You are on page 1of 140

Der Reichsminister der Luftfahrt

und Oberbefehlshaber der Luftwaffe
Technisches Amt GL/C (—E3/ VI I I B)
Berlin, den 12. September 1942
Hiermit genehmige ich die D. (Luft) T. 3870 „Das Anlassen von
Flugmotoren im Winter, Geräte-Handbuch (Stand August 1942),
Ausgabe September 1942". Sie tritt mit dem Tage der Heraus-
gabe in Kraft.
Mit ihrem Erscheinen tritt die D. (Luft) T. 3870 „Kaltstartverfahren
mittels Schmierstoffverdünnung, Juni 1941" außer Kraft und ist
gemäß Vorbemerkungen zur L. Dv. 1/1 zu vernichten.
I. A.
V o r w a l d
Einleitung
Die vorl i egende Druckvorschrift beschreibt die Maßnahmen, mit denen
Motoren bei großer Kälte ohne Zuhilfenahme von Wärmequel l en und
— vom Anlassen mittels Azetyl engas abgesehen — ohne Bodengeräte an-
gelassen werden können.
Soweit Anwärmegeräte zur Verfügung stehen und die Art des Einsatzes
ihre Anwendung zuläßt, können sie, besonders bei großer Kälte, zur Er-
leichterung des Anlassens mit herangezogen werden. Ein mäßiges An-
wärmen wichtiger Motorzubehörtei l e wi e Einspritzpumpen, Regler, Anlasser
usw. wi rd dabei vol l auf genügen.
Allen beschriebenen Maßnahmen und Vorschriften liegt eine umfangreiche
Erprobung bei den Erprobungsstellen der Luftwaffe und di e Auswertung der
bei der Truppe gewonnenen Erfahrungen zugrunde.
Die Druckvorschrift besteht aus drei Haupttei l en. Der Inhalt des ersten
und zwei ten Hauptteiles wi rd in erster Linie als Unterlage für den Unter-
richt bei der Truppe Verwendung fi nden. Der zwei te Hauptteil soll dar-
über hinaus Ratschläge und Hinweise für di e Behebung von Anlaßschwie-
rigkeiten im Wi nter geben; er ist insbesondere für den Technischen Of f i -
zier und den Oberwerkmeister bestimmt.
Der dritte Teil enthält alle di e Vorschriften (nach Flugzeug- bzw. Motor-
mustern geordnet), die das Wartungspersonal unbedingt beherrschen muß,
wenn ein sicheres Anlassen der Motoren und damit di e Einsatzbereitschaft
der Luftwaffe im Wi nt er gewährleistet sein soll.
Die im dritten Teil enthaltenen Vorschriften bestehen außerdem in Karten-
form ( DI NA6) , für jedes Flugzeugmuster gesondert herausgegeben. Jede
Karte enthält die Anweisung für die Schmierstoffverdünnung und di e An-
weisung für das Anlassen bei Kälte für den betreffenden Motor.
Die Karten sind für den Flugzeugwart bestimmt.
Bei auftretenden Mängel n und Schwierigkeiten sind Rückfragen zu richten an:
Erprobungsstelle der Luftwaffe Rechlin E 3a
Hausanschi. 249
(betr. Landflugzeuge)
Erprobungsstelle der Luftwaffe Travemünde E3T
Hausanschi. 254
(betr. Seeflugzeuge).
I. Gründe für die Schwierigkeiten
beim Anlassen von Flugmotoren
bei Käl te
Die Startbereitschaft eines Flugmotors ist, ei nwandfrei en allgemeinen Be-
triebszustand vorausgesetzt, abhängi g von der Temperatur, die der Motor
und die Umgebungsluft beim Anlassen aufweisen.
Der Temperatureinfluß wi rkt sich dabei nachteilig aus auf:
A. Das Verhalten des Schmierstoffes,
B. Die Aufberei tung des richtigen Kraftstoffluftgemisches,
C. Die Zündung und den Abl auf der Verbrennung des Gemisches,
D. Die Regelorgane und Mot orzubehörgerät e,
E. Den Anlasser,
F. Die Ventilsteuerung (in Sonderfällen).
Im fol genden soll auf die einzelnen Schwierigkeiten näher eingegangen
werden.
A. Das Verhal ten des Schmierstoffes
Die Zähflüssigkeit des Schmierstoffes nimmt mit abnehmender Temperatur
stark zu, und zwar in stärkerem Maße als dem Sinken der Temperatur ent-
spricht, d. h. di e Zähigkeit nimmt z. B. beim Absinken der Temperatur von
0° C auf — 10° C erheblich mehr zu als beim Absinken der Temperatur von
+ 10° C auf 0° C.
Die hohe Zähi gkei t des kalten Schmierstoffes hat zur Folge, daß di e im
Motor sich drehenden und gleitenden geschmierten Teile, wi e Kol ben, Lager
und Wel l en, so fest sitzen, daß sie sich weder von Hand an der Luftschraube
noch vom Anlasser durchdrehen lassen. Es ist daher nicht möglich, einen
Motor in diesem Zustand in Betrieb zu nehmen. Aber selbst wenn der
Anlasser den Mot or noch gerade drehen kann, wi rd di e zum Anspringen
erforderliche Drehzahl nicht erreicht. Hinzu kommt eine übermäßige Be-
anspruchung einzelner Motortei l e, des Anlassers und des Sammlers..
— 7 —
B. Mangel hafte Aufbereitung
des Kraftstoffluftgemisches
Wenn auch bei genügender Luftzufuhr Kraftstoff ohne weiteres verbrennt
— offen ausgeschütteter Flugkraftstoff brennt — im Gegensatz zu Fl-An-
laßkraftstoff — bei Temperaturen kälter als etwa — 35° C nicht mehr —,
so ist doch das Zustandekommen einer explosiven Verbrennung, wi e sie
für den Betrieb des Motors erforderlich ist, von einem genauen Mischungs-
verhältnis zwischen Luft und Kraftstoff abhängi g (etwa im Verhältnis 13: 1) .
Dieses Mischungsverhältnis, das im betriebswarmen Mot or durch den Ein-
spritzpumpengemischregler bzw. di e Vergasereinstellung erzielt wi rd, ist
bei kaltem Mot or zu kraftstoffarm, da ein Teil des zugeführten Kraftstoffes
beim Auftreffen auf die kalten Zyl i nderwände oder bei Vergasermotoren
beim Durchgang durch di e kalten Ansaugrohre in flüssiger Form nieder-
schlägt und sich daher an der Verbrennung nicht beteiligen kann.
C. Zündung und Ablauf der Verbrennung des kal ten
Kraftstoffluftgemisches
Infolge der niedrigen Drehzahl , mit der der Mot or beim Anlassen durch-
gedreht wi r d, ist der vom Zündmagnet erzeugte Funken zu schwach, um
das Kraftstoffluftgemisch zu entzünden.
Ferner haben Versuche beim Anlassen von Motoren bei Kälte gezei gt, daß
die Verbrennung eines kalten Kraftstoffluftgemisches im Zylinder des Motors
wesentlich langsamer vor sich geht als di e Verbrennung eines warmen Ge-
misches. Bei einem kalten Gemisch setzt di e Verbrennung erst ei n, wenn
der Kolben beim Arbeitstakt bereits ein Stück nach abwärts gegangen ist.
Die Folge dieser sogen „schleichenden Verbrennung" ist eine verminderte
Kraftwirkung auf den Kol ben, so daß der Motor nicht über di e darauf-
fol genden Takte hinweggebracht werden kann. Ferner kann die schlei-
chende Verbrennung zu Bränden und Rückzündungen im Ansaugrohr
führen, eine Erscheinung, die namentlich bei Vergasermotoren häufi g auf-
tritt und zu Vergaserbränden führt.
D. Schädlicher Einfluß auf Reglerorgane und
Motorzubehör
Bekanntlich beruht di e ei nwandfrei e Arbeitsweise der meisten Reglerorgane
und vieler Motorzubehörgeräte auf. der genauesten Einhaltung der erfor-
derlichen kleinen Spiele zwischen Steuerkolben und -Schiebern und deren
Führung. Meistens handelt es sich dabei um Spiele von weni gen hundert-
stel Millimetern. Ferner bestehen in den meisten Fällen di e Kolben, Schieber
oder dergl . aus Stahl, während di e zugehöri gen Zylinder oder Führungen
im Gehäuse aus Leichtmetall hergestellt sind. Da bei Temperaturabnahme
sich Leichtmetall stärker als Stahl zusammenzieht — genau so wi e bei Er-
— 8 —
wärmung eine ungleiche Ausdehnung erfol gt — tritt je nach der Feinheit
der Passung bei Erreichen einer bestimmten Kälte ein Festsitzen der Kolben
usw. ein.
— 9 —
Die Folge für das Anlassen des kalten Motors ist entweder ein erschwertes
Anspringen oder häufi ger noch di e Unmöglichkeit, den Mot or nach dem
Anspringen zu ei nwandfrei em Lauf zu bri ngen oder zu beschleunigen.
E. Störungen am Anlasser
Bei Schwungkraftanlassern wi rd durch Erhärten des im Getri ebe und in der
Rutschkupplung befindlichen Fettes das Aufzi ehen des Anlassers erschwert
und beim Einkuppeln das Getri ebe durch Überbeanspruchung zerstört.
F. Mängel an der Ventilsteuerung (in Sonderfällen)
Aus dem gleichen Grunde, wi e unter D beschrieben, nämlich durch ungleich-
mäßige Zusammenziehung verschiedener Werkstoffe bei abnehmender
Temperatur tritt bei der Ventilsteuerung mancher Mot oren, in erster Linie
der luftgekühlten Mot oren, eine Verkleinerung des bei Raumtemperatur
( + 20° C) eingestellten Ventilspieles ein. Beträgt das vorgeschriebene
Ventilspiel nur weni ge hundertstel Millimeter, so ist bei einer bestimmten,
tieferen Temperatur kein Ventilspiel mehr vorhanden, bei wei terer Tem-
peraturabnahme gehen di e Ventile überhaupt nicht mehr vollständig auf
ihren Sitz zurück.
Die gleiche Folge kann di e Verwendung eines zu steifen Fettes für di e
Schmierung der Kipphebel haben, besonders wenn di e Ventilfedern, wi e
dies bei den Motoren älterer Bauart, wi e z. B. BMW 132 A, meist der Fall
ist, nur schwach bemessen sind. Die Ventile werden zwar durch die Nocken
zum rechten Zeitpunkt geöffnet, aber i nfol ge der Zähi gkei t des Ki pphebel -
fettes nicht wi eder geschlossen.
Durch diese bei den vorgenannten Mißstände wi rd einmal die Verdichtung
stark herabgesetzt oder überhaupt zunichte gemacht, zum anderen können
Rückschläge und Vergaserbrände verursacht werden.
— 10 —
I I . Abhi l femaßnahmen
A. Anwendung der Schmierstoffverdünnung
mittels Kraftstoff
1. Grundlagen des Verfahrens
Zwei Forderungen müssen an den Zustand des für di e Schmierung des
Motors verwendeten Schmierstoffes gestellt werden:
a) Der Schmierstoff muß beim Anlassen des Motors so dünnflüssig sein, daß
der Motor durch den Anlasser ohne Schwierigkeit auf di e zum An-
springen erforderliche Drehzahl gebracht werden kann.
b) Der Schmierstoff muß im warmen Betriebszustand des Motors eine so
hohe Zähflüssigkeit aufweisen, daß die Bildung eines ausreichenden
Schmierfilmes zwischen den zu schmierenden Motortei l en gewährleistet ist.
Damit di e unter b) gestellte Forderung erfüllt wi rd, müssen di e heute im
Flugmotor verwendeten Schmierstoffe (Rotring, Aeroschellmittel, Intava 100)
eine hohe Zähflüssigkeit aufweisen (18° Engler bei 50° C).
Um gleichzeitig den unter a) gestellten Forderungen zu genügen, müssen
die Schmiermittel für das Anlassen des Motors im kalten Zustand dünn-
flüssiger gemacht werden. Dies erfol gte in früherer Zeit durch Anwärmen
des Schmierstoffes, zumeist außerhal b des Flugzeuges im Schmierstoffwärme-
wagen. Nach der Aufwärmung wurde der Schmierstoff in den Behälter des
Flugzeuges und in den Mot or — durch di e Auftankanschlüsse (Preschona) —
eingefüllt. Sowohl das Aufwärmen als auch das Auffül l en des Schmier-
stoffes war eine umständliche Arbei t, di e eine Sofort-Bereitschaft des Flug-
zeuges nicht erlaubte und die mangels geeigneter Anschlußmöglichkeit für
den Wärmewagen (elektrisch oder mittels Dampf) in vielen Fällen, nament-
lich auf Feldflugplätzen im Fronteinsatz, überhaupt undurchführbar war.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß nicht nur der Schmierstoff im Behälter,
sondern auch der im Mot or befindliche, di e gleitenden und drehenden
Motortei l e festklebende Schmierstoff erwärmt werden mußte, um den Mot or
anlassen zu können. Das hierfür erforderliche Anblasen des Motors mittels
heißer Luft stellte eine wei tere erhebliche Erschwerung der Einsatzbereit-
schaff und der Wart ung dar.
Die gleiche Wi rkung, welche mit den vorbeschriebenen Mitteln erzielt wi r d,
nämlich den kalten Schmierstoff dünnflüssig zu machen, läßt sich in wesent-
lich einfacherer Wei se durch Zusatz von Kraftstoff zum Schmierstoff
erreichen, ohne daß di e Schmierfähigkeit beeinträchtigt wi rd. Es wi rd damit
erreicht, daß der Schmierstoff auch im kalten Zustand di e für das Anlassen
günstigen Eigenschaften — geri nge Zähflüssigkeit — aufweist, ohne im
warmen Zustand zu dünnflüssig zu wer den; weil nämlich der Kraftstoff
— 11 —
während des Motorbetri ebes im Fluge aus dem Schmierstoff wi eder aus-
dampft, ist nach einer gewissen Flugzeit — meist nach 1—2 Stunden (siehe
weiter unten) — der ursprüngliche Zustand des Schmierstoffes wi eder erreicht.
Nachteilige Folgen hinsichtlich der Schmierung des Motors sind mit der
Kraftstoffbeimischung zum Schmierstoff nicht verbunden, da eine nach Vor-,
schrift durchgeführte Kraftstoff-Schmierstoff-Mischung dem unverdünnten
Schmierstoff gleicher Zähigkeit nicht nachsteht. Dies ist durch umfangreiche
Versuche bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe Rechlin vor der Einführung
des Verfahrens bei der Truppe ermittelt und durch di e Anwendung des
Verfahrens bei der Truppe während mehrerer Wi nter bestätigt worden.
Voraussetzung dabei ist stets di e richtige, den Vorschriften entsprechende
Anwendung der Schmierstoffverdünnung.
Es sei ergänzend bemerkt, daß auf Grund genauer Messungen bei der
Erprobungsdurchführung in den meisten Fällen eine Verri ngerung des Motor-
verschleißes durch di e Anwendung der Schmierstoffverdünnung festgestellt
werden konnte. Diese Tatsache ist auf die verbesserte Schmierung ins-
besondere während der ersten Zeit nach dem Anspringen des kalten Motors
zurückzuführen: der verdünnte Schmierstoff bewirkt eine sofort einsetzende
Schmierung aller Teile, vor allem auch der nur durch enge Leitungen mit
dem Schmiersystem verbundenen Lader- und Apparateteilschmierstellen.
Ferner trägt hierzu der sogleich nach dem Anspringen einsetzende genügend
hohe Schmierstoffumlauf durch den Schmierstoffkreislauf des Triebwerkes
(Mot or—Kühl er — Behälter) bei .
Die Festlegung der Höhe der "Kraftstoffbeimischung beruht auf fol genden
Grundl agen:
a) Durch di e Beimischung von je 1 % Kraftstoff wi rd di e gleiche Herab-
setzung der Zähigkeit des Schmierstoffes erreicht, di e di e Erwärmung
des Schmierstoffes um 2,2° C erzielen wür de; d. h. ein Schmierstoff mit
einer 20%igen Kraftstoffbeimischung hat die gleiche Zähigkeit wi e ein
um 4 4 °C wärmerer Schmierstoff ohne Kraftstoffbeimischung.
B e i s p i e l : Unverdünnter Schmierstoff hat bei + 2 0 °C die gleiche Zähi g-
keit wi e:
2 5 % verdünnter Schmierstoff bei —3 5 ° C
2 0 % verdünnter Schmierstoff bei — 24° C
15% verdünnter Schmierstoff bei —1 3 ° C.
b) Durch Versuche ist ermittelt worden, daß ein unverdünnter Schmierstoff
eine Mindestzähigkeit von etwa 1000° Engler besitzen muß, um eine
gerade noch ausreichende Schmierung zu gewährl ei sten; das entspricht
bei den heute verwendeten Schmierstoffen einer Mindesttemperatur von
etwa 0° bis —5 ° C.
Hieraus f ol gt , daß ein Mot or bei einer Temperatur von weniger als —5 ° C
nicht angelassen werden darf, sofern der Schmierstoff nicht verdünnt ist
(durch Kraftstoffzusatz oder durch Wärme). Um diese geforderte Mindest-
— 12 —
Zähflüssigkeit zu erhalten, sind bei verschiedenen Außentemperaturen ver-
schieden hohe Kraftstoffbeimischungen erforderlich, deren Höhe durch
Versuch im Laboratorium gefunden worden ist (siehe oben unter a).
Der für das jeweilige Flugzeugmuster in einem bestimmten Außentemperatur-
bereich beizumischende Kraftstoff ist aus der betreffenden „Anwei sung für
di e Schmierstoffverdünnung" zu ersehen (Teil III Abschnitt A).
Um einen „Schnellstart" durchzuführen, d. h. um nach dem Anspringen den
Mot or in kürzester Zeit abbremsen zu können, ist es erforderlich, den
Schmierstoff' so zu verdünnen, daß er die Zähflüssigkeit des unverdünnten
Schmierstoffes bei der zulässigen Mindesteintrittstemperatur zum Abbremsen
erreicht. Diese Temperatur liegt bei den meisten heutigen Motormustern
zwischen + 2 0 °C und + 3 0 °C . Die hierfür erforderliche Höhe der Bei-
mischung ist aus der „Tafel für di e Höhe der Kraftstoffbeimischung" unter
„Schnellstart" zu entnehmen (S. 35).
Als Anzei ge dafür, ob der Schmierstoff die zu einer ausreichenden Schmie-
rung erforderliche Dünnflüssigkeit besitzt, dient das Schmierstoffdruck-
anzei gegerät. Steigt der Schmierstoff druck beim Beschleunigen des Motors
nach dem Anspringen über di e in der Anl aßanwei sung (Teil III Abschnitt B)
angegebene Höhe, so ist dies ein Zeichen dafür, daß der Schmierstoff noch
zu zäh ist und di e Drehzahl nicht weiter gesteigert werden darf. Erst wenn
der Schmierstoffdruck abfäl l t, darf di e Drehzahl weiter erhöht werden,
so l ange, bis di e vol l e Motorleistung — d. h. Start-Drehzahl und-Ladedruck —
erreicht ist, ohne daß der zulässige Höchstdruck überschritten wi rd. Die
hierfür erforderliche Zeit ist erfahrungsgemäß sehr geri ng. Sie ist abhängi g
von der Höhe der Kraftstoffbeimischung und von der Außentemperatur
und liegt etwa zwischen 3 und 6 Minuten. Man nennt diese Art des War m-
fahrens das "Warmf ahren nach Schmierstoffzähigkeit, kenntlich am Schmier-
stoffdruck" (im Gegensatz zu dem bisherigen „Warmf ahren nach Schmier-
stoffeintrittstemperatur").
Es wi rd ergänzend darauf hingewiesen, daß es nicht notwendi g ist, grund-
sätzlich und stets auf di e vorbeschriebene Wei se den Mot or „warmzu-
f ahren", besonders wenn di e Umstände, z. B. Verbandstart u. dgl . dies nicht
zulassen. Es wi rd jedoch mit diesem Verfahren die kürzest mögliche War m-
laufzeit erreicht, di e aus Gründen der Kraftstoffersparnis und der raschesten
Einsatzbereitschaft erwünscht ist. Erfolgt das „ War mf ahr en" langsamer,
d. h. ohne den zulässigen Höchstdruck des Schmierstoffes zu erreichen, so
ist dies so l ange nicht schädlich, als die in den Anlaßanweisungen (Teil III
Abschnitt B) angegebenen Wer t e für di e höchstzulässigen Schmierstoff-
eintrittstemperaturen nicht überschritten werden. Beim Überschreiten dieser
Temperaturen im Leerlauf oder beim Rollen (nicht im Fluge) kann di e zu-
lässige Schmierstoffmindestzähigkeit unterschritten werden (s. weiter unten).
Im Flug dampft der dem Schmierstoff zugesetzte Kraftstoff wieder aus.
Die Ausdampfung ist abhängi g von:
— 13 —
1) Belastung des Motors (hohe oder niedrige Leistung),
2) Motortemperatur,
3) Kühl- und Schmierstofftemperatur,
4) Drehzahl ,
5) Schmierstoffumlauf,
6) Schmierstoffinhalt des Behälters.
Die unter 1) und 6) genannten Umstände beeinflussen di e Ausdampfung
am meisten.
Die Ausdampfung ist im allgemeinen nach 1 bis 2 Stunden je nach Flug-
zeugmuster beendet und erfol gt im Fluge anfangs rasch, nachher langsam.
Der Grund dafür liegt dari n, daß di e Verdampfung von Flugkraftstoff
bei etwa + 50° C beginnt und bei etwa 180° C endet. Es muß daher eine
hohe Temperatur im Motor, namentlich am Kolben und Zylinder, eine
längere Zeit einwirken, damit diese sogenannten "schwersiedenden Bestand-
tei l e" des Kraftstoffes aus dem Schmierstoff ausdampfen.
Im Fluge verläuft di e Ausdampfung im allgemeinen so, daß nach Vi h di e
Beimischung auf di e Hälfte des Anfangswertes, nach einer 1/2 h auf etwa
4—5 % Kraftstoff im Schmierstoff abgesunken ist. Da di e Betriebstemperatur
des Schmierstoffes im Fluge vielfach schon nach kurzer Zeit (nach etwa
10 Minuten) ihren Endwert erreicht hat, di e Erwärmung des Schmierstoffes
also rascher vor sich geht als di e Kraftstoffausdampfung, wi rd di e Zäh-
flüssigkeit des Schmierstoffes nach einer gewissen Flugzeit einen Kleinstwert
erreichen; di e bei den, di e Verdünnung verursachten Umstände, nämlich
Wärme und Kraftstoffgehalt, wirken dann zusammen. Dies macht sich im
Fluge dadurch bemerkbar, daß der Schmierstoffdruck nach 10 bis 15 Minuten
Flugzeit einen Kleinstwert annimmt, und u. U. nahe der unteren zulässigen
Grenze l i egt; er steigt dann im wei teren Verlauf des Fluges entsprechend
der fortschreitenden Ausdampfung des Kraftstoffes an, um nach etwa einer
Stunde den normalen Wer t wi eder zu erreichen. Hieraus ergi bt sich die
Forderung, einen mit verdünntem Schmierstoff versehenen Mot or nicht
normal warml aufen zu lassen. In diesem Falle wi r d der Schmierstoff er-
wärmt, ohne daß ein nennenswerter Anteil des Kraftstoffes ausdampft, da
infolge der niedrigen Motorbel astung — im Gegensatz zum Fluge — über-
mäßig heiße Stellen im Mot or nicht auftreten. Man muß hierbei berück-
sichtigen, daß das Ausdampfen des Kraftstoffes weniger von der Schmier-
stofftemperatur abhängt, als vielmehr von den heißesten Motortei l en, mit
denen der Schmierstoff in Berührung kommt, insbesondere Kolben und
Zylinder.
Es kann daher im ungünstigsten Falle gerade im Augenblick des Startes
eine Dünnflüssigkeit erreicht werden, di e leicht die untere zulässige Grenze
unterschreiten könnte. Al so:
Einen mit verdünntem Schmierstoff versehenen Mot or nur dann
anlassen, wenn anschließend gestartet werden soll.
«
Kann Leerlauf oder längeres Rollen nicht vermieden werden, so ist darauf
zu achten, daß die Schmierstoffeintrittstemperatur möglichst niedrig gehalten
wi rd (siehe Anlaßanweisungen für di e einzelnen Motormuster Teil III).
Da der Kraftstoff aus dem Schmierstoff während des Fluges ausdampft,
ist es erforderlich, di e Kraftstoffbeimischung für jeden „Kal tstart" neu durch-
zuführen. Kühlt ein Triebwerk bis zum nächsten vorgesehenen Start — am
gleichen Tage — nicht aus, d. h. sinkt di e Motor- und Schmierstofftemperatur
nicht unter + 5° C ab, so ist eine erneute Kraftstoffbeimischung nicht er-
forderlich (ausgenommen „Schnellstart").
Zur Beimischung wi r d, auch beim Mischverfahren ohne Mischanlage, der
Betriebskraftstoff verwandt, d. h. Oktan 80, 87 und 100. Bei Verwendung
von Kraftstoff Oktan 100 ist darauf zu achten, daß di e Motorbetri ebs-
temperatur möglichst hoch gehalten wi rd. Wegen der schlechteren Aus-
dampfung des Kraftstoffes sind di e Viskosimeterproben häufiger durch-
zuführen. Wenn die Umstände es erl auben, kann beim DB 601 N anstatt
C3- auch B 4-Kraftstoff beigemischt werden. In diesem Falle ist das Mischen
nicht mittels Mischanlage, sondern nach „Anwei sung 1 bzw. 2" (Teil III, A)
vorzunehmen.
Da beim Mot or DB 601 N der Schmierstoff, selbst ohne Kaltstartvorbereitung,
stets C 3-Kraftstoff enthält, sind auch bei B 4-Beimischung Viskosimeterproben
durchzuführen.
Eine Ausnahme bilden Dieselkraftstoffe, di e zur Beimischung grundsätzlich
nicht zu verwenden sind. Die Schmierstoffverdünnung der Dieselmotoren
erfolgt mit B4-Kraftstoff (nach den Anweisungen in Teil III).
Eine Schädigung des Motori nneren durch den Bleigehalt des Kraftstoffes
tritt nicht ein, ebenso wi e eine Gefährdung des Motors durch Kurbel-
gehäuseexplosion, hervorgerufen durch den ausdampfenden Kraftstoff,
nicht besteht.
Die nach der Vorschrift sorgfäl ti g hergestellte Kraftstoffschmierstoffmischung
bleibt im geschlossenen Behälter bis zu über zwei Wochen nahezu gleich-
mäßig erhalten, so daß, wenn ein mit Schmierstoffverdünnung vorbereitetes
Flugzeug bis zu dieser Zeit nicht gefl ogen wi r d, di e Kaltstartbereitschaft
zu jeder Zeit gewährleistet ist. Sollte eine noch längere Außerbetri eb-
setzung des für Kaltstart vorbereiteten Flugzeuges gegeben sein, so ist
der Kraftstoffgehalt mittels Auslaufviskosimeter nachzuprüfen (siehe Ab-
schnitt II A 6). Ist der Kraftstoffgehalt um mehr als etwa 5% abgesunken, so
ist der fehlende Kraftstoff nachzumischen.
2. Anwendung des Verfahrens
Bei der Schmierstoffverdünnung unterscheidet man zwei Arten der Kraft-
stoffbeimischung:
— 14 —
— 15 —
a) o h n e Mischanlage.
Das Mischverfahren durch Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff im
Flugzeugschmierstoffbehälter wi rd nur noch bei älteren Flugzeugmustern
angewendet.
Wi e aus den Betriebsanweisungen (Teil III) hervorgeht, wi rd eine genau
festgesetzte Kraftstoff menge zum Schmierstoff geschüttet; Kraft- und
Schmierstoff werden, soweit eine Möglichkeit hierzu durch die Tankeinfüll-
öffnung besteht, mit einem geeigneten Rührstab gut durchmischt. Der an-
schließende Motorl auf mit erhöhter Leerlaufdrehzahl, der sogenannte
„Mischlauf" dient dazu, eine wei tere gute Durchmischung herbeizuführen,
und insbesondere den Motor, di e Schmierstoffleitungen und den Schmier-
stoffkühler mit der Kraftstoffschmierstoffmischung zu versehen.
Da der Kraftstoff erst nach 1 bis 2 Stunden ausgedampft ist, darf nach Flügen
von kürzerer Dauer nicht die vol l e Beimischung erfol gen. Es ist vielmehr
entsprechend der Tabelle der Betriebsanweisung je nach gefl ogener Zeit
weniger Kraftstoff beizumischen.
Bei großen Schmierstoffbehältern wi rd zunächst nur der noch im Behälter
befindliche, durch Peilstab festgestellte Schmierstoff mit Kraftstoff nach
einer Tabel l e vermischt. Der dann noch im Behälter fehlende Schmierstoff
wi rd im vorverdünntem Zustand aufgetankt. Hierzu ist eine Mischung außer-
halb des Flugzeuges vorzunehmen, wi e in der Vorbemerkung zu den Misch-
anweisungen (Teil III A) im einzelnen beschrieben ist. Dieses zweite Ver-
fahren wurde für di e großen Behälter deshalb gewähl t, wei l di e Durch-
mischung im Tank, di e allein durch den Schmierstoffkreislauf im Mot or er-
folgen muß, um so besser ist, je weni ger Kraftstoff und Schmierstoff zu
mischen ist; außerdem werden die erforderlichen Mischzeiten (d. h. Motor-
laufzeiten) erheblich verkürzt. Das Mischen in Behältern außerhal b des
Flugzeuges — beispielsweise im Schmierstoffwagen — ist im allgemeinen
einfacher, wei l hier di e Mischung durch Umrühren erfolgen kann. Eine
Erschwerung des Wartungsbetriebes tritt grundsätzlich nicht ei n, da ohne-
hin Schmierstoff nachgetankt werden muß, und dies in den meisten Fällen
mittels
-
Schmierstoffwagen geschieht. Der Unterschied besteht in diesem
Falle nur dari n, daß an Stelle des früher aufgetankten reinen Schmier-
stoffes jetzt mit Kraflstoff verdünnter Schmierstoff aufgetankt wi rd.
Ein Mischen durch Umrühren im Flugzeugtank selbst kann nur bei den
Flugzeugen Bf 109, Ju 52 und W3 4 h i erfol gen. Hier, wi e überhaupt bei
jedem Umrühren und Mischen mittels Rührstäben oder dergleichen ist auf
größte Sauberkeit zu achten.
Wichtig ist, beim Mischen die vorgeschriebenen Schmierstofftemperaturen
zwischen 20—40°C zu beachten. Eine zu hohe Temperatur bewirkt, daß
die leicht siedenden Bestandteile des Kraftstoffes schon während des Misch-
vorganges ausdampfen, so daß beim nächsten Kaltstart der vorgeschriebene
Kraftstoffgehalt nicht mehr vorhanden ist.
--16 —
Ist die Temperatur des Schmierstoffes beim Mischvorgang zu ni edri g, so
wi rd einerseits das Mischen von Kraft- und Schmierstoff sehr erschwert,
andererseits ist der Schmierstoffumlauf durch den Mot or während des
Mischens, d. h. des Laufenlassens des Motors mit 800 bzw. 1000 U/min
so geri ng, daß u. U. nicht der gesamte Schmierstoffbehälterinhalt einmal
durch das Triebwerk während der Mischzeit gefördert wi rd.
Eine Abart des Mischens ohne Mischanlage wi rd angewendet bei Flugzeug-
mustern, bei denen ein Mischen im Schmierstoffbehälter nicht möglich ist,
wei l der Schmierstoffumlauf zu geri ng und di e Behälterausführung für das
Mischen ungeeignet ist. (Die meisten Schul- und Reiseflugzeuge sowie die
ausländischen (Beute-)Flugzeuge). In diesem Falle ist der Schmierstoff ab-
zulassen und in Behältern außerhal b des Flugzeuges vorverdünnter Schmier-
stoff aufzutanken (s. Teil III Anweisung 18).
b) Mi t Mischanlage.
Al l e neuzeitlichen Flugzeuge sind mit einer Mischanlage ausgerüstet (Be-
schreibung der Mischanlage siehe nächster Abschnitt). Es werden zwei
Arten der Kraftstoffbeimischung unterschieden:
1) Für Flugzeuge mit kleinem Schmierstoffbehälter (z. B. Bf 109, Bf 110,
Ju 87 usw.) und
2) für Flugzeuge mit großem Schmierstoffbehälter (z. B. He 111, Ju88, Do 17
usw.).
Bei den Flugzeugen mit kleinem Schmierstoffbehälter wi rd grundsätzlich
nach dem Fluge zuerst der Schmierstoffvorrat ergänzt, und dann der ge-
samte Inhalt des Schmierstoffbehälters mittels der im Flugzeug eingebauten
Mischanlage verdünnt. Bei den Flugzeugen mit großen Schmierstoffbehäl-
tern sind zwei Mischarten möglich (s. Betriebsanweisung). Die erste (A)
entspricht der bei den Flugzeugen mit kleinem Schmierstoffbehälter. Sie
hat den Vorteil der im allgemeinen einfacheren Handhabung, erfordert
aber eine höhere Mischzeit und ergi bt ein nicht so gleichmäßiges Kraft-
stoffschmierstoffgemisch wi e di e zwei te Art (B), di e eine Kraftstoffschmier-
stoffmischung außerhal b des Flugzeuges erfordert, wozu jedoch nicht immer
die Möglichkeit besteht. Letzterer Mischart ist in technischer Hinsicht der
Vorzug zu geben. Sie hat u. a. den Vortei l , daß der aufzutankende
Schmierstoff durch den Kraftstoffgehalt stets dünnflüssig ist. Hierdurch wi rd
es ermöglicht, auch sehr kalten Schmierstoff ohne Vorwärmung aufzutanken.
Bei der Schmierstoff Verdünnung nach A können sich beim Auftanken des
reinen, kalten Schmierstoffes Schwierigkeiten durch di e hohe Zähigkeit
ergeben.
Zu der Form der Anweisungen dieser Art wi rd bemerkt, daß di e Punkte
der Vorbereitungsarbeiten (Punkte 2—4), die für bei de Mischarten in gleicher
Weise gültig sind, nur ei nmal , und zwar über di e ganze Breite der An-
Weisung gedruckt sind. Die abweichenden Punkte (1) sind durch einen senk-
rechten Strich voneinander getrennt.
3. Beschreibung der Mischanlage
Die Mischanlage besteht im wesentlichen aus zwei Tei l en: dem Mischhahn
und der Mischdüse. Von der Druckseite des Kraftsoffsystems, d. h. zwischen
Kraftstoff-Förderpumpe und Vergaser bzw. Einspritzpumpe, wi rd eine
Leitung abgezwei gt . Diese Leitung wi rd über einen Absperrhahn (Misch-
hahn] mit der Mischdüse verbunden. Die Mischdüse ist im allgemeinen in
die Schmierstoffvorlaufleitung, d. h. di e Schlauchverbindung zwischen
Schmierstoffbehälter und Schmierstoff-Förderpumpe am Mot or verlegt (Vor-
laufmischung).
Bei neueren Flugzeugmustern liegt di e Mischdüse in der Leitung zwischen
Schmierstoffrückförderpumpen und Schmierstoffbehälter [Rücklaufmischung).
Die Mischdüse ist so beschaffen, daß sie den Kraftstoff unter Druck in Form
einer Brause dem Schmierstoff beimischt. Die Beimischung erfol gt bei l au-
fendem Motor, da hierdurch einmal der Kraftstoff unter Druck gesetzt wi rd
(durch di e Kraftstoff-Förderpumpe des Motors), und zum anderen der
Schmierstoff im Triebwerk umläuft, so daß eine Durchmischung des gesam-
ten Schmierstoffvorrates erfol gen kann. Die lichte Wei t e der Kraftstoff-
leitungen der Mischanlage beträgt bei Vorlaufmischung NW 4, bei Rück-
laufmischung meist NW 6. In die Kraftstoffleitung NW 6 ist eine Drossel ein-
gesetzt, mit deren Hilfe die Höhe des Kraftstoffdurchflusses durch die Misch-
anl age auf einen bestimmten Wert eingestellt worden ist. Die für jedes
Flugzeugmuster geeignete Höhe des Durchflusses ist durch Versuch be-
stimmt worden. Durch die Drosselstelle werden darüber hinaus Fehler-
quellen, di e durch Unregelmäßigkeiten im Serienbau der Mischanlage ver-
ursacht werden können, weitgehendst ausgeglichen. Der Vorteil der Rück-
laufmischung besteht dari n, daß dem Schmierstoff eine größere Kraftstoff-
menge in der Zeiteinheit beigemischt werden kann, ohne daß der Schmier-
stoff in der Vorl aufl ei tung während des Mischlaufes kurzzeitig zu dünn-
flüssig wi rd.
Besonders bei großen Schmierstoffbehältern macht sich die mit der Rück-
laufmischung verbundene Mischzeitverkürzung bemerkbar.
Im allgemeinen ist der Mischhahn geschlossen und in dieser Stellung ge-
sichert. Zum Zwecke der Schmierstoffverdünnung wi rd er bei laufendem
Mot or während der vorgeschriebenen Zeit (s. Betriebsanweisung) geöffnet.
Es ist darauf zu achten, daß der Mischhahn ganz geöffnet wi rd. Um zu
vermei den, daß der Hahn nach dem Mischvorgang nicht ordnungsgemäß
geschlossen wi r d, ist eine Vorrichtung vorgesehen, di e ein Schließen der für
die Hahnbetäti gung vorgesehenen Kl appe (z. B. in der Motorverkleidung)
unmöglich macht, solange der Hahn nicht geschlossen ist. Hierdurch wi rd
das Offenstehen des Mischhahnes nach außen deutlich sichtbar gemacht.
Die durch die Mischanlage fließende und dem Schmierstoff zugesetzte Kraft-
2 — 3870
— 17 —
stoffmenge ist in jeder „Anwei sung für Schmierstoffverdünnung" vermerkt,
und zwar ist di e Zeit angegeben, in welcher 1 Liter Kraftstoff beigemischt
wi r d; sie beträgt im allgemeinen zwischen 20 und 30 Sekunden. Die Zeit-
angabe hat zwei Gründe:
1) Nachprüfung des richtigen Kraftstoffdurchflusses durch di e Mischanlage
(s. Abschnitt 5);
2) Ermittlung, um wieviel di e Mischzeit zu verkürzen ist, wenn di e Kraft-
stoffgehal tprobe mittels Auslaufviskosimeter ergi bt, daß nach Rückkehr
vom Fluge noch Kraftstoff im Schmierstoff enthalten ist (s. nächster Ab-
schnitt).
Wi r d zu Beginn der kalten Jahreszeit oder bei neuen Flugzeugen erstmalig
di e Mischanlage in Betrieb genommen, so ist vor der ersten Beimischung
der Zuleitungsschlauch zwischen Mischhahn .und Mischdüse an der Mischdüse
zu lösen,- di e Mischdüse ist mit einer Verschlußkappe zu verschließen. Dar-
auf ist di e Kraftstoffhandpumpe (oder Behälterpumpe) zu betäti gen und der
Mischhahn zu öffnen, damit in den Schlauch eingedrungener Schmierstoff
herausgedrückt wi rd. Der Hahn ist erst wi eder zu schließen, wenn schmier-
stofffreier Kraftstoff austritt.
Ist ein Triebwerkswechsel vorgesehen, so muß vor Ausbau des Motors eine
ordnungsmäßige Schmierstoffverdünnung nach den Vorschriften entsprechend
der Vorberei tung für den Flug durchgeführt werden. Besteht di e Mögl i ch-
keit zu einem „Mi schl auf" nicht, so ist der Schmierstoff aus dem Behälter
abzulassen und verdünnter Schmierstoff aufzufül l en. Nach Einbau des
neuen Triebwerkes ist die Schmierstoffvorlaufleitung mit verdünntem Schmier-
stoff zu füllen. Sind Auftankanschlüsse (Preschona) nicht vorhanden, so
muß die Vorl aufl ei tung zum Zwecke der Füllung mit Schmierstoff am Be-
hälter gelöst werden. Während des Füllens ist der Mot or an der Luft-
schraube durchzudrehen, damit das Schmiersystem und besonders die Kurbel-
wel l e mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Da erfahrungsgemäß konservierte Motoren wegen Verschmutzung der
Kerzen mit Korrosionsschutzöl schlecht anspringen, wi rd das Anlassen durch
Kerzenwechsel und Vorwärmung des Motors, soweit di e Möglichkeit hierzu
besteht, erleichtert.
4. Hinweise zu den „Anweisungen für Schmierstoffverdünnung"
(in Teil III Seite 35)
a) Unter „Kal tstart" ist das Anlassen eines Motors bei niedriger Temperatur
ohne Zuhilfenahme einer Wärmequel l e zu verstehen. Die kürzest
mögliche Zeit vom Anspringen bis zum Abbremsen wi rd dadurch erzielt,
daß die Drehzahl nach dem Anspringen so gesteigert wi r d, daß der
höchstzulässige Schmierstoffdruck erreicht, aber nicht überschritten wi rd.
Diese Zeit beträgt je nach Außentemperatur und Motormuster 2 bis
6 Minuten.
— 18 —
— 19 —
Unter "Schnellstart" ist das Anlassen eines für Kaltstart, jedoch mit
höherer Kraftstoffbeimischung vorbereiteten Flugzeuges zu verstehen.
Die Drehzahlsteigerung erfol gt wi e beim Kaltstart nach dem höchstzu-
lässigen Schmierstoffdruck und kann i nfol ge der höheren Kraftstoffbei-
mischung rascher bzw. sofort nach dem Anspringen erfol gen. Da er-
fahrungsgemäß jedoch, besonders bei sehr niedrigen Außentemperaturen,
eine längere Motorl aufzei t erforderlich ist, um eine ei nwandfrei e Ver-
brennung des kalten Kraftstoffluftgemisches und damit ein ordnungs-
mäßiges Laufen des Motors zu erzi el en, muß bei niedrigsten Tempera-
turen der Mot or mäßig warm gehalten werden, um einen Schnellstart
d. h. ein Abbremsen innerhalb kürzester Zeit nach dem Anspringen
durchführen zu können. Der verdünnte Schmierstoff braucht dabei nicht
warmgehalten zu werden.
b) Beim Feststellen des Schmierstoffvorrates mittels Peilstab ist auf Schaum
zu achten, um Fehlmessungen zu vermeiden.
c) Unter Schmierstofftemperatur ist di e Temperatur des Schmierstoffes im
Tank zu verstehen. Zur Messung der Temperatur dient das Anzei ge-
gerät für Schmierstoffeintritt. Da dieses Gerät di e Temperatur des
Schmierstoffes in der Vorl aufl ei tung anzei gt, wi rd seine Anzei ge niedriger
sein als dem Schmierstoff im Tank entspricht, wei l di e Vorl aufl ei tung
freiliegt und daher rascher abkühlt. Der Unterschied zwischen der Tempe-
ratur im Tank und am Anzei gegerät ist um so größer, je niedriger di e
Außenlufttemperatur ist, zumal wenn das Flugzeug nicht zugedeckt im
Freien abgestellt wi rd. Erst beim Laufenlassen des Motors (für den Misch-
lauf) wi rd sich am Anzei gegerät rasch di e wirkliche Schmierstofftempe-
ratur im Behälter einstellen. Der Flugzeugwart wi r d also im Laufe der
Zeit auf Grund seiner Erfahrungen wissen, nach welcher Zeit nach Rück-
kehr vom Fluge di e Temperatur des Schmierstoffes im Tank auf di e vor-
geschriebene Temperatur abgesunken sein wi rd.
d) Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage und damit der Kraftstoff-
zusatz zum Schmierstoff ist in erster Linie abhängi g vom Kraftstoffdruck;
einen geringeren Einfluß hat di e Mot ordrehzahl . Es ist daher wi chti g,
daß der Kraftstoffdruck bei Mischdrehzahl und geschlossenem Mischhahn
den vorgeschriebenen Wert hat, da bei der Berechnung der Mischzeit
der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage bei dem vorgenannten
Kraftstoff druck zugrunde gel egt ist. Die Zeit für den Durchfluß von einem
Liter Kraftstoff ist für jedes Flugzeugmuster in der betreffenden An-
weisung gegeben.
e) Der für di e Schmierstoffverdünnung erforderliche sogenannte Mischlauf
hat zwei Auf gaben:
1) Die Kraftstoff-Förderpumpe soll den zuzusetzenden Kraftstoff ein-
spritzen und
2) Durch di e Förderung der Schmierstoffpumpe wi rd bewi rkt, daß der
Schmierstoff umläuft und dadurch mit dem Kraftstoff gemischt wi r d.
2*
— 20 —
Im allgemeinen fallen beide Vorgänge zeitlich zusammen, d. h. in der
gleichen Zeit, di e benötigt wi rd, um di e erforderliche Kraftstoffmenge
einzuspritzen, ist auch der Schmierstoffinhalt des Triebwerkes mindestens
einmal umgewälzt und dabei mit Kraftstoff vermischt worden. Nur in
den Fällen, wo sich i nfol ge kurzer Flugzeit noch Kraftstoff im Schmier-
stoff befindet und daher nur eine kurze Öffnungszeit des Mischhahnes
vorgeschrieben ist, darf der Mot or nicht sogleich nach dem Schließen
des Mischhahnes abgestellt werden. Er muß dann noch solange weiter-
l aufen, bis di e in der Anweisung vorgeschriebene Mindestlaufzeit er-
reicht ist. Hierdurch ist gewährleistet, daß der gesamte Schmierstoff-
tankinhalt mit dem Kraftstoff vermischt wi r d.
f) Die Anwendung des bei der Viskosimeterprobe gefundenen Wertes für
die nächste Schmierstoffverdünnung geschieht fol gendermaßen:
Man bestimmt zunächst auf Grund des gefundenen Prozentwertes für
Kraftstoffgehalt, d. h. des in 100 Liter Schmierstoff enthaltenen Kraft-
stoffes, den im Schmierstofftank, aus dem di e Probe entnommen wurde,
enthaltenen Kraftstoff in Litern nach dem Dreisatz.
B e i s p i e I :-4,3 % Kraftstoffgehalt, Schmierstofftankinhalt 19 Liter.
in 100 Liter Schmierstoff sind 4,3 Liter Kraftstoff enthalten.
Kraftstoff enthalten.
Statt dieser Rechnung kann man auch die Tafel II „Bestimmung der Kraft-
stoffmenge im Schmierstofftank" im Anhang benutzen.
Man sucht den gefundenen Wert des Kraftstoffgehaltes — z. B.
4,3 % — auf der senkrechten Achse, auf der waagerechten
Achse den am Peilstab abgelesenen Schmierstofftankinhalt des
Flugzeuges, aus dem di e Probe entnommen wurde — (im Bei-
spiel 19 Liter) —. Geht man vom ersten Punkt waagerecht nach
rechts und vom zweiten senkrecht nach oben, so ergi bt der
Schnittpunkt der beiden Linien di e Kraftstoffmenge in Litern, di e
noch im Schmierstoff vorhanden ist. Im Beispiel ergi bt sich
0,8 Liter Kraftstoff, der gleiche Wert wi e bei der Berechnung
mittels Dreisatz.
Die so gefundene Kraftstoffmenge wi r d von der laut Anweisung zu-
zusetzenden Kraftstoffmenge abgezogen.
Bei dem Mischen mittels Mischhahn ist di e Zeitdauer der Öffnung des
Hahnes zu verkürzen, und zwar derart, daß für je 1 Liter im Schmierstoff
in 19 Liter Schmierstoff ist 19mal soviel
in 1 Liter Schmierstoff ist der 100. Teil
enthalten.
— 21 —
enthaltenen Kraftstoff die in der j ewei l i gen Anweisung in Sekunden an-
gegebene Zeit für den Kraftstoffdruckfluß für 1 Liter von der Mischzeit
abgezogen wi rd.
B e i s p i e l : Bf 109 E Anweisung Nr. 1 und Nr. l a.
1) Für Flugzeuge ohne Mischanlage.
Um die vorbeschriebene Schmierstoff - Kraftstoff - Mischung von
22 Liter Schmierstoff + 7,5 Liter Kraftstoff zu erhalten, darf man,
da noch rund 1 Liter Kraftstoff, wi e oben gefunden wurde, im
Schmierstoff enthalten war, nur 7, 5—1 = 6,5 Liter Kraftstoff zu-
schütten. Hierauf ist der Tank mit 4 Liter reinem Schmierstoff
auf 29,5 Liter Gesamtinhalt aufzufüllen. (Die nachzutankenden
6,5 Liter Kraftstoff und 4 Liter Schmierstoff werden dabei zweck-
mäßig schon vor dem Einfüllen in den Tank gemischt.)
2) Für Flugzeuge mit Mischanlage.
Die Zeit der Öffnung des Mischhahns beträgt für Bf 109 E laut
Vorschrift 3 1/2 Mi nuten. Die Öffnungszeit ist jedoch um 1/2 Minute
zu verkürzen, da 1 Liter Kraftstoff noch im Schmierstoff enthalten
ist und laut Anweisung Nr. 1a die Durchflußzeit für 1 Liter Kraft-
stoff 1/2 Minute beträgt. Wär en beispielsweise noch 2 1/2 Liter
Kraftstoff im Schmierstoff gefunden wor den, so wäre die Mischzeit
3 1/2 Minuten weni ger 2 1/2 x 1/2 Minute = 3 1/2 — 1 1/4 = 2 1/4 Mi nuten.
g) Für di e Flugzeuge Do 18 (Anwsg. 3 See) und BV 138 (Anwsg. 11 See]
ist ein Kraftstoffmeßbehälter, 35 Liter Inhalt, Gerät-Nr. 57—164 oder ein
Behelfsbehälter mit Pumpe zum Aufdrücken von Kraftstoff erforderlich.
Eine Beimischung von Diesel-Kraftstoff zum Schmierstoff ist nicht zulässig,
wei l i nfol ge des hohen Siedebeginns (etwa 180° C) ein Ausdampfen des
Diesel-Kraftstoffes nicht stattfindet.
Bei erster Inbetriebnahme, sowie nach Wi ederauffül l ung des Kraftstoff-
meßbehälters ist besonders darauf zu achten, daß der Schlauch vor dem
Abschließen an den Mischhahn stets mit Kraftstoff gefül l t ist. Ein ein-
gebautes Rückschlagventil im Filter verhindert das Leerlaufen des
Schlauches. Der Behälter ist möglichst nur bis 5 Liter Inhaltsanzeige zu
entleeren, da di e Anzei ge im untersten Bereich ungenau ist. Das oben
angeführte serienmäßige Gerät ist zur Mi tnahme im Flugzeug geeignet,
jedoch ist di e Beschußgefahr zu beachten.
Bei der Schmierstoffverdünnung des Flugzeugmusters He 59 und He 60
wi rd die nach der Tabel l e angegebene Mischung von 70 Teilen Kraft-
stoff und 30 Teilen Schmierstoff der Kurbelwanne bei gegeben. Durch
die Rückforderung der Schmierstoffpumpe wi rd der Schmierstoffbehälter
ebenfalls mit Kraftstoff durchsetzt.
— 22 —
5. Prüfvorschrift für die Mischanlage
Die Nachprüfung der Mischanlage ist nach fol genden Richtlinien durch-
zuführen:
a) Verbindungsschlauch ( NW 4) zwischen Mischdüse und Mischhahn am
Mischhahn lösen und verschließen. An seiner Stelle einen NW4 Conti -
Schlauch von 2,5 m Länge anbri ngen.
b) Mot or anlassen und mit der in der Mischanweisung angegebenen Dreh-
zahl (Mischdrehzahl) laufenlassen. Dabei muß der Kraftstoffdruck den
in der Mischanweisung angegebenen Wert anzei gen.
c) Mischhahn öffnen und ausfließenden Kraftstoff in einem Meßgefäß auf-
fangen. Der Kraftstoffausfluß von einem Liter muß dieselbe Zeit be-
tragen, di e in der Mischanweisung angegeben ist. Die höchstzulässige
Streuung der Durchflußzeit beträgt ± 2,5 Sekunden. Um möglichst genaue
Werte zu erhal ten, ist es zweckmäßig, di e Ausflußzeit von 5 Liter mittels
Meßgefäß zu bestimmen. Ist di e gemessene Kraftstoffmenge kleiner
als di e in der Mischanweisung angegebene, so muß der Kraftstoffdruck
höher, ist sie größer, so muß er kleiner eingestellt werden, bis di e in der
Mischanweisung angegebene Kraftstoffmenge erreicht wi rd.
Bei der Prüfung der Mischanlage am Flugzeugmuster Do 217 E1 und E2
(Vorlaufmischung) ist die Rohrleitung vom Mischhahn zur Mischdüse an der
Mischdüse zu lösen. Die Mischdüse ist mittels Verschraubung zu ver-
schließen. Der ausfließende Kraftstoff wi rd in einem Meßgef äß aufgefangen
(ohne Anschließen eines Schlauches wi e oben). Die einzustellende Drehzahl ,
der festgelegte Kraftstoff druck und di e Durchflußzeit sind aus der Misch-
anweisung zu entnehmen. Die höchstzulässige Streuung der Durchflußzeit
beträgt hierbei ± 1 Sekunde.
Die Flugzeugmuster He 177 und Do 217 (soweit Umbau durchgeführt), haben
Rücklaufmischung. Die Leitungsverlegung der Mischanlage ist mit NW 6
durchgeführt. Die Prüfung der Anl age ist sinngemäß wi e bei der NW4-
Leitungsverlegung durchzuführen, nur daß an Stelle des 2,5 m langen
NW4-Schlauches ein 2,5 m langer NW 6-Contischlauch verwendet wi r d.
Die höchstzulässige Streuung der Durchflußzeit beträgt hierbei ± 1 Sekunde.
Die Prüfung der Mischanlage beim Flugzeugmuster Go244 ist so durch-
zuführen, daß di e ausfließende Kraftstoffmenge in Einbaulage der Misch-
düse, d. h. in Höhe des Flügels gemessen wi rd. Die Verbindungsleitung
vom Mischhahn zur Mischdüse ist an der Mischdüse zu lösen, und di e
Mischdüse mittels Verschraubung zu verschließen. Der ausfließende Kraft-
stoff wi r d in einem Meßgef äß aufgefangen. Die einzustellende Drehzahl ,
der festgelegte Kraftstoffdruck und di e Durchflußzeit sind aus der Misch-
anweisung zu entnehmen. Die höchstzulässige Streuung der Durchflußzeit
beträgt hierbei ± 2,5 Sekunden.
— 23 —
Bei der Prüfung der Mischanlage vom Flugzeugmuster Hs129 B-1 ist die
Mischdüse aus dem Rücklauf auszubauen,- die Rücklaufleitung ist mit dem
Rücklaufanschluß am Schmierstoffbehälter zu verbi nden. Die Mischdüse bleibt
bei der Durchflußmessung mit der im Flugzeug eingebauten Mischleitung
verbunden. Der aus der Düse ausfließende Kraftstoff wi rd in einem Meß-
gefäß aufgefangen. Die einzustellende Drehzahl , der festgelegte Kraft-
stoffdruck und die Durchflußzeit sind aus der Mischanweisung zu entnehmen.
Die höchstzulässige Streuung der Durchflußzeit beträgt hierbei ± 2,5 Sekunden.
6. Bestimmung des Kraftstoffgehaltes im Schmierstoff mittels Aus-
laufviskosimeter (Fl. Nr . 44581)
Um di e Verdünnung des Schmierstoffes überprüfen zu können, wi rd ein
Gerät benutzt, das mit Hilfe einer Kurventafel den Kraftstoffgehalt im
Schmierstoff zu bestimmen gestattet.
Das Gerät, Auslaufviskosimeter genannt, ist ein Gef äß von 100 cm
3
Inhalt,
das im Boden eine Öffnung von 4 mm Durchmesser aufweist. Bei der zu
dem Gerät gehörenden Kurventafel (siehe Anhang) ist auf der waagerechten
Achse die Temperatur in ° C, auf der senkrechten, di e Zeit in Minuten auf-
getragen. 1 cm stellt 1°C dar, 1 mm 1 Sekunde. Die eingezeichneten
Kurven geben den Kraftstoffgehalt in Prozent an, upd zwar von 0 bis 20 %
für je 1 % 1 Kurve, sowie je eine Kurve für 25 und 30 %. Die Bestimmung
des Kraftstoffgehaltes geschieht f ol gendermaßen:
Man entnimmt dem Schmierstofftank im Flugzeug eine Probe von mindestens
100 cm
3
. Nachdem mittels Thermometer die Temperatur der Probe bestimmt
ist, füllt man das Auslaufviskosimeter so wei t an, bis die Oberfläche des
Schmierstoffes leicht gewöl bt über den Rand des Gerätes steht.
Die Temperatur muß zwischen 9° C und 27° C liegen, Probe und Viskosimeter
sollen annähernd gleiche Temperaturen haben. Vor dem Einfüllen ist die
Öffnung am Boden mit dem Finger zu verschließen. Nun gi bt man di e
Öffnung frei und bestimmt mit der Uhr — möglichst Stoppuhr — die für das
Ausfließen des Schmierstoffes benötigte Zeit. Als Ende für die Durchflußzeit
gilt der Augenblick, in dem der Flüssigkeitsfaden abreißt. Nun ließt man
auf der waagerechten Achse der Kurventafel die gemessene Temperatur
und auf der senkrechten Achse die Durchflußzeit ab. Geht man von dem
ersten Punkt senkrecht nach oben und dem zweiten waagerecht nach rechts,
so trifft man in einem Punkt zusammen. Dieser Punkt stellt den Kraftstoff-
gehalt in Prozent dar. Fällt er auf eine der Kurven, so kann man den
Kraftstoffgehalt sofort ablesen. Fällt er zwischen zwei Kurven, wi e es meist
der Fall sein wi rd, so liegt der Wert des Kraftstoffgehaltes zwischen dem
der beiden benachbarten Kurven.
— 24 —
B e i s p i e l :
Bei einer Temperatur der Probe von 21 °C ergebe sich eine
Ausflußzeit von 2 min 10 sec. Der Punkt für den Kraftstoffgehalt
liegt dann zwischen 4 % und 5 % und beträgt 4,3 %.
Die Genaui gkei t der vorbeschriebenen Bestimmung des Kraft-
stoffgehaltes liegt bei ± 1 %.
B. Bildung eines zündfähigen Kraftstoffluftgemisches
für die Verbrennung im Motor
Das im Abschnitt A beschriebene Verfahren der Schmierstoffverdünnung
durch Kraftstoff dient dazu, den kalten Mot or auf die erforderliche Anl aß-
drehzahl bringen zu können. Es schafft die unumgängliche Voraussetzung
für das Anspringen des kalten Motors überhaupt.
Ebenso wichtig aber ist für das Anspringen die Bildung eines zündfähi gen
Kraftstoffluftgemisches für di e Verbrennung im Motor.
1. Verwendung von Fl-Anlaßkraftstoff und Vernebleranlagen
Infolge seines ungünstigen Verdampfungsverhaltens ist der Flug-Betriebs-
kraftstoff ( A3, B4, C3) für das Anspringen des Motors bei Kälte un-
geeignet.
Das Anspringen wi rd daher erleichtert durch Verwendung eines leicht
verdampfenden Benzins, das unter der Bezeichnung „FI-Anlaßkraftstoff"
eingeführt ist. Fl-Anlaßkraftstoff enthält keinen Äther. Er hat durch
den Zusatz von 4% Schmierstoff — zum Zwecke der „Obenschmi erung" —
eine leicht bräunliche Färbung und einen ei genarti gen Geruch, durch den
man ihn von anderen Kraftstoffen unterscheiden kann. Eine sichere Probe,
ob es sich um Fl-Anlaßkraftstoff handelt, kann man — allerdings nur bei
großer Kälte — dadurch durchführen, daß man ein weni g Anlaßkraftstoff
offen ausgießt und anzündet. Der Anlaßkraftstoff muß auch bei tiefsten
Temperaturen (bis zu —40° C) leicht entflammen, während Flugkraftstoff
schon ab etwa —30° C fast gar nicht und bei etwas wärmeren Tempera-
turen nur schlecht brennt.
Wegen seines guten Verdampfungsverhaltens ist besonders darauf zu
achten, den Anlaßkraftstoff stets gut verschlossen aufzubewahren, ins-
besondere wenn er an einem warmen Ort gel agert wi rd. Andernfalls
verdampfen di e bei Kälte wirksamen Anteile des Kraftstoffes, so daß er
sich nicht viel von normalem Kraftstoff unterscheidet. Aus dem gleichen
Grunde ist es zwecklos, den Anlaßkraftstoff, etwa zur Erleichterung des
Anlassens in den Behälter im Flugzeug warm einzufüllen.
Der Anlaßkraftstoff wi rd dem Mot or durch di e Vernebl eranl age zugeführt.
Die Vernebl eranl age besteht aus dem Anlaßkraftstoffbehälter, der Ver-
neblerpumpe und den Verneblerdüsen.
— 25 —
In einigen Fällen ist di e Verneblerpumpe im Anlaßkraftstoffbehälter selbst
untergebracht (SumAPB8).
Die Verneblerpumpe arbei tet insbesondere bei Kälte häufi g nicht ei nwand-
frei. Hauptsächlich tritt Undichtigkeit in der Kolbenmanschette auf. Abhi l fe
erfolgt durch Einfetten mit Schmierstoff oder Fett, notfalls durch Aus-
wechseln des Pumpenkolbens oder der Manschette.
Die Zahl der Verneblerdüsen je Mot or ist in neuerer Zeit bei fast allen
Motoren erhöht worden. Hierdurch wi r d eine gleichmäßige Verteilung des
Anlaßkraftstoffes für alle Zylinder und damit ein sicheres Anspringen und
Weiterlaufen des Motors erreicht. Darüberhinaus ist es mit einer ei nwand-
frei arbeitenden Vernebl eranl age möglich, den Mot or bei großer Kälte
solange mit Anlaßkraftstoff bei niedrigen Drehzahlen zu betrei ben, bis
infolge genügender Erwärmung des Motors eine ausreichende Gemisch-
bildung durch di e Einspritzpumpe oder den Vergaser einsetzt. Bei Stern-
motoren ist man in den meisten Fällen dazu übergegangen, die Laderohre
sämtlicher Zylinder mit Verneblerdüsen zu versehen. Bei Reihenmotoren
sind soviele Verneblerdüsen im Laderohr nahe den Einlaßventilen an-
gebracht, daß eine ausreichende Versorgung aller Zylinder erreicht wi r d.
Um ein sicheres Anspringen des Motors zu erreichen, ist es wichtig, daß
die Verneblerdüsen von Zeit zu Zeit auf gutes Zerstäuben geprüft und
gegebenenfalls gereinigt werden. Um einer Verschmutzungsgefahr vor-
zubeugen, sind in einigen Düsen Filter ei ngebaut (Kärcher) oder in di e
Zuleitung zu den Düsen ein Filter eingeschaltet (Daimler-Benz). Wi chti g ist
aber in jedem Falle, beim Auffüllen des Anlaßkraftstoffes auf große Sauber-
keit zu achten. Mi t dem Einspritzen des Anlaßkraftstoffes soll erst begonnen
werden, wenn der Mot or bei ausgeschalteter Zündung unmittelbar vor dem
Anlassen durchgedreht wi r d. Dadurch erreicht man, daß der in das Lade-
rohr (Saugrohr) eingespritzte Kraftstoff auch in di e Zyl i nder gel angt, wo-
durch seine Wirksamkeit erheblich erhöht wi rd.
Gleichzeitig wi rd hierdurch ein leichtes Durchdrehen des Motors erreicht.
Der in die Zylinder eingespritzte und zum Teil dort als Flüssigkeit nieder-
schlagende Kraftstoff verdünnt nämlich den zwischen Kolben und Zylinder
befindlichen Schmierfilm, dessen Kraftstoffgehalt bereits während des Misch-
laufes infolge der Berührung mit der heißen Zyl i nderl aufbahn zu einem
großen Teil ausdampft.
2. Anreicherungsvorrichtung am Gemischregler der Einspritzpumpe
Um die Vermagerung des Kraftstoffgemisches beim Anlassen des kalten
Motors auszugleichen, ist bei einigen Gemischreglern eine Vorrichtung vor-
gesehen die die Regelstange der Einspritzpumpe auf vol l e Förderung ver-
stellt; die Vorrichtung ist um so wirksamer, je günstiger die Zerstäubung
der Einspritzdüsen im Zylinder ist. Am wirksamsten haben sich in dieser
Hinsicht die Zapfendüsen erwiesen. Durch Erhöhung des Öffnungsdruckes
— 26 —
konnte aber auch bei den sog. „offenen Dösen" eine verbesserte Zer-
stäubung, namentlich bei den niedrigen Anl aßdrehzahl en erzielt werden.
3. Anwendung von Azetylengas und Beschreibung der Azetylen-
anlaßanlage
Mi t einer gut arbeitenden Vernebl eranl age ist bei Verwendung von
Fl-Anlaßkraftstoff im allgemeinen ein Anlassen der Motoren bis zu
— 30° C möglich.
Bei noch tieferen Temperaturen oder wenn schon vorher das Anlassen,
etwa durch nicht ei nwandfrei en Zustand des Motors nicht mehr gelingt,
kann man sich des Azetylengases als Anl aßhi l fe bedi enen. Das Azetyl engas
hat die Eigenschaft, bis zu den tiefsten Temperaturen mit Luft ein leicht
zündfähiges Gemisch zu bi l den, das sich auch an den stark unterkühlten
Motortei l en (Laderohr, Zylinder) — im Gegensatz zu Kraftstoff .— nicht
flüssig niederschlägt. Seine Anwendung ist bei genauer Beachtung der im.
Teil IIII Abschnitt B enthaltenen „Anwei sungen für das Anlassen bei Käl te"
für den Mot or unschädlich. Die Verbrennung des Azetylengases erfol gt
zwar rascher (dadurch Erleichterung des Anspringens) aber nicht heftiger
als die Verbrennung von Kraftstoff.
Es ist wichtig, daß das Azetyl engas hinter der Drosselklappe und so nahe
wi e möglich vor den Einlaßventilen des Motors eingeführt wi rd. Es ist
deshalb zwecklos, das Gas vom Mot or selbst durch den Ansaugschacht an-
saugen zu lassen, beispielsweise durch Vorhalten einer Schale mit an-
gefeuchtetem Karbi d. Durch dieses Verfahren können zwar einige Zündun-
gen hervorgerufen werden, di e aber erfahrungsgemäß meist Rückschläge
und Explosionen im Laderohr zur Folge haben; ein längeres Laufen des
Motors ist daher mit diesem Verfahren nicht zu erreichen.
Bei der von der E'Stelle Rechlin eingeführten Azetyl en-Anl aß-Anl age ist am
Mot or an einer durch Versuch als günstig ermittelten Stelle im Laderohr ein
Anschluß für di e Zuführung von Azetyl engas vorgesehen. Ein Contischlauch
NW 6 führt von einem Außenbordanschluß (Gewinde M 14 x 1,5) zu der
Einströmstelle am Motor. Bei Nichtgebrauch ist der Außenbordanschluß
mit einer Blindkappe verschlossen. Es sind nicht alle Motoren für das
Anlassen mittels Azetylengas in gleicher Wei se geeignet. Schwierigkeiten
bereiten in erster Linie:
1) Große Ventilüberschneidung.
2) Fehlen eines geeigneten Anschlusses für das Einströmen des Gases in
den Motor.
Die Folgen sind Rückschläge in das Laderohr. Hierdurch können bei
Motoren, deren Reglerdosen durch Leitungen großen Querschnittes mit dem
Laderohr verbunden sind, Dosenbrüche eintreten. In besonders ungünstigen
Fällen können auch die Laderohre selbst beschädigt werden.
— 27 —
Es dürfen daher nur di e Motoren mittels Azetyl engas angelassen werden,
für die eine entsprechende Anweisung besteht (siehe Teil III Abschnitt B).
Das für das Anlassen verwendete Azetyl engas wi rd einer normalen Druck-
gasflasche (Schweißflasche) über einen Druckminderer entnommen. Der
Druckminderer trägt zwei Druckmesser: den Hochdruckmesser, der den Druck
und damit den Vorrat der Flasche anzeigt (Höchstdruck 17—20 atü) und
den Niederdruckmesser, der den mit dem Druckminderventil (Flügelschraube)
eingestellten Niederdruck anzei gt (bis ~ 2 atü).
Es ist darauf zu achten, daß die Flaschen vor dem Gebrauch nicht zu stark
unterkühlt sind. Mi t abnehmender Temperatur fäl l t der Druck in der Flasche
stark ab, so daß man nur geringe Gasmengen entnehmen kann, d. h. di e
Zahl der mit einer Flasche durchführbaren Anl aßvorgänge wi rd mit ab-
nehmender Temperatur stark verringert. Um also eine möglichst große
Ausnützung der Flasche zu erzi el en, soll die Flasche so warm wi e möglich
gehalten werden und bei Verwendung in der Kälte (beim Anlassen) gegen
Wärmeausstrahlung geschützt werden (z. B. Holzkiste mit Papier oder
Holzwolle ausgefüttert). Flaschen, di e auf Lager liegen und nicht sogleich
verwendet werden, dürfen auch stärker abkühl en, da der Druck wi eder auf
seinen ursprünglichen Wert ansteigt, wenn di e Flasche vor dem Gebrauch
wieder warm wi rd.
C. Zündung und Ablauf der Verbrennung des kalten
Kraftstoffluftgemisches
Außer der Anwendung der Schmierstoffverdünnung und der Erzeugung eines
zündfähigen Kraftstoffluftgemisches muß für ein sicheres Anlassen di e ein-
wandfreie Zündung des Kraftstoffluftgemisches im Zylinder gewährleistet sein.
Der durch den Zündmagnet erzeugte Zündfunke reicht bei der niedrigen
Anlaßdrehzahl in vielen Fällen zu einer Entzündung des Kraftstoffluft-
gemisches nicht aus. Die Motoren sind daher mit einer Anl aßzündung aus-
gerüstet. Man unterscheidet hierbei
Anl aßzündung mit Kurbelinduktor,
Summer-Anlaßzündung,
Anlaß-Trafo-Summerzündung.
Die Anlaßzündung mit Kurbelinduktor ist nur noch in älteren Flugzeug-
mustern eingebaut.
Die Summer-Anlaßzündung besteht aus einer vom Sammler gespeisten
Zündspule, deren Hochspannungsstrom bei Einzelzündmagneten über eine
Anlaßelektrode, bei Zwillinngszündmagneten über di e Betriebselektrode
des Zündmagneten (M2) den Zündkerzen zugeleitet wi r d. Die Anlaßelek-
trode eilt mit einer Zündzeitpunktverschiebung von etwa 25° Kurbelwinkel
hinter der Betriebselektrode her. Diese Rückverlegung des Zündzeitpunktes
des Anlaßstromes durch die Anl aßel ektrode ist für das Anlassen ungünstig.
— 28 —
Bei der Anlaß-Trafo-Summerzündung wi rd der dem Sammler entnommene
Strom im Zündmagnet selbst hochgespannt und über di e Betriebselektrode
den Kerzen zugeleitet.
Ein weiteres Mittel zur Verbesserung des Anspringens ist die Vorverl egung
des Zündzeitpunktes. Der Zündzeitpunkt wi rd dabei von Hand (z. B.
Daimler-Benz) oder automatisch (z.B. Jumo211F/J) beim Anlassen soweit
auf Frühzündung gestellt, wi e es möglich ist, ohne daß der Motor beim
Anlassen zurückschlägt. Nach dem Anspringen soll der Zündzeitpunkt mög-
lichst noch weiter auf Frühzündung verstellt werden, wodurch ein sicheres
Wei terl aufen des Motors nach dem Anspringen erreicht wi rd.
Die Zündverstellung des DB 601 E, 605 usw. ist normalerweise zwangs-
l äufi g mit der Bewegung des Gashebels gekuppelt, d. h. wenn der Gas-
hebel auf Leerlauf steht, läuft der Mot or mit Spätzündung,- beim Vor-
drücken des Gashebels wi rd der Zündzeitpunkt weiter vorverlegt, geht
aber im letzten Stück seines Weges (etwa ab Steig- und Kampfleistung)
wi eder etwas zurück. Durch einen Eingriff in das Gasgestänge kann man
mittels Seilzug di e kleine Drosselklappe auf Stellung „2/3 auf " festhalten
(das ist die für das Anlassen günstigste Stellung). Drückt man nun den
Gashebel weiter vor bis zur roten Marke, di e auf der Kulisse des Gas-
hebels angebracht ist, so wi rd dadurch di e Zündung auf „ 35°" vor
oberem Totpunkt verstellt, ohne daß die Drosselklappe weiter ge-
öffnet wi rd.
D. Verbesserungen an Einspritzpumpen und Reglern
Wi chti ge Teile der Regelorgane und der Zubehörgeräte des Motors, vor
allem di e Steuerkolben- und Schieber der Ladedruck- und Gemischregler,
ferner di e Kolben der Einspritzpumpe sind mit kleinsten Laufspielen ein-
gepaßt.
Arbei ten diese Teile in Leichtmetallführungen oder Leichtmetallgehäusen,
so tritt bei Abkühlung eine stärkere Zusammenziehung der Führung als des
•Kolbens usw. auf. Die Folge ist ein Festklemmen und Nichtarbeiten des
betreffenden Gerätes. Erfolgt di e Schmierung außerdem noch durch zähen
Schmierstoff, wei l durch ungeeignete Ausbildung der Schmierstoffzu- und
-abführung kein mit Kraftstoff verdünnter Schmierstoff beim „Mischlauf" her-
angeführt wi r d, so wi rd das Arbei ten noch erschwert.
Die Abhi l fe gegen Klemmen einzelner Bauteile bei Kälte besteht in erster
Linie in der Vergrößerung der Laufspiele und der genauen Einhaltung der
vorgeschriebenen Toleranzen bei der Fertigung, in einzelnen Fällen in der
Verwendung von gleichem Werkstoff für Kolben und Führung.
Vor allem bei den Einspritzpumpen ist durch Verbesserung der Prüfmethoden
ein wesentlicher Fortschritt gegenüber früher erzielt worden, so daß bis zu
etwa —30° C keine Schwierigkeiten beim Anlassen auftreten werden.
— 29 —
Gegen Kleben bewegter Teile durch zu zähen Schmierstoff ist Abhi l fe durch
Einrichtung eines Schmierstoffdurchflusses durch das Gerät geschaffen
worden. Hierdurch wi rd erreicht, daß der verdünnte Schmierstoff während des
Mischlaufes zur Schmierstoffverdünnung auch an abgel egene Schmierstellen
gelangt. (Z. B. Rücklaufleitung für Leckölsperre bei Bosch-Einspritzpumpe für
BMW 132 und 323.).
Bei öldruckgesteuerten Regelorganen ist daher durch Betätigen des Regel-
organes während oder nach dem Mischlauf durch mehrmaliges Beschleunigen
des Motors für Schmierstoffdurchfluß zu sorgen.
(Siehe „Anwei sung für Schmierstoffverdünnung" in Teil III A.)
E. Behebung von Störungen am Anlasser
Es sind z. Z. fol gende Anlaßmöglichkeiten für Flugmotoren vorhanden:
1. Preßluftanlassen
Beim Anlassen mit Preßluft wi rd das Anspringen dadurch erschwert, daß
bei der Ausdehnung der kalten, in den Zylinder einströmenden Preßluft
eine starke, wei tere Abkühlung der Luft erfol gt, di e für di e Bildung eines
zündfähigen Kraftstoffluftgemisches nachteilig ist. Das Anspringen wi r d
durch Verwendung nicht unterkühlter Preßluftflaschen erleichtert.
Die im Fronteinsatz verwendeten Motoren sind nicht mehr mit Preßluft-
anlagen ausgerüstet. Eine Ausnahme bilden die meisten As 10-Motoren, di e
jedoch neuerdings zur Erleichterung des Anlassens z.T. auch mit elektrischen
Durchdrehanlassern ausgestattet werden.
2. Elektrischer Durchdrehanlasser
Elektrische Durchdrehanlasser werden nur in Motoren bis zu etwa 15 Liter
Hubvolumen verwendet. Sie erfordern eine verhältnismäßig hohe elektrische
Leistung. Sie sind nur in weni gen Motormustern eingebaut (z.B. As410).
3. Schwungkraftanlasser
Die Mehrzahl der heutigen Motormuster sind mit Schwungkraftanlassern
(System Ecclipse) ausgerüstet. Die meisten dieser Anlasser können elektrisch
und von Hand betätigt werden.
Bei Kälte treten in erster Linie drei Störungen bei Schwungkraftanlassern auf :
a) Schweres Aufziehen der Schwungmasse,
b) Bruch des Getriebes oder der Klaue des Anlassers beim Einkuppeln,
c) Festhängen oder Schwergehen des Kuppelmagneten.
Zu a) Durch Eindringen einer übermäßigen Menge von Öl und Fett in das
Schwungmassengehäuse des Anlassers treten durch das Haften des
starren Fettes an Zahnrädern und Schwungmasse größere Reibungs-
kräfte auf, die das Hochdrehen der Schwungmasse stark erschweren.
— 30 —
Abhi l f e:
Anlasser ausbauen und vordere Simmeringdichtung an der Klaue
prüfen. Falls kein Ersatzanlasser zur Verfügung steht, soll das Ge-
triebe geöffnet und das überschüssige Fett entfernt werden.
Zu b) Das in der Rutschkupplung befindliche Fett klebt die Lamellen der
Kupplung derart zusammen, daß das Übertragungsmoment zwischen
Anlasser und Mot or zu hoch wi rd. Hierdurch treten beim Anlassen
Brüche im Getri ebe und an der Klaue auf.
Abhi l f e:
Durch Verwendung eines neuen Fettes (Bezeichnung (Bosch VF 53) in
der Rutschkupplung tritt auch bei Kälte kein zu hohes Übertragungs-
moment im Anlasser auf ; bis zu etwa —30° C sind hierdurch Anlasser-
schäden auf das normale Maß herabgesetzt worden. Ab —30° C
kann auch bei Verwendung von Vf 53-Fett Bruch des Getriebes ein-
treten, besonders wenn der Anlasser nicht vorher losgebrochen wi r d
(siehe weiter unten). Die Umfettung des Anlassers wi rd bis zum
Wi nter 1942/43 bei den meisten der Truppe befindlichen Anlassern
durchgeführt sein. Umgefettete Anlasser sind durch einen gelben
Punkt neben dem Typenschild des Anlassers kenntlich gemacht.
Zur Schonung des Anlassers ist bei Temperaturen unter —25° C für
umgefettete, und —10° C für noch nicht umgefettete Anlasser di e
Schwungmasse nicht gleich auf vol l e Drehzahl , sondern zunächst nur
weni g aufzuziehen (Anlaßschalter etwa eine Sekunde drücken, oder
Anlasserhandkurbel eine Umdrehung von Hand aufziehen). Nach
dem Aufziehen ist bei ausgeschalteter Zündung einzukuppeln, um di e
Rutschkupplung loszubrechen. Dieser Vorgang ist zwei mal , besser
noch bis zu fünfmal durchzuführen. Erst danach ist voll aufzuziehen
und normal anzulassen.
Soweit di e Möglichkeit besteht, soll das kurze Aufziehen nicht elek-
trisch, sondern von Hand erfol gen, da durch die mehrmaligen Ein-
schaltvorgänge der Sammler besonders stark belastet wi r d; dies führt
gerade bei unterkühlten Sammlern zu vorzei ti ger Erschöpfung.
Zu c) Ist Schmierstoff oder Fett in den Zwischenraum zwischen Kuppel-
magnetspule und -kern ei ngedrungen, so wi rd di e Bewegung des
Kernes und dadurch das Einkuppeln beim Einschalten des Kuppel-
magneten gehemmt oder stark verzögert.
Abhi l fe wi rd geschaffen, indem der Kuppelmagnet von Fett und
Schmierstoff frei gehal ten wi rd.
Wenn beim Aufziehen des Anlassers der Flugmotor mitgedreht wi r d,
weil di e Anl aßkl aue vom letzten Anl aßvorgang her noch nicht aus-
gerückt ist, muß der Anlaßschalter sofort wi eder losgelassen werden.
Durch kurzes Drehen an der Luftschraube in Drehrichtung des Motors
(nicht rückwärts) bei ausgeschalteter Zündung werden Mot or und
Anlasser wi eder getrennt.
— 31 —
F. Verbesserungen an der Ventilsteuerung
(in Sonderfällen)
Bei Reihenmotoren mit obenl i egender Nockenwelle und Kreislaufschmierung
der Ventile (z.B. DB601, Jumo211) verursacht die Ventilsteuerung keine
Schwierigkeiten beim Anlassen.
Anders verhält es sich bei den Mot oren, deren Ventile mittels Stoßstange
gesteuert und di e mit Fett geschmiert werden (z.B. BMW 132A).
Hierbei treten zwei Fehlerquellen auf:
1) Dadurch, daß sich bei der Abkühl ung des Motors die Zylinder, ins-
besondere die Zyl i nderköpfe aus Leichtmetall, stärker zusammenziehen
als die Stoßstangen, nimmt das Ventilspiel mit fal l ender Temperatur
ab, so daß. von einer bestimmten Temperatur ab — je nach Grund-
einstellung des Ventilspieles schon ab etwa —5 ° C — die Ventile
dauernd etwas offen stehen. Durch den hierdurch verursachten Verlust
an Verdichtung wi rd das Anspringen erschwert.
Man muß daher das Ventilspiel vergrößern, und zwar so, daß bei der.
niedrigst auftretenden Temperaturen die Ventile gerade noch geschlossen
sind, d. h. je wärmer di e Temperatur des Motors ist, bei der sein
Ventilspiel eingestellt wi r d, um so größer ist das Spiel einzustellen.
Das Maß, um wieviel sich das Ventilspiel bei einem bestimmten Tempe-
raturunterschied verändert, ist für jedes Motormuster durch Versuch be-
stimmt worden. Es beträgt z. B. für den Mot or BMW132A 1/10 mm für
je 10° C; wenn das Ventilspiel bei + 20° C mit 6/10 mm eingestellt wi rd,
so beträgt es bei 0° C noch 4/10 mm und bei —40° G ist gerade kein
Spiel mehr vorhanden. Erfolgt z. B. di e. Einstellung bei einer Motor-
temperatur von —10° C, so muß man ein Ventilspiel von 3/10 mm ei n-
stellen usw. (Einzelheiten siehe Seite 33.)
2) Bei Ventilsteuerungen, di e mit F.l-Kipphebelfett geschmiert werden, tritt
durch die Verhärtung des Fettes bei Kälte eine Verzögerung der Ventil-
bewegung beim Anlassen und Laufen des kalten Motors ei n. Sind di e
Ventilfedern so schwach bemessen (wie z. B. bei BMW 132 A), daß sie
die Ventile infolge des verhärteten Fettes nicht mehr auf ihren Sitz
zurückführen, so ist das Anspringen des Motors i nfol ge der ungenügen-
den Verdichtung sehr erschwert. Eine träge arbei tende Ventilsteuerung
ist erkennbar an heftigen Explosionen in Ansaug- und Auspuffrohren
während des Anlassens.
Abhilfe wi rd hier durch Verwendung eines dünnflüssigen Kipphebelfettes
geschaffen; z. Z. ist eine Mischung aus 2 kg Fl-Kipphebelfett und 1 Liter
Spindelöl grün (Shell ABU) vorgeschrieben. Da diese Mischung in
warmem Zustand sehr dünnflüssig ist, soll sie nur bei Außentemperaturen
unter —10° C verwendet werden. Wegen der Dünnflüssigkeit ist ein
häufiges Nachfetten der Ventilkammern der oberen Zylinder bei Stern-
motoren erforderlich (nach 6—8 Stunden).
Wegen der mit der Umstellung auf dünneres Kipphebelfett verbundenen
Schwierigkeiten ist z. Z. nur der Mot or BMW 132 A hierfür vorgesehen;
dieser Mot or bereitet ohne diese Maßnahme bei niedriger Temperatur,
ab etwa —10° C große Schwierigkeiten beim Anlassen. Selbst bei Ver-
wendung von verdünntem Fett ist ab —25° C die Ventilsteuerung so
träge, daß sie beim Anlassen mittels Azetyl engas heftige Explosionen
in Ansaug- und Auspuffrohren verursacht (infolge der rascheren Ver-
brennung des Azetylengases gegenüber Kraftstoff), so daß das An-
lassen mittels Azetyl engas für Mot or BMW 132 A ab — 25° C nicht
zugelassen ist.
G. Wei t ere Maßnahmen für den Motorbetri eb
bei Kälte
1. Allgemein
a) Vereisen der Schmierstoff-Filter.
Im Wi nter ist vielfach Wasser in feinster Tröpfchenform im Schmierstoff
enthalten. Die Ursache hierfür ist in erster Linie dari n zu suchen, daß
Verbrennungsgas an den Kolben entlang in das Kurbelgehäuse ei n-
dringt und sich dort mit dem Schmierstoff, insbesondere den Schmierstoff-
dämpfen mischt. Erreicht der Mot or und der Schmierstoff im Fluge keine
genügend hohe Temperatur, so dampft der Wassergehal t nicht aus
und verbl ei bt bei der Auskühlung des Motors in Form von kleinsten
Eiskristallen im Schmierstoff. Besonders stark tritt diese Erscheinung auf,
wenn Motoren mehrmals angelassen und wi eder abgestellt werden,
ohne zwischendurch im Fluge warm geworden zu sein. Man soll daher
den Mot or nicht anlassen, wenn kein Flug vorgesehen ist, nur zu dem
Zweck — wi e es vielfach üblich ist — sich von der Einsatzbereitschaft
des Motors zu überzeugen. Der Einsatzbereitschaft wi rd hierdurch wei t
mehr geschadet als genutzt.
Die Eisbildung kann so stark werden, daß der Schmierstoff trotz Ver-
dünnung mit Kraftstoff fest wi rd und keinen Umlauf ermöglicht. Die Ver-
eisung tritt zuerst an den Schmierstoff-Filtern und -Sieben auf. Die Folge
ist die Unterbrechung der Schmierstoff-Förderung, zu erkennen am Aus-
bleiben des Schmierstoffdruckes. In diesem Falle sind di e Filter aus-
zubauen, zu reinigen und der Schmierstoff zu erneuern.
b) Eisbildung im Kraftstoff.
Durch Niederschlag von Luftfeuchtigkeit und durch Verunreinigung ge-
langen z. T. erhebliche Mengen Wasser in den Kraftstoff.
Soweit es sich um Verunreinigung beim Betanken des Flugzeuges handelt,
kann Abhi l fe durch Filtern des Kraftstoffes geschaffen werden. Beim Be-
tanken aus Fässern ist das Entnahmerohr nicht bis zum Grunde des
Fasses zu führen oder das Faß schräg zu l egen, damit das am Boden
des Fasses gesammelte Wasser nicht mi tgefördert wi rd.
— 32 —
- 33 -
Weitaus gefährlicher ist der Niederschlag der Luftfeuchtigkeit, der in
Form feinster Eiskristalle im Kraftstoff verteilt ist und eine Verstopfung
der Filter bewirkt. Abhi l fe erfol gt durch Entfernen des Wassers bzw. des
Eises aus der F. B. H.-Armatur in kürzeren Zeitabschnitten.
2. Maßnahmen an einzelnen Motormustern
a) BMW 132 (Vergaser-Motor).
1) Vergrößerung des Ventilspieles. (Bei Außentemperaturen unter + 5° C.)
Das Spiel ist dabei abhängi g von der Motortemperatur,.bei der di e
Einstellung vorgenommen wi r d, einzustellen. Das Spiel soll bei
+ 20° C 6/10 mm betragen. Erfolgt die Einstellung bei + 10° C, so
beträgt das Spiel 5/10 mm usw., d. h. für je 10° C niedrigere Motor-
temperatur beim Einstellen wi rd ein um 1/10 kleineres Spiel eingestellt
(bei — 10° C z. B. 3/10 mm). Hierdurch wi rd erreicht, daß noch ein
Ventilspiel von 1/10 mm vorhanden ist, wenn der Mot or auf —30° C
abkühlt.
2) Umfettung der Kipphebelschmierung bei Temperaturen kälter als
—10° C. Das Ki pphebel fett ist möglichst restlos aus den Ventil-
kammern und Schutzrohren zu entfernen und durch eine Mischung
aus F|-Kipphebeifett und Spindelöl grün (Shell AB 11) im Verhältnis
2 kg zu 1 Liter zu ersetzen. Wegen der geringeren Zähflüssigkeit
ist diese Mischung nach 7 1/2 Betriebsstunden über di e Ni ppel an der
Ventilkammer mittels Lub-Spritze nachzufüllen; dies gilt nur für die
Auslaßventile der Zylinder 1, 2, 3, 8 und 9. Al l e übrigen Ventil-
kammern sind in den vorgeschriebenen Zeitabstönden mit verdünntem
Kipphebelfett nachzuschmieren.
3) Abdeckung von Getri ebe, Schmierstoffsumpf und -behälter mittels
Filz, um die geforderten Mindesttemperaturen für Schmierstoff und
damit einen ausreichenden Umlauf zu erreichen.
b) BMW 132 (Einspritzmotor).
1) Auffüllen einer Mischung aus 75 R. T. Spindelöl grün (Shell ABU)
und 25 R. T. Rotring in den Einspritzpumpensumpf (bei Temperaturen
kälter als + 5° C).
2) Einstellung des Ventilspieles abhängi g, von der Motortemperatur, bei
der die Einstellung vorgenommen wi rd. (Einstellwerte siehe BMW 132A
[Vergasermotor] Abschn. G 2a.)
c) BMW 323.
1) Auffüllen einer Mischung aus 75 R.T. Spindelöl grün (Shell ABU) und
25 R. T. Rotring in den Einspritzpumpensumpf (bei Temperaturen kälter
als + 5° C).
3 — 8870
— 34 —
2) Einstellung des Ventilspieles abhängi g von der Motortemperatur, bei
der die Einstellung vorgenommen wi rd. (Einstellwerte siehe BMW 132A
[Vergasermotor] Abschn. G 2a.)
d) BMW 801.
Auffül l ung einer Mischung von 50 R.T. Spindelöl grün (Shell ABU) und
50 R. T. Rotring in das Kommando-Gerät (bei Temperaturen kälter als
+ 5° C).
e) DB 601 A und N.
Auffüllen der Einspritzpumpe mit einer Mischung aus 75 R. T. Spindelöl
grün (Shell ABU) und 25 R. T. Rotring (bei Temperaturen kälter als
+ 5° C). Nachfüllen alle 12 1/2 Stunden.
f) Gnome — Rhone 14 M.
Vergrößerung des Ventilspieles.
Das Spiel ist dabei abhängi g von der Motortemperatur, bei der die Ein-
stellung vorgenommen wi r d, einzustellen. Das Spiel soll bei + 20° C
30/100 mm betragen. Erfolgt di e Einstellung bei + 10° C, so beträgt das
Spiel 25/100 mm, d. h. für je 10° C niedrigere Motortemperatur beim Ein-
stellen wi rd ein um 5/100 mm kleineres Spiel eingestellt (bei —10° C z. B.
15/100 mm). Hierdurch wi rd erreicht, daß noch ein Ventilspiel von 1/100 mm
vorhanden ist, wenn der Mot or auf —30° C abkühlt.
g) As 10 C und P.
1) Vergrößerung des Ventilspieles.
Eine temperaturabhängi ge Ventilspieleinstellung in der Wei se, ein
so großes Ventilspiel bei z. B. + 20° C Außenlufttemperatur zu
wähl en, daß auch bei —30° C noch Spiel vorhanden ist, ist nicht
möglich. Bei vergrößertem Ventilspiel wachsen die Beanspruchungen
der Steuerungsteile so stark, daß Ventilfeder- und Schwinghebel-
brüche eintreten können.
Daher ist nur im Falle, daß Motoren auskühlen (bei Temperaturen
bis —30° C) und i nfol ge offenstehender Ventile keine Verdichtung
haben, zur Verbesserung des Anspringverhaltens das Ventilspiel bei
der herrschenden tiefen Außenlufttemperatur auf 0,05 mm einzustellen.
Es ist darauf zu achten, daß das Ventilspiel dieser Motoren nach
Eintritt höherer Außenlufttemperatur wi eder auf 0,05 mm bei etwa
+ 20° C zurückgestellt wi r d.
2) Abdecken von Schmierstoffbehälter, Schmierstoffsumpf und Motor-
gehäusevordertei l , falls di e vorgeschriebenen Mindesttemperaturen
für den Schmierstoff im Flug nicht erreicht werden.
h) As 410 und As 411.
Abdecken von Schmierstoffbehälter, Schmierstoffsumpf und Motor-
gehäusevordertei l , falls die vorgeschriebenen Mindesttemperaturen für
den Schmierstoff im Fluge nicht erreicht werden.
— 35 —
I I I . Vorschriften für den Betrieb
von Flugmotoren bei Kälte
A. Anweisungen für die Schmierstoffverdünnung
mittels Kraftstoff
(Nach Flugzeugmustern geordnet)
1. Vorbemerkungen
(Beachte auch di e Hinweise Teil II Abschnitt A)
1) Tafel zur Ermittlung der Höhe der Beimischung
Temperatur
Jagdflugzeuge Bomber
Temperatur
Kaltstart Schnellstart Kaltstart
+25°C bis +5°C 0%
10% 0%
+ 5°C bis —10°C 10% 20% 7,5%
—10°C bis — 30°C 20% 25%* 15%
—30°C und käl t er 25% 25%* 20%
*Anm.: Um einen Schnellstart, d. h. Abbremsen innerhalb kürzester Zeit nach dem Anspringen
durchführen zu können, ist es notwendig, den Motor mäßig warmzuhalten.
Erläuterungen zu der Taf el :
a) Die Höhe der Beimischung richtet sich nach der Temperatur, di e der
Motor beim Kaltanlassen aufweist.
b) Kühlt der Mot or nach Rückkehr vom Fluge bis zum nächsten Anlassen
nicht unter + 5° C ab, so ist keine Beimischung vorzunehmen (außer bei
Schnellstart).
c) Unter Jagdfl ugzeugen sind Flugzeuge mit großen Motoren und Schmier-
stoffbehältern bis zu etwa 40 Liter Füllmenge zu verstehen. Die Flugzeuge
mit Motoren kleiner Leistung werden im allgemeinen zu der Klasse der
Bomber gezählt.
In welche Klasse das j ewei l i ge Flugzeugmuster gerechnet wi r d, geht aus
der betreffenden „Anwei sung für Schmierstoffverdünnung" hervor.
3*
— 36 —
d) Bei Temperaturen über + 25° C soll auch bei Schnellstart keine Kraft-
stoffbeimischung erfol gen. Der Motor darf nach dem Anspringen so-
gleich abgebremst werden.
2) Da die Ausdampfung des Kraftstoffes aus dem Schmierstoff je nach
Flugzustand (z. B. durch Wi t t erung, Motorbel astung usw.) verschieden
rasch vor sich geht, ist es möglich, daß mehr oder weni ger Kraftstoff bei -
gemischt werden muß als in der Misch-Tabelle angegeben, um wi eder
das vorgeschriebene Mischungsverhältnis zu erhalten. Es ist daher von
Zeit zu Zeit — etwa nach je fünf Flügen — der Kraftstoffgehalt mittels
Auslaufviskosimeter nachzuprüfen. Bei Verwendung von C 3-Kraftstoff
zur Beimischung sind di e Prüfungen häufiger, möglichst nach jedem Flug,
durchzuführen. Die Berechnung der beizumischenden Kraftstoffmenge
(Mischzeit) ist in Teil II Seite 20 u. 21 erläutert.
3) Das Betanken des Flugzeuges mit Kraftstoff soll möglichst nach Beendi-
gung der Schmierstoffverdünnung erfol gen. Nur wenn das Flugzeug
hierzu rollen muß, soll di e Betankung mit Kraftstoff vorher durchgeführt
wer den; nach dem Mischlauf soll der Motor nicht mehr angelassen werden.
4) Ein mit Schmierstoffverdünnung versehenes Flugzeug ist für den Flugzeug-
führer deutlich kenntlich zu machen.
5) Ist für erhöhte Flugstrecken di e Verwendung eines Schmierstoffzusatz-
behälters vorgesehen, so ist auch dieser mit der gleichen Kraftstoff-
Schmierstoffmischung, mit der das Flugzeug versehen ist, zu betanken
(ausgenommen bei Schnellstart über + 5° C), da andernfalls ein Um-
pumpen im Fluge nicht möglich ist. Wi r d kurz vor der Landung Schmier-
stoff umgepumpt (möglichst vermeiden!), so ist unter allen Umständen
vor der nächsten Kaltstartvorbereitung (Schmierstoffverdünnung) der
Kraftstoffgehalt im Schmierstoff zu ermitteln.
6) Die Bereitung einer Kraftstoff-Schmierstoffmischung außerhal b des Flug-
zeuges erfol gt in sauberen Behältern. Das Mischungsverhältnis entspricht
der für das Flugzeug bei der jeweiligen Temperatur vorgesehenen Bei-
mischung (siehe obenstehende Tafel). Beim Mischen soll di e Schmier-
stofftemperatur möglichst 20° bis 40° C, keinesfalls unter 0° C betragen.
Für di e Bereitung der Mischung eignet sich der Schmierstoffwärmewagen
(300 Liter Inhalt) ganz besonders. Eine gute Durchmischung kann hierbei
außer durch Umrühren auch durch Umpumpen mit beiden Handpumpen
erreicht werden (Umpumpzeit 10—15 min).
Man legt hierzu die Enden der Auftankschläuche durch die Einfüllöffnung
in der Mitte des Wagens in di e den Pumpen gegenüberl i egenden Ecken.
(Achtung! Verschmutzungsgefahr!)
Ein mit verdünntem Schmierstoff versehener Schmierstoffwagen ist nach
außen durch eine entsprechende Beschriftung kenntlich zu machen.
— 37 —
2. Landflugzeuge
a) Ohne Mischanlage
Anweisung 1 Bf 109 C, D, E (B1) mit Jumo210 und DB 601 A
Anweisung 2 Bf 110 C (B) mit DB 601 A und Jumo210
Anweisung 3 Ju 87 B (A) mit Jumo211 und Jumo210
Anweisung 4 Hs 126 mit BMW 323 A und Q
Anweisung 5 He111 sämtliche Baumuster mit DB 601 und Jumo211
Anweisung 6 Ju88 mit Jumo 211
Anweisung 7 Do 17 P mit BMW 132 N
Anweisung 8 Do 17 M, U und Z mit BMW 323 A und P
Anweisung 9 Ju52 mit BMW 132
Anweisung 10 He 51 mit BMW VI Baur. 7 und 9
Anweisung 11 Hs123 mit BMW 132 A
Anweisung 12 W3 4 hi mit BMW 132 A
Anweisung 13 Ju86 G und E mit BMW 132 N
Anweisung 15 Do 17 E und F mit BMW VI Baur. 7 und 9
Anweisung Schul- und Reiseflugzeuge 18
8
3
— 38 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 1
Bf 109 C, D, E (B1) mit Jumo210 und DB 601 A ohne Mischanlage.
Bf 109 C, D, E Bf 109 B 1
Flugzeit
20% 10% 20% 10%
Flugzeit
Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft-
stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff
Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter
über 1 Stunde 22 7— 26 3,5 19 5,5 21 3—
3/4 bis 1 Stunde 23 6— 26 3— 19 5— 21 2,5
1/2 bis 3/4 Stunde 24 5— 27 2,5 20
4 -
22 2—
1/4 bis 1/2 Stunde 25 4 - 27 2— 21
I

23 1,5
unter 1/4 Stunde 26 2,5 28 1 - 22 2— 23 1 —
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
gemäß vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten. Hierauf
Schmierstoff und Kraftstoff mit einem sauberen Stab durch die Tank-
fül l öffnung gut mischen.
3) Mot or anlassen und 3 Minuten l ang mit 800 U/min laufen lassen. Hier-
auf Mot or 3mal von 800 U/min kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen,
damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 20%) um 2 Liter für Bf 109 C, D, E
und 1,5 Liter für Bf 109 B 1 zu erhöhen.
— 39 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 2
Bf 110 C mit DB 601
Bf110B mit Jumo210 Mi schanl age.
Bf 110 C Bf 110 B
Fl ugzei t
20% 10% 20% 10%
Fl ugzei t
Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft-
stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff
Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter
über 1 Stunde 33 9— 37 4,5 38 7— 41 3,5
3/4 bis 1 Stunde 34 8— 38
4 - 39 6— 42
1/2 bis 3/4 Stunde 35 6,5 38 3,5 40 5— 42 • 2,5
1/4 bis 1/2Stunde 37 5— 39 2,5 41 3,5 43 2—
unter 1/4 Stunde 39 40 1,5 43 2— 44 1—
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
gemäß vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten.
3) Mot or anlassen und 3 Minuten lang mit 800 U/min laufen lassen. Hier-
auf Mot or 3mal von 800 U/min kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen,
dami t alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind di e Wert e
für Kraftstoffbeimischungen (für 20%) um 2,5 Liter für Bf 110 C
und 2 Liter für Bf110B zu erhöhen.
3 -
3 -
— 40 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 3
Ju87B mit Jumo211
Ju87A mit Jumo210
ohne Mischanlage.
Flugzeit
Ju 87 B
20% 10%
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Liter Liter Liter Liter
über 1 1/2 Stunde 37 10 42 5
1 bis 1 1/2 Stunde 38 . 8,5 43 4
3/4 bis 1 Stunde 40 7 43 3,5
1/2 bis 3/4 Stunde 41 6 44
1/4bis 1/2Stunde 42 5 44 2,5
unter 1/4 Stunde 43 4 45 2
Flugzeit
Ju 87 A
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
über 1 Stunde 27 30 3
3/4 bis 1 Stunde 28 30 2,5
1/"2 bis 3/4 Stunde 29 31 2
1/4 bis 1/2 Stunde 30 31 1,5
unter 1/4 Stunde
31
32 1
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstof ftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff gemäß vorsiehender Tabelle auf-
füllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
gemäß vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten.
Zum Auffüllen ist geeigneter Trichter oder Trichter und Schlauch zu ver-
wenden.
3) Mot or anlassen und 4 Minuten lang mit 900 U/min laufen lassen. Hier-
auf Mot or 3mal von 900 U/min kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen,
3
6
5
4
3
2
— 41 —
damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
Bei Motor Jumo211: Nach einigen Minuten Abkühlzeit ist der Mot or
bei geöffnetem Brandhahn und ausgeschalteter Zündung mit dem An-
lasser 3—4 Umdrehungen durchzudrehen. Durch dieses Verfahren soll
vermieden werden, daß di e Einspritzpumpe beim Anlassen des kalten
Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischungen (für 20%) um 2,5 Liter für Ju 87 B und
1,5 Liter für Ju87A zu erhöhen.
— 42 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 4
Hs126 mit BMW 323 A und Q ohne Mischanlage.
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
über 1 Stunde
3/4 bis 1 Stunde
1/2bis 3/4 Stunde
1/4 bis 1/2 Stunde
unter 1/4 Stunde
Mischen von Kraft- und
33
34
35
36
37
Schmierstoff
7—
6—
5—
4—
3—
im Schmiersto
36
37
37
38
38
fftank.
4—
3,30
3
2,30
2
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
gemäß vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten.
3) Mot or anlassen und 7 Minuten lang mit 1000 U/min laufen lassen. Hier-
auf Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf 100%-Leistung hochfahren,
dami t alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischungen (für 20 %) um 2 Liter zu erhöhen.
— 43 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 5
He111 sämtliche Baumuster mit DB 601 und Jumo211 ohne Mischanlage.
Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
wenn c
Zuzuschüttender Kraftstoff
ie Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2h 11/2—1 h 1—11/2 h 1/2—1 h unter 1/2 h Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0 - 1 % 1-3% 3- 6% 6—9% 9—15%
Mischzeit
Li t er Li t er Li t er Li t er Li t er Li t er Mi nut en
20— 30 5 4,5 4 2,5 1,5 3
30— 40 7 6,5 5,5 3,5 2 4
4 0 - 50 8,5 7,5 6,5 4,5 2,5 5
50— 60 10 9 7,5 5,5 3 6
60— 70 11,5 10,5 8,5 6,5 3,5 7
70— 80 13 12 9,5 I 7,5 4 - 7
;
:
80— 90 15 13,5 11,5 8,5 4,5 7
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Feststellen des Schmierstoffvorrats mittels Peilstab.
2) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach vorstehender Tabelle.
(Tabelle gilt für 15% Beimischung.)
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen während der in vorstehender
Tabelle angegebenen Zeit.
Hierauf Mot or 3mal von 900 U/min kurz auf etwa 2000 U/min beschleu-
nigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen
werden. Dann Mot or abstellen.
Bei Jumo 211-Motoren: Nach einigen Minuten Abkühlzeit ist der Motor
bei geöffnetem Brandhahn und ausgeschalteter Zündung mit dem An-
lasser 3—4 Umdrehungen durchzudrehen. Durch dieses Verfahren soll
vermieden werden, daß di e Einspritzpumpe beim Anlassen des kalten
Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
4) Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmierstoff auf 105 Liter auf-
füllen. (Höhe der Beimischung gleich der im Schmierstoffbehälter.)
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e Wert e
für Kraftstoffbeimischungen (für 15%) um 5 Liter zu erhöhen.
Für 7, 5% beträgt di e Beimischung nur jeweils die Hälfte.
— 44 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 6
Ju 88 mi t.Jumo211 ohne Mischanlage.
Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Zuzuschüttender Kraftstoff
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2 h 11/2-2 h h 1/2-1 h
unter 1/2 h Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0—1% 1-3% 3—6% 6- 9% 9- 15%
Mischzeit
Liter Liter Liter Liter Liter Liter Mi nut en
2 0 — 30 5 4,5 4 2,5 1,5 3
3 0 - 40 7 6,5 5,5 3,5 2 4
4 0 - 50 8,5 7,5 6,5 4,5 2,5 5
5 0 - 60 10 9 7,5 5,5 3 6
6 0 - 70 11,5 10,5 8,5 6,5 3,5 7
7 0 - 80 13 12 9,5 7,5 4
8
8 0 — 90 15 13,5 11,5 8,5 4,5 8
9 0 - 1 0 0 16,5 15 12 • 9 5
8
1 0 0 - 1 1 0 18 16 13 10 5,5
' *8
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Feststellen des Schmierstoffvorrats mittels Peilstab.
2) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach vorstehender Tabelle.
(Tabelle gilt für 15% Beimischung.)
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen während der in vorstehender
Tabelle angegebenen Zeit.
Hierauf Mot or 3mal von 900 U/min kurz auf etwa 2000 U/min beschleu-
nigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min di e Schnellstoppvorrichtung
(Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Mot or zum Stillstand kommen zu
lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen
werden. Dann Mot or abstellen.
Nach einigen Minuten Abkühl zei t ist der Mot or bei geöffnetem Brand-
hahn und ausgeschalteter Zündung mit dem Anlasser 3—4 Umdrehungen
durchzudrehen. Durch dieses Verfahren soll vermieden werden, daß di e
— 45 —
Einspritzpumpe beim Anlassen des kalten Motors auf Fördermenge „ Nul l "
steht.
4) Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmierstoff auf 125 Liter auf-
füllen. (Höhe der Beimischung gleich der im Schmierstoffbehälter.)
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 6 Liter zu erhöhen. Für
7,5 % beträgt die Beimischung nur jeweils die Häl fte.
— 46 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 7
Do17P mit BMW 132 N ohne Mischanlage.
Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Zuzuschüttender Kraftstoff
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 1 h 1/2—1 h 1/4-1/2 h unter 1/2 h Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Mischzeit
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0 - 1 % 1-3% 3—7,5% 7,5—15%
Mischzeit
Liter Liter Liter Liter Liter Mi nuten
20— 30 5 4,5 4 2 3
3 0 - 40 7 6, 5,5 3 4
4 0 - 50 8,5 7,5 6,5 3,5 5
5 0 - 60 10 8 7,5 4 6
6 0 - 70 11,5 9 8,5 4,5 7
70— 80 13 11,5 9,5 5 8
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Feststellen des Schmierstoffvorrats mittels Peilstab.
2) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach vorstehender Tabelle.
(Tabelle gi l t für 15% Beimischung.)
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen während der in vorstehender
Tabelle angegebenen Zeit.
Hierauf Mot or 2mal von 800 U/min kurz auf Startleistung hochfahren, da-
mit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Motor abstelllen.
4) Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmierstoff auf 90 Liter auf-
füllen. (Höhe der Beimischung gleich der im Schmierstoffbehälter.)
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 4,5 Liter zu erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Beimischung nur jeweils die Hälfte.
— 47 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 8
Do17M, U und Z mit BMW 323 A und P ohne Mischanlage.
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Feststellen des Schmierstoffvorrats mittels Peilstab.
2) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach vorstehender Tabelle.
(Tabelle gilt für 15% Beimischung.)
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C~ beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min während der in vorstehender Tabelle an-
gegebenen Zeit laufen lassen.
Hierauf Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf 100%-Leistung hochfahren,
damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
4) Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmierstoff auf 90 Liter auf-
füllen. ( Do17M auf 82 Liter.) (Höhe der Beimischung gleich der im
Schmierstoffbehälter.)
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 4,5 Liter zu erhöhen
für 7,5 % beträgt die Beimischung nur jeweils die Hälfte.
Mischer
der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt des
Schmierstoff-
Zuzuschüttender Kraftstoff
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Mischzeit
behälters
nach dem
Fluge
über 1 h 1/2—1 h 1/4— 1/2h
unter 1/2h Mischzeit
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Mischzeit
behälters
nach dem
Fluge
0—1 % 1—3% 3—7,5% 7,5—15%
Mischzeit
Li t er Li t er Li t er Li t er Li t er Mi nut e
20— 30 5 4,5 4 2
41/4
30— 40 7 6 5,5 3 6
4 0 — 50 8,5 7,5 6,5 3,5
71/2
5 0 — 60 10
8 7,5 4 9
60— 70 11,5 9 8,5 4,5 10
70— 80 13 11,5 9,5 5 10
- 48 -
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 9
Ju52 mit BMW 132 A ohne Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Ju52
Flugzeit
15% 7,5%
Flugzeit
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
über 2 St u n d e n 55 10 60
11/ 2 bi s 2 St u n d e n 57 61 4
1 bi s 11/ 2 St u n d e n 58 6,5 61 3,5
1/ 2 bi s 1 St u n d e 60 5 62 2,5
unt er 1/ 2 St u n d e 62 63 1,5
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Zuzuschüttender Kraftstoff
Inhalt des
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Schmierstoffbehälters
über 2 h 11/2-2 h 1 - 1 % h 1/2-l h unter 1/2 h
nach dem Fluge oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffs beträgt:
0—1 % 1—3% 3- 6% 6—9% 9—15%
Liter Liter Liter Liter Liter Liter
10—20 3 2,5 2 1,5 1
2 0 - 3 0 4,5 3,5 3 2,5 1,5
30—40 6 5 4 3 2
4 0 - 5 0 8 7 5 4,5 2,5
5 0 - 6 0 10 8 6,5 5 3
Hi erauf Schmi erstoffbehäl ter m. ver dünnt . Schmi erstoff auf 65 Liter auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter)
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
B. Mischen der im Schmierstoffbe- A. Mischen des gesamten Schmier-
stoffbehälterinhalts.
1) Nach Rückkehr vom Fluge
Schmierstoff entsprechend der ge-
fl ogenen Zeit gemäß vorstehen-
der Tabelle A auffüllen.
hälter befindlichen Restmenge.
1) Schmierstoffvorrat am Peilstab ab-
lesen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
3
5
- 8
— 49 —
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
nach vorstehender Tabel l e A bzw. B zum Schmierstoff zuschütten.
(Tabelle B gilt für 15% Beimischung.)
3) Schmierstoff durch die Tankfüllöffnung gut mischen. Es eignet sich hierzu
beispielsweise eine an einem Stabe befestigte durchlöcherte Scheibe, di e
so beschaffen sein muß, daß sie auch durch di e in der Schottwand
befindlichen Öffnungen geführt werden kann.
4) Motor anlassen und drei Minuten lang mit 800 U/min laufen lassen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhal ten, sind die Werte
für di e Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 3,5 Liter zu erhöhen.
4 — 3870
besuchen Sie unsere Webseite auf www.cockpitinstrumente.de
— 50 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 10
He 51 mit BMWVI Baur . 7 und 9 ohne Mischanlage.
Flugzeit
He 51
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
3/4 bis 1 Stunde 22 25 2,5
1/2 bis
3/3 Stunde 23 4 25 2
1/4 bis
1/2 Stunde 24 26 1,5
unter 1/4 Stunde 25 2 26 1
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraflstoff
nach vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten.
3) Mot or anlassen und 6 Minuten lang mit 700 U/min laufen lassen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 20 %) um 1 Liter zu erhöhen.
5
3
— 51 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 11
Hs123 mit BMW 132 A ohne Mischanlage.
Flugzeit
Hs 123
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
über 1 St unde 32 8 36 4
3/ 4 bi s 1 St u n d e 33 6,5 37 3,5
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 36 4 38 2
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e 36 3,5 38 1,5
unt er 1/ 4 St u n d e 38 2 39 1 -
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
nach vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten. (Beim Auffüllen
ist ein Winkeltrichter zu verwenden.)
3) Mot or anlassen und 6 Minuten lang mit 800 bis 1000 U/min laufen
lassen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhal ten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 20%) um 2 Liter zu erhöhen.
— 52 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 12
W34hi mit BMW 132 A ohne Mischanlage.
Flugzeit
W 34 hi
Flugzeit
15% 7,5%
Flugzeit
Schmierstoff Kraftstoff Schmierstoff Kraftstoff
Flugzeit
Liter Liter Liter Liter
über 2 Stunden
1 1/2 bis 2 St unden
1 bis 11/2 St unden
1/2 bis 1 Stunde
unter 1/2 Stunde
Mischen von Kraft- und
50
51
53
55
56
Schmierstoff
9
8
6
4
3
im Schmiersto
55
55
56
57
57
fftank.
4,5
4
3 -
2 .
1,5
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Kraftstoff
nach vorstehender Tabelle zum Schmierstoff zuschütten.
3) Schmierstoff und Kraftstoff durch die Tankfüllöffnung gut mischen.
4) Mot or anlassen und 3 Minuten lang mit 800 U/min laufen lassen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 3 Liter zu erhöhen.
— 53 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35} beachten.
Mi schanwei sung 13
Ju86G und E mit BMW 132 N ohne Mischanlage.
Vorrat
im Öltank des
Flugzeuges
Zuzuschüt t ender Kraftstoff
Wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges
betrug:
Mischzeit
Vorrat
im Öltank des
Flugzeuges
über 1 1/2 h 1-11/2 h 1/2-1 h unter 1/2 h
Liter Liter Liter Liter Liter Minuten
20
30
40
50
55
3,5
5
7
9
4
5
6
4
5
3
4 .
5
6
5
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge: Feststellen des Schmierstoffvorrates im Tank
mittels Peilstab.
2) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach vorstehender Tabelle.
(Zum Auffüllen ist geeigneter Trichter zu verwenden.) Während des
Zuschüttens soll di e Temperatur des Schmierstoffes im Tank 30°—40° C
betragen. (Tabelle gilt für 15% Beimischung.)
3) Mot or anlassen und mit 800 bis 1000 U/min während der in vorstehender
Tabelle angegebenen Mischzeit laufen lassen.
4) Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmierstoff auf 60 Liter auffüllen.
(Höhe der Beimischung gleich der im Schmierstoff behalten)
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um 3 Liter zu erhöhen.
Für 7,5 % beträgt die Beimischung nur jeweils di e Hälfte.
2
3
— 54 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 15
Do17E und F mit BMWVI Baur . 7 und 9 ohne Mischanlage.
Do 17 E Do 17 E u. F
Schmierstoffbehälter Schmierstoffbehälter
Rauminhalt 55 Liter Rauminhalt 77 Liter
Flugzeit
15% 7,5% 15% 7,5%
Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft- Schmier- Kraft-
stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff stoff
Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter Liter
über 2 St d. 38 7 41 3,5 55 10 60
11/2 bi s 2 St d. 39 6,5 42 3 57 8 61 4
1 bi s 1 1/2 St d. 40 5,5 43 2,5 58 7 62 3,5
1/2 bi s 1 St d. 41 4 43 2 60 5,5 62
1/4 bi s 1/2 Std. 43 . 2 44 1 62 3 63 1,5
unt er 1/ 4 St d. 44 1 44 0,5 63 1,5 63 1
Do 17 F
Schmierstoffbehälter
Rauminhalt 110 Liter
Flugzeit
15% 7,5%
Schmier- Kraft- Schmier- Kraft-
stoff stoff stoff stoff
Liter Liter Liter Liter
über 2 St d. 72 13 78 6,5
1 1/2 bi s 2 St d. 76 9 80 4,5
1 bi s 11/2 St d. 78 7
81 3,5
Yz bi s 1 St d. 80 5 82 2,5
1/ 4 bi s 1/ 2St d. 81 4 83 2
unt er 1/ 4 St d. 83 2 84 1
Mischen von Kraft- und Schmierstoff im Schmierstofftank.
1) Nach Rückkehr vom Fluge restlichen Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
feststellen.
2) Ablassen des Schmierstoffes durch Schnellablaß in sauberes Mischgefäß.
Der Schmierstoffinhalt im Mischgefäß ist — falls erforderlich —
für Do 17 E auf 38 Liter
für Do17E und F mit 77-Liter-Behälter auf 55 Liter
für Do17F mit vergrößertem Behälter (110 Liter) auf 72 Liter
zu ergänzen.
5
3
— 55 —
3) Zuschütten von Kraftstoff zum Schmierstoff nach Tabelle.
www.cockpitinstrumente.de
4) Mittels geeignetem Rührstab solange rühren, bis eine gute Durch-
mischung festgestellt wi rd. Während des Mischens soll di e Schmier-
stofftemperatur 20° bis 40° C betragen.
5) Auffüllen des gemischten Schmierstoffes.
6) Motor anlassen und vier Minuten lang mit 800 U/min laufen lassen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind die Wert e
für Kraftstoffbeimischung (für 15%) um
2 Liter für Do 17 E
3,5 Liter für Do 17 E und F
4,5 Liter für Do 17 F
zu erhöhen.
Für 7, 5% beträgt die Beimischung nur jeweils di e Hälfte.
— 56 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 18
Schul- und Reiseflugzeuge
Gül ti g für Flugzeuge ohne Mischanlage
(soweit eine Mischanweisung für di e betreffenden Flugzeuge nicht bereits
vorhanden ist)
mit fol genden Mot or en:
As 10
BMW VI Baureihe 7 und 9
BMW 132 (Vergasermotor)
Jumo210
Junker L 5 G
Sh 14
Hm 500/504
Gnome— Rhone 14 M
Renault 6 Q.
1) Nach Rückkehr vom Fluge restlichen Schmierstoff aus dem Tank ablassen.
Ist keine Ablaßmöglichkeit vorhanden, muß der Schmierstoff abgesaugt
oder ausgepumpt werden.
2) Verdünnten Schmierstoff (siehe Vorbemerkungen Punkt 1) auf vor-
geschriebene Füllmenge (wie bisher) auffül l en.
3) Mot or anlassen und drei Minuten lang mit 800 bis 1000 U/min laufen
lassen. (Bei Sh 14 und Hm 500/504 zehn Minuten.)
Soll bei der Kaltstartvorbereitung — wi e es meist der Fall sein wi rd — der
aus den Flugzeugen abgelassene und gesammelte Schmierstoff zur Mischung
verwendet werden, ist wi e fol gt zu verfahren:
Da je nach gefl ogener Zeit des einen oder des anderen Flugzeuges im
abgelassenen und zusammengeschütteten Schmierstoff noch Kraftstoff von
der vorhergehenden Kaistartvorbereitung enthalten sein kann, muß vor dem
Zuschütten des Kraftstoffes eine Schmierstoffprobe entnommen und mittels
Auslaufviskosimeter auf Kraftstoffgehalt untersucht werden (siehe „Be-
stimmung des Kraftstoffgehaltes im Schmierstoff mittels Auslaufviskosimeter"
Abschn. II A 6). Wi r d der gesammelte Schmierstoff durch frischen Schmier-
stoff ergänzt, so ist zunächst alter und frischer Schmierstoff vor Entnahme
der Probe zu mischen. Die auf Grund der Probe noch im Schmierstoff
enthaltene Kraftstoff menge muß von der nach der Vorschrift zuzumischen-
den abgezogen werden.
— 57 —
B e i s p i e l : Aus mehreren Flugzeugen gleichen oder verschiedenen Bau-
musters werden in einem Mischgefäß 50 Liter Schmierstoff gesam-
melt. Diese werden durch 20 Liter frischen Schmierstoffs ergänzt.
Nach dem Mischen des al ten und frischen Schmierstoffes beträgt
gemäß Viskosimeterprobe der Kraftstoffgehalt 5 %, d. h. in
100 Litern Kraftstoffschmierstoffmischung sind 5 Liter Kraftstoff ent-
halten. Um zu ermitteln, wi evi el Kraftstoff im Schmierstoff des.
Mischgefäßes (70 Liter) noch enthalten ist, sucht man auf Tafel II
im Anhang auf der waagerechten Achse den Inhalt des Misch-
gefäßes, z. B. 70 Liter, und auf der senkrechten Achse den Kraft-
stoffgehalt 5 %. Geht man von dem ersten Punkt senkrecht nach
oben und dem zwei ten waagerecht nach rechts, so erhält man im
Schnittpunkt der beiden Linien den Kraftstoffgehalt des Schmier-
stoffes in Litern, im Beispiel 3,5 Liter. Wär e kein Kraftstoff im
Schmierstoff gewesen, so hätte man zu den 70 Litern Schmierstoff
12,5 Liter Kraftstoff zufügen müssen (15%). Da noch 3,5 Liter
Kraftstoff enthalten sind, dürfen daher nur 12,5—3,5 = 9Liter zu-
gefügt wer den; sie sind mit dem Schmierstoff gut zu vermischen.
Beim Kaltanlassen der mit verdünntem Schmierstoff versehenen Motoren
darf beim Beschleunigen der für das betreffende Motormuster vorgeschrie-
bene Höchstwert für Schmierstoffdruck nicht überschritten werden.
— 58 —
b) Mit Mischanlage
Anweisung 1 a Bf 109 E und F2
Anweisung 1 b Bf 109 F4 und G
Anweisung 2 a Bf 110 C und D
Anweisung 2 b
Bf 110 F und G
Anweisung 3 a Ju87 B 1, B2 und
Anweisung 3 b Ju 87 D
Anweisung 4 a Hs 126
Anweisung 5 a He111 P und D
Anweisung 5 b He 111 E, F u. H
Anweisung 5c He111 H6
Anweisung 6a Ju 88 A 1—3 u. . A5
Anweisung 6 b Ju 88 A—4
Anweisung 7 a Do 17 P
Anweisung 8 a Do 17 U und Z
Anweisung 8 b Do 17 M
Anweisung 14 a Fi 156
Anweisung 16 a Do 215
Anweisung 17 a Do 217 A
Anweisung 18 a Ar 96 B
Anweisung 19a Hs129 A
Anweisung 19b Hs129 B—1
Anweisung 20 a Fw 189 A und C
Anweisung 21 a FW 200
Anweisung 22 a Fw 190
Anweisung 23 a Do 217 E 1 u. E2
Anweisung 24 a Me210
Anweisung 25 a Ju88
Anweisung 26 a He 177
Anweisung 27 a Bf 108
Anweisung 28 a FW 58
Anweisung 29 a Go244
mit DB 601 A bzw. DB 601 N
mit DB 601 E bzw. DB 605
mit DB 601 A bzw. DB 601 N
mit DB 601 F bzw. DB 605
R 1, R2 mit Jumo 211
mit Jumo 211 J
mit Bramo 323 A und Q
mit DB 601 A
mit Jumo 211
mit Jumo 211 F
mit Jumo 211 BG
mit Jumo 211 F und J
mit BMW 132 N
mit BMW 323 A und P
mit BMW 323 A
mit As 10C
mit DB 601 A
mit DB 601 A
mit As 410 A
mit As410 A
mit Gnome-Rhone 14 M
mit As 410
mit BMW 323 P
mit BMW 801
mit BMW801 (Vor-u.Rücklaufmischung)
mit DB 601 F
mit BMW 801
mit DB 606
mit As 10 C
mit As 10C
mit Gnome-Rhone 14 M
— 59 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 1a
Bf 109 E und F2 mit DB 601 A bzw. DB 601 N mit Mischanlage.
Flugzeit
Bf 109 E Bf 109 F2
Flugzeit
20
%
10% 20% 10%
Flugzeit
Schmier-
stoff
Öffnungs-
zeit
d.Hahnes
Schmier-
stoff
Öffnungs-
zeit
d.Hahnes
Schmier-
stoff
Öffnungs-
zeit
d.Hahnes
Schmier-
stoff
Öffnungs-
zeit
d.Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec Liter min sec Liter min sec
über 1 St d.
3/4 bi s 1 St d.
1/2 bi s 3/4 St d.
1/4 bi s 1/2 St d.
unt er 1/ 4 St d.
22
23
24
25
26
3 30
3 —
2 30
2 —
1 15
26
26
27
27
28
1 45
1 30
1 15
1 —-
0 30
25
26
27
28
30
4 —
3 30
3 —
2 30
1 30
29
29
30
30
31
2 —
1 45
1 30
1 15
0 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des Motors
soll in j edem Fall f ür Bf109E ni cht unter 3 1/2 min (für Bf109F 4 min) betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der geflogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabel l e auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigten!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 800 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 5 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um 1 min zu erhöhen.
— 60 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 1b
Bf 109 F4 und G mit DB 601 E bzw. DB 605 mit Mischanlage.
Flugzeit
Bf 109 F4 u. G
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e 27 30 31 1 45
3/ 4 bi s 1 St unde 28

32 1 30
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 29 2 30 33 1 15
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e 31 2

34 1 —
unt er 1/ 4 St u n d e 3 3 , 1 15 35 0 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in j edem Fall ni cht unter 3 1/2 mi n betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 22 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,3—1,8 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigten!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 800 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, damit al l e Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25% zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um 1 min zu erhöhen.
3
3
— 61 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 2a
Bf 110 C und D mit DB 601 A bzw. DB 601 N mit Mischanlage.
Flugzeit
20%
10%
Flugzeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff '
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St unde 33 4 30 37 ; 2 15
3/ 4 bi s 1 St unde 34 4 38 2 • —
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 35 15 38 1 45
1/ 4 bi s 1/ 2St unde
37 30 39 1 15
unt er 1/ 4 St u n d e
39 1 30 40 0 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in j edem Fall ni cht unter 41/2 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt l Liter in 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der geflogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigten!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 800 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um 1 min zu erhöhen.
3
2
— 62 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 2b
Bf 110 F und G mit DB 601 F bzw. 605 mit Mischanlage.
20
%
10 %
Flugzeit
Öffnungszeit Öffnungszeit
Flugzeit
Schmierstoff des Hahnes Schmierstoff des Hahnes
Liter min sec Liter min sec
über 1 Stunde 25 3 15 30 1 30
3/4 bis 1 Stunde 27 2 30 31 1 15
bis 3/4 Stunde 29
2
32
1/4 bis 1/2 Stunde 30 1 30 32 - 45
unter 1/4 Stunde 32 1 — 33 — 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstellen des Motors soll in keinem
Fall unter 3 1/4 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 22 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20 und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,3—1,8 kg/cm
2
- betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Motor 3mal von 800 U/min kurz auf 100%
Leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmier-
stoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 5 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20%) um 45 sec zu erhöhen.
1
— 63 —
www.cockpitinstrumente.de
— 64 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 3 a
Ju87B1, B2 und R1, R2 mit Jumo211 mit Mischanlage.
Für Ju 87 B1 nur bei vergrößertem Schmierstoffbehälter (551)
Ju 87 B1 , B2
Fl ugzei t
20% 10%
Fl ugzei t
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Fl ugzei t
Liter min sec Liter min sec
über 1 1/ 2 St unde 37 20 42 1 40
1bi s 1 1/ 2 St u n d e
, -38 2 50 43 1 25
3/ 4 bi s 1 St u n d e 40 2 20 43 1 10
1/ 2 bi s 3/ 4 St unde 41 2

44 1 —
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e
42 1 40 44 — 50
unt er 1/ 4 St u n d e 43 1 20 45 - 40
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in j edem Fall f ür Ju 87 B 1, B2 ni cht unt er 3 1/2 betragen.
Ju 87, R 1, R2
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n 68 4 — 74 2 —
1 1/ 2 bi s 2 St u n d e n 70 3 30 75 1 45
1 bi s 11/ 2St unden 71 3 — 75 1 30
1/ 2 bi s 1 St u n d e 72 2 30 76
unt er 1/ 2 St u n d e 75 1 30 78 - 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll i n j edem Fall f ür Ju 87 R 1 , R 2 ni cht unter 5 1/2 mi n betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 20 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff gemäß vorstehender Tabelle
auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,1—1,3 kg/cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3
1 15
— 65 —
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 900 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min Schnell-
stoppvorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Mot or zum Stillstand
kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmier-
stoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 5 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um
45 sec für Ju87B1, B2 und
1 min für Ju87R1, R2
zu erhöhen.
5 — 3870
— 66 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 3b
Ju 87 D mit Jumo211J mit Mischanlage.
Flugzeit
20% 1 0 %
Flugzeit Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 11/ 2 St u n d e 35 4 30 40 2 15
1 bi s 11/ 2 St unde 36 4 — 40 2 —
3/ 4 bi s 1 St u n d e 38 3 — 41 1 30
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 39 2 30 42 1 15
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e 40 2 15 42 1 —
unt er 1/ 4 St unde 41 1 45 43 — 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in j edem Fall ni cht unter 41/2 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 27 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff auf 35 Liter auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 900 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min Schnellstopp-
vorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Mot or zum Stillstand
kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff
versehen werden. Dann Motor abstellen.
Dabei ist der Mot or nicht mit dem Schnellstopp abzustellen. Sollte
der Mot or wegen Glühzündungen nicht stehenbleiben, dann ist
normal mit Schnellstopp abzustel l en; nach einigen Minuten Abkühl -
zeit ist der Motor bei geöffnetem Brandhahn und ausgeschalteter
Zündung mit dem Starter drei bis vier Umdrehungen durchzudrehen.
Durch dieses Verfahren soll vermieden werden, daß di e Einspritz-
pumpe beim Anlassen des kalten Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25%. z u erhalten, sind di e
Öffnungzei ten des Mischhahnes (für 20%) um 1 min zu erhöhen.
— 67 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 4 a
Hs126 mit BMW 323 A und Q mit Mischanlage.
Flugzeit
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e 33 3 30 36 2 —
3/ 4 bi s 1 St u n d e 34
37 1 45
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 35 2 30 37 1 30
1 / 4 bi s1/ 2 St unde 36 2
— 38 1 15
unt er 1/ 4 St unde 37 1 30 38 1 —
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in j edem Fall 5 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff gemäß vorstehender Tabelle
auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor'
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 0,7—1,0 kg/cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3] Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf 100%-
Leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmier-
stoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g - . Um eine Beimischung von 2 5 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um 1 min zu erhöhen.
5*
— 68 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 5a
He111 P und D mit DB601 mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes des Hahnes
Flugzeit für 15% Beimischung für 7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n 90 7 30 95 3 45
11/ 2 bi s 2 St u n d e n 92 45 98
3 30
1 bi s 1 1/ 2 St u n d e n 93 45 98
2 45
1/ 2 bi s 1 St u n d e 97 4 15 100 2 —
unt er 1/ 2 St u n d e 100 2 15 102 1 —
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 7 1/2 mi n betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2 h 11/2-2 h 1-1 1/2 h 1/2-1 h unter 1/2 h
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0—1% 1-3% 3- 6% 6- 9% 9—15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
20— 30 2 30 2 15 2 — . 1 15 - 45
30— 40 3 30 3 15 2 45 1 45 1 -
4 0 —5 0 4 15 3 45 3 15 2 15 1 15
50— 60 5 — 4 30 3 45 2 45 1 30
60— 70 5 45 5 15 4 15 3 15 1 45
7 0 - 80 6 30 6 — 4 45 3 45 2 —
8 0 - 90 7 30 6 45 5 45 4 15 2 15
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 5 mi n betragen.
Hi erauf Schmi er st of f behäl t er n. verdünnt em Schmi erstoff auf 105 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter 30 sec.
5
6
— 69 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Abwei chung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle A
bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung.) Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 800 U/min
kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit
verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min 30 sec. zu
erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
Stoffbehälterinhaltes.
ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der geflogenen
Zeit gemäß vorstehenderTabelle A
auffüllen.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter feststellen.
— 70 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 5 b
He111 E, F und H (außer H 6) mit Jumo211 mit Mischanlage.
Tabel l e A Mi schen des gesamten Schmi erst of f behäl t eri nhal t es
Flugzeit
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 15% Beimischung
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 7,5% Beimischung Flugzeit
Liter I min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n
1 1/ 2 bi s 2 St u n d e n
1 bi s 11/ 2 St u n d e n
1/ 2 bi s 1 St u n d e
unt er 1/ 2St unde
Di e Lauf zei t des Mot o
Mot or s sol l i n kei nem
90
92
93
97
100
rs v om Öf f ne
Fal l unt er 51/ 2
5 30
5 —
4 15
3 —
1 45
n des Hahne
mi n bet r ag
95
98
98
100
102
s bi s z u m A
en.
2 45
2 30
2 —
1 30
1 —
bst el l en des
Tabel l e B Mi schen der im Schmi erstoffbehäl ter befi ndl i chen Restmenge
Inhalt [
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öf f nungszei t des Mi schhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt [
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2 h 1 1/2-2 h
1-1/2 h 1/2-1 h
unter 1/2 h
Inhalt [
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt [
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0—1% 1-3% 3- 6% 6- 9% 9—15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
2 0 - 30 2 — 1 45 1 30 1 — - 30
30— 40 2 30 2 15 2 — 1 15 — 45
40— 50 3 — 2 45 2 30 1 45 1 —
50— 60 3 45 3 15 2 45 2 - 1 —
60— 70 4 15 3 45 3 — 2 30 1 15
70— 80 4 45 4 30 3 30 2 45 1 30
80— 90 . 5 30 5 — 4 15 3 — 1 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 4 mi n betragen.
Hierauf Schmi er st of f behäl t er n. verdünnt em Schmi erstoff auf 105 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der im Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 22 sec.
— 71 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabelle A
bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Tabelle B gilt für 15%.)
Gegen Ende des Mischlaufes Motor 3mal von 900 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min Schnellstopp-
vorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Motor zum Stillstand
kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff
versehen werden. Dann Motor abstellen.
Dabei ist der Mot or nicht mit dem Schnellstopp abzustellen. Sollte
der Motor wegen Glühzündungen nicht stehenbleiben, dann ist
normal mit Schnellstopp abzustel l en; nach einigen Minuten Abkühl -
zeit ist der Mot or bei geöffnetem Brandhahn und ausgeschalteter
Zündung mit dem Starter drei bis vier Umdrehungen durchzudrehen.
Durch dieses Verfahren soll vermieden werden, daß di e Einspritz-
pumpe beim Anlassen des kalten Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min zu erhöhen.
Für 7,5 % beträgt die Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
stoffbehälterinhaltes.
ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der geflogenen
Zeit gemäßvorstehenderTabel l e A
auffüllen.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter feststellen.
— 72 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 5c
He111 H6 mit Jumo211 F mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit für 15% Beimischung
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 7,5% Beimischung
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n 90
95 4 —
1 1/2 bi s 2 St u n d e n 92 7 15 98 3 30
1 bi s 1 1/2 St u n d e n
93
15 98 3 —
1/ 2 bi s 1 St u n d e
97 4 15 100 2 —
unt er 1/ 2 St u n d e
100
30 102 1 15
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 51/2 min betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhal t
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges
betrug: Inhal t
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
über 2 h 1 1/2 -2h 1-11/2 h 1/2-1 h
unter 1/2 h
Inhal t
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhal t
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
0- 1 % 1-3% 3- 6% 6- 9% 9—15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
20— 30
2 45 2 30 2 00 1 30 0 45
30— 40
3 30 3 15 3 00 1 45 1 00
40— 50
4 15 4 00 3 30
2 30 1 30
50— 60
5 15 4 45 3 45 3 00 1 30
60— 70
6 00 5 15 4 15 3 30 1 45
70— 80
6 45 6 30 5 00 4 00 2 00
8 0 - 90
8 00 7 15 6 15 4 15 2 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 4 min betragen.
Hierauf Schmi erstoffbehäl ter m. verdünnt emSchmi erst of f auf 105 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 32sec.
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
6
8
— 73 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
stoffbehälterinhaltes. .. ter befindlichen Restmenge.
Für" 7,5 % beträgt die Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
die Häl fte.
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
stoff entsprechend der gefl ogenen feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
Zeit gemäßvorstehenderTabel l eA stoffgehalt im Schmierstoff mittels
auffüllen. Viskosimeter ermitteln.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabel l e A
bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Tabelle B gilt für 15% Bei-
mischung.) Gegen Ende des Mischlaufes Motor 3mal von 900 U/min kurz
auf etwa 2000 U/min beschleunigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min
Schnellstoppvorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Mot or zum
Stillstand kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min 15 sec. zu
erhöhen.
— 74 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 6a
Ju 88 A 1-3 und A 5 mit Jumo 211 B/G mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 15% Beimischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter min sec | Liter min sec
über 2 St u n d e n
1 1/ 2 bi s 2 St u n d e n
1 bi s 1 1/ 2 St u n d e n
1/ 2 bi s 1 St u n d e
unt er 1/ 2 St u n d e
107
109
112
115
120
9
8 —
6 30
5. —
2 15
115
117
118
120
122
4 30
4 —
3 15
2 30
1 15
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 9 mi n betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2 h 1 1/2- - 2 h 1—1 1/2 h 1/2 -1 h unter 1/2 h
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
O- 1% 1 - 3% 3- 6% 6- -9% 9—15%
Liter min sec min sec . min sec min sec min sec
2 0 - 30 2 30 2 15 2

1 15 0 45
3 0 - 40 3 30 3 15 2 45 1 45 1 —
40— 50 4 15 3 45 3 15 2 15 1 15
50— 60 5 —
4 30 3 45 2 45 1 30
60— 70 5 45 5 15 4 15 3 15 1 45
7 0 - 80 6 30 6

4 45 3 45 2 —
80— 90 7 30' 6 45 5 45 4 15 2 15
90—100 8 15 7 30 6 —
4 30 2 30
100—110 9 —
8 6 30 5

2 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 5 mi n betragen.
Hi erauf Schmi erst of f behäl t erm. verdünnt em Schmi erstoff auf 125 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
— 75 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
stoffbehälterinhaltes. ter befindlichen Restmenge.
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
stoff entsprechend der gefl ogenen feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
Zeit gemäßvorstehenderTabel l e A stoffgehalt im Schmierstoff mittels
auffüllen. Viskosimeter ermitteln.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/ cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabelle A
bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Tabelle B gilt für 15% Bei-
mischung.) Gegen Ende des Mischlaufes Motor 3mal von 900 U/min kurz
auf etwa 2000 U/min beschleunigen, ferner 3mal bei etwa 1400 U/min
Schnellstoppvorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne Motor zum
Stillstand kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
Nach einigen Minuten Abkühlzeit ist der Mot or bei geöffnetem
Brandhahn und ausgeschalteter Zündung in „reich"-Stellung mit dem
Anlasser 3—4 Umdrehungen durchzudrehen. Durch dieses Verfahren
soll vermieden werden, daß di e Einspritzpumpe beim Anlassen des
kalten Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 3 min zu erhöhen.
Für 7,5 % beträgt die Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Häl fte.
— 76 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 6b
J u88A4 mit Jumo211 F und J mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
des Hahnes
Flugzeit für 15% Beimischung für 7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n 90 9 30 98 4 45
1 1/2 bi s 2 St u n d e n 90 15 98 4 —
1 bi s 1 1/2 St u n d e n 93 6 45 99 3 30
1/ 2 bi s 1 St unde 95
l

100 2 30
unt er 1/ 2 St u n d e 100

102 1 30
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unt er 9 mi n bet ragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Öffnungszeit des Mischhahnes
Innal t
des Schmi erstoff-
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug: Innal t
des Schmi erstoff-
behäl ters
über 2 h 1 1/2—2 h 1-1 1/2 h
1/2—1 h
unter 1/2 h
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstöffgeh alt des Schmierstoffes beträgt:
nach dem
Fluge
0—1% 1-3% 3- 6% • 6- 9% 9-15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
2 0 - 3 0 3 — 2 45 2 15 1 30 1 —
3 0 - 4 0 4 — 3 45 3 15 2 — 1 15
40—50 5 — 4 30 3 45 2 30 1 30
50—60 5 45 5 15 4 30 3 15 1 45
6 0 - 7 0 6. 45 6 15 5 — 3 45 2 —
70—80 7 30 7 — 5 30 4 30 2 15
8 0 - 9 0 8 45 8 — 6 45 5 — 2 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 5 mi n betragen.
Hi erauf Schmi erst of f behäl t erm. verdünnt em Schmi erstoff auf 105 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter)
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 35 sec.
6
3
8
— 77-
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 900 U/min gemäß vorstehender Tabelle A
bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15% Bei-
mischung). Gegen Ende des Mischlaufes Motor dreimal von 900 U/min
kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen, dabei Drehzahlwahlhebel von
kleinste auf größte Drehzahl verstellen, ferner dreimal bei etwa
1400 U/min Schnellstoppvorrichtung (Brandhahn) kurz betäti gen, ohne
Mot or zum Stillstand kommen zu lassen, damit alle Reglerorgane mit
verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
Nach einigen Minuten Abkühlzeit ist der Mot or bei geöffnetem
Brandhahn und ausgeschalteter Zündung in „reich"-Schaltung mit
dem Anlasser 3—4 Umdrehungen durchzudrehen. Durch dieses Ver-
fahren soll vermieden werden, daß di e Einspritzpumpe beim Anlassen
des kalten Motors auf Fördermenge „ Nul l " steht.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20%, zu erhalten, sind di e
Öf f nungszei t en des Mischhahnes (für 15%) um 3 min zu erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
stoffbehälterinhaltes. ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäßvorstehenderTabel l e A
auffüllen.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
— 78 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 7a
Do17P mit BMW 132 N mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 15% Beimischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e
1/ 2 bi s 1 St u n d e
1/ 4 bi s 1/ 2St unde
unt er 1/ 4 St u n d e
77
79
80
85
6 30
5 45
4 45
2 30
83
84
85
87
3 15
3 — -
2 30
1 15
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 6 1/2 mi n betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 1 h 1/ -1 h 1/4 - 1/2 h unter 1/2 h
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0 - 1% 1 - 3 % 3--7,5% 7,5—15%
Liter min sec min sec min sec min sec
2 0 - 3 0 2 30 2 15 2

1 —
30—40 30 3 — 2 45 1 30
40—50 4 15 3 45 15 1 45
50—60 4

45 2 —
60—70 5 45 4 30 4 15 2 15
7 0 - 8 0 6 30 5 45 4 45 2 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in keinem Fall unter 5 min betragen.
Hierauf Schmi erst of f behäl t erm. verdünnt em Schmi erstoff auf 90 Liter auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter)
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
— 79 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
A bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Motor zwei mal von 800 U/min
kurz auf Startleistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit ver-
dünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhal ten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min 15 sec zu
erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
stoffbehälterinhaltes. ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäßvorstehender Tabelle A
auffüllen.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
— 80 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 8a
Do17U und Z mit BMW 323 A und P mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff Öffnungszeit
des Hahnes
für 15% Beimischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung
Flugzeit
Liter min sec • Liter min sec
über 1 St unde
1/ 2 bi s 1 St unde
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e
unt er 1/ 4 St u n d e
Di e Lauf zei t des Mot or s
Mot or s sol l i n kei nem
80
82
84
88
v o m Öf f ne
Fal l unt er - 5
T —
6 -
5 15
3 -
n des Hahne
mi n bet r agen
88
89
90
92
s bi s z u m A
3 30
3 —
2 45
1 30
bst el l en des
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 1 h 1/2—1 h 1/4—1/2 h unter 1/4 h
Inhalt
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0- 1 % 1-3% 3—7,5% 7,5—15%
Liter
2 0 - 3 0
3 0 - 4 0
40—50
5 0 - 6 0
60—70
7 0 - 8 0
8 0 - 9 0
Di e Lauf zei t des Mot o
Mot or s sol l i n kei nem
Hi er auf Sc hmi er s t of f beh
( Höhe der Bei mi s c hun
min sec
2 30
3 30
4 15
5 —
5 45
6 30
7 —
r s v om Of f ne
Fal l unt er 5
äl t er m. v er dü
g gl ei ch der
min sec
2 15
3 -
3 45
4 15
4 45
5 30
6 .. —
n des Hahne
mi n bet r ager
n n t e mSc h mi
i m Sc h mi e r s t
min sec
2 —
2 45
3 15
3 45
4 15
4 45
5 15
s bi s z u m
er st of f auf 95
of f behäl t er ) .
min sec
1 30
1 45
2 —
2 15
2 30
3 —
Abst el l en des
Li t er auf f ül l en
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
— 81 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,7—1,0 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3. Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
A bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Mot or zweimal von 1000 U/min
kurz auf 100%-Leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit ver-
dünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min 15 sec. zu
erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Häl fte.
stoffbehälterinhaltes. ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäßvorstehenderTabel l eA
auffül l en.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
8 — 3870
— 82 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 8b
D6 1 7 M mit BMW323A mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff
für 15% Be
Öffnungszeit
des Hahnes
imischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter min sec- Liter min sec
über 1 St u n d e
1/ 2 bi s 1 St u n d e
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e
unt er 1/ 4 St u n d e
70
72
74
78
6 30
5 30
4 45
2 30
76 -
77
78
80
3 15
-2 45
2 15
1 15
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 5 min betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 1 h 1/2 - 1 h 1/2 -1/2 h unter1/4h
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
. oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0- 1% 1 - 3 % 3--7,5% 7,5—15%
Liter
mi n. sec min sec min sec min sec
2 0 - 3 0 2 30 2 15 2
— 1 —
30—40 3 30 3 2 45 1 30
40—50 4 15 3 45 3 15 1 45
50—60 5

4 15 3 45 2 —
60—70 5 45 4 45 4 15 2 15
70-3-80 6 30 5 30 4 45 2 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in keinem Fall unter 5 mi n betragen.
Hi erauf Schmi erst of f behäl t erm. verdünnt em Schmi erstoff auf 82 Li terauffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der im Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
— 83 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier-
stoffbehälterinhaltes.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmier-
stoff entsprechend der geflogenen
Zeit gemäß vorstehenderTabelle A
auffüllen.
B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
ter befindlichen Restmenge.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,7—1,0 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
A bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Motor zweimal von 1000 U/min
kurz auf 100%-Leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit ver-
dünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min 15 sec. zu
erhöhen.
Für 7, 5% beträgt die Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
e *
1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
— 84 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 14a
,Fi 156 mit As 10 C.
Öl tank: Öl t ank:
18 Ltr. Schmi erstoff u. 4Lt r. Luft 11 Ltr. Schmi erstoff u. 4 Ltr. Luft
Öffnungs- Öffnungs- Öffnungs- Öffnungs-
Schmier- zeit Schmier- zeit Schmier- zeit Schmier- zeit
Flugzeit
stoff d.Hahnes stoff d.Hahnes stoff d.Hahnes stoff d.Hahnes
Flugzeit
f. 15% Beimischung f.7,5% Beimischung f. 15% Beimischung f.7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec Liter min sec Liter min sec
über 2 S t d . 15 5 15 16,5 2 30 9 3 30 10 1 45
1 1 / 2 bi s 2 S t d . 15 4 30 16,5 2 15 9 3 — 10 1 30
1 bi s 11/2 St d. 16 4 15 17 2 — 9 2 45 10 1 15
1/2 bi s 1 St d. 16 2 45 17 1 15 10 2 — 10,5 1 —
unt er 1/ 2 St d. 17 1 30 17,5 — 45 10 1 — 10,5 — 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des Motors
soll in kei nem Fall unter 8 min betragen
Acht ung! Die Rei chwei te ist bei Schmi erstoff-
verdünnung auf 4 Stunden beschränkt!
(Bei 18-Ltr.-Behälter)
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 1 min 36 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 0,2—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Dann Mot or abstellen.
— 85 —
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um
1 min 45 sec für 18 Liter Schmierstoff-Behälter
1 min 15 sec für 11 Liter Schmierstoff-Behälter
zu erhöhen.
— 86 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 16a
Do 215 mit DB 601 A mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff
für 15% Be
Öffnungszeit
des Hahnes
imischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter - min sec Liter min sec
über 2 St unden 72 6 30 78 3 15
1 1/2 bi s 2 1/2 St u n d e n 73
C
D

— 79
c
o

1 bi s 1 1/ 2 St u n d e n 75 4 45 80 2 30
1/ 2 bi s 1 St u n d e
78 c
o

45 81 2 .
unt er 1/ 2 St u n d e 80 2 —
83
1 .
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 5 min betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
über 2 h 11/2-2 h 1—1 1/2 h 1/2—\ h unter 1/2 h
Inhalt
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
• oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des Schmi erstoff-
behäl ters
nach dem
Fluge
0—1% 1—3% 3- 6% ' 6—9% 9—15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
2 0 - 3 0 2 30 2 15 2 — 1 15 0 45
30—40 3 30 3 15 2 45 1 45 1 —
4 0 - 5 0 4 15 3 45 3 15 2 15 1 15
50—60 5 — 4 30 3 45 2 4 5 ' 1 30
60—70 5 45 5 15 4 15 3 15 1 45
7 0 - 8 0 6 30 6 — 4 45 3 45 2
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unt er 5 min betragen.
Hi erauf Schmi erstoffbehäl ter m. verdünnt em Schmi erstoff auf 85 Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
A) Mischen des gesamten Schmier-
stoff behälterinhaltes.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmier-
stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäßvorstehenderTabel l e A
auffül l en.
B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
ter befindlichen Restmenge.
1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,1—1,3 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
A bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Motor dreimal von 800 U/min
kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit
verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g . - Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2. min 15 sec. zu
erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Häl fte.
— 88 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 17a
Do 217 A mit DB601 A mit Mischanlage.
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Schmierstoff
für 15% Be
Öffnungszeit
des Hahnes
imischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n
11/ 2 bi s 2 St u n d e n
1 bi s 1 1/ 2 St u n d e n
1/ 2 bi s 1 St u n d e
unt er 1/ 2 St u n d e
90
92
94
97
100
5 30
5 —
4 15
3 —
1 45
98
98
99
100
102
2 45
2 30
2 —
1 30
1 —
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 4 min betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn, die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
über 2 h 1 V 2 - 2 h 1—1% h 1 h
unter h
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhal t
des Schmi erstoff-
behälters
nach dem
Fluge
0- 1 % 1-3% 3- 6% 6- 9% 9-15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec
2 0 - 3 0 2 —
1 45 1 30 1 — — 30
3 0 - 4 0 2 30
2 15 2 — 1 15 — 45
40—50 3 —
2 45 2 30 1 45 1 —
5 0 - 0 0 3 45 3 15 2 45 2 - 1 —
60—70
4 15 3 45 3 — 2 30 1 15
70—80
4 45 4 30 3 30 2 45 1 30
80—90
5 30 5 — 4 15 3 — 1 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in keinem Fall unter 4 mi n betragen.
Hi eraufSchmi erstoffbehäl ter m. verdünnt em Schmi erstoff auf 105 Ltr. auf f ül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 22 sec.
— 89 —
Das Mischen kann auf zwei Arten erfolgen":
A) Mischen des gesamten Schmier- B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
1) Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,1—1,3 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
A bzw. B Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 800 U/min
kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit
verdünntem Schmierstoff versehen. werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 1 min 45 sec zu
erhöhen.
Für 7,5 % beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
stoff behälterinhaltes. ter befindlichen Restmenge.
stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäß vorstehenderTabelle A
auffüllen.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
— 90 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 18a
Ar96B mit As 410 A mit Mischanlage.
Flugzeit
Schmierstoff
für 15%. Be
Öffnungszeit
des Hahnes
imischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 Stunde
1/2 bis 1 Stunde
1/ 2 bi s 3/ 4 St unde
1/ 4 bi s 1/ 2 St unde
unt er 1/ 4 St unde
Di e Lauf zei t des Mot o
Mot or s sol l i n k ei nem
19
22
22
23
23
r s v om ö f f n e
Fal l unt er 6
6 -
5 - -
4 -
3 —
- 2
n des Hahne
mi n bet r agen
21
21
21
22
22
s bi s z u m /
3 —
2 30 "
2 ,
1 30
1 ... —
abst el l en des
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 1 min 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der geflogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,2—0,25 kg/cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf Steig-
leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmier-
stoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhal ten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min zu erhöhen.
— 91 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 19a
Hs 129 mit As 410 A mit Mischanlage.
Flugzeit
Schmierstoff
für 15% Be-
Öffnungszeit
des Hahnes
imischung
Schmierstoff
für 7,5% B
Öffnungszeit
des Hahnes
eimischung Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St unde
3/ 4 bi s 1 St u n d e
1/ 2 bi s 1/ 4 St u n d e
1/ 4 bi s 1/ 2 St unde
unt er 1 / 4 - St u n d e
Di e Lauf zei t des Mot o
Mot or s sol l i n kei nem
12,5
12,5
13
13
13
•s v o m Of f ne
Fal l unt er 4
4 45
4 30
4 15
4 —
3 30
n des Hahne
mi n bet r agen
12.5
12.5
13
13
13
s bi s z u m A
2 15
2 15
2 —
2 —-
1 45
bst el l en des
Der Kräftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 1 min 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabel l e auffüllen.
2) Wenn Schmiersfofffemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,2—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf Steig-
und Kampfleistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 1 min 30 sec zu
erhöhen.
— 92 —
Achtung ! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 19 b
Hs129B-1 mit Gnôme-Rhône 14 M mit Mischanlage.
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
Flugzeit
des Hahnes des Hahnes
Flugzeit für 15% Beimischun
"i
für 7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e 33 37 2 30
1/ 2 bi s 1 St u n d e 34 4 45 37 2 15
1/ 2 bi s 3/ 4 St unde 34 4 — 38
2 —
1/ 4 bi s 1/ 2St unde 37 2 30 39 1 15
unt er 1/ 4 St u n d e 38 1 30 39 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 7 mi n betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 40 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2. Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Schmier-
stoff-Überdruck -Ventil ziehen und einrasten. Mot or anlassen und mit
1200 U/min bei kleinster Steigung der Luftschraube laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 0,22—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3. Während des Motorl aufes mit 1200 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 3mal von 1200 U/min kurz auf etwa
• 2500 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhal ten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min zu erhöhen.
- 93 -
Achtung ! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 20a
Fw189A und C mit As 410 A mit Mischanlage.
Fw 189 C Fw 189 A
Offnungs- Offnungs- Offnungs- Öffnungs-
Schmier- zeit Schmier- zeit Schmier- zeit Schmier- zeit
Flugzeit
stoff
d.Hahnes
stoff
d.Hahnes
stoff
d.Hahnes
stoff
d.Hahnes
f.15% Beimischung f.7,5% Beimischung f.15% Beimischung f.7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec Liter min sec Liter min sec
über 1 St d. 14 2 45 15 1 30 16 3 17 1 30
3/4 bi s 1 St d. 14 2 30 15 1 15 16 2 45 17 1 15
1/2 bi s 3/4 St d. 14 2 15 15 1
— 17 2 30 17 1 15
1/4 bi s 1/2 St d. 14 2

15 1
— 17 2 15 17 1 —
unt er 1/ 4 St d. 14 1 30 15 - 45 17 1 45 17 — 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 5 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 50 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoff druck 0,2—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or 2mal von 1000 U/min kurz auf Steig-
und Kampfleistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 1 min zu erhöhen.
— 94 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 21a
Fw200 mit BMW 323 P mit Mischanlage.
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
des Hahnes
Schmierstoff
des Hahnes
Flugzelt
für 15% Beimischung ' für 7,5% Beimischung
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e 25 2 30 27 1 15
3/ 4 bi s 1 St u n d e 25 2 15 28 1 —
1/ 2
l
bi s % St u n d e 26 2
— 28 1 —
1/ 4 bi s 1/ 2 St u n d e 27 1 30
28 0 45
unt er 1/ 4 St unde 27 1 15 29 0 30
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 3 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 30 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,7—1,0 kg/ cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 1000 U/min kurz auf
100%-Leistung hochfahren, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 45 sec zu erhöhen.
Achtung! Vor bemer k ungen (Sei te 35) beacht en.
Mi schanwei sung 22 a
Fw190 mit BMW 801 mit Mischanlage.
20% 10%
Flugzeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Flugzeit
Liter min sec Liter min sec
über 1 St u n d e 36 4 30 42 2 15
3/ 4 bi s 1 St u n d e 37 4 00 44 2 00
1/ 2 bi s 3/ 4 St u n d e 38 30 44 1 4 5 .
1/ 4 bi s 1/ 2 St unde 40 00 45 1 30
unt er 1/ 4 St unde 43
2
00 45 1 00
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 22 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der geflogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 900 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 1,2—1,5 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
ist nachzustellen.
3) Während des Mo.torlaufes mit 1200 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
4) Nach Schließen des Mischhahnes Schalter für Luftschraubenautomatik
auf „Ei n" und Mot or zwei mal von Leerlauf auf 2000 U/min beschleunigen,
dabei an der Anzeigeuhr beobachten, ob Verstellschraube betätigt wi rd.
Danach Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhalten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20%) um 1 min 15 sec zu
erhöhen.
— 95 —
3
3
— 96 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mischanweisung 23a
Do217 E mit BMW801 mit Mischanlage (Vor- und Rücklaufmischung).
Tabelle A Mischen des gesamten Schmierstoffbehälterinhaltes
Flugzeit
Do 217 (für 180 Ltr. Füllmenge) Do 217 (für 205 Ltr. Füllmenge)
Flugzeit
Schmier-
stoff
f. 15% Be
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
mischung
Schmier-
stoff
f. 7,5% Bi
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
imischung
Schmier-
stoff
f.15%Be
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
mischung
Schmier-
stoff
f. 7,5% Be
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
imischung
Flugzeit
Liter | min sec Liter I min sec
Liter | min sec Liter | min sec
über 3 St d.
2 bi s 3 St d.
1 1/2 bi s 2 St d.
1 bi s 1 1/2 St d.
1/2 bi s 1 St d.
unt er 1/ 2 St d.
155
155
160
165
170
175
7 —
6 30
6 -
4 30
2 —
1 -
165
170
170
170
175
175
3 30
3 15
3 —
2 15
1 —
— 30
175
180
180
185
195
200
8 —
7 15
6 30
5 —
2 30
1 30
190
190
195
195
200
200
4 -
3 30
3 15
2 30
1 15
— 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des
Hahnes bis zum Abst el l en des Motors soll
in kei nem Fall unter 6 mi n betragen.
Die Laufzeit des Motors vom
Offnen des Hahnes bis zum Ab-
stellen des Motors soll in keinem
Fall unter 7 mi n betragen.
Tabelle B Mischen der im Schmierstoffbehälter befindlichen Restmenge
Inhalt
Öffnungszeit des Mischhahnes: (min sec)
Inhalt
des
wenn die Dauer des vorhergehenden
Flut: es betrug
Schmierstoff-
übe 3 h 2—3 h 11/2-- 2 h
1 -
-11/2 h 1/2--1 h unter 1/2 h
behälters
11/2-
nach dem
oder: wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Fluge
0 - 1% .
1 — 2% 2 - 4% 4 - -7% 7—10% 10- 13% 13—15%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec min sec min sec
30— 40 2 20 2 00 1 50 1 • 20 1 00 0 30 0
40— 50
2 40 2 20 2 10 1 45 1 10 0 30 0
50— 60
3 00 2 50 2 30 2 00 1 20 0 45 0
6 0 - 70
3 30 3 10 2 45 2 15 1 30 0 45 0
70— 80 4 00 3 30 3 10 2 30 1 40 1 00 0
80— 90 4 20 4 00 3 30 2 45 1 50 1 00 0
90—100 4 40 4
15 3 45 3 00 2 00 1 00 0
100—110 5 00 4 30 4 00 3 15 2 10 1 10 0
110—120 5 30 5 00 4 30 3 30 2 20 1 20 0
120—130 6 00 5 20 4 45 3 45 2 30 1 20 0
130—140 6 20 5 45 5 00 4 00 2 45 1 30 0
140—150 6 45 6 00 5 30 4
15 3 00 1 30 0
150—160 7 10 6 30 5 45 4 30 3 10 1 40 0
160- 170 7 30 7 00 6 15 4 45 3 20 1 50 0
170- 175 8 00 7 15 6 30 5 10 3 30 1 50 0
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in kei nem Fall unter 5 mi n betragen.
Hi erauf Schmi erstoffbehäl ter m.verdünntem Schmi erstoff auf 205Ltr. auffül l en
(Höhe der Bei mi schung gl ei ch der i m Schmi erstoffbehäl ter).
— 97 —
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 17 sec.
Das Mischen kann auf zwei Arten erf ol gen:
1)' Nach Rückkehr vom FlugeSchmier- 1) Schmierstoffvorrat mittels Peilstab
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1200 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoff druck 1,2—1,5 kg/cm
2
betragen. Bei Abweichung
nachstellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1200 U/min gemäß vorstehender Tabellen
A bzw. B. Mischhahn bis zum Anschlag öffnen (Tabelle B gilt für 15%
Beimischung). Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 1200 U/min
kurz auf etwa 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit
verdünntem Schmierstoff versehen werden.
4) Nach Schließen des Mischhahnes Schalter für Luftschraubenautomatik
auf „Ei n" und Mot or zwei mal von Leerlauf auf 2000 U/min beschleunigen,
dabei an der Anzeigeuhr beobachten, ob Verstellschraube betätigt wi rd.
Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 2 0 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes um
2 min für 180 Liter Füllmenge
2 min 30 sec für 205 Liter Füllmenge
zu erhöhen.
A) Mischen des gesamten Schmier-
stoffbehälterinhaltes.
B) Mischen der im Schmierstoffbehäl-
ter befindlichen Restmenge.
Stoff entsprechend der gefl ogenen
Zeit gemäßvorstehenderTabel l e A
auffül l en.
feststellen. Nach Möglichkeit Kraft-
stoffgehalt im Schmierstoff mittels
Viskosimeter ermitteln.
Für 7, 5% beträgt di e Öffnungszeit des Mischhahnes nur jeweils
di e Hälfte.
7 — 3870
— 98 —
Achtung! Vor bemer k ungen (Sei te 35) beacht en.
Mi schanwei sung 24a
Bf 210 mit DB 601 F mit Mischanlage.
20% 10%
Flugzeit Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Schmierstoff
Öffnungszeit
des Hahnes
Liter min sec Liter min sec
über 2 St u n d e n
1 1/ 2 bi s 2 St u n d e n
1 bi s 1 1/ 2 St u n d e n
1/ 2 bi s 1 St u n d e
unt er 1/ 2 St u n d e
60
63
65
67
70
6 30
5 30
4 30
3 30
2 30
68
69
70
71
72
3 15
2 45
2 15
1 45
1 15
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des
Motors soll in keinem Fall unter 5 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 25 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der geflogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabel l e auffüllen.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 800 U/min laufen lassen.
Hi erbei soll der Kraftstoffdruck 1,3—1,8 kg/cm
2
betragen. Bei Abwei chung
ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 800 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Motor dreimal von 800 U/min kurz auf etwa
2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 25 % zu erhal ten, sind die
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 20 %) um 1 min 30 sec zu
erhöhen.
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 25a
Ju88 mit BMW 801.
— 99 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 26a
— 100 —
He 177 mit DB 606
— 101 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 27a
Bf 108 mit As 10 C
— 102 —
I
Mi schanwei sung 28a
FW58 mit As 10 C
Öl tank:
17 Ltr. Schmi erstoff u. 2 Ltr. Luft
Öl tank:
19 Ltr. Schmi erst , u. 2 Ltr. Luft
Flugzeit
Schmier-Öffnungs-
zeit\des Hahnes
f. 15% Beimischung
Schmier-Öffnungs-
zeit\des Hahnes
f. 7,5%Beimischung
Schmier-
stoff
f. 15% Be
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
imischung
Schmier-
stoff
f. 7,5 %Be
Öffnungs-
zeit
d. Hahnes
mischung
Flugzeit
Liter ! min sec Liter min sec Liter min sec Liter min sec
über 2 St d.
1 1/2 bi s 2 St d.
1 bi s 1 1/ 2St d.
1/2 b i s 1 St d.
unt er 1/ 2 St d.
14
14
14,5
15
15,5
3 45
3 30
3 15
2 30
1 30
15,5
15,5
16
16
16,5
2 —
1 45
1 45
1 15
- 45
15
16
16
17
17
4 15
4 —
3 30
2 30
1 30
17,5
17,5
18
18
18,5
2 —
2 —
1 45
1 15
— 45
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abst el l en des Motors
soll in keinem Fall unter 8 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch die Mischanlage beträgt 1 Liter in 1 min 17 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,2—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1000 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Dann Motor abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um
T min 30 sec für 19 Liter Schmierstoff
1 min 15 sec für 17 Liter Schmierstoff
zu erhöhen.
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
— 103 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 29a
Go244 mit Gnôme-Rhône 14 M mit Mischanlage.
Schmierstoff
Öffnungszeit
Schmierstoff
Öffnungszeit
Flugzeit
Schmierstoff
des Hahnes
Schmierstoff
des Hahnes
Flugzeit für 15% Beimischung für 7,5% Beimischung
Liter min See Liter rflin sec
über 1 St unde 40
C
D
44 3 —
1/ 2 bi s 1 St unde 40 5 30 44 2 45
1/ 2 bi s 3/ 2 St u n d e 40 5 — 45 2 30
1/ 4 bi s 1/ 2 St unde 43 3 30 46 1 45
unt er 1/ 4 St u n d e 45 2 — 47 . 1 —
Die Laufzeit des Motors vom Offnen des Hahnes bis zum Abstel l en des
Motors soll in keinem Fall unter 8 min betragen.
Der Kraftstoffdurchfluß durch di e Mischanlage beträgt 1 Liter in 40 sec.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoff entsprechend der gefl ogenen Zeit
gemäß vorstehender Tabelle auffül l en.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Schmier-
stoffüberdruckventil ziehen und einrasten. Mot or anlassen und mit
1200 U/min bei kleinster Steigung der Luftschraube laufen lassen.
Hierbei soll der Kraftstoffdruck 0,22—0,25 kg/ cm
2
betragen. Bei Ab-
weichung ist nachzustellen.
3) Während des Motorl aufes mit 1200 U/min gemäß vorstehender Tabelle
Mischhahn bis zum Anschlag öffnen. (Geflogene Zeit berücksichtigen!)
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 1200 U/min kurz etwa
auf 2500 U/min beschleunigen, damit al l e Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
A n m e r k u n g : Um eine Beimischung von 20 % zu erhalten, sind di e
Öffnungszeiten des Mischhahnes (für 15%) um 2 min zu erhöhen.
— 104 —
3. Seef l ugzeuge
et) Ohne Mischanlage
Anweisung 6 (See) He 59 und He 60 mit Mot or BMW 6
Anweisung 14 (See) Ar 199 mit Motor As 410 a.
— 105 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 6 ( See)
He 59 u. He 60 mit Mot or BMW 6 ohne Mischanlage.
Flügzeit
entspr. 15% ehtspr, 7,5%-
Flügzeit
Kraftstoff
Schmier-
stoff
Gemisch Kraftstoff
Schmier-
stoff
Gemisch
über 40 mi n
über 25 mi n
über 10 mi n
70 Tei l e
70 Tei l e
70 Tei l e
30 Tei l e
30 Tei l e
30 Tei l e
3,5
3
2,5
60 Tei l e
60 Tei l e
60 Tei l e
40 Tei l e
40 Tei l e
40 Tei l e
2,5
2,25
1,75
Mischen von Kraft- und Schmierstoff in der Motorkurbel wanne.
1) Nach Rückkehr vom Fluge ist bei einer Schmierstofftemperatur zwischen
20° und 40° C nach vorstehender Tabelle das vorbereitete Kraftstoff-
Schmierstoff-Gemisch in die Kurbelwanne des Motors durch di e Schmies
.stoff-Peilstaböffnung einzufüllen.
2) Anlassen des Motors und Laufenlassen fünf Minuten mit 800 U/min.
Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 800 U/min kurz auf
1400 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem
Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
3) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
auf vorgeschriebene Menge.
B e m e r k u n g e n : Die i n der Tabelle angegebene Mischung Kraftstoff-
Schmierstoff von 70/30 bzw. 60/40 entspricht nach dem Mischlauf
einer Schmierstoffverdünnung .von 15 bzw. 7,5%. Der Schmierstoff-
behälter wi rd bei einer 15%igen Schmierstoffverdünnung durch di e
Schmierstoffrückförderpumpe auf etwa 6% Verdünnung auf-
gemischt.
— 106 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 14 ( See)
Ar 199 mit Motor As 410 a ohne Mischanlage.
1) Nach Rückkehr vom Fluge restlichen Schmierstoff aus dem Behälter
ablassen. Ist keine Ablaßmöglichkeit vorhanden, muß der Schmierstoff
abgesaugt oder ausgepumpt werden.
2) Verdünnten Schmierstoff auf vorgeschriebene Füllmenge (wie bisher)
auffüllen.
3) Mot or anlassen, laufen lassen fünf Minuten mit 800—1000 U/min. Gegen
Ende des Mischlaufes Mot or dreimal kurz auf 2000 U/min beschleunigen,
dami t alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff versehen werden.
Dann Mot or abstellen.
— 107 —
b) Mi t Mischanlage
Anweisung 3 (See)
Anweisung 9 (See)
Anweisung 10 (See)
Anweisung 11 (See)
Anweisung 12 (See)
Anweisung 15 (See)
Anweisung 16 (See)
Do 18 mit Mot or Jumo205C
Ar 196 A3 mit Motor BMW 132 K
Ar 196A4 mit Mot or BMW 132K
BV 138 mit Motor Jumo 205 C u. D
He 115 mit Motor BMW 132K
Do24T mit Mot or BMW 323 R 2
BV222 mit Mot or BMW 323 R 2
— 108 — .
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 3 ( See)
Do 18 mit Mot or Jumo205C
Die Anweisung gilt für alle Flugzeuge, di e mit Mischdüse und Aufdrück-
leitung It. Kurzänderungsanweisung Nr. 104 Do 18 ausgerüstet sind.
Inhalt
des
Schmierstoff-
Zuzupumpender Kraftstoff j e Behäl ter
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
behälters
über 1/2 h über 1 h über 2 h über 3 h über 4 h über 5 h über 6 h
40
60
80
7,0
fi r^
40
60
80 10,5
0,0
11,0
90 12,0 12,5
100 9 10,0 13,0 14,0
110 10 11,0 14,5 15,0
120 4,5 9,0 . 11
12,5 16,0 16,5
130 2,5 5,0 9,5 12 14,0 17,0 17,5
140 2,5 5,5 10,5 13 15,0 18,0 19,0
150 3,0 6, 0 11,5 14 16,5
160 3,5 6,5 12,0 15 17,5
170 4,5 ' 7, 0 13,0
Die Laufzeit des Motors vom Auf drücken des Kraftstoffes bis zum Abst el l en
des Motors soll in keinem Falle unter 4 Mi nut en betragen.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab bzw. Vor-
ratsanzeige feststellen. Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt
+ 8 Liter Schmierstoff in Motor, Kühler und Leitung.
2) Anschließen der Leitung des Kraftstöffmeßbehälters, Gerät Nr. 57—164
oder eines Behelfsbehälters mit Pumpe an Mischhahn im Gondelschacht.
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
4) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen und Aufdrücken von Kraft-
stoff B4 mit Handpumpe gemäß vorstehender Tabelle. Beim Aufpumpen
Schmierstoffdruck beobachten. Um die zulässigen Mindestwerte nicht zu
unterschreiten, Aufpumpgeschwindigkeit nicht über 2 Liter/min. Gegen
Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 1000 U/min kurz auf 2000 U/min
beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff
versehen werden.
Dann Motor abstellen.
Nach dem Aufpumpen Schließen der Mischhähne nicht vergessen!
5) Hierauf Auffüllen der beiden Schmierstoffbehälter auf 160, oder, falls
erforderlich, auf etwa 180 Liter mit verdünntem Schmierstoff.
A n m e r k u n g e n : Werden die beiden Schmierstoffbehälter nacheinander
aufgemischt, so ist der Schmierstoffbehälter des hinteren Motors
(Steuerbordfläche) zuerst aufzupumpen. Steigen di e Temperaturen
zu stark an, so ist der vordere Mot or zum Anblasen des Kühlers
anzulassen.
— 109 —
— 110 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 9 ( See)
Ar 196 A 3 mit Mot or BMW 132 K
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
15% 7,5%
über 1,5 h 1—1,5 h 0,5—1 h unt. 0,5 h über 1h 0,5—1 h unt. 0,5 h
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Liter min sec min sec min sec min sec min sec min sec min sec
20 1 20 1 15 1 05 0 35 0 28 0 22 0 10
25 1 40 1 30 1 20 0 40 0 34 0 26 0 12
30 1 55 1 45 1 30 0 50 0 40 0 30 0 14
35 2 10 2 00 1 40 0 55 0 46 0 36 0 16
40 2 25 15 1 55 1 00 0 52 0 40 0 18
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abstellen des
Motors soll in keinem Fall unter 4 Minuten betragen. Der Kraftstoffdurch-
fluß durch di e Mischanlage beträgt etwa 3 Liter/min.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab feststellen,
Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt + 6 Liter Schmierstoff in
Motor, Kühler und Leitung.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
3) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen bis zum Anschlag gemäß
vorstehender Tabelle. Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von
1000 U/min kurz auf 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane
mit verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
Schließen des Mischhahnes nicht vergessen!
4) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
auf 48 Liter.
2
— 111 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 10 ( See)
Ar 196A4 mit Mot or BMW 132K
Öffnungszeit des Mischhahnes
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug: •
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
15% 7,5%
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
üb. 2 h 1,5—2 h 1—1,5h 0,5—1h unt.0,5h üb. 1 h 0,5—1 h unt. 0,5h
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
2—3% 3—4% 4- 5% 5- 8% 8—15% 1—2% 2- 4% 4—7,5%
Liter min sec min sec min sec min sec min sec min sec min sec min sec
20 1 00 0 55 0 50 0 45 0 20 0 26 0 18 0 08
25 1 15 1 10 1 05 0 55 0 30 0 32 0 22 0 12
30 1 30 1 25 1 20 1 10 0 35 0 35 0 26 0 14
35 1 45 1 40 1 35 1 20 0 45 0 42 0 30 0 14
40 2 00 1 55 1 45 1 30 0 50 0 48 0 36 0 16
45 2 15 2 10 2 00 1 40 0 55 0 54 0 42 0 18
50 —' — — — 2 10 1 50 1 00 1 00 0 46 0 20
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abstellen des
Motors soll in keinem Fall unter 4 Minuten betragen. Der Kraftstoff durch-
fluß durch die Mischanlage beträgt etwa 3 Liter/min.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab feststellen.
Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt + 6 Liter Schmierstoff in
Motor, Kühler und Leitung.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
3) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen bis zum Anschlag gemäß
vorstehender Tabelle. Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von
1000 U/min kurz auf 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane
mit verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Motor abstellen.
Schließen des Mischhahnes nicht vergessen!
4) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
auf 58,5 Liter.
— 112 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Inhalt des
Schmier-
stoff-
behälters
nach dem
Fluge
Liter
55
50
45
40
35
30
25
20
Z u z u p u mp e n d e r Kr af t st of f j e Behäl t er
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
1 5 % 7, 5%
10 min 0 minJ3Q min40 min 50 mi nüb.1h 10 min 0 min 30 min 40 min 50 min üb. 1h
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt
8-15
Liter
4,5
4
4
3,5
3
2,5
2,5
2
5- 8
Liter
5,5
5
4,5
4
3,5
3,5
3
3- 5
Liter
7
6,5
6
5,5
5
4
3,5
2- 3
Liter
7,5
7
6,5
5,5
4,5
4
1,5-2 0—1,5
Liter Liter
8,5
8
7,5
6,5
6
5
4,5
9
8,5
7,5
7
6,5
5,5
5
4,5—7 3—4,5 2—3
Liter
2
2
1,5
1,5
1,5
f
1
1
Liter
3
2,5
2,5
2,5
2
2
1,5
1,5
Liter
3,5
3,5
3
3
2,5
2,5
2
1.5
1,5—2 1—1,5 0—1
Liter.
4
3,5
3,5
3
3
2,5
2
2
Liter
4
4
3,5
3,5
3
2,5
2,5
2
Liter
4,5
4
4
3,5
3
3
2,5
2
Die Laufzeit des Motors vom Aufdrücken des Kraftstoffes bis zum Abstellen
des Motors soll in keinem Falle unter 4 Minuten betragen.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab bzw. Vor-
ratsanzeige feststellen. Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt
+ 10 Liter Schmierstoff in Motor, Kühler und Leitung.
2) Anschließen der Leitung des Kraftstoffmeßbehälters, Gerät-Nr. 57—164
oder eines Behelfsbehälters mit Pumpe an Mischhahn (unter Deckel der
Wi nterstarthi l fe und oben im Gondelschacht bzw. Behälterraum).
3) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
4) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen und Aufdrücken von Kraft-
stoff B4 mit Handpumpe gemäß vorstehender Tabelle. Beim Aufpumpen
Schmierstoff druck beobachten. Um di e zulässigen Mindestwerte nicht zu
unterschreiten, Aufpumpgeschwindigkeit nicht über 2 Liter/min. Gegen
Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von 1000 U/min kurz auf 2000 U/min
beschleunigen, damit al l e Reglerorgane mit verdünntem Schmierstoff ver-
sehen werden. Dann Mot or abstellen.
Nach dem Aufpumpen Schließen der Mischhähne nicht vergessen!
5) Hierauf Auffüllen der drei Schmierstoffbehälter mit verdünntem Schmier-
stoff aus Nachtankbehälter auf 60 Liter.
Mi schanwei sung 11 ( See)
BV138 mit Mot or Jumo205C und D
— 113 —
B e me r k u n g e n : War während des Fluges ein Nachfüllen der Behälter
mit verdünntem Schmierstoff erforderlich, so kann ohne Rücksicht
darauf nach vorstehender Tabelle aufgemischt werden, da Kraft-
stoff sofort ausdampft. Zu vermeiden ist jedoch ein Nachfüllen
kurz vor der Landung. Gegebenenfalls ist nur so viel Schmierstoff
nachzufüllen, wi e zur Durchführung des Fluges nötig. Proben
können über Anschluß Winterstarthilfe-Eintritt mittels Pumpe (nach
Ausfluß von etwa 2 Liter) entnommen werden.
8 — 38?.
— 114 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 12 ( See)
He 115 mit Mot or BMW 132 K
a) (Nur dann anzuwenden, wenn Änderungsanweisung He115B und C
Nr. 109 durchgeführt ist.)
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
15%
7,5%
üb. 3 h 2 h 1 h 1/2* h 1/2 h üb. 2 h 1h 1/2 h 1/2 h
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt %:
1,5-2,5 2,5—4 4- 6 9—15 1-2 2—3 3-4,5 4,5-7,5
Liter
30
40
50
60
70
80
90
95
100
min sec min sec
3
3 45
4 30
5 15
6 -
7 —
7 45
2 30
3 15
4 -
4 45
5 30
6 15
7 —
2 15
3 -
3 30
4 —
4 45
5 30
6 15
45
15
45
30
30
4 45
45
15
30
45
15
30
30
15
30
15
30
45
- 45
1 —
1 15
1 30
1 45
2 -
2 15
2 15
- 30
- 45
1 —
1 15
1 30
1 45
2 —
2
2 15
min sec
— 15
— 15
30
— 30
— 45
— 45
1 —
1 15
Die Laufzeit des Motors vom Öffnen des Hahnes bis zum Abstellen des
Motors soll in keinem Fall unter 4 Minuten betragen. Der Kraftstoffdurch-
fluß durch di e Mischanlage beträgt etwa 2 Liter/min.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab feststellen.
Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt + 6 Liter Schmierstoff in
Motor, Kühler und Leitung.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
3) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen bis zum Anschlag gemäß
vorstehender Tabelle. Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von
1000 U/min kurz auf 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane
mit verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
Schließen des Mischhahnes nicht vergessen!
— 115 —
4) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
auf 105 Liter.
b) (Nur dann anzuwenden, wenn Änderungsanweisung H 115 B und C
Nr. 57 und 109 durchgeführt ist.)
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
7,5%
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem über 4 h 3 2 h 1 h Vi h Yt h
Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
1—1,
5% 1,5-2% 2 - 3 % 3 - 4 % 4- 5 5-7,5 %
Liter min sec min sec min sec min sec min sec min sec
40 1 30 1 15 1

1
— —
45 — 15
60 2

1 45 1 30 1 1

30
80 2 45 2 30 2

1 45 1 15
45
100 3 15 3

2 30 2

1 30 45
•110 45 3 15 3

2 15 1 45
1
120 4

30 3 2 30 2
— 1 —
130 4 15 4 — 3 30 2 45 2
— 1 —
140
— — —
3 45

2 15 1 15
150 2 15 1 15
(Anweisung über das Mischen bis einschließlich Punkt3. siehe unter a.)
4) Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff auf
160 Liter.
8*
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Öffnungszeit des Mischhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug: Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
15%
Inhalt des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge über 5 h 4h 3 h 2 h 1 h 1/2 h 1/4 h Fluge
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt
%:
1,5- -2,5 2,5 -3,5 3,5-^,5 4,5 - 6 6--9 9- -11 11- -15
Liter min sec min sec min sec min sec min sec min sec min sec
40 3 45 3 15 3

2 45 2 15 1 45 1

60 5 15 4 45 4 30 4

3

2 30 1 30
80 7

6 15 45 5 15 4

15 2

100 30 7 45 7 6 30 5 15 4

2 30
110 9

8 30 7 45 7 15 5 45 4 30 2 45
120 9 45 9 15 8 30 7 45 6 15 4 45 3

130 10 30 10

9 15 8 30 7

5 15 3 15
140 — — — —
10

9

7 30 5 30 3 30
150
3 45-
— 116 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mischanweisung 15 ( See)
Do24T mit Motor BMW 323 R 2
Inhalt
des
Schmierstoff-
Öf f nungszei t des Mi schhahnes
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug: Inhalt
des
Schmierstoff-
15% 7, 5%
behälters
über 11/2 h 1 h h
1/4
h über 1 h 1/4
t
h 1/2
h
nach dem
Fluge
1/2
nach dem
Fluge
Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes betrag t %:
1 - 2,5 2,5—5 5- 9 9 - 15 0 - 1 1 - 3 3 - 7,5
Liter min sec min sec min sec min sec min sec mir sec min sec
40 4 00 3 30 2 30 1 45 1 45 1 15 0 45
50 4 45 4 15 3 15 2 00 2 00 1 45 1 00
60 5 45 5 00 3 45 2 15 2 30 2 00 1 15
70 6 30 5 30 4 15 2 45 2 45 2 15 1 30
80 7 15 6 15 4 45 3 00 15 2 30 1 30
90 8 00
7
00 5 15 3 15 3 30 2 45 1 45
100 8 45 7 45 5 45 3 45 3 45 3 00 2 00
110 9 30 8 30 6 30 4 00 4 15 3 15 2 00
120 — — 9 15 7 00 4 30 4 30 3 30 2 15
125 — — — — 7 15 4 30 4 30 3 45 2 15
130
4 45 4 45 3 45 2 30
Die Laufzeit des Motors vom Of f nen' des Hah nes bis zum Abstellen des
Motors soll in keinem Fall unter 5 Minuten betragen. Der Kraftstoffdurch-
fluß durch di e Mischanlage beträgt etwa 2 Liter/min.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat durch Peilstab feststellen.
Gesamtschmiersfoffvorrat ist: Behälterinhalt + 1 5 Liter Schmierstoff in
Motor, Kühler und Leitung.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Mot or
anlassen und mit 1000 U/min laufen lassen.
3) Während des Motorl aufes Mischhahn öffnen bis zum Anschlag gemäß
vorstehender Tabelle. Gegen Ende des Mischlaufes Mot or dreimal von
1000 U/min kurz auf 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane
mit verdünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
Schließen des Mischhahnes nicht vergessen!
4) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
auf 140 Liter.
— 117-
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 35) beachten.
Mi schanwei sung 16 ( See)
BV222 mit Mot or BMW 323 R 2
Mischen von Kraft- und Schmierstoff mittels vom Bordwartsitz aus betätigtem
el.-magn. Rohrventil, Geräte-Nr. 19—1743 B-1.
Inhalt
des
Schmierstoff-
behälters
nach dem
Fluge
Öf f nungszei t des Rohrventi l es
wenn die Dauer des vorhergehenden Fluges betrug:
15% 7,5%
über 3 h 1/2 h 1/4h 1/2h 1/4 h
oder wenn der Kraftstoffgehalt des Schmierstoffes beträgt:
0—1,5 % 1,5—5 % 5-15 % 0—1,5 % 1,5-7,5%
Liter
30
35
40
45
50
55
60
65
45
00
20
40
00
20
25
40
55
10
25
45
25
35
45
55
00
10
20
min sec
05
15
20
25
35
45
50
00
mm sec
35
40
45
45
50
55
00
00
Die Laufzeit des Motors vom Einschalten des Ventiles bis zum Abstellen des
Motors soll in keinem Fall unter 5 Minuten betragen. Der Kraftstoffdurch-
fluß durch di e Mischanlage beträgt etwa 2% Liter/min, wenn bei einer Misch-
drehzahl von 1200 U/min ein Kraftstoffdruck von 0,8 bis 1,9 kg/cm
2
vor-
handen ist.
Ein Einschalten der Zusatzpumpe während des Mischlaufes hat zu unter-
bleiben.
1) Nach Rückkehr vom Fluge Schmierstoffvorrat mit Peilstab feststellen.
Gesamtschmierstoffvorrat ist: Behälterinhalt + 1 5 Liter Schmierstoff in
Motor, Kühler und Leitung.
2) Wenn Schmierstofftemperatur zwischen 20° und 40° C beträgt, Motor
anlassen und mit 1200 U/min laufen lassen.
3) Während des Motorl aufes Schalthebel für magnetisches Rohrventil auf
„Ei n" schalten, gemäß vorstehender Tabelle. Nach Ausschalten des
Ventiles und Beendigung des Mischlaufes Mot or dreimal von 1200 U/min
kurz auf 2000 U/min beschleunigen, damit alle Reglerorgane mit ver-
dünntem Schmierstoff versehen werden. Dann Mot or abstellen.
Ausschalten des Ventiles nicht vergessen!
4) Hierauf Auffüllen des Schmierstoffbehälters mit verdünntem Schmierstoff
aus Nachtankbehälter.
— 118 —
B. Anweisungen für das Anlassen von Flugmotoren
bei Kälte
(nach Motormustern geordnet]
BMW 132 (Vergasermotor)
BMW 132 (Einspritzmotor)
BMW 323
BMW 801
Jumo211 alle Muster
DB 601 A/B und N/P
DB 601 E/F, 606, 605, 610
DB 603
Gnöme—Rhone 14 M
As 10C
As 410.
Anweisung I:
Anweisung I I :
Anweisung I I I :
Anweisung IV:
Anweisung V:
Anweisung VI :
Anweisung VII:
Anweisung VIII
Anweisung IX:
Anweisung X:
Anweisung XI:
Vorbemerkungen:
1) Bei Betrieb mit Schmierstoffverdünnung durch Kraftstoff ist ein langes
Warml auf en zu vermei den; Motor nur anlassen, wenn anschließend
gestartet werden soll.
2) Um eine rasche und ei nwandfrei e Schmierstoffdruckanzeige zu erhalten,
muß di e Leitung vom Motor zum Anzei gegerät mit einer nicht stocken-
den Flüssigkeit versehen sein (Methanol, notfalls Glykol-Wasser oder
Spindelöl).
3) Bei Betrieb mit Schmierstoffverdünnung brauchen beim Beschleunigen
und Abbremsen des Motors Kühl- und Schmierstofftemperaturen nicht
beobachtet zu werden.
4) Beim Abbremsen ist di e Zünderprüfung (M1 und M 2) durchzuführen.
Gegebenenfal l s auch Luftschraubenverstellung prüfen.
5) Zum Einspritzen mit der Verneblerpumpe ist nur Fl-Anlaßkraftstoff zu
verwenden, da hierdurch das Anlassen wesentlich erleichtert wi rd. (Der
Anlaßkraftstoff soll nach Möglichkeit gefiltert aufgefüllt werden, da
di e Verneblerdüsen sehr leicht verschmutzen.)
6) Bei Temperaturen kälter al s:
— 25° C für umgefettete Schwungkraftanlasser (s. Teil II Abschn. c
Seite 29}
—10° C für noch nicht umgefettete Schwungkraftanlasser:
Vor dem Aufziehen auf vol l e Drehzahl , Anlasser bei ausgeschalteter
Zündung nur etwa eine Sekunde (bei Handbetri eb eine Umdrehung)
aufziehen und dann einkuppeln. Dieser Vorgang ist mindestens zwei mal ,
besser noch bis zu fünfmal durchzuführen. Bei elektrischem Aufziehen
möglichst Außenbordsammler verwenden.
7) Die Zeit vom Anspringen bis zum Abbremsen wi rd je nach Außen-
temperatur und Motormuster zwischen 2 und 8 Minuten betragen.
— 119 —
8) Die Anspringtemperatur der mit allen vorgesehenen Änderungen aus-
gerüsteten serienmäßigen Motoren in der Kältekammer Rechlin geht aus
nachstehender Aufstellung hervor:
Motormuster
Anspringtemperatur (o. Wärmequelle)
Motormuster
ohne Azetylengas mit Azetylengas
1.
B MW 132 ( Ver gaser - Mot or ) - 35° C
2. B MW 132 ( Ei nspr i t z- Mot or ) - 30° C
B MW 323 — 35° C
4. B MW 801 - 35° C
5. J u mo 211 al l e Mus t er - 30° C - 35° C
6. DB 601 al l e Mus t er — 35° C - 40° C
7. Gnome- Rhöne 14 M - 32° C - 37° C
8.
As 10 C - 25° C — 35° C
9. As 410 - 25° C* - 35° C
* Mit Argus-Anlaß-Einspritzpumpe — 35°C-
9) Anlassen mit Azetylengas
Wi r d Azetylen als Anl aßhi l fe verwendet, so sind fol gende Handgri ffe
zu den in den Anweisungen beschriebenen zusätzlich erforderlich:
a) Vor dem Anlassen ist die Azetylengasflasche mb aufgeschraubtem
Druckminderer und Zuleitungsschlauch an das Flugzeug heranzu-
bri ngen.
Druckanzeige am Hochdruckmesser muß mindestens 2 atü betragen,
andernfalls neue Flasche verwenden oder Flasche aufwärmen,
falls zu sehr abgekühlt.
b) Zuleitungsschlauch am Außenbordanschluß des Flugzeuges nach
Abnehmen der Verschlußkappe anschließen.
c) Nach dem Durchdrehen des Motors von Hand, Hauptabsperrventil
der Azetylengasflasche vollständig öffnen.
d) Am Druckminderer der Azetylengasflasche (Flügelschraube) einen
Druck von 0,8 atü** am Niederdruckmesser einstellen.
e) Während des Einkuppeins des Anlassers durch öf f nen des Ventiles
(kleines Handrad) am Druckminderer Azetylengas in den Motor ein-
strömen lassen.
f) Ist Motor angesprungen, so lange Azetylengas zuführen, bis Motor
ei nwandfrei läuft (je nach Außentemperatur bis zu einer Minute).
Dann Ventil schließen. Droht Mot or dabei wi eder stehenzubleiben,
Ventil (kleines Handrad) erneut öffnen, so lange bis Motor ei nwandfrei
läuft. Anlaßkraftstoff kann während des Anlassens eingespritzt werden.
Achtung! Sollte Motor beim Anlassen wieder stehenbleiben, sofort
Ventil am Druckminderer schließen. Azetyl engas darf niemals
eingeblasen werden, wenn Mot or steht!
g) Nach dem Anlassen Zuleitungsschlauch wieder abschließen.
h) Außenbordanschluß mit Verschlußkappe verschließen.
** Für die Motormuster: As 10, As 410/411, Gnöme-Rhöne 14 M Druck von 0,4 atü einstellen.
3.
— 120 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung I: Anlassen des Motors BMW 132
(Vergasermotor) bei Käl te
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe betäti gen, bis Druck anzeigt.
2) Motor von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschalteter
Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe
Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Gashebel etwa „1/4 auf " stellen (beim Anlassen mittels Azetylengas nur
auf etwas über Leerlauf).
Nicht mit dem Gashebel „ pumpen", da Kraftstoff überläuft
(Brandgefahr bei Rückschlägen).
4) Zündschalter einschalten.
Bei Temperaturen kälter als —15° C: auf Frühzündung schalten.
5) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
6) Während des Einkuppeins des Anlassers, mit der Verneblerpumpe einige
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Motor nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
solange nachzuspritzen, bis der Motor ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
die Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
Pumpen mit dem Gashebel ist bei 9 Zylinder Vernebl eranl age
meist ohne Erfolg und führt leicht zum „Ersaufen" des Motors und
zu Vergaserbrand.
7) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 7 atü nicht überschritten wi rd. Ist auf diese
Weise die Startdrehzahl erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
8) kurz abbremsen.
— 121 —
9) Starten:
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß die Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 65° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60°C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50°C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 35° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 25° C bei 25% Kraftstoffbeimischung.
Anlassen mit Azetyl engas
Wi r d Azetyl engas als Anl aßhi l fe verwendet, so ist folgendes zu beachten:
Bei Temperaturen kälter als —25° C treten beim Anlassen mittels Azetyl en-
gas durch zu träges Arbei ten der Ventilsteuerung (trotz verdünnten Ki pphebel -
fettes) Rückzündungen und Explosionen in Ansaug- und Auspuffrohren auf.
Das Anlassen mittels Azetyl engas ist daher für Temperaturen kälter als
— 25° C für den Mot or BMW 132 (Vergasermotor) nicht zugelassen.
Da der Mot or nach Durchführung aller Änderungen bis zu dieser Tempe-
ratur in den meisten Fällen bei Verwendung von Fl-Anlaßkraftstoff ohne
Schwierigkeit anspringt, wi rd im allgemeinen ein Anlassen mittels Azetyl en-
gas nicht erforderlich sein.
In vereinzelten Fällen kann das Azetyl engas trotzdem eine Erleichterung
beim Anlassen bri ngen.
— 122 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung I I : Anl assen des Motors BMW 132
(Einspritzmotor) bei Käl te
(Der Mot or ist für Anlassen mittels Azetyl engas vorl äufi g nicht vorgesehen)
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bezw. Behälterpumpe
betäti gen, bis Druck anzeigt.
2) Motor von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschalteter
Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe
Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Gashebel etwa auf " stellen.
4) Zündschalter einschalten.
5) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
6) Während des Einkuppeins des Anlassers, mit der Verneblerpumpe (soweit
vorhanden) einige Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Motor nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
so lange nachzuspritzen, bis der Motor ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
die Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
7) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 7 atü nicht überschritten wi rd. Ist auf diese
Wei se Startdrehzahl und -ladedruck erreicht und läuft der Mot or ei n-
wandf rei ,
8) kurz abbremsen.
9) Starten:
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 70° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60°C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 15 % Kraftstoffbeimischung
. + 40° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
— 123 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung IIl: Anlassen des Motors BMW 323
bei Käl te
(Der Motor ist für Anlassen mittels Azetyl engas vorl äufi g nicht vorgesehen)
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bezw. Behälterpumpe
betäti gen, bis Druck anzei gt.
2) Mot or von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschalteter
Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe
Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Gashebel etwa "1/4 auf " stellen.
4) Zündschalter einschalten.
5) Anlasser aufziehen und einkuppeln, gleichzeitig Anreicherungvorrichtung
(Seilzug unter Motor) für den Gemischregler betäti gen, so lange bis
Mot or ei nwandfrei läuft (wenn Motor schwarze Rußwolken ausstößt,
Seilzug loslassen).
6) Während des Einkuppeins des Anlassers, mit der Verneblerpumpe einige
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Motor nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
so lange nachzuspritzen, bis der Mot or ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
di e Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
7) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 8 atü nicht überschritten wi rd. Drehzahlen
unter 1000 U/min vermeiden. Ist auf diese Wei se di e Startdrehzahl und
Ladedruck erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
8) kurz abbremsen.
9) Starten:
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß die Schmierstofttemperatur vor dem
Abf l ug fol gende Werte nicht übersteigt:
+ 70° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60° C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 40° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
— 124
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung I V: Anl assen des Motors BMW 801
bei Käl te
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bzw. Behälterpumpe be-
täti gen, bis Druck anzeigt.
2) Luftschraube elektrisch mittels Handschalter auf Stellung „12 h" ein-
stellen.
Bei Triebwerksanlage mit Luftschraubenautomatik ist der Kipp-
hebelschalter vorher auf "Handverstel l ung" zu legen.
3) Mot or von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschal-
teter Zündung durchdrehen (Vorsicht! Anspringgefahr). Dabei mehrere
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
4) Gashebel etwa „1/4 auf " stellen.
5) Zündschalter einschalten.
6) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6),
gleichzeitig Kommandogerät-Anl aßhi l fe betäti gen.
7) Während des Einkuppeins des Anlassers mit der Verneblerpumpe
einige Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Mot or nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
so lange nachzuspritzen, bis der Mot or ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
di e Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
8) Wenn Mot or „rundl äuf t " KG.-Anlaßhilfe wi eder in Normalstellung
bri ngen.
Droht Motor wieder stehenzubleiben, so ist KG.-Anlaßhilfe noch-
mals zu betäti gen.
9. Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi r d, Drehzahl auf 1100 bis 1200
U/min einstellen. (Drehzahlen zwischen 600 und 1000 U/min wegen
Gefährdung des Lüfterradantriebes möglichst vermeiden.)
10. Drehzahl zügi g so steigern, daß Schmierstoffdruck von 14 atü nicht
überschritten wi rd. Ist auf diese Wei se Startdrehzahl und -ladedruck
erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
— 125 —
11. kurz abbremsen (Luftschraubenautomatik prüfen).
12. Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 70° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60° C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 40° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
— 126 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung V: Anlassen des Motors Jumo 211
bei Käl te
(Der Mot or 211 F/J ist vorl äufi g wegen Gefährdung der Reglerdosen für
das Anlassen mittels Azetyl engas nicht zugelassen; alle übrigen Muster 21 !•
dürfen mit Azetylengas nur angelassen werden bei Fehlen oder Versagen
aller anderen Anlaßhilfsmittel)
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bezw. Behälterpumpe
betäti gen, bis Druck anzeigt.
2) Mot or von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschalteter
Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe
Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Gashebel bis zu „1/4 auf" stellen. (Bei F/J-Motoren mit neuem Lade-
druckregler 744 und 745 bis höchstens 5 mm Gashebelweg.)
Der Frühzündungsschalter am Ladedruckregler muß dabei auf
„Frühzündung" geschaltet stehen.
4) Zündung einschalten.
5) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
6) Während des Einkuppeins des Anlassers, mit der Verneblerpumpe einige
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Mot or nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
so lange nachzuspritzen, bis der Mot or ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
di e Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
7) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi r d, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 7 atü nicht überschritten wi r d. Ist auf diese
Wei se Startdrehzahl und -ladedruck erreicht und läuft der Mot or ei n-
wandf rei ,
8) kurz abbremsen (Luftschraubenautomatik prüfen).
— 127 —
9) Starten:
211 F/J 211 A, B/D. G/H
+ 90° C + 70° C
bei 7, 5% Kr af t s t of f bei mi s c hung
+
80° C + 60° C bei 1 0 % Kr af t s t of f bei mi s c hung
+
70° C + 50° C
bei 15% - Kr af t s t of f bei mi s c hung
+
60° C + 40° C
bei 2 0 % Kr af t s t of f bei mi s c hung
+
50° C + 30° C
bei 2 5 % Kr af t s t of f bei mi s c h ung
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
— 128 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung V I : Anlassen des Motors DB 601
A/ B und N/ P bei Käl te
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bzw. Behälterpumpe be-
täti gen, bis Druck anzei gt.
2) Mot or von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschal-
teter Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Steuerkolben für Zündverstellung 8 bis 10 mm von Hand herausziehen
und in dieser Stellung festhalten, bis Mot or angesprungen ist.
(Nur bei Temperaturen von —5 ° C und kälter, da bei höherer
Temperatur durch die größere Frühzündung Rückschlaggefahr
besteht.)
4) Gashebel etwa „1/4 auf " stellen.
5) Zündschalter einschalten.
6) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
7) Während des Einkuppeins des Anlassers, mit der Verneblerpumpe
einige Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Droht der Mot or nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
so lange nachzuspritzen, bis der Mot or ei nwandfrei läuft.
Ist zuviel eingespritzt — an grau-schwarzen Wol ken oder flüssig
aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen — so ist
beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen und
di e Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
8) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 8 atü nicht überschritten wi rd. Ist auf diese
Weise Startdrehzahl und -ladedruck ereicht und läuft der Mot or ein-
wandf rei ,
9) kurz abbremsen.
10) Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 70° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60° C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 15%, Kraftstoffbeimischung.
+ 40° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
— 129--
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
9 — 3870
Anwei sung VI I :
Anl assen des Motors: DB 601 E/F DB 635
DB 606 DB 610 bei Käl te
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe bzw. Behälterpumpe be-
täti gen, bis Druck anzeigt.
2) Mot or von Hand (mittels Peitsche) an der Luftschraube bei ausgeschal-
teter Zündung durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei meh-
rere Hübe Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
3) Gashebel, auf Leerlauf bri ngen, Zug zur Fetsstellung der Drosselklappe
(im Führersitz oder unter Motorhaube) betätigen und feststellen.
4) Gashebel bis auf rote Marke (an der Kulisse) vordrücken. (Hierdurch
wi rd Zündzeitpunkt auf 35° Frühzündung gestellt.)
5) Zündschalter einschalten.
6) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
7) Wenn Mot or die ersten Zündungen und Umdrehungen gemacht hat
und Schmierstoffdruck angezei gt wi r d, Gashebel weiter vordrücken, bis
Wi derstand fühlbar wi rd.
(Zündung wi rd dabei auf „ vol l f rüh" verstellt.)
Gleichzeitig mehrere Hübe Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe
einspritzen, bis Mot or ei nwandfrei läuft.
8) Wenn Mot or ei nwandfrei läuft, nach 1/2 bis 2 Minuten (je nach Außen-
temperatur) mit dem Gashebel auf Leerlauf zurückgehen und Zug für
Feststellung der Drosselklappe loslassen.
Bei neueren Ausführungen geht die Feststellung der Drosselklappe
mit dem Zurückgehen des Gashebels selbsttätig in di e Ausgangs-
stellung zurück.
9) Drehzahl zügi g so steigern, daß Schmierstoffdruck von 8 atü nicht
überschritten wi rd. Ist auf diese Weise Startdrehzahl und -Ladedruck
erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
10) kurz abbremsen.
11) Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß die Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 70° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 60° C bei 10% Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 40° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung VIII.-
Anlassen des Motors DB 603 bei Käl te
— 130 —
131 —
www.cockpitinstrumente.de
— 132 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung I X:
Anl assen des Motors Gnome- Rhone 14 M
bei Käl te
1) Schmierstoffüberdruckvorrichtung auf Stellung „Anl assen" (hoher Druck)
stellen.
2) Vergasereinstellung auf „Start" bri ngen.
3) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe betäti gen, bis Druck an-
zeigt.
4) Mot or von Hand (mittels Peitsche) bei ausgeschalteter Zündung durch-
drehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!)
Dabei mehrere Hübe Fl-Anlaßkraftstoff mit der Verneblerpumpe ein-
spritzen.
5) Gashebel zwischen „1/3 und 1/2 auf " stellen (beim Anlassen mittels
Azetylengas nur auf etwas über Leerlauf).
Nicht mit dem Gashebel „pumpen", da Kraftstoff überläuft.
6) Zündschalter einschalten.
7) Anlasser aufziehen und einkuppeln (vgl. Vorbemerkungen Punkt 6).
8) Während des Einkuppeins des Anlassers mit der Verneblerpumpe einige
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen.
Mot or läuft am sichersten wei ter, wenn gleich nach dem An-
springen eine hohe Drehzahl erreicht wi rd. Sobal d Mot or „rund-
l äuft", mit der Drehzahl so wei t zurückgehen, daß Schmierstoffdruck
15 atü nicht übersteigt. Droht der Mot or nach einigen Umdrehun-
gen wi eder stehenzubleiben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter
Fl-Anlaßkraftstoff so lange nachzuspritzen, bis der Mot or ei nwand-
frei läuft.
Ist zuviel eingespritzt worden — an grau-schwarzen Wol ken oder
flüssig aus dem Auspuff austretendem Kraftstoff zu erkennen,
so ist beim nächsten Anl aßvorgang der Gashebel weiter zu öffnen
und die Verneblerpumpe nicht zu betäti gen.
9) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Vergasereinstellung auf „nor-
mal " stel l en; Drehzahl zügi g so steigern, daß Schmierstoffdruck von
15 atü nicht überschritten wi rd. Ist auf diese Wei se Startdrehzahl und
-ladedruck erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
— 133--
10) kurz abbremsen.
11) Schmierstoffüberdruckvorrichtung auf Stellung „ nor mal " bringen (nied-
riger Druck).
12) Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 55° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 50° C bei 10% Kraftstoffbeimischung
.+ 40° C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 30° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung
+ 20° C bei 25 % Kraftstoffbeimischung.
— 134 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung X:
Anlassen des Motors As 10 C bei Käl te
1) Preßluftflasche anschließen
(bei elektrischem Anlassen möglichst Außenbordsammler zur
Schonung des Bordsammlers).
2) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe betäti gen, bis Druck an-
zeigt.
3) Mot or von Hand an der Luftschraube bei ausgeschalteter Zündung
durchdrehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe FI-Anlaß-
kraftstoff mit der Verneblerpumpe einspritzen.
4) Gashebel etwa „1/3 auf " stellen.
5) Zündschalter einschalten.
6) Preßluftventil öffnen und Trafo-Summeranlage betäti gen. (Bei elektri
schem Anlassen Anlaßschaltergriff ziehen, hierbei wi rd Trafo-Summer-
Anl age gleichzeitig eingeschaltet.)
7) Während des Anlassens mit der Verneblerpumpe einige Hübe Fl-Anlaß-
kraftstoff einspritzen.
Droht der Motor nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe weiter Fl-Anlaßkraftstoff
nachzuspritzen, bis Mot or ei nwandfrei läuft.
Der Mot or springt unter Umständen deshalb nicht an, wei l zuviel
Anlaßkraftstoff eingespritzt wi rd. In diesem Falle ist der Motor
bei vol l geöffneter Drosselklappe (Vollgas) und ausgeschalteter
Zündung mehrmals rückwärts zu drehen, bevor erneut angelassen
wi rd.
Schlägt Motor beim Anlassen zurück, so ist Zündverstellschalter
auf „Spät zündung" zu schalten. Nach dem Anspringen wieder auf
Frühzündung schalten.
8) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi r d, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoff druck von 7 atü nicht überschritten wi rd. Ist auf diese
Weise di e Startdrehzahl erreicht und läuft der Mot or ei nwandfrei ,
9) kurz abbremsen.
— 135 —
10) Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß die Schmierstofftemperatur vor dem
Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt-.
+ 65° C bei 7,5 % Beimischung
+ 50°C bei 15% Beimischung
+ 35° C bei 20 % Beimischung.
— 136 —
Achtung! Vorbemerkungen (Seite 118) beachten.
Anwei sung X I :
Anl assen des Motors As 410 A-1 und 411
bei Käl te
A n m e r k u n g : Wenn Argus-Anlaßpumpe noch nicht eingebaut ist, wi rd
das Anlassen zweckmäßig nach folgendem Hinweis ausgeführt:
Bei niedrigen Temperaturen reicht die vom Einspritzdruckbehälter
bei einer Druckfüllung geförderte Menge nicht aus. Deshalb ist
es günstiger, das elektrische Einspritzventil dauernd offenzuhalten
und die Pumpe von einem Mann im Fahrwerksschacht während des
ganzen Anl aßvorganges betäti gen zu lassen.
1) Brandhahn öffnen und Kraftstoffhandpumpe betäti gen, bis Druck an-
zeigt.
2) Mot or von Hand an der Luftschraube bei ausgeschalteter Zündung durch-
drehen. (Vorsicht! Anspringgefahr!) Dabei mehrere Hübe Fl-Anlaßkraft-
stoff mittels Vernebl erhandpumpe einspritzen [bzw. Argus-Anlaßpumpe
einschalten).
3) Gashebel etwa „1/3 auf " stellen.
4) Zündschalter einschalten.
5) Anlaßschalter betäti gen.
6) Während des Durchdrehens.des Motors mit der Verneblerpumpe einige
Hübe Fl-Anlaßkraftstoff einspritzen (bzw. Argus-Anlaß-Einspritzpumpe
einschalten).
Droht der Mot or nach einigen Umdrehungen wi eder stehenzu-
bl ei ben, so ist mit der Verneblerpumpe (bzw. der Argus-Anlaß-
Einspritzpumpe) weiter Fl-Anlaßkraftstoff nachzuspritzen, bis Motor
ei nwandfrei läuft.
Der Motor springt unter Umständen deshalb nicht an, wei l zuviel
Anlaßkraftstoff eingespritzt wi rd. In diesem Falle ist der Motor
an der Luftschraube bei vol l geöffneter Drosselklappe (Vollgas)
und ausgeschalteter Zündung mehrmals rückwärts zu drehen, bevor
erneut angelassen wi rd.
7) Wenn Schmierstoffdruck angezei gt wi rd, Drehzahl zügi g so steigern,
daß Schmierstoffdruck von 9 atü nicht überschritten wi r d: Ist auf diese
Wei se Startdrehzahl und -ladedruck erreicht und läuft der Mot or ein-
wandf rei .
— 137 —
8) kurz abbremsen.
Bei Argus-Verstell-Luftschrauben Verstellstufen überprüfen.
G e d r u c k t b e i W i l h e l m L i m p e r t , B e r l i n S W 6 8
9) Starten.
Kann längeres Rollen oder Leerlauf nicht vermieden werden, so
ist darauf zu achten, daß di e Schmierstoffeintrittstemperatur vor
dem Abf l ug fol gende Wert e nicht übersteigt:
+ 65° C bei 7,5 % Kraftstoffbeimischung
+ 50°C bei 15% Kraftstoffbeimischung
+ 35° C bei 20 % Kraftstoffbeimischung.
— 139 — Tafel I
Eichkurve für Viskosimeter
gültig für Rotring, Aeroshell mittel, Intava 100 und Öle ähnlicher Viskosität.
(Bei Verwendung von Grünring, Aeroshell schwer und Intava 120 sind zu
den gefundenen Werten 1,5 % zuzuzählen,)
Temperatur der Schmierstoffprobe °C
— 141 — Taf el II
Tafel zur Bestimmung der Kraftstoffmenge im Schmierstoff
für verschiedene Tank-Inhal te