lm weiteren lnholt

:
& ftnnerile
TOYIDOER I9öO
?tll3 rr- P76
Wos
gob
es ileues in Leipzig?
Auf unserem Titelbild des
Dezemberheftes zeigt ein
nettes Mödöen
,,Edel-
steine"
-
mode in Germony,
Internotionole Ubersichl
von Fischereifohrzeugen,
Unser Test:
Erfohrungen mit SR 2 E.
Bildbericht von der Inter-
notionolen Messe Brno,
Adtung! Heft t2 rechtzeitig
besorgen! Ein Zweier-Folt-
boot wortet ouf seinen
künftigen Besitzer. Nehmen
Sie teil on unserem großen
Bilderquiz.
t
?"
'r'
hemmt €s unsere Elltwlcklun! und die Arbelt bei der
Hä'äf i,:äif :Sii*#'äll-iff ,llä'läl"Tläf,X'';
. nehmen und das Versäumte nachholen. Weiter finde
idr Notizen und Vermerke von Rtidrspradren mit dem
Wcrs ist Hm*:$?;",*lt*l,l"n":9
ru'ä#ffiatä
mit der Akte
ffiiän:üill,n+Hiffi.lg$hqfmffi:
nrdikt zu billig wär€n. Diese Begiiindung,' ist' vrahrlich
rm.gtetchen Helt oul den serten t bts , bertchren utr uon
sdr$'er zu verstehen' Df. i:! aber nicht allqst Es
sab
elnem verbesserungsuorschtag des Melsierc r.aut sorn ner- :tFT
u.ttt"^sar.nllelKlnrFlUlll8-'IJIeneJedesmal
tatte d,us d.ern Leuna-we?k
,,wqtter vLbrtcht". atese uiie-
äfnn:ffii.ftff.rmf."f'.iä.?Ä"l,lfää:H*;
U,
'i'!',:'
ben? Er zleht einen praU geftlllten
Aktendeckel hervorr
reidren
protokollen
von
geratungen,
Besprechungen
. il ' t
und Schriftwechseln tiber die Miramid-Manometer-
\ LInßtP-a:
k'".il;Ä1äH,ffif,tr$S*ä,J"äfl'J"-:f,:
D@s rs, Uöcr. Eis{t Er'nzW$t,Auf
.d:r..K:nl?rry
-!:,
d;t;;"ürriplastes,toff gefer;et;erden.Derkluge
111"::jW*,t i:'::i,,**'er
und' Errtnder tn1 Dezem'
Mann baur vor, sagte sich Meist€r sommerlatte, und er
1:L^:':.15jfq'.:1,..i:::*::'::_!y:n:-,":!:':, :o1:!:,::
zos zum rrstaunerides rngenieurs ein sorcrres Kunst.
itaoon, üIe Wä Aktluttdt der Jugend bet, d.er DurchsetEung
,i,ing-i;l*"
'"*
a"" Aktentasche. Schließlich konnte
des wlssenschaftltcl.-technlse,l.en Fortschrltts ott
pon
;;;';ää;rlä l(ott"g* Erwin Bronz nicht überzeu-
if
7AW
l/vIJ1
O sation des Maschinenbaus in Karl-Marx-Stadt. Das
Schreiben blieb unbeantwortet.'Was denken sich die
Verantwortlichen des Instituts in Karl-Marx-Stadt
dabei? Sinmal ist das eine beschämende Mißachtung
der Initiative unserer Werktäti.gen, und zum andererr
i)"",-i",i o;;üd;ä:'-;r;:A;-;;ä:; tä ä;: :":il:t Y:11:1,,-*:*:tlltt-..-:'tH'--F-u111.,1t1_"i14 ':::
neuen, zweiteiligen Typ voh Ubersteckkappen, bei
lm
dern, daß .ltesq" .:verbefscrui.gÄuorsc,'4d0 berctls,}:
ä!i"i' a-". äiäg gura.ut
und nun nicht mehr durch-
oeiSn3g$";q1
?"y:*]
tb,,rse ü'}6 noch Mmet ntcht
;ä;ü;;.. äticn'aas traf noch nicht die Vorsretrcrns
reallsldü€t"rhbidsn-{dcr.'.Drts
Lsl let t ltlnl Jahre her. und
--'- --: 'a-;' --:'.-.
, nl Jahr 6 her , und
^^-
-
- - ' - - ; : - . . ^- - ; _^. . : - . ' - . ; ^: - -
_- :
-* v€rantwortl i chen Ingeni eurs Brenz i m Normen-
ste uerl$!i[!$i{f.ff$t
'ä/q$A{
t.ro,den,
ute ist das mög,,^."
D@s fsa
qtrcf.
R&trJ Errazät arl. Aut der xnntoronr""a),
aus' schuß' Das ganze Malometergehäuse-sollte in-zu-
runs ersd,be ntcht nur etne 1,,esentte'r" a,?}"porurll
Il,
Zuerst_g,efiel.
16qt'n1üdi.aaß,df*,.!{iberstec](kappe
aus
Kosten und, -ertuolrer, zu ln"portlerend", nohrtofr",''
*"
einem S-tllor tiegtprrh-Dsher ist nicht nur die Durch-
.tern
seudnfleßtet o1tch. etne u'ettous nanere aetrf!{s:
,.:1*5S-?f*-'*:3lder*
lucrr
d6r Ring- durctrsic}rtig und
";:::**ß;'tr:{yß##'+i:Jft
,üWffi
'fli1il#.S;?r*{U:**ru*tlif,H#ä
elntgen W,rtschattstunktlonüren gebrenxst @lrd.
w-tr gtrngetu
des.n.ltö
(ter
soche flaen und schtckten um
glen'
zuerst muß eine elnheitliche Regelung für die
,.eportet out are Retse,
cne flaen una scnrcnten unseren
Normungder Manometer festdelegt werden. fliese Aus-
. künfte waren wenig ermutigend und wirklich nictrt dazu
In der Abteilung Manometerbau trefre ich Paul
?.lC:-tll'
die Initiatlve der Kollegen aus Leuna zu
sommerrarte an seinem Arbeitspratz.
lt;ff,1"u,J11',iä,,rlllä'il1'ä?l .iill,.iff*r#**,}
,,Wle
steht es mlt lhrer [rflndung, was madrt dle
Nr. ?688. Die Anmeldung erfolgte am 23. 12. 1958, und
Manometerilbersteckkappe ous Miromld T?.,
die Eintragung wurde am 4. 6. 1959 vorgenommen.
Der Meisrer zuckt resignierend mit den schuttern und
llt::"::::1::d
beschämend ftir attre, die mit an dieser
zeigt aur einen der
großen
Arbeitsrlsclre. oort rieiäi
Y:J1"Sä"$,*X"jf;r;'*äL?1""ä*.1,"*.T"Jäl:
die verschiedenstqn Spritzversuche und Varianten_der
;",t,;.;;;
W.r'ü t"ift darin mit, daß sie drei Wochen
Miramld-Übersteckkappen. Er edäutert mir mit prak-
iäi."O.iäirirljä1,rng zum cebrauchsmu$tersch'tz eben-
tischen Beispielen an Hand der neuen und der nodr
r*i"ärüiüu ?ärsu*re untertrommen haben, und ver.
Eebräuchlichen alten Manometer die Vorteile der Ver-
langt kostenloses Mitbenutzungsrech,t. In der Zeit, in
besserung, Das ist klar und einleuchtend, aber , . .. Ja,
der* ictr in den Akten blättere- unA lese, hat Mejster
dann kommt wieder das leidige
"Aber".
Erst gestern
Somrnerlatte noctr die Kollegen herbeigerufen, die
war er zu einer Besprechung mit Kouegen des Neuerer-
ebenfalls bei der Durchsetzung der Neuerrung mit-
aktivs vom Bundesvorstand des FDGB in Leipzig. Audr
helfen. Ictr spreche mit dem Betrie,bsleiter, dir Be-
dort hat rnan sich nun der Erflndung des Meisters aus triebskonl,rollo Ing, Harry Stula, un.terhalte mictr mit
Leuna angenommen. Er selbst kann aber kaum noclt dem Tgchniker Hans Schade vom Büro fi.lr Vo:sctrlags-
glauben,daßdieseSache
einmalzumgutenEndekommt. und Erfindungswesen aus dern Leunawerk und frage
Wie viele soldrer Zusammenkünft,e hat es schon
gege- den Jugendbrigadier und Mitglied des Neuereraktivs
Rudi Schumann. Sie alle erkläran, ihr möglidtst€€ ge-
tan zu haben, und sind empört, keine'IJntersttitzung
l:l
und keinerlei Hilfo der zuständigen Stellen zu er-
:
'
:l
fahren. Die wesentlichste Sdruld geben
sie aber dern
lum ?ltelblld
,,i
Ing. Br.enz als Verantwortllchem des Normenaus-
Schea .in
q.nlEph Lqhr.n w]rd
9r snwöit.rsh..d.qr
'.,i
schusses ftir Manometerbau und Leiter der Abteilung
qrrto
brmonnte Rournldrlff rto*ct tn dcn, l(otmäs.
rrl
Forschung und Entwicklung im VEB Manometer- und
Illle helfen tlle WtrtschaftsfunktionBre des Betrlebes?
Zueist einmal z.u den Kollegen aus dem Büro für Er-
findungswesen, der BGL und der Leitung derr Betriebc-
kontrolle aus Leuna selber. Die Entrüstung und Ver-
ärg€rung der Kollegen Harry Süula, Hans Sdrade und
Rudi Schumann ist berechügt Sie sprachen mit Kolle-
g€n
aus der WB Chemie Plasteverarbeitung in Halle,
Ilaben mit Ing, Erwin Brenz diskutiert und mit Ver-
tretern der verschiedensten Instanzen und Betriebe
vcrhandelt. Das
geht
aus den Protokollen hervor.
Dieses intensive Berntlhen der Kollegen von der Ben'
triebskontrolle, dem Bilro flir Vorsdllags- und Er{in-
dungswesen und dem Neuereraktiv ist
giut und dchtig,
aber ebenso bedauerlidt. daß es bis
jetzt
nödr nicttt
den ridrtigen Erfolg hatte. Dieses interrive Bemtihen
ggschieht
aber auch erst seit dem Jahre 1959, Audt das
geht
aus den Protokollbn hervor. Wle war ee in der
Ze.it von 1955 bis 1958? Im Dezember 1955 itei&t der
Meister Sommerlatte die Erfindung beim BfE ein. Es
rüchte und rühit€ sictt niclts. Fast eineinhalb Jahre
später wandte er sictr an die Patentabteilung. Erst dann
wurde ihm etrmöglicht, eine Form.
tfilr
die Versrehs-
spritzung zu bauen. Die Praxis zeigte, wie
gut die En-
findung Paul Sommerlattes ist Und do&
gab
audt der
eigene Betrieb in den ersten Jahren nicht die not-
wendige Untef,sttitzung und llilfe. Diese Vedustzeit
kommt allein auf das Konto der Kollegen im Betrleb'
I)as Neuereraktlv iles Bunilesvorstantlee iles FDGB
schalteü slch eln
Mein nächster WeE führt zur Zentra.len Leitung des
Neuereraktivs im Bundesvorstand des FDGB ln
Berlin. Der Zufall spieit oft seltsam. Ich komme
gerade
zuredrt, als das Mitglied des Neuereraktivq Werner
Hoft dem Kollegen Heinz Grude von der Aussprache
in Leipzig mit Meister Sommerlatte und Kollegen von
der WB Plaste und Vertret€rn der Staatlidren Plani
kommission, Abt. Plaste, Bericht erstattet. Bei der
Ausspradre in Leipzig wurde bescttlossen, daß dem
DAMW umgehend Proben in den versdtiedenen Aus-
ftihrungen
geliefert werden, deren Überprtifung
sdrnellstens abgeschlossen werden müssen. Erst am
5. August erhielt das Nzuereraktiv im Bundesvorstand
den Vorgang über dle Manometerübersteckkappen aus
Miramid T. Seitdem sind die Kollegm bemüht, dieser
Neuentwiciklung zum Erfolg zu verhellenl An die
Gewerksdraftsle{üung in Leuna erging der Auftrag zu
einer ständigen Kontrolle der WirtsdtaJtsfunktionäre,
damit derartige Verzög€rungen vermieden werden. Mit
der WB Plaste wurde vereinbart, die Manometer'
kappen nadr abgesctrlossener Qualitätsprüfttng
ln die
Produktion
gehen
zu lassen. Das Amt ftir Standardlsie.
nrng erhielt die Empfehlung, sdrnellstens eine, end-
gültige
Norrnung dep lVtranometer vorzunehmen. Somit
scheint nun durch das Eingreife,n der Kollegen im
Neuereraktiv des Bundeßvorstandes
,,das
Rad der
Miramid-Manometerübersteckkappen" ins Rollen zu
kommen. Warum muß rurn diese Erfindung aus Leuna
so lange schmoren? frage idr die KoUeg€n Haft und
Grude. Die Antwort ist einfadr und uffftißverständüch
und bestätigt medne Kritik an den Kollegen in Leuna.
rrVpnn
dle OrEane in den Betrieben nadl den BF
s&lilssen des Bundeworstandes arbeiten wtlrden,
könnte es nicht vorkomrhen, daß so etwas an einigen
btlrokratisdren Funktionären oder Verantwortlidren
scleitert. Mit Hilfe derr Ständigen Produktionsberatun-
gen muß edne sdrnellere Verwirklichung der Arbeiten-
vorselläge sowie die komplexe Anwerndung der in der
Praxis bewährten Neuer€trmethoden durchgesetzt
wetrden.
Nun auf nach Beierfeld.
2
Wrs sagt Ing. Erwln Brenz?
Ictr treffe den Ingenieur in der Abteilung Forsahung
und Entwicklung des VEB Manometer- und Meßgeräte
werk. Über ihm auf einem Sclrrank sehe ictr schon
dieselben Spritzversuctre und Muster an Manometer'-
übersteckkappen, wie sie mir Meistef, Sommerlatte in
Leuna zeigte. Diese Muster bractrte eine adrtzehn-
köpfige Delegation aus Leuna am 26. August zu ihm,
und dann kommt wieder dieses ,,Aber". Der durdr-
sidrtige Ring, nidrt maßhaltig, dodr ni&t
ganz glas-
klar usw., das alles hatten mir Meister Sommerlatte
und seine Koilegen schon
gesclildert.
Natürlich e'rken-nt
Ing. Em/in Brenz auch die Vorzüge an. Korrosrons-
beständtg, unJallsidrerer als Glas, billiger und Ein-
sparung der ho<hw'ertigen Tiefziehbledre aus ST 6/23.
Daß.es sidr dabei um Importe handelt, war ihm nodr
unbekannt. Die Kumpel aus Leuna wußten das, und
nicht zuletzt ist das einer der Grtinde fiir die ldee.
dies€ Kappen aus Plastqr zu fertigen, Sicherlidr hat es
Ing; Brbnz damit nicht leidrt. Eine
gToße
Sdwierigkeit
ist natürlictr die Normung, Auf dem Manometersektor
existieren etwa 100 Typen und davoo 40 000 Varianten,
Eine Neuentwicklung geht dahin, durch eine Viel-
zwedrekonstruktion von den 1ü) Typen auf 10 zu kom-
me'n. Weiter soll die Normung gemeinsam
mit den
sozialistisdren Ländern durchgeführt werden. Dazu
kommt ein Mangel an Factrkräften in der Abt. For-
sdrung und Entwicklung. Das ist zu verstehen. Unver-
staindlich bleibtaber eins : Wennes einen Mangel anl. adl-
kräften
gibt,
müßte dps Auftauchen der Kollegen aus
Leuna mit ihrenr praktisdten Erfahiungen und Kennt-
nissen gerade
eine wertvoUe Ber€iclerung bedeuten.
Ein kollektives Zwammenarbeiten mit lhnen milßte
die besten Ergebnisse hervorbringen, Nictrt nur Ein-
wände, Bedenken, Zweifel und Ablehnung, oondern
aktive .Mithilfe
und kollektives Zusammetrwirkeü er-
warten die Arb€iter aus dem Walter-Ulbridrt-We/k.
Ing. Brmz erklärt mir, daß vor zwei Monaten ein
Kollektiv von Gerätekonstrukteuren aus dem WTGB
(Wisseosctraftlidr-Technisdres
Btlro im Institut ftlr
Regelungstedrrik) mit der Entwicklung eines Kunst-
stoff-Gehäuseumhüllungsteils ftlr tVlanometer .
beauf-
tragt wurde, Lelder hätten diese Kollegen auf dem
CeDiet des Manometerbaus noch keine praktisdren
Er-
fahrungm, Ing. Brenz hat ihnen Muster aus Leuna
mitgegeben. Ist das der ridltige Weg? Wie wäre es,
wenn die Konstrukteure in den Manometerbau nadt
'Leuna
gingen,
um dort
gemeinsarn
mit den praktisdr
erfahrenen Meistern und Kumpeln arbeiten und ent-
wid(€ln zu können. las mich aber in der Aussprache
mit dem Ingenieur in der Abteilung Forschung und
Entwicklung im VEB' Manometer- und Meßgerätewerk
am melsten sdrochiert:
,,Nun maclen Sie midr in der
Zeitung nidrt sctrledrt, sonst werd,e idr btise.,, setzt Ing.
Erwin Brenz an den Schluß unserer Unterhalüung. Das
ist wohl ein Zeichen, daß Herr Brenz nodr nidrt be-
grifren
hat, um was es geht, Hier will niemand den an-
deren sctrlecht madlm, Wir alle mtissen nur
gefirein-
sam an einem Strang ziehen. Die Arbeiter, Meister
und Funktionäre ifi Leuna, die Konstrukteure und
Ingenieure ln den Forschung- und Entwidrlungsbi.lros,
die Verantwortlidren in derr VVB Chernie im Neuerer-
aktiv des Bundesvorstandes und wir von der Presse.
Dann wird
ganz
schnell das Projekt der Plastegehäuse
und Ubersteckkappen ftir Manometer verwirklidrt.
Und auch das ist ein neuer Baustein filr unser sctrönes
sozialistisches Haus.
Vielesagten ihre Meinung, und nur wenrige hallen tat:
kräftig. Es bleibt nur zu hoffen, daß wir bald berichten
können, wie es dern Neuererkollektiv des Bundeovor-
standes gelungen
lst, dle Akte Miramid T mit einem
Erfolg abzuschließen
ln Auftrog drr Rcdoktion blättelto
unsere lrlitorbrilcrin LISA SCHlnil3R in der
Im Leuna-Werk
,,Walter
Ulbricht" gibt
es eine klei
aber äußerst wichtige Abteilung.
,,24
f,, heißt sie
den Leuna-Kumpels. Es ist der Manometerbau.
Tausenden von Behäl tern, di e mi t Fl üssi gkei ten
Gasen gefüllt
sind, müssen ständig die Drucku
schiede, Überdrüche und der atmosphärische
gemessen
und überwacht werden, damit die
komplizierten dlemisdlen Reaktionen einwandf
ohne unangenehme Zwischenfälle verlaufen. U
ist ohne die
genau
arbeitenden Industriema
die Meister Sommerlatte und seine Brigaden
Abteilung Manometerbau ftir das ganze
nidrt möglidr.
Wie bei"allen empfindlictren Geräten muß
Anzeigemedranismus der Manometer vor
Einflüssen bewahrt werden und eine
splitterfreie Verkleidung mlt einer Kla
haben. Solange Meister Sommerlatte
kann, bestand diese Verkleidung aus fünl
setzbaren Teilen: dem überstedring, dem
ring, einer Glassdrei,be und zwei Versdrau
Material: Eisen, Tiefziehblech und Glas bzw.
glas.
Die Kosten sind verhältnismäßig hoch. Auct
kommt es vor, daß die Klarsichtscheibe durch einen
Federbruch zerspringt oder splittert. Das kann zu Ver-
letzuhgen führen, und immer wieder machen sich
Reparaturen nötig.
Selfonilosen oder Msnomcterrlnge?
Indessen erfanden die Mitarbeiter der Kunststoffabtei-
lung des Leuna-Werkes neue und immer bessere
plast-
etoüe. Einer davon interessierte
paul
Sommerlatte
besonders: das Miramid T. Wasserhähne, Spielwaren,
Seifendosen und manches andere stellte die Industrie
bereits im Spritzverfahren daraus her.
Sollte man dieses Material nicht erst recht für unsere
Überstec}kappen verwenden könnenn tiberlegte Meister
Sommerlatte, Man kann sie statt aus ftinl aus einem
einzigen durchsidrtigen Teil spritzen. Das wäre um
ein vielfadres billiger. Denn bisher betrugen die Her-
stellungskosten der übersteckringe mit Glasscheibe
2,10 DM und mit Piacrylglas über 6 DM im Durctr-
schnitt. Die Gehäuse aus Miramid wtirden aber nur
30 Pfennig kosten. Und warum sollte man das Tief-
ziehbledr für kostba're Devisen aus dem Ausland
importieren, wo doch dad weitaus billigere und ebenso
geeignete
Material sozusägen vor der Haustür liegt?
Paul Sommerlatte setzte sictr daheim hln und formu_
liette seinen gründlich
durchdachten Verbesserungs_
vor sdr l ag. Am 10. Dezember 195j kam vom
Büro für Erfindungswesen
die vorgedruckte Antwort
mit der Registriernummer dieses Vorschlages und der
Ver si dr er ung, daß der Mei st er t nner h- al b
aon
14 Tog en eine konkrete Antwo t erhalten werde.
Belde Sdrriftstücke
-
den Vorschlag und die e:ste
Antwort
-
heftete Paul Sommerlatte sorgfäItig in eine
leere Mappe. Heute ist sie gefüllt
mit äen versctrie-
densten Korrespondenzen.
,,Akte Miramid T,, könnte
man auf den Deckel dieses Ordners Schreiben
_
oder
,,Der
Leidensweg eines Verbesserungsvorschlages,,.
Wir studierten den Inhalt dieser Mappe und ließen
uns alles von Meister Sommerlatte und der Jugend_
brigade,,Betriebskontrolle..
kommentieren.
Dabä ge.
wannen die Zahlen,
protokolle
und trodrenen Ge_
schäftsbniefe Leben; Sie erzählten uns von dem
großen
Wunsctr des erfahrenen Meisters Sommerlatte
uäd aes
;:€"d"ana,"o
*-r****o
/
25jährigen Jugendbrigadiers
Rudigchumann,
zum Nut-
zen der ganzen
Republik eine guteldee_durchzusetien
-
allen unerwarteten Widerständen
zumlprotq_.i
Prämie
-
aber keln Nutzen
Die erste Hürde war das BfE. Von dort erhielt Meist€f
Sommerlatte nämlich weder nach 14 Tagen noch nach
14 Monäten eine Antwort. Da reictrte er seinen Vor_
schlag der Patentabteilung
ein. Und wahrhaftig, er
durfte mit seinen Kollegen eibe Form für Versucns_
spritzungen bauen, in der gleich
zwei Gehäuse auf
einmal gespritzt
werden konnten.
Rund 300 Manometerkappen
mit allem Zubehör
ent_
standen nun aus dem neuen Stoff Miramid T. Die
eisten mißrieten noch, sie gaben
Blasen. Dann aber
waren die Kinderkrankheiten
überwunden.
paul
Som_
merlattes_ Berechnungen
erwiesen sich ple rictrtig. Es
gab
vi.el Lob von den Ingenieuren
und allen Kollegen,
die mit den neuen Manometern
arbeitenr 900 Stlck
sind aber nicht viel bei einem Werk, das Tausencle
!1".":t,f
Der Jugendbrigadier
Franz Härbinger aüs der
Abteilung Niederilruck zum Beispiel sagte irns:
,,Jo)-ich habe schon oon ilen Miromtil.cehöisen ge-
hört,. Das rnuß eine gute
Sache seln. Ich btn ehrän-
arntlicher Arbeltsscltutzinspektor
und kann es nur
begätJen, taenn auch in dleser Hinsicht
leite Gefihren_
quelle
ausgeschaltet ulrit. Aber teliler hot tneine srl-
r 955
.s*
gade bi sher noch kei ns
sehen bekommen, "
Die Meinung ist also in Leuna weitverbreitet, daß die
alten Metall-Gläs-Verkleidungen der Manometer nun
museumsreif sind. Besseres wurde erfunden
-
aber es
fristet zwischen dem Alten kümmerlich sein Dasein.
Warum? Weil der Erfinder Paul Sommerlatte nach
300 Versuchsspritzungen von der Patentabteilung
ge'
sagt bekam:
,,Der
Versuch ist
gelungen und damit ab-
geschlossen. Nun muß die Mqnometer bauende Indu-
strie die Serienfertigung tibernehmen"'
Das Taar im Jahr 1957. Paul Sommerlatte erhielt eine
Prämie. Sein Vorschlag aber wird bis heute noch nicht
genutzt. Der Meister und sein Abteilungsleiter liefen
sich die Hachen ab, um einen Betrieb zu finden, der
die bewährte Spritzlorm aus Leuna übernahm. Überall
Ablehnung.
Auf dem Weltmarkt zu billls?
Vor längerer Zeit
gründete der
junge
Dreher Rudi
Schumann in der Abteilung Manometerbau die Jugend-
brigade
,,Betriebskontrolle".
Er begann, sich in einem
Lehrgarig auf die Prüfung als Industriemeister vorzu-
bereiten, während sechs Brigademitglieder sidt in
Speziallehrgäirgen zu Factrarbeitern ltir Meß- und
Regeltechnik ausbilden lassen'
Rudi Schumann zeigte von Anfang an
großes Interesse
für den Verbesserungsvorschlag
seines Meisters. Er
entwickelte sogar einen noctt kühneren Gedanken.
Leuna würde einige tausend Mark
gewinnen, die ge-
samte Repubtik aber einige Millionen' w€lnn sidt ein
Werk fände, das die Miramid-Gehäuse für alle in der
DDR benötigten Manometer herstellt. Und das sind
immerhin im Jahr über eine Million. Allein das be-
nächbarte Buna-Werk wollte sofort 4000 solcher Ge-
bäuse haben. Dabei, so überlegte Rudi, brauchte man
nicht nur, wie ursprünglidl vorgesehen, Manometer
mit einem Durchmesser von 63 mm mit den neuen Ge-
häusen zu verkleiden, sondern man konnte die Verbes-
serung auch, auf die beiden
großen Manometertyp€n
für 14? und 160 mm Durchmesser übertragen.
Jetzt beteiligte sich Rudi Schumann an der Suche nach
einem Betrieb, der die Serienproduktion tibernehmeu
würde. Während der Leipziger Messe suchte er auf
dem Messegelände den Chefkonstrukteur Brenz aus
dem Manometer bauenden Betrieb VEB Meßgeräte-
werk Beiersfeld, Bezirk Karl-Marx-Stadt, auf. VieI-
Manorneter zu leidrtietzte der sictr ftir seinen Gedanken ein? Konnte
doch
gerade dieser Betrieb viel Geld und Arbeitskräfto
sparen, wenn er von der Zulieferindustrie die kom-
binierten Miramidgehäuse für die Manometer-Montage
erhielt. (Unsere Meinung: Das wäre sogar der
geeignete
Betrieb, der
gleich an Ort und Stelle die Gehäuse
spritzen könnte!)
,,Wos
halten Si,e uon iliesen Gehäusen?" fragte Rudi
den Chefkonstrukteur,
,,Nun Jo",
meinte der Ingenieur, "ilas
ist zweifellos
eine
gute Lösung
-
nur wären solche Manometer oul
d.em Weltmarkt zu billig."
Wie sollte Rudi so etwas verstehen? Konnte ein Pro-
dukt, das die Arbeiter der DDR erzeugen, zu billig
sein? Dachten er und all die anderen Rationalisatoren
nicht
jeden
Tag darüber nach, wie sie rentabler arbei-
ten und Geld einsparen können, mit dessen Hilfe sich
die Republik weiter festigen und der Wohlstand ftir
alle ständig erhöhen kann?
Keln Materlal? Ketn Geltl?
Inzwischen
gab es neuen Arger. Meister Sommerlatte
sprach mit vetantwortlidren Kollegen des Leuna-Wer-
kes
-
Ieider konnte er sicll der Namen nicht mehr er-
innern
-
über Rudis Vorschlag. ,,Den
DDR' Bedarl an
Manometergehäusen in Mttamid' Ausführung herzu'
stellen", bekam er zur Antwort, ,,ilazu
ist nlcht genug
Miromid da."
Paul Sommerlatte
gab sidl damit nidrt zufrieden' Er
brachte in Erfahrung, wohin l,euna das Miramid lie-
fert, Dann f.uhr er in einen der größten Abnehmer-
betriebe, den VEB Glasbijouterie Zittau,
,,Ja,
usir hdben genügenil Miramid"', wurde ihm be-
stdtigt.
,,Vier
Tonnen liegen bei uns herum, da könn-
ien ulr eine Unmenge Manometer' Gehöuse herctellen."
Das Werk erklärte sich bereit, die Gehäuse zu sprit-
zen. Es erhielt die Form. Aber bald kamen Jammer-
rufe:
,,Euer
Miramid. T uerspritzt sich so schroet. Wit
bekommen keine einwandfreien Gehd,use zustonile'
Holt eure Form wieder ab."
Damit begann die Sudre nach einem Betrieb von
neuem. AIs sich Meister Sommerlatte an den Chef'
konstrukteur der Privatfirma Kimmel in Sebnitz
wandte, fand er offene Ohren. Dort wurde ihm auch
bestätigt, daß die festgestellen Fehler sofort versdlwin-
den würden. wenn die Klarsidltscheiben etwas stärker
gespritzt werden. Dadurch leidet die Durdrsidttigkeit
keineswegs.
,,Brlngt uns die trorrn. Wlr äbernehmen dle Arbeit,' ,
Voll neuer Hoffnung schafrte Meister
.Sommerlatte
seine Form von Zittau nadr Sebnitz. Doch als die
Arbeit beginnen sollte, stellte sidr heraus, daß die Kol-
]egen in Zittäu die Form verändert und dabei ver-
sctrliffen hatten. Sie war unbrauchbar geworden!
,,Ich
uerde m,ich dorun bemilhen, do$ utlr sofort ei.ne
neue Forrn bauen", verspradr Paul Sommerlatte zu-
versichtlidl. Dodr es war dem Meister bisher unmög-
Iich, die 1500 Mark für den Bau der neuen Forrn zu
bekommen. Er sdrrieb am 30. Juli 1959 ans.Zentral-
institut ftir Technologie und Organisation des Maschi-
nenbaus in Karl-Marx-Stadt. Bis heute kam keine
Antwort. Er sdrrieb an die betrieblictre Patentabteilung
und meldete für das Miramid-Gehäuse Gebraudrs-
musterschutz. an. Das hätte seinen Kampt um die be-
nötigten 1500 DM erleidrtern können, Und was ant-
wortete die Patentabteilung?
,,Unsererseits", schrieb sie,
,,ist in iler Angelegenheit
ltorerst nichts zu oeronlassen, da iler Gegenstanil ln
unseretn Werk nicht genutzt
w|rd. Sollte dleser tall
eintreten, werd,en wir uns raegen euentuel,ler Ver-
gütungszahlung
,nit lhnen in Verbindung setzen.,,
Lelder kein Elnzelfall
Nicht Ve'rgütung, sondern Hilfe bei der Verwirklidrung
ihres Vorsdrlags wollen die beiden Rationalisatoren.
Die Zeiten, da man Neuerer mit Prämien zum Schwei-
gen
bringen konnte, sind vorbei. Rudi Sctrumann
sagte uns:
,,Man
könnte ilte Holfnung uerlieren, dafi itiese Soche
noch zu ei,nem glückltchen
Abschtuß korimt. Aber totr
werd,en weiter d.orurn kömpfen, iloB unser Kunststoff-
gehduse
einrnal allen zugute komrnt.u
Hätten die leitenden Wirtschaftsfunktionäre, all
jene,
die vgn dem guten
Vorschlag in irgendeiner Form
Kenntnis erhielten, nur halb ,soviel Initiative wie
dieser
junge
Arbeiter und sein Meister, dann hätte die
DDR sctron seit Jahren Millionensummen einsparen
können. Haben die Betriebsleiter, die Mitarbeiter des
BfE und der Patentabteilung nicht dürc} unsere Gesetze
die vlelfäItigsten Möglidrkeiten in der Hand. um der
Manometer bauenden Industrie zu einer neuen Spritz-
form zu verhelfen? Ist ihnen ein Rationalisatorenkredit
zu schade, nur weil von der neuen Form nicht das
Leunawerk allein, Bondern noch Dutzende anderer
Betriebe einen Nutzed hätten?
Und warum stecken die Verantwortlichen beim Zen-
tralen Normenausschuß in Berlin und der WB Chemie
in Halle den Kopf in den Sand und ttrn so, als wüßten
sie von nichts? Es hat schon genligend
Abhandlungen
in der Presse dartiber gegeben.
Sogar die Presse der
SU berichtete im Dezember 1959 in der Nummer 149
nadr einer Einleitung über die bisher üblichen Mano-
meter-Gehäuse:
,,Leuna hat eine Kombinatlon ilieser Einzelterle ale
PreBteil ous transparentem Werkstofl geschaffen,
itle
sich i.n d,en letzten uier Jahren ausgezeichnet bewöhrt
hot. Die Vorteile bestehen in den gerlngeren
An-
schaffungskosten, einer längeren Lebensilauer d,er
Geröte d,urch bessere Ab;dichtung in absoluter Korro-
sionsbeständ,lgkeit, Bunhnetoll-Einsporungen unit ge-
fölligen
Aussehen, Diese übersteckkappe sollte trn der
Industrle in grö!|erem
Umfang angeusendet uerdei.' ,
Wertet man dieses widrtige Organ bei den genannten
Stellen nidrt aus? Es wäre doch längst an der Zeit ge-
wesen, daß die WB Chemie einen Betrieb mit der
Serienproduktion dieser preiswerten
Manometer-
Gehäuse beauftragt hätte!
Gewiß, Rudi Schumann hätte dofr schon. einmal selbst
vorsprectren sollen, wenn er im eigenen Betrieb keine
Unterstützung findet. Er wird es
jetzt
nachholen und
hat sich auch bereits an den Bundesvorstand des FDGB
gewandt.
Aber verdiente sein Vorsdtlag nictrt, daß die
Mitarbeiter des BfE oder der Patentabteilung mit ihren
viel größeren
Erfahrungen die Sdrranken für die
Realisierung dieser guten
Idee beseitigten?
Wir haben das alles so ausftlhrlich geBchildert,
weil
es leider keln Einzelfall ist. Läßt sidt ein Verbesse-
rungsvorsdrlag ohne Schwierigkeiten realiiieren
-
Ja
dann greifen
die zuständigen Stellen d€r Betriebe.so-
fort ein und spredren dann in Rechensctlaftsberichten
voll Selbstzufriedenheit dartiber, wie sie ,,alle Reserven
mobilisieren". Sobhld ihnen aber ein Vorsctrlag Un-
bequemlichk6iten bereitet, versuchen' sie ihi ab-
zusdrieben oder zu ignorieren, vor,Allem dann. wenn
er vo,n
jungen
Kollegen eingereicht wurhe, Und gerade
die Jugend hat doch die kühnsten und wertvöllsten
Gedanken. Aber lhre sdröpferisctre Initiative verlangt
aüch die Sicherheit, daß ihre Vorschläge sorglältig
geprüft,
am Arbeitsplatz mit dem Neuerer gründlicll
beraten und dann ohne langatmigen
papierkrieg
sctrnell
in die Tat umgesetzt werden.
i
1
1.
ffi
&
f
*
."lp
'-1#r
&JSr
'{q
si
&
{
t :
: t t
l.
, I X
' r
a
' o:
$
Auf der Grundlage der Beschlüsse des XXI' Partei-.
tages der KPdSU arbeitet man in der Sowjetunion
iniensiv an der komplexen Mechanisierung und
Automatisierung auf allen Gebieten der Volkswirt-
sdraft.
Immer mehr ferngesteuerte Anlagen, automatische
und halbautomatische Betriebsabteilungen
in großen
Werken,
ja sogar
ganze vollautomatisctr arbeitende
Fabriken. wie z. B. die bekannte Moskauer Kugel-
' 4
t ' ' ,
/,
)4
,{rri
i;,r
,,
lr'*
lili,
' ?,,
I
Sdrmo drr drktro$;drculbörn Anlcgr rrnd do Fnnk
rtd.'|nr:
t Nctruntcrbrodrcr, 2 Koplcrvorrldrtung, 3 Akkunulotoran,
{ Gcncrotor, 5 Etn. und Au:röoltar für Ocnarotor. 6 Ul.
bchöltcr {ür dlc Hydroullk, 7 Elcktromogncten :ur Srhol.
tung, 8 V.rtcll€.9chöurc, 9, 10, tl, l2 hydroullrchc Zyllnder,
t3 Ulpumpa, 14 Empföngar, 15 Sommlcrbottarle, 16,
17 Rclolrgruppcn, 18 Staucrpult.
i
lagerfabrik, entstehen in allen ?eilen des Landes.
Auch in der Landwirtschalt madrt die Automatisierung
und Mechanisierung große Fortschritte, Ziel der
komplexen lVlechanisierung in der Landwirtschaft
ist es, eine hohe Produktivität bei geringem Arbeits-
kräfteeinsatz zu erreidren und die in landwirtschaft-
lichen Betrieben nodr lmmer vorhandene schwere
körperllche Arbeit durdr Maschinen und Masdrinen-
systeme auszuführen.
Eine der in letzter Zeit zur Erprobung gelangten Ma-
schinen ist ein durctr Funkbefehle ferngesteuerter
Traktor. Bei der Konstruktion
ging man von der Ent-
widd'ung des Mechanisators l. Loginow au6, der vor
einigen Jahren einen automatlsch steuernden Kopier-
traktor konstruierte, Die diesem Vorläufer des neuen
funkgesteuerten Traktors anhaftenden Mängel wur-
den mit der neuen Konstruktion beseitigt. Wenn sich
beispielsweise der automatlsdre Traktor mit Kopier-
steuerung aus irgendeinern.Grund aus der Furche ent-
fernte, mußte der Traktorist eine Entfernung von
einigen Kilometern laufen, um den Sdraden zu be-
seitigen. An den Wendestellen mußte er auf den
fahrenden Traktor aufspringen, um dann
-
ebenfalls
während der Fahrt
-
abzuspringen. Hierzu kommt
noch die Tatsadre, daß die Automatisierung anderer
landwirtschaftllcher Arbeiten (Drillen, ßggen usw.)
mit diesem Gerät nidrt mögllch war.
Ein Speziallstenkoll€ktiv des Betriebes,,Promavto-
matika" dea Gebietes KrasnoJarsk baute das Fern-
steuersystem, mit dessen lltlfe alle Arbeitsgänge von
einem Beobächtungspunkt aus
ge8teuert
werden, An
Stelle del Kopierkontakte wurden ein Endunter-
bredrer und ein Medranismus für das ferngesteuerte
Heben und Senken des Anhängegerätes angebracht.
Die Steuerung des neuen.Traktors erfolgt mit llilfe
von drei. untereinsnder verbundenen Systemen, und
zwar: einem hydraulisctren, einem efektrischen und
einem Funk-System. Das hydraulisctre System besteht
aus der Ölpumpe, dem Ölbehälter, dem Verteiler-
gehäuse und den hydraulisc' hen Zylindern, Das System
wirkt.auf den Kupplungshebel und betätigt damit das
Anfahren und llalten des ?raktors. auf die Seitea-
kupplungen zum Wgnden des Trahtors und auf das
hydraulische Hebe-. und Senksystem filr dle Anhänge-
geräte.
Das elektrisele System besteht aus einem l2-Volt-
Sammler. einem Generator, einem Ein- und Aus-
sdlalter des Generatofs, Elektromagneten zur
Bedienung der Schieber, dem Seialtkasten, der
Kopiervorrichtung und dem Netzunterbrecher.
Das Funksteuersystem setzt sich aus Sender und
Empfänger zusammen. Die Sendestation arbeltet auf
dem UKW-Bereich. Der Audiodenerator des Senders
gestattet das Ausstrahlen von see:hs Signalen mit
einer Frequenz von 200 bls 350 Hz,
Durdr Bewegen des Hebels auf dem Pult des Funk-
senders kann der
"Traktorist"
.
eines der Signale
,,Linksdrehung",,,Vorwärts",,,Ifalt"
usw, tibermitteln.
Der Sender wird von einer Sammlerbatterie
gespeist.
Die Funksteuerung
gestattet es, daß ein
.einziger
Traktorist gleichzeitig drei bis vier Traktoren steuern
kann.
Dieses System beseitigt die Mängel der Steuerung
durdr l(opieren und hat sehr
gute Ergebnifse bei der
praktischen Erprobung
gezeigl,
Sdrcnn dg lraltcrr;
I Kopi ervorri chi ung, 2 Ul bchül tcr, 3 El cktromognct, I Vor-
tei l .rgchti urc, t, 6, 7, 8 hydrouttsche 2yl l nder für di e Stouc.
r ung, 9 Ul pumpo.
i.j
l,lorlqtr, a0. Ar'g|l3t ttCo
{TASSI
:.Nadr Bcandlgung dar Forsdrunllipiogromms; dor flir
2i l Stundcn.beredrnet wo.r; und nodr,.E*rpfqng dcr.
.Ango-b6n.
tibor die Lcbcnrfunktloncn dcr Tlgrc;und dlc
ngrmole Arbelt dcr Aucrilitungsn. dai RoumschlffJ
Sputni kr wurdc dos Kommondo zum Varl ossan der
.l .Ffugbchn
gegebcn, Der Bi fehl wurde.Wöhrend.. dcr
l E. Erdumkrci sung ertci l t. Doe Lentsystem der Roum-
'
,rschlff-Sputnlkr und dle Sromsvorrlcrrtung orbelteten mlt
,großer Genoui gkcl t und gewöhrl ekl etö.nrdot Ni edßr.
,il,Se.lien
das.Schlffer In dem vorhergescheli.n Rquin. Dlä
Abwclchung des Londepunkter von dcrit berachnatcn
mochta cbflo l0 km ous,
" Der Rounrdrl ff-sputnl k ml t scl nem Gewl cht von i 1600
kg
(nl öt g€r.drnct dos
$ewi drt
d.i l aEt n StufG dcr
Trögerrokete) hotta ci ncn rperl cdl en Wörmardtutz-
.
'
montel uri d gl i tt so unbesdrödi gt durdr di c Erdotrno-
'
sphöra, Drr.Roumrdri ff-Sputni k und dtc von l hm ge
trcnnt Kopral ml t den Vgrsuösti crcn l ondctrn wohl -
bchol ten.
'
Al l e Venuchstl arc, dorunter dl e Hundc .strcl ko' uno
,Bel ko' , fühl cn ri dr nqdS dem Fl ug und dor Londung
wohl .
Doml t rl nd run Grrsten Mol e l n der Gcsdrl dttc Lebc-
wesen noch cl ncm korml schan Fl ug von mehr ol r
7@ 000 tm wohlbeholten ouf dle Erdc :urüclgikehit;
Der. Stort. und dic Rückkchr des- Roumsdriff-Sputnilr .!ur.
Erdc, dcr durch dss ganl ol e Wi sran und Können dor
. sowjetisdten Wl$ensdroftler, Tcdtniker und Arbclter
geschoffen
wurdc, ist der Vorbotc der Fluges dcc
Mansdrcn l n dcn i nterpl onetoren Rouh.
eine drei Jahre waren seit
jenem
denkwürdigen
4. Oktober 1957 vergangen, als es am 20. August
dieses Jahres sowjetischen Wissenschaftlern ge-
Iang, di e wohl größte
Sdrranke für den Fl ug des Men-
sehen i n den Wel tenraum zu überwi nden: di e si chere
nückführung ei nes Raumfl ugkörpers.
il
Yon Korl-Heinr l{ E U MAt ll.
Yirprösident der
Dqrtrchen Aetronoirtirchen Gorolhdroll
,6i,+
di ese Messung€n befanden si dr entsprechende Instru-
mente sowohl i nnerhal b der Kabi ne mi t den Ver,suchs-
ti eren ai s auch an anderen Stel l en des Raumsdti ffes.
Mi t di esen Instrumenten erhi el t man Angaben über
di e Gesamtzahl der Tei l chen und über di e von di esen
€rzeugte Ioni sati on, äl so ei n Gesamtbi l d über dl e
Strahl ungsstärke.
Zu ei nem Strahl ungsmesser di eser Art gehören j e
zwei Gasentl adungszähl er, von denen ei ner durch ei ne
Messi ng- und ni senhül l e abgeschi rmt war, u,nd zwei
Szi nti l l ati cnszähl er mi t Fotoel ektronenvervi el fachern.
Dabei war ei ner der Szi nti l l ati onszähl ef mi t el nem
Natri umj odi dkri stal l bei den Gasentl adungsröhren an-
gebracht, während si ch der zwei te Szi nti l l ati onszähl er
an der Außenhaut des Raumschi ffes befand. Di e
Messung der gesamten Strahl ungsdosi s i st vor al l ern
deshal b von Bedeutung, wei l ei n zukünfti ges be-
manntes Raumschi ff, das wartrrschei nl i ch auctr i n ei ner
Höhe von r,uni d 320 km di e Erde umkrei rsen wi rd. i m
Berei ch zwi sehen 5äo und 70o geomagneti scher Brei te
di e ti efsten Ausl äufer des äußcren Strahl ungsgürtel s
durctrqueren wi rd, der i n di esen Gebi eten bi s auf
2?0-300 km an
.die Endoberfläche heranreicht. Von
cl em äußeren Gürtel wei ß man sei t den Fl ügen der
Luni ks, daß er i n sei ner Intensi tät i m Gegensatz zum
i nneren Gürtel starken Schwankungen unterl i egt.l )
Der i nnere Gürtel wi rd bei ei ner derarti gen Bahn
prakti sch ni cht,berührt.
Kernemulsionspackungen
Ei ne völ l i g neuarti ge Methode für di e Untensudrung
der Höhenstrahl ung konnte dank der Rüd<führung
r)
Vgl. hierzu audl den Beitrag
,,Kundsdrafter lm Welten-
raum" i n
,,Jugend
und Tedl nl k" Heft 5/1960.
Wi e schwi eri g das Probl em der Rüc,kführung i st, l äßt
si ch hi er kaum andeuten und mag ei nem späteren
Bei trag vorbehal ten sei n. Der Hauptzweck des Starts
des zwei ten sowj eti schen Raumschi ffes bestand i n der
Wei terentwi ckl ung von Systemen, di e den si cheren
Fi ug des Menschen und sei ne Rückkehr auf di e Erde
gewährl ei sten.
Dabei standen natürl i ch di e medi zi -
ni sch-bi ol ogi scheq
'
Probl eme i m Vordergrund. Di e
Tatsache, daß zwei Hunde sowi e zahl rei che andere
Versuchsti ere. Pfl anzen und andere Lebewesen und
Lebensformen den Fl ug und di e Landung i n di esem
Raumsehi ff mi tmachten, fand i m al l gemei nen di e
größte Beachtung,
Weni ger beachtet wurde
j edoch
di e Tatsache, daß
neben di esen bi ol ogi schen Experi menten noch ei n
Programm für wi ssenschaftl i che Forschungsarbei ten
durchgeführt wurde, das zum Tei l mi t bi ol ogi schen
Prcbl emen verknüpft war und für si ch so i nteressant
i st. daß si ch hi erüber ei ne etwas ei ngehendere Betrach-
tung i ohnt.
Kosmi sche Strahl ung
In zwei Hauptgebi ete tei l t
' si ch
das wi ssenschaftl i che
Programrn auf, i n di e Untersuchung der kosmi schen
Strahl ung und di e Untersuchung der kurzwel l i gen
Strahl ung der Sonne. Am engsten mi t bi ol ogi schen
Probl emen verknüpft waren
,di e
Messungen des
Strahl ungsni veaus der kosmi schen Strahl ung. F,ür
E
di eses Satel l i ten erstrhal i g ei ngi esetzt
werdel , näml i ch dl e \furwendung von
Kernei nul si onspackungen. Ei ne derarti ge
Packung besteht aus zahl rei chen auf-
ei nanderl i egenden di ckschi chti gen Foto-
emul si onen. Ei n i n di ese Schi chten ei n-
dri ngendes Tei l chen der kosmi schen
Strahl ung tri tt i n Wedrsel wi rkung mi t den
ei nzel nen Brom- und Si l beratomen und
bi l det si ch dabei prakti sch auf sei nem Weg
durch di ese Schi chtän sel bst ab. Wenn -
di ese Emul si onsschi chten entwi chel t wer-
den, kann man unter dem Mi kroskop di e
Spuren untersuchen, di e dem Atomphysi ker
manni gfal ti ge Auskünfte über di e Kern-
reakti onsprozesses und di e erzeugenden
Tei l chen geben.
Zur genauen
Feststel l ung des Antei l s der
ei nzel nen El emente i n der kosmi schen
Strahl ung, genauer gesagt,
der verschi eden
schweren Atomkerne der di e kosmi sche
pri märstrah-
l ung bi l denden Tei l chen, hat man ei nes der Emul si ons-
pakete
nach zehnstündi ger,,Bel i chtungszei t,,
automa-
ti sch während des Fl uges entwi ckel t. Man mußte di es
tun, um auch mi t Si cherhei t
j ede
der i n di esem
paket
aufgezei chneten
Spuren i denti ffzi eren zu können. Ei ne
zu große
ZahI von Spuren hätte bei späterer Entwi ck-
l ung auf der Erde ei ne Identi fl zi erung außerordenfl i ch
erschryert.
Ferner waren zwei Bl öcke von Fotoemul si onen vorhan-
den, di e ausschl i eßl i ch zur Untersuchung der schwere-
ren Kerne di enten. Mi t dem größten
Bl ock von Ernul -
si onen w' aren dabei Untersuchungen von El ementar-
prozessen
bei Kernwechsel wi rkungen von Tei l chen
mi t Energi en vbn 1000 Mi l l i arden eV (l )
und mehr
mögl i ch. Nur zum Vergl ei ch sei bemerkt, daß mi t dem
gegenwärti g größten Tei l chenbesdrl euni ger der Wel t
i n Genf den Kerntei l chen ei ne maxi mal e Energi b von
29 Mi l l i arden eV ertei l t werden kann. Zwi sctren den
Emul si onsschi chten waren
j ewei l s
noch Schi chten mi t
ei ner Substanz aus Stoffen mi t kl ei nem Atomgewi cht
angebracht. Dadurch konnte
' man
ni cht nur di e
Wechsel wi rkung der energi erei chsten Atomkerne der
kosmi schen Strahl ung mi t den rel ati v schweren Brom-
und Si l beratomkernen feststel l en, sondern auch di e
si ch bei der Wechsel wi rkung mi t d€n Atomkernen der
l ei drteren El emente der Zwi schenschi chten abspi el en-
den El ementarprozesse untersuchen. Di e sowj eti .schen
Kernphysi ker wer' den besti mmt mi t außerordentl i chem
Interesse aul di ese Kernemul si onen gewartet haben,
Derarti ge Untersuchungen stel l en berei ts ei ne prak-
lhrcn nchr ols 700 000 km longcn Flug lm 2. rowlotlröcn Wcltrounridrlff hobon
dl c bcl dcn Hundr
"Ecl l ot' und
,Strol ko' r.hr
gut l l brrrl ondtni sl c dnd wohl .
bcholtcn wledrr sul dlo Erdc rullld.gckGhrt, Eln Johr long wurdcn dlc boldrn
Wcltroumfohrarlnncn
qul
dlo korml3dra Rrlr vorbcrdtcl.
Ll nkr: dl c Hl i ndi n Stf.l ko. R.chtr! dl . Hl l ndl a 8cl to,
I
Di c hermeti sdr obgcschl or:cnc Kobi nc dcr Vrrrucl rrtl crc ml l d.m Kotopul t.
behöltar an Bord dcr Roumsdriffts.
1. Z!l l nder des Luftversorgungsryrtcmr, 2. Kotopul tobsöußmcchonl smus, 3.
Rodl o- Ri cht ungssuchger öt , 4. Sper t ol bot t ar l e r ur Hekung des Ml kr oben ent hol .
t enden 6l osbehöl t er : , 5. Bot t er l o, 6. Behöl t er ml t bcsondcr cn wi ssenschof t .
l l chen Apporoten, 7, Kotopul tbehöl ter, L Bewegungsourl öser, 9, dl c hermetl sch
obgeschl ossene Kobi ne der Tl er c, 10. Ml kr of on, 11, Ant ennc des Rodi o. Rl ch"
t ungssuchger ät es, 12. Ei nl oß, Auspuf f - Vcnt l l c, 13. Fcr ngchkomer o, 14. Spi egel ,
15. Vent i l ot i on, 16. kombi ni er t ar Füt t er out omot .
tische Nutzanwendung der Astronautik dar. Bisher
war man selbst mit dem größten
Beschleuniger der
Welt nicht in der Lage, solche energiereidren
,,Atom-
kerngeschoss,e" zu erzeugen, wie sie die Natur lm
Weltenraum dem For.scher bietet. Es gibt wohl keinen,
dei an dem Nutz.en der kernphy.slkalischen Forschung
zweifelt, aber es
gab und gibt
noch viele Mensdten,
die am Nutzen der Astronautik zweifeln. Schon heute
beginnt aber: die Astronautik .slch bezahlt zu macheni
und das ist erst ein bescheidener allerer,ster Anfang!
Zur Untersuehung
.der
bei diesen Wechselwirkungen
mit Teilchen hoher Energie entstehenden Pi-Mesonen
unC der von ihnen ausgelösten Photonenschauer waren
unter diesem Block noch sieben
j,e
5 mm dicke Blei-
platten
mit dazwischenliegenden Emulsionsschidrten
und Lumineszenzindikatoren angebracht.
Eine weitere Meßanordnung
' diente
der Unter,sudrung
der chemischen Zusammenrsetzung der kosmisdren
Strahlung. Damit hängen die Fragen nach ihrem
Ursprung, ihrer Entstelrung und Ausbreitung im
kosmischen Raum eng zusammen. Die verwendete
Meßanordnung bestand aus einem lsdrerenkow-
Zähler, der von einem Zähhohrteleskop gesteuert
wurde. Dieses Geräteteil war ftlr Teilchen von Helium
bis Sauerstoff empfindlich. Unabhängig davon war ein
zweiter Tscherenkow-Zähler vorhariden, der stufen-
weise die Gesamtzahl der Kerne
jeWeils
bis zu den
Atom,gewidrten 5, 10 und 15 registrierte. Mit dieser
Anordnung konnte zum ersten Mal sicher nachgewie-
sen werden, daß von der Sonne kurzzeitig ver,stärkte
Ströme schwerer Kerne ausgehen. Außerdem ließ sich
qin
Zusammenhang rnit den Radiostrahl,ungsaus-
brüchen ,feststellen,
i f i
I
,u ilefuvat-
übcüqung
Süotrwegtng
Söomo dar Aulüour rlmr lrhilirtrum.nl.r tur Untat-
ru6ung dcr lunwrlllgrn Scnn.nrt?shlung.
.|
-
Fotoalsktrononvcrvlclfocfior, 2
*
drehbore Schclbc mtt
Fl l tcrn, 3
-
Mcöonl srnur tur ScwcAung dcr Sdrel bc,
rl :
elaktronlrchc Söoltung f0r Aurgong dcr Meßwcrtc, 5
-
Stcucroggrcgot fi l r di c Bcwagung dcr Fl l tcrrdrcl bc,
6
:
Automot, 7
:
f'otowldcrrtand rrrr Stcucrung dor
Autorf,.t.n, 8
:.
M.ßgüröt fi l r dcn Ei nfol l rwl nkal dcr Son.
nenr t r ohl ung.
UV- und Röntgenstrahlung der Sonne
Ebenso interessant und wichtig sind die Untersuchun-
gen
des kurzwelligen Teils der Sonnenstrahlung. Die
ultraviolette Strahlung der Sonne mit Wellenlängen
kürzer als 2900 Angström-Einheiten wird durch die
Atmosphäre der Erde absorbiert. Zu ihrer Unter-
suchung kann man Höhenraketen und auch künstliche
Satelliten einsetzen. Die ultraviolette Strahlung hat
ihren Ursprung in der sogenannten Chromosphäre der
Sonne, das ist eine Art
,,Sonnenatmosphäre",
die sidr
über der für uns sidttbaren Oberfläche der Sonne
(Fotosphäre)
befindet, Die nodr kurzwelligere Strah-
lung der Sonne, die Röntgenstrahlung, wird durdr die
Sonnenkorona erzeugt. Man könnte die Sonnenkorona
analog zur Erde als Hodratmosphäre der Sonne be-
zeichnen, nur reiclrm bei der Sonne dle hochverdtlnn-
ten und hodrionisierten Gase mehrere Sonnenradien
über
' die
Oberfläche hinaus.
Diese kurzwellige Sonnenstrahlung erzeugt in unserer
Atmosphär€ die ionisierten Gebiete, die als lonosphäre
bekannt sind. Bei
.großer
Sonnenaktivität, die ihren
sichtbaren Ausdr,uch it einer großen Zahl von Sonnen-
flecken findet, treten oft starke Störungen des Funk-
verkehrs auf. Die Ursadte hierfür sind Veränderungen
in der Ionosphäre der Ende, die ihrerseits durch Ver-
änderungen der kurzwelligen Sonnenstrahlung, also
durch Veränderungen in der Chrömosphär€ und der
Korona der Sönne hervorgerufen werden. Um hler die
genauen Zusammenhänge zu finden und die Unsadten
für die Veränderungen in der Ionosphäre festzu-
stellen, damit man schließlictr Funkstörungen sidter
10
voraussag€n kann,
,ist
eine
genaue
Untersudrung der
kurzwelligen Strahlung widrttg.
In dem zweiten ,sowjetischen Raumadri{f dienten zwei
n
Instru,mentensätze der Untersudrung dieser Strahlung.
Der eine Instrumentenkomplex hatte folgenden Auf-
bau:
Sectrs Empfangsgeräte waren am Raumschiff so an-
geordnet,
daß sictr
,lhre
,,Gesidrüsfelder"
nicht über-
sdtnitten. Sie bestanden aus elnem nuf für
kurzwelliges Lidt empfindlichen Sekundärelektronen-
vervielfacher, vor dem eine Sdreibe rnit
jeweils
sieben verschied€nen Filtern engebractrt war. Die
einzelnen Filter ließen
jeweils
nur einen bestimmten
Bereich
'des
kurzwelligen Spektrums hindurdr. Der
erste nur Strahlung von 1,4 bis 3 Angström, der zweit€
Strahl.ung rnit Wellenlängen unter 12 Angström, der
dritte von S bi,s 20 Angström, der vierte von 44 bis
100 Angström und der fünfte nur
'das
Lidtt der so-
genannten,,Lyman-Alpha-Linie" des Wasserstoffs bei
1216 Angström. Ferner war ein Filter vorhan'den, der
nur
'das
Kontinuum im Bereidr der Lyrnan-Alpha-
Linie hindurdrläßt und ,sdließlidr nodr ein Filter, der
für die
gesamte kurzwellige Strahlung bis 1500 Ang-
ström-Einheiten durdrlässig vrar. Ein kleiner Relais-
sudrer sorgte dafür, daß nur
,dann,
wenn Sonnenlidrt
auf
'das
Empfangsgerät fiel, das Gerät in Tätigkeit
war und die Sdrei,be so weiterrtickte,.daß
jeder
Filter
jeweils
elne Sekunde vor dem Vervielfadter ,stand. Es
gehörte ferner noch ein optisdter Meßfühler zu die-
sem Gerät, der für
jede
Messung den Einfallswinkel
der Sonnenstrahl,ung registrierte. Mit dieser Anlage
war es möglidr, die Intensität und kurzzeitige Ande-
rungen
'der
Intensität im kurzwelligen Strahlungs-
bereidr der Sonne festzuatellen.
Die zweite Geräteanlage
'diente
der Untersudtung der
extrem kurzwelliSen Röntgenstrahl,ung. Dle Anlage
bestand aus insgasamt 12 Photonenzählern, vo[r denen
die Hälfte vor eiinem bestirnmten ,,Fenster"
Spezial-
filter aus Berylliumfolie besaß, die nur Strahlun6 im
Bereldr von 3 bis 6 Angström durchließ, während die
Filter der anderen sedts Zähler von 6-10 Angström-
Einheiten durdrließen.'
Um abschließend nur eine der Schwier,igkeiten anzu-
deuten, die bei derartigen Messungen auftr€ten, sel
darauf hingewiesen, daß audt beispielsweise die
Elektronen der kosmischen Strahlung und der Strah-
lungsg,ürtgl diese Geräte zurn Ansprectren bringen. Es
mußt€n also auch hier wieder Sdrutzmaßnahmen
elsonnen
'werden.
Deshalb wurden spezielle Blenden
angebractrt, und ein künstlidr erzeugtes Magnetfeld um
jeden
Zähler sorgte daiür, daß alle Elekkonen mit
Energien von weniger als 25 keV abgelenkt wurden'
Um sdrließlich die unvermeidlidr
.
mitregistrierten
energiereicheren Elektronen noch aussondern zu
können, war an der.Außenhaut zusätzlictr ein spezieller
Szintillationselektronenzähler angebradtt'
Dieses be.deutende wissensdraftlidle Experlment zeigt
mit aller Deutlidrkeit, daß von
gowjetischen
Wissen-
schaftlern ein bodeutender Schritt auf dem lüege zum
bemannten Raumflug
gegsng€n w,ur'de. Der Flug
eines Mensctten in den Kosmos rüdrt damit in
greif-
bare Närtre, er wird
jedoctr
in der Sowjetunion erst
dann verwlrltlicht werden, wenn ftir den oder
'die
erst€n Astronauteneine völlige Sidrerheit und Gefahr-
losigkeit sowohl bei,rn Start, während des kosmisdten
Fluges und bei der R.ückkehr zur Erde
gewähr-
leistet ist.
'dpe
*
s
gCTD' SAI ZMA] I
N
AUFAttEI\WbGEN
Mopeds sind heute aus unserem Alltag nicht mehr
fortzudenken. überall in Stadt und Land findet man
diese kleinen, anspruchslosen
Fahrzeuge, die ihren
Bes,itzern zu guten
Begleitern unter ailen Wege-
verhältnissen geworden
sind, Kein Wunder. daß man
1ydt..l1
der llodrburg des Zweiradbaues,
bei dem
Staatlichen Unternehmen
,JAWA" in der öSSR, schon
sehr z€itig mit dem Mopedbau angefangen hai. Das,
was dabei herauskam und souveiän i; den Wett_
bewerb der leictrtesten motorisierten Zweiradfahr-
zeuge eingreifen konnte, wurde von seinen Herstellern
m.it dem, Namen
,,pionyr,( belegt. Mitilerweile hat
dreser
,,Pionyr,, sidr erheblich gemausert,
und die
l:"uju .
g"e*9ten-e_ Type 555
,dürite
oem du.*iiige"
äochststand
des Mopedbaus in aller Welt entsprechen.
Nun- muß ich gleich
zu Anfang eine Einschränkung
madren. Eigenilich
ist dieseJ
"leWa_Zweiraä-
gar
Motor: Ei nryl i ndcr-Zwci tokt (l ufrgekühl t)
ä
Hub/Bohrung: i l i tß8
mm
t
Hubmum: 49,9 cmr
I
Vcrdi dttungrvcrhöl tnl s:
6,6 : I
.
Hödrstlelrtung
2,2
pS
bci 5500 minJ
t,
Hödrstgcsdrwtndi gk.i t:
50 km/h (gcrtoppt)
E Cr.
Stci gv.fmög.nl
E)Zc
!
Troctcngewidrtr
54 kg
r
Trogfl l hi gkci t: t3O kg
.$
Vordcrcr Fcdcrrcg: 90 lnm
.g Hinter.r Fcdcnrcg: 50 mrn
-
Rci fcnobmcssung;
2,5 X 16-
Kroftstoffdurchschnittsvcrbrouch:
2,0 VlOO km
kein ridrtiges Moped; denn geht
man von der
Namensgebung Moped
*
Motor *
pedat
a.us. so fehlt
hier ein sehr wichtiges Teil
-
und ,das
sind die
pedale.
Aus diesem Grunde hat auch JAWA die Bezelchnung
Leidrtmotorrad fiir die Type b5b geprägt.
Schon
immer waren mir diese kleinen, sctrmucken Fahrzeuge
aufgefallen, die in redlt statilicher Anzahl auch die
Landstraßen unserer Republik ,bevöIkern.
Dann war
es endlich soweit, und ich konnte mir die neueste
Ausführung, eben die Type bbb, vom Tschechoslowa-
kisdren Außenhandelsunternehmen
Motokov ftir Test-
zwecJ<e abholen. Was ich dabei besonders begrüßte,
war, daß audr die für die DDR völlig neue Ausstat-
tung, nämlich die Rollerverkleidung, in meine Hände
kam. Damit bewahrheitet sich für mich wieder ein-
mal die alte Weisheit, wäs lange währt, wird gut.
Gut gefiel
mir clas kleine Fahrzeug schon von den
ersten fahrminuten an. Es ist so lütt und handlich
und dabei dodr so schmuck in seinem Außeren. daß
es einem geradezu
in den Fingern j,ud<t,
das kleine
Gefährt rnit in die
,,gute Stutbe,, zu nehmqn. Dabei ist
es andererseits doch so robust, daß dieses Vorhaben
eigentlich ga,r
nicht notwendig wäre. Sein LacJr und
seine Chromteile sind so witterungsbeständig,
daß
man es gut
und gerne
lange Zeit im Freien .stehen
lassen kann, ohne befürctrten zu müssen, beim
,späte-
ren
_Gebrarlch
nur noch einen Rosthaufen vorzufinden.
Nun
ja,
das ist schließlidr kein Wunder, denn JAWA
!rat
jahrze,hntelange
Erfahrungen beim Bau von
Motorrädern
sammeln können, und all d,iese Erfah-
rungen haben sich natürlich auch in dem kleinen
,,Pionyr" niedergeschlagen,
Doch um lhnen, lieber Leser, eine.recht ansctrauliche
11
91.
brcl ton
Sprl trbl eche der
Rol l crousfi l hrung
gcben den Bci nen
dcr Fohrorc cl nen
hcrvorrogcnden
Schmutrschutz.
.Formrchön wl c bel
Mordrl nen cndct ouch
dl e Vorderrodgobel
wcrfergehöusc.
Unten: Neben dar
Nor mol - und der
Rol l crousführung
der JAWA ,,Pi onyr"
wl rd l n derr CSSR
ouch dl eses Model l
ml t l onger Si t zbonk
f t l r ol l e di ej enl gcn
hergertel l t, di e cl no
sportl l dre Nots des
Fohr zeuges l l ebcn,
'
Besdrreibung dieses kleinen Fahrzeuges zu geben, sei
mir gestattet, nachfolgend der Reihe nadl vorzugehen:
Das Trlebwerk
Der kleine, robuste, sehr zuverlässi8 arbeitende. Ein-
zylinder-Zweitakt-Ottomotor besitzt eine liegende An-
ordnung des Zylinders, Bei eimr Bohrung von 38 mm
und einem Kolbenhub von 44 mm kommt ein Hubraum
von 49,9 cm3 zustande. Bei elner Verdlchtung von 6,6 : I
erreidlt
'der
kleine Motor elne Höchstleistung von
2,2 PS bei 5500 min
-r.
Da der Motor im
'gesamten
Drehzahlbereich ausgewudltet ist, läßt er eine lang
anhaltende Höchstbelastung zu. Seine Einscheiben-
kupplung arbeitet im ÖIbad. Die mit Korkbelag ver-
sehene Kupplungsscheibe bildet dabei gleichzeitig das
Kettenrad ftir die Primärkette. Während die Kupplung,
wie allgemein üblictr, von der linken Lenkerseite her
rnittels Handgriff und Bowdenzllg betätigt wird, ist
das Dreigang-Getrlebe, wie beim Motorrad
gebräueh-
lidr, durdr einen lintrs am Motorgehäuse angebradt-
ten Fußsdralttrebel ,sdtaltbar. Dabei muß man fest-
'
stellen, daß diese Schaltweise, so angenehm sie bei
der Normalausführung der Type 555, also mit Fuß-
rasten, sein mag, doch hier bei der Rollerausführung
nicht sehr
günstig ist. Da hat man dodr immer kurz
unterhalb des Sdralthebels das Bodenbrett der Ver-
kleidung zu liegen, und wenn man sich auch sehr
sctrnell daran
gewöhnt hat und infolgedessen auch
sictrer schaltet. blei'bt dodr in diesem Falle durdt die
Verkleidung eine V€rsdllechterung
gegentlber .der
Normalausf,ühr,ung zu verzeidrnen. Wtinsclenswert
wäne in diesem Fall eine Sdaltwippe. Rechtsseiti'g ist
aus dem Motongehäuse die Kickstarterwelle heraus-
geführt, deren Kurbel nictrt, wie sonst üblidr, nach
hinten kreisförmig niedergetreten, wird,
.sondern
nadt
votn. Das erleidrtert das Antreten in Sitzhaltung.
Bliebe noctr
:zu
erwähnen, daß die MotorleiStung für
60 km/h (Werksangabe) gut
sein soll' idr aber in kei-
nem Falle bei Fahrt auf ebener Straße und ohne
Rückenwind über 50 km/h gekommen bin. Auch diese
50 km/h reidren a'ber bekanntlidr aus, um 'sictr schnell
und rsicher im Straßenverkehr zu bewegen und kein
unnötiges Verkehrshindernis darzustellen.
t8
Das Fahrwerk
Der Rahmen der JAWA 555 ist als offener Vierkant-
rohrrahmen konstruiert. an dem die in Dreiechsform
aufgebaute Hinterradgabel als zentral mit zwei
Schraubenfedern abgefederte Schwinge angesdtlossen
ist. Vorn am Lenkkopf ist die Vorderradteleskopgabel
gelagert, die im Scheinwerfergehäuse entsprechend der
JAwA-Tradition endet. Während der Motor an den
Rahmen nach unten hängend angeordnet wurde,
konnte am vorderen Teil der Kraftstoffbehälter auf-
gesetzt werden. Zu diesem Kraftstoffbehälter sei hier
gleidl etwas
gesagt. Er ist mir zu sehr Mlniatur. Mit
äinem tr' assungsvÄrmögen von 3,5 I hat man wirklich
keinen allzu
großen Aktionsradius. Nun ist es zwar
richtig, daß ein Moped nictrt ftir Fernfahrten
,gedadlt
ist und das öftere Tanken in einer Stadt kein
großes
Hemmnis darstellt, aber andererseits habe iü dodt
immer wieder Auseinandersetzungen mit den freund-
lichen Kollegen von
,,Minol"
hinnehmen müssen, die
eben trotz vielfacher Anweisung möglichst nur fünf-
Iiterweise ihren Sprit abgeben wollen. Doctr zurüd<
zum Fahrgestell. Unter einer den JAWA-Motorrädern
ähnlichen Verkleiclung wird d6r Motor fast völlig ver-
deckt, und auctr die Hinterradschwinge ist weitgehend
schmutzgesctrützt. Die kleinen 2,60
x
l6' -Räder sind
vorn und hinten
gleidl und daher
gegenseitig aus-
tausdrbar. Während die vordere Teleskopgabel nor-
maler Bauart einen Federweg von 90 mm besitzt'
federt die Hinterradschwinge um 50 mm. Das kann
man wohl allgemein als ausreichend betrachten,
jedodt
ist eine schnelle Fahrt über Kopfsteinpflaster wirk-
lich nidrt das angenehmste der Gefühle. Vieles macht
dabei der weiche Schaumgummisattel wett, der ana-
tomisch richtig geformt wurde und eine ermüdungs-
freie Sitzposition
gewährleistet. Als sehr praktisdl
habe ich weiterhin empfunden, daß der Sdtaum-
gummisattel aufklappbar ist und in dem darunter-
liegenden freien Raum, der von der Verkleidung
gebildet wird, neben Luftpumpe und Werkzeugtasde
nodr eine Menge kleiner Krimskram verstaut wer-
den kann. Ein Regenmantei und Reservesdtlauch sind
jedenfalls jederzeit unterzubringen. Dieser praktisdren'
Vorrictrtung steht alterdings ein sehr nachteiliges,
Gebitde gegentlbef, und. das ist der Tankverschluß.
Man hat für den aus Stahlblech
gefertigten Kräft-
stoffeinfüllstutzen einen Kunst3toffsdlraubversdrluß
gebaut, an
'dessen
Ui'rterteil ein Ölmeßgefäß fest an-
geschlossen wurde. So weit, so
gut' aber wenn man
einmal versucht. diese Kunststoffsdtraube in das
I
!.1
Metallgewinde hoher Steigung eihzuschrauben, so
kann. man sdtier verzweifeln. Dieses Ding verkantet
fortwährend, .und außerdem hat man noch eine
gehörige
Kraft aufzuwenden, um die Reibung von
Kunststoff a'uf Metall zu überwinden. Ein nroderner
Klemmversdrluß, so wie man ihn bei den Versdrlüs-
sen der Tablettenröhrdren findet, wäre hier angebradrt
und wtirde viel Veräigerung vermeiden.
Allgemeines
WilI man allgemein
,da,s
kleine Fahrzeug einschärzen,
so kann idr an dieser Stelle Vorteile wie auch Nach-
teile, urie wohl an allen derarti€en Fahrzougen, ver-
buchen. Zunäctest die Vorteile: Da wäre vor allem das
Dreigang-Wectrselgetriebe
zu nennen. Es ist unbedingt
als positiv gegentiber
den häufig ,bei
Fo-cma-Fahr-
zeugen anautreffenden Zweigang-Getrieben zu lbe-
zeidrnen, Die Beschleunigung ist infolgedescen gut
und das Steigvermögen hervorragend. Mit Hilfe des
iFußsctralthebels ist es auch leicht und sicher iu sctral-
ten. Süllte der VEB Sirnson-Suhl einmal dazu kom-
men, i.n seine Kleinfahrzeuge Dreigang-Getriebe ein-
zubauen, dann bitte auch mit Fußsctraltung. So narren-
frei an un'd für sich eine Zweigang-Handsclaltung
ist, eine Dreigang-Handschaltung
ist es bestimmt nicht
mehr. Was als nadlteilig bei der JAWA. festzustellen
wäre, ist, daß die Leerlaufstellung zuwenig aus-
geprägt
lst und man ,selbst nadr Hunderten von Fahr-
kilometern noch Mühe hat, zuverlässig in die NuU-Lage
zurüdrzuschiilten, Doctr ictr will bei den Vorteilen
blelben. Ein weiterer Vorteil ist zweifellos die Boden-
freihelt des kleinen Gefährts. Der richtig geformte
Vorderradkotfltigel ist so kurz gehalten,
daß er zwar
nodl einen sidl€r.en Spritzsdrutz bildet. zum anderen
aber selbst bei hohen Bordsteinen nicha hängenbleibt,
wenn man das Fahrzeug ,darüberrollt.
Diese Boden-
freiheit in Verbindung mit dem gut
abgestuften Drbi-
gang-Getriebe
ermöglidren es ohne weiteres. wenn
man Lust dazu verspi,irt, freiliegende Treppenstufen
mit der JAWA 555 zu nehmen, Sehr vorteilhaft lst
weiterhin die durctr die Rollerverkleidung gegebene
Abdeckung nach vorn. Ich nehme an, daß sich eine
soldre Verkleidung im Laufe der Jahre immer mehr
bei den Mopeds einbürgern wird, Gerade ein Moped-
besitzer ist doch viel weniger als ein Motorradfahrer
gewillt,
bei seinen Fahrten eine Komblhose über-
zuziehen. Die Rollerverkleidung aber,gewä,trrleistet
einen sidreren . Sdrmutzschutz für die Beine des
Fahrers.
Wenn idr nadrfolgend einige Sdrwädren an dem
kleinen Gefährt kritisiere, dann tue ic}r es eigentlictr
reclt ungern, nicbt etwa weil ich einen Freundsdlafts-
vertrag mit den JAWA-Werken hätte, sondern
ganz
ünfach, wdll das Fahrzeug. eben eine sehr handliche
Konstruktion darstellt, auf die unter allen Urnständen,
bei
.sdrledrter
Witterung und
.ungünstigen
Verhält-
nissen Verlaß ist. Sollen die kritisdren Worte als das
aufgefaßt werden, was sie darstellen, nämlidr als
Hille, dieses schmud<e Rädchen noch bqsser zu ma-
&en.
tüi6
sclon weiter oben erwäh,nt, ist da zunächst
der Fußschalthebel.
Er llegt bei der liollerverkleiatung
nicht sehr günsttg.
Elan weiterer Nachteil,
uumindeJt
fllr Personen von der Mittelgröße an aulwärts, ist der,
daß die Sattelhöhe vom Bodenbrett a,w gerectrnet .doch
etwas sehr niedrig lst, so daß man Sctrwieriskeiten
hat, die Beine halbwegs glücklictr
unterzubringeir.
Ent_
weder man sdliebt die Füße nach vorn und hält die
Fußspitzen nadr außen, oder aber man winkelt drie
Beine nadr ,hinten
ab und ruht währenil der Farhrt
mehr oder weniger auf den.Fußspitzen. Weiterhin
wäre zu diesern Thema noch der F,r.rßbremstrebel zu
nennen, Dae ist nun wirklictr ein winziges Gebilde,
an das man ,sidr enst gewtiftrnen
muß. Ich weiß nicht.
wie es im Gefahrenfalle
aussetren wird. bber diö
Möglidkeit, daß man.dann an dem Ding vorbeitritt,
ist meines Eradltens durchaus gegeben.
Warum der
Fußbremshebel
nictrt eine so breite Auflage wie der
Schalthebel oder wie der Kiclrstarter bekJmmen hat,
ist mir unver,ständlich. Hier nauß unbedingt etwas
Seändert werden, denn auf die. großen
Vollnaben-
biemsen ist ansonsten unbedingt Verlaß. Was weiter-
hin keine Freude darstellt, ist das Signalhorn. Das
liegt
ja
bei den meisten Mopeds noctr im argen. Der
KR 50 vom VEB Simson-Suhl hat ,schon
als' Ver-
besserung in seiner neuen Ausftihrung das batterie-
abhängige Signalhorn. Bei der JAWA OS5 dagegen
sdrnarrt am Vorderteil des Fahrzeuges etwas, dal man
nur mit s€hr gutem
Willen als Signalhorn bezeichnen
kann. Ebenfalls hat mir die Auspuffantage nictrt ge-
fallen, die unmittelbar vor
dem Hintelrad endet.
Z-war ist
.die
Auspufröffnung nach außen abgewinkelt,
aber die Abgasdämpfe werden durctr den Fahrtwind
dodr nach hinten gewirbelt,
und man hat ständig einen
öIversdrmierten Kippständer ünd. eine dementspre-
drend besdrlagene Hinterradfelge, Das mit der Felge
ginge
nodr, denn ,sdtließIidr
rnuß
jede
Felge geputzt
werden, aber
'die
Angelegenheit am Kippständer hat
mir gar
nicht gefallen,
da es keine reine Freude ist,
sidr beim Aufbocken des Fahrzeuges rnit hellen Schu-
hen das Oberlerler zu versdrmieren. Bliebe mir. um
das Kritisctre abzuschließen, nur noch zu sagenj d"ß
audl der kleine, hinter dem Sattel angebrachte Ge-
päcLträger
viel zu sdrmal ist, um
.das
normalerweise
mtügeftihrte Habdgepäd(, z, B, eine Aktentasche, auf-
zunehmen. I&
,hatte
schon nach einigen Versuchen die
Nase voll und habe melne Tasdre von da an immer
an einen kleinen Lederriemen gehängt.
Das ist zwar
audl keine Patentlösung, aber die einzige Möglich-
keit, wenn man nidtt auf Fahrrad-Facktaschen zurücJ<-
greifen
will.
Das Fahrverhelten
Allgemein eingegclätzt, bin ich mit dem Fahrverhalten
sehr zufrieden, Man kann an': ein mopedähnliches
Fahrzeug nicht die gleidren
Erwartungen stellen wie
an ein Motorrad oder gar
an einen Roller, Die Ma-
schine ist wendig, gut
lenkbar und hst
,eine
vernünf-
tige Straßenlage, Was mir zu mlnimal ersdreint, ist
der Federweg der hinteren Sdtwinge, Diese Federung
ist zu hart, und dadurctr neigt das kleine Fahrzeug
dazu, zu springen. Ansonsten aber ist
'die
Spurhaltung
gut,
und es kommt audl beim sdrarfen Bremsen nicht
zum Ausbrectren. Die Körpenhaltuh! währepd der
Fahrt ist befriedigend. Die GeräusdrentiwicLluhg vom
Auspufr Iiegt in den bei diesen Fahrzangen üblidren
Grenzen, man kann also zufrieden sein. Als durch-
schnittlichen l(taftstoffyer,brquch habe ictr bei dem
Töstfahrzeug 2 I a'uf 100 km ermittelt. So kann man
absdrließend feststellen, daß das JAWA-Moped
Type 555 eln sldrereg und
ge4ügsames
Gefährt dar-
stellt, das das Zweiradangebot'in unserer Republik
positiv beeinflußt,
t3
Bdor
rdeilr
I
schließung neuer Tagebaue, die Inbetriebnahme
neuer Kraftwerke. die lebhaftere Handelstätigkeit'
die allgemeine Hebung des Wohlstands
stellen auch
dem Färnmeldewesen
große Aufgaben. Im Sieben-
Jahrplan
wurde deshalb festgelegt, daß-
{ie
Deutsetre
-Post
aie Nadrrichtenleistungen
bis 1965
gegentlber
1958 auf 126 Prozent zu steigern hat. Hinter dieser
Zahl verbirgt sich eine große Aufgabe für alle Werk-
tätigen des Fernmeldewesens.
Die neuzeitliche
Betriebsorganisatlon
und die
modernen Produktionsverfahren
rüd(en den Fern-
sprecher immer mehr in den Vordergrund. Wenn an
iigendeiner Stelle in der Republik ein neues Werk
eriichtet wird, ist in der Regel der erste Handschlag'
einen Fernsprechapparat aufzustellen. Die enge ver-
fleclrtung dei einzelnen Wirtsctra{tsteile untereinander
macht lräuflge Abspradren zwischen ihnen immer
notwendiger,
Es kommt dabei nictrt nur darauf an, den trernsprech-
verkehr innerhalb eines Ortes sicherzustellen'
sondern es sollen audr zwischen beliebigen Orten der
Republik,
ja
auch mit dem Ausland, Gesprädte
geführt werden können.
Der Fernsprectrverkehr
innerbalb eines Ortsnetzes'
wobei dieses bei ländlichen Verhältnissen mehrere
Ortschaften umfassen kann, nennt man Ortsverkehr
und den Fernsprechverkehr zwisdren verschiedenen
Ortsnetzen Fernverkehr,
Die Einrichtungen
für den Fernverkehr, wie Fern-
ämter, slnd im allgemeinen wenig bekannt; wir
wollen deshalb versuchen, uns ein Bild zu madlen'
wie die vielfältigen
Aufgaben des Fernmeldewesens
aus dem Siebenjahrplan in bezug auf den Fern-
verkehr
gelöst werden sollen. Eine kurze Darstellung
der Entwtc.klung soll uns das Verständnis erleidttern:
Entwtellung iles Fernspreclrternverkehrs
Am 12. Januar 1881 wurde das erste öffentliche Fern-
sprectrarnt .Deutschlands
in Berlin in Betrieb
genom-
men. kurze Zeit darauf lolgts ein zweites in Mtihl-
hausen
(Elsaß). Beide Amter vermittelten ausschließ-
lictr Gespräche im Ortsverkehr. Sctron bald erwadlte
l4
er weitere Ausbau der Industrie, die Steigerung
der landwirtschaftlichen Produktion, die Er-
Pcrpcktiven deg Srlbltwöhl.Fernrprcch'
femvcrkchrr
in der DDR
Yon hs. tcll AtBEtS' l(DT
aber das Interesse der Teilnehmer an einem Verkehr
von Ort zu Ort. Deshalb wurden in den Jahren 1882
und 188i! Leitungen eingerichtet, die einen Fern-
verkehr ermöglichten. Es waren u' a' folgende Ver-
bindungen:
Berlin-Potsdam, Hamburg-Altona, Mannheim-
Ludwigshafen, Mainz-Frankfurt
(Main) usw.
Die Entfernungen zwischen diesen Orten waren alle
verhältnismäßig klein. Etwas später
(1885) wurde eine
längere Fernleitung bezeichnenderweise zwisdlen
den Börsen in Berlin und Magdeburg dem Betrieb
übergeben. Die Entfernung betrug hier immerhin
schon 142 km.
Bedin wird'r,Fernsprechknoten'
i
Dt" Bcdcutung Bcrl i ns:
.gk Houpktodt wl rd durch ctn
großz{lglges lnt.rnotlonble3 Projckt untcrrtrlchcn, dos
i n .ng6r Zussmmcnsrbö' :l l ml t den rozl ol i sti rdtcn Lön'
dcrn cntstirht. [n dcr DdltistroBc, nohe dcr StolinollGc.
wl rd bi s f963 cl n neuer. modernes l i rnomt erbout. dos
tm hol boutomqti rchen Fernsprechverkchr
(So{ortvcrkchr}
Barl l n ml t dcn Houptstödten
ql l er
rori ol i sti rchan Stco-
tcn Europo: sgwi 6 ml t Wi en, Zürl ch, Amsterdom' Lon'
don, Porl r, Kopenhogen una Stodhol m verbl ndcn wl rd,
Dor Grundproj ekt di eser Anl oge, di c ei nen W.rt von .
l nrgG&mt 24 Ml l l l onen DM hot, i st ber€i ts i n Inter'
not | ono| cr Gemei nsöof t sor bei t der sozi q| i st i schcnLön.
d.r l arttggestel l t und wi rd i n erster' Ll nl c von dcn Bc' r' l
und Fnrnnel de-Boubetri cben dct DDR crri chtct.
Audr zur soti ol l rl i schen Rekonstrukti on del Fcrnsprcch'
wcrcnr l nnerhol b der DDR wi rd dos modernc Fcfnomt 1
s.l n.n B.i trog l ei tten. 8i s Endc 1961 -sol l cn rud*
'
it5 Prozent oller Ansdrlüsse
-
insberondibl?sllchln
Bcrl l n und dcn Bezi rkrhouptstödten
-
ouf di ei cs Syrl afi t'
,
umgestellt werdan. Volloutomotisi.rt rlrd ln dcn 1olä9rqffi
rcn 1963,i6,{ oudt.dcr Schnellvcrkchr
(in Berlin tibct 09}.
j
Insgcromt wl rd dh Anzohl d& Fcrntprcöonri l rl üs:c In
i
dei Hotrptstodt l m Vcrl oufo dss Si cbcnj ohrpl qncr von
I
r. f, 90000 suf tlbcr l3:l0OO onit lg.n. Bst.ltt hcut.
I
gchört dot demokrotbdrc Bcrlln ru den tchfon' i
ircudlgrtcn GroBsttldten, ouf t00 Etnwohncr lomncn
la.7 Houptdntöl{lrt..
Damit \rar der Startschuß für die Einrichtung
weiterer Fernleitungen gegeben,
.
und es wurden
zwischen den Ortsnetzen zahlreiche Leitungen her-
gestellt.
Sehr schnell merkte man, daß män nicht
jed€s
Ortsnetz mit jedem
verbinden
kann, weil da_
durch die Zahl der Leitungen zu groß
würde und die
einzelne- Leitung überhaupt nicht ausgenutzt
wird.
Es [' urde also erforderlich,
besonderi
Amter zu
schafien,
die sich nur mit dem Fernverkehr
beschäfti-
gen.
Diese Amter nannte man aus naheliegenden
Gründen Fernämter, einen Namen, den sie heute
ncch führen. Während sie in der ersten Zeit im
gleichen
Raum mit dem Ortsamt standen, wurden sie
bal d get rennt ,
da di e Auf gaben und di e' Technol ogi e
zu verschiedenartig
waren,
Nicht jedes
Ortsnetz bekam nun ein eigenes Fern-
amt, das wäre nicht nötig gewesen,
söndern man
faßte mehrer€ Ortsnetze zr"rm Bereich eines Fern_
amt es zusammen.
den man, , überwei sungsberei ch, ,
nannte. weil die Ortsvermitilungen
ihren Fern_
verke6r an das zuständige Fernä' mt
,,überwiesen,,.
Auch diese Fernämter wurden nicht alle unterein-
ander verbunden, sondern man faßte die über_
weisungsfernämter (üF)
zu Bereichen von Verteil_
fernämtern (VF)
zusammen und diese wiederum zu
Bereichen von Durchgangsfernämtern
(DF).
Es er_
gaten
sich also drei Netzebenen,
die fi.ir den hand-
vermittelten Fernverkehr
noch voll ihre Gültigkett
haben (Abb.
t ). Di e Bi l dung di eser Berei che war wi e
alles ein Entwicklungsprozeß
und erstreckte
sich
über vi el e Jahre.
Neben dem bisher beschriebenen
Fernverkehr gibt
es ncch eine besondere
Form, die unter dem Begiiff
,,Schnellverkehr,, bekanntgeworden
ist. Dieser um-
faßt örtlich abgegrenzte Gebiete, hat eine Einheits_
gebühr.
und die dort angemeldeten
Gespräche werden
sofort, d. h. ohne daß der Anmelder den Hörer auf-
legt. vermittelt"
Die dabei verwendete
Technik er_
laubte es aber nicht, diesen Schnellverkehr
auf
grgle-re Entfernungen auszudehnen.
Er erlangte des_
halb keine allgemeine Bedeutung. Ein Teit des fern-
verkehrs wird z. Z. noch mit Wartezeiten ab_
gewichelt,
d. h., der Anmelder muß nach Anmeldung
seines Gespräches aul die Herstellung
der Ver-
bindung $' arten. Das können Minuten. äb". ,,, .,n-
günstigen
Tägeszeiten auch Stunden sein. Wer nicht
so lange warten kann oder will, hat die Möglichkeit.
, , dri ngende, , oder, , Bl i t zgespräche. ,
anzumel dJn.
Di ese
haben dann vor den gewöhnlichen
Gesprächen
er_
heblichen Vorrang. bedingen jedoch
eine höhere Ge_
!ühr,
Die Herstellung
der Verbindungen
in den
Fernämtern erfordert viel Arbeit, sina doch am Auf_
bau eines Gespräches
jn
manchen Fällen bis zu vier
Telefonistinnen
in den verschiedenen
Fernämtern
be_
teiligt (.4.bb.2).
Um diese viel Zeit und viel Aufwand
erfordernde Tätigkeit zu beschleunigen,
versuchte
man sdton frühzeitig,
neben dem Ortsverkehr
auch
den Fernverkehr
zu automatisieren,
Bereits lg23 wurde in Weilheim (Obb.)
ein auro-
matisches Fernamt in Betrieb genommen.
Zur Bil_
dung dieser Netzgruppe,
wie man diese ?echnik
nannte, wurden die zugehörigen
Ortsnetze zu-
sammengefaßt
und das Amt des größten
und wich-
tigsten Ortsnetzes zum Netzgruppenhauptamt
erhoben. Die Vorteile dieser Technih
-führten
zur
Einrichtung weiterer Netzgruppen
in den folgenden
Jahren. Im Gebiet der DDR ist der Netzgrüppen_
,
verband Halle der bekannteste.
Auch im
*Ausland
1
gi.Ut
-9s
Netzgruppen,
die zum Teil sehr groß
sind.
i
Die Netzgruppentechnik
erlaubt es
jedoch
aus ver_
1
schiedenen Gründen
_nicht,
ihren
Bereich beliebig
auszudehnen.
Um den Fernverkehr
allgemein auto_
matisi€ren zu können, mußte nach neuän Verfahren

Abb. ! N.k.b.nan
ln Srlbrt-
wöhlhrnvcrkchr
<Abb. t N.trcbrn.n lm hoadver.
tr|ltt.ltrn
B.trl.b
I Eband d.r DF
(voll
vcrmorötl
2 Ebcne dcr VF
lstorl vcrmosdrtt
3 Eb.n6 dcr EF (UFl
(söwoö
ve?masdrtt
I Ortromlr€b.n.
(nlcht y.rmordtt)
I Ebcnc dcr Hf,
lYoll
rcrmosdrtf
? Ebcnc dar Xll
(t.llY.rm.tcdttl
t Ebcnc dcr Eä
(niöt ycrmordrtl
gesucht
werden. Dieses fand man in einem modernen
lVstg*,
das allen Ansprüchen genügt,
es erhielt die
Bezeichnung,,Selbstwählfernverkehri
(SWF_V),
Selbstwählf ernverkehr
Nach vollständiger
Einftihrung des Selbstwählfern-
verkehrs ist es
jedem
Teilnehmer in der DDR mög_
lich, jeden gewünschten
anderen Teilnehmer genau
wie im bereits gewohnten
Ortsverkehr
selbst änzu-
wählen. Die Vorteile einer derartigen
Technik liegen
auf der Hand: Die gewünschte
GÄsprächsverbindung
kann zu
jeder
Tagesstunde selbst, äfrne fvfitwirt<ung
anderer hergestellt
werrlen; alle Gespräche sind prak_
ti:;:,
Abb. ? Hcüt. rlnd b.lm Aulbou rlnbr Frrn.
gcrprödrr oft blr zu I lolofonlrtlnnrn'"ln rrr.
rdrlüdcn.n Fornümtrrn b.t.l]lgt. Mlt Elnf0hrung
drr Sclbrtwühl.Frrnrprrdrfcrnvcrtrhrr wlrd nwn
blr ouf wrnlgr Asrnohmon ouf dor
,Fröulcln
vom Amtr va?rldrlan kön[an
tisch Blitzgesprädre, da
jede
Wartezeit entfällt, wegen
Fortfalls der manuellen Tätigkeit in d,en Fernämtern
erhöht sich die Arbeitsproduktivität enorml Mit der
Einführung des SWF-Verkehrs ist
gleichzeitig eine
Vereinfadrung in der B€rech,nung der Gebühren ver-
bunden, weil di,e im handvermittelten Fernverkehr
geltenden
zwölf Zonen Buf I reduziert werden, Da es
im SwF-Verkehr kelne Fernämter mehr
gibt, werden
audr die zut
iZöit
noch tiblichen Gesprädrsblätter, die
gleichzeitig
als Fernspredrredrnung
gelten,
fortfallen.
Die Zählung geschieht
durdr Zeitimpulse, die auf den
Gesprädtszähler dbs Anmelders
g€geben
weiderl Sie
werden dort gemeinsam
mit den Ortsgesprächen erfaßt,
Dieses Verlahren wird bereits versdriedentliü a0t-
gewendet
und hat bisher zu keinen Beanstandungen
von seiten ddr Teilnehmer geführt,
Die Fernämter werden nattirlid nidrt restlos auf-
gehoben,
sondern sie bleiben ftlr bestimmte Zwecke
in einem
geringeren
Umfang bestehen. Wenn also
ein Teilnehmer nicht zurechtkommen sollte, sel
es, daß er unbeholfen ist
-
was es dann eigentlidl
nicht mehr
geben.
sollte!
-
oder aus anderen Grün-
den, kann er auch beim Fernamt seine Gesprädle
anmelden, Dann
gelten
allerdings die Gsbühren für
den handvermitelten Feinverkehr, und sein Gespräctr
wird wie ein dringendes behandelt und auch be-
rechnet.
Die Einftlhrung der SWF-Tednik ändert nun die
Technologle des gesamten
Fernverkehrs, Begriffe
bekommen einen neuen Inhalt oder verschwinden
ganz, In Anlehnung an den Netzaufbau im hancl-
vermittelten Fernverkehr werden audt im SWF-V
verschiedene Netzebenen
gebildet (Abb,3), Dabei
entsprechen etwa die Ortsvermittlungen den End-
ämtern (EA),
die Überweisungsfernämter den Knoten-
ämtern (KÄ)
und die Verteilfernämter den Haupt-
ämtern (HA).
Die Durdrgangsfernämter haben im
SWF-V keine Parallele, diese Netzebene entfällt,
An der Herstellung der Verbindungen in den Orts-
vermittlungen ändert sich nldrts,
jedenfatls
nidrts,
was der Teilnehmer beim Wählen bemerken wilrde.
Die älteren Systeme der Ortsvermittlungsstellen
müssen selbstverständlidr den neuen Bedingungen
angepaßt werden, das erfordert Eingriffe in die
Technik,.die aber ein Außenstehender nicht bemerkt.
1 6 '
Verkehrsoussclteld,ungszttf em
I
Will nun ein Teilnehmer einen anderen in einer
fremden Stadt sprechen, so muß er, wenn sein Orts-
netz berelts in den SWF-V einbezogen ist, eine
sogenannte Verkehrsaussdreidungszlfler wählen, die
ln der Regel eine
,,0"
ist. Damit verläßt er den
Bereidr der Ortsvermittlung und erreidrt sein zü-
ständiges Knotenamt, Nunmehr wählt er die Kenn-
zahl des verlangten Ortsnetzes, die ihm entweder
bekannt ist oder die er entspredrenden Verzeidrnissen
entnimmt, und ansdrließend daran
-
also ohne
Pause
-ldie
Rufnummer des Teilnehmers. Damit ist
die Verbindung hergestellt.
Die Vergabe der Kennzahlen kann nun nictrt will-
ktirlidr erfolgen, sondern es sind hierbei bestimmte
Grundregeln zu beadrten. So soll z, B. die Kenn-
ziffer möglictrst kurz sein, damit der Teilnehmer
nidrt zu viel Wählarbeit hat, aber. audr um den
Verbindungsaufbau soweit wie möglidr üJ be-
. Weiter soll aw der Kennziffer erkennbar
Bereid der Ort gehört,
Es gibt
Gesidrtspunkte, die ihren
haben, Nactr
Interna
einsdrließl
mehr als
daß in großen
nehmers b€reits
deren Rufnummer
numrnrer sdron aus 8
für die Ortskennzabl nur
nur nodr 2 Ziffern tibrig.
fordern einige Kunstknitfe in
zahlen, führen aber bei der
zu Begrenzungen im. Aufwand.
Bezirksstädte werden deshalb. um
nadrzukommen, in der Regel
zahlen erhalten,
.Endämter
tvon geri
drei- oder vierziffrige Kennzahlen,
Grunilsdtze beim Ubergang zum SW7-Verkehr
Der SWF-Vefkehr kann nun aus
Grilnden nlctrt sdrlagartig eingeführt werden, sori
dern es sind bestimmte Etappen vorgesehen. Und
zwar werden gewissermaßen
als Keimzelle zuerst
einzelne Knotenämter eingeridrtet, die' sehr sdrnell
Verbindung zu anderen, möglidrst benachbarten, be-
kommen solleh. Damit wird der Umfang des SWF-
Verkehrs lmmer größer
und kann organisctr
,wactrsen.
Diese Konzeption hindert nicht, daß bestimmte
Verkehrsbeziehungen außerhalb dieses Rahmens
automatisiert werden, und zwar ohne dabei be-
sonders Knotenamtsbereidte zu bilden, Es wird
also zwischen größeren
Oiten (aber
auch zwischen
kleineren ist es möglich), die einen intensiven Ge-
sprädrsverkehr mlteinander haben, der SWF-Verkehr
eingeridrtet. Auf diese Art können mit einfactrster
Tednik sdron wesentlidre Verkehrsanteile auto-
matisiert werden, wodurch eine sptirbare Enilagtung
der Fernämter eintreten wird, was sich wieder arif
die Wartezeiten des vorläufig noch verbleibenden
handvermittelten Verkehrs güastig
auswirken wird,
Es ist vorgeseherq. äls Vermittlungseinrichtung zu-
nächst den Heb-Dreh-Wähler zu verwenden. der in
den nädrsten Jahren durdr den Koordinatenschalter
abgelöst werden wird, (Vgl,
hierzu unseren Beitrog
,,Koordlnotenscholtet
-
neue Technik hn Fernsprech-
TDesent' ,
,,Jugenil uniN Technik, Nr. 10, Seite I4,) Da der
Heb-Dreh-Wähler zu Iange Elnstellzeiten und zu-
Urs
den
' :
I
, l
j
wenig Sdlaltarme hat, kann die Automatisierung
des I'ernverkehrs nur mit Hilfe des Koordinaten-
schalters (KS)
durdrgeführt werden. Der Koordi-
natenschalter ist ein Sdraltglied, das diese Nachteile
niüt hat.
Gebührenerfassung
Im Ortsverkehr ist die Gebührenerfassung verhäItnis-
mäßig einfadr, Die geführten
Gespräche werden allein
ihrer Zahl nach festgestellt und an einem Gesprächs-
zähler, der
jedem
Ansdrluß zugeordnet ist, registriert.
Im Fernverkehr wird aber nicht nur die Gesprächs-
zahl erfaßt, sondern audr die Länge der Gespräche,
die Entfernung, über die die Verbindung hergestellt
wurde, und die Tageszeit (Tag- oder Nadrtgebühr)
Man kommt also mit den einfachen Gesprächszähl-
einridrtungen nicht mehr aus. Deshalb mußten be-
sondere Geräte entwic:kelt werden, die aile diese
Aufgaben lösen. Um eine Gesprädrszeitbeschränkung
von vornherein auszuschalten, wurde im Gegensatz
zum Netzgruppenverkehr die.' Zählung während des
Gesprächs eingeführt. Während des Gesprächs wer-
den für die Sprechenden unhörbar Impulse über-
tragen, die den Gesprädrszähler des Anrufenden
einstelien. Die Gebühren für den Fernverkehr drückt
man so in der entsprechenden Anzahl von Orts-
gesprächen aus, Nach der
,,Anordnung
über den
Fernsprechdienst" (GBI I, Nr. 29 vom 12. 5. 19ö9)
gelten
im SWF-Verkehr folgende Gebühren:
Die Sprecfidauer für eine Gebühreneinheit (: 0,15 DM
:
I Ortsgespräch) beträgt
in Zone I
:
60 Sekunden,
in Zone II = 20 Sekunden,
in Zone III
:
10 Sekunden.
Das heißt, die Zeitimpulse folgen einander
je
nadt
der Zone verschieden schnell, während in Zone I
pro Linute nur ein Zeitimpuls kommt, so sind es
ln .Zone lI schon 3 Impulse und in Zone III 6 Im-
pulse,
Die ZoneI umtaßt alle Ortsnetze des eigenenKnoten-
amtsbereiches
(annähernd die Größe eines poli-
tischen Kreües) und der angrenzenden Knotenamts-
bereidre, unabhängig Von der llauptamtszugehörig-
keit; die Zone lI umfaßt alle Ortsnetze des eigenen
Hauptamtsbereiches
(annähernd
die Größe eines
politischen Bezlrkes) und der angrenzenden Haupt-
amtsbereiche, sotern nicht die Gebtihren der Zone I
zur Anwendung kommen; die Zone II.I umfaßt alle
tihrigen Ortsnetze.
Wie wiril die Verbindung hergesteltt?
Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge beim
Herstellen einer Gesprädrsvenbindung im Selbst-
wähllernverkehr sei zum Schluß der Aufbau einer
derartigen Verbindring prinzipiell besdrrieben,
Na& Wahl der.Verkehrsausscheidungsziffer,,0" er-
reicht der Teilnehrrier den Knotenamtseingangswähler
(KEw) im Knotenamt (Abb.4).
Soll ein Endamt im
eigenen Knotenamtsbereich angesteuert werden, so
muß als nädrstes eine
,,2"
und eine weitere Ziffer
gewählt
werden. Damit ist das
gew{inschte
Ortsnetz
erreicht, und nun kann die Nummer des verlangten
Teilnehmers folgen.
Wenn das Endamt am Sitz eines Hauptamtes (EAI{)
-
meist die zuständige Bezirksstadt
-
verlangt wird,
so muß, sofern nidrt die Gebtihrenzone I artzu-
wenden ist, nadr der
,,0"
eine Ziffer gewählt werden,
die niüt die
,,1", ,,2"
oder
,,0"
ist. Diese
.Zilfer wird
in den einzelnen Bereichen unterschledlidr sein,
Danach lolgt die
,,1",
dann die Teilnehmernummer.
In dieser Art lassen sich weitere Kombinatlonen her-
stellen.
Am KEW wird dartiber hinaus das Fernamt über die
,,0"
erreicht (nach der Verkehrsausscheidungszi{fer
eine zweite
,,0,,).
In dem im Prinzip-übersichtsplan
dargestellten Fernamt handelt es siclr um ein Tages-
fernamt, d. h., es ist nur am Tage,' in der betriebs-
starken Zeit besetzt. Zu einer ,bestimmten
Tageszeit
wird über besondere Vorrichtungen durchgeschaltet
und der Verkehr vom nächstgrößeren
Fernamt über-
nommen. Der Teilnehmer bemerkt hiervon nichts,
da die Rufnummer des Fernamtes
,;00,.
die gleiche
bleibt.
Die Nebendienste, wie z. B. die Zeitansage, der Fern-
spredrkundendienst, die Telegrammaufnahme
usw.
werden über
,,01,,
angesteuert, Die Nummern für alle
Nebendienste sind einheiflich festgelegt und werden
nadr und nach eingeführt.
Im vorstehenden wurde der einfachste Fall des SWF-
Verkehrs behandelt. Selbstverständlich
wird die
Praxis komplizierter sein, da sich die örtlictren Be-
sonderheiten meist nicht widerspruchlos in eine
Regel einfügen.
Die Einführung des vollautomatischen
Fernverkehrs
ist eine vordringliche Aufgabe, ,bringt
doch ihre
Lösung eine wesentliche Steigerung der Arbeits-
produktivität
und spürbare Verbesserungen im Fern-
sprechverkehr. Die SWF-Tedrnik, insbesondere ihr
späterer Ausbau mit Koordinatenschalter,
verlangt
von den mit der Pflege und Wartung betrauten
Kollegen eine höhere
Qualifikation. Der technisch
interessierten Jugend eiöffnen sich hier weite Ge-
biete, die einen gut vorgebildeten Nachwuchs ver-
Iangen. Da diese Technik erst in den Kinderschuhen
steckt, harren noch zahlreiche
probleme
ihrer
Lösung.
Abb..{ Bl l ct In dcn Wl i hl crool .l n.r Xnot.n.
qr||ct
'
,ad)t*
2
'& ,ww*
Flugzeuge mit 60 Tonnen Fluggewicht sind heutzutage
keine Seltenheit mehr. Das sowjetische Passagier-
flugzeug TU 114, das maximal 220 Fluggäste befördern
kann. besitzt bereits ein Fluggewicht von 145 t. Das
ist etwa das Gewictrt von vier D-Zug-Wagm.
Dem
TragflügeL eines Flugzeules kommt nun die Aulgabe
zu, äine Kraft zu erzeugen, die' ein derartiges Gewicht
tragen bzw, heben kann, Diese Kraft lst bereits aus
deÄ vorhergehenden Artikel unter dem Begrilf Auf-
trieb bekannt. Das Prinzip der Auftriebserzeugung
finden wjr beim Drachensteigen vor' Die sdträg zum
Luftstrom angestellte Drachenebene erfährt auf ihrer
Oberseite
gegentiber dem statischen Luftdruck einen
UnterdrucJr und auf ihrer Unterseite einen Überdruck'
Die auf der Anströmseite senkredrt stehende Resul-
tierende d,ieser Druckkräfte, man nennt sie in der
Luftfahrtindustrie Luftkräfte, ist der Auftrieb' die fir
Strömungsrichtung liegende Fesultierende der Wider-
stand, Der Unterschied zur Auftriebserzeugung
am
Tragflüget besteht lediglich darin, daß nicht die sidt
bewegende Luft, sond,ern die Eigenbewegung des
Flügels bzw. des Flugzeuges eine Anströmung ver-
ursacht. Aul Grund dieser Verwandtsdraft zum Drachen
bezeichnet man die herkömmlidren Fl' ugzeuge mit
starren Flügeln mitunter auch als Dradrenflugzeuge.
Der Flügelquersdrnitt senkredrt zu der Linie, die das
erste Viertel der Flügeltiele abgrenzt, stellt das
I' lügelprofil
(Abb. 1) dar. Flügelprcfile besitzen
stets
einen stromlinienförmigen Umriß. Ihre Entwid<lung
verlief in dem Bestreben einen großen AuJirieb bei
möglichst
geringem Lultwiderstand zu erzaugen.
Durch dle Profilform werden Größe, Lage und Rich-
tung der Luftkräfte in Tiefenridrtung bestimmt
(Abb, 1). Die Flügelform
(Flügelumriß, Verwindung)
ist maßgebend für die Luftkraftverteilung in Spann-
weitenrichtung,
(Abb, 2)' Diese Luftkräfte wollen den
Fiügel verdrehen, durchbiegen und abscheren. Sie sind
meist beim Abfangen des Flugzeuges aus dem Sturz-
flug am
größten, so daß man sehr oft diesen Fall der
Berechnung eines Flugzeuges zugrunde legt.
Zu den Luftkräften
geseilen sich noch die Massen-
kräfte. Das sind di' e Kräfte, die aus dem Gewicht oder
bei Anderung der Bewegungsrichtung des Flugzeuges'
aus einem Mehrfachen
(Lastvielfachen) dos Gewichtes
Uon Dipl.-lhg. lrirr lU llA
der Flügelbauteile und Anbauten
(Triebwerk, Fahr-
werk usw.) hervorgehen. Die Fltigelkonstruktion muß
nun so beschaffen sein, daß sie den Belastungen aus
Luft- und Massenkf,äft€n ohne nachteilige Deformatinn
standhält. Kennt man das
physikalische Gesetz:
Moment
:
Kralt X Hebelarm, so wird man verstehen,
daß vor allem die Flügelwurzel den stärksten Be-
lastungen
.ausgesetzt iBt. Der zu d,en einzelnen Kraft-
anteilen
gehörige Hebelarm ist hier am
größten. Hin-
zu kommt noch, daß an der Flügelwurzel alle Anteile
der Luftkratt- und Massenkraftverteilung wirksam
werden. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt'
daß die Massenkräfte meist entlastend wirken, da sie
sehr oft den Luftkräften entgegen
gerichtet sind.
Wenn wir im folgenden vorwiegend die den Flügel
durchbiegende Belästung, die Biegemomente, betradt-
ten wollen, so soll d,a's ledigliü der Einfachheit halber
geschehen.und soll keinesfalls zu dem Gedanken ver-
leiten. daß die anderen Belastungen, wie
Querkraft
und Torsion, eine untergeordnetd Rolle spielen.
Ein Biegemoment wird stets durdr ein Kräftepaar auf-
genommen (Abb, 3). Hierbei Eilt
also wieder das Ge-
set z: M
:
P' hbzw, P
:
Wh.
Wi l l man al so di e An-
schlußkräfte an der Flügelwurzel und audl die dur€h
Biegebeanspruchung im Flilgel hervorgeruf enen Krälte
klein halten, so muß man den Hebelarm h möglidtst
groß machen, d, h,, man muß eine möSlicttst
große
Bauhöhe des Flügels wählen'
Die Entwichlung der Flügelkonstruktion steht im
engen ZusammenhanE mit der Entwtdrlung
der
Rumpfkonstruktion, Zu Beginn des. Flugzeu,gbaues
war man auch beim Flügel bestrebt, die Berechnungs-
regeln von Fachwerken zu nutzen und alle auftreten-
den Belastungen als Zug- und Druckkräfte von den
Bauteilen autnehmen zu lassen' Wir linden deshalb'
A^
- rtsu ttt.rcnde AullrlaöJ*nfl
.1
btE Rthtcls
A-ktflttcb
Y,t(rwJifanol
d.gtdUc EotttatcE
l
-hufithirc
4,.latlL4t*rA
P
+..-
4:!te'"W
l /
i
l
*
lbat.nßnft@teiury
esntbar
Lult und Msrt.nltoflv.rt.hqng |n tponn'
wclt.nrldrluot.
lf
-
Bleqemonent
P- Anschluß*rdft
h
-
Bauh&e
Luflkroftvcrt.ilu|tt In flofonrldrlung
Momrnlangloldrg.wldrt !n drr FlllSolwunel.
von Drei- und Mehrdeckern abgesehen, zunächst
den verstrebten oder verspannten Doppelded<er vor
(Abb. 4). Die miteinander vestrebten und verspann-
ten Flügel bitrden einen Festigkeitsverband, der eine
große Bauhöhe besitzt, Die Kiäfte in Ober- und Unter-
flügel waren dadurch nicht groß und wurrden von den
Bauteilen des Fltigels und der Verstrebung als Zug-
und Druckkräfte aufgenommen. Man war dadurch in
der Lage, die damals vorhand,enen, weniger festen
Weikstoffe und die zu dieser Zeit bekannten Berech-
nungsverfahren anzuwenden. Beim Doppeldecker mißt
man äls Batrhöhe den Abstan'd vom unteren Flügel
zum oberen. Dieser A.bstand ist für die Aufnahme des
Biegemomentes entscheidend und nicht die Profil-
diche. Man kam deshalb mit verhäItnismäßig dünnen
Fli.igeln aus, was sich am Beispiei der Abb. 4 erkennen
läßt. Die Str,ömungsverhältnisse an den doppelten
Flügeln und vor allem die Ver.sürebungen bringen
einen erheblichen Luftwider,stand mit sidr" Da der
Widerstand mit dem
Quadrat
der Fluggesdrwindigkeit
anwädrst, war bei abgestrebten Doppeldeckern bald
eine Grenze der Höchstgeschwindigkeit ereicht. Sie
lag bei den sdrnellsten Ftrugzeugen, den Jagd-
flugzeugen, etwa bei 300 km/h.
Die Geschwindigkeit spielt für die Wirtschaftlidrkeit
von Verkeh,rsflugzzugen eine nicht unbedeutende
Rolle. Erhöht man durch Widerstandseinsparung die
Geschwindigkeit eines Verkehrsflugzeuges, so kann
man bei
gleidren,
in einer bestimmten Zelt anfallen-
den Kraftstoff- und Unterhaltungskosten die Passa-
giere und Fradrten über größere Strecken befördern.
Neben der Geschwindigkeitssteigerung ist also auch
die Widerstandseinsparung ein vorwärtstreibender
Faktor in der Gersdrichte des Flugzeugbaues,
Die freitragendg Bauweise setzte sidr letzten Endes
drurdr. Ausschlaggebend waren damals nodr aus-
schließlidr di,e Profitinteressen der kapitalistisdren
Gesellschaftsordnung, Man braudrte zunäcltst schnel-
lere Kampfflugzeuge für den imperialistischen Er-
oberungskrieg. Der erste freitragende Dindecher war
deshalb ein Ganzmetall-Jagd,flugzeug, das bereits
gegen Ende des ersten Weltkrieges eine Gesdrwindi.g-
keit von 240 km/h aufwies, Nach Beendigung des
ersten Weltkrieges waren vor allern die deutschen
Unternehmen
gezwungen,
ihre Produktion auf den
Verkerhrsflugzeugbau umzustellen, und hierbei er-
wiesen s,idr die freitragenden Konstruktionen der
Junkers AG als die konkurrenzfähigsten. Eine dieser
Nadrkriegskonstruktionen ist' das vierimotorige Groß-
flugzeug G 38 (abb. 5). Es erre,idrte eine Reise-
geschwindigkeit von 210 km/h und konnte 34 Flug-
gäste befördern. Das einziehbare Fahrwerk kannte
man zur damalügen zeit nodl nicht, Typisdr bei dis-
sem freitragenden Einded(er sind die dicken Flügel,
die an der Wurzel fast die gesamte Rumpfhöhe ein-
nehmen. Zur Aufnahme des Biegemomsntes braudtte
man bei den damals weniger festen Werkstoffen eine
solche Bauhöhe. Man erzielte sie nidlt nur durdl die
WahI eines dichen Profils, sondern audl durdr die
Trapezlorm d,es Flügels. Beim Trapezflügel wächst
bei glei&bleibender Profilform die absolute Profil-
dicke nach der Wurzel zu an, Das Tiefenverhältnis
des Wurzelprofils zum Endprolil bezeichnet man als
Zuspitzung. Eine große Zuspitzung wirkt sich noch aus
einem anderen Grunde vermindernd auf die Anschluß-
kräfte des Flügels aus, Die Luftkräfte des Flügels
sind abrhängig von der Flügelfläde, Bei großer Zu-
spitzu' ng nimmt die fläctre nach den Flügelenden hin
ab. Es ergibt sidr dad,urch eine Luftkraftverteilung,
deren Resultierende näher am Rumpf liegt. Der zu
dieser Luftkraftresultierenden gehörige Hebelarm
wird' kleiner, und es ergibt letzten Endes für den
Flügelarrschluß ein kleineres Biegemoment.
Dem Wider,stand eines Flugzeuges tiegt folgendes
Gesetz zugrunde:
w=cw gl 2. v2'
F
(o =
Luf t dl cht e, v=
pl qggu"ct rwi ndi gkei t ;
!.
*
Flügeulädle, cw
=
Widerstandibeiwert).
Der Widerstandsbeiwert setzt sidr
.lblgendermaßen
zusammen:
"*
=
".p
*
"*,
+
"*I
*
"*.
lcwp Profilwiderstand,
cwl
=
lnduzierter.Widerstand,
"wI
:
Interferenzwider-
stand, cws =
scftädl i cher Wi derstand),
Z' unächst wurde der schädliche Widerstand ständig
verr.ingert. Nadr der Beseitigung
jeglidrer
Abstrebuh-
gen ging
man dazu über, die Fahrwerke einzuziehen,
und, die Rümpfe und Triebwerke erhielten strömungs-
tedtnisch bessere Verkleidungen. Der Interferenz-
widerstand, dessen Ursache in der gegenseitigen
aero-
dynamisdren Beeinflussung der im Luftstrom liegen-
den trlu€zeugteile zu suchen ist, wurde durch bessere
Übergänge vermindert, Der induzierte Widerstand ist
abhängig vom
Quad,rat des Auftriebsbeiwertes ca.
Er verliert mit wadrsenden Fluggesdiwindigkeiten an
Einfluß auf den Gesamtwid,erstand, da schnelle FIug-
zeuge bei immer kleiner werdenden ca
-Werten
fliegen.
Man ging
weiterhin daran, den Profllwiderstand cwo
her,abzu,setzen. Je dünner ein Flügelprofil ist, um so
kleiner wird bei normalen Anstellwinkel'n sein Wider-
stan' d,. Ein modernes schnelles Verkehrsflugzeug un-
ser€r Zeit bqsitzt kein so dickes Proffl mehr wie die da-
malige G 38, sondern recht dünne !' lügelquerschnitte,
wie am Beispiel des sowjetisdren Turbopr.opflugzeuges
TU 114
gezergt
wer.den soll (Äbb. 6). Die oben an-
geführte Widerstandsgleichung besagt, daß audr die
Flügelfläche F keinen unbedeutenden Einfluß auf den
---4. ' i
19
Einholmftügl zreihawt&1e1
Flugzeugwiderstand hat, Aus diesem Grunde wunde
sie ständig verkleinert. Das geht
deutlich aus einer
näheren Betrachtung der Flädrenbelastung hervor
(Flädrenbelastung :
Abf luggewicht/Flügelf läche).
Während die G 38 noch eine
.Flächenbelastung
von
78 kp/m? aufwies, hat heute die TU 114 eine solche von
381 kP/mr.
Neben dem Bekag der relativen Dicke di' I steht auch
die Lage dör dicJrsten Stelle im engen Zusammenhang
mit dem Widefstand des Proflls. Während bei Flug-
zeugen älterer Bauart die dickste Stelle etwa bei 30%
der Protiltiefe liegt, verwendet man bei modernen
Flugzeugen Laminarprofile, deren größte Dicke etwa
bei 50% der Profiltiefe zu.finden ist, Das hat seinen
Grund da' rin, daß man die laminare Anlaufstrecke
der Grenzschidrtströmung verlängert, um den Rei-
bungswiderstand cles Flügels herabzusetzen. Der den
Flügel umgebende Luftstrom wird bis zur Flügel-
oberfläche durch Reibung allmählidr auf
Qie
Ge.
schwindigkeit NulI abgebremst. Diese verzögerte
Strömungsschicüt bezeichnet man als Grenzschidrt.
Die Begrifle laminare und turbulente Strömung sind
leicht am Beispiel des Wasserstrahles zu erklären. Bei
wenig geöffnetem Ventil des Wasserhahnes kann man
einen gleichmäßigen, klar durchsichtlgen Wasserstrahl
beobachten. dessen einzelne Wassermoleküle alle in
einer Richtr.rng fließen. öffnet man das Ventil weiter,
so tritt plötzlich eine Verwirbelung des erst glatten
Wasserstrahles auf. Die Wassermoleküle bewegen
sich nicht mehr nur
jn
einer Richtung, der Strömungs-
richtung, sondern audr
quer
zur Strömungsrichtung.
Im ersten Falle spricht man von laminarer und lm
letzten von turbulenter Strömung, Bei
jedem
Profil
findet ein Umschlagen von laminarer zu turbulenter
Grenzschichtströmung statt. Die Lage des Umschlag-
punktes hängt von der Dickenrücklage des Profils ab.
Da die laminare Grenzschidrt einen wesentlich ge-
ringeren Reibungswiderstand aufweist als die turbu-
lente, verwendet man das Laminarprofil mit seiner
gloßen Dickenrücklage, um höhere Fluggeschwindig-
keiten zu erzielen.
Zur Zeit gibt es noch kei.ne Verkehrsflugzeuge, die mit
Schall- bzw. Überschallgesdrwindigkeit fliegen. Welche
Proflldicke bei diesen noch im Entwurf beflndlichen
Flugzeugen zu erwarten ist, soll am Beispiel des sowje-
tischen Jagdflugzeuges Mig 1? (Abb.7) gezeigt
werden,
de,ssen Fluggesdrwindigkeit im Transschallbereich,
etwa bei 900-1300 km;'h liegt. Durch die ständige
Verringerung der Bauhöhe. durdr das fortwährende
Anwachsen der Luftkräfte und durch die steigenden
Anforderungen an die Oberflächengilte der Flügel
änderte sidr auctr ihr lnnerer konstruktiver Aufbau.
Die wichtigsten Bauelemente des Fltigels sind die in
GG
Ho|nflütd.
Spannweitenrichtung liegenden Holme, die in Tiefen-
richtung liegenden Rippen und die Haut. Der innere
Aufbau des Flügels tnachte eine ähnliche Entwick-
lung durch wie der des Rumpfes. Der Haut fiel zu-
nädrst keine andere Aufgabe zu, als dem Flügel die
äußere Hülle zu geben
und die auf sie wirkenden
Luftkräfte zu sammeln und an die Rippen und Holme
weiterzuleiten. Alle dad,urdr entstehenden Biege-,
Torsions-, Längs- und
Querkräfte wurden durch ein
aus Holmen, Rippen und Diagonälauskreuzungen be-
stehendes Tragwerksgerüst aufgenommen. Höhere Ge-
schwindigkeiten verlangten aber formgetreuere Flü-
gelkonturen
und damit auch eine steifere Haut. Die
Stoffbespannung hielt die Profilform nur an den von
den Rippen gestützten
Stellen aufredrt, Die Flügel
wurden deshalb mit Sperrholz oder Leichtmetallblech
beplankt, und diese Beplankung wurde
gleichzeitig
zur
Aufnahme der Schubkräfte aus Torsion und
Querkraft
herangezogen. Die Flügelholme hatten vorwiegend die
Längs- und Biegekräfte aufzunehmen. Die Rippen
dienten nach wie vor zur Abstützung der Außenhaut.
Es gab
ein-, zu' ei- und mehrholmige Flügel
@bb.
S),
Oftmals wurde nur ein Teil des Flügels beplankt,
dann aber i mmer der vordere Tei l , da gerade bei i hm
durch die starke Profilkrümmung eine Stoffbespan-
nung zwisdren den Rippen am stärkste.n eingesunken
wäre. Beplankung und Holme bilden einen Hohlkör-
per (Äbb, 8), der die Eigenschaften eines ver' dreh- und
biegesteifen Rohres aufweist. Große Biegebean-
spruchungen des Flügels rufen aber auch bei dünnen
Hautblechen eine Faltenbildung hervor, die einer
Steigerung der Fluggeschwindigkeit zuwiderläuft. Die
FluggeschwinCigkeiten, die Flügelbelastung und die
dünnen Profile und damit geringen Bauhöhen der
flügel der heutigen Verkehrsflugzeuge verlangen eine
so starke und steiJe Außenhaut, daß man sie besser
zur Aufnahme aller Kräfte aus Biege-, Verdreh- und
Querkraftbeanspruchung heranzieht. Man spricht dann
von der Schalenbauweise, während bisher von der
Holmbauweise die Rede war. Es erübrigt sich, näher
auf die Flügelbauweisen einzugehen, da die wesent-
lichen Merkmale der Rumpfbauweisen, die im vorher-
gehenden Artikel besdrrieben wurden, auch auf den
Flügel zutreffen. Abschließend sei noch erwäh' nt. daß
die dünnen glatten
Flügel der Übersctrallflugzeuge aus
Integral- oder Sandwichschalen bestehen, die eben-
falls im vorhergehenden Artikel erklärt wurden, Durch
die Erhitzung der Außenhaut beim Überschallflug
werden besonders hohe Anforderungen an die Tempe-
raturbeständlgkeit des Materials gestellt.
Man wird
deshalb gezwungen, Titanlegierungen, warmfeste
Stähle oder Keramiken als Werkstoff zu ver\rrenden
bzw für eine ausreichende Kühlung der Oberfläche
zu sorgen. Da nun mit zunehmender Flughöhe die
Luftdichte abnimmt,,treffen auf ein Flugzeug in gro-
ßen Höhen weniger. Luftteilchen auf als in Bodennähe.
Aus diesem Grunde wird der Flug mit zunehmenden
Geschwindigkeiten in größere Höhen verlegt, um die
Erwärmung zu mindern, die durch den Zusammen-
prall
mit den Luttmolekülen entsteht.
i , 8
l ,
i**.,
fiarlntantSa
g0
Tncumr
beridrtet von der
tEtPzr0rR
HERBSTMESSE
1960
t l rrr O. t At Zl {Ai l X
?ot orr l (. Kl l l l gi l Fn
Die Leipzlgef, Herbstmesse 1060
stand ganz
im Zeidren der wei-
teren' Entwicklung des inter-
nationalen Handels. Kaufleute
aus Ost und West gaben
sich
während der Messetage vrieder
in Leipzig ein Stelldichein, und
schon mit den ersten Tagen der
Messe waren bisher nie gekannte
Handelsabsdrlilsse
festzustellen.
Kennzeichnend
ftir die diesjäh-
rige
.Messe
war weiterhin der
rasche wirtsctraltlidre Auf-
Bdrwung der sozialistischen Län-
der, von dem vor allem die
Exponate der volkseigenen und
privaten
Betriebe der Deutsctren
Demokratischen Republik kün-
deten. An den Ständen unserer
Industrie fand der Besucher ge-
rade in diesem Jahr neben den
Neuentwidrlunlen der Rundfunk-
und Fernsehindustrie sowie der
feinmechanisch-optisdren Indu-
strie soldre Dingg die er bisher
in unseren Geschäften noch ver-
mißte. Befriedigü konnten wir
feststellen, das Konsumgilter-
angebot tedlnischer Erzeugnisse
hat in diesem Jahr erfolgreictre
Sdritte nadr vorn gemacht.
Es
ist nur zu verständlictr, daß ge-
rade audr' die ausländischen und
qrestdeutschen
Einkälrfer diere
Entwicklung bemerktm und
eifrig davon
Gebraudr machten,
mit udseren Industrievertretun-
gen
Kaufabschlüsse zu tätigen.
Dieses Bestreben, hoehwertige
DpR-Produkte einzukaufen, ging
bekanntlich sogar so weit, daß
westdeutsche Einkäufer und
Aussteller trotz Androhung von
Repressalien seitens der Bonner
Behörden die Leipziger Herbst-
messe besudtten und als Handels-
partner
aultraten.
Die nachfolgenden Fotos' sollen
einen kleinen Uberblick über die
interessantesten
technischen Er-
zeugnisse geben,
die von der Er-
weiterung des Warenangebots
unserer Betriebe kündeten,
JM
Mll dünr Complng:dt
,Scolc,
ttrllto d.r VEB lllorscruport.
und Campingbcdsrl Poudr dot
Grsndrcl t cl nar ntucn 8ou.
ralhü vo., Dlcca Bourclhc
ylrd
slr ZGllboukorlrn gcfllhil, do
dl. v.rsöl.dcnttcn
Ub.rr.lt-
tonblnotloncn ln Form von
Xlldranrclt, Oorogentült od.?
ItVohntclt möglldr tind.
Das lst dlc Complngrcltbolcudr.
tung
,Hcl l o' , dl c von dcr Fl rmo
Wllhclm Bröucr, Zslclau, hcr.
g.sl.llt wlrd, DGt sofflttcnöhn-
l|.ft. L.uötcr, dcr on
JGddn
normol an Z.l tgcstöng. onbrl ng,
bor irt, lanft wohlwclsc durdr
Tosöcnlompanbottcrlcn
odrr
durdr Ansclrlu8 on clnc 6- odcr
t2.V'Autobott.rl€
bct:lobcn wcr.
dcn.
Dle ES'Typrn dcr vEB Motorrodwarkc zscrropcu wcrdcn r9öt ru 50 ?roront rnlt
sltzbonl g€llofcrt. Dodurch hst
i.dGr
Motorsporitrcund dlc Mggllötelt, wohlwclrc
dic
A.wünsötG Mordrlnc mlt Slkbänk od.r mlt Sdroumgummielnrclrilrcn ru br.
rl ehcn,
i i . , . r
Aus dem VEB Indugtri ewerkc Karl .Msrr.Stodt komnt di c Wi nd.
söutrrGhei bc,,Aero-4s", Nodr i mmer abcr mu8ten bi j har unsere
Motorrodfqhrcr oi nen ousrei dronden Spri l rschutr antbchren. Jetri
warden di esc Spri trbl edrc l m gl ei dren Betri cb gal crti gt u.rd ri nd
fi l r di a
,,5i mson.Sport"
wi c l ür sömtl i dre
,,fowo' .Model l c
er.
höl tl l ch,
War si dr mi t sei nem PKW bl endungrfrei und si cfi er i m Stro8en.
verkehr bewegen wi l l , hct ri dr wohl sei t l ongem ei ncn Bl end.
sdrutr gewünsdrt. Di e3er Bl endsöutt oul grünem Pi ocryl wi rd
nunmehr vom VEB Industri ewsrke Kcrl -Mon.Stodt ongoboten und
i st l ür di e Typen Wortburg, Skodo, Trobont und Moi kwi tl dr er-
höl tl i ch.
I
Schon ei nmol stel l te ,,Jugend und Teöni k" dor Propongcröl
"Compy"
vom VEB Lei pri ger Werke vor, Jekt hot mon di el er
broudrbqro Geröt i n ei nem hondl i chen Kotfer unt€rgebfocht, det
noben rwei Proponfl oschen Koöer, l ompe und Wörmestrohl er
enthöl t, 5o hot dos Propongeröt
,,Campyt di o nebenstehond.n
Kombi noti onsmögl i chkei ten erhol ten.
Di e Fi r mo Kor l Bl ei ch, Lei p: i g, st el l t di esen Compi ngküd! en.
kotfer 1300 her, Er bi el et fl i r
9rößere
Zel tbesotrungen den Vor.
t ei l , doß endl i ö ei nmol di e vi el en l ür ei ne zünl t i ge Compi ng.
küche benöti gten Küchenul en5i l i en gul geordnet i n ei nem ol :
Regol benutrboren Kol fer untergebrocht si nd. 6esomtgewi chl ;
6,0 kg.
Dos i st dcr.l uwel 2 Phono" vom VEB Stcrn.
Rodi o Rodrl i tz. Ei n 8.AM/t t.FM.Superhct.
anpttngcrr dcr oußer Hoö. und Ti etton-
regcl ung und ei nsm fünfstuti gcn l (l ong.
mi rsr vot al l Gm ei nc drchborc Farri t.
dntannc t{l r Ml ttcl - und Longw.l l . basi trl
und i n dGssan Gohöuso 6l n vol l outomoti .
söer Pl ol t€nspl el or fi l r l T.cm.Pl otton
15 mi n
-t
.i ngobout wurd!.
'$ffi
Dos l ronsi storhörgeröi H !O vom VEB FunL.
werk Köl l edo, dos mi t den Abmcssungen
Yon 55 X 70 X t5 mm und cl ncm Gewi drt
von el wo 100 g ci ne wi l l kommen. Hi l fc l i l r
sdl werhöri ga Mcngdren dorstel l t, bssi ttt, wi o
di esrs Foto zei gt, ouö ai n Lodegeröt, mi t
dem dl a wl nzi gan Knopfrcl l an qn
ci ncr
Sted(dosr oul gel oden wcrdcn l önncn.
Li nts Mi tter Ei ne naue Forbl l ni cnführung,
durdrgahende Sto8stongan und di e Fi rmen.
bezelchnung
,,Wortburg,, übcr dam Kilhlcr.
gri l l sl nd dl e öuBcren Konnrci öen dcr
l t6tGr Mod€l l o d.s bol i obt.n Fohrreugs
sus dcm Automobi l wcrk El ccnodr.
I
Si char wl rd oudr di eser Autonotl c.Sup€r
vom VEB Sl ern.Rodi o Rodrl i tr vi ql c Anhönger
fi nden. Dos mi t zwei Lqubpr.öGrn ousgr.
rl l stctc hodrwcrtl ge Gerüt wl rd vor ol l em
durö sci n Farnbadi enungrl el l gekennrei ch-
nct. Es l st mi t ci ncm dutomdti sdrsn San.
darsudrl ouf, dcr noöfol genda cutomotl rchc
Söarfobstimmung besitzt, ousger{irlat.
Der Typ
,Dominonte. vom VEB Funkwert
Dresd€n dür(ts ol l gcmcl n bckonnl rsi n.
Wani gcr bckcnnt wi rd cr ol l erdl ngs sel n,
do8 di cscs Geröt oudr In dcr obgcbl l detcn
rwei tai l i gen Ausl ührung l l cferbor l rt. Hl cr
hot mn rchr kurrl ri sl i g dcm Hong modcr-
nct Mensdrcn noö Anbou. und Regol-
nöb.l n Radtnung gctrogon und cl nc ncuc
(ombl noti onrmögl i drkol t
mi t dcr rwcl l ci l i .
gen, Domi nont r - gcbot en,
23
l
t-
i
1
I
I
i l
Er irt garoderu. tur Trodltlon gcwordcn, do8 dor VEB Elcttro.
grröt.*erk Suhl ouf
lcdcr
M*sc .ln n.uar Zusctrgnröt ru dcr
vi el bcgchrtcn Kl l chanmoröl nc,Xomet' hrrcutbrl ngt' Dl crmol
wor os dcr Sohncrdrlügcr, dcn wlr hlrr lm Blld schcn. Er konn
mit einam cinfodrcn Hondgrl{f
quf
drn horirontolon Abtrlcb dcr
Kllchcnmssölnc sufg.r.trt wcrdcn, und dlo ohnchln vorhondrnr
Olosrdrüsscl lonn dobcl mlt iGrwrndit wcrdcn, Wlr dor Foto
bcwairt, ,ind.n rlö nl6t nu: In drr Domcnu.ll Inl.rctt.nlan
für dlcsa Ncucrung. Eln lclchcn, dq8 dlr Brtrlab mlt dl.t.r Ent.
wldrlung lnr Sdrwonc
Actroffcn
hct.
-*..
L*-
Eln Sdrnudstildr fllr dh nodcrnr Wohnung lst ddrcr dlr n.u.
Fernsohsl ondgcröt,l ocord l V' , Dl a wl chti gst.n El nrtal l ung.n
könncn bcl ihm durt Aulomotllr.g.kcholtungan vorganofirn n
wcrdcn, cr bcsltrt Anrdllu! fllr Tonbondgcröt und F.tn?.tl.t.
l cl ol nam Abtrnl ryi n*cl
yofr
ttor b.rl l rl dl . l l l dröh...l n. Oröt.
Yon ltl X 3t2 ntm.
2 Florchcn, { Suppsntcllar, 4 Frllhcl0d(rlollcr, I Torron rnlt Unt.r.
tor5.n, 2 EultGrdo3cn, Elcrbrhöltcr, Sob- und Pf.tt.rrlr.u.t onl-
hölt diesor proktlrclrc l(unrtrtolfclmer vom VEB Plortwrrk ßöp-
pclrdorf. Gcsdrlrr und Tfonipo.lb.hölt.r, dersan Dcclol glalä-
t.itlg olt Abwoedrschllr&l b.nukt wrrd.n lonn, bcrlchcn our
Polyüthylcn, Dlc Frilhrtlldrstcllcr rlnd our rchnittfcltem Mrlodur
O.f..tigt.
Sidrcr rlnc wllllomnrnr Neuhrlt für dlo vlclcn lou-
rcld Anhönger dcs Zrllenr.
AuEcr rlnrr Sdrolthllfo s.lrt dcr bcwühde Motor-
rollcr
"Brrlln'
vom VEB Indurlrlswcrlo Ludwlgrfcldc
l.ln. V.rb.rs.rungcn ouf. E lonn
l.lrt
ollrrdlngr
sb Wcrl .tudr In dlrrcr rwdforblgcn Aurfllhrung
bcrogca würd.n. Dor lrt rlöcr clnr Ncucrung, von
dcr vlch lolleronhüngcr O.bmudr msdren wrrdcn.
Drr YEI lomerc- und Klmwerlc D?..don hol ln
diercn lohr nll t.ln.r
,Prnllno.
dot Angcbot on
cinöuglgrn Sphgalrcflcrlom.rot crv.llctl, Dl.t.
Ksmcro 0bcrroröt durö oi nr nodornr Fom- und
Fcrbgrbung, d. b$ltrl ouswodrrclbcrc Obl.ktlra
und, wor dot rlötlgdo l3t, .lnen .lngcboulanl
galupp.lt.n loto.l.ltrbdr.n Bclldrtungrmo$cr,
da.r.n 3.dl.nungtoulomollt k.ln. Fchlbcllötung!n
mrhr ruläOt,
Dcr ncuc Omego-Bod.nrlqubrcugcr bcsitrt ein xunslslotfg.höuso
und ci nc i m Sougrdrl oudr Gi ngobdul c stul cnl ol e l ufttegul i crung.
Dcr im Inncrn drs formsdröncn Gcrtits vorhondcnc Sougb.ütal
l 3l ml t ouswcdi 3cl borrn Popi arbGutcl ci nsötrcn vcrsehcn, so do8
dcr Entlaarcn dcr Stoubtougars klinftig teinc sömulzoufwlr'
bcl nd6 Angel ag€nhai t nrh. dar*cl l t.
l Vrr l önnl c on dl .t.m Söl cgcr dc: Lcl prl gcr )
H.rbstm.is. 1960 vor{ib.rgch.n. E, lrt dl. ,'Ptoktl",
dlc Komqro ohne Skalcn, die vom VEB Ksmcro'
und Kinowc:le Dr.sdcn harg.3lallt wlrd. Er l3t dl.
.rrta Kcmard, di c ol nc
yol l stöndl gc
Automoti tl a'
rung drr Autnohm.t.önlt crmöglldrl. Et gib{ nlölr
nchr rl nrurtcl bn, mn wühl t nur dqs
i cwal l i gc
R.gitt.t, botätlgt d.n Auslösor und h,ot röon .ln.
gattoö.n röqrfc, riötig bcllchtete Adaqhm..
6
/
"-:
Dle .Warra
V' dcr VEI Corl
lelt5 lcno irt cinc folgcriö-
tlgo Fortsclrung der bckcnn-
t.n Warro-R.i h., l hrc wl ö-
ti gston Ml rl mol c rl nd drr
cl ngcbauta MaBsudrcr und
di . outomti i öc Bcl l ö-
tungtrog.l ung.
ffi
26
rti';,,t,
l(lcln und handlidr l3t dr3 Troßiitorcnblit,gerät
,Elgatron', )
dog von.i mr sori ol i tti sö€n Arboi tsg€mei nsöoft i m VEB
Elgawo Plouen .nlwid(elt wurda, Bcl 6incm Gawidrt von nul
t kg bot dca Gsöt ai nc Bl l tzfol gc von l 0 bi 3 15 s und €i ne
Bl i tzdouer von etwo
l ,i ooo
s,
Das irt ain Hodrdrudpumpanmsntel, dcr
yom
VEB Mqrchlncn-
tobrik Germonio,
(crl.Mon.Stsdt,
im .Widclverfohran
hcr.
g.3tcllt wird. Bci ciner Lönge von 5 m, einem innarcn Durdr-
ma5ger
yon
610 mm und cincm ösBrren Durdrmcrcr von
1120 mn b€staht dias€r Drudrk8rpcr our 6 Wl*ollcacn out
protilicrtem
Stohlbondeircn.
Enp
a; ?
i
:i,
LSrr
A
Dicr. !,05 m langa [Git r lonn tsn Ab3tcll.n gonr
.klein rurommcngcrollt wcrdcn. Dlc Holm wcrdcn
durö drciBig Holullötrch.ß von
lc
t0 cm Löng. gcbll-
det, die on, cinar Xsnta, dlc ogdr dia Sprotrcn ouf-
ninmt, durö Söornicrc mhcinandcr vcrbundcn sind.
Nodr dcm Abrollcn aul dom Fu8. odcr Erdbodcn rird
di e Lci ter ungewcndct und tl or" mi t' .i nGm übor dl c
gonrc Löngc rciöcndcn Droht
yc|tt
ifl.
<
Aul diarer FlieBstro8c, dia
yon
VEB Lclprlgcr Budr
bindarclmssöincnwcrtc hcrgcstcllt wird, konn dlc
Broröüronhcrrtcllung infolga dcr Zurommcnlqrsung und
Automotiricrung mchrcrcl Arbaltgängo ouf clnon
Aggrcgot w.itgoh.nd lationolirlGd w.rdcn. Dic HbA.
stroBG b.3taht sul dcn Sommclhcfter Mod.ll tl5,
outomotirdrcn Bogacuflogcm und dcm neucnhriclql-
ten Flicfuchncidrr A ll F ll,
ffi
#1
ffi
t *
$ i { . {
Dcr lrommcllroclncr AT 100, dor vom volkscigcnan Kombinqt
Speziolmcröinenbau Eiscnodr .rrcugt wi.d, lit Ginr N.uent-
riddung, dic in cllcn groBcn Indu:lricwärdrcrcicn Elngong
linddn lonn. Dia Trodrcnlcictung li.gt b.l !00 k9 Wösöclh.
Kühl wo sser zuf l uß
Für Kontrol l . und Reporoturorb.i t.n unter Brücten di cnt drcsar
Montogck.on. Er ist cuf eincn Eirenbohnplottlomwogen
monticrt und lann bis 9 m unterhclb Glcishöhc ou5gefohr6n
wcrdcn. Di. Bewegungen dcc Gliederormes können
yon
d€.
Arbaitsbilhna ou' gcaleucrt wardcn.
,Supernowo' hciBt diese narG Zweiroum-Rcproduktionrtomcrc
vom VEB Rcprcteönik Lelprig, Dos Reprogcröt i3t cin.
Horirontolkomero in Gsnrmetollbauwcisc fllr Aufnohmcn bls
rum Formst
yon
500 X 600 m, Do KiaisrortGr bis zum Durö-
mctgo. von t00 mm Ging€satrt wcrdcn lönncn, iJt cinr
yollG
Ausnulrung dec Aufnohmclormotel ouch bci dcr Hcrrlellung
von Forbqusrügen geg.b€n,
Hoken sdrl ögt mqn mi t di escm neuorti Een Worsertrahl onti cb,
de. füt lleinc Molorboote gedodrt ilt, Dodurö, doß dcr
Bootrmotor alnG Art Turbine ontrcibt, die von vorn Worgcr on.
tougt und om Hecl dct Bootcr haEusiölcudert, wird cina
be3s.r. Aurnutrung der Motorcnlclstung .n iöt. Do dss Aur-
Jtoorohr ond.rerraitJ in Form cin:c Strohlrudcrs g.staltet
wurdc, können mit den ncucn Boot Wcndungen vollfllhrl wär.
dcn, die ron3l mit Wor;erfohrreugen niöt du.d{ühödr iind,
'&ffi4s'*:x*:+1*,
Js*
*,WE
o
l
i,,'L-''
,:.i
Ei ngongsr ohr
: ö
t:,:j
e
T
,1
SJ
"1.
i ".o-ü
\ r . /
- - - . - -
1
Dirr Anhöngedoppclrörlbcncggc B 355 mit hydnu-
lirörr Aurhcbung wlrd vom VEB Bodanbcoibeitungs-
gcrötc Lclpzig gcfertigl, Zur Erleidrtcrung dcr röwdren
Fcldorbcit besitrt dor Gcröt hyd,oulisdu Ein. und
Ausrüdung, luftbcreiftc Tronsportrüdcr und rinc cin-
foöe Anhöngcvorriötung für den Trollor. Bci cincr
Arbcltsbrcitc von 2,5 m sind 24 Söcibcn vorhonden, Dh
crforderliöc Troltorloiitung betrögt 40 PS,
Um Xolfcrroum ln PKYYr ru gcwlnncn, hot dic cnglirdrc
Dunlop.Gcsclltdroft di.3cr rölauölose Notrod ent-
wldclt. Aul cin flsöor Schcibanrod oufgezogen, ist dcr
Rclfcn ln unb.nulrt.m Zurtond ctwo 25 mm didr. Erst
wcnn si ch ei n,Pl otter' l i ngcatcl l t hot, wi rd tei nc kl ci nc
Kohl.nsöurcflotchc
Aeöftnet,
und dcr Krofttahr.r hot ro-
donn Gcl cAcnhci t, ml t dl arem Notr.i f.n noö bl i ru
600 kn w.it zu lohrcn.
Mlttc linkr: Ein intcr.Jront$ Zurotrgrröt für Hour.
fcrnrprcöcr irt dar Zialtortar. Mlt ihm lönnrn rahr
oft
yarl ongtc
Abtei l ungcn di r"kt ongerut€n waden.
Ohnc dcn Hqndoppolal dbnchmn ru milslcn, drlldt dar
fci l nchner di c gcwün:drta Zi ol tsrt.. Ei na Lompc und
cl nc Hörkop:cl g.stottan ci nG Kontrol l e das Wöhl -
yorgdngas.
E rt wonn dcr gcwünrdtte Tcilnehmer sidr
m.l dct, i tt Gr notw.ndi g, dcn Hörs
qbrunchmen,
Ein Sölfirgctrlcbc für !000-t-Frocht.. stellt dcr VEB
Moröincnfqbrik und Eiscnglc8crci D.$ou hcr. Er ba-
titrt öldruclb.tötigt., sdroltbor. Strömungrkupplung.n
und i i t für ci n. Anl rl .b3l .i stung
yon
2 X 1250 PS ous-
gcl agt, Bci ci ner Anl ri cbsdrehrohl von 3i l t ni n
J
wi rd
ci nc Abl ri abrdrehrohl von 10t ml n
-r
Gn.l chl .
g
g
:,
:r'1
"
6'r
v
oe
! . i : . r { - : . .
::1.:.*-'
: :
ä r $$j
' ::
l
t t l
.:'-tl
.
'-$
' { :
i i . . * ( . *.
.
' r!
. f___\_-
of , ' H, i
2t
t.l ,
.i r'
fu.
' i . , -
. l
:4
Jad.r Angl.r wlrd
yon
dlctcm durdrrldrtigcn Angclkohn bc-
gllst.rt 3.1n. Scln Plcrtitbootrtörper lrt 2,50 m long und
.rtr.m lalöt g.holt.n. So b.rtch.n dl. Vortcilc dlcrcr ncu.
ortlgcn Fohrr.ug., nlcht nur darln, dol Flrörchwörmc und
Worscrpflonrrn bcqucn bioboötat wardcn lönncn, rondcn
ouö dorln, doB dor Ocföhrt Llcht von clnor Pcron our dcn
Worrr grnommcn
und ouf dcrn Autodoö mltgeführt wcrdcn
konD.
t
Ei nc wl l l kommanc Hi l fc l l i r Stcnottpi rti nn.n ttGl l t d€r
,Rovcnno.Gl ul d' dcr. Dcr kl al nc El cktromotor di carj ncuqrti grn
Rodl crcru wl rd
yon ql nar 1,5.V-Bott.ai c ong.tri ebcn. Der Vor.
t.i l .dl .3ar
gcröte
bort.ht dori n, do6
l edcr
Fchl cr rsdi crt wer.
dcn konn; ohnc dcn Sdrrai bmosdrl ncnbogen vorrol l cn oder ai ns
Untarl ogc gcbrouöcn ru mürcn. Für dos kl ci na Geröt ci nd
farnct ourwaörcl borc Rqdi erl öpfa fi l r Ausri chtutdrc und
Stcmpcl forban vorhonden.
1
l(hln und lornrdt5n ltt dicrer fronrürirdrc Trdnrbtor.nploficn-
rpl.l.r. Er irt .lnrt.llbor llir rwcl vcrrdrlcdonc Gerdrwlndig.
Ll t.n und brti trt vl rr Tronrl sl or.n. Du obnchmbora Dcdal
do Grrütcr ni mml dan Loutrprcdr.r
quf,
dcr .nbpr.öand d.t
Löngc dcr Zutl l hrungskdbrl r on bcl l cbi gcr Stal l . oufga3t.l l t
wcrdcn l onn.
,ffi
@M"1lrjä
il,':,':.::1r"'.
$::::'""'.""'
Ak Mc8. und Rcairtrlcrgcröt rum Einbou In
Morchincn, Prlifvorriötungcn und dcrglcichcn
hot dcr VEB Carl Zcl rr Jcno dcn Sdrrci bf€l n
rci gor MS 2,' t00 .ntwl d(al t. Er l i .f.rt ol n hontl .
nui arl l 6cr Di ogramm
yon
Vcrl oul ci net
MeSvorgonges, ,a noö dcr Gl ng.rtel l t€n
Troni portg.i öwl ndi gl ci t und nqdr d.r Gl n.
gccöoltctcn FchlcrucrgröBcrung lönncn Dia.
gronrmc filr dic verrdricdcnrtön AurwGdungan
cnrugl wardcn,
- \
29
Di cse si ö outomoti 3dt fül l ende Mol emohc bcdorl kei ner Farb-
söql c mehr. Di e Forbrufuhr arfol gt durdr ei nen Pumpkol ben
i nnerhol b des Behöl tcrs, der mi ttel 3 ci ne5 Ausl ösehebal s be'
di ent wi rd und di e Forbe der Inrettsei l a der Wol re rul ührt.
Der Behöl t€r hct ei n Fcrsungsvermögen von 0,5 l .
Mi t di c3er Nebel erkennungsonl cgc sol l en
i ettt
di e bri ti l dl en
Fl ugpl öue ourgGrürt€t wcrdgn. Auf €i ne Entfernung bi s tu
30 tm und in cinem Beobod{ungrfeld von 3600 könncn durch
-
di eses Garöt wi c ni t ci nem Rodqr Gesöwi ndi gkci t, Höhe und
7
Sl örke von Wol ken, Nabol odcr stqrkem Rcgen oul dcm on'
goJölossen.n Osrillogrophen f€stgertcllt wordcn.
Dcn Vorteil Gines fetaobioktiYs biel€n diG wöstd.ulrchen ZGiss'
lkon-Warke bci ihrar .Contoflarn.
Dcr Farnrohruormtz, d.r slö
qudr
ob gewöhnl i chas Fornrohr Ycmenden l ö8t, rorl öng.rt di e
Brcnnwei te di ei c' Apporotes von 50 ouf
tt00 mm. Al l erdi ngs si nd
di c Kpsten di cser i nl erassonten NHcrung koum g€ri nger
ql s
bei ei nam rcrmol en Tcl eobl eKi v gl ai drer Brcnnwei te'
Der VEB söuh- und Sottl cr' mqsöi nenbou Lei pri g stcl l t hi or
sei nc neukonstrui crtc Oberl eder' Söwenkqrmstonra
Model l l t 005
vor. Auf di eser Mosdti na, di e ei nc Stonzkrott bi s ru l O t be' >
si trt, können bi s ru 2000 Stontungen
pro Tog ousgoführt
werden.
30
t
!l
etl achten wi r ei nen metal l verarbei tenden Betri eb
l I i n d". St adt . Ei ne Vi el zahl von Maschi nen nehmen
-
di e manuel l e Arbei t ab, und der Arbei ter grei ft
i n den berei tgestel l ten Werktei l kasten, dreht, .fräst
und monti ert. Es fi el e i hm ni cht ei nmal i m Traume
ei n,
j ede
ei nzel ne Schraubenmutter cder Ni et mi t der
Hand herzustel l en, denn das würde
j a
sei ne Arbei ts-
produkti vi tät tausendfach herabdrücken. Er hat es
auch gar ni cht nöt i g; f ür ei nen r ei bungsl osen Ar bei t s-
abl auf sorgt di e betri ebl i che Technol ogi e, di e pl an-
mäßi g mi t den Zul i eferbetri eben überei nsti mmt, und
der ständi g wachsenden Prcdukti onsstei gerung l i egen
Qual i fi zi erung,
Rekonstrukti on und i nnerbetri ebl i che
Verbesserungen, wi e Taktsystem und Seri en{erti gung,
zugrunde.
Und nun schauen wi r uns i n ei nem Stai l auf dei r
Lande um, zum Bei spi el i n ei nem Schwei nestal l . Der
Schwei nemei ster verri chtet mei st j eden
Arbei tsgang
manuel l ; er ent mi st et , f üt t er t , t r änkt mi t der Hand.
Fü_r i hn gi bt
es k€i ne Zul i ef er bet r i ebe; er muß sei n
neue Aufgaben, di e durch Fi sdrgrätenmel kstände und
el ektri sche Mel kanl agen bei den Kühen recht schnel l
gel öst wer' den konnten. Etwas Iänger al i erdi ngs dauerte
es bei der Schwei nemast. Doch auch hi er gi bt es heute
berei ts ei ni ge vorbi l dl i che Bei spl el e, wi e durch Tech-
ni si erung und
' Mechani si erung
neben der Arbei ts-
erl ei chterung di e Arbei tsprodukti vi tät und das Markt-
aufkommen
gestei gert
werden können.
Vor ei nem Jahr, da nei i auptete di e Mehrzahl der
LPG-Bauern i m MTS-Berei ch Kötzschau, Krei s
Merseburg, noch stei f und fest:
,,Das
i st
' ne
fi xe Idee,
was di e da vor haben
-
dar aus wi r d ni e was Recht es. "
Di e Partei organi sati on hatte gemei nsam mi t der SED-
Krei sl ei tung den Pl an ei nes Mi schfutterwerkes ent-
wi ckel t, das künfti g sämti i che Getrei defuttergemi sche
für di e drei LPG
,,Ei nhei t"
i n Kötzschau,
,,Frei hei t"
i n Bad Dürrenberg und
,,Cl ara
Zetki n' i i n Kreypau
herstei l en sol l .
! "'
t-*r*'
* ' i
l
i d
:
Schwei nefutter Tag für Tag sel bst
zuberei ten, und sei ne ei nzi gcn tech-
ni schen Hi l fsmi ttel si nd der Kar-
toffel dämpfer und di e Schrotmühl e.
Di eser Vergl ei ch zei gt den Unter-
schi ed i n der Ar bei t swei se i n St adt
und Land. Nun i st es
j edoch
ni cht so,
daß. er überal t noeh i n vol l er Form
gül ti g
wäre
-
i m Gegentei l , di e
f or t schr ei t ende Mechani si er . ung i n
der Gr oßr aumwi r t scbaf t
-
Mäh-
drerscher und Vol l erntemaschi nen
-
stel l te auch der Innenmechani si erung
Sdrcmo des ncuen, ous einem 2OOer Typen.
stol l umgebouten, vol l medrcni si erten Mdsl .
sl ol l s. An Ergönrungsbcuten wurden l edi g.
l i ö der Futterbunker, der Kotgong, der i m
Frai en l i egt, und di e Joucfrogrube benöti gt.
' { ;
" r f f i l ü !
. t
i : i '
t "
a. : l
:
; . i l
i
i i r . :
tl oto r fü r f ö rd erschn eoke
l i öcn Arboi l i n där
Vl chruöt.
Al r ob do l hrtn
Nqmcn ron dat
liblcn Noörodc
b.trci .n wol l t.n,
bcnutzcn dlc ln
großcr Gemcinsdroft
gchol tcnan
Sdrwcine rum
Enlmisl.n dcn Kot-
9qn9.
,,Wenn
wi r
j etzt
di e ei nzel nen Futtermi ttel , wi e Ge-
trei de und Ei wei ßkonzentrat, i n di e Mühl e bri ngen,
i st es fragl i dr, ob wi r das i n dersel ben Qual i tät
wi e-
der zurüchbekommen", zwei fel ten di e ei nen, und
andere sagten:
,,Ausgeredrnet
di e äIteste Mühl e i m
MTS-Berei dr sol l al s Mi schfutterwerk ei ngeri chtet
werden. Di e i nnere Verkehrsl age i st zu eng und di e
Kapazi tät-ni c?rt ausrei chend."
Mi ßtrauen und Un-
gl äubi gkei t standen i m Vordergrund.
Abcr dann setzte si ch doch der gesunde Menschen-
verstand durch. denn ei ne ei nfache Rechnung erwi es'
daß di e Erhöhung der Marktprodukti on
i n Mi l ch'
Fl ei sch und Ei ern
-
so, wi e es der Si ebenj ahrpl an
vorsi eht
-
nur dann zu errei dren i st, wenn Mastfutter
für schnel l wachsendes
Vi eh auf wi ssensdl aftl i dl er
Grundlage entwickelt wird und alle örtlichen Re-
serven ausgenutzt werden. Ei ne di eser örtl i dren Re-
sefven war di e al te Mühl e i n Bad Dürrenberg mi t
ei ner Mehl kapazi tät von 4 Tonnen, di e man durch
ei ni ge weni ge Umbauten verhäl tni smäßi g l ei drt und
schnel l i n ei n Mi schfutterwerk verwandel n konnte.
Über di e drei vorhandenen Mahl stühl e fl i eßt nun
pausenl os fei ti ges Mi schfutter i n di e Abfül l vorri dl -
tung, das sofort zu den Stal l ungen der versctti edenen
L,PGs trair:porfiert wind.
.
Al l ei n di e Tatsache, daß ei n manuel l er Arbei tsgang'
der so l ange
j eder
ei nzel nen LPG sel bst zugefal l en
war,
j etzt
auf maschi nel l er Basi s i n ei nem sogenann-
ten Zul i eferbetri eb vorgenommen wurde, reduzi erte
den Arbei tsvorgang i m Schwei nestal l . Di e Grundl age
für rati onel l e Vi ehhal tung war
gegeben. An den
32
LPGs lag es nun, neue Methoden der Sdtpeine
haltung und
-fütterung
zu erproben. Man baute
Futterautomaten
aus Holz und erreichte eine
gewisse
Erhöhung der Arbeitsproduktivität.
Die beste Lösung
jedoch iand man am 24. Dezember vorigen Jahres
im Büro der Kreisleitung der SED in Merseburg.
Dort legte der 1. Sekretär, Genosse Fisdrer, dem
Dlrektor der MTS Kötzscfiau, Genossen Reisdt, und
seinem Innenmechanisator' Genossen Sdrumann, eine
Ausgabe der
,,Presse
der Sowjetunion" vor und sagte:
,;So
milssen wir's madten
-
nur so!"
-
Der ent-
lprechende Artikel' behandelte einen Sdrweinestall
mit
peiderseitigen Trogplätzen, Trockenfütterung und
Beschickung mittels Kette und wies nach, daß bei
dieser Anordnung die doppelte Anzahl an Sctrweinen
je
Flächeninhalt untergebracht werden könne.
Für ein'ige Taige
,sdrwirrten nun in
'den
Godanken 'der
beiden Genossen von der MTS, nur nodr Sdtweine'
ställe, Buctrten und Futterbahnen herum. Das Beispiel
aus der Sowjetunion war da
-
aber würde man es
nicht noch besser, noch rationeller verwirklidten
können? Der Rechenschieber trat in Tätigkeit: Wlssen-
schaftlictr war festgestellt worden, daß ein Sdtwein
in der Gewictrtsklasse von 80 bis 110 kg eine Liege-
fläctre vpn 0,5 bis 0,6 m2 benötigt
-
bei einer fast
völligen Ausnutzung der vorhandenen Stallgrund-
flädre von 300 m2 würden also bei einer Anzahl von
500 Tieren 0,6 m2 Liegeflädte auf ein Schwein ent-
fallen. Das hieße, die platzraubenden l(leinbudtten
herauszureißen, auf die Einstreu zu verzidtten und die
Befütterung maschinell vorzunehmen
Es wurde hin und her überlegt, Modelle wurden ge-
baut, sdrlechte Vorsdrläge verworfen, gute beriick-
sidrtigt
-
und endlich, zu Beginn des neuen Jahres,
war man Foweit. Ein 200er Typenstall wurde inner-
halb weniger Wodren ztJ einem Großstall fi.if
500 Sdrweine umgebaut. Und als das Beispiel der
LPG
,,Freiheit"
in Bad Dürrenberg bekannt wurde,
machte es Schule.
*
Es ist nur verständlidr, daß die LPGs im eigenen
MTs-Bereidr, zu deren sozialistischer Gemeinschafts-
einrichtung
ja
das Misdrfutterwerk gehört,
an erster
Stel l e dem Bei spi el der LPG
,,Frei hei t,,
fol gten. Ge-
nosse Ki nl e, der Vorsi tzende der LPG
,,Cl ara Zetki n,,
i n Kreypau, hatte ebenfal l s ei nen 200er Typenstal l
stehen, und genau wi e di e anderen LPG-Vorsi tzenden
ärgerte er si ch oft über den si nnl osen Kraftaufwand
sei nes Schwei nepfl egers, der den ganzen Tag über
al l e Hände voII zu tun hatte, um sei ne 200 Mast-
schwei ne zu betreuen.
,,Wi r
bauen auch um,,, sagre
der Vorsi tzende i m Frühj ahr, und di e Kl ei nbudrten
wurden herausgeri ssen, dafür 6 Großbuchten aus
al ten, ausgedi enten Stahl rohren ei ngebaut und ei n
paar
Mauerdurdrbrüche ei ngestemmt, di e aus
j eder
Bucht den Zugang zum Kotgang ermöglichen.
An der gegenüberl i egenden
Wand wurde ei n Kontrol l -
gang geschaffen,
der von den Großbuchten durch di e
Futterbahn abgegrenzt wi rd.. Di e Futterbahn
-
ei n
Kettenband aus al ten Mähdrescherketten zusammen-
geschwei ßt -
wi rd von ei nem Motor angetri eben und
sdri ebt nun das Mi schfutter, das mi ttel s erner
Schnecke aus dem neben dem Stall erbauten Futter-
bunker hodrtransporti ert wi rd, i n vol l er Stal l änge
an das Kopfende der 6 Großbuchten, di e i m Sommer
j eutei l s
80, i m Wi nter sogar 90 Sdrwei ne aufnehmen.
Hi er kann si ch
j edes
Schwei n sel bst bedi enen. und es
i st völ l i g unsi nni g, zu behaupten, di e Sctrwei ne l räßen
maßl cs; ei n Schwei n braudrt am Tag ni cht mehr al s
wurden durch die Verfütterung von Mischfutter die
antei l i gen Getrei deei nhei ten (GE) erhebti ch gesenkt:
Si e betrugen zuvor für di e Produkti on von ei ner
Tonne Sdrwei nefl ei sdr 6 dt GE und mehr und si nd
nun 'd'urch
hochwertige Mirsch'unrg trnd rationelleres
Füttern auf 4 dt GE gesunken.
Zum anderen betrug
die tägliche Gewictrtszunahme früher bei der Klein-
budrtenhal tung und Ei nzel fütterung kaum mehr al s
500 g
im Durchschnitt, wähfend der Stalldurdrschnitt
di eser mechani sdren Anl age heute bei 759 g
tägl i ch
Ii egt. Das bedeutet, daß der vol l mechani si erte
Sdrwei nestal l i n Kreypau mi t sei nen 500 Schwei nen
heute täglich fast 4 dt Schweinefleisdr erzeugt.
Und was das wi chti gste i st: Di e Sdrl adrtrei fe der
Schwei ne konnte ebenfal l s erhebl i dr herabgesetzt
werden
-
sie betrug früher in den LPGs des MTS-
Berei ches i m Durdrsdrni tt 11 Monate und beträgt
nun durch die Misctrfuttermast nur noch 8,5 Monate.
Manfred Wegener, der
j unge
Agronom der LPG i n
Kreypau, versi cherte sogar:
,,Sdrwei ne,
di e über acht
Monate al t si nd, haben wi r überhaupt ni drt mehr, und
an di e sogenannten Geburtstagsschwei ne i st sdron gar
ni dtt zu denken. Wi r l i efern wöchentl i ch rund
40 Sdrwei ne mi t ei nem Mastgewi cht von 116 bi s
120 kg ab. Di e Medrani si erung i n uns€rem Sdrwei ne-
stal l hat si ch derart gut bewährt, daß wi r uns ei ne
Vom Fultübunkcr llbrr cinc Sdrnatla
rum Futtcrbgnd. und übcr dicrci ru
d.n Trög.h wlrd dcs Troctcnfutlor
ohno lörpcrliöe Arbclt gslcitat.
Ununlcrbroten llic3t dos Mirdrfutlqr
fih dlc drci LPOc
qur
dcr Milhlc, Allcn
iZwriflcrn tum Trolr hot sldt di. räntr€|.
Fultcruufbrrcllungsetcllö büwöhrt.
Agronom Monlnd Wcancr von dar LPG
In Krrypou bcln Anrtellan dcr FuttaF
brnolrunj.
andere Form heute gar nidrt mehr vorstellen können.
Früher mußten wir einen Mann den ganzen Tag
über bei d6n 200 Schweinen im StaII einsetzen
-
heute
wird die noch anfallende Arbeit bei 500 Sdrweinen
nebenbei erledigt; es kommen, wenn man die Gesamt-
arbeitszeit in ein Verhältnis setzt, heute täglidt
höchstens zwei Stunden zusammen."
Was bisher eigentlich nur aus der Industrie bekannt
war. ist nun audt in der Landwirtsdraft verwirklidtt
worden; Sdrweinefleisdr vom Fließband! Heute ge-
nügt in den vollmechanisierten Ställen ein Griff
.nadr
dem Schalter, der gesamte Medlanismus setzt sidl in
Bewegung, und für alles andeie sorgen die Tiere
selb,st. Die nadr technisch.er iBetätigung
so hungrige
Jugend gerade
auf dem Lande hat es heute nidrt
mehr nötig, sich Lehrstellen in der Stadt zu ersehnen
-
die Tedrnik ist hinaus aufs Land gekommen, sie
breitet sidr überall aus und hält nodr viele bisher
ungenutzte Möglichkeiten bereit! Horst W, Lukas
M
2,? kg Mi schfutter, das wurde i nzwi schen errechnet.
Zwei mal am Tag l äuft das Kettenband, fül l t somi t
di e Futterbahn, und den ganzen
Tag über kann ge-
fressen werden, so, wi e der Appeti t es verl angt.
Zwischendurdr liegen die Schweine auf dem trocl<enen
Zementfußboden,
setzen i n al l er Ruhe Spech an, und
verspürt ei nes von i hnen das Bedürfni s, zu saufen
oder sich zu entmisten, dann
:vqandert
es gemächlictr
hi naus auf den Kotgang, wo Tränkbecken angebracl rt
si nd und di e Jauche sofort i n di e danebenl i egende
Jauchegrube abfl i eßen kann. Es i st tatsädrl i dr so, i n
di eser engen Gemei nsdraft, wo
j edes
Sdrwei n auf
den engsten Raum angewi esen i st, si nd Schwei ne
kei ne Schwei ne mehr;
' si e
hal ten unterei nander auf
Sauberkei t
-
man möchte fast gl auben, si e wol l en
mi t al l er Gewal t di e übl e Nachrede, di e si ch ver-
gleichsweise
in unserem Sprachgebraudt eingebürgert
hat, besei ti gen.
Der wirtschaftlidre Nutzen dieser neuen Anlage liegt
i n ei ner enormen Ertragsstei gerung. Erst ei nmal
33
E
It
l-
o
t
o
L
{t
bef
w6
ous neuen Werkstoffen
Ei n Bl i ck i n di e Schoufenster unserer Möbel verkoufsstel l en zei gl
ai n gutes Angebot on formschönen und zweckvol l en Möbel n, Di e
Möbel gestol ter i n den Entwurfsbüros, In den Betri eben der
Möbel i ndustri e und des hol zverorbci tenden Hondwerks hoben es
verstonden, Möbel zu entwi del n, dl e ni öt nur bei uns, sondern
ouch i n vi cl en onderen Löndern schr gefrogt si nd, wl e di e be-
ochtenswerten Erportobschl üsse der' l etzten Messen bewel sen.
Unser Si ebenj ohrpl on si eht vor. doB di e Produkti on von Möbel n
bfs 1965 ouf 177 Prczenl gestei geft wi rd. Di ese Aufgobe i st nur
durcl r Spezi ol i si erung und' Kooperoti on der Betri ebc und Verbes'
serung der Orgoni soti on der Produkti on zu l ösen, Dorüber hl n.
qus
kommt der besseren Hol zousnutzung, dem erhöhten Ei nsotz
neuer Werkstoffe gro6e Beocfi tung zu. Mi t dem Ei nsotz neuer
Werkstoffe wi rd kei nc Ersotzl ösung gesudrt, sondern di ase berel tg
l rprobten neuen Moteri cl i en ermögl i dren ei ne wesentl l che Quol l -
töEstei gerung, ei ne Senkung der Produkti onszei ten und di e
Söoffung neuer Gestol tungsmögl i chkei ten i m Möbel - wi e
qucl r
l m Innenousbou. . Dqß mi t der Vemendung von neuen Werkstof-
fen große Hol zmengen ei ngesport werden, versteht ri ch von
sel bst. Zwei di eser Werkstotfe verdi enen besondere Beoötung,
Schichtprcßstolf
,rMelacsrtrl
,,Melacart"
dient in der Hauptsadte zur Veredelung
der Möbeloberflädren. Diese etwa 1,5 mm didren
Platten können in allen Farben und mit versdtiedenen
Mustern h'ergestellt werden. Ihre melaminharzgebun-
denen D€chsdrichten weisen vorzüglidre, dem Holz
überlegene Eigensdraften auf. Sie sind bis etwa
+
l30o C
.temperaturbeständig,
schwer entflammbar,
seewasserbeständig und zigarettenglut- und witte-
rungsfest. Die gesdrmaddreie, gerudtlose und hodt-
kratzfeste Oberflädre mit guter Liütechtheit ist Mate-
rialien wie Linoleum, Kunstlederpapier und anderen
herkä'rnmlidren Möbelbelägen,weit überlegen. Bason-
ders zu erwähnen ist noch die Beständigkeit
gegen Ö1,
Fett, Benzol, Metihanol, Azeton und aodere Lö$ttngs-
mittel.
Über die bei uns angefertigten
,,Me1acart"-Platten
sctrreibt das Technische Gew'erbemuseum in Wien in
einem Gutachten:
,,Die
vorliegenden Musterplatten des,Melacart' -
Oberflächenbelages können als wärmebeständig,
wasserfest, widerstandsfähig
gegen übliche chemische
Einwirkungen, schwer flammbar und glutbeständig be-
zeichnet werden, Sie sind einwandfrei mechanisdt be-
arbeitbar und zeichnen sidr durdr hohe Kratzfestigkeit
aus." Sctridrtpreßstoffplatten bestehen aus mehreren
imprägnierten Papierbahnen, die durdt Kunstharze
miteinander verbunden sind. Auf der Innenlage befin-
det sich ein FüIlpapier
(Dekorpapier), das als Farb-
stolfträger dient.
g4
Vcredcltr Spanplatlen mit MELACART (rGötr
9..
must€ill.
Obcn: Dic hoög|önrcnde MELACART-Plqtta lit ro hcrtr
do8 rr kcine Brondstcllen geben konn.
Bei der Herstellung werden die einzelnen Papier-
bahnen mit Kunstharzlösungen getränkt (imprägniert),
getrochnet und auf die gewünsdrten Plattengrößen ge-
schnitten. Die Sdrichten werden ansdrließend übeiein-
andergelegt und in hydraulischen Pressen bei einer
Preßtemperatur von 150 bi s 180o C und ei nem Preß-
drudr von 120 bis 150 kg/cm2 zu Platten gepreßt. Die
gewünsctrte Oberflädre (matt oder glänzend) wird
durch entsprechende Zulagebledre erzielt.
Die Bearbeitung von
,,Melacärt"
ist grundsätzlich mit
bekannten Stahlbearbeitungswerkzeugen für die
spanende Formgebung möglidr. Werkzeuge aus
Schnelldrehstahl SS und aus Hochleistungsdrehstahl
werden für die Bearbeitung empfohlen. So Iäßt sich
dieser Sdrichtpreßstoff sägen, bohren, furnieren,
sdrleifen und polieren. Damit sind alle Voraussetzun-
gen gegeben, diesen hervorragenden Werkstoff audr
im Möbelbau zu verwenden,
\
"v
Hubslcpler sctzcn die
Rundhöl zcr vom Stopel -
platr rum Tron:porl-
bond um.
lm Zersponcrroum, In
Vordcrgrund llnk bc.
flndst ciö d.; roti..
ronde Vorr€tstrog, reöts
aln Zcrrpcn.r.
Bearbeitung von furnlcrten Sponplotten ogf dem
Doppelcndprofiler.
Durdr di e sehr guten
Ei genschaften si nd
,,Mel acart,,-
Platten besonders als Tisdrbelag und zur Verkleidung
von Türen- und Korpusteilen für Küchen, Schulmöbel.
Labormöbel , Mi l chprobensctrränke, Rauchti sche. Bar-
räume, Gaststätten, Caf6s, Fl ugzeugbau, S,pei se-
wagen usw. geeignet,
so auci als neuer Werkstoff für
Wandverkleidungen im Ladenbau, in Autobussen.
Eisenbahnzügen, Straßenbahnen und Schiffen sowie
bei Kul turbauten i m Foyer, i n der Garderobe oder i n
sanitären Einrichtungen. Vielseitig sind die Anwen-
dungsrnöglidil(eite,n. Sie ,geben
dem Möbel oder dem
Raum ei ne besondere Note.
l a r r l I r
FlObelsponplatte
Große Bedeutung erlangte die Spanplatte im Möbel-
bau. Mit
'der
Zerspanung von rninderwertigeirn Wald-
und Abfallholz und der Anwendung der Absperr-
tedrnik bei der Verbindung der kleinen Holzteilchen
*\l
tütt
\
(Späne)
m,i t ei nem Krrnstharzl ei m i st ,di e gewachsene
Struktur des Hol zes mi t i hren unterschi edl i chen, bi ol o-
gi sch
begründeten
Quel l - und Schwi ndei gensdtaften
aufgehoben. Durdr di e Anwendung der neuesten For-
sdrungsergebni sse auf di esem Gebi et Iassen si ch Span-
platten
herstellen, dle eine zweidim,ensdonal€ gieich-
mäßi ge Festi gkei tsausbi l dung aufwei sen und ei n sehi
gutes
Stehverrnögen besitzen. Sie sind den üblichen
Ti schl erpl atten i n vi el em überl egen. Di eser neue
Plattenwerkstoff mit seiner hervorragenden
eualität
i st l ei cht zu bearbei ten und ermögl i cht es, ei ne neue,
bessere Techni k i n der Möbel i ndustri e ei nzuführen.
Mi t i hm können di e Voraussetzungen für di e Mechani -
si erung und Automati si erung i n di esem Industri e-
zwei g geschaffen
werden.
Für di e Herstel l ung von 1 m3 Ti schl erpl atte bester
Qual i tät
(19 mm di ck) werden etwa 1,9 fm Nadel schni tt-
holz und 0,6 fm Fu,rnierrundholz, zusammen also
2,5 fm hodrwerti ges Nutzhol z, benöti gt; dagegen
bra'ucht rnan für die Spanplatte nur 1,3 frn minder-
wertiges Wald- und Abfallholz.
Das rasche Anwachsen der Erzeugungszahlen von
Spanpl atten auf der.ganzen Wel t zei gt, wi e sehr di eser
neue Werkstoff i n der hol zverarbei tenden Industri e
und im Handwerk ansprictrt, Vom 21. Januat bis zum
5. Februar 195? fand i n Genf auf Ei nl adung der
,,Ver-
einten Nationenc (FAO)
eine internationale Tagung
über die Holzfaser- und Spanplatte
-statt,
an der mehr
als 300 Experten wissenschaftlicher Forschungsstellen
und der Pl atteni ndustri e aus fast,al l en Ländern der
'Welbteilnahmen.
Diese Tatsadte unterstreicht die hohe
Bedeutung, di e di esem neuen Werkstoff zukommt.
Auch in uhseier nepublik ist die
produktion
von voll-
-
wertigen Spanplatten dn ra.schem Tempo gestiegen.
1965 werden noctr weitere 20 neue Spanplattenwerke
aufgebaut. Damit steigt die Jahresproduktion von
Möbelspanplatten von 22 000 m3 im Jahre l9b9 auf
358 500 mc i m Jahre 1965.
i&;üff t
{ r _ - J . - ,
H
\
35
ol Mlttrlrpon
(obcnl
b, Dcd3pan (!nt.nl noö Z.trponct
Nach dem Aufbau der Spanplatten
gibt es zwei Grund-
typen:
a) ilie einsdttdrtige Sponplatte
b) d.ie mehrschichti,ge Sponplotte
Einsctridrtige Platten bestehen im Aufbau aus gleidl-
artigen oder willktlrlich gemisdtten ungleidlartigen
Spänen, die in ihrer Abmessung und Form sortiert oder
auch'rersdrieden sein können. Mehrsdidttige Platten
weisen Schichten versdliedenartiger Späne
(Grotr' oder
Feinspan) auf, die waagerecht zur Plattenebene
liegen. Die mehrsdridrtige Platte ist der eins&idtti-
gen vorzuziehen,
Herstellurigsg&ng einer Spanplatte
Vom Holzstapelplatz kommen die etwa I m langen
Knüppel zum Dämplbunker der Entrindungsanlage.
Nach etwa zwei Stunden ist dieses.Dämpfen beendet,
und die Knüppel fallen in eine Entrindungstrommel.
Durch die drehende Bewegung der Trommel reiben
sidr' die HöIzer gegenseitig und an den Trommel-
wänden, so daß eine das Holz sdtonende Entrindung
erfolgt. Die Rinde wird durctr sdrlitzförmige Öffnun-
gen in der Trommel nadt außen befördert, Die entrin-
deten Hölzer
gehen in eine Wasserrinne und werden
clurch einen Höhenförderer dem Zerspanungsraum zu-
geftihrt.
Eine automatische Mehrblattbandsäge schneidet die
Knüppel auf Längen von 3il cm, und über ein Trans-
portband gelangen diese kurzen Hölzer in einen rotle-
renden Vorratstrog, von wo öie für Dech- und Mittel-
span ausgewählt unil durch einen automatischen Vor-
sdrub den Sdrneidemessern der Zerspaner zugeführt
werden. Pneumatisch werden
. die Spänb
getrennt
(De*-, Mittelspan) in die
jeweiligen
Bandtrockner
transportiert,
getrochnet
un! durdr besondere Ein-
rictrtungen von Holzgrobteilön und Staub belreit.
Uber Transportbänder werden die Mittel- und Deck-
späne den zwei Dosiereinridttungen dbr Beleim-
masctrinen zugeführt und die Spah- und Leimmenge
genau bestimmt, so da8 die Späne in der Beleim-
maschine immer die bestimmte Mbnge Bindemittel. er-
halten. Bindemittel ist ein Harnstoffleim.
Von der.Beleimmaschine aus gelangen die Späne über
Transportbänder zu den einzelnen Sehüttstationen für
Mittel- trnd Deckspäne. H'ier werderr
'die
Spanmen€en
für.
jede
Platte
genau dosiert.
Die Beschid<bledre mit dem aufgesdriltteten Span-
kuctren laufen über einen Besdrleunigungsgang zur
Wiegestation und von da zur Vorpresse, in weldter der
Spankuchen kalt verdichtet wird. Nactrdem der vbrge-
preßte Spanrohling eine Besprühanlage durdtlaufen
hat, wird
,er
in
,einem
Bescliichgestell
.automatisclr auf-
genommen und der hydraulischen Presse zugeführt.
Unter hohöm Druck und hoher Temperatur sind die
Platten nach I Minuten Preßzeit fertig.
Verwendung unal Bearbeltungsmögllcttkelten iler
Spanplatte
Die Plattenformate betragen 1250 X 2ä00 mm und
1750 X 3500 mm, die Dicken liegen zwisdren 6 und
28 mm.
Nadr der Festlegnrng rder FAO-Ta,gung im Jahre 195?
in Genf werden die Spanplattenarten in drei Widlte-
gruppen eingeteilt:
l. Niedrige Wictrte zwischen 0,25 und 0,4 hauptsäctr-
lici für den Bausektor,
2, Mittlere Widrte zwlsdten 0,4 und 0,8 hauptsädtlich
für den Möbel- und Innenausbau, Fahrzeug- und
Sdriffsbau.
3. Hohe Widrte zwisd)en 0,8 uüd 1,2 für Spezial-
zwedre, wo besondere Bruchlasten abzufangen
sind.
Besonders gute verarbeitungstechnisdre Eigensdtaften
und hohes Stehvermögen weisen Spanplatten mit einer
Widrte von 0,58
,bi,s 0,?5 g/cm3 auf. Dieser ,gü.nstrige
Itridrtebereidr ist bei der dreisdtichtigen Spanplatte,
die in unserer Republik hergestellt wird, vorhanden.
Neben einer hohen Biegefestigkeit besitzt sie audr ein
"
gutes Schraub- und Nagelhaltevermögen, weshalb sidl
diese Platte besonders für den Möbelbau eignet.
Die manuelle und mase.hinelle Bearbeitung ist durdt
die in der Möbelindustrie üblidten werkzeuge und
Maschinen möglich,
jedoctr
wind empfohlon, wegen des
Leimanteils Hartmetallwerkzeuge zu verwenden. Die
Spanplatten kann man in der üblictten Weise ab-
ricttten, hobeln, sdrleifen, fräsen, bohren usw. Die ge-
bräudrlidren Holzverblndungen lassen sidt audr in den
meisten Fällen bei der Spanplatte anwenden. Verlei-.
mungen werden mit den bekannten Tischlerleimen
durchgeführt. Weiterhin ist es möglich, fest- und frei-
stehende
gebogene Formteile aus Spanplatten zu
fertigen.
Diä Veredelung der Spanplatte im Möbelbau kann
durdr das bekannte Furnierverfahren erfolgen, wobei
die Spanplatte nidrt erst abzusperren ist, Das Edel-
furnier wird gleidr beiderseitig auf die geschliffene
Oberflädre der-Spanplatte
geklebt.
Mit' der Verwendung der Spanplatte im Möbelbau
rvird die Holzausnutzung wesentlldr erweitert; der
tiblictre Verschnittsatz bei Vollholz, der durdr Aste,
Risse. kranke Stellen usw, entsteht, entfällt, die
günstigen Plattenformate ermöglidten einen erhöhten
Produktionsausstoß, und'd,ie Qual,ität'der
ErzeugnlEse
wird erhöht.
;
j
1
j
wo nodr vor drei ßi g Jahren
tes Teirain .und Müllplätze der
und Raben und Krähen ihren
latz hatten, breiten sich heute die
Hallen des Ersten Staatlichen
.Lager-
man im Sowjetland gern zu sagen
aus. Vor der Revolution
ne eigene Kugellagerindustrie. Das
ten in den ersten Jahren ihres Bestehens Kugellager
aus dem Ausland ein, vor allem aus Schweden.
Aber das Monöpol der Kapitalisten fand ein Ende.
\ror 30 Jahren kamen Tausende Komsornolzen in die
öde Gegend der Müllhalden vor den Toren Moskaus,
die man als Hundesumpf bezeichnete. Diese Kom-
somolzen waren von dem kühnen Wunsdr beseelt.
innerhalb kürzester Zeit. im Laufe eines Jahres die
Hallen des größten Kugellagerwerkes der Erde zu
bauen. Die jungen
Moskauer erridrteten unter der
Losung:
,,Die
WeIt wird sidr auf sowjetischen Kugel-
lagern drehen!" diede gigantisctte Fabrik, die bereits
,.199
in Betrieb genommen werden konnte. Ständig
wuchs dieser erste Betrieb der sowjetisdlen Kugel-
lagerindustrie und wurde mit den modernsten tedr-
nisdren Anlagen ausgerüstet. Heute produziert der
Betrieb ungefähr 2000 Typen von Lagern, angefangen
43. Johrestog der GroBen Sozioli*irchen
ül
r I l ,
t t I - 9 '
I bn r/DA'
. t t+71 Jl l l i Dt
. .YJ' U,
tf ./ft f/'
l t i l l t , t t l '
r i l t ur 9" , r :
73
Ein Beruch im Moskouer Kugellogerwerk
mit l, OGUS, Moekou
von 30 mm Durchrnesser bis zu soldren Rriesen. di,e
einen Durchrnesser von 2000 rnm'besitzen u.nd 4 t
wiegen!
Das ruhmreiche Kollehtiv des Ersten Staatlichen
Kugellagerwerkes erweitert ständig die Produktion,
ohne daß dabei die Produktionsflächen und die An-'
zahl der Arbeiter vergrößert werden. Allein in den
letzten Jahren steigerte die Belegsdtaft die Kugel-
lagerproduktion fast um das Dreifactre. Die sdröpfe-
risdte Initiative der Besten der Produktion sowie die
breite Entfaltung des sozialistischen Wettbewerbs,
die kühne Einführung der neuen Technik, Mechani-
sierung und Automatisierung spielen dabei eine
große Rolle. Die zähe
'Arbeit
der Wissenschaftler,
Ingenieure, Tedrniker, Rationalisatoren und Erflnder
brachte großartige Früüte, Im Jahre 1956, am Vor-
abend des XX. Parteitages der Kommunistisdten
Partei der Sowjetunion, wurde die erste automatiscle
Abteilung für die Herstellung von Kugel- und
Rollenlagern der Welt in Betrieb. genommen.
Sidrer ha5en Sie sdron von dieser automatisdren
Abteilung hier und da etwgs gehört. Mödrten Sie
nictrt etwas Genaueres darüber erfahren? Besudlen
wir' dodr einmal diese Fabrik der Zukunft, die sdton
heute Wirklidrkeit ist.
3Z
Die Halle mit där hohen Decke ist hell und
geräumig.
Die Wände sind mit sdlneeweißen Kacheln ausgelegt.
In' geraden, langen Reihen stehen Drehbänke und
Aggregate, darüber flutet helles Lidrt. Neben den
Automaten stehen Vasen mit Blumen, Auf dem mit
Marmorplatten ausgelegten Fußboden findet man
kein Staubkörndren, keinen Metallspan. lrnter' dem
Fußboden eingebaute Sdrneckenförderbänder ent-
fernen
geräusdrlos
die Metallspäne. In der altoma-
tisdlen Abteilung stehen 635 Maschinen mit mehr
als 300 Bezeidrnungen. Sie sind mit 10 000 elektrischen
Geräten ausgerüstet, um die Teile und fertigen
Kugellager zu prüfen und zu kontrollieren. Fast alles
geschieht hier ohne Beteiligung des Mensdren; ein
Einsteller beobadrtet die Arbeit von fünf bis adrt
Automaten.
Auf einer der Drehbänke flammte
plötzlidr ein helles
Lichtsignal auf. Der Medranismus bleibt automatisch
stehen. An diesem Signal erkennt der Einsteller die
Ursadre für den Stillstand der Drehbank. Gleidrzeitig
leuchtet in der Dispatdrerabteilung die Signallampe
auf, und zwar genau gegenüber der Nummer der
stehengebliebenen Masdrine. Durdr Funk erfährt der
Dispatcher, warurn der Automt stehenblieb und er
kapn nun Maßnahmen ergreifen, um den Fehler zu
beseitigen.
Die automatische Abteilung oder die Abteilung für
Massenlager, wie man sie im Betrieb nennt, besteht
aus zwei Strecl<en. Auf der einen Strecke werden die
Ringe der Rollenlager, auJ der andbren die Ringe der
Kugellager bearbeitet. Jede Streclce besteht wiederum
aus drei automatischen Linien: für die Bearbeitung
der inneren Ringe, der Außenringe und die Montage
der Lager.
Während die Ringe der Kugellager auf Spezial-
automaten aus fertigen Rohren gesdrnitten werden,
erfolgt die Rohbearbeitung der Ringe der Rollenlager
in der Schmiede des Betriebes.
Die weitere Bearbeitung dgr Teile beginni auf der
Drehbank. Von hier beginnt der Ring seine
,,Reise".
Durch ein durctrsictrtiges Plexiglasschild können wir
die Arbeit eines Drehautomaten beobadlten, Wir
sehen, wie die
,,Metallhand"
den Eohling des Ringes
erfaßt und zu den Sdrneiden von achtzehn Dreh-
meißeln bringt, die in kaum 48 Sekunden die Außen-
und Innenflädre des Ringes gleichzeitig
abdrehen,
beide Stirnflädren bearbeiten und die Rinne für die
Lager drehen. Im
rvYeitergehen
entdechen wir große
Metalltürme mit Zellen, die den Ringen beim über-
gang von den Drehautomaten zu den Härteaggregaten
den Weg sperren. Es sind dies die Ringspeicher oder,
wie sie hier genannt werden, die automatisdren
Speidrer. Jeder dieser Speidrer kann in seinen Zellen
1500 bis 4000 Ringe aufnehmen. Die Speidrer garan-
tieren einen stockungsfreien Arbeitsablauf audr
dann, wenn einmal vorübergehend eine Teilstreche
ausfäIlt.
Nunmehr gelangen die Ringe in die Härteaggregate,
wo sie innerhalb einer Stunde langsam auf eine
Ternperatur von 850q C erwär'mt werden. Dann sdriebt
das Band des fransportförderers, der die Ringe durch
den Ofen führte, in ein Ölbad, wo sle zisdrend zu
großer Härte erstarren. Ansdrließend gelangen die
Ringe zum Spülen in ein Soclabad, wo die automa-
tischen Spezialanlagen
jeden
Sdlmutz peinlichst
von
den Teilen abspülen.
38
Jetzt begi nnt der i nteressanteste Tei l dör Rei se: Di e
Ri nge wandern zuT Ti efkühl ung, wo si e. auf ei ne
Temperatur von
-
llo C gekühlt werden. Auf diese
Weise erreidrt man einen stabilen Gefügeaufbau des
MetaIIs, das hei ßt di e Ri nge verändern i hre
Dimensionen und ihre Geometrie weder be.i hoher
noch bei niedriger Temperatur nidrt mehr. Da nadt
diesem Kühlvorgang das Metall allerdings eine redrt
große
Brüdrigkeit besitzt, bringt man die Ringe noch
in einen Enthärtungsofen. Hier werden sie erneut bis
1500 C erwärmt und von dieser unerwünschten
Ei genschaft wi eder befrei t. Anschl i eßend gel angen
die Ringe auf einem Förderband wieder in einen
Speicher und von dort zu den automatisdren Sdrleif-
maschinen,
J
Auf magneti schen Rundti schen haften hi er di e gehär-
teten Ri nge und werden auf der ei nen Sti rnsei te, auf
einer anderen Maschine dann auf der anderen Stirn-
seite bearbeitet, Dabei benötigt man eine Genauig-
keit, die etwa ein Fünfzigstel bis Sechzigstel der
Stärke eines Mensdrenhaares beträgt. Die Ringe
müssen
dann ansdrließend mit den Rundschleif-
automaten an den Außen- und Innenflädren der
Ringe bearbeitet werden. Während der .Arbeit dieser
Automaten flammt bald ein grünes, bald ein violettes
Li&t auf. Das grüne Licht meldet das Vorsdrleifen,
das zweite Licht das endgüItige, saubere Schleifen.
Wie ein ectrter Schuhputzer trägt $chließIich noch die
Filzsdreibe des Polierautomaten sdrnell und geschickt
einen wunderbaren Glanz auf den Ringen auf. Nadr
dieser
,,Juwelierbearbeitung"
gelangen. die Ringe in
das Wasdr- und Trochenbad, wo
jeder
Staub ent-
fernt wird.
Von dort werden die Teile in Rinnen zum wictr-
tigsten und kompliziertesten Arbeitsvorgang, zur
Montage der Lager, gebracht.
Hier empfängt sie wie
ein aufmerksamer Wächter die Kontrollmeßstation.
Ein Gerät der Kontrollmeßstation überprüft die Höhe
des Ringeso €in zweites den Durchmesser, eiir drittes
die Rinne usw. Eine Spezialvorrictrtung hält
jedes
Ergebnis fest. Mandrmal leudltet auf dem einen oder
anderen Gerät ein rotes Lämpdren auf, das heißt, der
Automat hat einen Fehler entdecht, der gleidrzeitig
von einem besonderen Gerät registriert wird. Das
weitere Sdridrsal des Ringes eptscleidet sich, wenn
er die Kontrollmeßstationen verläßt und einen
Elektroinagneten, der zwischen zwei Ringen hängt,
passieren
muß. Dieser Dektromagnet bekommt seine
Auweisungen vom Fehler-Registriergerät und schlckt
alle diejenigen Ringe, bei denen Fehler festgestellt
wurden, auf das
,,Sträfförderband", wo sie als nicht
verwendbar dann in den Sdrrott gelangen.
Betrachten wir nun, wie die Montageautomaten arbei-
ten. Ein Automat komplettiert und montiert Kugel-
lager, der andere die.RoUenlager.- Während man bei
der bisherigen Kugellagermontage zu den Kugeln
einer bestimmten Toleranzgruppe die entspredtenden
Ringe auswählte, müssen in der automatisdren Ab-
teilung des Kugellagerwerkes die Kugeln eines be-
stimmten Kalibers zu den Ringen passend
ausgewählt
werden. Zu diesem Zwed< werden 28 versdriedene
Kugel-Kaliber in Vorratsbehältern aufbewahrt, wopei
der Unterschied zwischen den einzelnen Kalibern nur
1,/rooo
Hr
%ooo
mm b€trägt. Das fehtrerlose
,,Heraus-
sudren" der Kugeln aus einem bestimmten Vorrats-
behälter erfolgt im Montageautomaten durdr eine
Spezialredrenanlage. Diese Rechenanlage mißt mit
größter Genauigkeit den Innendurchmesser des
Außenrings
.sowie
den Außendurdtrnesser des Innen-
rings und. volllührt in kaum einer Sekunde die er-
forderlidren Beredrnungen. Dementsprechend wählt
der Automat nun die ridttigen Kugeln zur Montage
des Lagers aus den Vorratsbehältern. Sdron eine
Sekunde später befindet sich die notwendige Zahl von
Kugeln zwisdlen den Ringen. Spezialmetallmesser
trennen vorsictrtig die Kugeln zwischen zwei Ringen
-
Außen- und Innenringen
-
und stellen sie in einer
genau festgelegten Entfernung vonginander auf. Ein
Stoß des Automaten und die
,,mechanische
Hand"
dbckt die Kugeln auf der einen Seite mit einem
sdrlangenförmigen Halbseparator zu, Ein weiterer
Stoß und eine andere
,,Hand"
legt von unten den
nädrsten Ifalbseparator hinzu. Die hydraulisdre
Stange ist nicht
,,müßig".
Sie befestigt augenblid<lictr
die Halbseparator€n mit den Kugeln, und das Lager
ist fertig. Nadr der Montage gelangen die Lager in
eine automatisdre Anlage, in der sie entmagnetisie.rt
werden. Der letzte Autömat in dieser Reihe sdrmiert
die Fertigprodukte dann noch dick mit einer Spezial-
paste ein,
'die
das Rosten Verhindert.
Die Reise der Lager im Betrieb nähert sidr nunmehr
ihrem Ende.
Der Verpackungsautomat wichelt schnell, gesctricht
und audr vorsidrtig ein Lager nadr dem anderen in
mit Paraffln getränktes Papier. Das Ziel ist erreidtt!
Die Lagergelangen von hier aus zu-d€n Verbrauctrern
in den verschiedelrst'en Teilen unserer großen Heimat
oder in andere Länder.
7
Die automatische Abteilung für die Herstellung' von
Lagern
-
die erste auf der Welt
-
ist ein hervor-
ragender Sieg und ein klarer, überzeugender Beweis
für die Reife des sowjetisdren tectrnischen Denkens.
Im Jahre 1957 wurden die kollektiven Anstrengungen
der Wissenschaftler, Techniker und Produktions-
arbeitei bei der Sctraffung dieser wunderbaren auto-
matisdren Abteilung ausgezeidrnet. Acht leitende
Konstrukteure und Organisatoren der neuen Produk-
tion erhielten den Lenin-Orden. Interessant ist viel-
lei&t die Mitteilung, daß einer der Le4inpreisträger,
A. Gromow, der Direktor des ersten Kugelläger-
werkes. aus den Reiben der Arbeiter kommt. Nodr
als Dreher studierte er an der Tedrnischen Hodr-
sdrule N. E.
pauman;
er wurde eiri ausgezeidrneter
Spezialist und später Direktor des großen Werkes.
In diesem Siebenjahrplan hat sidr das Kollektiv der
automatisdren Abteilung die Aufgabe gestellt, die
Produktion der Lager auf. 18 Millionen Stück zu
erhöhen.
Am Ende des Fünfjahrplanes werden im Ersten
Staatlidten Lagerbetrieb in Moskau ftinf solctre Ab-
teiluirgen in Betrieb sein. Außerdem ist vorgesehen,
bis zum Ende des Siebenjahrplanes den Betrieb in
einen technisdren Hochschulbetrieb zu verwandeln.
Die Mitarbeiter des Ersten StaaUichen Lagerwerkes
verwirklichen eines der Vermäctrtnisse des großen
Lenin: lernen, lernen und nochmals lernen .
Der Komsomol ist ein zuverlässiger Helfer der
Parteiorganisation bei der Lösung der Aufgaben des
Betriebssiebenj ahrplanes. Die Komsorriolorganisation
des Betriebes ergrifr die Initiative im Kampfe um die
vorfristige Erfüllung des Aufbaus des Betriebes und
bei der Aufnahme der einheimisdren Produktion von
Lagern.
Die Komsomolzen und die Jugend vollbringen die
Arbeiten, die mit der Umgestaltung des Betriebes in
einen automatischen Betrieb und in einen tedtnischen
Hodrsdrulbgtrieb in Zusammenhang stehen, mit
größter Verantwortung. Im Komitee des Komsomol
wurde ein Stab für den tedrnisdren Fortschritt ge-
sdrafren. Dieser Stab des tedrnischen Fortsdrritts und
der Rat der
jungen
Spezialisten belaßten sich
energisc! mit den Problemen der Ausbildung von
Kadern füi die künftigen automatischen Abteilungen.
Sie kontrollieren die Arbeiteh, die mit der Er.füllung
der AuJträge der Automatisierung verbunden sind:
39
Sei t dem denkrvürdi gen ?. SeP-
tember vor 125 Jahren, al s di e erste
dentsche Ei senbahnstrecke Nürn-
berg*F-ürth eröffnet wurde, hat das
Interesse, das damal s fast al l e
Menschen für das Ei senbahnwesen
ergri ffen hat. wohl kaum nach-
gel assen. In der Tdt; di e wi chti gsten
Cüter des tägl i chen Lebens werden
mi t dör Ei senbahn befördert, und bi s
auf rveni ge Ausnahmen i st wohl
kaum ei n Url aub. der außerhal b des
Wohnortes verbracht werden sol l ,
ohne Ei senbahn denkbar. Di e al te
Stephensonsche
Lokomoti ve
hat
zg' ar i hre äußere Form verändert'
das Grundpri nzi p
aber, Umsetzung
der Wärmeenergi e i n ki neti sche
Energi e vermi ttel s des Dampfes, i st
gebti eben. Kompl i zi erter si nd di e
' Lokomoti ven gervorden, aber
,
i hr
Wi rkungsgrad. dei heute bei 11 Fi o-
zent l i egt. r' ei cht für den modern€n
Schi enentransport
ni cht mehr aus'
N€ben der erhöhten Geschwi ndi g-
kei t fordern di e Ökonomen von den
Ingeni euren und Konstrukteuren
ei nen ungl ei ch höheren wi rtschaft-
l i chen Nutzen. Di e DamPfl oks wer-
den ausrangi ert. Wenn si e auch i n
den nächsten Jahren noch wei terhi n
auf den Schi enensträngen der Wel t
l aufen und Personen- und Güterzüge
von Ort zu Ort bri ngen werden, so
hat i hre Stunde
geschl agen. Der
Neubau moderner El ektro; und
Di esel l okomoti ven und di e El ektri -
fi zi erung ganzer Strecken steht auf
dem Bauprcgramm der mei sten
Ei senbahnverwal tungen der Wel t.
Dabei werden si ch i n Ländern oder
Länderabschni tten,
i n denen es Erd-
öl vorkommen
gi bt oder der An-
transport des Trei bstoffes
günsti g
i st. di e Di esel bahnen durchsetzen'
Dort.' "r' o ausrei chend El ektroenergi e
vcrhanden i st, werden di e Strecken
ei ektri fi zi ert. So werden z. B. i m
Verl aufe des Si ebenj ahrpl anes
i n
der Sowj etuni on bi s Ende 1965 al l e
Hauptl i ni en mi t ei ner Gesamtl änge
von 100 000 km el ektri fi zi ert oder
auf Di esel betri eb umgestel l t. Di e
5300 km l ange Strecke Moskau bi s
Irkutsk wi rd noch 1960 den vol l -
el ektri schen Betri eb übernehmen.
Der Si ebenj ahrpl an
unserer Repu-
bl i k si eht vor, der Rei chsbahn bi s
1965 1160 Di esel - und . El ektro-
trokomoti ven zuzuführen. Der el ek-
t r i sche Bet r i eb wi r d auf ' wei t er en
520 km staYk befahrener Strecke
ei ngeri chtet.
Bei di esen Bestrebungen,.das
Trans-
pörtwesen auf di e modernste Tech-
ni k umzustel l en, unterstützen und
ergänzen si ch al l e Länder des sozi a-
l i sti schen Lagers durch Doku-
mentenaustausch, Koordi ni erung
der Strecken- und Maschi nenbau-
programme und
gegensei ti ger Li efe-
r ung von Ausr üst ungen ent -
sprejchend ihrer nationalen Produk-
t i on.
Elel{
)
'l'
t_
\*6J
g
r
r t sal
40
Diese[-
unil
ttrolokomotiven
t
*
ä
g
Nr. Art
Hödrrr-' lyprrr
Aärtolgä'l Antrl.b$rt geöw. bolridr
.
kn/h nmg
Dicnsl Spun
gcitd,r relra Horrtrllrr
t mm
t Vol l bohnl ok DDR Co'-Co' clektr. 18 1435 LA/V Hcnni gsdorf
2 Vol l bohnl at DDR Bo' -Bo' al ckta l a 86 1135 LEW.Hcnni gsdorl
. 3 Industri cl ok DDR Bo*8o*Bo cl cktr' , .
65 t5O 1524 LEW Hcnnl gtdorf
I Vollbohnlot UdSSR CeCo dicscl'cleltr. 140 TE 7 1%
,|524
Choikow
,t
i.L
MD
.*5
rfr
b',t
q,I
-....
r
II
E
I T
I r '
ri\
l '
*
'
5 Vol l bohnl ok UdSSn Ho di crcl r @ TE 10 138 1524 Chorkow
6 Voltbohnlok CSSR C,o'-Co' dicscl - 120 CSDT 698,0 to8 1435 Skodo-Plzcn
7 Vollbohnlok CSSR. Bo'-Bo' cloltr. 135
ill
E A4 152{ Skodo-Pken
oo Ft tzo ffi
@ffiffi.."-
PoukoeWien
lO Votlbohnlot Wcrtdöutrdrl. B'-B' clcltr. l/m V 200
.
E4 l43li Ktourt-Moftcl Milndr.n
.)
Elnc kuzL fittt*ng llbcr dir B.r.lönungrn filr dlc Adrrfolgcn bcl Lokomotlvan und TrlcbwoEen flndcn Slc ouf
dcr 5. 69 untcr ,lhre
Frogc unttrc Antwort-'
F,'1"
J
o
?
E
o
s
0
R
o
o
u
't
i ö
< g
O E
6 *
o =
3t
ß
N
I
o
o
!
a
E
c
o
L
o
0
I
!
I
ö5
5>
I 3
- o
9z
o
E
o
{ 9 g
XE
. :
> 9
I
I
I
T
ö
:
I
3
o
!
c
I
ö
g
o
o
t
.a
a
F

o
6
C
t
F
j
o :
ä. e
öE
ss
9- g
E ( '
6
:
8"
T

E
I
(,
c -
nc
f $
6
N
N
I
3
0
o
.9
!
.
o
s
I
o
!o
.:
E
t
o
o
=
o
=
I
o
I
! 3 -
- r a E
8g
E
Ef
eE-
äg
$e
I t
'{r
Fi r
$ä;
' ü
. !
,
o
E
F E
o
It
3
x
I
R
I
F
q
,.\i
1ti1,
\litlh
]llilll
ui,ri[
iil$
l,llri[]
-..
\ullll1
. fill\l
' l #
l l \$l l
'fttllli
a.*r
l - '
F5i
ES
IESE
Fe-d
I
ö
o
(,
I
u
E
p
c
I
r
a
o
et
o
!
!
c
q|
u
o

E
U

=
F
o
o
:g
o
I
.o
o
o
rt
()
(,
.E
p
o
o
I .
o
a0
!
c
E,
U
o
o
o
6
t
o
!
I
]
t l r
"' i
s
o
!
o
o
o
!
0
A
It?
IF
o
o
o
i
ö
o
F
' r C
--1 r
li'
c
o
3
!
o
F
d
t
-
F>
IF
€>
q
t!
V
#'l

l!!
Jr
-r{'t,
ffi ].Ii
flqril----
''
"ir
*
M
ffi
üffis
i'
{:
gur r HEl
t cl l ASowsr l
.:;i
F ort setzung unil S dtlu ß
Am 1. Juli dieses Jahres begann ein neuer Absdlnitt
in der Entwicklung Guineas. An diesem Tage trat der
Dreijahrplan in. Kraft. Sein Hauptziel ist die Ergän-
zung und Sicherung der politisdten Unabhängigkeit
durdl die ökonomisdre. Der PIan ist zuvor monate-
lang in Tausenden Versammlungen der Arbeiter und
Bauern Guineas erörtert worden. Es ist bezeidlnend
für. die ungeheuren
politischen Veränderungen, die
seit der Befreiung Guineas vor sich gegangen sind,
daß sich während dieser Kampagne die Eisqnbahn-
arbeiter von Conakry verpflichtetdn, drei Monate lang
an
jedem Sonnabendnadrmittag im Nationalen Auf-
bauwerk. zu arbeiten. Bis heute hat sich diesq
Initiative. vertausendfacht. Sie wurzelt in der Er-
kenntnis sdron
großer Teile der guinesisdten Werk-
tätigen, daß die Erfüllung des Planes die Überreste
des Kolonialismus beseitigen und das Lebensniveau
der BevöIkerung beträdttlidr heben wird.
tr'tinf MiUiarden
guinesische Francs sind füf die Ent-
wicklung von staatlidten Industriebetrieben vor-
gesehen. Da das Land über keinerlei tedtnisch aus-
gebildete Kader verfügt, kann Guinea nodt nidtt mit
dem Aufbau
einer Schwerindustrie beginnen. In der
ersten Etappe werden deshalb vornehmlidt mittlere
Betriebe, Verarbeitungsstätten der Agrarprodukte
erridrtet werden. Der PIan nennt neben Konseryen-
labriken;
'Öl-
und Reis-Mühlen, Sctrladtthöfe, Seifen-
fabriken, ein Werk für landwirtsdraftliche Geräte,
eine Nagelfabrik, einen Betrieb für die Herstellung
von Sdrubkarren und Handwagen .sowie eine Möbel-
fabrik. Für energetische Anlagen werden 80Q Millionen
Francs bereitgestellt.
Pf,ug statt Daba
Der größte Teil der Inriestitionen, nämlidl sieben
Milliarden Guinea-Francs, wird aber der Landwirt-
{{
:'
"-1;$
KwWwfuwwffiww
Zwei Johre unobhöngige
Republik Guineo
€onokrt, di. Houptttadl Gulnccr, trägt noö dlc Wqhr.
rcldrrn do: fronrörlröcn Xolonlolioör. Ncbbn drn
Ylllcn dcr rrlöon 3osilror bcflndrn rldr dlc Kstcn dor
. Nngrdomllhn.
Einc Jugcnd, dlc lhrrn Wca kennt, marsdrl.tt hcuta
llbcr dsr Tcnnisgclöndc oul dem lrrldcnrDlotz. Dlr
'
iinzlgcn Oulnoscn, dlc frohrr dlcrcn Plotr b.t..l.t
durftcn, wgrcn dlr lolllungrn.
schaft zukommen. Im Verlaufe des Dreijahrplanes
sollen bessere Anbaumethoden verbreitet werden.
Die Modernisierung der landwirtsdraftlidren Geräte,
die Verwendung von Zuchtsämereien, der Gebraudt
von Dünger urtd die
generelle Einführung des
Pflügens sind andere vordringlidhe Aufgaben. Um
später. Traktoren und
große
Lanalmasdtinen einsetzen
5fi
B
m
zu können, ist die Bildung von 500 landwirtschaft-
Iidren Produktionsgenossenschaften vorgesehen.
Gleichzeitlg soll dadurch verhindert werden, daß sich
eine Dorfbourgeoisie bildet, die bisher nidrt existierte.
Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Guinea-
Francs aus den für die Entwicklung der landwirt-
sdraftlidren Produktion vorgesehenen Mitteln sind für
die Sdraffung staatlidrer Güter eingeplant. 1,25 Mil-
liarden Guinea-Francs stellt der Staat für landwirt-
sdraftlidre Geräte bereit. die in den verschiedenen
Regionen des Landes ausgeliehen werden sollen.
Guinea
geht
bei der Auswahl der versdriedenen land-
wirtsdraftlichen Kulturen von den klimatisdren Be-
dingungen aus und wird neben der Erhöhung des
Reisanbau tropische Früdrte bevorzugen. So soll der
Rückgang der Bananenkulturen durdr Sdrädlings-
befall aufgehalten und die Jahresproduktion bis auf
120 000 Tonnen gesteigert werden. Bei Kafree ist eine
Erhöhung um 4000 auf l9 600 Tonnen geplant. Der
Anbau von Ananas, einer der großen Exporthoffnun-
gen Guineas, soll sogar um 31 000 Tonnen auf 36 000
Tonnen gesteigbrt werden.
Dle Unblldung wlrd beslegt
Der Dreijahrplan gab auch das Signal zur Groß-
offensive auf eine andere sdrwerwiegende Hinter-
Iassensdraft des Kolonialismus: die Unbildung, den
Analphabetismus! Nodr heute können 85 Prozent der
Bevölkerung weder lesen noch sdrreiben. In 68 Jahren
haben die
,,Patrons"
Guinea mit einem einzigen
Sdrulneubau beglückt. Auf 10 300 Einwohner entffel
in Guinea eine Elementarbildungsanstalt. Der Anteil
Frankreidrs an der kulturellen Entwid<lung des
Landes drückt sidr auch darin aus, daß in den sechs
Kolonialjahrzehnten sage und schreibe 40 Guinesen
die Absolvierung eines Universitätsstudiums möglidr
war. Obwohl unmittelbar nadr der Unabhängigkeit in
den Dörfern eine breite Bewegung zum freiwilligen
Neubau von Schulen einsetzte, können etwa 85 Pro-
zent der sdrulpflidrtigen Kinder nodr immer keinen
Unterridrt erhalten: Es fehlt nicht nur an Sdrul-
räumen, sondern audl an Lehrern. 9000 sollen im
Dreijahrplan ausgebildet werden. Mit sowjetischer
Hilfe wird in Conakry als Ridrtgröße für das
guinesische
Bildungswesen ein Polytedrnisdres
Institut für 350 Sdrüler entstehen.
Wir bauen illc Druckerel
Ein Planobjekt, dessen Verwirklidrung in Guinea mit
besonderem Interesse verfolgt wird, ist die Nationale
Druckerei, Die DDR erridrtet in Conakry den ersten
modernen polygraphischen Betrieb Guineas, Bis zu
seiner Fertigstellung muß das Land nodr ohne Tages-
zeitung auskommen. Sie wird durch ein hekto-
I
i
Filr dic wclllru Entwidrlung dcs Londcs lst dor l{ondcl mlt d.n
ondarcn Löndcrn, vor slltm mit dcn so:iolirtirö:n Stoqtcn not
wcndig. Dic Ragicrung lölt desholb Erwcllcrun3sboutcn lm
Hsfon von Conolry durdrfllhran.
Dic Jugand lct dcr Erboucr dcr noucn Gulntq. lm. Bild obrn:
Mödöcn t.og.n rum Symbol lhrcr Xompfborcitrdroft filr dql Ncur
Hol:gcwchrc, Unlcn: Jungc Mönns lullivieren lroölonö.
r l
r3t::gi
q
: : : ; ;
q$'
#
graphi ertes negi erungs-Bul l eti n ersetzt, das man täg-
l i ch auf den Postämtern i n Conakry kaufen kann.
Immerhi n sendet Radi o Conakry schon tägl i ch drei
Stunden
' I\l l usi k
und Nachri chten. Di e wi chti gsten
Träger der Informati onen aber si nd noch di e Nach-
ri chtentrommel n und di e Versamml ungen der Dorf-
komi tees der PDG. An
j edem
Donnerstag tagen
gl ei chzei ti g di e 4300 Ortskomi tees. Di e
pol i ti schen
Erei gni sse. über di e das Tamtam oder di e Post aus
Conal try i nformi ert haben, werden wei tergegeben und
di skuti ert. Di e Mi tgl i eder der Partei
-
si e sol l en etwa
50 Prozent der gesamten Bevöl kerung umfassen
*
ver br ei t en di e Neui gkei t en mi t Hi l f e i hr er Fami l i en-
angehöri gen, so daß auch der l etzte Mann i m Dorf
er r ei cht wi r d.
Avantgarde des Frei hei tskamPfes
Di e demokrati sche Partei Gui neas verfügt über drei
starke und di szi pi i ni erte Hel fer bei der Mobi l i si erung
ci es Vol kes für di e Pl anzi el e: den Nati onal en Gewerk-
schaftsbund, di e Organi sati on der werktäti gen Frauen
und den Jugendver band.
Di e mehr al s 100 000 Mi tgl i eder zähl enden Gewerk-
schaften besi tzen
große Autori tät bei den Werktäti -
gen. Si e waren di e Avantgarde des anti kol oni al en
I' rei hei tskampfes. Jeder Strei k für höhere Löhne zum
Bei spi el mußte si ch zwangsl äufi g gegen di e kol oni al e
46
Di skri mi ni erung der afri kani schen Arbei ter ri chten
und wurde dami t zu ei ner hochpol i ti schen Akti on.
Vi el e l ei tende Funkti onäre der PDG und di e Regi e-
rung haben i n den Gewerkschaften i hre pol i ti sche
Feuerprobe bestanden. S6kou Tour6 sel bst wär
General sekretär des Verbandes der Post- und Fern-
mel de-Arbei ter. Auf den Staatsbaustel l en und i n deu
staatl i chen Betri eben si nd di e Gewerkschaften heute
di e Ini ti atoren ei nes neuen Arbei tsenthusi asmus,
testi gen si e di e Arbei tsdi szi pl i n und Moral . Aber
si e können den Bl i ck ni cht nur nach vorn wenden.
Noch si nd gui nesi sche Arbei ter vor kapi tai i sti schen
Bl utsaugern zu schützen. Wenn es auch kei ne e.i n-
hei mi sche i ndustri el l e Bourgeoi si e gi bt, so machen
si ch doch noch ausl ändi sche Al umi ni um-Monopol e i m
Land brei t. Regi erung und Gewerkschaften haben
i hnen sei t der Unabhängi gkei t menschenwürdi ge
Arbei ts- und Lebensbedi ngungen für di e gui nesi schen
Arbei ter abgerungen. Di e Löhne wurden erhöht, di e
Ai bei ter brauchen ni cht mehr unter Benzi nkani stern
ztJ vegeti eren, di e Monopol gesel l schaften mußten
annehmbare Arbei tersi edl ungen erri chten.
Di e Frauen
-
frei e Jugend
Der Frauenbund hat starken Antei l an ei ner der be-
ei ndruckendsten Wandl ungen, di e das neue Gui nea
kennt
-
das Erwachen der doppel t
geprüften afri ka-
ni schen tr' rauen. Für si e hatte si ch
j a
zu dem Koi oni al -
.
j och
noch di e Unterdrückung durch den Mann gesei l t.
: Wi e i n al l en i sl ami schen Ländern, war auch i n Gui nea
i ,
(60 Prozent der Bevöl kerung si nd Mohammedaner) di e
.
Frau rechtl oses Arbei tsti er i n ei nem von Vi el ehe
_l
best i mmt en Fami l i enwesen. Di e Pot ygami e i st zwar
ni cht verboten, aber bei der
j ungen
Generati on schon
verpönt. Di e Verfassung verkündete den Frauen di e
vol l e Gl ei chberechti gung. Si e machen davon kräfti g
Gebrauch, Heute schon haben si ch vi el e Frauen
.zu
Lehreri nnen, Krankenschwestern und Hebammen
qual i fi zi ert. Morgen werden si e Arzte, Professoren
oder verantwcrti i che Staatsfunkti onäre sei n. Daran
kann nur ei n Marabu (mohammedani scher Gei st-
l i cherJ zwei fel n.
Der Jugendverband hat si ch große Verdi enste i m
Kampf gegen den Anal phabeti smus, das Vagabundi e-
ren und di e Jugendkri mi nal i tät. erworben. Er organi -
si ert Abendkurse, i n denen si ch di e Jungen und
Mädchen el ementare berufl i che Kenntni sse anei gnen
können. Ebenso gehört di e Förderung der nati on.sl en
Kul tur zu sei nem Programm. Schon di e Struktur des
Verbandes l äßt erkennen, daß si ch di e Jugend
Gui neas ei ne Organi sati on
geschaffen hat, di e i hren
vi el sei ti gen Interessen, aber auch i hrer Verantwor-
tung entspri cht. Der Vetband i st i n zwei große
Sekti onen untertei l t: der Sport-Sekti on und der
Ai i gemei nen Sekti on. Während di e erstere nach den
ei nzel nen Sportarten untergl i edert i st, umfaßt di e
Al l gemei ne Sekti on u. a. fol gende Sparten: Pi oni ere,
Mädchen, Schul en, frei wi l l i ges Aufbauwerk, Kunst
und Li t er at ur .
Das Wappenti er Gui neas i si
,,Si l i ",
der El efant. Für
das Vol k verkörpert er Kraft, Wei shei t und Güte.
,,Si l i '
i st der respektvol l e Spi tzname, den di e
Gui nesen i hrem Staatsoberhaupt verl i ehen haben.
Am 1. Oktober
j ährte
si ch zum zwei ten Mal e der Tag,
da i n Gui nea di e Tri kol ore de Gaul l es ei ngehol t und
an i hrer Stel l e di e Farben der unabhängi gen Republ i k
entrol l t wurden
-
rot wi e das Bl ut der Opfer des
Kol oni al i smus,
gel b wi e di e afri kani sche Sonnp, grün
wi e di e Früchte der
gui nesi schen Erde! Zwei Jahre
gui nesi scher Unabhängi gkei t berechti gen zu der Fest-
stel l ung, daß Si l i , der- gui nesi sche El efant, kraftvol l er
und zi el strebi ger denn
j e
i n di e frei e Zukunft stürmt,
di e er mi t al l en VöIkern Afri kas tei l en wi rdl
Zwei VertrCter del
DDR, Botsöclter
sti bi und Dr.
Ecl l ol f vom Mi nl ste-
ri um fi l r Außen.
hondel und Inner-
deutsdren HondeL
bei ci nem Besudr
i n Conokrv'
:;:ij
;i:
l m Hcndel sobkom-
mcn wi rd u. c.
oudr drr KR !0
ous Suhl nsö
Gui nco cxporti erl .
I l l t r asdr al l
. . , I mmer häuf i ger f i nden wi r di eses Wor t
| |
auf den Sei ten der Zei tungen und Zei tschri ften, und
ff
i mmer brei ter wi rd sei n Anwendungsgebi et. Sei ne
-
erste techni sche Anwendung fand der Ul traschal l i m
ersten Wei tkri eg auf See, al s auf Vorsdrl ag des franzö-
si schen Wi ssenschai tl ers Paul Langevi n für das Auffi nden
der deutschen U-B<i ote ei n Ul traschal l hydrol ocatol ge-
schaffen wurde. Auf
j edem
Schi ff befi ndet si ch heute ei n
Nachkomme des Hydrol ocators, das Echol ot, mi t dessen
Hi l fe di e Ti efe besti mmt wi rd (si ehe auch
,,Jugeni l
und
Techni k", Heft 3t1960, Sei te 48).
In neuester Zei t wurden dem Ul traschal l neue Anwendungs-
gebi ete
i n der Seel ahrt erschl ossen. Es berei tet den See-
l euten große
Sorge, daß der unter dem Wasser l i egende
Schi ffstei l von verschi edenen Muschel n, Mol usken und
Al gen bewachsen wi rd, Das i st besonders dann der Fal i ,
wenn di e Schi ffe i n südl i chen Meeren fahren oder i m
Haf en l i egen.
Der unter dem Wasser i i egende Tei l des Schi ffsrumpfes
wi rd rauh, der Wi derstand bei der Fahrt erhöht si dt, und
di e Fahrgeschwi ndi gkei t si nkt. Aul ei nem Schi ff von etwa
5000 t Wasserverdrängung wachsen i m Verl auf von meh-
reren Jahren di e Muschel n i n ei ner so starken Schi cht an,
daß si e ei n Gewi cht von ungefähr 100 t eüei chen können!
Di ese tote Last muß di e ganze' Zei t mi tgeschl eppt werden,
Der Bewuchs verstärkt außerdorn den Korrosi onsprozeß des
Schi ffsrumpfes, der dadurch schnel l und vorzei ti g unbrauch-
bar wi rd. Um di esen
,,Bart"
(so nennen di e Seel eute den
Bewudrs) zu besei ti gen, müssen di e Schi l fe i ns Dodr. Der
Schi ffsrumpf wi rd nach dem Rei ni gen mi t
gi fti gen
Spezi al -
farben gestri chen. Al l e di ese Arbei ten si nd schwi eri g unrl
kostspi el i g. Di e Wi rkung der Farben i st ni cht groß, da si e
al l mähl i ch vom Wasser abgespül t werden. Hi el konnte der
Ul traschal l Abhi l fe schaffen.
Wenn der Sctri ffsrumpf Ul traschal l bewegungen unterworfen
wi rd (mi t
Hi l fe von Spezi al geräten), so entsteht um den
Rumpf herum ei n Ul traschal l fel d. Sobal d di e' kl ei nen
Muschel n i n di eses Fel d gel angen,
,,haben
si e ni cht mehr
das Verl angen", si ch auf demnSchi ffsrumpf ni ederzul ässen.
Der wi chti gste Tei l di eser Anl age i st der Vi brator. Der
Apparat besteht aus ei nem Kernpaket, das aus dünnen
Pl atten ei nes Ferromagnetmateri al s zusammengesetzt i st
(Ei sen, Ni ckel und deren Legi erungen). Si g besi tzen di e
Fähi gkei t, bei m Magneti si eren i hre Li ni endi mensi onen zu
ändern. Di ese Ei genschaft bezei chnet man al s Magnetostri k-
ti on (vom i atei ni schen Wort Stri ctus
-
zusammengepre8t)
(si ehe
auch
,,Jugend
uni l Techni k", Hel t 4i 1960, S. 68).
Ei n Ende des Kernpakets stößt an den Schi ffsrumpf an,
das andere Ende stützt si ch auf di e Ei nstel l schraube, mi t der
di e Stel i ung des Kerns regul i ert wi rd. Auf dem Kern wi rd
ei ne Umwi ckl ung aus i sol i ertem Kupferdraht aufgewi ckel t.
Durch den Draht wi rd Wechsel strom mi t ei ner Ul tras:hal l -
frequenz von 14 000 bi s 30 000 Schwi ngungen i n der Sekunde
gegeben.
Den Strom erzeugt ei n Hochfrequenzgenerator. Das
i n den Wi ckl ungen pnegte
veränderl i che Magnetfel d wi rkt
auf den Anker. Dadurch begi nnen si ch di e l i nearen Di men-
s.i onen mi t der gl ei chen Frequenz zu verändern. Der Anker
gi bt di ese Schwi ngungen an den Schi ffsrumpf, und der
Schi fl srumpf di ese wi eder an das i hn umgebende
Wasser wei ter.
Di e Anzahl der angebrachten Schrvi ngvorri chtungen hängt
von der Größe des Schi ffes ab, überstei gt aber ni cht drei
Stück. Di ese Schwi ngungsvorri chtungen werden i n der Nähe
des Maschi nenraums angebracht. Di e Vorri chtung i st am
wi rksamsten, wenn si e berei ts vom Stapel l auf an un-
unterbrochen i n Täti gkei t i st. Nach' l ängerer Verwendr,rng
ei ner sol chen Anl äge auf ei nem engl i schen Schi ff wurde bei
der Überhol ung i m Dock kei ne Spur von Bewuctrs fest-
gestel l t.
So bekämpfte man den
,,Bart",
di e Gei ßel al l er
Schi ffe, mi t Hi l fe des Ul traschal l s.
Ahnl i che Anl agen wurden auch auf Schi ffen der Bal ti scl ren
und der Schwarzmeerl l otte i nstal l i ert. Di e Wi rkung di eser
Anl agen wi rd gegenwärti g überprüft.
Söemo des Ul trosöol l vi brotors:
t
-
Kern, 2
-
Metal l hül l e des Sdri fl es, 3
-
söutr.
dutsotz,,l
-
Ei nstcl l söroube, 5
-
Bügel , 6
-
wi ctl ung
sut isollertem ffupferdroht.
reinist
Schille
Vol r y. W. I t r I I AXDt QW
of Di e Logc der
Söiffcs ohnc
,Bort' ;
bf dcr Bcwudrr
rorönd€rt stork die
Ldgo d.5 Söilfcs.
of Musdrcln,
Moluslan und Algen
wondarn :um
Sdrilfsbodcn, um
si ö dorl
fegtrusalren;
b) dcs durö di c
Ultrosöollgcbor
arrcugtc Fcld
v..hind.rt dos
Ansctrcn einas
"Eorta3'.
47
or 15 Jahren, am 10. November 1945, hatten si ch
i n der Al bert-Hal l i n London di e Hände von
437
j ungen
Del egi erten, Sozi al i sten und Kom-
m,unisten, Konservativen'und Rad'ikatren, Katholiken
und Protestanten zum Sdrwur erhoben, der di e Ver-
einigung vor] i]0 Millionen Jugendlichen aus 64 Län-
dern zum Wel tbund der Dömokrati sdren Jugend be-
deutete.
Dami t hatte di e i m 2. Wel tkri eg entstandene Kampf-
gemei nschaft der anti faschi sti schen Jugend ei ne feste
Organi sati onsform gefunden.
Di e vergangenen l 5 Jahre haben bewi esen, daß der
Ei nfl uß des Wel tbundes der Demokrati sdren Jugend
unter der Jugend al l er Länder ständi g wächst. Heute
zähl t der Wel tbund berei ts 87 Mi l l i onen Jugendl i che
zu sei nen Mi tgi i edern, deren Organi sati onen aus al l en
Erdtei l en, aus kapi tal i sti schen und sozi al i sti schen
Staaten kommen. Dami t i st der Wel tbund zur größten
und pol i ti sdl repräsentati vsten i nternati onal en
Jugendorgani sati on geworden.
Wer eri nnert si ch ni drt an di e
j ungen
Hel den des
Kampfes gegen den schmutzi gen Kri eg i n Vi etnam,
gegen
di e Kol oni al herrschal t i n Indonesi en, gegen den
#,/q
Y
"+1
' ,
.(--
\ '
',f,',ii\
: . .
a
- r . r y r
i ;
' äl
' : g: - üi
?l
{ J:
I
, -
t -
t
/ : - : , /
' r .
n
. r -
' , '
,
- 1 . .
t - ,
,
ra'
fasdristisdren Terror in Spanien, gegen
die Unter-
drückung der algerisctren Freiheitsbestrebungen und
gegen
die Entwid<lung des westdeutschen Militaris-
mus. Die Namen Henry Martin, Raimonde Dien,
Piet van Staveren, Lopez Raimundo, Djamilah Bou-
hired, Jupp Angenfoft, Wolfgang Seifert und Claude
Marty stehen für den unermüdlichen Kampf der
Jugend für den Frieden und das Gtüch der
jungen
Generation,
Erst in diesen Tagen wurde durch einen Brief N. S.
Chruschtschows an das Sekretariat des Weltbundes
die Bedeutung seiner Aktionen zur Erhaltung des
Friedens und der Erreidtung eines Abrüstungs-
abkommens zwisdren allen Staaten erneut bestätigt.
Besondere Aufmerksamkeit widmet der Weltbund
dem Kampf der Jugend in den kolonial unterdrüd<ten
Ländern und den jungän
unabhängigen Staaten, Nictrt
unerheblich trug der Weltbund durctr
'materielle
und
ideelle Hilfe dazu bei, der Unabhängigkeitsbewegung
dieser Länder zum Siege zu verhelfen.
.Das
große
Solidaritätsprogramm des Weltbundes umfaßt das
kostenlose Studium von Jugendlidren aus unter-
drückten Ländern in sozialistisdren Staaten, die Hilfe
Nohc:u 90 Mi l l l oncn
Jugcndlidrc aur 97
löndcrn gehören den
Wcltbund on. Er hst
ui cl gcton, um di r
.l ugcnd ol l ar Erdtci l c
ai nonder nl i harru-
bri ngan.
Ein besondcrer Höhe.
punkt in dar Arb.il .lor
Weltbundcs der
Demokrotischcn Jugend
worcn di e Vl . W.l t-
fcslsplcle dar Jugcnd
und Studlnten in
Moskau.
bei de,r Besei ti gung des Anal phabetentums, di e Unter-
stützung der gesundhei tl i chen Betreuung i n di esen
Ländern und vi el es andere.
So hi l ft auch di e Frei e Deutsche Jugend durch den
Bau ei nes Kul turzentrums i n Ghana und den Bau
ei ner Schul e i n Tunesi en di e Entwi ckl ung di eser
Länder voranzutrei ben.
Der Wel tbund erwarb si ch i n den Ländern Asi ens und
Afri kas ei n sol ches Ansehen, daß i hm aus di esen
bei den Konti nenten schon 35 Mi l l i onen Jugendl i che
angehören.
Di e Verständi gung der Jugend hat gute Fortschri tte
gemacht,
und der Wel tbund hat dazu ei nen bedeuten-
den Bei trag gel ei stet. Er schuf mi t den Wel tfest-
spi el en ei n Treffen, das i mmer erfol grei ctr wi eder-
kehrte und zum Zentrum der Zusammenarbei t und
Freundsdraft wurde. Di ese Wel tfestspi el e si nd dank
der Verständi gungsberei tsdl aft des Wel tbundes aus
dem Rahmen . ei ner Organi sati onsveranstal tung hi n-
ausgewadrsen und stehen sei t dem Moskauer Festi val
unter der Lei tung ei nes repräsentati ven i nternatto-
nal en Cremi ums, an dem si ctr der Wel tbund betei l i gt.
Könnte etwas besser den Erfol g di eser Verständi gungs-
pol i ti k darstel l en al s di e Tatsache, daß am l Vi ener
Festi val von den 1200 betei l i gten Jugendorgani -
sati onen nur knapp über 200 Mi tgl i eder des Wel t-
tundes waren.
Wi r können stol z darauf sei n, daß unsere sozi al i sti -
sche Jugendorgani sati on si ch unter den vi el en anderen
Mi tgl i edorgani sati onen des Wel tbundes ei nen Pl atz
errungen hat, der. i hr i mmer neue Verbi ndungen i n
al l e Länder der Erde erschl i eßt. So groß der Ei nfl uß-
berei ch des Wel tbundes der Demokati schen Jugend
i st, so groß si nd audl di e Möel i chkei ten unserer
Jugendorgani sati on, freundschaf tl i che Bczi ehungen zur
Jugend der Wel t herzustel l en und si e für den Kampf
um ei n fri edl i ches demokrati sdres Deutschl and zu
gewi nnen.
Dic französicdrc
Fricdenskömpfarin
Roimondc Dicn legtc
cl dr ouf di c Sdi encn.
um ro gcgcn dl e
Truppcntroniporla flir
d.n rdrmutrigcn Kil.E
in Vlctncm zu Drola.
sti!ren,
Jupp Angcnforth wurda
rY.gan rclnes unatmüd.
lidren Kompfer fllr dcn
Frlcdcn und dqs Glild
dar
jungan
Gcnc.dtion
von dcr Adcnoucr.
RcAicrung .ingckcrlart.
Horst Gi ese
Iromorschunss-
fentrum
n0$sErill onF
Wer von Dresden di e Landstraße nach Stol pen be-
nutzt, entdeckt weni ge Ki l ometer südöstl i ch der Stadt
mi tten i m Ki efernwal d ei nen ri esi gen Schornstei n.
Obwohl das hier befindliche Atomforschungszentrum
der Deutschen Demokrati sdren Republ i k berei ts am
14. Dezember 1957 offi zi el l ei ngewei ht wurde, si nd
di e Bauarbei ten auch heute nodr l ängst ni cht abge-
schl ossen. So wurde erst i m vergangenen Jahr das
Hauptgebäude mi t ei ner Frontfl äche von über 100 m
für den Berei ch Radi odremi e ferti ggestel l t, das
groß-
zügi g mi t Labors und anderen Experi menti erräumen
ausgestattet i st. Bi s 1963 sol l dann nodr das Gebäude
für di e
,,Warme
Chemi e" fol gen, das wegen der hohen
Akti vi täten der dort zu bearbei tenden Materi al i en
und Präparate mi t besonderen Si cherungsvorri chtun-
gen ausgestattet sei n muß.
Das wi chti gste Gebäude auf dem Gel ände des Atom-
forsdrungszentrums dürfte
j edoch
nach wi e vor das
Reaktorhaus gei n, i n dem si ch der von der Sowj et-
union gelieferte Atomreaktor befindet. Dieser, eirle
maximale Wärmeleistung von 2000 kw entwiö,kelnde
Forschungsreaktor vom Typ WWRS (d. h. ein Wasser:
Wasser-Reaktor mit angereidlertem Uran und hefe-
rogenem Aufiba'u),,d'ient ausschließlidr rder For,sdlu.ng
und nidrt lqie oft irrtümlidl angenommen wird, der
Energiegewinnung. Als Kernbrennstoff findet auf
10 Prozent angereichertes Uran-235 in Form von
langen Metallstäben Verwendung, wobei eine FüIIung
des Reaktors für etwa ein Jahr ununterbrodlener
Tätigkeit reidrt. Der tiigliüe Verbraudr &n Kern-
brennstoff beläuft sidr bei voller Leistung auf etwa
2,5 g. Die dabei entstehende Wärme wird durß]L eln
leistungsfähiges Kühlsystem abgeleitet, da sictr' sonst
sdton nadt kurzer Zeit der Reaktorkern zur Weißglut
erhitzen würde.
Natürlidr müssen die hier arbeitenden Wissenschaft-
ler vor der starken Radiostrahlung geschützt werden.
So umeibt den Reaktor ein dicher Betonmantel. der
diese Fgrderung erfüllt. Überstiege aus irgendeinem
Grunde die Radioaktivität im Gebäude einmal die
Dos Herr des Zentrollnstlluts flir K.rnphttik: d€r
20011 lW Wörmclclrtung cntwld(clnd. Forsdrungsreollor
vom Typ WWRS. Bei vollar Leiilung betrögt dcr tü9.
liöc
"Brennslofl'vaöroudr
Gtwq 2,5 g U.on-235.
I
i
i ' ;
Wei thi n si ötbar i i t der l 0 dr hoh.
Sro.nstein des inmittan eln.r 200 ho
umforcndcn Kiafcrnwoldgalönder
sl.hcndcn lccktorgcböudcs. Durö
dicscn Söornstcin wird dic lufl our
dcn Röumen, in dinen rodloolllv
georbeitet wird, nocfi rlner Filterung
cbgcbl asen.
fi
6i-
lli
id
"i
il i{:
,Ut
v l l
1t"!
zulässigen Grenzen, dann wür-
den überall an den Wärtden rote
Signalbirnen aufflammen und
Alarmglocken zu schrillen be-
ginnen:
Wichtigste Aufgabe des Rossen-
dorfer Reaktors ist neben der
Durdrführung wiehtiger For-
sdrungsvorhaben die Herstellung
künstlidrer radioaktiver Isotope
für die versdriedensten An-
wendungszwecke in Wissenschaft i
und Technik. lleute stehen wir
in der Isotopenherstellung be-
reits an 5. Stelle in der Welt,
wobei die Abteilung Isofopen-
produktion
in der Lage ist, etwa
hundert Isotope auf Anforderung
den . Bestellern kurzfristig zur
Verfügung zu stellen. Welches
Prodüktionstempo hierbei an-
gesdrlagen
wird, mag daraus er-
sichtlidr sein, daß die Produktion in diesem Jahr im
Vergleich zu 1959 um das Fünffache anstieg. 1961 wird
sie mindestens das Doppelte von diesem Jahr betragen,
wobei außerdem noctr eine bedeutende Sortiments'
erweiterung vorgenommen wird.
Um.die teilweise"stark strahlenden radioaktiveri
Isotope einer Weiterverarbeitung zu unterziehen, be.
finden sidr im Keller des Reaktorhauses die sogenann-
ten
,,Heißen
Zellen", In diesen kleihen Kammern,
die durch diclce Wände aus Sdrwerbeton mit ein-
gelagertem Eisensdrrott den Strahlenschute gewähr-
leisten, müssen mit Ferngreifern (Manipulatoren) alle
erforderlichen Experimente durctrgeführt werden.
Nur durdr did<e Bleifenster kanir der hier arbeitende
Wisseäsdraftler die Experimente verfolgen.
Neben dieaer Isotopenproduktion weiden in den
vielen Labors und Experimentierräumen der Ab-
teilung
,,Radiodremie" neben Problemen der Grund-
lagenforschung auctr vielfältige Aufgaben der Zweck-
forschung gelöst, die für die weitere Entwicklung
Fotos: Schodewol d (E),
Zent r ol bi l d ( 7)
Mil Hilfc dcr Monipulolorcn wcrdcn dic lm Reaktor bcstrhllcn Pröporclc ln
dcn rgcnonntan
,Hci 8en Xommernr wai tan.rorb.l tct. Dcr Mi tdrbei tor Wql t.r
Klokdre lonn dle Arbcil durö cin ?O .m std.kas.Eleiglostcnster baobcchtcn
und ilt dddurö vor dcr slorkcn rodioolliven Strohlung der Pröporote gesdrützl,
Roöti : Di o rcdi ool tl vcn Apföl l c ous den hci Bcn Kommern dcg Rcoktorhauses
wcrden lm Gtlönda des Kernlorsöung3instituts In untarirdisöen Brhältcrn, dia
mi t gro8.n Bl ci dcdrcl n vcrsdrl i e8bor ei nd, obgcl ogort, Ei n Dosi met.i st l ontrol .
l i crt rcgel mö8i g di c l cngsom obnehmcnde Intansl töt der rodi ookti yen St.ohl ung.
RcgclmöBlg wcrdcn vön dcr Abtcllung Dosimetrie im Reoltorroum Kontroll.
mcsrungcn da: Rodloottivitöt durdtgctühd, um dlc Siöcrheit und Gasundheil
dar hicr be3öüttigtan Mitofbcll.r ru gawöhilal3t.n. Auf dcm Tisö slnd vcr-
söi cdcnc Dosi rl ei stungs- und' Ncul ronenmeSgaröl c l owj oti scher und deutsahar
Bowat ru sahan.
der Kerntedrnik, vor allem für das
gegenwärtig
ent-
stehende erste Atomkraftwerk der DER, von großer
Bedeutung si nd. Sol che Forschungsarbei ten
,
be-
schäfti gen si ch bei spi el swei se mi t der Regel ung von
Leistungsreaktoren, dem Einsatz von lonen-
austausetrern, der Aufberei tung von Kernbrennstoffen
u. a. Probl eme.
Di e gesundhei tl i dre Si cherhei t der i m Rossendorfer
Atomforschungszentrum tätigen Mitarbeiter, vor allem
derj eni gen, di e regel mäßi g radi oakti ve Stoffe hand-
haben oder Versuche am Reaktor bzw. am Zyklotron
durdrführen. wi rd von der Abtei l ung ,,Dosi metri e"
gewährleistet. Diese Abteilung stellt ein Kontroll-
ö.gan zur Überwactrung aller hier
'bescträftigten
Mit-
arbei ter dar, wobei di e Kontrol l e der zul ässi gen
Strahl ungsdosi s mi t Hi l fe von Fi l mdosi metern, kl ei nen
Kondensatorkammern, Federhal terel ektroskopen u. a.
geeigneten Geräten erfolgt. Bei Einhaltung aller in
der Strahl ensdrutzordnung vorgesdrri ebenen Maß-
nahmen besteht
j edoch
für kei nen Mi tarbei ter i n
irgendeiher Weise eine gesundheitliche
Gefährdung.
S&ließlici muß man nodl auf das Zyklotron hin-
wei sen, das. neben dem Reaktor das zwei te
große
L
,
l.
I
t
t
w
5l
I
lm McBrosm d.i ln3tltutr für iodlo.
dr.ml. ulrd dh Aktirltät drr rln:clnrn
I|n n.altor b..t?ohll.n Prcben nlt Hlllc
von Zöhlg.rüt n b.3tlmnt, Dlc Lobo.
.otttln H.lto H.tn. cntnlmnrt nodr br.
cndctcr Mca'ung d.r Blclld|nm.r öln.
Probc Gold-i9!, dor In dtr l(rcbrbr.
lömpfung Vrmcndung flndrt.
Audr dlG Atllvltüt ln dcn rodiodrcml.
tö.n Labor wlrd rtöndlg von dcr
Abt llung Dorlmct?|. llbcrwodrt, Dlc
Dorlmctrlstin törbal Jaitncr lontrolllcrt
|nlt .ln.m RcdlomGle? dic Aktlrität ln
dcr Umgcbung cinor Conlolntr. Drul.
l l dr l rl oudr dos l l cl na Fl l ndorl m.l trr:u
schcn, dcr oll. Mltorbslt.r ru lhrcr
clgcncn Slöcrheit trogcri,
Dl. w.lt rG dr.ml3dro Vcrcrbcilung drr lm lcsltor ort.ugl.n
rodiosllivcn Motorlolicn konn nur hlntrr Bhlründcn .rtol9.n.
Dic cntrprcdrendcn Hondgriffc mllc$n dcholb von dcn hhr
tütigcn loboront.n und Wi''cnrdrcfllcrn mlt Hllfr von Monl.
pulolor.n durdtgötührt wcrdcn. Unrcr Blld g.rtottat rlncn Bliü
Gerät für kernphysikalische Forscttungen darstellt.
Es dient, in erster Linie der Grundlagenforschung,
kann
jedoch
in besdrränktem Maße audr zur Er-
zeugung radioaktiver Präparate benutzt werden. Zwar
gehört
das ebenfalls aus der Sowjetunion stammende
Zyklotron zu den relativ kleinen Teilctlenbesdrleu-
nigern, doch Iassen sidr damit eine ganze
Reihe von
kernphysikalischen Problemen experimentell lösen.
Wenn hier von einem
,,relativ
kleinen" Teilchen-
besdrleuniger,gesdrrieben wurde, dann besitzt
jedoch
dieses Kernforschungsgerät beadrtliche Abmessungen:
Die Breite seines Magnetjodres beträgt immerhin
rd. 4,5 m, seine Höhe rd. 2,5 m und der Durchmesser
der Polschuhe weist 1,2 m auf. Der ganze Magnet
wieet 120 t. Mit diesem Teilchenbesdrleuniger ist es
ö2
In dor rogrnoantr t.Lobor, ro dic Vcrarbcltung !.rtrchhnder
kolopr hlnter .llr.ln 10 brw, 15 cn rtcrlcn Bleirchutr vorgr.
notnl n.n wl rd,
-
l m Krrl r; Und hi rr bl l dcn wl r cl nmol .hi ntor
dl c Bl cl rcnd, wo dh Lqboronti n Marl snnc Erqndtn.r rodi r.
cktlvcr Goldlolloid dicrniidt üGitGrycrorb.il.l,
mögl i ch, Wasserstoffmol eküIi onen aüf ei ne Endenergi e
von 13,5 MeV zu beschl euni gen.
Neben
_den
Forschungsarbei ten hat si ch aber audl
zwi sdren dem Zentral i nsti tut für Kernphysi k und
der ebenfalls noch jungen
Fakultät für Kerntechnik
an der Techni schen Hochsdrul e i n Dresden ei ne enge
Zusammenarbei t entwi drel t. Di e Spezi al ausbi l dung
der
jungen
Kernphysiker, Kerntedrniker und Kern-
dtemi ker erfol gt entsprechend der Lehrpl äne i m
Rossendorf er Kernf orschungsinstitut. Auf d'i ese Weise
wi rd ei ne beträchtl i che Zahl von Fadrl euten aus-
gebi l det,
di e später ei nmal bei spi el swei se das Stamm-
personal des bei Berl i n entstehenden ersten Atom-
kraftwerkes bilden werden.
Aue solöcn 5 cm diden und !,5 kg söwcren Blciblöckcn bqut
ri dr Di pl .-l ng, Jdntsdr vor ai ncr Bor mi t.i ncr ncucn Vcrsudrs-
al nri ötung ci nr Strohl cnsdrul rwond ouf.
Rodrlsi Yon obcn noö unl.nl
l m Forsöungrl obor d.r Abt.i l ung rcdi ool tl vc l sotopc wl rd rtün-
dig on dcr Vcrbcrt.rung dcr HGrct.llungsmcthodön dar pro-
durl .rl cn l odi ool ti y.n bol op6 gcorbci t€t. Hi cr ti ndcn ouö di c
Vorvcrsudic flir kllnftig hcrruslollcndc liotop! rtqtt. Unscr Bild
rci gt di c Loboronl i n Chri sto Podrul sl i bci Arboi tan rur Trcn-
nung rddl ookti y.n Kobol tr von Nl d.l .
Zur Durdrführung von Aufgobcn dcr l crnphysi l ol l cöcn Grund-
logenforsöung bofindct 3ldl lm Ros3.ndortcr F.Bdrungrinrtitut
ein Zyklotron, dor rbcnso wia dcr Rcaltor ron dcr Sowiatunlon
gel i cfcrt
l vurdc.
Mi t di orcn zyl l otron l ossen si ö fcrnl .i l drcn
mi t.i ner Energi c bi s ru 25 McV ctzaugan. Sri n. Mognal pol a
bcgilrcn ain.n Durömcssär von 1,20 m, dcr Gcwlöt dGs Eir.n.
kerns ddi El ckl romagn.ten bctrögt 120 t.
Eina 3 m dicka Bclonwond trennt dca Zyllotroil vom Stauarraum.
Von hicr ous wird dia gcssmt. Arbcit drs Zyklotrons gastauarl
uhd übGmöt, lng. Gotlhard Scnf gibt übcr dqs Mikrofon
eben di c Anwei rung, dcn Inncnrcum ru vorl ossen. Erst wcnn
ol l e Mi to.bci tor di cscn Roum vl rl csscn hcban, wi rd dos Zykl o-
tron von hi er ous In Bcl ri .b grsotrt.
So erfolgt donn der Vcrsond dcr
yom
Erst.llcr
f.wünsdrtcn
rsdi ookti vcn l sotope. Hl er wl rd gcrodc ci nc Ampul l a rcdi o-
otti vor Notrl umcorbonotl öJung mi t ai ner l ongGn Pi nral l o l n
dcn Bl ci contsi ncr el ngas.l rt. Dos l st ouf di cra Wci sc ol l er-
di ngs nur bGi i Ghr g6.i ngcn Akti vi töten mögl i ö, bci höhcrcn
Akti yi tötan muß dcs Vcrpockan i n ei nal bl ei geröüt:l cn Bor
gcsöchan.
ffi
;.
r
5
d;*e'
u,'
'&
i .
l _
Na"*r
a.r' r-$
I
w^ü'
i
sggp
rüeY
l
t "
li
i..
ii
s'i
k:
.
st
$'l:1,t"
s ßt ln der lüdustrle selt langem übuch, bei itet
Annahme oder Auslieterung von Erzeug:nlssen die
Yon Dr . SCHl i l DOWS| ( l ,
Deutsdre Akodemie der.Wissenschoften
zu Berlin, lnstitut für Angewondte
Mothemotik und Mechqnik
In vielen Betrieben werden Prüfungen mittels Stich-
proben sdron seit langer Zeit durchgeführt. Dabei
werden allerdings selten wissensdraftlidr begründete
Stidrprobenverfahren verwendet. Die Prüfung er-
folgt mehr oder weniger nach Faustiegeln. Oft
prtift
man einen bestimmten Prozentsatz des Warenpostens
(,,Prozentstidrprobenplan"),
In anderen FäIlen wer-
deä nur einige beliebig herausgegriffene Stüche ge-
prüft und danadr über die Braudrbarkeit oder
Unbraudrbarkeit des Postens entschieden. Dieses
Verfahren kann zu brauchbaren Ergebnissen führen,
vor allem wenn der Prüfer auf
jahrzehntelange
Er-
fahrungen zurückblichen kann. Was aber geschieht,
wenn solch ein erfahrener Prüfer krank wird oder
aus anderen Gründen von seinem Abeitsplatz aus-
scheidet ?
Wir wollen uns nun.aber zunädrst einmal die Frage
vorlegen, ob denn einige wahllos entnommene Er-
zeugnisse wirklich den ganzen Warenposten mit
Sicherheit drarakterisidren können? A,udr eine
Kontrolle ist nicht immer einwandfrei.
nungen, spezi el l bei m Prüfen sehr
ngreidrer PosJen, und menschlidre Unzulänglich-
si nd di e wesentl i chsten Fehl erquel l en. Ver-
haben ergeben, daß sel bst bei l 0Oprozenti gen
.en dami t zu rechnen i st, daß ei nwandfrei e
i sse al s unbraudrbar erkl ärt und unbräuch-
Erzeugnisse übersehen werden. Man rechnet im
da,rnit, daß ei lOOprozentigen Kontroll€n
70 bis 90 Prozent der tatsäctrlich vor-
Aussdrußstücle gefunden
werden.
sowohl dle lo0prozentlge Kontrolle &ls cuch die oben
erwähnte StichproDenprüfung nlcbt lmmer befrledigt,
bedient man sic.h neuerdings schon ln vlelen Betrieben
moderner, statlstlsch begr{lndeter Stlchprobenverfahren,
bel denen m8n von vonrhereln genau
welß, was sle
lelsten können.
WIe
groß
lst iler Ausschußprozentsatz?
Dje grundsätzlichen Gesidrtspunkte solcher Ver-
fahren sollen ejtzt näher erläutert werden. Dabei
wollen wir uns auf den einfachsten Fall beschränken.
Wir gehen davon aus, daß die zu prüfenden
Waren-
posten
aus einer bestimmten Anzahl gleidtartiger
Erzeugnisse (2, B. Schrauben, Zündkerzen usw.) be-
stehen. Ein solcher Warenposten wird mit
,,Los,, be-
zeicbnet. Ein Los besteht also aus einer bestimmten
Anzahl gleidrartiger Erzeugnisse, die unter möglichst
gl€id!€n
Bedingungen, d. h. möglichst auf den
gleichen Masdrinen, aus qualitativ gleidrem
Werk-
stoff und von Arbeitern gleidrer
Qualifikation
her-
gestellt
wurden.
Die Erzeugnisse werden als Ergebnis der Prüfung
in
,,gut"
(einwandfrei,
brauctrbar) oder
,,sctrlecht,,
(fehlerhaft,
unbrauchbar) eingeteilt. Eln,,sdrläctrtes.,
r
VgI. hlerzu audr den Beltrag
"Fragebogen
filr U/erk-
stild<e" ln ,,Jugend und Tedrnlk,., }Ielt ?/1959, S. 4lg-420,
W&renposten in aler elnen oder anderen Form zü prüfen.
Hlerdurch soll verhlnalert werden, daß Warenposten alle
deD gestellten
Antorderungen nlcht genttgen -
also zu
vlele mlnderwertige Stlicke enthalte!
-,
ntctrt ln
(üe
Fertlgung gelangen
oder susgellefert werden,
Vlelfach muß sogar
Je.tes Stück ales W&renpostens auf dle
Eigenschaften, dle fttr selE elnwandfreles trunktlonleren
entscheldend slnd, einzeln g€pr{lft
werden. Dles lst lmmer
alantr erforderllch, wenn, os'slch um sehr wertvolle Er-
zeugtrlsse brndelt, wenn dte Verweudung unbrauchbarer
Erzeugnisso schwere Schäden en Maschlnen oaler AnloBen
verursacüen könnte oder wenn dle Gesundbeit oder das
LebeD von Menschen, wle zum Belsplel bel KurbetxreUen,
Fallschlrmen, auf dem Spteld steht.
Aber selbst bel dlesen
,krltlscltens Elgenschalten lst dle
looprozentlge Prtllung nur dort mögttc.tr, wa das betret-
tenale Erzeugnis. durclr dle .Pfflfung nlcht zerstört wird.
(Zum
Belsplel Lebensdauerpdltung von clühlampen,
Funktlonsprülung von Fllmen.) In zablrelched Fölten wlrat
wlederum eine looprozentlge
prütung,
al. h. rlso elne
Prüfung
tedes Glnzelnen Stüctes,.,wtrtscJrattuch nicbt
tragbar seln. Darn lst es übltch, trur elnen mehen
.teiü
des gesamten Postens, elne Stichprobe, zrr prllfen.
54
Erzeugnis gilt als
,,Ausschußstüdr".
Der Prozentsatz
der Ausschußstücke in dem zu prüfenden
Los heißt
,,Ausschußprozentsatz".
'*ftt
HtUe einer Stichprobe wollen wir |lu.a etw&s über alen
Aussclrußproze[tsatz ale8 zu prüfenden
Loses, def una
nidrt bekannt lst, in Erfahrung bringen. Nehmen wir als
Beisplel an, daß wlr aus eluer Klste Scbrauben (Los) eine
gticlrprobe
von 100 Stllc.k gezogen
und d&runter zwel
Schrtubon ohne Schlltz im Itopl getunden
haben, so
Denbden slclr also 2 Prozent fehlerhafte Sclrrauben ln der
Stlchprobe.
Auf Grund dieser.Feststellung kann man über das
Los folgendes zunächst aussagen: Da wir in der
Stichprobe 2 Prozent Aussdruß festgestellt haben,
kann das Los nidrt fehlerfrei sein. Es ist aber auch
klat, daß das Los vermutlictr keinen sehr hohen
Aussc}ußprozentsatz (2,
B. 2Q Prozent) enthalten
dürfte. Wäre Letzteres der Fall, so ist es sehr un-
wahrsdreinlidr, daß die Stichprobe nur.2 Prozent
Aussdluß enthält. Wir werden nidrt sehr fehlgehen,
wefin wir annehmen, daß der Aussctrußprozentsatz
des Loses irgendwo in der Nähe von 2 Prozent tiegen
wird; da wir aber nur eine Stichprobe gezoggn
haben, können wir aber audr nicht behaupten, daß
er genau 2 Prozent beträgt.
Mathematlsehe, Statistik
gibt
klare Antwort
Wenn das Ergebnis der Stictrprobenprüfung bekannt
ist, so kann mit Hilfe dbr mathematisctren Statistik
auf die Frage, in welchen Grenzen der Aussctruß-
prozentsatz
des Loses aller Wahrscheirilidrkeit nach
liegt, eine klare Antwort gegeben
werden. Je kleiner
die Stichprobe ist, um so weiter liegen die Grenzen
voneinander entfernt;
je größer
sie ist, um so enger
liegen diese Grenzen. Da die Stichprobenprüfung
wirtschaftlich sein soll. werden in den meisten I'ällen
kleine Stichproben bevorzugt. Dann aber liegen die
Grenzen, in denen sich der wahre Aussctrußprozent-
satz des Loses befindet, so weit auseinandör. daß
der.Rücksctrluß von der Stictrprobe auf das Los für
den Praktiker wertlos ist. Man ist außerdem bestrebt,
der Prüfabteilung klare Anweisungen, z. B. wie viele
Erzeugnisse zu prüfen sind und wie viele Ausschuß-
stüd<e ln der Stichprobe hödrstens gefunden
werden
dürfen, wenn das ganze
Los als
,,gut,,
beurteilt wer-
den soll, zu geben.
'
Lor'
+
. n1
Stldrprobo (nl
, / \
, / \
Anrohl dcr Ausrdtu3tt0dc ln An:chl dcr Aurrdrutrtüd. ln
d c r St i d t p r o b c h ö c h s t . n r c d . r St i ö p r o b c
a r ö l c r o l r
c
i
Lot
,gut'
(Annohmc dcr Lorcsl
I
V
Lor
,3öl.rfit'
(Rlldwcirung dcs Lorcrl
Angewendet auf den einfadrsten Fall, d: h. auf die
Prüfung mittels
,,einfacher
Stidrprobe" ergibt sidr
.folgendes Bild:
Die Vorsdrrift einer solchen Prü,fung
-
z. B. n
:
100,
e
:
2
-
besagt:. Früfe J00 blindlings aus dem Los
herausgegriffene Sfi.idG, sind darunter höchstens
c
:
2 Aussdrußstü-cü6, so
gilt das ganze Los als
,,gut"
und wird angenomme4; werden mehr als zwei
Aussdrußstüeke in der Stichprobe gefunden, dann
gilt
das ganze Los als
,,schlecht"
und riira zurüch-
gewiesen. Man nennt n den Stichprobenumfang und
c die Annahmezahl (SchemoT).
Um aus einem soldren Stidrprobenplan (n, c) richtige
Sdrlußfolgerungen ziehen zu können, muß man die
Fragestellung in gewissem Sinne umkehren. Wir
wollen einmal annehmen, daß wir den Aussdruß-
prozentsatz im Los kennen und feststellen, welche
Ergebnisse wir erhalten, wenn wir Losen mit be-
kanntem Ausschußprozentsatz Stidrproben ent-
nehmen.
Experlmente mlt Glasperlen
Dies könnten wir mittels mathematischer bzw.
statistiScher Überlegungen theoretisctr erhalten, z. B.
mit Hilfe des Binomialsatzes. Wir wollen aber hier
das Ergebnis experimentel\ finden,.indem vrir uns
eines leidrt herzustellenden Modells bedienen. Als
Los verwenden wir eine größere Anzahl von Glas-
perlen,
von denen ein bestimmter Prozentsatz als
,,fehlerhaft"
gekennzeichnet ist, z, B. durdr be-
sondere Färbung, Wir. nehmen z. B. ein Gefäß mit
10 000 Perlen. von denen
200 Perlen grtin
100 Perlen blau
9400 Perlen weiß
sind,
Sehen wir d'ie sdrwarzen Perlen als Aussdrrußstüd<e
an, so enthalten die 10 000 Glasperlen I Prozent Aus-
sdruß, betrachten wir die roten Perlen als fehler-
hafte Stüdre, so hat das Los 2 Prozent Aussdruß.
Die schwarzen und roten Perlen zusammen ergeben
3 Prozent Aussdruß usw. Wir können also mit unse.
rem Modell Aussctrußprozentsätze von I bis 6 dar-
stellen.
Zuerst sollen nur die sdrwarzen Perlen als Aussdruß-
stüdre zählen. Wir ziehen nun aus unserem Gefäß
eine Reihe von Stichproben vom Umfang n
-
100 und
zählen in
jeder
Stictrprobe die Anzahl der sdtwarzen
Perlen, Das Ziehen der Stidrproben läßt sictr sehr
einfadr mit Hilfe eines Brettes durehftihren. in das
100 Vertiefungen in der Größe der Glasperlen an-
gebradrt
wurden (Abb.
1). Nactr dem Ziehen einer
,jeden Stictrprobe wird diese wieder in das Gefäß
zurüclgesdlüttet, damit sich der Aussdrußprozentsatz
im Gefäß nicht ändert. In der Praxis wird selbst-
verständlidr so etwas nidrt getan;
es handelt sidr
aber hler um ein Experinient, aus öem wichtigeRück-
scililsse gezogen
werden sollen.
100 Perlen sdrwarz
200 Perlen rot
D'
Nach zehn Stldrproben ergaben sidr die in Tafet 1
zusammengefaßten
leicht zu deutenden Ergebnisse.
Von den zehn Stichproben enthielten neun Stich-
proben
null, I oder 2 sdrwarze
perlen
(Ausschuß-
stüd<e); nun ,eine
Stichprobe enthielt rnehr als zwei
sdrwarze Perlen. Nach der oben angegebenen Vor-
sürift (Scäezr.o
-1) werden also von zehn Losen neun
angenommen und ein Los zurückgewiesen. Die ex-
perimentell gefundene
Annahmewahrscheinlichkeit
beträgt al so 90 Prozent (s. rsorl etzte Zei l e d.er Tofet 1).
Der theoreti sdre Wert beträgt 92
prozent.
Das gefundene
Ergebni s wol l en wi r noch ei nmal mi t
anderen Worten ausdrücken:
Wird dBr Kontrolle ein Strom von Losen mit I
pro-
zent Ausschuß vorgel egt, so i st bei Verwenduns des
Sti chprobenpl dnes n
:
100, c
:
2 dami t
".t
.e"f,rr"rr.
daß i m Mi ttel von 100 Losen
g2
angenommen und
8 zurüd<gewi esen werden,
Nehmen wir
jetzt
nacheinander 2,
g,
4, 5 und 6
pro-
zent Ausschuß i n den Losen an und verfahren wi r
i n der besctrri ebenen Wei se, so erhal ten wi r etwa
die in der Tafel I angegebenen Werte. Der letzten
Zei l e di eser Tafel entnehmen wi r für Lose mi t 5
pro-
zent Aussdruß di e Annahmewahrschei nl i chkei t
12,5 Prozent. Das bedeutet al so: Zi ehen wi r aus Losen
mit 5 Prozent Aussdruß Stichproben vom Umfang
n
:
100, so i st dami t zu rechnen, daß von hundert
1% 3ro 4% 5% 6%
Au$dtußpnrcnltolz dcr zu Dtüfends l6e
Losen etwa 12' hödrstens 2 und 88 mehr als 2 Aus-
schußsttie}e enthalten. Zwölf Lose werden also als
,,gut" .beurtei l t
und angenommen, 88 Lose werden
al s,,sdrl echt" beurtei l t und zurückgewi esen.
'Die
Annahmekennllnle
Tragen wi r nun di e Annahmewahrsctrei nl i chkei t i n
Abhängi gkei t vom Ausschußprozentsatz der Lose auf,
so erhal ten wi r ei ne Kurve, di e Annahmekennl i ni e,
mi t deren Hi l fe wi r di e Lei stungsfähi gkei t ei nes
j eden
Stchprobenpl anes beurtei l en können. Sel bst-
verständl i ch gehört zu j edem
Sti chprob€npl an, al so
zu j eder
Kombi nati on von n und c, ei ne besondere
Annahrrl ekennl i ni e. Für den Pl an (n
:
100, c
:
2)
hat di e Kennl i ni e den i n Abb, 2 gezei gten
Verl auf.
Wi r können di e bi sheri gen Ergebni sse al so wi e fol gt
zusammenfassen: Bei Verwendung des betrachteten
Sti chprobenptanes (n
:
100, c
:
2) werden Lose mrr
höchstens I Prozent Ausschuß überwi egend an-
genommen (Annahmewahrschei nl i chkei t g2,0prozent)
und Lose mi t mehr al s 5 Prouent Ausschuß . über-
wi egend abgel ehnt (Annahmewahrschei nl i chkei t
12,5 Prozent).
O l% 2o/o 3/o
luüdruBprcnnlsotz dcr zu
pn;fenden
toge
Zur Kennzei drnung ei nes Pl anes hat man für den
Herstel l er und für denVerbraucher besti mmte
punkte
auf der Annahmekennl i ni e
festgel egt:
Der Abnehmer oder Verbraudrer hat das Interesse.
si ch davor zu schützen, daß Lose mi t zu hohem Aus-
schuß i n den Betri eb gel angen.
Für i hn i st al so der
Tei l der Annahmekennl i ni e für hohe Ausschuß-
prozentsätze
wi chti g. Im al l gemei nen gi bt man für
den Verbrauctrer den Ausschußprozentsatz (punkt
auf
der Kennl i ni e) an, bei dem di e Lose i n ei nem Zehntel
al s
,,gut"
und i n neun Zehntel al l er Fäl l e al s
,,sdrl echt" beurtei l t werden. Di ese Grenze bezei chnet
man al s
,,Abl ehngrenze,, oder
,,Schl echtgrenze,,. Das
Abnehmerri si ko beträgt al so l 0 Prozent.
Der Herstel l er dagegen betrachtet den l i nken, oberen
Tei l der Annahmekennl i ni e. Er wi l l , daß Lose mi t
ei nem ni edri gen Ausschußprozentsatz prakti sch
i mmer angenommen werden, Gel egentl i ch muß er es
aber i n Kauf nehmen, daß ei n Los mi t ei nem
ni edri gen Aussdrußprozentsatz abgel ehnt wi rd. Für
das Herstel l erri si ko hat man bi sher kei ne ei nhei t-
l i ohe Regel ung getroffen.
Man ni mmt hi erfür l 0
pro-
zent, 5 Prozent oder sogar noch weni ger,
Wi r sehen al so, daß es vor Anwendung ei nes Sti ch-
probenpl anes
sehr wi chti g i st, si ch an Hand der
Annahmekennl i ni e von sei ner Lei stungsfähi gkert zu
überzeugen. Je wei ter
,,Gutgrenze,, und
,,schl echt-
grenze"
ausei nander l i egen, um so fl acher verl äuft'
di e Kennl i ni e und um.so kl ei ner i st der Sti chproben-
umfang, al so der Prüfaufwand. Je enger di ese bei den
Grenzen zusammenl i egen, um so stei l er verl äuft di e
Annahmekennl i ni e, um so größer
i st auch der Sti ch-
probenumfang (Abb,3).
ü
s
A
$
s
t
. fofd2
C Lrt .ln!r in drr
frorlr
vhlfoö vcmcndctcn Stlö-
prob.nplan.r,
dir durdi Gut. und Sdtlcdrtgrcnzc
Actcnn-
r.iön.l rlnd.
Tctt
Gutgrcnze
Schlecfrtg renze
lt
0,5Q
1, 0
2,s
5
10
4
I
il
I l
tv
v
vl
8@ 1m0 13@ 1400
2 2 3 3
4@ 5@ 650 7!0
2 2 3 3
160 2@ 2@ N
2 2 3 3
80
.1@ 130 140
2 2 , 3 3
40 50 65 70
2 2 3 3
mä 3 0 3 5
2 2 3 3
I n
c
l l n
c
l l l n
c
l V n
c
V n
c
Vl n
c
0, 10, . , 0, 15
o , 2 . . . 0 , 3
0 , 5 . . . 0 , 7 5
1 , 0 . , . 1 , 5
2 , . , 3
: '
Tahl I
Einlaör Stichprobanplönc
, . , 0 , 5 5
, . . 1 , 2 5
. , . 3 , 5
, , . 7 , 5
, , , 3 0
Tcst Pl on
Umfong N des Losos
501 1001 zml 50r
bl s bl s bi i bi r bi r i l ber
500 1 0@ 2 000 5 @O 1o O0o 10 ooo
ol l c 66
prüfen
I
250 300
1 1
100 18
1 1
50 60
1r
25 30
r 1
12 15
1 1
llEZ
lnDohmekcnDtinicn det
ptöne
D. t 00, c
-O
und o. 4O0. c. O
,1bb,2 tnnohmekennlinia des
plon6
n. t00, c. z
Absüufung ilee Süldlprobenumlanges
Selbstverständlich wiU man aus wirtsdraftlidren
Gründen kleine Lose nidrt mit
großen Stichproben
und umfangreidle Lose nidrt an lland weniger Stücke
prtifen, Deshalb ist elne Abstufung des Stidrprobcn-
umfanges nadr dem Losumfang erforderlich.
Tn Tatel 2 sind die 6 Teste eines bereits beredrneten, in
der Praxis vielfadr verwendeten Stichprobenplanes
dargestellt, die durctr Gutgrenze und Sdrlechtgrenze
gekennzeichnet sind. Es hrindelt sidr um sedts ver-
sdrieden sdrarfe Prüfungen. Die Risiken für Gut-
grenze und Sdrlechtgrenze betragen hier l0 Prozent.
Für
jeden dieser Teste sind 6 Stidtprobenverfahren
(Tafel 3) angegeben. Dte Sti&probenumfänge steigen
mit den Losumfängen. Will also z. B. ein Betrieb die
auszuliefernden Erzeugnisse
prüfen und vermeiden,
daß Lose mit mehr als 5 Prozent Aussdtuß aus-
geliefert werden, so muß man die Stidtprobenpläne
des Testes IV verwenden
(Sdtlechtgrenze 5 bis
7,5' Prozent). Enthalten die auszul.ieJernden. Lose z" B.
450Q Erzeugnisse, so kommt der Plan n
:
100, c
:
2
zur Anwendung.
Bei Ablehnung von Losen ist es erforderlictt, u, a.
folgende Maßnahmen in Betracht zu.ziehen:
I
Rilcksendung des Warenpostens
I
Sortieren des Warenpostens auf Kosten des Her-
stellers
I
Behebung de! Fehler (Nacharbeit) auf Kosten des
Herstellers,
Elnsparung von Prüfkrillten
Die Anwendung von Stictrprobenplänen erspart nicht
nur Prüfkräfte, sondern liefert audr widrtige Unter-
lagen zur Beurteilung der
geprüften Erzeugrrlsse. Das
Prüfen mittels Stichproben darf also nicht Selbst-
zweck sein. Die Prüfung dient nicht nur dazu, Fehl€r
zu finden, sondern soll auctt dazu beitragen, sie
künftig zu verhüten. Registriert qran die Ergebnisse
der Prüfungen nadr Stichprobenumfang, Anzahl der
in der Stictrprobe festgestellten Aussctrußstücke und
den Fehlerursachen systematisch, so ergeben perio-
disdre Analysen soldter Aufzeichnungen Hinweise,
wo und in welcher Weise die fertigung verbessert
werden kann (ugl. hierzu besonders den Beitrag
,,fragebogen für
W erkstücke"
),
An einem Beispiel aus der Praxis sollen zum Schluß
die Vorteile einer Prtlfung mittels Stichproben
ge-
zeigt werden. Seit 1055 werden im VEB Werkzeug-
fabrik Berlin-Treptow Paßfedern
(Normteile)
-
es
handelt sidr um
jährlich
mehrere Millionen
-
bei
der Ausgangskontrolle mittels Stichproben geprüft.
Da bei der Anwendung von Stichprobenverfahren
nidtt erwärtet werdbit kann, daß alle Paßfedern nach
der Prtifung einwandfrei sind, muß man in den aus-
zuliefernden Erzeugnissen einen
gewissen, vertret-
baren Ausschußprozentsatz zulassen; er wurde auf
3 Prozent festgelegt.
An Hand der registiierten Ergebnisse der Stich-
probenprilfung und insbesondere an Hand der fest-
gestellten Fehlerursachen konnte der durchsdtnittlide
{ertigungsausschuß
laufend gesenkt werden. Seit
l)inführung der Stictrprobenftlhrung erfolgt der Ab-
lauf der Kontrolle reibungsloser, so daß Lose
sdrneller als früher zu Lieferungen zusammengestellt
und versandt werden können. Der Prüfaufwand
(Arbeitsaufwand)
beträgt unter Berücksidrtigung der
Totalprtifungen zurüchgewiesener Lose gegenüber der
früher ilblictren l0Oprozentigen Kontrolle nur nodr
20 Prozent. An Stelle von vier Prüfern in der Aus-
gangskontrolle dieses Betriebes ist
jetzt
nur noch
ein Prüfer notwendig.
wAss
POLYTECH ]I ISCH E B I B TIOTH E K
Buchrei he des Prösi di ums der Gesel l schof t zur Verbrei t ung wi ssenschol t l i öer Ki nnt ni cse
Dem großen Krei s derer, di e über di e übl i che Gruri dschul - und Beruf ssöul bi l dung ver-
f ügen, gi bt di e neue Buchrei he di e Mögl i chkei t , si ch oul den verschi edenort i gst en Ge-
bi et dn über den Wel t st ond der Techni k zu unt erri cht en und so dos Al t gemei nwi ssen zu
vervollkommnen.
-
Noch in diesem Johr erscheinen sechs Bönde in Toschenformot, von
denen wi r di e erst en drei nochst ehend onzel gen:
Elektrogeröte
-
Helfer im Hous
Rund um die Ste*dose
.
Etwo 176 Seiten mit 99 Bildern
.
Hlw.
etwo 4,50 DM
MORGENRoTH Al l es hör t
quf
UKW
I OPFER
Di e t edrni sch-physi kol i schen Grundl ogen des UKW-Funks und
sei ne Anwendungsmöglichkeiten
Etwo 144 Seiten mit 126 Bildern
.
Hlw. etwo 4,50 DM
Me8vadshren
-
leidrt verstöndliö
Methoden der industriellen Meßtechnik Etwo 136 Seiten mit
112 Bi l dern Hl w. et wo 4, 50 DM
Die Reihe wird fortgesetzt. In lhrer Buchhondlung wird mon lhnen die Bönde
gern vorlegen,
.ouch
einen Prospekt können Sie dort bekommen.
VEB FACHBUCHVERLAg LEI PZ, I g
f
I
LUMINESZENZ-
Von Di pl ..Phye. Kl ol e AtB:Rs
Haben Sie nidlt auch schon einmal
an milden Sommerabenden einen
Leuchtkäfer,bewundert.
dessen Hin-
terteil ein intensives grünes
ruhi-
ges
Licht ausstrahlt? Und sicher
haben Sie auch darüber nachgegrti-
belt, wie denn wohl dieses
,,kalte
Lidrt" entstehen mag? Aber es
gibt
nodr ander.e Beispiele aus unserem
Leben, wo wir dem
,,kalten Licht,,
begegnen. Denken Sie nur an die
Leuchtfarben zur Kennzeichnung
des Lidrtschalter,s im dunklen Trep-
penflur
oder an die Leuchtziffern
der Armbanduhr. Die Fernsehbild-
röhre, der Röntgenschirm und die
Leuchtstoffröhre
-
überall tritt uns
dieser merkwürdige Leudrtvorgang
entgegen, dessen Ursadre offenbar
nichts mit einer Wärmequelle im
herkömmlichen Sinne zu tun hat.
Alle diese Leuchtvorgänge, die nicht
auf einer Temperaturerhöh,ung ba-
sieren, bezeichnet man als Lumines-
zenz. Genauer ausgedrückt bezeich-
net man als Lumineszenz die Eigen-
sdraft einer Reihe von Stoffen,
unter Bestrahlung mit ultraviolettem
Licht, mit a-,
p- oder y-Strahlen
oder unter Einwirkung eines elek-
trisdren
leldes
Licht auszusenden.
Man sagt dann auch, diese Stoffe
,,lumineszieren", und man nennt sie
auch
,,Luminophore". Wie ,sdlon er-
wähnt, wird im Gegensatz zum
Gl'ühlampenlidrt mitunter auch vom
,,kalter"
Lidrt gesprodren,
da die
Lichtquclle eben nictrt notwendiger-
weise eine ,hohe Temperatur zu
haben braudrt. Nur zum Vergleich
sei erwähnt, daß die Temperatur
des Fadens einer Glühlampe etwa
2?000 Kr) beträgt, die der Lumino-
phore
bestenfalls einige 1000 K
(Abb.
1).
Wie entsteht nun dieses
,,kalte,,
Liüt? Um das zu verstehen, müssen
wir uns zunädrst noch einmal ver-
gegenwärtigen,,
wie denn das Licht
über,haupt ensteht,**) Erinnern wir
un6 an das Atommodell, so wissen
wir, daß bei den Atomen mit großer
Kernladungszahl' die Elektronen auf
versdrieden großen
Bahnen
-
man
spridrt besser von Sdralen
-
um
den Kern kreisen. Norrnalerweise
58
&
ergeben sich hierbei audr keine Ver-
änderungen,
d. h,, man kann die
Lage der Elektronen auf den ihnen
zugeordneten Sctralen durchaus als
stabil ansehen. Unter bestimmten
Voraussetzungen, zum fteispiel beim
Zusammenstoß zweier Atome. kann
es
jedoch
gesctrehen,
daß ein Eiektron
für eine kurze Zeit auf eine weiter
außen liegende Schale gehoben
ü' ird (Äbb.
2). Natürlidr ist dafür ein
bestimmter Energiebetrag notwen-
di g, der eben bei spi el swei se vom
Zusammenstoß zweier Atome her-
rühren kann. Das Elektron bleibt
aber nur für eine sehr kurze Zeit,
etwa
r/rmrmmo
s, auf dieser äußeren
Schale und springt dann auf
seine ursprüngliche Schale zurück.
Dabei wird der vorLrer aufgewandte
Energiebetrag zum Sprung auf die
äußere Schale wieder fr.ei
-
und
zwar in Form eines Lidrtblitzes,
Hierbei sendet das Atom Licht einer
ganz
bestimmten Frequenz
1, aus, die
durdr die Einsteinsclre Beziehung
E
:
h . ,/
gegeben
ist (E:
notwen-
dige Energie, um das Elektron von
einer Bahn auf die andere zu heben.
h: Plancksches
\r/irkungsquantum).
In den bekannten Leudrtstoffröhren.
wo mit Hilfe eines elektrisctren
Feldes und eines hocirvendünnten
Gasraumes die notwendigen Be-
dingunrgen zum ZusamüTrenstoß der
Atome gegeben
sind, entsteht auf
I
di ese Wei se das Li cht. Al l erdi ngs
muß noch hi nzugefügt werden, daß
es si dr hi erbei zunächst um ul tra-
vi ol ettes Li cht handel t, wel ches erst
\/on dem auf der Innenwand
der Leuctrtstoffröhre aufgebrachten
Leudrtstoff i n si chtbares Li cht ver-
wandel t wi rd (Abb,
3).
Im Pri nzi p erfol gt di e Verwandl ung
des ul travi ol etten Li chts i n si cht-
bares Li cht wi eder so, wi e wi r das
eben böi m Vorgang i n der Leucht-
tD
Eleklronen
e
Suecksilber:
stofiröhre behandelten. Es gibt aller.
dings einen wesentlidren Unter-
schied; Der verwendete Leuchtsto:ff
stellt im Gegensatz zum Gas in der
Röhre einen festen Körper dar, d, h,,
die Atome liegen entspredrend dldrt
beieinander. Das geht
so weit, daß
sich die äußeren Elektronenschalen
benadrbarter Atome gegenseitig
be-
einflussen. So kann es durdraus ge-
schehen, daß sich Elektronen der
äußeren Sdlalen des einen Atoms
auf der äu8eren Sdrale des anderen
Atoms weiterbewegen, Wird nun in-
fol,ge einer Energiezufuhr (beispiels-
weise eben in Form eines Lidrt-
blitzes einer bestimmten, für unser
Auge unsidrtbaren Wellenlänge) im
festen Leudttstofr ein Elektron aus
seiner ursprünglichen Bahn gehoben
und ,damit gewissermaßen
auf ein
anderes Energieniveau befördert,
dann erfolgt beim Zurücl<springen
dieses Elektrons ebenfalls ein Frei-
setzen dieses Energiebetrages in
Form eines Lidttblitzes, der diesmal
aller'dings vom Auge wahrgenom-
men werden kann. Der Leuctrtstoff
sorgt also
'dafür,
daß das unsidrtbare
Lidrt in sidrtrbares Lidrt verwandelt
wird.
Und nodr einen wesentlidten Unter-
schied gibt
esl Während beim Vor-
gang
in der Leudrtstofrröhre immer
nur Li dl t el ner, best enf al l s
ei ni ger best i mmf en Fr equen-
zen , entstand,. strahlt der Leudrt-
stoff das Lidrt eines ganzen
Frequ'enzbandes
au,s. Das hat seine
Ursadr,e
.darin,
daß zwar auch lm
Leudltstoff
,eim
Sprung eines ein-
zel nen El ekt rons Li cht ei ner. be,
stimmten Frequenz entsteht. die
Vielzahl der Elektronensprünge
unter den Bedingungen des didrten
Nebeneinanderliejens
def Atome
je-
doch zu untersdliedlichen,,Energie-
gefäIlen"
führt. Aus den unterschied-
lichen Frequenzen der Ltchtblttze
einzelner Elektronensprünge setzt
sidl dann also das vom Leuchtstoff
abgestrahlte Licht zusamrnen,
Das läßt sich
physikalisdr
sehr leicht
nachweisen, Zerlegt man nämlich
mlt einem Spektralapparat das Lictrt
€ines Lumlnophors, zum Beispiel
das von Zinksulfid, dann wird
immer ein ganzer
tr'requenzbereidr,
sogenannte Emlssionsbanden, ab:
gestrahlt, während das von einzel-
nen Atomen ausgesandte Lidtt
sdrarfe Linien, die Spektrallinien,
erzeugt,
Eines müssen wir uns
jedoch
merk€n, daß nach dem Gesetz von
der Erhaltung der Energie der in
Forrn von sichtbarem
.
Licht vom
Leuchtstoff (vom Luminophor) ab-
gestrahlte Energiebetrag vorher in
irgendeiner Forrn diesem Leuchtstofr
zugeführt werden muß,
Durch
geeignete
Zusammensetzung
der Luminophore kann man die
Farbe des Emissionslichtes star:k
beeinflussen, und
,es
ist heute mög-
lich, fitr
jeden
Spektralbereich des
sidrtbaren Spektrums solche Lumi-
nophore herzustellen. Hierzu eignen
sich besonders
gut
Misdlungen aus
Zinksulfid und Cadmiumsulfid.
Durclr Variation' des Mlschungsver-
hältnlsses von Zink und Cadmium
lassen sich alle möglidren Ab-
stufungen von Blau (reines Zink-
sulfid) ,bis Rot (reines Cadmium-
sulfid) erreichen. Solange diese
Sulfide
jedoch
in
großer
neinheil
vorliegen, ist dieser Leuchtvorgan€
nictlt zu beobadrten, Erst wenn man
ihnen bestimmte V€runreinigungen
in winzigen lengen zusetzt, man
spridrt von sogenannten
,,Akti-
vatorett", lassen sictr diese Stofre
zum Leudrten anregen, Derartige
Zusätze können Kupfer, Wismut,
Mangan, Beryllium u. a. die Emis-
sion fördernde Sdlwermetalle sein.
Wo änden Leudrtstofie heute tiber-
all Verwendung? Wir wollen zu-
nächst diejenigen Anwendungen
betradrten, bei der die Lumineszenz
durch kurzwelliges (ultraviolettes
oder blaues) Lidrt erzeugt wird
(so-
genannte Fotolumineszenz). Hier
sind zunächst alle Leuchtfarben zu
nennen. Die weitaus verbreitetste
Anwendung stellen die Leuchtstofr-
röhren dar, die man allerdings nidrt
mit den Leuchtröhren verwechseln
darf. Während die meist zu Reklame-
zwecken verwendeten Leuchtröhren
(Abb.
4) mit verschiedenen Gasen
(Neon, Argon, Sauerstofr, Helium)
gefüllt
sind und unter Einwirkung
des elektrischdn Stromes ein charak-
teristisches Lidrt aussenden. sind
die zu Beleüchtungszwecken be.
nutzten Leuchtstofrröhren (x7tr,
(Abb,
1), wie wir nun schon wissen,
auf der Innenseite mit einer Leucht-
stoffsdrlcht bestrichen,
Eine weitere, sehr widttige Art der
Lumineszenz ist ihre Anregung
50
durch Elektronenstrählen, auch Ka-
thodenstrahlen genannt (Katltodo-
lumineszenz). Wir denken dabei
an die Braunsche Röhre eines
Kathodenstrahloszillografen (Abb,
5)
oder an die Bildröhre eines Ferhseh-
gerätes (Abb.
6). In beiden Fällen
ist die Vorderseite des Kolbens von
innen mit einer durch Elektronen
anregbaren Leuchtstoffschicht be-
Iegt. Der Elektronenstrahl wird
durch zeitlictr veränderliche Span-
nungen abgelenkt und überstreidrt
dabei nacheinander alle Teile des
Bildschirmes. .Außendem wind die
St rahl st ärke noch zei t l i ch, , modu-
liert", d, h. der Strahl regt manctre
Stellen des Leudrtsdrirmes stärker,
andere sdrwächer an. Aus solchen
hellen und dunklen Bereichen setzt
sidr dann das yon
uns betrachtete
Fernsehbild zusammen. Auch in der
Abstimmanzeigeröhre, dem.,,magi-
schen Auge" oder
,,magisdren.
Fächer" (Abb.7)
an unserem Rund-
funkgerät wird der Leuchtstoff
durdr ein Elektronenbündel an-
geregt,
dessen Breite veränderlich
und ein Maß für die Güte der Ab-
stimmung ist.
llfit der Anregung von Leudrtstoffen
durch
7-Strahlen
(Röntgenstrahlen)
kommen wir in unserem täglichen
Leben i'n Berührung. Denken wir
dabei nur an eine Durchleuchtung
in einem Röntgenlabor, Der Fatient
steht zwisdren Röntgenröhre und
einem Bildschirm (Abb.
8), der
ebenfalls mit einer, in diesem Falle
speziell von y-Strahlen anregbaren
Leuchtstoffschidrt versehen ist. Dort,
wo die Strahlen den Körper durdr-
dringen, trefren sie auf den Sctrirm
und regen diesen zum Leuchten
an. An den Stellen, an denen dle
Strahlen im Körper stärker absorbiert
werden, bleibt
,der
Schirm dunkler,
Der Arzt sieht also eine Projektion
der inneren Organe des Patienten,
$'obei der Leuchtstoff d,ie Rolle
übernimmt, &öntgenstrahlen in
sichtbares Licht umzusetzen.
Beinahe hätten wir
.das
mit Leudlt-
farbe bestrich€ne Zifferblatt un-
60
serer Armbanduhr odör unseres
Weckers vergessen (Äbb, 9). Aber
hiermit hat es noch etwas
'Beson-
deres auf sidr.
'Bringen
wir unsere
Uhr für kurze Zeit in die Nähe einer
Lampe und gehen dann mit ihr ins
Dunkle, so leuchten Zeiger
,und
Zifrern noct! eine beträctrtlidre Zeit
nach. Diese Leuchtstoffe ,sind also in
der Lage, Lidrt zu sp€idlern und
den Prozeß der Ausstrahlung ilber
eine längere Zeit zu verteilen. So
gibt es Leuchtstoffe, die eine Stunde
nachleudrten, wobei .die
Helligkeit
mit der Zeit allmäblidr nadrläßt
(Fernsehleudrtstoffe
müssen wegen
der schnellen Bildfolge eine selrr
kurze Nachleuchtdauer haben),
Mischt man nun unter die Leudlt:
stofimasse eine ger,inge
Menge eines
radioaktiven Elementes, weldres
a-
oder
7-Strahlen
aussendet, so wird
der Leudrtstofr ständig neu zur
Lumineszenz angeregt, Mit unserer
Armbanduhr tragen wir also eine
gewiss€
Menge radioaktiven Prä-
parates
mit uüs umher. die aber so
gering
ist, daß ihre Strahlen keine
Schädigung hervorrufen. Mit einem
guten
Auge kann man mandrmal bei
solchen
.Uhren
kleine Lichtblitze,
sogenannte Szintillationen beob-
achten, Schon zeigt sidr
,damit
eine
neue Anwenrdungsmögliükeit der
Lumineszenz, nämlictr die Zählung
von
a-Teildren,mit Hilfe einer Foto-
zelle. weldre ,c!ie Zahl der von dem
a-Teiltjhen
regi stri ert.
erzeugten
,Lichtblitze
Neben den bi'sher besclrriebenen
Ersdreinungsformen gibt
es eine
weitere, die
.erst
in den letzten
Jahren an Bedeutung gewonnen
hat, die Elektroluminaszenz, Ein
zwischen die Platten eines Konden-
sators gebrachter
Zinksulfidleuctrt-
stoff leudrtet unter A,nlegung einer
Wedrselspannung genügend
hoher
Frequenz (10
bls 50 kHz) hell auf.
Die Forsdrung ist
gerade
auf diesem
Gebiet noclr sehr im FluB, und
neuerdings lst man bemtl,ht, den
Efrekt der Elektrolumineazenz zrl
Beleuchtungszwecken auszunutzen,
Zwei weitere interessante, ftir dte
Praxis aber weniger wictrtlge Spiel-
arten der Lumineszenz seien ab-
schließend nocrl. erwähnt, die Tribo-
lumineszenz und die Chemo- bzw.
Biolumineszenz. Unter Triboltrmines-
zenz versteht man elne im Dun-
keln oft zu
,beobadrtende
Bdrwaclre
Lictrtensdrelnung, die beim Reiben
oder Spalten von Knistallen, zutn
Beispiel W,ürtelzucler, entsteht.
Chemölumineszenz entsteht mit-
unter bei dremischen Vongängen,
Biolum.ineszenz speziell bei bio.
chemisdien Prozessen an kleinen
Lebewesen und.Pflanzen, von denen
die Glühwilrmdren und Leuctrtkäfer
wohl die bekanntesten V€rtr€t€r
sin'd.
.) oK

crad Kelvln, dle Kelvinskala
ist dle absolute Tempereturskala,
die auf dem absoluten Nullpunkt
(- 2?8,100 C) baslertl 0o C
-
2?3,f6o K.
..)
Vgl, hlerzu sudr den Beltrag
,Ilcrtt
-
l€ldrt verständlldr" ln
"Jugend
und
Technlk" Helt t/lgö?.
t
{
'k
i
1 $ i
+ o
' n " '
's
ffinK
ü
*ws€*-;#68
N{e
"h*'{"'
Sel
\;ielert
Leserh wird es sdron widerfahrön sein, daß
Y die Frau oder Mutter trotz Hilfe abends keine freie
Minute hatte, weil nach der Berufstäiigkeit noch der
Haushalt versorgt werden will. Moderne Haushalts-
geräte wer.den also gebraucht, um die schwere und
zeitraubende Hausarbeit zu erleidttern.
,,Jugend
und
Technik" freut sich deshal,b, wenn unsere volkseigenen
Betriebe Verständnls iür die Wünsche der Hausfrauen
haben und ihnen neue Haushaltsgeräte zur Verftlgung
stellen. Eines dieser Geräte ist zurn Beispiel die
Küdrenmaschine ,,Libelle"
vom VEB Döbelner Be-
sdrläge- und Metallwerke, die vor Jahresfrist im Han-
del ersdrienen ist. Meine Erfahnrngen mit dieser
Maschine, die idr während einiger Probewodren
machen konnte, seien hier nachfolgend wiedergegeben.
Die ..Libelle" ist eine moderne Vielzweck-Haushalts-
maschine. Vorweg sei schon
gesagt, eine Libelle ist
sie nidlt, eher eine Humm.el, der Beweis rsoll nodt
angetreten werd€n,
IVIeine Bekanntsdraft mit der ,,Libelle"
begann darnit,
daß vom VEB Döbelner Beschläge- und Metallwenke
eine umfangreiche Kiste anJ<am, in der ebenso auch
ein Fernsehapparat hätte sein können. Nachdem ich
diese große Kiste auspackt€, war mir klar, daß die
Maschine mit ihren fünf Zusatzge,räten, wie Schlag-
mühle, Mixer, Fleisdrwolf,
Teigkneter
und Tellerreibe,
einen umfangreichen Platz einnimmt. Am gleidten
Abend ging das Probieren los, Es 6ei aber
jedem
zu-
künftigen Besitzer gesagt, eine Küdrenmaschine ist
eben ein mechanisches Gerät. Bei aller EinJachheit
einer solchen Vielzivech-Haustraltsmasctrine mu8 man
natürlidr beim Umgang mit dieser auch ein wenig
,,rnit
dem Köpfchen" arbeiten. Jeder sollte sich deshalb vor
dem ersten Gebraudt
.gründlidtst die Bedienungsanlei-
tung durdrlesen, lrlenn er nidlt fehl,gehen will.
vielseitig und schnell
Das Gruntlgeröt
Der Gr'undkörper ist aus Plastwerkstofi hergestellt und
in einem Al.u-Rohrgestell zwedimäßig aufgehängt.
Diese Rohrkbnstruktion ermöglidrt eine sdrnelle
Schwenkung des Grundkörpers in die
gewünschte
Arbeitsstellung. Das Gerät kann als Tisdlgerät oder
audr als Wandgerät verwendet werden. Die letztere
Möglidkeit habe idt nicht erprobt, da m,ir,die Küdren-
wände zu sdrade waren, um vier Halterungen an-
zubr.ingen, von deren Haltbarkeit i& bei diesem dodl
recht schweren Gerät nicht
,überzeugt
war. Das zu tun,
überlasse ich zukrünftigen Besitzern.
Das Herz der
,,Libelle"
ist ein I;uftgektirhlter, robuster,
leider a,ber auch sehr lauter Motor von 440 W, der
hohe Leistungen vollbringt. So errnöglidrt der Motor
mit der Übersetzung von l:l00,.die.Verwendu&g von
zwei Drehzahlgruppen. Für die langsarp laufen'den
Geräte, wie Fleisdrwolf, Frudrtpiesse, Teigkneter und
Tellerreibe, können die Drehzahlen elngestellt werden:
Stufe I
:
ca. 100 min-r
Sbufe 2
:
ca. 120 min-r
Stufe 3
:
ca, 140 min-t
sl
Für die schnell laufeniden Zusatzgeräte, wie Sctrlag-
mühle
,und
Mixer mit Zwisdrenstücl<, lassen sldr mit
dem Dreist'ufensdr,alter die Drehzahlen 10 000 min-r bis
14 000 min-l einstellen. Da die ,,Libelle,, ein Allstrom-
gerät
ist, känn
'sie
an
Jedem
220-V-Netz angesdrlossen
werden, Das Gerät lst sdrutzisoliert und besitzt eine
Breitband-Entstörkornbination, durdr welche unlieb-
same Rundfrunk- und Fernsehstörungen vermieden
we,nden. Die Zusatzgeräte wer,den d,urch einen Ba-
jönettversctrl,uß
oder einen bewegl'ichen Bolzen am
Grundgerät verschlossen. Der Grundkör.per kann in
die waageredrte Arbeitsstellung tür den Fleischwolf
und die F,rudrtpresse gebracht werden. Für Schlag-
mühle, Mixer, Teigkneter und Reirbe wird die senk-
redrte Ar,beitsstellung benötigt.
Die Tellerrelbe
Da wir gern
Kartoffelpuffer essen, andererseits die
Vorarbeit bislang ungern getan wunde, war es die
Tellerreibe, die zuerst auqprobiert wurde, Keine zer-
schundenen Finger mehr vom Kartoffelreiben, einen
reinen unverf,ärbten Kartoffelteig in wenigen Minuten,
das war der Drfolg. Da kann man nur
,,prima,, sagen.
Kommt nodr hinzu, daß die Tellerreibe m,it den fünf
auswechselbaren Einsätzen eines
.der
vielseitigsten
Zusatzgeräte der
,,Libelle" ist, Das Reiben, Schneiden.
Schnitzeln, Raffeln von Kartoffeln, Gurken, Möhren,
Kohl, Rtiben, Brot, Käse, Mandeln, Schokolade und
anderrem mehr ist in kurzer Zeit getan.
Die versctrie-
denen Reibscheirben können je
nach Auswahl schnell
und leidrt ausgewedrselt werden. Der Bajonett-
verschl,uß des Gehäuses ist aber nictrt ideal, da er sich
löst, wenn die Maschine längere Zeit läuft. Das Ge-
häuse besteht aus zwei Al,u-Druchgußteilen, die mit
Korrosionssdutzlack gespritzf
sind. Gehäuse und
neibsdreiben lassen sidl leicht reinigen.
Die Schlasmtlhle
I)ie Schl,agmi.ihle war das zweite Zusatzgerät, mit dem
ich !'reundsdlaft sdrloß, Wer gern einen starken
Kaffee trinkt, wird bald den Unterschied zwischen dem
gemahlenen
Kaffee von einer gewöhnlichen
Kaffee-
mühle und dem der Sdrlagmü,hle feststellen können.
In kurzer' Zeit, eine halbe bis ganz€ ldinute, je
nach
der Menge des Fül).g,utes, hatte ich ein staubfeiines
Kaffeepulver.
Die aus Plastwerkstoff gefertigte
Sdrlagmühle eignet
sich ebensogut zu,m Mahlen von HüIsenfri.ichten und
Graupen für leidrt vendauliche Suppen oder zum Mah-
Ien von Mohn, getrod<neten
Semmeln und zum
pulve-
risieren von Zucker, Das Fassungsvermögen des
Bechers beträgt ca. 75 bis 100 g je
nach der Art des
Füllg,utes.
Der Mlxer
Ein Ananas-Cocktail, Eier-Kognak, Früchte-Flip, Eis-
kakao, eine Milchlimonade oder Kaltschale werden bei
FamilienJesten und anderen Anlä,ssen sowie im Som-
m€r gern verllonsumiert, Da bisher in den mei.sten
Haushalten ein Mixer nidrt vorhanden war und die
Zubereitung auf ander.e Art sdtwierig ist, verzichtet
man oft darauf. Mit dem Mixer konnte ich aus Fr,üch-
ten, Gemüse und Zutaten in wenigen Sekunden die
köstlichsten Getränke und Speisen herstellen.
62
Der Mixer besteht aus dem Unterteil mit eingebaüter
Übertragungswelle. und Kupplungsoberteil.. Das auJ-
gesdrraubte
Sternmesser besteht aus Nirosta-Stahl.
Der aufschraubbare Glasbehälter (Mixbecher)
hat ein d
I' assungsvermögen von ca. I L Dem Gerät ist ein Maß-
becher mit Grammeinteil,ung, ein farbiger Tropf-
becher un'd ein
praktischer
Ausgießer hinzugefügt.
Der Telgkneter
Viele Sympathien t' ird sich bei den Hausfrauen der
Teigkneter erwerben, Der Sonntagskudren erforderte
bisher immer viel Zeit und Kraft, außerdem mußte
Vater meist noch rühren helfen oder die Schüssel
halten, Mit dein l' eigkneter der
,,Libelle,, Iassen sich
ohne Vaters Hilfe Teige aller Art in einer kürzeren
Zeit und ohne die anstrengende Handarbeit mühelos
' 3 o
' - a
. -
t r*{
herstellen, Ist der Teigkneter zusammengesetzt und
sind die Zutaten, wie Butter, Mehl, Zucker, Eier, Mildr
u. a.,.bereitgestellt, kann dle Arbeit beginnen. Zuerst
werden die Eier, der Zudrer, die Mil& und
' die
anderen
Zutaten in den Teigtopf
gerührt,
nadt und nach wind
die weiche Butter und
?uletzt
das m,it dem Backpulver
gesiebte MehI beigegeben, Nachdem alles zu dem ge-
wünschten Teig gerührt wur' de, beginnt die weitere
Arbeit. die schon während des Rührens vorbereitet
rverCen kann, da der Teigkneter seine Arbeit allein
verrichtet. Der Teigkneter rtlhrt und knetet aber nicht
nur Kuchenteig, sondern Nudelteig, Teig für Kartoffel-
geridrte, Fleischteige usw. können hiermit audr her-
gestellt werden. Teigtopf un'd Ded(el bestehen aug
Plastwerkstofi bzw. Preßglas.
Der Fleischwolf
Der Fleischwolf ist in vielen Haushalten sdron vorhan-
den, und dennoch wind er a1s Zusatzgerät der
,,Libelle"
Freude bringen, weil er vielseitlg
genutzt werden kann.
Zum llacken von rohem und gekoctrtem Fleisch aller
Art sorpie Fisdr, zum Durctrdrehen von Gemüse und
weich€n Semmeln, Speck u, a. eign€t er sich gut. Beef-
steak, gebratene Frikadellen, Fisdtfrikassee, Fleisdt-
klöße, Pasteten, Klopse, Leberklöße, Marmelade, Filz-
braten, Sauerkrautsalät u. a. Gerichte können hieflrxit
in wenigen Minuten bereitet wer'den.
Die Zuf.ühiung der Lebensmittel erfolgt d'urch einen
Einf,ülltrichter in das Fleisdtwolf,gehäuse. Mit einerrn
Holzstopfen kann das Füllgut nachgestopft werden, so
daß es keine Unfälle durch ungesdtid<tee Verhalten
geben kann,
Als sechstes Zusatzgerät sterht
'dem
Besitzer der
,,Libelle"
nodr die Frudrtpresse zur Verfügung, die idl
leider nictrt hatte, d,ie a,ber nadr der reidren Obsternte
von vielen här.rflg benutzt werden wird,
Alles in all'em ist die
,"Libelle"
eine vielseitige und
zweekrnäßi6e Küdrenmasctrine, die vielen zukünftig€n
Eesitzern Freude bring€n wird. Man kann s den Kon-
stnukteuren und Arbeitern in Döbeln bestätigen, daß
sie elne neuzeitlidre Masdtine entwickelt und her-
gestellt haben, die vielen Erwartungen entspridtt. Als
besonders angenehm habe idt empfun'den, daß dem
Gerät keine einfadre Bedienungsanleitung beigegeben
wurde, sondern ein umfangr'eidtes Büdtlein von
125 Seiten mit einer verständlidten Anleitung und settr
vielen gnrten Rezepten.
,,Libelle"
ist ein praktisches
Haushaltsgerät f,ür
große
Haushalte, Gasüstätten,
Altersheime, Kindergärten, Betriebsküchen, Ferien-
heime, Sdrnellgaststätten u. a. Einridrtungen. Ftir
kleinere Haushalte würde idt die Universal-Ktidren-
maFdrine ,,Komet"
vorziehen, die den gleidten Zwed<
erfüIlt, aber dodr bedgutend billiger ist.
Llbelle oder Hummel
Was mir an der
,,Libelle"
nidtt geflel und audt sonst
nicht zur Masdrine
paßt, ist eben das.starke Geräusdt
des Motors. Verursacht der Motor schon beirn ersten
Gang einen recht soli'den Kradr, so wädtst beim
3. Gang das Geräusctr so an, daß die Mit'bewohner
unseres Hauses
glauben mrußten, wir hätten einen
Dresdrkasten aufgestellt. Sollte nur die Masdtine soldte
stark€n Geräusche hergeben, die mir zur Verfügung
stan'd, wäre es
gut,
ansonsten müßten die Kollegen
vom VEB Elektrogerätewerk $uhl, die
jetzt
diese
Masctrine weiterproduzieren, hier Abhilfe schaffen Dac
Geräusch läßt
jetzt
eher eine llummel als eine Libelle
vermuten. Von
.den
Kollegen in Döbeln wqr auch eine
Erweiterung der Anzahl der Zusatzgeräüe vongesehsn,
es ist zu hoffen, daß ein Sahnescttläger un'd ein
Kartoffelsdräler bald das Programrn der Zusatzgeräte
erweitern. Eine wertvolle Hilfe für die Hausfrauen,
vor allem für diejenigen, die beruflidt tätig sind, und
an'dere Besitzer ist die ,,Libelle" trotz des kleinen
Schönheitstehlers.
1
I
, l
h.
I {ffiü
03
Unter dleser Rubrlk werd,en wlr künttig Belftöge der Leser ueröffentlichen,
il,ie sich m,tt d,er ndheren Zukunft iler technlschen Entwlcklung befassen, Alle
Leser slnd domlt aufgelordert, sich Geilanken urn d,lese Perspektioe der
Technlk, um d,le Peßpekth)e iler soziallstlschen Inilustrlalislerung zu rnachen.
Al,le brauchboren Elnsendungen zu d.iesem Therna werden wir zurn Abdruck
brlngen und, nach il,en Sötzen des Verbandes Deutscher Journalisten honoriercn.
Sicher werden d.iese Veröffentlichungen aon ollgemeinetn Interesse sein, da sie
die ld,eeu)lelfalt unserer Leser wlderspiegeln und zugl,eich einen beredten
Beweis dafilr antreten, d,aß das Wort aon schrelbenden Arbelter keine Phrase ist.
Lesen sie nachstehend, den ersten Beltrag d,leser Art:
NEIN.
s0ztLHsM Usl
üi..
!i,
,,Kommen
Sie, steigel Sie ein", em,pfängt mich
Kollege Fisdrör, der Dlspatcher im agrotechnischen
Leitbtiro des Werratales bei Meiningen. Wir nehm.en
im. Hubschrauber' Platz. Die Türen sdrließen sictr,
Kollege Fischer bedient. die Steueranlage, und wir
steigen sdrnell nactr oben,
,,Wir
werden einrnal ln
Rlchtung Wernshausen, Bardrfeld fliegen, Dort arbei-
ten unsere Heukom,bines,r'
Dle
Unterhaltung
madrt keine Sdrwierigkeiten. Der
Fluggastraurn ist fast sdalldidrt
gesdrlossen
und die
Plexiglaskuppel bietet
iute
Aussidrt. Wir sehen im
TaI längs
'der
Werra nur lViesen mit
großen
Bewäese-
rungsanlagen. Links und reehts an den Hängen die
Weidekombinate. Ab und zu leudrten uns helle groß-
zügige Stallanlagen entgegen. Komplexe, in denen
Hunderte Rinder untergebradrt sind.
Mein Gastgeber erklärt:
,,Sehen
Sie, auf den Weiden
hier bel uns hat neben dem Höhenfleckvierh audr das
Edrwarzbunte Niederungsvieh eine neue Heimat
ge-
funden, Wlr begannen in den,sechziger Jahren mlt der
Zudrt dieser Tiere, weil die alte Dreinutzungsriütung
bedm Höhenffeckvieh (Arbeits-,
Mildr- und Fleisdr-
lelstung) nidrt innerhalb wenigei Jahre auf Zwei-
nutzung
(Mildr,
Fleisdr) umgezilchtet werden kann,
Wir sind dabei nidrt
,s&ledrt gefahren. .
Unsere
Genossensdlaftsbauern in den Rinderkom,binaten, die
Sie dort unten sehen, erreichen Durdrsdrnlttsmilctr-
-
lelstungen von 5000 bie 6000 kg pro Kuh, bei einem
Kuhbesatz von 60
,bis
70 Tieren pro 100 ha.,,
-
Eine Kontrollampe leuchtet auf, Kollege Fisdrer sdral-
tet die &npfangs- und Sendeanlage ein.
,,Hier
Anlage,III, hier Anlage III. Kollege Fischer, idr ,sehe
Sie eben mit der Masdrine unsere Anlage itberfliegen.
Wie sleht es aus? Haben Sie schon den neuesten
Wetterbericlrt? Soll idr die Düngerkonzentration ver-
größern?"
,,Ja,
tun Sie das, es ist Regen
gemel' det."
,,Schönen
Dank."
-
,,Ende!"
-
Meio Begleiter erläutert das kurze Gespräctr:
,,Wir
mlsdren ln unsere Bewässerung,sanlagen fltissigen
Dtlnger,' Wenn Wir wissen, daß es Regen gibt,
erhöhen
wir die Dtingergabe und braudlen d'ann zusätzlich
nicht zu bewässern."
Auf rneine Frage, wie sidl diese neue Art der Wiesen-
nutzung bewährt hat, erfahre ictr:
;;!960
wurden zwei
Sdnitte von den Wiesen genommen.
Und heute? Je
cl
nadrdem wie die Vegetation im Frühjahr einsetzt
(die
wir natürlich audr durdr einige Knifre um adrt bis
14 Tage vorverlegen können), werden ftlnf bis sedrs
Schnitte im Jahr von
jeder
Wiese genommen
und so
je
nadr Lage und Bodenqualität 250 bis 300 dt wert-
volles Heu
je
Hektar gewonnen,
Idr eage deshalb wertvolles l{eu, weil diese Heu-
qualität,
die wir. heute ernten, frtiher nie erreidrt
wur.de, Sehen Sie, wir haben durdt spezielle Boden-
bearbeitung und Düngung erreicht, daß es so
gut wie
keine Unkräuter oder überhaupt minderwertige Gräser
auf diesen Wiesen gibt.
Kein Wunder, daß unsere
Ktihe elne erstklassile Milch mit 4 bis 4,5 Prozent Fett
erzeugen, dip
Fqra$tiert,
daß wir Mildrerzeugnisse von
Weltruf herstellBni Unsere Werratal-Butter und der
. Thürlnger-Waldr oder Inselsberg-Käse sind so bekannt
wle früher d&inische Buttef,
loder
Allgäuer und
Emmenthaler lKäseerzeugnisse.' l
Wir beflnden uns im Luftraum zwisdren Wernshausen
und Farnbadr, Unter uns leuchtet von einem Dadr die
Aufschrift
,,IIK
011(.
,,Das ist eine unserer IIeu-
kombinen, die wir seit zwei, drei Jahren im Einsatz
haben, Diese Masdlinen mähen nicht nur das Gras
von ' der
Wiese ab, sonclern sie trocknen däs Gras auch
gleidrzeittg
lufttrocken und blasen es aut' den
angehängten Hänger, Traktoren fahren diese Hänger
zum Speicher, wo das Heugut noctrmals tlber eine
TrocJrenanlage nachgetrocknet wird. Der Vorteil dieser
Erntemethode liegt auf der Hand, Wir haben einmal
tiberhaupt keine Bröckelverluste mehr, denn
jedes
Blättchen wird gewonnen.
Zum anderen sind die
Atmungs- und besonders die Nährstofrverluste ganz
gering,"
Donnerwetter, das ist
Ja
allerhand, wäs ich hier von
dem fliegenden Dispatdrer erfahre. Dodr schon
geht
es' weiter: ,,Wenn Sie noch eine interessante Sache
sehen wollen?" Ich bejahe.
,,Fliegen
wir nadr Meinin-
gen
und sehen Sie sich dort die mödernen Klima-
. anlagen im Obst- und Gemüsekombinat- an.,,
Wir wenden unseren Hubschrauber, Kollege Fisdrer
erzählt:
,,Sie
kennen sicher das Plexiglas, ein
brganisches Glas mit dem wissenschaftlichen Namen
,,Piacryl
P". In Meiningön hat man aus diesem Material
große
Gewächshäuser montiert, in denen die verschie-
- - ?" f f i f f ; - i ' +r
densten Obst- und Gemilsearten wachsen, Aber das
wer.den Sie sidr
ja
selbst ansehen können, Dort voraus,
die Bauten, das ist das Korrnbinat. Wir werden dort
auf dem Platz landen, Und vergessen Sie nictrt, sictt
die Hydroponikanlage zeigen zu lassen.,,
-
L,€i&t
setzt die Maschine auf dem Boden euf,
Wenig später werde idr durch Dr, llerold, einen nodr
jungen,
sehr sportlich aussehenden Mensdren, herzlldt
begrtißt, Wir treten in ein etwa 100 m langes Gewäctrs-
haus von ungewöhnlictrem Aussehen. Längs des
Mittelweges stehen zwei Reihen Obstbäume mit
kurzem Stamm, aber starkdn, weitausladenden Asten.
Zu den Wänden hln folgen Sträudrer, dazwi,schen Erd-
beerkulturen.
,,Das
ist unsere neue Versudrsanlage, Wir haben hier
dem natürlichen Jahresablauf ein Schnippchen ge-
schlagen", erläutert Dr. Herold humorvoll.
,,Es ist uns
gelungen,
den Winter zu,m Sommer und den Sommer
zum Winter zu rnadren, Dabei hilft uns eine große
Klimaanlage und ktinstliche Sonnen, die
ja
heute, bei
der breiten Anwendung der Atomenergie, keine Be-
sonderheiten mehr darstellen, So ist es möglidr, daß
im Herbst die Bäume blühen und lm zeitigen Früh-
jahr
unsere Obsternte beginnt, Aber, wie gesagt,
das
ist nur eine Versudrsanlage. Ftir
.die.
breite Versor-
gung
der Bwölkerung spielt diese Anlage keine Rolle,
da wir
Ja
frisdres Obst billiger durch unsere aus-
gedehnten
Handelsbeziehungen aus den si.idlichen
Ländern beziehen Unsere Anlage hier hat qrur
ivissen-
schaftliche Bedeutung,"
Wir betreten ein neues Gewächshaus, Was zuerst
auffäIlt, sind unzählige Rohrleitungen und Glas-
kästen, die Aquarien ähneln.
,,Das hier ist eines un-
ser,er Hydroponikgewädrshäu,ser,,, erläutert Dr.
Herold.
,,Durdr diese Glaskästen läuft eine Nähr-
:
-
-. . .
. --*-.
- . :
'
' -
-,
. . -, . *". .
:
*
;_ q.=
-l:-l>,:.ää*j.
. ._--:
lösung. Irp oberen Teil haben wir eine Schichi Gias-
wolle, die den' Wurzeln der Pflanzen Halt gibt.
Wir haben hier Tomaten..sehen Sie selbst, wie präch-
tig sie gedeihen. Wir brdudren keine bestimmten
Böden, sondern können
jeder
Pflanzenart die ftir sie
ideale Nährlösung geben.
Das geschieht
dort an der
Schalttafel, die mit einer automatischen Dosierungs-
einridrtung gekoppelt
ist und nach einem vorher' ein-
gestellten
Programm die ridrtige Zusammensetzung
der einzelnen Nähr- und Wirkstoffe einhält. Tempe-
ratur- und Lichtzufuhr regeln andere Geräte ent-
sprechend, Von
' diesen
Häusern haben wir schon eine
ganze
Reihe errichtet. Es ist heute so, daß wir fast
alle gebräuchlichen
Gemüsearten anbauen, Wenn eine
Kultur abgetragen oder abgeerntet ist, werden die
Hydroponikkästen gesäubert,
und nachdem die Nähr-
Iösung verändert wurde, können neue
pflanzen
ein-
gesetzt wer' den.
Der Vorteil liegt besonders im zwei- Lis. dreifachen
Ertrag gegenüber
den gebräuchlichen
Erdkulturen, ne-
ben einer großen
Arbeitsersparnis, Schauen Sie sictr
nur um, Sie werden ersta,unt seinl,, Nach diesen Wor-
ten verabschiedet sictr mein Begleiter, Ich aber sehe
mir nodl einige Häuser an. überall das gleiche Bitrd.
Prächtige, gösunde
Pflanzen. sehr schöne Gürken, aber
auch Salat, Kohlrabi u. a. Kulturarten in allen
Wadrstumsperioden, als kleine Pflanz€n, rnit ersten
Früdrten oder kurz vor dem Abernten.
Wohin ich aber auch komme, tiberritt zeugen die
Schaltanlagen und Nährstoffbehälter davon. daß d' er
Mensch mit Hilfe der Tedrnik das Lebön verändert.
Das Leben, das nocb nie so reich war. wie heute, da
es frei ist von
jeglidrer
Ausbeutung und
jeder
Mensclr
die Möglichkeit hat, sich entspredrend seinel Fähig-
W, Schreiber
l v
'^
it
{$
It
l:r'l
ibi - . I
65
I
L
u
keiten zu entwicl<eln.
Zu den sdrweren körperlidren Ar-
beiten in der Landwirtschaft
gehört
auclr das Melken. Um die Leistungs-
fä,hiEk€it
jeder
einzelnen Kuh zu er-
halten oder sogar zu steigern, ist
neben der Arbeitsinteersität nodr viel
Kenntnis von der Biologig dem Bau
und den Funktlonerr der mildrbil-
denden,und
-abgebenden
Organe der
Kuh notwendig,
Beim Handmeilken sind etwa
110 Stunden Arbeitsaufwand
je Kub
und Jahr erforderlidr. Dazu komrnen
noctr etwa 55 Stunden filr die Milch-
behandüung, so daß ein Arbeitsauf-
wand von 1.65 Stunden für die Milctr-
gewinnung
anfällt. Zur Gewinnung
von I I Milch sind etwa 100 Hand-
griffe
notwendig. Bei einer Jahres-
leistung von 3000 I Milcfr
je
Kuh er-
gibt
'das
etwa 300 000 Handgrif.fe.
Eine enonne Arbeitsleistung, dte
sdron
jede
einzelne Kuh verlangt.
Bedenken wir dabei, wie viele M€n-
sdren zur Betreuung einer
großen
Herde gebraudrt werden.
Filr den elnzelnen Bauern mit sei-
nem klelnen Stall war die Anwen-
dung moderner Masdrinen im Stali
genau
wie auf dem Felde kaum mög-
lich. lleute, r.rnter den Bedingungen
der sozialistischen Entwicklung der
Landwirtschaft, der.weiten Genos-
sensctraftsfelder und der gtoßen
I{erden, ist der Elnsatz soldrer Ma-
sdlin€,n nidrt nur mögltdt, sondern
für eine rasche Steigerung der Pro-
duktion Voraussetzung. Betrachten
wir uns aI$ modernes Arbeitsgerät
ftlr die LPG die automatlsdte Melk-
anlage.
Auf bau unil W lrkung sw else
Zu einer kompletten Melkanlage
ge-
hören der Masctrinensatz, die Unter-
n druddeitung und der Melkapparat,
Die Leistuqg des Maschinensatzes
wird bestimmt vom Leistungsbedarf
der durdr ihn
gleiüzeitig
in Betrieb
ztr haltenden Melkapparate. Im
Masdrinensatz wird das ftir die
tr'unktion der eigentlichen MeIk-
apparatur notwendige Vakuum er-
zeußt. Der Unterdruck beträgt etwa
0,5 at
(300 Torr). Die Unterdruck-
leitung ist bei Stallmelkanlagen im
Stall fest montiert.
Arbeitsprinzip
Der eigentliche Melkapparat s€lbst
besteht aus Melkkanne, Deckel, Pul-
68.
sator und den vier Melkbechern, die
an das Euter anges€tzt werdep. Der
im Maschinensatz erzeugte Unter-
druck wird iiber die Stallunterdruch-
Ieitung zur Kanne und zum Pulsator
geführt.
Unsere modernen Melk-
maschinen arbeiten näctr dem von
den Technikern der Natur abge-
lausdrten Saugprinzip, wie es das
Kälbden beim Saugen von der Mut-
ter ausführt. Uber dle kurzen Milch-
sdrläuche. die mit den Melkbectrern
verbunden sind, wirkt sich der in
der Kanne erzeugte Unterdruck auf
die Euüerzitzen aus. Da
jedoch
ein
Milchfluß bei einem ständigen Va-
kuum nidrt eintreten kann, weil
durch das ständige Saugen die Zitze
zusammengezogen w'ird, läuft ein
zweiter vom Pulsator kommender
Schlau& (kurzer
Pulsschlaudr) in
den Melkbecher ein. Der Pulsator
dient dazu. das Vakuurn am Milch-
scülauch und am Pulsschlauch in
ständiger Wechselfolge zu unter-
brechen, so daß in den Melkbechern
ein ständiger Wedrsel von Ansau-
gen,
Entlastung usur. entsteht. Da-
mit wird auf technischem Wege der
gleiche Vorgang erzielt wie der
natürliche beim Säugen des Kälb-
chens,
Aulbau der einzelnen Melkstand-
sUsteme
In der Praxis haben sictr veisdrie-
dene Melkstandsysteme entwidrelt
und bewährt. Am meisten zur An-
wend,ung kommen bel uns in der
Republik der stationäre und fahr-
bareFischgrätenmelkstand,
wie er im
VEB Elfa Elsterwerda in versctrie-
denen Größen gebaut
wird. Weiter-
hin kommt zur Anwendüng die
Stallmelkanlage mit fest eingebauter
Unt€rdruc-kleitung und zentraler
Milchsammelstelle. Der Fischgräten-
melkstand hat seinen Namen durch
die Anordnung der Einzelstände, in
denen die Kühe zum Abmelken ein-
gestellt
werden. In der Mitte des
Standes, in Längsrichtung
gesehen,
laufen die Gänge und Milchleitun-
g€n.
An beiden Längsseiten stehen
die Ktihe schräg mit dem Hinterteil
zur Mitte zum Melken. Wenn man
die Stellung der Rinder beiderseits
dös Standes betrachtet. so drängt
sich unwillki,irlich der Verglelch mit
einem !' ischgrätenmuster auf,
In der Wirkungsweise untersctrieden
sich die einzelnen Systeme kaum.
Die
ryesentlichsterf
Unterschiede lie-
gen
bei-ihnen in der Organisation
und Anordnung der einzelnen Ag-
gregate.
Weltspitzer
RS 09
* .- _.- ^- _!
't
".,;i'
It-:I*:l
ffi':*HH
ber Gerät6träger RS 09 ist eiäer der univörsellsten Rdd-
sdllepper für die Landwirtschaft,
Ja, rnan kann sogar
sagen,
.gerade
seine umfassende Vletseitigkeit läßt ihn
die Grenzen dieseg Bereiches sprengen, so daß er eben-
so wirkungsvoll in der Bauindustrie wie in der Holz-
unid Forstwirtsctraft eingesetzt wird, Er ist mit einern
luftgekühlten 2-Zylinder-Viertakt-Diesel
ausgerüstet
(I8
PS, I Geschwindirgkeiten vor- und rückwärts).
Die bemerkenswerteste Eigensctraft I'iegt schon im Na.
men
,,Geräteträger". Seine besondere Konstruktion ge_
stattet es, die Geräte nicht mehr nur anzuhängen, son-
dern anzubauen: vor und zwischen den Achsen oder am
Heck, Wir sollten sagen: . . . u n d am Heck, Der RS 0g
ermöglidlt es nämlich, alle drei Anbaumöglictrkeii.en
gleidzeitig
auszunutzen und beispielswäise ver-
schieden€ Geräte in einer Dreierkombination über
,cien
Acler zu führen.
Diese bemerkenswerte Masctrine stellt uns der VEB Trak-
torenwerk Schönebeck jetzt
in ejnem Modellbaukasten
zum Nachbauen vor, Dieser Baukasten w€icht ent-
sdrieden vom üblidren ab. Er verlangt Mitdenken und
ges&ickte
Hände. Durctr die sorgfältige Zusammen-
stellung und technisdr klare Darstellung
der typischen
Bauelemente des
,,große,n,, Vorbildes ist dieger Bau-
kasten zu einemr Lehrmittel geworden.
In unserer Landmaschinenproduktion
nim,mt der RS 0g
eine besondere SteUung auch deshalb ein, weil er ein
Muster für das u,mfangreiche
programm
der S,tandardi-
sierung ist. Der Geräteträger ist der Grundtyp einer
ganzen
Serie v,ielseitiger und erfolgreicher Traktoren.
Audr dieser Entwicklung wurde bei der Zusammen-
ste[ung des Baukastens Redrnung getragen.
Unter Bei-
behal,tung der wesentlichen Grundelemente, durctr
gering€
Umbauten und wenige Zusatzteile entsieht aus
dem gleichen
Baukasten der Hopfenechlepper ßS 56.
Interessant f,ür den Modellbauer wird vor allem das
Zusammenwirken der Einzelteile der cctrwierigen
Telesköplenkung sein.
Noch allerdings fährt das Modell nictrt selbst, Hier bletbt
al6o nach der Montage für den Tedrniker ein wöites
Feld, motorisch€n Antrieb und Ftirnlenkung ei,gen-:
sdröpferisdr zu entwid<eln. Um das sdron besclrrlebene
Geräteträger-Prinzip
auch am Modelt zu demönstrieren,
wurde mlt den Eir,men, dje die Anbaugeräte fär den
,,Großen"
liefertbn, auctr die Bereitst€llung von maß-
stabsgeredrten Modelleh vereinbart, Diese Geräte auctr
an einem selbstfahrendön, ferngelenkten RS 09-Mcidell
einsatzfähig zu entwid<eln, wäie eine weitere Aufgabe
zum Tüfteln, Beredrnen und Bastelh. Wir wünschen
guten
Erfolg,
-"tl.Sctl'
lilF$lr;f;"
ffi*
a t t "
j
,
. ; ' j
r r s s | r e r t t t l '
Fernsehempfang
,,In welcher Entternllng uom Fern-
sehsenil,er können die Progtomme
il.esselben noch emglangen uer'
ilen?"
frogt
Joan Hohn aus Atad' ,
Rumönien.
Die Entfernung vom Ferruehsender,
in der dieser noch empfangen wer-
den.kann, hängt von viel€n f'aktoren
ab
(Leistung des Senders, IIöhe der
Antennen, Bodenbescha.ffenheit)'Des-
hatb ist es nicht möglidt,
ginsn
all-
gemeinen Wert für die Reidtweite
vom Fernsehsender
anzugeben.
Grobe Schätzungen besagert, daß iin
Umkreis von ?0 km noch sidterer
Embfang möglich ist, solange keine
Hügel oder Berge zwischen Sende-
und Empfangsantenne stehen, Mit
genügend großem Antennenaufwand
gelingt oft nodr der Empfang bis zu
150-200 km, dies dürfte
jedodr
zur
Zeit die Grenze sein, K, Streng
Kugelhauf en-Reaktor
,,Wie
ist d.er Autbau und die Wir-
.kungsweise elnes Kugelhau!en'
Reaktors?"
lragte
J. Hartmann
aus Dresden.
In einem Kernreaktor wird Wärme-
energie aus der Spaltung bzw. dem
Zerfall von Atomkernen
g€wortnen,
Mit dieser Wärme wird wiederum
Dampf erzeugt, der die Turbinen
eines Elelitrizitätswerkes treibt. Der
Brennstoff des Reaktcrs sind
geeig-
nete radicaktive Elemente
(2. B'
Uran 235), die teilweise von selbst
(spontan) zerfallen, Damit die Kern-
reaktionen nidrt
plötzlich (explosiv),
wie bei der Atombombe, erfolgen,
wird der Brennstofr in kleine Men-
gen
aufgeteilt, die von einem Stoff
umgeben werden, der die Reak-
tionen bremst, Als Brerhsstoffe
-
Moderator
genannt
*
e'ignen sich
Graphit oder schweres Wasser.
Hierbei
gibt
es verschiedene Pro-
bleme. Der Moderator soll zwar die
Reaktionerr bremsen, andere:seits
aber strebt man möglichst hohe
Temperaturen an (um 10000 C). Ein
modernes Kraftwerk soll mit äußerst
heißem Dampf
.
betrieben werden,
weil dann der Wirkungsgrad höher
ist. So erklärt sich, warum in vielen
Ländern an der Entwicldung von
Hochtemperatur-Reaktoren
gearbei-
tet wird. Bei dem deutschen Projekt
68
des, , Kugel hauf en-Reakt ors"
wi rd
der Brenrxtoff
(Urankarbid) fein
ge-
pulvert und innig mit dem Modera-
tor (Graphitpulver) vermischt. Dann
werden daraus nach einem kerami-
schen Verfahren
geeignete Gebilde,
am besten Kugeln von rund 6 cm
Durdrmesser, hergestellt. Der Mantel
dieser Kugeln besteht aus reinem
Gräphit, und nur im Inneren ist bis
zu 20 Prozent der Brennsto$
(Uran 235) angereichert. Die bis
20000 C hitzebeständigen Kugeln
werden im Kern des Reaktors
(s'
Abbildung)
gehä,uft (7) und von
einem Kühlga,s
(Helium-Neon-Ge-
misch) durctrströmt. Das Gas erhltzt
sich dabei bis auf 8500 C und tritt
dann oben in einen DamPt' erzeuger
(2), wo voraussichtlich ?5 atü Dampf-
druck und etwa 5000 C Dampftempe-
ratur entstehen. Nachdem das Gas
seine Wärme abgegeben hat, ist es
immer noch 2000 C warm, strömt
wieder
nach unten in einen Behälter
(22), um dann von einem Gebläse
(11)
erneut durch den Krugelhaufen
ge-
schickt zu werden, Ein Graphit-
schutzmantel
(16) umgibt den Reak-
torkern. um auswärts fliegende
radioaktive Teildren wieder ein-
Hodrtomp.rotur-R.oktot {rdr.mqt.
Sd|nlttl
1 Dur chf ühr ung dar Dompf er zeuger r ohr c
2 Dompferzeuger
3 Kühl gos- Fi l hr ungsbl eche
4 Bi ol ogi scher Schl l d
5 Brennstoff kuEcl -Zufuhr
6 Ri ppen f ür Abr chol t st öbg
7 Reoktorkern
I Tr ogr ost
9 Br ennst ot f kugel - Abzug
10 Ant r i cbsmot or
11 Gebl ös e
12 Schut zbGhöl t er
13 Schut r behöl t er
14 Sper r spol t
15 Kähl est ei nbr Ücl e
16 Refl sktor
17 Kohl est ei nmqnt cl
1E Bcl poßr ohr e
19 Thcr mi söcr Schl l d
20 Kühl gos- Führ ungsbl echc
2l Fußkonst r ukt l on
?2 Oobl ö: cdom
wärts zu reflektieren, Der
ganze
Reaktor ist außerdem von einem
Strahlensdrutzmantel
(4) umgeben'
Ein weiterer
großer Vorteil des
Kugelhaufen-Röaktors soll darin be-
stehen, daß seine Energieerzeugl:ng
nachläßt, sobald die Temperatur zu
hoch wird, Er ist also besonders be-
triebssicher und macht kostspielige
Sictrerheits- und Regeleinrichtungen
überflüssig, Außerdem kann der
AarJ m:il/wei4/ {n uti/vtpl,ül
Relatives und absolutes Atomgewicht
Als Atomgewicht bezeichnen wir
gewöhnlich
eine Verhältniszahl, die an-
gibt,
wievielmal sdrwerer ein betreffendes Atom-als eine willkilrlich
gewäNte Bezugseinheit ist. Als eine solche Bezugseinheit nahm man
zunächst das Atom des leichtesten aller Elernente, des Wasserstoffs, Bs
erhielt das Atomgewidlt 1. Wenn dem Element Stidrstofl danach das
Atomgewicht 14 zugeordnet wurde, so besagt das, daß ein Stickstofratom
l4mal schwerer als ein Wasserstoffatom ist.
Diese Gewidrtsverhältnisse werden experimentell bestimmt, indem man
die Verbindungen der Elemente mit dem Wasserstoff untersuchte. Im
Laufe der Zeit erwies es sich aber als zwecl(mäßig, den Sauerstofr als
Vergleichsbasis zu wählen, weil Sauerstoftverbindungen häufiger vor-
kommen als Wasserstoffverbindungen. Das Atomgewicht des Sauerstoffes
wurde dabei willkürlich mit 16 festgesetzt, Dies ist die
ganze Zahl, die
dem Gewichtsverhältnis Wasserstoff
*
Sauerstoff
(1 : 15,87) am nächsten
kommt. Dadurch erhieit der Wasserstoff nun das Atomgewidtt 1,008'
Die auf cliese Weise angegebenen Atomgewichte' sagen nichts ilber das
wirkliche Atomgewicht aus. Sie sind nur Verhältniszahlen. Man bezeidt-
net sie deshalb als rcIatiues Atongeuicht, Das wirkliche Gewidtt eines
einzelnen Wasserstoffatoms
(bzw.
irgendeines anderen) kann man heute
auf verschiedene Weise bestimmen, So kommt man zum absoluten Atom-
gewicttt, Atus der Tatsache, daß in 1,008
g (: I Grammatom) Wasserstoff
OOz ZoO OOO 000 000 000 000 000
(: 6,022 10?3
-
Lodtschmidtsche ZahI)
Atome enthalten sind, läßt sich das Gewicht eines Atoms Ieidlt aus-
rechnen: 1.008 :6,022
'
10:rr, Es ergibt sich der verschwindend kleine Wert
von 1,674
'
10-2(
g.
Für ein Sauerstoffatom würde danach das absolute Atomgewicht
von
26,569
.
l0-r4
g ergeben. Die absoluten Atomgewichte stehen im
gleidlen
Gewichtsverhältnis zueinander w"ie die relativen Atom
gewichte'
Das absolute Atomgewicht spielt für die Chemiker nur eine untergeord-
nete Rolle. Für ihn kommt es auf die Gewidttsverhältnisse an, weshalb
er die bequemer zu handhabenden relativen Atomgewichte benutzt.
Dr. ' WoUf gromm
Reaktor so eingerlchtet werden, daß
er neben der Energieerzeugung
gleichzeitig
neue Spaltstoffe liefert
(sogenannter Brutreaktor), wie sie
als radioaktive Isotope in Medizin
und Forschung benötigt werden. Bis
zur praktischen Anwendung dieses
Reaktortyps werden allerdings nodr
viele Entwi ckLungsarbeiten erforder-
l i dl sei n. Dl p| - Phas. H. Radet t
Sehienen
,,W
arutn sinil gestilchene Schienen
höher belastbar als ungestrichene,
und warum slntl wlederum hoch-
kant oerlegte Schienen höher be-
Iastbar als llachuerle
gte Schienen?"
fragte
Monlred
.Mglius
aus Leipzlg.
Je mehr Strom durdr eine Sammel-
schiene fließt. um so stärker wird
diese erwärmt. Eine bestimmte
Grenztemperatur darf dabei nicht
überschritten werden. Bei einer
ge-
strichonen Sammelsdriene wird
durctr den Lachauftrag die Ober-
fläche vergrößert, und es kann mehr
Wärme abgeführt werden. Der Lack-
auftrag wi rkt i m Pri nzi p wi e di e
Kühl ri ppen an ei nem Motorzyl i nder.
Ei ne hochkant \rerl egte Sammel -
schi ene i st deshal b höher bel astbar
al s ei ne waagerecht verl egte, wei l
hi er di e Wärmeabfuhr günsti ger i st.
Wärme stei gt bekanntl i ch nach oben.
Es i st deshal b l ei cht ei nzusehen,
daß si dr unter ei ner hochkant ver-
l egten Sammel sdri ene weni ger
warme Luft stauen kann al s bei
ei ner fl achverl egten.
Durch di e bei den genannten l VIaß-
nahmen (Lackauftrag
und hochkant
verl egte Sammel schi ene) i st es mög-
l i ch, di ' e Samme,l schi enen höher zu
bel ast en" Di pl . - I ng, Rei chenbach
Speläologie
' Was uer st eht r nan unt er Spel äo-
Iogi e?' t wurd,en wi r gefragt.
Spel äol ogi e hei ßt Höhl enkunde
(gri ech.: spel aeos
:
HöhIe). Von dem
gleichen griechischen Wort stammt
übri gens der Ausdruci < Spel unke,
was sovi el wi e Sctrl upfwi nkel be-
deutet. Di e Spel äol ogi e i st ei n Unter-
gebi et der Geol ogi e.(Lehre vom Bau
der Erde). Si e beschäfti gt si ch mi t
der systernatischen Untersuch''rng
von Höhi en. worunter man l eere
oder tei l wei se mi t Wasser angefüi l te
unteri rdi sche Hohl räume versteht.
r dl t .
Bo t - Bo ' . . . Bo . . . B' - B'
Wl r br l ngon hi er ei na kur r e Er kl ör ung über
dl o Kennzei chnung dcr Achsf ol gen, wl e si e
l n den Tobol l en unser er Mi t t el sei t en r u
f l nden si nd.
Dl e großen l otel ni schen Buchstoben A, B,
C usw. ber ei chnen dl e Anr ohl der Tr i eb-
ochsen (ongetri ebene Achsen), und zwor
A : e i n e , B : r w e l , C : d r e i T r i e b .
qchgen
usw, Hoben di ese großen Buchsto-
bon kei n Zusotzzel ci en, so si nd es gekup-
pel t e Tr l ebochsen. Nl cht gekuppel t e, son-
der n ei nzel n onget r l ebene Achsen er hol t en
den Zusotr o, r. B. Bo, Co, Eo.
Hoben dl e Buchstoben oder Zi ffern kei nen
hochgest el l t en Bel st r i ch, so si nd di e Tr i eb-
oder dl e Louf ochsen i m Houot r ohmen des
Tr i ebf ohr zeuges gel oger t . Tr i eb- oder Louf -
ochr an I n Dr eh- odsr Lenkgest el l en er hol t en
ei nen hoögestel l ten Eei stri ch, wenn es si ch
nur um ei nen Buchst oben oder nur um ei ne
Zi t f er hondel t ; z. B. 1' , Bo' , B' .
Best eht ei n Tr i ebl ohr zeug ous mohr er en f ür
sl ch ol l ei n or bei t sf t i hi gen oder ver f ohr bor en
Fohr zeugt ei l en, so r er den di ese dur ch ei n *
" er bunden
-sdt-
Ml t grö8t€r Frcude hobe l ch l hr Schretben,
zusommen ml t ci ncr Pressomoppa des vol kr-
el genen Betri eber
"Si mson-Suhl "
arhol ten.
l dr donke l hnen our gonrem Henen und
fl nde l hren guten Wl l l en sowl c l hr freund-
l i ches Verstöndni r ci nzi gortl g.
l dr broöte dl c Moppe heqte gl el ch ml t In
dos Stootstextiluntcrnehmcn .Roter Tricot"
i n Arod, wo l ö ol s Pl oner orbei ta. Groß
wor ouch di o Freudc nei nof Arbel tskol l a-
gen. Der Inhol t der Moppe wl rd bl s In ol l c
Ei nzdl hel t€n studi erl , um ol l es ti bcr l hre
bal uns so bel i cbten Erzeugnl rse ru arfoh-
ren. Wel tgr wi l l l ch l hnen mi l tci l en, daB wl t
5öoo gstponnt ouf dl c nöchsta Nummer
"Jugend
und Technl k" worl en. Mi t Hl l fa
l hrcr Bel tröge l 5l ür uns mful i ch, Kennt-
ni ssa cuf dam Gebl et dor technl schen Er-
rungensdroften zu rommel n,
Mldrocl Borcll, Arod,
Rumönl en
Ml r geföl l t dl e Zcl tsdrri ft ousgerei chnct,
Vl el c Bci tröge wi ä
"Kotol yse
ui rd Kotol yr-
toten" und
"Schwl ngungcn
-
l el cht vcr-
rtti ndl l ch", um nur rwcl ru nennen, gebci
mi r ftl r don Untorrl cht cl nc guta Untcr-
sti l trung. Do i ö nl ch besonderr fi l r dl c
Auto- und Fl ug:eugl ndustri c i nt€ressl sr.,
lcsa ldr mit besondercm Interorsa dlc Fohr-
zeugtertc von Gcrd Sol:monn
(prlmo l) und
rol öq Rei hcn, wl a ,fl ugzcugc unrcrcr
Zcl t" und .Mos3anmotori si erung durch
Mopeds' .
Audr dl a Ti t€l bl l der und Umsdrl ogsci tcn
sl nd nal rt gel ungcn.
HrD. Gclrlcr, Görlltr
Salt rwel Johren bln lch Lesar dar Zclt-
sörl ft.,Jugend und Techni k". l ch besuche
dl c 9. Kl ossc der ol l gemci nbi l dendcn pol y-
technlschen Obenchulc und lntercsslere mlö
für ol l es wos ml t Technl k zurommenhöngh
Dsr Rodi otechnl t gchört mgi ne gonze Au.f-
mörksomkci t. l ö hobc scl ron zwai Tron-
si storenrsdi os ous l hren Anl el tungen ga-
bout. Sl e funkti onl eren todal l cs.
D.tl at i i ng, Quedl l nburg
Sel t el ol ger Z.i t bi n l ch oufmarksomer
Leser lhrcr Monotr:eibchrlft, dle lö schr
l ntere$ont
-
ouch l n dcr Aurwohl der
Arti kel
-
fl nde.
l m Heft 6/1960 l st u, o. al n Artl kal l l bar
den RS 09 .Weltnlveous ous Schönebecft'
srsdrl enen. Auch dl crer Artl kal i st wl e ol l a
ondcren sehr Interessont, Lel der verml s3e
l cfi hl er ei nen Hl nwei s ouf den vom gl ci chcn
Hcrstollcrwcrk f{ir dle Jugcnd herourgc-
brocfttcn Model l bouko:tcn, um dl el cn Trok-
tor i n el ner Toktbouwol se ol s Model l nocl t-
zubouen, Dos Troltorenwark Söönebed ist
el nor der wenl gcn Batrl abc, dl e e: bl rhcr
varrtqndsn hobcn, dor Interesse für lhre
Produkti on ml t Hl l fe al ncs Spi el zcuger zu
wecl en. l ch konn l hncÄ dobel verroten. do8
beob3lchtlgt lst, oventucll sclron im Johrc
1960 spötertans dber 1 1 dlesen Troktor mit
Hllfe clner Elcktromotor3 onzutrelben und
oucfi fernzul cnkcn,
llluncr Milllcr, Lelprlg
L
t l .
l - :
I
6S
TECH N I K ANWEN DEN
-
AN DEREN VORAUS SEI N!
wot [ EN sf E
I MMER FUSSOf , NGER BLSI BEN?
Wohrscheinlich nlchtl Denn heute gibt es für
junge
Menschen und für
soldre,.die sich ein
junges
Herz bewohrt hoben, herrlidre Möglichkeiten,
die Notursdrönheiten unserer Heimot kennenzulornen und dio Ferne zu
erobern.
Ei ne von di esen und wohr hof t i g ei ne er st r ebc. n3wer t e
l st di e
SIMSON 125 SPORI
-
dic Mordrinc fllr Fohrcr our Lcidensdroft
Wos rie zu leisten vermog, hqt.sie in unzöhllgen ,Stroßensctrlochten"
ouf
internotionolen Rennpisten bewiesen.
.
i
Mit dem Seitenwogcn ,ElASTll(r
ist sie genou dos ridrtigc rGesponn'
für
Leute mit Unternehmungslust.
'Wer
.iedodr
zuerst einmol
probiören mödrte, wl'e sdlon dos Gefühl ist,
motorisiert zu sein, der wöhlt sich dos
SIMSON MOPED SR 2
-
dor Oeföhil fllr modcrne Menrdrcn.
Ein Motorrod
"rum
Verlicben'
'
MOTORRAD SIMSON 425 SPORT
Elnzylindcr
-
Viertokt-Motor
(Hubroum: 2O ccm
-
14 PS)
Hödrrtgeschwlndlgkeit: 1 10 km/h
32@,- DM
Fllr woite Rcircn
-
gut gcledcrt
SEITENWAGEN,,EIASTIK'
Schwingodrse mit wortungsfreler
Gummilogerung
-
verstellbore
Sdtnel l-Ansölu ßstreben
-
Dreipunkt-AnschluB
zul össi ge Bel ostungr 100 kg
1030.- DM
Wcr cin Moped besittt
ryoil
viel Zeit
SIMSON MOFED SR 2
Einzylinder
-
Zweitokt-Motor
Hubroum: 47,6 ccm
-
1,5 PS
Hödrstge*hwlndigkeit: 45 kmlh
't050,-
DM
,-
Unrere Fodrrcrköuler im roriolirtisdtcn Einnlhondel rind gern bereitrSie
übor ollc Frogen der tedrnisdren Dstoils towio det Zohlungrmöglidtkeitcn
ru beroten.
Eeiloge filr Klubr Junger ledrniker.und Bortelfreunde
Einem drlngenden ,Bedilrfnis ent-
sprechend, exakte Reproaufnahmen
scbnell in
jeder Bibliothek machen
zu können, habg tch mir eln Klein-
reprogefät
gebaut, dae in einer
normalen Aktentasehe transportiert
und in wenigen Minuten montiert
werden kann. Durch eine genau
fixierte Halterung habe ich mich
auf die Formate DIN A 4, A 5 und
DIN A 6 festgelegt, die aber beliebig
erweitert werden können, Als
Kamera wurde.die Exa verwendet
(Tessar 2,8/50 mm).
Ba u a n l e i t u n g :
Aus rlbb. I slnd die Maße der
Äuflageplatte für die Kamera zu
entnehmen. Es wurde eine Vinidur-
platte 228
X
1?0 X 13 mm gewählt,
aus der man die genaue.Form ent-
sprechend der Zeichnung aus-
arbeitet. Der große Kreisaussdrnitt
geht durch die
gesamte Platte und
dient zum Durchstecken der Optik.
Die daran befindliche kleine Aus-
buchtung (a) schafft Platz für derl
Ilebel des BaJonettverschlusses,
Durch dle zwelte Bohrung (b)
wird
später von unten der Drahtauslöser
geftlhrt und der Sicherungshebel
des Auslöseknopfes untergebracht,
An dieser Stelle ist in der Skizze
eine klelne Höhenkarte (D) dar-
gestellt,
die das Einfellen kleiner
Vertiefungen (quergestrichelt)
er-
leichtern soll. damit die exakte
Ein tronsportobles
Kleinreprogerüt
Auflage der Kamera gewährleistet
ist. Zwischen den beiden schräg-
gestrichelten
Streilen wird die
Grundplatte in der
gesamten Breite
2 mm geschwächt.
.In die 3 mm
breiten und 7 mm tielen eingefrästen
Schlitze an den beiden Seiten und
der Rückwand werden mit Vinidur-
kleber die Teile B (B ist also zwei-
mal zu fertigen) und C eingeklebt,
die aus 3 mm starken Vinldur-
streifen ausgesägt werden. Sie haben
die Aufgabe, die Kamera auf der
Grundplatte genau zu arretieren.
Dle in die drei Arme eingesägten
Schlitze dienen zum Durchstecken
7l
der Füße
(Abb.z F), dle so ln lhrer
wechselndan Neigung, entsprechend
der gewählten.Größe des Formates,
nicht behlndert sind und sich lelcht
einschieben lassen sollen. Durch die
5-mm-Bohrung durch die Arme
wird dann eine Fltigelschraube mit
Flügelmutter (Abb. 1E) gesteckt, die
dann später bel leichtem Anziehen
gleichzeitig die Füße noch fest-
klemmt. Dazu wird in eine ent-
sprechend ausgeleilte Flügelmutter
eine 5-mm-Schloßschraube mit run-
dem Kopf geschraubt und
gegen
Verdrehung unterhalb der Flügel-
mutter lelcht verkörnt. Als Mutter
dient wleder eine Flügelmutter. Es
mtissen also drei derartige Paare
hergestellt werden.
Die Füße werden aus l0-mm-Vier-
kant-Aluminlumstäben von 625 mm
Länge hergestellt. Sie erhälten ent-
sprechend der Abb, 2 F
j e
drei
5-mm-Bohrungen und werden unten
auf 20 mm Länge so abgerundet,
daß sie hier einen Durchmesser von
8 mm aufweisen. Dadurch erhalten
sie einen sicheren Stand in den klei-
nen Messing-Näpfen (Abb.2
H),
Diese Näpfchen werden auf eine
5 mm starke Kristallglasscheibe (sie
muß optisch einwandfrei sein) im
Format 325
X
235 mm aufgeklebt
( Abb. 2
G) ,
Bei den Vinidur- und Metallteilen
werden alle Kanten mlt einem Drei-
kantschaber leicht
gebrochen und
nach dem Aufrauhen mit schwarzem
Tafellack zweimal laökiert.
Zur Auf nahme wi rd das Gerät an
der entsprechenden Stelle schnell
zusammengesetzt und die Kamera
mit einem Grilf auf dle Grundplatte
gelegt,
wo sie unverschiebbar lagert.
Nach einmaliger Ermittlung der
Verschlußzeit und Blende mlt elnetn
Belichtungsmesser kann die Be-
lichtung des Reprolilmes beginnen.
Nach einmaliger Scharfeinstellung
wird für
jede
weit' ere Aufnahme nur
die Glasplatte mit den Aufbauten
angehoben. . und auf di e um-
geblätterte Seite gesetzt. Jetzt ist
keine weitere Nacheinstellung mehr
nötig.
Für die Forniate DIN A 5 und
DIN A 6 wird zwischen Opttk und
Kamera der DoppelbaJonettring der
Exa gesetzt,
wobei sich nun die ge-
meseene Belichtungszeit um
%
er-
höht.
Als Lichtquelle dlent das diffuse
Sonnenlicht in der Nähe eines
Fensters. Um vom Naturlicht un-
abhängtg zu seln, kann man sich
eine entsprechende' Beleuchtungs-
anlage bauen.
Dieses Reprogerät kann selbst-
verständlich auch für andere Kame-
ras eingerichtet werden. Es muß
dann
jedoch
eine andere, dem be-
treffenden Gerät entsprechende
Grundplatte sngefertigt werden. Bei
Verwendung einer Optik mit anderer
Brennweite sind die Bohrungen in
den Füßen ,in
entspredlenden Ab-
ständen zu wählen.
W, Matruatrit
,r2
-+-
rt2
I
Abb.2
f@
KLEI ] {ER Ki l I FF
:
Beim Motorroller ,,Berlin" steht bekonntlich der Auspuff
unter' der Korosse hervor. Der Mitfohrer konn sich
dodurch bei m Abst ei gen on i hm verbrennen. Um
di esen kl ei nen Fehl er bei dem sonst vorzügl i chen Fohr-
zeug zu beheben, brochte ich ein Schutzblech über dem
Auspuf f on.
Zunöchst schnitt ich mir zwei 15 mm breite Streifen ous
2-3-mm-Durol bl ech ou! und bog si e zu ei nem
Wi nkel . Den ei nen Schenkel hobe i ch über den Aus-
puf f gebogen, den onderen on der Korosse on-
geschroubt . Uber di ese-bei den St reben wi rd donn dos
ei gent l i che Schut zbl ech gebogen. Al s Mot eri ol f ür di ese
Vorrichtung verwendet mon Alublech von 0,8 mm Did<e,
Dos Bl ech wi rd on di e St reben ongeni et et . Es' i st vorn
110mm und hi nt en 150mm brei t . Di e Ecken hobe i ch
72
obgerundet, domit sich niemond dqron verletrt. Drei
Siggen
(Abb.) geben dem Blech Stobilitöt und lockern
dobei
.gleich
die Flöche etwos ouf.
i,
n
Optik bestimmt ist, aufgepreßt. Der Indexstrich zur
Blendeneinstellung auf dem gefertigten
Ring muß
genau
mit dem auf der Optik vorhandenen über-
einstimmen. Der zweite bewegliche Ring mit Hebel
und Anschlagstift (Abb.
3) wird so gearbeitet,
daß er
auf dem geriffelten
Blendengiirsteilring der .Optik
Ieictrt aufgepreßt und wieder,' heruntergedrückt
wer-
den kann. Das wird dadurch erreicht. daß man den
Ring so fertigt, daß er leidrt über den Einstellring
der Optik gleitet
und an zwei oder drei Stellen, die
über der Riffelung des Einstellringes der Optik
liegen, mit etwas Leukoplast, Lenkerband o, ä. um-
wickelt wird. Diese Stellen drüdren sich dann beim
Aufpressen in die Riffelung ein und nehmen belm
Druck auf den Blendenhebel den Einstellrlng der
Optik mit.
Vor der Aufnahme wird nun die gewünschte
Blende
am Indexstrich eingestellt, der Anschlagstift auf den
Anschlag gebradrt und d,er Ring auf der Riffelung
festgedrückt. Nun kann mit großer
Blende eingestellt
werden. Kurz vor dem Auslösen der Kamera braucht
dann nur nodr der Blendenhebel bis auf den Anschlag
heruntergedrüc}<t zu werden. Die Bauart habe ich
so gewählt,
daß sie
jedermann
selbst anwenden kann
und die anderen Bedienungstelle des Apparates nicht
lnsdilag
Viele Besitzer einer einäugigen Spiegelreflexkamera
verwenden nodr Objektive ohne Vorwahl-, Spring-
oder Druckblende. Bei Aufnahmen, die nicht allzu-
stark abgeblendet werden müssen. läßt sich die
Abdunkelung des Mattsdreibenbildes nodr ertragen.
Muß aber stark abgeblendet werden, wie es bei Blitz-
lidrtaufnahmen oft der Fall ist, so lst im Sucher kein
deutliches Bild mehr zu erkennen. Es muß daher
mit ein€r größeren
Blendenöflnung eingestellt und
erst kurz vor der Aufnahme die Optik abgeblendet
werden. Eine Rastblende gibt
hierbei schon eine
gewisse
Hilfe. Sie versagt aber, wenn es sich um
Aufnahmen schnell bewegter Objekte oder gar
um
Nahaufnahmen aus dem Tierreich handelt. Hierbei
darf der Blick nicht vom Sudrerbild genommen
wer-
den, da das Motiv sonst aus der Bild- oder Schärfen-
ebene herausrücken kann. Wir benötigen also zu-
mindest eine Vorwahlblende,
bei der mit voller
Blendenöffn.ung beobachtet w,errden kann und erst k,urz
vor der Aufnahme mit einem Hebeldruck auf die
vorgewählte Blend,enöffnung eingestellt wtrd. Bei
diesem Verfahren fällt die Gefahr des Herausrückens
des Motives aus dem Sucherbild und die Abweicnung
von der genauen
Sdrärlenebene bei Nahaufnahmen
fort; da beim Betätigen der Blende der Blick nidrt
vom Sucher gedommen
werden muß. Idr habe mir
deshalb aus der Rastblende meiures Zeiss-Tessars 2.g/b0
eine Vorwahlblende selbst
gebaut (Abb. l). Sie be-
steht aus zwei Ringen, die aus Metall oder Sperrholz
von 3 mm Stärke gefertigt
werden. Der vordere Ring
(Abb.z)
bildet den Ansdrlag und wird auf den Ring,
der zur Aufnahme der Vorsatzteile
(Filter
usw.) der
Vorwohlblende
selbst gebourl
stört.
Gotttrieil Schl.lde
Dos r l c ht l ge Geschenk
für Jungen und Möddr€n
tst und bl etbt
z
z
:
tt
lt
o
E
N
z
|rT
I
]*ae*n,
Na,tlnin
UND EI N FOTOAPPARAT
Ei n Fotobuch für Junge Pi oni erc
und Schül er
yon
12 Johren on.
Locker und i nt eressont si nd hi er di e Freuden und
Lei den von Jochen und Kot hri n ouf dem Wege
zu t ücht i gen Amot eurf ot ogrof en beschri eben
-
und ol l es wi r d mi t vi el en l ust i gen Zei chnungen
und Bi l der n onschoul i ch i l l ust r i er t ,
Hol bl ei nen i m Querf ormot , el wo 6, - DM
v E B
fim[iiD
uerlas.halle
?3
W andschreibsihronft
roumsporend
Nidrt
jeder
hat zu llause Raum lür elnen Sdrreibtisdr.
Ein
'Wandschreibsdrrank,
so wle er hier
qls
Bastel-
vorsdrlag
gebaut
wurde, ist praktisch, sauber und
raumsparend.
Als Baumaterial kann
jedes
Möbelholz verwandt wer-
den, Ist es sehr verastet, ist zu empfehlen; die Außen-
wände farbharrnonisdr zu streidlen und zu lackieren.
Es kann aber audr mit Kunststoffolie oder Tapete
überzogen werden.
Bauonleitung:
Als erstes den Rahmen
.
des Schrankes leimen. Die
Wandseite nuten. so daß die Rildrwand von unten ein-
geschoben werden kann. Ansdrließend die Einsätze ein-
passen. Der mittlere obere Einsatz wlrd zur Unter-
bringung der Schreibleudrte (Nähmasdlinenleuchte)
abgeschrägt. Die Vorderwand ist rechts und links mit
eingepaßten Querhölzern
verstärkt. Als Schreibunter-
lage dient eine Hartfaserplatte, Der Sdrrank kann an
zwei Ösen an dle Wand montiert werden.
Horst Hanske
Ei n Trcrnsi s tor€t?-
mul ti vi brotor
tr'ür unsere
jungen
Bä.stler wird im folgenden eln
billiges und einfadres Fehlersudrgerät besdrrieben.
Es handelt sidr dabei um einen Multivibrator. der mit
zwei Transistoren EC 811 aufgebaut wurde. Er leistet
gute Dienste zur sdrnellen Uberprüfung von HF-, ZF-
und NF-Stufen und zeichnet sidr besonders durch ein-
fachen Aufbau, geringen Preis, Netzunabhängigkeit
und durdr seine Kleinheit aus. Zum Eau könn€n
jede
beliebigen Transistoren benutzt werden. Dabei
sind
jedodr
dle Kollektoraußenwiderstände ent-
sprechend abzugleichen.
q
:i:J;rit:,1 .,:J
Durch die niedrige Grenzfrequenz der verwendet.-' n
,Transistoren
läßt sich das Gerät allerdings nur im
Mittel- und Langwellenbereidr zur Prüfung einsetzen.
Das ist
jedoch
für die meisten Zwecke völlig aus-
reichend.
cl
s 1' 5-2 nr
cz, g
=
3- t nF
Rr - 5-10 ko
)
R2
=e- s x ol
)
r ' : o W
R3,4 -
20 *n
I
R5. 6
e 200 ka
J
fasßpilze bbsohrs ubbo r)
74
Die Schaltung entspricht einem gewöhnlidren
zwei-
stufigen rückgekoppelten Widerstandsverstärker. Die
Ausgangsspannung wird durch eine R-C-Kopplung
wieder phasengleich
auf den Eingang zurückgebradrt.
Dadurch beginnt der Multivibratot zu schwingen. Es
entsteht einmal eine Sperrung, das andere MaI ein
Durchlaß. An einem Außenwiderstand wird dann die
entstandene annähernde Rechteckspannung über einen
Kondensator ausgekoppelt. Die R-C-GIieder bestimmen
die Grundfrequenz des Multivibrators. Bei der vor-
lfugenden Sdraltung ergab sich eine sehr oberwellen-
reictre Grundfrequenz von etwa l,2klHz. Bei Belasrung
des Multivibrators ist darauf zu adrten. daß der Aus-
gang hochohmig gehalten
wird. Als Spannungsquelle
dient ein Stabelement EAaT, das 1,5 V abgibt. Da der
Multivibrator eine nur geringe
Leistung verbraucht
(etwa
0,4 mW), wird die Batterie mehr durch die
Lagerzeit erschöpft. Mit eingebautem Druckschalter
kann man mlt einer Lebensdauer von b bis 6 Monaten
rechnen.
Aufbau
Da das vorliegende Gerät so klein wie möglich auf-
gebaut werden sollte, war es naheliegend, daß man
nur Kleinstbauelemente verwendete. Es kamen daher
nur
r/2s-W-Widerstände
und die Miniatur-Epsilan-
kondensatoren des VEB Keramisctre Werke Hermsdorf
zur Anwendung. (Wer die nötigen Erfahrungen besitzt,
kann audr, um nodl mehr Platz einzusparen, erne
gedruckte
Schaltung verwenden.)
Als Gehäuse wurde im Originalgerät die Kapsel des
Durdrgangsprüf ers, , Prüf -Fi x, ,
der
pGH, , Energi e, ,
Torgau benutzt. Sie besteht aus Hülse und Verschluß-
stück. Die darin vorhandene Tastspitze konnte gleich
benutzt werden. Weiterhin ist der Leuctrtschlitz zum
Einbau eines Drucksdralters verwendet und mit der
Masseverbindung gekoppelt
worden. In der Hülse
sind auf einer Pertinaxstütze die Bauteile angebracht.
Man kann auch das Gehäuse aus Vinidur (Isolierrohr)
bauen, zu dem man aber dann zwei Kappen fertigen
muß, die dann mit einem heißen Lötkolben mit dem
Vinidurrohr verschweißt werden.
Bei Verdrahtung des Geräts sind die Regeln über die
Transistorenbäuweise zu beachten, wie Äbführune
der Lötwärme usw.
Anwendung d, es Mul t i ui brorcrs
Das durch den Multivibrator erzeugte Signal wird bei
der Fehlersuche vom Lautsprecher aus rückwärts bis
2ur Antennenbuchse getastet.
Die Signalzuführung
wird dabei so lange nidrt unterbrochen, wie die ern-
zelnen Stufen in Ordnung sind.
Idr hoffe, daß idr vielen Basilern einen Hinweis
gegeben
habe, und wünsche euch viel Erfolg beim
Bau.
werner Klann
hrldrtlguag rum Typonblott H.ft t0lt0
Durdr cln bedouerllchcs Verrehsn wurde lm Ottobor.
Hcft unlcrcr Z.lrdrrift bclm Typcnblott dcr Klcln.
wogrnr
,Trobont" dte blrhcrlga tctrtung dlinr Fohr-
zcugar ongagcbqn. Der Motor wsrdc In;lichcn wcltot
.
.ntwl &el t, ro doß rel ne
l . l 3r ung. . . . . . . . i o
pS
bd ! g00 mt n' l
bctrügt.
D. R.
Tronsisto renem plön ger
Unser Leser Jlhgen Rosenau (18)
sanclte iler
Redal4,tion
,,Jugenil unil, Tedtnlk, elnen sel,bst-
gebauten
Tranststorenempfönge4
d,er erstaunlich
gute Empfongs- unil Ausgangslei,stund oufuies.
Zunl Nacltbau uerölfentltchen uit hler ilie
Scholtung.
Der Empfang kann über einen Ferritstab oder eine
Spule geschaltet
werden. Bei Verwendung einer
Spule slnd allerdings eine gute Erde und etwa B m
Antenne notwendig. Die Eingangsstufe besteht aus
einem Audion, Der.Endtransistor hat eine Lei-
stung von 5 W.
Diese reicht aus, um den hodlton-
dynamisdren Lautsprecher (Nr,
p
551) genügend
anzuregen. Ein Anpassungstrafo Nr. 90 4?0 für
3-W-Lautspredrer wunle als Ausgang benutzt,
Elnrltdh:
2 Tronslstorcn OC 8t3 I Wlderrtond 6 kO
I Tronslstor OC 810 | Wlderstsnd I kO
I Tionstltor ocg20 2 wtder3tönde loko
1 Tronslrtor
3 Wldcr3tönde 5 kO
_
,GroB Grou" (WBN)
4 Elkor (Ntcderuoltl 25 pF
I Drelo 500 pF
t Spule odcr Ferrttstob mit
I Dreko 250 pF
I HF-Droscel
I Potentlometsr 10 kJ?
I Wlderstond 700 kf]
I Widerstond 500 kO
I Wlderstond 30O kO
HF-Lltzc
I hodrtondynomischer Lout-
sorccher 3.W
t 8-9-V-Bofterlc
I Söol tcr
j
h
?5
Die Motorloubsöqe
Itir den Bqstler
-
Die von einem Amateurbastler aus der
CSSR hergestellte Laubsägenkonstruk-
tion ist am besten aus der Zeichnung I
ersichtlidr. Teilweise sind der Maschi-
nenmechanismus frei und die Auf-
zeichnung der Bestandtdile im Sdrnitt
gezeichnet.
Die feste Konstruktion
ermögiicht es, bis zu 10 mm starkes
Sperrholz zu sdrneiden. Die Schwing-
breite der Säge beim Schnitt
.beträgt
30 mm.
Bauanl ei t ung:
Die Grundlage der Säge ist der Stän-
der aus 2-B mm starken U-Blechen.
Die aufgezeidrneten,
abgefeilten und
ausg-.schnittenen Bledre A biegen wir,
indem wir sie über glühender
Kohle lm
Ofen bis zur Rotfärbung erwärmen.
Die Biegungsstellen an den erwärmten
Bledren biegen wir im Schraubstoch
durch Hammersdlläge rechtwinklig,
wie es die Zeichnung zeigt. Nach dem
Biegen körnen wir auf den ausgektihl-
ten Blec}ren vier öfrnungen von
4 mm
@
für die Schrauben der Spreiz-
säulen K ein. Die öffnungen bohren wir gemeinsam
für die beiden U-Bledre. Gleictrzeihig bohren wir auctr
vier Öfrnungen von 4 mm
O
für die Schrauben der
Ftlhrungssäulen B und acht öfinungen von 2,4 mm
0
mit einem Gewinde M 3 für die spätere Befestigung
des Grundbleches L und der Sti.itzplatte I für die
Säge. Nachdem die öfinungen ausgebohrt wurden.
werden beide Bleche durch vier Schrauben M 4 mit
Muttern fest aneinandergezogen, Die Lager der Säge
B, in denen sich mit der Riemenscheibe C und der
Kurbel D die Achsb des Lagers drehen wird, stellen
wir aus einer Vordernabe eines Fahrrades her. Die
Nabe nehmen wir auseinander (Achtung,
die kleinen
Kugeln nicht verlieren!), und mit der Metallsäge
sehneiden wir das mittlere Spreizrohr ab. Die Achse
der auseipandergenommenen
Nabe schneiden wir in
der Hälfte durch. Auf dem Ende der Achse, das ohne
Gewinde ist, bringen wir später die Kurbel D än. Da-
mit diese Verbindung nodr fester wird, können wir das
Ende der Adrse in def Länge mit einem flachen Mei-
ßelhammer einhauen, Auf das andere Ende mit dem
Gewinde schrauben wir bei der Endmontage beide
Konusse und die Riemensdreibe auf, die wir durch
Muttern sichern. Wie dies gemadrt
wird, zeigt uns am
besten die Zeichnung 2. Die Riemenscheibe C können
wir leicht aus 8 mm starkem Sperrholz oder Pertinax
ausschneiden; die Rinne für den Gummiriemen feilen
wir mit einer runden NadelfEile aus. Den gi.imstigsten
Durchmesser der Riemenscheibe erproben wir erst
nach dem Zusammensetzen der Säge und entspre-
chend den Umdrehungen. des Motors, den wir für den
Antrieb der Säge verwenden. Die Leitsäulen dee
Kreuzkopfes G .sdrneiden
wir aus
geglättetem
Rund-
stahl (Stahl
von 8 mm
0),
n aie angefeilten Enden
der Säule bohrin wir ungefähr 15 mm.tiefe öfinun-
gen von 3,3 mm
@.
In diese öffnungen sctrneiden wir
das Gewinde M für die Befestigungsschrauben der
Säulen, Die Dimensionen ohne Maßzahl und die mit
einem Sternchen gekennzeichneten
Maßzahlen ändern
wir selbst entspredrend der verwendeten Nabe. Die
Lager des Kreuzkopfes E, die in den Führungssäulen
78
schwingen, bilden zwei Messingröhrctren mit einem
inneren Durchmesser von 8 mm. Sie sind gleictrachsig
an dem Blech des Kreuzkopfes angelötet. Das Löten
erfolgt mit Hilfe einer einfachen Schablone. wie die
Abbildung zeigt. Vor dem Löten feilen wir allerdings
das Bledr des Kreuzkopfes E nactr Maß zurecht und
bohren zwei öffnungen für die Sc'hraubm M 4. die den
Rahmen der Säge H und das Prisma J fi.lr den Kreuz-
kopf befestigen. Das Prisma für den Kreuzkopfzapfen
stellen wir aus Abfalldural her.
.Laut
Zeichnung boh-
ren wir in das Prisma drei,öffnungen von B;B mm
@;
in diese Offnungen sdrneiden wir dann ein M4-Ge-
winde. Dle Teilung der öflnungen ist auf dem Blech
des Kreuzkopfes E angezeichnet. Die Sdrubstange des
Kreuzkopfes F feilen wir aus 5 mm sta,rkem Dural-
prlsma. In die Lager der Sctrubstange für den Kreuz-
kopfzapfen und den Zapfen der'Kurbel D passen gut
die abgesdrnittenen und abgenieteten Messingstedr-
budrsen mit inneren Öffnungen von 4 mm
@,
Die
Steckbudrsen müssen in die öffnungen der Sc}ub-
stange knapp hineinreictren; den Kreuzkopfzapfen und
den Zapfen der Sdrubstange fertigen wir aus gedreh-
ten Schrauben M 4 mit flactrem Kopf an. Die Lilnge
der Zapfen, d. h. der Teil der.Schrauben ohne Ge-
winde, regeln wir erst beim Zusammetrrsetzen des ge-
samten Me'ctranismus der Säge. Nadrdem die Zapfen
zusammengesdrraubt wurden, können wir ihr Ge-
winde von der anderen Seite abnieten. Die Sdrubstange
muß sidr in beiden Zapf.en leidrt, aber ohne Spiel-
raum drehen. Die Kurbel D von 40 mm
O
sdrneiden
wir. aus 6 mm starkem Dural aus. Von der Mitte de':
Kurbel in 15 mm Entfernung bohren wir filr den
Zapfen der Sctrubstange eine öffnung mit einem M 4-
Gewinde, Die mittlere Öfrnung wird einen Durdrmes-
ser haben, bei dem die Kurböl auf die Adrse aufge-
setzt werden kann, Dle Spreizsäulen K und die Säu-
len, auf denen die Stützplatte I libgt, können wir
leicht aus einem dickwändigen Röhrdren von ? bis
l0 mm
@
herstellen. Der Rahmen der SÄge H ist der
Rahmen der Handbandsäge, von dem die Spitze
mit dem Grlfi abgeschnitten wurde. Im Rahmen
Abb. z
tr*
4o
-t
I
A
YT",
o
Lr,#
sind zwei Öfrnungen von
4 mm
@
für die Sctrrau-
benM4. mi t ei ngel asse-
nem Kopf ausgebohrt. Die
öfrnungen werden unge-
fähr in einem Drittel der
Länge des Rahmensdren-
kels H ausgebohrt, Dia
Dimensionen deq Stützi
platte IV aub 4 bis 6 mm
starkem Pertinax kann
jeder
nacb seinem Ermes-
sen rvählen. Die 4 Öffnun-
gen für die Schrauben
M 3 mit eingelassenem
Kopf und rechtedriger
Öfrnung. durch die die
Säge hindurchgehen wir<l,
fertigen wir erst nadr
endbültiger Aufstellung
der ganzen Säge an, Die
Abdechung des
ganzeil
Medlanismus der Säge
können wir aus Sperrholz
oder aus 0,5 mm starkem
Eisenblech herstellen, Wir
dürfen allerdings nidrt die
öffnungen f,ür den Riemen
des Motors sowie die
Längsöfinung an der Vor-
derseite der Abdeckung
mit den Schrauben M 3
beide Lager B an clie
S
Blectre A schrauben. Dann
I
verbinden wir beide
I
Bleche mit den Schrauben
I
M 4 und mit den Spreiz-
L
säulen K zu einem Gan-
zen. Die Adtse der Lager
mit dem angeschraubten
Konus bringen wir an der
mittleren Öffnung der
I
Kurbel D an, Die Schub-
|
stange F schieben wir auf
F
den Zapfen der Schub- |
f-
40
--l
oto
,o,J
stange auf
(Schraube M 4).
den wir in das Kurbelgewinde einschrauben, Vor dem
Abnieten des Zapfengewindes überzeugen wir uns, ob
sidr die Schubstange auf dem Zapf.en leicht und ohne
Spielraum dreht. Io.das zweite Lager der Sdrubstange
schieben wir eine längere Schraube M 4 (des Kreuz-
kopfzapfens E), die wir in das zentrische Gewinde des
Kreuzkopfprismas J einschrauben, Wir überprilfen
wiederum den Spielraum und das leichte Umdreh:n
der Sdrubstange und nieten das Gewinde ab. Das auf
diese Weise zusammengestellte Ganze schieben wir in
die Lager D (die Kugeln und das Anfüllen des Lagers
mit Fett darf nicht vergessen werden!), und von del
anderen Seite schrauben wir auf die herausragende
Achse den zweiten Konus, den wir mit einer Mutter
gegen Lod<erwerden sidrern. Die Riemenscheibe C
und die letzte Mutter
(mit
einer einfadten Sicherung
gegeri Lod<erwerden der Riemenscheibe) schrauben wir
erst am Sdrluß auf dle Achse auf. Jetzt schrauben wir
mit 4 Schrauben M 4 die Leitsäulen G an dem Stän-
der fest, allerdings mit bereits aufgeschobenem Kreuz-
kopfblech E. Vor dem Anziehen der Säulen prtifen wir,
ob sich das Kreuzkopfblech leicht und ohne Spielraum
ll
il
ll
ll
ll
rl
FI' F
TF
auf der ganzen Länge der Säulen verschiebt. Wenn
dies der Fall ist, können wir die Führungssäulen an-
ziehen und die Enden der Führungssäulen durch
Punktverlöten
gegen Locker',verden sidtern. Das
Kreuzkopfblectr E verbinden wir mit dem Prisma J
und dem Rahmen der Säge H durch zwei Schrauben
M 4 mit eingelassenem Kopf zu einem Ganzen. In die-
ser Montagestufe prüfen wir bereits durdr die Um-
drehung der Sägenachse die Schwingbewegung des
Kreuzkopfes. Wenn alles in Ordnung ist, schmieren
wir alle drehenden Teile
grtindlich
.mit
Masdrinenöl
und beenden die Aufstellung der gesamten Maschine,
indem wir das Grundbrett L, das Stützbrett I, die Rie-
mensdreibe und die Abdeckung anschrauben.
J' ür
den Antrieb der Säge
genügt
ein kleiner Motor
von max. 60 W.
Absctrließend muß
gesagt
werden, daß die Besdrrei-
bung der Herstellung einer Motorlaubsäge nicht in
alle Einzelheiten
geht. Auf die einzelnen Verbesse-
rungen der Details kommt
jeder
selbst nach eigenem
Ermessen.
77
Der moderne
'\
Zeitschriftens tönder
Der Zeltsdrriftenständer ist nadl Art der b€retts be-
kannten zusätzlich mit einer Tisdlplatte versehen
worden. Es wurde Sperrholz
(10 mm) verwendet, und
der Zusammenbau der Einzelteile erfolgte ohne
Schrauben'und Näget. Lediglich die Dreikantleisten
wurden an die Seitenteile und darauf die Tischplatte
geleimt.
Stoff, Ilolz, Strohmatte oder Folie können
als eigentlicher ZeitschriftenhalGr um die 4 Lejsten
befestigt werden. Die Tischplatte wurde mit ver-
scliedenen Zeitungstiteln beklebt und mit farblosem'
Lack tiberzogen, Die Seitenteile sind
gebeizt und
farblos lachiert. Einzelteile und Maße sind aus der
Zeichnung ersidttlidt,
Säge (Fuchsschwanz, Laubsäge)
Verwendete
Feile
Drillbohrer
werEzeuge:
ilnap"pi"r Gerhard, Phltipp
Ein stobiler
Gelenkkopf
r--------r7,
Einen GelenkkoPf,
der audr für
schwere Kameras Eeeignet
istt
möchte ich in den nachfolgenden
Zeilen beschreiben: Die Auflage-
fläche für die Kamera muß so
groß
sein, daß möglichst der
ganze Kame-
raboden aufliegt. Ist dieses nidtt
der Fall, hat man auch keine
grö-
ßere Standfestigkeit als mit dem
Kugelgelenk. Bei der Weltaflex und
ähnlichen Kameras ist darauf zu
achten, daß sämtliche drei Stütz-
punkte am Kameraboden aul der
Grundplatte unseres Gelenkkopfes
aufliegen. Bei Kameras mit vorste-
hender Stativmutter rate idt zu
einer Zwischenlage. Außerdem ist
eine mögJichst niedrige Bauhöhe
für die Stabilität ausschlaggebend.
Meine Ausführung ist 42 mm hoctt,
allerdings hat sie keine Neigung bis
90o. Ich habe aber diesen Mangel
nadr einjähriger Benutzung des Ge-
lenkkopfes noch nidrt vermißt.
Einige llinweise zur praktischen
Ausführung: Zum Biegen der bei-
den U-Winkel sdrneiden wir einen
Klotz mit den Innenmaßen des innc-
ren Winkels zuredrt. Die Kanten,
um die später das Blech
geboeen
1 Tischplofe
2 lersten Ä
3
Seilenteil
4 Lctslen
-
5 hkostolt
_ g _ k \ 4 . _
I A
{
o
wird, werden 2 mm abgerundet.
Erst wird der innere Winkel um
den Klotz gebogen
und um diesen
dann der äußere. Als Material hat
sich 2 mm starkes Aluminiumbleclt
bewährt. Alles Weitere ist in den
Abbildungen erläutert.
Kurt Kösling
F.
I
r
r
t
Die Dompflokomotiven der
-
Deutschen Reidrsbohn
Von Notionolprolrtrögor
l ng. Harr Wcndl ar
VEB Vcrlog Tcdrnlk, lll Abb., 2il Tafrln
und 17 Lotomotlvtofcln, 16! Srlhn,
Prai r 16,- DM,
Di e groBe Zel t der Dompfl okomoti van l st
vorüber. In den Lokomol l wsrken unserer
Republ i k wurde dl e Produktl on von Dompf-
l ok3 rugunsten von Dl esel - und El ektro-
l okomoti ven el ngcstcl l t. Dcnnoch wl rd dl e
dompfgetri ebene Zugkroft noö l öngera Zel t
quf
den Strecken der Rel drsbohn :u sehen
sei n, und es i st dcshol b ouch heute nl cht
unl ntare3sont und unwl chti g, sl ch ml t Dompf-
l oks zu beschöfti gcn. Gl l t et dodr, l rotz der
Umstel l ung ouf El cktro. und Dl escl ontrl eb,
mi t der vorhondenen Tedrnl k wel l crzuorbei -
ten ui d si c mi t den wi rtsdroftl l dr größtcn
Nutzen oi ntusetzen. In dl ecEm Budr
-
es
i st di e dri tte überorbel tete Aufl ogc
-
be-
müht si ch der Verfosser. neben dcm ol l -
gemei nen Uberbl l ck 0ber dl e vorhondenen
Typen, grundsötzl l che Ksnntnl sse l l ber Bou
und Ei nsotz der
' Dompfl ol omotl ven
zu
geben,
Di eses Buch konn dam Betrl ebsmonn und
dem Lernenden gl el chermoßen cmpfohl en
werden.
- W-
Mensöen
-
Mosdrinen
-
Energien
Von lng. W, Curlh, Ing. H. Knoblldr, Dr.
H. Wolffgromm
Vcrlog Nauor l.b.n, ltA Saltrn, l!6 Abb.
und forblge lofcln, Prols lt,- 9lr|.
Wel öer j unge
Mansch konn heuta gl el dr-
gi l l ti g on der gewol tl gcn Entwl d<l ung, on
den groBen Erfol gen dcr sorl ol l rtböen
Produkti on vorübergchcn? Hodrcntwl c*6l ta
Mosöi nen, moderne Fobri kcn und neuc
Werkstoffe bestl mmsn dd! G.l l di t der
Industrl c. Vl el föl tl g und kompl l zl crt, rl nd
di a Verbi ndungen zwl schen den cl nzcl nan
Gl i edern dor corl ol l rtl schen Wl rtrchol t. Der
j unge
Mensch, dsr sel ne Stel l ung In der
Gescl l sdroft sucht, muB sl dr ml t dl escn
wl chtl gen Frogen ou:el nond6r3strcn,
Anl i egen der Herourgeber dl escr Budrcs,
dem Sommel werk rur pol gechnl schen Errl e-
hung, wi e sl e es sel bst n€nnen, l l t cr, den
Leser tn dl eser kompl i zl crte Getrl cbe ei n-
zul ühren. Wer noch Interecsl ertern Studl um
dl eses B.uö ous dcr Hond l cgt, wl rd bc-
stötl gen könncn, doB cr den Autoren ge-
l ungen i st, umfongrel drcr und notwcndl ges
Wi ssen zu vcrmi ttcl n. Dl crer Budr bcrööf-
tl gt, si ch ml t dcn
' wl drtl g3tan
Produktl onr-
zwel gen der DDR, .fl öut.rt l hr Zurommcn-
wl rkcn und wcl st ouf dl c Gcmcl nrdrofts-
orbel t l n der Pl onung rwl cdren dcn sozl o-
l i sti sdi en Löndern hl n,
Mon fi ndet kel ne El nzel bcrtrcl bungcn von
spezi el l en Mosöl nen,' sol dra zu zcl gen l st
ouch nl öt dl e Abrl cht dcr Autoren. Vl el
wl ötl ger erschi an cs l hnen, dl c
Arund-
l egenden Prouesse bel der Herrtcl l ung von
Wi rtschofbgütern zu crl öutern,
Dos Syrtem dcr sozl ol i stl schen Produktl on
-
Bcrgbou, di e chemi sche Produkti on, der
Moschi ncnbou, dor Bouwesen, dl c Energl a.
wl rtscho{t, di e Londwl rtschoft und dos
Tronsport- und Noöri chtenwesen, ol s wi dr-
ti gstc Zwel ge dcr Vol kswl rtechol t
-
werden
In dsn el nretnen Abschnl tten behondel t und
deren Zul ommenwi rkcn bewl esen.
"Mensdren
-
Mosöl nen
-
Encrgi en" i st
besondars fttr
Junge
Mensdren, fl l r Lehr-
l i nge, ' Fochor bei t er , Sch{ i l ar und St udl c-
rende geschrl eben, es hi l ft l hnen, si ch dl e
uner l ößl i öen Kennt nl ssc l l ber di e sozl o- ,
l l stl scho Produktl on onzuol gnen, Dos pol y-
technl söe Sommel werk bl ctat ober ouch
Lehrern, Berufsousbl l dern und ol l an on der
sozi ol l stl schen Entwl cl l ung Interos!i ert€n,
rei cl es
' Moterl ol
und dl e Mögl l chkei t, si ch
umfossendcs Wl sscn onruci gnen.
Den Autorcn dl eseg Werkes konn bestötl gt
wel den, doß i hr Anl i egen, unserer Jugend
cl n unfossendes Werk zur pol ytcchni schen
B; l äung her ouszugeben, gut gel ungcn l st .
- h -
oUnterwosser-
Fotog rof ie"
Von Hont.Ul ri ch Ri dttrt
fotoklno-vorlog, Holla (Soolct, :tl0 S.lt.n,
. 3?l Bl l der, t5 l obcl hn, ml t .i nGm Gcl .i l .
wort fon Dr. Honr Hq3t, Gqnrl ci non,
PrGb 3!,- DM,
Der Autor Hons-Ul ri dr Rl chter l agt ml t di e-
sem Buch orstmol l g el n grundl egendes Wark
der Unteeo3serfotogrofi e vor. Durch di e
Mi torbel t nomhol ter Wl ssenschoftl er und
Prökti ke. €ntstond äl n wl sccnsdroftl i ch fun-
domontl arter Werk und ei n Lel tfoden def
prokti 3chen
Unterworserfotog rdl l e.
Dl eses Budr gl bt d€m Anfönger el ne gute
Grundl ogc und dem Fortgesdi ri ttenen wert-
vol l c neuc Hl nwel se. Schon dos Kopi tal
"Sel bstgefertl gte
UW-Gehöusa" i st öußerl t
l ehruel ch, bl ei bt d;ch In vl al cn
' Föl l en
nur
dcr Sel bstbou, do
j o nur für wenl ga
Komerotypen fobri kmöBl g hergertel l te UW-
Gehöuse gel i el ert werden.
In dem Absdrnl tt ,D"
(Unterytol ser-Foto-
proxi s) wl rd
j edem
l nteressenten
"wi rkl i che"
Proxi s geboten. Hl sr l st 3chl l eßl l ch dos zu
fl ndgn, wos der Leser sucht, gonz gl ei ch, ob
el um den rchwofzwel ßen Fi l n oder rrm
den Forbfl l m geht. Frogen der Bcl euchtung,
der Bel l dttung und dec
,Fi l ter€i nsqtzes
wcrden ebsnso erörtert, wl e dl e Wohl der
Motl vo.
Und l etzthl n wl rd der
j unga
UW.Amotcur'
l erode
den Abschnl tt
"Motl vouswohl "
vl el
vordonken, wenn er, teönl rö und theoro-
tl sch ger{l stet, on sel na er:tan Aufnohmen
grht.
Schon bal m l l üdrti gen Durdrbl öttarn dl cscr
Werkes wl rd
j cder
UW-Amoteur dl c Gewl ßj
hei t bekommen, doß der sdrel nbor h6he
Buchprel s für thn l etzthi ; oucfi von hohem
Nutzen l rt,
. wd.
Automoien und sozioler
Fortsöritt
Von S. l l l l cy
Olobur-Vcrlog, Wlcn t9ti!, äl Scltcn
Prof. S, Ll l l ey
-
ei ndr d.r bedeutendsten
engl i sdr en Gal ahr t en ouf dem Gebi et dcr
Geschi chta dcr Wi ssenschoft und Techni k
-
i st uns sdron durcl r sel n 1952.rschi enenot
Buch ,,Manrchen und Moschl nan" gut bc.
konnt. Ml t dsm nun ouch deut:chsprodrl g
vorl l egenden neuesten Werk gr6i ft a? ci ncr
der brennendsten Probl eme der Grgenwart
ouf: dos Antl l tz und di a Auswl rkungon der
Aut omot i si or ung,
Ml t zohl rai chcn, öußefst i ntoressontsn Bel .
spl 6l en r el gt er uns den t edr nl schen St ond
der Entwl cl l ung (bl s 1956) und entwl *cl t
dor on onschl l aßend di e monni gf ol t l gen
Probl ame, dl a mi t der Automctl ri crung der
Produkti on rusommenhöngen. Wel che Pro-
duktl onszwel ge l ossen si ch outomotl i l eren?
Konn mon ouö Bet r l abe, dl e nur kl cl ner c
Serl en
produrl eren,
outomotl 3l cron? Wel ch.
Perrpekti vcn brl ngen dl e El cktroncnredi en.
mosdrl nen l ür dl e Büroorbel ten? Ol era
und onderc Frogen werden onol ysl ert und
exokt beontwortct. Ll l l ey l ößt ober ouch
kel nen Zwel fel doron, doß dl e Automotl .
sl erung nl cht nur cl n technl sches Probl cm
l gt. Am konkreten Bel spi el Engl onds, dcn
USA und Wcstdeutrchl onds rci gt cr, wi e In
der vom Profi tstreben beherrrchten l opi to.
l i stl schan Gesel l söoft di e Automotl si erung
zu el ner Varschörfung dcr Wl derspri l chb
führt,
"Aber
cr rl nd nl chl di c Probl cmc dar
Automotl on
-
es el nd di e Probl ama das
ol ternden Kopi tol l rmus' (5. 157). Dam;
gegeni l ber ' r . l gt Gr , wl . unt . r sor l ol l r t l -
söen Bedl ngungen (borl ercnd ouf ssl ncn
Erfohrungcn oi nca Studi änoufonthol tes i n
der Sowj etunl oh) dl . Aüromotl rl crung rl dr
fördernd oul dl .
9bs;l l ,chottl i che
Entwtcl .
l ung und dl e Logc' . dar , or bci t onden Man.
rdren ouswl rkt,
Dor ol l es gcschl cht ni cht
-thooretl ri crend,
sondern ouc dcr sochl l öcn Anol yre dor
Wl rkl l ökel t. Und trotrdem l 3t .t kcl n trod.
ner, crmüdendes Buch.
D?. Wolftetdtnm
?0
t t t
l rt notwendl g ru. Erhol tung dcr El otthi töt. Bei m Fadcrbol l spi cl
crl arnt .J
j edcrmonn
spi ol örd l cl öt,
Fcderbol l rpi el c
-
ri nd 31. nl öt oudt .l n g.Gi gnal o3 W6l h.
mdtBgerdrcnt? 5i a nl i trcn der Oa:undhcl t dar Körpcrr
-
cl ne
gl üd.l l dro Vcrbi ndung
yon
Sport und Spl cl .
Fcderbal l rdrl ögar l ür Eruochrene DM
mi t Deder onber ponnung , . . . . . von 1, 65 bl s l 5r i l O
Fedcrbal l rchl öger für Kl nder mi t
Deder onbes ponnung . , . . . . . . . . v on 1, 50 bi i 6, 00
Frdcrbol l rdrl ögar l ür den Turnl er-
apor t mi t Dor mber ponnung . , . , von 22, 00 bi s 27, 00
Fcderbol l spl cl c für Emochrene,
? Söl ögar , 2 Böl l e, 1 Sei l i m
Perfol beutel von 19.t0 bi s 27,00
Fedorbol l l pi cl a fi l r Kl ndar,
2- Schl öger , 2 Böl l a, 1 Sel l i m
Porfol beutel von 13,90 bl s 16,$
Fcdsrböl l a our Pol yomi d und Pol y
öt hyl on . . . , von 0, 45 bl s 1, 00
Fcderbäl l c mi t Noturfadern l ür den
Turni ersport von t,6! bi s 2,25
Al l a Sportdrti hol .Vcrkcufsstcl l cn und
.Sporl ol obtol l ungen
l n
den Warenhöurarn der HO und der Konsumc roul. dia
Gemirchtworsn-V.rkoufr3tdl.n out dcm londc rcrlllgcn llbor
.l n brci tl t Sorl l ment.
n
Il
II
if
l r
I
r
I
I
t
I
l
f
I
l
r
t
I i l , ' l l l (
Wir fragten: ,,Muß
ein Erfinder erst fünfzig sein?" .
Akt e Mi rami d T
(Schi rmer) . . . .
Radiotraktor
Raumschiff 2 wohlbehalten
geiandet (Neumann)
Kleiner Freund äuf allen Wegen
(Salzmann) ,.
Jeder mit
jedem (R. Albers)
Dicke Brummer
-
schnelle Falken
(Bulla)
.
.,Jugend und Technik" berichtet aus aller Welt ,.
Maststall mit Selbstbedienung
(Lukas)
Neug Möbel aus neuen Werkstoffen (Förster)
Heute entsteht die Zukunft
(Ogus)
Moderne Diesel- und Elektrolökomotiven
Im Zeichen des Sili (Schabowski), Fortsetzung
Ultraschall reinigt Schiffe (Alexandrow) , ... .
l5 Jahre für Frieden und Freundschaft (Giese)
Atomf orschungszentrum Rossendorf
Stichprobenkontrolle (Schindowski)
Lumineszenz
-
leicht verständlich
(K.
Albers)
Unser Test: Küdrgnmaschine,,Libelle" (Kroczech)
Ut opi e?
-
Nei n, Sozi al i smus! ( Schr ei ber ) .
; . . , . . , . . . . . . .
Maschinen erleichtern unsere Arbeit: Melkgeräte
Ihre Frage
*
unsere Antwort
, , Techni kus"-Bei l age . . . ' . , . , . .
Das Buch lür Sie
Inhaltsverzeichnis
Beilage: Typenbtatl
E. Jehrgang November 1060 Helt ll
Jnhalt
Sei te
I
a
6
I
11
t 4
t8
2l
3l
34
37
R.doltlonrloll.glum:
l ng, H, Doherr; W. Hol ünner; Dl ol ,.Gwl .
U. Harpcl i Dtpl ,-Gewl . H. Kroczccl l
M, Kühni W. Pctrdrldt: Houptmonn NVA
H. Schol z; Dn H, Wol ffgromm.
iedsktlonr
Dlpl.-6ewi, H. Krocro* (Chofredohtaur),
W, H.bGnetrcl t; Dl pl ,-Gwl , W. Horn; O.
Sol zmonn.
Gcrloltung: Bochingcr
Tl l rl gral l h M. Kun:o
,Jugend und Tcdrnlk" crrclralnt lm Vcrlog
Jungo Wel t monotl l ö zum Prel s von
f.- DM. Anschrl ft: Rcdol tl on
*l ugond und
Tacfi nl k' , Eerl l n W8, Kroncnstro8c 30/31,
Fcrnl prccl ren 200461. Dcr Vorl og behöl l
rl ch ol l c Rccfi te on. dcn varöffentl l drtcn
Artl kcl n und El l dcrn vor. Auszüge und Be-
tpredrungcn nur |ni t vol l Gt Quel l cnongobe.
Hrrcurgcbctr Zentrolrot dcr FDJ; Druch
(13)
Berlincr Druckcrel. Veröffentlldrt unter
Ll tenznumrncr 5t 16 d.r Ml nl rtcrl smr f{l r
Kultur, Houptvcmoltung Vrrlogrweaen, dcr
D€utsdr;n Dcmolrotlrdren Rapubllt,
Al l el nl ge Anrel gcnännohme : DEWAO.
Worbung BERLIN, Btrlln N 5,1, Rorqntholer
Stro8c 28/31, und ollc DEilt/AG-Bctriebc ln
dcn Bozirksrtödtcn dsr Dcutschcn Dcmo.
lratlsdrcn Republll. ?.ur Zalt gllltlgr
Anrolgenprelsllrtc Nr. 3.
40
44
47
48
ö0
54
58
61
64
66
6B
n l
?9
80
TECHI\IK- bücher für alle
CURTH/ HARTUNG
1000 PS und mehr
DI N B 5, B, 64 S. , 45O Abb.
Ganzleine" l9rBO nnn
Sei t der er st en Ausgobe des Wer kes, , 1000 PS und mehr " si nd vi er Johr e ver gongen,
I n di esem kurzen Zei t obschni t t si nd ober ouf dem Gebi et der Wi ssenschof t , der
Forschung und der Techni k Verönderungen vor si ch gegongen, di e von dem Ei nt ri t t der
menschl i chen Gesel l schof t i n ei ne neue Epoche, i n dos Zei t ol t er der Eroberung des
Wel t r oumes künden.
Di e Neuouf l oge von
, , 1000
PS und mehr " wi r d i n ei nem gr oßen Kr ei s
j unger
Leser dos
I nt eresse f ür di e pol yt echni sche Bi l dung erwecken. I n den ei nzel nen Abschni t t en di eses
Techni k-Uni versums wi rd ei n Uberbl i ck über di e Fert i gungst echni k gegeben, der mi t
Bi l dern ous dem modernen Produkt i onsgeschehen rei ch ousgest ot t et i st ,
Do vor ol l em unt er der Jugend ei n großes I nt eresse f ür di e moderne Techni k best eht ,
si nd di e t echni schen Report ogen und Ausbl i cke ouf künf t i ge Anwendungsgebi et e der
Techni k i n unt erhol t endem St i l geschri eben, Di e Ausf ührungen bezi ehen si ch i m wesent -
l i chen ouf di e l ndust r i ezwei ge: Ber gbou, Ener gi et echni k, Met ol l ur gi e und Moschi nen-
bou, Regel ungst echni k, Schi f f bou, Kr of t f ohr zeugbou, Ei senbohnt echni k, Fl ugzeugbou,
Chemi e, Londt echni k, Bouwesen, Text i l t echni k und Fei nmechoni k-Opt i k. Dos l et zt e
Kopi t el i st der Wel t roumf orschung gewi dmet .
Err Geschenk zu
jeder
Zeit!
I n
j eder
Buchhondl ung sof d* erhöl t l i chl
YEB VERTAG TBCHN I K. BERt I N
t
@
@
9.
ql
ö'
@
o
-
o
=t
I
It
o
-
:
F
f-
7r
-
o
I '
3
o
I
I