen Tei l der Aufgaben von Höhen-
forschungsraketen
übernehmen. Si e
werden dann di e aufgenommenen
Meßergebni sse
sel bst unversehrt
zur Erde zurückbri ngen. Für di e
Erforschung noch größerer
Ent-
fernungen von unserer Erde ver-
mi ttel n uns di e Erdsatel l i ten und
Raumsonden entsprechende Erkennt-
ni sse.
Höhenforschungsraketen können
j e
nach den Erford€rni ssen.al s Ei nstufen- oder Mehrstufenraketen ausgeführt
sei n. Auch di e Startart l äßt verschi edene Vari anten zu, so z. B. das Ab-
heben der Il akete von ei nem aufgesti egenen Bal i on. Bei der ersten
Vari ante, dem sogenannten Start von Nul l , heLrt di e Rakete vom Start-
ti sch bzw. aus dem Startgerüst äb und muß demzufofue zunächst auch erst
di e di chteren Lufl schi chten dtrrchfl i egen. Bei der zwei ten Vari ante, di e
di € Bezei chnurrg
,,Rockai r"
trägt, verwendet man ei n Trägerfh-rgzeug, das
i n etwa 15 000 m Höhe ei ne Geschwi ndi gkei t von rund 1000 km,.h errei cht.
Hi er i n den Stei l {l ug übergehend und nahezu verti kal fl i egend, u' i rd
dann di e Rakete abgel assen und errei cht mi t rund 20 kg Meßger' äte ei ne
Höhe von 200 km. Di e dri tte Vari ante i st das sogenanntc Rockoon-
Verfahren. Hi erbei werden Raketen von Bal l ons i n ei ne Hi i he bi s zu
20 km getragen.
Erst i n di eser Höhe starten cl i e untcr dem Bal l on
hängenden Proj ckti l e, um dann Htj hen bi s zu 100 l <m zu errei chen. I)as
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crfolgrciö. Dcr flugtörpcr rrrcidrlc d|a
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Tapfcrcrl hol lhra tllnfta Wcltroumtohrt hinter tidr. Dar
Forsöungsprogrcmm lst gönrliö oucgcfilhrt. Er wurdcn
w.rlyolla Angobcn ilbcr dir ionlticrt.n Wollcn, dlc in
groOan Höhcn .nt5t.h.n, llbcr dic loncnrutdmmon.
retrun! dar Almosphüra und dcrcn clcltrlsdrc Eigen.
schoften, libcr dic Strohlung der Erdc snd dcr Sonnc rowlq
ilbcr dcn Murkcllonur dcr Tlcrc untcr dcn Vcrhüllnl$.n
dar Srw.rölorlgk.il g.wonn.nr Dia Ergtbnlssc dcr
Moosungcn wcrdcn onolysicd.
Forschungsgebi et von Höhenforsdrungsraketen unter-
teilt man am besten ln drei Höhenbereidr,e, den
unteren Bereidr bis B0 km, den mittleren Bereidr von
80 bis 200 km und den oberen Höhenbereich von
200 km an aufwärts. Im unteren Höhenberei ch werden
kl ei ne Feststoffraketen. i m mi tUeren Höhenberei ch
einstufige Feststoff- oder Flüssigkeitsraketen und
schl i eßl i ch i m oberen Höhenberei ch ei n- bzw. mehr-
stufi ge Feststofi - oder Fl üssi gkei tsraketen zum Ei n-
satz gebracht (l etzteres
auch kombi ni ert).
Wel che Aufgaben haben nun sol che Höhenraketen zu
erfül l en und mi t wel chen Geräten werden di e Meß-
werte regi stri ert? Vi el e Wi ssenschaftszwei ge, wi e di e
Chemi e, al l gemei ne Physi k, Geophysi k, Astrophysi k,
Meteorol ogi e und Medi zi n, erhi el ten aus den For-
schungsergebni ssen von Raketenaufsti egen den der-
zei ti gen hohen Stand der Erkenntni s. So wurden bei -
spi el swei se unsere heuti gen Kenntni sse über di e Luft-
druckverteilung bis in große Höhenlagen aus derartigen
Raketenaufsti egen gewonn€n und di e' bi sheri gen
Erkenntnisse entsprechend korrigiert. Doch nicht
nur d.er Luftdrud< in verschiedenen Höhenlagen
ist aufschlußreich, sondern auc'h in Zusammensetzung
der Atmosphäre und i hre Temperatur i n verschi edenen
Höhenberei chen. Für di e Ermi ttl ung der atmosphä-
ri schen Zusammensetzung gi bt
es zwei Methoden, di e
bei Forschungsaufsti egen von Höhenraketen zur An-
werl dung kommen. Bi nmal di e Entnahme von Luft-
proben
mi ttei s hochevakui erter Behäl ter, di e i n der
gewünschten
Höhe kurzzei ti g gei i frnet
werden; und
48
zum anderen die Messung mit Massenspektrometern-
Temperaturmessungen können nur auf dem Um-
weg über die Luftdruckmegsung errdtnet werden,
denn die Anzeige und Aussage von Thermometern oder
Thermoelementen ist nicht möglich, da sictr die Ra-
kete viel zu sdrnell durch Gebiete mit untersdried-
lidren Temperaturen bewegt. Hinzu kommt noch. daß
durch die dtlnner werdenden Gassdridrten
(in
Höhen
über 50 km) keine Wärmeleitung mehr erfolgt und
die
Temperatur eines festen Körpers dänn nur noch von
seinem Absorptionsvermögen an Sonnenstfahlu,ng ab-
hängt. Außerdem werden' unmittelbare Temperatur-
messung€n durdr die Reibungswärme, die der Ra-
ket€nkörper während des Fluges durc*r die dichte
Atmosphäre erfährt, verfälscht,
Weitere ftir alle kommenden Raumfahrtprobleme
wic'htige Untersu.öungen, die nur mit Hilfe von
Höhenraketen und Erdsatelliten gewonnen
werden
können, dienen der Erforscfiung der kosmlsctren Strah-
lung. Zähhohrteleskope, d. h. Sj'steme von mehreren
Geiger-Müller-Zählrohren
und Nebelkämmern. bilden
hier hauptsädrlich die Meßausrtistung. Auch über die
Struktur des Magnetfeldes der Erde.in ltöhenlagen
zwischen 20 und 300 km sowie über elelctrisctre Ströme
in der Ionosphäre und die Ozonverteilung in der
Atmosphäre kann nur die Höhenrakete befriedigende
Meßergebnisse
erzielen.
Ein umfangreictres Forschungsgebiet in der wissen-
schaltlidren Arbeit mit Höhenforsctrungsraketen neh-
men die Flugexperimente mit Tieren ein, mit denen
die Möglichkeit eines Raumfluges des Menschen er-
forsdrend vorbereitet werden. Viele Versuchstiere. wie
Affen, IVIäuse, Kanlnchen, Hunde usw., haben schon
mehrmals mit Höhenraketen erfolgreidre Flüge in
Höhen bis zu ä00 km hinter sich und ohne Schädi-
gungen
überstanden. Die Tiere sind hierbei in Spezial-
änzügen und Spezialkammern untergebracfit.
Durctr in
die Haut eingenähte Meßelektroden werden alle wich-
tigen Körperreaktionen wie Blutdruck, Herzschlag,
Körpertemperatur, Atmung und andere F unktionen
gemessen, kontrolliert und aufgezeichnet. Bei allqn
diesen Tierversuchen ist
garantiert,
daß man den
Tieren selbst keine unnötigen Schmerzen zufügt und
bei diesen Experimenten keine Tierquälerei entsteht,
Derartlge Versuctre sind unbedingt nötig, bevor man
Dcr Hund Bdionlo
.lrl
wohlbrhcltcn von .
salnam rwailan Wal$
:
roumfiug rurüd:
gctchrt. l m.'
",
Loborstorlura
Hltfc .lner
gropbcn
grcnrn
Almung ünd
wcrden
den ersten Mensdlen einer Weltraumrakete anvertraut,
So muß beispielsweise bekannt sein, wie sich der
Körper in der Phase des Besdrleunigungsandruckes
bzw. im Zustand der Sctrwerelosigkelt verhält. Ferner
muß dle Frage gel,(xt sein, ob in gro8en Höhen Strah-
lungssdräden durdr die Röntgenstrahlung der Sonn€
sowie durch die kqsmische Strahlung auftreten. Des-
gleidren ist die Klärung der im Weltall auftretenden
Meteoritengefahr sowle die wohlbehaltene Rüchkehr
von Lebewesen zur Erde experimentell zu lösen. Vor
aUem der Wiedereintritt Qer Raketerrspitze in dich-
tere Luftsdridrten bedarf eines bedeutsamen Studiums,
denn es treten hier Temperaturen zwischen 2000 und
0000" C auf, die alle bisher verwendeten Metalle mehr
oder weniger absdrmelzen läßt, Dieses Problem der
starken äerodynamisctren Erwärmung beim Wieder-
eintauöen eines Körpers in die Erdatmosphäre läßt
sidr, nactr durdtgeführten Versudten zu urteilen, offen-
bar dadurdr lösen, daß man,übet die Raketenspitze
ein Material mit hoher Schmelztemperatur und sehr
geringer Wärmeleitfähigkeit aufträgt, weldtes die
darunter befindliche eigenUidte Metallhaut vor dem
Absdrmelzen bewahrt. Diese Art der Raketenspitzen-
kühlung bezeichnet man als
,,Schmelzkühlung".
Weitere Versuche in dieser
rRichtung
haben auctt
gezeigt, daß die Form der Raketenspitze
'nicht
wle
bisher angenommen, ein stromlinienförmiger, spitzer
Kege1 sein muß, sondern eher einem stumpfen Kegel
ähnelt. Dieses und andere Maßnahmen werden clazu
beitragen, die wertvollen Instrum€nte, Tiere und später
einmal Menschen, sicher zur Erde zurilckzuführen.
Atr züel Beispielen soll noch Nliheres über durch'
g etührte Höhenraketenu er suche rlit Tier en aus gef ührl
werd,en:
In der Sowjetunion begannen bereits im Jahre 1949 die
ersten Versuctrsaufstiege mit Hunden. In hermetisdten
Speziaikabinen untergebradrt, erreichten sie damals
Höhen tiber 100 km. Die Kabinen waren mit Luft-
erneuerungsanlagen sowie mit Anlagen zur Aufreclrt-
erhaltung der erforderlichen Temperatur ausgerüstet.
In diesen Kabinen haben z. B. die beiden Hunde
,,Otwashnaja"
und,,sneshinka" wiederholt :iöhenflüge
unternommen. Uber die Dauer ihres Fluges waren
Geräte an ihren Körpern befestigt, weldre die widtr
tlgsten Lebensfunktionen der Tiere registriertien sowie
die Nerventätigkeit und dle Reflexe untersuchten, die
durctr die Lage des Körpers im schw€relosen Zustand
entstanden. Mit €iner Filmkamera wurde außerdem
das Verhalten der Tiere unter Einwirkung des Be-
sdrleunlgungsandrudres beim Start sowie bei der bis
zu 6 Minuten andauernden Schwerelosigkeit auf-
Senommen.
Nadrdem die Raketen ihren Gipfelpunkt erreichten,
wurderr die Kabinen von der Rakete abg€trennt und
sanken langsam von einem Fallschirm getragen zur
Erde zurück. Obgleidr dieses Absinken der Fall-
schirme oft bis zu einer Stunde dauerte, riefen die
Einwirkungen der
primären kosmischen Strahlung bei
den beiden Hunden keine gesundheitlidten Schäden
hervor. Auctr nur mit Sdrutzanzügen versehen, wurden
die Tiere bei einer Fluggesüwindigkeit bis zu 1'2 km/h
auß wild trudelnden Raketen mittels Katapult-
einridrtung herausgesdrleudert und landeten dann.
ebenfalls am Fallsctrirm hängend wohl behalten auf
der Erde, In einigen Fällen wurden die Hunde im
Gipfelpunkt der Bahn aus ihrer Rakete
geschleudert
und erst in 4 km Höhe durdt Fallsdtirmöfinung
ge-
bremst. Daß diese 81üge keine scttädlidten Folgen der
Nerventätigkeit und allgemeinen Gesundheit nadr
sidr zogen, bewelst die Tatsadle, daß beide Hunde ohne
Scheu die Kabinen betreten und sich
gegenilber neuen
Experimenten ruhig verhalten.
'
Aln 2f. Mol r$t gdcng o dtr omrrllanlrdrcn Arnm mtlnoltit,.rtnr
rral Affrn t.ogt.td. Jupltar-Mllt ltttadr.nflolatc rdolgrrldr t|l |!.ttLo.
lar Rctchnlroit briondrn rlö dlc rlrlrnpfündEj th..$tffrn .Ablc*:.
und dc: dn
.Ftund
idrwrrr Seldcnöidlda
"tois'.
Als welteres int€ressantes Beispiel soll der am 20, Mai
1959 durdrgeführte amerikanische biomedizinisdre Ver-
sudt beschrieben werden Als Versuctrstiere wurden die
ausgebildeten Rhesus-Affen
,,Able"
und
,,Baker"
an
diesem Tage mit einer Jupiterrakete in eine Höhe von
500 km getragen. Diese Aften wurdeo nach ent-
spredrendem Training und Test für den Versuch eus-
gewählt, da sie als Lebewesen höherer Ordnung sehr
gut
Vergleichsdaten zum mensdrlidlen Organismus
li,efern können. Die zylindrische Druckkapsel, in der
sich die Rhesusäfrin auf einem Fiberglasbett befänd,
wog U3,ö kg, Sie hatte ihr eigenes Heiz- und Ktihl-
system, und in
jeder
Minute wurde die gesamte Luft-
menge der Kapsel zweimal erneuert. Kohlendioxyd
und Feudrtigkeit wurden durdr besondere Filter ab-
sorbiert, Die an Bord der Rakete befindlichen Sender
funkten ein Elektrokardiogramm über Muskel-
reaktionen, Herztöne, Pulsschlag, Atemmenge und
-temperatur
sowie über Luftdidte und Luftfeudltig-
keit in der Kablne zur Erde. Zur Messung der
Reaktionsfähigkeit sollte Able während des Fluges
auf ein entspredrendes Lidttsignal eine Taste drücken.
Diöse Antwortsignale blieben aber aus, da die Sende-
frequenz des Antwortsignales durch eine arndere Meß-
wertübertragung gestört wurde. Die 13,4 kg wiegende
Meßkapsel des nur 500
g
schweren Affctr,ens Baker war
mit Instrumenten fi..ir die Messung von Atmung,
Körpertemperatur, Herzreaktlon und Kablnendruck
ausgerüstet. Hierbei zeigte es sidr, daß während des
Starts doppelt soviel Luft verbraucttt wurde, Der Luft-
verbrauch normälisierte sich bei Gewichtslosigkeit wie-
der, stieg
jedoctr
,beim Wiedereintauch'etn der Raketen-
spitze in die dichteren Sdrichten der Atmosphäre und
der hohen Bremsbssdrleunigung ftir 35 bis 40 s auf
die dreifache Menge gegenüb€r
dem Normalzustand an.
Auch bei der Affin Able zeigte 6ich der gleiche Ver-
lauf, Die höchste in den Behältern gemessene Tem-
peratur
betrug während des Fluges 29o C, Bei der
opelativen Entfernung einer Körperelektrode verstarb
die Afrin Able im medizinischen Forschungslaborato-
rium an einer zu starken Narkotisierring. Das Affchen
Baker befindet sidr dagegen wohlauf und ließ bisher
keinerlei Nachwirkungen des überstandenen Höhen-
fluges erkennen. Bei diesem Experiment befanden
sidr die Versuchstiere I Minuten schwerelos im Welt-
raum.
Soldte unil' öhnliche Aufga,ben können nut uan Höhen-
forschungsraketen
lrn Bereieh zwischen Ballonsonde
unil Erilsatellit
gelöst
werd,en,
49
Yon l orri l Jng. H. KEMIER,
Institut lür Textilmoschinen,
Korl.Morx.Stodt
Heute wi e vor ei ni gen tausend Jahren werden di e
meisten textilen Stoffe noch immer durch Weben
hergestellt.
Die Tedrnologie der Herstellung hat sich seitdem
geändert,
der Webvorgang dagegen ist im Prinzip
immer der gleich geblieben.
Eine Vielzahl parallel-
liegender und
gespannter
Fäden bilden die sogenannte
Kette. Die einzelnen Kettfäden können unabhängig
vonsinander angehoben werden. Der Raum zwischen
den angehobenen und den nicht angehobenen Kett-
fäden bildet das
lvVebfach.
In dieses wird durch den
Schützen, der die Schußspule trägt, der Schußfaden
von links nach rechts eingetragen. Der eingetragene
Faden wird dann durch ein kammartiges Gerät, an
das berei ts gebi l dete
Gewebe geschoben
und an-
geschlagen.
Nachdern die angehobenen Kettfäden ge-
senkt und dafür andere Fäden angehoben wurden,
durchiäuft der Schützen das Webfach von rechts nach
links. Der Vorgang des Sch,ußeintragens in das Web-
fach wi ederhol t si ch fortl aufend. Di e heuti ge
pro-
duktionslei,stung eines Webstuhles kann mit etwa
5 m,/h angenommen werden.
Ei n e Be o b a c h t u n g . . .
Ingeni eur H' ei nri ch Mauersberger vcm Insti tut für
Textilmaschinen, KarI-Marx-Stadt, beobachtete vor
Jahren, wie an einer zerschlissenen Webware, bei der
durch langen Gebrauch die Kettfäden an einer Stelle
restlos zerschlissen waren. der Gebrauchswert durch
50
Abb. t Di c crstc Mol i mo.StroBa dcr Wcl t
im VEB Cuncrsdorfcr lYirlworcn, lYcrl
Cronzohl ,
Abb. 2 Unl an: Mol i no.Anl ogr von dcr Ab.
lcAccinrichtung aus gcsehcn.
Abb. t Grundrl 8 der Mol i mo.Anl ogc (rcdrtr
untcn, Zci chnungt,
mehrfaches Übernähen der verbliebenen Schußfäden
mi t ei ner Nähmaschi ne wi ederhergestel l t wurde.
Diese Beobachtung ließ ihn nicht wieder los. Sie ver-
anlaßte ihn, nur lose aufeinandergelegte Kett- und
Schußfädenlagen mit einer Vielzahl paralleler Längl-
nähte zu versehen und auf di ese Wei se ei nen der
Webware ähnl i chen Stoff zu erzeugen. Das war di e
Geburtsstunde für eine neue Art in der Stoff-
herstel l ung.
... und was daraus wurde
In mühevol l er,
j ahrel anger
Kl ei narbei t gel ang es In-
genieur
Mauersberger und seinen Mitarbeitern, dank
der lveitsidrtigen Unterstützung durch die Regierung
der DDR, eine Maschine zu entwickeln, die Stoffe
durch Übernähen von Fadenlagen herstellt. Die Ma-
schine wurde Malimo benannt, nach dem Namen und
Wohnort des Erfl nders Mouersberger, Li mbach. Di e
fol gende Si l be
,,rno"
stammt von dem Wort Mol ton,
öiner Webwarenqualität, die ebenfalls auf dieser
Maschine erzeugt werden kann.
Der Prototyp di eser Maschi nen
,,Maümo
500", deren
technol ogi sche Bezei chnung,,Fadenl agen-Nähwi rk-
maschine" ist, wurde für die Arbeitsbreiten von 500
bis ?Q0 mm gebaut. Bei der Festlegung der Arbeits-
brei te für di e Mal i mo beganrl man mi t der geri ngsten
Brei te, bei der ei ne Produkti on brauchbarer Arti kel ,
z. B. Handtücher, Molton, Staubtücher, Binden und
dergl ei chen, mögl i ch i st. Es mußten
j a
erst ei nmal
;F
-
..,s*
{e
Produktionserfahrungen
mit einer derartig neuen
Maschi ne gqsammel t
werden. Der Bau von Mal i mo-
Maschinen größerer
Arbeitsbreite, das kann jetzt
schon
gesagt
werden, i st durdraus mögl i ch, Ahnl i ch verhäl t
es sic'h mit den Arbeitselementen,
die beim
prototyp
noch verhäl tni smäßi g grob
si nd, si e können i n der
Zukunft noch wesenilictr verfeinert werden. Dadurch
l assen si cb di e Gewi chtg di e heute i m Berei ch von
250 bis 350 g/m1 liegen, erheblich herabsetzear.
Doch schon die Arbeitsergebnisse
mit den ersten
schmal en Mal i mo-Masdri nen
si nd so posi ti v,
daß si ch
bereits heute hervorragende
produktionsergebnisse
abzei chnen. Di e Mal i mo produzi ert
i n ei ner Stunde
120 m Stoff; und das fast ohne Lärm. Wer ei nmal i n
ei nem Websaal gewesen
i st, wei ß abzuschätzen, was
das bedeutet, denn di e Websäl e si nd di e rei nsten
Lärmhöl l en.
Auf Mal i mo-Maschi nen
wi rd berei ts i n
mehreren Betri eben der DDR, der sozi al i sti schen
Län-
der und des kapi tal i sti schen
Ausl ands zur vol l en
Zufri edenhei t produzi ert.
Di e ei ndrucksvol l ste
AnIage
befl ndet si ch i m VEB Cunersdorfer Wi rkwaren. Werk
Cranzahl (Abb. 1), Es i st di e erste Mal i mo-Straße über-
haupt .
Al l e Mal i mo-Maschi nen
stehen an ei nem Transpon-
band, auf wel chem di e fertl gen Stoffbal l en abgel egt
und zu einer zentralen tagerstelle
transportiert wer_
den. Auf diesen Maschinen werden unter anderem
auch die Stoffe für die Malimo-Handtücher gearbeitet,
die heute schon von vielen Verbrauchern gein
benutzt
werden. Außerdem ferti gt man auf Mal i mä-Maschi nen
Mol ton für Kl ei rutki nder-Unterl agen,
Hei zki ssen- und
Bügel brettbezüge,
Bi ndenstoffe
zurn Bi tumi eren und
fü.r tech-n;sche Zwecke, die sich alle bewähren. Sogar
Gl assei den und Gl asgarne l assen si ch, wi e erst j üngst
festgestel l t wurde, auf der Mal i mo verarbei ten.
Versuche, Mal i mo i n den bi s
j etzt
vorhandenenBrerren
für Bade-
und Campi ngbekl ei dung
ei nzusetzen, haben
bei den angeferti gten
Mustern so ansprechende
Er-
gebni sse gezei gt,
daß auch hi er mi t ei nem Ei nsatz zu
rechnen i st. Das bezi eht si ch noch aul vi el e andere
Arti kel .
Oirrrsdrnltl dcr l{ähuirlrtoll.
cln.r Mdülnc. Alla om Nöh.
tor.gong
-bat.lllgten
Sdricbcmoddn (f
f ,
gölh6d?öht.
lar,
Nöh.
fod.nloönödctn (31, l.triod.nloönodcln
t6t,
Abrdrtogplirlncn
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und Gcarhhotr.rrift. (rf rtnd in rtjtiSrpcr -i'zr lnrn
Srcit .lngorönrolr.n, Dla Zoht dcr In ola Bbl
yon
25 mrn
Sreltc clngrrömolrrn.n Nodctn glbt dl. F.inh.lt .1n.,
MoJöln on, dogrgrn bercldrnct non do Abrtond rwlröan
I Nodcln olt Tcllung.
Djc_pcrpomtcn
Sdru8fiüdm ({
rcrdcn rwböon dca Ab:dttog.
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Fl und dcn Grgrnholtrrrllftrn
l|| kontlaulrrllC vcn
:-b"1 1o+
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(o$fäden
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X.tttod.nlodrnodrtn (6t gatcttct,
trcffra ln Xthj a'ir SClrUn
rod.ln (ll mlt dcn Söu8födcn
llt
ruramnrn. Von dcr Rüct.
raitc durdrrtedrcn dlc Sölcbemodrtn dlc .3dru!.
ünd f.tt
fodcnröor. Wcnn dlc Nodclrpltr.n
,.it ganug lorgclornmcn
rlnd, wltd d.r Nähtod.n
lttt durö air Xtt6acntidrnodrtn
({
in dh Hekrn dcr Sölcbornodoln
{tl rlnschot. DIc
SdrllcSdröhtr doden dlc l.lsdclholcn ror dcrn Zuröagihan ot
und dlc in dtn Nadrlhqlcn alngcbgtrn Nühlädcn rcrdcn,
vcnn di. Schlcbcmoddn gonr :urüctgrgongcn slnd, :u
Mgrdrcn umguond.lt, Db blr dohln auiÄn Sdricb"rncA"tn
höngcndr oll. Maröcnrclhr wlrd durdr di. AbrdlosDlo$ncrl
übcr db Nodolspltzc obgccölogan, domit ljt .lä n.r"
Mordtanr.lhc gcoöalt.t,
Bei durchgeführten Testversuchen konnten Mal i mo_
Stofre hergestel l t werden, di e al s Oberbekl ei dungs_
stoffe auch verrvöhnten Ansprüchen genügen
und
deren Herstel l ung bi sher ei nzi g und al l ei n den Web-
stühl en vcl rbehal ten war.
Wenn man di e bi s heute errei chten
produkti onsdauer_
l ei stungen auf Mal i mo-Maschi nen
betrachtet, di e über
100 m
j e
Arbei tsstunde
betragen, so wi rd besti mmt
auffallen,
welche Möglichkeiten
sich für eine Autc)-
mati si emng des Produkti onsprozesses
bi eten. Man
könnte z. B. der Mal i mo, wenn Handtücher oder
Staubtücher produziert
werden sollen, eine
pro_
dukti onsstraße
nachschal ten,
di e den Stoff auf Länge
schnei det, konfekti oni ert
und anschl i eßend verpackt.
Das hei ßt, man hat vom Faden bi s zum ferti gen ver-
packten
Handtuch eine automatisch arbeitende
pro_
dukti onsstraße.
Wo hätte si ch di ese Mögl i chkei t für
di e Fer t i gung t ext i l er Er zeugni sse j emal s
vor her
geboten
?
5l
>4,,;,,
Aufbau und Arbeitsweise der Malimo 500
Di e Mal i mo-Anl age
(Äbb. 2) besteht aus fol genden
Ei nzel aggregaten:
d.er ei gentl i chen Mal i mo 500,
dem Warenabl eger,
d.em l i nken und rechten Schufl fai l engatter,
dem Nö,hl ai l enga.tter und, dem
Kettt adengatter.
Der Nähwirkvorgang findet im Zentrum der
gesamten
Anlage, der eigentlichen Malimo 500, statt, um die sich
di e anderen Aggregate
gruppi eren (Abb.3). In i hr
befinden sictr der Schußfadenlegewagen, die linke und
rechte Schußfadentransportkette und die Nähwirk-
werkzeuge, von denen der Nähwirkvorgang vollzogen
wi r d.
( Abb. 4. )
In den Schußfadenlegewagen münden.?0 Schußfäden,
die aus
.den
beiden Schußgattern links und rechts
des Masctrinenkörpers zug€ftihrt werden. Der Sdruß-
fadenlegewagen läuft .bberhalb der Schußfaden-
transportketten hin und her und legt
gleichzeitig
die
?0 Sdrußfäden al s Band von 80 mm Brei te aul
dieselben.
Di e Schußfadentransportketten si nd endl ose Drei fach-'
Rol l enketten. Si e tragen i n Bl ei e ei ngesctrmol zene
Drahthäkctren, Einhängenadeln, auf die sich die im
Sctrußfadenleger
gefaßten ?0 Schußfäden einhängen.
Die Einhängenadeln der beiden Ketten stehen mit
ihren Haken etwa 500 mm auseinander. Da die Schuß-
fadentransportketten in der Zeit, rvo der Scttußfa'den-
leger die Fäden von der linkern Kette zur rechten
Kette legt, um 40 mm auf den Besdrauer zu weiter
l aufen, si nd di e Ketten, wenn der Schußfadenl eger
wieder zur linken Kette zurückkehrt, um 80 mm
weitergerüclrü, , Da die Legebreite des Sdrußfaden-
bandes ebenfalls 80 mm beträg!., legt sieh ein Band
von ?0 Schußfädengerrau an das andere an. DegSchuß-
fadenband wird so im Zideack auf die Schußfadon-
transportkette aufgelegt.
Die zwischer der linken und rechten Transportkette
gespannten
Schußfäden werden der Nähwirkstelle zum
52
Übernähen zugeführt. Die beiden Ketten laufen dabei
seitlich an den Sdriebernadeln vorbei.
Nachdem auf die
quergespannten Sctrußfäden die Kett-
fäden aufgelegt sind, wird die
ganze Lage übernäht.
Der fertiggenähte Stofr ntind von den Einhängenadeln
auf der Sdrußfadentransportkette und durclr eine Ab-
zugswalze abgezogen, später wird er dann erst aus den
Einhängerradeln herausgedrückt und bis hinter die
Malimo geführt. Der Stoff Iätrft danach am Boden unter
dem Fußtritt zur Ablegeeinrichtung.
Der Warenableger der Ablegeeinrichtung (Äbb. 2) tafelt
die Ware zu Stapein, deren Länge eingestellt werden
kann. Ist ein Stapel von 40, 60, 80 oder 100 m fertig,
wird er automatisch durdr das Trqnspörttuch auf dem
Tisch der Abl.egeeinrichtung um etwa I m nadr rück-
wärts herausgerückt und kann von einer Hilfskraft
entnommen werden. Die Anlage braucht dazu nicht
stillgesetzt zu werden. AlIe Fäden werden von Spulen
verarbeitet, so daß die für das Weben erforderliche
Vorber'eitung, wie Schären und Schlichten, entfällt.
Die Bedienung der Malimo selbs,t ist verhältnismäßig
einfach und läßt sidr auctr durdr ungelernte Kräfte in
kurzer Zett leicht erlernen.
Ausblick
Wenn man diese neue Entwlcklung kritisch' betrachtet
un{ dabei auch berücksichtigt, daß die wirtschaftlide
Nutzung
gerade
erst begonnen hat, so muß man .fesf-
stellen, daß die erreichten Leistungen schon ganz be-
achtlich sind.
Es bleibt aber noch sehr viel zu tun, denn die Malimo-
Technologie steclrt schließlich errst in den Kinder-
schuhen. Zieht man eine Parallele zur Weberei und
vergleicht, mit welchen Leistungen die ersten Weber
aufwarten konnten und wozu si dr di e heuti gen Web-
masdrinen entwickelt hab,en, dann igt bei der Weiter-
entwiddung der Malimo noch einiges zu errrrarten.
Di e Mehrmaschi nenbedi enung wi rd dabei für di e
Mal i mo genauso gel öst werden, wi e si e heute bei Web-
maschinen bereits gelöst ist.
Die Malimo-Tectrnologie wird helfen, den ständig
steigenden Bedart an Konsumgütern, unter denen die
Textilien einen der ersten Plätze einnehmen, zu
decken. Dabei werden die Malimo-Erzeugnisse einmal
ei ne Stel l ung ei nnehmen, di e genau festzul egen heute
noch verfrüht wäre.
Es sind bis
jetzt
nicht einmal annähernd alle Einsatz-
gebiete
für Malimo bekannt, doch zeiglen die bisheri-
gen Erfahrungen, daß nach'keiner der bisher bekannten
Technologien (Stoffherstellung aus Fäden) höhere
Produktionsleistungen erzielt
-werden
können. Die
enorrne Leistungsfähigkeit mit den glten Gebrauchs-
welten der gefertigten Artikel, bei nicht höherern
Materi al ei nsatz, wi rd di eser Tedrnol ogi e ei nen füh-
renden Pl atz i n der Stofrherstel l ung si chern.
Di e Bedeutung der neuen Technol ogi en i n der Texti l -
industrie geht nicht zuletzt daraus hervor, daß bis 1965
1l Prozent von allen Textilien nadr neuen Techno-
l ogi en hergestel l t werden. Dabei ni mmt Mal i mo ei nen
beachtlidren Platz ein. Das ist für eine so
junge
Ent-
wicldung aber eine beadrtliche Leistung.
a
TECHNI SCHER
Seit etwa zwei Jahren sind bei uns in ständig stei-
gendem
Maße neben tschechisöen TV-Empfdngern
audr ungarisdre Geräte im Handel erhälttich. Bekannt-
lich sind wir ja
darauf angewiesen, ausländische
Tv-Empfänger
in größeren
Zahlen einzufühfen. um
die sprunghäft angestiegene Nachfrage wenigitens
einigermaßen in einem dem Käufer zumutbaren Zeit_
raum zu befriedigen. Allein in diesem Jahr werden
von der bekannten Budapester Radiofabrik
,,Oriön.,
35 fi)O Fernsehgeräte in die DDR geliefert.
Dabei muß man sich vor Augen halten, daß die Serien-
fertigung von Fernsehgeräten in Ungarn überhaupt
erst vor knapp S Jahren aufgenommen wurde, Dis
seinerzeit gefertigte
Modell steute einen verhältnis_
mäßig einfachen Zweikanal-Emplänger
mit 43-cm_
Bildsdrirm und ?Oö-Ablenkung dar. Schon kurze Zeit
darauf lief die Fertigung mehrerer Typen mit 12 Ka-
nälen, 43-cm. bzw, b3-cm-Bildröhre
und
g0o-Ablenkung
an, die audr im Ausland starke Beactrtung fanden. Mit
diesen Modellen gelang
es dem ungarisctren Außen_
handelsunternehmel,,ELEKTRoIMPbX_BUDAPEST"
in den vergangenen Jahren beachiliche Export-
absdrlüsse zu tätigen. Heute werden Orion-Fernseh_
geräte
nactr der DDR, CSSR und nach
polen
sowie
nadr tr'innland, Holland, Schweden, Jugoslawien, dem
Libanon und dem Irak geliefert
Die gegenwärtige
Produktion von Orion-Fernseh-
geräten
umfaßt drei Grundtypen mit je
2 ver_
schiedene Ausführungen, und äÄrar Geräte mit mltt_ ' lerer
Empfindlictrkeit (ÄT
40I/A, AT *Og; AT b0ö),
Geräte mit sehr hoher Empfindlichkeit (Orion-58-T_816)
sowie Geräte, die weitgehend automatisiert sind
i
(AT
6ll). Diese Grundtypen sind entweder mit 43-cm_
'
Bildröhre oder mit S3-crn-Bildröhre
erhäIilictr. wobei
,
i- allgemeinen
Bildröhren mit
g0o-Ablenkung
Ver_
'
wendung finden. In der DDR sind gegenwärtig
Geräte
I
d.". Typ-e1
fT
408, Orion-53-T-816, AT F05 und in ge_
i
ringem Maße AT 6ll erhälilich, wobei hervorzuheben
i
ist, daß seit Beginn des zweiten Halbjahres 1960 nur
r"
l
I
I
I
I
I
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STECKBRI EF
ö20 X lg0 X 50O mi|l
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Supertrctrrcdyn, Zwltdrntrügcr.
vcrtohrcn
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Blldcnpflndlldrtclt .
200 pV bct 20 dB StgnofRousch
VcrhöltnL
Tonempfl ndl l drl ci t tso.av bct 6dB Sl gnol /Rousdr
Abmertungcn
Görlc|rt
N.U3F'qnnund
Nolevcrbroudr
Bildgrö8d
Amohl dcr Röhrcn
und' Hnl bl al tcr
Fsnktlon dcr Röhren
und Hulblcltor
AntcnniironcdrluB
Sdrolt
'3tcfii
Slldtrögcr
Tontrögc?
!l
Bildouflörun9
Lotrtprldrer
Vcrhöltnis
38,9 MFtr
33,i1 MHr
mln {00 Zcilen
t St.
@
200 mm
Tonousgoögrlei*tung *1,5W
bei l0lq Vorzerruni
.Hocfi sponnung 13-16w
Zallcnfi'aquenz 15625 Hz
Bildfrcguanr 50 Hr
Störstrohlung cntrpredcnd dan Vorsdrriftcn
dar Deu$clrcn
poit
HV
-
VO
3. 1. 1959
Dos Geröt
qrbcitet
nocfi bcl Ncttspdnnungsöonlun.
gen von
f 5% ||nd
r
10%
noch Geräte mit der 53er-Bildröhre
an die DDR ge-
liefert werden.
Durch das frcundliche
Entgegenkommen
des ,.Orion,,-
Kundendieflstes in der DDR stand unserer Räaaktion
über einen längeren Zeitraum ein Fernsehgerät vom
T{p
_AT
505 2ur Verfügung; über unsere Eriahrungen
mit diesem Gerät sei nunmehr berichtet:
53
1 Ei n-Ausschol ter und
Loutstörkeregl cr
2 Kontrostregl er
3 Hel l i gkei tsregl e.
4 Kqnol wöhl er
5 Fei nobstl mmung
6 Bi l dfrequenzregl er
/ Antonnenbudrsen für
'
Nohempfong
I Antennenbuchsen {i l r
Fernempfong
9 Kl ongforbenregl er
l 0 Regl er f ür Bi l d-
I i neori töt
11 Regl €r t ür Bi l dhöhe
' 12
Zei l enf requenrregl er
13 Si cherung
durchführen, da die einzelnen Bauelemente auf diesem
Wege leidrt zugänglich sind. Madlt sich dennoch ein
Ausbau des Chassis erforderlich,.brauchen nur unten
einige Schrauben
gelöst ur{d die Drehknöpfe des
Kanalwählers entfernt zu werden. Das Chassis läßt
sich dann leidrt aus dem Gehäuse ziehen. Die Bild-
röhre kann nach Entfernung der Ablenkspule ebenfalls
Ieicht aus dem Gehäuse gehoben werden. Eines sei
aber an dieser Stelle allen Besitzern von Fernseh-
geräten gesagt: Es ist bei auftretenden Bildstörungen,
die sich mit den äußerlich sichtbaren Stellknöpfen
des Gerätes nicht beseitigen lassen, keineswegs zu
empfehlen, die Rückwand abzusdrrauben und voller
Entdecherfreude den Fehler zu beheben versuctren.
Ein solches Experimentieren führt nidrt nur zu einem
meist völligen Verstimmen des Empfängers und ver-
teuert damit die Reparatur,sondernist vor allem hödrst
lebensgefährlidr, da immerhin 13 000 bis 16 000 V
Anodenspannu,ng an der Bildröhre liegen.
Die im Gerät eingebaute Bildröhre vom Typ AW 53-80
mit
goo-Ablenkung
besitzt eine elektrostatische Foku-
sierung des Elektronenstrahls. Bekanntlich ist es
ja
erforderlictr, die aus der indirekt beheizten Katode
emittierten Elektronen so zu bündeln, daß auf dem
Bildschirm ein scharrfer Leuctrtfleck entsteht. Dieses
Di eser TV-Ti schempfänger stel l t ei ne
l ung des i n der DDR füi . sei n au
Obwohl
' di e
53-cm-Bi l dröhre ei ne Abl enkupg . von
erfahren. säi di es"
90o besi tzt, erschei nt das Gerät mi t ei her: l l tel e von-
.aus
der schemati sc-fr
skizziert: Wie
hervorgeht, besitzt
Die Fokusierung der von
di ngs erst di e Verwendung von modernen l l 0"-Bi l d-
4st
röhren zu ei ner wohl tuenden Verkürzung und dami t
' p1"
izten Oxydkatode austretenden
auch zur Verringerung des verhältnismäßig hohen Ge-
:folgt durctr die Elektrode4' l!r, Eo Er
man nämlidr an die Elektfoden E4 und
wichtes von rund 34 kg führen.
.
q: . . t l .
€.
! ! 5r
..,,i...
' .
Er eine Hodrspannung von rund 15000 V und an die
'
' - ' "
| 6 - ^ - - - , - - - . ^ -
sich bei einem solchen vertikal stehenden Ctrassis äie
Ablenkung
-
des nunmehr sctrarf gebündelten Elek-
Wartung des Gerätes wesentlicl vereinfacht, würde.r,t.tronenstrahls
erfolgt
'dann auf die bei Fernseh'bitrd-
dies meines Erachtens zu einer
platzgünstigeren An--
'
röhren üblidte Weise'
ordnung der Bauelemente und damit zu einer
-
wenn,,' .' iDie Bildröhre ist in Allglastechnik hergestellt, ihre
auch nur geringen
-
Verkleinerung des Gehäuses Frohtplatte ist sphärisch
gewölbt und besteht aus
führen. Grauglas mit einem Absorptionsfaktor von 25 bis il0/0.
Der
jetzige
Aufbau des Gerätes läßt drei Montage- .,D:1
weiß fluoreszierende, metallhinterleste Bil'd-
einheiten erkennen: das montierte chassis, aen xanät- - .schirm -schafft
die voraussetzung für ein brillantes'
w'ähler und das Gehäuse, wobei der Lautsprecher un6
' auch
$ie..
verwöhntesten Ansprüdte befriedigendes
die Bildröhre zur Montageeinheit Gehäuse zu rechnen
:I::l-t^"lltll;-unsere
Erfahrungen mit dem überprüften
sind, Als recht günstig ersctreint die Läsung, den
. Testgerät können
'diese
Tatsachen nur nadtdrücklidt
Kanalwähler als selbsiändige Montageeinheit an-' .
unterstreidten' Selbst bei
großer Raumhelligkeit gibt
zuordnen, da auf diese weise notwendige service-
die_ Bildröhre ein genügend kontrastreictres Bild, ohne
arbeiten leicht ausführbar sind. Die übliche wartung.
daß die Schwarzwerte etwa überwieäen'
des Gerätes läßt sich nactr Abnehmen der Rückwand:,r,,' .1Überhaupt zeidrnet sidr das Gerät dadurdr aus, daß
bzw. der Bodenschutzplatte ohne Schwierigkeiten
:.r..les
kaum einer Nachregelung bedarf, wenn es einmal
54
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des Röhren-
1
I
i
ridrtig eingestellt lst. Deshalb konnten die Geetalter
auch die Regler ftir Kontrast urd. Helligkeit an der
Vorderseite unten versted(t anordnen, da.sie eben
pralrtlsch
nactr dem Einstellen ni&t mehr benötigt
werden, Das trift audr auf . die Regler ftir Bild-
linearität, Bildhöhe, Zeilenfrequenz und Bildfrequenz
zu, die sidr an der Rüd<seite des Gerätes befinden,
Der Regler zur Feineinstellung ist seitlldr, leidlt er-
reidlbar zusammen mit dem Kanalwähler angebradtt.
Naclr dem Einsdralten ersdreint sdton in erstaunlidl
kurzer Zeit das Bild, weldres danü durdr gleidrzeitiges
Bedienen der Regler für Kontrast un6 Helligkeit auf
den ridrtigen Wert eingestellt werderi muß. Dieses
gleictrzeitige
Bedienen beider Regler ist deshalb er-
fordedich, weil slclr diese beiden Komponenten gegen-
seitig beeinflussen. Als angenehm empfindit man
auctr die Möglichkeit, mit Hilfe des ebenfells aul der
R,üdtseite angebradrten Klangfarbereglefs den Ton
nacä individuellen Wünsdten einzugtellen.
Das Gerät ist al6 Regionalempfänger ausgebildet, d. h,,
daß es nur dann einen guten Empfang ermöglicht,
wenn die Feldstärke des Fernsehsendere am
Empfangsort noch genügend groß
ist. Dae sollten sictr
alle Interessenten dleses Geräteg vor Augen halten;
bei Entfernungen ilber 60 km vom Sender dürfte nur
nodr mit einem verhältnismäßig großen
Antennen-
aufwend ein befriedigeniles Btld zu erhalten sein, DaB
Testgerät lief unter den gtinstigen
Empfangsbedln-
gungen
des Berliner Raumes
Ftörungslrei
mit einer
kleinen Zimmerantenne und lieferte, wie sehon er-
\Ä/ähnt, ein brillantes, gestochen.
scharfee, kontrast-
reidres und fled<enreines Bild. Hervorzuheben i,st auctl
noch die
geringe
Anfälligkeit des Gerätes gegen
von
außen einwirkende Störungen, Für den fachtidr auf
diesem Gebiet etwa,s vorgebildeten Leser sel kurz er-
wähnt, daß die ungarischen Konstrukteure dazu die
außerordentlich interessante Syndlrdetektorschaltung
benutzen. Dazu wurde speziell von der Budapester
Tungsramfabrik eine Röhre (EH 81) entwick€lt, die
in einer speziellen Demodulatorsdraltung zum Einsatz
gelangt.
Noch ein {rort zur großen
ä&cm-Biidröhre: Betrachtet
man die internationale Entwid<lung der Bildschirm-
größen vor allem irn westlichen Ausland, so stellt man
in den letzten Jahren eine immer stärkere Bevorzu-
gung
dieser Bildschirmgröße lest Dlece allgemeine
,,Sucht" nadl der größeren
Bildröhre (vor
allem in
Westdeutsdüand) stellt stclr
jedodr
bei nüdrterner
Beurteilung als völlig ilbertrieben dar upd ist bel alen
heutigen verhältnismäßig kleinen Wohnungen (Neu-
bauten!) ällgemein liberhaupt ni{trt zu vertreten. Ein
derartig großer
Bildsdrirm erfordert i.mmerhln einen
Abstand des Betracfiterc von rund 3 m, wenn rian die
störende Auflösung des Bildes in seine Zeilen nictrt in
Kauf nehmen will. Deshalb erseheint im großen
und
ganzen
der {&cm-Bildsctrirm als völlig ausreielrend.
Nur bei entspredrend.großen Wohnräumen sollte man
sich zum Kauf einss Gerätes mlt dieser gro8en
Bild-
röhre entsdrließen. In unseren Klubhäusern oder ftir
den Gemeinsdraltsempfang dtirfte die 5$.em-Blldröhre
jedoch
in Zukunft dominieren.
Er war sdron darauf hingewiesen worden, daß wäh-
rend der lJberprtifungszeit des Testgerätes von rund
3 Monaten weder Auslälle noctr andere Schäden zu
verzeichnen waren Naclg Inlorrnation des Kunden-
dienstes liegt die durdrsdrnit$idre
Reparaturanfällig-
keit der ungarischen TV-Emplänger gegenwärtig
bäi
2,3f6. Es ist allerdings zu berilclcichtigen, daß in die-
eer Zahl bereits notwendige Särviceeiastellungen (2, B.
Nactrstellungen der Oszillator- oder Zeilenirequenz)
eingesdrlosBen sind, dle aber als neparaturen iln
eigentlieä€n Sinne nidrt bewertet werden können. Die
tatsächtictr anfallenden Reparatuben liegen nach Er-
fahrungen der Reparatufwerkstätten bei etwa 1,4 bis
1,50/6, ein Wert, der lnternational
gesehen
als recfit
gut
einzusdrätzen ist. In diesem. Zusammenlrang ist
es Bicherlidl ftir den Interessenten von Orion-Fernseh-
geräten.noch
wictrttg, zu wissen, daß mit
jeder
bei
uns in der DDR eingehenden
r'ieferung
von Empfän-
gern gleidrzeitig wertmäßig betractrtet 30/o Ersateteile
mitgesdrid(t werden. Da eidr die bisherige Belieferung
def, Reparaturwskstätten mit den notwendigen Er-
satzteilen über
'nur,
ein Versorgungskontor (Magde.
burg) nidrt bewährte und zu berechtigten Besdrwerden
seiten6 der Besitzer dir Geräte ftihrte (sehr lange
Wartezeiten bei Reparaturen),.lst man
jetzt
dazu {lber-
gegangen,
in
jedem
Bezirk unserer nepublik ein der-
artlges Fachgeschäft einzuridrten. Damit dürfte sidl in
Zukunft die Besdrafiung der benötigten Drsatzteile
seitens der Reparaturwerkstatt wesbntlidl verkürzen.
Söcmatiröc Dorrtcllung dcr Elcttrodcnsyttcms dcr
rtotlrch tokusirrtcn Blldröhrc AW 5!-t0
Ai
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Heirlqden, X r Kctodc, Er *
Stcucrolektrodc,
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Sölrmclcltrodc, Es
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Anod.nrtlindcr (rur Xotodal, Es
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2. Fokurler-
GlGtttodc, Ec
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Anod:nrlllndcr (rum Sdrlrmt
Alles in allem kann man die ungari,sctren TV-Empfän-
ger
Orion AT 505 als eine weftvolle Bereidrerung im
Typenangebot von fernsehgeräten auf unserem Markt
bögrtißen, die ihren
.Beeitzern
genußreiche
Stunden
am Bildsdrirm besdreren.
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Fortsetzung uon Seite 5
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di c Derti l l oti onrkol l oncn dcs Bunowerl es. Rohrc'
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Rohrc, hicr ist dcr Wirkungsbercidr dcr
jungcn Söwei-
8cr und Sölosgcr um H.lmut Hockenbroich.
Schweißer eingesetzt werden können,
je
nach
Arbeitsanfall.
,,Nebenbei
besuchen wir die Betriebsakademie und
legen von Zeit zu Zeit in der Brigade fest, welche
theor6tischen Kenntnisse
jeder
noch erwerben muß,
um das in der Praxis Gelernte zu ergänzen", sagt
Helmut, und er erzählt uns auch
gleich, wie sich
dieser neue Arbeitsstil und die enge kameradschaft-
liche Zusammenarbeit mit den Produktionsarbeitern
auswirkt. Ein Beispiel:
,,Um einen Kühler auszuwechseln, hatten wir früher
eine Vorgabe von 34 Stunden. Jetzt machen wir das
gemeinsam in acht bis zwölf Stunden. Das heißt
jedesmal:
24
$tunden
Mehrproduktion und Über-
erfüllung des Planes.."
Kriüische Situa3lon'gemeistert
Im Januar hatte man sich zur Komplexbrigade
zusammengeschlossen. Es sollte ein Beispiel fürs
ganze Werk sein. (Inzwischen gibt es zwei weitere
Komplexbrigadpn in Buna.) Aber die Brigade war
zuerst vom Pech verfolgt. Ein neues Ofenhaus war
gerade fertig geworden. Die Öfen brachten nicht,
was theoretisch im Konstruktionsbüro errechnet
58
Horrt Losrek wcdrsclt in dcr Elousöurc.
fobrlk cin Vcnlil on cincr Pumpc our.
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worden war. Trauri ge Produkti onsbi l anz des ersten
Quartal s:
drei Tage mi nus und Überschrei tung der
Materialverbrauchsnorm um 217 000 DM.
Di e Kumpel l i eßen di e Köpl e ni cht hängen. Si e be-
ri efen ei nen Roten Treff ei n. Und es zei gte si ch i n
di eser schwi eri gen Si tuati on, wi e sehr si ch di e
Kompl exbri gade bewährte.
Gemei nsam forschte man danach, wi e di e Öfen zu
ei ner Mehrl ei stung und geri ngerem Materi al -
verschl ei ß
gezwungen werden könnten. Unter ande-
rem wurde von den Anl agenfahrern festgestel l t, däß
di e Verdampfer den Anforderungen ni cht ent-
sprachen. Di e Schwei ßer und Schl osser und i hr
Betriebsleiter nahmen Umbauten vor. Der erste Ver-
such mi ßl ang, Kei ner aus der Produkti on machte
i hnen Vorwürfe. Im Gegentei l , man ermuti gte si e
zu ei nem neuen Versuch. Jetzt bauten si e di e Ver-
dampfer nochmal s um und schafften ei ne größere
Verdampfungsfl äche. Nun war i hr Bemühen von
Erfolg gekrönt.
Di e sozi al i sti sche Arbei tsgemei nschaft, der außer
einigen Technikern Anlagenfahrer und Schlosser an-
gehören, l öste i nzwi schen ei ne andere Aufgabe. Si e
verbesserte die Kontaktregeneration
-
früher eine
zei traubende schwere körperl i che Arbei t, bei der
gi oße Drehrohröfen ei ngesetzt waren. Jetzt wi rd di e
Kontaktfl üssi gkei t ei nfach durch negn Fäl l bäder ge-
Iei tet und dabei auf äußerst ei nfache und bi l l i ge Art
das
.Kupfer, um das es geht, zurückgewonnen. In
nächster Zei t wi l l di e Arbei tsgemei nschaft Mögl i ch-
kei ten fi nden. um ei nen Tei l der kostbaren Bl ausäure
nach der Katal yse zurückzugewi nnen.
Der
gernei nsame Kampf der Kompl exbri gade zei gte
bal d Erfol ge. Am 16. Juni waren ni cht nur di e drei
Tage mi nus aufgehol t, sondern ei n Pl anvorsprung von
10 Tagen errei cht. Di e Schul den i m Materi al verbrauch
u'aren bereits am 30. April, also nach einem Monat,
von 217 000 auf 83 000 DM geschmol zen. Di e Arbei ts-
produkti vi tät sti eg i nzwi schen um 26 Prozent.
,,Das
sol l erst der Anfang sei n", versi cherte uns HeI-
mut. ,,Kommt Ende des Jahres wi eder, dann wi rd
unsere Bi l anz noch besser aussehen."
Hel mut frei l i ch, so wurde uns noch beri chtet, würden
wi r dann ni cht mehr i n Buna antreffen. Chemi e-
Ingeni eur wi l l er werden. Er kann ohne Sorge i n
Köthen an der Ingeni eurschul e für' Verfahrenstechni k
l ernen
-
sei nen Arbei tspl atz v/i rd ei n anderer aus
der Bri gade ausfül l en. Di e Bri gademi tgl i eder werden
i nzwi schen i hr fachl i ches und pol i ti sches Wi ssen
wei ter erhöhen, und di e Produkti onskurve i n dem
Betri ebstei l Bl ausäure und Acryl ni tri l wi rd stei gen
und stei gen.
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bcl drr Errlötung derortl-
gor
folwcrh, wh doc beln
lou drr ?cmmolaaclr
' l ötbor
yurd..
Betrachtet ian sich die Landkarte Amerifää,qif*r--'
kennt man, daß dia beiden Kontinente
.Arnerikas
durch eine schmale Lande-ngq miteina4der, vorbunden
sind. Der Plan, diese
' Lindbrge
von
.Panama
mit
elnem Kanal zu durchstecher$ ist
"scllon
fast so alt
wie die Entdeckung des
trürti3ed'
Gebietes von
Panama. .
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t\.
zwarlrzig, Jahre nach'üif"eii:t€it-Fah?t itrs Kolumbus
i.iberquerte am t$. September 1513 Vasco Nunez de
Balboa an der Spitze einer verwegenen Schar
Conquistadoren die Landenge von Panama, erreichte
den Stillen Ozean und nahm dlesen in spanischen
Besitz. Ihm zu Ehren heißt noch heute in Panama die
olfizielle Münzeinlreit Balboe. Im Jahre 1528 trug
!'erdinand Corlez
-dem
spanischen König Karl V, den
Plan vor, in Raum der Landenge von Panama eine
Verbindung von Meer zu Meer zu errichten. Karl.V..."
war dem Plan nicht abgeneigt,
jedoch_,fieL"cr
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seinern Nachtolger Philipp der Vergessenhej_Ljtheirn.
Fast vier Jahrhun$erte spät9lr im
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l8?9,
]em es
in Paris zu einer
-üichtigen
giteuni.-Der
,,Internatio-
nal e Kon greß
intdroaa44igg$pg4pglbqu-ld+lsldegp
zwei Wochen ip langl{'.ffrieth Debalte.i,f'deä Pla
Kanals, der dän"Äür(niit< mff-aöm* Pazifit vei
sollte. Der Prflf.rdidnt des Kongresses, Graf F
Lesseps, dqg;;Erbauer
.' des
Suezkanali, war dämats
z+ .raLre-Si,"J"doqh fmmer noch .o uÄt""n-hrnungs-
niher.
war bereit, die Leitung dieses gewaltigen
tes zu überoehmen, sein llame schien für
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l"trncn
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den Erfolg des Unternehmens zu bürgen. Er ent-
sctried sidt auf Grund der bdm Bau des Suezkanals
gewonnenen
Erlahrungen für die Stpecke Colon bis
Panama und wollte den Kanal auf dem Niveau des
Meeresspiegels ohne Schleusen von Meer zu Meer
tühren, d, h. als schleusenlosen Meeresspiegelkanal
bauen, Obwohl Lesseps bekannt war, daß beim Bau
dieses Kanals andere Verhältnisse als in Agypten
vorherrSchten und daß ihm in Panama kein wohl-
lisollender Vizekönig ein riesiges Arbeitsheer kdsten-
log zur Verfügung stellen würde, setzte er sich im
Banne der Großartigkeit def ldee tiber alle Bedenken
hinweg, Ebensowenig steUte er das mörderische
Fiebe& dle Malaria und das Gelbfieber, tn Redrnung,
Auch andere Umstände blieben unberücksichtigt, die
vorher nicht bekannt waren und er8t Jahre später
unter dramatischen Begleiterscheinungen ans Tages-
licht kommm sollten,
Die internationale Kommigsion zum Studium der
Möglichkeiten ftir den Bau eines Kanals traf am
1. Januar 1880 per Schifl ln Colon ein. In der stillen
Bucht von Lomon
glänzte das Wasser selden. Der
Himmel strahlte. Die Regenperiode war vorbei, die
Wälder grtlnten, die Felder entfalteten ihre Blumen-
pracht.
Die Mitglieder der Kommission staunten.
,,Panama
ist ein Paradies aul Srden und alles andere
als eine Fieberhölle, wie es die Pessimisten, die
Skeptiker und die ewigen Besserwisser behaupten.
Hierilber konnte sich die Kommission mit eigenen
Augen überzeugen."
Man madrte sidr offensidrtlidr kaum Gedanken dar'
über, wle es zu anderen Jahreszeiten aussehen könnte.
Die Einheimischen aber htiteten sich, hierüber allzu
viele \trorte zu verlieren. Sie hatten das
große
Ge-
schäft
gerochen,
das der Kanalbau mit sich bringen
würde. Dabei gab es bereits einen bestürzenden Be-
weis ltlr die Arbeitsverhältnisse in Panama: Mitte
des 19. Jahrhunderts, alg das kalifornische Gold-
fieber Tausende von Abenteurern und Glüeksrittern
nach Kalifornlen lockte, baute eine amerikaniscbe
Gesellschaft eine Eisenbahnlinie, die Colon an der
Atlantikküste mit Panama an der Pazifikktiste ver-
band. Von dieser Strecke sagte man, daß untei
jeder
Schwelle ein toter chineeiecher Arbeiter begraben
liegt,
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Zrhntqurndr lrrurl mlt Nun
ürrn Ul.bF ob .Dontt dcr Un.
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Konclbrtl In rlnom natllrlldnn lal
.rs.l!.ilt r.dlr rlaht nan dca
las rlnor drr vleltn lCrlcunn.
Inmitten große1
Feierlichkeiten ärfolgte der symbo-
lische erste Spatenstich, Die Kapelle spielte die
Marseillaise, und die festllclle Mensdrenmenge ließ
Les3eps, Fiankreich und Kolumbien hochleben.
Währenddessen saß der älteste Sohn des Grafen, der
40 Jahre alte Charles de Lesseps, in Paris in seinem
Büro und rechnete. Er kam immer wieder zu dem
Ergebnic, daß der Bau 12 Jahre in Anspruch nehmen
und die
phantastische
Sumnie von 1,2 Milliarden
Goldfranken kosten wiirde. Um eine derart hohe
Summe zusammenzubekommen, geniigte selbst der
Glani des Namens Lessepe nicht. Vor allem durfte
man mit dieserMilliardertxsumme aul keinen Fall an
die öffentlichkeit treten. Charles de Lesseps teilte
den selbstsicheren Optimismuc seines Vaters ganz ünd
gar
nicht, de4noch wollte er ihm nicht in ddn Rücken
fallen. Deshalb kam ihm der Bericht der Studien-
kommlssion sehr gelegen;
in dem wurden die Kosten
der relnen Bauarbeiten aut 843 Millionen Franken
gesclrätzt,
Die eonstlgen Unkosten, wie Steuern,
Unterhaltungskosteq Verwaltungskosten usw,, die im
Kostenänschlag des
jungen
Leeeeps mit 410 Millionen
Franken ausgewiesen waren, blieben im Berlcht der
Kommlcsion völlig unberücksichtigt. Graf Lesseps
maöhte sich die Schätzung der Kommission nur zu
gern
zu elgen und stellte außerdem weitere, theore-
tische Einsparungsmöglichkeiten in Aussicht. Er ver-
ringerte die unvorhergesehenen Ausgaben von 25 Pro- leuten verhandeln
-
und diese Verhandlungen hatten
zent auf 5 Prozent und einigte sich schließlich mit die Zahlung hoher Provisionen und den Kaul der be-
einer belgischen Tiefbaufirma auf der Basis eines treffenden Herren in bar zur Folge. Allein, der Name
Kostenanschlags in Höhe von 600 Millionen Franken. Lesseps war noch kreditwürdig. Die Zeichen unsach-
Damit begann eine Hochstapelei, die im Laufe der
gemäßer Betriebsführung, Verschwendung und Kor-
Zeit immeq,
größere Ausmaße annehmen sollte. Die ruption konnten noch lange Zeit vertusclt werden.
,,Compagnie
universell'e du Canal Interoc6anique" sah In Pananra aber wurden Plakate angeschlagen:
am 20. Oktober 1880 dle Welt durch die rosa Brille.
Auf Grund des frisierten Lessepssdren Voranschlages . . unil desholb ist es oerboten, dte ln ilen
Quartle-
an dessen Richtigkeit niemand zu zweifeln wagte, ren uerstorbenen Arbeitet zu plünd,ern. Desgleichen
entfaltete sie eine riesige Propagandaaktion mit dem ist il,ie Ausplünilerung rson Gröbern strengstens
Ziel. 300 Millionen Franken zu beschaffen. Im Fieber untercagt. Jed,er Honde.l nit Kleldilngsstücken dn
des Kanalbauwahns zeichnete das begeisterte franzö- Gelblieber,uerstorbener Arbeiter ulril unter strenge
si sche Vol k 6( X) Mi l l i onen Fr anken. Di b von der Sl r af egest el l t , " Ponar nogesel l schal t
Ka;ralbaugesellschaft finanzierte Pressekampagne
trieb ganz Frankreich in den wilden Wahn der Die Arbeiter lasen die Plakate und spuckten ver-
Panamabegeisterung. Hunderttausende von kleinen ächtlich aus. Der Schweiß rann in Strömen, in den
Leuten legten ihr ganzes Geld in Panama-Aktien an. Augen loderte das Fieber, Das Gelbfieber. Man spradt
in Paris nieht darüber. Aber
entlang dern Kanal entstan-
den immer neue, ausgedehnte
Friedhöfe. AuI den Grab-
kreuzen standen. keine Na-
men, nur die Jahreszahl und
eine laulende Nummer. In
vier Jahren starben von
15 000 Weißen schätzungs-
weise 9800. Außerdem muß-
ten 22 000 Farbige ihr Leben
lassen. Das Gelbfieber raffte
die Arbeiter truppweise da-
hin, Es gab keine Moskito-
netze. Das Trinkwasser war
schledrt und widerlidr. Die
Lebensmittel verdarben tn
der
großen
Hitze,
Während die Arbeiter wie
di€ Fliegen dahinstarben,
war ein ganzes Heer von
Agenten dabei, das französi-
sche Volk irrezuführen. Die
Zeitung der Kanalgesellschatt
verbreitete immer nodr aus-
sdrließlich optimistisdre Be-
ridrte, Von der Hölle in der
Kanalzone fiel kein Wort. Ja
man ging noch weiter, Man
fotografierte ein altes Sdrilf
Vereinzelte kritische Stimmen verhallten ungehört.
Der Reklamelärm tibertönte sie, das Geld der Kanal-
baugesellschaft brachte sie schließlich zum Schweigen.
Schiffe, beladen mit Arbeitern, Ingenieuren, Maschi-
nen und Baumaterial liefen Colon und Panama an.
Man effichtete Wohnsiedlungen, einen Verwaltungs-
bau und ein Hotel, Für die Direktoren baute man
Villen, für die Arbeiter Baracken und Kneipen. Nur
wenige Eingeweihte wußten, daß vom Kapital der
Geseüschaft allein l0 Millionen Franken für den i9r-
werb der Baulizenz ausgegeben werden mußten und
daß der Kauf des Eisenbahngeländes weitere schwere
Millionen
gekostet hatte. Hin2u kamen die Ver-
waltungskosten der Gesellschaft: in Paris 2 Millionen,
in Panama l0 Millionen
jährlich.
Langsam arbelteten sich die Bagger vorwärts. Ur-
wälder wurden
gerodet,
Sümpf€ trockengelegt, Flüsse
reguliert. Es wurde
gesprengt
und
geschuftet
-
ge-
schuftet in der brütenden Hitze, in strömendem
Regen, in Wolken von Moskitos. Währenddessen
blühte in Paris die Korruption. Politiker wollten mit
Geld überzeugt oder zum Schweigen
gebracht werden.
Man
gründete sogar eine eigene Zeitung. Nur waren
günstige
Berichte über die Kanalbaugesellschaft sünd-
haft teuer. Lesseps mußte mit immer mehr Finanz-
in einem mit Wasser
gefüllten Absdtnitt des Kanals,
um die
,,ungeheuerlichen"
Fortsdrritte des Kanal-
baues zu dokumentieren. In Wirklichkeit waren die
finanziellen Mittel erschöpft. Die Kanalgesellsdtatt
sland vor der Pleite. Nur der alte Lesseps, dem der
ganze
Schwindel sdron längst über den Kopl ge-
wachsen war, wollte das nidtt eingehen.
Aber das war noch nicht alles. Als die Dinge so weit
gediehen waren, mußte man wohl oder übel erkennen,
daß man den Kanal in seiner ursprünglichen Projek'
tierung als schleusenlosen Meeresspiegelkanal über-
haupt nicht bauen konnte. Selbst im Culebra-Gebirge,
wo die modernsten Bohrer, Greifer und Bagger ein-
gesetzt waren, arbeitete man ledigllch in einer Tiefe
von 3 m, obwohl nach den, .Berechnunsen der
Ingenieure eine Tiefe von rund 100 m notwendig
gewesen
wäre, Das ganze Experiment kostete die
Gesellschaft 6 Millionen franken. Dmhalb beschloß
man im letzten Augenblick, vom ursprünglichen Plan
abzugehen und doch einen Scheitelkanal, d. h., einen
Schleusenkanal zu bauen. Mittlerweile begann man
jedoch
in Paris mißtrauisch zu werden. Um die
Aktionäre und kleinen Leute wieder zu beruhigen,
brauchte man einen
großen Namen, der allerseits an-
erkannt wurde. Nach langen Bemühungen gelang es
60
schließtich, Eiffel, den Erbauer des nadr ihm be'
nannten diffelturmes, für das Projekt zu
gäwinnen'
Auf Grund eines Kammerbeschlusses
wurde eine neue
Prämienanleihe aufgelegt. Man warf 2 Millionen Lose
mit hohen Gewinnchancen auf den Markt' konnte
jedoch nicht einmal 1 Million unterbringen. Nach
Abzug der Verwaltungskosten
verblieben,ganze
293 Millionen Frank-en, In der Situation der Gesell-
schaft war dies ein Tropfen Wasser auf den heißen
Stein, Die Gesellschaft
ging. bankrott und erklärte am
14. Dezember 1888.die Zahlungsunfähigkeit.
Eine WeUe von Selbstmorden raste durch f' rankreich'
Hunderttausende.
die, au{ die bombastisc}ren Ver-
sprechungen vertrauend, ihr
ganzes Geld in Panama-
Äktien investiert hatten, verloren ihr
ganzes Ver-
mögen. Die empörte öffentliche Meinung forderte
unaufhörlich die Bestrafung der Schuldigen' Zwei
Prozesse, stürmische Parlamentsdebatten, Minister-
stürze und Skandale
waren das Ergebnis' Der Hinter-
grund hellte erst später auf. Da kam Schreckliches
ans Tageslicht:
phantastische Provisionen, immense
Zuwendungen, Riesengewinne, doppelt und dreifach
überzahlte Berechnungen, Vermittlungs,,gebühren"
finsterer und finsterster Art. Dennoch . wurde im
Bestechungsprozeß
nur ein Minister schuldig
ge'
sprochen, der 5 Jahre Gefängnis erhielt. Lesseps
jr.
bekam wegen Bestechung I Jahr zudiktiert. Im zwei-
ten Prozeß
gegen die Panamagesellschaft wurde die
Strafe des
jungen Lesseps auf 5 Jahre erhöht' Auch
der Ingenieur Eiffel erhielt 5 Jahre
-
für 33 Millionen
Franken. die er von der Gesellschaft bekommen hatte'
ohne daß irgend
jemand hätte sagen können wofür.
Die Strafe wurde später wegen eines angeblichen
Formfehlers weiter erhöht, brauchte
jedoch wegen
,,Verjährung"
nlcht abgesessen zu werden' Der greise
!'€rdinand Lesseps ist im ersten Prozeß zwar zuf
Rechenschaft
gezogen worden; verurteilt wurde er
wegen seines vorgerückten Alters
jedoch
nieht. Wenig
später, im Jahre 1894, starb er im Alter von 90 Jahren.
Die Liquidatoren fanden in der Kasse der Kanal-
gesellschaft nur bescheidene Mittel vor, die zur fach-
Äännischen Weiterführung der Arbeiten bei weitem
nicht ausreichten. Der mtihevoll ausgehobene Schiff-
{ahrtsweg
wurde durch einen Erdrutsch verschüttet'
die Maschinen und die Ausrüstungen waren
größten-
60
teils gestohlen, und der Urwald hatte das ihm ent-
rissene Terrain
größtenteils wieder in Besitz
ge-
nommen. Die tibriggebliebenen Maschinen fielen dem
Urwaldklima zum Opfer. Die Ieerstehenden Baracken
und Villen verfielen nach und nach. Auf den Fried-
höfen lagen 22 000 Tote, darunter 16 000
. Franzosen.
Im undurchdringlichen Dschungel der Kanalzone
waren außerdem nach vorsichtigen Schätzungen
weitere 5000 Japaner, Chinesen, Neger, Inder und
Mischlinge für immor verschollen, In den sieben
Baujahren war vom Kanal nur eine 30-km-Strecke
bei Colon vorbetriebsfertig. Man hatte insgesamt
l,ö Milliarden Franken ausgegeben, davon für den
eigentlichen Kanalbau knappe 580 Millionen !' ranken'
So endete die Tätigkeit der ersten Panama-Kanal-
gesellschaft und der Skandal, der die Französische
Republik in den Grundfeeten erschüttert hatte'
Die Konzession für den Kanalbau besaßen noch
immer die Franzosen. Elne Klausel der Baugenehmi-
gung
besagte allerdings, daß die Arbeit höchstens
6 Monate unterbrochen werden durftp. Nach lang-
wierigen Verhandlungen wurde die Konzession um'
weitere l0 Jahre verlängert. Unter der Bedingung
allerdings, daß die Arbeiten $pätestens bis 1894 wieder
aufgenommen wtirden, Zu diesem Zwed< wurde die
,,Neue
Panama-Kanalgesellschaft"
mit einem Grund-
kapital von 65 Millionen Goldfranken ins Lebel
gerufen. Nun war man sich über die richtige Lösung
des Kanalbauproblems bereits im klaren: Die Schiffe
mußten bis zur Höhe des Cebirgsmassivs von Culebra
emporgeschleust und sodann bis zum Meeresspiegel
u'ieder hinuntergeschleust werden. Außerdem mußten
die Wasser des unberechenbaren Flusses Chagres
durch die Errichtung eines Staudammes
gebändigt
werden, Nun wurde auch nachgeholt, was man in
den ersten Jahren des Kanalbaus zu tun versäumt
hatte. Man trieb in den Cordilleren Senkrechte
Schächte bis zum Meeresspiegel und orientierte sich
au! diese Weise über die Beschaftenheit des Bodens
und der Gesteine, Die Versuchsbohrungen an den
kritischen Stellen erfolgten in der halben Breite der
vorgesehenen Schiff ahrtsstraße.
Die neue Kanalbaugesellschalt
ging 1894 mit
500 Arbeitern an die Arbeit. 189? erhöhte sich die
Zahl der Arbeitskräfte Wieder auf 2000. Dennoch
konnte man nach den Verlusten und Skandalen in
Frankreich nicht mehr daran
.denken,
die für den
Kanalbau erforderlichen Mittel in Frankreich zu be-
schaffen. So traten die Besitzer der kolumbianischen
Konzession in Direktverhandlungen mit den Ver-:
einigten Staaten.
In den USA, wo damals Theodore Roosevelt Präsident
war, hatte der Kongreß 1902 ein Gesetz verabschiedet,
das die Vorbereitung des Baus eines mittelamerikani-
schen Kanals auf Staatskosten vorsah. Das amerika-
nische Sctrlac*rtsctriff ,,Oregon"
hatte bereits 1898 auf
einer 69tägigen Fahrt die Verhältnisse an der Ostküste
wie an der WestküsteMittelamerikas unter$ucht. Dabei
standen zwei Projekte, nämlich eines durch Nikaragua
und das andere durch Panama zur Entseheidung. Die
meisten Abgeordneten sympathisierten mit dem
Nikaragua-Projekt. Am Morgen des Abstimmungs-
tages betrachteten die Kongreßabgeordneten erstaunt
die Briefmarken auf den ihnen zugegangenen Briefen.
Die nikaraguanischen Briefmarken zeigten einen
qualmenden Vulkan
-:
und der Brief hatte folgenden
Wortlaut:
,,Sehen
Sie iliese Briefmarke? Sie beueist ein'
d;eutig, alaß Nikatagua ein' uulkanisches Lqnd ist,
wo iler Natur einen Kanol abringen zu toollen ein
Risiko sondergleichen darst ellt."
Der Kongreß entschied sich mit
großer Mehrheit für
Panama. . .
(Fortsetzung in Helt 10/1960)
Von Dipl-?hy3. H.itt fADltT
TRANSIST0NEN.
Vor 37 Jahren war der Rundfunk
in Berlin die
große Sensation. Bis
dahin hatten die elektromagne-
tlschen Wellen nur der Funk-
telegrafie gedient.
Jetzt kamen
Unterhaltungsmuqik und int.er-
essante Vorträge über den
,,Ather".
Aber nur geschickte
Leute konnten
die Sendungen hörbar machen, Die
ersten,,Rundfunkemptänger,, waren
zwar denkbar einfadr,
jedoch
ihre
Bedienung verlangte viel Finger-
spitzengefühl. Jeden Abend filllten
erwartungsvolle Zuhörerscharen be-
lltr löhrr UCt tt
Nruc lühro EF l0
Ironrlrtor OC ltt
stimmte Wohnungen und Versamm-
lungsräume. Bevor dort der Kopf-
hörer die Darbietung aus der
Emplangsspule erhielt und über
einen Sdtalltridrter abgab, mußte
der Ddtektor eingestellt werden
I uetcrttspi l ze
l
t:
(Abb.
1). Hier haben wir den Vor-
läufer des Transistors.
Aufgabe des Detektors war die
Gleichrichtung der Wedrselströme,
die in der Empfangsspule von den
Ilodrfrequenzwellen induziert wur-
den, Erst dann werden die aufge-
prägten Niederfrequenzschwingun-
atl -.-a-
f.l
-
rr:::*
*
*=
-.',.1
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l
{'.i
,N'
NL
RUNDFI I N K1923
*='
->--=:5:::!:ig
:-12-S=
:--=*_1
61
Elektronenröhre
ob oldichriclrlcr
Ben
(Musik oder Spracüe) hörbar.t)
Daher der Name Detektor, wag
,,Nacbweiser"
heißt. Der Detektor
bestand aus einem Stüd<dren BIei-
glanz (PbS), aut das eine Metall-
spitze leiclrt federnd aulgesetzt
wurde
fÄbb.
2). Diese Anordnu4g
hat die Eigensdraft, den-Strom nur
in einer Rtchtung durdrzulassdn.
Man mußte aber die Spitze auf eine
empfindlidre Stelle setzen, und
diese zu finden, war redrt mtihsam;
denn sie untersdrieden sidr äußer-
li& nidrt von den unemptindlichen.
Auch der Zustand der Spitze sowie
der Druck, mit dem sie aufsaß,
spielten ftir die erzielbare Laut-
stärke eine entsdreidende Rolle.
Darum versuchte m8n recht schnell
von dem unzulänglidren Detektor
loszukornmen, und die Produktion
von Eundfunkröhren kam in Gang.
Diese haben in einem evakuierten
Glasrohr als Kathode (negative
Elektrode) einen Dralrt, den man
durclr elektrisdre lleizung zurr
Glühen bringt (Abb,
3). Dann
dampten Elektronen aus dem Draht
und werden zur Anode
(positive
Elektrode) gezogen,
wenn an diese
eine positive
Spannung
gelegt wird.
Die Elektronen sind winzige Ele-
mentarteildren, die eine bestinrmte
negative elektrische Ladung
(Elek-
trizitätsmenge) tragen, Bei Um-
polung der Batterie. kann in ent-
gegengesetzter
Riütung kein Strom
fließen, weil aus dem kaltenAnoden-
blech keine Elektronen heraus-
kommen. Daraut beruht die Gleid-
richterwirkung der Elektronenrähre,
wie sie für Eundfunkempfänger be-
nötigt wird.
Aber man kann nodr mehr mit der
Röhre anfangen, nämlictr verstärken
(Abb. 4). Zu diesem Zweck wlrd
den Elektronen
reinfactr
bin Draht-
gefledrt (Gitter)
i4 den Weg
gestellt.
Ist dieses negativ
geladen,
so stößt
:
i: ebenfallg negativen Elek-
r)
Vgl. hierzu audr den Beltreg ,,Ton-
tibertragung - lelcht verständlldr(
ln ,,Jugend und fedrnlk.' Helt t/1358.
62
ä
E
r]
.
M Elektrone:nröhre
I
.
d6 OlekhrichEr und Versäir߀.
setzte aus. So wurde der Detektor
von der Röhre völlig verdrängt.
Den Forsdrern und Tedrnikern war
er aber nicht so sdrnell aus dem
Sinn gegangen. Trotz seiner vielen
Mängel hatte nämltdr der Detektor
eins der Röhre voraus: Er bräudlte
keine lIeizung, Dafür ist ein erheb-
lldrer Energieaufwan{ nötig. Ein
Röhrengerät, z. B. fär Flugzeuge
oder Selrwerhörige, kann darum
nodr so leidlt und handlidr gebaut
sein, es muß außerdem ein
großes
Gewtdrt an Heizbatterien mit-
geschleppt
werden.
Nodr ein anderer Grund erweckte
dac Interesse für den Kristall-
detektor. Da man immer mehr
Rundfunketationen erridrtete, \Ärur-
tronen ab, behindert sie al6o äuf
deq die Wellen allmählidr knapp,
ihrem weg zur Anode. verrlngert
und- immer kilrzere wellen wurden
man die
-negative
Spannung sm
ersdilossen' Ilierfür braucht man
Gitter,
-so
veriingert sich auch seine
Bauelement€ mit geringer Kapa-
behinderndev/lr[ung, und derStrom
fltät,
und diese war' beim Detektor
ln der Röhre kain ungehemmt
kleiner als bei den darnaligen Elek-
fließen. Aul diese Welse ist es mög-
tronenröhren. Die Physiker besefräf-
lictr,
mit
einem sclrwactren Span-
tiSten slch deshalb damit, den
nungsslgnal einen starken Strom
Detektor betriebosidrerer zu bauen.
aus der .dnodenbatterie zu
gteuern,
Außerdem wsr das Problem zu
Die Röhren sind außerdem viel be-
lösen' wie der durch ihn tließende
triebssicherer. Bel dem Detektol
Strom gesteu€rt
werdef! karur. Zu-
sprang sdron bei kleinen Ersdrtitte- nächst rnußte man
jedodr
tlberhaupt
rungen di€ Spltz€ von der empfind- erst etnmal seine lflirkungsweise
li&en StBlle, und der Empfang
Eenauer
verstehen lernen. Bereits
El e ktronenbrücken
[ .
9i$:1,
'"r
l
I S OL A T OR, E N HA T E L E I T E R L C I I E X
{-
spezif ischer Widerslond
EI I
B€rElein
EI
Trolitut
n
GluoE
E
I
I
I
. r l
E
*'lH
I Eiä
Regelmdlige Anordnung der C'ermoniumqlome im Kristcllgitter
187{ hat Ferdinend Braun, elner der
Väter der Funktechnik, Detektoren
besdrrieben. Aber erst' durdt die
Entwiddung der modernen Pbysik
des festen Körpers in den letzten
20 Jahren lerntä man dle elek-
trischen Leitungsvorgänge richtlger
verstehen,
Bekanntllctr besitzen die versdtie-
denen Stolfe eine sehr unterschied-
lidre Leitfähigkeit
(Äbb. 5). In den
Metallen sind gut beweglidte Elek-
tronen vorhanden. Wie vergleidrs-
weise Autos aut einer breiten
Straße können sie ihre Bahn ziehen'
daher die
gute Leitfählgkeit' Die
Atome flankieren diese Elektronen-
straßen. In den Isolatoren dagegen
sind die Elektronen
praktlsdt un-
I S OL A T OR,
Lüqke I
qffie
{
rte
q&'
r@ tft' tq-, ä{'l^t*:
\
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dR- tffi' * :o rl
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qffi;-'
n 30 I
tjEtr t6Eb tffi' tffiF
q@p'r
Ptfr: n 6
'
r
l
beweglich fest verbaut. Erst mit
es verhältnismäßig einfactr zu reini- können Verkehrsteiled6mer wie aus
hohen Spannungen können sie aus
gen ist und leictrt krlstallisiert. In einer Ga,rage herauskommen und
ihren Bindungen
gerissen weralen.
diesem Kristall ist verrnittels Elek- den Strom vergrößern,
-
Eine
große Anzahl von.Stoflen
tronen
jedes
Germaniumatom mlt
Derartige Fremdatome, die ein
llegt zwisdren diesen beiden
-
Ex-_
4 Nactrbaratomen verbunden
(Äb-
Elektroi leicht abgeben und damit
lremgnr
und,man_nennl. sie trelfend
bitdung 6). Infolge der Wärrne- die Leittähtgkeit vergrößerr\ wer-
Halbleiter. Ihre Leitfähigkeit vet-
bewegung des Kristallgitters st{lrzen den Donatoien (Spenäer) genannt,
hält sich redrt merkwürdig,, In
hutend iinige soldrer Elektronen- Bei Germanium wirken ctremisclr
reinem Zustand sind diese Stolfe
6tü"Len ein,-und diese Elektronen ftinlwertige
.Stofle,'
wie Arsen-
meistens
gute Isolatoren, Eine
L5tut"n sictr durcS den Kristall be-
belmengungen, in dieser Weise
äußerst
geringliigige Beimengung
weeen. bis sie an aDderer Steüe
(Ääb,
8).
ler
so
präparierte Germa-
bestimmter Verunreinigungen, etwa
wiäer an einer Bindung 1si1-
niumkristttl wird
-n-leitendes
Ma-
auf 1 Million Atome 1 tremdes
nehmen. So erklärt sich 6i"
terial.Ee"Ttltl
Y9.il.er
tlberwiegend
Atom, kann ihre Leitfähisk-eit um
;d;;;"
,,Eisen,,-Leufähigkeit
der
|!81tive.-E]"kliy_ttl*_täqn :ILllü
viele Größenordnungen erhöhen,
Hatbleiter, übertragen
",ri
unseren l}:n
(ler.
AusorucK uDerscnuD-
um dies besser zu verstehen, hat vergleidr mit einer Autostraße
leitung ist hierfür Sebräuchlidt
man Kristalle untersucht, Ihr regel- können wir bei den Hatbleitern.lroti
fl"e*.
des Übersctrugses an Elek-
mäßiger Aufbau madrt die Verhält- Fahrbahnverengungen sprechen' die
nisse übersichtlicher. Das Bleiglanz den verkehrsstrom behindern
(eb:
Eine andere Art von Verunreinigun-
besteht aus vielen kleinen Kriställ- bltilung 7), Beimengung bestimmter
gen
neigt umgekehrt dazu' Elek-
crren. Als besser
geeignet hat sich Fremdatome verrtnseit die Fahr-
:i:il:L Xä:.u"i,*?*3,ä'yt!oj:
Germanium
(Ge)
eriviesen
(eln cfie- bahnverengungen. Aber sie ver-
Ä;;;"rä- mliäi'rt, Ein tort-
misch vierwertiges Element), well mögen nodr mehr' Aus tnnen
,"i-o!!l-"J'br.üträi
iri"t""raÄi
"i"""
i
?
/$
L,,-.,
Bewegungsrichtungen
r Autos nqch links
+-
. Lücke nqch rerhts
---)
WA
' - ; : i
5Hä=o?o
fr"le Fohrt
lron urd
Loch t€qs(l|en Plqk
oonobr ionisicrt
/ hqt Eleklrln
'/ob€l€{Bb€n
leeren Platz, Lodr
genannt. Die hier
fehlende negative Ladung wirkt
naeh außen, als wäre hi€r elne
positive Ladung. In ein Lodr kann
leidrt aus der Nachbarsdraft ein
Elektron rild<en, das nun seinerseits
ein Lodr hinterläßt. Aut diese Weise
kann sictr das Lodl wle eine posi-
tive Ladung lm Krlgtall bewegen,
vergleichbar mit der Ltld<e in einer
stehenden Autosctrlange, in die
nacheinander dle Autos aulrücken
(Abb.
9), Die Autos
(Elektronen) be-
wegen siclr stlld<weise nacb vorne,
die Lücke
(Lodt) dadurch in ent-
gegengesetzter Ridrtung. Mit drei-
wertigen Stoffen, wie Indium
(In),
verunreinigter Germurium enthält
viele Löcher. Ss ist p-leitend, weil
es tlberwiegen$
oosittve
(schetnbare)
Ladungsträger' enthält, Man spridrt
hier auch von Mangelhalbleitung,
wegen des Mangels an Elektronen.
Die Gleidrrictrterwirkung eines
Transiltors beruht im wesentlidren
ruf dem Verhalten der Grenz-
sctricht zwigdrert p-
und n-leitenden
Gebieten, Beim Anlegen einer
L E I T E R
'
,JrJreüor
P- CEBI ET
Ehklrchenmöngnl
Germoniumkrisnoll mit n- und
p-leitehden
r
oebielen
N- CE B I E T
El€klron.n-
üb€Ehqß
HA L B L E I T E R
unwegsom
88
ro +o
11
8-"ltd
U' e
r
Spannung entsteht ein Strom aus
p-
und n-Ladungen, die sich in ent-
gegengesetzten
Ridttungen bewegen
(Abb.
10), Man denke
Jetzt
nidrt
fälsdrlictr, daß sldr durctr die
gegen-
läufig€ Bewegung der Strom
,aul-
hebt. Der Strom wädrst vlelmehr
rnit der Zahl.der bewegten Ladun-
gen,
unabhängig von deren Fahrt.
ridrtung. Ist der Kristall nun so
gepolt,
daß siü die. Ladungsträger
von der Grenzscbidrt entlernen
(Löder
nach linksl Elektronen nach
rechts), so verarmt die Grenzsdrlcht
an Ladungoträgern und wird zur
Sperrsdricht. Bei Umpolung der an-
gelegten
Spannung wird die Grenzr
sdridrt von beiden Seiten"mit La-
dungsträgern tiberschwemmt, der
Strorn kann
gut
fließen,
Jetzt gilt
es noch, diesen gleich-
gerichteten
Strom zu steuern, wie
es das Gitter bei der Verstärker-
röhre mactrt. Entscheidend daftirr
war die Auffindung des Effektes
der LadungsträgerinJektion (Ein-
spritzung). Man lügt zwei l'lädren-
gleidlridtter,
wie wlr sie eben
kennengelernt haben, so zusammen,
alaß die beiden p-Gebiete
nur durdr
gine
diinne r\-Zo e von 0,1 bis
0,01 mm Did<e getrennt
sind
(z{b-
Bewegungsrichlung im Flöchengleichrichter
dcrEl€ltron€n in n-G€rhqnium dcr täch€r in
p-oermdnium
der Basis isf steuernd wie dort das
Gitter.
Betont sei folgender Untersdried,
'Bei
der 8öhre wird normalerweise
mit Spannung fast siromlos ge-
st€uert, während beim Tfansistor
mit schwadrem Strom ein stärkerer
Strom
gesteuert
wird,
Zuerst
-
vor 10 Jahren
-
war der
Transistor mit Spitzen ausgeführt
worden in Anlehnung an den ur-
spri.ingllchen Detektor. Der Spitzen.
. -,zi nn
Schni ttbi l d
Flächentronsistor
bllclung Il). Es entstehbn so zwei
Grenzschichten, Gr und Gr. Eine
dritte Zuleitung, Basis genannt,
wird an digser
flone angebradrt.
Zwischen rectrtem Ansdrluß und der
Basis fließt zunächst kein Strom, da
die Polung der Batterie Br der
Sperrichtung in G: entspridrt. Erst
wenn zwisc*ren linkem Anschluß
und der Basis ein Strom fließt
(Br
in Durdrlaßrictrtung für Gr
!epolt), : ,...
del anoen aus dem.l i .Lo, ._-f:"fri .i
Au9| ührung5l orm ei nes Fl öcheni rdngi sfors
gelangen
aus dem linken p-Gebipt
Löcher in die mittlere n-Zone, und
wenn diese nicht zu dtck ist, fließen
die meisten nidrt zur Basls, sondern transistor besteht aus n-leitendem
dilfundieren noch etwas weiter und Gerrnanium,. auf das zwei . feine
gelangen
in das rechte p-Gebiet, Drahtspitzen möglictrst didrt nebeh-
Hier lösen sie den Strom iwischss
einander aufgesetzt sind (Abstand
rectrtem Ansehluß und der
gasis
0,05 bis 0,25 mm). Unter der Emitter-
aus. Man.
4e4nt darum den linken
spitze bildet sidr ohne besondere
p-Teil
Emitter (Geber),
weil er die
Vorkehrung eine Gleichrichter-
Lödler gibt,
und den rechten p-Teil strecke, während unter der KoL-
Kollektor (Sammler),
weil er die lektorspltze mittels Stromstößen
Löcher einsammelt. Kleine
.Strom- eine muldenförmige p-Sdlicht ge-
änderungen im Emitter rufen starke
bildet wird. Zonenfolge (pnp)
und
entsprechende Stromänderungen im Verstärkermechanlsmus sind nun
Kollektor hervor, womit die 5u"6-
die gleidren
wie beim Flächen-
sictrtigte Verstärkerwirkung erzielt
transistor. Auch hier rutt eine
lst. Der Löctreretrom vom Emitter
Emitterstromänderung eine mehr-
zgm Kollektor wird mit 6"*
p1"g-
fach größere -
Kollektorstr-omände-
tronenstrom Kathode*Anode ver_ lung
hervor. Der Spitzentransistor
gleichbar
bei dör Rdhre, der Einfluß
l1--tJ:ldlict
weniger betriebssicher
und darum heute, außer ftlr Spezial-
zwecke, durdr den tr'lädrentransistor
ersetzt (Abb.
12).
Bei leiüten Erwärmungen, wie sie
sich in mandren Geräten oder in
derl Tropen nidrt vermeiden lasseni
verändert Germanium seine Eigen-
sdraften. Es stürzen viele Elek-
tronenbrtlclren ein, so daß audr in
p-Gebieten
zu viele Elektronen frei
werden. Dies stört die normalen
Betriebsfunktionen, Darum bemüht
man sldr, das Silizium als Tran-
sistormaterial zu verwenden. Es be-
nötigt zwar höhere Betriebs-
spannuogen als
"Germanlum,
was
ein Nachteil ist. Dafür behätt Sili-
zium aber bei erhöhten Tempera-
turen seine Eigensdlaften besser bei,
, ' :
i
1
I
I
l
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I
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:rrarsßtor,^1* Röhrc
- u- ( ) e- r
X'
Schollzeichen
KKol l skt or ä
qAnode
Escsl s 4
9oi +t er
EEmiltor 4 kl<g+hode
Folung in 9perrichlung
.o
{o
P;:f;
Polung. in Ourchloßrichtung
Spifzentronsigfor
6a
Haushaltsmaschinen oder besser
gesagt
elektrische
Geräte, die die Arbeit der Hausfrauen edeichtern,
sind in den letzten Jahren zu begehrten Artikeln
get.
worden. Das liegt
ganz einfach daran, daß bei der
Mehrzahl der Haushalte die Frau am Produktions-
prozeß
teilnimmt und demzufolge eine Hilfe bei ihrer
Arbeit in Küche und wohnung be'nötigl, Vielfältig
sind deshalb die Helfer, die unsere volkseigene In-
dustrie zu diesem Zgreck auf den Markt
gebradrt
hat,
Einer dieser Helfer, der unlängst im Handel ersdrien,
ist der Rohentsafter
,,Vitaquell",
den der VEB Schwer-
masdrinenbau,,Karl Liebknecht", Magdeburg, im
Massenbedarf sgtlterprogrsmm herstellt.
,,Vitaquell"
ist ein sehr formschönes, weitgehend aus
Kunststofi (Meladur) hergestelltes Gerät, das überall
da, wo im Haushalt Frucht- undGernüsesäfte hergestellt
werden, die Arbeit der Hausfrau erleichtert, Damit ist,
zugleich
gesag:t,
daß
,,Vitaquell"
nicht nur im Sommer
und Herbst schmackhafte und vitaminreiche Obstsäfte
herstellt, sondern auch Gemüsesäfte, vor allem Mohr-
rübensaft für Kleinkinder, mit ihm
gewonnen werden
können. Gerade, daß dieses neuartige Gerät vom
,,Karl
Liebknecht"-Werk ein Rohentsafter ist, kann
wohl nidrt
genug
betont werden, Alle bisher bekannten
Entsafter hatten nämlich den Nachteil, daß das Saftgut
gekocht
werden mußte, wobei bekanntlid ein Gutteil
der in ihm enthaltenen Vitamine verlorenging.
Wie arbeitet nun
,,Vitaquell"?
Das Herzstück ist ein
Asyndrron-Einphasen-Wedrselstrommotor, der eiüe
Leistungsaufnahme von ll0 W besitzt. Dieser Motor
treibt eine Zentrifuge mit einer Drehzahl von
Dlc Anclöl rdgl,
dol cr sldr bel
, Vl t oqucl l ' un
.in tormrdröiar,
nodrrner Orröt
hondrll,
3000 U/min an. In die Zentriluge wird eine stählerne
Reibsctreibe und ein Kunststofilodrband eingelegt, urn
das Saftgut aufzuschließen. Man braudrt dann nur
noclr nadr Einsctralten des Gerätes kleingeteiltes Obet
oder Genrtise in den Einlüllsdlacht zu
geb€n
und kann
wertig später den
gemronnenen Safü an der Abfluß-
öfnung entnehmen. So ist die
-Bedienung
von
,,Vita-
quell" klnderleidt. Bliebe absdllie8end noctr zu sagen,
daß trotz der vlelen Vorteile, die
,,Vitaquell"
zweifel-
los besitzt, selne Auslastung im normalen Haushalt
wohl kaunr
gegeben ist. Überall dort aber, wo ein
überdurchschnlttlidrer Obst- und Genrliseanfall oder
wo, wie beispielsrreise in. Ferien- unä Erholungs-
heimen, ein
großer
Bedarf an Rohsäften besteht, sollte
der schmucke Rohentsalter aus Magdeburg nicht fehlen.
G, S,
- d'
Dor .lnd dh Elnrollollr
do l ohr nl r sf t r r r , Vl t s.
qo.ll'.
Do dl. v.ranl-
llärl.n l.il. our Mrlodur
h.rt.rt.llt rlnd, lcnn dqr
O.rät ohn. S6rlrrlg'
lcltrn mlt klorrn Wcrror
g.r.lnlll w.rd.n.
'!,
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f
'*'1,
.,ry'rr#te"-'
qrl

I ng. l l l GH
höhere
. Obwohl
allen Fernsehgerä
bei vielen
überh
den örtlidten Empfangsverhältrris€en und nadr der
Empfindlidrkeit des Fernsehömpf ängers, Ein Fernseh-
empfänger ist um so empfindlidrer,
je
besser es ihm
gelingt,
ein kontrastreiches, rausdrfreies Bild mit ge-
ringster elektromagnetisdrer Energie (Feldstärke) auf-
zuzeichnen. Daraus abgeleitet, muß also einem Fern-
söhempfänger mlt
geringerer
Empfindlidrkeit mehr
Energie zugeführt werden. Besonderes Augenmerk ist
somit den sogenannüen örtlidren
Fmpfangsverhältnis-
sen zu widmen: Man versteht daru:nter die Höhe der
anfallenden Fel.dstärke am Empfangsort, die Stärke
der Störungen sowie evtl. auftretende Reflexionen
(Geister). Es ist unbedingt zu empfehlen, sictr vor dem
Kairf eines Fernsehempfängers über diese VerhäItnisse
einen Überblich zu versdraffen. Kennt man die Feld-
stärke sowie die Stärke evtl. auftretender Störungen
und Eeflexionen und sind die Ernpfindlidrkeit und der
Antenneneingang des in die nähere Wahl gezogenen
Fernsehempfängers bekannt, so kann nunmehr die
zwed<mäßig$te Antenne
gewählt
werden. Um es
gleidr
vorwegzunehmen, eine Zimmerantönne sollte nur dort
verwendet werden, wo alle diese Punkte als
gtrt zu
bezeichnen sind.
Sehen wir uns nun die Antenne in Theorle und Praxis
etwas genauer
an und betrachten zunädrst einmal die
elektrischen Vorgängs auf öinem Draht. Auf ihm
treten, der Wellenlänge des Senders entspredrend,
Strorn- und Spannungswellen auf. Wenn beispielsweise
die Wellenlänge des Senders 1,5 m beträgt und unser
Draht ebenfalls eine Länge von 1,5 m besitzt, dann
sagt man, daß der Draht der Wellenlänge angeptrßt ist.
Auf ihm bilden s,id!
jetzt
sogerannte stehende Wellen
aus
(Abb. I). Die auf dem
Draht aufsitzenden Spannun-
gen und Ströme sollen aber dem Empfänger zugute
kommen, d. h., der Anteirnenstrom muß von der
Fernsehempfangsantenne zum Empfänger abgeleitet
werden, Gesdrehen kann das nur an der Stelle, an der
sich nach der Kurve ein Strommaximum, man spricht
auch von einem Strombaudr, befindet. Der Draht wird
also an dieser Stelle aufgeteilt, und das Ableitkabel
kann angesdrlodseq werde4. Es müssen natürlidt auf
den belden
getrennten Drahthälften die
gleichen elek-
trischen Verhältnisse herrschen, deshalb werden sie
gleich lang hergestellt,
Dieser Dipol
(Zweipol)
wird also über seine
gan4e
Läng€ immer der halben Wellenlänge des Fernseh-
senüefs angepaßt (Abb, 2), Es bilden sich nun auf
diesem sogenannten gestrecLten Dipol und auf dem
66
I
I
il
ili
I
t bekanntlidr an
diesey'Satz aus-
anerkannt
ten darüber,
soll und weleJre
gestellt
werden
einer Antenne richtet sidr nadr
sre
o
o ,render
"1/N.
\{rö1 GD
./ 7-rr \
-
\s==!E€
H I
o2r^
- - L
Ä
t
@l
I
Ableltkabel elektrisdre Kapazitäten und Induktivi-
täten aus, aus deren Größen sic:h der Anpassungswider-
Stand errechnen läßt. Unter der Voraussetzung eines
unendlich dünnen Drahtes beträgt der Anpassungs-
widerstand eines
gestreckten Dipols etwa 73 O. Da wir
aber Dipole mit größerem
Durdrmesser verwenden,
lällt dieser Anpassungswiderstand bis auf etwa 80
()
ab.
Sind die Verbindungen vom Dipol zum Kabel und vom
.Kabel
zum Empfänger sdtledrt vorgenommen, so wird
-die
abgeleitete Energie nur zum Teil vom Einpfänger
verbrauclrt und teilweise sogar wieder von der Antenne
abgestrahlt.
Als drltter Faktor kommt hinzu, daß
jeder
Dipol mit
seiner Breitseite zum Sender ausgerichtet werden muß,
da sidr die Ulhakurzwellen schon annähernd den
Lldrtwellen, d. h, fast geradlinig ausbreiten. Ein ge-
stredßter Dipol ntmmt von beiden BreitsEiten aus
gesehen
Wellen auf. Der Sender kann also zu beiden
Breitseitetr des Dipols liegen (äbb. 3). Die Aufnahme-
clurakteristik besitzt dann die Forrn einer Acht
(Abb,
4), Allerdings ist die Reichweite bei dieser An-
tenne nictrt sehr weit, so daß sie sidr nur im Nahfeld
eines Senders eignet. Als Ableitkabel kann ein 60-O-
Koaxialkabel benutzt werden (Abb, 5), Es ist allerdings
notwendig, das unsymmetrlsdre Kabel durdr ein
Symmetrierstück an das symmetrische Antennengebilde
anzupassen. Dabei wird dieses Stück Koaxialkabdl, das
eine
yiertel
Wellenlänge
(f)
fr"ue" muß, unten kurz-
gesctrlossen und kreuzweise an das Ableitkabel an der
Klemmstelle, also am Dipol, angesdrlossen (Abb. 6).
Dieses Symmetrieren muß immer dann vorgenommen
werden, wenn ein unsymmetrisches Kabel an einem
Dlpol angeschlossen werden soll.
Der Sdüeifen- oder Faltdipol (Äbb. 7) steUt eine Ab-
wandlung des gestrechten Dipols dar. Sein Strahlungs-
widerstand beträgt
jedodr
etwa 300 O, Bei dieser
Antenne llißt sidr
jedoci
das billigere Flachbandkabel
verwenden. Auch diese Antenne ist wie der
gestreclrte
I)ipol nur in Sendernähe verwendbar, ihre Empfangs-
charakteristik gleidtt
ebenfalls dem einfac*ren Dipol.
Befindet slch der Sender in größerer Entfernung und
soll die Antmne einen größeren
Gewinn bringen,
milssen zusätdidre Elemente hinten (Reflektoren) oder
vorn (Dlrektoren)
angeordnet werden. So bringt bereits
ein Sdrleifendipol mit einem Reflektor einen
größeren
Antennengewinn. Der Reflektor, der um
einlge Prozent länger sein muß als der Dipol, wird in
einem Abstand von etwa 0,25 1 hinter den Dipol
gesetzt (Abb.8). Der Anpassungswiderstand wird dabei
ger,inger,
er beträgt
jetzt
nodr 240 J2, Es kann nun das
symmetrlsche Flachbandkabel mit einem Anpassungs-
widerstand von 240 O angesdrlossen werden (Abb. 9).
Die Ernpfangsdurakteristik besitzt
jetzt
allerdings
nidrt mehr die Form einer Acht. Vom Dipol zum
Sender gesehen, nimmt der vordere Teil der Charakte-
ristik die Form einer Keule an, die somit in
größere
Entfernungin reicht (,4bb. 10). Setut man vor den Dipol
einen Direktor, dann verändert sictr die Charakteristik
etwa in der in Äbb. II dargestellten Weise.
Das Vor- und Rückwärtsverhältnis ist nunmehr zu-
gunsten
des Vorverhältnisses schon stark verändert.
Je weiter sidr der Sender vom Empfänger entfernt be-
findet, um so
größer
muß die Antenne in ihrem Aufbau
werden. Durdr Zusetzen von weiteren Direktoren ent-
steht dann die sogenannte Yagiantenne. Sie kann
außer dem Dipol nodr Reflektoren und bis zu 10 Direk-
tor€n aufweisen (,{bb. I2). EUre aufgestockte Antenne
dieser Art, die nicht nur horizontal sctrarf gebündelt
ist, sondern aue} eine
gute
vertikale Bündelung er-
reicht, kann sogar doppelt soviel Elemente besitzen
(Abb,
13), Derartige Antennen muß man bei besonders
sclrwierigen Empfangsverhältnissen benutzen.
Wir sehen aus allen diesen Aufzeichnungen, äaO mit
zunehmender Zahl der Elemente der Antenn,engewinn
ansteigt. Bei einer Antenne mit Reflektor und Direktor
ist er etwa doppelt so groß
ale bei einem gestreckten
oder Faltdipol. Er nimmt bis auf etwa das Fünffache
bei einer
großen
Yagiantenne zu. Der Anpassungs-
widerstand fällt aber mit Zunahme von Elementen
bis dul wenige Ohm ab, Deshalb mtissen Aufwärts-
Transformierungen vorgenommen werden, da unsere
Fernsehempfänger entweder einen 60-l?- oder 240-(J-
Antenneneingang besitzen.
Absctrtießend sei nodr einlges zu den sogenannten
Geisterbildern gesagt.
Redrts neben dem eigentlichen
Empfangsbild entsteht das gleidre Bild
(Geist) in einem
mehr oder weniger großen Abstand nodl einmal. Bei
gleichzeitig
sdrwädrer werdendem Kontrast können es
sogar mehrere Bilder sein. Die Geisterbilder entstehen
durdr Reflexionen der vom Sender ausgestrahlten
Wellen, die in der Umgebung des Empfängers durctr
Gebäude und dergleichen noch einmal mit Zeitverzöge-
rung auf die Empfangsantenne einstrahlen. Zur Abhilte
mu8 die Antenne genau
ausgerichtet werden, oder,
wenn damit nur wenig Erfolg eintritt, mu0 eine Ver-
größerung
der Antenne durdr Zusatz von Elementen
vorgenommen werden. Aut'diese Weise wird die An-
tenne scträrter gebündelt,
so daß sictr Reflexionen aus-
blend€n lassen Die Vergfößerung einer Antenne wird
also nidrt nur zur Erhöhung der Antennenenergie vor-
genommen,
sondern auch um Reflexionen zu vermeiden
(Abb.
14).
'Hinzugefügt
sel nodr, daß der Kontrastregler eines
Fernsehempfängers nur so weit aufgedreht werde,n
soll, bis das Bild kurz vor dem nauschen ist. Ein ver-
rauschtes Bild sieht aus, als ob es regnet. Der Fadr-
mann bezeidrngt es als Grieß. Bei der o. a. Einstellung
muß ein kontrsstreicles Bild zu sehen sein. Diese Probe
stellt die beste Prütung dar, ob dle Antenne ftir einen
guten
Empfang ausreidrt.
0int
42r^
Rcfloktor
0ireklu
0ipol
Mlekbr
6t
%*st
Ultraphon
,,Was
versteht mon unter ilem Be-
grifr
,Ultraphon' ?", möchte Klaus
Thomas ous Birkenuerder tuissen.
,,Ultraphon,,
ist der Name einer Er-
findung von Küchenmeister aus dern
Jahre 1921, Der Erflnder baute einen
Tonabnehmer ftir Schallplatten, wel-
cher zwei getrennte
Abtastsysteme
enthielt. Beide trugen
je
eine nor-
male Abspielnadel und tasteten
beide die RiIIen
jeder
beliebigen
Schallplatte ab. Durdr die Verset-
zung der beiden Nadeln zueinander
wurde erreidrt, daß die gleiche Stelle
des Musikstückes (der Platte) zu
verschiedenen zeiterr abgespiett
würde.
(Das ist im Prinzip sehr ein-
fach, beispieJsweise, wenn ein Ton-
abnehmer eine äußere, der andere
eine weiter innen liegende Rille ab-
tastet.)
Die zeitliche Differenz der Anord-
nung von Küdlenmeister war
jedodt
absichtlictr sehr
gering gewählt, sie
betrug
-
auf die Platte umgerechn,)t
-
etwa 50-60 Millisekunden
(tau-
sendstel Sekunden). Jeder Tonab-
nehmer wurde an einen getrennten
Verstärker mit Lautsprecher ange-
schlossen, ähnlidr, wie wir es heute
mit den Stereoanlagen tun. (Siehe
Beitrag Stereofonie, unter:
,,Das
m{issen Sie wissen",) Man erhoffte
sich durch diese Anordnung einen
künstlichen Nachhall und damit eine
räumliche Wiedergabe der Musik.
Das Verfahren von Küchenmeistcr
gilt
heute als der erste nennens-
werte Versuch einer räumlichen
(stereofonischen) Wiedergabe, Es hat
jedoch
niemals eine Bedeutung für
die Praxis erhalten, da Ktichenmei-
ster selbst das feststellte, was heute
allgemein bekannt ist: Daß nämlictr
auf soldr eine einfac'he Art kein be-
friedigender Raumeindruck erzielt
werden kann. Man bezeichnet sein
Verfahren und auch alle ähnlichen
dieser Art als
,,pseüdo-stereofo-
nisch", Deshalb ist der Name
,,Ultra-
phon" heute längst vergessen, ob-
wohl das Verfahren selbst und auch
der Name des Erfindörs
jedem
Fadr-
mann bekannt sind. Streng
66
Straßenbahn
,,Wie funktionieren die elektrl-
schen Einrichtungen bel der Stra-
Benbohn
und, den Triebwagen?*
lragte unter Leser Dieter Butke-
reit aus Peitz.
Der elektrische Strom zum Betrieb
der Straßenbahn witd vom Kraft-
werk als Wedrsel- oder Drehstrom
von etwa 10 000 Volt Spannung den
Umformerstationen. die in verschie-
denen Stadtteilen bestehen, zuge-
filhrt. Dort muß er f,ilr die Straßen-
bahnen erst aul die Betriebsspan-
nung
,,umgespannt" und in Gleictr-
strom
,,umgeformt" werden. Die
Betriebsspannung für Straßenbah-
Stereofonie
Aus dern Lautspredter unseres Radioapparates tönen meistens meh-
rere Schallq-uellen gleidzeitig,
z. B. die Instrumente eines ganzen
Ordresters, Diese Wiedergabe hört sictrl flach an, wenn rnan ste mit
dem Original im Konzertsaal vergleictrti Selbst dann,.wenn der Laut-
sprecher alle Tonhöhen ri'drtig wieclergibt. Die Ursaöhe hiertür liegt
im Raumempfinden
des menschlidren Gehörs. Wird also der räumliöh
ausgedehnte Klangkörper
eines orchesterg in einem Lautspreeher
zusammengezwängt,
so
geht
der'nattirliche
Eindrudr verloren.
leldverhältnisse gewahrt
sind, Wesenilich
daran
ist, daB
jede
Schallguelle einen eigenen über-
tragungsksnal
hat, Vereuche dieser Art, z, B, bei
Filmvorführungen mit i bis
g
Kanälen, brachten
eine ungemein wirksame Steigerung der Wieder-
gabetreue.
Darum will matr die Stereofonie auctr
ftlr HeimtibertragunSen
anwenden. Das Ver-
'fahien
erfordert
Jedoch
einen großen
Aufwand,
Dodr bereits die Benutzung von nur ! Kanälen
bringt einen merklictren Fortsctrrltt (Abb.
l),
Die Ausrilstung eines Radioapparates mit meh-
reren Lautsprechern, die in allen Rictrtungen
(3 Dimensionen) abstrahlen
-
.sogenannter
B-D-
Klang
-,-ftillt
elnen Raum besser als nur
ein Lautsprecher und täuscht einen gewissen
Raumklang vor. Einen halbwegs riclrtigen räum-
lidren Klangeindrtrd< kann diepe einkanalige
An-
ordnung jedoctr
nicht erzeugen.
Lumineszenz
Unter.Lumineszenz
(latein.:
lumen *
Lictrt) versteht man das Leuch-
ten vo! Körpern ohne gleidrzeitige
Temperaturerhöhung. -
Steigert
man die Temperatur elnes Körpers; so erhöht sictr die Bewegung
seiner Atome. Diese bestehen aus einem ochweren Kern, der von
einer {lber Tausenden leichteren Htille aus Elektronen Llmgeben ist.
Werden Elektrgnen beschleunigt, so nehmen sie Energie auf, die sie
in t'orm elektromagnetisctrer LieJrtenergie wieder ausstrahlen körr-
nen. Bei der Wärmebewegung der Atome erfahren die Elektronen
der Hülle solctre Besdrleunigungen, die zu Ausstiählungen führen
Und ab 5250 C als dunkle Rotgtut sictrtbar werden.
Unter beetimmten Umständen gelingt ps,
die Elektronen äUein zu
beschleunigen, ohne auch
gleichzeitig
den sctrweren Atomkern wie
bei der Erwärmung in
gtärkere
Bewegung zu versetzen. Dann er-
halten wir Liclrt, obgleidl der leuchtende Stofi kalt bleibt. Dieses
kalte Leuchten wird Lumines7enz genannü
und kann mit wesentllch
wenlger Energledufwand erzeugt werdeh als das Glühlieht,
Affio,r
nen beträgt 500 V Gleichstrom. Diese
500 V Gleichstrom werden.dann vcm
Umformerwerk mittels Speisekabcl
der kupfernen Fahrleitung a)ge-
führt. Der Strom wird an der Fahr-
leitung vom Stromabnehmer des
Straßenbahnwagens
abgenommen
und fließt über die Motoren sowie
sonstigen elektrischen Einrichtungerr
und die Räder zu den Sdrlenen und
in diesen und den daran angeschlos-
senen nüddeitungskabeln zum Um-
formerwerk zurüc:k Damit ist der
Stromkreis geschlossen.
Es ist dem-
nadr so, daß die Fahrleitung die
Plus- und die Schienen die Minus-
leitung darstellen,
Die
gebräuchlichsten
Motorwagen
besitzen 2 oder 4 Adrsen. In den
AarJ
ün:uaa'en {in uti/auBrüu!
Ftir eine hödrst naturgetreue elektroakustisdle
Wiedergabe müßte
tnan-vor jedem
Musikinstrument ein Mikrofqn mit einäm eigenen
Verstärker,aulltelten,
wobei
jedes
Mikrofon
Je
einen Lautspiectrer
Versorgt. Werden die Lautsprecher in Sitzordnung der Orchester-
muslker aufgestellt, so entsteht eine stereofonisihe übert""g,rrg
(s! ereo: . .
:
Raum. . , ; , . . t on
:
. . , t on), wei l di e räuml i chen Sci aI l
Miknfonfr
t"/
-rl
ryw
--T--
I
I
t
F
meisten Fällen wird
jede
Achse von
einem Motor angetrieben. Die Moto-
ren haben eine Leistung von
je
30
bis 60 kW. Sie sind an den Achsen
durch sogenannte Tatzlager aufge-
hängt. Die Ankerwelle des Motors
trägt an dem freien Ende ein Zahn-
rad, dessen Zähne in ein größeres
Zahnrad, das auf der Radsatzachse
befestigt ist, eingreifen. Die Dreh-
bewegung des Motorankers setzt das
Zahnrad auf der Radsatzachse unrl
damit die Räder in Bewegung. Das
Fahrzeug rollt. Das Ein- und Aus-
schalten der Motoren, sowie die Ge-
schwindigkeitsregulierung geschieht
durch den Fahrschalter. der mittels
Kurbel odbr Handrad vom Fahrer
bedient wird. Der Fährschalter ist
mit einer Reihe von Schleifkontak-
ten ausgerüstet, die auf einer Walze
isoliert voneinander angebracht sind.
Mit Hilfe dieser Kontakte werden
Drahtwiderstände zugeschaltet bzw,
abgeschaltet, die bewirken, daß den
Motoren mehr oder weniger Stronr
zugeführt wird, Die Widerstände be-
finden sich zur guten
Kühlung aul
dem Dach des Triebwagens. Im Win-
ter wird ein Teil der Dachwider-
stände abgeschaltet und auf Heiz-
widerstände im Wageninneren um-
geschaltet:
An Bremseinrichtungen
besitzt die Straßenbahn mit der
Hand über Seilzug oder Gestänge zu
bedienende feststellbremsen,
die
Kurzschlußbremse, bei deren An-
wendung der Motor als Generator.
d. h. Stromerzeuger
arbeitet und da-
bei die vorhandene Bremsenergie
aufzehrt. Der dabei entstehende
Bremsstrom wird in den Dachwider-
ständen vernichtet bzw. in den Heiz-
widerständen in nutzbringende
Wärme umgewandelt. Die Schienen-
bremsen sind im wesentlichen Ma-
gnetkörper,
die an Spiralfedern zwi-
schen den' Rädern über den Fahr-
schienen hängen. Beirn Einschalten
der Schienenbremsen
wird die Ma-
gnetspule
vom Strom durehflossen.
Sie wird zum Magneten und saugt
si& mit ihren eisernen Schleifschu-
hen fest an die Schienen an. wodurch
eine starke Bremswirkung
erzielt
wird, Dle Zugkraft einer solchen
Schienenbremse
beträgt 2000 bis
5000 kg. Nach Ausschalten des
Bremsstrohes löst sich die Schienerr-
bremse sofort von der Schiene nnd
gibt
den Wagen frei,
BVG
-
Zentrales Konstruktionsbüro
Magdeburger
Maße
Bel clen neuen Mogdeburgischen
Versuchen uon Otto uon Gueücke
uird ein Mali uan 60 bis 70 Magde-
burger Maßen' ongegeben, Ich
möchte gerrt
wissen, u.tds dds um-
gercchnet
ln unseren heuügen
Mogen ergäbt7, rnöchte unser Leser
Dieter Schmidt aus Berlin rlissen.
Vermutlich handelt es sich bei der
Angabe in
,,Magdeburger Maßen.,
bei den Versuchen Otto von Gue-
rickes um die Angabe von Kräften,
die zu
jenem
Zeitpunkt
-
Mitte des
1?, Jahrhunderts
-
noch in Masse-
maßen (Gewichten)
angegeben wur.-
den. Das Magdeburger Maß, das
tibrigens in der gesamten
Kurmark
galt,
also auch in Berlin, entspricht
etwa 110 Pfund (l Pfund :
4?5 g)
jener
Zeit, Demzufolge entsprechen
60 bis 70 Magdeburger Maße 6600 bis
6?00 Pfund, was etwa 3120 bis 3640 kg
entspricht, d. h, es wurden Kräfte
von 3100 bis 3600 kp aufgewendet.
Dr. E, Padelt
Welcher Stoff absorbiert?
,,Welcher Stoff absorbiert ln ilen
Ab sorberkül t l schränken d, as Käl t e
-
mittel?",
lragte Kurt Mansee aus
Berlin,
Eine Absorptions
-
Kältemaschine
arbeitet rnit zwei Stoffen, dem
Kältemittel und dem Absorptions-
mittel. Die Verdampfung des Kälte-
mittels im Verdampfer V (s. Abb.)
bervirkt die Abktihlung. Die ver-
YeQirrlochtö SChqrrA
ainatpcri'adiochen
lbeübÜ-
Köllenosdrin,
KöhfuUm
dunstende
Ilüssigkeit entzieht ihrer
Umgebung Wärme. Der nun ent6tan-
dene Dampf (gestrictrelter
Pfeil) ge-
langt in den Absorber A, wo er von
dem Absorptionsmittel aufgesaugt,
d. h. absorbiert wird. Ist das Kältc-
mittel verdampft, schaltet sich auto-
matisch eine Heizung H ein, deren
Wärme das Kältemittel wieder aus
dem Absorptionsmittel herauskocht.
Jetzt schlägt sich der Dampf im Kon-
densator K rlieder (ausgezogener
Pfeil) und strömt als !' lüssigkeit in
den Verdampfer zuri.ick. Gl:ichzeitig
hat sich durch den Kochprozeß d-r
Druck erhöht, wodurch die sofortige
erneute Verdampfung des Kälte-
mittels verhindert wird. Dadurch
sammelt sich flüssiges Kältemittel
im Verdampfer. Dann schaltet sich
die H€izung wieder aus, der Druck
sinkt, die Verdampfung beginnt und
der Kühlvorgang kann sich wieder-
holen. Die Heizperiode dauert je
nach Bemessung des Aggregats I bis
4 Stunden, die Ktihlung 6 bis 20
Stunden. Das Solebad (Salzwasser' )
dient als Kältespeicher zur über-
brückung der Heizperiode.
Als Kältemittel ist Ammoniak am
best en geei gnet ,
al s Absorpt i onsmi t -
tel Wasser. Beide Substanzen sind in
beliebigem Verhältnis : misc' hbar
(Salmiakgeist).
Das AbsorptionSmlt-
tel kann auch eine feste Substanz in
sausfähiger Körnchenform
Äi.ä*"r,
Sei t l ongen Johren bl n i ch schon Lcser
l hrcr Zcl trchrl ft
,Jugend und Tcchnl k' .
Gonr bccondec begrü8c iö die amel-
tertG Ausgob! und die Vorrchou ouf
di c nöchrtcn Hefta, Mon wel 6 nun
gl cl ö, wel dte B€i tröge In den ondcron
Heftcn vorruftnden ri nd.
lhre Zeltrdrrl{t ist bei dcr Vielfolt dcr
Eci trögc nur wei terzucmpfehten.
"
W, Dcdlcr,
lrondcnburg
lHorrlt
Sdron scl t ol ni gcn Johren bi n i ö cl n
öußcr3t Intafcssi crter Letcr l hrcr Zel t-
!örl ttl l dr dorf l hnen togen, doB l ö
nodt von lclncr Nummcr cnttögsöt
wurdc, Stctr {ibcrrosdrcn Sic lhrc Lcrer
. mi t l rgandi ol öcn Ecsondcrhel tcn. Bo-
ronda[ ongelon hot cr mir
,Jugcnd
und Techni k bcri drtct our ol l cr Wcl t' .
Kurr güogt,
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und Tcöntk' llbcr-
ontwortct hon nldlt nodr clnmollgem
Lcscn' dcm Al tpopl cr, rondarn nl mmt
si a l mmar wl cder ggrn zur Hond. Dotu
mclncn hcnlidren Gltickwunrch.
. W. H.llnrlö,
Drcrdrn
l dr l ora dl c .Jugcnd und Tcchnl l " sel t
1956 regcl müBi g und ftnde, do8 rl c ron
Johr zu Jshr bclrtr wlrd. Berdndcrr
gcföl l t ml r ,Jugend und Tcdrni t bcrl dr-
tct our ol l cr Wcl t' ,
,Tcchni kus-Bal l ogc.
und, do6 dlo Scrls ,Lcicht ,er3töndtlö,
wladcr crdtclncn wird. Sia wor filr
tnlch .lna Hilfc und Bcrcidrtrung rum
docfi 6twor troclanen Untorfldltrstoff
und hol f mi r bcronders
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D.n Sl hrcn dos j ewcl l i gc
Kopl tcl
bcrter ru varstchen.
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scnrdoftlcrn und lhrn Wqrkcn und cln
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rclrung. Petcr Glelrlngcr,
Sdrroirngrün (Vogtlondl
Dl. latrt. Anngung lm rorhor :llhirn
Brhf müötrn rlr rum AnloS mhnaa,
nodrmolt oltc unrrn Lcrr ouf dh neuo
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Vcrgnügrn utd rln fröhllös Errsdrral
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M+g* nr e&* - . sqhqpw" . s- 3q9$9! [ 4ü&+; 3H" i J: f l Ri 1} ' " { s$: * s${ 8st 1d' T! } 4. @dq\ { j ' o: #' A. t ' ! ! . ' ' 1' ' j ' 4! ' 1' . d' / ' ' - . ' &. ' : '
(Schluß Don Selte t)
in PGHs zusammengesdtlossen, unermüdlidt tätig
sind, um Kunstwerke aus haudrdünnem Glas
-
haupt-
säctrlich Weihnadrtsbaumsdlmuclr, der als ein widltiger
Exportartikel
gilt
-
hervorzuzaubern.
Weiter
geht die Fahrt die Steinactr entlang, an winken-
den Urlaubern vorbei bis in den südlidtsten Zipfel,
nadr Sonneberg.
Hier muß man
-
klammert man den bekannten
Elektrobetrieb Stern-Radio und den Konfektions-
betrieb VEB llerko, der kilnltig den Republikbedarf
an Lodenmänteln belriedlgen soll, aus
-
wieder eine
Prozentzahl nennen: 3? Prozent der Republik-
produktion an Spielzeug werden in und um Sonne-
berg hergestellt. Vom Plüsdteddy bis zur augen-
zwinkernden Puppe, vom Holzauto bis zur Piko-Eisen-
bahn, vom Stehaufmärindten bis zum
lesdtnitzten
Segelboot
-
alles, was Kinderherzen in aller Welt
sdrneller sdrlagen läßt, entsteht hier unter den
ge-
sdrid<ten Händen der Spielzeughandwerker.
Als vor mehr als 250 Jahren ein unbekannter Sonne-
berger Handwerker ein klelnes Reiterlein aus Holz
scttnitzte
-
vielleidrt, um eg seinem Kinde oder Enkel
am Weihnactrtsabend . als einziges Gesdtenk aul den
Gabentisdl zu legen
-,
tnag er sidr dessen kaum be-
wußt
gewesen sein, daß damit von ihm der Grund-
stein zu einer
großen Werkstatt
gelegt worden war.
Das
,,sonnebergir
Reiterlein"
-
heute im Stadtwappen
Außcnbord-
odOr EinboumOtOr? " ßchtlrß
1)on s. zu
Abb. ! sönlttlg lrt dcr Bsulorlrnboot sut Brondrnburg.
liegen als beim
,,HB
125",
jedoch wird audl diese
L€istung niclrt ausreidlen, um die Boote zum Gleiten
zu bringen. Für das Faltboot
,,Delphin
110" dtirfte
der
,,Buday"
die obere Leistungsgrenze darstellen, da
sonst die Lebensdauer des Bootskörpers zu stark
ge-
mindert wird. Der
,,Spadilla-S"
kann an den Heclr-
motorbooten
,,Mambo"
und
',Pinguin'r
eingesetzt wer-
den. Der letztgenannte Typ wird allerdings nicht so
gut zum Gleiten kommen, da
sein Eigengewicht von
etwa 200 kg für diese Leistungsklasse sdron sehr
?0
von Sonneberg enthalten
-
stellt das erste Spielzeug
dieser Gegend dar. Herr Otto Keil, der Direktor des
Deutsctren Spielzeugmuseums in Sonneberg, filhrt uns
I
voller Stolz an eine Vitrine, in der eines dieser hölzer-
nen Reiterlein aus dem 17. Jährhundert aufbewahrt
wird.
Natürlictr haben sidr im Laufe der Jahrhunderte und
Jahizehnte die Formen
geändert, sind neue Momente
hinzugekommen
-
eines
jedoch ist geblieben; das
ständige Bemtihen dieser Mensdlen
-
meist Heim-
arbeiter, den Kindern etwas in die Hand zu
geben'
das nidrt aussdrließlich zum Zeitvertreib dient, son-
dern auch zu produktiver, geistig anregender Be-
schäftlgung führt, Wie bereits um 1450 das
prlmitiv
zusammengebastelte Windrad und die Windmühle eine
technische Funktion hatten, so sind es heute Kon-
struktionsbaukästen, automatisdte Spielwaren und
elementare Spielzeugsätze, die eine
polytechnisclre
Ausbildung der Kinder vorbereiten. Um elne Gewähr
dafür zu erhalten, daß die spielzeugtectrnische . Ent-
wid<lung auch künftig in den richtigen Bahnen ver-
läuft, wurde die bisherige Fadrsctrule für angewandte
Kunst in Sonnebeig in eine spezielle Fadtsdtule filr
Spielzeug umgewandelt,
Am liebsten wären wir nodr länger dort unten
ge-
blieben, in diesem einzigartig srbönen Winkel unserer
Republik, in Mengersgereuth z. 8., dem Splelzeug-.
dorf, oder in Judenbadl mit seinen Schlefer- und
Sctrindelhäusctren. Dodr wir mußten heimwärts rollen.
Mit einem letzten entsagenden Blid< maßen wir dle
Berge,
Aber
wir haben
ja
elnmal Urlaub und dann
auch Zeit, um diesen
interessanten Bezirk nodr viel,
viel besser kennenzulernen.
hoctr ist. Das Leistenboot zelgt bei 10 PS und
geringer
Belastung kein besonders
gutes Fahrverhalten'
während ,es
nach Angaben des Herstellerwerkes bei
35 PS ausgezeichnete Gleiteigenschaften besitzen soll.
Der Wassersportler, der mit diesem Boot vornehmlidt
Wanderfahrten mit 3-4 Personen unternehmen wlll,
kann nattirlictr auctr den
,,Spadilla-S"
ale Antriebs-
maschine benutzen. Da das Boot bei dieser Belastung
aber nur als Verdrängungsboot
gefahren werden kann'
liegt die erreiclbare Gesdrwindtgkeit mit 15-fB km/h
nur etwa r? km/h tiber der mit dem
,,HB
125" erreich-
baren Geschwindigkeit, Ebenso wird das Kunststof{-
boot
,,Lipsi",
obwohl es eigentlldl für den
,,HB
12ö"
ausgelegt ist, mit dem
,,Spadilla-S"
gefahren werden
können. Eine interessante Neuheit filr die Motor-
wassersportler, ein Baukastenboot zum Selbetbau
(Abb, 8), zeigte der VEB Volkswerft ,,Ernst
Thälmann"
Brandenburg (Havel) auf der diesjährigen Wasser-
sportausstellung in Berlin. Das Boot wird in 3 Bau-
kästen
geliefert und kann auf einer
geliehenen Helling
nach Bauplan selbst zusammgngebaut werden. Das
Boot ist f{lr Einbau- und Außenbordmotore
geei8net.
Infolge seines
geringen Gewichtes
(etwa 130 kg)
dtirfte auch dieses Boot bereits mit dem
,,Spadilla-S"
zufriedenstellende Fahrleistungen aufweisen. Ftlr
schwerere Boote, wie den vom VEB Yachtwerlt
Berlin
gebauten
,,Sturmvbgel",
fehlen z. Z. in der r
DDn leider noch dle entspredrenden Hedrmotore von
25-35 Pg. Wenn auclt der Kundenkreis filr dlese
''
Leistungsklasse niclrt so
groß ist wie ftir 10 PS' 8o
sind diese Motore doch vor allem filr Sportzwecke
notwendig. tlier ergibt
6ich
also für unsere- volks-
eigene Industiie aie Aufgabe, mehr als bisher die
Zusammenarbeit zwisdten Werften und Bootsmotoren-
betrieben zu pflegen, um nictrt Erzeugnisse anzu-
bieten, die sich nur begrenzt verwenden lassen'
11
ie drei großen
M
-
Messe der
f J
Meister von Morgen
-
kom-
--
men seit den Junitagen immer
wieder in den Gesichtskreis
der Btir-
ger
der Saalestadt Jena. Au{
plaka-
ten, an den Ansctrlagsäulen,
auf
Ilandzetteln,
auf Diapositiven in
Llctrtspielhäusern
tauctlen sie auJ.
Die Kreiszeitungen,
die Stadt- und
Betriebsfunkstudios
weisen auf die
Kreismesse
der FDJ des Kreises
Jena hin. Im Kulturspiegel
des Rates
der Stadt und in der Zeitsctrrift
,,Kultur und lleimat,. wird über die
Messe, die vom B.
üuli bis zum
10. J,uli in der Aula und in Klassen-
räumen
der Paradiessctrule
zu sehen
sein wird, hingewiesen,
Das Wort
,,Me6se,, ist verbunden
mit
dg- Begriff großer,
Leistungs_
sdrauen, der Vorstellung
des Tr-ef-
fens der Nationen
zu friedlichem
Handel, wie es auf der MM in Leir-
zig-ist. Was aber werden
die JungÄn
und Mäddlen
aus dem Kreise Jöna
zeigen können, was werden sie schon
ausstellen?
Vielletcht
einige Baste-
leien, Handarbeiten
oder sonstige
Spielerdren.
Ist da die Bezeictrnuäg
?lylesse,,
nidlt zu hoch gegrifien]
ilbertrieben
und überhebiidZ
piä
eahheictren
und vielseiügen
Hin_
weise sdtaffen aber Erwarlung
und
Interesse,
Man wird es slctr anJehen.
Dsß Gebäude
der Gewerblichen
Be-
rufsschule
steht im Fahndnschmucrk,
Aufsteller
und Richtungspfeile
ftih_
ren die zahlreidren
Besucher zu der
Ausstellung.
Bereits der erste Blick
in die Aula der
paradiesschule
über-
rasctrt
die Besucler
und vermittelt
den Eindruck,
der den Begrifi für
eine
-Messe
redrtfertigt.
In gut
aus-
Sestalteten Ständen
stellen die Ju-
gendbrigaden
und Kollektive der
volkselgenen
Betriebe ihre Arbeiten
zur Schau. Bunte Blumendekora_
tionen geben
.dem
Ganzen einen
würdigen
Rahmen, und versctriederr
artige Aufsteller
und Wandtafetn
madren das Bitd einer Messe en
mtniatur vollkommen.
Beiloge lür Klubs Junger Tedrniker unä Bsrlelfreunde
Der Stand der Jungen
und Mädclen
aus dem VEB Zeiss ist durctr einen
großen
farbigen Würfel gekennzeich-
net, der auf jeder
seiner Fläctren die
drei großen
M trägt. Aul den
Tisdren liegen Teile des komplizier-
ten Rechenautomaten
ZRA 1, die
von Jugendlidren
des Betriebes
montiert werden. Dort steht ein
Automatenfernrohr,
das die Jugend-
brigade
,,Johannes Kepler,, aus
stellt. Zwei Kurzwellensender
haben
Wl.datrarw.ndung
ron Pandcln ouBon.
lorlrt.r söldf'
und Pollrrrrrlrcugc
durdr Vrrwrndung
naua? AdBan.
Dl! Süulllngrpf..
gcr cur dcl Alh
3.n.ln.n Bcrufr.
sdrulc bcrtrlttn nlt
lhrcn Klndcm.
Klein-Leipzig
wY
7l
Jugen4lidre des Werkes ftlr die GST gebaut.
Die Ju-
gendbrigaden
,,Vorwärts"
und
,rBert
Bredrt,. fertigten
eine Baukastenvorridrtung zur Bearbeitung von Werk-
stild(en.
Noch interessanter und bedeutungsvoller als dr.e von
Jugendlichen gefertigten und montierten Geräte sind
eigene Neuentwicklungen und Verbexörungsvor-
sctrläge. E8 gibt
ein Beispiel zur Wiederverwendung
von Pendeln außentorischer Schleif- und Polierwerk-
zeuge. Durdr Versdrleiß der Adrsen ZNr. 925 706-12 (5)
(jährlidr
etwa 200 Stüek) entstand der Gedanke, die
Pendel wieder zu verwenden, da. bei ihnen last
kein Versdrleiß entsteht und sie ohne weiterec wieder
zu veiwenden sind, Versuche haben es bestätigt. Die
Pendel mit Adrsen
Wurden bisher verschrottet. Jetzt
werden.sie von den verbraudrten Adlsen ausgedrücJrt
und gereinigt. Da die Pendel strafr aul den Adrsen
sitzen müssen, werdlen die, die neu anzufertigen sind,
mit Aufmaß gefräst. Die Verwendung der Pendel kann
etwa dreimal erfolgen, dadurch entsteht eine erheb-
lidre Einsparung an Kosten und Material.
Weiter haben die
jungen
Zeisser eine neue Methode
des Polierens von optisdrel Gläsern.entwiekelt, durch
die eine Steigerung der Produktion um 25% erreidrt
werden kann. Die Jugendbrigade
,,Manolis
Glezos"
gibt
ein Beispiel filr die Verbesser,ung des Arbeits-
ablaufes an einer Rohrstutzenfertigungsstraße. Neben
all diesen Exponaten vermitteln Brigadetagebüdrer
und Chroniken, fotos, Zeidrnungen und anderes An-
schauungsmaterial Einblich in das Leben und Sctraffen
der
jungen
Arbeiter und Arbeiterinnen der Zeiss-
Werke in Jena.
Die FDJ-Gruppe Hodrbauprojekt zeigt das Modell
des Stadtteils Nord I. Lehrlinge der Bauunion stellen
Gertistmodelle aus, darunter ein besonders interessan-
tes einer Gleitsüalung filr Silobau.'Die Jugendlidren
des Stadtbaubetriebes bringen Beispiele der ver-
sctriedenartigsten Untersuctrungen von Baustofren, die
Freunde aus dem weltbekannten Jenaer Glaswerk
Sdiott
&
Gen. haben ihren Stand unter dem Motto
,,Kämpft
gegen
Herrn Murhs und seine Anhänger"
gestaltet.
Modelle von Kühlern, Glaserzeugnisse ftir
die dremlsdre Ind,ustrie und den llaushalt stehen zur
Sdrau. Der Glasbläser Gregori Drkahard aus dem
2. Lehrjahr wartet mit praktischen
Beweisen seines
Könnens auf und bläst vor der Gasflamme Wasser-
standsregler. Auch hier
gebeh Tagebtidrer, Verpflidt-
tungen, Urkunden und Fotos Aufschluß tiber das rege
Brigadeleben dieses Betriebes,
Leider enttäusdren die Beiträge aus dem RAW und
Jenapharm. Wenn der VEB
jenapharm
auch mlt einem
gut
ausgestatteten Stand erschien, so lsd der Inhalt
,
mäßig, udd es sdleint, daß hier mehr die Werbe-
abteilung des Werkeg als die Jugendlidren aus der
Produktlon mtt gewirkt
hat,
In anderen Klassenräumen stellen die Berulssdrulen
aus. Entzildrende Spielzeuge und Basteleien, die die
Säuglingspfleger aus der Allgemeinen Beruissdrule,
Berulsgruppe Säuglingspfleger, mit ihren Kindern an-
fertigten. Vom 1.,2. und 3, Lehrjahr der Berulsgruppe
Bekleidung sind Kleider, Modellentwürfe und kunst-
gewerbliche
Handarbeiten zu bewundern. Auf einer
Tafel wird bekanntgemacht, daß im Rahmen des 86-
rufsw€ttbe\r'erbes von den Lehrlingen der Damen-
schneiderklasse 3? Kleidungsstücke im Wert von
1150 DM gelertigt
und an ein Kinderheim vergeben
wurden. Besonde$ lallen nodr künstl€tris&e Entwürfe
von Wandmalereien der Lehrlinge aus der Gewerb-
lidren Berufssctrule ins Auge,
In zwei weiteren Räumen zeigen Sehulen und Pionier-
organisation ihre Arbeiten. Von Blumen. und Ge-
müseerträgen a.us der Station der Arbeitsgemeinsctraft
Junger Naturforsdrer irber Zeictrnungen, Linolserhnitte,
Klebe- und Batikarbeiten bis zu Segelboot- und Flug-
zeugmodellen btetet sictr hier ein buntes Bild. Aber
auch selbstgefertigte Ansdrauungsmaterialien und
Leh'rmittel aus dem polytechnisdren
Unterridrt zeigen,
mit weldrem Ernst, mit wieviel Liebe und Sadrkennt-
nis die kleinen Jenaer bereits zu Werke
gehen.
Der Besucher, der aus dieser AuÄstellung kommt, hat
wjrklidr den Elndrud<, daß eine kleine Messe vor
seinen Augen Revue passierte,
und er wird tibemasüt
und begeistert gewesen
sein von den Leistungen der
Jungen und Mädel aus dem Kreis Jena, Die Jugend-
kollektive, Brigaden und Sdrulklassen, die ihre Kreis-
messe so zahlreictr besudrten, fanden Anregungen und
tausdrten in den or,ganisierten Ausspradren ihre Er-
fahrungen aus. Somit lst diese enste Jenaer Kreismesse
zur Vorbereitung der MMM in Leipzig ein Erfolg.
Wenn es auch noch nidlt
gelungen
ist, alle Jugend-
lidren und Brigaden mit in die.sozialistisdre Rekon-
struktion ihrer Betriebe einzubeziehen, und es sidl
zumeist noch um Ausstellungsstücke handelt, die nadr
althergebrachten Methoden erarbeitet wurden, so
gibt
es dodr verheißungsvolle Anfänge, und der Erlolg
bleib,t ungesdrmälert. Die Neueru,ngen und Verbes-
serungsvorsdrläge der Freunde aus dem VEB Zeiss
sind bestes Belspiel dafür.
t lL run rorüplm tröancsfomc.
n;n
ßfA
lf, dlr ron ,ua.ndlldrn
our dro tB l.lü trm r|cntl.rl
üardil.
'ft"
Wie war es möglich, daß diese Aktion der MMM im
Kreise Jena eine so breite und umfangreiche Beteili-
gung und Mitarbeit fand? Blättert man in den Leitz-
ordnern der Ablage im Sekretariat der Kreisleitung,
so flndet man bereits unter dem 20, 5. 1960 einen Sekre-
tariatsbeschluß, in dem die Richtlinien, die Thematiken
und die Mitarbeiter zur Durchführung und Vorberei-
tung der Messe festgelegt und benannt wurden. Die
Bildung einer Arbeitsgruppe wurde beschlossen, zu der
neben den Funktionären der FDJ-Kreisleitung und den
Freunden aus den Betrieben Kollegen des Vorstandes
des FDGB, der Plankommission, der Kammer der
Technik, der Abt. Berufsausbildung vom Rat der
Stadt, aus der Pionierorganisation und vom Stadtbau-
amt hinzugezogen wurden.
Daß diese Besdrlüsse, Ofganisations- und Arbeitspläne
nicht nur auf dem Papier in den Akten der Kreisleitung
standen, sondern verwirklicht und mit Erlolg durch-
geführt
wurden, da{ür zeugt diese Kreismesse. Durch-
schnittlich werden etwa 200 bis 250 Besucher am Tage
geschätzt,
und die Ausstellung wird um weitere vier
Tage verlängert werden. Laut Beschluß
gingen
dieser
t,eistungsschau Betriebsmässen und Ausstellungen in
den Schulen voran. Die einzigsten, die sich nicht an
diesen Beschluß hieiten, waren die Freunde aus dem
RAW und Jenapharm. Ein wesentlicher Grund für die
ungenügenden Leistungen dieser Betriebe bei der
Krei smesse.
KarI Kau{mann, der 1. Sekretär der Kreisleitung, Kurt
Meier und Gerhard Eckstein, die beiden weiteren
Sekretäre, sowie alle anderen aktiven Mitwirhenden
haben es schon richtig angepackt und verstanden,
woraul es ankommt, Zu wünschen ist, daß sie für die
Zukunft mit gleichem Elan an die Durchführung dieser
Auf gabe herangehen und noch mehr al s bi sher di e
.Iugend in die sozialistische Rekonstruktion der Be-
tfiebe durch eigene Verbesserungsvorschläge. Erfindun-
gen und Neuerermet hoden mi t ei nbezi ehen, denn das
i st di e \ r' esent l i chst e Auf gabe der Akt i on rni t den drei
grcßen
M.
UNSER MD^SSERE' POR?ER
RUDI ULMER
Ki ndrl opl groBc Xohl robi r, di c Cr-
trügc ous dGr Sl otl on rung.r Notur.
forsdraa.
Scaclbootnodcllc von dcr Stotlon Jungcr Tcdrnlhr.
Lchrllngc drr Bcuunion rtdlln dl.scr Arb.ltrmodalt
.l n.r Ol .l bdrol ung für Sl l obou our.
i
I
Elnc rcuc Mrthodc dcr Pollercnt ron optltdrcn Glö.
3G1n bringt clnr Produltlontrtolguung von 25 Prorcnl.
d
?3
Eine Kordeluhr
Viele w{lnschen sidr eine moderne Kordeluhr. Mlt
ein wenig Gesdrlek uqd einem Weeker kann siü
Jeder
eine soldle Uhr selbgt bauen.
lilir benötigen dafilr eln intaktes Weckerwerk, eln mög-
lidlst fladreg. Als Zlflerblatt kann eln Holzteller Ver-
wendung flnden oder eudr eine
gesdrmaelnrolle
Sperr-
holzplatte. Jeder sollte ei& die Form des Ziflerblattes
selbst entwerfen.'
Das Loch lm Zentrum des Ziflerblattes ist schnell
ge-
bohrt, und das Werk wird auf der Rtldrseite mlt zwel
oder drei Bledrwinkeln angebracht.
Hierbel lst zu beachten, daß keine Spannungen am
lVerk auftreten. Die Zeiger werden ln der liblidren Art
aufgested<t. Die Ziffern werden ebenlalls nach eigenem
Gesdrmad( angefertltt Das Werk wlrd von einer Papp-
kappe gesdriltzt. Der Rlng dieser Keppe ist in Umfang
und Breite der Breite und llöhe dee Werkeg angepaßt.
Eine Sdeibe aus Pappe oder Sperrholz bildet den
Absdrluß. Mlt drel Holzschrauben wird die Sdrutz-
kappe befestlgt.
Als letztes wird dle Kordel an der Rlldrseite des
Zifferblattes oder an der Sctrutzkappe angebradrt,
Helmut Ga,rbe
Dlr Ycdorrrlto ltlt
rlö
3onr
mdr doin
Qrrdunod dor
Blsll.ß
tübll.n.
Mlt|.t l0d.nrl6l. D.r W.ü.?üark lrl cut dlr Gtund.
plctb, dlr. rughldr Zlltr'blctt-lrtr
3odrrcrll.
Unt or Eln. l(oppo rrrdrdrt dcr lvrrl und röötrl .,
ror ttcub.
Viele Freunde haben den lyunsdr, ren als NF-Verstärker
gewählt. eine große
Bandbreite zur Folge, de
sidt ihren Koüerempfänger lilr den Da es im Handel noch keine HF- der Eingangskreis stark
gedämplt
Urlaub oder'das Woclrenende selbst Translstoren
gibt,
mtlßte also ein wird.
zu bauen. Aus Grtlnden des ein- mit Tansistoren bestilcktör Empfän- Eine Röhre in Audionsdraltung hal
tactren Aufbaues wurde ein Ein-
ger
im Eingangskrels mit elner diese Nachteile nitht. In ihr flndet
krelser mit einef, Röhre DF 96 ln Diode arbeiten. Dieses hätte neben neben der Demodulation und der
Audionschaltung mlt vler Traosisto- einer sehl
gerlngen Empflndlichkeil NF-Verstärkung noch eine IIF-Ver-
I
R
{slne
i
I
stärkung statt, die der Antdärnpfurrg kung ist bis aul eine Gegenkopplung
des Schwingkreises dient, Da die wie die bekannten Schaltungen aus-
Antenne
(Fe*ltstab) mit entdämplt
gelegt.
Alles weitere lst aus dem
wird, lst die Empflndlichkeit im Sdraltsdtema zu etsehen.
Verhältnis zutn
geringen Aufwand Der von mir
gebaute
Emplänger ist
beaclttlich. Diese Sdraltung hat den 2lXlTX'g cm
groß.
Der Lautspredter
Nachteil. daß die Röhre Heizotrom hat 11 cm 0, Die drei Fladrbatterien
und Anodenspannung benötigt. Die llegen auf dem Boden. (Nöherer Aul'
Heizleistung beträgt nur 37 mW. äou stehe Abbilil'ung.)
Eine' Monozelle hat rund 80. h Be- Ein Umbau aut Translstoren ist
triebszeit. Als Anodenspannung
jederzelt
möglidr, wenn tlF-Tran-
werden 13,5 V benötigt

fladr- sistoren vorhanden sind. D, Noua,k
batterien). Das hat aber den Vorteil,
daß man in der Endstule ohne
Gegentaktsdraltung eine gtoße
Laut-
stärke erzielt
ersdreinungen auftrete{r.
dte künstlidren Liütquellen sonteit
Ein Transistoraudion mtt erhalt-
ili'.':'
lidren Transistoren in Basissdraltung
ist sehr sdrwer ilber ein MHz zum ;:rl.:.:
Sdrwingen zu bringen, und bei einer :::..: ..,
größeren
Antenne sinkt die Grenz-
frequenz sehr stark ab. Ein Super
Mit 25fl0'
mit Transistoren in Basissdtaltung
..Sie.,. und damit meinen wlr unsere
benötigt neben einem s$1
-!9it_e.n i<"mär", müßte äuch dabeisein,
Aufwand (4 Transistoren-O_C_8lf bis
we* wir abends einrnal ausge.hen
-
OC 813 in der HF- und
.ZF1-Stufe)
in" fn"at"r, ln eln Variet6,
fa
selbrt
sehr viel Erfahrung. Bei
gletder
in a* Zi"i"r. Was sicl uns dort
-
Leistung ist der Aufwand ftlr den
i""ä.fr"ft
"o,,
zwei St'nden
-
an
HF-Teil zwei- bis dreimal so,
Sroß
f;toCraffsctlen Möglichkeiten bietet,
wie bei der Audionröhre. Trotz
!u.
tf"ään
",i,
in Wochen und Monaten
Kompromisses der
gemtygtrt3.".
.Bi:
"i"rri,.r"
-
vtelleictrt
gelingt
uns so-
stücrrung steht die emg.nnctjdkeil
;;;
ä;; Aufnahme von Kttnsüern,
des von rpir gebauten.
Empfängers
;i; ;;
"u" "i"l"f
im Leberr be-
ernem rernen
'l'ransrsrorempfangfr
gegnen
und welctrer Amateur legt
(super mit HF-Tranti:t_9.:il^_l.lt
;"ti;w;i aur etne Budpostkartä,
wenis nach. Der GtlTltlPP:
äil *il
-rnitunter
an
ieäem
zer-
verbraudr ?5 mW liegt nodl unter
fu;ßHärX- L"uf"n köänen? Den
dem vieler handelsüblidrgr T1a1-
ütsiüOtJt"n braucht rnan ar.qo
f tl91-"-TtlAs-:-1 -,1-T - -19|"... I1t.
"idf "'J"".r,zuspuren,
eie sind in
Hil"ffiS:lä5'.äTi"i:XT,'#,:i3
ö
W::tl Hnä1;.' isr ein wenis
Batterien bei der
se!ns-e1
. Po ii,iü. ü."t"ur.r zu unsorer Kamera
l?:lgs_
*i^'l
^
jb"l,
!00 -
Betriebs-
;;ä'
_
-;;;"
2slr o"-Film.
srunqen nalren. lJre -!,;mDranES-
älijiit,"fä"nf *i,ru*|ffi
älp'"}.}ffi "il'.il311'''l!"lS
Tage sind in Frankfurt'iöäö il :T!9 .-wünsdlt'
Detr glinstisste
der Mittelwelte von au" äu.itr"il-
Fotoplatz.. ist ein Rangplatz mtt
sprachisen sendern ai"
-Ä*ä"r
*
l$:I-^P]-t"k
auf die Bühne' Mit-
.-:.;' ,-"
unter
gelingen
uns auch Aufnahmen
rreilrn uno seelow t11^:l-t--i::
rus
"'in..
Seitehloge, wie unser
Langwelle der Deutsdrlands_ender
"na6"1rpiet
teweist.-E irt
"in
S"o
ohne Zusatzanterine lautstark
-"u
;unf;i;;;
,,Die
Verschwörung des,
empfangen. In den Abendstunden
pi*"o
ztt Genua,, von Scniler
steigt die Zahl der zu empfangengr
ir"triJ.
.Äilt1. oi" ganze Bühne lieSt
Sender stark an. Die Trennsdrärfe
j1
dämmrigem
gatUdunkel,
Nür
ist audr dann aodr ausrelclrend. Mit
Fiesco wird voll a'ngestrahlt. frotz-
Zusatzantenne verbessert sich der
dern bildet das kurzbrennweitige
Emplang, Die Antenne muß aber Objektiv den llintergrund
(rechte
gut
angepa8t werden (Antennen-
Seite) nodr sdrarl ab. Die Entfer-
spule mit 4 Anzapfungen versehen), nung betrug etwa l0 m. Bei Bühnen-
da eonst sdron Übersteuerungs- aufnahmen müssen wir versudten,
Abb. I
Ero ?o:ror 2,1/t0, llcndr. t,l ll?5 t,
lropon.Rogldl Alonol F, Filpon-3p0lbad.
AurrCrnlltrvrrgrölrrung.
Durctr die niedrige Anodenspannung
lli--1-o-elidr
4uszunutten,
denn im
fließt ein sehr
serinser
;il;.;;
3!:jT^#1
nlclt immer d{e
sanze
RC-Ankopprunsistaaau-rä-',1'*r'"-;ffi1"ü:1hT"ä:ilS"|ff
gr"fff
H;,iy*;'i,"ä*Ti:1"1"ä'11
";'"
ur"" k;;;;;;i; u.q'äÄ ;it
t;;
ersten Transistor gepährleistet. Das
Potentiometer ä kO dient nidrt so
Abb. r
sehr der Lautstärkenregelting, son-
irioil.rf. Erclto
yo.r
1o, Sonncr {t$;
dern der Regelung d€r Ausgteuerung Btond. t, l/t00 t, tropon.Ropld, Atcmcl F;
der Endstufe. Die Transistorverstär-
Fllpon-Siülbod.
louttpEdr.rV
n
V
Elektronische
Belichtungsuhr
Abb. !
Donpt.ur longo bol drr Arbrlt, Ern
lrloplcn | :2,111N, Bl.nd. 2ra, ti2l r,
hcpon-Ropld, Al.mcl F,
rFlt'.Spulbtd
a mln.
bis
tlo
s bei Blende 5,8 aus, weil das
Spiel mit einer gewissen
Ruhe ab-
lä.uft.
An'ders dagegen im Variet6. Die
ganze Bühne ist in
gleißendes
Sdreinwerferlidrt,
getaucht. Diese
Helligkeit braudl€n wir audr, :um
mit schnelleren Verschlußzeiten
arbeiten zu können
-
was wieder-
um elne Abnahme der Tiefensdrärfe
zur Folge hat
-,
denn das Programm
,.st sdrnellebig, turbulent, Di€ Ver-
sdrlußSesciwindigkeiten llegen zwi-
sdren
%oo
s und
frs6
s bei Blende 2,8
bis höchstens 4.
Nun nodr einen Abstecher in den
Zirkus. Dort liegen die Lichtverhält-
nisse im allgemeinen nidlt
gerade
günstig, Es gibt keine reflektieren-
den lYände, Der dunkle Zusdnuer-
iaum als audl die hohe KupPel
sdrlucken das Lidtt. Aber kelne
Angst. Die Manege lst noch so hell,
daß wir mit Blende 2.8 wd unserem
2540o-Film Aufnahmen,,sctrießen"
können, die selbst sdtnelle Bewe-
gungen auf den Filmstreifen ban-
nen. Günstig slnd hierbei allerdings
Objektive von ?5 bis 136 mm Brenn-
welte, um €ntf€rntere Szenen
,,her-
anzuholen". Auctt im Zirkus sollten
wir unseren Platz möglidtst nahe
der Arena wählen!
Und noctr elns! Vergessen wir"nidlt,
nach einem Zlrkusbezuch unsere
Kamera vom Staub der aufgewif,-
belten Sägespäne mit einem weidten
Haarpinsel
-
nidrt Objektivpinsel
-
zusäubern.
Corl-LathorHelnecke
?0
In unserem Zirkel hat eine elektronische Belidttungsuhr, die idl mir
selbst bautg allgerneine Zustimmung
gefundm. Idl legte meiner Uhr
die Prinzipsdraltung des Zeitrelals Rt I vom VEB Intron LeipziS zu-
grunde und erweiterte sie so, daß sie meinen Anforderungen
gentiSte.
Arbeltsweise: Nach Betätigung deß Schalters NS
gelangt die Netzspan-
nung über den Selengleichrldtter, die Stufensdralter Sr und 52 und den
Strombegrenzer-Widerstand lil, an den MP-Kondensator C, und lädt die-
sen auf. Eireidrt die Spannung an ihm die Zündspannung der Kippröhre
KR/Zo(SIR 851t30, StR 90/40, StR 108/30 und StR 100/40 z können ebenfalls
verwendet werden), zündet diese, und das Relais R hält sich selbst, schal-
tet den Ladevorgang ab und entlädt über den Widerstand Wr den Kon-
densator Cz.'Die Zeit bis zur Ztlndung der Röhre und damit bis zum
Anziehen des Relais R wird bestimmt durch die Größe des Widerstandes'
der mittels der Stufenschalter eingestellt werden kann' Sie lst
gleich:
zeitig dle Belichtungszeit, Durctr einen Drud< auf die unterbrechertaste
uT beginnt der vorgang von vorn. Die Taste uT dient als Einschalter
der Uhr und damit deJ Vergrößerungsgerätes' Man wählt dle Wider-
stände an den stufenschaltern vorteilhaft so, dlaß man mit si zeiten von
etwa 0,2 s bis 20 s einstellen kann und mit Sr
ie
nadr Höhe der erforder-
lichen Belicfitungszeit immer mit einer schalterstellung
etwa 10 I zu-
s chal t et . - Der Sel r al t er sl i st aucl r er set zbar dur dr ei nenl i near en
Drehwiderstand,, d.er zwar eine stufenlose Zeitwahl
gestattet,. der aber
nidlt so widerstandsfähig
ist und durch die auftretenden
Übergangs-
wlderstähde die StabilitäI der Zeiten zunicht€ macfien kann'
-
Der Re-
laiskontakt RKr muß allerdings eln starkstromkontakt
seln, da die nor-
rnalen Kontaktt der Postrelais, und soldre lassen slch hier sehr
gut ver.
,r"no"n, den Leistungen der vergrößerungslampen
nicht
gewachsen sind.
Ich selbst halt mir dadurch, daß tö mit dem RKr
(normaler Kontakt)
ein zweites Relais schaltete, das ich in der
gewünsdrten Ausführun8
mit
starkstromkontakten bekam, Dieses Relais tibernlmmt nun die schalt-
lunktionen lür. die LamPe'
Die Lämpchen Kr und Kr sind Kontrollampen, die dann nützlidl sein
.können,
wlll rnan die Uhr el,nmal ftir andere Zweckc als Zeitschalter
'benutzen,
Fllr den Zweck als Fotouhr sind sie dur'ctraus entbehrlich. Sie
milssen dann sowieso mit farbigen Filtersdreiben abgedeeht werden.
Der Sehalter HB ist dafih vorgesehen, damit man unabhängig davon'
ob der Netzectralter NS eingesdraltet ist oder nicht, die Fotolampe audl ,
von Hand schalten kann, was
ja
ftir das Einstellen des Vergrößerungs-
gerätes
unerläßlidr ist.
Der 500 k0-Widerstand parallel zu Cr ist nur ein Sdrutzwiderstand für
clen Selengleidrnidrter.
Stehen die in der Sdraltung angegebenen Sdtaltelemente nldtt zur Ver-
ftigung, können sie durdr andere mit ähnlidren Daten ersetzt werden,
Eie mtissen dann nur so aufeinander abgestimmt werden, daß z. B, bei
kleinerem Kapazitätswert von Cr die Widerstände in Sr und Sr
größer
;
I
8ewählt
werden und umgekehrt. Egon Noae,B
Arbeitserleichterung
om Reißbrett
Dle rasche Enhaicklung unseNet sozlollsllcchen
Inilu strle I,m _ Laule d,e s Steb enJahrplones ertoril,ert ille
Weiterbililung oor ollen Dingen oleler
tunger
Leu.te,
die zur Zelt noch als ?ocha,rbeiter tütlg slnit unit dle
nöchsthöhere
Qualifikatlonsstute enet chen uol,len.
In den Metallberulen werilen ln den Mel,ster- unil
Technikerlehrgöngen umlassende Kenntnlsle, Fühlg-
keiten und, Fertlgkeitert im technischen Zeichnen zu
erlernen sein.
Die beschriebene Arbeltserlel.chterung gestattet eine
gesunile
und beqüeme Körperhottung,'sciont ilurch dle
Anbfingung iler Lompe ille Augei und, bereltet aul
die Arbeit on der Zelchenmaschlne aor.
I. Zunädrst bauen wlr dte Btlgel. Dle 240 mm langen
FlachFtähle werden hnger.issen,,die Kanten gehiottren,
die Nietbohrungen angedssen und'gebobrt (Abb. lt,
Erst nadl dem S€nkeil biegen wif die Bttgel ent-
sprecüend der Skizze. Dle beiden Lasctren werden nadr
dem Dfehen der oberen Enden gebohrt
und auf Länge
geschnlttsn.
Gleidrfaus werden Bügel und Verctärkung
zur Aufnahme des Gewindes llir dle Befestigungs-
sdrraube M 10 erst dann clutrdliehend. gebohrt,
wenn
die Verstärkung.angenietet ist, Nach dem Aufbohren
8,2 mm sdrneiden ivlr Gewinde M 10 hinein.
Der Kopf der Befestigungsschrauben der Bügel $drd
mit einer Metallsäge ges&litzt
und die Khebel
.darin
weich oder hart verlötet. Am anderen Ende setzen wir
die Sdrrauben, wie dargestellt, ab und legen
Je
eiae
Schetbe von 8 mm Durchmesser aut.
Zwei Hartholzklötzdren etwa 50X50X15 werden in der
Mitte ?,5 mm stark und 5 mm tiel
gebohrt
und nach
dem Einsetzen der Sdrrauben mittels Sdrraubkraft
aufgepreßt. Letztlidr nieten wir die Auflagebleche
200X2X40 mm an und kleben darunter einen schmalen
Filzstreifen.
Zur Befestiirung milssen die Leästen am Reißbrett
etwa
%
Länge überr der Unterkante l0 mm stark
durdrböhrt werden. Beim Ansdrrauben sind Sdreiben
unteralegen.
\
\
II. Bet der Herstdllung der Lampe (Abb. 2)
iehen
wtr
wie folgt Vor:
lVir reißen dte Seitenfläciren aul, schneide'n die Boh-
rung,!ür dle Lampe aus utrd dann erst die Flädren
selbst. Dle Za'rgen werden umgeklairpt'und mit dem
Gehäuse vernietet, Die Halterung ist abhängig von den
AbmbÖsungen des Reißbrettes,
An die Rüdtseite der Reißschiene wiid eine kleine
Krämme. als Ftihrun-g der Perlonsehne eingesclrlagen.
Diese wird am Reißbrett oben und unten um zweii
eingdsötzte Sdrrauben gespannt
und
gestattet
eln
rtüheloses Verschieben dea fest anlldrtid<ten Schiene.
2n fry
tOmA
77
I
I
I
I
Eine angesdrraubte Holzleiste dient zur Ablage des
Zeichenwerkzeuges.
Die günstigste
Stellung urxerer,,Zeidrenmasdrine"
flnden wir selbst, GerilWielanil
STUCKTI STE
t .
2 SrUd Flod|3tohl 20x5x2r0 mm (B09dt
2 Stllct Floörlohl 20XtXl0 mm (Varrtörlungl
2 Stlld Flotltohl e0X5X90 mm (Lordrrnl
2 Stüct Stahlblcdr t@X2xlo mm (Auflogu)
2 Stücl Stohlbhö 60X2Xt0 mm (Xnobrll
2 StU.t Söroub.n M 10X70 lang
2 3tüd tdrroubrn M t0Xll long
I Studt Unt.rl.grdr.lb.n 10 mm s
2 Stllct Unt rl.gtö.lb.n t mm a
2 Stlld: Mutl.?n M t0
12 Stocl S.ntnl.t. I mm t t2 mm long
||.
t Stüdr Alubhö l20xltOxt mm (Gehösscl
2 Srlld Alubhdr l00X60Xl mm
ls.it.nf,üö.nt
I Stüdr Stqhlbhdr 120Xl0Xt mn
(Holl.l,
t StUd( F.d.rrtohlt20X?0X0,t nm
{Spongrl
lc Sttldr Rundtopf-Alunlett 2 mn s 3 mm long
r Stüdr Nühlcuöt. mlt Glalhldnp. t5
W
I Stlldr Strdrrr mll L.ltung
t 5t0dt Pllontchn.
(Ang.l3önurt t'l mm long
fst
es nidrt bestechend elntad, wenn man selne
I
Kamera an eine Olentttr od€rr an eln Tür8&loß
rheften
kann, sie tn Hodr- oder Querlormat
dreht
Ein
Holtmognet
Hilfsstotiv
ob c|n F.hr.&
rclunrt . . .
cdor
qn
lfchl rlnrr
3trolmrölldo,
'Ibrtr
rU tbbt rlo iüt md
däar
-
ur.ra Ln tl
|nll H.tlrug|r.t
ols
und den Auslöser betättgt, ohne daß dle Kamera
wedtelt oder rutsdtt.
Dte Etllselnrtötung dazu tst nidrt
groß und audt nfdtt
co schrrer, wle man annehmen könnte. \[llr kaulen
ln einecn \lgerkzeug- oder Sctr\pelßbedarfrgeedrätt
elnen Haltmagn€ten, der zum Zusqmmenhalten von
Eledren belm Schwetßen vdfwendet wlrd. Vielleidtt
bekommen wtr
gleidt die ridttiSe I'orm. Der Magnet
"beeteht aus zwei leictrten Magnetkörpern, dle zwlsclren
zwel Welctrelsenplatten t€Etgesdlraubt Eind. Der
klelnste ltÄagnet kogtet ungefähr 12'50 DM und reidlt
ftlr uneere Antorderungen. Mllcsen $tir den Magneten
umbauen, dann braudlen wir zwei Bledrpfatten von
105mm Länge, 28mm Brelte und 3 bis 4mm Stärhe'
In dlese Bledte bohren wir die Lödrer tllr dle Kupfer-
verbindungsridrrauben.
(Acütun5! In elne
plottg
Löchcr nlt dcn Gcwladc der 8cürau-ben elnschnelilenl)
Die Magnetkörper liegen mit ebstoßenden Polen in
'
etwa 3 bls 4 mm Abstand nebeneinander zwlsdren den
Ptatten lest eln8espennt durdr dle Verbindungs-
sctrauben. ln ehJder Platten bohren wlr vorher no'i:h
eln Lodr und vers€hen es mlt einem Gewinde zum
Beleetlgen eines kurzen Stativgewindestiftes aus
Meosing oder Kupten Nadr dem Zusammensdrrauben
unseres MaEneten können wir aul diesen Stilt das
Kugelgelenk mlt der Kamera aufscbrauben
DiesQr klelne Magnet trägt bei voller Eläctrenautlage
ein Gewicht von C kg kurz vor dem Abrelßen. Will
man nodr sldrcrer
gehen, kann die Hattwirkung durdt
einen drltten Magneten veretärkt werden"
Die Anwendun8gmugtictt<eit ist- 8mß,
ldr denke da
an Laternenpfähle, zaungltter, Gittermaste usw' Dcr
radtahrende Amateuf kann es an Eeiaem Fahrrad
anbrl[g3n, und wer eln Auto hat, braudrt sidl nun
utn s€ia verges6enes Drelbetn keine Sorge zu madrm..
.. Er haltet oelne Kamera an die Stoßstange. Der
8e-
ir:iwitzte Bastler kann elne Platte'etwas verlängern undt
'''
eetzt elne llolzsdrraube eln, um allen Anlorderungen
zu gm{lgen.
Viel Platz nlmmt der MaE[et ntcht weg, er tst l€ddrter
als etn klelnes Stativ. Vorsidrt bel magnetempflnd-
Udren Taschenuhten O$o fübn
?t
1
nGeSdföft
mit dem FlUgZeUg"
dlcsmol
_wledcr
vorrtondcn, ous der Filllo
yon
t(orhDt!r.? sclfcrr, rronrp;rs-_
*:"t""rti;"$:r1"'fä':1,'::
t'j.lr";t:l
YEB Vcrlag für Vcrkchnwucn, lorlln,
il;i**"
Bettrögen ru rdrltdcrn. Ob er
löil Sällan.
nun um dle zutcUnft dc: Luftverkehrs in
Di a Entwi dl ung der Luftfohrt l m l opi to-
der tozi ol l sti scfrcn Gascl kdroftrordnung
l i sti sdl en Deutrdrl cnd rcl gt l (drl -Dl eter
oder um dos Poftröt det Fl ugrcugtonstruk-
Sei fert l ri dl ctcr Brogchürc ouf, Von d.n
teurr A. N, Tupol ew geht, ob mon dl a
Werdej ohrcn dcr deutschen Fl l agarat um
Internotl onol c Typensomml ung dar neu€3ten
dl e Johrhundcrtwcnda Ll ber rwcl Wel tkrl egc
Fl ugteugkonstukti onen botroöt t oder von
bi s rum Bonncr Stoot erföhrl mon 1n
der l l i egerl röen Ausbl l dung In dcr Gasol l -
di esem l crcnswcrtcn Büdrl cl n mondte Zu-
scfi oft für Sport und Tcdrnl k crföfi rt, tmrner
rommcnhön9c ous darn Luftfol rrtgetdrchel
bl cl at dos ,Fl l eger-Johrbuö" cl nc ourführ-
der Vcrgongenhcl t. Jedcr on dcr Luftfohrt
l l cho l nformotton. El ncr obcr rsl fcst-
Int.r.$l €rt6, nomcntl l dr dl ö
.l ungcn
Fl ug-
gostel l t: Di c Fül l c dcr Probl cmc, db Vi ol -
tportl cr unt.rcr Republ l l , rol l tcn dl csen i ci ti gkci t
der Luftfohrt zwl ngt dozu," .nt-
kl ci ncn Bond zur Hond nchmcn, u6 4;6
weder den Inhol t ouf zwal oder drei
Hl ntcrgtl l ndc dcr el n3tl g.n ,Luftnoöt
Houptgebl cte al n:urchrönkcn oder ober
Degböl ond" zu crkcnnen, um tber ou6r ru
den Umfong der Fl l egcr.Johrbuches wasent- omcri kos trügt ncu. Züga. Dl c Tcchal t
crfohi cn, doB dl c
Al el öen
Mönner, dl c
l i ö zü .rwsl t6rn.
Entschei dendes rum Aufbou dar Hl tl ersdrcn
Krl egsmoschi nertc bettrugcn, hcut In U"n SüdOmgfi kO
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unaere3 Jahrhsndartt hot vot dl rrcr
Romontl k nl cht Hol t gi nocht.
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Arg.nti hl an, Poroguoy, Brosl l l on und
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,rFlieger-Johlbudr 1960"
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w"td"flö.h"n ,nl ,r"irs"n tndurrric.
".-ruo".r.r.n
von Hatnr A; F. sdrntdr,
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I'n r"t'
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Urwol d, Pompo, von
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16l Sal t.n.
geht etn Zouber von-dl cren Bcarl tfen ous, Löndcr.
dcr den Lcscr i mmsr wl adcr In sal ncn Bonn An dl eser Si el l e scl dcm Verl og Vol k und
Löng emortet von l n' und ourl öndl söGn
:i eht. Heuschreckanrchwörme, Gi ftrchl oqgcn, w6l t .l n Donk dofür ourgerprodren, doB
Int' rÖ' senten kon In dl cscm Johr dos Logarfeuer und Li cdcr dcr Goucl ror wccken er unscrcr Jugend ml t den R€i sebcrl ötGn
,Fl i cgcr' Johtbuch 1960" herous, Dcr Hcr. r6i t
J6
ctwortungsvol l c Trdumc von dl ei er ous fernen Lö-ndcrn el n onrdroul i chcr Bl l d
ousgcber Hcl nt A. F' Sdrml dt hot cr
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Wel t. Doch dos modernc nni ti tr Sud- {i bcr onderc Völ ter vcrml ttel t. R.
,rd
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Er lrt rln Oof0hl, dor nrrrllöi !.1ütung.n ourrdrlblt und
ktrprrlldrr Sponakroft glbt. Slc rrholtrn ot lm rportlldrrn
Frdrrlollrphl, dcm bellcbtcn Volkstport für
lung und olt.
Fcdrrbollrdrlügrr ftir Emochsana
mi t Dcderonbcsponnung
Fadcöol kdtl ögcr für Ktnder
ml t Dcdcr-onbesponnung
Fedrrbollrphlr fllr Erwodrsenc,
2 Sdtl ägo, 2 Böl to, I Sctt
iin Prrfolbcutcl
Fedobollrplch ftlr Klnder,
2 Sdrl ögcr, 2 Böl tc, I Sotl
lm Prrfolbsutel
Frdrrbül b ous Pol yoml d
und Fol ytthyl cn
Frdrrbülh mlt Nöturf.d.rn
fi l r don Turnl cruport
Fcdrrbol l rdrl ögrr für dan Turnl ersport
ml t Dornbarponnung
von AA,OO bl s 27;00 DM
4il. SpoJtortlk.l.Yrrlcufstrihn und
.Sprrlolabtrllungrn
ln drn
Woranhüurrrn drr HO und dar fonrrrnr rrh dli0omkdrt
wa..n.Varloufr3t lbn out drm' lcndr rrrfügrn 0bor ola
brrlto Sorllmcnt.
von 8,65 bl r 15,40 DM
'
von 4,50 bl r 6,@ DM
von 19,80 bl r 27,00 DM
von 13,90 bl r 16,35 DM
von 0, 45bl p 1, @DM
von 1,65 bl . 2,25 DM
Herstellung von KARBID
Dsr Col cl umkorbi d, m.l st kurt nur Korbl d gcnonnt, gahört tu
dcn wl chti g3tcn Zwl rcl rcnproduktcn dcr droml 1c| 1.n Indurtrl o.
Aur l hm wcrdcn übcr wci tcrc Zwi schonrtufen Tourcndc
qndcrc
Produkta hcrgast:l l t.,
Dl e Dcut:öc Demol roti sdrs Rcpubl l k l st der grö3ta Korbl d-
erzeugcr der Wol t. l hr Antci l on dcr Wcl tproduktl on betrögt
20o/e. Andcrc bedcul cndc Korbl derreugcr sl nd Wcl tdcutscl rl ond,
dl c USA, dl c UdSSR und Jopon,
Dh Produktl on von Korbl d l rt i n Pri nzl p el nfodr zu vcr3tchen.
Koks und Kol k werdcn bel hohcn Temp.roturan (2300 bb 250Oo C)
zur Rcoktl on gebrodrt. (CoO*3 C
->
CoCr*CO). Dos gc-
sdrl aht i n Li öi bog.nöfcn. Sl c rl nd ml t El el trodcnkohl c ousgc-
rtompft. Al r Gcgcnchktrodrn rogen bewegl l ö ongcordnetc
Kohl cbl öcl c In dan Ofcn hl ncl n. Dor bal Stromdurchgong rwl söen
den bel dcn El ckl rodcn cntstchcndc Fl ommcnbogcn l l cfcrt dl c rur
Rcottl on nötl gc Tenpcrdtur. Dor Korbi d föl l t fl tl ul g on. & wl rd
etwo ol l e 20 Ml nutcn obgartoö.n, cr3torrt i n Kl l hl rl nncn und
wl rd l ur wel ter€n Verorbci tung zrrkl cl ncrt,
Dar Aufwond on El cktroenergl c l st bel dl escm ProzcB oußcr-
ordcntl l cl r hoö. Er bctrögt 3300 l Wh/t. Di c Korbl dl ndustrl c dcr
DDR verbrouöt 10/6 unscrcr götomtcn Aufkommanr on El cl tre
.nergi o, Un3er. wl chtl gstcn Korbi derzcugcr ;l nd der VEB
Chcml rdrc Werkc Euno (grö6tos Korbi dwcrk der Wcl t), dcr VEB
El cktroöemi c Hl rscfi fal dc und dcr VEB Stl ckrtotl wcrk Pi crtcri t:,
Dl c Korbl dproduktl on hot sl ö i n der DDR ouBerordcntl l cl r sönel l
cntwi cl el t, Si c l og l 95E barcl tr vi crmol ro hodr wh 1936. Durdr
dcn Aurbou dcr Produkti onskopori töten l rt i m Sl cbcnJohrpl on
al ne scfi ncl l c wai l crc Stei gcrung vorgcsehcn,
Produl tl on ron Cel cl unl orbl d l n dcr DDR
Johr Pl on Pl on
1936 l9il6 1948 1950 1952 195{ 1956 195t 1959 1961 1965
I n 10@t N9 30 434 620 691 735 &2 831 867 1013 1160
An Stcl l c der sonrt vcrwcndcton tedtnol ogbchtn Fl l .ßbl l d6r
stol l en wl r dl armol .l n Stotffl uBbi l d vor (nodr Sdrönhcrr). Er
gl bt unr al ncn Ubcrbl i ck übcr dl e Rohrtoff- (und Energl e)Mengan,
di e rur Errcugung dcr Korbl dr nötl g rl nd, rowl a über dl c sntci l -
möBl ge Vcmcndung dcr Korbl ds und scl nGt Produkt. In d.n
vcrsöi edcnen Zwel gcn dcr Vol k3wl rtröott,
Um 1t Kor bi d ! u c, zeugGn, br ouöt mon . ht o l , 6t Rohkol kst qi n
und 0,6 t Kol s (bzw. 0,9 t Kohl o). Rund
' 15
bi s 20o/o dcs.rtcugt.n
Kor bi dr dnd Hondchpr odukt und dl cnr n I n dcr Mct ol l l ndur t r i c,
i m Verkchcweren (Bcl cudrtungskörpcr dar Ei rcnbohn) und dor
Bcvöl kerung zur Er:cugung von Äthl n (Arctyl cn). In d.r Mctol l .
Indu3trl a wi rd dos Äthl n bai m outogcncn Sdrwci ßcn und
Schnei dcn ol s Brcnngor gebrouöt, l m Gcmbdr ml t Sosarstoff
cntwi €l cl t dl e Fl ommn übcr 30000 C. Dor Gor wi rd Stohl fl o:chen
Gntnommcn odcr on Ort und Stcl l a l n Arctyl cnrntwl cl l crn hcr-
gestal l t, Etwo 25o/e dcs Xorbl ds sl nd Ausgongsstoff für db Kol k.
sti ckrtoffGrreugung. Doru wl rd cs In al ncm Azotl crotan ml t
Stl d3tofl ouf l l OoC arhl trt. Kol l 3rl cl rtoff dl ent l n dcr Houot-
sochc ol t Dong.ml ttal und l i t gl cl ör.i tl g Gl n Unkrout-
bekömpl ungsml ttcl , El n beochtl l chcr Antcl l dcr Kol krtl c*rtotfs
di ent rur Hcrrtcl l ung von Duropl ortcn (Mcl oml nhorzc, Ami no-
pl oste).
Durdr dl c unvol l tommcnc Vcrbrcnnung von Äthi n wl rd Ruß
crrcugt, dor el n wl chtl gcr Hl l fsstoff für dl c Gumml l ndustrl o l st.
Mehr oh dl c Hdl fto dcs Korbl ds l rt Aurgongr3tofl f{l r orgonbchc
Großrynthercn. Ubor dor Athl n wcrdan ous dam Korbi d syntha-
tl 3+cr Koutschuk, vcrsöl cdcns Pl ostc (PVC,
Pol yrtyrol , Pol y-
öthi l cn). rowl c rohl ral cho wi chti ga orgoni rdrc Chcml kol l an
(Azeton, Azctol dahyd, Erl gsöurr, Forbstoffa, Arznoi ml ttol ,
Sprcngrtoffe) hrfgcatcl l t,
Bci dcr Umrctrung dcr Korbl ds ml t Worsor ru Äthl n föl l t gc-
l örötcr Kol t (Bunokol k) ol r N6b.nprodukt on. Dcr hoha Aschc-
gehol t (our dem Koks und dam Rohkol k) rl cht s.l ncr Anwcndung
hi ndcrnd l m Wegc. Dcr Korbl dkol k wl rd In dcr Londwl rtrchoft
ol r Düngekol k, l n dcr Bo! l ndur t r l c ol ! Boui t ot f und l n d. r
Mctol l urgl c brl d€r Stohl gewl nnung vamandot. Er rol l ouö
In cl nsr ncu ru orrl chl anden Sodofobrl k rl ngcrrtrt wardan,
9r. Wclttiromm
t. Ja,hrgrng
'
SeDtember 1000 Hetü I
Jnhoß
Seite
Wir fragten: ürelctre Kenntnisse braucht der Fadlarbeiter von
mor gen? ( Les s ) . . , , , . . . .
Bewährungsprobs (Scrlirrnet) ...,
",
Unterwegs im Bezirk Suhl (Lukos)
Grell zum Rotorboot
Polylithylen
-
ein neuef synthetlscher llterkstofr (Heinrich) ,..., ..,
Baumaidrine von heutei Der lliegende Kran .
Aut Luttkissen vorwtuts (Bartos)
Bohren mit Programmvferkieugen (Moillni)
Außenbord- oder Einbauinotot?
(DittrtcD
,. , ...
,,Jugend
und Technik" berichtet aus aller Welt ..
Experi ment al bau
Q
6 B . . . . .
Radloaktive Isotope
-
llelfer der Landwirtschaft (Herbert) ., . ,., , .
Wtirden aUe Menschen der Welt (Kroczeck)
Ciganten der Straße .. ...: . .
Signal aul ...
(Motz)
Höhenfo$chungsf,aketen (N
le sel)
Mal i mo ( Kent ei l
. . . , i , . . . . .
Unser Test:'TV-Empfänger Orion (Hom) ,
Gesdridrte vom Panamakanal (Gdmes) ......,
T'ransistoren
-
leldlt ver8tändlidl
(Roilelü
Ftir die Kilchel Vltaquell
f cnsehantenfuen (Llihiler'l
Ih.re Frage
-
ünsere Antwort ..,.!,.'
, j f e c h n i k u s " - Be i l a g e
. . . : . . . . . . . . , . . . . . . . i . . . , , . . . . 1 . .
Das Buctr ttir Sie
Karbidherstellung ..
Bellege: fyrpablrtt
Ldoltlcn*.lLglun t
Ing, H. Dohrrr; W. Hol tl nnl ; Dl pl ,.6wl ,
U, Horprl t Dl pl .Orwl . H. ßrocndt
M. fühhl W P.tt6ld, Houptmcnn NVA
H. Sdrol:r Dr. H. Wolffgrcmm.
R.d.tllanr
Dlpl.-Gewl. H. Krocerck (Chdrcdottcurl,
W. Hcbrnrtrcl ti Dl pl ..Gwl . W. Hcrni O,
Sohmonn,
O.staltsntt Bodrlngor
l l td: H, Rödr
,Jugcnd und Tcdrnlk' crrdrclat lm Vrrlog
lungc Wdt rnonotlldr tum Prclr von
t,- DM. Anrdrrl ftl R.dol tl on .Jugrnd
und
Trdrnlk*, Brdln W!. l(ronrnrtro0r t0/3t,
Fcrnrprcdrcn 200l ttt. Drr Vcrl og bohöl l
rldr olb Radrto sn d.n v..öff.ntlldrt 0
AdlLln und Blldorn vcr. Auttllgr und Br.
rpndungrn nur ml t vol hr Oudl onongoba.
Hrnurgrbcr 2rntrolrol drr FDJI Dnd(t
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8.rlln.. Drudrüol. V.röff.nllldrt unt r
Lhonrnummrr !l16 d.t Mlnlrt*lumr filr
l(utrur, Houptv.nvolhrng Vrrlogrwmn, drt
Drulsdrrn Dcmolrotkdron Rrpubllt.
Allolnlgr Anrolgenonnohmr: DEWA0.
krbung BERLIN. Solln N t{. Rorontholcr
3tro0. 2tl31. und olb DEV/Ao.grtrlcbo In
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Artlhrozi, enlgost
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Co ? + 3 C* Co Cz + C0
Kotk und kaks lstonpfTsum
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Kunsfsloffe u,
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forbsfoffe
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oekörnler sffiahtener
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