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Geleitwort

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ie großen Herausforderungen im Bildungsbereich sind E-learning,
also multimediales, interaktives Training am Computer, sowie der
selbstverständliche Umgang mit dem Internet, das jüngste und
am raschesten gewachsene Medium. Für die laufende Legislaturperiode
ist vorgesehen, mit dem Einsatz einer Computermilliarde das Lernen im
Netz, die Ausbildung der Lehrer, E-learning für Universitäten und die Er-
wachsenenbildung, das Hinführen aller Bürgerinnen und Bürger zum
Internet, voranzutreiben. Dadurch wird der Schlussfolgerung des allge-
meinen Rates in Lissabon „EU Internet Community“ entsprochen.
Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien sind neue
Medien zum Erwerb von Wissen, zur Verarbeitung von Wissen und zur
Weitergabe von Wissen. So sollen diese Medien auch in allen Unterrichts-
bereichen verwendet werden, als Methodik des Unterrichts und als neue
Möglichkeit, unabhängig von Ort und Zeit zu lernen. Der Einsatz dieser
neuen Technologien ist bereits in alle Ausbildungspläne für Lehrerinnen
und Lehrer an den Pädagogischen Akademien eingebaut und sollte auch
für den Universitätsbereich eine Selbstverständlichkeit sein. Über 70 % der
Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen sind mit dem Um-
gang der neuen Technologien vertraut und 60 % setzen sie bereits im Un-
terricht ein. Beim Bildungsangebot der Pädagogischen Institute erfolgt eine
Schwerpunktsetzung im Ausbildungsbereich der neuen Technologien.
Freilich darf bei aller Begeisterung zur Umsetzung der neuen Technolo-
gien nicht vergessen werden, dass Bildung nicht allein aus unmittelbar für
2 den Beruf nützlichen Fähigkeiten bestehen kann. Wir dürfen im Bildungs-
bereich nicht nur einem einseitigen Nützlichkeitsdenken den Vorrang ein-
räumen. Bildung muss ein gesamthafter Prozess der Persönlichkeits-
entwicklung sein. Es ist klar nachgewiesen, dass durch eine frühzeitige
musisch-kreative Bildung beispielsweise auch die kognitiven Leistungen des
jungen Menschen entsprechend gefördert werden. Viele Nobelpreisträger
im Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin haben eine hervor-
ragende musisch-kreative Bildung.
Neue Antworten auf neue Herausforderungen kann aber nur jemand
finden, der die neuesten Technologien beherrscht; darüber hinaus aber
auch in der Lage ist, zur Bewältigung der Herausforderung neue kreative
Wege zu gehen. E-learning und Internet sind unverzichtbar geworden für
alle Bildungsbereiche, genauso dürfen aber musische und soziale Kompe-
tenzen nicht vernachlässigt werden. Es wird die große Herausforderung
der kommenden Jahre sein, diesen gesamthaften Bildungsbegriff in der
Gesellschaft zu verankern und für die Jugend umzusetzen.

Elisabeth Gehrer
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Mai 2002
Juli 2001

Vorwort der Redaktion

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er Begriff E-Learning („elektro- Vielmehr soll damit ein anderes Lernen pe beim virtuellen Lernen ins Hintertref-
nisches Lernen“) hat sich mitt- und neue Lernformen ermöglicht wer- fen geraten kann. Die eigentlichen
lerweile als eine Art neues Zau- den. Die Problematik der didaktischen Nutzenerwartungen von E-Learning
berwort etabliert, der eine große Band- Konzeption von Lernmedien müsse beziehen sich neben der Kostenredu-
breite unterschiedlichster Lehr- und weiterhin bedacht werden. Der Imple- zierung auf die Zielgruppenerweiterung
Lernformen mit Hilfe elektronischer Off- mentierung von Online-Ausbildung soll- (auch für Behinderte und Berufstätige),
und Online-Medien umfasst. E-Lear- te nach Kerres eine fundierte Bildungs- auf qualitative Verbesserungen der Lern-
ning ist nicht nur in der Europäischen analyse vorausgehen, die u.a. solche systeme, auf erhöhte Anschaulichkeit
Kommission zu einem Leitthema gewor- Indikatoren wie Methodik, Didaktik, Ef- durch neue Visualisierungsmöglichkeiten
den, sondern auch im Bereich der schu- fizienz, Zielgruppen, Medien- und und erweiterte Interaktivitätsmög-
lischen und betrieblichen Aus-, Fort- Selbstlernkompetenz, Ausbildung der lichkeiten. Außerdem kann digital ver-
und Weiterbildung ein zukunftsträchti- Ausbilder, Dokumentenorganisation, fügbares Lehr- und Lernmaterial relativ
ger Markt, der durch eine wachsende die lerntheoretische Betrachtung, die rasch ergänzt und zwischen den Porta-
Anzahl von Produkten, Dienstleistungen mediendidaktische Analyse und die len leichter ausgetauscht werden.
und Anbietern gekennzeichnet ist. technische Dimension mit einbezieht. Im vorliegenden Sonderheft, das in
Sogenannte elektronische Lern- Nach Ansicht des renommierten aufwendiger Form von Herrn Univ.-
plattformen basieren weitestgehend CBT-Spezialisten Dieter Euler (Universi- Prof. Ing. Dr. Peter Baumgartner (Uni-
auf den Diensten des Internet. Lernen- tät St. Gallen) wird E-Learning häufig versität Innsbruck), Frau Mag. Kornelia
de und Lehrerende können dabei nicht nur als pädagogisches Konzept, Maier-Häfele sowie Herrn Mag. Hart-
räumlich und oder zeitlich getrennt sein, sondern als neues Geschäftsfeld (Edu- mut Häfele (Häfele KEG) inhaltlich ge-
wobei die Kommunikation zwischen Commerce) verstanden. Die ökonomi- staltet wurde, werden nach einer Be-
beiden synchron (z.B. im Chat) und / schen Erwartungen haben E-Learning griffsbestimmung die für E-Learning
oder asynchron beispielsweise bei E- zu einem verheißungsvollen Markt der kennzeichnenden didaktischen Ansätze
Mail ablaufen kann. Damit sollen die New Economy gemacht. Mit den Mög- und Komponenten erläutert, Lern-Ma-
Lernprozesse geleitet und unterstützt lichkeiten der Telekommunikation sei ein nagement-Systeme sowie Arbeitsumge-
werden. Die Hauptbestandteile solcher globaler Bildungsmarkt entstanden. In bungen vorgestellt und im Speziellen die
Portale - in der Literatur wird auch von der Wissensgesellschaft sei es erforder- auf der Grundlage der Arge Baum-
Online-Lernumgebungen gesprochen lich, in immer kürzeren Intervallen die gartner Häfele KEG durchgeführten Stu-
- sind einerseits die Inhalte (Content) individuellen Kompetenzen zu aktuali- die - weltweit wurden dabei über 130
in Form von Texten, Bildern, Audio, sieren, so dass sich das „lebenslange Portale durchforstet und der didaktische 3
Video, Animationen sowie auf der Lernen“ notwendigerweise im Rahmen Mehrwert auf der Basis von Auswahl-
anderen Seite die für die Infrastruktur eines kontinuierlichen Selbstlernens voll- und Beurteilungskritierien erhoben -
erforderlichen Kommunikationstools ziehen müsse. Die Schule müsse zu den evaluativen Komponenten herausgear-
wie E-mail, Chat, Videokonferenz, etc. Lernenden kommen, nicht umgekehrt! beitet. Die Bedeutung von Content
Auf den diversen, vielfältig struktu- Mit dieser Perspektive wird nicht nur die Management- und Wissens-Manage-
rierten Lernplattformen wird der Lern- Arbeit, sondern auch das Lernen einem ment-Systemen für den Schulalltag, für
stoff dem Lernenden in unterschiedli- Beschleunigungsdenken unterworfen. das Lehren und Lernen wird an Beispie-
chen Lernwegen angeboten, beispiels- Der „Hochgeschwindigkeitsmensch“ ist len gezeigt. In einem zusätzlichen
weise als File-Download, als animier- nach der Vorstellung von Euler ständig Serviceteil werden neben einem Glos-
tes Material oder als interaktives Lern- auf der Überholspur, er lernt nicht mehr sar weiterführende Links, Referenzen und
modul. Die Menüführung erfolgt über auf Vorrat, sondern er erwirbt sein Wis- Zugängen zu so genannten Open-
Links; zusätzliche Features können bei- sen im Rahmen einer „Just-in-time-Qua- Source-Produkten angeboten.
spielsweise ein Helpdesk sein, ein ab- lifizierung“, nämlich dann, wenn er es Damit wird Pädagogen eine fun-
rufbares Glossar, aber auch die Mög- braucht. Euler schränkt allerdings ein, dierte Handreichung zum weitläufigen
lichkeit, Lesezeichen im Lernstoff abzu- dass es sich bei diesen Überlegungen Thema E-Learning abseits des Me-
legen. In den zusätzlich vorhandenen nur bedingt um eine pädagogische dienhpype geboten, die es dieser Ziel-
Kommunikationsräumen befinden sich Perspektive handelt. gruppe ermöglicht, zweckdienliche In-
Foren und Chaträume. Arbeitsergeb- Die häufig genannten Vorbehalte formationen für den Unterricht unter
nisse können in Form von Upload- gegenüber E-Learning beziehen sich direkter Nutzung der im Sonderheft
Möglichkeiten präsentiert werden. Durch auf die zum Teil noch langen Down- dargelegten Beispielfälle und Wegwei-
den zusätzlich beigestellten Teletutor kann loadzeiten, die als Erschwernis gewer- ser zu erhalten. Die Redaktion möchte
der Lernprozess zusätzlich intensiviert und tet werden. Ebenso dauert die Entwick- sich dafür ganz herzlich bei der Auto-
damit auch effektiviert werden. lung von Onlinekursen seine Zeit. Als rin und den Autoren bedanken.
Für den bekannten Furtwanger Me- weitere mögliche Nachteile wird neben
dienexperten Michael Kerres sollte E- dem kostenintensiven technischen Auf- Wien, im April 2002
Learning mehr sein als Texte und multi- wand zur Wartung der E-Learning-Sy-
mediale Materialien auf Server in ei- stemen der Umstand genannt, dass das MR Dr. Rudolf Apflauer
nem Intra- oder Internet anzubieten. klassische soziale Lernen in der Grup- MR Mag. Dr. Anton Reiter

Mai 2002
Peter Baumgartner, Kornelia & Hartmut Häfele

E-Learning: Didaktische
und technische Grundlagen
Was ist e-Learning?
Zuerst einmal ist „e-Learning“ eine jener riös nachgehen, dann helfen leider oft stützte Lernen (satellitengestütztes Lernen,
Neuschöpfungen von Wörtern, die – auch Lexika nicht weiter: Zu neu sind Lernen per interaktivem TV, CD-ROM,
meistens aus dem Englischen kommend diese Wortschöpfungen, um bereits Ein- Videobänder, etc.) konzentriert. Im Zuge
– zu einem Modewort avanciert sind. Die gang selbst in die sehr aktuellen On- des Internet-Hype der ausgehenden
inflationäre Verwendung dieser „buzz line-Lexika gefunden zu haben. So 90er Jahre wurde e-Learning haupt-
words“ (auch so eine Wortkreation! Im bleibt also nur der schon von Wittgen- sächlich für das „netzangebundene“
Kapitel der e-Learning Fachbegriffe stein in seinen philosophischen Unter- Lernen (so genanntes „webunterstütztes“
finden Sie einen Definitionsversuch) suchungen gemachte Vorschlag, sich Lernen) verwendet, etabliert sich jedoch
drückt weniger einen sachlich neuen, die Art ihres Gebrauchs, das Sprach- zusehends wieder als Überbegriff für
genau definierten Gegenstandsbereich spiel anzusehen, in dessen Zusammen- alle Arten medienunterstützten Lernens.
aus, sondern signalisiert eher die hang sie verwendet werden. E-Learning schließt also heute sowohl
Gruppenzugehörigkeit: Man/Frau Die Bedeutung des Begriffs „e- Lernen mit lokal installierter Software
zeigt, dass sie „in“ ist, wenn sie diese Learning“ war zu Beginn seines Auftre- (Lernprogramme, CD-ROM) als auch
Wörter verwendet. tens stärker auf das elektronisch unter- Lernen über das Internet ein.

Hands-On Hands-On
Sie sitzen in einem Fachvortrag und E-Learning, elearning, eLearning, „e“Learning, e-Learning, … wie lautet
langweilen sich? Wir empfehlen „Buzz denn nun die korrekte Schreibweise? Früher war der Bindestrich obligato-
4 Word Bingo“ um die Wartezeit bis zur
nächsten Pause zu verkürzen.
risch - die e-Learning Pioniere Cisco und Smartforce bestehen nach wie vor
auf den Bindestrich, jedoch auf unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung
Die Regeln sind einfach: Sie su- (Cisco: „e-learning“, Smartforce: „e-Learning“).
chen sich mindestens zwei andere Mit- Liest man aktuelle Artikel zum Thema, fällt auf, dass der Bindestrich mehr
spielerinnen und notieren sich jeweils und mehr verschwindet: “eLearning“ und „elearning“ ist im Moment ange-
fünf buzz words. Während des Fach- sagt. Microsoft lässt gar die ganze Endsilbe weg und propagiert „eLearn“
vortrags kreuzen Sie jene buzz words (www.micro-soft.com/elearn/). Wir ziehen die derzeit leistungsfähigste WWW-
auf Ihrer Liste an, die im Laufe der Suchmaschine Google (www. google.com) zu Rate und erhalten am 30.3.2002
Präsentation verwendet werden. Wer die folgenden Ergebnisse:
zuerst alle fünf notierten buzz words
angekreuzt hat, hat gewonnen.
Eine genaue Spielanleitung so-
wie weiterführende Informationen zu
„Buzz Word Bingo“ finden Sie hier:
www.corex.net/toolstech/Bingo/

E-Learning ist dabei nur die eine
Seite der Medaille, braucht auf der an-
deren Seite e-Teaching, um sich zur vol-
len e-Education zu ergänzen. Das gan-
ze kann jedoch nicht nur e-lektronisch
geschehen, sondern der Mensch soll
eine wesentliche Rolle spielen; also ist
hybrides Lernen (voriges Jahr) – bzw. Die Schreibweise mit Bindestrich wird auf ca. 915.000 Webseiten gefunden,
wie es dieses Jahr ganz modern heißt „eLearning“ hingegen nur auf ca. 268.000, „eLearn“ gar nur auf ungefähr
„blended learning“ – angesagt. 24.000. Wir schließen uns diesem Ergebnis an und bleiben bei der vertrauten
Schreibweise „e-Learning“.
Wollen wir der Wortbedeutung se-

Mai 2002
1. Einführung
Juli 2001

Wesentlich für das Verständnis von Genau dies versuchen wir mit dieser E-Learning setzt die Idee des „Fle-
e-Learning ist dabei, dass es nicht Sondernummer, indem wir die tech- xible Learnings“ (Jakupec/Garrick
bloß um die (interaktive) Aneignung nischen Grundlagen in einem päd- 2000), also eines just-in-time Lernens
von Informationen geht – wie dies im agogischen Kontext behandeln. am Arbeitsplatz, das relativ unabhän-
„klassischen“ computerunterstützten gig von Zeit, Ort und (den Eingangs-
Unterricht (CUU) der Fall war – son- Wir wollen in diesem Artikel e-Lear- voraussetzungen) der Person ist, in die
dern, dass die (menschliche) Beglei- ning als einen übergeordneten Be- Praxis um .
tung des Lernprozesses eine ganz griff für softwareunterstütztes Lernen Die Betonung liegt dabei auf dem
wesentliche Rolle spielt: Tutoring, verstehen. Wort „unabhängig“:
Coaching, e-Moderation… lauten
die dafür verwendeten „buzz words“. Softwareunterstützt (im Gegensatz Zeit: Es ist klar, dass für synchrone
Mit e-Learning wird daher der dy- zu computerunterstützt) deshalb, weil Kommunikation das vereinbarte Zeit-
namische prozesshafte Charakter des schon heute - und noch viel mehr in fenster für das Zusammenkommen
Lernens stärker betont, als dies bei- naher Zukunft - es nicht unbedingt der der Lernenden im virtuellen Raum
spielsweise beim computerunter- Computer(bildschirm) sein muss, der ganz entscheidend ist. Weniger klar
stützten Unterricht der Fall war. Sowohl im Mittelpunkt dieser Lernform steht. ist es, dass auch bei asynchronen
die Begleitung des Lernprozesses So können durchaus auch mobile Kommunikationsvorgängen gewisse
durch internetbasierte Kommunikati- Endgeräte, wie z. B. das Handy wich- Zeitfenster zu beachten sind: So
onsformen (e-Mail, Chat, Foren) als tige Funktionen übernehmen. Die macht es z.B. in einem online Semi-
auch die Integration von Sozialphasen Betonung auf Software macht zu- nar wenig Sinn, wenn ein Diskussi-
(face-to-face kombiniert mit face-to- gleich auch deutlich, dass es nicht die onspunkt einiger Teilnehmerinnen zu
interface) sind für e-Learning charak- äußere Form des Gerätes ist, die hier Beginn des Seminars erst am Ende
teristisch. Damit rückt die Organisati- entscheidend ist. des Seminars aufgegriffen wird, wenn
on des Lernprozesses weit stärker in Wenn wir e-Learning als überge- bereits ganz andere Dinge diskutiert
den Vordergrund, als dies beim blo- ordneten Begriff fassen, so fällt darun- werden. Eine gewisse Zeitdisziplin ist
ßen Einsatz von Lernsoftware oder CD- ter natürlich der schon geläufige entscheidend, soll die Kommunikati-
ROMs der Fall war. computerunterstützte Unterricht, der on nicht disparat werden und in viele
So tauchen auch eine neue Reihe entweder mit Hilfe einer lokal auf der einzelne Diskussionsfäden (Threads)
von Fragen auf, wie z. B.: Festplatte installierten Software oder mit zerfasern. Erwähnt werden soll hier 
Welche Kommunikationsformen CD-ROM durchgeführt wird. Dennoch auch die Zeitverschiebung von Semi-
(asynchron, synchron) sollen wann wird durch den praktischen Gebrauch narteilnehmerinnen, die über den 5
und in welcher Weise verwendet sehr deutlich, dass e-Learning doch in Globus verstreut sind und die zeitlich
werden? erster Linie die internetbasierten Kom- unterschiedlichen Studienzeiten (Se- 
Wo und wie kann/soll Unterstüt- munikationsformen betont. mesterbeginn und - ende), die für
zung angeboten werden? 
Wie können die im Zuge der web- Hands-On
basierten Kommunikation geschaf- WBT-Tipp I
fenen Inhalte selbst wieder Gegen- Wir wollen in diesem Beitrag in loser Abfolge eini-
stand des Lernens werden? ge frei zugängliche WBT´s vorstellen, die aus der 
Wo liegt der Mehrnutzen des Inter- Masse der im WWW auffindbaren Tutorials for-
nets und wie kann dieser für den mal und inhaltlich hervorstechen.
Lernprozess sinnvoll eingesetzt wer- Den Anfang macht das Lernprogramm zur „Psy-
den? chologie der Personalbeurteilung“ von Dr. Frank
Das sind Fragen, die zwar auch ei- Dulisch, das dieses komplexe Thema sehr ausführ-
nen technischen Aspekt haben, sich lich beleuchtet. Laut dem Autor richtet sich dieses
aber wesentlich auf pädagogisch- Lernprogramm an: Das Bild oben finden
didaktische Komponenten des Lern- Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter regelmäßig be- Sie übrigens auf der
prozesses beziehen. Startseite des Lernpro-
urteilen (müssen),
gramms unter www.
Vorgesetzte, die über Leistungsprämien entscheiden, personalbeurteilung.de.
Unserer Meinung nach ist es daher Mitarbeiter, die Praktikanten und Auszubildende Was erkennen Sie
wichtig, dass die derzeit dominan- beurteilen, darauf: ein junges
te technisch-produktorientierte Fra- Vorgesetzte, die ihren Mitarbeitern Arbeitszeug- Mädchen oder eine
gestellung (z.B. welche Lern- nisse ausstellen müssen, alte Frau?
plattform?) stärker mit einer päd- Personen, die Personalauswahlentscheidungen treffen,
agogisch-prozessorientierten Fra- und Studierende, die sich mit dem Fach Sozialpsychologie oder Personal-
gestellung verknüpft wird. wesen beschäftigen.

Mai 2002
kommunikations- und kooperations- auch eine offenere, nicht bloß zweck- die didaktische Interaktion die Gestal-
orientiertes e-Learning oft problema- und zielorientierte Interpretation zulässt. tung eines Lernerlebnisses. Dieses
tisch sind. Weil e-Education als Begriff noch Lernerlebnis kann entweder durch das
nicht so hinreichend bekannt ist, ver- Programm selbst (z.B. programmge-
Ort: Auch die Wahl des Lokalität ist wenden wir hier weiterhin e-Learning, steuerte Auswertung einer Abfrage)
für erfolgreiches e-Learning nicht un- ganz jedoch im Sinne des hier darge- oder aber durch Kommunikation/
problematisch. So sind sowohl die legten weiten Begriffsumfanges, d. h. Feedback mit anderen Menschen
physikalische Ausstattung als auch die e-Teaching einschließend und nicht (Lehrenden und/oder Lernenden) er-
Netzanbindung für die Lade- und die nur auf zweckorientierte Qualifizie- folgen.
Responsezeiten entscheidend. Gera- rungsprozesse eingeschränkt. E-Learning ist daher keineswegs auf
de die für e-Learning wichtige Kom-
ponente der Interaktivität wird durch Hands-On
eine langsame Performanz und Re-
aktionszeit oft ad absurdum geführt. Newsletter zu e-Learning
Einen – auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten – qualitativ hoch-
Person: Um erfolgreich an koope- wertigen englischen Newsletter können Sie unter www.elearningpost.com/
rativen Lernprozessen teilnehmen zu index.asp abonnieren.
können, sind Eingangsvorausset- Von Artikeln zu Kooperativem Lernen über Knowledge Management
zungen - die zugleich ja auch Zu- und Community Building bis hin zu Didaktischem Design und Lerntheorie
gangsbeschränkungen darstellen, - finden Sie praktisch jeden Bereich zu e-Learning abgedeckt.
notwendig. Selbst in jenen Fällen, in Einen deutschen Newsletter zum Thema erhalten Sie als PDF von der
denen das individuelle Erarbeiten des bm:bwk-Initiative „Neue Medien in der Lehre an Universitäten und Fach-
Stoffes Vorrang hat, sind Empfehlun- hochschulen“ unter http://serverprojekt.fh-joanneum.at/sp/index.php?n=nl
gen und/oder Einstufungstests sinn- (spezialisiert auf den Bereich Hochschule). Dieser Newsletter kann auch über
voll um nicht die (zahlende) Kund- E-Mail abonniert werden. Die Website ist auch sonst für allgemeine Frage-
schaft zu enttäuschen und letztlich zu stellung zu e-Learning interessant und führt auch mehrere Mailinglisten.
verlieren.
Besonders hervorzuheben für ein individuelles Lernen, auf die individu-
Es zeigt sich daher, dass das viel- Verständnis von e-Learning möchten elle Auseinandersetzung mit präsentier-
gepriesene A3 (triple A) nämlich wir den bereits erwähnten Begriff der ten Inhalten beschränkt, sondern be-
6 „Anytime, Anywhere, Anybody“ in der „Interaktivität“. zieht auch die menschliche Interaktion
Realität keineswegs uneingeschränkt Grundsätzlich ist zwischen einer mit ein. Das bezieht sich aber nicht nur
möglich sein kann. steuernden und einer didaktischen auf das face-to-interface vermittelte
Eigentlich ist e-Learning nur die Interaktivität zu unterscheiden (Baum- Lernen, sondern ganz allgemein auch
eine Seite eines wechselseitigen Pro- gartner/Payr 1994). Während im er- auf reine face-to-face (Sozial-)Phasen,
zesses, der Lehren (e-Teaching) und sten Fall die Aktionen zur Steuerung die mit softwareunterstützten Lernvor-
Lernen (e-Learning) umfasst. des Programmablaufes dienen (z.B. gängen beliebig kombiniert werden
Das neue „Buzz-Word“, das sich Aufrufen einer neuen Seite), verfolgt können.
hier durchzusetzen beginnt und bei-
de Seiten umfasst, heißt e-Education.
Damit wird nicht nur die zweite
Seite (Lehren) umschrieben, sondern
vor allem auch der Begriff des Ler-
nens deutlich erweitert.

Lernen wird oft als ein zielgerichte-
Steuernde und didaktische Interaktivität.
ter Vorgang verstanden, bei dem
es um die Aneignung definierter
Wissenselemente im Sinne eines
Qualifizierungsvorganges geht.

„Education“ hingegen entspricht
mehr unserem Begriff der „Bildung“,
der zwar oft entsprechend einge-
schränkt wird (Aus-, Weiter-, Fortbil-
dung), aber - aus der geisteswissen-
schaftlichen Tradition stammend - Sozialformen des e-Learning

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Gerade diese vielfältigen Kombi- plattform vorgegebenen Funktionen darin, dass Entwicklerinnen dieser vir-
nationsmöglichkeiten schärfen das maßgeblich beeinflusst. tuellen Lernumgebungen mit ihren
Bewusstsein für übergeordnete Rah- Produkten den Lernprozess explizit
menbedingungen, für die Gestaltung Kurz gesagt: Hinter jeder Lernplatt- unterstützen wollen. Lehrplattformen
der Lernorganisation. form verbirgt sich ein organisations- geben sozusagen bloß einen inhalts-
So ist gerade die Gestaltung der und lerntheoretisches Modell- und leeren Rahmen ab (sind also in ge-
Organisationsformen des Lernens ein zwar unabhängig davon, ob dies wisser Weise auch „Leer“plattformen),
zentraler Aspekt von e-Learning und Entwicklerinnen oder Anwenderin- in denen dann jedoch konkrete Lern-
damit auch von Lernplattformen: Die- nen bewusst ist oder nicht. prozesse stattfinden und unterstützt
se Systeme sollen nicht nur Inhalte - werden sollen.
sozusagen auf einer mikrodidaktischen Ein krasses und in vieler Hinsicht Entwicklerinnen von Lernumge-
Ebene - vermitteln helfen, sondern es vereinfachtes Beispiel möge dies illu- bungen geht es also nicht - wie vielen
ist für das Verständnis wesentlich, auch strieren: Wenn Lehrinhalte software- Programmautorinnen von Bildungs-
die organisatorischen Rahmenbedin- gestützt präsentiert und anschließend software - in erster Linie darum, kon-
gungen des kognitiven Lernprozesses über Multiple Choice Tests abgefragt krete Inhalte zu vermitteln. Sie versu-
in die Betrachtung mit einzubeziehen. werden, so verhindert das didaktische chen vielmehr den Lernprozess abstrakt
Wenn Lernplattformen eingesetzt Arrangement der programmierten zu modellieren, damit möglichst viele
werden, wird oft ein wichtiger Aspekt Unterweisung eine konstruktive inhalt- unterschiedliche Lerninhalte optimal
ihrer Verwendung, das organisatori- liche Auseinandersetzung. Hinter der unterstützt werden können. Aus diesem
sche Lernarrangement übersehen. Es scheinbar sachlichen Autorität des Pro- Grunde sind die pädagogischen In-
sind nicht nur die mit diesen Medien gramms bzw. des Computers verbirgt tentionen webbasierter Lernumge-
transportierten Inhalte, die ein Verständ- sich ein ganz bestimmtes Verständnis bungen ambitionierter als dies in der
nis unserer Gesellschaft, ihres Aufbaus des Lernprozesses (Faktenwissen Ära der Bildungssoftware bzw. der da-
und ihrer Struktur vermitteln. Wesent- memorisieren und reproduzieren). für notwendigen Autorenwerkzeuge der
lich für den Aufbau eines Weltbildes ist Eine zentrale These unseres Ansat- Fall war. Aus diesem Grunde ist es da-
es auch, wie diese Inhalte präsentiert zes ist es, dass dieser „geheime Lehr- her ganz besonders notwendig zu be-
werden und in welcher Form die Aus- plan“ in den neuen webbasierten tonen, dass diese webbasierten Lern-
einandersetzung mit ihnen möglich ist. Lehr- und Lernumgebungen sich in umgebungen nicht pädagogisch neu-
Diese Struktur und Form der Ausein- noch weit stärkerem Maße auswirkt, tral sind, dass sie jeweils ein ganz be-
andersetzung ist aber nicht beliebig, als dies in vereinzelter Bildungs- stimmtes Lehr/Lernverständnis favori-
sondern wird durch die von der Lern- software der Fall ist. Der Grund liegt sieren. 7
Hands-On
WBT-Tipp II: Der Tod der Lesbarkeit.
www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Augenheilkunde/foto/Kurs_Textdias_deutsch/index.html
Hinter diesem seltsamen Ti-
tel verbirgt sich ein vorbild-
lich gestalteter Onlinekurs
der Uni Regensburg zur Ge-
staltung von Textdias und
Powerpoint- Präsentatio-
nen, der helfen soll, eine
„fett unterstrichene Tragö-
die“ zu vermeiden. Alle Rat-
schläge werden durch ein
positives sowie ein negati-
ves Beispiel veranschaulicht
und können auch auf die
Gestaltung von Websites
und WBT´s übertragen wer-
den.

Das WBT:
„Der Tod der Lesbarkeit“.

Mai 2002
Lernen als sozialer Prozess
Wenn wir Lernen oder Wissen nicht lungsprozess betrachten, gelangen nen mehrere Phasen, Lernziele und
nur als statische Angelegenheit, wir zu einer differenzierten Sicht- Inhalte im Lernprozess unterschei-
sondern als dynamischen Entwick- weise des Lernprozesses. Wir kön- den.

Ein Stufenmodell von Lernen als dynamisches Entwicklungsmodell

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Ein heuristisches Lehr- und Einerseits können soziale Lehr- und „erfunden“, sondern widerspiegelt die
Lernmodell Lernsituationen aus den verschiede- dominanten kulturellen Werte, die
Lernen ist ein vielschichtiger Prozess, nen Perspektiven der Handlungs-, umgekehrt wiederum die Bildungsvor-
der gegenüber der obigen schema- Lehr-, Lern- und Organisations- stellungen prägen. So könnte daran
tischen Darstellung noch dadurch ebene untersucht werden. Das Mo- anschließend beispielsweise die The-
kompliziert wird, dass diese Stufen dell lässt sich aus verschiedenen se formuliert werden, dass die wach-
von den Grundelementen bis zur Blickpunkten betrachten, drehen sende Bedeutung des Konstruktivismus
komplexen Situation keineswegs ge- und wenden. Je nach Standpunkt in der Pädagogik unter anderem auch
ordnet nacheinander ablaufen (müs- und Blickrichtung erscheinen die mit der zunehmenden gesellschaftli-
sen). Es scheint aber so, dass Lernen- Zusammenhänge in anderen Ver- chen Durchdringung des Internets zu-
de selbst ihren Lernprozess in diese bindungen. sammenhängt, dessen hypertextartige
Richtung steuern und sich z.B. als Andererseits hilft das Modell auch, und chaotische Struktur diesem Lern-
Anfängerinnen aus einer komplexen die Fragestellungen für ein Unter- paradigma am ehesten entspricht.
Situation erst einmal Elemente gera- richts-, Aus- und Weiterbildungs-
de jener Komplexität herausholen, design und für die Gestaltung von Hands-On
der sie auf diesem Stand gewachsen Lernsituationen zu konkretisieren: Web-Tipp: ICT and Schooling
sind  Komplexitätsreduktion. Welche Fertigkeiten sollen erworben In Rahmen einer OECD-Studie zum
Um deutlich zu machen, dass es werden? Auf welcher Stufe der Thema „ICT and the Quality of
sich bei der von uns vertretenen Vor- Handlungsfähigkeit? Mit welcher Learning“ (www.oecd.org/EN/
stellung des Lernprozesses nicht um ein Lehr- und Organisationsform? Wel- document/0,,EN-document-13-
starres Ablaufmodell, eine mono- che Rolle spielen die Lehrenden nodirectorate-no-27-24625-
kausale Vorstellung des Lernprozesses (Vermittler, Lernberater, Moderator 13,FF.html), die Teil der Initiative
handelt, versuchen wir die Zusammen- bzw. Tutor oder Kooperationspart- „Schooling for Tomorrow“ (www1.
hänge dreidimensional darzustellen. ner bzw. Coach)? oecd.org/cer/obj2/ict/about.htm) dar-
Wir wollen damit einer monokausalen stellt, wurden in Österreich 5 Fallstudi-
Auffassung des Lernens entgegenwir- Die Entscheidung für eine bestimmte en durchgeführt, die Erfahrungen bei
ken. didaktische Strategie ist sowohl eine der organisatorischen und didaktischen
Das 3D-Modell ist nicht als Ent- Persönliche und damit Individuelle, fin- Durchdringung von Informations- und
scheidungs- oder gar als Vor- det aber andererseits auf der Grund- Kommunikationstechnologien im
gehensmodell zu verstehen. Es soll lage vorherrschender gesellschaftlicher Schulbereich untersucht. Unterlagen
vielmehr als eine heuristische Hilfe Werte statt. Damit ist das von einer über Forschungsmethode und Ergeb- 9
(=Daumenregel) in zweierlei Weise Gesellschaft bevorzugte Lehr- und Lern- nisse der österreichischen Untersuchung
dienen: modell nicht von der Wissenschaft frei finden Sie unter
http://project.uibk.ac.at/oecd/

Die gesamten Unterlagen aller Fall-
studien finden Sie unter: http://
iol3.uibk.ac.at/ICTandSchooling/.

Ein heuristisches Lehr- und Lernmodell

Mai 2002
Die Zuordnung von Lernpro- den, „Problemlösung“ könnte mit (Demo-)materialien ansehen (Mes-
grammen oder unterstützenden Web- „Auflösungsübungen von Gleichungs- sen, Kongresse, Netzwerke)
sites darf im Würfelmodell nicht als systemen“ konkretisiert werden und die
starrer Raster verstanden werden. Bewältigung komplexer Situationen Generierende Fragen an das
Das Modell bietet in erster Linie eine könnte durch die Lösung von Textauf- Unterrichtsmaterial stellen
Orientierungshilfe, auf deren Grund- gaben abgedeckt werden. Aus der vorhergehenden Recherche soll-
lage es möglich wird, didaktische ten nun mehrere e-Learning Materialien
Überlegungen für den Einsatz von e- E-Learning Material zur Auswahl vorliegen. Das kann von
Learning Materialien zu generieren. recherchieren kompletter Unterrichtssoftware (Lern-
Eine mögliche Anwendung soll das Nachdem zu diesem Zeitpunkt be- software) über Downloadmaterialien im
nachfolgende Vorgehensmodell ver- reits eine stark eingeschränkte Frage- Internet bis zu vollständigen Online-Kur-
anschaulichen. stellung existiert, kann zielstrebig nach sen reichen.

Vorgehensweise beim Einsatz von e-Learning Materialien.

Rahmenbedingungen festlegen unterstützendem e-Learning Materi- Als nächsten Schritt schlagen wir
Die Rahmenbedingungen machen al gesucht werden. Da der Markt nun eine vergleichende Analyse in
sich meist als unangenehme Ein- äußerst unübersichtlich ist, lässt sich Form von so genannten „generieren-
schränkungen sichtbar: vorhandenes hier kein einheitliches, garantiert ziel- den“ Fragestellungen vor. „Generie-
Budget und/oder Hardware, zu ver- führendes Verfahren angeben. Statt- rend“ heißt in diesem Fall, das
wendendes Betriebssystem, Zeit- dessen können – je nach individuel- Problemfeld öffnen, auf die Proble-
rahmen, welche Organisationsform len Vorlieben, Zeit- und Kosten- matik aufmerksam werden und mit
(ausschließlich online, e-Learning rahmen – verschiedene Zugänge anderen Problemlösungen verglei-
Material als Unterstützung für Grup- gewählt bzw. kombiniert werden. chen.
10 penunterricht) welcher Inhalt ist ab- Die nachfolgend angeführten In- Wir haben diese Form der Unter-
zudecken (Curriculum), welche Ein- formationsquellen können sowohl in suchungsmethode aus dem Bereich
gangsvoraussetzungen der Lernen- Papierform (Buch, Zeitschrift) als auch der so genannten „grounded
den sind zu beachten usw. als elektronisches Medium vorliegen theory“ (etwa „empirisch fundierte
(z.B. Datenbank, CD-ROM, Internet Theoriebildung“), einer Methode
Festlegung von Lernziel, usw.) der qualitativen Sozialforschung,
Lernstufe und Lehrstrategie entnommen (vgl. Glaser/Strauss
Hier kommt nun das 3D-(Würfel-)Mo- Software-Kataloge durchsehen 1967). Die Fragen selbst bringen
dell zum Einsatz: Es werden die ge- e-Learning Portale browsen noch nicht automatisch eine Lösung,
wünschte Lern- bzw. Entwicklungsstufe Suchmaschinen verwenden sie öffnen vielmehr erst das Feld für
mit der gewünschten Interaktionsform Fachpersonen über E-Mail kontak- eine vergleichende Unterrichts-
und dem sozialen Setting (der didakti- tieren analyse. Sie verknüpfen die verschie-
schen Situation) festgelegt. Dazu wird Rezensionen in einschlägigen Fach- denen Stufen und Dimensionen des
das abstrakte Modell anhand der kon- zeitungen lesen heuristischen Modells. Es lassen sich
kreten inhaltlichen Fragestellung spe- Mit Kolleginnen und Kollegen Er- fünf grundsätzliche Typen von Fra-
zifiziert. fahrungen austauschen gestellungen unterscheiden (vgl.
Beispiel „Lineare Algebra“: Statt Hersteller und/oder Vertreiber kon- dazu Collins, Brown und Newman
dem Lernen von „Fakten oder kontext- taktieren 1989).
freier Regeln“ (Stufe 1) kann
es nun z.B. unter anderem
heißen: Lernen von „Trans-
formationsregeln für die
Gleichungsumformung“.
„Kontextabhängige Regeln“
werden an Hand von kon-
kreten Übungsbeispielen er-
klärt, die demonstriert wer- Fünf grundsätzliche Typen der Fragestellung nach der Grounded Theory.

Mai 2002
Juli 2001 

Fragen zum Übergang von werden Beobachtungs-, Diagno- Generierende Fragen zu E-
einer Komplexitätsstufe zur se-, Abhilfestrategien vermittelt?) Learning
anderen: Wie werden Lernstrategien vermit- Die Fragenstellungen waren bisher auf
Wie wird z.B. erreicht, dass bei der telt? allgemeine didaktische Überlegungen
Vermittlung von Fakten diese später abgestellt. Damit wollten wir unter an-
leicht in einen Kontext eingebunden Fragen zur Lehrstrategie: derem deutlich machen, dass e-
werden können? Wie wird erreicht, Welche Methoden werden zum Auf- Learning nicht das bewährte pädago-
dass bei der Vermittlung von Regeln bau (zur Konstruktion) mentaler Mo- gische Instrumentarium über Bord wirft,
diese später leicht zur Problemlö- delle verwendet (Lehren: z.B. erklä- sondern dass sich meistens (alte) Fra-
sung verwendet werden können ren)? Welche Methoden werden zur gen nun nur in einem neuen Gewand
(und z.B. Übergeneralisierung ver- Stützung der (ersten) Eigenaktivitäten präsentieren. Natürlich gibt es auch
mieden wird)? verwendet (Tutoring: z.B. beobach- spezielle didaktische Fragestellungen,
ten und helfen)? Welche Methoden die sich bei e-Learning neu stellen. Die 
Fragen zur selben Komplexitäts- werden zur schritt weisen Übernah- wichtigste davon, die immer bei allen
stufe: me von Verantwortung im koope- Aktivitäten des e-Learning zu stellen ist,
Wie wird innerhalb einer Stufe (= rativen Handlungsprozess verwen- lautet: Worin besteht in der von mir
eine spezielle Zelle im heuristi- det (Coaching: z.B. langsames Ent- angepeilten Unterrichtssituation der
schem Modell) auf möglichst kon- ziehen der Unterstützung und Hilfe- didaktische Mehrwert von e-Learning?
tinuierliche steigende Komplexität stellung, legitimierte periphere Par- Lassen sich die Lehr- und Lernziele nicht
geachtet? Eine Möglichkeit wäre tizipation)? besser mit anderen (traditionelleren)
beispielsweise, komplexe Simula- Methoden erreichen?
tionen durch vorgefertigte Fälle Fragen zur Verknüpfung aller
(Szenarien) oder parametrisierte drei Dimensionen (soziale Si- Worin besteht in der von mir ange-
Ausgangssituationen leichter zu- tuation): peilten Unterrichtssituation der di-
gänglich zu machen. Es geht hier Wie wird intrinsische Motivation daktische Mehrwert von e-Learning?
um Komplexitätsreduktion, d.h. (= Bedeutung des Lehrstoffes
didaktisch bereinigte Aufgaben, bzw. der Übungen erkennen) er- Beispiele für (didaktischen)
die schrittweise komplexer und reicht? Wie extrinsische Motivati- Mehrwert von e-Learning
realitätsnaher werden. on gefördert (z.B. durch Wett- etwa wären:
kampf, Spiel, Punktevergabe,
Andere Fragen zur selben Stufe Animation)? Wie wird eine ad- Bereitstellung von Materialien 11
„Komplexitätsstufen“ wären: äquate Lernkultur erzeugt (z.B. in- online:
Wie wird innerhalb einer Stufe stei- dem jederzeitiger Programm- Auch wenn dies kaum einen didak-
gende Diversifizierung erreicht? abbruch möglich ist, indem die tischen Vorteil bringt, hat dies oft
(z.B. durch Erklärungen oder Bei- Beiziehung anderer Hilfsmittel positive organisatorische Auswirkun-
spiele aus verschiedenen Themen- nicht nur erlaubt, sondern durch gen: kein Kopieren und Zeitverlust
bereichen) Wie wird innerhalb ei- das Setting unterstützt wird, dito durch Geld einsammeln, jeder-
ner Stufe darauf geachtet, dass mit gemeinschaftlichem Lernen, zeitiger Zugang zum Material auch
sich die Aneignung der Fertigkei- keine Zeitüberwachung, Schutz für bei der betreffenden Unterrichts-
ten ganzheitlich vollzieht und nicht persönlicher Daten usw.)? Wie einheit Fehlende, leichte Aktuali-
als Summe mehrerer isolierter wird die Einbeziehung des sozia- sierbarkeit, selbständige Auswahl
Einzelfertigkeiten? (z.B. indem glo- len Umfeldes d.h. der Übergang bei sehr vielen Materialien die nicht
bale Skills vor lokalen Skills ge- von virtueller zu realer Welt er- alle obligatorisch sind, Bereitstellung
lehrt werden.) reicht (Kooperationsspiele, An- vieler Beispiele (Das Internet hat nicht
wendung des Gelernten in rea- die bei einem Buch übliche Platz- 
Fragen zu (impliziten) Meta- len Situationen, persönliches Ken- beschränkung).
strategien: nen lernen der virtuellen Kommu-
Wie werden heuristische Faustre- nikationspartnerinnen, der virtuell  Asynchrone oder synchrone
geln („tricks of trade“) vermittelt? erfahrenen Räume/Sachen)? Kommunikation über das
Wie werden Strategien zur Steue- Internet:
rung des Problemlösungspro- Es versteht sich, dass dieser Katalog Kontaktaufnahme mit Personen, die
zesses vermittelt? (z.B. Wie wer- weder in seinen Fragetypen noch in den sonst nicht, schwer oder nur kurzzei-
den Auswahlentscheidungen ge- möglichen Lösungsmethoden vollstän- tig wie z.B. über Einladung oder
troffen? Wann wird ein iterativer dig ist. Der Zweck der generierenden Reisen erreichbar wären. Billige und
Prozess eingeleitet? Wann wird Fragen ist es, Fragen zu den dahinter realitätsnähere Informationswei-
eine Strategie aufgegeben und zu liegenden didaktischen Strategien zu tergabe wie ein „Gastvortrag“ in
einer anderen gewechselt? Wie stellen. Rahmen einer Chat-Diskussion oder

Mai 2002
Diskussion mit Personen bzw. Schul- Welche „Notstricke“ (z.B. face-to- wahlantwort, Zuordnung, Rei-
klassen aus anderen Kulturkreisen zu face Erklärungen bei Problemen, hung, Lückenfüller. Durch die Ver-
Fragestellungen, die bisher „tot“ nur Helpline für technischen Support, Te- wendung multimedialer Elemen-
aus Büchern gelernt werden konn- lefon-„Seelsorge“) für nicht vorge- te können diese Übungen oft
ten (Authentizität, Fremdsprache). sehene Probleme habe ich einge- sehr motivierend und lernan-
plant? regend gestaltet werden.
Kooperatives webbasiertes Ler- In welche soziale Organisationsform
nen: binde ich den Prozess des e-Lear-  Fremdevaluation: Dies sind
Erarbeiten von Zusammenhängen nings ein? Übungen, die zwar über das
bzw. Produkten, die ohne das Internet präsentiert oder einge-
Internet nicht möglich wären wie z.B. Die letzte Frage lässt sich wiederum mit schickt werden (E-Mail, Formu-
interkulturelle Fragestellungen, Ein- dem bereits vorgestellten heuristischem lare) aber – wie bisher – von der
bindung von Informationen aus Modell beantworten: Lehrperson ausgewertet werden.
dem Internet, Präsentationen über 1. Geht es mir in erster Linie um die Diese Übungen bringen gegen-
das Web, etc. Bereitstellung von Informationen über traditionellen (Haus)auf-
und (abstraktem) Wissenstransfer, gaben an sich noch keinen di-
Hands-On dann genügt eine Website, die alle daktischen Mehrwert. Erst in der
notwendigen Informationen struktu- (möglichen) Weiterverarbeitung
WBT-Tipp III: Ein online
riert und übersichtlich zur Verfügung können sich Vorteile ergeben: So
Seminar life miterleben
stellt (Modell Wissenstransfer: leh- können beispielsweise die Aufga-
Unter der Adresse http://iol3.uibk.
ren, erklären). ben kommentiert und selbst wie-
ac.at/ICTandSchooling können Sie
der als (Lehr)material über das
zwischen dem 8.April und Ende Mai
Sowohl durch die Einbindung mul- Internet zur Verfügung gestellt
2002 live den Ablauf eines online
timedialer Elemente (Audio, Anima- werden.
Seminars des Instituts für Organisa-
tion, Video) als auch durch die Nut-
tion und Lernen der Universität Inns-
zung der allgemeinen Vorteile des  Selbstevaluation: Dies sind
bruck zum obigen Thema mitver-
Internets (sehr viele Beispiele da kei- Übungen, die selbst oder durch
folgen. Da es sich um aktuelle Qua-
ne Platzbegrenzung, jederzeitiger die (online) Gruppe ausgewer-
lifizierungsaktivitäten von Studieren-
Zugriff ohne Ortsbeschränkung) tet werden. Entweder wird die
den der Fachrichtung Wirtschafts-
kann diese erste Stufe von e-Lear- eigene Lösung mit der (einen)
12 pädagogik handelt, bitten wir Sie,
sich bis Ende Mai noch nicht allzu
ning durchaus dem normalen fron- richtigen Lösung verglichen,
talen Gruppenunterricht überlegen oder – wenn es keine einzelne
aktiv einzumischen, sondern vor al-
sein. richtige Lösung gibt, wird sie mit
lem zuzuschauen (zu „lurken“, wie der
einem Set von möglichen (un-
englische Fachbegriff heißt).
2. Möchte ich jedoch über das Aneig- ter Umständen auch kommen-
Danach steht Ihnen die gesam-
nen von abstraktem Faktenwissen tierten) Antworten verglichen und
te Website für eigene Diskussionen,
hinaus auch die Anwendung dieses selbständig beurteilt, inwieweit
Nachfragen etc. zur Verfügung.
Wissens über e-Learning üben, so die eigene Lösung dem vorge-
muss bereits die Möglichkeit des stellten Lösungsspektrum ent-
Unabhängig von der spezifischen Feedbacks, der interaktiven Übung spricht.
Fragestellung kommt noch generell oder der online Diskussion einge-
der Mehrwert resultierend aus dem baut werden (Modell Tutor: beob- 3. Möchte ich einen konstruktivisti-
Umgang mit Computer und dem achten, helfen). schen Ansatz wählen, so benöti-
Internet („Computer Literacy“) hinzu, Dazu können im Wesentlichen ge ich ein Setting, das für das be-
der für nahezu alle Berufsanforde- drei Arten von Übungen angebo- treffende Thema eine lernför-
rungen heutzutage ein wichtiges Plus ten werden: derliche Umgebung im Internet
darstellt. bereitstellt.
Fragestellungen, die sich speziell für  Programmevaluation: (Modell Coach: betreuen, ko-
e-Learning stellen sind beispielsweise: Dies sind Übungen, die das Pro- operieren). Diese Lernumgebung
Wie muss ich die Problemstellung gramm selbständig auswerten kann sowohl durch e-Learning
aufbauen, damit ich e-Learning kann: Hier handelt es sich mei- Materialien (Ressourcen im
sinnvoll verwenden kann? stens um didaktisch wenig an- Internet) als auch durch die sozia-
Welche Vorkenntnisse bezüglich spruchsvolle, aber für die Aneig- le Lernorganisation (Gruppenbil-
Computer und Internet setze ich da- nung und Einübung grundlegen- dung, Diskussion im Internet) ge-
für voraus? der Fertigkeiten durchaus sinnvol- staltet werden. Die Lehrperson
Wie kann ich „Lost in Hyperspace“ le Drills wie Ja/Nein Antwort, schlüpft nun in die Rolle eines
verhindern? Multiple Choice, Mehrfachaus- „Facilitators“, der den Lernprozess

Mai 2002
Juli 2001

moderiert, zusammenfasst, archi- Hands-On
viert und weiterführende Fragen
stellt. Es gibt kein von vorn herein Ressourcen zu e-Learning
definiertes Ergebnis, es zählt nicht Peter on e-Learning: http://peter.uibk.wipaed.at/
nur das von der Gruppe erreichte Peter Baumgartner führt eine Website (auf englisch), welche regelmäßig auf
Lernergebnis, sondern vor allem Ereignisse im e-Learning Bereich aus persönlicher Sicht eingeht. Sie finden dort
auch der Weg dorthin, der durch- nicht nur Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen, Beschreibungen von Werkzeu-
laufene Lernprozess. gen für e-Learning, Linklisten, einschlägige Literatur- und Webtipps, sondern
auch eine Reihe von (meist deutschsprachigen) Hintergrundartikeln zum The-
Diese drei Ebenen der e-Learning Or- ma. Sie können eine Kurzfassung der wichtigsten Beiträge auch als Newsletter
ganisation bilden gleichzeitig auch drei abonnieren. Die Website verwendet das in diesem Sonderheft erwähnte Content
Annäherungsstufen (Lernstufen) für e- Management System „Manila“. Um alle Funktionen nutzen zu können, müssen
Learning (nach Mason 1998): Sie sich einmalig registrieren (Join Now, Membership rechts unten).

13

Mai 2002
Hands-On aber – wozu sie in einem didaktisch
sinnvollen Lernprozess eingesetzt wer-
WBT-Tipp IV: Übersicht zu Online Kursen den können. Dazu kommt noch, dass
Unter www.fathom.com (Fathom- the source for online learning) finden Sie diese neue Form der Kommunikation
eine Reihe didaktisch ausgezeichneter Online-Kurse zu allen möglichen Fach- ungewohnt ist und mit den anderen
gebieten und auch zu aktuellen Themen in englischer Sprache. Fathom ist Teilnehmerinnen erst erprobt werden
ein Zusammenschluss von hochkarätigen amerikanischen und britischen Uni- muss.
versitäten, Forschungsinstitutionen, Museen und Büchereien. Leider sind nicht Typisch für diese Phase ist es, dass
alle Kurse frei und kostenlos zugänglich, es lassen sich jedoch durchaus eini- die Teilnehmerinnen für den eigentli-
ge Juwelen finden (Suchen im „Course Directory“ bei „Selected Free Semi- chen Lernprozess noch nicht emp-
nars“ und unter der Rubrik „Course Finder“ Learning Type: „Free Seminar“). fänglich sind. Es ist dies die Zeit der
Das Themenspektrum reicht von „How to read Joyce“, „The Conflict in witzigen Begrüßungsmails, der wenig
Cashmir“, über „Deep Ocean”, „The Globalisation Debate“, „Rethinking aussagenden Awarness-Meldungen
Masculinity“ bis zu „Classical Hollywood Cinema“. Wenn manche Kurse („Hallo, ich bin online. Wer ist schon
vielleicht nicht direkt für das eigene Sachgebiet einsetzbar sind, so geben sie alles hier“), der Exploration von Far-
doch einen recht guten Überblick über den „State of the Art“ und können als ben und Textdarstellungen, des ge-
Vorbilder beim Design eigener Kurse helfen. Eine unverbindliche Registrie- genseitigen Kennenlernens.
rung ist erforderlich.
Hands-On
Wenn Sie Ihre eigenen Erfahrungen zu Typisch für diese Stufe ist es, dass – WebQuestTM - gemeinsames
e-Learning machen, so kann Ihnen das entsprechend der Definition dieser Lernen mit dem Internet
nachfolgende Modell (Salmon 2000) Phase – noch kein selbständiger on- Unter http://webquest.sdsu.edu/
sowohl bei der Interpretation als auch line Zugang stattgefunden hat. Daher webquest.html finden Sie „The Web-
der Wahl der geeigneten Eingreif- ist auch (noch) keine online Hilfestel- QuestTM Page“ von Bernie Dodge
strategie behilflich sein. Auch Salmon lung wie z.B. im Netz verfügbare häu- von der San Diego State University,
unterscheidet im Prozess des e-Education fig gestellte Fragestellungen (FAQs = dem Begründer dieses in den USA
(e-Learning und e-Teaching) fünf Stu- Frequently Asked Questions) möglich. mit großem Erfolg eingeführten Kon-
fen, die analog zu dem bereits vorge- Unterstützung muss entweder persön- zepts. WebQuestTM zielt auf eigen-
stellten heuristischen Lehr- und Lern- lich vor Ort oder über andere – bereits ständiges problemorientiertes Ler-
modell auf der x-Achse eingetragen nen, wobei fast alle Informationen
14 werden können und damit die- aus dem Web bezogen werden.
se Ebene speziell für e-Learning Es geht um das aktive Erforschen
adaptieren: von interessanten Fragestellungen,
die Arbeit erfolgt in Gruppen und
beruht primär auf authentischen Tex-
ten und Quellen aus dem Internet.
Im Vordergrund steht nicht, wie man
Stufenmodell zur Wahl der geeigneten Strategie nach Informationen im Internet sucht,
sondern wie man sie nutzt und be-
Stufe 1: Zugang und verfügbare Medien (z.B. Telefon, e- wertet. Der Kreis schließt sich am
Motivation Mail falls dies bereits funktioniert) er- Schluss, indem die eigenen For-
In dieser Phase geht es darum, die ei- folgen. Probleme und Schwierigkeiten schungsarbeiten wiederum im Netz
gene Computerumgebung für e- in diesem Stadium sind besonders fru- präsentiert werden und dieses be-
Learning so zu adaptieren, dass eine strierend, weil sie scheinbar nur einen reichern. Vielfältige Beispiele für von
spätere online Teilnahme am Lern- persönlich treffen. (Zu diesem Zeitpunkt Schülern gestaltete WebQuests in
prozess ohne Probleme möglich ist. Das weiß man noch nicht, dass auch an- deutscher Sprache finden Sie unter:
schließt sowohl die Konfiguration von dere mit denselben Schwierigkeiten www.web-quest.ch.
Hard- und Software, als auch die not- kämpfen.)
wendige intrinsische Motivation ein, sich
an einem solchen (Lern)experiment erst- Stufe 2: Online Sozialisierung
malig zu beteiligen. Die Problem- und Ist erst einmal der Zugang geschafft,
Fragestellungen in dieser Phase können steht das neue Medium potenziell im
vielfältiger Natur sein und vom Einrich- vollen Umfang zur Verfügung. Poten-
ten eines E-Mail Accounts, Installation ziell heißt, dass die vielen neuen Funk-
des Browsers bzw. den notwendigen tionen erst exploriert werden müssen,
Plugins über Passwortprobleme bis hin dass noch nicht klar ist, wie genau die Die WebquestTM Startseite von Bernie
zu Leitungsproblemen reichen. Dinge funktionieren und vor allem Dodge.

Mai 2002
Juli 2001

Viele ungeübte e-LehrerInnen är- müssen e-Moderatorinnen (oder er- diskutieren nicht nur, welches Thema
gern sich über diese chaotische, un- fahrenere Teilnehmerinnen) auf an- weiter verfolgt werden soll, sondern sie
gesteuerte und scheinbar unprodukti- dere Arbeitsformen, Benutzungsmodi organisieren sich dabei auch und ver-
ve Phase. Tatsächlich ist diese Stufe der Software, Benutzung der online teilen untereinander geeignete Rollen.
nicht nur eine notwendige Phase im Hilfesysteme etc. hinweisen. Wenn es Wenn einige Teilnehmerinnen mit
Prozess des e-Learnings sondern auch scheint, dass dadurch der ei- den (weiterführenden) Vorschlägen der
durchaus auch produktiv: Wird doch gentliche Lehr- und Lernprozess ab- Moderatorinnen nicht einverstanden
dabei der Umgang mit dem neuen gelenkt wird, dienen diese Unterbre- sind, kann es in dieser Phase durchaus
Medium eingeübt und lernen sich die chungen langfristig gerade dazu, auch schon mal zum „online Aufstand“
online Teilnehmerinnen dadurch ken- den online Lernprozess effizienter zu kommen: Vereinzelte Teilnehmerinnen
nen. Es kann in dieser Phase sogar gestalten. formulieren Einwände, denen sich –
notwendig sein, bestimmte (schüchter- wie bei einer Lawine – innerhalb kur-
ne bzw. ängstliche) Teilnehmerinnen Hands-On zer Zeit immer mehr Teilnehmerinnen
gezielt aufzufordern sich daran zu be- anschließen. Anders als im face-to-face
teiligen, damit auch sie sich mit dem WBT-Tipp V: Übersicht zu Unterricht ist dieser Situation nicht so
neuen Instrumentarium vertraut ma- Online Kursen einfach entgegen zu steuern: online
chen und die anderen Benutzerinnen Inhaltsverzeichnisse für online Kurse Moderatorinnen sollten deshalb nicht
sie kennen lernen können. finden Sie in den folgenden zwei nur fachlich kompetent sein, sondern
Die beiden ersten Phasen können Datenbanken: auch ein gewisses Ausmaß spezifischer
auch durch eine vorgeschaltete face- Während www-icdl.open.ac.uk Sozialkompetenz für das online Unter-
to-face Veranstaltung (verkürzt) absol- ein Sammelverzeichnis von über richten aufweisen. Ein wichtiges Er-
viert werden und treten in ihrer vollen 33.000 Angeboten darstellt, für die folgskriterium ist das „Loslassen“ zu ler-
Ausprägung nur bei der aller ersten das ICDL (international centre for nen, sich selbst als Partner am (koope-
online Erfahrung auf. Das soll aber distance learning) allerdings keine rativen) Lernprozess zu beteiligen, die
nicht heißen, dass bei neuer Hard- und Qualitätsgarantie übernimmt, fin- eigene Rolle auf die eines „Facilitators“
Software oder bei einem neuen on- den Sie unter www.kn.pacbell.com/ (d.h. Ermöglichen von Lernprozessen
line Kurs mit anderen Teilnehmerinnen wired/bluewebn ausgezeichnete vs. selbständiges Gestalten von Lern-
zumindest Teile dieser beiden Stufen in schulorientierte Websites (davon je- prozessen) zu beschränken.
der einen oder anderen Weise nicht doch nicht unbedingt alle mit on-
wieder durchlaufen werden müssen. line Aktivitäten). Die Anbieterpalette Lehrer- vs. Lernerzentrierter
reicht dabei von Museen über Schu- Ansatz 15
Stufe 3: Informationsaustausch len bis zu Firmen. Unsere nächsten Überlegungen ge-
Auf dieser Stufe findet bereits ein reger hen in die Richtung des Ansatzes,
und aktiver Informationsaustausch über Stufe 4: Wissenskonstruktion welcher für das Lehren und Lernen
das neue Medium statt. Der inhaltli- Erst auf dieser Ebene erfolgt der Fluss (im Internet) vertreten wird. Die Be-
che Teil des e-Learning-Prozesses ist der Gedanken im neuen Medium frei urteilung einer inhaltlichen Ebene
bereits in vollem Gange. Allerdings tre- und – soweit möglich – ohne techni- macht für die Analyse von (inhaltlich
ten auf dieser Stufe neue technische sche Restriktionen. Die Teilnehmerinnen leeren) Plattformen keinen Sinn. Wir
Probleme in der Handhabung auf: sind nicht nur in der Lage das vorhan- können jedoch festhalten, dass die
Was geschieht mit der riesigen Daten- dene online Material zu nutzen, sondern bisherige Darstellung des Lernpro-
menge? (Klassifizierung und Archivie- auch voneinander und miteinander zesses einen weiten Bogen auf-
rung) Wie finde ich mich in diesem unter den neuen Gegebenheiten zu ler- spannt, dessen Pole durch einen
Datenwust zurecht? (Suchen, Ordnen, nen. Die Bedeutung und Funktion der lehrerzentrierten versus lernerzen-
Strukturieren) e-Moderatorinnen tritt zurück; es kommt trierten Ansatz beschrieben werden
Erst auf dieser Stufe werden die zu einer hierarchisch flacher geführten können (Schulmeister 1996):
Möglichkeiten der verwendeten Pro- Diskussion. Die Fragen an die Mo- Im Lehrerzentrierten Ansatz
gramme voll ausgenützt bzw. deren deratorinnen nehmen ab, die Teilneh- wird primär ein Lehrangebot bereit-
Restriktionen bekannt (und bewusst merinnen diskutieren mehr unter sich. gestellt, das die Studierenden zu ver-
umgangen). In diese Phase fällt auch arbeiten haben. In der klassischen
die (weitere) Personalisierung der ver- Stufe 5: Selbstorganisation Unterrichtsplanung werden die Lern-
wendeten Software (verwendete Auf dieser (nicht bei allen e-Learning ziele dabei von den zu lehrenden In-
Schrift, Farbe, Layout, Nutzung der Prozessen sinnvollen) Stufe überneh- halten (Lehrpläne) deduktiv abgelei-
verschiedenen Zugriffsrechte etc.) men die Teilnehmerinnen nicht nur für tet und es werden ihnen häufig so-
Charakteristisch für diese Stufe ist die Inhalte ihres Lernprozesses die Ver- gar spezifische Lehrmethoden als di-
es, dass der eigentliche Lernprozess antwortung (Stufe 4), sondern zuneh- daktische Vermittlungsinstanzen zuge-
immer wieder durch technische Un- mend auch für die Organisation ihrer ordnet. Der Lehrprozess ist dabei im
klarheiten unterbrochen wird; öfters Lernerfahrungen. Die Teilnehmerinnen Wesentlichen eine durch die Lehrper-

Mai 2002
Hands-On son (oder die Lernsoftware) fremd-
gesteuerte Instruktion.
Web- und Buchtipp: Studieren und Forschen mit dem Internet Im Lernerzentrierten Ansatz
Das Internet ist für den Lernprozess nicht nur ein zusätzliches Medium, son- wird bloß eine interaktive, dem Ler-
dern es verändert auch den Arbeitsablauf von Forschen und Studieren grund- nen förderliche Umgebung bereit
legend. In zehn Kapiteln geht diese Website, die als Ergänzung zum gleich- gestellt, die nach den jeweiligen Zie-
laufenden Buch unter www.stufonet.at erreichbar ist, dieser Fragestellung nach. len, Wünschen und Vorlieben der
Wer das Buch selbst (kostenlos) haben möchte, der sende einfach Lernenden exploriert werden kann.
ein witzige Begründung an den Standard (http://derstandard.at/ Obwohl dadurch unterschiedliche
?id=883728), der 5 Exemplare verlost. Gehören Sie nicht zu den Eingangsvoraussetzungen, Lernstile
glücklichen Gewinnerinnen, so können Sie das Buch auch beim Studien- und Motivationen besser berücksich-
verlag direkt bestellen: Baumgartner, Peter / Payr, Sabine (2001). Inns- tigt werden, kann in der Extrem-
bruck-Wien: StudienVerlag, 260 S., € 26,-. http://www.studienverlag.at/ variante weder Reihenfolge, Zeit-
titel.php3?ISBN=3-7065-1319-6. bedarf noch der Lernerfolg selbst
Über die Stufonet-Website erhalten Sie auch Zugang zu weiteren Mate- extern gesteuert und kontrolliert wer-
rialien und Kursen, die sich mit wissenschaftlichem Arbeiten und Schreiben den.
sowie allgemein pädagogisch-methodologischen Fragestellungen beschäf- So sympathisch vielleicht die lern-
tigen. Das Portal dazu samt einer umfangreichen Datenbank finden Sie un- erzentrierte Variante (Stichwort: auto-
ter http://bases.uibk.ac.at/. nomes, selbstgesteuertes Lernen)
auch sein mag, so haben kognitions-
und experimentalpsychologische Un-
Hands-On tersuchungen gezeigt (Birbaumer
BSCW - Basic Support for Cooperative Work u.a., 1996 und 1997), dass die da-
Unter http://bscw.gmd.de/ stellt das Institut für angewandte Informations- für notwendigen Kompetenzen erst
technologie (FIT) der Frauenhofer Gesellschaft eine webbasierte koope- herausgebildet, d.h. gelernt werden
rative Arbeitsumgebung kostenlos zur Verfügung, die sich bereits in vielen müssen.
Bildungszusammenhängen bestens bewährt hat. Lernerzentrierte Ansätze können
In Ermangelung funktionell und preislich attraktiver Alternativen wird daher nicht voraussetzungslos einge-
dieses Werkzeug – entgegen seiner Intention und damit auch vordefinierten setzt werden, weil sie Lernende häu-
fig überfordern.
16 Funktionen – oft auch als e-Learning Plattform verwendet.
Sie können den öffentlichen Arbeitsbereich bis zu einer maximalen
Speichergrenze von 10 Megabyte kostenlos nutzen. Für intensiveren und
professionellen Gebrauch empfiehlt sich der (kostenlose) Download der
Serversoftware und die Installation auf einen eigenen Server.
Lehrer- versus Lernerzentrierter Ansatz

Was sind Lernplattformen?
Es ist nicht ganz einfach, die verschie- stalliert und wird über eine lokal instal- zieren, wie etwa COIMBRA [W1])
denen Funktionen webbasierter Lehr- lierte Software (dem so genannten gehören danach nicht zu den virtu-
und Lernumgebungen aufzulisten und Client) angesprochen. In den meisten ellen Lernplattformen.
zu kategorisieren. So wie die Funktio- Fällen ist dies der uns allen bekannte Bildungsinhalte alleine, die zwar
nen von Textverarbeitungssoftware bei „Web-Browser“. über das Internet angeboten wer-
der Einführung dieses neuen Software- Obwohl dieser Definitionsversuch den, ansonsten entweder keine or-
typs noch sehr unterschiedlich ausfie- sehr breit und allgemein ist, so lassen ganisierende Funktion des Lernpro-
len, so beginnt sich heute erst lang- sich daraus bereits eine Reihe von Ab- zesses aufweisen (normale Websites
sam eine gewisse Standardisierung im und Ausgrenzungen erkennen: oder Webportale, Herunterladen
Bereich webbasierter Lernumge- Es fallen alle nicht webbasierten, von Skripten usw.) oder fix mit ei-
bungen herauszukristallisieren. serverseitig installierten Autoren- nem bestimmten Inhalt verbunden
werkzeuge aus dieser Definition her- sind (spezifische über das Web an-
Eine Lernplattform ist eine Software aus. Werkzeuge, die zwar Inhalte für gebotenen Kurse) fallen ebenfalls
für die Organisation und Betreu- das Web produzieren (wie z.B. nicht unter unseren Begriff einer
ung webunterstützten Lernens. HTML-Editoren, oder auch spezi- webbasierten Lernplattform.
elle Autorenwerkzeuge, die Inhalte Reine Managementsysteme, die
Diese Software wird auf einem zen- für den Bildungsbereich generieren zwar Lernprozesse administrieren je-
tralen Computer – dem Server – in- und dann über das Internet publi- doch keine inhaltliche Funktion im

Mai 2002
Juli 2001

Lernprozess wahrnehmen (Studen- dutzend (30-60) bis zu mehreren hun- Selbstverständlich müssen nicht alle
tenverwaltungen, und Kursmana- dert (600-800) Produkten. Die von uns Funktionsbereiche im gleichen Um-
gementsysteme wie z.B. Unituell vorgeschlagene Definition versucht re- fang vorhanden sein, bzw. fehlen in
[W2]), werden durch diese Definiti- lativ präzise und damit eng zu sein. einigen Fällen eine oder sogar meh-
on ebenfalls ausgegrenzt. Dementsprechend ergibt sich daraus rere Kategorien. Nach wie vor ist der 
Unser Definitionsversuch schließt zu- eine Mengenschätzung, die bei der- Funktionsumfang, der diese neue Ka-
dem alle webbasierten Systeme aus, zeit etwa 100 Produkten weltweit liegt. tegorie von Software charakterisiert, im
die unter anderem auch für Lern-
zwecke verwendet werden können
(Datenbanken, Application-
sharing, Instrumente für das ko-
operative Arbeiten wie z. B. das
bekannte BSCW [W3] und/
oder für Community Building
wie z.B. Intranets [W4]). 
Besonders hervorgehoben wird
in unserer Definition die Organi-
sation des Lernprozesses, der so-
wohl eine pädagogisch-didaktische
als auch eine administrative Seite hat.
Dementsprechend werden Lern-
plattformen daher auch als
Virtual Learning Environ-
ments (VLE), Inte-
grated Distributed
Learning Environ-
ments (IDLE) und in
letzter Zeit vor allem
als Learning Mana-
gement Systems (LMS)
bezeichnet. 17
Die unterschiedliche Ausgangslage
in der Begrifflichkeit hat stark variie-
renden Zahlenangaben über die am
weltweiten Markt angebotenen
Lernumgebungen zur Folge. Die Schät-
zungen reichen in mündlich geäußer- Funktionsbereiche
ten Expertengesprächen von einigen von Lernplattformen

Hands-On Ohne hier näher ins Detail zu ge- ständigen Wandel begriffen. Die obi-
hen, möchten wir fünf verschiedene gen 5 Bereiche geben jedoch unserer
In unserer „Virtual-Learning-Community“
Funktionsbereiche unterscheiden: Meinung nach eine wichtige Grund-
unter www.virtual-learning.at/community/
orientierung, mit welchen Funktionen
können Sie sich einen Überblick über den
Präsentation von Inhalten (Text, Gra- Lernplattformen charakterisiert werden
aktuellen weltweiten Markt von Lern-
fik, Bild, Ton, Film…) können.
plattformen verschaffen.
Kommunikationswerkzeuge (asyn- Wir wollen in diesem Artikel auch
Unter dem Link „Ergebnisse“ fin-
chrone wie z.B. e-Mail und Web- die Gemeinsamkeiten verschiedener
den Sie eine nach Produktnamen al-
foren sowie synchrone wie z.B. Chat „e-Management-Systeme“ (LMS,
phabetisch sortierte Liste inklusive den
und Whiteboard) CMS, LCMS) aufzeigen und betrach-
zugehörigen WWW-Adressen.
Werkzeuge zur Erstellung von Auf- ten hierfür diese Systeme zusätzlich
Sie müssen sich allerdings einmal
gaben und Übungen unter dem Content-(= Inhalts-)
unter Angabe Ihrer Emailadresse und
Evaluations- und Bewertungshil- Aspekt und zwar unter besonderer
eines selbstgewählten Passwortes in
fen Berücksichtigung der Wieder-
unserer Community registrieren,
Administration (von Lernenden, verwendbarkeit der Inhalte. Den An-
dann haben Sie freien Zugriff auf alle
Inhalten, Kursen, Lernfortschritten, fang machen die Learning Manage-
Artikel sowie die Diskussionsforen.
Terminen, etc.) ment Systeme (LMS).

Mai 2002
Was sind Learning Management Systeme (LMS)?

Das Schema eines Learning Management Systems
(die Symbole  und  stehen für Online-Kurse
[=Content]): In einem LMS wird selbst erstellter
oder zugekaufter Content in einer Datenbank
verwaltet und den Lernenden zur Verfügung ge-
stellt. Dabei wird der individuelle Lernprozess (z.B.
welche Kurseinheiten wurden aufgerufen, welche Testergebnisse wurden erreicht, etc.) vom System mitverfolgt (=Tracking)
und protokolliert. Die Lernenden könnten miteinander über synchrone (z.B. Chat) und asynchrone (z.B. Diskussionsforum,
File-Sharing) Kommunikationstools kommunizieren und kollaborieren.

Aus den obigen Ausführungen wird
ersichtlich, dass Learning Manage-
ment Systeme und Lernplattformen
18 gemäß unserer Definition Synonyme
für ein- und dieselbe Sache sind.

Die kleinste Lerneinheit in einem LMS
ist der Online-Kurs selbst. Wieder-
verwendbarkeit (Reusability) von
Content ist deshalb nur auf der Kurs-
Ebene möglich, in dem Sinne, dass
ein Kurs von mehreren Teilnehmer-
innen bearbeitet werden kann.

Hands-On
Mit einem LMS arbeiten
Wenn Sie die Funktionsweise eines
Learning Management Systems ken-
nen lernen wollen, dann haben Sie Das Open Source Learning Management System „ILIAS“ (Integriertes Lern-,
unter www.ilias.uni-koeln.de/ios/ Informations- und Arbeitskooperations-System).
demo.html die Möglichkeit, mit dem
„Integrierten Lern-, Informations- und
Arbeitskooperations - System“ ILIAS steht als Open Source Software den ILIAS Sourcecode unter der Adres-
(„ILIAS“) kostenlos eigene Lern- unter der General Public Licence (GPL) se www.ilias.uni-koeln.de/ios/
einheiten anzulegen und die verschie- zur Verfügung. Damit können Hoch- source.html downloaden. Eine aus-
denen Kommunikationstools zu be- schulen, Bildungseinrichtungen und führliche Installationsanleitung sowie
nutzen. Sie müssen sich dafür aller- andere Interessenten das System ko- deutschsprachigen Support finden Sie
dings einmalig auf dem System re- stenlos nutzen und nach eigenen Vor- unter: http://www.ilias.uni-koeln.de/
gistrieren. stellungen weiterentwickeln. Sie können ios/docs.html.

Mai 2002
Juli 2001

Da der Herstellermarkt für Learning Das Kooperationsnetzwerk
Management Systeme sehr groß und der e-Learning Standardisie-
dynamisch ist (in einer Erhebung im rungsgremien (nach imc,
Auftrag des bm:bwk haben wir rund 2001).
100 verschiedene Hersteller identifi-
ziert), wird es immer wichtiger, dass in-
ternationale e-Learning Standards ein-
gehalten werden und damit unter an-
derem die Interoperabilität der Lern-
inhalte gegeben ist: Das Erstellen von
WBT´s ist sehr aufwändig und damit
auch mit hohen Kosten verbunden (die
Herstellungskosten für eine Stunde in-
teraktiven, didaktisch aufbereiteten
Content reichen von 2.000 bis zu ADL – die Advanced Distri-
20.000 • und mehr – abhängig vom buted Learning Initiative
Grad der Multimedialität und der The- (www.adlnet. org).
matik). Lerninhalte, die für ein be- ARIADNE – die Alliance of
stimmtes LMS erstellt oder zugekauft Remote Instructional Autho-
wurden, sollen auf mehreren verschie- ring and Distribution Networks for nur das IEEE das Recht hat, Spezifikatio-
denen LMS (bzw. nach einem Umstieg Europe (www. ariadne-eu.org). nen für die Etablierung eines Standards
auf ein anderes LMS) ohne Funktions- IEEE LTSC – das Learning Techno- bei den relevanten Organisationen, wie
einschränkungen weiterverwendet wer- logy Standards Committee des IEEE z.B. dem ANSI (American National Stan-
den können. (http://ltsc.ieee.org). dards Institute) einzureichen.
In den letzten Jahren haben sich in IMS – das Instructional Management Das relativ komplizierte Koopera-
den USA und in Europa mehrere Stan- Systems Project (www.imsproject. org). tionsnetzwerk der obigen Gremien ist
dardisierungskonsortien gebildet, die in der Abbildung oben illustriert.
offene Technologie-Standards für Mehr Informationen zu den einzelnen Bis sich so etwas wie ein allgemei-
Learning Management Systeme und Gremien finden Sie im Kapitel der e- ner „Zwischenstandard“ etabliert hat,
WBT´s definieren. Learning Fachbegriffe (s. 27ff). ist es empfehlenswert, auf Nummer si-
Die wichtigsten Standardisierungs- Nach anfänglich getrennten Standar- cher zu gehen und bei der Anschaf- 19
initiativen sind (alphabetisch sortiert): disierungsbestrebungen haben sich die fung eines LMS bzw. beim Ankauf von 
AICC - das Aviation Industry Com- obigen Konsortien darauf geeinigt, ihre WBT´s darauf zu achten, dass diese
puter Based Training Commitee Arbeitsergebnisse auszutauschen und zu möglichst viele der obigen Standar-
(www.aicc.org). konsolidieren, nicht zuletzt deshalb, da disierungsinitiativen unterstützen.

Was sind Autorenwerkzeuge?
Es fällt beim obigen Definitionsversuch Text Markup Language) bzw. XML werkzeuge in drei Gruppen eingeteilt
von Lernplattformen auf, dass Autoren- (eXtensible Markup Language) ver- werden:
werkzeuge zur Erstellung von Lern- borgen werden und von den Autor-
inhalten keinen besonderen Stellenwert innen nicht beherrscht werden müs- die für die Erstellung von e-Learning
haben. Tatsächlich haben die „big sen. Content mittels „Plug-Ins“ „aufge-
player“ der Produzenten von LMS die Mittels einer grafischen Schnittstel-
webbasierte Erstellung von Inhalten le (Interface) sollen Autorinnen wie ge-
entweder extern zugekauft und integriert wohnt ihren Text schreiben und editieren
oder aber nur rudimentär implemen- können um ihn anschließend über das
tiert. Die Erstellung von Inhalten fällt Internet an den Server zu transferieren.
nicht in ihr eigentliches Aufgabenge- So genannte WYSIWYG-Editoren
biet – der (virtuellen) Organisation des (What You See Is What You Get) er-
Lehr- und Lernprozesses. leichtern diesen Prozess und sollen hel-
Genau hier setzen die externen fen, dass auch nicht technisch versierte
Autorenwerkzeuge an: Ihr Ziel ist es, Benutzerinnen von bloßen Konsumen-
bei der Erstellung webbasierter Inhal- tinnen zu Produzentinnen (Autorinnen)
te so zu helfen, dass die komplexen werden können.
Details der dafür notwendigen Aus- Grundsätzlich können die derzeit Der bekannte WYSIWYG-HTML-Editor
zeichnungssprache HTML (Hyper verfügbaren e-Learning Autoren- Macromedia DreamweaverTM

Mai 2002
Hands-On Die letztgenannten Tools markieren je-
doch lediglich den Anfang einer Wei-
HTML-Tutorials terentwicklung in Richtung „Rapid e-
Trotz komfortabler WYSIWYG-HTML-Editoren kann es von Vorteil sein, et- Learning Content Development“, an
was HTML zu beherrschen. Sehr gute und einsteigerfreundliche (deutsch- dessen Ziel die schnelle Entwicklung
sprachige) textbasierte Tutorials zu den Themen HTML, Javascript und CSS von interaktivem und didaktisch an-
finden Sie bei Planet HTML (www.planethtml.de). spruchsvollen e-Learning Content für
jedermann/frau steht.

Weiterführende (englischsprachige) Tutorials zur Webgestaltung finden
Sie bei w3schools (www.w3schools.com). Die Themen erstrecken sich von
einfachen Informationen über Browser bis hin zu Einführungen zu XML, XSL
und WAP.
Besonders die hohe Aktualität dieser Website ist hervorzuheben: während
das W3C noch an den Normierungen arbeitet, findet man auf W3schools
schon Tutorials zu den jeweiligen Themen. Einfache Erklärungen, die sich auf
das wesentliche beschränken, Quizzes zur Selbstkontrolle sowie weiterführen-
de Literaturhinweise runden das Angebot an. W3schools bietet zwar keine
spektakulär aufgebauten Multimedia-Trainingskurse, sondern beschränkt sich Das professionelle Autorensystem
auf die kurze und trockene Vermittlung der wesentlichen Grundlagen. Gera- Macromedia AuthorwareTM
de das scheint den großen Erfolg dieser Website auszumachen.

20
Das „Rapid Content Development“ –
Tool EasyGeneratorTM von Niam

Hands-On
Die Familie der e-Learning-Content Autorenwerkzeuge
Wenn Sie Macromedia Dream-
weaverTM für die Erstellung von
Hands-On bohrten“ Standard- WYSIWYG- Learning-Content verwenden wol-
TM
Paperlink Software für HTML Editoren wie beispielsweise len, dann sollten Sie sich unter:
LehrerInnen Macromedia Dreamweaver TM, www.macromedia.com/software/
Der Schweizer Bildungs- Microsoft FrontpageTM und Net- coursebuilder/ das Coursebuilder-
server Educa.ch sowie fünf Schweizer objects FusionTM; Plugin (Coursebuilder Extension)
Kantone arbeiten mit der Code-IT professionelle Werkzeuge mit inte- herunterladen und installieren. Die-
AG an der Bereitstellung eines einfa- grierter Programmiersprache und ses Plug-in erweitert den Editor um
chen Browser-Tools namens Paper- hohem Einarbeitungsaufwand wie webbasierte e-learning Funktionen
LinkTM-Toolbar für den Unterricht. Mit z.B. Macromedia AuthorwareTM und wie beispielsweise das Erstellen von
der Toolbar kann eine Lehrerin rasch Click2learn´s ToolbookTM; Quizzes und Tests, Lernpfade, Tra-
und einfach ein beliebiges Thema Autorensysteme der neuen Genera- cking, etc.
Internet-gestützt vorbereiten und mit tion wie beispielsweise NIAM´s Um mit Microsoft-Produkten er-
Arbeitsblättern verbinden. Die Toolbar EasyGeneratorTM [W5] oder der stellten Learning-Content in Learning
ist kostenlos und wurde gemeinsam Dynamic PowertrainerTM von Dyna- Management Systeme zu integrie-
mit der Hochschule für Technik in Bern mic Media [W6], die auch ohne ren, ist das kostenlose Microsoft
entwickelt. Eine ausführliche Anleitung großen Einarbeitungsaufwand LRNTM Toolkit hilfreich, dass Sie un-
sowie einen Download-Link finden rasch zu ansehnlichen Ergebnissen ter: www.microsoft. com/elearn/
Sie unter www.code-it.ch. führen. support.asp herunterladen können.

Mai 2002
Juli 2001

Was sind Content Management Systeme (CMS)?
Eine andere Gruppe von Produkten,
welche immer stärker in den Blickpunkt
des Interesses rückt, ist die der Content
Management Systeme. Ursprünglich für
die Organisation und das Management
von Inhalten konzipiert, haben sich die
CMS zu komplexen Redaktionssystemen
entwickelt, die sowohl die Abläufe eines
kooperativen webbasierten Arbeitspro-
zesses koordinieren, als auch bei der
Online-Erstellung der Inhalte (Funktionen
von Autorenwerkzeugen) helfen.

CMS vereinfachen das Erstellen und
das Administrieren von Online-Inhal-
ten wie Texte, Bilder, News, Werbe-
banner, etc. und werden zumeist für
Websites mit hohem Informations-
und Aktualitätsgrad wie Online-Zei-
tungen, Informations-Portale, Firmen- Das Schema eines Content Management Systems: Mit den integrierten (bzw.
Portale, Intranets, etc. eingesetzt. durch externe) Autorentools werden von den Autorinnen Inhalte (Content Kom-
ponenten: Texte, Bilder, etc.) erstellt, die in einer zentralen Datenbank (content
component database) abgelegt und mittels Metadaten zwecks schnellerer
Dabei zeichnen sich Content Ma- Auffindbarkeit beschrieben werden (Ebene der Autorinnen). Von Chefredakteur-
nagement Systeme durch die folgen- innen werden diese Inhalte überprüft, eventuell editiert (redigiert) und für die
den Merkmale aus: spätere Veröffentlichung genehmigt (Ebene der Genehmigung). Aus den 
Strikte Trennung von Inhalt und genehmigten Content-Komponenten können Redakteurinnen wiederum größere
Layout: im Gegensatz zu statischen Beiträge zusammensetzen, die nach einer eventuellen Genehmigung durch
Websites werden die Inhalte (Texte, Chefredakteurinnen für die Online-Veröffentlichung freigegeben werden (Ebene
Bilder, Videoclips, etc.) sowie die der Veröffentlichung). Die Besucherinnen der Website können ihre Inter- 21
Formatvorlagen (Templates) in ei- essensprofile (z.B. Kultur, Sport, Wissenschaft, etc.) auf der Website hinterlegen
und bekommen vom CMS entsprechende Beiträge angezeigt (Personalisierung).
nem CMS separat gespeichert.
Wenn eine entsprechende Web-
Seite aufgerufen wird, dann wird giert und von diesem für die Online- Verteilung und Integration von Inhalten
diese dynamisch generiert, indem Publikation freigegeben. Die auf der  Verarbeitung von Inhalten
in ein entsprechendes Template die Website publizierten Artikel bleiben für (Workflow)
verschiedenen Inhalte geladen und eine bestimmte Zeit online und wer- Wiederverwendbarkeit von Inhalten
dadurch angeordnet werden. den nach Ablauf dieser Zeit im Archiv 
Komponenten-Management: in abgelegt. Darüber hinaus verfügen CMS über
Content Management Systemen zahlreiche Funktionen von denen an
werden die einzelnen von den Au- Obwohl Content Management Syste- dieser Stelle jene zur Personalisierung
toren gelieferten Inhalte mit Meta- me relativ neu am Markt sind, lassen von Online-Inhalten (Besucherinnen
daten versehen und in einer Kom- sich bereits eine Vielzahl von typischen einer Website können sich anmelden,
ponenten-Datenbank (content Funktionen unterscheiden, die mehr ein Interessensprofil hinterlegen und
component database) abgelegt. oder weniger zum Standard – und haben dann die Option, sich nur dem
Redakteure können nun aus diesen damit zum Charakteristikum – von Profil entsprechende Inhalte angezeigt
einzelnen Komponenten (Texte, Bil- Content Management Systemen zu bekommen zu lassen), Qualitätssiche-
der, ..) Artikel zusammensetzen, die zählen sind: rung (siehe der im Merkmal Workflow
dann publiziert werden können. Beschaffung und Erstellung von In- beschriebene Freigabezyklus für On- 
Workflow-Management: ein CMS halten line-Publikationen) und Content-
bietet Mechanismen, die eine Defini- Präsentation und Publikation von In- Syndication (Austausch von Inhalten
tion und Kontrolle des Workflows (Ab- halten zwischen Websites) genannt werden
lauf der Arbeitsschritte) ermöglichen. Aufbereitung und Aktualisierung von sollen. Dabei wird XML immer mehr
So werden die von den Redakteuren Inhalten zur Muttersprache des Content-Mana-
zusammengesetzten Artikel vom Chef- Management und Organisation gement, da diese die Kernfunktionen
redakteur überprüft, bei Bedarf redi- von Inhalten eines CMS hervorragend unterstützt.

Mai 2002
Lernumgebung genutzt werden,
dann spricht man von „Lern-Objek-
ten“ (learning objects) bzw. von
„RLO´s“ (reusable learning objects).
Interessanterweise haben CMS
im Bildungsbereich bisher eher
wenig Beachtung gefunden. Wir
glauben jedoch, dass sich dies in
Zukunft ändern wird, weil die im-
mer stärker anwachsende Menge
webbasierter Inhalte nicht nur erstellt
sondern auch gepflegt, (neu) struktu-
riert, (für andere Zielgruppen) ad-
aptiert und aktualisiert werden
muss. Diesen Trend haben auch
die Hersteller von Lernplatt-
formen erkannt, indem sie in Zu-
kunft auch Content Manage-
mentfunktionen in ihre Learning
Management Systeme integrieren
wollen und diese Produktfamilie be-
reits mit dem neuem „buzz word“
Learning Content Management Sy-
stem (LCMS) etikettiert haben. Da die-
se Neuentwicklung sehr viel verspre-
chend ist, wollen wir das Prinzip der
LCMS etwas später noch genauer be-
leuchten.

Funktionen von Content-Management-Systemen
22 Hands-On
Evaluation von Online
Wie schon bei der Ressourcen
Besprechung der LMS, Mit dem Internet kann jeder von uns
wollen wir Content-Ma- nicht nur seine Meinung weltweit ver-
nagement-Systeme auch fügbar machen, sondern diese auch
unter dem Aspekt der beliebig reproduzieren und vertei-
Wiederverwendbarkeit len. Damit gibt es jedoch kein äu-
von Content betrachten: ßerliches Kriterium für die Qualität
Die Wiederverwend- des Inhaltes mehr. Die Qualitätskon-
barkeit von Inhalten bei trolle, die früher Aufgabe der Verla-
Content Management ge oder des Bestellablaufes in einer
Systemen ist auf der Ebe- Bibliothek war, muss nun durch die
ne der Content-Kompo- „Internauten“ selbst durchgeführt wer-
nenten (Texte, Bilder, den.
Videoclips, etc.) möglich Eine Diskussion zur Evaluation
(eine Content-Kompo- von Bildungswebsites finden Sie
nente kann in mehreren unter: www.usask.ca/education/
verschiedenen Artikeln coursework/802papers/bokcaisse/
verwendet werden, die bokcaisse.htm.
wiederum von vielen ver- Eine allgemeine Vorgangswei-
schiedenen Besuchern ei- se, die für online Ressourcen ge-
ner Website gelesen wer- nerell gilt, hat die Bibliothek der
den). Cornell Universität ausgearbeitet:
Wenn diese Con- www.library.cornell. edu/okuref/
tent-Komponenten in research/skill26.htm.
Der WYSIWYG-HTML-Editor im CMS „Manila“ einer entsprechenden

Mai 2002
Juli 2001

Hands-On
Eröffnen einer eigenen Manila-Website
Wenn Sie selbst die Funktionsweise eines CMS erkunden wollen, empfehlen wir Ihnen den FrontierTM-Server des
Institutes für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck (http://iol3.uibk.ac.at/iol/webspace). Sie können dort
kostenlos eine Website eröffnen und mit dem Content Management System ManilaTM Inhalte editieren und verwalten.

1. Geben Sie in das erste Feld die ge-
wünschte Internetadresse (URL) ein. Ver-
meiden Sie hierzu aber alle Sonder-
zeichen wie z.B. Leerzeichen oder Um-
laute. Wählen Sie einen für Sie anspre-
chenden und leicht zu merkenden Na-
men (z.B. Vorname, oder Kurz-
bezeichnung des Projekts). Allerdings
wird nur dann die entsprechende
Website generiert, wenn es diesen Na-
men auf unserem Server bisher noch
nicht gibt.
2. In das zweite Feld geben Sie Ihren vol-
len Namen an. Falls Sie anonym blei-
ben wollen, können Sie hier auch ein
beliebiges Pseudonym eingeben.
3. Das dritte Feld verlangt Ihre e-Mail-
Adresse und ist das einzig wirklich kriti-
sche Feld. An die angegebene Adres-
se wird Ihnen nicht nur das Passwort
(Siehe Punkt 4) sondern auch viele an-
deren Informationen (z.B. Beiträge von
Diskussionsteilnehmerinnen, Newsletter Das Eröffnen einer Manila Website
etc.) zugeschickt. Falls Sie (bei Ihren Ex- 23
perimenten) unbedingt anonym bleiben wollen, können Sie bei einem der freien E-Mail Provider vorher eine
eigene e-Mail-Adresse generieren und sich mit dieser Adresse anmelden.
4. Im vierten Feld geben Sie das Passwort an, das Ihnen nach der Eröffnung automatisch per E-Mail zugeschickt wird.
Allerdings macht es nichts aus, wenn Sie es einmal vergessen. Geben Sie dann beim Einloggen einfach nur Ihre e-
Mail-Adresse an und das Passwort wird Ihnen automatisch zugeschickt.
5. Unter „Thema“ wählen Sie das aktuelle Erscheinungsbild Ihrer Website. „Default“ ist eine gute - jedoch englisch-
sprachige - Wahl. Das Thema „Lernen“ ist vielleicht ein gute Erstwahl für eine deutschsprachige Website. Sie
können das Thema aber auch jederzeit später wieder verändern.
6. Klicken Sie nun auf Abschicken und warten Sie einige Sekunden. Es wird nun eine eigene Website für Sie generiert.
Merken Sie sich die URL: Damit können Sie in Zukunft immer Ihre Website ansteuern.
7. Damit Sie die vollen Redaktionsrechte in Anspruch nehmen können, müssen Sie sich als erste Tätigkeit anmelden
(engl.: Login, oder deutsch: anmelden).
8. Wenn die Anmeldung geklappt hat, dann sehen Sie oben auf dem Bildschirm eine Leiste „Redakteure“, über die
Sie alle Funktionen des Content Management Systems als so genannter Managing Editor (ME) steuern können.

Gratulation! Sie können nun beginnen die Website für Sie zu personalisieren.

Wie geht es weiter?
Lesen Sie sich den (deutschen) Begrüßungstext genau durch. Darin finden Sie wichtige Hinweise, was Sie als
erstes alles tun können bzw. auch tun sollten.
Unter der oben genannten Adresse finden Sie zahlreiche deutschsprachige Unterlagen sowie Tipps und Tricks zur
Bedienung von Manila.
Wenn Sie über Neuerungen im Funktionsumfang auf dem Laufenden gehalten werden wollen, dann emp-
fehlen wir Ihnen, sich als Mitglied des IOL-Manilaservices zu registrieren (ebenfalls kostenlos) und unseren
Newsletter zu abonnieren.

Mai 2002
Was sind Learning Communities?
Ein ganz wichtiger Aspekt, warum nen ist Lehren und umgekehrt. Im Un- Bevor wir nun auf die Funktions-
Content Management Systeme in Zu- terschied zur Vorstellung, dass Inhalte in weise von LCMS näher eingehen,
kunft größere Bedeutung auch im einer einmaligen Kraftanstrengung für wollen wir noch den schon eingeführ-
Bildungsbereich gewinnen werden, ist das Web zu erstellen sind um sie dann ten Begriff der RLO´s näher erläu-
die in ihrer Funktionalität angelegte in eine (durch Zugangsrechte und Li- tern.
Rollenstruktur. Rollen bezeichnen zenzbedingungen) geschlossene Lern-
(Gruppen von) Benutzerinnen, die ent- plattform zu transferieren, geht diese
Hands-On
sprechend ihren speziellen Aufgaben Vorstellung von einer kontinuierlichen
bestimmte Rechte innerhalb des Sy- kooperativen Generierung von Inhal- WBT-Tipp VI: Jiddisch via e-
stems zugewiesen bekommen haben. ten innerhalb der (Lern-)Community aus. Learning
Diese können reichen von speziellen Der Förderverein für Jiddische Spra-
Leserechten (d.h. Zugang zu Inhalten, Learning Communities sind Gruppen che e.V., Düsseldorf, bietet mit gro-
die normale Besucherinnen der Web- von Personen mit gleichen fachlichen ßem Erfolg ein WBT zum Erlernen des
site nicht aufrufen können) über das Interessen und Zielen, die durch Kom- Jiddischen an (www.jiddischkurs.org).
Recht Inhalte zu erstellen bis hin zur munikation und soziale Interaktion, Der deutschsprachige Kurs präsen-
Organisation (Management) des welche durch ein Informations- und tiert als Highlight gesprochenes Jid-
Arbeitsflusses (wer darf was machen?). Kommunikationssystem ermöglicht disch aus dem Archiv des „Language
Damit eignen sich CMS – vor allem und getragen werden, eine gemein- and Culture Atlas of Ashkenazic
in einem konstruktivistischen Lern- same Wissensbasis aufbauen, erwei- Jewry“ der New Yorker Columbia-
verständnis – für das kooperative Er- tern und adaptieren. Der gemeinsa- Universität im Originalton, wofür al-
stellen und Lernen von Inhalten. Das me Aufbau dieser Wissensbasis ist un- lerdings das Flash-Plugin [W8] be-
Generieren und Kommunizieren von ter einem konstruktivistischen Gesichts- nötigt wird.
Inhalten wird selbst zum Lernprozess: Ler- punkt selbst der Lernprozess.

Was sind Reusable Learning Objects (RLO)?
Ein LO (Learning Object) ist die klein- einem definierten Lernziel und einem len, sondern den Content in einzelne
24 ste sinnvolle Lerneinheit, in die ein Test zur Lernerfolgskontrolle bestehen. „Lernhäppchen“ (=RLO´s) aufteilen,
Online-Kurs zerlegt werden kann. Wenn diese LO´s mit Metadaten mit entsprechenden Beschreibungen
Demnach kann ein LO entweder aus versehen und zu größeren Online-Kurs- (=Metadaten) versehen und abspei-
einem einzelnen Bild, einer Grafik, ei- einheiten kombiniert werden können, chern.
nem Text, einer Flash-Animation oder dann spricht man von RLO´s (Re-
auch aus einer kurzen Anweisung mit usable Learning Objects = wieder ver- Hands-On
wendbare Lern- WBT-Tipp VII: Medienein-
objekte). satz im Hochschulunterricht
Der Vorteil der An der Universität Düsseldorf ist im
RLO´s ist, dass die- Rahmen des Projekts „Studienstart“
se beliebig zu neuen ein WBT zum Thema „Medienein-
Kurseinheiten zusam- satz im Hochschulunterricht“ fertig ge-
mengesetzt werden stellt worden (www.phil-fak.uni-
können und da- duesseldorf.de/ew/ie/mehu/). Das
durch ein doppelter Projekt möchte Anregungen für den
Entwicklungsauf- Einsatz „klassischer“ und „neuer“
wand bei der Erstel- Medien in Lehrsituationen geben.
lung von WBT´s ver- Dieser interaktive Kurs wendet sich an
mieden werden Studienanfänger, aber auch an äl-
kann. Eine Voraus- tere Semester und Dozenten. Es wer-
setzung dafür ist al- den notwendige Grundlagen vermit-
Das modulare Prinzip der „Reusable Learning Objects“:
lerdings, dass die telt, um konventionelle und „neue“
Informationseinheiten wie Texte, Bilder, etc. werden von
WBT-Designerinnen zu einem wieder verwendbaren Lern-
Autorinnen von Medien in Lehr- und Vortragssituati-
objekt (RLO) zusammengesetzt. RLO´s können beliebig Learning Content zu- onen optimal einzusetzen.
zu verschiedenen Online-Kursen kombiniert werden, die künftig keine mo- Der interessant gestaltete Kurs
wiederum zu ganzen Lehrgängen zusammengesetzt wer- nolithischen Kurs- kann kostenlos genutzt werden.
den können. gebilde mehr erstel-

Mai 2002
Juli 2001

Mit der Spezifikation der Learning ser Metadaten können spezifische werden, was von den Herstellern der-
Object Metadata (LOM) schlagen Lerninhalte (RLO´s) auch über ver- zeit mit großem Aufwand betrieben
das IMS- und das ARIADNE-Projekt schiedene Learning Management Sy- wird. Diese Produkte heißen dann al-
ein (Meta-) Datenschema vor, mit dem steme hinweg gesucht und gefunden lerdings nicht mehr LMS, sondern
die Reusable Learning Objects be- werden. Damit dies auch funktioniert, werden mit dem Begriff „Learning
schrieben und in einer Datenbank ver- müssen die bestehenden LMS auch Content Management Systeme“ be-
waltet werden können. Mit Hilfe die- um diese Funktionalitäten erweitert titelt und beworben.

Was sind Learning Content Management Systeme (LCMS)?
Wie bereits erwähnt, kombinieren Funktionseinschränkung benutzt wer- bei Bedarf zu ganzen Lehrgängen zu-
LCMS die typischen Funktionen von den können. sammengesetzt werden.
Learning Management Systemen Die von den Autorinnen erstellten Es leuchtet ein, dass dieses modu-
(LMS) mit den Funktionen zur Content- Lernobjekte werden durch Metadaten lare, objektorientierte Schema im Ver-
Erstellung und zur Content-Personali- (Thema, Autorin, Inhalt, Grad der Inter- gleich zur Verwaltung monolithischer
sierung der Content Management Sy- aktivität, etc.) beschrieben (bei zuge- Kursgebilde ein effizienteres und ko-
steme (CMS). kauftem Learning-Content ist dies meist stengünstigeres Arbeiten zulässt.
schon erfolgt) und in der zentralen Die Wiederverwendbarkeit von In-
Ein Learning Content Management Datenbank des LCMS abgespeichert. halten bei Learning Content Manage-
System ist eine Software, die die Er- Mit Hilfe dieser Metadaten können die ment Systemen ist auf der Ebene der
stellung, Speicherung und Verwal- Lernobjekte bei Bedarf jederzeit nach Reusable Learning Objects (RLO) pro-
tung von wieder verwendbaren Lern- definierten Kriterien gesucht und ge- blemlos möglich. RLO´s können be-
objekten (RLO´s) sowie die Orga- funden werden. WBT-Designerinnen liebig zu Online-Kursen kombiniert
nisation und Betreuung webunter- sind nun in der Lage (eine wohlgefüllte werden, wobei ein RLO in mehreren
stützten Lernens ermöglicht. RLO-Datenbank vorausgesetzt) in kur- Kursen verwendet werden kann, die
zer Zeit neue WBT´s durch die Kom- wiederum von mehreren Kursteil-
Learning Content Management bination einzelner RLO´s zu kreieren. nehmerinnen gebucht und bearbeitet
Systeme unterstützen Autorinnen durch Diese Online-Kurse können wiederum werden können.
integrierte Autorentools bzw. durch mit- durch Metadaten beschrieben, in der Was hat es nun mit dem vielfach zi-
gelieferte, an das jeweilige System LCMS-Datenbank abgespeichert und tierten „personalisierten Lernen“ auf sich? 25
angepasste externe Werk-
zeuge beim Erstellen von
Learning Objects (LO). Es
können allerdings auch
Lernobjekte von profes-
sionellen Learning-
Content-Providern wie
beispielsweise Smart-
forceTM [W9] und Thom-
son NETgTM [W10] zuge-
kauft werden, die jeweils
eine Bibliothek mit über
20.000 e-Learning Ob-
jekten zu allen möglichen
Themenbereichen (z.B. IT,
Business und sogar Soft-
Skills) pflegen. Dabei
muss allerdings darauf
geachtet werden, dass
sowohl die zugekauften Das Schema eines Learning Content Management Systems (modifiziert nach Nichani, 2001):
Von den Autorinnen mittels der in das LCMS integrierten Autorentools bzw. über Vorlagen (Templates)
Lernobjekte als auch das
erstellte Lernobjekte werden durch Metadaten zwecks besserer Auffindbarkeit beschrieben und
verwendete LCMS diesel- in der Datenbank des LCMS gespeichert (Ebene der Autorinnen). Diese werden von WBT-
ben (Quasi-)Standards Designerinnen begutachtet, eventuell editiert und als RLO´s für eine spätere Veröffentlichung
(z.B. AICC, SCORM, IMS, genehmigt (Ebene der Genehmigung). Die gespeicherten RLO´s können, abhängig vom im
etc.) unterstützen, damit System hinterlegten Lernerinnenprofil, personalisiert zu Online-Kursen zusammengesetzt und
die Lernobjekte ohne den Kursteilnehmerinnen zur Verfügung gestellt werden (Ebene der Veröffentlichung)

Mai 2002
den Lerneinheit und dem Bestehen des
dazugehörigen Tests, wird die spezifische
Wissenslücke als geschlossen betrachtet
und das persönliche Profil aktualisiert.
Nun ist ein Trend beobachtbar, der
dieses Prinzip auf die Spitze treibt: es
wird die Frage gestellt, warum denn ein
Online-Seminar von zwei oder mehr
Stunden belegt werden soll, wenn doch
15 Minuten daraus gereicht hätten, die
individuelle Wissenslücke zu schließen?
Es muss nur das richtige RLO mit
dem entsprechenden Inhalt gefunden
werden…
Für diese Extremform von e-Lear-
ning gibt es auch schon zwei schöne,
hochaktuelle "buzz words": "just-
enough-learning" bzw. "granulares
Lernen". Alternative Bezeichnungen
zeugen von zarter Kritik und sollen an
dieser Stelle nicht verschwiegen wer-
Das Learning Content Management System Top Class? von WBT Systems. den: "Mc Donaldisierung des Lernens"
bzw. "Fast Food e-learning".
Im Prinzip funktioniert dies nach
Hands-On
dem „Amazon-Personalisierungs-
schema“: Wenn Sie bei diesem be- Online Zeitschriften zu e-Learning
kannten Internet Buch- und Unter- http://www.aln.org/
haltungselektronik-Händler durch den Das online Journal of Asynchronous Learning Networks (JALN) wird vom Sloan
Klick auf einen Titel näheres Interesse Center of Online Education (SCOLE) des Olin and Babson Colleges redigiert
an einem bestimmten Buch bekunden, und versammelt wichtige theoretische Artikel von namhaften Autorinnen.
26 wird das System nicht müde, Empfeh- http://www.ascusc.org/jcmc/
lungen in der Form „Kunden, die die- Die Annenberg School for Communication (University of Southern California)
ses Buch gekauft haben, haben auch gibt das Journal of Computer-Mediated Communication heraus.
diese Bücher gekauft…“ auszugeben. http://www.uwex.edu/disted/
Um bei Learning Content Manage- Distance Education Clearinghouse (University of Wisconsin) ist eine inzwi-
ment Systemen genau jene Lerneinheiten schen sehr bekannte Website, die Informationen im Bereich der Fernlehre
vom System vorgeschlagen zu bekom- (Distance Education) zusammenträgt und auch den online Newsletter DISDEN
men, die zur Schließung der eigenen (Distance Education Systemwide Electronic Newsletter, http://www.uwex.edu/
Wissenslücken („Skill Gaps“) notwendig disted/desien/) herausgibt.
sind, müssen sich die Lernenden aller- http://www1.nks.no/eurodl/eurodlen/index.html
dings einer so genannten Skill-Gap-Ana- Das European Journal of Open and Distance Learning veröffentlicht Artikel
lyse unterziehen. Diese erfolgt einerseits in Englisch, Französisch und Deutsch, die kostenlos abonniert werden kön-
nen. Die Beiträge reichen von online Lernen bis hin zu allgemeinen pädago-
durch das System in Form von so ge-
gischen Fragestellungen im Zusammenhang mit den neuen Informations-
nannten Pre- und Posttests und anderer-
und Kommunikationstechnologien.
seits durch die (subjektive) Einschätzung
http://www-jime.open.ac.uk/
der Fertigkeiten durch Vorgesetzte und
Das Journal for Interactive Media in Education (JIME) veröffentlicht Artikel mit
Kolleginnen. Anhand dieser im LCMS
interaktiven Elementen und verwendet eine offene online Konferenz für den
gespeicherten Daten (z.B. es liegen
Begutachtungsprozess.
Schwächen im Bereich Business-Englisch- http://jan.ucc.nau.edu/~ipct-j/
Korrespondenz vor) macht das System Interactive Personal Computing and Technology Journal (IPCT-J) ist ein weite-
beim nächsten Einloggen auf der per- res online Journal, das vor allem Artikel von Autorinnen aus den USA enthält,
sönlichen Startseite des Lernenden oder regelmäßig aktualisiert wird und bei dem die Beiträge leicht gefunden werden.
beim Durchblättern des Kurskataloges http://www.techknowlogia.org
entsprechende Kursvorschläge, die je Das International Journal of Technology for the Advancement of Knowledge
nach Personalpolitik mehr oder wenig and Learning ist ein frei zugängliches online Journal, das sich vor allem an
zwingend zu absolvieren sind. Nach er- „Politikerinnen, Strateginnen, Praktikerinnen und Technologinnen“ wendet.
folgreichem Abschluss der entsprechen-

Mai 2002
Juli 2001

e-Learning Fachbegriffe
ADL (Advanced Distributed stitutio- dungen. Daten und Inhalte werden
Learning): nen und zusammengefügt und in ihrem Ver-
erste halten programmiert. Man unter-
Adresse scheidet objektorientierte, seiten-
für The- orientierte, struktogrammorientierte
men wie „Lernen am Arbeitsplatz“, und zeitachsenorientierte Autoren-
„Implementierung von Weiterbil- systeme.
dung“, „Führungsarbeit“, „Betriebs-
kultur“, „Lebenslanges Lernen“ und Buzz Word:
ADL ist eine Organisation des ame- „Evaluation“. Ein „buzz word“ ist eine Wortneu-
rikanischen Verteidigungsministeri- Die ASTD hat weltweit mehr als kreation, die beim ersten Auftauchen
ums, die Standardisierungsmodelle 70.000 Mitglieder, die in diesen auf Konferenzen, Business-Mee-
für E-Learning entwickelt (siehe hier- Bereichen in über 100 Ländern tings, etc. meist Unverständnis her-
zu: der SCORM-Standard). weltweit arbeiten. Das Direktorium vorruft, aufgrund des Neuheits-
URL: www.adlnet.org. und die Mitglieder arbeiten in mehr wertes aber meist in den Sprach-
als 15.000 multinationalen Körper- schatz der Zuhörenden eingeglie-
AICC (Aviation Industry CBT schaften, kleinen und großen Un- dert wird und durch den wiederhol-
Committee): ternehmen, Regierungsbehörden, ten Gebrauch zum Modewort avan-
Das AICC ist ein Schulen und Universitäten. ciert. Die meisten in diesem Glos-
von der ameri- Die ASTD zertifiziert Online-Kur- sar vorkommenden Begriffe und
kanischen Luft- se, stellt themenrelevante Informa- Abkürzungen sind zu den aktuellen
fahrtindustrie gegründeter internatio- tionen, For- „buzz words“ der „e-Branche“ (e-
naler Zusammenschluss von CBT- schungser- Learning, e-business, e-commerce)
Herstellern und -Spezialisten, die ge- gebnisse, zu zählen, ebenso wie der Begriff
meinsam an der Standardisierung Analysen so- „buzz word“ selbst.
von Lernobjekten arbeiten. Das AICC wie die Er-
ist bislang die einzige Organisation, fahrungen CMS (Content Management
die eine Zertifizierung für Lern- seiner Mit- System): 27
plattformen sowie Authoring- und glieder öf- CMS wie beispielsweise „Manila“
Testing-Tools anbietet. fentlich zur Verfügung, organisiert oder das Open Source Tool „Zope“
URL: www.aicc.org. Ausstellungen, Seminare, Kon- unterstützen Teams beim Prozess des
gresse, publiziert, und geht welt- Erstellens und Verwaltens von Inhal-
Application-Sharing: weit Koalitionen und Partnerschaf- ten für komplexe Websites mit ho-
Beim Application-Sharing findet eine ten ein. hem Aktualitätsgrad wie beispielswei-
synchrone Verwendung einer belie- URL: www.astd.org. se Online-Zeitungen, Portale oder
bigen Softwareanwendung über Intranets.
Datennetze statt. Application-Sha- Asynchrones Lernen/Syn-
ring ist ein Bestandteil von Desktop- chrones Lernen: Edutainment (Education &
Konferenzsystemen wie beispielswei- Beim asynchronen Lernen findet im Entertainment):
se Microsoft NetMeetingTM, Interwise Gegensatz zum synchronen Lernen Unter diesem Marketingkunstwort
ECPTM und Centra SymposiumTM. der Wissensvermittlungsprozess zwi- werden Spiele mit Lernanspruch ver-
schen Lehrenden und Lernenden zeit- standen.
Assessment: lich versetzt statt (z.B. Lernen mit
Assessment ist ein Beurteilungs- Studienbriefen, Kommunikation über E-Learning:
verfahren, um die Fähigkeiten und Newsgroups, E-Mail, usw.). Ursprünglich Sammelbegriff für IT-
Fertigkeiten (Skills), sowie den Wis- Beim synchronen Lernen findet die gestütztes Lernen bzw. alle Formen
sensstand von Lernenden systema- Wissensvermittlung und Wissens- elektronisch unterstützten Lernens. Ein-
tisch zu bewerten. aufnahme gleichzeitig statt (z.B. Ler- geschlossen darin sind netz- und
nen im Klassenzimmer, Videocon- satellitengestütztes Lernen, Lernen per
ASTD (American Society for ferencing, Chat, usw.). interaktivem TV, CD-ROM, Video-
Training and Development): bändern usw. Mehr und mehr wird
Die 1944 gegründete ASTD ist ein Autorensystem: der Begriff jedoch ausschließlich für
professioneller Zusammenschluss Ein Autorensystem ist ein Entwick- Internet- bzw. Intranet-basiertes Ler-
internationaler Trainerinnen und In- lungswerkzeug für interaktive Anwen- nen verwendet.

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HTML (HyperText Markup ment-Systems (LMS) und eines LTSC (Learning Technology
Language): Content-Management-Systems Standards Committee):
Der offene, d.h. allgemein verfüg- (CMS). Tatsächlich liegt der LTSC ist eine Subdivision des IEEE
bare Standard für die Darstellung Schwerpunkt der meisten LCMS- und definiert technische Standards,
von Multimedia-Inhalten im World Produkte derzeit meist mehr bei der Praktiken und Richtlinien zur Entwick-
Wide Web. Das besondere Kenn- Erstellung und Verwaltung von lung und Implementierung von com-
zeichen von Hypertext sind die so ge- Lernobjekten. puter- und webbasierenden Lehr-
nannten (Hyper-)Links: Bei Mausklick und Lernsystemen.
wird zu einem anderen Dokument Lernumgebung: URL: ltsc.ieee.org.
geführt. Beschreibt umgangssprachlich die
räumlichen, zeitlichen, personellen Metadaten:
IEEE (Institute of Electric and und instrumentellen Merkmale ei- Metadaten sind wörtlich genom-
Electronic Engineers): ner konkreten Situation, in die ein men Daten über Daten. Auf e-
Lernprozess eingebettet ist. Im Zu- Learning bezogen, handelt es sich
sammenhang mit e-Learning ist da- um Informationen zu Lernobjekten.
mit in der Regel die mit IT-Hilfsmit- Sie stehen im Zentrum der lern-
teln medial gestaltete Lernumge- technologischen Standardisie-
Wird als „I, triple E“ ausgesprochen. bung gemeint. Sie wird strukturiert rungsbemühungen verschiedener
1963 gegründetes US-amerikani- durch ein bestimmtes methodisch- Institutionen, wie IMS, IEEE, LTSC
sches Normierungsinstitut für Über- didaktisches Design, wird bedingt etc. Einheitliche bzw. kompatible
tragungsprotokolle, Bustopologien, durch die Leistungsfähigkeit der ein- Maßgaben für Metadaten sind
etc. Siehe auch: LTSC. gesetzten technischen Mittel und ist entscheidend für die Modular-
u.U. verbunden mit bestimmten isierung und Wiederverwend-
IMS (Instructional Manage- personalen Dienstleistungen (z.B. barkeit von Lernobjekten sowie ihre
ment Systems Project): Teletutoring). zielgerichtete Erfassung in Daten-
Das IMS Projekt ist banken.
ein internationaler LMS (Learning Management
Zusammenschluss System): Plug-in:
unterschiedlicher LMS = Lernplattform. Ein Plug-in ist ein Zusatzmodul für
Bildungs- und Re- Ein LMS ist ein Softwaretool, auf wel- ein Programm, das ihm weitere
28 gierungsorganisa- ches im Intranet/Internet zugegrif- Funktionen zur Verfügung stellt.
tionen, dem auch fen werden kann, und das über eine Web-Browser rufen automatisch
Hersteller und Nut- entsprechende Oberfläche be- Plug-Ins auf, um z.B. Videos abzu-
zer von CBT, WBT stimmte Funktionalitäten, wie den spielen oder VRML-Dateien darzu-
und e-Learning-Plattformen ange- Aufruf und die Administration von stellen. Prinzipiell lässt sich für jeden
hören. Durch die Standardisierung Lernern, Lerninhalten, Übungsauf- Datentyp ein Plug-In programmie-
von Lernobjekten sollen die weltwei- gaben, Kommunikationstools usw. ren. Da es aber notwendig ist, das
te Suche, der Austausch und die von einer zentralen Stelle aus er- Plug-In auf der lokalen Festplatte zu
Wiederverwendbarkeit von digitalem möglicht. Sie ist die zentrale Schnitt- installieren, schrecken viele Nutzer
Lehrstoff ermöglicht werden. stelle einer Lernumgebung zwischen davor zurück, sich zu viele davon
URL: www.imsproject.org. Trainingsanbietern und Trainings- herunter zu laden.
kunden.
Infotainment: Portal:
Infotainment ist ein Marketing- LO (Learning Objects): Portale (z.B. www.bildung.at) sind
kunstwort aus „Information“ und LO = Lernobjekte. Konzentrations- und Aggregations-
„Entertainment“. Fakten werden Dateien, die während eines techno- punkte (Start- und Anlaufpunkte) von
durch Showelemente aufgelockert logisch unterstützten Lernens verwen- Informations-, Kommunikations-
und sollen der Theorie nach dadurch det, wieder verwendet oder referen- und Transaktionsbedarf allgemeiner
eingängiger gemacht werden. In der ziert werden können. oder spezieller Art.
e-Learning-Welt wird darunter Lern- Das Business Modell vieler Por-
software bzw. Inhalt mit Unterhal- LOM (Learning Objects tale beruht auf einem Ertragsmix,
tungswert verstanden. Metadata): der Bannerwerbung, Integration
LOM ist eine Empfehlung (noch kein von Shopping-Angeboten auf
LCMS (Learning Content Standard) des LTSC zur Vereinheitli- Provisionsbasis sowie das Anbie-
Management System): chung der Beschreibung von Lern- ten kostenpflichtiger Angebote auf-
Ein LCMS verbindet im Idealfall die objekten. weisen kann. Um die Wertschöp-
Funktionalität eines Lernmanage- URL: ltsc.ieee.org/wg12/ fung zu optimieren, muss der Be-

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munizieren sowie team- Standards und die Interoperabilität
orientiert zu denken und von World Wide Web-Produkten.
zu handeln. Ursprünglicher Sitz des Konsortiums
war die Europäische Organisation
Hard Skills: für Kernforschung (CERN) in Genf,
Als Hard Skills werden wo ursprünglich die Technologie des
Technische Fertigkeiten, World Wide Webs entwickelt wurde.
wie beispielsweise Ma- 1998 eröffnete das W3C ein Büro
schinschreib- und Soft- beim Forschungszentrum für Infor-
warekenntnisse, Kran- mationstechnik GmbH der GMD.
führen etc., bezeichnet. Dadurch wird versucht, die Kontakte
zu in Europa ansässigen Unterneh-
Virtual Classroom: men zu verbessern.
Ein Virtual Classroom ist URL: www.w3c.org.
Das Bildungsportal des Bundesministeriums für Bil- eine Vernetzung von
dung, Wissenschaft und Kultur. geographisch getrenn- WBT (Web Based Training):
ten Schülern und Leh- WBT umfasst die internetgestützte
sucher möglichst lange auf dem rern. Das Internet bildet dabei als Form des Fernlernens mit und ohne
Angebot verweilen, was genau ge- Kommunikationsmedium die Meta- Betreuung durch Tutoren.
nommen einen Widerspruch zu pher des virtuellen Klassenzimmers.
dem „Eintrittstor ins Internet“ dar- Kann als Extremform von Tele- Whiteboard:
stellt. Teaching angesehen werden. Ein Whiteboard ist eine virtuelle Ta-
fel oder Flipchart, die den Userinnen
RLO (Reusable Learning Vorwissen: das gemeinsame Zeichnen und Be-
Object): Vorwissen ist das Wissen, das vor ei- trachten von Skizzen über ein Netz-
RLO = Wiederverwendbares Lern- nem Ereignis, zu dem es gebraucht werk ermöglicht. Dabei stehen so-
objekt. wird, zur Verfügung steht. wohl Mal- als auch Textwerkzeuge
Allerdings gelten bestimmte Kriteri- zu Verfügung.
SCORM (Shareable en für dieses Wissen:
Courseware Reference Mo- Es sollte explizites, deklaratives XML (Extensible Markup
del): Wissen sein, wenn es für kognitive Language): 29
SCORM ist eine von ADL entwickel- Lernaufgaben benötigt wird. Proze- XML ist - wie auch HTML - eine „ver-
te Empfehlung zur Standardisierung durales Wissen (z.B. Fahrradfahren einfachte“ Version der Standard
von Lernobjekten, die auf den Ar- können) ist zwar vorhanden aber Generalized Markup Language
beiten von AICC, IMS und IEEE ba- nicht immer „nachdenklich“ verfüg- (SGML).
siert, um ein universales Learning- bar. Es kommt also beim Vorwissen Die Entwicklung von XML begann
Content-Modell zu entwickeln. nur auf den Teil an, der gelernt und 1996 und seit Februar 1998 ist XML
URL: www.adlnet.org. verstanden wurde, im Kontext zur ein W3C-Standard. An der Entwick-
Verfügung steht, und auch bei Be- lung haben sich unter anderem
SGML (Standard Generalized darf passend abgerufen (erinnert) Adobe, Hewlett-Packard, Microsoft,
Markup Language): werden kann. Netscape und Sun beteiligt.
SGML ist seit 1986 eine ISO-Norm XML soll es den Web-Site-Pro-
und fand eine breite Anwendung für W3C („World Wide Web grammierern erleichtern, SGML-An-
große Dokumentationsprojekte. Consortium“): wendungen zu schreiben und dabei
SGML erlaubt es, Auszeichnungs- eigene Dokumententypen festzule-
sprachen zu entwerfen. gen. Die Extensible Markup
Die bekanntesten Anwendungen Language bietet nämlich viele Me-
von SGML sind HTML und XML. Das W3C ist ein Interessenverband chanismen, die u.a. die Datenver-
SGML bildet damit - zumindest indi- von Firmen, die mit der Entwicklung waltung im Netz erleichtern sollen
rekt - einen Grundpfeiler des World des Internets beziehungsweise der und die XML auch als Datenbank-
Wide Web. Herstellung von Technik und Software oberfläche in Intranets tauglich ma-
für das Netz befasst sind. Die Lei- chen können. Außerdem lassen sich
Soft Skills (auch Heartskills“): tung- und Koordinierungsfunktion somit strukturierte Daten über Platt-
Gemeint sind damit Sozial- und hat das „Laboratory for Computer form- und Betriebssystemgrenzen
Methodenkompetenzen, wie bei- Science“ am Massachusetts Institute hinweg austauschen.
spielsweise die Fähigkeit, mit ande- of Technology in Cambridge über- Quellen: eigene Definitionen, [W12],
ren Menschen zielgerichtet zu kom- nommen. Das Konsortium fördert [W13].

Mai 2002
Über die AutorInnen:
Univ. Prof. Ing. Dr. Peter (bm:bwk, http://www.nml.at/) gerechter (Lern-) Software
Baumgartner, Delegierter der österreichischen Rek- Telelearning
verheiratet, geboren 1953 in Wien. torenkonferenz in das Kuratorium Design, Planung und Durchführung
E-Mail: peter.baumgartner@uibk.ac.at des Instituts für Technikfolgenab- bildungsrelevanter Untersuchungen
1967-1972: HTL- schätzung der Österreichischen Aka- Evaluation von Projekten und Pro-
Elektrotechnik demie der Wissenschaften (ÖAW) zessen
1972-1980: Studi- Stellvertretender Studiendekan der
um der Soziologie in SOWI-Fakultät der Universität Inns- Derzeitige Forschungs-
Wien. bruck. schwerpunkte:
1981-1986: frei- Lernen und Lehren im und mit dem
beruflicher Sozial- Arbeits- und Forschungs- Internet
wissenschaftler (Ar- schwerpunkte: Evaluation von neuen Medien im
beitswissenschaften) Lerntheorie, Hochschuldidaktik, Inter- Zusammenhang mit Aus- und Wei-
1986-1998: Uni- aktive Medien, Evaluationsmethodik, terbildung
versitätsassistent am Evaluation interaktiver Lernsoftware und e-Learning
Institut für Forschung Lernumgebungen.
und Fortbildung (IFF)
in Klagenfurt. Mag. Kornelia Maier-Häfele,
Jeweils einjährige Forschungs- Mag. Hartmut Häfele, verheiratet, ein Sohn, geboren 1965 in
aufenthalte in Mexiko (1983/84), verheiratet, ein Sohn, geboren 1968 Schruns, Vorarlberg.
Berkeley/USA (Institute of Cognitive in Hohenems, Vorarlberg. Studium der Wirtschaftspädagogik,
Studies, 1988/89) und St.Augustin bei wissenschaftliche Mitarbeiterin an der
Bonn/Deutschland (Gesellschaft für Universität Innsbruck und am Curriculum
Informationstechnik, heute Frauenhof- Development Unit, Dublin, Republik Ir-
ergesellschaft) land mit dem Schwerpunkt Curriculums-
SS 1998: Vertretungsprofessur an der und Schulentwicklung. Seit 1993 in der
Fakultät für Erziehungswissenschaften Weiterbildungsbranche tätig. Durchfüh-
30 der Universität Münster (Professur für rung zahlreicher EU-Projekte zu den The-
Neue Technologien im Sozial- und Bil- men Arbeitsorganisation, Organisations-
dungswesen/Medienpädagogik) entwicklung, Frauennetzwerke und
Seit 1998 Lehrstuhl für Wirtschafts- Telearbeit. Projekte im Auftrag des
pädagogik und Leiter der Abteilung bm:bwk zum Thema e-Learning.
„Wirtschaftspädagogik und Evaluati- Seit 1996 selbständig, Gesellschaf-
onsforschung“ am Institut für Orga- terin des Institutes für Design, Entwick-
nisation und Lernen der sozial- und lung und Evaluation von Erwachsenen-
wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Studium der Psychologie und Medizi- bildung - Häfele KEG.
der Universität Innsbruck. http:// nischen Informatik. (www.qualifizierung.com, www.virtual-
iol.uibk.ac.at, persönliche Homepage: Seit 1993 in der Weiterbildungs- und learning.at).
http://www.peter-baumgartner.at/ EDV-Branche tätig. Durchführung zahl-
reicher EU-Projekte zu den Themen Arbeitsschwerpunkte:
Nominierungen Multimedia, Distance Learning, Initiierung und Begleitung von Ver-
 Austrian National Research Expert Telearbeit, Unternehmensentwicklung. änderungsprozessen in Organisa-
(NRE) der OECD im Rahmen des Projekte im Auftrag des bm:bwk zum tionen
Programms: “ICT and the Quality Thema e-Learning. Evaluation von Bildungsveranstal-
of Learning” Seit 1996 selbständig, Gesellschaf- tungen
Begründer des MeDiDa-Prix (me- ter des Institutes für Design, Entwicklung Curriculumsentwicklung
diendidaktischer Hochschulpreis, und Evaluation von Erwachsenenbil- Design, Planung und Durchführung
Preisgeld 100.000 Euro: http:// dung - Häfele KEG bildungsrelevanter Untersuchungen
www.medidaprix.org/) (www.qualifizierung.com, www.virtual- Evaluation von Projekten und Prozes-
Sprecher der nationalen Steuerungs- learning.at). sen
gruppe “Neue Medien in der Lehre
an Universitäten und Fachhoch- Arbeitsschwerpunkte: Derzeitige Forschungs-
schulen” des Bundesministeriums für Web- und Multimedia Design schwerpunkte:
Bildung, Wissenschaft und Kunst Pädagogische Beurteilung kind- Wie bei Mag. Hartmut Häfele.

Mai 2002
Juli 2001

Literatur
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timediale) Lernsoftware. In: Informa- 2.4.2002. überprüft.)
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luation of Virtual Learning Environ- systeme: Theorie – Didaktik – Design. (www.glossar.de)
ments. Download unter: http:// Bonn: Addison-Wesley.

Mai 2002
Buchvorstellung
E-Learning Praxishandbuch: Internet-Adressen aufgeführt und 18 aktualisiert - weiterführende Informa-
Auswahl von Lernplattformen viel versprechende Produkte genauer tionen samt Diskussionsmöglichkeiten
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Call for Papers
ICL2002 Special Track Call for Papers
Im Rahmen des 5. Internationa-
len Workshops „Interactive Compu-
ter aided Learning” ICL2002 vom
25. - 27. September in Villach, fin-
det in diesem Jahr ein Special Track
zum Thema „Schule und IT“ statt.

Themenbereiche
32 IT & Schulentwicklung
(Fach-)didaktische Ansätze
Erfahrungen aus Pilotprojekten
Erfahrungen aus Notebook-Klassen
Contententwicklung und Content-
management
Aus-, Weiter- und Fortbildungs-
maßnahmen zu IT

Wichtige Termine dazu:
03. Juni 2002: Einreichung Abstracts

10. Juni 2002: Vorschläge für Demon-
strationen und Ausstellung

24. Juni 2002: Information über An-
nahme

23. Aug. 2002: Einreichung der Bei-
träge zur Veröffentlichung

25.-27. Sept. 2002: Workshop
ICL2002

Nähere Informationen finden Sie un-
ter http://www.icl-workshop.org/
cfp_sc.htm.

Mai 2002